EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM

Revierinformation für Segler:
Die Insel Pharmakonisi / Südliche Ägäis

Für die Richtigkeit der Koordinaten, sowie exakte Längen- und Tiefenangaben keine Gewähr.
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Anleger in Pharmakonisi (Bild: Guntramos)  Großbild klick!


Farmakonisi oder Pharmakonisi (auch Pharmakos, Farmaco oder Pharmakousa) liegt in der südlichen Ägäis. Sie liegt in der Mitte zwischen der Inselkette des Dodekanes im Westen und der kleinasiatischen Küste im Osten. Im Norden liegt die Insel Agathonisi, im Westen Lipsi, Patmos und Leros, im Süden Kalymnos and Pserimos.
Farmakonisi gehört zur Gemeinde Leros. Bei der Volkszählung 2001 waren hier 74 Einwohner sesshaft.
Die Insel ist 3,8 km² groß. Die höchste Erhebung ist 106 m über dem Meeresspiegel. Sie ist für ihre üppige Flora bekannt.

Plutarch berichtet in Bíoi parálleloi, der junge Julius Caesar sei auf der Reise nach Kleinasien von Piraten entführt und hier 38 Tage lang gefangen gehalten worden. Während der Gefangenschaft habe er ihnen versprochen, wenn er befreit werde, werde er sie alle töten. Nach Zahlung eines Lösegeldes, das doppelt so hoch wie gefordert gewesen sei (da er den geforderten Betrag für jemanden wie sich zu niedrig gehalten habe), befreit, habe er eine Flotte organisiert, sein Versprechen gehalten und alle Piraten kreuzigen lassen.
Eine andere Version besagt, dass die Piraten ihn sehr gut behandelt hätten, so dass er sie nicht kreuzigen, sondern "nur" enthaupten hatte lassen.



Pharmakonisi
37° 17.457' N 027° 5.462' E
Die Bedingungen für Segler sind auf Pharmkonisi immer verschieden: Mal sind Soldaten da, mal keine. Mal darf man anlegen, mal nicht. Im Folgenden eine kurze Schilderung:
03.11.00: Wir haben wieder mal getestet: Jetzt gibt es einen Kai in Pharmakonisi, an dem ein Versorgungsschiff für die auf der Insel stationierten Soldaten lag. Anlegen darf man aber immer noch nicht.
07.08.99: Es gibt nun anscheinend ein Anker- und Anlegeverbot hier. Wir wurden höflich aber bestimmt mit der Begründung, dies sei nun militärisches Sperrgebiet abgewiesen.
19.8.96: In der Bucht liegt ein Kommando griechischer Soldaten, die Schiffspaiere und Pässe kontrollieren. Fragen nach woher und wohin beantwortet man am besten mit griechischen Inseln. Die Kontrollen scheinen eine Folge der Imia-Krise zu sein. Soldaten sind sehr freundlich und laden manchmal zum Grillen ein. Man sollte dann natürlich Wein und Zigaretten (griechisch!) mitbringen.
23.03.96: Insel unbewohnt. Grosse Wt um die Insel erschwert Ankern. Bucht auf angegebener Position: Anker + Landleine. Sehr ruhig. Am Ufer Ruinen. Gewölbe eignen sich für einen romantischen Grillabend. Keine Kontrollen durch griechische Behörden, daher auch Anlaufen von der Türkei mit türkischem Charterschiff möglich. Keine Gewähr!!
Pharmakonisi ist in besonderem Maße von der Flüchtlingsproblematik betroffen, dabei soll die Coastguard laut Pressenberichten nicht gerade sensibel mit den Leuten umgehen. Mit Kontrollen der Coastguard ist zu rechnen. Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS



windsack
Der Wind um die Insel entspricht den Windbedingungen in der östlichen Ägäis: Der Meltemi ist hier nicht so stark wie in den Kykladen. Abends schläft er meist ein. Sollte er das nicht tun, ist das ein Zeichen dafür das er am nächtsen Tag um so heftiger weht. Abendlicher Tau ist ein recht sicheres Zeichen dafür, dass am nächsten Tag wenig oder gar kein Wind ist.
Wenn man aber nach Norden in Richtung Samos segelt, wird der Wind in der Regel immer heftiger, je näher man Samos kommt.



Weblinks:
Pharmakonisi in Wikipedia

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Lage von Pharmakonisi  Großbild klick!












Satbild Pharmakonisi (Bild: Google Earth)  Großbild klick!












Die Coastguard greift Bootsflüchtlinge auf
(Bild: beylem)  Großbild klick!












Vermutlich Lagerräume für Nahrungsmittel aus dem 1. Jahrhundert n. Chr. (Bild: Guntramos)  Großbild klick!










Luftbild Pharmakonisi (Bild: MMIXALIS)  Großbild klick!












Unterkünfte für Soldaten
(Bild: kyy525)  Großbild klick!
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