Schmarl ist ein Ortsteil im Nordwesten der Hansestadt Rostock. Er wurde zwischen 1976 und 1984 erbaut. Benannt wurde der Ortsteil nach dem Warnowdorf Schmarl im Nordosten dieses Stadtteils.
Der Ort Schmarl wurde erstmals 1272 unter dem ursprünglichen slawischen Namen "Smerdele" erwähnt. Auf hochdeutsch hat dieses Wort die Bedeutung "Stinkkäfer". Eine andere Annahme ist, dass der Begriff von einem Personennamen abgeleitet oder einer alten Bezeichnung für Bauern entlehnt wurde. Direkt zwischen der heutigen Großwohnsiedlung und dem Warnowufer erinnert die Ortsbezeichnung "Hundsburg" an die lange Geschichte des Ortes. Die Hundsburg wurde erstmals 1152 erwähnt und war im frühen Mittelalter ein bedeutender strategischer Punkt, von dem aus die Zufahrt der Schiffe nach Rostock kontrolliert werden konnte. Königin Margarete von Dänemark, die während eines Sturmes in Seenot geraten war, wurde hier der Legende nach von Fischern gerettet. Angeblich zum Dank dafür stiftete die Königin 1270 das Zisterzienser-Nonnenkloster Kloster zum Heiligen Kreuz.
Aufgrund seiner kurzen Geschichte birgt das moderne Schmarl natürlich keine kulturhistorisch bedeutsamen Stätten. Als äußerst interessant ist jedoch seine architektonische Gestaltung einzustufen, verfügt Schmarl doch als einzige der sieben Rostocker Großwohnsiedlungen über "Wohnschlangen", die tatsächlich überwiegend runde Formen aufweisen und die Monotonie üblicher Plattenbauten teilweise vergessen lassen. Abwechslungsreich ist auch die äußere Gestaltung der Bauten mit Klinker- und Farbflächen, die mittelalterliche Backsteinelemente und Ornamentik aufgreifen. Vorausschauend waren bereits in den 60er Jahren Eichenbestände gepflanzt worden, die den Stadtteil heute zusätzlich auflockern.
Am Warnowufer des Dorfes Schmarl liegen die zwei hier fest vertäuten Schiffe Traditionsschiff Typ Frieden, (welches zum schwimmenden Schiffsmuseum umfunktioniert wurde) und die MS "Likedeeler" (eine schwimmende Jugend- und Freizeiteinrichtung mit Schullandheim). Das Gelände um den Schmarler Bach im Norden des Ortsteils lockte von April bis Oktober 2003 2.6 Mio. Gäste aus aller Welt nach Rostock zur Internationalen Gartenbauausstellung (IGA) 2003. Das Gebiet ist heute zusammen mit dem neuen Park an der Hundsburg das attraktive Naherholungsgebiet des Stadtteils. Angrenzend liegt das 2003 errichtete Rostocker Messegelände als eines der wichtigsten Veranstaltungszentren Mecklenburg-Vorpommerns.
Schmarl hat den bisher einzigen mautpflichtig privatwirtschaftlich betriebenen Straßentunnel in Deutschland. Er verläuft unter der Warnow und erhielt von diesem Fluss seinen Namen, Warnowtunnel. Er verbindet Schmarl mit Oldendorf am östlichen Warnowufer und ist 790 m lang.
Tourismus und Unterkünfte: Schmarl profitiert durch seine Lage an der Ostseeküste vom Tourismus. Rund um die Ortschaft gibt es gut ausgebaute Campingplätze und einen Stellplatz für Wohnmobile. Das Angebot an Ferienwohnungen, Pensionen und Hotels ist reichlich.
Schmarl
54° 08,09' N 012° 05,43' E
Kleiner, privater Anleger in der Mitte des Westufers der Warnow. Man liegt dort an Fingerstegen mit Längen von 7 m bis 10 m. Beim Anlegen Bootshaken bereithalten.
Navigation: Ansteuerung von der g-r-g Tonne 47/S2 unmittelbar südlich des RoRo-Anlegers. Von dort aus Kurs SW auf das Ende des äußeren Steges zu. Aufmerksamkeit für die vielen dort ankernden kleinen Anglerboote. Hat man den Stegkopf erreicht, zuerst exakt Nord dicht an allen dort liegenden Schiffen entlang bis zum Beginn des nächsten, sehr viel kürzeren Steges. Erst dann kann man Richtung West eindrehen und an den Stegköpfen entlangfahren. Grund: Im Südteil des Hafens liegt der Warnow-Tunnel. Wo kein Steg ist, ist es flach !! Innerhalb der Stege dann wieder gute Tiefen.
An den Stegen Wasser und Strom, im Hafenmeistergebäude erstklassige Duschen. Der Hafen ist durch Code gesichert, dieser steht am schwarzen Brett am Hauptsteg.
In unmittelbarer Nähe keine nennenswerte Versorgung. Beim Angelclub am ersten Steg kann man oft sehr guten Fisch bekommen, auch geräuchert, wenn die mal zu viel gefangen haben. Auf der Brücke nördlich vom Hafen (alter Fähranleger) findet abends kommerzieller Fischverkauf statt. Im Dorf Schmarl, etwa 500 m entfernt, eine kleine Kneipe, in der man auch essen kann.
Weitere Versorgung mit riesigen Supermärkten etc. 2 km weiter im modernen Stadtteil Schmarl. Dort auch Strassenbahn- und S-Bahn-Anbindung nach Rostock-City.
Der Hafen ist ideal für jeden, dem Hohe Düne zu elitär ist,
Warnemünde zu umtriebig und Rostock Stadt zu laut. Hier herrscht himmlische Ruhe und man ist nur knapp 3 sm von der Ostsee entfernt. Es ist übrigens der ideale Liegeplatz während der Hansesail - hier kommen alle vorbei und man sieht jeden.
Die Ostsee zählt auf Grund der guten Windverhältnisse zu den besten Segelrevieren der Welt. Fast immer herrschen hier optimale Windverhältnisse, Flauten und schwere Stürme sind selten, und bei frischem Wind bieten die engen Gewässer immer wieder Schutz vor hohem Seegang. Stabile Hochdrucklagen bringen mäßige bis starke Ostwinde. Das ist nicht typisch, kommt aber vor. Typisch ist der schnelle Wechsel zwischen Hoch und Tief, Tröge, Frontendurchgänge, Rückseitenwetter und typisch ist auch, dass fast immer ein Segelwind weht. Der Wetterbericht wird mehrfach täglich gesendet und ist spannend. Bei der Routenplanung spielt die Wetterentwicklung eben eine große Rolle.
Besonders durchziehende Tiefdruckgebiete sorgen immer wieder für beste Winde aus westlichen Richtungen. Im Sommer wechseln diese aber auch oft mit ausgiebigen Ostwindperioden, wenn sich Hochdruckgebiete über Osteuropa festsetzen.