EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM

Seenotfälle
Archiv September 2017


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Binnenschiff “Helena Cora" mit Bergern
(Bild: Wim van Splunder)   Großbild klick!

Helena Cora nach Bergung in die Kette gelegt
(30.09.17) Das holländische Binnenschiff “Helena Cora", 1085 ts (EU-Nr.: 02316320), wurde am 29.9. samt seiner Aluminiumladung, die allein einen Wert von über 1,5 Millionen Euro darstellt, in Vlissingen in die Kette gelegt. Die Festlegung erfolgte auf Betreiben der Bergungsfirmen Multraship aus Terneuzen und Smit-Kotug, die das Schiff am 12.9. vor dem Hafen geborgen hatten. Sie wollten sich damit ihren Lohn sichern.
In der kommenden Woche sollten weitere Gespräche mit den Anteilseignern und dem Eigner Heuvelman-De Groot stattfinden. Er hoffte, dass zeitnah eine Lösung gefunden werden kann. Nachdem die “Helena Cora” mit Unterstützung der Charterfirma Van Aerde von einer Untiefe, auf
Binnenschiff “Helena Cora" mit Bergern
(Bild: Adri de Nooijer)   Großbild klick!
die sie nach dem Übergehen der Ladung in stürmischer See gesetzt worden war, heruntergezogen wurde, war sie in den Sloehaven in Vlissingen geschleppt worden. Hier lag sie seither fest.
Das Schiff entstand 1981 auf der Ruijtenberg-Werft in Raamsdonksveer für C. Heuvelman in Krimpen an der IJssel als „Vaar Weel“ und ging später an den Volkers Scheepvaartbedrijf in Zwijndrecht. 1999 lief sie, wie zuvor auch, als „Alliantie“ für A. Verschoor in Hardinxveld-Giessendam und seit 2008 als “Helena Cora“ für Vof. Heuvelman - de Groot in Krimpen an der IJssel. Sie hat eine Länge von 72,89 Metern, eine Breite von 8,23 Metern und 2,82 Meter Tiefgang.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fischfabrik in San Diego in Flammen
(30.09.17) Auf dem amerikanischen Trawler "Norton Sound", 653 BRZ (IMO-Nr.: 8882210), brach am 29.9. in San Diego an ihrem Liegeplatz an der G Street Mole unweit des 750 N. Harbor Drive gegen 9:30 Uhr ein Feuer aus. Mindestens vier Löschfahrzeuge der San Diego Fire-Rescue und ein Krankenwagen wurden zum Hafen alarmiert. Ob sich Menschen an Bord des 40 Meter langen Schiffes befunden hatten, war zunächst unklar. Bei einer Absuche fand sich aber niemand. Dichte Rauchwolken quollen aus Aufbauten und Schornstein und zogen über die San Diego Bay. Flammen schlugen aus den Bulleyes. 100 Feuerwehrleute, davon 20 bis 25 unter Atemschutz, drangen gegen 10 Uhr in das Schiff ein. Auch die San Diego Harbor Police und US Coast Guard waren vor Ort. Offenbar war der Brand in den tiefer gelegenen Decks entstanden, und der Versuch, Zugang zu bekommen, war wegen der Enge im Schiffsinnern und der großen Hitze praktisch unmöglich.
Die erste Attacke auf den Brand schien aber erfolgreich zu sein. Als sich das Feuer aber wieder verstärkte, mussten sich die Einsatzkräfte zurückziehen, neu gruppieren und starteten dann eine weitere Attacke. Sie wurden dabei von der U.S. Coast Guard und Crews des Harbor Police Department unterstützt, die mit Löschbooten vor Ort waren. Gegen 10:30 Uhr schien sich die Lage zu verbessern, doch rund 40 Minuten später entschied die Feuerwehr, ihre Taktik zu verändern von der offensiven Brandbekämpfung zu einer defensiven. Alle Feuerwehrleute wurden von Bord geholt. Der Trawler wurde nur noch von außen mit Wasser besprüht. Feuerwehrleute aus Coronado, National City und Chula Vista waren inzwischen zur Verstärkung eingetroffen, und erschöpfte Einsatzkräfte konnten ausgetauscht werden. Einer musste vorübergehend ins Krankenhaus.
Um 11.40 Uhr war das Schiff geräumt, und die Hoffnung war, dass es in den folgenden Stunden ausbrennen würde. Allerdings entwickelte es durch das Gewicht des Löschwassers inzwischen Schlagseite, und der Einsatz von noch mehr Wasser könnte es zum Kentern bringen. Es galt also eine andere Strategie zu finden, die "Norton Sound" bestmöglich von außen zu kühlen.
Sobald das Feuer ausgebrannt war, sollten die Feuerwehrleute wieder an Bord gehen und sich Zugang zu den Decks und verbliebenen Brandnestern verschaffen. In vergleichbaren Fällen hatte es allerdings auch schon mal tagelang gebrannt. Im Innern können sich dabei Temperaturen von 1.000 Grad entwickeln durch den glühenden Stahl.
Die "Norton Sound" hatte bereits mehrere Monate im Hafen gelegen. Jetzt wurde zunächst eine Ölbarriere vorsorglich um das Schiff ausgelegt. Der dichte Rauch führte dazu, dass Restaurants im Hafenbereich ihre Pforten schlossen. Die Nordseite der Pier, an der die „Norton Sound“ festgemacht war, ist Fischerreifahrzeugen vorbehalten, die Südseite dient als Liegeplatz für Ausflugs- und Forschungsschiffe sowie die Coast Guard. Die in Juneau, Alaska, registrierte „Norton Sound” diente als Fang- und Forschungsschiff der Glacier Fish Company LLC. Sie entstand 1944 bei den Missouri Valley Bridge & Iron Works, Evansville, als “Fish – YF 861” und lief als solche bis 1994. Sie ist 128,3 Fuß lang und 30 Fuß breit.
Quelle:Tim Schwabedissen



Maschinenraumbrand auf Binnenschiff bei Viereth
(30.09.17) Am Abend des 28.9. kam es zu einem Maschinenraumbrand an Bord eines 74 Meter langen ungarischen Gütermotorschiffes auf dem Main. Das Schiff erlitt dadurch Ruderausfall, wurde manövrierunfähig und trieb bei Viereth-Trunstadt im Landkreis Bamberg in die Uferböschung. Glücklicherweise war ein weiteres Schiff in der Nähe, das den Havaristen längsseits nahm und in den Schleusenvorhafen von Viereth schleppte.
Die Beamten der Wasserschutzpolizei Bamberg stellten bei ihren Ermittlungen fest, dass die Bordelektrik durch den Brand zerstört wurde. Deshalb fielen die Ruderanlage und die Navigationsgeräte aus. Das Schiff, das mit 818 Tonnen Streusalz von Heilbronn nach Deggendorf unterwegs war, durfte die Fahrt erst nach einer Reparatur und anschließender Überprüfung durch einen Sachverständigen fortsetzen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht sank nach Kabelbrand auf Lago Maggiore
(30.09.17) Ein spektakulärer Unfall ereignete sich am 24.9. auf dem Lago Maggiore auf. Eine Segelyacht mit technischem Problem erlitt Wassereinbruch und sank beim Versuch, sie abzuschleppen. Der Unfall ereignete sich bei der Bastong da Brissag-Regatta, und zunächst zeugte eine Rauchwolke, wahrscheinlich ein brennendes Kabel, von den Problemen der Yacht. Die Mannschaft bemerkte dann, dass Wasser in das Boot eindrang. Sie versuchte, das Leck zu finden, aber der Wasserstand stieg weiter an.
Das Team hatte keine andere Wahl, als in ein anderes Boot umzusteigen. Dieses wollte den Havaristen dann zurück zum Hafen bringen, kam aber nicht weit. Binnen weniger Sekunden begann das Boot über den Bug zu sinken. Den Helfern blieb nur, eilends die Schleppverbindung zu lösen. Die Yacht sank wenige Augenblicke später auf etwa 200 Metern Wassertiefe. Eine Bergung wäre sehr kompliziert und teuer. Der Lago Maggiore ist also wohl um ein neues Wrack reicher.
Quelle:Tim Schwabedissen



Werftneue Kea Trader zum Totalverlust erklärt
(30.09.17) Die Bergung des nagelneuen Containerschiffs "Kea Trader", das seit Mitte Juli auf einem Riff 90 Meilen südöstlich von Neukaledonien sitzt, wurde nun offiziell zu einer Wrackbeseitigung. Der Schiffseigner Lomar Shipping in London teilte am 29.9. mit, dass er sich mit dem Seekaskoversicherer darauf einigen musste, dass das Schiff nicht mehr repariert werden kann und es abgewrackt werden soll. Führender Versicherer der "Kea Trader" ist der Norwegian Hull Club. Für die Wrackbeseitigung muss nun der P&I-Versicherer Skuld aufkommen, wobei zu erwarten ist, dass die Kosten dafür 10 Millionen Dollar deutlich übersteigen und diese Kosten im Rahmen der Pool-Vereinbarung unter den 13 Clubs der International Group aufgeteilt werden.
Mit der Wrackbeseitigung wurde der niederländische Berger Ardent Maritime beauftragt worden, der zuvor schon den Bergungsauftrag für das Schiff unter einer Lloyd’s Open Form (LOF) erhalten hatte. Sie wird aber nicht vor Ende Oktober beginnen können.
Das volle Schadensausmaß war erst nach dem Leichtern von 532 der 756 Container deutlich geworden. Es wurden umfassende Schäden an Rumpf, Ruder und Propeller festgestellt. Die meisten Doppelbodentanks waren beschädigt.
In allen fünf Laderäumen war es zu Wassereinbruch gekommen, der durch tragbare Pumpen unter Kontrolle gehalten wurde, um die verbliebene Ladung zu schützen. Außerdem gab es Anzeichen für weitere strukturelle Schäden innerhalb des Schiffs, teils verursacht durch die starke Einwirkung des Wellengangs. Die "Kea Trader" lief in Charter des Reefer-Carriers Seatrade im Verkehr zwischen Europa und Neuseeland.
Am 12.7. lief sie auf der Reise von Papeete in Französisch-Polynesien nach Noumea in Neukaledonien auf Grund. Die Ablieferung des Frachters von der Bauwerft Guangzhou Wenchong in China war erst im Januar dieses Jahres erfolgt. Ungewöhnlicherweise fanden sich allerdings bereits im April bei einer Hafenstaatskontrolle in Belgien Rumpfschäden, die die Seetüchtigkeit beeinträchtigten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter versenkte Barge
(30.09.17) Der unter Singapur-Flagge laufende Frachter "IVS Nightjar", 20283 BRZ (IMO-Nr.: 09303429), kollidierte am 30.9. gegen 1.50 Uhr mit der vietnamesischen Barge "BV 1305" vor dem Hafen von Vung Tau. Der Bulkcarrier war um 20.30 Uhr aus Phy-My-Vung Tau ausgelaufen. Die Barge sank, alle acht Mann an Bord wurden von einem vietnamesischen SAR-Boot gerettet.
Da sie das Fahrwasser des Hafens behinderte, musste das Wrack baldmöglichst geräumt werden. Der Bulkcarrier warf auf der Reede von Vung Tau Anker.
Quelle:Tim Schwabedissen



Genca rammte Kai in Antwerpen
(30.09.17) Am 29.9. um 21.30 Uhr erlitt die holländische RoRo-Fähre “Genca", 28289 BRZ (IMO-Nr.: 9307372), einen Maschinenausfall und kollidierte daraufhin mit dem Kai des Vrasendocks im Waaslandhafen von Antwerpen. Die Havarie ereignete sich, als das Schiff nach Hankö auslaufen wollte. Bei dem Zusammenstoß entstand ein Riss von 70 Zentimetern Länge oberhalb der Wasserlinie an Steuerbordseite.
Nach Abschluss der notwendigen Untersuchungen wurde die „Genca“ am Morgen des 30.9. wieder freigegeben. Gegen sieben Uhr lief sie erneut nach Finnland aus, wo sie am 2.10. eintreffen sollte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Barge drohte vor Mumbai zu sinken
(30.09.17) Die indische Coast Guard rettete vor Mumbai am 29.9. die siebenköpfige Crew der Barge “Ellysia”, die nordwestlich von Colaba auf der Fahrt von Mumbai nach Bhavnagar Wassereinbruch im Maschinenraum erlitten hatte. Das MRCC in Mumbai alarmierte die Coast Guard, die das Patroullienboot “C-154” zur Assistenz schickte und eine halbe Stunde nach dem Notruf die Crew abbarg. Dann wurde begonnen, die “Ellysia” mit zwei Pumpen zu lenzen.
Aus dem 10 Kilometer entfernten Mumbai wurde ein Schlepper zu Hilfe gerufen. Außerdem unterstützte das Patroullienboot “Sankalp” die Bergungsarbeiten. Es gelang, das Schiff zu stabilisieren und in geschütztere Gewässer zu ziehen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ehemaliges Lotsenboot in Seenot
(30.09.17) Am 28.9. wurde das RNLI-Boot aus Padstow von der Falmouth Coastguard alarmiert, nachdem ein ehemaliges Lotsenboot 14 Meilen nördlich des Hafens Wassereinbruch gemeldet hatte. Um 23.16 Uhr lief die „Spirit of Padstow” zur Hilfeleistung aus. Das einstige Lotsenboot war mit 10 Knoten Fahrt in Richtung der Flussmündung unterwegs, und die Lenzpumpen konnten den Wasserstand halten.
Auf dem Rettungsboot wurde eine weitere Pumpe klargemacht, und zwei Seenotretter bereiteten sich vor, nötigenfalls überzusteigen. Nach dem Eintreffen vor Ort um 23.35 Uhr wurde der Havarist bis zum Fluss hin eskortiert. Währenddessen konnte der Wasserpegel an Bord weiter gesenkt werden.
Der Hafenmeister wies dem Boot einen Liegeplatz zu, an dem es bei Ebbe trockenfallen würde, sodass das Leck abgedichtet werden konnte. Um 00.45 Uhr kehrten die Seenotretter zu ihrer Station zurück.
Quelle:Tim Schwabedissen



Aufmerksamer Nachbar führte zur Rettung zweier Fischer
(30.09.17) Die US Coast Guard rettete am 28.9. zwei Fischer auf Nash Island, Maine, nachdem ihr Hummerkutter auf Felsen getrieben und vollgelaufen war. Um 17.40 Uhr hatte ein besorgter Nachbar die Coast Guard Station Jonesport alarmiert, nachdem die beiden Männer, die um 11 Uhr ausgelaufen waren und um 13 Uhr hatten zurückkehren wollen, immer noch nicht eingetroffen waren. Ein 47-Fuß-Boot lief von der Station Jonesport aus, und ein MH-60 Jayhawk Helikopter stieg von der Air Station Cape Cod auf.
Als das Boot in den Bereich des Osthafens kam, wurde eine rote Notfackel gesichtet. Vor Ort eingetroffen, entdeckte die Crew das teilweise unter Wasser liegende, 21 Fuß lange Boot der Fischer. Diese standen auf den Felsen von Nash Island und winkten.
Wegen des flachen Wassers und felsigen Grunds konnte das Boot sie nicht erreichen. Es blieb vor Ort, bis der Hubschrauber eingetroffen war, auf der Insel gelandet war und die beiden Gestrandeten an Bord genommen hatte. Sie wurden zur Station Jonesport gebracht, wo sie medizinisch gecheckt und von ihren Frauen erwartet wurden.
Quelle:Tim Schwabedissen



LNG-Tanker rettete vier Schiffbrüchige
(30.09.17) Am 17.9. rettete der unter Hongkong-Flagge laufende LNG-Tanker "Papua", 114166 BRZ (IMO-Nr.: 9613135), die vierköpfige Crew einer in Seenot geratenen Segelyacht unweit von Port Moresby. Am Nachmittag des 17.9. hatte das australische MRCC den Tanker, der von Port Moresby gerade nach Qingdao ausgelaufen war, um Hilfeleistung gebeten.
Der Tanker änderte sofort seinen Kurs und nahm die Verunglückten um 22.30 Uhr an Bord. Am folgenden Morgen wurden sie auf ein Rettungsschiff aus Port Moresby übergeben, das der „Papua“ entgegengelaufen war.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter in Bandar Anzali leckgeschlagen
(30.09.17) Am Abend des 29.9. wurde der iranische Frachter "Orkideh 1", 1570 BRZ (IMO-Nr.: 8521907), bei starkem Wind und hohem Seegang gegen den Kai des Hafens von Bandar Anzali im Kaspischen Meer geschlagen. Dabei wurde der Rumpf des Fluss-See-Schiffes, bei dem es sich um die ehemalige russische „STK 1508“ handelte, aufgerissen, und es kam zu einem Wassereinbruch. Es gelang einem Rettungsteam aber, es vor dem drohenden Untergang zu bewahren.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motoryacht “My Way” in Vollbrand
(Bild: Peristera Ahmaki)   Großbild klick!

Luxusyacht nach Feuer vor Mykonos gesunken
(29.09.17) Am 28.9. gegen Mittag brach vor Mykonos ein Feuer auf der 15 Meter langen, griechischen Luxusyacht “My Way” aus. Der Eigner K. Drako, ein Zahnarzt aus Amfilochia, der sich gemeinsam mit einem Freund an Bord der Yacht befunden hatte, sprang auf der Flucht vor den Flammen über Bord. Beide wurden von einem Hafenboot gerettet und kamen vorsorglich ins örtliche Krankenhaus.
Ein Schlepper zog die in hellen Flammen stehende Yacht in die Bucht von Houlakia an der Nordseite der Insel, wo sie trotz der Löschversuche unter Assistenz zweier Boote der griechischen Küstenwache am Nachmittag sank.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schlepper saß in Esbjerg auf Sand
(29.09.17) Am 28.9. lief der dänische Schlepper "Soundlink", 26 BRZ (MMSI-Nr.: 219001789) im Hafen von Esbjerg auf Grund. Die Havarie ereignete sich bei Arbeiten an einem Molenkopf. Das Schiff lief mit langsamer Fahrt auf Sandgrund auf. Die dänischen Behörden verfolgten die Sache nicht weiter.
Quelle:Tim Schwabedissen



„Gray Pearl“ wird freigeschleppt
(Bild: WSP Mecklenburg-Vorpommern)   Großbild klick!

Motoryacht auf Ziegelsee freigeschleppt
(29.09.17) Auf dem Ziegelsee in Mecklenburg-Vorpommern lief am 28.9. das Charterboot „Gray Pearl“ auf Grund. Der Bootsführer war auf dem Weg zum Seehotel Frankenhorst auf einer Sandbank festgekommen. Schäden an der Motoryacht entstanden zum Glück keine. Das Streifenboot „WS 63“ der Wasserschutzpolizei in Schwerin kam zu Hilfe und machte den Havaristen wieder flott.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wrack einer römischen Galere
(Bild: Black Sea Map)   Großbild klick!

Friedhof der Geisterschiffe im Schwarzen Meer entdeckt
(29.08.17) Nach drei Saisons kommt das 2015 gestartete Black Sea Maritime Archaeological Project des University of Southampton’s Centre for Maritime Archaeology zu einem Ende, die Teile des Grunds des Schwarzen Meers untersuchte, das in der Antike als wichtige Handelsroute zwischen Ost und West galt. Doch die Ergebnisse werden eine Generation von Forschern noch beschäftigen können.
Die Experten des Black Sea Maritime Project (Black Sea MAP) fanden 60 perfekt erhaltene Wracks am Grund des Schwarzen Meeres, darunter Galeeren, die sich bis zu 2500 Jahre zurückdatieren ließen. Einige der Fundstücke sollen aus der Zeit des Römischen, des Byzantinischen und des Osmanischen Reiches sowie aus dem Mittelalter stammen.
Römisches Wrack
(Bild: Black Sea Map)   Großbild klick!
Die Wissenschaftler, die als Basisschiff die norwegische „Stril Explorer“, 3650 BRZ (IMO-Nr.: 9484845), nutzten, stießen auf den einzigartigen archäologischen Schatz, als sie Klimadaten entlang der bulgarischen Küste am Schwarzen Meer sammelten, um Veränderungen der Umweltbedingungen in dem Seegebiet zu erforschen. Doch dann stießen die Forscher auf den riesigen Schiffsfriedhof. Einige der Schiffstypen waren bislang nur auf Wandmalereien und Mosaiken zu sehen gewesen. Sogar Schnitzereien an Bord waren trotz der Jahrhunderte im Wasser intakt geblieben und wirkten wie neu. Auf einem mittelalterlichen Handelsschiff blieben noch die Kastelle an Bug und Heck stehen, es fanden sich Schnitzereien und Gravuren. Einige der Schiffe sahen ausgesehen, als seien sie gestern erst gesunken. Die meisten Fundstücke waren etwa 1.300 Jahre alt, aber das älteste von ihnen ließ sich sogar auf die Zeit um 400 vor Christus bestimmen.
An einem etwa 2.000 Jahre alten römischen Schiff wurde ein Stück des Riggs entdeckt. Zu einem Handelsschiff in 93 Meter Tiefe tauchten die Wissenschaftler, entnahmen Proben und bargen eine Amphore. Bei der Kartierung des Meeresgrunds drangen sie mit ferngesteuerten Geräten in Tiefen von bis zu 2000 Metern vor.
Ab einer Tiefe von 150 Metern gilt das Schwarze Meer als anoxisch, also frei von ungebundenem Sauerstoff und damit lebensfeindlich für Organismen, die Fleisch oder Holz zersetzen. Dadurch blieben nicht nur die Wracks selbst extrem gut erhalten, sondern auch Ausrüstungsgegenstände wie Ruder und das Rigg, aber auch die Ladung. Die Wissenschaftler setzten unter anderem auch Laser-Scanning- und Bildmessungstechnologie ein und konnten mithilfe der gewonnenen Daten faszinierende, detaillierte 3-D-Ansichten der Wracks erstellen.
Viele Details der Expedition wurden allerdings weiter geheim gehalten, darunter auch der genaue Fundort der Wracks. So sollten Plünderung und Zerstörung verhindert und künftige Untersuchungen gesichert werden. Allein 2016 wurden 44 Wracks entdeckt, die 2.500 Jahre Schifffahrtsgeschichte repräsentierten.
Auch bei der letzten Kampagne fanden die Forscher 20 weitere antike Schiffe. Insgesamt wurden 1.300 Quadratkilometer mit Laserscan dokumentiert und haben dabei eines der faszinierendsten Unterwassermuseen der Welt zutage gefördert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kea Trader-Bergung nicht mehr im Oktober
(29.09.17) 91 Meilen vor Goro, Neu-Kaledonien, sitzt der maltesische Frachter „Kea Trader“ 25145 BRZ (IMO-Nr.:9701281), weiter auf dem Durand-Riff auf Position 22 02 15.55S 168 38 14.53 O fest. Und daran wird sich in den kommenden Wochen auch nichts ändern. In Laderaum Nr. 4 wurde bei einer teilweisen Kontrolle durch Taucher von Ardent Salvage eine Vielzahl von Schäden festgestellt.
Nun sollten 18 Container mit Airbags im Laderaum Nr. 5 installiert werden, um dem Schiff mehr Auftrieb zu verleihen. Deren Verladung erfolgte mit dem Schwimmkran „Jerome“, der Anfang September von Singapur kommend die Unglücksstelle erreichte. Bis Ende Oktober wird es auf jeden Fall keinen Bergungsversuch des Schiffes geben.
An diesem Wochenende soll erst einmal das für eine mögliche Ölbekämpfung zuständige Unternehmen Briggs ein Manöver auf dem Durand Reef durchführen. Die Schlepper „Watoa“ und „Pacific Titan“ sind dafür vor Ort in Stellung gegangen. Immerhin hat die für Neu-Kaledonien bestimmte Fracht der „Kea Trader“ inzwischen endlich die Kunden erreicht.
Die Havarie des Schiffes am 12.7. hatte viele Unternehmen in der Region schwer getroffen. Zunächst musste nach der Strandung aber der Kraftstoff per Hubschrauber vom Schiff geborgen werden. Erst dann wurden mehrere hundert Container per Kran und Helikopter abtransportiert und konnten mit anderen Schiffen schließlich ausgeliefert werden. Warum das in Seatrade-Charter fahrende Containerschiff der Lomar Shipping bei gutem Wetter auf das Riff gelaufen war, ist noch immer nicht geklärt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Maschinenausfall auf brandneuer Fähre
(29.09.17) Die seit einer Woche auf dem Zürichsee verkehrende Fähre „Meilen“ konnte am Morgen des 29.9. um 6.30 Uhr nicht in Horgen anlegen, nachdem eine der Maschinen ausgefallen war. Mit der verbliebenen Maschine konnte das Schiff aber anlegen, nachdem ein erfahrener Schiffsführer an Bord gebracht worden war.
Offenbar hatte es Probleme mit der Dieselzufuhr zum Motor gegeben. Die „Meilen“ ist mit 60 Metern Länge das größte Schiff auf dem Zürichsee und wurde am 23.9. von der Zürichsee-Fähre Horgen-Meilen AG in Dienst gestellt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Luftleck setzte Fähre matt
(29.09.17) Die norwegische Fähre "Melderskin", 1974 BRZ (IMO-Nr.: 8412261), musste am Nachmittag des 28.9. aus dem Dienst auf dem Fensfjord genommen werden. Die Manövrierfähigkeit des Schiffes war durch eine Leckage im Manövriersystem eingeschränkt, und das Schiff ging zur Reparatur des Schadens in Sløvåg an den Kai. Der Verkehr wurde über die Kabelfähre zwischen Duesund und Masfjordnes oder die E39 durch Romarheimsdalen geführt. Um 16.45 Uhr war das Schiff aber wieder einsatzbereit.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bergung von Kutter macht Fortschritte
(29.0.917) Eine Woche nach dem Untergang des indischen Kutters “Neethiman” vor Kochi machte die Bergung am 28.9. Fortschritte. Die Maschine und ein Teil des Ruderhauses wurden geborgen. Auch der abgerissene Bug wurde inzwischen aus dem Wasser gezogen. Nun galt es noch den Rumpf zu bergen.
Diese Arbeit sollte am 29.9. um sechs Uhr starten, Hebestropps wurden klargelegt. Die Taucher widerstanden bei ihrer Arbeit widrigen Bedingungen mit rauer See und stürmischem Wind. Der Rumpf war nach einer Woche auf dem Grund mit Schlamm gefüllt. Er blockierte seit dem Untergang am 19.9. ein Drittel des Fahrwassers zum Hafen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Angebot zur Bergung der Cuki
(29.09.17) Die am Spessard Holland South Beach Park gestrandete, 45 Fuß lange Yacht “Cuki” könnte durch einen Schlepper wieder flottgemacht und über Port Cnaaveral durch den Barge Canal zur Indian River Lagoon Pier gebracht werden. Die Absolute Marine Towing & Salvage aus Melbourne machte am Abend des 27.9. das Angebot, das Boot für 24,000 Dollar zu räumen. Vor einer Bergung müsste ein Riss am Kiel des 1974 aus Fiberglas konstruierten Schiffes noch abgedichtet werden.
Es wäre zwar billiger, es am Strand zu zerlegen, doch bis Ende Oktober ist dieser noch Schildkröten-Schutzzone und darf nicht mit schwerem Gerät befahren werden. Die Sturmfahrt des verlassenen Schiffes von Key West zur Space Coast im Hurrikan Irma hatte Aufsehen erregt und Schlagzeilen gemacht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feueralarm durch Schweißarbeiten
(29.09.17) Die Gase von Schweißbrennern lösten am Morgen des 28.9. auf der unter Bahamas-Flagge laufenden Fähre "Commodore Clipper", 14000 BRZ (IMO-Nr.: 9201750), einen Feueralarm aus. Das Schiff lag seit dem 7.9. zu Überholungsarbeiten beim A&P Falmouth Ltd. Shipyard in Falmouth im Trockendock. Zwei Löschfahrzeuge eilten zum Hafen, mussten aber nicht eingreifen. Nachdem geklärt war, dass es kein Feuer an Bord gab, rückten sie wieder ab.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter auf Fraser Island geborgen
(29.09.17) Am 26.9. gelang die Bergung des australischen Trawlers „Reward II“, der auf Fraser Island gestrandet war. Zwei Dyneema-Schlepptrossen von jeweils 80 Metern Länge waren zu Rainbow Recovery-Rarzeugen ausgefahren worden, die an einer Schiffsseite zogen, während von der anderen ein Bagger drückte. So konnte das Schiff auf ebenen Kiel gebracht werden. Der aus Brisbane gerufene Schlepper “Sea Force” vermochte die “The Reward II” um 20.30 Uhr dann wieder in tieferes Wasser zu ziehen vor den Augen von fast 1.000 Touristen.
Danach wurde das Schiff nach Bundaberg gezogen, wo es untersucht und repariert werden soll. Es war am 16.9. auf Grund gelaufen. Ein erster Versuch, das Schiff durch die Kutter „Wandering Star“ und „Kimissa Lee“ der McAndrew Fisheries zu bergen, war fehlgeschlagen. Das 16,63 Meter lange Schiff hatte sich zwar zunächst bewegt, doch dann brachen die Schlepptrossen.
Auch beim zweiten Anlauf am 24.9. hielten sie nicht, und das Schiff rollte zu allem Überfluss in schwerer See komplett auf seine Backbordseite. Die Scheiben des nun den Wellen ausgesetzten Ruderhauses wurden in der Brandung eingeschlagen, sodass Sand und Wasser in Maschinenrau, Kühlraum und die Aufbauten eindrangen. Am 25.9. wurden dann Rainbow Recovery von der Versicherung mit der Bergung beauftragt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Aus Übungsfahrt wurde Nachteinsatz
(29.0.917) Das RNLI-Boot aus Arran RNLI war gerade auf einer Übungsfahrt, als es am 27.9. um 19.45 Uhr von der Belfast Coastguard zu einem 40 Fuß langen Kutter gerufen wurde, der vor der Küste von Corrie Ruderschaden erlitten hatte. Eine halbe Meile vor der Küste lokalisierten die Seenotretter den manövrierunfähigen Havaristen. Nachdem zwei Seenotretter an Bord abgesetzt worden waren, stellte sich heraus, dass der Schaden auf See nicht reparabel war.
Deshalb wurde der Kutter in Schlepp zum Hafen genommen. Nach dreißigminütigem Kampf gegen immer stürmischer werdende See riefen sie das Boot aus Troon zusätzlich zu Hilfe. Nachdem das dortige Rettungsboot “Jim Moffat” vor Ort war, übernahm es den weiteren Schlepp und zog den Kutter in den Schutz der Brodick Bay. Dort sicherte das Boot aus Arran den Kutter an einem Ankerplatz und kehrte um 00.20 Uhr zu seiner Station zurück.
Quelle:Tim Schwabedissen



Das blieb übrig ...
(Bild: Alejandro Sepulveda)   Großbild klick!

Yacht sank vor Puerto Portals
(28.09.17) Am 11.9. sank der Zweimaster “Maja” von Jonny Smythe vor dem Strand Oratori bei Puerto Portals in Mallorca. Das Schiff war mit zwei Ankern gesichert, und warum es an dem ruhigen Tag unterging, war noch rätselhaft. Der 43-jährige Neuseeländer lebte seit sieben Jahren auf dem Schiff und war in der englischsprachigen Gemeinschaft im Südwesten der Insel integriert.
Er kam nach dem Schiffbruch bei einer Bekannten unter und versuchte nun, die "Maja" nach ihrer Bergung wieder seetauglich zu machen. Sie wurde auf dem Hafenvorfeld von Puerto Portals abgelegt. Fast die gesamte Backbordseite fehlte, nachdem das Boot auf Felsen trieb, kenterte und dann unterging.
Um die immensen Schäden im Rumpf zu reparieren, braucht er rund 10.000 Euro. 2.240 Euro an Spendengeldern kamen bereits zusammen. Immer noch war es für Smythe ein Rätsel, wie es zu dem Schiffbruch kommen konnte, und er suchte weiterhin Zeugen für das, was an seinem Unglückstag geschah.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zenobia bekommt vor Larnaca Gesellschaft
(28.09.17) Vor Larnaca soll im kommenden Jahr ein neues künstliches Riff geschaffen werden. Dazu hat das Tourist Board in Griechenland ein Schiff erworben, das in der kommenden Woche dort eintreffen und Anfang 2018 vor Oroklini versenkt werden soll. Das dortige Resort ist bereits Heimstatt der 1980 vor der Küste gekenterten, brandneuen RoRo-Frachters “Zenobia”, eines der beliebtesten Tauchziele der Welt mit seiner Lasterladung.
Quelle:Tim Schwabedissen



Segelyacht im Schlepp
(Bild: Thomas Gottschalk)   Großbild klick!

Yacht nach Cuxhaven abgeschleppt
(28.09.17) Am 26.9. wurde die DGzRS in Cuxhaven alarmiert. Eine Segelyacht war in Schwierigkeiten gekommen, weil sie beim Versuch, in den Hafen einzulaufen, nicht gegen den Elb- und Ebbstrom ankam. Das Tochterboot „Mathias“ des am 10.6. getauften neuen Seenotrettungskreuzers „Anneliese Kramer“ (MMSI-Nr.: 211759340) wurde daraufhin ausgesetzt und nahm das Boot auf den Haken. Es wurde dann sicher nach Cuxhaven eingeschleppt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter "Atlantic" im Schlepp
(Bild: Kustbevakningen)   Großbild klick!

Atlantic nach Oskarshamn eingeschleppt
(28.09.17) Der unter Färöer-Flagge laufende Frachter "Atlantic", 2195 BRZ (IMO-Nr.: 8002731), wurde am 27.9. gegen Mittag von dem Schlepper „Kullen“, 228 BRZ (IMO-Nr.: 7527875), der von Helsingborg mobilisiert wurde, und der „Delta“, 328 BRZ (IMO-Nr.: 9399715), die aus Karlshamn geholt worden war, wieder flottgemacht und nach Oskarshamn gezogen. Die Arbeit, das seit fünf Tagen zwei Kilometer vor Stångehamn festsitzende Schiff freizubekommen, ging schneller als von den Bergern erwartet. Um 12.27 Uhr kam es vom Grund ab und lag gegen 15 Uhr sicher im Hafen.
Damit endete die gemeinsame Operation von Bergern, Versicherern, Reederei, Seebehörden, Rettungsdiensten, Transportagentur und Küstenwache. Im Hafen begann die Inspektion des Havaristen in Hinblick auf seine Seetüchtigkeit und erlittene Schäden auch in Hinblick darauf, ob eine Weiterfahrt mit eigener Kraft möglich war oder erst im Hafen Reparaturen durchgeführt werden mussten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Baggerschiff bei Kodiakkarai gestrandet
(28.09.17) Am Morgen des 25.9. lief bei Kodiakkarai bei starkem Wind ein 336-Tonnen-Baggerschiff auf der Fahrt von Chennai nach Mandapam im Rameswaram-Distrikt auf Grund. Das Schiff lief für die Enrich Shreya Company in Mumbai. Seine Ausrüstung war im August in Mandapam repariert worden, und es hatte am 15.8. nach Chennai verholt. Danach ging es zurück nach Mandapam. Als es Kodiakkarai erreichte, wurde es ein Spielball von Wind und Wellen und kam zwischen Sellakkanni Vaikkal und Pachaikkannu Theevu nahe Kodiakkarai fest.
Fischer, die Zeugen der Strandung wurden, alarmierten die Polizei, die von der nuenköpfigen Crew informiert wurde, dass bereits ein größerer Bagger aus Visakhapatnam unterwegs sei, um ihr Schiff zu bergen. Die Männer versicherten, genug Versorgung für Wochen an Bord zu haben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter trieb vor Sadi
(28.09.17) Der unter Kiribati-Flagge laufende Frachter "Wen Peng", 1550 BRZ (IMO-Nr.: 9029712), erlitt am 28.9. gegen 10 Uhr Maschinenschaden im Japanischen Meer südwestlich von Niigata, Honshu. Am Nachmittag trieb das Schiff vor der Südküste der Insel Sadi. Es war am 25.9. gegen acht Uhr aus Busan nach Japan ausgelaufen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht mit acht Personen vor Gorey geborgen
(28.09.17) Zwei Rettungsboote und ein Kutter arbeiteten zusammen an der Bergung einer französischen Yacht, die am Abend des 27.9. gegen 22 Uhr vor Gorey in rauer See auf Grund gelaufen war An Bord des 45 Fuß langen Bootes befanden sich acht Personen. Es saß auf einem schmalen Riff westlich der Hafeneinfahrt in der Brandung fest.
Das Rettungsboot von St Catherine's und ein Boot der Feuerwehr liefen aus und mühten sich gemeinsam mit einem Kutter eine Stunde lang, um die Yacht zu befreien. Diese erlitt bei der Havarie Schäden an Rumpf und Propeller. Am Morgen des 28.9. sollte sie am Gästelieger in Gorey untersucht werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht vor Wells geborgen
(28.09.17) Das RNLI-Boot aus Wells kam am 27.9. zum Einsatz, nachdem die Yacht „Spirit“ beim Einlaufen in den Hafen Motorausfall erlitten hatte und dicht bei Tonne 1 auf Grund gelaufen war. Der Skipper funkte Mayday, und um 19.41 Uhr liefen beide Rettungsboote der Station aus.
Ein Rettungsmann wurde an Bord der Yacht abgesetzt und untersuchte den Zustand des Bootes, ehe eine Schleppverbindung hergestellt und dieses kurz nach 20 Uhr wieder flottgemacht wurde. Danach wurde es nach Wells gezogen und der Rettungseinsatz abgeschlossen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Leiche vermissten dritten Manns vor Plymouth geborgen
(28.09.17) Die Leiche des vermissten dritten Crewmitglieds des am Abend des 26.9. gekenterten Kutters “Solstice – PH 199”, Tony Jones, wurde bei der Suchaktion, an der sich die Coastguard-Helikopter aus Newquay und Lee-on-Solent, Looe, Plymouth sowie der RNLI-Boote aus Salcombe, Looe und Plymouth, das Plymouth Coastguard Rescue Team, zwei Schiffe der Royal Navy und Einheiten des Grenzschutzes beteiligten, am 27.9. gefunden.
Die beiden anderen Fischer, Tony Jones Sohn Nick, der auch der Skipper des 10 Meter langen Kutters war, und Nick Jones Decksmann Chris Wonnacott, waren von dem RNLI-Boot „Sybil Mullen Glover” aus Plymouth über sieben Stunden nach dem Schiffbruch gerettet. Der Kutter war gegen 19 Uhr beim Eddystone Lighthouse gekentert, und gegen 2.30 Uhr wurden sie vom kieloben treibenden Wrack abgeborgen, das später vollständig sank.
Beide waren unterkühlt und geschockt, hatten aber überlebt, da sie sich auf den Rumpf hatten ziehen können. Ihre Rettung verdankten sie auch dem Einsatz von Wärmebildkameras des Helikopters aus Newquay. Dieser lokalisierte die Schiffbrüchigen gegen ein Uhr vier Meilen südlich von Plymouth.
Dann wurde das kleinere Rettungsboot aus Looe herangeführt, das die Männer anschließend auf das Boot aus Salcombe übergab, dessen eines Crewmitglied Arzt war und eine Erstversorgung durchführte. Dann ging es an Bord des Bootes aus Plymouth in den dortigen Hafen, wo die South West Ambulance bereit stand, sie ins Krankenhaus zu bringen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Langer Schlepp nach Fishguard
(28.09.17) Das RNLI-Boot aus New Quay wurde am 26.9. um 9.30 Uhr alarmiert, nachdem der 16 Meter lange, in Truro beheimatete Kutter "Emma Louise" (MMSI-Nr.: 235095109)24 Meilen nördlich des Hafens Maschinenausfall erlitten hatte. Das derzeit in Fishguard stationierte Schiff trieb mit sieben Mann an Bord in der ruhigen See. Es war auf Wellhornschneckenfang gewesen.
Nachdem die Seenotretter vor Ort waren und die Lage geprüft hatten, wurde entschieden, die lange Schleppfahrt nach Fishguard anzutreten. Der Havarist wurde von dem Boot bis Cemaes Head gezogen, wo das Rettungsboot aus Fishguard ihn um 15.30 Uhr übernahm. Kurz nach 17 Uhr war das Boot aus New Quay zurück auf seiner Station, noch eine Stunde länger dauerte es für die Kameraden aus Fishguard, ehe die „Emma Louise“ sicher im Hafen vertäut war.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sea-Catets-Yacht vor Lyme Regis gestrandet
(28.09.17) Das RNLI-Boot aus Lyme Regis rettete am 27.9. sieben Personen, darunter fünf Teenager von der 35 Fuß langen Yacht „T.S. Vigilant“, die sich um 2.45 Uhr von ihrer Mooring vor Lyme losgerissen hatte. Sie war auf die Küste zugetrieben und dann auf dem Strand nahe Lucy’s Ledge in Lyme Regis gestrandet. Unter der Crew befanden sich fünf Seekadetten aus London und Birmingham.
Sie wurden von den Seenotrettern abgeborgen und zur Bootsstation gebracht. Danach kehrten sie zurück zur „TS Vigilant“, die zur fünf Schiffe umfassenden Flotte der Jugendorganisation Sea Cadets gehört, und schleppte sie wieder frei. Danach wurde sie an einem sicheren Ankerplatz vermoort. Das Boot war unterwegs von Plymouth nach Poole und hatte zur Übernachtung vor Lyme Regis Anker geworfen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kokosnusfrachter ausgebrannt
(28.09.17) Sieben Indonesier wurden von einem Schlepper gerettet, nachdem der malaysische Frachter „Rizki Anurerah Nusantara“, nahe Tanjung Labuh, Batu Pahat, am Morgen des 28.9. in Flammen aufging. Der Brand auf dem mit Kokosnüssen beladenen Schiff entstand gegen 8.50 Uhr, als es gerade von Indonesien kommend nach Minyak Beku unterwegs war. Drei Meilen südöstlich von Tanjung Labuh trieb es vollkommen in Flammen stehend.
Nachdem die Crew gerettet wurde, konnte ein Patroullienboot den Brand löschen. Das Wrack lag aber in flachem Wasser auf Grund und konnte nicht abgeschleppt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schoner “Nina Otakii”
(Bild: Salish Rescue)   Großbild klick!

Helfer mit Facebook für Bergung von Schoner rekrutiert
(27.09.17) Der 80 Fuß lange Schoner “Nina Otakii” wurde am 19.0. mithilfe von Freiwilligen der Salish Rescue beim Point Wilson Lighthouse geborgen. Der 63-Tonner hatte vor dem Strand nahe des Port Townsend Marine Science Center geankert und war bei starkem Wind am 17.9. auf Grund getrieben worden. Mehrere Sportboote hatten unmittelbar darauf versucht, ihn vom Strand zu ziehen, doch dabei kam es nur zu Schäden an einem weiteren Boot, und die Aktion wurde abgebrochen.
Das Department of Natural Resources, die Coast Guard und die Feuerwehr hatten keine eigenen Ressourcen für eine Bergungsaktion. Auch die kleinen Schlauchboote der Salish Rescue waren keine Hilfe. Am 18.0. wurde der Schoner von einer hoch auflaufenden Flut weiter auf den Strand getrieben und saß bei Ebbe hoch und trocken.
Daraufhin fragte die Salish Rescue über Facebook, ob sich Freiwillige für eine Rettungsaktion fänden. Noch am selben Tag begannen Helfer mit Schaufeln, den Kiel freizulegen. Mit einem System von Ankern und Winschen wurde dann die erforderliche Zugkraft hergestellt, mit der Flut am Nachmittag des 19.9. den Zweimaster erst mit dem Bug zur See zu drehen. Auf einmal schwamm es wieder auf und konnte in tieferes Wasser gezogen werden. Danach konnte die “Nina Otakii” mit eigener Motorkraft um 16.30 Uhr offene See erreichen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre „Joola“ gekentert
(Bild: Wikipedia)   Großbild klick!

Gedenken an 1.863 Joola-Opfer in Dakar
(27.09.17) Am 26.9. fand in Dakar eine offizielle Gedenkzeremonie statt, um der 1.863 Opfer zu gedenken, die beim Untergang der senegalesischen Fähre „Joola“, 2087 BRZ, am 26.9.2002 vor der Atlantikküste von Senegal ums Leben kamen. Bis heute wurde die Katastrophe juristisch nicht aufgearbeitet. Eine Mischung aus stürmischem Wetter, Maschinenschaden und massiver Überladung dürfte das Schiff seinerzeit 40 Kilometer zum Kentern gebracht haben.
Nach wie vor fordern Angehörige von Opfern, das Wrack zu bergen, um die Unglücksursache zu klären. Die “Joola” war mit fast 2.000 Passagieren von Ziguinchor in der südlichen Casamance-Region nach Dakar unterwegs, als sie verunglückte. Sie hatte eine Kapazität von maximal 536 Menschen, und es gab nur 64 Überlebende, die sich überwiegend auf den Rumpf des zunächst
Archivbild Joola
(Bild: Yaamboo)   Großbild klick!
noch kieloben im Meer treibenden Wracks hatten flüchten können, bevor es vollständig versank.
2003 wurden die Ermittlungen eingestellt und dem Kapitän die volle Verantwortung zugesprochen, dessen Leiche nie gefunden worden war. Alle weiteren Bemühungen, Verantwortliche zu benennen, waren seither im Sand verlaufen. Entsprechend gab es auch keine Entschädigungen für die Hinterbliebenen. Seit 2005 erst gibt es wieder ein Schiff auf der Dakar - Karabane – Ziguinchor-Route.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht vor Ueckermünde aufgelaufen
(27.09.17) Am Nachmittag des 25.9. gegen 15 Uhr kam die Stettiner Segelyacht „Cassiopeia“ vor Ueckermünde auf dem Haff aus dem Fahrwasser ab und lief auf Grund. Sie kam nur wenige Meter von der Mole und der Zufahrt auf der Uecker fest und konnte sich nicht mehr aus eigener Kraft befreien.
Ein Bootsbauer aus Ueckermünde, der Zeuge der Havarie wurde, verständigte die DGzRS. Diese rückte mit dem Rettungsboot „Gerhard Ten Doornkaat“ an und schleppte die Yacht wieder frei. Das Boot wurde anschließend in den Ueckermünder Stadthafen eskortiert.
Quelle:Tim Schwabedissen



“Roehampton“ im Hafen gesunken
(Bild: Bristol Ferry)   Großbild klick!

Bergung der Motoryacht “Roehampton“ beginnt
(27.09.17) In Bristol hat am 25.9. die Bergung des Wracks der Motoryacht “Roehampton“ begonnen, die am 20.8. nach der Explosion einer Gasflasche gegenüber des Mud Dock Café gesunken war. Taucher wurden nach Bristol entstand, um die Bergung vorzubereiten. Die beiden Eigner, die bei dem Unglück verletzt worden waren, hatten 1.000 Pfund für die Bergung auftreiben können.
Damit war der Einsatz der Taucher finanziert, und diese brachten Auftriebskörper an und räumten Trümmer aus dem Weg. Die eigentliche Bergung des Bootes, dessen Aufbauten noch aus dem Hafenwasser ragten, gelang allerdings noch nicht. Die Arbeiten könnten die Woche über andauern.
Quelle:Tim Schwabedissen



Morgendlicher Rettungseinsatz im pottendichten Nebel
(27.09.17) Pottendichter Nebel lag über der Merwede, als am Morgen des 26.9. die Besatzung des Rettungsbootes "Tjepke Ekkelboom" der KNRM-Station Dordrecht um halb neun im Zusammenhang mit der Kollision zwischen der Fähre "Gorinchem X" und dem mit Gips beladenen, belgischen Zementanker "Tarsis" 1467 ts (EU-Nr.: 06004050), gerufen wurde. Es war zunächst von einem Verletzten die Rede. 15 Minuten nach dem Alarm war die "Tjepke Ekkelboom" auf dem Weg zur angegebenen Position bei Werkendam.
Die betroffene Fähre lag zu der Zeit mit schweren Schäden am Bug auf der Brabanter Seite der Oberen Merwede, und mehrere Notdienste waren mobilisiert worden. Von der "Tjepke Ekkelboom" wurden zwei Mann an Bord der "Gorinchem X" abgesetzt. Sie fanden beide Crewmitglieder verletzt vor.
In Zusammenarbeit mit der Feuerwehr von Gorinchem, der Seehafenpolizei und dem Patroullienboot "RWS 73" von Rijswaterstaat, das die beiden Männer an Land brachte, wurden die Verletzten versorgt und ihre weitere Behandlung auf der Werft Damen Shipyards organisiert. Nachdem die Fährcrew in Sicherheit war, eilte das Rettungsboot "Tjepke Ekkelboom" zur Unglücksstelle zurück und kontrollierte die Lage auf dem Zementtanker „Tarsis“.
Dessen Crew hatte den Zusammenstoß aber unversehrt überstanden. Nach der Besprechung des Vorfalls kehrten die an Bord gegangenen Rettungsmänner auf ihr Boot zurück, das danach zu seiner Station abrücken konnte. Der Tanker machte gegen 19.45 Uhr in Hansweert fest, bevor es auf die Weiterreise nach Neuss ging, die „Gorinchem X“ lag gegen 10 Uhr im Hafen von Gorinchem.
Quelle:Tim Schwabedissen



Aufgelegtes Baggerschiff sank in Elefsina
(27.09.17) Das griechische Baggerschiff "Elefantas", 996 BRZ (IMO-Nr.: 6930776), erlitt am Nachmittag des 25.9. Wassereinbruch in Elefsina in der Bucht von Aspropyrgos Bay, östlich der Halyvourgiki-Pier. Es lag dort längsseits eines anderen, am Kai vertäuten Schiffes. Als die griechische Küstenwache mit einem Patroullienboot anrückte, lagen der größte Teil des Bugs, das Heck und das Hauptdeck bereits unter Wasser.
Der Bagger setzte auf ebenem Kiel auf Grund auf und stabilisierte sich. Ein Taucher wurde gerufen, um die Ventile abzusperren, und Ölsperren wurden durch die Hafenbehörde von Elefsina gegen mögliche Ölaustritte ausgelegt. Die "Elefantas" hatte bereits längere Zeit im Hafen aufgelegen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Maschinenausfall auf Werftprobefahrt
(27.09.17) Der noch im Bau befindliche, maltesische Containerfrachter "CMA CGM Lisa Marie", 92000 BRZ (IMO-Nr.: 9729099), erlitt während einer Probefahrt am 20.9. rund 130 Meilen östlich von Shanghai Maschinenausfall und trieb manövrierunfähig in der See. An Bord befanden sich insgesamt 164 Menschen, die meisten gehörten zum Erprobungsteam des Zhoushan Xinya Shipyard. Der Frachter trieb hilflos in den Wellen, die eine Höhe von bis zu 6,4 Metern erreichten.
Der 99 Meter lange, chinesische SAR-Schlepper "Dong Hai Jiu 117“, 3700 BRZ (IMO-Nr.: 9682631), wurde zur Assistenz geschickt und nahm den hilflosen Riesen auf den Haken. Durch die stürmische See wurde der 300 Meter lange Frachter zurück nach Liuheng geschleppt, wo er am 23.9. gegen neun Uhr festmachte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schlepperwrack auf Luftreise
(Datum) Die letzte Reise des unter St. Vincent-Grenadines-Flagge registrierten Schleppers "Mahery“, 187 BRZ (IMO-Nr.: 8854158), rückt näher. Nachdem der Schwimmkran „”Hebo Lift 7” das Wrack im Vuurtorendock in Ostende am 25.9. angehoben hatte, wurde es am 26.9. ausgepumpt. Dann war der von Algen, Tang und Muscheln besetzte, rostige Rumpf leicht genug, um auf der Barge "Hebo P36" abgesetzt zu werden.
Diese hatte der holländische Schlepper "Walrus II" (MMSI-Nr.: 244750814) am Vortag aus Hansweert in das Hafenbecken bugsiert. Im Laufe des Tages schwebte die „Mahery“ in den Hebestropps hängend auf deren Deck ein. Die Barge samt ihrer Ladung werden dann zu einem Abwrackbetrieb in Antwerpen geschleppt.
Die Kosten der Operation trug mangels eines Eigners, dessen man hätte habhaft werden können, die flämische Regierung, die nach Beseitigung weiterer Schiffe in dem Hafenbecken dieses als Marina wieder nutzbar machen will. Auf diese unrühmliche Weise endete damit die Karriere der ehemaligen „Svuturys“ bzw. „Shvituris“, die 1976 auf der Werft Gorokhovetskiy Sudostroitelnyy Zavod, Gorokhovets, ihren Anfang nahm. Das Schiff war 29,3 Meter lang und 8,49 Meter breit bei einer Verdrängung von 46 Tonnen. Der Antrieb war über zwei 600 PS starke Ruskij Diesel erfolgt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter bei Trollholman aufgelaufen
(27.09.17) Am 26.9. lief bei Trollholman in Aukra um 10.35 Uhr ein Kutter auf Grund. Die zweiköpfige Crew bat über Funk um Hilfe, da das Schiff von selbst nicht mehr freikam. Das NSSR-Rettungsboot „Erik Bye“ lief zur Assistenz aus.
Auch ein anderes Schiff kam zu Hilfe. Gegen 13 Uhr meldete der Eigner, dass er vor Ort sei und für die Bergung keine weitere Hilfe vonnöten sei. Daraufhin beendeten Rettungsdienst und Rettungsboot ihren Einsatz.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutterwrack noch nicht geborgen
(27.09.17) Das Wrack des indischen Kutters “Neethiman”, der am Morgen des 19.9. leckgeschlagen war und beim Versuch, ihn einzuschleppen, vor Fort Kochi sank, liegt immer noch auf Grund. Ungünstige Tiden haben die Bemühungen des Cochin Port Trust (CPT), ihn aus dem Fahrwasser zu ziehen, bislang vereitelt. Die Bergungsversuche begannen erst zwei Tage nach dem Untergang.
Während der Arbeiten am 26.9. rissen der Bug und ein Poller vom Wrack ab. Am Morgen des 27.9. sollten die Bemühungen wieder aufgenommen werden. Das Schiff behindert die aus dem Hafen ein- und ausgehende Schifffahrt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter vor Devon gekentert – zwei Mann gerettet, einer vermisst
(27.09.17) Vor der Küste von Devon kenterte in der Nacht zum 27.9. der britische Kutter „Solctice – PH 199“, 10,72 BRZ. Gegen ein Uhr wurde das kieloben treibende Wrack von einem Helikopter aus Newquay vier Meilen südlich seines Heimathafens Plymouth lokalisiert. Danach rettete das Boot der RNLI-Station Plymouth zwei der drei Crewmitglieder von dem 9,9 Meter langen Rumpf.
Die Suche nach dem Dritten wurde inzwischen aufgegeben. Die Coastguard war am 26.9. um 20.40 Uhr alarmiert worden, nachdem der Kutter nach Fangfahrt beim Eddystone Lighthouse nicht wie geplant nach Plymouth zurückgekehrt war. Zwei Schiffe der Royal Navy eines der Border Force sowie Boote der RNLI in Plymouth, Salcombe und Looe sowie Hubschrauber der Coastguard in Newquay und Lee-on-Solent und das Plymouth Coastguard Rescue Team starteten daraufhin gegen 22 Uhr eine SAR-Operation.
Die Fregatte HMS “Argyll” überwachte das weiter vor Penlee Point bei Rame treibende Wrack rund eine Meile vor der Küste von Plymouth. Dabei assistierten die HMS „Montrose“ und der Zerstörer HMS „Dragon“, während überlegt wurde, wie die „Solstice“ zu bergen sein könnte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wrack versenkten Zerstörers nach 100 Jahren vor Orkney entdeckt
(27.09.17) Vor Orkneys Old Man of Hoy wurde jetzt das Wrack des britischen Zerstörers HMS “Pheasant” entdeckt, dessen Untergang 1917 niemand er 89-köpfigen Crew überlebte. Das Schiff war am 1.3. jenes Jahres um 00.15 Uhr aus Stromness zur Patroullie westlich von Orkney ausgelaufen. Als es mit voller Fahrt an der Westseite von Hoy unterwegs war, lief es wohl auf eine Mine, die am 21.1. vom deutschen U-Boot „U 80“ vor Rora Head gelegt worden war.
Der Trawler HMT “Grouse” ankerte gerade wegen schwerer See unterhalb von Rora Head, als die beiden Wachleute gegen sechs Uhr eine Explosion und Rauch wahrnahmen, aber ihren Skipper erst zwei Stunden später unterrichten, als man in das Seegebiet unterwegs war. Auch der Trawler HMT “Cairo”, der im Hoy Sound patroullierte, hörte in der Ferne eine Explosion, doch die Crew hielt die Geräusche für Geschützfeuer und blieb deshalb auf Station vor Stromness.
Erst als um 8.15 Uhr der Trawler HMT “Oropesa” große Ölmengen und einige Trümmer eine Meile westlich des Old Man of Hoy entdeckte, wurde der Untergang des am 23.10.1916 beim Fairfield Shpyard am Clyde vom Stapel gelaufenen Zerstörers der M-Klasse wahrgenommen. Die Crew entdeckte auch eine Rettungsboje mit der Aufschrift HMS Pheasant. Lediglich die Leiche des Mittschiffsmanns Reginald Campbell Cotter konnte aus dem Meer geborgen und auf dem Militärfriedhof in Lyness in Hoy begraben werden.
Nun fanden Experten das Wrack bei einer archäologischen Untersuchung des Meeresgrundes, die mit dem von Aberdeen aus operierenden Fischereiforschungsschiff „Scotia“, 2619 BRZ (IMO:9144249) von Marine Scotland aus erfolgte. Beteiligt waren das Orkney Research Centre for Archaeology (ORCA), das University of the Highlands and Islands Archaeology Institute und die SULA Diving mithilfe von Multibeam-Sonarsensoren.
Das Wrack steht unter dem Schutz des Protection of Military Remains Act 1986 und darf entsprechend zwar mit Genehmigung des britischen Verteidigungsministeriums betaucht, aber nicht verändert werden. In diesem Jahr soll eine Gedenkstätte in Hoy angesichts der hundertjährigen Widerkehr des Untergangs geschaffen werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Segler baten rechtzeitig um Hilfe
(27.09.17) Dass RNLI-Boot aus Mumbles wurde am 26.9. um 9.15 Uhr von der britischen Coastguard alarmiert, nachdem eine 29 Fuß lange Yacht in Schwierigkeiten geraten war. Das Boot war auf dem Weg nach Swansea, als es eine Meile südlich von Oxwich Point Motorschaden erlitt. Das Rettungsboot „Roy Barker IV” lief aus, und bereits 20 Minuten später erschien die Yacht im Suchscheinwerfer der Seenotretter.
Das Boot hatte zwei Personen an Bord und kam trotz des starken Tidenstroms zwar langsam voran, doch die beiden hatten Sorge, ihr Antrieb könnte komplett ausfallen, während sie Mumbles Head passierten. Sie litten zudem an Erschöpfung und Die Seenotretter aus Mumbles nahmen die Yacht auf den Haken und schleppten sie zur Marina in Swansea. Sie lobten, dass die Segler um Hilfe gerufen hätten, bevor sie in größeren Schwierigkeiten waren, denn die Lage am Mumbles Head hätte sich leicht gefährlicher entwickeln können.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre "Maria Matilde"!
(Bild: Noel Alamar)   Großbild klick!

Frederikshavn: Rampe defekt - Passagiere zurückkehren
(26.09.17) 83 Passagiere der dänischen Fähre "Margrete Læsø", 3688 BRZ (IMO-Nr.: 9139438), mussten stundenlang in ihren Autos ausharren, nachdem die Bugrampe sich wegen eines hydraulischen Schadens nicht mehr öffnen ließ. Die Fähre war um 16.50 Uhr aus Frederikshavn zum Hafen von Vesterø auf der Insel Læsø ausgelaufen, wo sie planmäßig rund 90 Minuten später auch festmachte. Dann allerdings warteten die Passagiere vergeblich darauf, von dem Schiff herunterfahren zu können.
Die obere Rampe der Fähre ließ sich wegen der technischen Probleme nicht herunterfahren, und am Ende blieb der "Margrete Læsø" nichts anderes übrig, als nach Frederiskhavn zurückzukehren. Dort konnten die Autos das Schiff rückwärts über die Heckrampe wieder verlassen. Sie wurden dann auf der Ersatzfähre "Ane Læsø" (IMO-Nr.: 9107370) eingeschifft und erreichten schließlich um 23 Uhr doch ihr Ziel.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter rammte Tanker vor Skagen
(26.09.17) Am 25.9. rammte der dänische Kutter "Stjerne - FN261", 49 BRZ (MMSI-Nr.: 220127000), kurz nachdem er aus dem Hafen von Strandby um 1.15 Uhr ausgelaufen war, den unter Malta-Flagge laufenden Tanker "Seaqueen", 62796 BRZ (IMO-Nr.: 9288863), der vor dem Hafen von Skagen auf Reede lag. Das Schiff hatte das norwegische Sture am 6.9. verlassen und zwei Tage später an der Nordspitze Dänemarks Anker geworfen. Es gab bei dem Zusammenstoß lediglich etwas materiellen Schaden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zweimaster "Cuki" auf dem Trockenen
(Bild: Dan Billow)   Großbild klick!

Mannequin und Mordversuch – Geisterschiff in Melbourne Beach beflügelt die Phantasie der Strandgänger
(26.09.17) Der vom Hurrikan Irma am 19.9. an den Spessard Holland South Beach Park in Melbourne Beach getriebene, 45 Fuß lange Zweimaster "Cuki", der nach wie vor in der Brandungszone dort auf der Seite lag, zog in der vergangenen Woche viele neugierige Blicke auf sich. Er kam wie ein moderner fliegender Holländer 200 Meolen übers Meer und warf viele Fragen auf. An Bord des auch ohne Strandungsproblem etwas vernachlässigt wirkenden Schiffes fanden Strandgänger eine große Samtrose und zwei Schaufensterpuppen mit einem Schild mit der Aufschrift: "Die Schläge werden weitergehen, bis die Moral sich verbessert."
Auf den Rumpf war ein Bild des Hafens von La Rochelle, New York, gemalt. Nach dem Register der Coastguard ist die Yacht in Key West beheimatet und wurde 1974 für die Decaphun Inc. erbaut. Der letzte registrierte Eigner, Jeffrey Ray Sundwall, 47, aus Key West, bekam das Boot von Janusz Machnica, der eine Segelschule im Long Island Sound in New Rochelle besaß, bis das Geschäft vor fünf Jahren in Konkurs ging. Sundwall sitzt derzeit in Key West wegen versuchten Mordes, sexueller Nötigung und einer Reihe anderer Straftaten im Gefängnis, bestätigte inzwischen die Florida Fish and Wildlife Conservation Commission.
Im März wurde Sundwall nach einem Vorfall mit einer Texanerin an Bord eines anderen Bootes angeklagt. Es handelte sich um ein 34-Fuß langes Sportboot namens "Today". Sundwall versuchte, das Opfer bewusstlos zu machen und zwang es, Crack-Kokain zu rauchen. Das Boot ankerte zu der Zeit vor Christmas Tree Island in Key West.
Im April wurde Sundwall in 45 Fällen des Besitzes von Kinderpornographie belastet. Er verbüßt seine Strafe in der Monroe County Detention Facility. Wie genau sein Schiff die einsame Reise durch den Sturm antrat, ist entsprechend ebenso ein Rätsel wie die Frage, wann und wie es vom Strand wieder herunterzubekommen sein wird.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bugschaden der „Oriana“
(Bild: Knarowski)   Großbild klick!

Schwere Kollision auf der Waal
(26.09.17) Am 24.9. gegen 5.30 Uhr kam es zu einer Kollision zwischen dem holländischen Binnenschiff „Oriana“, 5570 ts (EU-Nr.: 02330688) und dem belgischen Binnentanker „Tinaco“, 1252 ts (ENI-Nr.: 06003053), auf der Waal bei Weurt. Das 80 Meter lange Tankmotorschiff befand sich vom Ostkanal kommend auf Talfahrt, als es mit der den Kanal ansteuernden, 135 Meter langen Containerbarge, die von Nijmegen in Richtung Neuss unterwegs war, zusammenstieß.
Sein Rumpf wurde von dem größeren Schiff an Steuerbordseite dabei großflächig aufgerissen. Die „Oriana“ machte am 26.9. um sieben Uhr bei den Delta Container Services in Rotterdam fest. Die „Tianco“ lag derzeit weiter im Ostkanalhafen bei Nijmegen.
Rumpf der „Tinaco“ aufgerissen
(Bild: Knarowski)   Großbild klick!

Quelle:Tim Schwabedissen










Spanplatten landeten im Wasser statt auf Frachterdeck
(26.09.17) Der unter Panama-Flagge laufende Frachter "Allin", 2810 BRZ (IMO-Nr.: 9130224), entwickelte am Nachmittag des 25.9. während der Beladung durch einen Kran gegen 16 Uhr auf einmal starke Backbordschlagseite an seinem Liegeplatz. Der größte Teil der an Deck bereits gelagerten Fracht von Spanplatten rutschte über Bord und landete teils auf dem Kai, zumeist aber im Wasser zwischen Schiff und Mole. Der Krach der auf die Kaianlage rutschenden Platten löste bei Spaziergängern an der Küste kurzzeitig Panik aus.
Wie durch ein Wunder brachen die Trossen nicht, obwohl der Frachter weit von seinem Liegeplatz abtrieb. Ob ein Verrutschen der Ladung durch unsachgemäße Stauung oder durch ein Stabilitätsproblem der "Allin" der Reederei Bojen in Neermoor verursacht wurde, war noch unklar.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker bei Kollision aufgerissen
(26.09.17) Der russische Tanker "Balt Flot 3", 3928 BRZ ( IMO-Nr.: 9751896) kollidierte am 25.9. um 01.05 Uhr mit der Barge "3428", die von dem Schlepper "BT Petrokrepost" auf dem Wolga-Ostsee-Seekanal geschoben wurde. Die Havarie ereignete sich bei Kilometer 790 ibeim Dorf Kurdyug. Der Tanker, der mit 5.193 Tonnen Schweröl beladen war, hatte seinen Kurs geändert, um den entgegenkommenden russischen Frachter „Omskiy 20", 2426 BRZ (IMO-Nr.: 8858049) passieren zu können.
An Bord war die unbeleuchtete Barge nicht wahrgenommen worden, und der Schlepper hatte keine Warnung vor seinem Anhang gefunkt. Der Tanker wurde unterhalb der Wasserlinie im Bereich des Bugstrahlruders aufgerissen. Das Leck wurde provisorisch abgedichtet, Öl lief offenbar keines aus.
Quelle:Tim Schwabedissen



Containerschiff saß in Guayaquil auf Grund
(26.09.17) Der unter Marshall-Islands-Flagge laufende Containerfrachter "CMA CGM Ganges", 93800 BRZ (IMO-Nr.: 9718117), lief am 25.9. um 02.30 Uhr kurz nach dem Auslaufen aus dem kolumbianischen Hafen Guayaquil auf Grund. Offenbar war er nach einem technischen Schaden aus dem Fahrwasser abgekommen. Um 08.30 Uhr nahm das Schiff wieder Fahrt auf und ging auf Kurs Richtung Buenaventura, wo er am Abend des 26.9. eintreffen sollte. Für einige Zeit nach dem Freikommen lief der Frachter mit stark herabgesetzter Fahrt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre bei Kollision in dichtem Nebel in Gorinchem schwer beschädigt
(26.09.17) Am 26.9. um 7.30 Uhr kollidierte das holländische Fährboot "Gorinchem X" (MMSI-Nr.: 244620184) mit dem ebenfalls holländischen Zementtanker "Cardissa", 9816 BRZ (IMO-Nr.: 9765079), auf der Oberen Merwede bei Werkendam. Offenbar war dem Schiffsführer des 16 Meter langen Fährboots von Riveer, das zwischen Gorinchem und Sleeuwijk verkehrt, zuvor unwohl geworden. In dichtem Nebel rammte das Schiff dann den Zementtanker.
Dabei wurde der Bug der „Gorinchem X“ stark eingedrückt. Passagiere hatten sich noch nicht an Bord befunden. Das KNRM-Boot "Tjepke Ekkelboom", das ebenso wie das Löschboot aus Dordrecht alarmiert worden war, brachte den Schiffsführer, der bei der Havarie Verletzungen erlitten hatte, sowie einen Decksmann zum Gelände der Damen-Werft. Hier wurden sie in einem bereitstehenden Krankenwagen weiter behandelt.
Die Helfer hatten selbst einige Mühe, im dichten Nebel zurechtzukommen. Die "Cardissa", die aus Klaipeda gekommen war, hatte bei der Havarie nur leichte Schäden erlitten. Sie setzte die Reise in Richtung Rotterdam fort, wo sie um 9.30 Uhr am Cruise Terminal festmachte.
Die Fähre wurde im Laufe des Vormittags durch ein anderes Schiff der Flotte ersetzt. Rijkswaterstaat und die Polizei leiteten eine Untersuchung des Unfalls ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Containerfrachter rammte Kutter
(26.09.17) Der britische Containerfrachter "Hyundai Vancouver", 71821 BRZ (IMO-Nr.: 9463085), kollidierte beim Auslaufen aus dem Hafen von Incheon am 22.9. gegen vier Uhr mit einem Fischereifahrzeug. Beide Schiffe wurden nur geringfügig beschädigt und konnten ihre Fahrt fortsetzen. Der Frachter machte am 25.9. gegen 3.30 Uhr in Ningbo fest.
Quelle:Tim Schwabedissen



Hamburger Containerfrachter wird nach Salalah geschleppt
(Datum) Der portugiesische Containerfrachter "MSC Ilona", 75590 BRZ (IMO-Nr.: 9225641) der NSB Niederelbe Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG in Hamburg, der am 13.9. den Hafen von Colombo in Richtung Salalah verlassen hatte, wurde am 17.9. manövrierunfähig im Arabischen Meer vor der Küste Omans gesichtet. Das Schiff trieb rund 350 Meilen südöstlich des Zielhafens. Am 24.9. wurde es von dem Offshore-Schlepper "Aquila" (IMO-Nr.: 8714891), in Richtung Salalah in Schlepp genommen.
Am Morgen des 26.9. befand sich der Schleppzug erst 480 Meilen östlich von Salalah, da die "MSC Ilona" über 200 Meilen in nordöstlicher Richtung abgetrieben war, seit sie manövrierunfähig wurde. Die beiden Schiffe bewegten sich mit einer Fahrt von etwa drei Knoten auf Salalah zu, wo sie so am 1.10. eintreffen sollten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Öl aus gestrandeter Atlantic abgepumpt
(26.09.17) Am Nachmittag des 25.9. ging eine Barge mit einem Tanklaster an Deck längsseits des vor Oskarshamn gestrandeten, unter Färöer-Flagge laufenden Frachters "Atlantic", 2195 BRZ (IMO-Nr.: 8002731). In den Nachtstunden wurden dann 24 Tonnen Diesel aus besonders gefährdeten Bodentanks des Havaristen abgepumpt. Nachdem so die größte Umweltgefahr beseitigt war, beendete die schwedische Küstenwache ihre unmittelbare Arbeit vor Ort.
Ihre Schiffe würden die Strandungsstelle aber weiter überwachen, bis die eigentliche Bergung abgeschlossen ist. Diese dürfte allerdings nicht vor dem 27.9. stattfinden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bergung in Ostende angelaufen
(26.09.17) Am 25.9. begannen der Schwimmkran "Hebo Lift 7" und der holländische Schlepper “Catharina 11” (IMO-Nr.: 8433435) im Auftrag der Agentschap Maritieme Dienstverlening en Kust, die den Hafen betreibt, mit der Bergung des unter St. Vincent-Grenadines-Flagge registrierten Schleppers "Mahery“, 187 BRZ (IMO-Nr.: 8854158), der seit Monaten halb unter Wasser im Leuchtturmhafen von Ostende vor sich hin rottete.
Nachdem die Hebestropps angeschlagen waren, konnte der Schwimmkran das unter Wasser liegende Achterschiff des Wracks anheben, sodass es erstmals wieder am Tageslicht erschien. Am 26.9. sollte das Wasser aus dem Rumpf gepumpt werden, sodass die “Mahery” am Ende auf das Deck der Barge "Hebo - P36" gehoben werden kann. Diese war am 25.9. von dem Schlepper “Walrus II” nach Ostende gebracht worden.
Danach soll die „Mahery“ auf der Barge zu einer Abwrackwerft abtransportiert werden. Die Bergungskosten wurden auf rund 250.000 Euro veranschlagt. Wenn das Wrack weg ist, soll das Vuurtorendok zu einer Marina ausgebaut werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fischfrachter erlitt Maschinenschaden
(26.09.17) Am 25.9. erlitt der norwegische Fischtransporter "Hordavor IV", 1132 BRZ (IMO-Nr.: 7407697), Maschinenschaden, als er im Grøtsund unterwegs war. Er war am Vormittag aus dem Hafen von Skjervøy ausgelaufen. Das NSSR-Rettungsboot "Skomvær 3" wurde zur Assistenz gerufen.
Es nahm den Havaristen auf den Haken. Gegen 23.15 Uhr wurde die "Hordafor IV" schließlich nach Tromsø-Breivika eingeschleppt und dort sicher am Kai festgemacht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Letzte Reise für Maersk-Frachter
(26.09.17) Der holländische Containerfrachter "Maersk Pembroke”, 31333 BRZ (IMO-Nr.: 9168180), auf dem am 21.8. westlich von Lizard Point ein Feuer ausgebrochen war, als er sich auf der Reise von Antwerpen nach Montreal befand, wird nicht wieder in Fahrt kommen. Der Havarist war am 29.8. von dem belgischen Offshore-Schlepper "Union Lynx”, 2556 BRZ (IMO-Nr.: 9178410), nach Rotterdam gezogen worden. Dort hatte er seither im Waalhaven gelegen.
Jetzt wurde das Schiff an die Aliaga Breakers Green Recycling zum Abbruch verkauft. Der Preis lag bei 302 US-Dollar pro Tonne Stahl.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter ging in Saint Brieuc in Flammen auf
(26.09.17) Auf dem neun Meter langen Kutter “Shamrock - SB 221255” kam es im Hafen von Le Légue in Saint-Brieuc am 26.9. um 04.05 Uhr zu einer Explosion mit nachfolgendem Feuer. Dabei wurde das in Saint-Quay-Portrieux beheimatete Schiff, das am Surcouf-Kai lag, teilweise zerstört. Der Feuerwehr gelang es, den Brand zu löschen.
Vom Deckshaus blieb nur ein Stahlgerüst übrig. 19 Feuerwehrleute aus Saint-Brieuc und Perray waren im Einsatz, um das Schiff vor weiterem Schaden und dem drohenden Untergang zu bewahren. Hafenarbeiter räumten nach Ende der Löscharbeiten an dem immer noch qualmenden Wrack auf. Gegen Mittag sollte der Trawler aus dem Wasser gehoben werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter sank auf Iriri
(26.09.17) Ein Kutter sank am 25.9. unweit der Altamira-Gemeinde südwestlich von Pará, gegen 20 Uhr auf dem Iriri-Fluss. Der Schiffbruch ereignete sich vor der Insel Araújo nahe des Hafens von Assurini bei starkem Regen und Wind. An Bord befanden sich sieben Personen, drei Männer, ein Teenager, zwei Kinder und eine ältere Frau. Alle wurden von der Feuerwehr gerettet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Viele Verletzte und hoher Sachschden bei Fährunglück in Romblon
(26.09.17) Mindestens 87 Menschen wurden verletzt, drei davon schwer, als die philippinische Fähre “Maria Matilde”, 1266 BRZ (IMO-Nr.: 7106126), am frühen Morgen des 26.9. um 4.30 Uhr auf große Felsen unweit der Stadt Calatrava in der Romblon-Provinz auflief. Das Schiff der Montenegro Shipping Lines war kurz zuvor aus dem Hafen von Odiongan mit 251 Passagieren an Bord zur Insel Romblon ausgelaufen. Beim Aufprall wurde der Bug der Fähre eingedrückt, mindestens vier Autos an Bord erlitten Schäden.
Zum Unglückszeitpunkt herrschte wegen starken Regens eine Nullsicht. Das Schiff erlitt offenbar einen Ruderschaden oder hatte Probleme mit dem Navigationssystem, bevor es auf den Felsen prallte. Angeblich war auch der Wachoffizier nicht auf seinem Posten gewesen.
Die Verletzten wurden nach dem Einlaufen in Romblon gegen sieben Uhr ins Krankenhaus gebracht. Sie waren beim Aufprall von ihren Sitzen geflogen. Das Municipal Disaster Risk Reduction Management Council, das Bureau of Fire Protection, das Rote Kreuz Romblon, die Rural Health Unit und die Polizei waren vor Ort im Einsatz. Die philippinische Coastguard nahm Ermittlungen auf.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schlepper sank nach Feuer in Lowndes
(26.09.17) Im Lowndes County Port geriet am Morgen des 23.9. ein Schlepper in Brand und sank an seinem Liegeplatz auf dem Tenn-Tom Waterway. Vorsorglich wurde eine Ölsperre um das Wrack ausgelegt. Zwei Crewmitglieder konnten sich unversehrt an Land retten.
Ein Kran wurde aus Paducah, Kentucky, gerufen, um das Schiff zu heben. Die Bergung sollte bis Ende der Woche abgeschlossen sein. Die US Coastguard überwachte die Unglücksstelle bis dahin wegen möglicher Ölverschmutzungen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ausgeschlachtete Motoryacht gesunken
(26.09.17) Die 32 Fuß lange “Monte Carlo”, eine 32 Fuß lange Uniflite-Motoryacht, begann am 25.9. an ihrem Liegeplatz eine halbe Meile vor Los Angeles zu sinken. Das Boot hatte keine Maschine und Ausrüstung mehr. Um 7.20 Uhr wurde das Los Angeles Fire Department alarmiert. Nach einer intensiven Suche mit Tauchern war klar, dass sich keine Menschen an Bord des ausgeschlachteten Fahrzeugs befunden hatten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motoryacht “Atlantic Eagle” sinkend auf Grund gesetzt
(Bild: RNLI)   Großbild klick!

Drei Rettungsboote im Einsatz für sinkende Luxusyacht
(25.09.17) Die 75 Fuß lange Motoryacht “Atlantic Eagle”, eine 23 Meter lange Sunseeker Predator, lief am 23.9. gegen 13 Uhr vor Anglesey auf Grund und begann neben dem alten Rettungsbootslip in Porth Neigwl zu sinken. Das RNLI-Boot „Kiwi“ aus Moelfre wurde von der Holyhead Coastguard alarmiert, die über VHF einen Notruf der Crew aufgefangen hatte. Beim Eintreffen der Seenotretter war die Maschine der Sunseeker ausgefallen, und der Maschinenraum war komplett geflutet.
Die Motoryacht wurde durch das Rettungsboot von den Felsen in tieferes Wasser gezogen. Dort zeichnete sich ab, dass sie in akuter Gefahr zu sinken war, denn die Pumpen kamen kaum gegen den Wassereinbruch an. Daraufhin wurde die dreiköpfige Crew abgeborgen.
Da das Boot zu schwer beschädigt war, um es weitere Strecken zu ziehen und mit 35 Tonnen zu schwer, um es aus dem Wasser zu bekommen, wurde entschieden, es in Beaumaris auf Grund gesetzt.
Als sich die „Atlantic Eagle“ auf dem Weg dorthin befand, stieß auch das RNLI-Boot aus Beaumaris mit einer weiteren Lenzpumpe hinzu. Mit dieser zusätzlichen Hilfe gelang es, den Wasserpegel im Schiffsinnern zu sinken. Das Leck wurde im achteren Bereich lokalisiert.
Inzwischen kam auch das RNLI-Boot aus Llandudno, das auf dem Weg nach Conwy gewesen war, herbei und steuerte eine dritte Pumpe bei. Das Boot aus Beaumaris konnte zu einem anderen Notfall entlassen werden.
Die „Atlantic Eagle“ wurde dann an die Pier in Beaumaris gebracht, wo Berger Zugang zum Boot hatten. Doch nachdem die Vorwärtsbewegung gestoppt war, kam es zu einem erneuten Wassereinbruch, der so stark war, dass die Pumpen ihn nicht mehr kontrollieren konnten. Die Yacht begann wieder zu sinken.
Daraufhin wurde sie rasch losgeworfen und auf Strand gesetzt. Die Sunseeker Predator ist 75 Fuß lang, 16 Fuß breit und kann mit ihren Zwillingsmotoren 37 Knoten Fahrt erreichen. An Bord finden sieben Personen Platz, und sie verfügt über eine hydraulische Badeplattform.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht nach Mahón eingeschleppt
(25.09.17) Am 24.9. wurde die “Salvamar Antares” (MMSI-Nr.: 224089680) von Salvamento Maritimo alarmiert, nachdem die Yacht “Breecy” vor Mahón Motorschaden erlitten hatte und manövrierunfähig in der See trieb. Der Havarist wurde von dem Rettungsboot längsseits genommen und sicher in den Hafen eingeschleppt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schlepper „Mahery“,
(Bild: G. Gyssels)   Großbild klick!

Schlepper wird nach halbem Jahr unter Wasser geborgen
(25.09.17) Am 21.9. traf gegen Mittag der holländische Schlepper “Catharina II”, 71 BRZ (IMO-Nr.: 8433435) von Antwerpen kommend mit dem Schwimmkran “Hebo Lift 7” (ENI-No.: 02008680) der Hebo Maritiemservice B.V. am Haken in Ostende ein. Hier soll der Kran den halb gesunkenen, zuletzt unter St. Vincent-Grenadines-Flagge registrierten Schlepper „Mahery“, 187 BRZ (IMO-Nr.: 8854158), der nach jahrelangem Aufliegen im Vuurtorendock am 27.4. untergegangen war, bergen.
Das Schiff lag seither achtern unter Wasser, während der Bug noch aus dem Wasser ragte. Das Schiff war 1976 als „Svyturys“ für Auftraggeber in Litauen erbaut worden. Von 1992 bis 2008 war es als „Shvituris“ im Einsatz. Es ist 29,3 Meter lang, 8,49 Meter breit und hat 3,08 Meter Tiefgang.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter "Vita" verläßt Brest
(Bild: Vincent Groizeleau)   Großbild klick!

Frachterreparatur in Brest planmäßig beendet
(25.09.17) Am 23.9. hat der Eigner des unter Antigua Barbuda-Flagge laufenden Frachters "Vita", 2497 BRZ (IMO-Nr.: 8906303), dem maritimen Präfekten Atlantik einen detaillierten Plan über die Durchführung der notwendigen Reparaturen an der Maschine vorgelegt. Diese sollten um 17.30 Uhr auf der Reede von Brest beendet sein. Daraufhin erweiterte der Präfekt die Genehmigung für den Frachter, an Ankerplatz 25 zu verbleiben, bis maximal 22..30 Uhr.
Nachdem die Arbeiten wie geplant beendet waren, konnte der Frachter dank günstigen Wetters im Beisein eines Inspektors der Klassifizierungsgesellschaft eine Probefahrt im Bereich des Hafens durchführen. Nachdem diese reibungslos verlaufen war, verließ die „Vita“ Brest gegen 22.30 Uhr endgültig und nahm die Reise von Bremen nach Pasajes wieder auf. Am Nachmittag des 25.9. sollte er nun dort mit seiner Ladung von 3.560 Tonnen Stahlspulen und seiner neunköpfigen Crew an Bord eintreffen.Salamis Am 19.9. hatte der Frachter gegen acht Uhr 38 Meilen nordnordöstlich von Ouessant Maschinenschaden erlitten und war abends vom Notfallschlepper "Abeille Bourbon" (IMO-Nr.: 9308687) auf den Haken genommen worden. Am 20.9. gegen neun Uhr war er dann mit Assistenz des Hafenschleppers "Clairvoyant" (MMSI-Nr.: 227006710) auf der Reede von Brest vor Anker gegangen, wo die Reparatur der schadhaften Brennstoffpumpe begann.
Die “Vita” ist 88,27 Meter lang, 13,21 Meter breit, hat 5,46 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 4.161 Tonnen. Der 96-TEU-Frachter läuft für die Alpha Shipping Co. SIA in Riga und wurde 1990 von Ferus Smit Leer in Wartena als “Emja” erbaut. 2004 wurde sie zur „Vita“.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter "Atlantic"
(Bild: Kustbevakningen)   Großbild klick!

Öl muss aus gestrandetem Frachter bei Oskarshamn geleichtert werden
(25.09.17) Der unter Færøer-Flagge registrierte Frachter "Atlantic", 2195 BRZ (IMO-Nr.: 8002731), sitzt weiterhin zwei Kilometer vor Stångehamn fest. Bevor er geborgen werden kann, mussten zunächst 28 Tonnen der insgesamt 44 Tonnen Diesel aus einem besonders gefährdeten Tank abgepumpt werden. Dieser lag nach den jüngsten Kalkulationen in einem besonders exponierten Bereich des Rumpfes, der an drei Punkten auf zum Teil weniger als einem Meter Wassertiefe auf Grund aufsaß.
Kustbevakningen bei der Arbeit
(Bild: Kustbevakningen)   Großbild klick!
Da es keine entsprechenden Lagerkapazitäten an Bord des Havaristen gab und Schiffe mit ausreichender Kapazität wegen des flachen Wassers nicht dicht genug herankamen, musste eine Tankbarge zur Strandungsstelle gebracht werden.
Am Abend des 24.9. traf diese gemeinsam mit dem schwedischen Schlepper "Oscar" (MMSI-Nr.: 265568280) an dem Unglücksort bei Oksarshamn ein. Die schwedische Küstenwache, ein Transportinspektor und ein Vertreter der Versicherung waren an Bord des Havaristen. Zudem wurde der wegen Trunkenheit im Dienst verhaftete 1. Offizier unter Bewachung auf das Schiff gebracht, um das Kommando dort zu führen, was für die Bergungsarbeiten notwendig war. Die Crew des Frachters hatte aus Russen und Philippinos bestanden. Am 25.9. lag der Fokus der Arbeiten auf dem Auspumpen des Tanks. Die Arbeit, eine Barge in Stellung zu bekommen, zog sich länger als kalkuliert hin.
Am Nachmittag sollte das Abpumpen der 28 Tonnen beginnen. Die geringe Wassertiefe machte es auch für die Küstenwache kompliziert, Ölbekämpfungsausrüstung anzulanden. Dies fand mithilfe kleinerer Schiffe statt. Eine Ölsperre wurde um den Havaristen herum ausgelegt. Das Wetter vor Ort war weiterhin ruhig, allerdings wurde auffrischender Wind vorhergesagt und damit einhergehend ein etwas höherer Wasserstand.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wracks vor Key West
(Bild: USCG)   Großbild klick!

Hunderte beschädigter Schiffe nach Hurrikan Irma durch Krisenstab untersucht und teilweise als Umweltgefahr geräumt
(25.09.17) Die Emergency Support Function 10 (ESF 10) in Florida, die aus einer Reihe von staatlichen und föderalen Einrichtungen zusammengesetzt ist, hat die Arbeit zur Untersuchung und Entfernung umweltgefährdender Materialien in Wracks, die der Hurrikan Irma zurückgelassen hat, begonnen. Der Krisenstab besteht aus Vertretern der U.S. Coast Guard, der Environmental Protection Agency (EPA), der Florida Fish and Wildlife Conservation Commission (FWC) und dem Florida Department of Environmental Protection (FDEP). Zunächst wurden Teams in die am meisten betroffenen Gebiete der Häfen und Wasserwege von Miami, St. Petersburg, Key West und Jacksonville, Florida, entsandt.
Ihre Aufgabe war, von den Schiffen, die durch den Wirbelsturm versenkt oder gestrandet wurden, ausgehende Umweltgefahren einzuschätzen, bevor es an deren Beseitigung geht. Wracks, aus denen umweltgefährdende Stoffe austreten, bekommen dabei eine höhere Priorität. Gesunkene Wracks galt es zu bergen und auf einem Lagerplatz abzusetzen.
Die Florida Keys National Marine Sanctuary sollte die Bergungsarbeiten gemeinsam mit Monroe County, dem State of Florida, der Coast Guard und anderen Einrichtungen und Stellen durchführen. Damit sollten größere Schäden am Ökosystem der Florida Keys abgewendet werden.
Beschädigte Schiffe wurden von den Teams mit einem Sticker getagt, durch den die Eigner aufgefordert wurden, die FWC zu kontaktieren und einen Bergungsplan vorzulegen, oder um die Assistenz der Coast Guard bei der Räumung zu erbitten. Durch das ESF 10 Branch Hazardous Material Assessment Team wurden bis zum 23.9. in Miami 200 Fahrzeuge untersucht und 16 davon geräumt, in St. Petersburg 167 Fahrzeuge untersucht und 24 geräumt, in Jacksonville 134 untersucht und 26 geräumt und in Key West 247 untersucht und noch keine geräumt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ehemaliger Hiev wird nun Mehrzweckponton
(25.09.17) Der ehemalige Schwimmkran „Jade Hiev“ (MMSI-Nr.:211745030) wird derzeit in Wilhelmshaven am Kai der Jade Dienst GmbH umgebaut. Am 16.2. war der Kranausleger des gerade von der Marine übernommenen ehemaligen Kieler Krans „Hiev“ kollabiert und hatte schwere Schäden angerichtet. Dieser wird nun abgebaut, und das Fahrzeug zum selbstfahrenden Mehrzweckponton aufgerüstet.
Die Tragfähigkeit des Mehrzweckpontons soll zukünftig den Einsatz von Kränen mit einer Hebeleistung bis zu 400 Tonnen an Bord im schwimmenden Einsatz ermöglichen. Das neue Decklayout soll außerdem viele Möglichkeiten bieten, als Mehrzweck-Geräteträger im konstruktiven Wasserbau verschiedenste Geräte an Deck aufzunehmen. Ein technischer Defekts hatte den ursprünglichen, mehrteiligen Kranausleger am 16.2. an Deck stürzen lassen Drei Mitarbeiter wurden dabei leicht verletzt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kolision vor Chittagong
(25.09.17) Der unter montenegrinischer Flagge laufende Bulkcarrier "Bar", 24228 BRZ (IMO-Nr.: 9693496) kollidierte am Morgen des 23.9. auf der Außenreede von Chittagong mit dem unter Bahamas-Flagge registrierten Massengutfrachter "Marine Stars", 31261 BRZ (IMO-Nr.: 9330109). Die "Bar" war mit 23.000 Tonnen Stahlplatten beladen und am 22.9. von Kaoshiung kommend auf dem Ankerplatz eingetroffen. Die "Marine Stars" war seit Anfang des Monats in den Gewässern von Bangladesch.
Beide Schiffe erlitten Schäden bei dem Zusammenstoß. An der Steuerbordseite der “Bar” wurden rund 30 Meter der Reling in Mitleidenschaft gezogen und das Hauptdeck deformiert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Explosion auf Tanker vor Hai Phong
(25.09.17) Auf dem vietnamesischen Tanker "Hai An 16", 2971 BRZ (IMO-Nr.: 9600188), kam es am 21.9. zu einer Explosion in einem Pumpenraum mit anschließendem Feuer. Das Unglück ereignete sich gegen Mittag beim Löschen von Gasöl im Hafen von Hai Phong. Der Tanker wurde sicherheitshalber auf einen Ankerplatz vor dem Hafen gezogen, bevor der Brand gelöscht wurde. Als nächstes sollten die 4.000 Tonnen Gasöl entladen werden. Drei Crewmitglieder erlitten bei dem Unglück leichte Verletzungen.
Quelle:Tim Schwabedissen



NSRI half Regattayacht
(25.09.17) Am 22.9. wurde die NSRI Hermanus von der Transnet National Ports Authority (TNPA) alarmiert, nachdem die Yacht “Rev De Lune” mit einer vierköpfigen Crew auf der Fahrt von Simon’s Town nach Mossel Bay im Rahmen der Regatta Mossel Bay Race – Simon’s Town - Mossel Bay an der Westseite von Dyer Island vor Gansbaai auf Grund gelaufen war. Es gelang der Crew zwar, die Yacht wieder zu befreien, doch meldete sie danach Batterieausfall und konnte den Motor nicht starten. Die NSRI versuchte vergeblich, eine neue Batterie zu besorgen, wollte aber keine Zeit vergeuden und lief daraufhin mit der „South Star“ sowie der „Yaytee III“ zur Yacht aus.
Die Seenotretter fanden die Crew wohlauf und das Boot ohne strukturelle Schäden vor. Es wurde auf den Haken genommen und am 23.9. gegen sechs Uhr nach Hermanus eingeschleppt. Hier konnten die Batterien wieder aufgeladen werden, und die Yacht lief anschließend nach Kapstadt aus
Quelle:Tim Schwabedissen



Segelyacht vom Razende Bol gezogen
(25.09.17) Die KNRM-Station Oudeschild wurde am 22.9. um 13.36 alarmiert, nachdem auf dem Razende Bol, einer Sandbank zwischen Den Helder und Texel, die Yacht „Kobbe“ bei ablaufendem Wasser auf Grund gelaufen war. Einer der beiden Kiele wurde dabei beschädigt, und es kam zu einem Wassereinbruch. Das Rettungsboot. „Cornelis Dito“ lief zur Hilfeleistung aus.
Vor Ort wurde entschieden, die Flut abzuwarten, um die „Kobbe“ ohne weitere Schäden wieder flottzumachen. Die Seenotretter kehrten gegen Mittag zurück und schleppten sie wieder frei. Der Skipper wollte selbst in Richtung Den Helder weiterlaufen entgegen dem Rat, von dem Rettungsboot längsseits abgeschleppt zu werden. Dieses eskortierte die „Kobbe“ daraufhin auf ihrem Weg, und es blieb eine Lenzpumpe auf Standby.
Beim Einlaufen wurde aber doch gemeinsam mit der Küstenwache entschieden, die Hafenmolen von Den Helder im Längsseitsschlepp zu passieren, um kein Risiko eines Untergangs in der Hafeneinfahrt zu haben. Die „Cornelis Dito“ lieferte das Boot dann an einem Slip in Westoever in Den Helder ab. Um 21.30 Uhr war der Einsatz beendet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter rammte Kollisionsschutz
(25.09.17) Am Morgen des 24.9. kollidierte der maltesische Bulkcarrier "Maria G", 22790 BRZ (IMO-Nr.: 9358369), mit dem Kollisionsschutz von Schleuse 3 in Beauharnois. Der Schiffsverkehr wurde daraufhin unterbrochen, und der Havarist blieb vorerst in der Schleuse, die den Beauharnois Canal mit dem St. Lawrence River verbindet, liegen. Der unbeladene Bulkcarrier war unterwegs von Hamilton nach Baie Comeau.
Mindestens vier Schiffe, darunter der Havarist selbst, lagen entlang des Kanalufers und der Schleusen. Weitere warfen vor der Wasserstraße Anker und warteten auf die Freigabe von Schleuse 3.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ladungsbrand in Tauranga gelöscht
(25.09.17) Das Feuer auf dem Frachter "Kokopo Chief" in Tauranga ist aus. Nachdem die Feuerwehr am 24.9. zum Hafen gerufen worden war, befanden sich zeitweilig 16 Löschfahrzeuge und 70 Brandbekämpfer vor Ort. In dem betroffenen Laderaum war Holz 30 Meter hoch gestaut. Nachdem die Luke geöffnet worden war, stellte sich heraus, dass der CO2-Einsatz offenbar funktioniert hatte.
Es gab kein Feuer mehr in der Ladung, aber die obere Lage Holz war verbrannt. Dieses wurde nun gemeinsam von Hafenarbeitern und Feuerwehr entladen. Der Einsatz der Feuerwehr wurde heruntergefahren, und am Nachmittag waren nur noch zwei Löschfahrzeuge vor Ort.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motoryacht vor Needles abgeschleppt
(25.09.17) Am 24.9. um 16.12 Uhr wurde die RNLI Yarmouth alarmiert, nachdem die 31 Fuß lange Motoryacht „Alamina“ der Black Rock Charters & Fishing um 15.30 Uhr vor den Needles Maschinenausfall erlitten hatte und die Solent Coastguard um Hilfe gebeten hatte. Das Rettungsboot lief zu dem 1,5 Meilen südwestlich der Needles treibenden Havaristen und nahm ihn auf den Haken. Er wurde dann zurück nach Yarmouth geschleppt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Luxusyacht vor Trapani auf Felsen getrieben und gesunken
(25.09.17) Am 24.9. wurde die 18 Meter lange, italienische Canados 60-Motoryacht „Lety One“ vor Trapani von einem Sturm erfasst und auf Felsen nahe Cala Minnula an der Insel Levanzo getrieben und ihr Rumpf aufgerissen. An Bord des Schiffes, das zwei 800-PS-Maschinen hatte, befanden sich 11 Personen. Die Yacht rundete gerade die Insel Edag, als der Sturm den Skipper in den Nachtstunden überraschte.
Um 6.45 Uhr wurden die Schiffbrüchigen durch die Feuerwehr von Trapani von dem inzwischen halb gesunken auf den Klippen sitzenden Boot mit einem RIB gerettet. Der Skipper Salvatore Mancuso, hatte leichte Verletzungen erlitten. Die wurden der Coastguard übergeben und mit dem Patroullienboot „CP 303“ nach Trapani gebracht.
Inzwischen waren Taucher und ein Ölbekämpfungsschiff vor Ort, um Wasserverschmutzungen zu verhindern. Der Öltank war von den Felsen aufgerissen worden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Salamis: Wettlauf gegen die Zeit
(25.09.17) Das Abpumpen von Öl aus dem gesunkenen Tanker "Agia Zoni II" vor Salamis wurde am 23.9. wieder aufgenommen. Gleichzeitig gingen die Reinigungsarbeiten von hunderten von Tonnen Öl weiter, die in den Saronischen Golf ausgelaufen und die Küsten um Athen verschmutzt hatten, nachdem das Schiff am 10.9. unterging. Der Tanker "Siros" setzte die Arbeiten, die die “Lassea” begonnen hatte, fort. Dabei lag die "Aegean Breeze 1" auf Standby.
Beide Schiffe waren Mitte vergangener Woche gerufen worden, nachdem die “Lassea” wegen abgelaufener Zertifikate und des Verdachts auf Ölschmuggel aus dem Verkehr geogen worden waren. Deren Kapitän und 1. Offizier, die am 22.9. hätten vor Gericht erscheinen sollten, mussten auf diesen Termin bis zum 28.9. warten, weil noch notwendige Zeugenaussagen und Berichte fehlten.
Derweil verteidigte sich der Eigner der "Agia Zoni II", Theodoros Kountouris, und behauptete, seine Firma werde zu Unrecht beschuldigt. Seiner Meinung nach sei die "Agia Zoni II" nicht alleinverantwortlich für die Ölverschmutzung, sondern er sei das Opfer von anderen, die es auf die Ladung abgesehen hätten. Der Kapitän war aber selbst bereits als Schmuggler und Betrüger bekannt.
Der Tanker wurde von ihm und nur einem Mann gefahren, und er stand unter dem Verdacht, das Sinken des Schiffes so geplant zu haben, dass es als Versicherungsbetrug abgewickelt werden sollte, da sein Zustand des Schiffes so schlecht war, dass er keine weitere Betriebsgenehmigung mehr erhalten würde.
Derweil gab es Sorgen, dass angesichts einer erwarteten Wetterverschlechterung das Wrack in Bewegung geraten und weiteres Öl verlieren könnte. An Bord befanden sich derzeit noch etwa 700 Tonnen Öl.
Quelle:Tim Schwabedissen



Lucky Seven muss weiter warten
(25.09.17) Das indische Casinoschiff "Lucky Seven" wird noch wenigstens bis zum 4.10. auf der Sandbank vor Miramar liegen bleiben. Vorher wurde keine ausreichend hohe Tide mehr erwartet, um das Schiff zu bergen. Sechs Tage lang hatten die Berger versucht, das Schiff endgültig flottzumachen, doch Maschinenprobleme des Hauptschleppers „Maria“ und eine Trosse in deren Propeller hatten den Durchbruch vereitelt.
Das Schiff war zuvor 300 Meter weit von der ursprünglichen Strandungstelle weggezogen worden. Das im Schiffsboden entstandene Loch hatte nur notdürftig abgedichtet werden können, sodass inzwischen wieder Wasser und Sand in den Rumpf eindrangen und das Gewicht des Schiffes erhöhten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Nächtlicher Einsatz für Windparkversorger
(25.09.17) Am 24.9. um 00.30 Uhr wurde die Crew des RNLI-Boots aus Lowestoft, der “Patsy Knight", alarmiert, nachdem der 20 Meter lange, britische Windparkversorger "Broads Fisher” (MMSI-Nr.: 232007607) Wassereinbruch in einen der beiden Maschinenräume erlitten hatte. Der Havarist befand sich 14 Meilen südöstlich des Hafens und kam gerade von Arbeiten am Galloper Windfarm Projekt zurück. Als die Seenotretter an der "Broads Fisher" eintrafen, waren zwei andere Windparkversorger, die "Dalby Ouse" und "FOB Swath 4", bei ihr auf Standby gegangen und eskortierten das Schiff.
Wie sich herausstellte, war der Steuerbordmaschinenraum vollgelaufen, doch der Havarist kam mit der verbliebenen Backbordmaschine weiter voran. Ein Rettungsmann wurde mit einer mobilen Lenzpumpe an Bord abgesetzt, um die fünfköpfige Crew zu unterstützen. Es gelang, einen Großteil des Wassers zu lenzen.
Ein gebrochenes Rohr hatte zu dem Wassereinbruch geführt. Die „Patsy Knight“ begleitete die „Broads Fischer“ bei unruhiger See in den Hafen von Lowestoft. Nachdem sie sicher am Shell Quay in Lake Lothing festgemacht war, konnten die Seenotretter um 3.30 Uhr zu ihrer Station zurückkehren.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter in Brunsbüttel wegen Trunkenheit des Kapitäns arrestiert
(25.09.17) Am Vormittag des 24.9. ging die Wasserschutzpolizei in Brunsbüttel zu einer Schleusenkontrolle an Bord des russischen Bulkcarriers "Grumant", 15868 BRZ (IMO-Nr.: 9385879). Dabei wurde festgestellt, dass der Kapitän unter Alkoholeinfluss stand. Die Polizisten stellten Atemalkoholgeruch fest.
Ein daraufhin durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen Wert von 0,5 Promille. Laut Angaben des Mannes handelte es sich dabei um Restalkohol. Gegen ihn wurde eine Ordnungswidrigkeitsanzeige nach der Seeschifffahrtsstraßen-Ordnung gefertigt.
Von ihm wurde eine Sicherheitsleistung in Höhe von knapp 800 Euro eingezogen. Eine Rücksprache mit der Berufsgenossenschaft für Transport und Verkehrswirtschaft ergab, dass das Schiff in der Vergangenheit bereits mehrfach wegen Sicherheitsmängeln aufgefallen ist. Deshalb verfügte die BG Verkehr ein Weiterfahrverbot.
Das Schiff, das auf der Reise von Terneuzen nach Danzig war, wurde von zwei Schleppern unter dem Kommando des 1. Offiziers wieder aus der Schleuse herausgezogen. Es machte dann im Brunsbütteler Binnenhafen fest, wo es einer so genannten Port State Control durch die zuständige Behörde unterzogen wurde. Am Vormittag des 25.9. lag es dort weiterhin.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kollision in Schleuse Brunsbüttel
(25.09.17) Auf der Reise von Ust-Luga nach Villagarica kollidierte der unter Malta-Flagge laufende Frachter "Amisos", 5857 BRZ (IMO-Nr.: 9584994), gegen 21 Uhr in der Nordschleuse des Nord-Ostsee-Kanals in Brunsbüttel mit dem norwegischen Tanker "Golfstraum", 7243 BRZ (IMO-Nr.: 9390991). An beiden Schiffen entstanden nur leichte Schäden, so dass sie ihre Fahrt fortsetzen konnten. Die "Amisos" stieß beim Auslaufmanöver aus der großen Nordschleuse gegen den an der Mittelmauer liegenden Tanker "Golfstraum", der auf dem Weg von Paldiski nach Antwerpen war.
Das Heck der "Amisos" touchierte dabei den seitlichen Heckbereich der Steuerbordseite des Tankers. An beiden Schiffen entstanden Schrammen und oberhalb der Wasserlinie im Bereich der Reling der "Amisos" eine kleine Eindellung. Bei Eintreffen der Wasserschutzpolizei war diese bereits auf dem Weg in die Nordsee. Nach der Seeunfallaufnahme und nach Rücksprache mit der Berufsgenossenschaft für Transport und Verkehrswirtschaft Hamburg konnte auch die "Golfstraum" gegen 22 Uhr ihre Reise fortsetzen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Taucher am Bug der "Atlantic"
(Bild: Kustbevakningen)   Großbild klick!

Kalmarsund: Betrunkene Crew setzt Frachter auf Grund
(23.09.17) Am 23.9. gegen 4.30 Uhr lief der unter Færøer-Flagge registrierte Frachter "Atlantic", 2195 BRZ (IMO-Nr.: 8002731), zwei Kilometer vor Stångehamn südlich von Oskarshamn von Kalmarsund kommend weitab vom Visby-Fahrweg entfernt auf Grund. Um 5.05 Uhr lief das Rettungsboot “Burre” von seiner Station Figeholm mit drei Mann an Bord zur Unglücksstelle aus. Während der Anfahrt wurde es aber aufgefordert, zunächst in Oskarshamn Polizeibeamte an Bord zu nehmen und sie zum Frachter zu bringen.
Als die Polizei an Bord ging, um die notwendigen Untersuchungen durchzuführen, wie das Schiff sechs Kilometer weit vom Kurs abkommen konnte, fand sie den 37 Jahre alten Kapitän und seinen 50-jährigen 1. Offizier betrunken vor. Sie hatten noch versucht, das Schiff ohne Genehmigung abzubringen. Beide wurden um 7.45 Uhr zu Alkoholtests an Land gebracht und dann verhaftet.
Die schwedische Küstenwache wurde inzwischen ebenfalls alarmiert und überprüfte die Strandungsstelle auf Wasserverschmutzungen. Der Frachter hatte 44 Tonnen Bunkeröl in den Tanks. Im Tagesverlauf inspizierten Taucher der Küstenwache den Rumpf. Sie fanden heraus, dass der Havarist an drei Punkten, vorne, mittschiffs und etwas achterlich davon aufsaß.
Es gab keinen Wassereinbruch. Der Bug befand sich auf nur einem Meter Wassertiefe. Die Bergung war nun Sache der Eigner und deren Versicherer.
Vorsorglich wurden Ölsperren um die “Atlantic” ausgebracht. Das Wetter vor Ort war aktuell ruhig. Wahrscheinlich würde die "Atlantic" geleichtert werden müssen.
Die „Atlantic“ hat eine Länge von 79,79 Metern, eine Breite von 12,81 Metern, einen Tiefgang von 4,46 Metern und eine Tragfähigkeit von 3.041 Tonnen. Sie läuft für die EP Shipping SP/F in Torshavn und wurde 1980 auf der J.J. Sietas-Werft in Hamburg-Neuenfelde als „Melton Challenger“ erbaut. 1988 wurde sie zur „Allgard“, 1989 zur „Libra“ und lief von 2003 bis 2006 als „Skulte“.
Quelle:Tim Schwabedissen



gekenterte „Ferrel“
(Bild: USCG)   Großbild klick!

Was hatte eine Familie mit einem Riesenschiff im Wirbelsturm zu suchen?
(23.09.17) Nach der glücklichen Rettung einer Mutter und ihrer beiden Kinder von der im Wirbelsturm Maria gekenterten „Ferrel“, 347 BRZ (IMO-Nr.: 7629960), in einer gemeinsamen Aktion der US Coast Guard, der Customs and Border Protection und der Royal Navy an der Westspitze von Vieques Island in Puerto Rico stellte sich die Frage, wie es zu dem Unglück, dem der Vater der 12-jährigen, ein Brite, zum Opfer fiel, geschehen konnte. Bei der 1968 erbauten „Ferrel“ handelte es sich um ein hochseetüchtiges Forschungsschiff, das ursprünglich als Offshore-Schlepper erbaut wurde. Als es kenterte, war es nur von einer Familie bemannt, darunter zwei Kindern.
Mutter mit Kindern
(Bild: USCG)   Großbild klick!
Wie konnte es geschehen, dass das Schiff in den Sturm auslief, welche Behörde erteilte die Auslaufgenehmigung mit dieser Unterbesetzung. Nach den AIS-Daten war der letzte Anlaufhafen Tortola auf den British Virgin Islands. Von dort lief das Schiff am 19.9. mit unbekanntem Ziel aus, ohne dass sich eine Hafenbehörde daran gestört hätte.
Warum gingen die beiden Erwachsenen überhaupt dieses Risiko ein? Bisher gibt es keine Antwort auf diese Fragen zu einem Unglück, das dann geschehen musste.
Quelle:Tim Schwabedissen





Brest: Reparaturplan für Vita verlangt
(23.09.17) Am 22.9. führte das Centre de Sécurité des Navires (CSN) aus Brest eine Inspektion des unter Antigua Barbuda-Flagge laufenden Frachters "Vita", 2497 BRZ (IMO-Nr.: 8906303), an Ankerplatz 25 auf der Hafenreede durch. Das Schiff wurde danach nicht mit einem Auslaufverbot belegt. Allerdings musste der Eigner auf Geheiß des maritimen Präfekten Atlantik bis zum 23.9. um acht Uhr einen detaillierten Reparaturplan vorlegen.
Das Schiff hatte am 19.9. um 1.040 Uhr 38 Meilen nordnordöstlich von Ouessant Maschinenschaden erlitten, der sich nicht mit Bordmitteln beheben ließ. Nachdem ein Schleppkontrakt akzeptiert war, nahm der Notfallschlepper "Abeille Bourbon" den Havaristen kurz nach 23 Uhr auf den Haken. Er schleppte ihn am 20.9. um 9.35 Uhr auf die Reede von Brest.
Der Eigner schickte dann Techniker und Ausrüstung zur Durchführung der notwendigen Reparaturen. Das Schiff hatte 3.560 Tonnen Stahlplatten geladen und eine neunköpfige Crew an Bord.
Quelle:Tim Schwabedissen



Chaos im Laden
(Bild: Gezagvoerder Arco)   Großbild klick!

Bunkerstation bei Hardinxveld gerammt
(23.09.17) In der Nacht zum 22.9. gegen 4.30 Uhr kollidierte ein Binnenschiff mit einer schwimmenden Bunkerstation von Dekker & Stam B.V. auf der Beneden-Merwede bei Hardinxveld. Das Patroullienboot „RWS 71“ von Rijkswaterstaat und die Polizei waren zur Untersuchung vor Ort. Der Sachschaden war erheblich, das verursachende Binnenschiff erlitt einen eingedrückten Bug, aber keinen Wassereinbruch.
Auch die Bunkerstation, deren Gangway und die Dalben, an denen sie verankert war, wurden erheblich in Mitleidenschaft gezogen. Der Laden, der zur Bunkerstation gehört, wurde durch die Erschütterung schwer verwüstet. Wie hoch der Schaden sein dürfte, soll in rund zwei Wochen geklärt sein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schaden an Motoryacht
(Bild: Polizei Nienburg)   Großbild klick!

Unfallflucht bei Hoya
(23.09.17) Am Nachmittag des 22.9. gegen 14.00 Uhr ereignete sich auf der Weser in Höhe des Wassersportvereins Hoya ein Schiffsunfall, in dessen Verlauf der Verursacher flüchtete. Nach den bisherigen Ermittlungen der Wasserschutzpolizei in Nienburg war der Führer eines Containerschiffes zu Tal in Richtung Bremen laufend einem entgegenkommenden Binnenschiff ausgewichen. Dabei stieß das Heck des Containerschiffes gegen zwei am Sportbootanleger Hoya festgemachten Sportboote und beschädigte diese erheblich.
Die Steganlage wurde ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen. Das Schiff setzte seine Fahrt fort, ohne seinen Meldeverpflichtungen nachzukommen. Die Polizeibeamten der Wasserschutzpolizei konnten die Weiterfahrt des Unfallverursachers an der Weserschleuse Dörverden stoppen und alle erforderlichen Maßnahmen durchführen. Nach bisherigen Schätzungen war ein Schaden von rund 60.000 Euro entstanden. Die Ermittlungen dauerten an.
Quelle:Tim Schwabedissen



Mainschleuse nach Havarie gesperrt
(23.09.17) Die Schifffahrt auf dem Main musste am 22.9. bei Kleinostheim gesperrt und die Schleuse außer Betrieb genommen werden. Als ein 70 Meter langer Schubverband gegen 16 Uhr mainaufwärts aus der Schleuse auslaufen wollte, schloss ein Schleusenmitarbeiter das obere Schleusentor. Dadurch schrammte das Schleusentor auf einer Länge von rund 70 Metern am Rumpf des Schubverbands entlang.
Obwohl das Schleusentor weiter funktionierte, blieb die Schleuse voraussichtlich bis zum Abend des 25.9. gesperrt. Die Höhe des Schadens am Schubverband konnte noch nicht beziffert werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



"Sima Sadaf": Maschine defekt
(23.09.17) Der unter Singapur-Flagge laufende Containerfrachter "Sima Sadaf", 15995 BRZ (IMO-Nr.: 9330939), erlitt am Nachmittag des 20.9. Maschinenschaden in der Sücdchinesischen See südöstlich von Zhenzhen. Er war unterwegs von Shanghai nach Ho Chi Minh City, wo er am 20.9. hätte eintreffen sollen. Stattdessen wurde Schlepperhilfe angefordert und der Havarist am Morgen des 23.9. in den Hafen von Hongkong gezogen, wo er Anker warf.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter brennt in Tauranga
(23.09.17) Am 24.9. gegen ein Uhr Ortszeit brach in zwei Laderäumen des unter Hongkong-Flagge laufenden Frachters "Kokopo Chief", 10352 BRZ (IMO-Nr.: 8907412), im Hafen von Tauranga ein Feuer aus, das rasch sehr hohe Temperaturen entwickelte. 70 Feuerwehrleute und neun Löschfahrzeuge waren zunächt im Einsatz, und das CO2-Löschsystem an Bord wurde aktiviert.
Die Feuerwehr rief später Verstärkung bis aus Rotorua hinzu. Das Schiff hatte u.a. 650 Tonnen Holz geladen. Um an den Brandherd unter Deck heranzukommen, mussten zunächst Container vom Hauptdeck abgeladen werden. Ein benachbartes Schiff wurde von der Feuerwehr unter Atemschutz inspiziert, ob die Hitze dort auch Auswirkungen zeigte.
Quelle:Tim Schwabedissen



42 Touristen überstanden Kollision
(23.09.17) Alle 42 Touristen des Ausflugsbootes “Om Sai” wurden unversehrt gerettet, als es am Abend des 23.9. gegen 18.30 Uhr Maschinenschaden auf dem Mandovi River erlitt und mit einem Offshore-Casinoschiff der Deltin-Gruppe kollidierte. Die Marinepolizei in Goa rettete alle Fahrgäste und die Crew.
Quelle:Tim Schwabedissen



Boot trieb gegen Mumbles Pier
(23.09.17) Das RNLI-Boot in Mumbles wurde am 23.9. zur Assistenz einer Yacht gerufen, die mit der Mumbles Pier kollidiert war. Teams der Coastguard teams halfen ebenfalls, das unbesetzte, 26 Fuß lange Boot zu befreien. Es hatte sich offenbar von seiner Mooring in Mumbles losgerissen. Es wurde dann an einen sicheren Ankerplatz geschleppt. Eine hohe Springtide in Verbindung mit starkem Ostwind hatte das Boot in den Bristol Channel hinausgetrieben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Megayacht "A"
(Bild: Tim Schwabedissen)   Großbild klick!

Superyacht A in Formentera gerammt
(22.09.17) Die erst in diesem Jahr von HDW in Kiel abgelieferte, unter Bermudas-Flagge laufende Megayacht "A", 10000 BRZ (IMO-Nr.:1012141), kollidierte am 20.9. mit einer 10 Meter langen Yacht in Formentera. Die Luxusyacht “A” manövrierte mit ungefähr sechs Knoten Fahrt im Hafen, als das Boot sich annäherte und auch auf Warnungen mit Signalhorn und Scheinwerfern nicht reagierte. So kam es am Ende zu einer Kollision, bei der die Yacht der „A“ in die Seite lief. Am 22.9. um 9.50 Uhr machte diese in Gibraltar fest.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter "Sheksna" sitzt auf
(Bild: Ruediger Gaertner)   Großbild klick!

Wieder Frachter auf der Elbe aufgelaufen
(22.09.17) Am 21.9. um 6.47 Uhr lief der unter Belize-Flagge registrierte Frachter "Sheksna", 2052 BRZ (IMO-Nr.: 8876572), vor der Estemündung auf Grund. Das Schiff war unter Lotsenberatung, als es festkam. Die Lotsen vermuten, dass die zunehmende Verschlickung im Bereich zwischen der Este und der Elbe bei dieser Havarie eine Rolle gespielt haben könnte.
Der Frachter war auf dem Weg von der J.J. Sietas-Werft in Hamburg-Neuenfelde nach Riga. Er hatte bei dem Logistikpartner der Pella Sietas-Werft, der Este Project Service GmbH, einen 135 Tonnen schweren Transformator geladen. Beim Auslaufen aus der Este Richtung Elbe kam es zwischen den Tonnen EZ7 und EZ9 in der Außeneste fest. Umwelt und Schiffsverkehr auf der Elbe und in der Este-Zufahrt waren nicht beeinträchtigt. Möglicherweise hatte die „Sheksna“ einfach zu spät abgelegt, so dass sie im Fahrwasser nicht mehr genug Wasser unter dem Kiel hatte. Eigentlich wären die 3,40 Meter ausreichend gewesen.
Ob eine mangelnde Ausbaggerung des Fahrwassers auch ein Grund für die jüngste Havarie gewesen sein könnte, war noch unklar. Kapitäne beklagten in der Vergangenheit wiederholt, dass Este und Außeneste verschlickt seien. Ende 2011 war sogar ein Torflügel des äußeren Sperrwerks auf eine Schlicklinse gefahren und aus den Angeln gehoben worden.
Daraufhin musste Hamburg mehr als neun Millionen Euro in Sperrwerk und Klappbrücke investieren. Seither setzte die Hamburg Port Authority auf Spülstöße durch den Aufstau der Este. In der sehr engen Fahrrinne war aber seit dem Frühjahr nichts mehr passiert, und darum hatte sich dort inzwischen wieder viel Schlick angesammelt. Im Mühlenberger Loch kam es in der vergangenen Zeit immer wieder zu Havarien. Im Februar 2016 lief der Frachter "Sandnes", der nach dem Verlassen der Sietas-Werft auf Grund. Im Dezember 2016 lief der 118 Meter lange Frachter "Hanni" dort auf Grund. Ursache war in dem Fall ein Ruderversager gewesen.
Im Fall der „Shekta“ endete die Zwangspause wie erhofft bereits mit der folgenden Flut: Kurz vor 15 Uhr kam der zwischenzeitlich praktisch trocken gefallene Frachter mit Schlepperhilfe bei auflaufendem Wasser wieder frei und wurde zurück ins Fahrwasser gezogen. Er wurde dann in den Ellerholzhafen geschleppt und machte um 17.50 Uhr am Mönckebergkai zu Untersuchungen fest.
Das Schiff, das von einem russischen Kapitän gesteuert wird, hat in der Vergangenheit regelmäßig radioaktives Material wie Brennelemente und Uranhexafluorid von St. Petersburg nach Hamburg transportiert. Aktivisten von Robin Wood protestierten mehrmals gegen das Einlaufen des Schiffes in den Hamburger Hafen. Auch die Linksfraktion der Hamburger Bürgerschaft ging in der Vergangenheit gegen die Transporte der „Sheksna“ vor.
Die "Sheksna" ist 82,4 Meter lang, 12,5 Meter breit, hat 4,95 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 2.769 Tonnen. Sie läuft für die Aspol-Baltic Corp. Ltd. in St. Petersburg und wurde 1994 bei Remontowa in Polen erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker "Agia Zoni II"
(Bild: Hellenic Coastguard)   Großbild klick!

Leichtertanker wegen Schmuggels von Öl aus der Agia Zoni II vor Salamis in die Kette gelegt
(22.09.1^7) Das Leichtern des vor Salamis gesunkenen griechischen Tankers "Agia Zoni II", 3205 BRZ (IMO-Nr.: 7126152), musste am 19.9. vorerst unterbrochen werden. Der Tanker, der das Öl aus den Tanks des Wracks aufnehmen sollte, die griechische "Lassea", 993 BRZ (IMO-Nr.: 7419042), wurde von den griechischen Behörden um 13.30 Uhr am Aspropyrgos Terminal in Eleusis in die Kette gelegt. Der Kapitän und der 1. Ingenieur wurden unter dem Verdacht des Ölschmuggels verhaftet.
Am 22.9. sollten die Verhafteten in Piräus zu den erhobenen Vorwürfen vernommen werden. An Bord des Tankers hatten sich größere Mengen Ölgemisch befunden, die nicht korrekt dokumentiert waren. Es war in den Ballasttanks entdeckt worden, als das Schiff offenkundig überladen an der Raffinerie festmachte, um das von der "Agia Zoni II" geborgene Öl zu leichtern.
Die "Lassea" hatte zudem abgelaufene Seetüchtigkeitszeugnisse, ebenso wie die "Agia Zoni II", deren Zertifikate lediglich formlos verlängert worden waren. Nach dem Untergang der "Agia Zoni II" waren Strände von Salamis bis zum Hafen von Piräus und der sogenannten Athener Riviera verschmutzt worden. Der griechischen Regierung wurde vorgeworfen, nicht rasch genug auf die Ölverschmutzung reagiert zu haben.
Es dauerte mehrere Tage, bis die Reinigung effektiv anlief. Das Leichtern des im Wrack verbliebenen Öls könnte rund 30 bis 40 Tage dauern. Wann es weitergeht, war nach dem Ausfall der "Lassea" zunächst unklar. Wie bei der von der Lindenau-Werft in Kiel einst als „Inka“ erbauten „Agia Zoni II“ handelte es sich auch bei ihr um ein Schiff deutscher Herkunft: Sie lief 1975 bei der Brand-Werft in Oldenburg als „Chemtrans Arcturus“ vom Stapel.
Am 23.9. wurde bekannt gegeben, dass die beiden griechischen Tanker "Aegean Breeze 1" (IMO-Nr.: 9314466) und "Siros" (IMO-Nr.: 6400343), die einstige „Thuntank 11“, anstelle der „Lassea“ die Leichterarbeiten fortsetzen sollten. Beide Schiffe befanden sich in der Region von Piräus.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre durch blockierten Propeller ausgefallen
(22.09.17) Am Morgen des 21.9. musste die Fährverbindung Sævrøy - Fedje zeitweilig eingestellt werden, nachdem die norwegische Fähre "Utne", 1160 BRZ (IMO-Nr.: 9740720), durch eine Leine im Propeller blockiert worden war. Der Antrieb fiel aus, doch das Schiff erreichte sicher den Anleger in Fedje. Hier mussten Taucher den Propeller wieder befreien. Wie sich herausstellte, kam die Leine von Art und Größe her wohl von einer der Fischfarmen der Region. Um 15 Uhr wurde ein Ersatzschiff eingesetzt, zwei Stunden später war auch die "Utne" wieder fahrtüchtig.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schiffsführer der Walter kam wegen Gesundheitsproblemen ums Leben
(22.09.17) Nach der Havarie des Schubschleppers „Walter“ beim Einlaufen in die Schleuse Uelzen 1 bei Esterholz auf dem Elbe-Seitenkanal am Abend des 18.9. ging die Polizei inzwischen davon aus, dass der Schiffsführer wegen gesundheitlicher Probleme zu Tode gekommen ist. Es sei sehr wahrscheinlich, dass der 56-Jährige nicht mehr in der Lage war, das Ruderhaus abzusenken. Ursächlich für den Tod war offenbar nicht der folgende Unfall, sondern eine Notlage wie ein Herzinfarkt. Die Staatsanwaltschaft sollte nun entscheiden, ob eine Obduktion angeordnet wird.
Nachdem das Ruderhaus nicht auf die zulässige Höhe abgesenkt worden war, prallte es gegen ein als Kollisionswarner am Obertor angebrachtes Stahlseil, und der Mann wurde herausgeschleudert. Die beiden anderen Besatzungsmitglieder, die an Deck tätig waren, blieben unverletzt. Der Schubverband war im Auftrag einer Hamburger Reederei mit einem mit Container beladenen Schubleichter nach Hamburg unterwegs gewesen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Forschungsschiff mit vier Personen in sechs Meter hohen Wellen gekentert
(22.09.17) Die US Coast Guard, US Navy und der Versorger HMS “Mounts Bay” der British Royal Navy startete am 21.9. nach dem amerikanischen Forschungsschiff “Ferrel”, 347 BRZ (MMSI-Nr.: 338574000), das mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern an Bord vor Vieques, Puerto Rico, nach Durchzug des Wirbelsturms Maria vermisst wurde. Der Kontakt zu dem Schiff war am 20.0. abgebrochen. Zuvor hatte die Coast Guard ein EPIRB-Signal sowie um 11.30 Uhr einen Notruf aufgefangen, nach dem das Schiff in sechs Meter hohen Wellen bei 100 Knoten Wind treibe.
Daraufhin stieg von der Air Station Clearwater eine HC-130 Hercules auf, unterstützt von der USS “Kearsarge”, einem MH-60-Helikoptersowie der “Mounts Bay” mit einem Bordhubschrauber und dem an Bord eingeschifften Coast Guard Law Enforcement Detachment Team 101. Am Abend lokalisierte ein britischer Hubschrauber das Schiff 50 Kilometer von der ursprünglichen Position entfernt.
Es lag kieloben in der Brandung vor Vieques. Auf dem Kiel befanden sich eine Frau aus der Dominikanischen Republik und die zwei 12 Jahre alten Kinder. Ein Rettungsschwimmer wurde abgesetzt und half den dreien an Bord des Hubschraubers. Die vierte Person, der Vater der Familie, hatte dem kenternden Schiff nicht entkommen können und war ums Leben gekommen.
Seine Leiche konnte noch nicht geborgen werden. Die „Ferrel“ war bis 2002 als ozeanografisches Forschungsschiff in den Diensten der US-Regierung gewesen und dann außer Dienst gestellt und an eine private Ölfirma verkauft worden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ein Toter bei Gasexplosion auf Tanker
(22.09.17) Auf dem südkoreanischen Produktentanker "Bum Kang", 1615 BRZ (IMO-Nr.: 9781499), kam es am 22.9. gegen ein Uhr zu einer Explosion. Das unbeladene Schiff befand sich vor Samcheok in der südkoreanischen Gangwon-Provinz und hatte eine 11-köpfige Crew an Bord. Ein Indonesier kam ums Leben, ein Koreaner wurde schwer verletzt. Der Tanker, der sich fünf Meilen vor Samcheok befand, drehte dorthin ab und traf um 2.25 Uhr mit eigener Kraft dort ein.
Die Explosion hatte kein Feuer nach sich gezogen, es hatte aber eine starke Rauchentwicklung gegeben. Über die Schadenshöhe war noch nichts bekannt. Das Unglück ereignete sich bei den Entgasen der Ladetanks, als sich austretendes Gas entzündete.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter auf Schutzmole aufgerissen
(22.09.17) Der japanische Frachter “Micurazan Maru”, 1600 tdw (), kollidierte am 21.9. gegen 3.30 Uhr mit einer Schutzmole vor dem Hafen von Tadaira auf der Insel Hirado in der Nagasaki-Präfektur. Das Schiff, das gerade in den Hafen einlaufen wollte, erlitt einen Riss im Rumpf und Wassereinbruch, war aber nicht in Gefahr, zu sinken. Es warf nach der Havarie zunächst Anker vor dem Hafen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Binnenschiff bei Brückenkollision schwer beschädigt
(22.09.17) Das holländische Binnenschiff "Densimo", 2421 ts (EU-Nr.: 02327312) kollidierte am Abend des 21.9. auf dem Weg von Duisburg nach Amsterdam mit einer Brücke auf dem Rhein-Herne-Kanal und wurde schwer beschädigt. Die Feuerwehr wurde um 20:45 Uhr zu der Unfallstelle am Heizkraftwerk Herne gerufen. Sie fand die unbeladene „Densimo“ manövrierunfähig und achtern stark zerstört vor.
Die Aufbauten waren schwer beschädigt, das Ruderhaus sowie der Kajütenbereich vollständig zerstört und eingedrückt. Weil zunächst unklar war, ob sich alle Besatzungsmitglieder retten konnten, wurde eine Taucherstaffel alarmiert. Doch die vier Crewmitglieder wie auch der Bordhund waren unverletzt geblieben.
Der Kanal musste für den Schiffsverkehr gesperrt werden. Der Havarist wurde von einem Schlepper in einen Hafen in der Nähe gezogen. Die Wasserschutzpolizei war bis in die Nacht im Einsatz, und erst um 01.30 Uhr wurde der Kanal für die Schifffahrt wieder freigegeben.
Bei dem Bauwerk, gegen das die „Densimo“ gelaufen war, handelte es sich nicht um eine öffentliche Brücke, sondern um einen Übergang, der zum Heizkraftwerk gehört. Unter der Brücke verliefen mehrere Gefahrstoffleitungen, von denen zunächst unbekannt war, ob sie beschädigt wurden. Sichtprüfungen durch die Feuerwehr und technische Überprüfungen durch die Leitungsbetreiber ergaben jedoch keine Anhaltspunkte für einen Produktaustritt. Die Brücke mit der Schienenstrecke der Wanne-Herner-Eisenbahn konnte daher wieder vom Betreiber freigegeben werden.
Insgesamt waren etwa 40 Einsatzkräfte der Berufs- und Freiwilligen Feuerwehr Herne sowie diverse Vertreter der zuständigen Behörden vor Ort im Einsatz, der gegen zwei Uhr beendet wurde. Während des Einsatzes wurde der Grundschutz für das gesamte Stadtgebiet durch die Freiwillige Feuerwehr Herne verstärkt. Für die Dauer des Einsatzes war die Kanalbrücke Hertener Straße in beiden Fahrtrichtungen für den Verkehr gesperrt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bergung der Kea Trader möglicherweise Ende Oktober
(22.09.17) Die Crew des unter Malta-Flagge laufenden Containerfrachters "Kea Trader", 25145 BRZ (IMO-Nr.: 9701281), bereitete gemeinsam mit den Bergern von Ardent weiter das Flottmachen des Schiffes vom Duran-Reef vor. Bei der Untersuchung von Laderaum IV wurden 28 Risse festgestellt, von denen 22 abgedichtet wurden. In Laderaum V sollen 18 Container mit Luftsäcken eingebracht werden, um den notwendigen Auftrieb zu erzeugen.
Sie sollen auf die Kranbarge "Jérôme" verladen werden, die Anfang des Monats von Singapur kommend vor Ort eingetroffen war. Die Bergung soll frühestens Ende Oktober erfolgen. Die Briggs-Gesellschaft, die für die Beseitigung möglicher Ölverschmutzungen verantwortlich ist, wollte am 23.9. eine Übung auf dem Durand Reef durchführen, bei der die Schlepper "Watoa" und "Pacific Titan" ihr Ölbekämpfungsgerät ausbringen sollen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Berger für Kutter in Cochin gesucht
(22.09.17) Versuche, den vor Cochin Port am 18.9. gesunkenen Kutter „Neethiman“ zu bergen, waren bislang ohne Erfolg. Das Schiff war beim Versuch, es durch ein Fahrzeug der Marine Enforcement einzubringen, im 14 Meter tiefen Fahrwasser gesunken, nachdem fünf Meilen vor Kochi Risse im Rumpf aufgetreten waren. Es blockierte seither das Fahrwasser auf einem Drittel seiner Breite.
Deswegen könnte das Einlaufen größerer Schiffe verzögert werden. Der Cochin Port Trust (CPT) suchte händeringend nach Bergern, die das Wrack beseitigen könnten. Zunächst hatte das Department of Fisheries diese Arbeit durchführen wollen, musste aber nach mehreren Tagen einräumen, nicht die Mittel dazu zu haben. Am 23.9., so die Hoffnung, sollte ein Berger benannt werden, ehe es zu größeren Einschränkungen kommt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Skipper pennte – Kutter lief auf Hafenmole
(22.09.17) Ein 42 Fuß langer Kutter lief am 21.9. vierkant auf die Schutzmole der Discovery Harbour Marina. Der Kapitän eines Schiffes der B.C.-Ferries wurde Zeuge des Vorfalls und versuchte noch, mit Hornsignal den Kutterskipper von seinem verhängnisvollen Kurs abzubringen, doch es gab an Bord keine Reaktion. Daraufhin wurde ein Rettungsboot ausgesetzt.
Der Kutter konnte nach dem Auflaufen wieder rasch von den Steinen der Hafenmole abgebracht werden. Sicherheitshalber wurde er von dem Rettungsboot der Fähre dann in die Discovery Harbour Marina eskortiert, wo der Vorfall der kanadischen Coastguard gemeldet wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Container stürzten von Frachterdeck
(22.09.17) 11 leere Container stürzten am Nachmittag des 21.9. von Deck des unter Marshall-Islands-Flagge laufenden Frachters "MOL Maxim", 78316 BRZ (IMO-Nr.: 9424936), in den Außenhafen von Oakland. Das Unglück ereignete sic him Bereich der Liegeplaätze 25 und 26 am Trapac Container Terminal, wo das Schiff von Los Angeles kommend festgemacht hatte. Die US Coast Guard wurde um 14.46 Uhr alarmiert.
Es gelang ihr, einige der Container zu sichern. Zwei wurden am Kai, ein dritter an einem separaten Platz vertäut. Ein vierter lag auf der Kaifläche, die übrigen sanken auf rund 50 Fuß Wassertiefe. Taucher wurden am Morgen des 22.9. gerufen, um sie zu lokalisieren und zur Bergung vorzubereiten.
Auch die Bar Pilots Association wurde informiert, sodass sie der Hindernisse gewärtig war und den Schiffsverkehr entsprechend leiten konnte. Die Coast Guard leitete eine Untersuchung ein. Der Port of Oakland rechnete nicht mit größeren Problemen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Noch sitzt die "Seatrout" fest
(Bild: Stan Mueller)   Großbild klick!

Tanker "Seatrout" von Schleppern wieder flottgemacht
(21.09.17) Unter den Augen zahlreicher Schaulustiger wurde der Bremer Tanker "Seatrout" am 20.9. gegen 15.45 Uhr bei Tonne 66 vor Bath von den Schleppern "Multratug 14", "Multratug 27", "Multratug 22", "Multratug 30", "Union Pearl" und "Experience" der Reedereien Multraship und KotugSmit wieder freigeschleppt. Sie hatten eine Stunde vor Hochwasser gegen 15 Uhr angezogen. Das Schiff wurde dann von der „Multratug 14“ und „Experience“ vorn und der „Multratug 30“ und „Union Pearl“ achtern n Richtung des Sloehaven in Vlissingen abgeschleppt und machte um 19.45 Uhr bei der Damen Schelde Naval Shipbuilding zu Inspektionen fest.
... beginnt sich langsam zu lösen
(Bild: Stan Mueller)   Großbild klick!
Auf Reede vor Vlissingen lag zu der Zeit auch noch der Kollisionsgegner, der Bulkcarrier "Usolie", vor Anker, der einige Blessuren bei dem der Strandung vorangegangenen Zusammenstoß davongetragen hatte. Er machte sich gegen Abend auf den Weg zur Reparatur in Klaipeda, wo er am 24.9. eintreffen sollte. Der Zusammenstoß hatte sich möglicherweise deshalb ereignet, weil die beiden Schiffe, die Antwerpen gerade verlassen hatten, während eines Überholvorgangs der "Seatrout" einem entgegenkommenden Sportboot ausweichen mussten.
Dadurch saugten sie sich gegenseitig an und stießen dann zusammen. Die "Seatrout" wurde vom Kurs abgebracht und lief auf den Strand an der Dumoulin-Straße nahe Bath zu. Nicht ausgeschlossen wurde aber auch, dass die beiden großen Schiffe einfach ein Überholmanöver zu forsch ausgeführt hatten, was in der Enge des Fahrwassers bei Bath leicht zu Problemen führen kann.
Während der Bergungsarbeiten an der „Seatrout“ wurde die Westerschelde komplett für den Schiffsverkehr gesperrt. Zuvor hatten Schiffe von einer Länge von bis zu 200 Metern die Strandungsstelle vorsichtig passieren können. Die 18-köpfige Tankercrew hatte nach der Havarie an Bord bleiben können. Auch das KNRM-Boot „Jan van Engelenburg“ aus Hansweert konnte rasch wieder abrücken, nachdem klar war, dass keine Menschen in Gefahr waren.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zeichung von Tomas Termote
(Bild: Tomas Termote)   Großbild klick!

Propellergravuren sollen U-Boot vor Ostende identifzieren helfen
(21.09.17) Vermutlich wird das vor Ostende entdeckte U-Boot zum Seegrab erklärt und bleibt unberührt, denn die Leichen der wohl 23 Besatzungsmitglieder dürften noch im Inneren sein. Das Wrack wurde in 25 bis 30 Metern Tiefe westlich von der Zufahrt des Hafens gefunden. Die genaue Position wird von den belgischen Behörden aber nicht verraten, um keine Plünderer anzulocken.
Das Schiff sei weitgehend intakt und verschlossen, berichtete der Gouverneur von Westflandern, Carl Decaluwé. Für ihn war der Fund eine Sensation. Es wurden zwar in den vergangenen Jahrzehnten bereits 11 U-Boot-Wracks in belgischem Seegebiet aufgespürt, doch keines war ähnlich gut erhalten.
Sogar Turm und Periskop blieben intakt, nur das Vorschiff war abgeknickt, und achtern stand eine Luke offen. Ostende wurde als Badeort an der Nordseeküste Anfang des 20. Jahrhunderts zum beliebten Urlaubsziel für das Bürgertum, war aber zwischen 1914 und 1918 auch ein umkämpfter Kriegsschauplatz. Die Flotte des deutschen Kaisers führte von Flandern aus ihren U-Boot-Krieg unter anderem gegen britische Handelsschiffe.
Die deutsche Marine hatte drei große U-Boot-Stützpunkte mit 10.000 Mann in Belgien und versenkte vor den Küsten mehr als 2.500 Schiffe. Die Kriegsgegner wiederum legten deswegen Minen vor der belgischen Küste. Eine dieser Bomben mit bis zu einer Tonne Sprengstoff wurde dem jetzt gefundenen U-Boot mutmaßlich zum Verhängnis.
Um welches Boot es sich genau handelt, wollen die Forschungstaucher nun untersuchen. Nach den Maßen – das Wrack ist 27 Meter lang und sechs Meter breit - dürfte es sich um ein Schiff der-Klasse UB II handeln, die ab 1915 gebaut wurde. Davon waren zwischen 1915 und 1918 insgesamt 18 Boote in der Flandern-Flotte im Einsatz.
13 wurden im Einsatz zerstört oder sanken. Wenn geklärt wird, welches Schiff genau dort seit etwa 100 Jahren auf dem Meeresgrund lag, könnten wohl auch die Namen der Besatzungsmitglieder festgestellt werden. Noch vor dem Winter würden Taucher das Wrack erneut untersuchen und den Propeller bergen, anhand dessen Gravuren die Identität zu klären sein könnte.
Ein Verdacht war, dass es sich bei dem Boot um "UB 27" handeln könnte, das im Juli 1917 unter dem Kommando von Freiherr Heinz von Stein auf Feindfahrt ausgelaufen war. Es wurde am 27.7. von dem britischen Torpedoboot "Halcyon" bei Smiths Knoll vor Great Yarmouth gerammt. Möglicherweise sank es aber nicht sofort, sondern machte sich auf den Rückmarsch nach Ostende, wo ihm eine Mine den Garaus gemacht haben könnte.
Unbekannt ist auch der letzte Liegeplatz von "UB 32", das am 17.7.1917 sein letztes Lebenszeichen gab. Fünf Tage später wollte es eine britische Flugzeugbesatzung bei Ostende angegriffen und versenkt haben. Die Fundstelle des noch unbekannten Bootes wurde derweil gesichert und ein Tauchverbot erlassen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Unterwasserarchäologen am Wrack der “Rooswijk“
(Bild: Dutch Cultural Heritage Agency)   Großbild klick!

Wrack der Rooswijk wird ausgegraben
(21.09.17) Ein internationales Team von Unterwasserarchäologen arbeitet vom Tonnenleger „Terschelling“ aus derzeit an der Ausgrabung und Dokumentation der “Rooswijk“, die 1737 in Amsterdam für die holländische East India Company erbaut wurde und bereits 1740 auf den Goodwin Sands strandete, als sie nach Batavia, dem heutigen Jakarta, unterwegs war. Das Wrack ist heute geschützt, im Besitz der holländischen Regierung und gemanagt von Historic England und gilt wegen des Treibsands, in dem es liegt, und seiner Fragilität als gefährdet.
Deswegen dokumentieren holländische und britische Forscher nun große Bereiche des Schiffes im Rahmen eines Projekts, das von der Cultural Heritage Agency finanziert wird. Das Team fokussierte sich auf die Freilegung von Lagerräumen und Unterkünften am Heck. Dabei wurden große Mengen von Artefakten von großen Seemannstruhen und Zinnkannen und Löffel über Glasflaschen, kunstvoll geschnitzten Messergriffen bis hin zu persönlichen Gegenstände wie Schuhen gefunden.
Diese wurden in ein Lagerhaus in Ramsgate gebracht, wo sie konserviert werden, ehe es weiter in ein Lager von Historic England geht zur weiteren Analyse. Am Ende sollen die Funde nach Holland transportiert oder in Ramsgate ausgestellt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Aus Übung wurde Ernst – Yacht mit Mastbruch geborgen
(21.09.17) Aus einer Übung wurde am 20.9. Ernst, als der Seenotkreuzer "Vormann Jantzen" während einer Ausbildungsfahrt einer Segelyacht mit Mastbruch in der Lübecker Bucht zu Hilfe kam. Bis zum Eintreffen der Seenotretter machte die „Bad Rappenau“ der Deutschen Marine zunächst Standby.
Die Freiwilligen-Crew der "Hans Ingwersen" übernahm den Schleppanhang und brachte ihn samt allein segelndem Skipper sicher nach Travemünde. Die „Vormann Jantzen“ sicherte den Schleppzug auf seinem Weg in den Hafen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Havarierter Frachter nach Tromsø eingeschleppt
(21.09.17) Der russische Frachter "Tiksy", 7949 BRZ (IMO-Nr.: 8821802), erlitt am Morgen des 18.9. auf der Reise von Archangelsk nach Alexandria um 7.13 Uhr Maschinenschaden 50 Meilen nördlich von Andøya vor Senja. Der Turbolader hatte zu rauchen begonnen, und das Schiff trieb manövrierunfähig in ruhiger See westlich von Tromsø. Nachdem es der Crew nicht gelungen war, die Maschine zu reparieren, wurde am 20.9. Schlepphilfe angefordert.
Zwar lief die Maschine wieder, aber der Frachter konnte nur zwei Knoten Fahrt machen. Am Abend befand sich der Havarist am Haken der "Stone" (IMO-Nr.: 6917516) und "Borg Mini" (MMSI-Nr.: 257455900) als Steuerschlepper auf dem Weg nach Tromsø. Hier machte er gegen 22 Uhr in Tromsø–Breivika fest.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre notankerte vor Langevåg
(21.09.17) Die norwegische Fähre "Utstein", 827 BRZ (IMO-Nr.: 7434676), erlitt am Morgen des 20.9. Maschinenausfall und musste unmittelbar vor dem Fähranleger in Langevåg auf Bømlo notankern. Der Fehler wurde aber relativ schnell gefunden und der Schaden behoben. Taucher wurden gerufen, den Rumpf auf mögliche Schäden zu untersuchen. Gegen 13 Uhr konnte die Fähre aber wieder in den Dienst Langevåg-Buavåg zurückkehren.
Quelle:Tim Schwabedissen



10 schiffbrüchige Fischer aus Sturm gerettet
(21.09.17) Beim Ansteuern des Strandes von Uttan in Bhayander verunglückte der Kutter "Blessing" am Abend des 19.9. Das Schiff war am Vortag auf Fang ausgelaufen. Wegen Wetterwarnungen drehte es dann aber um. Einen halben Kilometer vor dem Erreichen des rettenden Strandes kollidierte es mit einem Dalben, kenterte und sank.
Die 10-köpfige Crew sprang ins Wasser, wurde aber von dem Kutter “Babylon’“ gerettet, der gerade nach Vasai unterwegs war. Die beiden in Vasai beheimateten Kutter "Babylon" und "Muktadada" liefen am 20.9. aus, das halb gesunkene Boot zu bergen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Jungfernfahrt der Pauline geht zur Versenkung
(21.09.17) Das kleine Stahlschiff „Pauline“ war nie auf Fahrt. Es wurde vor Jahren gebaut und nie für seine wirkliche Aufgabe verwandt. Anja Günzel, die Chefin des Tauchzentrums Geiseltal in Mücheln-Stöbnitz, konnte zur Historie des jüngst erworbenen Objekts und künftigem Tauchziel keine Erkenntnisse gewinnen. Sicher ist aber, dass das Schiff am 28.10. auf seiner Jungfernfahrt auf den Geiseltalsee gezogen und dort vor der Halbinsel Stöbnitz neben dem Badestrand dann als Tauchziel versenkt wird.
Am 13.8. wurde das bis dahin namenlose Boot auf den Namen "Pauline" getauft, weil es im früheren Tagebau „Geiseltal“ eine „Grube Pauline“ gab. Man kann für diesen Törn eine Fahrkarte im Tauchzentrum buchen und sich vor dem Versenken auf ein anderes Boot retten. Das Wrack schafft neuen marinen Lebensraumund und soll für die Taucher ein attraktives Ziel am Grund des Sees werden.
Dieser ist mit fast 19 Quadratkilometern der größte künstliche See in Deutschland, zählt zu den zehn wasserreichsten Seen des Landes und ist das größte Gewässer im Mitteldeutschen Seenland.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kollision auf Azov-Don-Seekanal
(21.09.17) Am 19.9. um 6.20 Uhr kollidierte der moldawische Frachter "Veles", 2432 BRZ (IMO-Nr.: 8857980), mit dem russischen Tanker "Volgoneft 210", 3463 BRZ (IMO-Nr.: 8727977), auf dem Azov-Don-Seekanal im Bereich der Tonnen 20-221. Der Zusammenstoß ereignete sich bei schlechten Sichtverhältnissen. Beide Schiffe waren mit Lotsenassistenz unterwegs.
Die "Veles", die mit 3.003 Tonnen Weizen beladen war, erlitt Schäden am Schanzkleid, und das Hauptdeck wurde auf sechs Metern Länge eingebeult. Die Kollisionsgegner mussten den Hafen von Rostov am Don zu den notwendigen Untersuchungen ansteuern.
Quelle:Tim Schwabedissen



Manövrierunfähiger Trawler nach Ålesund eingeschleppt
(21.09.17) Am 19.9. wurde der norwegische Trawler "Emma - M-64-MD", 133 BRZ (IMO-Nr.: 8962345) in der Nordsee manövrierunfähig, nachdem eine Leine seinen Propeller blockiert hatte. Das norwegische Küstenwachboot “Sortland" wurde zu Hilfe gerufen und nahm den Havaristen auf den Haken. In der Nacht zum 20.9. wurde die “Emma” zurück in den Hafen von Ålesund geschleppt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bohrinsel nach Stromausfall evakuiert
(21.09.17) Der Ölkonzern BP hat am 18.9. die 300 Arbeiter auf der amerikanischen Ölplattform “Thunder Horse“ (MMSI-Nr.: 366047800) im Golf von Mexiko evakuiert, nachdem es an Bord einen Stromausfall gegeben hatte. Die Produktion wurde ebenfalls gestoppt. Am 20.9. wurde damit begonnen, die Plattform wieder betriebsfähig zu machen.
Der Halbtaucher kann bis zu 250,000 Barrels Öl und 200 Millionen Kubikmeter Naturgas pro Tag produzieren. Er ist 225 Kilometer südöstlich von New Orleans auf 1,850 Metern Wassertiefe stationiert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer legte Kreuzfahrtschiff im Atlantik lahm
(21.09.17) Am Morgen des 20.9. brach ein Feuer im Maschinenraum des unter Bermudas-Flagge laufenden Kreuzfahrtschiffes “Aurora", 26152 BRZ (IMO-Nr.: 9169524), auf dem Atlantik aus. Es war auf der Fahrt von Bermuda zu den Azoren. Die Maschine fiel zeitweilig ebenso wie die Bordelektrik aus. Die Passagiere wurden aufgefordert, zu ihren Kabinen zurückzukehren.
Die Crew wurde auf ihre Stationen alarmiert, während dichter, schwarzer Qualm aus dem Schornstein drang. Binnen einer Stunde konnte der Brand gelöscht werden, während das Schiff in der Atlantikdünung rollte. Danach wurden die Notstromgeneratoren angefahren.
Um 9.53 Uhr hob der Kapitän den Alarm auf, und die Crew konnte auf ihre normalen Stationen zurückkehren. Die „Aurora“ nahm wieder Fahrt auf und versuchte, die verlorene Zeit auf dem Weg nach Praia da Victoria aufzuholen. Das Schiff war am 27.8. mit rund 2.000 Passagieren aus Southampton zu einer Kreuzfahrt nach Kanada und die USA ausgelaufen und wurde dort am 26.9. zurückerwartet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Charterboot saß auf Schwimmausleger in Waren fest
(21.09.17) Am 19.9. gegen 14.45 Uhr kam es im Stadthafen Waren zu einem ungewöhnlichen Sportbootunfall. Vermutlich wegen eines technischen Defektes fuhr ein Charterboot auf einen Schwimmausleger der Steganlage und blieb auf diesem liegen. Es entstanden Sachschäden an der Steganlage, dem Charterboot und einem weiteren Boot, das am Steg lag.
Die Schäden gingen nach Aussagen der Betreiber der Steganlage und des Vercharterers in den vierstelligen Bereich. Die Wasserschutzpolizei hat den Unfall aufgenommen und die Ursachenermittlung eingeleitet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wrack tauchte nach fast 100 Jahren wieder auf
(21.09.17) Die Stürme der vergangenen Zeit haben im Topsail Inlet, North-Carolina, in dieser Woche durch die dadurch verursachte Stranderosion das Wrack der “William H. Sumner“ freigelegt, die 1919 nach einer Meuterei am heutigen Surf City Beach strandete. Archäologen kennen das Wrack seit 50 Jahren. Der 572-Tonnen-Schoner wurde in Camden, Maine, erbaut und lief am 7.9.1919 mit einer Ladung Phosphat auf der Reise von Puerto Rico zum Heimathafen New York City auf Grund.
Der Kapitän wurde danach tot aufgefunden. Zunächst wude spekuliert, weil er den Dreimaster auf dessen erster Reise auf Grund gesetzt habe, doch später sagten drei Crewmitglieder aus, dass der 1. Offizier den 24-jährigen Robert E. Cochrane erschossen habe. Er sei zu dicht unter der Küste gesegelt, wo ausbleibender Wind das Schiff zum Stillstand brachte.
Die Crew soll den Kapitän aufgefordert haben, umzukehren, um Nahrungsmittelnachschub aufzunehmen. Als er sich weigerte, meuterte die Mannschaft. Nun sind einige 28x-11 Fuß langen Sektionen von Decks- und Deckenteilen, die kieloben im Sand liegen, als stumme Zeugen der Geschichte sichtbar geworden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter trieb 10 Tage in der See
(21.09.17) Die “Samudra Prahari” der indischen Coastguard kam am Abend des 19.7. dem Kutter „Seagull“ und dessen 14-köpfiger Crew zu Hilfe. Das Schiff war 200 Kilometer von Mumbai entfernt durch Maschinenausfall manövrierunfähig geworden und trieb seit 10 Tagen hilflos im Meer. Am 17.7. fing die Küstenwache Notrufe auf, und am 18.7. lief aus Mumbai dort die „Samudra Prahari” zur Assistenz aus.
Der Kutter hatte keine Nahrungsmittel oder Wasser mehr an Bord. Das Küstenwachboot schleppte ihn bei rauer See nach Mumbai ab, wo er am Sasoon Dock festgemacht und am 20.7. den Fischereibehörden übergeben wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Kutter in Bembridge
(21.09.17) Der Isle of Wight Fire and Rescue Service und die HM Coastguard wurden alarmiert, nachdem der als Hausboot genutzte Kutter “Ocean Reward“ an der Bembridge’s Embankment Road am Nachmittag des 20.9. in Brnd geriet. Zwei Feuerwehrfahrzeuge kamen gegen 14 Uhr aus Ryde zum Selwyn Pontoon, gefolgt vom Bembridge Coastguard Rescue Team. Unter Atemschutz machten sich die Einsatzkräfte bereit, den Brand zu löschen, doch dieser war bereits aus.
Er war wohl von einem Heizgerät verursacht worden. Um 14.35 Uhr verließ das erste Einsatzfahrzeug die Szene, gefolgt vom zweiten um 15.10 Uhr.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wie kam Cuki auf den Strand?
(21.09.17) Die 45,4 Fuß lange Segelyacht "Cuki", die am Spessard Holland South Beach Park in Melbourne Beach strandete, bereitet weiter Kopfzerbrechen und befeuert Spekulationen, wie sie dorthin gekommen sein mag. Ein Jogger hatte sie am Morgen des 19.9. entdeckt und dem Brevard County Sheriff's Office gemeldet. Sie ist registriert für einen Mann in Key West, der im Monroe County im Gefängnis sitzt.
Die U.S. Coast Guard hat Aufzeichnungen, nach denen das Fiberglas-Boot 1974 erbaut wurde. Neben dem Namen fand sich die Aufschrift New Rochelle, New York, am Rumpf sowie ein aufgesprühtes “OK", mit dem die Coast Guard möglicherweise den Zweimaster auf See als verlassen markierte. Seit der Strandung wurde einige Ausrüstung gestohlen, darunter elektronisches Gerät.
Ansonsten war das Boot trotz des Sturmritts durch Hurrikan Irma in recht gutem Zustand. Am vorderen Kiel befand sich ein kleiner Riss, der aber wohl nur im Fiberglas war.
Quelle:Tim Schwabedissen



Robben Island-Fähre hätte nicht bei schlechtem Wetter fahren dürfen
(21.09.17) Das Robben Island Museum hat offenbar eine eigene Maßgabe, dass die Fähre “Thandi” nur bei ruhiger See eingesetzt werden solle, missachtet. Am 15.9. war das Schiff mit 64 Passagieren fast gesunken, als es drei Kilometer vor der V&A Waterfront in stürmische See geriet. Seit Jahren gab es auch eine Diskussion, ob das Robben Island Museum eigene Fähren oder Charterboote haben solle.
Das Museum besitzt einige eigene Schiffe, chartert aber auch Fahrzeuge, darunter die 13,7 Meter lange „Thandi“, die der Yacoob Yachts gehört. Am 19.9. war ein Schiff des Museums im Betrieb sowie vier Charterschiffe. Am Unglückstag hatte das Robben Island Museum wie jeden Tag eine Konsultation mit den Kapitänen als Teil der Sicherheitsprotokolle. Die Wettervorhersage hatte keinen Anlass zu Bedenken über den Einsatz gegeben. Aber bald frischte es weit starker auf als vorhergesagt. Um 14.18 Uhr wurde die NSRI alarmiert, und um 16.22 Uhr gab es vom South African Weather Service eine Sturmwarnung für die Küste um Kapstadt, also zwei Stunden nach Einreten des Seenotfalls.
Gewarnt wurde vor zwei Meter hohen Wellen und Windgeschwindigkeiten von 65 km/h, also Wetterbedingungen, nach denen die „Thandi” im Hafen hätte bleiben können. Es war ihre erste Fahrt nach einer längeren Überholung. Die Charterschiffe unterliegen einem Instandhaltungsplan und müssen alle notwendigen Sicherheitszertifikate haben, bevor sie Passagiere nach Robben Island transportieren dürfen.
Die Yacoob Yachts gaben an, die “Thandi” sei am 12.9. von der South African Maritime Safety Authority inspiziert worden und habe alle notwendigen Genehmigungen erhalten. Vor der Inbetriebnahme habe es zudem eine Probefahrt gegeben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter trieb vor Arranmore
(21.09.17) Die Arranmore RNLI wurde am 19.9. alarmiert, nachdem ein 15 Meter langer 60-Tonnen-Kutter 35 Meilen westlich von Arranmore Maschinenausfall erlitten hatte. Die vierköpfige Crew funkte gegen 16 Uhr einen Notruf. Das Schiff trieb bei 6-7 Beaufort aus Süd-Südost in bis zu vier Meter hohen Wellen.
Das Rettungsboot lief wenig später aus. Beim Eintreffen am Havaristen wurde eine Schleppverbindung hergestellt. Dann konnte der Kutter in den Hafen von Burtonport gezogen werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motoryacht vor Perelló
(Bild: Salvamento Maritimo)   Großbild klick!

Motoryacht vor Perelló ausgebrannt und gesunken
(20.09.17) Am 19.9. geriet eine Motoryacht vor dem Hafen von Perelló in Brand. Das 20 Meter lange Rettungsboot „Salvamar Pollux“ (MMSI-Nr.: 224019770) von Salvamento Maritimó lief von seiner Station im Hafen von Valencia zur der Position 1,2 Meilen nordöstlich von Perelló aus. Die Crew der Motoryacht wurde gerettet, doch alle Löschversuche blieben vergebens.
Das weitgehend heruntergebrannte und zerschmolzene Wrack sank schließlich vor dem Hafen. Gegen 13 Uhr machte die „Salvamar Pollux“ nach Ende des Einsatzes wieder an seinem Liegeplatz in der Marina Real JC fest.
Quelle:Tim Schwabedissen



10 Mann im Gelben Meer vermisst
(20.09.17) Ein chinesischer Kutter mit einer zehnköpfigen Crew an Bord sank am Morgen des 19.9. vor der ostchinesischen Shandong-Provinz. Das Weihai City Maritime Rescue Center wurde gegen fünf Uhr alarmiert, nachdem das in der Liaoning-Provinz registrierte Schiff im Gelben Meer gekentert war. 37 Schiffe beteiligten sich an einer Suchaktion für die Schiffbrüchigen. Eine Untersuchung des Unglücks wurde durch die chinesischen Behörden eingeleitet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter vor Ouessant abgeschleppt
(20.09.17) Am 19.9. gegen acht Uhr erlitt der unter Antigua-Barbuda-Flagge laufende Frachter “Vita", 2497 BRZ (IMO-Nr.: 8906303), rund 38 Meilen nordnordöstlich von Ouessant Maschinenschaden. Das Schiff war am 16.9. mit einer Ladung Stahlplatten aus Bremen nach Pasajes ausgelaufen, wo es am 21.9. hätte eintreffen sollen. Die Crew versuchte in den folgenden Stunden ohne Erfolg, den Schaden – vermutlich eine defekte Treibstoffpumpe – zu beheben.
Derweil trieb das Schiff in der vielbefahrenen Verkehrstrennungszone im Atlantik. Nachdem der Reparaturversuch fehlgeschlagen war, wurde gegen 19 Uhr der französische Notfallschlepper “Abeille Bourbon" (IMO-Nr.: 9308687) aus Brest mobilisiert, um den Havaristen abzuschleppen. Nachdem er ihn auf den Haken genommen hatte, ging es während der Nacht mit rund fünf Knoten Fahrt in Richtung Brest, wo die beiden Schiffe in den Morgenstunden eintrafen.
Dort machte auch der Hafenschlepper “Clairvoyant" (MMSI-Nr.: 227006710) gegen neun Uhr als Steuerschlepper an der „Vita“ fest, um das Ankermanöver des manövrierunfähigen Frachters zu unterstützen. Gegen 10 Uhr war er auf der Reede von Brest vermoort.
Quelle:Tim Schwabedissen



Skipper gekenterter Segelyacht vor Arcachon gerettet
(20.09.17) Am 19.9. gegen 14 Uhr meldete ein Flugzeug der DGA (Direction Générale de l'Armement) dem CROSS Etel, dass es vor Arcachon an der Arguin-Bank eine gekenterte Segelyacht gesichtet habe. Das CROSS funkte sofort ein Mayday Relay und mobilsierte das Rettungsboot “Côte de Pays Blanc – SNS 285" der SNSAM-Station SNSM in Arcachon, einen Seenothubschrauber des Centre d'Essais des Landes (CEA) sowie ein in der Nähe befindliches Sportboot, die „Dameky“, zu der gemeldeten Position. Gegen 15 Uhr meldete deren Skipper, dass er einen Schiffbrüchigen gerettet habe.
Es handelte sich um einen rund 30-jährigen Engländer, der mit seiner acht Meter langen Segelyacht „Wind Bag“ verunglückt war. Nach einer Telefonkonferenz zwischen dem CROSS, der Maritime Coordination Médicale Maritime (MCMM) in Bayonne und dem Sportboot wurde entschieden, dass der Segler, der an leichter Unterkühlung litt, auf das SNSM-Boot übergeben werden sollte, um ihn nach Arcachon zu transportieren.
Von dort wurde er in ein Krankenhaus gebracht. Derweil warnte der Semaphor Cap-Ferret die Schifffahrt vor dem im Meer treibenden Wrack der “Wind Bag”.
Quelle:Tim Schwabedissen



Deutscher Tanker nach Kollision vor Antwerpen auf Grund gesetzt
(20.09.17) Der deutsche Tanker "Seatrout", 26548 BRZ (IMO-Nr.: 9352303), kollidierte am 20.9. um 5.45 Uhr wenige Minuten nach dem Auslaufen aus dem Hafen von Antwerpen nach Ust-Luga mit dem liberianischen Bulkcarrier "Usolie", 37519 BRZ (IMO-Nr.: 8800315), der ebenfalls gerade den belgischen Hafen mit Ziel Klaipeda verlassen hatte. Nach dem Zusammenstoß lief der Tanker mit Backbordschlagseite auf der WEsterschelde vor Nauw van Bath auf Grund. Wenig später waren die Schlepper “Fairplay 27", "Multratug 27", "Multratug 30" und "Union Eagle" vor Ort und versuchten, das unbeladene Schiff wieder flottzubekommen.
Der Havarist lag außerhalb des Fahrwassers und behinderte die passierende Schifffahrt so nicht. Auch die Patroullienboote "P 86" und "Patrol" waren vor Ort und sicherten die Unfallstelle. Nachdem ein erster Bergungsversuch fehlgeschlagen war, wurde entschieden, mit dem nächsten bis 14 Uhr zu warten.
Gegen 16 Uhr würde die folgende Flut ihren Höchststand erreichen. Aus Sicherheitsgründen wurde unterdessen die Schifffahrt von und nach Antwerpen gestoppt. Der Frachter wurde derweil in den Hafen zurückbeordert und warf Anker vor Vlissingen. Erst am 14.8. war an derselben Enge, in der die „Seatrout“ jetzt lag, der Containerfrachter „CSCL Jupiter“ auf Grund gelaufen und musste von 15 Schleppern wieder befreit werden.
Die “Sea Trout” ist 188,18 Meter lang, 32,2 Meter breit, hat 11,02 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 40.600 Tonnen. Sie läuft für die German Tanker Shipping GmbH & Co. KG in Bremen und wurde 2006 bei der Kieler Lindenau-Werft erbaut.
Die “Usolie” ist 225 Meter lang, 32,21 Meter breit, hat 13,2 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 68.788 Tonnen. Sie läuft für die Trident E. Shipping SA in Limassol und wurde 1990 bei Hyundai in Ulsan erbaut. Sie lief bis 1005 als „General Guisan“, bis 2004 als „Antwerpia“, bis 2006 als „W One“, bis 2011 als „Trident Endeavour“ und bis 2012 als „Trident E“.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bulkcarrier vor Plymouth havariert
(20.09.17) Der griechische Bulkcarrier "Petalon", 47984 BRZ (IMO-Nr.: 9469041), erlitt am 19.9. gegen Mittag im Englischen Kanal südlich von Plymouth einen Maschinen- oder Ruderschaden. Das Schiff drehte zunächst einen Kreis mit stark herabgesetzter Geschwindigkeit. Gegen 14.30 Uhr war es mit zwei Knoten Fahrt in nordöstlicher Richtung entgegengesetzt der Fahrtrichtung in der Verkehrstrennungszone unterwegs. Gegen 20.30 Uhr nahm es wieder normale Fahrt auf und kehrte auf die richtige Fahrwasserseite zurück. Die "Petalon" war auf der Reise von Sept-Iles in Kanada nach Gent, wo sie am 20.9. gegen 22 Uhr erwartet wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Keine gute Reise für die Bon Voyage
(20.09.19) Am 20.9. gegen vier Uhr lief auf der Donau bei Bogen das französische Binnenschiff "Bon Voyage", 1284 ts (EU-Nr.: 04501350) auf Grund gelaufen. Es setzte die Reise dann bis zur Straubinger Schleuse fort, wo es mit Steuerbordschlagseite oberhalb der Kagerer Schleuse festmachte. Die Feuerwehr rückte mit einem Großaufgebot an und begann, ein Wasser-Öl-Gemisch aus dem aufgerissenen Maschinenraum in Tankwagen zu lenzen. Bis zum Vormittag wurden rund 20 Tonnen kontaminiertes Wasser ausgepumpt.
Um das Schiff wurden Ölsperren ausgelegt. Taucher wurden gerufen, um zu versuchen, das Leck abzudichten. Das Schiff hatte Weizen geladen und war am 19.9. von Passau nach Nürnberg ausgelaufen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wrack von Schwerwasserfähre Hydro nun als virtuelles Modell zu besichtigen
(20.09.17) Das Wrack der in 430 Metern Tiefe auf dem Tinn-See liegenden, norwegischen Eisenbahnfähre “Hydro” kann jetzt virtuell begangen werden. Das Schiff, das schweres Wasser für die Atomforschung der Deutschen geladen hatte, wurde von norwegischen Saboteuren 1944 durch eine Sprengung versenkt. Damit gingen 49 Tonnen schweres Wasser, die von Rjukan nach Deutschland verschifft werden sollten, für immer verloren.
Zwar kostete die Versenkung 18 Menschenleben, doch wurde Hitlers Bestrebungen, eine Atombombe zu entwickeln, damit ein Riegel vorgeschoben. Etliche Tage wurde das Wrack nun von Forschern von Bord der Fähre „Storegut“, 1119 BRZ (IMO-Nr.: 8634431), die von Tinnoset aus eingesetzt wurde, mit modernstem Gerät vermessen und auf der Basis der gewonnenen Daten eine Animation und ein 3-D-Modell erstellt, mit dem nun ein virtueller Gang um das Wrack möglich ist. Man kann im norwegischen Industriearbeitermuseum in Vemork nun die Tanks mit dem schweren Wasser wie auch Waggons auf Deck sehen.
Die Daten wurden beim NTNU in Trondheim und Kongsberggruppen aufbereitet. Die Kartierung wurde mit Photomosaiken und Sonar durchgeführt. Über 10.000 Fotos wurden zu einem detaillierten Modell verarbeitet, das Details einer Größe von weniger als einem Zentimeter sichtbar macht. So wurde die alte Fähre zu Norwegens am besten dokumentierten Schiffswrack.
Die „Hydro“ ist auch auf der Liste des Welterbes der UNESO, und Norwegen überwacht das Wrack regelmäßig seit 1993. Die Untergangsstelle ist zugleich als Seegrab geschützt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter vor Kochi gesunken
(20.09.17) Der indische Kutter “Neethiman” sank nach Auftreten eines Risses im Rumpf am Morgen des 19.9. im Fahrwasser zwischen Vypeen und Fort Kochi. Es war um sechs Uhr aus Thoppumpady Harbour ausgelaufen, nachdem es in Murikkumpadam Eis geladen hatte. 45 Minuten später trieb es nach einem Wassereinbruch im Maschinenraum eine Weile fünf Meilen vor dem Hafen.
Der Havarist sollte nach einem Notruf von einem Kutter ohne Genehmigung eingeschleppt werden, konnte dann aber nicht mehr gehalten werden und versank im Ernakulam Shipping Channel. Die sechsköpfige Crew wurde gerettet. Zwei andere Kutter hatten zunächst vier Mann übernommen, die beiden an Bord verbliebenen wurden später vom Marine Enforcement-Team abgeborgen.
Der Cochin Port Trust mobilisierte einen Kran zur Hebung des Wracks, das zunächst von einem hydrographischen Forschungsschiff südlich des Fahrwassers lokalisiert wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Geisterschiff trieb am Melbourne Beach an
(20.09.17) Am 19.9. trieb am - Melbourne Beach, Florida, die verlassene Segelyacht "Cuki” aus New Rochelle, New York, an. Das Schiff machte einen heruntergekommenen Eindruck und war verrostet. Das Brevard County Sheriff’s Office fand heraus, dass die “Cuki” in Key West registriert ist und möglicherweise vom Wirbelsturm Irma auf den Atlantik hinausgetrieben wurde. Das Sheriff’s Office nahm Kontakt mit der Coast Guard auf, die den Eigner finden sollte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schlepperschaden sabotierte Bergungsarbeiten vor Miramar Beach
(20.09.17) Am 19.9. erlitt die Bergung des Casinoschiffs "Lucky Seven" einen Rückschlag, als bei schwerem Regensturm die Maschine eines der drei eingesetzten Schlepper, der "Maria", wohl wegen eines verstopften Ölfilters ausfiel und die Schlepptrosse brach. Tags zuvor hatten die Berger den Havaristen 300 Meter weit ziehen können, jetzt wurde er rund 10 bis 15 Meter zurückgetrieben und setzte wieder auf der Sandbank auf. Die beiden verbliebenen Schlepper blieben am Schiff fest, und nach der Reparatur der „Maria“ sollten die Bergungsarbeiten am 20.9. mit dem Hochwasser um 10.45 Uhr wieder aufgenommen werden.
Quelle:Tim Schwabedissen




(Bild: Olivier bernard)   Großbild klick!

Feuer beschädigt Cousteau-Forschungsschiff in Izmit
(19.09.17) Das berühmte Schiff des französischen Meeresforschers Jacques-Yves Cousteau, die „Calypso“, die derzeit in Izmit bei Istanbul renoviert wird, wurde am 12.9. durch ein Feuer beschädigt. Die historischen Teile des Schiffes wurden von den Flammen verschont, und das Restaurierungsprojekt, mit dem das Schiff gerettet werden soll, wurde nicht als gefährdet angesehen. Einige der neuen Holzteile des Schiffes wurden aber beschädigt.
Der Brand brach aus, als die monatelangen Arbeiten am hölzernen Teil des Rumpfes gerade beendet waren. Die Wiederherstellung verzögert sich dadurch um unbestimmte Zeit. Die Arbeit wird auch erst dann wieder aufgenommen, wenn die türkischen Ermittler es zulassen.
„Calypso“ in Montreal
(Bild: René Beauchamp)   Großbild klick!
Ursprünglich war die „Calypso“ ein US-amerikanisches Minensuchboot der YMS-Klasse mit der Kennung „BYMS-26“ der US Navy. Die Kiellegung war am 12.8.1941 in der Ballard Marine Railway Co., Inc. in Seattle, Stapellauf war am 21.3.1942. Die US-Marine überstellte das Schiff am 22.8.1942 an Großbritannien. Es wurde als HMS „J-826“ im Februar 1943 neu klassifiziert.
Eingesetzt wurde das Schiff im Mittelmeer. 1944 wurde es in HMS „BYMS-2026“ umbenannt und 1946 auf Malta auf Reede gelegt. Am 10.6.1947 wurde es aus dem Navy Register gestrichen. Am 12. August 1947 kehrte es in die USA zurück. Es wurde dann an Joseph Gasan verkauft und in die Fähre „Calypso“ umgewandelt, die zwischen Malta und der Nachbarinsel Gozo verkehrte.
Der irische Bierbrauer Guinness, der das Schiff im Jahre 1950 erworben hatte, stellte es dem Forscher Cousteau zur Verfügung. Dieser baute die „Calypso“ in ein Forschungsschiff um. Die im Fernsehen weltweit populären Produktionen Cousteaus machten auch die „Calypso“ weltbekannt.
Die „Calypso“ wurde bei Überholungsarbeiten im Hafen von Singapur am 8.1.1996 von einer Barkasse gerammt und sank. Sie wurde wieder gehoben, provisorisch instandgesetzt und im gleichen Jahr nach Marseille geschleppt. Cousteau wollte sie der Universität Marseille schenken, was aber letztlich nicht zustande kam.
1998 wurde das Schiff nach La Rochelle geschleppt. Dort lag sie im Meeresmuseum, wurde aber nicht weiter instandgehalten. Ende 2004 wurde bekannt, dass Loël Guinness, der Enkel des seinerzeitigen Käufers, das Schiff für einen symbolischen Preis von einem Euro an den US-Kreuzfahrtkonzern Carnival verkauft hatte. Für 1,3 Millionen Dollar sollte die „Calypso“ generalüberholt und auf den Bahamas als Teil eines „Zentrums für Wissenschaft und Erziehung“ in ein schwimmendes Museum verwandelt werden.
Es folgte ein Rechtsstreit um den Besitzanspruch an der „Calypso“ zwischen der Cousteau Society“ unter dem Vorsitz der Witwe Cousteaus und der „Campagnes Océaniques Françaises (COF), der auch der Sohn des Forschers angehörte. Am 17.11.2005 entschied das Obergericht in Paris, dass die „Calypso“ in der Tat der ‚Equipe Cousteau‘ gehöre und der Verkauf damit rechtmäßig abgeschlossen werden konnte.
Im Oktober 2007 wurde das Schiff nach Concarneau in der Bretagne (Departement Finistère; 29) geschleppt, um dort auf der Werft Piriou vollständig instand gesetzt zu werden. In der Werft des Fischereihafens am Ufer des Moros wurden alle Aufbauten sowie der Bug des Schiffes demontiert, um getrennt von den Spanten und der Außenhaut des Schiffes restauriert zu werden. Das Gerippe lag zu diesem Zeitpunkt im Werfthangar und wurde entrostet.
Der Bugteil wurde abgenommen, um diese Arbeiten zu erleichtern, und stand auf einem fahrbaren Schlitten vor dem Hangartor. Die Arbeiten konnten, außer bei schlechtem Wetter, wenn das Tor geschlossen war, von außen verfolgt werden. Im Februar 2009 wurden die Arbeiten infolge eines Rechtsstreits mit der Werft Piriou eingestellt. Jacques Cousteaus Sohn, Pierre-Yves plante anlässlich des 100. Geburtstags seines Vaters eine Expedition mit der „Calypso“.
Er wollte dokumentieren, wie sich das Mittelmeer seit den letzten Fahrten von Jacques Cousteau verändert hatte. Da die Restaurierung der „Calypso“ aber um unabsehbare Zeit verspätete, wurde das andere verbleibende Schiff, die „Alcyone“, für diese von der National Geographic Society geförderte Expedition reaktiviert. Der daraus entstandene Dokumentarfilm bekam den Titel: Secrets of the Mediterranean: Cousteau's Lost World.
Am 11.10.2013 entschied das Handelsgericht von Quimper, dass die Cousteau Society aufgrund von nicht vertragsgemäß ausgeführten Restaurierungsarbeiten die von Piriou geforderten Zahlungen nicht leisten musste. Gleichzeitig befreite das Gericht Piriou von der Vertragsbindung.
Dem Urteil zufolge musste die Cousteau Society bis zum Jahresende 2013 den Hangar der Werft räumen. Gegen das Urteil wurde seitens der Cousteau Society jedoch Einspruch eingelegt. Das weitere Schicksal der „Calypso“ war damit zunächst unklar. Im Dezember 2014 entschied ein Gericht, dass der Werft 273.000 Euro für die am Schiff ausgeführten Arbeiten zuständen.
Sollte die Rechnung nicht bezahlt werden, so wurde der Werft das Recht zum Verkauf des Schiffes eingeräumt. Die Cousteau Society bezahlte mit der Hilfe von Spenden der Öffentlichkeit die geforderte Summe. Im Januar 2016 wurde angekündigt, dass Mäzenen gefunden werden konnten und die Restaurierung des Schiffes wieder aufgenommen werden konnte.
Am 4.3.2016 wurde die „Calypso“ samt neuer Motoren und historischer Aufbauten auf den niederländischen Spezialfrachter „Abis Dusavik“ verladen. Dieser nahm Kurs auf Istanbul, wo er am 25.3.2016 eintraf und die „Calypso“ ablud. Die Cousteau Society engagierte für die Restaurierungsarbeiten türkische Schiffsbauer, weil diese noch über das notwendige Know-how und die Maschinen für Holzarbeiten in diesen Dimensionen verfügen.
Die „Calypso“ wurde für die Arbeiten in einem eigens dafür hergestellten Hangar untergebracht. Die Arbeiten sollten bis voraussichtlich Ende 2018 abgeschlossen sein. Ziel war es, die „Calypso“ wieder fahrtauglich zu machen, obwohl davon ausgegangen wird, dass das Schiff später eher als Naturschutz-Botschafter unterwegs sein soll und nicht mehr auf große Expeditionsfahrt gehen dürfte.
Die „Calypso“ hat eine Länge von 42 Metern, eine Breite von 7,6 Metern, einen Tiefgang von drei Metern und eine Verdrängung von 360 Tonnen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Boot nach "Irma"
(Bild: USCG)   Großbild klick!

Bootswracks werden nach Hurrikan Irma getaggt
(19.09.17) Nach dem Abzug des Hurrikans Irma dauerten die Arbeiten der US Coastguard in den Florida Keys zur Identifizierung gestrandeter und zerstörter Boote und Schiffe an. So waren in Scout Key Teams mit dem Florida National Guard’s Chemical Biological Radiological Nuclear Emergency Response Force-Package unterwegs, um Boote zu durchsuchen, ob sich noch Menschen an Bord befanden. Dann wurden sie mit einem Tag gekennzeichnet und an die Florida Fish and Wildlife Conservation Commission gemeldet.
Die Kennzeichnung sollte auch den Eignern helfen, ihr Eigentum zu lokalisieren, wenn die ersten Aufräumarbeiten vor Ort beendet sind. Im Falle gestrandeter Hausboote galt es zunächst zu klären,
Schiffsfriedhof in Key West
(Bild: USCG)   Großbild klick!
dass an Bord ggf. vorgefundene Personen Nahrungsmittel und ausreichenden Schutz hatten. Dann
wurde die GPS-Position und ggf. der Name des Fahrzeugs an den Teamleiter durchgegeben.
Am 16.9. richtete die Coast Guard eine provisorische Sicherheitszone in Key West ein. Binnen einer Meile um die Küste durften Fahrzeuge mit langsamer Fahrt verkehren. Sie mussten aber einen Sicherheitsabstand von 25 Yards um Bergungsschiffe oder sichtbare Wracks einhalten. So sollten die Aufräum- und Sicherungsarbeiten ungefährdet vonstattengehen können.
Quelle:Tim Schwabedissen


"Free Bird" gestrandet in Florida Keys
(Bild: USCG)   Großbild klick!








Schleppzug vor Wells abgeschleppt
(19.09.17) Das RNLI-Boot aus Wells-next-the-Sea wurde am Nachmittag des 18.9. alarmiert, nachdem der rund 13 Meter lange Schlepper "Speedwell" (MMSI-Nr.: 235102255) mit einer siebenköpfigen Crew an Bord um 16.57 Uhr im Blakeney Overfall, einem Seegebiet nordöstlich von Wells, vom Humber kommend Ruderschaden erlitten hatte. Er war mit zwei Bargen unterwegs, einem 23 Meter langen Hausboot, die andere Barge im Umbau begriffen. Der Schleppzug hatte gegen fünf Uhr Kingston upon Hull mit Kurs Goole verlassen.
Weil der Tidenstrom ungünstig stand und der Havarist gegen diesen nicht über die Barre bei Wells gebracht werden konnte, wurde entschieden, ihn Richtung Great Yarmouth zu ziehen, wo ein weiteres RNLI-Boot assistieren sollte. Die Hoffnung war, einen geschützten Ankerplatz in der Holkham Bay zu finden, doch bei Nordnordwestwind von 4-5 Beaufort lag dieser zu ungünstig. Daraufhin wurde entschieden, die „Speedwell“ entlang der Küste zu einer Position östlich von Cromer zu bringen, wo die See nicht mehr so hoch ging und es mehr Leeküste gab.
Nachdem die Crew dort provisorische Reparaturen durchführen konnte, war der Schlepper in der Lage, die Fahrt mit eigener Kraft südwärts in Richtung der Themsemündung fortzusetzen. Das RNLI-Boot kehrte zu seiner Station zurück und wurde bei Niedrigwasser um 22.30 Uhr in der Holkham Bay aus dem Wasser geholt. Eine Stunde später war es wieder klar auf Station.
Quelle:Tim Schwabedissen



Seenotretter zwei Tage hintereinander für Yacht im Einsatz
(19.09.17) Die RNLI-Station in Sheerness wurde am 10.9. um 16.11 Uhr alarmiert, nachdem eine 25 Fujß lange Segelyacht mit fünfköpfiger Crew vor der Nore Marsh in der Medway-Mündung in Schwierigkeiten geraten war. Vor Ort war Südwestwind von sechs Beaufort mit Böen von neun Windstärken. Deshalb liefen beide Rettungsboote aus, um sich gegenseitig sichern zu können.
Das Boot wurde um 16.45 Uhr im Long Reach entdeckt, die Crew winkte um Hilfe. Die Segler wurden abgeborgen und ihr Boot dann nach Queenborough Harbour abgeschleppt, wo es um 17.40 Uhr festgemacht wurde. Die Crew der Yacht wurde vom Sheppey Coastguard-Team in Empfang genommen, und die Rettungsboote waren gegen 18 Uhr zurück auf Station.
Am 11.9. um 17.35 Uhr kam eine weitere Meldung der Coastguard über ein Boot in Schwierigkeiten bei der Kingsnorth Jetty auf dem Medway River. Noch während des Auslaufens kam eine Meldung, dass es von einem anderen in Schlepp genommen worden sei und sich beide Boote jetzt bei Gillingham Reach befänden. Als das Rettungsboot den Schleppzug gegen 16 Uhr ausmachte, stellte sich heraus, dass es sich bei dem Boot in Not um dasselbe handelte, das bereits am Vortag geborgen worden war. Auf dem Weg in die Gillingham Marina war es erneut in Schwierigkeiten geraten. Die Seenotretter blieben auf Standby, bis die Yacht an einer Mooring in der Marina sicher vertäut war.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre vor Indonesien gesunken
(19.09.17) Die indonesische Fähre "Fungka Permata III" erlitt am 17.9. auf der Fahrt von Bau Bau auf der Insel Pulau Buton zum Wakatobi Dive Resort auf der Insel Tobia in der südlichen Sulawesi-Regentur mit 27 Personen, darunter 20 Passagieren, an Bord in stürmischer See Wassereinbruch. Unter ihnen befanden sich 20 Passagiere. Anwohner entdeckten das sinkende Schiff am 18.9. vor Buton Selatan. Fischer retteten die Schiffbrüchigen, bevor die kleine Fähre sank.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tödliche Kollision in Uelzen
(19.09.17) Am Abend des 18.9. kam es zu einer Havarie mit tödlichem Ausgang auf dem Elbe-Seitenkanal bei Uelzen. Der 13 Meter lange Hamburger Schubschlepper „Walter“, 15 ts (EU-Nr.: 04803370), wollte mit einer Containerbarge von Bad Bodenteich kommend um 21.45 Uhr auf Talfahrt in die Schleuse „Uelzen“ bei Esterholz einlaufen.
Die Fracht war für den Hamburger Hafen bestimmt. Der 56-jährige, tschechische Schiffsführer verlor kurz vor der Einfahrt in die Schleuse Uelzen I das Bewusstsein. Daher konnte er das Ruderhaus nicht auf die notwendige Höhe herunterfahren.
Die Kabine stieß gegen ein Stahlseil, das als Kollisionsschutz in der Schleuse dient und Schäden an den empfindlichen Schleusentoren vermeiden soll. Es wird bei geöffneten Toren nach oben gefahren. Bei der Kollision mit dem Fangseil wurde die Kabine abgerissen und umgeknickt. Der Schiffsführer wurde aus dem Ruderhaus geschleudert.
Die vom Schleusenmeister sofort alarmierten Rettungskräfte und Mitarbeiter der Schleuse reanimierten den Mann noch; er verstarb jedoch nach 30 Minuten vor Ort. Die beiden weiteren Besatzungsmitglieder, die sich zum Unfallzeitpunkt an Deck aufhielten, blieben unverletzt. Da ein Aufstellungsplatz für eine Drehleiter nicht vorhanden war, musste die Bergung des Mannes über Steckleitern und einer Schleifkorbtrage durchgeführt werden.
Die beiden anderen Besatzungsmitglieder wurden durch einen Notfallseelsorger betreut. Die Schleuse blieb für die Nacht gesperrt, da das Schiff nicht mehr fahrtüchtig war. Am Vormittag des 19.9 gegen 9.45 Uhr wude die „Walter“ von einem anderen Schlepper wieder aus der Schleuse herausgezogen, und der Kanalverkehr konnte wieder freigegeben werden.
Wegen einer Bauwerksinspektion war auch die Schleuse Uelzen II zum Unglückszeitpunkt nicht im Betrieb, so dass eine Vollsperrung der Anlage bzw. des Elbe-Seiten-Kanals die Folge war und die Schifffahrt bis zur Bergung des Havaristen eingestellt werden musste. Die Wasserschutzpolizei schätzte den Schaden am Havaristen auf mehr als 50.000 Euro ein. Gegen 11 Uhr war der Kanal wieder frei. Bis dahin hatten sich 11 Schiffe gestaut. Die „Walter“ ist 12,28 Meter lang, 8,64 Meter breit und hat 1,17 Meter Tiefgang. Sie wurde 1977 Bei der Ceske Lodenice, Melnik, erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Riss im Rumpf – Öl auf dem Neckar
(19.09.17) Zu einer Ölverschmutzung kam es am Morgen des 17.9. auf dem Neckar gegen 9.30 Uhr im Bereich der Schleuse Heidelberg. Ölschlieren breiteten sich auch im Heidelberger Stadtgebiet aus. Das Öl war aus einem Tankmotorschiff ausgetreten, das über Nacht im Schleusenbereich gelegen hatte. Als die Verschmutzung auffiel, war es bereits weitergefahren.
Es wurde daraufhin in Hirschhorn gestoppt und die Weiterfahrt untersagt. Sachverständige und Taucher entdeckten am 18.9. einen kleineren Riss im Rumpf, durch den eine noch unbekannte Menge des geladenen Heizöls ausgetreten war. Der Riss wurde unter Wasser von den Tauchern provisorisch abgedichtet.
Die Ladung sollte am späten Nachmittag in ein anderes Tankschiff umgepumpt werden. Die Feuerwehr legte dazu Ölsperren aus. Die auf dem Neckar sichtbaren Ölschlieren waren n für eine wirksame Beseitigung zu dünn. Die Ermittlungen der Wasserschutzpolizeistation Heidelberg dauerten an.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter geborgen und mit Fahrverbot belegt
(19.09.17) Ein 47-Fuß-Boot der US Coast Guard Station Coos Bay assistierte am Abend des 17.9. dem 58 Fuß langen Kutter “Car Tanya“. Dieser hatte 13 Meilen vor Coos Bay um 17:42 Uhr Wassereinbruch gemeldet. Von der Coast Guard Air Station North Bend stieg ein MH-65 Dolphin Helikopter auf, der aber wieder umdrehen konnte, nachdem das Rettungsboot aus Coos Bay vor Ort war.
Es setzte eine Lenzpumpe an Bord ab und eskortierte den Kutter zurück zum Hafen, bis dieser Maschinenausfall erlitt. Daraufhin wurde er in Schlepp genommen und ein weiteres Boot aus Coos Bay mit einer zusätzlichen Lenzpumpe angefordert. Während des Abschleppens fiel auch noch der Funk an Bord der „Car Tanya“ aus, und die Küstenwache half mit einem Handfunkgerät aus.
Gegen 22 Uhr machte der Havarist im Fischereihafen von Coos Bay fest und wurde von Offizieren der Coastguard inspiziert. Als Ergebnis wurde er mit einem Fahrverbot belegt, weil zahlreiche Mängel an Bord festgestellt wurden. Der Kutter muss im Hafen bleiben, bis die notwendigen Reparaturen durchgeführt worden sind.
Quelle:Tim Schwabedissen



SAMSA leitete Untersuchung verunglückter Thandi ein
(19.09.17) Nach dem Beinah-Untergang der südafrikanischen Shuttle-Fähre “Thandi” vor Robben Island am 15.9. war die Untersuchung der Havarie durch die South African Maritime Safety Authority (SAMSA) im Murray Harbour auf Robben Island im Gange. Das Schiff war auf der Rückfahrt von Robben Island nach Kapstadt. Nach einer korrigierten Liste waren 64 Passagiere und fünf Crewmitglieder an Bord. Das Katamaranschiff der Silver Buckle Trade 21 geriet gegen 14 Uhr in Schwierigkeiten, als in einer Windbö Wasser über den Bug kam. Dann ging ein Bilgenalarm im Backbord-Maschinenraum an. Ein Crewmitglied untersuchte die Lage und meldete dem Skipper, dass die Lenzpumpe nicht gegen den Wassereinbruch ankäme. In diesem Moment zerstörte eine überkommende Welle ein Fenster im Vorschiff.
Die größte der mitgeführten Rettungsinseln wurde von Brechern fortgerissen. Zu diesem Zeitpunkt, es war 14.18 Uhr, wurde die NSRI alarmiert, und wenig später waren alle Passagiere und Crewmitglieder trotz der stürmischen See in Sicherheit. Gegen 16 Uhr wurden sie überwiegend von Bord des ebenfalls zu Hilfe gekommenen Schwesterschiffes „Madiba 1“ am Mandela Gateway abgesetzt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Unbestätigte Havarie vor Shanghai
(19.09.17) Der britische Containerfrachter “Tokyo Tower”, 17229 BRZ (IMO-Nr.: 9384875), wurde von einem Crewmitglied eines in der Nähe ankernden Schiffes auf der Außenreede von Shanghai als auf Grund liegend gemeldet. Er war am 18.9. von Hongkong gekommen. Auch VHF-Gespräche deuteten auf eine Havarie hin, doch es gab keine offizielle Bestätigung eines solchen Vorfalls.
Quelle:Tim Schwabedissen



Deutsches U-Bootswrack vor Belgien entdeckt
(19.09.17) Das Wrack eines deutschen U-Bootes aus dem Ersten Weltkrieg wurde von einem Taucherteam um Tomas Termote jetzt vor der belgischen Küste gefunden. Die Leichen aller 23 Besatzungsmitglieder dürften noch an Bord sein. Das Wrack wurde in einer Tiefe von etwa 30 Metern in der Nähe der Küste von Ostende gefunden und war fast vollständig intakt. Es hat eine Länge von 27 Metern und eine Breite von sechs Metern.
Alle Schotten waren noch geschlossen. Es war noch unklar, um welches U-Boot es sich handelte. Es könnte „UB-27“, „ UB-29“ oder „UB-32“ sein. Die flämische Flottille bestand aus 19 gleichen Tauchbooten, von denen 15 versenkt wurden. Dies war der elfte derartige Fund in der Nordsee. Mittlerweile wurden die Listen der Besatzungsmitglieder angefordert. Sobald klar ist, welches U-Boot es ist, soll ihre Identität auch bekannt gegeben werden.
Der westflämische Gouverneur Carl Decaluwé meinte, es sei „UB-II". Das Boot wurde wahrscheinlich durch eine Mine versenkt. Offenbar war eine Kontaktmine am Bug explodiert, der erheblich beschädigt war.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bis zu 56 Tote auf dem Niger befürchtet
(19.09.17) 150 Personen, die meisten von ihnen Händler, waren auf dem Fährboot, das auf dem Niger-Fluss im Kebbi-Staat am 13.9. sank. Es gab 33 Tote, die bislang geborgen wurden, und 23 Vermisste. 82 Passagiere wurden von Hilfsorganisationen aus Niger und Nigeria mit Hilfe von Tauchern gerettet. Trotz der Regenzeit waren die Wetterbedingungen zum Unglückszeitpunkt ruhig und konnten nicht die einzige Ursache für das Sinken sein.
Das Schiff, hätte höchstens 70 Personen an Bord haben sollen. Den 23 Vermissten wurde Tage nach dem Unglück keine Überlebenschance mehr eingeräumt. Die meisten der Fahrgäste kamen aus dem benachbarten Niger und waren unterwegs zu einem lokalen Markt im Dorf Lolo im Bundesstaat Kebbi.
Quelle:Tim Schwabedissen



Casinoschiff hatte nach 63 Tagen endlich Glück
(19.09.17) Das Casinoschiff "Lucky Seven" wurde am 18.9. nach 63 Tagen vom Strand von Miramar in Goa geborgen. Es gelang binnen zwei Schleppern, das 75 Meter lange Gefährt bei Hochwasser um 11.30 Uhr rund 400 Meter weit vor die Küste zu ziehen. Beteiligt waren die beiden Schlepper “Maria" mit 60 Tonnen Pfahlzug und die "Minakshi" mit 20 Tonnen. Die Bergung gelang bei stürmischer See und starkem Regen.
Als der Wind zunahm, musste der kleinere Schlepper die Trosse steif halten, während der stärkere weiter zog. Zeitweilig geriet während der Aktion der Schleppdraht in den Anker eines der Schlepper, konnte aber wieder befreit werden. Als die Tide kippte, musste die Aktion unterbrochen werden, bevor die „Lucky Seven“ über die letzte Barre hatte gezogen werden können.
Als nächstes sollte die „Lucky Seven“ vor Aguada provisorisch repariert und dann rund eine Woche später nach Jaigad, Maharashtra, gezogen werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Folkeboot „Saga“ gekentert
(Bild: Vincent Regenhardt)   Großbild klick!

Fahrensodde: Kielverlust ließ Folkeboot kentern
(18.09.17) Die Kenterung des Folkeboots „Saga“ am 10.9. gegen 14.30 Uhr auf dem Weg Weg nach Fahrensodde westlich der Ochseninseln war der Verlust des Ballastkiels. Dieser macht bei dem Bootstyp 50 % des Gesamtgewichts aus, was 1040 Kilogramm entspricht bei einem Gesamtgewicht des Bootes von 1.930 Kilogramm. Den drei Verunglückten ging es nach ihrer Rettung den Umständen entsprechend trotz Unterkühlungserscheinungen gut.

Folkeboot „Saga“ wird geborgen
(Bild: Vincent Regenhardt)   Großbild klick!
Sie waren von einem dänischen RIB nach Kollund gebracht und von dort per Krankenwagen ins Diako Krankenhaus nach Flensburg transportiert worden. Währenddessen hatten die dänische Feuerwehr, die DGzRS, die Folkeboot Vereinung e.V. und der Hafenmeister aus Fahrensodde dafür gesorgt, dass die "Saga" geborgen, ausgepumpt und von Kollund nach Fahrensodde geschleppt wird. Dort wurde sie per Kran aus dem Wasser geholt und auf einem Trailer abtransportiert.
Quelle:Tim Schwabedissen





“Synergy” in der Brandung
(Bild: USCG)   Großbild klick!

Fünf Personen im Oregon Inlet aus der Brandung gerettet
(18.09.17) Ein Boot der US Coast Guard rettete am 16.9. die fünfköpfige Crew des 54 Fuß langen Sportkutters “Synergy”. Das Schiff war gegen 17 Uhr in der Brandung im Oregon Inlet gekentert. Ein Zeuge alarmierte die Coast Guard North Carolina in Wilmington über VHF-FM-Kanal 16 und meldete das Unglück, das sich östlich der Herbert C. Bonner Bridge ereignet hatte. Sofort wurden zwei 47-Fuß-Boote der Coast Guard Station Oregon Inlet in Nags Head zu der gemeldeten Position geschickt.
Das erste Boot, das die „Synergy“ erreichte, fand fünf im Wasser treibende Erwachsene vor Ort vor. Alle trugen Rettungswesten und konnten an Bord gezogen werden. Sie wurden dann an Land gebracht und dort medizinisch versorgt. Ein Helikopter des Dare County MedFlight transportierte eine Frau, die bei dem Unglück eine Verletzung am Rücken erlitten hatte, ins Sentara Norfolk General Hospital in Norfolk, Virginia. Der beschädigte Kutter trieb am nahen Strand an, wo er vorerst in der Brandungszone liegen blieb.
Quelle:Tim Schwabedissen



„Pai da Fé“ halb gesunken am Ufer
(Bild: Dario Silva)   Großbild klick!

Fahrgastschiff auf Amazonas gesunken
(18.09.17) Unweit der Gemeinde Anamã kenterte und sank am Nachmittag des 17.9. gegen 13 Uhr das Fahrgastschiff „Pai da Fé“ auf dem Amazonas, rund 129 Kilometer von Manaus unweit der Zusammenflüsse von Purus und Solimões. Das Schiff war einen Tag zuvor von Manaus ins 634 Kilometer entfernte Maraã ausgelaufen. Dann aber kollidierte es mit einem im Fluss treibenden Baumstamm, und der hölzerne Rumpf wurde aufgerissen.
Der Kapitän konnte das sinkende Schiff noch ans Flussufer manövrieren, wo es halb unter Wasser liegen blieb. Fischerboote, die sich in der Nähe befanden, konnten alle 35 Fahrgäste retten. Das brasilianische Comando do 9º Distrito Naval (Com9°DN) schickte einen Hubschrauber des 3º Esquadrão de Helicópteros de Emprego Geral. Das Fährboot transportierteauch Obst und Gemüse, die für die Gemeinde Maraã bestimmt waren.
Quelle:Tim Schwabedissen



Umsichtiges Verhalten von Crew und Rettern nach dramatischem Schiffbruch vor Robben Island gelobt
(18.09.17) Nach dem Schiffbruch der Fähre „Thandi“ vor Robben Island hat der Wirtschaftsminister des Western Cape, Alan Winde, alle Beteiligten an der Rettungsaktion gelobt. Die Crew habe sofort einen Notruf abgesetzt, und Rettungsteams waren rasch vor Ort. Die NSRI habe in vorbildhafter Weise die Passagiere auf die „Madiba 1“ übergesetzt, die ebenfalls sofort auf den Notruf reagiert habe.
Der Eigner der „Thandi”‚ Esa Yacoob‚ sagte nach der gelungenen Rettungsaktion, dass das Wetter sich dramatisch verschlechtert habe, nachdem das Schiff ausgelaufen sei, und bei der Fairway Buoy und Robben Island auf einmal stürmischer Wind herrschte. Die “Thandi” erlitt dann Wassereinbruch, und der Skipper verständigte sofort die Port Control.
Die vierköpfige Crew folgte allen Sicherheits- und Evakuierungsprozeduren. Alle 64 Passagiere und Crewmitglieder wurden mit Rettungswesten ausgestattet und zur Evakuierungsstation geschickt. Die Rettungsinseln wurden ausgebracht und am Schiff festgemacht. Nach ihrer Rettung wurden sie mit Decken und warmen Getränken versorgt.
Das Robben Island Museum sowie die South African Maritime Safety Authority (Samsa) leiteten eine Untersuchung des Unfalls ein. Die schwer angeschlagene „Thandi“ konnte vor dem Untergang bewahrt werden und wurde mit schwerer Schlagseite und buglastig nach Murrays Bay Harbour abgeschleppt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre trieb mit 90 Passagieren in rauer See
(18.09.17) Am 17.9. erlitt die indonesische Fähre "Dumai Line 5", 322 BRZ (IMO-Nr.: 9785213), Maschinenausfall unweit der Insel Pulau Burung südlich von Singapur. An Bord befanden sich rund 90 Fahrgäste auf der Reise von Batam nach Dumai in der Malakka-Straße. Eine verstopfte Treibstoffleitung hatte zu der Havarie geführt, die dazu führte, dass das Schiff manövrierunfähig in der rauen See trieb und Passagiere unter Seekrankheit litten. Die Fähre war erst vor wenigen Tagen beim Pelabuhan Penumpang Shipyard in Dumai überholt worden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Meeresgrund an Weltkriegswrack in Fedje wird nach Stabilisierungsarbeiten überwacht
(18.09.17) Seit die norwegische Küstenwache vor zwei Wochen das Abstützen des Wracks von „U-864“ abgeschlossen hat, wird die Stabilisierung des Meeresgrunds vor Ort überwacht. Im August begann die kontinuierliche Kontrolle in Bezug auf Einfluss von Gezeiten, Wellen, Wasserdichte und barometrischem Druck im Vergleich mit Referenzdaten, die an einer identischen Messstation aufgezeichnet wurden, die auf einem festen Boden nahe der Seeboden-Füllung steht.
Die Stabilisierungsmaßnahmen werden bis Ende 2017Anfang 2018 abgeschlossen sein und die Messsensoren dann entfernt werden. Das in zwei Teile zerbrochene Wrack von „U 864“, die am 9.2.1945 versenkt worden war, wurde im März 2003 in der Nordsee unweit der norwegischen Insel Fedje in 150 Metern Tiefe auf Position 60° 46' N, 4° 37' O geortet. Das am 9.12.1943 von der AG Weser abgelieferte Boot hatte am 2.2. Bergen, mit 70 Mann Besatzung und drei Gästen an Bord unter dem Kommando von Korvettenkapitän Ralf-Reimar Wolfram zu einer Fahrt nach Japan verlassen.
Das 87,5 Meter lange 2.150-Tonnen-U-Boot war vollbeladen mit modernster Technik und kriegswichtigen Gütern, die für Japan bestimmt waren, darunter 1.857 Flaschen mit Quecksilber mit einem Gesamtgewicht von rund 65 Tonnen. Es hatte außerdem Flugzeugteile und Zeichnungen des neuen Messerschmitt-Jägers Me 262 und Triebwerkskomponenten von Junkers und BMW an Bord, um Japan technologisch beim Krieg gegen die USA zu unterstützen.
Bereits am nächsten Tag zwang ein Maschinenschaden zur Umkehr. Das Boot fuhr im Zickzack-Kurs unter Wasser, um etwaige Verfolger abzuschütteln, und hatte fast die Einfahrt zum sicheren Fjord nach Bergen erreicht. Das britische U-Boot HMS „Venturer“ unter dem Kommandanten James H. Launders hatte Stunden zuvor die insbesondere aufgrund des aufgetretenen Schadens lauten Maschinengeräusche geortet und die Verfolgung aufgenommen. Es hatte von vornherein die Aufgabe, „U 864“ zu versenken, damit die kriegswichtigen Güter nie nach Japan gelangten.
Der britische Abhördienst wusste über die Route und die Ladung des Bootes genau Bescheid. Gegen Mittag des 9.2. kam „U 864“ in Schussweite. Launders konnte dessen Position aufgrund des ausgefahrenen Periskops ausmachen. Der deutsche Kommandant fuhr dazu noch einen symmetrischen Zickzack-Kurs, der es Lauders ermöglichte, die Fahrtroute relativ genau zu berechnen.
Er schoss dann vier jeweils mit 320 Kilogramm TNT gefüllte Torpedos in einem Fächer aus zwei Kilometer Entfernung ab. Den letzten ließ er auf größere Tiefe als die vorhergehenden einstellen, da er annahm, dass die Deutschen die ankommenden Torpedos hören und tiefer tauchen würden. Diese Annahme bestätigte sich, und so traf er „U 864“ und versenkte es. Nach der heftigen ersten Explosion gab es Berstgeräusche und danach eine Reihe von kleineren Explosionen, die vermutlich von den Batterien des Bootes ausgelöst wurden. Bei Besichtigung der Untergangsstelle schwammen in einem dicken Ölteppich an der Wasseroberfläche tote Fische und zerfetzte Holzstücke. Von den 70 Besatzungsmitgliedern und den drei Mitreisenden überlebte niemand.
Nach der Wiederentdeckung wurde diskutiert, das Wrack wegen der Umweltgefahren durch das Quecksilber mit Beton zu versiegeln, um einen Austritt umweltgefährdender Stoffe zu verhindern. Eine Bergung wurde in einer Studie von Kystverket als zu gefährlich erachtet, da noch Torpedos und andere Waffen in dem Wrack vermutet wurden. Aus diesem Grund wurde der Einschluss des Wracks die beste Möglichkeit des Schutzes des Ökosystems vor dem Quecksilber dargestellt. Am Ende entschied die norwegische Regierung gegen eine Hebung des Bootes und für eine Einkapselung.
Die Reste des Schiffes sollten mit einem Kostenaufwand von 12 Millionen Euro in einem Sarkophag aus 300.000 Tonnen Sand, Stein oder Beton begraben werden. Anfang 2009 wurde beschlossen, das Wrack durch ein niederländisches Spezialunternehmen heben zu lassen. Die Kosten dafür wurden auf mehr als 110 Millionen Euro geschätzt. Im März 2013 wurde bekannt gegeben, die verbliebenen 150 Tonnen Diesel bis zum Sommer 2013 abzupumpen, und die Gefahr von Umweltschäden durch die nun vollzogenen Stabilisierungsarbeiten zu minimieren.
Quelle:Tim Schwabedissen



Smit soll Schlepper auf Amazonas bergen
(18.09.17) Am 16.9. stellten die Berger von Smit Salvage BV in Santarém ihren Bergungsplan für die Hebung des Schleppers „Bertolini CXX“ der Transportes Bertolini Ltda. vor, der am 2.8. mit neun Bargen auf dem Amazonas bei Óbidos nach der Kollision mit dem brasilianischen Containerfrachter "Mercosul Santos", 25888 BRZ (IMO-Nr.: 9356153), gesunken war. Bei dem Unglück waren neun der 11 Crewmitglieder umgekommen, nur zwei konnten gerettet werden. Der Plan wurde als durchführbar angesehen und zur Genehmigung an das Kommando des 4th Naval District in Belém geschickt.
Gleichzeitig begannen schon die Vorbereitungen wie die Mobilisierung des notwendigen Bergungsgeräts. Dazu gehört auch ein 1.800-Tonnen-Taklift-Schwimmkran, der derzeit in Rotterdam auf seinen Einsatz in Brasilien vorbereitet wird. Die eigentliche Bergung soll von Oktober bis November stattfinden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sieben Mann von sinkendem Kutter gerettet
(18.09.17) Am 17.9. sank gegen 17 Uhr der mexikanische Garnelenkutter “Sopfia” nach einem Wassereinbruch in eine Fischluke unweit von Topolobampo. An Bord befand sich eine siebenköpfige Crew, die einen Notruf absetzte.
Sofort machten sich Einheiten der Marine auf den Weg zu dem Havaristen, der 20 Minuten nach deren Eintreffen vor Ort kenterte. Die Schiffbrüchigen, die alle aus der See gerettet werden konnten, stammten aus Topolobampo, Higuera de Zaragoza, Los Mochis und Guasave.
Quelle:Tim Schwabedissen



56 Tote nach Unglück in Nigeria befürchtet
(18.09.17) Nach dem Kentern eines nigerainischen Fährboots auf dem River Kaduna zwischen Galadiman-Kogo und Kwata-Zuma in der Shiroro-Region des Niger-Staats wurde der Tod von 56 Menschen befürchtet. Das Boot war mit 60 Personen an Bord am 17.9. gegen 10 Uhr in einen schweren Regensturm geraten und gesunken. Nur vier von ihnen konnten seither gerettet werden. Die meisten waren Frauen und Kinder auf dem Weg zum Kwata-Zuma Markt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Doppelter Einsatz für RNLI in Swanage
(18.09.17) Am 17.9. gegen 10 Uhr wurde das Rettungboot “Shannon” der RNLI-Station Swanage von der Coastguard alarmiert, nachdem eine 36 Fuß lange Yacht, die nicht auf Anrufe reagierte, nahe Durlston Head vor Anker liegend gemeldet worden war. Wenig später wurde es aber umdirigiert zu dem 42 Fuß langen Motorboot „Bula“, das nahe St. Albans Head zu sinken drohte. Nach einem Wassereinbruch kamen deren Lenzpumpen nicht gegen die Flutung an.
Zwei Seenotretter stiegen mit einer mobilen Pumpe auf die „Bula“ über. Nachdem die Lage an Bord unter Kontrolle war, machte sich der Havarist mit eigener Kraft auf den Weg nach Poole. Ein Loch in einem Wasserrohr war die Ursache des Wassereinbruchs gewesen, und eine Maschine konnte wieder gestartet werden.
Sicherheitshalber blieb en Seenotretter an Bord, während die „Shannon“ nun wieder die Yacht ansteuerte. Wie sich herausstellte, hate diese Motorschaden erlitten. Sie wurde nach Poole abgeschleppt. Gegen 14 Uhr waren beide Einsätze beendet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei Fischer vor Jackson Bay vermisst
(18.09.17) Der in Greymouth beheimatete, neuseeländische Kutter “Wendy J” sank in schwerer See am Abend des 14.9. in der Smoothwater Bay unweit der Mündung des Teer Creek, rund acht Kilometer von der Jackson Bay entfernt. Zwei Crewmitglieder wurden seither vermisst. Die Suche dauerte mit einem Helikopter aus Haast und angeforrderten Polizeitauchern an.
Eine Rettungsaktion war erst am 16.9. angelaufen, nachdem ein Flugzeug am Morgen gegen 11.30 Uhr Trümmer und eine Rettungsinsel an der Küste entdeckt hatte. Wenig später lokalisierte ein Hubschrauber den Skipper Mark Thomas. Er hatte sich an Land retten können und bei Neils Beach ausgeharrt.
Er kam erschöpft und mit verschiedenen Verletzungen ins Grey Base Hospital. In der aufgeblasenen Rettungsinsel gab es keine Anzeichen darauf, dass sie benutzt worden war. Die Suchaktion wurde durch anhaltend schweren Sturm mit Windgeschwindigkeiten von 80 km/h erschwert.
Die “Wendy J” war am 11.9. aus Greymouth ausgelaufen, erlitt dann aber Maschinenprobleme und nahm Kurs auf Westport. Am 14.9. sank sie dann nahe der Jackson Bay, südlich von Greymouth, ohne dass ein Notsignal hätte abgesetzt werden können. Um 14.40 Uhr wurde Mark Thomas auf einem Felsen entdeckt und aufgewinscht. Am 18.9. war weiterhin ein Hubschrauber im Bereich der Smoothwater Bay auf der Suche.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motoryacht „Lancelot“
(Bild: Isabelle Chevrier)   Großbild klick!

Motoryacht vor Cannes auf Privatstrand gelandet
(17.09.17) Die Sundeck 550-Motoryacht „Lancelot“ strandete am 16.9. gegen 16.30 Uhr in Cannes vor dem Privatstrand von Bâoli während des Cannes Yachting Festivals, das vom 12. bis zum 17.9. lief. Bei kräftigem Wind war das 17,35 Meter lange Schiff, das bei diesem präsentiert wurde, auf den Strand zugetrieben worden. Rund 20 Minuten lang saß es in der Brandung, dann kam es parallel zum Croisette-Strand fest.
Menschen kamen nicht zu Schaden. Die Polizei richtete eine Sicherheitszone um die Strandungsstelle ein, und das Boot wurde dann wieder auf tiefes Wasser geschleppt. Die „Lancelot“ wird von zwei 570-PS-Motoren angetrieben und kann maximal 26 Knoten laufen. Mit einer Breite von fünf Metern war sie die schmalste von drei Versionen, die die italienische Werft präsentierte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Heckschaden Containerfrachter "MSC Sandra"
(Bild: Paul Olsen)   Großbild klick!

Frachter kollidierte mit MSC-Gate in Bremerhaven
(17.09.17) Am 17.9. gegen 9.15 Uhr kollidierte der unter Panama-Flagge laufende Containerfrachter "MSC Sandra", 43575 BRZ (IMO-Nr.: 9203954), beim Ablegen vom MSC Terminal in Bremerhaven mit dessen Kai. Dabei erlitt das Schiff Schäden am Heckspiegel und dem Backbord-Achterschiff, wo Beulen und Risse oberhalb der Wasserlinie entstanden. Der Frachter musste wieder am MSC-Gate festmachen. Er war am 16.9. aus Antwerpen gekommen. Bei der Havarie herrschte auf der Weser dichter Nebel.
Die “MSC Sandra” ist 273,81 Meter lang, 32,2 Meter breit, hat 13 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 61.468 Tonnen. Sie läuft für die MSC Mediterranean Shipping Co SA in Genf und wurde 2000 in Busan erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter ging in Koper auf Drift
(17.09.17) Am 16.9. gegen drei Uhr riss sich der unter Malta-Flagge laufende Containerfrachter "APL California", 71787 BRZ (IMO-Nr.: 9350044), bei Sturm mit Windgeschwindigkeiten von 25 Metern pro Sekunde von seinem Liegeplatz in Becken 1 des Hafens von Koper los. Während achtern die Trossen brachen, blieb das Schiff vorn am Kai, sodass das Heck herumtrieb und mit einem gegenüber festgemachten Schiff im Hafen sowie einem Neptun-Schlepper kollidierte. Zwei Schlepper drückten es zurück an den Kai, und das Achterschiff wurde an Mooringtonnen festgemacht. Der Schlepper "Mercur" (IMO-Nr.: 9801823) hielt den Frachter weiter am Kai. Am 17.9. gegen zwei Uhr lief er nach Marsaxxlok aus.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter vor Mesaieed aufgelaufen
(17.09.17) Der unter Panama-Flagge laufende Containerfrachter "Pan Crocus", 33115 BRZ (IMO-Nr.: 9441881), lief beim Ansteuern des Hafens von Mesaieed am Morgen des 17.9. im Persischen Golf auf Grund. Zunächst vier, später sechs Schlepper wurden zur Assistenz geschickt. Am Abend befanden sich die beiden Schlepper "Semesma" (IMO-Nr.: 9655573) und "Salwa" (IMO-Nr.: 9655585) vor der Küste von Qatar am Havaristen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fahrgastschiff in Zug aufgelaufen
(17.09.17) Das Schweizer Fahrgastschiff „Schwyz“ lief am 17.9. auf dem Zugersee im Hafen von Zug auf Grund. Es landete mit dem Bug in flachem Wasser vor dem Ufer. Der Wellenbrecher vorne am Schiff wurde geringfügig beschädigt. Die 42 Passagiere blieben unversehrt, mussten das Schiff aber verlassen.
Die Feuerwehr wurde zunächst alarmiert, konnte mit ihrem Boot aber bald wieder abrücken. Schadenshöhe und Zeitpunkt der Bergung waren noch unklar.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ruderschaden auf Zürichsee
(17.09.17) 40 Minuten lang saßen 27 Passagiere auf dem Raddampfer „Stadt Zürich“ fest, das nach einem Ruderschaden am 16.9. vor Schmerikon manövrierunfähig wurde und auf dem Zürichsee trieb. Mehrmals pendelte ein Boot der Seerettung zu dem Havaristen. Am Abend konnte das Schiff mit dem Notruder zurück in die Werft nach Wollishofen laufen. Auf den Fahrplan vom 17.9. hatte der Vorfall keine Auswirkungen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ölverschmutzung im Kieler Hafen
(17.09.17) Der schwedische RoRo-Frachter "SCA Östrand", 20171 BRZ (IMO-Nr.: 9087362) verursachte am 16.9. gegen 12.45 Uhr im Kieler Ostuferhafen eine Ölverschmutzung. Von dem Schiff lief eine größere Menge Hydrauliköl aus und gelangte in das Hafenbecken beim Liegeplatz 1. Die Besatzung des schwedischen Frachters leitete sofort erste Maßnahmen ein.
Die ebenfalls sofort alarmierte Feuerwehr Kiel brachte schwimmende Ölsperren aus, um die Ausbreitung des Öls zu verhindern. Parallel dazu wurde es durch ölabsorbierende Materialien aufgenommen. Die schwimmenden Ölsperren blieben bis zum Auslaufen des Schiffes gegen 17 Uhr nach Malmö auf dem Wasser, um eventuelle Restmengen des Öls noch aufzufangen.
Die Feuerwehr Kiel war mit etwa 30 Einsatzkräften vor Ort. Wasserschutzpolizei und der Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz waren ebenfalls vor Ort im Einsatz. Die Abfertigung des mit Forstprodukten nach Kiel gekommenen Frachters lief normal weiter.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ölverschmutzung in Santos
(17.09.17) Eine unbekannte Menge Dieselöl lief bei Löscharbeiten von der "NS Stella", 27357 BRZ (IMO-Nr.: 9309588), am Ilha Barnabe-Ölterminal in Santos am Abend des 16.9. aus. Ein schadhaftes Ventil war die Ursache des unfalls. Das Öl lief rund 10 Minuten lang von dem Schiff in den Hafen. Reinigungsmaßnahmen wurden eingeleitet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tragflügelboot "Cris M."
(Bild: Salvatore Sapi)   Großbild klick!

Gestrandetes Tragflächenboot nach einer Woche in Lipari geborgen
(16.09.17) Eine Kranbarge traf am 16.9. von Augusta kommend an der Strandungsstelle des italienischen Hydrofoils "Cris M.", 172 BRZ (IMO-Nr.: 8916401), ein, der am 8.9. mit großer Wucht auf Felsen nahe Lipari im Gebiet von Monterosa gelaufen war. Die Bergungsoperation begann um 6.30 und wurde um 11.30 Uhr abgeschlossen. Nachdem das Tragflügelboot auf Deck des Pontons gesichert war, wurde es nach Milazzo gebracht und auf dem Gelände der Liberty Lines abgesetzt. Es wurde für die weiteren Untersuchungen von der Staatsanwaltschaft in Barcelona beschlagnahmt.
Voll in diie Felsen: Tragflügelboot "Cris M."
(Bild: Salvatore Sapi)   Großbild klick!
Das Hydrofoil war am Unglückstag mit 41 Passagieren und einer sechsköpfigen Crew von Lipari nach Salina unterwegs, als es auf die Felsküste lief. Fünf der Fahrgäste wurden verletzt, einer musste im Papardo Hospital in Messina wiederbelebt werden. Eine Schwangere erhielt erste Hilfe in Lipari. Beim Anlanden der Verletzten fiel ein älterer Mann von der Gangway in Sottomonastero und verletzte sich am Kopf.
Auch er kam auf die Intensivstation. Gegen Kapitän Salvatore Arena, 60, wurden Ermittlungen wegen nachlässiger Navigation eingeleitet. Sein Schiff wurde bei der Havarie am Heck aufgerissen und erlitt auch schwere Schäden an den Tragflächen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Schaden am Tragflügelboot "Cris M."
(Bild: Salvatore Sapi)   Großbild klick!










Frachter vor Thessaloniki aufgelaufen
(16.09.17) Der liberianische Bulkcarrier "Elena Topic", 26216 BRZ (IMO-Nr.: 9193692) lief am Abend des 15.9. fünf Meilen vor Kalamaria im Thermaischen Golf gegen 22 Uhr auf Grund. Das mit Zement beladene Schiff war kurz zuvor aus Thessaloniki nach San Pedro an der Elfenbeinküste ausgelaufen. Es hatte eine 20-köpfige Crew an Bord.
Fünf Schlepper wurden zu Hilfe gerufen, und zwei Stunden nach der Havarie konnte der Frachter wieder flottgemacht werden. Er wurde zurück nach Thessaloniki gezogen, wo er bis zum Abschluss der Untersuchungen mit einem Fahrverbot belegt wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kieler Yacht “Great Passion” gestrandet
(Bild: Centro Velico Lampetia)   Großbild klick!

Keine Spur von vermisstem Segler Kieler Yacht
(16.09.17) Von dem zweiten Segler der Kieler Yacht “Great Passion”, die am Abend des 11.9. nahe Cetraro strandete, fehlte weiter jede Spur. Sein Mitsegler kehrte inzwischen nach Deutschland zurück. Die Coast Guard hat vier Tage lang nach dem vermissten 67-jährigen gesucht, einen Tag länger als üblich.
Dabei kamen auch Suchflugzeuge zum Einsatz. Die Patroullien am Ufer sollten weitergehen. In Kürze sollte auch das Wrack der Yacht geborgen werden, die von Marina di Camerota nach Griechenland unterwegs war. Dazu braucht es aber angesichts der ansehnlichen Größe geeignetes Gerät.
Quelle:Tim Schwabedissen



Deutscher Katamaran bei Menorca gestrandet
(16.09.17) Der deutsche Katamaran „Hant V“ lag zwei Tage nach seiner Strandung weiter halb gesunken vor Menorca zwischen Ses Salines in Punta Prima und Illa de l'Aire. Das Boot war in einem Sturm mit Windgeschwindigkeiten von 32 Kilometern auf Grund getrieben. Der Skipper hatte die Polizei Sant Lluís gerufen, die die Havarie an Salvamento Marítimo meldete. Die „Salvamar Antares” kam zu Hilfe, konnte das Boot aber nicht wie geplant in den Hafen von Maó abschleppen, da es bereits auf Grund saß.
Salvamento Marítimo sah keine Gefahr einer Umweltverschmutzung, da sich nur geringe Ölmengen an Bord befunden hatten. Die anhaltend stürmische See erschwerte weitere Arbeiten am Schiff, das nach und nach von der Brandung zerstört wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Salpetersäure lief aus beschädigten Containern aus
(16.09.17) Auf dem chinesischen Frachter „Dong Fang Fu", 13199 BRZ (IMO-Nr.: 9162423), der sich auf der Reise von Shanghai nach Taichung befand, wurden in stürmischem Wetter in der Ostchinesischen See sechs Tankcontainers mit Salpetersäure beschädigt, als sie übergingen und umhergeschlagen wurden. Der Frachter nahm Kurs auf Keelung, wo er am Abend des 14.9. festmachtet. Danach stellten Crewmitglieder Säuregeruch fest und alarmierten die Behörden.
Techniker einer Chemiefabrik wurden geholt, um die Leckage zu beseitigen. Am 15.9. verließ das Schiff den Hafen von Keelung wieder und setzte die Reise nach Taichung, wo er am 15.9. um 20.20 Uhr an Containerterminal 2 festmachte. Hier sollten die Tankcontainer gelöscht werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schlepper rammte Kreuzfahrtschiff
(16.09.17) Der russische Hafenschlepper "Sevastopolets" kollidierte am 14.9. um 6.50 Uhr mit dem russischen Kreuzfahrtschiff "Knyaz Vladimir", 9659 BRZ (IMO-Nr.:7032997), im Hafen von Sevastopo. Die Havarie ereignete sich beim Einlaufmanöver. Der Schlepper stieß mit seinem Heck gegen den Wulstbug des Passagierschiffes, der eingedrückt und aufgerissen wurde. Am 15.9. verließ es den Hafen von Novorossiysk mit Kurs Sotschi.
Quelle:Tim Schwabedissen



Großeinsatz für 68 Personen an Bord leckgeschlagener Robben Island-Fähre
(16.09.17) Die Fähre „Thandi“ erlitt auf dem Weg zwischen der Gefängnisinsel Robben Island und dem Hafen von Kapstadt am 15.9. um 14.18 Uhr in grober See Wassereinbruch und funkte Mayday. Alle 64 Passagiere und vier Crewmitglieder konnten unter schwierigen Bedingungen gerettet werden. Einige Passagiere wurden wegen Unterkühlung vor Ort behandelt, eine Frau wegen Rückenschmerzen ins Krankenhaus gebracht.
Nach dem Notruf lief eine groß angelegte Rettungsaktion an: Von der NSRI-Station Table Bay liefen die “Spirit of Day” und “Spirit of Vodacom” zum Havaristen aus. Auch die Robben Island-Fähre “Madiba 1” war vor Ort.
Von der NSRI-Station Bakoven kam die “Rotarian Schipper”, von der NSRI-Station Hout Bay die “Albie Matthews”, von der NSRI-Station Melkbosstrand kamen die “Spirit of Brenda” und ein Privatboot, das NSRI Headquarter schickte die “Spirit of Round Table”, die Police Sea Borderline ein Boot, ebenso das DAFF (Department of Agriculture Forestry and Fisheries). Außerdem kamen das TNPA-Lostenboot “Petrel”, ein AMS/EMS Skymed-Rettungshubschrauber, ein Helikopter der ASR (Air Sea Rescue) und ein Oryx-Helikopter der SAAF (SA Air Force) zu Hilfe.
Der Skymed-Hubschrauber konnte später wieder zurückgerufen warden, der SAAF-Oryx blieb in Alarmbereitschaft. Taucher der Cape Town Fire and Rescue Services, die WC Government Health EMS Rescue and Ambulance, das City of Cape Town Disaster Risk Management, die ER24 Ambulance Services, Netcare 911 Ambulance Services sowie eine Tauchereinheit der Polizei wurden ebenfalls alarmiert. Das Maritime Rescue Coordination Centre und die Telkom Maritime Radio Services assistierten bei der Abwicklung und Koordination des Funkverkehrs. Eine JOC (Joint Operations Control) wurde beim Transnet National Ports Authority Control Tower eingerichtet und der Einsatz der Rettungskräfte von der Base der NSRI Table Bay dirigiert. Die Fähre trieb beim Eintreffen der Retter mit erheblicher Backbord-Schlagseite im Wasser. Einige der Passagiere befanden sich an Bord von Rettungsinseln, die am Heck festgemacht waren. Die Crew und weitere Fahrgäste waren noch auf dem Achterdeck des Havaristen. Sie wurden von dort mit der “Spirit of Day” abgeborgen.
Die Insassen der Rettungsinseln nahmen die “Madiba 1” und die “Spirit of Vodacom” an Bord und transportierten sie nach Table Bay. Nachdem alle 68 Personen in Sicherheit waren, konnte der Rettungseinsatz zurückgefahren werden. Ein Passagier der "Madiba 1" wurde nach der Rettung mit Angstzuständen ins Krankenhaus gebracht, nachdem das Schiff am Nelson Mandela Gateway n der V&A Waterfront festgemacht hatte.
Die “Spirit of Vodacom” stellte nach der erfolgreichen Evakuierung eine Schleppverbindung her und schleppte das manövrierunfähige Schiff in den Hafen von Murray’s Bay auf Robben Island ab. Nachdem es dort festgemacht war, wurden zusätzliche Lenzpumpen eingesetzt und das Schiff ausgepumpt und schließlich stabilisiert. Die „Thandi” gehört zu einer Flotte von sechs Touristenbooten von Esa Yacoob‚ der 1994 sein erstes Boot in Dienst stellte. Die SAMSA (South African Maritime Safety Authority) leitete eine Untersuchung des letztlich glimpflich verlaufenen Unfalls ein, der ein erheblich böseres Ende hätte nehmen können.
Quelle:Tim Schwabedissen



33 Opfer von Bootsunglück in Nigeria geborgen, 23 vermisst
(16.09.17) Auf dem Niger River im Kebbi State in Nordwest-Nigeria kenterte am 13.9. ein überladenes Fährboot. Mindestens 33 Menschen kamen ums Leben. 23 weitere wurden noch vermisst, 82 Personen aus dem Wasser gerettet. Die National Emergency Management Agency (NEMA) räumte nach zweitägiger Suche den Vermissten keine Überlebenschance mehr ein. Das Schiff hätte nur 70 Personen transportieren dürfen, hatte aber über 150 an Bord.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fahrgastschiff „Jessica“ mit Maschinenausfall
(Bild: DGzRS)   Großbild klick!

Fahrgastschiff saß im Peenestrom fest
(15.09.17) Das 28 Meter lange, deutsche Fahrgastschiff „Jessica“ (MMSI-Nr.: 211515540) erlitt am 14.9. gegen Mittag während einer Ausflugsfahrt mit 33 Personen, darunter 31 Passagieren und zwei Besatzungsmitgliedern, im Peenestrom bei Kröslin östlich der Fahrwassertonne PN 24 Maschinenausfall und lief auf Grund. Unter den Passagieren befanden sich auch ein Kind und ein Säugling. Das Lotsenboot „Schnatermann“ informierte um 12.20 Uhr die Seenotretter der DGzRS über die Havarie.
Wegen seines zu großen Tiefgangs konnte es selbst nicht helfen. Das Seenotrettungsboot „Hein Orth“ mit einer vierköpfigen Freiwilligen-Besatzung von der Station Freest erreichte gegen 12.50 Uhr die Strandungsstelle. Kurz zuvor war auch das RIB „MV 6“ der WasserschSOS-Bilder-2017/09-15-Jessica_(FotoDGzRS).jpgutzpolizei vor Ort angekommen, und die Besamten kamen zu ersten Ermittlungen an Bord.
Die Seenotretter gingen ebenfalls an Bord und beruhigten zunächst die Fahrgäste. Dann wurde der Havarist von der „Heinz Orth“ auf den Haken genommen und wieder freigeschleppt. Es wurde dann in den Hafen von Karlshagen gebracht und dort mit einem Auslaufverbot belegt.
Auf der Peene herrschten zu der Zeit west-südwestliche Winde von sechs Beaufort mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 49 Stundenkilometern. Die Wasserschutzpolizei hat die Ermittlungen zur Unglücksursache aufgenommen.
Quelle:Tim Schwabedissen



"JBB De Rong 19" durchgekentert
(Bild: Singapore Navy)   Großbild klick!

Suche nach vermissten Seeleuten vor Singapur fortgesetzt
(15.09.17) Das Suchgebiet nach den beiden noch vermissten Besatzungsmitgliedern des dominikanischen Baggerschiffs "JBB De Rong 19", 4965 BRZ (IMO-Nr.: 9828649), in den Gewässern von Singapur wurde von der MPA ausgeweitet. Es umfasst nun 250 Quadratmeilen gegenüber zunächst 130. Die Anzahl der beteiligten Schiffe stieg von 22 am 13.9. auf 29 am folgenden Tag. Die Suche aus der Luft wurde gegenüber erst 770 Quadratmeilen auf 2,710 vergrößert.
Beteiligt waren fünf Flugzeuge. Eines der beiden geretteten der insgesamt 12 Crewmitglieder aus China und Malaysia, das sich noch im Krankenhaus befand, konnte inzwischen entlassen werden.
"JBB De Rong 19"
(Bild: Singapore Port Authority)   Großbild klick!
Ein weiterer war noch unter Beobachtung im Singapore General Hospital.
Die Suchaktion wurde koordiniert durch die MPA und erfolgte durch Einheiten der Republic of Singapore Air Force, der Republic of Singapore Navy, der Singapore Police Coast Guard und der Singapore Civil Defence Force, der PSA Marine und der Posh Semco. Der Zerstörer RSS “Independence” war ebenfalls beteiligt.
Das Indonesian Rescue Coordination Centre arbeitete mit den Behörden in Singapur zusammen und hatte ebenfalls 10 Schiffe in den indonesischen Gewässern im Einsatz. Der indonesische Tanker „Kartika Segara“, 22809 BRZ (IMO-Nr.: 9156345), lag unterdessen weiter vor Anker. Seine 26-köpfige indonesische Crew war unversehrt geblieben, das Schiff hatte aber Schäden am Steuerbordbug.
Das Baggerschiff war in dem westgehenden Fahrwasser unterwegs, der aus Singapur auslaufende Tanker im ostgehenden Fahrwasser der Verkehrstrennungszone. Das Singapore VTIS hatte beide Schiffe rechtzeitig vor der drohenden Kollisionsgefahr gewarnt.
Diese bestätigten die Warnhinweise durch die Zentrale, reagierten aber nicht entsprechend. Das kieloben liegende, halb gesunkene Wrack des Baggerschiffs wurde unterdessen von der Untergangsstelle 1,7 Meilen südlich der Sister’s Islands von zwei Schleppern der MPA in ein Gebiet nahe Pulau Senang bugsiert, wo die Suche unter Wasser fortgesetzt werden sollte. Der Schiffsverkehr in der Singapore Strait wurde nicht behindert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tankmotorschiff saß auf Rhein in Düsseldorf fest
(15.09.17) Das deutsche Tankmotorschiff „Regina W II", 2716 ts (EU-No.: 04807580), lief am Morgen des 13.9. mit 2.000 Tonnen Diesel an Bord bei Rheinkilometer 741 auf Höhe von Lausward in der Düsseldorfer Rheinschleife auf Grund. Der Schiffsführer war auf Höhe des Kraftwerks Lausward im Innenbogen des Flusses zu nah ans Ufer.
Mitarbeiter des Kölner Wasser- und Schifffahrtsamts versuchten zunächst, den Havaristen mit einem weiteren Schiff wieder in tieferes Wasser zu ziehen. Der Schiffsführer dachte, nur leicht mit dem Bug aufzuliegen Doch bei den Zugversuchen stellte sich heraus, dass der Tanker komplett aufsaß und ein Leichtern eines Teils der Ladung notwendig war. Zur Sicherung der Bergungsmaßnahmen war die Feuerwehr Düsseldorf mit dem Löschboot, einem Rettungsboot sowie einem Verbindungsbeamten vor Ort. Aus Düsseldorf wurde das deutsche Tankmotorschiff "Shane V", 1685 ts (EU-Nr.: 04805500), zur Unfallstelle mobilisiert.
Nach Abschluss der Vorbereitungsmaßnahmen am Morgen des 14.9. begann im Laufe des Vormittags das Umpumpen der Ladung. Bis kurz nach 12 Uhr waren und 500 Tonnen geleichtert. Ein erster Versuch das Schiff freizuschleppen scheiterte allerdings. Eine knappe Stunde später, gegen ein Uhr, konnte der Havarist nach Abpumpen von weiteren 100 Tonnen Ladung wieder befreit werden.
Die Feuerwehr begleitete mit zwei Booten die anschließende Fahrt der beiden Schiffe in den Neusser Hafen. Gegen 13.35 Uhr war der Einsatz für die Einsatzkräfte beendet. Sie waren mit dem Feuerlöschboot, einem Rettungsboot und insgesamt sieben Einsatzkräfte rund vier Stunden im Einsatz gewesen.
Nach dem Festmachen der „Regina W II“ im Hafen nahm sich ein Sachverständiger des Schiffes an, untersuchte es auf entstandene Schäden und entschied dann das weitere Vorgehen mit allen Beteiligten. Vor Ort waren Vertreter des Wasser und Schifffahrtsamts Duisburg, die Wasserschutzpolizei, des Umweltamts der Stadt Düsseldorf, der Havariekommissar, der Gefahrgutbeauftragte des Rheins sowie Vertreter der Reederei.
Quelle:Tim Schwabedissen



Havarierter Bulkcarrier wird nach Durban abgeschleppt
(15.09.17) Der liberianische Bulkcarrier “Tina", 39126 BRZ (IMO-Nr.: 9215749), erlitt am 13.9. im Indischen Ozean vor Südafrika Maschinenausfall. Das Schiff hatte sich auf der Fahrt von Rio Grande nach Singapur befunden. Offenbar erlitt es bereits am 3.9. im Atlantik Probleme mit dem Antrieb, erreichte aber noch den Indischen Ozean und lief vom 9. Mit minimaler Geschwindigkeit bis zum 13.9. in Schleifen vor East London.
Am 13.9. wurde der Frachter von dem unter Singapur-Flagge laufenden Offshore-Versorger "Pacific Diligence", 6641 BRZ (IMO-Nr.: 9631395), der am 11.9. aus Kapstadt ausgelaufen war, in Richtung Durban auf den Haken genommen. Hier wurde der Schleppzug am 18.9. erwartet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter auf Svir gestrandet
(15.09.17) Der russische Frachter "Vita", 2406 BRZ (IMO-Nr.: 7024940), beladen mit 2.091 Tonnen Holzstämmen, lief auf dem Svir unweit des Dorfes Voznesenye auf der Reise von Petrozavodsk nach Priozersk auf Grund. Die Havarie ereignete sich bei schlechter Sicht, die diese wohl auch verursacht hatte. Alle Versuche, wieder loszukommen, scheiterten seither.
Deshalb wurden ein Schlepper und eine Barge mit einem Kran mobilisiert. Die Ladung des Frachters sollte geleichtert werden. Am frühen Morgen des 14.9. erreichten sie die Strandungsstelle
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter vor Tamgas Harbor geborgen
(15.09.17) Die Crews des Patroullienbootes “Anthony Point” und der Coast Guard Station Ketschikan bargen am 13.9. den Kutter “Tsimshain Lady”, der nahe Tamgas Harbor, Alaska, Wassereinbruch erlitten hatte. Der Trawler „Huntress“ hatte einen Notruf aufgefangen und an die Küstenwache weitergeleitet. Ein Boot der “Anthony Petit” kam mit einer Lenzpumpe zu Hilfe, und der Havarist wurde von dem Patroullienboot längsseits genommen, bis ein 45-Fuß-Boot der Station Ketschikan vor Ort eintraf.
Dieses schleppte den Havaristen nach Tamgas Harbor ab. Vor Ort waren zum Zeitpunkt der Havarie 14 Meilen Windgeschwindigkeit.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker saß in Chittagong fest
(15.09.17) Der unter Hongkong-Flagge registrierte Tanker "Astral Express", 27969 BRZ (IMO-Nr.: 9258363), des Bernhard Schulte Shipmanagement in Singapur lief am Morgen des 14.9. auf dem Karnaphuli River in Chittagong auf Grund. Er war von Shanghai gekommen und wollte an einer Ölpier festmachen, als sich die Havarie beim Manövrieren auf dem Fluss ereignete. Das Schiff hatte 27.000 Tonnen Diesel geladen.
Der passierende Schiffsverkehr wurde nicht beeinträchtigt. Gegen 14 Uhr gelang es, den Tanker mit dem Hochwasser wieder flottzumachen und an die Ölpier zu bringen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter vor Zonguldak aufgelaufen
(15.09.17) Der maltesische Frachter "Annetta", 8491 BRZ (IMO-Nr.: 9396543), lief beim Ansteuern des Hafens von Zonguldak am 15.9. gegen 03.30 Uhr auf Grund. Er kam eine Meile nördlich der Hafeneinfahrt fest. Das Schiff war am 13.9. von Novorossiysk zu dem türkischen Hafen ausgelaufen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sebastian richtete nur geringe Schäden an Booten an
(15.09.17) Am Wasser hielten sich die Folgen des Sturmtiefs Sebastian am 13.9. in Grenzen: Im Sportboothafen auf Amrum kenterte ein Segelboot in den Orkan-Böen. In Eckernförde trieb ein größerer Trimaran auf die Steinmole und schlug leck. Eine weitere Yacht, die sich ebenfalls losgerissen hatte, blieb im Schlick stecken.
Andere Boote konnten hingegen noch rechtzeitig u.a. von Einsatzkräften der DGzRS gesichert werden. Später mussten an der Ostsee bei fallendem Wasserstand immer wieder Leinen nachgefiert werden, Boote setzten auf dem Hafengrund auf, ohne dass es aber zu Schäden kam. Im Fünfseenland, wo sich auf einzelnen Gewässern bis zu 1,5 Meter hohe Wellen aufbauten, kenterten mehrere Boote oder rissen sich los und strandeten. Sie mussten von den Wasserwachten und der DLRG geborgen werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motoryacht mit Schlagseite auf Markermeer
(Datum) Die KNRM musste am 14.9. auf der Markermeer in Aktion treten, um der 15 Meter 15.09.17 deutsche Motoryacht „Nethertheless“ zu assistieren, die aus unbekannter Ursache Schlagseite bekommen hatte. Weil die Kommunikation schlecht war, war es auch unklar, was los war. Wegen der schlechten Sicht und stürmischen Wetters brauchte es einige Zeit, das Schiff zu finden.
Ein vorbeifahrendes Binnenschiff entdeckte schließlich die Yacht in der Nähe des Blocq von Kuffeler bei Almere. Eine Bergungsfirma stellte fest, dass das Schiff kein Wasser machte. Das Boot konnte seine Fahrt mit eigener Kraft nach Lelystad fortsetzen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kreuzfahrtschiff rettete Kutterskipper im Hurrikan Irma
(15.09.17) Das unter Panama-Flagge laufende Kreuzfahrtschiff "Carnival Elation", 70390 BRZ (IMO-Nr.: 9118721), rettete den Skipper eines Garnelenkutters, der im Golf von Mexiko im Hurrikan Irma gesunken war. Am 13.9. traf Edward Potter am Tampa International Airport ein, wo ihn Angehörige empfingen. Potter und sein Decksmann Carl Sheperd waren mit ihrem 75 Fuß langen, in Tarpon Springs beheimateten Schiff in den Wirbelsturm geraten.
Es kam zu einem Wassereinbruch im Maschinenraum. Potter konnte sich in ein Rettungsboot flüchten, Shepherd schaffte es nicht mehr. Die "Carnival Elation" fand Potter auf ihrer Fahrt auf die Bahamas etliche Stunden später. Kapitän Gaetano Gigliotti hatte nach dem Notruf Kurs auf den Kutter gehalten und konnte Potter an Bord nehmen, wo er medizinisch betreut und versorgt wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen



“Niña” kann repariert werden
(15.09.17) Die Karavelle „Niña”, eine Replik des Entdeckerschiffs von Christoph Columbus, das im Wirbelsturm Harvey in der Corpus Christi Marina sank, ist reparabel. Taucher untersuchten inzwischen den Rumpf des Schiffes, und die Columbus Sailing Association (CSA) meldete danach, dass es keine Schäden gebe, die irreparabel seien und sie diese auch ausführen wolle. Dafür wurde ein Spendenaufruf gestartet. Die beiden anderen 1992 gestifteten Nachbauten, die “Pinta” und „Santa María“, wurden bereits 2014 abgebrochen. Kommt allerdings nicht genug Spendengeld zusammen, droht der “Niña” dasselbe Schicksal.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter in Scapa Flow vor Strandung bewahrt
(15.09.17) Das RNLI-Boot aus Longhope Lifeboat barg am Abend des 13.9. den Kutter “Peerie Yin” und seine zweiköpfige Crew, die in Scapa Flow am Abend Mayday gefunkt hatte, nachdem das acht Meter lange Schiff um 19.45 Uhr unweit der felsigen Küste von Hunda Maschinenausfall erlitten hatte. Sieben Minuten nach der Alarmierung durch die Coastguard war das Rettungsboot unterwegs zu dem Kutter vor Burray an der Nordseite der unbewohnten Insel.
Die Fischer hatten zwar Anker geworfen, nachdem der Schaden aufgetreten war, doch die Ankerleine brach. Als die Seenotretter eintrafen, trieb der Kutter bei Nordwind quer zur Küste und wäre in den folgenden Minuten unweigerlich auf die Felsen geraten. Das Rettungsboot manövrierte sich in dem flachen Wasser bei moderaten Seen an die „Peerie Yin“ heran und stellten eine Schleppverbindung her.
Dann wurde der Havarist nach Flotta gezogen und dort an der Pier sicher festgemacht. Um 22.10 Uhr kehrte das Rettungsboot zu seiner Station zurück und wurde wieder einsatzklar gemacht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre auf Seattle-Bremerton-Route zum wiederholten Mal beschädigt ausgefallen
(15.09.17) Die amerikanische Katamaran-Fähre "Rich Passage 1" (MMSI-Nr.: 368612000) erlitt am 14.9. um 08.35 Uhr einen Wassereinbruch auf der Fahrt von Seattle nach Bremerton. Sie musste an diesem und dem folgenden Tag daraufhin am Kai bleiben. Mechaniker fanden bei der Schadensuntersuchung Wasser in einer Abteilung, in der sich die Kontrolleinrichtungen für den Wasserdüsenantrieb des 24 Meter langen Schiffes befanden.
Ursache war ein fehlerhaftes Ansaugsieb, das das zur Kühlung angesaugte Seewasser filtern sollte. Das Teil war erst im letzten Monat ersetzt worden, nachdem das Schiff Generatorprobleme erlitten hatte. Sowohl für das Sieb wie auch ein verschmortes Motherboard hatten die Mechaniker Ersatzteile zur Hand.
Die Box musste komplett ersetzt werden. Seit der Indienststellung auf der Route vor zwei Monaten hatte die Fähre am 20.7. Probleme mit dem Abgassystem, Maschinenprobleme am 1.8. und einen Riss im Rumpf am 4.9. Am 28.1.2013 war das Schiff vor Port Hadlock, Washington, auf Grund gelaufen, nachdem es auf der falschen Fahrwasserseite gelandet war. Am 4.2.2014 kam es zu einem Brand in einer Werft in Port Townsend, wo ein neuer Komposit-Tragflügel zur Reduzierung der Heckwellen montiert werden sollte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht "Profiler" gestrandet
(Bild: Wirral Rescue Team)   Großbild klick!

Keine Chance für Profiler
(14.09.17) Am 11.9. riss sich die 32 Fuß lange Yacht "Profiler" von den Moorings des West Kirby Sailing Clubs los und trieb am Nachmittag auf die Felsen der Caldy Steps nahe West Kirby auf der Wirral-Halbinsel. Die englische Coastguard wurde alarmiert, nachdem Zeugen das Boot dicht vor der Küste driften sahen. Zunächst war angenommen worden, es befänden sich Menschen an Bord.
Das Wirral Coastguard Rescue Team sowie das Rettungsboot der RNLI-Station West Kirby wurden daraufhin mobilisiert. Die Küstenretter überzeugten sich als erstes davon, dass sich niemand an Bord befand, indem einer von ihnen vom RIB aus auf das Boot überstieg. Dann versuchten sie, die Yacht freizuschleppen, doch die Wetterbedingungen erwiesen sich als zu schlecht für das kleine Boot.
Bergung
(Bild: Wirral Rescue Team)   Großbild klick!
Vor Ort waren 5-6 Beaufort Wind. Nun wollten Mitglieder des West Kirby Sailing Club versuchen, die auf die Steine geworfene Yacht zu bergen.
Quelle:Tim Schwabedissen





Deutscher Trimaran bei Preveza gekentert
(14.09.17) Am Nachmittag des 12.9. kenterte der deutsche Trimaran "Spectre" vor Preveza und strandete unweit des Fischereischutzgebietes Lygia Preveza. Eine Patroullie der Polizei wurde zu Hilfe geschickt. Die 52- und 49-jährigen Segler konnten sich schwimmend an Land retten und kamen vorsorglich mit einem Krankenwagen ins General Hospital von Preveza. Umweltschäden wurden nicht festgestellt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gekenterte Jolle wird geborgen
(Bild: Syd og Sønderjyllands Politi)   Großbild klick!

Gekenterte Segler aus der Flensburger Förde gerettet
(14.09.17) Am Nachmittag des 11.9. kenterte auf der Flensburger Förde gegen 14.30 Uhr eine Segelyacht. An Bord war eine vierköpfige, deutsch-dänische Besatzung. Ein Zeuge alarmierte die Polizei von Süd- und Sønderjylland. Zwei Segler hielten sich noch an dem auf der Seite liegenden Boot, zwei weitere schwammen im Wasser. Alle wurden aufgefischt und das Boot dann von der "Werner Kuntze" der DGzRS-Station Langballigau aufgerichtet und an Land geschleppt. Die Segler hatten die Havarie unbeschadet überstanden und bedurften keiner medizinischen Betreuung.
Quelle:Tim Schwabedissen



HMAS “Tobruk”
(Bild: Nick-D)   Großbild klick!

Landungsschiff wird schneller als geplant zum Tauchwrack
(14.09.17) Die Birdon Pty Ltd. bekam den Vertrag, die HMAS “Tobruk”, 3353 ts, zur Versenkung vorzubereiten, sechs Monate früher als geplant. Sie hat das Schiff im Hafen von Bundaberg betreut und war auch Vertragsnehmer für die Vorbereitung und Versenkung von HMAS „Canberra“. Vor 18 Monaten wurde das australische Landungsschiff nach 34 Dienstjahren in Sydney außer Dienst gestellt. Das Projekt soll im Juni 2018 beendet werden und die Bundaberg und Hervey Bay als Tauchspot bekannt machen. Die Arbeit sichert 54 Arbeitsplätze während der Vorbereitungsphase und bis zu 38 Jobs, wenn das 127 Meter lange Schiff ein Tauchwrack geworden ist.
Quelle:Tim Schwabedissen



Krisentreffen nach Tankeruntergang vor Salamis – Schiff war alter Lindenauer
(14.09.17) Am 13.9. fand ein Krisentreffen im griechischen Schifffahrtsministerium statt, um die Aktionen zur Bekämpfung der Ölverschmutzung nach dem Untergang des Tankers "Agia Zoni II", 1521 BRZ (IMO-Nr.: 7126152), vor Salamis zu prüfen. Es fokussierte auf die Arbeiten imm Bereich von Selinia und Kynosoura auf Salamis sowie die Vororte Freattyda und Piraiki von Piräus. Es nahmen der Generalsekretär des Ministeriums, der Chef der Coastguard und weitere Offiziere sowie der Vizegouverneur von Piräus, Giorgos Gavrilis, der um das Treffen gebeten hatte, der Vizegouverneur der Inseln, die Bürgermeisterin von Perama und Salamis, der 2. Bürgermeister von Piräus, Alexandros Argoudelis, der Ministerpräsident und Vertreter der mit der Ölbekämpfung beschäftigten Firmen teil.
Die Arbeiten, das Öl zu beseitigen, dauerten am 13.9. an. 60 Mann waren am Paraskeva-Strand in Votsalakia und vor der Marineschule im Einsatz. Das Ölbekämpfungsschiff OSRV „Aktea“, 1646 BRZ (IMO-Nr.: 8801321), sollte sie unterstützten.
Als die „Agia Zoni II“ sank, hatte sie 2.220 Tonnen Brennstoff und 370 Tonnen Gasöl an Bord, von dene nein TEil auslief und sich von Salamis bis zum Saronischen Golf ausbreitete. Etliche Strände der südlichen Vororte von Athen wie Agios Kosmas nahe des alten Flughafens wurden kontaminiert. Es wurde ohne großen Erfolg versucht, den Ölteppich mit Schiffen aufzubrechen.
Bürgermeisterin Isidora Nannou-Papathanasiou kritisierte den zögerlichen Fortgang der Arbeiten und bezeichnete den ökologischen Schaden als immens. Es seien nicht genug Hilfskräfte im Einsatz. Die Firmen sagten, der Fortschritt der Reinigungsarbeiten sei befriedigend. Am 14.9. sollte das Abpumpen der 2.570 Tonnen Öl, die immer noch an Bord des Tankers waren, beginnen. Die Küstenwache hat ihre Kräfte vor Ort verstärkt, außerdem wurden Tanklaster zur Assistenz nach Salamis entsandt.
Bei der “Agia Zoni II” handelt es sich um den 1972 für die Atlantic Reederei F. & W. Joch, Hamburg, auf der Kieler Lindenau-Werft erbauten Tanker “Inka”. Von März 1990 bis Mai 2008 war er als „Tinka“ für die KS Tinka (Alba Shipping Ltd.), Panama, die Alba Shipping Ltd. AS.(O.W. Bunker & Trading A/S. und O.W. Scandinavia A/S im Einsatz und von Juni bis November 2008 als „Eftihia“, nachdem es an die Agia Zoni II Shipping Co. (Agia Zoni Shipping Co., Piräus, verkauft worden war. Dann erfolgte die Umbenennung in „Agia Zoni II“. Das in Piräus beheimatete Schiff hatte eine Tragfähigkeit von 1.597 Tonnen, war 91,33 Meter lang, 13,7 Meter breit und hatte sechs Meter Tiefgang. Es lief zuletzt für die Agia Zoni Shipping in Athen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Barge nach einem Jahr geborgen
(14.09.17) Die Barge "Investigator" wurde rund ein Jahr nach ihrer Strandung 25 Kilometer nördlich von Tuktoyaktuk im Northwest Territory geborgen. Sie hatte sich im September 2016 von ihrem Schlepper losgerissen und war nahe Toker Point aufgelaufen. Die ersten Bergungsversuche im vergangenen Jahr waren erfolglos verlaufen.
Erst nachdem Sand unter dem Doppelhüllen-Rumpf weggebaggert wurde und dort Luftsäcke installiert wurden, gelang es, das Gefährt in Bewegung zu versetzen. Der Rumpf selbst war intakt geblieben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schwimmdock mag nicht mehr schwimmen
(14.09.17) Das Schwimmdock Nr. 4 stieß in der Rakovaya-Bucht auf der Kamtschatka-Halbinsel nördlich von Petropavlovsk beim Durchzug eines Taifuns am 4.9. mit der Steuerbordseite gegen die Ecke einer Pier. Dabei wurde es aufgerissen, und in den vergangenen 10 Tagen sank das Dock allmählich nach achtern ab. Es wurde mit dem achteren Teil an einer Pier festgemacht, damit es nicht in der Mitte der Bucht sinkt.
Erst am 13.9. begannen Bergungsarbeiten. Taucher stiegen ab, um den Schaden zu untersuchen und den Riss abzudichten, damit das Dock wieder ausgepumpt werden kann.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bulkcarrier trieb nach Maschinenschaden auf Grund
(14.09.17) Der maltesische Bulkcarrier "Majorca", 40485 BRZ (IMO-Nr.: 9294109), erlitt am 12.9. auf der Reise von Nantong nach Geelong in Brisbane Maschinenschaden und wurde in den Gewässern vor Britain Island manövrierunfähig. Das Schiff trieb nordwärts in flaches Wasser ab, bis es in der folgenden Nacht in der Vitiaz Strait auf Position 06 02 S 148 26 O rund 15 Meilen vor West New Britain Island, 47 Meilen östlich der Küste von Papua Neu-Guine. festkam. Bergungsarbeiten sollen inzwischen begonnen haben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kleiner Schlepper sorgte für große Erleichterung
(14.09.17) Es war eine stattliche Flotte von Hilfsschiffen, die die “Helena Cora” am Abend des 12.9. mit erheblichem Schlappohr zurück nach Vlissingen eskortierte, wo sie Stunden zuvor noch auf ebenem Kiel ausgelaufen war, doch dem kleinsten Schlepper hatte sie es zu verdanken, dass die Havarie am Ende glimpflich verlaufen war. Der 19 Meter lange Schubschleppper „Hendrik 7” (MMSI-Nr.:244690858) von Van Aerde aus Sluiskil, der meist zwischen Gent und Terneuzen eingesetzt ist, hatte sich eher zufällig in der Nähe befunden.
Doch im Unterschied zu den größeren Schiffen von Multraship aus Terneuzen und Smit Kotug konnte er mit seinem geringen Tiefgang von 35 Zentimetern am Bug bei einem gleichzeitigen Tiefgang von maximal achtern 2,45 Metern dicht genug an die „Helena Cora“ herankommen.
Nachdem er an deren Bug festgemacht hatte, konnte der 1085-Tonner von der Sandbank wieder heruntergezogen und mit kräftiger Schlagseite in den Sloehaven eingeschleppt werden, noch rechtzeitig, bevor das Sturmtief Sebastian die Westerschelde aufwühlte.
Deren Vorboten waren es aber wohl auch gewesen, die zum Übergehen der aus 860 Tonnen Aluminiumblöcken bestehenden Ladung geführt hatten, nachdem das Schiff gegen 16 Uhr auf dem Weg nach Antwerpen seine Nase in die raue See gesteckt hatte. Der Gangbord an Steuerbord lag auf einmal einen halben Meter unter Wasser, das an der Ladeluke emporschwappte, während sich die Backbordseite aus dem Wasser hob. Sofort alarmierte Skipper Leendert Nobel (24) aus Krimpen an der IJssel, der im Dienst von Eigner Jan Heuvelman aus Ederveen am Ruder stand, das Traffic Center Westerschelde: „Ich fürchte, wir sinken.“
Seine Frau Naomi Nobel (18) geriet in leichte Panik und eilte vom Ruderhaus hinab zu den beiden kleinen Kindern, die in der Kajüte schliefen. Die beiden durchlebten ängstliche Momente, weil das Schiff wirklich rasch zu kentern schien. Nobel versuchte, den Kopf kühl zu behalten: "Es ging alles so schnell. Genauso wie bei einem Verkehrsunfall. Das Gehirn kann die Ereignisse nicht so schnell verarbeiten."
Nobel sagte sich: "Wenn du in Panik gerät, wirst du mehr Fehler machen." Geistesgegenwärtig setzte er das schwer beladene Schiff auf den Kaloot, um den drohenden Untergang zu verhindern. Die Verkehrszentrale leitete das Lotsenboot „Pioneer“, das sich in der Nähe befand, zum Havaristen und alarmierte die KNRM. Innerhalb von fünfzehn Minuten waren Nobels Frau und die Kinder in Sicherheit.
Er selbst blieb während der folgenden Bergungsarbeiten an Bord. Am 14.9. lag sein Schiff weiter im Hafen – es hatte das Abenteuer aber offenbar ohne größere Schäden überstanden, und auch das Auto der Familie stand noch sicher verlascht auf den Aufbauten. Allerdings lag die Fracht in wildem Durcheinander im Laderaum.
Offenbar war sie nicht ausreichend sicher gestaut gewesen, obwohl nichts anders gemacht worden war als bei anderen Fahrten auch und die schwierigen Wetterbedingungen ebenfalls nur bedingt verantwortlich gemacht werden konnten, weil viele Binnenschiffe auch bei rauer See unterwegs sind. Wie es nun weitergeht, muss die Versicherung entscheiden. Für Nobel war das wichtigste, dass niemand zu Schaden gekommen ist.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sebastian riss Segler los
(14.09.17) In Lelystad riss der Herbststurm Sebastian den 40 Meter langen, holländischen Chartersegler "Abel Tasman" (MMSI-Nr.: 244810550), von seinem Liegeplatz los. Nachdem die Trossen brachen, trieb er im Bataviahafen. Einsatzkräfte von KNRM, Hafendienst und Polizei hatten einige Mühe, das Schiff wieder einzufangen. Am Ende lag es aber ohne Schäden wieder am Kai.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kampener Hansekogge kann erhalten werden
(14.09.17) Die im vergangenen Jahr aus der Ijssel geborgene Hansekogge bleibt für die Nachwelt erhalten. Das sagte der Kampener Bürgermeister Koelewijn am 13.9. In einem Lager in Lelystad war in den letzten Monaten geprüft worden, ob das Wrack konserviert werden könnte.
Es wurde dabei bald klar, dass der Zustand des Schiffes besser war als gedacht. Bürgermeister Koelewijn zeigte sich zufrieden: "Es wurden bereits Millionen investiert.“
Er will nun die Planungen für einen Ausstellungsraum fortsetzen für "das kompletteste Schiff des Mittelalters, das jemals gefunden wurde". Die Vorbereitungen dafür können aber noch fünf Jahre dauern. Nach Angaben von Rijkswaterstaat soll wahrscheinlich Mitte Oktober klar sein, wer die Erhaltung bezahlen und wie sie vonstattengehen wird.
Quelle:Tim Schwabedissen



Weltkriegswrack in Moss verlor Öl
(14.09.17) In der Nacht zum 14.9. erhielt die Feuerwehr Meldungen über Ölverschmutzungen im Gebiet von Bryggekanten in Moss. Am Morgen stelle sich sie heraus, das es aus dem Wrack des 115 Meter langen Frachters "Nordvard", 4111 BRT, ausgetreten war. Es wurden saugfähige Linsen ausgelegt, doch das ausgetretene Öl bildete einen sehr dünnen Film auf der Oberfläche, der fast unmöglich zu sammeln war und verdunsten würde. Im April 2008 waren aus "Nordvard" 422 Tonnen Öl und Diesel abgepumpt worden. Es gibt aber viele Hohlräume im Rumpf, in denen sich Öl und Diesel in kleinen Mengen ansammeln kann. Wahrscheinlich kam es durch Rostfraß nun zum Austritt geringer Mengen.
Bei der „Nordvard” handelt es sich um einen 1925 bei der Kockums-Werft in Malmö erbauten Frachter. Er wurde am 16.9.1940 vom deutschen Hilfskreuzer “Pinguin” im Indischen Ozean aufgebracht und nach Bordeaux geschickt. Dort entkam er einem Bombenangriff der Alliierten, dem etliche andere Schiffe in der Nähe zum Opfer fielen.
Im Oktober 1943 lief die „Nordvard“ aus Le Havre nach Norwegen aus und verkehrte dort auf dem Oslofjord. Bei einem Angriff auf Moss und Horten am 28.12.1944 wurde sie versenkt, 37 Menschen starben. Bis heute liegt das Wrack halb versunken im Schlamm auf einer Tiefe zwischen 28 und 37 Metern bei Lantmännen, wo einst die Moss Aktiemøller war, im Mossesund auf der Seite. Seit 1979 befindet sich auf dem Grund unweit ihres Bugs auch der kleine Frachter „Alstein“, der dort 1979 unterging.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fünf Sportangler bei Lindesnes gerettet
(14.09.17) Nachdem ein deutscher Fischer bei Lindesnes-Feuer am 13.9. gegen 12 Uhr die Sichtung von Notraketen meldete, lief eine große Suchaktion vor Vårøy an, an der auch das NSSR-Rettungsboot “Bill” und ein Seaking-Hubschrauber aus Sola, der südlich von Båly Ausschau hielt, teilnahmen. Auch ein Frachter beteiligte sich. Doch es gab bereits niemanden mehr zu retten – wie sich herausstellte, waren fünf belgische Sportfischer bereits wenig später von zwei Deutschen mit deren Sportboot an Land geschleppt worden. Ihr Boot hatte eine Leine in den Propeller bekommen und war bei vier Metern Wellenhöhe manövrierunfähig geworden. Daraufhin hatten sie Rot geschossen. Nachdem sie in Sicherheit waren, hatten sie aber nicht das Rettungscenter informiert. Dieses schloss die Aktion gegen 14 Uhr ab.
Quelle:Tim Schwabedissen



Mindestens 22 Tote bei Bootsunglück in Indien
(14.09.17) Mindestens 22 Menschen kamen am 14.9. ums Leben, als ihr Boot auf dem Yamuna River im Bahpat-Distrikt, Nordindien, kenterte. An Bord waren rund 60 Personen, als es unweit von Katha auf dem Weg nach Haryana wohl wegen Überladung verunglückte. Die meisten an Bord waren Frauen. Das Boot schlug um, als es in die Strömung geriet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Versorgungsfrachter sank vor Recife
(14.09.17) Das brasilianische Kümo “Ekos Noronha” ist auf der Reise von Recife nach Fernando de Noronha in der Nacht zum 12.9. gesunken, kurz nachdem es ausgelaufen war. Die Crew konnte sich schwimmend nach Praia do Janga bei Recife retten und war offenbar wohlauf. Das Schiff war mit 70 Tonnen Baumaterial zur Renovierung einer Lodge und Versorgungsgütern beladen und hätte die Insel am 14.9. erreichen sollen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Second Chance erhält neue Chance: Eigner gestrandeter Yacht über soziale Medien ausfindig gemacht
(14.09.17) Als Renee Jeffreys Heil nach dem Durchzug von Hurrikan Irma nach Fort Myers Beach, Florida, zurückkehrte, fand sie ihr Haus wohlbehalten, entdeckte aber am 11.9. bei Aufrämarbeiten am Strand 100 Yards vom Surf and US eine gestrandete Yacht. Am Heck stand deutlich sichtbar der Name: “Second Chance“, Heimathafen New Bern. Die Segel waren zerrissen, der Bugsprit gebrochen, ansonsten war sie aber in einem guten Zustand.
Zuerst wollte sie die Coastguard informieren, doch da der Mobilfunkempfang gestört war, fotografierte sie das Boot und postete die Bilder auf Facebook und anderen Medien. Es gelang auf diese Weise, die vorherigen Eigner über den Hafenmeister des BridgePointe Hotel and Marina in New Bern zu kontaktieren. Dann wurden die neuen Eigner aufmerksam und nahmen Kontakt auf.
Sie sagten, sie hätten vor der Insel Boca Grande südlich von Sarasota, zwei Autostunden entfernt, geankert, und lebten auf dem Boot. Sie mussten dann aber von der Coastguard abgeborgen werden. Sie machten sich auf den Weg zur “Second Chance”, einer 44,7 Fuß langen, 1983 erbauteb Gulfstar und trafen am Nachmittag des 13.9. bei ihrem Boot ein. Es sollte nun umgehend wieder flottgemacht werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gestrandeter Kutter entkam der Brandung
(14.09.17) Am Rose Spit gelang es der D & E Towing aus Port Clements, den am Nordstrand liegenden Kutter “Carmanah Light“ aus Prince Rupert wieder flottzumachen. Zuvor hatten Freiwillige unzählige Hummertöpfe von Bord geholt, um das 14 Meter lange Stahlschiff leichter zu machen. Danach ging die Bergung des am 31.8. auf Grund gelaufenen Schiffs rasch vonstatten.
Zeitweise hatte es danach nicht ausgesehen. Es hatte mit schwerer Schlagseite auf dem Strand gelegen, die Brandung ging über den Rumpf, die Fenster des Ruderhauses waren eingeschlagen, und die Wellen lagerten Sand im Maschinenraum ab. Aus einem Tank an Steuerbordseite lief etwas Diesel aus.
Es gelang den Bergern aber, die Leckage abzudichten. Ein Überwachungsflugzeug von Fisheries and Oceans Canada sah keine weiteren Verschmutzungen mehr. Dann begannen die Berger mit Pumpen der Coast Guard und O’Brien & Fuerst Logging, das Wasser auszupumpen und die Scheiben dichtzusetzen. Vom Mast aus wurde ein Tau zu einem Pick-Up am Strand ausgefahren, der jedes Mal, wenn sich das Schiff etwas mit der Flut bewegte, den Rumpf langsam drehte, sodass der Bug auf See zeigte.
Als am 8.9. die Flut kam, gab es ein zweistündiges Fenster, die „Carmanah Light“ flottzumachen. Die „Island Safari“ ging in Stellung, und mit einer Rakete wurde eine Leine zum 300 Fuß entfernten Havaristen geschossen. Dann wurde dieser vom Strand gezogen und von der „Golden Spruce II“ nach Masset Harbour geschleppt.
Sah es zunächst nach einem Totalverlust aus, so standen die Chancen nun gut, dass das 42 Jahre alte, solide gebaute Schiff nach Vancouver geschleppt und dort repariert wird, denn es gibt nur noch wenige Kutter ihrer Größe an der Küste. Die Ursache der Strandung war, dass der Skipper am Ruder eingeschlafen war.
Quelle:Tim Schwabedissen



Binnenschiff „Helena Cora" mit Schlagseite
(Bild: Adri de Nooijer)   Großbild klick!

Binnenschiff drohte vor Ritthem zu kentern
(13.09.17) Mehrere Schlepper, Lotsenboote und Rettungsboote wurden am Nachmittag des 12.9. zur Schleuse von Ritthem alarmiert, nachdem das holländische Binnenschiff „Helena Cora", 1085 ts (EU-Nr.: 02316320), gegen 16 Uhr Schlagseite nach Steuerbord entwickelt hatte und zu sinken drohte. Bereits kurz nach dem Verlassen des Schleusenhafens gab es offenbar durch den Winddruck Probleme mit der Ladung, die verrutscht war. Das Schiff war mit Aluminiumblöcken von Ost-Vlissingen nach Antwerpen unterwegs.
An Bord waren der Schiffsführer, seine Frau und deren zwei Kinder. Das Schiff wurde herumgelegt
„Helena Cora" mit Rettungseinheiten
(Bild: Hans Neels)   Großbild klick!
und versuchte, wieder in den Hafen zu kommen. Um 15.55 Uhr setzte der Schiffsführer einen Notruf ab und setzte die "Helena Cora" bei Tonne 2A bei Kaloot auf dem Europaweg auf Grund, um ein Kentern zu verhindern. Das Lotsenboot "Pioneer" barg dort seine Frau und die beiden Kinder ab und brachte sie in den Koopmansport in Vlissingen.
Die Berger von Multraship untersuchten derweil, wie das instabil gewordene Schiff wieder aufgerichtet werden könnte, um es in den Hafen zurück zu bekommen. Vor Ort waren u.a. die Schlepper "Multratug 27", "Hendrik 7" und "Multrasalvor 3", die "RWS 79" von Rijkswaterstaat, das Patroullienboot "Patrol" sowie die Rettungsboote der KNRM-Stationen Westkapelle, Hansweert und Breskens.
Gegen 19 Uhr gelang es, die „Helena Cora“ durch die „Hendrik 7“ der Reederei Van Aerde aus Sluiskil mit der Flut von der Sandbank herunterzuziehen. Diese hatte einen geringeren Tiefgang als die anderen Schlepper und konnte deshalb am Bug festmachen. Um 19.48 Uhr machte der Havarist schließlich im Quarleshafen – Verbrugge in Vlissingen fest.
Die "Helena Cora" entstand 1981 auf der Werft Ruijtenberg, Raamsdonksveer, als "Vaar-Weel" für C. Heuvelman in Krimpen an der IJssel, bevor sie als "Alliantie" für Volkers Scheepvaartbedrijf in Zwijndrecht und seit 1999 für A. Verschoor in Hardinxveld-Giessendam lief. 2008 wurde sie zur "Helena Cora" von Vof. Heuvelman - de Groot in Ederveen. Das Schiff ist 72,89 Meter lang, 8,23 Meter breit und hat 8,23 Meter Tiefgang.
Quelle:Tim Schwabedissen



Suchaktion nach Strandung Kieler Yacht vor Cetraro dauerte an
(13.09.17) Am 12.9. wurde auch mit Unterstützung eines Helikopters die Suche nach dem zweiten Crewmitglied der 12 Meter langen Segelyacht “Great Passion“ (MMSI-Nr.:211682760) aus Kiel fortgesetzt, die am Vorabend auf den Felsen nahe Cetraro gestrandet war. Einer der beiden Deutschen an Bord, ein 63-jähriger Mann, war um 22.30 Uhr von der Küstenwache mit verschiedenen Verletzungen gerettet und ins Krankenhaus gebracht worden.
Am folgenden Morgen konnte er entlassen werden und kam in einem Hotel der Stadt unter. Für den zweiten Mann, ein 67-jähriger, bestand wenig Hoffnung. Er war offenbar von einer großen Welle über Bord gerissen worden und trug zu dem Zeitpunkt keine Rettungsweste. Die beiden waren von der Marina di Camerota in Salerno, nach Athen unterwegs gewesen, hatten aber wegen stürmischer See auf Cetraro zugehalten.
Bei Windgeschwindigkeiten von 60 Knoten und 7-8 Beaufort konnten sie den Hafen aber nicht erreichen und aktivierten das EPIRB. Das Signal wurde vom MRCC Rom aufgefangen, die die Küstenwache in Kalabrien mobilisierte. Drei Patroullienboote und ein Hubschrauber wurden in Marsch gesetzt und konnten immerhin einen der Segler retten, bevor die „Great Passion“ eine Stunde später auf die Felsen unweit des alten Sportplatzes von Certraro geworfen und entmastet wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht im Schlepp
(Bild: KNRM)   Großbild klick!

Yacht geborgen – Rettungsboot kaputt
(12.03.17) Am Vormittag des 10.9. wurde die Freiwilligen-Crew der KNRM-Station Enkhuizen von der holländischen Küstenwache alarmiert, nachdem eine Segelyacht mit einer fünfköpfigen, deutschen Crew auf den Untiefen des Enkhuizerzand festgekommen war. Den Seglern war auf dem Weg nach Lemmer ein Navigationsfehler unterlaufen. Dem Rettungsboot „Watersport“ gelang es, die Segelyacht ohne Schäden von der harten Sandbank herunterzuziehen.
Sie konnte daraufhin ihre Reise fortsetzen. Bei der Rückkehr zum Steiger in Enkhuizen stellte sich aber heraus, dass es eine schwere Kraftstoffleckage an einem der Motoren des Rettungsbootes gab. Zum Glück waren mehrere Ersatzteile für die Motoren im Bootshaus der Station, dank derer die kaputte Kraftstoffleitung schnell ersetzt werden konnte und die „Watersport“ rasch wieder voll einsatzfähig war.
Quelle:Tim Schwabedissen



Isle of Wight: Feuer auf Wightlink-Fähre
(13.09.17) Im Maschinenraum der britischen Fähre "Wight Sky", 2546 BRZ (IMO-Nr.: 9446984), brach am 12.9. gegen 21 Uhr ein Feuer aus, als sie von Lymington nach Yarmouth unterwegs war. Sie befand sich kurz vor der Isle of Wight. Beim Einlaufen in Yarmouth standen Rettungsdienste bereit. Ein Crewmitglied kam vorübergehend ins Krankenhaus in Newport.
Alle Passagiere konnten mit ihren Fahrzeugen sicher das Schiff verlassen. Wightlink leitete eine Untersuchung ein, der Marine Accident Investigation Branch wurde informiert. Die Morgenabfahrten auf der Lymington-Yarmouth-Route am 13.9. wurden abgesagt, betroffene Kunden auf den Portsmouth-Fishbourne-Service transferiert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Versenkte Yacht wird geborgen
(Bild: Toezicht te Water)   Großbild klick!

Segelyacht von Binnenschiff versenkt
(13.09.17) Am 12.9. gegen Mittag sank eine Segelyacht auf dem Prinses-Margriet-Kanal bei Uitwellingerga. Vorangegangen war die Kollision mit einem Binnenschiff. Der Mast des Bootes ragte noch aus dem Wasser. Das holländische Kranschiff "Viking" (MMSI-Nr.: 244710844) wurde gegen 13 Uhr aus Stavoren gerufen, um das Wrack zu bergen. Die Ursache der Kollision war noch unklar, die Polizei leitete eine Untersuchung ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



40 Vermisste vor Madagaskar
(13.09.17) Mindestens 40 Personen, darunter 31 Passagiere, wurden vermisst, nachdem die Fähre "Saifiah" vor der Nordostküste von Madagaska in der Nacht zum 12.9. sank. Das Schiff, das die Städte Nord-Mananara und Maroansetra, funkte am 11.9. gegen 23 Uhr einen Notruf. An Bord war u.a. ein Team eines örtlichen Fußballclubs. Vor Ort war starker Sturm mit schweren Böen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachtboot in Vilimalé gesunken
(13.09.17) In der Lagune von Vilimalé sank am 10.9. das maledivische Frachtboot "Bull Head" nach einem Wassereinbruch. Es war mit Sand und Kies von einer Baustelle unterwegs und konnte trotz Pumpeneinsatz nicht über Wasser gehalten werden. Mithilfe von Tauchern konnte es am 12.9. wieder schwimmfähig gemacht werden und wurde nach Thilafushi gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Traditionssegler mit Maschinenschaden vor Bremerhaven
(13.09.17) Am 10.9. erlitt der deutsche Traditionssegler „Verandering“ (MMSI-Nr.: 211372900) mit 26 Menschen an Bord, darunter vielen Kindern, Maschinenschaden auf der Weser. Bereits gegen 10 Uhr hatte der Skipper auf dem Weg von Fedderwardersiel nach Bremerhaven den Seenotrettern Schwierigkeiten mit der Maschine gemeldet.
Unter Segeln konnte die Fahrt jedoch zunächst in Absprache mit der Verkehrszentrale des Wasser- und Schifffahrtsamtes fortgesetzt werden.
Beim Anlaufen von Bremerhaven liefen die Seenotretter der „Verandering“ mit dem Tochterboot "Christian" des Seenotrettungskreuzers "Hermann Rudolf Meyer" entgegen und begleiteten es sicherheitshalber. Vor dem Hafen übergaben sie eine Schleppleine und brachten das 24 Meter lange, über 100 Jahre alte Traditionsschiff an die Pier im Geestevorhafen.
Bei der „Verandering“ handelt es sich um ein Jugend-Schiffprojekt der Bremischen Evangelischen Kirche. Die Schiffsführung bedankte sich bei den Seenotrettern mit einer Lage Kaffee und Kuchen für die Unterstützung.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motoryacht manövrierunfähig in Alaska
(13.09.17) Am 12.9. kam das Patroullienboot “Chandeleur” der US Coast Guard der 36 Fuß langen Yacht “Ruby Dawn” zu Hilfe und schleppte sie nach Yakutat, Alaska, ab. Das Boot war südwestlich der Icy Bay beim Transit von Whittier nach Juneau manövrierunfähig geworden. Ein Freund der zweiköpfigen Crew wurde von dieser über ein InReach-Gerät alarmiert worden war, da das Boot außerhalb der VHF-Reichweite war.
Dieser informierte dann die Küstenwache über die Lage. Die Coast Guard Anchorage schickte daraufhin die „Chandeleur“ zum Havaristen, die zuvor vom Hafenmeister von Yakutat Ersatzteile bekommen hatte, mit der provisorische Reparaturen durchgeführt werden konnten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Brandneuer Bagger nach Kollision gesunken – zwei Tote und drei Vermisste
(13.09.17) Der unter indonesischer Flagge laufende Tanker "Kartika Segara", 22809 BRZ (IMO-Nr.: 9156345), kollidierte am 13.9. um 00.40 Uhr mit dem brandneuen, unter der Flagge der Dominikanischen Republik registrierten Hoppperbagger "JBB De Rong 19", 4965 BRZ (IMO-Nr.: 9828649), in der Straße von Singapur. Der Zusammenstoß ereignete sich rund 1,7 Meilen südwestlich der Sister Islands. Die beiden Schiffe waren auf entgegengesetzten Kursen unterwegs, der Bagger westwärts auf der Fahrt von Tanjjung Pelabas nach Singapur, und der Tanker auf Ostkurs unterwegs von Singapur nach Bau Bau.
Der Bagger kenterte und sank, wobei Teile noch aus dem Wasser ragten. Von der 12-köpfigen Crew, 11 Chinesen und ein Malaysier, konnten zunächst nur sieben Mann durch ein Polizeiboot aus Singapur gerettet werden. Die anderen fünf wurden vermisst.
10 Schiffe der Republic of Singapore Navy, die Maritime Port Authority, die Coast Guard und die Singapore Civil Defence Force starteten eine SAR_operation. Gegen sieben Uhr stieg ein Super Puma-Helikopter der Republic of Singapore Air Force auf. Zwei Schlepper der MPA schoben den auf der Seite liegenden Bagger in ein Gebiet nahe Pulau Senang.
Hier sollte das Wrack mit einem ROV nach den Vermissten durchsucht werden. Zwei Tote wurden gegen 16 Uhr von Tauchern gefunden. Die Schifffahrt in dem Seegebiet wurde ebenfalls gebeten, Ausschau zu halten. Der Tanker erlitt bei der Kollision lediglich Schäden am Steuerbord-Bug. Er blieb aber fahrtüchtig und steuerte die Ost-Reede von Singapur an, wo er Anker warf. Die 26-köpfige Crew blieb unversehrt.
Die „Kartika Segara“ ist 180 Meter lang, 31 Meter breit, hat neun Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 30.747 Tonnen. Sie läuft für die Pelayaran United Maritime Jaya in Tangerang und wurde 1998 in Jurong als “Bintang Laut“ erbaut.
Die in China erbaute "JBB De Rong 19" ist 108 Meter lang und 18 Meter breit. Eigner ist die Benzmark Development SDN. BHD in Johor.
Quelle:Tim Schwabedissen



Arbeitsschiff saß auf Weser fest
(13.09.17) Am Vormittag des 12.9. lief ein Arbeitsschiff auf der Weser unter der Thiewallbrücke in Hameln auf einer Kiesbank Grund. Die Havarie ereignete sich in dem Weserarm, der zum Wehr und der Pfortmühle führt. Nach einigen Versuchen konnte sich des Schiff aber mit eigener Kraft befreien und den Weserarm achteraus wieder in Richtung Werderspitze und tieferem Wasser verlassen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Klappbrücke in Burgervlotbrug demoliert
(13.09.17) Am Nachmittag des 12.9. kollidierte gegen 15 Uhr ein Binnenschiff mit der Klappbrücke in Burgervlotbrug und beschädigte sie schwer. Diese musste für den Verkehr gesperrt werden, da sie nicht mehr geschlossen werden konnte. Es könnte sogar sein, dass die Straßendecke der N9 beim Aufprall angehoben wurde. Der Unfallhergang wurde immer noch untersucht.
Quelle:Tim Schwabedissen



451 Container von Kea Trader geleichtert
(13.09.17) Das Leichtern der "Kea Trader" auf dem Durand-Riff ging in den vergangenen Tagen gut voran. Ruhiges Wetter begünstigte den Einsatz der Helikopter. Bislang konnten nun insgesamt 451 Container von Bord geholt werden.
Deshalb wurde der Skycrane-Helikopter nun wieder abgezogen und nach Australien zurückgebracht. Auch der Versorger "Clipper New York" wurde nicht mehr vor Ort benötigt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Cheshire auf dem Weg nach Motril
(13.09.17) Der britische Bulkcarrier "Cheshire", 33042 BRZ (IMO-Nr.: 9593646), der am 12.8. mit einer Ladung von 42,654 Tonnen Ammoniumnitrat rund 60 Meilen vor den Kanaren in Brand geraten war, wird jetzt in den Hafen von Motril (Granada) geschleppt, wo er entladen werden soll. Er wurde am Haken des unter Panama-Flagge registrierten Schleppers "Red Sea Fos" (IMO-Nr.: 8102529) dort am 13.9. gegen Mittag erwartet. Der Schleppzug wurde überwacht von der "SAR Mastelero" (IMO-Nr.: 9525730) von Salvamento Maritimo, die am 11.9. aus Almeria ausgelaufen war.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter vor Recife vermisst
(13.09.17) Der 25 Meter lange, brasilianische Frachter “Ekos Noronha” (MMSI-Nr.: 710170661), der am späten Nachmittag des 12.9. von Recife nach Fernando de Noronha ausgelaufen war, wurde vermisst und ist möglicherweise gesunken. Das Schiff hatte gut 70 Tonnen Baumaterial für die Insel an Bord, nach Angaben von Eigner Eduardo Henrique de Oliveira e Silva deutlich weniger als die erlaubten 100 Tonnen. Es war gegen 18 Uhr in See gestochen.
Wenig später brach der Kontakt ab, und er kam in dem 300 Meilen entfernten Hafen bislang auch nicht an. Eine Suche nach dem vermissten Schiff wurde durch mehrere Boote eingeleitet. Im November 2017 war der Frachter “Navemar XII” auf der Fahrt von Recife nach Fernando de Noronha sieben Meilen vom Abgangshafen entfernt. Auch er war mit Baumaterial beladen und hatte eine sechsköpfige Crew an Bord, die gerettet wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Irma warf Yacht 50 Fuß in die Luft
(13.09.17) Shayne Roberts aus Sarasota, der auf seiner 50 Fuß langen Segelyacht “Long Shot“ lebte, musste sein Boot im Hurrikan Irma aufgeben. Als ihm klar wurde, dass der Wirbelsturm seinen Heimathafen erwischen würde, lief er am 10.9. mit drei Crewmitgliedern aus. Das Boot wurde von Kreuzseen mehrfach 45 bis 50 Fuß in die Luft geworfen, drehte sich 360 Grad und fiel wieder in die Wellen.
Er nahm Kontakt mit einem Freund, der bei der Coast Guard gearbeitet hatte, auf. Dieser verständigte die Familie, diese die Küstenwache, und am 11.9. um 1.30 Uhr waren eine C 130 Hercules und ein Hubschrauber auf dem Weg zur “Long Shot”. Rettungsschwimmer wurden an Bord abgesetzt und halfen den Seglern von Bord. Sie mussten nacheinander vom Heck in die 30 Fuß hohen Wellen springen und wurden dann in einen Rettungskorb gebracht.
Roberts schnitt noch die Segel los, bevor sie sprangen, um die Drift der Yacht zu verlangsamen. Dann ging es an Bord des in Pensacola stationierten Helikopters zum Panama City Airport. Roberts will so schnell wie möglich nach Sarasota zurück und seine “Long Shot“ suchen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Lucky Seven rührt sich nur langsam vom Fleck
(13.09.17) Die Bergung des Casinoschiffs "Lucky Seven" auf Miramar Beach in Goa kommt nur mühsam voran. Am 12.9. wurde es fünf Meter weit gezogen. Um 14.30 Uhr wurden die Arbeiten wieder unterbrochen. Insgesamt wurde es binnen dreier Tage 55 Meter weit gezogen.
Die Risse im Boden und eindringendes Wasser und Sand behinderten die Bergungsarbeiten immer wieder. Dieses muss permanent ausgepumpt werden. Der Hafenkapitän stellte seinen Schlepper zur Unterstützung des 60-Tonnen-Schleppers aus Mumbai zur Verfügung.
Nach Unterbrechung der Arbeiten gingen beide Schiffe in einiger Entfernung vor Anker. Am 13.9. gegen Mittag sollte e smit der 1,8 Meter hoch auflaufenden Flut weitergehen, dies war weniger als die bis zu zwei Meter an den beiden Vortagen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre rammte Anleger in Sydney
(13.09.17) Die 26 Meter lange, australische Fähre "Ocean Wave" kollidierte am 13.9. gegen 13 Uhr mit der Manly Wharf im Hafen von Sydney. Dabei wurde etwa ein halbes Dutzend der insgesamt 30 Passagiere leicht verletzt. Es mussten aber keine Krankenwagen angefordert werden, sie wurden ambulant vor Ort versorgt.
Das Schiff hatte den Anleger mit rund fünf Knoten gerammt, als es ihn ansteuerte. Dabei wurde der Steuerbord-Bug oberhalb der Wasserlinie aufgerissen. Die Fähre wurde nach der Havarie aus dem Betrieb genommen, die Crew routinemäßig auf Drogen getestet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Polizeiboot brannte vor Fremantle
(13.09.17) Vor Fremantle geriet am 13.9. gegen 13.50 Uhr das australische Polizeiboot „Cygnet V“ in Brand. Dichter Rauch stieg vom Achterschiff auf. An Bord waren sieben Polizeioffiziere, die sich nach einem Tauchtraining auf dem Rückweg nach Fremantle befanden.
Zwei Meilen westlich von Leighton Beach wurde das Notfallsystem aktiviert. Ein anderes Polizeiboot schleppte die „Cygnet V” zum Rous Head Harbour, wo die Feuerwehren aus Claremont und Fremantle es um 15.25 Uhr in Empfang nahmen. Der Rauch kam aus dem Maschinenraum.
Es dauerte 20 Minuten, das Feuer zu löschen. Menschen kamen nicht zu Schaden. Die Polizei dankte den Fremantle and Whitfords Volunteer Marine Rescue Groups für ihren Einsatz.
Quelle:Tim Schwabedissen



30 Vermisste bei Fährunglücken in Bangladesch
(13.09.17) 30 Menschen, darunter ein Baby, wurden vermisst, nachdem die Fährboote „Mouchak“, die „Mahanagar“ und „Nariya 2“ der Bangladesh Inland Water Transport Authority (BIWTA) auf dem Padma River in Nariya, Shariatpur, am 11.9 um 5.30 Uhr in starker Strömung kenterten. Es war zu einer plötzlichen Erosion am Shureshwar 2 Terminal gekommen. Ein viertes Boot trieb ab, konnte aber Anker werfen.
Am 12.9. versammelten sich Angehörige am Ufer. Die „Mouchak” wurde von einem Taucherteam der Bangladesch Navy aus Kachi Kata in Vedorganj acht Kilometer entfernt geortet. Sie konnte aber wegen schlechten Wetters noch nicht geborgen werden. Das Wrack lag in 30-40 Fuß Wassertiefe. Das Bergungsschiff der BIWTA wurde vorerst am WAPDA Terminal auf den Strand gesetzt, bis sich das Wetter bessert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wrack des Frachters "Seli 1"
(Bild: SAMSA)   Großbild klick!

Altes Wrack sorgt für neue Ölverschmutzung
(12.09.17) Rund drei Kilometer der Küste rund um die südafrikanische Tafelbucht wurden am 7.9. verschmutzt, nachdem gegen Mitternacht wieder einmal Öl aus dem unter Panama-Flagge registrierten Frachter "Seli 1", 19031 BRZ (IMO-Nr.:7814149), ausgelaufen war. Die Reinigungsarbeiten dauerten am 10.9. noch an. Bei stürmischer See waren die Trümmer des Bulkcarriers weiter auseinandergebrochen, und aus Nischen waren dort unerreichbar gebliebene Ölreste ausgetreten.
Das meiste der rund 660 Tonnen Öl, die der Frachter bei seiner Strandung am 7.9.2009 an Bord gehabt hatte, waren seinerzeit von Smit Salvage abgepumpt worden. Doch die Berger hatten von vornherein gesagt, dass sie an einige Reste nicht herankommen konnten. Es könnte immer wieder zu geringfügigen Verschmutzungen aus den Tanks kommen.
Der Vorteil war jetzt, dass das Öl in dicken Klumpen, in denen es sich im kalten Wasser verdickt hate, antrieb, die mit Harken beseitigt werden konnten. Bislang gab es nur Berichte über drei mit Öl in Kontakt gekommene Pinguine auf Robben Island. Es sollte versucht werden, sie einzufangen, um sie zu reinigen.
Nachdem der Frachter gestrandet war, hatte die SAMSA ihn eigentlich auf tiefes Wasser schleppen und dort versenken wollen. Doch der Rumpf war zu schwer beschädigt, als dass dies noch möglich gewesen wäre. Deshalb wurde lediglich ein Teil des Schiffes abgebrochen.
Diese Arbeiten wurden schon vor längerer Zeit beendet, weil ein weiterer Einsatz von Bergern auf dem Wrack zu gefährlich geworden war. In einem nächsten Schritt hätte es komplett abgesenkt werden können, was eine Aufgabe der Marine wäre, aber auch weitere Kosten nach sich zöge. Aktuell wurde ein Schwimm- und Surf-Verbot um die Wrackreste ausgesprochen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Salamis: Ölverschmutzung nach Untergang von Tanker
(12.09.17) Nach dem Untergang des griechischen Tankers "Agia Zoni II", 3205 BRZ (IMO-Nr.: 7126152) mit 2.570 Tonnen Öl an Bord kam es inzwischen zu einer Ölverschmutzung zwischen Kinossoura und Selinion. Der Ölteppich an der Ostseite von Salamis hat zwei Kilometer Länge und Dutzende Meter Breite. Zwei Ringe von Ölsperren wurden vor der Küste ausgelegt.
Derweil versuchten Taucher, die Ölleckagen am Wrack abzudichten. Diese Arbeiten sollten rund einen Tag dauern. Die Ursache des Untergangs war offenbar ein plötzlicher Wassereinbruch im Maschinenraum. Hier soll es mehrere Seewasserrohre in schlechtem Zustand gegeben haben, die mehrfach provisorisch geflickt wurden. Diese Information sollte noch weiter verifiziert werden. Auch war der Tanker mehrfach wohl an der Grenze zur Überladung gewesen. Er war auf dem Weg von den ELPE-Raffinerien in Aspropyrgos auf dem Weg nach Piräus, wo die Ladung auf einen anderen Tanker gepumpt werden sollte.
Er hatte südwestlich der Insel Atalanti unterwegs Anker geworfen. Als er übers Heck wegzusacken begann, befanden sich nur zwei Mann der 11-köpfigen Crew an Bord, die von einem Bunkertanker und einem Schlepper gerettet wurden. Der Kapitän und der Ingenieur wurden nach dem Untergang verhaftet, bis zur Eröffnung des Hauptverfahrens wegen Nachlässigkeit inzwischen nach einer ersten Anhörung gegen eine Kaution wieder auf freien Fuß gesetzt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schraube der "Tanja Rickmers"
(Bild: Cernaval Drydock)   Großbild klick!

Rickmers-Frachter nach Wellenschaden in Campamento gedockt
(12.09.17) Der unter Marshall Islands-Flagge laufende Containerfrachter "Tanja Rickmers", 40542 BRZ (IMO-Nr.: 9431692), der Mitte August in Huelva einen Schaden am Propellerschaft erlitten hatte, nachdem er am 10.8. aus Dakar ausgelaufen hatte, wurde am 7.9. bei der Cernaval-Werft in Campamento eingedockt. Nach der Havarie hatte das Schiff zunächst einige Zeit in der Straße von Gibraltar geankert. Am 2.9. wurde es nach Algeciras eingeschleppt, wo die Ladung gelöscht wurde.
Nachdem der Frachter gedockt war, wurden die beiden Zwischenwellen von mehr als 50 Tonnen Gewicht und anschließend die Schwanzwelle entfernt. Dazu musste die gesamte Antriebseinheit zerlegt werden. Die Reparatur sollte ungefähr einen Monat dauern.
Die “Tanja Rickmers” ist 261,09 Meter lang, 32,25 Meter breit, hat 12,6 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 50.591 Tonnen. Sie läuft für das Rickmers Shipmanagement (Singapore) Pte. Ltd. in Singapur und wurde 2009 bei der Jiangsu New Yangzi Shipbuilding Co., Ltd. erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Keine Rettung für Luxusyacht vor Zakynthos
(12.09.17) Nachdem am Morgen des 9.9. die unter Cook-Islands-Flagge registrierte Luxusyacht "Koi", 270 BRZ (IMO-Nr.:8663066), im Ionischen Meer um 8.45 Uhr in Brand geraten und später gesunken war, wurde die Untergangsstelle auf mögliche Ölverschmutzungen hin überwacht. Sie war am 7.9. aus Valletta nach Itea ausgelaufen, wo sie Chartergäste an Bord hatte nehmen sollen. Doch zwischen Katelios (Kefalonia) und Zakynthos stieg auf einmal Rauch aus dem Maschinenraum auf.
Die Flammen breiteten sich binnen weniger Minuten auf das ganze Schiff aus, und die siebenköpfige Crew, vier Männer und drei Frauen, mussten in eine Rettungsinsel und Boote flüchten. Sie wurde von dem Kutter "Afroditi" gerettet und ins nahe Agios Nikolaos in Nord-Zakynthos gebracht. Auch die beiden Fähren "Kalvos" und "Nissos" hatten ihre Fahrten nach Kyllini und Sami unterbrochen, konnten aber nach dem Einsatz der Fischer wieder auf Kurs gehen.
Ein Löschboot kam aus Patras und versuchte, den Brand zu löschen. Gegen 23 Uhr trieb sie halb gesunken und immer noch brennend im Wasser. Auch ein Schlepper machte sich daran, die Flammen zu ersticken, und schließlich sank das Schiff.
Die „Koi“ war 35.05 Meter lang, 7,92 Meter breit und hatte 2,44 Meter Tiefgang. Sie hatte einen Stahlrumpf und Aufbauten aus Aluminium. Sie wurde 2001 bei McMullen & Wing erbaut und wurde von zwei Caterpillar-Maschinen von je 550 PS angetrieben. Sie konnte neun Gäste in vier Kabinen aufnehmen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gerettete Crew der “Langley Douglas”
(Bild: USCG)   Großbild klick!

Fünf Mann von gesunkenem Kutter gerettet
(12.09.17) Von der Coast Guard Air Station Elizabeth City stieg am 11.9. ein Rettungshubschrauber auf, nachdem der Kutter “Langley Douglas” 60 Meilen östlich von Cape Charles, Virginia, in Seenot geraten war. Das 5th District Command Center fing das Signal des 406-MHz-EPIRB auf und schickte einen MH-60 Jayhawk-Helikopter, der sich bereits im Seegebiet befand, zu der Position. Vor Ort stellte sich heraus, dass der Kutter gesunken war.
Von der fünfköpfigen Crew befanden sich zwei Mann in einer Rettungsinsel, drei weitere hielten sich an einem aufgetriebenen Trümmerteil fest. Alle Schiffbrüchigen wurden aufgewinscht und zur Coast Guard Base Elizabeth City geflogen. Hier wurden sie medizinisch betreut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter "Bahia de Alcudia"
(Bild: Salvamento Maritimo)   Großbild klick!

Feuer auf Frachter in Tarragona
(12.09.17) Auf dem spanischen Frachter "Bahia de Alcudia", 7087 BRZ (IMO-Nr.:9614830), brahc am 11.9. gegen 14 Uhr am Navarra-Kai in Tarragona ein Feuer aus. Das Schiff sollte dort eine Ladung von 9.200 Tonnen Kohle an Bord nehmen. Es war am 10.9. gegen 23 Uhr aus Alcudia ausgelaufen und hatte am folgenden Morgen um 10.40 Uhr in Tarragona festgemacht.
Der Brand brach in der Kesselanlage des Frachters aus. Die Feuerwehr und zwei SAR-Schiffe von Salvamento Maritimo, die "Salvamar Diphda" und "Punta Mayor", kamen zu Hilfe. Rauch stieg bei ihrem Eintreffen aus dem Schornstein auf. Gegen 16 Uhr, zwei Stunden nach Brandausbruch, war das Feuer gelöscht. Die Höhe des Schadens war noch unklar.
Die “Bahia de Alcudia” ist 124,5 Meter lang, 19 Meter breit, hat 7,8 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 10.609 Tonnen. Sie läuft für die Santander SA in Madrid und wurde 2012 bei der Werft Kocatepe in Yalova erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



“Yvette” im Schlepp
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Yacht mit Ruderschaden 11 Stunden lang abgeschleppt
(12.09.17) Am 10.9. wurde die RNLI in Lowestoft um 2.26 Uhr alarmiert, nachdem die holländische Segelyacht “Yvette” 48 Meilen östlich des Hafens Ruderschaden erlitten hatte. Wenig später stach das Rettungsboot “Patsy Knight” in See und erreichte die Yacht mit ihrer fünfköpfigen Crew knapp zwei Stunden später. Sie war unterwegs von Den Helder nach Lowestoft, als sich das Ruder auf Hart Steuerbord verklemmte und das Schiff nur noch im Kreis fahren konnte.
Ein Rettungsmann stieg auf die „Yvette“ über, um zu versuchen, das Ruder wieder zu lösen, sodass die Yacht Vorausfahrt machen könnte. Mit verklemmtem Ruder wäre das Abschleppen extrem mühselig gewesen und wäre wohl nur mit zwei Knoten vonstattengegangen. Dies hätte dann rund 24 Stunden gedauert.
Nachdem einige Werkzeuge und Ausrüstung auf die Yacht übergeben worden waren, gelang es, das Ruder vom Steuerrad zu trennen. Es wurde dann in Mittschiffs-Lage arretiert, sodass die Yacht nun mit sieben Knoten würde geschleppt werden können. Als Dank erhielt der Rettungsmann vom Skipper eine schmackhafte Hühnchen-Mahlzeit, die zeigte, dass er ein guter Koch war.
Es dauerte am Ende 11 Stunden, die „Yvette“ bei zunehmendem Seegang mit Wellenhöhen von 1,5 Metern in den Hafen zu ziehen. Um 13.30 Uhr erreichte der Schleppzug den Hafen von Lowestoft. Das Rettungsboot war erst vor kurzem von einer Grundüberholung zurückgekehrt – der lange Trip war ein guter Test, den es erfolgreich bestand.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Fahrrad-Kreuzfahrer in Holland
(12.09.17) Auf dem 62 Meter langen, holländischen Flusskreuzfahrtschiff "Magnifique" (EU-Nr.: 02324958), brach am Nachmittag des 11.9. auf dem Schelde-Rhein-Kanal bei der Kreekrak-Schleuse in Rilland, wo es an der Nordseite festgemacht war, ein Feuer aus. Es entstand um 13.40 Uhr im Maschinenraum, wahrscheinlich in einem Generator. Der Schiffsführer versuchte selbst, den Brand zu löschen, und alarmierte dann die Feuerwehr.
Alle 37 Personen an Bord konnten unversehrt an Land gehen und wurden im Schleusenkontrollraum vorläufig untergebracht. Die Isolation des Abgasrohrs im Maschinenraum war offenbar in Brand geraten. Die Feuerwehr war gegen 14 Uhr vor Ort. Zwei Crewmitglieder assistierten ihr bei dem Einsatz.
Nachdem das Feuer aus war, wurde der Maschinenraum auf verbliebene Glutnester überprüft und das Schiff belüftet. Um 14.38 Uhr war der Einsatz beendet. Die Hoffnung war, dass die “Magnifique” noch am selben Tag die Reise würde fortsetzen können. Sie wird für Fahrrad-Flusskreuzfahrten genutzt und war von Amsterdam nach Brügge unterwegs. An Bord waren Fahrgäste aus Kanada, Amerika, Deutschland und Polen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Briese-Frachter vor Ust-Luga havariert
(12.09.17) Der unter portugiesischer Flagge registrierte Frachter "Adiante", 2956 BRZ (IMO-Nr.: 9360477), der Leeraner Briese Schifffahrts-GmbH & Co. KG geriet am 9.9. beim Einlaufen nach Ust-Luga um 13.10 Uhr aus dem Fahrwasser bei den Tonnen 8-9 ab. Trotz Lotsenberatung kam er mit dem Heck fest. Um 15.55 Uhr machte ein Schlepper den Havaristen wieder flott und brachte ihn an seinen Liegeplatz, wo er am 12.9. weiterhin lag. Die „Adiante“ war am 1.9. aus Santander ausgelaufen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Neue Fähre rammte Hafenlieger in Pencanze
(12.09.17) Die norwegische RoRo-Fähre “Mali Rose", 968 BRZ (IMO-Nr.: 9065144), die erst seit dem 28.8. im Frachtdienst auf den Isles of Scilly eingesetzt ist, kollidierte beim Einlaufen in den Hafen von Pencanze am 9.9. um 18.25 Uhr mit zwei am Kai liegenden Schiffen. Sie lief in die Backbordseite des 15 Meter langen, englischen, Trawlers "Elizabeth N" (MMSI-Nr.: 235001921) hinein und beschädigte außerdem eine Yacht. Die Höhe des Schadens wurde noch untersucht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motoryacht vor Untergang bewahrt
(12.09.17) Die US Coast Guard assistierte am 10.9. vier Bootsfahrern, deren 38 Fuß lange Motoryacht “Ventura CA” nahe Anacapa Island leckgeschlagen war. Gegen 17.30 Uhr fing die Coast Guard Station Channel Islands einen Notruf auf. Von der Station lief ein 45-Fuß-Boot aus. Auch die Crew der 31 Fuß langen “Gecko” kam zu Hilfe und blieb auf Standby, bis die Küstenwache vor Ort war. Die Retter konnten den Wassereinbruch stoppen und das Boot sichern. Es wurde dann zurück zum Channel Islands Harbor geschleppt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zerstörer half havariertem Tanker mit fast 60 Menschen an Bord
(12.09.17) Der koreanische Zerstörer ROKS “Dae Jo Yeong”, 5520 ts, der für die Combined Task Force (CTF) 151 im Einsatz war, kam am 2.9. dem jemenitischen Frachter “Asad Addin”, 1143 BRZ (IMO-Nr.: 5103065), zu Hilfe. Die United Kingdom Maritime Trade Operations (UKMTO) hatte das Hauptquartier der Combined Maritime Forces (CMF) in Bahrain informiert, dass das Schiff seit drei Tagen mit einem beschädigten Brennstofftank im Golf von Aden trieb.
Die CTF 151 schickte die ROKS “Dae Jo Yeong” zu Hilfe. Zwei RHIBs wurden ausgesetzt und checkten die Lage. An Bord befanden sich 32 Crewmitglieder und 37 Passagiere. Fünf litten an verschiedenen Krankheiten und Verletzungen, darunter Knochenbrüchen und Lungenentzündung.
Sie wurden sofort betreut und mit Wasser sowie Nahrungsmitteln versorgt. Der 1961 erbaute Havarist wurde 20 Meilen vor Aden in Schlepp genommen und in den Hafen gebracht. Dort wurde die Sache der jemenitischen Coast Guard übergeben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter vor Raas gestrandet
(12.09.17) Der indonesische Frachter “Kamaru”, 494 BRZ (IMO-Nr.: 8622646) lief mit einer Ladung von 717 Tonnen Nickelerz am Morgen des 11.9. rund eine Meile vor dem Hafen der Insel Raas in der Sumenep Regency, Indonesien, auf Grund. Dabei wurde der Rumpf aufgerissen. Die 12-köpfige Crew wurde von örtlichen Fischern gerettet. Raue See wurde als Ursache der Havarie genannt. Das Schiff war nach Surabaya unterwegs. Als es nach Raas einlaufen wollte, kam es auf einem Riff fest.
Quelle:Tim Schwabedissen



138 Mann von brennendem Tanker evakuiert
(12.09.17) 138 Arbeiter, die sich an Bord des unter Bahamas-Flagge laufenden Tankers "Randgrid", 75273 BRZ (IMO-Nr.: 9075345), befanden, mussten am 9.9. am Kai von Mekjarvik in Stavanger von Bord evakuiert werden. Im Maschinenraum war ein Feuer ausgebrochen. Auf dem Schiff waren etliche Vertragsarbeiter, die mit Überholungsarbeiten beschäftigt waren.
20 Mann blieben an Bord und begannen mit Löscharbeiten. Die Feuerwehr wurde um 14.50 Uhr alarmiert und konnte die Flammen rasch ersticken. Während der Nachtstunden wurde das Schiffsinnere belüftet. Sieben Arbeiter wurden wegen Verdacht auf Rauchgasvergiftung behandelt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht mit zwei Deutschen vor Certraro gestrandet
(12.09.17) In den Gewässern von Certraro strandete am 11.9. eine Segelyacht mit zwei Deutschen an Bord auf Felsen vor der San Benedetto-Kolonie. Nur einer der beiden konnte unter schwierigen Umständen von der Coastguard Cetraro gerettet werden. Es handelte sich um einen 63-jährigen Mann.
Er war an Kopf, Armen und Beinen verletzt und wurde nach Cetraro gebracht. Wegen Verständigungsschwierigkeiten konnte er keine weiteren Details über die Fahrtroute und die zweite Person geben. Sie waren aber offenbar von Griechenland nach Neapel unterwegs. Gegen 22 Uhr wurde die Yacht, die sich in Schwierigkeiten befand und alle Beleuchtung an hatte, von Anwohnern entdeckt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Segelyacht vor Oratori de Portals Nous gestrandet und gesunken
(12.09.17) Eine Segelyacht sank am Nachmittag des 11.9. vor Oratori de Portals Nous, nachdem sie zuvor auf Felsen gelaufen war. Sie hatte gegen 18 unweit von Roxy Beach geankert, wurde bei starkem Wind und hohen Wellen aber auf die nahen Felsen geworfen. Der Skipper, der auf dem Boot lebte, versuchte, sein Schiff, das einen großen Riss davongetragen hatte, noch zu retten.
Doch der Wassereinbruch war zu stark. Vier Boote, die zu Hilfe gekommen waren, konnten auch nichts mehr ausrichten. Sie hatten Leinen übergeben, um die Yacht zu stabilisieren, während der Skipper einige Habseligkeiten rettete. Dann wurde sie von den Felsen und in Richtung des Strandes gezogen. Zuvor aber sank der Zweimaster auf mehreren Metern Wassertiefe.
Quelle:Tim Schwabedissen



Irma riss Fahrgastschiff los
(12.09.17) In der Nacht zum 11.9. riss der Hurrikan Irma das 113 Fuß lange Fahrgastschiff “StarLite Sapphire” der StarLite Cruises von seiner Mooring Corey Causeway in Süd-Pasadena los und trieb es fünf Meilen weit in südlicher Richtung durch die Boca Ciega Bay ab. Schließlich krachte es mit dem Heck gegen die Tierra-Verde-Bridge des Pinellas Bayway. Sie war an einer Tonne festgemacht gewesen, doch als die Windgeschwindigkeiten 80 Meilen in Pinellas erreichten, brach die Verankerung.
Das Schiff kam zwischen der Brücke und dem Ufer fest. Der Bug wurde auf eine Kaimauer gedrückt. Die Polizei in St. Petersburg sperrte die Brücke und überwachte die Situation. Niemand sollte das Schiff berühren, da es sich auch in Stromleitungen, die über die Brücke führten, verfangen hatte. Es wird normalerweise für Dinnerkreuzfahrten genutzt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Berühmter Angelkutter im Wirbelsturm Irma gesunken
(12.09.17) Der 1963 erbaute, 53 Fuß lange Angelkutter “Sea Lion“, der früher im Vorspann der beliebten Angel-TV-Show "Walker's Cay Chronicles" auftauchte, sank im Hurrikan Irma am Nachmittag des 10.9. in der Indian River Lagoon auf fünf Fuß Wassertiefe an seinem Slip a den Jensen Beach Docks der STS Aviation Group. Drei Jahre zuvor hatte er in schlechtem Zustand an der Sailfish Marina in Stuart gelegen und sollte restauriert werden.Das Schiff war aus Holz gebaut und wurde ursprünglich vor Florida und den Bahamas eingesetzt.
Der Ingenieur Bob Abplanalp aus New Jersey hatte es auf der Insel Walker's Cay auf den Bahamas bis zu seinem Tod im Jahr 2003 liegen. Einige Jahre später wurde es für 100.000 Dollar verkauft und wieder auf Vordermann gebracht. Am Morgen des 10.9. wurde der Schaden untersucht. Der Steuerbordbug wurde abgerissen, während die Mooringhilfen zwar ihren Job gemacht hatten, doch während des Hochwassers am 10.9. gegen 16 Uhr und die Windgeschwindigkeiten von bis zu 100 Meilen konnten sie nichts mehr ausrichten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Öl läuft aus gesunkenem Frachter in Hongkong aus
(12.09.17) Anwohner von Hongkongs Discovery Bay zeigten sich besorgt über das Schicksal des unter Togo-Flagge laufenden Containerfrachters "Yu Hai 1", 1318 BRZ (IMO-Nr.: 8992041), vor Nim Shue Wan. Er war am 23.8. unbeladen vom Taifun Hato erfasst worden und trieb in das Gebiet nahe der Discovery Bay Marina, wo er am Ufer strandete. Die Crew gab das Schiff auf, und seitdem lag es dort, während die Anwohner das Marine Department aufforderten, es schnell zu räumen.
In der vergangenen Woche nun begann es zu sinken. Inzwischen lag es bis zum Hauptdeck unter Wasser. Öl begann aus dem Wrack auszulaufen. Die Vertreter des Marine Department drängten die Versicherung, nun schnell eine Bergung zu ermöglichen und eine Firma zur Beseitigung der Ölverschmutzung zu beauftragen. Es wurden inzwischen Ölsperren ausgelegt und Öl von der Wasseroberfläche abgesaugt.
Allerdings befand sich einiges Öl inzwischen auch jenseits der Ölsperren. An Bord waren rund 50 Tonnen Schwer- und Gasöl, als der Frachter sank.
Quelle:Tim Schwabedissen



Alter Trimaran in Bay of Plenty gesunken
(12.09.17) Ein alter Trimaran sank am 11.9. an seiner Mooring in der Pilot Bay, Mount Maunganui, in der Bay of Plenty. Der Maritime Pollution Prevention Officer und Regional On Scene Commander Adrian Heays hatte mit dem Eigner daran gearbeitet, das Boot zu beseitigen, doch zuvor nun schlug es leck und ging unter. Nur der Mast ragte noch aus dem Wasser.
Auch war ein geringfügiger Ölfilm sichtbar, doch es wurde nicht mit dem Vorhandensein relevanter Ölmengen gerechnet, da das Schiff in der Vergangenheit bereits mehrfach Wassereinbruch erlitten hatte und ausgepumpt wurde, um es vor dem Untergang zu bewahren. Diesmal gelang dies nicht mehr. Bootsfahrer wurden vo dem Wrack in der Ankerzone der Pilot Bay gewarnt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motoryacht „Ma Rève“ sitzt auf
(Bild: Feuerwehr Essen)   Großbild klick!

Baldeneysee: Schlechter Traum für „La Rève“
(11.09.17) Am Nachmittag des 10.9. lief die etwa zehn Meter lange und drei Meter breite Stahlyacht „Ma Rève“ auf der Ruhr direkt vor der Schleuse Baldeneysee auf Grund gelaufen. Auf dem Weg stromauf mit dem Ziel Baldeneysee war das Boot aus dem Fahrwasser abgekommen und lief unterhalb des Stauwehrs auf eine kleine bewachsene Insel auf. Der Schiffsführer und seine Begleiterin schafften es nicht, das etwa zwölf Tonnen schwere Boot mit eigener Motorkraft wieder zu befreien.
Ein Mehrzweckboot der Freiwilligen Feuerwehr Essen-Werden ging längsseits. Weder für das Boot noch die Besatzung bestand eine akute Gefährdung. Der Plan, den Havaristen mit den deutlich kleineren Mehrzweckbooten freizuschleppen, wurde verworfen. Stattdessen wurde durch Erhöhen der Abflussmenge aus dem Baldeneysee der Wasserspiegel des Unterwassers leicht angehoben. Zeitgleich rückte der Ruhrverband mit seinem Arbeitsboot "Pionier" an, das im Hafen Scheppen am südlichen Ufer des Baldeneysees gelegen hatte.
Die "Pionier" schleppte das Boot frei und brachte es zurück ins Fahrwasser. Kurz darauf setzte die "Ma Rêve" die Fahrt flussabwärts Richtung Emmerich am Rhein fort. Sie war von Kettwig aus in Richtung Steele unterwegs gewesen, hatte in Werden aber drehen müssen, weil die Schleuse am Wehr offenbar nicht besetzt war. Danach kam es auf der Untiefe fest.
Quelle:Tim Schwabedissen



Offshire-Versorger "Antares"
(Bild: PROFEPA)   Großbild klick!

Aufgelaufener Versorger zerstörte 4.276 Quadratmeter Korallenriff
(11.09.17) Die brasilianische Procuraduría Federal de Protección al Ambiente (PROFEPA) hat der Reederei Técnicas Marítimas Avanzadas S.A de C.V. am 8.9. auferlegt, die Kosten zur Restaurierung eines Korallenriffs zu bezahlen und eine Sicherheitsgarantie von 210,641 mexikanischen Pesos zu hinterlegen, nachdem der unter Mexiko-Flagge laufende Offshire-Versorger "Antares", 2638 BRZ (IMO-Nr.: 9671321), am 14.8. auf das Arrecife-Tuxpan Reef auf Position N 21 ° 01.79 W 097 ° 11.405 in einem Schutzgebiet vor Veracruz aufgelaufen war.
Das Schiff zog dabei 4.276 Quadratmeter des Riffs mit 164 Kolonien von acht Korallenspezies in dem Naturschutzgebiet in Mitleidenschaft. Es wurde am 21.8. wieder geborgen und zu einem Ankerplatz fünf Meilen östlich des Hafens von Tuxpan gebracht.
2014 war auf demselben Riff der nordkoreanische Frachter “Mu Du Bong” aufgelaufen und hatte 3,662 Quadratmeter des Riffs mit 250 Korallenkolonien zerstört. Damals mussten 500.000 Pesos Sicherheitsleistung und 4,7 Millionen Pesos zur Wiederherstellung bezahlt werden. Die „Antares“ ist 78,7 Meter lang, 16 Meter breit und hat sieben Meter Tiefgang. Es war zur Versorgung von Plattformen in dem Gebiet mit Frischwasser eingesetzt worden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Museumsschiff „Mercuur – A 856“ abgedriftet
(Bild: Laurits Sep)   Großbild klick!

Losgeschnittenes Museumsschiff kollidierte mit Brücke
(11.09.17) In der Nacht zum 11.9. wurden die Trossen des Museumsschiffes „Mercuur – A 856“, 790 ts, das am Houtkai in Vlissingen lag, durchgeschnitten worden. Das Schiff trieb daraufhin gegen die Koningsbrücke. Es entstand erheblicher Sachschaden am Schiff, auf dem zudem eine Flagge entwendet wurde.
Ob die Brücke ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen wurde, musste noch weiter untersucht werden. Um 09.30 Uhr wurde die „Mercuur“ wieder an ihren Liegeplatz zurückgeschleppt. Sie war erst vor zwei Wochen in den Hafen gekommen und sollte Touristen anlocken. Sie war durch die Stiftung Maritiem Erfgoed Vlissingen in die Stadt an der Schelde geholt worden.
Durchschnittener Festmacher
(Bild: Laurits Sep)   Großbild klick!
Es handelt sich bei ihr um den einstigen Minensucher Zr.Ms. „Unverschrokken - M 886“, der 1952/53 auf der amerikanischen Werft Peterson Builders Inc. in Sturgeon Bay als Minensucher USS 486 für die US Navy erbaut wurde. Nach dem Einsatz im Koreakrieg kam das Schiff 1954 in niederländischen Besitz und diente als Torpedotender „Onverschrokken M886“ für die U-Bootsflottille. Später wurde er zum Torpedoboot Hr.Ms. „Mercuur“ umgebaut und diente von 1973 bis 1987 als solcher der U-Boot-Flotte.
Am 14.3.1988 wurde sie der Stiftung Nautisch Kwartier in Amsterdam übergeben. Im Juli 1993 kam sie nach Scheveningen und diente dort bis 2015 als Museumsschiff. Es wurde geschlossen, nachdem an Bord Asbest gefunden wurde. Am 15.12.2015 ging es zurück an die Marine und machte in Den Helder fest. Nach einer Asbestsanierung wurde die „Mercuur“ im August 2017 nach Vlissingen geholt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker erlitt auf Maas Maschinenausfall
(11.09.17) Der dänische Tanker "Maersk Rosyth", 22184 BRZ (IMO-Nr.: 9236987) erlitt vor der westlichen Maas-Schleuse am Morgen des 5.9. Maschinenprobleme beim Einlaufen nach Rotterdam. Er war am 1.9. aus Le Havre ausgelaufen. Der unter Antigua-Barbuda-Flagge laufende Schlepper "Fairplay 23" (IMO-Nr.: 9148776) kam zu Hilfe und hielt den Havaristen im Fahrwasser, um eine drohende Grundberührung abzuwenden. Um kurz vor sechs Uhr machte das Schiff im Europort Caland-Kanal in Rotterdam fest.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motoryacht qualmte vor Harderwijk
(11.09.17) Am 10.9. um 15.21 Uhr wurde das Rettungsboot „Evert Floor“ der KNRM-station Elburg alarmiert, nachdem es zu einem Brand an Bord der Motoryacht „Carpe Diem“ vor Harderwijk gekommen war. Ein Ehepaar war mit dieser auf dem Veluwemeer unterwegs, als es bei Tonne VM68 unweit von Harderwijk Rauch entdeckte, der aus dem Motorraum drang. Das Küstenwachzentrum alarmierte auf dessen Notruf hin sowohl die Feuerwehr in Harderwijk wie auch die KNRM Station Elburg.
Ein Boot der Feuerwehr Harderwijk war als erstes vor Ort und öffnete vorsichtig die Luke zum Motorraum, um festzustellen, wodurch die Rauchentwicklung verursacht wurde. Es stellte sich heraus, dass ein kaputter Riemen der Grund gewesen war. Nachdem die “Evert Floor” eingetroffen war, nahm es die “Carpe Diem” längsseits und schleppte sie bei 4-5 Beaufort Wind nach Flevohaven ab.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler nach vier Tagen Feuer ein Totalverlust
(11.09.17) Am 9. und 10.9. dauerten die Löscharbeiten auf dem argentinischen Trawler "Urabain" weiter an. Unverändert stieg Rauch aus dem Schiffsinnern auf, und es gab weiterhin Bereiche, in die die Feuerwehr nicht vordringen konnte. Wegen der Hitze in dem geladenen Verpackungsmaterial entzündete sich der Brand immer wieder, konnte aber rasch niedergekämpft werden.
Derweil wurde Löschwasser aus der Bilge abgepumpt, um die Steuerbordschlagseite zu reduzieren. Wenn das Feuer endgültig gelöscht ist, muss vordringlich der Brennstoff von 650 Tonnen abgepumpt werden. Vorsorglich wurde eine Ölsperre um das Wrack ausgelegt.
Die „Urabain“ ist ein Totalverlust. Wenn sie sich noch als schleppfähig erweist, könnte sie zum Abwracken nach Mar del Plata geschleppt werden. Andernfalls wäre es eine Option, sie zum Abbruch nahe Puerto Madryn auf den Strand zu setzen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gestrandetes Casinoschiff in Goa herumgedreht
(11.09.17) Am 10.9. gelang es den Bergern der ägyptischen M/s AMS Marine LLC, das am Strand von Miramar liegende Casinoschiff "Lucky Seven" um 180 Grad herumzudrehen. Ein aus Mumbai geholter Schlepper brauchte dazu drei Stunden. Er hatte mit dem Mittagshochwasser seine Bemühungen gestartet. Wenn das Schiff in tieferes Wasser gezogen ist, sollten zunächst erste Reparaturen und Abdichtungsarbeiten durchgeführt werden. Im Maschinenraum klaffte ein 12 Meter langer Riss, durch den dieser vollgelaufen war. Erst wenn das Schiff einigermaßen stabil ist, kann es für weitere Unterwasserinspektionen nach Campal gebracht werden. Die Hoffnung der Berger war, am 11. oder 12.9. soweit zu sein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei Strandungen an australischer Küste
(11.09.17) Am Abend des 9.9. lief der 10 Meter lange Kutter “Runaway” auf Felsen bei den Elliott Heads auf Dr. May’s Island, nachdem er die nahe Flussmündung um 50 Meter verfehlt hatte. Dabei entstand im Fiberglas-Rumpf ein großes Loch. Treibstoff lief keiner aus. Das Schiff war aber bei Hochwasser vollgelaufen und schwer beschädigt. Ein großer Felsen steckte unweit des Propellerschafts im Rumpf. Ein Schwimmer hatte die „Runaway“ verlassen vorgefunden.
Auf Jibbon Beach strandete am selben Abend die Motoryacht “Toucan” und schlug leck. Sie hatte sich von ihrer Mooring vor dem Strand losgerissen und war dann auf Grund getrieben. Als die Tide kippte, rollte das Schiff auf die Seite und lief voll.
Es kam zu einem Auslaufen von Öl aus dem Boot. Die Bundeena Fire and Rescue war vor Ort. Der Strand sollte gemieden werden, bis sich der Treibstoff verflüchtigt hat.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht vor San Francisco aufgelaufen
(11.09.17) Ein Hubschrauber der US Coast Guard rettete am Abend des 9.11. einen 61-jährigen Skipper, dessen 32 Fuß lange Segelyacht in der Oakland Estuary auf Grund gelaufen war. Die Coast Guard San Francisco fing um 17:40 Uhr einen Notruf von dem Segler auf, dessen Schiff mit 30 Grad Steuerbordschlagseite auf Grund lag.
Er hatte eine Boje in der Oakland Estuary verpasst und war dann festgekommen. Ein Boot lief von der Station San Francisco aus, und ein MH-65 Dolphin-Helikopter stieg ebenfalls zur Assistenz auf. Das Boot konnte die Yacht in dem flachen Wasser nicht erreichen.
Der Hubschrauber setzte einen Rettungsschwimmer ab, der den Skipper von Bord holte und ihm in einen Rettungskorb half. Er wurde um 19.15 Uhr an Land geflogen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler lief auf Great Barrier Reef
(11.09.17) Der 50 Fuß lange Trawler „Mana“ lief am 8.9. beim Great Barrier Reef auf den Strand von Musgrave Island vor Gladstone auf. Die Crew versuchte, sich mit einem ausgebrachten Anker wieder ins tiefere Wasser zu warpen, doch die Ankerkette brach. Die zwei Männer und ihr Hund wurden daraufhin von Bord gerettet.
Sorge bereiteten die acht Tonnen Kraftstoff an Bord. Der Trawler saß inmitten eines Habitats südlich des Marine National Park, wo kein Fischfang erlaubt ist. Eine Untersuchung wurde eingeleitet, wie er dorthin kam.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kollision bei Speyer
(11.09.17) Am 9.9. gegen 05:50 Uhr kollidierte bei Speyer ein Tankmotorschiff mit einem Fahrgastschiff. Das in der Bergfahrt befindliche Tankschiff, das mit 2.303 Tonnen Dieselöl beladen war, fuhr nahezu mittig in der Fahrrinne, als es dem mit 131 Passagieren talfahrenden Fahrgastschiff zu nahe kam. Bei dem seitlichen Zusammenstoß erlitt das Fahrgastschiff im Heckbereich und das Tankmotorschiff im Bugbereich leichte Schäden davontrugen. Durch ein beherztes Fahrmanöver verhinderte der Schiffsführer des Fahrgastschiffes einen Frontalzusammenstoß, so dass es bei kleineren Schäden blieb.
Quelle:Tim Schwabedissen



Salondampfer "Alexandra"
(Bild: VollwertBIT)   Großbild klick!

Flensburger Förde: Alexandra lief bei Ochseninseln auf Grund
(10.09.17) Der 36 Meter lange Flensburger Salondampfer "Alexandra", 140 BRZ (EU-Nr.: 05112160) lief am 9.9. auf der Flensburger Förde auf Grund. Bei einer Nachmittagsausfahrt zu den Ochseninseln kam er gegen 17.30 Uhr in der Durchfahrt zwischen den beiden Inseln und dem Hafen Sönderhav in dänischen Gewässern fest. Der Besatzung der "Alexandra" gelang es nicht, das Schiff aus eigener Kraft wieder freizubekommen.
Der zufällig in Flensburg liegende Rettungskreuzer „Nis Randers“ lief zusammen mit seinem Tochterboot „Onkel Willi“ daraufhin zur Unglücksstelle aus. Die beiden Boote konnten die ‚Alexandra“ schnell wieder freischleppen, und gegen 19 Uhr lag sie auf tieferem Wasser. Sie wurde von dem Rettungskreuzer zurück nach Flensburg begleitet.
Dort inspizierten Taucher den Rumpf der „Alexandra“ auf Schäden. Offenbar war die Havarie aber ohne größere Schäden geblieben. Es gab auch keine Verletzten unter der Besatzung und den Passagieren.
Die Wasserschutzpolizei hat Ermittlungen aufgenommen. Außerdem wurde die Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung in Hamburg eingeschaltet. Am 10.9. nahm das Schiff in am „Tag des Denkmals“ teil und war an seinem Liegeplatz an der Flensburger Schiffbrücke zu besichtigen. Im Oktober geht das Schiff ins Winterlager.
Die „Alexandra“ wurde 1908 in Hamburg auf der Werft von Janssen & Schmilinsky für die Vereinigte Flensburg-Ekensunder und Sonderburger Dampfschiffsgesellschaft erbaut. Sie lief nach der Taufe durch die Prinzessin Alexandra zu Schleswig-Holstein-Glücksburg im Mai vom Stapel gelassen und wurde am 31.5.1908 an die Reederei übergeben. Das Schiff verkehrte im Liniendienst auf der Flensburger Förde.
Während des Ersten Weltkrieges diente es von 1914 bis 1918 als Vorpostenboot. Von 1919 bis 1934 war es wieder im Liniendienst für die „Vereinigte“ tätig, die 1934 aufgelöst wurde. Die „Alexandra“ wurde dann von der neu gegründeten Förde-Reederei GmbH übernommen. Bei den Segelwettbewerben auf der Kieler Förde während der Olympischen Spiele 1936 wurde sie als Regatta-Begleitschiff eingesetzt.
Später diente die „Alexandra“ als Lotsenversetzdampfer in der Ostsee sowie als Taucherfahrzeug und Torpedofangboot in der Danziger Bucht. 1945 war sie im damaligen Gotenhafen Zubringerschiff für die „Wilhelm Gustloff“ im Zuge der Evakuierung Königsbergs. Sie wurde auch bei weiteren Verwundeten- und Flüchtlingstransporten über die Ostsee eingesetzt.
In den letzten Kriegstagen kehrte das mit Flüchtlingen beladene Schiff nach Schleswig-Holstein zurück. Zwischen 1946 und 1975 wurde die „Alexandra“ wieder im Liniendienst eingesetzt, vor allem zwischen Flensburg und Glücksburg. Bei den Segelwettbewerben der Olympischen Spiele 1972 war der Dampfer wieder Begleitschiff für die Regatten.
Wegen Unrentabilität erfolgte am 31.8.1975 die Außerdienststellung. Das Schiff blieb unzugänglich im Flensburger Hafen liegen und war dem Verfall preisgegeben. Zwischen 1975 und 1979 bildete sich die Gruppe „Rettet die Alexandra“. Am 1.6.1979 wurde der „Verein zur Förderung dampfgetriebener Fördeschiffe e.V.“ gegründet, der sich später in „Förderverein Salondampfer Alexandra e.V.“ umbenannte.
Zwischen 1980 und 1982 wurde das Schiff instandgesetzt und nahm an Hafenfesten teil. 1982 wurde die „Alexandra“ durch das Schleswig-Holsteinische Landesamt für Denkmalpflege als Kulturdenkmal anerkannt. Am 1. 10. 1986 wurde der Dampfer dem Verein von der Fördereederei gegen die Auflage der vollständigen Instandsetzung geschenkt.
Die auf 820.000 DM geschätzten Kosten der Sanierung wurden durch Bund, Land und Arbeitsamt mit 700.000 DM bezuschusst, der übrige Betrag war durch den Förderverein aufzubringen. Im März 1987 wurde die Sanierung des Rumpfes auf der Werft Peter Eberhardt in Arnis begonnen, das Schiff kehrte am 18.12.1988 nach Flensburg zurück. Seit 1989 findet mit der „Alexandra“ in den Monaten Mai bis September ein regelmäßiger Fährbetrieb auf der Flensburger Förde statt. Am 26.10.1990 wurde sie in das Denkmalbuch des Landes Schleswig-Holstein offiziell eingetragen. Der Dampfer nahm seit 1991 auch regelmäßig an der Kieler Woche teil.
1992 wurde unter der Schirmherrschaft des Stadtpräsidenten der Stadt Flensburg das „Kuratorium Salondampfer Alexandra e.V.“ als Spendensammelverein gegründet. Seit 1993 ist die „Alexandra“ Gastgeberin des nach Pferdestärken gemessenen größten regelmäßigen Dampfertreffen Europas, des Flensburger Dampf Rundums.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kefalonia: Luxusyacht im Mittelmeer nach Feuer gesunken
(10.09.17) Am frühen Morgen des 9.9. geriet die unter Marshall-Islands-Flagge laufende Luxusyacht "Koi", 270 BRZ (IMO-Nr.: 8663066) die sich auf der Fahrt von Valletta nach Itea befand, zwischen Kefalonia und Zakynthos in Brand. Die siebenköpfige Crew flüchtete in eine Rettungsinsel und wurde von einem Kutter gerettet. Er brachte sie nach Agios Nikolais in Nord-Zakynthos. Die Yacht brannte herunter und sank.
Quelle:Tim Schwabedissen



Archivbild Blue Star Patmos
(Bild: C messier)   Großbild klick!

Blue Star Patmos nach Perama geschleppt
(10.09.17) Am Nachmittag des 9.9. wurde die griechische Fähre "Blue Star Patmos" in den Hafen von Perama eingeschleppt und am Kai des Peramatos Naval Repair Yard festgemacht. Die Hafenbehörde von Piräus erteilte ein Auslaufverbot, bis Reparaturen durchgeführt wurden und eine Klasseninspektion die Seetüchtigkeit bescheinigt hat.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yachtskipper bei Strandung auf Mole von Kühlungsborn geschleudert
(10.09.17) Am 9.9. gegen 06:00 Uhr bemerkte ein Mann eine auf die Hafeneinfahrt Kühlungsborn aufgelaufene, rund 10 Meter lange, schwedische Segelyacht. Die umgehend alarmierten Rettungskräfte von Feuerwehr, Seenotrettung und Wasserschutzpolizei trafen kurze Zeit später an der Unfallstelle ein. Durch das Seenotrettungsboot "Konrad Otto" der Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger konnte der 73-jährige schwedische Skipper von der Steinmole geborgen werden.
Die Wucht des Aufpralls hatte ihn offenbar auf diese geschleudert. Nach erster ärztlicher Versorgung vor Ort, wurde er mit Verletzungen und starker Unterkühlung in die Klinik Bad Dobaran eingeliefert. Die noch schwimmfähige Segelyacht wurde von der "Konrad Otto" geborgen und in den Yachthafen Kühlungsborn geschleppt. Zu einem Austritt von Betriebsstoffen ist es nicht gekommen. Die Wasserschutzpolizeiinspektion Rostock hat die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motorboos “Makali’l”
(Bild: USCG)   Großbild klick!

Motorboot nach Wassereinbruch in Sicherheit gebracht
(10.09.17) Die US Coast Guard kam am 9.9. der sechsköpfigen Crew des 27 Fuß langen Motorboots “Makali’l”, das vor Maui Wassereinbruch erlitten und einen Notruf gefunkt hatte. Die Crew legte Rettungswesten an und warf Anker. Von der Station Maui lief ein 45-Fuß-Boot aus. Es traf um 15.10 Uhr ein und schleppte den Havaristen übers Heck zur Bootsrampe in Kihei. Hier stand ein SAR-Team zur weiteren Hilfe bereit.
Quelle:Tim Schwabedissen



Neun Vermisste nach Tankeruntergang vor Atalanti
(10.09.17) Am 9.9. sank der griechische Tanker "Agia Zoni II", 3205 BRZ (IMO-Nr.: 7126152) südsüdwestlich von Atalanti. Das griechische MRCC wurde von der Crew des luxemburgischcen Hopperbaggers "Francesco di Giorgio" alarmiert, der auf der nördlichen Reede von Piräus ankerte, dass das Schiff, das ebenfalls vor Anker lag, offenbar Wassereinbruch erlitten habe. Es war am Morgen von den Raffinierien in Aspropyrgos mit 2.200 Tonnen Öl und 370 Tonnen Gasöl an Bord ausgelaufen.
Das Patroullienboot "El Akt" sowie die "Ifisistos 2", "Karapipireris” und die "Roussos IV" kamen zu Hilfe. Nur zwei der 11 Crewmitglieder vwurden von der "Ifisitos 2" und "Roussis IV" gerettet und nach Neo Molos Drapetsonas gebracht. Von dort kamen sie zu Checks ins Tzaneio-Generalkrankenhaus in Piräus.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kollision auf Chittagong-Reede
(10.09.17) Der unter Belize-Flagge laufende Bulkcarrer "Meray", 21941 BRZ (IMO-Nr.: 9000302), kollidierte am Morgen des 9.9. gegen sieben Uhr mit dem maltesischen Frachter "Orhan", 23000 BRZ (IMO-Nr.: 9625451), auf der Außenreede von Chittagong. Die "Meray" lag mit 37.661 Tonnen des Düngers TSP (Triplesuperphosphat) vor Anker, als sie von der mit Urea beladenen “Orhan” gerammt wurde. Dabei schlug Laderaum 5 leck und lief voll, der Frachter blieb aber schwimmfähig.
4.000 Tonnen der Ladung der Nowapara Traders liefen aber durch den Riss im Rumpf aus. Der Schiffsverkehr vor Chittagong wurde nicht beeinträchtigt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Mein Schiff 3 verpasste Auslaufparade wegen blockiertem Propeller
(10.09.17) Bei der Auslaufparade im Rahmen der Cruise Days in Hamburg geriet dem unter Malta-Flagge laufenden Kreuzfahrtschiff "Mein Schiff 3", 99526 BRZ (IMO-Nr.: 9641730), beim abendlichen Ablegen im Grasbrook am 9.9. eine Trosse in den Propeller und blockierte den Antrieb. Das Schiff musste zum Kai zurückkehren und verließ Hamburg schließlich am 10.9. gegen sechs Uhr mit Kurs Le Havre. Die Parade musste entsprechend mit nur fünf Kreuzfahrtschiffen stattfinden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre trieb auf Mistfjord
(10.09.17) Am 9.9. gegen 23 Uhr erlitt die norwegische Fähre "Virak", 1532 BRZ (IMO-Nr.: 7805162), von Misten kommend auf dem Weg nach Kjerringøy Maschinenschaden. Das Schiff trieb manövrierunfähig auf dem Mistfjord. Sowohl ein Seaking-Rettungshubschrauber wie auch ein Rettungsboot wurden zur Assistenz des unweit des Ufers treibenden Havaristen geschickt.
Die Crew der Fähre konnte eine Hilfsmaschine starten und ihr Schiff damit so lange auf Position halten, bis der Rettungskreuzer vor Ort war. Er stellte eine Schleppverbindung her und zog das Schiff nach Festvåg, wo die Suche nach der Schadensursache begann.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter drohte in Færøyna zu sinken
(10.09.17) Am 9.9. gegen 20 Uhr schlug ein 35 Fuß langer Kutter am Kai von Færøyna westlich von Glesvær in Sund leck. Es kam zu einem Wassereinbruch, und das Schiff drohte zu sinken. Die Feuerwehr rückte mit einer Lenzpumpe an und versuchte, es über Wasser zu halten
Quelle:Tim Schwabedissen



Vermisster Frachter gefunden
(10.09.17) Der überfällige Frachter "Princess Samiah”, der am 6.9. aus Tortola, British Virgin Islands, nach Grenada ausgelaufen, dort aber nicht am 7.9. eingetroffen war, wurde sicher vor Anker liegen vor St. Vincent gefunden. Die Coast Guard Sector San Juan war am 7.9. vom MRCC in Fort de France auf die "Princess Samiah" aufmerksam gemacht worden. Es gelang, mit dem Eigner Kontakt aufzunehmen, der mitteilte, dass es keinen Grund zur Sorge gab.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fabriktrawler "Urabain - M.N. 0612" brennt
(Bild: Maritime Prefecture)   Großbild klick!

Trawler von Bug bis Heck in Flammen
(09.09.17) Das Feuer an Bord des argentinischen Fabriktrawlers "Urabain - M.N. 0612", 1421 BRZ (IMO-Nr.: 7388243), wütete am 8.9. am Liegeplatz der Admiral Storni Wharf in Puerto Madryn/Argentinien außer Kontrolle. Im Bereich der Kombüse des vom Bug bis zum Heck in Flammen stehenden Schiffes kam es zur Explosion von Gasflaschen. An Backbordseite klaffte ein 10 Meter langer Riss im Rumpf, an dem dieser nach 48 Stunden intensiver Hitze geschmolzen war.
Immerhin konnte die zeitweilige starke Steuerbordschlagseite durch Abpumpen von Löschwasser reduziert werden. Derweil war die Hitze so stark, dass auch die Löschschläuche durchbrannten. Nachdem achtern starke Pumpen im Gang waren, konnte auf dem Vorschiff eine neue Attacke gestartet werden.
Feuerwehrkräfte konnten in den Laderaum vordringen und mit einer Wasserdüse ihren Löschangriff im Innern starten. Die maritime Präfektur rief auch vorsorglich eine Firma zur Ölbekämpfung. An Bord waren neben 50 Tonnen Verpackungsmaterial auch 100 Tonnen Diesel.
Quelle:Tim Schwabedissen



Überladener Frachter in Brunsbüttel
(09.09.17) Am Vormittag des 4.9. stellte die Wasserschutzpolizei in Brunsbüttel fest, dass der unter Antigua Barbuda-Flagge laufende Frachter "Sky Vita", 2397 BRZ (IMO:9014949), der sich auf der Reise von Södertalje nach Motril, Spanien, befand, überladen war. Erst nach Abpumpen von Ballastwasser durfte das Schiff seine Fahrt fortsetzen.
Um 11.30 Uhr bemerkten die Beamten in der "Neue Schleuse Nord" , dass bei dem Frachter die Ladungsmarke Frischwasser auf Backbordseite nicht zu erkennen war. Nach Berechnungen der Polizisten lag das Schiff etwa 6,5 Zentimeter, entsprechen 68 Tonnen, zu tief im Wasser. Die zuständige Schiffsicherheitsabteilung der Berufsgenossenschaft Verkehr verfügte darauf ein Weiterfahrverbot.
Das Frachtschiff musste sich auf die Neufeld West Reede legen. Dort konnte die Besatzung durch Abpumpen von Ballastwasser das Freibord um drei Zentimeter anheben - außerdem wurde ein Abwasservolumen von 12 Tonnen festgestellt. Die Besatzung sagte zu, weiterhin Ballastwasser abzulassen und auf See zu entsorgen. Die BG Verkehr hob daraufhin das Weiterfahrverbot um 14.25 auf.
Den lettischen Kapitän erwartete nun ein Bußgeldverfahren. Er musste eine von der BG Verkehr verhängte Sicherheitsleistung in Höhe von 1.300 Euro hinterlegen.
Quelle:Tim Schwabedissen



RoRo-Fähre "Begonia Seaways"
(Bild: Harm van de Werf)   Großbild klick!

In Flensburg erbaute RoRo-Fähre lief auf Gent-Terneuzen-Kanal auf Grund
(09.09.17) Am 9.9. um 11.45 Uhr erlitt die dänische RoRo-Fähre "Begonia Seaways", 37722 BRZ (IMO-Nr.: 9262089), die am Vortag von Göteborg nach Terneuzen ausgelaufen auf dem Gent-Terneuzen-Kanal einen Ausfall der Bordelektrik nördlich der Sluiskil-Brücke. Das Schiff lief aus dem Ruder und lief auf der Kanalseite von Terneuzen auf Grund. Zwei Schlepper und ein Boot von Rijkswaterstaat waren wenig später vor Ort.
Um 13.30 Uhr akzeptierte der Kapitän des Frachters einen Schleppkontrakt mit Multraship. Binnen 15 Minuten gelang es, den Havaristen aus der Böschung zu ziehen. Er wurde gegen 14 Uhr im Zevernaar-Hafen Verbrugge festgemacht. Während der Bergungsarbeiten kam es zu Verzögerungen beim Kanalverkehr. Die „Begonia Seaways“ ist 230 Meter lang, 26,50 Meter breit, hat 7,40 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 14.424 Tonnen. Der Antrieb erfolgt über einen MAN B&W 9L60 MC-C Diesel von 2.0070 kW. Das Schiff entstand 2004 bei der Flensburger Schiffbau Gesellschaft als „Tor Begonia“ und ging am 19.8. des Jahres auf Probefahrt.
Am 3.9. erfolgte die Ablieferung an die DFDS Tor Line, Göteborg. Sie setzte es vom 6.9. an auf der Route Göteborg – Immingham ein. Am 28.8.2999 machte das Schiff bei den MWB Motorenwerke,in Bremerhaven, fest und wurde dort um 30 Meter verlängert. Am 2.10. ging es wieder in Fahrt und lief seit dem 4.6.2012 auf der Linie Göteborg - Gent. Am 25.7. erfolgte die Umbenennung in „Begonia Seaways“ und der Beginn einer Bareboatcharter durch DFDS A/S in Kopenhagen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Mastbruch auf Steile Bank
(09.09.17) Am Abend des 8.9. wurde die KNRM-Station Lemmer gegen 20 Uhr alarmiert, nachdem auf der 46 Fuß langen Bavaria „Infinity“ vor Steile Bank der Mast gebrochen war. Er hing an Backbordseite über Bord. Es gab keine Verletzten an Bord.
Das Boot trieb bei fünf Beaufort Wind und hohem Seegang auf Legerwall. Es gelang den Seenotrettern bei den rauen Seebedingungen nicht, den Mast längsseits zu bekommen. Wegen der Gefahr, den er darstellte, wurde entschieden, ihn loszuschneiden.
Er wurde mit angebundenen Fendern markiert. Die Position wurde an die Coast Guard durchgegeben und die „Infinity“ dann nach Lemmer abgeschleppt. Hier wurde sie im Industriehafen festgemacht. Gegen 23 Uhr meldeten sich die beiden Rettungsboote „Anna Dorothea“ und Palace Noordwijk“ wieder klar auf Station.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Fähre vor Nador/Marokko
(09.09.17) Am 7.9. gegen 12.30 Uhr brach durch einen Fehler in der Bordelektrik ein Feuer im Maschinenraum der zyprischen Fähre "Almariya", 21473 BRZ (IMO-Nr.: 7928811), aus. Diese war kurz zuvor mit 1.668 Passagieren an Bord aus Nador nach Almeria ausgelaufen. Es gelang zwar, den Brand rasch zu löschen, doch eine Reparatur vor Ort erwies sich als unmöglich, und das Schiff trieb bis gegen sechs Uhr des 8.9. vor dem Hafen.
Zwei Schlepper zogen es dann zurück an den Kai. Dort mussten alle Passagiere von Bord gehen. Sie wurden kurzfristig auf zwei Extra-Überfahrten der spanischen Schnellfähren "Alborán" (IMO-Nr.: 9206700 ) und " Volcán de Teno " (IMO-Nr: 9221346) umgebucht. Außerdem wurde die Katamaranfähre "Alcántara Dos" (IMO-Nr.: 9107203), als Verstärkung in den Dienst Nador-Almeria gebracht, solange die Reparatur der "Almariya" andauerte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fünf Tote bei Feuer am Werftkai
(09.09.17) Auf dem indonesischen Tanker "Gankoroma", 63014 BRZ (IMO-Nr.: 9641091), kam es am 7.9. gegen 1520 Uhr zu einem Brand in einem Pumpenraum. Das Schiff lag zu Überholungsarbeiten am Kai des Batam Ship Repair Yard, Batam. Fünf Arbeiter kamen ums Leben, ein weiterer überlebte schwer verletzt. Das Feuer konnte gelöscht werden, und eine Untersuchung ergab Hinweise, dass entweder Schweißarbeiten oder ein Kurzschluss es ausgelöst haben dürften.
Quelle:Tim Schwabedissen



Landungsboot Opfer von Irma?
(09.09.17) Am 7.9. wurde das unter Panama-Flagge laufende Landungsboot "Princess Damiah", 449 BRZ (IMO-Nr.: 7910204) als überfällig gemeldet. Es war auf der Fahrt von Puerto Rico nach Grenada, und die letzte AIS-Position war am 5.9. um 20.25 Uhr auf 16 10 N 063 30 W, als das Schiff mit sieben Knoten südöstlich der British Virginia Islands unterwegs war. Es wurde befürchtet, dass es ein Opfer des Hurrikans Irma geworden sein könnte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Schiff in Havøysund
(09.09.17) Am 8.9. um 11.230 Uhr brach auf einer Werft in Havøysund ein Feuer auf dem dort gedockten, norwegischen Kutter „Arctic Wolf“, 472 BRZ (IMO-Nr.:7048350), aus. Der Schiffseigner selbst, Steve Arntzen aus Napp in Lofoten, entdeckte den Brand am Morgen. Er hatte sein Schiff seit Juni dort für Modernisierungen, und die Arbeiten sollten Ende September abgeschlossen werden.
Arntzen befand sich auf Deck und malte, als er Rauch aus einem Aufbautenschott zum Hauptdeck kommen sah. Er kletterte von Bord, um den Rumpf mit einem Wasserschlauch zu kühlen, wurde dann aber von dem stärker werdenden Rauch rasch vertrieben und schlug Alarm. Das gesamte Industriegebiet musste wegen der starken Rauchentwicklung und Explosionsgefahr evakuiert werden.
Anwohner wurden aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Die Löscharbeiten gestalteten sich auch entsprechend schwierig. Gasflaschen zum Schweißen lagerten in unmittelbarer Nähe des Schiffes, aus dem inzwischen meterhohe Flammenbündel schossen. Das Rettungsboot “Odin” der NSSR assistierte bei der Brandbekämpfung von der Seeseite.
Die Feuerwehr musste mit Spezialausrüstung in die engen Räume an Bord vorgehen und Schneidegerät einsetzen, um Stahlwände aufzutrennen. Insgesamt waren 21 Mann und fünf Löschfahrzeuge aus Hammerfest, Måsøy und Kvalsund vor Ort.
Es gelang erst gegen 16 Uhr, das Feuer, das nicht auf die Gebäude der Werft übergriff, unter Kontrolle zu bekommen. Die “Arctic Wolf” war im Sommer in die Kette gelegt worden, weil Crewmitglieder 1,8 Millionen Kronen ausstehende Heuerforderungen hatten. Seitdem lag sie in Havøysund.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer bei Dinner Cruise
(09.09.17) Am 8.9. geriet gegen Mittag das 25 Meter lange Fahrgastschiff “Jewel” (MMSI-Nr.: 367336720) in New York auf dem East River bei einer Dinner-Kreuzfahrt in Brand. Das Feuer entstand im Maschinenraum. Das New York Fire Department, das Navy Battalion und die New York Police Port Unit wurden alarmiert.
Das Schiff lag nördlich von Governors Island. Es kam gerade von der Freiheitsstatue zurück und befand sich am Zusammenfluss des Hudson- und des East River. Die 90 Fahrgäste, die sich neben der vierköpfigen Crew an Bord befanden, wurden unversehrt von Bord des 125 Fuß langen Schiffes der Marco Polo Cruises evakuiert und mit einem Patroullienboot der NYPD zur Pier 11 nahe der Wall Street in Lower Manhattan gebracht. Der Havarist selbst wurde von de, Schlepper „Katherine“ zur Pier 17 gezogen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ausflugsschiff sank auf Lago de Furnas
(09.09.17) Am Nachmittag des 7.9. sank ein brasilianischer Schoner auf dem Lago de Furnas in der Region Sul de Minas zwischen São João Batista do Glória und Capitólio. Die 15 Personen an Bord wurden gerettet. Das Schiff befand sich unweit der Canyons, einem wichtigen Touristenspot auf dem See, und war offenbar auf Grund gelaufen. Nach dem Untergang konnten sich die Schiffbrüchigen auf die Felsen retten, die ihrem Zweimaster zum Verhängnis geworden waren, von denen sie durch andere Schiffe gerettet wurden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei Schiffbrüchige und drei Hunde gerettet
(09.09.17) Die US Coast Guard schickte einen MH-60 Jayhawk-Helikopter aus Cordova und das Patroullienboot “Chandeleur” retteten zwei Menschen und drei Hunde, nachdem deren 34 Fuß langes Boot nahe Montague Island, Alaska, am 8.9. leckgeschlagen und im Sinken begriffen war. Der Jayhawk landete auf dem Strand bei Montague Island, auf den sich die beiden in Überlebensanzügen mit ihren Hunden mit einem Kayak gerettet hatten. Die beiden Männer wurden untersucht und samt einem Hund nach Cordova geflogen.
Die Crew der “Chandeleur” rettete die zwei weiteren Hunde und brachte sie nach Valdez. Vor Ort waren 17 Meilen wind und drei Fuß hohe Wellen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Katamaranfähre "Benchi Express": Loch im Rumpf
(Bild: Vicente Costa)   Großbild klick!

Werftneue Fähre kollidierte mit Kai in San Sebastián
(08.09.17) Die spanische Katamaranfähre "Benchi Express", 283 BRZ (IMO-Nr.: 9832236), von Fred Olsen, die zwischen den Häfen San Sebastián, Playa Santiago und Valle Gran Rey auf La Gomera eingesetzt werden soll, kollidierte am Abend des 6.9. mit einem Kai im Hafen von San Sebastián de La Gomera. Er befand sich auf der Übergabefahrt von den katalonischen Dalmau Shipyards nach La Gomera und manövrierte am Liegeplatz, als er von einer Windbö erfasst und gegen die Kaimauer getrieben wurde.
Dabei wurde an Steuerbordseite oberhalb der Wasserlinie ein Loch in den Rumpf gerissen. Die Reparatur des Schadens dürfte vier bis fünf Tage dauern, deshalb wird die Fähre erst kommende Woche in Fahrt gehen können. Die Präsentation des 28 Meter langen Schiffes war eigentlich für den 10.9. im Hafen von Valle Gran Rey geplant gewesen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Segelyacht nach Mahon abgeschleppt
(08.09.17) Das Rettungsboot “Antares” von Salvamento Marítimo kam am 7.9. um 6.30 Uhr der 13 Meter langen, dänischen Segelyacht “Husmer” (MMSI-Nr.: 219022441) zu Hilfe, die Motorschaden 34 Meilen nördlich von Maó erlitten hatte. An Bord der Yacht befanden sich zwei Erwachsene und vier Kinder. Bei hohem Seegang hatten die Segler einen Notruf abgesetzt. Salvamento Marítimo schickte den türkischen Containerfrachter “Gulbeniz A”, 26195 BRZ (IMO-Nr.: 9491850), der sich auf der Reise von Barcelona nach Piräus gerade in der Nähe befand, zur Assistenz der beschädigten Yacht, bis die Seenotretter selbst eintrafen. Die „Husmer“ hatte sich auf der Fahrt von Marseille befunden. Sie wurde in den Hafen von Maó eingeschleppt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler "Urabain – M.N. 0612" brennt
(Bild: Lara Grana)   Großbild klick!

Von Feuer eingeschlossener Seemann durch aufgeschweißtes Loch gerettet
(08.09.17) Am 7.9. gegen 14.30 Uhr brach in den Laderäumen des argentinischen Trawlers "Urabain – M.N. 0612", 1421 BRZ (IMO-Nr.: 7388243), gegen 14.20 Uhr ein Feuer aus. Das Schiff bereitete sich an Liegeplatz 4 des. Admiral Storni-Kais in Puerto Madryn auf das für 18 Uhr geplante Auslaufen vor. Durch Schauerleute wurde Ausrüstung an Bord gebracht, und die meisten der 61 Crewmitglieder waren bereits an Bord eingetroffen, als auf einmal Rauch aus dem Vorschiff aufstieg.
Die Feuerwehr der Préfectura Naval Argentina und die Freiwillige Feuerwehr von Puerto Madryn wurden alarmiert. Vor Ort spielten sich dramatische Szenen ab. Bis auf einen Mann hatten alle das Schiff verlassen können. Dieser war aber von Rauch und Flammen in seiner Kabine an Backbordseite eingeschlossen worden und rief durch ein Bulleye um Hilfe.
Mit einem Kran wurde ein Arbeiter mit Schweißgerät vor der Kabine in Stellung gebracht. Er schweißte eine 30 Zentimeter große Öffnung in die Aufbauten, durch die der panische, aber ansonsten wohlbehaltene Seemann gerettet werden konnte. Er wurde mit einem Krankenwagen ins Andres Ísola Hospital gebracht.
Derweil versuchten Einsatzkräfte unter Atemschutz ins Schiffsinnere vorzudringen. Von der Marinebase wurde eine extra starke Löschpumpe beschafft. Dennoch breiteten sich die Flammen bis in die Abendstunden immer weiter nach achtern aus, und bei Einbruch der Dämmerung stand die Brücke in Flammen.
Zwei Boote der Coastguard kühlten den Rumpf von außen. Auch das Deck wurde mit Wasser gekühlt. Sorge bereiteten die drei randvoll mit Diesel gefüllten Tanks. Die Flammen hatten in den Verpackungsmaterialien und den Nylonnetzen in den Laderäumen reichlich Nahrung gefunden.
Dichter Rauch trieb in Richtung der Stadt. Die überwiegend aus anderen Regionen angereisten Seeleute, die mit der „Urabain“ hatten in See stechen wollen, wurden vorerst in Hotels in Puerto Madryn einquartiert. Der Trawler ist 79 Meter lang, 12 Meter breit, hat einen Tiefgang von 5,2 Metern und eine Tragfähigkeit von 1.731 Tonnen. Er wurde 1976 bei der Enrique Lprenzo Y Cia erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht sank auf dem Weg zur Versenkung
(08.09.7) Die 18 Meter lange, ehemalige Charteryacht “Castafiori” aus Ibiza sank am 6.9. auf dem Weg nach Alcocebere in den Gewässern von Castellón. Das Rettungsboot „Salvamar Sakib“ von Salvamento Maritimo und die „Pandora“ des Roten Kreuzes sammelten danach aufgetriebene Trümmer ein. Die Yacht hatte ein Riff im Unterwasserpark von Sierra de Irta werden sollen.
Doch die Schleppreise endete am Morgen vorzeitig vor dem Planetarium von Castellón in Playa del Pinar. Die „Castafiori” war vor über fünf Jahren in Castellón eingetroffen und war in sehr schlechtem Zustand. Vor einigen Monaten erwarb sie ein Tauchclub in Alcocebre, um sie, wie in der Vergangenheit bereits mit einer Reihe von Kuttern aus Castellón geschehen, zu reinigen, mit Beton zu füllen und dann zu versenken.
Kurz nach dem Ablegen beim RCN Castellón kam es aber zu einem Wassereinbruch vor dem Strand von Pinar während der Verschleppung, die durch die „Salvamar Sabik” aus Burriana, der „Pandora“, der „Tramontana“, dem RCN Castellón und dem Hafenboot „Garbicat“ durchgeführt wurde. Es wurde versucht, das Wasser zu lenzen, doch das Boot sackte trotz der Bemühungen weg. Wahrscheinlich war der Rumpf während der Zeit an Land so verrottet, dass die Planken auf der letzten Reise nachgaben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Arktis-Versorgungsfrachter lief auf Grund
(08.09.17) Der dänische Frachter "Pajuttaat", 1171 BRZ (IMO-Nr.:7724540), lief am 2.9. in Sauattut in Alaskas Uummannaq-Distrikt auf Grund. Menschen kamen nicht zu Schaden, das Schiff vermochte sich aus eigener Kraft wieder zu befreien und machte in Aasiaat fest, wo die Ladung gelöscht und der Rumpf von Tauchern inspiziert wurde. Die Untersuchung zeigte, dass der Schaden so erheblich war, dass er in Nukk repariert werden muss. Die Arbeiten sollen rund zwei Monate dauern. Als Ersatz für die Versorgungsfahrten wurde für fünf Rotationen die kleinere "Ivalo Arctica" (IMO-Nr.: 9618147) eingesetzt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Rettungsboot wurde zum Bunkerschiff
(09.08.17) Der holländische Trawler "Ondermeming - UK179", 84 BRZ (IMO-Nr.: 8431530), erlitt am 6.9. einen Ausfall des gesamten Antriebs, als er auf Höhe von Egmond aan Zee auf Nordkurs unterwegs war. Rasch stellte sich heraus, dass aus dem Tagestank kein Kraftstoff zu den Maschinen gepumpt wurde. Der Kutter meldete der holländischen Coastguard das Problem, die ihrerseits die Crew der KNRM-Station Egmond gegen Mittag informierte. Sie wurde gebeten, Brennstoff zum Kutter zu transportieren.
Nachdem das Rettungsboot eine halbe Stunde darauf mit der ungewöhnlichen Fracht die „Onderneming“ erreicht hatte, stiegen zwei Rettungsmänner an Bord über. Dies war bei zwei Metern Wellenhöhe kein einfaches Unterfangen. Die manövrierunfähige "Onderneming" trieb mit Strömung und Wind auf die Küste zu.
Deshalb entschied der Skipper, sein Schiff abschleppen zu lassen. Bei der rauen See brach allerdings mehrfach die Trosse. Unterdessen waren die Maschinen aber mit Kraftstoff versorgt und wieder gestartet worden. Da allerdings mehr Diesel vonnöten war, um den Hafen von IJmuiden erreichen zu können, machten sich die Seenotretter erneut auf den Weg zur Küste, um den Nachschub zu besorgen.
Am Strand von Castricum, wo eine Landcrew und ein Rettungsfahrzeug in Bereitschaft waren, wurde weiterer Diesel geladen und zur „Onderneming“ gebracht. Dann übernahm das Rettungsboot seine beiden auf dieser ausharrenden Männer wieder und kehrte zur Station zurück. Der Trawler erreichte Ijmuiden gegen 23 Uhr und machte am 7.9. um 15.30 Uhr am Kutterkai in Amsterdam fest.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter erlitt Maschinenschaden im Bosporus
(08.09.17) Der britische Frachter "Baumont", 2545 BRZ (IMO-Nr.: 9319416), erlitt beim Transit des Bosporus Maschinenausfall, als er um 8.30 Uhr auf Nordkurs laufend sich vor Kepez befand. Ein Schlepper nahm den Havaristen auf den Haken und zog ihn nach Karanlik Liman. Er ging zur Reparatur vor Guzelyali vor Anker. Die "Beaumont" war am 23.8. aus Brake ausgelaufen und hatte am 9.9. in Constanta festmachen sollen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter drohte auf Felsen bei Vybord zu laufen
(08.09.17) Am 2.9. gegen fünf Uhr drohte der unter Antigua-Barbuda-Flagge laufende Frachter "Elke W", 2409 BRZ (IMO-Nr.: 9279070), der André-Wieczorek-Reederei in Hamburg beim Transit der Verkehrstrennungszone in der Zufahrt des Golfs von Vyborg auf der Insel Halli Rock aufzulaufen. Die Verkehrskontrolle versuchte wiederholt ohne Erfolg, das Schiff, das nach dem Passieren von Leuchttonne 1 nicht die erforderliche Kursänderung vorgenommen war und auf die Untiefe zuhielt, zu kontaktieren.
Erst nach zehn Minuten ununterbrochener Versuche reagierte die Schiffsführung. Vier Minuten vor der drohenden Strandung drehte der Frachter wieder auf den richtigen Kurs ein. Er war am 8.9. aus Stettin ausgelaufen und wurde am 14.9. in La Coruna erwartet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Touristenboot im Roten Meer gesunken
(08.09.17) Die ägpytische Marine rettete am 7.9. acht ägyptische und neun malaysische Touristen, deren Boot im Roten Meer in schwerer See in Seenot geraten war. Es sank 35 Meilen südöstlich der Insel Safaga. Ein Ägypter wurde noch vermisst, die Suche nach ihm dauerte an.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fast die Hälfte der vor Santos verlorenen Container aufgespürt
(08.09.17) 21 der 46 Container, die am 11.8. von dem brasilianischen Containerfrachter "Log In Pantanal", 18017 BRZ (IMO-Nr.: 9351799), in Barra de Santos über Bord gegangen waren, konnten bis zum 7.9. von der Reederei Log-In lokalisiert werden. Vier von ihnen wurden bereits geborgen. Die übrigen wurden in der Umgebung der Unglücksstelle aufgespürt.
Für sieben von ihnen gab es bereits Bergungspläne. Für jeden Container muss ein eigener Plan erstellt werden. Die Bergung sollte binnen 30 Tagen erfolgen.
Die Aufräumarbeiten in der Küstenregion von São Paulo dauerten an. Angetriebene Container und der Inhalt von aufgeplatzten Boxen wurden an verschiedenen Stellen der Küste von Paulista gefunden. Sie stürzten ins Wasser, nachdem am 10.8. die "Log In Pantanal" einen Terminal in Santos verlassen hatte und vor der Küste von Guarujá wartete, um einen anderen Liegeplatz ansteuern zu dürfen.
Bei Wellenhöhen von über vier Metern kam der Frachter ins Rollen, und ein Teil der Ladung stürzte nach Backbord von Deck. Anwohner eilten mit Booten zu dem Schiff und begannen, das Treibgut einzusammeln, bis sie von der Polizei daran gehindert wurden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ballastwasser soll Frachter in Visakhapatnam wieder aufrichten
(08.09.17) Am 7.9. waren die Arbeiten, den vietnamesischen Frachter "Hai Duong 09", der am Nachmittag des Vortags am EQ-5-Liegeplatz des Visakhapatnam Port Trust (VPT) schwere Steuerbordschlagseite entwickelt hatte, in vollem Gang. Mithilfe eines Generators wurde Wasser in einen Zentraltank gepumpt, um ihn wieder auszubalancieren. Der Hauptgenerator des Schiffes war ausgefallen.
Kommunikationsprobleme mit der vietnamesischen Crew erschwerten die Arbeiten. Der VPT schickte Inspektoren des Mercantile Marine Department. Die Havarie wurde dem Director-General of Shipping gemeldet. Für die Blockade des Liegeplatzes wollen die Hafenbehörden eine Kompensation durch die Eigner des Frachters. Fehlerhaftes Ballastieren hatte ihn aus dem Gleichgewicht gebracht.
Das Wasser aus dem Zentraltank war während der Verladung von Stahlplatten ausgepumpt worden. Als 1.200 Tonnen Fracht an Bord waren, legte sich die „Hai Duong 09“ auf einmal stark auf die Seite. Menschen kamen nicht zu Schaden.
Das Schiff ist 111,75 Meter lang, 18,8 Meter breit, hat 9,21 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 10.959 Tonnen. Es läuft für die japanische Noma Shipping Co. Ltd. und wurde 2006 in Haiphong, Vietnam, erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bräter half bei Bergung havarierter Yacht
(08.09.17) In rund vierstündiger Schleppreise haben Boote der DGzRS am Abend des 7.9. eine manövrierunfähige Segelyacht auf der Ostsee in Sicherheit gebracht. Bei starken Nordwestwinden hatte das Boot mit zwei Personen an Bord etwa auf halbem Weg zwischen der Insel Fehmarn und dem dänischen Gedser nahe des Großschifffahrtsweges Ruderbruch erlitten. An Bord des etwa 7,5 Meter langen Bootes waren neben den Halterungen des Außenbordmotors auch die Zapfen des Einsteckruders gebrochen.
Gegen 15.45 Uhr erfuhr das MRCC in Bremen über die dänische Seenotleitung in Århus von der Notlage der deutschen Yacht. Die Besatzung hatte telefonisch zuvor die Dänen alarmiert. Der Seenotrettungskreuzer „Bremen“ befand sich zu diesem Zeitpunkt gerade zum Open Ship an der Seebrücke von Großenbrode.
Er beendete unverzüglich das Besuchsprogramm und nahm Kurs auf den Havaristen, der bei Nordwestwinden um sechs Beaufort und knapp zwei Metern Seegang manövrierunfähig mitten auf der Ostsee trieb. Die Seenotretter baten zunächst eine in der Nähe fahrende größere Segelyacht, beim Havaristen Stand-by zu machen, um notfalls sofort Hilfe leisten zu können. Auch ein Einsatzschiff der Bundespolizei, die „Bayreuth“, bot seine Unterstützung an und nahm Kurs auf den Havaristen.
Gegen 16.45 Uhr erreichte der Seenotrettungskreuzer den Havaristen, wenige Minuten später traf auch die „Bayreuth“ ein. Das Tochterboot „Vegesack“ der „Bremen“ nahm die Yacht auf den Haken. Um ein ständiges Querschlagen des Bootes zu verhindern und seinen Kurs zu stabilisieren, baten die Seenotretter die Segler, Tauwerk in Buchten oder eine Pütz außenbords zu hängen.
Entsprechendes Material war allerdings an Bord nicht vorhanden. Die „Bremen“ bat deshalb die „Bayreuth“ um Unterstützung. Deren Smut stellte einen Bräter zur Verfügung, den das Kontrollboot zum Havaristen brachte. Der große Topf entfaltete eine ähnliche Zugkraft wie ein Treibanker und stabilisierte die Yacht.
Behutsam schleppte die „Vegesack“ sie dann in Richtung Fehmarn. Unter Land besserte sich das Wetter etwas. Gegen 21.15 Uhr erreichte der Schleppverband den Hafen von Burgtiefe. Nachdem die Seenotretter den Havaristen und seine Besatzung versorgt hatten, kam auch der Bräter zurück in die Kombüse der „Bayreuth“.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter Bremer Reeder zum zweiten Mal binnen eines halben Jahres nach Brest als Nothafen gebracht
(07.09.17) Nach dem Auslaufen aus Aviles am 1.9. um 20.30 Uhr erlitt der unter Antigua-Barbuda-Flagge laufende Frachter "Hanseatic Trader", 2896 BRZ (IMO-Nr.: 9229128), der Bremer Lloyd Reederei GmbH & Co. KG Probleme mit der Maschine im Golf von Cascogne. Am 2.9. verließ der holländische Schlepper "En Avant 9" (IMO-Nr.: 9163910), den Hafen von Saint Nazaire und nahm den Havaristen am 4.9. rund 160 Meilen südlich von Brest in der Biskaya auf den Haken. Der Schleppzug steuerte dann den dortigen Hafen an, wo der Frachter am 5.9. um 18.30 Uhr beim CIB Shipyard zur Reparatur gedockt wurde. Noch als “Wilson Hobro" war das Schiff mit einer Aluminiumladung von Rotterdam nach Chalkis laufend am 10.2.2017 havariert. Die Ladung war zwei Tage nach dem Auslaufen rund 50 Kilometer westlich des Pointe du Raz im Englischen Kanal in rauer See übergegangen. Daraufhin hatte der Frachter Schlagseite erlitten, und die Eigner entschieden, dass er Brest ansteuern sollte, um dort wieder auf ebenen Kiel gebracht zu werden, wo er um 19 Uhr eintraf. Die “Hanseatic Trader” ist 89,25 Meter lang, 13,3 Meter breit, hat 6,22 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 4.338 Tonnen. Sie wurde 2001 auf der Peters Scheepswerf, Kampen, als „Polar Breeze“ erbaut. 2001 wurde sie zur „Jaco Trader“ und 2005 zur „Hanseatic Trader“.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schwedischer Kutter vor Dominikanischer Republik gesunken
(07.09.17) Der 24 Meter lange, schwedisehe Kutter "Rindi" (MMSI-Nr.: 265771000) erlitt auf Position 15.26.72 N 061.28.23 W an der Westküste der Dominikanischen Republik Wassereinbruch. Nachdem die Maschine ausfiel und die Pumpen versagten, sank das Schiff und wurde von seiner dreiköpfigen Crew aufgegeben. Sie wurde von dem unter St. Vincent-Grenadines-Flagge laufenden Roro-Frachter "Tropic Sun" (IMO-Nr.,: 9039016), der am 5.9. aus Basseterre nach Saint George ausgelaufen war, gerettet. Hier sollte er am 6.9. eintreffen. Das MMSR France versuchte, die “Rindi” zu sichern und in den Hafen zu bringen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter legte sich auf Kai
(07.09.17) In Vizag entwickelte am 7.9. der unter Panama-Flagge registrierte Frachter „Hai Duong 09”, 7104 BRZ (IMO-Nr.: 9342243), beim Laden von Stahlplatten am 6.9. um 15.30 Uhr auf einmal schwere Schlagseite nach Backbord. Die Platten waren in Bewegung geraten und übergegangen. Glücklicherweise legte sich das Schiff zum Liegeplatz 5 am Westkai über, der es stabilisierte und vor dem Kentern bewahrte. Vor dem Beladen waren die Ballasttanks ausgepumpt worden. Dies hatte vermutlich zu einer Instabilität geführt. Sechs Hafenarbeiter, die sich in den Laderäumen befanden, wurden verletzt. Die 17-köpfige Crew hingegen konnte unversehrt an Land flüchten. Durch Umstauen der Ladung sollte der Frachter wieder auf ebenen Kiel gebracht werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre vor Ios nach einer Woche von den Felsen gezogen
(07.09.17) Am 6.9. gegen 19 Uhr war es geschafft - die am 30.8. gestrandete, griechische Fähre "Blue Star Patmos" war wieder frei. Die Schlepper "Christos XI", "Christos XXII", "Oceanos" und "Pantokrator" vermochten sie von den Felsen vor Ios zu ziehen. Zuvor hatten Taucher den Rumpf nochmals inspiziert, und es waren kleinere Abdichtungsarbeiten durchgeführt worden. Nun musste die Versicherung weitere Inspektionen durchführen, um über eine Reparatur zu entscheiden. Zunächst wurde das Schiff vor dem Hafen von Ios verankert und stabilisiert. Dabei wurde sie weiterhin von Schleppern gehalten, und auch die „Aktea OSRV“ befand sich unverändert vor Ort. Sie hatte in den vergangenen Tagen 500 Tonnen Kraftstoff und andere Flüssigkeiten von Bord des Havaristen übernommen. Wenn dieser im Hafen von Ios festgemacht worden ist, soll zunächst die an Bord gestrandete Ladung gelöscht werden. Danach könnte das Schiff möglicherweise in Peraia ins Dock gehen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Herrenloser Kutter in rauer See geborgen und auf Strand gesetzt
(07.09.17) Am 6.9. um 13.30 Uhr wurde das RNLI-Boot aus Morecambe von der UK Coastguard alarmiert, um den herrenlos auf Drift gegangenen Kutter "LR 191" zu bergen. Dieser trieb auf Felsen bei Heysham zu, nachdem er sich im Ebbstrom von seiner Mooring losgerissen hatte. Bei zwei Meter hohen Wellen machte sich die Freiwilligencrew auf die Suche nach dem offenen Boot. Nachdem es lokalisiert worden war, gelang es, einen Mann an Bord abzusetzen. Dieser vermochte aber nicht den über den Grund schleifenden Anker aufzuholen. Deshalb wurde entschieden, den Anker zu opfern, um das Fahrzeug abschleppen zu können. Gegen Wind und Tide kämpfte sich das Rettungsboot mit seinem Anhang, auf dem ein Seenotretter zum Steuern geblieben war, zu seiner Mooring. Hier wartete bereits der Eigner, der mit einem Boot an Bord kam und die Maschine startete. Dann wurde die "LR 191" unweit der Steinmole auf den Strand gefahren, da sie derzeit nicht sicher vertäut werden konnte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schubschlepper sank auf Intracoastal Waterway
(07.09.17) Ein Teil des Intracoastal Waterway nahe der Ellender Bridge musste am 5.9. für den Schiffsverkehr gesperrt werden, nachdem der 19 Meter lange Schubschlepper "Savage Ingenuity"(MMSI-Nr.: 367551680) leckgeschlagen und gegen 1.30 Uhr gesunken war. Die Coast Guard Marine Safety Unit (MSU) Lake Charles bildete einen Krisenstab, und ein Schiff wurde zur Hebung des Havaristen gehoben. Er hatte rund 12,200 Gallonen Diesel an Bord. Ölbekämpfungsgerät wurde vorsorglich bereitgemacht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motorboot sank vor Serei, zwei Tote
(07.09.17) Am 5.9. kenterte bei hohem Seegang mit drei Meter hohen Wellen das indonesische 40-PS-Boot "Grada" in den Gewässern von Serei in Nord-Sulawesi. Das Unglück ereignete sich gegen 16 Uhr zwischen den Inseln Lihaga und Gangga im West Likupang-Distrikt,. Die zehn Passagiere stürzten ins Wasser, zwei von ihnen wurden später tot geborgen. Das Schiff, das auch mit Baumaterial beladen war, war gegen 15 Uhr aus Munte nach Gangga Satu ausgelaufen. Die "Long Bech" rettete die dreiköpfige Crew und acht Fahrgäste. Ein Toter wurde von Bewohnern von Gangga Satu gegen 17 Uhr gefunden, das zweite Opfer am 6.9. Das Boot war wohl überladen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Günstiger Mondstand befreite gestrandete Lühe
(07.09.17) Der Ausflugsdampfer "Lühe" ist wieder frei. Eher unerwartet kam er bereits am Nachmittag des 5.9. aus eigener Kraft wieder aus dem Schlick heraus. Das 90 Jahre alte Schiff war am 31.8. vor der Elbinsel Pagensand bei Haseldorf im Kreis Pinneberg auf eine Sandbank gelaufen. Ein günstiger Stand des Mondes führte zu einer fünf Zentimeter höher als vorhergesagt auflaufenden Flut, bei der die dreiköpfige Crew gegen 16 Uhr die Gunst der Stunde zu nutzen wusste und sich von der Untiefe herunter manövrierte. Danach steuerte die „Lühe“ mit eigener Kraft den Heimathafen Grünendeich an. Eigentlich war erst für den 6.9. ein neuerlicher Bergungsanlauf geplant gewesen. Nach der Havarie hatte eine geplante Trauung auf dem Schiff kurzfristig verlegt werden müssen Das Standesamt von Steinkirchen hatte aber auf die Schnelle einen Saal festlich für die 35 geladenen Hochzeitsgäste herrichten können.
Quelle:Tim Schwabedissen



Havarierter Bulkcarrier nach Phuket abgeschleppt
(07.09.17) Der liberianische Bulkcarrier "Panormitis AV" (IMO-Nr.: 9088392) wurde am Abend des 6.9. in die Gewässer von Phuket geschleppt. Er war von dem mongolischen Offshore-Versorger "Confidence" (IMO-Nr.: 7506211), auf den Haken genommen worden, nachdem er am 30.8. Maschinenausfall nördlich der Insel Sabang in Sumatra erlitten hatte und tagelang im Meer trieb, weil kein ausreichend starker Schlepper in der Nähe war.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei Rümpfe der Sea Jet 2 bei Kollision in Sifnos aufgerissen
(07.09.17) Bei der Kollision der griechischen Katamaranfähre "Sea Jet 2, 499 BRZ (IMO-Nr.: 9185085), in Sifnos am 5.9. wurden insgesamt vier der 196 Passagiere verletzt. Zwei von ihnen wurden mit einem Boot nach Piräus gebracht und von dort weiter in ein Krankenhaus in Athen transportiert. Sie waren gestürzt, als das Schiff, von Seriphos kommend, beim Einlaufmanöver bei 4-5 Beaufort Wind aus Nordwest vom Kurs abkam und mit der Hafenmole kollidierte. Dabei wurden der Bug des Backbord-Schwimmers wie auch der mittlere Rumpf aufgerissen und eingedrückt. Die Reparatur des Schadens sollte bis zum 8.9. dauern. Solange musste der Havarist am Kai bleiben. Um den Liniendienst weiter aufrechterhalten zu können, wurde das Netzwerk bis dahin neu organisiert. Anstelle der „Sea Jet 2“ wurde die „Super Jet“, 493 BRZ (IMO-Nr.:9121077) in ihren Dienst gebracht auf der Route Piräus-Serifos-Sifnos-Milos-Folegandros-Santorini-Ios. Die Rafina-Linie wird von der Fähre "Tera Jet" (IMO-Nr.: 9179660) derweil bedient. 42.0 Die „Sea Jet 2“ ist 42 Meter lang, 10 Meter breit, hat 1,86 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 50 Tonnen bei einer Passagierkapazität von 400 Tonnen. Sie läuft für die Seajets Catamaran Joint Venture in Piräus und wurde 1998 von der Båtservice Industrier A/S in Mandal als „Mirage“ erbaut. Im Juni wurde sie an die Strintzis Lines S.A. Piräus, abgeliefert und auf der Linie Piräus-Poros-Hydra-Spetises-Porto Heli in Fahrt gebracht. 1999 wurde sie in „Sea Jet 2“ umbenannt und auf den Routen Syros-Poros-Naxos-Santorini sowie Rafina-Tinos-Mykonos-Paros eingesetzt. Am 11.6.2002 kollidierte sie mit einer Mole in der Zufahrt zum Hafen von Tinos. Einer der beiden Maschinenräume lief voll. Die Reparatur erfolgte in Syros. Im März 2006 erfolgte der Verkauf an die Sea Jet II Shipping Co., Piräus.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ehemalige Yacht von Tania Aebi im Atlantik aufgegeben
(07.09.17) Seit dem 25.8. treibt die alte Yacht der berühmten Seglerin und Autorin Tania Aebi, die "Varuna", verlassen auf dem Atlantik. Die legendäre rote Contessa 26, mit der Aebis einst einhand um die Welt segelte, musste auf dem Weg nach Gibraltar westlich der Insel von ihrem jetzigen Skipper von den Azoren kommend aufgegeben werden. Er hatte sie vor zwei Jahren gekauft und neu ausgestattet. Dazu gehörten auch neue Batterien, doch diese versagten ihren Dienst, als das Boot nach Gibraltar unterwegs war. Wasser drang ein, und die Maschine fiel aus, ebenso die Regler der neuen Solarpaneele. Ohne Radar, Antrieb und Bordelektronik rief der Skipper ein passierendes Schiff mit dem letzten Rest der schwindenden Bordenergie um Hilfe und wurde von diesem an Bord genommen. 600 Meilen westlich von Gibraltar musste er die “Varuna” auf dem Atlantik sich selbst überlassen. Zuvor hatte er die letzte Position den SAR-Zentren der Azoren und Portugals mitgeteilt. Das weitere Schicksal der Yacht war ungewiss. Da sich derzeit zahlreiche Yachten auf dem Weg von Europas Küsten zu den Kanaren unterwegs waren, war es aber nicht ausgeschlossen, dass die Yacht wiedergefunden und sogar geborgen werden könnte.. Bekannt wurde die „Varuna“ dank des Buches "Maiden Voyage" – "Die Welt im Sturm erobert". Dieses beschreibt die Weltumsegelung der damals erst 18-jährigen Tania Aebi, die 1985 auf Geheiß ihres Vaters mit dem kleinen Boot und begleitet nur von ihrer Katze um die Welt geschickt wurde, um Verantwortungsbewusstsein zu lernen. Binnen zweieinhalb Jahren steuerte Aebi danach 23 Länder an. Ihre Erfahrungen hielt sie in Büchern fest, die zu Bestsellern wurden. Zuletzt war sie im Hebst 1987 nonstop von Gibraltar nach New York, über 3,000 Meilen, unterwegs, für die sie 52 Tage brauchte. Zeitweilig war der Funk ausgefallen, und sie galt als verschollen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Reederei gesunkener Reef Elaf soll Heuer nicht gezahlt haben
(07.09.17) Die Eigner des unter Tansania-Flagge laufenden Frachters "Reef Elaf", 5914 BRZ (IMO-Nr.: 8921341), der am 3.9. vor dem Oman bei Al-Labki sank, versprach, die schiffbrüchige Crew zu bezahlen und ihre Heimreise zu organisieren. Die Männer hatten nach ihrer Rettung beklagt, seit 45 Tagen keine Heuer mehr erhalten zu haben. Wenn die Versicherung zahlt, sollten sie zudem für Schäden kompensiert werden. Sie hatten alle ihre Habseligkeiten verloren, sollen jedoch erst nach Eintreffen in der Heimat entschädigt werden. An Bord hatten sich 14 Pakistanis, vier Inder und zwei Somalis befunden. Sie nahmen im Oman mit den jeweiligen Botschaften Kontakt auf, die auch Unterstützung zusagten. Die „Reel Elaf“ war von Hamriya zunächst nach Fujairah gelaufen, weil einige Reparaturen an Bord durchgeführt werden mussten. Von Fujairah ging es nach Muscat, wo die Crew erwartete, bezahlt zu werden. Doch die Reederei sagte, eine Bezahlung sollte erst nach dem Eintreffen in Eritrea erfolgen. Doch bekanntlich endete die Reise vor Al-Labki, wo ein Sturm das Schiff ereilte und sich das, was zunächst als kleines Leck erkannt worden war, als massiver Wassereinbruch entpuppte. Die Reederei wurde informiert, und wenig später kam ein Ingenieur aus Salalah, Mohammed Sayeed Aijaz, mit einer Lenzpumpe. Als es nicht gelang, den Wasserpegel im Schiffsinnern zu senken, kehrte er mit zwei Kuttern zurück und barg die Crew ab. Als sie gerettet wurde, hatten sie nichts als ihre Pässe bei sich.
Quelle:Tim Schwabedissen



Nina Opfer von Harvey
(07.09.17) Der in der Marina von Corpus Christi nahe Joe's Crab Shack liegende Nachbau der “Nina” von Christoph Columbus ist ein weiteres Opfer des Hurrikans Harvey. Sie wurde wie auch die „Santa Maria” und “Pinta” auf dieselbe Art gebaut wie die Originalschiffe und querte zur 500. Wiederkehr der Entdeckung Amerikas 1992 den Atlantik von Spanien gemeinsam mit den beiden anderen Repliken. Dann wurden sie Corpus Christi durch die spanische Regierung gestiftet. Die „Santa Maria” und “Pinta”, die beim Corpus Christi Science and History Museum lagen, wurden mangels Publikumsineresses und hoher Reparaturkosten inzwischen abgewrackt. Der „Nina“ nahm sie die Columbus Sailing Association an. Aus einer angenommenen Lebensdauer von maximal 10 Jahren wurden inzwischen 25. Doch nach dem Durchzug von Harvey lag das Schiff halb unter Wasser und war vollgelaufen. Der Schaden war noch nicht beziffert. Die Anwohner hofften aber, dass sie wieder repariert werden kann.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter von Sturm losgerissen und umgeworfen
(07.09.17) Bei stürmischem Wind mit mehr als 40 Meilen Geschwindigkeit riss sich am Abend des 5.9. der Kutter “Kaybee” des Fischers Robert Linville von seinem Liegeplatz in Cordova Harbor los und strandete auf Spike Island. Das Schiff lag nach Ablaufen des Wassers fast trocken auf der Backbordseite. Am Morgen des 6.9. trafen zwei Boote vor Ort ein, um den Kutter zu bergen. Zunächst wurden Ölsperren um die „Kaybee“ ausgelegt, um den Strand vor möglicherweise auslaufendem Öl zu schützen. In demselben Sturm wurden auch Bäume umgestürzt, Häuser beschädigt und Dächer losgerissen. Wind und Regen sollten die Region auch in den kommenden Tagen beschäftigen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frühere BT Global Challenge-Yacht in drei Tagen zweimal von RNLI in den Hafen gebracht
(07.09.17) Am 6.9. um 17.29 Uhr wurde die RNLI in Yarmouth alarmiert, nachdem die 20 Meter lange, holländische Segelyacht "Elinca" (MMSI-Nr.: 244140210) rund 2,5 Meilen westsüdwestlich von The Needles Motorausfall erlitten hatte. Der Skipper der vormaligen BT Global Challenge-Yacht kontaktierte daraufhin die Coastguard und meldete, dass er keine Elektrik, keinen Antrieb und keinen Anker habe. Es sei ihm nicht möglich, ohne Assistenz einen Hafen zu erreichen oder die Fahrt fortzusetzen. Das Rettungsboot aus Yarmouth eskortierte die “Elinca" mit ihrer dreiköpfigen Crew daraufhin zum Hafeen von Yarmouth. Sie lief dabei unter Segeln. Beim Einlaufmanöver wurde der 40-Tonner dann längsseits genommen und durch die Hafeneinfahrt gebracht. Nachdem die Yacht sicher am Kai fest war, kehrten die Seenotretter um 19 Uhr zu ihrer Station zurück. Bereits vor drei Tagen hatte das RNLI-Boot aus Swanage der “Elinca” unter ähnlichen Umständen in den Hafen von Poole geholfen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Segelyacht vor Mumbles leckgeschlagen
(07.09.17) Am 6.9. gegen Mittag wurde die RNLI in Mumbles alarmiert, nachdem eine 43 Fuß lange Segelyacht leckgeschlagen war. Die dreiköpfige Crew hatte einen Notruf an die Milford Haven Coastguard abgesetzt, weil das Boot zwei Meilen südlich der Mumbles zu sinken drohte. Die „Roy Barker IV” lief zur Assistenz aus. Als die Seenotretter die Yacht erreichten, hatte die Crew den Wassereinbruch aber bereits unter Kontrolle bringen können. Sie eskortierten das Boot dann zur Swansea Marina.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre "Panagia Parou" gesunken
(Bild: Vicente Costa)   Großbild klick!

Gesunkene Fähre in Algeciras wird gehoben
(06.09.17) Die Bergungsfirma Ardentia Marine begann in dieser Woche mit der Bergung der unter Malta-Flagge registrierten Fähre "Panagia Parou", 4934 BRZ (IMO-Nr.: 9108049), die im April im Hafen von Algeciras sank. Die Arbeit ist in zwei Phasen aufgeteilt, während derer das Wrack von Land mit Stahltrossen und wasserseitig mit einem Ponton wieder schwimmfähig gemacht wird. Dabei werden auch Hebeballons eingesetzt und danach das Schiff mit Pumpen gelenzt.
Parallel dazu wird die Firma, die von der Hafenbehörde mit der Hebung beauftragt wurde, Ölbekämpfungsgerät installieren, darunter Ölsperren und aufsaugende Mittel sowie Skimmer, um auslaufendes Öl aufnehmen zu können. Im Rahmen einer Unterwasserinspektion werden Ölabfälle in Tanks und Maschine lokalisiert und, wenn nötig, ausgepumpt. Wenn das Schiff wieder schwimmt, soll es abgedichtet werden.
Die Arbeiten sollen bis Ende Oktober abgeschlossen sein. Der Eigner, die NEL Lines, hatte auf Aufforderungen, das Wrack zu räumen, nicht reagiert. Deshalb hat die Hafenbehörde APBA die Initiative dazu in diesem Sommer übernommen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motoryacht nach Hooksiel abgeschleppt
(06.09.17) Am Nachmittag des 5..9. erlitt eine Motoryacht im Jadefahrwasser Maschinenausfall. Das DGzRS-Rettungsboot "Vormann Steffens" kam zu Hilfe und setzte das Tochterboot "Adele" aus. Dieses stellte eine Schleppverbindung her und zog den Havaristen aus der Nähe des Großschifffahrtswegs. Die Seenotretter brachten Boot und Besatzung sicher nach Hooksiel.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motorboot auf der Elbe gesunken
(Bild: Burkhard Giester)   Großbild klick!

Elbe: Motorboot bei Hoopte gesunken
(06.09.17) Kurz nachdem ein rund acht Meter langes Motorboot 30 Meter vom Ufer entfernt außerhalb des Fahrwassers der Elbe bei Hoopte den Anker geworfen hatte, lief sie am 5.9. gegen 18.30 Uhr voll Wasser und sank. Feuerwehr und Wasserschutzpolizei wurden alarmiert, doch als die Retter am Unglücksort vor dem Zollenspieker Hauptdeich in Höhe Lüttenburg eintrafen, war das Boot schon gesunken. Der Schiffsführer war bei der Havarie in die Elbe gestürzt.
Er konnte aber von einem anderen Sportboot-Skipper gerettet werden und blieb unverletzt. Er wurde vorsorglich von Sanitätern im Rettungswagen versorgt. Um das Boot, von dem nur noch der oberste Teil aus dem Wasser ragte, in die Nähe des Strandes zu ziehen, setzte die Feuerwehr Kleinboote und 30 Feuerwehrleute ein. Am Ufer wurde es mit einer Tauchpumpe gelenzt und anschließend in den Heimathafen nach Hoopte geschleppt.
Die Polizei ermittelte jetzt, wie es zu dem Unfall kam. Möglicherweise hatte das Boot durch die Strömung oder eine Welle gekrängt und dann Wassereinbruch erlitten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kollision in Siphnos
(06.09.17) Am 6.9. gegen 10 Uhr kollidierte die griechische Schnellfähre "Sea Jet 2", 499 BRZ (IMO-Nr.: 9185085), von Seriphos kommend mit der Hafenmole von Sifnos. Dabei wurden zwei Personen leicht verletzt. Das Unglück ereignete sich beim Einlaufmanöver. Die 194 Passagiere wurden bis auf die zwei Verletzten unversehrt an Land abgesetzt.
Zum Unglückszeitpunkt herrschten 4-5 Beaufort aus Nordwest. Das Schiff wurde bis zum Abschluss einer Inspektion und ggf. Reparatur mit einem Fahrverbot belegt. Es verkehrte auf der Route Piräus Serifos-Sifnos-Milos-Folegandros-Santorini-Koufounissi-Naxos-Mykonos-Santorini-Folegandros-Milos-Sifnos-Serifos Piräus.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler „Le Men Du – FY 408“ wird geborgen
(Bild: Polzeath Coastguard Rescue Team)   Großbild klick!

Trawler vor Cornwall gestrandet
(06.09.17) An der Nordküste von Cornwall lief am 5.9. gegen sechs Uhr der 15 Meter lange, britische Trawler „Le Men Du – FY 408“ (MMSI-Nr.: 235108066) in der Daymer Bay bei Greenaway nahe Padstow auf Grund. Die dreiköpfige Crew blieb unversehrt. Die Coastguard war vor Ort und sperrte die Umgebung der Strandungsstelle ab.
Bei ablaufendem Wasser fiel der Muschelkutter trocken. Die Padstow RNLI wurde um 7.30 Uhr alarmiert. Auch ein Boot der Rock RNLI war vor Ort.
Gegen 16 Uhr kehrte das Polzeath Coastguard Rescue Team zurück und sicherte die anlaufende Bergungsaktion ab. Zwei Boote zogen den drei Jahre alten Trawler gegen 18 Uhr wieder von den Felsen herunter. Das eine Million Pfund werte Schiff wurde danach in den Hafen von Padstow abgeschleppt.
Quelle:Tim Schwabedissen



U-Boot „Nautilus“
(Bild: Bardur Eklund)   Großbild klick!

Mord an Bord? Neue Aussage von U-Boot-Konstrukteur Madsen
(06.09.17) Der Fall um die mutmaßlich an Bord des U-Bootes „Nautilus“ vor Kopenhagen zu Tode gekommene Journalistin Kim Wall hat eine neue Wendung genommen. Der seit 24 Tagen im Gefängnis sitzende Peter Madsen, Erfinder und Konstrukteur des U-Bootes, dem Mord und Leichenschändung vorgeworfen werden, räumte zumindest den zweiten Vorwurf während der Verhandlung am 5.9. ein. Wall sei gestorben, weil die 70 Kilogramm schwere Luke des U-Bootes ihr mit voller Wucht auf den Kopf gefallen sei.
Nach einem Tauchgang hätten die beiden frische Luft schnappen wollen. Vergeblich habe er die Luke halten wollen, sei jedoch ausgerutscht. Als Madsen die Luke wieder öffnete, habe er überall das Blut der Journalistin gesehen. Er habe ihre Leiche im Meer bestatten wollen und anschließend die Absicht gehabt, sein eigenes Leben zu beenden.
Stattdessen versenkte er nur das U-Boot in der Køge-Bucht. Indem er Walls Körper dem Meer überlassen habe, habe er die Totenruhe gestört, sagte seine Anwältin. Der unbekleidete Torso war knapp zwei Wochen nach ihrem Verschwinden südlich von Kopenhagen angeschwemmt worden, Gliedmaßen und Kopf der Leiche fehlten allerdings. Madsen sagte vor Gericht, dafür sei er nicht verantwortlich. Als er die Leiche der Frau ins Wasser geworfen habe, sei sie noch vollständig und bekleidet gewesen. Er habe ihr auch nicht die Metallteile angebunden, die später am Körper gefunden wurden. Zudem bestritt er, Sex mit der Journalistin gehabt zu haben.
Die Beziehung sei rein professionell gewesen. Nach dem Willen der Anklage sollte Madsen nun psychologisch untersucht werden. Das Gericht entschied, dass er mindestens bis zum 3.10. in Untersuchungshaft bleiben muss.
Madsen arbeitete neben dem U-Boot seit Jahren auch an Raketen, mit denen er an den unteren Rand des Weltraums fliegen will. Kim Wall, die u.a. im "Guardian", dem "Time-Magazine", bei "Foreign Policy" und "Vice"publizierte, war von seiner schillernden Person fasziniert und wollte ein Porträt über Madsen schreiben. Wall, 1987 in Trelleborg geboren und aufgewachsen in Malmö, hatte Abschlüsse an der London School of Economics und der Columbia University in New York.
Sie war für den Abend des 10.8. mit Madsen verabredet. Dieser hatte zusammen mit Unterstützern, das U-Boot vor Jahren selbst gebaut und war der Einzige, der die rund 18 Meter lange "UC3 Nautilus" allein auf dem Meer steuern konnte. Gegen 19 Uhr lief das U-Boot mit den beiden von der Kopenhagener Insel Refshaleøen aus.
Als es am Morgen des 11.8., war Madsen nur noch allein an Bord und wurde gerettet. Zunächst behauptete er, Wall noch am Vorabend gegen 22.30 Uhr beim Restaurant "Halvandet" auf Refshaleøen an Land abgesetzt zu haben. Rasch stellte sich heraus, dass dies eine Lüge war.
Dann sprach Madsen von einem Unfall an Bord, bei dem Wall gestorben sei. Er habe ihren Leichnam "bestattet". Am Morgen des 21.8. fand ein Radfahrer am Südende der Insel Amager einen unbekleideten Torso. Bei der Autopsie stellte sich heraus, dass die DNA mit einer Probe von Kim Wall übereinstimmte.
Der Körper war mit Metallteilen und durch Perforation so präpariert, dass er eigentlich auf dem Meeresboden bleiben sollte. Arme, Beine, Kopf waren abgetrennt und sind bis heute nicht aufgetaucht. Die Staatsanwaltschaft warf Madsen jetzt vorsätzliche Tötung vor.
Nach der Bergung am 14.8. untersuchte die dänische Polizei das U-Boot in Kopenhagens Nordhafen. Madsens Traum von einer Raketenforschungsanstalt war wie das U-Boot nun Geschichte. In seiner Werkstatt, einem verrosteten Wellblechschuppen auf dem Gelände der früheren Werft Burmeister und Wain auf Refshaleøen, finden sich rund um das "RML Spacelab" noch rot lackierte Teile einer auseinandergenommenen Startplattform, ein aufgebocktes Boot mit Namen "Ship of Fools" und viel Schrott.
In der Nähe sind immer noch die „Copenhagen Suborbitals“ angesiedelt, das ursprüngliche Projekt, mit dem Madsen und der ehemalige NASA-Mitarbeiter Kristian von Bengtson gemeinsam mit freiwilligen Helfern eine Eigenbau-Rakete entwickeln wollten. Madsen stieg einst im Streit aus, die anderen machten seither allein weiter, gesichert hinter Maschendrahtzaun und doppeltem Stacheldraht. Noch im September wollten sie eine kleinere Rakete namens "Nexø 2" von der schwimmenden Plattform "Sputnik" aus bis zu 20 Kilometer hoch über die Ostsee schießen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Verschollen geglaubter Bulkcarrier hatte einen Blackout erlitten
(06.09.17) Am 1.9. riss der Funkkontakt zu dem maltesischen Bulkcarrier "Golden Destiny", 16963 BRZ (IMO-Nr.: 9252046), in der Südchinesischen See ab. Er war unterwegs von Belawan in Nord-Sumatra, wo er am 27.8. ausgelaufen war, nach Balikpapan in Ost-Kalimantan. Es wurde schon das Schlimmste befürchtet und der mögliche Untergang gemeldet, doch am Morgen des 4.9. kontaktierte der Frachter die Küstenfunkstation im Tanjung Putting National Park.
Er meldete, dass es nach einem Maschinenschaden zu einem Blackout gekommen sei, durch den auch die Funkanlage ausgefallen war. Die Crew konnte aber mit den Hilfsmaschinen wieder Fahrt aufnehmen in Richtung von Gosong Senggora in Tanjung Putting, Südwest-Kalimantan, wo er am 5.9. vor Anker ging.
Um eine Reparatur der Hauptmaschine durch die Crew durchführen zu können, waren Ersatzteile notwendig. Der Kapitän und zwei Crewmitglieder begaben sich zu diesem Zweck in einem Rettungsfloß an Land, da offenbar noch nicht einmal die Rettungsboote mehr ausgesetzt werden konnten. Hier sollten die notwendigen Teile beschafft werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sechs verunglückte Bootsfahrer vor Sandy Hook gerettet
(06.09.17) Die US Coast Guard und andere Retter kamen am 4.9. sechs verunglückten Bootsfahrern nahe Sandy Hook, New Jersey, zu Hilfe. Als ein Boot der Coast Guard Station Sandy Hook gerade auf Trainingsfahrt war, fing es den Notruf eines 22 Fuß langen Sportbootes über VHF-FM-Kanal 16 auf, dass es mit sechs Personen an Bord Wassereinbruch erlitten habe und zu kentern drohe. In weniger als fünf Minuten erreichte das Küstenwachboot um 13.40 Uhr die Position gemeinsam mit einem anderen Boot, das den Funkspruch ebenfalls gehört hatte.
Beide Hilfsfahrzeuge nahmen jeweils drei der Insassen des inzwischen gekenterten Sportbootes auf, das halb unter Wasser vor der Küste trieb. Alle sechs wurden wohlbehalten an der Atlantic Highlands Marina an Land gesetzt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Suche nach vermisstem Fischer im Skonunarfjord
(06.09.17) Am Morgen des 5.9. begann mit Spezialkameras die Suche nach dem Wrack eines Kutters, der in der Nacht zum 31.8. nach der Kollision mit dem unter Færøer-Flagge laufenden Autofrachter "Mykines", 18979 BRZ (IMO-Nr.:9121998), im Skonunarfjord zwischen Streymoy, Hestoy und Sandoy vor den Færøern gesunken war. Nach dem Zusammenstoß hatte der Frachter sofort gedreht und nach der zweiköpfigen Crew gesucht. In der dunklen und stürmischen Nacht konnte jedoch nur einer der beiden lebend gerettet werden.
Die Suche etlicher Schiffe nach dem zweiten Mann war vergebens, ebenso die nach dem Wrack des in rund 70 Metern Tiefe auf unebenem Grund liegenden Wracks. In diesem wurde der Vermisste noch vermutet. Es könnte jedoch durch starke Unterströmungen von der Unglücksstelle abgetrieben sein.
Die Rettungskräfte hatten versucht, mithilfe des Schleppnetzes und Unterwasserkameras die Position ausfindig zu machen, doch bislang ohne Erfolg. Als letzte Möglichkeit wurde erwogen, Taucher in die Tiefe zu schicken. Die "Mykines" war derweil gerade von Rotterdam, wo sie am 5.9. auslief, nach Torshavn unterwegs, wo sie am 6.9. einlaufen sollte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bokalis soll beschädigten Zerstörer von Japan in die USA bringen
(06.09.17) Boskalis Westminster gab am 6.9. bekannt, dass das Transportunternehmen damit beauftragt wurde, den schwer beschädigten Zerstörer USS "Fitzgerald" zurück in die USA zu bringen. Das Schiff war am 17.6. in der Bucht von Tokio mit dem Containerfrachter "ACX Crystal" zusammengestoßen. Es soll an Bord des unter Curacao-Flagge laufenden Dockschiffs "Transshelf", 26890 BRZ (IMO:8512279), der Boskalis-Tochter Dockwise in Yokosuka an Bord genommen und dann nach Pascagoula gebracht werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Versorger vor Grande Anse evakuiert
(06.09.17) Am Morgen des 5.9. erlitt der unter Tansania-Flagge laufende Offshore-Versorger "Green Provider", 694 BRZ (IMO-Nr.: 7802548), auf der Fahrt von Basseterre, St. Kitts-Nevis, nach Saint Georges, Grenada, Maschinenschaden in schwerer See. Das Schiff warf dicht unter den Felsen von Grande Anse in Anses-d'Arlet Anker. Weil es zu stranden drohte, wurde die dreiköpfige Crew um 15.30 Uhr von einem Rettungshubschrauber vom Deck des heftig in den Wellen rollenden Havaristen abgeborgen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker "Donizetti" in Le Havre
(Bild: Fabien Montreuil)   Großbild klick!

Le Havre: In Frankreich havarierter Tanker wird in Dänemark repariert
(05.09.17) Der unter Luxemburg-Flagge laufende Tanker "Donizetti", 2335 BRZ (IMO-Nr.: 9174098), wurde am 3.9. um 14.30 Uhr von dem aus Svendborg gerufenen Schlepper "Egesund" (IMO-Nr.: 9059248), aus dem Hafen von Le Havre gezogen. Er sollte zu einer Werft in Frederikshaven gebracht und dort repariert werden. Das Schiff hatte Antriebsschaden erlitten, als es am 19.8. aus dem französischen Hafen auslaufen wollte.
Es musste an den Kai zurückkehren, wo festgestellt wurde, dass der Tanker einen Bruch der Kurbelwelle erlitten hatte. Dann dauerte es noch einige Zeit, bis ein Werftplatz und ein passender Schlepper zur Überführung gefunden worden war. Am 9.9. wurde der Havarist nun in Dänemark erwartet.
Die “Donizetti” ist 95,85 Meter lang, 12,5 Meter breit, hat 4,9 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 3.613 Tonnen. Sie läuft für die GEFO Gesellschaft für Öltransporte mbH in Hamburg und wurde 2000 in Valtirov erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schleuse in Urk wird inspiziert
(Bild: Hetty Kluevers)   Großbild klick!

Klappbrücke klemmte Binnenschiff unter sich ein
(05.09.17) Am 1.9. wurde das 43 Meter lange, holländische Binnenschiff "Voorwaarts", 331 ts (EU-Nr.: 02303603), bei einem Unfall in der Urker Schleuse beschädigt. Als sie in der Schleusenkammer lag und die Tore sich geschlossen hatten, ging eine diese überspannende Klappbrücke nicht hoch und drohte, das Schiff einzuklemmen. Schiffsführer Frits Hoekstra sah, wie der Wasserpegel stieg, ohne dass die Brücke sich öffnete. Er versuchte vergebens, das Kontrollzentrum zu erreichen und sprang an Land, um Überwachungskameras auf sich aufmerksam zu machen, doch vergebens:
Die Brücke blieb in ihrer Position, und das einzige, was er noch tun konnte, war, sein Schiff so weit wie möglich aus der Gefahrenzone zu bringen, damit die Kajüte nicht zerquetscht würde. Am Ende zerdrückte die Brücke lediglich Relings und ein Boot auf dem Achterdeck. Die letzten drei Meter der “Voorwaarts” hatten nicht unter dem Bauwerk hervorgezogen werden können.
Hoekstra selbst blieb unversehrt. Er hatte eine Ladung Sand bei der Firma Emmeloord abgeliefert und befand sich unbeladen auf der Rückfahrt. Am 4.9. machte sein Schiff in Lelystad fest. Die Schleuse in Urk lock musste aber weiter gesperrt bleiben, während der Umfang des Schadens untersucht wurde. Im schlimmsten Fall muss die gesamte Klappbrücke ausgetauscht werden.
Dann wäre diese zwei Wochen lang gesperrt. Momentan wurden Autos über die Arie de Wit-Brücke umgeleitet. Bis zur endgültigen Reparatur konnte der Schiffsverkehr aufrechterhalten werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



U-Boot “INS Sindhurakshak”
(Bild: Brian Burnell)   Großbild klick!

Wrack geborgenen indischen U-Boots als Zielschiff versenkt
(05.09.17) Das indische U-Boot “INS Sindhurakshak”, 3040 ts, das im März außer Dienst gestellt worden war, nachdem es für reparaturunwürdig befunden wurde, ist im Rahmen einer Zielübung jetzt versenkt worden. Das Schiff war für die Marine eine Grabstätte und sollte deshalb nicht abgewrackt werden. Als es explodierte und sank, waren 18 Mann ums Leben gekommen.
Während seiner Bauzeit in Russland wurde das Boot zunächst mit der Kennung B-477 geführt und am 24.12.1997 an Indien übergeben. Von diesem Zeitpunkt an trug es den Namen „INS Sindhurakshak“ und die Kennung S63. Das Boot wurde nach Indien überführt und dort in Mumbai stationiert. 2010, als das Boot im indischen Marinestützpunkt Visakhapatnam lag, gab es eine Explosion im Batterieraum durch austretenden Wasserstoff aus einer der Zellen, bei der ein Besatzungsmitglied starb und zwei weitere verletzt wurden.
Das Boot wurde anschließend nach Sewerodwinsk verlegt, wo es im August 2010 eintraf, um zum Projekt 08773 modernisiert zu werden. Kern der Modernisierung war die Ausrüstung des Bootes zum Einsatz von Marschflugkörpern des Typ Klub-S, hinzu kamen moderne Funk- und Sonarsysteme russischer und indischer Bauart. Die Arbeiten waren Ende 2012 abgeschlossen.
Nach Testschüssen mit den neuen Marschflugkörpern wurde das Boot am 26.1.2013 an die indische Marine übergeben. Die Besatzung begann mit der erneuten Überführung nach Mumbai, die bis April 2013 andauerte. Dabei wurde das Boot in flachem Wasser vor der ägyptischen Küste im März 2013 von einem schweren Sturm überrascht, und die Ägyptische Marine musste das Boot in den Hafen von Port Said einschleppen.
Am frühen Morgen des 14.8.2013 brach während der Nachtschicht ein Feuer an Bord aus, das nach etwa zwei Stunden eine schwere Explosion auslöste, die den Druckkörper des Bootes beschädigte. Dadurch drang Wasser in den Rumpf ein, und das U-Boot sank an seinem Liegeplatz auf den an dieser Stelle sieben Meter tiefen Hafengrund der Marinewerft von Mumbai. Alle 18 an Bord befindlichen Besatzungsangehörigen kamen ums Leben.
Bis zum 11.9.2013 wurden 12 Leichen geborgen. Für die Bergung wurde eine weltweite Ausschreibung durchgeführt. Der Auftrag wurde schließlich an die Resolve Marine Group vergeben, die das Boot am 3.6.2014 mit mehreren Pontons vom Grund des Hafenbeckens hob.
Anschließend wurde die Unfallursache untersucht. Dem vorläufigen Untersuchungsbericht zufolge brach das Feuer aus, weil Munition explodiert war. Die Munition explodierte bei der Übernahme an Bord, weil Sicherheitsregeln verletzt wurden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bergung des Bohrschiffs "Paragon - DPDS1"
(Bild: USCG)   Großbild klick!

Bergung des Bohrschiffs "Paragon - DPDS1"
(05.09.17) Die US Coast Guard überwachte und unterstützte die Bergung und den Transit des liberianischen Bohrschiffs "Paragon - DPDS1", 14274 BRZ (IMO-Nr.: 7418880), am 4.9. im Aransas Pass nahe Corpus Christi, Texas. Nachdem sie den Bergungsplan für das Schiff genehmigt hatte, wurde es von mehreren Schleppern vom Grund und zu den Gulf Marine Fabricators in Corpus Christi gezogen. Es gab keine Umweltschäden.
Die Bergung war eine komplexe Angelegenheit, die durch Zusammenarbeit der Hafenbehörde, Lotsen, Anteilseignern, der Bergungsfirma und dem Coast Guard Salvage Engineering Response Team möglich wurde. Das Bohrschiff hatte sich im Hurrikan Harvey losgerissen und war drei Meilen von dem Ölrig, neben dem es zwischen dem Aransas Pass und Port Aransas verankert gewesen war, abgetrieben und endete schließlich am Ufer der Wasserstraße.
Am 2.9. hatten die Coast Guard, das Texas General Land Office sowie Vertragstaucher den Rumpf in Vorbereitung der Bergung untersucht. Drei Schlepper hatten den Havaristen derweil gegen weiteres Abtreiben gesichert.
Die “Paragon – DPDS 1” ist 149,4 Meter lang, 32,05 Meter breit, hat acht Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 9.200 Tonnen. Sie wird gemanagt von der Paragon Offshore do Brasil Ltda. in Brazil und wurde 1979 bei Scott Lithgow in England als “Pacnose 1” erbaut. Später war sie auch als „Peregrine II“, „Frontier Deepwater“ und „Noble Phoenix“ eingesetzt. 1
Quelle:Tim Schwabedissen



Lühe sitzt immer noch fest
(05.09.17) Das Fahrgastschiff "Lühe", das am 31.8. in einem Nebenarm der Elbe vor dem Pagensand bei Stade auf Grund gelaufen ist, konnte noch nicht wie erhofft am 3.9. geborgen werden. Der nächste Versuch sollte nun am 5.9. erfolgen. Für diesen Tag wurde mit einem höheren Wasserstand gerechnet, der Voraussetzung für die Bergung ist.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei Segler am Razende Bol abgeschleppt
(05.09.17) Am 4.9. gegen Mittag wurde die KNRM-Station Oudeschild um 16.13 alarmiert nachdem beim Razende Bol die „Vrouwezand“ mit Ruderproblemen einen Notruf gefunkt hatte. Sie wurde von den Kollegen der Station Den Helder mit der „Joke Dijkstra“ in Schlepp genommen. Unweit davon drohte zur selben Zeit die „Klompje“ auf Grund zu laufen. Das Rettungsboot "Vrouwezand" nahm sich der Sache an und schleppte das Plattbodenschiff ab.
Es konnte dann die Fahrt nach Oudeschild selbstständig fortsetzen. Dann assistierte die „Cornelis Dito“ der „Joke Dijkstra“ dabei, die "Vrouwezand" nach Den Helder zu schleppen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter rammte Kran in Nantes
(05.09.17) Ein 15-Tonnen-Kran am Cheviré Amont-Terminal im Großen Seehafen von Nantes ist außer Betrieb, seit er am Abend des 28.8. von dem russischen Frachter "Mekhanik Yartsev", 2489 BRZ (IMO-Nr.: 8904367), um 20.45 Uhr beim Manövrieren im Hafenbecken gerammt wurde. Das Schiff hatte eine Ladung Holz gelöscht und wollte nach Archangelsk auslaufen. Es war unter Lotsenberatung, als es dabei den Kai rammte und den Kran beschädigte.
Der Kai wurde ebenfalls beschädigt, der Kran verbogen. Sein Neuwert betrug rund eine Million Euro. Das Schiff musste 24 Stunden für Untersuchungen im Hafen bleiben, ehe es Nantes nach Hinterlegung einer Sicherheitsgarantie wieder verlassen durfte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter verlor Ruder vor Tahiti
(05.09.17) Eines der beiden Ruder des unter der Flagge von Französisch-Polynesien laufenden, 60 Meter langen Versorgungsfrachters "Tuhaa Pae 2" (MMSI-Nr.: 546005200) ging auf der letzten Überfahrt von Raivavae und Papeete verloren. Deshalb musste das Schiff am Kai bleiben, bis Reparaturen durchgeführt sind. Andernfalls wäre angesichts der eingeschränkten Manövrierunfähigkeit mit nur einem Ruder die Unfallgefahr zu groß.
Die "Tuhaa Pae" lag seither am Kai in Motu Uta. Am 4.9. untersuchten Techniker dort das verbliebene Ruder, um herauszufinden, ob dieses noch sicher war. Es wurde überlegt, die "Tahiti Nui 1" als Ersatz einzusetzen, doch diese hat sich als zu klein erwiesen. Die Reparatur der “Tuhaa Pae 2” könnte über 10 Millionen Franc kosten und zwei Monate dauern.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ausschreibung zur Bergung gesunkenen Schubschleppers
(05.09.17) Internationale Bergungsfirmen wurden von den Bertolini Transportes eingeladen, bis zum 5.9. Angebote zu einer Bergung des CXX-Schubschleppers abzugeben, der am 2.8. auf dem Amazonas nahe Óbidos nach der Kollision mit dem Containerfrachter "Mercosul Santos" gesunken war. Bis zum 11.9. sollten die Angebote dann geprüft werden und bis zum 15.9. ein Zuschlag erfolgen. Danach kann das notwendige Bergungsgerät und –personal mobilisiert werden.
Das Wrack liegt in einer Tiefe von rund 60 Metern über 15 Kilometer von der Unfallstelle entfernt auf dem Flussgrund. Die Bergung wird schwierig, weil die Sicht extrem schlecht und die Wassertiefe groß ist. Vor Ort herrschen Strömungen von rund 4,5 Knoten. Das Wrack könnte beim Anheben auseinanderbrechen.
Der Schlepper hatte neun Bargen von Transportes Bertolini bugsiert, die mit Mais beladen waren. Der Schubverband war von Porto Velho nach Santarém und Barcarena (Pará) unterwegs, als er sank. Von der 11-köpfigen Crew konnten nur zwei Mann gerettet werden, die übrigen waren seither vermisst. Die “Mercosul Santos” lag vom 14. bis zum 20.8. in Santos, nachdem sie von der Unfallstelle entfernt worden war, und ist seitdem wieder im Einsatz.
Quelle:Tim Schwabedissen



Mohammed Sayeed Aijaz Held des Tages nach Rettung von 20 Seeleuten
(05.09.17) Mohammed Sayeed Aijaz, 58, ist nach dem Untergang des unter Tansania-Flagge laufenden Frachters "Reef Elaf", 5914 BRZ (IMO-Nr.: 8921341), vor Al-Labki in Wilayat Jazir an der Südküste des Sultanats Oman der Held des Tages. Er sagte selbst, in den 17 Jahren, die er in Oman arbeite, habe er bereits Dutzende von Seeleuten von 20 bis 25 sinkenden Schiffen gerettet. Am 3.9. erhielt er einen Anruf des Managers des Frachters, der ihn persönlich kannte, dass die „Reef Elaf“ in schwere See geraten sei und beschädigt vor Al-Lakbi geankert habe.
Sofort heuerte Aijaz Fischerboote und lief zu dem zwei Meilen vor der Küste liegenden Frachter hinaus. Ein zweiter Mann, der ihn begleitete, hatte bereits am 1.9. um neun Uhr einen Anruf von Bord bekommen, dass dieser ein Leck habe und im Sturm Probleme drohten. Um 14.30 Uhr des 3.9. kam dann der Notruf, dass das Schiff im Sinken begriffen sei.
Nach 25 Minuten war der Havarist erreicht. Sofort wurde begonnen, die 20-köpfige Crew des mit dem Vorschiff tief im Wasser liegenden Frachters zu evakuieren. Um 16.45 Uhr wurde die Coastguard zur Unterstützung gerufen, die eine Viertelstunde später eintraf. Vor Ort waren Windgeschwindigkeiten von 35 Knoten, und die See war grob.
Diese Bedingungen waren für eine Rettungsaktion sehr schwierig, doch mit Unterstützung der omanischen Fischer konnte sie im letzten Augenblick erfolgreich zu einem Ende gebracht werden. Fotos zeigten die Kutter vor der Kulisse des über den Bug sinkenden „Reef Elaf“. Ein weiterer Meilenstein in der Arbeit von Aijaz, der insgesamt bereits 35 Jahre zur See fährt und in den Seychellen, an der Elfenbeinküste und mehreren afrikanischen und europäischen Ländern im Einsatz war.
Quelle:Tim Schwabedissen



Aufgegebener Kutter teilweise abgewrackt
(05.09.17) Der aufgegebene Kutter “Durandel”, der seit über 25 Jahren auf dem Truro River im Schlick liegt, wurde am 4.9. teilweise abgewrackt. Arbeiter entfernten das Ruderhaus des maroden Wracks, das unsicher geworden war und zu einer Gefahr hätte werden können. Der Rumpf selbst wird wohl auf unabsehbare Zeit vor Ort verbleiben.
Die Beseitigung würde rund 20.000 Pfund kosten, da durch die Umweltbehörden sichergestellt werden müsste, dass es keine Probleme mit Asbest, Glas oder Öl gibt. Bei Hochwasser liegt das Wrack bis zum Oberdeck unter Wasser, doch solange die Gesetzeslage sich nicht ändert, wird es keine Handhabe geben, die „Durandel“ beim Boscawen Park in Truro liegenbleiben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Dinner-Cruise endete in Evakuierung
(05.09.17) Eine Dinnerkreuzfahrt in Halifax dmit der „Harbour Queen 1“ endete am 3.9. gegen 19 Uhr mit einer Evakuierung der über 30 Passagiere, nachdem das Schiff, das einem Raddampfer des Mississippi nachempfunden ist, Maschinenausfall erlitten hatte. Danach hatte die Crew zwar Anker geworfen, doch das Schiff war weiter auf die Felsen des Point Pleasant Park zugetrieben.
Von der Cable Wharf kam ein anderes Fahrzeug, die „Peggy's Cove Express“, zu Hilfe, das die Fahrgäste von Bord holte. Außerdem wurde ein Schlepper gerufen, um den Havaristen zurück in den Hafen zu ziehen. Am Morgen des 4.9. wurde das Ausflugsschiff untersucht, und es stellte sich heraus, das sein Problem mit dem Treibstoff zu dem Ausfall geführt hatte. Am Abend konnte die "Harbour Queen 1” nach einem Austausch wieder auslaufen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schlepper und Frachter werden künstliches Riff
(05.09.17) Derzeit laufen die letzten Vorbereitungen, aus dem 60 Fuß langen Schlepper “Everglades”, 141 BRZ (IMO-Nr.: 6515875), ein künstliches Riff im Atlantik vor der Küste des Volusia County zu machen. Derzeit wird das 61 Jahre alte Schiff am Kai in Fort Pierce durch die Marine Environmental Services gründlich gereinigt. Es war einst auf dem Erie-Kanal und dem Hudson River im Einsatz.
Die “Everglades” wurde 1956 für den Matton Shipyard of Cohoes, New York erbaut und in “Joan Turecamo” umbenannt, als dieser von der Turecamo Maritime übernommen wurde. Später war er in Florida im Einsatz und dann als „Everglades“ für die Seabulk Towing in Port Everglades. Eine Maschinenexplosion besiegelte sein Schicksal, das Schiff sank und war nicht mehr reparaturwürdig.
Im September oder Oktober soll die „Everglades” gemeinsam mit dem 150 Fuß langen Frachter “Lady Philomena” neun Meilen vor der Küste auf die letzte Reise gehen. Die Wracks, die zu den bislang über 140 Strukturen in Volusia Countys wachsenden System künstlicher Riffe hinzukommen werden, sollen Fische und Taucher anziehen. Das Riffprogramm began 1980 mit der Versenkung der USS “Mindanao”.
Binnen 10 Jahren stieg die Anzahl der Objekte von 40 auf nun 148 an 15 Positionen an. Die “Everglades” und die “Lady Philomena” werden für die finale Arbeiten nach New Smyrna Beach geschleppt und dort von der U.S. Coast Guard ein letztes Mal inspiziert. Dann wird John McCulley, Eigner der McCulley Marine Services, sie zu den Versenkungspositionen bringen.
Christopher Charles, Besitzer der Marine Environmental Services aus Palm Harbor hilft als Subunternehmer bei den Reinigungsarbeiten. Alle giftigen Substanzen, alles, was verrotten oder auftreiben könnte, muss von Bord. Dazu zählt auch die komplette Verkabelung ebenso wie die Fensterscheiben.
Auf der “Lady Philomena” wurden diese Arbeiten bereits abgeschlossen. Als sie von einem Dutzend Männer binnen eines Monats gesäubert und präpariert wurde, nachdem sie im März mit 47 Kilogramm Kokain aufgebracht worden war, fanden die Arbeiter auch Rumflaschen und eine Voodoo-Puppe sowie persönliche Dinge der letzten Crew. In den Rumpf wurden zusätzliche Löcher geschnitten, damit Taucher in Zukunft sicher hinein und hinaus gelangen.
Der in Florida geborene ehemalige Fischer und Seefahrer McCulley gründete die McCulley Marine mit seiner Frau vor 27 Jahren. Sie waren im Bergungs- und Schlepperwesen tätig, als die Schaffung künstlicher Riffe in Florida populär wurde. Dafür benötigte er lediglich eine Barge und einen Schlepper.
Über die Jahre wurden sie zu Experten bei derlei Arbeiten. Aktuell arbeiten sie mit sechs Firmen in Florida zusammen. Dutzende von Stahlschiffen, Schleppern und Bargen sowie eine Reihe von Flugzeugen fanden mit McCulleys Hilfe den Weg auf den Meeresgrund, ebenso wie etliche Betonstrukturen. Die beiden alten Schiffe, so hofft er, werden ein weiterer hervorragender Tauchspot.
Quelle:Tim Schwabedissen



Manövrierunfähige Yacht in Hartlepool abgeschleppt
(05.09.17) Am 4.9. kam das RNLI-Boot aus Hartlepool der 10 Meter langen Yacht “Candies” zu Hilfe, die unweit des Victoria-Dock Motorschaden erlitten hatte und im Hafenbecken trieb. Um 6.15 Uhr alarmierte die Humber Coastguard die Seenotretter. Das Rettungsboot lief um 6.31 Uhr aus und ging wenig später längsseits der Yacht. Sie wurde zu einem Liegeplatz an den nahen Kafiga Landings geschleppt.
Um 7.15 Uhr kehrte das Rettungsboot zum Bootshaus an der Ferry Road zurück. Um 7.35 Uhr war es wieder klar auf Station.
Quelle:Tim Schwabedissen



Öl von Fähre vor Ios geleichtert
(05.09.17) Rund 500 Tonnen Öl wurden binnen 24 Stunden aus der bei Ios gestrandeten, griechischen Fähre “Blue Star Patmos”, 18498 BRZ (IMO-Nr.: 9565041), auf den Bunkertanker "Aktea Osrv" (IMO-Nr.: 8801321), gepumpt. Mit dieser Maßnahme sollten einerseits Umweltrisiken abgewendet werden, andererseits der Havarist leichter werden. Auch Wasser und Abwässer könnten noch geleichtert werden, um sie höher zu bekommen.
Die Arbeiten fanden in Koordination mit der Versicherungsgesellschaft statt. Am Morgen des 5.9. wurden die Bergungsversuche durch die Schlepper "Apollon", "Christos Xl", "Christos XXII", "Pantokrator", "Dionissio Z" und "Vernicos Oceanos" fortgesetzt. Wenn es gelungen ist, das Vorschiff des Havaristen von den Felsen zu ziehen, soll er zu einem geschützteren Liegeplatz verbracht werden, bevor es zur Reparatur geht.
Quelle:Tim Schwabedissen



RNLI an der Strandungsstelle
(Bild: RNLI)   Großbild klick!

Gestrandete Yacht vor Troon geborgen
(04.09.17) Am 2.9. um 14.57 Uhr wurde die RNLI-Station aus Troon von der Belfast Coastguard alarmiert, nachdem eine 34 Fuß lange Yacht mit einer Person an Bord vor der Hafeneinfahrt gestrandet war. Rasch waren beide Rettungsboote auf See und lokalisierten die Yacht am Crab Rock. Die “Telford Shopping Centre” lief an das auf der Seite liegende Boot heran und kontaktierte den Skipper.
Er gab an, dass sein Boot keinen Wassereinbruch habe. Da das Wasser bereits ablief, wurde vereinbart, dass es mit einem Anker gesichert würde und mit der Flut freigeschleppt werden sollte. Der Einhandsegler ging derweil an Bord des Rettungsbootes und wurde zur Rettungsstation gebracht, wo das Ayr Coastguard Rescue Team ihn erwartete. Gegen 16 Uhr waren die Seenotretter wieder an der Strandungsstelle. Wie erhofft, gelang es, die Yacht flottzumachen und in die Troon Marina zu bringen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Elbe: Betrunkener Sportbootfahrer zwang 400-Meter-Frachter zum Notankern
(04.09.17) Der unter dänischer Flagge laufende Containerfrachter "Mette Maersk", 182000 BRZ (IMO-Nr.: 9632155), musste von Bremerhaven nach Hamburg laufend am Abend des 1.9. auf der Elbe ein Notankermanöver durchführen, um die Kollision mit einem Sportboot zu vermeiden. Dessen 30-Jähriger Skipper hatte selbst den Polizeinotruf gewählt, weil er sich mit der Navigation seines Bootes überfordert fühlte. Zuvor hatte er durch ein falsches Fahrmanöver das 400 Meter lange Containerschiff in Gefahr gebracht, das zur Vermeidung eines Zusammenstoßes den Anker fallen ließ.
Kurz nach dem Notruf konnten Einsatzkräfte das Sportboot in Höhe der Elbinsel Krautsand stoppen. Ein Atemalkoholtest ergab bei dem Skipper einen Wert von 0,48 Promille. Ihn erwartete nun eine Anzeige wegen Gefährdung des Schiffsverkehrs. Die Polizei brachte sein Boot nach Drochtersen. Die „Mette Maersk“ machte um 1.30 Uhr in Hamburg fest und setzte am 3.9. um 19 Uhr die Reise nach Göteborg fort.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gestrandetes Boot
(Bild: Nelson Marlborough Rescue Helicopter)   Großbild klick!

Notfackel rettete gestrandetes Paar
(04.09.17) Als der neuseeländische Fischer Joel Nicklin mit zwei Freunden am Morgen des 1.9. in die Cook Bay zum Fang hinauslief, sah er auf einmal ein rotes Licht in der Ferne. Er lief näher heran, um zu untersuchen, worum es sich handelte, und rettete damit wohl einem Paar das Leben. Ihr 10 Meter langes Boot war im Marlborough Sound unweit von Cape Jackson in der Anakakata Bay bereits am 31.8. auf Felsen aufgelaufen und wurde allmählich ein Opfer der Brandung.
Die beiden Insassen konnten selbst keine Hilfe rufen, denn sie hatten weder Funkgerät noch Notsender an Bord gehabt, als ihr Boot auf die Klippen lief. Sie retteten sich nur mit knapper Not an einen kleinen Strand und mussten die Nacht dort verbringen.
Nicklin, der selbst nicht an die umbrandete Küste herankommen konnte, schlug über Funk Alarm, und wenig später kam der Nelson Marlborough Rettungshubschrauber und winschte die Schiffbrüchigen von dem entlegenen Strand. Sie hatten nichts als eine Notfackel dabei gehabt, mit der sie die Aufmerksamkeit von Nicklin auf sich gezogen hatten. Trümmer ihres Bootes lagen bereits auf 300 Metern am Strand verteilt, als sie nach 11 Stunden in Sicherheit gebracht wurden.
Sie wurden ins Wairau Hospital in Blenheim geflogen. Skipper Barry McAuliffe, 66, erlitt leichte Verletzungen, seine Frau blieb unversehrt. Sie wurden bereits wieder entlassen. Ihr Boot allerdings wurde komplett zerschlagen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Woody Wood hatte bei Qualmwolke den richtigen Riecher
(04.09.17) Vor Point Loma war am Nachmittag des 2.9. der Angelkutter „Passport“ von Skipper Michael "Captain Woody" Wood vor Point Loma mit zwei Fahrgästen, einem Vater und dessen Sohn, unterwegs. Noch bevor diese ihr Fanggerät ausbringen konnten, machte der Skipper plötzlich eine weiße Wolke am Horizont, rund 10 Kilometer vor der Küste aus. Er hielt es zunächst für Dampf oder ähnlich harmloses, hielt mit seinem Boot aber dennoch darauf zu.
Als er sich näherte, stellte sich heraus, dass tatsächlich ein 40 Fuß langer Kutter, die „Reel Viking“, in höchster Not war. Dichter Rauch quoll aus dem Schiff, und die zweiköpfige Crew mühte sich vergebens, die sich an Bord ausbreitenden Flammen unter Kontrolle zu bekommen. Wood rief ihnen zu, sie sollten ins Wasser springen.
Dies taten die insgesamt sechs Personen an Bord, darunter vier Sportfischer, auch. Als Wood sie aus dem Meer zog, stand ihr Boot bereits komplett in Flammen. Wenig später traf zwar ein Boot der San Diego Lifeguard ein und versuchte, den Brand noch zu löschen, doch binnen 12 Minuten war die „Reel Viking“ ausgebrannt und versank im Meer. Die Schiffbrüchigen wurden auf ein ebenfalls alarmiertes 45-Fuß-Boot der Coast Guard übergeben und trafen um 10:30 Uhr am Dana Landing in San Diego ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fischer rettete Crew sinkenden Frachters vor Oman
(04.09.17) Auf der Fahrt von Sharjah in den Vereinigten Arabischen Emiraten nach Eritrea sank am 3.9. der mit Baumaterial wie Sand und Erz beladene, unter Tansania-Flagge laufende Frachter "Reef Elaf", 5914 BRZ (IMO-Nr.: 8921341), vor Al-Labki in Wilayat Jazir an der Südküste des Sultanats Oman, nachdem er bei Lakabi, 620 Meilen südwestlich der Hauptstadt Muscat, leckgeschlagen war und Wassereinbruch erlitten hatte. Die 20-köpfige Crew wurde von dem Fischer, Fayiz Al Junaibi, aus Soqra in Wilayat im Al Wusta Governorat, der sich in der Nähe befand, bei 35 Knoten Wind gerettet.
Er war bereits am Vortag von einem pakistanischen Crewmitglied angerufen worden, der berichtete, dass der Frachter Maschinenschaden habe. Am folgenden Tag um 14.30 Uhr meldete sich der Mann erneut und sagte, dass sein Schiff im Sinken begriffen sei. Al Junaibi kam mit zwei Kuttern zu Hilfe und war nach 25 Minuten vor Ort.
Der Frachter lag mit dem Vorschiff immer tiefer im Wasser, während er längsseits ging und die Crew an Backbordseite übernahm. Um 16.45 Uhr alarmierte der Fischer zusätzlich die Coastguard, und um 17 Uhr war diese ebenfalls eingetroffen. Die Schiffbrüchigen kamen zunächst zur örtlichen Polizeistation der Royal Oman Police und dann zu Checks ins Al Jazir Hospital.
Alle hatten den Schiffbruch wohlbehalten überstanden. Ihr Schiff war noch während der Rettungsaktion im Arabischen Meer gesunken.
Die “Reef Elaf” war 106,5 Meter lang, 18,2 Meter breit, hatte 7,72 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 7.583 Tonnen. Sie lief für die Jerusalem Shipping LLC iin Al Hamriya und wurde 1990 bei Murakami Hide in Ochi erbaut. Sie lief zunächst als „Woohyun Queen“, dann bis 2002 als „Excees 2“ und bis 2010 als „Inter Noble“.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bootsfahrer in Villajovosa gerettet
(04.09.17) Die Seenotretter der Civil Guard von Alicante kamen am 2.9. zwei Bootsfahrern zu Hilfe, deren Schiff in der Mündung des Amadorio-Flusses in Villajoyosa auf Grund gelaufen war. Das Patroullienboot “Rio Ladra” wurde um drei Uhr alarmiert und war eine Viertelstunde später vor Ort. Da es unmöglich war, wegen des Seegangs und der Felsen in der Umgebung das Fahrzeug freizuschleppen, wurde die Crew, ein spanisches Paar abgeborgen, und unversehrt nach Villajoyosa gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Rauchender Riemen verursachte Feueralarm
(04.09.17) Am 1.9. kam es zu einem Feueralarm auf der 28 Meter langen US-Fähre "Vineyard Lady" (MMSI-Nr.: 367719150) wegen eines überhitzten Keilriemens an einem Generator. Die Mittagsfahrt zwischen Hyannis und Martha’s Vineyard musste unterbrochen werden. Ein Crewmitglied fand im Maschinenraum den rauchenden Traforiemen. Alle 142 Passagiere blieben unversehrt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Versenkte Bargen erhalten Gesellschaft einer Brücke auf dem Meeresgrund
(04.09.17) Die 1939 erbaute Stahlbrücke des Highway 43 zwischen dem Francis Marion National Forest und Mount Pleasant über den Wando River soll als Teil eines künstlichen Riffes 50 Meilen vor Charleston zwei bereits 2014 versenkten Bargen mit Containern, Karosserien und Funktürmen Gesellschaft leisten. Am 2.9. wurde die Brücke nach Einweihung ihres Ersatzes von Kränen dazu auf eine Barge verfrachtet.
Die 168 Fuß lange Stahlkonstruktion wird in 300 Fuß Wassertiefe Teil des South Carolina Memorial Reef als Habitat für Fische und Meeresorganismen auf einem zuvor kargen Sandgrund. Das South Carolina Governor’s Cup Advisory Board of Directors und das South Carolina Department of Natural Resources (SCDNR), halfen einer Privatinitiative beim Aufbau des Charleston Deep Reef.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter nach Feuer vor Kanada gesunken
(04.09.17) Der 22 Meter lange amerikanische Kutter “Sea Valley II”, der am 30.8. um 16.30 Uhr an der Südspitze Gabriola Island in Brand geriet, liegt nun auf dem Grund des Meeres. Das Schiff sank in der Nacht zum 31.8. Eine geringe Menge Öl lief aus, als es unweit des Thrasher Rock unterging. Die Nanaimo Port Authority überwachte das brennende Schiff eine Stunde lang, bevor die Löscharbeiten durch die “NPA Eagle” und die „NPA Osprey“ begannen.
Die Boote waren für einen Brand dieses Ausmaßes aber nicht passend ausgerüstet, die „NPA Eagle“ kam wegen der immensen Hitze nicht dicht genug heran, um ihre Schaumlöschkanone einsetzen zu können. Die kanadische Coast Guard richtete eine Sperrzone von einer Viertelmeile um den Kutter ein. Noch bevor die „NPA Osprey” vor Ort eintraf, begann eine Seaspan-Fähre mit ihren Löschmonitoren, die Flammen zu bekämpfen. Die fünfköpfige Crew hatte rechtzeitig von einem anderen Kutter gerettet werden können.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gerettete Seglerfamilie nach Niue gebracht
(04.09.17) Nach dem Verlust ihres 50 Fuß langen Katamarans “Avanti” im Südpazifik am 28.8. blieb die Familie Cooper bis zum 30.8. an Bord des Forschungsschiffes „Dona Catharina” unweit der Strandungsstelle. Dann war das Wetter gut genug, um die Schiffbrüchigen in Niue, 1.500 Meilen nordöstlich von Neuseeland, abzusetzen. Skipper Bobby Cooper, 51, und seine Frau Cheryl, 37, sowie die Kinder Lauren, 13, und Robbie, 10wollen ihren Segeltraum aber nicht aufgeben.
Wenn ihr Schiff nicht gerettet werden kann, wollen sie sich ein neues beschaffen. 15 Fuß hohe Wellen waren ihrem Boot im Pazifik zum Verhängnis geworden. Ohne Warnung war das Boot nachts bei 45 Meilen Wind auf ein unter Wasser liegendes Korallenriff des Beveridgeg Reef gelaufen, das den Fiberglas-Rumpf splittern ließ. Der Kiel riss ab, und Wasser flutete die Kajüten.
Sofort mussten die Kinder Rettungswesten anlegen. Bobby Cooper versuchte vergebens, über Satellitentelefon einen Notruf abzusetzen. Zufälligerweise hatte das Walforschungsschiff „Dona Catharina“ nur eine Meile entfernt in einer Bucht Schutz vor dem Sturm gesucht. An Bord der „Avanti“ wurden derweil Wasserflaschen gefüllt und Dosennahrung sowie Medikamente zusammengepackt.
Weitere Wellen schoben die „Avanti“ über das Riff und begannen, sie zu zerbrechen. Löcher wurden in den Fiberglasrumpf gerissen, die Segel flappten am Mast. Nach 50 Minuten meldete sich dann die „Dona Catharina“ über Funk: „Wir sehen euch. Wir sind in der Lagune“.
Sie schaltete ihre Lichter ein, und bei ablaufendem Wasser wurden zwei Boote ausgesetzt, die 200 Yards an den Katamaran herankamen. Ein Mann sprang ins Wasser und half den vier Schiffbrüchigen an Bord. Als sie zum Forschungsschiff gebracht wurden, lag das Heck der „Avanti“ bereits unter Wasser. Am Tag nach der Rettung konnten sie noch ein paar Habseligkeiten von Bord bergen.
Bobby Cooper hat schon einmal einen Schiffbruch überlebt – er wurde mit 19 gerettet, als der Großsegler “Marques” 1984 vor den Bermudas sank. 19 Menschen kamen damals ums Leben. Anfang der 2000er arbeitete er als Bootsbauer in Palma de Mallorca, als er Cheryl aus Doncaster traf. 2007 heirateten die beiden und entschieden später, auf Weltreise zu gehen, bevor die Kinder zu groß waren.
Sie kauften 2006 auf den British Virgin Islands für 275,000 Dollar die “Avanti”, einen Privilege 465-Katamaran und nahmen Kurs auf die Karibik, dann nach Panama, durch den Pe Panama-Kanal zu den Galapagos Islands, bevor es durch Französisch-Polynesien und die Cook Islands weiterging. Es sollte dann nach Niue, Tonga, Fiji und zum Jahresende nach Neuseeland gehen. Nun muss eine Crowdfunding-Kampagne der Familie über das Gröbste hinweghelfen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feueralarm auf Scandlines-Fähre
(04.09.17) Am Abend des 2.9. musste die schwedische Fähre "Aurora af Helsingborg", 10918 BRZ (IMO-Nr.: 9007128), in Helsingör evakuiert werden, nachdem es zu einem Feueralarm im Maschinenraum gekommen war. Alle zwei- bis dreihundert Passagiere mussten von Bord, ihre Fahrzeuge wieder entladen werden, ehe das Schiff vom Kai abgeschleppt wurde.
Sie hatte gegen 23 Uhr aus Helsingör nach Helsingborg auslaufen sollen. Das Schwesterschiff "Tycho Barhe" nahm die gestrandeten Passagiere an Bord, die 40 Minuten hatten warten müssen.
Die nächsten zwei Fahrten der „Aurora“ wurden abgesagt. Am 3.9. gegen ein Uhr war der Schaden behoben, und sie konnte den Dienst von Helsingör aus fortsetzen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Notankermanöver im Waltershofer Hafen
(04.09.17) Der unter Marshall Islands-Flagge laufende Containerfrachter "Mol Tribute", 210678 BRZ (IMO-Nr.: 9769295), musste vor dem Festmachen am Burchardkai im Waltershofer Hafen in Hamburg am 1.9. notankern. Beim ersten Anlegen des brandneuen Schiffes an der Anlage der HHLA hatte der 400 Meter lange Frachter zwar Schlepperassistenz, musste aber noch weit von der Kaikante entfernt notankern, um nicht mit anderen dort festgemachten Schiffen zu kollidieren.
Der brandneue Containerriese konnte rechtzeitig aufgestoppt werden, sodass keine Schäden entstanden. Erlag um 13.30 Uhr sicher an seinem Liegeplatz. Am 4.9. um 10.30 Uhr sollte die „Mol Tribute“ wieder auslaufen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ruderer vor Neuwerk gerettet
(04.09.17) Eine großangelegte Suche nach zwei polnischen Ruderern durch die DGzRS sowie Feuerwehr und DLRG aus Cuxhaven und einen SAR-Hubschrauber der Marine nahm in der Nacht zum 4.9. ein glückliches Ende. Die beiden Männer konnten etwa eine halbe Stunde vor Mitternacht durch den Hubschrauber etwa fünf Seemeilen westlich der Insel Neuwerk aus ihrem Ruderboot gerettet werden. Kurz nach 21 Uhr hatten die beiden aus ihrem etwa fünf Meter langen Ruderboot gemeldet, dass sie Wassereinbruch erlitten hätten.
Ihre Position war jedoch unklar. Der Seenotrettungskreuzer „Anneliese Kramer“ der Station Cuxhaven lief sofort aus. Ebenfalls in den Einsatz gingen die Feuerwehr Cuxhaven – Duhnen mit zwei Booten und die Ortsgruppe Cuxhaven der DLRG mit einem Boot und einem RescueJet. Außer einem Handy führten die beiden Ruderer auch ein Handfunkgerät mit sich.
Über einen Messenger-Dienst schickten sie eine Positionsangabe das MRCC in Bremen, die allerdings nur sehr ungenau war. Auch der Versuch der Seenotretter, die beiden per Funk zu peilen, blieb ergebnislos. Gegen 23.30 Uhr wurden sie dann vom Hubschrauber westlich von Neuwerk lokalisiert und aufgewinscht. Die beiden Männer wurden in ein Krankenhaus geflogen. Die Boote von Feuerwehr und DLRG wurden vom MRCC daraufhin aus dem Einsatz entlassen. Der Seenotrettungskreuzer versuchte, das Ruderboot aufzunehmen, damit die Schifffahrt nicht gefährdet würde.
Die beiden Polen hatten mit dem teils geschlossenen Boot im Rahmen eines Charityprojektes bereits eine Strecke von Polen nahe der tschechischen Grenze über die Oder und Elbe bis an die Nordsee rudernd zurückgelegt. Kris Wieckiewicz, Schwimmlehrer in Darlington, begann die Reis emit seinem Poitr Furwan, im August, um über 10,000 Pfund für den Macmillan Cancer Support und die polnische Wohltätigkeitsorganisation Akogo einzuspielen. Die Reise sollte Mitte September in London beendet werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Segelyacht aus Hauptfahrwasser von Terneuzen geschleppt
(04.09.17) Am 3.9. um 20.20 Uhr erlitt die Segelyacht „Gemini“ mit sieben Personen an Bord einen Blackout im Hauptfahrwasser der vielbefahrenen Westerschelde vor Terneuzen. Die Segler baten die Küstenwache um Assistenz, und diese rief das Boot der Freiwilligenstation der KNRM in Hansweert. Als das Rettungsboot „Jan van Engelenburg” eintraf, fand es die 13 Meter lange Yacht unter Segeln vor.
Es gab an Bord ein Problem mit der Batteriespannung, weshalb die Maschine des Bootes nicht ansprang und die Positionslichter ausgefallen waren. Rasch wurde eine Schleppverbindung hergestellt, um das unbeleuchtete Boot zunächst aus dem Hauptfahrwasser zu bekommen. Die Yacht wurde dann nach Terneuzen gezogen und dort sicher festgemacht, ehe die Seenotretter nach Empfang einer Spende nach Hansweert zurückkehrten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Cheshire unterwegs Richtung Cadiz
(04.09.17) Der Bulkcarrier “Cheshire” ist derzeit am Haken der “Red Sea Fos” und unter Eskorte des SAR-Schiffs “Miguel de Cervantes” (IMO-Nr.: 9320116), mit einer Geschwindigkeit von 3-4 Knoten unterwegs in Richtung des spanischen Festlands. Am Nachmittag des 3.9. befand sich der Schleppzug auf Höhe von Vecindario vor der Ostküste von Gran Canaria mit einer erwarteten Ankunftszeit vor Huelva am 11.9. Die Behörden der kanarischen Inseln hatten eine Einlaufgenehmigung verweigert, da sie nicht über die notwendigen Entsorgungskapazitäten für kontaminiertes Wasser und die Ladungsreste verfügten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter vor Orkneys in Seenot
(04.09.17) Am 3.9. um 17.30 Uhr wurde das RNLI-Boot aus Stromness alarmiert, nachdem der in Dartmouth beheimatete Kutter “Kingfisher” einen Notruf gefunkt hatte. Das Schiff hatte 44 Meilen westlich von Orkney Wassereinbruch erlitten. Die Seenotretter liefen zu dem Havaristen, der sich samt seiner achtköpfigen Crew dicht bei Sule Skerry befand.
Auch ein Rettungshubschrauber aus Stornoway wurde alarmiert und setzte eine Lenzpumpe an Bord ab. Er wurde dann von den Seenotrettern während der Nachtstunden nach Scrabster eskortiert. 15 Meilen vor dem Hafen übernahm das Rettungsboot aus Thurso die weitere Eskorte, und die beiden Schiffe erreichten Scrabster um 23.30 Uhr. Eine gebrochene Rohrleitung hatte den Wassereinbruch verursacht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Reparatur von Marineversorger in Kiel beendet
(04.09.17) Die German Naval Yards in Kiel haben am 4.9. den deutschen Versorger "Frankfurt am Main" (MMSI-Nr.: 211211760) nach erfolgter Reparatur wieder an die Marine abgeliefert. Das Schiff hatte nach einer Kollision im März einen Schaden am Heck davongetragen. Die Reparatur hat das Bundesamt für Ausrüstung der Bundeswehr unter den deutschen Werften ausgeschrieben.
Im Mai erhielten die Kieler German Naval Yards den Zuschlag. Der Kieler Standort der Nobiskrug-Gruppe begann nach der Überführung des fahruntüchtigen Schiffes im Juni mit der Reparatur. Binnen 2,5 Monaten wurden am Heck rund 40 Tonnen Stahl erneuert. Teile des Hubschrauberdecks und des Rumpfes an Steuerbordseite wurden erneuert.
Die Reparaturmannschaft der Werft übernahm dabei noch weitere, ohnehin notwendige Instandsetzungs- und Rohrarbeiten. Das Schiff wurde mit Hilfe der Schlepper „Stein“ und „Kiel“ aus dem Dock 8a der Werft gezogen und begann sofort mit dem Ausbildungs- und Trainingsprogramm auf der Kieler Förde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuerwehr im Hafen von Norderney
(Bild: Feuerwehr Norderney)   Großbild klick!

Fünf Verletzte bei Einsatz auf Crewboot in Norderney
(03.09.17) Im Norderneyer Hafen brach am Morgen des 2.9. im Maschinenraum der des 19 Meter langen, britischen Crewboots "Channel Chieftain 6" (MMSI-Nr.: 235095697) ein Feuer aus. Beim Eintreffen der um 6.52 Uhr alarmierten Feuerwehr hatte die schiffseigene Löschanlage bereits ausgelöst. Diese führte einen sauerstoffverdrängenden Stoff in den Maschinenraum.
Ein Betreten ohne schweren Atemschutz war nicht möglich. Die Feuerwehr drang mit mehreren Trupps unter schwerem Atemschutz nacheinander in das Schiffsinnere vor und kontrollierte den Maschinenraum mit einer Wärmebildkamera. Dabei wurden Temperaturen von 180° festgestellt. Der Maschinenraum wurde belüftet. Gegen acht Uhr konnte der Einsatz beendet werden und das Schiff wurde wieder an die Mannschaft übergeben. Im Feuerwehrhaus wurden die Fahrzeuge anschließend wieder betriebsbereit gemacht. Im Einsatz war auch das Hafenamt und die Polizei.
Bereits um 13:55 Uhr wurde die Feuerwehr erneut zu der „Channel Chieftain 6“ alarmiert. Inzwischen waren weitere Beamte eingetroffen, um sich vor Ort ein Bild der Lage nach dem Brand im Maschinenraum zu machen. Zwei Mitglieder der Crew begleiteten diese Arbeiten. Die Feuerwehr wurde hinzu gerufen, um mit ihren Messgeräten erneut die Höhe von CO² im Innenraum des Schiffes zu bestimmten. Im weiteren Verlauf des Einsatzes klagte auf einmal ein Beamter über Schwindel und Überkeit. Der Rettungsdienst wurde daraufhin hinzugerufen.
Insgesamt wurden fünf Personen dem Rettungsdienst übergeben, der sie ins Krankenhaus brachte. Der landseitige Bereich um das Schiff wurde abgesperrt. Die fünf Verletzten konnten nach einer ambulanten Behandlung das Krankenhaus wieder verlassen.
Am 3.9. war noch unklar, ob es tatsächlich gebrannt hatte oder die Löschanlage defekt war. Bis zur Klärung darf das Schiff nicht auslaufen. Es dient dem Transport von Technikern zu dem Godewind-Offshore-Windpark auf der Nordsee.
Quelle:Tim Schwabedissen



Dampfer "Choctaw"
(Bild: NOAA)   Großbild klick!

Zwei historische Wracks im Lake Huron entdekt
(03.09.17) Im Lake Huron haben Unterwasserarchäologen zwei historische Schiffswracks entdeckt. Vertreter der Thunder Bay National Marine Sanctuary bestätigten, dass der 202 Fuß lange Holzfrachter "Ohio" und der 266 Fuß lange Dampfer "Choctaw" durch Forscher der Alpena in Michigan während einer Expedition im Mai gefunden worden. Sie blieben im kalten Wasser der Great Lakes gut erhalten und sollen im National Register of Historic Places eingetragen werden. Die Schiffe liegen über 200 Fuß tief vor Presque Isle.
Am 26.9.1894 riss sich der Schoner "Ironton" beim Passieren der "Ohio" von seiner Schlepptrosse los und stieß mit ihr zusammen. Binnen einer halben Stunde sanken beide Schiffe. Die 16 Seeleute auf der "Ohio" gingen in die Boote und wurden später vom Schoner "Moonlight" gerettet. Fünf Crewmitglieder der "Ironton", darunter Kapitän Peter Girard, kamen ums Leben.
Der Schoner wurde nie entdeckt. In dem 4.300 Quadratmeilen großen Gebiet der Thunder Bay liegen rund 200 Wracks, von denen überhaupt erst die Hälfte entdeckt wurde. Am 12.7.1915 wurde die "Choctaw" von dem Frachter "Wahcondah" der Canadian Steamship Company gerammt und sank in nur sieben Minuten. Kapitän Charles A. Fox und seine 21-köpfige Crew wurden von dem Kollisionsgegner gerettet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter nach Brand vor San Diego gesunken
(03.09.17) 10 Meilen westlich von Point Loma gerit am 2.9. gegen 8:30 Uhr der 40 Fuß lange Angelkutter “Reel Viking” in Brand. Die sechsköpfige Crew alarmierte die Coast Guard San Diego und bat um Assistenz. Diese leitete den Notruf weiter und schickte ein 45-Fuß-Boot sowie ein Löschboot der San Diego Lifeguard.
Binnen Minuten meldete sich auch die Crew des Angelkutters “Passport” und barg alle sechs Personen von dem brennenden Kutter ab. Nachdem das Boot der San Diego Lifeguard vor Ort war, versuchte es den Brand zu löschen. Doch die „Reel Viking“ war nicht mehr zu retten und sank. Die Schiffbrüchigen wurden auf das Boot der Coast Guard übergeben und trafen um 10:30 Uhr am Dana Landing in San Diego ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Stranderosion legte altes Wrack frei
(03.09.17) Starker Wind und Seegang haben unweit der Mündung des Bushman’s River an der Sunshine Coast das Wrack der "Volo", einer norwegischen 500-Tonnen-Bark, freigelegt. Das Wrack wurde am 27.8. entdeckt. Das Schiff war mit einer Ladung von Pinienholz aus Göteborg nach Lourenco Marques im damaligen Portugiesisch-Ostafrika, dem heutigen Mosambik ausgelaufen. Am 5.3.1896 befand sie sich 200 Meilen südlich der Sunshine Coast, tags darauf wurde sie bei starkem Ostwind auf Felsen vor der Küste gedrückt und leckgeschlagen.
Die Wellen trugen sie aber über das Riff, und sie strandete zwischen Kwaaihoek und dem Bushman’s River. Die 12-köpfige Crew wurde gerettet, die Ladung der "Volo" und einige Wrackteile zum Hausbau genutzt. Teile des Rumpfes blieben immer sichtbar, doch noch nie so viel wie jetzt. Unweit der Strandungstelle liegen auch die Kessel des Wracks der "Osborne" und der Schlepper "Buffalo", dessen Reste bei niedrigem Wasserstand aus dem Kowie River ragen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bulkcarrier treibt in Molukkenstraße
(03.09.17) Der unter Togo-Flagge laufende Bulkcarrier "Panormitis AV", 25190 BRZ (IMO: 9088392), erlitt am 30.8. Maschinenausfall und trieb seither nördlich der Insel Sabang in Banda Aceh in der Molukkenstraße. Das Schiff bat die indonesischen Behörden um Assistenz, doch diese hatten keine ausreichend starken Schlepper in dem Seegebiet und wiesen den Eigner an, einen Bergungskontrakt mit einer privaten Firma abzuschließen. Der Frachter kam von Sri Racha in Thailand und war nach Colombo in Sri Lanka unterwegs.
Im vergangenen Jahr ging das Schiff am 21.7. auf der Reede von Koh Si Chang in Laem Chabang vor Anker, nachdem die 16-köpfige philippinische Crew seit geraumer Zeit keine Heuer mehr bekommen hatte und die Nahrungsmittel an Bord ausgingen. Non-Profit-Organisationen versorgten die gestrandeten Seeleute mit dem Notwendigsten. Nachdem die Crew ausgetauscht war, ging das Schiff Monate später wieder in Fahrt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kuhtransporter landete auf Riff
(03.09.17) Das australische Landungsboot „Statesman“, 876 BRZ (IMO-Nr.: 8975536), lief am 2.9. gegen 15 Uhr unweit von Stanley in Nordwest-Tasmanien auf das North Point Reef. Es befand sich mit einer Ladung Kühen auf dem Weg von Tasmanien nach King Island. Ein Fehler in der Bordelektronik hatte dazu geführt, dass das Schiff vom Kurs abkam und auf dem Riff landete.
Es kam zu einem leichten Wassereinbruch, doch der Schaden war begrenzt. In Burnie befand sich ein Schlepper einsatzklar und lief sofort nach dem Notruf aus. Es gelang, den Havaristen sieben Stunden nach der Strandung wieder freizubekommen. Es war höchste Zeit, denn keine halbe Stunde später verschlechterte sich das Wetter. Der Havarist wurde gegen Mitternacht in Standley festgemacht. Er hatte einige Schäden an Ruderanlage und Propellern davongetragen und sollte so schnell wie möglich repariert werden. Die „Statesman“ war eines der wenigen Schife, die derzeit nach King Island verkehren.
Ein anderer Frachter, die “Investigator II”, lag derzeit im Dock mit Maschinenschaden. Deshalb wurde alles darangesetzt, die „Statesman“ am 3.9. wieder einsatzbereit zu haben, wofür rund um die Uhr gearbeitet wurde. Offiziere von DPIPWE checkten derweil die Ladung und fanden die Kühe bei gutter Gesundheit vor. Die Marine and Safety Tasmania leitete eine Untersuchung ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter "Cheshire"
(Bild: Resolve Marine)   Großbild klick!

"Cheshire" dreht weiter ihre Kreise vor Gran Canaria
(02.09.17) Die Eigner der "Cheshire" versuchten derzeit, einen Hafen zu finden, in dem der angeschlagene Frachter seine Ladung Ammoniumnitrat löschen und repariert werden könnte. Zu dieser Entscheidung braucht die Bibby Line Group auch die Meinung des Besitzers der 40,000 Tonnen Düngermittel, von denen der größte Teil verbrannt ist. Die Schäden am Hauptdeck der "Cheshire" durch die Hitze hielten sich derweil offenbar in Grenzen.
Auch die Seetüchtigkeit des Havaristen war nicht beeinträchtigt, fanden sechs Männer von Salvamento Marítimo heraus, die am 31.8. mit einem Zodiac an Bord gekommen waren. Sie zogen auch Proben der Ladung. Derweil wurde die „Cheshire“ weiter in Kreiisen rund 15 bis 20 Meilen von Gran Canaria entfernt von den Bergern der Resolve Marine im Kreis gezogen.
Sie darf der Küste nicht näher als 12 Meilen kommen, ehe die Behörden sie besichtigt und eine Erlaubnis zum Ansteuern eines Hafens gegeben haben. Nach Einschätzung der Eigner gab es indes kein Risiko einer Kontamination durch die Ladung oder den Kraftstoff an Bord.
Quelle:Tim Schwabedissen



Äsche hatte Wassereinbruch vor Büsum
(02.09.17) Einen Wassereinbruch und Maschinenausfall erlitt am 1.9. das 23,6 Meter lange, Rostocker Arbeitsschiff „Äsche“, 100 BRZ (IMO-Nr.: 8884658), auf der Nordsee vor Büsum. Die „Äsche“ war mit Arbeiten im Wattenmeer beschäftigt, als möglicherweise durch einen Schaden an einer Leitung die Maschine ausfiel, während das Landungsschiff vor Anker lag. Der Kapitän alarmierte umgehend Das MRCC in Bremen, das den Seenotrettungskreuzer „Theodor Storm“ der DGzRS-Station Büsum zur Hilfeleistung schickte.
Das Behördenschiff, ein Kampfmittelräum- und Ölbekämpfungsfahrzeug der Firma Bobac in Büsum, lag etwa vier Seemeilen nordwestlich seines Heimathafens. Der Rettungskreuzer nahm den Havaristen längsseits und schleppte ihn samt seiner acht Mann Besatzung sicher in den Hafen. Das Wasser, das in den Maschinenraum eingedrungen war, wurde an Land fachgerecht entsorgt.
Die „Äsche“ ist bei der Vermessung der Nord-Link Kabeltrasse, einer geplanten Kabelverbindung zwischen Norwegen und Deutschland, eingesetzt und untersucht bis zu einer Tiefe von vier Metern den Meeresboden nach explosivem Material. Das zukünftige Kabel soll drei Meter tief verlegt werden. An der tiefsten Stelle würde das Seekabel in einer Tiefe von 410 m unter dem Meeresspiegel verlaufen. Für die Verlegung werden ungefähr 1,4 Milliarden Euro kalkuliert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Drogenyacht vor Nisyros
(Bild: Hellenic Coastguard)   Großbild klick!

Drogen auf Yacht in Seenot vor Nisyros entdeckt
(02.09.17) Die griechische Küstenwache hat am Morgen des 1.9. an Bord eines in Seenot geratenen Bootes eine überraschende Entdeckung gemacht: Sie fand an Bord der unter türkischer Flagge fahrenden, hölzernen Motoryacht rund 700 Kilogramm Marihuana, nachdem er in den Hafen von Nisyros abgeschleppt worden war. Die drei Türken an Bord wurden festgenommen.
Das Schiff hatte am Nachmittag des 31.8. südwestlich des Hafens Maschinenschaden erlitten. Das Patroullienboot „El Akt“ kam ihm zu Hilfe, nachdem der maltesische Frachter “Shirvan”, 4922 BRZ (IMO-Nr.: 9368596) es auf seiner Reise von Istanbul nach Iskenderun lokalisiert hatte. Einige Stunden später schleppte die “Dimosthenis Gianisis” den Havaristen nach Mandraki Nisyros ein, wo er am folgenden Morgen eintraf. In Plastiksäcken wurden dann die Drogen entdeckt und beschlagnahmt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter nach Strandung in Kadetrinne wieder unterwegs
(02.09.17) Fünf Tage nach der Strandung in der Kadetrinne zwischen Gedser und Ahrenshoop konnte der Frachter "Star of Sawara" am 2.9. seine Fahrt nach New Orleans fortsetzen. Nach Abschluss einer Kontrolle des Rumpfes auf mögliche Schäden durch Taucher im dänischen Kalundborg-Fjord wurde das Schiff, das rund 20 Kilometer vor dem Darß auf Grund gelaufen war und durch vier Schlepper am 31.8. geborgen worden war, wieder freigegeben. Experten des dänischen Havariekommandos rechneten mit Bergungskosten in sechsstelliger Höhe.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter "Mercy" (ex "Ems Majestic")
(Bild: Robin Jones)   Großbild klick!

Frachter Leeraner Reederei kollidierte mit Brücke in Bizerte (Tuensien)
(02.09.17) Der unter Antigua-Barbuda-Flagge laufende Frachter "Mercy" (ex "Ems Majestic"), 1999 BRZ (IMO-Nr.: 9148104), der Fehn Ship Management GmbH & Co. KG in Leer riss sich am 31.8. gegen 22 Uhr nach dem Löschen seiner Ladung kurz vorm Auslaufen von seinem Liegeplatz in Bizerte los. Er wurde von der Strömung erfasst und kollidierte mit der Zugbrücke über den Bizerte-Kanal. Dabei traf er den beweglichen Teil der Brücke und kollidierte dann noch mit einer Kaianlage, ehe er unter Kontrolle gebracht werden konnte.
Die „Mercy“ war am 30.8. von Istanbul kommend in Bizerte eingelaufen und war nach Cagliari bestimmt. Am 2.9. sollte sie die Reise fortsetzen. Die Brücke wurde nicht beschädigt und blieb für den Verkehr offen.
Noch als "Ems Majestic" war der Frachter am 6.12.2015 auf der Fahrt von Rotterdam nach Saint Malo mit einer Ladung Getreide in der Straße von Dover in Seenot geraten, nachdem es zu einem Wassereinbruchc im Maschinenraum gekommen war. 17 Meilen vor Brighton funkte die siebenköpfige Crew um 19.09 Uhr Mayday. Rettungshubschrauber aus Lee on Solent und Lydd , das RNLI-Boot aus Eastbourne sowie das Forschungsschiff "Thor Frigg" (IMO-Nr.: 9679048) kamen zu Hilfe.
Gegen 23 Uhr konnte der Wassereinbruch unter Kontrolle gebracht werden. Zwei nicht unmittelbar benötigte Crewmitglieder wurden aus der Luft abgeborgen. Der Schlepper "Abeille Languedoc" machte sich aus Boulogne-sur-Mer auf den Weg zum Havaristen. Am Nachmittag des 7.12. lief die "Ems Majestic" nach Southampton ein.
Die “Mercy” ist 89,9 Meter lang, 11,9 Meter breit, hat 5,14 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 3.420 Tonnen. Sie wurde 1996 bei der Scheepswerf & Reparatiebedrijf Harlingen B.V erbaut, bei der Frisian Shipyard Welgelegen B.V. ebenda ausgerüstet und als „Daniel“ an die Rederij Daniël C.V., Delfzijl abgeliefert. Am 30.3.2006 ging sie an die Steenbergen Scheepvaart C.V., 's-Gravendeel und wurde in „Holland“ umbenannt. Am 2.4.2008 erwarb die Ems Chartering GmbH & Co. KG, St. John's / Fehn Ship Management, Leer, den Frachter und brachte ihn als „Ems Majestic“ in Fahrt. Erst seit dem 10.6.2017 verkehrt er als „Mercy“.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bunkertanker in Thyborøn von Kran gehoben
(02.09.17) Der Grund, warum der Bunkertanker „Stathav 20“ in Thyborøn am 31.8. sank, war weiterhin unklar. Als er längsseits des dänischen Trawlers "Malle - L 153", 512 BRZ (IMO-Nr.: 9034080), lag, bemerkte dessen Crew auf einmal, dass der 58 Kubikmeter fassende Tanker, von dem sie gerade Treibstoff empfing, Schlagseite entwickelte. Ein Mann sprang noch auf das unbesetzte Schiff der Nordic Oil AS, die drei Bunkertanker im Hafen betreibt, hinunter, um zu versuchen, es zu retten.
Doch er fand sich flugs bis zum Bauch im Wasser stehend wieder, als das Schiff unter ihm binnen weniger Minuten wegsank, und musste sich schleunigst selbst retten. 19 Mann der Feuerwehr aus Lemvig sowie das DSRS-Boot „Martha Lerche" wurden alarmiert. Um die beiden Schiffe wurde eine Ölsperre ausgebracht, doch der dünne Dieselölfilm verdunstete und war nicht mehr aufzunehmen.
Gegen 14 Uhr trafen Taucher ein, um die Bergung der „Stathav 20“ vorzubereiten. Sie brachten Hebestropps an, und am 1.9. zog ein herbeigerufener Kran das Schiff aus dem Wasser. Dann konnten die verbliebenen 30 Tonnen Kraftstoff abgepumpt werden. Bei der Untersuchung des Wracks fand sich kein Leck im Rumpf. Bis zur kommenden Woche sollte das Schiff wieder hergestellt sein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Vergeblich ziehen die Schlepper
(Bild: Yannis Spiliotopoulos)   Großbild klick!

Bergung der Blue Star Patmos vor Ios fehlgeschlagen
(02.09.17) Am 1.9. gegen Mittag begannen die drei Schlepper "Christos XI", "Christos XXII" und "Pantokrator" mit Bergungsversuchen an der gestrandeten Fähre “Blue Star Patmos” vor Ios. Wegen einer angekündigten Wetterverschlechterung war entschieden worden, das Schiff, um es vor weiteren Schäden zu bewahren, so schnell wie möglich von den Felsen zu ziehen und zu einem geschützteren Liegeplatz zu bringen.
Die Schwimmfähigkeit des Havaristen war nicht gefährdet, da er zwar etliche Risse erlitten hatte, sich diese aber auf die Ballasttanks beschränkten und nicht zu Wassereinbrüchen in übrigen Abteilungen, vor allem dem Maschinenraum, geführt hatten. So konnten die Arbeiten auch mit dem eigenen Antrieb der Fähre unterstützt warden.
Während die Schlepper stundenlang an dem Schiff zogen und drückten, lagen in der Nähe auch noch die "Apollon" und "Vernicos Oceanos" auf Standby. Der einzige Erfolg im Lauf des Tages war allerdings, dass die „Blue Star Patmos“ mit dem Heck herumgezogen werden konnte. Der Bug blieb auf den Felsen sitzen.
Mit Einbruch der Dunkelheit wurden die Arbeiten durch die holländischen Berger unterbrochen. Taucher nahmen neue Untersuchungen der Lage vor. Am Morgen des 2.9. ging doch erst einmal der griechische Bunkertanker „Aktea Osrv”, 1846 BRZ (IMO-Nr.: 8801321) längsseits, um den Treibstoff der Fähre zu übernehmen. Aus Piräus war unterdessen der noch stärkere Schlepper „Dionysios Z“ (IMO-Nr.: 9586540) im Anmarsch.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter "Kea Trader" wird geleichtert
(Bild: FANC)   Großbild klick!

Containerbergung von Kea Trader kommt voran
(02.08.17) Bis zum 1.8. war es den Bergern gelungen, weitere 73 Container von dem seit Wochen auf dem Durand-Reef in Neu-Kaledonien festsitzenden Frachter "Kea Trader" abzubergen. Inzwischen waren damit mehr als 200 Container geleichtert. Wenn 300 Stück von Bord geholt worden sind, soll ein Versuch gestartet werden, den Havaristen vom Riff herunterzubekommen. Die Eigner rechneten damit, dass ihr Schiff inzwischen erhebliche Schäden davongetragen hat.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sportfischer bei San Clemente Island gerettet
(02.09.17) Die US Coast Guard rettete am Morgen des 1.9. die zweiköpfige Crew des Angelkutters “Topshot II”, der nahe San Clemente Island leckgeschlagen war. Die beiden hatten am Vorabend um 21.45 Uhr der Coast Guard San Diego gemeldet, dass sie eine halbe Meile nordwestlich der Insel auf Grund gelaufen seien. Von der Air Station San Diego stieg ein MH-60 Jayhawk-Helikopter auf, der das Boot lokalisierte und das 87 Fuß lange Patroullienboot “Sea Otter” dorthin lotste. Währenddessen versuchten die beiden Gestrandeten, einen Berger zu finden.
Doch gegen fünf Uhr des folgenden Morgens verstärkte sich mit auflaufender Flut der Wassereinbruch. Von der „Sea Otter“ wurden einige Crewmitglieder an Bord übergesetzt, um beim Lenzen zu helfen. Sie konnten aber die Leckage nicht finden, und um 6.30 Uhr wurden alle von Bord abgeborgen. Vessel Assist sollte das Schiff nun bergen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Lühe sitzt noch länger fest
(02.09.17) Nach dem ausgefallenen Matjesessen hieß es nun weiter Abwarten und Tee trinken an Bord des Ausflugsdampfers "Lühe": Das 90 Jahre alte Schiff wird noch bis mindestens zum 4.9. vor der Elbinsel Pagensand bei Haseldorf auf Schlick sitzen. Frühestens dann würde der nächste Versuch starten können, das Schiff wieder freizubekommen. In der Nacht zum 1.9. gab es bei Hochwasser bereits einen vergeblichen Versuch, die „Lühe“ durch den Bugsier- und Reededienst von Ahn aus Stadersand mit der „Stadersand“, „Pagensand“ und „Windrose“ freizubekommen.
Ein zweiter Bergungsversuch, der für das folgende Mittagshochwasser geplant war, wurde abgesagt, da derzeit Ostwind vorherrschte und auch bei Flut zu wenig Wasser in dem Nebenarm der Elbe gelangen würde, um eine Bergungschance für das Schiff zu haben. Jetzt lag die Hoffnung darauf, dass sich der Wind über das Wochenende dreht. Die an Bord verbliebene Besatzung müsste nötigenfalls auf dem Wasserweg bis dahin versorgt werden, da es nicht möglich war, von der Schlickbank an Land zu kommen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler nach Laredo abgeschleppt
(02.09.17) Am 1.9. erlitt der 13 Meter lange, spanische Trawler "Nuevo Saloria" (MMSI-Nr.: 224980870) einen Maschinenausfall, als er sich rund 50 Meilen nördlich von Cabo Pescador befand. Die fünfköpfige Crew bat über Funk um Assistenz, und das Rettungsboot “Salvamar Alcyone" (MMSI-Nr.: 224379540) von Salvamento Maritimo kam von seiner Station im Prince of Asturias Dock in Bilbao zu Hilfe. Es nahm den Kutter auf den Haken und schleppte ihn in den Hafen von Laredo ab.
Quelle:Tim Schwabedissen



Patroullienboot vor Ushuaia aufgelaufen
(02.09.17) Das 82 Meter lange Patroullienboot “Ara Islas Malvinas - A 24" (MMSI-Nr.: 701832000) der argentinischen Marine lief am 1.9. gegen Mittag vor dem Strand von Ushuaia im Beagle Channel auf Grund. Das Schiff hatte kurz zuvor die Marinebase in Ushuaia verlassen. Am 2.9. war der Havarist wieder frei.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter vor Ende auf Grund gelaufen
(02.09.17) Der indonesische Frachter “Kannon Baru”, 4201 tdw (IMO-Nr.: 9488267), lief mit einer Ladung Containern an Bord am Morgen des 2.9. auf dem Ria Beach auf Pulau Flores Island auf Grund. Das Schiff kam von der Savu-See und wollte nach Ende einlaufen, als es in schlechtem Wetter havarierte. Der 2007 erbaute Frachter läuft für die Salam Pacific Indonesia Lines in Surabaya.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht vor Selsey auf Riff gelaufen
(02.09.17) Das RNLI-Boot aus Selsey assistierte am 31.8. der 24 Fuß langen Segelyacht “Celtic Origin”, die auf Felsen vor Selsey Bill gelaufen war und einen Notruf an die Küstenwache abgesetzt hatte. Die „Denise and Eric” lief um 15.02 Uhr aus und nahm Kurs auf die Mixon Rocks, die sich 1,25 Meilen vom Bootshaus entfernt befanden. Hier sahen die Seenotretter die Yacht.
Als sie vor Ort waren, hatte diese sich bereits wieder von den Felsen gelöst und trieb nordöstlich des Riffs. Vor Ort waren 4-5 Beaufort Wind. Das Rettungsboot ging bei der “Celtic Origin” längsseits und befragte die beiden Crewmitglieder zur Havarie, da der Funkkontakt schlecht war. Da sie wohlauf waren und das Boot keine Beschädigungen davon getragen zu haben schien, wurde entschieden, es zu seinem Zielhafen Littlehampton zu eskortieren.
Dies entschied sich als kluge Maßnahme, denn unterwegs meldete der Skipper der „Celtic Origin“ Wassereinbruch in den Bilgen. Die eigenen Pumpen konnten ihn aber unter Kontrolle halten. Um 17 Uhr war die Hafeneinfahrt von Littlehampton erreicht, und nachdem die Yacht mit Hilfe des Hafenmeisters festgemacht war, konnte das Rettungsboot um 17.28 Uhr zu seiner Station zurücklaufen, wo es sich um 19.10 Uhr wieder klar zum Einsatz meldete.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer zerstörte Motoryacht in Largs Marina
(02.09.17) In der Largs Marina brach am 1.9. gegen 18.20 Uhr auf einer Motoryacht ein Feuer aus. Das Ardrossan Coastguard Rescue Team wurde wenig später alarmiert und machte sich gemeinsam mit den RNLI-Booten der Stationen Largs und Troon, des Scottish Fire & Rescue Service, der Ayrshire Police Division und Personal von Largs Yacht Haven an die Löscharbeiten. Als es eintraf, waren die Kameraden des Scottish Fire & Rescue Service bereits im Einsatz.
Bei einbrechender Dunkelheit musste die Szenerie ausgeleuchtet warden, und die Rettungsboote sicherten die Löscharbeiten ab und sorgten für den Transfer von Einsatzkräften und Ausrüstung in der Marina. Nach mehreren Stunden war der Brand gelöscht. Die Motoryacht ragte allerdings nur noch mit dem Bug aus dem Wasser.
Nun mussten Maßnahmen gegen mögliche Wasserverschmutzungen getroffen werden. Der Sachschaden war zwar erheblich und die Yacht zerstört, doch es war gelungen, ein Ausbreiten der Flammen und somit noch größere Schäden abzuwenden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schlepper nach Baltimore abgeschleppt
(02.09.17) Das RNLI-Boot aus Baltimore wurde am Morgen des 2.9. alarmiert, nachdem ein 12,5 Meter langer Schlepper mit einer dreiköpfigen Crew an Bord nördlich von Drowlaun Point vor Sherkin Island in West-Cork Maschinenausfall erlitten hatte. Das Rettungsboot lief um 9.45 Uhr aus, nachdem es vom Skipper des Havaristen um Assistenz gebeten worden war. Es erreichte diesen bereits um 9.52 Uhr und stellte eine Schleppverbindung her.
Dann wurde das Schiff bei 4-5 Beaufort Wind zum Hafen von Baltimore abgeschleppt und an der Pier gesichert. Um 10.40 Uhr kehrte das Rettungsboot zu seiner Station zurück.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter nach New Quay abgeschleppt
(02.09.17) Das RNLI-Boot aus New Quay wurde am 30.8. um 7.15 Uhr alarmiert, nachdem der Kutter “Billy Thomas” 10 Meilen westlich von New Quay Head manövrierunfähig geworden war. Das Rettungsboot “Frank and Lena Clifford of Stourbridge” lief wenig später aus. Nach dem Erreichen des Havaristen wurde festgestellt, dass sich eine Leine um dessen Propeller gewickelt hatte. Er wurde auf den Haken genommen und nach New Quay Harbour zurückgeschleppt. Um 10 Uhr war der Einsatz beendet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bunkertanker im Hafen von Thyborøn
(Bild: Jesper Lundsgaard)   Großbild klick!

Bunkertanker sank in Thyborøn
(01.09.17) Am 31.8. sank ein Bunkertanker im Hafen von Thyborøn. Danach kam es zu einem Auslaufen von Diesel. Der Bug des Schiffes, das gerade den dänischen Trawler „Malle – L 153“ MMSI-Nr.: 220166000) betankt hatte, ragte noch aus dem Wasser.
Eine Ölsperre wurde durch die Feuerwehr aus Lemvig an der Untergangsstelle ausgelegt. Vor der Bergung mussten rund 30 Tonnen Öl abgepumpt werden. 19 Einsatzkräfte wurden aus Herning gerufen. Ein Kran traf kurz nach dem Untergang im Hafen ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kadetrinne: "Star of Sawara" wieder frei
(01.09.17) Siebeneinhalb Stunden mühten sich die vier Schlepper “Axel”, (IMO-Nr.: 8918590), “Bugsier 16” (IMO-Nr.: 9021124), “Fairplay 35” (IMO-Nr.: 9565194) und “Fairplay XII” (IMO-Nr.: 9107409), den unter Panama-Flagge laufenden Bulkcarrier "Star of Sawara", 39737 BRZ (IMO-Nr.: 9384930), in der Kadetrinne am 31.8. wieder freizubekommen. Mehrmals wurde der Havarist um jeweils 90 Grad gedreht, bis sich das Vorschiff endlich vom Grund löste. Um 13.35 Uhr wurde die "Star of Sawara" dann wieder in tieferes Wasser gezogen.
Sie wurde von der "Axel" und "Fairplay 35" zunächst unweit der Strandungsstelle auf Position gehalten, während erste Stabilitätskontrollen durchgeführt wurden. Danach sollte in Kalundborg durch Taucher eine Inspektion des Rumpfes erfolgen. Wenn der Frachter die Strandung ohne gravierende Schäden überstanden hat, dürfte der Weiterfahrt nach New Orleans nichts mehr im Wege stehen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bohrschiff “Paragon DPDS1”
(Bild: USCG)   Großbild klick!

Schlepper sank an historischem Tankerwrack
(01.09.17) Der Hurrikan Harvey hat am 26.8. zum Untergang bzw. der Strandung dreier Schlepper im Lydia Ann Channel in Port Aransas geführt. Sechs Bargen rissen sich dabei ebenfalls los und strandeten in der Nähe. Bei den Schleppern handelte es sich um die 24 Meter langen "Sabine Pass" (MMSI-Nr.: 367310530) und „Sandy Point" (MMSI:366952360) und die 26 Meter lange "Belle Chasse" (MMSI-Nr.: 367520550). Jeder der Schlepper hatte zwei angekoppelte Bargen, die durchweg unbeladen waren.
Alle 11 Crewmitglieder der drei Schiffe wurden unversehrt gerettet. Eigner und Coast Guard arbeiteten an Bergungsplänen. Dies ist im Fall der "Belle Chasse" der Higman Marine etwas kompliziert, da das Schiff unweit des historischen Wracks der SS "John Worthington" unterging, einem 1920 erbauten Tanker, der im 2. Weltkrieg verloren ging. Die Texas Historical Commission war in das Verfahren eingebunden, damit dieser nicht unnötigen Schaden nimmt.
Außerdem wartet noch der halb unter Wasser liegende Schlepper “Signet Enterprise”, der unweit einer Reihe aufgelegter Bohrinseln sank, auf seine Bergung. Auch dessen vierköpfige Crew war von der Coast Guard gerettet worden. In Sichtweite saß das Bohrschiff “Paragon DPDS1” im Zufahrtskanal von Port Aransas bei Corpus Christi auf Grund. Am 31.8. wurde es durch die Coast Guard und das Texas General Land Office unter Mithilfe beauftragter Taucher auf Schäden untersucht.
Drei Schlepper hielten es auf seiner Position, sodass es nicht die Schifffahrt gefährden konnte. Am Abend des 31.8. war der erste Frachter, die „High Saturn“, wieder durch das Fahrwasser gelaufen. Insgesamt fielen rund 250 Schiffe und Boote dem Hurrikan zum Opfer – die Aufräumarbeiten haben erst begonnen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ios: Bergung der Blue Star Patmos hat begonnen
(01.09.17) Taucher fanden bei ihren Untersuchungen schwere Schäden am Rumpf der vor Ios gestrandeten Fähre “Blue Star Patmos”, 18498 BRZ (IMO-Nr.: 9565041). Er hat Risse von 15-20 Metern und schwere Wassereinbrüche erlitten. Die Risse an Backbord-Seite erstreckten sich vom Bug bis zum Mittschiffsbereich. Vorsorglich wurden zwei Ringe von Ölsperren um das Schiff ausgelegt.
Beide Hauptmaschinen und die Generatoren blieben aber unbeschädigt, was eine Bergung und Reparatur erleichtern wird. Am 1.9. versuchten Schlepper, die Fähre wieder flottzumachen. Die Fähre "Blue Star Naxos" (IMO-Nr.: 9241786) übernahm derweil den Dienst der “Blue Star Patmos”.
Die von Bord geretteten Passagiere wurden am 31.8. an ihre Fahrtziele weiter gebracht, nachdem sie nach Ios transportiert worden waren. Die 12 Trucks, 16 Pkw und das Gepäck der Fahrgäste blieben weiter auf dem Havaristen. Eine Zeugin sagte aus, dass es ein Geräusch wie bei einem Erdbeben gewesen sei, als das Schiff auflief. Sachen stürzten in den Kabinen um, und Passagiere gerieten in Panik und legten Rettungswesten an. Wenig später ertönte der Sirenenalarm, und die Evakuierung über die Heckrampe begann, nachdem Schiffe zu Hilfe gekommen waren.
Quelle:Tim Schwabedissen



Garnelenkutters “Carmanah Light“ gestrandet
(Bild: Chris Humphries)   Großbild klick!

Kutter am Rose Spit gestrandet
(01.09.17) Alle vier Crewmitglieder des in Prince Rupert beheimateten, 14 Meter langen Garnelenkutters “Carmanah Light“ waren in Sicherheit, nachdem dieser am Morgen des 31.8. am Rose Spit strandete. Sie konnten sich in Überlebensanzügen auf den nahen Strand retten. SAR-Freiwillige der Archipelago SAR nahmen sich dort ihrer an.
Die Masset Marine Rescue, BC Parks, DFO, Haida Fisheries und die kanadische Coast Guard waren ebenfalls vor Ort. Die “Carmanah Light” war gegen acht Uhr auf Grund gelaufen, und durch die Brandung kam es zu einem Wassereinbruch durch eine offene Luke.
Der Eigner aus Vancouver arbeitete mit der Versicherung an einem Bergungsplan. Ein Umweltteam der Coast Guard wurde alarmiert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ausflugsschiff "Lühe" sitzt auf Sandbank
(Bild: DLRG)   Großbild klick!

Glückstadt: Matjesessen endete auf Sandbank
(01.09.17) Auf dem Weg zu einem Matjes-Essen nach Glückstadt lief das von dem Altländer Shanty-Chor es und der Gruppe "De Windjammers" aus Neu Wulmstorf gecharterte Ausflugsschiff "Lühe" (MMSI-Nr.: 211146130) am 31.8. kurz vor der Elbinsel Pagensand bei Elmshorn im Kreis Pinneberg auf Grund. Es kam im Nebenarm der Elbe kurz vor Mittag gegenüber von Stadersand fest, als der Skipper eine Insel durch das sogenannte Dwarstloch umfahren wollte und sich nicht mehr befreien konnte. Da sich die Havarie bei Hochwasser ereignete, konnte auch ein Schlepper das Schiff bei fallendem Wasserpegel nicht wieder flottmachen.
Einsatzkräfte der DLRG, der Feuerwehr und der Wasserschutzpolizei wurden alarmiert und rückten aus Stade, Horneburg, Buxtehude, Wedel und Pinneberg mit über 10 Rettungsbooten zu der Unglücksstelle aus. Dort angekommen, mussten die Fahrgäste teilweise über einen extra ausgelegten Rettungssteg der DLRG von Bord geholt und dann mit den Einsatzbooten nach Stadersand transportiert werden. Dort wurden sie von der Wasserschutzpolizei Hamburg mit Unterstützung der Wasserschutzpolizei Stade registriert und durften anschließend die Heimreise antreten.
Der vorsorglich mit alarmierte Rettungsdienst brauchte nicht eingreifen, denn verletzt wurde bei dem Vorfall niemand. Auch die Stimmung der vorwiegend älteren Chormitglieder unter ihnen einige erfahrene Seeleute, war während der Rettungsaktion gut, das Matjes-Essen musste allerdings auf einen späteren Termin verschoben werden. Die dreiköpfige Besatzung des Nostalgieschiffs, das im Jahr 1927 erbaut wurde, blieb an Bord.
Das Schiff lag bei Ebbe hoch und trocken. Beim Nachthochwasser sollte erneut versucht werden, die "Lühe" wieder frei zu bekommen. Das Schiff ist 26,64 Meter lang, hat eine Breite von 5,19 Metern und kann 96 Passagiere befördern.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutterbrand rasch gelöscht
(01.09.17) Der Kutter "P & J Cruiser" geriet am frühen Morgen des 31.8. in Yarmouth in Brand. Das Feuer entstand im Ruderhaus. Die Feuerwehren der Town of Yarmouth und Port Maitland wurden um 1.45 Uhr zur John’s Cove Wharf alarmiert. Flammen schlugen durch ein Rohr im Dach des Ruderhauses und verschmorten auch ein darauf lagerndes Rettungsboot. Es gelang, den Brand schnell zu löschen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ruderschaden im Schärengarten
(01.09.17) Am Nachmittag des 31.8. erlitt die finnische Fähre "Finnmaster", 12433 BRZ (IMO-Nr.: 9132014), die um 10.30 Uhr den Hafen von Naantali mit Fahrtziel Oxelösund verlassen hatte, Ruderschaden. Das manövrierunfähige Schiff trieb auf die Insel Haplot nördlich von Innamo zu, konnte aber durch Ankerwurf rechtzeitig aufgestoppt werden. Die vier Mitreisenden und 15 Crewmitglieder waren nicht in Gefahr.
Das Schiff lag außerhalb des Fahrwassers im Schärengarten von Åboland im Innamo-Sund südlich von Turku. Das finnische Patroullienboot "Tursas" (IMO-Nr.: 1048576) ging unweit des Havaristen auf Standby. Ein Taucher untersuchte während der Nachtstunden den Rumpf.
Die Crew konnte den Ruderschaden zwar derweil beheben, doch erfolgte die Anweisung, den Hafen von Turku für weitere Inspektionen und nötigenfalls weitere Reparaturen am Ruder anzusteuern. Am 1.9. um drei Uhr wurde der Anker gelichtet, und um 4.45 Uhr machte die Fähre in Turku fest.
Die „Finnmaster“ wurde 1995 als „United Trader“ bei der Santierul Naval S.A., Galatz, in Rumänien in Auftrag gegeben, am 31.3.1997 auf Kiel gelegt und am 16.12. nach Rissa zur Endausrüstung geschleppt. Am 15.5.1998 wurde sie an die United Shipping Ltd. AB, Mariehamn, abgeliefert und in Charter der Transfennica auf der Route Kemi - Oulu - Antwerpen - London – Felixstowe eingesetzt. Im Januar 2001 begann eine Charter der Finnlines auf derselben Route.
Ein Jahr darauf wurde das Schiff für die Birka Cargo AB Ltd. in Mariehamn registriert und am 10.5.2002 in „Birka Trader“ umbenannt. Das Fahrtgebiet blieb unverändert. Am 8.7.2006 verlegte sie auf die Route Helsinki - Hull - Amsterdam. Am 1.4.2013 wurde sie registriert für die Eckerö Shipping AB, Mariehamn, und im Juli in „Trader“ umbenannt.
Im Januar 2015 erfolgte der Verkauf an die Finnlines Oy, Mariehamn, mit Übergabe im Januar 2016 und der Umbenennung in „Finnmaster“. Das Schiff ging am 7.7. in den Dienst Nådendal - Oxelösund. Es ist 154,50 Meter lang, 22,70 Meter breit, hat 6,95 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 8.853 Tonnen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kollision in Hamilton
(01.09.17) Der unter Singapur-Flagge laufende RoRo-Frachter "Viking Sea", 39454 BRZ (IMO-Nr.: 9515008), kollidierte am Nachmittag des 30.8. gegen 15 Uhr mit einem Kai in Hamilton auf Bermuda. Die Havarie ereignete sich beim Auslaufen trotz der Assistenz der zwei Regierungs-Schlepper "Powerful" und "Faithful".
Nachdem bei einem die Schlepptrosse gebrochen war, geriet der Autofrachter außer Kontrolle und stieß mit dem Heck gegen den Liegeplatz. Nach einer Untersuchung durfte er am Morgen des 31.8. die Fahrt fortsetzen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht zum zweiten Mal in einer Woche bei Kirkwall gestrandet
(01.09.17) Das RNLI-Boot aus Kirkwall wurde am 30.8. gegen 21 Uhr alarmiert, nachdem die Segelyacht “Ice Maiden” mit einer vierköpfigen Crew zwischen Rousay und Egilsay, auf dem Holm of Scockness auf Grund gelaufen war. Als die Seenotretter eintrafen, lag sie mit 45 Grad Steuerbord-Schlagseite auf Grund. Das Tochterboot wurde mit zwei Mann an Bord ausgesetzt und untersuchte die Lage.
Es wurde entschieden, zunächst auf höheren Wasserstand zu warten. Die Crew der Yacht blieb derweil an Bord. Bis zur Flut lief das Rettungsboot nach Rousay ein.
Es kehrte gegen drei Uhr am 31.8. zurück und stellte mit dem Tochterboot eine Schleppverbindung her. Nach mehreren Fehlversuchen, die vom starken Tidenstrom verkompliziert wurden, gelang es gegen sechs Uhr, die “Ice Maiden” wieder flottzumachen. Sie wurde auf Schäden untersucht und dann in den Westray Firth eskortiert.
Von dort setzte sie die weitere Reise fort. Die Seenotretter kehrten gegen sieben Uhr am Ende eines 10-stündigen Einsatzes zu ihrer Station zurück. Die „Ice Maiden“ war bereits am 27.8. unweit der Zufahrt von Kirkwall auf Grund gelaufen. Ein Kutter hatte sie wieder flottgemacht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Baggerschiff in Ghent
(01.09.17) Am Morgen des 1.9. brach ein Feuer an Bord des holländischen Hopperbaggers “Scelveringhe", 5116 BRZ (IMO-Nr.: 9285366), aus. Dieser lag bei der Werft De Schroef in Sas van Ghent, Terneuzen, im Trockendock. Um 09.25 Uhr wurde die Feuerwehr von Sluiskil alarmiert. Bereits um 09.50 Uhr hatte sie den Brand gelöscht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Pannenserie der Ullensvang setzt sich fort
(Da01.09.17tum) Die norwegische Fähre "Ullensvang", 2871 BRZ (IMO-Nr.: 8513596), hat kurz nach ihrer letzten Rückkehr aus seiner Werft ihrer langen Havarieserie in Hareid ein weiteres Kapitel hinzugefügt. Am 1.9. gegen sechs Uhr kollidierte sie mit der Hafenmole in Hareid. Ein Passagier stürzte beim Aufprall, blieb aber unversehrt. Das Schiff war gerade aus Sulesund eingelaufen, als sie plötzlich nach Steuerbord vom Kurs abkam und gegen die Mole prallte. An Bord waren 30 Passagiere, sie war halb mit Autos gefüllt. Nach der Kollision setzte sie aus dem Hafen zurück, drehte eine Runde auf See und machte eine Stunde später am Kai fest.
Im Juni fanden von 9.026 planmäßigen Abfahrten 8.969 statt, immerhin 99,4 Prozent. Zuletzt am 2.6. hatte es Probleme mit der Hauptmaschine gegeben, und die “Høgsfjord" wurde von Norled als Ersatz eingebracht. Auf der Rückkehr von einem zweiwöchigen Werftaufenthalt war davor am 29.5. die Hauptmaschine der “Ullensvang" auf der Rückreise nach Hareid ausgefallen.
Alle Fahrten der Fähre hatten am 20.12.2016 wegen technischer Probleme abgesagt werden müssen. Am 26.11.2015 kollidierte sie mit dem Kai in Hareid, als sie dort einlief, und erlitt Schäden an einer Rampe. Am 7.10. des Jahres hatte es einen Verletzen gegeben, als sie in Sulesund mit einer Pier zusammenstieß, nachdem die Maschine ausfiel.
Die Reparatur dauerte eine Woche. Am 26.8.2015 hatte es Probleme mit dem Kontrollsystem gegeben, und das Schiff blieb am Kai. Im selben Monat, am 8.5., musste sie ebenfalls in Hareid liegen bleiben.
Am 21.4.2015 gab es Schwierigkeiten mit der Bughydraulik, sodass die Rampe nicht gehoben werden konnte. Am 7.4. hatte es ebenfalls technische Probleme gegeben, gleichfalls am 25.3., als sie eine Dreiviertelstunde vor Sulesund trieb. Am Abend des 22.1.2015 war es zu Rauchentwicklung im Maschinenraum gekommen, als sie sich unweit der Mole von Hareid befand.
Die Crew konnte das Feuer rasch löschen, und das Schiff vermochte mit eigener Kraft anzulegen. Sie wurde von der kleineren „Høgsfjord" ersetzt, bis eine Reparatur durchgeführt werden. Am 12.10.2013 waren mehrere Deckenplatten auf das Deck der „Ullensvang" herabgestürzt, als die Passagiere gerade in Stavanger von Bord gingen.
Eine Frau wurde dabei verletzt. Von Tau kommend kollidierte die Ullensvang" am 27.11.2011 mit dem norwegischen Versorger “Olympic Hera", der am Bekhus-Kai in Stavanger lag, nachdem sie von einer starken Windbö erfasst worden war. Am 31.7.2010 erlitt die Fähre Probleme mit ihrem Propeller. Am 31.5. hatte es Schwierigkeiten mit der Rampe des unteren Autodecks gegeben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter Lübecker Reeder sitzt in Port Mathurin fest
(01.09.17) Der unter Antigua-Barbuda-Flagge laufende Frachter "Anna", 4150 BRZ (IMO-Nr.: 9126716), der bereits am vergangenen Wochenende von Port Mathurin nach Port Louis hätte auslaufen sollen, lag am 1.9. weiterhin mit Maschinenschaden am Kai der Hauptstadt von Rodrigues, wo er am 25.8. festgemacht hatte. Er sollte 80 Ochsen im Auftrag der Mauritius Meat Authority transportieren. Die Agro-Industry hatte sie vor dem Eid-ul-Adha Festival am 2.9. auf den Weg bringen wollen.
Doch nun werden die Tiere nicht vor kommender Woche in Mauritius eintreffen. Ein deutscher Techniker wurde von der Lubeca Marine (Germany) Gmbh & Co. Kg in Lübeck Anfang der Woche nach Port Mathurin geschickt, um den Schaden zu beheben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gestrandetes Forschungsschiff gehört nun Australien
(01.09.17) Der Eigner des früheren japanischen Forschungsschiff “Tateyma Maru”, Patrick von Stieglitz, das vor Gloucester Island gestrandet liegt, hat es formell dem Staat Queensland überschrieben. Das 55 Meter lange Schiff hatte sich am 28.3. im Wirbelsturm Debbie losgerissen von seinem Anker, als dieser über die Küste der Whitsundays zog, und war auf Grund getrieben.
Alle umweltgefährdenden Stoffe wurden durch Maritime Safety Queensland von Bord entfernt. Von Stieglitz hat allerdings kein Geld, das Schiff zu bergen. Es war nicht versichert, und eine dafür notwendige Untersuchung des Schiffes hätte ihn zwei Millionen Dollar gekostet, Geld, das er nicht hatte.
Von Stieglitz wurde gerichtlich belangt, weil er ein Schiff ohne Versicherung betrieben habe. Nach Sektion 67A des Transport Operations Act verlangt aber von allen Schiffen von mehr als 15 Metern Länge eine Versicherungspolice, damit die Entsorgungskosten in Fällen wie diesen geklärt sind.
Maritime Safety Queensland bestätigte die Übernahme der “Tateyama Maru”, die ebenso wie die „Banks“ und die „Whitsunday Magic“ aus den Whitsunday-Gewässern geräumt werden sollen. Eine Ausschreibung dafür endete am 30.8.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wracks in der Kola-Bucht sollen geräumt werden
(01.09.17) Nahe Murmansk wurde damit begonnen, die Wracks von mehr als 100 aufgegebenen Wracks und anderer gefährlicher nautischer Hinterlassenschaften zu räumen. Am Wochenende wurden die ersten Trümmer bei Retinskoye aus dem Wasser gezogen. Der russische Umweltminister Sergei Donskoi war dabei vor Ort.
Zunächst war eine Arbeitsgruppe mit dem Titel “Liquidating the nuclear legacy of the Arctic” auf der Basis eines Regierungsdekrets von 2014 gegen Kontaminationen und andere Umweltschäden in der Murmansk-Region ins Leben gerufen worden. Der staatliche russische Nuklearabfallhändler RosRAO ist Teil dieser Gruppe, auch wenn es nicht darum geht, radioaktive Abfälle der Sowjetmarine zu lokalisieren oder zu bergen.
Die Regierung hat für das Pilotprogramm zur Beseitigung nichtnuklearer Schiffswracks eine Startfinanzierung von 876,000 Euro gegeben. Diese Summe dürfte aber nicht ausreichen, wenn es konkret an die Räumung der Kola-Bucht geht. Das Projekt begann 2016, und bis Ende des Jahres waren 48 gesunkene Boote und Schiffe sowie weitere 48, die in flachem Wasser vor sich hin rotteten, kartiert.
Danach wurde ein Ranking über die Auswirkungen auf die Umwelt in der Kola-Bucht sowie die Gefährdung der Schifffahrt aufgestellt. Als erste konkrete Aktion wurde nun der Maschinenblock bei Retinskoye aus dem Wasser geholt.
Das Programm wird nicht in der Lage sein, alle Wracks in der Murmansk-Region zu räumen, nur jene, die am gefährlichsten sind. Weitere solche Projekte laufen in Kamtschatka und de, Fernen Osten. Die Arbeiten in der Murmansk-Region sollen acht Jahre dauern.
Quelle:Tim Schwabedissen



90 Fischer vor Indien gerettet, 11 vermisst
(01.09.17) Am Morgen des 31.8. rettete die indische Coast Guard bei Nawabandar in Gujrats Junagadh-Distrikt 20 Fischer, die nach dem Kentern dreier Kutter am Vortag in schwerer See nahe Satpati in Palghar gekentert waren. Alle drei Boote waren aus Junagadh ausgelaufen. Es handelte sich um die “Ram Prasad”, “Prem Sai” und „Sai Narayan“.
Jedes der Schiffe, die für Ramabhai Samat Solanki liefen, hatte eine 10-köpfige Crew. In rauer See kenterte die „Ram Prasad”. Die Schiffbrüchigen wurden von der „Prem Sai“ an Bord genommen.
Danach wurde diese aber mit den insgesamt 20 Personen vermisst gemeldet, woraufhin die Coast Guard eine SAR-Operation startete. Das Maritime Rescue Coordination Centre (MRCC) in Mumbai schickte am Nachmittag des30.8. ein Dornier-Suchflugzeug in das Suchgebiet 40 Meilen vor Palghar.
Da es keine Spur der Vermissten sichtete, wurde das Patroullienboot “Samudra Prahari” ebenfalls dorthin entsandt. Auch die Dornier hielt weiter Ausschau nach der „Prem Sai“ und der „Sai Narayana“. Am folgenden Morgen wurden sie um 9.25 Uhr rund 37 Meilen vor Palghar unweit der Küste von Tarapur entdeckt.
Insgesamt hatte die indische Coast Guard 90 Fischer binnen drei Tagen vor Saurashtra gerettet. 11 weitere wurden aber noch vermisst. Das Patroullienboot “Samudra Pavak” lief aus Porbandar zur einr SAR-Operation aus. Allein 10 Fischer befanden sich auf einem Kutter, der 30 Meilen vor Okha am 29.5. sank. Fünf der Crewmitglieder hatten sich schwimmend retten können.
Ein Kutter sank vor Navadara bei Bhogat. Vier der fünf Mann an Bord überlebten ebenfalls schwimmend, der fünfte wurde vermisst. Zwei Kutter strandeten beim Shamiyani-Leuchtturm.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wrack gestrandeten Kutters in St. Francis Bay geborgen
(01.09.17) Das Wrack des südafrikanischen Kutters “Maredon”, der vor über sechs Wochen in der St. Francis Bay strandete, wurde in einer neuntägigen Operation, die bis in die Mittagsstunden des 31.8. andauerte, von der in Port Elizabeth ansässigen Firma Xtreme Projects gemeinsam mit der Auto Towing in Humansdorp geräumt. Sie war am 16.7. erst gekentert und dann auf die Felsen in St. Francis getrieben. Raue See machte die Bergung kompliziert.
Die Strandungsstelle lag zudem in einem Schutzgebiet, weshalb die Berger sich mit der Eastern Cape Provincial Heritage Agency koordinieren mussten. Das Wrack wurde in zwei Teile zerlegt und dann aufgerichtet.
Anschließend konnten die Maschine und größere Ausrüstungsteile entfernt werden. Eine Hälfte des Rumpfes wurde dann von den Felsen gezogen. Dabei kamen ein Tieflager, ein Trecker und ein Kranlaster zum Einsatz.
Quelle:Tim Schwabedissen



Weblinks:
SOS-Seenotfälle, Archiv
Der mysteriöse Untergang der 'Beluga'
Chronik bedeutender Seeunfälle Antike bis 1499
Chronik bedeutender Seeunfälle 1500 bis 1899
Chronik bedeutender Seeunfälle 1900 bis 1949

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Schlagwörter: Archiv, Schifffahrt, Bilder, Fotos, in Seenot, SOS Alarm, Unfälle, Mayday, Versicherung Schiff, Segeln, Seenot, Unglück, Seenotfälle, Schiffsuntergang, Seenotarchiv, Archiv, Schiffsunglück, schiffsunfall, unfall, ertrinken, untergehen, untergegangen, sinken

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