Die Ankerbucht Korshavn liegt ganz im Nordosten von
Fünen auf der Halbinsel Hindsholm.
Man stelle sich eine einsame Bucht am Ende der Welt vor, umgeben von Wäldern und abseits jeglicher Zivilisation. Das ist Korshavn. Nur das mit der Einsamkeit muss man einschränken, manchmal wird es richtig voll am Ende der Welt und man kann fast trockenen Fußes über die Ankerlieger von einem Ufer zum anderen laufen. Fast wie in den Tobago Cays also.
Tourismus und Unterkünfte: 'Abseits jeglicher Zivilisation', so kann man das heute nicht mehr stehen lassen: Immerhin gibt es inzwischen ein Hotel, einen Campingplatz und eine Steganlage.
Ankerbucht Korshavn
55°36.3'N 010°36.6'E
Die Ansteuerung ist etwas abenteuerlich und man sollte es nicht eilig haben. Es gibt einige Untiefen in der Einfahrt und das Seegras am Boden verwirrt jedes Echolot, so dass man sich genau in der Mitte halten sollte (oder dem vorausgehenden Segler in gebührenden Abstand folgen). Ca. 150 m vor dem Ufer kann man abbiegen und sollte auch in dem Abstand zum Ufer bleibend in die Bucht einfahren. Einmal angekommen gibt es einen kleinen Steg des Odenser Segelklubs, einige Bojen und ein größeres Ankergebiet.
Scheint die Sonne erinnert Korshavn ein an das Paradies. Wenn das Wetter umschlägt, vielleicht noch Gewitter aufziehen wird einem die Nähe zum Ende der Welt allgegenwärtig.
Die Bucht ist guten Gewissens zum Ankern nur bei Winden aus N-SO geeignet, bei Westwinden ist die Landabdeckung zu gering. Dann sollte man an den rund 10 ausliegenden Mooringbojen festmachen. Man kann hier stundenlang wandern.
Das Wetter Rund Fünen ist häufig wesentlich besser als man erwarten würde, wenn man sich zum Beispiel am Norddeutschen Rundfunk orientiert. Man erlebt es sehr oft, dass es in Hamburg stark bewölkt ist und regnet, schon in Flensburg dagegen die Sonne auftaucht und weiter nördlich herrlichstes Wetter herrscht.
Das Revier um Fünen weist fast immer optimale Windverhältnisse auf. Flauten und schwere Stürme sind selten und bei frischem Wind bieten enge Gewässer immer wieder Schutz vor hohem Seegang. Vor der Südküste Fünens führen Rinnen durch die ausgedehnten Untiefen und wechseln mit geschützten Wasserflächen zwischen vielen kleinen Inseln. Die vorwiegende Windrichtung ist West bis Südwest. Gerade bei schönem Wetter gibt es aber auch Ostwindlagen (insbesondere im Mai), die einem mit 4 bis 5 Beaufort dann kalte Luft ins Gesicht blasen.