EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM
Revierinformation für Segler:
Andros / Kykladen

Für die Richtigkeit der Koordinaten, sowie exakte Längen- und Tiefenangaben keine Gewähr.
Wenn Sie weitere Informationen über dieses Revier haben oder Fehler entdecken oder ein Revier vermissen wenden Sie sich bitte an uns (Kontakt)!



Wetter Andros
© meteo24.de
Die griechische Insel Andros ist die nördlichste und zweitgrößte Insel der Kykladen und die drittgrößte der Region Südliche Ägäis. Auf der Insel leben 10.009 Einwohner (2001) was einer Bevölkerungsdichte von 26,13 Einwohnern pro Quadratkilometer entspricht.

Mit 383,022 km² ist Andros nach Naxos die zweitgrößte Kykladeninsel. Von der westägäischen Insel Euböa ist Andros durch die etwa 11 km breite und um 400 m tiefe Kafiras Straße getrennt. Die griechische Festlandküste Attikas liegt etwa 56 km westlich. Von der Südspitze Kap Steno beträgt die Entfernung zur nächstgelegenen Kykladeninsel Tinos 1,5 km. In unmittelbarer Nähe zur Nord- und Ostseite liegen einige unbewohnte kleine Felseninseln. Die Gavrionisia liegen in der Bucht von Gavriou an der Südseite.

In Nordwest-Südost-Richtung erstreckt sich Andros über 39,8 km. An ihrer breitesten Stelle in der Inselmitte, vom Kap Thiaki an der Westküste zum Kap Gria an der Ostküste misst die Insel 16,7 km. Die schmalste Stelle liegt im Inselsüden von der Westküste zur Bucht von Korthi bei 5,3 km.

Andros ist eine der bergigsten Kykladeninseln mit einer reich gegliederten, größtenteils steil abfallenden Küste. Vier nahezu parallel verlaufende Bergzüge ziehen sich jeweils von Südwest nach Nordost. Dazwischen liegen Schluchten und Täler mit teilweise ganzjährig Wasser führenden Bächen und üppiger Vegetation. Strände existieren fast ausschließlich im Mündungsbereich von Bächen, dabei kommt es häufig zur Strandwallbildung.

Der Tourlitis-Leuchtturm (Faros Tourlitis) ist auf dem gleichnamigen Felsen in der Hafenbucht der Stadt Andros auf der Kykladen-Insel Andros errichtet. Seit seiner Renovierung im Jahr 1990 zählt er zu den Hauptsehenswürdigkeiten der Stadt.

Im Jahr 1897 wurde der Leuchtturm auf dem Tourlitis-Felsen etwa 200 m nordöstlich des venezianischen Kastells erbaut. Die Lage auf einem isolierten Felsen ist einzigartig in Griechenland. Der Turm ist über eine in den Fels geschlagene Treppe zu erreichen.

Tourismus und Unterkünfte: Der überwiegend griechische Tourismus findet vor allem in Batsi, südlich von Gavrio, statt, aber auch in der Umgebung von Andros-Stadt und in Gavrio. Hauptsächlich am Wochenende besuchen viele Athener Andros. Andros ist selten das Ziel von Pauschalreisen. Das Angebot an Ferienwohnungen, Pensionen, Privatzimmern und Hotels ist ausreichend.



Hafen Andros, Limin Kastrou
37° 50,739' N 024° 56,307' E
Der Hafen Limin Kastrou wird von Seglern wenig besucht, da die Ost- und Südküste der Insel schwersten Fallböen ausgesetzt sind. Trotzdem bietet der Hafen leidlich Schutz. Er kann auch nachts angelaufen werden.

Service: Wasser, Treibstoff an der Tankstelle in der Stadt, Lebensmittel in der Stadt, Restaurants am Hafen



Batsi
37° 51,41' N 024° 47,02' E
Ein freundlicher Ort, in dem Segler immer gerne willkommen sind. In dem kleinen Becken können Yachten vor Buganker oder längsseits fest machen. Unproblematische Ansteuerung, sofern man sich von den vorgelagerten Felseninseln Nisos Gaidharos und den souverän manövrierenden Fähren von beziehungsweise nach Gavrion gut frei hält. Leider hat das Gebirge nördlich von Batsi einen tiefen Einschnitt, so daß der Schutz vor dem Meltemi nicht sehr groß ist, man muß immer mit Böen rechnen und insbesondere an der Südmole ausreichend Platz (plus Fender!) zur Mauer lassen. An den Molen gibt es in regelmäßigen Abständen Strom, Wasser und Feuerlöscher. Die Stromkästen sind derzeit jedoch noch nicht angeschlossen. Auch sanitäre Anlagen sind noch im Bau. Keine Hafengebühren. Überall im Ort gibt es Läden, Tavernen, Souvenirstände usw., wie man es in einer touristischen Hochburg erwartet. Preise sind moderat, der Service gut, so bringt auf Wunsch der Bäcker früh die Brötchen ans Boot. Etwas erhöht an der SE-Seite der Bucht liegt die Taverne "Delfinos" mit deutscher Bewirtschaftung.



Vori
37° 54,22' N 024° 52,47' E
Eine schöne Badebucht, aber nach Norden offen, bei Meltemi gefährlich. Ankergrund mäßig haltender Sand. Unweit das spektakuläre Wrack der SEMIRAMIS, liegt dort etwa seit dem Jahr 2000. Es war wohl ein russisches (oder türkisches) Schiff, welches in die Türkei geschleppt werden sollte. Unterwegs rissen die Trossen, und das Schiff wurde manövrierunfähig an die Küste getrieben. Personenschäden gab es dabei glücklicherweise nicht. Ob es wirklich ein Unfall war, ist zweifelhaft. Manche sprachen auch von einem gezielten Versicherungsbetrug. Merkwürdig ist, daß deutlich sichtbar ein Buganker geworfen ist. Um das Wrack leichter entfernen zu können hatte man versucht, es zu zerteilen, es fehlt momentan bereits das Heck. Dieses Vorhaben hat man aber aufgegeben, weil es zu aufwendig oder zu gefährlich war. Diese "Sehenswürdigkeit" wird der Insel Andros also vermutlich noch einige Jahre erhalten bleiben. Von einem Betreten wird dringend abgeraten, selbst mit einem Schlauchboot ist das Anlegen wegen der vielen scharfen und rostigen Kanten auch an den seltenen ruhigen Tagen sehr riskant...



windsack
Die Insel ist ganzjährig starken Winden ausgesetzt. Diese können mitunter so stark werden, dass der Fährverkehr eingestellt werden muß. Im Sommer weht hier tagsüber der Meltemi, er kann durchaus auch Sturmstärke erreichen und das bei wolkenlosem Himmel. Abends schläft er meist ein. Sollte er das nicht tun, ist das ein Zeichen dafür das er am nächtsen Tag um so heftiger weht. Abendlicher Tau ist ein recht sicheres Zeichen dafür, dass am nächsten Tag wenig oder gar kein Wind ist.

Die Fallböen südlich von Andros und besonders die Düsenwirkung in der Meerenge Stenon Dysvaton zwischen Andros und Tinos (siehe Windkarte Ägäis) sind berüchtigt: Sie haben schon so manches Schiff auf den Grund geschickt.
Durch die Höhe der Insel und ihre Nordwest-Südost-Ausrichtung ist die jährliche Niederschlagsmenge im Vergleich zu anderen Kykladeninseln bemerkenswert. In den Küstenorten liegen sie durchschnittlich bei 450-500 mm, in den Bergregionen oft über 900 mm. In den Sommermonaten führt in der Kouvara-Petalo Bergregion der trockene und kühle Meltemi in Verbindung mit Verdunstung zur lokalen Wolkenbildung und erhöhter Luftfeuchtigkeit.



Lage Andros   Großbild klick!










Übersicht Hafen Andros (Bild: Google Earth)   Großbild klick!










Hauptort Andros (Bild: Phso2)   Großbild klick!








Hafen Andros (Bild: Geo Geo)   Großbild klick!










Leuchtturm Tourlitis (Bild: ggeront)   Großbild klick!










Weblinks:
Andros in Wikipedia
Webcam Andros
Taxifahren in Griechenland


Fehlt ein wichtiges Link zum Thema? Link mitteilen

Links können sich ggf. ändern. Darauf haben wir leider keinen Einfluß. Sollten Sie ein totes Link entdecken, schreiben Sie uns bitte eine Mail zusammen mit der Adresse der Seite. Vielen Dank im Voraus!


Schlagwörter: Andros, griechische Insel, Griechenland, Kykladen, Fallböen, Anlegesteg, Steganlage, Hafen, Yachthafen, Hafenplan, Ankerbucht, Marina, Navigation, Wassertiefen, Versorgungsmöglichkeiten, Tourismus, Fremdenverkehr, Sehenswürdigkeiten, Geschichte, Segeln, Wind, Windbedingungen, Revierinformation für Segler, Seglerinfo, Satellitenbild, Lagekarte, Bilder, Seekarte, Webcams, Panoramafoto, Film, Wetter Andros

Sail Home Sail home to ESYS ...
[Google]  [Yahoo]  [Ökoportal.de]