Lohme ist eine Gemeinde auf der Insel
Rügen in Mecklenburg-Vorpommern.
Der Ort liegt direkt am nördlichen Rand der Halbinsel Jasmund an der bis zu siebzig Meter hohen Steilküste an den nordöstlichen Ausläufern der Stubnitz. Zum Hafen, der erst 1906 angelegt wurde, führt eine steile Treppe hinab, die allerdings derzeit wegen Stabilisierungsarbeiten an dem Steilhang gesperrt ist. Außerdem mussten wegen Instabilität des Hanges verschiedene Gebäude gesperrt werden. An Lohme grenzt der Nationalpark Jasmund.
Überregional bekannt ist das auf biologisch-organischen Landbau spezialisierte Hofgut Bisdamitz, welches auch über einen eigenen Hofladen und Gastronomie verfügt. Außerdem verfügt der ruhige Ort über einen Dorfladen. Die Wirtschaft Lohmes ist vor allem touristisch geprägt, wobei die umliegende Landschaft die Anziehungskraft der Gemeinde ausmacht. Lohme ist Ausgangspunkt vieler Wanderwege durch den Nationalpark oder am Hochuferweg entlang Richtung Glowe. Im Frühjahr blühen dort unzählige verschiedene Pflanzen. Von Lohme aus ist auch das
Kap Arkona zu sehen.
Zirka 100 Meter östlich des Hafens liegt der sogenannte Schwanenstein, der auch das alleinige Motiv des Wappens von Lohme ist. Dieser Granitblock ist mit einem Volumen von 60 m³ und einer Masse von 162 Tonnen der fünftgrößte Findling der Insel Rügen. Auf einem Feld beim Ortsteil Nardevitz befindet sich auch der zweitgrößte Findling Rügens, der Findling Nardevitz. Er hat ein Volumen von 104 m³, eine Masse von 281 Tonnen und ragt über drei Meter hoch steil aus dem Erdreich.
Am 19. März 2005 brach in unmittelbarer Nähe des Lohmer Hafens die Steilküste auf 100 m Länge und 200 m Breite ab. Ein Betreuungsheim für Suchtkranke entging nur knapp einer Katastrophe. Die Bruchkante verlief nur 2,5 m vor dem Haus. Das Diakoniehaus, welches direkt an der Abbruchkante steht, ist versiegelt worden und konnte nur mit ferngesteuerten Hydraulikzangen abgerissen werden, da das Erdreich Baufahrzeuge am Gebäude nicht mehr getragen hätte. Weitere Häuser an der Abbruchkante wurden bereits gesperrt. Die Sperrung wurde bis auf zwei Bungalows im Mai 2008 wieder aufgehoben. Der Abriss des Diakonieheimes erfolgte in den Monaten Mai bis Juni.
Tourismus und Unterkünfte: Lohme profitiert durch seine Lage an der Ostseeküste vom Tourismus. In der Nähe der Ortschaft gibt es gut ausgebaute Campingplätze und einen Stellplatz für Wohnmobile. Das Angebot an Ferienwohnungen, Pensionen und Hotels ist reichlich.
Hafen Lohme
54° 35,11' N 013° 36,38' E
Der Hafen wurde im Winter 2009/2010 saniert und ist wieder normal geöffnet. Er liegt idyllisch am Fuße der Steilküste. Wer in den Ort selbst gelangen will, muss zuvor unzählige Holzstufen überwinden. Jeweils rechts und links vom Hafen erstreckt sich ein wildromantischer Steinstrand, der nicht zum Baden einlädt.
Die Hafeneinfahrt ist nach Norden ausgerichtet und recht schmal. Wenn die Welle bei starkem NNW-N Wind in der Hafeneinfahrt steht, sollte eine Ansteuerung unterbleiben. ggf. über Funk beim Hafenmeister erkundigen. Die Liegeplätze selbst sind auch bei nördlichen Winden ausreichend geschützt.
Man liegt in Boxen zwischen Holzdalben und Holzsteg. Zwischen Steg und Dalben sind keine Sorgleinen gespannt. Auf dem Steg befinden sich Strom und Wasseranschlüsse, die in der Liegegebühr enthalten sind.
< 12 m Jacht, 12,50 EUR, Mai 2011
Die Sanitäreinrichtungen befinden sich im Gebäude des Hafenmeisters. Sie sind mit zwei Toiletten und zwei Duschen zumindest für den männlichen Teil der Seglerschaft etwas unterdimensioniert. Morgens ist mit hohem Verkehrsaufkommen und Staus zu rechnen. Duschmarken gibt es für 2 EUR/Stück beim Hafenmeister.Vor dem Haus des Hafenmeisters befindet sich ein Grillplatz.
Der Dorfladen im Ort bietet begrenzte Versorgungsmöglichkeiten. Wer hier morgens seine Brötchen holt, der sollte auf Nachfrage verleugnen, dass er Segler ist. Segler wurden hier im Mai 2011 nicht bedient.
Das Haus Daheim (im Ort am Parkplatz) ist für legendäre große und leckere Portionen zu günstigen Preisen. Sternereif zu zivilen Preisen ist das Restaurant am Meer, direkt über dem Hafen. Außerhalb der Saison muß man damit rechnen, das die Küchen früh schließen (telefonisch anfragen/reservieren hilft).
Hafenmeister: Öffnungszeiten 8.30-9.00 Uhr und 17.20 Uhr-20.00 Uhr UKW Kanal 15 Tel.-Nr.: 038302 90909
Aufgrund seiner idyllischen Lage ist der Hafen bei Seglern recht beliebt. Der Hafen hat kaum Dauerlieger, so dass er tagsüber fast leer sein kann, sich aber spätestens ab 16 Uhr stark zu füllen beginnt. Die Sonnenuntergänge (im Sommer direkt über Kap Arkona mit seinen Leuchttürmen) sind legendär und locken Fotoamateure aus ganz Deutschland. Die Gedenktafel hinter dem Hafenmeister/Sanitärgebäude zum tragischen Tod dreier Waisenhauskinder, die auf dem "Schwanstein" erfroren sind, gehört zum touristischen Muß.
Versorgung / Sonstiges: D
Service / Sonstiges: Toiletten, Duschen, Wasser, Müllentsorgung, el. Strom, Diesel, Lebensmittel, die Nähe zum Nationalpark Jasmund und zu den Stränden der Tromper Wiek macht den Hafen attraktiv. Ausgedehnte Wanderungen oder Radtouren sind zu empfehlen. Lohme Port ist auf UKW-Kanal 15 erreichbar.
Die Ostsee zählt auf Grund der guten Windverhältnisse zu den besten Segelrevieren der Welt. Fast immer herrschen hier optimale Windverhältnisse, Flauten und schwere Stürme sind selten, und bei frischem Wind bieten die engen Gewässer immer wieder Schutz vor hohem Seegang. Stabile Hochdrucklagen bringen mäßige bis starke Ostwinde. Das ist nicht typisch, kommt aber vor. Typisch ist der schnelle Wechsel zwischen Hoch und Tief, Tröge, Frontendurchgänge, Rückseitenwetter und typisch ist auch, dass fast immer ein Segelwind weht. Der Wetterbericht wird mehrfach täglich gesendet und ist spannend. Bei der Routenplanung spielt die Wetterentwicklung eben eine große Rolle.
Besonders durchziehende Tiefdruckgebiete sorgen immer wieder für beste Winde aus westlichen Richtungen. Im Sommer wechseln diese aber auch oft mit ausgiebigen Ostwindperioden, wenn sich Hochdruckgebiete über Osteuropa festsetzen.