EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM
Revierinformation für Segler:
Die Insel Skopelos / Griechenland

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Skopelos, Nordägäis, Panorama Haupthafen (Bild: Filakia_2009)   Großbild klick!


Wetter Skopelos
© meteo24.de
Skopelos (griechisch 'Felsenklippe‘) ist eine griechische Insel in der nördlichen Ägäis.
Skopelos liegt etwa 4 km westlich von Alonnisos, 8 km östlich von Skiathos und 25 km nordöstlich von Euböa. Mit einer Fläche von 95,131 km² ist Skopelos die zweitgrößte Insel der Nördlichen Sporaden.

Die Insel Skopelos besteht aus zwei Felsmassiven ungleicher Größe. Eine schmale Ebene, die von der Bucht von Skopelos, dem Hauptort, nach Süden bis zum Kap Stafilos verläuft, trennt beide Teile. Der kleinere, östliche Teil ist sehr steil und unzugänglich. Der Gipfel des Felsmassivs heißt Palouki, die maximale Höhe ist 567 m.

Der wesentlich größere West- und Nordteil hat eine maximale Höhe von 682 m. Der Gipfel heißt Delfi. Die Nordostküste ist steil. An der West- und Südküste gibt es zahlreiche Buchten und Strände. Die Insel ist stark bewaldet, typische Anbauprodukte sind Wein und Pflaumen.

Der Hauptort Skopelos liegt im Südosten der Insel, an der Nordküste. Skopelos ist das wirtschaftliche Zentrum der Insel und der bedeutendste Hafen. Gut die Hälfte der Inselbewohner lebt hier. Die historische Altstadt ist der Anziehungspunkt für den Tourismus.

Die weiteren größeren Orte liegen im Norden der Insel: Glossa, der zweitgrößte Ort, liegt im äußersten Norden, 200 bis 250 m über dem Meeresspiegel. Loutraki ist der Hafen von Glossa und der Hafen, den die Fähren von Volos zuerst anlaufen. (Palio) Klima ist eine alte Ortschaft im Norden, unweit von Glossa. Neo Klima (anderer Name Elios) wurde 1965 drei Kilometer südlich von Klima an der Westküste angelegt, nachdem der alte Ort Klima durch ein Erdbeben schwer beschädigt wurde. Im südöstlichen Teil der Insel, östlich der Ebene zwischen Skopelos und Stafilos, gibt es keine Siedlungen aufgrund des steilen Geländes und der unzugänglichen Küste.



Limin Skopelos
39°07,343' N 023° 44,134' E
Der Hafen liegt im Norden der Insel in einer weiten Bucht, deren Westhälfte von einer fast 500 m langen, sichelförmigen Mole abgeteilt wird, an deren Ende ein Feuer steht. An der Nordmole, bzw. auch am alten Fähranleger im westlichen Hafenbecken legt man vor Buganker oder längsseits an, der Anker hält gut. Die Südseite des Hafens ist teilweise flach und von kleinen Booten bzw. von Fischern belegt, der Ostteil ist für den Frachtverkehr reserviert.

Der Ort bietet alle Einkaufsmöglichkeiten, entlang des Hafens gibt es einige Tavernen in allen Preislagen, in der Hochsaison ausgeprägtes Nachtleben. Wasser gibt es direkt an der Nordmole aus Entnahmestellen in versperrbaren, aber offen vorgefundenen Schächten. Dort gibt es auch Stromanschlüsse. Ein Hafenmeister-Häuschen an der Nordmole wird zeitweise besetzt, dort kann man Liegegebühr (10€ für 39 ft.) entrichten und dann auch Landstromanschluss nutzen.



Ormos Staphylos
39° 5,01' N 023° 4,49' E
Eine durch die steilen Küstenformationen landschaftlich interessante Bucht an der Südküste von Skopelos, in der man vor Meltemiwinden geschützt liegt. Sehr gut haltender Ankergrund. Nicht zu verachten ist jedoch der Schwell, der bisweilen dem Küstenverlauf folgend voll in die Bucht steht. In diesem Falle mag man einen Aufenthalt im Or. Agnontas vorziehen. Zumindest in der Urlaubssaison haben einige Tavernen geöffnet, Badebetrieb am Strand.



Ormos Agnontas
39° 4,97'N 023° 42,56' E
Diese bei Meltemi vor Wind sowie Seegang gut geschützte Bucht wurde in den vergangenen Jahren als Ausweichhafen für die Fähren nach Skopelos-Stadt ausgebaut. Bereits bei Windstärken ab sechs Beaufort kann sie von ihnen angelaufen werden, zuweilen liegen sie vor der Einfahrt zur Bucht auf Reede.
Die Bucht Agnondas liegt im Süden der Insel Skopelos. Die Berghänge sind dicht bewaldet. Anlegen möglichst weit innen am Kai auf 7m WT. Es ist sowohl rk als auch längsseits möglich. In der Bucht befinden sich zwei Restaurants, vor denen Fischerboote an Moorings liegen.
Achtung: Die Fähren verursachen manchmal unangenehmen Schwell, daher gut fendern und Springs legen oder bei rk entsprechenden Abstand zu Kai einhalten.




Ormos Panormou
39° 6,39' N 023° 39,66' E
Diese Bucht an der Westküste von Skopelos, keine zwei Segelstunden vom Haupthafen von Skiathos im Westen entfernt, wird wohl sehr oft in Betracht kommen als erste beziehungsweise letzte Anlaufstelle bei auf der Nachbarinsel beginnenden oder endenden Chartertörns. Landschaftlich reizvoll gelegen, man wird an einen großen Bergsee erinnert. Allgemein werden die Liegeplätze in der südlichen Einbuchtung vorgezogen, denn in den anderen Bereichen sind die Wassertiefen sehr schnell zunehmend, Badezonen mit Bojen abgesteckt, und/oder man ist nicht vor umlaufenden Schwell geschützt.
Im Süden jedoch findet man sehr gut haltenden Ankergrund in glasklarem Wasser. Üblicherweise liegt man hier vor Anker mit Landleinen an das westliche und südliche Ufer, die Ostseite der Einbuchtung ist belegt von an Murings liegenden Dauerliegern. Dieser geschützte und hübsche Ort ist natürlich beliebt bei Flottillen, auch werden hierhin Tagestouren von Touristenschiffen aus Skiathos angeboten. Zum Versorgen muss man das Dingi bemühen, Tavernen gibt es (zumindest innerhalb der Urlaubssaison) am Badestrand im Nordosten der Bucht. Man fährt je nach Lust, Bedingung und Ausrüstung die Strecke komplett mit dem Boot, oder man nimmt einen der Anleger im Osten der Bucht in Anspruch und erledigt den Rest per pedes.
Für Wassersportler erfreulich ist der Umstand, daß der Besitzer des umliegenden Landes bis heute keine weitere Bebauung und keine massentouristische Nutzung zugelassen hat.



Limin Loutraki
39° 9,89' N 023° 36,93' E
Sehr guten Schutz bietender, für Wassersportler weitläufiger Fährhafen an der Westseite von Skopelos. Als Anlegemöglichkeit wurde ein Schwimmsteg im Nordosten des Hafenbeckens eingerichtet, man macht an beiden Seiten mit Anker und Heckleinen fest. Im Südosten kann man frei ankern. Durch seine Nähe zu Skiathos ist der Hafen nicht nur bei Flottillen beliebt. Am Steg gibt es einen Strom- und Wasseranschluss. Die erforderliche Chipkarte gibt es gegen 10 Euro Pfand im Cafe direkt am Ende des Stegs. Im Ort einige Tavernen, Cafés und Grundversorgungsmöglichkeiten.
Lohnenswert ist ein Abstecher in den über dem liegenden Ort Glossa mit seinen vielen kleinen Gassen und den Ausblicken auf das Meer hinüber nach Skiathos. Hier fällt einmal mehr auf, daß in hiesigen Orten kein Haus im gleichen Farbton angestrichen ist, anders als in den Kykladen mit der dortigen "klassischen" Blau-Weiss-Farbgebung.



windsack
Die Hauptwindrichtung in den nördlichen Sporaden ist Nord (Meltemi). Gerade in den Sommermonaten weht hier der Meltemi aus dem ersten oder vierten Quadranten, jedoch weniger stark als im Süden der Ägäis. Im Frühjahr und Herbst gibt es wesentlich weniger Wind, wechselnd aus nördlichen Richtungen, aber auch aus Süd. Im Trikeri-Kanal Düseneffekt von Ost nach West. Es empfiehlt sich, in den Monaten Juli und August Ankerbuchten und Liegeplätze nach Schutz gegen Nordwind auszusuchen. Unter der Telefonnummer 01/9629316 gibt ein englisch sprechender Meteorologe Auskunft über das Wetter der nächsten drei Tage.




Lage von Skopelos
(Bild: Lencer / Bearbeitung Walter) Großbild klick!













Übersicht Skopelos
(Bild: Google Earth / Bearbeitung Walter) Großbild klick!
















Skopelos Haupthafen (Bild: davehiltonroberts)  Großbild klick!













Ankerbucht Staphylos (Bild: manolispan)  Großbild klick!













Hafenbucht Agnondas (Bild: tom_crew)   Großbild klick!














Ankerbucht Panormos (Bild: Ioannis Ntoulas)   Großbild klick!










Ankerbucht Panormos (Bild: Google Earth)   Großbild klick!












Hafen Loutraki (Bild: selenunda)   Großbild klick!













Weblinks:
Skopelos in Wikipedia
Die nördlichen Sporaden in Wikipedia
Die Sporaden in Wikipedia
Der Nationale Meerespark der Sporaden
Bilderseite Skopelos


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