Die unbewohnte griechische Insel Keros ist die zweitgrößte Insel der Kleinen Ostkykladen und die größte der Gemeinde Koufonisi. Die archäologischen Funde und die Bezeichnung Keros-Syros-Kultur weisen auf die Bedeutung der Ägäisinsel während der frühen Bronzezeit hin.
Keros liegt umgeben von einigen kleineren Inseln etwa 7 Seemeilen südöstlich von
Naxos und sechs Seemeilen nordwestlich von
Amorgos. Zwischen Naxos und Keros liegen noch Pano Koufonisi, Kato Koufonisi und Glaronisi.
Schinoussa liegt etwa vier Seemeilen westlich.
Um 2700 bis 2200 v. Chr. befand sich im äußersten Westen von Keros und auf der kleinen, heute nur etwa 80 m entfernten Nachbarinsel Daskalio eines der wichtigsten Zentren der frühen Periode der bronzezeitlichen Kykladenkultur, Kavos Daskaleio. Die winzige Felseninsel Daskalio war in der frühen Bronzezeit vermutlich über eine Landbrücke mit Keros verbunden. Während der Kastri-Kultur fand aufgrund der für eine Verteidigung günstigeren Lage ein Wechsel von Kavos auf die heutige Insel Daskalio statt.
Im Mittelalter diente die Insel als Piratenversteck. Im 19. Jahrhundert war Keros im Besitz des Klosters Panagia Chozoviotissa auf Amorgos und diente einigen Hirtenfamilien als Viehweide. Damals wurde die Insel als rauher Bergrücken beschrieben, auf der sich nur wenige für den Ackerbau geeignete Stellen befinden. Keros ist heute unbewohnt und wird von Landwirten saisonal als Viehweide genutzt.
Ankerbucht Keros
36° 52,72' N 025° 39,21' E
Die Ankerbucht von Keros liegt an der schroffen und unzugänglichen felsigen Südküste von Keros und schneidet tief nach Norden ein. Nachdem man die enge Einfahrtpassiert hat, öffnet sich ein wunderbarer Ankerplatz. Hier gibt es kaum
Fallböen. Man kann auf vier bis fünf Meter Wassetiefe ankern. Der
Ankergrund besteht aus Sand mit Steinen und vereinzelten Felsplatten.
Die Ufer zu beiden Seiten sind steile Felswände, gleich hinter dem Kiesstrand beginnen Hartlaubgewächse. Außer Ziegen, Zikaden und Kormoranden findet sich kein Leben auf der Insel.
Im Sommer weht hier tagsüber der
(Meltemi), er kann durchaus auch Sturmstärke erreichen und das bei wolkenlosem Himmel. Abends schläft er meist ein. Sollte er das nicht tun, ist das ein Zeichen dafür das er am nächtsen Tag um so heftiger weht. Abendlicher Tau ist ein recht sicheres Zeichen dafür, dass am nächsten Tag wenig oder gar kein Wind ist.