Ios, oder Nios, wie die Insel von den Einheimischen genannt wird, ist eine griechische Insel im Ägäischen Meer, die zu den Kykladen gehört.
Nördlich von Ios liegen
Paros 22,5 km und
Naxos weniger als 19 km entfernt.
Amorgos liegt 22 km östlich und
Thira 18 km südlich. Die zur Gruppe der Kleine Ostkykladen gehörende Insel
Iraklia, 10 km nordöstlich sowie
Sikinos im 6,5 km westlich sind die nächstgelegenen Inseln. Bei einer maximalen Länge von 15 km und Breite von 7 km beträgt die Fläche der achtgrößten Kykladeninsel etwa 108,7 km². Die höchsten Erhebungen sind Pyrgos (732 m) und Profitis Ilias (500 m).
Genaue Daten zur Erstbesiedlung der Insel sind nicht ermittelbar, jedoch weisen mehrere archäologische Gräberfunde bei Manganari im Süden auf bereits im 3. Jahrtausend v. Chr. existierenden Siedlungen hin. Die griechische Besiedlung erfolgte um 1000 v. Chr. Ios gehörte im 5. und 4. Jahrhundert v. Chr. dem Attischen Seebund an, dann im 3. Jahrhundert v. Chr. dem Nesiotenbund. Auf der Insel wurde eine eigene Münzprägung nachgewiesen, die noch unter römischer Herrschaft bestanden hatte.
Verschiedene Legenden der Insel berichten, dass die Mutter des antiken Dichters Homer auf Ios geboren und er selbst dort begraben sein soll. Sein Grab wurde schon in der Antike unweit der Nordspitze der Insel in der Gegend um Plakoto angenommen. Jedoch wurde bei der Datierung der Grabstätte eine zeitliche Differenz von 600 Jahren zum vermuteten Todesjahr von Homer festgestellt. 1771 behauptete der Holländer Pasch van Krienen, Homers Grab gefunden zu haben. Bei der Öffnung des Grabes will er beobachtet haben, wie ein Skelett in Sekundenschnelle zu Staub zerfiel. Van Krienen ließ die Steinplatten vom Homers Grab nach Livorno bringen, wo sie dann auf mysteriöse Art verschwanden.
Für die Inselbesucher ist die kleine befestigte Grabanlage von Homer auf einem Hügel an der Nordküste der Insel ein beliebtes Ausflugsziel und vermutlich mit der Grund, weshalb die Ergebnisse der Datierung gerne verschwiegen werden. Bereits im Altertum wurde von der Inselbevölkerung der Mythos des berühmten Dichters ausgiebig ausgenutzt. Bestärkt wurde sie durch den Reiseschriftsteller Pausanias. Nach der Legende machte Homer auf Ios während seiner Durchreise nach Athen Halt; er sei wenig später aus Kummer darüber gestorben, dass er ein Rätsel, das ihm die einheimischen Fischer gestellt hätten, nicht zu lösen vermochte. Der Homerkopf erschien im lokalen Münzbild, und zu seinen Ehren wurde im Inselkalender ein Monat nach ihm benannt.
Es wird erzählt, auf Ios gebe es 365 Kirchen und Kapellen, entsprechend der Anzahl der Tage eines Jahres.
Obwohl die Insel einen gebirgigen Charakter aufweist, ist sie im Vergleich zu anderen Inseln der Kykladen besonders in den Tälern von Epano Kambos und Kato Kambos im Nordwesten, Manganari im Süden, Psathi und Agia Theodoti im Osten fruchtbar. Seit dem 6. Jahrhundert v. Chr. ist der Terrassenanbau mit niedrigen Trockenmauern auf der Insel belegt. Bis vor wenigen Jahrzehnten war die Wirtschaftsgrundlage der Insel vor allem die Landwirtschaft mit dem Anbau von Getreide, Oliven und Wein sowie der Viehzucht.
Seit den 1970er-Jahren erlebt Ios einen Boom des internationalen Tourismus, wodurch sich die Bevölkerungszahl konstant bei etwa 1.500 hält und die starke Landflucht gestoppt werden konnte. An manchen Tagen im Hochsommer kommt es vor, dass sich bis zu 10.000 Fremde auf der Insel aufhalten. Vorwiegend jüngere Leute aus aller Herren Länder genießen die schönen Badestrände (insbesondere den Milopotas) sowie ein ausgeprägtes und als besonders freizügig geltendes Nachtleben. Ios ist, von Touristen abgesehen, nur sehr spärlich und vereinzelt besiedelt, so etwa im Hinterland der ebenfalls schönen Strände von Manganari, Kalamos, Psathi und Theodoti.
Ios ist ansonsten eine Urlaubsinsel für junge Leute die Party, Sex und Alkohol suchen. Auf keiner anderen Insel in Griechenland findet man so viel Besoffene. Kaum ein Tourist ist über 25, die meisten Engländer und Deutsche.
Das Nachtleben konzentriert sich vor allem auf Ios-Stadt, die zu Fuß mit einer langen Treppe mit dem Hafen Gialos verbunden ist.
Die Insel besitzt keinen eigenen Flughafen, der nächste liegt auf der Nachbarinsel Santorin. Dieser wird von Athen sowie von einigen europäischen Airlines angeflogen. Von Santorin aus kann Ios mit der Fähre erreicht werden, auch steht ein Schnellboot zur Verfügung. Weitere Fährverbindungen gibt es auch von Piräus, Naxos, Paros, Mykonos und Kreta.
Gialos (Haupthafen)
Gialos ist der Hafenort der Insel Ios in den Kykladen. Der Ort hat einen schönen Strand, einen Campingplatz und einige gute Restaurants und Cafes. Gialos ist deutlich ruhiger als der 2 km entfernte Ort Chora (Ios-Stadt), der wohl bekannteste Partyort in Griechenland. Während in Chora und Milopotas (Strandort mit vielen Diskos und Nachtclubs) eher die jungen Ios-Besucher sind, kommen nach Gialos die etwas älteren Urlauber. Nicht wenige von ihnen sind Stammgäste, die ihre Jugend in den Bars und Diskotheken von Ios verbracht haben und nun einen etwas stilleren Ort bevorzugen.
Vorsicht im Hafen von IOS! Die Faehren verursachen heftigen Schwell!!! Masten versetzen und Anker gut durchsetzen, daher viel Kette stecken! Erst dann den Anleger trinken ;-)
Versorgung: Wasser ist knapp auf Ios, Lebensmittel, Restaurant am Hafen
Ankerbucht Ormas Manganari
36° 39,03' N 025° 22,2' E
Ormas Manganari liegt an der Südküste von Ios. Ankergrund ist harter Sand, deshalb gibt es manchmal Probleme, bis sich der Anker eingegraben hat. Starke Fallböen. Keine Versorgung. Es gibt einen Ferienclub und einen Sandstrand.
Ankerbucht Ormos Treis Klisies
36° 40,02' N 025° 23,384' E
Die Ankerbucht Ormos Treis Klisies liegt eine gute Seemeile nordöstlich (Luftlinie) von Manganari im Südosten von Ios, ist aber besser als diese vor Fallböen geschützt. Keine Untiefen. Am besten zum Ankern eignet sich der östliche Einschnitt. Ankergrund ist Harter Sand. Achtung vor den Wrackteilen einer Kaike! Keine Versorgung. Es gibt einen Sandstrand, dahinter Dünen und verstreut liegende Häuser.
Auf Ios herrscht typisches Kykladenklima mit milden, regenarmen Wintern, einem kühlen Frühling und Herbst, sowie einem trockenen, sonnigen und heißen Sommer mit durchschnittlich 29 °C. Eine deutliche Abkühlung verschafft der Meltemi von Ende Juli bis Anfang August.
Im Sommer weht hier tagsüber der
(Meltemi), er kann durchaus auch Sturmstärke erreichen und das bei wolkenlosem Himmel. Abends schläft er meist ein. Sollte er das nicht tun, ist das ein Zeichen dafür das er am nächtsen Tag um so heftiger weht. Abendlicher Tau ist ein recht sicheres Zeichen dafür, dass am nächsten Tag wenig oder gar kein Wind ist.