Der Badeort Lauterbach ist ein Ortsteil der Stadt Putbus und liegt acht Kilometer von der Kreisstadt Bergen auf Rügen entfernt und befindet sich im Biosphärenreservat Südost-Rügen. Die Küstenlinie des Rügischen Bodden, wechselt sich mit Flachküste und Böschungen ab. Lauterbach hat 500 Einwohner, hat einen Fischerei- und Seglerhafen. In der Nähe des Waldgebietes Goor ließ Fürst Malte das erste Seebad der Insel Rügen errichten. Zu Putbus gehört auch die 2,5 km entfernte Insel Vilm, die direkt im Greifswalder Bodden liegt.
Wilhelm Malte I. ließ bei Lauterbach in der Nähe des Waldgebietes Goor das erste Seebad auf Rügen errichten. Das aus dieser Zeit noch vorhandene Badehaus wurde vom Architekten Steinmeyer mit einer Säulenvorhalle im Stil des Alten Museums in Berlin errichtet. Zu Putbus gehört auch die 2,5 Kilometer vor dem Hafen gelegene Insel Vilm und der südwestlich der Stadt gelegene Wreecher See.
Putbus ist heute Ausgangspunkt der Schmalspurbahn Rasender Roland (Spurweite: 750 Millimeter) vom Ortsteil Lauterbach über Binz nach Göhren. Diese Bahn dient heute hauptsächlich dem Tourismus, fährt allerdings im täglichen Betrieb, ist also nicht nur Museumsbahn. Es werden Dampflokomotiven der Baureihen 99.48 (Baujahr: 1938) und 99.78 (Baujahr: 1953) eingesetzt. Erst 1999 wurde die Bahn bis nach Lauterbach (Mole) verlängert. Hierzu wurde die Normalspur-Eisenbahnstrecke Bergen–Lauterbach (Mole) im Abschnitt zwischen Putbus und Lauterbach um eine weitere Schiene zu einer interessanten Dreischienen-Gleisanlage erweitert.
Tourismus und Unterkünfte: Lauterbach profitiert durch seine Lage an der Ostseeküste vom Tourismus. Rund um die Ortschaft gibt es gut ausgebaute Campingplätze und einen Stellplatz für Wohnmobile. Das Angebot an Ferienwohnungen, Pensionen und Hotels ist reichlich.
Hafen Lauterbach
54° 20,4' N 013° 30,3' E
Die Ansteuerung ist bei Tag sowohl aus östlicher als auch auch südwestlicher Richtung gut möglich. Rund um die Insel Vilm ist jedoch mit vielen Untiefen abseits des Fahrwassers zu rechnen. Aus östlicher Richtung lässt sich die Einfahrt in die Marina Lauterbach schlecht ausmachen. Sie befindet sich zwischen den rot-weiß-rot gestrichenen Holzbaken.
Es existieren der alte Fischerei- und Handelshafen und östlich davon eine moderne Marina. In beiden Häfen bestehen Liegemöglichkeiten für Gastyachten. Die Einfahrt in die Marina aus südwestlicher Richtung ist bei starken westlichen Winden über 30 Fuß sehr schwierig. Die Stege sind alle in Nord-Süd Richtung ausgelegt und für große Schiffe kommen nur die ersten beiden Stegreihen in Frage. Je nach Schiffsgröße kann man nur schwer unter Windlast in die Boxen manövrieren. Insbesondere der erste Steg ist nur ungeschützt gegen Winde aus südlicher Richtung. Hier gibt es keinen Windschutz, so dass der Wind direkt auf den Steg trifft. Das Manövrieren wird in der äußeren Stegreihe zusätzlich erschwert dadurch, dass an der Außenmauer Steine liegen und am Eingang des Hafens wenige große Boxen den Platz zum Manövrieren verengen. Boote über 40 Fuß sollten den Hafen bei viel Wind nur mit Bugstrahlruder anlaufen. Beim Hafenmeister kann man Pay-Cards erwerben, mit denen dann auf dem Steg Wasser, Strom und Duschen freischalten kann. Die Preise dafür sind jedoch relativ teuer und die Duschen sehr einfach.
In der Marina liegt man in Boxen an Holzstegen. Die achterlichen Dalben sind aus Holz. Es sind keine Sorgleinen gespannt.
Die Marina ist Stützpunkt der Goor-Charteryachten. Von Freitag bis Sonntag ist die Marina daher gut gefüllt und bietet nur wenige freie Liegeplätze.
In der Marina von Lauterbach kann man offene Folkeboote (folke-daysailor) chartern
Service / Sonstiges: Toilette, Dusche, Wasser, Müllentsorgung, el. Strom (kostenpflichtig 0,50 EUR/kWh, Stand 2010), Diesel, Lebensmittel, Kran, Werft, Fäkalienentsorgung, Rampe / Slip, öffentliche Verkehrsmittel, Fahrradverleih, Internetzugang, Reparaturwerkstatt, Travellift, Lebensmittelgeschäfte, mehrere Gaststätten
Die Ostsee zählt auf Grund der guten Windverhältnisse zu den besten Segelrevieren der Welt. Fast immer herrschen hier optimale Windverhältnisse, Flauten und schwere Stürme sind selten, und bei frischem Wind bieten die engen Gewässer immer wieder Schutz vor hohem Seegang. Stabile Hochdrucklagen bringen mäßige bis starke Ostwinde. Das ist nicht typisch, kommt aber vor. Typisch ist der schnelle Wechsel zwischen Hoch und Tief, Tröge, Frontendurchgänge, Rückseitenwetter und typisch ist auch, dass fast immer ein Segelwind weht. Der Wetterbericht wird mehrfach täglich gesendet und ist spannend. Bei der Routenplanung spielt die Wetterentwicklung eben eine große Rolle.
Besonders durchziehende Tiefdruckgebiete sorgen immer wieder für beste Winde aus westlichen Richtungen. Im Sommer wechseln diese aber auch oft mit ausgiebigen Ostwindperioden, wenn sich Hochdruckgebiete über Osteuropa festsetzen.