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Revierinformation für Segler:
Hafen Vannes / südliche Bretagne

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Vannes, südliche Bretagne: Hafenpanorama (Bild: XIIIfromTOKYO)  Großbild klick!


Die Stadt Vannes (53.032 Einwohner, 2013) ist die Hauptstadt des Départements Morbihan in der südlichen Bretagne. Durch die Stadt fließt der Fluss Marle, welcher in weiterer Folge auch in das Binnenmeer mündet.

Vannes geht zurück auf die gallo-römische Stadt Darioritum. Im Jahr 560 siegt hier Chlothar I. gegen das Heer des Bretonen Konomor unter dessen Schutz sich Chlothars Sohn Chram begeben hatte. Nominoë, in der ersten Hälfte des 9. Jahrhunderts Graf von Vannes, gilt manchen Bretonen als erster König der Bretagne. In Vannes endete 1532 mit dem Treffen des französischen Königs Franz I. mit den bretonischen Ständen die Unabhängigkeit des Herzogtums Bretagne, und ab 1675 war Vannes Sitz des bretonischen Parlaments. Außerdem ist die Stadt seit dem 5. Jahrhundert Sitz eines Bistums.

Das gesamte Stadtbild ist sehenswert. Besonders aber die Stadtmauer und das Waschhaus. Wenige Kilometer entfernt liegt der kleine Ort Elven, der zur Gemeinde Vannes gehört. Hier findet man eine sehenswerte Burgruine, die im Sommer als Freilufttheater genutzt wird.

Nach seiner Rückkehr aus dem englischen Exil 1379 machte Herzog Jean IV. Vannes zu seiner Residenz. Er ließ eine Stadtmauer bauen, mit der er die Fläche der Stadt verdoppelte, sowie ein Schloss, das Château de l’Hermine (Hermelinschloss nach seinem Wappentier) und richtete hier seinen Hof sowie den Staatsrat ein. Die Stände (États) tagten hier 19 Mal, der Rechnungshof hatte hier seinen Sitz bis 1491/99, ebenso das Parlement, das 1533 nach Nantes umzog. Die heutigen Gebäude stammen aus dem Jahr 1795. Sie beherbergten nacheinander die Trésorerie Générale, die Militärschule und die juristische Fakultät und heute das Institut culturel de Bretagne.

Das Rathaus im italienischen Renaissance-Stil (19. Jahrhundert) stellt eine Kopie des Hôtel de Ville in Paris dar. Über der Rathausuhr im Frontgiebel erhebt sich ein kleines Türmchen mit Glockenspiel. Auf der Nordseite des Platzes steht die zum ehemaligen Jesuitenkolleg gehörende barocke Kapelle St-Yves (17. Jahrhundert). Im Inneren befindet sich ein dem Jesuitengründer Ignatius von Loyola geweihtes Altarbild, das von schwarzen Marmorsäulen mit korinthischen Kapitellen umrahmt wird.



Hafen Vannes / südliche Bretagne
47° 38.337' N 002° 45.659' W
Zwar ist es nicht ganz einfach zwischen den Inseln und Untiefen des Golfes von Morbihan hindurch Vannes zu erreichen, doch die Mühe lohnt sich. Perfekt geschützter Stadthafen in historischer Umgebung mit Häusern aus dem Spät-Mittelalter. Dazu Geschäfte, Bars und Restaurants aller Art. Liegeplätze z.T. an Schwimmstegen, z.T. im Päckchen an der Hafenmauer. Durch eine Schleuse bleibt die Wassertiefe annähernd konstant, doch ist die Ansteuerung nur von 1h vor bis 1h nach HW möglich. Vorsicht: HW in Vannes ist 2 h später als in der Einfahrt zum Golfe du Morbihan bei Port Navalo. Der tidenunabhängige Hafen bietet 285 Liegeplätze (davon 60 für Gastyachten) für Segelyachten bis zu 15 Meter LÜA auf maximal 2,1 Meter Wassertiefe.

Navigation: Die Ansteuerung ist bei Tageslicht und nachts problemlos, wenn man dem betonnten Fahrwasser folgt. Beidseitig der Fahrrine wird es schnell flach. Man sollte den Hafen am Besten bei auflaufender Flut ansteuern. Als Ansteuerungshilfe bei der Einfahrt in den Zufluss Richtung Vannes kann tagsüber das auffällige rosarote Haus dienen. Die öffnungszeiten der Schleuse Pont de Kerino sind abhängig von der Tide, zu beiden Seiten gibt es Wartepontons. Kontakt über VHF Kanal 9 aufnehmen.

Die Küste im Bereich des Hafens ist urban geprägt und dicht bebaut.

Service / Sonstiges: Duschen/WC, viele Restaurants, Einkaufsmöglichkeiten Supermarkt, Strom/Wasser am Steg, Fahrradverleih, Schiffsausrüster, WLAN im Hafen, Slip, Kran, Arzt, Bank, Post,

Kontakt:
VHF Kanal 9 Wir wären SEHR dankbar, wenn Sie uns Ihre persönliche Erfahrungen oder Neuigkeiten betreffend diesen Hafen mitteilen könnten. Kontakt

Für weitere Auskünfte wenden Sie sich bitte an den Hafenmeister.



windsack
Die kanalartige Marina ist bestens geschützt vor Wind und Schwell. Von April bis Oktober wechseln Hochdrucklagen (Keil des Azorenhochs) mit Einflüssen nordatlantischer Tiefs, die meist über England, seltener direkt über die Bretagne, hinweg ziehen. Insbesondere die Süd-Bretagne ist im Hochsommer nicht selten subtropisch warm. Westliche Winde herrschen vor, doch kommt es in Küstennähe bei Hochdrucklagen oft zu thermischen Winden (Land-/Seewind).
Im Sommer liegt die mittlere Windgeschwindigkeit bei 3-4 Bft, doch können in allen Monaten atlantische Tiefdruckgebiete Starkwind von 6-7-8 Bft. bringen, der aber selten länger als 12 Stunden andauert. 9 Bft. und mehr sind selten und kommen übers Jahr gemittelt nicht häufiger als 3-4 mal vor.




Weblinks:
Vannes in Wikipedia
Bilderseite Vannes

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Lage Vannes
(Bild: (Bild: Eric Gaba / Bearbeitung Walter)  Großbild klick!










Vannes Stadtmauer (Bild: Myrabella)  Großbild klick!







Fachwerkhäuser in der Altstadt am Hafen
(Bild: BritPlom)  Großbild klick!









Ein Wassergraben schützte die Altstadt
(Bild: BritPlom)  Großbild klick!








Übersicht Hafen Vannes
(Bild: Google Earth / Bearbeitung Walter)  Großbild klick!










Komfortabel: Schwimmstege mit Finger
(Bild: Christine Girault)  Großbild klick!









Der Hafen endet in der Altstadt von Vannes
(Bild: massot7)  Großbild klick!







Vannes: Die erste Schleuse ist offen
(Bild: Kiki-RG)  Großbild klick!








Vannes: E-Bikes zu mieten
(Bild: Trizek)  Großbild klick!









Restaurant am Hafen
(Bild: Asenvi)  Großbild klick!









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