EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM

Revierinformation für Segler:
Chios

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Die Insel Chios liegt in der nördlichen Ägäis vor der türkischen Küste. Mit einer Fläche von 842,79 km² ist Chios die fünftgrößte Insel Griechenlands und hat 51.390 Einwohner (2011).

Chios ist recht gebirgig. Im Norden der Insel liegt das Pelinneo Gebirge mit dem 1297 m hohen Profitis Ilias als höchstem Berg der Insel. Die Küstenlänge beträgt 213 km.

Die Insel Chios ist seit fünf Jahrtausenden bewohnt. Archäologische Funde in den Höhlen von Agios Gala wurden auf 3000 v. Chr. datiert. Nahe der Stadt Emborio gab es Funde aus der Zeit 2.600–2.000 v. Chr. Der erste überlieferte König von Chios wurde Amphialos oder Amphiklos genannt. Er wurde von einem Orakel nach Chios geschickt. Später besiedelten die Ionier aus Kleinasien die Insel. Um 700 v. Chr. wurde Chios Seemacht und Zentrum der Kultur und des Handels. Dies war eine Blütezeit für die Insel, deren Bewohner zu den reichsten im ägäischen Meer gehörten. Der Wohlstand der Insel fand ein abruptes Ende durch die Ausdehnung des persischen Reiches, das Chios um 512 v. Chr. eroberte. Nachdem die Perser in den Schlachten von Salamis und Platäa besiegt worden waren, vertrieb man auch den persischen Statthalter von Chios. Die Insel erlebte in der Zeit des Attischen Seebundes eine zweite Blüte. Diese Periode endete mit dem Peloponnesischen Krieg, wo es sich von Athen löste und Sparta anschloss. Hiernach folgte eine Zeit der Instabilität. Chios ist noch verschiedene Bünde mit den Athenern, Alexander dem Großen und den Römern eingegangen. In dieser Periode hat sich das Machtzentrum vom ägäischen Meer zum Festland verschoben. Die frühen Jahre des ersten Jahrtausends waren durch viele Erdbeben gezeichnet. Chios war von 1304–1329 und von 1346–1566 eine genuesische Kolonie, danach wurde sie von den Osmanen erobert.

Chios war in der frühen Neuzeit eine wohlhabende und bevölkerungsreiche Insel, die vor allem von Mastix-Anbau lebte. Als persönliches Lehen der Sultanin genoss es besondere Vorrechte. Die Insel gehörte zu dieser Zeit verwaltungstechnisch der Provinz Izmir.

Neben Olivenöl und Wein ist Chios vor allem durch die Mastix-Produktion speziell im südlichen Bezirk Mastichochoria bekannt. Hier und besonders in der Umgebung der „Mastixdörfer“ Pyrgi, Mestá und Olympia, wachsen jene immergrünen Mastixbäume, die das wertvolle Naturharz absondern. Die Ernte ist von August bis Ende Oktober. Das Harz, das durch Einritzen der Mastixbäume gewonnen wird, wird von den Frauen der Insel noch mit Pinzetten von Fliegen und Rindenteilen gereinigt und unter anderem auch zur Herstellung von Ouzo, Kaugummi und Süßigkeiten verwendet. Ouzo aus Chios zählt mit zu den besten in Griechenland. Der größte europäische Mastixproduzent ist die griechische Insel Chios. Um ein Kilogramm des begehrten Harzes zu gewinnen, muss man etwa zehn Bäume (Pistacia lentiscus L. var. chia Desf.) ritzen.

Zu den Sehenswürdigkeiten zählen das Kloster Nea Moni (einer der wichtigsten griechischen Sakralbauten des 11. Jahrhunderts) und die Tropfsteinhöhle Sykias.

Das subtropische Winterregenklima Griechenlands ist gekennzeichnet von milden, regenreichen Wintern und warmen, trockenen Sommern und lässt sich demnach dem Csa-Klima in höheren Lagen dem Csb-Klima zuordnen.

Auf die Lage von Chios in der östlichen Ägäis trifft dies ebenfalls zu. Eine kühle und regenreiche Jahreszeit von Mitte Oktober bis Ende März und eine trockene und warme von April bis Mitte Oktober. Über das Jahr gesehen treten extreme Wettererscheinungen wie Schnee, Hagel oder Hitzewellen eher selten auf.

Die jährliche Durchschnittstemperatur auf Chios liegt bei 17,5 °C. An der langsamen Erwärmung von Januar bis März und den sommerlichen Durchschnittstemperaturen von etwa 26,0 °C im Juli und August ist der ozeanische Charakter der Insel zu erkennen. Die wärmsten Tage im Sommer sind Ende Juli bis Mitte August mit Tageshöchsttemperaturen zwischen 29 °C und 35 °C.

Die Niederschläge verteilen sich ungleichmäßig über das Jahr. In der Zeit von Mitte Oktober bis Ende März fallen fast die gesamten Niederschläge. Trotzdem bleibt der Himmel nicht tagelang bewölkt und von Januar bis Mitte Februar kann ein Wetterphänomen mit sonnenreichen Tagen auftreten. Die Monate Mai bis September werden von Trockenheit bestimmt.



Die an der Südostecke gelegene Bucht Emborios bietet ein paar Yachten Platz zum Ankern und ist relativ ruhig. An Land einige Tavernen.

An der Westküste nahe dem sehenswerten mittelalterlichen Dorf Anavatos liegt eine tief nach Norden einschneidende Bucht, mit Namen Elinda. Hier kann man im Scheitel der Bucht ruhig ankern, nur ein paar Wohnmobile kommen an diesen Strand. In der Nähe liegt eine Tropfsteinhöhle, die aber nicht erschlossen ist.



windsack
Auf Chios herrschen Winde aus Nord bis Nordost zu etwa 75 % vor. Der Meltemi weht in den Monaten Juli und August konstant aus nördlichen Richtungen und sorgt für Abkühlung. Die Winde im November und Dezember können durchaus Sturmcharakter erreichen.



Weblinks:
Chios in Wikipedia
Bilderseite Chios
Aktueller Wind in Chios

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Lage von Chios
(Bild: Lencer / Bearbeitung Walter) Großbild klick!












Häfen und Marinas (Bild: Eric Gaba / Walter)  Großbild klick!























Seekarte Chios  Großbild klick!















Mastix, das Harz der Mastix-Pistazienbäume
(Bild: Slashme)  Großbild klick!














Chios Haupthafen (Bild: Sotiris Ekatommatis)  Großbild klick!












Chios Lagada (Bild: Hwinter)  Großbild klick!









(Bild: MANAFAS GIANNIS)  Großbild klick!
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