Das Ostseebad Dierhagen liegt vor der Halbinsel Fischland an der beginnenden Verengung zwischen der Ostsee und dem Saaler Bodden. Das Ostseebad Dierhagen wird meist dem Fischland zugeschrieben, gehört jedoch seit eh und je dem Festland. Die Grenze zum Fischland, der Permin, liegt nördlich des Ortes. Etwa zwölf Kilometer südöstlich der Gemeinde befinden sich die Stadt Ribnitz-Damgarten und die B 105, etwa 35 Kilometer südwestlich liegt Rostock.
Im Gemeindegebiet befinden sich im Südwesten mit den Ausläufern der Rostocker Heide ein größeres Waldgebiet. Hier liegt sich auch das Naturschutzgebiet Ribnitzer Großes Moor und etwas nördlich davon das Naturschutzgebiet Dierhäger Moor.
Dierhagen wurde im Jahr 1311 erstmals erwähnt. Die Ortsbezeichnung könnte von „Deerhagen“ oder „Thierhagen“ abstammen und deutet auf Tierhaltung und Wald hin. Im Jahr 1880 begann der Badebetrieb und der Fremdenverkehr wurde immer weiter entwickelt. Im Jahr 1998 erhielt Dierhagen die staatliche Anerkennung als „Seebad“.
Sehenswürdigkeiten
* Backsteinkirche aus der Mitte des 19. Jahrhunderts
* Waldgebiet Großes Moor
* Häfen Dierhagen und Dändorf
* Dorfstraße Dändorf - Teil der historischen nordmecklenburgischen Salzstraße, die zwischen Bad Sülze und Wismar teils auf dem Wasser und teils auf dem Lande verlief
* alte Kapitänshäuser und Bauernhöfe
Tourismus und Unterkünfte: Dierhagen profitiert durch seine Lage an der Ostseeküste vom Tourismus. Das Angebot an Ferienwohnungen, Pensionen und Hotels ist reichlich.
Hafen Dierhagen
54° 17,64' N 012° 21,93' E
Der Hafen von Dierhagen ist ein kleiner Hafen für Fahrgastschiffe und Fischer im Südwesten des Saaler Boddens.
Gäste liegen im Nordteil des Hafenbeckens auf etwa zwei Meter Wassertiefe. Der Anleger im Süden der Hafeneinfahrt ist für Fahrgastschiffe reserviert. Die Anleger direkt im Süden des Hafens sind für Anglern und Fischer.
Navigation: Die Ansteuerung bei Dunkelheit ist für Ortsunkundige nicht empfehlenswert. Vom der Fahrrinne nach Ribnitz fährt man ab Tonne R 75/D1 Kurs 262 im gekennzeicneten Fahrwasser bis zur Hafeneinfahrt. Tonne D2 unde die Kirche Saal sind dabei in Deckung recht achteraus.
Service / Sonstiges: Moderne Sanitäranlagen, Gaststätte, Wasser, Müllentsorgung, Strom, Diesel, Lebensmittel, Rampe / Slip, öffentliche Verkehrsmittel, Fahrradverleih
Die Ostsee zählt auf Grund der guten Windverhältnisse zu den besten Segelrevieren der Welt. Fast immer herrschen hier optimale Windverhältnisse, Flauten und schwere Stürme sind selten, und bei frischem Wind bieten die engen Gewässer immer wieder Schutz vor hohem Seegang. Stabile Hochdrucklagen bringen mäßige bis starke Ostwinde. Das ist nicht typisch, kommt aber vor. Typisch ist der schnelle Wechsel zwischen Hoch und Tief, Tröge, Frontendurchgänge, Rückseitenwetter und typisch ist auch, dass fast immer ein Segelwind weht. Der Wetterbericht wird mehrfach täglich gesendet und ist spannend. Bei der Routenplanung spielt die Wetterentwicklung eben eine große Rolle.
Besonders durchziehende Tiefdruckgebiete sorgen immer wieder für beste Winde aus westlichen Richtungen. Im Sommer wechseln diese aber auch oft mit ausgiebigen Ostwindperioden, wenn sich Hochdruckgebiete über Osteuropa festsetzen.
Bei Starkwind (und den gibt es in den Bodden häufiger) kann ein kräftiger und höchst unangenehmer Seegang enstehen, der alles andere als ungefährlich ist. Darüber hinaus kann es in den engen Fahrwassern starke Strömungen geben, so daß eine kräftiger und zuverlässiger Motor (vor allem auch für Segler, die ja meist nur einen Flautenschieber haben) notwendig ist.