Samothraki (griechisch „thrakisches Samos“), ist eine gebirgige und wasserreiche griechische Insel im Thrakischen Meer der
nördlichen Ägäis, nordöstlich der
Insel Limnos, etwa 40 km von der thrakischen Küste entfernt. Geographisch zählt sie zur Region Thrakien, politisch ist sie der Präfektur (Nomos) Evros zugeordnet. Samothraki ist 22,3 km lang, 13,3 km breit und hat eine Fläche von 178 km² sowie rund 2.700 dauerhafte Bewohner (Zählung 2001).
Der Hauptort der Insel heißt wie die Insel Samothraki (auch: Chora), der Haupthafen ist in Kamariotissa. Es gibt einen kleineren Hafen in Therma, der allerdings nicht von der Fähre angefahren wird.
Das antike Samothráke liegt (wie auch Troja) seit alters an einem für Nautik und Fernhandel bedeutenden Punkt: Da eine ständige Meeresströmung aus den Dardanellen in die Ägäis läuft, sammelten sich hier die Segelschiffe, die einen günstigen Wind für die Durchfahrt ins Schwarze Meer abzuwarten hatten, eine leichte Beute für Piraten.
Tourismus und Unterkünfte: Samothraki besitzt keinen Flughafen und ist daher vom Massentourismus weit entfernt. Wer seinen Urlaub in Griechenland in ursprünglicher Atmosphäre verbringen will, ist auf der Insel Samothraki genau richtig. Die Insel ist per Fähre einmal täglich von der Hafenstadt Alexandroupolis erreichbar. Der Fremdenverkehr ist auf Samthraki noch nicht so recht angekommen. Trotzdem ist das Angebot an Ferienwohnungen und Pensionen ausreichend.
Haupthafen Kamariotissa
40° 28,49' N 025° 28,28' E
Der sehr weiträumige Fährhafen Kamariotissa bietet besten Schutz bei allen Winden. Wegen der Größe des Hafenbeckens kann jedoch Schwell auftreten, außerdem ist mit Wellenschlag von einlaufender Berufsschiffahrt zu rechnen. Es ist deshalb durchaus eine Überlegung wert, auch trotz der recht großen Wassertiefen und dem bei Meltemi seitlich, kräftig und stark böeig einfallendem Wind nicht längsseits zu gehen, sondern vor Buganker liegend mit dem Heck an die Pier zu gehen. Im Ort gute Versorgungsmöglichkeiten.
Hafen vor Loutra (Terma)
40° 30,23' N 025° 36,18' E
Auf Samothraki gibt es jetzt einen neuen Hafen unterhalb des Dorfes Terma, noch in keinem Handbuch vermerkt. Wir fanden den Hafen wesentlich angenehmer als den Haupthafen Kamariotissa, vor allem sehr viel sauberer. Es gibt Wasser und Strom am Kai. Der Hafen ist neu und quasi leer ( 8/ 2002). Eine Befeuerung ist noch nicht vorhanden, ein Anlaufen am Tage ist jedoch problemlos. Hafengebühren werden keine erhoben, genauer gesagt, es gibt niemanden, der sie erheben könnte. Das nächste Büro der Port Police ist in Kamariotissa. Im Dorf Terma oberhalb gibt es warme Thermen, wir saßen dort mit den Beinen im heißen Wasser und konnten unten "Josana" ganz alleine im Hafen liegen sehen, sicherlich ein Höhepunkt in diesem Sommer. Die Thermen sind leicht zu finden. Bis zum Dorfeingang, dann rechts auf einem Fußweg etwa 300m. Zuerst ein kleines Badehaus, dann einfach ein Becken mit einem Schattendach. Und das Ganze touristisch (noch?) nicht ausgeschlachtet.
Quelle: Dr. Uwe Amadeus und Anna Ott, SJ "Josana", amasat@web.de
Im Norden der Insel vor der Ortschaft Loutra (auch Therma genannt) wurde in den vergangenen Jahren ein respektabler Hafen komplett neu angelegt, von den Dimensionen durchaus für Berufsschiffahrt (vor allem Fischer) ausgelegt. Für Segler haben wir überall mehr als ausreichende Wassertiefen sowie brauchbare Festmachemöglichkeiten vorgefunden. Die nach Westen offene Einfahrt ist inzwischen laut einer aktuellen Seekarte befeuert und dürfte somit auch nachts problemlos anzulaufen sein. Der Hafen bietet allerbesten Schutz, verfügt jedoch über gar keine Infrastruktur oder Versorgungsmöglichkeiten (bis auf einen riesigen Parkplatz und die Straßen zum Hafenort Kamariotissa und dem circa zwei Kilometer entfernten kleinen Ort Loutra).
Südbucht
40° 23,62' N 025° 34,84' E
In dieser nach Süden weit offenen Bucht haben wir bei ruhigem Wetter sehr gut gelegen. Man ankert nach Belieben auf gut haltendem Sand. Bei Meltemi wird man wegen der hohen Berge mit heftigen Fallböen rechnen müssen. In der Taverne am westlichen Ende des Strands sind wir einfach, aber bestens mit ursprünglich griechischer Küche versorgt worden.
Tipps und Hinweise
* Bei ruhigem Wetter kann sich eine Rundfahrt um die Insel lohnen, was durchaus mehr als einen halben Tag in Anspruch nehmen kann. Der Anblick der an der Südküste mehrere hundert Meter fast senkrecht ins Meer stürzenden Berghänge ist jedenfalls einmalig.
* Besuch der Ausgrabungsstätten (Kabirenheiligtum). Es empfiehlt sich, sich vorher über die Öffnungszeiten zu erkundigen.
Die Winde der nördlichen Ägäis zeichnen sich durch Beständigkeit aus. Bei wolkenlosem Himmel wehen von Mai bis September oft stürmische nordöstliche sehr trockene und warme Winde, die nach der altgriechischen Bezeichnung Etesien genannt werden. Die Neugriechische Bezeichnung ist
„Meltemi“, abgeleitet vom türkischen „Meltem“. Entsprechend wird diese Ausprägung des mediterranen Klimatyps als Etesienklima bezeichnet. Ursache für diese beständige Luftströmung sind das Azorenhoch und das über dem asiatischen Festland lagernde Hitzetief. Böen und Fallwinde treten besonders an der kleinasiatischen Küste auf. Der Nordwind der Ägäis ist als Boreas (griechisch Vorias) bekannt. Im Norden der Ägäis sorgt der
„Vardaris“ genannte Wind für Kaltlufteinbrüche, die derart intensiv sein können, dass Teile der flachen Bucht von Thessaloniki gefrieren.