Der Dänholm ist eine Insel der deutschen Ostseeküste im Strelasund zwischen Stralsund und Rügen und gehört zur Hansestadt Stralsund. Die Insel ist durch einen künstlich angelegten Hafen in einen größeren und einen kleineren Teil getrennt.
Die Ziegelgrabenbrücke verbindet den Dänholm mit dem Festland, die Rügendammbrücke mit der Insel Rügen.
Der Dänholm wurde lange Zeit militärisch genutzt und gilt als die Geburtsstätte der Preußischen Marine. Heute befindet sich auf dem Dänholm u. a. das Marinemuseum zur Geschichte der deutschen Marine, das Hauptzollamt Stralsund und eine Außenstelle des Meeresmuseums Stralsund, das Nautineum. Der Dänholm weist zudem einen Seglerhafen auf.
Ursprünglich wurde die der Stadt Stralsund zugehörige Insel Strale genannt und diente damit auch als Namensgeber Stralsunds im Jahr 1234. Sie wurde erstmals 1288 im ersten Stadtbuch Stralsunds urkundlich erwähnt.
1849 entschied das preußische Kriegsministerium, auf dem Dänholm ein Marine-Depot anzulegen. 1850 wurde in der Senke im südlichen Teil der Insel mit dem Bau eines Hafens begonnen. Dieser erhielt vorerst nur eine Einfahrt von Osten. Es entstanden zudem Kanonenbootschuppen, Wachgebäude und Wohnhäuser. Mit dem Aushub für den Hafen und die Fundamente wurden Wälle am Südufer angelegt. In diese Wälle wurden später Kasematten und Geschützstellungen eingebaut. 1860 wurden Dampfkanonenboote stationiert. Weitere militärische Anlagen, wie eine Schmiede, Krananlagen, Kohlenschuppen und ein Laboratorium wurden gebaut. Der Hafen erhielt eine zusätzliche Einfahrt im Westen, womit die Insel geteilt wurde. Eine hölzerne Klappbrücke verband die beiden unterschiedlich große Teile. Die Wege auf der Insel wurden mit Kastanien, Eschen und Ahornbäumen als Alleen gestaltet, die Sternschanze mit Gehölzen bepflanzt und Grünflächen zwischen den Gebäuden angelegt. Wilhelm I. gab im Jahr 1871 den Befehl zur Auflösung des Marine-Depots. Die Anlagen wurden nach einigen baulichen Veränderungen fortan von einem Infanterieregiment genutzt. Ab 1873 wurde die Stadt dann entfestigt.
Nach der politischen Wende in der DDR nutzte zunächst noch die Bundesmarine das Gelände. Sie räumte die Anlagen am 31. März 1991.
Am 26. Juli 1992 entstand in den alten Anlagen das Marinemuseum als Außenstelle des Kulturhistorischen Museums der Stadt Stralsund; hier werden Ausstellungen zur Geschichte der deutschen Marine gezeigt. Am 1. Juni 1999 eröffnete als Außenstelle des Deutschen Meeresmuseums das Nautineum auf dem alten Tonnehof des Wasser- und Schifffahrtsamts Stralsund.
Für die neue Rügenbrücke wurden zahlreiche Stützen aus Beton neben dem alten Rügendamm errichtet. Die Gebäude auf der Insel werden teils zu Wohnzwecken, teils gewerblich genutzt. Der Hafen und die Mole werden durch Segelboote genutzt.
Tourismus und Unterkünfte: Das Angebot an Ferienwohnungen, Pensionen und Hotels ist reichlich.
Steganlage westlich Dänholm
54° 18,72' N 013° 06,48' E
Auf der Westseite der Insel Dänholm befindet sich eine Steganlage einheimischer Sportschiffer, die einigen Gästen auf 1,7 - 2,3 m Wassertiefe Platz bietet. Keine weiteren Informationen verfügbar ...
Fast immer herrschen hier optimale Windverhältnisse, Flauten und schwere Stürme sind selten, und bei frischem Wind bieten die engen Gewässer immer wieder Schutz vor hohem Seegang. Typisch ist der schnelle Wechsel zwischen Hoch und Tief, Tröge, Frontendurchgänge, Rückseitenwetter und typisch ist auch, dass fast immer ein Segelwind weht.
Die Hauptwindrichtung ist West bis Nordwest. Der Wind ist von der Großwetterlage abhängig und beeinflusst durch geografische Gegebenheiten (Küstenlinie):
Abdeckungen, Winddreher,
Düsenwirkungen etc. Thermische Winde gibt es nicht.