Die dänische Stadt Roskilde liegt auf der dänischen Ostseeinsel
Seeland (Sjælland) etwa 30 km von Kopenhagen entfernt und ist seit der Verwaltungsreform von 2007 eine Stadt in der Region Sjælland (Region Seeland). Der Name soll sich von „Roars Kilde“ = „Roars Quelle“ herleiten. König Roar ist eine Sagengestalt. Roskilde war einst die Königsstadt und spielte in der Geschichte Dänemarks eine wichtige Rolle. International bekannt ist die Stadt vor allem durch das jährlich stattfindende Roskilde-Musikfestival.
Der Stadtkern zieht sich an einem Hang zwischen dem Roskildefjord und der Eisenbahnstrecke Kopenhagen-Ringsted-Jütland/Kontinent hin. Das Zentrum liegt zwischen dem Bahnhof und dem Dom. Die wichtigste Einkaufsstraße ist die Fußgängerzone, die aus dem Straßenzug Algade-Stændertorv-Skomagergade besteht. Der Dom liegt in der Nähe des Stændertorv, dem zentralen Marktplatz ("Ständemarkt") mit Wochenmarkt am Mittwoch und Sonnabend.
Der Dom zu Roskilde wurde 1995 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. 1170 im romanischen Stil begonnen und seit 1200 im gotischen Stil umgebaut, ist er der letzte Ruheort von 20 dänischen Königen und 17 Königinnen. Aus diesem Grund wurden dem Gebäude auch mehrere königliche Mausoleen zugefügt, die im Laufe der Zeit die Gestalt des Gebäudes veränderten. Die beiden Westtürme stammen aus dem 14. Jahrhundert. Zu den kostbarsten Stücken der reichhaltigen Innenausstattung gehören das vergoldete Antwerpener Retabel (um 1550–1560) und das kunstvoll geschnitzte Chorgestühl (1420).
Im Schlick des teilweise nur einen Meter tiefen Fjords von Roskilde befindet sich einer der bedeutendsten Fundorte für Schiffswracks. Insbesondere die Überreste zahlreicher Drachenboote (Langschiffe) aus der Wikingerzeit kamen hier zu Tage. 1962 fand man 5 Wikingerschiffe, 1996 als es längst ein Museum für die Schiffsfunde gab und dieses ausgebaut wurde, wurden neun weitere Schiffe entdeckt, eines davon ist 36 m lang und damit der längste Drachenbootfund überhaupt.
Tourismus und Unterkünfte: Roskilde profitiert durch seine Lage an der Ostseeküste vom Tourismus. Es gibt einen gut ausgebauten Campingplatz und einen Stellplatz für Wohnmobile. Das Angebot an Ferienwohnungen, Pensionen und Hotels ist reichlich.
Roskilde
55° 39,15' N 012° 04,56' E
Am Ende des Roskildefjords gelegen und deshalb speziell für Segler aus Deutschland recht schwer zu erreichen. Ungefähr 30 sm sollte man von der Einfahrt am Kattegat bis zum Hafen Roskilde schon rechnen. Dazu kommen u.U. Wartezeiten an den Brücken. Gastlieger finden im neueren Teil des Hafens einen Liegeplatz. Der Museumshafen ist nur für Museumsschiffe.
Gastsegler sind im Jachthafen, Becken A und B, herzlich willkommen, wo freie Plätze mit grünen Freischildern gekennzeichnet sind. Becken C ist Servicekai und für Boote reserviert, die Diesel tanken oder kleinere Reparaturen u.a.m. vornehmen müssen.
Einen bei ruhigem Wetter akzeptablen Ankerplatz findet man östlich des Hafens vor dem Wikingermuseum auf einer Wassertiefe von 2-3 m.
Navigation: Die Ansteuerung des befeuerten Hafens ist Tag und Nacht möglich. Sie erfolgt über ein betonntes Fahrwasser mit einem Richtfeuer (2 Iso.R) mit 165,8°. Nachts sollte man einen Scheinwerfer klar halten, da die Yachten des Mooringfeldes nordwestlich des Hafens teilweise in die Peillinie ragen. Eine unübersehbare Landmarke ist der mächtige Dom von Roskilde.
Versorgung / Sonstiges: Sanitäranlagen (im Klubhaus), ein Kran und ein Slip sind in dem gemütlichen Hafen vorhanden. Begrenzte Einkaufsmöglichkeiten bietet der Schiffsausrüster in Hafennähe. Durch einen bergauf führenden Park erreicht man das 1 km entfernte Zentrum der Stadt Roskilde.
Service und Sonstiges: Sanitäranlagen, Wasser, Müllentsorgung, Strom am Steg, Diesel, Lebensmittel, Kran, Werft, Rampe / Slip, öffentliche Verkehrsmittel, Fahrradverleih, Internetzugang
Kontakt: Telefon: +45 / 46 35 10 00
Die Hauptwindrichtung ist West bis Nordwest. Der Wind ist von der Großwetterlage abhängig und ist beeinflusst durch geografische Gegebenheiten (Küstenlinie):
Abdeckungen, Winddreher,
Düsenwirkungen etc.
Thermische Winde gibt es nicht.