Nakskov ist die größte Stadt der Lolland Kommune auf der dänischen Insel
Lolland. Es liegt am westlichen Ende der Insel am Nakskov Fjord und hat etwa 15.000 Einwohner.
Es gibt nur wenige dänische Städte, die im Laufe der Jahrhunderte so schwer von Feuersbrünsten und Kriegen in Mitleidenschaft gezogen wurden wie Nakskov. Nahezu die ganze Stadt wurde im Jahr 1420 ein Raub der Flammen.
Nur 90 Jahre später, die Stadt hatte sich gerade erst von dieser Katastrophe erholt, steckten die Lübecker den Hafenort in Brand. Dabei glaubten die Bürger vor den Übergriffen der Hanse sicher zu sein, weil König Hans auf der vorgelagerten Insel Slotø die Engelsburg sowie eine befestigte Werft für Kriegsschiffe zum Schutz der Stadt erbauen ließ.
Doch nach der Erzählung geschah etwas, womit niemand gerechnet hatte: Die Flotte der Hanse näherte sich der Festung in einer bis dahin unbekannten Fahrrinne von Süden her. Die schweren Kanonen der Engelsburg aber zeigten nach Norden, dorthin, wo der Feind eigentlich erwartet wurde. In aller Ruhe nahm die Flotte erst einmal die Burg unter Beschuß (die Ruine der Engelsburg ist heute noch zu sehen) und fuhr sodann unbehelligt zum Plündern nach Nakskov. Paradoxerweise war es aber gerade auch die seeräuberische Hanse, die der Stadt zuvor ihren Wohlstand beschert hatte. Die Norddeutschen versorgten sich hier günstig mit Landwirtschaftsprodukten und kauften die Heringsfänge auf (siehe auch Albuen).
Mit Argwohn betrachtete die Hanse Versuche dänischer Schiffsleute, auf eigene Faust ihre Waren auf den deutschen Märkten abzusetzen. Sie sahen ihre Machtposition gefährdet: Seeräuberei und Brandschatzungen der Lübecker waren die Folge. Von diesen Überfällen erholte sich Nakskov nur langsam, zumal ein erneuter Brand der Stadt im Jahre 1528 schweren Schaden zufügte.
Sehenswürdigkeiten
* Sportschiffer, die für einen Tag die Beine hochlegen und trotzdem mehr über die Förde von Nakskov erfahren wollen, sollten sich an einem Werktag um 9.15 Uhr zum Anleger des Postbootes in der Hafenstraße begeben. Das Boot macht in der Regel auf Slotø, Vejlø, Enehøje und Albuen Station. Statt mit dem Postboot zurückzukehren, kann man auch auf der Landzunge Albuen landeinwärts wandern und anschließend mit dem Bus nach Nakskov zurückfahren. Dieser Ausflug ist besonders denjenigen zu empfehlen, deren Yacht zuviel Tiefgang hat, um Albuen anzusteuern. Bei der Planung des Ausfluges ist mit einzubeziehen, daß die Postboote sonntags nicht fahren.
* Wichtigste Sehenswürdigkeit der Stadt ist die gotische St. Nikolai Kirche, welche im 15. Jahrhundert errichtet wurde. Einige Teile stammen noch vom Vorläuferbau aus dem 13. Jahrhundert.
* In der Altstadt befinden sich einige Häuser aus dem 16. bis 18. Jahrhundert.
* Da die Zuckerfabrik für die Stadt wichtig ist, befindet sich hier das dänische Zuckermuseum.
* Die Geschichte der Werft ist das Hauptthema des Schiffs- und Seefahrtsmuseums. Es befindet sich im Gebäude der Hafenverwaltung.
* Neben dem alten Werftareal ist ein 1953 gebautes sowjetisches U-Boot der Whiskey-Klasse zu besichtigen.
Tourismus und Unterkünfte: Nakskov profitiert durch seine Lage an der Ostseeküste vom Tourismus. Es gibt in der näheren Umgebung einen gut ausgebauten Campingplatz und einen Stellplatz für Wohnmobile. Das Angebot an Ferienwohnungen, Pensionen und Hotels ist reichlich.
Marina Nakskov (Lolland)
Yachthafen Nakskov Havn
54° 49,92' N 011° 07,28' E
Gäste finden (sehr zentral) genügend Liegeplätze südöstlich des Hafenamtes an den Kaianlagen des Handelshafens, der von der Berufsschiffahrt kaum noch genutzt wird. Die Wassertiefe beträgt hier 4,5 m. Die privaten Steganlagen im nördlichen Teil des Vorhafens sind mit einheimischen Booten belegt, kommen daher für Gäste nicht in Frage.
Navigation: Die Ansteuerung ist über das sehr enge, betonnte und befeuerte Fahrwasser des Nakskov Fjords Tag und Nacht möglich. Nachts benötigt man allerdings genügend Restlicht oder einen guten Suchscheinwerfer, um die vielen unbefeuerten Tonnen auszumachen.
Versorgung / Sonstiges: Duschen, WC, Strom am Steg, Restaurant / Lokal, Einkaufsmöglichkeiten, Arzt, Bank, Post, Slipeinrichtung, Kran, Bord-Werkstatt, Tankmöglichkeit: Diesel, Motoren-Werkstatt
Entsorgung: Altöl, WC-Tank, Chemie-WC. Im Ort findet man dicht am Hafen sehr gute Versorgungsmöglichkeiten vor, u.a. auch eine kleine Bootswerft und Diesel. Moderne Sanitäranlagen am Hafen mit elektronischem Schlüssel. Sanitäre Anlagen sind abgeschlossen. Den Schlüssel gibt es bis 1930 Uhr beim Hafenmeister
Wassertiefe (von/bis): 0 m / 4.5 m
Hafenmeister-Info: Hans Borchersen
Hafeneinrichtungen Nakskov (Lolland)
Kontaktdaten: Havnegade 2, 4900 Nakskov, +45 54 677332
Fast immer herrschen hier optimale Windverhältnisse, Flauten und schwere Stürme sind selten, und bei frischem Wind bieten die engen Gewässer immer wieder Schutz vor hohem Seegang. Typisch ist der schnelle Wechsel zwischen Hoch und Tief, Tröge, Frontendurchgänge, Rückseitenwetter und typisch ist auch, dass fast immer ein Segelwind weht.
Die Hauptwindrichtung im Großen Belt ist West bis Nordwest. Der Wind ist von der Großwetterlage abhängig und ist beeinflusst durch geografische Gegebenheiten (Küstenlinie):
Abdeckungen, Winddreher,
Düsenwirkungen etc.
Thermische Winde gibt es nicht.