EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM

Revierinformation für Segler:
Die Westfriesischen Inseln


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Lage der Westfriesischen Inseln   Großbild Klick!
Die Westfriesischen Inseln sind eine Inselkette in der Nordsee vor der niederländischen Küste. Zu den im Wattenmeer gelegenen Barriereinseln zählen (von West nach Ost) Texel, Vlieland, Terschelling, Ameland und Schiermonnikoog.

Die im Deutschen gebräuchliche Bezeichnung „Westfriesische Inseln“ (im Gegensatz zu Ostfriesische Inseln, die zur gleichen Inselkette gehören) ist genau genommen nicht korrekt, da das historische Westfriesland in der heutigen Provinz Nordholland liegt, während die bewohnten Inseln (mit Ausnahme von Texel) zur Provinz Friesland gehören. Im Niederländischen werden die Inseln als Waddeneilanden („Wattinseln“) bezeichnet.

Wie die Ostfriesischen Inseln sind auch die Westfriesischen Insel aus Sandbänken entstanden und unterliegen aufgrund der Wasser- und Windverhältnisse ständigen Wanderungsbewegungen in west- oder östlicher Richtung.
Die westfriesischen Inseln entstanden vor etwa 10.000 Jahren. Nach der letzten Eiszeit, der so genannten Weichseleiszeit, stieg der Meeresspiegel und füllte die südliche Nordsee mit Wasser. Am Ufer bildeten sich große Moore, die von Gezeitenabsätzen wie Sand und Lehm überlagert wurden. Die Wogen der Nordsee schoben Sand immer weiter an die Küste und es kam zur Entstehung von Sandbänken vor der Küste. Durch Pflanzenwachstum wurden sie nach und nach höher und formten sich zu einer geschlossene Dünendecke. Einige Jahrhunderte nach Beginn unserer Zeitrechnung zerbrach das Meer die Dünenkette in einzelne Teile. Das Wasser drang ein und überflutete das heutige Wattenmeer. So entstanden sowohl die West- als auch die Ostfriesischen Inseln.

Die Inseln sind auf der Seeseite durch breite Strände und Dünen vor dem Meer geschützt, auf der Wattseite durch Deiche. Bevorzugtes Mittel des Küstenschutzes sind Sandvorspülungen, die vor allem küstennah unter der Wasserlinie eingebracht werden. So verbrachten die niederländischen Küstenschützer zwischen 1991 und 2000 23,3 millionen Kubikmeter Sand auf 95,5 der 155 Kilometer Küstenlinie, die von Menschen bewohntes Gebiet schützen. „Harte“ (Beton, Holz, Stein etc.) Befestigungen finden sich hingegen nur auf sechs besonders gefährdeten Kilometern der gesamten Küstenlinie.

Die Westfriesischen Inseln sind aufgebaut aus Watten, Dünen, Strand und Kern. Es wird kaum noch Fischerei und Viehzucht betrieben, sondern zunehmend Tourismus und Küstenschutz. Sie gelten daher vor allem als Tourismusziel mit vielen Badeorten.



windsack Die Westfriesischen Inseln liegen in der Westwindzone. Das prägende Element ist der Wind, der fast immer aus westlicher Richtung weht und daher mit Salz und Feuchtigkeit angereichert wird. Windsurfen und Segeln sind wegen des immer vorhandenen Windes beliebte Wassersportarten. Es existiert eine Stömung, die an der Nordseeküste je nach Tide nach ost-oder westwärts setzt. Auf der Südseite gibt es eine Wattenlandschaft, die bei Niedrigwasser trockenfällt.




Weblinks:
Die Westfriesischen Inseln in Wikipedia
Ostfriesische Inseln
Nordfriesische Inseln
Aktueller Wind siehe einzelne Häfen


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