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Revierinformation für Segler:
Die Insel Skyros / Griechenland

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Die Nördlichen Sporaden   Alonissos und Peristera   Pelagonisi   Skiathos   Skopelos   Skyros  



Wetter Skyros
© meteo24.de
Skyros ist eine griechische Insel in der Ägäis, die zu den Nördlichen Sporaden gehört.
Mit einer Fläche von 208 km² ist die 25 Seemeilen östlich von Euböa liegende Insel die größte dieser Inselgruppe.
Skyros wird vor allem im Westen von zahlreichen kleinen Inseln gesäumt - erwähnenswert sind Valaxa und Skyropoula ('kleines Skyros'). Auf den Inselchen Notios Podies und Voreios Podies vor der Nordküste befinden sich Leuchttürme.

Während der südliche Teil der Insel gebirgig, karg, steinig und unbewohnt ist, ist der etwa gleich große nördliche Teil, in dem fast alle Inselbewohner leben, von üppiger Vegetation und großen Pinienwäldern geprägt.

Eine Besiedlung der Insel schon im Mesolithikum ist durch Faustkeilfunde nachgewiesen. Im Neolithikum, aus dem sich Reste mehrerer Küstensiedlungen finden, scheint Skyros ausweislich zahlreicher Obsidianfunde eine Zwischenstation des Obsidianhandels von Milos nach der nördlichen Ägäis gewesen zu sein. Skyros spielt im Sagenkreis um Achilleus und Theseus eine Rolle: Theseus soll nach seiner Vertreibung aus Athen hier gelebt und durch Lykomides den Tod gefunden haben . Die wirtschaftliche Bedeutung der Insel war in der Antike gering. Ursprünglich von Pelasgern und Karern, dann von seeräuberischen Dolopern bewohnt, wurde Skyros um 475 v. Chr. von den Athenern unter Kimon, welche des Theseus Gebeine von dort holten, erobert. Seitdem befand es sich für mehrere Jahrhunderte mit wenigen Unterbrechungen in athenischem Besitz. Skyros galt im Altertum als arm, steinig und unfruchtbar, hatte aber schönen bunten Breczienmarmor, der sich in Rom großer Beliebtheit erfreute, Chromeisenerz sowie eine berühmte Ziegenrasse.
Im Mittelalter war Skyros "Seeräuberbeute" - deshalb ist der Hauptort auf dem zum Inselkern gewandten Teil des Felsens erbaut. So konnte man vom Meer aus das Dorf nicht sehen.

Die Chora gilt als eines der schönsten Dörfer der Ägäis. Das Ortsbild mit engen und steilen Gassen und Treppen erinnert an ein Kykladendorf. Der Ort ist um einen kegelförmigen Felsen terrassenartig gebaut, so dass Autos nur bis zum Rand des Ortskerns fahren.
Auf dem steilen Granitfelsen über dem Ort thronte schon im 4. Jahrhundert vor Chr. eine antike Akropolis. Das Kastro, die burgartige Befestigungsanlage, wurde in seiner heutigen Erscheinung ursprünglich in byzantinischer Zeit errichtet, nach Zerstörungen Ende des 14. Jahrhunderts erweitert und vollendet. Die imponierend dicken, nach Osten zum Meer hin fast senkrecht abfallenden Mauern boten guten Schutz vor Piraten. Seit einem Erdbeben im Frühjahr 2001 sind Kloster und Kastell für Besucher gesperrt.

Der englische Dichter Rupert Brooke (1887- 1915) verstarb als Marineoffizier auf einem Lazarettschiff vor Skyros an Malaria und fand im Süden der Insel in der Bucht „Tris Boukes“ seine letzte Ruhe. Sein Marmorgrab inmitten eines Olivenhains wird noch heute gepflegt und instand gehalten. Dem Philhellenen, dessen patriotische Gedichte in England bekannt sind, wurde 1931 an einem der schönsten Plätze der Insel über der Chora ein Denkmal gesetzt, eine Bronzestatue des Bildhauers Michalis Tombras, die den Dichter jedoch unbekleidet darstellt und deshalb der Geistlichkeit missfällt: Während der Gottesdienste in der benachbarten Kirche und an wichtigen religiösen Feiertagen wird die Blöße daher verhüllt.

Lange haben sich auf Skyros die alten Volkstrachten erhalten. Heute sind sie jedoch nur noch selten, bei kirchlichen Festen, Hochzeiten und im Karneval, zu sehen. Urtümlich und mystisch sind die Karnevalsbräuche: In Ziegenfelle gehüllte furchteinflößende Gestalten mit Ziegenfratzenmasken – die so genannten „Iéri“ -ziehen mit Lärm und Getöse durch die Gassen. Sie haben Dutzende von schweren Ziegenglocken umgeschnallt, die sie durch Tanzen und Springen rhythmisch erklingen lassen.

Skyros ist seit der Antike für seine zahlreichen Marmorsorten bekannt. In der Antike wurde der Marmor Scyreticum in den Sorten Breccia di Settebasi (dunkelrote bis hellrote Bekzie) und Breccia a samesanto (violett bis braun) abgebaut. Bekannte noch existierende Beispiele sind die Hadransbibliothek in Athen und die St. Demetrius Basilika in Thessaloniki. Seit dem 19. Jahrhundert wird der Marmor aus Skyros vereinzelt als luxuriöses Baumaterial verwendet, so etwa im Sockelgeschoss des Looshauses in Wien, dem Woolworth Building in New York, im Palacio San Miguel in Buenos Aires und an zahlreichen Londoner Banken.

Für das Militär hat Skyros eine Schlüsselstellung. Ein Militärflughafen sowie ein Marinestützpunkt befinden sich dort. Der Militärflughafen wird auch zivil genutzt, mehrmals wöchentlich fliegt Olympic Airways von Athen und Thessaloniki den Flughafen an. Auf der Insel befinden sich mehrere ausgedehnte militärische Sperrgebiete.

Auf Skyros leben die kleinsten Ponys der Welt. Das halbwild lebende Skyros-Pony ist ausschließlich auf der Insel zu finden. Mit einer Schulterhöhe von max. 110 cm ist es der Liebling der Inselkinder und der Touristen. Da es mittlerweile vom Aussterben bedroht ist, existiert seit 2004 eine Kampagne "Soste to Skyros Pony" - "Rettet das Skyros Pony" -.



Limin Linaria
38° 50,59' N 024° 32,16' E
Der Haupt- und Fährhafen im Süden der Insel ist bei Meltemi gut geschützt, nur bei südwestlichen Winden steht etwas Schwell. Am alten Fähranleger an der Außenmole kann man je nach Belegung längsseits oder im Päckchen festmachen, dabei den Bereich für die Vorleinen der Fähre (Skyros Express) freihalten. Der Hafenpolizist weist auch gelegentlich einen Platz am Ende des Fähranlegers unmittelbar bei der Rampe zu, den sollte man aber vermeiden. Die Fähre verkehrt mehrmals täglich nach Kimi auf Euböa.
Wasser ist nicht verfügbar, Treibstoff wird gegen tel. Bestellung per Tankwagen geliefert. Im Hafen direkt ein Mini Markt, in dem man sich mit dem Nötigsten versorgen kann. Nächster Laden an der Straße nach SKYROS, dringender Bedarf kann ggf. in einer der zahlreichen Tavernen gedeckt werden.
Im Hafenbecken kann geankert werden, dabei gut von der Fährmole freihalten und auf Murings und Bojensteine achten. Der Grund ist bewachsener Kies und Schlick.



Ormos Tristomo
38° 46,78' N 024° 34,7' E
Ormos Tristomo ist eine weiträumige, annähernd halbrunde Bucht im Süden von Skyros, die nach Süden durch die Inseln Ns. Plati und die größere Ns. Sarakino abgedeckt werden. Im NO der Bucht liegen einige militärische Einrichtungen, interessant ist der im NW gelegene tiefe Einschnitt nördlich des befeuerten Ak. Marmara. Diese Bucht ist unbewohnt, hier kann man auf 3 - 8 m WT auf vereinzelt bewachsenem, mit Steinen durchsetztem Kies ankern. Nur bei sehr ausgeprägten - und seltenen - Südlagen steht hier etwas Schwell, so dass sich die Bucht auch als Ankerplatz für die Nacht eignet.



windsack
Die Hauptwindrichtung in den nördlichen Sporaden ist Nord (Meltemi). Gerade in den Sommermonaten weht hier der Meltemi aus dem ersten oder vierten Quadranten, jedoch weniger stark als im Süden der Ägäis. Im Frühjahr und Herbst gibt es wesentlich weniger Wind, wechselnd aus nördlichen Richtungen, aber auch aus Süd. Im Trikeri-Kanal Düseneffekt von Ost nach West. Es empfiehlt sich, in den Monaten Juli und August Ankerbuchten und Liegeplätze nach Schutz gegen Nordwind auszusuchen. Unter der Telefonnummer 01/9629316 gibt ein englisch sprechender Meteorologe Auskunft über das Wetter der nächsten drei Tage.




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Lage von Skyros   Großbild klick!













Satbild Skyros (Bild: Google Earth)  Großbild klick!




















Chora (Bild: Han borg)  Großbild klick!










Denkmal des englischen Dichters Rupert Brooke,
wird an kischlichen Feiertagen verhüllt ...
(Bild: skonix)   Großbild klick!














Kirche im Felsen (Bild: chrivas.intl)   Großbild klick!














Haupthafen Linaria (Bild: skonix)   Großbild klick!
Weblinks:
Skyros in Wikipedia
Die nördlichen Sporaden in Wikipedia
Die Sporaden in Wikipedia
Der Nationale Meerespark der Sporaden



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