EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM

Seenotfälle
Archiv Juni 2017


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Segelyacht „Norah” und RNLI
(Bild: RNLI)   Großbild klick!

RNLI half zwei Einhandseglern in meterhohen Wellen
(30.06.17) Ein Boot der RNLI-Station St. Ives RNLI wurde am 29.6. um 14.30 Uhr von der Falmouth Coastguard angefordert, um einem holländischen Einhandsegler zu assistieren. Dieser hatte Schwierigkeiten, seine 10 Meter lange Segelyacht „Norah” an einer Mooring in St. Ives Bay zu sichern. Der Mann war aus Padstow gekommen, und als er in der Bucht eintraf, herrschten sieben Beaufort Wind aus Westnordwest und bauten zwei Meter hohe Wellen auf.
Unter diesen Umständen und bei schlechter Sicht gelang es ihm nicht, sein Boot an die Mooringtonne zu manövrieren. Deshalb setzte er einen Notruf ab. Nachdem das Rettungsboot „Donald Dean“ unter Vormann George Deacon vor Ort eingetroffen war und es unter schwierigen Umständen längsseits gebracht war, stiegen die beiden Rettungsmänner Jack Cooper und Peter Tanner auf die „Norah“ über.
Gemeinsam gelang es, die Yacht nun festzumachen. Gegen 15 Uhr kehrten die Seenotretter zu ihrer Station zurück.
Bereits am 28.6. war das Boot der RNLI in Peterhead, die “The Misses Robertson of Kintail”, von der Coastguard um 18.30 Uhr angefordert worden, um der 27 Fuß langen Yacht „Brie Fly“ zu assistieren. Sie trieb in zwei Meter hohen Wellen im Nordnordostwind mit einem Mann an Bord eine Meile östlich des Hafens und war manövrierunfähig. Das Rettungsboot nahm sie in Schlepp und brachte sie in die Peterhead Marina. Dieser Einsatz war um 19.45 Uhr abgeschlossen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fährboot "Baronessen"
(Bild: Vera Henriksen)   Großbild klick!

Kollision zweier Fähren in Oslo
(30.06.17) Am 29.6. rammte die norwegische Fähre "Huldra", 584 BRZ (IMO-Nr.: 7368853) das Fährboot "Baronessen", 228 BRZ (IMO-Nr.: 9473470), an der Aker-Brygge in Oslo. Es befanden sich keine Passagiere an Bord der am Kai liegenden "Baronessen". Diese wurde aber durch die nicht eingefahrene Gangway am Rumpf oberhalb der Wasserlinie aufgerissen und musste aus dem Dienst genommen werden. Das Schiff wurde durch die Katamaranfähre "Tidevind" (IMO-Nr.: 9473494) im Hafendienst ersetzt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Charteryacht “Lord”
(Bild: Brodovi)   Großbild klick!

Unbesetztes Boot lief nach Kollision bei Dramalj auf Badestrand
(30.06.17) Am 29.6. kollidierte kurz vor 18 Uhr die Charteryacht “Lord” mit einem Schlauchboot bei Dramalj nahe Crikvenica. Dessen Skipper fiel über Bord, es das unbesetzte Boot lief daraufhin mit weiter drehendem Propeller außer Kontrolle auf den mit Badegästen und Schwimmern gut gefüllten nahen Strand zu. Nachdem es auf Felsen auflief, wurde es vor dem Strandhotel in Spruce Dramlju aufs Ufer geworfen.
Insgesamt drei Personen wurden verletzt, unter ihnen der Skipper sowie eine Frau mit ihrer Tochter. Die Segelyacht wurde leicht am Bug beschädigt. Die Polizei Primorje-Gorski Kotar wurde nach dem Unfall alarmiert und leitete mit dem zuständigen Hafenamt eine Untersuchung ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker vor Florø nach über zwei Tagen wieder freigeschleppt
(30.06.17) Der unter Malta-Flagge laufende Tanker "Freyja", 1665 BRZ (IMO-Nr.: 7392610), der am 27.6. gegen Mittag bei Svartskjerbåen auf der Svartskjæret vor Florø auf Grund gelaufen war, konnte am 30.6. gegen vier Uhr wieder flottgemacht werden. Dazu hatte die Bukser og Berging ihre "BB Power" (IMO-Nr.: 9694804) mit einer Zugkraft von 130 Tonnen aus Stavanger geschickt. Sie wurde beim Freischleppen von der "Stadt Sløvaag" (IMO-Nr.: 8414817) unterstützt, die bereits kurz nach der Havarie vor Ort eingetroffen war und den Tanker stabilisiert hatte.
Der Havarist wurde anschließend zur Westcon in Florø geschleppt und wurde dort nun am Fugleskjars-Kai auf Schäden untersucht. Die "BB Power" blieb vorerst längsseits des Schiffes festgemacht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Arbeitsboot drohte in Storfosna zu sinken
(30.06.17) Fünf Crewmitglieder aus Urk wurden am 29.6. von dem holländischen Arbeitsboot „Guardian"(MMSI-Nr.: 244750806) von einem norwegischen Sea King-Helikopter abgeborgen. Das Schiff war in Storfosna in der Ørland-Gemeinde gegen 13.30 Uhr auf ein Unterwasserhindernis aufgelaufen und leckgeschlagen. Der Maschinenraum des 22 Meter langen Katamaranschiffs lief voll, und es drohte zu sinken.
Die „Guardian“ war auf der Fahrt nach Murmansk zu einem Projekt in Nova Zembla gewesen, als sich die Havarie ereignete. Helfer in höchster Not wurde der norwegische Tanker "Scan Tank", 228 BRZ (MMSI-Nr.: 259134000), der ebenso wie ein NSSR-Rettungsboot und die "Hellem Jr." auf den Mayday-Ruf reagierte. Beim Eintreffen war die Crew bereits in eine Rettungsinsel gegangen, aus der sie von dem Hubschrauber abgebrogen und zu der Sea King-Base auf Ørland geflogen wurde.
Das Rettungsboot machte sich gemeinsam mit dem Tanker ans Lenzen der tief im Wasser liegenden „Guardian“. Dabei kam es auch zu geringfügigen Ölaustritten. Es gelang aber, das Boot schwimmfähig zu halten und zur Insel Kråkvåg abzuschleppen. Hier sollte eine Schadensinspektion stattfinden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Fähre in Trondhheim
(30.06.17) Am Vormittag des 29.6. brach im Maschinenraum der norwegischen Hurtigruten-Fähre "Nordnorge", 11384 BRZ (IMO-Nr.: 9107784), im Hafen von Trondheim, wo sie um 8.50 Uhr festgemacht hatte, ein Feuer aus. Die Polizei wurde um 11.07 Uhr alarmiert. Es gelang der Crew gemeinsam mit der örtlichen Feuerwehr, den Brand rasch zu löschen.
Drei der Crewmitglieder wurden hinterher mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung medizinisch betreut. An Bord der Fähre hatten sich 367 Passagiere und eine 69-köpfige Crew befunden. Viele von ihnen waren auf Landgang, als das Feuer entstand, und es gab keine Notwendigkeit, die an Bord befindlichen Personen zu evakuieren. Der Schaden blieb so begrenzt, dass das Schiff um 15 Uhr nach Kirkenes auslaufen konnte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter kenterte in Marmot Bay – zwei Vermisste
(30.06.17) Die US Coast Guard suchte am 29.6. nach zwei Vermissten, nachdem der Kutter “Miss Destinee“ in der Marmot Bay gekentert war. Von der Coast Guard Air Station Kodiak stiegen ein MH-65 Dolphin und ein MH-60 Jayhawk-Helilopter auf, und ein Boot des Coast Guard Aids to Navigation Teams in Kodiak und ein weiteres Schiff nahmen Kurs auf die Unglücksstelle 23 Meilen nördlich der Air Station Kodiak.
Das Hilfsschiff konnte zwei Menschen, darunter den Skipper, aus der See retten. Diese berichteten, dass sich zwei weitere Personen an Bord befunden hätten. Es verständigte daraufhin um 7.30 Uhr die Coast Guard Sector Anchorage. Das Suchgebiet erstreckte sich über 7,5 Meilen in der Marmot Bay. Vor Ort waren 20 Meilen Wind und 10 Fuß hohe Seen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter auf Elizabeth River aufgelaufen
(30.06.17) Der thailändische Bulkcarrier "Mallika Naree", 19891 BRZ(IMO-Nr.: 9354739), lief mit einer Ladung Zement und Stahl aus Port de Bouc und einer 16-köpfigen Crew an Bord am 29.6. vor Sewells Point in Norfolk, Virginia, auf Grund. Das Coast Guard Hampton Roads Command Center in Portsmouth wurde um 12:50 Uhr informiert, dass der Frachter Maschinenausfall auf dem Elizabeth River erlitten und dann die Tonne 5 gerammt habe, bevor er außerhalb des Fahrwassers festkam. Ein 45- und ein 29-Fuß-Boot liefen von der Coast Guard Station Portsmouth aus.
Ein Boot des Coast Guard Aids to Navigation Team Hampton Roads folgte geen 13 Uhr, und ein MH-60 Jayhawk Helikopter der Coast Guard Air Station Elizabeth City, North Carolina, stieg um 13.20 Uhr zu einem Kontrollflug auf. Außerdem waren Crews der Virginia Marine Resources Commission und des Norfolk Fire Department vor Ort.
Es gab keine Hinweise auf Verschmutzungen oder Schäden am Schiff. Schlepper machten es wieder flott und zogen es zu einem nahen Ankerplatz auf dem Elizabeth River. Hier wurde es zu Untersuchungen vermoort, und der Schlepper "Surrie Moran" (IMO-Nr.: 9239707) ging in der Nähe auf Standby.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei indonesische Fähren auf Grund gelaufen
(30.06.17) Die beiden indonesischen Fähren "Kineret", 541 BRZ (IMO-Nr.: 7507459), und "Ulin", 244 BRZ (IMO-Nr.: 9080261), die auf der Route Balikpapan – Penajam in der Straße von Makassar verkehren, liefen am Nachmittag des 28.6. in der Kariangau Mündung mit mehr als 200 Passagieren und mehreren Dutzend Fahrzeugen an Bord auf Grund. Die Schiffe lagen rund fünf Stunden lang fest, während derer auf die Flut gewartet wurde. Sie kamen beide mit eigener Kraft wieder frei und setzten ihre Fahrten fort.
Quelle:Tim Schwabedissen



Letzter Schiffbrüchiger der Rana 2 nach stundenlanger Suche aus Sturm gerettet
(30.06.17) Nach dem Untergang des unter Panama-Flagge laufenden Tankers "Rama 2", 3987 BRZ (IMO-Nr.: 8819720), am 26.6. sind nun weitere Details zu der dramatischen Rettungsaktion bekannt geworden. Um 01.36 Uhr funkte das Schiff: “Please help - we are sinking”. Der Tanker mit einer 14-köpfigen Crew an Bord trieb in stürmischer See mit schwerer Steuerbordschlagseite.
Die Wellenhöhe betrug über fünf Meter. Der Notruf wurde an das Maritime Rescue Coordination Centre (MRCC) in Fareham, Hampshire, weitergeleitet, das eine Retttungsaktion einleitete. Das United Kingdom Maritime Component Command (UKMCC) und die Combined Maritime Force (CMF) in Bahrain wurden informiert und dirigierten Marineschiffe und Flugzeuge in die Region. Von der HMS "Monmouth"stieg der Wildcat Helikopter "Black Jack" des 815 Naval Air Squadron auf und flog zum Versorger "Cardigan Bay", der sich dichter am Havaristen befand.
Eines der in der Nähe befindlichen Handelsschiffe, der LNG-Tanker "Soyo" (IMO-Nr.: 9475208), meldete sich und nahm ebenfalls Kurs auf die Position. Inzwischen gab es weitere Informationen über die "Rama 2", die mit 5.551 Tonnen Gasöl beladen war und schwere strukturelle Schäden an Steuerbordseite erlitten hatte. Ein Ölfilm breitete sich um den Havaristen aus.
Um 14.57 Uhr meldete die Crew, ihr Schiff aufzugeben. Um 15.24 Uhr wurden die britische Coastguard sowie UKMTO verständigt, und eines der in der Nähe befindlichen Handelsschiffe wurde als On-Scene-Coordinator benannt. Um 4.12 Uhr kam die Hiobsbotschaft von dem Tanker, dass das Freifallboot, in dem sich alle 14 Crewmitglieder befanden, nicht lösen lasse.
Als eines der Hilfsschiffe den Tanker in Sicht bekam, trieb dieser bereits halb unter Wasser mit 45 Grad Steuerbordschlagseite in der See. Versuche, die Crew mit einer Rettungsinsel zu bergen, schlugen fehl. Um 5.46 Uhr sank die “Rama 2” auf Position 13 55 N 055 53 O, rund 135 Meilen nordöstlich der Ostspitze von Sokotra, 242 Meilen südöstlich von Salala.
Um 07.06 Uhr meldete die "Cardigan Bay" eine ETA von 13 Uhr. Um 7.20 Uhr sichtete der Bitumentanker "Seapower" (IMO-Nr.: 9546162) einen Schiffbrüchigen im Wasser und rettete ihn. Um 7.33 Uhr barg der Produktentanker "MTM Tortula" (IMO-Nr.: 9742065) weitere 10 Crewmitglieder. Das Wetter wurde unterdessen immer schlechter.
Um 07.56 Uhr sichtete die "Soyo" ein Crewmitglied mit dem Gesicht unter Wasser tot in der See treiben. Um 08.10 Uhr konnte die "Seapower" zwei weitere Crewmitglieder retten. Ein Mann wurde noch vermisst, und die Suche, an der sich zeitweise auch noch ein Autotransporter beteiligte, dauerte an.
Zwischen neun und 09.50 Uhr entdeckte das japanische Suchflugzeug "Japan 41" eine Person im Wasser und gab die Position an die Schiffe weiter. Einer der Tanker steuerte diese an, fand aber zunächst nur einen leeren Überlebensanzug. Zwischen 10 und 11 Uhr wurden eine leere Rettungsinsel, Fässer und Fender gesichtet.
Um 11.32 Uhr meldete ein passierender Containerfrachter, einen Überlebenden inmitten eines Ölflecks gesichtet zu haben. Wegen starken Rollens konnte er diesen aber nicht an Bord bekommen. Der Versorger "Cardigan Bay" hielt derweil weiter mit Höchstfahrt auf die Unglücksstelle zu, und sobald der “Black Jack” sich in ausreichender Entfernung befand, stieg er auf und machte sich auf die Suche.
Die "Japan 41", die für die Combined Maritime Forces CTF 151 im Einsatz war, dirigierte ihn zur richtigen Stelle, doch als der Mann wieder in Sicht war, ging dem “Black Jack” der Treibstoff aus. Er musste zu einem schnellen Auftanken auf die „Cardigan Bay“ zurückkehren und machte sich dann so schnell wie möglich wieder auf den Weg.
Um 13.03 Uhr bekam der LNG-Tanker den Schiffbrüchigen in Sicht und warf einen MOB-Marker auf Position 13 57 N 055 58 O in die See. Der “Black Jack”, an der Grenze seines sicheren Operationsgebietes und wieder knapp an Treibstoff, machte sich mit Einbruch der Dunkelheit wieder an die Rettung.
Nach etlichen Fehlversuchen konnte ein Rettungsschwimmer den Schiffbrüchigen nach einer halben Stunde an einer heruntergelassenen Leine festmachen, und mehr unter als über den Wellen gelang es, ihn tatsächlich an Bord des Hubschraubers zu ziehen. Unmittelbar vor Sonnenuntergang landete der „Black Jack” auf dem Flugdeck der "Cardigan Bay". Sofort wurde der Gerettete hier medizinisch untersucht.
Er war zwar erschöpft, aber insgesamt in einem stabilen Zstand angesichts der Zeit, die er in der stürmischen See verbracht hatte. Alle Schiffbrüchigen wurden dann auf der "MTM Tortola" zusammengeführt und an Bord des Schiffes nach Salalah in Oman gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen



RNLI barg Zweimaster
(30.06.17) Die Broughty Ferry RNLI wurde am 29.6. alarmiert, nachdem der 16 Meter lange, polnische Zweimaster "Bonawentura" (MMSI-Nr.: 261025260) auf dem Tay um 13.30 Uhr auf Grund gelaufen war. Beide Boote der Station machten sich auf den Weg zu dem unweit von Tayport festsitzenden Schiff. Um 15.10 Uhr war der Havarist wieder frei, und die Boote kehrten zu ihrer Station zurück. Die „Bonawentura“ war am 26.6. aus Ramsgate ausgelaufen..
Quelle:Tim Schwabedissen



Defektes Bugstrahlruder verzögerte Einlaufen in Visby
(30.06.17) Die schwedische Fähre "Gotlandia II", 6554 BRZ (IMO-Nr.: 9328015), konnte von Nynäshamn kommend am 29.6. nicht wie geplant in den Hafen von Visby auf Gotland einlaufen. Einer der beiden Bugstrahlpropeller versagte beim Einlaufmanöver den Dienst. Deshalb musste das Schiff zunächst auf Seeposition bleiben. Nachdem der Schaden um 21.15 Uhr behoben war, konnte es Visby endlich ansteuern.
Quelle:Tim Schwabedissen



12 Mann von brennendem Trawler vor Sfax gerettet
(30.06.17) Auf einem Trawler brach vor Sfax am 29.6. ein Feuer aus. Ein Patroullienboot der tunesischen Marine fing einen Notruf des Schiffes, das sich 50 Kilometer vom Hafen entfernt befand, auf. Gemeinsam mit drei ebenfalls zu Hilfe kommenden Kuttern gelang es, die 12-köpfige Crew unversehrt zu retten. Ein Marineschiff wurde zum Havaristen in Marsch gesetzt, um den Brand zu löschen. Anschließend schleppte ein anderer Trawler ihn nach Sfax ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kreuzfahrtyacht lief auf Grund – Fahrtprogramm abgesagt
(30.06.17) Die Luxus-Kreuzfahrtyacht “Callisto” (IMO: 54166553) der Variety Cruises musste das Sommerprogramm für Island absagen, nachdem es auf dem Transit von Panama für die von Juni bis September geplante Fahrtsaison auf Grund gelaufen war. Es musste daraufhin nach Panama ins Trockendock zurückkehren. Einer der Stabilisatoren war schwer beschädigt worden.
Passagiere mit gebuchten Fahrten werden entschädigt, und sie erhielten die Option, 2018 am Island-Kreuzfahrtprogramm der „Panorama“ teilzunehmen. Die „Callisto” wird dann wieder ins Fahrtprogramm 2017/18 in Panama und das Costa Rica-Winterprogramm eingefädelt. Das 50 Meter lange Schiff wurde 2000 erbaut und hat 17 Kabinen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht nach 15-jähriger Restaurierung beim ersten Wasserkontakt gesunken
(30.06.17) 15 Jahre lang hatten Richard Ogilvy, 75, und sein Sohn Jonathan, 45, aus Forres an der Restaurierung der 40 Fuß langen Segelyacht “Sea Wraith” gearbeitet. Als das Boot nun aber in Burghead Harbour, Moray, ins Wasser gesetzt wurde, sackte es ihnen buchstäblich unter den Füßen weg. Ein Trawler rettete die Männer vom sinkenden Boot, das auf 12 Fuß Wassertiefe gänzlich verschwand.
Der Skipper hatte die Risse im Rumpf der Sloop offenkundig unterschätzt. Inzwischen wurde es wieder gehoben und soll, wenn es wasserdicht ist, sechs Meilen entlang der Küste des Moray Firth von Burghead nach Lossiemouth gebracht werden. Dabei soll es aber vorsorglich von einem RIB begleitet werden.
Die Yacht war als “Seegeist” vor dem 2. Weltkrieg zum Training von deutschen Seeleuten erbaut. Sie wurde von der Royal Navy nach Kriegsende als Reparation beschlagnahmt und gehörte 20 Jahre lang zu der Flotte der Windfall-Yachten, auf denen seemännische Ausbildung betrieben wurde.
Nachdem die Marine sie nach und nach ausrangierte, kaufte Ogilvy sie vor 15 Jahren für 5.000 Pfund. Der Transport kostete ihn weitere 3.000 Pfund, und nochmals 5.000 Pfund investierte er in die Restaurierung. Wenn alles klar geht, dann soll die „Sea Wraith“ am kommenden Wochenende am Portsoy Traditional Boat Festival teilnehmen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sea Shepherd-Schiff gerammt
(30.06.17) Das von der Tierrechtsorganisation Sea Shepherd im Februar in Dienst gestellte Patroullienboot "John Paul Dejoria" (MMSI-Nr.: 314096000) wurde am 28.6. beschädigt, als es vor der Küste von Panama illegal fischende Longliner beschattete. Fünf Boote umrundeten das Boot, und zunächst wurden Gegenstände auf die Aktivisten geworfen, ehe einer der Kutter gegen 15 Uhr die „John Paul Dejoria“ in die Seite rammte. Daraufhin verließ Sea Shepherd-Schiff mit leichten Schäden den Ort der Konfrontation.
Quelle:Tim Schwabedissen



Maroder Kutter sank in Maryport
(30.06.17) Die “St Tudwell”, ein 15,4 Meter langer Kutter aus Manchester, sank am 18..6. in Maryport. Wegen einer großen Menge an Trümmern auf und in dem mit dem Ruderhaus noch sichtbarren Schiff verhinderte eine Inspektion durch die Hafenbehörde. Bereits vor dem Untergang hatte es jeden Tag von Personal der Marina gelenzt und so schwimmfähig gehalten werden müssen. Mit zwei Hafenbooten wurde es zuletzt zu einem Slip geschleppt, wo es erneut wegsackte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Indische Fregatte über ein halbes Jahr nach Dockunfall wieder im Wasser
(30.06.17) Die Lenkwaffenfregatte “Betwa” der indischen Marine, die am 5.12.2016 beim Ausdocken im Naval Dockyard in Mumbai kenterte, wobei zwei Menschen ums Leben kamen und 15 Verletzungen erlitten hatten, wurde am 27.6. erfolgreich aus dem Dock gezogen, um nun weiter instandgesetzt zu werden.
Zuvor kam es aber noch zu einem kleineren Zwischenfall, als sie beim Fluten des Docks am 22.6. acht Grad Schlagseite entwickelte. Die Krängung wurde umgehend korrigiert, doch das Schiff konnte das Dock wegen einer Leckage im Docktor und eines ungünstigen Wasserstandes dann immer noch nicht, wie geplant, verlassen.
Am 27.6. war der Wasserstand dann gut für einen weiteren Anlauf. Die Bergung des 4.000-Tonners war durch die Resolve Marine Group durchgeführt worden. Das Schiff der Brahmaputra-Klasse war bei den Garden Reach Ship Builders in Kolkata erbaut und im Juli 2004 in Dienst gestellt worden. Im Januar 2014 war es auf Grund gelaufen und hatte einen Riss im Sonarsystem sowie Wassereinbruch erlitten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gestrandete Yacht von Strand in Cannon Beach geräumt
(30.06.17) Die 40 Fuß lange Segelyacht “El Corazon”, die am 8.6. nach einem Motorausfall, den sie 15 Meilen vor der Küste erlitten hatte, nahe Cannon Beach gestrandet war, wurde in dieser Woche von einem Bagger geräumt und zu einer Müllhalde abtransportiert. Das Boot war auf dem Weg nach Tillamook Bar gewesen, als Wellen über den Bug brachen und die Pumpen den Dienst versagten. Die U.S. Coast Guard hatte die dreiköpfige Crew dann abgeborgen und die Ankerleine durchtrennt.
Seither lag das Boot in einem Kolk auf der Seite am Strand. Der Eigner hatte zwei Wochen zur Beseitigung des Wracks. Andernfalls hätte es Oregon State Parks beschlagnahmt und auf Kosten des Eigners beseitigen lassen.
Am 27.6. beendete die mit der Bergung beauftragte Coastal Towing & Salvage gegen Mittag die Wrackräumung. Zuvor waren bereits etliche Ausrüstungsgegenstände, wie z.B. die Navigationsausrüstung, von Bord verschwunden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Containerfrachter "Cosco Pride"
(Bild: Karl Kautz)   Großbild klick!

Mega-Containerfrachter mit Maschinenausfall im Ärmelkanal
(29.06.17) Der unter Hongkong-Flagge laufende Mega-Containerfrachter "Cosco Pride", 141823 BRZ (IMO-Nr.: 9472153), erlitt am 27.6. gegen Mitternacht im Englischen Kanal einen Maschinenausfall. Er war um 12.30 Uhr aus Felixstowe nah Southampton ausgelaufen. Der Havarist warf auf Position 50 33 N 000 05 W Anker, wo er auch am 29.6. noch lag. Unterdessen wurde der belgische Offshore-Schlepper "Smit Tiger" (IMO-Nr.: 9454888) zur Assistenz des Havaristen entsandt und zog das Schiff zur Nab-Anchorage vor der Isle of Wight.
Am 13.7.2014 war es zu einem Feuer auf der “Cosco Pride” vor Brunsbüttel gekommen. Noch bevor der Rettungskreuzer “Hermann Helms” mit acht Schiffsbrandspezialisten der Feuerwehr vor Ort war, hatte die Crew des Frachters den Brand in einem Open-Top-Container selbst löschen können, und die Reise gen Nordsee konnte weitergehen.
Die “Cosco Pride” ist 366 Meter lang, 48,2 Meter breit, hat 15,5 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 140.665 Tonnen. Der 13.092-TEU-Frachter läuft für die Seaspan Ship Management Ltd. in Vancouver und wurde 2011 bei Hyundai in Ulsan erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Concarneau: Segelyacht sank nach Feuer
(29.06.17) Am 28.6. um 16.10 Uhr fing das CROSS den Mayday-Ruf des Skippers einer 10 Meter langen Segelyacht aus Concarneau auf, die 14 Kilometer nördlich von Ploumanach in Brand geraten war. Weil die Versuche, das Feuer zu löschen, vergeblich waren, musste der Segler im Rettungsboot Zuflucht suchen. Das CROSS strahlte ein Mayday Relay aus, und das Zollboot “DF 46” sowie das Rettungsboot "SNSM 218 - Pors Trozoul” der SNSM-Station Trebeurden sowie ein Caiman-Helikopter der Marine-Base in Lanvéoc nahmen Kurs auf die Position.
Um 16.54 Uhr traf das Zollboot vor Ort ein und stieß auf das brennende Boot und dessen Skipper. Nach einer telefonischen Beratung zwischen dem CROSS Corsen und dem SAMU in Finistère wurde entschieden, den Segler ins Cavale-Blanche-Hospital in Brest zu bringen, um ihn wegen Verdachts der Rauchgasvergiftung dort zu behandeln. Der Hubschrauber winschte ihn um 17.20 Uhr auf und flog ihn an Land.
Derweil blieben die Versuche der zu Hilfe gekommenen Schiffe, den Brand zu löschen, chancenlos. Das Boot sank um 18.03 Uhr.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wrack der “Maud”
(Bild: Maud returns Home)   Großbild klick!

Fluch der Maud soll nun enden
(28.06.17) In diesem Sommer soll das Wrack der 36,5 Meter langen “Maud” des norwegischen Entdeckers Roald Amundsen aus der Arktis in die Heimat zurückkehren. Er hatte mit ihr über den Nordpol und die Nordost-Passage segeln wollen, doch am Ende lag sie gesunken in der Cambridge Bay von Victoria Island im Nunavut Territory, nachdem der Versuch mehrmals gescheitert, Amundsen pleite gegangen und das Schiff reparaturbedürftig in Nome, Alaska, gelandet war.
1925 hatte es dort die Hudson’s Bay Company erworben, um es als Versorger zu nutzen, doch ein Jahr später sank es in der flachen Bucht. 2016 wurde nach sechsjährigen Vorbereitungen der gut erhaltene Rumpf gehoben und an Bord der Halbtaucher-Barge „Jensen“ bugsiert. Das kalte Klima hat das Holz perfekt konserviert. Da sich die Rückkehr nochmals verzögerte, konnte in der Zwischenzeit der Rumpf weiter gereinigt und ausgetrocknet werden. Dabei fanden die Mitarbeiter des Teams „Maud returns Home” auch Lampenschirme und ein deutsches Buch mit dem Titel „Der Fluch“. Mitte August soll nun der Fluch der „Maud“ nun enden mit dem Beginn der Heimreise, und im September soll die West-Grönland erreichen, wo sie nochmals überwintert.
Derzeit wird ein Gerüst über dem Schiff errichtet, um es während des Transports zu schützen. Am 18.7.2018, so ist der Plan, soll die „Maud“ in Vollen eintreffen, exakt 100 Jahre, nachdem sie den Hafen verließ. Ein Museum für das Entdeckerschiff ist derzeit in Planung, wird bis dahin allerdings noch nicht fertiggestellt sein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Einen Tag nach der Ingvild: Freyja lief bei Florø auf Grund
(29.06.17) Am 28.6. um 12.28 lief der unter Malta-Flagge registrierte Tanker "Freyja", 1665 BRZ (IMO-Nr.:7392610), auf der Svartskjæret vor Florø auf Grund. Die Havarie ereignete sich in unmittelbarer Nähe der Position, an der am Vortag bei Stabben der Frachter "Ingvild" gestrandet war. Der unbeladene Tanker hatte eine 11-köpfige Crew an Bord, die bei der Havarie unbeschadet blieb.
Es gab auch keine Hinweise auf Lecks. Ein Rettungsboot ging vorsorglich auf Standby. Gegen 16 Uhr traf dann der norwegische Schlepper "Stadt Sloevaag" (IMO-Nr.: 8414817) vor Ort ein und hatte um 19 Uhr am Heck festgemacht, um zu versuchen, den Havaristen wieder flottzumachen. Er sollte nach der Bergung nach Florø zurückgebracht werden, wo er erst um 12.30 Uhr ausgelaufen war.
Die "Freyja" ist 77,12 Meter lang, 12,6 Meter breit, hat 5,2 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 1.665 Tonnen. Sie läuft für die Fjord Shipping AS in Maloy und wurde 1974 auf der Hitzler-Werft in Lauenburg als "Essberger Pilot" für die Hamburger Reederei John T. Essberger erbaut. 1977 wurde sie zur "Solvent Explorer", 1978 zur "Tom Lima", 1992 wieder zur "Essberger Pilot" und lief von 1997 bis 1999 als "Hordafor Pilot". Seither gehörte das Schiff zur Flotte der norwegischen Reederei Sea Tank Chartering (STC), die es europaweit einsetzt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frühstück wurde nass: Bed & Breakfast gesunken
(29.06.17) In Bembridge sank am Nachmittag des 28.6. das Hausboot "Xoron", das als schwimmendes Bed % Breakfast genutzt wurde. Die um 13.45 Uhr alarmierte Feuerwehr und ein Team der Bembridge Coastguard versuchten noch, das nach Ausfall der Bordpumpe eindringende Wasser zu lenzen. Dieses aber lief schneller nach, als die Pumpen es herausbefördern konnten.
Am Ende lag das Boot mit überflutetem unterem Deck auf dem Hafengrund. Die "Xoron" hatte ihre Laufbahn 1941 als Kanonenboot begonnen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Lecke Yacht vor St. David’s Head gerettet
(29.06.17) Am Morgen des 28.6. wurde gegen neun Uhr ein Mayday-Ruf vom Skipper der Yacht "Shoe Shine" abgesetzt, dessen Boot 10 Meilen südöstlich von St David’s Head Wassereinbruch erlitten hatte. Die "Last Stall" und "Offshore Lady" sowie das Lotsenboot "St David’s", das eine mobile Lenzpumpe an Bord hatte, kamen dem Einhandsegler zu Hilfe. Dieser vermutete, vor fünf Tagen mit einem Hindernis kollidiert zu sein, woraufhin seither Wasser ins Boot eindrang und zuletzt über den Flurbrettern stand.
Die "Offshore Lady" traf als erstes vor Ort ein und konnte den Wassereinbruch unter Kontrolle bringen. Nach einer Notreparatur setzte die Yacht unter Segel die Fahrt nach Bermuda fort, eskortiert von dem Lotsenboot. Schließlich wurde sie nach St George’s Harbour eingeschleppt.
Nur rund eine Viertelstunde nach dem Mayday der „Shoe Shine“fing Bermuda Radio zudem um 9.18 Uhr einen Funknotruf der Katamaran-Fähre "Bo Hengy II" auf, die Ruderausfall bei der Elbow Buoy meldete. Sie hatte 184 Personen an Bord und bat um Schleppassistenz. Der Schlepper "Crisson" nahm den Havaristen auf den Haken und zog ihn in den Hafen zurück.
Quelle:Tim Schwabedissen



Vier Vermisste nach Untergang algerischen Trawlers
(29.06.17) Am 27.6. sank der zur Mostaganem-Flotte gehörende, algerische Trawler "El Habib" neun Kilometer vor Wadi Chalef, 13 Kilometer östlich von Mostaganem. Das Unglück ereignete sich gegen 2.30 Uhr kurz nach dem Auslaufen aus dem Heimathafen Sidi Lakhdar zu den Fanggründen. Dabei kamen vier Crewmitglieder ums Leben.
Nur zwei Crewmitglieder und ein Fischereiinspektor konnten mit Unterkühlungen gerettet werden. Die Coastguard leitete nach dem Notruf eines anderen Kutters eine Rettungsaktion ein, an der sich Helikopter und Zodiacs beteiligten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter zerstörte zwei Gantry-Kräne in Chittagong
(29.06.17) Am Nachmittag des 25.6. kollidierte der ägyptische Containerfrachter "X-Press Suez", 22039 BRZ (IMO-Nr.: 9159658), von Colombo kommend mit zwei der insgesamt vier Gantry-Kräne des Chittagong Container Terminal (CCT). Sie stürzten um und beschädigten im Fall auch den Frachter. Der Unfall ereignete sich beim Anlegemanöver und führte zum vollständigen Zusammenbruch eines der beiden Kräne.
Der Frachter stand unter Beratung zweier CPA-Lotsen, die auf der Außenreede an Bord gekommen waren. Menschen kamen bei der Havarie nicht zu Schaden. Allerdings könnte der Umschlagsbetrieb in dem größten Containerhafen von Chittagong auf Monate hinaus beeinträchtigt sein.
Die Abfertigung von Schiffen verzögerte sich seit der Havarie. Die 800 Container der „X-Press Suez“, die überwiegend mit Rohstoffen für die örtliche Bekleidungsindustrie beladen waren, sollten mit den verbliebenen Gantry-Kränen gelöscht werden. Die zwei kollabierten Kräne hingegen dürften ein Totalschaden sein. Der Frachter wurde für die notwendigen Untersuchungen mit einem Auslaufverbot belegt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gestrandeter Tanker vor Mombasa wird jetzt geleichtert
(29.06.17) Der unter Tuvalu-Flagge registrierte Tanker “Theresa Arctic”, 43414 BRZ (IMO-Nr.: 8715508), saß am 29.6. mit seiner 15-köpfigen Crew weiter auf dem Kilifi-Riff rund 55 Meilen vor Mombasa auf Position 03 39 S 039 53 O auf Grund. Inzwischen war allerdings das Leichtern der 27.500 Tonnen Pflanzenöl durch die Berger von Smit Salvage angelaufen. Zu diesem Zweck war am Vortag der ebenfalls unter Tuvalu-Flagge eingetragene Tanker "Theresa Dumai", 18453 BRZ (IMO-Nr.: 8618889) aus Mombasa zur Strandungsstelle ausgelaufen.
Auch dieser läuft wie der Havarist für die Raffles Ship Management Serv. Pte Ltd. in Singapur. Außerdem war der unter Palau-Flagge registrierte Schlepper "Alpine Duke" (IMO-Nr.: 9470909) vor Ort. Es handelte sich bei der seit neun Tagen andauernden Strandung nicht um die erste Havarie im Bereich von Mombasa.
So war im April 2015 der unter Singapur-Flagge registrierte Bulkcarrier “JS Danube” auf einen Felsen zwei Meilen vor der Küste aufgelaufen. Sieben Stunden später begann die Bergung des Havaristen. Im April 2005 kam es zu einer Ölverschmutzung durch den indischen Tanker „Ratna Shalini“.
Er war mit 80.000 Tonnen Rohöl beim Einlaufen nach Mombasa mit der Kaianlage des örtlichen Ölterminals kollidiert. Dabei war ein mit 3.000 Tonnen gefüllter Tank an Steuerbordseite aufgerissen worden, und 200 Tonnen des Inhalts liefen ins Meer.
Die „Theresa Arctic“ ist 228,6 Meter lang, 32,28 Meter breit, hat 16.08 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 84.040 Tonnen. Sie wurde 1988 bei B + W in Kopenhagen als “Petrobulk Mars” erbaut. Von 1997 bis 2008 lief sie als „Sitamia“.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schnellfähre durch blockierten Propeller lahmgelegt
(29.06.17) Die norwegische Katamaran-Fähre "Fløyfjell", 332 BRZ (IMO-Nr.: 9563172), die zwischen Tromsø und Harstad verkehrt, wurde am Morgen des 29.6. durch einen blockierten Propeller manövrierunfähig. Das Schiff war um 8.20 Uhr aus Finnsnes ausgelaufen und machte nach der Havarie um 10.20 Uhr in Engenes fest. Hier sollten Taucher den Schaden begutachten und die Blockade lösen.
Es wurde gehofft, dass es sich nur um Taue handelte, dann könnte das Schiff gegen Mittag wieder in den Fährdienst zurückkehren. Andernfalls müsste eine Ersatzfähre aus Harstad geholt werden. Die gestrandeten Passagiere wurden derweil mit einem Ersatzschiff weiter transportiert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Untergang der El Almirante kostete drei Geschwister das Leben
(29.06.17) Taucher an der Untergangsstelle der in 40 Metern Tiefe liegenden, kolumbianischen Fähre “El Alirante” konnten am 28.6. den Körper eines achten Opfers am El Peñol-Guatapé-Damm lokalisieren. Es handelte sich um Aura Estella Barragán, 69, das dritte Opfer der Barragán-Familie. Zuvor waren bereits die Schwestern María Hilda Barragán, 82, und Edilma Barragán, 58, tot geborgen worden. Sie hatten gemeinsam mit Jorge Barragán und dessen Tochter nach einem gemeinsamen Urlaub im Anschluss an den Ausflug nach Medellín und von dort nach Facatativa zurückkehren wollen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter unbemannt auf Tees River gestrandet
(29.06.17) Ein unbemannter, 35 Fuß langer Kutter wurde am 28.6. bei South Gare auf dem River Tees treibend entdeckt. Die alarmierte Humber Coastguard verständigte um 18.20 Uhr die RNLI in Hartlepool am Abend, die ihre beiden Boote bei rauer See und starkem Wind in Marsch setzte. Sie waren um 18.40 Uhr vor Ort und fanden den Kutter gestrandet unweit von Paddy’s Hole vor.
Drei Rettungsmänner stiegen ins Wasser und sicherten den Ausreißer auf dem Strand, damit er nicht wieder abtreiben konnte. Die Boote kehrten dann zur Rettungsstation an der Ferry Road zurück und waren um 20.15 Uhr wieder klar zum Einsatz.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fährboot in Myanmar gesunken – ein Vermisster
(29.06.17) Ein Fährboot sank am 27.6. vor Moesel Island im Sittwe Township, Rakhine State, mit 21 Fahrgästen an Bord. Offenbar hatte es einen Riss im Rumpf erlitten, und es kam zu einem Wassereinbruch. Ein 24-jähriger Bauarbeiter wurde nach dem Schiffbruch rund 100 Yards vom Ufer entfernt unweit des Dorfes Padalake vermisst.
Die meisten Insassen wurden von einem anderen Boot gerettet. Zwei Frauen kamen ins Sittwe General Hospital. Gegen den 63-jährigen Skipper der Fähre wurden Ermittlungen eingeleitet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Neue Expedition zu den Schiffen der Franklin-Expedition
(29.06.17) Unterwasserarchäologen von Parks Canada werden ab dem 1.8. weitere Tauchgänge zum Expeditionsschiff HMS “Terror”, dessen Wrack im vergangenen September in der Arktis entdeckt wurde, unternehmen. Ein 14-köpfiges Team wird mit dem Forschungsschiff “David Thompson” die Untergangsstelle in der Terror Bay vor King William Island ansteuern. Ferngesteuerte Kameras sollen dort ins Schiffsinnere vordringen.
Die Taucher von Parks Canada sollen während ihrer Arbeiten auch die Kajüten der Offiziere im Achterschiff der HMS „Erebus“ inspizieren, die weiter südlich liegt. Sie sollen auch Artefakte bergen, wenn diese als gefährdet erscheinen. Die Operation soll rund zwei Wochen dauern. Die meisten der von Parks Canada geborgenen Artefakte der 2014 entdeckten HMS “Erebus” wurden inzwischen restauriert und sollen vom 14.7.2017 bis zum 7.1.2018 erstmals in Greenwich, England, ausgestellt werden. Erst danach folgt eine Ausstellung in Kanada.
Quelle:Tim Schwabedissen



Manövrierunfähige Yacht nach Peterhead eingeschleppt
(29.06.17) Das Boot der RNLI Peterhead, “The Misses Robertson of Kintail” wurde am 28.6. um 18.30 Uhr von der Coastguard alarmiert, nachdem die 27 Fuß lange Segelyacht „Brie Fly“ eine Meile östlich des Hafens manövrierunfähig geworden war. Sie trieb mit ihrem Skipper mit blockiertem Propeller in der zwei Meter hohen See. Das Rettungsboot nahm das Boot in Schlepp und zog es zur Peterhead Marina. Um 19.45 Uhr war es wieder klar auf Station.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter “Endurance” wird geborgen
(Bild: USCG)   Großbild klick!

Kutter sank in Berkeley Marina
(28.06.17) Die Coast Guard San Francisco wurde alarmiert, nachdem am Morgen des 26.6. der 45 Fuß lange Kutter “Endurance” gesunken in der Berkeley Marina entdeckt worden war. Nur noch das Ruderhaus des Schiffes ragte, umgeben von einem Ölfilm, an seinem Liegeplatz aus dem Wasser. Auch das Berkeley Fire Department und das California Department of Fish and Wildlife waren wegen einer daraufhin aufgetretenen Ölverschmutzung vor Ort im Einsatz.
Die Coast Guard beauftragte den NRC Environmental Service mit der Ölbekämpfung, und eine Ölsperre wurde um das Wrack ausgelegt. Am Nachmittag begann Vessel Assist mit der Bergung, die von der Coast Guard Incident Management Division überwacht wurde. Mit Hebesäcken wurde das Wrack wieder an die Wasseroberfläche gebracht und am 27.6. zur Bay Marine in Richmond geschleppt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Angelboot „Maëva 4” (Bild: Gendarmerie Saint Paul)   Großbild klick!

Weiter eine Person nach Bootsunglück vor La Réunion vermisst
(28.06.17) Drei Tage nach dem Drama des Angelbootes „Maëva 4” aus La Réunion wurde eine Person immer noch vermisst. Zwei Menschen waren ums Leben gekommen, als das Boot vor Saint-Gilles-Les-Bains von einer Welle erfasst und zum Kentern gebracht wurde, als es den Hafen verlassen wollte. Der Skipper Loïc Jauneaud, 48, konnte bisher von der Polizei aus Saint-Paul noch nicht vernommen werden. Vieles deutet aber darauf hin, dass er am 25.6. angesichts der hohen Brandung in der Hafenausfahrt nicht hätte auslaufen sollen.
Außer dem Mechaniker Daniel Bodzen, der ebenso wie ein Fahrgast ums Leben kam, und dem Skipper selbst, der im Krankenhaus liegt, waren alle sieben anderen Personen an Bord des Bootes Touristen, die auf Angelfahrt gehen wollten. Das Unglück weckte Erinnerungen an den Schiffbruch des Kutters „Nazari“, der 2007 in Saint-Pierre ebenfalls in der vor der Schwell nicht geschützten Hafeneinfahrt kenterte, was zwei Brüder das Leben kostete. 2005 kamen ebenfalls zwei Menschen ums Leben, als ein Tauchboot und eine Yacht verunglückten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Skipper und zwei Jugendliche von sinkendem Kutter gerettet
(28.06.17) Ein Mann und zwei Kinder aus New Iberia mussten am Morgen des 27.6. von einem sinkenden Garnelenkutter in der Vermilion Bay gerettet werden. Das Louisiana Department of Wildlife and Fisheries wurde um 5.30 Uhr von dem Unfall informiert. Deren Sergeant Mitch Darby konnte den 55-jährigen Mann sowie zwei 14 und 11 Jahre alte Jugendliche auf sein Boot retten, ehe der Kutter mit dem Heck voran auf Tiefe ging.
Darby brachte die drei zu einer Bootseinsetzstelle, wo Angehörige sie in Empfang nahmen. Der Skipper und der 11-jährige hatten leichte Verletzungen davon getragen. Der Kutter war offenbar auf ein unter Wasser liegendes Objekt aufgelaufen und leckgeschlagen. Er fing so rasch an zu sinken, dass die drei Schiffbrüchigen bereits mit Rettungswesten im Wasser trieben, als das Boot des Louisiana Department of Wildlife and Fisheries eintraf.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei Verletzte bei Kollision in Johannisnacht
(28.06.17) Am Abend des 27.6. kam es auf dem Rhein bei Mainz zur Kollision zweier Sportboote. Anlässlich der Mainzer Johannisnacht waren viele Sportbootfahrer mit ihren Booten angereist, um das Feuerwerk vom Wasser aus zu beobachten. Nach der Veranstaltung stießen aus bislang ungeklärter Ursache zwei der Sportboote, die jeweils mit mehreren Personen besetzt waren, zusammen.
Die zwei Fahrer hatten ihre Sportboote beschleunigt, dann kollidierten sie miteinander. Der Zusammenprall war so stark, dass zwei Bootsinsassen verletzt wurden. Das DLRG und die Feuerwehr waren mit mehreren Einsatzbooten zur Sicherung der Veranstaltung vor Ort. ´
Die Besatzung des DLRG-Bootes bemerkte den Knall der Kollision. Sie informierten die Feuerwehr und nahmen die Verletzten an Bord. Am Ufer angelangt, übernahmen Einsatzkräfte des Rettungsdienstes die weitere medizinische Versorgung.
Die Verletzten wurden zur Behandlung in umliegende Krankenhäuser gebracht. Eines der Boote wurde zudem so schwer beschädigt, dass es zu sinken drohte. Die Berufsfeuerwehr Mainz nahm es in die Mitte zweier Löschboote und schleppte es so gesichert in den Mainzer Winterhafen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kollision vor Eldenburger Kanal
(28.06.17) Am Nachmittag des 24.6.kollidierte in der Einfahrt des Eldenburger Kanals bei Waren an der Müritz ein Fahrgastschiff mit einer Motoryacht. Die beiden Fahrzeuge befanden sich im Begegnungsverkehr. Zur Vermeidung einer möglichen Kollision steuerte der Sportbootführer der Motoryacht Richtung Ufer.
Dabei kollidierte er mit einem Dalben und geriet mit dem Bug auf die Uferbefestigung. Aufgrund widersprüchlicher Angaben der Beteiligten war der Unfallverursacher noch nicht bekannt. Die Ermittlungen dauerten noch an. Der Sachschaden belief sich auf etwa 15.000 Euro.
Quelle:Tim Schwabedissen



Vier Verletzte bei Verpuffung auf Lotsenversetzboot
(28.06.17) Am Nachmittag des 7.6. kam es zu einer Verpuffung auf dem Lotsenversetzboot "Jasmund", 99 BRZ (IMO-Nr.: 9734331), im Fischereihafen von Bremerhaven. Das Schiff war zu der Zeit am Westkai aufgepallt. Vier Arbeiter wurden zum Teil schwer verletzt.
Das Unglück geschah bei Schweißarbeiten. Es kam zu einer kurzzeitigen Durchzündung brennbarer Gase im Maschinenraum. Als die ersten Einsatzkräfte im Fischereihafen eintrafen, war es allen vier Verletzten gelungen, sich selbst aus dem Maschinenraum zu retten.
Sie wurden sofort medizinisch versorgt. Zwei Mitarbeiter der mit den Arbeiten betrauten Firma hatten schwere bis mittlere Brandverletzungen erlitten. Alle vier wurden vom Rettungsdienst sofort in ein Bremerhavener Krankenhaus transportiert.
Dort stellte sich heraus, dass einer von ihnen so schwer verletzt war, dass nur der Weitertransport in eine Spezialklinik in Betracht kam. Ein Rettungshubschrauber nahm den Mann auf und brachte ihn noch am Abend weiter in die Fachklinik für Verbrennungen. Derweil belüftete die Bremerhavener Berufsfeuerwehr den Maschinenraum des Lotsenversetzbootes mit einem Überdruckgerät, um das zündfähige Gasgemisch von dort zu entfernen. Dazu musste ein Trupp unter schwerem Atemschutz in das Schiff vordringen. Es konnte anschließend wieder gefahrlos betreten werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter lief bei Florø auf Grund
(28.06.17) Der mit einer Ladung Holz aus Mongstad kommende, norwegische Frachter “Ingvild", 3694 BRZ (IMO-Nr.: 7633387), lief am 27.6. um 123.30 Uhr bei Grasskjeret westlich des Stabben-Leuchtfeuers vor Florø auf Grund. Das Schiff, das eine 15-köpfige Crew an Bord hatte, kam mit einer Geschwindigkeit von 11,2 Knoten auf Grund fest. Es saß auf sechs Metern der Schiffslänge auf.
Ein Schlepper wurde gerufen, und vorsorglich ging das NSSR-Rettungsboot "Halvdan Grieg" aus Florø auf Standby. Um 14.35 Uhr kam der Frachter mit eigener Kraft wieder von der Schäre ab und machte eine Stunde später am Frachtterminal in Florø fest.
Die “Ingvild” ist 98,74 Meter lang, 16 Meter breit, hat 5,73 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 4.418 Tonnen. Der 306-TEU-Frachter läuft für die Storesletten Rederi AS in Kopervik und wurde 1977 bei der J.J. Sietas-Werft in Hamburg-Neuenfelde als „Planet“ erbaut. 1979 wurde er zur „Ville du Levant“, 1983 zur „Planet 1“, 1985 zur „Pegasus“ und “Maersk Turbo“, 1988 zur „Maersk Euro Decimo“, 1994 zur „Ole“ und 2001 zur „Ingvild“. Nach dem Einlaufen in Sauda am 21.11.2014 wurde er durch die norwegische Coastguard in die Kette gelegt, weil Lotsengelder und Sicherheiten nicht bezahlt worden waren. Einige der Forderungen in einer Gesamthöhe von 333.402 Dollar waren zu der Zeeit über zwei Jahre alt. Die damalige Major Sletten Rederi AS hatte im Oktober 2014 die Insolvenz erklärt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ehemaliges Rettungsboot gerettet
(28.06.17) Das norwegische Küstenwachboot „Tor“ wurde am 25.6. alarmiert, weil ein Sportboot im Sognefjord einen Motorausfall gemeldet hatte. Als sich die Einsatzkräfte der Position näherten, sahen sie dort allerdings ein großes, geschlossenes Rettungsboot auf dem Wasser treiben.
Tatsächlich handelte es sich bei dem Havaristen um ein ausrangiertes, ehemaliges Rettungsboot eines Handelsschiffes, das ein Privatmann erworben hatte. Das leuchtend orangene Gefährt wurde von einem RIB, das die „Tor“ ausgesetzt hatte, zum Ufer geschleppt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht blieb an Radarreflektor hängen
(28.06.17) Am 27.6. gegen Mittag blieb in Dordrecht eine Segelyacht, die unter Motor unterwegs war, an einem Radarreflektor der Moerdijkbrücke hängen. An dem Bauwerk hängen an beiden Seiten solche Reflektoren. Durch die Strömung wurde die Yacht gegen einen von ihnen getrieben und blieb mit ihrem Rigg hängen.
Das Boot kam weder vorwärts noch rückwärts, und weil Strömung und Wind ein Übriges taten, musste der Skipper einen Notruf absetzen. Sowohl die „RWS 851“ von Rijkswaterstaat wie auch die „KBW 1910“ der KNRM-Station Dordrecht-Süd kamen zu Hilfe. Das Patroullienboot sicherte die Umgebung ab, während die Seenotretter einen Mann auf der Yacht absetzten, um die Lage zu sondieren.
Dann wurde eine Schleppverbindung zur „KBW 1910“ hergestellt und die Yacht mut vorsichtigen Vorwärts- und Rückwärtsmanövern von dem Hindernis befreit. Nach einer Kontrolle konnte sie ihre Fahrt fortsetzen, da sie das Missgeschick offenbar unbeschadet überstanden hatte. Der Rettungsmann ging wieder auf sein Boot zurück, das dann zu seiner Station zurückkehrte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Russischer Frachter lief erst auf Grund und verstieß dann gegen Krim-Sanktionen
(28.06.17) Der russische Frachter "Zelenga", 1522 BRZ (IMO-Nr.: 8862856), lief am 25.6. auf der Reede von Rostov am Don auf Grund. Er kam bei Tonne 152 auf Sand- und Schlammboden außerhalb des Fahrwassers fest. Ein Schlepper machte den Havaristen wieder flott, der unbeschädigt geblieben war und seine Reise nach Yalta auf der Krim fortsetzte, was einen Verstoß gegen die gegen die verhängten Sanktionen darstellte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Maschinenschaden auf Bodensee
(28.06.17) Die Bodensee-Fähre "Euregia", 896 ts, erlitt auf der Fahrt von Romanshorn nach Friedrichshafen am 27.6. gegen 14.30 Uhr einen Maschinenschaden. Rund eine Stunde lang versuchte die Crew, den Schaden mit Bordmitteln zu beheben. Doch alle Reparaturbemühungen waren vergebens.
Daraufhin kam die Fähre "Friedrichshafen" um 15.40 Uhr zu Hilfe. Sie legten sich in der Friedrichshafener Bucht Bug an Bug, damit die Fußgänger und Radfahrer an Bord der „Euregia“ auf die "Friedrichshafen" übersteigen konnten. Das Manöver dauerte rund fünf Minuten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Raddampfer als Altlast von Sturmschaden erneut ausgefallen
(28.06.17) Das Schweizer Dampfschiff „Stadt Rapperswil“, 262 ts, das mit Aktionären der Zürichsee-Schifffahrtsgesellschaft unterwegs war, erlitt in Küsnacht am Nachmittag des 27.6. Maschinenschaden. Das Motorschiff „Helvetia“ kam um 18.10 Uhr zu Hilfe und nahm die gestrandeten Fahrgäste an Bord.
Diese waren direkt nach der Generalversammlung an Bord des Dampfschiffes, das am Züricher Bürkliplatz lag, gegangen. Die Extrafahrt sollte eigentlich zeigen, dass sich der 104 Jahre alte Raddampfer nach seiner Reparatur wieder in gutem Zustand befand. Er hatte wegen eines Defekts im Drucksystem der Maschine das ganze letzte Jahr in der Werft in Zürich-Wollishofen gelegen.
Eine halbe Stunde nach der Havarie um 17.30 Uhr ging die „Helvetia“ längsseits der „Stadt Rapperswil“, und die meisten Passagiere konnten gefahrlos umsteigen. Nach diesem Manöver setzte die „Helvetia“ ihre fahrplanmäßige Fahrt seeaufwärts fort. Später holte die „Albis“ die noch auf dem Raddampfer verbliebenen Fahrgäste in Küsnacht ab und lief zurück nach Zürich.
Fast genau vor einem Jahr hatte die „Stadt Rapperswil“ die Saison nach wenigen Fahrten vorzeitig abbrechen, weil die Dichtung eines Zylinders kaputt war. Dieser Defekt wurde mit einer Havarie am 17.7.2015 von Verbindung gebracht, als das Schiff in einem Sturm bei der Halbinsel Hurden auf Grund gelaufen war. Dabei wurden die Schaufeln beschädigt und die Welle, die das Rad mit der Dampfmaschine verbindet. Die Schaufelräder waren erst wenige Monate zuvor für rund 300.000 Franken ersetzt worden.
Das Dampfschiff konnte eine Stunde nach dem aktuellen Ausfall mit eigener Kraft zurück in die Werft in Zürich-Wollishofen laufen. Erste Vermutungen deuteten auf einen Fehler im Brenner der Maschine hin. Derzeit untersuchten Spezialisten den Raddampfer am Werftkai weiter.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter übersah Schlauchboot vor Horten
(28.06.17) Am 23.6. um 12.30 Uhr erlitt ein RIB einen Motorausfall vor Horten. Ein Kutter übersah das mit drei Personen besetzte Schlauchboot, dessen Insassen mit Winken und Rufen auf sich aufmerksam zu machen suchten, und rammte es. Einer der Bootsfahrer landete beim Zusammenprall im Wasser, wurde aber sofort wieder an Bord gezogen.
Niemand wurde bei dem Vorfall verletzt, der sich einige hundert Meter vom Fährterminal entfernt ereignete. Nach den Ermittlungen der Vestfolder Polizei hätte das RIB nur mit einer Person besetzt sein dürfen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bootsfahrer vor Trestraou gerettet
(28.06.17) Am 28.6. gegen acht Uhr geriet das 5,5 Meter lange Sportboot „Pen ar Vur“ mit Wassereinbruch 1,5 Meilen nördlich von Trestraou mit zwei Personen an Bord in Seenot. Die Bootsfahrer schossen Notraketen ab, und die Feuerwehr in Codis wurde alarmiert. Das Boot sackte mit hoher Geschwindigkeit nach achtern weg, und die Einsatzkräfte der Feuerwehr eilten mit einem Festrumpfschlauchboot zu Hilfe.
Außerdem kam die in der Nähe befindliche Yacht „Le Gricheux“ herbei und rettete die beiden Bootsfahrer aus dem Wasser. Sie wurden wohlbehalten nach Ploumanac'h gebracht. 45 Minuten nach dem Notruf war das Rettungsboot „Commandant Toutain” der SNSM ebenfalls vor Ort. Es nahm das halb gesunkene Boot auf den Haken und schleppte es nach Linkin, wo es von einem Kran aus dem Wasser gehoben wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Deutsche Yacht vor Budelli gestrandet
(28.06.17) Vor La Maddalena funkte am 27.7. eine 14 Meter lange, deutsche Yacht Mayday, nachdem sie in einem plötzlich aufgekommenen Sturm auf den Felsen der Insel Budelli gestrandet war. Die Coastguard schickte die „SAR CP 870”, die sieben Segler unversehrt abbarg und in den Hafen von Cala Gavetta brachte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Keine Spur von zwei Vermissten der El Almirante
(28.06.17) Nach den letzten Berichten des Krisenstabs in Guatapé wurde inzwischen ausgeschlossen, dass sich die beiden vermissten Fahrgäste des kolumbianischen Ausflugsschiffs „El Almirante“, Aura Estella Barragán Argumedo, 63, aus Facatativá, Cundinamarca, und Erika Quinchía, 35, aus Paraiso de Bello im Innern des Wracks befinden. Die Suche nach den beiden erstreckte sich 300 Meter weit um die Untergangsstelle. Taucher haben das Schiffsinnere inzwischen drei Mal inspiziert.
Von den 167 Personen an Bord des Ausflugsschiffes, das am 25.6. auf dem Peñol-Guatapé –Stausee sank, wurden sieben tot geborgen. Am 27.6. waren 32 Einsatzkräfte der Marine, Polizei und der Feuerwehr von El Peñol und Guatapé vor Ort. Insgesamt hatten 339 Menschen sich an dem Rettungseinsatz beteiligt, darunter Feuerwehr, Zivilschutz, Ärzte und Krankenschwestern, Polizei und Armee. Das Wrack sollte nun für weitere Untersuchungen gehoben werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fischer von brennendem Kutter gerettet
(28.06.17) Vor Land’s End in West-Cornwall geriet am 27.6. um 9.15 Uhr ein Kutter in Brand. Der Skipper wurde von einem Rettungshubschrauber des Cornwall Airport in Newquay aus der Luft abgeborgen und ins Royal Cornwall Hospital in Truro zur Behandlung geflogen. Das RNLI-Boot aus Sennen Cove wurde ebenfalls von der Coastguard mobilisiert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Boot sank nach Feuer in Statter Harbor
(28.06.17) Die 42 Fuß lange “Whimsea” ging am Morgen des 27.6. vermutlich durch Brandstiftung in Don D. Statter Memorial Harbor in Flammen auf und sank. Eigner Gary Wilkins kam in kritischem Zustand ins Providence Alaska Medical Center in Anchorage. Der 51-jährige war auch der Eigner eines Trucks, der am 15.6. am Hafeni n der Auke Bay ausbrannte.
Die Feuerwehr und das Juneau Police Department sowie die U.S. Coast Guard waren in die Untersuchung eingebunden. Ein Zeuge auf einem Nachbarboot hatte den Brand gegen ein Uhr bemerkt und Alarm geschlagen. Rund 20 Mann der Capital City Fire/Rescue kamen zum Hafen.
Zuvor war der Eigner bereits von seinem Boot geholt worden. Boote in der Nähe wurden von Helfern losgeworfen, damit sie von der in voller Länge brennenden „Whimsea“ wegtreiben konnten, die um zwei Uhr trotz aller Löschbemühungen sank. Sie wurden dann in der Nähe wieder eingefangen.
Verbranntes Holz und Trümmer trieben nach dem Untergang im Hafen. Sie wurden mit einer Ölsperre eingefangen. Außerdem wurden ölabsorbierende Pads ausgebracht, um auslaufenden Kraftstoff aufzusaugen. Die U.S. Coast Guard und das Alaska Department of Environmental Conservation organisierten die Reinigungsarbeiten. Sie sollten binnen 24 Stunden abgeschlossen werden. Es war unbekannt, wieviel Öl in den Tanks des Bootes war.
Die SE Underwater Services wurden mit dem Aufklaren und der Bergung beauftragt. Diese könnte wegen der Brandschäden am Schiff kompliziert werden. Bei der Hebung sollte es nicht auseinanderbrechen. Ein Taucher sollte das in gut 150 Fuß Wassertiefe liegende Wrack inspizieren.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler wurde neues künstliches Riff vor New Jersey
(28.06.17) Der 87 Fuß lange ehemalige New Yorker Trawler “Mt. Sinai” wurde am 27.6. als künstliches Riff in 70 Fuß Wassertiefe auf dem Axel Carlson Artificial Reef zwei Meilen vor Pt. Pleasant als neues Habitat versenkt. Das Schiff war von Roy Diehl aus Belford und der Belford Fisherman's Cooperative gespendet worden. Die Vorbereitungen und die Verschleppung wurden durch die Greater Point Pleasant Charter Boat Association gesponsort.
Quelle:Tim Schwabedissen



Segelyacht „Seawitch“ mit Problemen
(Bild: RNLI)   Großbild klick!

Yacht in Schwierigkeiten und schlechtem Zustand
(27.06.17) Am 26.6. erlitt die Segelyacht „Seawitch“ auf dem River Medina vor Egypt Point Motorausfall. Die beiden Crewmitglieder warfen Anker, doch dieser konnte bei starker Strömung die Drift des Bootes in westlicher Richtung nicht aufhalten. Ein Motorboot ging auf Standby und alarmierte die Coastguard.
Das RNLI-Boot aus Cowes wurde von dieser verständigt und lief unter Vormann Hark Harker aus. Die Yacht, die von den Rettungsmännern als in schlechtem Zustand befindlich beschrieben wurde, konnte auf den Haken genommen und zum Ponton des Island Sailing Club in Cowes abgeschleppt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter in Granville vollgelaufen
(27.06.17) Am 25.6. ging der 10 Meter lange, französische Kutter "Kan a Diskan" im Hafen von Granville (Manche) auf Grund. Das Schiff hatte an seiner Mooring im Außenhafen gelegen, als es auf einem unter Wasser liegenden Objekt aufsetzte und daraufhin Wassereinbruch erlitt. Bei der auflaufenden Flut schwamm es wegen des Gewichts des eingedrungenen Wassers dann nicht mehr auf und lief gänzlich voll.
In der Nacht zum 26.6. platzierten die Seenotretter der SNSM Granville Pumpen an Bord, und am Morgen konnte das Schiff in den Hafen geschleppt werden, wo es an Land gesetzt wurde. Der Schaden an Motor und Elektrik war erheblich.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler kippte in Hvide Sande auf die Seite
(27.06.17) Als der dänische Trawler "Juli-Ane - RI 468", 210 BRZ (MMSI-Nr.: 219867000), am Morgen des 27.6. auf den Slip der Vestværftet in Hvide Sande gezogen werden sollte, begann er sich auf dem Slipwagen langsam nach Backbordseite überzulegen. Schließlich blieb er mit über 45 Grad Schlagseite halb an Land, halb im Wasser, liegen. Menschen kamen nicht zu Schaden, doch es entstand materieller Schaden in noch unbekannter Höhe. Eine Untersuchung, warum es zu dem Unfall kam, und zur Schadenssumme wurde eingeleitet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motorboot “Ethel Jeanne”
(Bild: Shannon Delayney)   Großbild klick!

Zu viel Bier – Motorboot auf Strand gesetzt, Ausweis zurückgelassen
(27.06.17) Das 36 Fuß lange Motorboot “Ethel Jeanne” aus Cherry Hills Village lief am 24.6. mit voller Fahrt auf den Strand von Daytona Beach. Niemand wurde an Bord des 10-Tonners vorgefunden, was zu Befürchtungen führte, der Skipper könnte über Bord gegangen sein. Wie sich herausstellte, handelte es sich aber nicht um einen Unfall, sondern das Boot war von dem 20-jährigen Jonathan Race zuvor gestohlen worden. Er verließ es auf See, ließ aber seine Shorts samt Ausweis an Bord und konnte darüber identifiziert werden.
Gegenüber der Daytona Beach Police räumte er ein, vier starke Bier konsumiert zu haben und dann zu den Daytona Marina and Boat Works gegangen zu sein. Dort brach er um 4.38 Uhr auf mehreren Booten ein, bevor er, wie Videoaufnahmen bewiesen, um 6.27 Uhr mit der „Ethel Jeanne“, die dort zur Reparatur lag, in See stach. Ein Werftarbeiter alarmierte die Polizei, nachdem er Spuren von Zerstörung vorfand.
Die Polizei teilte ihm mit, dass die „Ethel Jeanne“ zwei Meilen südlich auf dem Strand säße. Race hatte es auf Grund gesetzt und war dann von Bord gesprungen. Die Polizei traf ihn in seinem Mobilhaus an und verhaftete ihn.
Quelle:Tim Schwabedissen



Aufgelaufene Yacht bei Oban geborgen
(27.06.17) Eine neun Meter lange Yacht lief am 25.6. um 11.20 Uhr eine halbe Meile nördlich von Dunstaffnage nahe Oban, Argyll/Bute, vor der Insel Eilean Mor auf Grund und legte sich auf die Steuerbordseite über, als der Wasserstand fiel. Das Rettungsboot aus Oban, die „Mora Edith MacDonald“, wurde um 11.20 Uhr von der Stornoway Coastguard alarmiert. Es lief um 11.37 Uhr aus Oban Bay aus und war eine Viertelstunde später vor Ort.
Auch ein Arbeitsboot der Dunstaffnage Marina hatte auf den Pan Pan-Meldung reagiert und war auf Standby gegangen. Das Oban Coastguard Rescue Team überwachte die Lage von Land aus. Das Rettungsboot setzte derweil sein XP-Boot mit zwei Mann an Bord aus und barg die dreiköpfige Crew von der Yacht ab. Dann wurde mit dem Schlauchboot deren Anker nach See hin ausgelegt, um das Boot später an diesem auf tieferes Wasser ziehen zu können. Die Segler wurden vom Rettungsboot anschließend zur Dunstaffnage Marina gebracht. Um 12.37 Uhr machte es in Oban fest, um dort auf die nächste Flut zu warten. Um 14.39 Uhr warfen die Seenotretter wieder los und nahmen die Yachtcrew an Bord.
Erneut wurde das XP-Boot ausgesetzt und der Skipper auf sein Boot gebracht. Um 16.25 Uhr schwamm dieses wie erhofft mit dem steigenden Wasserstand wieder auf und nahm Kurs auf seine Mooring in Camas Bruaich Ruaidhe. Die übrige Crew ging dort dann auch zurück an Bord der Yacht.
Das XP-Boot wurde an Bord der “Mora Edith MacDonald” genommen, die um 16.35 Uhr Kurs auf ihre Station nahm. Auf dem Rückmarsch wurde die Crew von der Stornoway Coastguard aber gebeten, vorher drei Meilen östlich der Connel Bridge ein kleines Motorboot zu überprüfen, das in einer kleinen Bucht bei Ardachy gestrandet war. Die Seenotretter lokalisierten es um 16.48 Uhr und fanden es in sicherer Position vor. Um 17.27 Uhr waren sie zurück auf ihrer Station und meldeten sich um 18 Uhr wieder einsatzbereit.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler erlitt Wassereinbruch vor Fraserburgh
(27.06.17) Am 25.5. gegen 11 Uhr erlitt der Kutter "Ocean Pioneer - FR 928", 172 BRZ (MMSI-Nr.: 250000884), aus Fraserburgh mehr als 40 Meilen vor dem Heimathafen einen Wassereinbruch. Das dortige RNLI-Boot sowie ein Rettungshubschrauber aus Inverness wurden zu dem Havaristen beordert. Es wurde versucht, des eindringenden Wassers Herr zu werden, während das Rettungsboot "Willie and May Gall" den Havaristen ansteuerte.
Der Hubschrauber landete in Aberdeen zum Tanken, konnte dann aber um 15 Uhr zurückkehren, nachdem das RNLI-Boot den Havaristen auf den Haken genommen hatte. Mehrere andere Kutter waren auf Standby geblieben, bis die Lage unter Kontrolle war. Auf dem Rückmarsch musste weiter gelenzt werden, da das Leck noch nicht abgedichtet war. In der Nacht wurde der Schleppzug im Hafen von Fraserburgh erwartet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker im Golf von Aden gesunken – 13 Mann gerettet, einer vermisst
(27.06.17) Der unter Panama-Flagge laufende Tanker "Rama 2", 3987 BRZ (IMO-Nr.: 8819720), funkte am 26.6. im Golf von Aden 44 Kilometer östlich von Alula ein Notsignal und sank wenig später. Es hatte zuvor offenbar eine starke Explosion mit nachfolgendem Feuer gegeben. Das Schiff war mit einer Ladung von 3.000 Tonnen Öl von Mogadischu nach Al Hamriya unterwegs gewesen.
Eine SAR-Operation unter Leitung der britischen Coastguard lief mit Unterstützung von Handelsschiffen, die sich in der Nähe befanden, an. Zwei Kriegsschiffe kamen dem Tanker zu Hilfe. 12 der 14 Mann Besatzung wurden von anderen Schiffen gerettet, ein weiterer von einem Hubschrauber der UK Coastguard.
Ein Mann wurde noch vermisst. Die Suchaktion wurde durch schlechtes Wetter behindert. Der Tanker hatte vor der Explosion zwei Tage lang vor Muranyo gelegen. Rauch und Flammen waren danach von Zeugen an der Küste von Puntland beobachtet worden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker bei Mombasa auf Riff gelaufen
(27.06.17) Der unter Tuvalu-Flagge registrierte Tanker "Theresa Arctic", 43414 BRZ (IMO-Nr.: 8715508), lief am Nachmittag des 20.6. auf ein Riff vor Kilifi nördlich von Mombasa und saß seither auf Position 03 39 S 039 53 O fest. Er war mit 27.500 Tonnen Pflanzenöl von Port Klang nach Mombasa unterwegs. Die Berger von Smit Salvage und der ortsansässigen Firma Alpha Logistics wurden damit beauftragt, das Schiff wieder flottzumachen.
Dazu machten sich vier Schlepper, die "Mt Duma 2", "Mt Simba 3", "Mt Kiboko 2" und "Mt Nyangumi 2", auf den Weg zur Strandungsstelle. Vor der Bergung musste allerdings die Ladung geleichtert werden. Zu diesem Zweck lief aus Mosambik der Tanker "Alpine Duke" (IMO: 9470909) zur Strandungsstelle aus und machte am 25.6. in Mombasa fest. Ein Schlepper hielt den Tanker bis dahin auf seiner Position auf dem Riff.
Die Crew konnte an Bord bleiben, da die Lage des Havaristen stabil war. Ziel der Berger war, ihn bis zum 28.6. wieder freizubekommen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Digitaler Notruf half bei Hilfeleistung für gestrandete Yacht
(27.06.17) Die US Coast Guard kam am Morgen des 26.6. der zweiköpfigen Crew der 40 Fuß langen Segelyacht “Lady Max” zu Hilfe, die während einer in Newport Beach gestarteten Regatta vor der Küste von Encinitas, Kalifornien, im Nebel nach Problemen mit dem GPS auf Grund gelaufen war. Um 3.30 Uhr hatte die Coast Guard San Diego einen digitalen Notruf von einer Position unweit von Beacon’s Beach aufgefangen. Es gelang, Funkkontakt zu den beiden Seglern aufzunehmen, die Rettungswesten angelegt hatten.
Die Encinitas Lifeguards wurden verständigt und waren um 4.30 Uhr vor Ort. Sie bargen die Verunglückten von ihrem beschädigten, auf der Backbordseite in der Brandungszone zwischen Moonlight und Ponto liegenden Boot ab. Die 800.000 Dollar werte Sloop wurde gegen 11 Uhr bei Hochwasser von Towboat U.S. aus Dana Point zu einer Werft nach Mission Bay abgeschleppt und dort mit einem Kran an Land gesetzt. Dank der Kopplung des Funkgeräts mit GPS war nach Eintreten des Notfalls eine rasche Lokalisierung, Datenübermittlung und somit zielgenaue Hilfeleistung möglich.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter vor Walvis Bay ausgebrannt
(27.06.17) Auf dem südafrikanischen Seehecht-Kutter „South West Eagle – L 631“ brach am frühen Morgen des 18.6. durch einen elektrischen Defekt ein Feuer aus. Das Schiff der Merlus Group war zu der Zeit mit seinem Fang von 11 Tonnen auf dem Weg zum Hafen von Walvis Bay unterwegs und befand sich fünf Meilen vor Pelican Point, als kurz nach Mitternacht der Brand entstand. Die Crew konnte die Flammen zunächst unter Kontrolle halten und lief weiter auf Walvis Bay zu,
Das Schwesterschiff “Ambrose Bay” ging zur Assistenz auf Standby. Gegen drei Uhr aber fiel die Hilfsmaschine, die auch die bordeigenen Löschsysteme versorgte, aus. Dadurch konnte sich das Feuer nun ungehindert ausbreiten, und der Longliner musste von seiner 25-köpfigen Crew aufgegeben werden.
Zu der Zeit lag auch noch dichter Nebel über dem Seegebiet, was die Rettungsbemühungen zusätzlich erschwerte. Zwei Schlepper liefen zur Hilfeleistung aus Walvis Bay aus. Sie versuchten, das Feuer zu löschen. Der Havarist wurde von einem der Schlepper auf den Haken genommen, nachdem es wieder unter Kontrolle war. Das schwer zerstörte Schiff konnte am 19.6. am Kai der Hangana Seafoood festgemacht werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht im Sturm vor Richards Bay beschädigt
(27.06.17) Die NSRI Richards Bay wurde am 18.6. um 08.24Uhr von der Transnet National Ports Authority (TNPA) alarmiert, um der 38 Fuß langen Segelyacht “Zazu” zu assistieren. Diese war mit einem südafrikanischen Paar aus Durban nach Mayotte unterwegs und hatte im Sturm am Vorabend bei Windgeschwindigkeiten von über 50 Knoten Schäden am Segel und technische Probleme mit dem Motor erlitten. Die beiden kontaktierten die Telkom Maritime Radio Services und baten um Hilfe, während sie Kurs auf Richards Bay hielten.
Von der NSRI-Station Richards Bay lief das Rettungsboot “Spirit of Round Table II” aus. Es erreichte die Yacht drei Meilen vor dem Hafen und nahm sie auf den Haken. Nachdem es nach Richards Bay eingeschleppt war, machten sich die Segler dort an die notwendigen Reparaturen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Containerkran beschädigte Frachter in Hamburg
(27.06.17) Nachdem der unter Singapur-Flagge laufende Containerfrachter „Thalassa Tyhi“, 148667 BRZ (IMO-Nr.: 9667162), am 19.6. von Felixstowe kommend am HHLA-Containerterminal am Burchard-Kai 4/5 festgemacht hatte, wurde bei den Umschlagsarbeiten, die vom 20.6. bis 22. 6. dauerten, durch das Verfahren einer Containerbrücke, der Frachter stark am Schornstein beschädigt.
Er wurde am 22.6. um 14.30 Uhr ohne Eigenantrieb von vier Kotug-Schleppern zum Athabaskakai 8-9 verholt, um dort repariert zu werden. Unter Assistenz eines großen Krans wurden seither die Schäden an Schornstein samt Abgasrohren beseitigt. Am 3.7. sollte er Hamburg wieder verlassen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Anna nach Maschinenraumbrand nach Rotterdam eingeschleppt
(27.06.17) Am 26.6. um 16.45 Uhr wurde der durch ein Feuer beschädigte, holländische Frachter “Anna” nach Rotterdam eingeschleppt und im Scheurhafen festgemacht. Damit endete knapp sieben Stunden nach dem Feueralarm der Einsatz zahlreicher Rettungskräfte für das Schiff. Um 10 Uhr waren die Boote der KNRM-Stationen Scheveningen und Hoek van Holland von der Küstenwache in Den Helder zu dem 10 Meilen vor Hoek van Holland liegenden Schiff gerufen worden, das einen Brand im Maschinenraum gemeldet hatte.
Aus Scheveningen lief die “Kitty Roosmale Nepveu” aus, während in Hoek van Holland die „Jeanine Parqui“ noch im Berghafen wartete, um Einsatzkräfte der Feuerwehr an Bord zu nehmen. Auch das Lotsenboot “Apollo Pilots” lief zum Havaristen aus. Es barg zwei verletzte Crewmitglieder an Bord und brachte sie zum Berghafen, wo Krankenwagen und ein Helikopter bereit standen.
Neben der “Kitty Roosmale Nepveu” nahm außerdem das Boot der KNRM-Station Ter Heijde, die „George Dijkstra”, Kurs auf den Frachter. Die „Jeanine Parqui” setzte nach ihrem Eintreffen vor Ort einen Voraustrupp des auf Schiffsbrände spezialisierten BroNs-Teams der Rotterdamer Feuerwehr an Bord ab. Die weiteren Mitglieder wurden von dem SAR-Hubschrauber Rescue 12 vom Rotterdamer Pistoolhafen aus zum Einsatzort gebracht.
Auch die „RPA 15” des Rotterdam Port Service war mittlerweile vor Ort eingetroffen. Die Crew der „Anna“ hatte den Brand offenbar zwar erfolgreich ersticken können. Da es aber schwierig war, in dem verrauchten Maschinenraum sicherzustellen, dass es keine verbliebenen Brandnester mehr gab, wurde durch die „Kitty Roosmale Nepveu” vorsorglich eine weitere Löschpumpe an Bord abgesetzt, und der Hubschrauber setzte den Rest des BRONS-Teams auf dem Schiff ab.
Die Schlepper „SD Stingray” und “Smit Panther” liefen aus Rotterdam aus. Gegen halb eins war die Lage unter Kontrolle. Die “Kitty Roosmale Nepveu“ und „George Dijkstra” konnten zu ihren Stationen zurückkehren. Die „Jeanine Parqui” blieb zur Sicherheit vor Ort, äwhrend die “SD Stingray“ eine Schleppverbindung herstellte. Eskortiert von der „Jeanine Parqui” und der zusätzlich eingetroffenen “RPA 16” machte sich der Konvoi auf den Weg nach Rotterdam. Das BRONS-Team blieb während des Transits auf Standby für den Fall einer Wiederentzündung des Feuers, bis der Frachter sicher im Hafen war.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachterkapitän: US-Zerstörer drehte vor seinen Bug
(27.06.17) Der Zerstörer USS "Fitzgerald" ist bei der Kollision am frühen Morgen des 17.6. dem Containerfrachter "ACX Crystal" in den Kurs gelaufen, sagte dessen Kapitän Ronald Advincula jetzt aus. In einem Bericht für den Eigner, die Dainichi Investment Corp, sagte er, sein Schiff habe der USS "Fitzgerald" vor dem Zusammenstoß ein Warnsignal gegeben. Doch der Zerstörer drehte trotz der Blinklichter unvermittelt dem Frachter vor den Bug. Dieser versuchte noch, die Kollision durch ein Abdrehen nach Steuerbord abzuwenden, doch zehn Minuten später, um 1.30 Uhr bohrte sich der Bug in die Steuerbordseite der USS "Fitzgerald". An Bord des Zerstörers hatte es offenbar keine Kollisionswarnung gegeben, sonst hätte der Kommandant wohl noch seine Kammer verlassen. Erst um 2.25 Uhr wurde eine Notmeldung abgegeben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Opferzahl in Kolumbien nach unten korrigiert
(27.06.17) Nach dem Untergang des Ausflugsschiffs „El Almirante“ auf einem Speichersee um den allein stehenden Felsen El Peñól bei Medellín ist die offizielle Zahl der Toten und Vermissten nach unten korrigiert worden. Sieben Menschen kamen ums Leben, das bislang letzte Opfer wurde am 26.6. von Tauchern geborgen, zwei weitere wurden noch vermisst, teilte der Chef der Regionalregierung von Antioquia, Luis Pérez Gutiérrez, mit. Zeitweise war von Dutzenden Vermissten die Rede gewesen.
Insgesamt 158 Menschen konnten offenbar gerettet werden. Bei den Vermissten handelte es sich um zwei 35 und 62 Jahre alte Frauen. Die unteren Decks des mit vier Decks ausgestatteten Schiffes waren rasch geflutet worden, während es sich mehrfach stark nach Backbord und Steuerbord überlegte und die Passagiere auf den oberen Decks hin und her liefen.
Binnen weniger Augenblicke war das sinkende Schiff von anderen Booten und Fahrzeugen umrundet gewesen, die etliche Schiffbrüchige abbargen. Rund 40 Menschen schwammen selbst an Land. Nachdem sich die „El Almirante“ noch einige Augenblicke gehalten hatte, sackte sie dann unvermittelt weg.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motoryacht in Bucht von Graniers geborgen
(27.06.17) Am Nachmittag des 26.6. trieb die Motoryacht “Paradise” auf Felsen unweit der Bucht von Graniers in Saint-Tropez. Die SNSM, die örtliche Polizei und der Schlepper „Faucon“ kamen zu Hilfe. Trotz hohen Seegangs und starken Ostwinds gelang es, die Motoryacht wieder in tieferes Wasser zurück zu ziehen. Ob sie sich von einer Mooring losgerissen oder Motorschaden erlitten hatte, war noch unklar. An Bord hatte sich eine zweiköpfige Crew befunden, die bei der Havarie unversehrt blieb.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter vor Aberdeenshire in Seenot
(27.06.17) Am Morgen des 27.6. erlitt ein Kutter Maschinenausfall und trieb auf Felsen an der Küste von Aberdeenshire. Die zweiköpfige Crew setzte um 08:10 Uhr von einer Position nahe des Tod Head Lighthouse bei Catterline einen Notruf ab. Rettungsboote und Teams der Coastguard in Montrose und Stonehaven kamen zu Hilfe. Der Havarist wurde von den Felsen weggeschleppt und nach Stonehaven gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Containerfrachter „Greetje“
(Bild: Olaf Kuhnke)   Großbild klick!

Frachter erlitt Maschinenschaden vor Kiel
(26.06.17) Der holländische Containerfrachter „Greetje“, 5056 BRZ (IMO-Nr.: 9186388), wurde am Morgen des 25.6. von einer defekten Maschine daran gehindert, den Nord-Ostsee-Kanal in Kiel auf der Reise vom schwedischen Ahus nach Bremerhaven wie geplant anzulaufen. Er warf auf der Holtenauer Reeder Anker, wo die notwendigen Reparaturen durchgeführt wurden. Am 26.6. um 4.15 Uhr war der Schaden behoben, und der Frachter bat um Genehmigung zum Einlaufen. Er wurde nun im Laufe des Tages in Bremerhaven erwartet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Anleger für Fahrgastschiffe in Dürnstein (Wachau)
(Bild: Peter Walter)   Großbild klick!

Kollision bei Sonnenwendfeier in Dürnstein
(26.06.17) Auf der Donau kam es am 24.6. zu einer leichten Havarie. Während eines Feuerwerks zur Sonnenwende kollidierte das Fahrgastschiff „Kaiserin Elisabeth“ mit dem Anleger in Dürnstein. Es schrammte mit dem Achterschiff an der Brücke entlang, nahm dann aber wieder Fahrt auf und setzte die Fahrt fort. Im vergangenen Jahr waren während der Sonnenwendfahrt die „Austria“ und der Raddampfer „Schönbrunn“ kollidiert. Dabei gab es Sachschaden und Leichtverletzte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter “Ramos Carmen Primero”
(Bild: Salvamento Maritimo)   Großbild klick!

Zwei Kutter in Motril verunglückt
(26.06.17) Am 24.6. sank der spanische Kutter “Ramos Carmen Primero” aus Tabarca aus unbekannter Ursache im Hafen von Motril. ES befand sich niemand an Bord. Nur noch der Bug und von den Schwimmkörpern an der Wasseroberfläche gehaltente Netze waren an der Untergangsstelle sichtbar. Durch Salvamento Maritimo wurde ein Mobilkran geordert, der unter Aufsicht der „Salvamar Hamal“ das Wrack am 25.6 aus dem Wasser hob.
Am Morgen des 22.6. hatte Salvamento Maritimo gegen 11 Uhr den Skipper eines Kutters, der vor Granada in Brand geraten war, gerettet. Er hatte eine Rauchvergiftung erlitten und wurde ins Hospital Santa Ana de Motril zur Behandlung gebracht. Er konnte wenig später aber bereits wieder entlassen werden.
Der Kutter allerdings hatte schweren Schaden davon getragen. Das Feuer konnte von Salvamento Maritimo und Rettungsteams der Civil Guard in Motril gelöscht werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Dreimastschoner “Capitan San Marco”
(Bild: Sydney Sinclair)   Großbild klick!

Gestrandeter Schoner in Marsaxlokk wird geborgen
(26.06.17) Am 25.6. wurde begonnen, den Dreimastschoner “Capitan San Marco”, die in der Maghluq Bay in Marsaxlokk gestrandet lag, auf Veranlassung von Transport Malta zu räumen. Ein Berger wurde unter Vertrag genommen, das aufgegebene Schiff mit einer Kranbarge vom Strand zu holen. Taucher untersuchten den Grund, um sicherzustellen, dass keine Hindernisse im Weg liegen würden, wenn es im Laufe der Woche abgeschleppt würde. Die Bergung sollte im Lauf der Woche abgeschlossen werden. Das 29,9 Meter lange, um 1970 erbaute Stahlschiff war am 14.12.2005 von einem Thunfischfänger und einer Yacht beschädigt worden. Später riss es sich von seinen Moorings los und wurde auf den Strand getrieben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Mehrere Yachten vor England aus Notsituationen befreit
(26.06.17) Boote der RNLI kamen am Wochenende mehreren Yachten in Notsituationen zu Hilfe. Darunter war eine 42 Fuß lange Yacht, die am 23.6. gegen 18 Uhr nach dem Bruch des Baums Mayday gefunkt hatte. Sie trieb sechs Meilen vor Rye Harbour. Das RNLI-Team aus Dungeness kam mit der “The Morrell“ zu Hilfe. Sie eskortierte das Boot zu einem sicheren Liegeplatz in Lee von Dungness.
Die Yacht ankerte in einer Bucht vor Littlestone und wollte am folgenden Tag die Reise nach Dover fortsetzen. Um 21.45 Uhr kehrten die Seenotretter zurück auf ihre Station.
Die Portishead RNLI wurde am 25.6. um 19.13 Uhr alarmiert, weil eine Yacht mit fünf Personen an Bord bei Hochwasser zu stranden drohte. Binnen weniger Minuten erreichte das Rettungsboot „My Lady Anne“ die Yacht vor der Portbury Wharf, unmittelbar vor der Portishead Marina. Es hatte nur noch einen halben Meter Wasser unter dem Kiel, als eine Schleppverbindung hergestellt werden konnte. Trotz hohen Seegangs konnte die Yacht rasch in tieferes Wasser gezogen werden. Sie hatte bei eigenen Befreiungsversuchen eine Leine in den Propeller bekommen.
Das RNLI-Boot aus Alderney, die “Roy Barker I”, lief am 25.6. um 14.30 Uhr aus, nachdem die 31 Fuß lange, französische Yacht “Blue Jet” wegen Überhitzung des Motors einen Notruf abgesetzt hatte. Der Skipper konnte nicht in den Hafen kommen. Binnen Minuten gingen die Seenotretter längsseits und schleppten das Boot gegen 15 Uhr nach Braye Harbour ein. Sie war von Cherbourg nach Alderney unterwegs.
Die Yarmouth RNLI wurde am Nachmittag des 25.6. von der Solent Coastguard alarmiert, nachdem die 40 Fuß lange Segelyacht “Flair IV” bei 22 Knoten Wind in Schwierigkeiten geraten war. Sie trieb mit Motorausfall im westlichen Solent und wurde eine Meile westnordwestlich von Yarmouth vor Anker gelegt.
An Bord befanden sich neben der Crew auch vier Kinder. Zwei Rettungsmänner stiegen an Bord über, halfen, den Anker zu bergen und eine Schleppverbindung herzustellen. Die Yacht wurde dann nach Yarmouth abgeschleppt, und das Rettungsboot war um 15:30 Uhr auf seiner Station zurück.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kollision in Kanalschleuse in Kiel-Holtenau
(26.06.17) Am Abend des 25.6. kam es beim Einlaufen des amerikanischen Frachters "Ocean Freedom", 12810 BRZ (IMO-Nr.: 9506722), der aus Douala kam, in die Schleuse des Nord-Ostsee-Kanals in Kiel-Holtenau zu einer Havarie, bei der der holländische Frachter "Emma", 2528 gt (IMO-Nr.: 9374703), beschädigt wurde.
Während des Anlegemanövers wurde von der Mannschaft der „Ocean Freedom“ entgegen der Regeln guter Seemannschaft die Achterspring zuerst an Land gegeben. Dadurch missglückte das Anlegemanöver, und der Frachter zog mit dem Heck in Richtung der bereits in der Schleuse liegenden „Emma“.
Mit dem Bordkran touchierte die „Ocean Freedom“ eine von deren Antennen und knickte diese ab, außerdem kam es zu Beschädigungen an der Backborseite wie z.B. eingedrückten Relings und Beulen. Die Schleusenkammer wurde bis 22.15 Uhr für den übrigen Schiffsverkehr gesperrt, während die Wasserschutzpolizei den Unfall aufnahm. Um 22.45 Uhr machte sich die „Ocean Freedom“ auf die Weiterreise und erreichte am 26.6. gegen neun Uhr den Zielhafen Fredericia. Die „Emma“, die auf der Reise von Ijmuiden nach Halmstad war, machte um 20.15 Uhr bei der Lindenau-Werft in Kiel zur Reparatur fest.
Die „Emma“ ist 89,99 Meter lang, 12,5 Meter breit, hat 5,03 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 3.500 Tonnen. Sie läuft für die Wagenborg Shipping BV in Delfzijl und wurde 2007 bei der Peters Scheepswerf BV in Kampen erbaut.
Die “Ocean Freedom” ist 153,52 Meter lang, 23,45 Meter breit, hat 9,1 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 14.359 Tonnen. Der 985-TEU-Frachter läuft für die Crowley Global Ship Management, Inc. in Jacksonville, Florida, und wurde 2010 bei der Sainty Shipbuilding (Jiangdu) Corp. Ltd. erbaut. Am 29.10.2015 kollidierte die "Ocean Freedom” von Colon kommend mit einer Barge der Kirby Inland Marine im Innenhafen von Corpus Christi. Dabei wurde der Bug der "Ocean Freedom" erheblich beschädigt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter vor Untergang bewahrt
(26.06.17) Die US Coast Guard assistierte am 22.6. der Crew des Kutters “Kodiak “, der unweit von Knowles Bay im Prince William Sound, Alaska, Wassereinbruch im Maschinenraum erlitten hatte. Die Crew bereite sich darauf vor, das Schiff aufzugeben. Von der Air Station Kodiak stieg ein MH-60 Jayhawk-Helikopter auf, von der Coast Guard Station Valdez lief ein 45-Fuß-Boot aus, außerdem kamen das Patroullienboot “Sycamore“ und die Kutter “Rocky B“ und „Remedy“ mit Lenzpumpen zu Hilfe.
Dank der schnellen Hilfe konnte die Lage an Bord unter Kontrolle gebracht werden. Das Rettungsboot nahm den Havaristen auf den Haken und schleppte ihn ins 37 Meilen entfernte Cordova ab. Vor Ort waren 15 Meilen Windgeschwindigkeit.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre nach Merak abgeschleppt
(26.06.17) Die indonesische Fähre KMP "Triamas Kanaya", 6410 BRZ (IMO-Nr.: 9016715) erlitt am 23.6. in der Sunda Strait auf der Fahrt von Bakauheuni Lampung in Ost-Sumatra nach Merak in West-Java, Maschinenausfall. Ein Schlepper wurde aus Merak zur Assistenz geschickt und schleppte die Fähre in den Hafen. Hier sollte sie repariert werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Maschinenausfall auf Südatlantik
(26.06.17) Der unter Panama-Flagge laufende Bulkcarrier "Rainbow Harmony", 22456 BRZ (IMO-Nr.: 9558737), erlitt am 16.6. auf dem Südatlantik auf der Reise von Panjang nach Amsterdam Maschinenausfall. Der Schlepper "UOS Explore" wurde zur Assistenz unter Vertrag genommen. Am 23.6. nahm er den Havaristen mit Fahrtziel Walvis Bay auf den Haken.
Der Konvoi kam mit 4,5 Knoten Fahrt voran. Am 1.7. wurde er dort erwartet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre lief in Çanakkale auf Felsen
(26.06.17) Die türkische Fähre "Lapseki", 1042 BRZ (MMSI-Nr.: 271010152), erlitt am 234.6. um 17.40 Uhr Maschinenausfall, als sie gerade aus Çanakkale nach Eceabat auslief. Sie hatte rund 20 Fahrzeuge und Passagiere an Bord, als es durch das Versagen eines Generators zu einem Blackout an Bord kam. Das manövrierunfähige Schiff trieb auf die Felsen des Wellenbrechers.
Es konnte später mit eigener Kraft an den Terminal in Çanakkale zurückkehren. Hier wurden die Fahrgäste abgesetzt und die Autos auf eine andere Fähre umgeladen. Eine Frau hatte Herzprobleme und musste ins Krankenhaus gebracht werden. Die bei der Havarie beschädigte „Lapseki“ wurde zur Reparatur in eine Werft abgeschleppt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Viel Arbeit für KNRM auf der Sail Den Helder
(26.06.17) Am 22.6. trafen acht KNRM-Rettungsboote in Texel ein, um bei der Sail Den Helder zu assistierten. Am Morgen des 24.6. gegen vier Uhr verlor eine Yacht ihren Mast bei Huisduinen. Das Rettungsboot aus Callantsoog, die “Koen Oberman”, scjhleppte sie gemeinsam mit der “Joke Dijkstra“ nach Den Helder ab.
Am Morgen des 25.6. um 4.30 Uhr geriet ein Katamaran in Schwierigkeiten, weil der Anker nicht hielt. Er trieb eine Meile vor der Küste. Die “Joke Dijkstra” assistierte vor Ort.
Während des Sailout musste die “Joke Dijkstra” eine Yacht auf den Haken nehmen, der bei einem Wendemanöver eine Schot in den Propeller geraten war. Das Ersatzboot “Koos van Messel” mit einer Crew aus Helder bemannt assistiertere der Crew des brasilianischen Großseglers “Cisne Branco“, der einen Blackout erlitten hatte. Marineschlepper nahmen sich des Havaristen wenig später an.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kollision auf Reede von Chittagong
(26.06.17) Der unter Singapur-Flagge laufende Bulkcarrier "Ocean Phoenix", 27011 BRZ (IMO-Nr.: 9175638), der mit 45,000 Tonnen Klinker beladen war, geriet auf der Außenreede von Chittagong am 24.6. ins Treiben, nachdem der Anker nicht mehr im Grund hielt. Beim Versuch, Fahrt aufzunehmen, geriet die Ankerkette in den Propeller.
Das Schiff kollidierte dadurch mit dem ebenfalls vor Anker liegenden, unter Panama-Flagge laufenden Bulkcarrier "Green Phoenix", 31763 BRZ (IMO-Nr.: 9547001), der gleichfalls eine Klinkerladung an Bord hatte. Als das Heck der "Ocean Phoenix" gegen das größere Schiff schlug, entstand an Steuerbordseite auf Höhe von Laderaum IV ein Riss im Rumpf.
Der Laderaum lief voll, und das Achterschiff setzte auf dem Grund auf. Berger kamen herbei, um das Leck abzudichten und den Laderaum wieder auszupumpen. Die "Green Phoenix" verlor einen Anker bei dem Zusammenstoß.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Binnenschiff in Ooigem
(26.06.17) Am Nachmittag des 23.6. bemerkte der Schiffsführer des belgischen Binnenschiffs "Good Luck", 1183 ts (EU-Nr.: 6000015) gegen 17 Uhr eine starke Rauchentwicklung aus dem Maschinenraum. Das Schiff war von Kortrijk nach Sas van Ghent unterwegs. Der Skipper machte in der Schleuse von Ooigem fest, wo die Feuerwehr sein Schiff besser erreichen konnte. Sie konnte den Maschinenraumbrand rasch unter Kontrolle bringen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bitumentanker rief zum zweiten Mal in einer Woche Feuerwehr auf den Plan
(26.06.17) Auf dem deutschen Bitumentransporter "Bitumina III", 1207 ts (EU-No.: 04402090), geriet in der Nacht zum 24.6. im Hafen von Köln-Mülheim Dämmmaterial in Brand. Kurz vor Mitternacht wurde die Kölner Feuerwehr wegen starker Rauchentwicklung auf dem Schiff zum Mülheimer Hafen gerufen. Die Besatzung des Tankers, der in der Deutz-Werft lag, hatte Qualm bemerkt. Das Schiff war mit Bitumen beladen.
Feuerwehr und Rettungsdienst waren zunächst mit 13 Fahrzeugen und zwei Rettungsbooten vor Ort. Zwischen zwei Tanks fanden die Rettungskräfte schmorendes Dämmmaterial. Der Brand konnte schnell gelöscht werden, und gegen 01.30 Uhr wurde der Einsatz beendet.
Bereits am 19.6. war auf dem Bitumentanker Isolationsmaterial in Brand geraten. Das Öl, das zur Wärmeerzeugung in den Tanks benötigt wird, damit die Ladung flüssig bleibt, war auf die Isolation von Rohren getropft, und es war zu einem Schwelbrand gekommen
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler funkte vor Norwegen Mayday
(26.06.17) Der noorwegische Trawler "Ankerfisk", 250 BRZ (IMO-Nr.: 8842806), erlitt am 25.6. Wassereinbruch im Maschinenraum und funkte um 9.48 Uhr einen Mayday-Ruf auf der Nordsee auf halbem Wege zwischen Aberdeen und Stavanger. Er trieb bei starkem Wind mit Geschwindigkeiten von bis zu 31 Knoten in der See. An der Bergungsaktion beteiligten sich der Offshore-Versorger "REM Leader" (IMO-Nr.: 9627772), ein Wachboot aus Utsira und das norwegische Patroullienboot "Sortland" (IMO-Nr.: 9432646) sowie ein Sea King-Rettungshubschrauber.
Gegen Mittag wurden zusätzliche Lenzpumpen an Bord gebracht, und es gelang der Crew bis zum Nachmittag, die Lage unter Kontrolle zu bekommen. Gegen 16 Uhr wurde das Leck ausfindig gemacht, und die Rettungsaktion konnte heruntergefahren werden. Der Havarist wurde dann von der „Sortland“ nach Egersund begleitet, wo die beiden Schiffe am Morgen des 26.6. eintrafen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Mindestens neun Tote und 31 Vermisste auf Wasserreservoir in Kolumbien
(26.06.17) Das kolumbianische Ausflugsschiff "El Almirante" sank am 25.6. mit 150 Passagieren an Bord auf dem bei Touristen beliebten Stausee Peñol-Guatapé nahe der Stadt Medellín bei Guatapé im nördlichen Department Antioquia. Mindestens neun Menschen kamen dabei ums Leben. Insgesamt befanden sich rund 150 Passagiere an Bord. Viele konnten schnell aus dem Wasser geholt worden.
Mehrere Leichen wurden aus dem Wasser geborgen, 31 Menschen noch vermisst. 24 Menschen wurden in ein Krankenhaus gebracht. Bei der "El Almirante" handelte es sich um ein Freizeit- und Tourismusschiff. Es hatte zwischen 130 und 170 Fahrgäste an Bord.
Ob es überladen gewesen war, war noch unklar. Nach Zeugenaussagen wurden die Passagiere nach Eintreten des Notfalls erst auf eine Seite, dann aufs Vorschiff beordert. Auf den unteren Decks wurden sie angewiesen, die Scheiben zu zerstören, um sich ins Wasser zu retten.
Das Schiff sank binnen 15 Minuten. Viele kleine Boote waren rasch vor Ort, sodas etliche Schiffbrüchige rasch gerettet werden konnten
Quelle:Tim Schwabedissen



Ein Verletzter bei Yachtkollision vor Houat
(26.06.17) Am 25.6. um 18.45 Uhr wurde das CROSS Etel alarmiert, weil die 7,34 Meter lange Segelyacht “Bagherra" zwei Meilen nordöstlich der Insel Houat in einer Kollision beschädigt worden war. Eines der Crewmitglieder hatte eine schwere Brustverletzung erlitten. Nach einer Telefonkonferenz mit dem SAMU in Bayonne wurde entschieden, es abzubergen.
Ein Dragon 56-Helikopter aus Lorient und das SNSM-Boot „SNS 142“ aus Quiberon kamen zu Hilfe. Der Hubschrauber hob um 19.03 Uhr ab und winschte den Verletzten auf. Er wurde um 20.26 Uhr im Krankenhaus von Vannes abgeliefert. Das Rettungsboot schleppte derweil die Segelyacht nach Haliguen ab.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter Moormerlander Reederei geriet vor Hoek van Holland in Brand
(26.06.17) Am 26.6. um 09:49 Uhr wurde die niederländische Coast Guard alarmiert, nachdem auf dem holländischen Frachter "Anna", 2993 BRZ (IMO-Nr.: 9361110), 15 Meilen vor der Küste von Hoek van Holland ein Maschinenraumbrand ausgebrochen war. Das Schiff befand sich zu der Zeit auf der Fahrt von Immingham nach Rotterdam. Um 10:04 Uhr wurde entschieden, auch das Brons-Team, das auf Schiffsbrände spezialisiert ist, zu mobilisieren.
Um 10.45 Uhr stieg in Maasvlakte ein Hubschrauber auf mit einem Erkundungsteam an Bord. Gleichzeitig nahm ein Überwachungsflugzeug der Küstenwache Kurs auf den Havaristen. Zwei verletzte Crewmitglieder wurden von einem SAR-Hubschrauber des Maritime Airport de Kooy abgeborgen.
Gegen 11 Uhr traf das KNRM-Rettungsboot "Kitty Nepveu Roosmaale" am Havaristen ein und setzte zwei Rettungsmänner mit Ventilationsausrüstung an Bord ab. Das Feuer war zu dieser Zeit zwar unter Kontrolle, doch war der Maschinenraum schwer verraucht. Deshalb gestaltete sich die Suche nach verbliebenen Brandnestern als schwierig.
Der Helikopter mit dem Brons-Vorausteam war um 11.45 Uhr vor Ort. Der Kapitän der “Anna” hatte unterdessen Schleppassistenz für sein manövrierunfähig gewordenes Schiff angefordert. Die Schlepper "SD Stingray" (IMO-Nr.: 9448176) und "Smit Panter" (IMO-Nr.: 9434814) liefen zur Assistenz aus und hatten den Frachter gegen 13 Uhr auf den Haken. Er sollte nach Rotterdam gebracht werden.
Das Rijnmond Traffic Center leitete die Rettungsaktion. Vor Ort waren die Boote "RPA 15" und "RPA 16" im Einsatz. Gegen Mittag stieß auch das KNRM-Boot "Jeanine Parqui" hinzu. Die Küstenwache beendete um 13.30 Uhr ihre Arbeit an dem Seenotfall.
Die “Anna” ist 89,99 Meter lang, 14 Meter breit, hat 6,2 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 5.079 Tonnen. Sie läuft für Vertom-Bojen Bereederungs GmbH & Co. KG in Moormerland. Der 150-TEU-Frachter wurde 2008 als „Blue Sea“ bei der Scheepswerf Barkmeijer Stroobos B.V.erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fährboot lief auf Schäre bei Dønna
(26.06.17) Am 26.6. um 7.30 Uhr lief das 15 Meter lange, norwegische Fährboot "Lovundjenta" (MMSI-Nr.: 257788900), auf Felsen in Bjørn bei Dønna. An Bord waren zwei Fahrgäste und zwei Crewmitglieder. Das Boot war von Dønna nach Sandnessjøen unterwegs. Die Passagiere wurden unversehrt von einem anderen Schiff übernommen und nach Sandnessjøen gebracht.
Der Seløy Underwater Service wurde mobilisiert und sollte den Havaristen bergen und auf einen Slip in Sandnessjøen bringen. Das Fährboot hatte Wassereinbruch und wohl auch erhebliche Bodenschäden. Als Ersatz wurde die Fähre „Lovund Express" eingesetzt. .
Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei Tote und ein Vermisster nach Bootsunglück vor Sain Gilles
(26.06.17) Am 25.6. um 15:23 Uhr wurde das CROSS Réunion alarmiert, nachdem das Motorboot „Maeya 4“ in der Hafeneinfahrt von Saint Gilles in der Brandung gekentert war. Die Strandstation von Les Roches Noires schickte drei Jetskis, darunter das der Strandrettung von Ermitage, zur Unfallstelle. Die hohe Brandung machte den Rettungseinsatz aber sehr kompliziert.
Das CROSS Réunion verständigte auch die SNSM in Saint-Gilles und den Polizeihubschrauber EC 145. An Bord der Motoryacht hatten sich neun Personen befunden, darunter zwei Crewmitglieder. Das Boot hatte nach Saint Gilles einlaufen wollen.
Acht Schiffbrüchige wurden aus dem Wasser gezogen, fünf davon verletzt. Zwei von ihnen waren aber bereits tot. Eine Person wurde vermisst.
Am Abend musste die Suche nach ihr unterbrochen werden. Die gekenterte Yacht konnte mit den Jet-Skis des MNS zurück in den Hafen von Saint Gilles gezogen werden. Sie wurden unterstützt von den Seenotrettern der SNSM-Station Saint-Gilles.
Quelle:Tim Schwabedissen



Holzfloß „Tullamore“
(Bild: Sebastian Duden)   Großbild klick!

Kiel: Traum dreier Zimmerleute endete als Seenotfall
(23.06.17) Die Seenotrettungskreuzer „Nis Randers“ der DGzRS-Station Maasholm und „Eckernförde“ der Station Eckernförde assistierten am 22.6. gegen Mittag drei Zimmerleuten auf ihrem selbst gebauten Holzfloß „Tullamore“ in einer misslichen Lage. Von Rieseby im Kreis Rendsburg-Eckernförde über die Schlei und Ostsee zur Kieler Woche – das hatten sich die drei Zimmerleute auf der Walz vorgenommen. Kurz vorm Ziel mussten sie allerdings aufgeben. Dem auffrischenden Wind der Stärke sechs war ihr seeuntüchtiger Eigenbau nicht mehr gewachsen.
Der Tonnenleger „Kormoran“ des Wasser- und Schifffahrtsamtes Lübeck hatte die Seenotretter gegen 11 Uhr auf das etwa sieben Meter lange Floß aufmerksam gemacht. Zu diesem Zeitpunkt war die Situation für die drei Zimmermannsgesellen jedoch noch ungefährlich, da sie mit ihrem Außenbordmotor bei ruhiger See und schwachem Wind genügend Fahrt in Richtung Kiel machten. Sie lehnten sie die angebotete Hilfe zu diesem Zeitpunkt noch guten Mutes ab.
Trotzdem begleiteten die Seenotretter mit ihren beiden Booten sicherheitshalber das nur knapp aus dem Wasser ragende, von Fässern eher recht als schlecht mit Auftrieb versehenen Floß, um im Ernstfall umgehend eingreifen zu können. Und dieser kam schneller als erwartet.
Als kurz nach 12 Uhr plötzlich ein Gewitter über die Kieler Förde zog und der Wind auffrischte, gerieten die drei Männer etwa zwei Seemeilen nordwestlich Leuchtturm Bülk ernsthaft in Not. Das Ziel, einen Strand an der Kieler Förde zu erreichen, war nicht mehr zur realisieren. Das Floß drohte ans Ufer gespült zu werden und zu zerbrechen.
Sofort ließen die Seenotretter der „Nis Randers“ das Tochterboot „Onkel Willi“ zu Wasser, nahmen die drei Zimmerleute an Bord und übergaben sie an das Seenotrettungsboot „Eckernförde“. Die Freiwilligen-Besatzung brachte die Männer nach Kiel-Schilksee.
Unterdessen schleppte die „Onkel Willi“ das Floß in tieferes Wasser. Dort hob das Mehrzweckschiff „Scharhörn“ der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes den Eigenbau mit einem Kran an Bord. Er wurde am Tonnenhof an Land abgesetzt. Damit endete auch der Plan der Zimmerleute, das Floß bei der Kieler Woche zu versteigern. Leon Schroller, Thorben Beyersdorf und Vincent Vollmers, alle Anfang 20, hatten sich unterwegs kennengelernt, nachdem sie nach ihrer Ausbildung losgezogen waren. Als sie vor ein paar Wochen in Schleswig-Holstein an der Schlei saßen, kam ihnen die Idee, mit einem selbstgebauten Floß auf dem Meeresarm der Ostsee zu fahren. Binnen sechs Tagen war das Fahrzeug fertig -und wurde auf den Namen "Tullamore“ getauft.
Sieben mal vier Meter groß wurde die Basis des Wasserfahrzeugs. Alte Kunststofffässer, in denen vorher Oliven eingelegt waren, sollten es über Wasser halten. Das Holz wurde nebenan in einem Sägewerk frisch gesägt. Mit einem Kleintransporter samt Anhänger ging es vom Bauplatz auf dem Gut Büstorf die 2,5 Kilometer zum Wasser der Schlei.
Ein kleines Motorboot zog die "Tullamore" dort weiter ins Wasser. Nun kam die Idee, mit dem Floß zur Kieler Woche fahren. Doch der Außenborder, der unter 15 PS stark sein musste, damit kein Sportbootführerschein vonnöten war, erwies sich den Tücken des großen Reviers am Ende als nicht gewachsen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motoryacht „Corona“ sinkt
(Bild: KNRM)   Großbild klick!

Deutsches Ehepaar vor Ameland von sinkender Motoryacht gerettet
(23.06.17) Am 22.6. gegen Mittag wurde die KNRM-Station auf Ameland alarmiert, nachdem die Motoryacht „Corona“ einen Notruf abgesetzt hatte. Um 14.22 Uhr fing die holländische Coast Guard den fast unverständlichen Mayday-Ruf einer Frau an Bord des Bootes auf. Danach gelang es zunächst nicht mehr, direkten Kontakt aufzunehmen. Auch andere Schiffe in dem Seegebiet vor der Insel hatten das Mayday gehört, waren in ihren Versuchen, Funkkontakt zu bekommen, aber ebenso erfolglos.
Die "Runner" des Veltman Marine Service lief aus Ameland aus, und die beiden KNRM-Boote der Insel, die “Maria Hofker“ und „Anna Margaretha“, wurden ebenso wie ein SAR Helikopter in Marsch gesetzt. Um 15:06 Uhr gelang es endlich, Kontakt mit der Yacht aufzunehmen. Die Frau meldete, dass das 15 Meter lange Boot mit zwei Personen an Bord zu sinken drohe.
Die „Corona“ war unterwegs von Vlieland nach Borkum gewesen und befand sich nördlich von Ameland. Als beiden Rettungsboote „Maria Hofker“ und „Anna Margaretha“ zur Assistenz eintrafen, lag das Motorboot achtern bereits unter Wasser. Die Besatzung, ein deutsches Ehepaar, wurde daraufhin sofort abgeborgen und das halb gesunkene Boot in Richtung Strand abgeschleppt.
Eigentlich sollte der maritime Dienstleister Veltman Marine Service aus Ameland, der ehemalige Sleep en Bergingsbedrijf Veltman, die weiteren Bergungsarbeiten übernehmen. Doch zunächst lehnte das deutsche Paar ab. Ihr Boot lag nun in der Brandungszone 100 Meter vor dem Strand.
Bei Ebbe sollte ein neuerlicher Versuch unternommen werden, sie wieder flottzumachen. Landseitig sicherten Bulldozer das Boot mit einer Trosse.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter “Flyin Tiger”
(Bild: Cate Thomas)   Großbild klick!

Fangsaison für Kutter aus Bristol Bay nach Feuer wohl vorbei
(23.06.17) Der Kutter “Flyin Tiger” aus Bristol Bay geriet am Vormittag des 22.6. im Hafen von Dillingham in Brand. Wahrscheinlich war der Herd in Brand geraten. Das Dillingham Volunteer Fire Dept. und andere freiwillige Helfer konnten den Brand rasch löschen. Zwei Mann, darunter Skipper Willie Larson, mussten mit leichten Rauchvergiftungen vor Ort behandelt werden, brauchten aber nicht ins Krankenhaus.
Als die Feuerwehr eintraf, quoll dichter Rauch aus dem Ruderhaus. Sorge bereiteten einige Nachbarlieger, auf die das Feuer hätte übergreifen können. Deren Crews assistierten dann dabei, die Gefahr zu beseitigen. Das Feuer richtete erheblichen Schaden aus. Das Innere des Ruderhauses wurde zerstört. Die Fangsaion dürfte für die “Flyin Tiger” damit beendet sein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Suche nach vermisstem Einhandsegler beendet
(23.06.17) Die US Coast Guard beendete am 22.6. die Suche nach dem Einhandsegler Richard Carr, 71, der mit der 36 Fuß langen Segelyacht „Celebration“ 1,800 Meilen südöstlich von Hilo, Hawaii, vermisst wird. Eine HC-130 Hercules der Coast Guard Air Station Barbers Point und französische Falcon-Jets aus Tahiti sowie die 258 Fuß lange, amerikanische „American Enterprise“, der 688 Fuß lange, unter Panama-Flagge laufende Frachter “Hokuetsu Ibis“ sowie die 259 Fuß lange, mexikanische „El Duque“ führten in einem Gebiet von 59,598 Quadratmeilen insgesamt 17 Suchaktionen in der Region durch, ohne dass sich eine Spur der Yacht fand.
Am Tag, als Carr verschwand, waren 11,5 Meilen Wind und sechs Fuß hohe Seen. Auch Personal der Rescue Coordination Center in Tahiti und China assistierte bei der Suche nach ihm, ebenso Fischereiflotten mehrerer pazifischer Länder durch Funkunterstützung und sonstige flankierende Maßnahmen. Am 28.5. hatte die Coast Guard Honolulu Nachricht erhalten, dass der Einhandsegler seiner Frau über GPS eine Notlage gemeldet hatte. Er war unterwegs von Puerto Vallarta, Mexiko, nach Hiva Oa, Marquesas Islands, in Französisch Polynesien, und war einige Wochen auf See gewesen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yachtcrew nach Wassereinbruch vor Grays Harbor gerettet
(23.06.17) Due US Coast Guard rettete 30 Meilen westlich von Grays Harbor, Washington, am Nachmittag des 21.6. die zweiköpfige Crew der 87 Fuß langen Yacht „Le Enterprise“. Diese hatte um 14.10 Uhr der Coast Guard Columbia River einen Wassereinbruch gemeldet. Daraufhin stieg ein MH-60 Jayhawk Helikopter auf und winschte die beiden Segler auf.
Um 17.40 Uhr wurden sie zur Air Station Astoria gebracht. Auch das Patroullienboot „Swordfish” aus Port und ein 47-Fuß-Boot der Coast Guard Station Gray’s Harbor nahmen zwischenzeitlich Kurs auf die Yacht. Als die Crew gerettet war, kehrte das Rettungsboot zurück auf seine Station, während die „Swordfish“ weiter die Yacht überwachte. Vor Ort waren vier bis sechs Fu´ß hohe Wellen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf dem Weg zur Kieler Woche – Bordhund kam ums Leben
(23.06.17) Am 22.6. um 14.04 Uhr brach ein Feuer auf einem vor der dem Stadtteil Auf der Freiheit in Eckernförde vor Anker liegenden Motorboot aus. Auf der Yacht befanden sich der 66-jähriger Manfred Gehrke aus Eckernförde und dessen Hund Robbie. Die Motoryacht war zunächst bei starkem Wind vor dem Ufer am ehemaligen Offizierskasino auf Grund gelaufen.
Gehrke hatte den Motor, einen 30 PS starke Drei-Zylinder-Motor vom Typ Volvo, ausgeschaltet, um das Seewasserventil des Schiffes zu reinigen. Als er den Motor wieder anlassen wollte, war er bereits ans Ufer getrieben worden. Passanten halfen zunächst, das Boot wieder ins tiefere Wasser zu schieben. Dabei lief der Motor mit voller Kraft. Aus unbekannter Ursache aber brach dann ein Feuer aus, und die Flammen breiteten sich in Windeseile aus. Um den unter Deck schlafenden Hund zu retten, schlug der Skipper eine Scheibe des Bootes ein. So wollte er den Setter-Labrador-Mix aus dem Inneren ins Freie zu ziehen.
Doch es war zu spät, das Feuer hatte sich bereits zu stark ausgebreitet. Immerhin schaffte es der Skipper trotz seiner Gehbehinderung, das Boot mit einem Sprung ins Wasser noch rechtzeitig zu verlassen und sich auf dem Steg der Uferpromenade in Sicherheit zu bringen. Zwei Polizisten trugen den Mann durch die dichte Rauchwolke weg von der Unglücksstelle.
Als die Feuerwehr eintraf, war die rund 25.000 Euro teure Yacht nicht mehr zu retten. Der Rumpf der Motoryacht war nach den Löscharbeiten noch so weit intakt, dass das schaumbedeckte Wrack vom Seenotrettungsboot „Walter Merz“ abgeschleppt werden konnte. Möglicherweise war eine Kraftstoffleitung geplatzt, und der Diesel entzündete sich.
Die genaue Brandursache muss nun ermittelt werden. Heimathafen des 1982 in Holland gebauten Schiffes war Schwerin. Gehrke war am Unglückstag vom Fleckebyer Hafen aus unterwegs auf der Schlei und wollte von dort aus zur Kieler Woche fahren.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Frachter in Iskenderun
(23.06.17) Am 22.6. brach auf dem unter Panama-Flagge laufenden Bulkcarrier “Global Laguna", 33239 BRZ (IMO:9626730), der von Terneuzen kommend in Iskenderun im MMK Port festgemacht hatte, um dort 45,000 Tonnen Schrott zu entladen, ein Feuer in einem Laderaum aus. Die Hafenfeuerwehr wurde gerufen, um den Ladungsbrand zu lösche und den Rumpf zu kühlen.
Der Handymax ist 197 Meter lang, 32,2 6Metr breit, hat 12,65 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 58. 695 Tonnen. Eigner ist die Global Jewelry SA in Tokio, erbaut wurde das Schiff 2012 bei Cosco in Nantong.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter erlitt Maschinenschaden vor Yangtse
(23.06.17) Der maltesische Bulkcarrier "V Uno", 23689 BRZ (IMO-Nr.: 9698214), erlitt am 16.6. auf der Außenreede der Yangtse-Mündung Maschinenausfall. Die Havarie ereignete sich, als das vor Anker liegende Schiff bei starkem Wind zu treiben begann, und es bat um Assistenz. Das SAR-Schiff “Donghaijiu 101" (IMO-Nr.: 9654816) nahm den Frachter auf den Haken und schleppte ihn zu einem geschützteren Ankerplatz in demselben Gebiet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fahrgastschiff in Rieden aufgelaufen
(23.06.17) Das Fahrgastschiff "Füssen" lief am Vormittag des 22.6. auf dem Foggensee in Rieden auf Grund. Dabei wurde ein Passagier schwer verletzt, drei weitere kamen mit leichten Verletzungen davon. Die „Füssen" wollte gegen 10.30 Uhr im Linienverkehr einen Anleger ansteuern, als sich wegen einer elektronischen Fehlfunktion das Schiff nicht mehr aufstoppen ließ.
Mit dem Bugstrahlruder konnte die Geschwindigkeit auf etwa fünf Knoten reduziert werden. Beim Aufsetzen am Ufer stürzten mehrere Personen an Bord zu Boden. Schaden am Schiff entstand nicht. Die Füssener Wasserschutzpolizei hat Ermittlungen aufgenommen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Suche nach vermisster Crew dauert an
(23.06.17) Die Suche nach den vermissten Crewmitgliedern des gesunkene argentinischen Trawlers "Repunte", 191 BRZ (IMO-Nr.: 6603024), durch die Marinepräfektur ging weiter. Am 22.6. wurden mehrere Objekte, die dem Schiff zugeordnet werden konnten, gefunden, darunter Rettungsboote und Überreste eines Floßes. Vier Boote der Präfektur sowie eines der Marine und ein Flugzeug von Comodoro Rivadavia waren in dem Seegebiet unterwegs.
Die Coastguard in Derbes und Martín García mit Station in Puerto Madryn, die Coastguard Paraná River mit Station in San Antonio West und die Coastguard La Plata mit Station in Bahía Blanca sowie Strandsuchteams aus Madryn, Pirámides und Rawson und fünf Kutter waren außerdem im Sucheinsatz. Am 23.6. sollte auch die "Tango" der Präfektur hinzustoßen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Rauch, aber kein Feuer auf Fähre vor Portinatx
(23.06.17) Dichte schwarze Rauchschwaden hüllten am 22.6. die zyprische Fähre "Ciudad de Ibiza", 16686 BRZ (IMO-Nr.: 9263370), vor der Küste von Sant Joan in Portinatx ein. Besorgte Zeugen alarmierten die Rettungsdienste, weil sie annahmen, dass es auf dem Schiff brenne. Die Ursache der Rauchentwicklung stellte sich dann allerdings als Maschinenblackout heraus.
Es gab keinen Brand an Bord. Die Fähre, die von Ibiza nach Valencia unterwegs war, konnte mit der verbliebenen Maschine ihre Fahrt fortsetzen. Sie machte um 21.50 Uhr im Zielhafen am TCV Terminal fest.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre im Eisgang vor Kanada beschädigt
(23.06.17) Die kanadische Fähre "Veteran", 4459 BRZ (IMO-Nr.: 9736901), ging am 19.6. in St. John's ins Trockendock, wo Reparaturen am Rumpf durchgeführt werden mussten. Das Schiff hatte bei Eisfahrt Beschädigungen davon getragen. Der Werftaufenthalt sollte rund zwei bis drei Wochen dauern. Die Reparaturkosten dürften sich auf rund 350,000 Dollar belaufen. Das Schiff wurde in der Ausfallzeit durch die “Legionnaire" im Liniendienst zwischen Fogo Island und den Change Islands ersetzt. Das Eis um Fogo Island war weiterhin dick und stellte eine Herausforderung dar.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht auf Atoll gestrandet – Crew in Sicherheit
(23.06.17) Eine Air Force Orion von Maritime New Zealand stieg zur Suche nach der vermissten neuseeländischen Crew der Yacht “Jungle” auf. Das Boot war am Morgen des 23.6. auf einem Riff 425 Kilometer von Suva entfernt gestrandet. An Bord befanden sich der Gründer der Havana Coffee Works, Geoff Marsland, sowie der Yachteigner Peter McLean und sein Sohn und der Co-Besitzer des Fidel’s Cafe in Wellington, Roger Young.
Die Segler wurden wohlbehalten auf dem Atoll aufgefunden und sollten von einem Schiff der Fiji-Marine am Nachmittag des 24.6. aufgenommen werden. Dieses befand sich ein Tagesetmal entfernt von der Yacht. Auf dem Atoll selbst leben drei Menschen.
Die 20 Meter lange “Jungle” war vor einer Woche aus Picton nach Tonga auszulaufen. Nach einem Schaden an der Ausrüstung nahmen die Segler aber Kurs auf Fiji. Gegen vier Uhr aktivierten sie ihren Notsender, nachdem sie gestrandet waren. Die Yacht galt als verloren.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht orientierungslos im Nebel
(23.06.17) Am 21.6. um 17.50 Uhr wurde das RNLI-Boot aus St. Davids, die “Norah Wortley”, alarmiert, nachdem eine 10 Meter lange Yacht einen Ausfall der elektronischen Navigationsgeräte erlitten hatte und in Nebel mit Sichtweiten unter 50 Metern orientierungslos geworden war und um Assistenz gebeten hatte.
Das Boot mit zwei Mann an Bord war unterwegs von North Wales nach Porthcawl und befand sich eine Meilen nordöstlich von St. Davids Head. Die Seenotretter waren rasch vor Ort, sicherten das Boot mit einer Leine und schleppten es zum Notliegeplatz der RNLI in St. Justinian ab. Um 19.40 Uhr war der Einsatz beendet. Die Yacht blieb die Nacht über im Hafen und setzte am 22.6. die Fahrt nach Milford Haven fort.
Quelle:Tim Schwabedissen



Binnenschiff bei Mainz auf Grund gelaufen
(23.06.17) Durch Nichtanpassung der Abladetiefe an die Fahrwassertiefe lief ein Gütermotorschiff am 22.6. gegen 12:40 Uhr im Bereich Ginsheim-Gustavsburg auf dem Rhein bei Flusskilometer 494,300 am rechten Ufer auf Grund. Es schlug anschließend durch die Strömung quer. Um den weiteren Schiffsverkehr zu gewährleisten, wurde in Absprache mit dem zuständigen Strommeister des WSA Bingen die Schifffahrt in Berg- und Talfahrt durch die Wasserschutzpolizei Wiesbaden am linksrheinischen Ufer um die Havariestelle herumgeleitet. Nach Abschluss der Unfallaufnahme wurde das Leichtern der Ladung des Schiffes angeordnet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Speedboot halb gesunken
(Bild: Mohave County Sherrif)   Großbild klick!

Rennbootfahrer wurden ins Wasser geschleudert
(22.06.17) Drei Menschen wurden am 20.6. verletzt, als gegen 10 Uhr ein 36 Fuß langes Skater-Powerboot bei einer Geschwindigkeit von 80 bis 100 Meilen auf dem Lake Havasu unweit von Havasu Palms eine scharfe Backbord-Kurve fuhr und die Insassen dadurch aus dem Innern herauskatapultiert wurden. Zwei 28- und 40-jährige Mitfahrer aus Lake Havasu erlitten leichte Verletzungen, der 56 Jahre alte Skipper aus Huntington Beach wurde am Kopf schwer verletzt.
Ein Boot des Mohave County Sheriff’s Office kam zur Unglücksstelle, wo das Schnellboot nach dem verunglückten Manöver nur noch mit den Bugspitzen aus dem Wasser ragte. Glück im Unglück – alle Bootsfahrer trugen Rettungswesten, und der Skipper hatte eine Notsicherung angelegt, durch die der Motor automatisch abgeschaltet wurde, als er nicht mehr an seinem Platz war.
Quelle:Tim Schwabedissen



Hopper-Saugbaggers "Shanti Sagar 17"
(Bild: IHC Kinderdijk)   Großbild klick!

Neubau drohte am Werftkai in Kinderdijk zu sinken
(22.06.16) Am 20.6. kam es auf dem Neubau des indischen Hopper-Saugbaggers "Shanti Sagar 17" (IMO-Nr.: 9802451) am Kai der Royal IHC-Werft in Kinderdijk bei Rotterdam zu einem schweren Wassereinbruch. Durch ein nicht geschlossenes Ventil flutete es binnen Kurzem das Schiffsinnere während eines Tests eineinhalb Meter hoch. Die Werftarbeiter konnten rechtzeitig und unversehrt von Bord flüchten.
Wegen der großen Wassermenge drohte das Baggerschiff der Reederei Adani zeitweilig zu sinken. Nachdem die Feuerwehr die Evakuierung koordiniert hatte, dichtete sie das Ventil ab und begann, das eingedrungene Wasser wieder auszupumpen. Der angerichete Schaden war allerdings immens.
Die Werft machte sich inzwischen daran, die Ursache des Unfalls ausfindig zu machen. Es gab keinen Verdacht auf Sabotage. Die "Shanti Sagar 17" war Ende März im Werk in Krimpen an der IJssel vom Stapel gelaufen und wurde seither in Kinderdijk ausgerüstet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gefahrgutunfall in Southampton
(22.06.17) Am 21.6. kam es im Hafen von Southampton zu einem Gefahrgutunfall auf dem unter Panama-Flagge laufenden Containerfrachter "Vecchio Bridge", 54519 BRZ (IMO-Nr.: 9293454). Nachdem das Schiff gegen Mittag von Mobile kommend in dem britischen Hafen eingetroffen war, stellte um 14.20 Uhr ein Crewmitglied fest, dass ein Chemikaliencontainer leck geschlagen war und der Inhalt austrat.
Umgehend wurde die Hampshire Fire and Rescue alarmiert. Einsatzkräfte aus St Mary’s, Winchester, Romsey, Redbridge und Cosham kamen zum Hafen. Um das Schiff wurde eine Sicherheitszone eingerichtet. Dann überwachte die Feuerwehr die weitere Entwicklung der Gefahrenlage, die nach Aktivierung des Alarmplans des Hafens noch an Bord unter Kontrolle gebracht werden konnte.
Vorsorglich wurden alle anderen Arbeiten auf der "Vecchio Bridge" während dieser Zeit unterbrochen. Alle weiteren Terminaloperationen blieben unberührt. Am 22.6. um 10.30 Uhr setzte der Frachter die Reise nach Antwerpen fort.
Die “Vecchio Bridge” hat eine Länge von 294,12 Metern, ist 32,2 Meter breit, hat 13,52 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 64.983 Tonnen. Sie läuft für die Fukujin Kisen KK in Nakimata und wurde 2005 bei Hyundai Ulsan erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Fischfabrik
(22.06.17) Am 20.6. brach auf dem russischen Fischfabrikationsschiff "Pilenga 2", 4407 BRZ (IMO-Nr.: 9120310), im Hafen von Busan ein Feuer aus. Der Trawler lag dort zu Reparaturarbeiten, und bei Schweißarbeiten in einem Kontrollraum für die Deckseinrichtungen kam es durch Funkenflug zu einem Brand.
Die Arbeiter der mit den Reparaturen betrauten Firma hatten ohne Mitteilung an die Crew mit den Brennarbeiten begonnen. Das Feuer geriet außer Kontrolle, und da es einige Zeit dauerte, bis die Feuerwehr eintraf, brach der gesamte Kontrollraum aus.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter vor Con Co gesunken
(22.06.17) Der vietnamesische Frachter "Thang Loi 18", 1958 tdw (IMO-Nr.: 8669230), kollidierte am Abend des 18.6. rund 13 Meilen vor der Insel Con Co in der vietnamesischen Quang Tri-Provinz mit einem Unterwasserobjekt. Er war mit über 1.800 Tonnen Klinkern beladen. Es kam zu einem Wassereinbruch im Maschinenraum. Der sinkende Frachter wurde auf Position 17 09 N 107 20 O vor Anker gelegt.
Die 10-köpfige Crew wurde dort von Booten der Coastguard und SAR-Einheiten abgeborgen. Das 2008 erbaute Schiff lief im Management der Thang Loi JSC.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler vor dem Untergang bewahrt
(22.06.17) Die US Coast Guard kam am Morgen des 21.6. dem Garnelentrawler “Footprint” rund 80 Meilen südöstlich von Galveston zu Hilfe. Gegen 21 Uhr des Vorabends hatte die vierköpfige Crew des 68 Fuß langen Schiffs einen Mayday-Ruf abgesetzt, der von der Coast Guard Houston-Galveston verstümmelt aufgefangen wurde. Der amerikanische Tanker "Sunshine State", 29527 BRZ (IMO-Nr.: 9408114), empfing die gesamte Notmeldung und leitete den Rest davon an die Küstenwache weiter.
Der Trawler meldete einen Wassereinbruch, gegen den die bordeigenen Pumpen nicht ankamen. Von der Air Station Corpus Christi stieg daraufhin eine HC-144 Ocean Sentry auf, von der Air Station Houston ein MH-65 Dolphin-Helikopter. Außerdem nahm das 87 Fuß lange Patroullienboot “Pompano” aus Galveston Kurs auf den Havaristen. Am 21.6. um 1:26 Uhr traf der Hubschrauber vor Ort ein, und es wurde versucht, einen Rettungsschwimmer auf dem Havaristen abzusetzen. Dies misslang aber wegen des stürmischen Wetters. Daraufhin wurde eine mobile Lenzpumpe abgefiert und auf Deck des Trawlers wahrgenommen.
Mit dieser gelang es den Fischern, den Wassereinbruch unter Kontrolle zu bekommen. Die "Footprint" nahm um 3.35 Uhr Kurs auf Freeport unter Eskorte der "Pompano", wo sie um 11.29 Uhr eintraf. Die Ocean Sentry hielt während des Transits Sichtkontakt und sicherte den Funkverkehr, während der Helikopter vor Ort war.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht nach Mastbruch bei Gullholmen abgeschleppt
(22.06.17) Am Abend des 20.7. wurde das NSSR-Rettungsboot „Elias“ der Station Moss alarmiert, nachdem eine Yacht Mastbruch erlitten hatte. Es lief mit Höchstfahrt aus dem Kanal in Moss zu dem südlich von Gullholmen treibenden Boot aus. Der Havarist wurde von den Seenotrettern auf den Haken genommen und abgeschleppt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter saß vor Sainte-Croix fest
(22.06.17) Am 21.6. lief der holländische Frachter "Flevoborg", 8911 BRZ (IMO-Nr.:9419292), auf dem St. Lawrence River vor Sainte-Croix in Lotbinière an der Südseite des Fahrwassers auf Grund. Das Schiff war mit einer Ladung Mais um 7.15 Uhr aus Montreal nach Warrenpoint ausgelaufen. Nach einem Maschinenausfall kam es dann mit leichter Steuerbordseite fest.
Der Havarist gefährdete die passierende Schifffahrt nicht. Durch Umpumpen von Ballastwasser, Schlepperhilfe und die auflaufende Flut konnte er am frühen Abend wieder flottgemacht werden. Da die Maschinen weiterhin ihren Dienst versagten, wurde die "Flevoborg" am Abend nach Quebec eingeschleppt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Norwegischer Frachter beging Unfallflucht vor Vietnam
(22.06.17) Am Nachmittag des 20.6. kollidierte der norwegische Bulkcarrier "Spar Lyra", 32474 BRZ (IMO-Nr.: 9289013), in der Südchinesischen See 14 Meilen vor Vung Tau mit dem vietnamesischen Kutter "TG 94169 TS". Nach der Havarie setzte der Frachter seine Reise fort, ohne zu stoppen. Der Kutter sank, seine 12-köpfige Crew wurde von einem anderen Fischereifahrzeug aber gerettet.
Sie wurde von diesem später auf ein Schiff der vietnamesischen Coast Guard übergesetzt. Die "Spar Lyra", die auf der Reise von Vung Tau nach Singapur gewesen war, lag dort am 22.6. vor Anker.
Quelle:Tim Schwabedissen



Segler von sinkender Yacht vor Grays Harbor gerettet
(22.06.17) Die US Coast Guard rettete am Nachmittag des 21.6. zwei Segler von der 87 Fuß langen Yacht “Le Enterprise” 30 Meilen westlich von Grays Harbor, Washington. Die Coast Guard Columbia River hatte kurz nach 14 Uhr einen Notruf der Yacht aufgefangen. Daraufhin stieg ein MH-60 Jayhawk-Helikopter auf und barg die beiden Männer ab, die zur Air Station Astoria geflogen wurden.
Das Patroullienboot “Swordfish” sowie ein 47-Fuß-Boot der Station Gray’s Harbor nahmen ebenfalls Kurs auf die Position. Nachdem die Segler in Sicherheit waren, kehrte das Rettungsboot zu seiner Station zurück. Die „Swordfish” blieb vor Ort und überwachte die sinkende Yacht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre barg Motorboot im Storfjord
(22.06.17) Am frühen Morgen des 21.6. drohte ein Motorboot im Storfjord unweit von Sykkylven zu sinken. Die Crew der norwegischen Fähre "Norangsfjord", 2979 BRZ (IMO-Nr.: 9521722), trug maßgeblich dazu bei, dass der Notfall glimpflich ausging. Um 00.42 Uhr verständigte das Paar an Bord des 42 Fuß langen Bootes die Polizei, dass dieses Wassereinbruch habe und sie fürchteten, dass es sinken würde.
Die beiden befanden sich auf einer Testfahrt, als Wasser in den Motorraum eingedrungen war. Der Kapitän der “Norangsfjord”, Ingmund Eliassen, wurde von der Funkstation Florø Radio unterrichtet, als sich sein Schiff zwischen Sykkylven und Magerholm befand Er setzte ein Assistenzboot aus.
Um 01.36 Uhr waren sowohl die Fähre als auch das Motorboot auf der Sykkylvser Seite des Storfjord, und die Situation war unter Kontrolle. Die „Norangsfjord“ schleppte das Boot dann zum Fähranleger in Aursneset. Hier standen Feuerwehr-Einsatzkräfte mit Lenzpumpen bereit. Auch der norwegische Seenotrettungsdienst assistierte, und am Morgen des 21.6. konnte das stabilisierte Boot auf die Sulaer Seite des Fjords verbracht werden, wo die Eigner lebten. Als Ursache des Wassereinbruchs wurden einer oder mehrere gebrochene Wasserschläuche im Motorraum ausfindig gemacht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Oldie sank in Saint Pierre
(22.06.17) Am 22.6. gegen 7:30 Uhr sank eines der ältesten Holzschiffe im Hafen von Saint Pierre auf La Réunion. Die Feuerwehr war vor Ort und prüfte, ob die Gefahr einer Ölverschmutzung im Hafen bestand. Nachdem sichergestellt war, dass von dem Wrack keine Gefahr ausging, war es am Bootseigner, die Bergung des mit der Bugspitze noch aus dem Wasser ragenden Fahrzeugs zu organisieren.
Quelle:Tim Schwabedissen



Daten der ACX Crystal und Fitzgerald sollen Aufschluss über verhängnisvolle Kollision bringen
(21.06.17) Am 22.6. haben die japanischen Behörden die Datenträger des Containerfrachters "ACX Crystal" in Yokohama erhalten im Rahmen ihrer Untersuchungen, warum das Schiff am 17.6. vor der Izu-Halbinsel mit der USS "Fitzgerald" zusammenstieß. Die Experten werden nun die Schiffsbewegungen mit Positionen, Fahrtrichtung, Geschwindigkeit und anderen Dateninformationen auslesen und analysieren. Die U.S. Navy und die Coast Guard untersuchten derweil den Zerstörer in der Marinebase von Yokosuka und luden die Daten des Aegis Weapons Systems herunter.
Ein Problem bei der Analyse war bislang, dass die vorliegenden AIS-Daten bestenfalls die Hälfte der Geschichte erzählen konnten, da die USS „Fitzgerald“ ihr AIS-System abgeschaltet hatte und weder Position noch Kurs übermittelt wurden. Deshalb gab es derzeit keine Informationen darüber, was auf ihr vor der Kollision geschah, und im Gegenzug konnte auf der Brücke der „ACX Crystal“ kein Kollisionsalarm ausgelöst werden.
Marineschiffe sind auch mit AIS-Systemen ausgerüstet, doch diese werden aus Geheimhaltungsgründen und Sicherheitserwägungen häufig deaktiviert. Deshalb gab es auch Irritationen zum konkreten Unglückszeitpunkt. Dieser wurde zunächst auf 2.30 Uhr gelegt. Doch die japanische Coast Guard sagte, die Unglücksmeldung sei erst mit Zeitverzögerung erfolgt sei. Der Hauptfunkraum der USS “Fitzgerald” wurde beim Zusammenstoß zerstört, auch wenn einige Kommunikationsmittel intakt blieben und das Schiff später Funkverkehr durchführen konnte. Die „ACX Crystal“ wiederum meldete den Zusammenstoß, der tatsächlich um 1.30 Uhr erfolgte, erst eine Stunde später.
Der Frachter hatte nach der Kollision eine halbe Stunde lang seine Fahrt fortgesetzt. Er hatte sich auf demselben Kurs wie der Zerstörer befunden, war dann aber nach Backbord abgedreht und damit auf Kollisionskurs gekommen. Es wurde der Verdacht geäußert, die Brücke der „ACX Crystal” sei zu dieser Zeit unbesetzt gewesen. Die doppelte U-Drehung, die die AIS-Daten anzeigten, lege die Vermutung nahe, dass der Wachoffizier, als er auf die Brücke zurückkam, zunächst nicht in der Lage war, den eingeschalteten Autopiloten zur rekonfigurieren.
Eine andere Variante ist, dass der Containerfrachter die USS “Fitzgerald” früher als die angegebene Zeit von 1.30 Uhr rammte und dann den Kurs änderte, um festzustellen, was überhaupt geschehen sah. Die Brückenwache des Zerstörers nahm die Kursänderung des Frachters jedenfalls nicht wahr oder schätzte die Schiffsgeschwindigkeit falsch ein in der Annahme, dass sie vor dem Frachter passieren könnte.
Für das Verständnis des Ablaufes ist es auch wichtig zu wissen, dass in dem Gebiet, in dem sich die Kollision südlich der Yokosuka Naval Base und der Sagami Bay, einem wichtigen Schifffahrtsweg nach Tokio, ein immenser Schiffsverkehr stattfindet, sodass die Lage für die beteiligten Fahrzeuge unübersichtlich erscheinen konnte.
Nach dem Zusammenstoß musste auf der USS „Fitzgerald“ eine harte Entscheidung getroffen werden. Noch während der Rettungsbemühungen für die Soldaten in den gefluteten Unterkünften des Vorschiffs mussten die Schotten geschlossen und diese dort eingeschlossen werden, um das Schiff vor dem Untergang zu bewahren. Ob es zu dieser Zeit in den betroffenen Abteilungen noch Überlebende gab, war unklar.
Erst nachdem der Zerstörer 16 Stunden nach dem Zusammenstoß in den Hafen von Yokosuka gezogen wurde, konnten Marinetaucher die sterblichen Überreste bergen. Kommandant Bryce Benson war bei der Kollision in seiner Kajüte eingeklemmt worden. Nachdem er befreit worden war, wurde ihm zwar auf die Brücke geholfen, doch die Entscheidung getroffen, ihn ebenso wie zwei weitere Crewmitglieder wegen seiner Verletzungen auf dem Luftweg abbergen zu lassen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Australische Marine barg havarierte Yacht
(22.06.17) Die australische Fregatte HMAS “Melbourne” assistierte am 19.6. auf der Fahrt von Sydney nach Cairns, wo sie im Juli am Manöver Talisman Sabre 17 teilnehmen soll, der havarierten Segelyacht “Skylark III”. Sie hatte gerade eine simulierte Rettungsaktion für eine Yacht durchgeführt, als deren Notruf aufgefangen wurde. Mit Höchstfahrt nahm die Fregatte Kurs auf deren Position nahe Gladstone, wo sie eine Stunde später eintraf.
Vor Ort wurde ein Boardingteam zur Yacht geschickt, das zunächst den Skipper medizinisch versorgte und dann versuchte, das schadhafte Rudersystem zu reparieren. Nachdem dies fehlschlug, wurde die „Skylark III” von dem Seeboot der HMAS “Melbourne“ nach Bundaberg abgeschleppt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Netz in der Schraube ...
(Bild: Salvamento Maritimo)   Großbild klick!

Kutter nach Mahon abgeschleppt
(21.6.17) Am 20.6. wurden die Seenotretter von Salvamento Maritimó alermiert, nachdem der spanische Kutter “Ciutat de Maó“ seine Netze in den Propeller bekommen hatte und diese den Antrieb blockiert hatten. Der Havarist trieb mit einer sechsköpfigen Crew an Bord neun Meilen vor dem Hafen von Mahon. Das 20 Meter lange Rettungsboot “Salvamar Antares” (MMSI:224089680) kam zur Assistenz herbei.
Es nahm das Schiff auf den Haken und schleppte es nach Varadero ab. Hier wurde es von einem Kran an Land gehoben, wo die Netze aus dem Propeller entfernt werden konnten.
Kutter im Travellift
(Bild: Salvamento Maritimo)   Großbild klick!
Quelle:Tim Schwabedissen








Belgische Yacht vor Formentera aufgelaufen
(21.06.17) Vor Formentera rettete die Guardia Civil am Morgen des 19.6. zwei Personen aus Seenot. Die 14 Meter lange Segelyacht eines belgischen Eigners war gegen fünf Uhr unweit der Küstenlinie auf Felsen aufgelaufen. Sie lag in der Brandungszone auf der Seite. Die Beamten der Guardia Civil bargen die beiden Besatzungsmitglieder ab – sie kamen mit dem Schrecken davon. Die Segelyacht könnte aber ein Totalverlust geworden sein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Archivbild Bulkcarrier "Conception Light"
(Bild: Olaf Kuhnke)   Großbild klick!

Bulkcarrier havarierte vor Brunsbütteler Schleuse
(21.06.17) Am 20.6. gegen 11 Uhr erlitt der unter Hongkong-Flagge laufende Bulkcarrier "Conception Light", 20238 BRZ (IMO-Nr.: 9370147), kurz vor Ende des Transits des Nord-Ostsee-Kanals von Kotka kommend auf Höhe der Marinedalben in Brunsbüttel Maschinenausfall, als er die Schleusen ansteuerte. Der Frachter drohte daraufhin mit dem unter Bahamas-Flagge registrierten Frachter "Hav Marlin", 1990 BRZ (IMO-Nr.:9073892), zu kollidieren, der auf der Fahrt von Wismar nach Immingham war und gerade angesetzt hatte, den Massengutfrachter südlich zu überholen. Dieser drohte ihn mit dem Bug an die Marinedalben zu drücken.
Der Havarist ließ daraufhin beide Anker fallen, um Schlimmeres zu verhindern, und konnte so noch rechtzeitig aufgestoppt werden. Der Schlepper "Bugsier 18" war zu dieser Zeit gerade dabei, den Chemikalientanker "Chem Altamira", 12129 BRZ (IMO-Nr.: 9705744), der gerade in Richtung Rotterdam auslief, vom Landeshafen zur Schleuse zu bugsieren. Nachdem er diesen abgeliefert hatte und die "Conception Light" erreichte, assistierte er dabei, einen der Anker wieder zu bergen.
Dabei aber drehte das Heck des Bulkcarriers herum und drohte in die die Zementanlage zu driften. Eine halbe Stunde nach der Havarie wurde ein zweiter Schlepper geordert, als es der Frachtercrew gelang, die Maschine wieder anzufahren. Sie erhielt von der Verkehrslenkung daraufhin die Genehmigung, nur mit einem Schlepper in die Schleuse einzulaufen.
Der zweite Schlepper konnte storniert werden und lief aus der alten Schleuse zu seinem Liegeplatz im alten Vorhafen ab. Gegen 13 Uhr verließ die "Conception Light" Brunsbüttel mit Kurs auf die Nordsee zum Zielhafen Huelva in Spanien, wo sie am 25.6. festmachen sollte.
Der Frachter ist 177,13 Meter lang, 28,4 Meter breit, hat 10,02 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 32.256 Tonnen. Er läuft für die Santa Barbara Navigation Ltd. in Dubai und wurde 2007 bei der Kanda-Werft in Kawajiri erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kiel: Drei Männer von gekenterter Sea Ray abgeborgen
(21.06.17) Die US Coast Guard rettete am Nachmittag des 20.6. drei Männer von einem gekenterten Sportboot rund 13 Meilen südwestlich von Freeport, Texas. Um 14.54 Uhr hatte der Skipper der Sea Ray Laguna über VHF einen Mayday,Ruf abgesetzt, der von der Coast Guard Houston-Galveston aufgefangen wurde. Danach gelang es nicht mehr, Funkkontakt herzustellen.
Daraufhin wurden ein Boot der Station Freeport und ein Helikopter der Air Station Houston alarmiert. Das Küstenwachboot erreichte die Position, von der der Notruf gekommen war, um 15.25 Uhr. Dort trieb ein gekentertes Boot in der See, auf dessen Kiel sich die dreiköpfige Crew geflüchtet hatte.
Sie wurden von dem Bootsrumpf abgeborgen und zurück zur Station gebracht. Sie lehnten eine medizinische Betreuung nach ihrer Rückkehr an Land ab.
Quelle:Tim Schwabedissen



gekenterte Barge
(Bild: Tobias Kjellberg)   Großbild klick!

Barge in Göteborg gekentert
(21.06.17) Am 21.6. kenterte in Göteborg kurz nach sechs Uhr unweit des alten Fährterminals im Freihafen eine unmotorisierte Barge. Sie war mit Steinen beladen, der beim Bau der neuen Hisings-Brücke Verwendung finden sollte. Zunächst war unbekannt, ob sich auch Personen an Bord befunden hatten.
Deshalb wurde eine große Rettungsaktion mit 12 Einsatzfahrzeugen gestartet. Taucher stiegen vom Schlepper „Sound Castor“ (MMSI-Nr.:265512660) aus unter das kieloben schwimmende Fahrzeug und stellten fest, dass sich offenbar keine Menschen an Bord aufgehalten hatten. Personal der Skanska MTH sollte nun die Barge wieder auf ebenen Kiel bringen. Sie war am 20.6. mit Felsbruch beladen worden und hatte wohl unbemerkt in der Nacht einen Wassereinbruch erlitten.
Die Bauarbeiten sollten durch die Havarie keine Beeinträchtigung erfahren. Die Ladung indes dürfte auf dem Hafengrund liegen. Dies musste noch weiter untersucht werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Viel zu tun für Seenotretter in Scheveningen
(21.06.17) Etliche Einsätze hatte die KNRM-Station Scheveningen in der vergangenen Woche zu verzeichnen. Neben Hilfeleistungen für Schwimmer und Surfer galt es am 13. und 14.6. jeweils eine Yacht mit Motorproblemen abzuschleppen, die in die Hafenmarina gebracht wurden. Am Nachmittag des 15.6. trieb eine 17 Meter lange Yacht vor Scheveingen, die ebenfalls auf den Haken genommen wurde.
Am Morgen des 18.6. strandete der Angelkutter „Garnaal“ unweit des Hafens. Gegen 10 Uhr lief die „Kitty Roosmale Nepveu“ zu dem auf der Steuerbordseite in der Brandungszone liegenden Boot aus. Es wurde entschieden, auf die Flut zu warten. Als diese auflief, wurde rasch eine Schleppverbindung hergestellt.
Dabei assistierte auch ein Einsatzfahrzeug der Rettungsbrigade Den Haag strandseitig. Als der Kutter langsam von der Flut wieder aufgerichtet wurde, zog das Rettungsboot ihn in tieferes Wasser und machte ihn dann an den Notfallsteiger des Hafens von Scheveningen fest.
Quelle:Tim Schwabedissen



Traditionsschiffe in Oudeschild kollidiert
(21.06.17) Die spanische Koggenreplik "Nao Victoria" (MMSI-Nr.: 224123770), wurde am Nachmittag des 20.6. bei einer Kollision mit dem bulgarischen Dreimaster "Royal Helena" (MMSI-Nr.: 207369000) im Hafen von Oudeschild beschädigt. Das 54 Meter lange Schiff rammte beim Einlaufen mit dem Bugsprit in die Backbordseite der 25 Meter langen Kogge, die unweit von De Kombuis vertäut lag. Beide Schiffe waren zur am 21.6. stattfindenden Pre-Sail im Hafen.
Am Achterschiff der "Nao Victoria" vorlich des Kastells wurde der Rumpf durch den Bugsprit zersplittert. Die Kogge wurde beim Aufprall gegen den Kai gedrückt. Auch die "Royal Helena" wurde beschädigt. Die Polizei ging für die Untersuchungen an Bord. Die „Royal Helena" war aus Swinemünde gekommen und dank des kräftigen Windes zwar flott in den Hafen gekommen, konnte dort aber nicht mehr rechtzeitig die Fahrt herausnehmen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter kenterte unter Gewicht gefangenen Hais
(21.06.17) Die Polizei von Guía de Isora, die Civil Guard und der Emergency Service Canario wurden am 20.6. alarmiert, nachdem der drei Meter lange Kutter “El Norami” drei Meilen vor der Küste gekentert war unter dem Gewicht eines gerade gefangenen Hais von über zwei Metern Länge. Die beiden Fischer aus Guía de Isora und Santiago del Teide konnten gerade noch ihre Rettungswesten greifen und trieben dann drei Meilen vor der Küste. Erst nach über drei Stunden entdeckte sie ein Ausflugsboot der Reederei "Royal Delfin". Mittags wurden sie in San Juan an Land abgesetzt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Mindestens acht Tote bei Bootsunglück in Kenia
(21.06.17) Mindestens acht Menschen kamen ums Leben, und mindestens zwei weitere wurden vermisst, nachdem am 20.7. ein überladenes Boot vor der Insel Lamu in Kenia kenterte. Es war mit 30 Personen und Ladung an Bord auf dem Weg von der Insel zum Festland, als es in rauer See umschlug. Vier Frauen, drei Kinder und ein Mann wurden seither tot aus dem Wasser gezogen.
Polizei und Taucher retteten weitere 20 Menschen. Im Januar 2012 waren zwei Fährboote zwischen Lamu und dem Festland kollidiert, sieben Menschen kamen seinerzeit ums Leben. Die Insel gehört zu einem Archipel vor Südost-Kenia und beherbergt die älteste Siedlung der Swahili in Ost-Afrika, die zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Doppeleinsätze der RNLI in Bembridge und Mumbles
(21.06.17) Die beiden in Bembidge stationierten RNLI-Boote “Norman Harvey (D-778)” und “Frank and Anne Wilkinson” wurden am Nachmittag des 20.6. von der Coastguard binnen weniger Minuten nacheinander alarmiert. Die “Norman Harvey” lief um 17.50 Uhr aus, um dem 25 Fuß langen Motorboot “Musn't Grumble” zu assistieren, das mit zwei Mann an Bord auf dem Bembridge Ledge vor Paddock Drive auf Grund gelaufen war. Dabei wurde der Motor schwer beschädigt. Die “Frank and Anne Wilkinson” folgte um 17.55 Uhr, weil das 33 Fuß lange Motorboot “Offshore Rebel” mit vier Personen an Bord rund 15 Meilen südöstlich von Bembridge Motorausfall erlitten hatte.
Nachdem die “Mustn't Grumble” zurück in tieferes Wasser gezogen war, schleppte die “Norman Harvey” sie zum Gastliegeplatz in Bembridge, wo ein Coastguard-Team sie erwartete. Um 18.50 Uhr war der Einsatz beendet. Die “Frank and Anne Wilkinson” erreichte derweil um 18.25 Uhr die “Offshore Rebel” und schleppte sie in die Einfahrt von Langstone Harbour, wo sie von dem RNLI-Boot aus Portsmouth, der „Norma T (B-846)“, gegen 20 Uhr übernommen wurde. Um 20.30 Uhr war auch die „Frank and Anne Wilkinson” zurück auf der Station in Bembridge.
Bereits am Morgen war das RNLI-Boot aus Mumbles einem kleinen Kutter mit zwei Mann an Bord zu Hilfe gekommen, der vor Oxwich Point Maschinenschaden erlitten hatte. Er wurde nach Aberavon geschleppt, wo das Rettungsboot aus Port Talbot dabei assistierte, den Havaristen weiter flussaufwärts zu ziehen. Um 17.30 Uhr wurde die “The Mark Lott” erneut alarmiert, weil ein Boot wenige Meter von der Mooring in Mumbles entfernt Motorschaden erlitten hatte. Es wurde an seinen Ankerplatz zurückgeschleppt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Öl der Fortuner soll abgepumpt werden
(21.06.17) Die Behörden von Talisay verlangten von der Seen Sam Shipping Company, der Reederei der “Fortuner”, die vor über einem Monat in den Gewässern von Barangay Cansojong gesunken war, Aufklärung über deren weitere Pläne. Das Schiff hatte vier Tonnen Bunkeröl an Bord. Diese sollen abgepumpt werden. Die philippinische Coast Guard muss den entsprechenden Plänen zustimmen.
Das Öl könnte das 2,4 Hektar große Korallengebiet des Lagundi Reef, das 1,5 Kilometer von Barangay Poblacion entfernt liegt, gefährden. Die „Fortuner“ war am 7.5. mit rund 3.110 Tonnen Stahlscheiben untergegangen. Sie war am 26.4. aus General Santos City ausgelaufen und hatte seit dem 30.4. vor Talisay City gelegen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Decks 3 bis 5 der Sewol abgesucht
(21.06.17) Das südkoreanische Ministry of Oceans and Fisheries gab am 20.6. bekannt, dass die erste Durchsuchung der Decks der Fähre “Sewol” abgeschlossen sei. Binnen zwei Monaten, in denen die Decks 3, 4 und 5 durchkämmt wurden, konnten Knochenreste von vier vermissten Passagieren gefunden werden. Von den übrigen fünf fehlte weiter jede Spur.
In den bislang durchsuchten Decks befanden sich die Passagierkabinen und öffentliche Räume, wo entsprechende Funde als am wahrscheinlichsten angesehen wurden. Nun sollte die Suche auf die Ladedecks 1 und 2 ausgedehnt werden. Die zweite Phase sollte bis Ende August abgeschlossen werden. Das 120-köpfige Suchteam hat bisher 4.100 Gegenstände sichergestellt, die den Passagieren gehörten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gythio: Frachter vor Kokkala geborgen
(21.06.17) Der unter Bahamas-Flagge laufende Bulkcarrier "St. Gregory", 20809 BRZ (IMO-Nr.: 9414759), der am 7.6. bei Kokkala mit 30.600 Tonnen Schwefel auf der Reise von Illichivsk nach Sfax auf Grund gelaufen war, ist inzwischen geborgen worden und wurde zur Reede von Gythio, nördlich der Strandungsstelle, geschleppt. Hier wurde er verankert, und am 21.6. lag der holländische Frachter "Meerdijk" (IMO-Nr.: 9377925) längsseits, der am 14.6. aus Istanbul ausgelaufen war, um die Ladung zu leichtern.
Auch zwei Schlepper assistierten vor Ort. Nach der Havarie waren der Kapitän, der Wachoffizier und zwei Crewmitglieder wegen des Verdachts der nachlässigen Navigation verhaftet worden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Umgestürzter Kran in Vaasa
(Bild: Antti Haavisto)   Großbild klick!

Frachter von Reederei aus Haren-Ems brachte Kran in Vaasa zum Einsturz
(20.06.17) Der unter Antigua-Barbuda-Flagge laufende Frachter "BBC Wisconsin", 9611 BRZ (IMO-Nr.: 9283966), kollidierte von Gdingen kommend am 18.6. beim Einlaufen in den Hafen von Vaasa um 13.30 Uhr mit einem Hafenkran des Kvarken Port. Das Schiff sollte Projektladung für die Karibik laden. Es handelte sich um einen der beiden alten Kräne auf dem Kai in Vaskiluoto, die aus den 5er Jahren stammten.
Der Unfall ereignete sich beim Anlegemanöver, doch die Festmacher kamen mit dem Schrecken davon. Neben dem Kran, der zusammenbrach und einen Totalschaden erlitt gab es auch Schäden
Archivbild Frachter "BBC Wisconsin"
(Bild: Olaf Kuhnke)   Großbild klick!
an einen elektrischen Schaltkasten, der unter dem Kran stand. Der Kai selbst blieb intakt, es gab keine Informationen über Schäden am Schiff.
Der Unfall wird nun von der finnischen Verkehrssicherheitsbehörde untersucht. Der Frachter hatte keine Schlepperassistenz angefordert, als er bei mäßigem Wind einlief und vom Kurs abkam. An Bord war ein erfahrener Lotse zur Beratung. Zur Unfalluntersuchung mussten nun die Trümmer des zusammengebrochenen Krans geräumt werden, dessen Wert angesichts des Alters begrenzt sein dürfte.
Die “BBC Wisconsin” ist 138 Meter lang, 21,03 Meter breit, hat 7,5 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 12.806 Tonnen. Sie läuft für die BD Shipsnavo GmbH & Co. Reederei KG in Haren-Ems und wurde 2004 von Jiangdong in Wuhu als „Asian Voyage“ erbaut. 2005 wurde sie zur „Beluga Eternity“, 2010 zur „Beluga Windward“, 2012 zur „Jette“ und läuft seit Dezember 2013 unter dem aktuellen Namen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht mit Motorschaden
(Bild: RNLI)   Großbild klick!

Abschleppmanöver im Sonnenaufgang vor Llandudno
(20.06.17) Das RNLI-Boot aus Llandudno, die “Andy Pearce” lief am 20.6. gegen zwei Uhr aus, um einer Segelyacht mit einer zweiköpfigen Crew zu assistieren. Diese hatte in den Nachtstunden neun Meilen nördlich von Great Orme's Head Motorschaden erlitten und über Funk die Coastguard Holyhead um Hilfe gebeten. Das 24 Fuß lange Boot war von der Isle of Man nach Rhyl unterwegs.
Bei hohem Seegang trieb sie auf die Schifffahrtswege vor der Küste. Mit voller Kraft lief das Rettungsboot zu der Position und ging bei der Yacht längsseits. Dann wurde eine Schleppverbindung hergestellt, und mit langsamer Fahrt nahmen die beiden Boote Kurs auf einen Liegeplatz in Conwy.
Im Sonnenaufgang steuerte der Schleppzug die Küste an. Nachdem die Yacht sicher vertäut war, kehrte das Rettungsboot um 6.45 Uhr nach Llandudno zurück.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bugschaden am Motorboot
(Bild: Kantonspolizei Thurgau)   Großbild klick!

Vierjähriger verursachte Kollision vor Romanshorn
(20.06.17) Ein Vater wollte am Nachmittag des 18.6. mit seinem vierjährigen Sohn einen Ausflug mit einem gemieteten Motorboot auf dem Bodensee unternehmen. Doch er endete mit einer Kollision mit der deutschen Fähre „Friedrichshafen“. Die beiden Bootsfahrer wurden dabei leicht verletzt.
Kurz nach 14.30 Uhr waren der 42-jährige Vater und sein Sohn mehrere hundert Meter vor dem Hafen Romanshorn unterwegs. Dort ließ der Vater seinen Sohn ans Ruder des Mietbootes. Nach einer Kursänderung befanden sie sich plötzlich im Fahrwasser der nach Friedrichshafen auslaufenden Fähre. Zwar griff der Vater noch ein und wollte das Boot wenden, und auch der Fährkapitän stoppte die Fahrt, als er den Kollisionskurs feststellte. Dennoch kam es zum Zusammenstoß der beiden Fahrzeuge. Die Bootsfahrer wurden beim Aufprall leicht verletzt, sie begaben sich in ärztliche Behandlung. Am Motorboot entstand Sachschaden von rund 3.000 Franken. Die Fähre wurde nicht beschädigt.
Die Unfallursache wurde nun durch die Seepolizei der Kantonspolizei Thurgau untersucht. Zudem sollte die Schuldfrage von der Staatsanwaltschaft Kreuzlingen geklärt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Rollfock klemmt + Motorschaden
(Bild: RNLI)   Großbild klick!

Segel verklemmt – Yacht manövrierunfähig vor Douglas
(20.06.17) Das RNLI-Boot aus Douglas wurde am19.6. um 20.35 Uhr alarmiert, weil eine Segelyacht eine Meile vor dem Hafen in Schwierigkeiten geraten war. Das 11 Meter lange Boot mit einer vierköpfigen Crew an Bord hatte ein verklemmtes Vorsegel, das Rollreff war blockiert. Da die Maschine außerdem nicht ansprang, trieb die manövrierunfähige Yacht von der Küste weg, und die Segler baten über Funk die Coastguard um Hilfe.
Das Rettungsboot “Sir William Hillary unter Vormann Neal Corran lief aus und erreichte die Yacht um 20.45 Uhr. Sie driftete zu dieser Zeit drei Meilen vor der Insel. Die Seenotretter stellten eine Schleppverbindung her und zogen das Boot an den Ponton für Gastlieger an der Battery Pier. Hier stand ein Team der Coastguard zur weiteren Assistenz bereit.
Quelle:Tim Schwabedissen



Leckgeschlagener Schlepper verursachte Ölverschmutzung
(20.06.17) Die US Coast Guard wurde am 19.6. alarmiert, nachdem bei Flussmeile 57 auf dem Unteren Mississippi nahe Belle Chasse, Louisiana, um 7:30 Uhr 20 Gallonen Öl aus dem 21 Meter langen Schlepper "Haley Brooke" (MMSI-Nr.: 367020520) ausgelaufen waren. Das Schiff hatte zuvor Wassereinbruch erlitten.
Insgesamt befanden sich rund 6,000 Gallonen Diesel an Bord des Schiffes. Die Coast Guard New Orleans schickte ein Ölbekämpfungsteam. Die Organisation OMI legte 500 Fuß Ölsperren und ölabsorbierende Pads aus. Die Küstenlinie wurde nicht verschmutzt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Travestern und Havelstern stießen zusammen
(20.06.17) Die beiden kanadischen Tanker "Travestern" (IMO-Nr.: 9053206), und "Havelstern", 11423 BRZ (IMO-Nr.: 9053218), kollidierten am 18.6. auf der Comfort Cove-Newstead Anchorage im nördlichen Neufundland. Die "Havelstern" lag vor Anker, als die "Travestern" sie passieren wollte und dabei von einer Windbö erfasst wurde. Sie wurde mit ihrem Heck gegen jenes der "Havelstern" gedrückt. Am Achterschiff beider Tanker entstanden oberhalb der Wasserlinie leichte Schäden.
Die "Travestern" setzte die Reise zum Zielhafen Lewisporte am 19.6. fort. Beide Schiffe waren mit Diesel und Flugbenzin beladen, als sie havarierten. Ladung lief keine aus.
Quelle:Tim Schwabedissen



Royal Arctic Line nach Eiskollisionen mit Ersatztonnage
(20.06.17) Die Royal Arctic Line schickte einen Schlepper nach Tasiilaq, der den dänischen Frachter "Johanna Kristina" , 254 BRZ (IMO-Nr.: 031717), zu einer Reparaturwerft in Nuuk bringen sollte. Der Versorgungsfrachter war am 9.6. mit einer Eisscholle kollidiert und hatte dabei Schäden an Propeller und Propellerschaft davongetragen, die im Dock repariert werden müssen. Die Reparaturdauer war noch unbekannt.
Die RAL charterte das kanadische Forschungsschiff “Adolf Jensen” (MMSI-Nr.: 31185000) als kurzfristigen Ersatz für diese Woche. Wenn Wetter und Eis es erlauben, soll sie Versorgungsgüter zu den Siedlungen in der Arktis bringen. Von der planmäßigen Versorgungsfahrt 1726 an wurde die unter Färöer-Flagge laufende "Tórsvík" (IMO-Nr.: 7807316), als Ersatz für die "Johanna Kristina" gechartert, bis sie wieder an der Ostküste in Fahrt geht. Auch die "Mary Arctica" liegt derzeit in der Werft: Sie wird in Frederikshavn nach der Kollision mit einem Eisberg am 1.6. dort repariert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Spekulationen um Ursache für Kollision vor Tokio
(20.06.17) Die USS “Fitzgerald” ist nach ihrer Kollision mit der “ACX Crystal” nun bei der US Yokosuka Naval Base südlich von Tokio gedockt worden, um die schweren Schäden zu untersuchen. Unterhalb der Wasserlinie wurde ein gewaltiges Loch in den Rumpf gerissen. Die Schäden werden voraussichtlich mehrere Monate lang repariert werden müssen.
Am 20.6. begann die US Coast Guard mit der Befragung der Crew der "ACX Crystal". Auch die Besatzung der USS "Fitzgerald" wird auf Weisung des U.S. National Transportation Safety Board Aussagen machen. Außerdem werden die elektronischen Daten und die Tracking-Informationen beider Schiffe ausgelesen.
Dabei soll auch die zeitliche Diskrepanz in der Unfallmeldung durch die "ACX Crystal" untersucht werden. Die "ACX Crystal" meldete die Kollision am 17.6. um 2:25 Uhr (17.25 Uhr GMT). Später revidierte die japanische Coast Guard den Unfallzeitpunkt auf 1:30 Uhr, was heißen würde, dass das Containerschiff 55 Minuten gewartet hat, bevor sie die Küstenwache kontaktierte. Die Schiffsdaten zeigen zudem, dass das Schiff eine U-Wende zwischen 12:58 und 2:46 Uhr vollzogen hat.
Die USS "Fitzgerald" nahm keinen Kontakt mit den örtlichen Behörden auf. Sie wurde von der japanischen Coast Guard nach der ersten Unfallmeldung über Funk angerufen. Bei dem Zusammenstoß waren neben zwei Crewabteilungen auch ein Hilfsmaschinenraum und der Funkraum überflutet worden.
Nach den internationalen Seeregeln müssen Schiffe anderen, die von Steuerbord kommen, Wegerecht geben. Der Kommandeur der 7th Fleet, Vizeadmiral Joseph P. Aucoin, wollte aber nicht über mögliche Fehler spekulieren. Dies müsste Gegenstand der offiziellen Ermittlungen sein.
Bei den ums Leben gekommenen Soldaten handelte es sich um Dakota Kyle Rigsby, 19, azs Palmyra, Virginia; Shingo Alexander Douglass, 25, aus San Diego; Ngoc T Truong Huynh, 25, aus Oakville; Noe Hernandez, 26, aus Weslaco; Carlos Victor Ganzon Sibayan, 23, aus Chula Vista; Xavier Alec Martin, 24, aus Halethorpe und Gary Leo Rehm Jr., 37, aus Elyria, Ohio. Der Kommandant, Bryce Benson, wurde unterdessen wieder aus dem U.S. Naval Hospital in Yokosuka entlassen. Ein Mann war noch im Krankenhaus.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gestrandeter Frachter nach drei Wochen geborgen
(20.06.17) Der maltesische Bulkcarrier "Universal Dream", 15732 BRZ (IMO-Nr.: 9644251), der Ende Mai vor der Insel Pulau Serasan auf Grund gelaufen war, konnte am 18.6. wieder flottgemacht werden. Am 19.6. traf er auf der Reede von Bintulu ein. Über den Zustand des Schiffes war nichts bekannt.
Der Frachter war auf der Reise von Australien nach Korea in der Südchinesischen See auf Position 02 26 N 109 00 O gestrandet. Er hatte eine Ladung Sinter, ein raffiniertes Eisenerzprodukt, an Bord.
Quelle:Tim Schwabedissen



Rauchentwicklung auf Gefahrguttanker in Mannheim
(20.06.17) Auf dem deutschen Binnentanker "Bitumina III", 1207 ts (EU-Nr.: 04402090), kam es am 19.6. gegen 16:30 Uhr im Mannheimer Rheinhafen zu einer Rauchentwicklung. Der Wasserschutzpolizei Mannheim wurde ein potenzieller Gefahrgutaustritt an Bord gemeldet. Das Schiff hatte 818 Tonnen Thermalöl geladen.
Vor Ort stellte sich heraus, dass es im Innern des Tankmotorschiffes zu einer leichten Rauchentwicklung zwischen zwei Laderäumen gekommen war. Auslaufendes Öl zum Beheizen der Laderäume die Isolation der Rohre zum Kokeln gebracht, was zu einer Rauchentwicklung führte. Das Gefahrgut war zu keinem Zeitpunkt betroffen, und es kam weder im Innern des Tankschiffes noch nach außen zum Austritt von Thermalöl.
Die Feuerwehr Mannheim dichtete das Heizungsrohr auf dem Schiff ab und entfernte die kokelnde Isolation. Der Sachschaden konnte noch nicht beziffert werden. Im Laufe des 20.6. wurde die Ladung in ein anderes Tankschiff geleichtert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Segler unter Drogen setzten Boot bei Laboe auf Grund
(20.06.17) Seenotretter der DGzRS haben am 17.6. ein in der Ostsee auf Grund gelaufenes Segelboot in den Hafen von Laboe im Kreis Plön abgeschleppt. Die vierköpfige Crew des Folkeboots erlitt Unterkühlungen, als sie ihr Boot aus eigener Kraft wieder in tiefere Gewässer schieben wollte. Sie wurden nach der Rettungsaktion in ein Krankenhaus gebracht.
Vorher aber stellten Polizisten beim Skipper 1,85 Promille Alkohol fest, bei einem seiner Mitsegler 1,19 Promille. Bei den anderen bestand der Verdacht auf Einfluss von Betäubungsmitteln. Bei der Kontrolle sicherten die Beamten eine weiße Substanz, die nun untersucht werden sollte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bunkertanker verursachte Ölverschmutzung auf der Ostsee
(20.06.17) Am 16.6. brach auf dem maltesischen Bunkertanker "Marmara Mariner", 4606 BRZ (IMO-Nr.: 9175183) bei einer Bunkeroperation auf der Ostsee vor Dänemark eine Ölleitung unter Deck. Rund 35 Liter Schweröl flossen ins Meer. Das dänische Ölbekämpfungsschiff "Gunnar Thorsson" (IMO-Nr.: 7924061), das sich gerade in der Nähe befand, wurde zur Beseitigung der Verschmutzung mobilisiert. Der Tanker steuerte zur Reparatur den Hafen von Riga an, wo er am 18.6. am PAS Terminals Vecmilgravis festmachte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Behindertenfreundliche Motoryacht hatte Wassereinbruch in Sneek
(20.06.17) Die Motoryacht “Aron” der Stichting Aangepaste Watersport Sneek erlitt am Morgen des 20.6. im Hafen von Sneek Wassereinbruch. Das Boot ist speziell für Behinderte ausgerüstet, es ist Rollstuhlfahrerfreundlich und mit Treppenlisten. An Bord waren neun Personen, Behinderte und ihre Begleiter. Sie kamen unversehrt von Bord und wurden in Hotels und auf einem anderen Boot einquartiert. Die Feuerwehr pumpte das Wasser aus und machte sich auf die Suche nach dem Leck. Offenbar konnte der Wasserpegel steigen, weil eine Lenzpumpe ausgefallen war. .
Quelle:Tim Schwabedissen



Suche nach Vermissten der Repunte wieder aufgenommen
(20.06.17) Die am 17.6. wegen Sturms von der Naval Prefecture of Argentina eingestellte Suchaktion nach den neun vermissten Crewmitgliedern des Trawlers "Repunte" wurde am Morgen des 19.6. vor Rawson, Chubut, wieder aufgenommen. Beteiligt waren ein Helikopter, ein Flugzeug, die “Derbes” der Coast Guard sowie drei Kutter, die “Maria Liliana” sowie zwei Schiffe der Comodoro Rivadavia.
Die 32,6 Meter lange "Repunte" der Ostramar SA, die zur Caputto-Grußße gehört, hatte selbst 2011 einem anderen Seehechtfänger, der „Don Luciano“, beigestanden, die 200 Meilen vor Puerto Madryn leckgeschlagen war. Sie konnte den Havaristen in stürmischer See in den Hafen schleppen.
Einer der Überlebenden des jetzigen Schiffbruchs sagte aus, er habe sich in der Kombüse befunden, als auf einmal von überall her Wasser kam. Es gelang ihm im letzten Moment, an Deck zu kommen. Rettungsmittel konnten keine mehr klargemacht werden.
Die “Repunte” wurde 1966 bei der Factorías Vulcano, Enrique Lorenzo y Cía in Vigo als „Mar Sun“ erbaut. Sie hatte eine Tragfähigkeit von 191 Tonne und wurde von einem Klöckner-Humboldt-Deutz- Diesel von 620 PS angetrieben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Traditionsyacht deutscher Herkunft sank in Burghead
(20.06.17) Am vergangenen Wochenende versuchte der Skipper Richard Ogilvy in Burghead, seine in den 1930 erbaute Yacht “Sea Wraith” auszupumpen, die einige Tage zuvor nach einem schweren Wassereinbruch gesunken war. Doch es gelang dem 75-jährigen nicht, sie wieder schwimmfähig zu bekommen. Erst am 19.6. schwamm das 40 Fuß lange Boot wieder in Moray.
Der Skipper aus Forres schläft derzeit in einem Auto am Kaiu, um sicher zu stellen, dass sein Boot nicht erneut auf Grund geht. Erstaunlicher Weise ging sogar die 50 Jahre alte Maschine noch trotz dreier Tage unter Wasser. Sie war von Ogilvys Sohn, einem Mechaniker, zuvor zerlegt und instandgesetzt worden.
Das in Deutschland erbaute Boot sank, weil es jahrelang auf dem Trockenen gelegen hatte und das Holz ausgetrocknet und rissig war. Bei Flut versuchte Ogilvy nun, die Leckagen ausfindig zu machen und sie zur reparieren. Dabei halfen die Fischer von Burghead tatkräftig mit.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sunseeker sank in Fishbourne
(20.06.17) Am 18.6. erlitt eine Sunseeker-Motoryacht, die in Fishbourne Creek vertäut war, Wassereinbruch. Die Coastguard verständigte die RNLI in Cowes. Die Crew des Rettungsbootes “Sheena Louise” machte sich mit einer Lenzpumpe auf den Weg nach Fishbourne. Bei ihrem Eintreffen fand sie die Sunseeker allerdings bereits halb unter Wasser liegend gesunken vor.
Die Crew hatte sich auf den benachbarten Ponton gerettet und war unversehrt geblieben. Nachdem die Seenotretter einige Trümmer, die vom gesunkenen Motorboot aufschwammen, bargen, überließen sie das weitere Vorgehen einem Einsatzteam der Coastguard
Quelle:Tim Schwabedissen



USS “Fitzgerald"
(Bild: US Navy)   Großbild klick!

USS Fitzgerald: Sieben Tote bei Kollision mit Containerschiff
(19.06.17) Rund 100 Kilometers südwestlich von Yokosuka wurde im Pazifik der amerikanische Zerstörer USS “Fitzgerald", 8.315 tdw, am 17.6. von dem philippinischen Containerfrachter "ACX Crystal", 29060 BRZ (IMO-Nr.: 9360611), der von Nagoya, kam, gegen 2.30 Uhr an Steuerbordseite gerammt. Dabei kamen sieben Crewmitglieder des Zerstörers ums Leben, drei weitere, darunter Kommandant Bryce Benson, wurden verletzt und ins Marinehospital in Yokosuka geflogen.
Rumpfschaden an der USS “Fitzgerald"
(Bild: US Navy)   Großbild klick!
Der Unfall ereignete sich 56 Meilen vor Yokosuka bzw. 12 Meilen von der Izu Peninsula entfernt.
Die USS “Fitzgerald” war am 16.6. zu Routineoperationen in dem Seegebiet aus der amerikanischen Marinebase in Yokosuka ausgelaufen. Das Schiff war ober- und unterhalb der Wasserlinie schwer beschädigt und drohte zu sinken. Drei Abteilungen, darunter ein Hilfsmaschinenraum und Unterkünfte, wurden binnen kürzester Zeit geflutet.
Die japanische Coastguard schickte fünf Patroullienboote, zwei Flugzeuge und Rettungsteams zur Unglücksstelle, die Amerikaner eine U.S. P-8 Poseidon, zwei JMSDF-Helikopter und eine JMSDF P-3 Orion. Die sieben Crewmitglieder galten zunächst als vermisst. Die übrige Besatzung konnte den schweren Wassereinbruch derweil unter Kontrolle bringen und das Schiff so schwimmfähig halten.
Der Zerstörer nahm mit zwei bis drei Knoten Fahrt Kurs auf Yokosuka. Dabei wurde er von drei Schiffen eskortiert. Der Containerfrachter hatte zwar Risse und Beulen am Bug davongetragen, konnte aber seine Reise nach Tokio fortsetzen und machte um 10 Uhr am NYK Tokyo Container Terminal fest. Seine 20-köpfige philippinische Crew blieb unversehrt.
Bugschaden der "ACX Crystal"
(Bild: US Navy)   Großbild klick!
Nachdem der Zerstörer mit Steuerbordschlagseite und tiefer liegendem Vorschiff die Küste von Shimoda erreicht hatte, drangen Taucher in die gefluteten Bereiche vor. Es gelang ihnen, alle vermissten Soldaten in den unter Wasser liegenden Unterkunftsbereichen zu finden. Sie hatten zum Kollisionszeitpunkt geschlafen und keine Chance gehabt, als diese sofort vollliefen.
Der schwerste Schaden war unter der Wasserlinie nahe des Kiels, so war das Wasser auch mit immensem Druck hineingeschossen. Insgesamt hatte die USS „Fitzgerald“ rund 300 Mann an Bord. Überlebende Soldaten hatten noch versucht, in die gefluteten Bereiche vorzudringen, doch die Luft entwich aus diesen in rasendem Tempo. Das Unglück ist das schwerste für die Marine, seit 1975 der Kreuzer “Belknap“ mit dem Flugzeugträger „John F. Kennedy“ kollidierte, wobei acht Menschen starben. Wie es zu dem Unglück kommen konnte, war noch unklar, allerdings hatte der Frachter auf
Containerfrachter "ACX Crystal"
(Bild: US Navy)   Großbild klick!
einmal auf den Zerstörer zugedreht.
Der Kommandant wurde bei dem Zusammenstoß in seiner Kabine eingeschlossen. Er war glücklich, überlebt zu haben. Seine Unterkunft wurde total zerstört, sodass er auch nicht eingreifen konnte.
Die USS „Fitzgerald (DDG-62)“ gehört der Arleigh-Burke-Klasse an. Sie wurde nach Lieutenant William Charles Fitzgerald benannt, der für seinen selbstlosen Einsatz im Vietnamkrieg postum das Navy Cross erhalten hatte. Sie wurde 1990 bei Bath Iron Works in Auftrag gegeben und dort Anfang 1993 auf Kiel gelegt. Nach 12 Monaten im Trockendock und eineinhalb Jahren an der Ausrüstungspier wurde der Zerstörer im Oktober 1995 von der Navy in Dienst gestellt.
Das Schiff hat eine Länge von 154 Metern, eine Breite von 20 Metern, 9,5 Meter Tiefgang und eine Crew von 26 Offizieren und 315 Mannschaften. Sie wird von vier Gasturbinen angetrieben und läuft eine Geschwindigkeit von 31 Knoten. Die Bewaffnung besteht aus 90 VLS-Zellen, zwei Dreifach-Torpedowerfern und einem Geschütz von 127 mm.
Die “ACX Crystal” ist 220 Meter lang, 31,1 Meter breit, hat eine Tragfähigkeit von 39.565 Tonnen und wurde 2008 bei der STX Offshore & Shipbuilding im Werk Jinhae in Changwon für die Olympic Steamship Co SA, Panama, eine Tochtergesellschaft der Sunford Shipping Ltd. erbaut. Das Management erfolgte seit 2008 durch die Sea Quest Ship Management Inc. in Bacoor. Es lief iseit 2014 n Bareboat-Charter der Sinbanali Shipping Inc. in Manila, derzeit läuft es für die Dainichi-Invest Corporation, zwischen Japan, Vietnam und Thailand.
Quelle:Tim Schwabedissen



 

Zweimaster stand in Terschelling in Flammen
(19.06.17) Am Morgen des 17.6. brach gegen 10 Uhr auf der Segelyacht „Umiak“ im Hafen von Terschelling ein Feuer aus. Das KNRM-Boot „Arie Visser“ sowie das Löschboot „Hurricane“ und das Rettungsboot „Typhoon“ der Rederij Noordgat waren vor Ort im Einsatz. Das lichterloh brennende Schiff wurde ans Ufer geschleppt. Binnen einer Stunde konnten die Flammen gelöscht werden. Der Zweimaster war aber schwer beschädigt. Die dreiköpfige Crew kam mit dem Schrecken davon.
Quelle:Tim Schwabedissen



Heckschaden an der Fähre "Maria Buono"
(Bild: Roberto Capuano)   Großbild klick!

55 Verletzte bei Kollision in Casamicciola
(19.06.17) Die italienische Fähre "Maria Buono", 2543 BRZ (IMO-Nr. 8822167), kollidierte am 17.6. um 9.30 Uhr mit dem Kai im Hafen von Casamicciola, als sie achteraus einlief und mit dem Heck festmachen wollte. Sie war um 8.15 Uhr aus Pozzuoli ausgelaufen und konnte beim Ansteuern des Hafens durch eine technische Fehlfunktion nicht mehr rechtzeitig aufstoppen. Etliche der Passagiere stürzten durch die Wucht des Aufpralls, Stühle und Gerät stürzten um, und kurzzeitig kam es zu einer Panik an Bord, weil einige Fahrgäste an einen Anschlag glaubten.
Insgesamt wurden 55 Passagiere überwiegend leicht verletzt, sie erlitten Schürfwunden oder Schlagverletzungen. Sie kamen ins Rizzoli-Hospital in Lacco. Die Fähre wurde zunächst mit einem Fahrverbot belegt. Sie hatte ober- und unterhalb der Wasserlinie Schäden erlitten.
Auch die Kaianlage war beschädigt worden. Inspektoren von RINA wurden nach Casamicciola entsandt, um Untersuchungen durchzuführen. Im Laufe des Tages wurde die Fähre "Benito Buono" als Ersatz geschickt. Die “Maria Buono” wurde vor Ort gelöscht und machte um 16.30 Uhr zur Reparatur in Neapel fest.
Quelle:Tim Schwabedissen



Stralsund: DGzRS rettet 10 Menschen binnen 12 Stunden
(19.06.17) Vier Einsätze für insgesamt zehn Menschen innerhalb von 12 Stunden: Für die freiwilligen Seenotretter der DGzRS aus Stralsund wurde der 16.6. zu einem arbeitsreichen Tag. Am dramatischsten war die Rettung von zwei Seglern aus Berlin im Greifswalder Bodden. Das Seenotrettungsboot „Hertha Jeep“ hatte in der Wamper Wiek gerade eine festgekommene Motoryacht freigeschleppt, als es erneut vom MCRCC in Bremen alarmiert wurde. Am südwestlichen Eingang des Strelasunds hatten mehrere Spaziergänger gegen 20 Uhr das Abschießen von roten Raketen gesehen.
Das Rettungsboot lief bei stürmischem Westwind der Stärke 8 in Richtung der gemeldeten Position. Inzwischen hatte der ebenfalls alarmierte Hubschrauber „Christoph 47“ der DRF Luftrettung das sich in Not befindliche Folkeboot im Greifswalder Bodden gesichtet: Es trieb manövrierunfähig etwa eine Seemeile südöstlich von Palmer Ort vor der Halbinsel Zudar.
Als die Seenotretter wenig später vor Ort eintrafen, gingen sie bei dem Segelboot „Das Drama“ längsseits. Ein Segler war seekrank und der andere mit der Situation total überfordert. Beide waren entkräftet und nicht mehr in der Lage, zu segeln. Zu allem Überfluss hatten sie einen Tampen in den Propeller bekommen und das Boot war manövrierunfähig.
Ein als Rettungsassistent ausgebildeter Seenotretter stieg bei fast einem Meter Seegang auf das etwa sechs Meter lange Folkeboot über. Zunächst stabilisierte er den seekranken und an Diabetes erkrankten Segler. Anschließend kümmerte er sich um das zweite Besatzungsmitglied.
Nach der medizinischen Erstversorgung schleppten die Seenotretter das Segelboot samt Besatzung nach Lauterbach. Dort übergaben sie den an Diabetes erkrankten Segler an den Landrettungsdienst. Damit ging ein arbeitsreicher Tag für die freiwilligen Seenotretter aus Stralsund zu Ende. Gegen 1 Uhr meldeten sie sich schließlich wieder „Klar P3“ einsatzbereit auf ihrer Station.
Quelle:Tim Schwabedissen



auf der Steinmole gestrandet ...
(Bild: USCG)   Großbild klick!

55 Personen von gestrandetem Fährkatamaran abgeborgen
(19.06.17) Die US Coast Guard wurde am 17.6. alarmiert, um 55 Personen von der amerikanischen Schnellfähre "Iyanough", 563 BRZ (IMO-Nr.: 9375719), zu retten, die beim Einlaufen nach Hyannis Harbor um 21.32 Uhr auf die Außenmole aufgelaufen war. Das Schiff der Massachusetts Steamship Authority, das auf der Route Nantucket – Hyannis verkehrt, war auf der Steinmole gestrandet. Ein HH-60-Helikopter der Coast Guard Air Station Cape Cod barg fünf verletze Passagiere sowie 10 unversehrt gebliebene Fahrgäste ab, die nicht auf die zu Hilfe gekommenen Boote gelangen konnten. Boote der Coast Guard-Stationen Woods Hole, Chatham, und Brant Point sowie des Cape Cod Mutual Response System bargen die übrigen ab.
Die raue See und starker Wind erschwerten die Rettungsarbeiten, doch es gelang, alle 48 Fahrgäste und neun Crewmitglieder bis auf sechs Personen, darunter den Kapitän und Ingenieur sowie Inspektoren der Coast Guard in Sicherheit zu bringen. Ein Schlepper war ebenfalls vor Ort. Die Mole erstreckt sich 3,000 Fuß weit in den Nantucket Sound.
Zwei der Passagiere waren schwer verletzt und wurden als erste aufgewinscht. Sie kamen ins Cape Cod Hospital. Am Morgen des 17.6. wurde die Fähre freigeschleppt und zum Steamship Authority’s Hyannis Terminal für provisorische Reparaturen gebracht. Danach ging es weiter nach Fairhaven, wo die Schäden binnen mindestens zwei Wochen ausgebessert werden sollten. Der Aluuminium-Katamaran ist 154 Fuß lang.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bootscrew vor Juist gerettet – Torte nicht mehr genießbar
(19.06.17) Ein Motorboot sank am 16.6. im Watt vor der Insel Juist. Die fünfköpfige Besatzung, zwei junge Frauen und drei junge Männer zwischen 20 und 25 Jahren, konnten von den Juister Seenotrettern der DGzRS gerettet werden. Zunächst hatte sich der Skipper des 6,5 Meter langen Motorbootes bei den Seenotrettern gemeldet, weil sein Boot einen Motorschaden erlitten hatte. Der Außenborder würde stottern und das Boot kaum noch Fahrt machen.
Es befand sich zu diesem Zeitpunkt kurz außerhalb des Norderneyer Seegatts im Juister Watt. Die Seenotretter der Freiwilligen-Besatzung von Juist liefen sofort aus. Inzwischen fiel die Maschine des Havaristen ganz aus, und die jungen Leute warfen Anker. Der starke Ebbstrom und Wind mit fünf bis sechs Beaufort führten jedoch zu so starkem Seegang, dass mehrere Wellen ins Boot schlugen.
Von den Seenotrettern wurde der Seenotrettungskreuzer „Bernhard Gruben“ der Station Norderney nachalarmiert. Beim Eintreffen des Seenotrettungsbootes „Hans Dittmer“ vor Ort konnten die Lenzpumpen bereits nichts mehr gegen den starken Wassereinbruch ausrichten. Die Seenotretter bargen die Crew von dem sinkenden Boot ab. Zunächst wurde noch versucht, es über eine Leinenverbindung zu sichern, kurze Zeit später musste das Boot jedoch aufgegeben werden. Da der Verdacht bestand, dass einige der Schiffbrüchigen einen Schock erlitten hatten, alarmierten die Seenotretter Notarzt und Rettungswagen. Nach kurzer medizinischer Überprüfung im Hafen Juist konnten die jungen Leute jedoch aus der Obhut der Sanitäter entlassen werden.
Die Bootsbesatzung, die nach Juist angereist war, um den 25. Geburtstag einer Freundin zu begehen, konnte nach dem Schrecken doch noch zu ihrer Feier kommen – allerdings ohne die Geburtstagstorte. Diese wurde von den Norderneyer Seenotrettern mit anderen Gegenständen in einer vor Ort treibenden Kühltasche geborgen. Das Urteil der Seenotretter: „Torte nach „Rettung“ leider nicht mehr genießbar.“
Quelle:Tim Schwabedissen



Fahrgastschiff rammte Tonne, um Kollision zu vermeiden
(19.06.17) Das amerikanische Fahrgastschiff "Ocean State" (MMSI-Nr.: 36690019) wurde am 17.6. beschädigt, als es in der Narrangansett Bay mit einer Tonne kollidierte. Es hatte abgedreht, um den Zusammenstoß mit einem anderen Schiff zu vermeiden, war dabei aber gegen die Tonne gefahren. Sowohl diese wie auch das Fahrgastschiff wurden leicht beschädigt.
Die Fähre wurde aus dem Dienst Providence-Newport genommen und sollte bis zum 20.6. in New York repariert werden. Am 21.6. sollte das Schiff in den SeaStreak-Betrieb zurückkehren.
Quelle:Tim Schwabedissen



Binnenschiff demolierte drei Polizeiboote
(19.06.17) Als ein Binnenschiff am 17.6. gegen 01:40 Uhr achteraus durch den Vinckekanal in Richtung Duisburger Südhafen lief, wo Container entladen werden sollten und die die dortige Schiffsbrücke passierte, kam es aus noch ungeklärter Ursache vom Kurs ab und kollidierte mit einem am Anleger der Wasserschutzpolizeiwache Duisburg-Ruhrort liegenden Streifenboot der Wasserschutzpolizei. Dann stieß das Schiff mit einem weiteren dort anliegenden Streifenboot zusammen, das hierdurch gegen das dritte dort liegende Streifenboot gedrückt wurde.
Alle drei Streifenboote wurden zum Teil stark beschädigt. Auf einem Streifenboot hielten sich zur Unfallzeit drei Polizeibeamte auf, die unverletzt blieben. Am Gütermotorschiff entstand nur geringer Sachschaden. Der Gesamtschaden dürfte sich auf über 100.000 Euro belaufen, ein Streifenboot war aufgrund der Beschädigungen nicht mehr einsatzklar.
Quelle:Tim Schwabedissen



Binnenschiff rammte Kollisionsschutz in Hirschhorn
(19.06.17) Am 15.6. gegen 10.30 Uhr, kam es auf einem Gütermotorschiff in der Talfahrt in die Schleuse Hirschhorn durch einen Bedienfehler der Schiffsführung zu einer Kollision mit der in der Schleuse befindlichen Vorrichtung zum Schutz des Schleusentores. Diese, wie auch der Schiffsbug, wurden beschädigt. Bei der Kollision wurde niemand verletzt.
Nach ersten Schätzungen belief sich der Schaden an der Schleuse auf etwa 5.000 Euro. Die Weiterfahrt wurde dem Schiff durch die Wasserschutzpolizei Heidelberg im Zusammenwirken mit dem Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Heidelberg untersagt. Erst nach einer Überprüfung, bei der technische Ursachen für das Versagen der Maschinenanlage zum Abbremsen des Schiffes ausgeschlossen wurden, konnte der Schiffsführer seine Fahrt gegen 12.15 Uhr fortsetzen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Luxusyacht sorgte für Chaos in Portofino
(19.06.17) Am 16.6. gegen 12:10 Uhr kam es in der Marina di Portofino zu einer verhängnisvollen Kettenreaktion, als die britische Luxusyacht "Tales", 675 BRZ (IMO-Nr.: 8988765) mit einer 12-köpfigen Crew und acht Gästen an Bord, die mitten im Hafen lag, ankerauf ging, um den Hafen zu verlassen. Beim Ankerlichten kam es zu technischen Problemen, und die Yacht lief achteraus in eine Flotte von kleineren Sportbooten, die in einem Bojenfeld vermoort war. Die italienische Marine schickte zwei kleine Boote, die die Fahrt der Yacht stoppen sollten, sowie "GC A96" der Coastguard.
Gleichzeitig ging die Yacht in Vorausfahrt. Dabei kollidierte sie aber mit der Heckplattform eines weiteren Bootes, das in andere dort liegende Fahrzeuge geschoben wurde. Als die Yacht endlich das Gebiet verließ und vor Portofino ankerte, waren durch den Dominoeffekt nicht weniger als 12 Sportboote beschädigt worden, einige davon schwer.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gestrandeter Frachter wartet auf Bergungsschlepper
(19.06.17) Der indonesische Frachter "Kutai Raya Dua", 4255 BRZ (IMO-Nr.: 8820183), trieb in einem Sturm am 14.6. an der Ostküste der Insel Pulau Buru in der Northern Banda Sea auf den Strand. Der Bulkcarrier war unbeladen gewesen und sollte eine Ladung Holz an Bord nehmen. Am 17.6. lag er weiter vor dem Dorf Namlea Ilath im Batabual-Distrikt fest, da es dem Eigner, der PT Kutai Timber aus Probolinggo noch nicht gelungen war, einen Bergungsschlepper unter Vertrag zu nehmen.
Quelle:Tim Schwabedissen



17 Mann von gestrandetem Schoner abgeborgen
(19.06.17) Der amerikanische Schoner „Alabama”, 150 tdw, lief mit 17 Fahrgästen und einer fünfköpfigen Crew an Bord am Abend des 18.6. nahe der Mündung des Mystic River, Connecticut, auf Grund. Die U.S. Coast Guard wurde um 18.15 Uhr alarmiert und barg die Mitreisenden von dem 126 Fuß langen Schiff ab. Sie wurden zum nahen Noank Shipyard in Groton gebracht.
Die “Alabama” war dort bereits 2010 einmal festgekommen. Vor der Bergung sollte die Stabilität des Schiffes untersucht werden. Das Schiff wurde 1926 erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter strandete in Sokakagzi-Bucht
(19.06.17) Auf der Fahrt von Nemrut nach Izmit in der Kocaeli-Provinu lief am 18.6. gegen ein Uhr der türkische Frachter "Irem Kaan", 2564 BRZ (IMO-Nr.: 8500082), in der Sokakagzi-Bucht in der nordwesttürkischen Çanakkale-Provinz auf Grund. Die Strandungsstelle befand sich 15 Kilometer nördlich der antiken Stadt Assos. Das Schiff saß nur 20 Meter vor dem Koyunevi Köyü Sokak Agzi Plaji'nda in der Mytilini-Straße nördlich von Lesbos fest.
Die Verkehrskontrolle der Çanakkale Strait fragte den Kapitän, ob er Hilfe benötige. Dieser wollte jedoch zunächst versuchen, das Schiff mit eigener Kraft wieder flottzumachen. Tatsächlich gelang es ihm, den Havaristen wieder vom Strand zu bekommen. Er ging danach für die notwendigen Untersuchungen des Rumpfes durch Taucher in der Sivric-Bucht vor Anker.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gestrandeter Tanker soll geleichtert werden
(19.06.17) Am 17.6. wurde damit begonnen, über 200 Tonnen Wasser in die achteren Tanks des gestrandeten Tankers "Chemroad Journey" zu pumpen. Damit sollte das Vorschiff, das auf dem Riff auf Position 10 02 N 108 58 O rund 28 Meilen südlich der Insel Phu Quy aufsaß, angehoben werden. Rund 10,000 Tonnen der Ladung, die aus den Chemikalien Butyraldehyd, Ethylenglykol, Ethylhexanol und Ethanolamin bestand, sollte auf einen Leichtertanker umgepumpt werden. Der Schlepper "Minh Hoang 06" brachte ein neunköpfiges Team, darunter Berger, Ingenieure, Vertreter der Kobalt-Shipping und Schiffsagenten auf den Havaristen, insgesamt sechs Japaner, zwei Koreaner und einen Vietnamesen.
Der Tanker lag mit 15,5 Grad Backbordschlagseite auf dem Riff und hatte in einem Ballasttank am Bug Wassereinbruch. Ein Viertel das Vorschiffs saß auf dem Riff, und die Außenhülle des Rumpfes war an mehreren Stellen aufgerissen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Brandneuer Trawler sank im Sturm vor Rawson
(19.06.17) Der erst in diesem Jahr erbaute, argentinische Trawler "Repunte", 191 BRZ (IMO-Nr.: 6603024), sank am 17.6. vor dem Hafen von Rawson, als er auf dem Rückmarsch nach Puerto Mardin war, um dort seinen Garnelenfang anzulanden. Von den 12 Mann Besatzung konnten nur zwei lebend gerettet werden. Einer wurde tot geborgen, vier Tote wurden in der See entdeckt, konnten aber noch nicht geborgen werden, und fünf wurden vermisst.
Eine SAR-Operation wurde unter Beteiligung eines PA-40-Helikopters, einer PA-22 und einem Boot der Coast Guard begonnen, aber durch denselben Sturm behindert, dem das Schiff auch zum Opfer gefallen war und nach der Bergung der Überlebenden eingestellt. Am 18.6. wurde eine weitere Leiche vor Punta Ninfa sim Meer treibend geborgen, womit die Anzahl der bestätigten Toten auf drei stieg.
Gerettet wurde der Schmierer Guaymas, 39, den der Hubschrauber auffischte und der mit Unterkühlungen, die er während der drei Stunden, die er im Wasser getrieben hatte, davongetragen hatte, nach Trelew ins Krankenhaus kam. Der zweite Überlebende war Lucas Ezequiel Trillo, den der Kutter "Maria Liliana", der den Notruf der "Repunte" aufgefangen hatte und nur 32 Kilometer entfernt war, an Bord zog und ihn nach Puerto Madryn brachte. Von den 12 Crewmitgliedern kamen 10 aus Mar del Plata, einer aus Miramar and und einer aus Puerto Madryn in Chubut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht kenterte vor Unterach – unsinkbares Boot landete in der Tiefe
(19.06.17) Ein Windböe brachte am Attersee vor Unterach am 17.6. eine mit drei Mann besetzte Segelyacht zum Kentern. Der Salzburger Skipper (50) machte mit zwei Freunden, einem Deutschen (47) aus Gräfelfing und einem Steyrer (59), einen Törn von Unterach Richtung Unterburgau. Gegen 15.40 Uhr erfasste plötzlich eine sehr starke Windböe die Yacht.
Der Kapitän hatte alle Segel gesetzt und versuchte noch, die Vorschoten auszulassen, doch das Manöver kam zu spät. Das sechs Meter lange Boot vom Typ "Manta 19" kenterte sofort, der drei Männer gingen über Bord. Sie konnten sich nur mit Mühe am Kiel festhalten. Die Havarie ereignete sich etwa 500 Meter vom Ufer entfernt.
Eine Zeugin schlug Alarm. Bis zum Eintreffen der Wasserrettung Unterach hatte ein anderer Segler, der bei der Wasserrettung tätig ist und gerade in der Nähe segelte, das durchnässte Trio bereits an Bord genommen. Bei der Bergung des Segelbootes sank beim Abschleppen die theoretisch unsinkbare Yacht auf zehn Metern Wassertiefe. Taucher mussten sie mit Hebeballons bergen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Neun Verletzte bei Kollision in Stockholm
(19.06.17) Die schwedische Fähre "Cinderella II", 324 BRZ (MMSI-Nr.: 265609540), rammte beim Anlegemanöver in Nacka vor Stockholm am 18.6. um 15.30 Uhr die Kaimauer, als es nicht gelang, die Vorausfahrt rechtzeitig zu stoppen. Das Schiff war unterwegs von Sandhamn zum Strandvägen in Stockholm. Neun Personen wurden durch den Aufprall verletzt, sie stürzten und zogen sich Schrammen, Brüche und andere Verletzungen zu.
Sie wurden ins Krankenhaus gebracht. Einer der Verletzten war eine Treppe hinuntergestürzt. Insgesamt waren über 230 Personen an Bord gewesen. Mehrere Krankenwagen waren im Einsatz.
Die schwedische Transport-Agentur kam nach Nacka und untersuchte die "Cinderella II". Erst vor drei Wochen war das Schiff der Strömma Turism & Sjöfart in der Werft gewesen, wo binnen zwei Wochen einer der beiden Antriebsmotoren ausgetauscht worden war.
Quelle:Tim Schwabedissen



Aufgegebene Motoryacht sank nach Feuer auf der Somme
(19.06.17) Die Motoryacht “Le Cristalline”, die seit etlichen Jahren aufgegeben auf der Somme am Pointe de la Pointe in Abbeville lag, geriet am 19.5. gegen ein Uhr ein Brand. Die Feuerwehr versuchte, das Boot zu retten, doch trotz ihrer Bemühungen sank es am Kai. Ölsperren wurden ausgelegt, nachdem Kraftstoff auszulaufen begann.
Sie wurden in den Morgenstunden erneuert. Vor einigen Jahren war das 10 Meter lange Boot von seinem Eigner sich selbst überlassen worden und war seitdem Opfer von Vandalismus geworden. Die Flussbehörden hatten bereits am 1.4.2015 Anzeige gegen den Eigner aus Abbevillois gestellt, und am 17.5. wurde er aufgefordert, das heruntergekommene Boot aus dem Wasser zu holen.
Versuche, ihn nun zu erreichen, schlugen abermals fehl. Deshalb wird die Behörde das Wrack heben lassen. Dazu wird ein Kran vonnöten sein.
Quelle:Tim Schwabedissen



13 Tote bei Untergang eines Kutters vor St. Brandon
(19.06.17) Am 16.6. sank der Kutter “Good Hope” vor St. Brandon. 13 Mann der Crew des Schiffes wurden vermisst. 28 Überlebende rettete ein anderes Schiff und brachte sie zum Quai D in Port-Louis, wo Angehörige sie erwarteten. In der Kirche von Notre-Dame-de-l'Assomption in Roche-Bois fand ein Gedenkgottesdienst statt
Quelle:Tim Schwabedissen



Panga drohte mit 28 Personen an Bord zu sinken
(19.06.17) In der Nacht zum 17.6. drohte vor den Miskitos Keys in der Nord-Karibik der Kutter “Pescador I” der Company Pasenic zu sinken. Er hatte Wassereinbruch erlitten, und die 28-köpfige Crew funkte einen Notruf. Ein Boot der Marine sowie der Boston Whaler 3X250HP liefen um 21:40 Uhr aus.
Um 2.20 Uhr waren die beiden Boote mit jeweils fünf Mann an Bord vor Ort und unterstützten die Crew des Panga dabei, den Wassereinbruch unter Kontrolle zu bekommen. Das Schiff hatte am Ruderschaft ein Leck. Es wurde auf Position 14º20 N, 082º46' W auf Grund gesetzt, um einen Untergang zu vermeiden.
Fünf Crewmitglieder und drei Fischer blieben an Bord, der Rest wurde zur Miskito Cays Naval Station gebracht. Um 12:20 Uhr war der Einsatz beendet. Die “Pescador 1” war am 17.6. gegen 16 Uhr aus Puerto Cabezas zu den Miskito Cays ausgelaufen. Am 18.6. um neun Uhr lief das Panga “Miss Lisa” von Promarnic aus, um bei der Reparatur des Havaristen zu helfen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht verlor Ruder vor Ventura
(19.06.17) Am 15.6. geriet gegen 19 Uhr die Segelyacht “Ajax” in Seenot, nachdem sie ihr Ruder 173 Meilen westlich von Ventura verloren hatte. Die Coast Guard Los Angeles-Long Beach wurde von der Crew alarmiert. Diese konnte den Wassereinbruch mit den bordeigenen Pumpen unter Kontrolle halten.
Die Coast Guard schickte das Patroullienboot “Blacktip” aus Oxnard. Es nahm die Yacht in Schlepp, bis ein Boot von TowBoat US vor der Küste übernahm und sie in den Hafen von Ventura zog.
Quelle:Tim Schwabedissen



Vermisster Tanker auf dem Meeresgrund aufgespürt
(19.06.17) Die Royal Malaysian Navy gab am 18.6. bekannt, dass sie offenbar das Wrack des vermissten Tankers "Putri Sea/Aquarius", vor Tanjung Pengelih in Johor gefunden habe. Das Schiff schien nach einer Explosion gesunken zu sein. Das hydrographische Forschungsschiff vessel "Perantau" entdeckte ein Objekt auf dem Meeresgrund, be idem es sich um den Tanker handeln könnte.
Bei der Suche wurde ein Multi-Beam-Sonar eingesetzt. Der Tanker hatte am 15.6. gegen fünf Uhr den Kontakt zu seinem Agenten in Singapur rund 4,6 Meilen südwestlich von Tanjung Pengelih verloren. Die sechsköpfige Crew blieb seither verschwunden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Langer Einsatz der RNLI nach zwei Notfällen
(19.06.17) Das RNLI-Boot aus Conwy wurde am 18.6. alarmiert, nachdem eine 47 Fuß lange Yacht in der Mündung des River Conwy gestrandet war. Die Havarie ereignete sich bei ablaufendem Wasser. Um 8.56 Uhr lief das Rettungsboot “The May-Bob” mit seiner Freiwilligencrew aus. Vor Ort wurde ein Rettungsmann auf die nun auf der Seite liegende Yacht übergesetzt, um die Lage dort zu erkunden und zu fragen, ob die Crew bis zur nächsten Flut an Bord ausharren wollte. Danach kehrte das Rettungsboot zunächst zu seiner Station zurück, und es wurde mit der Coastguard vereinbart, dass es um 14.35 Uhr wieder zur Strandungsposition auslaufen sollte.
Dann sollte das sichere Aufschwimmen der Yacht überwacht werden für den Fall, dass sie Schäden davongetragen hatte. Zwischenzeitlich halfen die Seenotretter mehreren Personen, die vor West Shore Probleme hatten, an Land zurückzukehren. Gemeinsam mit einem Rettungsteam der Llandudno Coastguard wurde auch hier Hilfe geleistet.
Dann ging es direkt zurück zur Yacht, die, wie erhofft, mit auflaufendem Wasser um 16.06 Uhr wieder aufschwamm. Sie hatte die Havarie ohne weitere Schäden überstanden und wurde zur Conwy Marina eskortiert. Um 16.30 Uhr war der Einsatz nach nunmehr rund siebeneinhalb Stunden beendet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Freiwillige Seenotretter waren mit zwei Einsätzen über fast 15 Stunden beschäftigt
(19.06.17) Das RNLI-Boot aus Leverburgh wurde am 14.6. alarmiert, nachdem der“Garbh Eilean“ aus Stornoway Motorschaden vor Rodel, South Harris, erlitten hatte. Um 11.21 Uhr lief das Rettungsboot aus und nahm den 16 Meter langen Havaristen auf den Haken. Er wurde dann zur Leverburgh Pier geschleppt, wo er um 14 Uhr festmachte.
Am selben Tag um 19.23 Uhr hatten die Seenotretter aus Leverburgh bereits den nächsten Einsatz: Eine 10 Meter lange Yacht hatte die Stornoway Coastguard alarmiert, weil sie vor Scarp, North-West Harris, Motorausfall erlitten hatte. Die zweiköpfige Crew warf in der Bucht von Kearstay am Nordende von Scarp Anker. Zwei Seenotretter stiegen auf die Yacht über und stellten eine Schleppverbindung her. Um 22.10 Uhr wurde das Boot in den Hafen von Leverburgh gezogen. Die Fahrt war mit nur sechs Knoten bei sechs Windstärken aus Westsüdwest vorangegangen. Um zwei Uhr – 12 Stunden nach Abschluss des ersten Seenotfalles – kehrte das Rettungsboot “The Royal Thames” zu seiner Station zurück.
Quelle:Tim Schwabedissen



Nächtlicher Einsatz für freiwillige Seenotretter von Lerwick
(19.06.17) Die schwedische Yacht “Hannah Maya” wurde am Morgen des 18.6. von dem RNLI-Boot aus Lerwick in den Hafen geschleppt. Sie hatte zuvor Wassereinbruch erlitten, als sie sich eine Meile südlich von Bressay befand. Die zweiköpfige Crew setzte um 00.30 Uhr einen Notruf ab, woraufhin die freiwilligen Seenotretter ausliefen. Das Rettungsboot „Michael and Jane Vernon” traf mit seiner fünfköpfigen Crew gegen ein Uhr vor Ort ein und setzte eine Lenzpumpe an Bord der Yacht ab. Nachdem der Wassereinbruch unter Kontrolle gebracht war, wurde sie gegen 2.30 Uhr in den Bootshafen von Lerwick gezogen. Hier stand bereits die Feuerwehr bereit, die das Lenzen der Yacht fortsetzte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motoryacht “Stars & Stripes” mit Coastguard
(Bild: USCG)   Großbild klick!

Motorboot vor Untergang bewahrt
(16.06.17) Die US Coast Guard assistierte am Nachmittag des 15.6. der fünfköpfigen Crew der Motoryacht “Stars & Stripes”, die nahe Romer Shoal, New Jersey, um 14.45 Uhr Wassereinbruch erlitten hatte. Zwei 29-Fuß-Boote liefen auf den Notruf auf VHF-Kanal 16 hin von der Station Sandy Hook zur Hilfeleistung aus. Auch das New York Fire Department Marine und das New York Police Department Marine schickte Rettungsteams.
Vor Ort begannen die Einsatzkräfte damit, das Motorboot, das sie in ihre Mitte nahmen, zu lenzen. Nachdem die Leckage ausfindig gemacht und abgedichtet worden war, eskortierte eines der Küstenwachboote die „Stars & Stripes“ zur Atlantic Highlands Marina.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre nach Feuer vor Rhodos teilweise evakuiert
(16.06.17) Am 15.6. gegen 22 Uhr brach in einer der Hauptmaschinen der unter Zypern-Flagge laufenden Fähre "Med Star", 16776 BRZ (IMO-Nr.: 7528659), ein Feuer aus, kurz nachdem das Schiff aus Rhodos ausgelaufen war. Es befand sich zwei Meilen nordwestlich des Hafens. An Bord befanden sich 32 Personen, darunter 30 griechische Crewmitglieder und zwei Lasterfahrer.
Die Fähre war mit 33 Trucks beladen unterwegs nach Santorini. Das Feuer breitete sich weiter in den Aufbauten aus, und 20 Mann gingen in ein Rettungsboot. Dieses wurde nach Rhodos geschleppt, wo die Geretteten in einem Hotel untergebracht wurden. Auch das Krankenhaus der Stadt war mobilisiert worden, musste aber keine Hilfe leisten.
12 Crewmitglieder blieben an Bord zurück und bekämpften weiter das Feuer. Es gelang ihnen mit dem bordeigenen Löschsystem, den Brand gegen Mitternacht unter Kontrolle zu bekommen. Weiterhin drang aber dichter Rauch aus dem Schiffsinnern, und die Bordenergie fiel während der Löscharbeiten aus.
Am Morgen des 16.6. trieb das Schiff östlich von Rhodos, ohne dass noch offenes Feuer sichtbar war. Vier Handelsschiffe, Schlepper aus Rhodos und weitere Einsatzkräfte, darunter ein Super Puma-Helikopter, waren vor Ort im Einsatz. Vier weitere Crewmitglieder kehrten an Bord zurück, um bei der Brandbekämpfung zu helfen. Aus Kreta machte sich ein Löschboot mit weiteren Feuerwehreinsatzkräften auf den Weg Die “Med Star” wurde 1978 als „Merzario Hispania“ bei den Hyundai Shipbuilders & Heavy Industries, Ulsan, erbaut und am 31.7. an die Stena Container Line Ltd, London, abgeliefert. Ab August begann eine Charter der Merzario Lines. Im Januar 1980 nahmen die Townsend Thoresen European Ferries, Dover, sie in Charter und setzten sie als „Nordic Ferry“ zwischen Felixstowe und Europort ein.
Vom 16.12.1980 bis zum 7.2.1981 erfolgte ein Umbau bei der Hapag Lloyd Werft GmbH, wobei das Schiff mit zusätzlichen Kabinen und einem Wetterdeck ausgestattet wurde. Im April 1982 wurde es im Falklandskrieg von der britischen Marine zum Materialtransport im Südatlantik requiriert. Am 25.8. kehrte es zurück in den Dienst Felixstowe - Europort.
Im Dezember 1984 erfolgte der Verkauf an die Monarch Steamship Co Ltd, London, und im März 1986 ein Umbau zur Ropax-Fähre bei Wilton Feyenoord B.V. Rotterdam, für den Dienst Felixstowe - Zeebrügge. Am 4.2.1987 kollidierte die Fähre bei Harwich mit dem Kühlschiff „San Salvador“. Am 31.12. wurde sie für die P&O European Ferries Ltd., Felixstowe, registriert, 1989 übertragen an die P&O European Ferries, Felixstowe.
Am 18.3.1991 erfolgte der Verkauf an die Natwest Finance, London, und der Beginn einer Bareboat-Charter durch die P&O European Ferries Ltd., Felixstowe. Im Februar 1992 wurde das Schiff in „Pride of Flanders“ umbenannt. Nach mehrjährigem Einsatz auf den Linien Felixstowe – Zeebrügge und Felixstowe – Europort wurde es im November 1995 bei Harland & Wolf, Belfast, zur Frachtfähre umgebaut und kehrte dann in den Dienst Felixstowe - Europort (Rotterdam) zurück.
Im Juli 2002 erfolgte der Verkauf an die Stena Line AB, Göteborg, die es in „Flanders“ umbenannte und auf der Route Harwich – Europoort einsetzte. Vom 24.9. bis Oktober lief das Schiff für Scandlines im Dienst Trelleborg - Travemünde. Nach einer Überholung beim Remontowa Shipyard, Danzig, kam es ab dem 23.11. auf der Linie Harwich – Rotterdam als „Stena Transporter“ in Fahrt.
Vom 24.1.2003 bis 2.5.2003 lief es auf der Route Hoek van Holland – Killingholme, dann in den Diensten Dublin – Holyhead und Harwich – Rotterdam. Im Juni 2009 kaufte die Strade Blu S.rl, Genua, das Schiff und setzte es als „Strada Corsa“ auf der Route Livorno – Olbia ein. Nach einer Charter durch die Moby Lines kam es im Oktober 2013 zum Verkauf an die Baja Ferries SA, La Paz, Mexiko, und als „La Paz Star“ verließ das Schiff La Spezia mit Kurs La Paz.
Im Dezember 2016 kaufte die Fabrilo Holdings Ltd, Athen, die Fähre und brachte sie unter Zypern-Flagge als „Med Star“ in Fahrt. Sie ist 151,01 Meter lang, 23,58 Meter breit, hat 7,32 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 5.455 Tonnen.
Quelle:Tim Schwabedissen



„Frankfurt am Main“ in der Kieler Werft
(Bild: Tim Schwabedissen)   Großbild klick!

Reparatur der Frankfurt am Main dicker Fisch für Kieler Werft
(16.06.17) Die Kieler Werft German Naval Yards (GNY) hat sich den Auftrag zur Reparatur des Einsatzgruppenversorgers „Frankfurt am Main“ gegen starke Konkurrenz sichern können. Im Dock 8a der Werft soll das Schiff, eines der drei größten in der Deutschen Marine, in den kommenden Monaten wieder seetüchtig gemacht werden. Neben GNY hatten sich auch andere Werften von Wolgast bis Wilhelmshaven um die „Frankfurt am Main“ bemüht.
Da umfangreiche Stahlarbeiten Schiff ausgeführt werden müssen, war der Auftrag zur Auslastung des Stahlbaus bei den Werften heiß begehrt gewesen. In Kiel machte das Schiff zunächst am Liegeplatz 6, wo die Vorbereitungen zur Dockung durchgeführt werden. Nach dem Eindocken muss fast die Hälfte der Außenhaut des Heckspiegels an Steuerbordseite entfernt und durch neue Stahlsektionen ersetzt werden.
Der Gesamtschaden an dem Schiff lag nach ersten Schätzungen im siebenstelligen Bereich. Am 16.3. war die „Frankfurt am Main“ beim Einlaufen in Wilhelmshaven vom Kurs abgekommen und mit dem Heck gegen das Mauerwerk der großen Seeschleuse geprallt. Dabei wurde der Heckspiegel von der Wasserlinie bis zum Hubschrauberdeck eingedrückt.
Da auch Antriebs- und Ruderanlage betroffen waren, konnte der Einsatzgruppenversorger die Reise von Wilhelmshaven zur Kieler Werft nicht aus eigener Kraft antreten. Der Reparaturauftrag wird die 200-köpfige Belegschaft der Kieler Werft den Sommer über auslasten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker gesunken – Crew vermisst
(16.06.17) Der malaysische Tanker "Aquarius", 654 BRZ (IMO-Nr.: 8319160), sank am 14.5. nach einer Explosion mit nachfolgendem Feuer 4,6 Meilen südwestlich von Tanjung Pengelih in der östlichen Straße von Singapur. Der Tanker war mit Öl beladen und zunächst von seinem Agenten der Coastguard in Singapur als vermisst gemeldet worden. Diese kontaktierte die Malaysian Maritime Enforcement Agency (MMEA), die ein Patroullienboot schickte. Das Boot konnte den Tanker aber nicht finden. Später wurde bekannt, dass das Schiff nach einer Explosion brenne. Die sechsköpfige indonesische Crew wurde vermisst, eine Rettungsaktion lief an. Die letzten AIS-Daten wurden am Morgen gesendet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tragischer Unfall in Port-en-Bessin
(16.06.17) Am 14.6. kam es im Hafen von Port-en-Bessin zu einem tödlichen Unfall. Gegen 15 Uhr wollte der französische Trawler "Maluhel", 72 BRZ (MMSI-Nr.: 227857000), am Fischauktionsplatz festmachen. Dabei kam es zu einem Maschinenausfall. Beim Versuch des Skippers, die drohende Kollision mit einem anderen Trawler zu verhindern, fiel der 45-jährige ins Wasser, wo er zwischen den beiden Schiffen und der Kaimauer eingeklemmt wurde. Er konnte nur noch tot geborgen werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Flussfahrgastschiff auf der Rhône wird geborgen
(16.06.17) Am 12.6. begann die Bergung des gesunkenen französischen Flussfahrgastschiffes „Soleo", über einen Monat nach dessen Untergang auf der Rhône in Arles. Taucher mussten das Wrack, dessen Heck noch aus dem Wasser ragte, zunächst von Hindernissen befreien, die die Hebung verkomplizieren könnten. Eine Bergungsfirma aus Villeveyrac in Hérault war mit den Arbeiten betraut worden und fand am Bug ein Loch im Rumpf, durch das es zu einem Wassereinbruch kommen konnte.
Die Berger arbeiteten dabei von einer Barge aus, die neben dem Wrack wenige Meter vom Max-Dormoy-Kai entfernt verankert wurde. Wenn alle Vorbereitungen abgeschlossen sind, soll Luft in die wasserdichten Abteilungen gepumpt werden und so das Schiff wieder schwimmfähig gemacht werden. Dann wird es zu einer Werft in Barriol geschleppt, wo die Ursache des Untergangs untersucht werden soll. Die Arbeiten werden mehrere Wochen dauern. Das Schiff wurde 1958 als “La Fayette” erbaut und 1988 zum Fahrgastschiff für 22 Gäste in 12 Kabinen umgebaut. Seit 2011 lief es als „Soleo“. Es ist 38,60 Meter lang und 5,07 Meter breit und wurde auch als Flussschiff mit Radtourkombination vermarktet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Viel Lob für Retter beim OSTAR/TWOSTAR Race
(16.06.17) Nach der Rettungsaktion für die 11 Meter lange, holländische Yacht “Happy” (MMSI-Nr.: 244060270), nahm der holländische "ALP Forward", 2789 BRZ (IMO-Nr.: 9367516), Kurs auf Freeport, Bahamas. Während der Rettungsaktion im Nordatlanik legte er über 270 Meilen zurück. Am 9.6. 11:17 hatte Kapitän Eduard Voschenko einen Mayday-Relay des JRCC Halifax erhalten mit der Bitte, dass alle Schiffe, die sich bei der Position 48 21.3 'N 035 38.7 'W befanden, melden sollten.
Der Schlepper befand sich auf Position 50"3.2'N , 034"32,7'W und teilte dies dem JRCC Halifax um 11:24 Uhr mit. Daraufhin wurde er instruiert, Kurs auf die Yacht, die Mastbruch erlitten hatte, zu nehmen. Um 14.09 Uhr änderte das JRCC Halifax die Anweisung – stattdessen sollte er die 15 Meter lange, britische Yacht "Harmoni" (MMSI-Nr.: 235195000), die sich auf Position 50 06.45' N 35 52.22' W befand, ansteuern, weil er sich dichter an dieser befand.
Der Kurs wurde auf 258' gelegt, und bei 50 Knoten Wind und Wellenhöhen von 10-12 Metern kämpfte er so schnell es ging gegen de Seegang an. Um 18.40 Uhr nahm die “ALP Forward" über VHF-Kanal 16 direkten Kontakt mit der "Harmoni" auf und teilte mit, sie in den nächsten 45 Minuten zu erreichen. Über VHF-Kanal 15 gab das Rettungsflugzeug Rescue l-l-2 aktualisierte Informationen, und um 18.50 Uhr wurde die “Alp Forward” vom JRCC Halifax angewiesen, doch wieder Kurs auf die "Happy" auf Position 48 12.9L' N 035 33.46'W zu nehmen. Die Yacht hatte inzwischen Wassereinbruch erlitten, und die Crew war in unmittelbarer Gefahr. Der Schlepper ging auf Kurs 170'. Am 10.6. um 4:06 Uhr kontaktierte die "ALP Forward" über VHF-Kanal 16 das Rettungsflugzeug Rescue 335 für weitere Informationen zur Situation auf der "Happy".
Das Flugzeug überflog die Yacht auf dem Weg zu der ebenfalls in Notlage befindlichen Yacht "Tamarind" (MMSI-Nr.: 235003780). Es wurde auch Kontakt mit dem unter Panama-Flagge laufenden Containerfrachter "MSC Anzu", 95403 BRZ (IMO-Nr.: 9710426), aufgenommen, der auf dem Weg von Philadelphia nach Rotterdam war. Kurz darauf hatte die “ALP Forward" Funkkontakt auf Kanal 16 mit der "Happy" und wies sie an, das ALDIS anzustellen.
Nachdem Sichtkontakt hergestellt war, nahm der Schlepper direkten Kurs auf das Boot. Die Schiffsführung entschied, den Tagesanbruch und eine Wetterberuhigung abzuwarten, ehe die Rettung der Crew angegangen würde.
Das Risiko erschien zu hoch, dass das schwere Schiff bei einer Annäherung die Yacht weiter beschädigen könnte. Die "ALP Forward" instruierte die Yacht und die "MSC Anzu”, dass der erste Versuch, die Crew abzubergen, um acht Uhr begonnen würde. Sie würde nicht längsseits gehen, sondern in Übereinstimmung mit dem JRCC Halifax die Segler aus einer Rettungsinsel übernehmen. Mit dem ersten Tageslicht wurden die Segler angewiesen, Überlebensanzüge anzuziehen und mit Funkgerät, einem Messer und einer Leine in die Insel zu gehen.
Die "MSC Anzu" positionierte sich so, dass sie der Yacht Lee gab. Der Frachter nahm von Norden kommend das Boot in die Mitte. Um 8.20 Uhr wurde die Rettungsinsel außenbords geworfen und entfaltete sich. Um 8.40 Uhr konnten die beiden Segler auf Position 48"00.0'N,035"02.1'W unversehrt an Bord der "ALP Forward" genommen werden. Beide Schiffe setzten dann ihre Fahrt fort.
An Bord des Schleppers wurden die Segler Wytse Jan Bouma und Jaap Barendregt erstversorgt. Das KNRM gab dazu über Funk Hilfestellung. Beide hatten den Schiffbruch in guter Verfassung überstanden und posteten wenig später ein Bild von Bord im Internet, verbunden mit einem Dank an alle an der Rettung Beteiligten.
Um 13:25 Uhr wurde der Schlepper vom JRCC Halifax informiert, dass der Skipper der "Tamarind" unterdessen von dem unter Bermudas-Flagge laufenden Kreuzfahrtschiff "Queen Mary 2", 149215 (IMO-Nr.:9241061), gerettet worden war. Die "ALP Forward" wurde aus dem Einsatz nun offiziell entlassen.
Der Brite Mervyn Wheatley, 73, sprach an Bord der “Queen Mary 2” großes Lob auch für seine Retter aus. Er habe seine Vorurteile gegenüber Luxuskreuzfahrten angesichts seiner komfortablen Unterbringung über Bord geworfen. Die Bedingungen auf dem Schiff waren gegenüber jenen auf seiner Yacht, die in 15 Meter hohen Wellen umhergeworfen worden war, doch erheblich angenehmer.
Der erfahrene Segler hatte an der Original Singlehanded Transatlantic Race (Ostar) teilgenommen. Seine Yacht war von den Wellen auf die Seite gedrückt worden, und durch ein gebrochenes Fenster war es zu einem trotz aller Bemühungen nicht mehr kontrollierbaren Wassereinbruch gekommen. Deshalb musste er die Hilfe annehmen und sein Boot kontrolliert versenken.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schleusenkollision in Iroquois
(16.06.17) Der liberianische Tanker "Chem Polaris", 11751 BRZ (IMO-Nr.: 9416044), erlitt am 15.6. um 08.14 Uhr Maschinenausfall und einen Blackout, als er in der Iroquois-Schleuse manövrierte. Er war flussabwärts auf dem St. Lawrence River unterwegs auf der Reise von Hamilton nach Portsmouth, USA. Der Tanker beschädigte die Fenderanlage und ein Arretierkabel. Am 16.6. lag er weiterhin mit dem Schlepper “Ocean Serge Genois“ (IMO-Nr.: 9553907) in der Schleuse und blockierte die übrige Schifffahrt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Regierungsdelegation aus Fiji landete auf Riff
(16.06.17) Das unter Fiji-Flagge laufende, 37 Meter lange Fischereischutzschiff “Bai Ni Nakali“ lief am Abend des 14.6. vor Tubo bei Lakeba Island, mit einer 10-köpfigen Regierungsdelegation an Bord auf Grund. Diese verbrachte die Nacht daraufhin in Levuka Village auf der Insel. Sie war von Lakeba nach Vanuabalavu auf Suva unterwegs gewesen.
Zwei Schlepper sollten das Regierungsschiff wieder flottmachen. Die auf der Insel Gestrandeten wurden von der “Sigavou“ an Bord genommen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Überlebender der KM Avatar gefunden – Kapitän tot
(16.06.17) Eines der zwei vermissten Crewmitglieder des indonesischen Kümos "KM Avatar" konnte am Morgen des 15.6. lebend aus einer Rettungsinsel geborgen werden. Unweit davon trieb der 52-jährige Kapitän tot in der See. Die beiden waren unweit der Unglücksstelle 11,8 Meilen von Tanjung Kling entfernt um 9.40 Uhr von einem SAR-Team entdeckt worden.
Bei dem Überlebenden handelte es sich um den 35-jährigen Chief, der sich in die Insel, die die 13 anderen Crewmitglieder nach ihrer Rettung zurückgelassen hatten, flüchten konnte. Er kam geschwächt und traumatisiert ins Krankenhaus.
Auch der tote Samuel Andianto Henuk wurde ins Hospital Melaka transportiert. Um 14 Uhr wurde die Rettungsaktion beendet. Der Frachter hatte zunächst im Sturm auf der Fahrt nach Batam einen Container in stürmischer See verloren und sank, nachdem er Schlagseite entwickelt hatte, um 2.30 Uhr 11 Meilen vor Tanjung Kling.
Quelle:Tim Schwabedissen



Marineschiffe kollidieren bei CFB Esquimault
(16.06.17) Bei CFB Esquimalt nahe Victoria wurde das kanadische U-Boot HMCS “Chicoutimi” an seinem Liegeplatz am 15.6. beschädigt, al sein Trainingsschiff der Orca-Klasse es beim Manövrieren im Hafen mit geringer Fahrt rammte. Beide Schiffe kamen mit leichten Schäden davon, eine genauere Inspektion stand aber noch an. Menschen kamen nicht zu Schaden.
Die Schiffe der Orca-Klasse sind 33 Meter lang und haben eine Verdrängung von 210 Tonnen. Das U-Boot ist 70 Meter lang und verdrängt mehr als 2.400 Tonnen. Nach der Havarie wurde eine Untersuchung eingeleitet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Einsatzgruppenversorger „Frankfurt am Main – A 1412 im Nord-Ostsee-Kanal“
(Bild: Arne Luetkenhorst)   Großbild klick!

Marineversorger zur Reparatur von Kollisionsschaden nach Kiel geschleppt
(15.06.17) Ein großer Schleppzug bewegte sich am 14.6. durch den Nord-Ostsee-Kanal gen Osten: Ein Einsatzgruppenversorger der Deutschen Marine, die „Frankfurt am Main – A 1412“, 18000 tdw (MMSI-Nr.: 211211760), wurde durch den holländischen Schlepper „Multratug 3“ und den deutschen Schlepper „Bugsier 3“ von Wilhelmshaven nach Kiel bugsiert. Dort soll nun das im Frühjahr beschädigte Heck in der Kieler Werft German Naval Yards (GNY)/HDW repariert werden.
Am 16.3. war die „Frankfurt am Main“ beim Zurücksetzen in der Seeschleuse Wilhelmshaven mit dem Betonvorbau der Schleuseninsel kollidiert. Dabei wurde das Heck an Steuerbordseite in Mitleidenschaft gezogen. Die für die darauffolgende Woche geplante Teilnahme am Großmanöver Joint Warrior bei Schottland musste abgesagt werden.
Am 13.6. um 15.30 Uhr verließ der Havarist den jetzigen Heimathafen, am 14.6. um 17.30 Uhr machte er am Ausrüstungskai bei HDW in Kiel fest. Das Schiff hat eine Länge von 174 Metern, eine Breite von 24 Metern, einen Tiefgang von 7,60 Metern und eine Besatzungsstärke von 159 Mann, davon 12 Offiziere.
Heckschaden am Versorgungsschiff
(Bild: Arne Luetkenhorst)   Großbild klick!
Die „Frankfurt am Main“ gehört zur Berlin-Klasse und war deren zweite Einheit. Sie wurde bei der Flensburger Schiffbau-Gesellschaft auf Kiel gelegt und am 5.1.2001 getauft. Anschließend ging es nach Kiel zu HDW, wo die Endausrüstung stattfand. Die Indienststellung erfolgte am 27.5.2002.
Ihr erster Heimathafen war Kiel, seit dem 26.9.2012 ist sie im Marinestützpunkt Heppenser Groden in Wilhelmshaven stationiert.
Aufgabe der „Frankfurt am Main“ ist die (Nach-)Versorgung eines Verbandes von Kriegsschiffen mit Wasser, Kraftstoff, Lebensmitteln, Munition und anderen Versorgungsgütern. Außerdem führt sie ein in einem Containersystem untergebrachtes Lazarett, das „Marineeinsatzrettungszentrum 2“ (MERZ), mit, das etwa die Behandlungskapazität eines Kreiskrankenhauses hat. Verletzte können mit eigenen oder fremden Hubschraubern an Bord verbracht, dort bis zur Transportfähigkeit behandelt und anschließend ausgeflogen werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Container stürzten in Koper von Frachterdeck
(15.06.17) Im Hafen von Koper stürzte am 13.6. auf dem dänischen Containerfrachter "Gerner Maersk", 99002 BRZ (IMO-Nr.: 9359002), ein Stapel von fünf Containern um und ging über Bord. Drei Boxen fielen auf den Kai, zwei weitere klemmten zwischen Rumpf und Kaimauer fest. Die nach Trieste bestimmten Container waren mit Reifen, Schutzfilmen und Gartenmöbeln beladen.
Der Inhalt der zerquetschten Boxen galt als Totalschaden. Falsche Ladungshandhabung wurde als Auslöser des Unfalls angesehen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wrack des Ausbildungsschiffes “American Mariner”
(Bild: US Navy)   Großbild klick!

Wanderfalken wurden auf gesunkenem Zielschiff heimisch
(16.06.17) Das Wrack des einstigen amerikanischen Ausbildungsschiffes “American Mariner”, 101650 tdw, hat jetzt eine tierische Besatzung. Das 1941 in Baltimore als Trainingsschiff für Kadetten der U.S. Army erbaute Schiff war 1966 in der Chesapeake Bay auf halbem Wege zwischen Point Lookout und Smith Island von der Marine auf Grund gesetzt worden. Fortan diente es als Zielschff der Atlantic Test Ranges (ATR).
Mittschiffs ist es über die Jahre zusammengebrochen, doch ansonsten befindet es sich in einem relativ guten Zustand. Und es wird wieder bewohnt – in den vergangenen Jahren wurde es immer wieder von einem Paar Wanderfalken zur Brut benutzt. Es war zufällig von einem Boot, das von Point Lookout nach Smith Island entdeckt worden, dessen Skipper der Audubon Society angehört.
Die Falken stehen unter dem Schutz des Migratory Bird Treaty Act, das heißt, wenn sie an Bord brüten, kann die “American Mariner” nicht unter Feuer genommen werden, bis die Jungen ausgeschlüpft sind. Jedes Jahr wird seither zweimal geprüft, ob die Falken sich an Bord befinden. Weil es zu gefährlich wäre, auf der rostigen Hulk herumzuklettern, muss diese Inspektion von außen geschehen.
Wenn die Vögel anwesend sind und Territorialverhalten wie Angriffe auf Menschen zeigen, dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sie ein Nest gebaut haben. Üblicherweise nisten Wanderfalken eher auf Felsen. Doch die Überhänge der Schiffsstruktur bieten ihnen auch den notwendigen Schutz.
Es gibt auch keine natürlichen Feinde dort und keine Störung durch Menschen. Nachdem bei der planmäßigen Inspektion zu Beginn der Brutsaison im Februar keine Vögel auftauchten, sind sie nun aber zurückgekehrt. Bis vor kurzem galten Wanderfalken als gefährdet. Doch dank des Verbots von DDT und dem Bau künstlicher Nester konnte die Population stabilisiert werden. Weil sie aber weiterhin unter Schutz stehen, bleibt die „American Mariner“ für Schießübungen in der Brutzeit tabu.
Quelle:Tim Schwabedissen



Luxusyacht vor Ile-d'Yeu wurde überhastet verlassen
(15.06.17) Die Havarie der Megayacht “Letani” am 14.6. hat das Marinemanöver Tiger Meet, an der 13 Nationen teilnehmen, gründlich durcheinandergebracht, als sie 100 Kilometer westlich der L'Ile-d'Yeu Maschinenausfall erlitt. Auch die Navigationsinstrumente versagten durch den Blackout ihren Dienst. Dennoch erschien es im Nachhinein überhastet, dass die fünfköpfige Crew daraufhin zwei Rettungsinseln am Heck ausbrachte und sich in diese flüchtete, ein Besatzungsmitglied mit einer Verletzung.
Sie war von St. Helier in Jersey über Gijon zur Côte d'Azur unterwegs gewesen. Das CROSS Étel koordinierte die Assistenz für den Havaristen nach dessen um 10.34 Uhr ausgestrahlten Notruf, an der auch ein Falcon 50-Überwachungsflugzeug teilnahm. Als erstes Hilfsschiff war um 11 Uhr der englische Zerstörer HMS “Duncan”, der sich 18 Meilen entfernt befunden hatte, vor Ort, der die Crew der „Letani“ in den Rettungsinseln vorfand, obwohl die Lage dies nicht erforderlich gemacht hätte.
Vor Ort waren fünf Beaufort und mäßige See. Ein Team von Mechanikern wurde um 11.38 Uhr auf die im Wasser dümpelnde Yacht übergesetzt, untersuchte den Schaden und stellte die Energieversorgung wieder her. Danach übernahm die Fregatte “FREMM Aquitaine” der französischen Marine die weitere Assistenz. Sie nahm die Rettungsinseln mit einem Festrumpfschlauchboot in Schlepp und nahm sie an Bord.
Dann eskortierte sie die “Letani” in Richtung des 35 Meilen entfernten Hafens von Lorient. Um 18 Uhr übernahm das SNSM-Boot der dortigen Station die weitere Sicherung in Belle-Île, vier Stunden später machte die Yacht in Lorient fest.
Die “Letani” ist eine brandneue Luxusyacht, sie wurde erst in diesem Jahr von der holländischen Werft Feadship abgeliefert. Ende März erfolgte die Seeerprobung. Das Schiff ist mit zwei MTU 16V 2000 M93-Dieseln ausgestattet. Es ist 35 Meter lang, neun Meter breit und hat einen Tiefgang von nur 1,8 Metern, um in besonders flachen Gewässern navigieren zu können.
Quelle:Tim Schwabedissen



„San José“ wird versenkt
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Neue Runde im Streit um Schätze der San José
(15.06.17) Der Schatz des im Jahr 1708 gesunkenen, spanischen Schatzschiffs „San José“ soll von Kolumbien geborgen werden. Er soll einen Wert von bis zu 17 Milliarden Euro haben. Das Schiff verdrängte 1.066 Tonnen, trug 60 Kanonen und hatte eine Besatzung von 589 Mann an Bord, als es verloren ging. Es lag seither vor der kolumbianischen Hafenstadt Cartagena in 600 Metern Tiefe auf Grund.
Seit der Wiederentdeckung des Wracks Ende 2015 gab es Streit, wer nun den Schatz zu welchen Bedingungen heben darf. Jetzt hat Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos angekündigt, den „wertvollsten Schatz, der in der Geschichte der Menschheit gefunden wurde“, durch eine staatlich-private Allianz bergen zu lassen. Diese hat in den vergangenen Monaten die Details des Projekts erarbeitet.
Die „San José“ gehörte zu der spanischen Silberflotte, die regelmäßig Reichtümer aus den mittel- und südamerikanischen Kolonien ins Mutterland transportierte. Auch 1708 versammelten sich Dutzende von Schiffen in Portobelo in Panama, um die Schätze der Karibik in die zentralen Depots von Cartagena zu verfrachten. Von dort sollte ein Geleitzug nach Spanien vor Anbruch des Sommers auslaufen, um den Frühjahrsstürmen zu entgehen. Mit zwei weiteren großen Kriegsschiffen sollte die „San José“ nicht nur Gold und Silber transportieren, sondern auch den Geleitschutz übernehmen. Die spanischen Schatzschiffe waren zu jener Zeit aber auch lukrative Ziele englischer Kaperfahrer. 1708 kam hinzu, dass in Europa der Spanische Erbfolgekrieg tobte.
England, die Niederlande, Österreich und das Heilige Römische Reich standen gegen Ludwig XIV. von Frankreich, der den Bourbonen den spanischen Thron sichern wollte. Gekämpft wurde auch in Asien, in Afrika und vor den Küsten Amerikas. Ende Juni 1708 beschloss Kommandant José Fernández Santillán, den Ausbruch zu wagen. Sein Flaggschiff, die „San José“, war mit 344 Tonnen Silber- und Goldmünzen sowie 200 Tonnen Edelsteinen und anderen Kleinodien beladen. Am 7.6. wurde sie aber 30 Kilometer vor Cartagena von dem britischen Admiral Charles Wager gestellt. Die Spanier wehrten sich verzweifelt.
Da die Engländer um die wertvolle Fracht wussten, versuchten sie, die Schiffe unbeschadet in ihre Gewalt zu bekommen. Doch ein Zufallstreffer brachte das Pulvermagazin der „San José“ zur Explosion. Das Schiff sank mit 578 Seeleuten an Bord, nur 11 Mann wurden gerettet.
1981 stieß ein privates US-Unternehmen auf die Reste des Wracks. Kolumbien protestierte gegen die Ausbeutung durch dieses, beschritt den Rechtsweg und gewann in der ersten Instanz. Weitere Verfahren haben die Amerikaner aber nicht ausgeschlossen.
2015 entdeckten dann Wissenschaftler des Archäologischen Instituts von Kolumbien erneut. Diesmal versuchte Spanien, das seine Rechte nach der UNESCO-Konvention über den Schutz von Gütern auf dem Meeresgrund geltend machte, sein juristisches Glück. Nach dem Abkommen gehören gesunkene Kriegsschiffe dem Staat ihrer Herkunft. Kolumbien hat die Konvention allerdings nicht unterzeichnet. Ein spanischer Kompromissvorschlag sah vor, das Wrack als Seegrab unangetastet auf dem Meeresgrund zu belassen. Präsident Santos kündigte nun an, die Exploration der „San José“ als ein archäologisches, wissenschaftliches Projekt und kein kommerzielles zu betreiben. Dazu soll ein großes Museum in Cartagena im Stil der skandinavischen Länder errichtet werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Dock-Unfall in Bremerhaven
(15.06.17) Beim Eindocken auf der Bredo Werft in Bremerhaven ist das deutsche Lotsenstationsschiff „Hanse“ "Hanse", 2136 gt (IMO: 9199957) am 14.6. bei einer Kollision beschädigt worden. Durch eine kleine Leckage kam es zu einem Wassereinbruch. Womit das Schiff kollidiert war, war noch unklar. Das Leck konnte wenig später abgedichtet werden.
Das 2000 in Dienst gestellte Stationsschiff sollte zu den alle zwei Jahre fälligen Routinearbeiten bei der Bredo-Werft gedockt werden. Die „Hanse“ kommt als schwimmende Versetzstation für die Elb- und Weserlotsen zum Einsatz und dient dabei als Ersatz für die Stationsschiffe „Elbe“ und „Weser“.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bulkcarrier in Mississippi-Mündung aufgelaufen
(15.06.17) Der unter Panama-Flagge laufende Bulkcarrier "Glory Trader", 41205 BRZ (IMO-Nr.: 9287778), lief am 13.6. um 19.30 Uhr in der Mündung des Mississippi oberhalb von Pilottown auf Grund. Das beladene Schiff war unterwegs von New Orleans nach Haifa. Am 14.6. waren die Schlepper "Louisiana" (IMO-Nr.: 8423947) und "South Carolina" (MMSI-Nr.: 367768450) am Havaristen in Stellung gegangen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Hilfeleistung für zwei Sportbootfahrer und vier Hunde
(15.06.17) 1,5 Meilen östlich von Point No Point schlug am Abend des 13.6. im Puget Sound gegen 20.30 Uhr ein 26 Fuß langes Sportboot mit zwei Personen und vier Bordhunden leck. Die Coast Guard Puget Sound fing einen Notruf des Skippers auf und schickte ein 45-Fuß-Boot der Station Seattle sowie einen MH-65 Dolphin Helikopter der Air Station Port Angeles zu Hilfe. Auch der Passagierkatamaran „Victoria Klipper“, der sich in der Nähe befunden hatte, ging auf Standby. Gegen 21 Uhr traf auch der Dolphin ein, gefolgt von dem Rettungsboot um 21.20 Uhr. Ein Crewmitglied stieg mit einer P-6-Lenzpumpe über, lokalisierte ein Leck im Heck und dichtete es ab. Dann machte er sich daran, das bereits zwei Fuß hoch stehende Wasser zu lenzen. Das Boot wurde samt Crew und Hunden schließlich zur Edmonds Marina abgeschleppt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gestrandeter Tanker könnte geleichtert oder umgetrimmt werden
(15.06.17) Der Tanker "Chemroad Journey“ lag weiter auf Position 10 02 N 108 58 O rund 28 Meolen südlich der Insel Phu Quy auf Grund. Am 14.6. wurde die Strandungsstelle von einem Team von Experten, darunter der SAR-Behörde und der Coast Guard, besucht. Von der Ladung von 29,954 Tonnen und den 144 Tonnen Bunkeröl war bislang nichts ausgelaufen.
Die 27-köpfige Crew befand sich weiterhin an Bord. Zwei Bergungsoptionen wurden geprüft – einmal könnte der Tanker achtern beschwert und das Vorschiff so vom Riff gehoben werden. Zum andren könnte das Schiff geleichtert werden, ehe ein Schlepper es wieder flottmacht. Mit der Bergung wurde die Nippon Salvage beauftragt, ein Schlepper sollte den Havaristen am Abend erreichen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Stevenaak verlor Mast in Kornwerderzand
(15.06.17) Das von Terschelling kommende, holländische Plattbodenschiff „Victoria S" (CS: PI3550; MMSI: 244740651) verlor am 4.6. seinen Besanmast, als sich das Rigg bei der Passage der Lorentzschleuse in Kornwerderzand mit einer Brücke verhakte. Menschen kamen nicht zu Schaden. Das Schiff machte an der Schepsreparatie Friesland fest, wo der Mast ersetzt werden sollte.
Die “Victoria S“ lief unter dem Namen „Vios II“ 1876 in Roodevaart vom Stapel. Bis 1933 beförderte sie Fracht durch holländische Gewässer und entlang der deutschen Küste. 12 Jahre lang lag sie anschließend als Wohnschiff in Amsterdam, 1996 begann sie unter dem Namen „Victoria S“ ihr neues Leben als segelndes Passagierschiff begann.
Die Zwei-Mast-Stevenaak hat eine Länge von 29,50 Metern, eine Breite von 5,30 Metern, einen Tiefgang von 1,10 Metern und eine Segelfläche von 270 m².
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter drohte bei Nappstraumen zu stranden
(15.06.17) Am Abend des 14.6. wurde das norwegische Rettungsboot "Det Nrske Veritas" alarmiert, weil ein 50 Fuß langer Kutter an der Zufahrt zu Nappstraumen ein Netz in den Propeller bekommen hatte und dieser daraufhin blockierte. Das Schiff drohte auf Felsen getrieben zu werden. Es konnte aber gerade noch rechtzeitig von den Seenotrettern auf den Haken genommen werden, die es um 20.30 Uhr nach Ballstad einschleppten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Hummerkutter bei Wick geborgen
(15.06.17) Das RNLI-Boot aus Wick wurde am 14.6. um 9.35 Uhr Uhr alarmiert, nachdem der Hummerkutter “Delta Dawn“ auf eine Untiefe beim Noss Head gelaufen war. Auch andere Schiffe fingen dessen Notruf auf, und eines von ihnen konnte eine Leine übergeben, mit der der Havarist gesichert wurde, bis die Seenotretter eintrafen. Dem Rettungsboot gelang es binnen kurzem, den Kutter von den Felsen zu ziehen.
Er wurde, nachdem er auf mögliche Schäden untersucht und kein Wassereinbruch festgestellt worden war, um 10 Uhr in den Hafen von Wick zurückgeschleppt. Hier hob ein Kran das Schiff aus dem Wasser, damit der Rumpf auf Schäden untersucht werden konnte. Die zweiköpfige Crew war unversehrt geblieben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gestohlenes Motorboot trieb gekentert im Meer
(15.06.17) Am 14.6. um kurz vor 11 Uhr entdeckten Zeugen bei den Cayman Islands ein gekentertes Boot rund 1,5 Meilen vor dem Frank Sound und alarmierten die Polizei. Offiziere der Joint Marine Unit liefen mit dem Polizeiboot „Typhoon“ hinaus. Sie stellten fest, dass es sich um eine 25 Fuß lange Cobia namens “Lady Fisher” handelte.
Das Boot war am 29.5. beim Royal Cayman Islands Police Service als gestohlen gemeldet worden. Ein Polizeihubschrauber suchte die Umgebung ab, fand aber keine Hinweise auf eine Besatzung.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schlepper in Sitka geborgen
(15.06.17) Der Schlepper "Powhatan", der nahe Sitka im April in der Starrigavan Bay gesunken war, wurde am 12.6. von einem Schwimmkran gehoben. Das Wrack wurde auf der Barge "KP-2" abgesetzt und auf Deck gesichert.
Etwas Öl lief während der Bergungsarbeiten aus dem Wrack, doch es wurde erwartet, dass es sich rasch auflösen würde, ohne die Umwelt zu gefährden. Eine Ölsperre war während der gesamten Bergung ausgelegt geblieben. Der Schlepper soll nun nach Seattle transportiert und verschrottet werden
Quelle:Tim Schwabedissen



Hansekogge "Lisa von Lübeck"
(Bild: Lutz Schleich)   Großbild klick!

Technischer Defekt an Lisa von Lübeck
(14.06.17) Die Lübecker Hansekogge "Lisa von Lübeck", 198 tdw (MMSI-Nr.: 211136000), wird am 16.6. nicht beim Treffen der Hansestädte in Kampen dabei sein können. Sie musste am Abend des 12.6. die Fahrt von Lübeck in die Niederlande mit einem technischen Defekt mit dem Anker in der Elbmündung abbrechen. Das Schiff war am 11.6. in Lübeck ausgelaufen und wollte zusammen mit der Kogge „Wissemara“ (MMSI-Nr.: 211157880) aus Poel zu dem Treffen.
Nach der Passage des Nord-Ostsee-Kanals trennten sich vor Brunsbüttel die Wege. Bei Helgoland brach am 12.6. der Anker der „Lisa von Lübeck“ in dem dort herrschenden Sturms, auch der Ankerschaft wurde zerstört. Die „Lisa von Lübeck“ machte am Abend des 12.6. einen noch einen Servicestopp in Brunsbüttel und musste aber schließlich wieder umdrehen.
Die „Wissemara“ kam jedoch auch nicht weiter. Wegen der Wetterlage machte die Kogge in Cuxhaven fest und wartete dort auf das Abflauen des Windes für die Fahrt über die Nordsee.
Das Ungemach der „Lisa von Lübeck“ hatte mit dem Sturmschaden allerdings noch kein Ende. Als sie auf dem Rückweg durch den Nord-Ostsee-Kanal am 13.6. in die Schleuse in Kiel-Holtenau einlaufen wollte, misslang zunächst das erste Festmachmanöver. Beim zweiten Anlauf wurde die Kogge gegen 13.30 Uhr von einer Bö erfasst und in der Schleusenkammer um 180 Grad herumgedreht.
Es blieb der Crew nichts anderes übrig, als sie entgegen der Fahrtrichtung an der Mittelmauer der Schleuse zu vertäuen. Die „Lisa von Lübeck“ verließ die Schleuse in Richtung der Kieler Förde dann mit dem Heck voran unter Motor. Erst auf der Reede konnte sie den Bug wieder in Fahrtrichtung drehen.
Um 17.40 Uhr hatte der Wind so weit abgeflaut, dass die Weiterreise nach Lübeck gestartet werden konnte, sodass sie am Vormittag des 14.6. im Heimathafen eintraf. Am 16.6. beginnen in Kampen an der Mündung der Ijssel in den Niederlanden die 37. Internationalen Hansetage. Eingebunden ist auch der Hansekongress der Hansestädte.
Die „Lisa von Lübeck“ ist die Rekonstruktion eines Kraweels aus dem 15. Jahrhundert. Die Kiellegung erfolgte am 31.7.1999. Rund 350 Mitarbeiter waren an der Rekonstruktion beteiligt, überwiegend ungelernte ABM-Kräfte. Weil noch nie eine vollständige Kraweel ausgegraben worden war, musste der Bauplan in Teilstücken erstellt werden. Das Schiff wurde eine authentische Rekonstruktion, die allerdings mit einem zusätzlichen Dieselmotor von 347 PS zur Fahrt ohne Segel ausgestattet wurde. Am 27.3.2004 wurde das Schiff zu Wasser gelassen; die Jungfernfahrt fand im April 2005 statt.
Am 14.4.2006 startete die „Lisa von Lübeck“ zu ihrem ersten Auslandstörn. Ziel der Reise war die Hansestadt Danzig an der polnischen Ostseeküste, mit Zwischenstopps in Stralsund und Kolberg. Am 21.6.2013 kam es vor Texel zu einer Kollision mit dem Großsegler „Sedov“. Dabei wurden der Bugspriet und ein Teil der Reling zersplittert, auch das Vorderkastell wurde beschädigt und auf der Steuerbord-Seite verzogen.
Kapitän Dieter Baars und die 14-köpfige Besatzung blieben unverletzt. Der Schaden betrug rund eine Viertelmillion Euro. Das Schiff hat eine Länge von 35,9 Metern, eine Breite von 9,3 Metern und einen Tiefgang von 2,86 Metern.
Quelle:Tim Schwabedissen



Luxusyacht trieb vor Île d'Yeu
(14.06.17) Am 13.6. um 10.34 Uhr fing das CROSS Etel einen Notruf der unter Cayman Islands-Flagge laufenden, 35 Meter langen Luxusyacht "Letani" (MMSI-Nr.:319115200) auf. Daraufhin wurde eine Falcon 50 der französischen Marine zur der Position der Yacht rund 55 Meilen westlich der Île d'Yeu geschickt. Auch der britische Zerstörer HMS "Duncan", der gerade am Manöver Tiger Meet teilnahm und sich 10 Meilen entfernt befand, nahm Kurs auf den Havaristen.
Um 11.02 Uhr nahm er direkten Kontakt mit der "Letani" auf, deren fünfköpfige Crew angab, einen Schaden in der Bordelektrik und Antriebsausfall zu haben. Bei der Annäherung an die Yacht bemerkte die Crew der HMS "Duncan" zwei bereits von dieser ausgebrachte Rettungsinseln im Wasser. Die französische Fregatte "Fremm Aquitaine", die auch an dem Seemanöver beteiligt war, steuerte ebenfalls auf die Yacht zu.
Um 11.38 Uhr setzte die HMS "Duncan" ein Boot mit einem Technikerteam an Bord aus, das den Schaden auf der "Letani" untersuchte. Danach gelang eine teilweise Reparatur des Antriebs. Der Falcon-Jet wurde um 12:50 Uhr zurückbeordert.
Um 15:15 Uhr hatte die "Fremm Aquitaine" die beiden Rettungsinseln aufgenommen und eskortierte die "Letani" nach Lorient. Das CROSS entließ um 15:25 Uhr auch die HMS "Duncan" aus dem Einsatz. Um 18:15 Uhr stieß im Bereich der Belle Ile das SNSM-Boot "Belle Îsle - SNS 096" hinzu. Um 22:04 Uhr war die “Letani” sicher im Hafen festgemacht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre "Sigrid" sitzt fest
(Bild: Paal Christensen)   Großbild klick!

Fähre lief in Ombo auf Grund
(14.06.17) Die norwegische Fähre "Sigrid", 2490 BRZ (IMO-Nr.: 9030369), lief am Morgen des 14.6. in Ombo auf Grund. Sie hatte zu der Zeit keine Passagiere an Bord. Die Havarie ereignete sich bei einem Drehmanöver. Nachdem das Schiff sich wieder befreit hatte, wurden Taucher gerufen, um den Boden auf mögliche Schäden zu untersuchen.
Die Polizei und die Wasserbehörden wurden routinemäßig informiert. Die Fähre kam von Skipavik und war auf dem Weg nach Hjelmeland, als sie havarierte. Am 8.6.2015 war es auf der "Sigrid” in Lovund zu einer Ölleckage gekommen, sodass der Antrieb nicht mehr ordnungsgemäß funktionierte. Sie wurde in Stokkvågen repariert. Am 2.8.2010 kollidierte sie mit dem Kai in Melbu. Dabei wurden zwei Autos, die am Bug standen, schwer beschädigt. Das Schiff war mit zu hoher Geschwindigkeit von Svolvær kommend in den Hafen eingelaufen. Die „Sigrid“ ist 69,2 Meter lang, 13,7 Meter breit, hat 3,88 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 460 Tonnen. Sie vermag 299 Passagiere und 50 Fahrzeuge zu transportieren. Das Schiff läuft für die Veolia Transport Nord AS in Hammerfest und wurde 1992 in Voldnes erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kollision auf der Elbe
(14.06.17) Das 18 Meter lange Lotsenboot "Lotse 4" (MMSI-Nr.: 211589740) kollidierte am frühen Morgen des 13.6. mit der 27 Meter langen HADAG-Fähre "Falkenstein" (MMSI-Nr.: 211437280). Die Havarie ereignete sich um 5.30 Uhr am Anleger Teufelsbrück. Das Lotsenversetzboot "Lotse 4" wurde durch Maschinenausfall manövrierunfähig und stieß mit Restfahrt gegen den Bug der dort festgemachten "Falkenstein".
Der 51 Jahre alte Decksmann der "Lotse 4" wurde gegen die Aufbauten der Fähre geschleudert und erlitt Prellungen am Oberkörper. An der "Lotse 4" entstand im Bereich des Bugs erheblicher Sachschaden. An der "Falkenstein" kam es nur zu Farbabrieb. Die Wasserschutzpolizei hat die Ermittlungen übernommen.
Quelle:Tim Schwabedissen



USCGC “McCulloch”
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Barkentine USCGC “McCulloch” wiederentdeckt
(14.06.17) 100 Jahre nach seinem Untergang ist die USCGC “McCulloch” der U.S. Coast Guard von einem ROV der USS „Shearman“ der Channel Islands National Marine Sanctuary wieder entdeckt worden. Die ehemalige Barkentine kollidierte am 13.6.1917 mit dem Passagierschiff SS „Governor“ und sank binnen 35 Minuten. Am 13.6. gab die Coast Guard bekannt, dass sie das Wrack bei einer Routine-Untersuchung des Meeresgrundes gemeinsam mit der National Oceanic and Atmospheric Administration gefunden habe.
Es lag drei Meilen vor Point Conception, 150 Meilen nordwestlich von Los Angeles. Das 1896 bei William Cramp and Sons, Philadelphia erbaute Schiff war im Spanisch-Amerikanischen Krieg als Teil des asiatischen Geschwaders von Commodore Thomas E. Dewey im Einsatz gewesen und nahm an der Battle of Manila Bay teil. Als es die spanischen Stellungen am Morgen des 30.4.1898 ansteuerte, schlug auf einmal eine Feuerlohe aus dem Schornstein, wodurch die Spanier aufmerksam wurden.
Wrachteil der USCGC “McCulloch”
(Bild: NOAA)   Großbild klick!
Der Chefingenieur Frank Randall starb beim Bekämpfen des Feuers durch Hitze und Erschöpfung. In der Schlacht kamen insgesamt 381 Seeleute ums Leben, die spanische Flotte wurde zerstört und die Vorherrschaft der USA im Pazifik gesichert. Die „McCulloch”, das schnellste Schiff, wurde nach Hong Kong geschickt, um die Siegesmeldung zu verbreiten.
Danach ging sie in den Patroulliendienst von San Francisco aus zwischen Mexiko bis Cape Blanco in Oregon. Danach wurde sie Teil der Bering Sea Patrol, sicherte die Regeln des Seehundfangs vor den Pribilof Islands und diente als schwimmendes Gericht in Alaska. 1912 kehrte sie nach San Francisco zurück und wurde auf dem Navy Yard auf Mare Island überholt, mit neuer Maschine ausgestattet und vom Drei- zum Zweimaster umgebaut.
Dann ging sie in den Dienst der Coast Guard, die 1915 aus einem Zusammenschluss des Treasury Department’s Revenue Service und des U.S. Lifesaving Service entstanden war. Am 13.6.1917 kehrte sie in dichtem Nebel von San Pedro, Kalifornien, nach San Francisco zurück, als sie vier Meilen west-nordwestlich von Point Conception ihr Schicksal ereilte. Plötzlich hörte Captain John C. Cantwell das Horn eines Dampfers an Steuerbord. Aus dem Dunst tauchte Augenblicke später der Dampfer SS “Governor” auf Südkurs von San Francisco nach San Pedro laufend auf.
Captain Howard C. Thomas, der Kapitän der Governor, hörte auch das Nebelsignal der “McCulloch” und gab voll zurück. Diese wurde wenig später an Steuerbord gerammt und aufgerissen. Die gesamte Crew konnte unversehrt vom Kollisionsgegner übernommen werden, doch nach einer guten halben Stunde versank das schwer getroffene Schiff um 8.06 Uhr über den Bug. Ein Crewmitglied, John Arvid Johansson, wurde schwer verletzt gerettet, starb aber drei Tage später im San Pedro Hospital.
Alle 429 Menschen auf der “Governor” blieben unversehrt. Diese wurde als schuldig an der Kollision befunden. Das bis auf das verrottete Holz gut erhaltene Wrack der “McCulloch” lag seither in 90 Metern Wassertiefe. Es ist 219 Fuß lang und 33,4 Fuß breit und ist durch den Sunken Military Craft Act von 2004 geschützt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf LPG-Tanker vor Makassar
(14.06.17) Am 13.6. um 18.30 Uhr brach in einem Serviceraum in den Aufbauten des unter Tuvalu-Flagge laufenden LPG-Tankers "Amelia 1", 979 BRZ (IMO-Nr.: 8608901), der auf der Reede von Makassar in Süd-Sulawesi ankerte, ein Feuer aus, das sich weiter auszubreiten begann. Das SAR-Schiff "SAR Antasena" kam zu Hilfe. Um 21.30 Uhr war es gelungen, den Brand zu löschen. Die 13-köpfige Crew blieb unversehrt. Das SAR-Schiff ankerte in der Nähe, falls das Feuer sich nochmals entzünden sollte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler in Emden gehoben
(14.06.17) Der vor knapp vier Wochen im Emder Hafen gesunkene, ehemalige Fischtrawler „Solveig” wurde in den vergangenen Tagen mit einer starken Pumpe gelenzt und konnte wieder schwimmfähig gemacht werden. Das Schiff war Mitte Mai plötzlich gesunken. Der Eigner musste erst länger gesucht werden, als er über das Unglück informiert werden sollte.
Anschließend setzte der Hafenbetreiber Niedersachsen Ports ihm eine Frist, das 20 Meter lange Schiff wieder zu heben. Andernfalls wollte N-Ports die Bergung selber übernehmen und dem Eigner in Rechnung stellen. Daraufhin nahm er doch selbst das Heft in die Hand und brachte das schlammverkrustete Schiff wieder an die Wasseroberfläche.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kollision der Elbe-Fähre in Brunsbüttel
(14.06.17) Während eines Anlegemanövers wurde die deutsche Fähre “Grete", 5233 BRZ (IMO-Nr.: 9474060), als sie von Cuxhaven kam, am Fähranleger in Brunsbüttel am 13.6. um 13.55 Uhr von schweren Böen und starker Strömung erfasst. Dadurch kollidierte sie mit dem Laufsteg zwischen den Dalben des Anlegers, der teilweise abgerissen und versenkt wurde. Ursache für die Havarie war die Unerfahrenheit des Ersten Offiziers, der die Fähre steuerte, in Verbindung mit den widrigen Witterungsverhältnissen.
Auch an der Fähre entstand Sachschaden. Nach Prüfung entschied der zuständige Sachbearbeiter der Berufsgenossenschaft für Transport Verkehrswirtschaft, dass die Fähre weiter planmäßig betrieben werden durfte. Die Seeunfallermittlungen hat das Wasserschutzpolizeirevier Brunsbüttel übernommen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Nach neuerlicher Eiskollision wächst die Tonnagenot der RAL
(14.06.17) Neuerliches Ungemach für die dänische Royal Arctic Line: Ihre "Johanna Kristina", 254 BRZ (IMO-Nr.: 5031717), machte in Tasiilaq fest, nachdem sie in arktischen Gewässern mit einer Eisscholle kollidiert war. Durch den Zusammenprall ihres Propellers mit dem Eis wurde dessen Schaft beschädigt. Er musste nun ausgetauscht werden, wozu ein Werftaufenthalt notwendig wird.
Die Royal Arctic Line suchte nun nach Ersatztonnage für die Versorgung der Ortschaften in Grönland. Zuvor war bereits der Frachter "Mary Arctica" (IMO-Nr.: 9311878) am 1.6. in den Gewässern von Nanortalik mit einem Eisberg kollidiert. Nachdem in Qaqortoq der Schaden inspiziert worden war, ging der Havarist am 11.6. in Frederikshavn ins Dock zur Reparatur.
Als Ersatz wurde die "Arina Arctica", 6759 BRZ (IMO-Nr.: 8131180) eingesetzt, die am 10.6. aus Aalborg in Richtung Arktis auslief. Da sie aber weniger Frachtkapazität hatte, musste der Transport zurückgebliebener Versorgungsgüter auf die nächste Abfahrt verschoben werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre lief im Sturm auf Grund
(14.06.16) Die indonesische Fähre "Shita Giri Nusa", 1152 BRZ (IMO-Nr.: 9084114), lief am 13.6. auf der Fahrt von Padangbai Bali nach Lombok Barat in der Lombok Strait nördlich der Insel Gili Gete auf Grund. Ursache der Havarie war stürmisches Wetter. An Bord befand sich eine 30-köpfige Crew, es waren aber keine Passagiere an Bord. Die Crew wurde unversehrt abgeborgen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht mit Riss im Rumpf abgeschleppt
(14.06.17) Eine 40 Fuß lange Yacht wurde am Abend des 11.6. vor der Küste von Purbeck vor dem Untergang bewahrt. Das RNLI-Boot aus Swanage wurde von der Coastguard alarmiert, nachdem die Yacht mehrere Meilen südlich von Dancing Ledge einen Wassereinbruch gemeldet hatte, gegen den die eigene Pumpe nicht ankam. Das Rettungsboot erreichte den Havaristen unweit von Anvil Point.
Ein Rettungsmann stieg auf die Yacht über und stellte einen Riss im Holzrumpf fest. Zunächst war gedacht worden, der Wassereinbruch rührte von der Maschine her, deshalb war diese abgestellt und die Yacht in Schlepp genommen worden. Nachdem sie an der RNLI-Mooring in Swanage fest war, wurde klar, dass sie mit dem Riss im Rumpf nicht in der Swanage Bay bleiben konnte.
Sie musste so schnell wie möglich aus dem Wasser gehoben werden. Deshalb wurde sie weiter geschleppt nach Poole Harbour und dort vorerst gesichert. Am Morgen des 12.6. sollte sie aus dem Wasser kommen. Um 2.30 Uhr kehrte das Rettungsboot auf seine Station zurück.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wasserschutzpolizei Trier sucht Unfallzeugen nach Kollision in Saarburg
(14.06.17) Die Polizei in Rheinland-Pfalz sucht jetzt öffentlich nach Hinweisen, welches Schiff bereits in der Zeit vom 12. - 30.5. einen Abstandhalter an der Hochwasserschutzmauer in Saarburg auf Höhe der Gaststätte "Fährhaus" beschädigt hat. Vermutlich war es ein größeres Schiff, das ihn beim An- oder Ablegemanöver aus seiner Verankerung gerissen hat. Der Unfall müsste eigentlich mit lauten Geräuschen verbunden gewesen sein.
Die Wasserschutzpolizei Trier suchte deshalb nach Zeugen, die Angaben zum Unfallzeitpunkt machen können. Der Unfallverursacher war bislang unbekannt. Der Sachschaden belief sich vermutlich auf eine fünfstellige Summe.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei Vermisste nach Schiffbruch vor Malaysia
(14.06.17) Der 57 Meter lange, indonesische Frachter "KM Avatar" (MMSI-Nr.: 525005283) sank am Morgen des 14.6. in der Malacca Strait. Das Schiff hatte eine 15-köpfige Crew an Bord, als es vor Cape Keling unterging. Ein passierendes Schiff, die "Undine", rettete 13 Schiffbrüchige, doch der Kapitän und der Smut blieben bislang vermisst. Die malaysischen Behörden starteten trotz hoher Wellen und stürmischen Wetters eine Suchaktion mit einem Patroullienboot und einem Helikopter.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motoryacht mit Wassereinbruch vor Dingle
(14.06.17) Das RNLI-Boot aus Valentia wurde am Morgen des 13.6. um 9.19 Uhr von der Coastguard alarmiert, nachdem eine 37 Fuß lange Motoryacht westlich von Sybil Point im County Kerry Wassereinbruch erlitten hatte. Die dreiköpfige Crew hatte daraufhin einen Notruf abgesetzt. Vor Ort waren fünf Beaufort Wind, und das Boot dümpelte in zwei Meter hohen Wellen.
Um 10 Uhr traf das Rettungsboot mit seiner Freiwilligencrew vor Ort ein. Die Crew des Motorbootes hatte zu diesem Zeitpunkt die Situation bereits unter Kontrolle bringen und den Wassereinbruch stoppen können. Das Rettungsboot eskortierte den Havaristen daraufhin zur Dingle Marine.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre "Finnpulp" in Kiel
(Bild: Arne Luetkenhorst)   Großbild klick!

Viel Rauch um Finnpulp in Kiel
(13.06.17) Am 10.6. meldeten mehrere Anrufer der Kieler Polizei gegen 19.50 Uhr, dass die der nach Kiel einlaufenden, unter finnländischer Flagge registrierten Fähre "Finnpulp", 25732 BRZ (IMO-Nr.: 9212644), eine auffällig lange, schwarze Abgasfahne hinter sich herziehe. Das von Kotka über Lübeck kommende Schiff wurde daraufhin gleich nach Festmachen an seinem Liegeplatz im Ostuferhafen um 20.40 Uhr in Kiel durch Beamte der Kieler Wasserschutzpolizei aufgesucht.
Im Rahmen der Ermittlungen wurde festgestellt, dass ein Druckventil am Turbolader der Steuerbord-Maschine schadhaft geworden war und der Turbolader dadurch nicht mehr uneingeschränkt funktionsfähig war. Dies führte zu der starken Abgasentwicklung. Der Defekt konnte noch vor dem Einlaufen durch Crew behoben werden.
Ein Weiterfahrverbot musste entsprechend nicht ausgesprochen werden. Hinweise auf ein strafbares oder ordnungswidriges Verhalten konnten ebenfalls nicht festgestellt werden. Durch die eingesetzten Beamten wurden allerdings Mängel bei der bordeigenen Dokumentation des Umstellprozesses von Schweröl auf Gasöl festgestellt. Darüber erging ein Bericht an die zuständige Stelle. Am 11.6. um 00.30 Uhr verließ die „Finnpulp“ den Kieler Hafen wieder und machte am 13.6. um 5.50 Uhr im russischen Lomonosov fest.
Das Schiff entstand 2001 beim Jinling Shipyard, Nanjing, gemeinsam mit fünf Schwesterschiffen als „Finncarrier“. Im Februar 2002 wurde es an die Norbulk Shipping U.K. Ltd, London, abgeliefert und ging in Charter der Finnlines Cargo Service, Helsinki, die es im Dienst Helsinki- Kotka - Lübeck – Rauma einsetzte. Am 28.2.2008 wurde sie an die Finnlines verkauft und im Mai für die Finnlines Scandinavia Ltd, Malmö, eingetragen.
Nach dem Weiterverkauf an die Ro Ro I Mill AB, Malmö, kam sie am 8.5. unter schwedische Flagge. Im Anschluss an einen Umbau 2009 bei der STX Europe, Helsinki begann eine Charter für Grimaldi, die es auf der Route Valencia - Cagliari – Salerno einsetzte. Am 20.1.2010 lief es beim Ansteuern von Cagliari auf Grund. Im Februar erfolgte die Reparatur auf einer Werft in Messina. Ab März 2010 wurde die Fähre zwischen Finnland, Göteborg und Spanien eingesetzt. Im August 2013 kam sie unter finnische Flagge. Die „Finnpulp“ ist 184,80 Meter lang, 26,50 Meter breit, hat 6,80 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 10.300 Tonnen. Sie vermag 12 Passagiere zu befördern und hat 2.681 Spurmeter.
Quelle:Tim Schwabedissen



Segelyacht auf Legerwall auf der Schlei
(13.06.17) Am Nachmittag des 12.6. war das Seenotrettungsboot "Walter Merz" der DGzRS-Station Schleswig im Einsatz für ein Segelboot auf der Schlei. Es war an der Missunder Enge auf Legerwall in eine gefährliche Situation geraten. An Bord befanden sich zwei ältere Männer, die ihr etwa sieben Meter langes Boot nicht mehr aus eigener Kraft aus der bedrängten Lage befreien konnten.
Sie hatten daraufhin Anker geworfen und Seenotsignalraketen gezündet. Die Wasserschutzpolizei informierte die Seenotretter, die die „Walter Merz“ mobilisierte. Ein Seenotretter stieg nach deren Eintreffen vor Ort auf das Segelboot über, um die erschöpfte Besatzung zu unterstützen und eine Schleppleine zu übergeben. Das Rettungsboot schleppte die Yacht dann nach Missunde ab.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht “Marathon of Guernsey” im Schlepp
(Bild: RNLI)   Großbild klick!

Isle of Wight: Buchstäblicher Einhandsegler musste gerettet werden
(13.06.17) Der behinderte Einhandsegler Keith White musste am 12.6. vor der Küste von Suffolk gerettet werden, als er an der Non-Stop Round Britain and Ireland Challenge teilnahm. Der Segler von der Isle of Wight kann seit einem Motorradunfall 1991 seinen linken Arm nicht mehr nutzen. Am 12. Mai startete er den Versuch, mit der 14 Meter langen Yacht “Marathon of Guernsey” der erste behinderte Segler zu werden, der diese Reise bewältigt.
Bereits kurz nach dem Start auf der Isle of Wight musste Keith vom RNLI-Boot aus Cowes gerettet werden, weil sein Boot beschädigt worden war. Nach einer Reparatur lief er wieder aus und rundete die britischen Inseln. Die Reise brachte ihn um die Westküste von Irland und St. Kilda, nördlich der Shetlands und die Ostküste von England. Von dort sollte es auf Westkurs in den Englischen Kanal und dann zurück zur Isle of Wight gehen. Auf seiner Reise wurde er von einem irischen Fischer gerammt und meldete am 7.6., er sei durchnässt und müde. Starker Seegang legte die „Marathon“ bis zu 40 Grad auf die Seite, und im Innern ging einiges über Stag. Die Windgeschwindigkeiten auf der Nordsee steigerten sich auf 35 Knoten.
Er befand sich schließlich auf Südkurs, als er am 12.6. gegen 19 Uhr die Coastguard um Hilfe bitten musste. Er war 27 Meilen südöstlich von Lowestoft mit Segelschaden und einem Ausfall der Eletkrik, durch die auch der Motor nicht mehr gestartet werden konnte, in Schwierigkeiten geraten. Die Yacht trieb in hohen Wellen bei starkem Wind durch den Sturm.
Das örtliche RNLI-Boot lief aus und erreichte die Yacht nach einer Stunde. Vormann John Fox sah sofort, dass das Segel gerissen war. Ein Windpark-Wachschiff war auf Standby gegangen, bis die Seenotretter eintrafen. Der Skipper war sehr erschöpft, und ein Rettungsmann stieg auf die Yacht über, um eine Schleppverbindung herzustellen.
Das Boot wurde kurz nach Mitternacht ins Hamilton Dock gezogen, wo das Lowestoft and Southwold Coastguard Rescue Team bereitstand. White war sehr ärgerlich, dass er seine Fahrt nicht beenden konnte. Er wollte mit der Reise Gelder für die Oranisation Sailability generieren, die sich behinderter Segler annimmt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre "Stena Gothica" mit Schlepper-Assistenz
(Bild: Oscar Dahlgren)   Großbild klick!

Stena Gothica notankerte vor Göteborg
(13.06.17) Die schwedische Fähre "Stena Gothica", 13294 BRZ (IMO-Nr.: 7826867), erlitt am 12.6. beim Auslaufen aus Göteborg nach Frederikshavn einen Maschinenblackout. Sie musste im Fahrwasser notankern, nachdem sie auf Höhe des Ölhafens mit Rauchentwicklung im Maschinenraum ins Treiben geraten war. Rettungsdienste wurden zum Havaristen gerufen, Schlepper assistierten dem Havaristen.
Er hatte 36 Crewmitglieder und 32 Frachtbegleiter an Bord. Um zwei Uhr war das Schiff gesichert, und um 15.15 Uhr machte es im Majnabbehafen fest. Um 17 Uhr ging das schwedische Serviceschiff "Northern Kattegat" (IMO-Nr.: 8827052) dort längsseits. Zuletzt war die "Stena Gothica" am 6.10.2015 in Göteborg havariert. Als sie unter der Älvsborg-Brücke hindurchlief, legte sie sich plötzlich stark nach Backbord über. Um 8.45 Uhr machte sie am Majnabbe-Kai fest, wo die 35 Trucks und 39 Frachtbegleiter abgesetzt wurden. Sie kamen mit dem Schrecken davon. Ein technischer Fehler hatte die plötzliche Krängung ausgelöst.
Noch als “Ask” war das Schiff bei ihrem ersten Anlaufen von Frederikshavn als Ersatz für die zuvor havarierte Fähre "Stena Jutlandica" am 24.7.2015 mit der Hafenmole kollidiert. Dabei trug sie an Backbordseite Schäden am Achterschiff davon und musste bis zur Reparatur die folgenden Tage im Hafen bleiben. Die "Ask" war zu schnell in den Hafen eingelaufen. Sie war zuvor im Stena Line-Service Travemünde – Liepaja eingesetzt gewesen.
In der Nacht zum 28.9.2013 hatte die “Ask” in diesem Dienst einen Mann über Bord verloren. Um 4.20 Uhr setzte sie auf dem Weg nach Liepaja zwischen Rügen und Bornholm einen Madyday-Ruf ab. An der Suche beteiligte sich die DGzRS mit der "Harro Koepke" der Station Sassnitz, aus Rönne kam die "Mads Jacobsen", außerdem hielten ein Boot des dänsichen Zivilschutzes, ein Helikopter, ein deutsches Polizeiboot und fünf Handelssschiffe Ausschau nach dem Vermissten.
Eine Stunde nach dem Alarm sichtete der holländische Frachter "Lammy" den in der See treibenden Esten, der nur ein T-Shirt trug und mit Unterkühlungen von dem dänischen Rettungshubschrauber aufgewinscht und nach Borndholm ins Krankenhauus geflogen wurde.
Am 14.1.2011 um 10.50 Uhr kame s von der “Ask” aus zu einer Ölverschmutzung am Skandinavien-Kai in Travemünde. Ölkontaminiertes Wasser war aus einem Rohr an Deck in die Trave geflossen, als das Oberdeck gereinigt wurde. Ungefähr 1.000 m² Wasser wurden verschmutzt. Der verantwortliche dänische Schiffsingenieur musste 200 Euro Strafe zahlen. 1981 war die “Stena Gothica” als “Lucky Rider” von der Apuana-Werft in Marina di Carrara für die Castello Shipping und Navyglad Shipping Corp. in Piräus erbaut worden. Es kam zu Verzögerungen, und schließlich wurde das Schiff 1982 an die Delpha Maritime Co. Ltd. Limassol, abgeliefert. Am 23.10. ging es in Charter der Rederi Ab Nordö, Malmö, die sie auf der Route Malmö – Travemünde einsetzte. Am 3.11. kam es zu einem Maschinenraumbrand, und der Havarist wurde zurück an den Skandinavienkai in Travemünde geschleppt.
Nach wirtschaftlichen Schwierigkeiten der Reederei ging die Fähre 1984 in einer Auktion an die Stena AB in Göteborg und wurde fortan als „Stena Driver“ auf der Linie Göteborg – Travemünde eingesetzt. Im Register der Stena Challenger Ltd, Nassau, folgte vom 4.5. bis 21.5.1981 zwischenzeitlich eine Verwendung auf der Linie Moss - Frederikshavn. Im Dezember 1985 erfolgte der Verkauf an die Sealink (UK) Ltd, Nassau, die sie in „Seafreight Freeway“ umbenannte.
Vom Blackwater River aus ging es am 20.12. nach Dünkirchen für Umbauten, dann nach Bremerhaven, und ab dem 23.7.1986 begann der Liniendienst Dover-Dünkirchen. Am 23.5.1988 kam es zu einem weiteren Maschinenraubrand auf der Fahrt von Dover nach Zeebrügge. Ein Crewmitglied kam ums Leben.
Der Havarist wurde nach Dünkirchen abgeschleppt. Nach Ende des Dienstes am 16.10.1988 wurde das Schiff auf dem Fal aufgelegt und im selben Monat an die Navigation Maritime Bulgare, Varna, verkauft. Für die So Mejduneroden Automobile Transport (S.M.A.T.) ging es als “Serdica” in Fahrt.
1990 erfolgte der Verkauf an die Hornet Shipping Co, Nassau, und als „Nordic Hunter“ ein Einsatz für die Swedish Gulf Line, Göteborg. Im August 1981 ging die Fähre an die Arka Marine II K/S, Århus, die sie in “Arka Marine” umbenannte. Im August 1981 wurde sie bei der Seabow/PZ Dor-Werft in Gdingen zur RoPax-Fähre umgebaut und ging im Mai 1991 in Charter der DSB Färjedivision, Århus, die sie in „Ask“ umbenannt.
Ab Juli 1991 wurde sie auf der Route Århus – Kalundborg eingesetzt, wobei es wiederholt zu Maschinenproblemen kam. Daraufhin wurden diese vom 8.9. bis 27.11. bei der Fredericia Skibsværft, Fredericia, ausgebaut und ersetzt. Im September 1997 wurde die „Ask“ an die Scandlines A/S, Kopenhagen, verkauft und im Januar 1988 in Århus aufgelegt. Am 1.4.1999 begann der Einsatz auf der Route Travemünde - Klaipeda für Euroseabridge.
Im November wurde die Fähre in Nakskov aufgelegt und ab dem 4.1.2000 zwischen Rostock und Liepaja eingesetzt. Vom 25.5. bis 28.9.2001 wurde sie umgebaut und verlängert auf der Gdansk Shiprepair Yard "Remontowa" in Danzig und ab dem 29.9. wieder im Dienst Rostock – Liepaja eingesetzt.
Am 2.1.2002 begann eine Charter durch die Rederi AB Nordö Link auf der Linie Malmö - Travemünde. 2003 verlegte die „Ask“ in den Dienst Trelleborg – Rostock. Nach einem Einsatz zwischen Karlshamn und Liepaja im März begann am 15.4. eine Charter durch die Stena Line, Göteborg, die sie auf der Route Trelleborg – Travemünde einsetzte. Nach einer Verwendung im Dienst Nynäshamn - Ventspils im Mai 2005 wurde das Schiff am 25.5. in Puttgarten aufgelegt, unterbrochen durch eine Charter der NATO zum Transport von Material von Bornhol, nach Sandefjord. Von Juni bis September 2005 wurde sie an die Iscomar, Spanien, verchartert, die sie auf der Route Valencia – Palma einsetzte.
Am 1.10. kehrte sie in die Ostsee zurück auf der Linie Rostock – Ventspils sowie in den Diensten Karlshamn – Ventspils, Rostock – Trelleborg, Nynäshamn – Ventspils, Rostock – Ventspils, Ventspils – Nynäshamn und Liepaja - Travemünde. Von Juni bis Juli 2011 war sie in Charter der SOL Continental Line zwischen Travemünde und Helsingborg aktiv.
Nach Chaterende wurde die „Ask“ in Nakskov aufgelegt, kam im September wieder auf der Route Travemünde – Liepaja zum Einsatz und ging im Oktober 2012 an die Stena Line Baltic A/S, Frederikshavn, die sie in den Diensten Ventspils – Nynäshamn und Frederikshavn – Göteborg, verwendete. Am 8.8.2015 wurde das Schiff in Lysekil aufgelegt, verlegte am 24.8. von dort nach Göteborg und ging tags darauf in den Dienst Göteborg - Frederikshavn.
Am 28.9.2015 ging es unter schwedische Flagge und wurde in „Stena Gothica“ umbenannt. Vom 26.11. bis 4.12. lief sie auf der Linie Göteborg – Kiel, vom 9.1.2016 bis März in den Diensten Travemünde – Liepaja, Ventspils und Liepaja - Ventspils - Nynäshamn. Danach verlegte sie auf die Route Göteborg – Frederikshavn und vom 1.4. bis 12.4. auf die Route Halmstad - Grenå. Von Oktober 2016 bis zum 11.11. wurde sie zwischen Hoek van Holland und Killingholme eingesetzt, dann zwischen Travemünde und Liepaja und seit dem 19.3.2017 im Dienst Göteborg – Frederikshavn, während dem sie nun die Maschinenhavarie ereilte.
Die “Stena Gothica” ist seit ihrem Umbau 150,80 Meter lang, 25,28 Meter breit, hat 5,4 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 3.998 Tonnen. Sie verfügt über 548 Passagierplätze und kann 291 Pkw bzw. 69 Trucks auf 1.070 Spurmetern befördern.
Quelle:Tim Schwabedissen



Nun drei Tote nach Explosion auf Bohrschiff
(13.06.17) Nach der Explosion an Bord des von Odebrecht Oil & Gas (OOG) betriebenen, unter Bahamas-Flagge laufenden Bohrschiffs "Norbe VIII", 67821 BRZ (IMO-Nr.: 9562568), im Marlin-Feld des Campos-Beckens ist die Anzahl der Toten bis zum 11.6. auf drei gestiegen. An diesem Tag erlag der 33-jähriger OOG-Arbeiter Eduardo Aragao de Lima seinen Verletzungen. Der 29-jährige Ericson Nascimento de Farias und der 44-jährige Jorge Luiz Damiao, beide für die Servicefirma IMI tätig, starben bereits am 9. und 10.6.
An diesem Tag war es um acht Uhr in einem der Kessel zu einer Explosion gekommen. Ein vierter Verletzter, Fernando Garcia, wurde am 11.6. aus dem Krankenhaus entlassen. Das Bohrschiff blieb vorläufig weiter außer Betrieb. Unmittelbar nach dem Unglück war ein Notfallplan aktiviert worden. Die „Norbe VIII“ ist eines von sechs OOG-Schiffen in Charter der brasilianischen Petrobras. Sie war nach der Detonation, der kein Feuer folgte, in stabilem Zustand.
Das Schiff ist bis Juli 2021 auf einer Tagesbasis von 381,000 verchartert. Petrobras leitete eine Untersuchung des Unfalls ein. Er ereignete sich bei Instandhaltungsarbeiten an dem Kessel.
Quelle:Tim Schwabedissen



Neu getaufter Rettungskreuzer barg neu getauftes Sea-Shepherd-Boot
(13.06.17) Nur zwei Tage nach seiner Taufe und der nachfolgenden Indienststellung auf der DGzRS-Station Cuxhaven ist deren neuer Seenotrettungskreuzer "Anneliese Kramer" zum ersten Mal im Einsatz gewesen. Am Nachmittag des 12.6. kam die modernste Rettungseinheit der DGzRS vor Neuwerk einem bei sieben Beaufort Wind havarierten Patroullienboot in der Elbmündung zu Hilfe. Nach Ausfall beider Maschinen meldete sich die Besatzung der „Emanuel Bronner“ (MMSI-Nr.: 211417760), des jüngsten Schiffes der radikalen Tierschutzorganisation Sea Shepherd, bei den Seenotrettern.
Das 11,64 Meter lange und vier Meter breite Boot hatte mit seiner fünfköpfigen Crew nahe der Tonne 19 in der Elbmündung Anker geworfen. Der Rettungskreuzer machte sich umgehend auf den Weg zum Havaristen. Vor Ort wurde das Tochterboot "Mathias" ausgesetzt und nahm das Motorboot in Schlepp.
Der Seenotrettungskreuzer eskortierte den Schleppverband dann nach Cuxhaven. Erst am 10.6. war die "Anneliese Kramer" von Schauspielerin Birge Schade im Cuxhavener Fährhafen getauft worden. Mit dem Namen würdigte die DGzRS eine Förderin, die die Seenotretter mit ihrem Nachlass bedacht hatte. Mit der Inbetriebnahme trat das Schiff die Nachfolge des Vorgängerboots "Hermann Helms" an.
Dieses war nach 32 Dienstjahren auf einer der einsatzreichsten Stationen an der stark befahrenen Elbmündung außer Dienst gestellt worden. Das Einsatzgebiet des 28 Meter langen, 6,20 Meter breiten, 4.000 PS starken und 24 Knoten schnellen, neuen Schiffs ist das Küstenvorfeld ebenso wie die hohe See.
Die Cuxhavener Seenotrettungsstation gehört mit jährlich 80 bis 100 Alarmierungen zu den einsatzreichsten Stationen der Seenotretter. Um 17 Uhr machte die "Emanuel Bronner" im dortigen Fährhafen fest. Nach einer Maschinenreparatur durch eine Fachfirma sollte am 13.6. die Fahrt ins neue Einsatzgebiet in der Ostsee weitergehen. Die „Emanuel Bronner“ ihrerseits war am 1.6. in Bremen-Vegesack getauft und in Dienst gestellt worden.
Das Schiff wurde vom US-amerikanischen Unternehmen "Dr. Bronner's" - bekannt für seine bio-zertifizierten und fair gehandelten Naturseifen und Biokosmetikprodukte - gespendet. Es ist benannt nach dem Mann, der 1948 den Vorläufer der heutigen Firma gegründet hat. Mit dem Schiff soll die Gefährdung der Schweinswal-Population in der Ost- und Nordsee gestoppt werden. Sea Shepherd will mit ihm den Einsatz von sogenannten PAL-Geräten (Porpoise Alert) kontrollieren, die an Fangnetzen angebracht werden.
Denn mit ihrem akustischen Orientierungssinn können Schweinswale die dünnen Nylon-Netze oft nicht rechtzeitig wahrnehmen, verfangen sich darin und verenden. Die Geräte soll die Wale in ihrer eigenen "Sprache" vor den Fangnetzen warnen und die Warnlaute imitieren.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fünf Leichter vor Chittagong verunglückt
(13.06.17) In der Bay of Bengal sanken vor Chittagong am 11.6. zwei Leichter im Sturm, drei weitere strandeten. Die "Olympic 2" erlitt gegen fünf Uhr auf der Außenreede von Chittagong Wassereinbruch und entwickelte Schlagseite. Sie kenterte und sank gegen 13 Uhr unweit des Strandes von Patenga be Bhatiari. Die 15-köpfige Crew wurde von einem anderen Schiff gerettet.
Die "Hazi Qayes" der Madina Group erlitt einen Riss im Schiffsboden, als sie gegen ihr Mutterschiff stieß, von dem sie gerade Zementklinker übernahm, und kenterte gegen 13.30 Uhr in Jaliapar. Die "Anannya 2" wurde vom Sturm auf einer Steinmole gedrückt. Die "Mercantile 26" und "Blue View" strandeten derweil am Ufer des River Karnaphuli.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ausflugsboot begrub anderes Boot unter sich
(13.06.17) Am 12.6. um 18.30 Uhr lief das Ausflugsboot "Golden Dragon Tour 1" in Phuket auf ein anderes Boot, die "K. Kanreab", auf. Als der Skipper die Geschwindigkeit erhöht hatte, um ans Ufer zu kommen, versagte die Ruderhydraulik, und das Speedboot geriet außer Kontrolle. Es raste auf das andere, vor Anker liegende Boot, das auf die Flut wartete, um in die Bootslagune zu kommen.
Dabei begrub es dieses förmlich unter sich. Die 20 Chinesen an Bord der "Golden Dragon Tour" blieben unversehrt und wurden mit einem anderen Boot an Land gebracht. Auf der "K. Kanreab" befand sich zu der Zeit niemand.
Quelle:Tim Schwabedissen



Museumsschlachtschiff führt Schlacht gegen Rostfraß
(13.06.17) Das bei Houston in La Porte liegende, amerikanische Museumsschlachtschiff USS "Texas" musste am Nachmittag des 11.6. bis auf weiteres vom Texas Parks and Wildlife Department für die Öffentlichkeit geschlossen werden, nachdem um 14.45 Uhr ein Loch von 15x20 Zentimetern rund 4,5 Meter unter der Wasseroberfläche entdeckt wurde. Die Leckage war aufgefallen, als das Schiff sechs Grad Steuerbordschlagseite entwickelte. 15 Stunden lang wurden mit an die 30 eilig herbeigeschafften Pumpen rund 2.000 Gallonen Wasser pro Minute gelenzt, bis das Leck am frühen Morgen des 12.6. gegen 9.30 Uhr abgedichtet werden konnte.
Das von 1912 bis 1914 erbaute Schiff, das an beiden Weltkriegen teilnahm, liegt am San Jacinto Battleground, seit es Ende der 1940er Jahre außer Dienst gestellt und nach Buffalo Bayou gebracht wurde. Nun wurden zunächst Notreparaturen und Reinigungsarbeiten durchgeführt. Die „Texas“ war an allen wichtigen Operationen in Nordafrika, der Normandie, Iwo Jima und Okinawa beteiligt.
Sie war zudem das erste Schlachtschiff, von dem ein Flugzeug aufstieg, das Flak-Geschütze und ein kontrolliertes Feuerleitsystem hatte. 1939 wurde erstmals ein Radar eingebaut. Der Kampf gegen Korrosion ist allerdings ein schwer zu gewinnendes Schlachtfeld. 2012 musste das Museumsschiff bereits drei Monate lang geschlossen werden, weil es über 90 Lecks abzudichten galt, was mehr als zwei Millionen Dollar kostete.
Eine Grundüberholung des Schiffes, das jährlich von rund 250.000 Menschen besucht wird, würde rund 70 Millionen Dollar erfordern und wurde deshalb immer wieder aufgeschoben. 1988 erfolgte die letzte Dockung. Die Lage blieb auch jetzt dramatisch:
Bis zum Nachmittag des 12.6. wurden weitere sechs Lecks entdeckt, doch immer noch lief Wasser an der Steuerbordseite nach. Die Schlacht Wasser gegen Stahl ist am Ende nur schwer zu gewinnen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Autos und Fahrgäste nach Kollision stundenlang auf Fähre gefangen
(13.06.17) Die finnische Fähre "Sterna", 1100 BRZ (IMO-Nr.: 8685713), rammte am 12.6. gegen 15 Uhr den Ponton am Fährterminal in Lillmälö in Pargas. Die Rampe wurde so schwer beschädigt, dass die 16 Autos auf der Fähre nicht an Land fahren konnten. Die 21 Passagiere konnten um 18 Uhr immerhin abgesetzt werden.
Einige von ihnen wurden medizinisch betreut. Die Fähren "Falco" und "Replot 2" wurden als Ersatz zwischen Pargas und Nagu eingesetzt, ab dem 13.6. auch die "Odil". Rettungsdienste und Vertreter der schwedischen Transport Safety Agency waren vor Ort.
Taucher untersuchten die Situation unter Wasser. Ziel war, den Ponton zu stabilisieren. Er hatte sich an der Fähre beim Aufprall verkeilt, und diese konnte nicht entfernt werden, bevor der Ponton nicht gesichert war. Dann sollte die "Sterna" zum gegenüberliegenden Terminal fahren, um die Autos dort über die andere Seite entladen zu können. Dies sollte am Abend der Fall sein.
Am Morgen des 13.6. konnten die "Falco" und "Replot 2" den Fährdienst Pargas-Nagu wieder fahrplanmäßig bedienen, nachdem um acht Uhr ein neuer Ponton installiert worden war. Im Laufe des Tages stieß dann auch die „Odil“ hinzu. Wie lange die "Sterna", die Schäden an der Befestigung ihrer Rampe davongetragen hatte, ausfallen würde, war noch unklar.
Der Kapitän hatte ausgesagt, dass sein Schiff nicht wie geplant hatte aufstoppen können. Die Untersuchungen zu der Ursache der Havarie dauerten indes noch an.
Quelle:Tim Schwabedissen



Großalarm nach Rauchentwicklung und nachfolgender Kollision in Schwabenheim
(13.06.17) Am 12.6. um kurz nach sechs Uhr kollidierte das unbeladene deutsche Tankmotorschiff "Kraichgau II", 1385 ts (EU-Nr.: 04607780), mit einer zweiköpfigen Crew an Bord auf dem Neckar beim Einlaufen in die Schleuse Schwabenheim mit der Schutzvorrichtung des Schleusentors. Das Schiff hatte zuvor Schwefelsäure transportiert, war aber nach dem Löschen der Ladung noch nicht entgast worden. Es konnte aufgrund eines technischen Defektes an der Hauptmaschine in der Schleusenkammer nicht mehr aufgestoppt werden und stieß deshalb gegen die Sicherungseinrichtung.
Aus dem Maschinenraum quoll zudem starker Rauch, so dass neben der Wasserschutzpolizei die Feuerwehr Dossenheim und Rettungsdienste verständigt durch die Integrierte Leitstelle Rhein-Neckar vorsorglich ein Großaufgebot an Rettungskräften in Marsch gesetzt wurde. Darunter befanden sich die Feuerwehren aus Dossenheim, Ladenburg, Edingen-Neckarhausen, Heidelberg, das DLRG und der Rettungsdienst.
Vor Ort konnte aber rasch Entwarnung gegeben werden. Denn es gab an Bord kein offenes Feuer. Die Feuerwehr unterzog gemeinsam mit der Wasserschutzpolizei den Maschinenraum einer Kontrolle. Hierbei konnte jedoch keine Ursache für die starke Rauchentwicklung festgestellt werden.
Dem Tankmotorschiff wurde die Weiterfahrt vorerst untersagt. Die Wasserschutzpolizei sowie das Wasser- und Schifffahrtsamt nahmen Ermittlungen auf. Für die Zeitdauer des Einsatzes wurde der Schleusenbetrieb eingestellt, auch vor dem Hintergrund, dass nur noch eine Schleusenkammer in Betrieb sein konnte. Der Tanker wurde dann achterhaus wieder aus der von ihm blockierten Schleusenkammer herausgeschleppt und für die weiteren Maßnahmen am Ufer festgemacht.
Die Schifffahrt war bis zur Instandsetzung der Schleuse bis 11 Uhr gesperrt. Wegen der beschädigten Auffangvorrichtung war die Schleuse allerdings auch danach nur noch eingeschränkt nutzbar. Die nachfolgenden Schiffe mussten sehr langsam einlaufen. Ein Sachverständiger wurde eingeschaltet, und die Untersuchungen konnten am frühen Nachmittag abgeschlossen werden.
Ein technischer Defekt an der Antriebseinheit galt als ausgeschlossen. Der Experte ging davon aus, dass eine Fehlbedienung im Zusammenhang mit der Umsteuerung von Voraus auf Zurückfahrt zum Aufstoppen des Schiffes der Grund für den Unfall war. Durch diese Fehlbedienung war es darüber hinaus zu einer sehr starken Rauchentwicklung der Antriebsmaschine gekommen.
Deshalb war zunächst von einem Brand im Maschinenraum ausgegangen worden, was angesichts der möglichen Explosionsgefahr eine entsprechende Mobilisierung von Einsatzkräften nach sich zog. Das Weiterfahrverbot konnte am frühen Nachmittag aufgehoben werden, das Schiff setzte seine Reise fort und machte gegen 17 Uhr in Mannheim fest. Von dort ging es am 13.6. weiter zu Hoechst in Bad Wimpfen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schiffsführer hatte Havarie auf letzter Fahrt
(13.06.17) Am 10.6. kollidierte das deutsche Binnenschiff "Wilhelm Hubele", 2079 ts (EU-Nr.: 04701230), um 8.40 Uhr auf dem Neckar mit dem Hubtor der Marbacher Schleuse hängen. Dabei wurde das Ruderhaus abgerissen. Der 63-jährige Schiffsführer Jürgen Neumann, der seit fast 35?Jahren für die Neckarweihinger Firma Wilhelm Hubele Sand und Kies über Rhein und Neckar fährt, blieb unversehrt, weil er sich im letzten Augenblick auf den Boden werfen konnte.
Der Unfall ereignete sich beim Einlaufen in die Schleuse. Kurz zuvor war der „Wilhelm Hubele“ ein Tanker entgegengekommen, der die Schleuse mit hoher Fahrt in Richtung Stuttgart verlassen hatte. Durch den Sog wurde viel Wasser abgezogen und strömte nun mit Macht wieder zurück. Dadurch wurde die „Wilhelm Hubele“ gegen das Hubtor der Schleuse gedrückt.
Der Wasserstand erhöhte sich um zehn Zentimeter, wodurch das hochgefahrene Ruderhaus nicht mehr unter das Hubtor passte. An diesem entstand bei der Havarie kein Schaden, wie sich bei einer Untersuchung durch Vertreter des Wasser- und Schifffahrtsamtes Stuttgart herausstellte. Die Behörde erlaubte dem Schiff auch, bis zur nächsten Schleuse nach Pleidelsheim weiterzufahren.
Dort ist die Zugänglichkeit besser und entsprechend die Reparatur des Schadens am Ruderhaus leichter möglich. Seine letzte Fahrt vor dem planmäßigen unternimmt Jürgen Neumann nun mit einem abgedeckten Provisorium, parallel sollte ein neues Steuerhaus konstruiert und dann aufgesetzt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Vor Vietnam gestrandeter Tanker wurde doch nicht evakuiert
(13.06.17) Bei seinem Auflaufen 28 Meilen vor der OInsel Phu Ouv am 11.8. erlitt der Produktentanker “Chemroad Journey” Riss im Bereich der Ballasttanks, was zu einer Backbordschlagseite von 15 Grad führte. Nach letzten Informationen blieb die 27-köpfige Crew aber dennoch an Bord, weil es bei ruhiger See keine unmittelbare Gefahr geb. Der Tanker hatte 30.000 Tonnen Chemikalien geladen und 800 Tonnen Bunkeröl an Bord. Die Ladetanks blieben unversehrt.
Die Eigner haben die Nippon Salvage-Japanür die Bergung unter Vertrag genommen. Vietnamesische Experten befanden sich bereits vor Ort, um mögliche Umweltrisiken einzuschätzen. Dazu brauchten sie genaue Angaben über die Ladung. Vietnam verfügt nicht über Erfahrungen bei größeren Chemieunfällen. Die „Chemrod Journey“, 33526 tdw (IMO-Nr.: 9414254), wurde 2009 erbaut und läuft im Management der Iino Marine Service Co. Ltd. in Japan.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fregatte half gekenterten Jollenseglern und Helfern auf Kieler Förde
(13.06.17) Die Besatzung der deutschen Fregatte „Mecklenburg-Vorpommern“ hat am Abend des 9.6. auf der Kieler Förde drei junge Segler aus Seenot gerettet. Die Betroffenen sind wohlauf. Die drei Jugendlichen im Alter zwischen 13 und 16 Jahre waren mit ihrer Jolle gekentert. Eine Frau, die mit einem Motorboot unterwegs war, wollte helfen, verfing sich aber mit ihrem Boot in der Takelage der gekenterten Jolle.
Parallel zog eine Gewitterfront auf. Die Besatzung eines Beibootes der Fregatte, das wegen eines Personentransfers unterwegs war, reagierte sofort. Sie rettete zunächst die drei Jugendlichen aus dem Wasser und brachte sie an Land. Danach trennten die Helfer der Marine die Jolle von dem Motorboot, so dass beide sicher in den Hafen gebracht werden konnten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motorboot drohte im Klinker Hafen zu sinken
(13.06.17) Im letzten Augenblock bewahrte die Feuerwehr am Abend des 12.6. ein Motorboot im Klinker Hafen vor dem Sinken. Die Wassergefahrengruppe der Freiwilligen Feuerwehr Waren wurde gegen 21.15 Uhr von der Leitstelle alarmiert. Die Warener Einsatzkräfte rückten gemeinsam mit der Ortsfeuerwehr Klink aus. Die Feuerwehr sicherte die private Bergung des Havaristen ab.
Größere Mengen an Öl oder Kraftstoff konnten in der Müritz nicht festgestellt werden. Warum das Motorboot zu sinken drohte, war noch ungeklärt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ladungsbrand in Rotterdam
(13.06.17) Am 12.6. wurde die Feuerwehr von Rotterdam alarmiert, nachdem es im Laderaum des holländischen Binnenschiffes "Gradatim", 1300 ts (EU-Nr.: 02103623), im Maashafen zu einer Rauchentwicklung in der Ladung gekommen war. Die zweiköpfige Crew rettete sich unversehrt an Land. Während die Rettungsdienste noch überlegten, wie sie vorgehen sollten, trieb weiter dichter Rauch über die Afrikaanderwijk.
Daraufhin wurde beschlossen, den Havaristen zu entladen. Er transportierte Sulfurgranulat, ein Mineral. Die Crew wurde über Nacht an Land untergebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zu schnell: Schwell verursachte Schäden in Donauschleuse
(13.06.17) Am 12.6. um 13.10 Uhr lief der 47-jährige ukrainische Schiffsführer des deutschen Binnenschiffes „Miklos H“, 3146 ts (EU-Nr.: 02323682), auf der Donau erheblich zu schnell in die Schleuse von Kachlet ein. Hier lagen bereits das belgische Binnenschiff "Barbuda", 1656 ts (EU-Nr.: 6004228), sowie ein deutsches Binnenschiff. Das zu hohe Tempo verursachte eine hohe Schwell und Sog, wodurch die „Barbuda“ in Bewegung geriet und beschädigt wurde. Das deutsche Schiff kam unversehrt davon.
An der „Barbuda“ entstand ein Schaden in Höhe von rund 1.000 Euro. Der Schiffsführer der „Miklos H“ wurde von den Beamten der Wasserschutzpolizei Passau angezeigt. Das 110 Meter lange Schiff war von Passau nach Kolding unterwegs.
Quelle:Tim Schwabedissen



Dramatische Rettungsaktion vor Oban
(13.06.17) Zwei Männer und ihr Hund mussten am 12.6. von ihrem 8,5 Meter langen Holzboot gerettet werden, das westlich der Isle of Luing, Argyll, Motorausfall erlitten hatte und auf die nahen Felsen zu treiben drohte. Die beiden warfen den Anker, um die Drift zu stoppen, doch bei dem starken Westsüdwestwind wurden sie immer weiter auf die Küste von Luing, nördlich von Fladda zugedrückt.
Daraufhin wurde ein Mayday an die Stornoway-Coastguard abgesetzt. Die Bootsfahrer waren kurz davor, ihr Gefährt aufzugeben, als das Ausflugsboot „Celtic Wanderer“ von Seafari Adventures längsseits ging und das Boot mit einer Leine sicherte. Es wurde dann zunächst von der Küste weg und in den Easdale Sound geschleppt und anschließend vom RNLI-Boot aus Oban übernommen. Dieses war bereits auf den ersten Pan Pan-Ruf hin ausgelaufen. Wie sich herausstellte, hatte das Holzboot in der schweren See Ruderschaden davongetragen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Luxusyacht vor Bermuda aufgelaufen
(13.06.17) Die 39 Meter lange, englische Luxusyacht "Jetsetter" (MMSI-Nr.: 232006253) lief am Nachmittag des 12.6. im Great Sound in Bermuda unweit der Stag Rocks im Dockyard-Gebiet gegen 13 Zhr auf Grund. Die Marine and Ports schickten den Schlepper "Faithful" zu Hilfe, der das Schiff wieder freischleppen sollte. Erste Versuche, es zu bergen, schlugen aber fehl.
Daraufhin wurde entschieden, bis zur nächsten Flut um 23 Uhr zu warten. Alle Gäste wurden an Land gebracht und der Havarist geleichtert. Dann gelang es, ihn wieder flottzumachen. Die Yacht wurde zu einer Ankerposition südlich von Morgan’s Point geschleppt, wo der Rumpf untersucht werden sollte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ehemaliger Schlepper nach Sitka abgeschleppt
(13.06.17) Eine Bootscrew des Patroullienbootes “John McCormack” der US Coast Guard und Trooper kamen dem aus einem Schlepper umgebauten Sportboot “18 Eagles” zu Hilfe, das am 10.6. bei den Vitskari Rocks bei Sitka auf Grund gelaufen war. Die Coast Guard Juneau hatte einen Notruf aufgefangen, dass das Schiff Wassereinbruch habe, und organisierte Hilfe.
Mit einer P-6-Lenzpumpe konnten die Kajüten des 42 Fuß langen Schiffes, das als „Nordic Tug“ erbaut worden war, trocken gelegt werden. Danach schleppten die Alaska State Troopers die „18 Eagles“ nach Sitka ab.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre kollidierte mit Unterwasserhindernis
(13.06.17) Eine neuseeländische Fähre von 360 Discovery kollidierte am 13.6. in Waitemata Harbour mit einem Unterwasserhindernis. Das Schiff war von Hobsonville Point nach Auckland unterwegs, als es einen lauten Knall gab, eine Erschütterung durch den Rumpf ging und das Schiff stoppte. Die Crew untersuchte den Rumpf und die Steuerbord-Maschine auf Schäden.
Dann ging es mit einer reduzierten Fahrt von 10 Knoten in den Hafen. An Bord waren rund 60 Fahrgäste. Mit einer 15-minütigen Verspätung machte die Katamaranfähre im Hafen fest.
Taucher untersuchten den Rumpf anschließend. Eine andere Fähre wurde derweil als Ersatz in Fahrt gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gehobenes U-Boot könnte wieder versenkt werden
(13.06.17) Fast vier Jahre, nachdem im August 2013 in Mumbai 18 indische Crewmitglieder bei einer Explosion mit nachfolgendem Brand auf dem U-Boot “Sindhurakshak” ums Leben kamen, stellte die Marine das Boot offiziell außer Dienst. Nun stand eine Entscheidung an, ob es versenkt oder als Zielschiff genutzt wird. Die Entscheidung zur Außerdienststellung wurde durch das Verteidigungsministerium gefällt, die das Boot als nicht mehr seetüchtig und reparaturwürdig einschätzte.
Die Schäden durch die Explosion der Torpedos und Raketen und den dadurch verursachten Untergang im Marinehafen waren erheblich. Erst im Januar 2015 hatte die amerikanische Resolve Marine begonnen, das Wrack zu heben. Im Juni 2016 war es erst wieder schwimmfähig. Wegen der tragischen Ereignisse wurde ein Verschrotten des Schiffes nicht als adäquat erachtet - deshalb könnte das Boot der Kilo-Klasse wieder auf dem Meeresgrund landen.
Quelle:Tim Schwabedissen



“Mack the Knife” mit RNLI
(Bild: RNLI)   Großbild klick!

Alle Hände voll zu tun für Seenotretter aus Cowes
(12.06.17) Zwei Mal wurde das RNLI-Boot aus Cowes am 10.6. alarmiert. Zunächst hatte eine 23 Fuß lange Yacht Motorschaden westlich von Norris Castle gemeldet. Die “Mack the Knife” wurde samt ihrer zweiköpfigen Crew längsseits genommen und in den Cowes Yacht Haven geschleppt. Gerade als das Boot wieder aus dem Wasser war, wurde es zur Assistenz eines 17-Fuß-RIB gerufen, das mit zwei Personen an Bord in der Osborne Bay trieb. Wieder ging es zu Wasser, und das Boot wurde an den Ponton des Royal Victoria Yacht Club in Wootton Creek gezogen.
Tags zuvor hatte das RNLI-Boot der 40 Fuß langen Yacht „Kokomo“ assistiert. Diese war am Abend um 21.25 Uhr unweit einer viel befahrenen Schifffahrtsstraße auf die Bramble Bank gelaufen. Ein Polizeiboot kam nicht dicht genug an das Boot heran, weil die Wassertiefe zu gering war. Deshalb wurde das Rettungsboot aus Cowes von der Coastguard über den Solent gerufen.
Nach zwei Stunden gelang es, die Yacht freizubekommen. Dazu brachten die Seenotretter einen Warpanker aus, an dem sie in tieferes Wasser gezogen werden konnte. Als der Einsatz beendet war, dauerte es wiederum nicht lang bis zum nächsten Alarm. Zwei Personen waren auf dem Medina bei Newport aus einem Boot ins Wasser gefallen. Sie konnten sich aber selbst retten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter sank vor Kerteminde
(12.06.17) Am 11.6.um 15.43 Uhr wurde die Dansk Søredningsselskab Kerteminde alarmiert, nachdem es auf einem Kutter bei Kerteminde zu einer Rauchentwicklung und Wassereinbruch gekommen war. Auch das dänische Patroullienboot „Nymfen“ sowie ein Rettungshubschrauber kamen zu Hilfe. Die vierköpfige Crew wurde von dem sinkenden Schiff unversehrt abgeborgen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht mit Getriebeschaden
(Bild: RNLI)   Großbild klick!

Yacht mit Getriebeschaden nach Larne eingeschleppt
(12.06.17) Das RNLI-Boot aus Larne, die “Dr John McSparron”, sowie die “Terry” kamen am Nachmittag des 11.6. einer 36 Fuß langen Yacht zu Hilfe, die Motorprobleme an der Einfahrt des Larne Lough bekommen hatte. Um 13.15 Uhr lief das Boot unter Vormann Frank Healy zu der Position nördlich von Tonne 1 des Port of Larne aus. Hier wurde zunächst die Unversehrtheit der dreiköpfigen Yachtcrew gecheckt.
Wie sich herausstellte, war das Getriebe gebrochen, und bei 3-4 Beaufort Wind aus Süden war die Crew nicht in der Lage, sicher zurück zu ihrer Mooring in Larne Lough zu kommen. Die Seenotretter stellten eine Schleppverbindung her und zogen die Yacht in den Hafen von Larne. Hier half die „Terry“ beim Festmachen an der Mooring.
Quelle:Tim Schwabedissen



Forschungsschiff “Thor Magni” und “Furia”
(Bild: Joint Forces Atlantic)   Großbild klick!

Rettung in 15 Meter hohen Wellen – mehrere Yachten beim OSTAR/TWOSTAR-Race gesunken oder beschädigt
(12.06.17) Zu einer dramatischen Rettungsaktion kam es am 10. und 11.12. beim OSTAR/TWOSTAR-Race zwischen Plymouth, England, und Newport auf dem Nordatlantik. 1600 Kilometer vor Neufundland fegte ein Orkan mit 60 Knoten Wind und 10 bis 15 Meter hohen Wellen über das Regattafeld. Zwei Schiffe der kanadischen Coastguard und die HMCS “Charlottetown” sowie eine C 130 Hercules und eine Aurora wurden in Marsch gesetzt, nachdem auf drei Yachten die Skipper gegen vier Uhr das EPIRB aktivierten.
Die kanadische Küstenwache koordinierte die Rettungsaktion. Mervyn Wheatley, 73, aus Newton-Ferrers in Süd-Devon verlor seine 14 Meter lange Formosa 42 “Tamarind” (MMSI-Nr.:235003780). Das Boot war am 29.5. aus Pylmouth nach Newport, Rhode Island, ausgelaufen und am 10.6. gekentert. Der Mast wurde dabei unter Wasser gedrückt, und losgerissene Teile drückten anschließend die Bulleyes ein, sodass es zu einem Wassereinbruch und Ausfall der Ruderanlage kam.
36 Stunden lang kämpfte der Skipper gegen den Wassereinbruch an, ehe das unter Bermuda-Flagge laufende Kreuzfahrtschiff „Queen Mary 2“, 149215 BRZ (IMO-Nr.: 9241061), ihm auf seiner Fahrt von Southampton nach Halifax zu Hilfe kam. Es erreichte die Yacht am 10.6. gegen 13 Uhr setzte einen Tender aus und barg den Skipper, der 33 Jahre bei den Royal Marines Dienst getan hatte und sich auf seiner 19. Atlantik-Querung befand, mit leichten Verletzungen ab. Vorher öffnete dieser noch die Seeventile, um sein Boot zum Untergang zu bringen, sodass es nicht die Schifffahrt gefährden konnte. Wheatley hatte 1996 und 2005/06 am Clipper Round the World Race teilgenommen und war das fünfte Mal beim Original Singlehanded Transatlantic Race OSTAR dabei.
Die beiden Holländer Wytse Bouma und Jaap Barendregt erlitten auf ihrer Sun Fast 37 “Happy” Mastbruch und wurden von dem holländischen Offshore-Schlepper “Alp Forward”, 2789 BRZ (IMO-Nr.: 9367516), aufgenommen, der von Rotterdam nach Tampico unterwegs war. Die Bulgaren Mihail Kopanov und Dian Zaykov konnten gerade noch von dem aus St. Johns kommenden, kanadischen Forschungsschiff “Thor Magni”, 2089 BRZ (IMO-Nr.: 9679024), gerettet werden, bevor ihre 11 Meter lange Luffe 37 “Furia” (MMSI-Nr.: 207829870) sank.
Die Teilnehmer der OSTAR, die vom Royal Western Yacht Club ausgerichtet wurde, waren Ende Mai aus Plymouth auf den 6,500 Meilen langen Kurs gegangen.
Alle weiteren Havaristen versuchten derzeit, sich aus eigener Kraft in Sicherheit zu bringen. Der Brite Peter Crowther drehte mit seiner Swan 38 “Suomi Kudu” (MMSI-Nr.: 235906351) mit Großsegel-Problemen umgedreht, und Keith Walton motorte mit seiner 15 Meter langen Najad 490 “Harmonii” (MMSI-Nr.: 235195000) nach Problemen mit der Großsegel-Mastschiene zu den Azoren. Der Skipper der Yacht “Illumia” meldete Probleme mit dem Kiel und wurde von einem Hubschrauber der Canadian Air Force abgeborgen und nach St. John's.
Alle anderen Teilnehmer kämpften immer noch mit dem Sturm. Die deutschen Segler Uwe Röttgering und Joanna Pajkowska befanden sich mit der 12 Meter langen Class 40 “Rote 66” (MMSI-Nr.:211452750) noch 110 Meilen bis Newport zu überstehen. Sie wurden am 20.6. dort erwartet. Nur zwei von sechs Booten waren in der Zweihand-Gruppe nun überhaupt noch im Rennen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei Tote bei Kollision auf der Krim
(12.06.17) Zwei Menschen kamen ums Leben, drei weitere wurden verletzt, al sim Schwarzen Meer am 11.6. bei Kertsch die Yacht “Solaris” und das Speedboot “TK 0393” kollidierten. Das Ministry of Emergency Situations of Crimea bestätigte den Unfall und führte eine Rettungsaktion durch.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter überlief Kutter und fuhr weiter – drei Tote
(12.06.17) Der unter Panama-Flagge laufende Bulkcarrier "Amber L", 25955 BRZ (IMO-Nr.: 9200354), wurde als Verursacher einer für drei Fischer tödlichen Kollision vor Kochi am 11.6. ausgemacht. Der von Eilat kommende Frachter rammte die „Carmel Matha“ gegen zwei Uhr rund 14 Meilen vor der Küste. 11 der 14 Mann an Bord des Kutters konnten von einem anderen Fischereifahrzeug gerettet werden.
Die Schiffbrüchigen entkamen dem sinkenden Schiff durch zerbrochene Scheiben. Zwei von ihnen erreichten schwimmend die zwei Meilen entfernt ankernde „St. Antony’s“, die daraufhin alle in der See schwimmenden Männer aufnahm. Sie wurden mit teils schweren Verletzungen nach Kochi ins Krankenhaus gebracht.
Zwei weitere Fischer aus Colachel, Tamil Nadu, und Assam wurden tot von ihren Kollegen geborgen, ein weiterer aus Assam blieb vermisst, eine Suchaktion nach ihm lief durch die „Kalpeni“ der Marine und einen Helikopter. Der Frachter hatte seine Reise ohne zu stoppen fortgesetzt. Er wurde unweit des Kochi-Minicoy Shipping Channel nach einer Suchaktion der indischen Coast Guard und der Marine aufgebracht und angewiesen, vor Kochi vor Anker zu gehen. Er traf dort mit deutlich erkennbaren Schrammen am Bug um 3.47 Uhr ein.
Die Coastal Police in Fort Kochi nahm Ermittlungen auf. Der griechische Kapitän sagte, dass seine 28-köpfige Crew, unter der sich auch zwei indische Wachmänner befanden, den Unfall nicht wahrgenommen und das Schiff deshalb nicht gestoppt habe. Die Crew sollte am 12.6. vernommen werden, ebenso die geretteten Fischer. Seit 2004 ist es vor Kerala zu sechs ähnlichen Unfällen gekommen. Am 15.2.2012 erschossen Wachleute des italienischen Tankers „Enrica Lexie” zwei Fischer vor Kollam, am 1.3. desselben Jahres rammte die „Prabhu Daya” einen Kutter, und fünf Fischer starben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ein Verletzter bei Kutterstrandung vor Morehead City
(12.06.17) Die US Coast Guard Station Fort Macon wurde am Morgen des 10.6. alarmiert, nachdem der 36 Fuß lange Kutter “Ocean Stinger” mit einer dreiköpfigen Crew an Bord im Bougue Sound nahe Morehead City auf Grund gelaufen war. Ein Mann wurde dabei verletzt und musste abgeborgen werden.
Ein 24-Fuß-Flachwasserboot lief von der Station Fort Macon aus und brachte den Verletzten zur 70 West Marina in Morehead City. Von dort ging es weiter ins Carteret General Hospital. Berger schleppten den Havaristen wieder frei und zogen ihn zu den Morehead City Docks.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schlepper bei Sitka aufgelaufen
(12.06.17) Ein Boot des Patroullienbootes “John McCormick” der US Coast Guard und ein Boot der Alaska State Trooper bargen am 10.6. die vierköpfige Crew des Schleppers „18 Eagles“ ab, der auf die Vitskari Rocks nahe Sitka aufgelaufen und leckgeschlagen war. Dann lenzten sie den Havaristen aus, und die AST-Crew schleppte ihn nach Sitka ab. Ruhige See begünstigte die Rettungsaktion.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht verlor Ruder in Table Bay
(12.06.17) Am 10.6. um 15.55 Uhr wurde die NSRI Table Bay von der Transnet National Ports Authority (TNPA) alarmiert, nachdem die vierköpfige Crew der 10,7 Meter langen Segelyacht “Love Affair” gemeldet hatte, dass ihr Ruder in der Table Bay abgefallen sei. Das Boot befand sich unweit des Whale Rock vor Robben Island. Das Rettungsboot “Spirit of Vodacom” lief zu der im Meer treibenden Yacht aus und stellte eine Schleppverbindung her. Danach wurde der Havarist zum Table Bay Port gezogen und am Royal Cape Yacht Club no festgemacht.
Quelle:Tim Schwabedissen



27 Mann von gestrandetem Tanker abgeborgen
(12.06.17) Der unter Cayman-Islands-Flagge laufende Chemikalientanker "Chemroad Journey", 20108 BRZ (IMO-Nr.: 9414254), lief am 11.7. rund 28 Meilen vor der Insel Phu Quy an der vietnamesischen Küste in der Südchinesischen See auf Grund. Das Schiff saß mit 15 Grad Backbordschlagseite vor Phan Thiet City fest. Die 27-köpfige Crew wurde abgeborgen. Der Tanker war unterwegs von Singapur nach Zhuhai.
Quelle:Tim Schwabedissen



Binnenschiff blockiert Canal du Nord
(12.06.17) Das französische Binnenschiff "Olayla", 1031 ts (EU-Nr.: 01822496), lief am 10.6. auf dem Canal du Nord nahe Pallue o, Pas-de-Calais Departement der Hauts-de-France-Region auf Grund. Das Schiff wurde manövrierunfähig und schlug leck. Es blockierte die Wasserstraße. Die Feuerwehr war vor Ort im Einsatz, um den Havaristen wieder flottzumachen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Rauchentwicklung auf Rheintanker
(12.06.17) Am 12.6. um 7:30 Uhr ging bei der Wasserschutzpolizei Duisburg ein Notruf ein, dass es auf einem Binnenschiff auf dem Rhein zu einer Rauchentwicklung gekommen sei. Es handelte sich um das holländische Binnenschiff „Fint“, 2332 ts (EU-Nr.: 04033370), das von Duisburg nach Birsfelden mit einer Ladung von 2.190 Diesel unterwegs war. Es lag 300 Meter von der Zoobrücke entfernt in Köln.
Zwei Löschboote der Feuerwehren Köln und Bonn, 47 Einsatzkräfte und ein Hubschrauber wurden zu dem Havaristen mobilisiert. Wie sich herausstellte, war eine Dieselleitung undicht geworden. Dadurch lief der Treibstoff auf eine Turboladerdämmung, was zu einer Rauchentwicklung führte. Von den 10 Personen an Bord wurden fünf abgeborgen.
Ein Löschboot nahm den Havaristen längsseits und brachte ihn in Köln ans Ufer. Dort wurde schwelendes Isolationsmaterial aus dem Maschinenraum geholt. Später sollte der manövrierunfähige Havarist nach Mülheim zur Reparatur gebracht werden. Der Einsatz sollte noch bis in die Mittagsstunden andauern.
Quelle:Tim Schwabedissen



Flussfahrgastschiff verursachte Ölverschmutzung in Waren
(12.06.17) Das holländische Flussfahrgastschiff "Gretha van Holland“, 250 ts (EU-Nr.: 03270481), verursachte am 11.6. um kurz nach 10 Uhr eine Wasserverschmutzung in Waren an der Müritz. Die Wassergefahrengruppe der Freiwilligen Feuerwehr Waren rückte zur Warener Steinmole aus, wo wenige Minuten zuvor das Schiff festgemacht hatte. Im Maschinenraum war eine Dieselleitung geplatzt, und Kraftstoff lief daraufhin in einer geringen Menge in die Müritz.
Mit Bindemitteln beseitigten die Mitglieder der Warener Wehr die Umweltverschmutzung, um den ölhaltigen Kraftstoff im 39 Meter langen Schiff kümmerte sich eine Entsorgungsfirma kümmern. 2015 war die „Gretha van Holland“ auf der Müritz vor Zielow auf Grund gelaufen. Das Schiff konnte erst am folgenden Tag durch einen Schlepper wieder flottgemacht werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motorbootfahrer legte Fähre in Potsdam lahm
(12.06.17) Bis zum 12.6. musste auf der Havel in Potsdam der Fährverkehr nach Hermannswerder ruhen. Das Zugseil der dorthin verkehrenden Fähre war am 11.6. durch ein Motorboot beschädigt worden und musste nun ausgewechselt werden. Ein Motorbootfahrer hatte es beschädigt, weil der 50-jährige Skipper beim Passieren der Fährstelle nicht so lange gewartet hatte, bis die Fähre angelegt hatte. Der Propeller des Bootes traf daraufhin das Zugseil, das so stark beschädigt wurde, dass es ausgetauscht werden musste.
Quelle:Tim Schwabedissen



Lob für Retter und Geretteten nach Schiffbruch vor Skye
(12.06.17) Andy Grant, der Kapitän der Caledonian MacBrayne-Fähre “Lord of the Isles”, 3504 BRZ (IMO-Nr.: 8710869), und freiwilliger Rettungsmann der RNLI, lobte den Skipper des Kutters “Inshallah”, der am Morgen des 8.6. auf dem Loch Brittle vor Skye in Seenot geraten war. Nachdem er Wassereinbruch erlitten und einen Notruf abgesetzt hatte, kam die fünf Meilen entfernte Fähre ihm zu Hilfe. Als sie eintraf, war er gerade dabei, sein Schiff aufzugeben, in die Rettungsinsel zu gehen und diese loszuschneiden.
Grant ließ ein schnelles Rettungsboot aussetzen, das Minuten später den Fischer an Bord genommen hatte. Nur Momente darauf sank die “Inshallah”. Der Schiffbrüchige trug Ölzeug und Rettungsweste. Seine gute Ausrüstung hat ihn ebenso wie das sofortige Auslösen des Notrufs gerettet.
Auch der ruhige und professionelle Einsatz der Crew der „Lord of the Isles”, die mit 30 Passagieren von Lochboisdale in Süd-Uist nach Mallaig unterwegs war, fand die Anerkennung des Kapitäns. Er sei stolz auf sie, und sie habe exakt das getan, was zu tun war, und dies schnell, sicher und effektiv.
Nach der Rettung des Fischers ging die Fähre wieder auf die Fahrt nach Mallaig, wo sie mit einer 30-minütigen Verspätung eintraf. Hier wartete auch bereits ein Mallaig Coastguard Team, dem Geretteten weiter zu assistieren. Aufgetriebene Trümmer der „Inshallah“ wurden von einem anderen Kutter, der „Sunny Jim“, nach dem Untergang aus dem Wasser aufgenommen. Das RNLI-Boot aus Mallaig überwachte die Untergangsstelle noch im Hinblick auf mögliche Ölverschmutzungen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kettenfähre auf Grund getrieben
(12.06.17) Die “Cowes Floating Bridge No. 6” lief am 11.6. in Ost-.Cowes auf Grund, woraufhin der Übersetzdienst am Nachmittag eingestellt werden musste. Das brandneue Gefährt war auf dem Hauptslip an der Ostseite des Medina River fast parallel zum Ufer festgekommen. Für die Anwohner war dies ein Zeichen, dass die Ketten der Fähre zu locker waren, sodass sie von der Tide abgetrieben werden konnte.
Vorerst ging ein kleines Passagierboot als Ersatz in Fahrt. Mit der nächsten Flut sollte die Kettenfähre wieder flottgemacht werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Havarierte Yacht nach Swansea abgeschleppt
(12.06.17) Das RNLI-Boot aus Mumbles wurde am 9.6. gegen 19 Uhr von der Milford Haven Coastguard alarmiert, nachdem vor Port Talbot eine Yacht mit vier Personen an Bord auf dem Weg zur Swansea Marina Motorschaden erlitten hatte. Sie konnten sich bei kräftigem ablandigem Wind in einer sicheren, konstanten Distanz zur Küste halten. Mit reduzierter Segelfläche hielten sie sich außerdem außerhalb der Schifffahrtsstraße. Ein RIB assistierte und setzte ein Crewmitglied des Rettungsbootes auf die Yacht über.
Dieses half dann, eine Schleppverbindung herzustellen. Die Yacht konnte dann zur Swansea Marina geschleppt werden. Das Rettungsboot war um 8.30 Uhr zurück auf der Station.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter werden nach illegalem Fang versenkt
(12.06.17) Zwei Kutter aus Vietnam, die beim illegalen Fang vor Papua Neu Guinea aufgebracht worden waren, sollten am 12.6. auf Weisung der National Fisheries Authority von der Marine durch Sprengung versenkt werden. Die HMPNGS “Buna” schleppte die beiden Schiffe zur Versenkungsposition vor Port Moresby. Sie waren am 22.12. von der HPNGS „Seadler“ in den Gewässsern vor der Budibidi Bay-Provinz mit 50 vietnamesischen Crewmitgliedern gestellt worden.
An Bord befanden sich 77 Fässer Seegurken. Im März erschienen die Fischer vor dem Bomana District Cort House und wurden wegen illegalen Fischfangs nach dem National Fisheries Management Act von 1998 verurteilt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bulkcarrier "Thor Endeavour"
(Bild: Olaf Kuhnke)   Großbild klick!

Havarie in Brunsbütteler Kanalschleuse
(10.06.17) Der von Ijmuiden kommende, unter Malta-Flagge laufende Bulkcarrier "Thor Endeavour", 25676 BRZ (IMO-Nr.: 9074793), drückte beim Einlaufen in den Nord-Ostsee-Kanal in der Neuen Südschleuse in Brunsbüttel den deutschen Schlepper "Bugsier 15", 239 BRZ (IMO-Nr.: 9021112), am 10.6. gegen neun Uhr ins kanalseitige Schleusentor. Der Schlepper hatte den Auftrag, den Massengutfrachter von der Elbe in die große Südschleuse in Brunsbüttel zu begleiten. Dabei konnte der Frachter nicht rechtzeitig aufgestoppt werden.
Mit dem Wulstbug drückte die „Thor Endeavour“ den Schlepper gegen das Schleusentor. Dabei riss an diesem ein Teil der Scheuerleiste ab und verfing sich am Schleusentor. Schleusenpersonal bemühte sich, es zu sichern bevor es ins Wasser fällt. In diesem Fall hätte wahrscheinlich die Kammer zu dessen Bergung außer Betrieb genommen werden müssen.
Gegen Mittag war die Anlage wieder betriebsbereit. Allerdings wurden Schäden am Schleusentor festgestellt. Sie sollten am 12.6. näher untersucht werden. Nach der Unfallaufnahme durch die Wasserschutzpolizei Brunsbüttel konnte der Frachter seine Reise in Richtung Ostsee gegen 11 Uhr fortsetzen. Als Auflage für die weitere Kanalpassage musste der Frachter wegen seiner Schwerfälligkeit einen Schlepper zur Assistenz nehmen. Als Heckschlepper auf der weiteren Fahrt gen Kiel fungierte fortan just die “Bugsier 15”. Fahrtziel der “Thor Endeavour” ist Kalmar, wo sie am Morgen des 11.9. erwartet wird.
Der Frachter ist 184,93 Meter lang, 30,5 Meter breit und hat 11,54 Meter Tiefgang sowie eine Tragfähigkeit von 42.529 Tonnen. Er läuft für die Thoresen Shipping Singapore Private Ltd. in Singapur und wurde 1995 bei der Namura Shippbuilding Co. Ltd. in Imari als „Royal Sea“ erbaut. Bis 2000 lief er als „Sanko Resource“.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gekenterte Segler trieben 12 Stunden lang vor Peenemünde
(10.06.17) In der Nacht zum 10.6. kenterte ein Katamaran mit einer dreiköpfigen Crew auf der Ostsee. Rund zwölf Stunden mussten sie auf dem Kiel ihres Bootes bei Peenemünde ausharren, ehe die „Heinz Orth“ der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger den Vater, seine beiden Söhne sowie den Bordhund am Morgen des 10.6. retteten und an Land. Brachten.
Das acht Meter lange Boot war am 9.6. gegen 20.30 Uhr in der Nähe des Freesendorfer Hakens zwischen Peenemünde und Lubmin gekentert. Die Segler sahen ein aufziehendes Gewitter und wollten in einem Moment der Windstille das Segel reffen. Es dauerte keine Minute, bevor mehrere Sturmböen den Katamaran umwarfen. Dem 55-jährigen Vater und seinem 23 Jahre alten Sohn gelang es als erstes, unter dem gekenterten Katamaran wieder aufzutauchen. Kurz darauf folgten der 20 Jahre alte Sohn und der Bordercollie der Familie aus der Nähe von Neubrandenburg. Die Segler waren lediglich mit T-Shirts und kurzen Hosen bekleidet. Trotz 1,5 Metern Seegang gelang es ihnen, auf das gekenterte Boot zu klettern.
Eine Reisetasche mit einem Pullover, zwei Jacken und einem Schlafsack trieb im Wasser und konnte geborgen werden. Damit deckten sich die Segler notdürftig zu. Die mitgeführten Seenotsignalmittel und das Mobiltelefon hingegen waren verloren. Die Segler versuchten vergeblich, mit Signalpfeifen auf sich aufmerksam zu machen – Erst gegen 7.30 Uhr am folgenden Morgen entdeckte die Besatzung einer anderen Segelyacht die Schiffbrüchigen in der Nähe der Knaackrückenrinne an der Mündung des Peenestroms. Sie alarmierte über den internationalen Sprechfunk-Notrufkanal 16 die Seenotretter. Wegen des eigenen Tiefgangs kam die Segelyacht nicht näher an die Schiffbrüchigen heran. Das Seenotrettungsboot „Heinz Ohrt“ der Station Freest traf als erste Rettungseinheit vor Ort ein.
Die Freiwilligen-Besatzung barg die unterkühlten und übermüdeten Segler ab und übergab sie zur medizinischen Versorgung an den wenige Minuten später eintreffenden Seenotrettungskreuzer „Eugen“ der Station Greifswalder Oie. Deren Besatzung teilte warme Getränke und trockene Kleidung an die Schiffbrüchigen aus. Die Seenotretter riefen Notarzt und Rettungswagen in den Fischereihafen von Freest.
Im dortigen Stationsgebäude der Seenotretter wurden die Schiffbrüchigen durch den Landrettungsdienst versorgt. Allen ging es den Umständen entsprechend gut. Glücklich nahm die Mutter der Familie ihren Mann und die beiden Söhne in Empfang. Die „Heinz Ohrt“ schleppte den gekenterten Katamaran nach Kröslin ab.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre „Kvam" mit Maschinenschaden
(Bild: Gunnnar Ristesund)   Großbild klick!

Fähre nach Maschinenschaden manvrierunfähig abgeschleppt
(10.06.17) Am 9.6. kam es zu einem schweren Maschinenschaden auf der norwegischen Fähre „Kvam", 839 BRZ (IMO-Nr.: 7604398), die auf der Route Larsnes - Åram - Voksa - Kvamsøya, verkehrt. Kurz nachdem das Schiff den Hafen von Kvamsøya gegen 10.30 Uhr verlassen hatte, nahmen Zeugen zwei laute Knallgeräusche aus dem Maschinenraum war. Danach trieb das Schiff mit 10 Fahrgästen an Bord vor der Küste.
Das Ambulanzboot "Ambu" ging wenig später am Havaristen längsseits und schleppte ihn gegen 11 Uhr nach Kvamsøya zutück, wo die Passagiere wieder von Bord gingen. Eine Ersatzfähre wurde aus dem Dienst Skjeltene - Lepsøy - Haramsøy abgezogen, brauchte aber vier Stunden bis zum neuen Einsatzort. Bis dahin ruhte dort der Fährverkehr. Die "Kvam" wurde zur Reparatur in eine Werft in Larsnes geschleppt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bulkcarrier hat mysteriösen Wassereinbruch
(10.06.17) Auf dem unter Panama-Flagge laufenden Bulkcarrier “Tong Shun", 44090 BRZ (IMO-Nr.: 9646211), der seit dem 6.9. an Schuppen 21/22 in Santos lag, um 30.850 Tonnen Sojabohnen zusätzlich zu den bereits 38.796 bereits an Bord befindlichen Tonnen laden sollte, erlitt am Morgen des 7.6. Wassereinbruch in seine Ballastwassertanks. Wegen des dadurch erhöhten Tiefgangs setzte der Frachter auf dem 13,2 Meter tiefen Hafengrund auf. Techniker und Taucher wurden angefordert, um die Ursache des Wassereinbruchs herauszufinden.
Es konnte sich entweder um ein Leck im Rumpf oder ein Problem mit dem Pumpsystem der Tanks handeln. Am 9.6. untersuchten die Taucher sowohl das Unterwasserschiff wie auch die Tanks selbst. Das Schiff wurde vorsorglich von Ölsperren umgeben, doch gab es bislang keine Hinweise auf einen Kraftstoffaustritt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ein Toter und drei Verletzte bei Explosion auf Bohrschiff
(10.06.17) Am 9.6. um 7.48 Uhr kam es zu einer Explosion in einem der Kesselräume des Borschiffes "Norbe VIII", das im brasilianischen Campos Basin arbeitete. Ein Arbeiter kam ums Leben, drei weitere wurden verletzt und per Hubschrauber aufs Festland ins Krankenhaus gebracht. Der Kessel war nicht mehr einsatzfähig, die übrigen Schäden hielten sich in Grenzen. Ein Expertenteam ging an Bord, um die Schäden und ihre Auswirkungen genauer zu untersuchen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fischer vor Kaikoura gerettet
(10.06.17) Nördlich von Kaikoura funkte am 10.6. der neuseeländische Kutter „Victory II“ am 10.6. vor dem Clarence River Mayday. Gleichzeitig aktivierte die vierköpfige Crew den Notsender Zwei Helikopter stiegen in Kaikoura und Wellington um 11.45 Uhr zur Position auf. Bei ihrem Eintreffen war das Schiff bereits auf 50 Metern Tiefe gesunken. Der Helikopter aus Kaikoura sichtete eine Rettungsinsel. Doch ein anderer Kutter, die „The Liquidator“ hatte die Crew bereits unversehrt an Bord genommen. Sie wurden beim Clarence River unversehrt an Land abgesetzt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Umgestürzter Conainerkran
(Bild: Boris Suligoi)   Großbild klick!

Koper: Frachter brachte Containerkran zum Einsturz
(09.06.17) Am 7.6. riss sich der unter Malta-Flagge laufende Autotransporter "Neptune Thelisis", 27788 BRZ (IMO-Nr.: 9306718), der um neun Uhr von Piräus kommend im Containerhafen von Koper festgemacht hatte, in einem schweren Sturm los. In Böen mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 110 km/h wurde das Schiff vom Kai weggedrückt, und die 15 Zentimeter starken Trossen, die am Bug fest waren, brachen. Daraufhin schwang das Schiff herum, lief an der RoRo-Mole auf Grund und stieß gegen den Kai sowie einen Containerkran. Das Heck blieb am Kai vertäut, sodass der Frachter zeitweilig zwischen dem Mehrzweckterminal und dem Bulkpier eingeklemmt lag.
Der 1991 von Voest Alpine konstruierte Gantry-Kran, der eine Hebekapazität von 32 Tonnen hatte, stürzte um
Containerkran Totalschaden
(Bild: Boris Suligoi)   Großbild klick!
und wurde komplett zerstört. Ein Ersatz könnte 18 Monate dauern und zwischen acht und 10 Millionen Euro kosten. Der Kran demolierte beim Umstürzen zudem Teile der Schienen, auf denen er fuhr, sowie ein Förderband eines benachbarten Lagerplatzes. Die „Neptune Thelisis“ selbst erlitt nur kleinere Schäden wie Kratzer und Beulen. Sie musste aber für eine gründliche Untersuchung vorerst weiter im Hafen bleiben. Sowohl die Hafenbehörde wie auch die Schiffseigner bestritten eine Verantwortlichkeit für den Unfall.
Erst unlängst war dem Schwesterschiff „Neptune Dynamis“ ähnliches widerfahren, als es aus Koper auslaufen wollte. Doch in diesem Fall konnte mit Maschinenkraft dagegen gehalten werden, sodass der Autofrachter relativ sanft längsseits wieder am Kai landete. Jetzt aber hatte die Crew der “Neptune Thelisis” keine Zeit mehr, die Maschinen zu starten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht “Susepo”
(Bild: USCG)   Großbild klick!

Yacht bei Golden Gate Bridge auf Riff gelaufen
(09.06.17) Die US Coast Guard assistierte am 7.6. der 32 Fuß langen Yacht “Susepo”, die auf dem Duxbury in der San Francisco Bay aufgelaufen und leckgeschlagen war. Um 16 Uhr kontaktierte der Sohn des Skippers die Coast Guard Station Golden Gate und meldete, dass sein Vater Hilfe brauche. Ein 47.Fuß-Boot lief um 16.07 Uhr von der Station aus und half dem Segler, das eindringende Wasser mit einer mobilen Lenzpumpe wieder außenbords zu fördern. Danach nahm die Küstenwache die Segelyacht in Schlepp und zog sie zur Travis Marina in der Horseshoe Bay.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bulkcarrier “St. Gregory"
(Bild: U. Tidanos)   Großbild klick!

Vier Besatzungsmitglieder nach Strandung vor Kokkola verhaftet
(09.06.17) Vier Besatzungsmitglieder des vor Kokkola gestrandeten Bulkcarriers “St. Gregory", darunter der Kapitän, der 1. Offizier sowie zwei weitere Männer, wurden am 8.6. auf der Basis von Artikel 277 des Penal Code verhaftet. Ihnen wurde Nachlässigkeit bei der Schiffsnavigation und die Gefährdung von Menschen vorgeworfen. Sie wurden der Staatsanwaltschaft in Gouthiou vorgeführt.
Um den Havaristen wurden derweil vorsorglich Ölsperren ausgelegt. Die Hafenbehörde wurde informiert, dass die Eigner eine Bergungsfirma beauftragt haben, das Schiff wieder flottzumachen. Bislang wurden keine Umweltgefährdungen festgestellt, der Wassereinbruch war ebenfalls weiter unter Kontrolle.
Quelle:Tim Schwabedissen



Rijeka: Feuer auf Kutter
(09.06.17) Am 5.6. brach auf dem 20 Meter langen Kutter “Virginia 1”, der im Hafen von Bakar in Rijeka lag, ein Feuer aus. Der Brand entstand während Reparaturarbeiten, als im in Innern des Schiffes geschweißt wurde. Es gelang rasch, ihn zu löschen, ohne dass Menschen zu Schaden kamen.
Die „Virginia 1“ ist ein Standard-Trawler des Baltika-Typs (Projekt 1328), der in der Sowjetunion entwickelt wurde. Sie wurde 1977 in Sosnovka erbaut und wurde 1994 von Lettland nach Kroatien verkauft.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei Kutter aus Eisfalle befreit
(09.06.17) Zwei der Kutter, die vor der Baie Verte Peninsula in Neufundland vom Eis eingeschlossen waren, erreichten den Hafen von La Scie. Einer brachte sich am Abend des 7.6., ein anderer, die "Shawn Evan" am Morgen des 8.6. in Sicherheit. Insgesamt fünf Kutter waren am 6.6. aus La Scie ausgelaufen, um Garnelen zu fangen, doch wurden sie von Packeis eingeschlossen, als sie versuchten, offenes Wasser zu erreichen.
Die fünfköpfige Crew der "Avalon Princess" hatte von einem RCAF Cormorant Helikopter des 103. Geschwaders am 7.6. gerettet werden müssen, nachdem ihr Schiff im Eisdruck leckschlug und sank. Zwei Kutter bewegten sich am 8.6. noch auf den Hafen zu. Der Eisbrecher "Amundsen" hatte seinen Einsatz beendet, als ein Kontrollflug Eis von zwei Metern Dicke 12-13 Meilen vor der Küste zeigte.
Ein Einsatz hätte mehr Schaden als Nutzen gebracht. Deshalb erschien Abwarten als die bessere Option. Die kanadische Coastguard überwachte die Lage. Die Kutter waren ausgelaufen, weil sie schon lange auf den Beginn der Fangsaison warteten und dringend auf die Einnahmen aus den Fängen angewiesen sind.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tote und Vermisste nach Unglück vor Romblon
(09.06.17) Mindestens drei Menschen kamen ums Leben, 11 weitere wurden vermisst, nachdem das philippinische Fährrboot “Alad Express 2” am 9.7. vor einer Insel südlich der Hauptstadt Manila kenterte und sank. Es war unterwegs von Sibuyan Island ins zwei Fahrstunden entfernte Romblon, als es in raue See geriet. Nach Angaben der Coastguard wurden 37 Überlebende gefunden und ins Krankenhaus gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei Segler vor Oregon aus Seenot gerettet
(09.06.17) Die US Coast Guard rettete am 8.6. zwei Mann von einer 40 Fuß langen Segelyacht, die vor der Küste von Oregon nahe Tillamook Head Wassereinbruch erlitten hatte. Am Vorabend um 22.26 Uhr hatte die „El Corazon“ den Ausfall eines Motors rund 15 Meilen vor Cannon Beach gemeldet. Sie nahm mit dem verbliebenen Motor Kurs auf Coos Bay.
Der Skipper war extrem erschöpft und litt unter Seekrankheit, der zweite Mann fühlte sich nicht erfahren genug, das Schiff alleine zu führen. Die Coastguard telefonierte gerade mit ihm, als auch der zweite Motor ausfiel.
Daraufhin wurde ein 47-Fuß-Boot der Station Tillamook Bay in Garibald in Marsch gesetzt. Ein Rettungsmann stieg auf die Yacht über, die beiden Segler litten an Unterkühlung. Einer hatte zudem eine Schulterverletzung und möglicherweise gebrochene Rippen. Sie wurden von dem Boot abgeborgen.
Als es in Richtung Tillamook Bar abgeschleppt wurde, brachen Wellen über den Bug. Die Bilgenpumpen kamen zunächst noch gegen das eindringende Wasser an, doch um 4.48 Uhr stieg der Wasserpegel über die Bilge. Da das Personal der Coast Guard unter diesen Umständen nicht mehr sicher war, wurde es ebenfalls abgeborgen und die Schleppverbindung gekappt.
Ein MH-60 Jayhawk-Helikopter sichtete die Yacht um 12:24 Uhr teilweise gesunken. Sie trieb eine Meile vor Cannon Beach und wurde weiter auf die Küste verdriftet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kollision vor Elfenbeinküste
(09.06.17) Am 8.6. kam es vor der Elfenbeinküste zur Kollision eines nigerianischen Tankers mit einem ivorischen Kutter bei Assinie. Dabei schlug der Tanker leck, und 500 Tonnen Ölabfall liefen aus den Tanks ins Meer.
Quelle:Tim Schwabedissen



Aus 10 Stunden Liegezeit in Santos wurden mehr als zwei Monate – manövrierunfähiger Autofrachter wird jetzt nach Spanien zur Reparatur geschleppt
(09.06.17) Der liberianische Autofrachter "Gral San Martin", 40619 BRZ (IMO-Nr.: 9382097), verließ am 7.6. den Hafen von Santos in São Paulo, wo er seit über zwei Monaten gelegen hatte. Er wurde von dem liberianischen Offshore-Schlepper "De Zhou" (IMO-Nr.: 9350575), nach Las Palmas gezogen, wo er repariert werden soll. Die „Gral San Martin“ war am 3.4. in Santos eingelaufen, um Autos am Terminal Exporter of Vehicles (TEV) zu löschen.
Eigentlich hätte die Liegezeit nur 10 Stunden betragen sollen. Doch bevor das Schiff den Hafen wieder verließ, kam es zu einem Wassereinbruch. Über 3.000 Tonnen Salzwasser fluteten den Maschinenraum. Es dauerte Wochen, den Wassereinbruch zu stoppen und das Wasser ohne Umweltschäden wieder auszupumpen.
Am 25.5. wurde der Havarist von vier Schleppern vom VTE zu Schuppen 33 verholt. Dort wurden Notreparaturen durchgeführt. Die Maschine selbst war durch den Wasserschaden allerdings vollkommen unbrauchbar gemacht worden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zahn in Wrack historischen U-Boots gefunden
(09.06.17) Während der Konservierungsarbeiten an dem U-Boot “H.L. Hunley” aus dem amerikanischen Bürgerkrieg soll weiter versucht werden, dessen Mysterien zu enträtseln. Am 7.6. öffneten Forscher in North Charleston, South Carolina, erstmals die Besatzungsabteilung, die über eineinhalb Jahrhundert verschlossen gewesen war. Die „Hunley“ der Konföderierten war das erste U-Boot, das jemals ein Schiff in einer Schlacht versenkte.
Ihr Opfer war am 17.2.1864 die USS “Housatonic”. Fünf Crewmitglieder des Unionisten-Schiffes starben, doch auch die “Hunley” ging samt ihrer achtköpfigen Besatzung verloren. Im Jahr 2000 wurde das Wrack gehoben. Bei den Konservierungsarbeiten wurde zuletzt die gesamte Kurbelwelle, über die der Propeller mit Menschenkraft betrieben wurde, freigelegt. Dabei fanden sich Zahnfragmente im Sediment einer der Griffe dafür eingebettet. Dort war der Zahn wohl postmortem bei der Verwesung gelandet. Außerdem fanden sich Reste von Textilien und eine dünne Metallrolle um die Handkurbel, die zeigte, wie diese betrieben wurde.
Das größte Rätsel aber konnte noch nicht gelöst werden – warum eigentlich sank das Boot. Ein archäologischer Report, der in diesem Jahr publiziert wurde, stellte sechs Szenarios zur Auswahl, von denen eine Kombination zum Verlust geführt haben könnte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kranbarge kappte Strom für über 10.000 Menschen
(09.06.17) Der Harvey Canal in New Orleans blieb am 8.6. für den Schiffsverkehr gesperrt, nachdem eine Kranbarge am Vorabend sich mit dem Ausleger in mehreren Stromkabeln verfangen und diese beschädigt hatte. Dadurch kam es zu einem Stromausfall bei über 10.450 Menschen auf der West-Bank zwischen Barataria und Lapalco. Der Unfall hatte sich am 7.6. um 20:45 Uhr unweit der Destrehan Avenue und Peters Road ereignet.
Bis zur folgenden Mittagszeit konnte die Stromversorgung wieder hergestellt werden. Der Eigner der Barge war vor Ort, um der Entergy zu helfen, diese aus den Stromleitungen zu befreien.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zweimaster "Wilhelmina - YE 47" im Schlepp
(Bild: RNLI)   Großbild klick!

Zweimaster trieb auf Windpark zu
(08.06.17) Das RNLI-Boot aus Ramsgate wurde am 5.6. um 16 Uhr von der englischen Coastguard alarmiert, um dem holländischen Zweimaster "Wilhelmina - YE 47", 68 BRZ (MMSI-Nr.: 244750903), zu assistieren. Dieser hatte Maschinenausfall erlitten und trieb auf die Thanet Offshore Windfarm zu. Noch vor den Seenotrettern aus Ramsgate war allerdings das RNLI-Boot aus Humber, die "17-05 - Pride of the Humber", vor Ort.
Es war gerade von Grimsby nach Dover unterwegs gewesen und hatte den Havaristen binnen kurzem erreicht. Das Boot nahm die „Wilhelmina“ samt ihrer vierköpfigen Crew auf den Haken. Die "14-02 Esme Anderson" war um 16.40 Uhr vor Ort und übernahm die Schleppleine, sodass die Kameraden aus Humber ihre Reise fortsetzen konnten. Die „Esme Anderson“ schleppte den 26 Meter langen Havaristen dann nach Ramsgate ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Hausboot "Sealiberty"
(Bild: Tim Bouman)   Großbild klick!

Binnentanker rammte Bed & Breakfast in Arnheim
(08.06.17) Am 7.6. um 8.30 Uhr rammte der Binnentanker "Servus", 4297 ts (EU-No.: 02332610) das Hausboot "Sealiberty" im Rheinhafen am Westervoorstedeich in Arnheim. Das als Bed & Breakfast genutzte Boot wurde erheblich beschädigt. Die Havarie ereignete sich beim Anlegemanöver des Tankers, der vom kräftigen Wind erfasst und mehrfach gegen das Boot gedrückt wurde. Die Betreiber, Pol's Marloes und Jeroen Spaander, kamen geschockt, aber unversehrt davon.
Der Tanker drückte den Rumpf der "Sealiberty" ein, und es kam zu einem leichten Wassereinbruch. Er richtete auch an innen gelegenen Räumen Schäden in Höhe von 20.000 bis 25.000 Euro an. Wann das Wohnschiff wieder würde genutzt werden können, war unklar. Dies mehrte die Sorgen der auf die Einkünfte angewiesenen Betreiber, die nun etliche Reservierungen werden stornieren und eine schnellstmögliche Reparatur durchführen müssen. Der Eigner hatte das Schiff 1999 als Wrack für 6.000 Euro gekauft, ursprünglich mit dem Ziel, es wieder seetüchtig zu machen. Die einstige “Orion 3” hatte zuletzt als Coffeeshop und schwimmende Disco in Amsterdam gedient.
Das 30 Meter lange und 5,5 Meter breite Schiff startete seine Karriere Anfang des 20. Jahrhunderts als Fahrgastschiff. Seit Mai 2016 hat es seine Pforten als schwimmende Unterkunft geöffnet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motorboot in Vollbrand
(Bild: City of Tonawanda Police)   Großbild klick!

Boot ging vor Tonawanda in Flammen auf
(08.06.17) Ein Vater und sein Sohn, beide aus Tonawanda, wurden gerettet, nachdem ihr Motorboot am 7.6. um 18.30 Uhr auf dem Niagara River vor dem Niawanda Park in Tonawanda in Brand geraten war. Ein anderes Sportboot nahm die beiden unversehrt an Bord und brachte sie nach Tonawanda Island. Ein Polizeiboot der City of Tonawanda sowie Crews des Erie County Sheriff's Office und der Grand Island Fire Company wurden alarmiert.
Sie konnten allerdings nicht verhindern, dass das Boot vollkommen in Flammen aufging. Über der Unglücksstelle stand eine gewaltige Rauchsäule. Das Wrack brannte bis zur Wasserlinie herunter und sank dann. Die Ursache des Brandes wurde noch ermittelt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Colin Archer geborgen: KNRM-Seenotretter-Ausbildung machte sich bezahlt
(08.06.17) Am 4.6. lief der Holzkutter "Odin" unweit von Lohals auf Steine. Die holländische Tjalk "Jan Huygen" (MMSI-Nr.: 244698000) kam dem Havaristen auf Anfrage von Lyngby Radio wenig später zu Hilfe. Die Assistenz kam gerade recht, denn der Zweimaster, eine glücklicherweise robuste Colin Archer, wurde bereits immer weiter mit Backbordschlagseite auf die Steine geworfen, und die Personen an Bord befanden sich in Gefahr. Die Tjalk warf oberhalb der „Odin“ Anker und ließ sich so weit zu ihr herabsacken, dass die Crew eine Schleppleine übergeben konnte.
Mit Winde und Motor wurde die Yacht dann vorsichtig wieder flottgemacht. Danach konnte sie in den Hafen von Lohals einlaufen, wo sich die Geretteten bei der Crew der "Jan Huygen" nochmals bedankten. Die gelungene Bergung dürfte nicht zuletzt auch dem Umstand zu verdanken sein, dass ihr Skipper bei der KNRM ausgebildet wurde. Für diesen ging es dann über Marstal nach Kiel weiter mit seinem Schiff.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gesunkene Kranbarge bereitet Sorgen
(Datum) Am Abend des 6.6. riss sich ein Dieseltank von der vor Ullal gesunkenen Kranbarge "Ibis" los, trieb auf einen Felsen und explodierte. Dadurch lief der Inhalt aus und verursachte eine Wasserverschmutzung. Da ohnehin starker Ölgeruch in der Luft lag, vermuteten die Anwohner, dass auch aus den Tanks des Schiffes Kraftstoff auszulaufen begonnen hatte.
Durch die Brandung, die über die in den vergangenen Tagen weiter vollgelaufene und auch achtern inzwischen weggesackte Barge hinwegging, riss sich Treibgut vom Deck los und wurde auf den Strand von Mogaveerapatna geworfen. Die Expertenkommission aus Mumbai ließ weiter auf sich warten. Sie traf am Abend des 6.6. in Suratkal ein und nahm am 7.6. Gespräche mit der örtlichen Verwaltung auf.
Vorrangig muss das Öl aus der Barge abgepumpt werden. Derzeit verhindert allerdings die stürmische See jede Annäherung an das Wrack. Unterdessen wurde auch eine Gefährdung der bereits geleisteten Strandsicherungsarbeiten durch die „Ibis“ nicht ausgeschlossen.
Derweil kam es in der Nähe der Unglücksstelle zu einer weiteren Havarie – am Morgen 7.6. begann ein 27 Fuß langer Kutter mit sieben Fischern an Bord vor dem Alten Hafen von Mangaluru zu sinken. Die indische Coast Guard rettete sie, nachdem sie gegen neun Uhr ausgelaufen waren, doch ihr Boot drei Kilometer vor der Küste von Tannir Bhavi anfing, zu zerbrechen und langsam zu sinken. Ein Rettungsteam der Coast Guard in Panambur kam ebenso wie die Patroullienboote “Savitri Bai Phule“ und “Rajdoot“ zu Hilfe. Binnen zwei Stunden wurden alle Schiffbrüchigen in Sicherheit gebracht. Es handelte sich um sechs Fischer aus Kerala und einen aus Mangaluru.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bulkcarrier lief vor Kokkola auf Grund
(08.06.17) Am 7.6. um 2.30 Uhr lief der unter Bahamas-Flagge registrierte Bulkcarrier "St. Gregory", 20809 BRZ (IMO-Nr.: 9414759), am Strand von Kokkala unmittelbar vor einer Kirche auf Grund. Das Schiff war mit 30.600 Tonnen Schwefel von Illichivsk über Istanbul nach Sfax unterwegs. Die 19-köpfige Crew blieb bei der Havarie unversehrt.
Offenbar hatte die notwendige Kursänderung des Schiffes in der Straße zwischen dem südlichen Peloponnese und der Insel Kythera nicht stattgefunden, stattdessen lief es direkt in die Bucht von Kokkala. Es kam durch die Strandung zu einem Wassereinbruch im Laderaum, der aber unter Kontrolle gebracht werden konnte.
Die griechische Coastguard schickte zunächst zwei Patroullienboote zur Strandungsstelle. Bislang wurde kein Ölaustritt festgestellt. Am 8.6. waren der unter St. Vincent-Grenadines-Flagge laufende Schlepper "Danimarca" (IMO-Nr.: 9816660) und der mit Ölbekämpfungsausrüstung ausgestattete, griechische Offshore-Schlepper "Aegis I" (IMO-Nr.: 7392957), an der Strandungsstelle eingetroffen.
Die “St. Gregory” ist 179,9 Meter lang, 28,4 Meter breit, hat 10,15 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 32.688 Tonnen. Sie läuft für die Tri Bulk Shipping Ltd. in Athen und wurde 2010 bei der Werft Jiangmen Nanyang in der Guangdong-Provinz als „Nord Copenhagen“ erbaut. 2010 wechselte sie den Eigner.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre kollidierte mit Verladebrücke in Emden
(08.06.17) Am 6.6. gegen 13:05 Uhr kollidierte die von Borkum kommende, deutsche Fähre "Ostfriesland", 2596 BRZ (IMO-Nr.: 8324622), im Emder Außenhafen mit einer Verladebrücke. Durch plötzlich auftretende starke Windböen kam sie vom normalen Wendekurs ab und stieß gegen die Anlage. Durch die Wucht des Aufpralls wurden zwei Poller, die an der Verladebrücke befestigt sind, heraus- bzw. abgerissen.
Die Brücke war wegen der entstandenen Schäden nach der Kollision nicht mehr betriebsbereit und musste gesperrt werden. An der Fähre entstand ein leichter Sachschaden. Die Höhe des Gesamtschadens konnte noch nicht beziffert werden. Die Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) erhielt von dem Unfall Kenntnis. Die Wasserschutzpolizei Emden nahm Ermittlungen zum Unfallhergang auf.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter halfen bei schwerem Wassereinbruch
(08.06.17) Die Coast Guard Stationen Jonesport und Southwest Harbor sowie andere Schiffe kamen am Morgen des 7.6. der 48 Fuß langen „Valiant“ zu Hilfe, die 30 Meilen südlich der Englishman Bay, Maine, Wassereinbruch erlitten hatte. Um 9.50 Uhr hatte die dreiköpfige Crew der Coast Guard Northern New England gemeldet, dass die bordeigenen Pumpen nicht gegen das eindringende Wasser ankamen. Je ein 47-Fuß-Boot liefen aus Jonesport und Southwest zur Assistenz aus.
Die Kutter “Outnumbered” und “Rattlesnake” waren als erste vor Ort und setzten Lenzpumpen ein. Sie förderten eine Stunde lang rund 50 Gallonen Wasser pro Minute. Der Skipper der “Rattlesnake” ging an Bord, um dabei zu helfen und das Maschinenproblem, das zum Wassereinbruch führte, zu untersuchen. Der Kapitän der „Variant” fand den Schaden und konnte die Flutung stoppen. Danach setzte der Kutter die Fahrt nach Chester, Nova Scotia, fort.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter saß auf Paraná fest
(08.06.17) Der maltesische Bulkcarrier “Iolcos Vision”, 47984 BRZ (IMO-Nr.: 9425148), lief am 6.6. um 220.30 Uhr auf dem Paraná River bei Flusskilometer 341 unweit von Ramallo auf Grund, als er flussabwärts unterwegs war. Am 7.6. um 4.20 Uhr konnte sich der Havarist mit eigener Kraft wieder befreien und setzte die Reise nach Imbituba, fort, wo er am 10.6. eintreffen sollte. Nachdem der Flussgrund untersucht worden war, wurde das Fahrwasser wieder für die gesamte Schifffahrt freigegeben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Unermüdlicher Kampf bewahrte havarierten Frachter Flensburger Reeder vor Lavernock Point vor Strandung
(08.06.17) Der unter Antigua-Barbuda-Flagge registrierte Frachter "F. Arslan V", 3854 BRZ (IMO-Nr.: 9139115), erlitt am Abend des 6.6. vor Lavernock Point Maschinenausfall in stürmischer See. Er war um sechs Uhr von Cardiff nach Avonmouth ausgelaufen, doch wenig später versagte die Maschine ihren Dienst. Bei starkem Wind und hohem Seegang wurde versucht, vor Lavernock Point zu ankern.
Doch beim Ankermanöver verhedderten sich die beiden Buganker der "F. Arslan V", sodass sie nicht mehr brauchbar waren. Eine der Ankerketten hatte sich um die andere gewickelt, und die verknoteten Ketten hätten nur von Tauchern wieder voneinander getrennt werden können. Zwei Hafenschlepper, die "Trueman" und "Tradesman", wurden gerufen, um den Havaristen in den Hafen zurückzubringen. Doch zunächst musste dieser dazu von den Ankern befreit werden.
Einer der beiden Schlepper machte am Heck fest und hielt den Frachter, der unweit von gefährlichen Unterwasserfelsen trieb, auf Position. Der Bristol Channel-Lotse an Bord der "F. Arslan V" und die Schlepperkapitäne wiesen den Kapitän an, die Anker zu opfern. Doch während dieser mit den Eignern verhandelte, ging wertvolle Zeit verloren.
Währenddessen setzten die Schlepper ihre Bemühungen fort, den Frachter von der Felsspitze bei Lavernock wegzuziehen. Um 18.15 Uhr gelang es, ihn in Richtung von Lavernock zu bugsieren, während die Ankerketten immer noch unter seinem Kiel verknotet waren. Endlich kam dann die Zustimmung, beide Ankerketten zu kappen. Der Steuerbordanker ließ sich aber nicht freibekommen, sodass die Crew schließlich beide Ankerketten aufgab. Es dauerte 15 Minuten, jede von ihnen durchzuschneiden. Der Kampf der Schlepper gegen den Sturm und die Tidenströmung dauerte aber an. Der Havarist wurde weiterhin in Richtung Lavernock Point getrieben.
Die Schlepper versuchten, ihn gegen die Tide und den Nordwestwind nach Cardiff zu drehen. Um 17.45 Uhr brach dabei eine der Schlepptrossen. Eine neue Schleppverbindung herzustellen, stieß wegen Verständigungsschwierigkeiten mit der Crew, die nicht Englisch sprach, auf neuerliche Probleme. Während der Wasserpegel rapide sank, driftete der Frachter auf die Wolves Rocks zu.
Nun erklärte die Milford Haven Coastguard einen Notfall und rief das RNLI-Boot aus Barry Dock, das sich auf einer Trainingsfahrt in der Nähe befand, zu Hilfe. Es ging in der Nähe auf Standby, während die Schlepper sich mühten, den Frachter auf die Reede von Cardiff vor Penarth zu ziehen. Die gesamte Nacht über zogen sie mit voller Maschinenkraft.
Erst als ein weiterer Schlepper, die “Irishman”, von Newport kommend hinzustieß, entspannte sich die Lage. Um 22.10 Uhr konnte das Rettungsboot entlassen werden. Am 7.6. um vier Uhr erreichte die “F. Arslan V" die Cardiff-Docks. Danach gab es großes Lob für den unermüdlichen Einsatz der Schlepper und auch den Lotsen des Frachters, die gemeinsam eine sehr schwierige Lage gemeistert hatten.
Die „F. Arslan V“ ist 100,53 Meter lang, 16,5 Meter breit, hat 5,9 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 5.278 Tonnen. Der 357-TEU-Frachter läuft für die Burak Schifffahrts GmbH & Co. KG in Flensburg und wurde 1996 in Viana do Castello als “Rheintal” erbaut. Zwischenzeitlich lief er als „Calderon“.
Quelle:Tim Schwabedissen



Verstopfte Filter bereiteten Fähre bei Odden im Sturm Probleme
(08.06.17) Nach dem fahrplanmäßigen Auslaufen aus Odden am 7.6. um 16.45 Uhr erlitt die dänische Fähre "Express 3", 10842 BRZ (IMO-Nr.: 9793064), ein Problem mit verstopften Seewasserfiltern. Wegen der stürmischen See suchte das Fährschiff Windschutz in Lee von Nekselø, um die Filter zu reinigen. Mit 45-minütiger Verspätung lief sie um 18.30 Uhr dann in den Hafen von Århus ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kollision in Schleuse Neckargmünd
(08.06.17) Am Nachmittag des 7.6. kam es in der Schleuse Neckargmünd zu einer Kollision zweier Fahrgastschiffe. Beide wollten zu Tal schleusen. Eines befand sich bereits in der Schleuse und hatte dort festgemacht. Das zweite Schiff lief in die Schleusenkammer ein.
Als es Schiff auf Höhe des Schleusentores war, wollte der Schiffsführer die Hauptmaschine auskuppeln und sie auf „zurück“ stellen. Hierbei stellte er fest, dass die Maschine aber weiterhin auf Vorausfahrt eingekuppelt blieb. Die Ursache hierfür war ein technischer Defekt.
Er schaltete die Hauptmaschine ab und versuchte noch mittels Bugstrahlruder die drohende Kollision mit dem vor ihm liegenden Fahrgastschiff zu verhindern. Die Maßnahmen blieben jedoch ohne Erfolg und er lief in dessen Heck.
An Bord der beiden Fahrgastschiffe befanden sich mehrere Hundert Personen. Es wurde aber niemand verletzt. Die genaue Schadenshöhe konnte noch nicht beziffert werden. Eines der Schiffe blieb uneingeschränkt fahrtüchtig, dem zweiten wurde lediglich die Weiterfahrt bis Heidelberg genehmigt.
Die Schifffahrt wurde von 14:20 Uhr bis 14:50 Uhr an der Schleuse Neckargmünd gesperrt. Die Wasserschutzpolizei Heidelberg nahm Ermittlungen auf.
Quelle:Tim Schwabedissen



Segelyacht vor Lady Elliot Island in Seenot
(08.06.17) Eine 13,5 Meter lange Segelyacht geriet am 8.6. unweit von Lady Elliot Island in Seenot. Die zweiköpfige Crew funkte gegen sieben Uhr einen Notruf. Die Queensland Police beauftragte die RACQ LifeFlight Rescue mit der Assistenz. Ein Hubschrauber stieg in Bundaberg auf, um die Yacht 20 Meilen südwestlich von Lady Elliot Island zu lokalisieren.
Binnen einer Stunde war er vor Ort, und auch ein Trawler ging auf Standby. Die Crew meldete, dass ihr Boot Motorausfall habe und nur ein Segel gesetzt werden könne. Sie kämpften gegen raue See und starken Wind, der das Boot von der Küste abbrachte. Ein Boot der Bundaberg Volunteer Marine Rescue (VMR) wurde gerufen, um die Yacht auf den Haken zu nehmen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Vier Deutsche beim Angeltrip verunglückt
(08.06.17) Ein Angelboot mit vier deutschen Touristen an Bord kenterte bei starkem Wind am 8.6. um 5.09 Uhr im Rødvenfjord in Rauma. Einem der Männer gelang es, an Land zu schwimmen und Alarm zu schlagen. Zwei der Verunglückten konnten sich auf den Kiel des Bootes retten, wo sie ein Boot der Feuerwehr von Molde, das mit 30 Knoten Fahrt zur Unglücksstelle geeilt war, abbarg. Der vierte wurde bewusstlos aus dem Wasser gezogen und kam nach Wiederbelebungsmaßnahmen mit einem Helikopter, der in Åfarnes gelandet war, ins St. Olavs Hospital in Trondheim.
Die Feuerwehr schleppte das 100 Meter vom Ufer gekenterte, aber inzwischen weiter abgetriebene Boot kieloben zum Hafen. Die vier Männer hatten sich auf einem Campingurlaub in Rødven befunden und waren zu einer frühmorgendlichen Angeltour aufgebrochen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter bei Reipå aufgelaufen
(08.06.17) Am Morgen des 8.6. lief ein Kutter mit einer zweiköpfigen Crew an Bord bei Reipå in Meløy auf Grund. Beide hatten geschlafen, als sich die Havarie ereignete. Sie verständigten die Polizei in Nordland. Gegen acht Uhr kam der Havarist wieder frei.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter sank bei Eisgang vor Neufundland
(08.06.17) Die Crew eines Kutters, der bei der Baie Verte Peninsula in Neufundland von Eis blockiert und leckgeschlagen war, musste von einem Hubschrauber evakuiert werden. Am Nachmittag des 7.6. funkte die „Avalon Princess“ einen Notruf an die Halifax Joint Rescue Coordination Centre. Das Ruderhaus ragte nach der Rettungsaktion durch einen Hubschrauber des Eisbrechers „Amundsen“ als letztes noch empor, während der Kutter in der Tiefe verschwand.
Das zwei Meter dicke Eis hinderte die „Amundsen“ der kanadischen Coast Guard allerdings auch, zwei weiteren Kuttern, die ebenfalls in dem Gebiet eingeschlossen waren, zu assistieren. Nur ein Schiff der Flotte, die am 6.6. in See gestochen war, konnte sich in den Hafen retten. Die späte Eisschmelze machte den Fischern der La Scie-Kommune schwer zu schaffen, da bislang noch kein Fisch gefangen werden konnte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Kutter vor Jaramijó
(08.06.17) Am Morgen des 7.6. brach ein Feuer auf einem Kutter in Jaramijó in der Provinz von Manabi aus. Drei Boote der ecuadorianischen Armee, vier Ambulanzen der Feuerwehren von Jaramijó und Manta sowie eine Schiffsbrandbekämpfungseinheit aus Jaramijó kamen zum Einsatz. Auch die Küstenwache und der Hafenkapitän von Manta waren vor Ort.
15 Personen wurden von dem Havaristen gerettet, einer wurde mit Verbrennungen an den Beinen ins Jaramijó Health Center gebracht. Der in Flammen stehende, hölzerne Kutter konnte nicht mehr gerettet werden. Er sank rund 100 Meter vor Puerto Atún (Jaramijó-Manabí).
Quelle:Tim Schwabedissen



Fischer von Fähre vor Skye gerettet
(08.06.17) Ein schiffbrüchiger Fischer wurde am Morgen des 8.6. von der englischen Fähre "Lord of the Isles", 3504 BRZ (IMO-Nr.: 8710869), gerettet, nachdem sein kleiner Kutter zwischen Skye und Canna zu sinken begonnen hatte. Die englische Coastguard und die RNLI fingen um 08:50 Uhr einen Notruf aus und verständigten die Crew der in der Nähe befindlichen Fähre von a. Caledonian MacBrayne. Diese barg den Mann wenig später, und das RNLI-Boot aus Mallaig musste nur noch nach möglichen Ölaustritten an der Untergangsstelle Ausschau halten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Weltkriegsveteran auf letzter Reise
(08.06.17) Nach 19 Jahren auf dem Intracoastal Waterway nahe Ormond-by-the-Sea wurde der Schlepper USS “Tutahaco”, 218 ts, am 7.6. aus Jacksonville abtransportiert. Dort wird er für die letzte Reise zum Abbruch nach Texas vorbereitet. Der Anfang vom Ende des Veterans aus dem 2. Weltkrieg begann, als unlängst mit Öl vermischtes Bilgenwasser am John Anderson Drive aus dem Rumpf auszulaufen begann.
Deshalb wurde entschieden, das Schiff zu räumen. Es war einst von einem Mann, der in dem Film “American Pickers” gefeatured wurde, bewohnt. Gordon McCarthy, aka “The Captain” und sein Spielzeug, ein Miniaturpferd namens Alfie, spielten darin mit. Doch 2014 starb McCarthy, und Versuche, sein Schiff zu erhalten, schlugen fehl. Am 2..6. hob der Schwimmkran „Ocean Ranger“ es auf eine Barge.
Das Schiff war am 1.5.1945 bei der Gibbs Gas Engine Co., Jacksonville, Florida, auf Kiel gelegt und am 6.11. als „Tutahaco (YTB-524)“ für den 10th Naval District in San Juan, Puerto Rico, in Dienst gestellt worden. Am 2.2.1962 wurde es als Hafenschlepper registriert und der Naval Station Guantanamo Bay, Kuba, zugeordnet. 1986 erfolgte die Streichung aus dem Marineregister und am 9.10.1986 der Verkauf an den Defense Reutilization and Marketing Service (DRMS), mit dem Ziel der Verschrottung. Dann erwarb aber Gordon McCarthy die “Tutahaco” und nutzte sie von 1998 an als Wohnschiff auf dem Halifax River in Ormond-by-the-Sea. 2015 kaufte es die Seven Leagues Charter und wollte es zu einem schwimmenden Museum in Green Cove Springs machen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wrack der “Artigliere”
(Bild: RV Petrel)   Großbild klick!

Sizilien: Zerstörer aus dem 2. Weltkrieg entdeckt
(07.06.17) Fast 77 Jahre, nachdem es im 2. Weltkrieg sank, wurde das Wrack der italienischen “Artigliere” auf dem Grund des Mittelmeers wieder entdeckt. Der Zerstörer wurde in der Schlacht von Cape Passero 1940 beschädigt und ging auf 3,700 Metern Wassertiefe vor Ost-Sizilien unter. Am 5.6. gab die Vulcan Inc., eine Firma, die der Microsoft-Mitgründer Paul Allen betreibt, den Fund bekannt.
Das Forschungsschiff „Petrel“ hatte das Schiff im März entdeckt. Es befand sich in einem erstaunlich guten Zustand und lag aufrecht auf dem Meeresgrund. Wegen des geringen Sauerstoffgehalts des Wassers in dieser Tiefe gab es nur wenig Korrosion, und so fiel auch die Identifizierung des Schiffes leicht.
Ein ROV dokumentierte den Fund, auf dessen Rumpf noch die Buchstaben „Ar“ zu sehen waren. Dank des Materials konnte die italienische Marine die Identität dann bestätigen. Im März 2015 hatte die „Vulcan“ das japanische Schlachtschiff „Musashi“ entdeckt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker notankerte im Englischen Kanal
(07.06.17) Der liberianische Tanker “Copernicus”, 1525 BRZ (IMO-Nr.: 8713809), erlitt am 6.6. Maschinenausfall im Englischen Kanal. Das Schiff befand sich auf Südkurs unterwegs von Moerdijk nach Bilbao. Es wurde im Fahrwasser gegen sieben Uhr vor Anker gelegt. Wahrscheinlich hatte es schon Stunden vor der Havarie erste Maschinenprobleme gehabt. Am 7.6. hatte es wieder Fahrt aufgenommen und sollte am 9.6. den Zielhafen erreichen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Taucherschiff “Keltic Lady” am Haken
(Bild: RNLI)   Großbild klick!

Taucherschiff trieb vor Invergordon
(07.06.17) Das RNLI-Boot aus Invergordon, die “Douglas Aikman Smith” lief am Abend des 6.6. aus, nachdem ein Pan-Pan-Ruf des Taucherschiffes “Keltic Lady” aufgefangen wurde, das bei hohem Seegang im Moray Firth durch einen Maschinenschaden manövrierunfähig geworden war. Um 17.17 Uhr lief das Rettungsboot mit seiner siebenköpfigen Freiwilligencrew aus und nahm mit größtmöglicher Fahrt Kurs auf die Position, die von der Aberdeen Coastguard übermittelt worden war.
Das 10 Meter lange Offshore-105-Taucherschiff wurde dicht unter der Küste von Nairn ausgemacht. Die zweiköpfige Crew nahm eine Schleppleine wahr, und als diese festgemacht war, wurde der Havarist zum Westhafen von Invergordon gezogen. Hier sollte die Maschine repariert werden.
Beim Passieren der Hafenmündung nahm das RNLI-Boot den Havaristen sicherheitshalber längsseits, um besser manövrieren zu können. Beim Festmachen assistierte auch die Portmahomack Coastguard . Um 19.50 Uhr war das Rettungsboot wieder klar auf Satation.
Quelle:Tim Schwabedissen



Hundested: Kutter meldete vor Dänemark falsche Strandungsposition
(07.06.17) Am 2.6. meldete ein Fischkutter, dass er bei Hundested- Rørvig aufgelaufen und leckgeschlagen sei. Ein dänischer Rettungshelikopter und ein Boot der DSRS liefen zur Assistenz aus. Das Boot traf sich in der Nyrupbucht mit der Taucherbereitschaft aus Frederikssund, die die Küste vergeblich nach dem Havaristen abgesucht hatte. Vor Ort zeigte sich, dass der Kutter nicht an der gemeldeten Position festgekommen war, sondern stattdessen bei Sejrø festsaß.
Quelle:Tim Schwabedissen



Team New Zealand überschlägt sich
(Bild: RNLI)   Großbild klick!

Spektakuläre Kenterung beim America’s Cup
(07.06.17) Der AC-50-Katamaran des Team New Zealand kenterte am 6.6. beim Semifinale des America’s Cup im Rennen mit der englischen Land Rover BAR in Bermuda. Drei Mann der Crew gingen über Bord, einige waren im Rumpf hoch über dem Wasser gefangen. Alle Segler überstanden die Havarie unversehrt.
Das Unglück ereignete sich, als das Boot sich im ersten Tagesrennen gegen das Syndikat von Sir Ben Ainslie bei starkem Wind in Richtung der Startlinie bewegte. Auf einmal stieg es auf seinen Foils auf und stürzte über den Bug um. Dabei wurde einer der Flügel beschädigt, und elektrische Systeme wurden geflutet.
Das Boot wurde von Booten des Teams zurück zum Royal Naval Dockyard in Bermuda geschleppt. Dort begannen fieberhafte Reparaturarbeiten unter Verwendung von Teilen eines Ersatzbootes. Am 7.6., so die Hoffnung, sollte das Rennen weiter gehen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Segelyacht bei Tazacorte gestrandet
(07.06.17) Die spanische Segelyacht “Hispania” strandete am 6.6. vor der Küste von Tazacorte auf der Insel La Palma. Mehrere Schiffe, die sich in der Nähe befanden, kamen zu Hilfe. Die „Mike 85.2“ des Roten Kreuzes schleppte die Yacht vom Sandgrund wieder frei.
Quelle:Tim Schwabedissen



Binnenschiff verlor Ruderhaus bei Kollision in Oberhausen
(07.06.17) Am 3.6. gegen 14:15 Uhr stieß das französische Binnenschiff „Tecla“, 1054 ts (EU-Nr.: 06004025), auf dem Rhein-Herne-Kanal mit dem Ruderhaus gegen die Sterkrader Straßenbrücke in Duisburg-Oberhausen. Dabei wurde das Dach abgerissen und fiel in den Kanal. Der 67 Jahre alte, aus Frankreich stammende Schiffsführer und seine beiden Besatzungsmitglieder blieben unverletzt. Das Wasserstraßen und Schifffahrtsamt barg später die Dachreste aus dem Kanal.
Die Wasserschutzpolizei nahm den Unfall auf und untersagte dem Havaristen die Weiterfahrt. Der Sachschaden betrug rund 50.000 Euro. Das Schiff hatte seine Ladung zuvor in Gelsenkirchen gelöscht.
Anschließend wurde wahrscheinlich nicht genügend Ballastwasser aufgenommen, um die garantierte Durchfahrtshöhe von 5,50 Meter zu unterschreiten. Am 6.6. machte sich die „Tecla“ auf die Weiterreise nach Neuss. An der Brücke selbst entstand bei der Kollision kein Schaden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter trieb in Kara-See
(07.06.17) Der russische Frachter "Artcica 1", 6585 BRZ (IMO-Nr.: 9228980), erlit am 5.6. gegen fünf Uhr Maschinenschaden in der Kara-See und trieb vor der Nordküste der Yamal-Halbinsel. Am 6.6. um 18.30 Uhr erreichte der Frachter, der Ende Mai aus Murmansk ausgelaufen war, den Hafen von Sabetta.
Quelle:Tim Schwabedissen



Dach von Bremerhavener Dock drohte auf Polizeiboot zu stürzen
(07.06.17) Am 6.6. entwickelte im Bremerhavener Fischereihafen ein Schwimmdock der German Ship Repair Schlagseite. Das ehemalige Bredo-Dock 2 war erst kürzlich an die ehemalige Ausrüstungskaje der Rickmerswerft verlegt worden, weil die Bredo-Werft ihrerseits von der Cassens-Werft in Emden ein größeres Schwimmdock übernommen hatte. Die German Ship Repair war aus der Bremerhavener Niederlassung der BVT hervorgegangen und sollte als Tochterunternehmen der German Dry Docks mit dem überdachten Dock in die Lage versetzt werden, kleinere Schiffe selbstständig bedienen zu können.
Durch die Schlagseite drohte das Dach des Docks auf das längsseits liegende, 30 Meter lange Streifenboot „Wasserschutzpolizei 3“ (MMSI-Nr.:211322590)) zu fallen. Daraufhin alarmierten die Mitarbeiter der Firma gegen 14.10 Uhr die Einsatzkräfte der Feuerwehr Bremerhaven zur Unterstützung. Deren Höhenretter rückten aus und sicherten das Dach.
Gleichzeitig wurde das zum Unfallzeitpunkt manövrierunfähige Schiff der Wasserschutzpolizei mit dem Schlepper „Bugsier 13“ in Sicherheit gebracht. Insgesamt waren 16 Einsatzkräfte der Feuerwehr Bremerhaven am Einsatz beteiligt. Ursache der Schlagseite und die Schadenshöhe waren noch unbekannt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Historische Ketsch vor Den Helder in Schwierigkeiten
(07.06.17) Am 6.6. um 14.40 Uhr wurde die KNRM-Station Oudeschild alarmiert, nachdem die englische Ketsch “Excelsior – LT 472”, 55 BRZ, bei starkem Wind und schwerer See im Wattenmeer in Schwierigkeiten geraten war, weil die Motorkraft nicht ausreichte, ausreichend Fahrt zu machen. Das Rettungsboot “Cornelis Dito” lief um 14.40 Uhr zur Assistenz aus, ebenso die Kollegen der Station Den Helder. Die “Joke Dijkstra” setzte Rettungsmänner auf dem 23,5 Meter langen Havaristen ab und stellte eine Schleppverbindung her.
An Bord des Schiffes befanden sich vier Erwachsene und einige Kinder, mehrere Personen litten unter Seekrankheit. Es wurde entschieden, die „Excelsior“ nach Den Helder einzubringen. Dies war bei der rauen See eine langwierige Angelegenheit. Schließlich gelang es, das Schiff unter Mithilfe des Bootes aus Den Helder sicher im Hafen festzumachen.
Die „Excelsior ist eine 1921 erbaute Smack der Fischereiflotte aus Lowestoft. 1936 wurde sie zum motorisierten Frachter “Svinor” umgebaut und überwiegend in norwegischen Gewässern eingesetzt. 1989 wurde sie zurückgebaut zum Segeltrawler. Die „Excelsior” kann bis zu 17 Personen aufnehmen, darunter 12 Trainees.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motoryacht trieb vor Bergen
(07.06.17) Am 5.6. wurde die NSSR alarmiert, nachdem bei Bergen die Motoryacht „Princess“ aus Austevoll Motorausfall erlitten hatte. Das Schiff trieb in der ruhigen See. Das Rettungsboot „Bjarne Kyrkjebø – RS 140“ lief von der örtlichen Rettungssation aus und nahm den Havaristen auf den Haken. Er wurde anschließend nach Bergen eingeschleppt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Segelyacht bei Port-l'Épin gestrandet
(07.06.17) Eine Segelyacht strandete in der Nacht zum 6.6. zwischen drei und vier Uhr bei Port l'Épine nahe Trélevern. Als die Seenotretter der SNSM vor Ort eintrafen, konnten sie nichts mehr ausrichten. Ausrüstung des bei Flut vollgelaufenen Holzbootes trieb bereits auf den Strand, wo von der Zahnpasta bis zum Motor etliches gelandet war. Es hatte in der Nacht vor Perros-Guirec geankert, doch bei starkem Nordwind war es ins Treiben geraten und auf den Felsen gelandet.
Der Skipper hatte auf dem Boot gelebt. Er konnte sich an Land retten und wurde gegen vier Uhr von Anwohnern von Perros-Guirec aufgefunden. Der 27-jährige kam mit einer Beinverletzung und Anzeichen von Unterkühlung ins Krankenhaus von Lannion.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schlepper wird nach 50 Tagen in Sitka gehoben
(07.06.17) Der Schlepper "Powhatan", der am 19.5. in der Starrigavan Bay gesunken war, soll am 8.6. wieder an die Wasseroberfläche gebracht werden. Der Eigner, die Samson Tug and Barge Company, hat damit die Alaska Commercial Divers and Pacific Pile & Marine beauftragt. Deren Kranbarge "Salvation" traf am 3.6. an der Untergangsstelle ein.
Danach wurden Hebeketten unter dem Rumpf hindurchgezogen, und wenn die „Powhatan" zurück am Tageslicht ist, sollte sie auf die Barge "KP-2" zum Abtransport abgesetzt werden. Drei Assistenzschlepper sowie das Ölbekämpfungsschiff . "Neka Bay" waren vor Ort. Die Coast Guard in Sitka sicherte die Arbeiten ab.
In den 50 Tagen seit dem Untergang wurden mehr als 6.800 Gallonen Öl-Wasser-Gemisch beseitigt. Zunächst war nur von 340 Gallonen Öl an Bord ausgegangen worden. Wieviel Öl auslief und warum der Schlepper sank, war unklar.
Quelle:Tim Schwabedissen



Einhandsegler vor Bermuda gerettet
(07.06.17) Am Abend des 5.6. musste ein Segler, der am Bermuda One-Two Race teilnahm, sein Boot, die “Spadefoot”, 194 Meilen von der Insel entfernt aufgeben. Um 18.40 Uhr fing das Bermuda Rescue Coordination Centre auf 406 MHz ein Signal des EPIRB der Yacht, die sich nordnordwestlich von Bermuda befand, auf. Über Satellitentelefon und Funk wurde vergeblich versucht, direkten Kontakt aufzunehmen.
Dank des EPIRB konnte aber die Position kontinuierlich getrackt werden. Dann fand das RCC Bermuda heraus, dass der Einhandsegler in Kontakt mit dem RCC Boston stand und wegen Sorgen über die Seetüchtigkeit seiner Yacht in die Rettungsinsel gehen wollte. Eine andere Rennyacht, die “Solarus”, wurde zu der Position dirigiert und nahm den Segler wenig später an Bord. Am 6.6. gegen 10 Uhr befand sich die “Solarus” noch 110 Meilen von Bermuda entfernt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Murmeltiertag für Seenotretter aus Angle
(07.06.17) Der 12 Meter lange Kutter “M 675” wurde durch einen blockierten Propeller am 4.6. vor Freshwater West, manövrierunfähig. Das RNLI-Boot aus Angle, die „Mark Mason“, lief um 16 Uhr aus und kam seiner zweiköpfigen Crew zu Hilfe. Bis zu seinem Eintreffen hatte ein anderer Kutter den Kutter auf Position gehalten. Das Rettungsboot nahm den Havaristen dann bei Sheep Island an der Zufahrt zum Milford Haven-Fahrwasser selbst auf den Haken. Es schleppte ihn nach Neyland ab. Um 18.18 Uhr war die „Mark Mason“ wieder klar auf Station.
Erst vor wenigen Tagen war es zu einer ähnlichen Situation gekommen: Am 24.4. wurde das RNLI-Boot aus Angle um 11.21 Uhr alarmiert, nachdem die „M 675“ mit zwei Personen an Bord drei Meilen südwestlich von Linney Head Maschinenausfall erlitten hatte. Nachdem der Havarist nach Neyland gezogen und am Kai festgemacht war, wurde der Rettungseinsatz um 14.50 Uhr beendet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Indische Coastguard rettete 13 Fischer von zwei Kuttern
(07.06.17) Am 7.6. rettete die “Rajdoot” der indischen Coast Guard die siebenköpfige Crew des sinkenden Kutters „Maheswari“. Die Operation fand drei Meilen vor New Mangalore statt. Erst vor wenigen Tagen hatte die “Rajkiran” der Coast Guard sechs Fischer vor der Küste von Paradip in Odisha gerettet. Sie hatte auf Patroullie das teilweise gesunkene Boot in der See treibend entdeckt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Vermutliches Wrack der USS “Revenge”gefunden
(07.06.17) Ende Mai haben Taucher des U.S. Naval History and Heritage Command das erste Artefakt eines Wracks vor Rhode Island geborgen, von dem angenommen wird, dass es sich um die über 200 Jahre alte “Revenge” handelt. Sie brachten eine 5,5 Fuß lange und fast 1000 Pfund schwere Kanoone an die Wasseroberfläche. Das Wrack war erstmals 2005 von den Tauchern Charlie Buffum und Craig Harger aufgespürt worden.
Die USS “Revenge” war ein Schoner der Marine, der am 9.1.1811 unter dem Kommando von Oliver Hazard Perry bei dichtem Nebel und stürmischer See auf ein Riff vor Watch Hill in Westerly, Rhode Island, gelaufen war. Danach hatte Lieutenant Oliver Hazard Perry seine Crew angewiesen, das Gewicht zu reduzieren, u.a. gingen der Mast und acht Kanonen über Bord, doch das Schiff kam nicht wieder frei.
Es brach später in zwei Teile, und das obere Deck wurde abgetrieben. Der Rumpf des Schiffes verblieb aber auf dem Riff. In den Wintermonaten konnten keine Bergungsarbeiten durchgeführt werden, allerdings gelang es, die verbliebenen sechs Kanonen von Bord zu holen. Danach geriet das Schiff für zwei Jahrhunderte in Vergessenheit. Die Schuld an dem Verlust trug der Lotse der “Revenge”. Perry bekam später das Kommando über das Lake Erie Squadron. Am 10.9.1813 führte Captain Perry seine Schiffe in den Sieg in der Battle of Lake Erie, wo erstmals ein britisches Geschwader zur Aufgabe gezwungen wurde.
Charlie Buffum, Besitzer der Cottrell Brewery in Stonington, Connecticut, hatte lange darüber nachgedacht, ob vom Wrack noch etwas übrig wäre. 2005 dann machte er sich mit einem Metalldetektor gemeinsam mit seinem Freund Craig Harger auf die Suche und fand tatsächlich bei Watch Hill zwei Kanonen, die vom Typ her denen auf der „Revenge“ ähnelten. Über die folgenden Jahre entdeckten sie weitere Artefakte und auch noch mehr Geschütze.
Im Januar 2011 gaben sie den Fund bekannt und nahmen mit dem U.S. Naval History and Heritage Command Kontakt auf, das für die Identifizierung und Behandlung gesunkener Marineschiffe verantwortlich ist. Gemeinsam mit dem Underwater Archaeology Branch (UAB) wurde die Fundstelle weiter untersucht. 2012 wurde gemeinsam mit dem Naval Undersea Warfare Center in Newport und der Woods Hole Oceanographic Institution ein ROV eingesetzt. 2014 kam ein Magnetometer von Buffums Boot aus zum Einsatz.
Am 24.5. kehrten die Marinetaucher nach Rhode Island zurück, um eine Kanone zu bergen. In einem 2.500-Pfund-Hebesack der Marine stieg sie dann hoch zur Wasseroberfläche. Zwei Tage darauf traf sie zur Konservierung in einem Labor des Washington Navy Yard ein. Hier wird sie zwei Jahre lang gereinigt und stabilisiert.
Danach können Archäologen nach Markierungen suchen, die eine Identifizierung erlauben könnten. Da in dem Seegebiet kein anderer Schiffsverlust der U.S. Navy bekannt ist, erscheint die Wahrscheinlichkeit aber hoch, dass es sich tatsächlich um eine Waffe der „Revenge“ handelt. Die Marine will ihre Grabungen weiter fortsetzen und die unter dem Sunken Military Craft Act geschützte Stelle dokumentieren.
Quelle:Tim Schwabedissen



Archivbild Bulkcarrier "Silverstar"
(Bild: Olaf Kuhnke)   Großbild klick!

Böschungsanfahrung auf Nord-Ostsee-Kanal
(06.06.17) Am 5.6. um 13.12 Uhr lief der unter Zypern-Flagge registrierte Bulkcarrier "Silverstar", 19731 BRZ (IMO-Nr.: 9194880), auf der Reise von Lissabon nach Tallinn in die Südböschung des Nord-Ostsee-Kanals bei Kudensee. Knapp 10 Minuten später konnte sich das Schiff mit eigener Kraft wieder befreien und durfte die Fahrt nach Kiel fortsetzen. Hier machte es um 21.30 Uhr fest. Am 6.6. um fünf Uhr ging die Fahrt weiter, und am 8.6. um acht Uhr sollte die “Silverstar” in Tallinn eintreffen.
Der Frachter ist 176,82 Meter lang, 29,4 Meter breit, hat 9,55 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 31.762 Tonnen. Er läuft für die Oceanbond Shipping Co. Ltd. in Athen und wurde 1999 in Hakodate als „Century Forest“ erbaut.
Derweil verließ der unter Cook Islands-Flagge laufende Frachter "Seabee", 2033 BRZ (IMO-Nr.: 8909185), der am Spätnachmittag des 4.6. einen Maschinenblackout während des Transits des Nord-Ostsee-Kanals auf der Fahrt von Aviles nach Stettin gehabt hatte, den Kommunalhafen von Rendsburg wieder. Er war durch den Kieler Schlepper „Stein“ von Schülp dorthin bugsiert worden. Nach knapp eintägigem Aufenthalt warf die „Seabee“ am 5.5. um 20.50 Uhr wieder los und sollte am 7.6. um 00.30 Uhr in Stettin eintreffen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Maschinenausfall im Bosporus
(06.06.17) Der unter Malta –Flagge laufende Frachter "Andre Michel 1", 1318 BRZ (IMO-Nr.: 8511914), erlitt am Morgen des 5.6. Maschinenausfall, kurz nachdem er Yavuz Sultan Selim-Brücke im nördlichen Bosporus passiert hatte. Das Schiff war unterwegs von Kherson nach Sfax. Es wurde von dem türkischen Schlepper “Kurtarma 3”, 582 BRZ (IMO-Nr.: 9335939), auf den Haken genommen und zur Reede von Büyükdere geschleppt. Hier lag es am 6.6. weiter vor Anker.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bergung des gesunkenen Kutters
(Bild: Kustbevakningen)   Großbild klick!

Gesunkener Kutter nach Öckerö geschleppt und gehoben
(06.06.17) Am Morgen des 5.6. war die schwedische Küstenwache damit beschäftigt, nach dem fast vollständigen Untergang eines Kutters vor Vinga in den Göteborger Schären eine Dieselkontamination zu verhindern. Am Nachmittag gelang es der Crew des Patroullienbootes „KBV 032“, 890 BRZ (IMO-Nr.: 9536583), eine Schleppverbindung herzustellen und in Abstimmung mit der Versicherung den Havaristen nach Öckerö zu ziehen.
Kutter wird gekrant (Bild: Kustbevakningen)   Großbild klick!
Da das Boot größtenteils unter Wasser lag, war die Gefahr eines vollständigen Sinkens evident. Nach einer sechsstündigen Schleppfahrt erreichte der Konvoi Björnhuvudet in Öckerö. Gemeinsam mit einer Bergungsfirma begann dort die eigentliche Bergung.
Diese war am 6.6. gegen drei Uhr abgeschlossen. Die Suche nach den verlorenen Netzen des Kutters sollte im Laufe des Tages fortgesetzt werden. Der 10 Meter lange Kutter war plötzlich gesunken, als er von einem Boot der Sjörädddningssällskapet abgeschleppt wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ueckermünde: Routineeinsatz der DGzRS wurde zur Lebensrettung
(06.06.17) Für die freiwilligen Seenotretter der DGzRS aus Ueckermünde veränderte sich am 4.6. ein Routineeinsatz zur Rettung eines Menschenlebens: Die „Gerhard ten Doornkaat“ aus Ueckermünde war zunächst gegen 17 Uhr zu einer Hilfeleistung für die Segelyacht „Kranich“ ausgelaufen. Diese lag mit einem Maschinenschaden im Stettiner Haff vor Anker und hatte um Hilfe gebeten.
Doch bei der Anfahrt meldete sich das MRCC in Bremen erneut beim Vormann des Bootes, weil auf der Segelyacht „Rasmus“ der Skipper plötzlich zusammengebrochen war. Er lag in der Plicht und war nicht mehr ansprechbar. Seine Frau, eine unerfahrene Seglerin, kannte die genaue Position im etwa 277 Quadratkilometer umfassenden Kleinen Haff nicht. Die Seenotretter begannen sofort nach der etwa zehn Meter langen „Rasmus“ der beiden Berliner Ausschau zu halten.
Gleichzeitig informierte die Seenotleitung Bremen die andere Segelyacht über die geänderte Einsatzlage. Bei der Suche wurde die Besatzung des Rettungsbootes von den alarmierten Hubschraubern „Christoph 47“ und „Christoph Offshore 2“ der DRF Luftrettung sowie dem Seenotrettungsboot DORA/Station Ueckermünde der DGzRS unterstützt. Der Christoph 47 fand die Yacht schnell - sie trieb rund drei Seemeilen östlich von Ueckermünde dicht unter Land und wäre bald festgekommen.
Bei südwestlichem Wind der Stärke 5 und der kurzen und harten Welle im Stettiner Haff drohte sie zum Spielball der Brandung zu werden. Die Seenotretter gingen bei der Segelyacht längsseits, und ein Seenotretter stieg auf die „Rasmus“ über. Inzwischen hatte sich der Segler ein wenig erholt.
Der Berliner saß in der Pflicht und war wieder ansprechbar. Nach der medizinischen Erstversorgung stellten die Seenotretter eine Leinenverbindung her. Sie nahmen den Skipper aufgrund seines verbesserten Gesundheitszustandes und der kabbeligen See nicht an Bord des Seenotrettungsbootes. Auch drohte die Segelyacht weiterhin festzukommen.
Deshalb zogen die Seenotretter sie in tieferes Wasser und schleppten sie anschließend nach Ueckermünde. Dort übergaben sie den Patienten an den Landrettungsdienst. Dieser brachte den Skipper ins nahe gelegene Krankenhaus. Auf der „Kranich“ hatte die Besatzung die Maschine zwischenzeitlich mit Bordmitteln wieder zum Laufen bekommen und aus eigener Kraft den Hafen von Karnin auf Usedom erreicht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sun Chaser fast gesunken (Bild: USCG)   Großbild klick!

Sechs Personen von sinkendem Pontonboot gerettet
(06.06.17) Die US Coast Guard rettete am 4.6. sechs Personen von einem 24 Fuß langen Sun Chaser-Pontonboot, das eine Meile westlich des New Pass Inlet zu sinken begonnen hatte. Um 18.50 Uhr wurde die Coast Guard Station St. Petersburg über VHF vom Skipper alarmiert. Ein 29-Fuß-Boot lief von der Station Cortez zur Assistenz aus und nahm um 19.20 Uhr die Bootsfahrer an Bord.
Es handelte sich um drei 57-jährige aus Sarasota, Fairfield, Connecticut und Philadelphia sowie drei 13 bis 17-jährige Jugendliche aus Sarasota und Philadelphia. Das verlassene, mit Schlagseite in der See treibende Boot wurde mit einem Signalgeber versehen. Dann wurden die Geretteten zur Bootsrampe an der 10th Street in Sarasota gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Anker samt Kette verloren
(06.06.17) Der russische Mehrzweckfrachter "Yamal Krechet", 13066 BRZ (IMO-Nr.: 9202041), verlor am Abend des 3.6. seinen Steuerbordanker samt Kette in der Bucht von Dolgaya nördlich der Insel Vaygach in der Kara-See. Die Ankerkette war plötzlich ausgeraucht und riss die Kettenbremse los, sodass sowohl Anker wie auch Kette verloren gingen. Das Schiff war am 31.5. aus Murmansk nach Sabetta ausgelaufen und lag zum Unglückszeitpunkt vor Anker.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bootsunglück in China – vier Tote
(06.06.17) Vier Menschen kamen ums Leben, drei wurden verletzt, als in der ostchinesischen Anhui-Provinz ein Boot mit 39 Farmern an Bord am Morgen des 5.5. auf dem Mengii-Fluss im Huoqiu-Distrikt kenterte. 32 Personen wurden gerettet. An der Rettungsaktion beteiligten sich über 400 Menschen. Der Skipper des Bootes wurde von der Polizei in Gewahrsam genommen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter strandete am Newport Beach
(06.06.17) In Newport Beach strandete am Abend des 4.6. ein 30 Fuß langer Kutter. Die vier Personen an Bord, darunter ein Kind, wurden gerettet. Das Schiff war auf dem Rückweg von - Catalina Island gewesen, als die Bordelektronik ausfiel. Es lief zwischen der 11. und 12. Straße auf Grund und kenterte in der Brandung.
Am 5.6. wurde es zwischen West Balboa und der 14. Straße bei Niedrigwasser von einem Kran aus dem Wasser gezogen und gegen 15 Uhr auf einen Tieflader gebracht und abtransportiert. Die hoch gehende Brandung hatte eine Bergung auf dem Seeweg unmöglich gemacht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wrack der Kutere auf dem Landweg abtransportiert
(06.06.17) Das Wrack des Kutters “Kutere” aus Nelson wurde vier Tage nach der Strandung am am 2.6. auf einem Truck über die Bright Street in Cobden abtransportiert. Am 31.5. war das Ruderhaus demontiert worden, um das Schiff transportfähig zu machen. Außerdem wurden Winschen, Mast und Fangausrüstung abgebaut.
Danach konnten ein Bulldozer und ein Bagger den 16 Meter langen Rumpf des 29-Tonners auf eine Düne schieben, von wo aus er auf den Truck gehoben wurde. Derweil setzte Maritime New Zealand die Untersuchung der Havarie an der West Coast, die sich am frühen Morgen des 29.5. ereignet hatte, fort. Die dreiköpfige Crew, darunter Eigner Les Horncastle, hatte in einer Rettungsinsel den nahen Strand unversehrt erreicht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wurden durch versuchten Versicherungsbetrug 27 Menschenleben in Gefahr gebracht?
(06..06.17) Nach dem Untergang der indischen Kranbarge "Ibis" gab es Sorge vor möglicherweise von dem Wrack drohenden Umweltschäden. Etliche Teile rissen sich von dem in der Brandung liegenden Schiff los und trieben ab. Darunter befanden sich auch Gasflaschen. Auch könnten die Diesel- und Öltanks des Wracks Schaden nehmen und auslaufender Treibstoff den nahen Strand verschmutzen.
Unterdessen wurden vor Ort Gerüchte über einen möglichen Versicherungsbetrug laut. Eigentlich hätte die Barge nach Abschluss der von der Dharti Dredging and Infrastructure Ltd. durchgeführten Arbeiten nach Mumbai fahren sollen, da auf Weisung des Deputy Commissioners wegen drohender stürmischer See in der Monsunzeit keine Aktivitäten an der Küste von Ullal zwischen dem 1.6. und dem 31.7. erlaubt waren, doch sie hatte weiter ihre Tätigkeit in Mangaluru fortgesetzt. Das 35 Jahre alte Schiff war in Charter der Dharti Chauhan Company.
Die Umstände der Havarie sollten von den Hafenbehörden und der Distriktsverwaltung untersucht werden. Experten aus Mumbai wurden am 4.6. vor Ort erwartet, waren aber bis zum 5.6. noch nicht eingetroffen. Die „Ibis“ war eigentlich schon vor über fünf Jahren als zum Abbruch verkauft gemeldet worden. Sie war 2006 gemeinsam mit der „Smit Cyclone" und "Taklift 1" an der Räumung des Wracks des Autofrachters "Hyundai 105" beteiligt gewesen, der 2004 vor Singapur sank.
Quelle:Tim Schwabedissen



Rund 60 % eines Kriegsgrabs vor Java geplündert
(06.06.17) Der am 28.2.1942 in der Sunda Strait versenkte australische leichte Kreuzer HMAS “Perth”, ein Kriegsgrab mit den sterblichen Überresten von über 300 Seeleuten an Bord, ist illegalen Schrottbergern zum Opfer gefallen. Bei einer Tauchuntersuchung durch eine australisch-neuseeländische Expedition wurde festgestellt, dass rund 60 % des Schiffes abgewrackt wurden, das an der Nordwestspitze von Java liegt. Es gab Hinweise auf gr0ßflächige Bergungsarbeiten am Wrack.
Die Tauchuntersuchung war die erste seit 2013, als Taucher erstmals Beschädigungen am Wrack meldeten und eine Kranbarge vor Ort beobachteten. Das Wrack liegt in 35 Metern Tiefe. Mehr als die Hälfte der Crew, insgesamt 353 Mann, überlebten die Torpedierung durch ein japanisches U-Boot nicht, die meisten von ihnen wurden im sinkenden Schiff eingeschlossen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Verursachte Kabeldiebstahl den Beinahe-Untergang einer Museumsfregatte?
(06.06.17) Die malaysische Regierung arbeitete gemeinsam mit der Marine daran, die ausgediente Fregatte “Rahmat” in Lumut schwimmfähig zu halten. Am 5.6. hatte sie etwas stabilisiert werden können und wies nicht mehr so starke Schlagseite auf wie tags zuvor. Durch ein Leck im Heck des Schiffes war es gegen drei Uhr zu einem starken Wassereinbruch gekommen.
Personal der Marine war seither rund um die Uhr damit beschäftigt, das eindringende Wasser auszupumpen und das Schiff zu stabilisieren. Es war 2011 zu einem schwimmenden Museum geworden, allerdings im September 2016 aus Sicherheitsgründen für die Öffentlichkeit geschlossen worden. Die Plus Asiajaya Perak (PAP) war seit 2010 für das Schiff zuständig gewesen und sollte nun in die Pflicht genommen werden, dem auch nachzukommen.
Ob es nach einer Reparatur wieder zugänglich gemacht werden kann, war aktuell noch unklar. Eine Taskforce wurde eingerichtet, um die notwendigen Maßnahmen zu koordinieren. Die Plus Asiajaya Perak sollte die Kosten tragen. Warum es zu dem Unglück kam, war noch unklar, u.a. war von einem möglichen Kabeldiebstahl die Rede.
Das 51 Jahre alte Schiff, das erste in der Region mit einem Lenkwaffensystem, wurde 2000 zu einem Schulschiff und 2004 außer Dienst gestellt. 2010 wurde es der Regierung übergeben und im folgenden Jahr in Lumut zum Museumsschiff.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter trieb bei Windpark vor Blyth
(06.06.17) Am 2.6. wurde das RNLI-Boot aus Blyth um 17.12 Uhr alarmiert, weil der Kutter „Braveheart“ Maschinenschaden erlitten hatte. Das Boot lief zu dem östlich des Hafens unweit eines Windparks treibenden Havaristen aus. Nach einer Rücksprache mit dessen Crew wurde entschieden, ihn in Schlepp zu nehmen und zu den West Staithes in Blyth zu ziehen. Um 18.50 Uhr kehrte das Rettungsboot zu seiner Station zurück.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachtsegler “Tres Hombres" mit RNLI
(Bild: RNLI)   Großbild klick!

Einziger maschinenloser Frachtsegler der Welt nach North Shields eingeschleppt
(05.06.17) Das RNLI-Boot aus Tynemouth kam am 4.6. dem Frachtsegler “Tres Hombres", 51 BRZ (MMSI-Nr.: 677905000), zu Hilfe. Am Morgen hatte ein Motorboot, das zur Assistenz des 32 Meter langen 128-Tonners benötigt wird, Motorausfall erlitten und wurde von dem RNLI-Boot aus Cullercoats zum Mutterschiff zurückgeschleppt. Ohne das Assistenzboot sah der Skipper der "Tres Hombres" aber Probleme, sein unmotorisiertes Schiff sicher in den Hafen zu bekommen und bat um Hilfe.
Da am 5.6. sehr starker Wind erwartet wurde, hätte die Brigantine auf See in Schwierigkeiten geraten können, und so wurde in einer Diskussion mit der Coastguard entschieden, die “Tres Hombres” den River Tyne hochzuschleppen. Um 10.44 Uhr lief das Rettungsboot aus und nahm Kurs auf den Segler, der in der Whitley Bay Anker geworfen hatte. Das RNLI-Boot aus Cullercoats war dort auf Standby gegangen.
Rasch wurde eine Schleppverbindung zur „Tres Hombres“ hergestellt und ein Seenotretter an Bord abgesetzt, um diese zu überwachen. Dann wurde das Schiff samt seiner 15-köpfigen Crew zum North Shields Western Quay gezogen. Der Schleppzug wurde dabei eskortiert von dem Rettungsboot aus Cullercoats. Zwei von dessen Crewmitgliedern assistierten auch beim sicheren Festmachen des Frachtseglers.
Die “Tres Hombres” ist seit Dezember 2009 im Warentransport zwischen Europa, der Karibik und Amerika im Einsatz. Sie kann 35 Tonnen Fracht befördern und bietet Platz für eine fünfköpfige Stammcrew und 10 Trainees. Es handelt sich bei ihr um einen ehemaligen Kriegsfischkutter. Sie wurde 1943 auf der Burmester Werft in Swinemünde erbaut. 1944 sank das Schiff im im Oslofjord und wurde nach der Bergung als Minensucher eingesetzt.
Nach Ende des Zweiten Weltkriegs wurde es zum Fischkutter umgebaut und war unter anderem als „Seeadler“ an der Kieler Förde beheimatet. 1979 erfolgte der Verkauf nach Irland, wo es bis 1984 als Fähre zwischen Rossaveel und den Aran-Inseln eingesetzt wurde. 1985 sank das Schiff, doch das geplünderte Wrack wurde erneut gehoben und 1986 nach Delft geschleppt, wo es 2007 von den heutigen Besitzern entdeckt wurde.
In Den Helder wurde der Rumpf restauriert, ein neuer Kiel gelegt und die Takelage aufgebaut. Der Motor wurde komplett entfernt, und im Maschinenraum entstand der Laderaum. Im Dezember 2009 unternahm die „Tres Hombres“ ihre Jungfernfahrt zum Klimagipfel nach Kopenhagen.
Das Projekt wurde getragen durch Andreas Lackner, ex-Aktivist für Greenpeace, rjen van der Veen und Jorne Langelaan, die sich auf Segelschiffen kennengelernt hatten. Sie entwarfen gemeinsam das Konzept für einen emissionsfreien Frachtdienst über See. Als Pilotprojekt soll die „Tres Hombres“ die Marktnische Fair Transport ausbauen und deren wirtschaftliche Lebensfähigkeit beweisen.
Die „Tres Hombres“ fährt in jedem Jahr über den Atlantik. Das Schiff startet im Oktober in den Niederlanden, lädt Stockfisch in Norwegen, Wein in Frankreich und Olivenöl in Portugal. Die Route führt dann zum brasilianischen Belém, wo Wein und Olivenöl entladen und im Gegenzug Kaffeebohnen und andere fair gehandelte Produkte aus dem Amazonasbecken geladen werden.
Auf der Rückreise läuft die „Tres Hombres“ zum Laden von Rum und Kakaobohnen am Rand der Karibik die Antilleninsel Grenada an. Am Weg zurück nach Europa können auf den portugiesischen Azoren Fischkonserven geladen werden. Das Schiff verfügt dazu über einen 55 Kubikmeter großen Frachtraum für 20 Europaletten. Für die Unterstützung bei Hafenmanövern wird ein motorisiertes Dingi von 4,45 m Länge und 26 PS Dieselmotor mitgeführt, das nun seinen Dienst versagte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Isle of Wight: Zweimaliger Bergungseinsatz statt Open Ship
(05.06.17) Am Morgen des 3.6. lief die 30 Fuß lange Yacht “Mable” zwei Meilen östlich von Yarmouth auf Felsen und bat über Funk um Hilfe. Das RNLI-Boot “Eric and Susan Hiscock”, das gerade Open Ship beim Old Gaffers Festival in Yarmouth hatte, musste ihre Besucher von Bord schicken und lief zur Hilfeleistung aus. Die Yacht saß auf Felsen vor Hamstead Ledge zwei Meilen vom Hafen entfernt.
Vor Ort wurde das Tochterboot ausgesetzt und stellte eine Schleppverbindung her. Die Yacht mit ihrer zweiköpfigen Crew an Bord wurde dann von den Felsen und in tieferes Wasser gezogen. Da sie die Havarie ohne Schaden überstanden hatte, konnte sie ihre Fahrt nach Hamble fortsetzen.
Auch am 4.6. endete das Open Ship vorzeitig: Die “Eric and Susan Hiscock” wurde nun zur Assistenz der Yacht „Hong Kong Star“ gerufen, deren Propeller durch nicht markierte Hummerfallen blockiert worden war. Sie war über die Fangausrüstung vor Brook and er Südseite der Isle of Wight gelaufen und konnte sich aus eigener Kraft nicht wieder befreien. Nachdem das Tochterboot des Rettungsbootes ihr zu Hilfe gekommen war, konnte auch sie ihre Reise fortführen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Archivbild Frachter "Seabee"
(Bild: Olaf Kuhnke)   Großbild klick!

Frachter mit Blackout im Nord-Ostsee-Kanal
(05.06.17) Auf der Reise von Aviles nach Stettin erlitt der unter Cook Islands-Flagge laufende Frachter "Seabee", 2033 BRZ (IMO-Nr.: 8909185), am Spätnachmittag des 4.6. einen Maschinenblackout während des Transits des Nord-Ostsee-Kanals in östlicher Richtung. Auf Höhe von Schülp blieb das Schiff manövrierunfähig liegen. Der Schlepper „Stein“ wurde zur Assistenz aus Kiel angefordert.
Er passierte die Kanalschleusen in Kiel-Holtenau gegen 18 Uhr und nahm den Havaristen in den Abendstunden auf den Haken. Um 22.10 Uhr wurde er zur Reparatur und Inspektion im Kommunalhafen von Rendsburg festgemacht.
Die „Seabee“ ist 85,75 Meter lang, 14 Meter breit, hat 5,29 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 3.502 Tonnen. Sie läuft für die Nismar Shipping Ltd. in Istanbul und wurde 1990 bei Bodewes in Hoogezand als „Alara“ erbaut.

Quelle:Tim Schwabedissen



Ktter sinkt
(Bild: Kustbevakningen)   Großbild klick!

Kutter sank im Schlepp vor Vinga
(05.06.17) Am 5.6. gegen sieben Uhr sank ein rund 10 Meter langer Kutter, als er sich westlich von Vinga im Schlepp eines Rettungsbootes befand, in den Schären von Göteborg. Die schwedische Küstenwache war im Einsatz, um die Unglücksstelle auf mögliche Umweltschäden hin zu kontrollieren. Die Havarie hatte als Routinefall begonnen, als das Rettungsboot den Kutter auf den Haken nahm.
Doch dann ging etwas schief, und das Schiff schnitt unter. Die zweiköpfige Crew landete im Wasser, konnte aber rasch von dem Rettungsboot an Bord gezogen werden. Eine Annäherung an das noch mit der Bugspitze und dem Mast aus dem Wasser ragende Wrack war wegen umhertreibender Netze und rauer See kompliziert. Sie drifteten hunderte Meter um das Schiff, sodass den Rettern nur das Abwarten auf eine Wetterberuhigung blieb.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sportkutter bei Bear Island leckgeschlagen
(05.06.17) Der 28 Fuß lange Sportkutter “Jammie Dodger” kollidierte am 3.6. mit einem Unterwasserobjekt und erlitt Wassereinbruch nahe Bear Island, Maine. Der Skipper des Bootes setzte gegen Mittag einen Notruf an die Coast Guard-Station Southwest Harbor ab und bat um Assistenz für das Schiff und seine zweiköpfige Crew. Ein 47-Fuß-Boot der Station lief wenig später aus und nahm den Havaristen in Schlepp. Dessen bordeigene Lenzpumpe war unterdessen in der Lage, gegen das eindringende Wasser anzukommmen. Die “Jammie Dodger” wurde zu einer Pier im Somes Soundgeschleppt, wo der Schaden repariert werden sollte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motorbrand auf Markermeer
(05.06.17) Am 3.6. gegen Mittag wurde die KNRM Enkhuizen von der holländischen Küstenwache alarmiert, weil auf einer Segelyacht mit zwei Mann an Bord auf dem Markermeer ein Feuer ausgebrochen war. Auch die Rettnngstation Wijdenes sowie die Rettungsbrigade Notwin Hoorn wurden verständigt. Das Rettungsboot „Watersport“ nahm Einsatzkräfte der Feuerwehren Enkhuizen und Noord-Holland Noord an Bord.
Vor Ort eingetroffen, konnte das Feuer rasch bekämpft werden. Es war durch einen Kurzschluss im Motorraum entstanden. Nach einer Kontrolle, dass das Feuer vollständig geköscht war, rückten die Rettungskräfte wieder ab. Ein Bergungsunternehmen schleppte die manövrierunfähige Yacht anschließend nach Enkhuizen ab.
Quelle:Tim Schwabedissen



Museumsfregatte drohte zu kentern
(05.06.17) Die ehemalige Fregatte “Rahmat”, 1250 ts, der Royal Malaysian Navy, die als Museumsschiff an einer Pier in der Marinebase Lumut in der Molukkenstraße vertäut liegt, erlitt am Morgen des 3.6. gegen drei Uhr Wassereinbruch und entwickelte starke Backbordschlagseite. Sie drohte an ihrem Liegeplatz nahe der Marina Waterfront zu sinken. Die Marine, die mit dem Schiffsbetrieb nichts mehr zu tun hatte, kam um 11.30 Uhr zu Hilfe und begann, Wasser aus der „Rahmat“ abzupumpen. Es gelang, die Situation in den folgenden 24 Stunden etwas zu stabilisieren.
Auch das Personal des Boustead Naval Shipyard Sdn Bhd bot Hilfe an. Taucher sollten die Schadensstelle untersuchen, sodass weitere Maßnahmen zur Sicherung überlegt werden konnten. Das Schiff war 1967 vom Stapel gelaufen und 1971 in Dienst gestellt worden. 2004 wurde es ausrangiert und 2008 der Regierung von Perak übergeben. Es machte dann am Lumut Beach fest und wurde 2011 zum Museumsschiff.
Quelle:Tim Schwabedissen



Crew indischer Kranbarge musste eine Nacht lang auf ihrem sinkenden Schiff ausharren
(05.06.17) Das indische Kranschiff “Ibis", 2964 BRZ (IMO-Nr.: 8209212), das mit der Konstruktion eines Wellenbrechers vor Mangalore zur Verminderung von Stranderosiion beschäftigt war, riss sich am 3.6. in stürmischer See von seiner Verankerung los und wurde gegen unter Wasser installierte Teile des Bauwerks getrieben. Dabei schlug das 65 Meter lange Schiff rund vier Kilometer südlich des alten Hafens Mangaluru leck. Die Arbeiten sollten einen seit zwei Jahren an den Stränden von Mogaveerapatna, Kotepura und Kodi festgestellten Sandabtrag verhindern.
Die Arbeiter verlegten dazu künstliche Riffe vor der Küstenlinie von Ullal, und der erste Arbeitsabschnitt war am 1.6. beendet worden. Nun versenkte die Barge dort gerade Tetrapoden, und die Arbeiten wurden trotz stürmischer werdenden Wetters fortgesetzt, bis es zu der Havarie kam. Um 15.30 Uhr bekam das Schiff Schlagseite, und um 16.15 Uhr hatte es bereits 30 Grad Schlagseite.
Um 16.45 Uhr alarmierte die 27-köpfige Crew endlich die indischen Behörden. Um 18.40 Uhr erreichte das Patroullienboot "Amartya" den Havaristen und setzte um 18.48 Uhr ein Gemini-Schlauchboot mit einem Boardingteam aus. Es ging bei der “Ibis” längsseits und schleppte gegen 20 Uhr eine Rettungsinsel, die mit vier Mann besetzt war, zu dem Mutterschiff hinüber.
Dann musste die Rettungsaktion aber angesichts des hohen Seegangs und der einbrechenden Dunkelheit unterbrochen werden. Das Patroullienboot hielt sich in einer Entfernung von 1,5 Meilen weiter in Bereitschaft. Am Morgen des 4.6. wurde die Evakuierung der “Ibis” mit dem ersten Tageslicht fortgesetzt. Die indische Coast Guard schickte zur Verstärkung das Hovercraft "ACV H-196” und einen Helikopter.
Um sieben Uhr begann das Abbergen der restlichen Crew von der Kranbarge, die auf flachem Wasser inzwischen gesunken war, mit den Aufbauten aber noch aus dem Wasser ragte. Um 10 Uhr war die gesamte 27-köpfige Crew in Sicherheit und wurde eine halbe Stunde darauf im Hafen von New Mangalore an Land gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Rennyacht vor Wexford gesunken
(05.06.17) Die schottische Yacht „Inis Mor“, eine 37 Fuß lange Ker 39, sank am Nachmittag des 2.6. vor der Küste von Wexford auf dem Weg zu den Irish Cruiser Racer Association (ICRA) Championships, die beim Royal Cork Yacht Club in Cork starten sollten. An Bord waren zwei Männer und eine Frau, als es zu einem Wassereinbruch in 10 Fuß hohen Wellen vor den Saltee Islands kam. Gegen drei Uhr funkten sie Mayday.
Daraufhin stieg der SAR-Hubschrauber Rescue 117 der Coastguard am Waterford Airport auf und war binnen weniger Minuten vor Ort. Auch das RNLI-Boot aus Kilmore Quay wurde alarmiert. Der Helikopter winschte die Segler unversehrt aus der Rettungsinsel, in die sie gegangen waren, auf und flog sie nach Waterford. Die Yacht sank am Nachmittag desselben Tages.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht in Sabang Bay gestrandet
(05.06.17) Die französische Segelyacht „Timshal", die am 2.6. von Sabang in Aceh zu den Mauritis-Inseln unterwegs war, geriet auf dem Indischen Ozean in Seenot und strandete am 3.6. in der Sabang Bay. Sie war eines der Teilnehmerboote des Sabang Marine Festival (SMF) Skipper Patrick Founer erlitt auf halbem Wege zum Mauritis Archipel einen Ausfall der Batterien, und die Maschine. Daraufhin entschied er, zur Reparatur nach Sabang zurückzukehren.
Um 20.15 Uhr erreichte der Skipper die Sabang Bay, doch ohne Motor geriet das Boot bei starkem Wind außer Kotrolle und wurde um 21.30 Uhr auf den Strand von Pantai Gampong Kuta Barat getrieben. Dabei kam der Mast herunter. Um 22.35 Uhr war ein SAR-Team der Lanal Sabang, Regional Disaster Management Agency (BPBD) aus Sabang vor Ort und rettete die Crew.
Quelle:Tim Schwabedissen



Rauch beendete Party vorzeitig
(05.06.17) Eine Geburtstagsfeier auf dem holländischen Partyschiff "Boot 3" (MMSI-Nr.: 244700431), fand am Nachmittag des 3.7. ein jähes Ende, nachdem plötzlich Rauch aus dem Maschinenraum quoll. Das Schiff mit 50 Fahrgästen an Bord wurde vom Hafendienst nach Burg /Lelykade geschleppt, wo es evakuiert wurde. Dann gingen Einsatzkräfte der Feuerwehr an Bord.
Sie stellten fest, dass ein Kühlwasserrohr gebrochen war, und Flüssigkeit geriet in Kontakt mit dem heißen Abgasrohr, daraufhin kam es zu Rauchentwicklung. Die Partygäste wurden mit einem Bus nach Botlek zurückgebracht. Das 46 Meter lange Fahrgastschiff machte um 20.15 Uhr im Koningsport in Rotterdam fest.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker versenkte Sportboot
(05.06.17) Ein 17 Fuß langes Sportboot kollidierte am Morgen des 4.6. mit dem kanadischen Tanker "Esta Desgagnes", 6262 BRZ (IMO-Nr.: 9040077), auf dem Lake St. Clair rund zwei Meilen vor der Küste von Grosse Pointe Woods, Michigan. Der Kapitän des Tankers, der von Detroit nach Oakville unterwegs war, alarmierte sofort die US Coast Guard über VHF, dass der Skipper des Bootes im Wasser gelandet war.
Eine Crew der Coast Guard Station St. Clair Shores kam mit einem Boot zu Hilfe und fand den Mann an eine Boje geklammert. Er war unverletzt, doch sein Boot sank außerhalb des Fahrwassers.
Quelle:Tim Schwabedissen



40 Container gingen auf Frachter in Mundra über
(05.06.17) Rund 40 Container auf dem Achterdeck des indischen Containerfrachters "SSL Klutch", 21339 BRZ (IMO-Nr.: 9157662), brachen nach dem Einlaufen des Schiffes am Nachmittag des 21.5. im Hafen von Mundra, Gujarat, zusammen. Containerracks stürzten um, einige der Boxen wurden zerquetscht, andere gingen über Bord. Die Ladung war offenbar unzureichend verlascht gewesen und daraufhin übergegangen.
Am 22.5. verließ der Frachter den Hafen wieder um 12.30 Uhr und erreichte am 29.5. den Hafen von Chennai. Nach einem Zwischenstopp in Krishnapatnam machte er am 4.6. in Tuticorin am Dakhsin Bharat Gateway Terminal fest.
Quelle:Tim Schwabedissen



Leichter sank auf Pashur River
(05.06.17) Der mit 800 Tonnen Zementklinkern beladene Leichter “Sheba” kenterte am Morgen des 5.6. auf dem Pashur River in den Sundarbans, Bagerhat. Das Schiff mit neun Mann Besatzung sank am Harbaria Point gegen Mitternacht, nachdem zuvor ein Riss im Rumpf entstanden war. Die gesamte Crew wurde gerettet. Die Klinker waren für eine Zementfabrik in Khulna bestimmt und waren von der “Appicpi” zuvor übernommen worden. Über eine Bergung des Wracks war noch nicht entschieden. Der Schiffsverkehr war nicht beeinträchtigt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht vor Mumbai abgeschleppt
(05.06.17) Das MRCC in Mumbai fing am 31.5. einen Notruf der Segelyacht “Lady Thuraya” die auf den British Virgin Islands registriert war, auf. Sie war auf der Reise von Male nach Salalah, Oman, über 590 Meilen von Mumbai entfernt in Schwierigkeiten geraten. Die indische Coastguard bat Schiffe in der Nähe, sich zu melden. Der unter Marshall-Islands-Flagge laufende Offshore-Versorger "Seacor Diamond", 2555 BRZ (IMO-Nr.: 9225495), der von Mtwara nach Al Jazeera unterwegs war, reagierte.
Er konnte die Yacht am 3.6. über VHF kontaktieren und wurde vom MRCC zu ihr geleitet. Die „Lady Thuraya“ wurde 390 Meilen vor Mumbai lokalisiert. Die "Seacor Diamond" fand die vierköpfige Crew wohlbehalten vor, doch hatte das Boot seit drei Tagen nach Motorausfall ohne Bordenergie im Meer getrieben. Sie wurde versorgt und in Schlepp genommen. Am 8.6. sollte das Boot in Mumbai eintreffen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler "Lise Beate" (Bild: Roar Jensen)   Großbild klick!

Havarierter Trawler nach Honningsvåg abgeschleppt
(03.06.17) Am 1.6. wurde der norwegische Trawler "Lise Beate", 436 BRZ (IMO-Nr.: 9029047), manvörierunfähig, nachdem ihm ein Netz in den Propeller geraten war. Das Schiff bat um Assistenz und wurde von dem NSSR-Rettungsboot „Odin“ auf den Haken genommen. Dieses schleppte es in den Hafen von Honningsvåg ab, wo der Havarist um 10.30 Uhr festmachte. Nachdem der Antrieb wieder befreit worden war, nahm das Schiff Kurs auf 1 Gjesvær, wo es um 13.30 Uhr festmachte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Silverton-Motorboot halb gesunken (Bild: Missouri State Highway Patrol)   Großbild klick!

Silverton sank auf Lake oft he Ozarks
(03.06.17) Ein 45 Fuß langes Silverton-Motorboot sank am Nachmittag des 2.6. im Hauptfahrwasser des Lake of the Ozarks bei Meile 16,2 des Osage Arms. Die Missouri State Highway Patrol wurde alarmiert, nachdem Skipper Joseph R. Krieger, 32, aus Muscatine, Iowa, mit der 2002 Silverton um 13.40 Uhr Schiffbruch erlitten hatte, als er flussabwärts auf Nordkurs unterwegs war.
Zunächst war es zu einem mechanischen Schaden gekommen, dann ging das Boot unter, und nur noch die Aufbauten ragten aus dem Wasser. Krieger hatte keine Rettungsmittel an Bord, überstand den Untergang ebenso wie sein Mitfahrer aber unversehrt. Die Berger von Lake Tow schleppten das halb gesunkene Boot aus dem See in flacheres Wasser zur Sunrise Beach-Seite bei Meile 16, wo es mit vier Bojen zunächst markiert wurde, bis es geborgen ist.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schlepper “Tutahaco” wird gekrant
(Bild: USCG)   Großbild klick!

Schlepper nach Ölleck auf Halifax River abtransportiert
(03.06.17) Die US Coast Guard überwachte am 2.6. die Hebung des Schleppers “Tutahaco” nahe Ormond Beach durch eine 500-Tonnen-Kranbarge, die Assistenz von dem Schlepper “Miss Alexandra” (MMSI-Nr.: 367761720), erhielt. Die “Tutahaco” war als Umweltrisiko eingeschätzt worden, nachdem größe Mengen an PCB, Asbest, Blei und Öl an Bord gefunden wurden. Die Arbeiten zur Räumung des 300-Tonnerns begannen am 1.6. nach monatelanger Vorbereitung.
Die Coast Guard beauftragte deshalb die T&T Salvage, die Hulk auf einer Barge zu heben und mit der „Miss Alexandra“ zur All Star Metals in Brownsville, Texas, abzutransportieren, wo die umweltgefährdenden Substanzen entsorgt werden und das Schiff selbst verschrottet wird. Vor der Reise durch den Golf von Mexiko macht es aber in Jacksonville nach dem Transit über den Intracoastal Waterway zunächst Zwischenstation und wird für die letzte Reise vorbereitet.
Am 8.2. war die Coast Guard alarmiert worden, nachdem Bilgenöl aus dem maroden Rumpf auf den Halifax River nahe Ormond-by-the-Sea ausgelaufen war. Rund 100 Gallonen Bilgenöl gelangten in den Fluss. Daraufhin wurden 600 Fuß Ölsperren ausgelegt und die Kontamination mit Pads und Vakuumtrucks beseitigt.
Der Schlepper hatte 19 Jahre lang auf dem Fluss vor dem John Anderson Drive im Volusia County gelegen. Der letzte Eigner, Captain Gordon McCarthy, hatte bis zu seinem Tod auf dem Schiff gelebt. Nach dem Einsatz im Februar hatten die Environmental Protection Agency und die Florida Fish and Wildlife Conservation Commission das Schiff untersucht und erhebliche Mengen von Gefahrstoffen gefunden.
Die Entsorgungskosten belaufen sich auf rund drei Millionen Dollar, die aus dem Oil Spill Liability Trust Fund finanziert werden. Die „Tutahaco“ war 1945 in Jacksonville von der Gibbs Corporation Marine für die US Navy erbaut worden. 1998 kam sie auf den Halifax River. Nach dem Tod von McCarthy hatte Ken Ihlenfeldt das Schiff für 100 Dollar von der Witwe übernommen und wollte in Green Cove Springs überholen.
Ob er tatsächlich der rechtmäßige Besitzer ist, war unklar. Die Reise gen Norden, die für November 2015 geplant war, kam nie zustande. Im Hurrikan Matthew nahm das Schiff Schaden, und der Ölverlust besiegelte nun das Ende des Veteranen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bergung gesunkenen Schleppers wird vorbereitet
(03.06.17) Die Coast Guard Marine Safety Detachment Sitka und das Alaska Department of Environmental Conservation überwachten weiter die Untergangsstelle des Schleppers "Powhatan", der am 19.4. an einer Pier in Sitka gesunken war. Am 3.6. wurde eine Kranbarge vor Ort erwartet, die aus Seattle angefordert worden war, um das Wrack zu heben. Die Vorbereitungen dazu werden rund 10 Tage dauern.
Nach dem Untergang war das Schiff rund 300 Yards weiter vertrieben und lag seither auf 160 bis 180 Fuß Wassertiefe. Der Eigner, die Samson Tug and Barge Company, hat die Southeast Alaska Petroleum zur Bekämpfung von Umweltschäden und die Alaska Commercial Divers mit dem Abdichten der Ventile und einer Inspektion des Rumpfes beauftragt. Seit dem 19.4. liefen rund 400 Gallonen Öl-Wasser-Gemisch aus.
Obwohl keine Verschmutzungen in der Starrigavan Bay beobachtet wurden, schützten Ölsperren die Starrigavan Estuary und das No Name Creek. Im Vorfeld der Bergung sollten die Ölsperren von 2,800 Fuß auf 3,500 Fuß erweitert werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fünf Personen von leckgeschlagener Yacht gerettet
(03.06.17) Eine 50 Fuß lange Segelyacht geriet am 2.6. um 12.45 Uhr im Kaiwi Channel zwischen Oahu und Molokai durch einen Wassereinbruch in Seenot. Die US Coast Guard fing einen Notruf des Bootes auf, das drei Kinder und zwei Erwachsene an Bord hatte. Ein Helikopter stieg von der Air Station Barbers Point auf und winschte zunächst die Kinder auf.
Danach wurden auch die beiden Erwachsenen an Bord geholt und nach Barbers Point geflogen. Alle fünf waren unversehrt geblieben. An der Yacht wurde ein Stroboskop-Licht befestigt, das vor dem unbemannt vor Hawaii treibenden Boot warnen sollte. Der Eigner wollte mit der Küstenwache die Bergung organisieren.
Quelle:Tim Schwabedissen



Küstenwache half Fähre mit Motorschaden
(03.06.17 Die norwegische Hurtiruten-Fähre "Kong Harald", 11204 BRZ (IMO-Nr.: 9039119), erlitt am 1.6. einen Schaden am Heckantrieb, als sie den Hafen von Kirkenes ansteuerte. Zum Einlaufen um 9.30 Uhr wurde deshalb das Patroullienboot "Farm" der Küstenwache zur Assistenz gerufen. Es half der Fähre als Heckschlepper beim Manövrierren in der stürmischen See.
Um 15 Uhr lief das Schiff wieder aus und nahm Kurs auf Honningsvåg, wo es am 3.6. um 6.20 Uhr eintraf. Zuletzt hatte die „Kong Harald“ am 9.12.2016 einen Maschinenschaden erlitten, nachdem es aus Kirkenes ausgelaufen war. Auch an jenem Tag entschied der Kapitän, wegen stürmischen Wetters die Küstenwache zu verständigen. Das Patroullienboot "Barentshav" kam zu Hilfe und eskortierte die Fähre nach Honningsvåg.
Quelle:Tim Schwabedissen



Grönland-Versorger kollidierte mit Eisberg
(03.06.17) Der dänische Versorgungsfrachter "Mary Arctica", 10308 BRZ (IMO-Nr.: 9311878), kollidierte am 1.6. gegen zwei Uhr in den Gewässern von Nanortalik in Grönland auf der Fahrt nach Aalborg mit einem Eisberg. Menschen wurden nicht verletzt, doch der Schaden war so beträchtlich, dass ein Ausfall des Schiffes von zwei bis drei Wochen erwartet wurde. Die Reederei Royal Arctic Line schickte es zu einer Inspektion nach Qaqortoq.
Eine gründliche Schadensuntersuchung sollte nach der Rückkehr nach Dänemark stattfinden. Am 3.6. lag das Schiff weiter in Qaqortoq vor Anker. Die Fracht sollte auf die "Arina Arctica" (IMO-Nr.: 8131180) und andere Schiffe der Royal Arctic Line umgeladen werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter nach drei Wochen vor Alexandria geborgen
(03.06.17 Am Nachmittag des 2.6. wurde der unter Marshall-Islands-Flagge laufende Bulkcarrier "Yangtze Legend", 24605 BRZ (IMO-Nr.: 9706827), wieder flottgemacht und ging auf der Reede von Alexandria vor Anker. Das Schiff war am 12.5. mit einer Ladung Sojabohnen von Arroyo Seco kommend vor Alexandria eingetroffen und am 23.5. auf Grund gelaufen. Danach wurde die Fracht auf die by "Ras Sedr" (IMO-Nr.: 9055163) geleichtert.
Am 3.6. um drei Uhr machte der Havarist dann am a El Dekheila General Cargo Quay fest. Während der Zeit, in der er vor dem Hafen festsaß, war das Ein- und Auslaufen von Schiffen in Alexandria/Al Dikheila nicht behindert gewesen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sportbootskipper starb nach Kenterung vor Laïta-Fluss
(03.06.17) Am 2.6. um 12:08 Uhr wurde das CROSS Étel vom Morbihan Fire and Rescue Service Center (CODIS) informiert, nachdem das 4,6 Meter lange Speedboot “Liberty” in der Mündung des Laïta-Flusses mit einer Person an Bord gekentert war. Sofort wurde ein Mayday Relay gefunkt. Ein Dragon 29-Helikopter, das Rettungsboot “Deom Dei - SNS 29168” der SNSM-Station Clohars Carnoet 'sowie die Feuerwehren von Finistère und Morbihan wurden alarmiert.
Um 12.26 Uhr wurde der Skipper gefunden und von einem Löschboot an Land gebracht. Um 13.13 Uhr wurde er dort für tot erklärt. Er hatte unweit seines Bootes getrieben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter "Sternö" (Bild: Kustbevakningen)   Großbild klick!

Frachter wird nach Bergung in Frederikshavn abgebrochen
(02.06.17) Der schwedische Frachter "Sternö", 1300 BRZ (IMO-Nr.: 7035420), wird nicht wieder in Fahrt kommen. Er wurde jetzt zum Abbruch an die Fredrikshavns Varv verkauft. Damit endet die Laufbahn des ältesten Handelsschiffes in Schweden, das über viele Jahre eine gut bekannte Ansicht in Lidköping war. Es war im März in Lilla Edet leckgeschlagen und gesunken, als es mit einer Ladung Getreide von Lidköping nach Dänemark unterwegs war. Nachdem es aufgerichtet und nach Göteborg geschleppt wurde, stellte sich heraus, dass der Reparaturbedarf den Wert des betagten Schiffes übersteigen würde. So führte die letzte Reise im Schlepp nach Dänemark.
Quelle:Tim Schwabedissen



Barge „Multnomah“ (Bild: USCG)   Großbild klick!

Schiffsfriedhof bei Goble wird aufgeräumt
(02.06.17) Die US Coast Guard und ihre staatlichen Counterparts in Oregon haben am 1.6. begonnen, ein geleastes Grundstück nahe Goble auf dem Columbia River aufzuräumen, auf dem sich eine Reihe von aufgegebenen Schiffen und Fahrzeugen befindet, die umweltschädliche Materialien wie Bunkeröl, Treibstoff, Asbest, bleihaltige Farbe und Haushaltsabfälle befinden. Das Grundstück wurde im August 2012 zur Restaurierung der “River Queen” geleast, doch in den nächsten
Kranbarge “Amazon“ (Bild: USCG)   Großbild klick!
drei Jahren wurden nicht weniger als 27 Schiffe von den Leasingnehmern dorthin gebracht, die sich in verschiedenen Verfallsstadien befinden.
Unter den Fahrzeugen befanden sich die Kranbarge “Amazon“, die Barge „Multnomah“ und der Schlepper „Earnest“. Drei Schiffe sanken binnen 12 Monaten, zwei davon mussten in einer Ersatzvornahme durch die Coast Guard gereinigt werden. Die Leasingnehmer räumten die Wracks nicht aus dem Fahrwasser.
Deshalb hat das Oregon Department of State Lands das Leasing zum 1.5. beendet. Bis zum 31.5. wurde den Leasingnehmern Zeit gegeben, das Grundstück zu verlassen und alle Schiffe und Einrichtungen zu beseitigen, was sie aber nicht taten. Die Coast Guard überwacht die erste Phase der Reinigungs- und Aufräumarbeiten, die rund zwei Wochen dauern sollte.
Das Department of State Lands wird das Grundstück nach Abschluss der Arbeiten übernehmen und ihre Arbeit zur Beseitigung von Asbest und Giftmüll beginnen.
Die Coast Guard Columbia River setzte Personal der Incident Management Division ein und stellte aus dem Oil Spill Liability Trust Fund die notwendigen Mittel zur Verfügung. Bislang hat die Coast Guard rund 345,000 Dollar vor Ort ausgegeben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kat gestrandet (Bild: KNRM)   Großbild klick!

Katamaran vor Antwerpen auf Grund gelaufen
(02.06.17) Ein Katamaran strandete am Abend des 1.6. auf einem Leitdamm bei Tonne 91 im Hafengebiet von Antwerpen. Die Crew bat die KNRM-Station Hansweert um Hilfe. Dank der auflaufenden Flut gelang es ihr, das Boot bis zum Eintreffen der Seenotretter selbst wieder flottzumachen. Da es keine sichtbaren Schäden aufwies, konnten das KNRM-Boot nach einer Untersuchung wieder abrücken. Erst am 21.4. war eine Segelyacht auf derselben Position auf Grund gelaufen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Plötzliche Sturmböen – Chaos auf Fähre
(02.06.17) Am 1.6. kam es zu Chaos auf der indonesischen Fähre "KMP Prathita IV", 507 BRZ (IMO-Nr.: 7204655), als diese die Straße von Bali mit Kurs auf Gilimanuk querte. Sie war um 22.20 Uhr aus Banyuwangi in Ost-Java ausgelaufen und hatte ihr Ziel fast schon erreicht, als plötzlich die Wellenhöhe von 80 Zentimetern auf zwei Meter zunahm, als Sturmböen aus Südwest über das Wasser fegten. Eine Viertelstunde lang trafen die Brecher das Schiff an Steuerbordseite.
Dabei rissen sich Trucks auf dem Autodeck los und stürzten um, wobei sie mehrere andere Trucks, Motorräder und Lkw beschädigten. An Bord waren mindestens 20 Ladeeinheiten, darunter ein halbes Dutzend Trucks. Die Fähre kehrte in ihren Abgangshafen zurück, wo sie um 23.15 Uhr festmachte. Die 27 Passagiere blieben unversehrt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker schleppt Tanker ab
(02.06.17) Der russische Frachter "Arsenyev", 3712 BRZ (IMO-Nr.: 8700125), erlitt am Morgen des 31.5. Maschinenausfall und musste in der Tatarskiy Straße Anker werfen. Er befand sich auf der Reise von Liuheng nach Vanino. Am 1.6. ankerte der Havarist weiter auf Position 48 11 N 139 52 O rund 60 Meilen südlich des Zielhafens.
Von dort lief unterdessen der ebenfalls russische Tanker "Glier" (IMO-Nr.: 8920529) aus und war am 2.6. mit ihm auf dem Haken unterwegs nach Sovetskaya Gavan, wo der Schleppzug um 22.30 Uhr eintreffen sollte. Die „Arseniyev“ hatte bereits einmal, am 20.4.2011, Maschinenausfall in der Kurilenstraße erlitten. Schlepper nahmen den Havaristen seinerzeit am Folgetag auf den Haken.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf malaysischer Fregatte
(02.06.17) In der Offiziersmesse der malaysischen Fregatte “Jebat”, 2306 ts, brach am 1.6. um drei Uhr ein Feuer aus. Das Schiff lag in der Lumut Naval Base, Malaysia, die einen Löschtrupp zum Schiff schickte. Der Brand konnte in kurzer Zeit gelöscht werden. Um acht Uhr war die Feuerwehr weiter vor Ort und belüftete die betroffenen Räume. Die Lenkwaffenfregatte wurde 1999 in Dienst gestellt und hat eine Crew von 146 Mannschaften und 18 Offizieren.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre kollidierte mit Kai in Milazzo
(02.06.17) Die unter Zypern-Flagge laufende Fähre "Sansovino", 10977 BRZ (IMO-Nr.: 8705709), kollidierte am Nachmittag des 1.6. mit dem XX Luglio-Kai im Hafen von Milazzo, als sie gerade zu den Äolischen Inseln auslaufen wollte. Es kamen keine Menschen zu Schaden, doch die Fähre musste wieder festmachen und die Passagiere absetzen. Der Hafenkapitän leitete eine Untersuchung ein.
Während die „Sansovino“ mit geringen Schäden am Rumpf davon kam, wurde die Kaianlage stärker beschädigt. Die technische Organisation RINA wurde zu einer Inspektion gerufen. Am 2.6. um 30.30 Uhr lief die Fähre wieder aus und nahm als nächstes Kurs auf Lipari, wo sie um 5.45 Uhr eintraf und im Rahmen des normalen Fahrplans bis um 18 Uhr Neapel erreichen sollte.
Quelle:Tim Schwabedissen



20 Personen durch Gasleck auf Frachter in Bangkok vergiftet
(02.06.17) 20 Personen, darunter Besatzungsmitglieder und Hafenarbeiter, wurden am Morgen des .6. vergiftet durch einen Gasaustritt auf dem unter Panama-Flagge laufenden Kühlfrachter "Tiara 108", 4361 BRZ (IMO-Nr.: 8420763), der im Phra Pradaeng-Distrikt in Bangkok lag. 10 von ihnen kamen ins Krankenhaus, vier der Verletzten waren bewusstlos. Andere wollten nicht mehr in medizinische Behandlung, nachdem sie vor Ort erste Hilfe erhalten hatten. Der Unfall ereignete sich in einem Laderaum bei Löscharbeiten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motoryacht lief auf Rhein auf Grund
(02.06.17) Am 1.6. um 16 Uhr lief auf dem Rhein bei Flusskilometer 528,000 bei Rüdesheim eine Motoryacht in Talfahrt steuerte die Bootsbesatzung außerhalb der roten Fahrwassertonnen auf die Böschung des rechten Ufers. Sie wurde durch eine Berührung mit dem felsigen Untergrund der Krausaue beschädigt. Die Skipperin und Eignerin war mit zwei weiteren Personen, bei denen es sich um Kaufinteressenten handelte, auf der Überführungsfahrt von Wiesbaden-Schierstein nach Sankt Goar.
Die Fahrt wurde vorerst fortgesetzt. Wegen eines Wassereinbruchs und eingeschränkter Manövrierunfähigkeit wurde die Fahrt bei Lorch 12 Kilometer weiter abgebrochen. Durch ein Schleppunternehmen aus Trechtingshausen wurde die Motoryacht zur Binger Schiffswerft gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Hurtigruten-Fähre assistierte Yacht mit Wassereinbruch
(02.06.17) Am 1.6. um 17.38 Uhr meldete der Skipper einer Segelyacht Wassereinbruch im Vestfjord. Das norwegische MRCC bat die Hurtigruten-Fähre "Midnatsol", 16151 BRZ (IMO-Nr.: 9247728), die sich auf dem Weg nach Svolvær in der Nähe befand, um Assistenz für das Boot. Es ging an der Yacht in Stellung, die sich nördlich des Leuchtturms von Skarholmen unweit von Nordskott in Steigen befand. Der Skipper hatte gemeldet, dass er nicht gegen das eindringende Wasser ankomme.
Später bekam er die Lage doch unter Kontrolle. Das ebenfalls herbeigerufene NSSR-Boot aus Svolvær ließ ihn seine Fahrt aber nicht fortsetzen, bis eine Kontrolle des Bootes stattgefunden hatte. Um 18.10 Uhr kam es zu einem weiteren Einsatz des NSSR-Bootes aus Bodø, nachdem ein Sportboot Ruderschaden gemeldet hatte. Es befand sich mit einer zweiköpfigen Crew an Bord im Gåsværfjord zwischen Bolga und Støtt. Auch hier entwickelte sich die Situation undramatisch.
Quelle:Tim Schwabedissen



Weiteres Wrack im Hafen von Wismar entdeckt
(02.06.17) Im Wismarer Hafen haben Archäologen ein weiteres Schiffswrack entdeckt, dessen Alter auf 1.000 Jahre geschätzt wurde. Es befand sich unter zwei weiteren Wracks aus der Hansezeit, die von Tauchern bereits vor rund einem Jahr gefunden worden waren. Der Rumpf war etwa 20 Meter lang, zehn Meter breit und somit deutlich größer als die beiden zuvor entdeckten Wracks und vermutlich auch älter.
Experten analysierten die Holzproben nun dendrochronologisch im Labor. Die beiden bereits zuvor bekannten Koggen aus der Zeit des 13./14. Jahrhunderts waren 2016 bei einer Munitionsbergung entdeckt worden. Sie wurden durch Unterwasserarchäologen seither vermessen, dokumentiert und in den vergangenen Monaten nach und nach geborgen.
Nach einer weiteren, eingehenden Untersuchung an Land sollten sie in einem speziellen Unterwasserdepot vor der Insel Rügen wieder versenkt werden, um sie vor dem Austrocknen zu schützen, bis Möglichkeiten einer dauerhafte Konservierung geschaffen worden sind.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ein Toter bei Kutterunglück in Südkorea
(02.06.17) Ein Kutter mit zwei Mann an Bord kenterte bei Wellenhöhen von 1,5 bis zwei Metern am 2.6. vor der Südostküste von Südkorea. Dabei kam einer der beiden Fischer ums Leben. Nachdem das Schiff um 6.23 Uhr rund 100 Meter vor Cape Homi in Pohang in der Nord-Gyeongsang-Provinz umgeschlagen war, konnte eine 69-jährige Frau sich schwimmend an Land retten.
Ihr 70-jähriger Mann wurde zunächst vermisst. Die südkoreanische Coast Guard schickte fünf Patroullienboote und einen Helikopter zur Suche. Eine Stunde später wurde er gefunden, musste aber im Krankenhaus für tot erklärt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frühstück wurde zu heiß – Yacht ging in Flammen auf
(02.06.17) Der Skipper einer 41 Fuß langen Segelyacht setzte sein Boot am Morgen des 1.6. vor der Küste des südlichen Broward County sieben Meilen östlich des Hallandale Beach Boulevard unweit des Haulover Inlet in Brand. Er funkte um 7.28 Uhr einen Notruf, nachdem beim Versuch, sich mit einem Grill ein Frühstück zuzubereiten, ein Feuer ausgebrochen war. Die Miami-Dade Fire Rescue und das Fort Lauderdale Police Marine Department kamen ihm zu Hilfe.
Als das „Fireboat 21” aus dem Haulover Inlet auslief, konnte dessen Crew rund acht Meilen vor der Küste bereits eine schwarze Rauchwolke aufsteigen sehen. Der Skipper, der auf der Flucht vor den Flammen über Bord gesprungen war und sich in eine kleine Rettungsinsel geflüchtet hatte, konnte unversehrt gerettet werden, bevor die Löscharbeiten begannen. Wenig später traf auch das “Fireboat 73” des MDFR ein und assistierte dabei.
Nachdem der Brand unter Kontrolle war, wurde das stark angeschlagene Boot von TowBoatU.S. Fort Lauderdale zur Apex Marina in Miami in Schlepp genommen. Der Skipper hatte sich auf Nordkurs auf dem Weg in den Heimathafen in Chesapeake Bay befunden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Suche nach vermisstem Schlepperfahrer eingestellt
(02.06.17) Die Coast Guard New Orleans hat südlich von Marsh Island, Louisiana, am 1.6. die Suche nach einem vermisst gebliebenen Crewmitglied des Schleppers “Crosby Commander” eingestellt. Das Schiff hatte am 29.5. Wassereinbruch erlitten und war gesunken.
Nur drei Mann konnten sich in eine Rettungsinsel flüchten und wurden unversehrt von der „Anni Nicole“ gerettet. Die Einheiten der Coast Guard suchten seither 3,753 Quadratmeilen ab, ehe nach 98 Stunden keine Chance mehr für den Vermissten bestand.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter “Norrvik" (Bild: Jens Nielsen)   Großbild klick!

Kalundborg: Norrvik wieder in Fahrt – betrunkener Kapitän hinter Gittern
(01.06.17) Der britische Frachter “Norrvik", 2041 BRZ (IMO-Nr.: 7711907), der am 27.5. gegen 21 Uhr vor Kalundborg an der Spitze von Gisseløre auf Grund gelaufen war, ist von den dänischen Behörden wieder freigegeben worden. Er hatte nach der Havarie zunächst bei Asnæs geankert. Der Frachter löschte am 29.5. in Kalundborg seine Ladung von Fischmehl, verholte am 30.5. nach Kyndby und warf dort um 16.15 Uhr wieder los und nahm Kurs auf Apenrade mit einem neuen
Frachter “Norrvik" auf Grund gelaufen
(Bild: Jens Nielsen)   Großbild klick!
Kapitän an Bord.
Der 53-jährige russische Kapitän, der das Schiff auf Grund gesetzt hatte und sich durch eine Bootscrew der „Holger Dankse“ der dänischen Marine einer Blutprobe hatte unterziehen müssen, war am 30.5. ebenso wie sein Wachoffizier vor dem Gericht in Holbæk erschienen und zu einer vierwöchigen Haftstrafe verurteilt worden wegen Führung eines Schiffes unter Alkoholeinfluss. Der Offizier musste drei Tage hinter Gitter.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuerwehr löscht brennendes Boot
(Bild: WSP Magdeburg)   Großbild klick!

Yacht auf der Elbe ausgebrannt und gesunken – Suche nach unbekanntem Schwimmer
(01.06.17) Auf der Elbe geriet am Nachmittag des 31.5. um 16.15 Uhr ein Sportboot bei Billberge im Landkreis Stendal in Brand. Es hatte sich niemand an Bord befunden, als an Bord des am Ufer liegenden Bootes aus ungeklärter Ursache bei Billberge ein Feuer ausbrach. Durch das Feuer lösten sich die Festmacheleinen, und das gut sechs Meter lange Sportboot trieb ab.
Die Feuerwehren Storkau, Tangermünde, Hämerten und Miltern waren im Einsatz. Sie fanden das Boot bereits auf der Elbe treibend vor, was die Löschbemühungen schwierig machte. Es trieb immer weiter flussabwärts Richtung Havelberg und sank schließlich, als es heruntergebrannt war. Es entstand ein Sachschaden von rund 8.000 Euro.
Durch das zuständige Wasser- und Schifffahrtsamt wurde die Elbe bei Flusskilometer 399 bis zum Ende des Einsatzes gegen 18.45 Uhr gesperrt. Während der Eigner des Bootes in einem nahen Café ausfindig gemacht werden konnte, wurde durch die Polizei noch nach einem Schwimmer gesucht, der kurz nach Ausbruch des Feuers in der Elbe gesichtet worden und zwischenzeitlich für den Skipper gehalten worden war. Möglicherweise hatte er versucht, das bereits in hellen Flammen stehende Boot wieder ans Ufer zu ziehen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Historische Fähre “Dover” brennt
(Bild: Chris Knight)   Großbild klick!

Fährlegende in Middlehaven ausgebrannt
(01.06.17) Das war wohl das Ende aller Träume zur Restaurierung der historischen Fähre “Dover”, 3.640 BRZ (IMO-Nr.: 6510784), die seit 2009 als „Tuxedo Royale“ auf dem Tees River lag – am 31.5. gegen 19.10 Uhr brach auf der Brücke des Schiffes, das seit geraumer Zeit halb gesunken in Middlehaven lag, ein Feuer aus, das rasch weitere Bereiche der aus dem Wasser ragenden Aufbauten erfasste. Dichte Rauchwolken zogen über den Fluss und über die Transporter Bridge hinweg.
Vier Lösch – sowie vier weitere Einsatzfahrzeuge der Feuerwehren aus Middlesbrough, Coulby Newham, Stockton und Thornaby wurden alarmiert. Sie pumpten Wasser aus einem Hydranten unweit des Middlesbrough College, hatten jedoch zunächst keine Chance gegen die aus allen Flammen lodernden Öffnungen. Gegen 20.50 Uhr schien der Großbrand unter Kontrolle zu sein, doch immer noch quoll der Rauch aus den Aufbauten. Um 21.30 Uhr dauerte die Brandbekämpfung weiter an. Ein Krankenwagen des North East Ambulance Service stand bereit, doch es gab keine Verletzten. Die Cleveland Police leitete Ermittlungen ein.
Brandstiftung wurde als Ursache des Feuers nicht ausgeschlossen. Vor einigen Monaten hatte der Middlesbrough Council beschlossen, das Wrack beseitigen zu wollen, um eine Entwicklung des Hafengebietes zu ermöglichen. Dies stand im Gegensatz zu der Kampagne „Float our Boat“ von John Coates und Lisa-Marie Turner, die den Veteranen als Trainingsschiff für Arbeitslose und Studenten restaurieren und es so vor dem Abbruch bewahren wollten. 2016 war er bei der Historic Ship Society gelistet worden. Doch nun dürfte es keine Rettung mehr für den Oldtimer geben.
Das Schiff wurde 1965 bei der Werft Swan, Hunter & Wigham Richardson Ltd., Newcastle, erbaut und im Juni an die British Transport Commission, London, abgeliefert. Am 6.6. machte es erstmals in Dover fest. Am 28.6. musste es wegen Vibrationen der Maschine zunächst wieder aus dem Dienst genommen werden. Nachdem die Probleme bis zum 5.7. beseitigt wurden, ging die „Dover“ ab September dauerhaft in den Dienst Dover - Calais. Vom 6.10.1967 bis 9.1.1968 wechselte sie auf die Linie Newhaven – Dieppe und in den Sommern 1969 und 1970 auf die Route Holyhead - Dun Laoghaire. Vom 28.9.1971 bis 12.12.1971 lief sie wieder im Dienst Newhaven - Dieppe.
Am 23.10. kollidierte sie mit einer Mole in Dieppe, wobei ein Propeller Schaden nahm. Am 8.11. wurde die Reparatur in Southampton abgeschlossen. Am 4.12.1972 kehrte sie auf die Route Dover – Calais zurück.
Am 14.6.1974 kollidierte sie mit der Mole in Dover. 1977 wurde sie bei der Aalborg Værft, Aalborg, umgebaut und kehrte am 1.7.1977 als „Earl Siward“ nach Dover zurück. Am 1.1.1979 wurde sie ins Register von Sealink U.K. Ltd, Dover, eingetragen und nach Einsätzen in der Irischen See am 16.1.1981 auf die Linie Folkstone – Boulogne gebracht.
Eine Maschinenhavarie am 28.2.1981 erforderte eine achtwöchige Reparatur. Am 14.4. erfolgte die letzte Reise Dover - Calais. Danach wurde die “Earl Siward” in Newhaven aufgelegt, ehe sie vom 22.6. bis 9.7. wieder auf die Route Holyhead - Dun Laoghaire zurückkehrte.
Vom 11.7.1981 bis zum 9.7.1981 wurde sie im Dienst Weymouth - Jersey – Guernsey eingesetzt und dann wieder in Newhaven aufgelegt. Am 25.11. erfolgte der Verkauf an die Sol Ferries Ltd, Limassol, und Umbenennung in “Sol Express”. Nach einer Überholung in Perama ging sie in den Dienst Brindisi - Igoumenitsa – Patras.
Nach einem Turbinenschaden wurde sie 1983 in Limassol aufgelegt und 1986 an die Quadrini Group, Chanson Lines Ltd. verkauft. Am 6.3. wurde sie von Limassol nach Newcastle geschleppt und nach dem Eintreffen dort am 18.4. als Restaurantschiff „Tuxedo Royale“ betrieben. Seit Ende der 80er fungierte sie als Nachtclub mit zwei Clubbereichen und drehbarer Tanzfläche unter der Tyne Bridge.
Sie wurde zum Ziel vieler Berühmtheiten, ehe sie 2000 nach Middlesbrough kam und nochmals beliebtes Ziel von Nachtschwärmern war. 2006 wollte die Tees Valley Regeneration das Gebiet aber entwickelt und ließ die “Tuxedo Royale” ins Graythorpe Basin schleppen. Von dort ging es am 27.7.2008 zum Able's Yard, Hartlepool, und am 16.1.2009 auf den Tees River.
Am 5.5.2011 begann das Schiff dort an seinem Liegeplatz zu sinken, nachdem Metalldiebe einen Wassereinbruch verursacht hatten. Die „Tuxedo Royal“ ist 112,48 Meter lang, 16,79 Meter breit, hat 4,11 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 818 Tonnen. Sie vermochte 850 Passagiere und 200 Autos zu befördern.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kollision vor Yokohama
(01.06.17) Am 31.5. um 7.50 Uhr kollidierte der japanische Bulkcarrier "JP Cosmos", 7288 BRZ (IMO-Nr.: 9392248), der mit einer 12-köpfigen Crew an Bord und einer Ladung von 6.220 Tonnen Kohle aus Yokohama kam, mit dem unter derselben Flagge laufenden Tanker "Kiyosato Maru", 3491 BRZ (IMO-Nr.: 9213181), der aus Nagoya kam, in der Tokio-Bucht südöstlich von Minami. Dabei rammte der mit 2.000 Tonnen Naphta beladene Tanker den Frachter am backbordseitigen Heck. Beide Schiffe wurden oberhalb der Wasserlinie beschädigt. Sie gingen nach der Kollision unweit der Unfallstelle vor Anker.
Die „Kiyosato Maru“ ist 104,50 Meter lang, 15,50 Meter breit, hat 5,70 mMeter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 4,999 Tonnen. Sie wurde 1999 bei der Sasaki Shipbuilding in Osakikamijima in Japan erbaut. Die „JP Cosmos” ist 115 Meter lang, 20 Meter breit, hat 4,5 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 6,600 Tonnen. Sie entstand 2008 bei der Miura Shipbuilding in Japan.
Quelle:Tim Schwabedissen



Vielfältige und schnelle Hilfe nach Mastbruch vor Selsey
(01.06.17) Eine Segelyacht erlitt am Nachmittag des 30.5. Mastbruch vor Selsey und trieb manövrierunfähig in der See. Die Trümmer des Masts und des Riggs sowie die Segel hingen über die Seiten des Rumpfes, und sie war nicht mehr in der Lage, in dieser Weise beeinträchtigt nach Selsey Bill zurückzukehren.
Das Rettungsboot aus Selsey, Seenotretter der RNLI-Station Tyne und ein Boardingteam der HMS "Westminster", die ein RIB aussetzte, kamen dem Boot zu Hilfe. Das RNLI-Boot aus Selsey hatte sich gerade auf einer Trainingsfahrt befunden und konnte so rasch vor Ort sein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Herzprobleme – Ehepaar von Segelyacht vor Cap Lévi abgeborgen
(01.06.17) Am 30.5. koordinierte das CROSS Jobourg eine Rettungsoperation für die Yacht "Hortense" aus Rouen, die nördlich von Cap Lévi mit einem älteren Ehepaar an Bord in Schwiergkeiten geraten war. Der Skipper meldete sich über Telefon, dass er erschöpft sei und das Boot nicht länger führen könne. Von den Marinestationen Barfleur und Vigie de Homet wurde versucht, das Boot zu lokalisieren.
Das CROSS Jobourg alarmierte das Rettungsboot “Cap Levy II - SNS 460” der SNSM-Station Fermanville, das die Yacht rasch erreichte. Der Skipper hatte offenbar Herzprobleme. In einer Telefonkonferenz zwischen Seenotrettern, dem CROSS Jobourg und der SAMU in Le Havre wurde entschieden, die Segler nach Cherbourg-en-Cotentin zu bringen, von wo aus es mit der Feuerwehr ins Pasteur-Hospital in Cherbourg-en-Cotentin ging. In der Nacht nahm die "Cap Levy II" die verlassene "Hortense” dann in Schlepp. Die beiden Fahrzeuge erreichten am frühen Morgen den Hafen von Cherbourg-en-Cotentin.
Quelle:Tim Schwabedissen



Britische Segler nach Walkollision glücklich in Aviles eingetroffen
(01.06.17) Am 25.5. setzte der liberianische Bulkcarrier “Justice”, 11108 BRZ (IMO-Nr.: 9116321), den britischen Skipper der Yacht “Destiny of Scarborough”, David Bowes, 61, aus Pocklington, Ost-Yorkshire, sowie seine beiden Mitsegler, den Bootsbauer Jimmy Cliff aus Yorkshire und Andy Clarke aus London, in Aviles ab. Drei Tage zuvor hatte er die drei von ihrer sinkenden 15-Meter-Yacht 300 Meilen vor den Azoren gerettet. Der Frachter setzte tags darauf seine Reise nach Setubal fort, wo er am 1.6. eintreffen sollte.
Die Segler waren an Bord der Hallberg Rassy 48 unterwegs gewesen von den British Virgin Islands nach Southampton. Der Yacht-Typ gilt in Seglerkreisen als eines der verlässlichsten Langfahrtschiffe und ist für seine Robustheit bekannt. Zwei schwere Stürme mit Böen von 45- 55 Knoten über mehrere Tage und Nächte hatte das Boot auf dem Atlantik überstanden.
300 Seemeilen nordnordwestlich der Azoren gab es ein ruhiges Wetterfenstern, dass es den erschöpften Segler erlaubte, sich zu erholen, und kleine Reparaturen auszuführen. Derweil wurden die Batterien mit laufendem Motor mehrere Stunden lang aufgeladen.
Zwei der Segler verbrachten ihre Freiwache in der Koje, der Skipper checkte gerade an den Bildschirmen unter Deck die Batteriespannung, als das mit geringer Fahrt laufende Boot auf einmal einen schweren Schlag an Steuerbordseite erhielt, angehoben wurde und die Fahrt verlor. Bowes wurde quer durch die Kajüte geschleudert, landete zu seinem Glück auf Sofakissen und hastete auf Deck. Von dort sah er, wie eine riesige Wal-Fluke, etwa so breit wie die Yacht selbst, Zentimeter neben dem Heck abtauchte.
Bowes untersuchte als erstes die Ruderanlage, die offenkundig in Ordnung geblieben war. Allerdings machten die Segler einige kleinere Risse aus, die wohl von dem Zusammenstoß herrührten, und sie stellten einen geringen Wassereinbruch fest. Es schien, als sei man mit dem Schrecken davon gekommen und setzte den Törn Richtung Großbritannien fort.
Doch wenige Stunden später, als die „Destiny of Scarborough“ wieder unter Segeln unterwegs war, kamen auf einmal knarzende und knackende Geräusche aus der Rumpfstruktur. Zudem öffneten sich nun mehrere große Risse im Rumpf, und der Wassereinbruch verstärkte sich. Rasch war klar, dass die Kapazität der Pumpen nicht ausreichte, um ihm standzuhalten.
David Bowes setzte einen Notruf ab, der von der Küstenwache in Falmouth aufgefangen und an die portugiesischen Counterparts auf den Azoren weitergeleitet wurde. Da sein Boot zu weit von der Inselgruppe entfernt war, um mit einem Hubschrauber erreicht zu werden, stiegen zwei Flugzeuge, eine C-295 der Lajes Base und eine P3-C der Beja Base, auf, um das Boot zu lokalisieren. Als diese kurz darauf die Yacht erreichten, wurde ihnen über Funk mitgeteilt, dass sie inzwischen zu sinken beginne.
Das nächste Schiff der portugiesischen Marine, eine Korvette, war allerdings ungefähr 24 Stunden Fahrtzeit Yacht entfernt. Die Jet-Piloten machten unweit der Yachtposition 356 Meilen nordöstlich der Insel Terceira aber die „Justice“ aus, die sie über Funk zu den Seglern dirigierten. Die ukrainische Besatzung nahm die drei Segler in einem perfekt ausgeführten Manöver an Bord.
Die Aktion, den großen Frachter längsseits zu bekommen, war kompliziert, und die Bugleinen, mit denen sie gehalten wurden, brachen beim Arbeiten des Bootes an der Bordwand. Als der Skipper um 15.13 Uhr als letzter von Bord ging, stieg das Wasser schon über die Bodenbretter. Kurz nach der Rettung sank die „Destiny of Scarborough“ vor den Augen der drei Segler in den Tiefen des Atlantiks.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Frachter in Bergen rasch gelöscht
(01.06.17) Am 31.5. um 23.23 Uhr wurde die Feuerwehr in Bergen alarmiert, nachdem ein Feuer auf einem 54 Meter langen Frachter am Kai der alten Bergens Mekaniske Verkstad in Laksevåg ausgebrochen war. Ein Arbeiter, der sich an Bord befunden hatte, meldete den Brand. Er wurde angewiesen, an Land zu gehen und dort das Eintreffen der Einsatzkräfte abzuwarten.
Diese hatten das Feuer um 23.43 Uhr bereits unter Kontrolle, nachdem sie unter Atemschutz an Bord gegangen waren. Der Brand war in einem Elektrikraum entstanden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ehemaliges Ausflugsschiff soll aus Shoalhaven River geborgen werden
(01.06.17) Das Anfang Februar auf dem Shoalhaven River gesunkene, einstige Ausflugsschiff “Christine J” soll in den kommenden Wochen gehoben werden. Am 7.2. hatte sie östlich der Nowra-Brücken Schlagseite entwickelt und setzte dann auf 2,5 bis drei Metern Wassertiefe auf. Am 8.2. hatten die Fire and Rescue NSW Shoalhaven und Gefahrstoffteams Ölsperren um das Wrack ausgelegt. Diesel und Öl waren bereits vorher abgepumpt worden.
Die Roads and Maritime Services arbeiteten gemeinsam mit dem Eigner an einem Bergungsplan. Das Schiff sollte mit Hebesäcken wieder an die Wasseroberfläche gebracht worden. Seit vergangener Woche ragte nur noch das Ruderhaus aus dem Wasser.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Kutter vor Cheung Chau
(01.06.17) Sieben Personen wurden am 31.5. von ihrem 11 Meter langen Kutter gerettet, der nahe Cheung Chau in Flammen aufgegangen war. Die vier Männer und drei Frauen waren auf Schwertfischfang, als um 22.30 Uhr auf einmal Rauch aus dem Maschinenraum aufstieg. Den Fischern blieb nur der Sprung ins Wasser.
Sie wurden von der Marinepolizei gerettet und zurück zur Cheung Chau-Pier gebracht. Zwei der Frauen an Bord hatten leichte Brandverletzungen davongetragen. Sie lehnten aber medizinische Versorgung ab. Die Feuerwehr konnte den Brand binnen 2,5 Stunden mit drei Rohren löschen. Offenbar war eine Wasserleitung von Abfall verstopft worden, wodurch es zu einer Überhitzung kamen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kranbarge rammte Brücke
(01.06.17) Die Kranbarge “W.M. Saunders” aus Vancouver kollidierte am Morgen des 31.5. gegen vier Uhr auf dem Fraser River mit der Golden Ears Bridge in Langley. Dabei wurden Geländer und Pfosten beschädigt, aber die Struktur wurde nicht in Mitleidenschaft gezogen. Der Kranarm der von einem Schlepper geschobenen Stelzenbarge brach beim Aufprall ab und hing ins Wasser.
TransLink, die die Brücke betreibt, sperrte eine Fahrspur in Nordrichtung sowie den Fußgängerweg und führte Inspektionen durch. Die Brücke verbindet Pitt Meadows und Maple Ridge mit Langley und Surrey. Möglicherweise hat Hochwasser auf dem Fluss die Havarie verursacht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Vier Schiffe als künstliche Riffe versenkt
(01.06.17) Das Bimini Scuba Center des Bimini Big Game Club Resort & Marina auf den Bahamas hat vor Nord-Bimini vier Schiffe auf 85 Fuß Wassertiefe als künstliche Riffe und Taucherziele versenkt. Die Versenkungsstelle heißt Coach Sugar Memorial Dive Site. Sie ist die neue Heimstatt der 165 Fuß langen Barge “J. P. Kipp“, des 90 Fuß langen Schleppers “Manatee“, dem 70 Fuß langen Landungsboot „The Lady in Red“ sowie einem 30 Fuß langen Flüchtlingsboot aus Kuba.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wirbelsturm-Opfer liegt weiter auf Grund
(01.06.17) Zwei Monate nachdem der Wirbelsturm Debbie, als er über die Whitsunday Coast und Cid Harbour zog, den australischen Frachter „Banks“, 207 tdw, auf die dortigen Felsen warf, hat sich die Lage des Schiffes nicht verändert. In der vergangenen Woche hatte es so ausgesehen, als gäbe es günstige Wetterbedingungen für eine Bergung, doch diese kam doch nicht zustande.
Der Eigner des Schiffes ist in Kontakt mit Maritime Safety Queensland und dem Department of Main Roads and Transport, wie das Schiff wieder flottzumachen wäre, doch es gab noch keine Terminplanung. Die 1959 für die australische Marine erbaute, 101 Fuß lange „Banks” gefährdete aktuell weder Schifffahrt noch Umwelt. Sie wurde seit einem Umbau von den Pleasure Cruises Australasia von Ulladulla aus eingesetzt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler schoss Notrakete vor Balbriggan
(01.06.17) Das RNLI-Boot aus Skerries wurde am 30.5. gegen 17 Uhr von der Dublin Coast Guard alarmiert, nachdem ein Trawler nahe Balbriggan eine Notrakete abgefeuert hatte. Das Boot lief wenig später mit seiner vierköpfigen Freiwilligen-Crew aus und sichtete den Havaristen mit einem anderen Kutter längsseits vor dem Hafen von Balbriggan. Der Trawler hatte, wie sich herausstellte, einen kompletten Blackout erlitten.
Die Crew hatte daraufhin Anker geworfen und eine Notrakete geschossen, die die Aufmerksamkeit des anderen Kutters auf sich zog. Der niedrige Wasserstand machte das Einschleppen nach Balbriggan schwierig. Deshalb wurde entschieden, den Trawler durch das Rettungsboot nach Skerries zu ziehen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Weblinks:
SOS-Seenotfälle, Archiv
Der mysteriöse Untergang der 'Beluga'
Chronik bedeutender Seeunfälle Antike bis 1499
Chronik bedeutender Seeunfälle 1500 bis 1899
Chronik bedeutender Seeunfälle 1900 bis 1949



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