EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM

Seenotfälle
Archiv März 2018


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Zweite Hälfte des Schleusentors wird verladen
(Bild: Tim Schwabedissen)   Großbild klick!

Holtenau: Bergung des Schleusentors abgeschlossen
(31.03.18) Der Schwertransport mit der zweiten Hälfte des Schleusentors aus Holtenau hat am 30.3. gegen 17.30 Uhr die Werft German Naval Yards in der Innenförde erreicht. Im Laufe des Abends hob der große Portalkran der Werft das Schleusentor vom Ponton „Hörn 20“ über die Pier ins Dock 8a hinein. Damit endete diese bisher einmalige Bergungsaktion am Nord-Ostsee-Kanal.
Nachdem um 12 Uhr der zweite Teil des zerstörten Tors auf dem Ponton abgesetzt war, wurden am Nachmittag nacheinander die Schäkel der acht Hebeketten gelöst. Dies gestaltete sich noch etwas langwieriger, sodass es 16 Uhr wurde, ehe die "Hörn 20" mit dem Schlepper "Holtenau" längsseits in Richtung der Kieler Innenförde geschleppt wurde. Auf Höhe des Ostuferhafens drehte der Schleppzug nochmals, ehe es auf die letzte Etappe zur Werft ging, wo nun beide Hälften auf ihre Reparaturwürdigkeit hin untersucht und im Falle eines negativen Entscheids auch gleich verschrottet werden sollen.
Der Schwimmkran „Matador 3“ wurde nach der erfolgreichen Aktion aus dem Einsatz entlassen. Er nahm dann noch seine zwei in der Zufahrt zur Südkammer ausgelegten Anker auf und schleuste durch die Nordkammer in den Kanal ein. An der Südschleuse machte er zur Übernachtung fest.
Am Morgen des 31.3. startete der Kran mit seinem Begleitschlepper „Jan Leenheer“ bei Sonnenaufgang seine Rückreise durch den Nord-Ostsee-Kanal nach Rotterdam. In Holtenau begannen nun durch Taucher die Untersuchungen der Schienen des Tors, um möglichst noch am Osterwochenende ein Ersatztor einschwimmen zu können.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bulkcarrier "Panamax Alexander"
(Bild: Hans Neels)   Großbild klick!

Odyssee ehemaligen Oldendorff-Frachters endete nach einem Monat in der Werft
(31.03.18) Die Odyssee des zypriotischen Bulkcarriers "Panamax Alexander", 38928 BRZ (IMO-Nr.: 9233492), der am 28.2. einen Maschinenausfall rund 490 Meilen südwestlich von Irland auf Position 49 07 N 20 28 W erlitten hatte, fand am 28.3. ihr vorläufiges Ende beim Damen Shipreair Yard im Scheldepoort in Vlissingen, wo das Schiff um 18.30 Uhr zur Reparatur von den Schleppern „Multratug 27“, „Multratug 32“ „Multratug 9“ und „Multratug 23“ abgeliefert wurde. Er hatte sich auf der Reise von Sept Iles in Kanada nach Gent befunden, als er mit einer 25-köpfigen Crew an Bord und einer Ladung 70.250 Tonnen Eisenerz ein Spielball der Elemente wurde und bei sieben bis neun Beaufort Wind in den Wellen trieb.
Zunächst hatte die Reederei den Schlepper "Scandi Iceman“ (IMO-Nr.: 9660073) beauftragt, den Havaristen nach Brest oder Falmouth zu bringen. Am 9.3. dann wurde er von der belgischen "Union Manta" (IMO-Nr.: 9261487) in Richtung Holland auf den Haken genommen und am 20.3. um 23.45 Uhr nach Vlissingen eingeschleppt. Am 23.3. ging es von dort zum Löschen der Ladung nach Gent, wo er fünf Tage später in leerem Zustand dann wieder abgeholt wurde, um den Maschinenschaden repariert zu bekommen.
Die „Panamax Alexander“ ist 225 Meter lang, 32,2 Meter breit, hat 13,82 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 74.247 Tonnen. Sie läuft für die Cyprus Sea Lines Co. Ltd. in Athen und wurde 2001 bei der Sasebo Heavy Industries Co. Ltd. als „Goldbeam Trader erbaut. Von 2012 bis 2013 lief sie als „Paul Oldendorff“.
Quelle:Tim Schwabedissen



Malta: Fähre in Mgarr havariert
(31.03.18) Die Heckrampe der unter Malta-Flagge laufenden Fähre "Malita", 3893 BRZ (IMO-Nr.: 9176321), rutschte am Morgen des 29.3. im Hafen von Mgarr auf Malta ins Wasser. Schuld war ein Versagen der Hydraulik. Kurzzeitig waren hunderte Passagiere an Bord gefangen.
Doch der Kapitän handelte rasch und drehte das Schiff an seinem Liegeplatz um, sodass Autos und Fahrgäste über die Bugrampe an Land kamen. Die beiden anderen Fähren im Dienst von Mgarr nach Cirkewwa mussten den Ausfall bis zum 30.3. ausgleichen. Um 11.30 Uhr war der Schaden behoben, und die Linie wurde wieder mit drei Schiffen bedient.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motoryacht “Siempre Sonando”
(Bild: USCG)   Großbild klick!

Acht Personen von Motoryacht gerettet
(31.03.18) Am 30.3. schlug die 65 Fuß lange Motoryacht “Siempre Sonando” rund 14 Meilen östlich von North Miami Beach leck. Die U.S. Coast Guard fing um 10:17 Uhr einen Notruf auf, in dem es hieß, dass die acht Personen an Bord das Boot aufgeben müssten. Von der Air Station Miami stieg daraufhin ein MH-65 Dolphin-Helikopter auf, von den Coast Guard-Stationen Stations Fort Lauderdale und Miami Beach liefen je ein 45-Fuß Boot aus. Außerdem nahmen das “William Flores” und ein Boot des Miami-Dade Fire-Rescue Department Kurs auf die Position.
Der Hubschrauber erreichte die Position um 11:30 Uhr und sichtete die Schiffbrüchigen in einem Schlauchboot. Als das Feuerwehrboot vor Ort war, nahm es sie an Bord und brachte sechs von ihnen zur Haulover Marina. Zwei Mann wollten an Bord der Motoryacht bei der Bergung assistieren.
Die „Flores“ blieb zur weiteren Hilfeleistung vor Ort, bis kommerzielle Berger vor Ort eintrafen und die „Siempre Sonando“ abschleppten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Containerriese demolierte Frachter vor Japan
(31.03.18) Das weltgrößte Containerschiff, die unter Hongkong-Flagge registrierte "Cosco Shipping Leo", 199000 BRZ (IMO-Nr.: 9783502), der nächste Flottenzugang von COSCO, kollidierte am Nachmittag des 29.3. bei einer Werftprobefahrt mit 150 Menschen an Bord mit dem unter Panama-Flagge laufenden Frachter “Mercury Triumph", 9680 BRZ (IMO-Nr.: 9379272). Dieser war auf der Fahrt von Tobata nach China mit einer Ladung Stahl an Bord in der Ostchinesischen See unterwegs und befand sich 50 Meilen südlich von Seogwipo in Süd-Jeju. Der Frachter erlitt Risse auf der gesamten Rumpflänge, Wassereinbruch in den Ballasttanks und wurde manövrierunfähig.
Das Containerschiff erlitt Schäden am Steuerbordbug, wo der Rumpf eingedrückt wurde. Der Anker dort ging verloren. Der Neubau war am 27.3. von Nantong aus auf Erprobung ausgelaufen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter lief auf Felsinsel auf
(31.03.18) Der japanische Frachter "Seiryu Maru", 264 BRZ (IMO-Nr.: 9667667), lief am 30.3. gegen ein Uhr in der Straße von Tsushima Strait auf eine kleine Insel nördlich von Karatsu bei Kyushu Island auf. Das Schiff war mit einer Ladung Stahl unterwegs von Nagasaki nach Osaka. Bei der Strandung wurde das Vorschiff aufgerissen, und es kam zu Wassereinbruch. Dennoch gelang es, den Havaristen im Laufe des Tages wieder flottzumachen und in den Hafen von Fukuoka zu schleppen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kollision brachte Retter auf Spur über Bord gegangen Skippers
(31.03.18) Die US Coast Guard rettete am 30.3.nahe des Cumberland Sound den 71-jährigen Joe Gregory. Das Jacksonville Command Center war um 13:45 Uhr informiert worden, dass das 30 Fuß lange Motorboot “Spartina” ohne Besatzung gegen ein Baggerschiff getrieben war. Von der Coast Guard Station Mayport lief ein 45-Fuß-Boot aus, und von der Air Station Savannah startete um 14.24 Uhr ein MH-65 Dolphin Helikopter, um nach der Crew zu suchen.
Um 15.48 Uhr fand die Crew des Rettungsbootes Gregory nahe der Nordmole vorm St. Mary’s River. Ein Rettungsschwimmer zog ihn aus dem Wasser, und das Boot brachte ihn zu einem Fahrzeug des Nassau County Sheriff’s Office. Nach der ersten Hilfe wurde er ins Baptist Medical Center Nassau eingeliefert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler trieb vor Trotternish
(Datum) Der 18 Meter lange, britische Trawler "Q Varl", 85 BRZ (MMSI-Nr. :232004906), erlitt am 29.3. um 19.50 Uhr einen Maschinenausfall auf Position 57 41.15 N, 006 29.48 W, rund drei Meilen nordwestlich von Trotternish vor der Isle of Skye. Die Stornoway Coastguard wurde um Assistenz gebeten und schickte das RNLI-Boot aus Leverburgh sowie einen R948-Hubschrauber. Der havarierte Kutter wurde unterdessen von einem anderen Kutter, der "Guiding Star", auf den Haken genommen und an einen sicheren Platz geschleppt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Maschinenschaden vor kanadischer Küste
(31.03.18) Der holländische Frachter "Elbeborg", 7680 bRZ (IMO-Nr.: 9568249), der sich auf der Reise von Trois Rivières nach Pori in Finnland mit einer Ladung Eisenerz befand, erlitt am 29.3. um 5.17 Uhr im Nordatlantik einen Maschinenschaden. Der Havarist trieb auf Position 47 12 6.74 N, 58 36 6.83 W. Die kanadische Coastguard wurde informiert und überwachte das Schiff. Die Reparatur wurde am 30.3. durch die Crew abgeschlossen, und das Schiff nahm wieder Fahrt gen Finnland auf, wo es am 11.4. eintreffen sollte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter auf Felsen gelaufen und aufgegeben
(31.03.18) Der 99 Meter lange, chinesische Frachter "Yuan Tai 789" (MMSI-Nr.: 413490190) lief am Morgen des 31.3. in der Straße von Taiwan rund drei Meilen vor der Südost-Küste der Insel Kinmen auf Grund. Als SAR-Einsatzkräfte vor Ort eintrafen, war die Crew bereits von anderen Schiffen unversehrt gerettet worden. Nur noch leere Rettungsinseln trieben unweit der Strandungsstelle in der See.
Das Schiff selbst war bereits schwer angeschlagen, nur noch das Heck ragte aus dem Wasser, während das Vorschiff überflutet war. Die Seebehörden prüften nun, ob und wie eine Bergung vonstatten gehen könnte oder wie das Risiko eine Wasserverschmutzung sich darstellte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Letzte Container der Delphis Gdanks geortet
(31.03.18) Die dänische Marine konnte am 30.3. die letzten beiden noch vermissten Container aus der Ladung des "Delphis Gdansk" lokalisieren, die dieser bei der Kollision mit dem Frachter "BBC Neptune“ nördlich von Romsø im Großen Belt verloren hatte. Sie lagen unweit der Unfallstelle in 35 Metern Wassertiefe und stellten so keine Gefährdung der Schifffahrt dar. Ob und wann sie geborgen würden, war derzeit unklar.
Drei Container waren bereits am Tag nach der Kollision im Wasser treibend geborgen worden, zwei weitere stürzten auf das Deck der "BBC Neptune“, wo einer in Brand geriet. Aus dem anderen, einem Kühlcontainer, stürzten tausende Avokados und Bananen ins Wasser und sorgten für einen Ansturm von Strandgängern, als sie am 26.3. an der Süd- und Südostküste von Samsø antrieben und postwendend eingesammelt wurden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Archivbild Containerfrachter "Maersk Kiel"
(Bild: Olaf Kuhnke)   Großbild klick!

Maersk Kiel erlitt Schaden bei Yalova
(30.03.18) Der unter Hongkong-Flagge laufende Containerfrachter "Maersk Kiel", 80942 BRZ (IMO-Nr.: 9153850), erlitt auf der Fahrt von Altinova, wo er am 28.3. ausgelaufen war, nach Constanta am 29.3. gegen 19 Uhr einen technischen Schaden südlich von Yalova. Daraufhin wurde die Transitgenehmigung für den Bosporus widerrufen, bis die Crew eine Reparatur durchgeführt hatte. Am 30.3. war das Schiff bereits wieder im Marmara-Meer unterwegs und sollte um 23 Uhr den Zielhafen erreichen.
Die “Maersk Kiel” ist 285,8 Meter lang, 42,8 Meter breit, hat 14,03 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 88.669 Tonnen. Der 6.690-TEU-Frachter läuft für die Maersk Line A/S in Aarhus und wurde 1998 bei der Ishikawa Wajima Heavy Industries Co. in Kure erbaut als „P&O Nedlloyd Southampton“, als die er bis 2006 lief.
Quelle:Tim Schwabedissen



“Quick Silver” unter vollen Segeln gestrandet
(Bild: NSRI)   Großbild klick!

Yacht vor Kei River gestrandet
(30.03.18) Am 29.3. um vier Uhr wurde die NSRI East London von der Ehefrau eines Seglers alarmiert, die meldete, dass die Yacht “Quick Silver” mit ihrem Mann und zwei weiteren Crewmitgliedern an Bord vor der Mündung des Kei River sinke und die drei in eine Rettungsinsel gingen. Die NSRI konnte die Segler über Telefon erreichen, und sie konnten diese Information noch bestätigen, ehe der Akku ihres Mobiltelefons leer war. Die Rettungsboote “Spirit of Lotto” und die Lotto Rescue Runner stachen von der Morgan Bay aus in See und starteten die Suche nach den Schiffbrüchigen.
Bei Tagesanbruch stieg auch ein Rettungshubschrauber der EC Government Health EMS auf und lokalisierte die inzwischen gestrandete Yacht, die auf Felsen in der Flussmündung auf ihrer Seite lag. Dann fand er auch die Rettungsinsel 2,5 Meilen vor der Morgan Bay an der Transkei-Küste. Die beiden NSRI-Boote wurden dorthin geleitetet, und die “Spirit of Lotto“ nahm die Segler wie auch die Rettungsinsel an Bord.
Die Männer aus Durban, Kimberley und Johannesburg wurden wohlbehalten nach East London gebracht und trafen inzwischen Vorbereitungen, ihr Boot zu Bergen. Es löste sich während einer Springtide wieder vom Grund und trieb gekentert in der See.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schwimmkran „Matador 3“ hebt Schleusentor
(Bild: Tim Schwabedissen)   Großbild klick!

Kiel-Holtenau: Schleusentor in einmaliger Aktion geborgen
(30.03.18) In einer spektakulären Aktion haben niederländische und deutsche Spezialisten vom 29. zum 30.3. beide Teile des vom Frachter „Akacia“ schwer beschädigten Schleusentor in Kiel-Holtenau geborgen. Der niederländische Schwimmkran „Matador 3“ war am Morgen des 29.3. nach einem Zwischenstopp am Bominflot-Bunkerkai im Nordhafen an der Südschleuse eingetroffen. Um 11 Uhr begann die bisher in dieser Form einmalige Aktion.
Zunächst wurde der zur Kanalpassage niedergelegte Ausleger der „Matador 3“ in Kiel-Holtenau auf 80 Meter aufgerichtet.
Um 12 Uhr verließ er die Nordschleuse und legte zwei Anker in der Zufahrt in Position. Das schlechte Wetter hatte die Arbeiten um mehrere Stunden verzögert. Begleitet von den Schleppern „Jan Leenheer“ und „Taucher O. Wulf 8“ wurde der Kran ausgerichtet und das Anschlagen der am Schleusentor befestigten Ketten vorbereitet. Um 13.42 Uhr waren die beiden Kranhaken angeschlagen.
Unterdessen wurde der Ponton „Hörn 20“ bei der Werft German Naval Yards in Kiel vorbereitet, mit dem der Abtransport der Torsektionen erfolgte. Nachdem um 15 Uhr die erste Schleusentorhälfte zu einem Drittel aus dem Wasser war, musste der Schwimmkran sie ausrichten. Mitarbeiter der Werft Nobiskrug und des WSA lenzten die Ballasttanks. Dadurch wurde das Gewicht des Tores weiter reduziert.
Um 15.40 Uhr traf der Schlepper „Holtenau“ mit dem Ponton „Hörn 20“ vor der Schleuse ein. Um 16.30 Uhr schwebte die Torhälfte in den Takeln des Krans in der Luft und wurde in Richtung der Förde transportiert. Um 19.15 Uhr war sie auf dem Ponton abgesetzt und wurde auf dessen Deck durch Arbeiter der Nobiskrug-Werft gesichert.
Diese Arbeit konnte um 20 Uhr abgeschlossen werden. Die ersten Schiffe passierten wenig später den Arbeitsbereich an der Scheermole, darunter auch das Kreuzfahrtschiff „Astoria“. Dann gab es Probleme: Das Lösen der Schäkel an den acht Kranseilen verzögerte sich und entsprechend auch der Abtransport des Schleusentors zu den German Naval Yards durch den SFK-Schlepper „Holtenau“. Zur Unterstützung wurde der Kranponton „TK9“ zum Schleusentor gefahren. Mit Hilfe des Mobilkrans auf dessen Deck konnten die Schäkel gelöst werden.
Es war 22:36 Uhr, als der Abtransport der ersten, 680 Tonnen schweren Schleusentor-Hälfte begann. Bei der Werft in Kiel-Gaarden wartete der große Portalkran auf seinen Einsatz. Er hob das halbe Schleusentor ins Trockendock 8a. Nach dem Lösen der acht Schäkel hatte der Schwimmkran „Matador 3“ wieder zur Schleuse verholt. Dort ging er ebenso wie der Arbeitsponton „TK9“ gehen vor der Südschleuse in eine Ruheposition für die Nacht.
Bei Tagesanbruch des 30.3. setzen die Teams ihre Arbeit fort. Die Teams der Werft Nobiskrug und der Firmen Taucher Knoth und Nordseetaucher zogen vier Ketten durch das Tor. Um 9.30 Uhr lag der Schwimmkran wieder auf Position, und um 10.40 Uhr kam der zweite Teil des Schleusentores an den Ketten hängend aus dem Wasser.
Gegen 11 Uhr begann vor den Augen zahlreicher Schaulustiger auf der Nordmole der Abtransport. Langsam kam die „Matador 3“ mit dem Heck voran aus der Schleusenzufahrt heraus. Der Schlepper „Holtenau“ positionierte in der folgenden Stunde den Ponton „Hörn 20“ wieder unter dem schwebenden Schleusentor. Um 12 Uhr wurde es dort abgesetzt, und die Vorgänge des Vortags wiederholten sich.
Wenn alles weiter nach Plan verläuft, werden die Bergungsarbeiten am Nachmittag beendet werden. Eine Begutachtung der Torhälften bei den German Naval Yards sollte in den kommenden Tagen dann Aufschluss geben, ob eine Reparatur des Schleusenschiebetors noch möglich sein wird oder ob es durch einen Neubau ersetzt werden muss. Unterdessen lag eines von zwei Reservetoren schon für den in der ersten Aprilwoche geplanten Einbau in der Südschleuse bereit.
Voraussetzung war aber, dass die Torlaufbahn bei der Havarie keinen Schaden genommen hat, als die „Akacia“ am 20.2. in das geschlossene Tor lief. Dies kann aber erst nach der Entfernung des havarierten Tor aus seiner Torlaufbahn und der Räumung Torlaufbahn von Stahlteilen, die beim Trennen des Tores herabfielen, geprüft werden. Derzeit war geplant, die große Südkammer spätestens bis zum 8.4. wieder für die Schifffahrt freizugeben.
Bis dahin stand in Kiel-Holtenau weiterhin nur eine Schleusenkammer zur Verfügung. Die Verzögerungen für Schiffe betrugen momentan drei Stunden, in Brunsbüttel vier Stunden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Archivbild Frachter “Sky Vita"
(Bild: Brian Brady)   Großbild klick!

Frachter lief auf Ouse-River auf Grund
(30.03.18) Der unter Antigua-Barbuda-Flagge laufende Frachter “Sky Vita", 2497 BRZ (IMO-Nr.: 9014949), lief am 29.3. kurz nach fünf Uhr auf dem Ouse-River unweit von Saltmarshe auf Grund. Das Schiff war am 20.3. aus St. Petersburg ausgelaufen und nach Goole bestimmt. Zwei Schlepper kamen zur Assistenz, um den Havaristen mit steigendem Wasserstand wieder flottzumachen.
Am späten Nachmittag hatte der Frachter wieder genügend Wasser unter dem Kiel und lief den Ouse mit 9,5 Knoten weiter hinauf. Bereits am 4.9.2017 hatte es mit dem Tiefgang des Schiffes auf andere Weise Probleme gegeben. Auf der Fahrt von Södertalje nach Motril war der Wasserschutzpolizei in Brunsbüttel aufgefallen, dass die Lademarken unter Wasser lagen, als es in die Nordschleuse des Nord-Ostsee-Kanals einlaufen wollte.
Es stellte sich heraus, dass es um 68 Tonnen überladen war. Daraufhin musste der Frachter auf der westlichen Neufeld-Reede vor Anker gehen, wo der Tiefgang durch Auspumpen von Ballastwasser korrigiert wurde. Gegen den lettischen Kapitän wurde seinerzeit ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.
Die “Sky Vita” ist 84,9 Meter lang, 13,21 Meter breit, hat 5,44 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 4.195 Tonnen. Sie läuft für die Alpha Shipping Co. SIA in Riga und wurde 1991 bei Ferus Smit in Hoogezand als “Kirsten“ erbaut. 1992 wurde sie zur „Waltraud“, 2005 zur „Flevo“, 2013 zur „Sfitky Q“ und dann zur „Sky Vita“.
Quelle:Tim Schwabedissen



Binnenschiff riss Fahrwassertonne bei Lorchhausen ab
(30.03.18) Am 29.3.um 07:30 Uhr kam es auf dem Rhein unterhalb der Wirbelley bei Lorchhausen zur einer Abfahrung der rechten Fahrwassertonne. Bei einem Überholvorgang von einem Schubverband und dem überholenden Gütermotorschiff wurde die rechtsrheinische rote Fahrwassertonne abgerissen. Die Kette mit dem Grundgewicht verfing sich in dessen Propeller.
Eine Weiterfahrt war nicht möglich, und das WSA St. Goar veranlasste ein vorläufiges Weiterfahrverbot. Das Schiff wurde von einem Schleppdienst nach Bingen gezogen, wo ein Taucher die Kette aus dem Antrieb entfernte. Um 15:40 Uhr waren die Taucherarbeiten beendet und das Weiterfahrverbot wurde aufgehoben. Als Unfallursache wurde eine Unachtsamkeit des verantwortlichen Schiffsführers angeführt. Die übrige Schifffahrt war zur keiner Zeit beeinträchtigt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Müllsammelschiff in Constanta bei Kollision beschädigt
(30.03.18) Das rumänische Müllsammelschiff “Nicolae Zeicue”, 111 BRZ (IMO-Nr.: 9346419), wurde am 29.3. gegen 20 Uhr erheblich beschädigt, als ein Schlepper, der das DDL-Dock in Constanta verließ, mit ihm kollidierte. Die "Nicolae Zeicu”, die am Kai lag, wurde auf einer Länge von 30 Zentimetern am Rumpf in Mitleidenschaft gezogen, zwei Poller an Steuerbordseite verbogen, und zwei Trossen brachen.
Die Behörden von Constanta leiteten eine Untersuchung zu Ursache der Havarie und der Schadenshöhe ein. Die "Nicolae Zeicu" gehört der Hafenbehörde von Constanta und wird zum Einsammeln vom Abfall im Hafenaquarium eingesetzt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Civitavecchia: Stundenlanger Feuerwehreinsatz gegen Ladungsbrand
(30.03.18) Am 28.3. gegen 22 Uhr brach in einem Laderaum des unter Hongkong-Flagge laufenden Bulkcarriers "Golden Eclipse", 45251 BRZ (IMO-Nr.: 9481427), der am Enel-Kai in Civitavecchia lag, ein Feuer aus, als die Kohlefracht entladen wurde. Es entstand in einem der sieben Laderäume, die mit jeweils rund 2.500 Tonnen Kohle gefüllt waren. Vier Löschzüge der Feuerwehr in Rom sowie Einsatzkräfte des NBCR, die auf chemische oder biologische Notfälle spezialisiert sind, gingen an Bord.
In Laderaum 7 wurden mit Wärmebildkameras drei Brandherde ausfindig gemacht. Alle übrigen Laderäume wurden ebenfalls kontrolliert, zeigten aber keine Auffälligkeiten. Zwei der Hotspots konnten rasch abgelöscht werden, während der Zugang zum letzten Brandherd komplizierter war und sich der Einsatz entsprechend in die Länge zog. Dichte Qualmwolken zogen derweil vom Frachter über das Hafengebiet. Doch dank des raschen Einsatzes der Feuerwehr konnte ein Übergreifen auf andere Bereiche es Schiffes oder des Hafens erfolgreich verhindert werden, und 12 Stunden nach der Alarmierung war die Lage unter Kontrolle. Am Morgen des 29.3. konnten die Einsatzkräfte wieder abrücken.
Die „Golden Eclipse“ ist 229 Meter lang, 32,25 Meter breit, hat 14,62 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 79.474 Tonnen. Sie läuft für die Golden Ocean Group Lt. in Hamilton, Bermuda, und wurde 2010 bei der Zhoushan Jinhaiwan Shipyard Co. Ltd. erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tsavliris barg Bulkcarrier vor Bahia Blanca
(30.03.18) Der italienische Bulkcarrier "Peppino Bottiglieri", 51255 BRZ (IMO-Nr.: 9477854) lief am 23.3. auf der Reise von San Lorenzo und Bahia Blanca nach Cai Mep mit einer Ladung von 74,305 Tonnenn Sojabohnen kurz vor dem Zielhafen auf Grund. Die Berger der Tsavliris Salvage (International) Ltd. wurden unter einem LOF unter Vertrag genommen. Das Schiff wurde wieder flottgemacht und warf am 25.3. um 14.15 Uhr auf der Reede von Bahia Blanca Anker. Am 26.3. ging es weiter nach Puerto Madryn.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter sank nach Kollision auf Pearl River – drei Vermisste
(30.03.18) Am 28.3. um 18.12 Uhr kollidierte der 84 Meter lange, chinesische Frachter "Chen Chang 332" (IMO-Nr.: 8974568) mit dem unter Panama-Flagge laufenden Autotransporter "Morning Cherry", 59525 BRZ (IMO-Nr.: 9675585),in der Mündung des Pearl River. Der mit 3.500 Tonnen Sand beladene Frachter sank. Neun Mann der 12-köpfigen Crew wurden gerettet, drei weitere blieben vermisst.
Nach ihnen wurde eine Suchaktion durch die Guangzhou Maritime Safety Administration gestartet. Abgangshafen Anker. Die „Chen Chang 332 war von Shenzehen nach Dongguan unterwegs gewesen. Der mit 2.201 Fahrzeugen beladene Autofrachter war um 11 Uhr von Guangzhou nach Gunsan ausgelaufen. Er warf nach dem Unfall mit leichten Schäden vor dem
Quelle:Tim Schwabedissen



Kühlwasserleck vor Land’s End
(30.03.18) Am 28.3. um 20.15 Uhr kam es auf dem unter Panama-Flagge laufenden Frachter "Billesborg", 9627 BRZ (IMO-Nr.: 9488047), der von Barranquilla nach Tornio unterwegs auf Position 49 39 48 N, 005 42 18 W. Die 16-köpfige Crew begann mit einer Reparatur, und um 21.15 Uhr war der Schaden behoben. Das Schiff nahm wieder Fahrt auf und wurde am 3.4. im Zielhafen erwartet. Es hatte eine Ladung von 6.000 Tonnen Koks an Bord, außerdem 113 Tonnen Diesel und 180 Tonnen Öl.
Quelle:Tim Schwabedissen



Vermisster Segler der „Scallywag“ hatte offenbar Sicherungsleine gelöst
(30.03.18) Der 47-jährige, britische Segler John Fisher, der am 26.3. beim Volvo Ocean Race von der 13 Meter langen, britischen Rennyacht „Scallywag“ (MMSI-Nr.: 235062503) über Bord ging und seither im Südpolarmeer verschollen war, hat wohl seine Sicherheitsleine gelöst, um auf dem Vorschiff ein Segel zu entwirren. Als eine meterhohe Welle über die Yacht brach, könnte er dann von Teilen der umherschlagenden Takelage getroffen worden und bewusstlos über Bord gegangen sein.
Um 13.42 Uhr funkte die Crew „Mann über Bord“ und startete die Suche nach Fisher. Zu diesem Zeitpunkt herrschte Sturm mit fünf bis zehn Meter hohen Wellen und Windgeschwindigkeiten von etwa 35 Knoten. Fisher hatte zwar einen Überlebensanzug und eine Rettungsweste an, doch dem Segler blieben wohl maximal 20 Minuten. Rasche Hilfe war nicht möglich - das Unglück ereignete sich rund 1.400 Seemeilen von Kap Hoorn entfernt kurz hinter dem „Point Nemo“, jener Position auf der Erde, die am weitesten von der nächsten Küste entfernt liegt.
Als die Nacht aufzog, brach die Crew ihre Suche nach 12 Stunden ab. Es bestand keine Hoffnung mehr, das Crewmitglied noch lebend zu retten. Das Volvo Ocean Race begann am 17.10.2017 in Alicante und soll nach 11 Etappen und 45.000 zurückgelegten Seemeilen im Juni in Den Haag enden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter hatte Wassereinbruch vor Grandcamp
(30.03.18) Am 29.3. erlitt der 9,61 Meter lange, französische Kutter “Njork - CH.827481” (MMSI-Nr.: 227318750) mit einer zweiköpfigen Crew an Bord rund acht Meilen nordnordöstlich von Grandcamp Wassereinbruch im Maschinenraum und funkte um 5.30 Uhr einen Notruf. Von der SNSM-Station Barfleur lief das Rettungsboot “Admiral Tourville” aus und half mit Lenzpumpen, den Wassereinbruch unter Kontrolle zu bekommen. Danach wurde der Havarist abgeschleppt.
Ein anderer Trawler, der sich in der Nähe befand, übernahm die beiden Fischer und versorgte sie. Um 10 Uhr erreichte die “Njork” den Hafen von Grandcamp.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fahrgastschiff trieb vor Gorée
(30.03.18) Das unter Senegal-Flagge laufende Fahrgastschiff “Beer” erlitt am 29.3. kurz nach dem Auslaufen aus Gorée gegen 14 Uhr Maschinenausfall. Das bei der Tacoma-Tonne im Meer treibende Schiff wurde später nach Dakar abgeschleppt. Techniker gingen unterdessen an Bord des Motorbootes „Mama Columba Lamb“ und waren binnen 15 Minuten an Bord, um die Fähre zu reparieren.
Quelle:Tim Schwabedissen



Katamaransegler hatten viel Glück
(30.03.18) Acht Personen, unter ihnen vier Kinder, wurden am 29.3. gerettet, nachdem ihr Katamaran um 8.20 Uhr vor der Küste von Brisbane gekentert war. Er trieb kieloben rund drei Kilometer vor Wellington Point. Die Bootsinsassen stürzten bei der Kenterung ins Wasser, hatten aber das Glück, von einem anderen, in der Nähe befindlichen Sportboot rasch gerettet zu werden.
Keiner der Verunglückten trug eine Rettungsweste. Sie kamen ohne nennenswerte Verletzungen davon. Die Queensland Police nahm sich ihres Bootes an.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kran blieb bei Bergungsversuch für historisches Wrack im Sand stecken
(30.03.18) Archäologen des St. Augustine Lighthouse and Museum machten sich am 29.3. daran, das am Ponte Vedra Beach angetriebene Wrackstück eines möglicherweise aus dem 18. Jahrhundert stammenden Seglers zu bergen. Ein Mobilkran rückte an, um die 47 Fuß lange Sektion höher auf den Strand zu ziehen, wo sie besser geschützt wäre. Doch das Gefährt blieb im Sand stecken.
Deshalb wurde das Rumpfteil zunächst mit einem am Strand verankerten Tau gesichert, damit es nicht bei einer Flut zurück ins Meer gespült werden konnte. Am Morgen des 30.3. sollte dann ein neuer Anlauf gestartet werden. Der Fund lockte inzwischen auch zahlreiche Schaulustige an.
Er gehört dem Staat Florida. Vermutlich riss sich das Wrackteil bei Sturm von dem Restschiff los, als der Sand an seiner Untergangsstelle abgetragen wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Unbekanntes Wrack
(Bild: St. Johns County Sheriffs Office)   Großbild klick!

Jahrhundertealtes Wrackteil in Ponte Vedra angetrieben
(29.03.18) In der Nacht zum 27.3. trieb im Guana State Park am Ponte Vedra Beach ein Wrackteil an den Strand, das von einem Schiff aus dem 18. Jahrhundert stammen könnte. Es wurde von einer Strandgängerin entdeckt. Das Trümmerstück mit Spanten und Planken war 47,5 Fuß lang und gut erhalten.
Es wurde nach Bekanntwerden des Fundes vom St. Johns County Sheriff's Office inspiziert. Es fanden sich sogar römische Nummern auf dem Holz und Kupfer- sowie Holznägel darin. Der Archäologe Chuck Meide aus St. Augustine Lighthouse begab sich zum Fundort, konnte aber zur Herkunft des Relikts nichts weiter sagen.
Es dürfte sich aber um ein Teil eines größeren Schiffes handeln. Es sollte nun vor einem Abtreiben gesichert und möglicherweise geborgen werden. Es wurde daraufhin vorerst unter Bewachung gestellt.
Quelle:Tim Schwabedissen


Samsø: Treibgut der BBC Neptune angeschwemmt
(29.03.18) Während die Maritime Havariekommission noch Ursachenforschung zur Kollision im Großen Belt betrieb, wurde der Strand von Samsø grün von angespültem Treibgut aus den zerstörten Containern der „Delphis Gdansk“. Seit dem Morgen des 27.3. trieben tausende Avokados und Bananen im nördlichen Teil des Belts. Am 28.3. gelang es Bergern, drei der fünf im Wasser gelandeten Container zu bergen.
Die beiden anderen sind gesunken, zwei weitere hingen zerstört über die Bordwand der „BBC Neptune“ herunter. Aus einem von ihnen stammten die Früchte, die nun auf die Strände kamen. Unterdessen lagen beide Kollisionsgegner weiter vor Anker in der Nähe von Kalundborg.
Quelle:Tim Schwabedissen


Archivbild Frachter "Eren C"
(Bild: Olaf Kuhnke)   Großbild klick!

Maschinenschaden bei Kertsch
(29.03.18) Am 28.3. um 15.45 Uhr erlitt der unter Panama-Flagge laufende Frachter "Eren C", 6177 BRZ (IMO-Nr.: 9344734), auf der Fahrt von Mariupol, wo er am Vorabend ausgelaufen war, nach Gebze einen Ausfall der Hauptmaschine. Das Schiff hatte eine Ladung von 9.939 Tonnen Stahl an Bord. Die Maschine versagte auf Höhe der Tonnen Nr. 29-30 auf dem Kertsch-Enikal-Kanal ihren Dienst.
Auf Höhe der Tonnen 25-26 warf der Havarist Anker. Zwei Schlepper wurden in Marsch gesetzt, und gegen 22 Uhr erreichten die "Gandvik" und “Eltigen” von JuvasTrans den Bulkcarrier. Er wurde auf den Haken genommen und zum Ankerplatz Nr. 471 auf der Reede von Kertsch gezogen. Dort machte sich die Crew an die Reparatur des Schadens. Am 29.3. lag das Schiff unverändert auf Position 45° 10.20' N 036° 31.33' O.
Quelle:Tim Schwabedissen


“Aldebarán” im Vollbrand
(Bild: Salvamento Maritimo)   Großbild klick!

Denia: Salvamento Maritímo rettete drei Segler zweier brennender Yachten
(29.03.18) Am 27.3. geriet die Segelyacht “Aldebarán” rund 10 Meilen vor Dénia entfernt in Brand. Sie hatte über Nacht am Real Club Náutico in der Marina Alta gelegen und war am Morgen nach Castellón ausgelaufen. Einige Stunden später, gegen 10 Uhr, stellte das Paar an Bord ein Feuer fest, das rasch um sich griff. Die beiden funkten einen Notruf und flüchteten dann in ein Beiboot.
Daraufhin schickte Salvamento Maritímo den Rettungshubschraubre Helimer 201. Dieser konnte die beiden Segler, die in der Nähe ihres in hellen Flammen stehenden Bootes trieben, unversehrt aufwinschen und flog sie zu seiner Base in Dénia. Unterdessen machte sich das Rettungsboot „Salvamar Diphda“ (MMSI-Nr.: 224047630) von seiner Station in Dénia aus auf den Weg zu der Unglücksstelle und stellte sicher, dass nach dem Untergang der Yacht keine Trümmer im Meer trieben.
Segelyacht „Siona“
(Bild: Salvamento Maritimo)   Großbild klick!
Das Seglerpaar, das alles an Bord hatte zurücklassen müssen, wurde von der Feuerwehr mit trockener Kleidung ausgestattet und ein Kontakt mit der Versicherung hergestellt, die ihnen ein Auto zur Verfügung stellte.
Am selben Tag geriet auch in Vigo die 9,5 Meter lange Segelyacht „Siona“ wohl durch einen Fehler in der Bordelektrik in Brand. Der Skipper flüchtete auf einem Surfboard und konnte von einem Segler aus Domaio gerettet und nach Cangués gebracht werden. Sein Boot trieb in dichte Rauchwolken gehüllt auf der Höhe von Mount Guía.
Das Rettungsboot „Salvamar Mirach“ (MMSI-Nr.: 224069950), der Station von Salvamento Maritímo in Cangas de Morazzo sowie das Patroullienboot „Río Guadalupe“ der Guarda Civil kamen zu Hilfe und löschten das Feuer in der Kajüte. Anschließend wurde die schwer beschädigte und teilweise ausgebrannte Yacht in den Hafen von Cangas geschleppt und dort in der Marina aus dem Wasser gehoben.
Quelle:Tim Schwabedissen


"Panamax Alexander" im Schlepp
(Bild: Ghis van de Vijer)   Großbild klick!

Bulkcarrier einen Monat nach Antriebsschaden in Vlissingen gedockt
(29.03.18) Der zypriotische Bulkcarrier "Panamax Alexander", 38928 BRZ (IMO-Nr.: 9233492), machte am 28.3. um 18.30 Uhr zur Reparatur bei der Damen Shiprepair in Vlissingen fest. Die Schlepper "Multratug 13","Multratug 27", "Multratug 32" und "Union 8" hatten das fahruntüchtige und ohne Ladung hoch aufragende Schiff um 14.40 Uhr in Gent auf den Haken genommen. Das Patroullienboot "RWS 88" eskortierte den Schleppzug auf dem Weg zur Werft. Das Schiff hatte am 29.2. rund 490 Meilen südwestlich von Irland auf Position 49 07 N 20 28 W Propellerschaden und in der Konsequenz Maschinenausfall erlitten und trieb samt seiner 25-köpfigen Crew manövrierunfähig bei sieben bis neun Beaufort Wind im Nordatlantik.
Die Crew versuchte zunächst, selbst den Schaden zu beheben, wurde am 1.3. aber angewiesen, dies zu unterlassen. Stattdessen beauftragte die Reederei einen Bergungsschlepper. Der Havarist wurde schließlich von dem belgischen Offshore-Schlepper "Union Manta" (IMO-Nr.: 9261487) auf den Haken genommen und traf erstmals am 20.3. in Vlissingen ein. Von dort ging es am 26.3. weiter nach Gent, wo zunächst die in Sept Iles an Bord genommene Ladung von 70.250 Tonnen Eisenerzpellets gelöscht wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen


Feuer auf Fähre vor Tobago
(29.03.18) Am 27.3. brach ein Feuer im steuerbordseitigen Maschinenraum des unter Trinidad-Tobago-Flagge laufenden Fährkatamarans "Trini Flash", 62 BRZ (IMO-Nr.: 9582130), aus. Die Crew konnte den Brand erfolgreich löschen. Danach musste das Löschwassre ausgepumpt werden.
An Bord des Wassertaxis befanden sich 63 Passagiere, die unversehrt blieben, weil weder Feuer noch Rauch in den Fahrgastraum vordrangen. Die Fähre “Cabo Star", 19963 BRZ (IMO-Nr.: 8500680), die ehemalige „Finnforest“, die sich in der Nähe befand, übernahm die Fahrgäste und brachte sie um 12.30 Uhr zurück nach Scarborough. Hier wurden sie auf Kosten der Port Authority of Trinidad and Tobago (PATT) in Hotels untergebracht.
Sie wurden am Morgen des 28.3. mit einem Caribbean Airlines-Flug nach Trinidad gebracht. Die "Trini Flash" steuerte mit eiegener Kraft derweil die Staubles Bay, Chaguaramas, an.
Quelle:Tim Schwabedissen


Erstes Schiff der Kea-Trade-Berger vor Ort
(29.03.18) Der chinesische Offshore-Versorger "De Jing" (IMO-Nr.:9765421), traf am 28.3. als erstes Schiff der Shanghai Salvage Company, die Anfang des Monats von der Lomar Shipping mit der Räumung des Wracks der "Kea Trader" beauftragt worden war, im Hafen von Noumea ein. Es war am 6.3. aus Wenzhou, das 450 Kilometer von Shanghai entfernt liegt, ausgelaufen und soll vorrangig für die Bergung der noch im Wrack verbliebenen Container eingesetzt werden. Vor dem Hurrikan Hola waren noch 84 Boxen an Bord, darunter 71 leere und 13 beladene. In drei von ihnen befanden sich Autos, in den übrigen waren Produkte wie Parfüm, Lösungsmittel, Harze, Bleichmittel, Farbe oder Streichhölzer. Der Laderaum, in dem sie gestaut wurden, war zwar geflutet, aber ansonsten noch strukturell intakt.
Deshalb galt als sicher, dass während des Sturms keine Gefahrgüter im Meer gelandet waren. Die Shanghai Salvage Company will, anders als andere Bewerber, die "Kea Trader" nicht vor Ort abbrechen, sondern die beiden Rumpfstücke sichern und dann nach China abtransportieren.
Quelle:Tim Schwabedissen


Entzündliche Flüssigkeit lief aus Container aus
(29.03.18) Die Aufmerksamkeit der Besatzung verhinderte womöglich Schlimmeres: Am Morgen des 28.3. bemerkte die Crew des unter Marshall-Islands-Flagge laufenden Containerfrachters "Puelo", 732934 BRZ (IMO-Nr.: 9306172), der am Shanghai Shengdong International Container Terminal Ltd. im Yangshan-Tiefwasserhafen in Shanghai festgemacht hatte, ein Leck in einem mit leicht entflammbaren Flüssigkeiten gefüllten Container. Dieser war kurz zuvor an Bord verladen wurden. Die Crew alarmierte die Behörden und beseitigte die Flüssigkeit mit Schwämmen und Rechen.
Das Zyklohexan lief durch ein schadhaftes Ventil mit einer Menge von 40 Litern pro Stunde aus. Ein Notfallteam nahm sich der Leckage an, und der Container wurde wieder an Land gehoben. Die 304 Meter lange und 40 Meter breite „Puelo“ war am 27.3. von Busan kommend in Shanghai eingelaufen und sollte als nächstes den Hafen von Nansha ansteuern, wo sie planmäßig am 31.3. erwartet wird.
Quelle:Tim Schwabedissen


Frachter auf Westerschelde wieder flottgemacht
(29.03.18) Am 28.3. um 13.30 Uhr gelang e seiner Flotte von acht Schlepper, den auf der Westerschelde auf Grund gelaufenen Bulkcarrier “SBI Jaguar“ mit auflaufendem Wasser wieder flott zu machen. An der Bergung beteiligt waren die Multratug 20", "Union Emerald", "Multratug 4", "Multratug 6", "Multratug 7", "Union Hawk" und "Union 6", die sich im Laufe des Vormittags an der Strandungsstelle versammelt hatten. Mit zwei Knoten Fahrt wurde der Havarist dann in tieferes Wassre gezogen und warf auf der Reede von Everingen um 16.30 Uhr Anker.
Hier begannen Inspektionen, und ein Untersuchungsteam ging an Bord des Hafenboots "VLB 6" (MMSI: 244650887) an Bord. Im Laufe der folgenden Stunden ging der Frachter wieder ankerauf, nahm aber statt auf sein Fahrtziel Mobile Kurs auf Rotterdam, wo er am 29.3. um 22 Uhr festmachen sollte.
Quelle:Tim Schwabedissen


Matador begann Schleusentorbergung in Kiel
(29.03.18) In der Schleuse in Kiel-Holtenau begann am Morgen des 29.3. der schwerste Teil der Bergung des am 20.2. von der „Akacia“ gerammten Schleusentors. Der holländische Schwimmkran „Matador 3“, 3898 BRZ (IMO-Nr.: 9272137), wurde nach der Kanalpassage an der Südschleuse in Position gebracht. Danach sollten die Experten aus Rotterdam mit der Bergung des schwer beschädigten Tors beginnen.
Die „Matador 3“ ist einer der größten Schwimmkräne Europas und kann bis zu 1.800 Tonnen heben. Taucher haben das Schleusentor in den vergangenen zehn Tagen in zwei Teile zerschnitten und auf den Abtransport vorbereitet. Die Arbeiten zum Ausbau des Schleusentores dürften bis zum 30.3. andauern.
Der Schwimmkran sollte die beiden Hälften nacheinander aus dem Wasser heben und auf einen Ponton heben.
Auf diesem sollten sie dann zur Werft German Naval Yards Kiel in Gaarden gebracht und dort abgeladen werden. Wenn die Bergung planmäßig verläuft, könnte in der nächsten Woche mit dem Einbau eines Ersatztores begonnen werden, sodass an deren Ende wieder beide großen Schleusenkammern in Kiel-Holtenau einsatzbereit wären.
Quelle:Tim Schwabedissen


Weitere Besatzung von gestrandetem Longliner abgeborgen
(29.03.18) Wenn alles nach Plan läuft, soll in der kommenden Woche der gestrandete Longliner „Fukuseki Maru No. 7“ in der Durissa-Bucht von dem südafrikanischen Schlepper „SA Amandla“, 2899 BRZ (IMO:7385215), wieder flottgemacht und dann nach Kapstadt geschleppt werden. Am 28.3. wurde ein weiterer Teil der übrigen Crew vom Schiff an Land gebracht. Ursprünglich waren 24 Mann an Bord, elf von ihnen waren bereits am 25.3. abgeborgen worden. Ein Hubschrauber transportierte im Gegenzug Bergungsgerät auf den mit Steuerbordschlagseite in der Brandungszone sitzenden Havaristen. Das Schiff war am Morgen des 22.3. in der Durissa-Bucht, wenige Kilometer südlich der Grenze zum Skelet Coast Park, auf Grund gelaufen. In derselben Bucht war am 17.10.1970 der 160 Tonnen-Trawler „Winston“ festgekommen, von dem heute nur noch wenige Stücke am Strand zu sehen sind.
Quelle:Tim Schwabedissen


Trawler trieb mit Totalblackout vor Kerry
(29.03.18) Auf dem irischen Trawler "Ocean Pioneer", 172 BRZ (MMSI-Nr.: 250000884), kam es am Nachmittag des 28.3. rund 150 Kilometer vor der Küste von Kerry zu einem Total-Blackout. Da das Schiff ohne Kommunikationsmöglichkeit hilflos in der See trat, entschied der Skipper, das EPIRB zu aktivieren. Die irische Coastguard auf Valentia Island fing das Notsignal auf und leitete in Annahme einer Notsituation eine Rettungsaktion ein. Die letzte bekannte Position des Trawlers war 80 Meilen westlich von Valentia Island in Kerry gewesen.
Der Hubschrauber Rescue 115 der Base in Shannon-wurde dorthin beordert, die Rescue 117 aus Waterford wurde ebenfalls alarmiert und sollte die Kommunikation absichern. Nach kurzer Zeit wurde der Trawler entdeckt, und es konnte soweit Entwarnung gegeben werden, dass er nicht am Sinken und die siebenkööpfige Crew wohlauf war. Mit Einbruch der Nacht wurde das Patroullienboot "LÉ William Butler Yeats" zum Schiff geschickt, das ohne Beleuchung hilflos im Meer trieb, um es abzusichern.
Aus Castletownbere lief in der Nacht der Schlepper „Ocean Challenger“ (IMO-Nr.: 9085209), aus, der den Havaristen dann auf den Haken nahm. Am 29.3. gegen 11 Uhr wurde er in den Hafen von Castletownbere gezogen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Trawler trieb brennend im Sturm
(29.03.18) Am 27.3. um sieben Uhr strahlte der 26 Meter lange Trawler „Emily Rose – BM 28“, 105 BRZ ((IMO-Nr.: 6725157), einen Pan-Pan-Ruf aus, nachdem im Maschinenraum ein Feuer ausgebrochen war. Das RNLI-Boot aus Salcombe machte sich auf den Weg zu dem Schiff, das sich 15 Meilen südlich von Start Point befand. Beim Eintreffen der Seenotretter teilten die Fischer mit, dass das Feuer isoliert werden konnte.
Ob der Brand aber komplett gelöscht war, war unklar. Ein Crewmitglied hatte sich zudem bei der Bekämpfung des Feuers eine Rauchvergiftung zugezogen. Ein Rettungsmann wurde an Bord abgesetzt, bestätigte die Diagnose und forderte einen Hubschrauber zur Evakuierung an. Währenddessen nahm das Rettungsboot in stürmischer See den Havaristen auf den Haken.
In Newquay stieg ein Hubschrauber der Coastguard auf und winschte unter schwierigen Bedingungen den Verletzten auf. Dann ging die Schleppfahrt nach Brixham weiter, wo inzwischen das RNLI-Boot aus Torbay bereit lag, südlich der Zufahrt von Dartmouth das Einschleppen zu übernehmen. In Brixham standen Inspektoren der Maritime Coastguard Agency und die Feuerwehr bereit, das Schiff u untersuchen. Das Lotsenboot von Torbay brachte sie noch vor dem Einlaufen an Bord.
Quelle:Tim Schwabedissen


Container der "Delphis Gdansk" auf der "BBC Neptune"
(Bild: Marinehjemmevaeret)   Großbild klick!

Rätselraten um Kollision im Großen Belt
(28.03.18) Nach der Kollision der beiden Frachter "BBC Neptune" und "Delphis Gdansk" bei Fyns Hoved konnte die Wasserstraße im Laufe des 27.3. wieder für die Schifffahrt uneingeschränkt freigegeben werden, nachdem die beiden Havaristen auf sichere Ankerplätze auf Position 55 36 N, 10 50 O verholt hatten, wo sie die passierende Schifffahrt nicht mehr gefährdeten. Die sichtbaren Schäden waren erheblich – auf der „BBC Neptune“ war das Vorschiff an Backbordseite großflächig eingedrückt und aufgerissen.
Zwei vollkommen zerstörte Hapag-Lloyd-Container hingen über die Bordwand herab, die von der „Delphis Gdansk“ herabgestürzt waren, als sie von dem Frachter getroffen wurde. Deren Bordwand
Aufgeschlitzt und großflächig eingedrückt
(Bild: Forsvaret)   Großbild klick!
war auf Höhe der Aufbauten auf etlichen Metern Länge aufgeschlitzt und ebenfalls großflächig eingedrückt worden. Glücklicherweise lagen die Schäden auf den Frachtern deutlich oberhalb der Wasserlinie, sonst wäre die Kollision wohl weniger glimpflich ausgegangen.
Die dänische Marine Odense-Kerteminde war gegen vier Uhr alarmiert worden und eilte zu der Unglücksstelle in der Tiefwasserroute Tango zwischen Fünen und Kalundborg. Um 7.30 Uhr lief aus Kerteminde die „Aldebaran – MHV 801“ mit einer neunköpfigen Freiwilligencrew aus. Zunächst war von einem Feuer und einer Evakuierung von Crewmitgliedern die Rede gewesen, entsprechend war das Boot ausgestattet worden. Nach rund einer Stunde erreichte es die Unglücksstelle.
Von der „BBC Neptune“ stieg Rauch auf. Das Patroullienboot „Rota“ war bereits vor Ort und dabei, die Situation zu kontrollieren. Das Feuer wurde gelöscht, und niemand musste abgeborgen werden.
Schanzkleid der "BBC Neptune"
(Bild: Forsvaret)   Großbild klick!
Stattdessen wurde die „Aldebaran“ beauftragt, nach im Wasser treibenden Containern Ausschau zu halten. Zwar war es windstill und die See ruhig, doch die Sicht war schlecht. Die Rute Tango vom Kattegat zum Großen Belt ist stark befahren, deshalb stellte die verlorene Ladung eine akute Gefahr dar.
Neben der “Aldebaran” und “Rota” waren im Laufe des Vormittags auch der Tonnenleger Poul “Løwenørn”, das Ölbekämpfungsschiff “Marie Miljø” und das Patroullienboot „Nymfen“ vor Ort. Der Vessel Traffic Service (VTS) leitete die passierende Schifffahrt westlich an der Unglücksstelle vorbei. Neben den Containern trieben auch andere Trümmer und Ladungsteile im Wasser, darunter große Mengen Bananen.
Nachdem etliches vom Treibgut aufgelesen war, wurde die „Aldebaran“ um 11.30 Uhr entlassen und machte um 13.30 Uhr in Kerteminde fest. Zwei der verlorenen Container waren unterdessen gesunken, drei in der See treibend geortet und markiert worden, sodass sie auf den Radarschirmen erkennbar waren. Ihre Bergung musste durch die Reederei veranlasst werden.
Die „Nymfen“ brachte am Vormittag Ärzte, drei Polizeifffiziere aus Kalundborg und Inspektoren der Havariekommission auf die Schiffe. Es wurden Drogentests und Blutproben bei den Crews genommen. Am Abend konnten alle Schiffe aus dem Einsatz entlassen werden.
Die weiteren Ermittlungen werden zeigen, ob und gegen wen Strafen verhängt werden. Interessant dürfte die Ursachenforschung zur Kollision sein. Denn die AIS-Daten zeigen, dass die rund 13 Knoten laufende „Delphis Gdansk“ zunächst nach Backbord abzudrehen begann, ehe sie wieder auf ihren alten Kurs zurückdrehte. Ihr kam dabei der zypriotische Bulkcarrier “Western Bohème”, 22688 BRZ (IMO-Nr.: 9609691), entgegen, der von Gdingen nach Fort Lauderdale unterwegs war.
Er hielt konstant seinen Kurs, sodass er den Entgegenkommer in sehr kurzer Distanz passierte. Ihr folgte dichtauf die „BBC Neptune“, die ebenfalls nach Backbord drehte und so schließlich der „Delphis Gdansk“ mit gut 10 Knoten in die Seite lief, da der Versuch, mit Steuerbordruderlage im letzten Moment die drohende Kollision zu vermeiden, nicht mehr zum Erfolg führte.
Quelle:Tim Schwabedissen


Samos: Technischer Schaden hielt Fähre im Hafen
(28.03.18) Die griechische Fähre “Nissos Chios", 13955 BRZ (IMO-Nr.: 9215555), erlitt am 27.3. einen Schaden an einer Passagierrampe im Hafen von Karlovasi auf der Insel Samos. Das Schiff hätte um fünf Uhr nach Ikaria, Mykonos und Syros auslaufen und gegen 20 Uhr planmäßig Piräus erreichen sollen. An Bord waren 460 Passagiere sowie 44 Pkw, 23 Trucks und vier Motorräder. Die Reisenden mussten mehrere Stunden ausharren, während Reparaturen durchgeführt wurden, um den Schaden zu beheben. Gegen Mittag konnte das Schiff schließlich loswerfen und steuerte die Fahrtziele mit erhöhter Geschwindigkeit an, um die Verspätung bis zum Abend so weit wie möglich aufzuholen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kutter im Hafen gesunken
(Bild: Norra Aelvsborgs Raeddningstjaenstfoerbund)   Großbild klick!

Kutter sank in Trollhättan
(28.03.18) Am Vormittag des 27.3. sank ein 15 Meter langer Kutter im Stallbackahafen in Trollhättan. Der Rettungsdienst in Trollhättan wurde um 9.30 Uhr alarmiert. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte aus Nord-Älvsborg war das Schiff aber bereits gesunken. Nur noch der Mast und das Dach des Ruderhauses ragten aus dem Wasser.
Es gab keine Anzeichen von Ölleckagen, aber vorsorglich wurden absorbierende Pads ausgebracht. Der Eigner wurde informiert und die Operation damit abgeschlossen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Frachter vor Nakskov auf Grund gelaufen
(28.03.18) Kurz nach dem Auslaufen aus Nakskov in Lolland am 27.3. um 16 Uhr nach Rotterdam lief der unter zypriotischer Flagge registrierte Frachter "Rix Mistral", 2446 BRZ (IMO-Nr.: 9173513), vor dem Hafen auf Grund. Am Morgen des 28.3. saß das Schiff weiter auf Position 54° 50.08' N 010° 59.96' O fest. Es befanden sich auch keine Schlepper in der Nähe.
Quelle:Tim Schwabedissen


Archivbild Frachter "Marne"
(Bild: Olaf Kuhnke)   Großbild klick!

Strahlmann-Frachter hatte Kühlwasserprobleme
(28.03.18) Auf der Fahrt von Gibraltar nach Birkenhead erlitt der unter Antigua-Barbuda-Flagge laufende Frachter "Marne", 2530 BRZ (IMO-Nr.: 9197442), im Bristol-Kanal auf Position 50 12 48 N, 05 27 40.2 W am 26.3. um 21.20 Uhr Probleme mit seinem Kühlwassersystem. Das Schiff der Reederei Erwin Strahlmann GmbH & Co. KG in Brunsbüttel war mit 2.744 Tonnen Ölpipeline-Rohren beladen und hatte eine siebenköpfige Crew an Bord. Der Havarist steuerte einen Ankerplatz in der St. Ives Bay an, wo das Problem untersucht werden sollte.
Hier warf er am 27.3. um 1.40 Uhr Anker. Nachdem der Schaden von der Crew behoben war, setzte das Schiff seine Reise fort und sollte am 28.3. um 19.30 Uhr in Birkenhead festmachen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Maschinenschaden vorm Bosporus
(28.03.18) Der unter Singapur-Flagge laufende Frachter "Strategic Equity", 24658 BRZ (IMO-Nr.: 9689902), der sich unbeladen auf der Reise von Samsun nach Tuzla befand, erlitt am 25.3. gegen drei Uhr einen technischen Schaden an der Nordzufahrt des Bosporus. Die Transitgenehmigung wurde daraufhin widerrufen, bis die Crew die notwendigen Reparaturen abgeschlossen hatte. Der Bulkcarrier erreichte den Zielhafen schließlich am 27.3. um 11.30 Uhr.
Quelle:Tim Schwabedissen


Schiff in Nachodka aufgelaufen
(Da28.03.18tum) Der unter Belize-Flagge laufende Frachter “Li Da 166", 2994 BRZ (IMO-Nr.: 8660947), lief beim Ansteuern von Liegeplatz 1 im Hafen von Nachodka am 25.3. um 7.10 Uhr auf Grund. 20 Minuten später konnte er sich ohne Assistenz wieder befreien und machte gegen acht Uhr am Geyzer Timber Berth fest. Hier sollte er eine Ladung Holz aufnehmen. Das Schiff war unbeladen mit einer 14-köpfigen Crew an Bord aus Gwangyang gekommen, als es havarierte.
Quelle:Tim Schwabedissen


Trawler trieb manövrierunfähig vor Kamtschatka
(28.03.18) Der russische Trawler "Karymskiy", 448 BRZ (IMO-Nr.: 8829206), wurde manövrierunfähig, als ihm am 25.3. gegen vier Uhr im Ochotischen Meer seine Schleppnetze in die Propeller gerieten. Das Schiff trieb vor der Westküste von Kamtschatka. Um 07.30 Uhr lief der russische Bergungsschlepper "Predannyy" zur Assistenz aus. Bis zu seinem Eintreffen ging die russische Fischfabrik "Victor Gavrilov" sicherheitshalber beim Havaristen auf Standby.
Am 26.3. gegen zwei Uhr erreichte die "Predanny" die “Karymsjiy” und setzte Taucher ab, die begannen, die Steuerungseinheit wieder zu befreien. Um 5.45 Uhr war der Propeller wieder frei, und der Trawler konnte auf die Fanggründe zurückkehren.
Quelle:Tim Schwabedissen


Fähre demolierte sich Propeller
(28.03.18) Die britische Fähre "Clansman", 5499 BRZ (IMO-Nr.: 9158953), erlitt Antriebsschäden, als die Propeller beim Ansteuern des James Watt Dock in Greenock am 25.3. gegen ein Hindernis stießen. Das Schiff machte am selben Tag gegen 18 Uhr am Garvel Clyde Shipyard fest. Da aber die verbogenen Propellerblätter ersetzt werden mussten und die neuen erst hergestellt werden mussten, fiel das Schiff bis dahin komplett aus.
Quelle:Tim Schwabedissen


Trawler in Hout Bay gesunken
(28.03.18) Am 27.3. um 16.27 Uhr wurde die NSRI alarmiert, nachdem der 20 Meter lange, südafrikanische Trawler "Merlene" (MMSI-Nr.: 601022900) an seinem Liegeplatz unweit des Hout Bay Yacht Club Wassereinbruch erlitten hatte. Die NSRI Hout Bay kam mit einer Lenzpumpe zu Hilfe, die NSRI Kommetjie rückte mit dem Rettungsboot "Spirit of the Vines" und einer weiteren Pumpe an, weitere zwei kamen mit einem Rettungsfahrzeug der NSRI Table Bay. Doch die Versuche, den Trawler schwimmfähig zu halten, scheiterten.
Es war bereits zu viel Wasser in das unbemannte Schiff eingedrungen, und es legte sich mit Steuerbordschlagseite auf den Hafengrund, wo es halb versunken liegen blieb. Es befand sich zwischen zwei weiteren Trawlern desselben Eigners. Das Wrack stellte keine Gefährdung für die übrige Schifffahrt dar.
Nach dem Untergang rückten die Einsatzkräfte der NSRI wieder ab. Am 28.3. sollte das Schiff von Bergern inspiziert und ein Bergungsplan aufgestellt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen


Wassereinbruch in Binnenschiff auf Neckar
(28.03.18) Das niederländische Gütermotorschiff "Tesco 9“, 1300 ts (EU-Nr.: 02314212) erlitt am 27.3. gegen 11 Uhr nahe der Schleuse Neckargemünd Wassereinbruch in den Maschinenraum. Etwa 30 bis 40 Kubikmeter Wasser waren in den Maschinenraum eingedrungen. Das Schiff hat einen Zementgrundstoff geladen.
Feuerwehr und DLRG wurden alarmiert. Um eine Verunreinigung des Wassers zu verhindern, legte die Feuerwehr zunächst vorsorglich eine Ölsperre um das Schiff aus. Es kam jedoch zu keiner Verschmutzung des Neckars. Die Bundesstraße B37 war während der Bergungsarbeiten halbseitig in Richtung Heidelberg gesperrt.
Die Feuerwehr lenzte das Wasser-Öl-Gemisch, das dann durch Tankfahrzeuge des Abwasserzweckverbands aufgenommen wurde. Sachverständige prüften, ob das Schiff weiterfahren konnte. Die Ursache für den Wassereinbruch war noch nicht bekannt.
Quelle:Tim Schwabedissen


Gemeinsame Rettungsaktion von US-Marine und Coastguard
(28.03.18) Die US Navy und die Coast Guard retteten am 27.3. die dreiköpfige Crew des 42 Fuß langen Kutters “Barbara Lynn” rund 63 Meilen südöstlich von Brunswick, Georgia. Beim Coast Guard 7th District war um 3.30 Uhr ein Notsignal des EPIRB aufgefangen worden. Daraufhin stieg von der Air Station Savannah ein MH-65 Dolphin-Helikopter auf, und das Patroullienboot „Tahoma“ nahm Kurs auf die letzte bekannte Position.
Auch die Crew des Lenkwaffenkreuzers USS “Hue City - CG-66” hatte einen Funkspruch der Küstenwache aufgefangen und machte sich auf den Weg dorthin. Eine Meile von dem Standort des Kutters entfernt sichtete der Ausguck orangene Notfackeln und Blitzlichter. Kurz darauf entdeckte die Crew eine Rettungsinsel, die in einem Trümmerfeld trieb.
Darin befanden sich die drei Fischer, die unversehrt von der “Hue City“ an Bord genommen wurden. Der SH-60 Sea Hawk-Bordhubschrauber flog sie dann zur Naval Station Mayport zur weiteren Betreuung.
Quelle:Tim Schwabedissen


Frachter bei Perkpolder auf Grund gelaufen
(28.03.18) Auf dem Weg von Antwerpen, wo er am 27.3. um 21 Uhr losgeworfen hatte, nach Mobile, USA, lief der unter Liberia-Flagge registrierte Bulkcarrier "SBI Jaguar", 36449 BRZ (IMO-Nr.: 9700055), am 28.3. gegen 1.35 Uhr auf eine Sandbank bei Perkpolder auf der Westerschelde. Zuvor hatte es auf Höhe Hansweert einen Maschinenausfall gegeben. Der Kapitän ließ noch Anker werfen, doch mit seinem Tiefgang von 10,9 Metern schob sich der Frachter langsam auf die Untiefe auf der Seite von Zeeland.
Das festsitzende Schiff stellte keine Gefährdung für den übrigen Verkehr dar. Es wurde erwartet, dass es mit der Flut gegen Mittag wieder von alleine würde freikommen können. Die Schlepper "Multratug 20" (IMO-Nr.: 9572006) und "Union Emerald" (IMO-Nr.: 9314296) gingen nach der Strandung am Havaristen in Stellung.
Rijkswaterstaat schickte die Patroullienboote "RWS 78" und "P 86" zu Untersuchungen und Lotungen. Da der Havarist auf ebenem Sandgrund aufsaß, bestand keine Gefahr für seine Stabilität. Im Laufe des Vormittags versammelten sich auch die Schlepper "Multratug 4", "Multratug 6", "Multratug 7", "Union Hawk" und "Union 6" um die „SBI Jaguar“.
Quelle:Tim Schwabedissen


Ehemaliger Beutler-Frachter erlitt Wassereinbruch vor Swansea
(28.03.18) Das RNLI-Boot aus Mumbles wurde am Abend des 27.3. alarmiert, nachdem der unter Bahamas-Flagge laufende Frachter “Celtica Hav”, 1537 BRZ (IMO-Nr.: 8422022), Wassereinbruch erlitten hatte und starke Steuerbordschlagseite entwickelte, als er den Zufahrtskanal in den Neath River ansteuerte. Der Kapitän löste die notwendigen Notfallprozeduren aus und startete alle verfügbaren Lenzpumpen, um den Wassereinbruch unter Kontrolle zu bekommen. Das Rettungsboot lief um 20.30 Uhr aus und ging auf Standby am Havaristen, während versucht wurde, Ursache und Umfang des Schadens herauszufinden und die nächsten Schritte einzleiten.
Das Schiff war mit einer siebenköpfigen Crew und mehreren tausend Tonnen Anthrazitkohle beladen aus Liepaja gekommen. Es hatte auch 20 Tonnen Kraftstoff an Bord. Wegen einer angekündigten Wetterverschlechterung war es geboten, den Havaristen möglichst rasch in Sicherheit zu bekommen.
Er wurde zu den Swansea Docks eskortiert, wo er am 28.3. um 5.40 Uhr festmachte, um dort wieder auf ebenen Kiel gebracht zu werden. Die Seenotretter kehrten um sechs Uhr zu ihrer Station zurück. Bereits am 26.6.2015 hatte die „Celtica Hav" die Hilfe der RNLI benötigt, als es zu einer Rauchentwicklung aus dem Laderaum gekommen war. Das Rettungsboot aus Aberdeen eskortierte das Schiff in den Hafen, wo die Feuerwehr bereitstand. Der Frachter hatte am 24.6. eine Ladung Gerste dort an Bord genommen und war erst kurz vor der Entstehung des Rauchs ausgelaufen.
Die “Celtica Hav” ist 82,45 Meter lang, 11,31 Meter breit, hat 3,71 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 1.720 Tonnen. Sie läuft für die Hav Ship Management Norrus AS in Oslo und wurde 1984 auf der Schiffswerft Hugo Peters & Co. GmbH in Wewelsfleth als „Haithabu“ für ddie MS “Haithabu” Beutler Schiffahrts KG (Heinr. Beutler KG), Lübeck, erbaut. 1998 wurde sie zur „Pirat“, 2000 zur „Steel Trader“, 2004 zur „Georgette Trader“, 2005 zur „Celrica Hav“ und bis 2013 zur „Asterix“.
Quelle:Tim Schwabedissen


Feuer an Bord – Crewmitglied sprang über Bord und starb
(28.03.18) Am 24.3. gegen 19 Uhr brach auf dem unter Marshall-Islands-Flagge laufenden Bulkcarrier "Philadelphia", 106847 BRZ (IMO-Nr.: 9588495), an drei verschiedenen Stellen Feuer an Bord aus. Das Schiff befand sich mit einer Ladung Eisenerz auf der Reise von Ponta da Madeira nach Qingdao auf Position 37 31 S, 25 43 O. Zwei andere Schiffe kamen zu Hilfe, doch die Crew vermochte die Brände ohne Fremdhilfe zu löschen. Ein Mann sprang allerdings über Bord und konnte trotz einer 11-stündigen Suche nicht wiedergefunden werden. Das Schiff hat inzwischen seine Reise fortgesetzt.
Quelle:Tim Schwabedissen


Archivbild "BBC Neptune"
(Bild: Olaf Kuhnke)   Großbild klick!

Großer Belt: Briese-Flaggschiff in schwere Kollision verwickelt
(27.03.18) Am 27.3. um 6.30 Uhr kollidierte im Großen Belt der unter Liberia-Flagge laufende Bulkcarrier "BBC Neptune", 24050 BRZ (IMO-Nr.: 9537264), der am 24.3. beladen aus Ust-Luga nach Göteborg ausgelaufen war, mit dem unter Hongkong-Flagge registrierten Containerschiff "Delphis Gdansk", 25715 BRZ (IMO-Nr.:9780653). Dieser war am 25.3. aus mit Fahrziel St. Petersburg ausgelaufen, wo er am 29.3. erwartet wurde. Der Zusammenstoß ereignete sich aus noch ungeklärter Ursache westlich von Kalundborg, nachdem beide Schiffe kurz zuvor noch jeweils nach Backbord abgedreht hatten.

Schaden an der "BBC Neptune"
(Bild: Forsvaret)   Großbild klick!
Die „Delphis Gdansk“ passierte in kurzem Abstand den zypriotischen Bulkcarrier „Western Boheme“, 22668 BRZ (IMO-Nr.: 9609691), der ihr auf dem Weg von Gdingen nach Göteborg entgegenkam, geriet wenig später dann aber in den Kurs der „BBC Neptune“, die in einem Manöver des letzten Augenblicks noch versuchte, wieder auf den Steuerbordbug zu kommen, dann aber in den Containerfrachter hineinlief.
Von dem Deck der „Delphis Gdansk“ gingen beim Aufprall sieben Container über Bord, von denen zwei auf dem Deck der “BBC Neptune” landeten, die übrigen ins Meer stürzten. Auf einem der Container auf dem Bulkcarrier brach kurzzeitig ein Feuer aus, das aber rasch gelöscht werden konnte. Nach den anderen wurde am Vormittag noch gesucht.
Sowohl der Bulkcarrier wie auch der Containerfrachter erlitten Schäden am Rumpf oberhalb der
Archivbild „Delphis Gdansk“
(Bild: Olaf Kuhnke)   Großbild klick!
Wasserlinie. So bestand bei keinem der beiden Schiffe Sinkgefahr. Sie warfen nach der Kollision nördlich der Insel Romsø bzw. sechs Meilen östlich von Fyns Hoved Anker. Die dänische Marine schickte einen Helikopter, die HDMS "Rota" (MMSI-Nr.: 220436000), das Patroullienboot "MHG 005", das SAR-Schiff "MHV 801 - Aldebaran", das Ölbekämpfungsschiff "Marie Miljø" (MMSI-Nr.: 219000417) aus Korsör sowie den Tonnenleger "Poul Løwenørn“ (IMO-Nr.: 9250969) aus Kalundborg zur Unglücksstelle.
Die “Delphis Gdansk” ist 177,55 Meter lang, 31 Meter breit, hat einen Tiefgang von 9,5 Metern und eine Tragfähigkeit von 24.700 Tonnen. Der 2.155-TEU-Frachter läuft für die Delphis NV in Antwerpen und wurde 2017 bei der Hanjin Heavy Industries & Construction Co., Ltd. in Korea erbaut.
Die “BBC Neptune” ist 190 Meter lang, 28,5 Meter breit, hat 10,4 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 37.506 Tonnen. Sie läuft für die Briese Schifffahrts GmbH & Co. KG in Leer und wurde 2010 bei Tinjin Xingang in China erbaut. Sie ist ebenso wie das Schwesterschiff „BBC Pluto“ langfristig an die Tochterfirma BBC Chartering verchartert. Die beiden Schiffe stellen sowohl bei Briese als auch bei BBC Chartering die größten Schiffe der Flotte dar und gelten damit als Flaggschiffe.
Quelle:Tim Schwabedissen


Saint-Vaast: Kutter und Sportboote vor Frankreich in Problemen
(27.03.18) Am 24.3. wurde das CROSS Jobourg in Mont Saint-Michel alarmiert, nachdem der 15 Meter lange, französische Trawler „Gast Micher“, 52 BRZ (MMSI-Nr.: 227112700), einen Maschinenschaden eine Meile vor dem Hafen von Saint-Vaast erlitten hatte. Das Schiff wurde daraufhin abgeschleppt.
Am 25.3. erlitt ein Motorboot einen Motorschaden vor Grandcamp-Maisy. Das CROSS Jobourg informierte die Seenotretter der SNSM-Station SNSM Isigny-sur-Mer, die dem Boot assistierten. Bereits am 24.3. war das Motorboot „Belle du Nord“ nach Motorschaden vor dem Hafen von Granville am Nachmittag manövrierunfähig geworden. Von der örtlichen SNSM-Station SNSM sollte die „Notre Dame du Cap Lihou“ dem beim Pointe du Roc treibenden Boot zu Hilfe kommen, wurde aber wegen der Ebbe daran gehindert, auszulaufen. Retter in der Not wurde dann das in der Nähe befindliche, 31 Meter lange Fahrgastschiff „Joly France“ (MMSI-Nr.: 227490780), das den Havaristen auf den Haken nahm.
Quelle:Tim Schwabedissen


Sri Lanka Navy im Rangalla-Port von Colombo
(Bild: Sri Lanka Navy)   Großbild klick!

Ehemaliges Rebellenschiff samt schusssicherer Autoflotte versenkt
(27.03.18) Am 26.3. versenkte die Marine von Sri Lanka ein Schiff, das einst Kumaran Pathmanathan, dem Kommandeur der Liberation Tigers of Tamil Eelam (LTTE) als Waffentransporter gedient hatte. Der Frachter "We Ling - A 522" hatte seit Beendigung des Konflikts in der Obhut der Marine im SLNS Rangalla-Port von Colombo gelegen. Er war inzwischen in keinem seetüchtigen Zustand mehr.
An Bord befanden sich auf der letzten Reise auch acht schusssicher gepanzerte Fahrzeuge aus amerikanischer, russischer, indischer und britischer Produktion, die wegen ihrer Stabilität nicht hatten verschrottet werden können. Sie waren von früheren Präsidenten des Landes verwendet worden. Ein Verkauf dieser Autos stand wegen der Möglichkeit missbräuchlicher Verwendung nicht zur Debatte.
"We Ling - A 522" wird versenkt
(Bild: Sri Lanka Navy)   Großbild klick!
Sie fanden gemeinsam mit dem Frachter, von dem die Brückenaufbauten zuvor abgetrennt worden waren, vor der Westküste ihre letzte Ruhestätte. Dort sollten sie in der Zukunft Fische und Touristen anziehen. Zuvor waren die eingebauten Kommunikationseinrichtungen und andere Ausrüstung von Wert ausgebaut worden.
Eigentlich hatte die „We Ling“ verschrottet werden sollen. Doch der Versuch, für das marode Schiff in einer Auktion einen Bieter zu finden, war fehlgeschlagen, woraufhin umgeplant und ihm ein neuer Lebensabschnitt als künstliches Riff ermöglicht wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen


Reederei nach Strandung zu Maximalstrafe verurteilt
(27.03.18) Wegen der Schäden, die bei der Strandung des unter der Flagge der dominikanischen Republik laufenden Schleppers "Mutha Royal", 199 BRZ (IMO-Nr.: 9580895), und der Barge "Mutha Grace" an einem Riff vor der Insel Fushidhiggaru im Kaafu Atoll Ende 2015 entstanden, wurde deren Reederei, die Mainland Shipping Pvt. Ltd. am 14.3. zur maximalen Strafe von umgerechnet 6,5 Millionen US-Dollar verurteilt. Bei dem Schiffbruch waren nach Untersuchungen der Environmental Protection Agency rund 4,370 Quadratmeter Rifffläche in Mitleidenschaft gezogen worden. Die Strafe war binnen 30 Tagen zu zahlen. Die zuständigen Behörden hatten die Barge erst im März 2016 bergen können. Ein weiteres Jahr dauerte es, den gestrandeten Schlepper wieder vom Riff zu bekommen. Der Gesamtschaden betrug sogar rund sieben Millionen Dollar und überstieg somit die zulässige Maximalstrafe.
Quelle:Tim Schwabedissen


Mega-Containerfrachter vor Hazira auf Grund gelaufen
(27.03.18) Der unter Singapur-Flagge laufende Containerfrachter "APL Charleston", 109712 BRZ (IMO-Nr.: 9597551), lief am 26.3. gegen 11 Uhr auf Grund, kurz nachdem er den Hafen von Hazira, Surat, in West-Indien verlassen hatte. Der Havarist konnte 2,5 Stunden später mit Schlepperhilfe wieder flottgemacht werden. Er warf dann Anker auf der Reede von Hazire, wo er den notwendigen Inspektionen unterzogen wurde.
Das Schiff lag am Abend weiterhin auf Position 21° 1.66' N 072° 35.40' O. Es war nach Munda bestimmt mit einer planmäßigen Ankunftszeit am 27.3. um 10.30 Uhr.
Quelle:Tim Schwabedissen


Pumpenschaden vor Mounts Bay
(27.03.18) Am 25.3. gegen 17 Uhr meldete der unter Zypern-Flagge laufende Containerfrachter "Samskip Endeavour", 7852 BRZ (IMO-Nr.: 9436290), der Falmouth Coastguard eine überhitzte Treibstoffpumpe. Er war am 24.3. um 19.10 Uhr aus Rotterdam nach Dublin ausgelaufen. Am folgenden Nachmittag wurden hohe Temperaturen in Gasflaschen festgestellt, und die Pumpe musste ausgetauscht werden.
Das Schiff befand sich zu der Zeit 14,5 Meilen südlich von Mounts Bay auf Position 49 49.13 N, 05 28.38 W. Die Reparaturzeit wurde auf vier Stunden geschätzt. Um 20.40 Uhr war der Schaden behoben, und der Frachter setzte die Reise fort. Am 26.3. um 11.50 Uhr machte er am Dublin Ferryport Terminal fest.
Quelle:Tim Schwabedissen


Schwimmkran barg gestrandete Fähre
(27.03.18) Die südkoreanische Katamaranfähre "Pink Dolphin“ wurde am 27.3. um 08.50 Uhr von einem Schwimmkran geborgen und in den Fischereihafen der Insel Heuksando transportiert. Hier sollten provisorische Reparaturen durchgeführt werden, damit das Schiff nach Mokpo verholen kann. Im Rumpf wurde ein kleines Leck sichtbar.
Außerdem begannen erste Untersuchungen zur Havarie. Nach dem Auflaufen am 25.3. bei einem Ausweichmanöver waren alle 163 Personen an Bord bis 17.15 Uhr abgeborgen worden und hatten um 19.10 Uhr den Hafen von Mokpo erreicht. Sechs Fahrgäste hatten leichte Verletzungen davongetragen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kreuzfahrtschiff vor Grönland im Eis eingeschlossen
(27.03.18) Seit dem 21.3. saß das grönländische Passagierschiff “Sarfaq Ittuk", 2118 BRZ (IMO-Nr.: 8913899), der Arctic Umiaq Line im Eis bei Torssukatak in Süd-Grönland fest. An Bord befanden sich 37 Passagiere und eine 21-köpfige Crew. Das Schiff war auf dem Weg von Qaqortoq nach Nuuk gewesen, als es von dickem Packeis eingeschlossen wurde.
Nach Angaben der Reederei bestand aber weder für Fahrgäste, Besatzung noch das Schiff eine Gefahr. Allerdings waren sie darauf angewiesen, dass sich die Windrichtung änderte, um sich aus ihrer Lage befreien zu können. Bis dahin blieb den Eingeschlossenen nichts anderes übrig als abzuwarten, da auch andere Schiffe nicht zu Hilfe kommen konnten.
Das Arktisk Kommando überwachte ihre Situation kontinuierlich. Die 73 Meter lange und 1992 erbaute „Sarfaq Ittuk“ hatte sich auf einer Fahrt entlang der grönländischen Westküste befunden. Eine Winddrehung wurde nicht vor dem 28.3. erwartet.
Quelle:Tim Schwabedissen


Bergungsaktion auf der Loire
(27.03.18) Am 26.3. war die Taucherfirma Atlantique Scaphandre dabei, das Wrack eines am 13.2. in stürmischem Wetter auf der Loire in Saint-Nazaire gesunkenen Sportboots wieder an die Wasseroberfläche zu bringen. Zunächst musste dazu das 7,5 Meter lange Boot lokalisiert werden, das 100 Meter vor dem Anleger Donges 5 der dortigen Ölraffinerie gefunden wurde.
Seit den frühen Morgenstunden war dann das Bergungsteam aus Sables-d'Olonne dabei, das Boot zu heben. Bis 20 Uhr sollte die Bergungsaktion abgeschlossen werden.
Quelle:Tim Schwabedissen


Crew der Princess Hawaii von Schwesterschiff gerettet
(26.03.18) Am 30.3. wurde die gerettete Crew des 89 Fuß langen Longliners “Princess Hawaii” im Hafen von Oahu erwartet. Sie befand sich an Bord des Schwesterschiffs „Commander“, nachdem ihr Schiff am 26.3. in 10 Fuß hohen Wellen und bei 20 Meilen Windgeschwindigkeit mehrere 100 Meilen vor Hawaii gesunken war. Nach dem Untergang 400 Meilen nördlich von Big Island hatten die acht Schiffbrüchigen mehrere Stunden in einer Rettungsinsel ausharren müssen, ehe sie von einer HC Hercules lokalisiert wurden, die den Kontakt zur “Commander” herstellte.
Diese erreichte die Insel 12 Stunde nach dem ersten Notruf und nahm die sieben Fischer an Bord. Der achte Mann war ein Inspektor, der im Rahmen eines Überwachungsprogramms der National Oceanic and Atmospheric Administration an Bord war. Die „Princess Hawaii“ war zuletzt im Februar von der US Coast Guard inspiziert worden, wobei es keine Beanstandungen gab.
Als das Flugzeug der Küstenwache es nun entdeckte, ragte nur noch der Bug des Schiffes im 90-Grad-Winkel in die Luft. Loc Nguyen, der Skipper aus Honolulu, sagte, die Crew habe gerade das Fanggeschirr ausgebracht, als eine große Welle über das Schiff brach und es zum Sinken brachte. Um 11.30 Uhr wurde der Notsender aktiviert.
Die „Princess Hawaii“ war für die Holly Fishery LLC gelaufen. Die Crews dieser Schiffe stammen oft aus Indonesien, Vietnam und Kiribati.
Quelle:Tim Schwabedissen


Wrack gekenterten Kutters vier Monate nach Wirbelsturm entdeckt
(26.03.18) Fast vier Monate nach dem Durchzug des Wirbelsturms Ockhi haben Fischer aus Vallavilai in Kanyakumari am 20.3. das kieloben treibende Wrack des Kutters „Annai“ 467 Meilen vor der Küste an Bord. Von der 13-köpfigen Crew fehlte jede Spur. Das Wrack ragte rund acht Fuß aus dem Wasser.
Ohne Sauerstoffmasken vermochten die Fischer nicht unter das Wrack tauchen. Insgesamt hatte der Wirbelsturm 144 Menschen in Vallavilai das Leben gekostet. Nur 12 tote Fischer konnten geborgen werden.
Quelle:Tim Schwabedissen


Maschinenschaden in Trabzon
(26.03.18) Der unter Vanuatu-Flagge laufende Bulkcarrier "Hekmeh", 9815 BRZ (IMO-Nr.: 8901597), erlitt am 22.3. in Trabzon einen technischen Schaden. Daraufhin wurde die Auslaufgenehmigung von den zuständigen Behörden widerrufen, bis die Crew eine Reparatur durchgeführt hatte. Nach einer weiteren Inspektion konnte das Schiff am 24.3. die Reise fortsetzen und wurde am 27.3. in Kherson erwartet.
Quelle:Tim Schwabedissen


Maschinenschaden im Bosporus
(26.03.18) Der unter Togo-Flagge laufende Frachter "Rasha B.", 5868 BRZ (IMO-Nr.: 8113140), der unbeladen auf der Reise von Lattakia nach Novorossiysk war, erlitt beim Transit des Bosporus am 21.3. einen technischen Schaden und warf um 16.30 Uhr an einem günstigen Platz Anker. Die Genehmigung zum Transit wurde bis zum Abschluss der notwendigen Reparaturen widerrufen. Am 24.3. war das Schiff wieder unterwegs und passierte Istanbul. Am 25.3. warf es Anker auf der Reede von Novorossiysk.
Quelle:Tim Schwabedissen


Trawler “Calaméa - DP.463949”
(Bild: Marine Nationale)   Großbild klick!

Saint-Valery-en-Caux: Kampf um Camaléa nach 20 Stunden verloren
(26.03.18) Fast 20 Stunden dauerte der Kampf um den Trawler “Calaméa - DP.463949” (MMSI-Nr.: 227110600) aus Le Tréport, nachdem auf diesem zwischen Dieppe und Fécamp am 24.3. um 17.30 Uhr ein Feuer ausgebrochen war. Das Schiff trieb in hellen Flammen stehend 22 Meilen vor der Küste querab von Saint-Valery-en-Caux, als das SNSM-Rettungsboot „Notre Dame de Bonsecours“ unter Vormann Jean-Marc Delacroix und einer achtköpfigen Crew an Bord vor Ort eintraf. Die vier Fischer hatten zu der Zeit bereits in einer Rettungsinsel Zuflucht gefunden.
Sie wurden von dem Trawler „Majesty“ nach Dieppe gebracht, wo sie um 20.30 Uhr geschockt und einer von ihnen mit leichten Verletzungen, ins Krankenhaus zur Betreuung kamen. Derweil versuchte das SNSM-Boot sich dem brennenden Trawler anzunähern, doch die Flammenlohen erreichten inzwischen die Höhe eines Hauses und drohten es zu beschädigen. Deshalb wurde das Patroullienboot „Thémis” ebenfalls zur Assistenz geschickt.
Diesem gelang es in den folgenden zwei Stunden, das Feuer teilweise zu ersticken, doch an den Brandherd im Maschinenraum kam es ebenfalls nicht heran. Gegen Mitternacht war der Brand immer noch nicht unter Kontrolle, sodass das CROSS Gris Nez nun den Notfallschlepper „Abeille Languedoc”, 1585 BRZ (IMO-Nr.: 7710525), aus Boulogne-sur-Mèr mit seiner stärkeren Schaumlöscheinrichtung anforderte. Diesem gelang es zwar, das Feuer weiter einzudämmen, doch es war weiterhin nicht möglich, Bergungspersonal direkt auf der „Calaméa“ abzusetzen.
Am 25.3. um 4.30 Uhr entließ der Maritime Präfekt für den Ärmelkanal und die Nordsee die Seenotretter, die um sechs Uhr, gut 12 Stunden nach der Alarmierung, nach Dieppe zurückkehren konnten. Um 10.30 Uhr versuchte die „Abeille Languedoc“ das inzwischen weitgehend zerstörte Wrack der „Camaléa“, von dessen Aufbauten nichts mehr übrig war, nach Dieppe zu schleppen. Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen versank es wenig später dabei 20 Meilen vor dem Hafen, aber außerhalb der Natura 2000 Zone.
Nun blieb nur noch, die Untergangsstelle zu markieren. Ölspuren wurden keine mehr aufgefunden. Das Schiff wurde 1980 bei den Ateliers & Chantiers Maritimes Honfleur erbaut. Es war 17,98 Meter lang und 6,6 Meter breit und lief zuvor als “La Puce - BL.463949“ mit Heimathafen Boulogne sur Mer und „Jennivic - DP.463949“ mit Heimathafen Dieppe.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kutter “New Horizon” wird gelöscht
(Bild: Penscola Fire Deartment)   Großbild klick!

Diesel aus gesunkenem Kutter aufgesaugt
(26.03.18) Nach dem Untergang des Kutters “New Horizon” am 23.2. bekämpfte die Coast Guard Mobile eine Verschmutzung durch Öl, das aus dem Wrack in die Pensacola Bay lief. Das 50 Fuß lange Schiff hatte an der Joe Patti’s Marina in Pensacola Bay gelegen, als es in Brand geriet. Um 16.26 Uhr wurde das Pensacola Fire Department alarmiert, das zwar das Feuer löschen konnte, es aber nicht zu verhindern vermochte, dass das Schiff sank und 100 Gallonen Diesel ausliefen.
Nachdem Berger von Seatow Ölschlängel und Aufsaugpads ausgelegt hatten, wurde am Morgen des 24.3. damit begonnen, das Öl mit einem Vakuumtruck und einem Skimmer zu beseitigen. Neben der Coast Guard Sector Mobile Incident Management Division waren das Pensacola Fire Department und Seatow an dem halb unter Wasser liegenden Wrack im Einsatz.
Quelle:Tim Schwabedissen


Archivbild "Elsa Essberger"
(Bild: Olaf Kuhnke)   Großbild klick!

Elsa Essberger nach zweimonatiger Reparatur wieder in Fahrt – Verfahren gegen Schiffsführung im April
(26.03.18) In leuchtender Spätnachmittagssonne verließ der unter Portugal-Flagge laufende Tanker "Elsa Essberger", 4824 BRZ (IMO-Nr.: 9481001), der John T. Essberger GmbH & Co. KG in Hamburg nach knapp zweimonatiger Reparatur in Dänemark am 20.3. um 16.15 Uhr die Søby Værft A/S und nahm Kurs auf Rotterdam. Nach dem er hier am 23.3. eine Ladung aufgenommen hatte, nahm er am 25.3. Kurs auf Teesport, wo er am Morgen des 26.3. auf der Reede Anker warf. Am Abend des 31.12.2017 war die "Elsa Essberger" mit der unbemannten Offshore-Plattform "Unocal Q1", die 20 Meilen vor Den Helder in der Nordsee steht, auf der Fahrt von Antwerpen nach Malmö kollidiert.
Sowoho die 1995 erbaute Plattform wie auch der Tanker wurden dabei erheblich beschädigt. Die "Elsa Essberger" konnte sich selbst aus der Plattform befreien, die mit zwei eingedrückten Beinen zurückblieb. Der Tanker musste zunächst entgast werden, ehe er bei der Shiprepair Rotterdam soweit hergerichtet wurde, dass er den Hafen von Søby ansteuern konnte. Hier machte er am 23.1. fest.
Da die Schiffsführung der „Elsa Essberger“ das Verbot, sich mehr als 500 Meter den Ölplattformen anzunähern, missachtet hatte, läuft derzeit ein Verfahren in Holland gegen den Kapitän und den 1. Offizier. Die beiden Polen waren nach der Havarie verhaftet worden. Am 20.4. soll ihr Fall in Amsterdam verhandelt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen


Barge mit Biodiesel bei Kollision leckgeschlagen
(26.03.18) Die US Coast Guard wurde am 25.3. alarmiert, nachdem au seiner Barge am 25.3. Biodiesel bei Flussmeile 93 auf dem unteren Mississippi bei New Orleans auszulaufen begonnen hatte. Gegen sechs Uhr erhielt die Coast Guard New Orleans die Information, das von dem Schubschlepper "Dixie Express" (MMSI-Nr.: 366996250)), der mit zwei beladenen Bargen an den Industrieschleusen lag, eine von diesen abgerissen war.
Sie kollidierte mit einer Betonmauer und wurde aufgerissen. Aus dem Leck liefen rund 9,700 Gallonen Biodiesel aus. Die maximale Tankkapazität betrug 21,150 Gallonen. Die OMI Environmental Solutions legten eine Ölsperre und Aufsaugpads aus. Der Dieselaustritt konnte unterdessen gestoppt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kollision in Callao
(26.03.18) Am 24.3. um 9.30 Uhr kollidierte der dänische Containerfrachter "Laura Maersk", 50688 BRZ (IMO-Nr.: 9190731), beim Manövrieren im Hafen von Callao trotz Schlepperassistenz vor Kai 5 des APM-Terminals mit dem unter portugiesischer Flagge laufenden Containerschiff "MSC Shuba B", 113112 BRZ (IMO-Nr.: 9778076). Das Schiff lief mit langsamer Fahrt ins Heck des größeren Frachters und traf es an Steuerbordseite. Die Schäden blieben aber gering, und die Schlepper hatten die „Laura Maersk“ rasch unter Kontrolle.
Es blieb überwiegend bei Schrammen, als sich die beiden Frachter streiften. Die "Laura Maersk" verließ den Hafen wieder am 25.3. um 7.40 Uhr, gefolgt von der "MSC Shuba B" um 11 Uhr. Diese nahm Kurs auf San Antonio, Chile, wo sie am 28.3. eintreffen sollte.
Quelle:Tim Schwabedissen


Sturmfront über Durban brachte Yachten in Schwierigkeiten
(26.03.18) Eine plötzlich über Durban ziehende Starkwindfront mit 40 Knoten aus Südwest brachte am Nachmittag des 24.3. eine Reihe von Yachten in Seenot. Die NSRI wurde von der Transnet National Ports Authority (TNPA) um 17 Uhr alarmiert, nachdem die Yacht „Tequila Sunrise“ an der nördlichen Außenmole mit einer dreiköpfigen Crew auf Grund gelaufen war. Die beiden Rettungsboote „Megan II” und “Eikos Rescuer II” sowie das Lotsenboot “Lufafa” kamen zu Hilfe und konnten das Boot von dem Wellenbrecher herunterziehen.
Es wurde dann zu einer Mooring der Marine geschleppt. Danach kamen die Seenotretter der Segelyacht “Four Years” zu Hilfe, die in der Hafeneinfahrt in Schwierigkeiten geraten war. Ein Küstenwachboot der Polizei schleppte diese an eine Mooring. Als nächstes steuerte die „Megan II” die Yacht “Magenta” an, die mit zwei Männern und einer Frau an Bord mit ihrem Motor nicht gegen den Sturm ankam.
Vier Meilen vor der Küste erreichte das Rettungsboot die Yacht auf Höhe des Moses Mabhida Stadium und schleppte es zur Point Marina. Die „Eikos Rescuer II” assistierte derweil dem Hafenschlepper “Fleur du Cap”, ein losgerissenes Center-Konsolenboot zu lokalisieren. Die Seenotretter nahmen es in Schlepp und übergaben es dann der „Fleur du Cap“.
Quelle:Tim Schwabedissen


Auch Lukendeckel der Britannica Hav nun geborgen
(26.03.18) Während das Wrack des unter Malta-Flagge laufenden Frachters "Britannica Hav", 1521 BRZ (IMO-Nr.: 8506440), weiter am Osaka-Kai in Le Havre lag, wurden vier Lukendeckel, die sich beim Kentern losgerissen hatten, am Wochenende ebenfalls in den Hafen gebracht. Dazu hatte die norwegische Reederei die Schlepper "Mustang", "Sea Bulldog" und "TSM Kermor" gechartert. Da durch die französischen Behörden nach dem Schiffbruch Tracker auf den Lukendeckeln angebracht worden waren, hatte ihre Drift zu jedem Zeitpunkt verfolgt werden können.
So war es auch möglich, Zwischenfälle zu vermeiden, bei denen das Treibgut die Schifffahrt hätte gefährden können. Am 23. und 24. trafen die "TSM Kermor" und "Mustang" mit den letzten beiden Lukendeckeln am Haken im Hafen ein.
Quelle:Tim Schwabedissen


16,3 Tonnen Treibgut in Dubai geborgen
(26.03.18) Nicht weniger als 16,3 Tonnen Treibgut wurden seit dem 22.3. geborgen, al seine Dhau im Dubai Creek beim Verlassen des Hafens auf eine Schutzmole lief und kenterte. Ein Team der Dubai Municipality machte sich sofort daran, die Ladung, die aus dem Wrack abtrieb, einzufangen. Es handelte sich um elektrische Geräte wie Klimaanlagen und Kühlschränke, die sowohl die Umwelt wie auch die Schifffahrt in und um Dubai hätten gefährden können. In Rekordzeit wurde alles aus dem Wasser geholt.
Quelle:Tim Schwabedissen


Taucherschiff auf Tauchstation
(26.03.18) 36 Taucher und Crewmitglieder wurden am 25.3. gerettet, nachdem ihr Boot, die “Choltara” vor der Andamanen-Küste südlich von Phi Phi in Brand geraten und gesunken war. Das Feuer entstand kurz vor Mitternacht, als die „Choltara” mit den thailändischen Urlaubern von Satun, Trang, zurückkehrte. Nachdem Rauchentwicklung im Maschinenraum festgestellt wurde, versuchte die Crew vergeblich, das Feuer zu löschen.
Um 00.10 Uhr wurde Alarm geschlagen. Alle Bootsinsassen wurden bis 00.50 Uhr von der „Scuba Net“ der Reederei Ride Abroad gerettet und um fünf Uhr an der Asia Marina Pier in Rassada in Phuket abgesetzt. Die Crew und der Kapitän wurden dann zur Koh Lanta-Polizeistation in Krabi zur Vernehmung gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen


Bergung gestrandeten Longliners hat begonnen
(26.03.18) Berger der japanischen Nippon Salvage Company sowie der Schlepper “SA Amandla", 2899 BRZ (IMO-Nr.: 7385215), aus Kapstadt trafen am 24.3. in Walvis Bay und begannen, die Bergung des gestrandeten Longliners "Fukuseki Maru No. 7", 379 BRZ (IMO-Nr.: 9141223), der seit dem 22.3. südlich der Mündung des Ugab River festsaß, vorzubereiten. Am 24.3. waren 11 der 24 Crewmitglieder mit einem Bay Air-Helikopter aus Walvis Bay abgeborgen worden. Er musste über dem Schiff hovern, während ein Mann nach dem anderen hochgezogen und in Gruppen à fünf an Land geflogen wurden.
Die übrige Crew sollte die Bergungsarbeiten unterstützen. Außer einem leckgeschlagenen Dieseltank war das Schiff bislang weitgehend intakt geblieben. Auch die Kühlräume mit Thunfisch, der vor Angola gefangen worden war, funktionierten noch. Bay Air wird während der Bergung auch Transporte vom und zum Havaristen durchführen.
Eine Bergungsbasis sollte bei Cape Cross eingerichtet werden. Das Schiff sollte so schnell wie möglich freigeschleppt werden. Andernfalls müsste die Ladung erst geleichtert werden, ehe die "SA Amandla" anspannt. Das gestrandete Schiff lag 800 Meter vor der Küste mit Steuerbordschlagseite in der zwei Meter hohen Brandung.
Quelle:Tim Schwabedissen


Suche nach Crew gekenterten Baggerschiffs dauert an
(26.03.18) Das SAR-Operationszentrum Pantai Leka in Parit Jawa, das nach dem Kentern des Baggerschiffs “ JBB Rong Chang 8” eingerichtet wurde, ist nun ins Batu Pahat Maritime Office verlegt worden. Die Suche nach den noch vermissten neun Crewmitgliedern ging auch am sechsten Tag nach dem Unglück westlich von Tanjung Tohor vor Johor durch Taucher der Royal Malaysian Navy und privater Firmen weiter. Bislang konnten fünf Schiffbrüchige lebend und vier tot geborgen werden.
Neun Mann wurden noch vermisst. Das Suchgebiet war auf ein Gebiet von 400 Quadratmeilen erweitert worden und fokussierte auch auf die Küstengebiete, an denen Helikopter der Malaysian Maritime Enforcement Agency im Einsatz waren. Die indonesische BASARNAS suchte die dortigen Gewässer ab. Fischervereinigungen entlang der Küste von Batu Pahat bis Melaka halfen bei der Suchaktion.
Die fünf Geretteten waren in stabilem Zustand im Sultanah Fatimah Special Hospital in Muar. Sie wurden aber weiter überwacht und psychologisch betreut. Die Position ihres Schiffs war unverändert, und das Marine Department führte dort seine Untersuchung durch.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kuttercrew in Rettungsinsel entdeckt
(26.03.18) Das Coast Guard Joint Response Coordination Center Honolulu fing am 25.3. um 11.23 Uhr das EPIRB-Signal des 89 Fuß langen Kutters “Princess Hawaii” aus Hawaii rund 400 Meilen nördlich von Hilo auf. Der Eigner wurde kontaktiert und bestätigte, dass sein Schiff morgens ausgelaufen war. Es gelang aber nicht, direkten Funkkontakt aufzunehmen.
Eine Hercules HC 130 stieg um 15 Uhr von der Air Station Barbers Point auf, nachdem ein Suchgebiet festgelegt worden war. Wenig später sichtete ihre Crew eine Notrakete und eine Rettungsinsel. Wenig später entdeckte sie auch die “Princess Hawaii” von der nur noch das Heck aus dem Wasser ragte. Die Hercules warf ein VHF-Funkgerät ab, und es stellte sich heraus, dass alle an Bord sich wohlbehalten in die Rettungsinsel hatten flüchten können und sie gut ausgestattet waren. Die Insel trieb 400 Meilen nördlich von Big Island. Der 20 Meilen entfernte Kutter „Commander“ machte sich auf den Weg zu der Position, um sie zu retten.
An Bord der “Princess Hawaii” hatten sich neben dem Skipper sechs Crewmitglieder und ein Inspektor der National Oceanic and Atmospheric Administration befunden. Vor dem Wrack des Schiffes wurde nun über Funk gewarnt.
Quelle:Tim Schwabedissen


Fähre "Pink Dolphin" im Nebel aufgelaufen
(Bild: South Korean Coastguard)   Großbild klick!

Fähre bei Ausweichmanöver auf Felsen gelandet
(25.03.18) Die südkoreanische Fähre "Pink Dolphin" lief am Nachmittag des 25.3. auf die Felsen einer kleinen Insel in den Gewässern der Süd-Jeolla-Provinz in Südwestkorea unweit Shinan County. Der Unfall ereignete sich bei dichtem Nebel, offenbar, als das Schiff den Kurs änderte, um einem Kutter auszuweichen. An Bord waren 158 Passagiere auf dem Weg nach Mokpo und eine fünfköpfige Crew.
Die Coastguard schickte vier Patroullienboote, die gemeinsam mit mehreren zivilen Fischerbooten die Fahrgäste abbargen und an Land brachten. Sechs von ihnen kamen leicht verletzt ins Krankenhaus. Die Küstenwache befragte die Crew und nahm Drogentests mit negative Ergebnis. Die 34 Meter lange und 10 Meter breite Fähre lag derweil mit dem Bug weiterhin hoch und trocken auf den Felsen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bulkcarrier geriet bei Gijón ins Treiben
(25.03.18) Der unter Marshall-Islands-Flagge laufende Bulkcarrier "Queen Jhansi", 32415 BRZ (IMO-Nr.: 9440980), begann am 25. März gegen sechs Uhr im Sturm Hugo vor Gijón vor Anker liegend zu treiben. Die Besatzung wurde vom Rettungsturm von El Musel gewarnt, dass das Schiff Richtung Land drifte. Daher wurde ihm befohlen, den Anker zu lichten und die offene See anzusteuern.
Aufgrund des Unwetters und technischer Probleme konnte dieses Manöver aber nicht wie gewünscht durchgeführt werden. Deshalb bat das Schiff um die Unterstützung des Rettungsschiffes "Alonso de Chaves" (IMO-Nr.: 8411164) und des Schleppers "Navia" (IMO-Nr.: 9184471) aus El Musel. Schließlich verließ der Bulkcarrier den Ankerplatz und bewegte sich zu einer Position nördlich von Gijón bis in die Nähe des Cabo de Peñas, begleitet von dem Schlepper und dem Rettungsschiff von Salvamento Maritimo. Der Frachter war am 23.3. aus Bilbao ausgelaufen und sollte am 27.3. an der Nordmole der Hafenerweiterung von El Musel festmachen, um Zement und Klinker zu laden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre in Brindisi havariert
mo (25.03.18) Beim Einlaufen in den Hafen von Brindisi am Morgen des 25.3. wurde die italienische Fähre "Euroferry Egnazia", 33588 BRZ (IMO-Nr.: 9010151), beim Anlegemanöver beschädigt. Sie lief mit 125 Passagieren, 21 Trucks und 75 Pkw nach Igoumetsia weiter, wo der Kapitän die Hafenbehörde informierte. Das Schiff wurde daraufhin mit einem Auslaufverbot belegt, bis der Schaden behoben und die Klasse wieder erteilt worden war.
Die frühere „Finnhansa“ war zeitweilig auch in deutschen Häfen regelmäßiger Gast. Das Schiff wurde am 3.8.1994 an die OY Finncarriers AB, Helsinki, abgeliefert und verband bis 2009 den finnischen Hafen mit Lübeck. Dann wurde es an die Grimaldi Plc, Palermo, verkauft und als „Euroferry Sicila“ auf der Linie Genua - Catania – Valletta eingesetzt.
2010 wurde es für die Finnlines Deutschland GmbH, Rostock, (Management Laeisz Schiffahrts GmbH), registriert und in „Transrussia“ umgetauft. Am 28.7. ging es in den Liniendienst Lübeck - Mukran - Ventspils - St Petersburg. 2011 wechselte es zeitweilig auf die Route Helsinki-Aarhus, 2012 wurde es im Verkehr Lübeck - Ventspils - St Petersburg eingesetzt.
2014 ging es an die Finnlines Plc, Helsinki, und wurde in „Finnhansa“ umgetauft. Nach einem Umbau in Yalova ging es an die Grimaldi Group, Palermo, die es seit 2014 unter dem jetzigen Namen zwischen Patras und Brindisi einsetzte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kühlwasserschaden auf Gotland
(25.03.18) Die schwedische Fähre “Gotland", 29746 BRZ (IMO-Nr.: 9223796), konnte von Oskarshamn kommend nicht wie geplant am Abend des 24.3. um 23 Uhr nach Visby einlaufend. Wegen eines Schadens am Kühlwassersystem musste sie zunächst vor dem Hafen verbleiben, bis dieser wieder behoben war. Der Kapitän informierte die Passagiere mehrfach über die Entwicklung, und gegen Mitternacht erreichte das Schiff den Hafen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wassereinbruch auf Mittellandkanal
(26.03.18) Am 25.3. gegen 14:10 Uhr meldete der Schiffsführer des Binnenschiffes „Aby/Lou“ einen Wassereinbruch im Maschinenraum. Der Skipper und Eigner Roman Klatt hatte das Leck bei der regelmäßigen stündlichen Kontrolle der Maschine entdeckt. Das Schiff befand sich zu der Zeit mit einer Ladung von 671 Tonnen Mais von Fürstenwalde kommend auf der Fahrt nach Bremerhaven an der Anderter Schleuse des Mittellandkanals.
Es machte gegenüber dem Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) in Sehnde vor der Bolzumer Brücke fest und wartete auf Hilfe. Wenig später trafen die Wasserschutzpolizei, Vertreter des WSA sowie 37 Einsatzkräfte der Feuerwehr vor Ort ein. Die Regionsleitstelle mobilisierte die Ortsfeuerwehren Sehnde und Bolzum sowie Spezialeinsatzkräfte der Tauchergruppe zum Binnenschiff, das an der südlichen Kaimauer lag.
Das Betriebspersonal der Schleuse hatte bereits Pumpen im Einsatz und lenzte Wasser aus dem Maschinenraum. Zusätzlich wurde eine Fachfirma zum Abpumpen angefordert. Bei der anschließenden Kontrolle durch die Feuerwehr und den Eigner konnte jedoch kein Leck im Maschinenraum gefunden werden. Von der Feuerwehr wurden das Mehrzweckboot (MZB) zu Wasser gebracht und Tauchpumpen bereitgestellt. Das Boot legte einen Ölschlängel um das Schiff aus, um eventuell austretende Betriebsstoffe an der Verbreitung zu hindern. Nach etwa 2,5 Stunden war der Einsatz für die Feuerwehren beendet, und der Einsatzleiter übergab das Schiff wieder an den Eigner.
Der nur noch geringe Wassereinbruch konnte über Nacht mit den eingebauten Lenzpumpen des Schiffes unter Kontrolle gehalten werden. Am 26.3. sollte ein Industrietaucher das Schiff äußerlich auf Schäden untersuchen. Davon hingen dann die weiteren Maßnahmen ab, die von Weiterfahrt bis zu einer Werft bis zu Löschen der Ladung und Abschleppen reichen könnten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler sank nach Feuer vor Dieppe
(25.03.18) Am 24.3.um 17.30 Uhr wurde die maritime Präfektur des Ärmelkanals und der Nordsee durch das CROSS Gris-Nez alarmiert, dass der 18 Meter lange, französische Trawler „Camaléa“ 62 BRZ (MMSI-Nr.: 227110600), rund 22 Seemeilen nordöstlich von Dieppe mit vier Mann Besatzung an Bord in Brand geraten war. Die Mannschaft verließ das Schiff wenig später und ging in eine Rettungsinsel. Das CROSS schickte einen Dragon 76-Hubschrauber des Zivilschutzes und das SNSM-Boot „Notre Dame de Bon Secours“ der SNSM von Dieppe zu der Position.
Der Kutter „Majesty“, der sich in der Nähe befand, nahm die Schiffbrüchigen an Bord und brachte sie nach Dieppe. Einer der Fischer war leicht verletzt. Bei der Ankunft im Hafen gegen 20:30 Uhr wurde die Besatzung von der Feuerwehrversorgt und dann in das Krankenhaus in Dieppe gebracht. Inzwischen beorderte das CROSS Gris Nez das Patrouillenboot „Thémis“ zu dem brennenden Trawler, um das Feuer gemeinsam mit dem SNSM-Boot zu löschen. Der Kutter „Scaramouche“ ging auf Standby. Nach zwei Stunden gelang es der „Thémis“, einen Teil des Feuers zu löschen, aber in der Maschine brannte es noch immer. Das CROSS schickte zusätzlich den Notfallschlepper „Languedoc“, um das Feuer an Bord der „Camaléa“ zu löschen.
Dieser traf gegen Mitternacht vor Ort ein. Der Kampf gegen die Flammen dauerte die ganze Nacht. Am Vormittag des 25.3. war das Feuer gelöscht, doch der Zustand des Kutters wegen des Löschschaums schwer zu beurteilen.
Um 10.30 Uhr wurde er von dem Schlepper auf den Haken genommen, und mit langsamer Fahrt ging es Richtung Dieppe. Doch die Schäden waren zu schwer – eine Stunde später sank das Wrack rund 20 Meilen vor dem Hafen. Es gab keine Ölverschmutzung, da der Dieselkraftstoff wohl weitgehend verbrannt war. Die Rettungseinheiten blieben noch bis gegen Mittag vor Ort.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker trieb mit Kesselschaden im Englischen Kanal
(25.03.18) Am 24.3. um 7.30 Uhr meldete der Tanker "Falcon Maryam", 24130 BRZ (IMO-Nr.: 9430260), ein kleines Leck in einem Kessel nach Verlassen der Verkehrstrennungszone von Dover auf Position 50 00 10.2 N, 003 04 31.2 W. Es trieb mit 1,2 Knoten im Englischen Kanal, forderte aber keine Hilfe an.
Die Bordingenieure machten sich an die Reparaturen, die bis 11.30 Uhr abgeschlossen werden konnten. Dann nahm der Tanker wieder Fahrt auf und setzte die Reise von Antwerpen nach Dartmouth, Kanada, fort, wo er am 1.4. eintreffen sollte.
Quelle:Tim Schwabedissen



„Nordenham“ eingeklemmt
(Bild: Heiner Otto)   Großbild klick!

Bremerhaven: Fährbrücke klemmt Weserfähre ein
(24.03.18) Nach einem Unfall am Anleger in Bremerhaven musste die Weserfähre Bremerhaven - Blexen ihren Betrieb am 23.3. komplett einstellen. Ein Bus-Ersatzverkehr zwischen Bremerhaven und Blexen wurde eingerichtet. Am 25.3. erst soll der Fährverkehr am Sonntag wieder aufgenommen werden.
Am Nachmittag war die tonnenschwere Brücke des Anlegers abgesackt und hatte die ankommende Fähre „Nordenham“ (MMSI-Nr.: 211599340) eingeklemmt. Menschen wurden nicht verletzt, allerdings mussten rund 30 Autofahrer stundenlang an Bord der 56 Meter lange Fähre warten, ehe diese freigeschleppt werden konnte. Sie lief dann mit Passagieren und Autos nach Nordenham.
Am Unglücksort wurde ein Schwerlastkran aufgebaut, der die Brücke wieder in die Ausgangsposition zog. Ursache für die Havarie war ein abgerissenes Zugseil im Antriebsstrang der Brücke. Es brachte das ganze Bauteil in Schieflage und die Brücke, über die sonst die Autos rollen, verzog sich auf ihrer gesamten Länge und sackte auf den Bug der Fähre.
Warum das Seil abriss, war aber unklar. Es musste nun ebenso wie auch die anderen Stahlseile im Zuge der Reparaturarbeiten ersetzt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



"Britannica Hav": Schleppseil wird angebracht
(Bild: Premar Manche)   Großbild klick!

Öl aus gekentertem Frachter soll rasch abgepumpt werden
(24.03.18) Nach dem erfolgreichen Einschleppen der "Britannica Hav", die nun kieloben am Osaka-Kai in Le Havre lag, wurde am 23.3. ein Meeting abgehalten, an dem der Subpräfekt von Havre, der Hafenkapitän und Vertreter der Reederei teilnahmen, um die weiteren Maßnahmen abzustimmen. Einerseits galt es so schnell wie möglich die rund 30 Tonnen Öl und andere umweltgefährdende Stoffe von Bord abzupumpen. Auf der anderen Seite musste eine Bergungsmethode gefunden werden.
Das Schiff muss mit einem Schwimmkran gedreht werden. Zuvor müsste der Zustand des Wracks und seine Stabilität untersucht werden. In den kommenden Tagen sollten Taucher erste Inspektionen durchführen. Bis dahin wurde es permanent überwacht. Unterdessen ist einer der Lukendeckel des Frachters offenbar gesunken.
Quelle:Tim Schwabedissen



Matador 3 wird demoliertes Schleusentor in Kiel-Holtenau bergen
(24.03.18) Der holländische Schwimmkran „Matador 3“ der Reederei Bonn & Mees wurde jetzt von der WSA beauftragt, das schwer beschädigte Schleusentor in Kiel-Holtenau zu bergen. Er sollte sich in Kürze von Rotterdam auf den Weg nach Kiel machen. Für den etwa zwei bis drei Tage dauernden Transit nach Kiel wird er von einem Schlepper gezogen.
Vor der Kanalpassage wird die Besatzung den 80 Meter hohen Ausleger des Krans soweit absenken, dass er sicher unter den zehn Kanalhochbrücken durchfahren kann. Der 2002 gebaute Schwimmkran vermag bis zu 1.800 Tonnen zu heben und hat damit auch genügend Reserven für die Bergung des Schleusentores. Das im Normalzustand rund 1.000 Tonnen schwere Tor wird gerade in zwei Hälften geschnitten.
Diese Arbeiten stehen kurz vor dem Abschluss, so dass der Schwimmkran dann die beiden Hälften möglicherweise noch vor dem Osterwochenende abtransportieren kann. Danach wird sofort mit den Vorbereitungen zum Einbau eines der beiden in der Nähe am Kanalufer vertäuten Ersatztore begonnen. Wenn alles klappt, könnte in der Woche nach Ostern die Reparatur der Schleuse abgeschlossen sein.
Das seeseitige Schleusentor der großen Südkammer war in der Nacht zum 20.2. von dem Containerfrachter „Akacia“ gerammt worden. Der Schaden lag bei etwa 27 Millionen Euro entstanden. Das Schiff wurde seit dem 8.3. in einem Dock der Norderwerft repariert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter sank nach Feuer in Pensacola Bay
(24.04.18) Die US Coast Guard wurde am 23.3. alarmiert, nachdem in der Pensacola Bay, Florida., ein 50 Fuß langer Kutter in Brand geraten war. Er lag in der Joe Patti’s Marina, als das Feuer um 16.26 Uhr ausbrach. Es konnte von dem Pensacola Fire Department gelöscht werden, doch der Kutter legte sich nach Backbord über und sank während der Brandbekämpfung.
Rund 100 Gallonen Diesel liefen ins Wasser aus. Die Berger von Seatow legten eine Ölsperre und Aufsaugpads um das Wrack aus. Ein Vakuumlaster und Skimmer kamen am Morgen des 24.3. zum Einsatz. Vor Ort waren die Coast Guard Mobile Incident Management Division, das Pensacola Fire Department und Seatow.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Frachter auf der Westerschelde
(24.03.18) Auf dem unter Marshall Islands-Flagge laufenden Bulkcarrier "LMZ Pluto", 33044 BRZ (IMO-Nr.: 9585326) brach am 23.3. um 19.20 Uhr auf der Westerschelde unweit von Ossenisse ein Feuer aus. Es entstand in einem Raum, in dem Kunststoff und Tücher gelagert waren. Das Schiff lief von Antwerpen, wo es zwei Stunden zuvor losgeworfen hatte, in Richtung Nordsee und war mit einer Ladung Schrott nach Martas in der Türkei bestimmt.
Ein Boot der KNRM sowie die MIRG, eine Spezialeinheit zur Schiffsbrandbekämpfung, wurden alarmiert. Da die Crew zunächst selbst gegen das Feuer vorging, wurde diese zwar in Marsch gesetzt, ging aber noch nicht an Bord. Der brennende Raum wurde mit CO2 geflutet.
Der Havarist wurde zum Put van Terneuzen verholt und ging dort vor Anker. Ihm wurde assistiert von den Schleppern "Carl", "Multratug 20", "Multratug 32" und "Union 6".
Der Rumpf des Frachters wurde von außen gekühlt. Das Patroullienboot "RWS 79" ging längsseits, und um 20.30 Uhr kam das MIRG-Team doch an Bord. Es führte eine Kontrolle durch, ob das Feuer erfolgreich erstickt wurde.
Um 22.30 Uhr warf die “LMZ Pluto” Anker im Sloehaven in Ost-Vlissingen, damit das Fahrwasser frei wurde und um einen leichteren Zugang an Bord für die Nachlöscharbeiten zu bekommen. Am Morgen des 24.3. ging die Feuerwehr von Zeeland zur Kontrolle an Bord.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf indischem Fahrgastschiff
(24.03.18) In einer Crewkabine des indischen Passagierschiffs "Chowra", 2408 BRZ (IMO-Nr.:8020161), brach am Morgen des 23.3. ein Feuer aus. Das Schiff lag zu der Zeit im Hafen von Port Blair auf den Andamanen-Inseln. Da es der Besatzung nicht gelang, den Brand selbst zu löschen, alarmierte sie die Feuerwehr.
Diese brachte das Feuer unter Kontrolle. Es wurden allerdings mehrere Kabinen beschädigt oder zerstört. Menschen kamen nicht zu Schaden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ursache für Kollision bei Duisburg noch unklar
(24.03.18) Die Ursache der Kollision des holländischen Binnentankers "Synthese 4", 1707 ts (EU-Nr.: 02326647), der am 23.3. unbeladen kurz nach dem Auslaufen von Duisburg nach Hamburg gegen sieben Uhr mit der Eisenbahnbrücke zwischen den Ruhrorter Straße und Gartroper Straße über den Rhein-Herne-Kanal kollidiert war, wurde noch untersucht.
Der 33-jährige Schiffsführer konnte noch nicht zum Unfallhergang befragt werden. Er kam nach dem Unglück ins Krankenhaus. Die Eisenbahnbrücke hatte eine Durchfahrtshöhe von 5,50 Meter.
Ob das Ruderhaus möglicherweise nicht ausreichend abgesenkt war oder der Tanker zu wenig Ballastwasser aufgenommen hatte, war nun Gegenstand der Ermittlungen. Das Schiff machte nach der Havarie nahe der Gartroper Brücke fest und war nicht mehr fahrtüchtig. Am frühen Nachmittag wurde es zu einer Werft in Duisburg geschleppt.
Die Wasserschutzpolizei überprüfte die Eisenbahnbrücke nach dem Unfall auf mögliche Schäden, doch offenbar war sie heil geblieben. Auch das zuständige Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt in Meiderich wurde verständigt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei Überlebende nach 50 Stunden aus gekentertem Baggerschiff gerettet
(24.03.18) Tauchern des SAR-Teams gelang es am Nachmittag des 23.8. gegen 14 Uhr, zwei Überlebende aus dem zu 90 Prozent unter Wasser liegenden Wrack des gekenterten Baggerschiffs „JBB Rong Chang 8" bei Tanjung Tohor zu retten. Sie hatten mit Klopfzeichen auf sich aufmerksam gemacht und waren bei Bewusstsein, aber nachdem sie 50 Stunden lang in einer Luftblase im kieloben liegenden Schiff eingeschlossen waren, stark geschwächt und dehydriert.
Die beiden 47 und 72 Jahre alten Chinesen wurden ins Sultanah Fatimah Specialist Hospital in Muar gebracht. Gegen Mittag des 24.3. wurde eine Frau tot in einer Kajüte gefunden, ein weiterer Leichnam unweit des Wracks 9,7 Kilometer von Parit Jawa entfernt. Nun wurden noch 10 Besatzungsmitglieder vermisst, nach denen die Suche nicht nur am Wrack, sondern auch in einem Umkreis von 190 Kilometern um die Unglücksstelle weiter ging.
70 Taucher der MMEA, der Royal Malaysian Navy, des SOS Maritime Centre in Guangdong und privaten Firmen sowie Schiffe und Helikopter nahmen daran teil.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ankerketten verheddert – Frachter kollidiert
(24.03.18) Der unter Belize-Flagge laufende Frachter "Xin Hai 78", 2972 BRZ (IMO-Nr.: 8676570), kollidierte am 20.3. um 16.20 Uhr im Hafen von Funabashi mit dem unter Panama-Flagge registrierten Frachter "Toyo Peony", 9700 BRZ (IMO-Nr.: 9543990). Zuvor hatten sich die Ankerketten beider Schiffe ineinander verheddert. Als Lose auf die Ketten kam, stießen die Frachter gegeneinander. Nach der Havarie steuerten beide den Hafen von Toyohashi an.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wieder Kollision auf Mittellandkanal
(24.03.18) Auf dem Mittellandkanal kollidierten am 23.3. zum zweiten Mal binnen zwei Wochen zwei Binnenschiffe. Die Havarie ereignete sich, als das eine an einer Engstelle bei Oebisfelde-Weferlingen verkehrsbedingt aufstoppen musste. Das dahinter laufende Schiff bemerkte das zu spät und fuhr auf das andere auf. Beide Schiffe wurden beschädigt und steuerten einen nahen Liegeplatz an.
Verletzt wurde bei der Kollision niemand. Erst zehn Tage zuvor waren knapp 20 Kilometer entfernt in Calvörde zwei Frachtschiffe auf dem Mittellandkanal zusammengestoßen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Philippinisches Touristenboot trieb vor El Nido
(24.03.18) 20 philippinsche Touristen und die dreiköpfige Crew des Ausflugsboots “Queen Cleopatra” wurden am 23.3. in den Gewässern von Miniloc Island in El Nido, Palawan, gerettet. Ein Boot der Marine war auf Patroullie, als es das Boot entdeckte, dessen Insassen mit Winken auf sich aufmerksam machten. Es trieb mit Maschinenausfall im Wasser und drohte zu kentern. Es wurde dann in Schlepp genommen und um 18 Uhr an der El Nido Pier festgemacht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wrack der "Britannica Hav" im Hafen von Le Havre
(Bild: Pascal Bredel)   Großbild klick!

Wrack der Britannica Hav nach Le Havre eingeschleppt
(23.03.18) Am 22.3. um 13.30 Uhr erreichte der Konvoi aus den Schleppern "Abeille Liberté", "Argonaute" und dem Wrack der "Britannica Hav" den Hafen von Le Havre, fast exakt zwei Tage nach dem Kentern des Schiffes. Der Notfallschlepper zog den Frachter an einer durch den Tunnel des Bugstrahlruders gezogenen Trosse. Die Berger profitierten dabei von ruhigem Wetter mit geringem Seegang.
Der Maritime Präfekt hatte zusammen mit dem Präfekt Seine Maritime entschieden, dem kieloben liegenden Schiff die Einlaufgenehmigung zu erteilen. Dazu wurden drei Boluda-Schlepper, zwei
Wrack der "Britannica Hav" im Hafen von Le Havre
(Bild: Pascal Bredel)   Großbild klick!
Mooring-Boote, der Hafenlotse und zwei Polizeiboote, die den Konvoi sicherten, angefordert. Bei der Bergungsoperation assistierten auch Minentaucher der französischen Marinebase in Cherbourg.
Sie machten sich am Osaka-Bay daran, den Mast und Teile der Aufbauten abzuschneiden, damit diese beim späteren Aufrichten des Schiffes die Arbeiten nicht behinderten. Ölsperren wurden um das Wrack ausgelegt.
Die vier verlorenen Lukendeckel trieben zu der Zeit immer noch rund 50 Meilen nordöstlich von Cherbourg. Sie wurden von der "Flamant" sowie den Schleppern "Kermor" und "Galatea" auf ihrer Drift überwacht. Der Schiffseigner charterte zwei weitere Schlepper, die britische “Sea Buldog" und die holländische "Mustang", um sie ebenfalls nach Le Havre zu transportieren. Am Abend befand sich die „Sea Buldog“ mit einem der Deckel 25 Meileen nördlich von Le Havre. Ein weiterer konnte von der „Kermor“ gemeinsam mit der “Flamant“ auf den Haken genommen werden. Sie befand sich 44 Meilen nördlich des Hafens.
Die „Abeille Languedoc“ überwachte einen dritten, der sich 25 Meilen nördlich von Antifer befand. Er sollte von der „Mustang“ in Schlepp genommen werden. Die Gesamtleitung wurde vom Maritimen Präfekten für den Englischen Kanal und die Nordsee an den Präfekten Seine-Maritime übertragen, als die „Britannica Hav“ den Hafen von Le Havre erreichte.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kesselschaden vor Kalamata
(23.03.18) Der griechische Tanker "Minerva Joanna", 293295 BRZ (IMO-Nr.: 9380386), erlitt am 21.3. einen Hilfskesselschaden bei Kalamata. Es traten zwei Leckagen an Rohren auf, als er sich auf Position 37 00 N 22 05 O befand. Das Schiff steuerte zur Reparatur den Hafen von Kalamata an und informierte die Hafenbehörde. Werftarbeiter machten sich dort gemeinsam mit der Crew daran, den Schaden behoben zu bekommen
Quelle:Tim Schwabedissen


Kutter “EH” gestrandet
(Bild: USCG)   Großbild klick!

Nach Kutterstrandung Einsatz gegen Ölverschmutzung bei Sitka
(23.03.18) Nach der Strandung des Kutters “EH” in der in Peril Strait in Alaska am 21.3. war die Coastguard damit beschäftigt, wie das Öl aus dem Wrack u beseitigen wäre. Dazu war Personal des Marine Safety Detachment Sitka vor Ort und begann, die vom Dieselkraftstoff ausgehende Umweltgefahr zu beseitigen. Der Jayhawk-Helikopter, der die dreiköpfige Crew abgeborgen hatte, hatte einen Ölfilm von 100 Fuß um das Schiff gemeldet.
Bis zu 120 Gallonen Öl könnten in den Tanks gewesen sein, als der Kutter strandete. Es gelang inzwischen, diese abzudichten. Der Ölfilm dürfte von den Ventilen hergerührt haben. Die Ursache der Havarie wurde jetzt von der Coast Guard Juneau untersucht.
Der Kutter hatte am 21.3. Mayday gefunkt, nachdem er bei Saook Point, rund 30 Meilen nördlich von Sitka, auf Grund gelaufen war und Wassereinbruch erlitten hatte. Die Crew meldete, dass sie nicht in unmittelbarer Gefahr sei und eine Rettungsinsel klargemacht habe. Sie erwartete aber einen kurzfristigen Kommunikationsabbruch. Daraufhin stieg der Jayhawk auf und barg die drei Fischer unversehrt ab.
Quelle:Tim Schwabedissen


Baggerschiff legte sich in Thyborøn 90 Grad auf die Seite
(23.03.18) Das dänische Baggerschiff” Helle Saj", 178 BRZ (IMO:5289883), entkam am 17.3. bei Arbeiten im Hafen von Thyborøn nur knapp einem schweren Unglück. Auf dem Weg zu einer Verklappungsposition berührte das Schiff den Grund und legte sich unvermittelt 90 Grad nach Backbord über. Statt vollends umzuschlagen, wurde es aber auf der Seite liegend von der Strömung in Richtung des Limfjordkai getrieben. Als es in tieferes Wasser gezogen wurde, richtete es sich auf acht Metern auf eine Schlagseite von 45 Grad auf.
Inzwischen hatte auch der Rettungskreuzer "Martha Lerche" von seinem Liegeplatz im Hafen losgeworfen und war in der Lage, die "Helle Saj" so lange gegen den Kai zu drücken, bis weitere Hilfe eingetroffen war. Es gelang, den Havaristen am Kai festzumachen und dann die Ladung aus Sand und Schlamm, die er vom Hafengrund gebaggert hatte, zu löschen. Ein Werkstattraum im Vorschiff war vollgelaufen und musste ausgepumpt werden.
Auch der Bagger auf dem Oberdeck war geflutet worden. Das Achterschiff mit Ruderhaus und Kajüten erlitt nur geringe Schäden durch eingedrungenes Wasser. Derzeit lag die „Helle Saj“ weiter am Kai in Thyborøn in Erwartung genauer Schadensuntersuchungen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Maschinenschaden im Englischen Kanal
(23.03.18) Der unter Marshall-Islands-Flagge laufende Bulkcarrier "Charlie", 22429 BRZ (IMO-Nr.: 9595383), erlitt am 21.3. um 16.20 Uhr Probleme mit einem Kolbenring im Englischen Kanal auf Position 51 34.64 N, 01 57.52 O, rund 22,8 Meilen von Nord-Foreland entfernt. Nachdem die Dover Coastguard informiert wurde, verließ er die Verkehrstrennungszone und nahm Kurs auf die Reede von Tongu. Hier warf er gegen 21 Uhr Anker zur Reparatur.
Das Schiff war mit einer Ladung von 30.500 Tonnen von Muuga nach Paranagua unterwegs. Am 22.3. hatte es wieder Fahrt aufgenommen und sollte den Zielhafen am 4.4. erreichen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kollision vor Itaqui
(23.03.18) Am 21.3. um 7.54 Uhr geriet der unter Panama-Flagge laufende Bulkcarrier "Chorus", 43012 BRZ (IMO-Nr.: 946111), beim Ansteuern der Reede von Sao Luiz auf dem Weg zu einer Ankerposition gegen den Bug des unter Marshall-Islands-Flagge laufenden Chemikalientankers "TRF Memphis", 23676 BRZ (IMO-Nr.: 9732797. Dieser lag auf Position 02 23 52.95 S, 44 16 50.47 W ebenfalls vor Itqaqui vor Anker.
Quelle:Tim Schwabedissen


Maschinenraum der Glory Hongkong binnen sechs Tagen ausgepumpt
(23.03.18) Nachdem der unter unter Panama-Flagge laufende Bulkcarrier “Glory Hongkong", 23584 BRZ (IMO-Nr.: 9626596), am 10.3. mit sieben Meter hoch überflutetem Maschinenraum in den Vene-Balti-Hafen in Tallinn geschleppt wurde, begann das Auspumpen des Havaristen. Die Arbeiten konnten am 15.3. abgeschlossen werden. Danach wurden die Hauptmaschine und Hilfsmaschinen teilweise zerlegt, um auf die Schäden hin inspiziert werden zu können.
Die Schiffseigner schickten einen Superintendenten nach Tallinn, der im Laufe dieser Woche detaillierte Untersuchungen durchführen sollte. Danach würde es einen genauen Überblick über das Ausmaß des Schadens, den Reparaturbedarf und deren Dauer geben. Der Frachter war am 8.3. im Golf von Finnland leckgeschlagen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Maschinenschaden vorm Bosporus
(23.03.18) Der unter Barbados-Flagge laufende Frachter "Angelo Maria", 9990 BRZ (IMO-Nr.: 9304461), erlitt auf der Fahrt von Constanza, wo er am 20.3. ausgelaufen war, nach Norfolk (USA) am 21.3. gegen sieben Uhr an der Nordzufahrt des Bosporus einen Schaden an der Maschine. Die Transitgenehmigung wurde daraufhin widerrufen, bis Reparaturen durchgeführt waren. Das Schiff warf Anker vor der Passage, und die Crew machte sich daran, den Schaden zu beheben. Am 22.3. war es wieder unterwegs und hatte als Einlaufdatum den 8.4.
Quelle:Tim Schwabedissen


Frachter kollidierte mit Auflieger vor Kandla
(23.03.18) Beim Auslaufen aus dem Hafen von Kandla in Gujarat nach Suez kollidierte der unter Marshall-Islands-Flagge laufende Frachter "Pac Seginus", 21857 BRZ (IMO-Nr. :9443358), am 22.3. um 5.15 Uhr mit dem dort ankernden, unter Panama-Flagge registrierten Tanker "Nautical Global XVI", 7134 BRZ (IMO-Nr.: 9113135). Dabei verlor der Tanker seinen Backbordanker und wäre fast gegen den ebenfalls dort liegenden Tanker “Tiger Integrity" (IMO-Nr.: 9760574) zusammengestoßen, ehe er unter Kontrolle gebracht werden konnte.
Die „Nautical Global XVI“ erlitt neben dem abgerissenen Tanker auch noch Schäden im Bereich der Ballasttanks. Sie lag seit fast einem Jahr auf der Reede vor dem indischen Hafen auf. Der Frachter warf nach der Havarie zunächst auch Anker auf der Reede.
Quelle:Tim Schwabedissen


Containerfrachter verließ Rotterdam nach Havarie
(23.03.18) Der holländische Containerfrachter "AB2 Future", 3999 BRZ (IMO-Nr.: 9122241), der am 22.3. auf dem Weg nach Thamesport an der Nordpier bei Hoek van Holland auf Grund gelaufen war, verließ den Hafen von Rotterdam schließlich nach Inspektionen am 23.3. um 3.50 Uhr. Er nahm Kurs auf Moerdijk, wo er um 14.30 Uhr festmachen sollte. Er war an Vortag um 9.10 Uhr von den Schleppern "Multratug 3", "Multratug 31" und "Fairplay 1" nach der Bergung assistiert von dem Mooringboot "R.V.E. 41" an Steiger 7 auf dem Caland-Kanal festgemacht worden. Erster Schlepper vor Ort war die "Hampshire" gewesen, die aber dann nicht in die Bergungsoperation aktiv eingriff.
Die “A2B Futur” hat eine Länge von 101,13 Metern, eine Breite von 18,2 Metern, einen Tiefgang von 6,55 Metern und eine Tragfähigkeit von 5.315 Tonnen. Sie läuft für die Holwerda Shipmanagement BV in Heerenveen und wurde 1995 bei der J.J. Sietas KG Schiffswerft GmbH & Co. als „Jacob Becker“ erbaut. Zwischenzeitlich lief sie als „UB Tiger“.
Quelle:Tim Schwabedissen


Taucher installierten Kameras in gekentertem Baggerschiff
(23.03.18) Am 23.3. gelang es 12 Tauchern des SAR-Teams, in das kieloben liegende Wrack des gekenterten Baggerschiffs "JBB Rong Chang 8" einzudringen. Sie durchsuchten 70 Prozent des Achterschiffs installierten darin Überwachungskameras. Es gelang bislang nicht, eines der vermissten 14 Crewmitglieder zu entdecken.
Es wurde angenommen, dass sie sich im zentralen Bereich des Schiffs im Maschinenraum oder der Messe im Mittschiffsbereich befanden. Die Taucher konnten seit Mitternacht dessen untere Teile sowie einige Bereiche der Kajüten inspizieren. Jeder hatte 90 Minuten Tauchzeit.
Das Wrack war inzwischen drei Meilen weit vom Unglücksort in flaches Wasser 12 Meilen von Tanjung Tohor entfernt geschleppt worden, wo es stabiler lag und so Retter wie mögliche Überlebende weniger gefährdet waren. Es sollten immer noch Klopfgeräusche wahrgenommen worden sein.
Quelle:Tim Schwabedissen


Marineversorger bekam Schlagseite
(23.03.18) Am 19.3. entwickelte der indonesische Marineversorger “Kri Arun 903”, 11520 tdw, während eines Versorgungsmanövers mit einem Landungsschiff in den Gewässern von Ujung gegen 18.30 Uhr starke Steuerbordschlagseite. Zwei andere Schiffe der Marine, die “Anjasmoro” und “Merbabu” nahmen es auf den Haken. Es erreichte den Hafen von Semar und machte an der Koarmatim-Pier mi Semampier-Dock fest fest.
Hier konnte die Schlagseite von 10 Grad im Lauf der folgenden Stunden durch Umtrimmen allmählich reduziert werden. Die “Kri Arun 003” wurde 1968 für die britische Royal Navy als “RFA Green Rover – A 268” erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen


Brückenanfahrung in Obermeiderich
(23.03.18) Ein unbeladenes, holländisches Tankmotorschiff stieß am 23.3. gegen sieben Uhr auf dem Rhein-Herne-Kanal mit dem Ruderhaus gegen die Eisenbahnbrücke zwischen der zwischen der Gartroper und Essen-Steeler Straße in Obermeiderich. Der Schiffsführer wurde verletzt. Der 33-jährige wurde mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht.
Da sich das Ruderhaus des nach Duisburg bestimmten Schiffs beim Aufprall verschoben hatte, war es nicht mehr fahrtüchtig und muss abgeschleppt werden. Die Wasserschutzpolizei und das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt kontrollierten die Brücke auf mögliche Schäden und nahm Ermittlungen auf.
Quelle:Tim Schwabedissen


Wrack zu schwer - Bergung in Verden abgebrochen
(23.03.18) Das am 10.1. in Verden auf der Aller gesunkene Sportboot sollte am 22.3. mit einem Spezialkran gehoben werden. Das Wasser- und Schifffahrtsamts Verden mobilisierte dazu das Mehrzweckfahrzeug „Mittel-Weser“ mit einem Mobilkran an Deck aus Hoya zum Bauhafen. Morgens stiegen zwei Taucher ins Hafenbecken und schlugen das Hebegeschirr an dem 15 Tonnen schweren Wrack an.
Ein 10-köpfiges Bergungsteam war vier Stunden lang im Einsatz, um es aus dem Wasser zu bekommen Doch als das Boot dann aber über die Helling-Anlage an Land gezogen werden sollte, musste die Aktion abgebrochen werden, weil es sich als zu schwer erwies. Es blieb auf dem Böschungsbereich liegen.
Vor Ort waren auch Vertreter der Unteren Wasserbehörde sowie die Wasserschutzpolizei Nienburg. Als das Boot am 10.1. sank, waren ein Großaufgebot der Wasserschutzpolizei, der Verdener Ortsfeuerwehr und des Technischen Hilfswerks im Einsatz, um eine Ölverschmutzung im Hafen zu beseitigen. Das Holzschiff hatte eine Zeitlang herrenlos am Allerufer gelegen und war in den Hafen geschleppt worden, weil es wegen eines Hochwassers zu einer Gefahr geworden war, wo es dann unterging.
Die Feuerwehr legte nach dem Untergang eine Ölsperre aus, um eine Verbreitung des Öls oder Benzins in der Aller zu verhindern. Die Polizei leitete ein Strafverfahren gegen den Bootseigner ein wegen des Verdachts einer fahrlässigen Gewässerverunreinigung.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kollision auf der Waal
(23.03.18) Am 22.3. kollidierten bei Haaften auf der Waal zwei Binnenschiffe. Die Polizei Neerijnen-Lingewaal sowie ein Boot von Rijkswaterstaat assistierten der nationalen „Eenheid te water“. Der Sachschaden war erheblich. Es wurden Ermittlungen eingeleitet.
Quelle:Tim Schwabedissen


Fähre kollidierte mit Eisscholle
(23.03.18) Am Abend des 22.3. kollidiert die norwegische Katamaranfähre "Fløyfjell", 332 BRZ (IMO-Nr.: 9563172), auf der Fahrt nach Harstad mit einer großen Eisscholle in Gisundet, nördlich von Finnsnes. Dabei wurde der Rumpf so beschädigt, dass das Schiff in den Hafen von Finnsnes einlaufen musste, wo die Passagiere von Bord gehen mussten. 35 von ihnen wurden in der Nacht per Taxi nach Harstad gebracht, die übrigen fünf kamen in einem Hotel über.
Keiner von ihnen war verletzt worden. Gegen Mitternacht lief die "Fløyfjell" zu einer Werft in Harstad aus, wo der Schaden untersucht und ein Reparaturplan entwickelt werden sollte. Zwischen Harstad und Tromsø wurde vorerst ein Busverkehr eingerichtet.
Quelle:Tim Schwabedissen


Bergungsarbeiten auf St. Lawrence River angelaufen
(23.03.18) In der kommenden Woche soll die gestrandete Barge “Alouette Spirit” geborgen werden, doch die Vorbereitungen dazu sind bereits im Gange. Ein Teil der 13,000 Tonnen Aluminumbarren werden auf eine andere Barge der McKeil Marine geleichtert, nachdem Transport Canada und die kanadische Coast Guard unlängst dem Bergungsplan zustimmten. Seit Weihnachten saß die Barge mit dem Schubschlepper „Wilf Seymour“, 442 BRZ (IMO-Nr.: 521578), auf dem St. Lawrence River fest.
Nach mehreren vergeblichen Bergungsversuchen war entschieden worden, bis Ende März zu warten, wenn der Wasserpegel wieder steigen sollte. Der Schlepper selbst war abgekoppelt worden und am 10.1. nach Trois Rivières eingelaufen.
Quelle:Tim Schwabedissen


15 Verletzte bei Feuer auf Motoryacht
(23.03.18) In dem ONE° 15 Marina Club in der Sentosa Cove in Singapur ging am Nachmittag des 22.3. um 16.30 Uhr die Motoryacht „Wilber“ binnen weniger Augenblicke in Flammen auf. Die Feuerwehr war nach kurzer Zeit vor Ort. Die Yacht lag an einer Bunkerpier. Die Hitze des Feuers war noch 150 Meter entfernt zu spüren.
15 Personen erlitten Verletzungen und kamen in zwei Krankenhäuser. Drei von ihnen, darunter ein Kind, wurden mit Brandwunden ins Singapore General Hospital (SGH) gebracht, die anderen kamen mit Rauchgasvergiftungen ins National University Hospital. Eine Person war schwer verletzt.
Bereits vor Eintreffen des SCDF hatte ein Team des Clubs mit der Brandbekämpfung und Rettungsmaßnahmen begonnen. Um 16.50 Uhr waren alle Personen an Bord in Sicherheit. Die Feuerwehr, Polizei und Sentosa Rangers waren mit fünf Fahrzeugen und 20 Einsatzkräften vor Ort.
Die Aufbauten der “Wilber” wurden von dem Brand zerstört. Auch eine in der Nähe liegende Yacht der Premium Nautical erlitt Schäden durch Hitze und Flammen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Schubschlepper brachte Fischerboot zum Kentern
(23.03.18) Nahe Willow Grove kollidierte am Morgen des 21.3. auf dem Columbia River unterhalb von Longview, Washington, ein 20 Fuß langes Sportfischerboot, nachdem es mit einem Schubschlepper kollidiert war. An Bord waren zwei Personen, die von einem in der Nähe befindlichen Fischer von dem kieloben treibenden Wrack unversehrt abgeborgen wurden.
Einsatzkräfte des Cowlitz County Sheriff’s Office schleppten es zum Ufer, wo es aufgerichtet und an Land gezogen wurde. Die U.S. Coast Guard schickte Personal aus Portland, Oregon, und leitete eine Untersuchung ein. Zum Unglückszeitpunkt herrschte wegen Nebels eine Sicht von Null auf dem Fluss.
Quelle:Tim Schwabedissen


Zwei Havarien in Namibia
(23.03.18) Am Morgen des 21.3. lief der japanische Longliner “Fukuseki Maru” 577 BRZ (IMO-Nr.: 9141223), zwischen der Henties Bay und der Terrace Bay in den Gewässern von Swakopmund, Namibia, auf Grund. Er hatte 150 Tonnen Diesel an Bord. Die Havarie ereignete sich 15 Kilometer südlich der Mündung des Ugab River.
Die 24-köpfige Crew wurde am Morgen des 22.3. von einem Helikopter teilweise abgeborgen. Nur eine Rumpfcrew blieb an Bord, um Bergungsarbeiten unterstützten zu können. Das Schiff lag auf Felsgrund in hoher Brandung auf. Am Havaristen wurde ein dünner Dieselölfilm festgestellt, der sich aber bei dem hohen Seegang rasch auflöste und verdunstete.
Ansonsten war das Schiff noch intakt und betriebsfähig. Am 22.3. wurde ein Bergungsteam in Marsch gesetzt. Wenn die Kapazitäten nicht ausreichten, müssten Schlepper aus Südafrika angefordert werden.
Das Schiff war nach einer Fangfahrt von den Gewässern Angolas nach Walvis Bay unterwegs. Das Directorate of Maritime Affairs wurde am selben Abend erneut alarmiert, nachdem bei Meile 108 unweit der Mündung des Ugab River ein weiteres Schiff aufgelaufen und leckgeschlagen war.
Quelle:Tim Schwabedissen


Maschinenausfall bei Vancouver
(23.03.18) Am 19.3. um 16.10 Uhr erlitt der unter Liberia-Flagge laufende Bulkcarrier "Ocean Diamond", 32309 BRZ (IMO-Nr.: 9465162), einen Komplettausfall der Hauptmaschine, als er sich der First Narrows Bridge in der English Bay, British Columbia, annäherte, auf Position 49 18 N 123 08 W. Das Schiff kehrte mithilfe zweier Schlepper zu Ankerplatz 14 vor Vancouver zurück. Dort ward es am 20.3. um 11.24 Uhr Anker. Am 21.3. um 17 Uhr nahm sie die Reise nach Buenaventura wieder auf, wo sie am 4.4. erwartet wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen


"Abeille Liberté" und gekenterter Frachter "Britannica Hav"
(Bild: Marine Nationale)   Großbild klick!

Gekenterter Frachter wird kieloben nach Le Havre geschleppt
(22.03.18) Am Abend des 20.3. wies der Maritime Präfekt Nordsee und Englischer Kanal das norwegische Hav Ship Management an, die Gefahren, die von dem Wrack des weiter kieloben vor Frankreich treibenden, unter Malta-Flagge laufenden Frachters "Britannica Hav", 1521 BRZ (IMO-Nr.: 8506440) und seinen vier verlorenen Lukendeckeln ausgingen, zu beseitigen. Diese wie auch der Rumpf wurden von einem Cayman-Hubschrauber der Marine und dem Notfallschlepper "Abeille Liberté" (IMO-Nr.: 9308699) mit Signalgebern versehen, sodass die Drift in Echtzeit verfolgt werden konnte.
Berger auf dem Rumpf der "Britannica Hav"
(Bild: Marine Nationale)   Großbild klick!
Sie betrug zunächst zwei bis drei Knoten in westlicher Richtung. Als Teil der britisch-französischen Kooperation lief auch der englische Tonnenleger "Galatea" (IMO-Nr.: 9338591), am frühen Morgen des 21.3. in das Seegebiet, um die Möglichkeit einer Bergung der verlorenen Lukendeckel zu untersuchen. Es gab bislang keine neuen Ölaustritte an der "Britannica Hav". Das Ölbekämpfungsschiff "Argonaute" (IMO-Nr.: 9269518), traf mit der notwendigen Ausrüstung auch am 21.3. vor Cherbourg ein. Bis zum Nachmittag gelang es, das Wrack soweit zu stabilisieren, dass zwei Berger unter großer Gefahr auf den Rumpf klettern konnten und um 12 Uhr eine Schleppverbindung vom Bug zur "Abeille Liberté" herstellten. Dann ging es mit sehr langsamer Fahrt, begünstigt von ruhigem Wetter, in Richtung Le Havre, wo der Schleppzug am 22.3. gegen 13 Uhr eintreffen könnte.
Der Konvoi wurde von der „Argonaute“ eskortiert und erreichte am Morgen des 22.3. mit 3,5 Knoten Fahrt laufend den Zufahrtskanal nach Le Havre. Der Schlepper "KSM Kermor" (IMO-Nr.: 9712412) aus Caen wurde unterdessen mit der Bergung der vier Lukendeckel beauftragt. Diese trieben 50 Meilen nordöstlich von „Cherbourg“ und wurden von der „Flamant“ (MMSI-Nr.: 226121949) der französischen Küstenwache getrackt.
Die „Kermor“ sollte auch diese nach Le Havre ziehen. Weitere Assistenzschiffe waren die „Mustang“ und die „Sea Buldog“.
Derweil lag die „Deborah“ mit erstaunlich geringen Schäden am Kai in Zeebrügge, wo sich deren sechsköpfige Crew von dem Schrecken erholte. Der Aufprall auf die „Britannica Hav“, die auf einmal vor ihnen aufgetaucht war, als sie an Deck arbeitete, war enorm gewesen. Doch es gab auf dem Trawler, dessen Bug oberhalb der Wasserlinie eingedrückt wurde, keinen Wassereinbruch, und er blieb seetüchtig.
So konnte er den 14 Stunden langen Rückmarsch nach Belgien ohne Assistenz antreten. Erst dann begab sich der Kapitän, der zwar verletzt worden war, aber eine Abbergung abgelehnt hatte, ins Krankenhaus.
Quelle:Tim Schwabedissen


Fähre in Neapel gegen Kai getrieben
(22.03.18) Am Nachmittag des 20.3. wurde die italienische Fähre "Isola di Capri", 1925 BRZ (IMO-Nr.: 9166170), als sie von Capri kam, in Neapel von einer Windbö erfasst und geriet außer Kontrolle. Sie hatte wegen stürmischen Windes eigentlich die Beverello-Mole, die geschützter als der Calata di Massa-Hafen erschien, angesteuert. Doch während des Einlaufmanövers wurde sie gegen den Kai gedrückt und drohte mit dem dort liegenden Hydrofoil "Aldebaran", 224 BRZ (IMO-Nr.: 8412895), ebenfalls von Caremar, zu kollidieren, was der Kapitän mit knapper Not vermeiden konnte.
Es kamen keine Personen zu Schaden. Die aus Capri kommenden Fahrgäste mussten aber längere Zeit warten, bis ihr Schiff endlich sicher am Kai vertäut war. Dann konnten sie an Land gehen, und die "Isola di Capri" wurde einer Inspektion unterzogen. Sie konnte aber um 18.10 Uhr in den Liniendienst zurückkehren. Um dieselbe Zeit lief auch die „Aldebaran“ wieder aus und machte am 21.3. in Procida fest.
Quelle:Tim Schwabedissen


Archivbild Schwerlastfrachter "Aura"
(Bild: Olaf Kuhnke)   Großbild klick!

Kollision auf Eisfahrt vor Finnland
(22.03.18) Der finnische Schwerlastfrachter "Aura", 3259 BRZ (IMO-Nr.: 9395276), der sich auf Eisfahrt im Schlepp des Eisbrechers "Sisu" befand, kollidierte am 19.3. mit dem unter Antigua Barbuda-Flagge laufenden Containerfrachter "BBC Virginia", 9618 BRZ (IMO-Nr.: 9501277), der Briese Schifffahrts GmbH & Co. KG in Leer. Beide Schiffe hatten den Hafen von Tornio am 18.3. verlassen. Die Havarie ereignete sich unweit des Hafens von Umeå.
Die "Aura" erlitt am Heck unter der Wasserlinie ein Leck, und die "BBC Virginia" wurde oberhalb der Wasserlinie in einem Bereich von einem mal vier Metern aufgerissen. Die "Sisu" machte am 20.3. um 12.25 Uhr in Kokkola fest. Die "Aura" hatte den Hafen von Vaasa bereits um vier Uhr erreicht.
Archivbild "BBC Virginia"
(Bild: Olaf Kuhnke)   Großbild klick!
Sie verließ ihn am 20.4. um vier Uhr, assistiert von dem Schlepper "Zeus of Finland" (IMO-Nr.: 9130729), wieder und nahm Kurs auf Naantali. Hier sollte sie am 22.3. um 21 Uhr eintreffen. Die "BBC Virginia" machte am 20.3. um Mitternacht in Umeå fest.
Quelle:Tim Schwabedissen






Gestrandete Segelyacht bei Stevenston
(Bild: Ardrossan Coastguard Rescue Team)   Großbild klick!

Segelyacht bei Stevenston gestrandet
(22.03.18) Am Nachmittag des 21.3. wurde die zweiköpfige Crew einer Segelyacht, die nahe Stevenston um 13.30 Uhr in Seenot geraten war, vom Ardrossan Coastguard Rescue Team gerettet. Die Ketsch lag bei deren Eintreffen südlich von Stevenson Point auf der Steuerbordseite in der Brandung der auflaufenden Flut. Zunächst gab es keine Lebenszeichen, doch als die Retter sich mit Trillerpfeifen bemerkbar machten, erschienen die beiden, die unter Deck Schutz gesucht hatten.
Sie waren über Telefon mit der Belfast Coastguard in Kontakt gewesen. Beide Rettungsboote aus Troon kamen zu Hilfe, während das Wetter immer stürmischer wurde. Schließlich wurde ein Wasserretter eingesetzt, um die Schiffbrüchigen an Land zu holen.
Hier stand ein Fahrzeug des Coastguard Rescue Team zur weiteren Betreuung bereit. Per Krankenwagen des Scottish Ambulance Serviceging es dann ins Crosshouse Hospital. Für den havarierten Zweimaster ließ sich bei der rauen See aktuell nichts weiter machen, deshalb rückten die Rettungskräfte ab.
Quelle:Tim Schwabedissen


Verlorene Frachterladung treibt an schottischer Küste an
(22.03.18) Teile der Ladung des holländischen Frachters "Frisian Lady", 3666 BRZ (IMO-Nr.: 9246906), trieben jetzt an der Küste von Ost-Lothian an. Das Schiff hatte sie am 2.3. rund 110 Meilen östlich des Souter Leuchtturms im Sturm auf der Nordsee verloren, und das Schnittholz fand am 20.3. den Weg in den Firth of Forth und auf den Strand von Longniddry. 200 Packungen Holz waren an jenem Tag auf der Fahrt von Antwerpen nach Immingham verloren gegangen. Das Treibgut kam zwischen Morrison’s Haven und North Berwick auf den Strand. Die schottische Polizei warnte davor, zu versuchen, das Strandgut zu bergen. Die Coastguard hatte nach dem Ladungsverlust Navigationswarnungen ausgestrahlt, doch inzwischen schien das meiste Holz nicht mehr im Meer zu treiben.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kolbenschaden vor Gallan Head
(22.03.18) Der unter Panama-Flagge laufende Bulkcarrier "India", 44027 BRZ IMO-Nr.: 9580508), der unterwegs von Port Elizabeth nach Murmansk mit einer Ladung von 50.437 Tonnen Manganerz war, trieb am 20.3. zeitweilig rund 45 Seemeilen von Gallan Head auf Position 58 45 N 08 06 W. Es war ein Schaden an einem Kolben in der Hauptsache aufgetreten. Die geschätzte Reparaturdauer betrug acht Stunden.
Um 17 Uhr. nahm das Schiff nach Behebung des Schadens wieder Fahrt auf. Es sollte am 23.3. um 13.00 Uhr in Murmansk eintreffen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Celtic Spirit wartet noch auf Ersatzteile
(22.03.18) Auf dem britischen Frachter "Celtic Spirit", 2840 BRZ (IMO-Nr.: 9136204), waren am 20.3. die wesentlichen Reparaturen der Schäden abgeschlossen, die sie während der Kollision auf der Reede von Hawke in der Humber-Mündung am 1.3. erlitten hatte. An jenem Tag war sie ins Treiben geraten und mit dem Forschungsschiff "Atlantic Explorer" sowie der "Celtic Warrior" aneinander geraten. Momentan wartete sie jedoch noch auf Ersatzteile für ihren Ankerwinschenantrieb, die aus den USA kommen sollten.
Deshalb verzögerte sich die Abfahrt um mindestens eine weitere Woche. Sobald die Ankerwinsch wieder in Betrieb ist, können auch Ersatzanker und -kette an Bord genommen werden, um den beschädigten Anker zu ersetzen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Briese-Frachter mit Maschinenschaden abgeschleppt
(22.03.18) Der unter Antigua-Barbuda-Flagge laufende Containerfrachter "Samba", 7584 BRZ (IMO-Nr.:9428205), der Briese Schifffahrts GmbH & Co. KG in Leer erlitt auf der Fahrt von Tananger nach Rotterdam, am 19.3. auf Position 54 12.6 N 04 46 21.3 O um 18.20 Uhr Maschinenschaden. Er wurde von dem unter Malta-Flagge laufenden Schlepper "Amber II" (IMO-Nr.: 9425423) am 20.3. in Richtung Rotterdam auf den Haken genommen. Hier traf der Schleppzug am 21.3. gegen 19 Uhr ein. Die Schlepper "Rotterdam", "Smart Barge", "Smit Schelde" und "Smit Seine" assistierten beim Einlaufmanöver, das vom Patroullienboot "RPA 15" überwacht wurde.
Am 8.12.2014 war das Schiff auf der Fahrt von Aalesund nach Husnes zwischen Hovden und Gåsøy in Bremanger auf eine Untiefe gelaufen. Das NSSR-Rettungsboot “Halfdan Grieg” und ein Schlepper kamen dem Havaristen, der südlich von Kalvåg mit einer 15-köpfigen Crew an Bord festsaß und Wassereinbruch erlitten hatte, zu Hilfe. Es konnte sich aber selbst befreien und machte um 22.20 Uhr in Florø fest, von wo aus es am 11.12. weiter nach Rotterdam ging. Der entstandene Schaden wurde bis zum 27.1.2015 bei der Mützelfeldt-Werft in Cuxhaven behoben.
Quelle:Tim Schwabedissen


Maersk Honam soll in Jebel Ali gelöscht werden
(22.03.18) Der immer noch schwelende Containerfrachter "Maersk Honam" hat nun Jebel Ali als Fahrtziel. Hier sollen die abschließenden Löscharbeiten stattfinden und dann die Ladung von Bord geholt werden. Die Schleppreise wurde auf zwei Wochen Dauer geschätzt.
Es wurde erwartet, dass große Teile der Ladung hinter dem vorderen Aufbautenblock unversehrt geblieben sind. Hingegen dürfte die Fracht, die sich auf dem Vorschiff befand, größtenteils dem Feuer, der immensen Hitze und dem Löschwasser zum Opfer gefallen sein. Genaueres wird sich aber erst sagen lassen, wenn das Schiff im Hafen ist.
Quelle:Tim Schwabedissen


Frachter vor Nevelsk aufgelaufen
(22.03.18) Am 20.3. um 13.30 Uhr lief der russische Frachter "Fortuna", 2372 BRZ (IMO-Nr.: 7707712), auf Grund, als er die Zufahrtstonne des Hafens von Nevelsk ansteuerte. Er war mit 2.850 Tonnen Kohle beladen. Zwei Versuche von Hafenschleppern, ihn wieder freizubekommen, scheiterten.
Erst am 21.3. um 03.45 Uhr gelang es, den Havaristen mithilfe der Schlepper "Vostok" und "Kasei" wieder flottzumachen. Um vier Uhr machte er im Hafen fest.
Quelle:Tim Schwabedissen


Wrack mit bis zu 14 Eingeschlossenen wird abgeschleppt
(22.03.18) Die SAR-Operation zur Rettung der 14 Crewmitglieder des dominikanischen Hopperbaggers "JBB Rong Chang 8", die noch im gekenterten Rumpf vermutet wurden, dauerten an.
Das Wrack sollte nun von der „Samudra“ der Royal Malaysian Navy sowie zwei Schleppern in flacheres Wasser gezogen werden. Die Marinetaucher hatten zuvor wegen starker Strömungen und hohen Seegangs Probleme gehabt, ins Schiff einzudringen.
Auch die chinesische Regierung schickte Rettungstaucher zur Unterstützung. Bei Klopftests am 21.3. gegen 15 Uhr gab es möglicherweise Antworten aus dem Schiffsinnern. Am 21.3. traf die “Kahameru” von der Lumut Naval Base in Perak am Wrack ein und begann, Luft in den Rumpf zu pumpen, um ihn zu stabilisieren. Das Schiff hatte 23 Taucher der Marine und acht andere Profituacher an Bord. Insgesamt waren rund 50 Mann an der Rettungsaktion beteiligt.
Quelle:Tim Schwabedissen


Frachter im Eis des Golf von Riga in Schwierigkeiten
(22.03.18) Der maltesische Frachter "Transforza", 3244 BR (IMO:9199402), geriet im Eisgang im Golf von Riga südlich der Insel Kihnu zwischen dem 21. und dem 22.3. in Schwierigkeiten und lief möglicherweise auch auf Grund. Das Schiff war unterwegs von dem estnischen Hafen Pärnu nach Finnland. Im Golf von Riga waren Eisdicken zwischen fünf und 20 Zentimetern ausgewiesen.
Offenbar musste der Frachter seinen Kurs ändern, um durch das Eis zu kommen, und geriet beim Versuch, freies Wasser zu finden oder das Einfrieren zu vermeiden, in flaches Wasser..
Quelle:Tim Schwabedissen


Container in Karachi geborgen
(22.03.18) Die Operationen zur Bergung der gesunkenen Containers am South Asia Pakistan Terminal Limited (SAPTL), in Karachi wurden am 21.3. erfolgreich abgeschlossen. Taucher hatten Hebestropps an den Boxen befestigt, an denen diese dann von Kränen aus dem Wasser gezogen wurden. Lediglich drei auf tiefem Wasser gesunkene Container bereiteten noch Probleme.
Der Hafenbetrieb lief aber inzwischen wieder. Der Containerfrachter „Hamburg Bay“ verließ den Hafen am selben Tag um 15.30 Uhr und steuerte den Golf von Oman an. Der Frachter „Tolten“, der das Chaos verursacht hatte, blieb weiter am Kai, wo die Ladung gelöscht wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen


Schwere Kollision in Volkerak
(22.03.18) Am 19.3. um 22.15 Uhr kollidierte das holländische Güterschiff "Zembla", 7084 ts (EU-Nr.: 02333626), die um 11 Uhr in Düsseldorf losgeworfen hatte, mit dem Binnenschiff „Merelbeke". Das Unglück ereignete sich bei den Schleusen von Volkerak. Die "Zembla" lief dem vor ihr befindlichen Schiff ins Heck.
Dabei wurde der Bug der „Zembla“ im Bereich der Wasserlinie aufgerissen. Die „Merelbeke“ erlitt erhebliche Schäden an ihrer Seite. Nach dem Zusammenstoß wurde verständigt und schickte das Patroullienboot "RWS 73" zur Unfallstelle. Deren Crew assistiete dabei, die Behinderungen für die übrige Schifffahrt möglichst gering zu halten. Am 21.3. um 6.20 Uhr machte die "Zembla" in Antwerpen fest.
Sie wurde 2015 bei der Sainty Shipbuilding, Yangzhou, erbaut und der Kasko beim Trico Shipyard, Rotterdam, ausgerüstet. Eigner ist die Nova Zembla (Gebr. van de Wijgaart BV) in Rotterdam. Das 502-TEU-Schiff ist 135 Meter lang, 17,1 Meter breit und hat 4,27 Meter Tiefgang.
Quelle:Tim Schwabedissen


Containerschiff bei Rotterdam auf Grund gelaufen
(22.03.18) Am Morgen des 22.3. lief der holländische Containerfrachter "AB2 Future", 3999 BRZ (IMO-Nr.: 9122241), auf dem Caland-Kanal unmittelbar vor Hoek van Holland auf Grund. Die drei Schlepper "Multratug 3", “Multratug 31" und "Fairplay 1" waren rasch vor Ort. Es gelang ihnen, den Havaristen um 9.10 Uhr wieder in tieferes Wasser zurückzuziehen.
Das Festmacherboot „RVE 41“ (MMSI-Nr.: 244830874), assistierte den Schleppern bei ihrer Arbeit. Der Frachter war um 4.30 Uhr aus Moerdijk ausgelaufen und war nach Thamesport bestimmt.
Quelle:Tim Schwabedissen


Suche im Südatlantik dauert an
(22.03.18) Nach 10-tägiger Abwesenheit nahm am 20.3. das ozeanographische Forschungsschiff “Yantar” die Suche nach dem argentinischen U-Boot ARA „San Juan“, das vor 126 Tagen im Südatlantik verschwand, wieder auf. Es sollte einen Kontakt überprüfen, den der Zerstörer ARA „Sarandi“, der seit letzter Woche das einzige Schiff im Suchgebiet war, gehabt hatte. Dieser machte sich derweil auf den Rückmarsch nach Puerto Belgrano und nahm dabei den Weg, den das U-Boot auf der Fahrt nach Mar del Plata am 15.11.2017 ebenfalls genommen hatte.
Dafür lief von der Base in Punta Alta der Zerstörer ARA „Argentina“ aus. Im Dock des Marinearsenal von Puerto Belgrano ging derweil die Reparatur der ARA “Islas Malvinas“ weiter, die hier vor drei Wochen eingetroffen war. Sie sollte am 21.3. wieder ins Suchgebiet auslaufen mit dem ROV Pantera Plus und ein neunköpfiges Team der russischen Marine an Bord, die damit Kontakte in bis zu 1.000 Metern Tiefe überprüfen kann.
Quelle:Tim Schwabedissen


Motoryacht in Kalama gesunken
(22.03.18) Die 42 Fuß lange Motoryacht “Mary Lee” sank am 8.3. im Hafen von Kalama. Der Untergang wird die Hafenbehörde rund 115,000 Dollar für die Bergung kosten, davon 90.000 Dollar für die Bergung und 25.000 Dollar für Schäden an der Marina. Das Schiff hatte 200 Gallonen Diesel an Bord. Die US Coast Guard pumpte einen Tank leer und sicherte einen weiteren.
Dieser sollte gelenzt werden, sobald das Boot mit einer Kranbarge aufgerichtet wurde. Die Finanzierung der Operationen sollte über das Washington Department of Natural Resources Derelict Vessel Program erfolgen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kutter bei Sitka gestrandet
(22.03.18) Die Coast Guard Air Station Sitka wurde am Morgen des 21.3. alarmiert, nachdem um 4.45 Uhr der Kutter „EH“ in der Peril Strait unweit von Saoot Point auf Grund gelaufen war. Der Hubschrauber barg die dreiköpfige Crew, zwei Männer und eine Frau, ab und brachte sie unversehrt an Land. Die 46 Fuß lange „EH“ gehörte Dennis Hicks aus Seattle.
Das Marine Safety Detachment arbeitete mit dem Eigner zusammen, um das Schiff, das 120 Gallonen Diesel in den Tanks hatte, zu bergen. Es lag vollständig auf der Backbordseite auf den Felsen und fiel bei Ebbe trocken.
Quelle:Tim Schwabedissen


Martha’s Vineyard nach neuerlichen Problemen in die Werft geschickt
(22.03.18) Am 21.3. um 9.30 Uhr verließ die US-Fähre “Martha’s Vineyard” den SSA Vineyard Haven Terminal mithilfe des Schleppers “Morgan”, der Tucker Roy Marine Towing and Salvage in New Bedford, der sie zum durch den Vineyard Sound zum Fairhaven Shipyard eskortieren sollte. Die Begleitung hatte die US Coast Guard zur Voraussetzung für die Genehmigung zu der 35 Meilen langen Fahrt gemacht. Die Fähre hatte erst am 17.3. einen Maschinenausfall vor Vineyard Haven erlitten, war aber nach einer Reparatur von der Coast Guard wieder freigegeben worden.
Doch am Abend des 20.3. gab es ein erneutes Problem mit einem Generator. Die Havarie am Wochenende hatte an fehlerhaften Verkabelungen im Zuge der vorangegangenen Überholung gelegen. Am 20.3. um 13 Uhr gab die Steamship Authority bekannt, dass das Schiff nun erneut für rund eine Woche in die Werft solle. Sie wurde in dieser Zeit von der kleineren „Sankaty“ ersetzt.
Quelle:Tim Schwabedissen


RNLI-Boot kam Einhandsegler zu Hilfe
(22.03.18) Das RNLI-Boot aus Filey wurde am 21.3. alarmiert, nachdem die Segelyacht “Calanthe” auf der Fahrt von Bridlington nach Scarborough vier Meilen nordöstlich von Filey Brigg in Schwierigkeiten geraten war. Um 12 Uhr rief die Coastguard Humber die Seenotretter, deren “Keep Fit Association” dem Skipper bei auffrischendem Wind zu Hilfe kam. Auch das Filey Coastguard Rescue Team wurde zum Filey Country Park mobilisiert, um von dort aus die Yacht zu überwachen, bis das Rettungsboot eintraf.
Dieses nahm die Yacht in Schlepp nach Scarborough, wo sie um 14 Uhr eintraf. Dort stand der Scarborough Borough Council Port Staff und das Scarborough Coastguard Rescue Team bereit, um dem Einhandsegler, der eine Rückenverletzung erlitten hatte, zu assistieren. Das Rettungsboot meldete sich um 15.40 Uhr wieder klar auf Station.
Quelle:Tim Schwabedissen


Frachter "Britannica Hav" kieloben
(Bild: CROSS Joborg)   Großbild klick!

Frachter kenterte im Englischen Kanal
(21.03.18) Am 20.3. um 15.40 Uhr wurde der unter Malta-Flagge laufende Frachter "Britannica Hav", 1521 BRZ (IMO-Nr.: 8506440), im Englischen Kanal rund 50 Meilen nordöstlich von Cherbourg von dem 39 Meter langen, belgischen Trawler "Deborah - Z 121", 385 BRZ (IMO-Nr.: 8871766), gerammt. Dieser traf den Frachter, der mit einer Ladung Stahl am 15.3. in Santander ausgelaufen und nach Keadby in England bestimmt war, mittschiffs an Backbordseite. Die „Britannica Hav“ wurde aufgerissen, erlitt massiven Wassereinbruch und kenterte wenig später.
Die siebenköpfige Crew flüchtete noch rechtzeitig in zwei Rettungsinseln und wurde dann von der "Deborah" an Bord genommen. Diese hatte die Havarie glimpflich überstanden. Das CROSS Jobourg schickte einen Cayman-Helikopter der Marine-Base in Maupertus mit einem Ärzteteam der Armee in Querqueville zur Versorgung der Schiffbrüchigen.
Einer der Seeleute des Frachters war leicht verletzt. Die Schiffbrüchigen wurden von einem Helikopter zur Base in Quergueville geflogen. Der Skipper der "Deborah", der ebenfalls eine leichte Kopferverletzung davongetragen hatte, blieb an Bord seines Schiffes. Dieses lief am 21.3. um 10 Uhr nach Zeebrügge ein.
Das Seeoperationscenter der Maritimen Präfectur Kanal und Nordsee schickte den Notfallschlepper "Abeille Liberté" (IMO-Nr.: 9308699) zur Unglücksstelle. Dort trieb der gekenterte Frachter weiter kieloben in der See. Bei Windgeschwindigkeiten von 30 km/h driftete das Wrack mit rund drei Knoten in südwestlicher Richtung. Auch das Patroulienboot "Aramis" der Polizei folgte dem Schiff.
Von diesem hatten sich auch vier Lukendeckel von 15x20 Metern gelöst und trieben in der aufgewühlten See. Sie wurden markiert und überwacht. Ein leichter Ölfilm wurde um das Wrack festgestellt.
Die „Britannica Hav“ hatte 48 Tonnen Diesel an Bord. Der Maritime Präfekt rief das Ölbekämpfungsschiff "Argonaute" (IMO-Nr.: 9269518) aus Brest zu Hilfe. Dieses verließ mit der notwendigen Ausrüstung zur Bekämpfung von Ölverschmutzungen den Hafen und nahm Kurs auf Cherbourg.
Die “Britannica Hav” ist 82,21 Meter lang, 11,3 Meter breit, hat 4,17 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 2.289 Tonnen. Sie läuft für die Hav Ship Management Norrus A/S in Oslo und wurde 1985 auf der Schiffswerft Hugo Peters & Co. GmbH in Wewelsfleth erbaut. Sie lief zuvor unter den Namen „Oblix“, „Dominque Trader“, „Provence“ und „Pero“.
Quelle:Tim Schwabedissen


Maschinenschaden im Saronischen Golf
(21.03.18) Die griechische Fähre "Talos", 7171 BRZ (IMO-Nr.: 7043843), erlitt am 19.3. um 18.15 Uhr einen Schaden an der Treibstoffversorgung der Steuerbordmaschine, als sie auf Position 37 37.69 N 23 45.94 O im Saronischen Golf unterwegs war. Das Schiff war aus Drapetsona kommend nach Paros, Kos und Rhodos unterwegs. An Bord befanden sich eine 16-köpfige Crew, 12 Fahrgäste und 43 Fahrzeuge.
Der Havarist kehrte zur Reparatur nach Drapetsona zurück. Nachdem die Crew den Schaden behoben hatte und das Schiff einer Inspektion durch die Hafenbehörde unterzogen worden war, war es am 20.3. wieder unterwegs.
Quelle:Tim Schwabedissen


Archivbild Frachter “Berg”
(Bild: Olaf Kuhnke)   Großbild klick!

Berg am Strand gesunken
(21.03.18) Der moldawische Frachter “Berg”, 2516 BRZ (IMO-Nr.: 8896039), der am 31.1. auf der Reise von Kertsch nach Bandirma leckgeschlagen war und sinkend in der Bucht von Feodosiya auf der Krim auf Grund gesetzt worden war, ist ein Totalverlust. Nachdem Bergungsbemühungen in den vergangenen Wochen nicht erfolgreich waren, ist das Schiff in einem Sturm, der über das Schwarze Meer zog, nun komplett gesunken. Nur noch das Vorschiff und die oberen Teile der Aufbauten ragten noch aus dem Wasser.
Im Februar hatten die Berger immerhin den Kraftstoff aus den Tanks abpumpen können, sodass es keine großen Risiken für die Umwelt mehr gab. Warum die “Berg” leckgeschlagen war, blieb weiter ein Rätsel. Das Seegebiet vor der Krim-Halbinsel, in dem sich die Havarie ereignet hatte, wurde inzwischen als militärisches Übungsgebiet ausgewiesen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Aufräumarbeiten bei Xanten
(Bild: Polizei Duisburg)   Großbild klick!

Aufräumarbeiten bei Xanten dauern an
(21.03.18) Nach der Kollision der 105 Meter langen, holländischen „Delos“ mit dem 62 Meter langen belgischen Binnenschiff „Ventura“ 620 ts (EU-No.: 06002676), auf dem Rhein bei Xanten zwischen den beiden Ortsteilen Vynen und Obermörmter wurde der Schaden auf mehrere 10.000 Euro geschätzt. Als sich das größere Schiff über das kleinere schob, erlitt dessen Kapitän Kopfverletzungen und einen Schock. Er wurde mit einem Feuerwehrboot zuerst an Land und dann mit dem Rettungswagen in ein Weseler Krankenhaus gebracht.
Seine Frau wurde bei dem Schiffsunglück so schwer verletzt, dass sie mit einem Rettungshubschrauber in die Duisburger Unfallklinik geflogen wurde. Der Schiffsführer des holländischen Schiffes blieb dagegen unverletzt, und die „Delos“ trug nahezu keinen Schaden davon. Sie hatte den Belgier mittschiffs getroffen, drückte deren Ladeluken hoch und zerstörte das komplette Ruderhaus des Schiffs, das am Morgen in Duisburg abgelegt hatte und in Richtung Niederlande unterwegs war.
Warum die Schiffe auf dem Rhein kollidierten, war noch nicht klar. Die Ermittlungen der Wasserschutzpolizei dauerten an. Neben der Polizei und der Wasserschutzpolizei aus Duisburg waren auch die Feuerwehren aus Emmerich, Wesel und Xanten vor Ort, letztere mit etwa 15 Einsatzkräften. Koordiniert wurde der Rettungsdienst von der Feuerwehrleitstelle in Kleve, da sich das Unglück in Höhe von Rheinkilometer 832 ereignete. fast auf Kreis Klever Gebiet.
Der Schiffsverkehr auf dem Rhein nicht beeinträchtigt. Bis zum Abend des 20.3. waren Wasserschutzpolizei und Gutachter aber damit beschäftigt, das beschädigte Schiff zu sichern. Es muss dann einer Werft geschleppt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen


Fischfabrik trieb vor Kamtschatka
(21.03.18) Auf dem russischen Trawler "Pyotr Bogdanov“, 2380 BRZ (IMO-Nr.: 8859988), kam es am 17.3. um 16.50 Uhr zu einem Ruderausfall, durch den das Schiff manövrierunfähig im Ochotischen Meer rund 15 Meilen vor der Westküste von Kamtschatka trieb. Um 18.15 Uhr machte sich der russische Bergungsschlepper “Predannyy" auf den Weg zum Havaristen. Doch um 23.25 Uhr meldete der Kapitän der “Pyotr Bogdanov", dass die Crew den Schaden hatte reparieren können und das Ruder wieder gut funktionierte. Daraufhin kehrte die Fischfabrik zu den Fanggründen zurück, und der Schlepper wurde abbestellt.
Quelle:Tim Schwabedissen


Frachter saß vor Archangelsk fest
(21.03.18) Auf dem russischen Frachter "Mekhanik Brilin", 2489 BRZ (IMO-Nr.: 8904408), kam es am 16.3. um 6.15 Uhr zu einem Maschinenausfall, als er in den Eiskanal gegenüber der Holzmole Nr. 25 in Archangelsk einlaufen wollte. Das Schiff hatte eine Ladung von 3.585 Kubikmetern Schnittholz aus Cardiff geladen. Nachdem die Hauptmaschine ihren Dienst versagt hatte, blieb das Schiff im Eis stecken.
Am 17.3. gegen ein Uhr kamen ein Schlepper und ein Eisbrecher dem Havaristen zu Hilfe. Nachdem er aus dem Eis befreit war, machte er an der Mole fest. Hier wurde begonnen, die Maschine zu reparieren.
Quelle:Tim Schwabedissen


Zim Moskva verlor Container
(21.03.18) Der liberianische Frachter "Zim Moskva", 40741 BRZ (IMO-Nr.: 9401776), meldete, dass am 9.3. um 1.04 Uhr ein Container über Bord gegangen war. Der Ladungsverlust ereignete sich nahe Liegeplatz 1 im Delta Port in Vancouver, British Columbia auf Position 49 01 04.9 N, 123 09 08.0 W. Es wurden anschließend Vorkehrungen getroffen, den Container aus dem Wasser zu bergen. Das Schiff, das am 8.3. festgemacht hatte, verließ den Hafen wieder am 13.3. und machte sich auf den Weg nach Busan, wo es am 27.3. eintreffen sollte
Quelle:Tim Schwabedissen


Fähre mit Maschinenausfall in Swartz Bay
(21.03.18) Auf der kanadischen Fähre "Mayne Queen", 1476 BRZ (IMO-Nr.: 6522567), kam es am 10.3. um 5.36 Uhr zum Totalausfall einer ihrer Hauptmaschinen, nachdem es Probleme mit einem Zylinder gab. Das Schiff befand sich zu der Zeit unweit des Swartz Bay Terminals in British Columbia auf Position 48 41.44 N, 123 24. Das Schiff konnte mit den verbleibenden drei Maschinen aber den Anleger erreichen. Hier machte sich die Crew an die Reparatur des Schadens.
Quelle:Tim Schwabedissen


Maschinenschaden durch Leckage auf Freifjord
(21.03.18) Auf dem von Elnesvåg kommenden norwegischen Frachter "Freifjord", 731 BRZ (IMO-Nr.: 6524125), kam es am Abend des 18.3. im Edøyfjord zu einer Öl- und Wasserleckage im Maschinenraum. Durch das eindringende Wasser wurden die Maschine und elektrische Schalttafeln beschädigt, und das Schiff wurde manövrierunfähig. Das NSSR-Rettungsboot "Erik Bye" sowie der Schlepper “Karl" kamen dem Havaristen zu Hilfe.
Am 19.3. gegen vier Uhr wurde das Schiff in den Hafen von Vågen eingeschleppt und am Nordmørs-Kai festgemacht. Hier wurde durch die alarmierte Feuerwehr zunächst eine Ölsperre um die „Freifjord“ ausgelegt. Gegen 14 Uhr wurde sie bei der Kristiansund Werft von Vågen zur Reparatur aufgeslippt.
Die “Freifjord” ist 54,38 Meter lang, 9.30 Meter breit, hat 4,29 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 829 Tonnen. Sie läuft für die Torhus Shipping A/S in Moldeund wurde 1965 bei der Batservices Verft in Mandal als „Lutro“ erbaut. Seither lief sie auch als „Frendo Simby“, „Bergo“ „Alfsnes“,,Autri“ , „Oksøy“, „Fonntind“ und „Imperator“.
Quelle:Tim Schwabedissen


Nachtschlepp nach Eureka
(21.03.18) Die US Coast Guard assistierte am Abend des 19.3. der zweiköpfigen, aus Dungeness stammenden Crew des 40 Fuß langen Krabbenkutters „Radiant“ fünf Meilen westlich von Trinidad. Die beiden Fischer auf dem 100 –Jahre alten Schiff kontaktierten die Coast Guard Humboldt Bay gegen 23 Uhr, nachdem es zu Problemen mit der Maschine und der Bordelektrik gekommen war. Ein 47-Fuß-Boot kam von der Station Humboldt Bay zu Hilfe.
Am 20.1. gegen ein Uhr nahm es den Havaristen längsseits. Binnen drei Stunden ging es dann zur Woodley Island Marina in Eureka. Um 5.30 Uhr wurde die “Radiant dann in der Marina festgemacht.
Quelle:Tim Schwabedissen


Ölverschmutzung im Kalundborg-Fjord durch leckgeschlagenes Kühlschiff
(21.03.18) Am 20.3. wurde der Rumpf des unter Bahamas-Flagge laufenden Kühlschiffs "Crown Ruby", 10519 BRZ (IMO-Nr.: 9159103), durch die Kollision mit einem Unterwasserhindernis aufgerissen. Ein Öltank wurde beschädigt, und es begann, Schweröl auszulaufen. Der Havarist steuerte den Kalundborg-Fjord an. Einsatzkräfte der dänischen Marine in Kalundborg wurden um 14.45 Uhr vom Kapitän alarmiert.
Die "MHV 912 - Holger Danske" verließ mit einer 10-köpfigen Freiwilligencrew um 16.10 Uhr den Hafen. Das Boot war 25 Minuten später vor Ort. Taucher fanden im Achterschiff einen Riss im Rumpf. Insgesamt 360 Meter Ölsperren wurden um das Heck ausgelegt und so die Schadensstelle eingeschlängelt.
So konnte der Ölaustritt unter Kontrolle gebracht werden. Der Frachter hatte bis dahin eine Ölverschmutzung von zwei Kilometern Länge und 20 Metern Breite verursacht, die aber nicht als schwerwiegend eingeschätzt wurde. Er war am 17.3. aus St. Peterburg nach Cristóbal, Panama, ausgelaufen. Bei Røsnæs warf er im Kalundborg-Fjord Anker. Der Kommandant der "Holger Danske", Leutenant Flemming Buch, setzte ein RIB aus, das im Fjord Wasserproben nahm.
Das Ölbekämpfungsschiff "Gunnar Seidenfaden" (IMO-Nr.: 7924073) lief um 17.40 Uhr aus Korsör aus und traf um 21 Uhr vor Ort ein, um die Aufgaben der "Holger Danske" zu übernehmen. Diese kehrte um 23 Uhr nach Kalundborg zurück. Ein Überwachungsflugzeug und eine Drohne sollten die Ölverschmutzung am 21.3. aus der Luft weiter beobachten.
Quelle:Tim Schwabedissen


14 Vermisste nach Kentern von Hopperbagger
(21.03.18) Am 21.3. um 8.50 Uhr wurde die Malaysian Maritime Authority (MMEA) alarmiert, nachdem der malaysische Hopperbagger "JBB Rong Chang 8" rund 8,5 Meilen vor Parit Jawa in Muar in der Malakka-Straße gekentert war. Das Schiff hatte eine 18-köpfige Crew an Bord, von denen 14 wohl im Rumpf des kieloben treibenden Wracks eingeschlossen wurden. Drei weitere wurden lebend gerettet, einer tot geborgen.
Zwei der Schiffbrüchigen kamen ins Krankenhaus. An Bord waren ein Malaysier, ein Indonesier und 16 Chinesen gewesen. Die MMEA schickte zwei Patroullienboote zur Unglücksstelle. Der Bagger war, als er kenterte, von Singapur nach Telok Ramonia, Malaysia, auf Westkurs unterwegs gewesen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Frachter lief in Kitakyushu auf Grund
(21.03.18) Der südkoreanische Frachter "Sinokor Tokyo", 9030 BRZ (IMO-Nr.: 9179464), lief am 17.3. um 13.50 Uhr in flachem Wasser im Hafengebiet von Kitakyushu auf Grund. Der Havarist konnte um 19.30 Uhr wieder flottgemacht werden. Am 18.3. gegen 16 Uhr machte er in Moji ferst, wo er von der japanischen Coastguard untersucht wurde. Am 21.3. um 7.15 Uhr lief das Schiff wieder aus und nahm Kurs auf Sendai, wo es am 23.3. erwartet wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen


Feuer auf Frachter in Piräus
(21.03.18) Auf dem unter Panama-Flagge laufenden Autofrachter "Silver Moon", 47090 BRZ (IMO-Nr.: 9448138), der zu Reparaturarbeiten in Perama lag, brach am 19.3. ein Feuer aus. Es entstand im Bereich eines Holzgerüsts an Backbordseite im Achterschiff. Die Perama Port Authority alarmierte die Feuerwehr, die den Brand gemeinsam mit der Crew löschen konnte. Das Schiff lag seit dem 26.2. in Priäus.
Quelle:Tim Schwabedissen


Schubschlepper sank in Emmerich
(21.03.18) Am 20.3. sank im Fiskalischen Hafen von Emmerich der österreichische Schubschlepper „Andrea“, 28 ts (EU-Nr.: 08557075). Da er am Bug noch an einen Schubleichter angekoppelt war, sackte das Schiff nur achtern komplett weg. Es kam zu einem Großeinsatz von Feuerwehr, Wasser- und Schifffahrtsamt und Wasserschutzpolizei. Über mehrere Stunden waren die Einsatzkräfte damit beschäftigt, die Situation unter Kontrolle zu bringen und größeren Schaden zu verhindern.
Drei Ringe von Ölsperren wurden um den Schlepper herum ausgelegt, um eine Verschmutzung des Rheins durch auslaufenden Kraftstoff zu verhindern. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr scheiterten allerdings mit dem Versuch, das Wasser aus dem Schiffsinnern zu lenzen. Ein Schwimmkran soll das Wrack wohl im Laufe der kommenden Woche heben.
Das Arbeitsschiff war im Auftrag des Wasser- und Schifffahrtsamtes zum Transport von Kies und Sand eingesetzt. Für den Einsatz holten die Emmericher Einsatzkräfte ihr Löschboot von Xanten zurück, das sich dort nach der Kollision der „Delos“ noch befunden hatte. Dieses erlitt auf dem Weg aber einen Motorschaden. Als dieser behoben war, hatte die Wehr bereits ihre Kollegen aus Wesel um Hilfe gebeten.
Quelle:Tim Schwabedissen


Feuer auf Binnenschiff bei Mannheim
(21.03.18) Am 20.3. gegen 18 Uhr brach auf dem deutschen Binnenschiff „Wilhelm Hubele“, 2079 ts (EU-Nr.: 04701230), das auf dem Neckar unterwegs war, kurz vor dem Erreichen der Feudenheimer Schleuse bei Mannheim ein Feuer aus. Unter anderem waren Kartonagen unterhalb des Logis in Brand geraten sein. Die Crew konnte sich rechtzeitig in Sicherheit bringen, verletzt wurde niemand. Neben der Berufsfeuerwehr Mannheim und der Freiwilligen Feuerwehr Feudenheim waren auch das Feuerlöschboot sowie die DLRG im Einsatz.
Es gelang den Einsatzkräften, den Brand schnell zu löschen. Ob in den Mittagsstunden in einer Werft in Neckarsteinach an Bord durchgeführte Schweißarbeiten für das Feuer verantwortlich sein konnten, wurde noch durch die Wasserschutzpolizei Mannheim ermittelt. Die Höhe des Sachschadens war noch unklar.
Quelle:Tim Schwabedissen


Restaurantschiff sank in Uppsala
(21.03.18) Das Restaurantschiff “Graceland”, das 1908 in Norwegen erbaut wurde und viele Jahre in Visby gelegen hatte, sank am Morgen des 20.3. um 5.30 Uhr nach einem Wassereinbruch am Kai in Fyrisån in Uppsala. Bereits im November 2001 hatte es auch in Visby Wassereinbruch erlitten, und nach vielen Beschwerden u.a. wegen Lärms während der Nutzung als Nachtclub wurde 2006 die Alkoholausschanklizenz entzogen. Mitte April 2007 verließ die “ Graceland” Gotland und steuerte eine Werft in Gröna Lund in Stockholm an.
Im Mai 2009 fand sich dann ein neuer Liegeplatz in Uppsala. Hier wurde sie erst in “Svalan” und säter in „Restaurang Skeppet“ umbenannt. Seit dem Sommer war sie nicht mehr genutzt worden, sollte aber zur Saison 2018 wieder eröffnen. Mit Kränen wurde das gesunkene Schiff, das mit starker Backbordschlagseite halb unter Wasser lag, nun zunächst stabilisiert.
Quelle:Tim Schwabedissen


Bargen trieben über Mississippi – Schlepper noch vermisst
(21.03.18) Der 60 Meter lange, amerikanische Schubschlepper "Michael G. Morris" (MMSI-Nr.: 367702280) kollidierte am 20.3. um 5.30 Uhr auf dem Mississippi mit den alten Piers 4 und 5 der alten U.S. 80-Brücke in Vicksburg. Dabei rissen die 28 Bargen, die er transportierte, ab. 16 von ihnen schwangen herum und trieben gegen Pier 3. Die meisten waren unbeladen. Während die Brücke mit Schrammen davonkam, wurde der Schlepper stärker beschädigt und machte in Vicksburg fest.
Unterdessen war die Position des Wracks des 22 Meter langen Schleppers "Natalie Jean" (MMSI-Nr.: 368021530), der am 12.3. auf dem Mississippi bei Flussmeile 90,5 sank, noch unbekannt. Die Coast Guard hatte zwar eine Vorstellung, doch bei den starken Strömungen war es noch zu gefährlich, Taucher zu schicken. Zwei Crewmitglieder waren seit dem Untergang vermisst.
Quelle:Tim Schwabedissen


Frachter "Megalochari" ex Ephesus
(Bild: Olaf Kuhnke)   Großbild klick!

Maschinenschaden vorm Bosporus
(20.03.18) Am 17.3. erlitt der unter Tansania-Flagge laufende Frachter "Megalochari", 1316 BRZ (IMO-Nr.: 8211801), der sich unbeladen auf der Fahrt von Izmir nach Tuzla befand, an der südlichen Zufahrt des Bosporus Maschinenschaden. Das Schiff warf in den Abendstunden Anker auf der Reede vor der Insel Bozcaada. Hier machte sich die Crew an die Reparatur des Schadens.
Die Transitpassage wurde zeitweilig widerrufen, bis diese abgeschlossen war. Am 20.3. war der Frachter wieder unterwegs und sollte Tuzla am 21.3. erreichen.
Die “Megalochari” ist 63,3 Meter lang, 11,4 Meter breit, hat 4,46 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 2.175 Tonnen. Sie läuft für die Vegamar Deniczilik Ticarei in Mersin und wurde 1983 bei Vervako in Heusden als „Maas“ erbaut. 1995 wurde sie zur „Sern“, 2001 zur „Storm“, 2006 zur „Ork“, 2007“ zur „Orka“, 2012 zur „Avraya Marine“, 2012 zur „Sehit Huseyin Akil“, 2012 zur „Ephesus“, und 2017 zur „Megalochari“.
Als „Sehit Huseyin Akil" unter moldawischer Flagge laufend war sie an 22.4.2015 beschlagnahmt worden, nachdem die Behörden in Messolonghi Schmuggelzigaretten in acht falsch deklarierten Containern verborgen an Bord entdeckt hatten. Die achtköpfige Crew wurde daraufhin verhaftet.
Quelle:Tim Schwabedissen


Die Kollision ...
(Bild: Khabarwalay)   Großbild klick!

Hapag-Lloyd-Containerfrachter in Karachi kollidiert
(20.03.18) Die beiden liberianischen Containerschiffe "Tolten", 88586 BRZ (IMO-Nr.: 9612870), und "Hamburg Bay", 71786 BRZ (IMO-Nr.: 9332872), kollidierten am Morgen des 19.3. im Hafen von Karachi. Die “Hamburg Bay” hatte am 18.3. von Colombo kommend am South Asia Pakistan Container Terminal festgemacht, wo nun auch die aus Jebel Ali kommende “Tolten” der Anglo-Eastern Germany GmbH in Bremen, die in Charter der Hapag Lloyd eingesetzt war, anlegen wollte. Beim Manövrieren im Hafen stieß diese trotz Assistenz dreier Schlepper mit dem Kailieger zusammen.
Der mit 8.000 Containern beladene Frachter war so an der “Hamburg Bay”, die 6.300 Container geladen hatte, vorbeigeschert, dass deren Vorschiff einen Teil der Ladung an dessen Backbordseite
Schaden an der „Tolten“
(Bild: Ali Syed)   Großbild klick!
herunterriss. Etliche Container auf der „Tolten“, die vor oder achterlich der Aufbauten gestaut waren, wurden aufgerissen, und zwischen 5 und 60 Boxen, die u.a. mit Importautos beladen waren, wurden beschädigt oder gingen über Bord und trieben danach im Hafenbecken umher.
Einige sanken binnen weniger Augenblicke, andere drifteten in Päckchen oder einzeln herum. Die Arbeiten am Containerterminal mussten bis zur Bergung aller verlorenen Ladung unterbrochen werden.
Die “Tolten” ist 299,94 Meterlang, 45,3 Meter breit, hat 13,5 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 94.600 Tonnen. Der 8.00 0-TEU-Frachter wurde 2012 von der Samsung Heavy Industries Co., Ltd. im Geoje Shipyard erbaut.
Die „Hamburg Bay“ hat eine Länge von 293,18 Metern, ist 40 Meter breit, hat 14,02 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 72.982 Tonnen. Der 6.350-TEU-Frachter der Eastern Pacific Shipping
Container treiben im Hafen
(Bild: Khabarwalay)   Großbild klick!
Co. in London entstand 2009 bei der Koyo Dockyard Co. Ltd. in Mihar.
Quelle:Tim Schwabedissen







Flugabwehrkreuzer "USS Juneau"
(Bild: Unknownwikidata:Q4233718)   Großbild klick!

Paul Allen auf den Spuren von Kriegstragödie vor Guadalcanal
(20.03.18) 76 Jahre nach Versenkung des Flugabwehrkreuzers "USS Juneau" im Südpazifik mit fast allen 700 Mann an Bord hat ein Team des Microsoft-Gründers Paul Allen mit dem Forschungsschiff „Petrel“ am 19.3. das Schiff auf dem Meeresgrund aufgespürt, das in der Schlacht von Guadalcanal versenkt wurde. Die Firma Navigea Ltd. von Allen hatte auch im August 2017 das Wrack der USS „Indianapolis" aufgespürt, die mutmaßlich die Atombombe für Hiroshima transportiert hatte. Im November 2017 folgte die Entdeckung der "USS Ward" und vor wenigen Wochen die USS „Lexington“. Außerdem fanden die Wrackjäger die USS “Astoria”, das japanische Schlachtschiff „Musashi“ und den italienischen Zerstörer „Artigliere“.
Schraube der USS „Juneau“
(Bild: Navigea Ltd)   Großbild klick!
Die USS „Juneau“ gehörte zur Atlanta-Klasse und wurde von der Werft Federal Shipbuilding & Drydock Co. in Kearny in New Jersey erbaut. Der Kreuzerhatte eine Standard-Wasserverdrängung von 6.000 ts und eine Einsatzverdrängung von 7.600 ts. Die Länge betrug 541 Fuß, die Breite 53 Fuß und der Tiefgang 32 Fuß Das Schiff war für eine Besatzung von 673 Mann ausgelegt, die Kriegsstärke betrug jedoch bis zu 697 Mann.
Die USS „Juneau“ wurde am 13.1.1942 in der Seeschlacht von Guadalcanal (Salomonen-Inseln) versenkt. Nachdem sie in einem nächtlichen Gefecht, in dem auch schon das Schwesterschiff USS „Atlanta - CL 51“ versenkt worden war, von einem japanischen Zerstörer-Torpedo beschädigt worden war, erhielt sie am Vormittag gegen 11 Uhr Ortszeit weitere Torpedotreffer des japanischen U-Boots „I-26“, was zu einer heftigen Detonation führte.
Die vorderen Munitionskammern explodierten, und das Schiff sank innerhalb einer Minute. 683
Bordgeschütz der USS „Juneau“
(Bild: Navigea Ltd)   Großbild klick!
Mann ihrer Besatzung fanden den Tod, es gab letztlich nur zehn Überlebende. Zwar entkamen zunächst über 100 Besatzungsmitglieder dem Inferno, aber der von Captain Hoover auf dem Kreuzer USS „Helena - CL 50“ geführte Verband ließ aus Sorge um seine eigene Sicherheit keine Rettungsaktion zu, sondern forderte nur über ein Flugzeug Hilfe an.
Dessen Nachricht erreichte das Hauptquartier von Admiral Halsey aber nicht, und so kam es, dass letztlich nur eine Handvoll Seeleute überlebten. Sechs wurden von einem Flugboot aufgenommen, drei gelangten aus eigener Kraft zu einer nahe gelegenen Insel, und ein weiterer Überlebender wurde noch später von der USS „Ballard“ aufgenommen. Hoover wurde wegen seines Versagens, nicht wenigstens Rettungsmittel ausgesetzt und die Weitergabe der Nachricht kontrolliert zu haben, seines Kommandos enthoben.
Auf der USS „Juneau“ dienten auch die fünf Sullivan-Brüder, die sich freiwillig zur Navy gemeldet hatten und von denen keiner überlebte. George Sullivan wurde als einziger zwar noch auf einem Rettungsfloß geborgen, ertrank aber später oder wurde durch einen Haiangriff getötet, als er nachts ins Wasser stieg. Als Konsequenz daraus wurde die Sole Survivor Policy ins Leben gerufen.
Die U.S. Navy benannte 1943 einen Fletcher-Klasse-Zerstörer, die USS „The Sullivans (DD-537)“, sowie 1995 einen Zerstörer der Arleigh-Burke-Klasse, die USS „The Sullivans (DDG-68)“, nach den Brüdern. Ein neues Halbschwesterschiff aus der Atlanta-Klasse, die „CL(AA) 119“, erhielt den Namen USS „Juneau“ (II).
Quelle:Tim Schwabedissen


Bulkcarrier im Eis auf Grund gelaufen
(20.03.18) Der liberianische Bulkcarrier "Harriet", 17665 BRZ (IMO-Nr.: :923945), lief am Nachmittag des 15.3. an der Westküste der Insel of Mudyug kurz nach dem Auslaufen aus dem Hafen von Archangelsk auf Grund. Das Schiff war mit einer Ladung von 2.0000 Tonnen Kohle nach Terneuzen bestimmt. Die Havarie ereignete sich, als der Frachter auf Eisfahrt war und der vor ihm laufende Eisbrecher einen Blackout erlitt.
Daraufhin trieb der Bulkcarrier mit dem Eis aus dem Fahrwasser ab und auf eine Untiefe. Am 19.3. saß er weiterhin fest. Am 20.3. sollte eine Unterwasserinspektion seines Rumpfes stattfinden. Zur Bergung würde entweder Ladung geleichtert werden müssen oder versucht werden, den Havaristen mithilfe von Eisbrechern wieder in tieferes Wasser zu bekommen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Trawler manövrierunfähig in Barentssee
(20.03.18) Der russische Trawler "Briz" erlitt am 12.3. mit einer 29-köpfigen Crew an Bord rund 2333 Meilen nördlich des Kaps von Kanin Nos in der Barentssee einen Ausfall der Hauptmaschine. Der Eigner entschied, den Havaristen in den Hafen von Murma abschleppen zu lassen. Dazu sollte der Bergungsschlepper "Murmanryba" (IMO-Nr.: 7830868) den 230 Meilen von Varandey entfernt treibenden Havaristen auf den Haken nehmen. Dieser war dem Schiff bereits am 29.5.2016 ebenfalls in der Barentssee westlich der Insel Novaya Zemlya zu Hilfe gekommen. Damals war der Trawler durch ein Schleppnetz im Propeller manövrierunfähig geworden.
Quelle:Tim Schwabedissen


Frachter saß vor Paranaguá fest
(20.03.18) Der unter Marshall-Islands-Flagge laufende Bulkcarrier "Kona Trader",39737 BRZ (IMO-Nr.: 9374208), der am 15.2. mit einer Ladung von 62.000 Tonnen Kaliumchlorid aus Portland, Oregon ausgelaufen war, lief am 15.3. um 16.30 Uhr beim Ansteuern der Fospar-Pier in Paranaguá in der Pontal do Sul-Region auf Grund. Nach einem technischen Problem kam er 500 Meter vom Ufer entfernt auf einer Sandbank im Galheta-Kanal, durch den der Hafen von Paranaguá angesteuert wird, fest. Wegen zu niedrigen Wasserstands wurde mit der Bergung zunächst gewartet.
Gegen 23 Uhr war die Flut, und mehrere Schlepper machten sich daran, den Havaristen wieder flottzumachen. Am 16.3. um 1.50 Uhr gelang es ihnen, die “Kona Trader” zurück in tiefes Wasser zu ziehen. Er ging zunächst zu Inspektionen in der Bucht von Paranaguá vor Anker. Am 18.3. um 21.40 Uhr machte er schließlich im Hafen fest..
Quelle:Tim Schwabedissen


Schwere Kollision auf dem Rhein bei Xanten
(20.03.18) Am 20.3.um 6.50 Uhr kollidierten auf dem Rhein bei Xanten auf Höhe des Ortsteils Vynen bei Flusskilometer 832 zwei sich entgegenkommende Binnenschiffe. Dabei wurden zwei Menschen verletzt. Der 105 Meter lange Kollisionsgegner, die holländische „Delos“, 2662 ts (EU-Nr.: 02332709), die kurz zuvor in Rees losgeworfen hatte, förmlich vor sich her geschoben und dabei schwer beschädigt.
Sowohl das Ruderhaus als auch das Logis wurden erheblich in Mitleidenschaft gezogen. Der Schiffsführer erlitt Kopfverletzungen und einen Schock. Seine Frau wurde ebenfalls schwer verletzt.
Bei dem Rettungseinsatz wurde ein Hubschrauber eingesetzt. Warum die Schiffe zusammenstießen, war noch unklar. Die Ermittlungen der Wasserschutzpolizei und des WSA, die mit der „Milan“ und der „WSP 13“ an der am Ufer liegenden „Delos“ längsseits gingen, dauerten an. Der Schiffsverkehr auf dem Rhein wurde durch die Kollision nicht beeinträchtigt.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kutter bei Sétubal gesunken
(20.03.18) Der Kutter "João Nuno" aus Setúbal, sank am Morgen des 19.3. beim Luiz Saldanha Marine Park, wo Fischfang verboten ist, nach der Kollision mit einem ebenfalls in Sétubal beheimateten Schiff. Der Unfall ereignete sich um 1.30 Uhr, und der 42-jährige Skipper wurde schwer verletzt. Er wurde von der Polícia Marítima de Setúbal zum Hafen gebracht, wo ein Krankenwagen bereitstand, um ihn ins São José Hospital in Lissabon zu bringen.
Sein Decksmann wurde nur leicht verletzt. Das Schiff sank auf 15 Metern Tiefe und wurde von Tauchern bereits untersucht. Es gab aktuell keine Ölverschmutzungen. Auch das Rettungsboot aus Sesimbra war vor Ort.
Quelle:Tim Schwabedissen


Vietnamesischer Schwertfischfänger abgeschleppt
(20.03.18) Am Morgen des 20.3. assistierte das vietnamesische MRCC dem Kutter “QNg 98366 TS” aus Quang Ngai und dessen 10-köpfiger Crew. Das Schiff hatte 12 Meilen nordwestlich der Insel Truong Sa Lon vor der Südküste einen Maschinenausfall erlitten. Der Eigner war von den Fischern, die sich seit 15 Tagen in den Gewässern rund 125 Meilen östlich von Ba Ria-Vung Tau befanden, über Funk informiert worden. Nachdem das MRCC einen Notruf ausgestrahlt hatte, kam ein anderer Schwertfischfänger, die „QNa 91207 TS“, aus der Quang Nam-Provinz, zu Hilfe. Am Nachmittag sollte der Schleppzug die Insel Phu Quy in der Binh Thuan-Provinz erreichen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Vermisster Kutter rasch aufgespürt
(20.03.18) Der überfällige maledivische Kutter “Concord II” und seine 25-köpfige Crew wurden aufgespürt, kurz nachdem das Schiff am 19.3. um 9.20 Uhr dem MNDF Coastguard’s Maritime Rescue Coordination Center als vermisst gemeldet worden war. Ein Schnellboot der Coastugard lokalisierte es 22 Meilen westlich von Addu City auf dem Weg dorthin. Das Schiff war am 16.3. aus Maradhoo ausgelaufen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Havariertem Kutter wurde mit Batterie ausgeholfen
(20.03.18) Zwei Flugzeuge der U.S. Coast Guard Air Station Cape Cod stiegen am 18.3. zur Hilfeleistung für den Kutter “Captain Joe” auf, dessen EPIRB-Signal 110 Meilen östlich von Cape Cod aktiviert worden war. Das Schiff trieb mit ausgefallener Maschine und ohne Energie in der See. Als die Coast Guard von einem anderen Kutter informiert worden war und das Abschleppen des Havaristen organisieren wollte, ging der Funkkontakt zur „Captain Joe“ verloren.
Ein MH-60 Jayhawk-Helikopter erreichte den Havaristen als erstes und warf ein Funkgerät ab. Die Crew teilte mit, dass sie wohlauf sei, aber ihr Schiff eine Ersatzbatterie brauchte. Ein Schwesterschiff, die „Orion“, wurde 50 Meilen entfernt ausgemacht und konnte mit einer Batterie aushelfen. Dann konnte der Havarist repariert werden und nahm wieder Fahrt auf.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kohlebargen sanken auf Ohio-River
(Datum) Vier mit Kohle beladene Bargen der Murray Energy Corp. liefen am Morgen des 19.3. auf dem Ohio River südlich der Pike Island Locks and Dam auf Grund und sanken zum Teil. Sie warteten auf die Passage eines anderen Schiffes am Pike Island Damm. Das U.S. Army Corps of Engineers in Pittsburgh stellte sicher, dass die Bargen, von denen nur noch die Kohlehaufen aus dem Wasser ragten, den übirgen Schiffsverkehr nicht gefährdeten.
Quelle:Tim Schwabedissen


Yacht im Schlepp
(Bild: GAFIRS)   Großbild klick!

Yacht durch Motorbrand manövrierunfähig im Solent
(19.03.18) Am 18.3. erlitt eine 44 Fuß lange Yacht im Solent durch einen Motorbrand einen Ausfall des Antriebs und wurde vom Gosport and Fareham Inshore Rescue Service abgeschleppt. An Bord war eine fünfköpfige Crew, die an Kälte litt und zum Teil seekrank war. Sie hatte die Coastguard gegen Mittag um Assistenz gebeten.
Binnen Minuten war ein Rettungsboot von GAFIRS vor Ort. Den weiteren Weg unter Segel zu bewältigen erschien angesichts der Dauer, die vonnöten gewesen wäre, als nicht empfehlenswert. Ein Rettungsmann wurde an Bord abgesetzt. Dann wurde die Yacht zur Gosport Marina abgeschleppt, wo sie zwei Stunden später festmachte.
Quelle:Tim Schwabedissen


Fähre saß vor Ameland fest
(19.03.18) Am 17.3. lief die holländische Fähre "Sier", 2286 BRZ (IMO-Nr.: 9075761), unweit von Ameland im holländischen Wattenmeer auf Grund. Der starke Ostwind, den der Sturm Irenäus verursacht hatte, sorgte gemeinsam mit einem extrem niedrig auflaufenden Hochwasser dafür, dass selbst im Fahrwasser der Wasserstand nicht hoch genug für die Passage der Fähre, die von Holwerd kam, war, und das Schiff zeitweilig nicht mehr weiterkam.
Quelle:Tim Schwabedissen


Frachter “Betanzos” angeschlagen
(Bild: Pedro Amaral)   Großbild klick!

Wellen haben Betanzos kräftig mitgespielt
(19.03.18) Der spanische Frachter “Betanzos” lag am 19.3. weiter am Beato Multipurpose Terminal in Lissabon und wurde auf die bei der Strandung erlittenen Schäden hin untersucht. Das Schiff hatte rund 15-18 Grad Backbordschlagseite, die von einem Verrutschen der Silikat-Ladung ausgelöst worden sein könnte, durch strukturelle Schäden durch die Einwirkung der Wellen, die 10 Tage lang über das Schiff gingen, oder durch die Auswirkungen des heftigen Schlepperzugs.
Seit dem 17.3. um 2.30 Uhr hatte der Frachter nach den unablässigen Bemühungen der „Fairmount Alpine“ bei jeder Flut wieder ausreichend Wasser unter dem Kiel. Die Zeit auf der Sandbank war aber nicht ohne Spuren zu hinterlassen an dem robust gebauten Frachter vorübergegangen. Die Aufbauten wurden ebenso in Mitleidenschaft gezogen durch Wellenschlag wie das kleine Tenderboot an Backbordseite, das an diesen herunterhing.
Der Außenborder des MOB war offenbar abgerissen. Dennoch war die Bergung natürlich ein Erfolg der holländischen Experten von Alpine. Deren kräftiger Offshore-Schlepper „Fairmount Alpine“, 3239 BRZ (IMO-Nr.: 9344784) hat Lissabon bereits am Tag der Bergung um 22 Uhr wieder verlassen und machte sich auf den Weg nach Ciudad del Carmen, wo er am 1.4. eintreffen sollte.
Quelle:Tim Schwabedissen


St. Malo: Antriebsschaden auf Versorger
(19.03.18) Der britische Offshore-Versorger "Gargano", 2244 BRZ (IMO-Nr.: 9249403), verließ am 16.3. den Hafen von St. Malo und nahm Kurs auf Amsterdam, wo er am 20.3. ins Trockendock gehen sollte. Am Morgen hatte er technische Probleme erlitten, und Taucher hatten einen Schaden am Heckstrahlruder entdeckt. Nach Abschluss der Reparatur sollte es zurück zu Arbeiten in der Saint Brieuc Bay gehen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Fähre kollidierte bei Ausweichmanöver mit Tonne
(19.03.18) Die japanische Fähre "Kukuoka II", 9774 BRZ (IMO-Nr.: 9258416), kollidierte am 18.3. gegen 19.30 Uhr mit 509 Personen an Bord mit einer Untiefen-Warntonne südwestlich von Akashi, Honshu. Das Schiff war um 17 Uhr aus Osaka nach Shimoji ausgelaufen. Die Tonne ist 10,6 Meter hoch und wiegt acht Tonnen.
Die Havarie ereignete sich, als ein erkrankter Passagiere von einem Patroullienboot abgeborgen werden sollte. Die Fähre hatte dazu nicht geankert. Danach aber warf unweit der Unfallstelle Anker. Da ein Propeller möglichweise mit der Kette der Tonne verheddert war, mussten Taucher die Lage unter Wasser untersuchen, um zu erkunden, ob das Schiff mit eigener Kraft weiterlaufen könnte oder abgeschleppt werden müsste.
Da dies erst am Morgen des 19.3. stattfinden konnte, blieb der Havarist über Nacht auf der Ankerposition. Planmäßig hätte er um 5.30 Uhr in Kitakyushu in der Fukuoka Präfektur eintreffen sollen. Drei Offiziere der staatlichen Unfalluntersuchungskommission gingen zu einer Untersuchung an Bord des Schiffes, das in den Vormittagsstunden nach Osaka zurückkehrte.
Quelle:Tim Schwabedissen


Tanker verlor Anker
(19.03.18) Der holländische Bitumentanker "Bit Eco", 7447 BRZ (IMO-Nr.:9786633 ), verlor am 17.3. um 10.523 Uhr seinen Backbordanker mit zwei Schäkeln auf der Reede von Rotterdam an Ankerplatz 5 auf Position 52 10 12.6 N 03 40 06 O. Der Tanker machte um 6.11 in Vlaardingen fest und verließ den Hafen von Rotterdam wieder am 19.3. um 8.30 mit Fahrtziel Gijon, wo er am 21.3. eintreffen sollte.
Quelle:Tim Schwabedissen


Binnenschiff in Hoorn im Sturm losgerissen
(19.03.18) Am Abend des 17.3. riss sich das holländische Binnenschiff “Danmaris" (EU-Nr.: 02325438), von seinem Liegeplatz im Außenhafen von Hoorn im Sturm Irenäus los und trieb durch das Hafenbecken. Der Hafenkapitän alarmierte den Rettungsdienst von Hoorn. Dieser rief das KRRM-Boot aus Ijmuiden zu Hilfe, um den Ausreißer in der Dunkelheit wieder einzufangen.
Die Retter gingen an Bord des Rettungsbootes, und es gelang gemeinsam mit den Seenotrettern und deren Ausrüstung, die 70 Meter lange „Danmaris“ wieder an einem Liegeplatz zu sichern.
Quelle:Tim Schwabedissen


Wrack gesunkenen Schleppers lokalisiert
(19.03.18) Die US Coast Guard war nach dem Untergang des Schleppers "Vincent J. Eymard" auf dem unteren Mississippi bei Donaldsonville, Louisiana, weiter im Einsatz. Das Wrack konnte am 18.3. bei Flussmeile 176,4 auf dem Flussgrund lokalisiert werden. Daraufhin konnte die Sperrung zwischen den Meilen 177 bis 173 aufgehoben werden. Zwischen den Meilen 175,9 und 176,9 war nur Einbahn-Verkehr möglich gewesen.
Die Coast Guard nutzte das Louisiana Waterways Warning Network zur Warnung von Wasserentnahmestellen auf dem unteren Mississippi River nach dem Schiffbruch. Bisher wurden aber keine Ölverschmutzungen festgestellt. Der Schlepper hatte 3.000 Gallonen Diesel an Bord, als er sank.
Quelle:Tim Schwabedissen


Maersk-Tanker erlitt Dampfleck
(19.03.18) Am 17.3.um 10.30 Uhr meldete der dänische Tanker"Maersk Erin", 26634 BRZ (IMO-Nr.: 9274628), auf der Reise von Primorsk, wo er am 11.3. ausgelaufen war, nach Lorient eine Dampfleckage im Maschinenraum. Das Schiff befand sich zu der Zeit auf Position 50 21 28.8 N, 000 26 16.8 W. Der Schaden wurde dem National Maritime Operations Centre der britischen Coastguard mitgeteilt. Um 10.43 Uhr konnte der Solent Coastguard bereits gemeldet werden, dass der Schaden behoben war.
Der Tanker setzte die Fahrt nach Lorient fort und warf am 18.3. um 19 Uhr vor dem Hafen Anker. Am 19.3. lag er hier weiter auf Position 47° 40.07' N 003° 24.75' W auf Reede.
Quelle:Tim Schwabedissen


Yacht vor Whangarei gestrandet – Segler nach 32 Stunden in Seenot gerettet
(19.03.18) Ein Paar im Alter von 70 und 77 Jahren musste 16 Kilometer vor der Küste von Whangarei die Nacht zum 19.3. auf Felsen verbringen, nachdem ihre 12 Meter lange Yacht gestrandet war. Sie waren von der Bay of Islands nach Whangarei unterwegs, als sie am Abend des 17.3. in Schwierigkeiten gerieten. Am folgenden Morgen wurden Rettungsdienste alarmiert, nachdem die Segler nicht mehr gegen den Sturm mit vier Meter Wellenhöhe und 40 Knoten ankamen und der Treibstoff sowie die Wasservorräte der Yacht zur Neige gingen.
Doch die Wetterverhältnisse waren zu schlecht für eine Rettungsaktion. Die Segler versuchten, Kurs auf die Poor Knight Islands zu halten und zurück nach Whangarei zu kommen. Dies entpuppte sich als schlechte Entscheidung. Das Boot strandete auf den Felsen der kleinen Insel Ipurau.
Erst am Morgen des 19.3. konnten die beiden nach 32 Stunden in Seenot extrem erschöpft von einem Northland Rescue-Helikopter aufgewinscht werden, der um 5.30 Uhr von St John zur Taiharuru Mündung war. Während der 50 Minuten, die die Rettungsaktion dauerte, sackte ihre volllaufende Yacht weitere 1,5 Meter weg. Die Segler kamen mit leichten Verletzungen ins Whangarei Hospital. Ihr Boot aber brach auf den Felsen von Taiharuru auseinander.
Quelle:Tim Schwabedissen


Yacht hart gesegelt - Wassereinbruch
(D19.03.18atum) In Titusville, Florida, drohte eine Segelyacht zu sinken, nachdem 400 Gallonen Wasser eingedrungen waren und die Maschine überflutet hatten. Ein Wasserrohr an Bord war gebrochen. Das Titusville Fire Department lenzte das Schiff und bewahrte es so vor dem Untergang.
Das Eignerpaar aus New Jersey, das mit der Yacht auf die Bahamas wollte, hatte diese auf seinem ersten Törn mit dem Boot am 18.3. an die sieben Stunden hart gesegelt. Dies könnte zu dem Schaden beigetragen haben. Nach der Havarie war auch die Florida Wildlife Commission in der Titusvilla Marina vor Ort. Nun musste ein Techniker zunächst die Maschine inspizieren.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kutterfischer vor Gweedore gerettet
(19.03.18) Westlich von Gweedore im County Donegal lief bei Gaoth Dobhair am Morgen des 18.3. ein Kutter bei fünf Beaufort Wind auf Grund. Gegen 11 Uhr wurden das RNLI-Boot aus Arranmore und die Coastguard in Bunbeg sowie der Rettungshubschrauber in Sligo alarmiert. Der Skipper hing auf der Seite seines auf Felsen sitzenden Schiffes und konnte unversehrt gerettet werden. Dann bargen die Seenotretter aus Arranmore den Havaristen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Crew gestrandeten Kutters gerettet
(19.03.18) Am 18.3. um 5:30 Uhr funkte der Kutter “Allana” einen Mayday-Ruf, nachdem er bei Fisher Point unweit der Recherche Bay in Süd-Tasmanien auf Grund gelaufen war. Die Crew aktivierte das EPIRB, und mehrere Polizeiboote, darunter die “Cape Wickham”, der Rettungshubschrauber der Westpac Police Rescue und der Challenger-Rettungsjet wurden alarmiert. Der Hubschrauber erreichte die Strandungsstelle um 6.10 Uhr und stellte Kontakt zur zweiköpfigen Crew her., die unversehrt geblieben war, aber dringend Hilfe brauchte.
Der Kutter lag bei 50 Knoten Wind in schwerer See. Ein Polizeiboot traf wenig später ab und barg die Fischer ab. Sie wurden nach Cockle Creek gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kutter mit 25 Mann an Bord vor Malediven vermisst
(19.03.18) Die Coastguard der Maldives National Defense Force (MNDF) startete am 19.3. eine Suchaktion für den 108 Fuß langen Kutter “Concord”, der dem Maritime Rescue Coordination Center mit 25 Mann an Bord um 9.20 Uhr als vermisst gemeldet wurde. Das Schiff war am 16.3. gegen 18 Uhr aus Maradhoo, Addu City, auf Fangfahrt ausgelaufen.
Der letzte Kontakt über Satellitentelefon bestand am 18.3. um 18,10 Uhr. Das Schiff meldete einen Maschinenschaden und wollte in den Hafen zurückkehren.
Quelle:Tim Schwabedissen


Historisches Wrack auf Lake Erie identifiziert
(19.03.18) Am 16.3. gab das National Museum of the Great Lakes bekannt, dass Rob Ruetschle, ein kalifornischer Taucher, der regelmäßig den Lake Erie zu Forschungszwecken betaucht und dabei vom Museum of finanziell unterstützt wird, das Wrack der Dampfbarge „Margaret Olwill“ entdeckt hat. Das Schiff war 1899 mit etlichen Menschen an Bord vor Lorain, Ohio, in einem Nordoststurm gesunken. Dabei kamen acht Personen ums Leben, darunter der Kapitän, seine Frau und deren neunjähriger Sohn.
Das Schiff war mit 900 Tonnen Kalkstein nach Cleveland unterwegs. Es gab nur vier Überlebende, als es nach stundenlangem Kampf gegen den Sturm unterging. Bereits 1989 hatte der Taucher der Cleveland Underwater Explorers das Wrack gefunden zu haben geglaubt.
Doch er konnte erst 2016 mit Sonartechnik an die Position zurückkehren. Dann stellte sich heraus, dass es sich bei dem vermeintlichen Wrack nur um einen Felshaufen und einen gesunkenen Baum gehandelt hatte. Doch Rob Ruetschle gab nicht auf, und im Dezember 2016 nahm er im Licht neuer Erkenntnisse aus Archiven ein 25 Quadratmeilen großes Gebiet unter die Lupe.
Am Abend des 26.7.2017 gab es dann einen neuen Wrackfund. Nach diagnostischen Tests konnte nun bestätigt werden, dass es sich dabei um die “Margaret Olwill“ handelte.
Quelle:Tim Schwabedissen


Wrack gesunkenen Schoners nach 145 Jahren auf Lake Michigan entdeckt
(19.03.18) Wrackjäger in Michigan haben die Reste eines Schoners, der 1873 auf dem Lake Michigan sank, entdeckt. Die 26 Meter lange „Lizzie Throop” lag in 85 Metern Tiefe rund 25 Kilometer nordwestlich der Stadt South Haven, gab die Michigan Shipwreck Research Association in der vergangenen Woche bekannt. Auf der letzten Reise am 1.10.1873 war sie mit einer Holzladung von Muskegon, Michigan, nach Chicago unterwegs und kenterte in einer Windbö.
Zwei der sechs Crewmitglieder kamen ums Leben. Das Deck und die beiden Masten trieben samt der Überlebenden an Land. Mit Sidescan-Sonar wurde das Wrack des 1849 erbauten Zweimasters untersucht.
Quelle:Tim Schwabedissen


Sicherungsarbeiten auf der Autofähre „Insel Amrum“
(Bild: DGzRS)   Großbild klick!

Fähre bei Kollision auf Nordstrand leckgeschlagen
(18.03.18) Beim Anlegen im Hafen von Strucklahnungshörn auf Nordstrand wurde die 55 Meter lange, deutsche Autofähre „Insel Amrum“ 538 BRZ (IMO-Nr.: 7935321), auf der Überfahrt von Pellworm am 17.3. um 14.30 Uhr vom stürmischen Ostwind erfasst und kollidierte mit einer Ecke der Spundwand im Hafen. Dabei wurde der Rumpf aufgerissen und sie erlitt starken Wassereinbruch. An Bord befanden sich 12 Fahrgäste, sechs Besatzungsmitglieder, drei Pkw und ein Anhänger.
Die Besatzung alarmierte über den internationalen Sprechfunk-Notrufkanal 16 die Seenotretter der DGzRS. Die Crew des nur wenige Meter entfernt stationierten Seenotrettungskreuzers „Eiswette“ hörte mit und brachte binnen kurzer Zeit ihre Tauchpumpe zu der Fähre und begann, das eindringende Wasser zu lenzen.
Landseitig übernahmen wenig später die Freiwilligen Feuerwehren Nordstrand, Hattstedt und Husum, das Technische Hilfswerk Husum und die Wasserschutzpolizei gemeinsam mit Mitarbeitern der Reederei NPDG (Neue Pellwormer Dampfschiffahrts GmbH) alle weiteren Maßnahmen, um die Fähre endgültig zu lenzen und das Leck abzudichten.
Die „Insel Amrum“ ist die Reservefähre der Neuen Pellwormer Dampfschiffahrts-Gesellschaft und verkehrte als Vertretung für die „Pellworm I“, die sich derzeit in einer Werft befand. Den Liniendienst zwischen Nordstrand und Pellworm sollte nun vorerst die Fähre „Hilligenlei“ der Wyker Dampfschiffs-Reederei (WDR) übernehmen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Barfleur: Drei Maschinenschäden in zwei Tagen
(18.03.18) Der unter Barbados-Flagge laufende Frachter "Jennifer H", 9938 BRZ (IMO-Nr.: 9359961) erlitt binnen 48 Stunden drei Mal Maschinenschaden. Das erste Mal meldete er dem CROSS Jobourg ein Problem am 16.3. gegen 15 Uhr. Das Schiff, das am 14.3. aus Gijon ausgelaufen und nach Nordenham bestimmt war, befand sich zu der Zeit im Englischen Kanal 20 Meilen nördlich von Barfleur.
Der Kapitän bat um Erlaubnis zum Ankern für die Reparaturen, für die ein Zeitaufwand von acht Stunden geschätzt wurde. Um 21.40 Uhr ging der Frachter wieder ankerauf und setzte die Reise fort. Doch am 17.3. um 14.25 Uhr erlitt er erneut Probleme.
Diesmal war der Schaden am Kühlsystem der Hauptmaschine. Das Schiff befand sich in der Verkehrstrennungszone von Pas de Calais rund acht Meilen nordwestlich des französischen Hafens. Der Kapitän meldete den Vorfall dem CROSS Gris-Nez und schätzte die Reparaturzeit auf weitere acht Stunden ein.
Die “Jennifer H” erhielt Ankererlaubnis, doch um 18.40 Uhr begann der Frachter trotz ausgebrachten Ankers parallel zur Küste zu treiben. Es stellte nun eine Gefährdung für die übrige Schifffahrt dar. Deshalb wurde der französische Notfallschlepper "Abeille Languedoc" gegen 23 Uhr zum Havaristen in Marsch gesetzt.
Um 23.50 Uhr war die Reparatur beendet. Der Schlepper eskortierte den Frachter für rund 40 Minuten. Er wurde vom CROSS Gris Nez bis zum Verlassen der französischen Hoheitsgewässer überwacht. Doch erneut kam er nicht weit – am 18.3. trieb er ein drittes Mal, diesmal in der Nordsee, rund 35 Meilen vor der belgischen Küste.
Die “Jennifer H” hat eine Länge von 139,94 Metern, eine Breite von 21,8 Metern, einen Tiefgang von 8,4 Metern und eine Tragfähigkeit von 12.641 Tonnen. Der 702-TEU-Frachter läuft für die Team Ship Maritime GmbH in Bremerhaven und wurde 2008 von der Tianjin Xingang Shipbuilding Heavy Industry Co. Ltd. in Tanggu als „Safmarine Andisa“ erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



ER-Tallinn ex "Beatriz B"
(Bild: Olaf Kuhnke)   Großbild klick!

Frachter deutscher Reederei trieb vor Santa Cruz de La Palma
(18.03.18) Der unter Zypern-Flagge laufende Containerfrachter "Beatriz B", 12514 BRZ (IMO-Nr.: 9448671) trieb am Morgen des 18.8. sechs Stunden lang rund 1,5 Meilen vor der Küste zwischen der Pier von Santa Cruz de La Palma und Los Cancajos (Breña Baja). Das Schiff hatte durch einen Schaden an einer Kühlwasserleitung Maschinenausfall erlitten. Zunächst war die See ruhig, doch dann briste der Wind auf.
Ein Schlepper wurde zur Assistenz geschickt, der das Schiff zeitweilig auf den Haken nahm und die Drift so kontrollierte. Nachdem der Schaden repariert war, konnte der Frachter der Jungerhans Maritime Services GmbH & Co. KG aus Haren-Ems um 15 Uhr, eskortiert vom Schlepper, nach Santa Cruz de La Palma einlaufen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre bekam vor Brindisi Kette in Propeller
(18.03.18) Beim Einlaufen nach Brindisi wurde der Backbord-Propeller der Fähre "Euroferry Cargo", 30144 BRZ (IMO-Nr.: 9138006), durch eine Kollision mit einem zunächst unbekannten Objekt beschädigt. Das von Patras kommende Schiff hatte 323 Passagiere, 53 Trucks und 66 Pkw geladen. Nachdem es am Kai festgemacht hatte, untersuchte ein Taucher den Antrieb.
Er fand eine um den Propeller gewickelte Kette vor. Die Fähre wurde von der zentralen Hafenbehörde von Igoumenitsa mit einem Auslaufverbot belegt, bis der Schaden behoben und die Klasse wieder erteilt war.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sturm trieb Kranponton in Mukran auf den Strand
(18.03.18) Der heftige Wind des Sturms Irenäus hat am 17.3. im Fährhafen Mukran einen Kranponton losgerissen. Gegen sechs Uhr wurde die Wasserschutzpolizeiinspektion Sassnitz alarmiert, nachdem dieser auf Höhe der Gaststätte Hülsenkrug an den Strand von Neu-Mukran getrieben worden war. Die Beamten ermittelten den Eigner und informierten ihn über die Strandung.
Dieser leitete unverzügliche Sicherungsmaßnahmen ein. Wegen des Sturms konnte der Kranponton zunächst nur mit Leinen am Strand gesichert werden. Er sollte am 19.3. geborgen und an seinen ursprünglichen Liegeplatz in den Fährhafen Mukran geschleppt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter mit Ruderschaden nach Hawkesbury abgeschleppt
(18.03.18) Am 10.3. erlitt der unter Barbados-Flagge laufende Frachter "Nordika Desgagnes", 12974 BRZ (IMO-Nr.: 9508316), auf der Reise von Montreal nach Spanien östlich von Halifax Ruderausfall. Das Schiff trieb zwei Tage im Atlantik, bis es am 12.3. von dem kanadischen Schlepper "Atlantic Larch (IMO-Nr.: 9193745) auf den Haken genommen und zurück in Richtung Kanada geschleppt wurde. Am 16.3. übernahmen die "Sir Wilfred Grenfell" und "Louis S. St-Laurent" der kanadischen Coastguard den Havaristen und zogen ihn am 17.3. in den Hafen von Port Hawkesbury auf Cape Breton Island, Nova Scotia.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker bei Kollision schwer beschädigt
(18.03.18) Der japanische Tanker “Shoei Maru No. 8“, 499 BRZ (IMO-Nr.: 9078139), kollidierte am Abend des 17.3. von Yokkaichi kommend mit dem unter Palau-Flagge laufenden Frachter „Dong Kun 7“ 2838 BRZ (IMO-Nr.: 8740137), im Pazifik südlich von Nishimura, Südost-Honshu, Pacific. Beide Schiffe wurden dabei schwer beschädigt. Der mit rund 500 Tonnen Öl beladene Tanker erlitt ein Leck und trieb nach dem Zusammenstoß auf Position 33 25 N 135 22 O.
Später wurden beide Schiffe in die Tanabe Bay, die nördlich der Unglücksstelle lag, gebracht. Zwei Schlepper blieben auf Standby. Die ebenfalls erheblich beschädigte “Dong Kun 7” war auf der Fahrt von Korea nach Tagonoura.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter hatte Maschinenschaden vor Selsey Bill
(18.03.18) Am 16.3. erlitt der liberianische Bulkcarrier "Callisto", 15861 BRZ (IMO-Nr.: 9427392) kurz nach dem Auslaufen aus Vlissingen nach New Orleans mit einer 17-köpfigen Crew an Bord 21 Meilen südöstlich von Selsey Bill Maschinenschaden. Er trieb auf Position 50 25.588 N, 000 29.441 O, bis der Schaden gegen 17 Uhr behoben war. Dann nahm das mit 20.078 Tonnen Aluminium T-Barren beladene Schiff wieder Fahrt auf.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre hatte Maschinenausfall vor Vineyard Haven
(18.03.18) Die amerikanische Fähre "Martha’s Vineyard", 2690 BRZ (IMO-Nr.: 9103881), erlitt 15 Minuten nach dem fahrplanmäßigen Auslaufen nach Woods Hole am 17.3. um 20.30 Uhr Maschinenausfall. Nachdem die US Coastguard gegen 21 Uhr informiert worden war, schickte sie das Patroullienboot „Hammerhead“ sowie ein Einsatzboot der Station Woods Hole, die das Schiff sicherten, bis ein Schlepper eingetroffen war.
Das Schiff lag fünf über fünf Stunden in den Gewässern von East Chop, ehe es am folgenden Morgen mit Schlepperhilfe um 1.45 Uhr nach Vineyard Haven zurückkehrte. An Bord waren 72 Passagiere und 14 Crewmitglieder sowie drei Vertragsarbeiter.
Kurz nach zwei Uhr verließen die Fahrgäste die "Martha’s Vineyard", die erst unlängst von einer 17.5 Millionen-Überholung zurückgekehrt war. Danach ging es an die Reparatur. Bis dahin wurde das Schiff erst von der "Katama" und dann der "Sankaty“ ersetzt.
Quelle:Tim Schwabedissen



"Betanzos" mit Schlagseite im Schlepp
(Bild: Pedro Aramal)   Großbild klick!

Betanzos wird nach Bergung in Lissabon inspiziert
(17.03.18) Am Kai von Beato wird der spanische Frachter "Betanzos" nach seiner erfolgreichen Bergung nun gründlich inspiziert. 10 Tage lang hatte das Schiff in der Tejo-Mündung unterhalb des São Lourenço do Bugio Fort festgesessen, ehe es am 16.3. um 14 Uhr an den Liegeplatz geschleppt wurde. 11 Stunden lang hatten insgesamt vier Schlepper zuvor daran gearbeitet, das Schiff in den Hafen zu bekommen.
Der Bergungsanlauf hatte um 2.30 Uhr begonnen und hatte zeitweilig gegen acht Uhr unterbrochen werden müssen, bis das Wasser hoch genug aufgelaufen war. Das Schiff wies beim Einlaufen deutliche Backbordschlagseite auf und war nach achtern vertrimmt.
Am Nachmittag begannen die Inspektionen durch die Hafenbehörden. Nun galt es die Seetüchtigkeit und Sicherheit des Havaristen unter die Lupe zu nehmen. Dies sollte bis zum Nachmittag geschehen sein. Nach Löschen der Ladung sollte die Reparatur wohl in Viana do Castelo erfolgen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Arbeitsboot „Karo“ mit DGzRS
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Irenäus riss Boote los – Arbeitsschiff von DGzRS in Kiel über Wasser gehalten
(17.03.18) Der Sturm Irenäus sorgte seit dem 15.3. für Arbeit bei den Seenotrettern der DGzRS. Auf der der Station Schleswig gab es drei Mal Alarme wegen losgerissener oder am Liegeplatz gefährdeter Boote. Wegen des starken Ostwinds war das Hochwasser in der westlichen Ostsee besonders hoch aufgelaufen. Es hatte unter anderem östlich von Schleswig das derzeit unbewohnte Hausboot „Aquarius“ auf die Böschung der Schlei am Ufer der Freiheit getrieben. Das Seenotrettungsboot „Walter Merz“ wurde zum Havaristen geschickt. Das Wohnschiff, das in der Kleinen Breite ankerte, hatte sich im Sturm losgerissen. Da das Schiff allerdings zu schwer war für den kleinen Rettungskreuzer, wurde Verstärkung von der DGzRS in Maasholm angefordert.
In der Nacht zum 16.3. waren die Seenotretter der Station Laboe für das 10 Meter lange Arbeitsboot „Karo“ im Einsatz, in das am Kieler Ostseekai Wasser eingedrungen war. Die Wasserschutzpolizei Kiel hatte die Einsatzkräfte gegen 21 Uhr alarmiert. Als kurz darauf die Feuerwehr vor Ort eintraf, lag das Achterschiff nahezu komplett unter Wasser.
Wellen schlugen von achtern in das Schiff. Der Rettungskreuzer „Berlin“ rückte aus Laboe ebenfalls an und ließ das Tochterboot „Steppke“ am Liegeplatz 28 des Ostseekais zu Wasser. Mit dem Tochterboot wurde die „Karo“ zunächst gedreht und an der Pier neu festgemacht. Eine Erkundung ergab, dass die „Karo“ kein Leck unter der Wasserlinie hatte.
Vielmehr geriet das Wasser über das Oberdeck in den hinteren Bereich des Maschinenraums. Dabei drohte das Boot über das Heck voll Wasser zu laufen. Nachdem ein Seenotretter mit einem Kälteschutzanzug auf den Havaristen gesprungen war und im Heck einen Zugang gefunden hatte, rückte die freiwillige Feuerwehr Gaarden mit zwei Löschfahrzeugen und spezieller Pumpenausrüstung an.
Innerhalb von zwei Stunden wurde dann die Lage der „Karo“ durch das Abpumpen großer Mengen Wasser wieder soweit stabilisiert, dass ein Untergang verhindert werden konnte. Bereits am Vortag hatte die Fähre „Stena Scandinavica“ in dem Sturm wegen eines nicht einfahrbaren Stabilisators Probleme beim Einlaufen nach Kiel gehabt und musste drei Stunden auf der Förde kreuzen, bis die Crew den Schaden provisorisch behoben hatte.
Am Vormittag des 16.3. gab es die nächsten Alarmierungen bei der DGzRS über losgerissene und treibende Fahrzeuge. Im Rahmen der Amtshilfe unterstützen die Seenotretter Eigner und Behörden dabei, sich um diese Boote zu kümmern.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wieder Feuer auf Maersk-Frachter
(17.03.18) Nur zehn Tage nach dem verheerenden Brand auf der „Maersk Honam“ ist erneut auf einem Containerschiff der Maersk-Reederei ein Feuer ausgebrochen. Diesmal erwischte es die unter US-Flagge laufende „Maersk Kensington“, 74642 BRZ (IMO-Nr.: 9333010), ein 6.200-TEU-Post-Panamax-Containerschiff des US-Ablegers Maersk Line Ltd. (MLL). Sie war auf dem Weg von Salalah im Oman in Richtung Suez unterwegs, als am Abend des 15.3. um 20:50 Uhr der Brand in einem der insgesamt 3.518 geladenen Container ausgebrach.
Die 26-köpfige Besatzung konnte schnell reagieren und die Flammen mit CO2 im Laderaum löschen. Alle Mann blieben unverletzt und waren wohlauf. Das Schiff ankerte vor dem Hafen von Salalah.
Die Ursache des Feuers war noch unklar. Die weltgrößte Linienreederei hat inzwischen aber Vorsichtsmaßnahmen ergriffen und wollte Container mit Gefahrgut bis auf weiteres nicht mehr in der Nähe der Aufbauten oder der Maschinenräume ihrer Schiffe stauen. Die Vorsichtsmaßnahme sollte so lange gelten, bis die Ermittlungen zum Brand auf der „Maersk Honam“ abgeschlossen wurden.
Es gab noch keine Erkenntnisse, weshalb das Feuer ausgebrochen ist und ob es von Gefahrgut-Containern ausgegangen war. Am 16.3. befand sich der Konvoi mit der „Maerks Honan“ auf Position 14 05 N 065 14 O und bewegte sich langsam in nördliche Richtung.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter binnen Minuten gesunken
(17.03.18) Zwei Fischer wurden am Morgen des 16.3. rund 3,6 Meilen vor Prawle Point von einem anderen Kutter aus einer Rettungsinsel aufgenommen, nachdem ihr Schiff gesunken war. Die beiden waren von Plymouth nach Brixham unterwegs, als ihr Kutter plötzlich Schlagseite entwickelte. Sie hatten gerade noch Zeit, Rettungswesten anzulegen und die Insel klarzumachen.
Beim Untergang des Kutters aktivierte sich das EPIRB. Gegen neun Uhr wurde die britische Coastguard über VHF Radio von dem anderen Kutter informiert, dass sie zwei Schiffbrüchige aufgenommen hätten. Das RNLI-Boot aus Salcombe und das Hope Cove Coastguard Rescue Team wurden zum Unglücksort geschickt. Der Kutter war binnen Minuten gesunken. Der Marine Accident Investigation Branch (MAIB) und der Receiver of Wreck sowie das Counter Pollution Team des MCA wurden informiert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Versorger mit Maschinenschaden
(17.03.18) Am 15.3. lief der unter Panama-Flagge laufende Offshore-Versorger "Lewek Aries", 2661 BRZ (IMO-Nr.: 9434503), in den Hafen von Port Louis ein. Er hatte einen Maschinenschaden erlitten, der hier repariert werden sollte. Am 23.2. war das Schiff aus Walvis Bay ausgelaufen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kollision vor Kali Limenes
(17.03.18) Der unter Togo-Flagge laufende “Norland", 2986 BRZ (IMO-Nr.: 7529940), der mit einer Viehladung von Koper nach Beirut unterwegs war, wurde vor Kali Limenes zum Bunkern vor Anker liegend am 5.3. um 13.40 Uhr von dem griechischen Bunkertanker „Menalon", 2258 BRZ (IMO-Nr.: 7821738), gerammt. Dabei wurde der Rumpf an Steuerbordseite im Bereich der Kajüten eingedrückt, auch einige Spanten wurden verbogen und ein Bulleye zerstört.
Auf der “Menalon” kam es zu Schäden u.a. am Schanzkleid. Sie lief nach Kali Milenes zurück, nachdem sie die “Norland” versorgt hatte. Diese verließ Koper am 10.3. und machte am 15.3. in Beirut fest.
Quelle:Tim Schwabedissen



Binnenschiff saß auf Elbe fest
(17.03.18) Auf der Fahrt von Geesthacht nach Hamburg lief das deutsche Binnenschiff "Buche" 1167 ts (EU-Nr.: 04025900), am 17.3. auf der Norderelbe am 17.3. auf Grund. Das Schff war um 9.50 Uhr ausgelaufen. Die Wasserschutzpolizei schickte ein Streifenboot. Nachdem der Havarist wieder flott war, machte er gegen Mittag am Auedeich im Vorhafen von Finkenwerder fest.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motorboot betrunken auf Schäre gesetzt
(17.03.18) Am Nachmittag des 16.3. wurde das Rettungsboot “Bergen Kreds” alarmiert, nachdem ein Motorboot auf eine Schäre im Røyksund gelaufen war. Es lag wenige hundert Meter von Fosnavegen unweit der Inseln von Søndre Vågavågen in Fosen mit Schlagseite auf Felsen. An Bord waren zwei Personen in den 50er und 60er Jahren auf dem Weg nach Stavanger.
Als sie gerettet wurden, standen sie erkennbar unter Drogen. Sie mussten Bluttests abgeben und sahen nun Ermittlungen wegen Alkohol am Ruder entgegen. Die Polizei von Haugesund wurde um 17.39 Uhr informiert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schlepper kenterte auf Mississippi
(17.03.18) Der 18 Meter lange US-Schlepper "Vincent J. Eymard" (MMSI-Nr.: 367377060), der mit einer leeren Barge unterwegs war, kenterte am 17.3. gegen 9.30 Uhr auf dem Mississippi bei Flussmeile 175. Die Crew wurde von dem Schlepper "Ellysa" unversehrt gerettet. Dieser nahm auch die Barge auf den Haken. Die US Coast Guard sperrte den Mississippi zwischen den Meilen 177 und 173. Das Wrack hatte 3,000 Gallonen Diesel an Bord, von denen aber bislang nichts auslief. Hochwasser und starke Strömung könnte zum Unglück beigetragen haben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Untergang der „Amoco Cadiz“ am 16. März 1978
(Bild: P199)   Großbild klick!

Bretagne: Amoco Cadiz nun beliebtes Tauchwrack
(16.03.18) Heute vor 40 Jahren, am 16.3.1978, begann in der Bretagne mit der Strandung des Supertankers „Amoco Cadiz“, 109.700 BRT (IMO-Nr. 7336422), eine der größten Ölkatastrophen aller Zeiten.
Ausgelaufenes Rohöl verseuchte in der Folge die Küste auf einer Länge von 360 Kilometern. In einem Nordweststurm der Stärke 10 mit Wellenhöhen von bis zu 15 Metern hatte der unter liberianischer Flagge laufende Tanker Ruderschaden erlitten und strandete nach zu spät eingeleiteten Abschleppversuchen durch den Bugsier-Schlepper „Pacific“ auf den Felsen Men Gaulven unweit des Fischerdorfes Portsall, etwa 30 Kilometer nordwestlich der Hafenstadt Brest.
Ölverschmutzung an der Küste der Bretagne
(Bild: P199)   Großbild klick!
Das Schiff war auf der Fahrt vom Persischen Golf nach Rotterdam gewesen. Als es gegen 9.45 Uhr in das Verkehrstrennungssystem vor Ouessant an der westlichen Spitze der Bretagne einlief, kam es zu einem Schaden an der Ruderanlage. Zu diesem Zeitpunkt herrschte westlicher Wind bei Stärke 7, der sich später noch auf Orkanstärke steigern sollte. Der Kapitän reagierte auf den Ruderausfall, indem er das Schiff stoppte und als Signal, dass das Schiff manövrierunfähig war, zwei schwarze Bälle aufziehen ließ.
Außerdem setzte er eine Warnung an andere Schiffe über Funk ab. Die Besatzung versuchte zunächst, den Schaden zu reparieren, obwohl sich die „Amoco Cadiz“ nur 24 Kilometer vor der Küste befand. Erst gegen 11:20 Uhr wurde ein Schlepper angefordert, nachdem sich herausgestellt hatte, dass die gebrochene Hydraulikleitung auf See nicht zu reparieren war. Etwa eine Stunde
Taucher am Wrack der „Amoco Cadiz“
(Bild: Daniel Guip)   Großbild klick!
später traf der deutsche Hochseeschlepper „Pacific“ ein.
Er war jedoch nicht leistungsfähig genug, um die „Amoco Cadiz“ mit dem Bug in den Wind zu drehen, damit sie sich mit dem eigenen Antrieb von der Küste entfernen konnte. Ein stärkerer Schlepper war zwar unterwegs, traf aber nicht mehr rechtzeitig ein. Nachdem die Schlepptrosse zur „Pacific“ gebrochen und der Versuch, eine weitere Trosse am Tanker festzumachen, gescheitert war, warf die „Amoco Cadiz“ etwa drei Kilometer vor der Küste Anker. Doch bei dem Sturm kam das Schiff nicht zum Stillstand.
Gegen 21 Uhr trieb es auf einen Felsen vor der Küste von Portsall, einem Ortsteil von Ploudalmézeau, etwa 24 Kilometer nordöstlich der Insel Ouessant. Nun war nichts mehr auszurichten. Hubschrauber bargen die Besatzung ab, bevor der Tanker wenig später auseinanderbrach. Es folgte ein Umwelt-Desaster, als die 223.000 Tonnen leichten Rohöls ausliefen und einen Ölteppich, der knapp so groß war wie das Saarland, bildeten.
Vögel, Fische und Muscheln fielen einer Katastrophe von apokalyptischem Ausmaß, wie es damals hieß, zum Opfer. Glück im Unglück war, dass günstige Strömungen, hohe Wellen und milde Temperaturen dazu beitrugen, dass sich das Rohöl im Wasser schnell abbaute. An Land arbeiteten Tausende Helfer daran, Felsen und Strände vom Öl zu befreien.
Bereits ein gutes Jahr später waren die Strände der Region zumindest oberflächlich wieder so sauber, dass sie wieder Touristen anlockten. Der Rechtsstreit um den Schadenersatz endete erst 14 Jahre nach der Katastrophe. Im Januar 1992 wurde der US-Ölkonzern Amoco dazu verurteilt, umgerechnet rund 200 Millionen Euro an die betroffenen Gemeinden und den französischen Staat zu zahlen.
Wissenschaftler gehen davon aus, dass sich das betroffene Gebiet von den Folgen der „Amoco-Cadiz"-Katastrophe inzwischen erholt hat. Doch es dauerte Jahrzehnte, bis die Auswirkungen auf Ökosysteme wirklich beseitigt waren.
Beim Tourismus in der Bretagne spielt inzwischen auch das Wrack der „Amoco Cadiz“ eine Rolle und zieht Tauchbegeisterte an. Ludovic Granier, Inhaber der Tauchschule Aber Wrac'h Plongée, führt jährlich etwa 500 Taucher zu den Trümmern des 334 Meter langen Wracks, das ihn und seine Kunden besonders wegen seiner Größe beeindruckt. Dabei sind nur das Mittelstück und das Heck zu betauchen. Der Bug blieb nach einem Sturm verschwunden und wurde bisher nicht wiedergefunden. Auch vom Öl ist am Wrack nichts mehr zu sehen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kutter vor Hirtshals abgeschleppt
(16.03.18) Am 11.3. erlitt der dänische Trawler "Jeanne - FN 462", 146 BRZ (MMSI-Nr.: 219801000), Probleme mit seiner Hilfsmaschine rund 30 Meilen westlich von Hirtshals und wurde manövrierunfähig. Das dänische Rettungsboot "Margrethe Gaardbo" wurde zu Hilfe gerufen und nahm den in der Nordsee treibenden Kutter auf den Haken. Er wurde in den Nachtstunden sicher nach Hirtshals eingeschleppt. Am 15.3. um ein Uhr lief er wieder in den Skagerrak aus.
An diesem Tag verließ auch der dänische Trawler “Andrea Klitbo - FN 226", 79 BRZ (MMSI-Nr.: 219001872), den Hafen wieder in Richtung der Fanggründe des Skagerrak. Er war von dem Rettungsboot zwei Wochen zuvor ebenfalls nach Hirsthals eingeschleppt hatte. Das Schiff hatte tags zuvor 80 Meilen vor der schwedischen Küste Maschinenschaden erlitten. Die Seenotretter zogen es am 2.3. um drei Uhr in den Hafen von Hirtshals.
Quelle:Tim Schwabedissen


Archivbild: „Stena Scandinavica“ vor Kiel
(Bild: OculusAquilae)   Großbild klick!

Kieler Bucht: Stabilisatorschaden auf „Stena Scandinavica“
(16.03.18) Das Einlaufen des schwedischen Fährschiffs „Stena Scandinavica“, 57958 BRZ (IMO-Nr.: 9235517), in den Kieler Hafen hat sich wegen des Sturms am Vormittag des 16.3. um mehrere Stunden verzögert. Die Ankunft am Schwedenkai um 9.15 Uhr sollte zunächst wie geplant stattfinden, doch das Schiff drehte vorher wieder um und steuerte auf die Mönkeberger Bucht zu. Dort ging es auf Reede wegen eines technischen Defekts der Hydraulik am Stabilisator an Steuerbordseite.
Dieser ließ sich nicht mehr einfahren. Die Besatzung konnte das Problem bis Mittag beheben, sodass das Schiff um 12.45 Uhr am Schwedenkai lag. Wäre das nicht gelungen, hätte die Fähre mit dem Heck voran in den Hafen und mit der Backbordseite anlegen müssen.
Doch wegen des Sturms, der schwere Sturmböen von bis zu Windstärke 10 aus östlicher Richtung der Kieler Förde bescherte und wegen dem alle Schlepper am Kanal und vor den Schleusen im Einsatz waren, war dies auch nicht möglich. Die Wasserschutzpolizei Kiel schickte das Patrouillenboot „Falshöft“ zur Beobachtung und Absicherung der Fähre nach Mönkeberg.
Quelle:Tim Schwabedissen


"Fairmount Alpine" zieht „Betanzos" von der Sandbank
(Bild: Fernando Pereira da Fonseca)   Großbild klick!

Betanzos nach 10 Tagen vor Lissabon geborgen
(16.03.18) Am 16.3. um 2.30 Uhr war es so weit – der 10 Tage zuvor vor Lissabon gestrandete, spanische Frachter „Betanzos" (IMO-Nr.: 926355) konnte von dem Schlepper "Fairmount Alpine" von der Sandbank gezogen werden. Gegen Mitternacht hatte er begonnen, mehr Zug auf die zwei Kilometer lang ausgefahrene Schlepptrosse zu geben, und im vierten Anlauf gelang es dann, den Havaristen von der Strandungsstelle unweit des Bugio Leuchtturms am Fort von São Lourenço do Bugio in tieferes Wasser zu bugsieren. Am Morgen hatten die kleineren Schlepper "Monte Da Luz", "Montemuro" und "Montevil" sich dann um den Frachter versammelt.
Er wurde gegen 14 Uhr in Beato im Lissaboner Hafen geschleppt. Hierzu war die lange Trosse der "Fairmount Alpine" nicht geeignet. Nach dem Festmachen sollte die "Betanzos" gründlich inspiziert werden. Während dabei nicht erwartet wurde, dass der verstärkte Rumpf auf dem Sand sonderlichen Schaden genommen hat, galt besonderes Augenmerk dem Propeller und dem Ruder, die Kontakt mit dem Grund gehabt hatten und möglicherweise repariert werden müssen.
Auch galt es zu entscheiden, ob der gekappte Anker geborgen werden musste, um an Bord des Schiffes zurückzukommen, oder ob es über ausreichend Ankerkapazität auch ohne verfügte. Die weiteren Entscheidungen oblagen dem Schiffseigner in Hinblick auf die notwendigen Arbeiten am Schiff vor einer Weiterreise.
Quelle:Tim Schwabedissen


Beschädigtes Binnenschiff bekommt neues Ruderhaus in Haldensleben
(16.03.18) Am 15.3. waren die Arbeiten im Gange, dem deutschen Binnenschiff "Nawatrans 1", 1103 ts (EU-Nr.: 02315871), am UHH-Kai in Haldensleben ein provisorisches Ruderhaus zu verpassen, nachdem dieses am Vortag einem Arbeitsunfall zum Opfer gefallen war. Am späten Nachmittag war es auf dem Mittellandkanal im Haldenslebener Hafen während der Beladung des Gütermotorschiffes mit einer nach Karlsruhe bestimmten Fracht am Gelände der Firma aus bisher unbekanntem Grund zu einer Beschädigung des Ruderhauses durch eine Verladeeinrichtung gekommen. Es entstand erheblicher Sachschaden, als der Steuerstand eingedrückt und teilweise weggerissen wurde.
Ein Besatzungsmitglied kam leicht verletzt vorsorglich zur Beobachtung in ein Magdeburger Krankenhaus. Eine Weiterfahrt war für das Gütermotorschiff war aufgrund der Schäden zunächst nicht möglich. Die Wasserschutzpolizei Sachsen Anhalt hat die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Frachter lief auf Don auf Grund
(16.03.18) Der unter Panama-Flagge laufende Fluss-See-Frachter "Sormovskiy 118", 2478 BRZ (IMO-Nr.: 794328) lief, von Azov kommend, am 15.3. auf dem Don bei den Tonnen 55-57 um 5.20 Uhr auf Grund. Er war flussabwärts mit Lotsenberatung unterwegs und hatte 3.000 Tonnen Weizen geladen. Ein Ruderausfall war die Ursache des Abkommens aus dem Fahrwasser.
Nach der Havarie musste der Schiffsverkehr in dem Gebiet gesperrt werden. Fünf Stunden später war der Frachter wieder frei und wurde zu den notwendigen Inspektionen flussaufwärts zu einem Ankerplatz verholt.
Quelle:Tim Schwabedissen


Tanker hatte Kühlwasserleck
(16.03.18) Der unter Marshall-Islands-Flagge laufende LPG-Tanker "Gas Ethereal", 4306 BRZ (IMO-Nr.: 9388429), erlitt eine Leckage in einer Kühlwasserleitung der Hauptmaschine, als er von Wilhelmshaven nach Aveiro auf dem Nordatlantik unterwegs war. Er befand sich zum Zeitpunkt der Havarie am 14.3. auf Position 50 31.25 N, 00 24.01 O. Am 15.3. war das Schiff aber bereits wieder mit 11 Knoten unterwegs und befand sich querab von Dartmouth.
Quelle:Tim Schwabedissen


Fähre vor Vineyard aufgelaufen
(16.03.18) Die amerikanische Fähre "Woods Hole", 3907 BRZ (IMO: 9792931), lief beim Ansteuern von Vineyard Haven am Morgen des 15.3. auf Grund. Es konnte sich 10 Minuten darauf selbst wieder vom schlammigen Grund befreien und machte im Hafen fest. Niemand der 146 Passagiere wurde verletzt. Das Schiff musste aber am Kai bleiben, bis es einer Inspektion durch die Coast Guard unterzogen worden war. Es wurde erwartet, dass sie nachmittags wieder in Fahrt kommen würde.
Quelle:Tim Schwabedissen


Suche nach vermisstem Fischer
(16.03.18) Die US Coast Guard nahm am 15.3. die Suche nach einem 63-jährigen Fischer im Golf von Mexiko auf, dessen Kutter 70 Meilen südwestlich von Fort Myers Beach gesunken war. Um 3:59 Uhr hatte die Coast Guard St. Petersburg einen Notruf von James Beeman, dem Skipper des 37 Fuß langen Kutters „J.U.M.A.“ der sich vor Seminole befand, aufgefangen. Beeman meldete, dass es einen Wassereinbruch gegeben habe und er Hilfe benötige.
Zur selben Zeit empfing die Coast Guard das Signal eines Notsenders, der mit der Position der “J.U.M.A.” korrelierte. Ein MH-60 Jayhawk-Helikopter stieg von der Air Station Clearwater auf und fand an der Position drei Männer im Wasser treibend vor, die sich an Trümmerteilen festhielten. Sie wurden aufgewinscht und mit Unterkühlungen ins Lee Memorial Hospital in Fort Myers geflogen.
Die Geretteten berichteten, dass der vierte Mann fehle. Eine HC-144 Casa der Air Station Miami, das Patroullienboot “Diamondback”, ein 45-Fuß-Boot der Station Fort Myers Beach und der Jayhawk hielten weiter nach ihm Ausschau.
Quelle:Tim Schwabedissen


Maschinenschaden in Trabzon
(16.03.18) Am 7.3. erlitt der unter Palau-Flagge laufende Frachter „Aspro", 2892 BRZ (IMO-Nr.: 8867026), in Trabzon einen technischen Schaden. Bis zur Durchführung von Reparaturen wurde die Auslaufgenehmigung widerrufen. Das Schiff verholte vom inneren Hafen auf einen Ankerplatz, wo die Crew sich an die Behebung des Schadens machte. Am 13.3. verließ es nach einer Inspektion den Hafen wieder und nahm Kurs auf Tuzla, wo es am 17.3. eintreffen sollte.
Quelle:Tim Schwabedissen


Rauchentwicklung auf Kutter bei Hitra
(16.03.18) Am15.3. um 22.29 Uhr meldete ein Kutter mit zwei Mann an Bord in der Mitte von Trondheimsleia starke Rauchentwicklung im Maschinenraum und einen Ausfall des Antriebs. Das Schiff befand sich zwischen Hitra und dem Festland. Die Fischer schotteten den Maschinenraum ab. Danach nahm die Rauchentwicklung deutlich ab.
Ein anderer Kutter war rasch vor Ort, und das MRCC schickte einen Sea King-Helikopter, der über dem Havaristen hoverte, bis die Situation um 23.34 Uhr so weit geklärt war, dass er zu seiner Base zurückkehren konnte. Eine Stunde nach dem Notruf traf auch das NSSR-Rettungsboot "Horn Flyer“ vor Ort ein. Es schleppte den Kutter nach Sandstad auf Hitra ab, wo er um 1.05 Uhr festgemacht wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen


Trümmer der Kea Trader treiben in der See
(16.03.18) Während des Hurrikans Hola erlitt der auf dem Durand-Reef liegende, maltesische Containerfrachter „Kea Trader“ weitreichende Schäden, sodass Trümmer in der See trieben. Es handelte sich dabei um Polyurethanschäume und Aluminiumplatten aus zerstörten Containern, darunter Trümmer von sechs Metern Länge und drei Metern Breite. Die DSCGR konnte bisher Abfälle von 800 Kilogramm einsammeln. Kohlenwasserstoff-Pellets wurde auch in Maré an der Küste der Kurinen festgestellt.
Mitarbeiter des Rathauses sammelten sie ein und brachten sie an einen sicheren Lagerplatz. Am 15.3. unternahm ein Zivilschutzhubschrauber einen Erkundungsflug an den Küsten von Maré und Lifou. DSCGR-Kräfte waren auch vor Ort beschäftigt, um das Einsammeln und Entsorgen zu koordinieren.
Die Bevölkerung wurde angewiesen, verschmutzte Trümmer und Ölpellets nicht zu berühren, sondern die Gendarmerie oder das Rettungszentrum der Stadt im Falle einer Entdeckung zu benachrichtigen Die Wetterbedingungen in dieser blieben sehr ungünstig mit Wellen von vier Metern Höhe und sehr schlechter Sicht. Allerdings konnten dennoch täglich Erkundungsflüge mit Hubschraubern und Flugzeugen durchgeführt werden. Vier Offshore-Schiffe waren ebenfalls im Einsatz, um die Landteams zu unterstützen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Gestrandete Fischer nach Malpe abgeschleppt
(16.03.18) Die indische Coast Guard rettete den Kutter “Natha Fathima” und seine 12-köpfige Crew, der vor der Küste von Karnataka auf einem Felsen gestrandet war. Das Schiff war aus Beippur in Kerala an 28.2. auf Fangfahrt vor Karnataka ausgelaufen. Wegen einer Sturmwarnung hatte er versucht, eine Leeküste zu erreichen. 13 Meilen vor Munneswaram lief er dann bei Garwar am 13.3. auf Grund.
Am Morgen des 14.3. batne die Fischer einen anderen Kutter um Hilfe, doch dessen Versuche, die Kollegen freizuschleppen, schlugen in rauer See fehl. Die South Asian Fishermen Fraternity (SAFF) versätndigte daraufhin die Coast Guard (CG), das Marine Rescue Coordination Centre, die Kanyakumari-Distriktsverwaltung und das Fischereiministerium in Chennai. Unterdessen rutschte der Kutter vom Felsen wieder in die See, doch die Maschine war beschädigt und ließ sich auf See nicht reparieren.
Drei Crewmitglieder brauchten medizinische Hilfe, nachdem ein Ofen zerbrochen war, und es fehlte inzwischen auch an Nahrung an Bord. Ein Boot der Coast Guard konnte zwar Hilfe leisten, aber den Havaristen nicht abschleppten. Daraufhin wurde der Kutter “Elroi”, der sich in der Nähe befand, gebeten, den Havaristen auf den Haken zu nehmen. Doch das Holzschiff vermochte die aus Stahl gebaute „Natha Fathima“ nicht durch die See zu ziehen. Am Morgen des 15.3. kam dann die “Aburbha 249” der Coast Guard zu Hilfe und schleppte den Havaristen bis vor den Hafen von Malpe, wo ein anderer Kutter ihn übernahm und an den Kai brachte.
Quelle:Tim Schwabedissen


Tödlicher Fischereiunfall vor Maithon Island
(16.03.18) Ein Fischer aus Myanmar kam am 13.3. ums Leben, als sein Kutter „Chok Ubon“ sank. Der Anker hing an einem Riff nahe Maithon Island, und beim Versuch, ihn aufzuholen, brach eine Welle über das Boot und brachte es zum Sinken. Die Phuket Marine Police wurde zur Unglücksstelle an der Nordseite von Maithon Island alarmiert. Ein 38-jähriger Fischer wurde gerettet, ein 45-jähriger blieb vermisst. Am Nachmittag des 15.3. wurde seine Leiche vor der Insel treibend entdeckt und ins Vachira Hospital zur Autopsie gebracht. Das Boot wurde inzwischen auch geborgen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Geisteryacht trieb über St. John’s River
(16.03.18) Eine Yacht, die einst hunderttausende Dollar wert war, trieb wochenlang auf dem St. Johns River und wird nun auf der Müllkippe enden. Die 50 Fuß lange Huckins-Yacht hatte monatelang bei Fort Caroline geankert, ehe sie sich von seiner Mooring losriss und als Geisterboot über den Fluss trieb. Nach Wassereinbruch lag das Boot halb unter Wasser und bewegte sich mit den Strömungen umher.
Glücklicherweise kam es zu keinen Kollisionen, und nach mehrfachen Strandungen auf Flussbänken endete das Wrack am Browns Creek. Nun ist die City of Jacksonville für die Bergung verantwortlich, die einigen Aufwand erfordert. Kommende Woche sollte ein Kran das Wrack heben und dieses dann auf einer Barge nach Fernandina Beach zu bringen. Hier sollte es dann zerlegt und verschrottet werden.
Quelle:Tim Schwabedissen


Frachter sank mit Riss im Rumpf
(16.03.18) Ein Frachter mit 1.035 Tonnen Klinker sank am Nachmittag des 1.3. auf dem Rupsha River. Die “BB 134” erlitt in der Mitte des Flusses um 14.30 Uhr einen Riss im Rumpf und sank innerhalb einer Stunde. Menschen kamen nicht zu Schaden, als das Schiff bei der Khanjahan Ali Bridge in Khulna unterging, die 11-köpfige Crew wurde gerettet. An Bord befanden sich auch 1,7 Tonnen Öl.
Bereits beim Laden der Fracht beim Harbaria Ooint in den Sundarbans hate es Auffälligkeiten gegeben, die die Crew aber erst am Fahrtziel, der Seven Rings Cement Factory. Prüfen wollte. Wegen Nachlässigkeit leitete die Rupsha Police Station Ermittlungen ein.
Quelle:Tim Schwabedissen


U-Boot soll für immer auf Tauchgang gehen
(16.03.18) Das ausgediente amerikanische U-Boot USS “Clagamore” soll zu einem künstlichen Riff vor der Küste von Florida werden. Die Artificial Reefs International in Key West hofft, dass verrostete Boot in den kommenden Monaten aus dem Wasser und auf eine Barge verladen zu bekommen. Die Kosten werden wohl mehr als vier Millionen Dollar betragen.
Die Versenkung soll noch vor der nächsten Hurrikan-Saison erfolgen. Das Relikt aus dem Kalten Krieg soll dann ein Unterwassermuseum und die Haupttauchattraktion in der Region werden.
Quelle:Tim Schwabedissen


"Betanzos" wieder festgefahren
(Bild: Mario Cruz)   Großbild klick!

Lissabon: Betanzos kam nur 80 Meter weit
(15.03.18) Am Abend des 14.3. hatte der Schlepper "Fairmount Alpine" den spanischen Frachter "Betanzos", 4941 BRZ (IMO-Nr.: 9263552), lediglich 80 Meter von der ursprünglichen Strandungsposition beim Leuchtturm von Bugio unweit des Fort São Lourenço do Bugio in der Oeiras-Gemeinde wegbewegen können. Der Bergungsfortschritt war aber geringer als erwartet. Die Berger hatten am 13.3. mit der Arbeit begonnen, sie am 14.3. gegen Mittag fortgesetzt und um 23.30 Uhr wieder aufgenommen, jeweils die Flutzeit nutzend.
Die letzte Flut war am 15.3. um 2.20 Uhr. Es sollte Zug um Zug versucht werden, den mit 8.000 Tonnen Siliziumsand beladenen Frachter allmählich wieder in tieferes Wasser zu bekommen, sodass er aufschwimmen konnte. Danach sollte er nach Lissabon zurückgeschleppt werden, wo er vor einer Woche ausgelaufen war, aber wegen eines Maschinenausfalls nicht weit kam.
Am 15.3. mussten wegen stürmischen Wetters vorsorglich die an Bord zurückgekehrten 10 Crewmitglieder und vier Berger von einem Hubschrauber der portugiesischen Air Force ein weiteres Mal abgeborgen werden. Sollte die Bergung weiter so zäh verlaufen, müsste womöglich doch ein Leichtern der Ladung erwogen werden – bei den an der Strandungsstelle derzeit herrschenden Bedingungen wäre dies aber auch kein Kinderspiel.
Quelle:Tim Schwabedissen


Ponton trieb herrenlos vor Föhr
(15.03.18) Am Morgen des 12.3. bemerkten Mitarbeiter der Arge Hecker Bau und Colcrete-von Essen gegen 7.30 Uhr in Wyk auf Föhr, dass an der Mole neben dem Sportboothafen ihr Ponton fehlte, den sie als beweglichen Lagerplatz nutzen. Der Ponton war 30 Meter lang und 14 Meter groß, breit, und auf ihm lagerten 50 Tonnen schwere Spundwände, mit denen die Firmen die Kaimauer im Hafen erneuern.
Sofort war klar, dass der Ponton jetzt führerlos im Wattenmeer treiben müsste. Bei der Wasserschutzpolizei wurde Alarm geschlagen. Diese ging von einer massiven Gefährdung der Schifffahrt aus und informiert die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung. Von dort wurden alle Schiffe in dem Revier vor dem gefährlichen Hindernis gewarnt.
Um 10.15 Uhr fiel der Besatzung des Amrumer Rettungskreuzers „Ernst Meier-Hedde“ während eines Krankentransports von der Hallig Hooge nach Dagebüll auf dem Bildschirm etwas Verdächtiges auf. Nach der Übergabe des Patienten am Festland kehrte das Schiff zu der Position zurück und setzte das Tochterboot „Lotte“ aus. Dessen Crew sichtete um 11.15 Uhr den Ponton auf Höhe Neeshörn vor Föhr abseits des Fahrwassers. Eine Viertelstunde später war eine Schleppverbindung hergestellt und die Gefahr für die Schifffahrt gebannt.
Der Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz setzte seinen Schlepper „Oland“ in Husum in Marsch, um den Ponton auf den Haken zu nehmen. Auch der Frachter „Catjan“ bot seine Hilfe an und nahm den Ponton an Steuerbord längsseits. Er war bereits zwei Mal von Unbekannten losgemacht worden. Die Wasserschutzpolizei suchte nun nach Zeugen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Sportboot am Steg gesunken
(Bild: Polizei Wiesbaden)   Großbild klick!

Sportboot sank in Wiesbaden
(15.03.18) Am 2.3. kam es in Wiesbaden-Schierstein, zu einer Gewässerverunreinigung durch ein sinkendes Sportboot an einer Steganlage. Als die Polizei alarmiert wurde, lag der neun Meter lange 3- Tonner bereits zur Hälfte unter Wasser. Ein Boot der Wasserschutzpolizei Wiesbaden konnte das weitere Absinken verhindern.
Es waren stellenweise leichte Verunreinigungen durch ein mineralölhaltiges Produkt im Wasser festzustellen. Die Feuerwehr legte daraufhin eine Ölsperre aus. Gleichzeitig wurden zur Absuche nach Personen und Absicherung des Sportbootes Taucher der Berufsfeuerwehr eingesetzt.
Die Suche ergab keine Hinweise auf Personen an Bord. Im weiteren Verlauf wurde das Sportboot stabilisiert, schwimmfähig gemacht und zum Ufer geschleppt. Dort wurde es mit einem Kran an Land gehoben und für weitere Maßnahmen sichergestellt.
Eine Beschädigung oder ein Leck am Rumpf waren nicht festzustellen. An der Steganlage blieb der Ölschlängel bis auf weiteres liegen. Er sollte zusammen mit dem ausgebrachten Bindemittel im Laufe der nächsten Tage durch die Feuerwehr geborgen und ordnungsgemäß entsorgt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen


Demoliertes Ruderhaus
(Bild: Polizei Lueneburg)   Großbild klick!

Binnenschiff fuhr sich Ruderhaus an Stoßschutzseil ab
(15.03.18) An der Schleuse Uelzen 1 in Esterholz am Elbe-Seitenkanal kollidierte in der Nacht zum 14.3. ein durchfahrendes Güterschiff mit dem Stoßschutzseil der 12 Meter breiten Kammer. Der 38-jährige Schiffsführer hatte das Ruderhaus nicht abgesenkt, als er bei Wrestedt in Richtung Braunschweig unterwegs war. Bei der Kollision wurde niemand verletzt.
Am Binnenschiff entstand jedoch ein Sachschaden von rund 100.000 Euro. Die Schleuse wurde nicht in Mitleidenschaft gezogen. Dem Gütermotorschiff wurde die Weiterfahrt zunächst untersagt. Bei einem ähnlichen Unfall im September 2017 war der Schiffsführer aus dem Ruderhaus geschleudert worden und starb.
Quelle:Tim Schwabedissen


Reparatur zu teuer – letzte Reise endete in Aliaga
(15.03.16) Keine Reparatur wurde an dem türkischen Frachter “Yuksel Iamoglu”, 1923 BRZ (IMO-Nr.: 7702425), mehr durchgeführt, nachdem dieser am 25.1. bei Ambarli einen Maschinenschaden erlitten hatte. Das Schiff wurde danach vom Schlepper “Yumurtalik” auf den Haken genommen und zu einer Werft in Tuzla gebracht. Dort stellte sich aber heraus, dass sich angesichts des Alters des 1980 erbauten Schiffes eine Behebung des Schadens nicht mehr lohnte.
Er wurde daraufhin am Morgen des 13.3. von dem türkischen Schlepper "Kurtkulagi" (MMSI-Nr.: 271010441) in Tuzla wieder auf den Haken genommen. Ziel der Reise war diesmal der Abbruchstrand in Aliaga. Während der Passage des Bosporus wurde dem Schleppzug eine Eskorte von Coastal Safety gestellt. Am Morgen des 15.3. endete die letzte Reise des Frachters dann auf der Reede von Aliaga.
Quelle:Tim Schwabedissen


Versorger vor Mexiko aufgegeben
(15.03.18) Am Morgen des 13.3. geriet der mexikanische Offshore-Versorger “Leigh River", 681 BRZ (IMO-Nr.: 7628679), der am 10.3. aus Puerto dos Bocas zu Plattformen in Campeche ausgelaufen war, 55 Meilen nordöstlich von Veracruz im Golf von Mexiko durch Wassereinbruch bei stürmischem Wetter in Seenot. Die achtköpfige Crew funkte einen Notruf, und gegen Mittag erreichte der unter Malta-Flagge laufende Bulkcarrier "Sredna Gora", 24118 BRZ (IMO-Nr.: 9486570), der am 15.2. aus dem finnischen Kotka nach Veracruz ausgelaufen war, den sinkend in der aufgewühlten See treibenden Havaristen.
Um 12.15 Uhr ging dessen Crew in eine Rettungsinsel. Eine halbe Stunde später lag diese längsseits des Frachters, und die Schiffbrüchigen wurden unversehrt an Bord genommen. Ein Rettungshubschrauber hatte die Operation aus der Luft abgesichert. Um 20 Uhr warf die "Sredna Gora" vor Veracruz Anker, und die Crew des Versorgers wurde an Land abgesetzt. Sie wurde vorsorglich in Hospital Naval de Especialidades gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen


Havarie auf Mittellandkanal
(15.03.18) Auf dem Mittellandkanal im Haldensleber Hafen bei Magdeburg kam es am späten Nachmittag des 15.3. zu einer Havarie. Das Ruderhaus wurde von einer Verladeeinrichtung beschädigt. Dabei entstand erheblicher Sachschaden, und ein Besatzungsmitglied wurde leicht verletzt zur Beobachtung in ein Magdeburger Krankenhaus gebracht. Wie es zu dem Unfall kam, war noch unklar. Die Weiterfahrt des Schiffs wurde wegen der Schäden zunächst untersagt.
Quelle:Tim Schwabedissen


Suche nach vermisster Schleppercrew nach 43 Stunden eingestellt
(15.03.18) Am 13.3. stellte die US Coast Guard die Suche nach zwei Vermissten des Schleppers “Natalie Jean” bei Flussmeile 90,5 auf dem Mississippi bei New Orleans ergebnislos ein. Es hatte sich bei der Absuche von 101 Quadratmeilen über 43 Stunden hinweg keine Spur von Malon Dawsey und Karl Prince gefunden. Das Schiff war am 11.3. um 9.43 Uhr nach einer Kollision binnen kürzester Zeit gekentert und gesunken.
Einen Mann hatte der Schlepper „Earl Gonsoulin“ (MMSI-Nr.: 367005550) wenig später retten können. An der Unglücksstelle herrschte starke Strömung mit Strudeln. Von der Air Station New Orleans war ein MH-65 Dolphin Helikopter aufgestiegen, von der Station New Orleans ein 45-Fuß-Boot ausgelaufen. Außerdem beteiligten sich das Patroullienboot „Barbara Mabrity”, die New Orleans Harbor Police, die Plaquemines Port Authority, das St. Bernard Parish Sheriff’s Office und das Plaquemines Parish Sheriff’s Office sowie das U.S. Army Corps of Engineers an der Suchaktion.
Quelle:Tim Schwabedissen


Suchteams fanden Knochen auf Sewol
(15.03.18) An Bord des Wracks der südkoreanischen Fähre „Sewol“ ist offenbar ein menschlicher Knochen gefunden worden. Der Fund wurde am 15.3. um 15.30 Uhr durch ein Suchteam gemacht. Damit wurden erstmals seit November 2017 mögliche menschliche Überreste an Bord gefunden. Experten des Nationalen Forensischen Dienstes kamen zu der Feststellung, dass der 20 Zentimeter lange Knochen Teil eines Unterkörpers gewesen sein könnte.
Der Knochen wurde für die genauere Analyse und einen DNA-Abgleich in die Zentrale des Forensischen Dienstes gebracht. Von fünf der insgesamt 304 Opfern des Untergangs 2014 konnten bislang keine Überreste gefunden werden.
Quelle:Tim Schwabedissen


Schiffbruch bei Bauarbeiten für Messi-Familie
(15.03.18) Bei Bauarbeiten an einem Ufergrundstück der Messi-Familie kenterte am 13.1. das rund 18 Meter lange Baggerschiff „Francisco 1“ auf dem Paraná River bei Arroyo Seco. Es hatte eine Ladung Sand gelöscht, als ein im Bau befindlicher Anleger am Grundstück „La Casa Grande“ zusammenbrach und das Schiff auf die Seite drückte. Die Crew konnte sich retten. Ein Patroullienboot der Prefectura Naval untersuchte das Wrack, das halb aus dem Wasser ragte, am Nachmittag.
Quelle:Tim Schwabedissen


Sturm trieb losgerissene Yacht auf Pier
(15.03.18) In einem Nordoststurm riss sich am 2.3. die 105 Fuß lange Sloop „Mass Transit 105“ in Vineyard Haven los. Crews der Tisbury Towing and Transportation, der Aquamarine Dockbuilders und des Edgartown Harbor Office bargen die Yacht, nachdem sie gegen die Edgartown Pier getrieben wurde. Dazu mussten zunächst Holztrümmer abgesägt werden, dann konnte der Schlepper „Sirius“ die Yacht bei Hochwasser wieder befreien.
Der Schaden an der Pier betrug 20,000 Dollar. Die „Mass Transit 105” wurde in die Katama Bay gezogen und dort vor drei Anker gelegt. Sie hatte ein Loch im Rumpf davongetragen, das bislang nur provisorisch abgedichtet werden konnte.
Quelle:Tim Schwabedissen


Rätselraten um Maersk Honam
(15.03.18) Am frühen Morgen des 15.3. befand sich der Containerfrachter "Maerks Honam" auf Position 12 50 N 065 19 O, rund 650 Meilen von Mumbai und der Küste des Oman entfernt. Er war weiter im Schlepp der "Amazon Chieftain Z'", "Bateleur", "Maersk Involver" und "Zwerver 2". Die "Amazon Chieftain Z" hatte als Fahrtziel Salalah mit einer erwarteten Ankunftszeit am 23.3. angegeben. Möglicherweise hatte es keine Einlaufgenehmigung für das weiterhin brennende Schiff in Indien gegeben. Zunächst hatte Mumbai als möglicher Nothafen gegolten.
Nachdem die Maersk Line eine Havarie Grosse erklärt hatte, müssen die erwartet hohen Kosten für Sicherung und Bergung gemeinsam von Schiff, Ladung und Fracht beglichen werden. Vor allem die Brandbekämpfung dürfte dabei zu Buche schlagen. Die Kosten werden auf die an der Reise Beteiligten im Verhältnis der geretteten Werte aufgeteilt, für die Berechnung ist ein Dispatcher zuständig.
Verlader, die Container auf der „Maersk Honam“ haben, müssen nun als erstes einen Verpflichtungsschein (GA Bond) zeichnen und eine Garantie ihres Warentransportversicherers einreichen, damit ihre Ladung später im Nothafen freigestellt wird. Maersk hat noch nicht bekannt gegeben, wann und wohin das Schiff geschleppt und entladen werden soll. Es hieß aber, dass die gesamte Operation zu hohen außerordentlichen Kosten führen werde.
Maersk unterrichtete daher die Kunden und MSC als Partner, Havarie Grosse zu melden. MSC als Partner der Dänen in der Linien-Allianz »2M« bat nun die eigenen Kunden um Geduld. Maersk habe erklärt, dass die Ladung zunächst zurückgehalten werde, bis die erforderlichen Sicherheitsleistungen und Dokumente beigebracht seien. MSC lägen keine Informationen über den Zustand von einzelnen Containern vor.
Quelle:Tim Schwabedissen


Binnenschiff "Verandering"
(Bild: Mark Mourits)   Großbild klick!

Binnenschiff kollidierte mit Brücke in Alphen
(14.03.18) Das holländische Binnenschiff "Verandering", 998 ts (EU-Nr.: 02309071), kollidierte von Rotterdam kommend am Vormittag des 14.3. mit der Koningin Máxima-Brücke in Alphen am Rhein. Der Schiffsführer hatte die Höhe des Ruderhauses offenbar überschätzt und gedacht, er könnte unter der Brücke passieren. Dabei stieß dieses aber gegen den Bau, und das Dach des Ruderhauses wurde beim Aufprall abgerissen, dieses selbst erheblich beschädigt und auch ein dahinter stehendes Auto in Mitleidenschaft gezogen.
Der Schiffsführer blieb unversehrt. Das Schiff konnte in der Nähe an einem Kai festmachen. Die Brücke wurde eine Zeitlang für den Verkehr gesperrt, gegen Mittag aber wieder freigegeben. Allerdings waren am Beton kleine Schäden sichtbar, die noch näher untersucht werden mussten.
Quelle:Tim Schwabedissen


Maschinenschaden bei Datca
(14.03.18) Der unter Panama-Flagge laufende Frachter "Ivy 1", 2061 BRZ (IMO-Nr.: 8504284), erlitt auf der Reise von Ceuta nach Iskenderun einen technischen Schaden und ging am 7.3. auf der Reede von Datca vor Anker. Hier machte sich die Crew an die Reparatur, und am 12.3. war das Schiff wieder unterwegs und machte in Iskenderun fest. Am folgenden ging es nach Jeisk weiter, wo es am 21.3. eintreffen soll.
Quelle:Tim Schwabedissen


Yacht mit Motorschaden im Schlepp
(Bild: RNLI)   Großbild klick!

Yacht vor Cloughey / Nordirland havariert
(14.03.18) Das RNLI-Boot aus Portaferry kam am Nachmittag des 12.3. einer Segelyacht vor der Küste des County Down zu Hilfe. Um 15.45 Uhr wurden die freiwilligen Seenotretter alarmiert, nachdem der Skipper des 13 Meter langen Bootes Motorprobleme gemeldet hatte. Er war von Bangor nach Ardglass unterwegs, als westlich von Cloughey der Antrieb versagte.
Das Rettungsboot lief um 15.55 Uhr bei leichtem Nordnordostwind und ruhiger See zur Hilfeleistung aus. Es erreichte die Yacht um 16.38 Uhr. Ein Rettungsmann wurde an Bord abgesetzt und eine Schleppverbindung hergestellt. Um 16.45 Uhr wurde begonnen, das Boot nach Strangford zu ziehen. Um 17.45 Uhr konnte es samt Skipper und Bordhund dort sicher festgemacht werden, und der Einsatz war beendet.
Quelle:Tim Schwabedissen


Wrack von York
(Bild: Gregory-A-Rac)   Großbild klick!

Kann das Wrack von York identifiziert werden?
(14.03.18) Das Rätsel des am Short Sands Beach in York freigespülten Wracks wird Stück für Stück von staatlichen und lokalen Archäologen mit Mitteln des 21. Jahrhunderts gelöst. Ein ehemaliger Polizeioffizier von York Beach entdeckte in einem alten Journal einen Bericht über die Strandung eines Schiffes im Jahr 1769. Alle Informationen werden von der Maine Historic Preservation Commission (MHPC) gesammelt, um zu entscheiden, ob das Wrack ins National Register of Historic Places aufgenommen und wie mit ihm weiter umgegangen werden soll.
Meist lag das Gerippe unter fünf bis sechs Fuß Sand, doch ein Nordoststurm hat acht Fuß Sand abgetragen und es bloßgelegt. Erstmals war es 1958 entdeckt worden und seitdem gelegentlich wieder aufgetaucht, zuletzt nach Stürmen in den Jahren 2007 und 2013. 2007 hatte der Meeresarchäologe Stefan Claesson aus Eliot im Auftrag der MHPC Proben genommen und einige Kartierungen durchgeführt.
Nach Angaben von Leith Smith, historischer Archäologe der Kommission, wurde dabei festgestellt, dass es sich bei dem Wrack um ein 60 Fuß langes Schiff handelte, von dem 51 Fuß erhalten blieben. Die Bauzeit wurde zwischen 1750 und 1850 geschätzt, und es dürfte sich um einen Schoner oder eine Sloop gehandelt haben, die in der Küstenfahrt tätig war. Es hatte einen geringen Tiefgang und ein schmales Heck.
Die Proben von 2007 zeigten, dass eine Vielzahl von Hölzern zum Bau des Bootes verwendet wurden: der Boden war aus Balsam-Tanne; die Spanten mittschiffs und der Rumpf waren aus gelber Birke; das Heck war aus Buche und roter Kiefer; und es wurde angenommen, dass der Kiel möglicherweise weiße Eiche war, obwohl er zu der Zeit zu tief im Sand begraben war, um eine Probe zu bekommen.
11 Jahre später, am 9.3., kehrte Claesson im Dienst der MHPC zurück und nahm Proben, die mit dendrochronologischen Methoden analysiert werden sollten. Nun stand ihm auch eine Drohne zur Verfügung, um das Wrack aus der Luft zu vermessen. Unglücklicherweise hatte am Vortag ein weiterer Sturm große Teile des Wracks schon wieder versanden lassen, sodass nur die Spitzen der Spanten aus dem Sand ragten.
Claesson hatte die Spitzen der Spanten mit gelben Tags versehen, die als Referenzpunkte bei den Aufnahmen, die aus 35 Fuß Höhe gemacht wurden, dienen sollten. Damit kann am Computer ein 3-D-Modell des Schiffs generiert werden. Am 12.3. wäre die Lage für die Vermessungsarbeiten günstiger gewesen– nicht nur das gesamte Spantengerippe war nun sichtbar, sondern man konnte auch darunter schauen.
Da war Claesson aber schon wieder abgerückt. Die Informationen, die er gewonnen hat, werden von der MHPC gesammelt, ebenso wie ein historischer Hinweis, der von Barry Higgins, einem früheren Polizeioffizier in York Beach, der jetzt in Pennsylvania lebt, kam. Er wurde in den 1980er Jahren auf das Wrack aufmerksam und stellte im Peabody Essex Museum in Salem, Massachusetts, Nachforschungen an.
Hier fand er ein professionell geführtes Journal von Daniel Moulton aus York, der von 1749-1792 als Notar tätig war. Er hat eine Reihe von Schiffbrüchen aufgelistet, die sich während der Zeit in York ereigneten. Dort fand sich ein kleines Schiff namens „Industry“, das im Oktober oder November 1769 in einem Nordoststurm auf den Short Sands Beach strandete.
Der Kapitän, der wohl auch der Eigner war, und der mit ihm reisende Sohn überlebten den Schiffbruch. Das Schiff war mit Holz von Biddeford Pool nach Portsmouth, New Hampshire oder Newburyport, Massachusetts, unterwegs. Die dendrochronologischen Proben könnten nun zeigen, ob es sich bei dem Wrack um die „Industry“ handelt.
Mit den Informationen Claesson und Higgins könnte für die MHPC eine hinreichende Dokumentation vorhanden sein, um zu entscheiden, ob das Wrack von York ins National Register of Historic Places kommt. Damit verbunden wäre dann auch die Frage einer möglichen Bergung und Konservierung samt deren Finanzierung. Grundsätzlich ist auch der Sand dafür aber ein guter Ort, da dort wenig Sauerstoff an die Reste herankommt und das Wrack erhält.
Quelle:Tim Schwabedissen


Binnentanker auf Westerschelde aufgelaufen
(14.03.18) Das belgische Tankmotorschiff "Patmos", 2995 ts (EU-Nr.: 06002218), lief am 13.3. um 18.55 Uhr auf der Westerschelde vor Rilland auf Grund. Da das Wasser ablief und um 19.10 Uhr seinen niedrigsten Stand haben sollte, konnte es nicht sofort geborgen werden. Der übrige Schiffsverkehr wurde nicht behindert.
Das Schiff war um 14.50 Uhr aus Vlissingen mit einer Ladung Diesel ausgelaufen. Um 20.30 Uhr war das Wasser wieder hoch genug aufgelaufen, dass es flottgemacht werden konnte. Um 23 Uhr machte es in Antwerpen fest und setzte eine Dreiviertelstunde darauf die Fahrt nach Rotterdam fort.
Quelle:Tim Schwabedissen


Wassereinbruch auf der Wolga
(14.03.18) Der russische Fischfrachter „PTR-50 No.8“, 187 BRZ, erlitt am 10.3. um 11.15 Uhr auf der Wolga bei Flusskilometer 3025 einen Wassereinbruch. Ein Bergungsteam des Caspian Rescue Service war mit Tauchpumpen und anderer Ausrüstung um 12 Uhr vor Ort. Erst um 18.30 Uhr gelang es, den Wassereinbruch zu stoppen und das Leck abzudichten.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kollision auf Mittellandkanal
(14.03.18) Am Abend des 13.3.kollidierten auf dem Mittellandkanal bei Calvörde ein deutscher und einem polnischer Schubverband. Beide erlitten Schäden oberhalb der Wasserlinie. Der mit 1.200 Tonnen Zementklinkern beladene Verband mit dem polnischen Schubschlepper „Bizon O-119“ (MMSI-Nr.: 261182547) musste im Wartehafen festmachen. Hier sollte im Laufe des folgenden Tages durch einen Sachverständigen eine Begutachtung stattfinden und dann über die Weiterfahrt entschieden werden.
Der deutsche Schubverband, der mit Containern beladen war, konnte seine Fahrt fortsetzen und sollte eine Werft zur Reparatur anlaufen. Die Wasserschutzpolizei hat die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen.
Quelle:Tim Schwabedissen


32 Passagiere von gestrandeter Fähre gerettet
(14.03.18) Die philippinische Coast Guard in Negros Oriental untersuchte die Strandung der Schnellfähre “Ocean Jet 15“ auf Riffen vor der nahen Siquijor Island-Provinz am 11.3. Das Schiff lag weiterhin auf der Untiefe in Cangalwang, Siquijor fest, nachdem es beim Versuch, vier Fischerbooten auszuweichen, auf Grund gelaufen war. Es hatte gegen sechs Uhr Siquijor mit Fahrtziel Dumaguete Port, Dumaguete City, Negros Oriental verlassen.
10 Minuten später machte der Kapitän die Fangboote aus und änderte seinen Kurs. Dabei geriet er auf das Riff. Die 32 Passagiere wurden unversehrt abgeborgen. Nun wartete die „Ocean Jet 15“ der Ocean Jet Shipping Lines auf einen Schlepper.
Quelle:Tim Schwabedissen


Feuer auf Fischfrachter vor Oban
(14.03.18) Das RNLI-Boot aus Oban wurde am Nachmittag des 13.4. alarmiert, nachdem auf dem norwegischen Fischfrachter "Ronja Skye", 497 BRZ (IMO-Nr.:9245926), ein Maschinenraumbrand entstanden war. Noch während die freiwilligen Seenotretter im Anmarsch waren, meldete die Crew des Transporters, dass sie das Feuer zwar hatte löschen können, aber die Maschine komplett ausgefallen sei. Die CalMac-Fähre "Isle of Mull" änderte ihren Kurs zum Havaristen hin, auch ein örtliches Arbeitsboot kam zu Hilfe.
Dieses hatte bereits versucht, eine Schleppverbindung herzustellen, als das Rettungsboot um 14.20 Uhr vor Ort eintraf. Zu der Zeit trieb die "Ronja Skye" westlich des Leuchtturms von Lismore und drohte der Küste zu nahe zu kommen. Rasch nahm das Rettungsboot aus Oban den Havaristen auf den Haken und zog ihn zu einem sicheren Ankerplatz.
Hier konnte die Crew der „Ronja Skye” die notwendigen Reparaturen durchführen. Das Rettungsboot rückte wieder ab und meldete sich um 16.30 Uhr klar auf Station.
Quelle:Tim Schwabedissen


Fähre vor Munalaiu auf Grund gelaufen
(14.03.18) Am 11.3. um 18.55 Uhr lief die estnische Fähre „Kihnu Virve", 924 BRZ (IMO-Nr.: 9753129), kurz nach dem Auslaufen aus Munalaiu nach Kihnu in der Hafenbucht zurück. Das Schiff kehrte mit eigener Kraft nach Munalaiu zurück. Die Abfahrten am 12.3. wurden abgesagt, um detaillierte Untersuchungen des Schiffsbodens durchzuführen. Stattdessen gab es mit anderen Schiffen zwei Extrafahrten zwischen Pärnu und Kihnu in beiden Richtungen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Nächster Bergungsanlauf für Betanzos
(14.03.18) Die 10-köpfige Crew kehrte auf dem Luftweg an Bord des spanischen Containerfrachters "Betanzos", 4941 BRZ (IMO-Nr.: 9263552), zurück, der weiterhin in der Mündung des Tejo gestrandet war. Am 13.4. war es dem Schlepper “Fairmount Alpine” erstmals gelungen, ihn etwas in Bewegung zu setzen, sodass die Ankerkette, die ihn stabilisierte, gekappt werden musste. Damit hing er nun allein am Schlepper.
Gegen 11 Uhr am 14.3. wurde wieder angezogen, um die Zeit bis zum Hochwasser um 13 Uhr nutzen zu können. Stürmische See brandete wieder über die Untiefe und den Frachter, der aber dank seines eisverstärkten Rumpfs bislang keine strukturellen Schäden erlitten hat. Er musste samt seiner 8.000 Tonnen Siliziumsand an Bord noch über die ganze Sandbank gezogen werden.
Quelle:Tim Schwabedissen


Gekentertes Baggerschiff "Sirius Høj"
(Bild: Ole Holbech)   Großbild klick!

Bogense: gekentertes Baggerschiff nach Assens abtransportiert
(13.03.18) Am 11.3. gegen Mitternacht konnte vor Bogense die Bergung des gekenterten dänischen Baggerschiffs "Sirius Høj", 100 BRZ (IMO-Nr.: 7032375), durch die Bergungsschiffe der Jens Alfastsen Rederiet in Losningen abgeschlossen werden. Der dänische Schwimmkran "Sanne A" (MMSI-Nr.: 219007414) hatte in den Stunden zuvor das auf der Steuerbordseite liegend halb aus dem Wasser ragende Wrack aufgerichtet. Gegen Mitternacht war der Bagger dann ausgepumpt und schwimmfähig, sodass die Schleppreise nach Assens beginnen konnte.
Am 12.3. um 2.55 Uhr wurde er bei der Assens Skibsværft A/S zur Reparatur abgeliefert. Noch in der Nacht begann die zum Hebeschiff umgebaute, ehemalige Fähre "Susanne A" (IMO-Nr.: 9099183), dann, den Schwimmkran zurück nach Nyborg zu schleppen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Maschinenausfall im Ärmelkanal
(Datum) Der unter Marshall-Islands-Flagge laufende Bulkcarrier "AM Krakow", 43987 BRZ (IMO-Nr.: 9624122), erlitt am 11.3. einen Maschinenausfall auf der Fahrt von Cartier nach Gent. Er trieb rund 36 Meilen südlich von Shoreham mit 0,7 Knoten auf Position 50 17 N 00 22 O. Es wurde seitens des Frachters um keine Assistenz ersucht, doch die französische Coast Guard forderte ihn auf, so schnell wie möglich zu ankern.
Der Kapitän bestätigte dies, wollte zunächst aber klar sein von der Position eines unbekannten Wracks, in dessen Nähe sein Schiff sich gerade befand. Er ließ schließlich auf Position 50 19 49.2 N, 000 27 41.8 W Anker werfen an der Grenze der SAR-Zuständigkeiten zwischen England und Frankreich. Hier wartete die 21-köpfige Crew auf die Anlieferung von Ersatzteilen, die für eine Reparatur notwendig waren.
Das Schiff hatte 78,370 Tonnen Eisenerz geladen und 135 Tonnen Schweröl, 167 Tonnen Diesel und 30 Tonnen Ölabfall an Bord. Vor Ort waren 4-5 Beaufort Wind, die auf bis zu 7 Beaufort mit Böen um 8 auffrischen sollten. Am Morgen des 13.3. steuerte der maltesische Offshore-Schlepper „Onyx“ (IMO-Nr.: 9752400), der am 12.1. um 13.20 Uhr aus Portsmouth ausgelaufen war, den weiter ankernden Havaristen an.
Quelle:Tim Schwabedissen


Wrack der „Kea Trader“
(Bild: Lomar Shipping)   Großbild klick!

Kea-Trader kollidierte mit sich selbst
(13.03.18) Zwei Wirbelstürme innerhalb eines Monats haben das Wrack des maltesischen Containerschiffs „Kea Trader“ mehrfach auf dem Duran Reef versetzt und die Bergung vor Neukaledonien weiter erschwert. Am Wochenende war das Wrack vom Zyklon Hol« getroffen worden – nur drei Wochen nach dem Durchzug von Zyklon Gita. Während sich die Berger in Nouméa auf Neukaledonien in Sicherheit gebracht hatten, wurden die zwei Teile des Frachters von der Gewalt des Sturms ineinander geschoben.
Luftaufnahmen zeigen, dass die beiden Rumpfteile kollidiert sind, wodurch der vordere Teil mit den Laderäumen 2 und 3 weiter beschädigt wurde. Zwei Dutzend Container gingen verloren, allerdings war der größere Teil der Ladung zuvor geborgen worden. Es trat zudem eine geringe Menge Öl aus den unzugänglichen Teilen des Schiffes aus.
Erste Luftbilder wurden am 11.3. aufgenommen und zeigten, dass Laderaum III zerstört wurde. Vier Container darin gingen verloren. Ladraum II wurde aufgerissen, aus diesem gingen 25 leere Container und einige Trümmer verloren. Zwei Ladeluken und 17 Meter des Rumpfes wurden vom Achterschiff abgerissen und lagen nun auf dem Riffdach. Ein Container trieb im Meer und sollte aus der Luft geborgen werden. Lomar püfte nun in Abstimmung mit den lokalen Behörden und den Bergungsunternehmen, wie weiter verfahren werden sollte. Derzeit befanden sich noch 84 der ursprünglich 782 Container an Bord.
Quelle:Tim Schwabedissen


Maschinenausfall im Saronischen Golf
(13.03.18) Am 11.3. erlitt die griechische Fähre "Ionis", 2604 BRZ (IMO-Nr.: 7350325), einen technischen Schaden, der zum Ausfall der Steuerbord-Hauptmaschine führte, als sie Kythera nach Piräus unterwegs war. Das Schiff, das 83 Passagiere an Bord hatte, setzte die Fahrt mit der verbliebenen Backbord-Maschine fort. Es erreichte den Zielhafen am frühen Morgen des 12.3. Nachdem die Passagiere von Bord gegangen waren, wurde es mit einem Auslaufverbot belegt, bis seine Reparatur durchgeführt worden war. Wenn danach die Klasse wieder erteilt worden ist, sollte es in den Fährdienst zurückkehren. Am 13.3. lag es weiter im Hafen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Zwei Vermisste nach Schlepperuntergang auf Mississippi
(13.03.18) Die U.S. Coast Guard wurde am 12.3. alarmiert, nachdem der 22 Meter lange Schlepper "Natalie Jean" (MMSI-Nr.: 368021530) auf dem Mississippi bei Flussmeile 90,5 nahe New Orleans gekentert und gesunken war. Das Unglück ereignete sich beim Versuch, mit der Barge zu manövrieren, als diese auf dem starke Strömung führenden Fluss außer Kontrolle geriet. Dann wurde der Schlepper selbst unter die Ankerketten eines im Fluss vermoorten anderen Schiffes gezogen und verschwand binnen Sekunden mit dem Bug voran im Wasser.
Die Coast Guard New Orleans erhielt um 9:45 Uhr eine erste Meldung über das Unglück, das sich bei 15 Meilen Windgeschwindigkeit ereignet hatte. Der in der Nähe befindliche Schlepper "Earl Gosling" konnte von der dreiköpfigen Crew nur den Kapitän retten, der im letzten Moment aus dem Ruderhaus entkommen konnte, die beiden anderen wurden vermisst.
Der Mississippi wurde zwischen den Flussmeilen 89 und 90,5 für den Schiffsverkehr gesperrt. Von der Air Station New Orleans stieg ein MH-65 Dolphin-Helikopter auf, von der Station New Orleans lief ein 45-Fuß-Boot aus, außerdem beteiligten sich das Patroullienboot "Barbara Mabrity", dieNew Orleans Harbor Police, die Plaquemines Port Authority, das St. Bernard Parish Sheriff’s Office, das Plaquemines Parish Sheriff’s Office, dasU.S. Army Corps of Engineers und die NOAA an der Suche.
Die Rettungskräfte fanden aber lediglich leere Rettungswesten im Wasser und aufgeschwommene Trümmer. An Bord des 80-Tonnen-Schleppers der Creole Chief Inc. aus Harvey befanden sich auch rund 600 Gallonen Öl.
Quelle:Tim Schwabedissen


Segelschiff mit Kohle gestrandet
(13.03.18) Das mit 418 Säcken Kohle beladene Segelschiff "Merci Sylvia", das 26 Eignern der 2. Communal Section "Les Basses" aus Petit-Trou de Nippes, musste am 10.3. wegen schlechten Wetters Mariani ansteuern und warf vor dem Hafen von Petit-Goâve in Haiti Anker, um auf Wetterbesserung zu warten. Doch am 11.3. gegen fünf Uhr riss es sich in der Bucht los und wurde auf Grund geworfen, wo es sank.
Quelle:Tim Schwabedissen


Ein Toter bei Feuer auf Fähre
(13.03.18) Ein 56 Jahre altes bulgarisches Crewmitglied der bulgarischen RoRo-Fähre "Geroite Na Seavastopol", 19518 BRZ (IMO-Nr.: 7529976), kam ums Leben, als am 9.3. gegen Mittag in seiner Kabine ein Feuer ausbrach. Es entstand offenbar durch einen Kurzschluss.
Der Mann starb an Rauchgasvergiftung. Die übrige Crew konnte den Brand durch rasches Eingreifen an einem weiteren Ausbreiten hindern. Es gab keine weiteren Opfer. Das von Illichivsk kommende Schiff machte am 10.3. um 8.30 Uhr in Poti fest.
Quelle:Tim Schwabedissen


Schwimmdock mit Schlepper darin gesunken
(13.03.18) Das Schwimmdock "PD-32" der Rimsko Co. in Wladiwostok sank am 11.3. um 21 Uhr Liegeplatz von Rimsko im Dalzavod-Werk. Es setzte auf ebenem Kiel auf dem Grund auf. Der Schlepper "Kapitan Loshkarevich", der im Dock lag, blieb unbeschädigt und konnte aus dem bis auf die oberen Teile versunkenen Dock gezogen werden.
Quelle:Tim Schwabedissen


Schnellboot vor Indonesien gesunken
(13.03.18) Am 12.1. sank das indonesische Schellboot "AD-16-05" in der Java-See nahe Thousand Islands nördlich von Jakarta. Er war mit 65 Soldaten an Bord um sieben Uhr nach Pramuka Island ausgelaufen. Nach einem Maschinenausfall trieb er bei hohem Seegang hilflos in den Wellen, bis er übers Heck wegzusacken begann.
Um 10.15 Uhr erreichte das Schwesterschiff "AD-04-15" den Havaristen und versuchte zunächst ohne Erfolg, diesen längsseits zu sichern. Als er um 11.10 Uhr zu sinken begann, wurden Rettungsmittel ins Wasser geworfen. Den Truppen an Bord blieb nur, ins Wasser zu springen. Vom Schwesterschiff aus konnten am Ende alle Schiffbrüchigen gerettet werden.
Quelle:Tim Schwabedissen


Maersk I: Drei Tote auf der Maersk Honam entdeckt – Sorge um Sicherheit von Großcontainerschiffen
(13.03.18) Drei der vier vermissten Crewmitglieder der "Maersk Honam" wurden am 12.3. an Bord des Schiffes gefunden. Sie konnten noch nicht identifiziert werden. Die Vermissten stammten von den Philippinen, aus Indien und Südafrika.
Die Reederei schlussfolgerte, dass auch der vierte noch nicht aufgefundene Mann nicht mehr am Leben sein dürfte und kondolierte den Angehörigen, die nun von der Reederei bestmöglich unterstützt werden sollten. Die Suche auf See wurde nach den Leichenfunden eingestellt, während an Bord weiter nach dem letzten Vermissten Ausschau gehalten wurde. Die gesundheitliche Lage der 22 geretteten Seeleute verbesserte sich ebenfalls in den vergangenen Tagen. Je nach Zustand sollten sie aus den Krankenhäusern entlassen und in die Heimat gebracht werden. Zuvor wollte die indische Polizei sie im Rahmen ihrer ersten Untersuchung des Brandes noch befragen.
Die Firma Tractio Risk Solutions sollte den Verlust von 700 Containern von über 100 Firmen aus Valencia managen, die sich an Bord der “Maersk Honam” befnden hatten. Maersk hatte zwischenzeitlich Gross General Average (GA) erklärt, sodass die Reederei und die Frachteigner die gewaltigen Schadenskosten teilen und finanzielle Garantien über ihre Versicherungen leisten müssen. Insgesamt hatte das Schiff über 7.500 Container geladen.
Die Brandbekämpfung durch Smit Salvage und Ardent an Bord des Schiffes kam derweil voran. Eine gründliche Untersuchung zur Ursache des katastrophalen Feuers durch Maersk stand natürlich noch aus. Obwohl die Ursache des Feuers noch nicht gefunden wurde, war aber bereits klar, dass es in den Containern ausgebrochen war auf einem hochmodernen Schiff, das 2017 gebaut wurde und über die neuesten Sicherheitssysteme an Bord verfügte.
Versicherungsgesellschaften wie Union of Marine Insurers, Allianz, Den Svenske Klub oder der DNV GL warnten haben in den letzten Jahren bereits wiederholt vor den ernsten Folgen solcher Schadensereignisse sowohl in Bezug auf den Verlust von Menschenleben, Waren und Material. Das Feuer auf der „Maersk Honam“ war nur der letzte Vorfall in einer großen Anzahl vorangegangener schwerer Havarien auf Containerschiffen.
Je größer diese werden, desto mehr steigen die Komplikationen auch im Fall eines Feuers, das schnell greifen kann und extrem schwierig zu bekämpfen ist. Temperaturen von mehr als 500 Grad in den Containern machen das Löschen von Feuern extrem schwierig und gefährlich und bedeuten, dass Brände sich schnell auf andere Container und auf das Schiff als Ganzes ausbreiten können. Die Folgen können tragisch sein wie bei der „Maersk Honam“ oder auch der „MSC Flaminia“, auf der es im Jahr 2012 im Atlantischen Ozean zu einem Feuer kam, das zu einer Explosion führte. Drei Besatzungsmitglieder verloren ihr Leben.
In den letzten sechs Jahren wurden schwere Brände auf Containerschiffen verzeichnet. Die „MSC Daniela“ funkte am 4.4.2017 Notrufe. Das 13.800-TEU-Containerschiff war am Morgen 120 Meilen von Sri Lanka in Brand geraten. Es dauerte mehr als 12 Stunden, bis die srilankische und indische Küstenwache das Feuer unter Kontrolle hatte.
Am 12.2.2017 brach auf der „APL Austria“ vor Südafrika ein Feuer aus. Das mit gefährlichen Gütern beladene Schiff lief nach Port Elizabeth ein, nachdem die Besatzung Notsignale ausgesendet hatte. Es dauerte zwei Tage, um das Feuer unter Kontrolle zu bringen.
Die „Hyundai Fortune“ geriet am 21.3.2016 in Brand. Die Besatzung des 5.551-TEU-Schiffes verließ das Schiff südlich von Jemen nach einer Explosion unter Deck. Das Feuer brannte mehrere Tage, und ein Drittel der Container an Bord wurde zerstört.
Auf der „Hansa Brandenburg“, einem 1.740-TEU-Containerschiff brach am 19.7.2013 auf dem Weg von Singapur nach Durban ein Feuer aus. Es verursachte große Schäden auch an den Strukturen des Schiffes. Am 13.6.2013 kam es auf der „Eugen Maersk“ zu einem Feuer in der Containerladung in der Bucht von Aden, als das Schiff auf dem Weg nach Rotterdam war. Das Schiff lief in den Hafen von Dschibuti ein, wo das Feuer gelöscht wurde. 16 Container wurden zerstört.
Am 14.7.2012 kam es in der Containerladung der „MSC Flaminia“, einem 6.750-TEU-Schiff, zu einem Feuer, das zu einer Explosion führte. Die Besatzung musste das Schiff in der Mitte des Atlantiks verlassen. Drei aufgeben verloren ihr Leben im Feuer. Zwei wurden später tot gefunden, während der dritte verschwunden blieb.
Das Feuer auf der „Maersk Honam“ war derweil auch nur das letzte einer Serie von Schadensereignissen auf Schiffen der Maersk-Reederei. Die „Eugen Maersk“ hatte beim Auslaufen aus Hamburg am 4.3. Probleme. Die “Maersk Aras” musste nach einem Schaden am 2.3. nach Manzanillo zurückkehren. Am 6.1. verlor der 10.000-TEU-Containerfrachter “Maersk Suzhou” Teile der Containerladung im Nordatlantik. Am 2.1. lief die “Maersk Norfolk” in Alexandria auf Grund.
Am 30.11.2017 kollidierte die “Maersk Bogor” mit einer Kaianlage in Novorossiysk. Die „Maersk Enshi“ kollidierte am 13.10.2017 mit einem Kutter, sechs Fischer kamen ums Leben. Am 22.8. brach auf der „Maersk Pembroke“ ein Feuer im Nordatlantik aus.
Quelle:Tim Schwabedissen


Maersk II: Maersk-Frachter mit Maschinenausfall
(13.03.18) Der dänische Containerfrachter "Sofie Maersk", 91198 BRZ (IMO-Nr.: 9146479), erlitt am 4.3. im Nordpazifik einen Maschinenausfall. Er sollte nun von einem Schlepper zur Reparatur nach Honolulu gezogen werden, trieb allerdings aktuell noch ohne Assistenz im Meer. Das Schiff war zum Zeitpunkt der Havarie voll beladen.
Die Fracht sollte während der Reparaturzeit an Bord bleiben. Der Frachter lief im östlichen AC2-Service, der Asien mit der südamerikanischen Westküste verbindet. Er sollte am 8.4. den chinesischen Hafen Qingdao erreichen und war am 19.2. aus Lazaro Cardenas in Mexiko ausgelaufen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Maersk III: Verlorene Container sollen geortet werden
(13.03.18) Die US Coast Guard, die NOAA und die Environmental Protection Agency versuchten weiterhin, den 76 Containern, die das Containerschiff „Maersk Shanghai“ etwa 15 Meilen von Oregon Inlet in North Carolina, am 4.3. verloren hatte, auf die Spur zu kommen. Die Hauptpriorität war es, die Navigation in diesem Gebiet sicherzustellen und potenzielle schädliche Umweltauswirkungen zu verhindern. Dabei arbeiteten sie mit der EPA, dem National Park Service, und staatlichen wie lokalen Einrichtungen zusammen.
Die Eigner der „Maersk Shanghai“ beauftragten eine Bergungsfirma mit der Befestigung von Ortungsgeräten und Leuchten an den Containern. Die Küstenwache warnte weiterhin die Schifffahrt vor den Positionen der bekannten Container. Maersk hat auch einen Plan entwickelt, um mit Side-Scan-Sonar die versunkenen Container zu finden und ihr Risiko für Schifffahrt und die potentielle Umweltbelastung zu bestimmen. Es blieb aber von Wetter und Seegang abhängig, wie schnell eine effektive Vermessung des Gebiets möglich sein würde.
Quelle:Tim Schwabedissen


Binnenschiff in Arnheim leckgeschlagen
(13.03.18) Das holländische Binnenschiff "Kilstroom", 2486 ts (EU-Nr.: 02325856), erlitt am 12.3. in Arnheim Wassereinbruch. Die Feuerwehr wurde um 11.20 Uhr alarmiert und begann, das Wasser zu lenzen. Gleichzeitig wurde durch die Einsatzkräfte nach dem Leck gesucht.
Bis es abgedichtet war, mussten die Pumparbeiten fortgesetzt werden. Dies dauerte bis zum Nachmittag. Das Schiff war unterwegs von Tolkamer nach Budapest, wo es am 23.3. hätte festmachen sollen.
Auf dem Weg dorthin hatte es am 11.3. um 14.40 Uhr in Arnheim festgemacht. Bei der Weiterfahrt trat auf der mit Düngermittel beladenen "Kilstroom" in einer Kurve vom Hafen zur Pley-Brücke aus bislang ungeklärter Ursache die Leckage auf. Eine private Firma sollte nun das Löschen der Ladung in Angriff nehmen. Taucher wurden gerufen, um das Leck abzudichten.
Quelle:Tim Schwabedissen


Hubschrauber rettete zwei Segler von Yacht in Seenot
(13.03.18) Die US Coast Guard rettete am 11.3. zwei Personen von einer 35 Fuß langen Segelyacht, die in rauer See vor West End, Bahamas, Wassereinbruch erlitten hatte. Das 7th District Command Center schickte einen MH-60 Jayhawk-Helikopter der Air Station Clearwater MH-60 Jayhawk zur Assistenz. Dieser winschte zwei der drei Segler auf und flog sie unversehrt nach Freeport.
Der Skipper blieb an Bord seines Bootes, das ungefähr 500 Yards vor der Küste von Grand Bahama Island lag. Er wartete dort auf Wetterbesserung. Die Behörden der Bahamas blieben mit ihm in Kontakt und überwachten die Situation der Yacht, falls sich deren Lage verschlechterte.
Quelle:Tim Schwabedissen


Schlepper mit Verschmutzungsproblemen vor England
(13.03.18) Der dänische Schlepper "Bauge", 235 BRZ (IMO-Nr.: 8027767), erlitt am Morgen des 12.3. auf Position 50 26 N 03 23 W Probleme mit einer Verschmutzung im Kühlsystem, als er von Vigo nach Kalundborg mit der Barge “Henry P. Larden“ unterwegs war. Zunächst plante die fünfköpfige Crew vor der Lyme Bay vor Anker zu gehen, um in den folgenden acht bis zehn Stunden eine Reinigung durchzuführen. Doch stürmisches Wetter in der Region machte ihr einen Strich durch die Rechnung.
Deshalb wurden die notwendigen Arbeiten durchgeführt, während der Schleppzug mit reduzierter Fahrt weiterlief. Am 13.3. war der Schleppzug wieder mit normaler Fahrt unterwegs nach Dänemark.
Quelle:Tim Schwabedissen


Verlorene Decksfracht der Stadt Coblenz soll nach 166 Jahren aus dem Rhein geborgen werden
(13.03.18) Spätfolgen eines Ladungsverlusts auf dem Rhein im Jahr 1852: Voraussichtlich am 21.10. soll die damals bei Germersheim in den Fluss gestürzte Dampflok „Rhein“ auf Initiative des Projektbüros „Jäger der versunkenen Lok“ geborgen werden. Zu dem Spektakel am Rhein bei Germersheim werden tausende Schaulustige erwartet. Schon seit über zwei Jahrzehnten war die Lok, die bei der Überführung von Karlsruhe nach Düsseldorf bei einem Unwetter und bei starker Strömung vom Lastensegler „Stadt Coblenz“ 30 Kilometer nördlich von Karlsruhe nach Bruch der Laschings in den Fluss stürzte, im Visier der Bahnexperten des Eisenbahnmuseums Darmstadt-Kranichstein.
Versuche, die an die 20 Tonnen schwere Lok mit Hilfe von Tauchern aus London und mit Hunderten von Helfern und selbst geschmiedeten Ketten aus dem Rhein zu ziehen, scheiterten nach der Havarie, ebenso ein Bergungsversuch im Jahr 1925. Rechtlich gehört die Lok dem Land Rheinland-Pfalz. Sollte die Bergung diesmal gelingen, soll die Dampflok nach der Restaurierung im Eisenbahnmuseum Darmstadt-Kranichstein ausgestellt werden.
Die „Rhein“ wäre dann die älteste noch erhaltene Dampflok Deutschlands und unter den zehn ältesten noch erhaltenen weltweit. Die Kosten der Aktion sollen über Sponsoren gedeckt werden. Hinsichtlich der Gesamtkosten lagen die Schätzungen bei bis zu einer Million Euro.
Quelle:Tim Schwabedissen


Motoryacht sank in Senheim
(13.03.18) Am 11.3. sank im Hafen von Senheim aus bislang unbekannter Ursache eine Motoryacht. Nur noch die Mastspitze ragte aus dem Wasser. Die Freiwilligen Feuerwehren aus Senheim, Bruttig und Mesenich sowie der Gefahrenzug aus Lutzerath rückten mit rund 50 Einsatzkräften an, um auslaufenden Treibstoff mit Ölsperren aufzufangen. Auch der Ponton, an dem das Boot gelegen hatte, kenterte unter dem Gewicht des sinkenden Fahrzeugs.
Die Wasserschutzpolizei Koblenz leitete zur Klärung der Unfallursache ein Ermittlungsverfahren ein. Die Bergung durch den Eigner wird nicht ganz einfach sein. Sie muss mit Hebesäcken oder einem Kran durchgeführt werden.
Zuvor müssen Taucher den Rumpf des Schiffes untersuchen, bevor eine Entscheidung zur Methode fällt. Die Höhe des Sachschadens konnte noch nicht beziffert werden.
Quelle:Tim Schwabedissen


Segelyacht in Krabi gesunken
(13.03.18) Eine Segelyacht sank am 12.3. in der Railay Bay, Ao Nang, in Phuket. Der Chef des Hat Noppharat Thara–Mu Ko Phi Phi National Park schickte ein Team zur Untergangsstelle, nachdem er informiert worden war. Es fand das Wrack in fünf Metern Wassertiefe liegend vor.
Nur der Mast ragte noch aus dem Wasser der Bucht. Die National Park Officers legten Bojen an der Untergangsstelle aus. Der Eigner wurde kontaktiert, um das Boot zu bergen. Es hatte am 11.3. abends vor der Küste geankert und offenbar Wassereinbruch erlitten, nachdem der Skipper sich an Land begeben hatte. Es handelte sich um einen Thailänder, der einen Tourismusbetrieb am Railay Beach leitet.
Quelle:Tim Schwabedissen


Neuer Anlauf zur Bergung der Betanzos
(13.03.18) Am 13.3. gegen 12 Uhr sollte der nächste Versuch stattfinden, den Frachter “Betanzos” vor Lissabon zu bergen. Sechs Bergungsfachleute und vier Crewmitglieder waren zuvor von einem Merlin 101-Helikopter der Montijo Air Base der portugiesischen Marine an Bord abgesetzt worden. Sie sollten die Schlepptrosse "Fairmount Alpine", die in der vergangenen Woche von Gibraltar gekommen war und von der "Monte da Luz" unterstützt wurde, entgegennehmen.
Der Hubschrauber sollte am Vormittag noch weitere Ausrüstung an Bord bringen. Der robuste Frachter hatte die Stürme der vergangenen Tage dank seines eisverstärkten Rumpfes gut überstanden. Er drehte sich auf der großen Sandbank ein wenig, was den Zugriff der Berger erleichtern könnte, wenn sie ihn über deren höchsten Punkt ziehen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Feuer auf Kutter in Lauwersoog
(13.03.18) Am 12.3. gegen 15 Uhr brach bei Schweißarbeiten am Boden des 18 Meter langen, holländischen Trawlers "De Goede Verwachting - WL 13" (MMSI: 244810663) am Kai einer Werft im Hafen von Lauwersoog ein Feuer aus. Die Feuerwehr von Zoutkamp wurde alarmiert, bei ihrem Eintreffen hatten Werftarbeiter den Brand aber bereits mit Feuerlöschern ersticken können.
Die Brandbekämpfer führten eine Nachkontrolle und einige Abbrucharbeiten aus. Ebenfalls alarmierte Einsatzkräfte aus Anjum und Dokkum brauchten nicht mehr anrücken.
Quelle:Tim Schwabedissen


Fähre fällt kurz nach Überholung schon wieder aus
(13.03.18) Auf der finnischen Fähre "Baltic Princess", 48915 BRZ (IMO-Nr.: 9354284), kam es am Abend des 11.3. zu einem technischen Schaden, der sie am fahrplanmäßigen Auslaufen von Turku nach Stockholm hinderte. Nachdem Reparaturarbeiten erfolglos blieben, gab die Reederei jetzt bekannt, dass alle Abfahrten bis zum 17.3. abgesagt seien und das Schiff in Turku liegen bleiben musste. Erst am 8.3. war es in den Liniendienst zurückgekehrt, nachdem vom 11.1. bis zum 5.3. Reparatur- und Überholungsarbeiten in Danzig durchgeführt worden waren.
Quelle:Tim Schwabedissen


Feuer und Explosion auf Tanker
(13.03.18) Am Morgen des 13.3. kam es zu einer Explosion mit anschließendem Feuer auf dem malaysischen Tanker “Dong Fang Glory”, 4347 BRZ (IMO-Nr.: 9554872), der in Sg Belawai inmitten des Flusses ankerte. Dabei wurden zwei indonesische Crewmitglieder und der Kapitän zum Teil schwer verletzt. An Bord befanden sich eine 17-köpfige Crew und vier Arbeiter des Berjaya Dockyard, die Überholungsarbeiten an Deck durchführten.
Um 10.42 Uhr wurde die Feuerwehr alarmiert und rückte von den Stationen Tanjung Manis und Sungai Merah in Sibu mit einem Dutzend Einsatzkräften an. Noch vor dem Eintreffen konnte die Tankercrew aber das Feuer an Deck löschen. Die drei Verletzten kamen zur Behandlung ins Sibu Hospital.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kollision in Archangelsk
(13.03.18) Der 76 Meter lange russische Eisbrecher "Kapitan Evdokimov" (MMSI-Nr.: 273439190) kollidierte am 8.3. um 12.25 Uhr mit dem russischen Frachter "Belomorskiy", 2628 BRZ (IMO-Nr.: 8305781), der an Liegeplatz 8 in Archangelsk festgemacht war. Der Eisbrecher wollte gerade den Hafen verlassen. Während er selbst unbeschädigt blieb, entstand an der "Belomorskiy" am Achterschiff ein Riss im Rumpf. Er hatte eine Länge von zwei Metern und befand sich 1,5 Meter oberhalb der Wasserlinie. Dieser musste nun in einer Werft repariert werden.
Quelle:Tim Schwabedissen


Diamantsäge biss sich die Zähne an Schleusentor in Kiel-Holtenau aus
(13.03.18) Die Bergungsarbeiten an dem schwer beschädigten Schleusentor in Kiel-Holtenau haben sich deutlich verzögert. Grund war ein Wechsel bei dem Trennverfahren für das schwer beschädigte Schleusentor. Jetzt muss das Tor doch mit Unterwasser-Schneidbrennern auf die konventionelle Art zerschnitten werden.
Das Verfahren mit einer Diamant-Seil-Säge war am 12.3. gescheitert. Die Sägearbeiten hatten am 8.3. begonnen, aber seither nicht den gewünschten Erfolg gebracht. Weil das Tor aus einem mit Stahlverstrebungen durchzogenen Hohlraum besteht, kam es im Zuge des Sägeprozesses immer wieder zum Verklemmen des einen Zentimeter starken Spezialsägeseils.
Nun müssen Taucher unter Wasser mit Schneidbrennern das Tor in zwei Teile trennen. Dafür gilt es die Baustelle neu einzurichteen, was einige Zeit dauern wird. Wenn das Tor zerlegt ist, soll ein Schwimmkran die beiden Teile aus dem Wasser heben und auf einem Ponton absetzen.
Die Arbeiten können nun bis weit in den April hinein dauern. Für die Arbeiten unter Wasser müssen zuerst mehr Kapazitäten für den Einsatz von Tauchern und spezielles Gerät herangeschafft werden. Ursprünglich war gehofft worden, das Schleusentor bereits in dieser Woche zu trennen und dann Schwimmkräne für die Bergung anrücken zu lassen.
In dem Fall hätte bereits Ende März eines der beiden Ersatztore eingebaut werden können, und der Schiffsverkehr wäre bereits zu Ostern wieder normal angelaufen. Zurzeit müssen Schiffe vor den Schleusen bis zu sechs Stunden warten.
Das Schleusentor war in der Nacht zum 20.2. von dem Frachter „Akacia“ gerammt und schwer beschädigt worden. Das Schiff liegt seit dem 8.3. im Schwimmdock bei der Nordwerft in Hamburg.
Quelle:Tim Schwabedissen


Absperrband wird angebracht
(Bild: Ben Raines)   Großbild klick!

Vandalismus auf historischem Wrack in York
(12.03.18) Die Polizei hat ihre Patroullien am Short Sands Beach seit der vergangenen Woche verstärkt, nachdem es Berichte gab, dass das dort durch Sanderosion freigelegte historische Wrack Opfer von Vandalismus würde. Berichte über dessen Erscheinen hatten Schwärme von Schaulustigen aus New England angelockt. Einige brachen offenbar Stücke aus dem Holz des aus dem Sezessionskrieg stammenden Handelsschiffs.
Mit gelbem Absperrband wurde die Strandungsstelle nun abgesichert in einem Versuch, die Schaulustigen abzuhalten, auf dem Wrack herumzuklettern und es vorsätzlich zu beschädigen. Die Öffentlichkeit wurde aufgefordert, es mit Respekt zu behandeln.
Wrack aus dem Sezessionskrieg
(Bild: York Maine Police Department)   Großbild klick!
Quelle:Tim Schwabedissen





Maschinenausfall in Ravenna
(12.03.18) Am 10.3. verließ der portugiesische Frachter "Sider Mariel", 5630 BRZ (IMO-Nr.: 9421128), nach 10 Tagen teilweisen Zwangsaufenthalts den Hafen von Ravenna und nahm um 16.50 Uhr Kurs auf Baris. Das Schiff war am 28.2. mit einer Ladung Stahl aus Koper gekommen. Als es nach Löschen der Fracht mit Schlepper- und Lotsenassistenz wieder auslaufen wollte, wurde es durch einen Verlust von Kühlwasser an der Hauptmaschine manövrierunfähig.
Der Schlepper bugsierte es zurück an den Kai, sodass der ein- und ausgehende Verkehr rasch wieder normal laufen konnte. Danach wurde der Havarist mit einem Auslaufverbot belegt, bis der Schaden behoben war.
Quelle:Tim Schwabedissen


Frachter "Betanzos"
(Bild: Esquadra 751)   Großbild klick!

Bergung der Betanos vor Lissabon geht weiter
(12.03.18) Am Vormittag des 12.3. sollten die Arbeiten zur Bergung des Frachters "Betanzos" in der Tejo-Mündung weitergehen. Sechs Berger von Smit Salvage sollten ab neun Uhr die Schlepptrossen vorbereiten. Um 8.30 Uhr trafen vier Mitglieder der abgeborgenen Crew des Havaristen an der Montijo Air Base ein. Ein Hubschrauber der spanischen Luftwaffe sollte sie dann auf dem Luftweg an Bord der “Betanzos” absetzen, damit sie die Schlepptrossen wahrnehmen konnten. Die See hatte sich nach Durchzug des Sturms Felix zwar inzwischen etwas beruhigt, war aber weiterhin sehr aufgewühlt. Allerdings schien sich der Beginn der Arbeiten dadurch doch noch zu verzögern, da gegen Mittag noch keine Aktivität der Schlepper feststellbar war.
Quelle:Tim Schwabedissen


Schlepper sank in Leie
(12.03.18) Am Morgen des 11.3. begann der holländische Schlepper “Conquest 1“ an seinem Liegeplatz im belgischen Leie bei Sint-Baafs-Vijve in Wielsbeke plötzlich Schlagseite zu entwickeln. Ein Zeuge bemerkte, wie sich das Schiff nach Steuerbord überlegte und alarmierte die Feuerwehr von Fluvia. Diese konnte aber nicht mehr viel ausrichten, denn beim Eintreffen war das Schiff bereits am Sinken, und wenig später ragte nur noch der Mast des 17,5 Meter langen Schiffes mit dem Radar aus dem Wasser.
Es hatte sich zum Zeitpunkt des Untergangs keine Crew an Bord gefunden. Der Eigner Ron Snoeck aus Kamerik bei Utrecht kam sofort zur Unglücksstelle. Das Schiff gehört zu der Flotte seiner Baggerfirma Conquest Dredging. Es wurde 1947 erbaut, und er war der fünfte Besitzer.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kollision in Leie
(12.03.18) Direkt vor der Schleuse von Leie im Zentrum von Harelbeke kollidierte ein Binnenschiff aus Gent mit der Barge einer Baggerfirma, die sich losgerissen hatte. Sie lag dort im Zuge des Bauprojekts Seine-Schelde, um die Leie befahrbar zu machen für größere Schiffe. Hierfür muss das Fahrwasser vertieft und eine größere Schleuse erbaut werden. Das Binnenschiff musste seine Fahrt für die notwendigen Untersuchungen und Reparaturen unterbrechen, konnte dann aber in Richtung Frankreich weiterlaufen. br> Quelle:Tim Schwabedissen


Brandbekämpfung auf Maersk Honam kann noch länger andauern
(12.03.18) Zwar konnte am 10.3. das Feuer auf dem Containerfrachter "Maersk Honam" offenbar weitgehend unter Kontrolle gebracht werden, fünf Tage nach den ersten Explosionen an Bord, doch bis das Schiff möglicherweise nach Mumbai geschleppt wird, dürfte noch einige Zeit vergehen. Der Rauch über dem Schiff wurde am Wochenende lichter und heller und zeugte von abkühlendem Stahl.
Dennoch werden die Löscharbeiten noch länger andauern müssen, denn in den betroffenen Laderäumen und den glühenden Containern darin herrschte weiterhin eine extreme Hitze. Deshalb konnte auch ein Wiederaufflammen der Brände nach wie vor nicht ausgeschlossen werden. Außerdem hielt die Gefahr des Austretens von giftigen Gasen, die auch einige der Crewmitglieder des Frachters verletzt hatten, unverändert an.
Die indische Coastguard stufte den Brand als chemisches Feuer ein. Auch Gefahrgut war in Brand geraten. Von den vier vermissten Seeleuten fehlte weiterhin jede Spur.
Zwei ihrer Crewkameraden waren weiter in kritischem Zustand im Krankenhaus. Sie waren am 8.3. von der Coastguard von Bord der “ALS Ceres” abgeborgen worden, als diese die gerettete Crew der „Maersk Honam“ nach Kochi brachte, um schneller in medizinische Behandlung zu kommen. Die Maersk-Reederei dankte unterdessen den bei den Rettungsarbeiten eingesetzten Kräften.
Quelle:Tim Schwabedissen


Öl lief aus gestrandeter Fähre aus
(12.03.18) Die philippinische Coast Guard (PCG) wurde am Abend des 11.3. alarmiert, nachdem aus dem Wrack der auf den Komoren registrierten RoRo-Fähre “Super Shuttle RoRo 5“, 6105 BRZ (IMO-Nr.: 7822500), bei Mabini in der Batangas-Provinz rund 100 Liter Bunkeröl mit Wasser vermischt ausliefen. Das 1980 bei der Schlichting-Werft GmbH in Lübeck erbaute Schiff war im Taifun Nina am 26.12.2016 bei dem Dorf Malimatoc in Barangay gestrandet. Unlängst war mit dem Verschrotten begonnen worden.
Diese Arbeiten wurden nach der Kontamination unterbrochen, um weitere Ölaustritte zu verhindern. In den Tanks dürfte sich noch mehr Bunkeröl befinden. Am 12.3. war die akute Ölverschmutzung unter Kontrolle.
Quelle:Tim Schwabedissen


Müllschiff sank vor Phi Phi Island
(12.03.18) Das 23 Meter lange, thailändische Abfallentsorgungsschiff “Chachandee” erlitt am 11.3. Maschinenausfall, lief auf unter Wasser liegende Felsen und sank teilweise vor Phi Phi Island in Tambon Ao Nang in der Krabi-Provinz. Das aus einem Kutter umgebaute Schiff war unterwegs von Krabi nach Phi Phi Island, um Müll für die Entsorgung auf dem Festland zu laden. Die Havarie ereignete sich dicht vor der Küste der Insel.
Der Skipper warf Anker, doch wegen hohen Seegangs riss sich das Fahrzeug los und strandete auf Felsen. Dabei wurde der Rumpf aufgerissen. Mehrere Boote kamen mit Lenzpumpen zu Hilfe, um den vollständigen Untergang zu verhindern und damit auch eine Ölleckage, die die Strände verschmutzen könnte.
Quelle:Tim Schwabedissen


Tote und Vermisste nach Bootsunglück in Ost-Java
(12.03.18) Vor Ost-Java brachten Wellen ein Boot in den Gewässern von Pulau Sepekan im Madura-Distrikt zum Kentern. Es war mit Studenten der Abu Hurairah Boarding School zum Dorf Tanjung Geok unterwegs. Zwei Bootsinsassen kamen ums Leben, zwei weitere wurden vermisst. 12 Studenten wurden gerettet und kamen in ein nahegelegenes Krankenhaus.
Quelle:Tim Schwabedissen


Feuer auf Tanker nach sieben Stunden unter Kontrolle
(12.03.18) Das Feuer auf dem vietnamesischen Tanker “Hai Ha 18” am Nachmittag des 10.3. wurde durch eine schadhafte Ölpumpe verursacht. Daraufhin explodierte das Schiff bei Beladungsarbeiten in einem Feuerball in der Stadt Hai Phong. Zu der Zeit hatten sich 600 Tonnen Öl an Bord des Schiffes befunden. 15 Löschfahrzeuge, bis zu 400 Einsatzkräfte der Feuerwehr, ein Bergungsschlepper und andere Schiffe waren sieben Stunden lang im Einsatz, bis der Brand schließlich am 11.3. unter Kontrolle gebracht werden konnte. Der teilweise ausgeglühte Tanker wurde um 21.30 Uhr von seinem Liegeplatz an der Ölpier in ein Gebiet geschleppt, wo er keine Infrastruktur mehr gefährden konnte. Eine Ölsperre wurde um das Wrack ausgelegt.
Quelle:Tim Schwabedissen


Wrack in Mobile nicht letztes Sklavenschiff
(12.03.18) Untersuchungen durch Experten haben jetzt nachgewiesen, dass ein altes Holzwrack, das im Mobile-Tensaw Delta an der Golfküste von Alabama gefunden wurde, nicht die Überreste des letzten US-Sklavenschiffs “Clotilda” sein können, das vor fast 160 Jahren nach der Ablieferung von 110 Sklaven aus Benin 1860 bei Mobile in Brand gesteckt wurde. Die Alabama Historical Commission stellte fest, dass das im Januar entdeckte Schiff 160 Fuß lang war, während die “Clotilda” lediglich eine Länge von 86 Fuß hatte.
Zunächst vermutete Feuerschäden, die auf das Verbrennen des Sklavenschiffes hätten hindeuten können, stammten tatsächlich von Holzfraß durch marine Organismen. Auch hatte das untersuchte Wrack drei Masten, die „Clotilda“ aber nur zwei. Diese zu finden würde am besten mit einer systematischen Absuche der Küste mit moderner Technologie und der Untersuchung jedes aufgefundenen Wracks durch Experten gelingen.
Quelle:Tim Schwabedissen


DFDS-Fähre "Primula Seaways"
(Bild: Adriaan van der Wege)   Großbild klick!

Beschädigte DFDS-Fähre wird in Odense repariert
(11.03.18) Die dänische DFDS-Fähre "Primula Seaways", 37985 BRZ (IMO-Nr.: 9259513), warf am 9.3. um 12.50 Uhr in Gent los, wo sie seit der Kollision mit dem unter liberianischer Flagge laufenden Containerfrachter "MSC Madrid", 74376 BRZ (IMO-Nr.: 9480198), vor Vlissingen am 3.3. gelegen hatte. Das Schiff nahm Kurs auf die Lindoe Shipyard OSS in Vigeroe, Odense, wo der Kollisionsschaden repariert werden sollte. Sie machte am 11.3. um 7.30 Uhr in der Werft fest.
DFDS hoffte, das Schiff schneller als ursprünglich befürchtet in der ersten April-Hälfte wieder in Fahrt bringen zu können. Wegen der guten Kooperation mit allen beteiligten Seiten wie z.B. Versicherung, Behörden, Werft, Klassifizierungsgesellschaft, der Crew und dem Reedereipersonal konnte rasch der Reparaturauftrag mit Fayard erteilt werden.
Bis dahin wird sie durch das eingecharterte Ro-Ro-Schiff „Neptune Dynamis“ (IMO-Nr.: 9240976) ersetzt. Die "MSC Madrid" lag zur Reparatur bereits seit dem 5.3. bei der Antwerp Shiprepair in Antwerpen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bergungsarbeiten vor Lissabon bleiben unterbrochen
(11.03.18) Erst am 12.3. sollten die Bergungsarbeiten an dem in der Mündung des Tejo gestrandeten, spanischen Frachters "Betanzos" fortgesetzt werden. Er hatte die stürmische Nacht zum 10.3. ohne erkennbare strukturelle Schäden überstanden. Der Vorteil war, dass er auf einer Sandbank und nicht auf Felsen aufsaß.
So wurde auch keine Gefährdung eines Auslaufens der 140 Tonnen Diesel und 29 Tonnen Ölabfall gesehen, die auf mehrere kleine Tanks verteilt waren. Diese hatte die Crew vor Verlassen des Schiffes abgeschottet, sodass die Tankinhalte nicht von einem in den anderen laufen könnten. Zudem befanden sie sich in dem robustesten Schiffbereich achtern.
Ob ein Leichtern der Ladung von 8.000 Tonnen Sand notwendig werden könnte, war aktuell noch nicht Gegenstand der Überlegungen. Am 12.3. sollte eine Wetterbesserung eintreten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Baggerschiff vor Bogense gekentert
(11.03.18) Am 10.3. gegen Mittag kenterte das dänische Baggerschiff “Sirius Høj", 100 BRZ (IMO-Nr.: 7032375), der Høj A/S in Horsens bei Arbeiten zur Fahrwasservertiefung vor dem Hafen von Bogense. Als die Ladung überging, schlug es rund 200 Meter vor dem Hafen um. Die zweiköpfige Crew, der Kapitän, der im Ruderhaus war, sowie der Kranführer, konnten sich auf die noch aus dem Wasser ragende Backbordseite des Wracks retten.
Ein privates Boot barg sie ausgekühlt, aber ansonsten wohlbehalten, von dort an. Polizei und Rettungsdienste von Fünen wurden alarmiert. Ein Hubschrauber stieg auf, um Ölaustritte zu überwachen, doch nur eine geringfügige Spur wurde am Wrack entdeckt. Der Zivilschutz sollte eine Ölsperre auslegen. Da der Wind von Westen kam und in den kommenden Tagen auf Nordnordwest drehen sollte, würde auslaufendes Öl vom Hafen weggetrieben. Am 11.3. hatten die beiden dänischen Bergungsschiffe "Sanne A" (MMSI-Nr.: 219007414) und "Susanne A" (IMO-Nr.: 9099183), die um Mitternacht aus Nyorg gerufen worden waren, das Baggerschiff bereits wieder aufgerichtet, auch wenn die Bergungsarbeiten langsamer vorankamen als erhofft.
Die Aufbauten und das Vorschiff ragten inzwischen wieder aus dem Wasser. Das Ölbekämpfungsschiff "Mette Miljø" lag einsatzklar an der Ostmole, doch war sein Einsatz bislang nicht vonnöten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Indonesische Fähre lief auf Grund
(11.03.18) Die indonesische Fähre “Gunsa 8”, 1004 BRZ (IMO-Nr.: 8984513), lief auf der Fahrt von Padang Bai nach West Lombok in Lembongan in den Gewässern von Gili Nanggu Lombok Barat am 9.3. um 13.45 Uhr auf Grund. Das SAR-Office schickte das Rettungsboot 220 zum Havaristen für den Fall, dass dieser evakuiert werden müsste. Auch Einsatzkräfte aus Lembar und Pol Air Polda waren mit Booten beteiligt.
Doch um 16.15 Uhr gelang es dem Kapitän, den Havaristen wieder vom Grund herunterzubekommen. Er nahm dann Kurs auf Lemba. An Bord waren 65 Passagiere und 18 Crewmitglieder. Eskortiert von den Rettungskräften, machte das Schiff 20 Minuten später dort fest.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zylinder-Notreinigung im Nordatlantik
(11.03.18) Der dänische Containerfrachter "Nora Maersk", 27733 BRZ (IMO-Nr.: 9192478), musste mit einer Crew von 22 Mann an Bord am 10.3. um 12.40 Uhr eine Notreinigung der Zylinder südwestlich von Portland durchführen. In ihnen waren Metallpartikel gefunden worden, als sich das Schiff auf Position 50 17.600 N, 02 35.617 W befand. Vorsichtshalber wurde nach verfügbaren Schleppern Ausschau gehalten. Um 15.50 Uhr aber hatte die Crew die Reparaturen erfolgreich beendet, und die Fahrt von Antwerpen nach Cartagena konnte fortgesetzt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Nur zwei von 76 verlorenen Containern noch nicht gesunken
(11.03.18) Die US Coast Guard und die NOAA and Environmental Protection Agency überwachten am 10.3. weiter die Drift von 76 Containern rund 17 Meilen vor Oregon Inlet, North Carolina, die der liberianische Frachter "Maersk Shanghai", 115000 BRZ (IMO-Nr.: 9725158), rund eine Woche zuvor verloren hatte, als er stark ins Rollen gekommen war. Maersk konnte danach die genaue Anzahl der Container wie auch ihre Inhalte benennen. Einer enthielt 5.900 Pfund Schwefelsäure.
Es gab keine Hinweise darauf, dass dieser irgendwo angetrieben war. Der Inhalt löst sic him Wasser auf. Es war das einzige Gefahrgut in den Boxen.
Die Coast Guard Air Station Elizabeth City und andere Einsatzkräfte in der Luft haben das Seegebiet mehrfach überflogen. Derzeit waren nur zwei der neun Container, die sie im Meer treibend gesichtet hatten, noch nicht gesunken.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Maersk Honan brennt langsam herunter
(11.03.18) Zwei vermisste philippinische Crewmitglieder des maltesischen Containerfrachters "Maersk Honam", 145000 BRZ (IMO-Nr.: 9784271), wurden als John Rey Begaso und Janrey Genvatin, beide 21 Jahre alte Maschinenkadetten aus JBLFMU-Molo, identifiziert. Es gab weiterhin keine Spur der vier vermissten Seeleute, die bei Ausbruch des Feuers wohl an Bord in den Flammen gefangen wurden. Das Schiff trieb auf Position 09 46 N 065 54 O, some 760 Meilen südwestlich von Mumbai, und es gab Anzeichen, dass das Feuer inzwischen seinen Höhepunkt überschritten hatte und die Löschbemühungen Früchte trugen.
Der Rauch, der aufstieg, war dünner und heller geworden. Die Containerstacks vor der Brückeninsel waren kollabiert und geschmolzen, nur noch einige ausgeglühte Container von den ursprünglich mehreren hundert auf dem Vorschiff gestauten Boxen standen an den Rändern der Ladeluken. Die Bordwände des Vorschiffs waren von der Gluthitze geschwärzt.
Es war auch noch nicht gelungen, Löschtrupps an Bord abzusetzen. Weiterhin war die Gefahr, sie giftigen Gasen auszusetzen, zu groß. Ebenso könnte es jederzeit neue Explosionen geben. Dennoch wurde vermutet, dass am 11.3. das Abschleppen beginnen könnte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kollision in Tai Chung
(11.03.18) Der taiwanesische Containerfrachter “Kuo Chang”, 15095 BRZ (IMO-Nr.: 9172313), wurde am 9.3. gegen Mittag von dem chinesischen Frachter “He Bin”, 9030 BRZ (IMO-Nr.:9187423), gerammt, als er von Kaoshiung kommend am Kai in Tai Chung lag. Dieser manövrierte im Hafen und wurde von starken Windböen erfasst. Er trieb mit seinem Heck gegen die Backbordseite der "Kuo Chang".
Auf dieser wurden eine Reihe an Deck gestauter Container, drei Bays und eine Leiter beschädigt. Die "He Bin" wurde am backbordseitigen Achterschiff in Mitleidenschaft gezogen. Am 11.3. um fünf Uhr verließ die „Kuo Chang“ den Hafen wieder und machte um 14.20 Uhr am APL Container Terminal in Kaoshiung fest.
Quelle:Tim Schwabedissen



Havarierter Frachter nach Tuzla abgeschleppt
(11.03.18) Der unter Cook Islands-Flagge laufende Frachter “Tuna 1", 4276 BRZ (IMO-Nr.: 9148491), der am 15.2. vor Tenes, Algerien, Maschinenausfall erlitten hatte, sollte am 11.3. in Tuzla zur Reparatur eintreffen. Am 25.2. hatte ihn der in Panama registrierte Schlepper "Horoz" (IMO-Nr.: 7610830) auf den Haken dorthin genommen. Bei der Passage des Bosporus gab es aus Sicherheitsgründen eine Eskorte durch einen Coastal Safety-Schlepper.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motorboot in Schiffenen gesunken
(09.03.18) Am 4.3. wurde die Kantonspolizei alarmiert, weil aus einem gesunkenen Schiff auf dem Schiffenensee im Gemeindegebiet Düdingen Öl auslief. Vor Ort stellten die Beamten fest, dass am Seeufer beim Bootshafen in Schiffenen ein Motorboot untergegangen war und es in dessen Nähe nach Treibstoff roch. Der Feuerwehrstützpunkt Murten wurde angefordert, um mit Schwimmbarrieren die Verbreitung des bereits ausgelaufenen Schadstoffs zu verhindern, sobald der See rund um die Unfallstelle auftaute.
Am 9.3. waren eine spezialisierte Firma, die Feuerwehr Murten, das Amt für Umwelt (AfU) und die Seepolizei vor Ort, um das Schiff zu bergen und die Umstände zu analysieren. Der in geringen Mengen ausgelaufene Treibstoff konnte neutralisiert werden. Die Verschmutzung beschränkte sich lediglich auf die Wasseroberfläche rund um das gesunkene Boot. Der Eigner wurde ausfindig gemacht und eine Untersuchung eingeleitet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kollision in Terneuzen
(11.03.18) Der italienische LPG-Tanker "Syn Zosma", 3819 BRZ kollidierte am 9.3. beim Verlassen seines Liegeplatzes im Braakman-Dock in Terneuzen mit dem Kai. Er wollte um 13.40 Uhr nach Milazzo auslaufen. Das Schiff warf danach zunächst vor Vlissingen Anker für Untersuchungen. Um 20.30 Uhr kehrte er zur Pier im Braakman-Dock zurück. Am 10.3. gegen 23 Uhr verließ er den Hafen erneut und sollte nun am 19.3. in Milazzoa eintreffen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Havarist im Schlepp nach Vlissingen
(11.03.18) Der zyprische Bulkcarrier "Panamax Alexander", 38928 BRZ (IMO-Nr.: 9233492), der am 28.2. rund 490 Meilen südwestlich der Küste von Irland auf Position 49 07 N 20 28 W einen Maschinenausfall erlitten hatte, befand sich am 9.3. auf dem Weg nach Vlissingen zur Reparatur. Er war von dem belgischen Offshore-Schlepper "Union Manta", 3164 BRZ (IMO-Nr.: 9261487), auf den Haken genommen werden und sollte am15.3. zur Reparatur in Holland eintreffen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Neuerlicher Maschinenausfall auf Kopersand
(11.03.18) Der polnische Frachter “Kopersand", 1960 BRZ (IMO-Nr.: 9084487), erlitt am 8.3. erneut einen Maschinenausfall auf Position 50 46 N 01 19 W rund 13,2 Meilen vor Barfleur. Nachdem es der Crew gelang, die Maschine wieder zu starten, wurde er von einem Schlepper in die Gewässer von Southampton eskortiert und warf bei Saltmead zur Reparatur Anker. Das Schiff war von Southampton nach Pasajes unterwegs und hatte eine Ladung Rapssaat an Bord. Die Solent Coastguard überwachte den weiteren Weg des Havaristen in ihrem Zuständigkeitsgebiet.
Erst am 28.2. hatte die “Kopersand” Maschinenrausfall erlitten und drohte bei bis zu neun Windstärken in den Rampion-Windpark zu treiben. Es konnte schließlich 18,6 Meilen vor der Langdon Battery auf Position 50 57 N 01 00 O am 1.3. um 4.30 Uhr Anker werfen. Der Schlepper „Onyx“ brachte es von dort nach Southampton. Auch das RNLI-Boot aus Shoreheam war fünf Stunden im Einsatz.
Quelle:Tim Schwabedissen



Leckgeschlagener Frachter nach Tallinn eingeschleppt
(11.03.18) Der leckgeschlagene, unter Panama-Flagge laufende Bulkcarrier “Glory Hongkong", 23584 BRZ (IMO-Nr.: 9626596), wurde am 10.3. um 11 Uhr in den Bekker Hafen in Tallinn eingeschleppt und machte am Vene-Balti-Kai fest. Er war am Haken des estnischen Schleppers „Atlas” (IMO-Nr.: 7330337). Die Ursache des Wassereinbruchs war weiterhin unbekannt, da der Maschinenraum nach wie vor unter Wasser stand. Sie wird im Rahmen der Reparaturarbeiten untersucht werden.
Unterdessen steckte der unter Antigua-Barbuda-Flagge laufende Frachter "Alessandra Lehmann", 3183 BRZ (IMO-Nr.: 9290684), offenbar im Bottnischen Golf fest. Seit den Mittagsstunden des 10.3. saß es wahrscheinlich im Eis auf der Fahrt von Hallstavik nach Tallinn fest. Die "Atlas” lief aus dem Hafen in Richtung des Frachters der Lübecker Hans Lehmann Reederei GmbH & Co. KG.
Quelle:Tim Schwabedissen



Maschinenschaden im Bosporus
(11.03.18) Der unter Panama-Flagge laufende Frachter "NS Angela", 3804 BRZ (IMO-Nr.: 9071076), der sich auf der Reise von Thessaloniki nach Gemlik befand, erlitt am 8.3. bei der Passage des Bosporus einen Maschinenschaden. Das Schiff erreichte die Reede von Karanlik Liman und warf dort Anker zur Reparatur. Die Genehmigung zum Transit des Bosporus wurde bis zu deren Abschluss widerrufen. Am 10.3. um 8.40 Uhr machte der Frachter im Zielhafen fest.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter deutscher Reederei nach Bilbao eingeschleppt
(11.03.18) Der unter Antigua-Barbuda-Flagge laufende Frachter "Wilson Dunkirk”, 2545 BRZ (IMO-Nr.: 9536521), der Gerdes Bereederungs Gmbh & Co. KG in Haren/Ems erlitt am 3.3. auf der Reise von Invergordon nach Bilbao Maschinenprobleme. Er wurde um 11.15 Uhr in den Hafen von Bilbao geschleppt, wo er am 6.3. um 18.30 Uhr wieder auslief und Kurs auf Santander nahm. Hier traf er um 22.30 Uhr ein und machte sich am 8.3. auf die Weiterfahrt nach Rotterdam.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler mit Propellerschaden nach Kapstadt geschleppt
(11.03.18) Der taiwanesische Trawler "Kao Feng No.101", 704 BRZ (MMSI-Nr.: 416037900), wurde am 4.3. am Haken des Fischereifahrzeugs "Yuh Mao No. 106" nach Kapstadt eingeschleppt. Das Schiff hatte einen Schaden am Propellerschaft erlitten und war manövrierunfähig geworden. Zu einer Reparatur musste es ins Trockendock. Zuvor wurde der Fang gelöscht. Dann ging es ins Ducan Dock.
Quelle:Tim Schwabedissen



Havarierter Frachter nach Hamburg geschleppt
(11.03.18) Der britische Frachter "Anja-C”, 5604 BRZ (IMO-Nr.: 9362669), musste auf der Fahrt von Frederikstad nach Hamburg am 8.3. rund 10 Meilen vor Helgoland auf Position 54 14 35.4 N, 07 37 43.2 O auf den Haken genommen werden. Er traf am 9.3. mit Schlepperhilfe in Hamburg ein und ging um seiben Uhr bei der Blohm & Voss-Werft zur Reparatur ins Trockendock.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wassereinbruch auf Offshore-Schiff in Leer
(11.03.18) Auf der unter Panama-Flagge registrierten „Duo“, 121 BRZ (IMO-Nr.: 5099202), einem Spezialschiff für Kampfmittelräumung, das seit dem 17.10.2017 im Leeraner Hafen lag, kam es am Nachmittag des 8.3. zu einem Wassereinbruch in den Maschinenraum gekommen. Große Mengen Wasser waren in den Bauch des Schiffes eingedrungen, das achterlastig wurde und am Kai zu sinken drohte. Durch den Hafenkapitän und das Ordnungsamt der Stadt Leer wurde daraufhin die Feuerwehr alarmiert.
Um 13:48 Uhr rückte die Feuerwehr Leer mit zwei Fahrzeugen an. Ihrem Einsatz war eine Lageerkundung des Ortsbrandmeisters vorausgegangen. Neben der Feuerwehr war auch eine Spezialfirma für Öl- und Umweltschäden vor Ort, denn neben rund 200 Tonnen Wasser trieb auf diesem eine dicke Ölschicht im Maschinenraum.
Durch die Spezialfirma wurden zunächst Ölsperren um das Schiff ausgelegt, damit eventuell auslaufendes Öl nicht in den Hafen gelangen konnte. Die Feuerwehr setzte dann insgesamt drei Tauchpumpen ein und konnte ein weiteres Wegsacken des Schiffs verhindern. Die Einsatzkräfte pumpten mehr als zwei Stunden lang.
Da die Leckstelle zunächst gefunden werden konnte, blieb eine Pumpe zunächst im Schiff, um immer wieder nachlaufendes Wasser direkt abzupumpen. Die Feuerwehr rückte nach rund 2,5 Stunden wieder ab. Zu einem Umwelt- oder Ölschaden war es nicht gekommen. Die Betreiberfirma des Spezialschiffes kümmerte sich im Anschluss mit weiteren Firmen um die Behebung des Schadens.
Quelle:Tim Schwabedissen



Explosion und Großfeuer auf Tanker in Hai Phong
(11.03.18) Auf dem vietnamesischen Produktentanker “Hai Ha 18”, 948 tdw (IMO-Nr.: 9611084), kam es am 10.3. um 16.40 Uhr zu einer am Ölterminal des Hafens von Hai Phong. Das Schiff hatte 900 Tonnen Gasöl an Bord. Der ersten Detonation folgte eni Feuer.
Rund 400 Feuerwehrleute wurden zur Unglücksstelle mobilisiert. Die Anwohner in der Umgebung wurden auf eine Evakuierung vorbereitet. Da die Löschbemühungen keinen Erfolg hatten, wurde entschieden, das Schiff aus dem Hafen zu schleppen. Am 11.3. stand es weiter in Flammen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker hatte Blackout vor Beachy Head
(11.03.18) Der dänische Tanker "Silver Kenna", 3166 BRZ (IMO-Nr.: 9427524), der in Ballast mit einer 14-köpfigen Crew an Bord von Kingston upon Hull nach Saint Nazaire unterwegs war, erlitt am 10.3. gegen 10 Uhr einen Maschineblackout in der Verkehrstrennungszone neun Meilen südlich von Beachy Head auf Position 50 36.167 N, 00 23.183 O. Über Funk wurde Kontakt mit dem Havaristen gehalten, während Reparaturen durchgeführt wurden. Im Laufe des Vormittags nahm das Schiff wieder Fahrt auf und wurde am 12.3. im Zielhafen erwartet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Maschinenausfall vor Dover
(11.03.18) Am 9.3. erlitt der maltesische Kühlfrachter "Luzon Strait", 14113 BRZ (IMO-Nr.: 9204960), der sich auf der Fahrt von Manzanillo nach Dover befand, umittelbar vor dem Zielhafen einen Maschinenblackout auf Position 51 07 36 N, 001 20 27 O. Zwei Hafenschlepper assistierten dem Schiff, und um 22.50 Uhr wurde es an den Eastern Docks festgemacht. Die Dover Coastguard leitete eine Untersuchung ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Verwüstungen am Kai
(Bild: Emergencias Fuerte Ventura)   Großbild klick!

Sturm Emma macht Gran Tarajal zum Schiffsfriedhof
(09.03.18) Seit dem 28.2. gleicht der Hafen Gran Tarajal auf Fuerte Ventura einem Schiffsfriedhof. Beim Durchzug des Sturms Emma wurden eine Reihe dort festgemachter Kranschiffe, Bargen und Schlepper losgerissen. Sie strandeten oder sanken an der Hafenmole. Insgesamt wurden acht von neun dort liegenden Fahrzeugen betroffen, einzig die Kranbarge „Tae Hung 2“ aus Panama blieb schwimmfähig. Als erstes sank eine 20 Meter lange Barge, gefolgt von einem 60 Meter langen Kranschiff, die 40 bzw. 50 Tonnen Treibstoff an Bord hatten. Insgesamt drohten mehr als 175 Tonnen Kraftstoff auszulaufen. Die Flotte hatte Baumaschinen wie Kräne, Bagger und Lkw sowie eine Betonpumpe geladen, die ebenfalls vollständig im Hafenbecken versanken.
Zerstörtes Baggerschiff
(Bild: Arturo Rodriguez)   Großbild klick!
Mehrere Schlepper trieben auf Grund oder kenterten. Der Versuch zweier Schlepper, in den Hafen einzulaufen, um die Schiffe, die sich losgerissen hatten, zu sichern, war wegen des hohen Wellengangs in der Hafeneinfahrt gescheitert. Sie mussten ihren Einsatz abbrechen.
Ein Eingreifen wäre ohne Gefahr für Menschenleben nicht möglich gewesen. Erst am frühen Abend hatte das Meer sich soweit beruhigt, dass in einigen Bereichen des Hafens schwimmende Ölbarrieren ausgebracht werden konnten. Allerdings waren die Wellen immer noch zu hoch, um auch die Hafeneinfahrt abzusperren.
Am 2.3. war es möglich, weitere Ölbarrieren auszubringen. Fischer aus Gran Tarajal halfen bei der Installation der Schwimmbarrieren. Einige hundert Meter Ölbarrieren wurden aus Teneriffa angefordert. Eine unbekannte Menge Treibstoff lief aus.
Ölsperren sind ausgelegt
(Bild: Arturo Rodriguez)   Großbild klick!
Helikopter der GES starteten drei Mal am Tag zu Überwachungsflügen, um das Ausmaß der Ölverschmutzung zu erkunden. Die Gesundheitsbehörde nahm Wasserproben an den Stränden von Gran Tarajal und Aceitún, in deren Nähe sich auch die Meerwasserentsalzungsanlage von Gran Tarajal befand. Experten aus Deutschland und Großbritannien sollten bei den Bergungsarbeiten helfen.
Sie machten sich am 2.3. auf den Weg, um gemeinsam mit Technikern der Hafenbehörde den Treibstoff aus den Schiffen abpumpen und die Bergung durchführen. Inzwischen konnte die Gefahr einer Umweltkatastrophe durch die drei vollständig und fünf teilweise gesunkenen oder auf der Hafenrampe gestrandeten Fahrzeuge gebannt werden. Da der Wind während des Sturms genau in die Hafeneinfahrt drückte, konnte auch kein Öl aus dem Hafen aufs Meer hinaus treiben.
Im Hafenbereich war dennoch starker Dieselgeruch wahrnehmbar. Die Gesundheitsbehörden der Kanarischen Regierung bauten eine Messstation auf, um die Schadstoffbelastung der Luft zu überwachen und den Gehalt von Benzol, Toluol und Xylole in der Luft festzustellen. Die Werte lagen aber weit unter den Grenzwerten für eine Gesundheitsgefährdung.
Das Spezialschiff „Tornado“ der Marine sollte weiteres Gerät zur Ölbekämpfung anliefern. Dazu gehören Barrieren, Skimmer, Pumpen und Absorptionsmittel. Die Marine stellte außerdem ein Team von Tauchern, die auf Ölbekämpfung spezialisiert waren.
Noch war es nicht möglich, sich unter Wasser einen Überblick über die Lage zu verschaffen. Die Sichtbedingungen waren nach dem Sturm noch zu schlecht. Inzwischen konnten mehr als 60 Tonnen Treibstoff aus dem Hafenbecken gepumpt worden. Der Hafen von Gran Tarajal war weiterhin gesperrt, die Hafenzufahrt mit schwimmenden Barrieren geschlossen, um ein Auslaufen des Mineralöls ins offene Meer zu verhindern. Für den Schaden müssen die Reedereien der Schrottschiffe aufkommen.
Drei der vier Bargen wurden so schwer beschädigt, dass eine Bergung nicht mehr möglich war. Sie müssen vor Ort zerlegt werden. Die Regierung der kanarischen Inseln hat drei Firmen aufgefordert, Angebote abzugeben. Es wird noch längere Zeit dauern, ehe die versunkene Flotte aus dem Hafen geräumt ist.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kollision in Brake
(09.03.18) Am Vormittag des 8.3. kollidierte im Braker Hafen gegen 10.20 Uhr der unter Gibraltar-Flagge laufende Frachter „Barbarossa“, 2301 BRZ (IMO-Nr.: 9197765), beim Anlegen an der Südpier mit dem dort bereits festgemachten, unter Panama-Flagge registrierten Bulkcarrier „Loch Lomond“, 24020 BRZ (IMO-Nr.: 9639464). Das Kümo war am 4.3. aus Immingham zur Weser ausgelaufen. Offenbar hatte der Kapitän dort dann beim Anlegemanöver die Strömungsverhältnisse im Braker Weserbogen falsch eingeschätzt.
Bei ablaufendem Wasser trieb der Strom sein Schiff gegen den Stückgutfrachter, der bereits am 5.3. von Rotterdam kommend an der Südpier festgemacht hatte. Dabei wurden ein Teil der Reling und ein Leinenkorb aus Stahl an Bord der „Barbarossa“ eingedrückt. Der Sachschaden betrug etwa 5.000 Euro. An dem Bulkcarrier entstand kein Schaden. Beide Schiffe lagen am 9.3. weiter in Brake.
Quelle:Tim Schwabedissen


"Akacia" im Schlepp
(Bild: Willi Thiel)   Großbild klick!

Akacia traf bei Norderwerft ein – Tor in Holtenau wird nun zerschnitten
(09.03.18) Erst am Abend des 8.3. traf der portugiesische Containerfrachter "Akacia", 11662 BRZ (IMO-Nr.: 9315020), in Hamburg ein. Die Schleppreise von Kiel war am Abend des 7.3. im Schwerlasthafen von Hamburg unterbrochen worden. Am Morgen des 8.3. zogen die beiden SFK-Schlepper "Kiel" (IMO-Nr.: 9405693) und "Stein (IMO-Nr.: 9241243) den Havaristen dann weiter durch den Kanal Richtung Elbe.
Um 19.10 Uhr erreichte der Schleppzug dann den Hamburger Hafen, wo die Ladung des Frachters zunächst gelöscht wurde. Am Morgen des 9.3. nahmen dann die beiden Hafenschlepper „V.B. Perfect“ und „V.B. Bremen“ das Schiff wieder auf den Haken und brachten es zur Norderwerft am Reiherstieg, wo es gegen neun Uhr zur genauen Schadensuntersuchung und Reparatur festmachte.
Seit Anfang der Woche waren unterdessen Taucher an der Holtenauer Schleuse im Einsatz, um das Sägeseil zu positionieren, das das beschädigte Tor zertrennen soll. Sie arbeiteten im Schichteinsatz von Bord des Arbeitsschiffes „Lift 100 TK 9“ aus. Wegen der Wassertemperatur von nur einem Grad konnten sie immer nur kurze Zeit am Schleusengrund in 12 Metern Tiefe arbeiten.
Am 9.3. begann die Firma Dia-G aus Kiel dann damit, das Tor mit dem Diamantseil in zwei Teile zu schneiden. Mit der Seilsäge vom Typ „SWS-83“ sollte dem Stahl vom Typ ST37 zuleibe gerückt werden. Das Seil war im Abstand von 30 Millimetern mit Röllchen bestückt, die mit feinen Diamant-Splittern belötet sind. Bis zum Wochenende sollte es das Schleusentor vollständig zerteilt haben. Inzwischen hat die Polizei Kiel die Ermittlungen zur Havarie abgeschlossen. Die Beamten fanden heraus, dass ein technischer Defekt zu dem Unfall führte. Bereits kurz nach der Kollision hatten die Ermittler vermutet, dass ein Defekt an den Pitch-Propellern schuld sein könnte.
Sie hatten dafür gesorgt, dass das Schiff nicht aufstoppen konnte, sondern mit hoher Geschwindigkeit in das Schleusentor lief. Nun ging der Fall an die Staatsanwaltschaft in Kiel, die prüfen sollte, ob ein Verfahren eingeleitet wird.
Quelle:Tim Schwabedissen


Lissabon: Betanzos wegen Sturms evakuiert
(09.03.18) Wegen eines starken Sturms, der am Abend des 8.3. Lissabon erreichte und den ganzen folgenden Tag über andauern sollte, wurden am Nachmittag gegen 16 Uhr alle 14 Personen von Bord des spanische Frachters "Betanzos", 4941 BRZ (IMO-Nr.: 9263552), in der Tejo-Mündung abgeborgen. Es handelte sich neben der 10-köpfigen Crew um zwei Vertreter der mit der Bergung beauftragten holländischen Firma sowie zwei Mitarbeiter der Reederei, die nach der Strandung an Bord gekommen waren.
Sie wurden von einem EH 101-Merlin-Helikopter der spanischen Luftwaffe in Lusa evakuiert und zur Montijo Air Base gebracht. Sie waren alle wohlauf. Im Laufe des Tages war der Bergungsschlepper Fairmount Alpine" (IMO-Nr.: 9344784) von Gibraltar kommend in Lissabon eingetroffen. Wann er angesichts des schlechten Wetters mit seiner Arbeit würde beginnen können, war aber aktuell unklar.
Quelle:Tim Schwabedissen


Tjörn: Kutter vor Skärhamn von Küstenwache geborgen
(09.03.18) Der Kutter, der vor rund zwei Wochen westlich von Skärhamn auf Tjörn gesunken war, wurde am Abend des 7.3. von der schwedischen Coast Guard geborgen, weil Öl aus dem Wrack begonnen hatte, auszulaufen. An Bord waren 1,5 Tonnen Diesel und 50 Liter Hydrauliköl sowie weitere umweltgefährdende Substanzen. Anfang der Woche war der Austritt einer kleineren Menge Öl festgestellt worden und die Befürchtung aufgekommen, weiteres könnte folgen.
Deshalb wurde entschieden, das Wrack zu bergen. Ein Taucher der Coastguard erkundete das Schiff am 37 Meter tiefen Grund und bereitete die Operation vor. Es galt, Netze zu entfernen und Hebepunkte anzubringen.
Am Abend dann begann die „KBV 001” aus Göteborg bei gutem Wetter mit der eigentlichen Bergung. Am 8.3. gegen zwei Uhr wurde das Wrack auf einem Ponton abgesetzt und dann in den Hafen gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen


Bulkcarrier "Glory Hongkong" und Eisbrecher "Nordica"
(Bild: Helsinki MRCC)   Großbild klick!

Wassereinbruch im Finnischen Meerbusen
(09.03.18) Der unter Panama-Flagge laufende Bulkcarrier "Glory Hongkong", 23584 BRZ (IMO-Nr.: 9626596), erlitt unweit der russischen Insel Hogland im Golf von Finnland am 8.3. um 12.40 Uhr Wassereinbruch im Maschinenraum. Der Frachter war am 28.23. aus Aviles nach St. Petersburg ausgelaufen, wo er am 9.3. hätte einlaufen sollen. Das Wasser flutete den Maschinenraum sechs Meter hoch.
Es gelang der 22-köpfigen Crew aber, eine Ausweitung des Wassereinbruchs zu verhindern, sodass der Havarist am späten Nachmittag stabilisiert werden konnte. Der finnische Eisbrecher "Nordica" (IMO-Nr.: 9056985) änderte seinen Kurs zum südlich von Kotka treibenden Schiff hin, und das finnische Ölbekämpfungsschiff "Kindral Kurvits (PVL-101)" (IMO-Nr.: 9588770) wurde von der Küstenwache zur Assistenz geschickt.
Ein SAR-Helikopter wurde in Kotka startklar gemacht. Er sollte nötigenfalls die Crew abbergen. Um 21.30 Uhr lief der estnische Schlepper „Atlas“ (IMO-Nr.: 7330337) aus Sillamae zum Frachter aus, um ihn auf den Haken zu nehmen. Am 9.3. trafen auch das finnische Patroullienboot „Tursas” (IMO-Nr.: 1048576) und das Ölbekämpfungsschiff „Halli“ (MMSI-Nr.: 230354000) am Havaristen ein.
Während der Nachtstunden war von der Kymmenedal-Feuerwehr unablässig Wasser aus dem Achterschiff gelenzt und der Wasserstand signifikant gesenkt worden. Wahrscheinlich sollte der Frachter im Laufe des Tages nach Tallinn abgeschleppt werden. Möglicherweise hatten Eisschollen den Rumpf der „Glory Hongkong“ aufgerissen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Komplizierte Löscharbeiten auf Pitt River
(09.03.18) An der Pitt River Bridge direkt vor der Holland Avenue in Port Coquitlam geriet an der Westseite des Flusses am 8.3. gegen acht Uhr ein Sportboot in Brand. Ein zufällig passierender Schlepper begann, das Feuer mit seinem Monitor zu löschen. Die Feuerwehr kam landseitig zu Hilfe.
An Bord des Bootes waren eine Frau und ihr Hund. Sie wurde mit leichten Brandverletzungen gerettet und ins Royal Columbian Hospital eingeliefert. Die Flammen griffen vom Boot auch auf die Pier über, an der dieses gelegen hatte, was die Löscharbeiten erschwerte.
Es handelte sich um eine heruntergekommene Anlage, und das Betreten war für die Einsatzkräfte nicht sicher. Deshalb wurde eine Drehleiter ausgefahren und von dort aus Wasser auf das Boot gespritzt. 13 Feuerwehrleute waren vor Ort und konnten gemeinsam mit dem Schlepper schließlich die Flammen ersticken. Von dem Boot war nicht mehr viel übrig, es war vom Löschwasser buchstäblich versenkt worden. Die Ursache des Feuers war unklar, das Boot sank im Zuge der Löscharbeiten.
Quelle:Tim Schwabedissen


Bunkertanker durch schadhafte Bordtoilette gesunken
(09.03.18) Am 8.3. gegen 13 Uhr schwamm der holländische Bunkertanker „Zwaantje 8“ (MMSI-Nr.: 244670177) wieder auf dem Süd-Beveland-Kanal. Danach stellte sich heraus, dass aus unbekannter Ursache ein 12 Zentimeter langer Riss an einem Standrohr der Bordtoilette entstanden war und das Schiff durch das eindringende Wasser über Nacht langsam vollgelaufen war, bis es unterging.
Das Loch wurde abgedichtet, und das Wasser konnte dann ausgepumpt werden. Dabei hing der Tanker in den Stropps des Schwimmkrans “Delta" der Bergungsfirma Van der Straaten. Nur geringe Mengen der insgesamt 60 Tonnen Diesel an Bord der “Zwaantje 8” waren ausgelaufen und konnten innerhalb einer Ölsperre aufgefangen werden.
Quelle:Tim Schwabedissen


Losgerissene Pier gefährdete Schiffe auf Potomac River
(09.03.18) Die US Coast Guard warnte die Schifffahrt vor einer 150 langen Sektion einer Schwimmpier, die sich am 8.3. auf dem Potomac River südlich der Mallows Bay, Maryland, selbstständig gemacht hatte und auf dem Fluss abgetrieben war. Um 13.54 Uhr entdeckte ein Boot der Coast Guard Station Washington, D.C., das Treibgut bei einer Trainingsfahrt. Es war zu groß, um von dem 29 Fuß langen Boot geborgen zu werden. Deshalb wurde stündlich eine Warnung an die Schifffahrt ausgestrahlt, bis das Objekt geborgen war.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kreuzfahrtschiff verlor Anker in San Juan
(09.03.18) Das unter Panama-Flagge laufende Kreuzfahrtschiff “Carnival Glory", 110480 BRZ (IMO-Nr.: 9198367), verlor seinen Steuerbordanker samt Kette, als es am Nachmittag des 7.3. aus dem Hafen von San Juan auf Puerto Rico auslaufen wollte. Zuvor hatte es offenbar bereits Probleme mit dem Anker gegeben. Gegen 22 Uhr verließ das Schiff ohne Anker den Hafen und machte am 8.3. in Grand Turk fest, bevor es weiter nach Caicos ging.
Quelle:Tim Schwabedissen


Feuer auf Schlepper vor Iran
(09.03.18) Auf dem in Bahrain registrierten Schlepper "BBT 103", 483 BRZ (IMO-Nr.: 9576088), brach am 7.3. auf Position 25 59 N 54 53 00 O ein Feuer aus. Er war unterwegs von RAK Maritime City in den Vereinigten Arabischen Emiraten nach Manamah. Das MRCC Bandar Abas koordinierte die SAR-Operation, und das Rettungsschiff "Naji 11" war rasch vor Ort.
Später nahm es Kurs aufs iranische Festland. Die Situation der "BBT-103" am 8.3. war unklar.
Quelle:Tim Schwabedissen


Frachter nach Harstad abgeschleppt
(09.03.18) Der norwegische Frachter "Sveanord", 834 BRZ (IMO-Nr.: 7419248), erlitt am 7.3. Probleme mit der Ölkühlung, die in einen Maschinenausfall auf Position 69 10 N 17 59 O resultierten. Um 16.45 Uhr trieb das Schiff, das um 1.50 Uhr aus Harstad nach Bjarkoy ausgelaufen war, vor der norwegischen Küste. Es wurde zunächst mit seiner fünfköpfigen Crew von einem Kutter abgeschleppt.
Einige Stunden später übernahm ein Schiff der norwegischen Coastguard den Havaristen und zog ihn am 8.3. gegen zwei Uhr zum Hafen von Harstad. Dort ankerte er eine halbe Meile vor der Küste, bis er am 9.3. um 9.30 Uhr festmachte.
Quelle:Tim Schwabedissen


Fähre erlitt Schaden am Bugvisier
(09.03.18) Die Hydraulik des Bugvisiers der indonesischen Fähre "Nusa Bahagia", 3555 BRZ (IMO-Nr.: 7206859), wurde beschädigt, als sie am 8.3. um 13.10 Uhr von Pier 1 im Hafen von Merak nach Bakauheni ablegen wollte. Die 116 Passagiere mussten die Fähre wieder verlassen, die zunächst repariert werden musste. Sie wurden um 23.30 Uhr an Bord der “Raja Rakata” weiter nach Bakauheni transportiert, die von Pier III ablegte. Die 40 Fahrzeuge an Bord der “Nusa Bahagia” mussten auf die “Portlink III" an Pier VI umgeladen werden.
Quelle:Tim Schwabedissen


Neuer Zyklon bedroht Kea Trader
(09.03.18) Nur wenige Wochen nach dem Durchzug des Zyklons „Gita“ bedrohte bereits der nächste Sturm das Wrack der „Kea Trader“. Die Berger trafen entsprechende Vorbereitungen an Bord. Bereits Mitte Februar hatte sich die Lage am Wrack deutlich verschlechtert. Die Wrackteile waren auf dem Riff verrutscht und weiter auseinandergedriftet, das Heck lag seither tiefer im Wasser.
Seither haben die Säuberung und Aufräumarbeiten der beiden Wrackteile Fortschritte gemacht hätten. Die Barge „Hibiscus“ lief in der Zeit zweimal nach Nouméa ein, um dort insgesamt 12 Container und mehrere hundert Kubikmeter Trümmerteile abzuladen. 84 Container befanden sich nun noch an Bord.
Nun hat jedoch at die Verschlechterung der Wetterbedingungen die Arbeit unterbrochen. Die Vorhersage des Zyklons „Hol“«, der in unmittelbarer Nähe des Durand-Riffs vorbeiziehen soll, machte neuerliche Sicherungsarbeiten am Schiff notwendig. Dadurch sollten Rumpfbewegungen und die mögliche Freisetzungen von Kohlenwasserstoffen oder Trümmern verhindert werden. Die gesamte Ausrüstung an Deck wurde ebenfalls verstaut.
Anschließend wurde das gesamte Bergungsteam von Ardent Maritime nach Nouméa evakuiert. Sobald das Wetter es zulässt, soll ein Überflug des Wracks die Entwicklung der Situation klären. Die vier von Ardent gecharterten Schlepper hielten sich bereit, um bei möglichen Verschmutzungen auf See einzugreifen und den Betrieb wieder schnell wieder aufnehmen zu können.
Quelle:Tim Schwabedissen


Betrunkener Kapitän verursachte Kollision
(09.03.18) Ein Kapitän aus Hilversum wurde am Abend des 7.3. im Rotterdamer Botlek verhaftet, nachdem er bei einem Anlegemanöver mit einen anderen Schiff kollidiert war. Sein Schiff hatte zuvor bei Hoek van Holland seltsame Manöver durchgeführt. Ein anderer Kapitän hatte die Verkehrszentrale alarmiert, woraufhin der 40-jährige sich einem Atemalkoholtest unterziehen musste.
Dabei wurde festgestellt, dass er das Sechsfache der erlaubten Alkoholmenge im Blut hatte. Das Schiff lag nun im Sint Laurenshaven.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kutter sank vor Henningsvær
(09.03.18) Am 8.3. gegen 18 Uhr geriet westlich von Henningsvær bei Gimsøystraumen ein 40 Fuß langer Kutter aus Stavanger durch Wassereinbruch in Seenot. Er war nach seiner Fangfahrt vor den Lofoten von Værøya nach Ballstad auf Südkurs unterwegs gewesen. Die zweiköpfige Crew wurde unversehrt von einem anderen Schiff gerettet.
Die beiden Rettungsboote "Det Norske Veritas" und "Sund Flyer" wurden um 18.20 Uhr vom MRCC in Bodø zum Havaristen geschickt. Sie nahmen ihn in Schlepp und versuchten, ihn zu einer Fischfarm nach Sauøya in Henningsvær zu bringen. Auf dem Weg dorthin sackte der Kutter aber binnen weniger Minuten weg.
Nur der Bug blieb noch auf einer Luftblase treibend über Wasser sichtbar. Danach trieben eine Menge Wrackteile und Fangausrüstung auf dem Wasser, die teilweise eingesammelt wurden. Die Fischer wurden von der „Det Norske Veritas“ nach Henningsvær gebracht und kamen dort in einem Hotel unter.
Quelle:Tim Schwabedissen


Feuer auf Maersk Honam wütet weiter – Überlebende auf dem Weg nach Kochi
(09.03.18) Zwei Seeleute des Containerfrachters “Maersk Honam” aus Thailand und den Philippinen, die dringend medizinische Hilfe brauchten, wurden von der „ALS Ceres“ zunächst von einem Schiff der indischen Marine übernommen und dann der „C-427“ der Coastguard aus Vizhinjam zur Versorgung im Thiruvananthapuram Medical College übergeben.
Sie wurden von einem indischen Kollegen begleitet, der gut malaysisch spricht. Die Hoffnung für die vier noch vermissten Crewmitglieder, darunter einem Inder, schwand derweil, je länger die Suchaktion andauerte. Es handelte sich um zwei Filipinos, einen Südafrikaner und einen der indischen Köche an Bord.
Ein Thailänder war am Tag nach seiner Rettung gestorben. Weil sich auch der Zustand zweier weiterer Geretteter verschlechterte, wurde von dem ursprünglichen Plan, Colombo anzusteuern, Abstand genommen und die „ALS Ceres“ nach Kochi umdirigiert. Sie waren bei der Evakuierungsaktion vom Schiff gefallen.
Die übrigen 19 blieben an Bord der „ALS Ceres“ auf dem Weg nach Kochi. Am 8.3. breitete sich das Feuer auf dem Containerfrachter unterdessen weiter langsam in Richtung der Brücke des Schiffes an Bord. Die Hitze des Feuers ließ Container schmelzen. Die „Shoor“ setzte ihre Löschbemühungen fort. Am 9.3. stießen auch der unter Cook-Islands-Flagge laufende Schlepper “CSC Nelson” (IMO-Nr.: 8108107) und das britische Offshore-Schiff „Maersk Involver“, 14100 BRZ (IMO-Nr.: 9753923) sowie das holländische Arbeitsschiff „Zwerver 2“, 499 BRZ (IMO-Nr.: 9794458), hinzu.
Quelle:Tim Schwabedissen


Trümmer um gesunkenen Trawler werden am Meeresgrund entfernt
(09.03.18) Rund um das Wrack des schottischen Kutters „Nancy Glen“ im Loch Fyne wurde jetzt damit begonnen, Trümmer wegzuräumen im Zuge der Bemühungen, die Leichen der Duncan MacDougall und Przemek Krawczyk zu bergen, die noch im Schiffsinnern vermutet werden. Nur John Miller, 34, aus Tarbert hatte den Schiffbruch überlebt.
Das Schiff liegt auf 140 Metern Tiefe, und es soll so weit angehoben werden, dass Taucher ins Innere gelangen können. Die Arbeit stellte die Berger vor große technische Herausforderungen. Ein Erfolg konnte auch nicht garantiert werden.
Quelle:Tim Schwabedissen


RNLI im Einsatz für Kutter vor Cromer
(09.03.18) Am 8.3. fing die Coastguard einen Notruf des Kutters “Irene D”, auf, der vor der Küste von Cromer in Norfolk Maschinenprobleme erlitten hatte. Das RNLI-Boot aus Cromer wurde mit der Assistenz beauftragt. Die “George and Muriel” war wenig später an dem vor East Runton treibenden Kutter und konnte den Fischern helfen. Um 8.30 Uhr war der Einsatz beendet.
Quelle:Tim Schwabedissen


Harvard Sailing Center gesunken
(09.03.18) Rettungskräfte wurden am 8.3. zum Harvard Sailing Center am Memorial Drive in Cambridge gerufen, nachdem die Barge, auf der dieses untergebracht war, zu sinken begonnen hatte. Die Barge war leckgeschlagen und ging auf dem Charles River unter. Die State Police und die Harvard Police waren vor Ort, eine Spur des Memorial Drive wurde gesperrt. Die Aufbauten der Barge beherbergen auf zwei Decks Umkleide- und Ruheräume, eine Bootsreparaturwerft und ein Bootslager.
Quelle:Tim Schwabedissen


Frachter "Betanzos"
(Bild: Pedro Amaral)   Großbild klick!

Bergungsarbeiten vor Lissabon unterbrochen
(08.03.18) Die Bergungsoperation für den spanischen Frachter "Betanzos", 4941 BRZ (IMO-Nr.: 9263552) vor dem Leuchtturm von Bugio dauerte an. Nachdem die Versuche, das Schiff von der Sandbank herunterzubekommen, auch am 7.3. fehlgeschlagen waren, ging es am 8.3. mit auflaufendem Wasser um vier Uhr weiter mit dem Ausfahren der Trossen. Zwischen sechs und acht Uhr war der höchste Wasserstand.
Probleme bereitete den Bergern die große Distanz zwischen dem Fracher und den beiden Schleppern "Castelo del Sines" (IMO-Nr.: 9503512) und "Monte da Luz" (IMO-Nr.: 9710153), die 700 Meter vom Schiff entfernt operieren mussten. Am Vormittag gab der Hafenkapitän Coelho Gil bekannt, dass die Bergungsoperation unterbrochen wurde, um auf ein Spezialteam aus Holland und das Eintreffen eines größeren Bergungsschleppers aus Gibraltar zu warten. Dieser wurde um 15 Uhr vor Ort erwartet.
Quelle:Tim Schwabedissen


Wohnschiff in Zwolle
(Bild: Frans Paalman)   Großbild klick!

Wohnschiff drohte in Zwolle zu sinken
(08.03.18) Im Stadtkanal von Zwolse wurde ein Wohnschiff am Nachmittag des 7.3. gelenzt und wieder aufgerichtet, das auf einmal starke Backbordschlagseite entwickelt hatte und zu kentern drohte. Vermutlich hatte ein durch Frosteinwirkung gebrochenes Rohr zu einem Wassereinbruch geführt. Als die Bulleyes bereits unter der Wasseroberfläche verschwanden, hatte Hafenkapitän Henk Wissink Alarm geschlagen.
Es bestand zeitweilig die Gefahr, dass das Schiff komplett umschlagen und sinken könnte. Ein Kran von Rova und ein Boot der Hafenbehörde pumpten es aus. Auch die Feuerwehr war im Einsatz. Es hatte bereits dreiviertel unter Wasser gelegen.
Der Eigner Gerrit van Olst hatte seit einem Jahr auf dem Schiff, das am Frisian Wal gelegen hatte, gewohnt. Er wollte es aber eigentlich verkaufen. Wie hoch der Schaden war, musste nun ermittelt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen


Assistenz für Trawler vor Barfleur
(08.03.18) Am 7.3. koordinierte das CROSS Joburg die Assistenz für den französischen Trawler "New Look - CN.689808", 35 BRZ (MMSI-Nr.:228803000), rund 21 Meilen vor Barfleur. Um 17 Uhr hatte die dreiköpfige Crew gemeldet, dass der Propeller durch ein Netz blockiert und das Schiff manövrierunfähig sei. Das CROSS Jobourg informierte das Operationszentrum der französischen Marine in Cherbourg-en-Cotentin, woraufhin das Patroullienboot "Flamant" zu Hilfe geschickt wurde. Es erreichte den Havaristen um 18.10 Uhr und setzte ein RIB mit Tauchern aus. Um 18.40 Uhr hatten diese den Antrieb von der Blockade befreit, und die "New Look" konnte ihre Fahrt fortsetzen.
Quelle:Tim Schwabedissen


„Zwaantje 8“ gesunken
(Bild: Wim de Jongh)   Großbild klick!

Bunkertanker sank in Hansweert
(08.03.18) Der 28 Meter lange, holländische Bunkertanker „Zwaantje 8“ (MMSI-Nr.: 244670177), sank am Morgen des 8.3. zwischen den Schleusen von Hansweert und der Vlakebrücke auf Höhe von Schore auf dem Süd-Beveland-Kanal. Er hatte 60 Kubikmeter Diesel geladen. Nur noch der Bug ragte steil aus dem Wasser.
Um 6.25 Uhr wurden die Polizei und Rijkswaterstaat alarmiert. Berger legten als erstes eine Ölsperre aus und machten sich anschließend daran, das Schiff, das über Nacht an einem Bunkerponton gelegen hatte, zu heben. Vor Ort waren das Kranschiff „Walrus“, der Schlepper „Charlie“, das Patroullienboot „RWS 75“ sowie ein Schwimmkran von Van der Straaten, der das Wrack inzwischen in seinen Hebestropps hatte.
Quelle:Tim Schwabedissen


Maschinenausfall vor Teneriffa
(08.03.18) Der unter Panama-Flagge laufende Frachter "Vega Bulk", 2677 BRZ (IMO-Nr.: 7233060), erlitt am 5.3. gegen 14 Uhr einen Maschinenausfall rund 90 Meilen nördlich von Teneriffa. Das Schiff, das aus Aveiro kam, trieb danach auf Position 30 01 N 15 32 W. Es wurde von einem Boot der spanischen Coast Guard auf den Haken genommen und um 23.30 Uhr nach Las Palmas eingeschleppt, wo es seither am Reina Sofia Sur festgemacht lag.
Quelle:Tim Schwabedissen


Schubverband kollidierte mit Brücke
(08.03.18) Am 7.3. kollidierte ein Schubverband in Dyersburg um 5.30 Uhr mit der I-155-Brücke bei Flussmeile 839 auf dem Mississippi. Die Dyer County und Pemiscot County Sheriff’s Departments mussten beide Bauten für den Verkehr sperren, bis eine Inspektion durch das Tennessee Department of Transportation stattgefunden hatte. Eine Dreiviertelstunde später konnten sie wieder freigegeben werden. Am Schubverband trug eine der Bargen Schäden davon und wurde weiter untersucht.
Quelle:Tim Schwabedissen


Schubverband lief auf Elbe auf Grund
(08.03.18) Am 7.3. gegen 10.30 Uhr lief der 55 Meter lange, tschechische Schubschlepper "TR 15" (MMSI-Nr.: 270311000) der Reederei CSPL aus Decin, der auf der Elbe nach Riesa unterwegs war, bei Meißen mit zwei Schubleichtern nach einem Maschinenschaden auf Grund. Die Leichter kamen auf dem weit in den Fluss reichenden Knorrefelsen fest. Der Verband hatte von Dresden kommend Meißen passiert und war am Elbebogen nach Passieren des Winterhafens zu weit nach rechts Richtung Knorrefelsen gekommen und dort auf Grund gelaufen.
Danach wurde er von der Strömung erfasst, die Leichter wurden quer über den Fluss gedrückt und blockierten in der Folge das Fahrwasser. Der Verband bestand neben der "TR 15" aus einem Leichter, der 35,4 Meter lang und einem zweiten, der knapp 71 Meter lang war. Nach der Havarie wurde zunächst der längere der beiden Leichter abgekoppelt, ans linke Elbufer geschoben und dort verankert.
Dann machte das Schubschiff am kürzeren Leichter fest, der auf dem Felsen aufsaß. Die Crew machte die „TR 15“ an ihm fest und lichtete den zuvor ausgebrachten Anker des Leichters. Dann konnte der Leichter mit einem lauten Knarren von der Untiefe gezogen werden. Als das Schubschiff ihn um 11.54 Uhr wegzog, wurden zwei große, aus dem Wasser ragende Felsen sichtbar, wo er aufgesessen hatte.
Während des Manövers war die Elbe für die übrige Schifffahrt voll gesperrt. Der unbeladene Verband sollte in Riesa eine Getreidefracht an Bord nehmen. Nach der erfolgreichen Befreiungsaktion nahm die "TR 15" die beiden Leichter längsseits und nahm mit knapp zweistündiger Verzögerung Kurs auf den Hafen.
Zuletzt war im Juli 2009 an der gleichen Stelle ein voll mit Dünger beladener tschechischer Schubverband auf Grund gelaufen. Weil er anders nicht wieder frei zu bekommen gewesen wäre, mussten die Leichter damals mühsam gelöscht werden.
Quelle:Tim Schwabedissen


Keine Rettung für vietnamesischen Frachter
(08.03.18) Am 6.3. um 15.30 Uhr kollidierten die beiden vietnamesischen Schiffe "Vit Thun 68", 1599 BRZ (IMO: 9525510), und "Phuong Linh 16" auf Position 20 ° 20'00 N 107 ° 05'00 O vor Nam Ð?nh. Das vietnamesische Coastal Information System (STDH) versuchte sofort, Kontakt mit dem Schiff aufzunehmen, erhielt aber keine Antwort. Daraufhin wurden die Tanker "Petrolimex 20", 11662 BRZ (IMO-Nr.: 9352585), und "Great Dolphin", 4535 BRZ (IMO-Nr.: 9377585), die sich in der Nähe befanden, um Assistenz gebeten.
Es stellte sich inzwischen heraus, dass die "Phuong Linh 16" Lenzpumpen auf die schwer beschädigte und leckgeschlagene "Vi?t Thu?n 68" übergesetzt und diese in Schlepp genommen hatte. Um 17.10 Uhr stieß die "Great Dolphin" hinzu, konnte aber wenig ausrichten, da ihre eigene mobile Lenzpumpe nicht funktionierte. Daraufhin blieb ihr nur, den Schleppzug zu eskortieren.
Um 19.25 Uhr kontaktierten die TTM Systems auch noch den Containerfrachter "Haian Time", 13267 BRZ (IMO-Nr.: 9245158), der vom nahen Haiphong nach Vungtau unterwegs war, und ersuchte ihn ebenfalls um Hilfe, doch letztlich vermochte er auch nichts Konkretes auszurichten. Um 17.42 Uhr sank die "Vi?t Thu?n 68". Alle neun Crewmitglieder des Frachters, der erst kurz zuvor aus Hai Phong ausgelaufen war, wurden unversehrt vom Kollisionsgegner an Bord genommen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kollision an deutsch-holländischer Grenze
(08.03.18) Am 7.3. um 6.50 Uhr kollidierte das unbeladene, holländische Tankmotorschiff "Stolt Florence", 3644 ts (EU-Nr.: 0233373), das am 6.3. um 22.45 Uhr aus Dormagen ausgelaufen war, auf dem Rhein flussaufwärts laufend mit dem ihm entgegenkommenden ebenfalls holländischen Binnenschiff "Tyro", 1106 ts (EU-Nr.: 02008214). Dieses hatte eine Viertelstunde zuvor den Hafen von Tolkamer verlassen. Der Zusammenstoß ereignete sich auf Höhe von Lobith bei diesigem Wetter und richtete erheblichen Sachschaden an. Auf der "Tyro" kam es zu Beulen am Ruderhaus und den Aufbauten, die Lukensülls und das Schanzkleid wurden in Mitleidenschaft gezogen und Poller aus dem Deck gerissen. Beide Schiffe steuerten nach der Havarie den nahen Hafen von Tolkamer an, wo die Feuerwehr und die Polizei bereitstanden. Die Havaristen wurden von der Wasserschutzpolizei gründlich inspiziert und alle Beschädigungen dokumentiert.
Die Wasserschutzpolizei aus Emmerich und das Wasser- und Schifffahrtsamt waren vor Ort, ebenso niederländische Einsatzkräfte. Weil zunächst unklar war, welche Behörden mit der weiteren Untersuchungen des Unfalls betraut werden, musste auch geprüft werden, ob sich die Havarie auf deutscher oder niederländischer Seite ereignet hatte. Das rechte Rheinufer der Unfallstelle liegt in den Niederlanden, das linke in Deutschland.
Im Zuge der Ermittlungen sollte auch ein möglicherweise regelwidriges Verhalten des Schiffsführers der "Stolt Florence" geprüft werden, die mit ihrem abweichenden Kurs den Zusammenprall verursachte. Die niederländische Polizei hat für ihre Ermittlungen die Radarfilme beschlagnahmt. Sollte die Wasserschutzpolizei aber ihrerseits mit den Ermittlungen nicht vorankommen, werden sie bei der Behörde in dem Nachbarland Einsicht in die Filme beantragen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Feuer auf Ölplattform vor Corpus Christi
(08.03.18) Die US Coast Guard wurde am Nachmittag des 7.3. alarmiert, nachdem drei Meilen vor der Bob Hall Pier in Corpus Christi ein Feuer auf einer Ölplattform von Magellan ausgebrochen war. Von der Station Port Aransas lief daraufhin ein 45-Fuß-Boot aus und richtete eine Sicherheitszone von 200 Yards um die Plattform ein. Aus deren oberem Teil stieg eine weithin sichtbare Rauchfahne auf.
Es hatten sich keine Personen an Bord befunden. Um 18.30 Uhr stellte die Bootscrew fest, dass das Feuer erloschen war. Ein Team der Feuerwehr, koordiniert vom O’Brien’s Response Management, traf wenig später an der Plattform an und bestätigte, dass der Brand aus sei und es keine sichtbaren Zeichen einer Ölverschmutzung gäbe. Die Ursache des Feuers wurde untersucht.
Quelle:Tim Schwabedissen


Ein Geretteter der Maersk Honam auf Schiff Hamburger Reederei gestorben – einer der weltgrößten Containerfrachter steht weiter in hellen Flammen
(08.03.18) Am 8.3. wüteten die Flammen auf einem der größten Containerfrachter der Welt, dem 15.262.TEU-Schiff "Maersk Honam" vor Oman weiter. Das indische Patroullienboot “Shoor” (MMSI-Nr.: 419001028) hatte seine Patroullie vor den Lakwashdeep-Inseln abgebrocheun und versuchte seit dem 7.3., das Feuer auf dem Vorschiff einzudämmen. Containerstacks waren unter der immensen Hitzeeinwirkung zusammengebrochen, und über dem Vorschiff stand eine gewaltige Rauchsäule, sodass das Feuer sogar von amerikanischen Satelliten aus zu erkennen war.
Bislang breitete sich das Feuer allerdings nicht hinter die Aufbauinsel auf dem Vorschiff aus. Derweil war der Containerfrachter „ALS Ceres“, 42110 BRZ (IMO-Nr.: 9464716), der Hamburger Reederei Atlantic Lloyd, der sich auf der Fahrt von Rotterdam nach Singapur befunden und den Havaristen drei Stunden nach dessen Notruf erreicht hatte, mit den geretteten 22 Crewmitgliedern sowie einem Toten auf dem Weg nach Colombo in Sri Lanka. Einer von zwei Verletzten, ein Thailänder, war an Bord am 7.3. am Nachmittag gestorben, nachdem sich sein Zustand auf einmal verschlechtert hatte. Von den vier Vermissten fehlte weiter jede Spur. Der dänische Containerfrachter "Mærsk Mc-Kinney Møller", 194153 BRZ (IMO-Nr.: 9619907), koordinierte vor Ort die SAR-Operation. Die Frachter "MSC Lauren", "Edith Maersk", "Gerd Maersk", "Maersk McKinney-Moller", "Seaspan Zambezi", "Navigator Centauri", “Ludwigshafen Express” und "Al Jasrah" waren vor Ort und beteiligten sich an der Suchaktion.
Inzwischen wurde bekannt, dass zwei Löschversuche der Crew der „Maersk Honam” nach der ersten Explosion fehlgeschlagen waren. Das Schiff war am 1.3. mit 7,860 Containern (12.416 TEU), darunter auch Gefahrgut, aus Singapur in Richtung des Mittelmeers ausgelaufen im Rahmen des 2M Alliance AE11/Jade-Service, den Maersk mit MSC gemeinsam betreibt. Sie fluteten die betroffene Ladeluke mit CO 2.
Doch beim ersten Mal hatte die Crew damit keinen Erfolg. Als auch der zweite Versuch fehlschlug, befahl der Kapitän, das Schiff aufzugeben, das seither rund 900 Meilen südöstlich von Salalah in Oman bzw. 650 Meilen westlich von Kochi zwischen Indien und dem Golf von Aden trieb. Wie das sich anbahnende Großschadensereignis versicherungstechnisch gehandhabt werden sollte, war noch offen. Maersk könnte eine »Havarie-Grosse« erklären, wodurch sich die Ladungsbeteiligten an den Kosten für die Rettung von Schiff und Ladung beteiligen müssten. Darüber wurde aber nicht entschieden.
Quelle:Tim Schwabedissen


Binnenschiff in Eastermar leckgeschlagen
(08.03.18) Am 7.3. um 8.42 Uhr wurde die Feuerwehr alarmiert, nachdem auf dem Prinses Margriet-Kanal bei VBI Schuilenburg in Eastermar das holländische Binnenschiff „Bonetekoe“, 767 ts (EU-Nr.: 3110472), Wassereinbruch erlitten hatte. Die alarmierten Kräfte aus Drogeham konnten in einem längeren Einsatz das eingedrungene Wasser lenzen. Warum das Schiff leckschlug, war noch unbekannt. Es war am Vortag um 15.30 Uhr aus Harlingen ausgelaufen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kutter in Muxia gehoben
(08.03.18) Der in der Nacht zum 5.3. gesunkene Kutter „René Segundo“ konnte am 7.3. in Muxía gehoben werden. Nachdem keine Gefahr mehr einer Ölverschmutzung durch die 1,5 Tonnen Diesel bestand, konnte am Morgen die Bergung durch eine beauftragte Firma gemeinsam mit dem Zivilschutz von Muxía beginnen. Zuerst wurden vier Hebeballons an dem 14,5 Meter langen Rumpf befestigt, sodass dieser an einen Kai gezogen werden konnte.
Dort begannen zwei Mobilkräne das Wrack langsam anzuheben, bis mit vier Pumpen mit dem Lenzen des Wassers begonnen werden konnte. Die Crew der “René Segundo” beseitigte noch Ausrüstung, um das Gewicht des Schiffes weiter zu reduzieren. Am Abend dann schwamm das Schiff wieder.
Quelle:Tim Schwabedissen


Neun von 74 verlorenen Containern entdeckt
(08.03.18) Von den 74 Containern, die der Containerfrachter "Maersk Shanghai" 17 Meilen vor dem Oregon Inlet am 3.3. verloren hatte, wurden bis zum Nachmittag des 7.3. neun im Meer entdeckt. Ob sich darunter auch die Box mit 5.913 Pfund Schwefelsäure in Kunststoffbehältern befand, war unbekannt. Die meisten Container wurden bei einem Überwachungsflug einer Hercules C 130 der Coast Guard zwischen Oregon Inlet und Cape Lookout lokalisiert.
Der erste wurde 14 Meilen vor dem Hatteras Inlet am 4.3. um 18.53 Uhr gesichtet, drei weitere folgten in dichter Folge. Am 5.3. um 12.32 Uhr wurde der fünfte Container von dem Kreuzfahrtschiff "Norwegian Breakaway" ausgemacht, zwei weitere wurden am selben Tag gegen 14 Uhr gesehen. Zuletzt wurde eine Box am 6.3. um 13.20 Uhr rund 27 Meilen vor Oregon Inlet lokalisiert.
Die „Maersk Shanghai“ musste unterdessen nach Freeport, Bahamas, geschickt werden wegen der unzureichenden Liegeplatzmöglichkeiten in Charleston. Sie sollte dort am 8.3. eintreffen. Die Coast Guard warnte die Schifffahrt weiter vor dem Treibgut.
Quelle:Tim Schwabedissen


Gesunkener Thunfischfänger wird geräumt
(08.03.18) Der Thunfischfänger “Lihue II”, der im November 2017 in Ilwaco sank, soll von der Global Diving & Salvage gehoben werden. Die Kosten, das 1939 erbaute Schiff zu bergen, werden sich auf rund 188,000 Dollar belaufen. Nach Aufzeichnungen der US Coast Guard ist die “Lihue” in Warrenton registriert und gehört Stuart R. Arnold.
Allerdings gab es darüber Unklarheiten. Deshalb wurde gemeinsam mit dem Department of Natural Resources versucht, die Verantwortlichkeit zu klären. Nun sollen 90 % der Kosten aus einem Programm zur Räumung aufgegebener Schiffe beigesteuert werden, den Rest bezahlt der Hafen. Weitere Kosten könnten bei der Entsorgung von kontaminiertem Abfall entstehen, auch der Zustand des Wracks und die an Bord befindlichen Materialien können eine Rolle spielen. Seit 2002 wurden rund 600 aufgegebene Schiffe in Washington mit dem Programm geräumt. Im Fall der „Lihue II“ sollen bis Ende April die Akten geschlossen werden. Bis dahin soll die Global Diving & Salvage sie mit einer Kranbarge gehoben und abtransportiert haben.
Quelle:Tim Schwabedissen


Bunkertanker "Hephaestus" hoch und trocken
(Bild: Pascal Mallia)   Großbild klick!

Malta: Cassar-Werft soll gestrandeten Tanker bergen
(07.03.18) Seit dem 11.2. lag der griechische Bunkertanker "Hephaestus", 453 BRZ (IMO-Nr.: 6519326), unverändert hoch und bei Ebbe trocken auf den Felsen von Qawra auf Malta. Ein Fallreep hing an der Steuerbordseite herab, über die am Tag der Strandung die Crew sich an Land hatte retten können. Am 27.2. hatten die fünf Bangladeschis und zwei Russen die Insel verlassen, 17 Tage, nachdem sie Unterkunft im Centru tal-Bannara in Floriana erhalten hatte.
Sie bedankten sich beim Seafarers’ Centre in Valletta, der International Transport Workers’ Federation und allen Maltesen, die ihnen zur Seite gestanden hatten, nachdem sie Schiffbruch erlitten hatten. Derzeit wurden Pläne erarbeitet, das gestrandete Schiff durch den Cassar Shipyard räumen zu lassen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Feuer auf Fair Lady in Cuxhaven
(07.03.18) Im Maschinenraum des deutschen Fahrgastschiffs „Fair Lady“, 935 BRZ (IMO-Nr.: 7016474), brach am Abend des 5.3. am Kai der Mützelfeldtwerft in Cuxhaven ein Feuer aus. Gegen 19.20 Uhr hatte ein Wachmann der Werft eine Rauchentwicklung entdeckt und Alarm geschlagen. Kurze Zeit später rückten mehrere Feuerwehren an.
Insgesamt 50 Kräfte der Freiwilligen Feuerwehren Groden, Cuxhaven-Mitte sowie der Berufsfeuerwehr Cuxhaven waren im Einsatz, um das Feuer im Maschinenraum des Schiffs der Reederei Cassen Eils, das für Modernisierungsarbeiten am Imperatorkai lag, zu bekämpfen. Von der Wasserseite aus unterstützten die Wasserschutzpolizei mit der „Bürgermeister Brauer“ und die DGzRS mit dem Seenotrettungskreuzer „Annemarie Kramer“ den Einsatz.
Mehrere Trupps kämpften unter schwerem Atemschutz im Schiffsinneren gegen die Flammen. Gegen 20.30 Uhr kam die Meldung von der Einsatzleitung: „Feuer aus!“ Die Ursache des Brandes war noch unklar. Die Polizei nahm Ermittlungen auf.
Quelle:Tim Schwabedissen


Trawler “Artemis”
(Bild: Colin Young)   Großbild klick!

Sturm ließ Kutter in Provincetown stranden
(07.03.18) In Provincetown, Cape Cod, riss sich am Morgen des 2.3. der 42 Fuß lange Trawler “Artemis” von seinem Liegeplatz an der MacMillan Pier in einem schweren Nordoststurm los. Das unbesetzte Schiff trieb westwärts durch den Hafen, bis es auf der Schutzmole strandete. Es war nicht mehr aktiv gewesen, und alle Ausrüstung bereits von Bord entfernt worden.
Es befand sich auch kein Treibstoff mehr an Bord, sodass von dem Wrack keine Umweltgefahr ausging. Es hing allerdings in prekärer Lage mit schwerer Steuerbordschlagseite auf dem Wellenbrecher fest.
Quelle:Tim Schwabedissen


Deutscher Frachter rettete Yachtcrew vor Korsika
(07.03.18) Die Besatzung des deutschen Feederschiffs „Joanna Borchard“, 9981 BRZ (IMO-Nr.: 9354454), rettete am Abend des 3.3. im Mittelmeer vor Korsika zwei französische Segler nach fünf Tagen aus Seenot. Das Containerschiff war auf dem Weg von Salerno, wo es am 2.2. ausgelaufen war, nach Marseille, als sich in den Abendstunden das MRCC meldete und mitteilte, dass eine Segelyacht in der Straße von Bonifacio zwischen Korsika und Sardinien in Seenot war. Die zwölf Kilometer breite und bis zu 70 Meter tiefe Meerenge gilt als schwieriges Revier wegen der widrigen Witterungsbedingungen, starker Meeresströmungen, Untiefen und Felsen.
Nach dem Funkspruch hielt der Frachter sofort auf die gemeldete Position zu. Nach rund einer Stunde wurde die manövrierunfähig treibende, rund 13 Meter lange Yacht entdeckt. Das Wetter war sehr schlecht und das Boot ein Spielball der rauen See.
Das Segel hatte sich um den Propeller gewickelt, und das Seglerpaar, Dominique Couturier und Dominque André George Desbois, trieb bereits seit fünf Tagen auf See. Nachdem die Crew des Containerschiffs den Havaristen lokalisiert hatte, legte Kapitän Papa Ansah Graham die 134 Meter lange „Joanna Borchard“, die zur Flotte der Reederei Jebsen Shipping P. Management aus Königreich gehört, vor die Yacht. Das gelang in der stürmischen See allerdings erst im dritten Anlauf.
Zeitweise war deshalb auch der Einsatz eines Rettungshubschraubers im Gespräch. Der Rudergänger musste mit höchste Vorsicht agieren, die Yacht in Lee des eisverstärkten, 2006 als „Anna Sirkka“ erbauten 868-TEU-Frachter aus der Baureihe „168“ der Sietas-Werft in Hamburg-Neuenfelde zu bekommen. Eine Kollision hätte Kleinholz aus dem Boot machen können.
Trotzdem bewegte sich die Yacht noch 2,5 Meter auf und ab, als sie endlich längsseits des Frachters lag. Dann ließ dessen Crew die Lotsenleiter hinunter. Mit letzter Kraft gelang es den erschöpften Rentnern, das Fallreep hinaufzuklettern.
Das Paar hatte seit Tagen nichts gegessen und wenig getrunken, während ihr Boot in den Sturmseen taumelte. An Bord sackte die Seglerin am Ende ihrer Kraft zusammen. Beide waren völlig durchnässt und unterkühlt. Ihre Yacht musste aufgegeben werden, vorher konnte die Crew der „Joanna Borchard“ aber noch einige Papiere und Gepäckstücke der Franzosen bergen.
.Als die Schiffbrüchigen am 4.3. im Hafen von Marseille abgesetzt wurden, warteten am Kai warteten bereits Notärzte zur weiteren Betreuung. Kurz darauf legte die „Joanna Borchers“ bereits wieder ab und nahm Kurs auf den nächsten fahrplanmäßigen Hafen Barcelona. Die Jacht musste kurz nach der Rettungsaktion aufgegeben werden, Chief Security Officer Petra Heinrich von der Jebsen Shipping P. Management GmbH & Co. KG in Königreich est stolz auf die 14-köpfige Crew – unter estrm sind nicht nur zwei Offiziere aus Buxtehude und dem Alten Land, sondern auch zwei Auszubildende zum Schiffsmechaniker, heute eine Seltenheit in der deutschen Schifffahrt.
Quelle:Tim Schwabedissen


Brandung über Frachter "Betanzos"
(Bild: Tiago Petinga)   Großbild klick!

Betanzos sitzt weiter vor Lissabon fest
(07.03.18) Die Bergung des spanischen Frachters "Betanzos", 4941 BRZ (IMO-Nr.: 9263552), der am 6.3. gegen ein Uhr in der Mündung des Tejo vor Lissabon auf Grund gelaufen war, ist am Abend vorerst gescheitert. Die Schlepper "Monte Da Luz" (IMO-Nr.: 9710153), "Montemuro" (IMO-Nr.: 9438937), "Montevil" (IMO-Nr.: 7902348) und "Sirius" (IMO-Nr.: 7700180) hatten mit der Flut um 18.20 Uhr angeschleppt, doch der Anker des Havaristen konnte nicht aufgeholt werden und behinderte die Bemühungen. Dabei hatte inzwischen die Bordenergie des Frachters wiederhergestellt werden können, doch der Anker blieb im Grund verhakt, sodass das Schiff nicht von der Untiefe gezogen werden konnte.
Um 20 Uhr wurden die Bergungsarbeiten für den Augenblick eingestellt, nachdem das Wasser abzulaufen begonnen hatte. Es wurde entschieden, die Arbeiten bis zum nächsten Hochwasser am 7.3. gegen 4.30 Uhr zu unterbrechen. Das Patroullienboot "Ria Formosa" (MMSI-Nr.: 263062001) lag längsseits der “Betanzos”.
Auf Standby waren die Schlepper „Castelo del Sines“ (IMO-Nr.: 9503512), „Monte da Luz“ und „Montevil“. Die zehn Besatzungsmitglieder, darunter sieben Gallegos, der Kapitän und ein Offizier aus Asturien und ein Kanarier, waren sicher an Bord, auch wenn zeitweilig starke Brandung über ihr Schiff ging. Sie befanden sich in ständigem Kontakt mit der Reederei Navigasa.
Mit der Morgenflut wurde wieder angezogen. Doch um 7.45 Uhr brach eine Schlepptrosse, und die Bergungsarbeiten mussten entsprechend unterbrochen werden. Erst musste die Trosse ersetzt werden, und damit war diese Flut nicht mehr zu nutzen.
Um 18.40 Uhr sollte es weitergehen. Den Tag über wurde im Gegensatz zum Vortag relativ ruhiges Wetter erwartet. Allerdings war für den 8. und 9.3. eine Wetterverschlechterung vorhergesagt. Die “Betanzos” ist 118,55 Meter lang, 15,2 Meter breit, hat 7,05 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 7.875 Tonnen. Sie läuft für die Naviera de Galicia S.A. in Coruna und wurde 2002 bei der Bodewes Shipyards B.V in Hoogezand als “Scan Runner” erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



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Emma hinterließ kräftige Spuren an Offshore-Crewbooten
(07.03.18) Am 6.3. wurde das Crewboot „Malltraeth Bay“ auf dem Gelände des Holyhead Boat Yard abgesetzt. Dabei zeigte sich, welchen Kräften das stabile Offshore-Schiff im Sturm Emma ausgesetzt gewesen sein muss. Der robuste Katamaranrumpf war an unzähligen Stellen aufgescheuert und förmlich zerrissen worden, als er in den Wellen und auf Grund arbeitete.
Noch schlimmer sah die „Lynas Point“ aus, die an ihrem Liegeplatz gesunken war. Nachdem ein Kran sie am 5.3. hob und an Land absetzte, wurde der völlig zerstörte Antrieb sichtbar. Der Steuerbordrumpf war großflächig eingedrückt und zerbeult. Der Kiel an Backbordseite wies ein Loch auf, das Felsen gerissen hatten.
Quelle:Tim Schwabedissen


Holtenau: Containerfrachter „Akacia“ an Kette gelegt
(07.03.18) Die Kieler Schlepper „Stein“ und „Kiel“ haben am Morgen des 7.3. um kurz vor acht Uhr den Containerfrachter „Akacia“ von seinem Liegeplatz im Nordhafen, wo er seit der Kollision am 20.2. gelegen hatte, zunächst vor die Schleuse des Nord-Ostsee-Kanals gezogen. Nach einem Wendemanöver startete kurz vor neun Uhr die Schleppreise nach Hamburg. Hier sollte er um 23.45 Uhr eintreffen.
Ursache der Havarie war vermutlich ein technischer Defekt der Steuerung des Verstellpropellers gewesen. Der Gesamtschaden belief sich nach gegenwärtigen Berechnungen auf 27 Millionen Euro. Die Schifffahrtsverwaltung hatte deshalb beim Kieler Amtsgericht einen Arrest gegen den Frachter erwirkt, der am 22.2. in die Kette gelegt wurde. Die Forderung der Behörde belief sich auf die Hinterlegung einer Summe, die in etwa der Höhe des Schiffswertes entsprach.
Nachdem die Reederei bei einer öffentlichen Verhandlung vor dem Amtsgericht am 5.3. mit Aufhebungsanträgen gescheitert war, wurde am Wochenende der Forderung der Schifffahrtsverwaltung entsprochen und von der Versicherung der Hamburger Reederei eine Garantie zur Sicherheit in Höhe von 8,6 Millionen Euro hinterlegt. Daraufhin hob das Amtsgericht den Arrestbeschluss auf, und die Reederei durfte die Schlepper bestellen.
Die „Akacia“ war mit Containern der Reederei Maersk für St.Petersburg beladen. Sie sollen am 8.3. in Hamburg gelöscht werden und dann mit anderen Schiffen wieder durch den Kanal nach St. Petersburg gebracht werden. In der Schleuse gingen am 7.3. die Bergungsarbeiten in die nächste Phase. Durch die Kieler Firma Dia-G-Kiel wurde begonnen, das Schleusentor mit einem Diamant-Säge-Seil in zwei Teile zu zerlegen. Anschließend sollten beide Hälften einige Meter auseinander gezogen werden. Sie haben jeweils ein Gewicht von rund 600 Tonnen ohne Bewuchs oder Schlamm.
Die Berechnungen für den Schwimmkraneinsatz liefen derzeit. Infrage für die Bergung des Tores kommen die "Hebo Lift 9" aus Dänemark, die norwegische "Uglen" mit jeweils 800 Tonnen Hubkraft oder die "Matador" mit 1.800 Tonnen. Alle drei Kräne wären aktuell zwei bis drei Tagesreisen von Kiel entfernt.
In der kommenden Woche sollen beide Torsegmente auf Pontons gehoben und in eine Kieler Werft gebracht werden. Es herrschte aktuell wenig Optimismus, dass das Tor reparabel sei. Sobald das Tor entfernt ist, kann die Untersuchung des Schleusengrundes erfolgen. Günstigenfalls könnte am 28. oder 29.3. die Kammer wieder mit einem Ersatztor für den Schiffsverkehr freigegeben werden.
Quelle:Tim Schwabedissen


Großbrand auf Mega-Containerfrachter – vier Vermisste
(07.03.18) In der Ladung des unter Singapur-Flagge laufenden Containerfrachters "Maersk Honam", 145000 BRZ (IMO-Nr.: 9784271) brach im Arabischen Meer 570 Kilometer von Agatti auf den Lakshwadeep Islands entfernt am 6.3. um 15.20 Uhr ein Feuer aus. Der Frachter war am 1.3. von Singapur nach Suez ausgelaufen und hatte 7.860 Container geladen. Flammen schlugen vom Hauptdeck 25 Meter hoch zur Brücke.
Die Crew funkte einen Notruf, nachdem ihre eigenen Löschversuche erfolglos geblieben waren und sich das Feuer außer Kontrolle auf die Aufbauten ausbreitete. Der unter Marshall-Islands-Flagge laufende Containerfrachter „ALS Ceres“, 42110 BRZ BRZ (IMO-Nr.: 9464716), der von Rotterdam nach Singapur unterwegs war und sofort den Kurs geändert hatte, erreichte den Havaristen um 18.30 Uhr. Er konnte 23 der 27 Crewmitglieder retten.
Vier weitere blieben aber bislang vermisst. Die SAR-Operation dauerte an, um die Männer zu finden. Dazu wurden neben der "ALS Ceres" auch die Frachter “MSC Lauren", "Edith Maersk" und "Gerd Maersk" umgeroutet, die am Morgen des 7.3. vor Ort sein sollten, sowie die „Shoor“ der indischen Coastguard, die gemeinsam mit dem MRCC die Operation koordinierte, und eine Boeing P8i. sowie eine Dornier D-228 von Agatti Island. Die “Maersk Honam” trieb aktuell rund 900 Meilen südöstlich von Salalah, Oman.
Die Situation wurde von der Maersk-Reederei als sehr kritisch bezeichnet. Zwei der geretteten Seeleute mussten an Bord der "ALS Ceres" medizinisch betreut werden. Die übrigen litten an Stresssymptomen nach der überstandenen Situation.
Ihnen wurde eine Krisenbetreuung und ein Abmustern sowie eine Rückkehr in die Heimat angeboten. Die Reederei war dabei, alle Angehörigen zu informieren und sich insbesondere um die Familien der vermissten Seeleute zu kümmern. Von den 27 Crewmitgliedern waren 13 Inder, darunter der Kapitän, neun Filipinos, ein Rumäne, ein Südafrikaner, zwei Thailänder und ein Brite.
Die “Maersk Honam” ist 353,02 Meter lang, 54 Meter breit, hat 16 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 125.621 Tonnen. Der 15.282-TEU-Frachter wurde erst 2017 von Hyundai in Ulsan erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen


Trawler lief bei Fraserburgh auf Grund
(07.03.18) Der britische Trawler "Morning Dawn – PD 359", 560 BRZ (MMSI-Nr.:235030814), lief am 5.3. an der Nord-Pier in Fraserburgh auf Grund, als er vom Süd- in den Nordhafen unterwegs war. Die Hafenbehörde wurde kontaktiert, um zu entscheiden, ob die Coast Guard assistieren sollte. Doch es gelang, den Havaristen mithilfe des Lotsenbootes von Fraserburgh und eines anderen Kutters, der „Serenity –BF 24“, wieder flottzumachen.
Um 12.37 Uhr hatte die "Morning Dawn" wieder Wasser unter dem Kiel. Das RNLI-Boot “Willie and May Gall” aus Fraserburgh lief ebenfalls aus und eskortierte die "Morning Dawn" gemeinsam mit der „Serenity“ zurück in den Hafen, wo sie nachmittags sicher vertäut wurde. Die Seenotretter kehrten daraufhin zurück zu ihrer Station, nachdem sie sich vergewissert hatten, dass es keine Hinweise auf Ölleckagen gab.
Quelle:Tim Schwabedissen


Schubschlepper sank auf Mississippi
(07.03.18) Die Coast Guard Lower Mississippi River wurde am 6.3. alarmiert, nachdem der 15 Meter lange und sieben Meter breite Schubschlepper "Nancy C" (MMSI-Nr.: 614211000) bei Flussmeile 832 auf dem Everett Lake bei Dyersburg, Tennessee, gesunken war. Der Schlepper der Choctaw Transportation Company war gerade dabei, an einem Sammelpunkt einen Schubverband zusammenzustellen, als die zweiköpfige Crew einen Wassereinbruch feststellte. Sie begannen sofort damit, das Wasser zu lenzen.
Dabei gingen sie an Land, um noch eine weitere Pumpe zu organisieren. Als sie zurückkehrten, lag ihr Schiff aber mit dem Heck bereits mehrere Meter tief unter Wasser. Nur der Bug, der an einer Barge auflag, verhinderte einen vollständigen Untergang.
An Bord des Schleppers befanden sich rund 3.000 Gallonen Diesel. Die Coast Guard legte eine Ölsperre um das halb gesunkene Schiff aus.
Quelle:Tim Schwabedissen


Maersk Shanghai warf vor Charleston Anker
(07.03.18) Nach dem Kollaps von Containerstacks am 3.3. auf dem liberianischen Frachter “Maersk Shanghai” in schwerer See auf dem Weg nach Charleston, South Carolina, vor dem Oregon Inlet und dem anschließenden Verlust von 70 – 73 Containern ankerte das Schiff am 5.3. um 20 Uhr 12 Meilen vor dem Hafen. Inspektoren und Vertreter der US Coast Guard gingen an Bord, um die Schäden an Ladung und Fracht zu untersuchen. Danach sollten Pläne zur Sicherung der verbliebenen Ladung erarbeitet werden.
Der Schaden war auf eine Bay beschädigt. Die von der Havarie betroffenen Kunden wurden informiert. Einer der Container enthielt 2,7 Tonnen Schwefelsäure, die aber nicht als Gefährdung für die Umwelt eingeschätzt wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen


Feuer auf "Multi Pioner"
(07.03.18) Am Vormittag des 7.3. brach gegen 10 Uhr im Maschinenraum des 26,4 Meter langen norwegischen Fischfarmversorgers "Multi Pioner", 260 BRZ (IMO-Nr.: 9683881), der PSV-Gruppe im Bufjord südlich von Florø ein Feuer aus. Die fünfköpfige Crew schottete den Raum sofort ab und konnte so eine weitere Brandentwicklung verhindern. Niemand kam zu Schaden oder musste abgeborgen werden.
Das NSSR-Rettungsboot "Halfdan Grieg" wurde zur Assistenz gerufen und nahm den Havaristen längsseits. Es schleppte ihn in den Hafen von Florø, wo die Feuerwehr sich bereit machte, den Maschinenraum zu öffnen und nötigenfalls weitere Löscharbeiten durchzuführen. Um 11.20 Uhr machte die “Multi Pioner“ am Fugleskjarskai in Haffgen fest.
Quelle:Tim Schwabedissen


Einhandsegler erlitt Schiffbruch
(07.03.18) Der italienische Einhandsegler Élio Somaschini erlitt am 6.3. am Praia dos Artistas in Bairro Coroa do Meio, Aracajú, Schiffbruch. Nachdem seine 40 Fuß lange Segelyacht „Caprun“ auf eine Sandbank, die in der Region als Boca da Barra bekannt ist, aufgelaufen war, brach der Mast. Nachdem sich abzeichnete, dass das von den Wellen überflutete Schiff nicht zu retten war, schwamm der 69 Jahre alte Segler ans 100 Meter entfernte Land.
Er war von der Marinebase in Aratu (Bahia), bekommen, aber entschieden, in der Hauptstadt von Sergipe wegen seines Geburtstags einen Stopp einzulegen, bevor es weiter nach Natal und die USA gehen sollte. Élio Somaschini ist Italiener, hatte aber 10 Jahre im brasilianischen Caprun gelebt und seit 16 Jahren auf seinem Boot, das er nach dem Ort benannte. Im Juli 2017 startete er einen Solotrip rund Amerika und die Nordwestpassage. Am 3.3. war er aus Salvador ausgelaufen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Muxía: Fischerfamilie erlitt zum zweiten Mal binnen eines Jahres Schiffbruch
(07.03.18) Noch nicht einmal ein Jahr ist vergangen, seit im April 2017 der Kutter “Centolo” nach einem Wassereinbruch 21,5 Meilen vor Vilán sank, da ereilte dieselbe Fischerfamilie am Abend des 5.3. erneut das Schicksal, als in Muxía ihre „René Segundo“ auf sechs Metern Wassertiefe unterging. Am 7.3. sollte mithilfe eines großen Krans und Auftriebskörpern die Bergung angegangen werden. Am Vortag hatte das Consellería do Mar festgestellt, dass von den 1,5 Tonnen Diesel an Bord des 24 Jahre alten, 14,5 Meter langen Holzschiffs keine Gefahr ausging.
Dies hatte zunächst für Unruhe im Hafen gesorgt, weil ein Ölfilm sichtbar und Geruch wahrnehmbar war. Daraufhin wurden Ölsperren und Absorbierungsmatten ausgebracht, um die geringe Kontamination auf das betroffene Hafenbecken zu beschränken.
Quelle:Tim Schwabedissen


Containerfrachter "Betanzos" vor Lissabon
(Bild: Rafael Marchante)   Großbild klick!

Frachter vor Lissabon auf Grund gelaufen
(06.03.18) Am frühen Morgen des 6.3. lief der spanische Containerfrachter "Betanzos", 4941 BRZ (IMO-Nr.: 9263552), unweit des Bugio-Leuchtturms in der Mündung des Tejo auf Grund. Das Schiff hatte zuvor einen Blackout erlitten und war mit der Strömung hilflos auf eine Sandbank getrieben worden. Die 10-köpfige Crew blieb unversehrt.
Bergungsarbeiten sollten erst am späten Nachmittag beginnen, da das Wasser gerade ablief. Der Frachter hatte gegen sieben Uhr befrachtet mit einer Teilladung Containern vom Beato-Terminal in Lissabon losgeworfen und war unterwegs nach Casablanca.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kutter “René Segundo” vor Muxia gesunken
(06.03.18) In der Nacht zum 6.3. sank gegen 23 Uhr in Muxía Coruñesa der 15 Meter lange Kutter “René Segundo”. Das Schiff hatte 1,500 Liter Diesel in den Tanks. Es befand sich keine Crew an Bord, als das Schiff 10 Meter von der Muxia-Pier entfernt aus bisher unbekannter Ursache unterging. Salvamento Maritimo, die Coastguard, Civil Guard, Zivilschutz und Vertreter der Portos de Galicia wurden alarmiert. Am Morgen legten sie gemeinsam mit der Polizei Ölsperren und ölabsorbierende Decken an der Untergangsstelle aus. Im Laufe des Tages sollte das Wrack gehoben werden.
Quelle:Tim Schwabedissen


"Lynas Point"
(Bild: Mike Griffiths)   Großbild klick!

Holyhead Marina gleicht einem Schlachtfeld
(06.03.18) Ein unbeschreibliches Chaos verursachte der Sturm Emma in der Holyhead Marina. Das Hafengebiet glich einem Schlachtfeld, oft ragten nur noch Mastspitzen und Rumpfteile aus dem Wasser, Yachten und Arbeitsschiffe lagen halb auf Land, halb im Wasser, die Reste von Schwimmstegen trieben herum, nachdem der Orkan in der Nacht zum 2.3. mit 12 Windstärken über den rund 150 Kilometer westlich von Liverpool gelegenen Hafen fegte. Doch es gab nun noch ein zusätzliches großes Problem:
Große Mengen Polystyrol fluteten die Küste bei Anglesey, nachdem nicht nur 85 Schiffe und Boote beschädigt oder versenkt wurden, sondern auch aus unzähligen Pontons und Stegen, die mit dem Material gefüllt waren, deren Innenleben ins Wasser gespült wurde Noch war nicht bekannt,
„Tremadoc Bay“
(Bild: Mike Griffiths)   Großbild klick!
wieviele von ihnen beschädigt wurden und wie viel Polystyrol im Wasser schwamm.
Die Reinigungsarbeiten dürften je nach Wetterentwicklung etwa 10 Tage dauern. Die Holyhead Coastguard, die Holyhead Harbour Authority, Maritime and Coastguard Agency und Natural Resources Wales sowie der Isle of Anglesey County Council und die North Wales Police versuchten eine erste Schadensaufnahme. Viele der in Mitleidenschaft gezogenen Boote waren auch weit abgetrieben. Eine Crowdfunding-Kampagne wurde für geschädigte Bootseigner von den Holyhead Charter Boats gestartet.
Schlepper zogen unterdessen das große Turbinen-Crew-Transfer-Schiff „Malltraeth Bay“ (MMSI-Nr.: 235091158) von den Felsen, auf die es unweit der Holyhead Marina getrieben war. Es wurde danach schwer buglastig innerhalb einer Ölsperre am Kai festgemacht. Es war wie auch die Versetzboote „Tremadoc Bay“ (MMSI-Nr.: 235091255), „Lynas Point“ (MMSI:235078974) und
„Malltraeth Bay“
(Bild: Mike Griffiths)   Großbild klick!
„Penrhyn Bay“ (MMSI-Nr.: 235083707), allesamt Katamarane von rund 20 Metern Länge, schwer beschädigt worden.
Unter den Opfern von Emma befand sich auch die 15 Meter lange, britische Rennyacht „Espresso Martini“ (MMSI-Nr.: 232011035) des Team Pindar, ein bekannter Offshore-Racer, der hoch und trocken auf der Seite auf dem Ufer lag. Da die Marina rechtzeitig geschlossen und alle Leute herrausgeholt wurden, kam es zu keinen Verletzten während des Sturms. Die durch eine Mole nach Westen abgeschirmte Marina galt bisher als gut geschützt. Nach Nordosten ist sie allerdings geöffnet, und genau aus der Richtung fegten die Böen über das Mooringfeld hinweg und in das Hafenbecken hinein. Dazu kam auch noch eine Springtide, sodass der Hafen keinerlei Schutz mehr bot.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kutter aus Eis vor Schiermonnikoog geborgen
(06.03.18) Der holländische Kutter "Linquenda - ZK 80", 88 BRZ (MMSI-Nr.: 246459000), der seit fünf Tagen auf einer Sandbank im Westgat zwischen Schiermonnikoog und Ameland gelegen hatte, weil Eisgang und starker Ostwind Bergungsarbeiten unmöglich machten. Die Sorge war, dass das Schiff vom Eis begraben werden könnte. Doch nach Wetterbesserung gelang es den Bergungsfirmen Marine Bos Services und Noordgat, das Schiff mit den zusammen 4.000 PS der "Hurricane" von Noordgat und der "BMS Noorman" wieder flottzumachen.
Zuvor waren die Wassertiefen an der Strandungsposition gepeilt und der stark vereiste Kutter mit Wasserdüsen freigespült worden. Nachdem er von der Sandbank wieder herunter war, wurde der Kutter in den Hafen von Lauwersoog geschleppt, wo er beim Next Generation Shipyard von einem Hebelift aus dem Wasser geholt wurde, um auf Schäden hin untersucht zu werden. Die „Linquenda“ wurde 2014 erbaut, ist 24 Meter lang und sechs Meter breit.
Quelle:Tim Schwabedissen


US-Flugzeugträger "USS Lexington" 1931
(Bild: U.S. Navy photo)   Großbild klick!

Wrack von USS Lexington samt Felix the Cat im Korallenmeer entdeckt
(06.03.18) Mehr als 76 Jahre nach seinem Untergang gelang es einer Forschungsexpedition Team um den Microsoft-Mitbegründer Paul Allen, den US-Flugzeugträger "USS Lexington" auf dem Meeresgrund zu lokalisieren. Am 4.3. meldete Microsoft-Mitbegründer und Milliardär Paul Allen, dass ein von ihm angeführtes Team von Forschern das Wrack 500 Meilen vor der australischen Küste entdeckt habe. Er fand es in etwa 3.000 Metern Tiefe.
Das Team veröffentlichte Bilder und Videos von Wrackteilen am Meeresgrund, die mit ROVS des britischen Forschungsschiffes „Petrel", 3371 BRZ (IMO-Nr.: 9268629), das am 14.2. aus Honiara ins Suchgebiet ausgelaufen war, gemacht wurden. Zu sehen waren unter anderem Bordkanonen und
"USS Lexington" brennt (8.Mai 1942)
(Bild: U.S. Navy photo)   Großbild klick!
gut erhaltene Kampfflugzeuge. Auf den Flugzeugen war das Symbol der US Army Air Force noch gut zu erkennen.
Auf einem Kampfflugzeug befanden sich zudem die Cartoonfigur Felix the Cat und vier kleine japanische Flaggen - vermutlich ein Symbol für getötete Gegner. Der Oberbefehlshaber des US-Pazifik-Kommandos, Harry Harris, gratulierte Allen und seinem Team zu dem Fund. Harris' Vater hatte während der Schlacht auf der "USS Lexington" gedient und die Gefechte überlebte.
Die USS „Lexington“ war das Typschiff der Lexington-Klasse und nach der USS „Langley“ und USS „Saratoga“ der dritte einsatzfähige Flottenträger in der Geschichte der US-Marine. Sie wurde 1916 zusammen mit fünf weiteren Schiffen als Schlachtkreuzer genehmigt. Der Bauauftrag ging an die Bethlehem Steel, auf deren Fore River Shipyard in Quincy, Massachusetts, am 8.1.1921 die
Schnellfeuer-Flak
(Bild: Paul Allen)   Großbild klick!
Kiellegung stattfand. Das im Februar 1922 verabschiedete Washingtoner Flottenabkommen bedeutete das Ende für den Weiterbau als Kreuzer.
Am 1.7.1922 wurde der Auftrag erteilt, die USS „Lexington“ zusammen mit ihrem Schwesterschiff USS „Saratoga“ als Flugzeugträger fertigzustellen. Nach weiteren drei Jahren Bauzeit lief der Träger am 3.10. 1925 vom Stapel, die Ausrüstungsarbeiten dauerten bis zur Indienststellung am 14.12.1927 noch einmal über zwei Jahre. Die USS „Lexington“ wurde der US-Pazifikflotte zugeteilt und in San Pedro, Kalifornien stationiert, wo sie am 7.4.1928 eintraf.
In den folgenden Jahren wurde sie zumeist zur Ausbildung neuer Marinepiloten sowie die Erprobung neuer Taktiken für den Einsatz von Flugzeugträgern eingesetzt. Zudem nahm die Lexington an den jährlichen Großmanövern der US-Marine vor Hawaii, in der Karibik, vor der Panamakanalzone sowie im Ostpazifik teil. Im Winter 1929/1930 versorgte der Träger mit seinen Generatoren die Stadt Tacoma im Bundesstaat Washington für 30 Tage mit Elektrizität, als die
Die Flugzeuge sin gut erhalten
(Bild: Paul Allen)   Großbild klick!
Stadt unter einem Stromausfall litt. Insgesamt lieferte die USS „Lexington“ rund 4,25 Millionen Kilowattstunden. Die US-Marine erhielt für diesen Einsatz 60.000 US-Dollar von der Stadtverwaltung.
Die erste Hälfte des Jahres 1941 verbrachte der Träger mit Übungen an der US-Westküste, im Herbst wurde er nach Pearl Harbor verlegt. Zum Zeitpunkt des japanischen Angriffs auf Pearl Harbor befand sich die USS „Lexington“ mit der Task Force 12 auf dem Weg zu den Midwayinseln, um Marineflugzeuge dort abzuliefern und die Garnison dort zu verstärken. Frederick C. Sherman, der seit 1940 Kommandant des Trägers war, schickte nach dem Eintreffen der Nachricht vom Angriff sofort Aufklärungsflugzeuge los, um den japanischen Verband aufzuspüren.
Am späten Morgen traf sich die USS „Lexington“ dann mit der Enterprise und der Indianapolis und operierte von nun an südlich von Oahu. Am 18.12. kehrte sie nach Pearl Harbor zurück. Bereits am
Vier Japaner abgeschossen und ein Bombentreffer
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nächsten Morgen lief sie wieder aus, diesmal sollten ihre Flugzeuge japanische Kräfte auf Jaluit angreifen. Am 20.12. wurde die USS „Lexington“ jedoch ihrem Schwesterschiff USS „Saratoga“ als Begleitschutz zugeteilt, die die Truppen auf Wake unterstützen sollte. Nach dem Fall der amerikanischen Stellungen am 23.12. wurden beide Träger nach Hawaii zurückbeordert, wo sie am 27.12. eintrafen.
Anfang Januar 1942 lief die USS „Lexington“ erneut aus, bis zum 11.1. patrouillierte sie zwischen dem Johnston-Atoll, dem Palmyra-Atoll und Hawaii, um feindliche Angriffe abzuwehren, im Anschluss wurde sie nach Pearl Harbor zurückgerufen, von wo aus sie einen Monat später als Flaggschiff der Task Force 11 nach Rabaul auslief. Der Verband, der am 21.2. in Neubritannien eintreffen sollte, wurde auf dem Weg dorthin von zwei Wellen japanischer Flugzeuge angegriffen; Flugzeugen der USS „Lexington“ gelang es, 17 Maschinen abzuschießen.
Bordkanone
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Die Patrouillen im Korallenmeer dauerten bis zum 6.3., dann schloss sich die USS „Lexington“ der Task Force 17 um die USS „Yorktown“ an. Die Flugzeuge der Task Force griffen vier Tage später japanische Einheiten auf Neuguinea an und verursachten größere Schäden an Schiffen und Hafeneinrichtungen. Die USS „Lexington“ kehrte nach Pearl Harbor zurück, wo sie am 26.3. eintraf.
Bereits am 15.4. lief der Träger mit seiner Kampfgruppe wieder in Richtung Korallenmeer aus, wo er sich erneut der Task Force 17 um die USS „Yorktown“ anschloss. Der Verband sollte die Ausdehnung des japanischen Einflussbereichs nach Süden und die Gefährdung der Nachschublinien nach Australien und Neuseeland unterbinden. Am 7.5. meldeten Aufklärer der Task Force die Sichtung eines japanischen Trägerverbands, Flugzeuge der USS „Lexington“ stiegen auf und versenkten den japanischen Träger Shoho. Ein Angriff von Flugzeugen der beiden Träger „Shokaku“ und „Zuikaku“, deren Position den Amerikanern noch nicht bekannt war, auf den amerikanischen Verband wurde durch Jagdflugzeuge abgewehrt und neun Flugzeuge abgeschossen.
Am Morgen des 8.5. entdeckten Aufklärer die „Shokaku“. Beim darauf folgenden Angriff durch Bomber und Torpedoflugzeuge der Lexington wurde der japanische Flugzeugträger schwer beschädigt. Um 11 Uhr durchbrachen japanische Flugzeuge die amerikanische Verteidigung. 20 Minuten später wurde die Lexington innerhalb kurzer Zeit von zwei Torpedos auf der Steuerbordseite getroffen. Gleichzeitig wurde sie noch von drei Bomben getroffen, die an Bord mehrere schwere Feuer auslösten und das Schiff nach Steuerbord krängen ließen.
Gegen ein Uhr mittags waren die Feuer scheinbar wieder unter Kontrolle gebracht, und die USS „Lexington“ begann mit Flugoperationen, um wieder Flugzeuge an Bord zu nehmen. Kurze Zeit später erschütterte jedoch eine schwere Explosion den Träger, Treibstoffdämpfe hatten sich an einem Schwelbrand entzündet. Die nun ausbrechenden Feuer gerieten schnell außer Kontrolle, um 15:58 Uhr befahl Captain Sherman, dass sich alle Besatzungsmitglieder auf dem Flugdeck versammeln sollten.
Um 17:07 Uhr ordnete er an, den Träger aufzugeben. Admiral Aubrey Fitch verlegte mit seinem Stab an Bord des Kreuzers USS „Minneapolis“. Captain Sherman und sein erster Offizier Seligman verließen die lichterloh brennende USS „Lexington“ als Letzte. Der Angriff hatte 216 Todesopfer unter der Besatzung gefordert. Der Zerstörer USS „Phelps“ schoss dann sechs Torpedos auf das Schiff, das um 19 Uhr mit einer letzten Explosion sank.
Die USS „Lexington“ hatte eine Tragfähigkeit von 36.000 Tonne, eine Länge von 270,8 Metern, eine Breite von 39,7 Metern und einen Tiefgang von 7,4 Metern. Die Besatzungsstärke betrug 2.951 Mann. Der Antrieb erfolgte turboelektrisch mit 184.000 PS, mit denen eine Geschwindigkeit von 34 Knoten erzielt wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen


Frachter und Kutter vor Kertsch kollidiert
(06.03.18) Der russische Frachter "Andor", 2516 BRZ (IMO-Nr.: 8230285), kollidierte am 5.3. um 00.30 Uhr mit dem Kutter "Hors" auf der Reede von Kertsch. Die "Angor" ging nach dem Zusammenstoß vor Anker, während die "Hors“ in den Hafen von Kertsch einlief und zur Reparatur an einer Werft festmachte. Auf beiden Schiffen blieben die Schäden gering, überwiegend handelte es sich um Schrammen und Beulen.
Allerdings hatte die „Andor“ auch einen drei Meter langen Schaden am Schanzkleid davongetragen und war nicht mehr seetüchtig. Sie war auf der Fahrt von Rostov am Don nach Kavkaz mit einer Ladung von 3,300 Tonnen Weizen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Schleusentor in Holtenau wird in beispielloser Aktion geborgen
(06.03.18) Mit einer bislang beispiellosen Bergungsaktion wollen Techniker der Rendsburger Werft Nobiskrug das schwer beschädigte Schleusentor in Kiel-Holtenau in zwei Teile zerschneiden. Dabei wird am Nord-Ostsee-Kanal auch erstmals die Technik mit einem Diamant-Säge-Seil angewendet. Dieses Verfahren war bislang nur aus der Schiffsbergung bekannt.
Die Sägearbeiten sollen voraussichtlich am 7.3. beginnen und bis zum 5.3. beendet werden. Bereits in der nächsten Woche soll dann mit dem Bergen der beiden Hälften des Schleusentores begonnen werden. Es ist geplant, beide Hälfte mit einem Schwimmkran auf Pontons zu setzen und zu einer Werft in Kiel zu bringen.
Hier sollen sie untersucht werden. Es wurde aber von einem Totalverlust ausgegangen. Nach Ausbau des Tores kann dann die Inspektion der Schienen und des Bodens unter dem Tor erfolgen. Wenn es hierbei keine Überraschungen bringt, könnte in der Woche vor Ostern eines der beiden Reservetore eingebaut werden.
Am 28. oder 29. März könnte dann die Freigabe der Kammer für den Schiffsverkehr erfolgen. Der Gesamtschaden sowie die Kosten für die Bergung belaufen sich auf rund 27 Millionen Euro. Der Frachter "Akacia" wurde nach der Bereitstellung einer Sicherheit von über 8,6 Millionen Euro am 4.3. aus dem Arrest entlassen.
Der mit Containern der Reederei Maersk beladene Frachter sollte am 6.3. von seinem Liegeplatz am Voith-Kai in Kiel zum Hamburger Hafen geschleppt werden. Dort sollte erst die Ladung gelöscht werden und dann eine Reparatur in einer Werft erfolgen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Brugwachter Martin hielt historische Tjalk über Wasser
(06.03.18) Nachdem am frühen Morgen des 5.3. Alarm ausgelöst wurde, weil die historische Tjalk „Linquenda II“ (MMSI-Nr.: 244740568) in der Nähe der Festung in Hellevoetsluis zu sinken drohte, rückte neben der Feuerwehr auch das 42 Meter lange Baggerschiff „Anjo“ (MMSI:244730387) von Brugwachter Martin an und half, den Zweimaster schwimmfähig zu halten. Die Ursache des Wassereinbruchs war noch unbekannt. Die Feuerwehr war stundenlang damit beschäftigt, das Wasser aus dem Schiffsinnern zu pumpen.
Nachdem es letztlich gelang, die Klippaak schwimmfähig zu halten, war die Hoffnung da, dass sie auch in diesem Sommer wieder für Tagesausflüge zwischen Hellevoetsluis, Middelharnis, Stellendam und den Tien Gemeten genutzt werden kann. Die „Linquenda II“ ist stattliche 104 Jahre alt und wurde ein Klipper und wurde 1914 gebaut.
Der Klipperaak ist ein ehemaliges niederländisches Binnenschiff aus Stahl. Sie ist 25 Meter lang, fünf Meter breit und hat 1,3 Meter Tiefgang. Die Segelfläche beträgt bis zu 320 Quadratmeter.
Quelle:Tim Schwabedissen


Shanghai Salvage soll Kea Trader räumen
(06.03.18) Die staatliche chinesische Bergungsfirma Shanghai Salvage Company bekam jetzt den Auftrag für die Wrackbeseitigung des Containerschiffs „Kea Trader“ (IMO-Nr. :9701281) im Südpazifik. Das Unternehmen setzte sich in einer Ausschreibung der Lomar Shipping und seines P&I Clubs Skuld gegen mehrere Bewerber aus Europa und Nordamerika durch. Es handelte sich dabei um einen der größten Aufträge für eine Wrackbeseitigung seit etlichen Jahren.
Die Ausschreibung und Verhandlungen mit den Bewerbern dauerten rund vier Monate und wurden als sehr wettbewerbsintensiv bezeichnet. Dabei soll Shanghai Salvage seine westlichen Konkurrenten um bis zu 40%, unterboten haben. Mit Details zur Auftragsvergabe hielt sich die Reederei Lomar Shipping zurück.
Shanghai Salvage sollte nun binnen 30 Tagen die notwendige Ausrüstung zum Durand-Riff südostlich von Neukaledonien mobilisieren. Bis dahin blieb das Bergungsunternehmen Ardent – ein Joint Venture von Maersk mit der US-Gruppe Crowley – für die Überwachung des Wracks verantwortlich. Von den ursprünglich rund 780 Containern befanden sich aktuell noch 96 im Wrack.
Ardent hatte zunächst den Bergungsauftrag für die „Kea Trader“ unter einer Lloyd’s Open Form übernommen. Nachdem das Schiff im September 2017 zum Totalverlust erklärt wurde, war aber klar, dass es einen neuen Auftrag für die Wrackbeseitigung geben müsste. Bereits im Vorwege der Auftragsvergabe war ein Bergungskonzept mit den lokalen Behörden vereinbart worden, an dass sich der Auftragnehmer halten muss. Demnach soll die „Kea Trader“ in zwei Teilen vom Riff geräumt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen


Vestas-Yacht 1,5 Montate nach tödlicher Kollision wieder im Wasser
(06.03.18) Am 5.3. konnte nach aufwändiger Reparatur das Team Vestas die 22 Meter lange Yacht „Vestas 11th Hour Racing“ (MMSI-Nr.: 367616310) in Auckland wieder wassern, rund 1,5 Monate nach der nächtlichen Kollision mit einem chinesischen Fischerboot, bei der ein Fischer ums Leben gekommen war. Mit neuer Bugsektion und frisch lackiert bestand die Yacht erste kleine Tests auf dem Weg von der Werft in den Viaduct-Hafen von Auckland. Ausführliche Segeltests waren ab dem 7.3. geplant, wenn auch das Rigg steht.
Die neue Bugsektion war von der italienischen Persico-Werft geliefert worden. Neuseeländische und italienische Bootsbauer haben gemeinsam dafür gesorgt, dass die Vestas-Yacht nun ihr Comeback mit dem Ersatz-Bug haben kann. Bis zum anstehenden Hafenrennen von Auckland am 10.3. und dem Start in die siebte Etappe am 18.3. lag aber noch einige Arbeit vor dem Team.
Quelle:Tim Schwabedissen


Tanker Bremer Reederei auf Westerschelde aufgelaufen
(06.03.18) Am 6.3. um 8.45 Uhr lief der unter Antigua-Barbuda-Flagge registrierte Tanker "Epsilongas", 5278 BRZ (IMO-Nr.: 9202039), auf der Westerschelde bei Tonne 81 auf Grund. Das Schiff war am 28.2. aus Breafoot Point in England ausgelaufen und nach Antwerpen unterwegs. Es saß unweit der niederländisch/belgischen Seegrenze fest. Die Schlepper "Fairplay 1", "Lieven Gevaert" und "Carl" waren wenig später vor Ort.
Es gelang ihnen, den Tanker wieder flottzumachen. Er wurde dann für die notwendigen Inspektionen im Grenzbereich vor Anker gelegt. Gegen Mittag hatten ihn die beiden Schlepper "Multratug 7" und "Multratug 30" auf den Haken genommen und zogen ihn nach Antwerpen.
Die “Epsilongas” ist 107,86 Meter lang, 16,8 Meter breit, hat 6,5 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 6.175 Tonnen. Sie läuft für die Sloman Neptun Schifffahrts-AG in Bremen und wurde 2000 bei der Sannierul Naval Constanta S.A. erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen


Wrack aus Sezessionskriegszeit vor Maine freigespült
(06.03.18) Ein Nordoststurm hat am 5.3. die Überreste eines Wracks aus dem Sezessionskrieg vo Maine freigelegt. Durch Stranderosion vor Yorks Short Sands Beach kamen die Reste des Schiffs rund 20 Yards von einem Parkplatz am Ufer entfernt zum Vorschein. Das York Police Department nahm eine rasche Dokumentation vor.
Dasselbe Wrack war bereits 1958 freigespült worden, dann für 20 Jahre wieder unter dem Sand verschwunden, ehe Nordoststürme es in den 70er Jahren und dann wieder 2007 zum Vorschein brachten. Es dürfte sich um eine Sloop aus dem 18. Jahrhundert gehandelt haben, die mit Kanonen und Gewehren ausgestattet war und britische Schiffe, die Versorgungsgüter brachten, attackierten.
Eine von ihnen, die „Success“, war in einer der ersten Schlachten des Kriegs am 14.5.1775 verwickelt, nur 25 Tage nachdem dieser mit der Battle of Lexington begonnen hatte.
Concord. Capt. Nathaniel Pope und Capt. Daniels Egery eroberten dabei zwei britische Schiffe. Über das Wrack in York ist bisher nicht viel bekannt. Die Maine Historic Preservation Commission erklärte die Fundstelle zu einem archäologischen Ort. Das Wrack heißt jetzt ME 497-004, und es begann bereits wieder zu verschwinden, bis wieder ein Sturm es freilegt.
Quelle:Tim Schwabedissen


Barge sank auf Lake Norman
(06.03.18) Windböen von 30-50 Meilen und hohe Wellen versenkten am 2.3. eine Barge auf Lake Norman samt einem an Deck stehenden Bagger. Sie war mit einem Schlepper unterwegs, der aber rechtzeitig loswerfen konnte, als der Anhang in vier Fuß hohen Wellen zu sinken begann.
Quelle:Tim Schwabedissen


Ausgebranntes Fischereifahrzeug im Südatlantik abgeschleppt
(06.03.18) Das 66 Meter lange, taiwanesische Fischereifahrzeug "Hung Shun 1" (MMSI-Nr.: 416031700), das am 24.2. nördlich der Falklandinseln bei Port Stanley Feuer gefangen hatte, wurde am 4.3. außerhalb der Conservation Zone der Inseln abgeschleppt. Alle 58 Besatzungsmitglieder waren nach dem Feuer von einem anderen Fischereifahrzeug, der "Lung Soon Fa 1", die zu dieser Zeit in der Gegend war, gerettet worden. Seither trieb das Wrack im Südatlantik, Das Kühlschiff "Tai Fu 3" nahm die „Hung Shun 1“ am Morgen des 3.§ unter Mithilfe des Fischereipatrouillenschiffes "Protegat" auf den Haken. Der Schleppzug verließ die Falkland-Inseln am Nachmittag in Richtung Norden.
Die Ursache des Brandes war noch nicht bekannt, obwohl es Spekulationen gab, dass das Feuer aufgrund eines elektrischen Fehlers verursacht wurde. Die Schleppoperation wurde vom Fishing Operations-Team der Falklands, der JK Marine sowie der Yuh Fong Marine Products Co. Ltd., die das Schiff betrieb, koordiniert.
Quelle:Tim Schwabedissen


Beschädigter Kutter nach Eyemouth eskortiert
(06.03.18) Das RNLI-Boot aus Eyemouth wurde am 5.3. um 11.20 Uhr von der Coastguard zu einem 10 Meter langen Trawler geschickt. Diesem war auf der Fahrt von Kirkcaldy nach Blyth eine Scheibe im Ruderhaus von Wellen eingeschlagen worden. Nun hatte er zur Reparatur Kurs auf Eyemouth genommen.
Da der Skipper aber mit den Bedingungen in der Hafeneinfahrt nicht vertraut war, sollten die Seenotretter ihn dort hindurch lotsen. Zwei Meilen vor dem Hafen trafen sie den Kutter, während die Tide auflief, sodass der Kutter sicher nach Eyemouth einlaufen konnte. 90 Minuten nach der Alarmierung konnte das Rettungsboot wieder zu seiner Station zurückkehren.
Quelle:Tim Schwabedissen


Containerfrachter "Eugen Maersk"
(Bild: Karl Kautz)   Großbild klick!

Notankernder Containerfrachter blockiert die Elbe
(05.03.18) Wegen einer technischen Störung musste der Containerfrachter "Eugen Maersk" 171542 BRZ (IMO-Nr.: 9321550), in der Nacht zum 3.3. auf der Elbe bei Stade notankern. Kurz nach dem Ablegen in Hamburg gab es eine technische Störung an Bord des fast 400 Meter langen Frachters. Für rund eine Stunde war die Elbe für Schiffe mit einer Länge von mehr als 120 Metern gesperrt.
Dann waren die Reparaturen durch die Crew abgeschlossen, und die "Eugen Maersk" ging ankerauf und setzte ihre Fahrt gen Nordsee fort. Am 4.3. um fünf Uhr machte das Schiff in Antwerpen an Liegeplatz 1742 - PSA im Deurgang Dock fest. Am 18.6.2013 war es auf der "Eugen Maersk" beim Transit des Golfs von Aden auf der Fahrt nach Port Said zu einem Brand in drei Containern gekommen. Das Schiff warf zur Brandbekämpfung vor Dschibuti am folgenden Morgen Anker. Hier löschten Schlepper das Feuer, und das Schiff machte am Container Terminal fest. Hier wurde die beschädigte Fracht von Bord geholt.
Die “Eugen Maersk” ist 397,71 Meter lang, 56,55 Meter breit, hat 16 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 156.257 Tonnen. Sie läuft für die Maersk Line A/S in Aarhus und wurde 2008 bei der Odense Steel Yard Ltd. erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen


Containerfrachter "Rio Blanco"
(Bild: Olaf Kuhnke)   Großbild klick!

Kaputter Kolben legte Frachter Hamburger Reeder lahm
(05.03.18) Der liberianische Containerfrachter "Rio Blanco", 73899 BRZ (IMO-Nr.: 9348089), der Columbus Shipmanagement GmbH in Hamburg musste am 3.3. um 23.30 Uhr seine Reise von Antwerpen nach Tilbury unterbrechen und Anker werfen. Ein Kolben war beschädigt und musste ausgetauscht werden. Die Reparatur begann um drei Uhr früh am 4.3. auf Position 51 53.3872 N, 01 39.4038 O auf der Sunk DW-Reede. Nach ungefähr 15 Stunden konnte das Schiff wieder ankerauf gehen und sollte am 5.3. um 15 Uhr den Zielhafen erreichen.
Die „Rio Blanco“ ist 286,45 Meter lang, 40 Meter breit, hat 13,5 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 80.115 Tonnen. Sie wurde 2009 bei den Daewoo Mangalia Heavy Industries erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen


Binnenschiff "Esther" wird gelenzt
(Bild: Hof van Twente)   Großbild klick!

Wassereinbruch auf Twente-Kanal
(05.03.18) Am Nachmittag des 4.3. wurde die Feuerwehr alarmiert, nachdem es auf dem holländischen Binnenschiff "Esther", 1112 ts (EU-Nr.: 02103203), in Markelo am Industrieweg zu einem Wassereinbruch gekommen war. Das Schiff war am 3.3. aus Hengelo ausgelaufen und transportierte eine Ladung Salz.
Ein Teil des eingedrungenen Wassers wurde in einem landseitigen Tanktruck gepumpt. Es kam zu keiner Ölverschmutzung auf dem Twente-Kanal. Ein Taucher sollte das Leck abdichten.
Quelle:Tim Schwabedissen


Betrunken auf Grund gesetzt
(Bild: Kystvakten)   Großbild klick!

Betrunkener Skipper setzte Kutter auf Grund
(05.03.18) Am 4.3. kam das Patroullienboot “Nordkapp” (MMSI-Nr.: 257019000) der norwegischen Küstenwache um 8.30 Uhr einem Kutter, der im Vargsund unweit von Neverfjord gestrandet war, zu Hilfe. Beim Skipper, einem Mann um die 60, wurde Alkohol am Ruder als Ursache der Havarie vermutet. Bei ablaufendem Wasser gab es zunächst keine Bergungschance.
Die „Nordkapp“ blieb daraufhin auf Standby, während auf steigenden Wasserstand gewartet wurde. Mit der Flut um 15 Uhr sollte der trockengefallen auf den Felsen auf der Seite liegende Havarist wieder aufschwimmen. Der zweite Mann an Bord sollte das Schiff dann führen. Beide Fischer waren unversehrt geblieben.
Quelle:Tim Schwabedissen


Rheinfähre und Tankschiff kollidiert
(05.03.18) Am 1.3. kollidierte ein zu Tal fahrendes Tankmotorschiff auf dem Rhein mit der Flussfähre „Mondorf“ (MMSI-Nr.: 211497880). Diese drehte sich durch den Aufprall dreimal um sich selbst gedreht. Es kam zu einer zwei Quadratmeter großen Einbeulung am Rumpf. Auch ein an Deck stehendes Auto erlitt Beulen.
Der Tanker musste erst aufgestoppt werden, ehe er an den Unfallort zurückkehrte. Die 38 Meter lange Fähre wurde anschließend zur Reparatur außer Betrieb genommen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Frachter verlor über 70 Container im Sturm
(05.03.18) Der liberianische Containerfrachter "Maersk Shanghai", 115000 BRZ (IMO-Nr.: 9725158), verlor am Abend des 3.3. gut 70 Container rund 17 Meilen vor dem Oregon Inlet, North Carolina. Das Schiff verständigte das Coast Guard Sector North Carolina, nachdem es in stürmischer See den Ladungsverlust erlitten hatte. Bis zu 73 Container trieben im Wasser.
Der Frachter war um 21.45 Uhr von Norfolk ausgelaufen und nach Charleston unterwegs, wo er am 5.3. festmachen sollte. Die Coast Guard warnte die übrige Schifffahrt vor dem Treibgut.
Quelle:Tim Schwabedissen


Zwei Schiffe im vereisten Wattenmeer in Schwierigkeiten
(05.03.18) Im zu großen Teilen vereisten Wattenmeer an der Nordseeküste riefen am 4.3. zwei Schiffe die Seenotretter der DGzRS zu Hilfe. Gegen 10.10 Uhr bat die Inselfähre „Nordfriesland“ 2287 BRZ (IMO-Nr.: 9102758), vor Amrum um Assistenz. Das Fährschiff der Wyker Dampfschiffs-Reederei (WDR) befand sich mit neun Besatzungsmitgliedern und ohne Passagiere auf der Überführungsfahrt von einem Werftaufenthalt in Husum nach Wyk auf Föhr.
Im Rütergat bei Tonne 14 waren beide Hauptmaschinen der „Nordfriesland“ ausgefallen. Der Seenotkreuzer „Ernst Meier-Hedde“ kam dem Schiff zu Hilfe. Es hatte zwischenzeitliich Anker geworfen, um nicht weiter aus dem Schifffahrtsweg abzutreiben. Die Seenotretter stellten eine Leinenverbindung her und schleppten den Havaristen durchs Eis in sicheres Fahrwasser.
Eine Dreiviertelstunde später gelang es der Besatzung der „Nordfriesland“, die Maschinenprobleme mit Bordmitteln in den Griff zu bekommen. Die Fähre setzte ihre Fahrt aus eigener Kraft nach Dagebüll fort. Zur Sicherheit begleitete der Seenotrettungskreuzer sie noch ein Stück. Um 14.45 Uhr machte sie in Dagebüll fest.
Bereits um 5.30 Uhr hatte das unter Vanuatu-Flagge laufende Kabeltrassen-Wachschiff „Eversand“ 355 BRZ (IMO-Nr.: 8136087), Mayday gefunkt. Neben dem MRCC in Bremen hörte auch der “ Seenotrettungskreuzer „Alfried Krupp“ der DGzRS-Station Borkum Notruf über Funk unmittelbar mit.
Er konnte aber nicht zur „Eversand“ auslaufen, weil er sich mehr als 15 Kilometer durch Packeis hätte kämpfen müssen. Die Seenotretter wandten sich an die Bundesmarine in Glückburg. Dort wurde ein Hubschrauber in Bereitschaft versetzt. Die 29 Meter lange „Eversand“ mit vier Besatzungsmitgliedern an Bord war im Packeis zwischen Borkum und Juist, südlich der Vogelschutzinsel Memmert, gefangen.
Mit ihrer Maschine kam sie nicht mehr gegen das immer dichter werdende Eis an. Die Besatzung befürchtete, südlich der Insel Memmert auf eine Sandbank gedrückt zu werden. Der Havarist trieb jedoch glücklicherweise mit dem Ebbstrom wieder in tieferes Wasser.
Gegen 10.30 Uhr meldete die „Eversand“, dass sie von selbst freigekommen war. Am Mittag erreichte sie ohne weitere Hilfe wieder ihre Wachposition.
Quelle:Tim Schwabedissen


Fischfrachter manövrierunfähig in Alsvåg
(05.03.18) Am 3.3. bekam der 15 Meter lange, norwegische Fischtransporter “Brennsund” (MMSI-Nr.:257026930) bei Alsvåg, einem Dorf in der Øksnes-Gemeinde in Nordland, eine Leine einer Fischfarm in den Propeller. Die Crew des manövrierunfähigen Schiffs rief das NSSR-Rettungsboot "Knut Hoem" aus Myre zu Hilfe. Ein Taucher stieg von diesem ab, um den Antrieb des Havaristen wieder zu befreien.
Quelle:Tim Schwabedissen


Frachter brennt weiter in der Java-See
(05.03.18) Nach dem Feuer, das am 28.2. bei Selat Gelasa, Indonesien, nach einer Explosion auf dem Frachter „Michael Putra“, 1534 tdw, ausgebrochen war, stieg am 4.3. weiterhin Rauch aus dem Wrack, das in der Java-See vor den Bangka Belitung-Inseln trieb, auf. Die Crew hatte nicht mehr Anker werfen können, als sie das Schiff aufgeben musste, und so driftete es im Meer und wurde von Patroullienbooten überwacht. 11 von insgesamt 36 Motorrädern hatten von dem Frachter zwischenzeitlich geborgen werden können.
17 Fahrzeuge an Deck sowie Lebensmittel und auch die Schiffsdokumente wurden aber ein Raub der Flammen. Ein Bergungsteam sollte an Bord gehen, sobald es die Umstände erlaubten.
Quelle:Tim Schwabedissen


Trawler mit Maschinenausfall nach Belfast abgeschleppt
(05.03.18) Der britische Trawler "Tahume", 199 BRZ (IMO-Nr.: 5128572), erlitt am 3.3. um 20 Uhr auf Position 54 44 11.4 N 05 28 55.2 W Maschinenschaden und bat um Assistenz. Das Bangor Coastguard Rescue Team (CRT) sowie die RNLI Donaghadee ALB kamen dem Schiff mit seiner 18-köpfigen Crew zu Hilfe, um es nach Belfast zu bringen. Das RNLI-Boot “Saxon” lief kurz nach der Alarmierung durch die dortige Coastguard um 20.12 Uhr aus Donaghadee aus.
Die “Tahume” trieb 2,5 Meilen nordöstlich von Mew Island bei 5-7 Beaufort Wind. Um 20.47 Uhr hatten die Seenotretter trotz der schwierigen Bedingungen eine Schleppverbindung hergestellt. Bei 2-3 Metern Wellenhöhe und einer gegenan laufenden Tidenströmung kam der Schleppzug zunächst nur langsam voran. Doch nach dem Passieren von Mew Island ging es ins Belfast Lough mit 5,5 Knoten. Dort stieß das Lotsenboot „Michael Evans” aus Belfast bei der Ansteuerungstonne hinzu und setzte einen Lotsen auf dem Havaristen ab.
Im Victoria Channel nahm der Schlepper “Sally McLoughlin” die “Tahume” längsseits. Die Seenotretter holten ihre eigene Schlepptrosse ein, während der Trawler im hafen festgemacht wurde. Am 4.3. um ein Uhr war die SAR-Operation beendet. Die "Tahume" war am 26.2. aus Santa Eugenia de Riveira ausgelaufen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Wieder Schiff auf Mittellandkanal leckgeschlagen
(05.03.18) Der 21,18 Meter lange, deutsche Schlepper „Wilgum“ (MMSI: 211760970), schlug am Abend des 4.3. auf dem Mittellandkanal in Hannover auf Höhe der Anderter Schleuse gegen 20.45 Uhr leck. Die Berufsfeuerwehr Hannover rückte mit einem Löschzug und Sonderfahrzeugen an, um das Leck abzudichten und ein Sinken des 21 Meter langen Schiffes zu verhindern. Der Wassereinbruch hatte im Maschinenraum stattgefunden.
Probleme bereitete vor allem das Bilgenwasser, das wegen des darin enthaltenen Öls nicht einfach über Bord gepumpt werden konnte. Mit einem Saugwagen werde zunächst der auf der Wasseroberfläche schwimmende Ölfilm entfernt, danach konnte das restliche Wasser abgepumpt werden. Vorsorglich legte die Feuerwehr auch Ölschlängel rund um die „Wilgum“ aus.
Die Ursache für das Leck auf dem polnischen Binnenschiff „Tsunami“, das am 3.3. ebenfalls auf dem Mittellandkanal bei Mehrum im Landkreis Peine Wassereinbruch erlitten hatte, war noch unklar. Derzeit lag das Schiff das mit 600 Tonnen Gerste beladen war, am Kai. Das Leck konnte mittlerweile am Unterboden lokalisiert werden.
Das zuständige Wasser- und Schifffahrsamt wollte am 5.3 entscheiden, ob das Schiff weiterfahren kann und ob das Leck vor Ort abgedichtet oder erst in einer Werft repariert werden könnte. Es drang immer noch Wasser in den Maschinenraum, das aber sofort wieder zurück in den Mittellandkanal gepumpt wurde. Mit Öl versetzt war das Wasser aus dem Schiffsinneren nicht mehr.
Quelle:Tim Schwabedissen


Wassereinbruch auf Tjalk im Tramhaven
(05.03.18) Am 5.3. um sieben Uhr wurde die Feuerwehr alarmiert, nachdem es zu einem Wassereinbruch auf dem 25 Meter langen, holländischen Chartersegler "Linquenda 2" (MMSI: 244740568) gekommen war. Er war an einem Steiger im Tramhaven an der Hellevoets-Schleuse festgemacht. Zeugen hatten festgestellt, dass das 1914 erbaute, ehemalige Binnenschiff tief im Wasser lag.
Es befand sich niemand an Bord. Mit Tauchpumpen gelang es den Einsatzkräften, das eingedrungene Wasser wieder außenbords zu befördern.
Quelle:Tim Schwabedissen


Vor Mersin erlittener Maschinenschaden nach gut zwei Monaten behoben
(05.03.18) Der türkische Frachter “Ard", 2902 BRZ (IMO-Nr.: 7638105), der am 16.12.2017 Maschinenschaden bei Mersin erlitten und zur Reparatur nach Tuzla abgeschleppt worden war, verließ den Hafen wieder am 22.2. und ging auf der Reede von Kartal Anchorage vor Anker, um von hier aus Probefahrten zu unternehmen. Nachdem diese unter Aufsicht der Klassifizierungsgesellschaft erfolgreich absolviert wurden, erhielt der Frachter die Klasse zurück und machte sich auf den Weg nach Samsun, wo er am 5.3. festmachen sollte.
Quelle:Tim Schwabedissen


Drei Fischer nach 24 Stunden gerettet
(05.03.18) Drei Fischer trieben in ihrem sechs Meter langen Boot 24 Stunden in der See. Sie aktivierten am 3.3. um 16 Uhr rund 144 Kilometer südlich von Funafuti den Notsender. Das Nadi Rescue Coordination Centre schickte eine PC3 Orion, das die Männer lokalisierte. Sie wurden dann von dem herangeführten Frachter “Talomoana” am 4.3. gegen 16 Uhr an Bord genommen, Sie sollten nach Tuvalu gebracht werden.
Quelle:Tim Schwabedissen


Longliner "Lusitania Primero"
(Bild: Cristina Grana)   Großbild klick!

Longliner sank in Vigo
(04.03.18) Der 18 Meter lange, spanische Longliner "Lusitania Primero", (MMSI-Nr.: 224021820) der in A Guarda stationiert ist, sank am 2.3. im Hafen von Vigo im Dock von O Berbé, wo er am Longliner "Cuplé" längsseits festgemacht war. Offenbar war das Schiff bei Ebbe auf dem Boden aufgesetzt, und dadurch brach ein Rohr, und es kam zu Wassereinbruch. Das Schiff legte sich immer weiter nach Backbord über.
Die Crew versuchte vergeblich, den Wassereinbruch unter Kontrolle zu bekommen. Zwei Boote von Salvamento Maritimo sowie die Feuerwehr kamen ebenfalls zu Hilfe, doch schließlich sackte das Fischereifahrzeug übers Heck weg. Nur noch der Bug ragte am Ende aus dem Wasser.
"Lusitania Primero"
(Bild: Cristina Grana)   Großbild klick!
Es gab keine Ölverschmutzung. Taucher stiegen ab, die Ventile abzudichten. Am 4.3. sollte mit der Bergung des Schiffes begonnen werden.
Quelle:Tim Schwabedissen









"Primula Seaways"
(Bild: Olaf Kuhnke)   Großbild klick!

Schwere Kollision vor Vlissingen
(04.03.18) Am Morgen des 3.3. kollidierte die dänische RoRo-Fähre "Primula Seaways", 37985 BRZ (IMO-Nr.: 9259513), von Terneuzen kommend mit dem liberianischen Containerfrachter "MSC Madrid", 74376 BRZ (IMO-Nr.: 9480198), vor Vlissingen. Beide Schiffe liefen auf gleichem Kurs, als der Frachter der Fähre in deren Steuerbordseite lief. Dabei entstand erheblicher Sachschaden an der Backbordseite der "Primula Seaways" im Bereich des Frachtdecks.
Sie konnte aber später ihre Fahrt nach Gent fortsetzen, wo sie um 15.40 Uhr im Merkatordock festmachte. Die "MSC Madrid" warf mit Schäden am Steuerbordbug oberhalb der Wasserlinie auf
Schaden an der "Primula Seaways"
(Bild: Adri van de Wege)   Großbild klick!
der Nordreede von Wielingen Anker. Sie war am 1.3. aus Hamburg nach Antwerpen ausgelaufen. Am 4.3. um kurz nach Mitternacht machte sie schließlich dort an Liegeplatz 1742 im Deurgangdock bei PSA fest.
Am 3.12.2015 war die "Primula Seaways" bereits einmal in eine schwere Kollision verwickelt gewesen. Von Rotterdam kommend war sie vor Immingham mit dem unter Panama-Flagge laufenden Autofrachter "City Of Rotterdam", 21143 BRZ (IMO-Nr.: 9473468), zusammengestoßen. Beide Schiffe steuerten anschließend den Hafen von Immingham an. Die “Primula Seaways” machte am 7.12. beim A & P Tees Ltd. Shipyard in Middlesbrough zu einer provisorischen Reparatur fest, damit sie nach Göteborg in die Werft überführt werden konnte, die Reparatur des
Archivbild "MSC Madrid"
(Bild: Karl Kautz)   Großbild klick!
Autofrachters bei der A&P Group in Newcastle-upon-Tyne dauerte bis zum 28.2.2017.
2016 wurde das Schiff bei der Lloyd-Werft in Bremerhaven um 30 Meter verlängert. Erbaut wurde die Fähre 2004 als „Tor Primula“ bei der Flensburger Schiffbau Gesellschaft und am 3.5. an die DFDS Tor Line, Kopenhagen abgeliefert.
Ab dem 6.5. lief sie im Liniendienst Göteborg – Immingham und Göteborg - Gent. Am 28.7.2010 wurde sie in „Primula Seaways“ umbenannt. Seit Abschluss der Verlängerung am 16.8.2016 wurde sie weiter im Dienst Göteborg – Gent eingesetzt.
Das Schiff ist seit der Verlängerung 229,80 Meter lang, 26,50 Meter breit und hat eine Tragfähigkeit
Bugschaden der “MSC Madrid”
(Bild: Gebiedsagent Martin)   Großbild klick!
von 8.420 Tonnen.
Die “MSC Madrid” ist 270,4 Meter lang, 40,06 Meter breit, hat 13,5 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 74.376 Tonnen. Sie läuft für die CPO Containerschiff Reederei in Hamburg und wurde 2011 bei der Daewoo Mangalia Heavy Industries S.A. als „CPO Bilbao“ erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen






Sportboot sank in Wiesbaden
(04.03.18) Am 2.3. kam es in Wiesbaden-Schierstein, zu einer Gewässerverunreinigung durch ein sinkendes Sportboot an einer Steganlage. Das neun Meter lange und etwa drei Tonnen schwere Sportboot war bereits zur Hälfte gesunken, als die Polizei alarmiert wurde. Es befanden sich keine Personen an Bord.
Die Bootsstreife der Wasserschutzpolizei Wiesbaden konnte das weitere Sinken des Bootes verhindern. Es waren stellenweise Verunreinigungen durch ein mineralölhaltiges Produkt im Wasser festzustellen. Die Feuerwehr setzte daraufhin eine Ölsperre ein.
Gleichzeitig wurden zur Suche nach Personen und Absicherung des Sportbootes Taucher der Berufsfeuerwehr eingesetzt. Dann das Sportboot stabilisiert, schwimmfähig gemacht und zum Ufer geschleppt.
Dort wurde es mit einem Kran an Land gehoben und sichergestellt. Eine Leckage des Bootsrumpfes war nicht festzustellen. An der Steganlage verblieb der Ölschlengel bis auf weiteres. Er sollte zusammen mit dem ausgebrachten Bindemittel im Laufe der nächsten Tage durch die Feuerwehr geborgen und ordnungsgemäß entsorgt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tankmotorschiff durch Treibeis leckgeschlagen
(04.03.18) Am 3.3. um 23 Uhr stellte der 71-jährige Schiffsführer des deutschen Binnentankers "Richard", 1107 ts (EU-Nr.: 04300620), auf dem Dortmund-Ems-Kanal bei Meppen Wassereinbruch in den Maschinenraum fest. Das unbeladene Schiff war offenbar durch Treibeis leicht beschädigt worden, sodass Wasser eindringen konnte. Das Leck wurde durch den Schiffsführer mit bordeigenen Mitteln abgedichtet.
Es konnte kein weiteres Wasser nachfließen. Er verständigte ordnungsgemäß die zuständigen Stellen. Die Wasserschutzpolizei Meppen nahm den Unfall an der Pier in Meppen auf. Mitarbeiter des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes untersagten die Weiterfahrt bis zur fachgerechten Behebung der Leckage.
Quelle:Tim Schwabedissen



Boot der Coast Guard selbst in Not
024.03.18) Die 35 Fuß lange „John Addams“ der Noosa Coast Guard lief nach zwei Rettungseinsätzen am 3.3. selbst auf 30 Zentimeter Wassertiefe auf der Noosa Barre auf Grund. Gegen Mittag hatte das Boot einen 275 von Point Arkwright abgeschleppt, der im Spitfire Channel südlich von Caloundra Motorausfall erlitten hatte. Das Boot der Caloundra Coast Guard nahm ihn auf den Haken und übergab ihn dann dem Boot aus Noosa. Nachdem das Motorboot zurück im Hafen war, assistierte die Coastguard einer 4,8-Meter Alley Craft, die vor Little Cove Motorprobleme hatte.
Das Team der Coast Guard hatte den Bayliner in der Laguna Bay verankert, um auf höheres Wasser zu warten. Um 15.30 Uhr dann kam das Küstenwachboot selbst fest.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bargen rissen sich auf Hudson River los
(04.03.18) Acht Bargen rissen sich am Nachmittag des 2.3. auf dem Hudson River bei stümischem Wind vor Irvington los. Einige waren mit Baumaterial für die neue Mario M. Cuomo Bridge beladen. Eine sank komplett beim Yonkers Yonkers Sewer Treatment Plant. Die Position aller Bergen wurde festgestellt, da sie mit GPS-Trackern ausgestattet waren. Zwei Bargen liefen bei Alpine, New Jersey auf Grund. Sechs lagen an verschiedenen Positionen zwischen Dodd’s Ferry und Yonkers, New York.
Ein Schlepper war vor Ort, sie zu stabilisieren. Das United States Army Corps of Engineers führte eine Untersuchung des Flussgrundes zwischen der Tappan Zee Bridge und der George Washington Bridge durch, um mögliche Unterwasserhindernisse aufzuspüren. Die Coast Guard und die Westchester County Police Marine Unit waren im Einsatz.
Quelle:Tim Schwabedissen



Maschinenschaden bei Mersin
(04.03.18) Der unter Panama-Flagge laufende Frachter "Afer", 3229 BRZ (IMO-Nr.: 8913332), erlitt am 2.3. bei Mersin einen Maschinenschaden. Das Schiff wurde mit einem Fahrverbot belegt, bis die Crew den Schaden behoben hatte. Vor Mersin ankernd wurde eine Reparatur durchgeführt, und am 4.3. war das Schiff auf dem Weg nach Novorossyisk.
Quelle:Tim Schwabedissen



Maschinenausfall im Ärmelkanal
(04.03.18) Der unter Singapur-Flagge laufende Tanker "Spirit II" erlitt am 3.3. im Englsichen Kanal auf Position 50 10 N 00 33 W einen Ausfall der Hauptmaschine. Das Schiff war unterwegs von Gelendzhik nach Butinge mit einer Ladung von 15.119 Tonnen Rohöl und einer 23-köpfigen Crew an Bord. Vor Anker liegend wurde eine Reparatur durchgeführt und dann die Reise fortgesetzt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Rettungsaktion vor Rørvik
(Bild: Age Tomassen)   Großbild klick!

Kutter sank vor Rørvik
(03.03.18) Vor Rørvik in Trøndelag sank am Nachmittag des 2.3. gegen 16.30 Uhr ein Kutter. Der Skipper aktivierte den Notsender bei Måneset in Nærøy, nachdem das Boot Wassereinbruch erlitten hatte. Andere, in der Nähe befindliche Fahrzeuge, ein Rettungsboot aus Rørvik, die Fähre von Skei nach Gutvik und ein Rettungshubschrauber aus Ørland wurden vom MRCC in Sola zu der Position mobilisiert.
Der Fischer trug einen Überlebensanzug und flüchtete in eine Rettungsinsel. Aus dieser wurde er von einem anderen Schiff unversehrt aufgenommen, nachdem sein Boot sank. Er brauchte keine medizinische Betreuung.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kollision in Algeciras
(03.03.18) Der unter Bahamas-Flagge laufende Containerfrachter "CMA CGM Africa Three", 40827 BRZ (IMO-Nr.: 9451939), kollidierte am 1.3. beim Versuch, aus dem Hafen von Algeciras auszulaufen, mit dem Kai des Containerhafens. Das Schiff wurde von Böen des Sturms Emma erfasst und mit dem Steuerbordheck gegen die Anlage gedrückt. Glücklicherweise kam es zu keinem Kontakt mit den in unmittelbarer Nähe stehenden Containerkränen.
Der Schaden blieb überschaubar, und so konnte der Frachter noch am selben Tag um 11.30 Uhr den Hafen verlassen. Er nahm Kurs auf Dünkirchen, wo er am 4.3. erwartet wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Archicbild: Frachter "Hav Sand" ex "Dealer"
(Bild: Olaf Kuhnke)   Großbild klick!

Keine Ruhe am Nord-Ostsee-Kanal: Frachter kollidierte mit Leitwerk in Kiel-Holtenau
(03.03.18) Auf der Fahrt von Stettin nach Esbjerg hatte der unter Färöer-Flagge laufende Frachter "Hav Sand", 1360 BRZ (IMO-Nr.: 8124474), am 1.3. gegen 23 Uhr eine leichte Kollision in der Nord-Schleuse des Nord-Ostsee-Kanals in Kiel-Holtenau. Das Schiff hatte beim Einlaufen etwas nach Steuerbord angedreht. Entweder durch Wind oder ein falsches Manövergeriet es mit dem Schanzkleid gegen die Leitbleche der letzten noch betriebsbereiten Schleuse. Dabei wurden zwei Bleche verbogen. Gegen 00.35 Uhr am 2.3. durfte der Frachter, für den die Havarie ebenfalls glimpflich ausgegangen war, die Fahrt gen Westen fortsetzen.
Vor fast genau einem Jahr, am 21.2.2017, war auf der "Hav Sand" ein Bagger am Biomar-Kraftwerk in Myre in Brand geraten. Die Crew konnte die Flammen löschen, bevor die Feuerwehr eingetroffen war. Der Brand war vom Motor des Baggers ausgegangen. Am 22.2. verließ der Frachter Myre nach Fuglafjord.
Die „Hav Sand“ ist 69,49 Meter lang, 11,35 Meter breit, hat einen Tiefgang von 4,27 Metern und eine Tragfähigkeit von 1.737 Tonnen. Sie läuft für die Frakt & Sandsoeland SP/F in Runavik und wurde 1982 auf der Hegemann Roland-Werft GmbH & Co. KG in Berne als „Dealer“ erbaut.
"Northsea Rational"
(Bild: Juergen Braker)   Großbild klick!
Unterdessen machte der unter Malta-Flagge laufende Tanker "Northsea Rational", 3991 BRZ (IMO-Nr.: 9334296), der bei Breiholz am Morgen in der Kanalböschung gelandet war, um 14.20 Uhr an den Dalben am Südkai in Brunsbüttel fest, nachdem die beiden Schlepper „Wolf“ und „Holtenau“ ihn durch den Kanal gezogen hatten. Hier wurde bei weiteren Untersuchungen festgestellt, dass an einem Kolben die Zylinderstange gebrochen war. Der Schaden wird in einer Werft behoben werden müssen.
Bewegung gab es inzwischen in den Rechtsstreit um die „Akacia“, die die Südschleuse demoliert hatte. Am 2.3. wurde bekannt, dass deren Versicherung nun bereit ist, eine Sicherheit in der von der Schifffahrtsverwaltung geforderten Höhe zu hinterlegen. Wenn dies geschehen ist, kann der Frachter auch eine Werft ansteuern.
Am 2.3. wurden die Aufräumarbeiten an dem zerstörten Schleusentor abgeschlossen. Seit dem 27.2. hatten Arbeiter der Nobiskrug-Werft alle verbogenen Stahlteile abgetrennt und mit der Kranbarge „Lift 100-TK 9“ auf den Schwerlastponton „Hörn 20“ verladen. Die Trümmer wurden zum Kieler Schrotthandel im Ostuferhafen abtransportiert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Crew-Transfer-Boot "Lynas Point"
(Bild: Mike Griffiths)   Großbild klick!

Sturm Emma zerstörte 80 Fahrzeuge in Holyhead
(03.03.18) Der Sturm Emma, der mit 12 Windstärken über die Holyhead Marina, Anglesey, fegte, hat den Hafen in Trümmer gelegt. Rund 70 Sportboote und 10 kommerziell genutzte Schiffe wurden ein Opfer der Naturgewalten in Nord-Wales.
Das Holyhead-Rettungsboot musste im Innenhafen Schutz suchen. Zu den größten Opfern zählten das 15 Meter lange Crew-Transfer-Boot "Lynas Point" (MMSI-Nr.: 235078974), das zerschmettert wurde und sank, sowie die ebenfalls schwer beschädigte, 21 Meter lange „Malltreath Bay (MMSI-Nr.: 235091158) und die 18 Meter lange „Pennrhyn Bay“, 52 BRZ (MMSI-Nr.: 235083707), die aufs Ufer geworfen wurden, oder die „Active“ der Boarder Troops.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ehemaliges Bergungsschiff musste in Hamburg geborgen werden
(03.03.18) Im Hamburger Hafen drohte am 2.3. gegen Mittag das alte Taucher-Schiff „Taucher Flint II“ an einem Anleger in der Nähe des HADAG-Anlegers Steinwerder beim alten Elbtunnel zu sinken. Es war im Heckbereich zu einem Wassereinbruch gekommen, und das Boot wurde stark achterlastig. Die Feuerwehr rückte gegen 13.30 Uhr mit rund 20 Einsatzkräften und einem Boot an, um den Wassereinbruch zu stoppen.
Es wurden Tauchpumpen eingesetzt, um das Schiff zu stabilisieren. Warum das Wasser ins Schiff gedrungen war, war noch unklar. Die Einsatzkräfte konnten das Schiff provisorisch trockenlegen und dem Eigner übergeben, der eine Spezialfirma mit der weiteren Sicherung der "Taucher Flint II" beauftragt hat. Ob die Leckage mit dem Eisgang auf der Elbe zusammenhing, war derzeit nicht bekannt.
Die „Taucher Flint II“ lief zuvor als Schlepp-Taucherschiff „Stör“ und „DDG Hansa VIII“. Sie wurde 1929 auf der Stülcken-Werft in Hamburg als Schlepper „DDG Hansa VIII“ für die gleichnamige Reederei in Bremen erbaut. 1936 übernahm die Zementfirma „Alsen'sche Portland-Cement Fabriken“ in Itzehoe das Schiff und setztet es unter dem Namen „Stör“ ein.
1959 wurde es von der Firma M. A. Flint erworben und von der Werft Alfred Hagelstein in Travemünde verlängert und zum Bergungs-Motorschiff umgebaut.
Als „Taucher Flint II“ wurde es im Hamburger Hafen eingesetzt. Heutiger Eigner ist der Fährschiffsunternehmer Kapitän Heinrich Prüsse, der das Schiff auch an einem seiner Liegeplätze am Sandtorhafen festgemacht hat, um es zu restaurieren und für Gästefahrten einzusetzen. Die „Taucher Flint II“ ist 21,60 Meter lang, 4,80 Meter breit und hat 2,30 Meter Tiefgang.
Quelle:Tim Schwabedissen



Containerfrachter erlitt Maschinenschaden im Nord-Pazifik
(03.03.18) Der unter Panama-Flagge laufende Containerfrachter "Maersk Aras", 45169 BRZ (IMO-Nr.: 9624275), erlitt auf der Reise von Manzanillo, wo er am 16.2. ausgelaufen war, nach Yokohama Maschinenschaden. Dort hätte er am 4.3. einlaufen sollen. Das Schiff wurde aber bereits am 17.2. als “not under command” im Nord- Pazifik gemeldet. Am 25.2. machte sich der Havarist mit 4,5 bis fünf Knoten Fahrt auf den Rückweg nach Mexiko und sollte nun am Abend des 1.3. in Ensenada einlaufen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter Oldendorfer Reeders erlitt Lukendeckelschäden vor Skulte
(03.03.18) Am 26.2. um 19.10 Uhr erlitt der britische Frachter "Aland", 5257 BRZ (IMO-Nr.: 9350783), der von Skulte nach Karlshamn unterwegs war, bei Skulte Rod Schäden an den Lukendeckeln. Es kam zu Schäden an den Bolzen von Hydraulikzylinder, Lukendeckeln und Tragrollen; Schweißnähte und Stützrahmen brachen. Temporäre Reparaturen wurden nach Erreichen des Hafens begonnen und sollten nach dem Löschen der abgeschlossen werden. Das Schiff des Schifffahrtskontors Tom Worden in Oldendorf verließ Skulte am 1.3. um 21.15 Uhr wieder nach Karlshamn., wo es am 3.3. eintraf.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter mit Kurbelwellenschaden abgeschleppt
(03.03.18) Der unter Antigua Barbuda-Flagge laufende Frachter "BBC Nagasaki", 6351 BRZ (IMO-Nr.: 9559872), wurde am 2.3. in Orkanger von dem norwegischen Schlepper TB Oyvag" (IMO-Nr.: 5255129) auf den Haken genommen und verließ den Hafen um 17.30 Uhr mit Ziel Trondheim, wo es zur Reparatur in die Fosen Mek. Verksted A/S gehen sollte. Am 21.2. war es auf dem Schiff zu einem Ausfall der Hauptmaschine durch einen Kurbelwellenschaden gekommen, als es den Hafen in Ballast laufend verlassen wollte. Danach hatten zwei Schlepper es an den Kai zurückgeschleppt, wo vergeblich versucht worden war, den Schaden mit Bordmitteln zu beheben.
Quelle:Tim Schwabedissen



RoRo-Frachter saß vor Immingham fest
(03.03.18) Am 1.3. gegen 12 Uhr lief der maltesische RoRo-Frachter "Opaline", 33960 BRZ (IMO-Nr.: 9424869), von Rotterdam kommend vor Immingham Dock auf Grund. Das Schiff hatte einen Tiefgang von sieben Metern. Die drei Schlepper "Svitzer Laura", "Bristol" und "Valiant" assistierten dem Havaristen. Er wurde um 14.20 Uhr am North Haven Ro-Ro Terminal in Killingholme festgemacht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schweres Gerät räumte gestrandeten Kutter ab
(03.03.18) Am 2.3. war vom Wrack des Kutters „L’Essor“ bei Port-en-Bessin praktisch nichts mehr übrig. Mit schweren Maschinen wurden die letzten Trümmer des Schiffes, das am Abend des 26.2. am Fuß der Klippen gestrandet war, von der Firma Ceres, die auf derlei Arbeiten spezialisiert ist, abgeräumt. Nichts als ein Haufen Holztrümmer und Schrott blieb nach.
Bereits am 27.2. wurde Bertrand Sciboz, Direktor von Ceres, um seine Einschätzung gefragt, und er hatte keine Hoffnung mehr für den Kutter gehabt. Im Rumpf klafften bereits Löcher, die ein Abschleppen unmöglich machten. Jede Flut schmetterte das Wrack auf die Felsen, und am 1.3. begann es endgültig auseinanderzubrechen.
Um die Gefahren zu minimieren, war ein Abbruch notwendig. Ein Dutzend Arbeiter und Bagger sowie Laster rückten an und entfernten die Trümmer des Schiffs binnen zwei Tagen bei Niedrigwasser.
Der 15 Meter lange Holztrawler war 1981 in Cancale vom Stapel gelaufen und seit 2003 im Kanal eingesetzt worden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schiffbruch vor den Malediven
(03.03.18) Unweit von Kaashidhoo sank ein Transportfahrzeug auf dem Weg von Male nach Kurendhoo am 1.3. rund 2,9 Meilen von Kaashidhoo entfernt. Die Maldives National Defence Force (MNDF) wurde um 17:55 Uhr über den Schiffbruch informiert. An Bord des Schiffes hatten sich ein Maledive und drei andere Personen befunden. Es hatte Zement und anderes Baumaterial geladen, als es Wassereinbruch erlitt. Die Pumpen kamen nicht gegen das eindringende Wasser an. Die Crew wurde von einem anderen Schiff gerettet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Brandneuer Frachter abgeschleppt
(03.03.18) Der liberianische Bulkcarrier "Aqualibra", 36000 BRZ (IMO-Nr.: 9765603), erlitt auf seiner zweiten Fahrt auf dem Weg von Vancouver, wo er am 15.2. ausgelaufen war, zurück nach Panama Maschinenausfall und trieb seit dem 20.2. im Nordpazifik. Am 25.2. wurde der Havarist von dem Schlepper "Robert Franco" (IMO-Nr.: 9694311), auf den Haken genommen und nach Long Beach gezogen. Hier traf der Schleppzug am 1.3. ein, und die „Aqualibra“ warf im Außenhafen Anker.
Quelle:Tim Schwabedissen



"Hoegh Trooper" mit Maschinenschaden
(03.03.18) Der Autotransporter "Hoegh Trooper", 56164 BRZ (IMO-Nr.: 9075711), erlitt am 1.3. um 5.30 Uhr rund 24 Meilen von Terschelling entfernt Maschinenschaden. Das Schiff, das unterwegs von Bremerhaven nach Zeebrügge war, warf auf Position 53 44 09 N 04 56 20.4 O Anker, während die Crew versuchte, den Schaden zu beheben.
Nachdem dies über mehrere Stunden hinweg nicht gelang, wurde um 19.50 Uhr Schleppassistenz angefordert. Der Havarist sollte nach Emden gezogen werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wassereinbruch im Eisgang
(03.03.18) Auf dem in Mehrum bei Raiffeisen liegenden, polnischen Binnenschiff „Tsunami“ 925 ts (EU-Nor: 04031110), wurde am Morgen des 3.3. um 7.22 Uhr Wassereinbruch im Maschinenraum festgestellt. Das kniehoch im Schiffinnern stehende Wasser/Öl-Gemisch musste von der alarmierten Entsorgungsfirma Thon abgepumpt werden. Wegen der Eisschollen auf dem Kanal konnten von der Feuerwehr keine Ölsperren ausgelegt werden.
Die Einsatzkräfte hofften, nach Auspumpen des Wassers die Leckage zu finden. Als Ursache wurde von einem Wasserrohrbruch ausgegangen. Die „Tsunami“ war mit 600 Tonnen Geste voll beladen.
Sie wurde mit einem Fahrverbot belegt. Die Einsatzleitung wurde von der Wasserschutz- und der Bundespolizei von der Feuerwehr übernommen. Der übrige Schiffsverkehr wurde von der Havarie nicht beeinträchtigt.
Erst am 1.3. war es auf dem Küstenkanal bei Friesoythe im Eisgang zu einem Wassereinbruch auf dem holländischen Binnenschiff "Lauwerszee", 676 ts (MMSI-Nr.: 244690023), gekommen, das von Oldenburg nach Dörpen unterwegs war. Feuerwehr und THW hatten mit 140 Einsatzkräften das Schiff, das mit 550 Tonnen Futtermitteln beladen war, gesichert. Es wurde am 2.3. im C-Port in Saterland bei Sedelsberg gelöscht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kollision in Antwerpen
(03.03.18) Der holländische Frachter "Lisa", 5629 BRZ (IMO-Nr.: 9384174), kollidierte am 2.3. um 2.30 Uhr mit der Boudewijn-Schleuse in Antwerpen, als er den Hafen in Richtung Ipswich verlassen wollte. Danach kehrte der Havarist an seinen Liegeplatz 178 in Antwerpen zurück, wo er Inspektionen unterzogen wurde. Am 3.3. lag er weiter dort am Kai.
Quelle:Tim Schwabedissen



Indonesische Fähre abgeschleppt
(03.03.18) Die indonesische Fähre "Kundur", 338 BRZ (MMSI-Nr.:525016724), erlitt am 28.2. gegen 22 Uhr Probleme mit der Ruderanlage und wurde vor Cempa manövrierunfähig. Als das Schiff plötzlich auf hoher See stoppte, gerieten Passagiere in Panik. Der Havarist wurde dann in Schlepp genommen und traf am Morgen des 1.3. sicher in Dabo Linggain ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Maschinenschaden im Bosporus
(03.03.18) Der ukrainische Frachter "Oltenitsa", 3953 BRZ (IMO-Nr.: 8888874), der auf der Fahrt von Kherson nach Diliskelesi war, erlitt bei Sariyer beim Transit des Bosporus am 2.3. gegen 10 Uhr einen Maschinenschaden. Das Schiff steuerte mit eigener Kraft die Reede von Buyukdere an, wo sie Anker warf und die Crew mit der Reparatur begann.
Quelle:Tim Schwabedissen



Archivbild Containerfrachter "Spica"
(Bild: Olaf Kuhnke)   Großbild klick!

Teneriffa: Losgerissene Bohrinsel rammte Frachter
(24.02.18) Am 28.2. um 23..50 Uhr wurde der deutsche Containerfrachter "Spica", 7550 BRZ (IMO-Nr.: 9083043), im Hafen von Santa Cruz de Tenerife von dem unter Panama-Flagge registrierten Ölrig "West Taurus", 30147 BRZ (IMO-Nr.: 8768414), gerammt. Dieses hatte sich beim Durchzug des Sturms Emma über die Kanaren im Osthafen losgerissen, nachdem ein Poller ausgebrochen war, und selbstständig gemacht. Es traf den Doppelhüllenrumpf der “Spica” unterhalb der Wasserlinie und riss ihn an Steuerbordseite auf 40 Zentimetern Länge auf.
Dabei kam es zu einem starken Wassereinbruch auf dem Frachter, der am 28.2. von Las Palmas
"Spica" wird gelenzt
(Bild: Salvamento Maritimo)   Großbild klick!
kommend am Kai des TCT Terminal de Contenedores de Tenerife festgemacht hatte. Bald stand das Wasser drei Meter hoch im Laderaum. Sieben Tauchpumpen von Salvamento Maritimó, der Civil Guard, der Feuerwehr und der Hafenbehörde vermochten den Wasserreinbruch unter Kontrolle zu bringen.
Tauchern des Servicios Marinos del Atlántico gelang es bis um 5.30 Uhr des 1.3., den Riss im Rumpf zuzuschweißen und so die Lage zu stabilisieren. Es kam zu keiner Ölverschmutzung. Die “West Taurus” wurde in den Nachtstunden ebenfalls am Kai des TCT Terminal de Contenedores festgemacht.
Die “Spica” ist 151,12 Meter lang, 19,4 Meter breit, hat einen Tiefgang von 7,43 Metern und eine Tragfähigkeit von 8.932 Tonnen. Sie läuft für die Reederei H.P. Wegener in Jork und wurde 1994 auf
Ölrig "West Taurus"
(Bild: Salvamento Maritimo)   Großbild klick!
der J.J. Sietas-Werft in Hamburg-Neuenfelde als „Melfi Italia“ erbaut. Später lief sie als „Containerships IV“.
Quelle:Tim Schwabedissen








Rumpfschaden der "Avalon"
(Bild: Adri van de Wege)   Großbild klick!

Frachter kollidierte mit Pollern
(02.03.18) Der holländische Frachter "Avalon", 2545 BRZ (IMO-Nr.: 9387322), erlitt erhebliche Schäden an Steuerbordseite, als er bei der Passage des Ghent-Terneuzen-Kanals am 1.3. gegen 10 Uhr von starken Windböen erfasst und gegen mehrere Poller bei Terneuzen gedrückt wurde. Das Schiff war von Antwerpen nach Sluiskil bestimmt.
Als es den Kai und die Poller rammte, wurde der Rumpf auf etlichen Metern Länge eingedrückt und ein Ballastwassertank aufgerissen, der auslief. Eine Bergungsfirma konnte den Havaristen am Rijksweg Terneuzen-Sas van Gent sichern. Der übrige Schiffsverkehr wurde nicht beeinträchtigt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter in Eckernförde gesunken
(02.03.18) Der etwa sieben Meter lange Fischkutter „Schwalbe“ von Jens Mahrt ist in der Nacht zum 1.3. aus bislang noch ungeklärter Ursache im Hafen von Eckernförde gesunken. Um 5.40 Uhr wurde entdeckt, dass der Kutter bei der Holzbrücke in etwa fünf Metern Tiefe auf Grund lag. Es hatte sich unter einen zweiten Kutter von Mahrt geschoben.
Nur die Antenne ragte noch aus dem Wasser. Zunächst rückte die Feuerwehr an und legte eine Ölsperre aus, da sich noch rund 60 Liter Kraftstoff im Tank und Schmierstoffe im Motor befanden. Mahrt und sein Sohn Lasse, ebenfalls Fischer, sicherten das Wrack mit Leinen gesichert, damit es nicht abtrieb.
Schleitaucher Christian Hüttner aus Lindaunis kam am Morgen an, um den Havaristen für die Bergung vorzubereiten. Mit Hilfe eines Krans der Lütten Werft konnte der Fischkutter dann gehoben werden. Nachdem die Hebegurte angelegt waren, hielt der Kranführer ihn auf Position. Mahrt kappte daraufhin die Sicherungsleinen und verholte seinen größeren Kutter zum nächsten Liegeplatz am Kai.
Nachdem der Kutter genug angehoben war, begannen Werftmitarbeiter den Rumpf auszupumpen. Wo sich das Leck, befand und wie stark das Schiff beschädigt war, sollte nun in der Lütten Werft erst genau untersucht werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter „Michael Putra“ brennt
(Bild: Crew Michael Putra)   Großbild klick!

Aufgegebener Frachter treibt brennend in der Java-See
(02.3.18) Am Nachmittag des 28.2. gegen 17 Uhr brach im Laderaum des indonesischen Frachters „Michael Putra“, 1140 BRZ (IMO-Nr.: 8110150) in der Java-See rund 15 Meilen südlich der Bangka Belitung-Inseln auf Position 03 16 S 106 52 O in den Gewässern von Gelasa ein Feuer aus. Das Schiff war mit 20 Personen an Bord, darunter auch zwei Passagieren, auf der Fahrt von Sunda Kelapa in der Tanjung Pinan-Provinz, wo es am 27.2. um 20.30 Uhr ausgelaufen war, nach Bintan.
Die 18-köpfige Crew konnte den Brand nicht unter Kontrolle bekommen, und das Schiff musste aufgegeben werden, nachdem es gegen 21 Uhr zu einer Explosion im Laderaum gekommen war. Der Kutter “Lion Saputra” rettete am 1.3. um 1.30 Uhr alle Personen aus Rettungsinseln oder dem Wasser und brachte sie nach Toboali. Die „Michael Putra“ hatte u.a. 17 Toyota-Fahrzeuge, 36 Motorräder und andere Fracht an Bord.
Quelle:Tim Schwabedissen


Trawler vor Helgoland in Schwierigkeiten
(02.03.18) Am Vormittag des 1.3. geriet der holländische Trawler "Celeste Karlijn - WR 106", 73 BRZ (MMSI-Nr.: 244358000), rund 50 Meilen nordwestlich von Helgoland in Seenot. Die DGzRS-Rettungsboote "Hermann Marwede" der Station Helgoland und "Ernst Meier Hedde" aus Amrum kamen als erstes zu Hilfe. Wenig später nahm der deutsche Notfallschlepper "Nordic" den Havaristen auf den Haken und begann, ihn Richtung Außenelbe zu ziehen.
Auf der dortigen Reede übernahm dann der Schlepper "Taucher Otto Wulf 8" (MMSI-Nr.: 211328570) und bugsierte den Trawler nach Cuxhaven. Hier machte er um 20.45 Uhr fest. Die „Celeste Karlijn“ war am 26.2. aus Harlingen auf Fangfahrt auf die Nordsee ausgelaufen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Archivbild Tanker “Northsea Rational"
(Bild: Olaf Kuhnke)   Großbild klick!

Tanker lief in Böschung des Nord-Ostsee-Kanals
(02.03.18) Am 2.3. gegen 4.15 Uhr lief der unter Malta-Flagge registrierte Tanker “Northsea Rational", 3991 BRZ (IMO-Nr.: 9334296), von Riga kommend auf dem Nord-Ostsee-Kanal westwärts laufend auf halbem Wege zwischen Rendsburg und Oldenbüttel in die nördliche Böschung. Das Schiff war nach dem Ausfall der Hauptmaschine vom Kurs abgekommen. Der Crew gelang es nicht, die Maschine wieder in Gang zu bekommen.
Der SFK-Schlepper "Holtenau" (IMO-Nr.: 8200321) aus Kiel sowie der Bugsier-Schlepper "Wolf" (IMO-Nr.: 9036260) aus Brunsbüttel wurden zur Assistenz des Havaristen gerufen. Bis zum Eintreffen der „Holtenau“ um 6.30 Uhr war der Kanal aus Sicherheitsgründen im Bereich zwischen Rendsburg und Breiholz voll gesperrt. Nachdem die „Holtenau“ beim Havaristen am Heck fest war, wurde die Unfallstelle um 7.15 Uhr für die Schifffahrt zunächst halbseitig wieder freigegeben.
Um den beladenen Tanker an der Böschung zu stabilisieren, hatte die Besatzung außerdem noch den Steuerbordanker fallen gelassen. Um kurz nach acht Uhr konnten die Schlepper das Schiff aus der Böschung wegziehen. Es wurde zur Weiche Breiholz gezogen, wo eine erste Untersuchung des Schiffes auf Schäden erfolgte, bevor es weiter nach Brunsbüttel ging. Hier sollte der Schleppzug um 15 Uhr eintreffen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Lebensgefährlicher Eiseinsatz für gestrandeten Kutter bei Schiermonnikoog stellte Retter vor extreme Herausforderungen
(02.03.18) Eine extreme Herausforderung stellte der Einsatz für den auf Position 53 30 N 06 04 O gestrandeten Kutter „Linquenda“ am 28.2. für die drei beteiligten Rettungsstationen der KNRM dar. Das Schiff lag im Westgat zwischen Ameland und Schiermonnikoog. Wegen der östlichen stürmischen Windstärke 8 waren die Wasserstände extrem niedrig, und zwei Meter hohe Wellen gingen über das festsitzende Schiff. Ein weiteres Problem war, dass die neuen Aluminium-Wasserstrahl-Rettungsboote von Lauwersoog wegen des Eises nicht eingesetzt werden konnten.
Deshalb lag dort seit kurzem das alte Rettungsboot „Suzanna“ am Steg, das von Freiwilligen liebevoll instandgehalten wird. Das schwere Stahlschiff mit Propellerantrieb kann sich noch ohne Schäden durch das Eis arbeiten. Als die Küstenwache um 19.39 Uhr die freiwilligen Retter der KNRM Lauwersoog alarmierte, herrschte eine Wassertemperatur von - 2 Grad und einer Lufttemperatur von - 18 Grad.
Sowohl das Deck, das Ruderhaus und die Luke des Kutters wie auch das Rettungsboot waren durch das vereisende Seewasser extrem rutschig. Auch die Scheibenwischer funktionierten nicht mehr wie sonst, das Radar rotierende kaum noch, und die Fenster froren zu. Am Kutter angekommen, wurde beschlossen, eine Schleppverbindung herzustellen.
Doch die „Suzanna“ war weniger wendig als die neuen Rettungsboote, und bei dem Manöver geriet die Leine in einen ihrer Propeller. Bei den harten Bedingungen zwischen den Untiefen und Wellenhöhen von zwei Metern war unvermittelt eine schwierige Situation entstanden.
Daraufhin alarmierte die Küstenwache die Retter der Stationen KNRM Terschelling Paal 8 und kurz darauf die KNRM Eemshaven, zwei der wenigen KNRM-Rettungsstationen, die trotz des Eises im Wattenmeer noch genutzt werden konnten.
Die Seenotretter der Station Terschelling waren bereits zu ihrem wöchentlichen Übungsabend in der Rettungsstation und hatten die Nachrichten vom Kutter und der „Suzanna“ über Funk mitbekommen. Da die „Frans Hogewind“ ein offenes Rettungsboot ist, nahmen sich die Rettungsschwimmer die Zeit, sich sehr warm anzuziehen. Nach dem Auslaufen empfing sie eine kurze steile Welle auf dem Weg zur Assistenz für die „Suzanna“.
Die KNRM Eemshaven wurde angewiesen, mit dem Rettungsboot „Jan & Titia Visser“ zum Kutter zu laufen und die Bergungschance auszuloten bzw. gegebenenfalls die drei Fischer abzubergen. Die des Reviers kundige Schifffahrtsstation Schiermonnikoog führte die Rettungsboote entlang der Untiefen, Rinnen und Bänke. Immer wieder drohte an Deck das Eis auf der Luftzufuhr der Motoren zu gefrieren.
Der „Frans Hogewind“ wurde zwar von der Küstenwache erlaubt, zur Station zurückzukehren, doch die Crew beschloss, trotzdem weiter zu fahren. Das erwies sich als eine gute Entscheidung, denn der Kutter lag jetzt so weit auf der Untiefe, dass die „Frans Hogewind“ das einzige Rettungsboot war, das ihn wegen des geringen Tiefgangs noch erreichen konnte. Zunächst wurde ein Retter an Bord abgesetzt, um die Situation zu prüfen.
Der Plan, eine Schleppverbindung herzustellen, musste verworfen werden, weil der Kutter bei ablaufendem Wasser jetzt zu hoch auf der Bank lag, als dass eine Bergungsaktion hätte Erfolg haben können. Deshalb wiesen die Seenotretter die Fischer an, ihre Überlebensanzüge und Rettungswesten anzulegen, um das Schiff zu verlassen. Als die drei sicher an Bord der „Frans Hogewind“ waren, konnte das von Eis und Menschen beschwerte Rettungsboot gerade noch über die Barre hinwegkommen, um die Geretteten zur „Jan & Titia Visser“ zu bringen.
Dann stand den Rettern aus Terschelling noch eine nächtliche Eisfahrt gegen den stürmischen Wind bevor. Um 3:15 Uhr erreichte das Rettungsboot den Hafen von Eemshaven. Die UKW-Antenne des UKW war unterwegs durch das Gewicht des Eises zerstört worden. Die Fischer wurden nach gut anderthalb Stunden abgeholt, und die Freiwilligen Seenotretter konnten auch nach Hause und noch ein paar Stunden schlafen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler "Essor"
(Bild: Premar Manche)   Großbild klick!

Gestrandeter Kutter beginnt zu zerbrechen
(02.03.18) Kurz nachdem die Operation zum Abpumpen des Diesels aus dem französischen Trawler „Essor - CN.517745", 29 BRZ (MMSI-Nr.: 227584820), bei Port-en-Bessin (Calvados) am 1.3. offiziell abgeschlossen wurde, begann das Wrack des Schiffes am Fuß der Klippen auseinanderzubrechen. Das anhaltend schlechte Wetter hatte dem Kutter seit der Strandung so zugesetzt, dass an eine Bergung nun nicht mehr zu denken war. Losgerissene Trümmer trieben aus dem Schiff ab und verteilten sich über 500 Meter in der Umgebung.
Das Ruderhaus war während der Nachtstunden abgerissen und der Rumpf aufgerissen worden. 72 Stunden nach der Strandung am 26.2. war von dem Kutter nur noch eine zerstörte Hülle übrig. Beim Niedrigwasser um 15 Uhr fuhren deshalb ein Bagger und ein Laster vor, den Eichenrumpf abzuwracken.
Dabei galt es allerdings vorsichtig vorzugehen, um nicht die Felssäule, zu deren Fuß das Schiff lag, zu beschädigen. Am 28.2. um 17 Uhr hatten die Teams von CEPPOL und SMP aus Cherbourg und Brest die Umweltgefahren, die von dem Kutter hätten ausgehen können, erfolgreich eliminiert. 2,000 Liter Diesel waren vor der Zerstörung des Schiffes aus dessen Brennstofftanks in mobile Tanks umgepumpt und abtransportiert worden. Der Maritime Präfekt für den Kanal und die Nordsee gab noch eine Navigationswarnung (AVURNAV) an die Schifffahrt heraus.
Quelle:Tim Schwabedissen



Maschinenschaden vor Isles of Scilly
(02.03.18) Der unter Marshall Islands-Flagge laufende Containerfrachter "Cape Manila", 35708 BRZ (IMO-Nr.: 9571313), erlitt ein Leck in einem Kühlwasserrohr der Hauptmaschine am 1.3. rund 10,5 Meilen von Pendinnis Lighthouse auf den Isles of Scilly entfernt auf Position 49 55 N 06 02 W. Das Schiff war unterwegs von Portbury nach Brest. Es konnte die Fahrt nach Reparatur des Schadens noch am selben Tag fortsetzen und machte um 19 Uhr im Zielhafen fest.
Quelle:Tim Schwabedissen


Binnenschiff in Brandenburg leckgeschlagen
(02.03.18) Am Nachmittag des 1.3. musste die Brandenburger Feuerwehr das am Silokanal vor der Schleuse vertäute, tschechische Binnenschiff „Monte Wymper“, 1111 ts (EU-Nr. 04401350), auf der Fahrt von Duisburg nach Algermissen auf der Havel vor dem Untergang bewahren. Es war zu einem erheblichen Wassereinbruch in den Maschinenraum gekommen. Knapp 20 Leute der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr waren mit mehreren Lenzpumpen im Einsatz.
Den Feuerwehrleuten gelang es schließlich, den Maschinenraum zu lenzen und das Leck mit einem Holzkeil abzudichten. Auch die Besatzung des Schiffes half tatkräftig mit. Die Ursache für das Leck war allerdings noch unklar.
Vielleicht war es auf ein Hindernis am Grund gelaufen, vielleicht war es auch einfach nur durchgerostet. Das mussten nun Experten klären. Eigentlich waren die Feuerwehrleute zu einem Brand gerufen worden, doch der vermeintliche Rauch entpuppte sich als Wasserdampf. Offenbar war das kalte Wasser auf den heißen Motor getroffen und dann verdampft. Die Summe des entstandenen Sachschadens ist noch nicht ermittelt. Vermutlich muss der Eigner im tschechischen Decin für die Kosten des Feuerwehreinsatzes aufkommen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Geplatzte Wasserleitung ließ ehemaliges Fahrgastschiff auf Rhein sinken
(02.03.18) Nach der Bergung in Hersel wurde das Hausboot „Lahnstolz?II“ nun für 6.000?Euro im Internet angeboten. Das Boot hat inzwischen zwar einen neuen Besitzer - Ende Februar übernahm Norbert Winkel aus Bad Godesberg, der 55-jährige Inhaber einer Heizungs- und Sanitärfirma, das Schiff, das früher auf der Lahn unterwegs war. Winkel besitzt bereits zwei Sportboote mit jeweils einer Länge von 36 Metern, die flussabwärts an der Steganlage sechs vor Anker liegen.
Was er mit dem neu erworbenen Steg anstellen wollte, wusste er noch nicht. Und er hat seinen neuen Besitz bereits bei einem Online-Verkaufsportal inseriert. Es gab auch schon zwei Interessenten für das Wrack, dessen nasses und verschmutztes Interieur derzeit wegschafft wurde. Am 2.3. sollte das Ausräumen abgeschlossen sein.
Bei der „Lahnstolz II“ handelt es sich um ein ehemaliges Fahrgastschiff, das 1928 erbaut wurde und für 90 Personen zugelassen war. In den vergangenen Tagen hatte die ursprüngliche Eigentümerin es auspumpen lassen. Die Ursache für den Untergang war eine geplatzte Wasserleitung.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kein Löschwasser und illegales Stromkabel: Flusskreuzfahrer auf zugefrorener Moskwa ausgebrannt
(02.03.18) Auf der Moskwa geriet am 1.3. ein Flussfahrgastschiff unweit einer Shopping-Mall in Moskau in Brand. Die Flammen breiteten sich über 200 Quadratmeter aus. Das Schiff stand binnen kurzem in Vollbrand. Es hatte sieben Tonnen Diesel in den Tanks.
Drei Crewmitglieder, die sich an Bord befanden, hatten noch vergeblich versucht, der Flammen Herr zu werden, ehe sie von Bord fliehen mussten. Die ersten Löschversuche der Feuerwehr wurden durch einen Mangel an Hydranten in dem Gebiet erschwert. Die Einsatzkräfte mussten das Eis auf dem Fluss aufhacken, um an Wasser heranzukommen.
Dabei entdeckten sie aber ein illegales Stromkabel am Ufer, das das Leben der Feuerwehrleute durch möglichen Stromschlag gefährdete. Als das Kabel entfernt war, gab es auf dem Schiff nicht mehr viel zu retten. Insgesamt waren 100 Feuerwehrleute und 30 Fahrzeuge im Einsatz. Ein anderes Schiff, das durch die Flammen gefährdet war, wurde aus der Nähe des Havaristen gezogen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bulkcarrier treibt manövrierunfähig im Nordatlantiksturm
(02.03.18) Der zyprische Bulkcarrier "Panamax Alexander", 38928 BRZ (IMO-Nr.: 9233492), der sich auf der Fahrt von Sept Iles, Kanada, nach Gent befand mit einer 25-köpfigen Crew und 70.250 Tonnen Erz an Bord, erlitt am 28.2. um 21 Uhr einen Maschinenschaden auf Position 49 07 44.28 N, 020 28 15.06 W rund 490 Meilen südwestlich von Irland. Die Crew versuchte eine Reparatur durchzuführen, nachdem Vibrationen am Propellerschaft festgestellt wurden. Der Frachter trieb derweil mit 1,8 Knoten bei 7-9 Beaufort in zunehmend stürmischer See.
Am 1.3. wies die Reederei an, die Reparaturversuche einzustellen. Sie hatte stattdessen den norwegischen Offshore-Schlepper „Scandi Iceman“ (IMO-Nr.: 9660073) damit beauftragt, den Havaristen auf den Haken zu nehmen. Er sollte den Bulkcarrier entweder nach Brest oder Falmouth ziehen und wurde binnen 1,5 bis zwei Tagen vor Ort erwartet..
Quelle:Tim Schwabedissen


Dreifach-Kollision vor Humber River
(02.03.18) Der englische Frachter "Celtic Spirit" der mit einer achtköpfigen Crew an Bord unbeladen von Malaga nach Hull unterwegs war, geriet 3,6 Meilen vor Spurn Point ankernd am 1.3. auf Position 053 35 56 N 000 00 57.06 O ins Treiben. Noch bevor die Maschinen gestartet werden konnten, driftete er um 5.30 Uhr gegen das ebenfalls dort liegende, unter Panama-Flagge laufende seismographische Forschungsschiff “Atlantic Explorer", 1420 BRZ (IMO-Nr.: 7924255). Dieses war mit 23 Personen an Bord unterwegs nach Barton-on-Humber.
Ineinander verhakt trieben beide Schiffe dann gegen den britischen Frachter "Celtic Warrior", 2842 BRZ (IMO-Nr.: 9129134), der mit einer achtköpfigen Crew an Bord von Swansea nach Gunness mit einer Ladung Altglas unterwegs war. Die "Celtic Spirit" konnte sich als erste lösen und warf Anker. Die beiden anderen Schiffe wurden mit Schlepperhilfe um 10.56 Uhr voneinander getrennt und gingen auf der Hawke-Reede vor Anker.
Die Humber Coastguard koordinierte die notwendigen Aktionen. Alle drei Schiffe wurden bei der Havarie in Mitleidenschaft gezogen, der Umfang der Schäden wurde noch untersucht. Bis zum 3.3. wurden sie mit einem Weiterfahrverbot belegt. Die "Celtic Spirit" machte am 1.3. im Alexandra-Dock in Kingston-upon-Hull fest.
Sie sollte beim Dunstans Shipyard im Albert Dock repariert werden. Die "Celtic Warrior" lag am 2.3. weiter vor Grimsby auf Reede und sollte später, wie geplant, den Löschplatz auf dem Trent-River ansteuern. Die "Atlantic Explorer" sollte ebenfalls in absehbarer Zeit Kurs auf den Zielhafen Grimsby nehmen..
Quelle:Tim Schwabedissen


Havarie bei Friesoythe
(02.13.18) Bei eisigem Wetter ist Abend des 1.3. auf dem Küstenkanal bei Friesoythe zwischen Kampe und Schwaneburg im Landkreis Cloppenburg ein niederländisches Binnenschiff havariert. Der Schiffsführer bemerkte zunächst zweimal das Ausfallen seines Computers und kurz darauf aufsteigenden Qualm aus dem vorderen Maschinenraum. Der 55 Meter lange Frachter konnte noch am Ufer an der Bundesstraße 401 festmachen.
Dort stellte sich heraus, dass im Bug unterhalb der Wasserlinie ein Leck entstanden war, durch das große Mengen Wassers eindrangen. Gegen 19 Uhr meldete der Skipper in einem Notruf, dass sein Schiff leckgeschlagen sei. Die Leitstelle in Oldenburg veranlasste sofort einen Großeinsatz.
Die Feuerwehren aus Scharrel, Ramsloh und Friesoythe wurden angefordert. Auch das Technische Hilfswerk und das DLRG wurden an die Unglücksstelle gerufen. 120 Einsatzkräfte waren schließlich vor Ort.
Während der Bergungsarbeiten wurden der Küstenkanal und die parallel verlaufende Bundesstraße 401 für den Verkehr gesperrt. Anschließend wurde das Wasser aus dem Laderaum in Behälter abgepumpt, die vom THW auf der Straße aufgestellt worden waren. Der mit 550 Tonnen Holzpellets beladene Frachter, der nach Papenburg unterwegs war, konnte anschließend in den nahegelegenen C-Port im Saterland geschleppt werden.
Dort sollte er im Laufe des 2.3. eingehend untersucht und die Ladung gelöscht werden. Die genaue Ursache für die Havarie war noch unklar. Ein möglicher Zusammenhang mit Treibeis auf dem Kanal war denkbar, aber nicht gesichert. Die beiden Besatzungsmitglieder blieben unverletzt.
Quelle:Tim Schwabedissen


Maschinenschaden in Antalya
(02.03.18) Der unter Vanuatu-Flagge laufende Frachter “My Violet", 3228 BRZ (IMO-Nr.: 7928756), erlitt am 27.2. einen technischen Schaden im Hafen von Antalya. Das Schiff wurde mit einem Auslaufverbot belegt, bis die notwendigen Reparaturen durch die Crew durchgeführt waren. Am 1.3. um 17 Uhr lief das Schiff vier Tage nach dem Festmachen im Binnenhafen von Antalya wieder aus und nahm Kurs auf Ashdod, wo es am 3.3. um 11 Uhr festmachen sollte.
Quelle:Tim Schwabedissen


Binnenschiff möglicherweise durch Eisgang beschädigt
(02.03.18) Am Abend des 1.3. kam die Feuerwehr in Jistrum einem Binnenschiff zu Hilfe, das einen Riss im Rumpf hatte. Es lag unweit der Brücke in Schuilenburg. Möglicherweise hatte Eisgang den Schaden verursacht. Wie es nun weiterging, hing auch an der verständigten Versicherung. Möglicherweise musste die Ladung des Havaristen gelöscht werden.
Quelle:Tim Schwabedissen


Feuer auf Bulkcarrier in Bristol
(02.03.18) Über 50 Feuerwehrleute und 11 Löschfahrzeuge waren im Einsatz, nachdem am 1.3. um 3.30 Uhr auf dem River Avon in Bristol ein Feuer auf dem im Royal Portbury Dock liegenden, mit Tierfutter beladenen, liberianischen Frachter „Dionysus“, 36303 BRZ (IMO-Nr.: 9696515), ausgebrochen war. Die Avonmouth Fire Rescue, die als erste vor Ort war, forderte kurz nach dem Eintreffen wegen der Komplexität der Lage Verstärkung an. Sie bekämpften das Feuer mit Drehleitern, Wasserdüsen und einem Löschboot.
Ein Arbeiter musste vorsorglich ins Southmead Hospital gebracht werden. Ein Bagger war im Laderaum in Brand geraten. Die Bristol Port Company leitete eine Untersuchung ein. Die „Dionysus“ hatte am 27.2. von Lissabon kommend in Bristol festgemacht.
Quelle:Tim Schwabedissen


Havarierter Trawler wird nach Kholmsk abgeschleppt
(02.03.18) Der russische Trawler "Langeri", 810 BRZ (IMO-Nr.: 8834536), bekam am 28.2. um 13.50 Uhr ein Netz in seinen Propeller, als er sich in der Tatar Straße auf Position 48 27.4N, 141 28.7 O befand. Ein anderer Kutter, die "Askur" nahm den Havaristen in Richtung Kholmsk auf den Haken. Der Schleppzug bewegte sich am Rande eines Eisfelds.
Am 1.3. um acht Uhr verließ die die "Zaliv Petra", um den Havaristen zu übernehmen. Er sollte um den 4.3. herum den Hafen von Kholmsk erreichen, wenn ein Sturmgebiet durchgezogen ist. Der Eigner wurde informiert, dass der russische Bergungsschlepper "Spasatel Kavdejkin" sich in dem Seegebiet fand und mit allem Notwendigen ausgerüstet war, um den Antrieb wieder zu befreien.
Quelle:Tim Schwabedissen


KNRM-Rettungsboot "Suzanna"
(Bild: KNRM)   Großbild klick!

Schiermonnikoog: Seenotretter gerieten selbst in Not
(01.3.18) Am Abend des 28.2. lief der holländische Trawler "Linquenda - ZK 80", 88 BRZ (IMO-Nr.: 8432584), im Westgat unweit von Schiermonnikoog auf Grund. Das alte KNRM-Rettungsboot "Suzanna" (MMSI-Nr.: 244445000) wurde zur Assistenz gerufen. Es erreichte den Kuter, der bei ablaufendem Wasser festgekommen war, und konnte zunächst auch eine Schleppverbindung herstellen. Doch beim Bergungsversuch geriet die Leine in einen der beiden Propeller der "Suzanna", die daraufhin Motorausfall und auch ein Problem mit dem Ruder erlitt.
Die Schleppverbindung musste gekappt und die Bergungsaktion abgebrochen werden. Die holländische Coastguard alarmierte nun die KNRM-Boote aus Paal 8 Terschelling und Eemshaven. Um 22.30 Uhr machte sich die “Suzanna” mit eigener Kraft auf den Rückweg nach Lauwersoog. Hier wurde sie von einem Kran aus dem Wasser gehoben und die Leine aus dem Propeller entfernt.
Unterdessen waren die "Frans Hogewind" aus Terschelling und die "Jan & Titia Visser" aus Eemshaven unterwegs zur „Linquenda“. Sie erreichten den Havaristen um 23.45 Uhr. Am 1.3. um 00.15 Uhr wurde die dreiköpfige Crew abgeborgen. Wegen des Eisgangs und des niedrigen Wasserstands war an eine Bergung vorerst nicht zu denken.
Die KNRM hatte wegen der Eisbildung im Wattenmeer erst vor wenigen Tagen eine Reihe neuerer Rettungsboote stilllegen müssen. Stattdessen wurde die eigentlich ausrangierte „Suzanna“ wieder aktiviert. Sie brauchte nicht lange auf den ersten Notruf zu warten.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kutter "Karen Margrethe - L 423" im Eis gefangen
(Bild: Henning Bagger)   Großbild klick!

Limfjord: Eis schob Kutter unter Aggersund-Brücke
(01.03.18) Am 28.2. um 8.50 Uhr geriet der dänische Kutter "Karen Margrethe - L 423", 53 BRZ (MMSI-Nr.:219799000), der auf dem Weg zurück nach Westjütland war, bei Eisgang auf dem Limfjord in Schwierigkeiten. Nachdem Eis das Schiff eingeschlossen hatte, wurde es manövrierunfähig und trieb mit ein bis zwei Knoten langsam auf die Aggersundbrücke zu. Wegen des Eisgangs konnte auch kein Rettungsboot das Schiff erreichen.
Deshalb schickte die dänische Marine schließlich aus Aalborg einen Helikopter, der die dreiköpfige Crew gegen 10 Uhr sicherheitshalber abbarg. Die Brücke wurde vorsorglich für den darüber führenden Fahrzeugverkehr gesperrt. Der 22 Meter lange, dänische Schlepper „Alba“ (MMSI-Nr.:
"Karen Margarethe" im Eis
(Bild: Henning Bagger)   Großbild klick!
219001083) wurde aus Aalborg gerufen, um den Kutter wieder zu befreien, doch auch er musste vor dem Eisgang kapitulieren. Gegen 12.30 Uhr war es soweit: Die "Karen Margarethe" wurde erst gegen einen Brückenpfeiler und dann mit Backbordkrängung unter das Bauwerk geschoben. Dabei brach der Mast des Kutters ab.
Doch dann änderte sich die Eislage, und der Skipper kehrte mit Tauchern an Bord seines Schiffes zurück. Sie nutzten die Chance, die sich eröffnete, und zogen den Kutter mit voller Kraft zurück aus dem Bereich der Brücke zurück. Um 15.15 Uhr war er wieder frei und machte in der Nähe der Aggersund-Brücke fest. Der Verkehr über die Brücke konnte danach wieder freigegeben werden.
Quelle:Tim Schwabedissen


Gijon: Losgerissene Rolle tötete Crew beim Anlegemanöver
(01.03.18) Ein Besatzungsmitglied des spanischen Frachters "Cementos Cantabrico", 3375 BRZ (IMO-Nr.: 7400443), wurde in der Nacht zum 26.2. beim Festmachen in Gijon bei einem Unfall getötet. Der 55-jährige Mann arbeitete bei der Ankunft des Schiffes aus Eastham auf der Back mit den Festmacherleinen. Als eine mit einer Winde durch Festmacherrollen unter Spannung geriet, wurde eine Umlenkrolle abgerissen und traf den Mann ins Gesicht.
Ein Krankenwagen wurde gerufen, und Sanitäter versuchten, das bewusstlose Opfer wiederzubeleben, aber der Mann starb innerhalb einer halben Stunde. Am 1.3. lag das Schiff, das als nächstes nach Villagarcia bestimmt war, noch in Gijon.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kesselexplosion tötete Besatzungsmitglied vor Sinop
(01.03.18) Auf dem unter liberianischer Flagge laufenden Frachter "Mümtaz Amca", 4921 BRZ (IMO-Nr.: 8213720), kam es am 28.2. zu einer Explosion im Kesselraum, als das Schiff auf der Reede von Sinop ankerte. Der mit Kohle beladene Frachter hatte dort auf der Reise von Tuapse nach Izmit Schutz vor einem Sturm gesucht. Die Explosion ereignete sich, nachdem sich Gas in dem 15 Meilen vor Sinop liegenden Schiff angesammelt hatte.
Es verholte zu einer Position vier Kilometer vor der Küste, und Rettungsteams wurden in Marsch gesetzt. Wegen stürmischen Winds war es einem Hubschrauber aber nicht möglich, den verletzten Kazim Sucu abzubergen. Er starb noch an Bord. Ein zweiter Verletzter, Ragip Yanak, wurde von einem Polizeiboot abgeborgen und ins Krankenhaus gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen


Sturm brachte Schiffe vor Japan in Seenot
(01.03.18) Ein Sturm, der über Honshu und Shikoku zog, brachte mehrere Schiffe in Seenot. Der japanische Schubschlepper "Matsusho Maru", 370 tdw (IMO-Nr.: 8889593), der mit der Barge "Matsusho" unterwegs war, wurde am 1.3. um 1.30 Uhr an der Küste der Kichi-Präfektur im Gebiet von Wakayama auf den Strand der Insel Shikoku gedrückt. Die siebenköpfige Crew des Schleppers wurde von einem Helikopter der japanischen Coastguard abgeborgen.
Um sieben Uhr wurd der unter Panama-Flagge laufende LPG-Tanker “Qem Star", 9593 BRZ (IMO-Nr.: 9216793), der aus Ningbo gekommen war, das nächste Opfer des Sturms. Das unbeladene Schiff strandete an der Hafeneinfahrt von Higashi Harima in Honshu. Die 16-köpfige philippinische Crew blieb an Bord. Schlepper machten sich auf den Weg zur Strandungsstelle.
Bereits am 28.2. um zwei Uhr war der südkoreanische Frachter "Sun Jin", 4380 BRZ (IMO-Nr.: 9182394), von Dangjin kommend vor dem Hafen von Takamatsu auf Grund gelaufen. Er knnte bereits um 05.38 Uhr wieder flottgemacht werden. Er hatte aber Schäden am Rumpf davongetragen, und es lief Öl aus. Der Havarist machte um 6.15 Uhr in Takamatsu fest.
Quelle:Tim Schwabedissen


Trawler nach Pembroke abgeschleppt
(Datum) Der von Le Havre kommende, belgische Trawler "Raquel - Z 59", 275 BRZ (IMO-Nr.: 8028357), der mit sieben Tonnen Fisch beladen war, erlitt am 28.2. um 3.30 Uhr einen Maschinenschaden wegen Problemen mit dem Treibstoff auf Position 51 39 00 N, 05 10 12 W. Der Schlepper "Svitzer Ramsey" (IMO-Nr.: 9440899) kam den Havaristen zu Hilfe und brachte ihn nach Pembroke. Um 20.15 Uhr machte er in den Milford Docks fest.
Quelle:Tim Schwabedissen


Dieselkraftstoff aus gestrandetem Kutter bei Port-en-Bessin abgepumpt
(01.03.18) Am 27.2. machte sich ein dreiköpfiges Team der Ölbekämpfungsorganisation CEPPOL in Brest auf den Weg zu dem gestrandeten Trawler "Essor - CN.517745", 29 BRZ (MMSI-Nr.: 227584820), vier Kilometer von Port-en-Bessin entfernt, um Ölbekämpfungsmaßnahmen einzuleiten und den Zustand des Havaristen zu prüfen. Auch ein Team der Marinebase in Cherbourg war zur Unterstützung vor Ort. Der maritime Präfekt für den Kanal und die Nordsee schickte eine AVURNAV an die Schifffahrt und richtete eine Sperrzone von 1.000 Metern um das Wrack ein.
An Bord waren noch 1,5 Tonnen Treibstoff. Am 28.2. um 13 Uhr begann mit schwerem Gerät unter Einsatz von Bagger und Lastern das Auspumpen. Die Operation wurde bei Niedrigwasser mit großem Mitteleinsatz in aller Eile duchgeführt. Vier Tanks von jeweils einem Kubikmeter Fassungsvermögen wurden mit Hochdruckpumpen gefüllt. Gegen 17 Uhr war es geschafft – der Diesel war vom Schiff abgepumpt.
Vor Ort waren weiterhin in Böen 35 Knoten Wind und raue See. Bei Niedrigwasser lag die “Essor” aber trocken auf den Felsen, was den Bergungseinsatz ermöglichte.
Quelle:Tim Schwabedissen


Binnenschiff liegt weiter bei Winzer fest
(01.03.18) Das bulgarische Binnenschiff „Rubiship XV“ saß am 1.3. weiter auf der Donau in der Nähe von Winzer am Fahrwasserrand fest. Der mit 1.500 Tonnen Stahlrollen beladene Frachter war zu weit nach rechts geraten und daraufhin auf Grund gelaufen. Versuche des bulgarischen Schiffsführers, selbst wieder freizukommen, hatten nur dazu geführt, dass das Schiff, das sich auf der Reise nach Kehl befand, an einer Buhne festhing und voraussichtlich nur durch fremde Hilfe wieder befreit werden kann.
Die bulgarische Reederei war bemüht, eine geeignete Lösung des Problems zu finden. Die Besatzung des Binnenschiffs wurde derweil von der Beamten der Wasserschutzpolizei sowie von Bediensteten des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes betreut und ar wohlauf.
Quelle:Tim Schwabedissen


wie Tote in gekentertem Kutter entdeckt
(01.03.18) Am 1.3. wurden die Leichen zweier Fischer aus einem gekenterten 7,93-Tonnen-Kutter geborgen, der am Nachmittag des 28.2. kieloben vor der Insel Wando in der südkoreanischen Süd-Jeolla-Provinz entdeckt worden war. Die übrigen fünf Crewmitglieder konnten noch nicht entdeckt werden. Taucher der Coastguard hatten die erste Leiche um 7.32 Uhr, die zweite um 7.49 Uhr im Innern des Wracks geborgen.
Es handelte sich um einen 56-jährigen und einen 26-jährigen Indonesier. Sie wurden zur Autopsie in ein Krankenhaus auf Wando gebracht und die indonesische Botschaft informiert. Die Coast Guard setzte die Suche nach den fünf Vermissten mit sechs Flugzeugen, 23 Booten, fünf Schiffen der Marine und zwei zivilen Schiffen fort.
Schlechtes Wetter und starke Strömungen erschwerten die SAR-Operation. Es wurde nun erwogen, den Kutter in geschützteres Gebiet zu schleppen und ihn dort noch gründlicher zu untersuchen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Mindestens 14 Tote bei Bootsunglück auf Kongo
(01.03.18) Mindestens 14 Menschen kamen ums Leben, nachdem zwei überladene Boote am 28.2. auf dem Kongo in der südwestlichen Kongo-Provinz von Mai-Ndombe kenterten und sanken. Die Anzahl der Opfer könnte aber noch steigen. 108 Personen wurden lebend gerettet. Die beiden Boote waren in der Nacht unterwegs und gerieten in aufkommendem starken Wind in Schwierigkeiten.
Die Verhältnisse auf dem Fluss wurden von örtlichen Fischern als extrem schlecht bezeichnet. Da es keine Passagierlisten gab, dürfte die genauer Anzahl der Opfer unbekannt bleiben.
Quelle:Tim Schwabedissen


Havarierter Frachter drohte in Offshore-Windpark zu treiben
(01.03.18) Der polnische Frachter "Kopersand", 1960 BRZ (IMO-Nr.: 9084487), erlitt auf der Fahrt von Danzig nach Pasajes an 28.2. um 22.25 Uhr einen Maschinenausfall und bat um Schlepperhilfe. Bereits um 7.13 Uhr hatte es erstmals Probleme mit Hauptmaschine 2 gegeben, doch um 16.24 Uhr hatte die Crew gemeldet, den Schaden repariert zu haben. Vor Ort waren Ostwinde von 6-8 , in Böen neun Beaufort und hoher Seegang.
Der Havarist warf schließlich 18,6 Meilen vor der Langdon Battery auf Postion 50 57 N 01 00 O am 1.3. um 4.30 Uhr Anker. Wegen der Verzögerung des Eintreffens eines Schleppers und der Sorge, er könnte bei dem Sturm in den Rampion-Windpark treiben, wurden dessen Wachschiffe sowie das RNLI-Boot aus Shoreham alarmiert. Auch der Einsatz eines Helikopters der Coastguard zur Evakuierung der siebenköpfigen Crew wurde erwogen, wie auch der Einsatz eines weiteren Rettungsbootes.
Nachdem aus Southampton der Offshore-Schlepper "Onyx" (IMO-Nr.: 9752400) eingetroffen war, konnte das Rettungsboot aus Shoreham zu seiner Station zurückkehren. Der Schleppzug nahm Kurs auf Southampton.
Quelle:Tim Schwabedissen


Motoryacht im Golf von Mexiko gerettet
(01.03.18) Im Golf von Mexiko drohte am 27.2. ein 4 Fuß langer Bayliner nach Wassereinbruch zu sinken. Um 13.45 Uhr wurden die Pasco County Sheriffs Marine Unit und die U.S. Coast Guard St. zu dem Havaristen 14 Meilen westlich von Hudson, Florida, alarmiert. Eine HC-130 Hercules kam von der Air Station Clearwater zu Hilfe, und ein 45-Fuß-Boot lief ebenfalls aus. Die Hercules warf eine Lenzpumpe ab, die mit ihrer Hilfe den Wassereinbruch unter Kontrolle bringen und das Leck abdichten konnte.
Die beiden Bootsfahrer Ronald Letchner, 53, aus Long Boat Key, und Hung Fang Nguyen, 46, wurden unversehrt abgeborgen. Dann holte das Polizeiboot die Lenzpumpen wieder von Bord, und ein Bergungsschiff schleppte den Bayliner in die Port Hudson Marina.
Quelle:Tim Schwabedissen


Weblinks:
SOS-Seenotfälle, Archiv
Der mysteriöse Untergang der 'Beluga'
Chronik bedeutender Seeunfälle Antike bis 1499
Chronik bedeutender Seeunfälle 1500 bis 1899
Chronik bedeutender Seeunfälle 1900 bis 1949

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Schlagwörter: Archiv, Schifffahrt, Bilder, Fotos, in Seenot, SOS Alarm, Unfälle, Mayday, Versicherung Schiff, Segeln, Seenot, Unglück, Seenotfälle, Schiffsuntergang, Seenotarchiv, Archiv, Schiffsunglück, schiffsunfall, unfall, ertrinken, untergehen, untergegangen, sinken

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