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Dänemark: Die Große-Belt-Brücke

Für die Richtigkeit der Koordinaten, sowie exakte Längen- und Tiefenangaben keine Gewähr.


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Die Storebælt-Brücke (dän. Storebæltsbroen) ist ein Brückenzug bestehend aus einem östlichen Brückenabschnitt mit einer Hängebrücke, der durch die dazwischen liegende Insel Sprogø von dem westlichen Teil mit einer Kastenträgerbrücke getrennt ist. Das Bauwerk ist Teil der Querung des Großen Belts.

Die Brücke verbindet die dänischen Inseln Fünen (Nyborg) und Seeland (Korsør). Bis zur Inbetriebnahme der neuen Verkehrsverbindung wurden Fähren zwischen den Orten Nyborg auf Fünen und Korsør auf Seeland eingesetzt. Im Sommer 1998 wurde die Brücke für den Straßenverkehr als gebührenpflichtige Autobahn freigegeben. Die Mautstelle befindet sich auf der seeländischen Seite. Die im Westteil parallel verlaufende Eisenbahnstrecke führt neben der Ostbrücke durch einen Tunnel, der mit 8 km Länge die Hauptfahrrinne des Großen Belts unterquert. Radfahrer dürfen die Brücke nicht befahren und müssen die Fahrräder in Zügen mitnehmen oder Umwege nach Norden oder Süden wählen, um Fähren zu benutzen.

Die Brücke hängt an Stahlseilen, die - von weitem betrachtet - nicht dicker scheinen als die filigranen Fäden eines Spinnennetzes. Das Bauwerk wiegt Abertausende von Tonnen, doch sieht man ihm weder Traglast noch Schweiß und Opfer an, die es kostete, es zu errichten. Acht Menschen starben während der fast zehnjährigen Bauzeit, drei von ihnen stürzten in die Fluten des Großen Belt. Die offizielle Statistik vermerkt sie mit keinem Wort.

Einem zarten Federstrich gleich schwingt sich die Brücke jetzt über das graugrüne Wasser, 6,8 Kilometer sind es von Ufer zu Ufer. Davon 1642 Meter freigespannte Fahrtrasse - beinahe Weltrekord. Exakt 254 Meter steigen ihre vier Türme - gewaltige, betongegossene Pylone sind das - senkrecht gen Himmel, und auch die schauen elegant, fast anmutig aus.
Sie kitzeln die Wolken, und es heißt, nie in seiner langen Geschichte sei das Volk der Dänen dem Herrgott näher gewesen.

Mit einer Länge von 2694 Metern und einer Hauptspannweite von 1624 Metern ist die Storebælt-Brücke in Dänemark, zwischen der Insel Sprogø und Seeland gelegen, derzeit die längste Hängebrücke in Europa und nach der Akashi-Kaikyo--Brücke sowie der Xihoumen-Brücke die drittlängste Hängebrücke der Welt. Die Stahlbetonpylone haben eine Höhe von 254 Meter, der Überbau ist 31 Meter breit und liegt ungefähr 70 Meter über dem Meeresspiegel, dabei liegt die Durchfahrtshöhe bei 65 Metern. Der gesamte östliche Brückenabschnitt hat eine Länge von 6790 Metern.

Die Benutzung der Brücke ist grundsätzlich mautpflichtig.

Am 3. März 2005 havarierte der 88 Meter lange dänische 3500-Tonnen-Frachter Karen Danielsen mit der Westbrücke. Ein kroatischer Seemann konnte nur noch tot geborgen werden, nachdem er in den Laderaum des Schiffes gestürzt war. Der Kapitän wurde schwer verletzt, drei weitere Matrosen leicht. Die Kommandobrücke des Schiffes wurde abgerissen, das Schiff unter der Brücke eingeklemmt. Das Bauwerk wurde nach einigen Stunden wieder eingeschränkt für den Verkehr freigegeben.

Die Westbrücke wurde maßgeblich mit dem großen Schwimmkran Svanen installiert, der die Fertigteile auf die Pylonen hob.



Navigation: Bei einer Durchfahrt unter zwischen den Pfeilern der Storebælt-Brücke mit Segel- oder Motoryachten sollte die Durchfahrt mit Bedacht gewählt werden. Denn zwischen einigen Pylonen kann es ziemlich flach werden.
Um zu verhindern, dass große Großschiffe gegen die Pfeiler der Brücke fahren und sie beschädigen, haben die dänischen Behörden Lehm- und Sandbänke aufschütten lassen. Diese verringern die Wassertiefe zum Teil auf unter zwei Meter, damit vom Kurs abgekommene große Schiffe auf Grund laufen, bevor sie das Bauwerk rammen können. Die Bögen sollten Yachten tunlichst genau in der Mitte passieren, da die Schüttungen an den Pfeilern ansteigen. Große Vorsicht auch ist bei Wasserstandsschwankungen im Belt geboten. Dänische Segler berichten bei Starkwindlagen und entsprechender Strömung von sehr steilem Wellengang (Grund- und Kabbelseen) in den betroffenen Bögen.
Wichtig: Yachten dürfen das Hauptfahrwasser zwischen den beiden großen Hauptträgern nach wie vor nicht befahren. Die sind der Großschifffahrt vorbehalten. Seit die Arbeiten an der Brücke beendet sind, wurden die gelben Sperrgebietstonnen um die Pylonen eingezogen.


Lage der Storebælt-Brücke
(Bild: Lencer)  Großbild klick!












Storebælt-Brücke Luftbild (Bild: Heje)  Großbild klick!









Storebælt-Brücke Mautstation (Bild: Henrik Sendelbach)  Großbild klick!



























Durchfahrthöhen und -tiefen
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Weblinks:
Storebælt-Brücke in Wikipedia
Webcam Storebælt-Brücke
Der Große Belt
Die Storebælt-Brücke – mathematisch beschrieben


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