EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM

Seenotfälle
Archiv Mai 2017


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RNLI schleppt havarierte Yacht ab
(Bild: RNLI)   Großbild klick!

Ramsgate: Rettungsboot schleppt zwei Sportboote ab
(31.05.17) Am 30.5. um 10.03 Uhr wurde das RNLI-Boot aus Ramsgate alarmiert, weil eine 15 Meter lange Segelyacht Motorausfall erlitten hatte und mangels Wind rund 16 Meilen vor dem Hafen nahe der South Falls trieb. Die Seenotretter übergaben eine Schleppleine und zogen das Boot bei ruhiger See sicher in den Hafen von Ramsgate.
Bereits um 15.10 Uhr wurden sie erneut alarmiert. Diesmal hatte ein sechs Meter langes Motorboot Maschinenschaden vor der Joss Bay, Broadstairs, erlitten. Es hatte vier Personen an Bord.
Motorboot im Schlepp
(Bild: RNLI)   Großbild klick!
Als die Seenotretter vor Ort eintrafen, lag das Boot vor Anker. Nachdem eine Schleppverbindung hergestellt worden war, wurde der Havarist langsam angezogen, damit die Ankerleine geborgen werden konnte. Dies gelang allerdings trotz etlicher Anläufe nicht, sodass die Ankerleine schließlich gekappt werden musste.
Während der fest am Grund verhakte Anker zurückblieb, wurde das Boot in den Binnenhafen von Ramsgate eingeschleppt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter vor Elafonisos havariert
(31.05.17) Der unter Marshall Islands-Flagge laufende Frachter "Ugur Dadayli", 2976 BRZ (IMO-Nr.: 9554145), erlitt am Morgen des 30.5. südöstlich der Insel Elafonisos Maschinenschaden. Er war am 23.5. aus Istanbul ausgelaufen und nach Torre Annunziata bestimmt. Es gelang der 11-köpfigen Crew, die Maschine wieder zum Laufen zu bekommen, und der Havarist steuerte eskortiert von einem Boot der griechischen Coastguard einen Ankerplatz auf der Reede von Elafonissos – Neapoli in der Vatican Bucht an, wo er einer Inspektion und Klassenerneuerung unterzogen werden sollte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre "Oslofjord" (Bild: Bjoern Broeske)   Großbild klick!

Oslofjord hatte doppeltes Pech
(31.05.17) Die norwegische Fähre "Oslofjord", 17851 BRZ (IMO-Nr.: 9058995), musste am Nachmittag des 30.5. ihre um 15.20 Uhr begonnene Fahrt von Sandefjord nach Strömstad abbrechen. Es war an Bord zu technischen Problemen an einer der beiden Hauptmaschinen gekommen.
Mit nur einer Maschine hätte das Schiff nicht sicher in Strömstad manövrieren können, deshalb wurde entschieden, zur Reparatur in den Abgangshafen zurückzukehren. Damit nicht genug, auch einer der Passagiere an Bord benötigte Hilfe, nachdem er gesundheitliche Probleme erlitten hatte. Das NSSR-Rettungsboot "Stormbull" kam deshalb zur Assistenz des Patienten. Die "Oslofjord" wurde um 20.30 Uhr von dem Schlepper “Boa Sund” zurück an den Terminal in Sandefjord gezogen, wo die 180 Fahrgäste das Schiff verließen.
Ihnen wurden Ersatzfahrten angeboten. Der Maschinenschaden konnte während der Nachtstunden repariert werden. Die planmäßige Fahrt nach Strömstad am 31.5. um 8.30 konnte fast pünktlich angetreten werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Albtraumtörn für Dream Catcher
(31.05.17) Die US Coast Guard eskortierte am 30.5. die Segelyacht “Dream Catcher” nach Pensacola Pass, nachdem sie Wassereinbruch und einen Brand in der Elektrik 18 Meilen östlich von Pensacola, Florida, erlitten hatte. Um 10.32 Uhr fing die Coast Guard Mobile einen Mayday-Ruf des Skippers auf. Um 10.38 Uhr ging der Schlepper “Helene Marie” (MMSI-Nr.: 366967740), längsseits der “Dream Catcher” und übergab eine Lenzpumpe.
Von der Coast Guard Station Pensacola lief derweil ein 45-Fuß-Boot aus, das um 11:05 Uhr vor Ort war und die “Dream Catcher“ nach Pensacola Pass zu begleiten begann. Um 11:30 Uhr meldete der Skipper des Bootes auch noch einen Brand in der Elektrik. Zwei Männer der Coastguard gingen an Bord und löschten ihn. Um 13.51 Uhr wurde das Boot einem Schiff von TowBoatUS in Pensacola Pass übergeben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Desorientierter Skipper von leckgeschlagener Yacht gerettet
(31.05.17) Ein Boot der Coast Guard Station Milford Haven rettete am Morgen des 30.5. den Skipper der Segelyacht “Sweet Revenge”, die 10 Meilen südwestlich von Tangier Island, Virginia, bei stürmischer See mit einem Unterwasserobjekt kollidiert und leckgeschlagen war. Ein 45-Fuß-Boot aus Milford Haven sowie ein MH-60 Jayhawk-Helikopter der Air Station Elizabeth City kamen dem Einhandsegler zu Hilfe. Dank des EPIRB konnten sie das Boot rasch lokalisieren.
Als sie eintrafen, zeigte der Skipper Zeichen von Desiorientierung und Erschöpfung. Er wurde von seinem bei 20 Knoten Wind in zwei Fuß hohen Seen treibenden Boot abgeborgen und zur Station Milford Haven gebracht. Dort angekommen, lehnte er ärztliche Hilfe ab und kehrte nach Virginia Beach zurück, wo er die Bergung seiner Yacht arrangieren wollte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei Segler von Snafu abgeborgen
(31.05.17) Die US Coast Guard assistierte am 29.5. die zweiköpfige Crew der 24 Fuß langen Segelyacht “Snafu”, die 31 Meilen nordwestlich von Morro Bay, Kalifornien, Mastbruch erlitten. Die Coast Guard Los Angeles-Long Beach fing um 21.15 Uhr einen Notruf des Skippers auf und schickte ein 47-Fuß-Boot der Station Morro Bay zu Hilfe. Vor Ort stellte dessen Crew fest, dass das Wetter zu schlecht für ein sicheres Abschleppen des Havaristen war.
Deshalb wurde ein regelmäßiger Funkkontakt bis zum Tagesanbruch verabredet. Am Morgen des 30.5. stieg ein MH-65 Dolphin-Helikopter der Air Base Point Mugu auf und winschte beide Segler an Bord. Sie wurden dann zum San Luis Obispo Airport geflogen und dort durch das California Department of Forestry and Fire Protection betreut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Segelyacht nach Cape May abgeschleppt
(31.05.17) Die US Coast Guard schleppte am 29.5. die 50 Fuß lange Segelyacht “Blue Nomad” nach Cape May Harbor ab. Die Coast Guard Delaware Bay war gegen vier Uhr von dem Kreuzfahrtschiff “Norwegian Breakaway” informiert worden, dass die “Blue Nomad” 110 Meilen östlich von Cape May manövrierunfähig geworden war. Das Patroullienboot „Ibis” kam zu Hilfe und nahm das Schiff gegen 22 Uhr in Schlepp. Am nächsten Morgen wurde es zwei 45-Fuß-Booten der Station Cape May übergeben und traf dort um 6:30 Uhr ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Crew in letzter Minute von auseinander brechendem Frachter gerettet
(31.05.17) Die beiden chinesischen Offshore-Schlepper "Hai Yang Shi You 654" und "Hai Yang Shi You 253" kamen am 29.5. dem 80 Meter langen, chinesischen Kümo "Xing Yun 789" (MMSI-Nr.: 413767222) zu Hilfe, das gegen 10 Uhr vor Tianjin im Gebiet des Caofeidian-Ölfelds einen Notruf gefunkt hatte. Bei ihrem Eintreffen vor Ort brach der Frachter mittschiffs auseinander und begann zu sinken. Die fünfköpfige Crew befand sich noch an Bord.
Die Rettung der Seeleute wurde durch stürmisches Wetter verkompliziert. Drei Mann wurden von den Offshore-Schiffen abgeborgen, die übrigen beiden von einem ebenfalls zu Hilfe gekommenen Hubschrauber aufgewinscht. Der Frachter sank auf Position 38 40 N 118 39 O.
Quelle:Tim Schwabedissen



Treibender Frachter beschädigte Korallenriff
(31.05.17) Am 28.5. geriet der unter Panama-Flagge laufende Bulkcarrier "Global Standard", 17018 BRZ (IMO-Nr.: 9550199), der nördlich von Ko Si Chang auf der Laem Chabang – Sri Racha-Reede ankerte, in stürmischer See und bei starken Böen ins Treiben und lief auf ein Korallenriff. Dieses wurde auf einer Fläche von rund 2.800 Quadratmetern beschädigt. Er Schaden wurde auf rund 3,5 Millionen Dollar geschätzt. Am 31.5. lag der Frachter auf der Reede von Ko Si Chang, Sri Racha.
Quelle:Tim Schwabedissen



Teichhuhn verhindert Schiffsbergung in Hameln
(31.05.17) Im Hamelner Hafen verhindert derzeit ein geschütztes Teichhuhn die Bergung des gesunkenen Hausboots „Liberty“. Die ehemalige Kornschute "Liberty" lag dort seit Ende Januar im Weserhafen auf Grund. Mehrere Bergungsversuche waren seither gescheitert – zuletzt durch eine Teichralle. Nun hat der Vogel sein Nest auf dem Wrack nach dem Ausbrüten der Eier verlassen.
Das Grünfüßige Teichhuhn, auch Teichralle genannt, steht auf einer Vorstufe der Roten Liste bedrohter Arten. Die Bergung wurde nun für den 16.6. geplant. Nach dem Untergang war das Wrack zwar zunächst vom THW ausgepumpt worden, sank aber Ende Februar wieder. Der nächste Bergungstermin am 22.4. platzte, und für Anfang Mai war der nächste geplant.
Bei einem Ortstermin, bei dem die Hebung des knapp 30 Meter langen und rund 30 Tonnen schweren Schiffes geplant werden sollte, war das brütende Teichhuhn entdeckt worden. Er hatte sich in einem aus dem Wasser ragenden alten Ofen der "Liberty" eingenistet. Der Vogel würde das Nest bei einer Störung sofort verlassen. Die Bergung hängt nun auch vom Pegelstand der Weser ab. Das Deck der "Liberty" muss dabei mindestens zwei Zentimeter über der Wasseroberfläche liegen. Wenn der Rumpf dann gelenzt ist, soll die Schute in Richtung alte Kampffmeyer Mühlen geschleppt, dort an Land gehoben und verschrottet werden. Die Kosten dafür wurden im unteren fünfstelligen Bereich taxiert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Hummerkutter vor Tignish kollidiert
(31.05.17) Der Hummerkutter „Brandy & the Boys“ aus Tignish wurde bei einer Kollision mit einem anderen Kutter am Morgen des 29.5. am Steuerbordvorschiff erheblich beschädigt. Beide Schiffe konnten nach dem Zusammenstoß den Hafen mit eigener Kraft erreichen. Die “Brandy & The Boys” wurde dann zur Reparatur aufgeslippt.
Skipper Allie Richard konnte mit einem Charterboot auf Fang gehen, bis sein Schiff wieder einsatzfähig ist. Menschen kamen nicht zu Schaden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zweimaster wird nach Rechtsstreit um Bergung nun abgewrackt
(31.05.17) Der im Ross Creek im Januar 2016 gesunkene, australische Großsegler “Defender”, der nach seiner Bergung seit Monaten in Townsville auf einem Slip liegt, soll nun abgebrochen werden. Dies ist das Ende eines Rechtstreits zwischen der Regierung und dem tasmanischen Eigner Les Dick. Das Wrack war im Dezember durch Maritime Safety Queensland für über 600,000 Dollar geborgen worden, und der Streit um die Kosten dauert an.
Der Minister für Main Roads, Road Safety and Ports, Mark Bailey, will ein Exempel statuieren, was die Folgen seien, wenn Schiffseigner ihre Schiffe so verkommen lassen, dass sie am Ende sinken und dem Steuerzahler alles Weitere überlassen wollen. Der Eigner der „Defender“ hatte eine Verantwortlichkeit für die Bergung abgelehnt. Bei einer Untersuchung der Hulk wurde nun festgestellt, dass der Rumpf so verrottet ist, dass er nicht mehr in einem Stück bewegt werden kann, und jegliche Reparaturen wären finanziell nicht vertretbar.
Da das Schiff keine historische Signifikanz habe, sei auch aus dieser Sicht eine Restaurierung nicht lohnenswert. Es handele sich mehr um einen Nachbau. Die „Defender” wurde 1895 erbaut und ist das letzte von 20 durch George Frost gebauten Einheiten.
Die Ketsch war als Handelsschiff eingesetzt und das erste Schiff, das die Bass Strait 1923 in weniger als 24 Stunden passierte, ein Rekord, der mehr als 10 Jahre hielt. Les Dick hatte das Schiff in den 1980er Jahren überholt und ist der Auffassung, es sei durch die Teilnahme an den 200-Jahres-Feierlichkeiten 1988 von historischem Werft. Der Abbruch sollte in den kommenden Wochen beginnen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler in Caernarfon Bay havariert
(31.05.17) Der britische Trawler "Atlanta 2 – PW 82" (MMSI-Nr.: 235060213) erlitt am 30.5. Maschinenausfall beim Aufholen des Fanggeschirrs in der Caernarfon Bay. Der Propeller wurde durch eine darin verfangene Leine blockiert. Die vierköpfige Crew verständigte das RNLI-Boot aus Porthdinllaen, die "John D. Spicer" um 17.15 Uhr. Es erreichte den Havaristen binnen einer halben Stunde 7,5 Meilen westlich von Dinas Dinlle.
Eine Schleppleine wurde übergeben, und nach einer Viertelstunde wurde in Richtung Holyhead angeschleppt. Um 19.20 Uhr wurde der Havarist vier Meilen südlich von Rhosneigr dem RNLI-Boot aus Holyhead übergeben, das um 18 Uhr ausgelaufen war. Es zog die „Atlanta 2“ das letzte Stück zurück in die Holyhead Marina. Hier konnten Taucher die Netze vom Propeller entfernen. Die beiden Rettungsboote kehrten unterdessen zu ihren Stationen zurück.
Quelle:Tim Schwabedissen



Boot ausgebrannt (Bild: Line Helgesen)   Großbild klick!

Crew von brennendem Motorboot rettete sich ins Wasser
(30.05.17) Am Morgen des 29.5. geriet ein Sportboot bei Alnes direkt vor Ålesund in der Giske-Kommune in Brand. Die beiden Crewmitglieder, Knut Bjørnar und Leif Gjerde, mussten auf der Flucht vor dem Feuer ins Wasser springen und wurden wenig später von Anwohnern gerettet. Sie wurden anschließend medizinisch betreut, hatten das Unglück aber wohlbehalten überstanden.
Die beiden Lachsfischer hatten an Bord geschlafen, während das Boot bei Vindsneset lag, und zunächst Brandgeruch wahrgenommen. Als dann die Luke zur Maschine geöffnet wurde, schlugen ihnen Flammen entgegen. Während sie nun mit voller Fahrt versuchten, den Hafen zu erreichen, bekämpften sie gleichzeitig den Brand mit Wasser.
Doch sie erreichten Alnes nicht mehr rechtzeitig, bevor die hell lodernden Flammen sie zwangen, ins kalte Wasser zu springen. Die Feuerwehr von Giske wurde um 8.48 Uhr alarmiert und war um neun Uhr vor Ort. Sie erhielt dabei Assistenz von den Kameraden in Ålesund, doch es konnte nicht mehr verhindert werden, dass das Boot unter starker Rauchentwicklung komplett ausbrannte. Nach einer Stunde war die Lage unter Kontrolle.
Quelle:Tim Schwabedissen



Autofrachter "Grande Ellade" aufgelaufen
(Bild: Per Paulsen)   Großbild klick!

Autofrachter lief nach Blackout vor Esbjerg auf Grund
(30.05.17) Am 26.5. um 13.28 Uhr meldete der Lotse des italienischen Autofrachters "Grande Ellade", 52485 BRZ (IMO-Nr.: 9220627), einen Maschinenblackout während des Auslaufmanövers aus dem Hafen von Esbjerg. Das manövrierunfähig gewordene Schiff lief daraufhin auf eine Sandbank direkt vor den Hafenmolen auf. Schlepper machten sich auf den Weg, den Havaristen wieder flottzumachen.
Nachdem dies gelungen war, wurde er in den Hafen zurückgezogen, um den notwendigen Untersuchungen durch die dänischen Marinebehörden unterzogen zu werden. Nachdem diese ihn wieder freigegeben hatten, konnte er am 28.5. gegen 21 Uhr wieder aus Esbjerg auslaufen und nahm Kurs aufs schwedische Wallhamn, wo er am 29.5. um 14.30 Uhr festmachte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gastanker "Gaz Century" (Bild: Olaf Kuhnke)   Großbild klick!

Zwei Tote aus Kutterwrack vor Mazara del Vallo geborgen
(30.05.17) Nach der Kollision des unter Panama-Flagge laufenden Gastankers "Gaz Century", 4915 BRZ (IMO-Nr.: 9249685), der sich auf der Fahrt von Alexandria nach Marsaxlokk befunden hatte, mit dem tunesischen Kutter "Hatem Kousai" am 27.5. gegen acht Uhr konnte die SAR-Operation am Nachmittag des 29.5. eingestellt werden. Taucher der Feuerwehr in Palermo konnten zu diesem Zeitpunkt die Leichen der beiden Fischer Chokri Laghdifi und Yassine Laghdifi, die am Morgen im Achterschiff des in 37 Metern Tiefe rund 18 Meilen vor dem sizilianischen Mazara del Vallo bei der Banco Avventura liegenden Kutters geortet worden waren, bergen und an Land bringen.
Die Arbeit der Taucher war wegen der starken Strömung vor Ort kompliziert gewesen. Die vier geretteten Tunesier befanden sich an Bord des Tankers. Der siebente Mann, Faisel Laghdifi, war bereits kurz nach dem Unglück 10 Meilen vor der Küste tot im Wasser treibend gefunden worden.
Die Coastguard von Mazara del Vallo beendete die SAR-Operation, als der Verbleib der gesamten siebenköpfigen Crew geklärt war. Nachdem die Staatsanwaltschaft in Marsala die Toten freigegeben hatte, konnten sie unter Einschaltung der tunesischen Botschaft in Rom und des Konsulats in Palermo heimgebracht werden. Die „Gaz Century“ warf unterdessen vor Malta Anker.
Der Tanker ist 114,2 Meter lang, 18 Meter breit, hat 7,01 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 5.782 Tonnen. Er läuft für die Naftomar Shipping & Trading Co. in Voila und wurde 2001 auf der Higaki-Werft in Imabari erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Verletzte Cres wird von Bord gebracht
(Bild: RNLI)   Großbild klick!

Bavaria-Yacht lief auf Weltkriegswrack vor Eastbourne
(30.05.17) Die britische Coastguard alarmierte am Morgen des 27.5. die RNLI Eastbourne, nachdem eine Bavaria 38 unweit der Hafeneinfahrt auf dem Weg nach Boulogne auf das dort unter Wasser liegende Wrack des Dampfers SS „Barn Hill“ aufgelaufen war. Der heftige Aufprall hatte die Crew von den Füßen gerissen, und es war zu mehreren Verletzungen gekommen. Der Skipper setzte einen Notruf an die HM Coastguard ab.
Während das Rettungsboot sich noch zum Auslaufen klarmachte, gelang es dem Skipper, die Yacht zurück in die Schleuse der Marina zu manövrieren. Daraufhin wurde das RNLI-Boot wieder zurückgerufen, und die Crew machte sich zu Fuß auf den Weg zur Yacht.
Nachdem die Verletzungen untersucht worden waren, wurde die Yacht zu einem Kranplatz verholt, wo sie aus dem Wasser gehoben werden sollte. Der am schwersten Verletzte wurde mithilfe der Seenotretter auf einer Bahre von Bord geholt und einem Krankenwagen zur weiteren Versorgung übergeben.
Die “Barn Hill”, ein britischer 5.439-Tonnen-Frachter war von einem deutschen Heinkel-111-Bomber am 20.3.1940 vor Beachy Head angegriffen und in Brand gesetzt worden. Vier Crewmitglieder starben sofort, ein fünfter später im Krankenhaus, sieben weitere wurden verletzt. Das schwer beschädigte Schiff trieb sinkend vor den Hafen. Das Rettungsboot „Jane Holland“ aus Eastbourne rettete bei schwerer See 28 Mann von Bord.
Danach kehrte sie nochmal zurück mit Feuerwehrmännern an Bord, doch der Havarist trieb vor dem Wind an Eastbourne vorbei und lief dann auf Grund. Die Kessel des Wracks ragen bei Niedrigwasser vor dem Macquarie Quay bis heute aus dem Wasser.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht trieb bekalmt vor Weymouth
(30.05.17) Am Morgen des 29.5. wurde die 11 Meter lange Rennyacht “Emma Claire” in dichtem Nebel vor Weymouth manövrierunfähig. Das Boot war bekalmt, und der Motor ließ sich nicht starten. Die RNLI Weymouth wurde um 7.05 Uhr alarmiert, weil die Yacht unweit der Schifffahrtsstraßen 16 Meilen südlich von Portland Bill trieb. Nachdem das Wohlergehen der sechsköpfigen Crew sichergestellt war, wurde eine Schleppleine übergeben und die „Emma Claire“ in Richtung des Hafens gezogen, wo sie um 11.45 Uhr festgemacht wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kuttercrew vor La Guajira gerettet
(30.05.17) In den Gewässern von La Guajira erlitt der venezolanische Kutter “María Esther" der am 19.5. von Puerto Barcadera, Aruba, nach Puerto Nuevo, La Guajira, ausgelaufen war, Maschinenausfall. Das Curaçao Emergency Center fing am 21.5. einen Notruf auf, ohne dass eine Position bekannt war. Die kolumbianische Marine startete eine Suchaktion unter Einbeziehung von Schiffen in dem Seegebiet.
Am Abend des 26.5. erhielt die Cartagena Coast Guard Station eine Meldung von einem Schiff, das einen Funkspruch der “María Esther" mit deren ungefähren Koordinaten aufgefangen hatte. Eine SR 560 der Air Force konnte den Havaristen 200 Meilen vor der Küste lokalisieren. Daraufhin stellten der Hafenkapitän von Puerto Bolívar und das Center of Operations Kontakt mit dem unter Bermuda-Flagge laufenden Containerfrachter "Limari", 42382 BRZ (IMO-Nr.: 9290816), her, der sich auf der Reise von Fort Lauderdale nach Colin in der Nähe befand, um den Kutter mit Nahrung und Wasser zu versorgen.
Die Marine schickte die „7 de Agosto" von Cartagena, um die achtköpfige Crew zu retten. Als sie am 29.5. vor Ort eintraf, entschied diese, an Bord des Marineschiffes zu gehen, wo sie mit Verbrennungen und Dehydrierung medizinisch versorgt wurde. Sie hatte 10 Tage in der See getrieben. Die Fischer wurden nach Cartagena gebracht. Die Coast Guard nahm Kontakt mit dem Eigner auf, der das verlassene Boot zur Reparatur nach Riohacha schleppen lassen wollte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter kenterte in Whitby
(30.05.17) Die Whitby RNLI wurde am Morgen des 29.5. um 5.45 Uhr alarmiert, nachdem der Kutter “WY 1” im Hafen zu sinken begonnen hatte. Auch die Feuerwehr von North Yorkshire und die Coastguard waren vor Ort, um zu versuchen, das an der New Quay Road liegende Schiff vor dem vollständigen Untergang zu bewahren. Doch als sie eintrafen, lag es schon gekentert unter Wasser.
Zunächst wurde sichergestellt, dass sich niemand an Bord befand. Dann wurde der Kutter in eine aufrechte Position gebracht und mit Pumpen der Feuerwehr und RNLI gelenzt. Die Coastguard überwachte, dass kein Öl auslief, und ließ sich vom Eigner über mögliche Ölmengen an Bord informieren. Während der Bergungsarbeiten wurde die Hafenspitze abgesperrt.
Nachdem der Kutter wieder schwimmfähig war, wurde er durch ein Boot der RNLI zu einem Slip in einer Marina im Oberhafen geschleppt. Hier sollte er nach Eintreten der Ebbe auf Schäden inspiziert werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gestrandeter Kutter in Cobden wird abgewrackt
(30.05.17) Am Morgen des 30.5. begann ein Bagger, den auf Cobden Beach gestrandeten Kutter „Kutere“ aus Nelson abzuwracken, nachdem der Eigner Les Horncastle eine Bergung in Absprache mit der Versicherung als zu teuer eingeschätzt hatte. Das Schiff war am Morgen zuvor mit seiner dreiköpfigen Crew um 1.43 Uhr 600 Meter nördlich der Cobden-Spitze in der Mündung des Grey River aufgelaufen.
Diese konnte sich mit einer ausgebrachten Rettungsinsel an den nahen Strand retten. Am Abend wurden der Fang von fünf Tonnen Fisch und zwei Tonnen Diesel von Bord geholt. Am Nachmittag wurde ein Weg für schweres Gerät zum Strand vorbereitet.
Der Bagger gemeinsam mit einem Bobcat zogen nach dem Nachmittagshochwasser die „Kutere“ weiter auf den Strand hinauf. Der Kutter sollte anschließend in Sektionen zerlegt und die Maschine und Tanks herausgenommen werden. Außerdem sollten der Mast, das Rigg und die Winsch sowie Metallverkleidungen abgebaut werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer in Marina in Charleston
(30.05.17) Am Morgen des 29-5- brach in der Charleston-Marina auf dem Ashley River ein Brand auf einem 32 Fuß langen Sportboot aus, das mit einer dreiköpfigen Crew nahe der Tankdocks lag. Die Flammen breiteten sich binnen Minuten vom Treibstofftank aus und griffen auch auf einen 50 Fuß langen Nachbarlieger über. Es kam dabei zu einer starken Rauchentwicklung im Bereich des James Island Connector Während das kleinere Boot sank, kam das andere mit Schäden am Vorschiff davon.
Auch das Dock wurde in Mitleidenschaft gezogen. Die Feuerwehr wurde um 9:55 Uhr alarmiert. Sie hatte den Brand binnen 10 Minuten unter Kontrolle. Die U.S. Coast Guard war mit Ölbekämpfungsgerät vor Ort und legte Ölsperren aus.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ein Vermisster nach Untergang von Schlepper
(30.05.17) Der 14 Meter lange amerikanische Schlepper „Crosby Commander" (MMSI-Nr.: 367028890) sank von Morgan City kommend am 29.5. gegen fünf Uhr im Golf von Mexik, rund 30 Meilen südlich von Marsh Island, Louisiana. Es war zuvor zu einem starken Wassereinbruch gekommen. Drei Mann der vierköpfigen Crew konnten sich in eine Rettungsinsel flüchten.
Sie wurden wenig später wohlbehalten von der in der Nähe befindlichen „Andi Nicole" an Bord genommen. Der vierte Mann aber fehlte, und die Coastguard leitete eine SAR-Operation mit einer HC-144 Ocean Sentry des Aviation Training Center Mobile, einem MH 65 Dolphin-Helikopter der Air Station New Orleans, den Patroullienbooten „Razorbill”, „Skipjack” und „Vigilant”, der „Andi Nicole” sowie den Handelsschiffen „GIS Christina”, „Dustin Danos” und „Son River“ ein, unterstützt von den Crosby-Schleppern „Crosby Trinity” und „Crosby Trojan” sowie einem Helikopter vom Eugene Island Block 158.
Die 2Crosby Commander” wurde 1978 erbaut und gehört zur Flotte der Crosby Tugs LLC in Galliano, Louisiana.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kollision im Museumshafen von Bremerhaven
(30.05.17) Durch einen technischen Defekt kollidierte der Backfischkutter „Shiralee“ von Roger Klibisch am 29.11. gegen 11 Uhr im Alten Hafen von Bremerhaven mit zwei Museumsschiffen. Er sollte nach Ende des Seestadtfestes wieder auf seinen Stammplatz im Neuen Hafen verholen. Als er achteraus das Becken verließ, geriet es aber außer Kontrolle und stieß mit den beiden Museumsschiffen „Rau IX“, einem ehemaligen Walfänger, und „Seefalke“, einem einstigen Bugsier-Schlepper, zusammen.
Diese überstanden die leichte Berührung ohne Schaden. Auf der „Shiralee“ wurde der Holzrumpf oberhalb der Wasserlinie auf einer Länge von 1,50 Metern beschädigt. Sie wurde nach der Havarie von der „Bracki“ der Schiffergilde in den Neuen Hafen geschleppt. Bei der „Shiralee“ handelt es sich um den früheren 68-Tonnen-Kriegsfischkutter „KFK 534“.
Er hat eine Länge von 21,38 Metern, eine Breite von 6,39 Metern, einen Tiefgang von 2,51 Metern und lief am 23.09.1944 bei der Burmester-Werft in Swinemünde-Ost vom Stapel. Nach der Fertigstellung diente er in der Nordsee als Vorpostenboot. Nach Kriegsende wurde der Kutter zunächst von den Alliierten requiriert, dann zurückgegeben und als Minenräumboot eingesetzt. Danach fand das Schiff in der kommerziellen Fischerei Verwendung und wurde 1963 modernisiert.
Seit 1985 befindet sich das Schiff in Privathand und wird nach einer Grundüberholung und Teilrestauration in den Jahren 1990-95 als Sportschiff betrieben. Es liegt während der Saison an der Westseite des Neuen Hafens von Bremerhaven, unterhalb der Strandhalle.
Quelle:Tim Schwabedissen



"Indiana Harbor" (Bild: Donjon Shipyard)   Großbild klick!

Notreparatur von Bulkcarrier nach Grundberührung auf Lake Erie
(29.05.17) Bei der Donjon Shipbuilding & Repair wird aktuell eine Notreparatur an dem unter US-Flagge laufenden Selbstlöscher "Indiana Harbor", 35923 BRZ (IMO-Nr.: 7514701), durchgeführt. Dieser hatte vor rund zwei Wochen auf dem Lake Erie nahe Conneaut, Ohio, bei einer Grundberührung Schäden unter der Wasserlinie erlitten und musste gedockt werden. Am 13.5. wurden die Arbeiter bei Donjon über die Ankunft informiert und stellten bis zum Abend des 14.5. nicht weniger als 280 Pallen auf.
Als der Frachter am nächsten Tag eintraf, war das Dock geflutet und zur Aufnahme des Schiffes bereit. Seitdem wurden auf über 100 Fuß Länge Bodenplatten entfernt und 15 Tonnen Stahl an Steuerbordseite ersetzt.
Es war nicht die erste Havarie des Bulkcarriers. Am 17.9.2011 wurde er bei einer Kollision mit dem Große-Seen-Frachter „Cason J. Callaway“ am Heck beschädigt, als er in Twin Ports am Kai lag. Diese wurde anschließend binnen zehn Tagen bei der Bay Shipbuilding in Sturgeon Bay, Wisconsin, repariert. Am Morgen des 29.10.2010 lief die „Indiana Harbor" zwischen dem Muskegon Lake und dem Lake Michigan bei Muskedon auf Grund. Sie war von Superior, Wisconsin, kommend, zum Kraftwerk der Consumers Energy’s B.C. Cobb unterwegs. Nachdem ein Teil der Ladung auf die „H. Lee White" geleichtert war, konnte sie wieder flottgemacht werden.
Die „Indiana Harbor“ ist 304,8 Meter lang, 32 Meter breit und hat 10,38 Meter Tiefgang sowie eine Tragfähigkeit von 82.209 Tonnen. Sie läuft für die American Steamship Company in Williamswille und wurde 1979 in Sturgeon Bay in Wisconsin erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bei Springtide gestrandet...
(Bild: NSRI)   Großbild klick!

Bei Springtide gestrandete Yacht dank nächster Springtide wieder geborgen
(29.05.17) Am 27.5. gelang es der NSRI Yzerfontein, mit dem Rettungsboot “Rotary Onwards“ die vor zwei Wochen gestrandete Yacht „Flee“ zu bergen. Dabei nutzte die Crew das hoch auflaufende Wasser einer Springtide. Bei der Bergung halfen auch der Yachteigner, Freunde und Anwohner. Nachdem die „Flee“ wieder Wasser unter dem Kiel hatte, wurde sie von der NSRI Yzerfontein in Richtung Saldanha Bay geschleppt.
Die NSRI Mykonos schickte ihre „Spirit of Freemasonry”, die die Yacht auf Höhe der Kreef Baai übernahm und sie in den Hafen zog. Sie war am 11.5. gegen 21 Uhr unweit von Yzerfontein Point bei einem ebenfalls durch eine Springtide verursachten extremen Niedrigwasserstand festgekommen. Das Boot saß auf Felsen beim 16 Mile Beach fest.
Ein Quad wurde zur Erkundung geschickt und fand den 66-jährigen Skipper aus Kapstadt mit Unterkühlungen am Strand vor, auf den er sich hatte retten können. Er hatte sich allein an Bord befunden und wurde medizinisch betreut. Die „Flee“ hatte auf dem Weg von Hout Bay nach Port Owen Motorschaden erlitten, und beim Aufsetzen riss zudem das Ruder ab. Die Seenotretter sicherten die persönlichen Habseligkeiten und loses Gut von der Yacht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter lief bei Ventura Harbor auf Grund
(29.05.17) Die US Coast Guard assistierte am 28.5. einem 36 Fuß langen Kutter, der südlich von Ventura Harbor auf Grund gelaufen war. Beteiligt waren das Marine Safety Detachment Santa Barbara, die Coast Guard Station Channel Islands Harbor, die Coast Guard Los Angeles-Long Beach, die Ventura Harbor Patrol, das Ventura Fire Department und das Oxnard Fire Department, als der Kutter gegen ein Uhr unweit der Mündung des Santa Clara River festgekommen war. Nachdem die Crew in Sicherheit gebracht worden war, begann die Coastguard mit der Bergung des Kutters.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kollision bei 103. Torbay Royal Heritage Regatta
(29.05.17) Eine Person wurde über Bord geschleudert, aber wenig später wieder aus dem Wasser gezogen, eine weitere erlitt einen Beinbruch, als zwei Yachten am 28.5. rund 1,5 Meilen vor Brixham bei der 103. Torbay Royal Heritage Regatta kollidierten. Auf der „Ivory Girl” wurde der Bugspriet beschädigt. Die Havarie wurde der Maritime and Coastguard Agency gegen 16 Uhr gemeldet.
Das RNLI-Boot aus Torbay eskortierte die „Ivory Girl” zurück nach Brixham. Hier stand ein Krankenwagen aus Devon bereit und versorgte den Verletzten. Vor der Havarie hatte e seine Parade von über 30 historischen Schiffen gegeben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kettenfähre zog Yacht mit sich
(29.05.17) Der Hafenkapitän von Cowes kam mit seinem Boot einer Yacht zu Hilfe, die am Abend des 28.5. mit der neuen Kettenfähre „Floating Bridge No. 6“ kollidiert war. Diese hatte das Boot gegen 17.45 Uhr erfasst, nachdem es sich in den Ketten, die sie über den River Medina ziehen, verfangen hatte. Die Fähre war zwischen Ost-Cowes und Cowes unterwegs und hatte durch ihre langsame Fahrt offenbar für Verwirrung gesorgt. Die Yacht wurde, nachdem sie befreit worden war, in eine nahe Marina geschleppt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei Tote und ein Vermisster nach Kollision vor Mazara del Vallo
(29.05.17) Vier tunesische Fischer wurden von der italienischen Marine gerettet, nachdem ihr 20 Meter langer Trawler am 27.5. gegen acht Uhr mit einem unter Panama-Flagge laufenden Gastanker kollidiert und 18 Meilen vor Mazara del Vallo auf 30 Metern Wassertiefe gesunken war. Am Nachmittag wurden die Leichen zweier weiterer Crewmitglieder aus dem Wrack vor Tre Fontane (Campobello di Mazara) geborgen, ein Mann wurde noch vermisst. Die tunesische Botschaft in Rom und das Konsulat in Palermo assistierten den geretteten Schiffbrüchigen und sorgten auch für den Rücktransport der Toten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter bei Grundberührung schwer beschädigt
(29.05.17) Am 28.5. lief der 100 Meter lange, russische Frachter „Nevskiy 4" (MMSI-Nr.: 273361480) auf dem Neva bei Flusskilometer 1.314 im Koshkinsky-Fahrwasser auf dem Ladoga-See auf Grund. Dabei wurde der Rumpf zwischen dem Bug und dem Mittschiffsbereich aufgerissen, und zwischen den Ballastwassertanks 12 und 22 kam es zu Wassereinbruch. Der Frachter entwickelte sechs Grad Steuerbordschlagseite und drohte zu sinken.
Deshalb entschied der Kapitän, ihn bei Kilometer 1.319 am Ufer in flachem Wasser auf Grund zu setzen. Zwei andere Frachter sollten die Ladung von 3.275 Tonnen Makadam übernehmen, die für Straßenbauarbeiten am Sinopskaya-Ufer bestimmt waren. Der Frachter befand sich damit auf der Reise von Shcheleiks nach St. Petersburg.
Quelle:Tim Schwabedissen



Skipper schlief ein – Kutter gestrandet
(29.05.17) Auf dem Strand von Greymouth, Neuseeland, lief am 29.5. um 1.45 Uhr der 16 Meter lange Kutter „Kuture“ aus Nelson bei der Rückkehr von einer einwöchigen Fangfahrt auf Grund. Der 29-Tonner hatte Mayday gefunkt, als er den Greymouth Channel in Richtung Cobden Beach queren wollte. Decksmann Matthew Fisher hatte geschlafen und wachte vom Geräusch brechender Wellen auf.
Als er an Deck kam, sah er seinen Sohn und den Skipper Les Horncastle, der offenbar am Ruder eingeschlafen war, im Ruderhaus. Der Autopilot war auf den Hafen von Greymouth eingestellt, und Horncastle, der unter dem Einfluss von Krebsmedikamenten stand, war rund 15 Minuten eingenickt. Er wachte unmittelbar vor dem Aufsetzen auf Cobden Beach auf, als es zu spät war, das Unheil abzuwenden.
Die Crew brachte eine Rettungsinsel aus. Horncastle wurde hineingesetzt, die beiden anderen schwammen zum Strand und bargen die dorthin getriebene Insel. Die drei waren unterkühlt und geschockt, aber ansonsten wohlbehalten, als die Polizei eintraf.
Fisher hatte bereits seit 20 Jahren mit Horncastle gearbeitet, der die 1970 erbaute „Kutere“ seit März für 100.000 Dollar zum Kauf angeboten hatte und in den Ruhestand gehen wollte. Nach der Strandung sollte vorrangig das Öl abgepumpt werden. Vor Ort waren 30 Knoten Wind und drei Meter hohe Wellen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Boot trieb halb gesunken ohne Crew vor Port Said
(29.05.17) Am 28.5. sank die Segelyacht “Hureyyet al-Bahr” rund 12 Meilen vor der Küste von Damietta. Boote der Port Said-Marine-Base fanden es halb unter Wasser mit der Kajüte noch über den Wellen. Von der Crew fehlte jede Spur.
Quelle:Tim Schwabedissen



MSC Daniela wird in Shanghai repariert
(29.05.17) Der unter Panama-Flagge laufende Containerfrachter "MSC Daniela", 151.559 BRZ (IMO-Nr.: 9399002), soll nach dem Brand am 4.4. bis Mitte Juni wieder in Dienst gehen. Das Schiff wurde am 22.5. beim Changxing Shipyard in Shanghai gedockt. Er hatte am 14.5. den Hafen von Colombo, Sri Lanka, verlassen, in dem er seit dem 14.4. gelegen hatte.
Nachdem das Feuer in einem Container auf dem Achterschiff 10 Tage zuvor ausgebrochen und sich auf weitere Teile der Ladung ausgebreitet hatte, konnte es erst zwei Wochen später endgültig gelöscht werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter „Holladays – R 8“ im Schlepp(Bild: RNLI)   Großbild klick!

Kutter drohte vor Kent zu stranden
(28.05.17) Das RNLI-Boot aus Margate wurde am 27.5. alarmiert, nachdem der Kutter „Holladays – R 8“ vor der Küste von Kent Maschinenausfall erlitten hatte. Er trieb mit seiner zweiköpfigen Crew zwei Meilen nordöstlich der Herne Bay und hatte die Coastguard um Assistenz gebeten, weil er auf einer Sandbank zu stranden drohte. Die Seenotretter konnten den Havaristen rechtzeitig auf den Haken nehmen und schleppten ihn nach Ramsgate ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler nach Thyborøn eingeschleppt
(28.05.17) Der dänische Trawler "Ceton - S 205", 1337 BRZ (IMO-Nr.: 9350628), erlitt auf der Nordsee Maschinenschaden. Er war am 22.5. aus Skagen ausgelaufen und trieb in der Nacht zum 27.5. vor Thyborøn. Das örtliche DSRS-Rettungsboot wurde zur Assistenz gerufen. Angesichts der beachtlichen Größe des Trawlers wurde beim Einschleppen des Havaristen in den Hafen der Schlepper "Goliath Vig" als Steuerschlepper eingesetzt. Am 27.5. um 14.30 Uhr machte die “Ceton” in Thyborøn fest.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter “Vitin" gestrandet
(Bild: Lars Oestrem)   Großbild klick!

Vitin saß vor Tonnes fest
(28.05.17) Das MRCC in Nord-Norwegen wurde am 28.5. gegen fünf Uhr alarmiert, nachdem der unter Färöer-Flagge laufende Frachter “Vitin", 2449 BRZ (IMO-Nr.: 9006289), nördlich von Tonnes in Lurøy mit einer Ladung Fischmehl an Bord auf Grund gelaufen war. Er kam auf einem Sandstrand bei Leia in Vollvika von Husøy, wo er am 26.5. nach Myre ausgelaufen war, fest. Das NSSR-Rettungsboot “Ruth Opsahl" lief zur Unglücksstelle und versuchte, den parallel zur Küste aufsitzenden Havaristen zu befreien.
Allerdings reichte bei ablaufendem Wasser deren Maschinenkraft nicht aus, und so musste ein Schlepper gerufen werden. Die norwegische "Boa Brage" (IMO-Nr.: 9551894), traf gegen Mittag an der Strandungsstelle ein. Eine Tauchuntersuchung des Rumpfes war wegen der Lage des Frachters nicht möglich. Er hatte einen geringfügigen Wassereinbruch in einen Ballastwassertank im Vorschiff erlitten, der die Stabilität aber nicht gefährdete, sodass der Bergungsversuch stattfinden durfte. Gegen 15.15 Uhr konnte der Schlepper den Havaristen knapp 12 Stunden nach seiner Havarie wieder flottmachen. Er machte sich dann, eskortiert von dem Schlepper, auf den Weg nach Holmen.
Hier sollte er einer gründlicheren Inspektion unterzogen werden. Die siebenköpfige Crew hatte den Unfall unbeschadet überstanden. Um 19.15 Uhr lief die „Vitin“ in Sandnessjøen ein. Es war nicht die erste Havarie des Schiffes: Am 18.3.2016 war der Autofrachter “Schelde Highway” beim Auslaufen aus Emden nach Grimsby wegen eines Ruderversagers mit der “Vitin” kollidiert, die gerade von Sandnes kommend einlaufen wollte. Dabei wurde sie erheblich am backbordseitigen Vorschiff beschädigt, während der Autofrachter nur geringfügige Blessuren davontrug.
Die “Vitin” ist 81,84 Meter lang, 12,8 Meter breit, hat 5,46 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 3.710 Tonnen. Sie läuft für die Sandgrevsur in Fuglafjordur und wurde 1991 auf der Peene-Werft in Wolgast als „Stadt Wilhelmshaven“ erbaut. Spätere Namen waren „Sunrise“ und „Black Sea“.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker lief mit Schwerölladung auf Grund
(28.05.17) Der russische Tanker "Volgoneft 127"(MMSI-Nr.: 273310170), der mit 4382 Tonnen Schweröl an Bord unterwegs von Yaroslavl nach St. Petersburg war, life am 27.5. auf dem Nizhnyaya Scheksna bei Flusskilometer 567 auf Grund. Die Havarie ereignete sich nach einem Ruderversager unweit von Cherepovets. Am 28.5. hatte sich der Tanker aus eigener Kraft wieder befreit und ankerte unweit der Unfallstelle für Inspektionen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Vier Mann vor Nova Scotia aus Seenot gerettet
(28.05.17) Am Morgen des 28.5. wurde vor Nova Scotia die vierköpfige Crew eines Schiffes von einem Cormorant-Helikopter aufgewinscht. Um 00.30 Uhr hatte die Joint Task Force Atlantic einen Notruf aufgefangen und die kanadische Coast Guard ebenfalls alarmiert. Der Havarist befand sich 287 Kilometer südöstlich von Halifax.
Auch eine Hercules stieg zur Unterstützung der Rettungsaktion auf. Nachdem die vier Schiffbrüchigen an Bord des Hubschraubers waren, wurden sie zum Halifax Stanfield International Airport geflogen. Weitere Details waren noch nicht bekannt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Betrunkener Russenkapitän setzte Frachter Cuxhavener Reederei auf Grund
(28.05.17) Am Abend des 27.5. life der britische Frachter "Norrvik", 2041 BRZ (IMO-Nr.: 7711907), der am 26.5. um 15.40 Uhr aus Thyborøn ausgelaaufen war, vor dem Hafen von Kalundborg an der Gisseløre-Spitze auf Grund. Das Schiff war im Gisseløre-Fjord unterwegs, als es festkam Drei Stunden später konnte es sich selbst wieder befreien.
Die alarmierten Behörden hatten den russischen Kapitän rasch im Verdacht, betrunken das Schiff geführt zu haben. Deshalb wurden Bluttests angeordnet. Da deren Resultat erst am 29.6. feststehen würde, musste der Havarist bis dahin vor dem Hafen von Kalundborg Anker werfen und die Resultate abwarten. Die „Norrvik“ ist 80,73 Meter lang, 13,8 Meter breit, hat 6,56 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 3.267 Tonnen. Sie läuft für die GBS-Shipmanagement GmbH & Co. KG in Cuxhaven und wurde 1979 bei der J. J. Sietas KG Schiffswerft GmbH & Co. in Hamburg erbaut. Bis 2002 lief sie als „Lady Bos“.
Quelle:Tim Schwabedissen



Suchaktion an Untergangsstelle der Sewol beendet
(28.05.17) Das chinesische Bergungsschiff „Shenqianhao" der Shanghai Salvage verließ die südkoreanischen Gewässer am 28.5. nach 653 Tagen Arbeit im Rahmen der „Sewol”-Bergung und Opfersuche als letztes der Schiffe der Gesellschaft. Das Shanghai Salvage-Team war am 15.8.2015 vor Jindo eingetroffen, wo die Fähre gesunken war. Im Anschluss an die eigentliche Bergung erfolgte eine Absuche der Untergangsstelle.
Hier war unter Wasser ein drei Meter hoher Zaun von 200 x 160 Metern Länge installiert worden, durch den verhindert werden sollte, dass möglicherweise dort liegende menschliche Überreste abgetrieben werden. Das Gebiet wurde in 40 Planquadrate eingeteilt und abgesucht. Die Taucher fanden dort ein Knochenstück und sechs Objekte vom Schiff.
Auch nach Abschluss der Suche sollte der Zaun am Meeresgrund verbleiben. Wenn nicht von allen neun Vermissten die Reste an Bord der Fähre gefunden werden, soll das Gebiet möglicherweise erneut abgesucht werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bergungsplan für gesunkenen Schlepper vorgelegt
(28.05.17) Der Schlepper "Powhatan", der vor vier Wochen am Samson Tug & Barge Dock in der Starrigavan Bay sank, liegt dort weiterhin auf dem Grund. Erste Schätzungen, dass er rund 340 Gallonen Öl an Bord hatte, haben sich inzwischen als falsch erwiesen. Wieviel Öl bis dahin ausgelaufen war, war unbekannt, aber es wurden 4,335 Gallonen Öl bisher aufgefangen.
Taucher haben eventuelle Leckstellen abgedichtet. Um die Untergangsstelle wurden 1.500 Fuß Ölsperren ausgelegt, am Ufer wurden weitere 1,300 Fuß verlegt, um die Starrigavan Bay zu schützen. Nur noch dünne Ölfilme waren inzwischen in der Ölsperre zu sehen, und es gab keine weitere Kontamination der Küstenlinie.
Dennoch sollten derzeit keine Fische am Starrigavan Beach gefangen werden, bis ein aus Seattle angeforderter großer Kran das Wrack auf eine Barge gehoben hat. SEAPRO will das Ölbekämpfungsschiff "Neka Bay", das über Skimmer verfügt, während der Bergung vor Ort in Bereitschaft halten. Aktuell wurde der Plan durch das Alaska Department of Environmental Conservation, das Alaska Department of Natural Resources und die U.S. Coast Guard geprüft.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter "Hydra" wird von der Böschung gezogen
(Bild: Juergen Braker)   Großbild klick!

Frachter lief nach Feuer im Nord-Ostsee-Kanal in die Böschung
(27.05.17) Der holländische Frachter "Hydra", 2281 BRZ (IMO-Nr.: 9356488), lief auf der Fahrt von Nyköping nach Antwerpen beim Transit des Nord-Ostsee-Kanals in westlicher Richtung am Vormittag des 27.5. bei Rüsterbergen unweit von Schülp nach dem Brand in einer Schalttafel im Maschinenraum in die Böschung. Es hatte die Schleusen in Kiel-Holtenau um 5.15 Uhr passiert und kam am südlichen Kanalufer fest. Die beiden Schlepper "Bugsier 15" und "Wal" wurden aus Brunsbüttel zur Assistenz mobilisiert und liefen mit voller Fahrt zur Havariestelle. Nachdem der Frachter wieder flottgemacht war, setzte er die Reise zum Kanalhafen von Brunsbüttel fort, wo er gegen 20 Uhr zu den notwendigen Untersuchungen festmachte.
Das Schiff war bereits einmal auf dem Kanal havarert. Am 5.7.2012 kollidierte es mit dem Kabelleger "Team Oman" bei Breiholz. Die "Team Oman" war auf der Reise Karlskrona-Portland, die passierende "Hydra" unterwegs von Bremen nach Muuga. Beide Schiffe erlitten Beulen, konnten aber ihre Fahrt zunächst fortsetzen. Die "Team Oman" machte gegen fünf Uhr in Brunsbüttel zu Untersuchungen fest und lief gegen Mittag weiter. Die "Hydra" steuerte den Scheerhafen in Kiel gegen sechs Uhr an und lief gegen 20 Uhr wieder aus. Sie ist 88,98 Meter lang, 11,8 Meter breit, hat 5,25 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 3.150 Tonnen. Eigner ist die Wagenborg Shipping BV in Delfzijl, Bauwerft der Bijlsma Shipyard B.V. in Lemmer.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter saß vor Wangerooge fest
(27.05.17) Der 79 Meter lange und zehn Meter breite, holländische Frachter „Eems Delfia", 1132 BRZ (IMO-Nr.: 8411633), der mit Baustellenmaterial beladen war, kam am Morgen des 27.5. vor der Hafeneinfahrt von Wangerooge fest. Das Schiff konnte erst Stunden später gegen 14 Uhr bei Hochwasser mit Schlepperhilfe freigeschleppt werden. Es machte um 14.40 Uhr in Wangerooge fest und musste nach dem Entladen bis zu einer Besichtigung der Klassifizierungsgesellschaft im Hafen liegen bleiben.
Ein Ermittlerteam der Wasserschutzpolizei Wilhelmshaven begab sich zum Havaristen. Ursächlich für das Festkommen war nach dem letzten Ermittlungsstand ein Zusammenspiel von Strömung, Wind und unsichtigem Wetter.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motoryacht “Delgatie” (Bild: USCG)   Großbild klick!

Crew brennender Motoryacht gerettet
(27.05.17) Die US Coast Guard rettete am 26.5. die zweiköpfige Crew der 50 Fuß langen Motoryacht “Delgatie”, die nahe Fisherman Island in Virginia in Brand geraten war. Sie hatte die Coast Guard Hampton Roads über Funk um Hilfe gebeten. Ein Helikopter der Air Station Elizabeth City sowie zwei Boote der Stationen Little Creek und Cape Charles, ein Boot des Virginia Beach Fire Department sowie eines des York County Fire Department wurden alarmiert.
Der MH 60-Jayhawk-Hubschrauber barg die beiden Bootsfahrer ab und flog sie zur Coast Guard Base Portsmouth zur medizinischen Versorgung. Das Boot des Virginia Beach Fire Department und die Coast Guard machten sich dann an die Löscharbeiten. Die Yacht wurde verankert, und der Eigner arbeitete an deren Bergung.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter "Domino"
(Bild: Yarmouth Division of Nat...)   Großbild klick!

Kutter in stürmischer See abgeschleppt
(27.05.17) Am 25.5. wurde die Yarmouth Division of Natural Resources (DNR) alarmiert, weil der Kutter "Domino" im Nantucket Sound rund 1,5 Meilen südlich von Bass River in Seenot geraten war. Vor Ort waren 16 Meilen Wind mit Böen bis zu 35 Meilen und hochgehende See. Die zweiköpfige Crew wurde angewiesen, Rettungswesten anzulegen.
Ein Schlepper kam dem Havaristen ebenfalls zu Hilfe. Das Patroullienboot „J 49“ der DNR blieb auf Standby, während der Havarist auf den Haken genommen wurde. Während der Operation blieben die Wetterbedingungen sehr ungemütlich. Die beiden Crewmitglieder wurden zwei Mal fast über Bord geschleudert. Schließlich aber erreichte der Konvoi den Bass River.
Quelle:Tim Schwabedissen



„Great Britain II” und RNLI
(Bild: RNLI)   Großbild klick!

Legendäre Rennyacht nach Yarmouth abgeschleppt
(27.05.17) Am 26.5. wurde das RNLI-Boot aus Yarmouth alarmiert, nachdem die bekannte Rennyacht “Great Britain II” um Assistenz gebeten hatte. Das 77 Fuß lange Boot hatte vor Newtown Creek mit einer 10-köpfigen Crew an Bord Motorausfall erlitten. Die Seenotretter konnten es rasch lokalisieren und zogen es zu einer Mooring auf der Außenreede von Yarmouth. Die „Great Britain II” war die Siegerin des Whitbread Round the World Race im Jahr 1973 und die einzige Yacht, die fünf Mal nacheinander an dieser Regatta teilnahm.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schubverband kollidierte mit Brücke
(27.05.17) Der 52 Meter lange, amerikanische Schubschlepper "Graestone Express" (MMSI-Nr.: 367771090), der mit 14 Bargen auf dem Mississippi unterwegs war, kollidierte am 23.5. gegen 15 Uhr mit der alten Highway 80 Bridge in Vicksburg. Die mit Getreide und Kohle beladenen Bargen rissen sich los, konnten aber eingefangen und gegen 16.30 Uhr auf die linke Flussbank gedrückt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gestrandete Barge im zweiten Anlauf geborgen
(27.05.17) Am 26.5. wurde eine Hopperbarge bei ruhiger See und ausreichend hoher Tiefe durch einen Schlepper vom Panama City Beach in Florida geborgen. Sie wurde zur Panama City Marina zu einer Untersuchung gezogen. Die Barge hatte sich am Abend des 23.5. in rauer See von ihrem Schlepper losgerissen auf dem Weg nach Tampa und war am folgenden Morgen vor dem St. Andrews State Park gestrandet.
Seither lief das Wasser nicht hoch genug auf, um sie wieder flott zu machen. Am 26.5. um 10 Uhr wurden die Bergungsbemühungen fortgesetzt und waren schließlich doch erfolgreich. Am Vortag um 14.30 Uhr war der Bergungsschlepper eingetroffen und hatte eine Jagerleine durch einen Schwimmer auf die Barge bringen können, auf die dann eine Schlepptrosse aufgesteckt wurde.
Dazu war ein Berger mit einer Leiter auf das Gefährt geklettert. Rund 200 Menschen schauten sich das Spektakel am Strand an. Beim ersten Anlauf brach allerdings die Schleppverbindung zu der Barge der SCF Marine, die meist zum Schrotttransport genutzt wird. Sie lag seit der Strandung unweit der Hafenmolen in der Brandung.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter drohte in Sunderland zu kentern
(27.05.17) Der ehemalige britische Trawler "Elegant II - B 907", 99 BRZ (MMSI-Nr.: 235000843), lief am 25.5. um 21.30 Uhr in Sunderland auf Grund. An Bord waren zwei Erwachsene und drei Kinder, als das 20 Meter lange Schiff in North Hylton festkam und mit starker Steuerbordschlagseite zu kentern drohte. Ein Coastguard-Team traf um 3.15 Uhr vor Ort ein. Neben der Sunderland Coastguard Rescue waren auch die Northumbria Police sowie der Tyne and Wear Fire and Rescue Service alarmiert worden.
Als die Retter eintrafen, waren die fünf Personen an Bord des Kutters bereits sicher an Land. Das Schiff lag mit 45 Grad Schlagseite am Ufer fest. Wegen der Gefahr einer Ölverschmutzung wurde durch den Port of Sunderland ein Ölbekämpfungsplan in Kraft gesetzt und eine Firma mit der Beseitigung möglicher Schäden beauftrag. Nach fast sechs Stunden konnte der Havarist aber wieder flottgemacht werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motorboot kenterte vor Konstanz
(27.05.17) Am 25.5. gegen 17.30 Uhr wurde das Löschboot der Feuerwehr Konstanz zu einem Sucheinsatz angefordert. Die Meldung war, dass im Obersee ein Boot gekentert sei und Personen im Wasser trieben. Sofort lief aus Konstanz die „Heinz Schäfer“ aus. Weiterhin waren die Wasserschutzpolizei, die DLRG, die Feuerwehr Überlingen und der Rettungshubschrauber Christoph 45 im Einsatz.
Die Crew des gekenterten Bootes wurde von einer passierenden Yacht bereits nach zwei Minuten gerettet. Es handelte sich um den 44-jährigen Schweizer Skipper und zwei weitere Mitfahrer. Das Boot selbst schwamm beim Eintreffen der Einsatzkräfte kieloben im Wasser und drohte vollends zu sinken.
Es hatte Wassereinbruch im Heck erlitten, als es sich rund 100 Meter vor dem Ufer befand. Die Ölwehr der Feuerwehr und die DLRG machten sich daran, das Boot zu sichern. Taucher der DLRG und Schwimmretter der Feuerwehr brachten sogenannte Hebesäcke am Rumpf an. Feuerwehrleute pumpten das Wasser aus dem Boot.
Es wurde dann beim Campingplatz Fließhorn in Dingelsdorf ans Ufer gezogen. Dort konnte es auf einen Trailer geladen und dem Eigner übergeben werden. Die Wasserschutzpolizei leitete Ermittlungen ein. Der Sachschaden betrug rund 14.000 Euro. Es kam aber weder zu einer Gewässerverunreinigung noch wurden Personen bei der Havarie verletzt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Binnentanker saß auf Main fest
(27.05.17) Am 24.5. gegen 23:30 Uhr lief ein niederländisches Tankmotorschiff, beladen mit 2799 Tonnen Essigsäure, bei Flörsheim im Fahrwasser des Mains auf Grund. In Absprache mit dem Wasserschifffahrtsamt und der Schleuse Kostheim erhöhte das Wasserwerk den Pegel, sodass der Havarist wieder freikam.
Nach Überprüfung der Fahrtauglichkeit, die keine offensichtlichen Schäden am Schiff ergaben, konnte es seine Fahrt fortsetzten. Die Schifffahrt auf dem Main musste für eine Stunde gesperrt werden, es ergaben sich aber keine Auswirkungen auf die Schifffahrt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wasserdampf als Party-Spoiler auf der Koi
(27.05.17) Am 27.5. musste das Partyschiff "Koi", 829 BRZ (IMO-Nr.: 7928615), der Adler-Reederei auf Sylt, das um 16.45 Uhr zu einer langen Partynacht auf der Elbe in Hamburg abgelegt und rund 600 Gäste an Bord hatte, seine Fahrt abbrechen. Weil aus dem Maschinenraum vermeintlich dichter Rauch emporstieg, wurde die "Spirit of Goa"-Party vorzeitig beendet. Zunächst wurde vermutet, dass unter Deck ein Teil des Kühlsystems ausgefallen war, sodass es zu einer Überhitzung der Maschine kam und ein Feuer ausbrach.
Tatsächlich aber war kurz nach Ablegen ein Kühlwasserschlauch der Steuerbord-Hauptmaschine gerissen, wodurch austretendes Wasser die heiße Abgasleitung traf. Dadurch bildete sich Wasserdampf, der Gästen und Crew wie Qualm erschien. Mit der Backbordmaschine blieb das Schiff weiterhin manövrierfähig.
Aus Sicherheitsgründen und um jegliche Gefährdung auszuschließen, entschloss sich der Kapitän, die Fahrgäste am Anleger Teufelsbrück aussteigen zu lassen. Eine Gefahr für Fahrgäste, Schiff und Besatzung bestand nicht. Am Anleger waren mehrere Züge der Feuerwehr in Stellung gegangen. Auch ein Rettungshubschrauber war alarmiert worden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht Hop nach fast drei Monaten wieder flott
(27.05.17) Der in London registrierte Yachtcarrier “Yacht Hop”, 791 BRZ (IMO-Nr.: 7418957), der Anfang März in der Nettlé Bay gestrandet war und seither Risse im Rumpf und eine Flutung des Maschinenraums erlitten hatte, konnte am 26.5. von den holländischen Bergern des Marine Construction Service im Auftrag der Hafenbehörde von Saint-Martin wieder flottgemacht werden. Sie hatten zuvor die Lecks im Rumpf abgedichtet und Wasser ausgepumpt sowie den Kraftstoff von Bord geschafft.
Nach mehreren erfolglosen Bergungsversuchen und dem Einsatz unterschiedlicher Schlepptrossen gelang es am 24.5. erstmals, den Havaristen ein Stück von der Küste wegzuziehen. Am 26.5. nun wurde sie in die Bucht von Marigot gezogen und weiterhin mit erheblicher Steuerbordschlagseite an der Fort Louis Marine festgemacht. Hier sollten als nächstes umfassende Inspektionen stattfinden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Archivbild "Zircone"
(Bild: Olaf Kuhnke)   Großbild klick!

Tanker brennt vor Riga
(25.05.17) Am 25.5. um 8.30 Uhr brach im Maschinenraum des lettischen Produktentankers "Zircone", 5045 BRZ (IMO-Nr.: 9010929), kurz nach dem Auslaufen aus dem Hafen ein Feuer im Maschinenraum aus. Ein Hubschrauber mit Wärmebildkameras stellte hohe Temperaturen in den Aufbauten fest. Der Kapitän erbat aber vorerst keine Evakuierung der Crew.
Sie versuchte, den Brand mit Bordmitteln zu löschen. Am Nachmittag waren die beiden lettischen Patroullienboote "Klints - KA 09" (MMSI-Nr.: 275115000) und "Skrunda" (MMSI-Nr.: 275404000) sowie der Schlepper "Stella" (IMO-Nr.: 9389655) an dem mit über 7,000 Tonnen Diesel beladenen Havaristen in Stellung gegangen. Die Coast Guard schickte außerdem einen Mi17-Helikopter für den Fall, dass die Crew abgeborgen werden musste.
Die “Zircone” ist 124,86 Meter lang, 17,22 Meter breit, hat 7,1 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 8.000 Tonnen. Sie läuft für die NT Marine Ltd. in Tallinn und wurde 1993bei der Fincantieri Cantalia Navigazione Italiani S.P.A. in Marina di Carrara erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler trieb vor Thyborøn
(25.05.17) In der Nacht zum 24.5. erlitt der dänische Trawler "Neptun - AS 202", 399 BRZ (IMO-Nr.: 8516213), Maschinenschaden auf der Nordsee vor Thyborøn. Das dortige DSRS-Rettungsboot "Martha Lerche" wurde zur Assistenz geschickt und nahm den Havaristen auf den Haken. Er wurde am 24.5. um 10 Uhr in den Hafen eingeschleppt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter "Frelsi - M 55" (Bild: RNLI)   Großbild klick!

Kutter lief bei Fishguard auf Grund
(25.05.17) Der 16 Meter lange, britische Kutter "Frelsi - M 55" (MMSI-Nr.: 232006368) aus Milford Haven lief am Abend des 22.5. bei Lower Town, Fishguard, auf Grund. Die Küstenwache alarmierte die RNLI um 17.50 Uhr. Auch die Polizei war im Einsatz. Erst gegen 23 Uhr kehrten die Seenotretter zu ihrer Station zurück, weil sich bei dem herrschenden Wasserstand nichts ausrichten ließ.
Am 23.5. um 4.30 Uhr kehrten einige von ihnen zurück, und es wurde damit begonnen, den Kutter mit steigendem Wasserstand wieder flott zu machen. um 6.20 Uhr wurde er nach Lower Town eingeschleppt, und um 9.40 Uhr war der Einsatz beendet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Crew von manövrierunfähigem Kutter gerettet
(25.05.17) Am 24.5. kam die US Coast Guard der vierköpfigen Crew des 80 Fuß langen Kutters “Gracie Bell” aus Beaufort zu Hilfe, der zwei Meilen östlich von Pritchards Island um 2.45 Uhr durch einen gebrochenen Mast in stürmischer See manövrierunfähig geworden war. Ein MH-65 Dolphin Helikopter der Air Facility Charleston nahm um 3:11 Uhr Kurs auf den Havaristen und hatte ihn fünf Minuten später erreicht.
Ein Rettungsschwimmer wurde auf dem Kutter abgesetzt, im Gegenzug wurden zwei der Fischer abgeborgen und um 3:30 Uhr zur Air Station Savannah gebracht. Nach dem Auftanken kehrte der Hubschrauber zur “”Gracie Bell” zurück und nahm die übrigen drei Personen an Bord um 5:21 Uhr an Bord. Er kehrte um 5:36 Uhr vom Einsatz zurück.
Der Trawler, dessen einer Ausleger ins Wasser hing, konnte später in ruhigere Gewässer bei St. Helena Island abgeschleppt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schleppzug drohte vor Washington zu stranden
(25.05.17) Der 113 Fuß lange, amerikanische Schlepper “Mauna Loa”, 257 BRZ (IMO-Nr.: 5229704), erlitt in der Nacht zum 25.5. mit einer 320 Fuß langen Barge auf dem Haken Maschinenausfall und trieb auf die Küste von Wahsington zu. Der Schleppzug erhielt Assistenz durch den Schlepper „Lauren Foss“ aus Neah Bay, der ihn nach Port Angeles abschleppte, wo er gegen 23 Uhr eintraf. Auch die “David Brusco” aus Cathlamet assistierte dabei, die drohende Strandung abzuwenden. Am 25.5. um 15.30 Uhr machte die „Mauna Loa“ in Seattle fest.
Quelle:Tim Schwabedissen



Vermisstes Patroullienboot nach 51 Stunden gefunden
(25.05.17) Die neunköpfige Crew eines malaysischen Patroullienbootes, das 51 Stunden im Meer getrieben hatte, nachdem am 20.5. der Kontakt mit dem Mutterschiff "Perdana" abgerissen war, hat zuletzt von rationiertem Mineralwasser gelebt. Das Boot hatte fünf Kutter gejagt, als erst die Funkanlage ausfiel und drei Stunden später der Treibstoff ausging.
Am 3. Tag entschied Lieutenant Mohd Hidir Yusof, das Wasser zu rationieren. Es waren nur noch ungefähr fünf Liter. Am Abend des 22.5. entdeckte ein Frachter das im Meer treibende Boot.
Quelle:Tim Schwabedissen



Maria 3 nach Male abgeschleppt
(25.05.17) Das maledivische Landungsboot "Maria 3" wurde nach Male zurückgeschleppt, nachdem es fünf Tage von der maledivischen Coastguard gemeinsam mit der indischen Marine gesucht und 150 Meilen südöstlich von Male in der See treibend gefunden worden war. Das Schiff war von dort am 15.5. von K Thulusdhoo, einer Malediveninsel, nach L Gan ausgelaufen. Am Abend des 20.5. wurde es von einer Dornier der indischen Marine 120 Meilen östlich von Male in der See treibend entdeckt und die Korvette "Kirch", 1.400 ts, zur der Position dirigiert.
Nachdem das Boot lokalisiert worden war, wurde mit dem ersten Tageslicht ein Boardingteam übergesetzt. Die sechsköpfige Crew der "Maria 3", darunter eine Frau aus Bangladesch und fünf weitere Seeleute aus Sri Lanka und den Malediven, waren wohlauf. Der Kontakt zu ihnen war am 16.5. abgebrochen, woraufhin die Küstenwache eine Suchaktion startete.
Die Bugklappe war heruntergefallen und das Schiff daraufhin manövrierunfähig geworden. Der maledivische Botschafter dankte den Rettern für ihren professionellen Einsatz bei herausfordernden Wetterbedingungen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Drei Mann vor Tybee Island vermisst
(25.05.17) Die US Coast Guard suchte seit dem 24.5. nach der dreiköpfigen Crew, Gary McGowan, Benjamin Dover und Isaac West, des 47 Fuß langen Kuttters “Miss Debbie” aus Swan Quarter, North Carolina. Das Wrack wurde gekentert vor der Küste von Georgia eine Meile nordöstlich von Tybee Island, Galveston, entdeckt. Um 18.22 Uhr hatte die Coast Guard das Signal eines Notsenders aufgefangen.
Ein 45-Fuß-Boot und ein Helikopter wurden um 19.35 Uhr alarmiert und entdeckten die „Miss Debbie“ um 19.48 Uhr. An Bord des gekenterten Schiffes befand sich niemand mehr. Auch war eine beim Wrack treibende Rettungsinsel unbesetzt.
Neben der Coast Guard, Georgia und South Carolina DNR waren auch die Savannah Fire and Emergency Services im Einsatz, Die Suche dauerte am 25.5. an. Der Kutter operierte von Nags Head aus für die Hobo Seafood in Swan Quarter, Hyde County. Als er verunglückte, zog ein Tornado durch das Seegebiet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kanadischer Frachter soll geborgen werden
(25.05.17) Der kanadische Frachter “Banks Ulladulla”, der auf Felsen vor Cid Harbour gestrandet liegt, soll auf Geheiß von Maritime Safety Queensland geborgen werden. Seit der Havarie war sie durch das Department of Main Roads and Transport überwacht worden. Sie stellte keine Gefahr für Umwelt oder Schifffahrt dar. Der Eigner hat nun einen Berger beauftragt, das Schiff im Laufe des kommenden Wochenendes wieder flottzumachen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter sank bei Racha Noi
(25.05.17) Ein Kutter auf dem Weg nach Phuket rettete am Nachmittag des 24.5. die 15-köpfige Crew der “Aung Sein Myat”, die mit diversen Handelsgütern auf der Fahrt von Penang, Malaysia, nach Myeik, Burma, gesunken war. Das Schiff war am 18.5. in See gestochen und hätte das Ziel am 27.5. erreichen sollen. Doch im Sturm ging es nahe Racha Noi Island unter, nachdem Wasser in den Maschinenraum eindrang.
Der in der Nähe befindliche Kutter „Or Arunsamutr 5” nahm die Crew an Bord und brachte sie am 25.5. um drei Uhr in Pae Sangarun in Rassada an Land. Sie wurden dort vom Phuket Social Development and Human Security Office betreut, bis sie nach Burma zurückkehren konnten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Eine Tote bei Feuer auf Binnenschiff in Hamburg
(25.05.17) Auf dem deutschen Binnenschiff "Admiral", 1133 ts(EU-Nr.: 4603970 brach im Travehafen in Hamburg am frühen Abend des 25.5. ein Feuer aus. Passanten meldeten zunächst Rauch aus dem Vorschiff des Schiffes, das am Steinwerder seit dem 23.5. lag und auf die Beladung wartete, gemeldet. Gleichzeitig verständigte der Eigner die Polizei, weil er eine allein an Bord befindliche Frau nicht erreichen konnte. Das Schiff lag in einem Dreierpäckchen am Roßdamm.
Beamte der nahegelegenen Wasserschutzpolizeiwache gingen an Bord und verständigten zugleich die Feuerwehr. Diese rückte auch mit Tauchern an, die jedoch nicht mehr zum Einsatz kamen. Es gelang den Einsatzkräften mit Unterstützung eines Löschbootes rasch, den Brand im Kabinenbereich im Bug einzudämmen und unter Kontrolle zu bringen.
In der Kombüse wurde dann die stark verbrannte Leiche der 24-jährigen Decksfrau gefunden, die als einzige an Bord gewesen war und zunächst als vermisst gegolten hatte. Neben ihr lagen auch drei tote Hunde, deren Leichenstarre bereits eingesetzt hatte. Daher wurde von einem länger zurückliegenden Todeszeitpunkt ausgegangen.
Die Hintergründe des Brands waren am Abend noch unklar. Brandermittler des Landeskriminalamtes haben den Fall übernommen. Hinweise auf einen Suizid gab es nicht. Möglicherweise hat ein tragischer Unglücksfall den Tod der Frau und der Tiere verursacht. Die Ermittlungen dauerten an.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bugspitze der „Christiane“
(Bild: Luehe DLRG)   Großbild klick!

Nächtlicher Großeinsatz am Lühedeich
(24.05.17) Am späten Abend des 22.5. kam es zu einem Großeinsatz für die Freiwillige Feuerwehr und die DLRG in Grünendeich: Am Lühesperrwerk war ein Mittelnkirchener Skipper mit seinem Motorboot „Christiane“ gekentert, als er um kurz nach 23 Uhr von der Elbe die Lühe ansteuerte. Kurz nachdem er den Anleger passiert hatte, kollidierte das Boot mit dem Backbordbug mit einem Dalben. Die „Christiane“ wurde stark beschädigte, lief voll Wasser und sank. Der Skipper klammerte sich an Teilen des Wracks, die noch aus dem Fluss ragten, fest.
Der ganze Bug wird sichtbar
(Bild: Luehe DLRG)   Großbild klick!
An dieser Stelle war die Lühe rund vier Meter tief. Nachdem die Rettungsleitstelle alarmiert hatten, rückten 100 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren Grünendeich, Borstel und Stade sowie der DLRG-Ortsgruppen Horneburg, Buxtehude und Stade aus. Weil das Boot der Horneburger Wasserretter am Lüheanleger vertäut war, konnten sie die Unglücksstelle schnell zur Hilfe eilen. Unterstützt von Feuerwehrleuten aus Grünendeich nahmen sie den Mann an Bord und übergaben ihn am Lüheanleger den Sanitätern des Rettungsdienstes, die mit zwei Rettungswagen ausgerückt waren.
Diese brachten ihn ins Elbe Klinikum. Der Mann war unterkühlt und hatte einen Schock erlitten, kam
„Christiane“ wird an Land gehievt
(Bild: Luehe DLRG)   Großbild klick!
ansonsten aber unversehrt davon. Feuerwehrleute sicherten anschließend das Boot, und die Wasserretter schleppten es an die Spundwand und hoben es mit einem Kran binnen weniger Minuten an Land. Taucher, die sich vorsorglich bereitgemacht hatten, mussten nicht mehr eingreifen.
Bei der Bergung traten aber offenbar Kraftstoffe aus, Ölgeruch machte sich breit. Mitarbeiter des Kreisumweltamtes mussten nun prüfen, ob ein Bodenaustausch notwendig war. Für den Abtransport des Wracks war der Eigner verantwortlich. Das Boot erlitt einen Schaden von rund 10.000 Euro.
Nach rund einer Stunde war der Einsatz vorbei, die Rettungskräfte von Feuerwehr und DLRG
An Land wird das Ausmaß des Schadens sichtbar
(Bild: Luehe DLRG)   Großbild klick!
konnten wieder einrücken. Beamte der Polizeiinspektion Stade und des Kommissariats 1 der Wasserschutzpolizei Hamburg waren vor Ort, um sich ein Bild der Lage zu machen und Spuren zu sichern. Die Wasserschutzpolizisten nahm die Ermittlungen zur Unfallursache auf.
Quelle:Tim Schwabedissen






Autofrachter "Silver Sky"
(Bild: Jerzy Razowsky)   Großbild klick!

Autofrachter geht nach Feuer auf den Schrott
(24.05.17) Der unter Panama-Flagge laufende Autofrachter "Silver Sky", 39043 BRZ (IMO-Nr.: 8519722), ging am Haken des maltesischen Offshore-Schleppers "Diavlos Pride" (IMO: 7914470), am 21.5. von Antwerpen aus auf seine letzte Reise. Das Schiff war im Oktober 2016 durch einen Brand auf den Ladedecks, der mehrere Tage lang nicht unter Kontrolle gebracht werden konnte, so schwer beschädigt worden, dass eine Reparatur nicht mehr lohnte. Der Havarist war seitdem in Dock 6 am Kai geblieben.
Nun wurde er an Abbrecher in Aliaga verkauft. Hier sollte der Konvoi am 23.6. eintreffen. Bei der Passage der holländischen Küste wurde der Schleppzug am 24.5. durch die beiden belgischen Hafenschlepper "Union Grizzly" (IMO-Nr.: 9397121) und "Gent" (IMO-Nr.: 8409305) verstärkt. Das Patroullienboot "RWS 79" stellte die Eskorte. Die “Silver Sky” wurde 1989 als “Hannover” beim Jiangnan Shipyard in Shanghai erbaut.
Sie ist 183 Meter lang, 30 Meter breit, hat acht Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 9,772 Tonnen. Eigner waren die Maritime Management Services im Libanon.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schlecht ausgebaggert – Kutter kenterte vor Grosse Île
(24.05.17) Das Transportation Safety Board (TSB) schickte zwei Inspektoren, nachdem der Kutter “Emma Joan” am Nachmittag des 20.5. vor den Magdalen Islands gekentert war, als er den Hafen von Grosse Île vom Hummerfang zurückkehrend ansteuern wollte. Die Crew, Skipper Adam Clark und Decksmann Alexandre Langlois, konnten von den Kuttern “Lisa-Marie V” und „Knotty Girl“, die sich in der Nähe befanden, rasch gerettet werden. Sie waren geschockt, aber unversehrt.
Der Unfall ereignete sich bei starkem Wind und hoher Brandung. Wahrscheinlich stieß der Kutter auf eine Untiefe durch angespülten Sand, da seit Jahren nicht zureichend im Hafen von Grosse Île ausgebaggert wurde. Das kieloben liegende Wrack konnte am 21.5. nach Wetterberuhigung, seines Deckshauses beraubt, von einem Bagger aufgerichtet und geborgen werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fast Herman wollte bei Strandung den Weg abkürzen
(24.05.17) Der belgische Frachter „Fast Herman“, 2474 BRZ (IMO-Nr.: 9345362), verließ den Rostocker Seehafen wieder am 23.5. kurz nach Mittag und nahm Kurs auf Goole, wo er am 25.5. eintreffen sollte. Das Schiff war nach seiner Strandung auf der Prerowbank auf Grund gelaufen. Nachdem der aus Rostock herbeigerufene Schlepper „Bugsier 17“ (IMO-Nr.: 9036234) es Stunden später wieder flottgemacht hatte, wurde es nach dem Einlaufen in den Hafen von der BG Verkehr mit einem Auslaufverbot belegt.
Diese teilte der Wasserschutzpolizeiinspektion Rostock am 23.5. gegen 11 Uhr mit, dass bei den Untersuchungen an Bord sowie an der Außenhaut des Schiffes keine Schäden festgestellt worden waren. Aus diesem Grund wurde das Auslaufverbot wieder aufgehoben. Die Ermittlungen zur Ursache der Havarie, die das Streifenboot „Warnow“ nach der Strandung eingeleitet hatte, dauerten noch an. Wahrscheinlich schien, dass der Kapitän eine Abkürzung nehmen wollte und so auf der Untiefe vor Prerow landete.
Quelle:Tim Schwabedissen



Lemsteraak drohte in Flammen aufzugehen
(24.05.17) Die Fahrt der Tjalk “De Bolle Baron”, die am 23.5. gerade aus dem Binnenhafen an der Ijsselmeer-Seite von Den Oever ausgelaufen war, war nur von kurzer Dauer. Auf der Lemsteraak, die sich auf dem Weg nach Medemblik befand, kam es nach wenigen Minuten zu einer Rauchentwicklung im Maschinenraum.
Offenbar hatte sich Öl unterhalb der Maschine erhitzt. Der Skipper aus La Hague stoppte sofort, um den Ausbruch offenen Feuers zu verhindern, und rief die Feuerwehr. Andere Skipper kamen sofort zur Hilfe herbei, bis das Rettungsboot “Johanna Margareta” der örtlichen KNRM-Station das Boot zur Marina Den Oever abschleppte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker saß auf Suez-Kanal fest
(24.05.17) Am 23.5. gegen 11 Uhr lief der liberianische Tanker “New Legend”, 81270 BRZ (IMO-Nr.: 9230505), auf dem Suzekanal bei Kilometer 62 in Südrichtung laufend auf Grund. Vier Schlepper wurden zu dem Havaristen geschickt, der das Fahrwasser teilweise blockierte. Er konnte wieder flottgemacht werden und beendete den Transit der Wasserstraße nach einem Check am selben Tag. Am Abend verließ er den Kanal wieder auf seiner Reise von Novorossiysk nach Vadinar
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht sank nach Kollision mit Wal – Crew gerettet
(24.05.17) Die Crew der britischen Segelyacht “Destiny of Scarborough” wurde am 22.5. 356 Meilen nordöstlich der Insel Terceira auf den Azoren gerettet. Sie war mit einem Wal kollidiert, leckgeschlagen und begann zu sinken. An Bord der Hallberg-Rassy 48 waren drei Briten.
Der Skipper funkte Mayday, woraufhin die portugiesische Marine eine Korvette sowie eine C-295 der Lajes Base und eine P3-C der Beja Base schickte. Auch das Handelsschiff “Justine” nahm Kurs auf die Position und nahm die Segler um 15.13 Uhr an Bord. Sie wurden nach Aviles gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schlepper “Mr. Landon” und Schwimmkran
(Bild: USCG)   Großbild klick!

Schlepper sinkend auf Grund gesetzt
(23.05.17) Auf dem Calcasieu Ship Channel erlitt der 60 Fuß lange Schlepper “Mr. Landon” (MMSI-Nr.:367460360), am frühen Morgen des 22.5. Wassereinbruch am Heck. Um 3.45 Uhr setzte die Crew das wegsackende Schiff unweit von Monkey Island auf Grund, um einen Untergang abzuwenden. Die Coast Guard Marine Safety Unit Lake Charles und die National Oceanic and Atmospheric Administration wurden alarmiert. Rund 10 Gallonen Öl waren ausgelaufen und wurden aufgenommen.
Die MSU Lake Charles überwachte auch die Bergung der “Mr. Landon” durch einen Schwimmkran. Das Schiff konnte erfolgreich gehoben und ausgepumpt werden. Andere Schlepper assistierten bei
“Mr. Landon” wird gelenzt
(Bild: USCG)   Großbild klick!
der Aktion. Der Havarist wurde dann zur Reparatur nach gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen








Auf Grund gelaufen ...
(Bild: USCG)   Großbild klick!

Yacht saß bei Glen Cove fest
(23.05.17) Die US Coast Guard assistierte am 21.5. der zweiköpfigen Crew einer Segelyacht, die bei der Glen Cove Marina in Glen Cove, New York, auf Grund gelaufen war. Das 43 Fuß lange Boot saß mit Schlagseite fest. Eine Bergungsfirma informierte die Coast Guard New York über die Havarie.
Diese schickte ein 29-Fuß-Boot der Station Kings Point zu Hilfe. Die beiden Segler wurden zunächst von ihrem Boot abgeborgen und zur Glen Cove Marina gebracht. Mit der Flut konnte dann auch die Yacht wieder flottgemacht werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter vir Kyauk Phyar River gestrandet
(23.05.17) Der Frachter "Chan TT" lief am 19.5. auf der Reise von Yangon nach Myeik in der Müdnung des Kyauk Phyar River auf Grund. Es war am 14.5. ausgelaufen und erreichte Myeik am 19.5. Das Schiff hatte u.a. Dünger und Getränke geladen, insgesamt 350 Tonnen. Einiges an Decksladung wurde inzwischen durch Seeschlag zerstört. Die 15-köpfige Crew wurde gerettet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Geblendet – Binnentanker lief auf Grund
(23.05.17) Am 21.5. lief das deutsche Tankmotorschiff "Wotan", 1592 ts (EU-Nr.: 04808390;), außerhalb der Fahrwasserbetonnung auf dem Schelde-Rhein-Kanal auf Grund. Das unbeladene Schiff kam in einer Bucht oberhalb von Tholen fest, weil der Schiffsführer von der tief stehenden Sonne geblendet war. Der Schlepper "Furie 3" konnte den Havaristen freispülen und wieder vom Grund ziehen.
Der Tanker war unterwegs von Antwerpen nach Rotterdam. Dort machte er am 22.5. um 23.40 Uhr im Neckarhafen fest.
Quelle:Tim Schwabedissen



Segelyacht als Tauchwrack im Eyller See versenkt
(23.05.17) Taucher haben am 21.5. im Eyller See ein altes Segelschiff, die Yacht „Terra“ des SYC Emmerich, als Tauchwrack versenkt. Als dem örtlichen Tauchclub das Boot angeboten wurde, griff dieser sofort zu. Ein Spezialunternehmen bereitete das zehn Meter lange Schiff dafür entsprechend vor. 60 Taucher waren dabei, als das Schiff auf seine letzte Reise ging.
Eine Panne hatte es einige Tage zuvor gegeben. Als die Yacht zu Wasser gelassen werden sollte, löste sich der Trailer von der Zugmaschine, und das Boot rollte samt dem Trailer in den See. 15 Taucher zogen es dann auf die richtige Position. Steinplatten sollten das Boot beschweren, damit es untergeht, Doch das war gar nicht nötig, denn es sank ganz von alleine mit dem Heck voran langsam auf den sieben Meter tiefen Grund. Am Eyller See ist der Standort der Niederrhein-Taucher, außerdem arbeitet der Betreiber eng mit dem Tauchclub Kamp-Lintfort zusammen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter lief bei Lensvik auf Grund
(23.05.17) Der Rettungskreuzer „Horn Flyer“ wurde am Morgen des 23.5. um 5.40 Uhr alarmiert, nachdem bei Lensvik ein 30 Fuß langer Kutter auf Grund gelaufen und leckgeschlagen war. Die Feuerwehr war ebenfalls seit 6.15 Uhr mit einem Löschboot vor Ort im Einsatz. Der Skipper blieb unversehrt, als sein Schiff zwischen Ingdalen und Lensvik bei Agdenes in Süd-Trøndelag festkam. Es konnte gelenzt und nach Trondheim abgeschleppt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motoryacht in Maassluis ausgebrannt
(23.05.17) Auf dem Gelände der Werft De Haas in Maassluis brach am Morgen des 23.5. um 8.30 Uhr ein Feuer auf einer 20 Meter langen Motoryacht aus. Es kam zu starker Rauchentwicklung auf dem Betrieb an der Govert van Wijnkade. Die Feuerwehr konnte das Feuer auf dem in Vollbrand stehenden Boot im Laufe des Tages unter Kontrolle bekommen. Es wurden Ölsperren ausgelegt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter erlitt Wassereinbruch vor Glen Head
(23.05.17) Das RNLI-Boot aus Arranmore wurde am Abend des 20.5. alarmiert, nachdem ein Kutter mit einer zweiköpfigen Crew an Bord vor der Küste von Glen Head in County Donegal Maschinenausfall und Wassereinbruch erlitten hatte. Er war von Bunbeg nach Sligo unterwegs und warf nach der Havarie Anker. Die Seenotretter nahmen den Kutter auf den Haken und schleppten ihn nach Burtonport, wo er zur Reparatur gedockt wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter trieb im Pentland Firth
(23.05.17) Das RNLI-Boot aus Longhope wurde am 22.5. alarmiert, nachdem der 16 Meter lange Kutter "Kemarvin – WK 814" (MMSI-Nr.: 234414000) im Pentland Firth Maschinenausfall erlitten hatte. Die Coastguard bat die Seenotretter um 20.30 Uhr um Assistenz für den Havaristen, der vor Duncansby Head trieb. Sie waren um 21 Uhr vor Ort und konnten den Kutter samt seiner dreiköpfigen Crew rasch auf den Haken nehmen.
Er wurde dann nach Scrabster abgeschleppt. Wetter und Tidenstrom waren ideal für einen reibungslosen Ablauf. Um zwei Uhr früh war das Rettungsboot wieder klar auf Station.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter saß bei Lower Town auf Felsen
(23.05.17) Die britische Coastguard wurde alarmiert, nachdem der Kutter “Fresni” mit vier Mann an Bord am 22.5. um 17.30 Uhr an der Westseite des Hafens von Lower Town auf Felsen aufgelaufen war. Die beiden RNLI-Boot aus Fishguard liefen wenig später aus, fanden den Havaristen aber in ungefährdeter Lage vor. Sie kehrten zu ihrer Station zurück, und wie erhofft, schwamm der Havarist mit der Morgenflut am 23.5. wieder auf. Er steuerte den Kai von Lower Town dann mit eigener Kraft zur Reparatur an.
Quelle:Tim Schwabedissen



Barge sank auf Yugan Op
(23.05.17) Die russische Barge “NGSP-313“ sank am 19.5. auf dem Yugan Ob-Fluss bei Kilometer 166. Sie war mit einer Ladung Betondalben unterwegs in einem Schubverband, der außerdem aus dem Schlepper „Reidovo-6“ sowie der Barge „MP-249“ bestand. Der Verband ankerte an der rechten Fahrwasserseite, doch bei starkem Wind legte sich die Barge nach Backbord über und erlitt Wassereinbruch.
Lenzversuche der Crew blieben erfolglos. Nach einer halben Stunde versank die Barge außerhalb des Fahrwassers.
Quelle:Tim Schwabedissen



Archivbild "Fast Herman"
(Bild: Olaf Kuhnke)   Großbild klick!

Zingst: Fast Herman vor Prerow stark verlangsamt
(22.05.17) Am 21.05. gegen 04:40 Uhr lief der belgische Frachter „Fast Herman“, 2474 BRZ (IMO-Nr.: 9345362), auf der Prerowbank zwischen Darßer Ort und Zingst auf Grund. Nördlich vom Darßer Ort und von Prerow befinden sich aufgrund der ständig wechselnden Strömungen wechselnde Untiefen. Das Schiff, das am 20.5. mit einer Ladung Harnstoff aus Stettin nach Lübeck ausgelaufen war, konnte sich aus eigener Kraft nicht mehr befreien. Das Küstenstreifenboot "Warnow" der Wasserschutzpolizeiinspektion Rostock übernahm vor Ort die Ermittlungen.
Durch einen aus dem Hafen Rostock hinzu gerufenen Schlepper wurde das Schiff gegen 13:50 Uhr vom Grund freigeschleppt. Auf Weisung der Abteilung Schiffssicherheit der Berufsgenossenschaft Verkehr Hamburg musste das Schiff den Seehafen Rostock anlaufen. Die notwendigen Untersuchungen des Schiffsbodens durch Taucher wurden veranlasst. Der Frachter machte gegen 18 Uhr an Liegeplatz 37 fest.
Die angeforderten Taucher nahmen am Vormittag des 22.5. ihre Arbeit auf. Die Wasserschutzpolizei vernahm die Crew und prüfte das Logbuch sowie das Maschinentagebuch prüfen. Unklar war, wieso das Schiff die Kadetrinne vor dem Darß verlassen hat und direkt auf Prerow zugehalten hatte. Drogen waren nicht im Spiel.
Die “Fast Herman” ist 82,5 Meter lang, 12,5 Meter breit, hat 5,3 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 3.480 Tonnen. Der 136-TEU-Frachter läuft für Fast Lines Belgium NV in Antwerpen und wurde 2006 auf der Bodewes Shipyards BV in Hoogezand als „Flinterbrise“ erbaut. 2011 wurde sie erst zur „Jolie Brise“ und „Fast Victor“, als die sie bis 2013 lief.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre “Mutiasa Santosa 1” brennt
(Bild: Badam SAR)   Großbild klick!

Insgesamt 198 Menschen von Fähre vor Indonesien abgeborgen – Opferzahl verharrt bei fünf
(22.05.17) Während die ausgebrannte Fähre “Mutiasa Santosa 1” weiterhin qualmend vor der Küste der Masalembo-Inseln lag, begann die indonesische National Transportation Safety Commission (KNKT) mit ihren Untersuchungen zur Brandursache. Das Feuer entstand offenbar auf einem Truck auf Deck 1. Crew und Passagiere konnten es mit Feuerlöschern und der Sprinkleranlage zunächst unter Kontrolle bringen, doch dann entzündete es sich wieder.
Eine kleine Explosion ereignete sich zwischen 16 und 16.30 Uhr, als sie die blaue Plane von der Ladefläche zogen, und dann breitete sich der Brand rasch weiter aus. Wegen der starken Rauchentwicklung mussten alle in dem Bereich fliehen. Der Truck war mit Chemikalien beladen. Der beißende Qualm machte binnen kurzem allen Fahrgästen zu schaffen, die auf die offenen Decks zu entkommen suchten oder sogar über Bord sprangen. Seit 17.50 Uhr lief dann die Evakuierung, die bis in die Nachtstunden andauerte.
Nach einer jetzt vorgelegten Bilanz des Surabaya Search and Rescue Team wurden 198 Menschen vom Schiff evakuiert, darunter 161 Passagiere und 37 Crewmitglieder. Fünf von ihnen starben infolge des Feuers. Die Zahlen stimmten nicht mit dem Passagiermanifest der Fähre überein. Nach diesem hätten sich 134 Passagiere an Bord befinden müssen.
Offenbar waren mindestens ein Ersatzfahrer sowie Reinigungspersonal nicht auf der Liste erfasst. Allerdings gab es auch keine Vermisstenmeldungen mehr, sodass die Zahl der Opfer nicht weiter steigen dürfte. Die Suche vor Ort wurde offiziell am 21.5. beendet. Die Situation sollte aber noch eine Woche lang überwacht werden. Dazu befanden sich zwei Patroullienboote, die „Wisanggeni" aus Semarang sowie die "SAR 225 - Widura" aus Basarnas Surabay weiter auf Standby auf Maselembu Island.
Diese hatte auch die Toten um 3.30 Uhr nach Tanjung Perak in Surabaya gebracht. Drei Verletzte kamen ins Primasatya Husada Citra Hospital (PHC) in Tanjung Perak.
84 der Passagiere hatte die "Dharma Kartika IX" aus Dharma Lautan Utama gerettet, die sie am 20.5. um 23.30 Uhr an Land absetzte. Zwei weitere hatte die "Meratus Makassar" an Bord.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bugschaden am Fahrgastschiff "Sea Cruise“
(Bild: Kystvakten)   Großbild klick!

Fahrgastschiff vor Fitjar geborgen
(22.05.17) Das norwegische Fahrgastschiff "Sea Cruise“, 55 BRZ (MMSI-Nr.: 257354400), das nach Erkrankung des Skippers im Schärengarten von Fitjar auf Grund gelaufen war, konnte am 21.5. durch die norwegische Küstenwache wieder flottgemacht werden. Das am Bug schwer beschädigte Schiff wurde auf dem Weg zum Hafen mit Einsatz von Lenzpumpen schwimmfähig gehalten.
Das Leck selbst war mit Schaum provisorisch abgedichtet worden. Nach Erreichen von Fitjar wurde es auf einen Slip gezogen. Dieses wegen der Trümmer am Bug etwas heikle Manöver wurde durch einen Taucher des Patroullienbootes “Tor” unterstützt. Drogen- oder Alkoholmissbrauch spielten bei der Havarie keine Rolle.
Quelle:Tim Schwabedissen



Drei Kutter durch Feuer in Craig schwer beschädigt
(22.05.17) Die Coast Guard Juneau wurde am 21.5. um 3.30 Uhr alarmiert, nachdem auf drei Kuttern, der 57 Fuß langen Kutter „Seaborn“, der 56 Fuß langen „Pacific Lady“ und der 49 Fuß langen „Julia Kae“ in einer Marina in North Cove in Craig, Alaska, Feuer ausgebrochen war. Es gelang der örtlichen Feuerwehr gemeinsam mit dem Hafenkapitän von Craig, den Brand zu löschen. Dazu musste die „Julia Kae“ brennend zunächst durch den Hafen geschleppt werden, um an einem Slip der Feuerwehr einen besseren Zugriff zu ermöglichen.
Das Coast Guard Marine Safety Detachment Ketchikan schickte Inspektoren zur Kontrolle möglicher Umweltschäden und einer Untersuchung der Brandursache sowie der entstandenen Schäden. Die “Pacific Lady” hatte bis zu 1,500 Gallonen Kraftstoff an Bord, die “Julia Kae” maximal 3,800 Gallonen und die “Seaborn” maximal 2,000 Gallonen. Es gab nur minimale Ölfilme auf dem Wasser.
Um zwei der Kutter wurden Ölsperren ausgelegt. Die Fiberglas-Rümpfe waren zum Teil bis dicht über der Wasseroberfläche heruntergebrannt, die Decks von den Flammen zerstört.
Quelle:Tim Schwabedissen



Patroullienboot vor Singapur vermisst
(22.05.17) Das Patroullienboot “Perdana 3501”, 265 tdw, der malaysischen Marine ging am 21.5. vor Johor in der Straße von Singapur verloren. Das Boot war mit seiner neunköpfigen Crew zur Kontrolle vietnamesischer Kutter geschickt worden. Dann ging der Kontakt 29 Meilen östlich von Tanjung Sedili Besar verloren. Eine Rettungsaktion wurde gestartet. Möglicherweise hatte das 1971 in Frankreich erbaute Boot in flachen Küstengewässern Schutz vor stürmischer See gesucht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kollision vor Singapur
(22.05.17) Der griechische Capesize-Bulkcarrier "Gortynia", 93297 BRZ (IMO-Nr.: 9702584), kollidierte am frühen Morgen des 17.5. mit dem liberianischen Bulkcarrier "DZ Qingdao", 27763 BRZ (IMO-Nr.: 9116656), in der Straße von Singapur. Beide Schiffe wurden erheblich beschädigt und steuerten die Reede von Singapur an, wo sie für die weiteren Untersuchungen bis auf Weiteres vor Anker gingen. Die „Gortynia“ war mit einer Ladung Kohle von Saldanha Bay nach Singapur unterwegs, die "DZ Qingdao" war von Tianjin auf der Reise nach Port Klang.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter “UL 50” mit Maschinenschaden
(22.05.17) Am 21.5. um 9.26 Uhr erlitt der Kutter “UL 50” Maschinenschaden dicht vor der Insel Fladda im Sound of Luing. Die Stornoway Coastguard verbreitete einen 'Pan pan'-Ruf, mit dem Schiffe in der Nähe um Standby gebeten wurden, bis das RNLI-Boot aus Oban vor Ort war. Es lokalisierte den Kutter mit seiner zweiköpfigen Crew um 10.03 Uhr.
Der Havarist wurde dann in Schlepp genommen und in den am nächsten gelegenen Hafen Craobh Haven abgeschleppt. Um 11.44 Uhr wurde es mit Assistenz des Oban Coast Rescue Teams sicher festgemacht. Das Rettungsboot kehrte zu seiner Station zurück und war gegen 13 Uhr wieder einsatzbereit in Oban.
Quelle:Tim Schwabedissen



"Nabil J" wird geborgen
(22.05.17) Am 22.5. begann die Sidon-Kommune mit Bergungsarbeiten an dem seit fast einem Monat an ihrer Küste gestrandeten Frachter "Nabil J". Ein Mobilkran ging auf dem der Strandungsstelle gegenüberliegenden Promenade in Stellung. Mit seiner Hilfe sollten umweltgefährdende Stoffe und die Ladung von Bord geholt werden. Anschließend muss das eingedrungene Wasser gelenzt werden, ehe versucht werden kann, den Havaristen freizuschleppen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gleich zwei Fähren im Oslofjord ausgefallen
(22.05.17) Gleich zwei Fähren fielen am 22.5. auf der Horten-Moss-Route aus, während gleichzeitig der Oslofjord-Tunnel für den Verkehr gesperrt war. Durch diese Einschränkungen im Fjordverkehr kam es rasch zu Staubildung auf dem Kai in Moss und Wartezeiten von über eine Stunde. Grund dafür war, dass sowohl die “Bastø IV", 7700 BRZ (IMO-Nr.: 9771420), wie auch die "Bastø VI" 7870 BRZ (IMO-Nr.: 9769219), technische Probleme hatten.
Die erste Abfahrt der "Bastø VI" in Horten hätte um 6.45 Uhr sein sollen, die Rücktour von Moss um 7.30 Uhr. Doch in der Hauptmaschine kam es durch einen Leitungsbruch zu einer Ölleckage. Es kam zwar zu keinen Umweltschäden, da das Öl im Schiffsinnern auslief, doch die "Bastø IV“ musste vorerst in Moss am Kai bleiben. Zur selben Zeit kam es auf der "Bastø VI" zu einem Problem mit dem Einkuppeln des Propellers, sodass sie in Horten eine Zwangspause einlegen musste.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motorboot „Soldis“in abenteuerlicher Lage
(Bild: SW Politidistrikt)   Großbild klick!

Motorboot hing fast senkrecht an Felswand
(21.05.17) Das MRCC in Südnorwegen wurde am 21.5. alarmiert, weil von der Crew eines Fahrgastschiffes um 6.19 Uhr eine Motoryacht fast senkrecht auf den Felsen nördlich von Langenuen zwischen Stord und Tysne an einem Baum hängend entdeckt worden war. Es befand sich niemand an Bord, aber das Rettungsboot fehlte, und der Motor war noch warm. Ein Seaking-Rettungshubschrauber aus Sola wurde alarmiert, der nach dem Schlauchboot Ausschau halten sollte.
Wegen der Lage, in der sich das Motorboot namens „Soldis“ befand, wurde davon ausgegangen, dass Personen, die sich an Bord befunden hatten, verletzt sein oder unter Schock stehen könnten. Das Beiboot wurde gegen neun Uhr dann verlassen im Hafen von Stord gefunden. Eine halbe Stunde später hatte die Polizei Kontakt mit dem Eigner der Motoryacht, einem Mann aus Stord, der einräumte, sie auf Grund gesetzt zu haben.
Er hatte ebenso wie ein Mitfahrer die Havarie unversehrt überstanden, sie aber nicht gemeldet. Beide hatten die Havarie offenkundig unversehrt überstanden. Dem Skipper wurde aber eine Blutprobe abgenommen und im nach der medizinischen Untersuchung angeordneten Arrest in Haugesund eine Vernehmung durchgeführt. Die „Soldis“, eine Fairline, ein in England gebautes Boot, das bis zu 50 km/h laufen kann, war trotz des wuchtigen Aufschlags am Boden erstaunlich wenig beschädigt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motoryacht vor Ischia gestrandet
(21.05.17) Eine 15 Meter lange, italienische Motoryacht zerschellte am 20.5. gegen 21 Uhr auf den Felsen bei Punta San Pancrazio auf Ischia. An Bord befand sich eine Familie aus Neapel: Zwei Erwachsene und ihre 13 und vier Jahre alten Kinder. Das Boot war mit über 20 Knoten auf die Felsen gelaufen, wurde von diesen aufgerissen und sank.
Die Ischia Coast Guard schickte ein Boot zur Unglücksstelle, das den Skipper rettete. Die drei anderen waren bereits von einer Segelyacht aus Sant'Angelo an Bord genommen worden. Alle vier Schiffbrüchigen wurden nach Ischia gebracht und im Rizzolli-Krankenhaus medizinisch betreut.
Quelle:Tim Schwabedissen



zwei Schlepper bergen Tanker "Travestern"
(Bild: Pierre Langevin)   Großbild klick!

Travestern lief nach Maschinenschaden auf Grund
(21.05.17) Am 19.5. lief der unter Marshall-Islands-Flagge registrierte Tanker "Travestern", 11423 BRZ (IMO-Nr.: 9053206), auf der Lancaster Bar östlich von Cornwall auf dem St. Lawrence River auf Grund. Der Tanker war am 18.5. um 17.45 Uhr aus Hamilton nach Montreal ausgelaufen. Am folgenden Nachmittag erlitt er um 13.50 Uhr Maschinenschaden und lief um 16 Uhr auf eine Untiefe bei Cazaville nahe Salaberry-de-Valleyfield auf. Zwei Inspektoren des Transportation Safety Board (TSB) gingen an Bord, bevor der Havarist wieder flottgemacht werden durfte. Sie fanden keine Hinweise auf Wasserverunreinigungen vor. Zwei Schlepper bargen den Tanker dann und zogen ihn auf den Lake St. Francis.
Der Schiffsverkehr wurde erheblich beeinträchtig, bis der Havarist Salaberry-de-Valleyfield erreicht hatte. Dort warf er Anker für die notwendigen Klasseuntersuchungen. Am 21.5. lag er weiter auf der Position unweit der Unglücksstelle.
Bei der „Travestern“ handelt es sich um einen auf der MTW Schiffswerft in Wismar erbauten, eisgängigen Chemikalientanker. Die Baureihe des zwischen 1993 und 1995 gebauten Schiffstyps umfasste sechs Einheiten, die alle an die Leeraner Reederei Rigel Schiffahrt abgeliefert wurden. Bis auf die zuletzt abgelieferte „Isarstern“ wurden alle Schiffe in den Jahren 2011 bis 2013 wieder verkauft.
Die „Travestern“ ist 161,26 Meter lang, 23 Meter breit, hat 11,7 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 17.088 Tonnen. Sie läuft jetzt für die Coastal Shipping Limited in St. Johns, Kanada.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wird zum künstlichen Riff
(Bild: Mississippi Gulf)   Großbild klick!

Segelyacht wird künstliches Riff
(21.05.17) Eine 55 Fuß lange Segelyacht wird derzeit in Gulfport von der Nonprofit-Organisation Mississippi Gulf dazu vorbereitet, zu einem künstlichen Riff im Golf von Mexiko zu werden. Das Boot hatte bereits im Jackson County auf Grund gelegen und war 2016 geborgen worden.
Südlich von Horn Island soll das bereits muschelverkrustete Wrack nun endgültig auf dem Meeresgrund landen. Ende Juni wird die letzte Reise stattfinden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motoryacht vor dem Sinken bewahrt
(21.05.17) Die US Coast Guard assistierte am 20.5. der vierköpfigen Crew der 42 Fuß langen Motoryacht “Franta Sea” aus Red Bank, die unweit von Sandy Hook, New Jersey, Wassereinbruch erlitten hatte. Die Coast Guard New York entsandte ein 29-Fuß-Boot der Station Sandy Hook zur Hilfeleistung.
Die Bootscrew half den Sportbootfahrern mit einer mobilen Lenzpumpe, das eindringende Wasser wieder außenbords zu befördern. Dann wurde die „Franta Sea“ zur Atlantic Highlands Marina in New Jersey abgeschleppt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fahrgastschiff lief bei Ålforo auf Grund
(21.05.17) Das 21 Meter lange norwegische Fahrgastschiff „Sea Cruise“, 55 BRZ (MMSI-Nr.: 257354400), der Nils Agasøster Båtservice in Bømlo lief am 21.5. bei Ålforo in Fitjarøyane im Sunnhordland auf Grund. Um 12.34 Uhr machten sich Einsatzkräfte auf den Weg zur Unglücksstelle. Da unklar war, wie viele Personen an Bord waren, wurden ein Sea-King, eine Luftambulanz, die Polizei in Haugesund, ein Rettungsboot sowie die Coastguard alarmiert.
An Bord des Havaristen, der auf den Felsen des Fitja-Archipels lag, befand sich aber nur der 75-jährige Skipper. Er war verletzt, wurde medizinisch betreut und ins Haukeland University Hospital gebracht. Sein in Rubbestaneset beheimatetes Schiff war bei der Havarie am Bug leckgeschlagen und verlor Diesel. Ölsperren wurden am Havaristen, der nicht vom Sinken bedroht war, ausgelegt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Indische Marine fand vermisstes Landungsboot
(21.05.17) Die indische Marine lokalisierte drei Tage nachdem es vermisst worden war, das maledivische Landungsboot “Maria 3” am Abend des 20.5. Es war zwischen am 18.5. zwischen den zwei maledivischen Inseln K Thulusdhoo, und L Gan unterwegs gewesen. Eine Dornier entdeckte es samt seiner sechsköpfigen Crew 120 Meilen östlich von Male, 60 Meilen von der zuletzt bekannten Position im Meer treibend.
Daraufhin wurde die Korvette “Kirch” der Kora-Klasse zu dem in Panama registrierten Havaristen dirigiert, dessen Bugrampe gebrochen war, sodass er nicht mehr fahren konnte. Das Schiff trieb mit herunterhängender Klappe in grober See. Die Crew wurde unversehrt vorgefunden. Ein Boardingteam wurde zu ihrer Assistenz auf dem Landungsschiff abgesetzt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bergung der „Ninive“
(Bild: THW Eckernfoerde)   Großbild klick!

Eckernförde: Keine Rettung für die Ninive
(20.05.17) Die Eckernförder Stadtwerke wollen die „Ninive“ bis zum Ende des Jahres auf eigene Kosten abwracken lassen. Der nur 32 Jahre alte Nachbau eines pommerschen Lastenseglers von 1869 war im Eckernförder Hafen gesunken und nach der Bergung auf dem Parkplatz am Vogelsang aufgepallt worden. Zuletzt gehörte das 1985 vom Stapel gelaufene Schiff dem Förderverein „Ninive“.
Vier Jahre lang hatte das Schiff im Innenhafen der Stadt gelegen, als es am 28.1.2015 aus unbekannter Ursache sank. Zwei Wochen später wurde die Galeasse vom THW geborgen. Dieser
„Ninive“ wird gelenzt
(Bild: THW Eckernfoerde)   Großbild klick!
war bereits am 10.1.2004 zum rettenden Engel geworden, als der Traditionssegler im Strelasund mit Treibeis kollidiert und leckgeschlagen war. Einsatzkräfte der Ortsverbände Greifswald und Stralsund hatten das mit Schlagseite auf Grund liegende Schiff gelenzt.
Der Skipper hatte das sinkende Schiff ins Flachwasser vor Altefähr gebracht, wo es voll Wasser lief und 35 Grad Steuerbordschlagseite entwickelte. Daraufhin forderte der Eigner am Nachmittag des 11.01. das THW zur Bergung des Schiffes an. Nachdem die Ortsverbände Greifswald und Stralsund eingetroffen sind, erkundeten sie die Lage und bereiten die Leckreparatur und die Bergung für den nächsten Tag vor.
Am 12.01.2004 begannen die Einsatzkräfte gegen 08.00 Uhr mit der Reparatur des Lecks. Es wurde mittels Vernageln und Verkeilen abgedichtet, als zusätzliches Hilfsmittel diente Bauschaum. Als die Abdichtung abgeschlossen war, begannen die Einsatzkräfte mit dem Auspumpen des Schiffes, wobei sechs Pumpen der Bergungsgruppen aus Greifswald und Stralsund zum Einsatz kamen.
Neun Jahre später war der Ortsverband Eckernförde im dortigen Binnenhafen gefordert. Die Mitarbeiter der Stadtwerke, die den Hafen in Eckernförde betreiben, hatten bereits seit einigen Stunden gepumpt, um den Zweimaster wieder schwimmfähig zu machen. Die Pumpen des THW konnten 6.000 Liter pro Minute aus dem Schiffsrumpf fördern. Dadurch gelang es, den 70 Tonnen schweren und 25 Meter langen Segler wieder aufzuschwimmen.
Nach Aussage des Vereinsvorsitzenden Rieke Boomgaarden hatte der Förderverein das Schiff, kurz bevor es sank, an den Hamburger Verein Belqis verkauft, der allerdings außer mit einem Briefkasten nie in Erscheinung getreten war. Die Stadtwerke dürften auf den Bergungskosten wohl sitzen bleiben. Die entgangenen Liegeplatzgebühren und die Bergung mit Kränen summierten sich auf 25.000 Euro.
Dazu dürften noch 10.000 bis 20.000 Euro für das Abwracken kommen. Der Rumpf soll der wohl von einem Bagger mit einer Zange zerkleinert und die Einzelteile in Containern zur Entsorgung abtransportiert werden. Bis es soweit ist, bot der Stadtwerke-Geschäftsführer an, dass das Schiff für Übungen von Freiwilliger Feuerwehr und THW genutzt werden könnte.
Ursprünglich sollte die „Ninive“ schon bis zum Beginn der Saison abgewrackt werden, doch wegen des hohen Arbeitsaufkommens bei den Stadtwerken wurde das verschoben. Mehr Glück hatten die Stadtwerke mit dem Eigner der Motoryacht, die neben der „Ninive“ auf dem Trockenen lag. Sie hatte von den Stadtwerken vor dem Sinken bewahrt werden können und wurde dann an Land abgesetzt. Der Eigner hat sein Boot mittlerweile abgeholt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter “My Dee Lite“ gesunken
(Bild: USCG)   Großbild klick!

Kutter nach Brand in Green Harbor gesunken
(20.05.17) Die Coast Guard Boston und das Massachusetts Department of Environmental Protection waren am 19.5. im Einsatz, nachdem der Kutter “My Dee Lite“ am Vorabend in der Green Harbor Marina gesunken war. Er hatte zuvor Feuer gefangen. Es gelang zwar, den Brand zu löschen, doch das beschädigte Schiff ging unter. Der Hafenmeister von Marshfield ließ Ölbarrieren auslegen. An Bord des Wracks waren 685 Gallonen Diesel. Nach ihrem Eintreffen brachten die Coast Guard und das Massachusetts DEP weitere Ölschlängel aus. Ein Vakuum-Truck sollte den Kraftstoff absaugen, ehe eine Bergungsfirma die „My Dee Lite“ wieder hebt.
Quelle:Tim Schwabedissen



(Bild: Jürgen Saupe)   Großbild klick!

Fünf Tote und 28 Vermisste bei Brand auf indonesischer Fähre
(20.05.17) Die indonesische Fähre "Mutiara Sentosa 1", 12365 BRZ (IMO-Nr.: 8718471), geriet am 19.5. um 17.30 Uhr mit 187 Personen an Bord in der Java-See rund drei Meilen nordöstlich der Insel Masalembu auf Position 05.33.845 S 114.31.271 O in Brand. Sie befand sich auf halbem Wege von Surabaya, wo sie am 18.5. um 13.40 Uhr ausgelaufen war, nach Makassar. Das Feuer entstand im Ladedeck, wo sich etliche Trucks, Pkw und Motorräder befanden, und breitete sich trotz der Bemühungen der Crew, es mit Feuerlöschern zu bekämpfen, sowie des Einsatzes der Sprinkleranlage weiter aus.
Das Schiff trieb nun sieben Meilen vor der Ostküste von Masalembu. Um 17.50 Uhr ordnete der Kapitän das Verlassen der Fähre an, und Passagiere wie Crew gingen in Rettungsboote und -inseln. Das SAR Surabaya schickte eine Reihe von Schiffen zur Unglücksstelle, darunter das Rettungsboot "SAR 225", den acht Meilen entferntne Containerfrachter "Meratus Makassar" (IMO-Nr.: 9106637), die Patroullienboote "Masalembo", "Basarnas" aus Surabaya und "Lantamal V", die "Dharma Kartika 9", den Schlepper "Asmarina 9" sowie die "Asmarina Barge 12". Auch eine Reihe von Kuttern nahm Kurs auf das qualmende Schiff.
Die Evakuierung fand bei Wellenhöhen zwischen einem und eineinhalb Metern statt. Sie konnte nur über das Achterschiff erfolgen, weil im Vorschiff der Brand wütete. Bis 19 Uhr waren rund 50 Passagiere ins Masalembu Health Center gebracht worden.
Die unversehrt gebliebenen Schiffbrüchigen wurden im Masalembu-Fährterminal untergebracht. Gegen 23 Uhr trieb die Fähre an der Ostküste von Masalembu auf Grund.
Nicht alle Menschen konnten sich retten. Bis zum 20.5. wurden fünf Tote geborgen, von denen vier identifiziert werden konnten. 28 Personen galten noch als vermisst. 154 Menschen wurden lebend von Bord gerettet. Die Suche nach den Vermissten dauerte an.
Bereits im März war es zu einer allerdings erheblich harmloseren Havarie gekommen: Dem Schiff war in den Gewässern von Madura Island nahe Surabaya der Treibstoff ausgegangen. Ein Bunkertanker sollte sie mit 40 Tonnen Kraftstoff versorgen, doch wegen zu hohem Seegang misslang der Transfer. Daraufhin nahmen die Schlepper “Kresna 315" und “Restu" die Fähre auf den Haken und zogen sie nach Tanjung Perak Port.
Die "Mutiara Sentosa 1" ist 134,6 Meter lang, 21 Meter breit, hat 7,01 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 2.130 Tonnen. Sie vermag 600 Passagiere zu befördern. Manager ist die Atosim Lampung Pelayaran in Bandarlampung. Das Schiff wurde 1988 bei den M.H.I. Ltd. Shimonoseki Shipyard & Engine Works erbaut und lief bis 1995 als „Venilia“ und „Da-In“.
Quelle:Tim Schwabedissen



Hangem High sank vor Port Royal Sound
(20.05.17) Die US Coast Guard rettete am 19.5. drei Mann, deren 45 Fuß lange “Hangem High” rund 30 Meilen südöstlich von Port Royal Sound gesunken war. Die Coast Guard Charleston fing um 7:38 Uhr über VHF Channel 16 einen Notruf der “Hangem High” auf, die Wassereinbruch erlitten hatte. Ein MH-65 Dolphin Helikopter stieg von der Air Facility Charleston auf, und von der Coast Guard Station Charleston warf ein 45-Fuß-Boot um 8:25 Uhr los.
Der Hubschrauber war um 8:34 Uhr vor Ort. Zu dieser Zeit schwamm die “Hangem High” noch, doch um 9:15 Uhr fiel deren Motor aus, und sie begann zu sinken. Ein Rettungsschwimmer wurde abgesetzt, um der Crew beim Besteigen der Rettungsinsel zu helfen.
Das Rettungsboot traf um 9:35 Uhr an der Untergangsstelle ein. Es nahm die drei Schiffbrüchigen sowie den Rettungsschwimmer auf und transportierte die vier zur Station Charleston.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter brachte Containerkran zum Einsturz
(20.05.17) Am 18.5. gegen 13.45 Uhr kollidierte der chinesische Frachter "Dha Zhi", 21828 BRZ (IMO:9608439) mit dem Containerkran 1 am RoRo-Kai des autonomen Hafens von Abidjan. Das Unglück ereignete sich beim Festmachen an Liegeplatz 21. Der Kran stürzte um und brach zusammen. Dabei begrub er etliche Container unter sich.
Menschen kamen nicht zu Schaden. An der Unglücksstelle wurde eine Sperrzone eingerichtet. Der sonstige Hafenbetrieb konnte weitergehen. Der Sachschaden war erheblich.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fischer vor Island gerettet
(20.05.17) Ein Fischer wurde vor Ost-Island von dem Kutter "Hólmi NS-56" (MMSI-Nr.: 251550540) am 18.5. gerettet, nachdem sein Kutter in Brand geraten war. Später wurde er von dem Trawler "Sveinbjörn Sveinsson" übernommen. Er hatte das Unglück unversehrt überstanden.
Um 19.46 Uhr hatte die isländische Coastguard einen Notruf aufgefangen, nachdem das Boot in Vopnafjörður in den Ostfjorden Feuer gefangen hatte. Gegen 20 Uhr traf Hilfe ein. Da hatte der Fischer sein Boot bereits aufgeben müssen und war in eine Rettungsinsel geflüchtet.
Nachdem das Feuer gelöscht war, nahm das Rettungsboot Fjords. Nearby boats were called to assist the fisherman who at around 8 p.m. had abandoned "Landsbjargar" das qualmende Wrack in Schlepp. Es sank aber auf dem Weg zur Küste wegen der schweren Beschädigungen, die der Brand verursacht hatte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Die nächtliche Rettung einer Rennyacht-Crew
(20.05.17) Über 500 Kilometer südlich von Bermuda rettete die Segelyacht "Esprit de Corps IV" am Morgen des 17.5. sechs kanadische Geschäftsleute, deren Rennyacht "Monterey" leckgeschlagen war und sank. Nach fünf Tagen Nonstop-Segeln hatte sich das 60 Fuß lange Einrumpfboot "Esprit de Corps IV" gerade durch eine lange Flautenzone gekämpft, als die Seglerin Charlotte Rousselot auf ihrer Nachtwache auf einmal ein Licht sah. Zuerst dachte sie, es sei ein brennendes Schiff, doch dann erkannte sie es als Notrakete und weckte ihre Mitsegler.
Skipper Gilles Barbot, Eigner der Yacht und Leiter des Atlas Ocean Racing Teams, ließ sofort die Segel reffen und lief mit maximaler Motorkraft in Richtung des Leuchtsignals. Der Versuch, über Funk Kontakt zu bekommen, schlug zunächst fehl. 30 Minuten lang lief die Yacht auf die fünf Meilen entfernte Position zu, ohne dass Klarheit über die Art der Notlage bestand.
Auf halbem Wege gelang es, einen Funkkontakt zu der 56 Fuß langen "Monterey" herzustellen, die einen Wassereinbruch meldete. Die erfahrene Crew unter Skipper Les Crane, von denen einige bereits vor über 40 Jahren im Royal Yacht Club in Toronto ihr Handwerk erlernt hatten, war beim Eintreffen der Retter gerade dabei, in eine Rettungsinsel zu gehen. Sie ließ sich dann zu den Rettern hinübertreiben.
Die Rettung erfolgte bei ruhiger See in gut organisierter Form. Als alle an Bord der "Esprit de Corps IV" waren, mussten sie beobachten, wie ihr in Quebec beheimateter Volvo Ocean Racer, der an der 935 Meilen langen Regatta zwischen Antigua und Bermuda mit einer 10-köpfigen Crew, darunter einem Journalisten von La Presse, teilgenommen hatte, um 7.10 Uhr, langsam über den Bug auf Tiefe ging. Es wurde eine letzte GPS-Position ans Organisationskommitee gesendet, und gegen 7.30 Uhr verschwand die "Monterey" auf über 5.000 Metern Wassertiefe.
Das Anfang der 2000er Jahre erbaute Boot war gerade erst überholt worden. Der Wassereinbruch war durch den Propellerschaft erfolgt. Nachdem die "Esprit de Corps IV" wieder auf Kurs war, ließen es sich die Schiffbrüchigen nicht nehmen, die Manöver mitzufahren und auch Wache zu gehen, bis sie in Bermuda eintraf.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yachtenfrachter sitzt weiter fest
(20.05.17) Der in London registrierte Yachttcarrier “Yacht Hop”, 791 BRZ (IMO-Nr.: 7418957), liegt weiter gestrandet in der Nettle Bay. Er war nur wenige Meter weit gekommen, seit die Bergungsbemühungen des inzwischen mit starker Schlagseite vor dem Strand liegenden Schiffes begonnen haben. Alle Versuche, ihn in tieferes Wasser zu bekommen, schlugen bislang fehl.
Der letzte fand am Morgen des 18.5. statt, doch die Schlepptrosse, die am Heck des Schiffes festgemacht worden war, brach. Zuvor waren alle Flüssigkeiten von den Bergern der holländischen Firma Secure Marine Construction abgepumpt worden. Diese hielt nun Ausschau nach einem stärkeren Schlepper mit hinreichend geringem Tiefgang und einer raschen Verfügbarkeit.
Wenn die Bergung eines Tages gelungen sein sollte, soll der einstige Trawler zu einem sicheren Liegeplatz in der Marigot Bay gebracht werden. Dort könnte eine gründliche Inspektion stattfinden, die auch über das weitere Schicksal der „Yacht Hop" entscheiden könnte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Blackout und Feueralarm durch menschliches Versagen
(20.05.17) Am 19.5. um 19.10 erlitt die norwegische Fähre "Værøy", 5695 BRZ (IMO-Nr.: 9607382), eine Fahrstunde von Røst entfernt im Vestfjord einen Total-Blackout. Gleichzeitig ging der Feueralarm an. Das Schiff driftete langsam in südlicher Richtung.
25 Minuten später wurden die Passagiere unterrichtet, dass die Maschinen wieder liefen. Der Ausfall war durch menschliches Fehlversagen verursacht worden, ebenso das Auslösen des Feueralarms. Die Fähre war um 16 Uhr aus Bodø ausgelaufen und sollte über Røst weiter nach Værøy laufen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Rettungsaktion in Boulogne geht weiter
(20.05.17) Am 19.5. mussten um vier und um sechs Uhr früh erneut Einsatzkräfte der SNSM zum Loubet-Becken in Bouloogne kommen, um den ausgebrannten Trawler "L’île Maurice" (MMSI-Nr.: 227317660) zu retten. Das schwer beschädigte Schiff hatte, wie befürchtet, Wassereinbruch erlitten und musste gelenzt werden. Das Rettungsboot “Jacques-Huret" schleppte das Wrack zum alten Slip Nr. 3.
Wegen der Fragilität des Rumpfes wurde es das letzte Stück von Hand gezogen und dann mit einer Ölsperre umgeben. Ein Inspektor sah eine große Gefahr, dass es auseinanderbrechen könnte. Deshalb wurde es auf ein schräg abfallendes Betonplateau gezogen, wo es leicht geborgen werden könnte, wenn es sank.
Die Operation war gegen fünf Uhr gerade beendet, als die Retter wiederum die Feuerwehr von Boulogne rufen mussten. Nun hatte sich der Brand an Bord wieder entzündet. Ein weiteres Mal wurde ein Schaumteppich über den Kutter gelegt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kiel: Feueralarm auf „Mein Schiff 6“
(20.05.17) Am 15.5. kam es zu einem Feueralarm auf dem unter Malta-Flagge laufenden Kreuzfahrtschiff „Mein Schiff 6“, 99500 BRZ (IMO-Nr.: 9753208), als es sich auf dem Weg von Hamburg nach Kiel befand. Es war in einer Kabine zu Rauchentwicklung gekommen, weil ein Passagier eine Zigarette achtlos in einen Papierkorb geworfen hatte. Die bordeigenen Feuerbekämpfungseinheiten konnten das Problem schnell lösen und den Bereich entlüften, sodass kein Schaden am Schiff entstand. Es machte am 16.5. um 7.45 Uhr planmäßig am Ostseekai in Kiel fest.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre "Kydon" kann nicht aufstoppen
(Bild: Angelo Diaz)   Großbild klick!

Ausgefahrene Fährrampe richtete Chaos in Santo Domingo an
(19.05.17) Am 18.5. um 8.10 Uhr kollidierte die griechische Fähre "Kydon", 29991 BRZ (IMO-Nr.: 8916607), die zwischen San Juan, Puerto Rico und Santo Domingo, verkehrt, mit dem Kai an der Francisco A. Caamaño Avenue, in Santo Domingo. Beim Anlegen konnte das Schiff, möglicherweise durch einen technischen Fehler oder durch brechende Trossen, nicht rechtzeitig aufstoppen. Weil die Seitenrampe aber bereits herabgelassen war, schob diese die am Kai aufgereihten Trailer und Container gegeneinander.
Diese verkeilten sich ineinander und stürzten zum Teil gegen den Absperrungszaun des Hafens. Hafenarbeiter rannten in wilder Flucht davon, als die Fährrampe die Frachteinheiten vor sich her
Das pure Chaos
(Bild: Angelo Diaz)   Großbild klick!
schob und sie zertrümmerte. Die umstürzenden Container blockierten auch zeitweilig den Verkehr auf der Hafenstraße. Am Ende war aber immerhin niemand zu Schaden gekommen.
Eine Stunde nach dem Unfall durften die Passagiere die “Kydon” verlassen. Da sie aber ihr Gepäck nicht mitnehmen konnten, strandeten etliche von ihnen stundenlang auf dem Terminal. Die übrigen Hafenarbeiten konnten normal weiterlaufen.
Die “Kydon” selbst, die eine Kapazität von 1,750 Passagieren und eine Crewstärke von 111 Mann hat, würde ungefähr zwei Wochen ausfallen, da die Rampe ebenfalls erheblichen Schaden genommen hatte. Das Schiff hatte erst am 3.5. seine Jungfernfahrt zwischen San Juan und Santo Domingo unternommen, nachdem am 17.8.2016 die Vorgängerfähre "Caribbean Fantasy" in Flammen aufgegangen war und die Route seither nicht mehr bedient wurde. Die „Kydos" war nun
Luftbild des Unfalls
(Bild: Wander Santana)   Großbild klick!
für fünf Jahre von der Ferries del Caribe als Ersatz gechartert worden. Die Reederei leitete eine Untersuchung des Unfalls ein. Die technische Abteilung der dominikanischen Hafenbehörde bereitete unterdessen gemeinsam mit der San Souci Ports Company eine Reparatur der Schäden an den Hafenanlagen vor.
Die „Kydon“ ist 192 Meter lang, 27 Meter breit, hat 6,7 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 6.987 Tonnen. Sie läuft im Management der Anek Lines S.A. in Piräus und wurde 1990 bei den Mitsubishi Heavy Industries Ltd. in Shimonoseki als „Hermes“ erbaut und bis November 1998 zwischen Iwanai, Muroran und Naoetsu eingesetzt. Nach dem Verkauf an die Anek Lines wurde sie bei den Perama Piräus Shipyards überholt und in „Sofokles Venizelos“ umbenannt.
Später wurde sie zur „Sophocles V“, um eine Verwechslung mit dem Flaggschiff der Reederei El Venizelos zu vermeiden. Im Juli 1999 ging sie für Anek auf der Route Trieste - Igoumenitsa - Korfu – Patras in Fahrt. 2005 wurde italienischer Abgangshafen Venedig.
Im Februar 2012 wurde das Schiff wegen der ökonomischen Lage in Griechenland aufgelegt und ging im Sommer in eine Charter als „Elizabeth L“ für eine südkoreanische Reederei im Fernen Osten. Ende 2013 kehrte sie zurück und lag anschließend bis Mai 2014 in Perama auf.
Dann ersetzte sie für die Reederei Go in Sardinien die “Lato”, die wegen technischer Schäden ausgefallen war. Im Juli folgte eine Charter für die Algerie Ferries bis Mitte September. Im August 2014 ging sie gemeinsam mit dem Schwesterschiff “Lefka Ori” für 21 Millionen Euro an die Hellas 1 Leasing Maritime Company. Im Juli 2015 kam sie als „Kydon“ wieder für Anek in Fahrt und wurde im Fährdienst von Piräus nach Chania eingesetzt, bis sie von der Ferries del Caribe gechartert wurde und am 14.4.2017 aus Perama auslief.
Quelle:Tim Schwabedissen



“Lady Vanessa” mit Wassereinbruch
(Bild: USCG)   Großbild klick!

Crew von sinkendem Kutter abgeborgen
(19.05.17) Die US Coast Guard rettete am 18.5. die dreiköpfige Crew des 73 Fuß langen Kutters “Lady Vanessa”, der nahe St. Simons Island, Georgia, Wassereinbruch erlitten hatte. Die Coast Guard Charleston fing um 13:54 Uhr einen Notruf auf. Von der Coast Guard Station Brunswick lief ein 29-Fuß-Boot aus, und auf der Air Station Savannah stiegen um 14.20 Uhr zwei MH-65 Dolphin-Helikopter auf.
Diese erreichten um 14:46 Uhr den mit Backbordschlagseite im Meer treibenden Havaristen. Die Crew wurde abgeborgen und zum St. Simons Island Airport geflogen. Hier wurde sie medizinisch gecheckt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tjalk „Bossel” wird gelöscht
(Bild: KNRM)   Großbild klick!

Tjalk brannte in Enkhuizen
(19.05.17) Am 18.5. um 19.11 Uhr wurde die KNRM in Enkhuizen alarmiert, nachdem auf der Tjalk „Bossel” im Compagnieshaven ein Feuer aus. Die beiden Boote der Station befanden sich gerade auf See und änderten sofort ihren Kurs in Richtung des Hafens. Während sie mit Löscharbeiten begannen und sicherstellten, dass das Boot unbesetzt war, stießen auch Teams der Feuerwehren von Enkhuizen und Stede Broec hinzu.
Das Boot wurde von dem Rettungsboot “Corrie Dijkstra“ aus der Marina geschleppt, nachdem das Feuer unter Kontrolle gebracht worden war, und an einen Kai gezogen, wo die Restlöscharbeiten besser durchgeführt werden konnten. Die „Bossel“ wurde von dem Brand erheblich beschädigt, doch
Bossel ist gelöscht
(Bild: KNRM)   Großbild klick!
konnte dank des schnellen Eingreifens ein Übergreifen der Flammen auf andere Boote verhindert werden.
Quelle:Tim Schwabedissen





Suche nach vermisster Seglerin eingestellt
(19.05.17) Am 18.5. um 20.45 Uhr stellte die US Coast Guard die Suchaktion nach Isabella Hellman aus Delray Beach ein, die 30 Meilen westlich Cay Sal, Bahamas, vermisst wurde, nacdem der Katamaran „Surf Into Summer“ dort gekentert war. Von der Coast Guard Air Station Clearwater waren eine C-130 Hercules und von der Air Station Clearwater ein MH-60 Jayhawk-Helikopter, von der Air Station Miami eine HC-144 Ocean Sentry im Einsatz gewesen. Außerden hatten sich die Patroullienboote “Kathleen Moore”, “Charles David Jr.” und “Isaac Mayo” aus Key West beteiligt und insgesamt über 6,680 Quadratmeilen abgesucht.
Am 5.5. um 1.30 Uhr war der Notsender des 37 Fuß langen Bootes aktiviert worden. Der Skipper Lewis Bennett meldete gleichzeitig, dass er es hatte verlassen müssen und nicht wüsste, wo seine Frau sei. Bennett wurde um 4:37 Uhr aus einer Rettungsinsel aufgenommen und nach Marathon gebracht worden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fischer trieben drei Tage im Meer
(19.05.17) Die US Coast Guard rettete am 18.5. zwei kubanische Fischer von dem Kutter “Ana Marta” 17 Meilen südlich von Grassy Key. Die kubanische Coastguard hatte am 17.5. um 8.30 Uhr um Assistenz für den 22 Fuß langen Angelkutter gebeten, der aus Santa Cruz del Norte ausgelaufen und überfällig war. Von der Air Station Miami HC-144 stieg eine Ocean Sentry auf, um nach dem Boot zu suchen.
Am 18.5. um 10 Uhr fing die Coast Guard Station Islamorada einen Mayday-Ruf südlich von Grassy Key auf, der von dem vermissten Boot stammte. Von der Station lief ein Boot aus und barg die beiden Fischer von der “Ana Marta” ab. Sie wurden an Land gebracht und medizinisch im Mariners Hospital in Tavernier betreut. Die beiden berichteten, sie hätten drei Tag in ihrem offenen Boot auf See getrieben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Noch ein Polaris-Erzfrachter mit Rissen im Rumpf
(19.05.17) Am 5.5. meldete ein weiterer Bulkcarrier der „Stella Daisy“-Reederei Polaris Shipping Co. Ltd., die unter Panama-Flagge laufende "Solar Ember", 84318 BRZ (IMO:9146596), Risse im Rumpf. Das Schiff befand sich im Südatlantik auf der Fahrt von Brasilien nach China und war mit Erz beladen. Die Risse hatten eine Länge von etwa 2,5 Zentimetern.
Am 18.5. stand der Bulkcarrier im Indischen Ozean südlich von Diego Garcia und sollte am 6.5. den Hafen von Qingdao erreichen. Provisorische Reparaturen waren durchgeführt worden, um eine Ausweitung des Schadens oder Wassereinbruch zu verhindern. Wenn die 170.000 Tonnen Erz in China gelöscht waren, sollte der Frachter einer gründlichen Inspektion unterzogen werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Serviceboot der US Coastguard gekentert
(19.05.17) Ein 26 Fuß langes Assistenzboot der US Coast Guard in Kennewick kenterte am17.5. um 11.30 Uhr unterhalb von Boyer Park auf dem Snake River. Die fünfköpfige Crew war gerade bei Servicearbeiten bei Flusskilometer 46 beschäftigt gewesen, als sich das Unglück ereignete. Ein Fischerboot rettete die Offiziere und brachte sie zum Illia Dunes Boat Launch.
Das US Army Corps of Engineers fand das Aluminiumboot 12 Meilen unterhalb des Lower Granite Dam am 18.5. um 11:30 Uhr bei Flussmeile 95 auf Felsen am Ufer. Eine Crew machte sich auf den Weg, um es zu bergen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Drei Tote und ein Vermisster auf Ganga
(19.05.17) Drei Personen kamen ums Leben, eine weitere wurde vermisst, nachdem ein Boot mit 12 Insassen am 17.5. auf dem Ganga bei Simultala in Malda, kenterte. Acht von ihnen konnten sich schwimmend an Land retten. Drei weitere wurden am 18.5. tot beborgen. Alle Bootsfahrer kamen aus dem Dorf Jiarattola. Es handelte sich um Tagelöhner auf dem Heimweg aus Gobindarampur.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schlepper sank auf Shuswap Lake
(19.05.17) Ein 26 Fuß langer Schlepper der Canoe Forest Products sank am 15.5. auf dem Shuswap Lake. Es hatte rund vier Tonnen Diesel in den Tanks, als es vor Ruckell Point auf 90 Fuß Wassertiefe unterging. Ein Ölfilm war wenig später auf dem Wasser sichtbar, und die Anwohner des 10 Kilometer entfernten St. Ives wurden gewarnt.
Eine Tauchcrew sollte das Ölleck abdichten. Möglicherweise war der Schlepper auf einen Ankerblock aus Beton gelaufen. Eine Kranbarge sollte das Wrack wieder an die Wasseroberfläche bringen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schnelle und umfassende Hilfe für gesunkene Motoryacht in Seaview
(19.05.17) Das Motorboot “Seadart” sank am 15.5. in Seaview auf der Isle of Wight, als sein Skipper gerade im Sea View Yacht Club essen war. Es hatte zu der Zeit an einer Mooring-Boje gelegen. Bei starkem Nordostwind und hohem Seegang ging das Boot unter, und als der Eigner zurückkam, war das einzige Zeichen, dass es an der Boje gelegen hatte, ein Rettungsring, der im Wasser trieb.
Ein Vertreter des Sea View Yacht Club brachte den Mann zu der Boje, und dort entdeckten die beiden einen Ölfleck auf der Wasseroberfläche, was darauf schließen ließ, dass die “Seadart” dort unter Wasser lag. Rasch waren die MMC Diving Services, unterstützt von den in Cowes ansässigen Kingston Marine Services (KMS) mit einem Multicat vor Ort. Sie lokalisierten das Boot auf dem Grund und machten Luftsäcke, die die Unique Seaflex Ltd. zur Verfügung gestellt hatte, an dem Wrack fest.
Taucher platzierten einen Zwei-Tonnen-Sack im Vorschiff, zwei weitere wurden im Motorraum und an der Propellerwelle festgemacht. Nachdem die Froschmänner wieder oben waren, wurden die Säcke mit Pressluft gefüllt, und die „Seadart“ stieg wieder an die Wasseroberfläche. Sie wurde dann nach Cowes geschleppt und von den KMS gelenzt.
Ein Hafenkran hob das Boot dann an Land. Sofort machten sich Vertreter der Power Plus Marine daran, das Öl auszutauschen, um die Maschinen des Bootes zu retten. Danach wurde die “Seadart” nach Hamble geschleppt und dort seinem Eigner zurückgegeben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler brennt vor Ozernovskiy weiter
(19.05.17) Das Feuer auf dem russischen Trawler "Kapitan Chernov", 779 BRZ (IMO-Nr.: 9101015), war vorerst nicht zu löschen. Rauchwolken stiegen von dem verlassenen Schiff auf, das 15 Meilen von dem Dorf Ozernovskiy entfernt sieben Meilen vor er Küste der Kamtschatka-Insel vor Anker lag. Der Brand hatte sich auf das gesamte Schiff ausgebreitet, nachdem es von seiner 27-köpfigen Crew in Rettungsinseln hatte aufgegeben werden müssen.
22 von ihnen hatte der russische Trawler "Real", 706 BRZ (IMO-Nr.: 8938435), an Bord genommen, die fünf noch länger an Bord verbliebenen das russische Kühlschiff “Limanskiy”, 2418 BRZ (IMO-Nr.:8423612), auf seiner Reise von Wladiwostok nach Ozernaia. Der russische Bergungsschlepper "Suvorovets", 3121 BRZ (IMO-Nr.: 7808293), sollte den Havaristen am 19.5. erreichen.
Die “Kapitan Chernov” ist 54,82 Meter lang, 10,15 Meter breit, hat 4,14 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 414 Tonnen. Sie läuft für die Dalrybprom in Wladiwostok und wurde 1993 auf der Leninska Kuznya in der Ukraine als „Vaenga“ erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Restaurantbarge sank auf Monongahela River
(19.05.17) Am 17.5. sank die ehemalige Restaurantbarge des California Boat Club im Washington County auf dem Monongahela River, nachdem sie leckgeschlagen war. Die Eigner, Lawrence und Nancy Victoria, begannen am Morgen damit, aus dem halb unter Wasser stehenden Restaurant den Herd, Geschirr, Tische und andere Gegenstände zu retten. Die Barge lag seit Anfang der 1960er Jahre im Coal Center. Möglicherweise hatte Treibgut zu dem Leck geführt. Die alarmierte California Volunteer Fire Brigade konnte das sinkende Gefährt nicht über Wasser halten. Auch die bordeigene Bilgenpumpe kam nicht gegen den Wassereinbruch an.
Schließlich ragte nur noch der Aufbau halb aus dem Wasser. Einige Tonnen trieben im Wasser. Die Coast Guard in Pittsburgh wollte bei einer Bergung nur assistieren, wenn sie die Schifffahrt gefährde. Es liefen auch keine umweltgefährdenden Stoffe aus dem Rumpf aus.
Als Nancy Victoria, seit 1995 Eigentümerin der Barge, den Club am Unglückstag um 10.30 Uhr verlassen hatte, war noch alles in Ordnung. Um 14 Uhr kam dann der Anruf, dass die Barge am Sinken sei. Der Schaden wurde auf 400.000 Dollar geschätzt.
Das Restaurant war seit 2010 nicht mehr betrieben worden. Seither fanden nur noch Events an Bord statt. Das Gefährt sollte zu einem Bed and Breakfast umgebaut werden. Ob daraus noch etwas wird, stand nun in den Sternen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Crew wird in Sicherheit gebracht
(Bild: RWS)   Großbild klick!

Motoryacht ging bei Barendrecht in Flammen auf
(18.05.17) Am 17.5. um 12.10 Uhr geriet eine Motoryacht in Barendrecht auf der Außenmaas in Brand. Feuerwehr, Polizei und Krankenwagen wurden alarmiert. Das Boot, über dem eine dichte Rauchwolke aufstieg, lag in der Mitte des Flusses beim Heinenoordtunnel. Als erstes begann das Patroullienboot "RWS 71" mit der Brandbekämpfung. Die KNRM in Dordrecht stieß mit dem Rettungsboot "Johanna Maria", das gemeinsam mit dem Löschboot von Südholland die Flammen rasch niederkämpfen konnte. Die vierköpfige Crew der Motoryacht war zunächst von einem anderen Boot abgeborgen worden.
Die KNRM brachte die Schiffbrüchigen an der Marina in Rhoon an Land, wo eine Ambulanz bereitstand und sie medizinisch betreut wurden. Als das Feuer weitgehend gelöscht war, wurde das immer noch qualmende Wrack von den Seenotrettern längsseits genommen und zu einem Kai in Barendrecht geschleppt. Hier wurde es an Land gesetzt von der Feuerwehr nochmals abgelöscht. Das Boot war aber so schwer beschädigt, dass es wohl ein Totalverlust sein dürfte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Oraness am Voith-Kai
(Bild: Tim Schwabedissen)   Großbild klick!

Tanker verließ nach Maschinenaumbrand den Kieler Hafen wieder
(18.05.17) Am 17.5. gegen 19 Uhr warf der dänische Tanker „Oraness“ wieder im Kieler Nordhafen los und konnte seine Reise nach Moerdijk fortsetzen, wo er im Laufe des 18.5. eintreffen sollte. Ursächlich für den Brand im Maschinenraum am Vorabend auf dem Nord-Ostsee-Kanal dürfte aus einer gebrochenen Rohrleitung ausgetretenes Getriebeöl gewesen sein, dass sich auf dem Auspuff des Turboladers entzündet hatte. Der Brand konnte gegen 23:30 Uhr mit bordeigenen Mitteln unter Kontrolle gebracht und gelöscht werden.
Das havarierte Schiff machte für die Erstmaßnahmen auf der Nordseite des NOK bei Kanalkilometer 92,5 an den Dalben fest, ehe es an den Voith-Kai geschleppt wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen



"L’île Maurice" nach zweiter Löschung
(Bild: Celine Rudz)   Großbild klick!

Feuer auf Kutterwrack in Boulogne wieder aufgeflammt
(18.05.17) Am Morgen des 18.2. begann erneut Rauch aus dem Deck des französischen Trawler "L’île Maurice" (MMSI-Nr.: 227317660) aufzusteigen, der weiterhin im Bassin Loubet in Boulogne-sur-Mer lag. Das Schiff war in der Nacht zum 17.5. durch ein Großfeuer weitgehend zerstört worden. Die Feuerwehr wurde nun ein weiteres Mal gerufen und legte einen neuerlichen Schaumteppich über das Wrack. Seit dem Brand wurden alle zwei Stunden Runden zu dem Liegeplatz gemacht, vor allem, um einen drohenden Untergang des schwer beschädigten Fahrzeugs rechtzeitig erkennen zu können.
Dabei wurde entdeckt, dass unter dem Deck offenbar noch Glutnester waren. Wann das Schiff aus dem Hafenbecken entfernt würde, war derzeit noch unklar. Die Untersuchung zur Ursache des Feuers lief noch.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter “Ali II” brennt
(Bild: Cuerpo de Bomberos Volun...)   Großbild klick!

Feuer auf Kutter in Mazatlán
(18.05.17) Auf dem Kutter “Ali II” brach am Nachmittag des 17.5. ein Feuer aus. Das Schiff lag in Mazatlán am Kai des Industrieparks Alfredo V. Bonfil. Gegen 18 Uhr wurde die Freiwillige Feuerwehr von Mazatlán alarmiert. Mit zwei Rohren gelang es, den Maschinenraumbrand unter Kontrolle zu bekommen.
Quelle:Tim Schwabedissen




Ehemalige Ostseefähre mit Tanks vom Schrottplatz in Mindelo gehoben
(18.05.17) Nach 28-tägiger, harter Arbeit mit etlichen Rückschlägen gelang es den UCS Underwater Contractors Spain am 14.5., das Wrack der kapverdischen Fähre "Soby", 850 BRZ (IMO-Nr.: 6611667), im Hafen von Mindelo auf São Vicente Island zu heben. Nachdem das Öl ausgepumpt war, wurden etliche Trucks, Trailer und Container aus dem Bauch der auf ihrer Backbordseite auf dem Hafengrund ruhenden Fähre geholt, um das Gewicht zu reduzieren. Wegen der sehr begrenzten Ressourcen und dem Mangel an Krankapazität vor Ort mussten die Berger, die am 17.4. vor Ort eingetroffen waren, bei ihrer Arbeit immer wieder improvisieren.
Auf einem Schrottplatz auf der Insel fanden sie so mehrere alte Öltanks, die ins Wagendeck eingebracht wurden und eine Auftriebskraft von 75 Tonnen erzeugten. Außerdem wurden Hebesäcke am Rumpf angebracht, um das Schiff in eine aufrechte Position zu bekommen. Zum Lenzen wurden die Pumpen des USC-Taucherschiffes "Neptune", einem früheren Patroullienboot der schwedischen Küstenwache, genutzt.
Dessen Hydrauliksystem wurde mit dem der Fähre verbunden, sodass das Taucherteam in der Lage war, deren Heckrampe mit dem existierenden Hydrauliksystem zu verschließen. Alle Ventilationsöffnungen mussten verschlossen werden, ebenso ein 0,5 Quadratmeter großes Loch im Rumpf. Bei den Arbeiten wurden außerdem zwei zuvor nicht bekannte Risse entdeckt, die durch die Lage des Wracks auf dem Grund verursacht worden waren.
Um diese abzudichten, waren unter Wasser weitere Schneide- und Schweißarbeiten notwendig. Drei große Mobilkräne wurden schließlich auf dem Kai in Stellung gebracht, um das am 12.5. immer noch mit starker Backbordschlagseite achterlastig im Wasser liegende Schiff endgültig auf ebenen Kiel zu bringen und dann zu stabilisieren. Der Eigner zeigte sich nach der gelungenen Bergung zuversichtlich, die für den Verkehr der Region wichtige Fähre wieder reparieren zu können. Derzeit war die „Mar de Canal“ zwischen Mindelo und Porto Novo sowie Santo Antão im Einsatz, die nach dem Abschleppen der „Soby“ auch wieder an dem Terminal selbst wird festmachen können und nicht, wie jetzt, einen Platz im Frachthafen finden muss.
Es handelt sich bei dem Schiff um die einstige dänische „Søby“, die 1966 bei der Kalmar Varv, Kalmar, erbaut und im Liniendienst Neksø - Kopenhagen, für die Bornholms Fragtrute eingesetzt wurde. 1979/80 erfolgte in Søby der Umbau zur Kombifähre für die Østbornholmske Dampskibsselskab A/S, Neksø. 1980 ging das Schiff in den Liniendienst Søby – Fåborg.
Bis 1999 wurde das Schiff durch die Hurtigruten Faaborg-Ærø K/S, Faaborg, betrieben, gefolgt bis 2002 von derÆrøske Færgetrafikselskab I/S, Ærøskøbing und bis 2006 der ÆrøskeTrafikselskab I/S, Ærøskøbing. Von 2006 bis 2012 erfolgte der Einsatz durch die Ærø Kommune, Ærøskøbing. Die letzte Fahrt war am 15.3.2012, dann wurde das Schiff ausgemustert wegen zu hoher Werftkosten für neue Klasse und in Marstal aufgelegt.
Im Mai 2012 erfolgte der Verkauf an eine niederländische Firma, am 29.5.2012 wurde die Fähre aus dem dänischem Register gestrichen. Im August 2013 wurde es an die Agência Oceano Made LDA auf den Kapverdischen Inseln verkauft. Am 28.12.2014 lief es schließlich aus Marstal aus und ging nach dem Eintreffen dort in den Fährdienst zwischen São Vicente, São Nicolau, Sal, Boavista und Praia.
Am 24.3. gegen 16 Uhr legte es sich an seinem Liegeplatz im Hafen von Mindelo plötzlich nach Backbord über. An Bord befanden sich zu dem Zeitpunkt noch mindestens 125 Tonnen Ladung. Nachdem zunächst ein Container ins Rutschen geraten war, ging schließlich die gesamte Ladung über, wodurch die Fähre kenterte und sank. Die „Soby“ ist 49,19 Meter lang, 9,53 Meter breit, hat 3,2 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 471 Tonnen. Sie war für 200 Passagiere und 40 Pkw zugelassen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bergungsarbeiten an Landungsboot in Malabuyoc kommen voran
(18.05.17) Die Bergungsarbeiten an dem in Malabuyoc gesunkenen Landungsschiff "Marc Joseph III" wurden zu 60 Prozent abgeschlossen. Um das Wrack wurde von der Coastguard Cebu eine Ölsperre ausgelegt, um Verschmutzungen während der Arbeiten zu vermeiden. Die Berger pumpten das Öl aus den Brennstofftanks ab. Das Landungsboot war im vergangenen Monat von Tandayag Port in Negros Oriental nach Sta. Fe in Bantayan Island laufend in Malabuyoc gekentert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler nach Feuer vor Kamtschatka aufgegeben
(18.05.17) Der russische Trawler "Kapitan Chernov", 779 BRZ (IMO-Nr.: 9101015), geriet in der Nacht zum 18.5. im Ochotischen Meer 15 Meilen vor Ozernovskiy an der Südwestspitze der Kamtschatka-Halbinsel in Brand. Das Feuer brach in den Aufbauten aus. Von den 27 Crewmitgliedern wurden 22 von dem Trawler "Real" (IMO-Nr.: 8938435), der sich in der Nähe befunden hatte, übernommen. Fünf weitere, darunter der Kapitän, blieben zunächst noch an Bord, um zu versuchen, den Brand zu löschen.
Der Bergungsschlepper "Suvorovets" (IMO-Nr.: 7808293) machte sich auf den Weg zum Havaristen und wurde dort am 19.5. erwartet. Nachdem die Brandbekämpfung fehlgeschlagen war, mussten auch die verbliebenen fünf Männer inzwischen abgeborgen werden. Der Trawler blieb brennend und verlassen vor Anker liegend zurück.
Quelle:Tim Schwabedissen



Keine Ölverschmutzung nach Untergang der Uruguay Reefer
(18.05.17) Nach dem Untergang des Kühlfrachters "Uruguay Reefer" rund 350 Meilen vom Berkeley Sound entfernt in einer Entfernung von 210 Meilen zu den Falkland Islands wurde keine Ölverschmutzung beobachtet. Nachdem das angeschlagene Schiff auf 6.000 Metern Wassertiefe untergegangen war, sammelten der Frachter "Frio Las Palmas" sowie der von den Eignern geheuerte Schlepper "Otway" noch geringe Mengen von Treibgut, darunter die Fender, die in der See trieben ein. Sie hätten die Schifffahrt gefährden können.
Geringfügige Ölfilme auf dem Wasser verdunsteten rasch. Das Öl in den Tanks dürfte sich in der Kälte der Tiefe schnell verfestigen und so ebenfalls kein Risiko mehr darstellen. Der Kapitän der “Uruguay Reefer” ging bei der Unglücksursache von einer Kollision mit einer Eisscholle aus.
Die Baltmed Reefer Services dankten ihm und seiner Crew für ihren Mut, dem auf den Falklands stationierten Patroullienboot "Protegat" wie auch den Crews der "Taganronskiy Zaliv" und der "Frio Las Palmas" für ihren Einsatz und bewiesene Seemannschaft sowie den beteiligten Behörden für ihre Assistenz bei der schwierigen Rettungsoperation in entlegenen Gewässern, die eine Bergung des Schiffes unmöglich machten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter vor Marsala aufgelaufen
(18.05.17) Am 17.5. lief vor dem Hafen von Marsala der 10 Meter lange Holzkutter "Jessica II - 1 TP 1279) auf die dortigen Klippen. Die fünfköpfige Crew hatte um 5.15 Uhr einen Notruf gefunkt. Eine Crew des Maritime District Office in Marsala, sowie mehrere Kutter kamen zu Hilfe und retteten die Fischer.
Ein Taucher assistierte dabei, den Havaristen zu lenzen, und nachdem er von den Felsen gezogen wurde, konnte er zum Cantieri Navali Parrinello geschleppt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Regattayacht sank vor Bermudas
(18.05.17) Die sechsköpfige Crew der auf den Bermudas beheimateten, 57 Fuß langen Yacht “Monterey”, die am Antigua Bermuda Race teilnahm, wurde gerettet, nachdem das Boot am Morgen des 17.5. rund 200 Meilen südlich von Hamilton sank. Skipper Les Crane meldete den Bermuda Maritime Operations (BMO) gegen fünf Uhr Wassereinbruch. Die Crew ging in eine Rettungsinsel und wurde von der Yacht „Esprit de Corps IV”, die ebenfalls an der 935-Meilen-Regatta, an der 21 Boote teilnahmen, aufgenommen.
Gegen sieben Uhr lag die „Monterey“ fast vollständig unter Wasser, und die Schiffbrüchigen wurden nach Bermuda gebracht. Die Regatta wurde vom Royal Bermuda Yacht Club im Rahmen der 50. Antigua Sailing Week durchgeführt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Nach der Qing liegt nun auch Schwimmdock in Mormugao auf Grund
(18.05.17) Nach dem teilweisen Sinken eines Schwimmdocks durch Wassereinbruch am Western India Shipyard in Mormuago hat Mormugao Port Trust am 17.5. polizeiliche Ermittlungen gegen den Werftbetrieb in Gang gesetzt. Das Management von WISL wurde der Gewässergefährdung durch Nachlässigkeit beschuldigt. Wenn nicht kurzfristig Maßnahmen ergriffen würden, könnte die Situation zu ernsthaften Umweltschäden führen.
Am 5.4. 1993 wurde ein Übereinkommen zwischen dem MPT und der WISL geschlossen, nachdem der Werft 31.000 Quadratmeter zur Nutzung als Reparaturbetrieb überlassen werden. Dieses ist bis April 2018 befristet. Im September 2016 gab das Management von WISL die Schließung des Betriebes bekannt. In den vergangenen drei Jahren war das Gelände nicht mehr besetzt. In dieser Zeit kam es wiederholt zu Wassereinbrüchen und Schlagseite des Docks gekommen. Von der WISL wurde daraufhin verlangt, das Dock sicher und schwimmtüchtig zu halten. Doch am 25.4. und 9.5.2017 wurde gemeldet, dass das Dock nun im Sinken begriffen sei und sofortige Maßnahmen ergriffen werden müssten. Der Hafenbetrieb schlug war Alarm, doch seitens der WISL wurde weiterhin nichts getan.
Das am Wellenbrecher auf Grund liegende Dock gefährdete zudem das Wrack des seit dem 29.6.2016 dort gesunkenen indischen Kreuzfahrtschiffes „Qing", 35143 BRZ (IMO-Nr.: 7902295), das zuvor über zwei Jahre am Kai der WISL gelegen hatte, ohne dass die geplanten Reparaturarbeiten starteten. Dann kam es während der schweren Monsunregenfälle zu einem Wassereinbruch, durch den das Schiff zunächst starke Steuerbordschlagseite entwickelte und dann auf dem Hafengrund aufsetzte.
Die South Goa District Disaster Management Authority (SGDDMA), Indian Coast Guard sowie die Polizei waren im Einsatz gewesen, um das drohende Kentern des Schiffes abzuwenden.
Der Mormugao Port Trust wurde angewiesen, die 350 Tonnen Öl aus den Tanks abzupumpen. Doch diese Versuche schlugen fehl. Seither hat sich an der Lage des Wracks und des Öls nichts geändert. Im vergangenen Jahr kam es zu einem Austritt von Kraftstoff. Das Wasser im Schiffsinnern ist ebenfalls kontaminiert. Es zu entsorgen, wäre sehr aufwändig, und dies ist wohl der Grund, warum Interessenten bisher immer zurückschreckten, tätig zu werden.
Die „Qing“ wurde 1982 als „Atlantic“ für die italienische Home Lines auf der Werft CNIM in La Seyne-sur-Mer erbaut. Sie ersetzte die 1964 in Dienst gestellte „Doric“, die 1973 von Home Lines übernommen worden war. 1988 wurde das Schiff nach der Auflösung der Reederei ausgemustert und zum Verkauf angeboten. Neuer Eigner des Schiffes wurde die US-amerikanische Reederei Premier Cruises, die es in „StarShip Atlantic“ umbenannten Sie wurde fortan in der Karibik eingesetzt. Im Mai 1997 wurde das Schiff an Westria Holdings mit Sitz in der Schweiz für ihre Tochtergesellschaft MSC Kreuzfahrten verkauft, in Durban modernisiert und als „Melody“ in Dienst gestellt.
Neues Einsatzgebiet des in Panama registrierten Schiffes wurden das Mittelmeer und Asien. Am 25.4.2009 wurde das Schiff bei einer Kreuzfahrt im Indischen Ozean in der Nähe der Seychellen von somalischen Piraten angegriffen. Passagiere und ein israelisches Sicherheitsunternehmen, das für die Fahrt durch das Risikogebiet vor Somalia angeheuert wurde, konnten den Angriff der Piraten abwehren. Kräfte der Operation Atalanta trafen erst nach der erfolgreichen Abwehr des Angriffs ein, konnten aber die Piraten verfolgen und stellen.
Im Januar 2013 wurde die „Melody“ außer Dienst gestellt und in Neapel aufgelegt. Alle für den Sommer 2013 geplanten Kreuzfahrten des Schiffes wurden abgesagt. Ende des Jahres wurde das Schiff an die Sahara India Tourism Development Corporation verkauft und als „Qing“ nach Indien überführt, wo es für Minikreuzfahrten und als Spielcasino eingesetzt werden sollte. Die Pläne konnten allerdings nicht umgesetzt werden, da die zuständige Provinzregierung von Goa keine Kasinoschifflizenz erteilte. Die „Qing“ wurde daraufhin im Hafen von Mormugao aufgelegt.
Nachdem das Schiff am 29.6.2016 schwere Schlagseite entwickelt hatte, konnte sie bis zum 1.7. auf dem ungefähr 8,5 Meter tiefen Grund stabilisiert werden. Es ist 204,07 Meter lang, 27,35 Meter breit, hat acht Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 4.514 Tonnen. Die Passagierkapazität betrug 1.292 Personen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kollision auf dem Mittellandkanal
(18.05.17) Auf dem Mittellandkanal in Lübbecke kollidierten am 17.5. zwei Binnenschiffe zusammengestoßen gegen 13 Uhr im Bereich des Hafens. Ein etwa 150 Meter langer, leer in Richtung Minden fahrender Schubverband stieß mit einem 86 Meter langen und mit Mineralöl beladenen Tankmotorschiff, das nach Bohmte lief, zusammen. Beide Schiffe berührten sich an den jeweiligen Außenseiten, es entstand dabei ein mittlerer Sachschaden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ohne Benzin abgeschleppt
(Bild: USCG)   Großbild klick!

Glückliche Rettung für allzu sparsame Bootsfahrer
(17.05.17) Das Patroullienboot “Donald Horsley” der US Coastguard rettete am 15.5. sechs Männer aus St. Lucia von ihrem 20 Fuß langen Kutter “One Time” rund 25 Meilen vor der Westküste von Martinique. Sie waren von dort um drei Uhr nach St. Lucia ausgelaufen. Wenig später ging ihrem offenen Boot aber der Treibstoff aus. Die “Donald Horsley”, die sich in den karibischen Gewässern auf Patroullienfahrt befand, stieß gegen 16 Uhr auf das Boot, das immer weiter aufs offene Meer hinaus trieb.
Die Männer teilten der Crew des Patroullienbootes mit, dass sie seit über 13 Stunden ohne Nahrung und Wasser auf dem Meer trieben und auch keine Funkausrüstung hätten. Die Coast Guard San Juan kontaktierte das Fort de France Maritime Co-ordination Center in Martinique und berichtete über die Situation. Nach den Männern war bereits eine Suche angelaufen, weil sie überfällig waren.
Die Crew der “Donald Horsley” nahm sie an Bord und übergab sie später einem Boot der französischen Coast Guard vor Martinique.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter und Yacht vor Ostfriesland aufgelaufen
(17.05.17) Am Morgen des 16.5. kam es zu zwei Havarien im Wattenmeer zwischen den Inseln Juist und Norderney. In den frühen Morgenstunden kam ein deutscher Kutter auf eine Barre fest, die sich erst kürzlich neu gebildet hatte. Kurze Ueit später lief eine unter britischer Flagge fahrende Yacht wegen eines Auswertungsfehlers der Seekarte auf Grund. Beide Schiffe mussten das Niedrigwasser auf dem Watt abwarten, kamen ein paar Stunden später mit auflaufendem Wasser mit eigener Kraft wieder frei.
Quelle:Tim Schwabedissen



„Don’t Panic“halb gesunken im Schlepp der RNLI
(Bild: RNLI)   Großbild klick!

“Don’t Panic“ zu wörtlich genommen – überflüssige Suchaktion vor England
(17.05.17) Vor Scarborough wurde die Segelyacht „Don’t Panic“ in der Nacht zum 16.5. von ihrer Crew verlassen. Am Morgen wurde das Boot, das am Vorabend um 17.30 Uhr dort ausgelaufen war, von einem Kutter um 4.20 Uhr unbesetzt vor der Westpier der Stadt am Marine Drive auf Grund liegend entdeckt. Es gab keine Hinweise auf den Verbleib der Crew, und die Maritime and Coastguard Agency leitete eine große Suchaktion auf der Nordsee entlang der Küste von Nord-Yorkshire zwischen Burniston bis hin zur Cayton Bay ein.
Beteiligt waren Coastguard-Rettungsteams aus Scarborough und Burniston sowie zwei Rettungsboote
Rettungsaktion vor beindruckender Kulisse
(Bild: RNLI)   Großbild klick!
aus Scarborough und ein Sikorsky-SAR-Hubschrauber der Coastguard in Humberside. An der Operation waren insgesamt rund 80 Personen beteiligt. Zuvor waren Versuche, den Eigner Paul Rhodes zu kontaktieren, fehlgeschlagen.
Die Suche wurde eingestellt, nachdem eines der zwei Crewmitglieder über Medien von ihr mitbekommen und sich bei der Polizei in Nord-Yorkshire gemeldet hatte. Die beiden hatten die Yacht bereits verlassen, bevor sie auf Grund lief. Sie hatten aber keine weiteren Aktionen unternommen, sich um die Yacht oder die Folgen der Havarie zu kümmern.
Das Boot wurde am Morgen von dem RNLI-Boot aus Shannon geborgen und halb gesunken in den Hafen geschleppt. Im Juni vergangenen Jahres war die “Don’t Panic” bereits einmal vor Scarborough in Schwierigkeiten geraten, als der Motor ausfiel. Ein Boot der RNLI fand sie 1,5 Meilen östlich des Hafens.
Sie hatte keine Lichter, kein VHF, kein GPS und keine Notraketen. Nach der aktuellen Notlage wurde die „Don’t Panic“ als nicht mehr reparabel eingeschätzt. Der Mast war gebrochen und der Rumpf schwer beschädigt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sizilien: Zwei Segler vor Pachino gerettet
(17.05.17) Am Morgen des 17.5. wurden an der Ostküste Siziliens vor Marzamemi unweit der Stadt Pachino in Syrakus zwei schiffbrüchige Segler gerettet. Sie trieben in einer Rettungsinsel 12 Meilen vor der Küste, als sie von einem Patroullienboot der italienischen Marine gefunden wurden. Ihr 10 Meter langes Boot aus Marzamemi, Pachino's Seehafen in Syrakus, war in der Nacht gesunken. Die beiden hatten den Schiffbruch unversehrt überstanden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Archivbild Tanker „Oraness“
(Bild: Olaf Kuhnke)   Großbild klick!

Tanker brannte im Nord-Ostsee-Kanal
(17.05.17) Ein Feuer im Maschinenraum des dänischen Tankers „Oraness“, 1804 BRZ (IMO-Nr.: 8416786), sorgte in der Nacht zum 17.5. für Behinderungen auf dem Nord-Ostsee-Kanal. Kurz nach 23 Uhr hatte die Besatzung des Tankers, der unbeladen von Aarhus nach Moerdijk unterwegs war, im Maschinenraum einen Brand bemerkt und Alarm ausgelöst. Zu dem Zeitpunkt hatte der Tanker gerade die Levensauer Hochbrücke passiert.
Der Lotse und die Schiffsführung stoppten sofort die Fahrt und machten an der Nordseite der Kanalweiche Schwartenbek fest. Die Verkehrszentrale des Kanals alarmierte die Feuerwehr und sperrte den Kanalabschnitt für den Schiffsverkehr. Die Löschzüge der Haupt- und der Ostwache sowie die Freiwillige Feuerwehr Suchsdorf rückten an und bereiteten die Schiffsbrandbekämpfung vor.
Um 23.35 Uhr waren die Schlepper "Stein", "Bülk" und "Holtenau" unterwegs zur Unglücksstelle gegenüber von Suchsdorf. Die Schleusen in Holtenau wurden seeseitig offen gahalten für das Einlaufen von Schiffen, die an der Rettungsaktion beteiligt waren. Der übrige Verkehr musste derweil warten.
Die Einsatzkräfte setzten dann mit Schlauchbooten zum Havaristen über und unterstützten die Besatzung bei den Löscharbeiten. Diese hatte den Brand in einem ersten Angriff bereits mit Pulverlöschern unter Kontrolle gebracht. Zusammen mit mehreren Angriffstrupps der Feuerwehr wurden bis gegen ein Uhr Teile der Verkleidung im Maschinenraum abgenommen und mögliche Glutnester gesucht.
Nach dem Ende der Löscharbeiten wurde die „Oraness“ gegen 1.30 Uhr von den Schleppern „Stein“, der seit ein Uhr am Bug fest war, und der „Bülk“ gedreht und zum Nordhafen geschleppt, wo sie gegen zwei Uhr an Liegeplatz 33 am Voith-Kai festmachte. Hier sollten die Untersuchungen der Wasserschutzpolizei und der Berufsgenossenschaft Verkehr zur Brandursache erfolgen. Die "Geert K", "Sirius" und "Norderoog”, die seit der Notmeldung auf Wartepositionen im Kanal hatten ausharren müssen, durften die Havariestelle mittlerweile auch passieren.
Die “Oraness” ist 78,63 Meter lang, 12,7 Meter breit, hat 4,79 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 2.586 Tonnen. Sie läuft für die Rederiet M.H. Simonsen ApS in Svendborg und wurde 1985 von der Tille Scheepsbouw B.V. als „Flagship 1“ erbaut. Bis 1986 lief sie solche und als „Elisa von Barssel“, bis 1987 als „Lia Ventura“, bis 1995 als „Inisheer“, bis 1999 als „Dunkerque Express“ und bis 2002 dann nochmals als „Inisheer“.
Quelle:Tim Schwabedissen



Binnentanker landete nach Kollision auf Kribbe
(17.05.17) Am 16.5. gegen 1.30 Uhr kam es auf dem Rhein bei Flusskilometer 647,5 auf Höhe von Niederdollendorf zu einer Kollision des niederländischen Binnentankers "Piz Palü" 2645 ts (EU-Nr.: 02333722), der von Königswinter nach Rotterdam unterwegs war, mit dem deutschen Schubverband "Rhenus Thionville 1", 2744 ts (EU-Nr.: 02332593), mit der "Rhenus Thionville 2", 2392 ts (EU-Nr.: 02332594). der mit einer Ladung von 4.300 Tonnen Kohle den Fluss zu Berg befuhr. Während das vorgespannte Schiff mit einer Beule von 3x3 Metern davon kam, wurde der Tanker an Backbordseite auf etwa drei Metern Länge aufgerissen und lief zudem auf eine Kribbe am rechten Flussufer bei Bad Godesberg.
Dank der Doppelhülle und des Umstandes, dass der Tanker unbeladen war, kam es zu keinen Umweltschäden. Um kurz nach 12 schleppte die holländische Containerbarge „Nova", 5010 ts (EU-Nr.: 02323289), die „Piz Palü“ frei und nahm sie längsseits. Um 13 Uhr machte sie bei der BHB-GmbH in Bonn fest. Knapp vier Stunden später ging es von dort zur Hauswerft nach Moldijk weiter. Der Schubverband, der am 15.5. um 11.45 Uhr aus Uerdingen ausgelaufen war, machte gegen 13 Uhr in Koblenz fest und setzte von dort aus am Nachmittag seine Reise fort.
Die “Piz Balü” war bereits am 18.8.2013 auf dem Rhein zwischen der Deutzer- und der Severins-Brücke einmal auf Grund gelaufen. Die Bergung des Schiffes, das zu der Zeit flussaufwärts unterwegs gewesen war, wurde seinerzeit durch einen fallenden Wasserpegel verkompliziert. Der Tanker ist 110 Meter lang, 11,45 Meter breit und hat einen Tiefgang von 3,20 Metern. Der Kasko wurde 2010 beim Turnu Severin Shipyard, Severnav, erbaut und bei Dolderman, Dordrecht, für die Piz Palu BV in Rotterdam ausgerüstet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Odyssee der Uruguay Reefer endete auf dem Meeresgrund
(17.05.17) Der Kühlfrachter "Uruguay Reefer" sank am 16.5. rund 350 Meilen nordöstlich von Port Stanley auf Position 49 30 S 049 00 W, nur wenige Stunden nachdem der Schlepper "Otway" ihn von dem Reefer "Frio Las Palmas" übernommen hatte, und 11 Tage nach Eintreten der Notlage. Am Morgen war der Konvoi noch mit 3,5 Knoten in nördlicher Richtung unterwegs gewesen. Nach dem Verlust des Schleppanhangs nahmen die beiden verbliebenen Schiffe Kurs auf die Falkland-Inseln.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter möglicherweise durch Brandstiftung zerstört
(17.05.17) Der 12 Meter lange, französische Kutter “L’île Maurice - BL.663223”, 20 BRZ (MMSI-Nr.: 227317660), der im Loubet-Becken in Boulogne-sur-Mer lag, wurde in der Nacht zum 17.5. durch ein Feuer zerstört. Um 23.45 Uhr gab es an Bord des Schiffes eine Explosion, in deren Folge es im Nu im Vollbrand stand. Als die Feuerwehr eintraf, stand das 12 Meter lange Fahrzeug komplett in Flammen.
68 Feuerwehr-Einsatzkräfte aus Boulogne, Marquise, Desvres Calais, Etaples und Marck-en-Calaisis wurden mobilisiert, darunter auch Schiffsbrand-Experten. Es gelang, das Feuer mit Schaum und Wasser unter Kontrolle zu bekommen. Danach galt es aber, das zerstörte Schiff schwimmfähig zu halten.
Dazu musste das Löschwasser wieder abgepumpt werden. Gegen ein Uhr wurde eine Ölsperre um das Wrack ausgelegt. Die Feuerwehren erhielten Assistenz durch einen holländischen Schlepper, der sich gerade in der Nähe befunden hatte.
Am Morgen stieg immer noch Rauch aus dem Schiffsinnern auf. Die Polizei leitete eine Untersuchung zur Brandursache ein. Kurz vor der Explosion war in der Nähe ein Auto gesehen worden, das sich dann mit hoher Geschwindigkeit entfernte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zweites Crewmitglied nach Kutterhavarie tot geborgen
(17.05.17) Ein Boot der National Guard barg am 16.5. die Leiche des zweiten, bislang noch vermissten Crewmitglieds des Kutters „Hadir El-Bahr“, der am 8.5. vor Sousse verschwunden war. Sie waren am selben Tag vermisst gemeldet worden. Das Wrack des Kutters wurde am 18.5. von Militärs unweit des Strandes von Sidi Abdelhamid entdeckt worden, wenig später auch ein Toter. Die Suchaktion des Zivilschutzes, der National Maritime Guard und der Marine dauerte an, bis nun auch der zweite Leichenfund traurige Gewissheit über das Schicksal der Crew brachte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ein Fischer vor Chimbote vermisst
(17.05.17) Sechs Meilen vor Chimbote kenterte am 16.5. gegen sechs Uhr der 16-Tonnen-Kutter „'El Especialista 2' aus Pisco in der Áncash-Region. Bei einem misslungenen Manöver schlug er um und trieb kieloben in der See. Sechs der sieben Fischer an Bord konnten von einem anderen Kutter, der „El Delfín“, die sich in der Nähe befunden hatte, gerettet werden.
Ein Mann, Luis Rodríguez Gutiérrez aus San Pedro, blieb vermisst. Möglicherweise hatte er sich in den Netzen verfangen, als das Schiff kenterte, und konnte sich nicht mehr retten. Die Suche wurde fortgesetzt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Kreuzfahrtschiff in Alaska
(17.05.17) Auf dem unter Bermudas-Flagge laufenden Kreuzfahrtschiff "Island Princess", 92822 BRZ (IMO-Nr.: 9230402), kam es am 15.5. in Alaska zu einem Maschinenraumbrand nach Bruch einer Treibstoffleitung durch auslaufendes Öl, das sich entzündete. Das Schiff kam gerade von den Gletschern im Glacier Bay National Park. Um 7:30 Uhr gab es eine Durchsage über einen Brand auf Deck 4.
Fünf Minuten später wurde der Generalalarm ausgelöst, und alle Crewmitglieder wurden auf die Notfallstationen beordert. 30 Minuten später wurde der Alarm aufgehoben. Den Passagieren wurde mitgeteilt, dass der Brand rasch gelöscht werden konnte und dass keine Gefahr bestünde.
Inspektoren der Coastguard kamen an Bord und untersuchten die Lage eineinhalb Stunden lang. Es gab keine Hinweise darauf, dass der Fahrplan geändert werden müsste. Das Schiff war am 13.5. aus Ketchikan ausgelaufen und machte am 17.5. in Whittier fest.
Quelle:Tim Schwabedissen



Barge sank vor Phuket
(17.05.17) Am 16.5. gegen 14 Uhr sank die thailändische Barge “Tanyongpuyu”, 107,85 ts, die einen Kran transportierte, rund eine Meile vor der Küste von Ao Yon im Süden von Phuket. Sie war um 7.50 Uhr auf Felsen gelaufen und leckgeschlagen. Das Schiff kam von den Similan Islands in Phang Nga und war nach Krabi unterwegs.
Der Kutter „Chock Marisa”, der sich in der Nähe befand, setzte Warnlichter, als es dunkel wurde, um weitere Unfälle zu verhindern. Der Schiffbruch wurde der Wichit Police gemeldet, und dem Eigner oblag nun die Bergung des Wracks.
Quelle:Tim Schwabedissen



Archivbild Frachter „Belterwiede“
(Bild: Olaf Kuhnke)   Großbild klick!

Frachter havariert im Nord-Ostsee-Kanal
(16.05.17) Auf der Fahrt von Danzig nach Dünkirchen kam der holländische Frachter „Belterwiede“, 3990 BRZ (IMO-Nr.: 9313797) in der Nacht zum 14.5. um 2.15 Uhr auf dem Nord-Ostsee-Kanal westwärts laufend in Höhe von Kanalkilometer 23,5 vom Kurs ab. Er lief in die Nordböschung der Schifffahrtsstraße, weil offenbar der Automatikbetrieb der Steueranlage unerlaubterweise genutzt worden war. Während der Aufnahme der Havarie gaben der Kapitän und der Erste Offizier übereinstimmend an, dass die „Belterwiede“ vom beratenden Lotsen eigenhändig mittels der auf Automatikbetrieb gestellten Steueranlage bedient worden war.
Lediglich vor Begegnungsvorgängen hatte der Lotse auf Handbetrieb umgeschaltet. Nach einem derartigen Umstellvorgang war das Ruder dann zu hart nach Steuerbord gelegt worden, sodass das Schiff mit geringer Geschwindigkeit in die Böschung lief. Es kam nach etwa fünf Minuten aus eigener Kraft wieder frei und setzte seine Fahrt Richtung Brunsbüttel fort, wo es gegen 5.15 Uhr eintraf.
Die Berufsgenossenschaft für Transport und Verkehrswirtschaft sprach zunächst ein Weiterfahrverbot ab Brunsbüttel bis zur Bestätigung der Klasse aus, hob dieses aber am Nachmittag wieder auf. Um 16 Uhr ging die Reise weiter, am 16.5. um 3.50 Uhr machte der Frachter an Liegeplatz 6 in Dünkirchen fest. Wegen der unerlaubten Nutzung des Automatikbetriebes mussten der Erste Offizier und der Lotse nun mit einer Ordnungswidrigkeiten-Anzeige rechnen. Der Offizier musste zudem eine Sicherheitsleistung in Höhe von rund 500 Euro leisten.
Die “Belterwiede” der W.H. van Veen/Belterwiede Scheepvaart B.V. in Zwartsluis wurde 2005 bei der Ferus Smith B.V., Hoogezand, für die C.V. Scheepvaartonderneming "Pioneer", Delfzijl, erbaut und lief bis 2007 als “Pioneer”. Sie ist 110,78 Meter lang, 14 Meter breit, hat 6,09 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 6.000 Tonnen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Treibgut legte Ersatzfähre in Rendsburg lahm
(16.05.17) Der Kieler Schlepper "Falckenstein", 194 BRZ (IMO-Nr.: 8917704), der derzeit die Rendsburger Schwebefähre auf dem Nord-Ostsee-Kanal ersetzt, wurde um sieben Uhr auf dem Weg von seinem Liegeplatz auf dem WSA-Bauhof in Rendsburg zum Anleger durch einen Reifen, der sich um den Propeller wickelte, manövrierunfähig. Er schaffte es noch, zum Anleger neben dem Schwerlasthafen Rendsburg Port zu kommen. Eine Spezialfirma wurde gerufen, um mit einem Taucher den Propeller von dem Hindernis zu befreien.
Um 11.45 Uhr war der Schaden repariert und die Ersatz-Fähre konnte ihren Betreib wieder aufnehmen. Seit Sommer 2016 ist die "Falckenstein" als Ersatz für die bei der Kollision mit der „Evert Prahm“ am 8.1. jenen Jahres zerstörte Schwebefähre im Einsatz und pendelt seit Ende April viertelstündlich nach dem Fahrplan der Schwebefähre über den Nord-Ostsee-Kanal. .
Quelle:Tim Schwabedissen



Schwimmramme gesunken
(Bild: Vernon Fire and Rescue Services)   Großbild klick!

Gesunkene Schwimmramme blockiert Yachtclub in Vernon
(16.05.17) Am 14.5. gegen 16 Uhr wurde die Vernon Fire and Rescue alarmiert, nachdem eine Schwimmramme rund 300 Fuß vor dem Ufer des Paddlewheel Park Wassereinbruch erlitten hatte und nahe des Vernon Yacht Club Schlagseite entwickelte. Die Feuerwehr stellte als erstes sicher, dass sich niemand an Bord befand. Zunächst war von einem Schwimmkran die Rede gewesen, der Boote des Yachtclubs ins Wasser setzte.
Doch vor Ort stellte sich heraus, dass es sich um eine unbesetzte Barge mit einer Ramme an Deck handelte. Sie lag bereits auf der Seite. Es gab Berichte über Öl an Bord, allerdings fanden die Einsatzkräfte nur einige Schmierölbehälter, die an Bord herumlagen. Die exakte Menge ließ sich nicht mehr feststellen.
Noch während die Feuerwehr im Einsatz war, kenterte die Schwimmramme vollständig und sank. Das Ministry of Environment, die Coastguard und Transport Canada wurden verständigt. Inspektoren machten sich ein Bild der Lage.
Das halb aus dem Wasser ragende Gefährt behinderte die Zufahrt zum Vernon Yacht Club. Es gab Berichte über Ölgeruch in der Umgebung. Eine Ölsperre wurde deshalb vorsorglich ausgelegt. Der Eigner wurde informiert und machte sich auf den Weg nach Vernon. Wahrscheinlich am 16.5. sollte die Schwimmramme wieder geborgen werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Katamaran gekentert
(Bild: USCG)   Großbild klick!

Katamaran kenterte nach Kollision – Frau vor Bahamas vermisst
(15.09.17) Die U.S. Coast Guard startete am frühen Morgen des 15.5. eine Suchaktion nach Isabella Hellmann, 41, aus Delray Beach, 26 Meilen westlich der unbewohnten Bahamas-Insel Cay Sal. Sie wurde seit dem 14.5. gegen 20 Uhr vermisst, nachdem das International Response Coordination Center einen Notruf von Lewis Bennett, 38, erhalten hatte, dass sein 37 Fuß lange Katamaran “Surf into Summer” 82 Meilen südöstlich von Marathon mit einem unbekannten Objekt kollidiert sei.
Er habe unter Deck geschlafen, als sich das Unglück ereignete. Sofort aktivierte er das EPIRB und einen Peilsender der Rettungsinsel, in die er sich nach dem Kentern des Bootes flüchten konnte. Seine Frau hatte er seit dem Unglück nicht mehr gesehen.
Bennett wurde am 15.5. um 1:30 Uhr unweit von Cay Sal gerettet und nach Marathon gebracht. Der Katamaran wurde halb gesunken im Wasser treibend entdeckt. Ein MH-60-Helikopter und eine HC-130 Hercules der Air Station Clearwater sowie das Patroullienboot “Kathleen Moore” und eine HC-144 Ocean Sentry der Air Station Miami suchten weiter nach der vermissten Frau.
Bis zum Abend gab es noch keine Spur von ihr. Hellmann und Bennett hatten erst wenige Monate vor dem Schiffbruch in Atlanta geheiratet. Die beiden haben eine neun Monate alte Tochter.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schwere Kollision bei Nieuwpoort Sailing Weekend
(16.05.17) Bei der ersten Regatta des Nieuwpoort Sailing Weekend kollidierten am 14.5. zwei Yachten, die "Speed X (BEL 1119", die in der CR 1-Klasse lief, und die "MonAqua (BEL 1082)" aus der IRC 1 Klasse gleich an der ersten Tonne. Die "MonAqua" aus Oostende segelte nach einem gemeinsamen Start innen, die "Speed X" außen und versuchte, zwischen der anderen Yacht und der Tonne hindurch zu kommen. Dabei rammte sie die "MonAqua" in die Seite, und sie wurde unter der Wasserlinie aufgerissen.
Die Crew des sinkenden Bootes funkte Mayday. Ein Rettungshubschrauber war wenig später vor Ort. Die schwer beschädigte Yacht konnte mit einem Luftsack, der von einem SAR-Boot um den Rumpf fixiert wurde, an der Wasseroberfläche gehalten. Die "Speed X" von Skipper André Lesage legte Protest ein, doch die Jury entschied, dass er der "MonAqua" nicht wie nach Regel 18.2 gefordert Raum gegeben habe.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler nach Conquet abgeschlepppt
(16.05.17) Am Morgen des 15.5. wurde der französische Trawler "Caraibes - GV.642582", 33,79 BRZ (MMSI-Nr.: 228926000), manövrierunfähig, als ihm auf Höhe der Pierres Vertes ein Netz in den Propeller geriet. Er bat über Funk um Assistenz, und das SNSM-Boot der Station Conquet "La Louve", lief aus und schleppte den Havaristen in den dortigen Hafen. Nach Reparaturarbeiten am Kai konnte das Schiff um 10.30 Uhr seine Fangfahrt fortsetzen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Vier Mann nach Unfall bei Golden Meadow gerettet
(16.05.17) Die Coast Guard New Orleans wurde am 15.5. gegen neun Uhr alarmiert, nachdem nahe Golden Meadow, Louisiana, der Schlepper „Jenny Marie“ ein gekentertes Schiff 1,000 Yards nördlich der Leeville Bridge gemeldet hatte. Von der Air Station New Orleans stieg ein MH-65 Dolphin Helikopter auf, und von der Station Grand Isle lief ein 24-Fuß-Boot aus.
Das Lafourche Sherriff’s Office meldete wenig später, vier Personen von dem gekenterten Fahrzeug gerettet zu haben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kontaminiertes Wasser aus rotter Kranbarge gelenzt
(16.05.17) Die US Coast Guard pumpte über 11 Tonnen verölten Wassers aus der Bilge der 170 Fuß langen Kranbarge “Amazon” auf dem Columbia River nahe Goble. Damit sollte ein drohender Umweltschaden auf dem Fluss vorsorglich abgewendet werden. Die Coast Guard Columbia River Incident Management Division finanzierte die Maßnahme aus dem Oil Spill Liability Trust Fund auf Empfehlung des Coast Guard Pacific Strike Team, das am 9 und 10.5. eine Gefahreneinschätzung vorgenommen hatte.
Vertragsnehmer des National Response Coordination Environmental Services pumpten am 19.5. dann rund sieben Tonnen und am 20.5. weitere vier Tonnen kontaminierten Wassers aus Bilgen, Ballast- und Brennstofftanks, Räumen vorn und achtern und unterhalb der Decksplatten. Eigentlich sollte nur die Notwendigkeit zukünftiger Operationen geprüft werden, doch dann stellte sich heraus, dass die aus den 1940-er Jahren stammende Kranbarge erhebliche Wassereinbrüche durch offene Luken und den schlechten Allgemeinzustand hatte. Deshalb war sofortiges Handeln notwendig.
Das marode Fahrzeug war seit März durch den Hafenkapitän arrestiert gewesen. Es hatte auch Probleme mit freiliegendem Asbest an Bord gegeben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Manövrierunfähiger Frachter nach Harstad eingeschleppt
(16.05.17) In der Nacht zum 16.5. erlitt gegen Mitternacht der norwegische Frachter "Sveanord", 834 BRZ (IMO-Nr.: 7419248), kurz nach dem Auslaufen aus Bjarkøy nördlich des Hafens Maschinenschaden. Das Rettungsboot "Dagfinn Paust - RS 103" der NSSR-Station Andenes wurde zur Assistenz gerufen und nahm den Havaristen, der nördlich von Narvik trieb, auf den Haken. Am 16.5. um 6.15 Uhr wurde die "Sveanord" nach Harstad eingeschleppt.
Am Nachmittag des 3.5.2011 hatte die "Sveanord" vor Dyrøya Wassereinbruch im Maschinenraum und ebenfalls nachfolgend einen Ausfall des Antriebs erlitten. Auf einen Notruf hin nahm ein Schiff der norwegischen Marine den Havaristen auf den Haken und zog ihn dichter unter Land bis nach Finnlandsåsen.
Auch die Rettungsboote "Skudd"und "Storm" sowie die "Barents Rescue" assistierten dabei, die Situation unter Kontrolle zu bekommen. Die „Sveanord“ hat eine Länge von 59,7 Metern, eine Breite von 10,3 Metern, einen Tiefgang von 3,98 Metern und eine Tragfähigkeit von 1.068 Tonnen. Sie läuft für die Norbulk AS in Harstad und wurde 1976 auf der Murueta-Werft in Guernica als “Andramari” erbaut. 1993 wurde sie zur „Nordport 1“, 1994 zur „Nordnes“ und läuft seit 1996 unter dem aktuellen Namen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Reefer am Haken der Otway
(16.05.17) Am 15.5. wurde der leckgeschlagene Kühlfrachter "Uruguay Reefer" von dem chilenischen Schlepper "Otway", 428 BRZ (IMO-Nr.: 9384394), der aus Punta Arenas mobilisiert worden war, auf den Haken genommen. Der Schleppzug, der weiterhin von dem Reefer "Frio Las Palmas" eskortiert wurde, bewegte sich mit langsamer Fahrt und weiterhin unbekanntem Ziel in nördlicher Richtung auf dem Südatlantik.
Quelle:Tim Schwabedissen



Binnenschiff demolierte Fußgängerbrücke
(16.05.17) Am 15.5. gegen 12.00 Uhr wurde die Fußgänger- und Radfahrerbrücke zwischen Zevenhoven und Mijdrecht in De Hoef von einem Binnenschiff gerammt und erheblich beschädigt. Der Bau wurde durch die Wucht des Aufpralls fast vollständig vom Betonfundament losgerissen und war vorläufig nicht mehr brauchbar. Eine Fähre wurde als Ersatz eingesetzt. Offenbar hatte der Schiffsführer die Brücke übersehen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Seegraskutter eine Woche nach Untergang geborgen
(16.05.17) Eine Woche nach dem Untergang des Seegraskutters “Saint Bernard - BR.925372”, 10,39 BRZ (MMSI-Nr.: 227611930) vor Ploudalmézeau, bei dem dessen Skipper Christian Hamon ums Leben kam, wurde das Schiff am Morgen des 15.5. zu einem Ankerplatz in Aber Benoît geschleppt. Es war in den vergangenen Tagen lokalisiert und dann gehoben worden. Nun sollen Inspektoren aus Brest es dort untersuchen und die Ursache des Untergangs herausfinden.
Am 9.5. hatte der Fischer aus Saint-Pabu, der an diesem Tag die Erntesaison erst gestartet hatte, gerade noch Zeit, einen Notruf abzusetzen, bevor sein Schiff in stürmischer See nordwestlich von Portsall sank. Christian Hamon konnte wenig später nur noch tot geborgen werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre lief vor Fijis auf Grund
(16.05.17) Die unter Fiji-Flagge laufende Fähre "Lomaiviti Princess IV", 237 BRZ (IMO-Nr.: 8873128) lief am 19.5. in der Viani Bay in Cakaudrove auf Grund, als sie vor dem Wirbelösturm Ella, der den Norden der Fijis über das Wochenende erreichen sollte, Schutz suchte. Das Schiff konnte wenig später wieder flottgemacht werden, doch die Reparaturen der bei der Havarie entstandenen Schäden in Höhe von rund 100.000 Dollar dürften bis Juli dauern. Bis dahin wird es keinen Fährdienst auf der Taveuni Buca Bay-Route geben.
Alle Ersatzteile, die für die Beseitigung der Schäden notwendig sind, müssen von Neuseeland aus verschifft werden. Die Arbeiten finden in Suva statt. Die Fähre hat eine Kapazität von 400 Passagieren und 10 Trucks oder 19 Pkw.
Quelle:Tim Schwabedissen



Letzte Fahrt endete mit Schiffbruch
(16.05.17) Das 23 Meter lange, australische Ausflugsschiff "Port Princess" (MMSI-Nr.: 503674300) sank am Nachmittag des 16.5. auf der Überführungsfahrt vom jahrzehntelangen Basishafen Adelaide nach Melbourne. Das Schiff mit einer vierköpfigen Crew war gegen 6.30 Uhr vor Port MacDonnell, südlich von Mount Gambier, 11 Meilen südlich des Nene Valley in Seenot geraten. Nach einem Maschinenausfall war es zu einem Wassereinbruch gekommen.
Drei Tage lang hatte sich das Schiff durch raue See in Richtung Victoria vorangekämpft. Dabei könnten Vibrationen des Propellers zu einem Wassereinbruch an der Welle geführt haben, der Keilriemen sich überhitzte und die Maschine aussetzte und damit auch die Pumpen nicht mehr einsatzfähig waren. Das Schiff konnte bei den Bemühungen der Crew, das Wasser zu lenzen, auch nicht mehr aus dem Wind gedreht werden, sodass stets durch überkommende Wellen Wasser nachlief.
Der Flusskrebskutter "San Miguel" kam aus Port MacDonnell zu Hilfe und nahm die Crew der "Port Princess" an Bord, bevor sie sank. Die Geretteten kamen am Nachmittag in Port MacDonnell an und wurden vorsorglich medizinisch betreut. Sie hatten den Schiffbruch aber unversehrt überstanden.
Die „Port Princess“ hatte seit 20 Jahren Delfin-Watching auf dem Port River und dem Adelaide Dolphin Sanctuary unternommen. Doch in den vergangenen Jahren war das Geschäft auch wegen eines Konkurrenzschiffes schlechter gelaufen. Deshalb verkaufte Captain Brian Thomas sein Schiff nach Melbourne und wollte dann in den Ruhestand gehen. Nun endete seine letzte Reise mit einem Schiffbruch.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sturmchaos auf den Bermudas
(16.05.17) Am 19.5. mussten in St George’s Harbour vier Crewmitglieder einer gestrandeten Yacht gerettet werden, nachdem auf einmal Windböen von 67 Knoten über die Bermudas zogen. Mehrere Fahrzeuge kamen ins Treiben, erlitten Wassereinbruch oder hatten Motorprobleme, z.B. die Yachten “Tango” und “Mahe 3” beim Ansteuern der Insel. In der Convict Bay hatten die Gastyachten “Morton” und “Escondala” blockierte Propeller und trieben vor Anker liegend, während die “Blue Pigeon Too” hoch und trocken auf den Riffen östlich von Brook’s Island endete.
Der Kutter “Sentinel” wurde mit der Rettung von deren vierköpfiger Crew beauftragt. Die Yacht konnte einige Tage später geborgen werden. Bei Ordnance Island drohte die Yacht “Ree” mit anderen Yachten zu kollidieren. Eine andere Yacht wurde gegen die Penno’s Wharf gedrückt.
Zwei Personen auf einem Tourboot erlitten nordwestlich der Grey’s Bridge Verletzungen in schwerer See. Die Marine Police barg sie ab, das Boot erreichte später den Dockyard. Die „Lazy Boy” erlitt nahe des Royal Hamilton Amateur Dinghy Club in Hamilton Harbour Wassereinbruch und wurde von der Marine Police gelenzt.
Inzwischen riss sich ein Schwimmdock an der Südseite von White’s Island los und gefährdete die in der Nähe befindlichen Schiffe. Sie konnte von Bergern gesichert werden. In Harrington Sound lag die “Start Me Up” mit dem Heck unter Wasser und drohte zu sinken. Der alarmierte Eigner konnte sie sichern. Der Kutter „Secret Place” schlug leck und sank zum Teil in der Bailey’s Bay. Wegen auslaufenden Diesels legte am 20.5. das Department of Environment and Natural Resources eine Ölsperre um das Wrack aus.
Quelle:Tim Schwabedissen



Nur noch ein Gerippe übrig
(Bild: Dennis Saage)   Großbild klick!

Ägyptische Tauch-Luxusyacht tauchte nach Feuer ab
(15.05.17) Nur noch ein ausgebrannter Rumpf blieb nach dem Feuer am 13.5. vor dem Hafen von Hurghada von der Tauchyacht „Diving City“ übrig. Beim Auslaufen war im Maschinenraum des Tauchsafarischiffs ein Feuer ausgebrochen und hatte sich rasch auf das gesamte Schiff ausgebreitet. Die an Bord befindliche Tauchgruppe und die Besatzung, insgesamt 23 Personen, konnte von den zu Hilfe eilenden Booten weitgehend unverletzt aufgenommen werden.
Einer der Fahrgäste musste mit Verletzungen in das Krankenhaus nach Hurghada gebracht werden. Trotz des sofortigen Einsatzes eines Löschbootes brannte das Schiff komplett nieder, bis nur noch der Rumpf übrig blieb. Dieser sank auf flachem Wasser und ragte mit seinen oberen, verkohlten Teilen noch aus dem Wasser.
Die Aufbauten wurden ein vollständiger Raub der Flammen. Da das Schiff angeblich in der letzten Zeit nicht wirklich gut gebucht war, wurde in Hurghada auch über einen möglichen Versicherungsbetrug gemunkelt.
Bereits im vergangenen Jahr war die ägyptische Marine für das Schiff im Einsatz. Am 13.11.2016 hatte es mit damals 33 Personen an Bord technische Probleme mit nachfolgendem Maschinenausfall gegeben. Die Marine barg die 24 Touristen und die neunköpfige Crew ab, das Boot wurde eingeschleppt. Die luxuriös ausgestattete „Diving City“ war 33 Meter lang und 8,5 Meter breit.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gekenterter Kat
(Bild: KNRM)   Großbild klick!

Katamaran vor Dordrecht gekentert
(15.05.17) Am 13.5. um 15.15 Uhr wurde die Besatzung des Rettungsbootes „KBW 1910“ der KNRM-Station Dordrecht alarmiert, weil eine Yacht bei der Haringvliet-Brücke gekentert war. 10 Minuten später war das Boot schon unterwegs zur angegebenen Position. Hier stießen die Seenotretter auf einen umgeschlagenen Katamaran.
Dessen Besatzung, zwei junge Männer, hatten sich auf den Rumpf gerettet. Eine andere Yacht war zwischenzeitlich schon auf Standby gegangen. Den beiden Seglern wurde an Bord der „KBW 1910“ geholfen. Nach einer kurzen Untersuchung und der Feststellung, dass sie wohlauf waren, wurde der Katamaran mithilfe der anderen Yacht wieder aufgerichtet und an den Strand von Numansdorp gebracht, wo er auf einen Trailer gesetzt wurde. Das Rettungsboot kehrte auf seine Station zurück und war um 17.30 Uhr wieder klar zum Einsatz.
Quelle:Tim Schwabedissen



Segelyacht bei Wende auf der Trave aufgelaufen
(15.05.17) Vermutlich durch einen Navigationsfehler lief am 12.5. eine Segelyacht auf der Trave am Priwallstrand auf Grund. Bei auflandigem Wind war das Boot bei einer Wende festgekommen und lag nun in der Brandung. Das in Travemünde stationierte Rettungsboot „Hans Ingwersen“ kam zu Hilfe. Die Seenotretter schossen eine Leine zu der Yacht hinüber, die an Bord wahrgenommen werden konnte und so das Boot wenig später wieder auf tiefes Wasser gezogen wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht mit Ruderschaden nach Dungeness abgeschleppt
(15.05.17) Am 14.5. um 13.30 Uhr bat die britische Coastguard das RNLI-Boot “The Morrell” aus Dungeness, einer 10 Meter langen Segelyacht zu assistieren, nachdem diese mit sechs Personen an Bord auf der Reise von Eastbourne nach Ramsgate eine Meile östlich der Rettungsstation Ruderschaden erlitten hatte. Ein Angelkutter, dessen Skipper auch ein freiwilliger Seenotretter war, ging bei der Yacht auf Standby, bis die Seenotretter eintrafen. Vor Ort wurde eine Lageprüfung durchgeführt, und Vormann Stuart Adams entschied, einen Rettungsmann auf der Yacht abzusetzen, der beim Herstellen einer Schleppverbindung helfen sollte.
Als diese stand, wurde die Yacht mit langsamer Fahrt zum Hafen von Dover abgeschleppt und dort an einer Mooring festgemacht. Sie arbeitete in der hohen Schwell auf dem Weg dorthin heftig, was die Geschwindigkeit des Konvois herabsetzte. Nachdem die Yacht in Sicherheit war, kehrte die “The Morrell” nach Dungeness zurück und war um 20.15 Uhr wieder klar auf Station.
Quelle:Tim Schwabedissen



14 Mann auf Autofrachter erlitten Nahrungsmittelvergiftung
(15.05.17) Ein NH90 Cayman-Helikopter aus Koksija war am 14.5. zweimal im Einsatz und barg insgesamt drei Personen. Zunächst drohte eine Yacht vor Ost-Dünkirchen zu sinken und funkte einen Notruf. An Bord waren acht Personen.
Der NH90 winschte eine Person auf, die über Bord gesprungen war. Die übrigen sieben blieben an Bord, nachdem das Polizeiboot “SPN09“ eingetroffen war. Der Hubschrauber blieb auf Standby, bis das Polizeiboot die Yacht nach Nieuport eskortiert hatte.
Wenig später wurde der Hubschrauber erneut gerufen, nachdem 14 Crewmitglieder des unter Singapur-Flagge laufenden Autofrachters “Tosca”, 61106 BRZ (IMO-Nr.: 9605798), der von Bremerhaven nach Seebrügge unterwegs war, eine Notsituation gemeldet hatte. 14 der 25 Crewmitglieder hatten Gesundheitsprobleme, offenbar durch eine Nahrungsmittelvergiftung. Der Frachter hatte vor dem Zielhafen Anker geworfen.
Der Rettungshubschrauber setzte einen medizinischen Experten an Bord ab. Er entschied, dass zwei der Patienten abgeborgen werden sollten. Der Hubschrauber winschte sie auf und flog sie ins Sint Jan University Hospital in Brügge.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht in Malmøya ausgebrannt
(15.05.17) In der Nacht zum 15.5. kam es in Malmøya um 02.45 Uhr zu einem Feuer. Der Skipper erwachte von dem Geruch von Rauch und versuchte noch, den Brand zu löschen, doch er hatte sich bereits zu stark ausgebreitet. Er alarmierte die Polizei, di ihrerseits die Feuerwehr und das Rettungszentzrum verständigte.
Das Rettungsboot „Stormbull“ kam aus Stavern zu Hilfe. Der Skipper hatte sich an Land geflüchtet und versucht, sein Boot vom Anleger wegzudrücken, damit dieser nicht ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen wurde. Er wurde vorsorglich medizinisch betreut und ins Krankenhaus in Larvik gebracht wegen des Verdachts auf Rauchgasvergiftung. Um 05.16 Uhr war der Brand gelöscht, und das ausgebrannte Boot wurde für die weiteren Untersuchungen wieder festgemacht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht bei Yzerfontein gestrandet
(15.05.17) Am 11.5. um 20.55 Uhr wurde die NSRI Yzerfontein alarmiert, weil Zeugen Navigationslichter eines Bootes, das offenbar in einer Notlage war, vor Yzerfontein Point gesichtet hatten. Bei näherer Inspektion stellte sich heraus, dass eine Yacht am 16 Mile Beach in der Brandung lag und auf die Felsen getrieben wurde. Ein Rettungsboot und ein Quadbike rückten aus und fanden an der angegebenen Position die Yacht „Flee“ gestrandet vor.
Der 66-jährige Skipper aus Kapstadt hatte sich auf den Strand retten können und bestätigte, die einzige Person an Bord gewesen zu sein. Seine Yacht war mit Motorschaden bei hohem Seegang auf Grund gelaufen. Der Mann wurde mit Unterkühlungen behandelt und zur Rettungsstation gebracht.
Als die Seenotretter die „Flee“ untersuchten, stellten sie fest, dass deren Ruder abgerissen und der Motor nicht mehr zu starten war. Sie brachten die persönlichen Habseligkeiten und so viel lose Ausrüstung wie möglich an Land. Bei dem extremen Niedrigwasser einer Springtide war eine Bergung nicht möglich.
Die Kapstädter Familie des Skippers wurde verständigt und kam nach Yzerfontein, um ihm zu helfen. Er war von Hout Bay nach Port Owen unterwegs gewesen. Am 12.5. um vier Uhr trieb die „Flee“ mit der Flut weiter auf den Strand hinauf.
Quelle:Tim Schwabedissen



Anker von Columbus-Schiff entdeckt?
(15.05.17) Experten glauben, in der Karibik einen Anker, der von einem der Schiffe der Flotte des Entdeckers Christopher Columbus stammt, gefunden zu haben. Der Anker, der vor den Turks and Caicos Islands entdeckt wurde, datiert zwischen 1492 und 1550 und wiegt zwischen 1.200 und 1.500 Pfund, was die typische Größe eines solchen Ankers aus dieser Zeit gewesen wäre.
Der Wrackexperte Darrell Miklos hatte eine im All vom NASA-Astronauten Gordon Cooper gefertigte Karte genutzt, um eine Serie von möglichen Wrackstellen in der Karibik zu finden. Er hatte sie an Bord der Mercury 9 bei seinem Faith-Flug angefertigt. Mit ihrer Hilfe wurden fünf Wrackpositionen aus der kolonialen Periode ausfindig gemacht.
Mit einem Magnetometer und Archiven wurden die Verdachtstellen weiter untersucht. Für eine nähere Inspektion kam dann ein Metalldetektor zum Einsatz. Die Entdeckung wurde in Verbindung gebracht mit den Spaniern Vicente Yanez Pinzon und seinem Bruder Martin Alonso Pinzon, die 1492 an der ersten Columbus-Expedition als Kapitäne der „Pinta“ und „Nina“ teilgenommen hatten.
Neben dem Anker wurden auch weitere Artefakte, darunter drei Greifhaken, gefunden, die aus der Zeit von Columbus stammten. Greifhaken wurden benutzt, um Bergungsarbeiten an gesunkenen Schiffen durchzuführen. Außerdem wurden zerbrochene Töpferwaren sowie ein Olivenglas, das mit Indigo-Farbe bemalt wurde, gefunden, was auf einen spanischen Ursprung hinwies.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ehemaliger Angelkutter verursachte Ölverschmutzung in Emden
(15.05.17) Nur noch die Aufbauten und die Back ragten aus dem Wasser des Emder Hafens, nachdem der dänische Trawler „Solveig“, 63,74 BRZ (MMSI-Nr.: 219002895), am Morgen des 14.5. aus noch nicht geklärter Ursache im Emder Hafen sank. Der Kutter lag seit 290 Tagen an einem Anleger an der Westseite der Teufelsinsel im Innenhafen und sollte offenbar dort überholt werden. Die Feuerwehr legte eine Ölsperre aus, nachdem Diesel aus dem Wrack des Kutters auszulaufen begann.
Das Schiff wurde 1960 auf der Sønderborg Skibsværft in Sonderburg als „Anna Winkel- YD 29“ erbaut. Von 1974 bis 1980 lief es als „Lone Erling” auf der Nordsee, ehe es als “Solveig” mit Heimathafen Ebeltorf als Angelkutter eingesetzt wurde. Es konnte bis zu 24 Personen transportieren und ist 21 Meter lang bei einer Breite von 5,52 Metern und einem Tiefgang von 2,26 Metern.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ausgebrannter LKW im Ladedeck (Bild: Vigili del Fuoco)   Großbild klick!

Feuer auf Fähre vor Olbia
(14.05.17) Am 14.5. um 1.30 Uhr brach im Ladedeck der italienischen Fähre "Giuseppe SA", 12804 BRZ (IMO-Nr.: 7382378), rund 50 Meilen vor Olbia in Sardinien ein Feuer aus. Das Schiff war mit 113 Personen an Bord, darunter 81 Passagieren und 31 Crewmitgliedern, unterwegs von Piombiono. Wie sich herausstellte, war einer der mitgeführten Trucks in Flammen aufgegangen.
Der Kapitän funkte einen Notruf, und die „CP 330” des Hafenkapitäns von Maddalena Port lief unverzüglich in Richtung der Fähre aus. Auch der Schlepper "Masccalzone Scatenato" (IMO-Nr.: 9200251) sowie die Fähren "Moby Wonder" und "Moby Aki", ein Helikopter der italienischen Coastguard und ein Patroullienboot aus Civitavecchia kamen zu Hilfe. Es gelang der Crew des Schiffesu unterdessen, den Brand durch Fluten des abgeschotteten Decks mit dem CO2-System zu ersticken und eine weitere Ausbreitung der Flammen so zu verhindern.
Um 3.02 Uhr empfing die "CP 306" die Fähre und eskortierte sie nach Olbia, wo sie an Liegelatz 8 at der Isola Bianca Pier festmachte. Alle Passagiere wurden unversehrt von Bord gebracht. Krankenwagen, Feuerwehr und Schlepper mit Löscheinrichtungen waren einsatzbereit. Nachdem das Ladedeck 3 geöffnet war, ging die Feuerwehr an Bord und stellte sicher, dass das Feuer auch gänzlich gelöscht war.
Wie sich herausstellte, war ein Kurzschluss in einem Trailer ursächlich für den Brand. Die geladenen Einheiten konnten an Land gefahren werden, und eine andere Fähre übernahm vorerst den Dienst von Olbia nach Piombino. Der Sachschaden hielt sich aber in Grenzen.
Die „Giuseppe Sa“ entstand 1975 auf der Ankerløkken Verft Florø A/S in Florø als „Bohemund“ mit zwei Schwesterschiffen. Am 1.6. wurde sie an Fred Olsen & Co., Oslo, abgeliefert und war im Frachtdienst in norwegischen und anderen europäischen Gewässern tätig. 1976 lief sie in Charter der Tor Line. 1981 wurde sie um 30 Meter bei der Frederikshavn Værft A/S, Frederikshavn, verlängert.
1987 ging sie an die Lloyd Sardegna Compagnia di Navigazione S.r.l., Cagliari, und wurde in „Isola Delle Perle“ umbenannt. Im selben Jahr wurde der Kabinenbereich erweitert und das Schiff zwischen Livorno und Olbia eingesetzt. 2006 ging es an die Moby Spa, Livorno, die sie “Giuseppe Sa” taufte und seit 2007 auf der Route Livorno - Olbia/ Cagliari einsetzte.
Das Schiff war beim Bau 136,91 Meter lang, nach der Verlängerung 167,52 Meter bei einer Breite von 21,04 Metern und einem Tiefgang von sieben Metern. Die Tragfähigkeit stieg durch den Umbau von 6135 auf 10.320 Tonnen. Die ursprüngliche Passagierkapazität von 12 Personen erhöhtet sich dabei auf 154.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter zerstörte Telefonkabel vor Ceuta
(14.05.17) Die spanischen Schifffahrtsbehörden hofften, dass der mit einem Fahrverbot belegte, unter Panama-Flagge laufende Bulkcarrier "Alex A", 27989 BRZ (IMO-Nr.: 9254836), der in der Bucht vor Ceuta seit dem 11.5. vor Anker liegt, am 15.5. seine Reise nach Mauretanien würde fortsetzen können. Zuvor aber müsste eine Sicherheitsleistung von 100.000 Euro hinterlegt werden, nachdem er bei einem Ankermanöver eines der beiden Fiberglaskabel der Telefónica, die das spanische Festland und Ceuta verbinden, zerstört hatte.
Weil aber die Banken vor Ort am Wochenende geschlossen hatten, konnte die Sicherheitsgarantie bislang nicht aufgebracht werden, und die spanischen Behörden hielten ihre Hand weiter auf dem Frachter. Das Unglück hatte sich ereignet, nachdem die Verkehrskontrolle dem Kapitän falsche Koordinaten zum Ankern übermittelt hatte. Der Frachter steuerte daraufhin die Sperrzone an, in der die Kabel auf Grund lagen.
Anweisungsgemäß warf der Kapitän Anker. Wenig später wurde in der Verkehrszentrale der Fehler bemerkt und der Bulkcarrier zu einem anderen Ankerplatz geschickt. Da war es aber bereits zu spät – der Anker hatte das Kabel zerstört. Nun wurde dem Kapitän aber eigenes Fehlverhalten vorgehalten, weil er die Sperrzone auf seinen Seekarten selbst hätte entdecken müssen. Daraufhin wurde die „Alex A“ in die Kette gelegt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schleppverbindung wird hergestellt
(Bild: KNRM)   Großbild klick!

Yacht auf Westerschelde auf Grund gelaufen
(14.05.17) Die belgische Yacht "Concorde" (MMSI-Nr.: 205397800) lief auf der Fahrt von Wemeldinge nach Hansweert in der Bucht von Baarland am 14.5. auf der Westerschelde nache Tonne EV-16 auf Grund. Wenig später wurden das Rettungsboot „Dorus Rijkers” der KNRM-Station Hansweert und der Schlepper “Multraship Rescue 2” von Multraship alarmiert. Zwei Rettungsmänner sprangen ins Wasser und schwammen zu der auf der Seite liegenden Yacht hinüber, um die Situation zu überprüffen.
Die Crew wurde unversehrt vorgefunden, und gemeinsam mit den Bergern von Multraship, wurde versucht, das Boot wieder freizuschleppen. Doch da sich die Havarie bei ablaufendem Wasser ereignet hatte, konnte die „Concorde“ zunächst nicht wieder flottgemacht werden. In Absprache mit der holländischen Coast Guard kehrte die “Dorus Rijkers” daraufhin zunächst wieder zu ihrer Station zurück.
Die Berger blieben auf Standby, und am Nachmittag machte der Schlepper "Multratug 2" an der Yacht fest. Mit auflaufendem Wasser gelang es diesem, das Boot nun erfolgreich freizuschleppen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter “Big Tony” im Schlepp
(Bild: Ron Leonard)   Großbild klick!

Big Tony wird zerkleinert
(14.05.17) Der Kutter “Big Tony” wird wahrscheinlich auf dem Schrott landen. Arbeiter der Lakeshore Towing Services Inc. in Erie schleppten das Schiff, das viele Jahre im East Canal Basin nahe Dobbins Landing gelegen und halb gesunken war, am 12.5. ab. Bei der Bergung arbeiteten die Lakeshore Towing Services und die Erie-Western Pennsylvania Port Authority gemeinsam, um das Schiff, das Gerald Mathers aus der Millcreek Township gehört hatte, wieder schwimmfähig zu machen.
Dieser hatte zuvor die Genehmigung erteilt, das Wrack zu räumen. Dazu setzten die Lakeshore Towing Services zwei große Kräne ein. Im Rumpf unterhalb der Wasserlinie fanden sich mehrere große Rostlöcher. Deshalb musste das Schiff zunächst ganz aus dem Wasser gehoben werden, damit es abgedichtet werden konnte.
Erst dann konnte es gelenzt und wieder schwimmfähig gemacht werden. Während der Arbeiten war vorsorglich eine Ölsperre um die „Big Tony“ ausgelegt worden, doch es gab keine Verschmutzungen. Die vermutlich letzte Fahrt ging dann am Haken eines Schleppers zur Perry’s Landing Marina der Port Authority. Dort wird es wohl als nächstes zerlegt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter kenterte in Bandirma
(14.05.17) Der türkische Frachter "Ali Aga", 1998 BRZ (IMO-Nr.: 8121719), erlitt am Kai von Çelebi Bandirma am 14.5. plötzlich Wassereinbruch und neigte sich binnen Minuten stark nach Steuerbord über. Der Frachter war wegen falscher Beladung mit einem Auslaufverbot belebt worden. Es war vom Izmir Aliaga Port gekommen und sollte im Bandirma Çelebi Port in Balikesir leere Container an Bord nehmen.
Der Kapitän ließ das Schiff aufgeben, bevor es binnen weniger Minuten vollends kenterte und sank. Insgesamt erlitten bei der hastigen Flucht 12 Menschen Verletzungen. Während 10 von ihnen vor Ort behandelt wurden, kamen zwei Mann ins Krankenhaus. Der Frachter, von dem nur noch die Backbordseite knapp aus dem Wasser ragte, wurde wegen auslaufenden Öls mit Ölschlängeln umgeben.
Die “Ali Aga” ist 77,02 Meter lang, 13,01 Meter breit, hat 5,75 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 3.126 Tonnen. Sie läuft für die Ayden Deniz Tasimaciligi Ve Ticaret A.S. in Istanbul. Erbaut wurde sie 1983 auf der spanischen Werft Astilleros Luzuriaga S.A. in Pasajes als „Raimundo A.“. Später lief sie als „Grimo Inishowen“, „Inishowen“, Grimo“, „Aspana“ und „My Ship“.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bootsunglücke in Leer und Emden
(14.05.17) Am 13.5. gegen 15:20 Uhr kam es aus bislang ungeklärter Ursache zu einer Explosion auf einem etwa 10 Meter langen Motorboot, das an einer Steganlage im Leeraner Hafen vertäut lag. Der 70-jährige Eigner wurde lebensgefährlich verletzt und mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen. Die 69-jährige Ehefrau des aus Apen stammenden Paares wurde schwer verletzt durch den Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht.
Das Motorboot wurde durch die Explosion stark beschädigt. Außerdem wurden die Verglasung eines benachbarten Gebäudes sowie ein längsseits liegendes Boot beschädigt. Zur Unterstützung der Rettungsmaßnahmen waren die Feuerwehren aus Leer, Bingum und Loga vor Ort. Die Polizei hat Ermittlungen zur Explosionsursache aufgenommen.
Am Vormittag des 14.5. sank dann ein Kutter in Emden. Flüssigkeit lief aus dem Schiff aus, und es mussten Ölsperren ausgelegt werden. Der Kutter hat schon vor längerer Zeit an der Teufelsinsel in der Nähe der Nesserlander Schleuse festgemacht. Offenbar sollte er überholt werden. Der Kutter ragte teilweise noch aus dem Wasser.
Quelle:Tim Schwabedissen



Luxusyacht ging vor Hurghada in Flammen auf
(14.05.17) Ägyptens Marine hat 23 Touristen und acht Besatzungsmitglieder von der brennenden Luxusyacht „Overseas“ gerettet. Die Yacht fing in der Nähe des Tauch- und Badeortes Hurghada im Roten Meer Feuer. Die Soldaten leisteten medizinische Hilfe. Ein Tourist wurde ins Hurghada General Hospital gebracht Die Chartergäste kamen aus verschiedenen Ländern.
Die Marine konnte das Feuer unter Kontrolle bringen. Die Yacht war allerdings schwer beschädigt. Am selben Tag rettete die Marine vier Ägypter an Bord eines Kutters nahe der Insel Gifton ebenfalls im Roten Meer.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Binnenschiff in Nigtevecht
(14.05.17) In der Nacht zum 14.5. brach ein Feuer in der Kombüse des holländischen Tankmotorschiffes "Eemstroom", 2127 ts (EU-Nr.: 02320418), aus. Es lag zu der Zeit am Kanaldeich in Nigtevecht bei Amsterdam. Der Tiefkühler war in Flammen aufgegangen. Der Brand wurde vom Schiffsführer eines passierenden anderen Schiffes bemerkt.
Die Crew der „Eemstroom“ reagierte umgehend und konnte das Feuer selbst löschen. Die alarmierte Feuerwehr musste nur noch kontrollieren, dass es komplett aus war und nicht wieder aufflammen konnte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutterwrack soll aus Naturschutzgebiet verschwinden
(14.05.17) Nach dreieinhalb Jahren in Iddefjord soll das Wrack des alten schwedischen Kutters “Virgo” geräumt warden. Das Schiff endete auf der norwegischen Seite, nachdem es sich im Hebst 2013 in Krokstrand von seinen Moorings losgerissen hatte. Seitdem lag es unweit von Berbyelva im Naturreservat Iddefjord – Enningdalselva. Die Gemeinde von Halden war danach von einem Anwohner von Krokstrand informiert werden.
Dieser übernahm auch die Initiative, Öl aus dem Wrack abzupumpen. Es gelang allerdings zunächst nicht, mit dem eigentlichen Eigner in Kontakt zu kommen. Der 13 Meter lange Kutter war in Fjällbacka beheimatet. Nachdem doch ein Verantwortlicher ausgemacht werden konnte, wurde diesem eine Deadline bis zum 1.11 zur Beseitigung des Schiffes gesetzt. Doch nichts geschah.
In Zusammenarbeit der Gemeinden von Halden und Østfold wurde nun aber eine Lösung gefunden. Am 10.5. ging eine Barge am Kutter längsseits. Am 11.5. wurden Ballast, Einrichtung und Trümmer aus dem Rumpf geholt und das Ruderhaus entfernt, am 12.5. folgten Maschine und Propellerwelle. So sollte das Schiff leicht genug gemacht werden, um es bei ausreichendem Wasserstand abzuschleppen.
Dies sollte in der kommenden Woche der Fall sein. Dann war der Plan, es nach Mølen in Halden zu schleppen und dort abzuwracken. Mit der Verschleppung wurde die Skip and Service AS in Sponvika beauftragt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter in Klubben gestrandet
(14.05.17) Am 14.5. strandete ein Kutter bei Klubben im Kjøllefjord. Er wurde gegen 12 Uhr entdeckt. An Bord befand sich ein Mann, der angab, das Ruder sei zerstört, und deshalb sei das Schiff auf Grund gelaufen. Er warte nun auf die Flut, um wieder freizukommen.
Die Polizei wurde verständigt und untersuchte die Lage. Der Skipper war verdächtig, alkoholisiert gewesen zu sein. Ihm wurde eine Blutprobe entnommen und eine Vernehmung durchgeführt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motoryacht erlitt bei nächtlicher Ausfahrt vor La Grande-Motte Schiffbruch
(14.05.17) An der Mole in der Hafeneinfahrt des Hafens von La Grande-Motte in der Hérauld lief in der Nacht zum 14.5. um 3.30 Uhr beim Auslaufen ein Motorboot auf Grund. Die fünf Insassen, darunter auch zwei Kinder, wurden dabei verletzt. Ein fehlerhaftes Manöver war offenbar Schuld an dem Unfall, das Wetter war zu der Zeit eigentlich perfekt.
Die Verletzten wurden ins Montpellier Universitäts-Hospital gebracht. Vier hatten nur leichte Verletzungen, der Skipper hatte einen Schlag auf die Brust davongetragen. Das Motorboot sank auf den Felsen der Hafenmole. Es gab die Gefahr, dass Treibstoff aus dem Wrack auslaufen würde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zahlreiche Funde von Knochenfragmenten auf der Sewol
(14.05.17) Am 14.5. wurde ein weiteres Knochenfragment im Innern der Fähre "Sewol" in Mokpo entdeckt, das vermutlich von einem der Opfer deren Untergangs stammte. Dies ließ die Erwartungen auf weitere Funde steigen. Das Ministry of Oceans and Fisheries sagte, das Suchteam habe es in den Kabinen von Deck 4 gegen neun Uhr gefunden. Hier hatten sich die meisten der Danwon High School-Studenten am Tag des Untergangs aufgehalten, auch die noch vermissten neun Opfer.
Bereits am 13.5. waren 16 Teile menschlicher Knochen in dem Schlamm, der in Deck 4 gesammelt worden war, gefunden worden, einige davon in einer Hose. Es war die bislang größte Entdeckung seit Beginn der Suchaktion am 18.4. Einige der Fragmente dürften von Cho Eun-hwa, einer Studentin der Danwon High School stammen, zeigte der Vergleich eines Goldzahns mit den Aufzeichnungen über ihre Zahnbehandlungen.
Auch die Familie der Toten identifizierte den Überrest. Beim manuellen Durcharbeiten des Schlamms fanden sich mehrere weitere Knochenstücke, doch ob diese menschlichen Ursprungs waren, musste erst durch DANN-Tests geklärt werden. Die Knochen wurden dazu zum National Forensic Service geschickt, der in einem Monat Resultate liefern wollte. Auch mögliche Überreste einer anderen Studentin wurden dicht bei den jetzt gemachten Funden vermutet.
Bislang wurden 85 Prozent des Schiffsinnern auf Deck 4 unweit des Hecks durchkämmt. Wegen der zahlreichen Hindernisse und der Masse an Schlamm sollten von Deck 5 aus nun weitere Löcher gebohrt werden, um besseren Zugang zu weiteren Kabinen und dem Frauen-Bad auf diesem Deck zu bekommen. Bis zum 14.5. waren 2.630 Säcke mit Schlamm aus dem Innern geholt worden.
Arbeiter haben 1.585 persönliche Gegenstände von Taschen über Schreibgeräte, Portemonnaies bis hin zu Mobiltelefonen entdeckt. Der erste Knochenfund fand am 10.5. statt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Drei Mann bei Perth in Seenot
(14.05.17) Drei Männer in den Sechzigern wurden am Abend des 13.5. von einem sinkenden Krebskutter nördlich von Perth gerettet. Das Schiff war drei Kilometer westlich der Two Rocks Marina gegen 18.30 Uhr auf ein Riff gelaufen und hatte rasch zu sinken begonnen. Der Skipper setzte hastig einen Notruf an die Polizei ab, feuerte vier Notraketen und aktivierte das EPIRB.
Ein Polizeihubschrauber stieg auf und lokalisierte das Schiff um 19.30 Uhr. Wenig später war ein Boot der Two Rocks Volunteer Sea Rescue Group vor Ort und barg die Schiffbrüchigen ab. Der Kutter wurde abgeschleppt und zur Two Rocks Marina gezogen.
Quelle:Tim Schwabedissen



“Chill Factor” und Helfer der RNLI
(Bild: RNLI)   Großbild klick!

Yacht nach Braye Harbour abgeschleppt
(13.05.17) Das RNLI-Boot aus Alderney, die “Roy Barker I”, wurde am 12.5. um 8.42 Uhr von dem Skipper der 36 Fuß langen Segelyacht “Chill Factor” alarmiert. Diese war mit vier Personen an Bord fünf Meilen südöstlich von Alderney manövrierunfähig geworden. Das Rettungsboot war binnen einer halben Stunde vor Ort.
Eine Schleppleine wurde übergeben, und gegen 10 Uhr erreichten beide Boote Braye Harbour. Die in Southampton registrierte Yacht war auf der Fahrt von St. Peter Port nach Cherbourg.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter sank bei Nexø – Crew gerettet
(13.05.17) Drei Meilen östlich von Nexø sank am 12.5. ein dänischer Kutter. Um 12.05 Uhr wurde das Forsvarets Operationscenter über einen Notruf des Schiffes, den Lyngby Radio, aufgefangen hatte, informiert. Binnen Minuten lief das kleine Rettungsboot “FRB 17” von der Station Nexø aus, gefolgt von der größeren „Leopold Rosenfeldt“ und einem Rettungshubschrauber aus Roskilde. Die “FRB 17” barg die zweiköpfige Crew aus einer Rettungsinsel, nachdem ihr Schiff nach starkem Wassereinbruch binnen Minuten untergegangen war, und transportierte sie zur Station. Der Hubschrauber konnte daraufhin wieder abdrehen. Nur eine halbe Stunde nach Eintreten des Seenotfalls waren die beiden Fischer zurück an Land in ihrem Heimathafen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Binnenschiff "Nawa 9"
(Bild: Daniel Bokwold)   Großbild klick!

Nawa 9 halb geborgen
(13.05.17) Die achtere Hälfte polnischen Binnenschiffes "Nawa 9", 920 ts (EU-Nr.: 08348096), wurde am Abend des 12.5. unweit der Norderelbbrücken in Hamburg gehoben. Zwei Schwimmkräne brachten das Wrackteil des Schiffes, das am 25.4. beim Beladen zerbrochen und gesunken war, zurück an die Wasseroberfläche. Die Sektion wurde auf einer Barge abgesetzt und abtransportiert. Das Polizeiboot „WSP 37“ sicherte die Bergung ab.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bordkran kollidierte mit Containerkran – Schiffsführer war alkoholisiert
(12.05.17) Am 13.05. gegen 01:20 Uhr kollidierte der aufgestellte Kran eines 105 Meter langen Binnenschiffs im Dillinger Hafen am Nordkai in Saarlouis mit dem Ausleger eines Containerkrans der Dillinger Hütte. Nach dem Löschen von Containern steuerte der 45jährige Schiffsführer aus Duisburg einen anderen Liegeplatz an. Hierbei vergaß er, seinen rund 15 Meter hohen Bordkran einzufahren.
Das Gütermotorschiff stoppte 400 Meter weiter. Durch die Kollision wurden beide Kräne beschädigt. Der Bordkran wurde verbogen und versank teilweise im fünf Meter tiefen Hafenbecken. Ein Atemalkoholtest des Schiffsführers ergab einen Wert von 1,51 Promille.
Gegen den Mann wurde ein Strafverfahren eingeleitet. Er musste eine Blutprobe abgeben. Der Schaden am Gütermotorschiff wurde auf rund 7.000 Euro geschätzt. Der Schaden am Hafenkran war noch nicht beziffert. Die Bergungsarbeiten am Bordkran dauerten im Tagesverlauf an.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ein Toter und vier Verletzte bei Tankerexplosion
(13.05.17) Auf dem unter Panama-Flagge laufenden Tanker "Ebrahim 1" ex "Rojean", 2739 BRZ (IMO-Nr.: 9019339) kam es am 13.5. um 5.29 Uhr zu einer Explosion mit nachfolgendem Feuer im Hafen von Al Hamriyah in Sharjah, während das Schiff eine Ladung Öl löschte. Der Tanker brach durch die Wucht der Detonation in zwei Teile. Feuerwehren aus Al Hamriya mit Unterstützung der Coastguard der Vereinigten Arabischen Emirate konnte den Brand binnen 40 Minuten löschen und eine Ausbreitung auf die Hafeneinrichtungen und in der Nähe liegende Schiffe verhindern.
Bis zum Nachmittag stieg aber noch dichter Rauch aus dem Schiff auf. Bei den Löscharbeiten kamen auch Teams aus Ajman und UAQ zu Hilfe. Nachdem der Zivilschutz an Bord ging, fand er einen toten Arbeiter und vier weitere mit Verbrennungen. Die Verletzten kamen ins Khalifa Hospital in Ajman und ins Umm Al Quwain-Hospital. Zwei hatten Verbrennungen zweiten Grades an 40-60 % Prozent der Körperoberfläche, der dritte erlitt Frakturen und Gesichtsverletzungen.
Alle waren in stabilem Zustand. Weitere 16 Crewmitglieder des Tankers blieben unversehrt. Der Tote wurde nach Umm Al Quwain gebracht. Es handelte sich ausschließlich um Inder im Alter zwischen 22 und 30 Jahren. Sie hatten sich alle auf dem Schiff befunden.
Das Wrack wurde der Sharjah Police zur Untersuchung übergeben. Die Wucht der Detonation erschütterte und beschädigte auch Häuser in der Umgebung. Der Tanker, der ein Totalverlust sein dürfte, wurde 1991 erbaut und hatte eine Tragfähigkeit von 5.071 Tonnen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter bei Stigerholm-Inseln gesunken
(13.05.17) Am 11.5. sank ein Kutter bei den Stigerholm-Inseln an der Ostseite von Østerøya. Das NSSR-Rettungsboot „Stormbull“ wurde um 6.30 Uhr alarmiert, konnte aber nichts mehr ausrichten. Der Skipper hatte sich an Land retten können. Nur das Ruderhaus ragte noch aus dem Wasser.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sinkender Kühlfrachter hält sich tapfer
(13.05.17) Der Kühlfrachter "Uruguay Reefer" war in den vergangenen 48 Stunden weiter abgesunken, hielt sich aber weiterhin noch über Wasser. Ein Schlepper war unterwegs zu dem Schiff und sollte es am 14.5. erreichen. Seine Aufgabe war zunächst, es weiter von den Gewässern der Falklands-Inseln wegzuschleppen, während die beteiligten Seiten wie Eigner und Versicherer und Berger die Handlungsoptionen prüften.
Es ging in Richtung einer Position rund 200 Meilen nordöstlich der Inselhauptstadt Port Stanley Auf den Falklandinseln gibt es indes keine Reparaturmöglichkeiten für Schiffe dieser Größe. Am Morgen des 12.5. überflog erneut eine P3B-Orion der argentinischen Marine, die am Morgen in Rio Grande gestartet war, den Havaristen. Es war der dritte Kontrollflug dieser Art.
Quelle:Tim Schwabedissen



Suchtrupps finden mehr Knochen auf der Sewol
(13.05.17) Jeden Tag fanden seit dem 10.5. Suchtrupps im Innern der Fähre “Sewol” nun mutmaßliche menschliche Knochenreste, zuletzt am 13.5. Sie wurden auf Deck 4 unweit des Hecks entdeckt. Forensische Experten schickten sie zu DNA-Tests ein. Die Resultate wurden in einem Monat erwartet. Die Bergungsteams kämpften sich durch meterhoch aufgeschichtete Schlamm- und Trümmerberge. In der vergangenen Woche fand ein Taucher auch an der Untergangsstelle Knochenfragmente. Bereits zweifelsfrei identifiziert wurden Reste der Zähne der Studentin Cho Eun-hwa, ebenfalls auf Deck 4.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bisher 15 Container in Suva geborgen
(13.05.17) 15 Container des Frachters "Southern Phoenix" wurden bis zum 13.5. aus dem Hafen von geborgen, darunter vier intermodale sogenannte Tanktainer. Bergungsteams gingen strategisch bei der Räumung der Boxen aus dem Hafen vor, die dann von Kränen des Hafenbetriebs an Land gezogen wurden. Seit dem 11.5. waren auch zwei Umweltexperten von Maritime New Zealand vor Ort, die das MSAF-Team unterstützten. Dieses hatte Ölbekämpfungsgerät aus Lautoka bereitgestellt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tankabdeckung verursachte Hubschrauberabsturz an Luxusyacht
(13.05.17) Ein neue auf dem Helideck der Yacht “Bacarella” installierter Öltank trug offenbar die Schuld an dem Absturz eines Helikopters beim Landeanflug auf das Schiff. Videoaufzeichnungen und die Bilder von Überwachungskameras zeigten, wie die Tankabdeckung vom Abwind des britischen Airbus AS 350-Helikopters hochgerissen wurde und durch die Hauptrotorscheibe flog. Das Teil war eigens für die Yacht angefertigt worden, um den Tank optisch zu verbergen.
Der Pilot sah, wie sich die Abdeckung bewegte und versuchte noch, wieder aufzusteigen. Doch es war zu spät, und nach dem Aufschlag verlor er sofort die Kontrolle über sein Fluggerät. Es rotierte um seine vertikale Achse, während es sich nach hinten bewegte, und schlug dann mit dem Heck zuerst auf dem Wasser auf.
Es gelang dem geistesgegenwärtigen Piloten noch, das Notschwimmsystem zu aktivieren, sodass der Hubschrauber nicht unterging, sondern mit den Schwimmern nach oben auf der Wasseroberfläche trieb. Dies war vielleicht die Rettung für die drei Insassen, die von rasch eingetroffenen Rettungsschiffen aus dem Wasser gezogen wurden. Ein 57-jähriger Brite war allerdings weiter in kritischem Zustand im Haukeland Universitätskrankenhaus. Die beiden anderen Insassen kamen mit leichten Verletzungen davon und wurden am 11.5. aus dem Krankenhaus entlassen. Die Yacht lag weiter am Kai in Bergen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht bei 30 Knoten Wind entmastet
(13.05.17) Am 13.5. gegen zwei Uhr wurde das RNLI-Boot aus Mumbles alarmiert, weil eine neun Meter lange Yacht mit einer vierköpfigen Crew an Bord Mastbruch erlitten hatte. Sie befand sich auf halbem Wege zwischen Ilfracombe und Swansea, als der Mast herunterkam. Ein Crewmitglied litt unter Seekrankheit.
Das Boot zu lokalisieren, war nicht so einfach, weil mit dem Mast auch der Funkkontakt abgebrochen war. Der Skipper behalf sich mit einem Handfunkgerät. Es gelang der Crew sogar, trotz 30 Knoten Wind den Mast loszuschneiden.
Binnen einer halben Stunde waren die Seenotretter vor Ort. Dann steuerten beide Boote den Hafen von Swansea an. Um sechs Uhr war der Einsatz beendet. Auch das Schulschiff „Nelson“ und die Yacht „May“ boten ihre Assistenz nach der Havarie an.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wrack der “Los Llanitos"
(Bild: Juan Reyes)   Großbild klick!

Bulkcarrier soll künstliches Riff werden
(12.05.17) Der mexikanische Bulkcarrier “Los Llanitos", 71655 tdw (IMO-Nr.: 9045912), könnte endgültig zum künstlichen Riff werden. Der Gouverneur an von Colima, Ignacio Peralta Sánchez, gab bekannt, dass alle notwendigen Studien abgeschlossen seien und es keine Umweltprobleme gebe. Das Hauptproblem sei, den Frachter 500 Meter weit abzuschleppen, wo er dann sinken könnte. Derzeit würde er sofort untergehen, würde er von den Klippen gezogen.
Deshalb müsse eine teilweise Reparatur durchgeführt werden, um das Schiff temporär schwimmfähig zu machen. Peralta Sánchez bot dem Staatssekretär von Semarnat, Rafael Pacchiano, alle notwendige Unterstützung dazu an. Der 215 Meter lange Frachter war im Oktober 2015 in der Barra de Navidad in Mexiko im Hurrikan Patricia gestrandet und schwer beschädigt worden. Seitdem liegt das mittlerweile mittschiffs eingeknickte Schiff dort auf den Felsen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter "Jupiter" mit USCG
(Bild: USCG)   Großbild klick!

Kutter brennend nach Hyannis abgeschleppt
(12.05.17) Die US Coast Guard rettete am 11.5. die zweiköpfige Crew es 41 Fuß langen Kutters "Jupiter" im Nantucket Sound, nachdem im Maschinenraum um 8.50 Uhr ein Feuer ausgebrochen war. Der Skipper funkte über HF-Kanal 16 Mayday, und der 225 Fuß lange Tonnenleger "Oak" aus Newport auf Rhode Island reagierte darauf. Ein Flugzeug informierte zeitgleich das 1. Coast Guard District Command Center, dass es Rauch aus einem Kutter aufsteigen sah. Binnen fünf Minuten hatte die "Oak" ein Boot ausgesetzt und half mit Feuerlöschern bei der Brandbekämpfung.
Ein 42-Fuß-Boot der Station Chatham und ein Löschboot aus Hyannis assistierten wenig später. Nachdem vorläufig sichergestellt war, dass der Brand nicht wieder aufflammen würde, nahm das Boot aus Chatham die "Jupiter" in Schlepp nach Hyannis Harbor. Als der Kutter dort vertäut wurde, drang allerdings auf einmal erneut starker Rauch aus dem Schiffsinnern. Die Feuerwehr stand aber schon am Kai bereit und ging an Bord, um den Brand endgültig zu löschen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Uruguay Reefer wird sinkend von Falklands weggeschleppt
(12.05.17) Die Regierung der Falkland-Inseln überwachte in Kooperation mit der Baltmed Reefer Services Ltd. weiter die Situation an dem im Südatlantik langsam sinkenden Kühlfrachter "Uruguay Reefer". Sie hoffte, mit den Eignern eine Lösung zu finden, dass das Schiff nicht innerhalb der Falkland Island Conservation Zones untergeht. Das Fischereischutzschiff "Protegat" war seit dem 8.5. vor Ort.
Sorge bereiteten die 560 Tonnen Schweröl und 180 Tonnen Gasöl an Bord des aufgegebenen Schiffes. Dieses befand sich zuletzt 96 Meilen südöstlich von Port Stanley knapp außerhalb der Falkland Islands Interim Conservation and Management Zone (FICZ) und driftete langsam in nordöstlicher Richtung. Die "Frio Las Palmas", die gemeinsam mit der "Protegat" weiterhin die Lage überwacht hatte, nahm das Schiff inzwischen auf den Haken und zog es mit 3,5 bis vier Knoten Fahrt von den Falkland-Inseln weg.
Die Crew des Havaristen befand sich an Bord der "Taganrorogskiy Zaliv" auf dem Weg nach Montevideo. Die "Uruguay Reefer" war fast vollbeladen mit gefrorenem Illex-Tintenfisch und Krill und hatte offenbar einen Schaden am Rumpf davongetragen, als sie mit Krillfängern vor den Süd-Shetland Inseln 75 Meilen nördlich der antarctischen Halbinsel operierte. Nachdem das Schiff zeitweilig durch den Wassereinbruch stark buglastig gewsen war, lag es zuletzt wieder mehr auf ebenem Kiel, wohl, weil das Wasser nun auch den achteren Bereich erreicht hat.
Deshalb erschien es als wahrscheinlich, dass es unweit der jetzigen Position in Kürze sinken würde. Die Wassertiefe betrug in dem Seegebiet 1.500 Meter. Das meiste Öl würde beim Untergang im Schiff eingeschlossen bleiben. Bei einer Temperatur am Meeresgrund von 2.5º C dürfte sich das Schweröl dort rasch verfestigen. Die möglichen Folgen wurden durch das Environmental Planning Department, das Fisheries Department, die Falklands Conservation und das South Atlantic Environmental Research Institute diskutiert. Bestenfalls beim Untergang könnten nach deren Einschätzung geringe Ölmengen austreten, die sich aber rasch verflüchtigen würden und nicht aufnehmbar wären.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter bei Stjernøya bleibt verschwunden
(12.05.17) Die Suche nach dem verschwundenen Kutter "MK Alta" durch ein Mini-U-Boot verlief am 10.5. ergebnislos. Das norwegische U-Boot "Uredd" hatte einen Sonarkontakt gehabt, der in der Größe zu dem Boot passte. Die Polizei heuerte dann das Taucherschiff "Gard" der NCS, das mit einem ROV ausgestattet war. Dieses stieg in die Tiefe des Fjords, ohne aber etwas zu finden. Der Bruder des vermissten Skippers, Bjørn-Erik Reiersen, dankte allen am Einsatz beteiligten und wollte nun eine private Suche rund um Stjernøya starten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kollision auf Nord-Ostsee-Kanal
(12.05.17) Am Vormittag des 10.5. kollidierte der holländische Frachter "Fenja", 7519 BRZ (IMO-Nr.: 9287716) mit einem Fahrgastsegelschiff beim Überholvorgang auf dem Nord-Ostsee-Kanal auf Höhe von Schinkel. Beide Schiffe befanden sich zu der Zeit auf Ostkurs in Richtung der Kiel-Holtenauer Schleusen. Gegen 10:40 Uhr setzte der Frachter zum Überholen des Segelschiffs an. Wegen des zu geringen Seitenabstandes gerieten dabei beide Schiffe gegeneinander. Sie konnten jedoch ihre Fahrt in Richtung Kiel fortsetzen.
Die Wasserschutzpolizei Kiel nahm die Ermittlungen auf und traf das Fahrgastsegelschiff auf der Kieler Förde an. Zu diesem Zeitpunkt war der Frachter allerdings bereits auf dem Weg nach Kopenhagen. Die Beamten stellten am Segler einen Sachschaden fest, der nach ersten Schätzungen im fünfstelligen Euro Bereich lag.
Außerdem hatte sich bei der Kollision ein weiblicher Fahrgast leicht verletzt. Auf Grund fehlender Zeugnisse erhielt der Kapitän ein vorläufiges Verbot der Weiterfahrt. Die Beamten der Wasserschutzpolizei fertigten entsprechende Straf- und Ordnungswidrigkeitenanzeigen. Die "Fenja" machte am 11.5. gegen acht Uhr am Levantkai in Kopenhagen fest.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Kreuzfahrer vor George Town
(12.05.17) Im Maschinenraum des unter Panama-Flagge laufenden Kreuzfahrtschiffs “Leisure World”, 15653 BRZ (IMO-Nr.:6921828), brach am Morgen des 11.5. um 7.30 Uhr ein Feuer aus, als es mit 123 Passagieren an Bord gerade die Swettenham Pier in George Town auf Penang Island ansteuerte. Rauch quoll aus dem Schiffsinnern ins Freie. Es gelang der Crew aber binnen weniger als einer Stunde, den Brand zu löschen.
Das Schiff ging einstweilen auf der Reede vor Anker, wo eine Untersuchung stattfinden sollte, bevor es eine Einlaufgenehmigung gab. Die Passagiere wurden mit angelegten Rettungswesten, aber bei guter Stimmung durch zwei Rettungsboote der im Hafen liegenden „Superstar Libra“ (IMO-Nr.: 8612134) vom Ankerplatz einen Kilometer vor dem Hafen an Land gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bergung in Suva beginnt kommende Woche
(12.05.17) In der kommenden Woche sollte die Bergung des in Suva gesunkenen Frachters "Southern Phoenix" richtig anlaufen. Derzeit stand die Bergung der losgerissenen Container im Fokus. Bis zu 30 Boxen hatten sich vom Schiff gelöst, während oder nachdem es sank.
Das Bergungsteam aus Australien war nun vollzählig in Fiji eingetroffen und hat erste Untersuchungen durchgeführt.
Zwei Ölbekämpfungsexperten kamen aus Neuseeland und sollten jegliche Ölaustritte bekämpfen. Es gab bislang keine Leckagen. Taucher haben alle Ventile und Öffnungen abgedichtet. Geringfügige Verschmutzungen rührten wohl von Lufttaschen im Wrack her.
Derzeit liefen die Reinigungsarbeiten. Ölsperren und Saugpads wurden um das Schiff ausgebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Big Tony wird gehoben
(12.05.17) Das Wrack der “Big Tony”, eines alten Kutters, der halb gesunken im East Canal Basin in Erie nahe Dobbins Lading liegt, sollte am 12.5. durch die Lakeshore Towing Services Inc. in Erie und die Erie-Western Pennsylvania Port Authority geräumt werden. Das Schiff lag seit vielen Jahren dort und verfiel zusehends. Der Eigner, Gerald Mathers, aus der Millcreek Township, gab der Hafenbehörde seine Zustimmung.
Eine Kranbarge sol das Schiff aus dem Wasser heben, bevor es gelenzt und zur Perry’s Landing Marina der Port Authority geschleppt und dort an Land gesetzt wird. Die Coast Guard war in Sorge um mögliche Ölverschmutzungen gewesen. Deshalb wurde nun die Bergung initiiert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Segelyacht in Coronado gestrandet
(12.05.17) Am Morgen des 7.5. zog ein Frühjahrsstum über Coronado und trieb die unbesetzte Yacht “Sea Witch” auf den Center Beach. Die 26 Fuß lange Fiberglas-Sloop lag an der Spitze der Zuniga Jetty, einem nicht legalen Ankerplatz, wo Boote ankern, um Liegeplatzgebühren zu sparen. Um 18:30 Uhr hob sich der Kiel mit der Flut wieder vom Sand.
Ein Schiff von TowBoat US-San Diego schleppte das Boot dann wieder auf tiefes Wasser. Das Ruder allerdings war bei der Strandung zerstört worden. Die “Sea Witch” wurde in der San Diego Bay vorerst gesichert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Französisches Landungsboot bei Guam auf Grund gelaufen
(12.05.17) Das Multinationale Manöver Jeanne D'Arc 2017 auf Guam musste verschoben werden, nachdem am Morgen des 12.5. ein französisches Katamaran-Landungsboot am Reserve Craft Beach in Piti auf Grund lief. Es konnte mit eigener Kraft in die Naval Base zurückkehren. Einer der beiden Propeller war aber beschädigt. Es gab keine Umweltschäden. Bis die Umstände der Havarie geklärt waren, wurden die Manöver ausgesetzt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter vor Barrow abgeschleppt
(12.05.17) Die RNLI in Barrow wurde am 11.5. vib der Coastguard Holyhead alarmiert, nachdem ein 27 Fuß langer Kutter am Nordende des Walney Channe Motorausfall gemeldet hatte. Die zweiköpfige Crew hatte über Mobiltelefon die Notlage östlich des Walney Airfield gemeldet. Um 00.08 Uhr lief die “Vision of Tamworth” mit zwei Mann an Bord aus und hatte den Havaristen um 00.23 Uhr erreicht.
Der Kutter wurde um 00.34 Uhr in Richtung des Fähranlegers abgeschleppt und dort um 1.15 Uhr vertäut. Um 1.35 Uhr war das Rettungsboot wieder klar auf Station.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tausende gestrandete Passagiere werden in Shanghai ein- und ausgeschifft
(12.05.17) Am Morgen des 12.5. konnte das Aus- und Einschiffen von Passagieren auf den beiden Kreuzfahrtschiffen "Costa Serena" und "Quantum of the Seas" im Wusongkou Port mit eintägiger Verzögerung beginnen. Die Schiffe hatten gegen Mitternacht am Wusongkou International Cruise Terminal festgemacht, nachdem der Yangtse-Fluss durch die 37 Container, die der 90 Meter lange, chinesische Frachter "Shungang 19" (MMSI-Nr.: 413833513) am 10.5. um 21.57 Uhr verloren hatte, blockiert worden war.
Mehr als 6.000 Passagiere verließen die beiden Kreuzfahrtschiffe dann, und ab neun Uhr began die Einschiffung 7.000 neuer Fahrgäste. Mehrere hundert waren über Nacht am Fährterminal gestrandet. Betroffen von den Verzögerungen war auch die maltesische“Skysea Golden Era", 7248 BRZ (IMO-Nr.: 9072446), die um acht Uhr in Shanghai festmachte. Von den mit Abfall beladenen Container, die das Fahrwasser nahe Shanghais Wusongkou Port blockierten, waren bis zum Abend des 11.5. erst sieben geborgen.
Die Fährverbindung zur vorgelagerten Insel Chongming wurde am 11.5. ausgesetzt. Schiffe der Shanghai Maritime Safety Administration setzten die Suche nach den übrigen fort. Sie waren rasch abgetrieben, bevor sie auf den Flussgrund sanken, was die Suche erschwerte. Der am weitesten entfernte befand sich 16 Kilometer von der Unglücksstelle entfernt.
Überwachungsboote sicherten die Navigation im Wusongkou Port, dem Yangtze und dem Huangpu. 11 Rettungsschiffe, sechs Schlepper und elf Patrouillenboote waren im Einsatz, um die Container zu lokalisieren und zu bergen. Taucher stiegen ab, wenn verdächtige Objekte gesichert wurden.
Der havarierte Frachter war auf dem Weg vom Waigaoqiao-Hafen in Pudong nach Taicang in der Nachbarprovinz Jiangsu gewesen, als es von einer hohen Welle erfasst wurde. Er neigte sich daraufhin langsam zur Seite, und etliche Container gingen nach Backbord über und stürzten teilweise ins Wasser.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motoryacht "Bacarella"
(Bild: Tor Hoevik)   Großbild klick!

Helikopter nach Kollision mit Luxusyacht in Bergen abgestürzt
(11.05.17) Eine Person wurde schwer verletzt, zwei weitere leicht, als ein Hubschrauber das Oberdeck der unter der Flagge der Cayman Islands-Flagge laufenden Luxuyacht "Bacarella", 1336 BRZ (IMO-Nr.: 9559755), im Byfjord bei Elsesro vor Sandviken in Bergen am 10.5. um 21.24 Uhr streifte und in die See stürzte. Der Rotor zerbrach, und der Hubschrauber krachte mit dem Bauch nach oben ins Wasser. Er war von den Shetlands gekommen, hatte in Flesland aufgetankt und dann Kurs auf die vor Anker liegende Yacht genommen.
Die Crew des NSSR-Rettungsbootes "Bjarne Kyrkjebø" befand sich gerade im Herdlafjord mit
Rettungsaktion
(Bild: Marit Hommedal)   Großbild klick!
einem Sportboot im Schlepp. Sie warf dieses sofort los und erreichte die 800 bis 900 Meter entfernte Unglücksstelle binnen zwei bis drei Minuten. Dies dürfte das Leben der Verunglückten, darunter zwei Briten gerettet haben.
Einer der drei trieb leblos in der See und wurde als erster an Bord gezogen, wo sofort mit Wiederbelebungsmaßnahmen begonnen wurde. Die beiden anderen hatten lediglich Schrammen und Schürfwunden davongetragen. Binnen fünf Minuten waren alle an Bord des Bootes und wurden zum Skoltegrunnskai in Bergen transportiert, von wo ein Krankwagen sie ins Haukeland Universitätskrankenhaus brachte.
Neben diesem Rettungsboot war auch die “Kristian Gerhard Jepsen”, zwei Fähren und mehrere
Hubschrauber wird geborgewn
(Bild: Marit Hommedal)   Großbild klick!
kleinere Boote binnen weniger Minuten vor Ort. Das Wrack des Hubschraubers, dessen beide Schwimmkörper noch aus dem Wasser ragten, wurde gesichert. Taucher der Marine untersuchten das Wrack und fanden keine weiteren Personen darin. Gegen 23 Uhr wurde nach Bontelabo geschleppt. Dort wurde er am 11.5. um 00.20 Uhr aus dem Wasser gehoben. Rotorblätter und Rumpf waren schwer beschädigt, Scheiben zerbrochen.
Die Unfalluntersuchungskommission leitete Ermittlungen ein. Die 17-köpfige Crew der Yacht wurde vernommen. Das Boot machte nach dem Unfall an der Bradbenken Yachtpier fest. Das Schiff lag seit Ende April in Bergen. Sie war 2014 für über 30 Millionen Dollar an die jetzigen Eigner gegangen, die sich gelegentlich auf dem Luftweg an Bord bringen ließen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Werftbereich und Versorger nach Krankollaps in Falmouth evakuiert
(11.05.17) Am 10.5. brach ein Kran des Trockendocks, in dem der britische Versorger "RFA Tidespring" (IMO-Nr.: 9655535) seit zwei Wochen beim A&P Falmouth Ltd. Shipyard zur Überholung lag, zusammen. Mit einem lauten Krachen stürzte der Kranausleger gegen neun Uhr auf 10 Azetylenflaschen. Wegen der möglichen Explosionsgefahr wurde ein 200 Meter großer Bereich rund um die Unglücksstelle, innerhalb dessen sich auch das 201 Meter lange Marineschiff befand, daraufhin evakuiert.
Ein Feuerwehrmann des alarmierten Cornwall Fire Service erlitt leichte Verletzungen, als er die Unglücksstelle inspizierte. Um 13 Uhr konnte der Bannkreis wieder aufgehoben werden, als klar war, dass keine Explosionsgefahr mehr bestand. Die A&P Group leitete eine Untersuchung ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gesunkenes Mototboot wird geborgen
(Bild: KAPO Zuerich)   Großbild klick!

Gesunkenes Motorboot im Zürichsee geborgen
(11.05.17) Taucher des Seepolizeizuges der Kantonspolizei Zürich haben am Nachmittag des 10.5 unweit des Küsnachter Seeufers ein dort gesunkenes Motorboot geborgen. Am Morgen meldete eine Bootseignerin, dass sie ihr an einer Boje vertäutes Boot im Zürichsee nicht mehr sehen könne. Die ausgerückten Seepolizisten suchten zunächst an der Seeoberfläche die nähere Umgebung ab.
Nachdem das vermisste Boot nicht ausgemacht werden konnte, wurde die Suche mit einem Sonargerät unter Wasser fortgesetzt. Dabei zeigte sich, dass es offenbar an der Mooring gesunken war und nun rund 15 Meter unter der Wasseroberfläche auf Grund lag. Zur Bergung setzten die Taucher
Bergung erledigt
(Bild: KAPO Zuerich)   Großbild klick!
der Seepolizei Hebekissen ein. Das Boot wurde damit gehoben, anschließend gelenzt und mit Hilfe eines Teams des Seerettungsdienstes Küsnacht dann in den Hafen von Küsnacht geschleppt.
Der Grund für das Sinken des Bootes war noch nicht bekannt. Der Schaden wurde auf mehrere zehntausend Franken geschätzt. Es bestand zu keiner Zeit Gefahr für die Umwelt.
Quelle:Tim Schwabedissen




„Tamaroa“ hat Schlagseite
(Bild: N.J. Department Environmental Prot...)   Großbild klick!

Tamaroa ging auf die letzte Mission
(11.05.17) Am 10.5. war es so weit: Der Schlepper „Justin“ der Koleen Marine schleppte das ausgediente amerikanische Küstenwachschiff „Tamaroa“ auf eine Position 61 Kilometer vor Cape May, New Jersey. Nachdem die Abdeckungen der Löcher, die zuvor in den Rumpf geschnitten worden waren, entfernt wurden, begann es sich rasch nach Steuerbord überzulegen. Dann richtete es sich wieder auf und verschwand gegen 13 Uhr binnen weniger Augenblicke übers Heck in einem Luft- und Wasserstrudel auf 36,5 Metern Wassertiefe.
Die Löcher im Rumpf gehörten zu dem umfangreichen Arbeitsprogramm, das unter Aufsicht des
und sinkt
(Bild: N.J. Department Environmental Prot...)   Großbild klick!
New Jersey Department of Environmental Protection in Suffolk, Virignia, durchgeführt worden war, um das Schiff für seinen Einsatz als künstliches Riff vorzubereiten. Weitere Punkte waren das Entfernen von Wänden im Innern, der Isolation und der Reinigung des Schiffskörpers von allen umweltgefährdenden Stoffen.
Im vergangenen Sommer waren die Planungen zur Versenkung des 1994 außer Dienst gestellten Schiffes angelaufen. Am Abend des 8.5. begann die Verschleppung nach Norfolk.
10 Veteranen, die einst auf der “Tamaroa” Dienst getan hatten, beobachteten die letzte Reise ihres Schiffes von dem Charterkutter „Porgy IV“ aus. Bevor sie die gemeinsamen Gewässer von New Jersey, Delaware und Maryland erreichten, erzählten sie viele Geschichten von Bord von der Schmugglerjagd vor Florida bis hin zur Haijagd mit einer M-16 wie auch die langen Nächte auf Landgang in Miami, wenn es 24 Stunden frei gab.
Die New Jersey Division of Fish and Wildlife hat 17 Programme für künstliche Riffe vor der Küste des Garden State, die sich über 25 Quadratmeilen erstrecken und aus über 2.100 Wracks bestehen. Nun ist die „Tamaroa“, die am 9.10.1943 als “Zuni” ihren Dienst für die U.S. Navy begann, eines davon. Sie assistierte als erstes Landungsoperationen nach der japanischen Invasion von Iwo Jima durch das U.S. Marine Corps.
Der Schlepper mit dem Spitznamen Mighty Z schleppte beschädigte Schiffe ab und rettete hunderte von Seeleuten torpedierter Schiffe. Sie wurde mit vier Schlachtsternen dekoriert. Nach dem Krieg kam sie zur Coast Guard, die sie nach einem Umbau als “Tamaroa” in Dienst stellte.
48 Jahre diente sie der Küstenwache. Einer der zahlreichen Einsätze war die Rettung von Passagieren des italienischen Luxusliners „Andrea Doria“, der am 26.7.2956 vor Nantucket nach Kollision mit der „Stockholm“ sank. Fünf Wochen zuvor hatte sie Opfer des Absturzes eines Flugzeugs aus Venezuela geborgen, das 32 Meilen vor Asbury Park ins Meer gestürzt war. Im März 1984 assistierte sie bei der Rettung eines sowjetischen Frachters, der im Sturm vor New Hampshire gesunken war. Fünf Jahre später barg sie hunderte Haitianischer Migranten in der Karibik.
Auf einer Spezialmission rettete sie auch einen Kubaner, der 40 Meilen weit auf den Schläuchen von Reifen aufs Meer hinausgepaddelt war. Der bekannteste Einsatz war wohl jener für die Yacht „Satori“ und einer Hubschraubercrew in dem als „Perfect Storm“ berühmt gewordenen Unwetter, dem Sebastian Junger ein literarisches Denkmal setzte und den zeitgleichen Untergang des Schwertfischkutters „Andrea Gail“ beschrieb.
Nach der Außerdienststellung 1994 spendete die Coast Guard die “Tamaroa” dem Intrepid Sea, Air & Space Museum auf dem Hudson River in New York City. Eine Gruppe alter Fahrensleute begann dort, es zu seinem ursprünglichen Zustand zu restaurieren. Während die Arbeiten liefen, kam es in einem Sturm 2011 in Virginia zu einem Wassereinbruch im Maschinenraum.
Da der Rumpf auch ansonsten in einem schlechten Zustand war, mussten die Bemühungen, aus dem Schiff ein Museum zu machen, eingestellt werden. Stattdessen ging es auf eine Mission, die ihre Überwasser-Karriere Jahrzehnte überdauern wird – als künstliches Riff im Dienst der Meeresflora und -fauna.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre vor Ketapang in Schwierigkeiten
(11.05.17) Die indonesische Fähre "KMP Jambo IX", 1320 BRZ (IMO-Nr.: 9801940), wurde am Abend des 9.5. gegen 19.40 Uhr, eine halbe Stunde nach dem Auslaufen, in der Straße von Bali auf der Fahrt von der Insel Gulimanuk Bali nach Ketapang mit 44 Passagieren, 15 Crewmitgliedern und über einem Dutzend Fahrzeugen an Bord durch Ruderschaden manövrierunfähig. In stürmischer See mit zwei Meter hohen Wellen fiel dann noch die Maschine aus, und das Schiff trieb in den hohen Wellen. Dadurch riss sich ein Truck auf dem Ladedeck los und verursachte eine Schlagseite.
Unter dutzenden Passagieren brach daraufhin Panik aus, und sie legten Rettungswesten an. Zwei andere Fähren gingen in der Nähe in Stellung, bis die Lage wieder unter Kontrolle war. Das Schiff erreichte schließlich den Fährterminal von Ketapang.
Alle Fahrgäste waren unversehrt geblieben, der Sachschaden war allerdings erheblich, da der Truck auch andere Fahrzeuge in Mitleidenschaft gezogen hatte. Das 2015 erbaute Schiff läuft im Management der Duta Bahari Menara Line.
Quelle:Tim Schwabedissen



Penische auf der Rhône gesunken
(11.05.17) Auf der Rhône bei Arles begann am 8.5. um 14.30 Uhr das aus Aigues-Mortes nach Avignon laufende Flussfahrgastschiff "Soleo" zu sinken. Nur einer der 22 Passagiere befand sich an Bord, als es zu dem plötzlichen und unerklärlichen Wassereinbruch kam, während das Schiff im Rahmen eines Liegeplatzwechsels vor dem Ufer manövrierte. Binnen Minuten stand das Wasser bereits über der Maschine.
Die Feuerwehr versuchte vergebens, die Penische über Wasser zu halten. Nachdem das Fahrzeug bis 22 Uhr fast gänzlich gesunken war und nur noch das Heck aus dem Wasser ragte, legte sie eine Ölsperre aus. Das Schiff wurde 1958 als "Reine" in Sermaize-les-Bains erbaut und lief später als "La Fayette".
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter 46 Tage nach Strandung geborgen
(11.05.17) Der unter Bahamas-Flagge laufende Bulkcarrier "Lyric Poet", 44203 BRZ (IMO-Nr.: 9590577), wurde in der Nacht zum 10.5. nach 46-tägiger Bergungsarbeit wieder flottgemacht. Er nahm danach mit voller Fahrt Kurs auf seinen eigentlichen Zielhafen Machong in der chinesischen Guangzhou-Provinz, wohin er auch am 24.3. von Australien kommend bestimmt gewesen war, als er 50 Meilen nördlich der Insel Pulau Belitung auf Grund lief.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre kollidierte mit Kai in Seattle
(11.05.17) Die amerikanische Fähre "Hyak", 2704 BRZ (IMO-Nr.: 8835334), kollidierte am Morgen des 10.5. gegen 8.30 Uhr mit dem Colman-Dock in Seattle, als sie von Bremerton kommend anlegen wollte. Das Schiff musste vorläufig aus dem Betrieb genommen werden. Inspektoren der Washington State Ferries untersuchten das Schiff, fanden aber nur geringfügige Schäden.
Daraufhin durfte es wieder über den Puget Sound nach Bremerton laufen. Als allerdings die US Coast Guard über die Havarie informiert wurde, veranlasste sie, dass das Schiff vorerst dort am Kai bleiben müsste, bis über weitere Untersuchungen entschieden war. Um 11.10 Uhr kehrte die “Hyak” dann wieder in den regulären Fährdienst zurück.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schlepper „Buddy“ mit Problemen
(11.05.17) Am 10.5. erlitt der norwegische Schlepper „Buddy“, 104 BRZ (IMO-Nr.: 9258571), der mit einer Barge von Molde kommend im Moldefjord unterwegs war, Probleme mit dem Antrieb und bat um Assistenz. Aus Ålesund wurde das NSSR-Rettungsboot „DNV II“ zur Assistenz des Schleppzugs, der aus Hjertøya kam, gerufen. Es übernahm die Barge vor Molde und schleppte sie um 14.30 Uhr in den Hafen von Ålesund. Die „Buddy“ machte am 11.5. um 00.20 Uhr ebenfalls im Hafen fest.
Quelle:Tim Schwabedissen



Suche nach Crew der Stellar Daisy eingestellt
(11.05.17) Nach 40 Tagen ist die aktive Suche nach der Crew des südkoreanischen Erzfrachters "Stellar Daisy" am 10.5. eingestellt worden. Nur zwei der 24 Mann konnten aus einer Rettungsinsel geborgen werden. Die beiden Überlebenden berichteten, dass das Schiff zerbrochen sei, nachdem sie es verlassen hatten. Nachdem es ein lautes Geräusch gegeben hatte, habe der Kapitän nach einem Wassereinbruch eine Evakuierung angeordnet.
Zwei weitere Rettungsinseln und zwei motorisierte Rettungsboote wurden im Zuge der Suchaktion leer entdeckt. An Bord hatten sich acht südkoreanische und 16 philippinische Seeleute befunden, als das 322 Meter lange Schiff am 31.3. etwa 2.000 Seemeilen östlich von Montevideo in Seenot geriet und einen Notruf absetzte. An der nachfolgenden Suche in einem 283.000 Quadratkilometer großen Gebiet nahmen 28 Schiffe aus Uruguay, Argentinien und Brasilien sowie Suchflugzeuge aus Argentinien und den USA teil.
Die "Stellar Daisy" hatte Mineralien geladen und war auf ihrer letzten Reise von Rio de Janeiro nach China unterwegs gewesen. Schiffe, die sich in dem Seegebiet, in dem sie verloren ging, aufhalten, sollten weiter Ausschau nach Hinweisen auf Überreste des Schiffbruchs halten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Reste gestrandeter Yacht wurden für Surfer in Seenot gehalten
(11.05.17) Die Bembridge RNLI wurde am Nachmittag des 10.5. alarmiert, nachdem ein angeblicher Windsurfer in Schwierigkeiten gemeldet worden war. Auf Ersuchen der Coastguard lief das Rettungsboot um 16.30 Uhr zu der gemeldeten Position nördlich von Bembridge aus. Dort konnte die Crew allerdings keine entsprechende Beobachtung machen.
Stattdessen fand sie die Trümmer der Yacht “Ellens Maison”, deren nahe Kanaltonne 3 liegenden Überreste wohl zu einer irrtümlichen Beobachtung geführt hatten. Nach Diskussion mit der Coastguard kehrte die “Norman Harvey” eine Stunde nach dem Auslaufen zur Station zurück. Sie war am 5.5. um 13.20 Uhr ebenfalls alarmiert worden, nachdem die 23 Fuß lange Yacht westlich der Kanaltonne auf Grund gelaufen war.
Als sie vor Ort eintraf, hatte ein Wassertaxi den Skipper bereits abgeborgen und in den Hafen gebracht. Mit der Abendflut sollte die Yacht dann wieder flottgemacht werden. Die Crew der “Norman Harvey” sicherte sie bis dahin bestmöglich und kehrte um 14.45 Uhr nach Lane End zurück.
Doch starker Ostwind und die stürmische See führten zwischenzeitlich dazu, dass die Yacht auf den Felsen leckschlug und sank, bevor die Flut sie wieder aufschwimmen lassen konnte. Am folgenden Tag trieben Trümmer der „Ellens Maison“ an den Stränden zwischen Seagrove Bay und St. Helens Duver an. Der Eigner konnte noch den Motor bergen, sein Boot aber wurde ein Totalverlust.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei Tote bei Explosion auf Werft in Béjaïa
(11.05.17) Zwei algerische Werftarbeiter im Alter von 29 und 30 Jahren aus Ilamatene, kamen am Vormittag des 10.5. ums Leben, als es auf der Marinewerft Erenav in Béjaïa bei Überholungsarbeiten an dem Marine-Versorger „Soummam“, 5.500 tdw, zu einer Explosion kam. Dort lag er seit 15 Tagen. Fünf Arbeiter waren mit Reinigungs- und Malarbeiten beschäftigt, als es durch einen Kurzschluss zu einem Brand und der Explosion kam.
Eines der beiden Opfer war sofort tot, das andere starb auf dem Weg ins Krankenhaus. Die drei weiteren kamen unverletzt davon. Ein elektrischer Handwagen, der zur Beleuchtung dienen wollte, hatte das Unglück verursacht. Die "Soummam" wurde 2006 von der chinesischen Hudong-Zhonghua Shipbuilding an die algerische Marine abgeliefert.
Quelle:Tim Schwabedissen



U-Boot kollidierte mit Frachter im Golf von Squillace
(11.05.17) Am 10.5. kollidierte im Golf von Squillace bei Catanzaro bein einer Trainingsfahrt vor der südkalabrischen Küste das 55 Meter lange, italienische U-Boot „Scirè“ mit einem Frachter. Das U-Boot wurde beschädigt und steuerte aufgetaucht seine Base an. Der Frachter konnte seine Reise fortsetzen. Die „Scirè” gehört zur U-212-Klasse, wurde 2007 in Dienst gestellt und wurde nach einem im August 1942 in der Bucht von Haifa Bay versenkten Boot benannt, das heute ein beliebtes Tauchwrack ist.
Quelle:Tim Schwabedissen



13.000 Kreuzfahrtpassagiere durch Container im Wasser blockiert
(11.05.17) 37 Container mit Altpapier stürzten am 10.5. um 21.57 Uhr von dem chinesischen Frachter “Shungang 19” in den Yangtse-Fluss unweit des Hafens von Wusongkou in Shanghai. Das Fahrwasser wurde blockiert, und der Schiffsverkehr musste unterbrochen werden. Insgesamt hatte der Frachter 129 Container an Bord, als sich das Unglück ereignete.
Sechs der im Wasser treibenden Boxen wurden von 11 Bergungschiffen, 11 Patroullienbooten und sechs Schleppern, die von der Shanghai Maritime Safety Administration in Marsch gesetzt wurden, inzwischen geborgen. Zwei Forschungsboote, darunter die “Haixun 1668”, scannten das Fahrwasser beim Wusongkou-Hafen, um die sichere Navigation auf dem Yangtse und dem Huangpu zu gewährleisten. Für Kreuzfahrtschiffe wurde der Wusongkou-Hafen von der Baoshan-Distriktregierung vorerst vollkommen gesperrt.
Die unter Bahamas- bzw. Italien-Flagge laufenden Kreuzfahrer „Quantum of the Seas”, 168666 BRZ (IMO-Nr.: 9549463), und “Costa Serena”, 114147 BRZ (IMO-Nr.: 9343132), die beide von Hakata kommend den Wusongkou International Cruise Terminal am Morgen hatten ansteuern sollen, mussten zwei Kilometer entfernt Anker werfen. Rund 13.000 Passagiere waren insgesamt betroffen, die am Terminal hätten ankommen oder abfahren sollen. Bis zum 11.5. sollten alle Container geborgen sein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Big Buddy wieder im Hafen
(11.05.17) Der Kutter “Big Buddy” aus Esgenoopetitj, der am 7.5. um 22.30 Uhr in der Miramichi Bay in New Brunswick gestrandet war, konnte inzwischen wieder geborgen werden. Das Schiff hatte zuvor Probleme mit seinem Hydrauliksystem gehabt. Die dreiköpfige Crew versuchte mit beschränkter Ruderkraft den Hafen von Neguac anzusteuern.
Drei Kilometer entfernt geriet der Kutter aber auf eine Sandbank. Die Crew funkte einen Notruf, und ein Cormorant-Hubschrauber stieg auf, der sie aber nicht ausmachen konnte. Es war sehr neblig, und die Notraketen versagten.
LED-Leuchten waren nicht hell genug, den Dunst zu durchdringen. Acht Stunden später erst kam die ersehnte Rettung. Das Abbergen aus der Luft verlief problemlos, und die unterkühlten Fischer wurden zum nahen Strand geflogen, wo ein Krankenwagen bereitstand. Mit der Flut konnte dann auch der Kutter wieder flottgemacht werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Raddampfer Raub der Flammen
(11.05.17) Der 50 Jahre alte Raddampfer “Paddlewheel Princess” aus Manitoba ging am Morgen des 10.5. in Selkirk in Flammen auf. Kurz nach Mitternacht wurde die Feuerwehr zu dem Schiff gerufen, das seit 2013 im Schlamm bei Selkirk lag. Die hell lodernden Flammen waren schon weithin sichtbar und schlugen überall aus dem Schiff.
Mit mehr als 30 Tonnen Wasser wurde der Brand gelöscht. Danach war nur noch der pure Schiffsstahl übrig, ausgeglüht und verbogen. Alles was aus Holz oder Kunststoff war, wurde ein Raub der Flammen. Bis 2011 war das Schiff auf den Flüssen von Manitoba unterwegs gewesen, zuletzt war es 2013 gefahren.
Der Versuch des Eigners Steve Hawchuk, einen Käufer zu finden, war in den vergangenen Jahren fehlgeschlagen. Nun aber setzte wohl Brandstiftung allen Bemühungen ein Ende.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gemeinsamer Rettungseinsatz vor Bishopstone Glen
(11.05.17) Das RNLI-Boot aus Whitstable wurde am 8.5. um 07.46 Uhr von der Coastguard alarmiert, nachdem ein 30 Fuß langes Motorboot mit zwei Personen an Bord vor Bishopstone Glen in der Herne Bay auf Grund gelaufen war. Die Seenotretter lokalisierten das Boot wenig später. Bei 5-6 Beaufort Wind aus Nordnordost und zwei Meter hohen Wellen riefen sie aber das größere Rettungsboot aus Margate zu Hilfe.
Assistiert durch das Herne Bay Coastguard Rescue Team wurde eine Schleppverbindung hergestellt und ein Rettungsmann an Bord abgesetzt. Dann gelang es, das Motorboot freizuschleppen. Es hatte keinen nennenswerten Wassereinbruch, aber Ruderschaden. Es wurde daraufhin nach Whitstable Harbour abgeschleppt und dort um 10 Uhr am Westkai festgemacht.
Das Boot war am Vorabend um 22 Uhr auf eine Angelfahrt ausgelaufen. Es hatte aber vor Herne Bay Motorausfall erlitten und war dann auf Grund getrieben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht vor Amble in Seenot
(11.05.17) n Am 9.5. um 12.40 Uhr kam das RNLI-Boot aus Amble, die “Elizabeth and Leonard”, der 44 Fuß langen Segelyacht “Night Song” zu Hilfe, die Motorschaden und Wassereinbruch gemeldet hatte. Der Skipper hatte der Coastguard 2.5 Meilen östlich des Beacon Point in der Cambios Bay die Notlage gemeldet. Das Boot der Shannon-Klasse war rasch vor Ort.
Die vier Segler der „Night Song“ hatten den Wassereinbruch unter Kontrolle. Sie brauchten aber eine Schleppassistenz, um in die Blyth zur Reparatur zu gelangen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Versenkter Dalben unter der Boje
(Bild: Wasserschutzpolizei MV)   Großbild klick!

Frachter versenkte Dalben auf der Peene und verschwand
(10.05.17) Der unter Antigua-Barbuda-Flagge laufende Frachter "Traveberg", 2452 gt (IMO:8104541), kollidierte am 4.5. gegen sechs Uhr während des Brückenzuges der Peenebrücke Wolgast mit einem Dalben der Zufahrt zur Marina Hornwerft. Er knickte diesen auf Höhe der Wasserlinie ab. Am Dalben entstand ein Gesamtschaden von rund 15.000 Euro.
Allem Anschein nach hatte ein pflichtwidriges Verhalten des Schiffsführers zum Unfall geführt. Insbesondere die Tatsache, dass das Schiff nach dem Vorfall zwei Tage an den Wartedalben lag und keine Schadensmeldung machte, bekräftigte diesen Verdacht. Die Beamten der Polizei in Wolgast, die erst am 9.5. von der Havarie Kenntnis erhielten, ermittelten im Moment deren genaue Umstände.
Die "Traveberg" lief am 5.5. nach Swinemünde aus und machte am selben Abend am Szczecin Ship Repair Yard in Stettin am Gryfia Gdynia-Kai fest.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wrack der Izel Vor wird in Lorient untersucht
(10.05.17) Nachdem das Wrack des Kutters “Izel Vor” nach seiner Bergung am 8.5. auf einem Slip im Fischereihafen von Lorient an Land gehoben worden war, begannen am 9.5. die Inspektionen durch Versicherungsexperten und die örtliche Polizei, um die Umstände des Schiffbruchs herauszufinden. Der Kutter kam am Nachmittag des 5.5. nach 24—stündiger Fangfahrt mit vier Tonnen Fang an Bord zurück, als er nördlich von Groix kenterte.
Offenbar war eine große Welle über das Heck gebrochen und das Schiff zum Umschlagen gebracht. Während drei Fischer im Alter von 21 bis 30 über Bord geschleudert wurden und sich auf den Rumpf retten konnten, gelang dem Skipper, der am Ruder war, die Flucht nicht mehr. Er wurde im Schiffsinnern eingeschlossen, konnte aber sein Leben retten, indem er einen Fluchtweg in die Kajüte fand, wo er fünf Stunden lang bis zur Hüfte im kalten Wasser ausharren musste.
Er verdankte sein Leben dem Umstand, dass herbeigekommene Retter das Wrack mit großen Reifen schwimmfähig hielten und es dann zum Strand von Courégant in Ploemeur geschleppt wurde. Hier konnte ein Loch in den Rumpf geschnitten und der Skipper befreit werden. Inzwischen wurden alle vier Mann aus dem Krankenhaus entlassen, aber noch nicht vernommen. Ihr Schiff hatte zuletzt im September 2016 die vorgeschriebenen Sicherheitschecks erfolgreich durchlaufen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Retter mit Hund
(Bild: RNLI)   Großbild klick!

Vier Bootsfahrer und Bordhund von Long Shoal gerettet
(10.05.17) Das RNLI-Boot aus Lough Ree wurde am 8.5. um 10.30 Uhr von der Coastguard alarmiert, nachdem eine 40 Fuß lange Motoryacht auf der Long Shoal, einer markierten, felsigen Untiefe unweit des östlichen Ufers des Lough Ree auf Grund gelaufen war. An Bord befanden sich vier Personen und ihr Bordhund. Mit einer vierköpfigen Crew lief das Rettungsboot “The Eric Rowse” binnen einer Viertelstunde aus.
Wenig später hatte es den Havaristen erreicht und ging längsseits. Nachdem sichergestellt war, dass alle Personen an Bord unversehrt und mit Rettungswesten ausgestattet waren und die Motoryacht auch keine Lecks aufwies, wurde eine Schleppverbindung hergestellt. Bei ruhiger See und drei Beaufort Wind konnte das Boot kurz darauf wieder flottgemacht werden.
Auf tiefem Wasser wurde die Funktionsfähigkeit der technischen Einrichtungen überprüft. Da sie einwandfrei funktionierte, nahm die Motoryacht mit eigener Kraft Kurs auf Lanesboro. Das Rettungsboot war um 11.24 Uhr zurück an seiner Station und 20 Minuten später wieder klar zum nächsten Einsatz.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ausgebranntes Boot
(Bild: Stratford Professional Firefighters)   Großbild klick!

Formula 2007 vor Sikorsky-Werk ausgebrannt
(10.05.17) Feuerwehren aus Stratford, ein Sikorsky und das Connecticut Department of Energy and Environmental Protection (DEEP) waren am 9.5. im Einsatz, nachdem ein 33 Fuß langes Sportboot auf dem Housatonic River gegenüber vom Sikorsky-Gelände mit 200 Gallonen Gasöl an Bord in Flammen aufging. Vier Einsatzfahrzeuge waren nach dem Alarm um 13.10 Uhr vor Ort. Die 2007-Formula-Motoryacht eines Arbeiters der Beacon Point Marina war bei einer Erprobungsfahrt in Brand geraten.
Eine der Maschinen des Bootes war explodiert, und das in Flammen stehende Boot trieb dann auf eine Sandbank, wo die Feuerwehr es nicht erreichen konnte. Das Sikorsky Aircraft Fire Department konnte den Skipper unversehrt retten. Der Kraftstoff verbrannte größtenteils. Die Trümmer des völlig zerstörten Wracks sollte später geborgen werden.
Zunächst wurde eine Ölsperre um das Wrack ausgelegt. Die DEEP Emergency Response Unit (ERU) stellte gemeinsam mit den Bergern sicher, dass eventuell noch vorhandenes Öl dabei nicht auslaufen konnte. Die State EnCon Police sowie das Department of Energy and Environmental Protection leiteten eine Ermittlung zur Unglücksursache ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Seegraskutter gesunken – Skipper tot geborgen
(10.05.17) Am 9.5. gegen 15 Uhr sank der 9,6 Meter lange Kutter "St. Bernard" (MMSI-Nr.: 227611930) vor Portsall, Finistère, in Ploudalmézeau. Die Crew eines anderen Kutters, die „Christelle-Mikaël“ sah den Seegrasfischer rund 3,7 Kilometer vor der Küste sinken. Vor Ort war stürmische See mit sechs Windstärken und Wellenhöhen von drei bis vier Metern.
Nachdem von der „Christelle-Mikaël“ Alarm geschlagen worden war, machten sich die in der Nähe befindlichen Kutter „Roc'h Avel“ and „La Fanette“, das Boot der Lion-Marineschule, die SNSM in Portsall mit den Rettungsbooten „SNS 093“ und „SNS 504“, das Boot des Hafenkapitäns von Portsall, eine Cessna des Zolls und eine Falcon 50 der französischen Marine auf die Suche nach dem Skipper. Um 14.55 Uhr wurde er leblos von der „SNS 504“ aus dem Wasser gezogen. Die Leiche wurde zurück nach Portsall gebracht und dort der Feuerwehr übergeben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter rammte US-Kreuzer
(10.05.17) Der amerikanische Lenkwaffenkreuzer USS "Lake Champlain - CG 57" kollidierte am 9.5. um 11.50 Uhr Ortszeit mit dem 65 Fuß langen, südkoreanischen Kutter "502 Nam Yang" in internationalen Gewässern 70 Meilen östlich von Pohang. Der 10-Tonnen-Kutter wurde dabei am Bug beschädigt und kehrte mit eigener Kraft nach Pohang zurück. Die "Lake Champlain" wurde an Backbordseite mittschiffs von dem Kutter getroffen und trug eine Beule davon.
Zum Unfallzeitpunkt herrschte schlechte Sicht. Der Kreuzer hatte vergeblich versucht, den herannahenden Kutter über Funk zu erreichen und auch akustische Signale gegeben, die ihn aber nicht vom Kollisionskurs abbrachten. Die "Lake Champlain" war Teil der Carl Vinson Strike Group, die derzeit im West-Pazifik operiert. Sowohl die U.S. Navy wie auch die südkoreanische Coast Guard leiteten nach dem Zusammenstoß eine Untersuchung ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



26 Mann im Golf von Siam gerettet
(10.05.17) 23 Touristen, der Skipper und zwei Crewmitglieder wurden gerettet, als ein thailändisches Speedboot am 9.5. auf der Fahrt von der Insel Koh Kut zur Laem Sok-Pier in Trat um 19.15 Uhr im Golf von Siam sank. Militär, Polizei, Zollbeamte und Rettungsteams liefen mit Booten zu den im Wasser schwimmenden Schiffbrüchigen aus. Sie trieben mit angelegten Rettungswesten drei Kilometer vor Laem Sok in stürmischer See. Es handelte sich durchweg um Thailänder. Die hohen Wellen hatten das Boot aufbrechen lassen. Mit Mobiltelefonen wurde Hilfe alarmiert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht trieb auf East Wallaby Island auf Grund
(10.05.17) Am Morgen des 10.5. um 5.38 Uhr lief die 24 Meter lange Yacht „Phoenix“ am Abrolhos in der Turtle Bay auf East Wallaby Island auf Grund. Die Geraldton Volunteer Marine Rescue Group wurde alarmiert, nachdem hoher Seegang dazu geführt hatte, dass sich das Schiff von seiner Mooring in der Nacht losgerissen hatte. Die “Master Class”, ein Boot des örtlichen Maritime Institute, versuchte gemeinsam mit der „Blue Lightning” die Yacht wieder flottzumachen. Doch die auflaufende Flut und die Wellen trieben sie stattdessen weiter auf das Riff. Daraufhin wurde die „Phoenix“ vorsorglich evakuiert. Am 11.5. sollten die Bergungsversuche weitergehen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht vor Berry Head vor Strandung bewahrt
(10.05.17) Die RNLI in Torbay wurde am 9.5. gegen 16 Uhr von der Coastguard alarmiert, weil eine Yacht antriebslos dicht an den Felsen vor Berry Head trieb. Die 28 Fuß lange Yacht hatte drei Mann an Bord. Sie hatte sich in der Markierung einer Hummerfalle verfangen und war daraufhin manövrierunfähig geworden. Die Passagierfähre „Torbay Clipper” der WeFerry befand sich in unmittelbarer Nähe und kam zur Assistenz.
Mit einer kurzen Schleppleine vermochte sie die Yacht aus der gefährlichen Nähe der Felsen zu ziehen und auf sicherem Abstand zu halten, bis die Seenotretter eintrafen. Sie übernahmen das weitere Schleppen und zogen die Yacht zur Brixham Marin. Um 16.45 Uhr war der Einsatz beendet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Arlene Adonna von Brandung schwer beschädigt – Öl läuft aus
(10.05.17) Der kanadische Kutter “Arlene Adonna” war schon einen Tag nach seiner Strandung nicht mehr zu retten. Das stürmische Wetter hatte am 8.5. keine Bergungsarbeiten zugelassen, und das Schiff wurde von der Brandung weit auf den Strand getrieben und herumgedreht. Dabei rissen die Felsen den Rumpf großflächig auf, und Gasöl begann aus den beschädigten Tanks auszulaufen und sich auf dem Wasser zu verbreiten.
Am 9.5. konnte ein Teams der Direction des Territoires, de l'Alimentation et de la Mer (DTAM) zwei Tonnen Öl, die sich noch in einem der Tanks befanden, auspumpen. Der Präfekt forderte den Eigner auf, das Wrack zu räumen. Es war zu beschädigt, um noch abgeschleppt zu werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Vermutlich menschliche Knochenreste in Wrack der Sewol entdeckt
(10.05.17) Knochenreste, die vermutlich menschlichen Ursprungs waren, wurden am 10.5. auf Deck 4 des Wracks der Fähre "Sewol" von den Suchtrupps gefunden, die seit Wochen mühevoll durch den Schlamm, der sich im Schiffsinnern aufgetürmt hat, kämpfen. Zwei Knochen wurden in einer Passagierkabine entdeckt und für DANN-Tests zum National Forensic Service gebracht.
In der vergangenen Woche hatte bereits ein Taucher an der Untergangsstelle ein Knochenfragment mutmaßlich menschlicher Herkunft gefunden. Im März, kurz nach der Hebung des Wracks, waren bereits Knochenreste unter dem Schiffsrumpf gefunden worden. Doch DNA-Tests hatten ergeben, dass sie von Schweinen stammten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bergung der Southern Phoenix wird noch dauern
(10.05.17) Die Bergungsarbeiten am Wrack des im Hafen von Suva gekenterten Frachters "Southern Phoenix" verzögerten sich, weil dafür notwendiges Gerät noch nicht vor Ort war und nicht vor kommender Woche dort eintreffen sollte. Erst dann würden die von den Eignern mit den Arbeiten beauftragten australischen Berger damit beginnen können, zunächst Öl und andere umweltgefährdende Stoffe abzupumpen.
An Bord befanden sich rund 183 Tonnen Schweröl, als das Schiff kenterte und sank. Nur ein Teil des Ruderhauses mit der Brückennock ragte derzeit von einer Ölsperre umgeben aus dem Wasser des Hafens. Container drohten sich weiterhin vom Wrack zu lösen. Die beim Untergang abgetriebenen Boxen wurden inzwischen eingesammelt und sollten bis zum Nachmittag des 10.5. geborgen werden. Rund 30 Container hatten sich losgerissen, als die „Southern Phoenix“ unterging.
Quelle:Tim Schwabedissen



Perfect Storm-Star auf der letzten Reise
(10.05.17) Das ehemalige US-Küstenwachboot “Tamaroa” ist nun auf seine letzte Reise gegangen. Sie hätte bereits vor mehreren Monaten vor den Küsten von New Jersey und Delaware als künftiges künstliches Riff versenkt werden sollen, doch verschiedene Widrigkeiten und zuletzt schlechtes Wetter hatten die Aktion immer wieder hinausgezögert. Am Nachmittag des 8.5. hat ein Schlepper das 62 Meter lange Schiff aber von seinem Liegeplatz an einer Werft in Norfolk, Virginia, in Richtung der Versenkungsposition 61 Kilometer vor der Küste von Cape May, New Jersey, gezogen.
Das Wetter war ruhig genug, um eine sichere Verschleppung nun zu gewährleisten. Am 9.5. ging es mit langsamer Fahrt entlang der Ostküste. Weil die zur Versenkung notwendigen Löcher bereits in den Schiffsrumpf geschnitten worden waren, durften diese nicht durch Wellenschlag erreicht werden. Zuvor waren bereits Innenwände und Isolationen beseitigt und das gesamte Schiff nach den Vorgaben des New Jersey Department of Environmental Protection von Ölresten und ölhaltigen Flüssigkeiten gereinigt worden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter von Handelsschiff überlaufen – ein Toter und ein Vermisster
(10.05.17) Zwei Fischer wurden gerettet, einer kam ums Leben und ein vierter wurde vermisst, nachdem am Morgen des 9.5. ein malaysischer Kutter von einem Handelsschiff aus Penang, das auf Nordkurs lief, 37 Kilometer westlich von Kuala gegen drei Uhr gerammt wurde. Der Kutter mit seiner thailändischen Crew war auf Fangfahrt, als sich das Unglück bei schwerem Regen ereignete. Deshalb hatte das Handelsschiff den Kutter wohl auch nicht bemerkt, bis es gegen dessen Heck rammte.
Versuche der Fischer, es auf sich aufmerksam zu machen, waren fehlgeschlagen. Da gerade das Schleppnetz ausgebracht worden war, konnte der Kutter dem rasch herannahenden Schiff auch nicht ausweichen. Eine halbe Stunde nach der Kollision sank er.
Andere Kutter kamen zu Hilfe und bargen gegen acht Uhr die Überlebenden und den Toten. Die Malaysian Maritime Enforcement Agency (MMEA) wurde gegen 11 Uhr verständigt und leitete um 15 Uhr eine Suchaktion nach dem verschwundenen, 45-jährigen vierten Mann ein. Am Abend wurde die Operation unterbrochen und sollte am 10.5. in einem größeren Suchgebiet fortgesetzt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter "Arlene Adonna"
(Bild: Lucien Girardin)   Großbild klick!

Kutter vor St. Pierre gestrandet
(09.05.17) Am Morgen des 7.5. lief gegen vier Uhr der Kutter "Arlene Adonna", 53 BRZ, aus Neufundland in St. Pierre-Miquelon auf die Felsen an der Südostseite der L'Ile aux Marins, einer kleinen Insel im Hafen. Die fünfköpfige Crew wurde von der Société Nationale de Sauvetage en Mer gerettet und dann in einem örtlichen Hotel untergebracht. Am Nachmittag sollten sie in ihre Heimat zurückkehren.
Einer der Geretteten war zuvor vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht worden. Nach Angaben des kanadischen Department of Fisheries and Oceans erlitt die 12,5 Meter lange und 1999 erbaute "Arlene Adonna" bislang keinen Wassereinbruch. Das Schiff, das 11.000 Pfund Schneekrabben an Bord hatte, sollte im Lauf der Woche geborgen werden. Die über das Achterschiff gehende Brandung spülte inzwischen bereits Trümmer und Ladung auf den Strand.
Quelle:Tim Schwabedissen



“Goldenrod Showboat”
(Bild: Historic Riverboat Preservation ...)   Großbild klick!

Showboot läuft auf Illinois River voll
(09.05.17) Das historische “Goldenrod Showboat” wurde auf dem Hochwasser führenden Illinois River nahe Kampsville, Illinois, überflutet. Das Schiff war am 8.5. rund sieben Fuß hoch geflutet, und das Interieur, darunter das Theater, geflutet. Die „Goldenrod“ war einst ein Teil der Flusslandschaft von St. Louis. 2016 kam der Plan auf, das von der Verschrottung bedrohte Schiff an Land zu ziehen. Die Historic Riverboat Preservation Association wollte das alte Showboot kaufen. Es war bereits im August 2015 bei einem Hochwasser irreparabel beschädigt worden. Nachdem die
Theaterraum
(Bild: Historic Riverboat Preservation ...)   Großbild klick!
Kampagne zu scheitern drohte, erhielt die Nonprofit-Organisation das Schiff nun als Spende. Der ursprüngliche Plan, es wieder ans Ufer von St. Louis zu legen, ließ sich aber nicht mehr realisieren. Es sollte nun so viel wie möglich erhalten und in einem Museum und Theater an Land in St. Louis erhalten bleiben. Vorerst verblieb das Showboot auf einer Bank des Illinois River, rund 80 Meilen nördlich St. Louis.
Kronleuchter und vergoldete Spiegel, Einrichtungsgegenstände und Fotografien – sowie das Ruderhaus wurden entfernt und gelagert. Das Showboot an Land zu rekonstruieren ist günstiger als das alte Fahrzeug, dessen Kiel eingeknickt ist, wieder see- bzw. flusstüchtig zu machen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter brachte Containerkran in Dubai zum Einsturz
(09.05.17) Am 4.5. um 9.40 Uhr kollidierte der britische Containerfrachter "CMA CGM Centaurus", 131332 BRZ (IMO-Nr.: 9410777), beim Anlegemanöver mit der Kaimauer von Jebel Alis Terminal 1 in Dubai. Dabei traf er auch den Ausleger eines 1.850 Tonnen schweren und 452 Fuß hohen Containerkrans, der daraufhin kollabierte und nur knapp ein dreistöckiges Betriebsgebäude verfehlte. Ein weiterer Kran wurde aus seinen Schienen gedrückt, blieb aber aufrecht stehen.
Sicherheitsteams des Terminals eilten sofort zur Unglücksstelle, und binnen fünf Minuten waren weitere Helfer vor Ort. Das Gebiet, in dem die Stahltrümmer aufgeschlagen waren, wurde evakuiert und eine Sicherheitszone eingerichtet. Drohnen stiegen auf, um alle möglicherweise hilfebedürftigen Personen zu orten.
Insgesamt wurden 10 Arbeiter verletzt, neun von ihnen leicht, der zehnte mit Frakturen an Arm und Bein. Er kam in stabilem Zustand ins Krankenhaus. Das Wrack des Krans sollte so lange unangetastet bleiben, bis alle notwendigen Untersuchungen abgeschlossen waren. Der zweite beschädigte Kran wurde auf seine Stabilität hin untersucht.
Der Frachter verließ am 8.5. den Hafen wieder in Richtung Hamad. Ein Fehler des Lotsen könnte ursächlich für das Unglück gewesen sein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ij-Fähre rammte Dalben in Amsterdam
(09.05.17) Die 34 Meter lange, holländische Flussfähre "Ijveer 60" (MMSI-Nr.: 244670766) kollidierte am 8.5. mit einem Dalben am Terminal der Centraal Station in Amsterdam. Dabei wurden zwei Personen leicht verletzt und vor Ort medizinisch versorgt. Die Ij-Fähre war vom Buiksloter Weg in der Nordstadt gekommen.
Nach der Havarie musste sie vorerst ihren Dienst einstellen. Dieser wurde mit reduzierter Fährkapazität weiter versehen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gesunkene Barge in San Francisco-Bay unter Wasser gedreht
(09.05.17) Die im April in der San Francisco Bay gesunkene, 112 Fuß lange Kranbarge "Vengenance" wurde jetzt von der U.S. Coast Guard in einem ersten Bergungsschritt auf dem Grund im sogenannten Parbuckling-Verfahren umgedreht. Die eigentliche Bergung könnte aber noch ein bis zwei Wochen dauern. Der Plan dazu war noch in Arbeit.
Bei der Bergung assistierte eine andere Kranbarge, die "Mare Island". Beim Umdrehen veränderte sich auch die Position der Barge, aber sie lag weiterhin dicht am Tunnel der BART Tube. Diese ist aber 30 Fuß tief im Grund geschützt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter nach Shidao abgeschleppt
(09.05.17) Der chinesische Bulkcarrier "Hong Wei 618", 1708 BRZ (MMSI-Nr.: 413324970) erlitt an Nachmittag des 3.5. erst einen Maschinenschaden und nachfolgend einen Blackout, als er sich 70 Meilen südlich von Shidao im Gelben Meer befand. Das SAR-Schiff "Bei Hai Jiu 118" (IMO-Nr.: 9763435) wurde zur Assistenz entsandt und nahm den Havaristen auf den Haken. Nach mehr als 12 Stunden Schleppfahrt erreichte der Konvoi die Reede von Shidao, wo der Frachter vor Anker ging.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kanadischer Kutter auf Sandbank sitzend evakuiert
(09.05.17) Am 8.5. wurden drei Fischer nach der Strandung ihres Schiffs in der Bucht von Miramichi nahe Neguac gerettet. Sie hatten am 7.5. um 22.30 Uhr einen Notruf gefunkt, nachdem ihr Kutter aufgelaufen war und einen Wassereinbruch erlitten hatte. Von den kanadischen Atlantic Maritime Forces in Nova Scotia wurde ein SAR-Team des 14 Wing Greenwood mit einem Cormorant-Helikopter entsandt, um ihnen zu assistieren.
Er fand den Kutter auf einer Sandbank sitzend vor. Der CH-149-Hubschrauber der Royal Canadian Air Force winschte die Crew des Kutters unversehrt auf. Er brachte sie zu einem Baseball-Feld in Neguac, wo sie medizinisch betreut wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Autofrachter 35 Tage nach Wassereinbruch gelenzt
(09.05.17) Am 8.5. konnte das Auspumpen des liberianischen Autofrachters "Gral. San Martin", 40619 BRZ (IMO-Nr.:9382097), am Kai des Tecon Container Terminal im Hafen von Santos endlich abgeschlossen werden. Am 3.4. war der Maschinenraum kurz vor dem Auslaufen nach Rio de Janeiro vollgelaufen. Die São Paulo Ports Authority (CPSP) wartete nun darauf, dass Schiff inspizieren zu können.
Zuvor mussten die betroffenen Bereiche aber zunächst entsalzen und gereinigt sowie notwendige Reparaturen an der Bordelektrik durchgeführt werden. Erst wenn die Hafenbehörden ihre Genehmigung erteilt haben, kann der Frachter den Exportkai mit Schlepperhilfe verlassen. Die "Gral. San Martin" hatte dort 355 Autos gelöscht, 572 weitere befanden sich noch an Bord. Von diesen sollten zwei in Rio de Janeiro und der Rest in Paranaguá in Paraná entladen werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kühlschiff treibt sinkend vor den Falkland-Inseln
(09.05.17) Keine Rettung gibt es wohl für das Kühlschiff "Uruguay Reefer”, 10629 BRZ (IMO-Nr.: 9017264), das seit dem 7.5. ohne Besatzung im Südatlantik trieb. Nach dem Wassereinbruch in Laderaum 2 rund 180 Kilometer nördlich der arktischen Halbinsel am 5.5. hatte der Kapitän versucht, mit seinem Backbordschlagseite entwickelnden Schiff noch Puerto Argentino auf den Falkland-Inseln zu erreichen, um dort mit Assistenz zweier anderer Schiffe die Lage unter Kontrolle zu bekommen. Doch am 6.5. verschlechterte sich die Lage seines Frachters zusehends.
Auch die Laderäume 1 und 3 liefen um 23.40 Uhr voll, und in der Folge fiel die Maschine aus. Die eingesetzten Tauchpumpen waren nicht mehr in der Lage, der Flutung standzuhalten. Dies führte zu der Entscheidung, den Havaristen aufzugeben. Am 7.5. um 1.08 Uhr wurden die ersten der 42 Crewmitglieder auf den unter Panama-Flagge laufenden Kühlfrachter "Taganrogskiy Zaliv", 10629 BRZ (IMO-Nr.: 9017276), übergesetzt. Die Evakuierung fand 360 Kilometer südöstlich der Falkland-Inseln statt. Alle Crewmitglieder wurden im Laufe der Morgenstunden unversehrt von dem Schiff aufgenommen.
Die verlassene „Uruguay Reefer“ wurde derweil von dem ebenfalls in Panama registrierten Reefer "Frío Las Palmas", 11595 BRZ (IMO-Nr.: 8908193), weiter überwacht. Ihre Mission war es, die exakte Position des erwarteten Untergangs festzuhalten. Der hydroraphische Dienst der argentinischen Marine strahlte bis dahin Navigationswarnungen für die Schifffahrt aus. Die „Islas Malvinas“ sollte, wenn nötig, aus Puerto Barry auf der Isla de los Estado auslaufen.
Die “Uruguay Reefer” ist 150.3 Meter lang, 22,64 Meter breit, hat 9,1 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 10.587 Tonnen. Reeder war die Diamond Faith Shipping SA in Athen, gebaut wurde der Frachter 1993 auf der Stocznia Gdanska in Danzig als „Hadrian“. Von 1996 bis 2005 lief er als „Uruguay Star“.
Quelle:Tim Schwabedissen



Neuer Termin zur Versenkung der Tamaroa
(09.05.17) Nach einer Wetterbedingten Verzögerung soll das einstige Patroullienboot “Tamaroa” der U.S. Coast Guard nun am 10.5. versenkt werden. Ein Schlepper, der das Schiff auf seine Versenkungsposition ziehen soll, verließ den Hafen von Norfolk, Virginia am Abend des 8.5. Das 205 Fuß lange Schiff wird Teil des- Del-Jersey-Land Inshore Artificial Reef 26 Meilen vor der Küste von Jersey.
Quelle:Tim Schwabedissen



Raddampfer sank in Oahe
(09..05.17) Der Raddampfer “Sunset“ der Steamboat Incorporation sank am 6.5. in der Oahe Downstream Recreation Area, und Öl begann in die Marina auszualufen. Die Pierre Fire and Rescue wurde um 11:25 Uhr alarmiert. Es gelang, das Öl innerhalb der Marina zu halten. Die Game Fish and Parks und das Army Corp of Engineers assistierten bei den Arbeiten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Australische Berger sollen Southern Phoenix heben
(09.05.17) Die Pacific Direct Line, die den Frachter "Southern Phoenix" gechartert hatte, machte Ballastprobleme für dessen Untergang in Suva verantwortlich. Es sei zu einem Wassereinbruch in die Seitenballasttanks gekommen, nachdem die Lade- und Bunkerarbeiten abgeschlossen worden waren. Die Crew bekam das Problem nicht in den Griff, und die Schlagseite des Schiffes verstärkte sich.
Zur Sicherheit der Crew und des Hafenbetriebs wurde erst die Mannschaft von Bord geholt und der Havarist dann losgeworfen und zu einer günstigeren Position gezogen für den bevorstehenden Untergang. Der Frachter der Cruz Holdings war nach Tarawa, Kiribati, bestimmt. Inzwischen wurden Bergungsexperten aus Australien engagiert und haben die Leitung vor Ort übernommen.
Sie sollten nun erst die Container aus dem Hafen und dann das Wrack beseitigen. Derweil legte die Maritime Safety Authority of Fiji (MSAF) ölabsorbierende Pads innerhalb der Ölsperre aus, die um den Frachter ausgelegt worden war. Die MSAF überwachte dessen Situation weiter und strahlte Navigationswarnungen aus. FPCL-Offiziere und die Polizei setzten ihre Ermittlungen unterdessen fort.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker "Silver"
(Bild: Max Buhl)   Großbild klick!

Las Palmas: Tanker nach Strandung Eigentum von Reparaturwerft
(08.05.17) Der marokkanische Tanker "Silver", 4401 BRZ (IMO-Nr.: 9236303), der vor über drei Jahren an der Atlantikküste von Tan-Tan gestrandet war, könnte in absehbarer Zeit wieder in Fahrt kommen. Ein Gericht hat das Schiff der Astican-Werft in Las Palmas zugesprochen, wo es seit der Havarie mit nur minimalen Instandhaltungsarbeiten gelegen hatte. Der Eigner hatte den Tanker wegen zu hoher Reparaturkosten aufgegeben. Partner der Firma Logiscrap, die im Abwrackgeschäft tätig ist, haben nun ihr Interesse an dem Schiff bekundet. Bevor es die Werft in Las Palmas verlassen kann, müssen aber noch Stahlarbeiten durchgeführt werden, um die Risse im Rumpf abzudichten, gefolgt von Stabilitätstests. Wohin es dann gehen könnte, war noch offen.
Wenn es abgewrackt werden sollte, könnte dies nicht bei Logiscrap an der Reina Sofía-Mole im Puerto de La Luz stattfinden. Es wäre allerdings angesichts des Gesamtzustandes des Tankers auch denkbar, dass er wieder in Fahrt kommt. In jedem Fall muss vor einer weiteren Bewegung des Schiffes eine Genehmigung der Hafenbehörden von Las Palmas vorliegen.
Am 23.12. 2013 war die "Silver" vor Tan-Tan an der marokkanischen Küste rund 221 Kilometer von Lanzarote entfernt mit 5,000 Tonnen Öl auf der Fahrt von Santa Cruz de Tenerife zum Kraftwerk in Ouatia gestrandet, als es aufs Einlaufen wartete.
Bei stürmischer See hielt der Anker nicht im Grund, und der Tanker wurde auf die Felsküste getrieben. Zwei Bergungsversuchte am 24. und 25.12. scheiterten. Daraufhin wurde entschieden, das Öl zu leichtern. Mit neun Tanklastern wurde am 30.12. mit dem Leichtern der Ladung begonnen.
Am 6.1. um 3:45 Uhr war alles Öl ohne Probleme abgepumpt und zum Kraftwerk Tan-Tan gebracht, wo ein 5.000-Tonnen-Lagertank war. 182 Mal waren die Tanklaster gefüllt worden. Am 13.1. begann die Bergung durch die "Union Sovereign" und „Sea Bear“. Es gelang, den Havaristen herumzuziehen, nachdem zuvor einige Tanks ausgepumpt und mit Pressluft gefüllt worden waren.
Am 14.1. kam das Schiff von den Felsen ab und wurde zunächst 20 Meilen vor die Küste geschleppt. Am 19.1. wurde es an die Reina Sofia Mole im Puerto de La Luz in Las Palmas gezogen. Wenig später gab Eigner Derhem Sliman bekannt, dass er das Schiff aufgäbe, weil er die Kosten nicht tragen könnte. Monate später wurde es ins Trockendock in Astican gebracht, wo es seither verblieb und sich die laufenden Kosten aufsummierten. Deshalb entschied ein Gericht, dass der Tanker von der Werft übernommen werden sollte. Bereits am 30.8.2011 war es auf dem Tanker, der damals noch als "Mar Cristina" lief, zu einem schweren Unfall gekommen. Bei Oleon in Framnes im Sandefjord kam es bei Ladearbeiten zu einer Explosion. Ein Mann der 15-köpfigen Crew wurde verletzt und mit Krankenwagen nach Oslo gebracht.
Wegen der Gase des auslaufenden Hydrogensulfids, das leicht entflammbar ist, mussten die Anwohner Türen und Fenster geschlossen halten. Der Tanker entwickelte zeitweilig Backbordschlagseite. Er hatte 30,000 Tonnen ölkontaminierten Wassers abtransportieren sollen, die illegal in den Tanks von Oleon in Sandefjord gelagert worden waren. Offenbar waren dann Ölreste im Vorschiff explodiert.
Die „Silver“ ist 114,5 Meter lang, 16,9 Meter breit, hat 4,32 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 6.672 Tonnen. Sie war eingetragen für Marcab Sarl in Casablana und wurde 2001 bei Selah Makina in Istanbul erbaut als „Mar Cristina“. 2012 wurde sie zur „Mar Carmen“, 2013 zur „Adrar“, ehe sie im selben Jahr ihre kurze Fahrkarriere als „Silver“ begann.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter "Izel Vor" kieloben
(Bild: Gendarmerie Poemeur)   Großbild klick!

Bei Groix gekenterter Kutter wieder aufgerichtet
(08.05.17) Am 6.5. begannen die Bergungsarbeiten an dem französischen Kutter "Izel Vor", 9,95 BRZ (MMSI-Nr.: 227315910), der tags zuvor bei Groix gekentert war. Die Bergungsfirma Ismer rückte mit der Barge "Inishglas" an, und unter Aufsicht des Maritimen Präfekten wurde im kleinen Hafen von Plœmeur, um die "Izel Vor", die am Strand von Courégant lag, zunächst eine Ölsperre auszulegen. In den Tanks waren rund zwei Tonnen Diesel, von denen aber keine nennenswerte Menge auslief.
Der Rumpf, der sich auf den Felsen leicht bewegt hatte, wurde mit Tauen an den umliegenden Felsen gesichert. Am Morgen des 7.5. lief die eigentliche Bergung an. Das Schiff wurde bei Niedrigwasser aufgerichtet und dann ausgepumpt.
Alle Löcher im Rumpf, darunter auch jenes, das zur Befreiung des beim Kentern im Schiffsinnern eingeschlossenen Fischers geschnitten worden war, mussten abgedichtet werden. Dann sollte das Wrack aufgeschwommen und nach Keroman in Lorient geschleppt werden. Es wurde als irreparabel eingeschätzt, da der Kutter strukturelle Schäden erlitten hatte und auch ein Teil des Deckshauses abgerissen worden war.
Die “Izel Vor” wurde 1988 als “Mab Eol - LO.686661“ beim Chantier Naval Polymer Guidel erbaut. Sie ist 11,95 Meter lang und 4,2 Meter breit. 2014 wurde sie zur „Izel Vor - LO.686661“ mit Heimathafen Lorient.
Quelle:Tim Schwabedissen



Archivbild Binnentanker "Bernhard Burmester"
(Bild: Olaf Kuhnke)   Großbild klick!

Tanker auf Elbe-Seiten-Kanal nach Kollision halb gesunken
(08.05.17) Der unter Luxemburg-Flagge laufende Binnentanker "Bernhard Burmester", 1284 ts (EU-Nr.: 08043011), stieß am Morgen des 7.5. auf dem Elbe-Seitenkanal bei Bad Bodenteich aus bislang ungeklärter Ursache mit dem ihm entgegenkommenden, deutschen Tankmotorschiff "Dettmer Tank 81", 1318 ts (EU-Nr.: 4010280), zusammen und schlug leck. Beide Schiffe verkeilten sich ineinander, und die "Bernhard Burmester" sackte über den Bug weg.
Erst gegen Mittag konnten die vor Ort befindlichen Einsatzkräfte die beiden Tanker wieder voneinander
„Bernhard Burmester“ sackt über den Bug weg
(Bild: c_Hackenberg)   Großbild klick!
trennen und sicherten sie am Ufer. Dort sollte das Heizöl, das die „Bernhard Burmester“ geladen hatte, nun geleichtert werden. Dafür wurde eine Genehmigung des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts benötigt, weil Gefahrgut eigentlich nur an vorgesehenen Stellen umgeladen werden darf. Die „Dettmer Tank 81“ wies einen Riss im Bugbereich auf und sollte zur Reparatur in eine Werft gebracht werden.
Sie machte am 8.5. um 8.30 Uhr in Lauenburg fest. Nach ersten Einschätzungen der Polizei lag der Schaden im sechsstelligen Bereich. Ursache des Unfalls könnte ein Ruderausfall gewesen sein.
Die „Bernhard Burmester“ ist 80 Meter lang, neun Meter breit und hat 2,72 Meter Tiefgang. Sie entstand 1973 bei der Bayerische Schiffbau GmbH für die Burmester GmbH in Hamburg. Seit 1999 war sie für die Burmester Luxemburg Sarl in Luxembourg eingetragen.
Die „Dettmer Tank 81“ wurde 1974 auf der Norderwerft in Hamburg, für die Fortuna Reederei GmbH in Bremen erbaut. Seit 2001 läuft sie für die Reinhold Lange GmbH & Co Kg in Berlin. Auch dieser Tanker ist 80 Meter lang und neun Meter breit. Er hat 2,52 Meter Tiefgang.
Quelle:Tim Schwabedissen



Purple Gem: Schaden am Achterschiff
(Bild: Kustbevakningen)   Großbild klick!

Bornholm: Purple Gem wurde wegen Unachtsamkeit ankernd gerammt
(08.05.17) Der Schubverband aus dem Schlepper "VT Electron", 291 BRZ (IMO-Nr.: 8207379), und der mit Kohle beladenen Barge "VT Stockholm", 14400 BRZ (IMO-Nr.: 9006461) lief nach der Kollision mit dem unter Malta-Flagge laufende Tanker "Purple Gem", 4859 BRZ (IMO-Nr.: 9403827), am 7.5. um 11.30 Uhr in den Hafen von Rønne ein. Die Barge wies erhebliche Schäden am Bug auf. Menschliches Versagen war offenbar die Ursache der Havarie 16 Meilen nordnordöstlich von Christiansø gewesen.
Die Crew des Schleppers räumte in der Befragung durch die Polizei auf Bornholm ein, dass sie falsch gehandelt habe. Es wurden dann formelle Ermittlungen eingeleitet. Der Tanker lag mit Schäden am Backbord-Achterschiff weiterhin 4,5 Meilen nördlich von Bornholm vor Anker.
Er hatte wegen eines Maschinenproblems die Fahrt von Immingham nach Stockholm dort bereits am 27.4. unterbrochen und Anker geworfen. Es war nicht das erste Mal, dass er Antriebsschwierigkeiten hatte: Als Erst am 26.3. hatte er gegen 16:55 Uhr vom finnischen Raahe kommend beim Ansteuern der Holtenauer Schleuse des Nord-Ostsee-Kanas einen Ausfall der Übertragungseinheit der Maschinenanlage erlitten. Der Tanker stoppte daraufhin das Einlaufmanöver und kehrte auf die Holtenauer Reede zurück, wo er Anker warf, um die Störung zu beheben. Um 19:55 Uhr wurde der zweite Versuch gestartet, in die Schleuse zu gelangen, nachdem die Anlage zuvor mehrfach erfolgreich getestet worden war. Doch während das Schiff die Schleuse ansteuerte, traten die Probleme erneut auf, sodass auch dieser Anlauf abgebrochen werden musste. Der Tanker steuerte wieder die Holtenauer Reede zum Ankern an. Gegen 19:30 Uhr wurde über das Schiff von der See-BG über Funk ein Verbot zur Weiterfahrt verhängt. Erst am 7.4. konnte es nach Reparaturen die Reise nach Steenbank fortsetzen.
Die “Purple Gem” ist 119,1 Meter lang, 16,9 Meter breit, hat 6,76 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 6.824 Tonnen. Sie läuft für die Purple Gem Shipping Ltd. in Stockholm und wurde 2009 von der Gemi Endustrisi A.S. in Tuzla abgeliefert.
Die "VT Electron" ist ohne Schubeinheit 31,85 Meter lang, mit 137 Meter. Sie hat eine Breite von neun Metern, einen Tiefgang von 3,9 Metern und eine Tragfähigkeit von 145 Tonnen. Sie läuft für die VT Shipping AS in Kopenhagen und wurde 1984 auf der Dannebrog Vaerft A/S in Aarhus als "Valkyrien" erbaut. Von 2006 bis 2009 lief sie als "Bregninge II".
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler "Billy Rowney – PZ 532" wird in den Hafen geschleppt
(Bild: )   Großbild klick!

Falmouth: Seenotretter hatten ihren Tee nach 12 Stunden auf See verdient
(08.05.17) Am 7.5. um 16.15 Uhr bat die Coastguard in Falmouth das Rettungsboot "Ivan Ellen" der RNLI-Station Penlee um Assistenz für den britischen Trawler "Billy Rowney – PZ 532", 179 BRZ (MMSI-Nr.: 232005850), dessen Propeller blockiert worden war. Bei ruhiger See und leichtem Ostwind war das Rettungsboot rasch an dem eine Meile südöstlich von Newlyn, treibenden Havaristen. Dieser war in der Zwischenzeit bereits von einem anderen Trawler aus Newlyn, der "Lisa Jacqueline" auf den Haken genommen worden und befand sich auf dem Weg nach Newlyn.
Die Seenotretter übernahmen nach ihrem Eintreffen dessen Schlepptrosse. Wegen der Größe und des Gewichts des Havaristen wurde auch das kleine Rettungsboot "Mollie and Ivor Dent" gerufen, um diesen durch die enge Hafeneinfahrt zu bringen. Die "Billy Rowney" wurde von der "Ivan Ellen" dazu längsseits genommen, und beide Schiffe schoben sich gemeinsam durch die Hafenmolen. Trotz der navigatorischen Herausforderung wurde der Havarist unversehrt im Hafen von Newlyn festgemacht.
Beide Rettungsboote kehrten um 17.15 Uhr auf ihre Station zurück und wurden für den nächsten Einsatz vorbereitet. Dieser ließ auch nicht lange auf sich warten. Bereits um 18.55 Uhr kam der nächste Alarm. In diesem Fall musste die „Ivan Ellen” einem 10 Meter langen Trawler assistieren, der ebenfalls mit Antriebsschaden sechs Meilen östlich von Newlyn trieb. Wiederum waren die Seenotretter binnen kurzem vor Ort und schleppten auch diesen Kutter sicher in den Hafen von Newlyn ein. Um 21 Uhr konnten sie, nachdem es morgens bereits eine Rettungsübung in Mount’s Bay gegeben hatte, eine wohlverdiente Tasse Tee nach 12 Stunden auf See trinken.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter sank bei Cebu
(08.05.17) Der unter Panama-Flagge laufende Frachter "Fortuner", 1474 BRZ (IMO-Nr.: 7621114), sank am 7.5. um 6.30 Uhr 2.2 Kilometer vor der Küste von Barangay Cansojong, Talisay City, südlich von Cebu City. Um 4.30 Uhr hatte der Kapitän einen Riss im Rumpf gemeldet. Das Schiff war mit Stahlbarren beladen.
Die 22-köpfige Crew wurde von einem anderen Schiff der Reederei Sam Shipping Company Inc. in Cebu, der "MTUG 38", um 6:10 Uhr gerettet. 20 Minuten später sank der Frachter auf 90 Fuß Wassertiefe. An der Untergangsstelle wurde ein 25 Meter langer Ölfilm sichtbar, und um 7.30 Uhr ein Ölschlängel ausgelegt. Der Frachter hatte aber nur rund vier Tonnen Kraftstoff an Bord. Warum er sank, war noch unklar. Seit über einem Jahr hatte er kein AIS-Signal mehr ausgestrahlt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Weiterer Polaris-Frachter havariert
(08.05.17) Neues Ungemach für die Reederei Polaris-Shipping, nach deren vermisster Crew des Erzfrachters "Stellar Daisy" im Südatlantik auch über einen Monat nach dessen Untergang immer noch gesucht wurde: Zwei Risse wurden nun im Oberdeck des Bulkcarriers "Stellar Queen", 162393 BRZ (IMO-Nr.: 9030981) im Ballasttankbereich entdeckt. Wasser sprudelte aus den Rissen, die eine Länge von 2,5 und 1,5 Metern hatten. Das Schiff hatte sich auf der Reise von China nach Itaqui in Brasilien befunden, als der Schaden beim Austausch von Wasser in den Tanks auf hoher See entdeckt wurden. Am 4.5. erreichte der Frachter Itaqui. Er ging dort vor der Außenmole von Sao Luis vor Anker, und ein Inspektor wurde durch Polaris Shipping auf die Reise geschickt, um den Schaden und die Seetüchtigkeit des Schiffes zu untersuchen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Chinesisches Plündererschiff vor Indonesien aufgebracht
(08.05.17) Die indonesischen Behörden haben gemeinsam mit den malaysischen Counterparts das chinesische Baggerschiff "Chuan Hong 68", 8352 BRZ (IMO-Nr.: 9736523), am 6.5. wegen Plünderung von Schätzen in indonesischen Gewässern arrestiert. Die Malaysian Maritime Enforcement Agency kooperierte mit der indonesischen Marine, um das Schiff in den Gewässern von Panggarag, Ost-Johor, in Malaysia, am 28.4. aufzubringen.
Es hatte weder sein Einlaufen in die Gewässer gemeldet noch eine Einlaufgenehmigung. Die Marine vernahm die 20-köpfige Crew, davon 16 Chinesen, drei Inder und ein Malaysier.
Das chinesische Schiff wurde dann von der Marine in den Gewässern von Natuna in der Riau Islands Provinz am 20.4. wegen illegaler Baggerarbeiten arrestiert. Doch am 22.4. gelang es dem Schiff, zu fliehen.
Unter den Wracks, die von der "Chuan Hong 68" in indonesischen Gewässern geplündert wurden, waren der schwedische Supertanker "Seven Skies" der 1969 sank, der italienische Erz/Öl-Carrier "Igara", der am 12.3.1973 unterging, das japanische Kriegsschiff "Ijn Sagiri" sowie die japanischen Passagierschiffe "Hiyoshi Maru" und "Katori Maru".
Quelle:Tim Schwabedissen



Bulkcarrier wird nach Wassereinbruch nach China geschleppt
(05.08.17) Der unter Marshall Islands-Flagge laufende Bulkcarrier "Ecofaith G.O.", 44647 BRZ (IMO-Nr.: 9594913), befindet sich derzeit vom Hafen von Dasha, wo er am 15.4. abging, nach Zhoushan zur Reparatur am Haken des Alp Maritime-Schleppers "Alp Striker". Am 9.5. soll er dort eintreffen zur Reparatur eines Bruchs einer Zwischenwelle, der auf der Reise von China nach Prince Rupert über Südkorea aufgetreten war. Das Schiff befand sich zu der Zeit 214 Meilen vor Kodiak Island und 650 Meilen von Prince Rupert entfernt.
Wegen des Arbeitens des Schafts war es zu Wassereinbruch im Maschinenraum gekommen. Tsavliris wurde mit der Bergung beauftragt und begann mit den Subunternehmern der Resolve Marine und den Alaska Maritime Agencies mit der Bergung. Foss Maritime schickte den Schlepper "Michele Foss" zu Hilfe. Er war fünf Tage später vor Ort und nahm trotz stürmischer See den Havaristen am folgenden Tag auf den Haken.
Der Frachter sollte für Notreparaturen und Unterwasserinspektionen nach Dutch Harbor geschleppt werden, bevor es zur dauerhaften Reparatur nach China ging. Die Welle wurde gesichert, um das Risiko weiterer Wassereinbrüche zu reduzieren. Ein Team von Tsavliris wurde von Griechenland nach Dutch Harbor geschickt. Die Berger von Tsavliris gingen an Bord des Schleppers "Resolve Pioneer" (IMO-Nr.: 7528843) in Dutch Harbor und inspizierten die "Ecofaith G.O.". Der Konvoi lief dann die Board Bay an, wo der Havarist an eine Mooringtonne gelegt wurde. Hier wurde festgestellt, dass die Lage an Bord stabil war und kein Wasser mehr eindrang.
Taucher dichteten die Propellerwelle ab, und Stahlplatten wurden angefertigt, die die Welle sicherten. Sie wurden von Tauchern angebracht und das Schiff dann für die Verschleppung nach China vorbereitet. Nachdem weitere Tests durchgeführt worden waren, wurde eine Schleppvorrichtung auf dem Vorschiff angebracht, und 20 Tage nach Beginn des Einsatzes konnte der Frachter an die Eigner zurückgegeben und auf die Reise gebracht werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker barg Crew schwedischer Segelyacht vor Cape Cod
(08.05.17) Der unter Hongkong-Flagge laufende Chemikalientanker “Alpine Melina", 29733 BRZ (IMO-Nr.: 9387944), kam am 6.5. der 32 Fuß langen, schwedischen Yacht "Aela" zu Hilfe und wurde von einer Hercules C 130 der US Coast Guard zu dem Boot, das 1200 Meilen östlich von Cape Cod entmastet worden war, geführt. Die dreiköpfige Crew hatte das EPIRB aktiviert, und von der Air Station Elizabeth City in Nord-Carolina stieg die C-130 Hercules auf, um Kontakt aufzunehmen. Der Vater von zwei der Segler meldete, dass er zuletzt am 5.5. eine Email von Bord erhalten hatte.
Durch das AMVER-System wurden Schiffe in der Nähe der „Aela“ aufgespürt. Drei Schiffe nahmen Kurs auf die Yacht. Als erstes war die “Alpine Melina” vor Ort, die die drei Segler unversehrt an Bord nahm. Sie bleiben nun bis zu deren Eintreffen in Tuxpan am 15.5. an Bord.
Von dort soll es mit Flugzeug zurück nach Schweden gehen. Die „Aela“ war von Nassau, Bahamas, nach Bermuda unterwegs, doch wegen schlechten Wetters hatte sie Kurs auf die Azoren genommen, als sie in Seenot geriet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre lief in Plymouth aufs Ufer
(05.08.17) In Plymouth kollidierte die Torpoint-Fähre “Plym II” (IMO-Nr.: 9310927) mit dem Slip im Hafen. Sie rammte den Slip und lief dann auf das Betonufer, wobei sie ein Geländer umfuhr. Fußgänger rannten von der Brücke herunter, als die Fähre auf diese zulief. Nachdem die Lage unter Kontrolle war, konnten die geladenen Fahrzeuge das Schiff verlassen. Wegen des Ausfalls kam es zu Wartezeiten in Torpoint, da nur noch eine Fähre den Dienst nach Devonport versah.
Quelle:Tim Schwabedissen



Málaga: Bergungsarbeiten haben begonnen
(08.05.17) Während der portugiesische Schlepper "Monte Da Luz", 428 BRZ (IMO-Nr.: 9710153), am 7.5. in Málaga festmachte, begannen am selben Tag die Bergungsarbeiten an der Plattform "Agronauta" ((IMO-Nr.: 0057048), die sich am 28.4. von ihm losgerissen hatte und bei Benalmádena gestrandet war. Die Bergung fand im Auftrag der Eigner Ferrovial und unter Aufsicht der Hafen- und Rettungsbehörden statt.
Ein Schlepper mit 240 Tonnen Zugkraft sollte die 43 Meter lange und 32 Meter hohe Struktur bei günstigem Wasserstand von den Felsen ziehen.
Danach sollte sie eine Meile vor der Küste verankert und dort von Tauchern inspiziert werden. Wenn sie sich als in gutem Zustand erwies, sollte sie anschließend nach Cadiz gezogen werden, wohin sie am 28.4. auch von Cartagena kommend unterwegs gewesen war. Andernfalls würde sie einen Reparaturhafen, der Málaga sein könnte, ansteuern. Für diese Arbeiten gab es noch keinen Zeitrahmen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Container nach Untergang von Sietas-Frachter in Suva eingesammelt
(05.08.17) Die Ölverschmutzungen nach dem Untergang des unter Panama-Flagge laufenden Frachters „Southern Phoenix“, 3113 BRZ (IMO-Nr.: 8520434), im Hafen von Suva waren bislang nur geringfügiger Natur. An Bord waren 183 Tonnen Schweröl und 30 Tonnen Dieselöl. Taucher des Diver Centre Fiji und der Marine von Fiji untersuchten das Wrack des Schiffes der Cruz Holdings Ltd., das am 6.5. mit 179 Containern und anderer Ladung an Bord im Hafen gesunken war.
Sie dichteten auch die Ölventile ab, sodass nur geringe Mengen Hydrauliköl und Diesel austraten. Ölbekämpfungsgerät wurde von der Fiji Ports Corporation Ltd. gemeinsam mit der Maritime Safety Authority of Fiji (MSAF) in Fiji klargemacht. Personal der MSAF, Pacific Energy, Total und Government Shipping Services (GSS) legte die Ölsperren aus. Das Schiff lag auf Position 18.08* S 178* 25.28 O rund 200 Meter von der Princes Wharf entfernt auf 10 bis 15 Metern Wassertiefe auf der Backbordseite.
An der Rettungsaktion waren die Fiji Navy, GSS, die Polizei, die Fiji Ports Terminal Ltd, die National Fire Authority (NFA), und das Marine Pacific and Dive Centre beteiligt. Alle losgerissenen Container konnten inzwischen im Südende des Hafens gesichert und eingesammelt werden. In der Nacht zum 7.5. traf ein Bergungsteam aus Neuseeland in Suva ein.
Der Frachter hatte nach Ende der Beladungsarbeiten und vor dem Auslaufen nach Tarawa, Kiribati, immer stärkere Backbordschlagseite entwickelt und um 1.30 Uhr des 6.5. einen Notruf gefunkt. Bevor er vor der Kings Wharf kenterte, konnten ihn Schlepper an eine Stelle im Hafen ziehen, wo Bergungsarbeiten gut möglich waren. Derzeit ragte nur die Steuerbordbrückennock und Teile der Back aus dem Wasser.
Das 256-TEU-Schiff des Sietas-111-a-Typs lief in Charter der Pacific Direct Line zwischen Fiji, den Solomon Islands, Tuvalu und Kriibati. Es wurde 1986 als “Etly Danielsen” erbaut, wurde 1987 zur “Gretl”, 1989 zur “Blue Bird”, 1990 zur “Tewquila Sunburst”, 1991 zur “Mexico Express” und dann wieder zur “Blue Bird”, lief bis 1995 als „Saigon Express“, dann wieder als „Blue Bird“ und von 2000 bis 2005 als „Etly Danielsen“. Die „Southern Phoenix“ ist 88,6 Meter lang, 15,46 Meter breit, hat 6,6, Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 4,285 Tonnen. Es läuft im Management der Impex Shipping Panama Corp. in Panama-City und entstand als Baunummer 969 auf der Hamburger Werft.
Quelle:Tim Schwabedissen



42-köpfige Crew gab Kühlschiff im Südatlantik auf
(08.05.17) Der Kühlfrachter "Uruguay Reefer”, der am 5.5. schweren Wassereinbruch erlitten hatte, als er mit einer Ladung Tintenfisch und Krill im Südwest-Atlantik unterwegs war, wurde vor dem Erreichen der daraufhin angesteuerten Falkland-Inseln am 7.5. von der 42-köpfigen Crew aufgegeben. Zwei Tage lang hatte sie versucht, den Wassereinbruch unter Kontrolle zu bekommen, was durch das stürmische Wetter behindert wurde. Der Kapitän nahm an, dass sein Schiff bei der Kollision mit einer Eisschollenformation aufgerissen worden war.
Zwei andere Schiffe kamen dem Havaristen in der Zwischenzeit zur Hilfe. Doch wegen der hochgehenden See konnten sie bei der Rettung des Havaristen nicht eingreifen, und am 7.5. um fünf Uhr entschied der Kapitän, sein stark vorlastiges Schiff aufzugeben. Die Flutung hatte sich zwischenzeitlich auch noch weiter verstärkt. Die Crew wurde von dem Kühlschiff "Taganrogskiy Zaliv" (IMO-Nr.: 9017276) unversehrt an Bord genommen. Das zweite Schiff vor Ort, der Reefer "Frio Las Palmas" (IMO-Nr.: 8908193), überwachte weiter die Entwicklung der Lage.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schaden am Flusskreuzfahrtschiff "Moldavia"
(Bild: Krisztina Huszar)   Großbild klick!

Kollision auf der Donau bei Esztergom
(06.05.17) Das 116 Meter lange, ukrainische Flusskreuzfahrtschiff "Moldavia" (MMSI-Nr.: 272029300) kollidierte am 5.5. gegen fünf Uhr auf der Donau mit dem ebenfalls ukrainischen Schubverband „Irkutsk“ (MMSI-Nr.: 272035900). Der Zusammenstoß ereignete sich bei Flusskilometer 1740 unweit von Esztergom. Der Schubverband lief dem Fahrgastschiff in die Backbordseite und beschädigte diese erheblich.
Eine Person wurde leicht verletzt, die „Moldavia“ musste ihre Fahrt abbrechen. Sie war am 4.5. aus Bratislava ausgelaufen und hätte am 9.5. in Passau eintreffen sollen. Sie machte zunächst unweit der Unfallstelle bei Párkánytól fest. Später lief sie nach Budapest weiter und traf dort gegen 15 Uhr ein.
Da sich die Havarie im ungarischen Zuständigkeitsgebiet ereignete, nahm die Polizei in Budapest die Ermittlungen auf. Ein 58-jähriger Ukrainer wurde wegen fahrlässiger Navigation festgenommen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kollision vor Bornholm
(06.05.17) Am 6.5. gegen neun Uhr kollidierte der dänische Schubschlepper "VT Electron", 291 BRZ (IMO-Nr.: 8207379), auf der Fahrt von Kopenhagen nach Vysotsk 25 Meilen nordöstlich von Bornholm mit dem maltesischen Chemikalientanker „Purple Gem", 4859 BRZ (IMO-Nr.: 9403827). Offenbar lag dieser mit einem Maschinenschaden auf der Fahrt nach Stockholm vor Anker, als sich der Unfall ereignete. Die Polizei wurde um 11.20 Uhr informiert.
Menschen kamen offenbar nicht zu Schaden. Das dänische Rettungsboot "Leopold Rosenfeld" (MMSI-Nr.: 219002761) lief zu der Position, an der die Havaristen ankerten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Binnenschiff "Gerarda Theodora" mit ausgefahrenem Kran
(Bild: Feuerwehr Essen)   Großbild klick!

Binnenschiff verursachte Stromausfall in Essen – Leitung sprang aus der Wand, Schule fällt aus
(06.05.17) Das Luxemburger Binnenschiff "Gerarda Theodora" 2480 ts (EU-Nr.: 02322758) hat am Vormittag des 5.5. mit seinem am Heck montierten und vollständig aufgerichteten Kran eine 110-Kilovolt-Leitung im Essener Stadthafen auf dem Rhein-Herne-Kanal herabgerissen. Der Arm geriet an die Oberleitung, die an dieser Stelle über den Kanal geführt ist, woraufhin diese abriss und auf dem Heck des Schiffes liegen blieb. Der Schiffsführer, sein Decksmann sowie zwei Schiffshunde hielten sich zum Zeitpunkt des Unglücks im Ruderhaus auf und blieben unverletzt.

Die Stromleitung
(Bild: Feuerwehr Essen)   Großbild klick!
Sie durften dieses aber erst wieder verlassen, nachdem die Spannung durch den Netzbetreiber Westnetz abgeschaltet und die Leitung geerdet war. Telefonisch hielten Einsatzkräfte Kontakt zur Besatzung. Nachdem ein Montagetrupp die Leitung am betroffenen Hochspannungsmast geerdet hatte, ging das Feuerlöschboot „Ernst-Finkemeyer“ längsseits an dem Binnenschiff.
Die Besatzung des Bootes durchtrennte die 21 Millimeter starke Leitung mit Bolzenschneider und Säge. Das Kabel glitt zu beiden Seiten des Frachters ins Wasser und wurde an die Uferseiten zurückgezogen. Durch den Leitungsschaden kam es im Essener Norden in mehreren Stadtteilen, u. a. Vogelheim und Bergeborbeck, zu Stromausfällen.
Vermutlich durch entstehende Spannungsspitzen ausgelöste Defekte an Elektrogeräten wie Fernsehern, mehrfach auch an Elektro-Durchlauferhitzern, lösten zahlreiche Einsätze für die Feuerwehr Essen aus. Gegen 11:15 Uhr hatten zwar alle Haushalte aber wieder Strom - doch die Stadthafenschule in Vogelheim muss am 8.5. geschlossen bleiben. Das Albert-Schmidt-Altenheim wurden Aufzüge, elektrische Betten und Computer in Mitleidenschaft gezogen.
Im gegenüberliegenden Kiosk flog wegen der zu hohen Spannung eine Leitung aus der Wand. Die Polizei vermutete, dass der Schiffsführer mit dem Kranausleger sein Auto abgesetzt und ihn danach nicht wieder eingefahren hatte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kollision Heider Frachters im Marmara-Meer
(06.05.17) Die 80 Meter lange, türkische Fähre "Salayar" (MMSI-Nr.: 271002606) kollidierte am 5.5. gegen Mitternacht mit dem unter Antigua-Barbuda-Flagge laufenden Frachter "Tiwala", 4102 BRZ (IMO-Nr.: 9376775), der auf der Fahrt von Ceuta nach Varna war. Das Unglück ereignete sich im Marmara-Meer vor der Insel Marmara. Die Fähre war unterwegs von Bandirma nach Tekirdag und hatte 25 Fahrzeuge geladen.
Das Vorschiff der „Salayar“ wurde an Backbordseite beschädigt. Menschen kamen nicht zu Schaden. Am 6.5. um fünf Uhr machte sie in Tekirdag fest. Die „Tiwala“ läuft für die Reederei Eicke GmbH & Co. KG in Heide.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fischer nach fünf Stunden aus gekentertem Kutter gerettet
(06.05.17) Am 5.5. gegen 12 Uhr kenterte der 12 Meter lange, französische Kutter "Izel Vor", 10 BRZ (MMSI-Nr.: 227315910), bei sechs Beaufort nördlich von Groix in Courreaux de Groix, Morbihan. Auf einen Notruf hin kamen mehrere Schiffe in der Nähe zu Hilfe. Von der vierköpfigen Besatzung hatten sich drei Mann auf den Rumpf des kieloben treibenden Schiffes retten können. Sie wurden kurz nach 13 Uhr von einem Dragon-68-Hubschrauber des Zivilschutzes vom Kiel abgeborgen.
Er flog die Männer, von denen sich zwei im Schockzustand befanden, ins Krankenhaus Lann-Bihoué in Lorient, wo sie um 13.19 Uhr eintrafen. Der vierte Mann war im Schiffsinnern eingeschlossen. Um 14.20 Uhr erreichten die beiden Schlepper "Bretagne" und "Scorff" die Unglücksstelle und sicherten den Kutter mit einer Trosse. Allerdings war es den Rettungstauchern mit den vor Ort vorhandenen Mitteln nicht möglich, an den Eingeschlossenen heranzukommen. Deshalb entschied das CROSS Etel, die “Izel Vor” in Richtung von Courégant zu schleppen. Ein Marinetaucher hielt Kontakt zu dem Schiffbrüchigen, der bis zur Hüfte im Dunkeln im Wasser stand, bis der Kutter, von dem nur ein kleines Stück des Vorschiffs aus dem Wasser ragte, um 16.33 Uhr auf Grund gesetzt und ein Loch in den Rumpf geschnitten werden konnte.
Um 17.15 Uhr, über fünf Stunden nach dem Kentern des Schiffes, wurde David Le Quintrec, 41, mit Unterkühlungen und nicht fähig, ein Wort zu sagen, aber lebend aus dem Rumpf gezogen und vor Ort vom Maritime SMUR behandelt. Auch zwei SNSM-Boote, die "SNS 147" und "SNS 280" sowie das Lotsenboot "Korven" aus Lorient und Zodiacs mit Tauchern der Feuerwehr waren an dem glückhaften Verlauf der Operation beteiligt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Vermisstes Sportboot könnte in 406 Metern Tiefe liegen
(06.05.17) Das U-Boot „Uredd“ der norwegischen Marine fand am 5.5. ein Objekt, bei dem es sich um den zwischen Øksfjord und Alta vermissten ehemaligen Kutter “MK Alta” handeln könnte. Die Position sollte nun von der Polizei mit einem ROV genauer untersucht werden. Die "Uredd” war rund 24 Stunden im Einsatz und untersuchte den Meeresgrund mit Sonar.
Bei der Verdachtsstelle handelte es sich um ein Objekt, das in 406 Metern Tiefe im Sørøysund lag. Die Angehörigen des vermissten Skippers wurden informiert. Um weitere Erkenntnisse zu erlangen, wurden die Crews von Sportbooten, die sich am 30.4. zwischen ein Uhr und mittags im Bereich des Øksfjord, den das Schiff um 00.48 Uhr verließ, dem Stjernsund Rognsund und Sørøysund befanden, um die Mitteilung über mögliche Beobachtungen gebeten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schlepper kollidierte mit Mississippi-Brücke
(06.05.17) Die US Coast Guard sperrte am 5.5. bei Clinton, Iowa, den Mississippi, nachdem der 44 Meter lange Schlepper “Dottie Strait” (MMSI-Nr.: 367129620) mit der Sabula Railroad Bridge bei Flussmeile 535 im oberen Flussbereich kollidiert war. Die Coast Guard Upper Mississippi River wurde um 23:45 Uhr über den Unfall informiert. Die Brücke wurde für den Bahnverkehr gesperrt, bis Taucher die Unfallstelle untersucht hatten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter in Suva gekentert
(06.05.17) Der unter Panama-Flagge laufende Containerfrachter "Southern Phoenix", 3113 BRZ (IMO-Nr.: 8520434), kenterte und sank am 6.5. gegen drei Uhr im Hafen von Suva, Fiji. Das Schiff hatte am Suva Container Terminal Container geladen und sollte gegen acht Uhr auslaufen. Doch nachdem ein Teil der Fracht überging, entwickelte der Frachter Backbordschlagseite, und es kam zu einem Wassereinbruch. Die Crew war nicht in der Lage, die Situation unter Kontrolle zu bekommen.
Schließlich musste sie von Bord evakuiert werden. Der Frachter wurde von der Suva Wharf losgeworfen und hinaus in den Hafen geschleppt. Dort ging er schließlich unter, nachdem sich die Schlagseite noch verstärkt hatte. Teile des Schiffes und der Ladung ragten noch aus dem Wasser.
Etwa 10 Container rissen sich vom Deck los und trieben im Hafenbecken herum. Sie wurden mit Leinen gesichert, damit sie nicht andere Schiffe gefährden konnten. Der Frachter wurde 2006 bei der Slovenske Lodenice in Komarno erbaut als „Tuperna“ und lief seinerzeit für die Reederei Erwin Strahlmann in Marne. 2007 wurde er zur „Anette Scan“ und 2009 wieder zur „Tuperna“. Seit 2010 lief er als „Southern Phoenix“.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter im Südatlantik in Seenot
(06.05.17) Der unter Panama-Flagge laufende Reefer "Uruguay Reefer", 10629 BRZ (IMO-Nr.: 9017264), funkte mit einer 42-köpfigen Crew an Bord am 5.5. einen Notruf, nachdem es zu einem Wassereinbruch in Laderaum 2 gekommen war. Das Schiff befand sich im Südatlantik rund 300 Meilen südöstlich von Port Stanley, und hatte Backbordschlagseite. Der Kapitän war aber zuversichtlich, mit eigener Kraft die Falklandinseln zu erreichen.
Die argentinische Marine überwachte die Lage. Ein Orion-Patroullienflugzeug hatte den Kühlfrachter inzwischen erreicht und überflogen. Um 21.30 Uhr befand sich die „Uruguay River“ auf Position 56 29 S 054 52 W.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Frachter in Surabaya
(06.05.17) Auf dem unter indonesischer Flagge laufenden Frachter “Asia Prima 1”, 900 tdw (IMO-Nr.: 8905012), brach am 5.5. gegen Mittag im Hafen von Surabaya ein Feuer aus. Das Schiff lag unweit des Container-Terminals. Das AIS war bereits vor vier Monaten abgestellt worden. Offenbar lag es im Hafen vor Anker.
Die 14-köpfige Crew und zwei von deren Ehefrauen wurden unversehrt evakuiert. Das Feuer konnte weitgehend gelöscht werden, allerdings stieg im Tagesverlauf weiter Rauch auf.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gerüchte um gesunkenen Aufklärer im Schwarzen Meer
(06.05.17) Das russische Verteidigungsministerium hat Gerüchte zurückgewiesen, wonach an Bord des im Schwarzen Meer gesunkenen Aufklärungsschiffes „Liman“ geheime Anlagen zurückgeblieben waren. Alles Notwendige sei von der Besatzung noch vor dem Untergang demontiert und zum Stützpunkt der Schwarzmeerflotte gebracht worden. Hiermit Medienberichte dementiert, wonach diverse Geräte vom gesunkenen Schiff geborgen werden sollten.
Unklar blieb allerdings, was ein Verband mit Tieftauchtechnik ausgestatteter russischer Schiffe am Unglücksort machte. Möglicherweise war es doch nicht gelungen, alle Geheimapparaturen im Laufe der nur vier Stunden zwischen der Kollision mit der „Youzarsif H“ und dem Untergang des Schiffes in Sicherheit zu bringen. Das Wrack liegt in einer Tiefe zwischen 50 und 150 Metern 18 Seemeilen nördlich von Kilyos auf Position 41° 31' 22? N, 28° 52' 11? O auf dem Meeresgrund und soll allem Anschein nach nicht in Gänze gehoben werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



"Renate" treibt in der Schleuse
(Bild: Lutz Schleich)   Großbild klick!

Holtenauer Schleuse: Sportboot in auf Abwegen
(05.05.17) Am 4.5. um 15:45 Uhr geriet das Sportboot "Renate" in der Nordkammer der Holtenauer Schleuse in erhebliche Schwierigkeiten, nachdem beim Ablegen der Motor seinen Dienst versagte. Das Boot trieb durch den starken Wind auf den bereits in der Kammer festgemachten, maltesischen Frachter "Barbarossa", 2301 BRZ (IMO-Nr.: 9197765), zu, der von Rotterdam nach Västeras unterwegs war. Ein Versuch der Besatzung des Frachters, eine Leine zum Motorboot zu übergeben, misslang.
Das Boot trieb daraufhin wieder von der "Barbarossa" weg und auf das ebenfalls in der Schleuse
Segler schleppt "Renate" aus der Schleuse
(Bild: Lutz Schleich)   Großbild klick!
liegende, deutsche Fischereiforschungsschiff "Walther Herwig III", 4131 BRZ (IMO-Nr.: 9048392), zu, das sich von Bremerhaven kommend auf dem Weg in die Ostsee befand. Das Boot touchierte dieses dann am Bug. Ein Segelboot, das bereits die Kammer verlassen hatte, wendete, um der "Renate" Hilfe zu leisten.
Es gelang dessen Crew nach kurzer Zeit, eine Leinenverbindung herzustellen und den Havaristen aus der Schleusenkammer heraus in Richtung des Tiessenkais in Holtenau zu ziehen. Ein weiteres Segelboot assistierte dabei, und gegen 16:05 Uhr passierte der Schleppzug den Kopf der Schleuseneinfahrt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter "Volzhskiy 47"
(Bild: Olaf Kuhnke)   Großbild klick!

Kollision vor Yeisk
(05.05.17) Der russische Frachter "Volzhskiy 47", 5205 BRZ (IMO-Nr.: 8933564), kollidierte am 2.5. um 1.55 Uhr mit dem unter St. Kitts-Nevis-Flagge registrierten Frachter "Volga 4051", 4911 BRZ (IMO-Nr.: 8720228), in der Taganrog Bucht vor der Ansteuerungstonne des Hafens von Yeysk. Die "Volga 4051" kam mit einer Ladung von 5.400 Tonnen Kohle aus Istanbul, als ihr die auslaufende "Volzhskiy 47" vor den Bug lief. Diese war von Yeisk nach Trabzon unterwegs und wurde mittschiffs an Backbordseite getroffen. Die "Volga 4051" wurde 1,5 Meter oberhalb der Wasserlinie am Bug beschädigt. Die "Volzhskiy 47” wurde auf Höhe des Hauptdecks auf drei bis vier Metern Länge aufgerissen. 12 Meter der Reling wurden ebenso beschädigt wie die Luke von Laderaum 3. Nach dem Zusammenstoß gingen beide Schiffe auf der Reede von Yeisk vor Anker, wo sie am 5.5. weiterhin lagen.
Die “Volzhskiy 47” war am 10.6.2010 vor Ayvalik in der Türkei auf Grund gelaufen, als sie in Ballast unterwegs war. Sie erlitt zwischen den Spanten 18 und 25 Schäden und Wassereinbruch in den Balllasttanks, konnte sich aber selbst wieder befreien. Am 7.10.2010 lief sie auf der Wolga bei Flusskilometer 1388 erneut auf Grund, als sie aus dem Fahrwasser abkam. Sie war von Yeisk nach Chistopol unterwegs und transportierte eine Ladung Getreide. In diesem Fall machte sie der Schlepper "OT-2461“ wieder flott.
Das Schiff hat eine Länge von 138,45 Metern, eine Breite von 16,75 Metern, einen Tiefgang von 4,1 Metern und eine Tragfähigkeit von 5.017 Tonnen. Sie läuft für die North-Western Fleet in St. Petersburg und wurde 1991 bei der Navashinskiy Oka in Russland erbaut.
Die “Volga 4051” ist 139,89 Meter lang, 16,56 Meter breit, hat 4,68 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 6.261 Tonnen. Sie läuft für die Albros Shipping & Trading Ltd. in Istanbulund wurde 1988 bei der Krasnoye Sormovo als „Volga 4005“ erbaut. Von 1998 bis 2013 lief sie als „Sumanus“.
Quelle:Tim Schwabedissen



Containerfrachter "San Rafael"
(Bild: Olaf Kuhnke)   Großbild klick!

Vigo: Bergung übergegangener Ladung auf Hamburger Frachter abgeschlossen
(05.05.17) Am Nachmittag des 3.5. begann die Bergung von rund 20 Containers, die auf dem Hauptdeck des liberianischen Containerfrachters "San Rafael", 23132 BRZ (IMO-Nr.: 9231133), der Hamburger NSC Shipping GmbH & Cie. KG übergegangen waren. Dazu kam ein Spezialfahrzeug zum Einsatz. Zuvor waren die Container in der Umgebung der Schadensstelle gelöscht worden. Dazu hatte der Havarist von der Transversal-Pier, wo er zunächst gelegen hatte, zum gegenüber liegenden Areal-Kai verholt, wo an der Steuerbordseite gearbeitet werden konnte.
Mindestens acht Container waren beschädigt oder komplett zerstört worden. Vermutlich hatte eine Kombination aus unzureichender Verlaschung mit schwerem Seegang, auf den das Schiff vom angolanischen Lobito kommend gestoßen war, zum Übergehen der Ladung geführt. Am 4.5. gegen 20 Uhr verließ der Frachter nach Abschluss der Aufräumarbeiten den Hafen von Vigo wieder und machte am 5.5. um acht Uhr am Leixoes Container Terminal South fest.
Quelle:Tim Schwabedissen



Containerfrachter “Conmar Bay”
(Bild: Lutz Schleich)   Großbild klick!

Frachter noch mit Narben der Kollision im Nord-Ostsee-Kanal</b> (05.05.17) Der britische Autofrachter "City of Amsterdam“, 9950 BRZ (IMO-Nr.: 9174751), der am 26.4. um 23.40 Uhr im Fischereihafen von Bremerhaven festmachte, wird dort weiterhin durch die German Ship Repair GmbH & Co. KG repariert. Er war am 22.4. von dem unter Antigua-Barbuda-Flagge registrierten Containerfrachter “Conmar Bay”, 10585 BRZ (IMO-Nr.: 9458975), im Nord-Ostsee-Kanal förmlich aufgeschlitzt worden.
Dieser hatte ihn mit dem Wellenbrecher auf dem Vorschiff so unglücklich getroffen, dass der Rumpf so weit aufgerissen wurde, dass sogar Einblicke in den Laderaum möglich waren. Der Schaden an der „Conmar Bay“ wiederum war so gering, dass eine sofortige Reparatur nicht notwendig war und sie die Reise von Rotterdam nach Helsinki nach kurzem Stopp in Kiel hatte fortsetzen können. Mit den allerdings noch sichtbaren Narben des Zusammenstoßes an Backbordseite war sie am 2.5. erneut auf dem Nord-Ostsee-Kanal in Richtung Helsinki unterwegs. Quelle:Tim Schwabedissen


Zwei Mann von gestrandetem Kutter abgeborgen
(05.05.17) Am 4.5. rettete die US Coast Guard die zweiköpfige Crew eines Kutters, der nahe Venice, Louisiana, auf ein Riff gelaufen und leckgeschlagen war. Um 1.04 Uhr fing die Coast Guard New Orleans einen Notruf auf. Von der Station Venice lief ein 45-Fuß-Boot aus, weiterhin wurde das Patroullienboot „Razorbill“ zur Position in Marsch gesetzt.
Beide Einheiten trafen um 4:46 Uhr an der Unglücksstelle ein. Der Kutter lag mit starker Backbordschlagseite und weggesacktem Vorschiff auf dem Riff. Die „Razorbill“ barg die beiden Fischer ab. Einer der beiden zeigte Anzeichen von Unterkühlung. Die Schiffbrüchigen wurden nach ihrer Rettung den Emergency Services in Gulfport, Mississippi, zur weiteren Behandlung übergeben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gestrandeter Supertanker vor Indonesien geborgen
(05.05.17) Der am 12.4. in der Südchinesischen See auf Position 01 56 S 108 08 O rund 40 Meilen nördlich der Insel Pulau Belitung vor Indonesien voll beladen gestrandete, belgische Supertanker “Alex”, 154379 BRZ (IMO-Nr.: 9722924), wurde am Nachmittag des 4.5. freigeschleppt. Er blieb allerdings vorerst unweit der Unglücksstelle in der Karimata Strait vor Anker zu weiteren Untersuchungen liegen. Die drei Schlepper "Pacific Valour" (IMO-Nr.: 9443516), "Logindo Stout" (IMO-Nr.: 9548639) und "Wei Gang Tuo 10" (IMO-Nr.: 9548639) befanden sich ebenfalls weiterhin vor Ort.
SMIT Singapore Pte Ltd. und PT Samudera Indonesia waren am 28.4. unter Kontrakt für die Bergung genommen worden. Dazu gehörte auch das Leichtern der Ladung im Ship-Ship-Transfer. Der dazu eingesetzte Tanker "Caktra Patriot" (IMO-Nr.: 525019680) lag ebenfalls weiterhin in der Nähe vor Anker.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter nach Kollision und Unfallflucht arrestiert
(05.05.17) Der unter Panama-Flagge laufende Containerfrachter "Van Manila", 17225 BRZ (IMO-Nr.: 9412816), wurde vom Shanghai Maritime Court beschlagnahmt. Das Verfahren war von den Angehörigen der 10 vermissten Crewmitglieder des unter Kiribita-Flagge registrierten Frachters "Xiang Zhou", 2971 BRZ (IMO-Nr.: 8747147), angestrengt worden, der am 6.4. mit seiner Ladung von 4.500 Tonnen Stahl sank, nachdem er östlich der Yangtse-Mündung gerammt worden war. Von der 14-köpfigen Crew hatten danach nur zwei Mann gerettet werden können.
Das übrige Dutzend blieb trotz einer großen Suchaktion mit 17 Schiffen vermisst. Der koreanische Kapitän der "Van Manila" hatte nach dem Zusammenstoß das AIS abgestellt und die Unglücksstelle verlassen. Das Schiff wurde daraufhin zurück nach Shanghai beordert und lag dort seither auf Reede vor Anker.
Quelle:Tim Schwabedissen



Seltenes Kanalboot auf Grund des Oneida-Lake entdeckt
(05.05.17) Drei Taucher haben ein seltenes Exemplar eines Erie-Kanal-Bootes auf dem Grund des Oneida Lake entdeckt. Während Timothy Caza, Timothy Downing und Christopher Martin aus Oswego County das Schiff bereits 2011 entdeckten, konnte es nach weiteren Ausgrabungen unter Mithilfe des Unterwasserarchäologen Ben Ford der Indiana University of Pennsylvania in den Jahren 2013 und 2014 nach sorgfältigen Analysen nun identifiziert werden. Das 62,5 Fuß lange, 10 Fuß lange und 2,5 Fuß Tiefgang aufweisende Holzwrack war ein Durham-Boot, das im 19. Jahrhundert schwere Lasten auf den Kanälen transportierte.
Bisher wurden keine Durham-Boote gefunden. Es waren die ersten Kanal- und Flussboote in dem Staat New York. Susan Anagnost des SUNY College of Environmental Science and Forestry fand heraus, dass die Spanten des Wracks aus weißer Eiche gefertigt waren, ebenso die Bodenbeplankung, während die Seitenplanken aus weißer Pinie bestand. Die verschiedenen Holzarten machten es möglich, dass die Boote zum Laden und Löschen auf Grund gesetzt wurden.
An Bug und Heck wurden Reste zusammengebrochener Decks gefunden. Am Heck war eine Kajüte, in der sich ein Fass, ein Schlägel, eine Holzschaufel und ein Steinzeugkrug befanden. Diese Artefakte wurden geborgen und durch Lake Champlain Maritime Museum konserviert.
Die einzige Fracht waren 5,25 Tonnen kleiner Steine, die Carlton Brett der University of Cincinnati als schluffige Dolosteine der Salina Gruppe identifizierte, die es entlang der Südküste des Oneida Lake gibt. Die Position des Wracks legte den Schluss nahe, dass der Untergang eher durch einen Unfall als durch eine absichtliche Versenkung geschah. Der Rumpf war intakt. Die Lage des Schiffes ist quer zur vorherrschenden Wind- und Wellenrichtung auf dem Oneida Lake, was zu der Vermutung führte, dass es in einem Sturm sank.
Wenn dies der Fall war, gab es allerdings keine Erklärung für die Frage, wieso der Kapitän mit der relativ wertlosen Ladung bei schwerer See unterwegs war. Möglicherweise dachte er, das er mit der leichten Ladung dem Sturm trotzen könnte. Nach dem Abandoned Shipwreck Act gehört das Durham-Boot dem Staat New York. Es wurde nach Abschluss der Forschungen wieder begraben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Suche nach vermisstem Segler eingestellt
(05.05.17) Die U.S. Coast Guard hat am 3.5. die Suche nach dem 82-jährigen Skipper aus Florida, dessen Yacht “Fulfillment” am 1.5. nahe Frisco strandete, eingestellt. Richard Tomlinson aus Clearwater, war von Riviera Beach nach Maine unterwegs. Die Flugeinheiten der Air Station Elizabeth City und das Patroullienboot “Rollin Fritch” suchten 45 Stunden lang ein Gebiet von 2,700 Quadratmeilen ab, ohne eine Spur des Vermissten zu finden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre mit Maschinenausfall abgeschleppt
(05.05.17) Die russische Fähre “Korund” erlitt auf dem Hochwasser führenden Belaya-Fluss in Bashkiria am 4.5. Maschinenausfall und trieb in der starken Strömung auf das Ufer zu. Die Crew funkte ein Notsignal, und ein Feuerlöschboot kam rasch zu Hilfe. Es nahm den Havaristen in Schlepp und zog ihn in ruhigeres Wasser, wo alle Passagiere an Land gebracht werden konnten.
Danach wurde die „Korund“ zur Reparatur abgeschleppt. Sie wird vom Ufa River Crossing Service betrieben und auf dem Belaya-Fluss eingesetzt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Barge sank im Sturm in Chile
(05.05.17) Bei stürmischem Wind sank am 3.5. die chilenische Fischfarm-Barge "Australis XXII" der Australis Seafoods im Errázuriz Channel in der chilenischen Aysén-Region. Die acht Arbeiter an Bord wurden von dem chilenischen Fischtransporter "Patagon VIII", 1950 BRZ (IMO-Nr.: 9555010), gerettet. Vor Ort herrschten Windgeschwindigkeiten von 30 bis 40 Knoten.
Die Barge, die einen Wert von 750,000 Dollar hatte, war mit Futtersystemen, Generatoren, einem Kontrollraum und Unterkünften ausgestattet. Während einerseits Erleichterung über die Rettung der Mannschaft herrschte, gab es andererseits Sorgen wegen möglicherweise austretenden Öls und Diesels. In demselben Sturm geriet noch eine weitere Barge durch Wassereinbruch in Seenot, konnte aber mit Lenzpumpen gehalten werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter "Stiene Bruhns" am Haken
(Bild: DGzRS)   Großbild klick!

Kutter trieb manövrierunfähig vor Sylt
(04.05.17) Am 3.5. um 2.20 Uhr wurde der deutsche Kutter "Stiene Bruhns", 62 BRZ (MMSI-Nr.: 211671890), durch eine Leine im Propeller manövrierunfähig vor Sylt. Das Schiff mit Heimathafen Ditzum trieb bei starkem Ostwind bis sechs Beaufort 1,5 Seemeilen südwestlich von Westerland. Das Rettungsboot "Pidder Lüng" lief sofort nach der Alarmierung durch das MRCC Bremen dorthin aus.
Nach etwa einer Stunde Anfahrt ins Seegebiet erreichte er den antriebslosen Fischkutter. Trotz Dunkelheit und starkem Ostwind stellte die Besatzung problemlos eine Leinenverbindung zum Havaristen her. Gegen sieben Uhr erreichte der Schleppverband sicher den Hafen von Havneby. Kurz vor acht Uhr war der Seenotrettungskreuzer wieder klar auf seiner Station List.
Die „Stiene Bruhns“ wurde 1995 erbaut bei der Werft Julius Diedrich in Oldersum als erster Kutter einer Bauserie von fünf Einheiten, die in Ditzum stationiert werden sollten. Sie wurde am 9.4.1996 registriert als „Stiehne Bruhns – DIT 3“ für Anton Bruhns aus Ditzum. Im Februar 2015 wurde sie als "Stiene Bruhns“ für Timo Borg in Ditzum eingetragen. Sie ist 18,98 Meter lang, 5,6 Meter breit und hat eine Seitenhöhe von 2,55 Metern.
Quelle:Tim Schwabedissen



Guernsey: Schnellfähre rammte Ponton
(04.05.17) Die unter Bahamas-Flagge laufende Schnellfähre "Condor Liberation", 6307 BRZ (IMO-Nr.: 9551363), kollidierte von Jersey kommend am 3.5. mit einem Anlegeponton im Hafen von St. Peter Port in Guernsey. Eine Yacht, die an dem Ponton vertäut war, wurde wie dieser beschädigt. Menschen kamen nicht zu Schaden. Bei einer Inspektion der Fähre wurden keine Schäden gefunden, so konnte sie nach knapp einer Stunde wieder in Fahrt gehen und setzte die Fahrt nach Poole fort. Im Dezember 2016 war das Schiff wegen Sicherheitsproblemen stillgelegt worden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wrack der "Sirena"
(Bild: Stenapa St Eustatius)   Großbild klick!

Wrack der Sirena wird stückweise geborgen
(04.05.17) Die Bergung des portugiesischen Landungsbootes "Sirena", 797 BRZ (IMO-Nr.: 9491824), das am 11.8.2016 nordwestlich von St. Eustatius, einer Insel der ehemaligen Niederländischen Antillen, auf Grund gelaufen war, ist seit einigen Wochen in vollem Gang. Das Wrack lag seit einem gescheiterten Bergungsversuch am 7.9.2016 halb gesunken an der Nordseite der Jenkins Bay, wo es mit einer siebenköpfigen Crew auf der Fahrt von Marigot in Französisch-St. Martin nach Martinique gestrandet war. Die Ladung von 20-30 Containern und das Öl in den
Wrack der "Sirena"
(Bild: Stenapa St Eustatius)   Großbild klick!
Tanks waren bereits wenig später durch die Resolve Marine geborgen worden, doch die Versuche, das Schiff selbst wieder flott zu machen, scheiterten seither. Stattdessen brach die "Sirena" dabei in zwei Teile, die in einem Gebiet mit Elkhorn-Korallen lagen.
Vor Ort waren nun eine Barge samt einem Kran mit 280 Tonnen Hebekapazität sowie ein Versorgungsschiff. Bereits im März wurden kleinere Trümmer und umweltgefährdende Materialien geborgen. Dabei halfen auch Taucher der St. Eustatius Nationalpark Foundation STENAPA, die mit der Situation vor Ort vertraut waren.
Die größeren Teile, darunter Rumpfplatten, wurden ebenfalls teilweise geräumt. Der Aufbautenblock wurde ausgeschlachtet. Derzeit wurde die Barge neu positioniert, um mit dem Abbruch fortzufahren. Die Arbeiten, die im Auftrag von Rijkswaterstaat durchgeführt wurden, sollten bis zum Beginn der Hurrikansaison am 1.6. abgeschlossen werden.
Die “Sirena” war 55 Meter lang, 13,5 Meter breit, hatte 2,5 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 500 Tonnen. Sie luef für die Societé de Manutention in Guadeloupe und wurde 2009 von der Pt. Jasa Marina Indah im indonesischen Null erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter wurde im zweiten Anlauf in La Rochelle gehoben
(04.05.17) Zwei Wochen nach dem ersten gescheiterten Bergungsversuch gelang es der Firma Ferro, die den Museumskutter "Manuel Joël" in La Rochelle wieder an die Wasseroberfläche bringen sollte, das Schiff endlich wieder zu heben. Am 3.5. wurden zu diesem Zweck Pumpen im Innern des kleinen Trawlers platziert, um die Schwimmfähigkeit des Schiffes wieder herzustellen, von dem seit dem Untergang am 30.3. nur noch die Masten aus dem Wasser des Fischereihafens ragten. Außerdem waren Hebeballons zu beiden Seiten des Rumpfes angebracht worden.
Um 17 Uhr begann der neue Bergungsversuch durch die Firma von Jean Jaques Ferro, der bereits 80 Schiffe gehoben hat und sich noch nie mit einer so komplizierten Aktion konfrontiert sah. Und tatsächlich - mit dem inzwischen etwas algenbewachsenen Bug voran tauchte der kleine Trawler endlich wieder auf. Um 18.20 Uhr schwamm die "Manuel Joel" wieder im Hafenbecken und wurde weiter ausgepumpt. Gegen 19 Uhr konnte gemeldet werden, dass sie einen stabilen Schwimmzustand hatte.
Quelle:Tim Schwabedissen



schwere Schäden am Oberdeck der "Maria Valentine"
(Bild: Louis Moetter)   Großbild klick!

Binnentanker nach Kollision auf Maas wieder repariert
(04.05.17) Anders als zunächst erwartet wurde der Binnentanker "Maria Valentine", 3015 ts (EU-Nr.: 02324738), der bei einer Kollision mit der Maas-Schleuse in Grave am 29.12.2016 schwer beschädigt worden war, nicht verschrottet, sondern in den vergangenen Monaten in Rotterdam repariert. Nun ist er unter dem neuen Namen "Magellan" wieder in Fahrt. Am 24.4. verließ er Rotterdam und steuerte als ersten Hafen nach der Havarie Giessendam an.
Die Kollision in Grave hatte einen Schaden von mehreren Millionen Euro angerichtet. Das Schiff hatte bei dichtem Nebel die John-S.-Thompson-Brücke nahe den Orten Nederasselt und Grave im
„Maria Valentine“ auf der Maas
(Bild: Piroschka van Vouw)   Großbild klick!
Osten der Niederlande gerammt. Es war offenbar auf der falschen Fahrwasserseite unterwegs gewesen. Durch die Beschädigung des Wehres war der Wasserstand der Maas an der Stelle um drei Meter gefallen.
Die Meuse konnte wochenlang nicht befahren werden, Hausboote lagen auf Grund und drohten mit Schlagseite vollzulaufen, und Firmen in der Region konnten nicht auf dem Wasserweg beliefert werden. Die „Maria Valentine“ selbst hatte komplizierte und schwere Schäden am Oberdeck sowie ein zerstörtes Ruderhaus davongetragen. Deshalb war erwartet worden, dass sich eine Wiederherstellung nicht lohnen würde. Bereits am 22.10.2016 hatte der Tanker sein Ruderhaus verloren, als er mit der Sterkrader Brücke auf dem Rhein-Herne-Kanal in Oberhausen kollidierte. Wegen eines technischen Defekts des Hydrauliksystems hatte der 52-jährige slowakische Schiffsführer es nicht herunterfahren können.
Wenig später wurde die "Maria Valentine" mit einem vorgefertigten neuen Ruderhaus ausgestattet. Dieses fiel dann dem Unfall gut zwei Monate später zum Opfer. Am 31.12. wurde der Havarist zum Afvalstoffen Terminal Moerdijk (ATM) in Moerdijk geschleppt, wo die Ladung von 2.000 Tonnen Benzin geleichtert wurde, ehe es zur Reparatur ging.
Die Namensänderung nach der Wiederindienststellung ist nichts Ungewöhnliches für ein Schiff, das länger außer Fahrt war, hieß es bei der Reederei. Der slowakische Schiffsführer, der nach dem Unfall vorläufig festgenommen worden war und derzeit zu Hause auf das weitere Verfahren wartet, kehrte allerdings noch nicht wieder an Bord zurück. Ihm war nach der Havarie eine Blutprobe entnommen worden. Die Untersuchungen der Behörden zur Havarie waren noch nicht abgeschlossen.
Die “Magellan” entstand 2001 bei der Ceske Lodenice, Usti, in Tschechien. Der Kasko wurde bei Sepers, Heerewaarden, ausgebaut und das Schiff dann als „Isis“ an die Yoeta-B (G. Buijze) in Terneuzen abgeliefert. 2007 wurde es zur „Sylodrepa“ der Robani Byba in Dilen. 2009 ging es an M. Schoot in Schmachtenhagen und wurde als „Maria Valentine“ in Fahrt gebracht. Als „Magellan“ läuft es nun für die Reederei Normannia in Hamburg. Es ist 110 Meter lang, 11,4 Meter breit und hat 3,05 Meter Tiefgang.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre lief im Golf von Siam auf Grund
(04.05.17) Die thailändische Fähre “Raja 6”, 1009 BRZ (IMO-Nr.: 7378078) lief am Nachmittag des 3.5. auf der Fahrt von der Insel Ko Phangan nach Don Sak in der Surat Thani-Provinz im Golf von Siam 500 Meter vor Koh Phangan unmittelbar nach Verlassen des dortigen Hafens auf Grund. An Bord waren 105 Passagiere und 40 Fahrzeuge. Das Schiff lag mit Steuerbordschlagseite auf einer Sandbank fest.
Die Fahrgäste wurden mit Speedbooten unversehrt von Bord evakuiert und an Land gebracht. Die Fähre, deren Rumpf unbeschädigt geblieben war, sollte mit steigendem Wasserstand wieder flottgemacht werden. Die Flut wurde gegen 17 Uhr erwartet.
Die „Raja 6“ ist 71,12 Meter lang, 13,31 Meter breit und hat eine Tragfähigkeit von 444 Tonnen. Sie wurde 1974 bei der Nakamura Shipbuilding in Yanai als „Ferry Osumi“ für japanische Auftraggeber erbaut, war von 1995 bis 2009 als „Prince Ferry“ im Einsatz und läuft aktuell für die Raja Ferry Port LLC auf Samui Island.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bulkcarrier demolierte Sportboote
(04.05.17) Der von Callao kommende, unter Panama-Flagge registrierte Bulkcarrier "Teizan", 29104 BRZ (IMO-Nr.: 9460784), kollidierte beim Einlaufen nach Valparaiso am Nachmittag des 3.5. mit einem Sportbootanleger. Dabei wurden mindestens sechs Boote beschädigt. Die chilenischen Behörden leiteten eine Untersuchung zu Unfallursache und Schadenshöhe ein. Der Frachter machte um 19 Uhr am Terminal Cerros de Valparaiso fest.
Quelle:Tim Schwabedissen



Falsch deklariertes Gefahrgut Schuld an Feuer auf MSC Daniela?
(04.05.17) Falsch deklarierte Gefahrgutcontainer könnten nach Einschätzung der Schweizer Reederei MSC zum Brand auf ihrem Frachter "MSC Daniela" am 3.4. vor Sri Lanka geführt haben. Die Marine von Sri Lankan Navy veröffentlichte einen Report über den Unfall, nach dem zwei Schnellboote zu Hilfe geschickt wurden, doch ihre Bemühungen, den Brand zu löschen, an der enormen Intensität der Flammen scheiterten. Zwei weitere Schlepper der Sri Lankan Port Authority beteiligten sich ebenfalls an der Löschoperation, bevor die Crew des Frachters evakuiert wurde.
Erst am 27.4. wurde eine letzte Containercharge am Jaya Container Terminal in Colombo entladen, von der einige der Boxen immer noch schwelten. Inspektoren untersuchten die verbrannte Ladung, um der Ursache des Feuers auf die Spur zu kommen. Die Behörden Sri Lankas waren in Sorge, dass Chemikalien giftige Dämpfe entwickeln könnten. Der Frachter lag aktuell weiterhin am Kai in Colombo.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tod zweier Crewmitglieder der Tamar wird in Gibraltar untersucht
(04.05.17) Die Justizbehörden von Gibraltar werden eine Untersuchung über den Tod zweier Crewmitglieder des Frachters "Tamar" einleiten, die bei der Explosion an Bord des Schiffes ihr Leben verloren, als es unterwegs nach Gibraltar war. Die Leichen der beiden Philippinos wurden am 3.5. an Land gebracht, nachdem das Schiff am 1.5. auf Reede eingetroffen war. Sie sollten im Laufe der Woche einer Autopsie unterzogen werden.
Die Polizei befragte die Crew im Auftrag der Ermittlungsbehörde. Der Flaggenstaat, die Marshall Islands, hat bereits eine eigene Untersuchung durchgeführt und den Tod der beiden als Unfall festgestellt. Die Explosion ereignete sich auf dem Atlantik in internationalen Gewässern, als das Schiff von Baltimore kommend nach Gibraltar unterwegs war.
Zwei weitere Crewmitglieder, die schwer verletzt wurden, befanden sich derzeit in einem Krankenhaus in Lissabon in Behandlung. Der Unfall ereignete sich im Vorschiff und wurde durch eine Ansammlung von Gas ausgelöst.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gekenterter Katamaran trieb ein knappes halbes Jahr in der See
(04.05.17) Am 3.5. tauchte ein Katamaran, der am 21.11.2016 rund 400 Meilen nördlich der Dominikanischen Republik auf der Fahrt von Chesapeake Bay nach St. Maarten aufgegeben worden war, wieder auf. Die 57 Fuß lange „Leopard“ war vor einem halben Jahr gekentert. Während die Crew 109 Stunden nach dem Schiffbruch von einem Frachter gerettet wurde, verlor sich danach die Spur des Bootes trotz einer großen Suchaktion.
Doch um 5.30 Uhr des 3.5. wurde es 25 Meilen vor der Küste von North Carolina unweit von Morehead City kieloben im Meer treibend wieder entdeckt. Fischer sichteten den Atlantic 57-Katamaran und verständigten die U.S. Coast Guard in Miami. Ein 33 Fuß langes Kodiac traf als erstes zur Assistenz ein. Zu dem Zeitpunkt war der Hintergrund des Fundes noch unklar.
Nachdem sichergestellt war, dass sich niemand an Bord befand, wurde das Wrack im Auftrag der inzwischen informierten Versicherung um 6.30 Uhr durch Sea Tow Crystal Coast in Schlepp genommen.
Um 19.30 Uhr erreichte der Konvoi den Schutz der Morehead Bay. Dort sollte mit einem Kran auf Deck des Schleppers versucht werden, die „Leopard“ aufzurichten. Dabei gab es Zeitdruck, denn am 4.5. wurde ein Starkwindgebiet vor Ort erwartet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Binnenschiff auf Abwegen in Kortrijk
(04.05.17) Am Abend des 2.5. gegen 21 Uhr kollidierte ein Binnenschiff bei einem Wendemanöver mehrfach mit den Kaianlagen zu beiden Seiten des Fahrwassers im belgischen Kortrijk bei der Budabrücke. Der Schiffsführer wollte mit seinem 80 Meter langen und 10 Meter breiten Schiff in Fahrtrichtung Harelbeke kommen und ignorierte dabei mehrere Signale der Schleusenwache. Nachdem es unter wiederholtem Anstoßen endlich herumgedreht hatte, wollte es anlegen, doch der Liegeplatz war nur für Sportboote geeignet.
Daraufhin wurde Ballastwasser ausgepumpt, um die Fahrt fortsetzen zu können. Der Schaden an den Anlagen der Waterwegen en Zeekanaal (W&Z) war eher kosmetischer Natur. Da der Schiffsführer die Havarie nicht meldete, wird W & Z dies nun tun.
Quelle:Tim Schwabedissen



Giraglia wieder vor Santa Teresa havariert
(05.04.17) Am Morgen des 2.5. kam es zu einer neuerlichen Havarie der italienischen Fähre "Giraglia", 2123 BRZ (IMO-Nr.: 8013235), die sie zu einer Rückkehr in den Hafen von Longonsardo in Santa Teresa zwang. Eine der Maschinen war ausgefallen. Um kurz nach sieben Uhr mussten die 60 Passagiere das Schiff wieder verlassen. Nach einer 10-stündigen Reparatur gab Rina es im Anschluss an eine Inspektion wieder frei. Erst am 24.4. war das Schiff in Bonifacio mit einer Mole kollidiert. Am 11.4.2016 war es auf Felsen vor Santa Teresa gelaufen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei Tote und ein Vermisster nach Kutterunglück
(04.05.17) 26 Meilen vor der Küste von Jafrabad kenterte der indische Kutter „Bhagwati Prasad” am Abend des 1.5. Von der achtköpfigen Crew konnten in den folgenden 30 Stunden fünf Mann gerettet werden. Zwei Fischer aus Jafrabad und Shiyal Beyt wurden tot geborgen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Seeuntüchtige Yacht ohne Rettungsmittel vor Exmouth geborgen
(04.05.17) Zwei Boote der RNLI in Exmouth wurden am 3.5. alarmiert, nachdem eine 26 Fuß lange Segelyacht zwei Meilen südlich des Hafens in Schwierigkeiten geraten war. Um 11.42 Uhr war das erste Boot vor Ort und stellte fest, dass die Yacht Wassereinbruch und Motorausfall hatte. Deshalb wurde das größere Seebot „R and J Welburn” zu Hilfe gerufen, das um 12 Uhr auslief.
Die Seenotretter übergaben als erstes eine Lenzpumpe, dann nahm das Boot der Shannon-Klasse den Havaristen auf den Haken. Das kleine D-Klassen-Boot machte längsseits fest. Die Yacht des Einhandseglers wurde in die Exe geschleppt und an einer Mooring vor der Starcross Pier vertäut.
Danach bekam der Skipper Sicherheitshinweise. Zwar trug er eine Rettungsweste, aber sein VHF war nicht einsatzfähig, sodass seine einzige Kommunikationsmethode eine Taschenlampe darstellte. Es war auch so viel Wasser wie möglich gelenzt worden, doch das betagte Holzschiff war komplett durchfeuchtet. Dennoch wollte der Segler an Bord bleiben und den Schaden selbst beheben.
Er wurde angewiesen, mit seinem alten Boot nicht wieder unter denselben Wetterbedingungen auszulaufen und sich um funktionstüchtige Kommunikationsmittel zu kümmern. Beide Rettungsboote waren um 14 Uhr auf ihrer Station zurück.
Quelle:Tim Schwabedissen



Königliche Yacht hatte Probleme
(04.05.17) Die königliche dänische Yacht "Dannebrog" (MMSI-Nr.: 219517000) hatte nach ihrem Besuch in Helsingør beim Versuch, am 3.5. gegen 16 Uhr auszulaufen, Probleme. Der starke Wind drückte das 78 Meter lange Schiff zurück gegen den Kai, und es kam nicht mehr mit eigener Kraft frei. Um 16.15 Uhr wurde ein Boot der DSRS zu Hilfe gerufen, dem es gelang, die "Dannebrog" in freies Gewässer zu ziehen. Eine Stunde später war das Boot zurück an seiner Station nach erfolgreicher Mission der königlichen Assistenz, und die „Dannebrog" lief weiter nach Kopenhagen, wo sie gegen 19 Uhr festmachte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gestrandeter Halbtaucher
(Bild: Justo Prieto)   Großbild klick!

Selfies auf gestrandetem Halbtaucher vor Benalmádena
(03.05.17) Die Konstrutionsbarge “Agronauta”, die am 28.4. vor Benalmádena an der spanischen Küste strandete, hat in den der Havarie folgenden Tagen große Aufmerksamkeit erregt. Viele Toruisten kamen zur neuen Strandattraktion. In sozialen Medien wurde sie zum Objekt von Online-Pranks und als Verkaufsobjekt dargestellt in Gestalt einer Multifunktionsplattform, ideal zur Schatzsuche und für Fiestas.
Die Stadt hat die Eigner inzwischen aufgefordert, Sicherungsmaßnahmen zu ergreifen, nachdem es bereits wiederholt zu Zwischenfällen kam. Ein Mann ging an Bord der „Agronauta“ und erkletterte für ein Selfie die Aufbauten. Das Gefährt rollt aber weiter bei Hochwasser in der Brandung und ist von daher für solche Versuche gefährlich.
Die Plattform war auf dem Weg von Cartagena nach Cadiz, als sie sich von dem portugiesischen Schlepper „Monte da Luz“ in schwerer See losriss. Die Notschlepper „Vehintiocho” und “Salvamar Alnitak” versuchten, die “Agronauta” wieder auf den Haken zu bekommen, doch die Notschlepptrosse hatte sich um den Rumpf gewickelt und machte die Bergungsbemühungen zunichte.
Auch die stürmische See machte den Bergern einen Strich durch die Rechnung. Immerhin waren nur 150 Liter Öl an Bord, sodass keine Meeresverschmutzung zu befürchten ist. Der Eigner und der Hafenkapitän arbeiteten derzeit an einem Bergungsplan, wenn die Wetterbedingungen wieder günstig sind.
Die in Bilbao beheimatete “Agronauta” ist ein Halbtaucher, auf dem Zementblöcke produziert werden. Das Baukonglomerat Ferrovial nutzte das einzigartige Gefährt für die Konstruktion von Caissons und anderer Infrastruktur in Häfen. Zuletzt war es u.a. bei Bauarbeiten in Barcelona, Algeciras und Menorca im Einsatz.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter "Heidi"
(Bild: Stig Hansen)   Großbild klick!

Heidi blockierte Randersfjord
(03.05.17) Am 2.5. erlitt der norwegische Frachter "Heidi", 4108 BRZ (IMO-Nr.: 7818377), Maschinenschaden, als er durch den Randersfjord lief. Unweit der Voer-Mellerup-Passage warf das Schiff gegen 13 Uhr bei Gudenaa Anker, um eine Grundberührung zu vermeiden. Dies gelang zwar, doch wurde der Frachter von der Strömung erfasst und quer zum Fahrwasser der engen Passage getrieben.
Deshalb war diese für den Transit größerer Schiffe fortan blockiert. Allerdings musste nur ein Schiff darauf warten, dass der Crew der „Heidi“ eine Reparatur gelingt. Um 21 Uhr war es soweit – der Havarist nahm wieder Fahrt auf und nahm Kurs auf den Zielhafen Randers.
Dort machte er um 22.40 Uhr fest. Am 1.5. um drei Uhr war die „Heidi“ aus Karmsund ausgelaufen. Der Frachter ist 105 Meter lang, 16 Meter breit, hat sieben Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 5.672 Tonnen. Er läuft für die Myklebusthaug Management AS in Fonnes und wurde 1979 bei der J.J. Sietas KG Schiffswerft GmbH & Co. in Hamburg-Neuenfelde erbaut als „Karaman“. Bis 1985 lief er als „Ville Du Zenith“ bis 1986 als „Hansedamm“, bis 1992 als „Scandutch Sicilia“, bis 1998 als „Nedlloyd Antilles“, bis 2001 als „Dania Suhr“, bis 2002 als „MSC Ecuador“ und bis 2004 als „Sea Tiger“ und „Eco Yasmin“.
Am Abend des 19.10.2014 kam der norwegische Zollinspektor Tor Inge Kalstø (55) bei einer Routinekontrolle in Kopervik durch Sauerstoffmangel ums Leben. Bei der Autopsie des Leichnams im Gade-Institut in Bergen stellte sich heraus, dass er ohnmächtig wurde, weil im Laderaum zu wenig Sauerstoff gewesen war.
Quelle:Tim Schwabedissen



Brandenburg wird in Salamis repariert
(03.05.17) Die deutsche Fregatte „Brandenburg“, die nach ihrer Kollision in Piräus am 17.4. mit Unterstützung der griechischen Marine in die Naval Base Salamis gebracht wurde, wartet auf weitere Untersuchungen und Reparaturen. Sie war aber nach wie vor Führungsplattform des in der Ägäis operierenden NATO-Schiffsverbandes, der unter dem Kommando von Flottillenadmiral Axel Deertz stand. Die Fregatte hatte Ende März im Hafen von Souda Bay auf Kreta die „Sachsen“ als Flaggschiff der SNMG 2 abgelöst.
Der Kommandant, Fregattenkapitän Christian Scherrer, hatte direkt nach Verlassen des Hafens und der damit verbundenen Havarie Anker werfen lassen. Die Bordtauchergruppe der „Brandenburg“ nahm anschließend eine erste Schadensbegutachtung vor. Dabei wurde festgestellt, dass sowohl Ruderanlage als auch der Backbord-Propeller beschädigt waren.
Deshalb wurde entschieden, den Einsatz zunächst nicht fortzusetzen. Am 21.4. war klar, dass das Schiff vor Ort instand gesetzt werden sollte und die Führung der Mission weiterhin von dem Schiff aus fortgesetzt werden konnte, denn der Schaden war nicht so groß, dass das Schiff aus der Mission herausgelöst werden müsste. Meldungen und Befehle ergingen weiter über die „Brandenburg“ an den Flottenverband.
Die Mannschaft der „Brandenburg“ würde auch während der Dockphase an Bord bleiben. Allerdings müssten für die weitere Schadensbegutachtung und Reparaturen wohl Munition und Treibstoff entnommen. Noch war unklar, ob die beschädigte Fregatte in ein militärisches oder in ein ziviles Dock geschleppt würde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Segelyacht „Orme Fox“
(Bild: RNLI)   Großbild klick!

Neu gekaufte Segelyacht mit erheblichen Mängeln
(03.05.17) Am Nachmittag des 1.5. kam das RNLI-Boot aus Peel, die “Ruby Clery“, der Segelyacht „Orme Fox“ zu Hilfe, deren Motor 12 Meilen westlich des Hafens ausgefallen war. Außerdem hatte das gerade verkaufte Boot Schäden am Rigg, deshalb kam es mit eigener Kraft nicht mehr weiter. Die dreiköpfige Crew musste gegen 15 Uhr einen Notruf aussenden.
Die Yacht wurde von den Seenotrettern auf den Haken genommen und nach Peel geschleppt. Um 18 Uhr war die „Ruby Clery“ wieder klar auf Station.
Quelle:Tim Schwabedissen



Früherer Eigner Eschmann überrascht und wütend über Untergang seiner Fähre vor Texel
(03.05.17) Nach dem Untergang der früheren Rheinfähre "Siebengebirge" vor Texel liefen die Untersuchungen der niederländischen Polizei weiter. Neben den niederländischen Behörden hat auch die Bundespolizei See Ermittlungen aufgenommen. Unterschiedliche Szenarien vom Manövrierfehler bis zur Seeuntauglichkeit des Schiffes schienen als Ursache des Schiffbruchs denkbar.
Möglich war, dass im meterhohen Seegang Wasser in das Schiff eingedrungen war, weil Fenster oder Türen nicht gut genug verschlossen worden waren. Aber auch der Kapitän des polnischen Schleppers „Ikar“ (IMO-Nr.: 6519302), der die Fähre nach Finnland bringen sollte, könnte Fehler gemacht haben. Derzeit war dieser auf dem Rückmarsch nach Danzig.
Genauere Erkenntnisse dürften sich erst nach einer Bergung der Fähre ergeben, die voraussichtlich im Juni stattfinden wird. Das Wrack lag derzeit in 16 Metern Tiefe auf dem Grund der Nordsee. Der Geschäftsführer der Bad Honnefer Fährgesellschaft Frank Eschbach hatte mit dem Schiff fast sein Leben lang zu tun, von der Aushilfe als Kassierer über den Fährmeister bis zum Geschäftsführer.
46 Jahre lang hatte die Fähre auf dem Rhein zwischen Bad Honnef und Rolandseck Dienst getan. Eschbach hatte im Sommer 2015 eine neue Rheinfähre, die ebenfalls den Namen „Siebengebirge“ trägt, in Dienst gestellt. Seither hatte das Vorgängerschiff, das zu klein geworden war, rund 1,5 Jahre in Königswinter aufgelegen. Es war nicht einfach, einen Käufer für die betagte Fähre zu finden.
Doch vor rund zwei Wochen war sie an eine Firma in Panama übergeben worden, an die Eschbach sie verkauft hatte. Sie wollte das Schiff im südamerikanischen Surinam als Baufähre einsetzen. Sie sollte für den Transport dorthin eigentlich auf ein Seeschiff verladen werden.
Umso irritierender war es, dass sie stattdessen nun auf einmal im Schlepp nach Finnland unterwegs war. Es hatte allerdings vor dem Verkauf nach Panama auch Interessenten aus Finnland gegeben. Sogar einen Kaufvertrag, der aber nicht umgesetzt wurde, war bereits aufgesetzt worden. Etwas später kam es dann über Schiffsmakler zum Verkauf der Fähre nach Panama.
Nun stellte sich die Frage, ob der frühere finnische Interessent möglicherweise das Schiff indirekt doch noch gekauft hatte. Eschbach konnte nicht ausschließen, dass die Käufer in Panama in Wirklichkeit Strohmänner für die finnischen Interessenten gewesen waren. Das holländische Binnenschiff "Wendy Dua" (MMSI-Nr.: 244700808) hatte die “Siebengebirge” vorletzte Woche von Königswinter nach Rotterdam gebracht, von wo der Konvoi am 29.4. um 18.30 Uhr in Richtung der Nordsee auslief.
Grundsätzlich war der Plan, eine Fähre für Binnengewässer über die Nordsee zu schleppen, weder aus Sicht der Polizei noch der Küstenwache abwegig, allerdings könnten viel Wind und Wellen einem derartigen Transport große Probleme bereiten. Auch der Fährtyp ist dabei wesentlich. Frank Eschbach hatte den ursprünglichen Interessenten aus Finnland von einem Schlepptransport über die Nordsee in diesem Fall dringend abgeraten. Wenn sie nicht hundertprozentig wasserdicht abgeschlossen war, konnte sie volllaufen. Am Unglücksmorgen herrschte Windstärke 5 bis 6 mit bis zu 1,5 Meter hohen Wellen. Bis das Wrack geborgen ist, müssen vor allem Fischereifahrzeuge einen Bogen um die Unglücksstelle machen, die mit einer Wracktonne markiert wurde.
Eine Umweltgefährdung bestand angesichts der lediglich 1.200 Liter Diesel sowie etwas Motoröl und Kühlwasser mit Frostschutz an Bord nicht. Nach einer Bergung des bis dato technisch einwandfreien und gut instandgehaltenen Schiffes wäre eine Reparatur nicht ausgeschlossen. Auch der Vorgänger der untergangenen Fähre von Bad Honnef, die "Rheinhilde", sank bei einem Transport auf der Elbe.
Am 21.3.1990 erwischte es die damalige „God med ons IV“, als sie gemeinsam mit der Fähre "God med ons III" von der „Saramaatje V“ in der Elbmündung unterwegs war. Der Schleppverband geriet in einen Sturm, wobei die "God med ons III" halb und die "God med ons IV" auf Höhe von Brunsbüttel bei der Tonne 57 auf 23 Metern Tiefe unterging. Beide Schiffe wurden später gehoben und kamen wieder in Fahrt.
Die in Cuijk erworbene vormalige „Rheinhilde“ wurde aus 23 Metern Tiefe geborgen und kam noch im selben Jahr unter dem Namen „Amt Neuhaus“ in Bleckede zum Einsatz. Auch die einstige Mondorfer Fähre "Julius" sank während einer Verschleppung auf der Nordsee. Nach der Hebung und Reparatur verkehrt sie seither in Dänemark.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ladung auf Frachter Hamburger Reederei ging über
(03.05.17) Am 1.5. um 7.40 Uhr machte der unter Liberia-Flagge laufende Containerfrachter "San Rafael", 23132 BRZ (IMO-Nr.: 9231133), der Ocean Multipurpose Schifffahrtsunternehmen GmbH & Co. KG in Hamburg mit teilweise übergegangener Decksladung im Hafen von Vigo fest. Containerstapel waren nach Steuerbord verrutscht, und offenbar war auch eine Reihe von Containern verloren gegangen, weitere wurden beschädigt. Die Hafenbehörden konstatierten aber keine gravierenden Schäden am Schiff.
Ob es durch falsche Beladung oder Seeschlag zu dem Zwischenfall kam, war unklar. Der Frachter war am 2.4. aus Lobito, Angola, ausgelaufen.
Die “San Rafael” ist 193 Meter lang, 27,8 Meter breit, hat einen Tiefgang von 11 Metern und eine Tragfähigkeit von 30.396 Tonnen. Sie läuft im Management der NSC Shipping GmbH & Cie. KG in Hamburg und wurde 2002 vom Dalian Shipyard der China Shipbuilding Heavy Ind. Corp. als “Cape Donington” erbaut. Von 2003 bis 2004 lief sie als “Golden Isle”, seit 2012 als “’San Rafael”.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ölverschmutzung nach Kollision in Buenos Aires
(03.05.17) Der argentinische Schlepper "Ona Don Lorenzo", 392 BRZ (IMO-Nr.: 9328388), kollidierte am 29.4. um 11.45 Uhr mit dem unter Panama-Flagge laufenden Produktentanker "Coipo", 27547 BRZ (IMO-Nr.: 9290610), als er ihm beim Einlaufmanöver im Hafen von Buenos Aires assistierte. Während der Tanker an den B Terminal in Dock Sud gebracht werden sollte, stieß der Schlepper gegen dessen Rumpf und riss ihn auf. Öl begann auszulaufen und breitete sich in Richtung des Terminals, der Teil des petrochemischen Komplexes zur Landesversorgung ist, aus.
Dieser befand sich 150 Meter von der Insel Demarchi entfernt, auf der viele Öltanks und Chemielager stehen. Der Schiffsverkehr von und zum Terminal wurde zeitweilig von der Marinepräfektur unterbrochen. Neben ihr waren Fluvial Nacional und die Seebehörde an der Unfallbewältigung beteiligt.
Um die Ölaustrittsstelle wurden Ölschlängel ausgelegt und mit der Beseitigung der Kontamination begonnen. Nachdem der Austritt von Öl unter Kontrolle gebracht worden war, galt es noch das Öl auf dem Wasser zu neutralisieren.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bergungsschiffe an Untergangsstelle der Liman eingetroffen
(03.05.17) Russland hat Spezialteams und zwei Bergungsschiffe nach Istanbul geschickt, die Bergungsarbeiten an dem Abhörschiff "Liman" durchführen sollen, das am 27.4. vor der türkischen Schwarzmeerküste nach Kollision mit dem Viehtransporter „Youzarsif H" rund 29 Kilometer vor Kilyos gesunken war. Das Schiff hatte ein modernes Don-Radar-System und ein Bronze Hydro-Akustik-System an Bord gehabt. Darüber hinaus war sein Wert angesichts der geringen Größe und des hohen Alters aber überschaubar.
Die russische Marine entsandte eines ihrer modernsten SAR-Schiffe, die "Seliger", sowie ein Rettungsschiff der jüngsten Generation, die "SB-739". Die Bergungsteams setzten sich aus 16 Marineangehörigen, neun Bergungsspezialisten und einem Tiefwasser-Tauchteam zusammen. Vorrangiges Ziel war, sensible Gerätschaften vom Wrack zu entfernen.
Wenn nötig, könnte zwar auch das gesamte Schiff hochgeholt werden, jedoch wäre dies bei den Wetterverhältnissen vor Ort eine schwierige Aufgabe. Das Schiff lag in 90 Metern Tiefe internationalen Gewässern, und eine Bergung wäre den Aufwand eher nicht wert. Die türkischen Behörden wurden von Moskau bislang nicht um Assistenz ersucht.
Die "Youzarsif H" war nach der Kollision so schnell wie möglich zum rumänischen Abgangshafen zurückgefahren, um die Gesundheit der geladenen Schafe nicht zu gefährden. Sie machte am 28.4. wieder in Capu Midia fest.
Quelle:Tim Schwabedissen



Suchaktion nach Skipper herrenlos gestrandeter Yacht
(03.05.17) Die US Coast Guard leitete am 1.5. eine Suchaktion nach dem Skipper der Segelyacht “Fulfillment” aus Pittsburgh ein, nachdem diese bei Frisco nahe Hatteras auf den Outer Banks gestrandet und verlassen in der Brandungszone liegend entdeckt worden war. Richard Tomlinson, 82, aus Clearwater, Florida, war unterwegs von Clearwater nach Maine. Ein MH-60 Jayhawk Helikopter stieg von der Air Station Elizabeth City auf, und das Patroullienboot “Rollin Fritch” hielt seeseitig Ausschau nach dem Einhandsegler.
Quelle:Tim Schwabedissen



Suchaktion bei Øksfjord erfolglos beendet
(03.05.17) Die Suchaktion nach einem vermissten ehemaligen Kutter im Finnmark-Distrikt wurde am 2.5. erfolglos beendet. Das 30 Fuß lange Schiff hatte am 30.4. Øksfjord verlassen und war am 1.5. um 11.30 Uhr von Angehörigen des Skippers als vermisst gemeldet worden.
Am folgenden Tag um 18.30 Uhr wurde die Suche zwischen Øksfjord und Alta, im Vargsund und Stjernsundet sowie nördlich von Stjernøya und im Sørøysund eingestellt. Lediglich eine Holzluke und ein Stuhl waren gefunden worden, die wohl zu dem Fahrzeug gehörten und noch weiter untersucht wurden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler lief bei Tromsø auf Grund
(03.05.17) Der unter Färäer-Flagge laufende Trawler "Havborg", 1530 BRZ (IMO-Nr.: 8822375), lief am 2.5. gegen 22 Uhr im Tromsø-Sund nahe der Kühlfabrik in Solstrand auf Grund. Er war aus Tromsø auf Fangfahrt ausgelaufen und zu dicht ans Ufer und dort auf eine Sandbank geraten. Das Rettungsboot "Kaptein Skaugen" wurde alarmiert und erreichte den Havaristen gegen 23 Uhr.
Erste Abschleppversuche schlugen bei fallendem Wasserstand fehl. Deshalb wurde entschieden, auf die nächste Flut zu warten. Das Rettungsboot kehrte zu seiner Station zurück und lief am 3.5. früh erneut zur Strandungsstelle. Gegen fünf Uhr wurde wieder eine Schlepptrosse festgemacht, und eine Viertelstunde später war die “Havborg” frei.
Taucher untersuchten dann den Rumpf und stellten keine Schäden fest. Das Schiff machte vorerst wieder am Kai von s Solstrand in Tromsø fest.
Quelle:Tim Schwabedissen



Untersuchung von tödlichem Schiffbruch bei Tofino angelaufen
(03.05.17) Der Untergang des 9,5 Meter langen Charter-Katamarans “Catatonic” am 30.4. bei Tofino, der zwei Menschenleben kostete, wird nun durch die Royal Canadian Marine sowie das Transportation Safety Board untersucht. Das Schiff war nordwestlich von Bartlett Island nach einem Wassereinbruch gekentert, zwei Männer aus Alberta im Alter von 32 und 42 Jahren, die an der Baustelle des Pacific Sands Resort tätig waren, kamen ums Leben. Die drei übrigen Sportangler wurden nach 1,5 Stunden gerettet.
Das Joint Rescue Co-ordination Centre in Victoria hatte um 13.20 Uhr einen Notruf aufgefangen. Rettungsboote der kanadischen Coast Guard, ein Helikopter der Royal Canadian Air Force und ein Suchflugzeug der Base Comox starteten daraufhin eine Suchaktion, an der sich auch zwei private Wasserflugzeuge beteiligten. Eines von ihnen hatte die Schiffbrüchigen dann im Wasser treibend entdeckt und die Retter herangeführt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Halbgesunkene Frachtfähre auf Fijis geräumt
(03.05.17) Das frühere RoPax-Schiff „Sea Love” der Seaviw Shipping Ltd. wurde am 15. In Fiji geräumt. Es lag halb unter Wasser zwischen der Government Shipping Services Wharf und dem Marine Industrial Slipway in der Walu Bay. Die Arbeiten wurden durch die Fiji Ports Co. Ltd. an die Dredging Solution Company Ltd. vergeben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Crew vom Hubschrauber aus
(Bild: USCG)   Großbild klick!

Rettungsaktion für fünfköpfige Sportbootcrew
(02.05.17) Die US Coast Guard rettete gemeinsam mit anderen Kräften die fünfköpfige Crew des 38 Fuß langen Sportboots "Botica", das 18 Meilen westlich von Cabo Rojo, Puerto Rico, am 30.4. um 11.45 Uhr Wassereinbruch erlitten hatte. Die Coast Guard San Juan fing einen Mayday-Ruf auf, nach dem das Wasser an Bord drei Fuß hoch stehe und der Wassereinbruch nicht unter Kontrolle sei. Die Bootsfahrer legten Rettungswesten an und machten sich bereit, das Boot, das keine Rettungsinsel hatte, aufzugeben.
Drei Personen wurden von einem MH 65-Dolphin-Helikopter der Air Station Borinquen in Aguadilla aus der aufgewühlten See gerettet und zur Base geflogen, die beiden anderen von der "Cape Horn", die ebenfalls zu Hilfe kam. Die Retter wurden von einem Notsender zur Position der "Botica" geführt. Auch die Puerto Rico Police schickte ein Einsatzboot.
Ein vom Hubschrauber abgesetzter Rettungsschwimmer verblieb vor Ort, bis die "Cape Horn" auch die beiden anderen Bootsfahrer an Bord genommen hatte. Er wurde gemeinsam mit den beiden Schiffbrüchigen dem Boot der Puerto Rico Joint Forces of Rapid Action übergeben.
Der Helikopter nahm von diesem den Rettungsschwimmer wieder an Bord. Die Bootsfahrer wurden an Land medizinisch betreut, sie hatten den Schiffbruch aber unversehrt überstanden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sieben blinde Passagiere nach Kollision in Málaga aufgegriffen
(02.05.17) Die spanische Fähre "Pinar del Rio", 3454 BRZ (IMO-Nr.: 9043952), die zwischen Málaga und Melilla verkehrt kollidierte am 1.5. gegen 17 Uhr mit dem Anleger am Levant-Damm. Das Unglück ereignete sich beim Einlaufen nach Malaga. Die 143 Passagiere blieben unversehrt. Allerdings wurde der Backbordrumpf des Schiffes beschädigt.
Die beiden Schlepper „Vehintiocho“ und „Vehintinueve“ zogen den Havaristen nach der Kollision zum Liegeplatz A3-3. Die Guardia Civil, das National Police Corps, die Port Authority die örtliche Polizei, die Maritime Rescue und das Rote Kreuz waren vor Ort, ein Krankenwagen stand in Bereitschaft. Nach der Havarie wurden sieben blinde Passagiere entdeckt, die illegal einreisen wollten.
Zwei von ihnen stürzten bei dem Zusammenstoß ins Wasser und mussten von der Civil Guard gerettet werden. Sie wurden hinterher der National Police übergeben. Drei der Männer kamen ins Hospital Materno Infantil für Tests auf ihre Volljährigkeit hin.
Die Hafenbehörden leiteten eine Untersuchung der Havarie ein. Die Fährgesellschaft Baleària sagte die Überfahrten am 2.5. um 13 Uhr und um 19.30 Uhr ab.
Quelle:Tim Schwabedissen



Taucherboot „Woodpecker“ im Schlepp
(Bild: RNLI)   Großbild klick!

Taucherboot trieb mit 11 Personen vor Cornwall
(02.05.17) Am 29.4. um 10 Uhr wurde das RNLI-Boot “Corinne Whitely”, das derzeit in Fowey auf Station liegt, alarmiert, nachdem das 33 Fuß lange Taucherboot „Woodpecker“ mit 11 Personen an Bord vor dem Cannis Rock an der Küste von Cornwall Maschinenausfall erlitten hatte. Zunächst fing die britische Coastguard einen Pan-Pan-Ruf auf. Nachdem es der Crew des Tauchberschiffes dann nicht gelang, die Maschine wieder zu starten, kam das RNLI-Boot ins Spiel und lief sieben Minuten nach seiner Alarmierung aus.
Die “Woodpecker” wurde dann auf den Haken genommen und zur Reparatur nach Fowey abgeschleppt. Es war der erste Einsatz der "Corinne Whitely”, die eigentlich in Courtmacsherry stationiert ist, aber derzeit die in der Werftzeit befindliche „Maurice and Joyce Hardy“ ersetzt. Sie war um 11.15 Uhr wieder klar auf Station.
Quelle:Tim Schwabedissen



Vermisster Kutter
(Bild: MRCC)   Großbild klick!

Suchaktion nach Kutter aus Øksfjord
(02.05.17) Ein 30 Fuß langes Sportboot aus Øksfjord verschwand nach seinem Auslaufen aus dem Heimathafen nach Alta samt seinem Skipper am 30.4. Mehrere Rettungsschiffe, darunter die NSSR-Boote „Gjert Wilhelmsen”, “Vekteren” und “Odin” sowie die “Farm” der norwegischen Coast Guard und das Ambulanzboot "Åsheim" machten sich auf die Suche, nachdem die Angehörigen Alarm geschlagen hatten. Auch etliche Privatboote unterstützten die Operation.
Um 16:30 stieg ein Seaking-Hubschrauber in Banak auf. Um 19 Uhr entdeckte er eine Luke, die in der See nördlich von Stjernøya trieb. Später wurde noch ein Stuhl gefunden. Beide konnten dem Boot in der Nacht zugeordnet werden. Anhand der Funde wurde das Suchgebiet weiter eingegrenzt.
Die Küstenabschnitte zwischen Seiland, Stjernøya bis hinab zum Altafjord und Langfjord wurden ebenfalls überwacht. Die letzte Sichtung des umgebauten Kutters war am 30.4. um 09.15 Uhr westlich von Stjernøya.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sechs Tote und 22 Verletzte bei Unglück auf Werft in Geoje
(02.05.17) Sechs Arbeiter kamen ums Leben, 22 weitere wurden verletzt, als am 1.5. um 5.45 Uhr ein Portalkran bei den Samsung Heavy Industries im südkoreanischen Geoje während der Konstruktion einer Ölplattform für die französische Total kollabierte. Die Plattform soll im Martin Linge-Feld vor Norwegen eingesetzt werden. Der Goliath-Kran kontaktierte zuvor einen Turmkran beim Verfahren. Dann stürzte er auf die Plattform, deren Fertigstellung 2018 von dem Unglück beeinflusst werden könnte. Die Arbeiten auf der Werft wurden gestoppt und eine Untersuchung eingeleitet. Mehrere Schwimmkräne wurden eingesetzt, den Portalkran wieder aufzurichten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Skipper französischer Yacht vor Gijón gerettet
(02.05.17) Der Helikopter Helimer 211 rettete am 30.4. den Skipper der französischen Yacht "Maruru", die in der Kantabrischen See westlich von Gijón trieb und um acht Uhr Mayday gefunkt hatte. Salvamento Marítimo startete eine Suchaktion, an der sich auch die "Salvamar Ricel" beteiligte, und bat später das ozeanographische Forschungsschiff "Ramón Margalef" um Assistenz bei der Rettungsoperation.
Der Hubschrauber lokalisierte schließlich das Boot, doch er konnte den Skipper wegen der Eigengefährdung durch dessen Rigg nicht abbergen. Deshalb musste er bei 36 Knoten Wind und drei Meter hohen Wellen ins Wasser springen, ehe er aufgewinscht werden konnte. Er wurde dann um 9.24 Uhr in den Hafen von El Musel in Gijón gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tjalk drohte in Oudenbosch zu sinken
(02.05.17) Am Hafendeich in Oudenbosch erlitt die ehemalige Tjalk "Obelix" am 1.5. Wassereinbruch im Maschinenraum und drohte zu sinken. Der Versuch der Feuerwehr, das Wasser zu lenzen, scheiterte wegen des Risikos von Gewässerverschmutzungen. Das Öl im Maschinenraum sollte nicht mit ausgepumpt werden.
Deshalb hielten die Einsatzkräfte das 20 Meter lange Boot mit Tauen so lange über Wasser, bis eine Spezialfirma das eingedrungene Wasser entfernen konnte. Es befanden sich keine Personen an Bord des Schiffes.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kollision vor Nachodka
(02.05.17) Der unter Panama-Flagge laufende Bulkcarrier "Hai Yu", 17075 BRZ (IMO-Nr.: 9135511), kollidierte beim Ankerlichten am 30.4. mit dem auf der Reede von Nachodka vor Anker liegenden, unter Fiji-Flagge laufenden Frachter "Zhi Kun 7", 8646 BRZ (IMO-Nr.: 9614610). Der Unfall ereignete sich auf Anchorage 2 in der Bucht von Nachodka. Zwei Meter des Schanzkleids am Vorschiff der "Zhi Kun 7" wurden eingebeult, die "Hai Yu" kam mit Schrammen davon. Am 1.5. lagen beide Schiffe weiter vor Anker.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fischer in Atchafalaya Bay gerettet
(02.05.17) Die US Coast Guard gemeinsam mit Louisiana Wildlife and Fisheries rettete am 30.4. die zweiköpfige Crew des Kutters “David Boy”, der mit einem Dalben vor der Atchafalaya Bay, Louisiana, kollidiert und Wassereinbruch erlitten hatte. Die Coast Guard New Orleans wurde um 22 Uhr alarmiert und schickte einen MH-65 Dolphin-Helikopter der Air Station New Orleans. Er winschte die beiden Fischer auf und setzte sie auf ein Boot der LAWF über, das sie an Land brachte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Verletzter nach Havarie von Boot abgeborgen
(02.05.17) Die US Coast Guard barg am 1.5. einen 72-jährigen Fahrgast von der 46 Fuß langen “Northern Pearl” ab, die nahe des Clapboard Creek auf Grund gelaufen war. Die Coast Guard Jacksonville wurde von deren Crew um 8:30 Uhr über VHF alarmiert, nachdem der Mann bei der Havarie eine Beinverletzung erlitten hatte. Von der Coast Guard Station Mayport lief daraufhin ein 29-Fuß-Boot aus, das um 9:01 Uhr vor Ort war und den Verletzten zur Station Mayport brachte, wo er medizinisch betreut wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Binnenschiff rammte Schleusentor
(02.05.17) Das holländische Binnenschiff "Arsianco", 1430 ts (EU-Nr.: 04802870), kollidierte am Morgen des 1.5. mit einem Schleusentor auf dem Charleroi-Brüssel-Kanal in Viesville (Pont-à-Celles). Das Schiff hatte festgemacht, um die Schleuse zu passieren. Doch es wurde zur früh losgeworfen und rammte das Schleusentor, wobei erheblicher Sachschaden entstand.
Zwei Kräne mussten das Tor anheben, ehe das Binnenschiff von diesem gelöst werden konnte. Danach erst war es möglich, das beschädigte Tor auszutauschen. Der Verkehr auf dem Kanal war während dieser Arbeiten im Bereich der Unfallstelle gesperrt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kollision in Durban
(02.05.17) Am 30.4. um 19.30 Uhr kollidierte der liberianische Bulkcarrier “Julian", 40160 BRZ (IMO-Nr.: 9273210), beim Anlegemanöver am Durban Bulk Connections Terminal, dem früheren Kohleterminal am Bluff, mit dem dortigen Kohleverlader. Dieser trug dabei erheblichen Schaden davon. Der Frachter war am 8.4. aus Xiamen nach Durban ausgelaufen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motorboot kollidierte mit Wal
(02.05.17) Am 29.4. um 12.17 Uhr wurden die NSRI Kommetjie und NSRI Hout Bay alarmiert, nachdem das Motorboot “Vita Beata” aus Simon’s Town Motorschaden und Wassereinbruch erlitten hatte. Die zweiköpfige Crew vermutete, mit einem Wal kollidiert zu sein. Das Boot trieb nun eine Dreiviertelmeile vor Kommetjie.
Die NSRI Kommetjie schickte das Rettungsboot “Spirit of the Vines”, die NSRI Hout die “Nadine Gordimer” mit weiteren Lenzpumpen. Vor Ort wurden drei Rettungsmänner auf das Motorboot übergesetzt und fanden die Bootscrew, den Eigner und den Skipper, mit allen verfügbaren Mitteln dieses auslenzend vor. Das Boot hatte erheblichen Schaden davon getragen, die Propellerwellen waren verbogen. Es gelang, den Wassereinbruch unter Kontrolle zu bekommen und die Leckagen abzudichten.
Dann wurde eine Schleppverbindung hergestellt und der Havarist in den Hafen von Hout Bay gezogen. Dort assistierte das Rettungsboot “Tintswalo Phoenix” beim Vertäuen der “Vita Beata“ an einer Mooring in der Bucht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Durfte vor Texel gesunkene Siebengebirge auf die Nordsee hinaus fahren?
(02.05.17) Rätselraten herrschte nach dem Untergang der ehemaligen Bad Honnefer Fähre „Siebengebirge“, 110 ts (EU-Nr.: 04808160), vor Holland, ob das Schiff die Reise über die Nordsee überhaupt hätte antreten dürfen. Die „Ikar“ und „Buizero“ hatten sie durch den Rotterdamer Hafen bugsiert, nachdem sie rheinabwärts geschleppt worden war. Doch schon kurz nach Verlassen des Hafens in Richtung offener See gab es offenbar massive Probleme.
Zwar waren die großen Fenster an Oberdeck und auf der Brücke mit hölzernen Seeschlagblenden versehen worden, doch Zeugen beobachteten, wie das Schiff direkt nach Passieren der Molen von Hoek van Holland zu krängen begann, nachdem es den ersten Wasserschlag bekommen hatte. Doch nachdem der Schleppzug kurz aufstoppte, wurde die Fahrt wurde mit verlangsamtem Tempo wieder fortgesetzt. Auf der weiteren Fahrt entwickelte die Fähre jedoch erneut Schlagseite.
Auf Ersuchen der Küstenwache änderte der Schlepper „Ikar“ schließlich seinen Kurs und versuchte, die Schifffahrtsroute in Richtung der Insel Texel zu verlassen. Gleichzeitig wurden Hilfskräfte aus Den Helder zu dem Konvoi geschickt. Doch als diese die "Siebengebirge" erreichten, versank die Fähre vor den Augen der Rettungskräfte im Sonnenaufgang.
Die niederländischen Behörden haben jetzt eine offizielle Untersuchung eingeleitet. Das Schiff war mit Klappen 39,50 Meter und ohne 27,5 Meter lang, 5,25 Meter breit und hatte eine Seitenhöhe von nur 1,85 Metern. Es wurde 1969 der auf Schiffswerft Oberwinter erbaut und im September in Dienst gestellt. Die Fähre konnte 12 -14 Pkw mit maximal 45 Tonnen Last befördern. Seit 2014 stand sie zum Verkauf.
Quelle:Tim Schwabedissen



Binnenschiff riss Tonne los
(02.05.17) Am Morgen des 30.4. riss ein niederländisches Gütermotorschiff auf dem Main bei Mühlheim vermutlich aus Unachtsamkeit die grüne Fahrwassertonne bei der Schleuse Krotzenburg ab. Die Tonne konnte gesichert und am Damm abgelegt werden. Das Schiff konnte nach der Unfallaufnahme seine Fahrt fortsetzen. Die Schifffahrt auf dem Main wurde nicht beeinträchtigt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fahrgastschiff saß in Moskau fest
(02.05.17) Am 29.4. gegen 17 Uhr lief das Flussfahrgastschiff „Franz Lefort” im Zentrum von Moskau unter der Novospassky-Brücke auf Grund. Es wollte mit 50 Passagieren an Bord gerade eine Pier ansteuern, als es auf flachem Grund festkam. Die Fahrgäste, unter ihnen 18 Kinder, wurden von dem Havaristen mit anderen Schiffen heruntergeholt.
Im Laufe des Tages konnte sich die „Franz Lefort“ wieder selbst befreien. Sie ist 33,8 Meter lang, 5,7 Meter breit, hat 2,5 Meter Tiefgang und läuft für die JSC Russian Steamer Company.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei Tote bei Bootsunglück nahe Tofino
(02.05.17) Zwei Personen kamen ums Leben, drei weitere wurden ins Krankenhaus gebracht, nachdem am 30.4. ein Angelkutter vor der Westküste von Vancouver Island unweit von Tofino gekentert war. Alle fünf wurden am Nachmittag an Land gebracht, doch für zwei von ihnen kam die Hilfe zu spät. Der 8,5 Meter lange Katamaran war auf Heilbuttfang nahe Bartlett Island, nördlich von Tofino, gewesen, als er um 13.20 Uhr einen Notruf absetzte.
Dann ging der Kontakt verloren. Die kanadische Coastguard, ein Helikopter der Royal Canadian Air Force und ein Flugzeug von CFB Comox machten sich auf die Suche. Auch zwei Wasserflugzeuge beteiligten sich. Eines von ihnen des Atleo River Air Service sichtete dann Menschen im Wasser und führte die Retter heran. Zwei Boote, die sich in der Nähe befunden hatten, nahmen sie an Bord.
Dann kamen die Boote der Coastguard zu Hilfe und begannen mit Wiederbelebungsversuchen an zweien der Schiffbrüchigen. Dann wurden sie nach Tofino gebracht. Das Boot, das in zwei bis drei Meter hohen Wellen noch mit den Bugspitzen aus dem Wasser ragte, wurde abgeschleppt.
Das Unglück ereignete sich unweit der Position, an der das Walbeobachtungsboot „Leviathan II“ im Oktober 2015 mit 27 Personen an Bord sank, von denen sechs ums Leben kamen. Das Transportation Safety Board hat die Untersuchung dieses Unfalls noch nicht abgeschlossen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ölverschmutzungsgefahr aus gesunkenem Schlepper gebannt
(02.05.17) Der Schlepper "Powhatan" der Samson Tug & Barge liegt weiterhin bei Sitka auf Grund. Allerdings gelang es Tauchern nun, die Ventile abzudichten, womit das Risiko einer Ölverschmutzung reduziert wurde. Das Team der Alaska Commercial Divers (ACD) traf am 25.4. mit der "Alaskan Salvor“ vor Ort ein.
Die Taucher sicherten den Hauptbrennstofftank der "Powhatan" gegen 14 Uhr, der die wesentliche Quelle vorheriger Ölaustritte gewesen war. Die Alaska Department of Environmental Conservation hatte die folgenden Arbeiten zur Beseitigung des Öls überwacht. Die Untergangsstelle in North Starrigavan wurde mit Ölschlängeln umgeben. Der Schlepper war am 19.4. nach Kollision mit einer Schwimmpier gesunken.
Danach trieb das Wrack in die Starrigavan Bay, wo es nun in 60 Metern Tiefe 330 Meter vom Ufer entfernt lag. An Bord waren 325 Gallonen Ölabfall, 12 Gallonen Diesel und möglicherweise weitere geringe Mengen von Ölresten. Ölfilme wurden in der nördlichen Starrigavan Bay gesichtet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Weblinks:
SOS-Seenotfälle, Archiv
Der mysteriöse Untergang der 'Beluga'
Chronik bedeutender Seeunfälle Antike bis 1499
Chronik bedeutender Seeunfälle 1500 bis 1899
Chronik bedeutender Seeunfälle 1900 bis 1949



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