Kos Island Marina
36° 53,602' N 027° 18,00' E
Wir waren im Jahr 2001 mit unserem Hochseekat ESYS unter den ersten Schiffen, welche die Marina anliefen. Diese Marina ist weit und breit die einzige, welche Kats dieser Breite aus dem Wasser heben kann.
Östlich vom Stadthafen der Hauptstadt Kos liegt die neue Marina Kos - wohl eine der am besten ausgestatteten Marinas Griechenlands. Von See kommend sollte die Marina per Funk angerufen werden (VHF Kanal: 77, Rufsignal: Kos Marina.). An der Hafeneinfahrt wird man vom Pilot-Boat abgeholt und bekommt einen Platz zugewiesen. Der Fahrer des Motorboots, Stavros unterstützt das Anlegen, spricht perfekt Deutsch. Man liegt mit Murings und (meistens) Heck zur Pier. Die Versorgungsmöglichkeiten lassen keine Wünsche offen. Internet Hotspot ist kostenlos verfügbar: Gastlieger können sich den Zugangscode im Marinabüro abholen. Da die Marina Kos auch Charterbasis für alle großen Charterunternehmen ist, könnten Gastliegeplätze unter Umständen insbesondere am Wochenende rar sein.
In der Marina gibt es neben Einkaufsmöglichkeiten und diversen Zubehörläden eine sehr nette Bar, die am Morgen zum relativ bezahlbaren Frühstück einlädt. Abends läßt sich dort bis spät in die Nacht noch ein Absacker nehmen. Von der Marina in den Ortskern von Kos sind es zu Fuß circa 15 Minuten am Ufer entlang.
Bei den Stegen für jeden Liegeplatz zwei massive Mooringleinen,
(viele) Boxen mit Wasser und Strom, Telefon und Kabel für das Fernsehen.
Im zentralen Gebäude: Rezeption, Direktion, BankoMat, Toiletten, Duschen, Wäscherei, Charter-Firmen,
Ausrüster, Mini Markt, Cafe; daneben ein Travellift (100To), Stellplätze, die Tankstelle.
Die Marina ist "Port of Entry".
Wer glaubte in Kos einfach in die Marina einlaufen zu können, dort die Marinagebühr zu bezahlen und am nächsten oder übernächsten Tag wieder in die Türkei zu verschwinden, läuft seit 2008 Gefahr erwischt zu werden. Bisher gab es keine Verbindung zwischen Marina und Hafenpolizei. Da konnte man unbemerkt zwischen den Maschen des Gesetzes hin- und her schlüpfen. Vor allem türkische Crews nutzten die Lücke, um mal schnell beim Nachbarn anzulegen, einzukaufen (Alkoholikas sind in GR deutlich günstiger als in der TR) und wieder zurück zu segeln.
Jetzt gibt es ein Kontrollbuch in der Marina. Dort wird jede Yacht eingetragen und das Buch täglich der Hafenpolizei übergeben. Steht eine Yacht im Buch, die nicht offiziell im Land einklariert wurde, rückt die Polizei dem Skipper auf die Pelle. Und das kann ziemlich unangenehm werden.
Was lernen wir daraus? Besser den offiziellen Weg gehen! Wer ein griechisches Transitlog besitzt (es gilt mehrere Jahre) zahlt 16 EUR und segelt ohne Ärger. Charterer sollten nicht unbedingt auf das hören, was ihnen ihre Charterfirma empfiehlt. Der Fußweg von der etwas abseits gelegenen Marina zur Hafenpolizei im Ort ist weiter als der vom alten Hafen. Man sollte ihn auf jeden Fall gehen (oder mit dem Taxi fahren).
Quelle: Ugo Hinnerkopf
ESYS-Lesr Karl Beck-Seyffer schreibt:
Beim Einkaufen in dem kleinen aber ordentlich sortierten "Supermarkt" im Hafen ist Vorsicht angebracht. Beim Bezahlen eines Betrags von 231,20 Euro klappte es mit meiner Kreditkarte nicht. Mit meiner EC-Karte klappte die Zahlung sofort. Der Zahlungsbeleg zeigte dann 321,20 Euro an: ein Zahlendreher, der mir nicht gleich auffiel. Zum Glück hatte eine Mitseglerin bemerkt, dass die Ladeninhaberin den Betrag erneut eintippte, während ich meine EC-Karte heraussuchte. Nachdem ich die Differenz beanstandet hatte, bekam ich 90 Euro ausbezahlt. Es kann natürlich ein Versehen gewesen sein, aber Vorsicht ist jedenfalls angebracht.
Das Personal des großen Vercharterers Kiriakoulis ist für die Zeit der Schiffsübergabe anwesend, verschwindet aber danach recht schnell. Das heißt, dass die Station oder das Büro meistens geschlossen ist. Wenn man nach der Übergabe noch ein Problem feststellt, bleibt man auf dem Problem ziemlich lange sitzen.

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Wind in und um die Marina im Sommer aus Nord bis Nordwest. Das ist im Sommer ungeheuer angenehm, immer geht ein frisches Lüfterl.
Im Sommer
Meltemi aus Nord, aber nicht so stark wie in der Zentralägäis. Nachts legt er sich meist. Wenn er dennoch in der Nacht weht, ist am nächsten Tag sehr starker Meltemi zu erwarten. Im Frühjahr und im Herbst ist der Meltemi schwächer. Ein gutes Zeichen ist abendlicher und nächtlicher Tau. Dann gibt es am nächsten Tag wenig oder keinen Wind. Im Winter kann es zu heftigen (!) Stürmen bis zur Orkanstärke kommen.
Südlich der Ostspitze von Kos befindet sich eine Zone mit ausgeprägten Fallböen, weiter in Richtung Nisiros kommt dann ein Schwachwindgebiet.
Bei der Ansteuerung von Norden her liegt eine weit ins Meer hinausreichend Sandbank.
Siehe
Windkarte Ägäis