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Seenotfälle
Archiv August 2017


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Fähre “Blue Star Patmos” aufgelaufen
(Bild: Takis Spyropoulos)   Großbild klick!

Fähre vor Ios auf 80 m Länge aufgerissen
(31.08.17) Am Morgen des 31.8. lagen die griechischen Schlepper “Apollon” (IMO-Nr.: 7431806), “Christos Xl” (IMO-Nr.: 8012011), “Christos XXII” (IMO-Nr.: 7230135), und “Vernicos Oceanos” (IMO-Nr.: 9186053), auf Standby an der Strandungsstelle der griechischen Fähre “Blue Star Patmos”, 18498 BRZ (IMO-Nr.: 9565041). Diese muss aber vor einem Bergungsversuch zunächst abgedichtet werden. Sie lag mit leichter Steuerbordschlagseite auf den Felsen vor der Hafeneinfahrt von Ios.
“Blue Star Patmos”
(Bild: Takis Spyropoulos)   Großbild klick!
Als sie am 30.8. um 1.30 Uhr mit einer Fahrt von 15 bis 17 Knoten auflief, wurde der Rumpf auf einer Länge von 80 Metern aufgerissen. Da das Schiff auf den Felsen festsaß, bestand allerdings keine Gefahr eines Untergangs. Betroffen waren auch vornehmlich Ballasttanks im Schiffsboden.
Der Maschinenraum selbst war unbeschädigt geblieben. Allerdings hatten die Propellerwellen Schaden genommen. Taucher hatten die Lage des Schiffes im Laufe des 30.8. untersucht. Diese Prüfungen mussten am 31.8. weiter fortgesetzt werden.
Die 206 Passagiere und 44 der 87 Crewmitglieder waren nach der Havarie von dem Katamaran “Super Jet” von Seajets sowie dem aus Ios gerufenen Ausflugsboot „Vasilios” unversehrt gerettet worden. Vor Ort waren auch drei Kutter, drei Schnellboote und ein Patroullienboot gewesen,
Ausflugsboote retten Passagiere
(Bild: Takis Spyropoulos)   Großbild klick!
doch erschien die Evakuierung durch die Katamaranfähre als sicherer. Die übrigen 43 Mann blieben weiter an Bord der Fähre.
Die Havarie wurde wohl durch einen technischen Fehler verursacht. Der Kapitän galt als erfahren. Die “Blue Star Patmos” ist 145,5 Meter lang, 24 Meter breit, hat einen Tiefgang von 5,7 Metern und eine Tragfähigkeit von 2.775 Tonnen. Sie vermag 2.400 Passagiere und 450 Fahrzeuge zu befördern. Das Schiff der Blue Star Ferries SA in Athen wurde 2012 bei Daewoo in Geoje erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



“Maersk Searcher” und “Maersk Shipper”
(Bild: Maersk)   Großbild klick!

Fatale Risikofehleinschätzung führte zum Untergang zweier Versorger vor Ouessant
(31.08.17) Der Untergang der beiden dänischen Offshore-Versorger “Maersk Searcher” und “Maersk Shipper” in der Nacht zum 22.12.2016 rund 65 Meilen vor der französischen Küste in der Biskaya wurde durch eine massive Risikounterschätzung durch die Crew der schleppenden „Maersk Battler“ verschuldet. Dies stellte das Danish Maritime Accident Investigation Board (DMAIB) in einer Untersuchung fest. Sie hatte die heftigen Zusammenstöße der zusammengekoppelten Versorger und die dadurch hervorgerufenen Schäden falsch eingeschätzt.
Bis 10 Minuten vor dem Kentern der “Maersk Searcher” war sie sich der starken Schäden, die durch den steten Zusammenprall der beiden Versorger während der vorangegangenen 36 Stunden nicht bewusst. Als sie kenterte, konnte nichts mehr ausgerichtet werden. Die “Maersk Shipper” wurde ebenfalls auf die Seite gerissen und dann die Schlepptrosse gekappt.
Der Schleppzug war am 12.12.2016 aus Fredericia ausgelaufen und hatte zunächst Skaw angesteuert. Am 14.12. ging es weiter durch die Nordsee. Am 20.12. nahm beim Transit des Englischen Kanals der Seegang zu.
Die Schlepptrosse wurde auf 630 Meter ausgefahren. Die Schleppercrew stellte fest, dass die beiden angehängten Versorgern trotz der Fender direkten Kontakt hatten, jedoch wurden nur Schäden oberhalb der Wasserlinie festgestellt. Nach Erreichen des Mittelmeers sollten diese inspiziert werden. Zuvor erschien das Risiko zu hoch. Am 21.12. entwickelte sich ein Seegang von bis zu fünf Metern Höhe. Bei Einsetzen der Dämmerung wurden erhebliche Schäden an den Aufbauten festgestellt, und beide Schiffe rollten stark in den Wellen. Dennoch kamen keine Bedenken auf. Am folgenden Morgen wurde er Kapitän von Ouessant Radio kontaktiert.
Die Funkstelle war informiert worden, dass die „Maesk Battler“ in einen Vorfall verwickelt worden war. Der Kapitän informierte sie, dass es nichts dergleichen gegeben hätte und gab dem Marinesuperintendenten der Reederei einen Statusbericht. Es habe einige Schäden gegeben, aber es sei kein Grund zur Sorge.
Am 21.12. um 23.25 Uhr wurde festgestellt, dass die “Maersk Searcher” tiefer im Wasser lag und schwere Schlagseite hatte. Der Kapitän realisierte sofort, dass das Schiff im Kentern begriffen war, konnte aber nichts mehr ausrichten. Die Crew des Schleppers wurde auf die Brücke gerufen. Die Schlepptrosse wurde auf 250 Meter verkürzt, nachdem die „Maersk Searcher“ gekentert war.
Bei einer Wassertiefe von 155 Metern war sie lang genug, dass es keine Gefahr gab, dass die „Maersk Battler“ mit hinabgezogen würde, wenn der Anhang sank. Es wurde versucht, noch weiter aus der Verkehrstrennungszone von Ouessant in westliche Richtung herauszukommen. Die „Maersk Searcher“ sank um 00.22 Uhr mit dem Bug voran. Wenige Minuten später kenterte auch die „Maersk Shipper“. Sie ging um 06.07 Uhr unter. Die Küstenwache und die Reederei wurden informiert. Weil es zu riskant war, die Schlepptrosse zu kappen, wurde ein kontrolliertes Brechen des Hauptdrahtes durch volle Vorausfahrt provoziert. Um 06.16 Uhr war die „Maersk Battler“ frei.
Sie setzte die Reise um 06.16 Uhr nach Aliaga fort. Hier traf sie am 5.1. ein und wurde zum Verschrotten auf Strand gesetzt. Als Konsequenz aus dem doppelten Totalverlust hat der Maersk Supply Service sein Risikomanagement seither nachgebessert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter kollidierte mit Schleuse im Nord-Ostsee-Kanal
(31.08.17) Am 31.8. um 6.50 Uhr kollidierte der unter Hongkong-Flagge laufende Containerfrachter "Delphis Bothnia", 25715 BRZ (IMO-Nr.: 9763710), von Brunsbüttel kommend beim Einlaufen mit der Mauer der Südschleuse des Nord-Ostsee-Kanals in Kiel-Holtenau. Das Schiff stieß mit der Backbordseite gegen den Kai und wurde oberhalb der Wasserlinie eingedrückt und aufgeschrammt. Auch die Mauer der Schleusenkammer wurde beschädigt.
Das Schiff, das sich auf der Reise von Rotterdam nach Gdingen befand, wurde zur Klärung des Vorfalls mit einem Weiterfahrverbot belegt, die Südkammer der Schleuse zeitweilig gesperrt. Um7.45 Uhr wurde der Frachter wieder freigegeben. Er setzte um 8.30 Uhr die Reise in die Ostsee fort.
Die „Delphis Bothnia” ist 177,56 Meter lang, 30,55 Meter breit, hat 9,5 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 24.700 Tonnen. Der 2016 bei der Hanjin Heavy Industries & Construction Co., Ltd. in Busan erbaute 1.926-TEU-Frachter der Alpha Vessel Ltd. in Hongkong läuft im Management der Anglo-Eastern (Germany) GmbH.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bulkcarrier "Star of Sawara" in der Kadetrinne
(Bild: Claus Hansen)   Großbild klick!

Star of Sawara sitzt weiter in der Kadetrinne fest
(31.08.17) Am 31.8. at um sechs Uhr startete durch die vier Schlepper “Axel”, (IMO-Nr.: 8918590), “Bugsier 16” (IMO-Nr.: 9021124), “Fairplay-35” (IMO-Nr.: 9565194) und “Fairplay XII” (IMO-Nr.: 9107409) ein Versuch, den unter Panama-Flagge laufenden Bulkcarrier "Star of Sawara", 39737 BRZ (IMO-Nr.: 9384930), der 20 Kilometer vor Ahrenshoop in der Mitte des Fehmarn-Belt weiter auf Grund saß, wieder flottzumachen. Bis in die Mittagsstunden gelang es lediglich, den Havaristen zweimal um 90 Grad herumzudrehen. Er saß aber weiterhin mit dem Vorschiff auf Grund.
Die Bergungsarbeiten wurden durch das Ölbekämpfungsschiff “Gunnar Thorson” überwacht. Während der Nachtstunden waren die Schlepper vor Ort eingetroffen und war der Bergungsversuch durch Ausfahren der Schlepptrossen vorbereitet worden. Die Ursache der Havarie war, dass die "Star of Sawara" zu früh nach Westen abgedreht hatte, als sie die Verkehrstrennungszone im Fehmarnbelt erreicht hatte und in einen Teil geriet, der nicht zur Tiefwasserroute gehörte. Trotz der Empfehlung, zwischen Gedser und Skagen einen Lotsen zu nehmen, hatte der Frachter keinen an Bord genommen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kollision auf der Krim
(Datum) Der russische Frachter "TFM-1", 5775 BRZ (IMO-Nr.: 9411862), der zwischen der annektierten Krim und dem russischen Festland im Einsatz ist, lief am 28.8. um 10.10 Uhr beim Auslaufen aus dem Hafen von Kavkaz auf Grund. Das Schiff war aus dem Fahrwasser abgekommen, um einem auf Kollisionskurs befindlichen Fahrzeug der russischen Marine auszuweichen. Nennenswerte Schäden entstanden bei der Grundberührung offenbar keine.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei Schiffbrüchige vor Nome gerettet
(31.08.17) Die “Alex Haley” der US Coast Guard Cutter rettete am 30.8. zwei Männer aus einem Boot nahe Nome, Alaska, nachdem ihr Baggerschiff gesunken war. Sie hatte ein Lichtsignal entdeckt und nahm die beiden an Bord. Sie wurden gegen Unterkühlung versorgt und nach Nome gebracht. Sie berichteten, ihr Schiff sei rasch gesunken, und sie hätten ins Wasser springen müssen.
Gerade rechtzeitig vor dem Untergang konnten sie das Beiboot losschneiden. Vor Ort waren 25 Meilen Wind und sechs Fuß hohe Seen. I>
Quelle:Tim Schwabedissen


Bootsfahrer auf Alcatraz gestrandet
(31.08.17) Ein Flugzeug der Coast Guard und eine Yacht retteten am Abend des 29.8. zwei Männer bei der Insel Alcatraz. Die Coast Guard San Francisco war um 18.20 Uhr informiert worden, dass ein Boot bei der ehemaligen Gefängnisinsel gestrandet sei und zwei Männer sich im Wasser befänden. Crews der Air Station San Francisco, der Coast Guard Station San Francisco und der Coast Guard Station Golden Gate wurden alarmiert.
Die Besatzung der Segelyacht “Bay Wolf” konnte eine Person aus dem Wasser ziehen, bevor die Rettungskräfte eintrafen, und brachte sie an Land. Der zweite Mann schwamm zu einem Strand am Fuß von Alcatraz. Ein MH-65 Dolphin-Helikopter der Air Station San Francisco nahm ihn dort auf und brachte ihn zum Flugplatz. Parkranger waren nicht mehr in der Lage, die Reste des gestrandeten Bootes zu bergen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Laderäume der Cheshire weiter heiß
(31.08.17) Am Morgen des 31.8. befand sich der britische Bulkcarrier "Cheshire" am Haken des Schleppers „VH Hispania“ auf Position 27 31 N 015 58 W, rund 30 Meilen südwestlich von Maspalomas, Gran Canaria. Am Vortag war es erstmals gelungen, ein dreiköpfiges Technikerteam mit einem Hubschrauber auf dem Oberdeck abzusetzen. Diese stellten weiterhin hohe Temperaturen in den Laderäumen fest, wo es noch einige Hotsports gab. Allerdings fand keine Rauchentwicklung mehr statt. Der Rest der “Cheshire" hatte Raumtemperatur. Es gab auch keine Anzeichen von Gas in den Aufbauten. Der Maschinenraum wurde in gutem Zustand vorgefunden, und es war kein Wasser ins Schiff eingedrungen.
Eine Inspektion der Schlepptrosse zur "VH Hispania" zeigte, dass auch diese stabil war. Am 31.8. sollte wieder ein Team der Resolve Marine an Bord gehen. Auch die Behörden von Las Palmas wollen das Schiff inspizieren, bevor weitere Entscheidungen getroffen werden, ob es in einen Hafen der Kanaren gebracht werden darf.
Seit zwei Wochen waren drei Schiffe und ein Hubschrauber im Einsatz für die "Cheshire" neben der "Red Sea Fos" seit dem 29.8. auch die "VB Hispania", die weitere Ausrüstung gebracht hatte, und die "Miguel de Cervantes" von Salvamento Maritimo.
Quelle:Tim Schwabedissen



Triple-Kollision vor Merak
(31.08.17) Am Nachmittag des 29.8. kam es in der Sunda-Straße vor dem Hafen von Merak in Nordwest-Java zu einer Kollision von zwei Bulkcarriern und einem Tanker unter bislang unklaren Umständen. Beteiligt waren der unter Marshall-Islands-Flagge laufende Bulkcarrier "Maestro Diamond", 22850 BRZ (IMO-Nr.: 9711705), der von Jakarta kommend nach Australien unterwegs war, der indonesische Bulkcarrier "Srikandi Indonesia", 14118 BRZ (IMO-Nr.: 9164823), und der Tanker "Angel No. 1". Alle Schiffe trugen Schäden davon. Die "Maestro Diamond" driftete nach der Havarie in der nördlichen Sunda Straße, die "Srikandi Indonesia" warf Anker auf der Reede von Merak.
Quelle:Tim Schwabedissen



Holländischer Trawler brachte Inspektoren in Lebensgefahr
(31.08.17) Die achtköpfige Crew des holländischen Trawlers "Jan Senior - ARM-7", 560 BRZ (IMO-Nr.: 8718938), wurde am 29.8. im Hafen von Vlissingen verhaftet, weil sie das Leben von Fischereiinspektoren der holländischen Food and Welfare Authority (NVWA) und Mitarbeitern von Rijksreederij gefährdet hatten. Das Schiff war zuvor von der Küstenwache in den Hafen eskortiert worden, wo die Polizei an Bord tätig wurde und die Seeleute in die Wache brachte.
Der Trawler war dabei beobachtet worden, wie er mit zu kleinen Maschen, die innerhalb eines zulässigen Netzes versteckt waren, gefischt hatte. In der Nacht kamen die drei Inspektoren mit einem Schlauchboot längsseits. Die "Jan Senior" reagierte nicht auf deren Rufe. Stattdessen wurde auf einmal begonnen, die Netze aufzuholen, woraufhin sich das Schlauchboot darin verfing und unter Wasser gezogen wurde.
Zweien der Inspektoren gelang es, an Bord zu klettern. Dann stoppten sie das Schiff. Die Netze und der Fang wurden für beschlagnahmt erklärt, doch der Skipper entsorgte sie über Bord, um die Indizien zu vernichten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht bei Neeltje Jans im Sturm in Schwierigkeiten
(31.08.17) Die Crew einer schwedischen Segelyacht funkte am 30.8. einen Notruf, nachdem ein Segel um 19.50 Uhr nahe der Oosterscheldekering gerissen war. Das Rettungsboot „Koopmansdank“ lief zur Assistent der bei Neeltje Jans bei Nordwestwind von sieben Beaufort und Wellenhöhen von 2,5 Metern treibenden, mit drei Personen besetzten Yacht aus. Das schlagende Segel hatte sich in der Takelage verfangen und das Boot manövrierunfähig gemacht.
Es wurde entschieden, die Yacht in Schlapp zu nehmen. Inzwischen traf auch das Rettungsboot „Uly“ aus Westkapelle vor Ort ein, das sich auf einer Übung befunden hatte. Gemeinsam gelang es den Seenotrettern, das Segel zu sichern und an Deck zu verschnüren. Die Yacht hatte sich auf der Fahrt von Amsterdam zum Englischen Kanal befunden. Wegen eines Ruderschadens hatte sie bereits Kurs auf einen Hafen an der Nordseite von Neeltje Jans genommen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker bei Beauhornois aufgelaufen
(31.08.17) Der unter Singapur-Flagge laufende Tanker "Bro Anna", 12164 BRZ (IMO-Nr.: 9344435), lief mit einer Ladung Benzin am Abend des 29.8. um 18.10 Uhr an der Südseite Beauharnois Canal auf Grund. Er konnte am Morgen des 30.8. wieder flottgemacht werden und verholte zu einem Liegeplatz oberhalb von Schleuse 4 in Montreal. Das Transportation Safety Board of Canada (TSB) schickte zwei Inspektoren nach Beauharnois in Montérégie, die die Havarie vor Ort untersuchen sollten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kuttercrew kam bei Kollision ums Leben
(31.08.17) Zwei Männer kamen ums Leben, einer wurde vermisst, nachdem am 31.8. ein 4,6-Tonnen-Kutter vor Pohang an der südkoreanischen Küste mit einer 1,207-Tonnen-Barge kollidiert war. Die Coast Guard konnte zwar zwei Mann bergen, doch sie wurden später im Krankenhaus für tot erklärt. Der dritte wurde mit sieben Patroullienbooten, neun anderen Fahrzeugen, drei Marineschiffen und zwei Hubschraubern weiter gesucht.
Die Barge wurde von einem Schlepper von Ulleung Island gezogen, der Kutter wollte gerade einlaufen. 20 Zentimeter des Bugs ragten noch aus dem Wasser, nachdem er gesunken war.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter vor Gabriola Island in Brand
(31.08.17) Die fünfköpfige Crew des 22 Meter langen, amerikanischen Kutters “Sea Valley II” konnte am 30.8. gerettet werden, nachdem dieser vor der Küste von Gabriola Island in Brand geraten war. Mehrere Schiffe steuerten den an der Nordseite von Entrance Island einen Kilometer nordöstlich von Gabriola in Rauchwolken gehüllten Havaristen an. Die Crew wurde von einem Hovercraft abgeborgen und nach Richmond in Vancouver gebracht, wo sie von der Marinepolizei betreut wurden.
Die kanadische Coast Guard traf um 17.15 Uhr vor Ort ein. Das Feuer war im Maschinenraum ausgebrochen. Um das fünf Kilometer vor der Silva Bay treibende Schiff wurde eine Sicherheitszone eingerichtet. Dann wurde der Brand gelöscht und der Havarist abgeschleppt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bohrschiff nach Strandung quer durchs Fahrwasser getrieben
(31.08.17) Die Paragon Offshore arbeitete an einem Bergungsplan für das gestrandete Bohrschiff "Paragon DPDS 1" in im Zufahrtskanal von Corpus Christi Port. Das Schiff hatte erst an der Nordseite festgesessen, doch dann riss es sich durch die Strömung wieder los und lag nun an der Südseite des Fahrwassers. Der Bergungsplan muss von der Küstenwache genehmigt werden.
Das Bohrschiff lag auf ebenem Kiel und war beleuchtet, damit es nachts sichtbar ist. Ein Schlepper überwachte die Lage des Havaristen. Bis zur Wiedereröffnung des Hafens am 4.9. soll die Bergung abgeschlossen sein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bulkcarrier "Star of Sawara"
(Bild: Karl Kautz)   Großbild klick!

Frachter bei Falster auf Grund gelaufen
(30.08.17) Am 29.8. um 13 Uhr lief der unter Panana-Flagge registrierte Bulkcarrier "Star of Sawara", 39737 BRZ (IMO-Nr.: 9384930) an der Südspitze von Falster 15 Kilometer in der Kadetrinne auf der Reise von Ust-Luga, wo er am 27.8. um 5.50 Uhr ausgelaufen war, nach New Orleans mit einer Düngerladung auf Grund. Sie wollte die Kadetrinne in Richtung Fehmarnbelt passieren. Das Schiff kam außerhalb der Tiefwasserrinne mit einem Tiefgang von 13,2 Metern fest.
Die dänische Marinebehörde schickte das Patroullienboot „Najaden", ein Ölüberwachungsflugzeug und das Ölbekämpfungsschiff „Gunnar Thorson" zur Strandungsstelle. Seit Mitternacht war im Auftrag der japanischen Eigner auch der Schlepper "Fairplay XII“ (IMO-Nr.: 9107409) aus Rostock kommend vor Ort. Der Rumpf des Frachters, der mit dem Vorschiff auf Grund aufsaß, war stabil, und es gab auch kein Leck. Aus eigener Kraft kann die „Star of Sawara“ nicht mehr freikommen.
Warum der Frachter bei guter Sicht aus dem für derart große Schiffe vorgeschriebenen Fahrwasser abkam, war noch Gegenstand der Ermittlungen der dänischen Behörden.
Ob der Schlepper noch am 30.8. mit einem Bergungsversuch starten würde, war derzeit unklar. Zunächst musste ein Bergungsplan durch die dänischen Behörden genehmigt werden.
Das Schiff hat eine Tragfähigkeit von 76.553 Tonnen, eine Länge von 224,94 Metern, eine Breite von 32,26 Metern und einen Tiefgang von bis zu 14,14 Metern. Es läuft für die World Marine Co. Ltd. in Tokio und wurde 2008 erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Archivbild Fähre "Blue Star Patmos"
(Bild: C messier)   Großbild klick!

Fähre vor Ios aufgelaufen
(30.08.17) Am 30.8. um 1.45 Uhr lief die griechische Fähre "Blue Star Patmos" vor dem Hafen von Ios aus bislang ungeklärter Ursache auf Grund. An Bord waren 205 Passagiere und eine 87-köpfige Crew, als sie am 29.8. gegen 23 Uhr aus Naxos auslief. Es erlitt nach dem Auflaufen einen Wassereinbruch, der aber unter Kontrolle gebracht werden konnte.
Die Passagiere und 44 Besatzungsmitglieder wurden von der Katamaranfähre "Super Jet" sowie das Touristenboot "Vassilios" abgeborgen und nach Ios gebracht. Jene, die nach Thira und Anafi weiter wollten, wurden von der Fährgesellschaft auf andere Schiffe gebucht. Auch 43 Mann der Crew gingen aus Sicherheitsgründen von Bord. Vor Ort herrschten fünf Beaufort Wind aus Nordwest. Sicherheitsboote und Fahrzeuge der griechischen Coast Guard waren vor Ort. Am Vormittag ging der Schlepper “Christos XI” (IMO-Nr.: 8012011) an der Strandungsstelle in Stellung.
Nachmittags sollten Taucher der Coastguard eine Untersuchung des Rumpfes durchführen. Die "Blue Star Patmos", die zwischen Piräus, Syros, Paros, Naxos, Ios, Thira und Anafi verkehrt, hatte eine Ladung von 21 Pkw, 12 Trucks und drei Motorrädern an Bord.
Quelle:Tim Schwabedissen



Charteryacht “Plevier“ ohne Ruder
(Bild: RNLI)   Großbild klick!

Charteryacht verlor Ruder
(30.08.17) Das RNLI-Boot aus Sheerness wurde am 28.8. um 14.33 Uhr von der Coastguard alarmiert, nachdem die holländische Charteryacht “Plevier“ ihr Ruder verloren hatte und manövrierunfähig geworden war. Die Crew warf Anker westlich der Mid Swatch-Tonne, wo die Seenotretter die Yacht um 14.51 Uhr lokalisierten. Ein Rettungsmann wurde an Bord übergesetzt und half, eine Schleppverbindung herzustellen.
Weil die Yacht beim Schleppen heftig gierte, ging es nur sehr langsam zum Hafen voran. Sogar eine Dragge verschaffte nur wenig Erleichterung. Um 16.15 Uhr konnte das Boot mit einem holländischen Ehepaar sowie dessen 15-jährigem Sohn an Bord an eine Mooring in Queenborough Harbour gebracht werden. Von hier waren sie zuvor nach London ausgelaufen. Um 16.33 Uhr kehrte das Rettungsboot zurück zu seiner Station.
Quelle:Tim Schwabedissen



Indischer Frachter aufgelaufen
(30.08.17) Der indische Frachter “Mohun Bagan IV” lief am Abend es 28.8. auf dem Meghna River in Bangladesch auf Grund. Das Schiff war mit 2.000 Tonnen Stahl an Bord von Haldia in Indien kommend unterwegs. Es hatte eine 13-köpfige Crew an Bord.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motorboot bei Skallevoldstranda gestrandet
(30.08.17) Ein Motorboot erlitt am 28.8. gegen 19 Uhr einen Motorausfall und trieb auf den Strand vor Skallevoldstranda nördlich von Tønsberg. Das NSSR-Rettungsboot "Eivind Eckbo" wurde von der Station in Jarlsø gerufen, doch stellte sich heraus, dass das Wasser an der Strandungsstelle zu flach war, um ein Eingreifen zu ermöglichen.
Glücklicherweise war aber das Patroullienboot “Nornen" der Coastguard in der Nähe und konnte ein Beiboot aussetzen. Dieses schleppte das Motorboot samt seinem Skipper wieder frei.
Quelle:Tim Schwabedissen



Arbeitsboot bei Nord-Vättern gestrandet
(30.08.17) Am 29.8. funkte ein Arbeitsboot mit zwei Mann an Bord SOS, nachdem es in Nord-Vättern Motorschaden erlitten hatte und auf Grund getrieben war. Vor Ort herrschten Windgeschwindigkeiten von 10-12 Metern pro Sekunde und hoher Seegang. Das Rettungsboot aus Askersund sicherte den Havaristen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kaputtes Toilettenventil ließ Trawler sinken
(30.08.17) Der britische Trawler "Eben Häezer - GY 57", 418 BRZ (IMO-Nr.: 8211772), sank in der Nacht zum 27.8. im Hafen von IJmuiden. Das Schiff hatte seit dem 25.8. am Kai einer örtlichen Werft gelegen, als es plötzlich zu einem starken Wassereinbruch im Maschinenraum kam. Versuche der philippinischen Crew, es zu lenzen, schlugen fehl.
Das Schiff setzte auf dem Hafengrund auf, blieb aber wegen der geringen Wassertiefe teilweise über Wasser. Nachdem die Feuerwehren aus Kennemerland und Haarlemmermeer mit einer Hochleistungspumpe die gefluteten Räume auspumpten, schwamm die “Eben Häezer” mit dem folgenden Hochwasser wieder auf.
Am Morgen des 27.8. war es wieder schwimmtüchtig und konnte bei der Werft gedockt werden. Der Schaden betrug allerdings zwischen 700.000 und 800.000 Euro. U.a. war die gesamte Bordelektrik zerstört worden. Die Reparatur dürfte 10 bis 12 Wochen dauern. Ein Rückschlagventil der Toilette hatte versagt und den Wassereinbruch verursacht
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter vor Florø in Seenot
(30.08.17) Am 30.8. um 4.30 Uhr erlitt der norwegische Trawler "Victoria May - SF 267-V", 228 BRZ (IMO-Nr.: 9596246), der am 23.8. aus Peterhead ausgelaufen war, Maschinenschaden westlich von Florø und funkte manövrierunfähig in der See treibend Mayday. Das MRCC in Südnorwegen schickte sowohl einen Sea King-Helikopter wie auch das norwegische Offshore-Versorgungsschiff „Ocean Alden", 3166 BRZ (IMO-Nr.: 9544877), zum Havaristen. Dieses nahm den Trawler bei rauer See in Schlepp in Richtung von Florø.
Dann aber meldete die „Victoria May“ Wassereinbruch. Das NSSR-Rettungsboot "Halfdan Grieg" kam ebenfalls zu Hilfe und übergab eine Lenzpumpe. Mit dieser konnte der Havarist soweit stabilisiert werden, dass er in geschütztere Gewässer geschleppt werden konnte.
Ein Abbergen der Crew war bei der unruhigen See als zu unsicher erschienen. Die „Halfdan Grieg“ übernahm dann die Schlepptrosse, und um 11 Uhr konnte der Trawler in Gunhildvågen in Florø festgemacht werden. Die „Victoria May“ ist 24,27 Meter lang, sieben Meter breit, hat drei Meter Tiefgang und wurde 2011 erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter bei Gunhildvågen auf Grund gelaufen
(30.08.17) Am 29.8. um 14.30 Uhr lief der unter Färöer-Flagge registrierte Frachter "Eikefjord", 1209 BRZ (IMO-Nr.: 8417259), der am 27.8. aus Egersund ausgelaufen war, in Gunhildvågen bei Auseholet auf Grund. Die sechsköpfige Crew blieb unversehrt. Ein Schlepper wurde zur Assistenz gerufen und machte den Havaristen wieder flott. Um 15.30 Uhr machte die „Eikefjord“ in Florø fest.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bis zu 13 Tote bei Schiffsunglück vor Komoren
(30.08.17) Am Morgen des 27.8. sank ein zum Fahrgastschiff umgebauter Kutter, der zwischen Ngazidja and Mwali verkehrt, mit 26 Passagieren an Bord vor Shindini südlich von Ngazidja. Es war bei stürmischer See nach Mwali unterwegs. Drei Personen wurden tot geborgen, 10 vermisst und nur 13 Menschen, darunter ein Kind, lebend geborgen.
11 von ihnen wurden am Unglückstag, zwei weitere am 28.8. gerettet. Die Suche nach den Übrigen dauerte durch Zivilschutz, Polizei, Taucher, Fischer und Anwohner der Kommunen von Simambwani, Uropveni und Shindini an. Das Boot war wohl überladen, es hätte maximal 10 Menschen befördern dürfen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Warnung vor Öl aus Wrack der Niagara
(30.08.17) Taucher und Berger warnten, dass der Rumpf des 1940 vor Bream Head, Whangarei, von einer deutschen Mine versenkten Passagierschiffs RMS “Niagara“ durchrosten und eine Ölpest verursachen könnte. Das Wrack liegt in 120 Metern Tiefe auf der Seite zwischen den Hen and Chicken und den Mokohinau Islands, und seit dem Untergang lief immer wieder Öl aus.
Das Schiff war in der Nacht zum 19.6.1940 unterwegs von Auckland nach Vancouver und hatte neben Passagieren eine geheime Ladung Goldbarren an Bord, mit der die britische Regierung amerikanische Munition bezahlte. Eine von 228 Minen, die der deutsche Hilfskreuzer „Orion“ eine Woche zuvor ausgelegt hatte, um den Hafen von Auckland zu blockieren, riss ein großes Loch in den Rumpf.
Die Passagiere wurden gerettet und auch das meiste Gold geborgen. Doch das Öl blieb als tickende Zeitbombe weiter in den Bunkertanks. Es steigt in tennisballgroßen Klumpen aus verrosteten Rohren auf. Wenn der Rumpf des Wracks zusammenbricht, könnten größere Mengen freiwerden.
Maritime New Zealand wusste nicht, wieviel Öl noch in den Tanks der “Niagara” ist, ging aber nicht von größeren verbliebenen Mengen aus. Viel Öl lief bei der Versenkung aus, weiteres bei den späteren Bergungsarbeiten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Porsche auf Fähre in Flammen
(30.08.17) Die Crew der britischen Fähre "Red Falcon", 4128 BRZ (IMO-Nr.: 9064047), musste am 28.8. einen Fahrzeugbrand auf dem Oberdeck des Schiffes, das von Cowes nach Southampton verkehrt, löschen. Ein klassischer Porsche hatte Feuer gefangen, nachdem er um 17.20 Uhr in Ost-Cowes auf das Wagendeck gefahren war. Es gelang schnell, die Flammen im Motorblock zu ersticken, und mit nur fünf Minuten Verspätung lief die Fähre nach Southampton aus.
Quelle:Tim Schwabedissen



Vier Tote und zwei Vermisste nach Schiffbruch vor Südkorea
(30.08.17) Zwei Fischer wurden vermisst, vier kamen ums Leben nachdem am 30.8. ein Kutter vor Cape Homi in Pohang an der Südostküste von Südkorea kenterte. Um 12:50 Uhr wurde die Coastguard von einem Handelsschiff alarmiert, das den 27-Tonner kieloben im Wasser treibend entdeckt hatte. Es trieb 40 Kilometer östlich des Kaps.
Die Coastguard konnte den Skipper und zwei Crewmitglieder lebend retten. Vier weitere trieben bewusstlos im Wasser und wurden mit einem Hubschrauber ins Krankenhaus geflogen, wo sie starben. Nach den übrigen beiden wurde weiter gesucht.
Beteiligt waren drei Hubschrauber und 10 Patroullienboote der Coastguard sowie ein Schiff und drei Helikopter der Marine. Das Schiff war um 4.30 Uhr umgeschlagen. Es war gegen drei Uhr aus dem Hafen von Guryongpo in Pohang ausgelaufen. Wellen von bis zu drei Metern Höhe wurden ihm zum Verhängnis.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter will sich nach Unfallflucht stellen
(30.08.17) Die Reederei des Frachters "KSL Anyang", der am 26.8. mit dem indischen Kutter "Arogya Annai" aus Neendakara Port in Kollam kollidiert war und danach die Unfallstelle verließ, will bei der Untersuchung mit den indischen Behörden kooperieren. Das Schiff befand sich derzeit in internationalen Gewässern und sollte für eine Untersuchung in zwei Tagen nach Port Blair einlaufen. Hier sollte ein Team der DG Shipping an Bord gehen.
Die sechsköpfige Crew des Kutters aus Tamil Nadu wurde von den Fischern auf der "Love Maria", die sich in der Nähe der Unglücksstelle 40 Meilen vor Kollam befand, gerettet. Sie wurde ebenso wie ihr beschädigtes Schiff nach Neendakara gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bislang 285 illegale Kutter vor Malaysia versenkt
(30.08.17) Die Malaysian Maritime Enforcement Agency (MMEA) hat am 30.8. einen Kutter, der beim illegalen Fischfang aufgebracht wurde, 7,9 Meilen vor der Küste von Tok Bali, Kelanta, in Brand gesetzt und zerstört. Es war die erste solche Operation in dem Staat. Zuvor waren aufgebrachte Kutter als künstliche Riffe versenkt worden.
Dies hatte illegale Fischer aber nicht von ihrem Tun abgehalten. Bislang wurden 285 Kutter in ganz Malaysia versenkt. So soll die Anzahl der illegalen Fischer in den Gewässern von Tok Bali reduziert werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Maud auf dem Heimweg nach Norwegen
(30.08.17) 87 Jahre nachdem das Entdeckerschiff “Maud” von Roald Amundsen nahe der Cambridge Bay, Nunavut, sank, ist das Schiff nun endgültig auf der Heimreise nach Norwegen. Nachdem es 1930 in flachem Wasser volllief, hatte es dort gelegen, bis der Norweger Jan Wanggaard und sein Team die Maud Returns Home-Kampagne starteten. Jahrelang arbeiteten sie daran, das Wrack zu heben, und am 29.8. nun begann die lange Fahrt nach Oslo auf einer Barge.
Es wird auf Ostkurs duch die Nordwest-Passage gehen, ehe im Winter in Grönland pausiert und dann die finale Etappe nach Norwegen angetreten wird. Amundsen war der erste, der mit ihr diese Passage gemeistert hatte. Er wollte mit dem 1917 erbauten Schiff den Nordpol erreichen, scheiterte aber mehrfach. Nachdem er seine Verbindlichkeiten nicht mehr zahlen konnte, wurde die „Maud“ beschlagnahmt und an die Hudson's Bay Company verkauft, die sie als schwimmenden Handelsposten nutzte, bis sie sank.
Im vergangenen Jahr wurde das Wrack mit vier Hebeballons aus seinem eisigen Grab geholt, auf der Barge eingeschwommen und trocknete den Winter über aus. Wenn alles nach den Wünschen von Wanggaard verläuft, könnte die “Maud” im Dezember 2018, 100 Jahre nach dem Auslaufen aus den Gewässern Norwegens, heimkehren.
Quelle:Tim Schwabedissen



Seenotretter hatten zwei Fälle in einer Viertelstunde
(30.08.17) Das RNLI-Rettungsboot “The Gough Ritchie 2” aus Port St. Mary wurde am 29.8. alarmiert, nachdem die 10 Meter lange “Shona” Treibstoffprobleme und Motorausfall erlitten hatte. Sie trieb eine Meile vom Hafen entfernt unweit des Sugar Loaf Rock dicht vor den Chasms. An Bord waren sechs Passagiere.
Der Crew der “Shona” gelang es aber, die Maschine wieder zum Laufen zu bekommen. Als sich das Boot mit eigener Kraft auf den Rückmarsch nach Port St Mary machte, wurde es sicherheitshalber von den Seenotrettern eskortiert. Beim Annähern an den Hafen bemerkten diese, dass ein sechs Meter langes Motorboot ebenfalls Probleme mit dem Antrieb hatte, und schleppten es längsseits zurück zu seiner Mooring.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sportboot auf dem Rhein gesunken
(30.08.17) Am Abend des 29.8. sank auf dem Rhein im Bereich der Großen Gieß bei Heidenfahrt ein mit vier Personen besetztes Sportboot. Der Bootseigner und seine Gäste ließen sich zwischen Heidenfahrt und Frei-Weinheim mit laufendem Motor treiben, als sie nach kurzer Zeit eindringendes Wasser im Heckbereich des Bootes feststellten. Der Skipper versuchte mit seiner Lenzpumpe, das Wasser außenbords zu pumpen. Durch die Wellen vorbeifahrender Sportboote schwappte jedoch weiter Wasser über das Heck ins Boot, das hierdurch volllief und innerhalb kurzer Zeit sank. Mit einem Sprung ins Wasser konnte sich die Bootsbesatzung retten und unverletzt durch andere Sportbootfahrer gerettet.
Die Feuerwehr konnte das mit dem Bug noch aus dem Wasser ragende, kieloben liegende Gefährt mit einem Boot in Schlepp nehmen und an der Rampe Heidenfahrt aus dem Wasser ziehen. Hierdurch wurde es teilweise aber beschädigt. Geringe Mengen an Kraftstoff traten ebenfalls aus.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motoryacht sinkt
(Bild: ORCA)   Großbild klick!

Motoryacht sank vor Palmarola
(29.08.17) Ein Paar aus Parma drohte nach dem Schiffbruch seiner 15 Meter langen Motoryacht zu ertrinken. Diese war auf die Felsen von Mezzogiorno vor der Insel Palmarola gelaufen. Das Boot schlug leck und sank. In der Kajüte bildete sich aber eine Luftblase, die den beiden das Leben rettete. Sie wurden von der Coast Guard aus Ponza abgeborgen und in den Hafen gebracht.
Das Wrack der Yacht wurde von der Orca Commercial Diving SRL geborgen und ebenfalls nach Ponza eingeschleppt. Die Coast Guard der Insel leitete eine Untersuchung ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler "Rockall" gesunken
(Bild: Skagen Redningsstation)   Großbild klick!

Kutter in Skagen gesunken
(29.08.17) Am 28.8. um 00.15 wurden die Seenotretter der DSRS-Station in Skagen gerufen, weil ein am Kai liegender Kutter starken Wassereinbruch erlitten hatte. Als sie dort eintrafen, war das Schiff aber bereits gesunken. Es hatte einen Maschinenausfall erlitten und war dann auf Steine gelaufen und leckgeschlagen.
Die Seenotretter rückten angesichts des Umstandes, dass sie nichts mehr ausrichten konnten, wieder ab. Bei dem Untergang kam es zu keiner Ölverschmutzung. Der Kutter wurde am Tag nach dem Untergang bereits wieder aus dem Wasser gehoben und repariert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter "Leonardo" zerbrochen
(Bild: Coastalsafety)   Großbild klick!

Vorderer Hälfte der Leonardo vorm Bosporus gesunken, Achterschiff auf Felsen fest
(29.08.17) Etliche Stunden lang trieb die vordere Hälfte des unter der Flagge von Mongolia laufenden Frachters "Leonardo", 2466 BRZ (IMO-Nr.: 7529641), noch in den Wellen rund einen Kilometer vor Kilyos, nachdem das Schiff am 27.8. auseinandergebrochen war. Dabei drang langsam immer mehr Wasser in den leeren vorderen Laderaum ein, sodass es schließlich sank. Die Untergangsstelle sollte am 28.8. auf mögliche Verschmutzungen hin inspiziert werden.
Bisher gab es keine Hinweise auf Kontaminationen. Auch die Tanks im Achterschiff, das nach dem Zerbrechen des Frachters von Schleppern in Richtung der Küste bugsiert worden war, bis es dort auf Felsen aufsetzte, haben bislang dichtgehalten. Am 28.8. sollte versucht werden, die dort befindlichen Kraftstofftanks auszupumpen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Crew wird abgeborgen
(Bild: RNLI)   Großbild klick!

Sieben Personen von sinkendem Motorboot gerettet
(29.08.17) Am 17.8. gegen 18 Uhr wurde das RNLI-Boot aus Fowey alarmiert, nachdem ein Motorboot vor dem Hafen zu sinken begonnen hatte. Es gehörte zu einer Flottille kleiner Boote, die einer Vorführung der Kunstflugstaffel der Red Arrows beigewohnt hatte. Auch das Rettungsboot “Maurice and Joyce Hardy” war währenddessen auf See gewesen, um schnell eingreifen zu können, falls es einen Einsatz gab.
Angesichts der hohen Zahl von Sportbooten hätte es ansonsten Probleme bekommen können, den Hafen zu verlassen. Als die Seenotretter nun gerade an ihren Liegeplatz zurückkehren wollten, hörten sie einen Funkspruch der Coastguard über ein Motorboot in Seenot. Binnen kurzer Zeit konnte es ausgemacht werden, und die Seenotretter liefen mit hoher Fahrt zu dessen Position.
Beim Eintreffen war rasch klar, dass das Boot im Sinken begriffen war, deshalb wurden die sieben Insassen sofort von Bord geholt. Inzwischen lag deren Boot bereits halb unter Wasser. Es gelang, mit drei Leinen dessen vollständigen Untergang zu verhindern.
Das Motorboot wurde in diesem Zustand längsseits der „Maurice and Joyce Hardy“ langsam in den Hafen von Fowey zurückgeschleppt. Hier wurden die Schiffbrüchigen an Land abgesetzt. Dann wurde unter Assistenz der Boote des Fowey Harbour Commissioner das Motorboot zurück an die Wasseroberfläche gebracht und am Penmarlam Quay auf Grund gesetzt.
Nun konnte es vollständig gelenzt werden. Um 20.30 Uhr waren die Seenotretter wieder klar auf Station.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schlepper „Okinawa“ wird versenkt
(Bild: Anna Geggis)   Großbild klick!

Meerjungfrau wartet in neuem künstlichen Riff auf tauchende Kundschaft
(29.08.17) Vor der Küste von Pompano Beach wurde am Nachmittag des 19.8. der ausgediente, 108 Fuß lange US-Schlepper „Okinawa“, 350 tdw, als künstliches Riff versenkt. Das Schiff landete auf 70 Fuß Tiefe eine halbe Meile östlich der Pompano Beach Pier und ragte bis zu 40 Fuß hoch unter die Wasseröberfläche auf.
Ein anderer Schlepper hatte es von seinem letzten Liegeplatz am Ocean Boulevard im Hillsboro Inlet Park zur Versenkungsposition geschleppt, wo bereits hunderte von Sportbooten warteten, um dem Ereignis beizuwohnen. Die „Okinawa“ war zuvor mit Skulpturen, Seeschlangen und sogar einer Seejungfrau mit Namen Sylvana, die der Künstler Dennis McDonald gestaltet hatte, an einer vom
Taucherbar des Schleppers „Okinawa“
(Bild: Anna Geggis)   Großbild klick!
Hauptsponsor Finlandia Vodka finanzierten Unterwasserbar mit Namen Midnight Sun ausgestattet worden, um Tauchern besondere Fotomotive zu bieten. Damit soll der Tourismus in Pompano Beach weiter angekurbelt werden. Das Schiff wurde Teil des sogenannten Shipwreck Park.
Der Schlepper “Champion” übernahm das Versenkungsteam von der „Okinawa“, nachdem alle Vorbereitungen für die letzte Reise des über die Toppen geflaggten Veteranen abgeschlossen waren. Dann sackte dieser langsam tiefer in der See, und um 10:10 begann das Wasser über das Deck zu spülen. Von da an dauerte es nur noch fünf Minuten, bis sich die Fluten über dem Schiff schlossen, das planmäßig auf ebenem Kiel über den Bug wegsackte.
Um 10.17 Uhr ertönte ein Chor von Signalhörnern, als die „Okinawa“ verschwunden war. Kurz darauf stiegen die ersten Taucher ab und fanden das Wrack in der erwünschten Lage auf Grund vor. Die neue Attraktion ist indes nur ein Drittel so groß wie Pompanos erste Unterwasserinstallation, der 324 Fuß lange Abwassertanker „Lady Luck“, der 2016 versenkt wurde.
Die Shipwreck Park Foundation entstand aus einer Kooperation der Stadt und örtlichen Geschäftsleuten, die die Sandfläche vor der Küste beleben wollten. Der jüngste und 18. Zugang zum Unterwasserpark wurde 1953 von der Higgins Ind. für die U.S. Army als „LT 1970“ erbaut und später in „Okinawa“ umbenannt. 2003 wurde sie außer Dienst gestellt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Unter der Brücke eingeklemmt ...
(Bild: RNLI)   Großbild klick!

Losgerissene Yacht hing unter Brücke fest
(29.08.17) Am 21.8. um 18.29 Uhr wurde das RNLI-Boot aus Barmouth RNLI von der Coastguard alarmiert, nachdem eine 34 Fuß lange Segelyacht sich von ihren Moorings losgerissen hatte und gegen die Barmouth Bridge getrieben war. Die Seenotretter waren mit ihrem kleinen Boot rasch vor Ort und stellten zunächst sicher, dass sich niemand an Bord befand. Dann riefen sie das Seeboot um 18.45 Uhr hinzu.
Mit dem starken auflaufenden Tidenstrom wurde die Yacht unter die Brücke gedrückt und gegen diese gepresst, sodass entschieden wurde, bis zum Scheitelpunkt, der um 20.55 Uhr erwartet wurde, nichts weiter zu unternehmen. Seile, die von der Yacht herabhingen, hatten sich in der Brücke verfangen, sodass die Bergung sehr vorsichtig angegangen werden musste, um auch die Seenotretter nicht zu gefährden. Dabei arbeiteten sie mit dem Hafenmeister und dem Barmouth Coastguard Team, die sich auf der Brücke befanden, zusammen.
Diese gaben von oben die notwendigen Informationen über die Lage, in der sich die Yacht in der Brückenstruktur verfangen hatte. Um 21.43 Uhr brach der Mast des Bootes unter dem Druck der Tide. Dadurch kam es aber unter dem Brückenbogen frei, und die Seenotretter konnten es zu einem sicheren Liegeplatz schleppen. Um 23.15 Uhr war der Einsatz beendet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Lange Nacht für Seenotretter in Eyemouth
(29.08.17) In der Nacht zum 25.8. entwickelte der in Dunbar stationiert, 11 Meter lange Trawler “May Queen V”, (MMSI-Nr.: 235107349), der in Eyemouth lag, auf einmal schwere Schlagseite und lief mit der auflaufenden Flut voll. Die Küstenwache alarmierte beide örtliche RNLI-Boote, die die Situation untersuchten, aber nichts gegen die Flutung aller Abteilungen des Schiffes unternehmen konnten.
Der Trawler wurde bestmöglich gesichert, und der Hafenkapitän veranlasste das Ausbringen von Ölsperren um das Wrack Nachdem diese Arbeit beendet war, konnten die Rettungsboote zu ihrer Station zurückkehren. Beim Höchststand der Flut richtete der Kran einer örtlichen Bootswerft die „May Queen V“, deren Ruderhaus noch aus dem Wasser ragte, wieder auf.
Drei Stunden später kehrte eines der Rettungsboote zurück, nachdem der Wasserstand wieder gefallen war. Mit zwei Lenzpumpen wurde begonnen, den Trawler auszupumpen. Während dieser Arbeit mussten die Seenotretter nebenher noch ein im Hafen treibendes Angelboot einfangen. Nachdem dann die „May Queen“ trockengelegt war, konnten die Rettungsboote ihren Einsatz beenden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter nach Withernsea abgeschleppt
(29.08.17) Das RNLI-Boot aus Withernsea wurde am 25.8. kurz nach 10 Uhr alarmiert, nachdem der Kutter “Misty Blue“ vier Meilen südöstlich von Withernsea Maschinenschaden erlitten hatte. Das Rettungsboot „Henley Eight” lokalisierte den Havaristen mit seiner zweiköpfigen Crew fast zwei Meilen von der zuletzt durchgegebenen Position entfernt mithilfe der Angaben von Kameraden an der Station, die den Kutter mit Ferngläsern ausgemacht hatten. Nachdem das Rettungsboot ihn längsseits genommen hatte, wurde er binnen 45 Minuten bei ruhiger See zurück nach Withernsea geschleppt, wo er um 11:30 Uhr auf Strand gesetzt wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Knarrenkutter nach Lerwick abgeschleppt
(29.08.17) Das RNLI-Boot aus LERWICK wurde am Morgen des 16.8. alarmiert, nachdem der zehn Meter lange Knarrenkutter “Sadie Joan” vor Noss Ruderausfall erlitten hatte und manövrierunfähig geworden war. Die Seenotretter trafen um 9.30 Uhr vor Ort ein und schleppten das Boot und seinen Skipper um 11.15 Uhr nach Lerwick ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler drohte in Douglas zu sinken
(29.08.17) Der 15 Meter lange, britische Trawler "Coral Strand II – PL 80" (MMSI-Nr.: 235102587) begann am 17.8. gegen vier Uhr im Hafen von Douglas zu sinken. Das Schiff lag längsseits eines weiteren Kutters an der Red Pier des Hafens auf der Isle of Man. Dieö örtliche Feuerwehr wurde alarmiert und konnte mit einer Hochleistungspumpe das eindringende Wasser wieder lenzen und mit einer provisorischen Reparatur die Leckage abdichten. Die Rettungskräfte waren rund zwei Stunden im Einsatz, bis der Trawler gesichert war.
Quelle:Tim Schwabedissen



Seenotretter über 14 Stunden im Einsatz für havarierten Trawler
(29.08.17) Das RNLI-Boot aus Arranmore assistierte am 18.8. dem 28 Meter langen, irischen Kutter "Dawn Ross" (MMSI-Nr.:250264000) und dessen fünfköpfiger Crew, der am 18.8. Maschinenausfall erlitten hatte, kurz nachdem er in den frühen Morgenstunden aus Killybegs ausgelaufen war. Die Havarie ereignete sich 10 Meilen nordwestlich von Glen Head. Die Seenotretter aus Arranmore liefen um 3.30 Uhr aus und erreichten den in zwei Meter hohen Wellen bei 5-7 Beaufort in der See treibenden Havaristen gegen fünf Uhr.
Die Bedingungen vor Ort waren schwierig, doch trotz Seegangs und Dunkelheit gelang es zunächst, eine Schlepptrosse festzumachen. Diese brach allerdings mehrfach wegen des hohen Gewichts des Kutters und der Schwell, doch schließlich gelang es, den Hafen von Killybegs anzusteuern. Es dauerte neun Stunden, ehe die „Dawn Ross“ dort festgemacht werden konnte, und geschlagene 14,5 Stunden nach der Alarmierung konnten die Seenotretter zu ihrer Station zurückkehren.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ölfilm um gesunkenen Kutter
(29.08.17) Nachdem der Kutter „Ocean Pioneer” am 8.8. in Pender Harbour sank, beobachteten Anwohner am 18.8. einen Ölfilm um das mit den Aufbauten noch aus dem Wasser ragende Wrack und alarmierten die kanadische Coastguard. Diese stellte fest, dass der Ölfilm nicht zu beseitigen war.
Die Coast Guard hatte das Boot im Whisky Slough in Pender Harbour überwacht, seit es leckgeschlagen und auf Grund gesackt war. Nach dem Untergang hatte sie bereits Öl aus den Tanks des Bootes abgepumpt, sodass sich keine nennenswerten Mengen mehr darin befunden haben konnten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ölverschmutzung in Schutzgebiet durch gestrandeten Kutter
(29.08.17) Am 25.8. funkte der amerikanische Schwertfisch-Kutter “Eyelander” Mayday, nachdem er nahe Green Island, rund vier Meilen südöstlich der Witless Bay in Mobile auf Grund gelaufen war. Das Schiff konnte wieder von den Felsen gezogen werden und setzte die Fahrt in die Witless Bay fort. Dabei kam es offenbar zu einer Ölverschmutzung durch die 20 bis 30 Tonnen Öl in dessen Tanks.
Eine Gruppe der Molly Bawn Whale-Puffin Tours sichtete an Bord des Ausflugsbootes „Corey Burry“ eine halbe Meile vor Tinkers Point in der Mobile Bay eine Ölspur von zwei Meilen Länge unweit von Great Island im Witless Bay Ecological Reservat. Sie rief um 15 Uhr die Coast Guard und gab die Koordinaten durch. Ein Team der Canadian Coast Environmental Response führte eine Untersuchung vor Ort vor und nahm etwas Öl auf, das meiste aber war nicht mehr zu bergen. Die Lage wurde weiter durch den Canadian Wildlife Service und Transport Canada überwacht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Versenkter Schlepper soll an toten Taucher erinnern
(29.08.17) Fast 70.000 Dollar der für die Versenkung des Schleppers “Greg MicKey” notwendigen 75.000 Dollar vor Cape Fear sind bereits zusammengekommen. Er soll an den im Sommer ums Leben gekommenen 21-jährigen Speerfischer und Tauchmeister Brian Davis erinnern. Dessen Freund Sam Blount hatte dazu eine Crowdfunding-Kampagne gestartet, die binnen der ersten zwei Wochen nicht nur über 25.000 Dollar einspielte, sondern dazu auch das notwendige Schiff.
Es könnte das erste einer Reihe von Wracks entlang der Frying Pan Shoals vor Bald Head Island werden. Die letzte Aktion war eine stille Auktion am 25.8, bei Waterman’s Brewing in Wrightsville Beach, an der hunderte von Bietern teilnehmen. Am Ende standen 29,000 Dollar auf der Habenseite. 58 Spender hatten über 100 Objekte bereitgestellt, von Tauchausrüstung bis hin zu Reisen nach Wyoming und auf die Bahamas.
Da auch die notwendigen bürokratischen Hürden genommen wurden, ist die Versenkung des Schleppers nun nur noch eine Frage der Zeit. Sie erfolgt im Rahmen des North Carolina Artificial Reefs Program. Im nächsten Sommer soll die „Greg Mickey“ dann auf Grund liegen.
Quelle:Tim Schwabedissen



480 Meter lange Röhren nach Kollision gestrandet
(29.08.17) Die Bergung von vier gigantischen Kunststoffröhren, die an der Küste von Norfolk antrieben, ist jetzt angelaufen, wird aber mehrere Wochen dauern. Die von der norwegischen Pipelife Norge konstruierten Röhren mit einem Durchmesser von 2,4 Metern hatten sich von dem unter St. Vincent-Grenadines-Flagge laufenden Schlepper "MTS Viscount", 369 BRZ (IMO-Nr.: 7610012), losgerissen, als dieser mit dem Containerfrachter "Samskip Courier" kollidierte. Die größten der für Algerien bestimmten und danach gestrandeten Segemente haben eine Länge von 480 Metern und liegen bei Winterton und Sea Palling.
Mit der Bergung wurden die DutchMarine BV und Marine Towing Services beauftragt. Bis zu sieben Schlepper und zwei Tauchteams waren im Einsatz. Die geborgenen Röhren sollen zunächst nach Lowestoft und dann zurück zu den Erbauern gebracht werden. Sie stellen keine Umweltgefährdung dar. Die Umstände der Havarie wurden weiter von der Maritime and Coastguard Agency untersucht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schlepper stand in Pulau Atas in Flammen
(29.08.17) Im Maschinenraum des indonesischen Schleppers “Robby 28” brach am 26.8. auf dem Mahakam River ein Feuer aus. Das Unglück ereignete sich in Pulau Atas im Sambutan-Distrikt von Samarinda in Ost-Kalimantan. Der Schlepper der PT Rusianto Bersaudara lag an der Lais Rive-Mole, als das Feuer wohl durch einen Kurzschluss um 4.30 Uhr ausbrach.
Es breitete sich dann auf die Aufbauten aus, und das Schiff wurde auf den Fluss hinausgezogen, um keine anderen Fahrzeuge zu gefährden. Die Löschbemühungen waren angesichts des rapide größer werdenden Brandes zunächst vergeblich. Das Schiff stand vom Heck bis zum Ruderhaus in Flammen.
Erst nach fünf Stunden konnten die Flammen von mehreren Feuerlöschbooten unter Kontrolle gebracht werden. Menschen kamen nicht zu Schaden. Die Port of Samarinda Port Police leitete eine Untersuchung ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Barge kollidierte mit Brückenpfeiler
(29.08.17) Die mit Zucker beladene Barge “TMS 16” kollidierte am Abend des 27.8. mit dem Pfeiler einer Brücke über Chao Phraya River in Ayutthayas Bangsai-Distrikt. Sie war eine von vieren, die vom Angthong Sugar Terminal Co Ltd.-Speicher in Angthong nach Bangkok unterwegs waren. Jede war mit 1.200 Tonnen Zucker beladen.
Die Barge stieß unweit der Wat Choeng Lane gegen das Bauwerk und wurde am Bug aufgerissen. Schlepper stabilisierten sie und lenzten das eindringende Wasser aus, um einen Untergang abzuwenden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schubverband sank vor Hirado – zwei Tote und ein Vermisster
(29.08.17) Zwei Männer kamen ums Leben, ein weiterer wurde vermisst, nachdem ein Schubschlepper und eine Barge am Morgen des 22.8. vor Hirado in der Nagasaki Präfektur sanken. Der 100-Tonnen-Schlepper, der mit einer 1.300-Tonnen-Barge und einer sechsköpfigen Crew vor Hirado geankert hatte, funkte um 3.40 Uhr ein Notsignal und ging kurz darauf unter. Die japanische Coast Guard barg wenig später die Leichen eines 59- und eines 46-jährigen Crewmitglieds aus dem Wasser. Der 48-jährige Skipper wurde bislang nicht gefunden. Die übrigen drei Mann wurden wohlbehalten gerettet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre auf Mazaruni River gesunken
(29.08.17) Die Fähre “Torani” schlug am 25.8. auf dem Mazaruni River in Guayana leck und kenterte wenig später. Ein Team des Transport and Harbours Department begab sich zur Unglücksstelle, um die Situation zu begutachten. Das Wrack lag auf der linken Flussbank 100 Meter von der Mazaruni Prison Wharf entfernt auf der Backbordseite. Die Steuerbordflanke ragte bei jedem Tidenstand aus dem Wasser. Das Schiff hatte zuvor am Mazaruni-Dock gelegen und hatte als Ersatzteillager für die “Makouria“ und „Malali“ gedient.
Zuvor war es an der Georgetown Wharf vertäut gewesen. Das Schiff wurde 1958 auf der Messrs Sprostons Ltd. nach den Plänen der 1959 in England gebauten „Makouria“ konstruiert und im Oktober 1960 an das Transport and Harbours Department übergeben. Sie wurde zwischen New Amsterdam und Rosignol sowie Stanleytown und Blairmonteingesetzt. Nach dem Bau der Berbice River Bridge wurde sie auf den Essequibo River verlegt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Rennyacht vor Australien gestrandet
(29.08.17) Die Rennyacht “Bumblebee V” strandete am 10.8. gegen zwei Uhr vor der Byron Bay an der Nordküste von New South Wales auf der Überführung zur Hamilton Island Race Week. Die Crew flüchtete in eine Rettungsinsel, als klar war, dass sie das Boot nicht mehr von den Felsen herunterbekommen würde. Nach dem Mayday-Ruf eilten Rettungskräfte, darunter der Westpac Lifesaver Rescue Helicopter, zum Kings Beach bei Broken Head, wo das Boot auf der Seite in der Brandung lag.
Das Ballina Jet Rescue Boat versuchte vergeblich, die „Bumblebee“ freizuschleppen. Jim Cooney, der die Yacht vor drei Jahren kaufte, koordinierte die Bergungsbemühungen. Die “Bumblebee V” gewann u.a. 2001 das Sydney Hobart Race unter John Kahlbetser.
Quelle:Tim Schwabedissen



20 Tote in irakischem Marineschiff gefunden
(29.08.17) Die Leichen von 20 irakischen Soldaten wurden aus dem Wrack des Küstenbootes "Al Misbar" geborgen. Acht Mann der Crew waren lebend und vier weitere tot aufgefunden worden, kurz nachdem es von dem Frachter “Royal Arsenal” (IMO-Nr.: 9186766), im Khor Abdullah Kanal zwischen Irak und Kuwait versenkt worden war. Die übrigen 16 Leichen wurden nach der Bergung am 26.8. gefunden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Lucky Seven bringt kein Glück
(29.08.17) Das gestrandete Casinoschiff "Lucky Seven", das weiter vor Miramar Beach in Goa liegt, hat jetzt einen 12 Meter langen Riss im Schiffsboden und lief bis auf Höhe des Hauptdecks voll, was die Bergungsarbeiten deutlich weiter erschwert. Der Propeller brach ab und versank im Sand. Es wurde befürchtet, dass die Stranderosion auf der Seite von Caranzalem sich auf 70 Meter ausweiten könnte, wenn das Schiff noch länger liegen bleibt. Am 10.8. war der Versuch, das Gefährt mit einer Kranbarge zu bergen, gescheitert.
Inzwischen wurde darüber nachgedacht, die Berger von ihrem Job zu entbinden und eine andere Firma unter Vertrag zu nehmen. Als letzte Option könnte das Schiff vor Ort verschrottet werden, was allerdings langwierig und aufwändig wäre.
Quelle:Tim Schwabedissen



Corpus Christi nach Havarie von Bohrschiff dicht
(29.08.17) Der Hafen von Corpus Christi musste auf unbestimmte Zeit für die Schifffahrt gesperrt werden, nachdem das liberianische Bohrschiff "Paragon – DPDS 1", 14274 BRZ (IMO-Nr.: 7418880), sich im Hurrikan Harvey am Morgen des 26.8. von seiner Mooring losgerissen hat. Es versenkte danach zunächst den Schlepper “ Signet Enterprise“, 366 BRZ (IMO-Nr.: 9204403), und beschädigte auch den zweiten ihrer Assistenzschlepper, die “Sabine Pass” (MMSI-Nr.: 367310530). Danach trieb sie im Zufahrtskanal zum Golf von Mexiko auf Grund.
Gulf Copper, eine private Kaianlage, an der die “Paragon” ankerte, liegt unmittelbar neben der Fährstelle von Port Aransas. Die Coast Guard konnte nach der Havarie alle in Gefahr befindlichen Menschen retten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Cheshire nach über zwei Wochen aus
(29.08.17) Am 27.8. gab die britische Bibby Lines bekannt, dass der Schwelbrand in der Düngerladung auf der “Cheshire” endgültig aus zu sein schien, mehr als zwei Wochen nachdem die Crew das Schiff hatte aufgeben müssen. Die spanischen Behörden haben den Bergern erlaubt, den Havaristen dichter nach Gran Canaria zu schleppen, um die Bergungsarbeiten zu erleichtern. Er darf sich der Küste jedoch nicht mehr als 12 Meilen annähern.
Die „Cheshire” war unterwegs von Porsgrunn nach Thailand, als am 12.8. die Ladung Ammoniumnitrat sich zu überhitzen begann. Am 13.8. traf sie vor Las Palmas zu einem Bunkerstopp ein, erhielt aber wegen des Schwelbrands keine Einlaufgenehmigung. Am 14.8. musste die 24-köpfige Crew von zwei SAR-Hubschraubern abgeborgen werden.
Berger der Resolve Marine trafen am 15.8. vor Ort ein, konnten wegen der lebensgefährlichen Bedingungen aber nicht an Bord gehen. Am 21.8. erst gelang es, eine Schleppverbindung herzustellen und den Havaristen zurück in Richtung Gran Canaria zu ziehen.
Sie befand sich am 27.8. rund 50 Meilen südöstlich von Gran Canaria am Haken des Schleppers “Red Sea Fos“. Schlechtes Wetter verhinderte das geplante Boarden des Frachters. Die fünf Laderäume des schwer von der Hitze gezeichneten Havaristen wurden weiter von außen gekühlt, und es wurde derzeit keine weitere Gasentwicklung festgestellt. Das Feuer war wohl durch eine chemische Reaktion in der Ladung entstanden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Crew sinkenden Frachters im Taifun gerettet
(29.08.17) Alle 11 Crewmitglieder wurden am 27.8. von dem sinkenden chinesischen Frachter „Hong-Tai 176“ (MMSI-Nr.: 413491510) evakuiert, der in den Gewässern von Hong Kong im tropischen Taifun Pakhar in Seenot geraten war. Es befand sich am Morgen 64 Meilen östlich von Hong Kong, als es einen Notruf funkte. Ein Hubschrauber des Government Flying Service (GFS) stieg in Hong Kong auf, um die Mannschaft zu retten. Als es am 90 Meter langen Schiff ankam, war das Vorschiff bereits vollständig überflutet.
Das Schiff wurde von Brechern überflutet und war im Sinken begriffen. Es gelang aber, aus der Luft alle 11 Personen an Bord vom Peildeck, auf das sie sich geflüchtet hatten, zu retten, ehe das Schiff kurz darauf sank. Der Rettungseinsatz wurde durch schwere Winde, heftige Wellen und schlechte Sicht behindert. Ein Besatzungsmitglied erlitt leichte Verletzungen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter im Randers-Fjord aufgelaufen
(29.08.17) Am 25.8. um 4.45 Uhr lief der holländische Frachter "Fiducia", 2862 BRZ (IMO-Nr.: 9467196), im Randers-Fjord auf Grund. Das Schiff war am 17.8. von Sevilla nach Randers ausgelaufen. Dort lag es, nachdem es wieder flottgemacht worden war, am 29.8. weiter am Kai.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schärenfähre rammte Brücke
(29.08.17) Mindestens zwei Passagiere der schwedischen Schärenfähre “Ungskrä” wurden verletzt, als sie am 28.8. mit einer Brücke im Blekinge-Schärengarten kollidierte. Einer erlitt eine Arm-, ein weiterer eine Rippenverletzung. Es befanden sich zu der Zeit 12 Personen an Bord.
Die Havarie ereignete sich bei geringer Geschwindigkeit, nachdem ein Regler nicht funktionierte. Das 14 Meter lange Schiff ist für 56 Passagiere zugelassen. Es verkehrt im Karlskrona –Schärengarten und im Sommer auch in Kungsholmen, Aspö und Nättraby.
Quelle:Tim Schwabedissen



Nun 19 Tote und ein Vermisster nach Schiffbruch der „Cavalo Marinho“
(29.08.17) Die Polizei in Bahia bestätigte am 28.8., das sein am Vortag am Strand von Barra do Pote auf der Insel Vera Cruz gefundener Leichnam eines der Opfer des Schiffbruchs der “Cavalo Marinho“ am 24.8. war. Damit stieg die Anzahl der Toten auf 19. Bei dem Opfer handelte es sich um einen 68-jährigen, der sieben Kilometer von er Unglücksstelle entfernt antrieb. Ein 12-jähriger Junge wurde weiterhin vermisst, die Suche nach ihm durch Feuerwehr und Militärpolizei dauerte an.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fischer vor Ponce gerettet
(29.08.17) Die US Coast Guard und die Joint Action Forces (FURA) der Polizei von Puerto Rico retteten am 27.8. rund 15 Meilen westlich der Insel Caja de Muertos nahe Ponce die zwei Fischer des 24 Fuß langen Kutters „Carolina del Mar“, der am Morgen des 26.8. aus Ponce ausgelaufen war. Angehörige hatten Alarm geschlagen, als sie am Nachmittag nicht zurückkehrten. Die Coast Guard schickte eine HC-144 und dirigierte das Patroullienboot “Winslow Griesser“ (MMSI-Nr.: 338926416), in das Suchgebiet.
Am 27.8. um 12.40 Uhr sah die Crew des Flugzeugs ein in der See treibendes Schiff, das Leuchtsignale gab. Eine Crew der FURA schleppte den Kutter dann nach Ponce ab.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ein Vermisster bei Kollision vor Taiwan
(29.08.17) Vor Huaping Island in Nord-Taiwan kollidierten am 29.8. gegen vier Uhr sieben Meilen westnordwestlich der Insel die beiden in Keelung –beheimateten Kuttter "Li Fa No. 1 (????)" und "Hsin Ling Po 16 (???16)“. Offenbar nahmen sie sich gegenseitig nicht wahr, sodass sie mit großer Wucht zusammenstießen. Alle sechs Mann an Bord der “Li Fa No. 1”, darunter ein Indonesier und vier Chinesen, stürzten beim Kentern ihres Schiffes ins Wasser. Der 54-jährige Skipper wurde vermisst, die übrigen gerettet.
Ein Helikopter, die Coast Guard, Marineschiffe und andere Kutter suchten nach ihm. Die übrigen fünf wurden zurück in den Fischereihafen Badouzi auf Keelung gebracht. Der Chinese wurde mit leichten Verletzungen ins Keelung Chang Gung Memorial Hospital gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter saß vor Richards Bay auf Sandbank
(29.08.17) Eine hoch auflaufende Flut und der Einsatz dreier Schlepper der TNPA hat das Entstehen einer kritischen Situation für den philippinischen Bulkcarrier „Beaumont“, 13695 BRZ (IMO-Nr.: 9107033), in Richards Bay am 25.8. verhindert. Das Schiff hatte kurz nach 15 Uhr vom Kohleterminal losgeworfen, nachdem es beladen worden war. Dabei wurde es von zwei Schleppern assistiert.
Es drehte in das Hauptfahrwasser, und die Assistenzschlepper warfen los. Dann aber erlitt der Frachter einen mechanischen Schaden und geriet außer Kontrolle. Er drehte weiter und landete auf einer Sandbank. Die Schlepper kehrten zurück und versuchten eine halbe Stunde lang, den Frachter wieder flottzumachen.
Dann wurde ein dritter Schlepper hinzugerufen, und nun gelang es mit dem hoch auflaufenden Wasser, die „Beaumont“ zu befreien. Es gab keine offenkundigen Anzeichen auf Schäden, doch sie musste zunächst zum Kohlepier zurückgebracht und dort inspiziert werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ölbarge "Investigator"
(Bild: Canadian Coastguard)   Großbild klick!

Neuer Anlauf zur Bergung gestrandeter Barge
(28.08.17) Berger aus Vancouver wollen einen weiteren Anlauf unternehmen, die im September 2016 bei Tuktoyaktuk gestrandete, Fathom Marine-Ölbarge "Investigator" flottzumachen. Sie hatte sich von einem Schlepper losgerissen und war bei Toker Point angetrieben. Einen Monat nach der Strandung hatte Fathom 50 Tonnen Diesel abgepumpt und versucht, das Fahrzeug freizuschleppen.
Der Versuch war aber gescheitert. Im Juli wurden erneut ein Schlepper und eine Arbeitsbarge in Marsch gesetzt, um einen weiteren Versuch zu starten, doch schlechtes Wetter führte dazu,, dass der Schleppzug selbst unweit der Barge strandete. Die kanadische Coast Guard hat inzwischen den Bergungsplan genehmigt, und kommende Woche sollen die Arbeiten beginnen. Dazu muss ein Graben zur Barge ausgehoben und diese dann mit Baggern in Richtung tieferes Wasser gezogen werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motoryacht saß bei Glückstadt auf Leitdamm
(28.08.17) Eine Motoryacht lief am 27.8. gegen Mittag auf der Elbe bei Glückstadt, gegenüber der Insel Krautsand, auf einen Leitdamm. Die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) und die Freiwillige Feuerwehr rückten mit einem Großaufgebot an. Die DLRG-Wache am Elbstrand von Krautsand beobachtete gegen 13 Uhr, wie der 70-jährige Skipper aus Winschoten, der mit seiner 11 Meter langen Yacht von Hamburg nach Cuxhaven unterwegs war, in Richtung Glückstadt lief, wo er eine Pause einlegen einlegen wollte, bei ablaufendem Wasser die Tonnen im Nebenfahrwasser ansteuerte.
Er hatte die Seekarten falsch gedeutet und nicht bemerkt, dass er sich nicht an der Einfahrt zum Nebenfahrwasser befand. So querte die Yacht zunächst einen Steindamm und lief dann an einem zweiten Leitdamm auf. Das Boot legte sich auf die Seite und drohte zu kentern.
Die DLRG aus Drochtersen holten den Skipper, seine Frau und zwei Hunde von Bord. Außerdem installierten sie Bergekissen, um die Yacht zu stabilisieren. Da weitere Ausrüstung vonnöten war, um ein Kentern zu verhindern, rückten die Feuerwehren aus Drochtersen, Dornbusch und Stade sowie DLRG-Kräfte aus Drochtersen, Stade und Buxtehude an.
Mit zusätzlichen Bergekissen gelang es, den Havaristen zu stabilisieren. Taucher stellten keine Schäden am Rumpf fest. Gegen 16 Uhr zogen die Einsatzkräfte die Yacht bei steigendem Wasserpegel wieder von dem Leitdamm und schleppten sie in den nächstgelegenen Hafen nach Glückstadt. Hier übergaben sie das Boot an den Eigner. Insgesamt waren 80 Helfer im Einsatz. Auch das Küstenstreifenboot „Bürgermeister Weichmann“ der Wasserschutzpolizei Hamburg, das sich gerade im Rahmen einer Revierfahrt in der Nähe der Unglücksstelle befunden hatte, begleitete den Bergungseinsatz.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bosporus: Frachter vor Kilyos auseinandergebrochen
(28.08.17) An der Nordostküste der Türkei zerbrach vor Kilyos in der Nacht zum 27.8. in der Zufahrt zum Bosporus der unter der Flagge der Mongolei laufende Frachter "Leonardo", 2466 BRZ (IMO-Nr.: 7529641). Das Schiff befand sich ohne Ladung auf der Fahrt von Rostov am Don nach Tuzla, wo es in einer Werft repariert werden sollte. Nachdem es vor Sariyer Demirciköy Anker geworfen hatte, begann es gegen drei Uhr nachts mittschiffs einzuknicken.
Einige Stunden später rissen die beiden Schiffshälften endgültig auseinander. Die 11-köpfige, aus Russen und Indern bestehende Crew wurde von dem Patroullienboot „TSCG 312“ abgeborgen und beim Leuchtturm Rumelia an Land gebracht. Per Krankenwagen ging es zu Gesundheitschecks in ein Krankenhaus.
Derweil gingen die beiden Schlepper „Kurtarma-3” und “Nene Hatun” unweit der beiden Schiffsteile auf Standby, konnten aber nichts ausrichten. Das Achterschiff trieb nach einigen Stunden auf die nahen Küstenfelsen. Sogar das Radargerät drehte sich noch, als es auf Grund landete. Die vordere Schiffshälfte trieb langsam sinkend auf See hinaus.
Das vor 42 Jahren in der Sowjetunion erbaute Schiff war 2011 von der ukrainischen Transportfirma "Ukrrichflot" an einen Türken verkauft worden und hatte nach der Okkuptation der Krim durch Russland illegal Waren dorthin transportiert. Sie war seit Ende 2016 auf der Schwarzen Liste der Foreign Affairs Foundation.
Die “Leonardo” war 114,23 Meter lang, 13,2 Meter breit, hatte 3,42 Meter Tierfang und eine Tragfähigkeit von 3.134 Tonnen. Sie lief für die Splinter Shipping Ltd. in Anguilla und wurde 1975 in Krasnoye als „Vitaliy Primakov“ erbaut. Später lief sie als „Mertcan“ und „Aqua“.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gestrandete Kea Trader wird auf dem Luftweg geleichtert
(28.08.17) Einer nach dem anderen werden derzeit die Container auf Deck des unter Malta-Flagged laufenden Frachters "Kea Trader", 25145 BRZ (IMO-Nr.: 9701281), abgehoben. Die Leichteroperation wird seit dem 24.8. von einem Schwerlasthelikopter durchgeführt. Der Sikorsky Skycrane war am 21.8. vom autonomen Hafen Nouméa gestartet. Dank ruhigen Wetters konnte Mitte der Woche der Abtransport beginnen.
Binnen zweier Tage wurden 37 Container auf die "Clipper New York" and "Industrial Headlands" geflogen. Insgesamt wurden bislang 79 der 700 Container an Bord abgeborgen. Der Helikopter nutzt als Base Wabao, was südlich von Maré und rund 90 Kilometer vom Durand Reef entfernt liegt. 30 Tage nach der Strandung der "Kea Trader" dort war das Abpumpen von Öl am 11.8. abgeschlossen worden. Das Leichtern der 540 Tonnen Schweröl dauerte insgesamt 16 Tage. Sie wurden ebenfalls auf dem Luftweg in Tankcontainern auf die Barge "Chasseloup" gebracht. Diese machte um 15 Uhr des letzten Tages in Noumea fest.
Die Barge wurde von der "Posh Commander" und dem Ölbekämpfungsschiff "D'Entrecasteaux” in den Hafen eskortiert. Am 9.8. hatte "D'Entrecasteaux" als Vorbereitung dazu eine Ölbekämpfungsübung durchgeführt. Das Patroullienboot "Dumbéa" sicherte den Transit ab.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motorboot nach Brandbekämpfung gesunken
(28.08.17) Am 24.8. wurde aus Ballstad das NSSR-Rettungsboot „Det Norske Veritas“ gerufen, nachdem ein 22 Fuß langes Motorboot südlich von Nusfjord in Nappstraumen in Brand geraten war. Zwei Personen wurden von dem Boot abgeborgen, das sich in Nappstraumkjeften zwischen Nusfjord und Ballstad befunden hatte, als das Feuer ausbrach.
Es gelang den Seenotretter, die Flammen zu löschen. Das Boot war aber so stark beschädigt, dass es anschließend sank.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter bei Sula-Inseln gestrandet
(28.08.17) Der indonesische Frachter “Bintang 28”, 1300 tdw (IMO-Nr.: 8007602)geriet am 26.8. in stürmisches Wetter, kurz nachdem es aus dem Hafen Sanana auf Sulabes Island ausgelaufen war, und wurde auf Grund getrieben. Ein Schlepper sollte die Strandungsstelle in der Molukkensee am 28.8. erreichen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Binnenschiff sank auf der Oise
(28.08.17) Am 11.8. sank das französische Binnenschiff "Projet", 789 ts (EU-Nr.: 01823322), auf der Oise in Nordfrankreich bei Flusskilometer 20 unweit von Auvers. Eine angekoppelte 700-Tonnen-Barge wurde von einem anderen Schiff in Schlepp genommen und an einen nahegelegenen Kai gebracht. Um das Wrack der "Projet", von der noch die Aufbauten und die Back aus dem Wasser ragten, wurde vorsorglich eine Ölsperre ausgelegt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Alle Opfer der Kollision der John S. McCain geborgen
(28.08.17) Nach dem Zusammenstoß der USS „John S. McCain“ mit dem liberianischen Tanker "Alnic MC", 30040 BRZ (IMO-Nr.: 9396725), am 21.8. vor Singapur hat die US-Marine die Leichen aller zehn vermissten Seeleute geborgen. Wie sie am 28.8. mitteilte, fanden Taucher die Überreste der Vermissten im beschädigten Teil des Zerstörers, der am Achterschiff an Backbordseite schwer beschädigt worden war.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motoryacht bei Leimersheim auf Grund gesetzt
(28.08.17) Die Feuerwehr Germersheim wurde am 27.8. um 22:15 Uhr zum Yachthafen Leimersheim alarmiert. Eine Motoryacht war mit einer Buhne kollidiert und leckgeschlagen. Die Yacht konnte sich noch in den Hafen Leimersheim retten und setzte dort auf einer Kiesbank auf. Wegen der schweren Beschädigung drangen große Mengen Wasser in den Rumpf ein.
Die Leitstelle Landau löste Rheinalarm in dem Streckenabschnitt aus. Weil das Mehrzweckboot der Feuerwehr Leimersheim derzeit abgemeldet war, fuhr das Mehrzweckboot der Feuerwehr Germersheim die Einsatzstelle an. Parallel lief ein Führungsfahrzeug aus Germersheim zur Einsatzstelle.
Die Feuerwehren der Verbandsgemeinde Rülzheim pumpten die Yacht aus und brachten sie in eine vorübergehend stabile Lage. Die Feuerwehr Neupotz sicherte mit ihrem Rettungsboot die Einsatzstelle ab. Da das Leck nicht abgedichtet werden konnte und permanent Wasser nachströmte, wurde dieses mit einer Tauchpumpe weiterhin gelenzt.
Eine Bergung sollte frühestens am 28.8. erfolgen. Weil die Yacht unmittelbar im Einfahrtbereich des Hafens lag, wurde das THW Germersheim an die Einsatzstelle gerufen. Das THW sollte die Yacht zwischen zwei schwimmenden Pontons sichern und sie aus dem Einfahrtbereich schleppen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Britische Segler im Pazifik gerettet
(28.08.17) Eine britische Familie wurde gerettet, nachdem ihr 15 Meter langer Katamaran „Avanti“ im Südpazifik am frühen Morgen des 28.8. bei Dunkelheit auf ein abgelegenes Beveridge Reef 250 Meilen von Niue bzw. rund 1.500 Meilen nordöstlich von Neuseeland, aufgelaufen und in schwerer Brandung leckgeschlagen war. Das Rescue Coordination Centre of New Zealand fing einen Notruf der vier Personen, einem Paar und seinen zwei Kindern, auf, und strahlte ein Mayday-Relay aus, das von einem Walforschungschiff, das in einer nahen Lagune ankerte, aufgefangen und nur sieben Minuten später um 2.30 Uhr bestätigt wurde.
Die 18 Meter lange, holländische Ketsch “Dona Catharina” war das einzige Schiff, das sich in dieser Gegend befand. Sie setzte ein Beiboot aus und holte die Familie von Bord. Da die “Avanti” hart auf Grund lag, konnte bis zum Tageslicht gewartet werden, bis sie um 6.30 Uhr abgeborgen wurde. Der Katamaran wurde von der Brandung zerschlagen. Die Segler hatten nichts außer der Kleidung, die sie trugen, und ihren Pässen retten können.
Quelle:Tim Schwabedissen



Brennendes Binnenschiff blockierte Maas-Schleuse
(28.08.17) Am Morgen des 27.8. kam es zu einem Brand auf einem 67 Meter langen Binnenschiff auf der Maas bei Sambeek. Die Feuerwehren aus Boxmeer und Vierlingsbeek wurden gegen acht Uhr alarmiert und konnten das Feuer löschen. Der Schiffsverkehr musste zeitweilig gesperrt werden, da der Havarist direkt in der Zufahrt der Schleuse in Sambeek bei Afferden lag.
Zwei der drei Schleusenkammern waren blockiert. Um 9.30 Uhr war der Brand unter Kontrolle. Er war in einem Mannschaftslogis des 1.1127-Tonners ausgebrochen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter vor vor Sainte-Thérèse-de-Gaspé nach Feuer gesunken
(28.08.17) Der Kutter “Jeannina 2” geriet am Morgen des 25.7. gegen fünf Uhr rund 10 Kilometer vor Sainte-Thérèse-de-Gaspé in Brand. Die Crew konnte rasch von einem anderen Schiff abgeborgen und an Land gebracht werden. Der Kutter aber sank. Die Umweltbehörden kontrollierten die Bucht von Chaleur auf mögliche Ölverschmutzungen, konnten aber keine Kontamination ausmachen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schiffbrüchige verbrachten Nacht auf Riff
(28.08.17) Am 18.8. lief auf dem Weg nach Mentawai das Fahrgastschiff "Star Koat", ein traditionelles idonesisches Holzboot von 25 Metern Länge, kurz nach 20 Uhr auf ein Riff. Es wurde binnen kurzem schwer beschädigt. An Bord waren 12 Brasilianer, zwei Guides und eine sechsköpfige Crew. Sie konnten sich auf den Strand oder das Riff retten, aber erst am nächsten Tag um Hilfe rufen. Die Yacht “Ratu Motu” nahm die Schiffbrüchigen sowie einige geborgene Habseligkeiten an Bord. Sie wurden nach Sikakap unweit von Macaroni gebracht.
Die “Star Koat” hatte die Durchfahrt zwischen zwei Inseln verpasst und war auf dem Riff gelandet. Einige Stunden später geriet sie in Brand und wurde vollständig zerstört.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei Trawler vor Frankreich abgeschleppt
(28.08.17) Am 10.8. gegen 17 Uhr wurde das SNSM-Boot der Station Ile de Sein alarmiert, um den französischen Kutter "Hent an Hol - GV.730410", 68 BRZ (MMSI-Nr.: 228954000), nach Douarnenez abzuschleppen. Er hatte Maschinenschaden südlich der Insel Molène erlitten. Zunächst nahm ihn ein anderer Trawler auf den Haken und schleppte ihn zu einer Position südwestlich von Brest, bevor das SNSM-Boot übernahm und ihn in den Rosmeur-Hafen brachte.
Am 18.8. wurde der französische Trawler "L'Amarante - CN.922409", 49 BRZ (MMSI:227145400) vor Honfleur manövrierunfähig, nachdem ihm ein Teil seines Schleppnetzes in den Antrieb geraten war. Gegen 10 Uhr wurde die SNSM alarmiert und schickte das Boot der Station Honfleur zu Hilfe, das gemeinsam mit der "Elvis" die "L'Amarante" abschleppen und den Havaristen um 11.40 Uhr in den Hafen bringen konnte.
Quelle:Tim Schwabedissen



39 Tote bei zwei Schiffsunglücken in Brasilien
(29.08.17) Am 24.8. sank das brasilianische Fahrgastschiff “Cavalho Marinho 1“ bei Todos in der Bucht von Santos Bay auf dem Weg nach Salvador. 18 der 130 Passagiere kamen ums Leben, als das Schiff um 6.40 Uhr unterging. Der Unfall ereignete sich nur 10 Minuten nach dem Ablegen vom Mar Grande Terminal. Die Hafenbehörde und drei Schiffe der Marine leiteten an der Unglücksstelle unweit der Insel Itaparica eine Rettungsaktion ein.
Daran nahm auch ein Flugzeug der Grupamento Aéreo (Graer) und der 5ª Companhia Independente da Polícia Militar da Ilha de Vera Cruz teil. Einige der Geretteten wurden auf dem Luftweg in das Krankenhaus Subúrbio in Salvador gebracht. Die „Cavalo Marinho 1“ der CL Company konnte insgesamt 162 Personen befördern.
Mit dieser Havarie stieg die Anzahl von Toten bei Schiffsunglücken in der Region auf 39. Beim Untergang der “Capitão Ribeiro” in Xingu stieg die Zahl der Opfer auf 21. Sie hatte 70 Personen in Pará an Bord genommen, ohne dafür eine Zulassung zu haben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Einhandsegler vor Azoren gerettet
(28.08.17) Der israelische Containerfrachter “Zim Constanza”, 40542 BRZ (IMO-Nr.: 9471202), rettete auf der Fahrt von Savannah nach Tarragona am 25.8. einen Einhandsegler vor den Azoren. Das Schiff hatte einen Notruf des Seglers, der Motorschaden erlitten hatte, aufgefangen. Die Rettungsaktion wurde von den Marinebehörden in Porto Delgada koordiniert.
Kapitän Petru Baias nahm mit der “Zim Constanza” Kurs auf die Position und lokalisierte die Yacht. Der Skipper war erschöpft, aber wohlauf. Der Frachter manövrierte sich längsseits der Yacht und nahm ihn an Bord. Er wurde mit Essen und Trinken versorgt, während das Schiff die Fahrt nach Tarragona fortsetzte, wo er am 28.8. abgesetzt werden sollte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Superyacht bei Sharm el Sheikh gestrandet
(28.08.17) Die unter Cayman-Islands-Flagge laufende Megayacht "Senera", 7830 BRZ, strandete 20 Meilen östlich von Sharm El Sheikh auf einem Riff im Roten Meer. Dabei erlitt sie strukturelle Schäden am Bug und dem Rumpf, der im Vorschiffsbereich aufgerissen wurde. Es gab aktuell keinen Wassereinbruch, aber die Sorge, dass auf dem Riff in der Brandung weitere Schäden entstehen könnten.
Mit einer Abdichtung auf dem Rumpf und achtern platziertem Ballast schien eine Bergung möglich. Bislang verhinderte schlechtes Wetter aber solche Arbeiten. Die Havarie war offenbar auf einen Navigationsfehler und Maschinenprobleme zurückzuführen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Forschungsschiff “Arama I”
(Bild: Coastalsafety)   Großbild klick!

Forschungsschiff bei Iskenderun gestrandet
(27.08.17) Am 19.8. strandete das türkische Forschungsschiff “Arama I”, 294 BRZ (IMO-Nr.: 9711004) auf Felsen nahe Arsuz in Süd-Anatolien im Golf von Iskenderun in der Kaleköy Mevkii-Bucht. Dabei wurde der Rumpf aufgerissen, und der Maschinenraum sowie andere Abteilungen, darunter auch die Laboratorien und Kabinen, geflutet. Das Schiff lag mit starker Steuerbordschlagseite halb unter Wasser auf den Felsen.
Auch die Propeller wurden beschädigt. Die Havarie soll auf Nachlässigkeit des Kapitäns zurückzuführen gewesen sein. Die "Arama 1" wurde 2014 an die Tarimsal Arastirmalar ve Politikalar Genel Müdürlügü (TAGEM), abgeliefert. Sie ist 32 Meter lang und acht Meter breit und hat Hightech-Ausrüstung für ozeanographische Forschungen.
Quelle:Tim Schwabedissen



“Signet Enterprise“ sinkt
(Bild: USCG)   Großbild klick!

15 Schiffbrüchige von drei Schleppern im Hurrikan gerettet
(27.08.17) Die US Coast Guard rettete am 26.8. nicht weniger als 15 Crewmitglieder von drei Schleppern, die im Lydia Ann Channel nahe Port Aransas, Texas, im Hurrikan Harvey in Seenot geraten waren. Nachdem die Coast Guard Corpus Christi wurde über die Notlage der 24 Meter langen “Sabine Pass” (MMSI-Nr.: 367310530) und der 32 Meter langen “Signet Enterprise“, 366 BRZ (IMO-Nr.: 9204403), sowie der “Sandy Point”, 232 BRZ (MMSI-Nr.: 366952360), informiert wurde, schickte sie von der Air Station Corpus Christi zwei MH-65 Dolphin-Helikopter in den Golf von Mexiko.
Insgesamt sieben Mann wurden von dem Schlepper „Sabine Pass“ abgeborgen und zu einem Ölrig nahe Aransas Pass geflogen. Vier wurden beim Untergang der „Signet Enterprise”, die Wassereinbruch erlitten hatte und in unmittelbarer Nähe von Bohrinseln kenterte und sank, aus dem Wasser gerettet, weitere vier von der „Sandy Point“.
Quelle:Tim Schwabedissen



Containerschiff “Log In Pantanal”
(Bild: Joao Gabriel)   Großbild klick!

Plünderungen vor Santos nach Ladungsverlust von Containerfrachter
(27.08.17) Der brasilianische Frachter “Log In Pantanal”, 18017 BRZ (IMO-Nr.: 9351799), verlor in der Nacht zum 11.8. 45 Container, als er auf der Außenreede von Santos vor Anker lag. Der Ladungsverlust ereignete sich zwischen 1.30 Uhr und drei Uhr. Das Fahrwasser musste bis 8.40 Uhr für den Schiffsverkehr gesperrt werden. Einige Container brachen auf, als sie ins Wasser stürzten, und der Inhalt trieb auf der See umher.
Patroullienboote der Polizei versuchten, Plünderungen zu verhindern. Mindestens 11 Personen wurden von der Polizei verhaftet, weil sie Treibgut an sich genommen hatten. Unmittelbar nach dem Unglück waren etliche Boote herausgekommen und hatten begonnen, die zwei Meilen vor der
Container werden geplündert
(Bild: Joao Gabriel)   Großbild klick!
Küste treibenden Frachtgüter wie Backpacks, Medikamente oder Klimaanlagen an sich zu nehmen.
Die Ursache des Ladungsverlustes war eine starke Schwell, die das Schiff ins Rollen brachte. Zudem dürften die Laschings der Boxen nicht ordnungsgemäß gewesen sein. Die Ladung hätte Wellenhöhen von drei Metern aushalten sollen. Am Morgen des 27.8. machte die „Log In Pantanal“ am BTP Container Terminal in Santos fest.
Quelle:Tim Schwabedissen





Containerfrachter "Mona"
(Bild: Vitaliy Kharchenko)   Großbild klick!

Nobiskrug-Frachter in Sharjah gekentert
(27.08.17) Am 25.8. entwickelte der unter Komoren-Flagge laufende Containerfrachter "Mona", 3147 BRZ (IMO 8516275), in Sharjah am Kai des Khalid-Hafens in den Nachtstunden auf einmal Backbordschlagseite. Das Schiff kenterte und sank an seinem Liegeplatz. Mindestens drei Menschen wurden verletzt. Der Frachter hatte am 24.8. um 21 Uhr von Dubai kommend am Sharjah Container Terminal festgemacht.
Die “Mona” ist 90,02 Meter lang, 15,5 Meter breit, hat 4,7 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 3.324 Tonnen. Der 298-TEU-Frachter läuft für die Ajman Shipping & Trading LCC in Aiman und wurde 1986 auf der Nobiskrug-Werft in Rendsburg als „Anne Catharina“ erbaut. 1987 wurde sie zur „Georgetown“, lief dann wieder als „Anne Catharina“ und von 2005 bis 2009 als „Bagdad“.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ein Toter bei Unglück auf russischer Korvette
(27.08.17) Ein Mann kam ums Leben, ein weiterer wurde verletzt, als es am 14.8. zu einem Gas-Blowout im Maschinenraum der russischen Korvette „R 20“ der Tarantul-Klasse kam. Das Unglück ereignete sich bei einem Manöver im Japanischen Meer. Der Verletzte kam ins Krankenhaus. Die Lenkwaffenkorvette der russischen Pazifikflotte, die eine Tragfähigkeit von rund 500 Tonnen hat, blieb fahrtüchtig.
Quelle:Tim Schwabedissen



Taifun Hako fordert seinen Tribut
(27.08.17) Der unter Singapur-Flagge laufende Frachter “SE Panthea”, 9627 BRZ (IMO-Nr.: 9431434), strandete am 23.8. im Taifun gegen 13 Uhr auf Position 22 07 N 113 45 O an der Westküste von Chek Tan, südwestlich von Lantau Island, Hong Kong. Am 25.7. lag er weiter auf Grund. Auch der taiwanesische Bulkcarrier „Zhang Hong No. 1”, 22009 BRZ (IMO-Nr.: 8307894), lag am 24.8. noch auf Position 22 05 N 113 48 O auf einer kleinen Insel 27 Meilen südwestlich von Kowloon, Hong Kong, fest. Nach dem Landfall des Taifuns am 23.8. wurden die MRCC in Guandong und Guangzhou sowie das Guangzhou Traffic Control Center von Notrufen geradezu überwältigt.
Es begann um neun Uhr in der Mündung des Pearl River und den Gewässern von Hong Kong. Die „Rainbow Island“, ein 2004 erbauter, unter Hingkong-Flagge laufender Produktentanker von 19.822 Tonnen Tragfähigkeit geriet mit 23 Mann an Bord in Seenot, das 1989 erbaute, ebenfalls in Hong Kong registrierte 634-TEU-Containerschiff „Hon Chun“ (IMO-Nr.: 8809232) von 14.504 Tonnen Tragfähigkeit und mit 30 Mann an Bord sowie der 2007 erbaute, taiwanesische Tanker „Gem No. 8“, 3382 tdw (IMO-Nr.: 9332482) mit einer Crew von 15 Mann waren in Seenot, ebenso die 97 bzw. 141 Meter langen Frachter „Kai Shun You 7“ (MMSI-Nr.: 413444170) und „Xin Hua Tai“ (MMSI-Nr.: 413701730) aus China. SAR-Schiffe und Rettungsboote steuerten in den Sturm hinaus, um den Seeleuten zu helfen.
Es gelang, die „Rainbow Island“ vor der Strandung zu bewahren und auf Reede zu verankern. Auch die Lage der „Hon Chun“ konnte stabilisiert werden. Die „Gem No. 8” aber lief auf Grund, ebenso etliche der kleineren Schiffe.
Eines brach in zwei Teile, ein anderes kenterte. In der Mündung des Pearl River kam es bei Qingzhou Island und Guishan Island zu einer Ölverschmutzung. Das Hong Kong Maritime Rescue Coordination Centre wurde am 24.8. um 23.30 Uhr darüber vom Guangdong Search and Rescue Centre informiert. Die Behörden leiteten Reinigungsarbeiten ein. Das Marine Department startete Patroullien südwestlich von Lantau Island. Auch Überwachungsflugzeuge stiegen auf, doch bislang trieb kein Öl in die Gewässer von Hong Kong.
Quelle:Tim Schwabedissen



Beteiligte an Kollision und Ölpest bei Hong Kong identifiziert
(27.08.17) Der in Singapur registrierte Containerfrachter “Kota Ganteng”, 28676 BRZ (IMO-Nr.: 9259393), und der unter Panama-Flagge laufende Tanker “Global Apollon”, 10654 BRZ (IMO-Nr.: 9769647), der Japan’s Global wurden als die Schiffe identifiziert, die am 3.8. kollidiert und eine schwere Ölpest in den Gewässern von Hong Kong verursacht hatten. Der Zusammenstoß ereignete sich an jenem Morgen gegen fünf Uhr auf Position 22 07 N 113 54 O rud 20 Meilen südwestlich von Kowloon, Hong Kong. Der Tanker, der mit 9,000 Tonnen Palmöl beladen war, wurde dabei aufgerissen, und rund 1.000 Tonnen der Ladung liefen aus.
Die Reinigungsarbeiten in Hong Kong und den umliegenden Inseln dauerten weiter an. Bis zum Abend des 11.8. konnten rund 180 Tonnen Palmölstearin beseitigt werden. Der Containerfrachter lief nach dem Zusammenstoß den Hafen von Nansha an, bevor er die Reise nach Singapur fortsetzte und sich am 13.8. auf die Fahrt nach Dar Es Salaam machte, wo er am 26.8. eintraf. Der Tanker, der zunächst vor Anker unweit der Unglücksstelle gelegen hatte, machte am 21.8. zur Reparatur bei der Yiu Lian Shekou Dockyards fest.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter vor Taiwan vermisst
(27.08.17) Seit dem 9.8. gab es keinen Kontakt mehr mit dem 22 Meter langen, chinesischen Kutter Min Hui Yu 01685“ (MMSI-Nr.: 412451662), das sich in der Straße von Taiwan befand. An Bord war eine neunköpfige Crew. Am 15.8. wurde das Schiff als vermisst erklärt, in der Nähe befindliche Fahrzeuge sollten Ausschau nach ihm halten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Frachter vor Shanghai
(27.08.17) Auf dem unter Hongkong-Flagge laufenden Containerschiff “CSCL Vancouver”, 39941 BRZ (IMO-Nr.: 9290098), kam es am 13.8. in der Ostchinesischen See vor Shanghai zu einem Feuer. Das SAR-Schiff „Donghai Jiu 117“ (IMO-Nr.: 9682631) wurde zur Assistenz geschickt. Die Crew konnte den Brand zwar löschen, doch bestand die Gefahr, dass er wieder aufflammen könnte.
Der Havarist wurde nach Shanghai eskortiert, wo er zunächst am Kai festmachte, dann aber auf die Innenreede des Hafens verlegte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bulkcarrier in Südchinesischer See aufgegeben
(27.08.17) Der unter Marshall-Islands-Flagge laufende Bulkcarrier “Yangtze Harmony”, 32987 BRZ (IMO-Nr.: 9618355), wurde am 20.8. auf Position 10 25 N 110 30 O rund 259 Meilen östlich von Saigon in der Südchinesischen See aufgegeben. Der Frachter war mit 47.376 Tonnen Stahl beladen auf der Reise von Shanghai nach Singapur, als er Wassereinbruch im Maschinenraum erlitt. Gegen acht Uhr stand dieser unter Wasser, und die gesamte Bordenergie fiel aus.
Die 20-köpfige chinesische Crew funkte einen Notruf und ging von Bord. Das MRCC Vietnam schickte das von Hong Kong kommende Containerschiff “ALS Apollo”, 40030 BRZ (IMO-Nr.: 9401063), das sich am nächsten befand, zur Assistenz, das die Schiffbrüchigen um 13.10 Uhr unversehrt an Bord nahm. Sie wurden im nächsten Anlaufhafen Fuzhou am 23.8. an Land abgesetzt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kollision vor Singapur
(27.08.17) Der unter Panama-Flagge laufende Produktentanker “Chemroad Mega”, 20043 BRZ (IMO-Nr.: 9228318), kollidierte am Abend des 17.8. gegen 22.30 Uhr mit dem unter Marshallislands-Flagge laufenden Bulkcarrier „Sinica Graeca“, 35884 BRZ (IMO-Nr.: 9717486). Die Havarie ereignete sich 3,2 Meilen nordöstlich von Tompok Utara-Feuer in der Zufahrt der Straße von Singapur in der Südchinesischen See. Der Tanker war auf der Fahrt von Qatar nach Taiwan, der Frachter war von Muara Berau nach Singapur unterwegs. Beide Schiffe wurden beschädigt, und es kam zu einem Ölaustritt. Die Havaristen gingen unweit der Kollisionsstelle vor Anker. Sie wurden mit einem Fahrverbot belegt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter in Stettin zweimal außer Kontrolle
(27.08.17) Der unter Malta-Flagge laufende Frachter "Kamelia", 2999 BRZ (IMO-Nr.: 9188958), havarierte am 23.8. um 17.40 Uhr im Hafen von Stettin. Er war aus Swinemünde gekommen und wollte am Nabrzeze Wegierskai festmachen. Bei einem Drehmanöver auf der Höhe von Stawy Babina fiel die Ruderanlage offenbar wegen eines Schadens in der Bordelekrik aus.
Das Schiff schlug quer und kam aus dem Fahrwasser ab, wobei es den Schiffsverkehr blockierte. Nachdem die Situation wieder unter Kontrolle war, setzte der Kapitän das Manöver fort. Auf der Höhe des Nabrzeza Cementowego ereignete sich ein weiterer Ruderausfall. Das Schiff stieß mit dem Wulstbug gegen den Zementkai. Zwei Schlepper kamen dem beschädigten Havaristen zu Hilfe und brachten ihn an den Nabrzeze Wegierskai. Eine Untersuchung wurde eingeleitet und das Schiff von den Stettiner Hafenbehörden einer Hafenstaatskontrolle unterzogen. Die Ruderanlage wurde repariert und der Rumpf von der Klassifizierungsgesellschaft inspiziert. Am 27.8. lag der Frachter weiterhin in Stettin.
Bereits am 4.4. dieses Jahres war die "Kamelia" beim Ansteuern des Nord-Ostsee-Kanals auf der Reise von Skulte nach Brügge havariert. Nach einer Kurbelwannenexplosion wurde sie vor Kiel Leuchtfeuer manövrierunfähig und musste notgeankert warden. Zwei Schlepper zogen sie zur Lindenau-Werft in Friedrichsort zur Reparatur und Inspektion, am 2.5. setzte sie die Reise fort und steuerte den Hafen von Papenburg an. Die „Kamelia“ hat eine Länge von 95,16 Metern, ist 14 Meter breit, hat 6,06 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 5.049 Tonnen. Sie läuft für die New Vela Shipping Ltd. in Malta und wurde 1999 als „Alana“ erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre rammte Kai in Tallinn
(27.08.17) Die estnische Fähre “Karolin”, 636 BRZ (IMO 9124433), musste aus dem Dienst von Tallinn nach Helsinki genommen werden, nachdem sie am Nachmittag des 24.8. mit dem Linnahall-Kai des Passagierterminals in Tallinn kollidierte. Die 359 Passagiere blieben unversehrt, mussten das Schiff aber übers Heck verlassen. Zwar herrschte starker Wind aus Norden, als sich die Havarie ereignete, doch Auslöser des technischen Versagens war eine Störung der Kontrolle der Wasserdüsen.
Am folgenden Morgen wurde das schadhafte Teil ersetzt, und am 25.8. gegen 13 Uhr konnte die Fähre ihren Liniendienst nach Helsinki wieder aufnehmen. Von den Ausfällen betroffene Passagiere wurden entschädigt oder auf eine Fähre der Eckerö Line umgebucht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Maschinenausfall vor Lanzarote
(27.08.17) Nordöstlich von Lanzarote erlitt die maltesische Fähre “Albayzin”, 26302 BRZ (IMO-Nr.: 9304631), am Abend des 23.8. auf der Reise von Cadiz zu den Kanarischen Inseln Maschinenausfall. Das Schiff hatte über 240 Passagiere an Bord. Es trieb rund drei Stunden in der See, bis die Crew den Schaden beheben konnte.
Am frühen Morgen des 24.8. machte die “Albayzin” in Arrecife, Lanzarote, fest. Das Auslaufen nach Las Palmas auf Gran Canaria verzögerte sich aber bis zum Abschluss der notwendigen Arbeiten. 244 Passagiere saßen wegen der Verzögerung in Los Mármoles zeitweilig fest. Das Schiff verließ den Hafen schließlich wieder am 25.8. um zwei Uhr und machte um acht Uhr in Las Palmas fest.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kollision in Piräus
(27.08.17) Der griechische Produktentanker “Erato”, 4270 BRZ (IMO-Nr.: 8105088), kollidierte am Nachmittag des 23.8. mit dem im Keratsini-Hafen liegenden, unter Panama-Flagge laufenden Containerschiff „MSC Brianna“, 51931 BRZ (IMO-Nr.: 9103685), der am Piräus Container Terminal SA lag. Die Havarie ereignete sich, als der Tanker im Hafen manövrierte. Die „Erato“ wurde am Steuerbordbug beschädigt, die „MSC Brianna“ am Achterschiff an Backbordseite.
Die „MSC Brianna“ verholte am Morgen des 24.8. innerhalb des Hafens. Beide Schiffe lagen weiterhin in Keratsini und wurden inspiziert. Der Tanker warf am 27.8. auf der Reede vor Piräus Anker.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter sinkend auf Grund gesetzt
(27.08.17) Der vietnamesische Frachter “Et Hai 06”, 3160 tdw, (IMO-Nr.: 8650007), erlitt am 23.8. einen Riss in einem Tank und Wassereinbruch im Maschinenraum. Er befand sich mit 3.004 Tonnen Stahl drei Meilen vor der Küste von Ninh Chu in der Ninh Thuan Provinz, nördlich von Vung Tau, Vietnam. Das Schiff befand sich mit einer neunköpfigen Crew an Bord auf der Reise von Vung Tau nach Thanh Hoa.
Da es zu sinken drohte, brachte der Kapitän es dicht vor den Strand, wo es 500 Meter vom Ufer entfernt auf Grund aufsetzte. Die Crew verließ den Frachter unversehrt, von dem Teile noch aus dem Wasser ragten. Aus dem Wrack lief ein Teil der 20 Tonnen Öl aus. Der 3.160 Tonnen verdrängende Frachter wurde 2009 erbaut und lief für die Viet Hai Co. Ltd. in Haiphong.
Quelle:Tim Schwabedissen



Oldendorff-Frachter auf Grund gelaufen
(27.08.17) Der unter Malta-Flagge laufende Bulkcarrier “Johann Oldendorff”, 34612 BRZ (IMO-Nr.: 9684471), lief am 23.8. um 02.40 Uhr bei Flusskilometer 342 auf dem Paraná-River unterhalb von San Nicolas auf Grund. Das Schiff, das einen Tiefgang von 10,5 Metern hatte, lief von Arroyo Seco kommend flussabwärts und behinderte nach der Havarie den passierenden Schiffsverkehr.
Am 24.8. waren Schlepper vor Ort und machten den Frachter wieder flott. Er verließ am 25.8. die Region und machte sich auf den Weg nach Bahia Blanca.
Quelle:Tim Schwabedissen



Maersk-Frachter nach Feuer vor Irland abgeschleppt
(27.08.17) Auf dem holländischen Containerschiff “Maersk Pembroke”, 31333 BRZ (IMO-Nr.: 9168180), kam es am 21.8. gegen 23 Uhr zu einem Brand westlich von Lizard Point. Das Schiff war auf der Reise von Antwerpen nach Montreal. Am 22.8. gegen Mitternacht fiel das AIS aus. Der Offshore-Versorger “Edda Frende” erreichte den Havaristen gegen 13 Uhr.
Es gelang der Frachtercrew derweil, den Brand zu bekämpfen und zu isolieren. Der Brandherd wurde von außen gekühlt. Der Havarist konnte den Notstrom wieder in Gang setzten.
Da die „Edda Frende”, die von der “Stena Icemax” kam, keine Schleppkapazität hat, wurde der 120 Meilen südwestlich von Irland treibende Frachter schließlich von dem belgischen Schlepper “Union Lynx”, 2556 BRZ (IMO-Nr.: 9178410), auf den Haken genommen. Er sollte am 29.8. in Rotterdam eintreffen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter nach Honolulu abgeschleppt
(27.08.17) Der US-amerikanische Frachter “Ocean Crescent”, 7252 BRZ (IMO:9258193), erlit am 10.8. nordwestlich von Hawaii Maschinenausfall. Er befand sich auf der Reise von Long Beach nach Guam. Am 17.8. wurde er auf den Haken genommen und stand am 22.8. rund 430 Meilen nordwestlich von Honolulu.
Am 25.8. traf das Schiff dort ein. Die „Ocean Crescent” hat eine Tragfähigkeit von 8.097 Tonnen, wurde 2002 erbaut und läuft im Management der Crowley Global Ship Management, Inc.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter vor Iskenderun in Seenot
(27.08.17) Der türkische Frachter “Ikra”, 1994 BRZ (IMO-Nr.: 7901837), erlitt am 18.8. um 15.50 Uhr kurz nach dem Auslaufen aus Iskenderun mit einer Ladung von 3.230 Tonnen Stahl an Bord Wassereinbruch im Maschinenraum. Die 10-köpfige Crew wurde von der türkischen Coastguard gerettet. Um 16:45 barg ein Rettungsboot die Männer ab und brachte sie an Land.
Der Schepper „Ekincilier Port“ (IMO-Nr.: 9777503) wurde um 17.10 Uhr zur Assistenz geschickt. Um 19 Uhr war eine Schlepptrosse fest, und nachdem der Wassereinbruch vorläufig unter Kontrolle gebracht worden war, konnte der Frachter zurück nach Iskenderun gebracht werden, wo ihn die Schlepper „Poliport M“, „Dilovasi 8“ und „Dilovasi 9“ ihn um 20.30 Uhr in den MMK Metallurji Port brachten.
Er wurde dort um 22.20 Uhr auf Grund gesetzt, um den drohenden Untergang abzuwenden. Nach Wetterbesserung sollten Taucher der Med Marine den Rumpf untersuchen und die Leckage zuschweißen. Ein Schlepper blieb derweil auf Standby. Das Schiff war nach Antalya unterwegs, als es havarierte.
Die “Ikra” hat eine Länge von 82,5 Metern, eine Breite von 14 Metern, einen Tiefgang von 5,2 Metern und eine Tragfähigkeit von 3.051 Tonnen. Sie läuft im Management von Sahin Denizcilik in Istanbul und wurde 1983 auch dort erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tote und Vermisste nach Kollision vor Irak
(27.08.17) Der unter St. Vincent-Grenadines-Flagge laufende Bulkcarrier “Royal Arsenal”, 26586 BRZ (IMO-Nr.: 9186766), kollidierte am 19.8. gegen 17.30 Uhr mit dem iranischen Serviceschiff „Al Misbar“, 303 BRZ (IMO-Nr.:9673068), im Khor Abdallah Channel, kurz nachdem er aus Umm Qasr, Irak, ausgelaufen war. Die „Al Misbar“, die eine Crew von 21 Mann an Bord hatte, sank nach dem Zusammenstoß. Lediglich 10 Mann konnten lebend gerettet werden.
Vier Männer wurden tot aus dem Wasser gezogen, sieben wurden am Morgen des 20.8. noch vermisst. Die “Al Misbar“ war für die Iraq Ports Authorities eingesetzt. Die „Royal Aresenal” ankerte nach dem Zusammenstoß unweit der Unglücksstelle.
Quelle:Tim Schwabedissen



Vier Tote bei Explosion auf Tankerneubau
(27.08.17) Bei einer Explosion in einem Ladetank eines 74,000-Tonnen-Tankers, der sich bei der STX Offshore & Shipbuilding in Jinhae City, Changwon in Korea im Bau befand, wurden am 20.8. um 11.40 Uhr vier Vertragsarbeiter getötet. Sie sprühten gerade Farbe auf die Tanks. Ein Funke brachte dann Gase zur Entzündung. Der Tanker war zu 90 % fertiggestellt und sollte im Oktober an die griechischen Auftraggeber übergegen werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker saß auf der Themse fest
(27.08.17) Der maltesische Tanker “Arsland”, 12826 BRZ (IMO-Nr.: 9395989), lief am 16.8. gegen 18 Uhr auf der Themse bei South Stifford auf Grund, als er flussabwärts lief. Er war von South Stifford nach Hamburg bestimmt. Der Tanker konnte eine Stunde später mit der Hilfe von Svitzer-Schleppern wieder flottgemacht werden und machte am Abend in Tilbury fest. Nach den notwendigen Reparaturen und einer Inspektion das Schiff am 20.8. seine Reise wieder auf und machte am 22.8. in Hamburg fest.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Flottenversorger in Liverpool
(27.08.17) Am 15.8. brach auf dem Oberdeck des britischen Flottenversorgers "Fort Austin", 16054 BRZ (IMO-Nr.: 7342938) im Cammel Laird Dock, Birkenhead, ein Feuer aus. Es konnte rasch von der alarmierten Feuerwehr aus Liverpool gelöscht werden. Die gesamte 60-köpfige Crew wurde während dieser Zeit evakuiert. Es gab zwar erhebliche Rauchentwicklung, aber keine großen Brandschäden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Binnenschiff saß bei Dünkirchen fest
(27.08.17) Das belgische Binnenschiff “Notec”, 1456 ts (EU-Nr.: 01822721), lief am Morgen des 17.8. von Arques kommend in Dünkirchen auf Grund. Am 18.8. saß es weiterhin fest, am 23.8. verließ es den Hafen wieder und steuerte über Gent und Terneuzen den Hafen von Duisburg an.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kreuzfahrer erlitt Maschinenschaden
(27.08.17) Das amerikanische Kreuzfahrtschiff “Carnival Dream”, 130000 BRZ (IMO -Nr.: 9378474), erlitt am 11.8. in der Karibik Maschinenschaden und musste den Anlauf des Hafens von Cozumel, Mexiko, streichen. Stattdessen ging es direkt zum Endhafen der Reise, New Orleans. Das Schiff lief dabei mit reduzierter Fahrt und musste mehrmals stoppen. Am 13.8. machte es dort fest.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kollision beim Netzhieven
(27.08.17) Der südkoreanische Kutter “Tong Ying” kollidierte in der Nacht des 19.8. mit dem russischen Trawler „Murom“, 773 BRZ (IMO-Nr.: 8729470), östlich der Insel Iturup auf den Kurilen im Nordpazifik. Zum Unglückszeitpunkt trieb die „Murom“ gerade während des Netzaufholens in der See. Der Trawler wurde an Steuerbordseite oberhalb der Wasserlinie aufgerissen, das Schanzkleid eingedrückt. Die 29-köpfige Crew blieb unversehrt.
Die “Murom” wurde angewiesen, in den Heimathafen Nachodka zur Reparatur zurückzukehren. Das Schiff hat eine Tragfähigkeit von 1.228 Tonnen du wurde 1989 erbaut. Es lääuft für die Tihiy Okean Co. in Primorsk.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler vor Norwegen abgeschleppt
(27.08.17) Der russische Trawler “Borey”, 822 BRZ (IMO-Nr.: 7720001), wurde am 16.8. durch einen blockierten Propeller, in den sich ein Netz gewickelt hatte, um 19.30 Uhr manövrierunfähig. Er trieb 30 Meilen südlich von Barnoya und bat über Funk um Assistenz. Die norwegische Küstenwache schickte das Patroullienboot „Sejnja“, das den Trawler nach Tromsö abschleppte. Am 18.8. befand sich der Schleppzug noch 70 Meilen nördlich des Hafens.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler durch Netz manövrierunfähig
(27.08.17) Der russische Trawler “Proek 1”, 699 BRZ (IMO-Nr.: 9200160), wurde am 9.8. um 07.30 Uhr manövrierunfähig, nachdem ein Netz in den Propeller geraten war. Das Schiff trieb in der Barentssee östlich der Insel Kildin in der Murmansk-Region. Der Bergungsschlepper “Atriya” (IMO-Nr.: 8724107) kam dem Havaristen zu Hilfe und zog ihn in geschützte Gewässer in der Kolskiy-Bucht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schleppzug vor Berlengas abgeschleppt
(27.08.17) Auf dem portugiesischem Schlepper “Monte de Sao Bras”, 296 BRZ (IMO-Nr.: 7014505), brach am frühen Morgen des 8.8. im Maschinenraum ein Feuer aus, als er gerade einen Kutter unweit der Insel Berlengas in Portugal schleppte. Der Schleppzug trieb anschließend acht Meilen vor Peniche im Atlantik. Das Patroullienboot „Figueira da Foz“ der portugiesischen Marine nahm den Havaristen auf den Haken und zog beide Schiffe in sicheres Gebiet. Später brachte ein Bergungsschlepper sie nach Aveiro.
Quelle:Tim Schwabedissen



Berger erstmals auf der Cheshire vor Gran Canaria
(27.08.17) Erstmals konnten am 27.8. acht Berger der Resolve Marine konnten bislang noch nicht an Bord des britischen Frachters "Cheshire“ gelangen. Die Eigner, die Bibby Line Limited, schätzten am 26.8. aber, dass die Emission giftigen Rauchs auch am 27. und 28.8. andauern würde. Zwar sei die Rauchentwicklung zurückgegangen, aber noch nicht gestoppt. Die Zersetzungsprozesse in den Laderäumen 1 und 2 schienen aber dem Ende zuzugehen, wie dies zuvor auch in den Laderäumen 3, 4 und 5 der Fall gewesen war.
Das Kühlen des Havaristen dauerte unterdessen an. In zwei der vier Laderäume war das Feuer bereits ausgegangen. Um die anderen beiden Laderäume zu löschen, muss aber Spezialgerät an Bord gebracht werden, um Wasser direkt in die Brandherde zu spritzen. Derweil wurde die "Cheshire" mit zwei Knoten zwischen zwei rund 10 Meilen voneinander entfernten Positionen herumgeschleppt. Die Distanz zur Küste von Gran Canaria betrug 40 Meilen.
Die “Cheshire” hat eine Länge von 189,99 Metern, eine Breite von 32,26 Metern, einen Tiefgang von 12,8 Metern bei einer Tragfähigkeit von 56.598 Tonnen. Sie läuft für die Bibby Ship Management Ltd. in Liverpool und wurde 2012 in Jinling erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter beging Unfallflucht
(27.08.17) Der unter Hong Kong-Flagge laufende Bulkcarrier “KSL Anyang", 25079 BRZ (IMO:9696864), war am 26.8. gegen sieben Uhr in eine Kollision mit Unfallflucht verwickelt. Gegen sieben Uhr überlief er rund 38 Meilen vor Neendakara, Keralda, den kleinen indischen Kutter “Arogaya Annai” und setzte, ohne zu stoppen, die Fahrt fort. Die sechsköpfige Crew des Bootes wurde von anderen Kuttern gerettet, die "Arogaya Annai" durch den Aufprall zerstört.
Das indische Fischereiministerium befahl der Coast Guard, die "KSL "Anyang" aufzubringen und festzusetzen. Sie passierte am 27.8. gerade die indische Küste auf dem Weg von Bandar Abbas im Iran nach Singapur.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sechs Segler vor Chauveau gerettet
(27.08.17) Am 14.8. um 14:48 Uhr wurde das CROSS Etel vom Skipper der 10 Meter langen, italienischen Yacht “Finora” alarmiert, die mit sechs Personen an Bord auf einem Felsplateau 200 Meter vom Leuchtturm Chauveau entfernt gestrandet war. Es handelte sich um vier Erwachsene und zwei Teenager. Das CROSS funkte ein Mayday Relay und schickte einen Dauphin-Helikopter der französischen Marine sowie die “SNS 144” der SNSM-Station La Rochelle.
Der Hubschrauber war um 15:08 Uhr vor Ort und barg vier Personen ab. Sie wurden zur Rettungsstation von Rivedoux-Plage auf der Île de Ré geflogen und dort von der Feuerwehr betreut. Der Dauphin kehrte dann zur “Finora”, auf der zwei Mann noch ausharrten. Nachdem der Wasserstand hoch genug war, wurden sie von der „SNS 144” ebenfalls abgeborgen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Historischer Raddampfer bei Kollision beschädigt
(27.08.17) Der englische Raddampfer "Waverley", 693 BRZ (IMO-Nr.: 5386954), musste alle Fahrten am Wochenende absagen, nachdem er am Nachmittag des 26.8. mit einer Pier in Rothesay kollidiert war. Vor dem Unfall hatte sich eine Leine um eines der Schaufelräder gewickelt und das Schiff außer Kontrolle gebracht. Der Bug wurde oberhalb der Wasserlinie eingedrückt.
Menschen kamen nicht zu Schaden. Der letzte hochseetüchtige Raddampfer der Welt war mit Passagieren aus Glasgow gekommen, als sich die Havarie um 14.30 Uhr ereignete. Der Schaden war nicht groß, bedurfte aber einer Reparatur.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kollision im Dreiländereck
(27.08.17) Beim Anlegen sind auf dem Basler Rhein kollidierte am 26.8. das Fahrgastschiff „Christoph Merian“ der Basler Personenschifffahrt (BPG) kurz nach 17 Uhr beim Basler Schiffsterminal an der Westquaistrasse am Dreiländereck mit einem am Kai liegenden Flussfahrgastschiff. Als es in dessen Heck lief, wurde an mehreren Stellen das Schanzkleid eingedrückt. Das Schiff war zum Glück bereits sehr langsam unterwegs, als ein Rückwärts-Manöver misslang und es so nicht mehr rechtzeitig aufgestoppt werden konnte.
Beide Schiffe waren schon am Abend wieder im Einsatz. Die „Christoph Merian“ wurde 1992 erbaut und 2013 für rund eine Million Franken überholt. Sie kann maximal 500 Personen transportieren.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf dem Freischütz
(27.08.17) Mit dem Schrecken kamen rund 50 Passiere und die Besatzung am 10.8. davon, als auf dem Ausflugsschiff "Freischütz“ während eines Nachmittag-Törns auf dem Großen Eutiner See aus dem Motorraum plötzlich Rauch aufstieg. Daraufhin schaltete sich die Maschine der "Freischütz" auf Höhe der Pulverbeck-Bucht automatisch aus. Der Kapitän reagierte schnell und löste Feueralarm aus.
Durch das Verschließen Maschinenraums wurde der Brand nach kurzer Zeit erstickt, und der Rauch verflüchtigte sich. Das Schiff war jedoch manövrierunfähig. Die Feuerwehr rückte um 15.07 Uhr aus. Da zunächst eine höhere Alarmstufe ausgelöst wurde, kamen 35 Kräfte in den Einsatz. Ein Löschboot fuhr zur Unfallstelle und schleppte das Schiff mit Hilfe des Einsatzbootes der Johanniter zum Anleger in die Eutiner Stadtbucht. Dort konnten die Fahrgäste das Schiff wieder verlassen. Grund für den Brand war wohl eine geplatzte Ölleitung.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kieler Forscher untersuchten 1914 versenkte „Ariadne“
(27.08.17) Vor Helgoland erforschten fünf Kieler Forschungstaucher der Firma Submaris das Wrack der „Ariadne“, die vier Wochen nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs am 28.8.1914 in einem Gefecht der Royal Navy und der Kaiserlichen Marine vor Helgoland im ersten großen Seegefecht des Krieges sank. Vier deutsche Schiffe wurden seinerzeit versenkt, das Torpedoboot „V187“, die SMS „Mainz“, die SMS „Cöln“ und die SMS „Ariadne“. 723 deutsche Marinesoldaten kamen ums Leben. Dank eines interdisziplinär angelegten archäologischen Projekts gab es jetzt die erste wissenschaftliche Expedition zu den Untergangsstellen.
Die Expedition fand unter Leitung von Dr. Florian Huber, einem 41-jährigen Unterwasserarchäologen, statt. Ein Jahr lang bereitete er mit seinen Partnern die Erforschung der Wracks in bis zu 43 Metern Tiefe vor. Es wurden Mittel beantragt und Genehmigungen eingeholt sowie in Museen und Archiven geforscht.
Die Kieler holten auch den Deutschen Marinebund, das Museum Helgoland, das Maritime Museum Hamburg, die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, die Jacobs University Bremen sowie das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie mit ins Boot. Erforscht wurde zunächst die „Ariadne“, das rund 30 Kilometer westlich vor Helgoland liegt. 2018 sollen die anderen Schiffe folgen. Im Museum auf Helgoland ist eine Ausstellung zum Seegefecht geplant.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wrack der Indianapolis in 5.500 Metern Tiefe entdeckt
(27.08.17) In rund 5.500 Metern Tiefe haben Forscher im Nordpazifik das Wrack der USS „Indianapolis" entdeckt. Eine Expeditionscrew an Bord des privaten Forschungsschiffs "Petrel", die dem Microsoft-Mitgründer Paul Allen gehört, gelang es, das bislang verschollene Schiff zu lokalisieren, das eine wichtige Rolle bei der Beendigung des Zweiten Weltkriegs gespielt hat. Am 30.7.1945 wurde die "Indianapolis" mit 1.196 Mann Besatzung an Bord von zwei Torpedos eines japanischen U-Boots getroffen und sank innerhalb von zwölf Minuten.
300 Mann waren sofort tot, mehr als 500 starben anschließend im Meer, nur 316 Mann überlebten. Wenige Tage zuvor hatte die "Indianapolis" wichtige Bestandteile der Atombombe "Little Boy" von der US-Westküste zur Insel Tinian gebracht. Von dort aus startete der B29-Bomber "Enola Gay" am 6.8.1945 zum Abwurf der Atombombe auf die japanische Stadt Hiroshima.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fährklappe auf der Weser verloren
(27.08.17) Am 24.8. um 5.02 Uhr kollidierte das Fährschiff „Juliusplate“ (MMSI-Nr.: 211230650) auf der Weser mit dem unter Antigua-Flagge laufenden Bulkcarrier „Stellar Atlantic“, 11349 BRZ (IMO-Nr: 9282948). Von der Fährstelle in Berne kommend stieß es mit dem von Bremen Richtung Nordsee laufenden Frachter zusammen, der nach Iskenderun unterwegs war. Der Zusammenstoß wurde durch einen Fehler des Kapitäns der Fähre verursacht, die zu rund einem Viertel mit Pendlern gefüllten war.
Es wurden keine Personen verletzt. Der Sachschaden bewegte sich nach einer Schätzung im unteren fünfstelligen Bereich. Die „Juliusplate“ beschädigte mit der äußersten Kante ihrer Vorklappe die Außenhaut des Frachters. Dessen Rumpf wurde aufgerissen, weiterhin kam es zu Schrammen. Er machte anschließend am MSC-Gate in Bremerhaven fest. Die „Juliusplate“ verlor bei der Kollision ihre Klappe, die sofort unterging.
Das zufällig vor Ort befindliche Peilschiff „Zenit“ und der Schwimmgreifer „Harriersand“ begannen sofort, sowohl stromabwärts als auch stromaufwärts nach der 8,5 mal 3,5 Meter großen Klappe zu suchen. Bis zum 25.8. verlief die Suche ergebnislos, Die „Juliusplate“ steuerte die Fassmer-Werft an und dürfte rund 14 Tage lang ausfallen.
Die Fährgesellschaft verstärkte die Besatzungen auf der zwischen Farge und Berne verbleibenden Fähre „Rönnebeck“ sowie auf der zwischen Blumenthal und Motzen fahrenden „Stedingen“, um den Ausfall zu kompensieren. Beide Schiffe kamen vorübergehend im Pendelverkehr zum Einsatz. Die Wartezeit betrug bis zu 15 Minuten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sportboot vor Langeoog gekentert
(27.08.17) Am 10.8. gegen 12:30 Uhr kenterte ein sechs Meter langes Sportboot in der Accumersieler Balje vor Langeoog. Die beiden 73 und 49-jährigen Bootsfahrer wurden durch ein anderes Sportboot aufgenommen und nach Langeoog gebracht. Von dort wurden sie ins Klinikum Wittmund verlegt und nach ambulanter Behandlung wieder entlassen. Das gekenterte Boot wurde nach Accumersiel geschleppt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Alte Fähre in Hurum gesunken
(27.08.17) Am Morgen des 15.8. sank die 60 Fuß lange, frühere Oscarsborg-Fhre "Kaholmen", die seit einigen Jahren in der Sætre Marina in Hurum gelegen hatte. Der einstige Betreiber Fjordservice AS war im Jahr 2016 bankrott gegangen. Bereits mehrfach hatte die Feuerwehr Wasser aus dem Schiff lenzen müssen. Nun aber lag das Schiff auf Grund. Es hatte einem privaten Eigner gehört.
Nun beauftragte die Gemeinde von Hurum den Drøbak Marineservice mit der Bergung des Wracks. Es wurde ausgepumpt und sollte dann nach Storsand transportiert werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler saß auf Schäre fest
(27.08.17) Der norwegische Trawler "Pauline - M-33-K", 32 BRZ (MMSI-Nr.: 257636600), lief am 15.8. gegen 15.30 Uhr südlich von Oterøy in Kragerø auf Grund. Das Schiff legte sich nach dem Aufsetzen auf den Felsgrund bei Ebbe stark nach Steuerbord über. An Bord war eine zweiköpfige Crew, die unversehrt blieb.
Das MRCC in Süd-Norwegen schickte auf ihren Notruf hin das NSSR-Rettungsboot "Uni Kragerø" zur Assistenz. Mit steigendem Wasserstand konnte der Trawler nach Abschluss einer Inspektion durch einen Taucher wieder von der gut markierten Schäre abgebracht werden. Das Schiff lief dann nach Stromstad ein, von wo aus es am 27.8. wieder auf Fangfahrt ging.
Es war 2014 von der Vestverft in Hvide Sande nach der Fertigstellung des Kaskos in Polen ausgerüstet und im Mai an Ole Kvernen und seine Omsund AS abgeliefert worden. Der Trawler beliefert die Strømsholm Fiskeindustri AS in Tustna.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter ging in Flammen auf
(27.08.17) In der Nacht zum 13.8. ging ein Kutter im Inneren Billefjord in Porsanger rund 100 Meter vom Land entfernt in Flammen auf. Das Schiff war nicht mehr zu retten – es brannte komplett herunter und sank gegen fünf Uhr. Es befanden sich keine Personen an Bord. Der Kutter lief für die Billfish AS und hatte einen Wert von rund 700,000 Kronen. Warum der Brand vermutlich im Maschinenraum ausbrach, war unklar. Der Kutter war nicht versichert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Seenotretter in Seenot
(27.08.17) Das 12,6 Meter lange, norwegische NSSR-Rettungsboot “Einar Staff SR” lief am 27.8. auf dem Weg nach Sandvikselva um 12.40 Uhr auf eine Sandbank auf. Es konnte sich nicht mehr mit eigener Kraft befreien. Die Wasserjets des Bootes hatten zuvor eine Störung erlitten, und die Crew stoppte, um den Schaden zu beheben. Dabei geriet das Boot außer Kontrolle und kam fest. Ein Boot der Klaveness Marine, das in Oscarsborg stationiert war, machte sich nun auf den Weg nach Sandvika, um die Seenotretter zu retten.
Die 50 Knoten schnelle „Einar Staff” wurde erst am 21.5. von der Hydrolift AS in Fredrikstad an die Rettungsgesellschaft in Oslo als erstes einer Serie von 10 Booten übergeben. Während sie in Oslo stationiert wurde, kommen die vier weiteren Boote nach Lillesand, Trondheim, Sognefjorden und Skjeberg. Den Großteil der Kosten trug der Investor Einar Staff, der seinen Großvater mit der Namensgebung Einar Staff SR ehrte. Am 21.5. wurde das Boot in der Hankø Marina bei Fredrikstad getauft.
Quelle:Tim Schwabedissen



Museumseisbrecher "Stettin"
(Bild: Eckhard Uhrbrock)   Großbild klick!

Museumseisbrecher kollidiert mit Fähre – 10 Verletzte
(26.08.17) Am Vormittag des 12.8. kollidierte der deutsche Museumseisbrecher "Stettin", 783 BRZ (IMO-Nr.: 8882923), beim Auslaufen aus Rostock im Zuge der Hanse Sail mit 145 Fahrgästen an Bord gegen 11 Uhr mit der einlaufenden finnischen Fähre "Finnsky", 28002 BRZ (IMO-Nr.: 946890), die gerade von Helsinki kommend im Überseehafen festmachen wollte. Die Havarie ereignete sich zwischen den Liegeplätzen 60 und 64. Der Eisbrecher wollte von achtern aufkommend die Fähre mit einem Dreh nach Backbord passieren, wurde aber offenbar von der Strömung auf der Warnow erfasst und dadurch gegen deren Heck gedrückt.
Beim Aufprall auf das Heck wurde die “Stettin” oberhalb der Wasserlinie auf zwei Metern Länge
Museumseisbrecher "Stettin" rammt Fähre "Finnsky"
(Bild: Videostill Rob Dru)   Großbild klick!
aufgerissen. 10 Passagiere erlitten Verletzungen, als sie dabei stürzten. Sie erlitten u.a. Schürfwunden und Handgelenkverletzungen und wurden durch die Feuerwehr versorgt. Die "Finnsky" machte anschließend an Liegeplatz 60 fest und ging bereits am Abend wieder in Fahrt.
Die "Stettin" kehrte bis auf Weiteres in den Hafen zurück und machte an der Südseite des Hafenbeckens vom Fischereihafen, direkt hinter der Freifallbootanlage der Schifffahrtschule fest. Das Loch wurde mit einer Persenning als Sichtschutz provisorisch abgedeckt. Die Polizei war sofort vor Ort, die Passagiere wurden mit Essen versorgt, von Bord geleitet und per Bus zurück in die Stadt gebracht. Ihnen wurde angeboten, dass sie auf andere Schiffe umgebucht werden oder das Geld zurückbekommen. Im Zuge der nachfolgenden Untersuchungen wurden Positionsdaten und Radaraufzeichnungen gesichert. Möglicherweise hatten widrige Windverhältnisse die „Stettin“
Schaden an der „Stettin“
(Bild: Landeswasserschutzpolizeiamt Mecklenburg-Vorpommern)   Großbild klick!
vom Kurs abgebracht. Die bisherige Untersuchung ergab, dass keine technischen Fehler ursächlich für den Unfall gewesen waren.
Die „Stettin“ war ausreichend mit Berufsnautikern und erfahrenen Lotsen besetzt gewesen. Die Bundesstelle für Seeunfalluntersuchungen konnte keine zeitnahe Befragung der Fahrgäste vor Ort vornehmen. Daher wurden Fahrgäste, die am Unfalltag an Bord waren, sich auf der Brücke aufhielten und Personen, die sonstige sachdienliche Hinweise geben können, gebeten, sich bei der BSU zu melden.
Am 19.8. lief die "Stettin" wieder aus Rostock nach Hamburg aus, nachdem die Schadensstelle mit einer Stahlplatte provisorisch abgedeckt worden war. Am 20.8. um 22 Uhr machte sie in Övelgönne fest. Bis zur Winterüberholung kann sie so ihr planmäßiges Fahrprogramm durchführen, ehe dann eine dauerhafte Wiederherstellung mit einer genieteten Platte erfolgt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Containerfrachter "CSCL Jupiter"
(Bild: Stan Muller)   Großbild klick!

Riesencontainerfrachter blockierte Schelde einen Tag lang
(26.08.17) Auf dem Weg von Antwerpen nach Hamburg lief der unter Hongkong-Flagge laufende Containerfrachter "CSCL Jupiter", 150853 BRZ (IMO-Nr.: 9467263), am 14.8. auf der Schelde in einer scharfen Flussbiegung bei Bath am 14.8. um 8.55 Uhr auf Grund. Das mit zwei holländischen Lotsen besetzte Schiff hatte kurz nach dem Verlassen des Deurgangdock einen Ruderversager erlitten und war an dieser ungünstigen Stelle außer Kontrolle geraten. Nachdem der viel befahrene Fluss zunächst für den gesamten Schiffsverkehr gesperrt wurde, wovon auch ein Kreuzfahrtschiff mit 900 Passagieren betroffen war, durften später Schiffe von bis zu 200 Metern Länge vorsichtig passieren.
Rasch waren rund 10 Schlepper vor Ort, konnten aber bei ablaufendem Wasser zunächst nichts ausrichten. Der Bug des Riesenfrachters fiel unmittelbar vor dem Ufer bei Ebbe trocken, sodass er von Fußgängern erreicht werden konnte. Unzählige Schaulustige versammelten sich binnen kurzer Zeit und blockierten die Zufahrten des kleinen Dorfes.
Im Laufe des Tages wurde eine stattliche Schlepperflotte mit insgesamt 1.053 Tonnen Zugkraft versammelt, darunter die "Fairplay III", "Lieven Gevaert", "Multratug 13", "Multratug 27", "Multratug 31", "SD Salvor", "Union Amber", "Union Emerald", "Union Grizzly", "Union Hawk", "Union Kodiak" und "Union Panda". Die geballte Kraft zeigte Wirkung – mit auflaufendem Wasser kam der Havarist gegen 20 Uhr wieder in Bewegung. Um 21.10 Uhr wurde er gedreht und zurück zum Delwaide Dock-Süd in Antwerpen gebracht, wo er untersucht wurde.
Am 21.8. gegen Mitternacht verließ das Schiff den Hafen wieder und kam diesmal ohne Zwischenfälle die Schelde hinunter. Am 22.8. um 5.20 Uhr machte es am CTT in Hamburg fest. Am 24.8. ging es zum Euromax-Terminal in Rotterdam weiter, und von dort am 26.8. gen Suez.
Die “CSCL Jupiter” ist 366,05 Meter lang, 51,2 Meter breit, hat 15,5 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 150.853 Tonnen. Der 13.300 TEU-Frachter läuft im Management der China International Ship Management Co., Ltd. in Shanghai. Er wurde 2011 bei den Samsung Heavy Industries Co., Ltd. in Geoje als „CSCL Mercury“ erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motoryacht vor Spiekeroog gesunken
(26.08.17) Kurz vorm Untergang einer Motoryacht nördlich der Insel Spiekeroog haben freiwillige Seenotretter am Abend des 23.8. die zweiköpfige Besatzung in Sicherheit gebracht. Das Seenotrettungsboot „Wilma Sikorski“ der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger barg das Paar von seinem sinkenden Boot ab. Das hölzerne Kajütboot selbst war nicht mehr zu retten.
Gegen 17.35 Uhr alarmierte der Skipper der etwa zwölf Meter langen Motoryacht über den internationalen UKW-Sprechfunk-Notrufkanal 16 das MRCC in Bremen. Er meldete einen starken Wassereinbruch nach Kollision mit einem Unterwasserhindernis. Das Boot befand sich zu der Zeit gut eine Seemeile nordwestlich der Ansteuerungstonne Harle und damit etwas nördlich der Insel Spiekeroog.
Die Seenotretter alarmierten die Besatzung des Seenotrettungsbootes „Wilma Sikorski“ der Station Wangerooge. Kurz vor deren Eintreffen erreichte der in der Nähe befindliche Schlepper „Bugsier 9“ den bereits sehr tief im Wasser liegenden Havaristen. Auf Bitten des Skippers der Motoryacht machte die „Bugsier 9“ Standby, um notfalls sofort eingreifen zu können.
Kurz darauf ging die „Wilma Sikorski“ bei der vor Anker liegenden, sinkenden Yacht längsseits. Die Seenotretter übernahmen die Schiffbrüchigen. Der Mann und die Frau hatten auf ihrem Boot bereits bis zu den Knien im Wasser gestanden. Wenige Augenblicke nach ihrer Rettung ragten nur noch die Spitzen der Aufbauten des Motorbootes aus dem Wasser.
Die Seenotretter brachten die beiden Geretteten wohlbehalten nach Wangerooge. Zur Unglückszeit herrschten nördlich Spiekeroog östliche Winde um zwei Beaufort und ruhige See.
Quelle:Tim Schwabedissen



USS „John S. McCain"
(Bild: Royal Malyasian Navy)   Großbild klick!

Wieder viele Tote nach Kollision eines US-Zerstörers
(26.08.17) Schon wieder kam es zu einer folgenschweren Kollision eines US-Zerstörers mit einem Handelsschiff. Östlich von Singapur stießen am Morgen des 21.8. die USS „John S. McCain" und der liberianische Tanker "Alnic MC", 30040 BRZ (IMO-Nr.: 9396725), zusammen. Die Kollision fand um 05:24 Uhr Ortszeit statt. Zu diesem Zeitpunkt lagen die meisten Besatzungsmitglieder schlafend in ihren Kojen. Durch den Wulstbug der „Alnic MC“ richtete massive Schäden ober- und unterhalb der Wasserlinie n Backbordseite mittschiffs an. Es kam zu einem Wassereinbruch, wobei mehrere Abteilungen, darunter Crew-Aufenthaltsräume, ein Maschinenraum und ein Kommunikationsraum geflutet wurden.
"USS John S. McCain": Schaden achtern an Backbordseite
(Bild: US Navy)   Großbild klick!
Es wurden 10 amerikanische Seeleute vermisst. Vier weitere wurden mit nicht lebensbedrohlichen Verletzungen in ein Krankenhaus in Singapur gebracht, ein Verletzter brauchte keine weitere ärztliche Versorgung. Die betroffenen Teile des Schiffes werden mit Tauchern durchsucht.
Die mit Lenkraketen bestückte "USS John S. McCain" wurde achtern an Backbordseite beschädigt, konnte aber mit eigener Kraft die Fahrt in den Hafen von Singapur antreten. Der Wassereinbruch konnte zuvor größtenteils durch Sicherungstrupps gestoppt werden. An der Rettungsaktion nahmen US-amerikanische Osprey-VTOL-Transporter, Seahawk-Helikopter sowie Schlepper aus Singapur und ein Patrouillenschiff der Republic of Singapore Navy teil. Die 154 Meter lange "USS John S. McCain" war östlich der Straße von Malakka auf einer Routinefahrt nach Singapur unterwegs. Die Besatzungsstärke betrug rund 230 Mann.
"USS John S. McCain" und Schlepper
(Bild: US Navy)   Großbild klick!
Die "Alnic MC" war mit 12.000 Tonnen Öl beladen von Taiwan nach Singapur unterwegs. Sie wurde am Bug beschädigt, es wurden aber keine Tanks beschädigt, und es kam zu Umweltverschmutzungen durch die Kollision. Er warf auf der Raffles Reserved Anchorage Anker. Der Schiffsverkehr in Singapur wurde nicht beeinträchtigt. Singapurs Luftwaffe entsandte mehrere Helikopter zur Unterstützung.
Als Reaktion auf den Unfall kündigte die US Navy eine Überprüfung der Arbeitsabläufe und Sicherheitsbestimmungen bei der Siebten Flotte an. Unter anderem wurden alle Operationen für einen Tag gestoppt, um nach Fehlern zu suchen. Bei der Siebten Flotte, die im westlichen Pazifik und im Indischen Ozean operiert, gab es 2017 bisher vier Zwischenfälle. Die USS „Fitzgerald (DDG-62)“ kollidierte am 17.6. mit dem Containerschiff „ACX Crystal“. Am 31.1. lief der Lenkwaffenkreuzer USS „Antietam (CG-54)“ in der Bucht von Tokio auf Grund, und am 9.5. kollidierte der Kreuzer USS „Lake Champlain (CG-57)“ mit einem koreanischen Fischerboot im Japanischen Meer. Nach dieser Serie von Zwischenfällen wurde am 23.8. Vizeadmiral Joseph Aucoin als Befehlshaber der Siebten Flotte von Admiral Scott Swift abgelöst.
Am 22.8. gaben Sprecher der Königlichen Malaysischen Marine bekannt, potentielle Überreste von einem der zehn vermissten Matrosen im Meer gefunden zu haben. Ebenfalls an diesem gab der neue Oberbefehlshaber der siebten Flotte Admiral Scott Swift bekannt, dass Überreste von den zehn vermissten Matrosen in den beschädigten Teilen der „John S. McCain“ gefunden wurden. Die Suche wurde mit Tauchern und Teams im Schiff sowie Flugzeugen und Schiffen auf See fortgesetzt. Am 24.8. wurden die Matrosen Kenneth Aaron, 22 aus Cherry Hill, New Jersey und Dustin Louis Doyon, 26 aus Connecticut, aus dem gefluteten Teil des Schiffes geborgen.
Die „USS John S. McCain (DDG-56)“ ist ein Zerstörer der Arleigh-Burke-Klasse. Sie wurde 1988 in Auftrag gegeben und im September 1991 bei Bath Iron Works auf Kiel gelegt. Nach nur wenig mehr als einem Jahr lief das Schiff vom Stapel und wurde getauft.
Nach der Endausrüstung und den Werfterprobungsfahrten wurde die John S. McCain am 2. Juli 1994 in Dienst gestellt. Erste Fahrten führte das Schiff von Pearl Harbor aus durch, 1996 in Unterstützung der Operation Southern Watch. Auch 1998 operierte die McCain im Persischen Golf, diesmal als Teil der Kampfgruppe um die USS „Independence (CV-62)“.
2001 nahm der Zerstörer mit der USS „Kitty Hawk (CV-63)“ an den Übungen Excercise Tandem Thrust mit der Royal Australian Navy und CSOFEX mit der Marine Südkoreas teil. 2002 folgte ein Einsatz im Rahmen der Operation Enduring Freedom, 2003 dann die Übung Exercise Keen Sword mit der Marine Japans.
2006 und 2007 nahm der Zerstörer mit der „Kitty Hawk“ an dem Manöver Valiant Shield teil. Im August 2008 besuchte er Australien, um dort das 100-jährige Jubiläum des Australienbesuchs der Großen Weißen Flotte zu begehen. Im Juni 2009 fuhr das Schiff vor den Philippinen, als am 10.6. ein chinesisches U-Boot mit dem Schleppsonar des Zerstörers kollidierte. Nur wenige Tage später beschattete die „John S. McCain“ einen nordkoreanischen Frachter, der unter Umgehung eines bestehenden Embargos Waffen nach Myanmar hätte liefern können.
Im September 2010 nahm die „John S. McCain“ an einer U-Jagd-Übung mit der südkoreanischen Marine im Gelben Meer teil. Zweck war die Abschreckung Nordkoreas. Im Dezember folgte die großangelegte Übung Keen Sword mit der japanischen Marine. Im April 2013 wurde sie als Reaktion auf die Spannungen auf der Halbinsel vor die Küste Nordkoreas befohlen.
Am 2.10. 2016 machte die „John S. McCain“ gemeinsam mit der „Frank Cable (AS-40)“ den ersten Hafenbesuch von Schiffen der US Navy in der Cam Ranh Bay seit dem Ende des Vietnamkrieges 1975.
Quelle:Tim Schwabedissen



Leckgeschlagener Versorger vor Port Mansfield evakuiert
(26.08.17) Die US Coast Guard rettete am 25.8. die 12-köpfige Crew des amerikanischen Offshore-Schiffs "Gulf Justice", 729 BRZ (IMO-Nr.: 7726342), das unweit von Port Mansfield, Texas, Wassereinbruch erlitten hatte. die Coast Guard Corpus Christi wurde um 3:40 Uhr alarmiert und schickte um 12.40 Uhr von der Air Station Corpus Christi zwei MH-65 Dolphin-Helikopter zu Hilfe, nachdem ein Schlepper nicht, wie geplant, zur Assistenz hatte kommen können. Die Küstenwache hielt in der Zwischenzeit stündlichen Funkkontakt mit dem Havaristen.
Um 13.03 Uhr waren die Hubschrauber vor Ort und bargen zunächst sieben Mann von der „Gulf Justice“ ab. Sie wurden zum Charles R Johnson Airport geflogen. Dann kehrten die Helikopter zurück und bargen die verbliebenen fünf Crewmitglieder um 14.06 Uhr ab. Alle erreichten wohlbehalten das Land.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motorbootscrew vor Oahu gerettet
(26.08.17) Die US Coast Guard rettete am 25.8. zwei Mann von ihrem sinkenden, 82 Fuß langen Sportboot „Point Harris“ rund 35 Meilen östlich der Kaneohe Bay. Ein Rettungsschwimmer half ihnen an Bord eines MH-65 Dolphin-Helikopter der Air Station Barbers Point. Die Coast Guard Honolulu war um 12:40 Uhr über VHF-Kanal 16 vom Skipper der “Point Harris” alarmiert worden, nachdem die vorderen beiden Abteilungen leckgeschlagen waren. Die beiden Männer an Bord aktivierten dann den EPIRB und machten sich zum Verlassen des Schiffes bereit, nachdem der Einsatz der Lenzpumpen keine Erleichterung gebracht hatte. Um 1.50 Uhr stieg zunächst eine HC-130 Hercules von der Air Station Barbers Point auf, gefolgt von einem MH-65 Dolphin-Helikopter um 1.598 Uhr. Auch das Patroullienboot “Ahi (WPB 87364)” aus Honolulu nahm Kurs auf die Position.
Die Hercules traf um 2:09 Uhr vor Ort ein und verschaffte sich eine Übersicht über die Lage. Der Dolphin war um 2:34 Uhr vor Ort. Der Rettungsschwimmer stellte rasch fest, dass die Lage an Bord nicht mehr sicher war und entschied, dass die beiden Crewmitglieder aufgewinscht werden müssten. Die Schifffahrt wurde danach vor dem treibenden Havaristen gewarnt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ölverschmutzung im Tiger Pass
(26.08.17) Die US Coast Guard wurde am 23.8. alarmiert, nachdem unweit von Venice, Louisiana, ein Boot gesunken war. Die Coast Guard New Orleans erhielt um 8:05 Uhr die Information, dass die “Gracie Claire“ bei Meile 2 im Tiger Pass an einer Bunkerstation gesunken war. An Bord waren rund 2.300 Gallonen Diesel gewesen, und ein Ölfilm breitete sich aus.
Rund eine Meile der Küste wurden kontaminiert. Zur Eindämmung der Kontamination wurde die ES&H aktiviert und brachte eine Ölsperre aus. Auch Teile der Küstenlinie wurden mit ölaufsaugenden Sperren geschützt. Die Coast Guard überwachte die Situation.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker saß im Ambrose Channel fest
(26.08.17) Der unter Panama-Flagge laufende Tanker „Kamome Victoria”, 40976 BRZ (IMO-Nr.: 9584102), lief am 25.8. um 17.15 Uhr im Ambrose Channel fünf Meilen südlich der Verrazano Bridge auf Grund. Drei Stunden später konnte der Havarist wieder flottgemacht werden und ging unweit der Strandungsstelle vor Anker. Er war aus New York gekommen und hatte mit Fahrtziel Colon zunächst Kurs auf Sandy Hook gehalten, als er offenbar aus dem Fahrwasser abkam.
Danach erfolgte noch eine Kussänderung in Richtung der Verrazano Bridge, dann trieb das Schiff einige Zeit und kam schließlich fest. Am 26.68. lag es weiter vor New York vor Anker.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fischer vor Grand Isle gerettet
(27.08.17) Am 23.8. rettete die US Coast Guard 25 Meilen westlich von Grand Isle, Louisiana, einen Fischer aus dem Wasser. Die Coast Guard New Orleans war um fünf Uhr alarmiert worden, nachdem ein 42 Fuß langer Schleppnetzkutter in Brand geraten war. Ein 24-Fuß-Flachwasserboot lief von der Station Grand aus. Es traf um 6:47 Uhr vor Ort ein.
Über dem Kutter stand eine weithin sichtbare Rauchsäule. Unweit davon fanden die Retter den Skipper im Wasser. Er wurde an Bord gezogen und in stabilem zustand zum Leeville Boat Launch in gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sieben Bootsfahrer vor Ocean City gerettet
(27.08.17) Am Morgen des 18.8. rettete die US Coast Guard 13 Meilen südöstlich von Ocean City sieben Schiffbrüchige. Die Coast Guard Maryland-National Capital Region war von dem Skipper der “Hard Decision” alarmiert worden, nachdem in der Bordelektrik ein Feuer ausgebrochen war. Von der Station Ocean City lief ein Boot aus, auf der Air Station Atlantic City stieg ein Flugzeug aus.
Mehrere andere Schiffe kamen ebenfalls zu Hilfe. Als sie vor Ort eintrafen, fanden sie die “Hard Decision” komplett in Flammen stehend vor. Die sieben Bootsfahrer schwammen im Wasser. Der Skipper der „Unplugged“ war als erster vor Ort und half ihnen an Bord. Sie wurden dann an das Boot der Coast Guard übergeben und von diesem an Land gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Angelkutter brannte vor Chincoteague
(26.08.17) Am Abend des 18.8. rettete die US Coast Guard zwei Angler rund 14 Meilen nordöstlich von Chincoteague. Die Coast Guard Hampton Roads in Portsmouth fing einen Notruf von der 32 Fuß langen “Rod Buster” auf, nachdem ein Feuer an Bord ausgebrochen war. Ein 47-Fuß-Boot lief von der Station Chincoteague aus. Noch während es im Anmarsch war, meldete die “Rod Buster”, dass das Feuer gelöscht werden konnte.
Allerdings kam es nun zu einem Wassereinbruch. Das Boot der Station Chincoteague übergab eine Lenzpumpe und setzte Personal über, um das Leck im Rumpf abzudichten. Dies gelang auch, und das Boot konnte zurück zum Curtis Merritt Harbor in Chincoteague geschleppt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter mit großen Problemen vor Unalaska
(26.08.17) Die U.S. Coast Guard, das Alaska Department of Environmental Conservation und Vertreter der Stadt Unalaska bildeten am 18.8. einen Krisenstab, um eine Umweltverschmutzung durch den 52 Meter langen Kutter "Akutan" (MMSI-Nr.: 367545050) bei Unalaska, Alaska, zu verhindern. Die Coast Guard Anchorage, Behörden in Alaska und die Resolve Marine Services, koordinierten die notwendigen Arbeiten, um ein Auslaufen von Ammoniak und verschiedenen Ölprodukten zu verhindern. Das Schiff war vor einigen Tagen von Bristol Bay nach Dutch Harbor ausgelaufen und musste wegen verschiedener technischer Probleme in der Captain‘s Bay Anker werfen, wo sich die Lage verschlechterte.
Vorsorglich wurden die Resolve Marine Services beauftragt, 400 Fuß Ölsperren um den Havaristen auszulegen. Die Maßnahme wurde aus dem Oil Spill Liability Trust Fund finanziert. Die Firma schickte ihre „Makushin Bay” in die Captains Bay. Resolve Marine Services führten auch Reparaturarbeiten auf der “Akutan” durch und sorgten dafür, dass wichtige Systeme einsatzbereit blieben. Andernfalls wäre der Kutter wohl gesunken. Aus dem Maschinenraum wurden 5.000 Gallonen verölten Wassers abgepumpt sowie 1.200 Gallonen Ölrückstände aus einem Abscheidertank. Am 19.8. fiel auf der “Akutan” der Strom aus, weshalb der Ammoniakpegel anstieg.
Es gelang aber, die Bordenergie wieder in Gang zu bekommen und den Pegel zu halten. Zwei Mann von den Resolve Marine Services sowie vier Mann der Crew der "Akutan" blieben an Bord. Ein Boot blieb längsseits, um sie nötigenfalls rasch abbergen zu können.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter sank in New Bedford
(26.08.17) Am 16.8. sank der 65 Fuß lange Kutter „Challenge“ in New Bedford, Massachusetts. Am frühen Morgen sackte er übers Heck west, wodurch Diesel und Schmieröl ins Wasser gerieten. Der Kapitän des Schleppers „Realist“ alarmierte die US Coast Guard. Durch das Marine Safety Detachment New Bedford, Crews der New Bedford Fire, des Police Department und des Massachusetts Department of Environmental Protection wurden doppelte Ölsperren um das Wrack ausgelegt.
Auch Pads wurden ausgebracht, um das Öl aufzusaugen. Der Ölfilm reichte 1,5 Meilen nach Fairhaven. Die Coast Guard überwachte die Arbeiten an der Pier der Hervey Tichon Ave. An Bord waren rund 7.000 Gallonen Öl. Nur noch die Aufbauten des Kutters ragten aus dem Wasser.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter blockierte Saint Mary’s River
(26.08.17) Am 9.8. lief der amerikanische Bulkcarrier “Calumet”, 9639 BRZ (IMO-Nr.: 7329314), auf dem St. Marys River unweit von Sugar Island, Michigan, um 23.40 Uhr auf Grund. Das Schiff war flussabwärts nach Brevort, Michigan, unterwegs. Der Schiffsverkehr auf dem St. Marys River musste zwischen den Soo Locks bis Six Mile Point gesperrt werden. Taucher wurden gerufen, um den Rumpf auf Schäden zu untersuchen. Der 620 Fuß lange Frachter saß auf der Nordseite von Sugar Island fest. Es war von der ESSAR Steel in Sault Ste. Marie, Ontario gekommen. Die U.S. Coast Guard überwachte die Lage des Havaristen. Die Eigner, die Grand River Navigation Inc., entwickelte einen Bergungsplan.
Nachdem dieser genehmigt war, konnte der Frachter am 11.8. um 20.50 Uhr wieder flottgemacht werden. Um 21.30 Uhr wurde der Schiffsverkehr auf dem St. Marys River wieder freigegeben, nachdem das Army Corp of Engineers den Flussgrund inspiziert und keine Hindernisse vorgefunden hatte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Segelyacht vor Spiekeroog vor Untergang bewahrt
(26.08.17) Zunächst hat es am 14.8. nach einem Routineeinsatz für die freiwilligen Seenotretter aus Neuharlingersiel ausgesehen. Doch dann drang plötzlich sehr viel Wasser in eine vor Spiekeroog festgekommene Segelyacht ein. Mit dem Seenotrettungsboot „Neuharlingersiel“ der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger befreiten sie den Einhandsegler aus seiner gefährlichen Notlage.
Der Einsatz für die freiwilligen Seenotretter der Station Neuharlingersiel begann wie viele ähnliche Fälle: Etwa eineinhalb Seemeilen nordwestlich der Insel Spiekeroog war am Morgen ein Skipper mit seiner Yacht auf der Sandbank Westerriff am nördlichen Eingang des Seegatts Otzumer Balje festgekommen. Wegen des zu geringen Wasserstandes und ablaufender Tide konnten die Seenotretter den Havaristen mit dem Seenotrettungsboot allerdings nicht mehr zurück ins Fahrwasser schleppen.
Der Skipper blieb bei ruhiger See und mäßigem Wind aus Südosten an Bord. Dort wartete er auf die nächste Flut. Gegen 12.15 Uhr alarmierte er das MRCC der DGzRS ein zweites Mal und meldete starken Wassereinbruch. Offenbar war seine etwa 12 Meter lange Segelyacht durch die Grundberührung leckgeschlagen.
Als die freiwilligen Seenotretter kurze Zeit später mit der „Neuharlingersiel“ erneut vor Ort waren, stand das Wasser an Bord bereits einen halben Meter hoch. Sofort schleppten sie den Havaristen frei und pumpten mit ihrer Lenzpumpe das eindringende Wasser heraus. Dennoch stieg der Wasserstand im Boot langsam, aber stetig weiter an.
Deshalb brachten die Seenotretter die Segelyacht in den nahe gelegenen Hafen von Spiekeroog. Dort unterstützte die Freiwillige Feuerwehr die Besatzung der „Neuharlingersiel“ beim Auspumpen des Havaristen. Anschließend hob ein Kran die Segelyacht aus dem Wasser. Die mögliche Ursache für den Wassereinbruch war schnell gefunden: Der feste Kiel war weggebrochen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter saß vor Wangerooge fest
(26.08.17) Der deutsche Frachter "Nina 1", 998 BRZ (IMO-Nr.: 8402668), lief am 18.8. um 6.30 Uhr in der Nordsee vor Wangerooge beim Ansteuern des Inselhafens auf Grund. Das Schiff war aus Thyborøn gekommen. Am 19.8. lag der Havarist sicher im Hafen. Er verließ Wangerooge wieder am 25.8. um 14.15 Uhr und nahm Kurs auf Hausvik, wo er am 26.8. um 15 Uhr festmachte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Segler auf der Großen Breite gerettet
(26.08.17) Die Seenotretter der Station Schleswig retteten am Nachmittag des 19.8. zwei Segler auf der Schlei. Das Seenotrettungsboot „Walter Merz“ befand sich auf Kontrollfahrt nahe der Großen Breite, als die Besatzung in Höhe Hestholm zwei schiffbrüchige Segler entdeckte. Die Jolle der beiden war zuvor in einer starken Böe gekentert.
Eine junge Frau und ein junger Mann befanden sich unmittelbar neben der Jolle im Wasser. Ihr Boot war vollgelaufen und trieb halb unter der Wasseroberfläche. Die beiden versuchten vergebens, es zu lenzen, als die Seenotretter gegen 15.50 Uhr eintrafen. Sie fuhren an die Schiffbrüchigen heran und nahmen sie an Bord. Beide Segler waren bereits unterkühlt. Bei der Frau stellten die Seenotretter knapp 34, bei dem Mann knapp 35 Grad Körpertemperatur fest. An Bord der „Walter Merz“ erhielten die beiden Handtücher und trockene Kleidung.
Das Seenotrettungsboot nahm die gekenterte Jolle auf den Haken und schleppte sie in den Hafen von Stexwig. An Bord der „Walter Merz“ erholten sich die Geretteten derweil schnell. Freunde nahmen die beiden in Stexwig wohlbehalten in Empfang. Zur Unglückszeit herrschten auf der Schlei west-südwestliche Winde um fünf Beaufort und etwa ein halber Meter Seegang.
Quelle:Tim Schwabedissen



Standby-Schiff drohte in Sassnitz zu sinken
(26.08.17) Am 9.8. erlitt das unter Panama-Flagge laufende Offshore-Standbyschiff "Verona 1", 212 BRZ (IMO-Nr.: 7211854) vor Sassnitz Wassereinbruch am Bug. Mit bereits tief weggetauchtem Vorschiff steuerte es den Hafen an und machte an der Nordmole fest. Um 15.49 Uhr traf die Schwerpunktfeuerwehr Sassnitz mit dem Gefahrgutwagen und Tauchpumpen im Sassnitzer Hafen ein.
Die Freiwillige Feuerwehr Breege legte sofort Ölsperren um den Havaristen aus. Das Abpumpen gestaltete sich als schwierig: Weil das Wasser im Schiff mit Öl verschmutzt war, mussten spezielle Behälter zur Aufnahme des kontaminierten Wassers beschafft werden. Die Stralsunder Firma HAPS konnte für die erste Gefahrenabwehr 12 Behälter mit einem Fassungsvermögen von je 1.000 Litern zur Verfügung stellen. Später wurde ein spezielles Fahrzeug aus Rostock mit rund 20.000 Litern Fassungsvermögen an die Einsatzstelle gerufen, um das restliche kontaminierte Wasser abzupumpen und aufzunehmen. So wurden insgesamt rund 30 Tonnen Ölwassergemisch aus dem Schiff gelenzt.
Taucher untersuchten den Rumpf auf der Suche nach der Leckage. Der Einsatz der Feuerwehr dauerte acht Stunden. Die Wehren aus Sassnitz und Breege waren bis nach Mitternacht im Einsatz, um Ölsperren zu legen und eine Umweltverschmutzung durch austretendes Ölwassergemisch zu verhindern. Die nahe gelegene Total-Tankstelle versorgte in dieser Zeit die Einsatzkräfte.
Es wurde ein Leck in einem Ballastwassertank vermutet. Das Schiff wurde bis zu einer Reparatur mit einem Auslaufverbot belegt. Es lief am 12.8. um 10.15 Uhr wieder aus Sassnitz aus und lief nach Gdingen aus, wo es am Kai von Angelskie festmachte. Die Havarie hatte sich fast exakt ein Jahr nach einem Vorfall am 22.8.2016 ereignet, als der Kapitän der "Verona 1" von dem Rettungsboot "Harro Koebke" sieben Meilen nordöstlich von Sassnitz nach einer Erkrankung hatte abgeborgen werden müssen. Der Hubschrauber “Christoph Offshore 2” war seinerzeit aus Güttin auf Rügen mit einem Ärzteteam zu Hilfe gekommen, ehe der Patient nach Sassnitz ins Krankenhaus kam.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter in Leer gesunken
(26.08.17) Die Feuerwehr Leer wurde am Abend des 25.8. alarmiert, nachdem ein Kutter, der im Bereich einer Werft festgemacht war, zu sinken begonnen hatte. An Bord befanden sich keine Personen. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte war das Schiff 0mit dem Heck bereits tief abgesunken.
Betriebsstoffe liefen aus, weswegen Ölsperren ausgelegt werden mussten. Zur Unterstützung wurde im weiteren Einsatzverlauf dann noch das THW mit der Fachgruppe Wassergefahren nachalarmiert. Weiterhin waren Mitarbeiter der unteren Wasserbehörde sowie die Wasserschutzpolizei vor Ort.
Mit dem Boot der Feuerwehr und einem weiteren Boot des THW wurden die Ölsperren rund um den sinkenden Kutter ausgebracht. Im Anschluss erfolgte noch eine Kontrolle der Wasseroberfläche in der näheren Umgebung der Unglücksstelle im Hafen. Hier waren aber keine Verschmutzungen festzustellen.
Eine Spezialfirma für Umweltschäden wurde beauftragt, ausgetretenes Öl und andere Betriebsstoffe von der Wasseroberfläche zu beseitigen. Das Wrack sollte in den nächsten Tagen gehoben werden. Warum der Kutter plötzlich zu sinken angefangen hatte, wurde jetzt durch Polizei und Wasserbehörde untersucht. Für die Einsatzkräfte von Feuerwehr und THW war der Einsatz nach rund 2,5 Stunden beendet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Luxusyacht nach Feuer vor Nizza gesunken
(26.08.17) Am 17.8. gegen 14 Uhr geriet die französische Luxusyacht “If Only”, 271 BRZ, bei Nizza in Brand und sank Stunden später. Das Boot gehörte dem italienischen Industrie-Tycoon Diana Bracco, der sich auch an Bord befunden hatte, als sechs Meilen südlich des Airport von Nizza vor der französischen Riviera die Backbordmaschine Feuer fing. Die Feuerwehr und vor Ort mobilisierte Hilfskräfte konnten durch ihr schnelles Eingreifen und unter der Koordination des CROSS Med und der Seenotretter der SNSM alle elf Personen, darunter vier Crewmitglieder, von Bord retten.
Einer kam ins Krankenhaus in Antibes. Das Rettungsboot „Vedette Jean Giraud“ schleppte das brennende Schiff so weit wie möglich vom Flughafen weg auf eine Position zwischen Marina and Antibes. Alle Löschversuche blieben vergebens. Um 21.50 Uhr sank das Schiff auf 650 Metern Tiefe. Einsatzkräfte des SDIS 06 der Marinebase und ein Evaluationsteam derMaritimen Präfektur bargen danach aufgetriebene Trümmer.
Sie wurden von der am 24.8. um 2.30 Uhr eingetroffenen “Jason” unterstützt. Ölsperren wurden in Bereitschaft gebracht. Die “If Only” wurde 1974 von Feadship in der Werft in Kaag als „Walanka“ nach einem Entwurf von J.F.H. Roger erbaut. Sie war 39,01 Meter lang, 7,1 Meter breit und hatte 2,45 Meter Tiefgang. Die Yacht konnte maximal acht Gäste und bis zu neun Crew-Mitglieder an Bord nehmen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Binnenschiff und Yacht bei Deggendorf aufgelaufen
(26.08.17) Das deutsche Binnenschiff "Quadro", 936 ts (EU-Nr.: 04032420), lief am 24.8. auf der Fahrt von Deggendorf nach Straubing unterhalb von Pfelling kurz nach dem Passieren von Bogen auf der Donau auf Grund. Sie war mit 550 Tonnen Stahl beladen und kam durch eine technische Störung und anschließenden Ruderversager nach Steuerbord vom Kurs ab, bis sie auf einen Felsen lief. Die Reederei rief aus Passau ein anderes Schiff, um den Havaristen wieder flottzumachen.
Der Schiffsverkehr konnte die Unfallstelle im Einbahnstraßenverkehr passieren. Nachdem die Reparatur der Ruderanlage gelungen war, konnte der Havarist am 25.8. wieder in tiefes Wasser gebracht werden und steuerte Straubing an.
Ebenfalls am 24.8. lief ein Skipper mit seiner Yacht bei Deggendorf auf eine Sandbank. Er hatte einen Moment lang nicht aufgepasst und war vom Kurs abgekommen. Ein Schiff des Wasserwirtschaftsamtes machte das Boot wieder flott, das unbeschadet die Reise zum Schwarzen Meer fortsetzen konnte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Binnentanker lief auf Elbbuhne
(26.08.17) Der deutsche Binnentanker "Alina", 1566 ts (EU-No.: 04000360), lief am Nachmittag des 16.8. von der Schleuse in Geesthacht kommend bei Grünendeich auf der Elbe auf eine Buhne. Die Havarie ereignete sich 500 Meter östlich des Schutzgebiets nach einem Ruderversager, durch den das Schiff vom Kurs abkam. Der unbeladene Tanker konnte mit dem folgenden Hochwasser wieder freigeschleppt werden. Das Schiff setzte die Fahrt nach Hamburg fort, wo es am 17.8. festmachte. Er machte am 18.8. zur Reparatur bei der SSB Spezialschiffbau Oortkaten GmbH in Oortkaten fest.
Quelle:Tim Schwabedissen



Binnentanker auf dem Rhein aufgelaufen
(26.08.17) Am 13.8 wurde der belgische Binnentanker "Ventrans II", 2588 ts (EU-Nr.: 02333127), auf der Reise von Mannheim nach Rotterdam auf dem Rhein durch einen Blackout manövrierunfähig und lief um 19.45 Uhr bei Neuwied auf Grund. Die Feuerwehren aus Weißenthurm und Neuwied wurden alarmiert. Der Schiffsführer hatte noch ein Notankermanöver durchführen können, und die Crew versuchte, den Antrieb wieder in Gang zu bekommen. Dies gelang auch um 20.55 Uhr. Eskortiert vom Löschboot aus Koblenz und der Wasserschutzpolizei steuerte der Tanker einen Liegeplatz zur Reparatur an. Am 17.8. machte er in Rotterdam fest.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Binnenschiff in Mainz
(26.08.17) Das deutsche Binnenschiff "Peludos", 1270 ts (EU-Nr.: 05306490), geriet am 17.8. um 21.30 Uhr im Hafen von Ginsheim-Gustavsburg in Brand. Das Feuer im Maschinenraum breitete sich auf die Aufbauten aus. Löschboote aus Wiesbaden und Gernsheim sowie die Feuerwehr Ginsheim-Gustavsburg waren im Einsatz. Das Schiff hatte am folgenden Tag eine Ladung Petrolkoks für Rotterdam an Bord nehmen sollen.
Beim Eintreffen der Rettungskräfte quoll dichter Rauch aus allen Öffnungen des Achterschiffs. Es gelang, den Maschinenraum mit Schaum zu fluten und den Brand unter Kontrolle zu bringen. Eine gebrochene Treibstoffleitung hatte ihn entzündet. Die starke Hitze bereitete den unter Atemschutz arbeitenden Einsatzkräften bei den Nachlöscharbeiten Probleme. Deshalb wurde der Rumpf von außen mit Wasser gekühlt.
Insgesamt waren bis zu 130 Feuerwehrleute im Einsatz. Die Feuerwehr aus Nauheim zog Wasserproben, um Umweltgefährdungen vorzubeugen. Das Löschwasser wurde aufgefangen, bevor es in den Rhein fließen konnte. Nach fünf Stunden konnten die Einsatzkräfte bis auf eine Brandwache abgezogen werden. Zwei Crewmitglieder und ein Feuerwehrmann mussten medizinisch betreut werden, einer von ihnen kam ins Krankenhaus. Die “Peludos” musste wegen der starken Schäden vorerst in Mainz verbleiben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Binnenschiff vor Millingen
(26.08.17) Das holländische Binnenschiff "Vision", 3060 ts (EU-Nr.: 02324592), geriet am 10.8. auf dem Rhein bei Millingen in Brand. Es war mit einer Ladung Leercontainern auf dem Weg nach Frankfurt und hatte Treibstoff gebunkert, als gegen fünf Uhr das Feuer im Maschinenraum entstand. Die fünfköpfige Crew konnte sich vor Rauch und Flammen rechtzeitig in Sicherheit bringen, nachdem sie Anker geworfen hatte.
Wegen der starken Rauchentwicklung rieten die Behörden den Anwohnern, Türen und Fenster geschlossen zu halten. Um 8.30 Uhr war es den zu Hilfe gekommenen Einsatzkräften der Feuerwehr gelungen, den Brand unter Kontrolle zu bringen. Der Schaden am Schiff war allerdings erheblich. Am 13.8. verließ der Frachter den Hafen von Voerde, in den er gebracht worden war, und machte sich auf den Weg nach Papendrecht, wo er seither verblieb.
Quelle:Tim Schwabedissen



Binnenschiff drohte bei Baasrode zu sinken
(26.08.17) Das französische Binnenschiff "Elmys", 371 ts (MMSI-Nr.: 22600234), erlitt mit einer Ladung Gerste an Bord am 10.8. einen Maschinenausfall auf der Schelde und wurde manövrierunfähig. Gegen 12.30 Uhr kollidierte es daraufhin in Baasrode mit einer Pier und wurde an Steuerbordseite aufgerissen. Es kam zu einem starken Wassereinbruch, und die „Elmys“ begann zu sinken.
Die dreiköpfige Crew flüchtete in ein kleines Rettungsboot samt einiger Habseligkeiten und der Bordkatze. Die Feuerwehr Dendermonde kam mit einem Boot zu Hilfe, und einem weiteren Schiff gelang es, mit einem Bagger so viel Ladung zu übernehmen, dass die “Elmys” sich wieder aus dem Wasser hob. Nun konnte sie binnen mehrerer Stunden ausgepumpt werden. Die Schelde war an der Unfallstelle während dieser Zeit gesperrt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ups – she did it again
(26.08.17) Am Morgen des 13.8. riss sich die zyprische Fähre "European Express", 15074 BRZ (IMO.-Nr.: 7355272), erneut von ihrem Liegeplatz in Perama los und trieb gegen die benachbarte Fähre "Aqua Jewel", 3934 BRZ (IMO-Nr.: 8976671). Beide Schiffe, die am Perama Ship Repair Yard in Piräus gelegen hatten, trugen Schäden davon. Bereits vor knapp zwei Wochen, am 1.8., war es zu genau demselben Unfall bereits einmal gekommen. Die "Aqua Jewel" befand sich noch in Reparatur.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Trawler in Puerto de la Luz
(26.08.17) Am Morgen des 13.8. brach auf dem russischen Trawler "Fin Whale", 3142 BRZ (IMO-Nr.: 8314299), am Kai von Sanapu in Puerto de la Luz, Las Palmas, ein Feuer aus. Die Feuerwehr von Las Palmas brauchte mehrere Stunden, den Brand unter Kontrolle zu bekommen. Wellpappe im Laderaum hatte sich entzündet. Das Problem ist, dass dieser Stoff auch nach Erlöschen des Feuers noch lange weiter glühen kann und es zu starker Rauchentwicklung kommt. Der Trawler lag bereits seit 2016 in Puerto de la Luz.
Quelle:Tim Schwabedissen



Mysteriöses Drama auf U-Boot vor Kopenhagen – Konstrukteur nach Leichenfund weiter in Haft
(26.08.17) Am 11.8. sank das 17 Meter lange, dänische Privat-U-Boot „Nautilus - UC3“ vor Kopenhagen. Dahinter steckte ein Drama, dass sich binnen mehrerer Tage entfaltete. Am 10.8. war die Journalistin Kim Wall an Bord der „Nautilus“ gegangen, um eine Reportage über deren Skipper, den U-Boot- und Raketen-Bauer Peter Madsen, zu schreiben. Am Abend meldete sie ihr Freund als vermisst.
Der letzte Außenstehende, der sie sah, war der Kieler Peter Thompson, der sich auf Hochzeitsreise an Bord des Kreuzfahrtschiffes „Aidabella“ auf dem Weg von Kopenhagen nach Kiel befand. Im Öresund fuhr das Schiff nah an dem weltgrößten, 2008 erbauten Privat-U-Boot vorbei. Thompson und seine Frau sahen, dass zwei Personen oben im Turm waren. Die beiden befanden sich im Außenbereich beim Abendessen, als er das U-Boot entdeckte und gegen 20.30 Uhr fotografierte.
Was danach passierte, beschäftigte seit dem 12.8. die Ermittler der Polizei. Peter Madsen, wurde an diesem Morgen mit der „Nautilus“ treibend in der Køgebucht am Südausgang des Öresunds gesichtet. Nur Madsen wurde im U-Boots-Turm gesichtet. Wenig später sank das Boot auf sieben Metern Tiefe. Madsen wurde im Rahmen einer großen SAR-Operation gerettet und nach Dragør gebracht. Er sagte nach seiner Rettung zunächst aus, er habe die Journalistin am Vorabend um 22.30 Uhr an der Pier vor dem Restaurant Halvandet im Hafen von Kopenhagen abgesetzt. Nach der Bergung des Wracks fanden sich aber Blutspuren an Bord. Außerdem fanden die Ermittler heraus, dass das Boot nicht, wie angegeben, durch technische Probleme mit den Ballasttanks gesunken war, sondern dass der Untergang absichtlich herbeigeführt wurde. Madsen wurde festgenommen.
Dann sagte er gegenüber der Polizei aus, es habe sich ein Unglück an Bord ereignet, das Kim Walls Tod verursacht habe. Nach dem Unglück habe er den Körper der 30-Jährigen in der Bucht von Køge ins Meer geworfen. Der Verdacht, dass Madsen den Tod von Kim Wall verursacht haben könnte, bestand allerdings weiter. Er blieb wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung in Untersuchungshaft. Am 21.8. wurde in den Gewässern vor Kopenhagen dann die Leiche einer Frau geborgen. Die Leiche hatte weder Kopf noch Beine oder Arme. Der Torso wurde von einem Radfahrer entdeckt worden und hatte eine längere Zeit im Wasser gelegen. Am 23.8. gab die Polizei in Kopenhagen bekannt, dass es sich eindeutig um die Leiche der gesuchten Journalistin handele.
Sie konnte mit Hilfe einer Zahn- und einer Haarbürste einen DNA-Abgleich machen. Die Leiche wurde offensichtlich so präpariert, dass sie versinken sollte. Rechtsmediziner stellten fest, dass ursprünglich etwas Metallisches am Körper von Kim Wall befestigt gewesen sei, das die Tote vermutlich am Meeresboden hätte halten sollen.
Außerdem wurden zahlreiche Verletzungen am Torso von Kim Wall festgestellt, durch die vermutlich Luft und Gase entweichen sollten, damit ein Auftreiben verhindert wird. Zur Todesursache konnten die Ermittler keine Angaben machen, sagte ein Sprecher. Die Obduktion war wegen der abgetrennten Gliedmaßen äußerst schwierig. Die Anwältin von Madsen sagte, der Fund des Torsos ändere nichts an der Erklärung ihres Mandanten, Kim Wall sei durch ein Unglück an Bord des U-Bootes ums Leben gekommen.
Obwohl Madsen damals erst 16 Jahr alt war, prüfte die nun auch, ob es einen Zusammenhang zu einem 30-Jahre zurückliegenden, auffällig ähnlichen Mordfall gab. 1986 wurden im Hafen von Kopenhagen Leichenteile der 22-jährigen japanischen Studentin Kazuku Toyonaga gefunden. 1987 wurde die Leiche der Interrailtouristin identifiziert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tickende Zeitbombe treibt vor den Kanaren
(26.08.17) Der britische Bulkcarrier "Chesham", 33042 BRZ (IMO-Nr.: 9593646), der mit Düngermitteln beladen war, meldete am 13.8. auf der Reise von Porsgrunn in Norwegen nach Thailand eine Hitzeentwicklung in der Ladung von 42.654 Tonnen Ammoniumnitrat. Er befand sich zu der Zeit auf dem Atlantik südlich von Las Palmas. Sie war wohl durch eine chemische Reaktion in Laderaum ausgelöst worden. Dem Havaristen wurde ein Einlaufverbot nach Las Palmas erteilt.
Am frühen Morgen des 14.8. kam es zu einer Explosion in Laderaum 4, gefolgt von weiteren kleineren Detonationen. Die 24-köpfige Crew wurde daraufhin am Nachmittag von spanischen Rettungshubschraubern sicherheitshalber abgeborgen. Am 15.8. trieb der verlassene Frachter auf Position 26 38 N 016 01 W rund 80 Meilen südlich des Südzipfels von Gran Canaria. Der spanische SAR-Schlepper „Punta Salinas“ (IMO-Nr.: 7931894) war in der Nähe auf Standby.
Zeitweilig wurde erwogen, das Schiff zu versenken, dann aber entschieden, eine Bergung anzugehen. Neben der “Punta Salinas” kam auch die “Red Sea Fos” (IMO-Nr.: 8102529) zu Hilfe. Sie sollte Techniker auf dem Frachter absetzen, um die Lage an Bord zu sondieren. Dann nahm der Schlepper den Havaristen auf den Haken. Die „Punta Salinas“ wurde unterdessen durch die „Mugiel de Servantes“ ersetzt.
Es gab noch keinen Bergungsplan, weil wegen der Gefahr der Entstehung giftiger Gase und der Explosionsgefahr keine Einlaufgenehmigung in einen Hafen bestand. Die tickende Zeitbombe driftete in südwestlicher Richtung von den kanadischen Inseln weg und befand sich am 22.8. rund 110 Meilen südwestlich von Hierro. Inzwischen eskortierten auch die „VB Hospania“ sowie die „Jacques II“ aus Marokko der Drift.
Die vier Schlepper hatten den Frachter umrundet. Die British Bibby Line hatte die Resolve Marine Salvage, mit der Bergung beauftragt. Die Crew der “Chesham” wurde inzwischen in ihre Heimatländer ausgeflogen. Der Havarist sollte nun auf eine Position 40 Meilen vor Gran Canaria geschleppt werden, wo es leichter war, Bergungsaktionen durchzuführen. Der Dekompositionsprozess in den Laderäumen vier und fünf war offenbar komplett, aus den Laderäumen zwei und drei drangen aber weiter Gase und dichte Rauchwolken. Laderaum 1 war derzeit stabil.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre lief bei Bergen auf Grund
(26.08.17) Die norwegische Fähre "Gjemnes", 772 BRZ (IMO-Nr.: 7814333), lief am 12.8. bei Bjelkarøy südlich von Flesland bei Bergen auf Grund. An Bord befand sich lediglich die siebenköpfige Crew. Das NSSR-Rettungsboot "RS 163" wurde zur Assistenz gerufen und führte mit einem Taucher eine Inspektion des Rumpfes durch. Der Schlepper "BB Coaster" traf um 13.30 Uhr ein, um den Havaristen mit steigendem Wasserstand am Nachmittag wieder flottzumachen.
Die Fähre hatte die Havarie offenbar glimpflich überstanden. Sie wurde gegen 14 Uhr freigeschleppt und nahm mit eigener Kraft Kurs auf eine Werft in Rubbestadneset. Offenbar hatte ein Navigationsfehler das Schiff auf die falsche Fahrwasserseite geführt. I>
Quelle:Tim Schwabedissen


Taifun brachte zahlreiche Schiffe in Seenot
(26.08.17) Am 23.8. machte der Taifun Hato Landfall unweit von Hong Kong in China. Die Behötrden hatten die Warnstufe 10 ausgegeben bei Windgeschwindigkeiten von 78 Meolen mit Spitzen von über 129 Meilen. Vier Schiffe funkten in der Mündung des Pearl River Notrufe. Drei liefen auf Grund, eines kenterte. Ein weiteres brach in zwei Teile, und es kam zu einer Ölverschmutzung.
Insgesamt waren 39 Seeleute an Bord in Seenot geratener Schiffe gefangen. 10 erlitten Verletzungen. Gegen 13 Uhr strandete ein Frachter südwestlich von Hong Kong mit 14 Crewmitgliedern an Bord. Drei Hubschrauber kamen zu Hilfe. Die Retter hatten große Probleme bei Wellenhöhen zwischen 10 und 14 Metern. Dennoch gelang es, 12 Mann vom Schiff abzubergen und zwei weitere aus dem Wasser. Etliche von ihnen waren verletzt. Ein Mann war bewusstlos, ein anderer litt an Unterkühlung. Beide kamen ins Krankenhaus. Nach acht Anläufen waren insgesamt 28 Seeleute gerettet.
Betroffen von dem Taifun waren der 88 Meter lange Tanker „Gem No. 9“, 3382 tdw (IMO-Nr.: 9332482), der 144 Meter lange Tanker „Rainbow Island“, 19822 tdw (IMO-Nr.: 9286542), der 97 Meter lange Tanker „Kai Shun You 7“ (MMSI-Nr.: 413444170), der 141 Meter lange Frachter „Xin Hau Tai“ (MMSI-Nr.: 413701730) sowie der 63 Meter lange Frachter “Yuhai 1” (MMSI-Nr.: 413831041), der unweit der Discovery Bay aufgegeben wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Viele Tote bei Schiffbruch auf Xingu River
(26.08.17) Am 22.8. sank das hölzerne Passagierschiff „Comandante Ribeiro“ auf dem Xingu River nahe Porto de Moz, Brasilien. Das Flussschiff war aus Santarém ausgelaufen mit planmäßigen Stopps in den Städten Monte Alegro, Prainha und Porto de Moz. An Bord waren zwischen 40 und 75 Fahrgäste, als das Schiff in stürmischem Wetter unterging. Etliche von ihnen wurden unter einer Plane eingeschlossen, unter der sie vor dem starken Regen Schutz gesucht hatten.
15 Personen konnten an Land schwimmen. Anwohner suchten die Ufer nach weiteren Überlebenden ab. Rund 10 Menschen konnten nur tot aus dem Wasser gezogen werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tote bei Schiffbruch vor Salvador
(26.08.17) Am 24.8. kenterte ein Fahrgastschiff in der Baia de Todos os Santos vor Salvador, Brasilien. Das Schiff war von Salvador nach Mar Grande unterwegs und hatte 129 Passagiere an Bord. Die Fahrt ist 20 Kilometer weit, und die Bedingungen waren ruhig. Dennoch rollte das Schiff auf einmal auf die Seite. 21 Menschen wurden wenig später gerettet, weitere tot aus dem Wasser gezogen. Die SAR-Operation dauerte an.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bis zu 10 Tote nach Kollision vor China
(26.08.17) Am 19.8. sank der 97 Meter lange Frachter „Xing Dong Yuan“, 6948 tdw, in der Straße von Taiwan vor Pintang Island, China. Sie war mit einem anderen Frachter kollidiert und rasch untergegangen. An einer SAR-Operation für die 14-köpfige Crew nahmen mehr als 20 andere Schiffe und Flugzeuge teil. Vier Mann wurden gerettet, vier weitere tot geborgen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bulkcarrier vor Taiwan auf Grund gelaufen
(26.08.17) Am 14.8. lief der 229 Meter lange Bulkcarrier „Clia“, 51208 BRZ (IMO-Nr.:9548237), vor Xingda, Taiwan, um 7.20 Uhr auf Grund. ‚Er war mit 80,000 Tonnen Kohle nach Kaohsiung unterwegs, als er auf einer sandigen Untiefe festkam. Der Schlepper „Salvage Champion“ (IMO-Nr.: 7530444)) wurde am 16.8. zur Assistenz geschickt, doch der erste Bergungsversuch schlug fehl. Wegen der drohenden Taifunsaison drängten die taiwanesischen Behörden auf eine rasche Bergung, weil sie Schäden am Rumpf fürchteten.
Am 18.8. gelang es nunmehr vier Schleppern, darunter der „Salvage Champion“, den Havaristen um 03.30 Uhr wieder zu befreien. Das Schiff warf unweit der Strandungsstelle für die notwendigen Untersuchungen Anker.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler "Blue Horizon - DA 77" mit Maschinenausfall
(Bild: RNLI)   Großbild klick!

Trawler trieb nach Maschinenausfall vor St. Ann’s Head
(09.08.17) Das RNLI-Boot aus Angle, die "Mark Mason" wurde am Morgen des 7.8. gerufen, um dem irischen Trawler "Blue Horizon - DA 77", 174 BRZ (IMO-Nr.: 9093854), zu assistieren. Dieser hatte einen Totalblackout erlitten und trieb 50 Meilen südwestlich von St Ann’s Head in der Irischen See. Die „Mark Mason” lief um 3.47 Uhr aus.
Noch während sie im Anmarsch war, bot ein anderer Kutter an, den Havaristen in Schlepp zu nehmen und nach Dunmore East zu ziehen. Er sollte die „Blue Horizon“ gegen sieben Uhr erreichen. Die Seenotretter waren bereits um 6.10 Uhr vor Ort und gingen auf Standby, bis das Abschleppmanöver begann.
Zuvor kamen sie längsseits, um sich zu überzeugen, dass an Bord alles in Ordnung war. Nachdem die Schleppverbindung stand, konnte die „Mark Mason“ um 7.20 Uhr aus dem Einsatz entlassen werden und ging auf Rückkurs nach Angle.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kollision im Marmara-Meer
(09.08.17) Der liberianische Bulkcarrier "Long Cheer", 24150 BRZ (IMO-Nr.: 9471678), kollidierte auf der Fahrt von Rouen nach Istanbul a, 5.8. um 2.30 Uhr mit dem türkischen Bulkcarrier "Ince Kastamonu", 32983 BRZ (IMO-Nr.: 9471678), im Marmara-Meer an der Zufahrt zum Bosporus- Der Kollisionsgegner war auf der Fahrt von Port Sudan über Suez nach Rumänien. Beide Schiffe wurden beschädigt und warfen zunächst Anker an der Unfallstelle. Die "Ince Kastamonu" ging am Nachmittag des 8.8. ankerauf und nahm Kurs auf Altinova, wo sie um 18.45 Uhr am Sefine Shipyard zur Reparatur festmachte. Die „Long Cheer“ lag weiter vor Istanbul.
Quelle:Tim Schwabedissen



„Olympias Tigress“ mit Mastbruch
(Bild: RNLI)   Großbild klick!

Fastnet-Racer erlitt Mastbruch vor Galley Head
(09.08.17) Das RNLI-Boot aus Courtmacsherry wurde am 9.8. um 3.21 Uhr alarmiert, nachdem die 40 Fuß lange, britische Segelyacht „Olympias Tigress“ (MMSI-Nr.:235100514), die am Fastnet-Race teilnahm, 13 Meilen vor dem Galley Head in West-Cork gegen drei Uhr Mastbruch erlitten hatte. An Bord befand sich eine 10-köpfige Crew. Das Rettungsboot lief mit einer siebenköpfigen Freiwilligen-Besatzung unter Vormann Sean O’Farrell aus und lokalisierte die Yacht um 4.45 Uhr.
Vor Ort machten sich die Seenotretter daran, die Yacht mit einer Schleppverbindung zu stabilisieren. Danach wurde sie mit langsamer Fahrt in Richtung des inneren Hafens von Courtmacsherry geschleppt. Die Segler waren wohlauf, und um acht Uhr erreichten sie nach dreistündiger Schleppfahrt den Hafen.
Vor Ort war Nordwestwind von drei bis vier Beaufort. Die Yacht hatte während der Nachtstunden den Fastnet-Rock gerundet, ehe am frühen Morgen der Mast herunterkam und damit die Fahrt von Cowes zum Fastnet Rock und zurück nach Plymouth ein vorzeitiges Ende nahm. Die „Olympias Tigress“ wurde inzwischen zur Reparatur nach Crosshaven gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Isle of Wight: 112 Jahre alte Yacht bei The Needles abgeschleppt
(09.08.17) Am Abend des 8.8. wurde das RNLI-Boot aus Yarmouth um 20.24 Uhr alarmiert, nachdem die 112 Jahre alte Segelyacht “Iolaire” vor The Needles bei der Isle of Wight in Schwierigkeiten geraten war. Sie befand sich eine Meile südwestlich des Needle-Leuchtturms, als die Maschine ausfiel. Mangels Wind trieb sie hilflos in der See. Nachdem das Rettungsboot eingetroffen war, wurde ein Mann an Bord übergesetzt und half beim Herstellen einer Schleppverbindung.
Dann wurde die klassische Segelyacht zurück in den Hafen von Yarmouth geschleppt. Um 21.45 Uhr kehrte das Rettungsboot auf seine Station zurück. Die „Iolaire” ist eine 16 Meter lange Yawl, die 1905 bei Harris Bros. erbaut wurde. Sie nahm erfolgreich an zahlreichen Regatten u.a. bei der Cowes Week und dem Fastnet-Race teil.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre „Malena IV“ brennt
(Bild: Armada de Chile)   Großbild klick!

Fährboot mit 31 Personen an Bord ging vor Chile in Flammen auf
(09.08.17) Die Fregatte „Yerko Cattarinich“ der chilenischen Marine rettete am 6.8. insgesamt 31 Personen von der Fähre „Malena IV“ der Seremi de Transporte, die im Aysén-Fjord in Brand geraten war. Das Schiff war von den Huinchas-Inseln zum 70 Kilometer entfernten Puerto Chacabuco in Süd-Chile unterwegs, als das Feuer eine halbe Stunde nach dem Auslaufen gegen 16 Uhr im Maschinenraum ausbrach. An Bord des Schiffes befanden sich 28 Passagiere und eine dreiköpfige Crew.
Der Brand griff rasch auf sämtliche Decks des Schiffes über. Die Schiffbrüchigen wurden binnen 15 Minuten aus einem Rettungsboot geborgen und unverletzt nach Puerto Aguirre gebracht. Auch ein Patroullienboot der Arcángel-Klasse war bei der Aktion im Einsatz.
Erst am 28.3. hatte die “Malena IV“ in der Mitte des Aysén-Fjords Maschinenausfall erlitten. Sie wurde von der “Col-Col” in Schlepp genommen. Erst acht Stunden nach dem Auslaufen konnten die Fahrgäste an Land gehen. Das 2014 erbaute, für 48 Fahrgäste zugelassene Schiff war erst seit dem 1.3. für die Austral Patagonia SPA im Einsatz gewesen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gelöscht, aber nur noch Schrott
(Bild: Rolf Olaisen)   Großbild klick!

Fünf Motorboote durch Feuer in Drøbak zerstört
(09.08.17) Fünf Sportboote, die an einer Schwimmpier in der Vindfangerbucht in Drøbak südlich von Oslo lagen, gerieten am Nachmittag des 8.8. in Brand. Das Feuer entstand durch eine Explosion auf einem der Motorboote und breitete sich dann auf die Nachbarlieger aus. Die Polizei wurde um 16.40 Uhr alarmiert.
Wenig später war die Feuerwehr vor Ort und hatte den Brand um 17 Uhr unter Kontrolle. Um 17.20 Uhr wurde Feuer aus gemeldet. Zwei der Boote waren so schwer beschädigt, dass sie sanken.
Quelle:Tim Schwabedissen



Leckgeschlagener Kutter vor Tillamook Head abgeschleppt
(09.08.17) Die US Coast Guard wurde am Morgen des 8.8. um 3.36 Uhr alarmiert, nachdem der 48 Fuß lange Kutter „Pura Vida” 66 Meilen westlich von Tillamook Head Wassereinbruch erlitten hatte. Ein 47-Fuß-Boot lief von der Station Cape Disappointment in Ilwaco, Washington, aus. Die drei Fischer auf dem Havaristen hatten Rettungswesten angelegt.
Mehrere andere Kutter und zwei Schiffe der Marine steuerten ihn ebenfalls an. Ein MH 60-Jayhawk-Helikopter stieg mit einer Lenzpumpe an Bord auf. Eine weitere wurde von der “Western Edge” übergeben, und auch das Patroullienboot hatte eine an Bord. Es gelang, die Situation zu stabilisieren, und der Hubschrauber kehrte wegen Treibstoffknappheit zu seiner Base zurück.
Das 47-Fuß-Boot nahm den Kutter dann in Richtung Columbia River in Schlepp. Ihm lief das 2-Fuß-Boot “Triumph” derselben Station entgegen, das es ablösen sollte. Der Konvoi sollte um 18 Uhr auf dem Columbia River eintreffen. Vor Ort waren sechs bis acht Fuß hohe Wellen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motoryacht vor Marseille in Flammen
(09.08.17) Am 4.8. gegen 13.45 Uhr wurde das CROSS Med vom Kontrollturm des Marignane Airport alarmiert, nachdem ein Flugzeug 40 Meilen südlich von Marseille eine fünf Meter lange Motoryacht, die “Soul”, in Flammen stehend entdeckt hatte. Die zweiköpfige Crew trieb in der Nähe in einem Beiboot. Das CROSS Med forderte Schiffe in der Nähe auf, sich zu melden.
Der liberianische Flüssiggas-Tanker “Navigator Grace”, 16823 BRZ (IM-Nr.: 9531478), der auf dem Weg nach Arcef war, nahm Kurs auf die Unfallstelle. Zur selben Zeit stieg ein Panther-Helikopter der Marine-Flottille 36F in Hyères auf. Er traf um 14.40 Uhr vor Ort ein und rettete die Schiffbrüchigen, zwei Spanier im Alter von 58 und 66 Jahren, von dem Beiboot. Sie wurden um 15.45 Uhr in Hyères abgesetzt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter im Golf von Sant’Amanza nach Feuer gesunken
(09.08.17) Am 6.8. um 09.40, Uhr fing das CROSS Med den Notruf eines Fischers im Golf von Sant'Amanza in Süd-Korsika auf. Sein Kutter war in Brand geraten. Das CROSS schickte eine Falcon 50 der französischen Marine, die sich in dem Gebiet befand, sowie das Rettungsboot “SNSM 063“ aus Bonifacio sowie ein Boot der Reserve des Bouches de Bonifacio. In Ajaccio machte sich ein Dragon 20-Helikopter mit einem Feuerwehr-Taucher startklar.
Der Fischer wurde vom Boot der Reserve des Bouches de Bonifacio aufgenommen und nach einem Check in einem Krankenwagen der SDIS 2A zum Krankenhaus Porto – Vecchio gebracht. Die „SNSM 063” löschte derweil den brennenden Kutter. In rauer See sank das Wack dann aber. Die Seenotretter bargen aufgeschwommene Trümmer.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer vor der Hochzeit
(09.08.17) Die Ursache des Kurzschlusses, der am Morgen des 8.8. zu einem Feuer auf dem holländischen Binnenschiff Arja", 855 ts (EU-Nr.: 03030021), im südlichen Teil des Biesbosch-Hafens in Werkendam geführt hatte, war noch unklar. Das Schiff hatte dort seit dem 4.8. gelegen. Nachdem einige Feuerwehrfahrzeuge am Hafen eintrafen, gelang es rasch, das Feuer zu löschen.
Danach wurden Wandverkleidungen im Vorschiffsbereich abgenommen, um an den Brandherd heranzukommen. Es gab keine Verletzten. Die „Arja“ war erst in der vergangenen Woche von einem Paar übernommen worden, das in dieser Woche heiraten wollte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter vor Poonthura überlaufen
(09.08.17) Drei indische Fischer aus Vizhinjam wurden verletzt, nachdem der Kutter „Soumya“ sieben Meilen vor Poonthura am 7.8. gegen Mitternacht von einem unbekannten Schiff überlaufen wurde. Sie stürzten ins Wasser und wurden später von anderen Kuttern gerettet. Die Küstenwache suchte nun nach dem Kollisionsgegner.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter im Prince William Sound gekentert
(09.08.17) Die vierköpfige Crew des 52 Fuß langen Kutters “All In” wurde am 4.8. gerettet, nachdem ihr Schiff unweit von South Knight Island im Prince William Sound gekentert war. Die Fischer waren gerade dabei, ihr Netz aufzuholen, als das in Kenau beheimatete Schiff umschlug. Sie wurden von der Crew des Kutters „Trail Blazer” aus dem Wasser gezogen.
Am 7.8. sicherten Berger das halb unter Wasser zwischen Point Helen und Hogan Bay liegende Wrack, das zunächst zu einem geschützteren Platz gezogen werden sollte. Es hatte eine Tankkapazität von 1.500 Gallonen und noch keinen Fisch an Bord. Die Coast Guard Marine Safety Unit Valdez koordinierte die Bergungsarbeiten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Erdgaskondensat leckte aus Schiff in Delfzijl
(09.08.17) Im Seehafenkanal in Delfzijl kam es am 9.8. zu einer Leckage von Ergaskondensat aus einem Schiff. Mehrere Kubikmeter der Flüssigkeit liefen ins Wasser. Die Feuerwehr versucht, mit einer Sperre zu verhindern, dass das Gas-Kondensat sich weiter ausbreiten konnte. Ein Teil des Kais wurde vorsorglich evakuiert. An Bord des Schiffes war eine Person, die über Probleme mit der Atmung klagte und ins Krankenhaus gebracht wurde. Das Feuer nahm Messungen in der Nähe des Schiffs vor und stellte fest, dass es keine Gefahr für die Öffentlichkeit gab. Erdgaskondensat ist ein hochentzündlicher Stoff, der durch Erdgasförderung freigesetzt wird.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutterwrack vor Lohals
(Bild: Alexander Domwirt)   Großbild klick!

Keine Handhabe zur Räumung von Kutterwrack bei Lohals
(08.08.17) Rund 20 Meter vom Ufer entfernt liegt bei Lohals auf Langeland das Wrack eines aufgegebenen, alten Kutters im flachen Wasser auf seiner Backbordseite. Die Anwohner sehen das Schiff als Schandfleck, doch die Gemeinde fühlt sich nicht zuständig, und es gibt keine gesetzliche Handhabe oder Finanztöpfe zur Räumung dieses und rund 30 weiterer vergleichbarer Wracks an der dänischen Küste.
Auch von staatlicher Seite wird nur eingegriffen, wenn eine Umweltgefahr oder eine Gefährdung des Schiffsverkehrs besteht. Beides war bei dem Kutter vor Lohals nicht der Fall. Er liegt seit vergangenem Sommer am Strand und wurde sich selbst überlassen. Die Gemeinde hat weder Ausrüstung noch Ressourcen, ihn zu beseitigen und will auch keinen Präzedenzfall schaffen, indem sie in Vorlage geht. So könnte der Kutter noch länger bleiben, wo er ist.
Quelle:Tim Schwabedissen



“Argo Navis”
(Bild: DSRS)   Großbild klick!

Deutsche Yacht vor Brandsø abgeschleppt
(08.08.17) Die dänische Seerettungsgesellschaft wurde am 4.8. von der zweiköpfigen Crew der deutschen 50-Tonnen-Yacht “Argo Navis” (MMSI-Nr.: 211442370) alarmiert, nachdem sich die Maschine überhitzt hatte. Auch ein zu der Yacht ausgerückter Experte konnte die Probleme an Bord des Schiffes, das sich südwestlich von Brandsø auf Position 55 32.4 N - 009 58.5. O befand, nicht lösen.
Daraufhin suchten die Segler im Netz nach der nächsten Rettungsstation und nahmen Kontakt mit den Seerettern in Årø Havn auf. Diese schickten um 19.25 Uhr ein Boot, das die havarierte 16-Mter-Yacht auf den Haken nahm und sie nach Hadersleben einschleppte. Hier sollte der Schaden repariert werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Containerschiff „MSC Daniela“ wird gelöscht
(Bild: Sri Lanka Navy)   Großbild klick!

Containerfrachter ging vier Monate nach Feuer wieder in Fahrt
(08.08.17) Das durch einen Brand schwer beschädigte, unter Panama-Flagge laufende Containerschiff „MSC Daniela“, 151559 BRZ (IMO-Nr.: 9399002), nimmt rund vier Monate nach dem Unglück seinen Dienst wieder auf. Am 8.8. verließ es den China Shipping Industry Changxing Shipyard in Shanghai und nahm Kurs auf Dalian, wo es am 11.8. einlaufen sollte. Mitte August wird es dann wieder in den Dienst eingefädelt werden, der es über Xingang, Busan, Ulsan, Ningbo, Shanghai, Shekou und Yantian nach Singapur und von dort weiter in Richtung Suezkanal führt.
Über Beirut wird die Fahrt dann nach Südeuropa fortgesetzt, wo die Häfen Gioia Tauro, La Spezia, Genua, Fos, Valencia, Barcelona und Marsaxlokk angelaufen werden. Anfang Oktober geht es auf die Rückreise Richtung Asien an, die erneut durch den Suezkanal führen wird. Am 4.4. war der 13.800 TEU-Frachter vor Sri Lanka in der Nähe von Colombo in Brand geraten. Es dauerte mehrere Tage, das Feuer unter Kontrolle zu bekommen. Danach wurde das schwer beschädigte Schiff über drei Monate lang in Shanghai repariert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter vor Choctawhatchee Bay leckgeschlagen
(08.08.17) Die US Coast Guard wurde am 7.8. alarmiert, nachdem der 50 Fuß lange Kutter “Jean Marie” 40 Meilen südlich von Choctawhatchee Bay in Destin, Florida, um 5.50 Uhr Wassereinbruch erlitten hatte. Die Coast Guard Mobile schickte von der Station Destin ein 45-Fuß-Boot zu Hilfe. Von der Air Station New Orleans stieg ein MH-65 Dolphin-Helikopter auf.
Das Rettungsboot traf um 7.36 Uhr vor Ort ein und assistierte den Fischern dabei, das Leck abzudichten und das eingedrungene Wasser zu lenzen. Danach wurde der Havarist in Schlepp genommen. Er wurde später einem Boot der Coast Guard Station Panama City übergeben, das es in den dortigen Hafen zog.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter vor Nhhi Son gesunken
(08.08.17) Der vietnamesische Frachter “Duc Cuong 06”, 4818 BRZ, der Duc Cuong Transport Company erlitt am 6.8. gegen 11 Uhr Wassereinbruch, kurz nachdem er den Hafen von Nhhi Son mit einer Ladung von 4,597.44 Tonnen Klinker bestimmt nach Ho Chi Minh City verlassen hatte. An Bord waren 10 Personen, neun Crewmitglieder und ein Passagier. Um 12.30 Uhr ging das Schiff mit dem Bug voran auf Position 19 16 N 105 51 O rund vier Meilen südlich von Nghi Son im Golf von Tonkin unter.
Kutter, die sich in der Nähe befanden, retteten alle Schiffbrüchigen. Auch die „Ocean 06” und “Dai Duong 08” der Ocean Investment Company und das Hafenboot 1369 der Thanh Hoa Port Authority sowie die „Hai Ha 58“ waren vor Ort im Einsatz. Der Frachter hatte 18 Tonnen Bunkeröl an Bord, als er sank.
Die Ursache des Untergangs war unklar. Taucher stiegen bereits zu dem auf 13 Metern Wassertiefe liegenden Wrack ab und fanden Risse an der Seite und an Deck im Bereich der Laderäume 1 und 2.
Quelle:Tim Schwabedissen



Auf Grund gesetzter Frachter konnte noch nicht gelenzt werden
(08.08.17) Am Morgen des 8.8. gingen die Bemühungen, den kambodschanischen Frachter „Bahtera Sejati”, 1845 BRZ (MMSI-Nr.: 514331000), der vor Tanjungwandi in Ost-Java auf Grund lag, auszupumpen, weiter. Woher der Wassereinbruch kommt, war weiterhin unklar, sodass unverändert Wasser nachlief. Das Schiff hatte 2.750 Tonnen Reis geladen.
Derzeit hatte das Schiff, das unmittelbar hinter dem Hauptquartier von Polair Ketapang lag, 11 Grad Steuerbordschlagseite. Versuche, es von seiner Position wegzubekommen, fanden bisher nicht statt. Es saß fest auf Grund, und bis zu zwei Meter hohe Wellen sowie Windgeschwindigkeiten von 19 Knoten erschwerten die Arbeit der Berger.
Das Schiff hatte bereits beim Auslaufen von Tanjungwandi nach Pulau Flores am 5.8. gegen 16 Uhr fünf Grad Schlagseite gehabt. Versuche, es zur Gresik-Zement-Pier zu bringen, schlugen fehl, und es wurde dann hinter Makopolair Ketapang auf Grund gesetzt, um ein Kentern im Hafen von Tanjungwangi zu verhindern. Die 27 Mann an Bord blieben unversehrt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Binnenschiff in Werkendam
(08.08.17) Am 8.8. kam es zu einem Feuer im Vorschiff eines Binnenschiffes, das in Werkendam am Werftkai der VEKA-Gruppe im südlichen Biesboschhafen festgemacht war. Die alarmierte Feuerwehr konnte es rasch löschen. Danach wurde ein Stück der Verkleidung entfernt, um sicherzustellen, dass es keine Brandnester mehr gab. Ein Kurzschluss hatte zur Entstehung des Brandes geführt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Doppelproblem zwischen Helsinki und Tallinn
(08.08.17) Doppeltes Ungemach für die Viking Line auf den Diensten zwischen Helsinki und Tallinn. Alle Abfahrten der gecharterten schwedischen Katamaranfähre "Viking FSTR" (“HSC Express”), 5902 BRZ (IMO-Nr.: 9176046), für den 7.8. mussten abgesagt werden, nachdem am Vorabend in Helsinki ein Maschinenschaden aufgetreten war, der zunächst repariert werden musste. Die Linie entschied, das Schiff vorerst außer Betrieb zu nehmen.
Doch im Laufe des Tages musste auch die Passagierkapazität der estnischen Fähre "Viking XPRS", 35918 BRZ (IMO-Nr.: 9375654), reduziert werden, weil versehentlich ein Evakuierungsschlauch bei Servicearbeiten aktiviert worden war und nicht mehr einsetzbar war. Bis zum 9.8. sollten die Probleme gelöst sein. Rund 100 Fahrgäste buchten bei anderen Anbietern.
Quelle:Tim Schwabedissen



Hydraulikschaden legte Fähre lahm
(08.08.17) Am 6.8. musste die norwegische Fähre "Kragerø", 156 BRZ (IMO-Nr.: 9331373), wegen technischer Probleme am Kai in Kragerø bleiben. Der Fährbetreiber setzte zunächst die erheblich kleinere Fähre "Naus" als Ersatz ein. Deshalb konnten in Jomfruland bei der ersten Abfahrt um 10.50 Uhr auch einige Autos nicht mitgenommen werden und mussten mehrere Stunden warten. Ein Techniker wurde zur Reparatur der "Kragerø" in Marsch gesetzt.
Es stellte sich dann heraus, dass der Schaden an einer Hydraulikpumpe so erheblich war, dass die Fähre bis Ende kommender Woche nicht wieder in den Dienst zurückkehren würde. Bis dahin mussten die beiden Fähren "Naus" und "Jesper" den Kragerø-Dienst bewältigen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gemeinsame Taucherübung an gesunkenem Schmuggelfrachter
(08.08.17) Die philippinische Marine und US-Taucher haben in der vergangenen Woche gemeinsam Tauchtechniken am Wrack des in Panama registrierten Frachters "Captain Ufuk", 2451 BRZ (IMO-Nr.: 6802216), in der Manila Bay durchgeführt. Ein Taucherteam der Mobile Diving and Salvage Unit One (MDSU-1) und Froschmänner der Philippine Coast Guard Special Operations Group (PCGSOG) untersuchten zusammen das im Südhafen liegende Wrack. Die Aktivitäten fokussierten auf Bergungstechniken, Tauchoperationen, den Einsatz von Side-Scan-Sonar und ROVs sowie Schneide- und Schweißarbeiten.
Das Personal der PCGSOG besuchte dabei auch die USNS “Salvor”, ein Bergungsschiff der Safeguard-Klasse, das als Basis für die Arbeiten diente.
Mit der Übung sollten auch Informationen in Hinblick auf eine spätere Bergung bzw. Umlagerung des Schiffes gewonnen werden. Das MSDU-1-Tauchteam soll gemeinsam mit der US Combined Task Force 73 langfristig in Hinblick auf diese Arbeiten kollaborieren. Die seit 2009 in die Kette gelegte "Captain Ufuk war am Morgen des 17.9.2016gesunken. Der philippinische Zoll hatte sie wegen Waffenschmuggels in Mariveles beschlagnahmt,
Quelle:Tim Schwabedissen



Wrack der Repunte in 53 Metern Tiefe untersucht
(08.08.17) Der Präfekt Rodolfo Gonzalez, Chief des Detachment in Puerto Madryn, bestätigte, dass die Suche nach sieben Fischern, die seit dem Untergang der “Repunte” im Golfo Nuevo vermisst werden, andauerte. Die „Salvamento Tango“ der Präfektur hat das Wrack in 53 Metern Tiefe lokalisiert und mit ROVs untersucht, um die Ursache des Untergangs zu ergründen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Offshore-Schiff ohne Treibstoff und Strom vor Ciudad del Carmen
(08.08.17) Seit dem 1.8. liegt das unter Panama-Flagge laufende Offshore-Schiff "Caballo Marango", 13027 BRZ (IMO-Nr.: 9526382), auf der Seereede von Ciudad del Carmen vor Anker und hat keinen Bordstrom mehr mangels Treibstoff. Die Eigner des Schiffes haben die örtliche Gerichtsbarkeit alarmiert, das Schiff zu beschlagnahmen. Es hätte eigentlich bereits zur Shanara Maritime zurückkehren sollen. Der Hafenkapitän von Isla del Carmen wurde kontaktiert, um die Lage an Bord zu prüfen, nachdem das AIS ausgestellt wurde.
Die Crew bestätigte, dass dies auf einen Ausfall der Bordenergie zurückzuführen war. Richter Benito Zurita verhängte am 4.8. ein Fahrverbot über das Schiff
Quelle:Tim Schwabedissen



Maschinenproblem führte Alkoholproblem zutage
(08.08.17) Am 4.8. kam es gleich zu zwei unliebsamen Überraschungen beim Einlaufmanöver des unter Singapur-Flagge registrierten Frachters "Shansi", 25483 BRZ (IMO-Nr.: 9614476), nach Whangarei. Das Schiff hatte zwei Tage auf See geankert, nachdem Kapitän Anthony Michael Baker, 53, es von Tauranga nach Whangarai Heads gebracht hatte und nun auf Einlaufgenehmigung in den Nordhafen wartete. Nachdem diese erteilt worden war und ein Lotsenboot hinausgekommen war, stellte sich heraus, dass es Probleme gab, die Maschine zu starten und den Anker zu lichten.
Die Crew hatte zudem Probleme, ihren Kapitän zu finden. Als dieser dann erschien, stellte sich heraus, dass er offenkundig alkoholisiert war. Die alarmierte Polizei stellte nach dem Festmachen des Frachters im Hafen bei einem Atemalkoholtest 1345 Mikrogramm/Liter fest, mehr als das fünffache der erlaubten Menge von 250 Mikrogramm. Der Kapitän musste am 7.8. vor dem Whangarei District Court erscheinen und wurde zu 3.000 Dollar Strafe zuzüglich der Verfahrenskosten verurteilt wegen Verstoßes gegen den Maritime Transport Act 1994 s40c.
Er hatte zugegeben, bis gegen neun Uhr des Einlauftages Wein getrunken zu haben. Er war sich der Probleme beim Ankerlichten nicht bewusst gewesen, habe aber die Navigation ohne Probleme übernommen, sagte sein Anwalt. Die China Navigation Company Limited, auch als Swire Shipping bekannt, schickte unterdessen einen Ersatzkapitän, der die "Shansi" am 6.8. wieder aus dem Hafen brachte auf dem Weg zum nächsten Hafen Noumea.
Baker war 37 Jahre lang Kapitän, davon 20 Jahre für die China Navigation Company Limited. 2005 hatte er eine posttraumatische Belastungsstörung, aber erst seit 2016, wie er einräumte, ein Alkoholproblem. Wie es mit ihm weiterging, hing nun von einer internen Untersuchung ab.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wrack ausgebrannter Motoryacht geborgen
(08.08.17) Am Abend des 6.8. wurde das Wrack der 47 Fuß langen Motoryacht “Three Carats” bei der Highport Marina an Land gehoben und auf dem Gelände der Grandpappy Point Marina abgesetzt. Das Boot war am 3.8. auf dem Lake Texoma in Brand geraten und hatte seitdem eine Meile von dem Hafen entfernt auf Grund gelegen. Menschen waren nicht zu Schaden gekommen, weil ein anderer Bootsfahrer rasch vor Ort war.
Die OHP Lake Patrol und Mitarbeiter des Eisenhower Park konnten den Brand unter Kontrolle bringen. Towboat US. schleppte das heruntergebrannte Wrack dann in Ufernähe, wo eine Ölsperre ausgelegt werden konnte. Die Park Ranger gingen davon aus, dass er nach dem Bunkern beim Eisenhower Yacht Club und nachfolgenden Motorproblemen entstanden war.
Quelle:Tim Schwabedissen



Arbeitsreicher Tag für Seenotretter der RNLI
(08.08.17) Das RNLI-Boot aus Wicklow wurde am 7.8. um 23.14 Uhr alarmiert, um einer Yacht, die zwei Meilen nordöstlich des Hafens in Schwierigkeiten geraten war, zu assistieren. An Bord des acht Meter langen Bootes waren zwei Personen. Es hatte Motorprobleme erlitten und kam mangels Wind nicht mehr voran. Daraufhin verständigte die Crew die Coastguard.
Das Rettungsboot ging sechs Minuten nach dem Auslaufen bei der Yacht längsseits. Rasch wurde eine Schleppverbindung hergestellt und die Yacht nach Wicklow eingebracht. Kurz vor Mitternacht machte sie an der Ostpier fest.
Am selben Tag hatte das RNLI-Boot aus Margate, die “Leonard Kent”, einen Einsatz, nachdem ein 10 Meter langes Motorboot wegen eines vermuteten Brands in der Maschine gegen Mittag Mayday gefunkt hatte. Am Bord der Motoryacht, die von Windsor nach Ramsgate unterwegs war, befanden sich fünf Personen.
Sie lag zwei Meilen nordöstlich des Hafens. Auch ein Offshore-Versorger eines nahen Windparks ging auf Standby. Nach dem Eintreffen der Seenotretter stiegen zwei Mann mit fünf Feuerlöschern an Bord über.
Sie fanden die Crew unversehrt über. Nachdem die Bordelektrik isoliert worden war, wurde die Maschine überprüft, es fanden sich keine Anzeichen von Feuer mehr. Das Boot wurde dann nach Ramsgate abgeschleppt, wo die Coastguard und der Kent Fire and Rescue Service bereit standen.
Um 13.45 Uhr funkte die 39 Fuß lange, britische Segelyacht „Harriet Marwood“ (MMSI-Nr.: 232002718) einen Pan-Pan-Ruf, Sie war beim Fastnet Race mit einer fünfköpfigen Crew an Bord auf der Shingle Bank to the westlich der Shingles Elbow-Tonne auf Grund gelaufen. Das RNLI-Boot aus Yarmouth wurde von der Coastguard alarmiert und setzte vor Ort sein Tochterboot aus, das aber rasch wieder eingeholt wurde, nachdem sich vor den Needles eine weitere Havarie ereignet hatte.
Die Bergung der „Harriet Marwood” wurde dem Boot aus Lymington überlassen. Um 14.24 Uhr steuerte das Rettungsboot aus Yarmouth den 40 Fuß langen, französischen Trimaran “Trilogic” (MMSI-Nr.: 244050869) an, der ebenfalls am Fastnet-Race teilnahm. Er hatte neun Meilen südlich der Needles Wassereinbruch gemeldet. Mit dem Tochterboot wurde ein Seenotretter an Bord abgesetzt.
Der Skipper der “Trilogic” konnte unterdessen den Wassereinbruch unter Kontrolle bringen, und das Boot nahm Kurs auf Frankreich zur Reparatur. Um 16.10 Uhr war der Rettungseinsatz beendet.
Um 18.21 Uhr wurde das RNLI-Boot erneut zu der weiter festsitzenden “Harriet Marwood” beordert, deren Crew sich wegen zunehmender Wellenhöhe sorgte, Beim Eintreffen an der Shingles Bank war die Yacht durch den Seegang aber bereits wieder freigekommen, und es setzte die Fahrt unter Eskorte des Bootes aus Lymington fort.
Quelle:Tim Schwabedissen



Segelyacht „Tristan“ wird geborgen
(Bild: DGzRS)   Großbild klick!

Segelyacht vor Wangerooge gestrandet
(07.08.17) Am 5.8. lief die Segelyacht „Tristan“ beim Ansteuern von Wangerooge auf Grund. Gegen 16 Uhr informierten die beiden niederländischen Segler das MRCC der DGzRS über den internationalen Anruf- und Notrufkanal 16 über ihre Notlage. Ihr Boot saß auf der Sandbank „Tabaksplate“ etwa zwei Seemeilen nordwestlich der Ostfriesischen Insel fest und hatte einen Ruderschaden erlitten.
Bei ablaufendem Wasser und Westwind mit bis zu fünf Beaufort schlugen die Wellen hart gegen ihre etwa zehn Meter lange Segelyacht. Das MRCC in Bremen alarmierte die freiwilligen Seenotretter von Wangerooge. Kurze Zeit später liefen sie mit dem Seenotrettungsboot „Wilma Sikorski“ aus und erreichten die „Tristan“ gegen 16.35 Uhr.
Trotz der aufgewühlten See in der Brandungszone gelang es den Seenotrettern, eine Leinenverbindung zur Segelyacht herzustellen, die ohne die rasche Hilfe ein Totalverlust hätte werden können. Nach einigen Anläufen konnten sie den Havaristen schließlich mit dem Seenotrettungsboot von der Sandbank ziehen. Anschließend schleppten sie die Yacht samt zweiköpfiger Besatzung sicher in den Hafen von Wangerooge.
Quelle:Tim Schwabedissen



Raddampfer machte auf der Elbe schlapp
(07.08.17) Der 117 Jahre alte Lauenburger Raddampfer „Kaiser Wilhelm“, 191 tdw (MMSI-Nr.: 211777820), havarierte am 6.8. auf der Elbe in Hamburg. 270 Passagiere mussten die Heimfahrt unplanmäßig per Bus antreten, nachdem während der Fahrt die Welle des Schaufelradantriebs gebrochen war. Das Schiff konnte zwar mit Hilfe von Wind und Strömung sicher anlegen, aber nicht mehr fahren. Die Schadenshöhe war noch nicht absehbar.
Das Schiff machte nach der Havarie am Holthusenkai fest und wurde dann gegen 20.30 Uhr längsseits des deutschen Tankmotorschiffs „Nautic“ 1230 ts (EU-Nr.: 05300160). zurück nach Lauenburg geschleppt. Auf der Hitzler-Werft sollten Experten den Schaden in den kommenden Tagen bewerten und Reparaturen einleiten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motorboot wieder auf Grund
(Bild: RNLI)   Großbild klick!

Motorboot musste nach Strandung wieder auf Grund gesetzt werden
(07.08.17) Das RNLI-Boot aus Whitstable, die “Lewisco”, wurde am 4.8. um 11.49 Uhr alarmiert, um den Seenotrettern aus Sheerness zu assistieren. Diese waren alarmiert worden, nachdem ein 25 Fuß langes Motorboot auf dem Strand westlich von Warden Point auf der Isle of Sheppey gestrandet war.
Das Boot aus Sheerness hatte bereits die Crew abgeborgen und brachte sie nach Leysdown, als die Kollegen aus Whitstable eintrafen. Diese konnten einen Seenotretter an Bord des Motorbootes absetzen und eine Schleppverbindung herstellen.
Es gelang, das geklinkerte Boot auch wieder flottzumachen, doch auf tieferem Wasser stellte sich heraus, dass das Wasser schneller eindrang als die Pumpe es wieder lenzen konnte. Deshalb wurde entschieden, das Boot wieder auf Grund zu setzen und den Anker auszufahren. Danach kehrten beide Boote wieder zu ihren Stationen zurück.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter "Kea Trader"
(Bild: Anick Girardi)   Großbild klick!

Ladung der Kea Trader wird auf dem Luftweg geleichtert
(07.08.17) Die ersten Container sind jetzt vom Deck des gestrandeten Frachters "Kea Trader" vor New Caledonia abgeborgen worden. Gleichzeitig ging das Leichtern des Treibstoffs weiter. Bisher wurden rund die Hälfte der insgesamt 750 Tonnen Bunkeröl per Helikopter auf eine Barge, die neben dem Havaristen vor Anker liegt, geflogen. Ein großer Hubschrauber sollte noch in dieser Woche aus Australien eintreffen, der die Container vom Deck abheben kann.
Durch die Havarie hat sich die Versorgung der Region verzögert, was auch Auswirkungen auf Handel und Geschäfte hatte. Die Behörden waren zuversichtlich, das brandneue Schiff wieder von der Riffplatte herunter zu bekommen.
Quelle:Tim Schwabedissen




(Bild: Empire Sandy)   Großbild klick!

Schoner lief erst gegen Schleusenmauer und dann Frachter ins Heck
(07.08.17) Der kanadische Schoner "Empire Sandy", 338 BRZ (IMO-Nr.: 5071561), kollidierte am Abend des 5.8. mit einer Schleusenmauer in Port Colborne auf dem Lake Erie und lief dann dem dort liegenden, liberianischen Bulkcarrier "Ina", 13579 BRZ (IMO-Nr.: 9521875), ins Heck. Das Schiff, das an den Feiern des Kanaltages teilgenommen hatte, wollte in Schleuse 8 festmachen, als es zu dem Missgeschick kam. Es war von Port Colborne nach Montreal unterwegs.
Nach der Havarie leitete die St. Lawrence Seaway eine Untersuchung ein. Um 22.30 Uhr waren die Passagiere zurück, während die "Empire Sandy" weiter in Colborne inspiziert wurde. Das Schiff wurde 1943 erbaut und kann 225 Fahrgäste sowie eine 25-köpfige Crew transportieren.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motorboot “Bella”
(Bild: Idar Lamo)   Großbild klick!

Motorboot durch starke Strömung in Havarie verwickelt
(07.08.17) Das Motorboot “Bella” geriet am Abend des 5.8. in Schwierigkeiten und rammte in Mandalselva, Amfi, mehrere dort festgemachte Boote. Der Skipper wollte dort festmachen, doch das Boot wurde von starker Strömung erfasst und geriet außer Kontrolle. Es rammte auch den Kai, der beschädigt wurde.
Zwei oder drei Boote wurden geringfügig in Mitleidenschaft gezogen. Die Polizei kam dem Bootsfahrer zu Hilfe und nahm ihn in Schlepp. Eine routinemäßige Alkoholkontrolle blieb ohne Resultat.
Quelle:Tim Schwabedissen



Leuchtturmwärter entdeckte brennenden Kutter – Crew gerettet
(07.08.17) Die US Coast Guard rettete am 5.8. die zweiköpfige Crew des 47 Fuß langen Kutters “Beverly B”, 20 Meilen westlich von Cape Blanco nahe der Coos Bay, Oregon, in Flammen aufgegangen war.
Der Leuchtturmwärter von Cape Blanco alarmierte die Coast Guard Station Coos Bay, nachdem er das Feuer entdeckt hatte. Von der Coast Guard Station Chetco River wurde ein 47-Fuß-Boot in Marsch gesetzt, dass die beiden Fischer aus einer Rettungsinsel aufnahm, in die sie sich zwischenzeitlich bereits hatten flüchten müssen. In North Bend stieg außerdem ein MH-65 Dolphin-Helikopter auf, der einen Rettungsschwimmer absetzte.
Die Schiffbrüchigen wurden samt der Insel zum Hafen in Brookings gebracht. Der Kutter brannte herunter und begann zu sinken. Vor Ort waren zwei Fuß hohe Seen und fünf Meilen Wind.
Quelle:Tim Schwabedissen



Vier Sportbootfahrer vor Dauphin Island gerettet
(07.08.17) Die US Coast Guard rettete vier Personen von einem 27 Fuß langen Sportboot, das 18 Meilen südwestlich von Dauphin Island, Alabama, am 5.8. Wassereinbruch erlitten hatte. Die Coast Guard Mobile wurde um 10:39 Uhr alarmiert und schickte ein 45-Fuß-Boot der Station Dauphin Island zur Assistenz. Es war um 11:17 Uhr vor Ort und barg die Schiffbrüchigen.
Ihr Boot war gekentert und trieb kieloben in der See. Die Insassen wurden zur Station Dauphin Island gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Angelboot überlaufen – zwei Tote, ein Vermisster
(07.08.17) Ein Mann kam ums Leben, zwei wurden vermisst und einer gerettet, nachdem ein Angelboot am 6.8. gegen Mitternacht in Shoreham, Sussex, ausgelaufen und rund zwei Stunden später mit einem anderen Schiff kollidiert war. Zwei der Fischer kamen aus London, zwei aus Brighton. Gegen 5.50 Uhr war einer der vier zwei Meilen westlich des Hafens entdeckt worden, wo er sich an eine Tonne klammerte.
Der 45-jährige wurde von einem Kutter gerettet und ins Krankenhaus gebracht. Zwei Stunden später barg ein Coastguard-Helikopter einen Toten, der um 8.15 Uhr an Land gebracht wurde. 15 Boote und Schiffe, darunter die RNLI-Boote aus Shoreham und Brighton und 10 Schiffe des nahen Rampion-Offshore-Windparks sowie zwei Hubschrauber der Coastguard in Lydd und Lee-on-the-Solent suchten bis zum Nachmittag nach den anderen beiden Vermissten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter drohte in Tanjungwandi zu kentern
(07.08.17) Am 5.8. entwickelte der kambodschanische Frachter "Bahtera Sejati", 1845 BRZ (MMSI-Nr.:514331000), der mit 2.750 Tonnen Reis beladen war, Wassereinbruch, als er gerade von Tanjungwandi in Indonesien zu den Pulau Flores-Inseln in der Straße von Bali auslaufen wollte. Das Schiff wurde auf flachem Wasser auf Grund gesetzt, um ein Kentern zu vermeiden. Möglicherweise war es überladen gewesen.
Quelle:Tim Schwabedissen



13 Verletzte bei Gefahrgutunfall in Long Beach
(07.08.17) Propylazetat, eine entflammbare Chemikalie, lief am 6.3. gegen 9.30 Uhr aus einem Tankcontainer an Bord des unter Panama-Flagge laufenden Containerfrachters "Harbour Bridge", 98747 BRZ (IMO-Nr.: 9302152), aus, der am ITS Long Beach Container Terminal lag. Eine Hazmat-Einheit und SAR-Kräfte wurden zum Hafen alarmiert. Zwei Löschboote aus Long Beach und ein Lifeguard-Rettungsboot legten gekeinsam einen 1.000 Fuß langen Ölschlängel um das Schiff aus. 12 Crewmitglieder wurden verletzt, 11 davon leicht.
Einer kam ins Krankenhaus. Auch ein Feuerwehrmann musste behandelt werden. Der leckgeschlagene Container wurde entladen. Der Frachter war am 3.8. in Long Beach eingelaufen. Er war aus Busan gekommen.
Die “Harbour Bridge” ist 336 Meter lang, 45,8 Meter breit, hat 14,04 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 9.8849 Tonnen. Sie läuft für die Fukujin Kisen KK in Nakimata auf Ochi und wurde 2007 in Kure erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ölpest in Hongkong nach Kollision
(08.07.17) Zwei Schiffe kollidierten am 3.8. unweit von Hong Kong in der Mündung des Pearl River. Eines davon, ein Tanker, wurde aufgerissen, und 9,000 Tonnen Palmöl liefen aus. Die Küste von Hong Kong samt mehrerer Strände wurden verschmutzt, 10 Strände für die Reinigungsaktionen gesperrt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gestrandeter Bulkcarrier beginnt zu zerbrechen
(07.08.17) Der mexikanische Bulkcarrier "Los Llanitos", 38105 BRZ (IMO-Nr.: 9045912), der am 23.10.2015 in der Bahía Graham, Barra de Navidad, Jalisco, während der Passage des Hurrikans Patricia, gestrandet war, ist kurz vor dem Maschinenraum unter dem Ansturm der Wellen nun auseinandergebrochen. Nur die Stahlverbindungen der Laderäume im oberen Rumpfbereich hielten die Schiffsteile nun noch zusammen. Große Teile der Backbordseite wurden bereits im Seegang aus dem Rumpf herausgebrochen, sodass dessen Struktur immer weiter geschwächt wurde.
Im Juli waren bei Untersuchungen durch die PROFEPA zwei Mal Spuren von Öl in der See an der Strandungsstelle festgestellt worden. Trotz der Aufforderung an die Eigner, eine Ölsperre auszubringen, war seither nichts geschehen. Das Marinesekretariat in Mexiko nahm Wasserproben im Rahmen der Inspektionen, die nun im Pacific Oceanographic Institute analysiert werden. Für den Hafenkapitän von Manzanillo gehen vom Wrack der "Los Llanitos" keine Gefahren für die Navigation oder die Fischerei aus.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter Leeraner Reeder saß bei Scunthorpe fest
(07.08.17) Der belgische Frachter "Marie", 2061 BRZ (IMO-Nr.: 9252929), lief am Nachmittag des 6.8. auf dem River Trent nahe der Keadby Bridge bei Scunthorpe um 15.30 Uhr auf Grund. Das Schiff war unterwegs zur Gunness Wharf. Zwei Schlepper versuchten, den Havaristen wieder flottzumachen, doch bei ablaufendem Wasser bekamen sie ihn nicht mehr frei.
Zur Nacht wurden die Bergungsversuche vorübergehend eingestellt. Der Fußweg über die Keadby Bridge war währenddessen vom North Lincolnshire Council gesperrt worden. Am 7.8. wurden drei Schlepper eingesetzt, um den Frachter mit der auflaufenden Flut wieder flottzumachen. Tatsächlich konnten sie ihn um 7.45 Uhr ins Fahrwasser drehen. Er war am 27.7. aus Ceuta ausgelaufen.
Die “Marie” ist 88,49 Meter lang, 11,35 Meter breit, hat 4,9 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 2.974 Tonnen. Sie läuft für die Fehn Ship Management GmbH & Co. KG in Leer und wurde 2002 in Bratislava erbaut als „Pan“. Bis 2005 lief sie als „Wani River“, bis 2006 zur „Harleriff“ und zuletzt als „Fehn Mirage“.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler hatte Wassereinbruch vor Brixham
(07.08.17) Die RNLI-Boote aus Weymouth und Lyme Regis wurden am 5.8. gegen 22 Uhr alarmiert, nachdem der 50 Fuß lange Trawler “Pices – BM 54” aus Brixham Wassereinbruch gemeldet hatte. Die Coastguard schickte einen Helikopter aus Lee-on-Solent mit einer zusätzlichen Lenzpumpe zu dem Havaristen, der sich 12 Meilen westlich von Portland Bill befand. Wie sich herausstellte, war ein Rohr im Maschinenraum gebrochen, der daraufhin volllief.
Als die Seenotretter vor Ort eintrafen, war die Situation bereits unter Kontrolle. Das Boot aus Weymouth nahm den Havaristen auf den Haken und schleppte ihn zurück in den Hafen. Hier trafen die beiden Schiffe am 6.8. um zwei Uhr ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fastnet-Racer ohne Strom vor Lowestoft
(07.08.17) Am 3.8. wurde die RNLI in Lowestoft alarmiert, nachdem die Segelyacht "Garmin" wegen eines Ausfalls der Bordelektrik um Hilfe gebeten hatte. Aus Aldeburgh war bereits das Rettungsboot "Freddie Cooper" ausgelaufen und hatte die Yacht 10 Meilen südöstlich der Station lokalisiert. Das 19 Meter lange Boot war auf dem Weg von Helsinki nach Southampton gewesen, um am Fastnet Race teilzunehmen.
Nach dem Ausfall der Elektrik gab es keinen Funk und keine Navigationslichter mehr auf dem Schiff. Deshalb eskortierten die Seenotretter aus Aldeburgh es in Richtung von Lowestoft. Vor dem Hafen übernahm die "Reg", die dort gerade das eigentliche Stationsboot vertrat, den restlichen Weg. Um 00.15 Uhr des 4.8. machte die “Garmin” im Hafen fest.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motoryacht sitzt fest
(Bild: Polizei Rheinland Pfalz)   Großbild klick!

Motoryacht bei Speyer auf Grund gelaufen
(05.08.17) Am 2.8. um 16:45 Uhr erlitt eine 12 Meter lange 8-Tonnen-Motoryacht Maschinenprobleme auf dem Rhein. Sie wurde manövrierunfähig und kam am sogenannten "Salmengrund" auf einer linksrheinischen Buhne im Bereich Speyer fest. Das Sportboot war auf dem Weg von Frankfurt nach Straßburg. Wegen der starken Schlagseite des festsitzenden Bootes wurde eine Mitfahrerin von einem Sportboot übernommen und zu einem Arbeitsboot des Wasser- und Schifffahrtsamtes gebracht.
Der Havarist konnte am späten Abend durch ein Arbeitsboot des Wasser- und Schifffahrtsamtes geborgen und in den Werfthafen Speyer geschleppt werden. Es war zu keinem Wassereinbruch gekommen. Nachdem der Motor am Vormittag des 3.8. überprüft wurde, wurde dem Skipper die Weiterfahrt Richtung Frankreich erlaubt. Neben der Wasserschutzpolizei Germersheim und dem Wasser- und Schifffahrtsamt Speyer waren auch Kräfte der Feuerwehr Speyer und des DLRG vor Ort.
Quelle:Tim Schwabedissen



Containerfrachter "Mercosul Santos"
(Bild: Marcos Cantuario)   Großbild klick!

Keine Hoffnung auf Überlebende auf Amazonas nach Versenkung von Schubverband durch in Stralsund erbauten Frachter
(05.08.17) Nach der Kollision eines Schubschleppers mit dem Containerfrachter "Mercosul Santos", 25888 BRZ (IMO-Nr.: 9356153), am 2.8. gegen vier Uhr gab es keine Hoffnung mehr, noch einen der neun Vermissten lebend zu retten. Der Schlepper und neun Bargen waren unweit der Stadt Óbidos in Pará auf 35 Metern Tiefe gesunken. Beim Zusammenstoß war eine der Bargen zerbrochen, dann brach der ganze Schubverband auseinander und ging unter.
Die "Mercosul Santos", eines von vier Schiffen der brasilianischen Mercosul Line, war nach Manaus unterwegs. Die Feuerwehr kam mit einem Taucherteam aus Santarém in Pará, um nach den Vermissten zu suchen. Vor Ort herrschte aber eine starke Wasserströmung, die ihren Einsatz behinderte.
Die “Mercosul Santos” ist 210,54 Meter lang, 29,8 Meter breit, hat 11,4 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 25.888 Tonnen. Sie läuft für die Maersk Line A/S in Aarhus und wurde 2009 auf der Volkswerft in Stralsund erbaut. Das Schiff ist eines von vieren, die durch die Mercosul Line betrieben wird. Auch nach einem für den 14.6. angekündigter Verkauf an die Reederei CMA CGM werden die Schiffe weiterhin von Maersk eingesetzt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Passagiere der "Lunna" werden geborgen
(Bild: Smon Houde)   Großbild klick!

Bootsfahrer in San Francisco Bay in letzter Minute gerettet
(05.08.17) Die amerikanische Passagierfähre "Alcatraz Clipper" (MMSI: 367350050) rettete am 3.8. zehn Personen von dem sinkenden Motorboot "Lunna" in der San Francisco Bay. Die U.S. Coast Guard hatte um 20.45 Uhr einen Notruf aufgefangen, nachdem das Motorboot auf Felsen am Nordende von Alcatraz aufgelaufen und leckgeschlagen war. Die Coast Guard leitete den Notruf an Schiffe in dem Seegebiet weiter. Die "Alcatraz Flipper" änderte daraufhin ihren Kurs und ging bei dem tief im Wasser liegenden Boot längsseits.
Alle zehn Personen wurden unversehrt an Bord genommen und zur Pier 33 genommen. Die "Lunna" sank nur fünf Minuten nach Abschluss der Rettungsaktion auf 100 Fuß Wassertiefe. Am 5.8. begannen Berger mit der Suche nach der Wrackposition.
Quelle:Tim Schwabedissen



Arbeitsreicher Tag für Seenotretter
(05.08.17) Die Seenotretter der DGzRS hatten am 3.8. einen arbeitsreichen Tag: Innerhalb von nur wenigen Stunden wurden sie mehr als 20 Mal alarmiert. Etwa eine Seemeile südwestlich der Greifswalder Oie lief gegen 17 Uhr lief neun Meter langes Segelboot mit einem Paar und seinem Kind aus Berlin an Bord auf Grund. Dabei hatte das steinige Oier Riff ein Leck in das Boot geschlagen, es kam zu einem Wassereinbruch. Mit eigenen Mitteln gelang es der Besatzung nicht, das eindringende Wasser zu stoppen. Beim Eintreffen des Seenotrettungskreuzers "Eugen" stand es in der Kajüte bereits 30 Zentimeter hoch. Wegen der geringen Wassertiefe setzten die Seenotretter das Arbeitsboot "Hubertus" des Seenotrettungskreuzers aus. Zunächst übernahmen sie den Jungen und die Frau von dem Segelboot.
Anschließend schleppten sie es frei. Genau in diesem Moment zog eine Unwetterfront mit Hagelschauern und heftigen Orkanböen über das Seegebiet. Die Sichtweite betrug höchstens noch 40 Meter. Trotzdem gelang es den Seenotrettern, das Segelboot mit dem Arbeitsboot freizubekommen und anschließend mit dem Seenotrettungskreuzer längsseits zu nehmen. Während der Schleppfahrt müssen die Seenotretter mit ihren mobilen Lenzpumpen permanent Wasser aus dem Segelboot pumpen. Sie pumpten mit zwei mobilen Lenzpumpen das Wasser aus dem Havaristen.
Es gelang ihnen schließlich, den Wassereinbruch unter Kontrolle zu bekommen. In langsamer Schleppfahrt von bis zu 2,5 Knoten brachten sie das Boot nach Kröslin, wo der Schleppzug gegen 21.10 Uhr eintraf der Die freiwilligen Seenotretter aus Freest waren in den Abendstunden für das festgekommene, deutsche Fahrgastschiff „Mönchgut“ 270 BRZ (IMO-Nr.: 8013144), der Adler-Schifffahrt mit 37 Personen an Bord im Einsatz. Eine orkanartige Sturmböe mit bis elf Beaufort bis zu 117 km/h hatte es aus dem Fahrwasser gedrückt. Aus eigener Kraft konnte sich die rund 33 Meter lange „Moenchgut“ nicht mehr aus seiner Lage befreien. Mit seiner Kraft von 320 PS schleppte das Seenotrettungsboot "Heinz Orth" das Fahrgastschiff frei und zurück ins tiefere Fahrwasser. Von dort setzte es seine Fahrt nach Peenemünde auf der Insel Usedom mit eigener Kraft fort. Eine Gefährdung für Passagiere, Besatzung und Schiff bestand nicht.
Der plötzlich stark auffrischende Wind mit schweren Sturmböen bis zehn Beaufort bis zu 102 km/h wurde auch einem segelnden Ehepaar in der Ostsee beinahe zum Verhängnis: Sie kenterten gegen 16.15 Uhr mit ihrem etwa sechs Meter langen Segelboot „Rosa“ südlich der Einfahrt zum Großenbroder Binnensee und stürzten über Bord. Die Besatzung eines vorbeifahrenden Segelbootes reagierte geistesgegenwärtig: Es gelang ihnen, die beiden zu retten, bevor die Seenotretter eingreifen mussten.
Die beiden Segler standen unter leichtem Schock, waren aber beide unverletzt. Die Seenotretter schleppten mit dem Tochterboot "Vegesack" des Seenotrettungskreuzers "Bremen" das Segelboot in den Hafen von Großenbrode ein. Die Seenotretter der Freiwilligen-Station Ueckermünde waren gerade von einem Einsatz für ein Segelboot zurückgekehrt, als das MRCC in Bremen sie gegen 17.30 Uhr erneut alarmierte: Auf dem Segelboot „Vadis“ befand sich eine an Diabetes erkrankte 18-jährige Frau, die dringend medizinische Hilfe benötigte. Die übrigen drei Besatzungsmitglieder der „Vadis“ waren mit der Notsituation völlig überfordert – sie konnten weder ihre genaue Position nennen noch ihr Boot beschreiben.
Einziger Hinweis für die Seenotretter: Die vier Segler und der Bordhund waren im Stettiner Haff von Ueckermünde nach Mönkebude unterwegs.
Sofort schickte Vormann Manfred Fastnacht zwei Kollegen mit dem 40 Knoten schnellen Seenotrettungsboot "Dora" los, um das Segelboot zu suchen. Kurze Zeit später legte auch das Seenotrettungsboot "Gerhard ten Dornkaat" mit drei Seenotrettern, einem Notarzt und einem Rettungsassistenten an Bord ab.
Schließlich entdeckte die Besatzung der "Dora" das Boot nach etwa einer halbstündigen Suche eine Seemeile nordöstlich von Mönkebude. Bei ruhiger See und schwachem Wind aus Südwest stiegen der Notarzt und der Rettungsassistent auf die etwa acht Meter lange „Vadis“ über. Dort stabilisierten sie zunächst die 18-jährige Patientin.
Aufgrund ihres verbesserten Gesundheitszustandes und der Nähe zu Mönkebude blieb sie auf dem Segelboot. Sicherheitshalber begleiteten die Seenotretter die „Vadis“ bis in den Hafen. An Land fuhr ein Rettungswagen die Frau in ein nahe gelegenes Krankenhaus.
Ebenfalls zu einem medizinischen Notfall wurden die Seenotretter auf Helgoland gegen 16.15 Uhr gerufen: Auf dem Fischereischutzboot „Seefalke“ der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) war ein Besatzungsmitglied kollabiert. Er benötigte dringend ärztliche Hilfe. Zu diesem Zeitpunkt befand sich das fast 73 Meter lange Schiff etwa eineinhalb Seemeilen östlich der Nordseeinsel.
Zunächst brachte das Tochterboot "Verena" des Seenotrettungskreuzers "Hermann Marwede" die beiden als Rettungsassistenten ausgebildeten Seenotretter zum Fischereischutzboot, das dem 34 Knoten schnellen Tochterboot entgegenlief. Anschließend setzte die Besatzung der "Verena" auch noch einen Notarzt auf die „Seefalke“ über. Gemeinsam versorgten sie den schwer erkrankten Patienten medizinisch. Aufgrund seines lebensbedrohlichen Gesundheitszustandes flog ein SAR-Hubschrauber der Deutschen Marine den Mann unverzüglich nach Itzehoe ins Krankenhaus.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Barge gelöscht – Umweltschäden verhindert
(05.08.17) Das Feuer auf einer 195 Fuß langen Barge 5,5 Meilen südlich von Pass Christian im Mississippi Sound konnte am 3.8. gegen 13 Uhr gelöscht werden, ohne dass Gefahrstoffe austraten. Das Gulfport Fire Department konnte so Umweltschäden abwenden. Nachdem das offene Feuer mit einer Löschkanone niedergekämpft worden war, wurden verbliebene Brandnester von Einsatzkräften, die auf die Barge überstiegen, gelöscht. An Bord waren 2,500 Pfund Ammoniak, die als Kühlmittel dienten, und 800 Gallonen Diesel.
Der Brand war im Maschinenraum der Tankbarge entstanden. Der Schubschlepper "Kathryn T. Devall" warf diese nach vergeblichen eigenen Löschversuchen los. Sie trieb daraufhin südwärts und musste nun wieder von Bergern, die von der Reederei aus Galveston entsandt wurden, eingefangen werden.
Außerdem galt es, eine leichte Ölverschmutzung zu bekämpfen. Vier Stunden lang blieb das Löschboot aus Gulfport auf Standby, bis diese eintrafen und auch die evakuierte vierköpfige Crew des Schleppers übernahmen. Die “Kathryn T. Devall” war derweil in östliche Richtung eine Meile weiter an Pass Christian herangetrieben. Die Coast Guard schickte ein 45-Fuß-Boot aus Gulfport und eine Crew des Aviation Training Center in Mobile.
Am 5.8. koppelte der Schubschlepper wieder an die rußgeschwärzte Barge an, die nun nach Port Bienville den Pearl River flussaufwärts bugsiert werden sollte. Bei der Bewältigung des Unfalls funktionierte die Kooperation der National Oceanic and Atmospheric Administration, der U.S. Coast Guard, MDEQ, MDMR und Gulfport Fire Department hervorragend und half so, Schlimmeres zu verhüten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter vor Longxue auf Grund gelaufen
(05.08.17) Der chinesische Frachter "Changhehaiyang", 3987 BRZ (MMSI-Nr.: 413379260), lief am Morgen des 3.8. in der Mündung des Pearl River vor der Insel Longxue flussabwärts von Nansha auf Grund. Er war auf der Fahrt nach Guangzhou. Er konnte am selben Abend mit steigendem Wasserpegel wieder flottgemacht werden und ging zu Inspektionen vor Anker. Dabei wurden zwar keine signifikanten Schäden gefunden, aber veraltete Seekarten, was ein Grund für die Havarie sein könnte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht vor Stromness vor Untergang bewahrt
(05.08.17) Das RNLI-Boot aus Stromness wurde am 3.8. gegen 19 Uhr alarmiert, nachdem die Yacht "Sea Laughter" Wassereinbruch vor Orkney gemeldet hatte. Sie befand sich 13 Meilen südwestlich von Hoy Sound. Auch die NorthLink-Fähre "Hamnavoe", 8780 BRZ (IMO-Nr.: 9246061), und der Kutter "Caledonia II-BCK 35" (MMSI-Nr.: 235002480) nahmen Kurs auf die Yacht.
Nachdem die Seenotretter vor Ort waren, wurde eine Lenzpumpe an Bord übergesetzt. Dann nahmen sie das Boot in Schlepp nach Stromness. Währenddessen wurde kontinuierlich Wasser gelenzt. Kurz vor Mitternacht war das Rettungsboot zurück auf seiner Station.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sechs Vermisste bei Bootsunglück vor Thailand
(05.08.17) Sechs Menschen wurden vermisst, nachdem das Tauchboot "Phetwari 4" mit 12 Personen an Bord in Ao Nang in der Krabi-Provinz am Nachmittag des 4.8. um 15.30 Uhr bei starkem Wind und hohen Wellen kenterte. An Bord waren zwei Thailänder und 10 weitere Menschen auf dem Weg zu einem Sightseeing-Trip an der Küste des Nopparat Thara-Phi Phi National Park. Nur die Hälfte der Insassen wurde gerettet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Suche nach Einhandsegler eingestellt
(05.08.17) Die US Coast Guard gab am 4.8. gegen 14 Uhr die Suche nach dem französischen Skipper Joseph Calland, 73, der 39 Fuß langen Yacht “Nenette” auf dem Atlantik auf. Die Suche startete, nachdem die Coast Guard North Carolina in Wilmington und die Coast Guard Sector Hampton Roads in Portsmouth einen Mayday-Ruf 30.7. aufgefangen hatten.
Eine HC-130 Hercules und ein MH-60 Jayhawk-Helikopter der Air Station Elizabeth City, North Carolina, und das Patroullienboot “Lawrence Lawson” aus Cape May, New Jersey, suchten seither 11,104 Quadratmeilen ab. Auch ein MH-60 Seahawk-Helikopter der USS „Eisenhower“ aus Norfolk, Virginia, war an der Suchaktion beteiligt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Suche nach vermisstem Segler eingestellt
(05.08.17) Die U.S. Coast Guard hat die Suche nach einem 80-jährigen Segler aus Massachusetts eingestellt, dessen Yacht „Tarrier“ aus Cohasset am 3.8. vor Cape Elizabeth, Maine, mit gesetzten Segeln und unangerührtem Beiboot gestrandet entdeckt worden war. Auf der Basis der Eintragungen im Logbuch wurde ein Suchgebiet von 304 Quadratmeilen Größe zwischen Cape Elizabeth und Ogunquit, Maine eingerichtet. Am Nachmittag des 4.8. endete die Suche, ohne dass eine Spur von dem Vermissten gefunden worden wäre.
Quelle:Tim Schwabedissen



Segler vor Indien gerettet
(05.08.17) Die zweiköpfige, südafrikanische Crew der 38 Fuß langen Segelyacht “Louise”, die von Port Victoria auf den Seychellen nach Abu Dhabi unterwegs war, wurde von der “Samarth” der indischen Coast Guard am Morgen des 4.8. vor der Insel Kavaratti in Lakshadweep gerettet. Ihr Boot hatte einen totalen Ausfall der Bordenergie erlitten und trieb seit dem 2.8. in der See. Das Küstenwachboot lokalisierte sie um 1.30 Uhr rund 25 Kilometer südöstlich von Kavaratti.
Die Yacht hatte keinen Funk und trieb in stürmischer See mit Windgeschwindigkeiten von 35 Knoten und Wellenhöhen von vier bis fünf Metern. Deshalb misslang auch der Versuch, sie in Schlepp zu nehmen. Daraufhin wurden die beiden Segler an Bord der „Samarth“ genommen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei Segler von sinkender Yacht gerettet
(05.08.17) Die Coastguard in Auckland rettete am 4.8. gegen 18.30 Uhr zwei Mann von ihrer sinkenden Yacht vor der Spitze der Coromandel-Halbinsel. Die beiden hatten einen Riss im Rumpf des 8,5 Meter langen Bootes entdeckt, als sie zwischen Tauranga und Auckland unterwegs waren. Das Rettungsboot „Lion Rescue” steuerte mit Höchstfahrt die Position bei Port Jackson an.
Es rettete die beiden Segler, die zwar unterkühlt und erschöpft, ansonsten aber wohlauf waren. Wahrscheinlich waren sie beim Transit des Colville Channel zu dicht an die Küste greaten und auf Felsen gelaufen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutterwrack in Åkerøya vor Bergung verschwunden
(05.08.17) Muschelverkrustete und algenbehangene Reste des Ruderhauses und Mastes waren alles, was von einem Kutter in Åkerøya in der Dønna-Gemeinde auf Bjørn übrigblieb. Bürgermeister John-Erik Skjellnes Johansen will nun wissen, was aus dem Rest wurde. Der gesunkene Kutter hatte an einer Schwimmbrücke im Fischereihafen von Åkerøy gelegen.
Er sollte am 11.7. gehoben und von dem Schlepper „Polar Tug“ nach Bjørn transportiert werden. Als der Schlepper vor Ort eintraf, waren große Teile des Wracks aber verschwunden. Was aus dem Kutter wurde, ist aktuell ein Rätsel.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bootsfahrer unmittelbar vor Untergang gerettet
(05.08.17) Am 5.8. gegen drei Uhr geriet ein 39-jähriger Mann mit seinem 34 Fuß langen Boot vor Stavern im Larviksfjord in Vestfold in Seenot. Er meldete zunächst einen Motorausfall Das Rettungsboot „Stormbull“ lief zur Assistenz aus und nahm die Segelyacht wenig später in Schlepp. Auf dem Weg zum Ufer kam es zu einem Wassereinbruch.
Die Schleppleine wurde losgeworfen, um Lenzpumpen einsetzen zu können. Doch es war bereits zu spät, das Boot war am Sinken. Der Skipper wurde abgeborgen, und unmittelbar darauf ging das Boot unter. Seit dem Wassereinbruch waren nur zwei Minuten vergangen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Segelyacht „Amun“ im Schlepp
(Bild: DGzRS)   Großbild klick!

Langeoog: Neues Seenotrettungsboot vor Taufe im Einsatz
(04.08.17) Bei einem seiner ersten Einsätze hat das neue Seenotrettungsboot der Station Langeoog, derzeit noch unter seiner internen Bezeichnung „SRB 67“, am 2.8. eine manövrierunfähige Yacht und ihre Besatzung sicher in den Hafen gebracht. Die zwölf Meter lange und zehn Tonnen schwere Segelyacht „Amun“ mit vier Personen an Bord hatte drei Seemeilen vor der Ansteuerungstonne in die Accumer Ee einen Totalausfall der Ruderanlage erlitten und war nicht mehr manövrierfähig. In der von zahlreichen Untiefen und starkem Gezeitenstrom geprägten Accumer Ee, dem Seegatt zwischen den Inseln Baltrum und Langeoog, war die Besatzung in großer Gefahr.
Die „SRB 67“ lief sofort mit drei Seenotrettern an Bord aus und erreichte die Yacht etwa 30 Minuten später. Wegen des starken Seegangs war es nicht möglich, die „Amun“ längsseits zu nehmen. Da sie nicht mehr auf Ruderbewegungen reagierte, konnte sie nur sehr langsam in Richtung von Langeoog geschleppt werden. Kurz vor Erreichen des Hafens konnten die Seenotretter das Schiff dann längsseits nehmen und brachten es sicher an den Anleger.
Quelle:Tim Schwabedissen



Segelyacht “Eliane”
(Bild: RNLI)   Großbild klick!

Yacht trotz nächtlicher Rettungsaktion in Bognor gestrandet
(04.08.17) Die Segelyacht “Eliane” strandete in der Nacht zum 3.8. im Sturm an einer Buhne am Bognor Regis Beach in Aldwick. Der Skipper bat die Coastguard kurz vor Mitternacht um Assistenz, weil der Motor ausgefallen war und das Boot mit zerrissenen Segeln manövrierunfähig vier Meilen südlich von Bognor Regis in West Sussex trieb. Das Rettungsboot „Denise and Eric” lief um 00.20 Uhr mit Höchstfahrt zu der sieben Meilen von seiner Station entfernten Position aus, konnte aber keinen Kontakt herstellen. Vor Ort waren 6-7 Beaufort Wind aus Südwest mit Regenschauern.
Schließlich gelang es doch, mit einem Handfunkgerät und mit dem DF Direction Finding Radio die Position am Westende von Bognor Regis festgestellt. Die Yacht trieb dicht an den Felsen von Bognor, und das Rettungsboot änderte seinen Kurs dorthin. Um 00.45 Uhr meldete der 75-jährige Segler, auf die Felsen gelaufen zu sein. Da das Wasser ablief und die Yacht auf den Strand getrieben wurde, alarmierte die Crew der „Denise and Eric“ das kleinere Rettungsboot der RNLI Littlehampton, das versuchen sollte, eine Schleppleine zu übergeben. Das Boot aus Littlehampton traf um 1.37 Uhr ein, doch da war die Yacht bereits fast auf dem Strand. Dies wurde von der Littlehampton Coastguard bestätigt. Das Selsey Coastguard-Team sollte nun beim Abbergen des Skippers helfen.
Er wurde um 1.45 Uhr von Bord der „Eliane“ geholt und von einer Krankenwagenbesatzuung gecheckt, bevor er zu einer gründlicheren Untersuchung ins St Richards Hospital kam. Das Rettungsboot aus Littlehampton wurde um 2.10 Uhr aus dem Einsatz entlassen. Die Coastguard-Teams versuchten, einen Anker von der Yacht seewärts auszubringen, um den Bug beim Auflaufen der Flut gegen die See halten zu können. Das Rettungsboot aus Selsey blieb noch bis um 2.50 Uhr und war um 3.1 Uhr zurück an seiner Station.
Der Skipper der „Eliane“ konnte nach einem Checkup aus dem Krankenhaus entlassen werden. Der Mann war auf der Rückfahrt von Norwegen nach England gewesen. Nach Tagesanbruch lockte das auf der Seite liegende Boot viele Schaulustige an. Der Rumpf wies erhebliche Schäden auf, die der Aufprall auf die Buhne verursacht hatte. Eine Bergung schien so sehr fraglich zu sein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tankmotorschiff vom Geisenrücken geborgen
(04.08.17) 25 Schiffe mussten ihre Reise auf dem Rhein am 2.8. zeitweilig unterbrechen, während das holländische Tankmotorschiff "Galileo", 1100 BRZ (ENI-Nr.: 02323495) zwischen Sankt Goar und Oberwesel vom Geisenrücken geborgen wurde. 300 Tonnen der Ladung von 1.710 Tonnen Natronlauge wurden dazu auf ein anderes Schiff geleichtert, ehe der Havarist wieder flottgemacht und dann in den Loreleyhafen geschleppt werden konnte. Dort wurde verbliebene die Ladung komplett umgepumpt.
Während der Bergungsarbeiten wurde die Schifffahrt rheinabwärts ab Bingen kurzzeitig gesperrt. Am 3.8. machte sich die "Galileo" auf den Weg zur Reparatur in einer Werft in Moerdijk, wo sie am 5.8. eintreffen sollte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Amphibienschiff kollidierte mit Brücke
(04.08.17) Das Amphibienschiff HTMS "Surin - LST 722", 4235 ts, der thailändischen Marine kollidierte am Morgen des 3.8. mit der Krungthep Brücke in Bankgok. Das Schiff lief auf dem Chao Phraya River flussabwärts zu seiner Base nach Abschluss von Reparaturarbeiten beim Ship Repair Dock in Bangkok. Der Mast der "Surin" wurde verbogen und aus seinen Halterungen gerissen. Ein hoher Wasserstand und starke Windböen wurden für die Havarie verantwortlich gemacht.
Auch die Assistenzschlepper konnten nicht verhindern, dass das Schiff aus dem Fahrwasser abkam und gegen die Klappbrücke trieb. Der Schaden an dem Bauwerk blieb gering. Die Reparaturkosten sollte die Werft tragen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Viel Rauch auf Fischfarmversorger
(04.08.17) Auf einem 50 Fuß langen Fischfarmversorger kam es am 3.8. um 13.30 Uhr bei Onarheim in Tysnes zu starker Rauchentwicklung. Die Crew flüchtete von dem am Kai liegenden Schiff, und alarmierte die Feuerwehr. Nachdem der Maschinenraum mit Schaum geflutet worden und der Rauch abgezogen war und Einsatzkräfte unter Atemschutz ins Schiffsinnere vordrangen, stellten diese fest, dass der Rauch von einem Ofen stammte. Es hatte tatsächlich keinen Brand an Bord gegeben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker trieb vor Penmarc’h im Atlantik
(04.08.17) Am 3.8. um 3:07 Uhr fing das CROSS Etel in Morbihan, einen Notruf des britischen Tankers "Whitstar", 2159 BRZ (IMO-Nr.: 9287833), auf, der 35 Meilen westlich von Penmarc'h Pt. auf der Reise von Vlissingen nach Ferrol Maschinenausfall erlitten hatte. Das Schiff mit einer achtköpfigen Crew und 2,500 Tonnen Ladung an Bord trieb manövrierunfähig im Atlantik. Um 6.15 Uhr lief der französische Notfallschlepper "Abeille Bourbon" (IMO-Nr.: 9308687) aus Camaret zum Havaristen aus und erreichte ihn kurz vor acht Uhr.
Auf Order des maritimen Präfekten für den Atlantik wurde der Eigner angewiesen, die Situation bis Mittag zu bereinigen. Im Laufe des Vormittags konnte die Crew den Schaden so weit reparieren, dass das Schiff wieder Fahrt aufnahm und Kurs auf Brest setzte, wo eine dauerhafte Reparatur stattfinden sollte.
Vorsorglich nahm die "Abeille Bourbon" den Tanker aber dennoch auf den Haken. Der Konvoi erreichte den Hafen gegen Mitternacht. Hier warf die „Whitstar“ Anker auf der Reede.
Quelle:Tim Schwabedissen



Unglückliches Geschehen in Happy Adventure
(04.08.17) Ein Coast Guard Environmental Response Team wurde am 3.8. nach Happy Adventure gerufen, nachdem dort am Vortag der kanadische Kutter "Floyd II" gekentert und gesunken war. Nur das Ruderhaus und die Masten ragten noch aus dem Wasser. An Bord des Schiffes waren etwa 700 bis 800 Liter Dieselkraftstoff.
Der Eigner der "Floyd II" beauftragte eine Taucherfirma mit dem Auspumpen des Öls und der Bergung des Schiffes. Die Arbeiten wurden durch die kanadische Coast Guard überwacht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Einhandsegler aus Sturm gerettet
(04.08.17) Vor Mangonui geriet ein australischer Einhandsegler an Bord der Segelyacht "Cosmos Explorer" am 2.8. gegen 15.30 Uhr in drei Meter hohen Wellen und 50 Knoten Wind in der Tasmanischen See vor der Doubtless Bay n Seenot. Das Hauptsegel der 10 Meter langen Yacht war zerrissen, und der Skipper hatte Probleme, in den Schutz der Bucht zu kommen. Coastguard-Crews aus Whangaroa waren nicht in der Lage zu helfen, deshalb stach ein Freiwilligenteam aus Mangonui mit dem 8,5 Meter langen RIB "Lilly Walker" mit fünf Mann an Bord in See.
Die Sicht betrug nur rund 500 Meter, deshalb sollte der Skipper eine Notrakete schießen. Diese wurde gesichtet, und die Yacht konnte lokalisiert werden. Der Skipper versuchte, den Rettern durch ein Gebiet mit Riffen zu folgen. Dann musste er aber in Schlepp genommen werden, als der Wind nachließ, und ankerte um 21.30 Uhr schließlich in Mangonui Harbour.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter nach Baliwasan abgeschleppt
(04.08.17) Die Naval Forces Western Mindanao (NFWM) kamen am 3.8. vor Zamboanga City dem Frachter "Moonlight Sheera" zu Hilfe, der am Vortag vor San Ramon mit einer achtköpfigen Crew an Bord manövrierunfähig geworden war. Das Schiff war mit Früchten beladen auf dem Weg nach Iloilo City, als die Propellerwelle brach und die Maschine ausfiel.
Die Naval Task Force 61 schickte das Patroullienboot "Ivatan" nach einem Notruf zur Assistenz. Es schleppte den Havaristen nach Baliwasan, wo die Ladung gelöscht werden sollte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Barge vor Cat Island in Flammen
(04.08.17) Die US Coast Guard wurde am 3.8. alarmiert, nachdem eine Barge zwei Meilen westlich von Cat Island, Mississippi, in Brand geraten war. Um 13.20 Uhr meldete der 23 Meter lange Schubschlepper „Kathryn T. Dewall“ (MMSI-Nr.: 367597350) der Coast Guard Mobile, Alabama, dass ein Feuer auf der mit 2.500 Tonnen wasserfreiem Ammoniak und 800 Gallonen Dieselkraftstoff beladenen Barge entstanden war. Die Schleppercrew konnte die Flammen nicht löschen und warf ihren Anhang los.
Die Barge trieb in östlicher Richtung und befand sich 4,5 Meilen südlich von Pass Christian, Mississippi. Die Coast Guard richtete eine 2,5 Meilen große Sicherheitszone um das Gefährt, von dem dichte Rauchwolken aufstiegen, ein. Ein 45-Fuß-Boot lief von der Station Gulfport aus, und eine HC-144 Ocean Sentry stieg vom Coast Guard Aviation Training Center Mobile, Alabama, auf.
Auch das Patroullienboot “Brant” aus Gulfport nahm Kurs auf den Brandort. ES&H, ein Luftraumüberwachungsservice sowie die Berger von T&T Marine machten sich auf den Weg zur Barge. Ein 100 Fuß langer Ölfilm war um diese sichtbar. Das Feuer konnte inzwischen durch das Gulfport Fire Department offenbar gelöscht werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Freiwillige Seenotretter 11 Stunden im Einsatz für zwei deutsche Segler
(04.08.17) Das RNLI-Boot aus Great Yarmouth und Gorleston, die “Samarbeta”, wurde am 2.8. gegen 17 Uhr alarmiert, nachdem die neun Meter lange Segelyacht “Nautilus” mit zwei Personen, einem Deutschen mit seinem Sohn, an Bord Motorausfall in schwerer See auf der Fahrt von den Niederlanden nach England erlitten hatte. Sie trieb bei acht Beaufort und 30 Knoten Wind und einer Wellenhöhe von bis zu vier Metern 25 Meilen nordöstlich von Cromer. Die “Arco Breeze” meldete, noch während die Seenotretter im Anarmsch waren, Sichtkontakt mit der Yacht, und auch der von Great Yarmouth kommende Offshore-Versorger “Putford Voyager“, 1510 BRZ (IMO-Nr.: 8421626), reagierte auf dne Mayday-Ruf und erreichte als erstes die mit dem Sturm kämpfende „Nautilus“.
Die Crew der “Putford Voyager” brachte ein RIB aus, das längsseits der Yacht ging und sie sicherte. Die Segler waren unverletzt, aber sehr erschöpft. Der Versorger stellte eine Schleppverbindung her und lief der „Samarbeta“ in südlicher Richtung entgegen. Nachdem es den Schleppzug erreicht hatte, übernahm es das Kommando vor Ort und übernahm die Schleppleine von der „Putford Voyager“.
Diese blieb auf Standby, bis sie von der Humber Coastguard aus dem Einsatz entlassen wurde, und setzte dann ihre Fahrt zum Leman Gas Field fort. Das Rettungsboot kämpfte sich mit der Yacht am Haken gegen schwere Seen und stürmischen Wind in Richtung Great Yarmouth. Dort stand beim Einlaufen das Coastguard-Team aus Gorleston bereit und assistierte beim Festmachen und der Betreuung der Segler. Nach 11 Stunden kehrten die Seenotretter am 3.8. um drei Uhr zu ihrer Station zurück.
Quelle:Tim Schwabedissen



Historischer Kutter zum dritten Mal gesunken
(04.08.17) Der 45 Fuß lange Kutter “Anna” sank bereits zum dritten Mal am Kai in Harstad. Der Eigner Bjarkøy hoffte aber dennoch, dem Schiff eine weitere Zukunft verschaffen zu können. Der Kutter war 1922/23 aus russischem Treibholz von zwei Brüdern in Kiberg erbaut worden. Im April 2013 sank die “Anna” unter einer Schneelast in Mercur, und im Oktober 2015 ging sie ebenfalls am Kai im Hafen von Harstad unter.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter “Salty Lady”
(Bild: USCG)   Großbild klick!

Sinkender Kutter vor Gasparilla Pass evakuiert
(03.08.17) Die US Coast Guard und das Charlotte County Sheriff’s Office assistierten am 1.9. dem 52 Fuß langen Kutter “Salty Lady” und dessen dreiköpfiger Crew, der vier Meilen westlich von Gasparilla Pass Wassereinbruch erlitten hatte. Die Coast Guard St. Petersburg fing um 18:28 Uhr einen Notruf auf und schickte ein 29-Fuß-Boot der Station Cortez sowie das 87 Fuß lange Patroullienboot “Seahawk aus St. Petersburg zu Hilfe. Ein Boot des Charlotte County Sheriff’s Office erreichte den Havaristen um 19:38 Uhr und half beim Versuch, das Wasser zu lenzen.
Die „Seahawk” folgte um 20:22 Uhr, und das Rettungsboot um 22:12 Uhr. Am 2.9. um 1:19 Uhr wurde die Crew der “Salty Lady” von diesem abgeborgen, da die Lenzversuche gescheitert waren. Sie wurden um 1:52 Uhr im Venice Inlet an Land gebracht. Der Eigner der „Salty Lady”, die mit Schlagseite in der See trieb, beauftragte einen Schlepper damit, den Kutter nach Boca Grande zu ziehen.
Quelle:Tim Schwabedissen




(Bild: USCG)   Großbild klick!

Schwimmpier trieb im Golf von Mexiko
(03.08.17) Die US Coast Guard suchte am 2.8. Informationen über eine im Golf von Mexiko treibende Schwimmbrücke. Der Station in New Orleans war das treibende Objekt mit einem Häuschen auf Deck gegen 13 Uhr gemeldet worden, das sich 180 Meilen südlich von Grand Isle, Louisiana, befand. Eine HC-144 Ocean Sentry stieg vom Coast Guard Aviation Training Center Mobile, Alabama, auf, um das Treibgut zu untersuchen. Die Schifffahrt in der Umgebung wurde vor dem floßartigen Brückenteil gewarnt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Arbeitsschiff sank auf der Eem
(03.08.17) Das holländische Arbeitsschiff "Liesveld", 120 ts (MMSI-Nr.: 244780756), des Buijs Overslagbedrijf BV in Groot-Ammers sank in der Nacht zum 2.8. auf der Eem zwischen Hoogland und Soest am Kai nahe des Melmplatzes. Anwohner wurden durch lautes Krachen aufmerksam, als sich das 38 Meter lange Schiff, das wohl durch ein kleines Leck vollgelaufen war, auf die Seite legte und ein an Deck stehender 33-Tonnen-Kran im Wasser landete.
Die “Liesveld” war zu Deicherhöhungsarbeiten eingesetzt. Als sie unterging, befand sich niemand an Bord. Die Schifffahrt wurde nicht wesentlich beeinträchtigt. Sie durfte die Unfallstelle mit reduzierter Fahrt passieren. Dennoch wurden Warntonnen ausgelegt. Um eine Ölverschmutzung zu verhindern, legten Vertretrer der Provinz Utrecht und Waterschap eine Ölsperre um das halb unter Wasser liegende Wrack aus. Eine geringe Menge Öl war ins Wasser ausgelaufen.
Die Bergung sollte in der kommenden Woche angegangen werden. Dazu sollte zunächst der Kran gehoben und dann das Wasser abgepumpt und das Leck abgedichtet werde. Die Ursache des Untergangs war noch unklar.
Quelle:Tim Schwabedissen



Öl aus gestrandetem Kutter entsorgt
(03.08.17) Die US Coast Guard hat am 1.8. um 12.30 Uhr die Entsorgung von umweltgefährdenden Stoffen von dem Kutter „Point Estero“, der an der Küste von Cayucos nahe Estero Bluffs State Park gestrandet war, abgeschlossen. 91 Gallonen Öl und rund zwei Kubikmeter anderer Gefahrstoffe wurden von Bord geholt. Die Coast Guard Los Angeles-Long Beach war am 28.7. gegen sechs Uhr alarmiert worden, nachdem die “Point Estero“ 10 Meilen nördlich von Morro Bay gestrandet war. Am selben Tag untersuchte Personal des Coast Guard Marine Safety Detachment Santa Barbara den Havaristen, der auf Felsen lag, und fand keine Ölverschmutzung.
Ein Krisenstab aus Coast Guard, dem California Department of Fish and Wildlife’s Office of Spill Prevention and Response und California State Parks wurde nach der Havarie gebildet. Eine Firma wurde mit der Entsorgung des Treibstoffs beauftragt. Ob und wann das inzwischen auf der Steuerbordseite liegende Schiff geborgen wird, war noch unklar.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ladung der Kea Trader muss geleichtert werden
(03.08.17) Von dem auf dem Durand-Riff bei Maré gestrandeten Frachter „Kea Trader“ der Lomar Shipping muss ein Teil der Container geleichtert werden, um ihn wieder flottmachen zu können. Das zum Zeitpunkt der Havarie in Charter der weltgrößten Reefer-Reederei Seatrade fahrende Schiff hatte 756 Container an Bord, von denen rund 200 beladen und der Rest leer waren. Der Frachter wurde im Verkehr zwischen Europa, Nordamerika und Neuseeland eingesetzt und befand sich auf der Reise von Papeete (Französisch-Polynesien) nach Noumea (Neukaledonien), als er am 12.7. auf Grund lief.
Noch war aber nicht klar, wie viele Container von Bord geholt werden müssten, um das Schiff wieder aufschwimmen zu können. Das Abpumpen des Treibstoffs und Schmieröls des nagelneuen Containerschiffs kam unterdessen trotz widriger Bedingungen gut voran. Da Wind und Wellengang den direkten Transfer auf eine Barge unmöglich machten, wurde das Öl an Bord des Frachters in Tankbehälter gepumpt und dann per Helikopter zu einer in der Nähe ankernden Barge geflogen.
Vor Ort waren der französische Schlepper „Emile Viratelle“ (IMO-Nr.: 9309760) und das neuseeländische Forschungsschiff „Sea Surveyor“ (IMO-Nr.: 8824543). Die Leichterarbeiten begannen vor knapp einer Woche an und könnten nächste Woche abgeschlossen werden, wenn alles nach Plan läuft. Wegen des hohen Material- und Personalaufwands dürfte sich die Bergung und anschließende Reparatur oder Verwertung der „Kea Trader“ zu einem Großschaden für die Seekasko-Branche entwickeln.
Die Bergungsfirma Ardent hat einen Lloyd’s Open Form-Kontrakt angenommen und die sogenannte Scopic-Klausel erklärt, nach der die Berger nach einem festgelegten Tarif vergütet werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motorboot bei Rüdesheim aufgelaufen und leckgeschlagen
(03.08.17) Am 2.8. gegen Mittag lief sich ein mit zwei Personen besetztes Motorboot im Rhein auf Höhe von Rüdesheim auf Grund. Vermutlich aus Unachtsamkeit und Ortsunkenntnis beachtete der 79-jährige Skipper die roten Begrenzungstonnen an der sogenannten Krausaue nicht. Er durchfuhr das rote Tonnenpaar und kam auf einer Steinaufschüttung in Ufernähe fest.
Durch die Kollision mit der unter Wasser liegenden Aufschüttung riss der Rumpf des Bootes im Heckbereich großflächig auf, sodass es zu einem Wassereinbruch kam. Die Feuerwehr Rüdesheim und Feuerwehr Bingen brachte die unverletzte Bootsbesatzung an Land. Durch ein Bergungsunternehmen musste das Motorboot mit Hilfe eines Bergekrans aus dem Wasser gehoben und abtransportiert werden.
Hierfür musste die B 42 für rund drei Stunden für den Fahrzeugverkehr gesperrt werden. Die Höhe des Sachschadens durch die nicht unerhebliche Leckage am Rumpf würde erst nach der Begutachtung durch einen Sachverständigen beziffert werden können.
Quelle:Tim Schwabedissen



THW-Helfer und ihr Boot nach Kollision auf Mittellandkanal als mängelfrei befunden
(03.08.17) Nach dem Zusammenstoß des deutschen Binnenschiffes "Opal" 1369 ts (EU-Nr.: 04005710) mit einem THW-Boot am Nachmittag des 30.6. trafen sich am 2.8. die THW- Helfer in Harpenfeld, wo die Schäden am Bootsrumpf gezeigt wurden. Beim Zusammenstoß war kein Leck entstanden und die Kollisionsstelle würde mit eigenen Mitteln repariert werden können. Den Bootsmotor musste erst noch genau untersucht werden.
Die Gemeinde Bad Essen sagte bereits ihre Unterstützung bei der Schadensregulierung zu. Das THW-Boot hatte am Unglückstag acht Fahrgäste in Bad Essen aufgenommen und war nach einer Tour Richtung Wehrendorf auf dem Rückweg gewesen. Es lief vorschriftsgemäß entlang der Südseite des Mittelland-Kanals. Als der erste Tank leer gefahren war, war der Motor ausgefallen.
Daraufhin sollte der zweite Tank durch Umstecken der Kraftstoffleitung angeschlossen werden, was normalerweise nur wenige Augenblicke dauert. Genau zu diesem Zeitpunkt war die „Opal“ von Bremen kommend und in Richtung Leckermühle laufend, in einem Linksbogen des Kanals vor dem Hafen Wehrendorf in Richtung des Südufers gesteuert und direkt auf das THW-Boot zugelaufen. Unter den Fahrgästen brach Unruhe aus, weil ein Zusammenstoß befürchtet wurde.
Der Bootsführer des THW-Bootes konnte die Fahrgäste beruhigen. Zum Ausweichen aber blieb keine Zeit mehr. Deshalb gab er die Anweisung, dass alle zehn Insassen, darunter auch drei Minderjährige, rechtzeitig in Wasser springen sollten, um sich ans Ufer zu retten. Wenige Augenblicke später rammte das Gütermotorschiff das THW-Boot, das daraufhin kenterte.
Die „Opal“ stoppte nach dem Zusammenstoß, die Crew warf Rettungsleinen und Decken ab und drückte das kieloben treibende THW-Boot dichter ans Ufer drückte. Danach setzte sie die Reise in Richtung Fallersleben fort, wo sie am 2.8. festmachte.
Die Wasserschutzpolizei leitete unmittelbar nach dem Unfall Ermittlungen ein und befand das verunglückte Boot, die Ausrüstung und die Fahrerlaubnisse der zwei THW-Helfer für mängelfrei befunden. Nach bisherigem Kenntnisstand hatte sich der Schiffsführer der „Opal“ in der Linksbiegung des Kanals zwischen Harpenfeld und Wehrendorf nicht an das Rechtsfahrgebot gehalten und war ins falsche Fahrwasser geraten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter vor Marseille gesunken
(03.08.17) In der Nacht zum 3.8. sank der Kutter “Saint Anny” vor Marseille, der Skiper wurde von dem SNSM-Boot aus Marseille, der „La Bonne Mère“, assistiert von einem Fahrzeug des Marinebrigadebattalions Marseille (BMPM), der „Elis“, sowie einem weiteren Kutter, der “L’Argonaute”, gerettet. Um 4.40 Uhr wurde die SNSM vom CROSS Med alarmiert, nachdem die „Saint Anny“ vor der Insel Planier, rund 4,5 Meilen vor der Küste mit einer Tonne kollidiert war. Beim Eintreffen der Retter trieben nur noch das Dach des Ruderhauses und einige Trümmer im Wasser.
Der Kutter war auf 70 Metern Wassertiefe bereits gesunken. Der Skipper konnte rasch gefunden werden, er hielt sich im 22,8 Grad warmen Wasser an der Tonne fest. Er war geschockt, aber unverletzt. Bei einem Untersuchungstauchgang wurde im Laufe des Tages sichergestellt, dass sein Kutter keine Gefährdung der Schifffahrt darstellte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Neun Tote nach Kollision der Mercosul Santos auf Amazonas befürchtet – ein Verletzter bei Unglück auf Schwesterschiff
(03.08.17) Der brasilianische Containerfrachter "Mercosul Santos", 25888 BRZ (IMO-Nr.: 9356153), kollidierte am 2.8. auf dem Amazonas unweit von Óbidos westlich von Pará mit einem Schubverband. Der Unfall ereignete sich um 4.30 Uhr zwischen den Häfen von Juruti und Obidios. An Bord des Schubschleppers, der dem Frachter mit mehreren Bargen entgegen kam, befanden sich 11 Personen, darunter neun Crewmitglieder.
Der Schubverband geriet unter den entgegenkommenden Frachter und sank. Nur Teile von zwei Leichtern ragten danach unter dem Backbordbug der „Mercosul Santos“ verkeilt noch aus dem Wasser. Nur zwei Mann konnten von dem Schlepper gerettet werden, neun weitere wurden vermisst.
Eine SAR-Operation durch die brasilianische Marine, die Feuerwehr von Santarém und ein Taucherteam lief an. Der Containerfrachter warf an der Unfallstelle Anker. Er war flussaufwärts von Pecem zum Hafen von Manaus unterwegs gewesen.
Noch auf einem anderen Schiff der Reederei kam es am 1.8. zu einem Unglück: Auf der „Mercosul Manaus“ (IMO-Nr. 9356165), einem Schwesterschiff der „Mercosul Santos“, brach eine Dampfleitung während der Wartungsarbeiten, die von einem Mann der Besatzung in der Nacht durchgeführt wurden. Das Schiff wartete zu der Zeit auf die Einlaufgenehmigung nach Santos. Der 64-jährige Mann erlitt an 70% des Körpers Verbrennungen.
Er wurde ins Krankenhaus gebracht und dort auf der Intensivstation behandelt. Nachdem das Schiff am 2.8. in Santos am BTP-Containerterminal festmachte, wurde eine Untersuchung eingeleitet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Segler im Atlantik vermisst
(03.08.17) Die US Coast Guard startete am 2.8. eine Suchaktion nach dem 73-jährigen französischen Skipper Joseph Calland und seiner 39 Fuß langen Segelyacht “Nennette” zwischen North Carolina und New York City. Die Küstenwache in Portsmouth war gegen sieben Uhr informiert worden, dass er überfällig sei. Der letzte Anlaufhafen war Beaufort gewesen, das Ziel New York City.
Crews der Coast Guard suchten seither 2,063 Quadratmeilen ab. Am 30.7. um 23.20 Uhr war ein Notruf von Calland aufgefangen worden. Am Nachmittag des 31.7.. hatten Marine und Küstenwache versucht, die Herkunft des Notrufs herauszubekommen, aber keine Zeichen einer Notlage gefunden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter trieb manövrierunfähig vor Stonehaven
(03.08.17) Das RNLI-Boot aus Aberdeen wurde am 2.8. um 8.45 Uhr zur Assistenz des britischen Muschelkutters "Q-Varl" (MMSI-Nr.: 232004906) gerufen, der sieben Meilen östlich von Stonehaven in der See trieb. Der Propeller des 18 Meter langen Schiffes war blockiert und hatte es manövrierunfähig gemacht. Das Rettungsboot lief um 8.55 Uhr aus und erreichte den Havaristen um 9.30 Uhr.
Die Seenotretter nahmen ihn in Schlepp zurück nach Aberdeen. Mit Hilfe des Lotsenbootes “Sea Shepherd” aus Aberdeen wurde die "Q-Varl" um 13.30 Uhr an den Fischereikai des Hafens gelegt. Das Rettungsboot war um 14 Uhr wieder klar zum Einsatz.
Quelle:Tim Schwabedissen



Leichter vor Chittagong kollidiert
(03.08.17) 13 Seeleute wurden von der Bangladesh Coast Guard am Abend des 2.8. gerettet, nachdem zwei Leichter frontal in der Enge des Karnaphuli Channel unweit der Außenreede von Chittagong zusammengestoßen waren. Um 20.30 Uhr kollidierten die „Nayeb 1” und “Shantatul Haque 2” unweit von Tonne 2.
Dabei wurde der Rumpf der “Nayeb 1” aufgerissen. Sie konnte an der Küste von Patenga auf Grund gesetzt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Acht Vermisste nach Schiffbruch bei Taicang
(03.08.17) Der chinesische Frachter "Xenhui 08", 499 BRZ (MMSI-Nr.: 413360280), kenterte und sank am 1.8. bei Taicang in Shanghai in demselben Gebiet, wo tags zuvor die "Chonglunj 3010" nach der Kollision mit dem Frachter "New Sailing 2“ untergegangen war. Die "Xinenhui 008" war auf der Fahrt von Jiangyin nach Xiamen und war u.a. mit Stahl beladen. Acht Seeleute wurden vermisst, und eine SAR-Operation lief an.
Quelle:Tim Schwabedissen



„La Carlotta“ im Hafen von Hörnum
(Bild: DGzRS)   Großbild klick!

Sylt: Motoryacht von DGzRS vor Untergang bewahrt
(02.08.17) Die Seenotretter der Stationen List und Hörnum auf Sylt sowie Amrum der DGzRS waren in der Nacht zum 1.8. gemeinsam für die norwegische Motoryacht „La Carlotta“ im Einsatz, die mit drei Personen an Bord zu sinken drohte. Gegen 18.20 Uhr hatte der Skipper der 14 Meter langen Yacht das MRCC alarmiert. Sie befand sich auf Überführungsfahrt von Amsterdam nach Molde, als mach einem Maschinenalarm die Crew feststellte, dass der Maschinenraum verqualmt und zu diesem Zeitpunkt bereits über 70 Zentimeter hoch voll Wasser gelaufen war.
Der Wassereinbruch war so stark, dass die Crew befürchtete, ihr Boot würde sinken. Sicherheitshalber alarmierte das MRCC die Seenotrettungskreuzer "Ernst Meier-Hedde" der Station Amrum, "Pidder Lüng" der Station List auf Sylt, das Freiwilligen-Seenotrettungsboot "Horst Heiner Kneten" der Station Hörnum auf Sylt sowie den SAR-Hubschrauber der Deutschen Marine. Das Tochterboot der "Ernst Meier-Hedde" stellte jedoch schnell fest, dass die angegebene Position des Havaristen im Watt östlich der Inseln nicht korrekt war.
Stattdessen befand sich die „La Carlotta“ etwa fünf Seemeilen westlich von Sylt. Der Marine-Hubschrauber war gegen 19.15 Uhr vor Ort und blieb bis zum Eintreffen der Rettungseinheiten auf Standby. Die "Pidder Lüng" übergab mobile Lenzpumpen und pumpte zunächst 2.200 Liter Wasser aus dem Havaristen.
In langsamer Schleppfahrt zwischen der "Horst Heiner Kneten" und der "Pidder Lüng" brachten die Seenotretter die Yacht nach Hörnum, wobei alle 20 Minuten erneut mehrere hundert Liter aus der Motoryacht gepumpt wurden. Gegen 23.30 Uhr traf der Schleppzug im Hafen von Hörnum ein. Um den Havaristen über Nacht flott zu halten, brachten die Seenotretter ein Lecksegel an. Die "Pidder Lüng" konnte sich um 3.20 Uhr wieder einsatzbereit auf Station aus List melden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Beschädigte Segelyacht trieb verlassen vor Limassol
(02.08.17) Eine verlassene Segelyacht, die erstmals vor zwei Wochen 90 Meilen südlich von Limassol gesichtet, dann aber von einem Schlepper nicht mehr wiedergefunden worden war, konnte am 31.7. doch geborgen werden. Das zyprische JRCC war am 16.7. erstmals von dem Boot durch ein amerikanisches Flugzeug informiert worden. Daraufhin stieg ein Helikopter des Militärs auf, der bestätigte, dass das Boot verlassen in der See trieb und auch niemand in der Umgebung zu entdecken war.
Dann wurde die Firma EDT aus Limassol vom JRCC beauftragt, einen Schlepper zu schicken, um das Schiff abzuschleppen, doch bis zum 31.7. fand sich keine Spur von ihm. Erst als es erneut gesichtet wurde, lief wieder ein Schlepper aus und fand die Yacht mit gebrochenem Mast und anderen Schäden, die von einem Sturm herrühren könnten, auf.
Sie wurde nach Limassol abgeschleppt, und die Polizei versuchte nun herauszufinden, was es mit dem Boot auf sich hat. Es gab bisher keine Hinweise auf Verbrechen. Das Merchant Shipping Department und die Cyprus Ports Authority waren an der Untersuchung beteiligt, außerdem wurde Interpol eingeschaltet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Taucherboot "Wandrin Star" wird gelenzt
(Bild: RNLI)   Großbild klick!

Taucherschiff musste vorm Untertauchen bewahrt werden
(02.08.17) Am 1.8. um 13.40 Uhr wurde das RNLI-Boot aus St. Davids alarmiert, nachdem das Taucherboot "Wandrin Star" aus Fishguard einen Pan Pan-Ruf gefunkt hatte. Es hatte zwischen Abereiddy und Porthgain Wassereinbruch erlitten. Das Rettungsboot war rasch vor Ort und setzte zwei Crewmitglieder sowie eine Lenzpumpe auf dem Havaristen ab.
Mit deren Hilfe gelang es, den Wasserpegel im Innern abzusenken und die Leckage zu finden und abzudichten. Auch der Helikopter der Coastguard in Caernarfon war aufgestiegen. Das Rettungsboot eskortierte die “Wandrin’ Star” dann gegen 14 Uhr in den Hafen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Temporäre Straße zum Wrack wird gebaut
(Bild: Melissa Tobin)   Großbild klick!

Wrack der Straits Foam wird trotz Protesten an Land gezogen
(02.087.17) Trotz der Bedenken von Anwohnern der Notre Dame Bay waren der Bürgermeister und das MHA überzeugt, dass die Arbeiten zur Bergung des 20 Meter langen Garnelenkutters "Straits Foam" (MMSI-Nr.: 316001848) nur minimale Auswirkungen vor Ort haben würden. Der Kutter war im Winter bei schwerem Eisgang beschädigt und leckgeschlagen worden. Er musste im Zuge der Bergung zum nächstgelegenen Strand geschleppt werden, was Faulke's Dock Beach in Embree war.
Von dort wurde nun begonnen, eine temporäre Straße zum Wrack zu bauen, um es an Land ziehen zu können. Das Aufgrundsetzen an Faulke's Dock Beach war so allerdings auch nicht geplant gewesen, eigentlich hatte es zur Comfort Cove für Bergungsarbeiten gehen sollen. Auf dem Weg dorthin wurde aber am 23.7. einer der Hebesäcke, der das Schiff schwimmfähig hielt, beschädigt, und es musste sinkend rund 300 Meter vor dem Strand auf Grund gesetzt werden.
Die Versicherung bekam die Genehmigung von Coastguard und Transport Canada, es dort nach dem Entfernen von Öl und Schmierstoffen an Land zu ziehen. Umweltexperten werden den Strand regelmäßig kontrollieren und sicherstellen, dass die Arbeiten so umweltfreundlich und schnell wie möglich durchgeführt werden. Gleichzeitig soll optimal kommuniziert werden, was dort geschieht.
Derzeit baute eine Firma eine Straße hinaus zum auf der Seite liegenden Schiff, über die es auf den Strand gebracht und dort abgewrackt und abtransportiert werden soll. Am Morgen des 31.7. versammelte sich eine kleine Gruppe von Demonstranten, die wegen Blockadeaktionen gegen die Arbeiter sicherheitshalber von Offizieren der RCMP überwacht wurden. Tatsächlich hofften die Behörden, dass der Strandbereich nach Abschluss der Arbeiten schöner als zuvor wieder hergerichtet würde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter erlitt Maschinenausfall im Roten Meer
(02.08.17) Der ägyptische Frachter "Alminufiyah", 10022 BRZ (IMO-Nr.: 8803757) erlitt 190 Meilen südlich von Jeddah im Roten Meer Maschinenschaden, als er unbeladen von Dammam nach Suez unterwegs war. Die letzten AIS-Daten stammten vom 6.7., als das Schiff mit sechs Knoten Fahrt unterwegs war. Ein Bergungsschlepper einer ägyptischen Reederei wurde geheuert, den Havaristen nach Suez (Tawfiq) zu schleppen, wohin er aktuell noch unterwegs war.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter trieb vor Tokio
(02.08.17) Der japanische Frachter "Koryu Maru", 749 BRZ (IMO-Nr.:9608104), erlitt am Abend des 1.8. vor Tokio Maschinenschaden und trieb manövrierunfähig auf Position 34 59N 140 18 O, rund 10 Meilen vor der Küste der Chiba Präfektur im Pazifik. Der Frachter war auf der Reise von Sendai nach Yokohama gewesen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kontrollverlust auf brandneuer Fähre führte zu zweifacher Grundberührung
(02.08.17) Die brandneue estnische Fähre "Tiiu", 4987 BRZ (IMO-Nr.: 9762687), havarierte am Abend des 28.7. gegen 18.30 Uhr auf der Fahrt von Rohuküla nach Heltermaa in der Ostsee, auf halbem Wege zwischen dem estnischen Festland und der Insel Hiumaa. Das Schiff lief auf Autopilot und drehte im Rukkirahu-Kanal auf einmal nach Steuerbord ab. Der Wachoffizier versuchte noch, den Kurs manuell zu korrigieren, doch es erfolgte keine Reaktion.
Auch der Versuch, den Autopiloten abzustellen, scheiterte. Dann aktivierte er mehrfach die Stoppmechanismen, bis die automatische Steuerung sich endlich abschaltete. Doch es war zu spät, die Fähre war aus dem Fahrwasser heraus und lief auf Grund. Sie legte sich heftig auf die Seite und erlitt Schäden am Bug. Danach richtete sie sich wieder auf und lief weiter. Wenig später kam es zu einer zweiten Grundberührung.
Unter den Passagieren entstand kurzzeitig eine kleine Panik. Der Kapitän, der in seiner Kabine gewesen war, eilte auf die Brücke und sah, wie sein Offizier gerate bemüht war, die Kontrolle über das Schiff zurück zu erlangen. Gemeinsam konnten sie die „Tiiu“ dann ins Fahrwasser zurückbugsieren, ohne dass es zu weiteren Bodenkontakten kam. Das Schiff drehte um und machte um 19.30 Uhr wieder in Rohuküla fest. Die Rückfahrt war von der Verkehrszentrale überwacht worden. Am Kai begannen intensive Untersuchungen zu Schadenshöhe und Unfallursache. Es wurde ein technisches Versagen vermutet, wegen dem das Schiffskontrollsystem nicht mehr reagierte.
Die Sommersaison war für die „Tiiu“ allerdings gelaufen. Zur Reparatur muss sie Anfang August in ein Trockendock, wohl entweder in Tallinn oder Ventspils. Die Dauer der Arbeiten wurde auf mehrere Wochen veranschlagt, sodass das Schiff erst in eineinhalb Monaten wieder zurück erwartet wird.
Zunächst wurde die Fähre “Hiiumaa” (IMO-Nr.: 9481805) vom Betreiber TS Laevad als Ersatz auf die Rohuküla-Heltermaa-Route verlegt, die dort gemeinsam mit der“Leiger” (IMO-Nr.: 9762675) verkehren wird. Die erste Abfahrt von Rohukülla sollte am 2.8. um 13 Uhr stattfinden.
Die “Tiiu” wurde 2016 bbei der Denizcilik Tersanecilik Turizm San. ve Tic. A.S. in Sefine auf Kiel gelegt. Im Januar 2017 begann die Seeerprobung, und im April traf das Schiff erstmals in Tallinn ein. Es ist 114 Meter lang, 20 Meter breit, hat vier Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 635 Tonnen sowie eine Passagierkapazität von 700 Personen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Tanker im Odense-Fjord
(02.08.17) Am 31.7. erlitt der schwedische Chemikalientanker "Baltico", 15980 BRZ (IMO-Nr.: 9255268), um 13.25 Uhr Maschinenprobleme. Es kam auch zu einem Feuer an Bord des Schiffes, das von Danzig gekommen war und sich zu der Zeit im Odense-Fjord befand. Ein Crewmitglied erlitt Verletzungen und wurde von einem Hubschrauber der dänischen Marine abgeborgen und ins Odense Universitätskrankenhaus geflogen. Der Tanker machte am 1.8. gegen sieben Uhr in Fredericia fest.
Quelle:Tim Schwabedissen



Doppelter Rekord beim Tag der Seenotretter
(02.08.17) Zwei Rekorde brachte die DGzRS-Aktion "Tag der Seenotretter" am 31.7. – nicht weniger als 30.000 Besucher besuchten die Seenotretter in den verschiedenen Häfen an Nord- und Ostsee, in denen sie sich präsentierten, und 40 echte Notfälle riefen am selben Tag zum Einsatz. Gewitter über dem Wasser wirbelten den Ablauf heftig durcheinander, da die Seenotretter mehr als drei Dutzend Mal ausrücken mussten, um Wassersportlern, die in Bedrängnis geraten waren, zu helfen. So unterbrachen die eingehenden Alarmierungen vielerorts die geplanten Aktionen wie Schiffsbesichtigungen, Seenotübungen oder Rettungsdemonstrationen.
Der Schwerpunkt lag wegen eines durchziehenden Gewitters mit Starkregen, Hagel und schweren Sturmböen bis 10 Beaufort am Nachmittag in Mecklenburg-Vorpommern zwischen dem Fischland und Rügen mit mehr als 30 Einsätzen innerhalb von 3,5 Stunden. Bereits zum 19. Mal gab die DGzRS im Rahmen dieses Tages der Öffentlichkeit einen Einblick in ihre Arbeit – doch so einsatzreich wie am Wochenende war er aber noch keinmal seit der ersten Veranstaltung im Jahr 1999.
Beteiligt am Tag der Seenotretter waren Besatzungen von rund 60 Seenotrettungskreuzern und –booten, die einen Einblick in ihre Arbeit gaben. Die meisten Besucher zählten in diesem Jahr die Stationen Fedderwardersiel, Maasholm, Laboe und Neustadt, Timmendorf und Zingst – allein dorthin kamen jeweils 2.000 bis 3.000 Menschen.
Mancherorts erstreckte sich die Veranstaltung über zwei Tage. Einen noch intensiveren Einblick in die Arbeit der Seenotretter kann man im Rahmen der Initiative "Werde Seenotretter für einen Tag" bekommen – noch bis zum 8.8. können sich Interessierte bei der DGzRS bewerben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Flusskreuzfahrer verursachte zum zweiten Mal Ölverschmutzung in Waren
(02.08.17) Am 1.8. um 12:30 Uhr ereignete sich an der Steinmole in Waren Müritz eine Gewässerverunreinigung. Während eines Tankvorgangs traten auf dem 36 Meter langen, holländischen Flussfahrgastschiff „Gretha van Holland“ (MMSI-Nr.: 244056066), rund 150 Liter Dieselkraftstoff in das umliegende Gewässer aus. Günstige Witterungs- und Windbedingungen führten dazu, dass sich die umweltgefährdende Flüssigkeit vorerst nicht weiter ausbreitete.
Im Einsatz waren u.a. die örtliche Freiwillige Feuerwehr Waren und Alt Schwerin sowie Polizeikräfte der Wasserschutzpolizeiinspektion Waren. Durch die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr wurde sehr schnell eine Ölsperre ausgebracht, um eine weitere Ausbreitung des Dieselkraftstoffs zu verhindern. Ferner wurden weiterführende gefahrenabwehrende Maßnahmen eingeleitet, um den Dieselkraftstoff abpumpen zu können.
Bereits am 11.6. sorgte die „Gretha van Holland” für einen Einsatz der Warener Feuerwehr, die einen Dieselfilm an der Steinmole beseitigen musste. Eine Treibstoffleitung unter Deck war gebrochen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker auf dem Rhein aufgelaufen und leckgeschlagen
(02.08.17) Am 2.8. gegen 04:45 Uhr lief der mit 1.710 Tonnen Natronlauge beladene, holländische Binnentanker "Galileo", 1100 BRZ (IMO-Nr.: 8643559), auf dem Rhein beim Geisenrücken zwischen Oberwesel und St. Goar auf Grund. Er befand sich auf der Fahrt von Antwerpen nach Ludwigshafen, als es auf den felsigen Mittelgrund festkam. Im Bereich des Vorschiffes sowohl in der Vorpiek als auch im Maschinenraum kam es zu einem leichten Wassereinbruch.
Ein weiteres Eindringen von Wasser konnte von der Crew jedoch mit bordeigenen Mitteln verhindert werden. Da es sich bei dem Tanker um ein Doppelhüllenschiff handelte, war der Ladungsbereich nicht betroffen. Die Schifffahrt an der Unfallstelle blieb in eingeschränktem Umfang möglich.
Um die Havariestelle wurde ein Begegnungsverbot ausgesprochen. Das linksrheinische Fahrwasser am Geisenrücken wurde für den Verkehr gesperrt. Neben der Wasserschutzpolizei St. Goar war auch der Strommeister des Wasser- und Schifffahrtsamtes vor Ort. Sachverständige machten sich auf dem Weg, um das 110 Meter lange und 11 Meter breite Schiff zu untersuchen.
Es war beabsichtigt, den Tanker mit einem Leichterschiff soweit zu entladen, dass er in den Loreleyhafen geschleppt werden kann, wo er anschließend komplett gelöscht werden sollte.
Noch war allerdings nicht abzusehen, wann er wieder freikommt. Die Ermittlungen zur Unfallursache dauerten ebenfalls noch an.
Quelle:Tim Schwabedissen



Luxusyacht verursachte Ölverschmutzung in Chester
(02.08.17) Durch eine schadhafte Kraftstoffleitung verursachte die amerikanische Luxusyacht "Victory" (MMSI-Nr.:367385380) am 27.7. im Hafen von Chester im Bereich des Chester Yacht Club eine Ölkverschmutzung. Die Race Week vom 16.-19.8. sollte aber nicht beeinträchtigt sein. Die Yacht, die in Key Largo beheimatet ist, meldete den Unfall um 12.36 Uhr der kanadischen Coastguard.
Die Crew zeigte sich gut vorbereitet und brachte ölabsorbierende Pads aus, um so viel Kraftstoff wie möglich aufzunehmen. Das meiste Öl konnte so an der weiteren Ausbreitung gehindert werden. Der Rest sollte binnen kurzer Zeit verdunsten.
Weitere Maßnahmen wurden durch die Coastguard nicht mehr als sinnvoll erachtet. Das Schiff verließ den Hafen wieder am 28.7. und hinterließ an diesem Tag noch wahrnehmbare Ölfilme und Dieselgeruch. Die Coastguard meldete den Vorfall an Transport Canada, Environment Canada und das Nova Scotia Environment. Das Department of Environment hatte noch nicht über eine Strafe gegen den Eigner entschieden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Mehrere Motorboote ignorierten sinkende Motoryacht
(02.08.17) Skipper Tom Inge Haugelien, 43, aus Østfold erlebte mit seinem 21 Fuß langen Motorboot am 31.7. bei Skjebergkilen in Sarpsborg eine böse Überraschung. Als sein Boot auf Grund aufsetzte, stellte er beim Hochklappen der Sitze im Heck fest, dass das Achterschiff voll Wasser stand. Er begann sofort zu lenzen und wies seine fünf Mitfahrer an, das Bootshorn zu betätigen und durch Winken und Rufen auf die Notlage aufmerksam zu machen.
Doch alle Bemühungen, das Wasser auszupumpen, scheiterten. Das Boot sank immer weiter ab und begann zu sinken. Nach einiger Zeit kamen zwei andere Boote herbei und bargen die sechs Personen ab. Mehrere andere Bootsfahrer hatten hingegen nicht reagiert oder waren sogar um die Unfallstelle herumgefahren.
Als das NSSR-Rettungsboot "Horn Rescue" eintraf, war die Motoryacht bereits bis zum Deck weggesackt. Es schleppte sie zum Ufer in Skjebergkilen, wobei inzwischen nur noch der Bug aus dem Wasser ragte. Vom Feststellen des Wassereinbruchs bis zum Untergang waren nur 20 Minuten vergangen.
Eigner Haugelien hatte es erst vor dem Sommerurlaub gekauft und überholen lassen. Ob es noch reparabel war, musste sich erst noch herausstellen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Boot trieb nach Motorverlust vor Fort-de-France
(02.08.17) Am 30.7. um 20:10 Uhr meldete ein Mann aus Santa Lucia das CROSS Antilles-Guyana über einen Notruf des vincentianischen Kutters "Malere Pa Defo". Das mit drei Personen besetzte Boot hatte seinen Motor vier Meilen westlich von Fort-de-France verloren. Das CROSS AG schickte einen Dragon 972-Helikopter des Zivilschutzes, der das Boot um 22.06 Uhr lokalisierte.
Es war bereits weit abgetrieben. Die „SNS 146” der SNSM-Station in Fort-de-France wurde herangeführt und erreichte die "Malere Pa Defo" am 31.7. um 00:50 Uhr. Er schleppte sie nach Fort-de-France ab.
Quelle:Tim Schwabedissen



Marmaris: Ein Toter und zwei Vermisste bei Bootunglück
(02.08.17) Drei Menschen wurden zunächst vermisst, nachdem das Tourboot “Anemone” mit 11 Menschen an Bord vor der türkischen Provinz Mugla, rund 30 Kilometer südwestlich von Marmaris, am 2.8. sank. Acht Insassen konnten gerettet werden, nachdem die 20 Meter lange Motoryacht aus unbekannter Ursache 500 Meter vom Marmaris-Bozburun-Golf entfernt unterging.
Einige kamen ins Ismail Turgut Donka Hospital, es bestand aber bei niemandem Lebensgefahr. Bei der Suche nach den drei Vermissten wurde der Skipper Ali Dogan Cayirlioglu tot gefunden. Ein 15-jähriger Junge und eine Frau konnten noch nicht gefunden werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Burgerboot wieder freigeschleppt
(02.08.17) Das Schwimmrestaurant „Mimi's Burger Boat“, das auf einem Damm im Mississippi aufgelaufen war, konnte am 1.8. von Living Lands and Water und der Big River Rescue in eine Marina in Fulton abgeschleppt werden, wo es rund 30 Stunden nach der Havarie eintraf. Nachdem das Boot aufgelaufen war, sahen sich die Retter mit starker Strömung und geringer Wassertiefe konfrontiert.
Ein Boot der Feuerwehr kam nicht dicht genug heran, und so wurde die Rettung der Bootsfahrer mit einem 18 Fuß langen Flachbodenboot der Polizei, das erst vor sechs Monaten angeschafft worden war, durchgeführt. Es war dessen erste Rettungsaktion.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gestrandete Yacht vor Wexford geborgen
(02.08.17) Das RNLI-Boot aus Fethard RNLI kam am Abend des 31.7. einer 27 Fuß langen Yacht zu Hilfe, die vor der Küste von Wexford aufgelaufen war. Gegen 17 Uhr fing die irische Coast Guard einen Notruf der Crew des Bootes, das auf einer Schlammbank in Duncannon Harbour festsaß, auf. Um 17.27 Uhr liefen die Seenotretter aus und waren drei Minuten später vor Ort.
Auch das Rettungsboot aus Dunmore East kam zu Hilfe. Vor Ort waren fünf Beaufort Wind und moderater Seegang. Nachdem sichergestellt war, dass die zweiköpfige Crew wohlauf war, wurde eine Schleppverbindung hergestellt. Allerdings funktionierte das Abschleppen übers Heck nicht wie erhofft, deshalb wurde die Leine zum Bug umgelegt.
Dem Boot aus Fethard gelang es dann, die Yacht wieder flottzumachen, während das Boot auss Dunmore East auf Standby blieb. Die Yacht konnte dann ihre Fahrt nach Dunmore East ohne weitere Hilfe fortsetzen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Mississippi nach Kollision 14 Stunden lang gesperrt
(02.08.17) Der Mississippi wurde am 1.8. um 14.30 Uhr wieder für den Schiffsverkehr geöffnet, nachdem eine Bargenkollision am Vortag nördlich von St. Louis für eine14-stündige Sperrung durch die U.S. Coast Guard geführt hatte. Der Verkehr wurde gegen Mitternacht beim Melvin Price Lock and Dam aufgehalten, nachdem ein Schlepper mit 15 mit Getreide beladenen Bargen die Schleuse gerammt hatte. Die Reparatur des Bauwerks gelang dann aber schneller als zunächst erwartet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motoryacht “Eager Miss”
(Bild: USCG)   Großbild klick!

Yacht mit 7 Personen bei Elizabeth City leck
(01.08.17) Die US Coast Guard kam am 30.7. der 43 Fuß langen Motoryacht “Eager Miss” zu Hilfe, die gegen 16 Uhr auf dem Pasquotank River nahe Elizabeth City auf Grund gelaufen und leckgeschlagen war. An Bord waren sechs Erwachsene und ein Kind. Von der Coast Guard Station Elizabeth City steuerte ein 29-Fuß-Boot die Yacht an. Nachdem es diese erreicht hatte, wurden zwei Mann an Bord der “Eager Miss” mit einer Lenzpumpe abgesetzt. Es gelang, den Wassereinbruch unter Kontrolle zu bekommen. Die Coast Guard-Crew blieb vor Ort, bis ein Schlepper eintraf und den Havaristen zur The Pelican Marina in Elizabeth City bugsierte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Nächtliche Evakuierungsaktion von gestrandetem Chartersegler vor Ameland
(01.08.17) Am 31.7. wurde die KNRM alarmiert, nachdem der 28 Meter lange, holländische Chartersegler "Antonia" (MMSI-Nr.:244650672), mit insgesamt 25 Personen an Bord im Wattemmeer nahe Pinkegat 10 vor Ameland auf Grund gelaufen war. Das Schiff fiel bei ablaufendem Wasser trocken. Da es auf unebenem Grund aufsaß, befürchtete der Skipper, dass der Rumpf aufgerissen worden sein könnte. Nachdem die KNRM um 22.45 Uhr verständigt wurde, schickte sie insgesamt vier Boote, das RIB "Maria Hofker" aus Ameland, die "De Koning Willem 1" und das RIB "Edzard Jacob" aus Schiermonnikoog sowie die "Annie Jacoba Visser" aus Lauwersoog.
Wegen des niedrigen Wasserstandes mussten die beiden Rettungsboote die Untiefe umrunden, um an den Havaristen näher heranzukommen. Die Schlauchboote kamen wegen ihres geringeren Tiefgangs schneller zur „Antonia“, hatten allerdings auch zu wenig Wasser unterm Kiel, um direkt zum Schiff zu gelangen. Nachdem der Wasserstand wieder etwas gestiegen war, gingen die "Maria Hofker" und "Edzard Jacob" um 23.58 Uhr unweit des Zweimasters in Stellung.
Der Skipper wollte die Flut abwarten, um mögliche Wassereinbrüche feststellen zu können, und die Rettungsboote sollten bis dahin auf Standby bleiben. Die Küstenwache gab aber den dringenden Rat, die Fahrgäste in jedem Fall abzubergen. Die Evakuierung begann um 00.30 Uhr.
Die Reisenden mussten durchs Wasser waten, um die Schlauchboote zu erreichen. Sechs von ihnen wurden von der "Edzard Jacob" aufgenommen und zur größeren "Koning Willem 1" gebracht, die in tieferem Wasser vor Ameland lag. Die "Annie Jacoba Visser" nahm 12 Personen und einen Hund an Bord. Ein halbes Dutzend wurde ebenfalls noch auf der "Koning Willem 1" abgesetzt.
Dann brachten die Rettungsboote die 18 Gestrandeten zur KNRM-Station in Lauwersoog, wo sie um 1.45 Uhr eintrafen. Zwei Crewmitglieder waren noch auf der “Antonia”, ebenso wie fünf Fahrgäste, die gegen den Rat der Küstenwache entschieden hatten, an Bord zu bleiben. Die “"Maria Hofker" hielt sich weiter auf Standby in der Nähe, bis der Klipper wieder aufschwamm und um 5.15 Uhr nach Lauwersoog einlief.
Quelle:Tim Schwabedissen



„Pelgrim“ im Seitschlepp
(Bild: KNRM)   Großbild klick!

Segelyacht bei Hoek van Holland in Schwierigkeiten
(01.08.17) Am 30.7. um 17.45 Uhr wurde die KNRM Hoek van Holland von der Küstenwache alarmiert, nachdem die Segelyacht „Pelgrim“ Motorprobleme beim Einlaufen erlitten und um Assistenz gebeten hatte. Die „Pelgrim“ war unterwegs nach England und musste die Maas kreuzen. Dabei sollte der Motor eingesetzt werden.
Als er angelassen wurde, kam es aber zu einer Rauchentwicklung.Die „RPA 15“ eskortierte sie zum Calandkanaal, wo auf Höhe des Erzkais das Rettungsboot „Jeanine Parqui“ zu Hilfe kam. Ein Rettungsmann wurde an Bord übergesetzt und das Boot längsseits genommen. So wurde die „Pelgrim“ zum Berghafen geschleppt und dort festgemacht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter drohte in Rendsburg zu sinken
(01.08.17) Am 27.7. pumpte Hafen- und Takelmeister Jochen Pahl in Rendsburg rund 15 Tonnen Wasser aus dem Kutter „Heimatland – MAA 1“, 52 BRZ, aus Maasholm. Der Fischkutter, der im Sportboothafen des Regatta-Vereins Rendsburg (RVR) an der Obereider festgemacht war drohte zu sinken. Die Polizei suchte nun den Eigner, der sich weder um den Zustand des Schiffs kümmerte noch die Liegegebühren zahlte.
Seit fünf Jahren lag die „Heimatland“ bereits verlassen in Rendsburg. Als es nun voll Wasser lief, meldete die Polizei Gefahr im Verzug und rief die Feuerwehr, die mit zwölf Kameraden anrückte. Wie sich herausstellte, war die Lenzpumpe des Kutters ausgefallen, und der Pegel im Schiffsinnern betrug schon einen Meter.
Da die Feuerwehr über keine geeignete Pumpe verfügte, wurde der Hafen- und Takelmeister Jochen Pahl gerufen. Als neben dem Wasser auch Öl aus dem Schiff in die Obereider zu gelangen drohte, legte die Feuerwehr eine Ölsperre um den Rumpf. Der letzte Eigner hatte den Kutter vor zwei Jahren gekauft und wollte ihn zu einem Taucherschiff umbauen. Dann aber überließ er das Schiff sich selbst.
Die „Heimatland“ wurde 1950 auf der Siegholt-Werft in Eckernförde erbaut als „Heimatland – SB 15“ für H.J. Krüger. 2009 wurde sie als „MAA 1 – Heimatland“ registriert. Sie ist 18,31 Meter lang und 5,80 Meter breit, der Antrieb erfolgt über einen Deutz-Motor von 221 kw.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tag der Seenotretter machte seinem Namen alle Ehre
(01.08.17) Der Tag der Seenotretter am 30.7. wurde für die Besatzungen mehrerer DGzRS-Boote auch ein einsatzreicher Tag auf See. Mehr als 40 Mal waren Seenotrettungskreuzer und -boote auf Nord- und Ostsee im Einsatz. Der Schwerpunkt lag wegen eines durchziehenden Gewitters mit Starkregen, Hagel und schweren Sturmböen bis zehn Beaufort am Nachmittag in Mecklenburg-Vorpommern zwischen dem Fischland und Rügen mit mehr als 30 Einsätzen innerhalb von dreieinhalb Stunden.
Auf dem Saaler Bodden geriet um kurz vor 16 Uhr am Barnstorfer Haken ein Zeesboot mit 14 Menschen an Bord in Seenot, kenterte und sank. Als die Zeese den Wustrower Hafen verließ, war es noch einigermaßen ruhig gewesen, doch dann kam das Unwetter. Da die Segel nicht rechtzeitig gerefft wurden, kenterte das Boot bei einem Wendemanöver und schlug voll.
Es war der Aufmerksamkeit von Peter Dabels, der in Wustrow eine Fischräucherei betreibt, zu verdanken, dass das Unglück glimpflich ausging. Er war zufällig an Land in Boddennähe und hatte das Boot gesehen. Beim Kentern gingen Rucksäcke, Jacken und Handys über Bord. Deshalb konnte auch kein Notruf abgesetzt werden.
Die Sicht war zum Unglückszeitpunkt fast null, und es hatte sehr stark geregnet. Weil das Gewitter so plötzlich durchzog, hatte sich glücklicherweise noch keine allzu starke See aufgebaut. Dabels zögerte keinen Moment, rief seinerseits die Seenotretter sowie die Feuerwehr und machte sich mit seiner Barkasse auf den Weg zum havarierten Boot, das er auch als Erster erreichte.
Glücklicherweise war das Zeesboot nicht komplett gesunken, sondern ragte mit den Masten noch aus dem Wasser, sodass sich die im Wasser schwimmenden Passagiere daran festhalten konnten, um nicht abzutreiben. Wenige hundert Meter weiter wäre das Wasser tiefer gewesen. Zudem hatte niemand bis auf den zehnjährigen eine Rettungsweste angelegt.
Das Seenotrettungsboot „Barsch“ der Station Wustrow rettete drei Menschen, die Freiwillige Feuerwehr Wustrow unterstützte die Seenotretter mit ihrem Schlauchboot und nahm fünf Schiffbrüchige auf. Sechs weitere Menschen wurden von dem Motorboot gerettet, darunter ein zehnjähriges Kind. In Wustrow wurden alle Geretteten in die Obhut des Landrettungsdienstes übergeben.
Wie es zu dem Unglück kommen konnte und warum nicht alle Passagiere eine Rettungsweste trugen, war unklar. Das gesunkene Zeesboot wurde gegen 17 Uhr von der DGzRS in den Wustrower Hafen geschleppt.
Der Seenotrettungskreuzer „Vormann Jantzen“ befand sich gegen 17.45 Uhr auf Überführungsfahrt von Zingst nach Stralsund, als die Besatzung einen gekenterten Jollenkreuzer im Barther Bodden entdeckte. Der Einhandsegler war von seinem sechs Meter langen Boot ins Wasser gestürzt, gelangte aber aus eigener Kraft wieder auf sein Boot. Die Seenotretter richteten das Boot wieder auf.
Die Freiwilligen-Besatzung des Seenotrettungsbootes „Zander“ der Station Zingst nahm den schiffbrüchigen Segler an Bord und versorgte ihn mit trockener Kleidung. Sein Boot nahm die Zander längsseits, lenzte es und schleppte es in den Hafen von Barth.
Nicht weniger als sieben Mal wurde das Seenotrettungsboot „Nausikaa“ der Station Vitte auf Hiddensee alarmiert, davon sechs Mal zwischen 17 und 19 Uhr, als so starke Gewitterböen mit Regen und Hagel über die Insel zogen, dass praktisch keine Sicht herrschte. Unter anderem kam das Fahrgastschiff „Hansestadt Stralsund“ mit 84 Personen an Bord an der schmalsten Stelle des Hiddenseefahrwassers fest. Eine Sturmbö hatte es um etwa 50 Meter aus dem Fahrwasser versetzt. Das Schiff konnte ohne Probleme wieder freigeschleppt werden und machte in Neuendorf zur Untersuchung fest.
Zuvor hatte die Vitter Freiwilligen-Besatzung einen Jollensegler gerettet, der in den Sturmböen gekentert war. Der Mann saß rittlings auf seiner Jolle, die sich nicht mehr aufrichten ließ. Die Seenotretter holten ihn von seinem gekenterten Boot.
Die Jolle blieb zunächst vor Ort liegen, da die Alarmierung für den nächsten Einsatz bereits eingegangen war. Die Seenotretter brachten den Mann sicher an Land. Er holte seine Jolle nach dem Gewitter selbst ab. Ein weiterer Jollensegler, der gekentert war, wurde vor dem Eintreffen der „Nausikaa“ von einem weiteren Segler gerettet.
Westlich der Insel Hiddensee kamen zeitgleich zwei größere Segelyachten durch die Gewitterböen fest. Der Seenotrettungskreuzer „Theo Fischer“ schleppte beide nacheinander frei. Die Besatzungen blieben unverletzt. Im Bereich der Wasserschutzpolizei Sassnitz wurde der Schweizer Flusskreuzfahrer "Katharina von Bora" 965 tdw (EU-Nr.: 05803950), durch eine Sturmbö gegen einen Ponton gedrückt. Es blieb bei dem Zusammenstoß bei Schrammen. Das Schiff setzte die Fahrt von Stralsund nach Wieck fort, wo es am 31.7. festmachte.
Vor dem Sportboothafen Breege wurde ein Segelboot mit Mastbruch in Seenot gemeldet, welches aber auch durch die DGzRS in den Hafen geschleppt werden konnte, als die Beamte der Wasserschutzpolizei Sassnitz mit dem getrailerten Schlauchboot den Einsatzort erreichten. Insgesamt kamen in der Zeit von 16:00 Uhr bis 17:45 Uhr etwa 10 bis 20 gesichtete Boote zw. Hiddensee und Rügen durch die Wetterunbilden fest.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter saß auf der Wolga fest
(01.08.17) Der russische Frachter "Kufma 4", 1839 BRZ (IMO-Nr.: 9100190), lief am Morgen des 29.7. auf der Wolga bei Flusskilometer 202 auf Grund. Er befand sich auf der Reise von St. Petersburg nach Tver. Am 30.7. gegen Mittag konnte der Havarist wieder flottgemacht werden. 39 Menschen und sechs Schiffe waren an der Bergung beteiligt, darunter drei Experten und Ausrüstung des russischen Notfallministeriums. Der Frachter hatte die Havarie unbeschadet überstanden und konnte die Fahrt fortsetzen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Versorger vor Tynemouth
(01.08.17) Auf dem unter Marshall-Islands-Flagge laufenden Offshore-Versorger "Nor da Vinci", 8691 BRZ (IMO-Nr.: 9441233), kam es am 31.7. im Bereich des Maschinenraums zu einem Feuer. Das Schiff befand sich fünf Meilen östlich der Molen von Tyne, nachdem es kurz zuvor aus Blyth ausgelaufen war. Das Coastguard Humber Operations Centre alarmierte um 13.15 Uhr das RNLI-Boot aus Tynemouth. Auch der englische Windoark-Versorger "Iceni Spirit" (MMSI-Nr.:235077743) reagierte auf den Mayday-Ruf und eilte zu der angegebenen Position.
Das Rettungsboot erreichte die "Nor Da Vinci " nur acht Minuten nach dem Auslaufen und nahm Kontakt mit dem Schiff auf. Die Crew befand sich in keiner unmittelbaren Gefahr, und nach einigen Minuten stellte sich heraus, dass das Feuer von selbst erloschen war. Die Verkleidung von Abgasrohren hatte Feuer gefangen.
Die "Iceni Spirit" wurde aus dem Einsatz daraufhin mit Dank entlassen, während das Rettungsboot vorsorglich auf Standby blieb. Nach einer Stunde war sicher, dass es keine verbliebenen Brandreste gab, und um 16.10 Uhr meldete die Versorger-Crew, das Problem lokalisiert zu haben. Zwei der sieben Maschinen waren isoliert worden, und der Versorger ging zur Reparatur östlich von Tynemouth vor Anker.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter in Straße von Taiwan gesunken, Crew gerettet
(01.08.17) Der chinesische Frachter "Xin Hang 868", 498 BRZ (MMSI-Nr.: 412357850), erlitt am 31.7. um 19.22 Uhr in stürmischer See unweit der Insel Meizhou nördlich von Quanzhou in der Straße von Taiwan Wassereinbruch und begann zu sinken. Er war mit einer Ladung von 900 Tonnen Sand was auf der Fahrt von Hainan nach Ningbo. Eine SAR-Operation lief an, und das Rettungsschiff "Dong Hai Jiu 111" (IMO-Nr.: 9326469) sowie in der Nähe befindliche Schiffe kamen zu Hilfe.
Trotz der hochgehenden See konnte die „Dong Hai Jiu 111“ alle sieben Crewmitglieder unversehrt aus einer Rettungsinsel aufnehmen. Die „Xin Hang 868“ ging infolge des Wassereinbruchs unter
Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei Vermisste nach Schiffuntergang bei Taicang
(01.08.17) Der chinesische Frachter "Chon Lunj 3010", 5772 tdw (MMSI-Nr.: 41377291), kollidierte am 31.7. um 22.29 Uhr auf dem Yangtse-Fluss bei Taicang mit dem unter Panama-Flagge laufenden Frachter "New Sailing 2" 5542 BRZ (IMO-Nr.: 9071167). Die "New Sailing 2" war mit Schnittholz unterwegs nach Taicang, während die "Chong Lunj 3010" mit 180 Containern und einer 15-köpfigen Crew an Bord auf der Reise von Chongging nach Shanghai war. Sie wurde so schwer beschädigt, dass sie nach dem Zusammenstoß sank.
13 Mann wurden gerettet, zwei noch vermisst. Eine Suchaktion lief in dem Seegebiet an. Gleichzeitig galt es etliche Container zu bergen, die aufgeschwommen waren und im Wasser trieben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Vermisste Segelyacht gefunden und eingeschleppt
(01.08.17) Am Morgen des 31.7. ging die Suche durch einen Helikopter der Gendarmerie Nationale de Saint-Nazaire sowie ein Boot der SNSM und eines der Feuerwehr nach der Segelyacht "Peirao" und ihrem Skipper weiter. Sie wurde seit dem 30.7. auf der Fahrt von Port Joinville auf der Île d'Yeu nach Fromentine, zu der sie am Vortag ausgelaufen war, vermisst. Gegen 13 Uhr sichtete eine andere Yacht die „Peirao" rund vier Meilen südlich von La Baule.
Auf dem Boot war, wie sich herausstellte, die Funkanlage ausgefallen, sodass der Skipper keinen Kontakt aufnehmen konnte. Die Seenotretter wurden herangeführt und schleppten die Yacht mit der “SNS 628” der SNSM-Station Pornichet nach Pornichet ab, wo sie um 14 Uhr festgemacht wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutterbergung im ersten Anlauf gescheitert
(01.08.17) Am 29.7. scheiterte ein Versuch, den Kutter “Point Estero” aus Morro Bay abzuschleppen, der am frühen Morgen des Vortags nahe Point Estero an der Küste von Cayucos auf dem Rückmarsch in den Hafen auf Grund gelaufen war. Er war rund 40 Meilen vor der Küste auf Schleimaalfang gewesen. Erschöpfung und Nebel könnten dann zu der Havarie geführt haben.
Anwohner von Cayucos hatten am 28.7. gegen vier Uhr die Lichter des Schiffes auf Höhe der Ocean Avenue entdeckt. Nach der Strandung wurde das Schiff kontinuierlich in Hinblick auf Ölleckagen überwacht. Auch die US Coast Guard war vor Ort.
Da die „Point Estero“ in einer relativ günstigen Lage gestrandet war, hoffte man, sie mit dem Hochwasser wieder flottmachen zu können. Doch dies misslang am Nachmittag des 29.7., und am nächsten Tag sollten die Bemühungen fortgesetzt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bootswrack in Barnebasen soll an Land gezogen werden
(01.08.17) Seit Ende März liegt ein Boot gesunken in Barnebasen in Nordnorwegen, nachdem es dort strandete. Nur wenige Teile des Steuerbordbugs ragen noch über die Wasseroberfläche empor und weisen starke Schäden auf. Der Eigner wurde benachrichtigt, hat aber nichts unternommen, um es zu bergen. Im April überlegte die Feuerwehr, es bergen zu lassen, beließ es aber bei einer Sicherung vor Ort, sodass es nicht abtreiben konnte.
Mitte Juli wurde nun entschieden, dass die Häfen von Kristiansund und Nordmøre sich der Sache annehmen sollen. Das Wrack soll einfach auf Land gezogen und dann mit einem Tieflader abtransportiert werden. In der kommenden Woche könnten die Arbeiten beginnen. Ob das Schiff nur noch Schrottwert hat oder der Eigner die Chance erhält, es zurückzunehmen, wird sich erst entscheiden, wenn es wieder über Wasser ist.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schiffbruch – keine Burger mehr von Mimi’s Burger Boat auf Mississippi
(01.08.17) Mimi’s Burger Boat, mit dem Dean und Sonya Otte vor drei Jahren ein schwimmendes Restaurant betrieben, ist am Abend des 30.7. auf dem Mississippi gesunken. Gegen 21.30 Uhr lief es auf dem Weg zur Fulton-Marina auf einen überfluteten Damm nahe Clinton auf Beaver Island beim Versuch, einer entgegenkommenden Barge auszuweichen.
Sofort schoss Wasser wie ein Geysir durch den Schiffsboden und flutete in die Küche. Der Skipper fürchtete, einen elektrischen Schlag zu bekommen, da sechs Kühlgeräte und die Klimananlage arbeiteten und er rasch bis zur Hüfte im Wasser stand.
Die Polizei und Feuerwehr wurden alarmiert und schickten Einsatzkräfte zu der Unglücksstelle zwischen dem Nordende von Beaver Island und einem Wassergrundstück der Archer Daniels Midland Co. Dreieinhalb Stunden musste das Paar mit seinem 12-jährigen Sohn und zwei Hunden an Bord ausharren, bis es gelang, sie abzubergen.
Die starke Strömung am Zusammenfluss von Mississippi and Beaver Channel machte den Rettern zu schaffen. Am Abend des 31.7. lag der einstige Schlepper halb unter Wasser am Ufer des Mississippi. Das Department of Natural Resources verlangte eine Bergung, die sich die Ottes aber nicht leisten können. Sie hatten 40.000 Dollar investiert, um den Betrieb in Gang zu bekommen. Nun braucht es ein finanzielles Wunder, ihr Unternehmen zu retten. Eine GoFundMe-Aktion lief aber bereits an.
Quelle:Tim Schwabedissen



Weblinks:
SOS-Seenotfälle, Archiv
Der mysteriöse Untergang der 'Beluga'
Chronik bedeutender Seeunfälle Antike bis 1499
Chronik bedeutender Seeunfälle 1500 bis 1899
Chronik bedeutender Seeunfälle 1900 bis 1949

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Schlagwörter: Archiv, Schifffahrt, Bilder, Fotos, in Seenot, SOS Alarm, Unfälle, Mayday, Versicherung Schiff, Segeln, Seenot, Unglück, Seenotfälle, Schiffsuntergang, Seenotarchiv, Archiv, Schiffsunglück, schiffsunfall, unfall, ertrinken, untergehen, untergegangen, sinken

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