EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM

Revierinformation für Segler:
Die Biskaya

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Panorama Hafenstadt La Rochelle an der Biskaya (Bild: William Scot)   Großbild klick!



Die Biskaya, auch Golf von Biskaya genannt (französisch Golfe de Gascogne, baskisch Bizkaiko Golkoa, spanisch Golfo de Vizcaya, galicisch Golfo de Biscaia, lateinisch Sinus Cantabricus), ist eine Bucht des Atlantischen Ozeans, die sich von Galicien bis zur Bretagne entlang der Nordküste Spaniens und der Westküste Frankreichs erstreckt.

Die südliche, vor der spanischen Küste gelegene Biskaya wird auf Spanisch und Galicisch in der Regel als Mar Cantábrico (Kantabrische See, lat. Mare Cantabricum) bezeichnet; daneben wird die Bezeichnung Golfo de Vizcaya (bzw. Golfo de Biscaia) verwendet, um die gesamte Biskaya zu bezeichnen. Auch im Französischen ist die Bezeichnung „Kantabrische See“ (Mer Cantabrique) für die Südhälfte der Biskaya geläufig, und im Baskischen ist Kantauri Itsasoa üblich.

Ein Teil der spanischen Biskayaküste ist unter der touristischen Bezeichnung Costa Verde (Grüne Küste) bekannt.

Die Küste im Süden ist felsig und steil. Im Südosten, zwischen der Mündung des Adour und der breiten, den Gezeiten ausgesetzten Girondemündung, ist die Küste flach und sandig, und wird durch Lagunen geprägt. Bis etwa 320 Kilometer nördlich der Gironde herrscht fruchtbares Flachland vor, nördlich der Halbinsel Quiberon ist die Küste von felsigen Anhöhen umgeben.

Zahlreiche Flüsse aus den spanischen Bergen sowie die französischen Flüsse Loire, Charente, Gironde und Adour münden in den Golf. Die größten Häfen in Spanien sind Gijón, Santander, Bilbao und San Sebastián, in Frankreich Bayonne, Bordeaux, Rochefort, La Rochelle, Nantes und Lorient.
Die größten Inseln im Golf von Biscaya sind Belle-Île, Noirmoutier, Ré und Oléron. Schifffahrt ist aufgrund der vorherrschenden Nordwestwinde und einer starken Strömung nur bedingt möglich (Zitat Microsoft® Encarta).

Das Seerevier Biskaya ist für schwere Verhältnisse, ihre Stürme und Wellen berüchtigt. Die Ursachen hierfür sind im wesentlichem die folgenden:

Kontinentalshelf: Die Wassertiefe in der Biskaya nimmt schlagartig von 3000-4000m auf knappe 200m und weniger ab - lange Atlantikwellen werden dadurch abgebremst und steilen sich auf.
Wellenreflextion: die Wellen können aufgrund der Form der Biskaya-Küsten reflektiert werden. So können gefährliche Überlagerungen entstehen.
Westwinde: Die Biskaya ist ein Durchzugsgebiet atlantischer Tiefdruckgebiete. Ihre Zugbahnen verlaufen durch oder nördlich der Biskaya. Das hat zur Folge, dass Stürme häufig sind und typischerweise eine Westkomponente haben. Legerwall-Situationen können entstehen.

Soll die Biskaya gequert werden, empfiehlt es sich daher, sie weit westlich im offenen Atlantik zu queren. Dort befindet man sich außerhalb des Kontinentalshelfs und hat genug freien Seeraum, um bei Bedarf schlechtes Wetter aus West abwettern zu können. Die Querung sollte in der Regel vor Mitte September erfolgen. Nach diesem Zeitpunkt ist mit Herbststürmen in der Biskaya vermehrt zu rechnen.

Beispiel für eine Querung von Falmouth (Südengland) nach La Coruna (Spanien): Starten, wenn der Wind gerade auf NW gedreht hat. Danach ist in der Regel mit einer relativ stabilen Wetterlage für einige Tage zu rechnen. Dann soweit nach Westen segeln, bis man den Längengrad von La Coruna kreuzt. Von hier ab dann Kurs Süd. Streckenlänge sind so knapp 500 Seemeilen.

Für Segler, die den Englischen Kanal entlang der französischen Küste absegeln, bietet sich Brest als Ausgangshafen für eine Überquerung an. Die Route verläuft dann zwar etwas weiter östlich als von Falmouth aus, dafür ist sie mit ca. 350 Seemeilen erheblich kürzer.



Weitere französische Küsten:
Mittelmeerküste   Golf von Lion   Korsika   Straße von Bonifacio   Lokale Winde rund Korsika
Französische Westküste / Biskaya   Normandie   Der Ärmelkanal   Die Straße von Dover  



windsack
Dieses Seegebiet ist für schlechtes Wetter und extremen Seegang berüchtigt. Neben den Gewässern um Kap Horn ist der Golf von Biskaya eines jener Seegebiete, welches an Segler und Seeleute allerhöchste Anforderungen stellt. Das Wetter wird durch atlantische Tiefs stark beinflusst und ist eher wechselhaft. Auch auf Regentage sollte man sich einstellen, obwohl diese meist nur von kurzer Dauer sind. In den Sommermonaten treten sieben und mehr Windstärken eher selten auf. Zu beachten ist der teilweise erhebliche Seegang bei nordwestlichen bis südwestlichen Winden. Einige Häfen sind bei solchen Wetterverhältnissen nicht mehr ansteuerbar. Zu beachten sind die Gezeitenunterschiede von bis zu 6 Metern und Gezeitenströme bis zu 3 Knoten. Hinsichtlich der Wassertiefe sind einige Häfen nur um Hochwasser herum anzusteuern. Dies sollte unbedingt beachtet werden, weil nicht selten Felsen vor den Hafeneinfahrten liegen. Ansonsten gibt es nur wenige Untiefen, die aber in der Regel hervoragend durch Kardinaltonnen gekennzeichnet sind. Bei genügend sorgfältiger Navigation und Beachtung der Wettervorhersagen läßt es sich in diesem Revier mit einiger Erfahrung recht einfach segeln.


Weblinks:
Die Biskaya in Wikipedia
Bericht: Segeln in der Biskaya
Peter Talas über die Biskaya
Aktuelles Wetter in der Bisakya

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Lage der Biskaya (Bild: NormanEinstein)   Großbild klick!















Karte Biskaya (Bild: Eric Gaba)  Großbild klick!











Häfen und Marinals an der französischen Biskaya
(Bild: NordNordWest / Bearbeitung Walter)  Großbild klick!


















Typische Steilküste bei Gozon / Nordspanien
(Bild: Franciscovies)   Großbild klick!











Typische Sandküste bei La Teste-de-Buch (Frankreich)
(Bild: DiggaTwigga)   Großbild klick!










Felsenküste bei Crozen / Bretagne
(Bild: Genevieve M.)   Großbild klick!





















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