Lohals ist eine kleine Hafenstadt mit 517 Einwohnern (Stand: 2009) an der Westküste nahe der Nordspitze der dänischen Insel
Langeland am
Großen Belt gegenüber der Stadt Lundeborg auf der Insel
Fünen. Der Ort gehört zur Langeland Kommune in der Region Syddanmark. Vor der dänischen Verwaltungsreform zum 1. Januar 2007 gehörte es zur Tranekær Kommune im Fyns Amt.
Lohals verfügt über einen Fischerei- und einen Yachthafen sowie über ein Safari-Museum mit Erinnerungsstücken an den dänischen Abenteurer Tom Knudsen, der in Lohals geboren ist.
Obwohl sich Lohals an der Nordwestküste von Langeland zum Touristenort entwickelt hat, strahlt es noch immer Gemütlichkeit aus.
Der Ort stand viele Jahrhunderte lang mit Städten wie Rudkøbing auf Langeland in ungleicher Konkurrenz. Gezwungenermaßen wurde der Ort Piratenhafen, da ihm das Recht auf Handel nicht verliehen wurde.
Mit Sehenswürdigkeiten ist Lohals nicht reich gesegnet" aber bei der Schule in Hov liegt am Hovvej 49 das Tom-Knudsen-Wildmuseum mit einer großen Sammlung an Großwildtrophäen aus Afrika, den USA, Kanada und Indien. Auch eine ethnographische Sammlung wird gezeigt. Tom Knudsen hat die Ausstellungsstücke seinem Geburtsort Lohals vermacht. Vom Fischereihafen ausgehend stößt man am Ende der Østergade auf den Hovvej und das besagte Safari-Museum.
Große Waldgebiete rund um Lohals laden zu Wanderungen ein. Auch die Strecke zur Nordspitze der Insel ist zu empfehlen, von wo aus sich der Große Belt überblicken läßt.
Ansonsten bietet Lohals Einkaufsmöglichkeiten für Feriengäste. Einen guten Badestrand findet man unmittelbar nördlich des Hafens. Übrigens stehen die Enten im Hafen unter dem persönlichen Schutz des Hafenmeisters, also auch die auf Pontons schwimmenden Entenhäuser. Es wird erzählt, daß einmal ein Fischkutter nicht auslaufen durfte, weil eine Entenmutter an Deck ihre Küken ausbrütete.
Tourismus und Unterkünfte: Lohals profitiert durch seine Lage an der Ostseeküste vom Tourismus. Es gibt einen gut ausgebauten Campingplatz und einen Stellplatz für Wohnmobile. Das Angebot an Ferienwohnungen, Pensionen und Hotels ist reichlich.
Lohals Hafen
55° 7.955' N 010° 54.027' E (Yachthafen)
Lohals an der Nord-West-Spitze Langelands hat zwei Häfen, den Yachthafen und und gleich daneben der alte Fischereihafen ( 55° 8.067' N 010° 54.056' E). Idyllischer ist der Fischereihafen.
Die Sanitäranlagen sind modern und gepflegt und liegen zwischen den beiden Häfen. Direkt an beiden Häfen gibt es Grillplätze und Kneipen. Es gibt die Möglichkeit Diesel und Benzin zu bunkern. Wer Lebensmittel bunkern will, muss einen längeren Fußmarsch zum Ostende des Dorfes in Kauf nehmen, dort gibt es eine Brugsen. Für diesen Zweck hat der Brugsen kleine Leiterwagen am Hafen stationiert. Der Bäcker im Ort (etwas abseits gelegen) hat hervorragendes Brot (sogar eines "deutsches" Roggenbrot).
Die Hafeneinfahrt des Jachthafens kann trotz anderslautender Angaben im Hafenhandbuch nachts unbefeuert sein (war bei uns Mitte Juni der Fall). Hier hilft ein starker Handscheinwerfer. An der Einfahrt sind mit roten und grünen Katzenaugen beklebte Poller, die die Rinne begrenzen. Die Boxen sind relativ schmal. Mit unseren 3,70 Breite haben wir nur eine Box gefunden, die breit genug war (1. Steiger nach der Einfahrt). Die anderen 4 ausreichend breiten Boxen (am 2. Steiger) waren bereits belegt. Die Boxen an den anderen Stegen waren sämtlich zu schmal. Daher sollte man mit breiteren Schiffen besser in der Fischereihafen gehen, der auch sehr gepflegt ist.
Von Mitte Juni bis Ende August gibt es Freitags und Samstags Musik und Tanz im Hafen.
Einrichtungen: Toilette, Bad vorhanden, Telefonzelle, Waschsalon, Kiosk/Laden/Proviantierung, Restaurant/Cafe, Fahrradvermietung
Kapazität: 120
Tiefgang in M. 3,0
Fast immer herrschen hier optimale Windverhältnisse, Flauten und schwere Stürme sind selten, und bei frischem Wind bieten die engen Gewässer immer wieder Schutz vor hohem Seegang. Typisch ist der schnelle Wechsel zwischen Hoch und Tief, Tröge, Frontendurchgänge, Rückseitenwetter und typisch ist auch, dass fast immer ein Segelwind weht.
Die Hauptwindrichtung im Großen Belt ist West bis Nordwest. Der Wind ist von der Großwetterlage abhängig und ist beeinflusst durch geografische Gegebenheiten (Küstenlinie):
Abdeckungen, Winddreher,
Düsenwirkungen etc.
Thermische Winde gibt es nicht.