EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM
Revierinformation für Segler:
Küstenformen, die Flachküste


Für die Richtigkeit der Koordinaten, sowie exakte Längen- und Tiefenangaben keine Gewähr.
Wenn Sie weitere Informationen über dieses Revier haben oder Fehler entdecken oder ein Revier vermissen wenden Sie sich bitte an uns (Kontakt)!



An einer Flachküste geht das Land allmählich in das Meer über. Flachküsten können entweder durch das Vordringen des Meeres auf flach ansteigendem Land oder durch Abrasion in Lockergesteinen entstehen. Sie lassen sich grundsätzlich in zwei küstenparallele Abschnitte gliedern: die Schorre und der Strand.

Flachküsten bestehen aus lockerem Material wie Sand und Kies, der Wind transportiert feine Sandkörner über die Dünen ins Land. Das Meer spült Geröll und Sand von der Küste ab und lagert es an anderen Stellen an.

Barre, Strandrinne & Priel

Die Litorale Serie der Flachküste beginnt bereits im dauerhaft überfluteten Flachwasserbereich mit einem Sand- oder Kiesriff (auch Barre genannt). Die Barre ist ein in der Wellenauflaufzone an manchen Flachküsten anzutreffender, parallel zum Ufer verlaufender länglicher Rücken, der in der Regel hauptsächlich aus Kies oder Sand besteht, je nach dem verfügbaren Material an der Küste. Die Flanken der Barre fallen zu beiden Seiten flach ab. Die Senke zwischen einer Barre und der Uferzone wird als Strandrinne bezeichnet. Die Barre deutet darauf hin, dass bereits hier die Wellenbewegung das Material am Meeresboden transportiert und umlagert. Weiters können auch mehrere Barren existieren, deren Längsachsen allesamt strandparallel verlaufen und durch ebenfalls uferparallele Rinnen oder Priele voneinander getrennt sind. Die Entwässerungsrinnen in Wattengebieten verlaufen auch quer zur Küste. Schorre und Strand

Beginn des Dünengürtels am Sandkliff

Die SchorreDie Schorre oder Brandungsplattform ist eine nahezu ebene Gesteinsfläche an einer Kliffküste, die durch die Abrasionswirkung der Brandung entstanden ist. (oder Unterwasserschorre) an Flachküsten umgreift im engeren Sinn nur den ständig der Wirkung des bewegten Wassers unterworfenen Bereich. Dies bedeutet, dass die landseitige Grenze zwischen Schorre und Strand somit an der Linie des mittleren Niedrigwassers liegt. Allerdings ist diese Abgrenzung nicht allgemeingültig und variiert in der Literatur häufig von Autor zu Autor. Während von den einen der Strand als landseitiger Übergang zur Schorre definiert wird, der bis zur obersten Hochwassergrenze reicht, also der Zone, die nur periodisch oder episodisch von Wasser überspült wird nach einer Sturmflut, verwenden anderen Autoren den Begriff Strand als landseitiger Bereich der Flachküste überhaupt nicht. Sie bezeichnen den zwischen dem mittleren Niedrigwasser und dem mittleren Hochwasser liegenden Bereich der Gezeiten als Gezeitenschorre und den oberhalb der mittleren Hochwasserlinie liegenden Bereich als Hochschorre, der nur bei Stürmen direkt vom Meer erreicht wird. Dadurch, dass die Hochschorre wesentlich flacher erscheint im Vergleich zur seewärts deutlich geneigten Gezeitenschorre, wird sie öfters auch als Strandplattform bezeichnet, womit dieser Bereich des Strandes in der Regel als tatsächlicher Strand aufgefasst werden kann. Der am weitesten landeinwärts von Sturmfluten erreichte Teil wird vom Dünengürtel begrenzt, wobei die Fluten hier ein Sandkliff ausbilden können.

Strandwall

Am Strand (der Strandplattform) liegt häufig ein meistens nur einige Dezimeter hoher, uferparallel verlaufender langer Strand- oder Kiesrücken, der als Strandwall bezeichnet wird. An seiner landwärtigen Seite befindet sich oft streckenweise eine flache Strandrinne. Der Strandwall entsteht durch das mittransportierte Material der auflaufenden Wellen, die über den mittleren Wasserspiegel hinaus geworfen werden. Die vom Rückstrom nicht mehr abführbaren Korngrößen bleiben zurück. Die Lage und Mächtigkeit des Strandwalls ist ständigen jahreszeitlichen Veränderungen unterworfen. So ist der von den Sturmfluten des Winters geschaffene Winterstrandwall meist deutlich ausgeprägter und höher am Strand gelegen, als die von den Sommerhochwässern geschaffenen Strandwälle.

Im Bereich von Flachküsten muss mit großflächigen Sandbänken und Untiefen gerechnet werden wie z.B. die Sandbank im Nordosten von Kos. Da die Landschaft nicht über hohe Erhebungen verfügt, gibt es wenig Windabdeckungen oder -drehungen wie an Steilküsten, so dass man sich auf die im Wetterbericht angegebenen Windverhältnisse meist verlassen kann.




Schematischer Aufbau einer Flachküste
(Bild: HylgeriaK, Bearbeitung: Peter Walter)  Großbild klick!












Beginn des Dünengürtels (Bild: OsvaldoGago)
  Großbild klick!













Strandwall an einer Flachküste (bei Palermo)
(Bild: Giaros)   Großbild klick!












Typische Flachküste (Bild: Thomas Mönkemeier)  Großbild klick!
Weblinks:
Die Flachküste in Wikipedia
Schorre




Fehlt ein wichtiges Link zum Thema? Link mitteilen

Links können sich ggf. ändern. Darauf haben wir leider keinen Einfluß. Sollten Sie ein totes Link entdecken, schreiben Sie uns bitte eine Mail zusammen mit der Adresse der Seite. Vielen Dank im Voraus!


Schlagwörter: Flachküste, Küstenformen, Ostsee, Geografie, Geographie, Hafen, Yachthafen, Marina, Tourismus,Fahrtensegeln, Segeln, Wind, Windbedingungen, Revierinformation für Segler

Sail Home Sail home to ESYS ...
[Google]  [Yahoo]  [Ökoportal.de]
Red Line Page by Peter O.Walter, SY ESYS
Kontakt