Das Dorf Reersø an sich ist eine Sehenswürdigkeit. Mehrere der strohgedeckten weißgetünchten Fachwerkhöfe, die konzentriert mitten in der Stadt liegen, stehen bereits seit dem 18. Jahrhundert fast unverändert. Mehrere der Häuser haben Dachtraufen, die mit der des Nachbarhauses zusammenwachsen.
Das Dorf ist im Großen und Ganzen von Bränden verschont geblieben, so daß man hier eine Dorfbebauung erleben kann, wie sie vor 200 Jahren existiert hat, als die Leibeigenschaft aufgehoben wurde. Mitten im Dorf, wo sich die Straßen Skansevej und Strandvej teilen, steht der Margrethestein und erinnert an die Hilfe, die Königin Margrethe I. den Bauern zukommen liess, nachdem sie bei einem Schiffsuntergang im Großen Belt auf Reersø an Land gerettet worden war.
Die hochgelegene Kirche der Insel wurde 1904 gebaut und der Fischereihafen wurde 1914 angelegt. Eine Reihe von Künstlern haben ihre Werkstatt und Ausstellungen im Dorf Reersø, u. a. Töpfer, Keramiker, Maler, Lederdesigner, Textildesigner, Landschaftsfotografen und Kunstgewerbeschaffende.
Hafen und Dorf sind noch immer ein Geheimtip. Direkt am Hafen gibt es eine Laden mit Frisch- und Räucherfisch, weitere Versorgungsmöglichkeiten im Ort (ca.1 km). Viele Sportschiffer machen einen Bogen um den Ort, weil der Hafen im Grunde nicht für Yachten geeignet ist. Das wird sich zwar erfahrungsgemäß ändern, aber noch ist Reersø ein Fischerhafen, und die Sportboote kommen erst an zweiter Stelle. Es kann daher durchaus vorkommen, daß man hier keinen Platz findet.
Daß dieser Hafen eine der letzten Domänen der Fischer bleibt, ist ihm zu wünschen, damit er seine ganz besondere Atmosphäre einer intakten Gemeinschaft aus Fischern und Bauern bewahren kann.
Noch bemerkenswerter ist der etwa einen Kilometer vom Hafen entfernte Ort. Mit seinen alten Häusern wirkt er beinahe wie ein Freilichtmuseum mit dem Unterschied, daß hier alles ursprünglich ist. Und was sollte im einzigen Museum von Reersø im Skansvej anderes ausgestelIt sein als altes Handwerkszeug aus Landwirtschaft und Fischerei. Das Museumsgebäude selbst wurde um 1800 erbaut und bildet den geeigneten Rahmen für die Ausstellungsstücke aus dieser Zeit.
Die flache Halbinsel Reersø mit urwüchsiger Landschaft endet in einem Steilufer, von dem man weit auf den Großen Belt hinausschauen kann.
Tourismus und Unterkünfte: Reersø profitiert durch seine Lage an der Ostseeküste vom Tourismus. Es gibt einen gut ausgebauten Campingplatz und einen Stellplatz für Wohnmobile. Das Angebot an Ferienwohnungen, Pensionen und Hotels ist reichlich.
Hafen Reersø
55° 31,03' N 011° 07,20' E
Der Hafen Reersø ist ein kleiner Fischer- und Yachthafen südlich der Halbinsel Reersø.
An den äußeren Schwimmstegen und im Hafenbecken im Osten ist Platz für Gäste, aber man muss sich mit den Fischern absprechen. Die Fischereipier sollte frei von Sportbooten bleiben.
Das Becken im Westen ist mit Kleinfischern fast voll belegt. Im Nordosten des Hafens findet man einen geschützten Ankergrund, der aber teils verkrautet ist.
Bei Tage ist die Ansteuerung von Süd her ohne Probleme möglich. Nachts brennt zeitweilig ein rotes Festfeuer am Molenkopf im Süden. Dann ist ein Einlaufen auch in der Nacht möglich.
Service und Sonstiges: Toilette , Dusche, Wasser, Müllentsorgung, Strom am Steg, Rampe / Slip, öffentliche Verkehrsmittel,
Telefon: +45 / 58 86 23 39 bzw. 58 85 71 56
Die Hauptwindrichtung im Großen Belt ist West bis Nordwest. Der Wind ist von der Großwetterlage abhängig und ist beeinflusst durch geografische Gegebenheiten (Küstenlinie):
Abdeckungen, Winddreher,
Düsenwirkungen etc.
Thermische Winde gibt es nicht.