Gudhjem (dänisch; deutsch: „Götterheim“, vergleiche den Ortsnamen Gudme) ist ein Ort an der Ostküste der dänischen Ostseeinsel
Bornholm. Am 1. Januar 2010 lebten dort 754 Menschen.
Gudhjem ist ein alter Fischerort. Bis zu einer großen Pestepidemie in der Mitte des 17. Jahrhunderts war die wohl älteste Hafenstadt der Insel zugleich einer der größten Orte. Hier fand im Mittelalter für Kaufleute der Hansestädte ein großer Heringsmarkt statt. Heute ist Gudhjem aufgrund seiner idyllischen Lage ein beliebtes Touristenziel. Gudhjem gehörte bis zum 31. Dezember 2002 zur Kommune Allinge-Gudhjem, die eine Fläche von 154 km² hatte.
Das terrassenförmig in die Felsen gebaute Städtchen hat etwas mediterranes. Steile Straßen, Gassen und schmale Wege führen durch die Stadt eine Anhöhe hinauf. Unterstützt wird der Eindruck eines Mittelmeerortes außerdem von den Maulbeer- und Feigenbäumen, die in den kleinen Gärten wachsen. Eigentlich müßte man eher von Gärtchen sprechen, denn für große Häuser und Gartenanlagen ist auf dem schmalen Küstenstreifen kein Platz. Die Granitabhänge reichen bis an die weiß und gelb getünchten Häuser heran.
Auf private Initiative geht das kleine, im früheren Bahnhofsgebäude untergebrachte Heimatmuseum mit wechselnden kunst- und naturgeschichtlichen Ausstellungen zurück. Kultureller Mittelpunkt des heutigen Fremdenverkehrsortes ist der Hafen mit seiner Fischräucherei. Von dort fahren während der Saison Ausflugsschiffe zu den Erbseninseln. Am Teich Grämyr und am Hang der Salne Bugt nordwestlich des Ortes stehen Bautasteine, die so genannten Hestestene (deutsch: Pferdesteine). Die Küste ist zumeist steil; die Granitfelsen fallen bis zu 22 Meter tief (Helligdoms-Klippen bei Tejn) direkt ins Meer ab.
In Østerlars bei Gudhjem befindet sich die Østerlars kirke aus dem 11. Jahrhundert, eine der vier für Bornholm typischen Rundkirchen. Sie waren im Mittelalter nicht nur für die Gottesdienste, sondern auch für die Verteidigung bedeutsam. Die Schießscharten im oberen Stockwerk der Kirche zeugen heute noch davon. Das charakteristische Kegeldach wurde später hinzugefügt.
Von Gudhjem aus verkehren mehrere Schiffe zur nahegelegenen Insel Christiansø. Sie markiert den östlichsten Punkt Dänemarks.
Gudhjem liegt rund zwei Kilometer westlich des 15. Längengrads, nach dem die Mitteleuropäische Zeit berechnet wird. In Dänemark wird sie deshalb auch „Gudhjem-Zeit“ genannt.
Sol over Gudhjem (deutsch: „Sonne über Gudhjem“) ist der Name eines Smørrebrøds (deutsch: „Butterbrot“), das mit Bückling, rohem Eidotter, Schnittlauch und Radieschen zubereitet wird.
Tourismus und Unterkünfte: Es gibt einen gut ausgebauten Campingplatz und einen Stellplatz für Wohnmobile. Das Angebot an Ferienwohnungen, Pensionen und Hotels ist reichlich.
Südhafen Gudhjem
55° 12,83' N 014° 58,34' E
Der Südhafen Gudhjem liegt malerisch an der Nordostküste Bornholms.
Platz für die Sportboote ist im inneren und mittleren Hafenbecken auf 2 - 4 Meter Wassertiefe. Im Vorhafen dürfen die Anleger für die der Fähren nicht belegt werden.
Die Ansteuerung des Südhafens ist am Tag und und in der Nacht möglich. Man fährt mit Kurs 202 Grad auf der Peillinie des Richtfeuers (2F.R) in den Hafen. Die Einfahrt ist schmal und felsig. Bei auflandigen Starkwind ist ein Einlaufen nicht möglich; dann wird auch das Tor zum mittleren Hafenbecken zugemacht. Ist der Hafen gesperrt, wird das Richtfeuer gelöscht und tagsüber ein roter Ball am Signalmast des Vorhafens gezeigt.
Nordhafen Hudhjem
55° 12,912' N 14° 57,918' E
In dem kleinen Hafen liegt man ziemlich beengt, da es hier - wie auch im Südhafen - im Sommer oft sehr voll ist. Die Wassertiefe beträgt 3,6 Meter.
Die Ansteuerung des Nordhafens ist nur während des Tages möglich: Das Richtfeuer brennt nur, wenn ein Schiff erwartet wird oder einheimische Boote auf See sind.
Die Enfahrt erfolgt, indem man den Wellenbrecher gut freihält, dann mit Kurs 120 auf die Einfahrt zufährt.
Service und Sonstiges: Fährverbindung nach Christiansø, Sanitäranlagen, Wasser, Müllentsorgung, Strom am Steg, Diesel, Lebensmittel, Slip, öffentliche Verkehrsmittel, Fahrradverleih
Kontakt: Telefon +45 / 56 48 53 32 bzw. 20 21 56 60
Fast immer herrschen hier optimale Windverhältnisse, Flauten und schwere Stürme sind selten, und bei frischem Wind bieten die Gewässer immer wieder Schutz vor hohem Seegang. Typisch ist der schnelle Wechsel zwischen Hoch und Tief, Tröge, Frontendurchgänge, Rückseitenwetter und typisch ist auch, dass fast immer ein Segelwind weht.
Die Hauptwindrichtung ist West bis Nordwest. Der Wind ist von der Großwetterlage abhängig und beeinflusst durch geografische Gegebenheiten (Küstenlinie):
Abdeckungen, Winddreher,
Düsenwirkungen etc.
Thermische Winde gibt es nicht.