Die 37 km² große griechische Kykladeninsel Kimolos liegt nur einen Kilometer nordöstlich der größeren Schwesterinsel
Milos und etwa 140 Kilometer südöstlich von Athen. Die fast runde Insel hat eine Länge von 8 km bei einer Breite von 7,5 km und steigt mit dem Paleokastro bis zu 397 Metern aus der Ägäis.
Fast alle Einwohner leben im gleichnamigen Hauptort, auch Chora genannt. Dieser liegt etwas erhöht einen Kilometer vom Hafen Psathi entfernt. Dort finden sich noch Überreste einer venezianischen Burg.
Ein weiterer sehr kleiner Ort im Norden der Insel ist Prassa. Dort wird auch Bentonit abgebaut.
Die Haupteinnahmeqellen auf Kimolos sind der Kreideabbau, der Fischfang und der Tourismus.
Die meisten Einwohner der sehr wasserarmen Insel leben immer noch vom Fischfang und der Landwirtschaft. 2007 wurde aufgrund der Wasserarmut höchste Alarmstufe gegeben. Die Insel wurde durch Wasserschiffe versorgt.
Früher wurde die Insel wegen der vielen Seeigel 'Echinousa' genannt - oder 'Argentiera' wegen ihrer Silberminen.
Ihren heutigen Namen erhielt Kimolos angeblich von der Kreideproduktion (Kimolia=Kreide). Da es allerdings auch auch eine Legende gibt, nach der sie ihren Namen dem ersten Einwohner der Insel - dem Herrn Kimolos - zu verdanken hat, wird diese Frage wohl nie endgültig geklärt werden können.
Im Südwesten liegen die Reste einer alten, teilweise versunkenen antiken Stadt auf der jetzigen Insel Agios Andreas.
Vor einigen Jahren wurde die Anlegestelle für die großen Fährschiffe aus Piräus erweitert, so dass die Insel recht zuverlässig angefahren werden kann. Die Verbindung nach Milos (Apollonia) mit einer kleinen Fähre fällt bei höherem Seegang oft aus.
Tourismus und Unterkünfte: Der Tourismus hat auf Kimolos zwar Fuß gefasst, wird aber fast nur im innergriechischen Rahmen betrieben. In den Monaten Juli und August bestehen Unterkunftsengpässe. Das Angebot an Ferienwohnungen, Pensionen und Hotels ist reichlich.
Kimolos, Ankerbucht Parasonisi
36° 49,5' N 024° 36' E
An beiden Seiten der Insel findet man brauchbare Ankerplätze, je nach aktueller Windsituation. Bei der Ansteuerung achte man auf die Klippenfelder und eventuell ausgelegte Festmachertonnen. Der Ankergrund ist gut haltender Sand. Man liegt völlig abgeschieden - so abgeschieden, dass hier unangekündigt groß angelegte militärische Übungen durchgeführt wurden (was allerdings bestimmt nicht oft vorkommen wird).
Im östlichen Teil der Nordbucht befinden sich Klippen. In der Südbucht befindet sich vor einer Verladerampe eine Festmachertonne.
Wassertiefen ausreichend. Ankergrund ist gut haltender feiner Sand.
Weitere Infos: keine Versorgung
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Kimolos, Hafen Psathi
36° 47,2' N 024° 34,7' E
Der kleine Fährort der Insel - viel ist hier nicht los, aber gerade das mag wiederum den Reiz dieses Flecks ausmachen. Am Kopf der westlich des Fähranlegers gelegenen Pier hat es Wassertiefen von deutlich mehr als zwei Metern. In der Bucht tritt Schwell auf, ruhiger liegt man beispielsweise weiter nördlich bei Prasonisi. Die Bucht ist gut geschützt gegen den
Meltemi.
Ankern frei auf beliebiger Wt., Ankergrund ist Sand, Mud und Steine. Nur ggf. am Kopf der Mole festmachen, wenn keine Fähre erwartet wird.
Weitere Infos: kein Wasser, Restaurants, Lebensmittel
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Im Sommer weht hier tagsüber der
Meltemi, er kann durchaus auch Sturmstärke erreichen und das bei wolkenlosem Himmel. Abends schläft er meist ein. Sollte er das nicht tun, ist das ein Zeichen dafür das er am nächtsen Tag um so heftiger weht. Abendlicher Tau ist ein recht sicheres Zeichen dafür, dass am nächsten Tag wenig oder gar kein Wind ist. Umgekehrt ist es auch ein sicheres Indiz, dass wenn der nasse Niederschlag an Deck nach einigen Tagen Tau ausbleibt, der Meltimi wiederkommt.