EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM
Revierinformation für Segler:
Küstenformen, die Haffküste


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Die Haffküste ist ein Sonderfall der Ausgleichsküste. In Strömungs- und Windrichtung werden durch die Strandversetzung hinter Landvorsprüngen sog. Haken gebildet, die sich allmählich zu Nehrungen entwickeln. Die ehemaligen Buchten werden dadurch vom offenen Meer getrennt, es entsteht das Haff. Flussmündungen werden in Strömungsrichtung verlegt. Durch das sog. "Tief" (Unterbrechung der Nehrung) erreicht der Fluss das offene Meer. Bedingungen zur Entstehung einer Haffküste: Buchtenreicher Küstenverlauf einer Flachküste mit küstenparalleler Meeresströmung.

Der Begriff wird im Ostseeraum auch mit Bodden oder Noor (niederdeutsch) bzw. Nor (dänisch) bezeichnet. Ansonsten wird mit ähnlicher Bedeutung das Wort Lagune verwendet.

Häufig mündet in ein Haff ein größerer Fluss. Das Wasser im Haff ist daher oft nicht so salzhaltig wie im offenen Meer, sondern eher brackig.

Haffküsten sind bei Touristen beliebt. Beispiele sind das Salzhaff, das Stettiner Haff, das Kurische Haff und das Frische Haff.

* Die Bezeichnung Noor verbindet sich mit Schleswig-Holstein (zum Beispiel Haddebyer Noor, Selker Noor).
* Das dänische Wort Nor kommt z. B. bei Bøjden Nor Fünen und Lindelse Nor Langeland, Kertinge Nor, Majbølle Nor und Søndernor Lolland vor. Das Korsør Nor ist der größte Binnensee Dänemarks.

Die Haff- oder Nehrungsküste ist im Küstenabschnitt zwischen Danzig und Klaipeda entstanden. Außerdem wird das Stettiner Haff ebenfalls hinzu gezählt. Haffe entstehen vor Flussmündungen als Brackwasserreservoire, die durch schmale Landzungen, die Nehrungen, von der übrigen Ostsee größtenteils abgetrennt wurden. Durch die ständige Zufuhr von Flusswasser schließen sich die Nehrungen nicht, sondern bleiben als langgestreckte Halbinseln bestehen, die eine Rinne zum Meer offen lassen. Die bekanntesten Haffs sind das Kurische und das Frische Haff. Eine (unvollständige) Nehrung bildet auch die Halbinsel Hel bei Zoppot.

Eine Nehrung, in Italien Lido, ist ein schmaler, meistens sandiger Landstreifen, der einen flacheren Teil des Meeres vom offenen Wasser abtrennt. Die Erscheinungen sind typischer für die gezeitenlosen Meere wie die Ostsee, wo sie auch als Nehrungs- oder Sand- oder Strandhaken bezeichnet werden.

Eine Nehrung entsteht durch Sandverdriftung bei der Bildung einer Ausgleichsküste. In früheren Zeiten nutzte man diese Erscheinung zur Eindeichung. Der vom Meer abgetrennte Teil wird Lagune, Haff oder Bodden genannt und enthält durch den Süßwasserzufluss meistens Brackwasser. Nehrungen können auch Dünen tragen.



Im Bereich von Haffküsten muss mit großflächigen Sandbänken und Untiefen gerechnet werden. Da die Landschaft nicht über hohe Erhebungen verfügt, gibt es wenig Windabdeckungen oder -drehungen wie an Steilküsten, so dass man sich auf die im Wetterbericht angegebenen Windverhältnisse meist verlassen kann.


Weblinks:
Die Haffküste in Wikipedia
Stettiner Haff
Frisches Haff
Kurische Nehrung



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Schlagwörter: Küstenformen, Haffküste, Nehrung, Bodden, Noor, Ostsee, Geografie, Geographie, Hafen, Yachthafen, Marina, Tourismus, Fahrtensegeln, Segeln, Wind, Windbedingungen, Revierinformation für Segler

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Entstehung der Haffküste
(Bild: MARCIN N)   Großbild klick!












Blick über die Halbinsel Hel aus einem Verkehrsflugzeug
(Bild: Martin Hoffmann)   Großbild klick!











Haffküste Venedig (Bild: Nasa)  Großbild klick!


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