EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM

Revierinformation für Segler:
Die Insel Iraklia / Ägäis

Für die Richtigkeit der Koordinaten, sowie exakte Längen- und Tiefenangaben keine Gewähr.
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Die kleine Insel Iraklia (141 Einwohner, 2011) liegt drei Semeilen südlich von Naxos in den Kykladen in der südlichen Ägäis. Die maximale Ausdehnung der Insel beträgt an der Nordseite von Südwest nach Nordost etwa sieben Kilometer, von Nordwest nach Südost knappe vier Kilometer. Die höchsten Erhebung der bergigen Insel ist der Papas (419 m), er liegt im Süden. Das Landschaftsbild prägen zu großen Teilen die buschigen Vegetationsformen der Phrygana und Macchia.

Durch archäologische Ausgrabungen von zwei frühkykladischen Siedlungen in der Nähe von Agios Mamas und Kambos Agios Athanasios und eines Gräberfeldes mit Kistengräbern bei Agios Mamas konnte die Besiedelung der Insel im 3. Jahrtausends v. Chr. nachgewiesen werden. Die Lebensgrundlage der bronzezeitlichen Gesellschaft basierte auf Landwirtschaft, Viehzucht und Fischfang. Der Fund einer Obsidianklinge aus Milos beim Kap Agios Georgios erbrachte zudem den Nachweis, dass die Insel am Seehandel der durch die Entwicklung der Handelswege und Navigation charakterisiert wird, beteiligt war.

Die Tropfsteinhöhle Agios Ioannis liegt in unmittelbarer Nähe der Südwestküste. Nach mündlicher Überlieferung erhielt die Höhle ihren Namen von einer Ikone des heiligen Johannes, als ein Schäfer Zuflucht vor einem Sturm suchte, die Höhle zufällig entdeckte und im Inneren die Ikone fand. Jedes Jahr am 28. August dem Vorabend des Todestages Johannes des Täufers wird in den beiden ersten, mit Kerzen beleuchteten, Höhlekammern ein Abendgottesdienst gefeiert.

Neben der nur sehr spärlichen Landwirtschaft und Fischerei stellt der noch in den Kinderschuhen steckende Tourismus eine Einnahmequelle der Bevölkerung dar. Mittlerweile wird die Insel regelmäßig von Fähren angefahren.

Die Wasserversorgung der Insel erfolgt über eine schwimmende Entsalzungsanlage. Der benötigte Strom wird aus Wind- und Sonnenenergie erzeugt.



Iraklia Ormaos A. Georgiou (Hafen)
36° 51.937' N 025° 28.300' E
In dieser im Nordosten der Insel weit einschneidende Bucht befindet sich der einzige Hafen der Insel, der auch von den Fähren angelaufen wird. Bei kräftigem Meltemi findet man guten Schutz nur in Lee der Pier, so man einen der spärlichen Liegeplätze ergattern konnte. Zum Ausweichen bietet sich der Haupthafen der benachbarten Insel Schinoussa an. Obwohl die Einfahrt nach Nordost offen ist, steht der Seegang des Meltemi nicht immer hinein. Man ankert auf drei bis secht Meter Wassertiefe über Sandgrund, der mit Felsen durchsetzt ist. Achtung, da der Grund wegen alter Mooringketten unrein ist, man sollte den Anker mit einer Trippleine versehen.
An der kurzen Hafenmole ist nur Platz für wenige kleine Yachten. Hinter der Mole ist man gut geschützt vor dem Meltemi. Mehrere Tavernen an Land.

Die Küste von Iraklia besteht teils aus Felsen und vereinzelten Buchten mit Sand-/Kiesstrand. Dahinter liegen mittelhohe bis 420 Meter hohe kahle Berge.

Service / Sonstiges: Restaurant / Lokal, bescheidene Einkaufsmöglichkeiten, Post

Kontakt:
keine Informationen

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Ormos Pigadi
36° 50,0' N 025° 28,6' E
Tief einschneidende Bucht im Südosten der Insel. Mehrfach haben wir hier guten Schutz gefunden, es fehlen allerdings Erfahrungen bei langanhaltend starken Winden. Es gibt nur wenig Platz zum Schwojen, Landleinen sind empfehlenswert, oder Ankerwachen.



Nordwestbucht
36° 50,2' N 025° 25,9' E
Im Nordwesten der Insel findet man die nach Norden offene Bucht. Ankern empfiehlt sich hier ausschließlich bei ruhigem Wetter und mit einer manöverfähigen Bootswache. Vom Strand aus sind es (für einen Ortskundigen) circa zwanzig Minuten Fußweg zum Eingang der Höhle Ag. Ioannis. Den "Weg" (tatsächlich geht es über Ziegenpfade, ansonsten über Stock und Stein) zeigen einfachste farbige Markierungen und Steinhäufchen.



Tipps und Hinweise
In der Bucht südlich des Hafens Agios Georgios findet man Ruinen einer Burg und einen weiträumigen Sandstrand, bestens geeignet für einen "klassischen" Badeaufenthalt. Koordinaten: 36° 51,1' N 025° 28,4' E
Die Tropfsteinhöhle im Westen der Insel, gewidmet dem Heiligen Ioannis, ist wirklich ganz schön groß! Bei einem Besuch sei dringend angeraten, sich ordentlich auszurüsten und niemals alleine unterwegs zu sein. In der Höhle gibt es bis auf die ersten wenigen Meter keine ausgetretenen Wege oder gar Treppen, Sicherungsmöglichkeiten sind auch keine vorhanden - und dunkel und feucht ist es allemal.
Vom alten Hauptort Panagia, der sich typisch für eine ägäische Insel zurückgezogen auf einem Berg befindet, hat man beste Ausblicke auf die Insel und die umliegenden Inseln.



windsack
Im Sommer weht hier tagsüber der (Meltemi), er kann durchaus auch Sturmstärke erreichen und das bei wolkenlosem Himmel. Abends schläft er meist ein. Sollte er das nicht tun, ist das ein Zeichen dafür das er am nächtsen Tag um so heftiger weht. Abendlicher Tau ist ein recht sicheres Zeichen dafür, dass am nächsten Tag wenig oder gar kein Wind ist.



Weblinks:
Iraklia in Wikipedia
Reisebericht Iraklia


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Lage Iraklia
(Bild: Lencer / Bearbeitung Walter) Großbild klick!










Lage von Iraklia
(Bild: Google Earth / Bearbeitung Walter) Großbild klick!










Übersicht Hafen Iraklia
(Bild: Google Earth / Bearbeitung: Walter) Großbild klick!










Ansteuerung Hafen Iraklia von Westen
(Bild: Nassos Maragkos)  Großbild klick!






Hafeneinfahrt Iraklia
(Bild: bobbles) Großbild klick!







Iraklia am Horizont, Blick von der Insel Ios
(Bild: Stefanos Kofopoulos)  Großbild klick!










Hafen von Iraklia (Bild: kosthem)  Großbild klick!









Strand am Haupthafen
(Bild: Nick Gent)  Großbild klick!









An der Innenseite des Kais liegt man am besten
(Bild: SkipperStani)  Großbild klick!









Ormos Pigadi (Bild: Kanakis Christos)  Großbild klick!








Nordwestbucht (Bild: srteo)  Großbild klick!










Tavern im Ort
(Bild: Nick Gent)  Großbild klick!
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