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Der Schluchsee / Schwarzwald

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Der Schluchsee ist ein Stausee bei St. Blasien im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald südöstlich des Titisees (Baden-Württemberg). Er ist der größte See im Schwarzwald.

Der Schluchsee ist mit seinem Stauziel von 930 Metern über NN die höchstgelegene Talsperre Deutschlands. Als Stauanlage ohne Talsperre hingegen übertrifft das Hornbergbecken (Oberbecken des Pumpspeicherwerks Wehr) den Schluchsee mit einem Stauziel von 1.048 Metern über NN. Durch die erhöhte Lage ist das Wasser auch im Sommer relativ kühl.

Die bekanntesten Ortschaften um den Schluchsee befinden sich an der Seenordseite, so unter anderem die gleichnamige Gemeinde Schluchsee sowie deren Ortsteile Seebrugg an der Staumauer und Aha. Die Dreiseenbahn, das verlängerte Ende der Höllentalbahn, fährt vom Bahnhof Titisee aus am nördlichen Seeufer entlang bis zum Endbahnhof Seebrugg.

Der ursprüngliche, nicht gestaute Schluchsee, ein Gletschersee, lag rund 30 Meter tiefer als der heutige Seespiegel. Der See ist heute 7,3 mal 1,4 Kilometer groß und hat eine maximale Tiefe von 61 m. Trotz Aufstauung der Schwarza wirkt der Schluchsee natürlich.

Die 63,5 m hohe Staumauer wurde zwischen 1929 und 1932 errichtet. Zum Bau der Gewichtsstaumauer aus Beton mit hohem spezifischen Gewicht musste der natürliche See zunächst um 13 Meter abgesenkt werden. Das geschah 1930[1] durch einen Stollen, der in den Fels gesprengt wurde. Am westlichen Talhang oberhalb der Bootsanlegestelle baute man im Steibruchbetrieb Granit für das Einlaufbauwerk ab.

Der Schluchsee ist Teil der Werksgruppe Schluchsee des Schluchseewerks, einer Abfolge verschiedener Stauseen unterschiedlicher Höhe, die durch Pumpwerke verbunden sind. Die Werkgruppe zieht sich von Häusern bis nach Waldshut. Der Schluchsee ist dabei das Oberbecken des Pumpspeicherkraftwerks Häusern. Die mittlere Kraftwerksleistung im Kraftwerk Häusern beträgt 100 Megawatt. Durch die Pumpwerke wird der See neben dem Wasser aus der Schwarza zusätzlich mit Rheinwasser gefüllt.

Der Schluchsee ist vor allem zum Baden und zum Segeln beliebt. Im Gegensatz zum Titisee hat fast der gesamte Schluchsee gut zugängliche Ufer. Daher wird der Schluchsee im Sommer sehr rege genutzt und gilt in der Umgebung - bis über die Schweizer Grenze – als beliebtes Freizeitziel. Am wilden Nacktbaden auf der Waldseite wird allerdings mitunter Anstoß genommen.

Bundesweit berühmt wurde der Schluchsee unter dem Namen „Schlucksee“, weil die Deutsche Fußballnationalmannschaft 1982 dort ihr Trainingslager aufschlug und einzelne Spieler die Freiheiten, die ihnen Bundestrainer Jupp Derwall ließ, weidlich ausnutzten. Alkohol, Kartenspiel und andere Eskapaden warfen ein schlechtes Licht auf die späteren Vizeweltmeister.

1983 wurde zu Revisionszwecken fast das gesamte Wasser des Sees abgelassen, so dass der übliche Badebetrieb, die Seefischerei und der Segelsport unmöglich waren. Das seltene Ereignis lockte dennoch viele Besucher an, da erstmals wieder Rudimente überfluteter, früherer Bebauung sichtbar wurden.

In jüngerer Zeit kam es vermehrt zu Konflikten zwischen dem Schluchseewerk und der Gemeinde Schluchsee über den Wasserstand des Sees im Sommer. Während das Schluchseewerk an einer optimalen wirtschaftlichen Nutzung des Wassers interessiert ist und somit an einer gelegentlichen stärkeren Absenkung des Seespiegels, fürchtet die Gemeinde ein Ausbleiben von Touristen, wenn der See im Sommer über längere Zeit abgesenkt bleibt und eher unansehnliche Uferpartien freigibt.

Wandern: Der Schluchsee ist von einer Vielzahl von Wanderwegen umgeben. Er kann in ganzer Länge umwandert werden, die Strecke von ca. 18 km ist weitgehend eben und kinderwagengeeignet. Die Wanderungen können von Mai bis Oktober durch Fahrten mit dem Ausflugsslinienschiff St. Nikolaus kombiniert werden.



windsack
Grundsätzlich ist der Schluchsee recht günstig von den Windverhältnissen her ausgestattet. Abhängig von regionalen und überregionalen Wetterlagen ergeben sich meistens Windstärken zwischen 2 und 5 Beaufort. In seltenen Fällen (gelegentlich Anfang September oder in sommerlichen Gewitterböen) kommt es auch schon mal zu 7 bis 8 Windstärken in Böen.
Ausgesprochene Flautentage gibt es kaum. An vielen strahlenden Sonnentagen sorgen thermische Berg- und Talwinde für ausreichenden Vortrieb. Die Thermik setzt dann am frühen Vormittag ein und hält sich bis 16 oder 17 Uhr. Bis dahin sollte man dann aber wieder zurück am Steg sein, sonst heißt es: paddeln oder austeigen und schwimmen.
Eine Besonderheit des Schluchsee ist noch, daß sich relativ schnell sehr unterschiedliche Windverhältnisse entwickeln können. Im Sommer können sich hier in schnell aufziehenden Gewittern Sturmböen entfalten.
Die leichte Tallage des Sees sorgt dafür, daß sich gelegentlich Turbulenzen und Fallwinde bilden. Das ist für die Segler manchmal nicht ganz einfach. Aber am Schluchsee sagt man: Wer am Schluchsee gut segelt, kann das auch an jedem anderen Binnenrevier.



Weblinks:
Der Schluchsee in Wikipedia
Webcam Schluchsee
Segelverein Schluchsee e.V.
Camping Wolfsgrund
Segelschule Schluchsee
Jollensegeln am Schluchsee


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Lage Schluchsee  Großbild klick!










Übersicht Schluchsee (Bild: Google Earth)  Großbild klick!











Optis auf dem Schluchsee (Bild: Birgit.nicol)  Großbild klick!









Staumauer Schluchsee (Bild: Flominator)  Großbild klick!












Schluchsee 1983 abgelassen (Bild: Roland1)  Großbild klick!









Findlinge (Bild: ruedi43)  Großbild klick!











Luftbild Schluchsee (Bild: Jaroslav Misun)  Großbild klick!














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