Der kleine, flache Hafen von Arnager wird nur von wenigen Yachten angelaufen, ist aber wegen des gemütlichen Dorfes durchaus als Reisestation zu empfehlen. Gelegentliche Ruhestörungen durch den nahegelegenen Flughafen zwischen Rønne und Arnager muß man allerdings in Kauf nehmen.
Im Ort befindet sich eine Räucherei von der Einheimische behaupten, sie sei die beste auf ganz Bornholm. Wer hier auf der Terrasse einen Bückling verspeist, kann außerdem den Meeresblick genießen.
Für Bernsteinsucher und Geologen sind die Kalksteinabhänge von Arnager ebenso Fundgruben wie für die Archäologen. Immer wieder werden hier Versteinerungen aus prähistorischer Zeit gefunden.
Nördlich des Dorfes kann man ein großes Ganggrab besichtigen und in der Nähe von Vasegård liegt ein Stein mit Felszeichnungen. 1937 wurden bei der Wiederherstellung des Ganggrabes Skelettreste gefunden, die darauf hindeuten, daß die Grabstätte ein Zentrum für Beerdigungszeremonien gewesen ist. Die schalenförmigen Vertiefungen auf einigen Decksteinen stammen aus der Bronzezeit (1800 - 500 vor Christus).
Vier Kilometer nördlich von Arnager steht die drei Stockwerke hohe Nylars Kirke. Sie ist von den vier Bornholmer Rundkirchen die am besten erhaltene. Das gilt besonders für die Verteidigungsanlage der im 12. Jahrhundert gebauten Kirche. Außerdem ist eine Fensteröffnung erhalten, von der man annimmt, daß sie in dieser Größe auch in übrigen Rundkirchen vorhanden war. Mit 52 mal 27 Zentimetern ist sie gerade so klein, daß sich kein Mensch hindurch zwängen kann. Die Verteidiger wollten offenbar nicht das geringste Risiko eingehen. Im Waffenhaus der Kirche stehen zwei Runensteine. Der eine ist von einem Sohn für seinen Vater errichtet, der mit seiner Schiffsmannschaft ertrank. Der andere ist einem Bruder gewidmet, der im Kampf fiel.
Tourismus und Unterkünfte: Das Angebot an Ferienwohnungen und Pensionen ist aureichend.
Hafen Arnager
55° 03,072' N 014° 46,858' E
Der Hafen für kleine Fischereifahrzeuge ist mit der Küste durch eine ca. 200 Meter lange Holzbrücke verbunden.
Segler können an den Stegen anlegen oder bei Fischern längseits gehen. Die Wassertiefe beträgt 1,5 - 2,2 m. Der Kleinboothafen östlich von Arnager ist mit Wassertiefen von unter einem Meter für Yachten nicht geeignet.
Die Ansteuerung des Hafens ist tagsüber möglich. Nachts ist der Hafen nicht befeuert. Von der Südtonne des Arnager Revs steuert man Nord, bis der Hafen in 300° peilt. Von hieraus ist man dann gut vom Arnager Rev frei und steuert auf einer Wassertiefe von drei bis sechs Meter mit Kurs 300 zur Hafeneinfahrt.
Versorgung / Sonstiges: Einige Versorgungsmöglichkeiten findet man im Dorfladen und bei der Fischräucherei. Sehr einfache Sanitäranlagen am Autoparkplatz. Am Hafen selbst gibt es kein Frischwasser.
Service und Sonstiges: Sanitäranlagen, Wasser, Müllentsorgung, Strom am Steg, Diesel, Lebensmittel, Kran,
Fähre / Bus / Bahn
Kontakt: Telefon: +45 / 56 97 60 54 bzw. 20 43 60 54
Fast immer herrschen hier optimale Windverhältnisse, Flauten und schwere Stürme sind selten, und bei frischem Wind bieten die Gewässer immer wieder Schutz vor hohem Seegang. Typisch ist der schnelle Wechsel zwischen Hoch und Tief, Tröge, Frontendurchgänge, Rückseitenwetter und typisch ist auch, dass fast immer ein Segelwind weht.
Die Hauptwindrichtung ist West bis Nordwest. Der Wind ist von der Großwetterlage abhängig und beeinflusst durch geografische Gegebenheiten (Küstenlinie):
Abdeckungen, Winddreher,
Düsenwirkungen etc.
Thermische Winde gibt es nicht.