Barhöft ist ein kleiner Ortsteil der Gemeinde Klausdorf, etwa 12 km nördlich von Stralsund in Mecklenburg-Vorpommern. Er hat rund 100 Einwohner, einen eigenen kleinen Hafen und war bis zur „Wende“ ein Stützpunkt der NVA mit eigenem Truppenübungsplatz.
Heute ist Barhöft ein Teil des „Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft“, der bei Naturliebhabern nicht zuletzt wegen seiner Kranichzwischenlandeplätze geschätzt wird. In der Besuchereinrichtung „Haus Norden“ zeigt das Nationalparkamt Vorpommersche Boddenlandschaft ganzjährig eine Informationsausstellung zum Thema Flora und Fauna an der Ostsee und am Bodden. Ein nahegelegener Aussichtsturm auf dem Kliff bietet einen Blick auf die Halbinsel Zingst, die Inseln Bock, Hiddensee und Rügen sowie nach Stralsund.
Eine Schiffslinie verbindet Barhöft mit der Insel Hiddensee. Außerdem nutzen viele Segler den Hafen von Barhöft als Zwischenstation zu den Inseln Rügen, Bock und Hiddensee. Der Ort hat einen kleinen Sandstrand sowie ein gut ausgebautes Rad- und Wanderwegenetz.
Tourismus und Unterkünfte: Barhöft profitiert durch seine Lage an der Ostseeküste vom Tourismus. Das Angebot an Ferienwohnungen, Pensionen und Hotels ist reichlich.
Hafen Barhöft
54° 26,06' N 013° 01,97' E
Kleiner, gut ausgebauter ehemaliger Lotsenhafen nördlich von Stralsund südlich der Insel Bock.
Der Hafen gegenüber dem Vierendehlgrund, nahe der Insel Bock, dürfte für viele Sportschiffer erste Station auf der Seereise durch die Boddengewässer sein. Es gibt jedenfalls keinen näher gelegenen Hafen für denjenigen, der zwischen den Inseln Bock und Hiddensee in die Boddengewässer einläuft. Ansonsten spricht zunächst wenig für einen Aufenthalt, da hauptsächlich Häuser im Kasernenstil das Bild der kleinen Siedlung am Hafen bestimmen.
Der Nordteil der Steganlage im Norden des Hafens ist für das Lotsenboot. Die Liegeplätze hinter den Weststegen gehören lokalen Eignern. Die Wassertiefen betragen 3,7 - 5,7 Meter.
Navigation: Die Ansteuerung ist bei tags und nachs problemlos. Aus Nord kommend steuert man durch das westlich von Hiddensee liegende Gellenstromfahrwasser bis Tonne 31/B1, dann Kurs West zum Tonnenpaar 1 und 2 "Barhöft" und mit Kurs 229 durch die gekennzeichnete Rinne in die Hafeneinfahrt.
Versorgung / Sonstiges: Sanitäranlagen, einfache Versorgungsmöglichkeiten, Grillplatz, im Ort mehrere Gaststätten, Pensionen, Busverbindung vom Hafen nach Stralsund.
Die Ostsee zählt auf Grund der guten Windverhältnisse zu den besten Segelrevieren der Welt. Fast immer herrschen hier optimale Windverhältnisse, Flauten und schwere Stürme sind selten, und bei frischem Wind bieten die engen Gewässer immer wieder Schutz vor hohem Seegang. Stabile Hochdrucklagen bringen mäßige bis starke Ostwinde. Das ist nicht typisch, kommt aber vor. Typisch ist der schnelle Wechsel zwischen Hoch und Tief, Tröge, Frontendurchgänge, Rückseitenwetter und typisch ist auch, dass fast immer ein Segelwind weht. Der Wetterbericht wird mehrfach täglich gesendet und ist spannend. Bei der Routenplanung spielt die Wetterentwicklung eben eine große Rolle.
Besonders durchziehende Tiefdruckgebiete sorgen immer wieder für beste Winde aus westlichen Richtungen. Im Sommer wechseln diese aber auch oft mit ausgiebigen Ostwindperioden, wenn sich Hochdruckgebiete über Osteuropa festsetzen.
Auf den Bodden- und Haffgewässern ist der Wind von der Großwetterlage abhängig und wird von vielerlei geografischen Bedingungen beeinflusst, wie z.B.
Düseneffekten, Kapeffekten und
Windabdeckungen.