EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM
Revierinformation für Segler:
|
(Bild: Anja Frost) Großbild klick!
Die Fläche des während der jüngsten Eiszeit, des Weichsel-Glazials, gebildeten Sees beträgt 117 km² und die maximale Tiefe 31 Meter. Die durchschnittliche Tiefe beträgt jedoch nur sechs Meter. Die Bereiche des Ostufers sind besonders flach und weiträumig kaum über einen Meter tief. Die Müritz wird von der Elde durchflossen. Da sie außerdem über den Mirower Kanal, der Bestandteil der Müritz-Havel-Wasserstraße ist, und den Bolter Kanal sowie über Ketten daran anschließender Seen die Havel speist, ist sie künstlich zu einem bifurkierenden Gewässer geworden. Die Wasserspiegelhöhe der Müritz wurde in den vergangenen Jahrhunderten mehrfach vor allem durch menschliche Eingriffe verändert. Lag sie ursprünglich im 12. Jahrhundert noch bei 60,5 Meter über dem Meeresspiegel, so wurde das Gewässer zum Betrieb von Mühlen im Verlauf des Eldeabflusses in mehreren positiven wie negativen Schritten bis auf 64,35 Meter im Jahr 1737 aufgestaut. Bereits 1739 wurde der Mühlenstau wieder um 1,51 Meter abgesenkt. Im Zuge zweier Elderegulierungen und zwei weiterer Veränderungen des Mühlenstaus befand sich der Wasserspiegel 1836 mit 62 m ü. NN auf dem heutigen Niveau. 1990 wurde der Müritz-Nationalpark als geschütztes Areal mit 318 km² Fläche am Ostufer der Müritz ausgewiesen, der stellenweise eine einzigartige Flora und Fauna aufweist. Zur Landschaftspflege werden hier Fjäll-Rinder und Gotlandschafe eingesetzt. Als Naturschutzgebiete sind die Halbinseln Großer Schwerin und Steinhorn sowie deren Umfeld im Südwesten und das Müritzsteilufer bei Rechlin im Südosten des Sees ausgewiesen. Mit Ausnahme der durch den Nationalpark abgedeckten kleinen Wasserfläche im Osten der Müritz ist die gesamte Müritz Landschaftsschutzgebiet. Die besondere Form der Müritz bewirkt, dass es im Grunde nur ein Ost- und ein Westufer gibt. Die Uferzonen im Westen sind durch Wiesen, kleine Wälder und auf sanften Hügeln geschwungene Felder geprägt. Auf der Ostseite gehört ein Teil vom Nationalpark zum Uferbereich. Hier finden sich zumeist Feuchtgebüsche, Bruchwald und Schilfrohrzonen. Weitläufige Kiefernwälder schließen sich an. Größte Stadt an der Müritz ist Waren (Müritz), weitere Orte sind (im Uhrzeigersinn) Rechlin, Vipperow, Priborn, Ludorf, Röbel/Müritz, Gotthun, Groß Kelle, Sietow und Klink. Das Befahren der Müritz ist für Wassersportler mit einigen Risiken verbunden, die aber leicht kalkulierbar sind, wenn man sich der folgenden Sachverhalte bewußt wird: Die Müritz ist an vielen Stellen recht flach. Das bewirkt bei auffrischendem Wind einen steilen und kurzen Wellengang. Dabei sind Wellen über einem Meter Höhe möglich - aber dann: höchste Kentergefahr für kleinere Fahrzeuge. Bei einer Kenterung und im Falle des Überbordgehens kann man, wegen der Weite der Wasserfläche, nicht immer auf Hilfe hoffen. Daraus folgt, daß das Tragen von Rettungswesten auch bei "schönem" Wetter Sinn macht. Nach Kenterungen beim Boot bleiben! Ein Schwimmer ist selbst von Land aus kaum auszumachen. Durch die Gleichförmigkeit der Ufersilhouette werden Entfernungen fast immer unterschätzt - deshalb immer eine Kraft- und / oder Spritreserve lassen. Bei unsicherem Wetter immer in Landnähe bleiben! Wahrschau! Die Müritz ist eine Bundeswasserstraße und reichlich betonnt. Wer nicht Ausschau hält, könnte sich leicht selbst versenken ;-) Meldepflicht bei Unfällen für Wassersportler: Wasserschutzpolizei Waren(Müritz) Tel.:16 58 10 oder Notruf: 110
Der See selbst heißt Müritz, nicht Müritz-See. Der Müritz-See ist das Ende des Müritzarms südlich gelegen. Die Müritz hat folgende Nebengewässer (Satbild) bzw. Abschnitte: Marina Müritz 53° 21,41' N 012° 43,61' E liegt im circa 100.000 Quadratmeter großen Claassee, der mit einem 170 Meter langen Stichkanal (ohne Schleusen oder Brücken) mit der Müritz verbunden ist. Die Liegeplätze sind so vor Wind und Schwell aus allen Richtungen geschützt und es kann jederzeit gefahrlos ein- und ausgelaufen werden. Die Schwimmstege des Hafens sind über bewegliche Landzugänge zu erreichen, die sich gegebenenfalls wechselnden Wasserständen anpassen. Alle Stege sind mit Strom- und Wasseranschlüssen ausgestattet, Internetzugang bekommen Sie mit Bordcomputer oder Laptop über die marinaeigenen W-Lan-Hotspots. Im großen Hafenhaus finden Sie die sanitären Anlagen einschließlich Waschküche und speziellen Badezimmern für Kleinkinder und Rollstuhlbenutzer. Für das leibliche Wohl von Skipper und Crew sorgt ein kleiner Lebensmittel-Kiosk und Mandy Propp, Pächterin des Captain‘s Inn. Und wenn Sie mal Besuch bekommen, der nicht bei Ihnen an Bord schlafen kann, gibt es im angrenzenden Hafendorf Müritz komfortable Unterkünfte sowohl in Ferienwohnungen als auch Ferienhäusern. Service / Sonstiges:W-LAN, ADAC-Stützpunkt, 250 Plätze für Dauerlieger, 100 Plätze für Gastlieger, Satelliten-TV/Telekommunikation, Servicestation zum Tanken, Fäkalienabsaugung (alle Stutzen), 90-Tonnen-Kran (Travellift), 3,2-Tonnen-Säulendrehkran, Trailerabstellplatz (innen/außen), Reparaturen, Winterlager (innen/außen,. Zubehör, Ausstattung, Ersatzteile (Marinashop), Sanitäranlagen, Waschmaschine, Trockner, Kinderbadezimmer, Lebensmittel-Lädchen, Hafenbistro Captain´s Inn, Öffentliches Telefon, Angelkarten, Fahrradverleih, Bootsverleih und -schule, Ferienwohnungen, Strandbad am Mueritzplat, Beachvolleyball Marina Eldenburg 53° 30,6' N 012° 38,04' E Lage: ruhige Bucht, km 148 Müritz-Elde-Wasserstrasse (MEW) Wasserweg: Müritz-Elde-Wasserstraße, km 148. (Mecklenburger Oberseen) Landweg: über die B 192 kurz vor Waren (Müritz) 49 modernste Liegeplätze an einer Alu-Schwimsteganlage, Hafenbistro mit Bringedienst (Brötchen, Lebensmittel), Stegplattform auf dem Wasser, Winterlager, Sommerlager, Trockenliegeplatz, Trailerstellplatz, Caravanstellplatz, mobiler Technik Service, Fahrradverleih, maritime Veranstaltungen, Werkstatt und Bootsverleih, Slipschräge für Trailerboote, Hydraulischer Bootshubwagen bis 20t
Schwächt sich das Hochdruckgebiet ab, folgt in der Regel eine westliche Windströmung, die im Herbst und Winter stark bis stürmisch werden kann. Bei schwachen Druckunterschieden und starker Sonneneinstrahlung kann sich ein Zephirwind bilden. Durch die Sonne erwärmte Luftmassen steigen rund um die Müritz auf, wodurch hier ein niedriger Druck entsteht, der durch nachströmende kühlere Luft vom See aufgefüllt wird. Der Effekt tritt merkbar aber nur an den Rändern der Müritz auf. Über die Weite der Wasserfläche kann der Wind erheblich an Stärke gewinnen. Wenn der Wind zusätzlich über eine der weiten Buchten kommt (z.B. bei Westwind aus Richtung Röbel oder Sietow), ergibt sich ein "Düseneffekt". |
|
| Links können sich ggf. ändern. Darauf haben wir leider keinen Einfluß. Sollten Sie ein totes Link entdecken, schreiben Sie uns bitte eine Mail zusammen mit der Adresse der Seite. Vielen Dank im Voraus! |