Varel (Aussprache: Fahrel, Betonung auf der ersten Silbe) ist eine Stadt in Friesland am Jadebusen in Niedersachsen, südlich von Wilhelmshaven. Sie ist mit etwa 25.000 Einwohnern die größte Stadt im Landkreis Friesland. Ihre Beliebtheit als Ferien- und Tagungsort verdankt sie der landschaftlich und klimatisch besonders günstigen Lage am Jadebusen (gemäßigtes Seeklima).
Varel liegt südlich des Jadebusens an der Nordsee auf einem Geestrücken. Im Laufe der Stadtentwicklung und in Verbindung mit sicheren Deichen hat sich Varel auch in die niedriger gelegenen Gebiete ausgedehnt.
Östlich von Varel fließt die Wapel, die vor dem Wapeler Siel in die Jade und damit in den Jadebusen fließt. Die Kernstadt Varel wird von der Südender Leke und Nordender Leke als Entwässerungssystem umflossen, die über ein Siel am Vareler Hafen in den Jadebusen entwässern.
Die Umgebung von Varel ist durch Landwirtschaft, Wald und Meer geprägt. Die landwirtschaftlichen Flächen sind zum Teil dem Meer durch Eindeichungen abgetrotzt und zum Teil durch Kultivierung der Moorgebiete urbar gemacht worden.
Tourismus und Unterküfte: Varel profitiert durch seine Lage vom Tourismus an der Nordseeküste. Gleich westlich des Innenhafens gibt es eine gut ausgebauten Campingplatz. Das Angebot an Ferienwohnungen, Pensionen und Hotels ist reichlich.
Hafen Varel
53° 24' 35" N 008° 11' 18" E
Der Vareler Hafen, einst der größte deutsche Amerika-Hafen (Oldenburg, hatte als erstes deutsches Land ein Handelsabkommen mit den Vereinigten Staaten geschlossen), ist heute hauptsächlich ein Sportboothafen.
Auch über den direkten Seewasserweg mit Schleuse und Hafen ist Varel erreichbar. Der Vareler Hafen, einst der größte deutsche Amerika-Hafen (Oldenburg, hatte als erstes deutsches Land ein Handelsabkommen mit den Vereinigten Staaten geschlossen), ist heute hauptsächlich ein Sportboothafen.
Die 1977 neu gebaute Vareler Seeschleuse ist eine Sielschleuse und kann nur bei Gleichstand von Außen- und Binnenwasser geöffnet werden. Die Schleuse wurde 1984 nach dem langjährigen Bürgermeister von Varel Wilhelm Kammann in „Wilhelm-Kammann-Schleuse“ umbenannt. Vom Hafen aus führt der Seeweg über einen Priggenweg im Wattenmeer des Jadebusens zum Tonnenweg nach Wilhelmshaven und von dort in die Nordsee. Im nördlichen Teil wird die Fahrrinne durch den Leuchtturm Arngast angezeigt. Gezeiten können beim Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie abgefragt werden.
Von 1877 bis 1913 wurde die Ansteuerung durch den Leuchtturm Vareler Siel erleichtert.
Im Hafenbereich lassen sich noch Spuren der alten Christiansburg finden, die im 17. Jh. vom Dänenkönig Christian V. errichtet wurde. Eine Lageplantafel zeigt die alten Festungswälle und -gräben.
Trotz der vielen Veränderungen ist dem Vareler Hafen seine Romantik geblieben. Heute ist der Hafen eine bunte Mixtur aus Liegeplätzen für private Yachten, einzelner Fischkutter, Standort für Gewerbebetriebe und touristischer Anziehungspunkt. Viele Gäste kommen zum Vareler Hafen, um bei frischer Seebrise in den verschiedenen gastronomischen Betrieben Fisch zu genießen. Man kann den Fischern beim Aalräuchern zuschauen, einen kleinen Fischimbiss zu sich nehmen oder ein friesisches Bier in der kleinsten Kneipe Deutschlands genießen.
Der Wind bei weht fast immer aus westlicher Richtung und wird daher mit Salz und Feuchtigkeit angereichert. Dies führt oft zu heftigem Seegang. Die Nordsee gilt wegen der starken Gezeiten und der vielen Flachwassergebiete in Küstennähe als wesentlich schwieriger zu segelndes Gebiet als Ostsee oder Mittelmeer, so dass hier weit weniger Segler unterwegs sind, als an den anderen Küsten.