EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM
Revierinformation für Segler:
Dragør / Seeland

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Wetter Dragør
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Die Kommune wurde am 1. April 1974 gebildet, als Store Magleby und Dragør vereinigt wurden.

Die Kommune umfasst die Orte Dragør, Store Magleby und Søvang. Sie ist 18 km² groß und hat 13,156 Einwohner (2005). Die einzige angrenzende Gemeinde ist Tårnby im Norden, nach Osten und Süden wird die Gemeinde durch den Øresund begrenzt, nach Westen durch die Bucht von Køge (Køge Bugt).

Im Mittelalter war Dragør neben Skanör-Falsterbo ein wichtiger Ort für den Heringfang während der Schonischen Messe.

Der Charme vergangener Tage haftet dem schönen Ort an. Gemütliche Kopfsteinpflaster-Gassen, anheimelnde alte Häuser und Lokale, Stockrosengirlanden, liebevoll gepflegte Gärten und vieles mehr machen Dragør zu einem ausgesprochen beliebten Ziel der Sportschiffer. Die Blütezeit des Ortes war die Zeit der großen Heringsfänge im Mittelalter. Ganz besonders hatten die Hansestädte Interesse an den gesalzenen Heringen als Handelsware. Viele dänische Fischer und Bauern kamen während der Fangzeit hierher, um an den Fischmärkten teilzunehmen und sich ein Stück von dem Wohlstands Kuchen abzuschneiden. Weil fast das ganze wirtschaftliche Leben auf den Hering ausgerichtet war, ging es mit Dragør schnell bergab, als die Heringszüge Ende des 18. Jahrhunderts plötzlich ausblieben. Eine königliche Verordnung wurde zum Rettungsanker – die Ernennung zur Lotsenstadt. So wurden aus vielen Fischern und Händlern in kurzer Zeit Lotsen. Außerdem kamen Seeleute, die sich dauerhaft hier niederließen.

Fachwerkhäuser aus dieser Zeit des späten 17. und frühen 18. Jahrhunderts stehen am Jens Eyberts Plads, südwestlich des alten Hafens. Eine ganze Reihe von Häusern entstammen der Feder des Architekten Blickmann. Von ihm gefertigte Pläne sind im Museum von Dragør, am alten Hafen, zu sehen. Die seemännische Vergangenheit zählt natürlich zu den Hauptthemen dieses sehenswerten Museums. Der deutsch und englisch sprechende Museumsleiter Peter Aagaard beantwortet gerne die Fragen der Besucher.

Die größtenteils um 1900 geschaffenen Werke des Marinemalers Christian Mølsted stehen im Mittelpunkt des Mølstedmuseums in der Blegerstræde. Unter den Ölgemälden und Tuschezeichnungen sind auch Stadtmotive zu finden. Das Amager-Museum südlich des Flughafens Kastrup in Magleby zeigt für die Inseltypische Trachten und Handwerkszeug aus der Vergangenheit.

1521 hatten sich auf Amager holländische Gärtner niedergelassen. Von König Christian II. war an sie der Auftrag ergangen, Kopenhagen mit Obst, Gemüse und Blumen zu versorgen. Überbleibsel aus der holländischen Zeit sind die lebendigen Marktstraßen.

Tourismus und Unterkünfte: Dragør profitiert durch seine Lage an der Ostseeküste vom Tourismus. Das Angebot an Ferienwohnungen, Pensionen und Hotels ist reichlich.



Alter Hafen Dragør
55° 35,675' N 012° 40,817' E
Dragør ist ein historische bedeutsamer Lotsen- und Fischereiort am südlichen Ende des Øresunds.

Am ruhigsten liegt man im alten Hafen mit 2 - 2,5 m Wassertiefe. Hier finden Gäste im Ostteil nach Absprache mit dem Hafenmeister Platz. Der ehemalige Fährhafen ist für die Sportschiffahrt verboten.

Die Ansteuerung des alten Hafens ist tags und nachts möglich. Sie führt durch das "Drogden"-Fahrwasser über eine betonnte und befeuerte Baggerrinne mit 254 Grad (Wassertiefe 3,5 m). Bei Nebel wird von der Südmole ein Nebelsignel, ein Ton alle 60 Sekunden gegeben.

Neuer Hafen Dragør
55° 35,40' N 012° 40,89' E
Weitere Liegeplätze sind in der südlich gelegenen Marina vorhanden, die allerdings zur Versandung neigt und nur Wassertiefen von 1,5 - 2,2 Meter aufweist.
Die Einfahrt in die südlich gelegene Marina erfolgt mit etwa 235 Grad über ein betonntes Fahrwasser mit 2,2 Meter Wassertiefe. Allerdings neigt die Rinne auch zur Versandung. Optimal hält man sich im Hafen dicht an die Molenköpfe, wo man auf etwa zwei Metern Wassertiefe liegt. Nachts ist für Ortsunkundige die Ansteuerung nicht zu empfehlen. Der Wassergraben um die Festung mit seiner geringen Wassertiefe wird von Einwohnern als Kleinboothafen benutzt und ist für Gastsegler nicht geeignet.

Service und Sonstiges: Reparaturmöglichkeiten, Sanitäranlagen, Wasser, Müllentsorgung, Strom am Steg, Diesel, Lebensmittel, Kran, Rampe / Slip, Verkehrsverbindung zum Zentrum von København

Kontakt: Telefon: +45 / 32 89 15 70



windsack
Fast immer herrschen hier optimale Windverhältnisse, Flauten und schwere Stürme sind selten, und bei frischem Wind bieten die engen Gewässer immer wieder Schutz vor hohem Seegang. Typisch ist der schnelle Wechsel zwischen Hoch und Tief, Tröge, Frontendurchgänge, Rückseitenwetter und typisch ist auch, dass fast immer ein Segelwind weht.
Die Hauptwindrichtung ist West bis Nordwest. Der Wind ist von der Großwetterlage abhängig und ist beeinflusst durch geografische Gegebenheiten (hohe Gebäude, gewundener Verlauf des Öresunds): Abdeckungen, Winddreher, Düsenwirkungen etc. Thermische Winde gibt es nicht.



Lage von Dragør   Großbild klick!













Dragør Museum (Bild: Kdhenrik)   Großbild klick!












Romantische Gasse (Bild: Erik Christensen)   Großbild klick!



















Dragør alter Hafen (Bild: Google Earth)   Großbild klick!












Dragør neuer Hafen (Bild: Google Earth)   Großbild klick!
















Kirche in Dragør (Bild: Erik Christensen)   Großbild klick!
Weblinks:
Dragør Kommune in Wikipedia



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