Rønne ist die größte Stadt auf der dänischen Insel
Bornholm und Sitz von deren Amts- und Gemeindeverwaltung. Bis zum 31. Dezember 2002 war sie darüber hinaus noch eine selbstständige Gemeinde innerhalb des Amtes Bornholm. Sie hat 13.924 Einwohner (Stand 1. Januar 2010.
Genannt wurde Rønne erstmals im Jahre 1277. Die Kaufmannsstadt wurde 1327 gegründet. Die Inselorte Rønne und Nexø wurden noch in den letzten Kriegstagen, am 7. und 8. Mai 1945 durch russisches Bombardement großteils zerstört. Grund dafür war, dass der deutsche Kommandant von Kamptz Befehl hatte, sich nur den Westalliierten zu ergeben, und daher nicht mit der Sowjetarmee verhandeln wollte. Bei dem Bombardement wurden ein Bornholmer und eine unbekannte Zahl von deutschen Soldaten sowie baltischen Flüchtlingen getötet. Bornholm blieb bis zum März 1946 sowjetisch besetzt.
Rund ein Drittel aller Bornholmer leben in Rønne. Rønne ist Bornholms Handels- und Industriezentrum. Ein wichtiger Arbeitgeber ist seit einigen Jahrzehnten auch die Tourismusbranche. In Rønne befinden sich zudem die wichtigsten öffentlichen Einrichtungen der Insel.
Die Stadt ist trotz des Bombardements im Zwiten Weltkrieg noch reich an schönen alten Fachwerkhäusern. Sie gruppieren sich im wesentlichen um die sich über den Hafen erhebende Kirche. Sie stammt zwar aus dem 14. Jahrhundert, wurde aber 1915 größtenteils umgebaut. Nachts angeleuchtet, bietet sie einen besonders schönen Anblick.
Zu den sehenswerten Gebäuden zählen die alten Kaufmannhöfe in der Store Torvegade und an der Ecke Nellikegade-Provstegade.
Rønne ist der wichtigste Hafen der Insel mit Fährverbindungen der Reederei Bornholmstrafikken nach Køge (Dänemark), Ystad (Schweden) und Sassnitz-Mukran (Deutschland) sowie der Reederei Polferries nach Swinemünde (S'winoujs'cie, Polen).
Fünf Kilometer außerhalb von Rønne befindet sich der Bornholm Airport (bis 1992 Rønne Airport), von wo aus zwei Fluglinien mehrmals täglich die dänische Hauptstadt Kopenhagen anfliegen. In der Sommersaison bestehen auch Verbindungen mit dem europäischen Festland.
Tourismus und Unterkünfte: Rønne profitiert durch seine Lage an der Ostseeküste vom Tourismus. Es gibt einen gut ausgebauten Campingplatz und einen Stellplatz für Wohnmobile. Das Angebot an Ferienwohnungen, Pensionen und Hotels ist reichlich.
Sportboothafen Rønne, Nörrekås
55° 06,33' N 014° 41,585' E
Der Sportboothafen Nørrekås, direkt nördlich von Rønne, bietet 300 Plätze. Der Anleger für Gäste liegt im westlichen Hafenbecken.
Der Sportboothafen Rønne, Nörrekås ist eine moderne Marina eta 400 Meter vom Stadtzentrumgelegen, mit einem neuen Servicegebäude (1992). Die Wassertiefe im Hafen beträgt zwischen zwei und drei Meter.
Im Umkreis von 5 Kilometern finden sich jede Menge Aktivitäts- und Unterhaltungsangebote, u. a. Museen, Schwimmbad, Tennisplätze, 18-Loch Golfplatz, Bowlingbahn sowie Cafés und Restaurants.
Die Ansteuerung erfolgt nach dem Sektorenfeuer des Leuchtturms von Nørrekås, der etwa 500 Meter nordöstlich des Hafens steht. Das Nordende der Außenmole ist durch eine grüne Tonne mit Toppzeichen markiert. Grundnetze und anderes Fangerät können im Ansteuerungsgebiet ausgebracht sein.
Der Hafen kann bei Tag und bei Nacht unter Berücksichtigung der Wind-, Strom- und Sichtverhältnisse angelaufen werden. Unter widrigen Bedingungen wird empfohlen, den Fährhafen von Rønne anzusteuern.
Service und Sonstiges: Sanitäranlagen, Münzwäscherei, Wasser, Spielplatz und kleiner Strand auf dem Gelände,Müllentsorgung, Strom am Steg, Diesel, Lebensmittel, Kran, Werft, Rampe / Slip, öffentliche Verkehrsmittel, Fahrradverleih
Telefon: +45 / 56 95 06 78 (Rønne Havn)
+45 / 56 92 23 20 (Nørrekås)
Fast immer herrschen hier optimale Windverhältnisse, Flauten und schwere Stürme sind selten, und bei frischem Wind bieten die engen Gewässer immer wieder Schutz vor hohem Seegang. Typisch ist der schnelle Wechsel zwischen Hoch und Tief, Tröge, Frontendurchgänge, Rückseitenwetter und typisch ist auch, dass fast immer ein Segelwind weht.
Bei ruhiger Wetterlage setzt in der Ostsee ein schwacher Oberflächenstrom Richtung Belte und Sund ein, rund um Bornholm in WSW-licher Richtung. Bei stärkeren Winden folgt der Strom normalerweise der Windrichtung, jedoch können auch unberechenbare Abweichungen vorkommen, die an einigen Stellen zu erschwerten Bedingungen führen. Starkwind aus SW kann einen kräftigen Strom Richtung Sandhammaren an der SE-Spitze Skånes (Schweden) verursachen, Starkwind aus NW verursacht einen kräftigen, südgehenden Strom bei Hammeren.