EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM

Seenotfälle
Archiv April 2017


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Archivbild Rheinfähre "Siebengebirge"
(Bild: Warburg)   Großbild klick!

Ehemalige Rheinfähre sank vor Texel
(30.04.17) Westlich von Texel sank am Morgen des 30.4. die ehemalige deutsche Rheinfähre "Siebengebirge", 110 ts (EU-Nr.: 04808160), die sich am Haken des polnischen Schleppers "Ikar", 171 BRZ (IMO-Nr.: 6519302), befunden hatte. Dessen Crew hatte um 5.40 Uhr gemeldet, dass der Anhang aus unbekannter Ursache Schlagseite entwickelt habe. Die KNRM in Texel schickte die "Joke Dijkstra" mit einer zusätzlich von der "Dorus Rijkers" übernommenen Lenzpumpe zu Hilfe.
Der Schleppzug hielt derweil auf die Küste von Texel zu. Doch die Rettungsbemühungen waren fruchtlos. Noch bevor die Seenotretter aktiv werden konnten, kenterte die Fähre und sank kieloben in der See treibend in der Nordsee. Der Schleppzug war von Hoek van Holland nach Finnland
Küstenwachschlepper "Guardian“ bei der sinkenden Fähre
(Bild: KNRM)   Großbild klick!
unterwegs gewesen.
Die Fähre war unbesetzt, als sie sank. Die holländische Küstenwache schickte den Küstenwachschlepper "Guardian“ zur Unglücksstelle. Auch der Schlepper "Hurricane" von Noordgat war vor Ort. Aus Terschelling schickte Rijkswaterstaat die "Schuitengat", um eine Wracktonne auszulegen.
Die „Siebengebirge“ war einst eine Autofähre der Fährgesellschaft Honnef Pool. Sie verband das linke mit dem rechten Rheinufer zwischen Rolandseck und Bad Honnef. Das Schiff war der
Rheinfähre "Siebengebirge" kieloben
(Bild: KNRM)   Großbild klick!
96. Neubau der Schiffswerft Schmidt aus Remagen-Oberwinter und wurde seit 1969 bei Stromkilometer 640 eingesetzt.
Im Juli 2013 havarierte sie bei einer Überfahrt von Rolandseck in Richtung Bad Honnef kurz nach dem Ablegen. Wegen eines Maschinenschadens trieb sie mit 55 Fahrgästen auf dem Rhein und musste nach einer Notankerung von der Feuerwehr zum Anleger nach Bad Honnef gezogen werden. 2015 wurde sie von einem auf der Lux-Werft in Mondorf erbauten Schiff ersetzt.
Sie war 39,5 Meter lang und 9,5 Meter breit. Der Antrieb erfolgte durch zwei Sechszylinder-Dieselmotoren von MAN mit jeweils 178 kW über zwei Schottel-Ruderpropeller. Die maximal zulässige Gesamtlast der Fähre betrug 60 Tonnen. Sie war vor Kurzem von der „Itasca“ von Königswinter nach Rotterdam gebracht worden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schleppzug drohte auf Galveston Island zu stranden
(30.04.17) Die US Coastguard war gemeinsam mit der G & H Towing and T & T Marine Salvage bemüht, den Schlepper "OSG Independence", 677 BRZ (IMO-Nr.: 7906849), und die Barge "OSG 243" am 29.4. vor einer Strandung auf Galveston Island zu bewahren. Um 14:19 Uhr war die Coastguard Houston-Galveston alarmiert worden, nachdem sich die Barge in schwerer See vor der Galveston Island Pleasure Pier von dem Schlepper losgerissen hatte. Die beiden ausgebrachten Anker hielten nicht im Grund.
Beim Versuch, die Notschleppvorrichtung zu aktivieren, geriet diese unter den Schlepper und blockierte dessen Steuerbordpropeller. Die Marine Safety Unit Texas City und das Galveston Police Department trafen um 15.15 Uhr vor Ort ein. Ein Boot der Coastguard-Station Galveston sowie ein MH 65-Dolphin-Helikopter der Air Station Houston MH-65 Dolphin waren ebenfalls im Einsatz.
Gegen 16 Uhr traf der Schlepper "Thor" vor Ort ein und konnte die treibende Barge um 20:45 Uhr unter Kontrolle bekommen. Er begann, sie von der Küste wegzuziehen. Die "OSG Independence" erhielt Assistenz durch die Schlepper "Deacon", "Captain" und "Holt T". Die sechsköpfige Crew auf dem Schlepper sowie die zwei Mann auf der Barge blieben unversehrt.
Die Barge, die zuvor Gasöl transportiert hatte und die mit Inertgas befüllt worden war, um verbliebene Gase zu beseitigen, war unbeladen. Vor Ort waren bis zu acht Fuß hohe Wellen, die sich bei 40 Knoten Wind auf bis zu 12 Fuß aufbauen sollten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zugänge werden in Decks der Sewol geschnitten
(30.04.17) Das Suchtteam auf dem Wrack der Fähre "Sewol" begann am 30.4., einen Ausstellungsraum zu zerschneiden, der auf Deck 4 gestürzt war. Auch Teile von Deck 5 waren kollabiert, und die Trümmer mussten beseitigt werden, ebenso wie Trümmer am Bug auf Deck 5, um dem Team Zugang zu Kabinensektionen auuf Deck 4 zu verschaffen. Diese Arbeiten sollten rund vier Tage dauern.
Ein 20x-22 Meter großes Loch musste dazu geschnitten werden. Bislang wurden etliche Habseligkeiten, aber keine Überreste von Menschen an Bord gefunden. Die Suche im achteren Bereich von Deck 4 wurde beinahe abgeschlossen. Zudem versuchten Arbeiter, in den Kombüsenbereich auf Deck 5 vorzustoßen, der bislang unzugänglich gewesen war.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Versorgungsboot bei Izmit
(30.04.17) Am 29.4. um 16.20 Uhr kam es zu einer Explosion im Maschinenraum des türkischen Versorgungsbootes "Serdar II" (MMSI-Nr.: 271041728), das längsseits des türkischen LPG-Tankers "Habas", 6529 BRZ (IMO-Nr.: 8208426) im Golf von Izmit lag und Personal von diesem an Land bringen sollte. Drei Personen wurden verletzt und retteten sich durch einen Sprung ins Wasser. Insgesamt mussten neun Männer gerettet werden.
Sie kamen zur medizinischen Betreuung ins Krankenhaus. Nach der Explosion brach auf dem 10 Meter langen Fahrzeug ein Feuer aus, das auf den Tanker überzugreifen drohte. Schlepper kamen zu Hilfe und kühlten dessen Rumpf. Gleichzeitig wurde er aus der Gefahrenzone gebracht und das Feuer anschließend gelöscht. Die „Serdar II“ wurde schwer beschädigt.
Der Tanker hatte seine Ladung an der Tütünçiftlik-Plattform in der Bucht von gelöscht. Er war am 24.4. aus Temryuk ausgelaufen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker rammte Brücke in Groningen
(30.04.17) Am 28.4 wurde die Gerrit-Krolbrücke (Korrewegbrücke) über den Van Starkenborghkanaal in Groningen gegen Abend durch einen Binnentanker gerammt und musste für den Autoverkehr gesperrt werden. Am 1.5. wollte Rijkswaterstaat weitere Informationen zur Dauer der Sperrung geben. Fußgänger und Radfahrer konnten weiter über die benachbarte Fußgängerbrücke gelangen. Der unbeladene Tanker wurde mit einem Weiterfahrverbot belegt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Konstruktionsplattform "Agronauta"
(Bild: Viktor Favas)   Großbild klick!

Benalmádena: Konstruktionsplattform gestrandet
(29.04.17) Die Konstruktionsplattform "Agronauta" (IMO-Nr.: 0057048) lief am 28.4. weniger Meter vor dem Benalnatura Beach bei Torrequebrada auf Höhe des Sunset Beach (Benalmádena) auf Grund, nachdem sie sich von dem portugiesischen Schlepper „Monte Da Luz", 428 BRZ (IMO-Nr.: 9710153), vor der Küste von Benalmadena auf dem Weg von Cartagena nach Cadiz losgerissen hatte. Sie machte sich im Sturm vor der Küste von Málaga bei Wellenhöhen von bis zu fünf Metern und sechs bis sieben Beaufort Wind los. Versuche, sie unter Kontrolle zu bekommen, scheiterten trotz des Einsatzes des Schleppers “Vehintiocho“ aus Málaga, der um 10 Uhr auslief, sowie „Salvamar Alnitak" von Salvamento Marítimo ebenfalls aus Málaga.
Zwei Mal versuchten sie vergebens, die Notschleppeinrichtung zu aktivieren, doch die Schlepptrosse hatte sich an der Plattform verfangen und konnte so nicht wahrgenommen werden. Die Bergungsbemühungen wurden koordiniert vom MRCC in Tarifa. Um 14.18 Uhr trieb die Plattform auf den Strand. Salvamento Marítimo entsandte die "Luz de Mar" zur Überwachung der Lage, die um 17 Uhr vor Ort eintraf.
Der Zivilschutz sperrte den Strand für die Öffentlichkeit. Frühestens nächste Woche würde nach Wetterberuhigung eine Bergung angegangen werden können. Die „Agronauta" ist 20 Meter hoch, 43 Meter lang, 32 Meter breit und hat zwei Meter Tiefgang.
Sie wird zur Herstellung von Zementblöcken für Arbeiten auf See genutzt. An Bord waren nur 150 Liter Öl für die Bordelektrik. Sie hat keinen eigenen Antrieb, deshalb waren die Umweltrisiken begrenzt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Autofrachter "Gral San Martin"
(Bild: Carlos Nagueira)   Großbild klick!

Autofrachter mit Wassereinbruch in Santos
(29.04.17) Seit dem 3.4. liegt der liberianische Autofrachter "Gral San Martin", 40619 BRZ (IMO-Nr.: 9382097), am Terminal Exporter of Vehicles (TEV), in Guarujá im Hafen von Santos, nachdem er Wassereinbruch im Maschinenraum erlitten hatte. Das Schiff mit seiner 17-köpfigen Crew war um 00.50 Uhr eingelaufen und hatte um 11 Uhr den Hafen wieder verlassen sollen. Beim Auslaufmanöver kam es zum Wassereinbruch.
Die São Paulo Harbor Authority (CPSP) wurde alarmiert und schickte einen Inspektor an Bord. Dieser fand den unteren Schiffsbereich geflutet vor. Entweder hatte es einen Riss im Rumpf gegeben oder einen Fehler beim Bedienen des Ballasttanksystems. Die brasilianische Marine leitete eine Untersuchung ein.
Die "Gral San Martin" war zwar stabil, aber nicht mehr fahrtüchtig. Im Maschinenraum stand veröltes Wasser, das bislang noch nicht abgepumpt werden konnte. Miilfe von Bargen sollte durch die Companhia Docas do Estado de São Paulo (Codesp) und die Port Authority of Santos das Wasser ausgepumpt werden. Ein holländischer und ein deutscher Techniker wurden an Bord des Schiffes gebracht.
Auch ein Superintendent des Eigners wurde an Bord erwartet, um beim Lenzen und der Reparatur zu assistieren. Techniker der Environmental Company of the State of São Paulo (Cetesb) fanden keine Umweltschäden. Vorsorglich wurden aber Ölsperren ausgelegt und das Schiff kontinuiertlich überwacht. Das Schiff hatte 355 Fahrzgeuge am Vehicle Export Terminal (TEV) gelöscht, 572 weitere waren noch an Bord. Zwei waren nach Rio de Janeiro bestimmt, 570 für Paranaguá.
Quelle:Tim Schwabedissen



Skipper sinkender Yacht gerettet
(29.04.17) Die US Coast Guard rettete am 29.4. den Skipper der sinkenden Segelyacht “Aegir”, die 103 Meilen südöstlich von Apalachicola, Florida, um 1:48 Uhr Wassereinbruch erlitten hatte. Ein MH-60 Jayhawk Helikopter der Air Station Clearwater stieg auf und barg ihn von seinem Boot ab. Er wurde nach Clearwater geflogen. Auch ein MH-65 Dolphin Helikopter der Air Station New Orleans, eine Ocean Sentry des Aviation Training Center Mobile und das Patrollienboot “Marlin” waren im Einsatz.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei Personen von Segelyacht gerettet
(29.04.17) Die U.S. Coast Guard rettete am 29.4. zwei Personen von Reef Point, deren 40 Fuß lange Segelyacht “The Eleventh Hour” auf ein Riff gelaufen und leckgeschlagen war. Die Coast Guard North Carolina in Wilmington schickte ein 29-Fuß-Boot der Station Elizabeth City, das die beiden Segler aufnahm und sie zur New Hope Boat Ramp in Apex brachte. Ein Boot von TowBoatUS machte sich auf den Weg zur Strandungsstelle.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter sitzt im Chacabuco-Kanal auf Grund
(29.04.17) Der chilenische Frachter "Aegir", 913 BRZ (IMO-Nr.: 7396460), lief am 18.4. auf Position 45 44S 073 57W im chilenischen Chacabuco-Kanal in der Aysén-Region auf Grund. Er war mit Fischfutter auf dem Weg nach Punta Arenas. Da der Rumpf aufgerissen wurde, wurde der Havarist mit Wassereinbruch auf Grund gesetzt, um einen Untergang zu verhindern.
Die chilenische Marine schickte das Schnellboot „Aysen" und das Patroullienboot "LPM 4411" sowie die "Micalvi" zur Strandungsstelle. Die 12-köpfige Crew blieb unversehrt. Der Frachter muss vor der Bergung wohl geleichtert werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Binnenschiff drohte auf dem Rhein zu sinken
(29.04.17) Am Abend des 28.4. drohte das belgische Güterschiff „Siguenza", 1304 ts (EU-Nr.: 06003252) auf dem Rhein zu sinken, nachdem es plötzlich zu einem Wassereinbruch im Vorschiff gekommen war. Es war von Antwerpen kommend bergwärts in Richtung Kehl unterwegs. Ein Mann der zweiköpfigen Besatzung stellte einen massiven Wassereinbruch am Bug fest.
Wegen der Vorlastigkeit drohte das mit 1.200 Tonnen Kunstdünger beladene und 85 m lange Schiff zu sinken. Nach dem der 45jährige Schiffsführer sofort in Mannheim angelegt hatte, konnte durch den Einsatz der Hochleistungspumpen des Feuerlöschbootes „Metropolregion“ der Untergang verhindert werden. Es kam zu einer geringen Ölverschmutzung.
Für das Schiff wurde ein vorläufiges Weiterfahrverbot angeordnet und die Hinzuziehung eines Sachverständigen veranlasst. Bei den Sicherungsarbeiten waren Rettungskräfte des Deutschen Roten Kreuzes Mannheim, der Feuerwehr Mannheim, der Wasserschutzpolizeistation Ludwigshafen und der Wasserschutzpolizeistation Mannheim eingesetzt. Die weiteren führte die Wasserschutzpolizeistation Mannheim durch.
Es stellte sich heraus, dass während der Fahrt das Wasser der Bugwelle durch die Öffnungen der Ankerketten über das Vordeck in eine Öffnung in den Vorraum des Bugs gelaufen war. In dieser Öffnung sollte eigentlich ein Flaggenmast stecken, der vor ein paar Monaten entfernt wurde. Jedoch hatte niemand diese Öffnung danach verschlossen.
Außerdem waren bei der Fahrt am 28.4. noch weitere Türen und Luken nicht vorschriftsmäßig verschlossen worden. Die Wasserschutzpolizei Mannheim ermittelte nun strafrechtlich gegen den 45-jährigen belgischen Schiffsführer wegen Gewässerverunreinigung. Nach der Erfüllung von Auflagen, die durch das Wasserschifffahrtsamt Mannheim erteilt wurden, konnte das Schiff am Abend des 29.4. seine Fahrt nach Straßburg fortsetzen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wrack vor Poio geborgen
(29.04.17) Das Wrack des Kutters „Nuevo Marcos” wurde am Nachmittag des 28.4. gehoben und in den Hafen von Combarro in Poio geschleppt. Der Bug war durch die Kollision schwer beschädigt, und an Steuerbordseite klaffte ein weiteres Loch. Dieses war durch die Kollision des Kutters „Gamba III“ mit dem Wrack bei der Rettungsoperation gerissen worden. Die Civil Guard leitete eine Untersuchung ein.
Vor der Bergung aus sechs Metern Tiefe wurde durch Arbeiter der Werft Latero Sea und die portugiesische Ardentia Marine das Rigg entfernt. Das Wrack wird nach Ende der Untersuchungen abgewrackt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kaiserliche Pinasse in Scapa Flow entdeckt
(29.04.17) Ein bislang nicht bekanntes deutsches Schiffswrack wurde jetzt auf dem Grund von Scapa Flow entdeckt. Es handelte sich offenbar um eine Pinasse, die zur Versorgung der größeren Schiffe genutzt worden war. Sie dürfte mit ihrem Mutterschiff bei der Selbstversenkung der Kaiserlichen Flotte 1919 untergegangen sein.
Ein Team aus Orkney stieß mit dem Tauchboot “Valkyrie” auf das Boot, als es einen Sonarkontakt hatte. Taucher Simon Brown hatte vermutet, dass es sich um ein Torpedofangnetz handelte, von denen viele nach dem 1. und dem 2. Weltkrieg in der Bucht versenkt wurden. Stattdessen entdeckte er das Boot und untersuchte es rund eine Stunde lang.
Nach dem Fund wurde Kevin Heath der Taucherfirma Sula Diving verständigt, der anhand der Fotos das Wrack als Motor- oder Dieselpinasse identifizierte. Das Boot war samt aller Kupferarbeiten immer noch intakt. Der Fund hilft, die Geschichte von Scapa Flow auch in ihren kleineren Details weiter zu erforschen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Aufgegebene Behördenschiffe verschmutzen Iloilo River
(29.04.17) Aus den beiden aufgegebenen Baggerschiffen “Philports D-V” und “Philports D-III”, 896 BRZ (IMO-Nr.: 8109993), der philippinischen Ports Authority lief eine gelbe Substanz in die Gewässer von Barangay Concepcion aus. Die Schiffe, die von der Deggendorfer Werft und Eisenbau GmbH bzw. der Kegoya Dock K.K. erbaut wurden, lagen dort seit rund zwei Jahren, doch vor zwei Wochen begannen sie, Schlagseite zu entwickeln. Danach kam es zu der Kontamination.
Die Coastguard Iloilo fand heraus, dass es sich nicht um Öl handelte. Doch im Schiffsinnern wurde Öl gefunden. Die Hafenbehörde reinigte den Ölschlamm in den Baggern von Zeit zu Zeit. Insgesamt gehören ihr fünf aufgegebene Schiffe in der Umgebung. Die Behörde wurde aufgefordert, die Fahrzeuge aus dem Iloilo River zu räumen oder ins Dock zu bringen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Archivbild Aufklärungsschiff "Liman"
(Bild: Olaf Kuhnke)   Großbild klick!

Sietas-Frachter versenkte russisches Aufklärungsschiff vor Kilyos
(28.04.17) Vor der türkischen Küste im Schwarzen Meer kollidierte am 27.4. gegen Mittag das russische Aufklärungsschiff "Liman",1.560 ts, mit dem unter Togo-Flagge laufenden Tierfrachter "Youzarsif H", 2334 BRZ (IMO-Nr.: 7611547), vor dem Küstenort Kilyos nahe Istanbul. Der Frachter war mit einer Ladung von mehr als 8000 Schafen auf dem Weg von Capu Midia nach Aqaba. Dichter Nebel und schlechte Sicht hatten zu dem Zusammenstoß geführt.
Die „Liman" der russischen Schwarzmeerflotte wurde an Steuerbordseite unterhalb der Wasserlinie aufgerissen. Rettungsschiffe von SB-739 und EPRON der Hauptbase der russischen Schwarzmeerflotte eilten zur Unglücksstelle. Auch eine AN-26 stieg mit einem Rettungsteam an Bord auf.
Der Kampf um die "Liman" ging aber verloren. Die 78-köpfige Crew musste das Schiff aufgeben. Die türkische Küstenwache hatte den Schlepper „Kurtarma 3“ sowie die Rettungsboote „Kiyem 3“, „Kivi Emniyeti 6“ und „Kiyi Emniyeti 8“ zur Unglücksstelle geschickt. Sie übernahmen 37 Crewmitglieder, 15 weitere wurden vom Kollisionsgegner gerettet.
Die Schiffbrüchigen wurden von dem russischen Frachter "Ulus Star" (IMO-Nr.: 9297125), der sich auf der Reise von Astrachan nach Ravenna befand und zur 1,5 Meilen entfernten Unglücksstelle lief, vollzählig an Bord genommen. Die "Liman" sank um 14.48 Uhr auf Position 41.50 ° / 28.95 ° rund 40 Kilometer nordwestlich der Bosporus-Mündung. Der Viehfrachter selbst hatte nur leichte Schäden am Bug erlitten und machte sich daran, nach Midia zurückzukehren, wo er am 28.4. einlaufen sollte.
Die Schiffbrüchigen der „Liman“ wurden später mit einem russischen Flugzeug zurück in ihre Heimat gebracht. Der türkische Ministerpräsident Binali Yildirim setzte sich kurz nach dem Vorfall mit seinem russischen Kollegen Dmitri Medwedjew in Verbindung und vermittelte ihm seine Betroffenheit.
Die "Liman" war 73,3 Meter lang, 11,2 Meter breit und hatte einen Tiefgang von 3,9 Metern. Sie gehörte zu einer Serie von 29 in Danzig zwischen 1967 und 1973 erbauter Forschungsschiffe der NATO-Klassifikation Moma-Klasse. Neun von ihnen wurden später zu Aufklärungsschiffen umgebaut. Sie sind mit sensibler Technik zum Abhören von Funksprüchen und zum Orten elektronischer Signale ausgerüstet.
Die Marine Russlands hatte vier dieser Schiffe in ihrem Bestand. Zwei Schwesterschiffe der "Liman" fahren für die Marine Polens in der Ostsee. Die "Liman" wurde am 23.12.1970 von der Stochni Fullchnosti abgeliefert und kam zunächst zur Nordmeerflotte.
1974 kam sie zur Schwarzmeerflotte und machte über ein Dutzend ozeanographische Forschungsreisen in den Atlantik und den Indischen Ozean mit Besuchen in Halifax, St. John's, Savannah, Havanna, Dakar, Aden, Bombay, Colombo und Hodeida sowie etliche Reisen ins Mittelmeer. 1989 erfolgte der Umbau zum Aufklärungsschiff. Zwischen 1990 und 2010 war sie im Mittelmeer unterwegs.
Von April bis Mai 1999 beschattete sie NATO-Operationen in der Adria beim Jugoslawien-Krieg. Im Februar hatten russische Medien berichtet, die "Liman" werde ein Nato-Manöver im Schwarzen Meer verfolgen. Die „Youzarsif H" ist 81,36 Meter lang, 13,42 Meter breit, hat 5,03 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 2.560 Tonnen. Sie wurde 1977 bei der Norderwerft Hamburg als „Jan Kahrs“ für die Johann Kahrs KG, Stade, erbaut. 1988 wurde sie zur „Hamburg, lief 1990 als „Commodore Clipper“ und „Dana Iberia“, bis 1997 als „Duke“, bis 2003 als „Lem Alfa“ und bis 2006 als „Vima Alfa“.
Ursprünglich gehörte sie zum Typ 81, einer Containerfeederserie der Sietas-Werft in Hamburg. Die Baureihe wurde ab Anfang der 1970er Jahre von verschiedenen Reedereien in Auftrag gegeben. Bis 1977 wurden 22 Schiffe gebaut. Eingesetzt wurden die Schiffe anfangs vorwiegend auf europäischen Containerzubringerdiensten, wo sie bald zu einer Art Standardschiff wurden Heute findet man die Schiffe weltweit in der Küstenfahrt. Einige der Schiffe wurden auf der Norderwerft gebaut, die 1972 von der Sietas-Werft übernommen wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wrack der Jolly Rubino
(Bild: Quentin Muir)   Großbild klick!

Motorboot am Wrack der Jolly Rubino gekentert
(28.04.17) Am 27.4. um 09.49 Uhr wurde die NSRI Richards Bay alarmiert, weil das fünf Meter lange Motorboot “Kaikala” unweit des Wracks des italienischen RoRo-Frachters „Jolly Rubino“, 29119 BRZ (IMO-Nr.: 7708261), mit zwei Personen an Bord gekentert war. Es handelte sich um einen Vater mit seinem 20-jährigen Sohn. Dieser konnte das 600 Meter entfernte Ufer schwimmend erreichen, nachdem das Tomcat-Boot gegen sieben Uhr umgeschlagen war.
Er lief dann am Ufer entlang, bis er jemanden mit einem Mobiltelefon fand, der Alarm schlagen konnte. Der 49-jährige Vater konnte sich derweil auf den Kiel des eine halbe Meile vor dem Ufer treibenden Motorbootes retten. Die NSRI Richards Bay schickte die beiden Rettungsboote “Spirit of Richards Bay” und “Spirit of Round Table II” zu Hilfe.
Sie konnten den Mann unversehrt an Bord nehmen. Dann wurde die „Kaikala“ aufgerichtet und nach Richards Bay abgeschleppt. Die beiden Bootsfahrer aus Leandra waren beide Mitglieder des Zululand Yacht Club.
Die „Jolly Rubino“ war am 11.9.2002 auf der Fahrt von Durban nach Mombasa in Brand geraten und dann brennend zwölf Kilometer vom St. Lucia Wetland Park entfern gestrandet. An Bord hatte das Schiff nicht nur 1.100 Tonnen Treibstoff, sondern auch 46 Chemikalien-Container, von denen 25 durch die Havarie verloren gingen. Die Berger von Smit International leichterten das ausgebrannte Wrack und sprengten dann Löcher in den Rumpf, sodass der Rumpf destabilisiert wurde. Seitdem zerbrach der Frachter in mehrere Teile.
Quelle:Tim Schwabedissen



Segelyacht “Cloud Nine” und RNLI
(Bild: RNLI)   Großbild klick!

Cloud Nine in schwerer See
(28.04.17) Am 27.4. um 06.22 Uhr wurde das RNLI-Boot aus Longhope von der Coastguard alarmiert, nachdem die 10 Meter lange Segelyacht “Cloud Nine” rund sieben Meilen östlich von Orkney Ruderschaden erlitten hatte. Sie war unterwegs von Inverness nach Kirkwall, als bei starkem Seegang und nördlichen Winden mit Böen von 28 Meilen das Ruder blockierte. An Bord waren vier Crewmitglieder, von denen eines unter Seekrankheit litt.
Das Rettungsboot stellte eine Schleppverbindung her und zog den Havaristen zunächst in geschütztere Gewässer vor Copinsay. Nach einer Schleppfahrt von vier Stunden konnte die „Cloud Nine“ dann sicher an der Kirkwall Marina festgemacht werden. Das Rettungsboot meldete sich um 15.45 Uhr wieder klar auf Station.
Quelle:Tim Schwabedissen



Dock kenterte samt Tanker darin in Gdingen
(28.04.17) Am 27.4. sank der norwegische Chemikalientanker "Hordafor V", 1655 BRZ (IMO-Nr.: 9148843), beim Nauta Repair Shipyard in Danzig, nachdem das Schwimmdock Nr. 1, in dem er seit dem 16.4. zur Reparatur lag, volllief und kenterte. Nur Teile der Backbordseite des Schiffes ragten noch aus dem Hafenwasser, nachdem es sich samt dem Dock um 13.30 Uhr auf die Seite gelegt hatte. Werftarbeiter und Crew konnten unversehrt evakuiert werden. Die Feuerwehr legte um das gesunkene Dock Ölsperren aus. Taucher inspizierten die Unglücksstelle. Der Tanker war am 14.4. aus Hirtshals nach Polen zur Reparatur ausgelaufen, die nun erheblich aufwändiger ausfallen wird. Offenbar hatte ein umgestürzter Kran das Dock aus dem Gleichgewicht gebracht.
Der Eigner Hordafor AS in Bekkjarvik produziert Fischöl und hydrolysiertes marines Protein zur Verwendung in der norwegischen, asiatischen und europäischen Futtermittelindustrie. Das Unternehmen hat mehrere Spezialschiffe in der Nordsee und entlang der norwegischen Küste im Einsatz. Sie wurden speziell für das Transportieren von Silage aus Fischfarmen, Schlachthöfen und Verarbeitungsanlagen entwickelt.
Die “Hordafor V” ist 80 Meter lang, 11,14 Meter breit, hat 5,1 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 2.684 Tonnen. Sie wurde 1997 auf der Breko-Werft in Papendrecht erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Tanker in Alexandria
(28.04.17) Am 26.4. brach ein Feuer in einem der Ladetanks des italienischen Tankers "Rinella M", 25864 BRZ (IMO: 9351529), aus. Der Produktentanker hatte zu Löscharbeiten im Hafen von Alexandria gelegen. Er hatte rund 9.000 Tonnen Gasöl transportiert. Das Feuer sollte inzwischen unter Kontrolle gebracht worden sein. Die „Rinella M“ ist 180 Meter lang, 32,2 Meter breit, hat 8,7 Meter Tiefgang und eine Tragfäghigkeit von 40,416 Tonnen. Sie entstand 2006 bei der Santierul Naval Constanta Werft in Rumänien.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter versenkte Fährboot in Myanmar
(28.04.17) Eine Person wurde vermisst, 14 Passagiere konnten gerettet werden, nachdem der Kutter "Shwe Yee 9" ein Fährboot, das zwischen Kawthoung und Ranong verkehrte, rammte und dieses sank. Es war mit 15 Personen an Bord am Nachmittag aus Damaryone ausgelaufen. Zwei gerettete Frauen kamen ins Kawthoung Hospital.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter Stunden nach Werftaufenthalt havariert
(28.04.17) Am 27.4. wurde nachmittags die KNRM-Station Den Helder alarmiert, nachdem der britische Trawler "Kingfisher - DH 110", 122 BRZ (IMO-Nr.: 8644864), Maschinenschaden im Schulpengat erlitten hatte. Das Schiff hatte erst wenige Stunden zuvor die Damen-Werft in Den Helder verlassen. Das Rettungsboot “Joke Dijkstra" lief zu dem Havaristen.
Wegen der stürmischen See musste eine Schlepptrosse von 200 Metern Länge ausgefahren werden. Die Küstenwache schickte auf Anfrage hin auch das Rettungsboot aus Oudeschild, die "Cornelis Dito" zur Assistenz beim Manövrieren. Sie machte als Steuerschiff am Heck fest, als es in den Hafen von Den Helder ging.
Der Trawler wurde dann unweit der Seehafenschleuse festgemacht, und die beiden Rettungsboote konnten mit Dank entlassen werden. Die Reparatur der Maschine gelang binnen einer Stunde. Dann kehrte die "Kingfisher" wieder auf die Nordsee zurück.
Quelle:Tim Schwabedissen



Mahery verliert größere Mengen Öl
(28.04.17) Seit dem 26.4. sperrte der belgische Zivilschutz das Hafenbecken in Ostende, in dem der in Kongstown beheimatete Schlepper “Mahery”, 187 BRZ, gesunken war, mit Ölsperren ab. Nur noch das Vorschiff und die Aufbauten des verrotteten Schiffes ragten aus dem Wasser, und es liefen größere Mengen Öl aus. Bereits seit einiger Zeit war Wasser in den Rumpf eingedrungen, weshalb bereits am 24.4. erstmals Ölschlängel ausgelegt worden waren.
Aus dem Achterschiff liefen verschiedene ölhaltige Stoffe aus, Kraftstoff wie sonstige Öle. Sie trieben bis auf die andere Seite des Hafenbeckens hinüber. Die Feuerwehr musste die weitere Ausbreitung verhindern und im nächsten Schritt die im Wrack verbliebenen Ölmengen leichtern.
Diese Arbeiten gehen vorerst zu Lasten des Steuerzahlers. Die Maritime Service and Coastal Agency (MDK) haben ebenso wie die Polizei bislang vergeblich versucht, einen verantwortlichen Schiffsbesitzer ausfindig zu machen. Die „Mahery“ (MMSI - Nr.: 376184000) ist 29,3 Meter lang und 8,49 Meter breit. Sie entstand 1976 auf der Werft Gorokhovetskiy Sudostroitelnyy Zavod, Gorokhovets, in Russland mit der Bau-Nr. 344.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fünf Tote bei Kollision im Kolocep-Kanal befürchtet
(28.04.17) Am Abend des 24.4. kollidierten vor der Küste Süddalmatiens im Kolocep-Kanal zwischen Dubrovnik und Sipan zwei Boote. Dabei kamen mindestens drei Personen ums Leben, zwei wurden schwer verletzt, vier wurden noch vermisst. Sie waren Insassen eines kleineren Motorbootes, das auf dem Weg von Dubrovnik nach Sipan war.
Es handelte sich dabei die Betreiber und Angestellten des erst 2016 in der Bucht Pakljena eröffneten Restaurants Bowa. Ihr Boot war offenbar ohne Navigationslichter unterwegs, als es gegen 21.20 Uhr von einem SAR-Boot der Dubrovniker Hafenmeisterei gerammt wurde, das für einen dringenden Krankentransport nach Mljet, einer Nachbarinsel Sipans, gerufen worden war und sich zum Zeitpunkt des Unglücks ebenfalls im Kolocep-Kanal befand.
Bei der sofort angelaufenen Suchaktion wurde zunächst einer von anfangs fünf vermissten Bootsinsassen tot gefunden. Von den anderen vier fehlte bislang noch jede Spur. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie den Unfall überlebt haben, dürfte aber gering sein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuerwehr rettete Bordkatze
(28.04.17) Auf dem Wohnschiff „Relax“, das im Dessel-Schoten-Kanal auf Höhe des Albertkanals an der Sluizenstraat in Schoten lag, brach am 27.4. ein Feuer aus. In dem im Achterschiff gelegenen Maschinenraum war es plötzlich zu starker Rauchentwicklung gekommen. Die Feuerwehr war rasch vor Ort und konnte nicht nur eine weitere Ausbreitung des Feuers verhindern, sondern auch die Bordkatze retten.
Sie war zurückgeblieben, als sich die Bootsfahrer an Land retteten. Der Sachschaden auf dem Schiff blieb auch begrenzt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ermittlungen zu tödlichem Kutterunglück vor Poio
(28.04.17) Die ersten Ermittlungen der Civil Guard in Pontevedra erhärteten die Hypothese, dass der Untergang des Kutters “Nuevo Marcos” aus Portonovo vor Poio durch Unaufmerksamkeit des Rudergängers verschuldet worden sein könnte. Dadurch kollidierte das Schiff mit einer alten Pier und sank. Zwei Crewmitglieder konnten sich retten, die beiden anderen, bei denen es sich um ihre Eltern handelte, kamen ums Leben.
Vor dem Unfall hatte ein anderer Kutter der „Nuevo Marcos” mitgeteilt, dass sich eine große Fischbank an der Unfallstelle befand, so entschloss sich die Crew, von Marin, wo sie zuvor Fisch angelandet hatten, direkt nach Combarro zu laufen. Wieso es dann aber zur Kollision mit dem Wasserbauwerk, dessen Lage durchaus bekannt war, kam, blieb zunächst unklar.
Mehr Licht in das Geschehen hofften die Ermittler von der Vernehmung der beiden Überlebenden in den kommenden Tagen zu bekommen. Auch soll das Wrack des Kutters, das nur auf sieben Metern Tiefe liegt, wegen der Gefährdung für die Schifffahrt wohl gehoben werden. Tatsächlich war es gefunden worden, als der an der Rettungsaktion beteiligte Kutter „Gamba III” mit ihm kollidierte. Als Konsequenz aus dem Unglück soll das Bauwerk möglicherweise nun mit einem Signallicht versehen werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Stundenlanger Kampf um leckgeschlagenen Kutter
(28.04.17) Fünf Stunden lang waren Seenotretter am 25.4. bemüht, einen 28 Fuß langen Holzkutter, der starken Wassereinbruch erlitten hatte, zu retten. Der neue Eigner hatte das Schiff in Brightlingsea erworben und wollte ihn nach Canvey Island überführen, als durch die morschen Holzgänge immer mehr Wasser eindrang. Er versuchte, den nächstgelegenen Hafen von Burnham-on-Crouch zu erreichen, während er Wasser auslenzte. Das RNLI-Boot aus West Mersea wurde um 14.20 Uhr alarmiert und übergab eine weitere Lenzpumpe. Dennoch hatte der Kutter weiterhin starken Wassereinbruch.
Deshalb wurde zusätzlich das RNLI-Boot aus Burnham-on-Crouch zu Hilfe gerufen. Gemeinsam gelang es, die Lage unter Kontrolle zu bekommen und das Schiff nach Crouch zu schleppen. Um 19.30 Uhr kehrte das Boot aus West Mersea auf seine Station zurück.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter nach Neyland abgeschleppt
(28.04.17) Am 24.4. wurde das RNLI-Boot aus Angle um 11.21 Uhr alarmiert, nachdem der 11 Meter lange Kutter „M 675“ mit zwei Personen an Bord drei Meilen südwestlich von Linney Head Maschinenausfall erlitten hatte. Nachdem die Seenotretter sich vergewissert hatten, dass an Bord alles wohlauf war, wurde eine Schleppverbindung hergestellt und der Havarist nach Neyland gezogen. Hier wurde er am Kai festgemacht und der Rettungseinsatz um 14.50 Uhr beendet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Vier seekranke Männer aus Seenot gerettet
(28.04.17) Das 40 Fuß lange Motorboot „Perche No“ erlitt am 26.4. Ruderausfall und lief vor Sheerness auf Grund. Die Coastguard alarmierte das Rettungsboot „George and Ivy Swanson” der örtlichen RNLI-Station. Nach ersten Berichten war das Boot auf Höhe der Kentish-Untiefen bei einem Offshore-Windpark festgekommen.
Dann wurde es 19 Meilen von der Rettungsboot-Station bei der Princes-Channel-Tonne No. 2 lokalisiert. Die „Perche No“ war von London nach Ramsgate unterwegs gewesen. Die Crew, bestehend aus vier älteren Männern, litt heftig an Seekrankheit. Es wurde daraufhin entschieden, ihr Boot zurück nach Whitstable Harbour zu schleppen, wo es um 02.20 _Uhr festgemacht werden konnte. Das Rettungsboot lief um 3.05 Uhr zurück zu seiner Station.
Quelle:Tim Schwabedissen



Segelyacht "Nanette" und US-Coastguard
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Cape Hatteras: USCG kommt havarierter Yacht zu Hilfe
(27.04.17) Die U.S. Coast Guard rettete am 26.4. die zweiköpfige Crew der 43 Fuß langen Segelyacht "Nanette", der in schwerer See der Propeller blockierte, als sie sich 13 Meilen südlich von Cape Hatteras befand. Gegen sechs Uhr fing die Coast Guard North Carolina in Wilmington einen Notruf auf und schickte ein 47-Fuß-Boot der Coast Guard Station Hatteras Inlet sowie eine C-130 Hercules und einen MH-60 Jayhawk Helikopter der Air Station Elizabeth City sowie das Patroullienboot "Rollin Fritch" zu Hilfe.
Die Flugeinheiten lokalisierten das Boot, das dann zunächst von dem Rettungsboot auf den Haken genommen werden konnte. Die "Rollin Fritch" übernahm es nach ihrem Eintreffen und schleppte es zum Beaufort Inlet, wo TowBoatUS sich der "Nanette" annahm und sie zur Portside Marina in Morehead City schleppte.
Quelle:Tim Schwabedissen



"City of Amsterdam" mit 50 Meter langem Riss
(Bild: Anna Schoeppe)   Großbild klick!

City of Amsterdam nach Bremerhaven zur Reparatur
(27.04.17) Der englische Autofrachter "City of Amsterdam" hat vier Tage nach der Kollision mit der “Conmar Avenue” den Kommunalhafen in Rendsburg am 26.4. um 16.30 Uhr wieder verlassen. Mit dem rund 50 Meter langen Riss an Backbord-Seite weithin sichtbar passierte er den Kanal westwärts und nahm über die Nordsee Kurs auf Bremerhaven. Hier soll die Ladung gelöscht und das Schiff anschließend repariert werden.
Um 23.40 Uhr machte der Havarist im Fischereihafen von Bremerhaven fest. Die “Conmar Avenue”, die erheblich glimpflicher davon gekommen war, als sie mit ihrem Wellenbrecher auf dem Vorschiff den Autocarrier aufschlitzte, hatte bereits am Unglückstag den Kieler Hafen nach Abschluss der Untersuchungen wieder verlassen dürfen. Sie traf am 24.4. im Zielhafen Helsinki ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ausgedienter Schlepper "Mahery"
(Bild: Michael van Bosch)   Großbild klick!

Ausgedienter Schlepper in Ostende gesunken
(27.04.17) Am Morgen des 26.4. wurde der belgische Zivilschutz alarmiert, nachdem am Vuurtorendock in Ostende der unter St. Vincent-Grenadines-Flagge registrierte Schlepper "Mahery", 187 BRZ (IMO-Nr.: 8854158), gesunken war. Bereits am 24.4. waren Ölsperren um das seit Jahren aufgelegte Schiff ausgebracht worden, weil Öl aus dem maroden Rumpf leckte. Nach einem starken Wassereinbruch sackte er zwei Tage später übers Heck weg.
Erneut rückten Zivilschutz, Polizei und Feuerwehr aus, um das mit dem Vorschiff noch aufragende Wrack zu sichern. Diesmal liefen erhebliche Ölmengen ins Hafenbecken aus. Da der Zugang zu den angrenzenden Gewässern aber sehr schmal war, wurde keine Ausbreitung dorthin befürchtet.
Die “Mahery” wurde 1976 bei der russischen Gorokhovetskiy Sudostroitelnyy Zavod erbaut und lief bis 1992 unter litauischer Flagge als “ Svyturys“ und bis 2008 als „Shvituris“. Das Schiff ist 27 Meter lang, 8.49 Meter breit, hat 4,34 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 257 Tonnen. Die Hafenbehörde in Ostende suchte bereits seit einiger Zeit nach dem Eigner, weil das offenkundig aufgegebene Schiff einer Hafensanierung im Wege lag.
Quelle:Tim Schwabedissen



Indonesische Fähre abgeschleppt
(27.04.17) Die indonesische Schnellfähre "Weesam Express 3", 146 BRZ (IMO-Nr.: 9093024), musste nach einem Ruderschaden nach Cebu geschleppt werden. Sie war am 25.4. gegen acht Uhr bei Lawis Ledge vor Talisay City von Tagbilaran City, Bohol, manövrierunfähig geworden und trieb 14 Meilen vor dem Zielhafen An Bord befanden sich 21 Passagiere und 15 Crewmitglieder. Die Cebu Coastguard schickte einen Schlepper zur Assistenz. Die "Tugboat 1" traf um 12.20 Uhr am Havaristen ein. Am Nachmittag erreichte das Fährschiff von Weesam die Pier 1 im Hafen von Cebu City.
Quelle:Tim Schwabedissen



Indonesische Schnellfähre ging in Flammen auf
(27.04.17) Die indonesische Schnellfähre “Zevolution 9 – Princes Debble” explodierte am 27.4. um 8.35 Uhr in den Gewässern von Ayer Island bei den Seribu Inseln in der Thousand Islands Regency. Sie hatte 19 Passagiere und eine dreiköpfige Crew an Bord und war vom Marina Dock in Ancol nach Ayer Island, Putri Island, Pelangi Island und Macan Island unterwegs. Nachdem im Maschinenraum ein Feuer entstanden war, breitete es sich rasch über das Schiff aus.
Alle Passagiere und die Crew wurden mithilfe von Fischern und der Polizei evakuiert. Ein Fahrgast erlitt Verbrennungen am Arm und kam ins Atmajaya Pluit Penjaringan Hospital. Die North Jakarta Firefighting and Rescue Agency schickte ein Löschboot, dem es nach einer Stunde gelang, das Feuer zu löschen. Die Geretteten wurden zum Marine Police Office in Jakarta Metro Police in Pondok Dayung, Tanjung Priok gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Drei Schiffe bei Kollision in Benoa beschädigt
(27.04.17) Am 21.4. gegen 19 Uhr kollidierte das indonesische Fahrgastschiff "Wilis", 2620 BRZ (IMO-Nr.: 9157210), im Osthafen von Benoa, Denpasar, in Bali mit dem dort am Kai liegenden Ausflugsschiff "Sea Safari VII". Beim Anlegemanöver hatte es einen Ausfall der Steuerbordmaschine erlitten und wurde von der Strömung erfasst. Es rammte zunächst den Kai und wurde dann in das Heck des Ausflugsbootes gedrückt.
Dieses wiederum kollidierte daraufhin mit dem vor ihm festgemachten, japanischen Longliner "Ryoyoshimaru No. 08", 379 BRZ (IMO-Nr.: 9172911). Die "Wilis", die eine 64-köpfige Crew und 46 Passagiere an Bord hatte, wurde oberhalb der Wasserlinie aufgerissen. Die "Sea Safari VIII" wurde zu beiden Seiten des Rumpfes und am Steuerbordbug beschädigt, die "Ryoyoshimaru No. 08" am Schanzkleid und ebenfalls dem Steuerbordvorschiff. Der Schaden betrug rund 100,000 US-Dollar.
Quelle:Tim Schwabedissen



Taucher entdeckten Wrack mit Wehrmachtsbeute
(27.04.17) Russische Taucher haben im Schwarzen Meer möglicherweise das Wrack des Frachters „Boy Feddersen“ entdeckt, der im Zweiten Weltkrieg vor der Krim durch einen Torpedo versenkt wurde. Er hatte beim Untergang vermutlich Wertgegenstände an Bord, die die deutsche Wehrmacht auf der von ihr besetzten Schwarzmeerhalbinsel erbeutet hatte. Das Wrack wurde westlich der Krim, zwischen Sewastopol und dem Kap Tarkhankut, gefunden.
Das Team von Tieftaucher Roman Dunajew hatte dort eigentlich nach den U-Booten "L-23" und "D-4" gesucht, die ebenfalls in der Region im Zweiten Weltkrieg versenkt wurden. Das Wrack des Frachters wurde hydroakustisch vermessen und mit den Maßen der „Boy Feddersen“ verglichen. Dabei wurde eine 95-prozentige Übereinstimmung festgestellt.
Für Mai 2017 wurde nun eine Expedition geplant, um das Wrack detailliert zu untersuchen. Die „Boy Feddersen war im Jahr 1914 als „Anhalt“ in Bremen vom Stapel gelaufen. In den Folgejahren kam das Schiff zuerst unter britische dann unter spanische Flagge.
Anfang der 1930er Jahre wurde es an die Sowjetunion verkauft und in „Charkow“ umbenannt. Im Jahr 1941 wurde es beim Rückzug der Roten Armee in Nikolajew selbst versenkt, jedoch von den Deutschen wieder gehoben und als „Boy Feddersen“ in Fahrt gebracht.
Im August 1943 war es unter Geleitschutz der rumänischen Kriegsschiffe „Regina Maria“, „Maresti“, „Admiral Murgescu“ und „Dumitrescu“ westlich der Krim unterwegs, als der Konvoi von sowjetischen Flugzeugen und der "D-4" angegriffen wurde. Der Frachter wurde beschädigt und sank am folgenden Tag vor Jewpatoria. Die Besatzung konnte gerettet werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Überlebende Crewmitglieder der Explosion auf Tamar abgeborgen
(27.04.17) Die beiden bei einer Explosion auf dem Frachter "Tamar" verletzten Crewmitglieder wurden am 26.4. um 4:30 Uhr von einem Hubschrauber der portugiesischen Coast Guard gemeinsam mit drei Fallschirmrettern des New York Air National Guard 106th Rescue Wing abgeborgen. Er erreichte gegen sieben Uhr Terceira Island, wo ein Düsenflugzeug der portugiesischen Air Force bereits mit einem Ärzteteam bereitstand, um die Verletzten nach Lissabon zu bringen.
Ursprünglich war von drei Verletzten und einem Toten die Rede gewesen, doch am 24.4. um 19.45 Uhr meldete der Kapitän der "Tamar", dass ein weiteres Crewmitglied gestorben sei.
Retter des New York Air National Guard 106th Rescue Wing waren um 21.30 Uhr über dem Havaristen abgesprungen und übernahmen die Erstversorgung der Überlebenden. Inzwischen wurde bekannt, dass bei einer Hafenstaatsinspektion am 15.3. in Spanien sechs Mängel gefunden worden, von denen zwei die Feuersicherheit und den Antrieb betrafen, insbesondere die Hilfsmaschinen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schlepper auf Mississippi gehoben
(27.04.17) Das nach dessen Untergang eingerichtete Unified Command beendete den Einsatz am Schlepper "Todd Brown" am 26.4. nach der erfolgreichen Bergung des am 17.4. auf der rechten Flussbank gesunkenen Schiffes. Es hatte bei Flussmeile 940 auf dem Mississippi nahe Columbus, Kentucky, gelegen. Das Wrack wurde anschließend zur Ingram Repair Facility transportiert.
Während der neuntägigen Bergungsarbeiten waren 235 Gallonen Diesel ausgelaufen. Die SWS Enviromental Services beseitigten die Kontamination. Außerdem pumpten die Berger mehr als 10,500 Gallonen verölten Wassers aus dem Rumpf und verhinderten weitere Verschmutzungen. Das in den Tanks verbliebene Öl sollte nun bei Ingram abgepumpt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bergung gekenterter Barge bei San Francisco wird Wochen dauern
(27.04.17) Das Unified Command, das nach dem Untergang der 112 Fuß langen Barge “Vengeance” bei San Francisco mit Vertretern der U.S. Coast Guard, des California Department of Fish and Wildlife’s Office of Spill Prevention and Response, des San Francisco Department of Emergency Management, der Vortex Marine Construction und des Bay Area Rapid Transit District eingerichtet wurde, bereitete die Ölbeseitigung und die Bergung des Wracks vor. Diese sollte am 27.4. durch die Global Diving and Salvage beginnen. Zunächst musste der Rumpf des am 7.4. südlich der Bay Bridge gekenterten Fahrzeugs auf dem Meeresgrund gedreht und aufgerichtet werden.
Die Vorbereitungen dazu dürften mehrere Wochen dauern. Taucher müssten Anker auf dem Grund ausbringen und mit der Barge verbinden. Wenn das Gerät aufgeriggt ist, sollen die Ankerzüge unter Spannung gesetzt werden und das Wrack in Rotation versetzen. Danach soll es an die Wasseroberfläche gebracht und abgeschleppt werden.
Im Zuge der Arbeiten galt es auch Ölaustritte zu vermeiden und den Tunnel der BART Transbay Tube, auf dem die „Vengeance“ zu liegen kam, zu schützen. Um die Untergansstelle wurde eine 350 Meter weite Sicherheitszone eingerichtet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schlepper sank in Fidalgo Bay
(27.04.17) Ein Schlepper der Waterfront Construction, der längsseits der Barge “Miss Tanna” vertäut war, sank am Abend des 19.4. in der Fidalgo Bay. Mithilfe des Krans der Barge, die zu Baggerarbeiten eingesetzt wurde, und Pumpen konnte der Schlepper wieder gehoben worden. Die US Coast Guard schickte ein Boot, um die Untergangsstelle auf mögliche Ölaustritte hin zu überwachen.
Das Ruderhaus des Schleppers war über Wasser sichtbar geblieben. Er lag mit der Steuerbordseite nach oben, sodass die Ölventile nicht unter Wasser lagen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter bei Brand in Honolulu schwer beschädigt
(27.04.17) Am 20.4. wurde das Honolulu Fire Department um 13.53 Uhr alarmiert, nachdem auf dem 79 Fuß langen Kutter “Elizabeth” an Pier 38 ein Feuer ausgebrochen war. Rauch und Flammen schlugen aus dem vorderen Bereich des Schiffes. Neun Einsatzfahrzeuge waren mit 35 Mann vor Ort und bekämpften den Brand mit Wasser und Schaum. Um 15.47 Uhr wurde Feuer aus gemeldet.
Alle fünf Mann, die sich auf der „Elizabeth“ befunden hatten, konnten unversehrt gerettet werden. Auch die Coast Guard war im Einsatz. Der Kutter wurde erheblich beschädigt, es kam aber zu keinen Ölaustritten oder Wassereinbruch. Die „Elizabeth” ist 24,50 Meter lang, sieben Meter breit und hat drei Meter Tiefgang.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler in Agadir in Flammen stehend gesunken
(27.04.17) Der marokkanische Trawler “Abou Al Wafa”, 431 BRZ (IMO-Nr.: 8820987), geriet bei Reparaturarbeiten am 26.4. gegen 11 Uhr am Kai von Dock 6 in Agadir in Brand. Die Feuerwehr war rasch vor Ort und versuchte zwei Stunden lang, das Feuer unter Kontrolle zu bekommen. Sie konnte jedoch nicht verhindern, dass es sich auf das gesamte Schiff ausbreitete.
Durch das Löschwasser legte sich dieses immer weiter in Richtung des Kais nach Steuerbord über. Andere Schiffe, die in der Nähe lagen, wurden vorsorglich aus dem Umfeld des Trawlers gebracht, um ein weiteres Ausbreiten des Feuers zu verhindern. Schließlich legte sich die „Abou Al Wafa“, immer noch in Rauchwolken gehüllt, auf die Seite und kenterte vollends.
Während der Löscharbeiten wurden zwei Feuerwehrleute und ein Arbeiter erheblich verletzt. Sie kamen ins Hassan II-Provinzkrankenhaus zur Behandlung. Der Brand wurde wohl durch Schweißarbeiten an Bord ausgelöst.
Die „Abou Al Wafa“ ist 38 Meter lang, neun Meter breit, hat 3,68 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 274 Tonnen. Sie wurde 1990 bei der Manche Industrie Marine in Dieppe erbaut und ist in Agadir beheimatet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bootsunglück bei Bettenty forderte 21 Tote
(27.04.17) Nach dem Kentern eines senegalesischen Bootes bei Bettenty in Foundiougne am 25.4. waren 21 Tote zu beklagen. 51 Menschen überlebten das Unglück, das durch Überladung und starken Wellengang verursacht wurde. Es hatte sich wenige Kilometer von der Stadt Toubacouta entfernt ereignet.
Die Opfer waren alle Frauen, darunter ein Mädchen im Alter von 15 Jahren. Drei weitere Personen, darunter der Kapitän der Pirogge und zwei schwangere Frauen, kamen ins Krankenhaus in Sokone. Die Identifizierung der Toten dauerte noch an.
Quelle:Tim Schwabedissen



ahrgastschiff "Mestre Ênio"
(Bild: Marucs Dacosta)   Großbild klick!

Fahrgastschiff auf Amazonas gekentert
(26.04.17) Das für 120 Passagiere zugelassene, brasilianische Fahrgastschiff "Mestre Ênio" kollidierte auf dem Weg nach Juruá auf dem Amazonas am Morgen des 25.4. gegen sieben auf dem Solimões River unweit von Alvarães, rund 531 Kilometer von Manaus entfernt, mit einem Baumstamm auf einer Flussbank und begann zu sinken. Es gelang der Crew, es am Ufer festzumachen, wo die über 100 Passagiere unversehrt an Land gebracht werden konnten. Das Schiff sank dann übers Heck weg und kenterte.
Es blieb auf der Seite liegend halb unter Wasser am Flussufer liegen. Die Schiffbrüchigen wurden von der River Agency ins 1,5 Fahrstunden entfernte Tefé gebracht. Die brasilianische Marine leitete eine Untersuchung ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schaden an der "Ebba Brahe"
(Bild: Daniel Henriksson)   Großbild klick!

Erste Fähre der Gränna – Visingsø-Linie kehrt nach Kollision zurück
(26.04.17) Die schwedische Fähre "Christina Brahe" lief am 26.4. weiter in dem Fahrplan der "Braheborg", 334 BRZ (MMSI-Nr.: 265706360), die aber am Morgen des 27.4. wieder in den Fährdienst zwischen Gränna und Visingsø zurückkehren sollte. Sie war am 23.4. mit der am Kai liegenden "Ebba Brahe", 334 BRZ (IMO-Nr.: 8816900), zusammengestoßen, als sie den Hafen von Visingsø ansteuerte. Dabei wurden beide Fähren beschädigt, wobei die Reparatur der „Braheborg“ weniger aufwändig war.
Die als Ersatz eingesetzte "Christina Brahe" kann nur rund 15 Autos laden. Die "Ebba Brahe", die an Rumpf und Deck sowie dem Ventilationssystem Schäden davontrug, wird noch länger ausfallen. Die "Braheborg" wurde am 25.4. erfolgreich in den Häfen von Gränna und Visingsø getestet. Sie hatte in der vergangenen Zeit wiederholt technische Fehler erlitten.
Am 7.7.2014 gab es ein Problem mit der Hydraulik. Am 22.9.2014 kam es zu einem Maschinenschaden im Sturm vor Vättern. Sie brach die Überfahrt von Vättern daraufhin ab. Am 19.2.2015 kam es erneut zu technischen Problemen, als der Feueralarm nicht funktionierte. Am 20.4.2016 gab es einen Fehler in der Bordelektrik.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht „Di più“
(Bild: Manuel Migliorini)   Großbild klick!

Gestrandete Yacht vor Rimini geborgen
(26.04.17) Fünf Tage nach ihrer Strandung auf der Außenmole von Rimini wurde das stark zerstörte Wrack der 15 Meter langen, italienischen Yacht „Di più“ (MMSI-Nr.:247034440) durch das Kranschiff „Amedeo“ von Ecotec am 22.4. geborgen. Der genaue Hergang der Havarie war weiterhin unklar. Die Ermittlungen konzentrierten sich auf die Ursache für den Maschinenausfall, der die Bavaria 50 am Nachmittag des 18.4. bei der Ansteuerung des Hafens manövrierunfähig werden ließ.
Sie war daraufhin in der Brandung vor der Hafeneinfahrt gekentert und von den Wellen auf die Mole geworfen worden. Vier der sechs italienischen Crewmitglieder kamen dabei ums Leben. Auf der
Yacht brachen Kiel, Ruder und Rigg. Sie hatte sich auf einer Überführungsfahrt von Ravenna nach
Trapani befunden.
„Di più“ wird über den Wellenbrecher gehievt
(Bild: Katy Stickland)   Großbild klick!
An Bord befand sich eine sechsköpfige Crew aus Verona, darunter fünf Männer und eine Frau und allesamt erfahrene Segler. Offensichtlich wurden sie von den aus nordöstlicher Richtung kommenden Bora-Winden mit über 40 Knoten überrascht und steuerte den Hafen von Rimini an, wobei sie über Funk von Land aus unterstützt wurde.
Bei der Ansteuerung versagte aber der Motor, und das Vorsegel ließ sich in der bedrängten Lage nicht ausrollen. Die Yacht wurde vom hohen Seegang auf die Seite geworfen und erst gegen und schließlich auf die Hafenmole getrieben.

„Di più“ geborgen
(Bild: Gianluca Moretti)   Großbild klick!
Der Wellenbrecher, der der Marina Rimini vorgelagert ist, besteht aus einer L-förmigen Steinmole, die die Ansteuerung bei starkem auflandigem Nordost-Wind und dem damit einhergehendem Seegang sehr anspruchsvoll macht.
Wind und Wellen drücken in Richtung Marina und Mole und lassen eine gefährliche Legerwall-Situation entstehen. Genau als die drei Meter hohen Wellen bei der Ansteuerung von achtern kamen und die Yacht sich in der schwierige Brandungszone der Mole befand, versagte der Motor. Die Versuche, sie wieder zu starten, missglückten.
Die Yacht wurde auf die Mole geschmettert und wenig später nach Brechen des Mastes komplett kieloben gedreht. Die Rettungskräfte fanden wenig später eine Person tot auf, drei weitere Crewmitglieder wurden zunächst vermisst. Ihre Leichen wurden erst am Morgen des 19.4. nach einem nächtlichen Sucheinsatz gefunden. Zwei von ihnen wurden an die Mole gespült, eine war vom Strom vertrieben worden. Unter den Toten waren ein 65-jähriger Segler und seine 38-jährige Tochter. Die überlebenden Crewmitglieder, ein 39 Jahre alter und ein 69 Jahre alter Mann, kamen ins Krankenhaus. Die italienische Küstenwache ging derzeit davon aus, dass der Motor unmittelbar vor Erreichen der Mole ausgefallen war, möglicherweise, weil der Diesel in den Tanks der 12 Jahre alten Yacht verunreinigt oder Wasser im Tank war.
Beim Auslaufen sei die Yacht in einem perfekten Zustand gewesen, sagte Carlo Calvelli, einer der beiden Überlebenden. Skipper Alessandro Fabbri, der auf dem Unglückstörn auch Skipper gewesen sein soll, starb bei der Havarie. Der 67-jährige Arzt hatte sich trotz der schlechten Wettervorhersage für das Auslaufen zu dem Törn entschieden, der sein letzter werden sollte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Binnenschiff in Hamburg zerbrochen und gesunken
(26.04.17) Am 25.4. gegen Mittag zerbrach das polnische Binnenschiff "Nawa 9", 920 ts (EU-Nr.: 08348096), beim Laden von Eisensilikat an der Norderelbbrücke im Hamburger Hafen. Die dreiköpfige Crew sprang über Bord und musste sich schwimmend an Land retten. Nur noch die Back und das Dach des Ruderhauses ragten aus dem Wasser. Die Feuerwehr war mit Einsatzbooten vor Ort und sicherte die Untergangsstelle mit Ölsperren gegen die Ausbreitung auslaufenden Kraftstoffs.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter saß auf Paraná fest
(26.04.17) Der unter Marshall-Islands-Flagge registrierte Bulkcarrier "Beatrice", 31229 BRZ (IMO-Nr.: 9430818), lief am Abend des 23.4. auf dem Paraná River auf Grund. Er war flussabwärts von Rosario nach As Salif im Jemen unterwegs. Neun Stunden später konnte der Frachter wieder flottgemacht werden und ging nahe Puerto Paraná in der Flussmündung zu Inspektionen vor Anker.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schubverband havarierte in Regensburger Schleuse
(26.04.17) Am 24.4. gegen 21.30 Uhr rammte auf dem Europakanal ein mit 800 Tonnen Holz beladener Schubverband, bestehend aus dem slowakischen Schubschlepper "Muflon 8", 28,1 ts (EU-Nr.: 9448028) und einem Schubleichter, an der Schleuse Regenburg zwei Schiffe des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes. Der 57jährige slowakische Schiffsführer befand sich im Oberwasser der Schleuse im Schleusenkanal auf Talfahrt.
Kurz vor dem Einlaufen in die Schleusenkammer fielen wegen eines technischen Defekts alle Systeme an Bord aus. Als Notmanöver ließ die Besatzung die Heck- und Buganker des Verbandes fallen, um den Verband aufzustoppen.
Wegen der im Schleusenkanal als Abdichtung auf dem Kanalgrund ausgebrachten Asphaltierung griffen die Anker jedoch nicht, und das Schiff prallte erst an die Kaimauer am Nordufer, schrammte dort entlang und rammte schließlich sowohl ein dort festgemachtes Peil- wie auch ein Bereisungsschiff des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Regensburg. Auf beiden Behördenschiffen war keine Crew an Bord.
Beide Schiffe wurden durch den Aufprall erheblich beschädigt. Der Schubverband wurde noch in der Nacht von einem Gutachter untersucht. Die Weiterfahrt des slowakischen Schiffsverbandes wurde verboten. Trotz des Unfalls gab es keine Verkehrsbehinderung im Schleusenbereich. Nach ersten Schätzungen lag der Schaden im sechsstelligen Eurobereich.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ponton in Hamburg vor Untergang bewahrt
(26.04.17) Am 18.4. schlug um 17:10 Uhr an der Hamburger Admiralitätsstraße bei der Schaartorschleuse ein Arbeitsponton leck. Der Ponton, auf dem sich ein Bagger befand und der für Hochwasserschutzbau in der Schaartorschleuse eingesetzt war, drohte zu sinken. Mithilfe von Pumpen des Betreibers und der Technik- und Umweltschutzwache der Feuerwehr Hamburg gelang es, den Ponton soweit zu stabilisieren und zu lenzen, dass er aus der Schaartorschleuse durch einen Hafenschlepper zur Kehrwiederspitze geschleppt werden konnte.
Durch das Löschboot "Branddirektor Krüger" wurden die Lenzmaßnahmen mit zwei Saugleitungen unterstützt. Es konnten so große Mengen Wasser aus den Kammern des Pontons gepumpt werden. Durch den Feuerwehrkran wurde ein Stromerzeuger an Bord des Pontons gehievt, um große Tauchpumpen betreiben zu können.
Kurz nach 21 Uhr konnte der Havarist von der Kehrwiederspitze zu einer Werft auf der anderen Elbseite geschleppt werden. Der Schleppverband wurde hierbei durch das Löschboot begleitet. Dort wurde er an Land gesetzt. Ein Löschzug der Berufsfeuerwehr, ein Führungsdienst, ein Umweltdienst, die Spezialeinsatzgruppe Taucher, ein Wechselladerfahrzeug mit Abrollbehälter, ein Feuerwehrkran, ein Wechselladerfahrzeug mit Abrollbehälter ein Löschboot und ein Kleinboot waren mit 22 Einsatzkräften an der Bergung beteiligt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker drohte geschlossene Klappbrücke zu rammen
(26.04.17) Der norwegische Chemikalientanker "Bergstraum", 6045 BRZ (IMO-Nr.: 9108740), drohte am 24.4. um 09.43 Uhr mit der Spijkenisse-Brücke in Moerdijk und einem Baggerschiff zu kollidieren. Der Tanker kam aus Dordrecht und lief auf die Klappbrücke zu, die sich aber bei der Annäherung des Schiffes nicht öffnete. Nur wenige Meter vor dem Bauwerk leitete der Kapitän ein Ausweichmanöver ein und ging mit voller Fahrt zurück. Dabei verfehlte er einen von Hoogvliets kommenden Bagger, der die Brücke passierte, nur knapp.
Zuvor hatte es einen Ausfall der beweglichen Teile der Brücke gegeben. Sie wurde aber manuell gefahren und danach erfolgreich getestet. Sie sollte dann wegen zahlreicher Schiffe geöffnet werden, wobei der Klappmechanismus aber wieder versagte.
Es war noch unklar, ob der Kapitän für die Passage grünes Licht erhalten hatte oder nachlässig gehandelt hatte. Rijkswaterstaat leitete eine Untersuchung des Vorfalls wie auch der Ursache des Brückenversagens ein. Der Tanker konnte, nachdem die Brücke gegen 12 Uhr wieder funktionierte, die Reise nach Alesund in Richtung Nordsee fortsetzen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter sank vor Combarro – drei Tote
(24.04.17) Der Kutter “Nuevo Marcos” aus Portonovo kollidierte am Morgen des 26.4. gegen vier Uhr bei der Rückkehr von Fangfahrt mit einer Mole auf dem Ría de Pontevedra, erlitt Wassereinbruch und sank nahe der Insel Tambo vor Combarro. Drei Mann der aus Campelo stammenden Crew kamen ums Leben. Die beiden anderen konnten gerettet werden. Einer von ihnen schwamm eineinhalb Stunden, ehe er das Ufer erreichte.
Um 5.40 Uhr fand ihn ein Anwohner mit Unterkühlungen am Strand von Cantero in Poio. Fünf Minuten darauf wurde Salvamento Marítimo alarmiert und schickte den Hubschrauber Pesca 2. Auch die Civil Guard, die Coast Guard, Sanxenxo GES und der Zivilschutz in Poio beteiligten sich an der Rettungsaktion.
Zwei der Fischer wurden seither tot geborgen, einer lebend von dem Kutter „Churus“ aus dem Wasser gezogen und ein weiterer noch vermisst. Gegen 10 Uhr wurde das Wrack in kaum mehr als zwei Metern Wassertiefe kieloben liegend von der „Gamba No. 3“ entdeckt. Taucher durchsuchten das Schiffsinnere, konnten aber niemanden finden.
Am Nachmittag wollten sie den Einsatz fortsetzen und das Fanggeschirr wegräumen. Einer der Überlebenden berichtete, er habe in seiner Koje im Vorschiff geschlafen, als er einen Stoß wahrnahm. Der Skipper versuchte noch, die Küste zu erreichen, doch auf dem Weg dorthin kenterte die „Nuevo Marcos“.
Der Kutter war bereits in der Vergangenheit zwei Mal in Havarien verwickelt gewesen. Am 9.11.2006 lief er bei A Lanzada in O Grove auf Grund. Die vierköpfige Crew blieb unversehrt. Am 8.6.2007 erlitt er Wassereinbruch 300 Meter vor Sálvora. Die vierköpfige Besatzung sprang ins Wasser und wurde von der „Nueva Rincha", dem Boot des Bruders des Skippers der "Nuevo Marcos", Francisco Castiñeira Balea, gerettet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutterwrack von Insel geräumt
(26.04.17) Die chinesischen Behörden haben am 23.4. das Wrack eines Kutters von der Küste der Insel Huangyan in der Südchinesischen See beseitigt. Die Arbeiten wurden durch das Nanhai Rescue Bureau of the Ministry of Transport auf Weisung der Maritime Safety Administration in Sansha in der Hainan Provinzu durchgeführt.
Das in Hainan beheimatete Schiff war am 27.11.2016 in der Lagune von Huangyan Island aufgelaufen, als es Schutz vor dem Tropensturm Tokage suchte. Die 19 –köpfige Crew wurde vom Hainan Maritime Search and Rescue Center gerettet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Deutscher Segler tot auf treibender Yacht entdeckt
(26.04.17) Die Polizei in Grenada bestätigte, dass die Leiche eines deutschen Seglers an Bord der 40 Fuß langen Yacht “Vamp” entdeckt wurde, die sieben Meilen südlich der karibischen Insel trieb. Eine Gruppe von Tauchern aus Grenada hatte das Boot am 13.4. ausgemacht und die Grenada Coast Guard verständigt. Diese ging an Bord der Yacht, die mit beschädigten Segeln im Meer trieb, und fand den verwesten Leichnam.
Die „Vamp“ wurde zur Coastguard-Base geschleppt. Bei der Durchsuchung fand sich der Ausweis des 62-jährigen Bernd Ludwig Ottogottel. Das deutsche Konsulat wurde verständigt. Das Boot war von den Kanaren gekommen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre von Seegang beschädigt
(266.04.17) Die britische Fähre "Hrossey", 11720 BRZ (IMO-Nr.: 9244960), musste am 25.4. in den Hafen von Aberdeen zurückkehren, nachdem nach vorne gewandte Fenster der Bordbar von einer Freakwelle beschädigt wurden. Das Schiff war um 17 Uhr nach Shetland via Orkney ausgelaufen. Um 21.30 Uhr war es zurück im Hafen. Die Reparatur wurde während der Nachtstunden durchgeführt, und um 5.15 Uhr des 26.4. lief die „Hrossey“ erneut aus.
Sie sollte um 11.30 Uhr in Kirkwall festmachen und eine Stunde später die Reise nach Lerwick in Shetland fortsetzen. Auch eine Fähre von Caledonian MacBrayne, die "Loch Seaforth", kämpfte mit dem Seegang im Minch.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gestrandetes Marineboot wird nicht geborgen
(26.04.17) Das Patroullienboot „Kiro“ der Fiji-Marine, das im vergangenen Jahr auf dem Cakauyawa Reef nahe Nukulau Island strandete, wird nicht geborgen. Das Schiff verbleibt auf dem Riff, alle umweltgefährdenden Stoffe wurden inzwischen von Bord geholt. Das Wrack stellte kein Risiko mehr da.
Damit verblieben der Marine noch vier Schiffe, von denen allerdings aktuell nur die RFNS „Kula“ einsatzfähig ist. Die „Kikau“ soll in Australien überholt werden, die „Lautoka“ wartete auf strukturelle Untersuchungen und die „Levuka“ auf die Außerdienststellung.
Quelle:Tim Schwabedissen



Hafendampfer rammte nach Herzinfarkt des Kapitäns Brücke in Kiel
(26.04.17) Der Kieler Hafendampfer "Laboe" 266 BRZ (IMO-Nr.: 8400086), der SFK kollidierte am 26.4. um 8.41 Uhr mit dem Fähranleger Seegarten in der Kieler Innenstadt t. Der Kapitän hatte während des Anlegemanövers einen Herzinfarkt erlitten. Bei der Havarie wurde noch ein weiteres Besatzungsmitglied verletzt.
Der Kapitän kam in ein Kieler Krankenhaus. Wie hoch der Schaden war, konnte die Wasserschutzpolizei Kiel, die Ermittlungen einleitete, noch nicht sagen. Der Havarist wurde an den Betriebshof der SFK in der Hörn gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motoryacht auf Streckdamm
(Bild: KNRM)   Großbild klick!

Motoryacht saß vor Hansweert fest
(25.04.17) Am Abend des 23.4. lief eine Motoryacht bei Tonne 81-A vor Hansweert auf einen Streckdamm. Als die „Jan Van Engelsburg“ der KNRM eintraf, war das Boot schon fast trocken gefallen. Zwei Rettungsmänner stiegen an Bord über, um die beiden Personen zu checken. Ein Bootsfahrer wurde von Bord geholt und zurück nach Hansweert gebracht.
Der Skipper blieb in Erwartung der Flut auf seinem Boot. Ein Schlepper von Multraship hielt sich in der Nähe bereit, es wieder flottzumachen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht sank vor Concarneau
(25.04.17) Am 24.04. wurde das CROSS Etel von einer 11 Meter langen Yacht alarmiert, die Antriebsschaden neun Kilometer vor Concarneau westlich von Trévignon erlitten hatte. Die zweiköpfige Crew meldete unkontrollierbaren Wassereinbruch. Um 12.34 Uhr funkte das CROSS ein Mayday Relay und schickte das Rettungsboot "SNC 127" der Station Trevignon/Concarneau sowie einen Dragon-Helikopter. Das Patroullienboot "Elorn - P 601" reagierte auf das Mayday-Relay und setzte ein Festrumpfschlauchboot aus. Es nahm die beiden Bootsfahrer an Bord, wenige Minuten, bevor dieses sank.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre rammte Kai in Bonifacio
(25.04.17) Am 24.4. um 19.30 Uhr kollidierte die italienische Fähre "Giraglia", 2123 BRZ (IMO-Nr.: 8013235), eine Stunde nach dem Verlassen des Hafens von Santa Teresa di Gallura beim Einlaufen mit dem Anleger in Bonifacio. Offenbar hatte es einen Maschinenversager gegeben, sodass das Schiff nicht rechtzeitig aufstoppen konnte. Menschen kamen nicht zu Schaden, doch der Rumpf der Fähre wurde beschädigt, und sie durfte den Hafen nicht mehr verlassen.
Am 25.4. sollte eine Inspektion stattfinden. Vor gut einem Jahr, am 11.4.2016, war die "Giraglia" von Bonifacio kommend vor Santa Teresa Gallura auf Grund gelaufen. Zwei Schlepper von Vincenzo Onorato hatten sie seinerzeit wieder flottgemacht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei Havarien auf dem Rhein
(25.04.17) Fahrfehler haben am 22.4. zu zwei Havarien auf dem Rhein bei Mainz und bei Filsen gegenüber von Boppard geführt. Ein Tankmotorschiff lief im Mainzer Industriehafen auf Grund und kam erst fünf Stunden später wieder frei. Das mit rund 1.000 Tonnen Butan beladene Motorschiff wurde beim Auslaufen aus dem Hafen von der Strömung wieder zurückgetrieben. Der Schiffsführer hatte offenbar die Strömung nicht richtig eingeschätzt.
Versuche, aus eigener Kraft wieder freizukommen, scheiterten. Das Schwellwasser des Tankers beschädigte zudem den Steg eines Wassersportvereins und ein kleines Boot. Erst ein zu Hilfe gerufenes Schlepper konnte den Havaristen in tieferes Wasser ziehen. Während der Bergung waren der Hafen und ein Seitenarm des Rheins für die Berufsschifffahrt gesperrt.
Weiter stromabwärts kam am selben das Ausflugsschiff „Loreley Elegance“ (MMSI-Nr.: 211511080) bei Filsen im Rhein-Lahn-Kreis fest. Es geriet beim Wenden wegen eines Fahrfehlers zu weit ans rechte Ufer. Bei der daraus resultierenden Grundberührung wurde die Ruderanlage beschädigt.
Das Schiff konnte an den Fähranleger wenige Meter manövriert werden. Weil es aber am Heck beschädigt worden war, drang achtern Wasser ein, das jedoch mit den Lenzpumpen gehalten werden konnte. Ein anderes Schiff half, den Havaristen ins nahe Kamp-Bornhofen zu bringen. Der Fährverkehr zwischen Boppard und Filsen war währenddessen fast eine Stunde lang unterbrochen. Am 23.4. wurde das Schiff von einem Schlepper flussabwärts zu der Lux-Werft in Niederkassel-Mondorf gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter lief vor Porto Buso auf Grund
(25.04.17) Auf dem Weg von Oran nach Alexandria lief der unter Tuvalu-Flagge registrierte Frachter "Amira Eman", 4107 BRZ (IMO-Nr.: 9118288), mit über 4,500 Tonnen Stahlprodukten für die Fabriken in San Giorgio di Nogaro, am Abend des 20.4. in der Mündung von Porto Buso (Grado), im Fahrwasser des Corno, der nach Porto Nogaro in San Giorgio di Nogaro (Udine) führt, auf Grund. Das Schiff hatte gerade einen Assistenzschlepper losgeworfen, als es festkam. Die Bergung wurde vom Hafenkapitän von Monfalcone und den maritimen Behörden von Porto Nogar koordiniert.
Die "CP 846" aus Grado überwachte den Einsatz des Schleppers "Val", der den Havaristen binnen einer Stunde wieder flottmachte. Da er unversehrt geblieben war, konnte er die Reise nach Alexandria zwei Stunden später fortsetzen. Am Morgen des 25.4. traf er vor dem ägyptischen Hafen ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ein Toter und drei Verletzte bei Explosion auf Frachter
(25.04.17) Am 24.4. um sieben Uhr kam es auf dem unter Marshall-Islands-Flagge laufenden Bulkcarrier "Tamar", 32987 BRZ (IMO-Nr.: 9456226) zu einer Explosion auf Position 39 19 N 042 31 W im Nordatlantik. Der Frachter war unterwegs von Baltimore nach Gibraltar. Dabei kam ein Crewmitglied ums Leben, drei wurden verletzt. Ein Feuer in dem Lagerraum im Vorschiff, das nach der Explosion ausbrach, konnte gelöscht werden.
Die U.S. Coast Guard koordinierte nach dem Notruf des Kapitäns eine Rettungsaktion mit dem New York Air National Guard’s 106th Rescue Wing sowie der kanadischen und portugiesischen Coast Guard zur Versorgung der Verletzten auf der "Tamar", die sich 1,300 Meilen vor Cape Cod befand. Vom New York Air National Guard’s 106th Rescue Wing stieg eine HC-130 mit sechs Rettungsfallschirmspringern an Bord auf. Sie wurde um 18.30 Uhr am Havaristen erwartet.
Die Rettungscrew sollte dann mit einem kleinen Boot ausgestattet über See abspringen und vor Ort medizinische Hilfe für die Verletzten leisten. Die kanadische Coastguard dirigierte zwei ihrer Schiffe mit einem medizinischen Assistenten an Bord zur „Tamar“, die gegen Mitternacht vor Ort sein sollten.
Da die Maschinenanlage von der Explosion nicht betroffen war, setzte der Frachter unterdessen die Reise in Richtung der Azoren fort. Auch ein Frachter reagierte auf den Notruf und wollte sich gegen 18 Uhr mit dem Havaristen treffen, um nötigenfalls Hilfe zu leisten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bergungsversuch bei Sidon gescheitert
(25.04.17) Ein Versuch, den am Vortag am Strand von Sidon aufgelaufenen Frachter "Nabil J" am 24.4. mit einem Schlepper zu bergen, schlug fehl. Nun gab es Sorge, dass es zu einem Auslaufen der sieben Tonnen Diesel in den Tanks des in der Brandung arbeitenden Schiffes kommen könnte. Deshalb wartete man vor Ort dringlich auf das Eintreffen eines stärkeren Schleppers, der aus Jounieh angefordert worden war.
Dessen Eintreffen verzögerte sich allerdings wegen starken Windes um rund 10 Stunden. Die Crew der „Nabil J“ blieb unterdessen an Bord.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sechs Fischer im Wettlauf mit der Flut gerettet
(25.04.17) Der namibische Kutter “Fukula” lief am Morgen des 21.4. 12,7 Meilen südlich von Port Nolloth auf der Fahrt nach Saldanha Bay bei De Beers an der südafrikanischen Atlantikküste auf Grund. Die sechsköpfige Crew wurde mit einer Leine, die von Land aus übergeben wurde, in einem Wettlauf gegen die Zeit gerettet.
Die in Lüderitz beheimatete, frühere “African Bounty” lag in schwer zugänglichem Gebiet beim Aeroplane Hole zwischen Kleinzee und Port Nolloth an der Küstenlinie von Namaqualand auf Felsen auf der Backbordseite. Als die Retter des SAMSA Maritime Rescue Coordination Centre (MRCC) eintrafen, war sie bereits zu zwei Dritteln gesunken. Als erstes war das Charterschiff “Aukwatowa” aus Port Nolloth 1,5 Stunden nach der Havarie vor Ort. Eine erste Erkundung mit einem Schlauchboot musste wegen der noch herrschenden Dunkelheit abgebrochen werden. Es gelang aber, eine Leine hinüberzuwerfen und sie an Felsen festzumachen.
Binnen 45 Minuten waren alle Fischer auf diesem Wege in Sicherheit gebracht. Da die Flut auflief, hatten die Retter auch nur rund eine Stunde Zeit dazu. Nachdem das Schiff überspült wurde, begannen die 2,5 Tonnen Diesel an Bord auszulaufen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Verrotteter Trawler in Sutton wird nun abgewrackt
(25.04.17) In Sutton Harbour wird derzeit der aufgegebene Trawler “Guiding Star” von der Marine Services South West abgewrackt. Die Arbeiten werden zwei bis drei Wochen dauern. Das Schiff kam 2004 in den Hafen und sank wenig später dort am Ostkai voor dem China House Restaurant. Mit einer schwimmenden Arbeitsplattform und einem Kran rückten Berger dem verrotteten Schiff seit dem 25.4. zuleibe.
Das Holz des Rumpfes wurde zum Sugar House gebracht und dort für den weiteren Abtransport sortiert. Der Eigner hatte keine Finanzmittel zur Bergung. Deshalb musste die Sutton Harbour Holdings plc (SHH) selbst tätig werden. Vorangegangen war ein 11-jähriger Rechtsstreit. Im Oktober 2014 wurde ein Mann, den die Polizei wegen Fahrraddiebstahls verfolgte, auf der Flucht zwischen Schiffsrumpf und Kaimauer eingeklemmt, als er in den Hafen springen wollte, und ertrank beim Auflaufen der Flut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Enterhaken und Messer machten Skipper der Happy Times glücklich
(25.04.17) Das Rettungsboot der RNLI-Station Selsey wurde am 20.4. von der Coastguard Solent alarmiert, nachdem dem 10 Meter langen Angelkutter “Happy Times“ seine Fangausrüstung in den Propeller geraten war und er nun mit zwei Mann an Bord drei Meilen südwestlich von Selsey Bill manövrierunfähig in der See trieb. Das Rettungsboot „Voluntary Worker” warf mit seiner siebenköpfigen Freiwilligencrew um 17.42 Uhr los und war 11 Minuten später bei ruhiger See vor Ort. Der 2. Vormann stieg dann an Bord der Starfisher über.
Mit einem Enterhaken und einem langen Messer gelang es ihm um 18.04 Uhr, das Fanggerät loszuschneiden. Doch eine Leine hatte sich immer noch um den Propeller gewickelt. Der Skipper der “Happy Times” nahm mit dem anderen Motor Kurs auf Langstone Harbour, und das Rettungsboot konnte um 18.15 Uhr nach Selsey zurückkehren. 20 Minuten später war es wieder klar auf Station.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trümmer zerbrochener Motoryacht trieben auf mehreren Meilen am Lake Michigan an
(25.04.17) Der Ludington State Park Beach wurde am 24.4. wieder geöffnet. Angetriebene Trümmer der dort gestrandeten, 76,7 Fuß langen Motoryacht „Tica“ hatten zu Sicherheitsbedenken geführt. Freiwillige Helfer des Friends of Ludington State Park hatten das Treibgut vom Strand geräumt. Der Eigner Randall West hatte das 1964 erbaute Boot, bevor es verloren ging, gerade gekauft und wollte es in seine Heimatstadt Traverse City überführen, als es am 15.4. unweit des Big Sable Point Leuchtturms auf dem Lake Michigan Wassereinbruch erlitt und auf Grund gesetzt werden musste.
Am 17.4. begannen erste Teile von der Yacht abzureißen. Gerade noch rechtzeitig gelang es, die 70 Gallonen Diesel aus den Tanks zu pumpen, nachdem die US Coastguard die Bergungsarbeiten übernommen hatte. Der Eigner, der nicht versichert war, hatte keine Mittel dazu. Ein Sturm am 20.4. machte der „Tica“ dann endgültig den Garaus, am 21.4. war sie komplett zerstört. Derzeit lagen rund 70 % des Wracks 300 Fuß vor dem Ufer unter Wasser, darunter auch die Dieselmaschinen.
Deren Bergung wurde derzeit vorbereitet. Die meisten Trümmer lagen auf einem eine dreiviertel Meile langen Abschnitt nördlich Big Sable Point Leuchtturms, aber einige trieben auch an dem 10 Meilen südlich gelegenen Stadtstrands von Ludington und in Pentwater, 20 Meilen südlich des Leuchtturms, an. Die Reinigung könnte noch den gesamten Sommer andauern.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gestrandetes ehemaliges Forschungsschiff könnte Tauchwrack werden
(25.04.17) Das auf Gloucester Island im Wirbelsturm Debbie gestrandete, ehemalige japanische Forschungsschiff “Tateyama Maru”, 160 BRZ (IMO-Nr.: 9199189), könnte als Tauchwrack vor Bowen eine neue Touristenattraktion werden. Der Bürgermeister von Whitsundays setzt sich für eine Versenkung des 35 Meter langen, zuletzt in Brisbane beheimateten Schiffes ein. Er hatte schon länger Pläne für eine solche Aktion, doch ein Marineschiff zu bekommen und zu versenken, würde rund eine Million Dollar kosten.
Nun hat er ein passendes Schiff zum Nullpreis vor der Haustür. Die Idee müsste von der Regierung und der Great Barrier Marine Park Authority unterstützt werden. Eigner Patrick von Stieglitz kann keine Bergung finanzieren. Der Ministerpräsident der Whitsundays, Jason Costigan, zeigte sich einverstanden, doch Vorrang müsste die Beseitigung der “Tateyama Maru” vom Strand des Nationalparks haben.
Das Schiff müsse zudem vor einer Versenkung gereinigt werden. Ein Sprecher von Transport and Main Roads sagte, eine Firma sei mit der Beseitigung von umweltgefährdenden Stoffen beauftragt worden. Derzeit würden die Bergungsoptionen geprüft.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wrack gesunkenen Schleppers wird untersucht
(25.04.17) Am 25.4. sollten Taucher das Wrack des Schleppers "Powhatan" bei Sitka inspizieren. Das Schiff der Samson Tug and Barge sank am Abend des 17.4. in der Staffigavan Bay und trieb danach 1,083 Fuß weit von einer Wassertiefe von erst 49 Fuß auf nun 197 Fuß. Samson schätzte, dass 325 Gallonen Ölabfall und 12 Gallonen Diesel an Bord waren. Die Taucher der Alaska Commercial Divers sollten weitere Ölaustritte minimieren.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ölfilm löst sich drei Tage nach Kollision in Las Palmas auf
(25.04.17) Die Unfalluntersuchungskommission CIAIM hat im Auftrag des spanischen Verkehrsministeriums damit begonnen, herauszufinden, warum die "Volcán de Tamasite" mit der Nelson Mandela-Pier in Las Palmas kollidierte. Nach einem Problem mit einer Schalttafel war das Ruder beim Auslaufen aus dem Hafen von Luz minutenlang blockiert gewesen, sodas das Schiff, statt Kurs auf Teneriffa zu nehmen, in einem Kreis zurücklief und frontal gegen die Betonmauer prallte.
Parallel hat auch die Hafenbehörde von Las Palmas eine Untersuchung eingeleitet. Inzwischen ist immerhin das Gros der 60 Tonnen Gasöl, die aus geborstenen Rohren in der Mole ausliefen, verdunstet. Die Verflüchtigung wurde auch durch hohe Temperaturen sowie den Einsatz von Booten von Salvamento Marítimo beschleunigt, sodass eine Verschmutzung der Küste vermieden werden konnte.
Der Ölfilm wurde mit mechanischen Mitteln aufgerissen. Bei der Nelson Mandela-Pier hatte er ein Gebiet von 500 Metern bedeckt. Das Rettungsboot „Salvamar Nunki" kontrollierte diesen am Morgen des 24.4., während die „Guardamar Talia" das Gebiet von La Garita überwachte.
Die Sasemar 103 stieg zu einem Kontrollflug auf. Die Ölbekämpfungsaktion wurde auch am 25.4. fortgesetzt, um sicherzustellen, dass auch alles Öl sich aufgelöst hatte. Tags zuvor war auch die letzte verletzte Person, die sich noch im Krankenhaus befunden hatte, wieder entlassen. Die Reparatur der Fähre bei Astican dauerte unterdessen an.
Quelle:Tim Schwabedissen



17 Tote bei Bootsunglück in Senegal
(25.04.17) 17 Frauen kamen ums Leben, über 40 Menschen wurden verletzt, als am 24.4. gegen 19 Uhr ein kleines Boot in der Fatick-Region in Zentralsenegal in unruhiger See kenterte. An Bord waren 60 Personen, darunter 51 Frauen. Die Verletzten wurden im Bettenty Health Center behandelt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht “Dunlin” und KNRM
(Bild: KNRM)   Großbild klick!

Texel: Segler starb vor holländischer Küste
(24.04.17) Am 23.4. um 9.45 Uhr kenterte die englische Yacht “Dunlin” zwischen Vlieland und Texel. Die KNRM-Boote aus Texel, Terschelling, De Cocksdorp und Vlieland sowie der NHV-Rettungshubschrauber wurden alarmiert. Das sieben Meter lange Boot trieb vor dem Eierlandse Gat in stürmischer See.
Bald waren die „Arie Visser“, „Graaf van Byland“, „Beursplein 5“ und weitere Rettungsboote vor Ort. Der Hubschrauber barg den Skipper aus der See, doch er war bereits tot. Die Küstenwache ging mittags von drei Crewmitgliedern aus.
Das Wrack wird an Land gezogen
(Bild: KNRM)   Großbild klick!
Am Nachmittag wurden auch die Boote aus De Koog und Oudeschild alarmiert. Die „Cornelis Dito“ suchte in nördlicher Richtung, die „Zalm“ gen Süden. Auch ein Taucherteam der Marine wurde mobilisiert, bis um 15.30 Uhr bekannt wurde, dass der Skipper allein an Bord gewesen war.
Daraufhin wurde die Suchaktion eingestellt und das Wrack zur Küste geschleppt. Das Einsatzfahrzeug Peter Kaan der Station de Koog fuhr auf den Strand zwischen Buhne 28 und dem Leuchtturm Cocksdorp. Das Boot wurde durch mit Leinen gesicherte Rettungsmänner aus dem Wasser gezogen und auf einem Lastwagen zur weiteren Untersuchung durch die Polizei abtransportiert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Katamaranfähre "Panagia Parou"
(Bild: Juan MAta)   Großbild klick!

Fähre in Algeciras gekentert und gesunken
(24.04.17) Am 22.4. war die unter Malta-Flagge registrierte Katamaranfähre "Panagia Parou", 4934 BRZ (IMO-Nr.: 9108049), im Hafen von Algeciras endgültig gesunken. Nur noch Teile der Steuerbordseite ragten aus dem Hafenwasser, nachdem das Schiff über mehrere Stunden hinweg langsam vollgelaufen war. Es war zunächst mit dem Heck auf Grund aufgesetzt und hatte sich dann immer weiter nach Backbord übergelegt, bis es 90 Grad auf der Seite lag und dann unterging.
Ölsperren wurden um das Wrack ausgelegt. Der Untergang war durch eine Kombination von
"Panagia Parou"
(Bild: Juan Mata)   Großbild klick!
schwerem Sturm und schlechtem Allgemeinzustand des Schiffes verursacht worden. Es war 1996 bei der Chantier Leroux & Lotz Naval in Saint-Malo für die SNCM als “NGV Asco” erbaut worden. Der Katamaran hat eine Länge von 102 Metern, eine Breite von 15,4 Metern und einen Tiefgang von 2,79 Metern bei einer Tragfähigkeit von 359 Tonnen.
Die vier Hauptmaschinen des Typs MTU 20V erzeugten bis zu 37,5 Knoten Fahrt. Die Passagierkapazität lag bei 576 Passagieren, außerdem konnten 150 Autos transportiert werden. Im April 1996 ging das Schiff zwischen Nizza und Livorno in Fahrt.
In den Sommermonaten 2002 und 2003 wurde es auf der Route Almeria - Ghazaout und Almeria - Oran eingesetzt. Im Mai 2005 erfolgte der Verkauf an die C-Link Ferries und die Umbenennung in „Panagia Parou“. Im Juli 2005 wurde es von Lavrio und Piräus nach Paros und Naxos sowie im Sommer 2006 in Charter der NEL Lines auf der Route Lavrio - Paros - Naxos - Katapola – Amorgos eingesetzt.
Am Saisonende ging das Schiff in Charter der ägyptischen Intercyclical Routes, danach wurde es für die Namma Lines als „Red Sea II“ im Roten Meer eingesetzt. Im Februar erwarb es die Nel Lines. Im Sommer wurde es in Charter der European Seaways auf der Bari - Durres Route eingesetzt, im September für zwei Monate im Heraklion – Santorini-Dienst. Von April bis September 2011 verkehrte es auf der Route Agios Konstantinos - Skiathos - Skopelos – Alonissos.
Im Juli 2012 begann eine Charter durch die marokkanische Inter Shipping im Dienst Tarifa - Tangier Ville, für die es aber zu groß war. Bis Charterende lief es auf der Linie Algeciras - Tanger Med und lag seit Dezember 2012 wegen finanzieller Probleme in Algeciras auf. Die Nel Lines brachen dann zusammen, und eine geplante Auktion zur Bezahlung der Schulden kam nie zustande.
Quelle:Tim Schwabedissen



Teneriffa: Fähre nach Kollision in der Werft – acht Strände wegen Ölfilms auf dem Meer gesperrt
(24.04.17) Die spanische Fähre "Volcán de Tamasite", 17343 BRZ (IMO-Nr.: 9281322), wurde am 23.4. bei der Astican Werft im Luz-Hafen in Las Palmas ins Trockendock gebracht. Dabei wurde das ganze Ausmaß der Schäden, die sie bei der Kollision mit der Nelson Mandela-Pier beim verunglückten Auslaufmanöver nach Santa Cruz erlitten hatte, deutlich. Nicht nur war das Vorschiff an Steuerbordseite auf mehreren Metern aufgerissen und eingedrückt, auch der Wulstbug hatte beim Aufprall auf die Mole erhebliche Blessuren davongetragen.
Derweil ging vor Las Palmas die durch die Kollision verursachte Ölbekämpfung weiter. Rund 60 Tonnen Leichtöl waren aus aufgerissenen Pipelines in dem auf 10 Metern Länge eingedrückten Bauwerk ausgelaufen. Acht Strände südlich von Las Palmas wurden auf einer Länge von 20 Kilometern zwischen San Cristóbal und Gnadowere für die Öffentlichkeit gesperrt.
Ölbekämpfungsschiffe waren im Einsatz, um den Ölfilm, der 15 Kilometer lang war und einen Kilometer vor der Küste trieb, zu beseitigen. Ein Aufklärungsflugzeug aus Telde überwachte dessen Drift. Die Reparatur der Kaianlage dürfte rund vier Monate dauern. Warum es nach dem Blackout auf der Fähre nicht gelungen war, das im Kreis laufende Schiff unter Kontrolle zu bekommen, war nun Gegenstand einer Untersuchung.
Die “Volcán de Tamasite” hat eine Länge von 142,45 Metern, eine Breite von 24,2 Metern, einen Tiefgang von 5,68 Metern und eine Tragfähigkeit von 3.500 Tonnen. Sie läuft für die Naviera Armas S.A. in Las Palmas de Gran Canaria und wurde 2004 bei der Hijos de J. Barreras S.A. in Vigo erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter "Nabil J"
(Bild: Aboudi Shreiteh)   Großbild klick!

Ehemaliger Arnisser Frachter vor Saïda aufgelaufen
(24.04.17) Am 23.4. lief der unter Sierra Leone-Flagge registrierte Frachter "Nabil J", 1773 BRZ (IMO-Nr.: 7125225), bei dem Hafen von Saïda in Sidon an der libanesischen Küste auf Grund. Das Schiff war am 8.4. aus Iskenderun ausgelaufen und hatte am 11.4. auf der Reede von Sidon Anker geworfen. Als es nach Saïda einlaufen wollte, riss es sich beim Ankerlichten los und geriet bei starkem Wind ins Treiben. Die Crew blieb vorerst an Bord. Der Frachter lag quer zur felsigen Küstenlinie in der Brandung. Zahlreiche Schaulustige versammelten sich rasch an der Strandungsstelle.
Die „Nabil J“ ist 76,6 Meter lang, 12,81 Meter breit, hat 4.05 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 1.426 Tonnen. Sie läuft für die Faros Shipping Co. in Beirut und wurde 1971 bei der Peters Schiffswerft, Wewelsfleth, als „Arnis“ für die dortige Reederei Hartmut Leistikow aus einem bei der Stader Schiffswerft GmbH, gefertigten Kasko erbaut. 1985 wurde sie zur „Unika“ und 2001 zur „Gina R“.
Am 14.2.2003 gegen 10:00 Uhr kollidierte sie bei Sichtweiten um 50 Metern im Fehmarnbelt westlich von Puttgarden mit dem Fischkutter „Liebe“. Sie stieß mit dem Bug mittschiffs gegen deren Rumpf und beschädigte ihn schwer. Der Kutter wurde mittels Lenzpumpen über Wasser gehalten und dann zu einem längeren Reparaturaufenthalt nach Heiligenhafen verbracht. Seit 2014 lief die „Gina R“ nun als „Nabil J“.
Quelle:Tim Schwabedissen



Autofrachter "City of Amsterdam"
(Bild: Juergen Braker)   Großbild klick!

Autofrachter auf der Hälfte seiner Länge aufgeschlitzt
(24.04.17) Nach der Kollision des britischen Autofrachters "City of Amsterdam", 9950 BRZ (IMO-Nr.: 9174751), mit dem unter Antigua-Barbuda-Flagge registrierten Containerfrachters "Conmar Bay", 10585 BRZ (IMO-Nr.: 9458975), erreichte der auf 50 Metern Länge bis zum Ladedeck aufgerissene Autocarrier den Kommunalhafen von Rendsburg am 22.4. um 22.30 Uhr und machte dort für die weiteren Untersuchungen fest.
Der Havarist hatte stundenlang an den Dalben der Weiche Breiholz warten müssen, bis der Winddruck so weit nachgelassen hatte, dass eine Passage mithilfe der Schlepper „Stein“ und „Bugsier 182 möglich war. Die „Conmar Avenue“ konnte den Kieler Nordhafen um 22 Uhr wieder verlassen und machte am 24.4. um 11.15 Uhr am Steveco Container Terminal in Helsinki fest.
Das Schiff hatte am Unglückstag auch noch einen oder mehrere Dalben am Kanalufer gerammt, war aber mit geringeren Schäden davon gekommen. Aber sein Wellenbrecher hatte die von Malmö kommende „City of Amsterdam“ so ungünstig getroffen, dass diese auf der Hälfte ihrer Länge aufgeschlitzt wurde. Diese hatte in der Weiche die Passage des ostgehenden Frachters abwarten wollen.
Bei stürmischem Wind wurde er dann aber vor den Bug des herannahenden Schiffes getrieben. Die „Conmar Avenue“ versuchte zwar noch, um den driftenden Autofrachter herumzukommen, traf ihn dann aber an Backbord. Der Brite wurde durch die Wucht des Aufpralls entgegen seiner ursprünglichen Fahrtrichtung gedreht. Die „City of Amsterdam” ist 100 Meter lang, 20 Meter breit, hat 4,7 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 2,779 Tonnen. Sie wurde 1999 beim Shin Kurushima Hiroshima Dockyard in Japan und läuft für die Nissan Motor Car Carrier Co Ltd. in Chuo-Ku.
Die „Conmar Bay” ist 151 Meter lang, 23 Meter breit, hat 7,6 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 13,000 Tonnen. Sie wurde 2012 auf dem Jiangdong Shipyard in Wuhu, China, erbaut und läuft für die Conmar Shipping Gmbh & Co. KG in Jork.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bergung gesunkenen Schleppers wird vorbereitet
(24.04.17) Das Unified Command setzte seinen Einsatz am Schlepper "Todd Brown”, der bei Flussmeile 940 auf dem Mississippi bei Columbus, Kentucky, gesunken war, am 23.4. fort. Berger bereiteten die Hebung des Wracks vor. Rund 100 Gallonen Diesel waren am 22.4. ausgelaufen und wurden von den SWS Enviromental Services beseitigt.
Die Leckage wurde abgedichtet. An den Flussufern wurde keine Verschmutzung entdeckt. Es gab aktuell keine Verkehrsbeschränkungen im Bereich der Unfallstelle. Das Unified Command besteht aus der US Coast Guard, der Ingram Barge Company, dem Kentucky Department of Environmental Protection und dem Missouri Department of Natural Resources.
Quelle:Tim Schwabedissen



Leckgeschlagenes Motorboot gesichert
(24.04.17) Die Coast Guard Station Shinnecock assistíerte am 22.4. dem 54 Fuß langen Motorboot “Kristen Lynn”, das beim Shinnecock Inlet, New York, um 11:21 Uhr einen Wassereinbruch erlitten und die Coast Guard Long Island Sound verständigt hatte. Ein 29-Fuß-Boot lief von der Station Shinnecock aus, außerdem kamen ein Hilfsboot der Coast Guard und Berger zu Hilfe. Das Rettungsboot war nach 15 Minuten vor Ort und setzte zwei Mann auf dem Havaristen ab, die beim Lenzen assistierten.
Es gelang, die Quelle des Wassereinbruchs, eine undichte Stelle am Propellerschaft, ausfindig zu machen und sie zu sichern. Dann eskortierte das Boot die “Kristen Lynn“ zur Oakland’s Marina in Hampton Bays, New York.
Quelle:Tim Schwabedissen



LNGC-Tanker lief auf Atoll auf und wurde schwer beschädigt
(24.04.17) Der von Osaka kommende LNGC-Tanker "Sevilla Knutsen", 110920 BRZ (IMO-Nr.: 9414632), lief am 17.4. auf eine kleine, nicht in den Seekarten ausgewiesene Insel, als er auf der Fahrt von Osaka nach Australien war. Das Schiff erlitt erheblichen Schaden am Bug und einen über den gesamten Kiel reichenden Riss im Rumpf, der auch die Doppelhülle betraf, sodass es zu einem Wassereinbruch kam. Es gelang der Crew, durch Umpumpen der Ballasttanks die Situation unter Kontrolle zu bekommen.
Das Schiff steuerte am 18.4. Guan an, wo sich eine amerikanische Marinebase befindet. Dem Schiff wurde aber keine Einlaufgenehmigung erteilt. Das US-Militär stellte aber einen Hubschrauber, um nötigenfalls die Crew zu evakuieren, und eine Fregatte, die die "Sevilla Knutsen" in Richtung der Philippinen eskortierte. Am 24.4. gegen vier Uhr erreichte der Havarist Cebu, wo er nun repariert werden sollte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter trieb vor Bishops Rock
(24.04.17) Die “Norah Wortley” der RNLI St. Davids kam am 21.4. dem 10 Meter langen Kutter „Mari Ann“ zu Hilfe, der um 14.55 Uhr mit Ruderschaden um Hilfe gebeten hatte. Die UK Coastguards mobilisierte das Rettungsboot aus St Davids zur Assistenz der zweiköpfigen Crew, deren Schiff nordwestlich des North Bishops Rock trieb.
Binnen 10 Minuten waren die Seenotretter vor Ort und nahmen den Havaristen auf den Haken nach Fishguard. Um 18:40 Uhr war das Rettungsboot wieder klar auf Station.
Quelle:Tim Schwabedissen



Hunderte von Passagieren nach Kollision in Bangladesch gerettet
(24.04.17) Der mit Sand beladene Frachter “ Masud-Mamun 1” sank am 22.4. gegen 16 Uhr nach der Kollision mit der Schnellfähre “Green Line 2” bei Beltola Point auf dem Kirtankhola River in Barisal Sadar, Bangladesch. Die Katamaranfähre, die mit rund 400 Passagieren besetzt nach Dhaka unterwegs gewesen war und mit hoher Fahrt frontal gegen den Frachter prallte, wurde nahe des Flussufers in Charbaria ebenfalls sinkend auf Grund gesetzt. Alle Fahrgäste und die Crew wurden gerettet, ebenso die sechsköpfige Besatzung des Frachters, der von Dhaka nach Barisal unterwegs war.
Anwohner halfen den Passagieren mit provisorischen Brücken aus Bamus und Baumstämmen an Land. Das Bergungsschiff „Sundarban 9” brachte die Schiffbrüchigen nach Dhaka. Der Frachter war mit 525 Tonnen Kohle beladen in Richtung Noapara in Jessore unterwegs gewesen.
Er wurde beim Zusammenstoß so stark aufgerissen, dass er sofort unterging und seine Crew ans Ufer schwimmen musste. Am Abend begann das Rettungsschiff „Nirvik” der Bangladesh Inland Water Transport Authority mit Bergungsarbeiten. Die „Green Line 2“ lag derweil mit Backbordschlagseite halb gesunken vor dem Ufer. Taucher machten sich auf die Suche nach dem Frachterwrack.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ausgedienter Schlepper sank bei Sitka
(24.04.17) Am Abend des 20.4. sank gegen 22.15 Uhr der 30 Meter lange Schlepper "Powhatan" am Samson Tug & Barge dock in der Starrigavan Bay rund sieben Meilen nördlich von Sitka. Das Schiff war seit rund 10 Jahren dort aufgelegt. Zunächst lag es auf einer Wassertiefe von 15 Metern. Dann trug die Strömung es aber 330 Meter in nordwestliche Richtung, wo es schließlich auf 60 Metern Tiefe zu liegen kam.
An Bord waren rund 325 Gallonen Ölabfall, 12 Gallonen Diesel und möglicherweise Ölschlamm in den Tanks. Die Southeast Petroleum Response Organization (SEAPRO) und die U.S. Coast Guard wurden wegen der Gefahr möglicherweise auslaufenden Öls alarmiert. Eine Ölsperre wurde nahe der Untergangsstelle ausgelegt. Mit einer Unterwasserkamera sollte nun die genaue Lage des Wracks erkundet werden. Die Gefahr größerer Verunreinigungen bestand nicht. Über eine Bergung war noch keine Entscheidung gefallen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Leckgechlagener Trawler nach Rubbestadneset geschleppt
(24.04.17) Am 22.4. um 10 Uhr befand sich der britische Trawler " Golden Gain V - FR 59", 222 BRZ (IMO-Nr.: 8816247), in den geschützten Gewässern des Boknafjord. Er hatte tags zuvor um 18.30 Uhr unweit des norwegischen Jotunfelds in norwegischen Gewässern westlich von Haugesund bei stürmischem Nordwestwind und bis zu sechs Meter hohen Wellen starken Wassereinbruch erlitten. Gegen 20 Uhr hatte das Patroullienboot "Andenes" den Havaristen erreicht, ebenso ein Helikopter des Geschwaders 330 in Sola eine halbe Stunde darauf.
Um 20.45 Uhr setzte er eien Lenzpumpe an Bord ab, und fünf Minuten darauf stieg ein Boardingteam der “Andenes” auf der “Golden Gain“ aus Fraserburgh ein. Gegen 23 Uhr waren mehrere Pumpen im Einsatz, und es gelang gegen Mitternacht, die kritische Lage unter Kontrolle zu bekommen.
Daraufhin wurde ein SAR-Hubschrauber aus Oseberg zurückgerufen, und die “Golden Gain” steuerte gemeinsam mit der “Andenes” Landschutz an. Hier übernahm das NSSR-Rettungsboot "Bergen Kreds" die weitere Assistenz. Der Kutter wurde zu einer Werft in Rubbestadneset in Bømlo geschleppt, wo er nun repariert werden sollte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fährkollision im Hafen von Visingsø
(24.04.17) Am 23.4. um acht Uhr kollidierten die schwedischen Fähren „Braheborg", 397 BRZ (MMSI-Nr.: 265706360) und "Ebba Brahe", 334 BRZ (IMO-Nr.: 8816900), im Hafen von Visingsø auf der Insel Vättern. Die "Braheborg" hatte am Kai gelegen, als die von Gränna kommende, kleinere "Ebba Brahe sie aus unbekannter Ursache beim Einlaufmanöver rammte. Beide Fähren wurden beschädigt und mussten im Hafen bleiben.
Die "Ebba Brahe" hatte schwerere Schäden davon getragen, der Bug, das Deck und das Schanzkleid wurden eingedrückt, und das Ventilationssystem fiel aus. Die “Ebba Brahe” kam mit kosmetischen Schäden davon.
Die Route wurde nun von der "Christina Brahe" bedient, die aber nur eine Autokapazität von 12 statt der sonst angebotenen 34 hatte. Die "Braheborg" sollte am Morgen des 25.4. in den Dienst zurückkehren.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fährkollision im Hafen von Gaženica
(24.04.17) Im Hafen von Gaženica kollidierten am 22.4. um 19.30 Uhr die kroatischen Fähren "Sis", 1858 BRZ (IMO-Nr.: 7341219), und "Juraj Dalmatinac", 3193 BRZ (IMO-Nr.: 9415193), von Jadrolinja. Das Unglück ereignete sich beim Auslaufen der “Sis” aus Gaženica. Sie erlitt einen Maschinenausfall und lief manövrierunfähig auf die am Kai liegende "Juraj Dalmatinac" zu. Als sie diese rammte, wurde deren Rumpf an Steuerbordseite mit der Backbordseite der Heckrampe der kleineren Fähre beschädigt.
Er wurde 60 Zentimeter weit rund 10 Meter oberhalb der Wasserlinie aufgerissen. Die „Sis“ kam glimpflicher davon, musste aber auch zunächst für Untersuchungen im Hafen bleiben. Ihre Passagiere wurden von der "Vladimir Nazor" übernommen.
Die "Juraj Dalmatinac" musste zur Reparatur eine Werft ansteuern. Sie verließ Gaženica am 23.4. gegen 20 Uhr und machte um 22 Uhr im Hafen von Kraljevica fest.
Quelle:Tim Schwabedissen



"Volcán de Tamasite" steckt in der Betonmole
(Bild: EmergCAN)   Großbild klick!

Fähre donnert auf Mole in La Palma
(22.04.17) Die spanische Fähre "Volcán de Tamasite" 17343 BRZ (IMO-Nr.: 9281322), kollidierte am 21.4. gegen 20.20 Uhr mit einer Hafenmole in La Palma. Nach einem Schaden in der Elektrik geriet das Schiff 13 Minuten nach dem Ablegen ins 2,5 Fahrstunden entfernte Teneriffa unmittelbar nach Passieren des Wellenbrechers außer Kontrolle und begann, auf die Mole zuzudrehen. Die Hauptmaschine fiel aus, und die Hilfsmotoren ließen sich nicht starten.
Die Crew versuchte, die verhängnisvolle Fahrt noch durch Werfen des Steuerbordankers zu
Kaimauer nach dem Unfall
(Bild: EmergCAN)   Großbild klick!
stoppen. Doch die Fähre ließ sich nicht mehr aufhalten – mit großer Wucht krachte sie in die meterhohe Betonmole. Teile der Wandung aus Beton stürzten ein und krachten in den Innenbereich. Hier zerstörten sie zwei dort geparkte Fahrzeuge des Ölkonzerns Oryx, dessen Insassen mit der Bebunkerung eines an der Innenseite der Mole liegenden Tankers beschäftigt waren und so unversehrt davonkamen.
Nachdem die Maschine der Fähre wieder lief, konnte sie mit eigener Kraft und mit Assistenz der beiden Schlepper “VB Brandy” und “VB Alborán” von Boluda in den Hafen zurückkehren. Der Bug des Schiffes war eingedrückt und schwer beschädigt. Gegen 22 Uhr machte der Havarist am
Eingedrückte Nase
(Bild: EmergCAN)   Großbild klick!
Nelson Mandela Dock fest. Hier standen Feuerwehr, Hafenbehörden und Polizei bereit. Der Notdienst musste insgesamt 13 Verletzte versorgen. Fünf von ihnen kamen in Inselkrankenhäuser, vier ins Santa Catalina Hospital, einer ins Gran Canaria Universitätshospital ‘Doctor Negrín’. Er hatte beim Sturz eine Gehirnerschütterung erlitten. Fünf weitere Fahrgäste wurden vor Ort versorgt.
Die unverletzt gebliebenen der 140 Passagiere kamen in örtliche Krankenhäuser. Die Fähre sollte so bald wie möglich bei Astican repariert werden. Schwerwiegender war der Schaden an der Mole. Zwischen 100 und 200 Tonnen Diesel liefen aus Versorgungsleitungen innerhalb des Bauwerks, die beim Aufprall zerstört wurden, aus. Deshalb wurde zunächst der Notfall erklärt.
Ein Ölfilm von drei Kilometern Länge breiete sich aus und gefährdete die Trinkwasserversorgung von Las Palmas und Telde. Der nationale Notfallplan wurde aktiviert, konnte dann aber reduziert werden, da es gelang, das Öl innerhalb des Africa Port zu halten. Die beiden Patroullienboote “Miguel de Cervantes” und “Salvamar Nunki” versuchten, den Ölfilm aufzulösen.
Das Wetter war zu schlecht, um das Öl vom Wasser aufzunehmen. Am Morgen des 22.4. setzte die “Miguel de Cervantes” die Überwachung fort. Das Wasserwerk in Las Palmas blieb vorsorglich geschlossen, sodass der Distrikt von Jinámar ohne Versorgung war. Der Präsident der Kanaren, Fernando Clavijo, verfolge die Situation vor Ort.
Quelle:Tim Schwabedissen



Archivbild Containerfrachter "Conmar Bay"
(Bild: Olaf Kuhnke)   Großbild klick!

Sturmböen verursachten Kollision im Nord-Ostsee-Kanal
(22.04.17) Am 22.4. um 10.53 Uhr kollidierte der britische Autofrachter "City of Amsterdam", 9950 BRZ (IMO-Nr.: 9174751), von Danzig kommend auf dem Nord-Ostsee-Kanal mit dem unter Antigua-Barbuda-Flagge registrierten Containerfrachter "Conmar Bay", 10585 BRZ (IMO-Nr.: 9458975), in der Weiche Breiholz. Er hatte dort die Passage des Entgegenkommers, der von Rotterdam nach Helsinki unterwegs war, abwarten wollen. Doch Windböen von acht bis neun Beaufort ließen ihn vor den Bug des Frachters treiben.
Dabei wurden zwei Container an dessen Backbordseite beschädigt, während im Rumpf des
Rumpfschaden an der "City of Amsterdam"
(Bild: Juergen Braker)   Großbild klick!
Autocarriers 15 Meter oberhalb der Wasserlinie ein Riss von 20-30 Metern Länge entstand. Er ging zunächst an die Dalben in der Weiche und sollte dann den Kommunalhafen Rendsburg ansteuern. Dazu wurde ihm der Schlepper “Bugsier 18” zugeordnet.
Doch auch hier machte der stürmische Wind zunächst einen Strich durch die Rechnung, der die sichere Fahrt des hoch aufragenden Schiffes gefährdete. Die "Conmar Bay” hingegen durfte nach Kiel weiterlaufen. Dort machte sie um 14.30 Uhr zu weiteren Untersuchungen am Voith-Kai fest.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motoryacht sechs Tage nach Havarie zerbrochen
(22.04.17) Die US Coast Guard überwachte am 21.4. weiterhin die am 15.4. bei Big Sable Point nahe Ludington, Michigan, auf Grund gesetzte, 76 Fuß lange Motoryacht. Inzwischen war das Boot in der Brandung aber auseinandergebrochen. Die Aufbauten wurden abgerissen, Trümmer trieben an die Küste unweit der Strandungsstelle. Ein Flugzeug der Air Station Traverse City machte sich aus der Luft ein Bild der Lage am gesunkenen Schiff.
Das Leichtern von 70 Gallonen verölten Wassers aus dem Steuerbordtank war am 20.4. abgeschlossen worden. Es befand sich nun kein Treibstoff mehr an Bord. Ölbekämpfer aus Grand Haven, Michigan, waren vor Ort. Der Eigner der Yacht war mit seinem Schiff von Pentwater, Michigan, nach Traverse City unterwegs gewesen, als er einen Wassereinbruch festellte und es auf drei Fuß Wassertiefe auf Grund setzte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachterdrift 150 Meter vor Strandung gestoppt
(22.04.17) Der liberianische Containerfrachter "CPO Jacksonville", 41358 BRZ (IMO-Nr.: 9445576), erlitt am 20.4. gegen 16 Uhr vor der Insel Pulau Tidung in der Java-See Maschinenausfall auf der Fahrt nach Jakarta. Das Schiff ging auf Drift und konnte erst 150 Meter vor der Küste durch Ankerwurf gestoppt werden. Eine Stunde später gelang es der Crew, die Maschine wieder anzufahren, und am Morgen des 21.4. machte der Frachter am Tanjung Priok Terminal in Jakarta fest.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gestrandete Yacht bei Åhus geleichtert
(22.04.17) Das schwedische Patroullienboot “KBV 003” kam am Morgen des 21.4. einer auf dem Kalkgrund, vier Kilometer nordöstlich des Hafens von Åhus gestrandeten Segelyacht zu Hilfe. Die Küstenwächter pumpten rund 200 Liter Diesel aus dem Boot aus, die auszulaufen drohten. Ein Patroullienflugzeug hatte die Havarie bemerkt, und mehrere Rettungsboote sowie das Lotsenboot „Pilot 118“ wurden zur Strandungsstelle geschickt.
Die zwei Crewmitglieder wurden verletzt aufgefunden und in den Hafen von Åhus gebracht. Das Boot hatte schwere Schlagseite. Wegen der exponierten Lage des Bootes und des stürmischen Winides entschied die Küstenwache, den Kraftstoff zu leichtern. Nachdem die Umweltgefährdung am Abend beseitigt war, oblag das weitere Vorgehen der Versicherung der Yacht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Räumung der Sea Worker wegen Wetterverschlechterung unterbrochen
(22.04.17) Wegen stürmischer werdenden Wetters mussten die Bergungsarbeiten an der Installationsplattform „Sea Worker“ vor Nymindegab am 20.4. unterbrochen werden. Die beiden englischen Schlepper "Whalsa Lass“ (IMO-Nr.: 9633812), und "Voe Earl“ (IMO-Nr.: 9639983) nahmen die Kranbarge "ASV Pioneer“ (MMSI-Nr.: 563017250) an der Strandungsstelle auf den Haken und bugsierten sie bei auffrischendem Wind und starkem Seegang in den Hafen von Esbjerg. Hier machte die Plattform am 21.4. gegen sechs Uhr in Hafenbecken 6 im Fischereihafen fest, um auf Wetterbesserung zu warten.
An der Unglücksstelle zeugten bis dahin nur zwei noch aus dem Wasser ragende Beine der „Sea Worker“ in der Brandung von der Existenz des bisher erst in Teilen zerlegten Wracks. Die Plattform wird derzeit von der holländischen Firma DISA abgewrackt, die dazu im vergangenen Jahr den Auftrag erhalten hatte. Sie war am 26.1.2016 nahe Hegnet gestrandet, nachdem sie sich auf dem Weg von Esbjerg vom Schlepper losgerissen hatte, und kenterte am 3.2. im Sturm. <
Quelle:Tim Schwabedissen



Huckleberry Finn kollidierte mit Kai in Trelleborg
(22.04.17) Die schwedische Fähre "Huckleberry Finn", 26391 BRZ (IMO-Nr.: 8618358), kollidierte beim Einlaufen nach Trelleborg am 21.4. um 1.40 Uhr mit dem Kai des Terminals. Zuvor hatte ein Ruderschaden sie manövrierunfähig gemacht. Passagiere kamen nicht zu Schaden, doch die Fähre musste vor dem weiteren Einsatz repariert werden.
Am 21.4. lag sie noch zur Untersuchung am Kai, am 22.4. sollte die Beseitigung der Schäden beginnen. Bis sie wieder in den Fahrplan eingefädelt wird, mussten andere Fähren im Dienst nach Rostock einspringen. Dadurch fielen mehrere Überfahrten aus, und Passagiere hatten längere Wartezeiten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Britischer Trawler vor Norwegen in Seenot
(22.04.17) Ein britischer Trawler erlitt am 21.4. auf der Nordsee westlich von Haugesund im Sturm um 18.30 Uhr Wassereinbruch. Um 20 Uhr erreichten das Patroullienboot “Andenes” sowie ein Rettungshubschrauber aus Oseberg den in norwegischen Gewässern beim Jotunfeld treibenden Havaristen. Um 20.50 Uhr konnte der Helikopter eine Lenzpumpe an Bord absetzen. Um 21 Uhr machte sich auch aus Sola ein Seaking auf den Weg zum Trawler mit weiteren Pumpen an Bord.
Um 22.40 Uhr stieg ein Boardingteam der „Andenes“ mit Lenzpumpen über. Vor Ort waren fünf bis sechs Meter hohe Wellen und stürmischer Nordwestwind. Um Mitternacht war der Wassereinbruch unter Kontrolle. Gegen 10 Uhr des 22.4. erreichte der Trawler den Boknafjord, eskortiert vom Rettungsboot "Bergen Kreds".
Quelle:Tim Schwabedissen



Räumung der „Dipiù“ in Rimini hat begonnen
(22.04.17) Am Morgen des 22.4. startete in Rimini die Bergung der kieloben auf der Hafenmole liegenden Segelyacht "Dipiù", die am 18.4. mit dem Wellenbrecher in der Hafeneinfahrt kollidiert und dann gestrandet war. Dabei waren vier der sechs Crewmitglieder umgekommen. Ein Mobilkran ging an dem Wrack in Stellung. Warum die 15 Meter lange Bavaria zerschellte, war noch unklar. Der 12 Jahre alte, 75 PS starke Motor war genau im falschen Moment ausgefallen, als die Yacht Schutz im Hafen suchen wollte. Die Yacht selbst war 2005 erbaut worden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Katamaranfähre "Panagia Parou"
(Bild: Puerto de Algeciras)   Großbild klick!

Aufgegebene Fähre in Algeciras gesunken
(21.04.17) Am 21.4. sank die unter Malta-Flagge registrierte Katamaranfähre "Panagia Parou", 4934 BRZ (IMO-Nr.: 9108049), die seit März 2013 verlassen im Hafen von Algeciras gelegen hatte, in einem Sturm. Sie war von den Eignern, der Rainbow Maritime Ltd. (NEL Lines, Piräus) sowie der Maritime Company of Lesvos SA, seit vier Jahren sich selbst an der Isla Verde Inland Pier überlassen worden. Bei Windgeschwindigkeiten von bis zu 90 km/h brachen nun die Trossen, das Schiff stieß hart gegen die Kaianlage und erlitt Wassereinbruch. Um 1.30 Uhr bemerkten die
Katamaranfähre "Panagia Parou"
(Bild: Puerto de Algeciras)   Großbild klick!
Hafenbehörden, dass die Fähre übers Heck wegsackte. Bald lag sie mit dem Achterschiff auf dem Hafengrund, der Bug ragte für einige Stunden steil in die Höhe. Wegen der geringen Wassertiefe konnte das Achterschiff nicht weiter wegsacken.
Schlepper legten vorsorglich eine Ölsperre aus, auch wenn sich kein Öl mehr in den Tanks befunden hatte. Im Laufe des Tages legte sich die “Panagia Parou” dann immer mehr nach Backbord über, bis sie schließlich kenterte und sank, ohne dass eine Intervention möglich gewesen wäre.
Das Schiff war nach Algeciras gekommen, um einen Fährdienst zwischen Tarifa und Tanger zu
Katamaranfähre "Panagia Parou"
(Bild: Puerto de Algeciras)   Großbild klick!
versehen. Doch wegen seiner Größe und der Begrenzungen des Hafens von Tarifa realisierte sich dieser Plan nicht. Wegen nicht bezahlter Rechnungen wurde es dann in die Kette gelegt.
Die 19-köpfige Crew harrte noch einige Zeit an Bord aus, ohne dass ihre Heuern bezahlt worden wären. Das Schiff wurde dann in der Mündung des Rio de la Miel allmählich zu einem festen Teil der Hafenlandschaft von Algeciras. Die „Panagia Parou“ ist 102 Meter lang, 15 Meter breit und hat 2,48 Meter Tiefgang bei einer Tragfähigkeit von 358 Tonnen.
Sie wurde 1996 vom Alstom Leroux Naval Yard in Saint Malo als „NGV Asco“ für die Société Nationale Maritime Corse-Méditerranée Ferryterranee (SNCM) erbaut. Bis 2007 lief sie als „Panagia Parou“ für C-Link, dann bis 2010 als „Red Sea II“ für die Namma Shipping Lines.
Quelle:Tim Schwabedissen



DLRG rettete gestrandetes Seglerpaar bei Varel
(21.04.17) Die DLRG Varel hat am 20.4. eine Yacht aus Seenot gerettet. Sie war am Vareler Hafen bei ablaufendem Wasser im Jadebusen auf Schlick gelaufen. Das Boot hatte starke Schlagseite und drohte zu kentern. Die Einsatzkräfte waren umgehend mit ihrem Rettungsboot und fünf Mann Besatzung vor Ort.
Da ein Abschleppen der Yacht wegen ihrer Lage nicht möglich war, evakuierten die Retter die Besatzung, ein Ehepaar, das in Varel Urlaub machte. Sie wurde sicher an Land gebracht. Das Segelboot bargen die ehrenamtlichen Aktiven der DLRG am 20.4. bei besseren Wasserstandsbedingungen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler "Guita U"
(Bild: Salvamento Maritimo)   Großbild klick!

Trawler trieb in Aragon
(21.04.17) Am 21.4. wurde der spanische Trawler "Guita U" (MMSI-Nr.: 224416460) in Aragon, Tarragona, manövrierunfähig. Er drohte, im Hafen treibend mit einem Handelsschiff zu kollidieren. Die Crew des 24 Meter langen Schiffes rief Salvamentò Maritimo zu Hilfe, die das Rettungsboot "Caliope" zur Assistenz schickte. Es nahm den Havaristen längsseits und brachte ihn sicher an den Kai des Fischereihafens.
Quelle:Tim Schwabedissen



Aufgegebener Kutter drohte in Svolvær zu sinken
(21.04.17) Am 20.4. wurde ein vollgelaufener Kutter im Hafen von Svolvær von einem Mobilkran der Lofotkranen AS aus dem Wasser gehoben. Zuvor hatte der Rettungskreuzer „Horn Flyer“ das alte Schiff, das vollständig zu sinken drohte, gelenzt und an den Stabburskai geschleppt. Hier wurde es dann an Land gesetzt.
Am Morgen hatte Hafenkapitän Vågan Havnevesen die Hilfe der Seenotretter erbeten, das Schiff, das aufgegeben in Bukkedauen im Hafen von Svolvær gelegen hatte, über Wasser zu halten. Es dauerte eine halbe Stunde, die Lage unter Kontrolle zu bekommen, sodass der Kutter schleppfähig war. Das Wasser stand bis auf Deckshöhe in Kajüten und Fischluke.
Der Versuch, eines Eigners habhaft zu werden, um die Bergungskosten zurückzubekommen, schlug fehl. Wenn er nicht in einer gesetzten Frist reagiert und das Wrack räumt, muss eine Lösung zu dessen Entsorgung gesucht werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter vor Frøya gestrandet
(21.04.17) Ein 35 Fuß langer Kutter lief am Abend des 20.4. zwischen Mausundvær und Bogøya auf Grund und schlug leck. Das Rettungsboot „Horn Flyer“ kam nicht an die Strandungsstelle heran. Der Skipper wurde von einem Seaking-Hubschrauber aus Ørlandet unversehrt abgeborgen. Vor Ort waren Windgeschwindigkeiten von 19-20 Metern pro Sekunde. Eine Bergung war unter diesen Umständen nicht möglich.
Quelle:Tim Schwabedissen



Containerfrachter treibt vor Milos
(20.04.17) Am 20.4. erlitt der portugiesische Containerfrachter "MSC Mirella", 27103 BRZ (IMO-Nr.: 8709640), Maschinenschaden und wurde sieben Meilen südwestlich der Insel Milos im Mittelmeer manövrierunfähig. Das Schiff war mit einer 27-köpfigen Crew an Bord unterwegs von Piräus, wo es um 7.20 Uhr ausgelaufen war, nach Mersin.
Die Berger von Vernicos Tugs & Salvage wurden unter Vertrag genommen, den Havaristen auf den Haken zu nehmen, und setzten zwei Schlepper in Marsch. Zunächst ging der liberianische Containerfrachter "MSC Ravenna" (IMO-Nr.: 9484431) der um 8.30 aus Piräus auslief, auf Standby bei der „MSC Mirella“.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker treibt nach Feuer vor Rhodos
(20.04.17) Am 19.4. brach im Maschinenraum des maltesischen Tankers "Usichem", 4798 BRZ (IMO-Nr.: 9344344), rund 50 Meilen südöstlich der Ostküste von Rhodos ein Feuer aus. Es gelang der Crew zwar, den Brand selbst zu löschen, doch der Kapitän meldete der griechischen Küstenwache und dem MRCC, dass die Maschine nun funktionsuntüchtig war und das Schiff mit einer 17-köpfigen Crew manövrierunfähig im Mittelmeer treibe. Ein Patroullienboot sowie ein Boot der Hafenbehörde von Rhodos und ein Super Puma-Helikopter nahmen Kurs auf den Havaristen,
Zwei weitere Schiffe hielten sich bereit zur Assistenz, wenn diese notwendig würde. Vor Ort waren vier Beaufort Wind. Am Nachmittag driftete der Havarist auf Position 35 50 N 028 50 O. Ein Schlepper sollte am 20.4. vor Ort eintreffen und ihn nach Rhodos ziehen. Der Tanker war mit 5.900 Tonnen Sonnenblumenöl unterwegs von Istanbul in den Sudan gewesen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler dank günstigen Wetters rasch geborgen
(20.04.17) Am 20.4. um 4.30 Uhr lief der 19 Meter lange, norwegische Trawler "Myntevik - M-28-G" (MMSI-Nr.: 25930200), auf Felsen nördlich von Stokkøya in Süd-Trøndelag. Das Schiff legte sich stark auf die Seite, und die zweiköpfige Crew machte sich mit Überlebensanzügen bereit, von Bord abgeborgen zu werden. Ein Rettungshubschrauber aus Ørland sowie das Rettungsboot "Horn Flyer" machten sich auf den Weg zur Strandungsstelle.
Ruhiges Wetter und eine hoch auflaufende Springflut kamen den Fischern aber entgegen. Sie entschieden, an Bord zu bleiben und auf die Seenotretter der NSSR zu warten. Diesen gelang es bei den günstigen Bedingungen wenige Minuten nach Herstellen einer Schleppverbindung, den Havaristen von der Schäre herunter zu ziehen. Wenig später briste es bereits wieder auf. Der Versuch, mit eigener Kraft zum Hafen zu kommen, wurde abgebrochen, da die Maschine ungewöhnliche Geräusche von sich gab. Stattdessen schleppte die „Horn Flyer“ den Kutter in den Hafen von Stokkøya, wo Taucher die Schäden untersuchten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Patroullienboot von Frachter versenkt
(20.04.17) Am 18.4. gegen 15 Uhr kollidierte der Bulkcarrier "Yue Dian 57", 32969 BRZ (IMO-Nr.: 9475583), mit dem 40 Meter langen, chinesischen Polizeiboot "Zhongguohaijing 3062" unweit der Insel Nei in der Mündung des Pearl River in der Guangdong Provinz. Der unbeladene Frachter war unterwegs von Guangzhou nach Tianjin. Das Patroullienboot, auf der Jagd nach Fischwilderern, kenterte beim Zusammenstoß.
Die achtköpfige Crew wurde gerettet. Das Wrack, dessen Backbordseite noch aus dem Wasser ragte, wurde von einem Schwimmkran wieder gehoben. Der Frachter ging unweit der Unfallstelle vor Anker.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kollision in Kaliningrad
(20.04.17) Am 18.4. kollidierte der aus Balitysk kommende, russische Frachter "Samur 3", 1839 BRZ (IMO-Nr.: 8867430), beim Anlegemanöver im Hafen von Kaliningrad mit einem Beton-Stahl-Ponton. Dabei entstand im Rumpf des Schiffes oberhalb der Wasserlinie ein Loch von 10x10 Zentimetern Größe oberhalb der Wasserlinie im Bereich von Spant 111.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf VF-Tanker
(20.04.17) Die Schalttafel eines Generators an Bord des russischen Tankers "VF Tanker 16", 5075 BRZ (IMO-Nr.: 9645059), fing am 17.4. um 17.30 Uhr Feuer. Der Tanker befand sich zu der Zeit sechs Meilen vom Volna Oil Terminal in Kertsch entfernt im Schwarzen Meer. Der Brand konnte rasch gelöscht und der Schaden repariert werden. Am 18.4. um 16.45 Uhr meldete der Kapitän, dass der Generator wieder einsatzfähig sei.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gestrandeter Supertanker muss geleichtert werden
(20.04.17) Das EURONAV Ship Management und ISM haben Vorbereitungen zur Bergung des Tankers “Alex”, 299.400 tdw, der am 12.4. vor Manggar, Indonesien, strandete, eingeleitet. Der 2016 erbaute Tanker sitzt seit der Havarie auf Schlammgrund zwischen Borneo und Sumatra fest. Am 14.4. wurden SMIT Singapore und PT Samudera Indonesia mit den notwendigen Arbeiten beauftragt. Zunächst muss der Havarist geleichtert werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Suche in Sewol-Wrack nimmt an Fahrt auf
(29.04.17) Die Sucharbeiten auf der "Sewol" gewannen an Geschwindigkeit, und die Erwartungen, Leichenreste zu finden, stiegen, nachdem die Berger am 20.4. in die Abteilung, in der sich die moisten der Danwon High School-Schüler aufhielten, vordrangen. Sie schnitten ein 1.2x1,5-Meter-Loch in den hinteren Bereich von Deck 4, der zweite derartige Zustieg in diese Abteilung, nachdem zuvor im vorderen Bereich eine Öffnung geschaffen worden war.
Zwei achtköpfige Teams, bestehend aus jeweils einem Mitglied der Coast Guard, des Fire Department, des National Forensic Service und fünf Bergern von Korea Salvage, arbeitete sich durch den Schlamm. Dabei benutzten sie kleine Kellen, Siebe und ihre Hände, um Knochenfunde nicht zu beschädigen und Objekte bis drei Millimeter Größe aussortieren zu können. Außerdem wurden Überwachungskameras, Scheinwerfer und Belüftungssysteme installiert.
Das Team entschied, insgesamt neun Öffnungen zu schneiden, die nicht mit den Untersuchungen zur Unglücksursache kollidierten. Der Schlamm wurde in 2600 Säcke mit einem Gewicht zwischen 150 und 200 Kilogramm gefüllt, der dann durchsucht werden sollte. Zwei Archäologieexperten waren vor Ort, von der Chungbuk National University Professor Park Sun-ju und von der Yeungnam University Professor Song Jang-gun.
Ein Sack zur Zeit wurde ausgeleert und mit Wasser aufgelöst, um mögliche Überreste zu finden. Bislang wurden zudem 160 Objekte von Passagieren entdeckt, darunter vier Mobiltelefone, Kleidung, Schue, Taschen, Portemonnaies, ein Studentenausweis und Kosmetika. Im Mai soll die Untersuchung zum Fährunglück beginnen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Barge in Palm Beach gestrandet
(20.04.17) Am Morgen des 20.4. trieb die unbeladene, 144 Fuß lange Barge “Baymaster IV” am Strand des Ocean Reef Park in Palm Beach an. Sie war vom Schlepper “Na Hoku”, 375 BRZ (IMO-Nr.: 8973904), nahe des Lake Worth Inlet während eines Crewwechsels losgerissen. Die U.S. Coast Guard wurde gegen fünf Uhr über die Havarie auf Singer Island informiert. Die Barge lag bei Block 3800 am North Ocean Drive am Ufer.
Quelle:Tim Schwabedissen



Noch acht Vermisste nach Schiffbruch
(20.04.17) Nach dem Untergang der "Geroi Arsenal" wurden bislang drei Tote in der Straße von Kertsch geborgen. Acht Menschen wurden noch vermisst, nur ein Mann vom Maschinenpersonal konnte mit schweren Unterkühlungen gerettet werden. Bislang gab es keine Ölverschmutzungen. Das Schiff hatte 30 Tonnen Diesel in den Tanks. Das Black and Azov Sea Department of Russia’s Federal Service for Supervision of Natural Resources überwachte das Seegebiet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Stückgutfrachter "Shuya"
(Bild: Olaf Kuhnke)   Großbild klick!

Kollision in Brake
(19.04.17) Der Kapitän des unter der Flagge von Antigua/Barbuda laufenden Stückgutfrachters "Shuya", 2889 BRZ (IMO-Nr.: 9105841), wollte sein Schiff am Abend des 18.4. zu einem anderen, rund 100 Meter entfernten Liegeplatz verholen. Bei der Durchführung dieses Manövers unterschätzte er wohl die Kraft des zu diesem Zeitpunkt herrschenden Ebbstroms, der das Heck des Schiffes in Richtung Fahrwasser versetzte. Bei dem Versuch, das Schiff wieder auf Kurs zu bringen, kam es zu mehreren Berührungen mit der Kaimauer.
Im weiteren Verlauf stieß der Frachter mit einem in unmittelbarer Nähe an der Mittelpier liegenden niederländischen Frachter zusammen. Durch diesen Aufprall wurden die Rümpfe beider Seeschiffe oberhalb der Wasserlinie aufgerissen und beschädigt. Der entstandene Sachschaden an der Mittelpier belief sich nach ersten Schätzungen auf etwa 25.000 Euro. Die Höhe der Sachschäden an den beiden Schiffen konnte derzeit noch nicht beziffert werden.
Personen- und Umweltschäden waren nicht entstanden. Bis zu einer abschließenden Entscheidung über die Seetüchtigkeit der Schiffe untersagte die Wasserschutzpolizeistation Brake in Abstimmung mit den zuständigen Schifffahrtsbehörden das Auslaufen aus dem Braker Hafen. Weiterhin wurde gegen den verantwortlichen Kapitän des Stückgutfrachters ein Ordnungswidrigkeitsverfahrens eröffnet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Mallorca: Fähre nach Maschinenausfall evakuiert
(18.04.17) Die spanische Motoryacht „Relax Mallorca“ sank mit einer Crew aus fünf jungen Leuten am 18.4. vor der Küste von Portals im Südwesten von Mallorca. Die Bootsfahrer blieben unverletzt. Das 13 Meter lange Boot war am frühen unweit des Strands Oratori de Portals auf einen Felsen aufgelaufen und leckgeschlagen. Die Insassen, die das Boot gechartert hatten, wurden mit einem anderen Boot an Land gebracht. Die Seenotrettung schickte ein Patrouillenboot nach Portals, um mögliche Umweltschäden zu untersuchen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motorboot sinkt in Naturschutzgebiet
(Bild: Polizei Nienburg)   Großbild klick!

Verbotene Fahrt im Naturschutzgebiet endete mit Schiffbruch
(19.04.17) Die verbotene Fahrt auf einem als Naturschutzgebiet ausgewiesenen Baggersee bei Stolzenau im Kreis Nienburg hat für ein Ehepaar böse Folgen gehabt. Ihr zehn Meter langes Motorboot schlug am 17.4. leck und sank gegen 18.30 Uhr. Der Bootsführer war von der Weser kommend in einen ehemaligen Baggersee eingelaufen.
Das ehemalige Kiesabbaugebiet liegt im Bereich der Domäne Stolzenau/Leese, Höhe Stromkilometer 244,5. Er plante, dort zu übernachten. Das Befahren der Wasserfläche ist aufgrund der Ausweisung als Naturschutzgebiet aber nicht erlaubt. Beim Überfahren einiger Sandbänke des Kiesloches wurden vermutlich Steine durch den Jetantrieb aufgewirbelt und durchschlugen den Schiffsrumpf.
Durch den Wassereinbruch sank das Boot teilweise und blieb mit Schlagseite liegen. Die Feuerwehr Stolzenau barg den Bootsführer sowie seine Ehefrau und legte gemeinsam mit den Feuerwehrleuten aus Landesbergen vorsorglich eine Ölsperre aus. Die Bergung des Bootes durch ein Spezialunternehmen war für den 21.4. geplant. Bis dahin wurde das Boot mit Seilen gesichert. Der Schiffsverkehr auf der Weser wurde nicht beeinträchtigt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Installationsschiff “Sea Worker”
(Bild: Tim Schwabedissen)   Großbild klick!

Barge nach Bergungsarbeiten an Costa Concordia jetzt bei Räumung der Sea Worker im Einsatz
(19.04.17) Die Räumung des Wracks des Installationsschiffes “Sea Worker” vor Nymindegab ist nach Abziehen der Winterstürme wieder in vollem Gang. Nur noch wenige Wrackteile ragten aktuell über die Wasseroberfläche hinaus. Jedoch bleibt für die Taucher noch viel Arbeit, die tief im Sand versunkenen Wrackreste zur Bergung vorzubereiten. Die Räumung wird durch die holländische Firma DISA durchgeführt. Derzeit waren die britischen Schlepper „Whalsa Lass“, 255 BRZ (IMO-Nr.: 9633812), und „Voe Earl“, 200 BRZ (IMO-Nr.: 9639983) sowie die unter Singapur-Flagge laufende Barge „ASV Pioneer“ (MMSI-Nr.: 563017250) vor Ort im Einsatz. Die Barge wurde 2007 in China bei der Nantang Tongsheng Ship Manufacturing gebaut. Eigner ist die ASV Pioneer Ltd. An Bord können 118 Personen untergebracht werden. Das in Schiff war unter anderem bei Bergungsarbeitene an der „Costa Concordia“ in Italien beteiligt.
Quelle:Tim Schwabedissen



11 Vermisste nach Schiffbruch in der Straße von Kertsch
(19.04.17) Am 19.4. um 2.40 Uhr zerbrach der unter Panama-Flagge laufende Frachter "Geroi Arsenala", 2457 BRZ (IMO-Nr.: 8727604), in der Straße von Kertsch im Schwarzen Meer vor der Krim und sank wenig später vor dem Kap Zhelezny Rog. Gegen vier Uhr wurde das MRCC Novorossiysk aufmerksam, dass der Frachter 140 Kilometer vor der Küste von dem Radar des Kerch Strait Traffic Control Center verschwunden war. Er hatte sich auf der Reise von Azov in die Türkei befunden und war mit Getreide beladen.
Gegen fünf Uhr wurde der Untergang bestätigt, und eine SAR-Operation mit Schiffen der russischen Marine und der Coastguard sowie Helikoptern lief an. Beteiligt waren die „Episkop", "Armada Nawigator", "Barnet", "Ajgas" und "Aelos" sowie der Schlepper "Demidow". Insgesamt 127 Mann waren am Rettungseinsatz beteiligt.
Vor Ort herrschten Windgeschwindigkeiten von 54 km/h mit Böen von bis zu 70 km/h. Bislang wurde nur ein Mann mit starken Unterkühlungen, aber lebend aus dem 7-8 Grad kalten und 100 Meter tiefem Wasser gezogen. Vier weitere wurden mit Rettungswesten noch gesichtet, verschwanden aber in den Wellen, bevor sie gerettet werden konnten.
Am Morgen des 19.4. wurden zwei Tote von einem Rettungsschiff geborgen. Die Crew des Frachters der türkischen Gunes Shipping & Trading Company Limited bestand aus 12 Mann, davon zwei Russen, darunter dem Kapitän, neun Ukrainern und einem Georgier. Auch waren 30 Tonnen Kraftstoff an Bord.
Quelle:Tim Schwabedissen



MSC Magnifica bei Kollision beschädigt
(19.04.17) Am 18.4. kollidierte das italienische Kreuzfahrtschiff "MSC Magnifica", 95128 BRZ (IMO-Nr.: 9387085), mit einem Kai in Civitavecchia, als es gerade nach Ajaccio auslaufen wollte. Crew und Passagiere bereiteten sich aufs Dinner vor, als Wellen, hervorgerufen durch einen plötzlichen Anstieg der Windgeschwindigkeit von neun auf 4 Knoten, das Schiff gegen die Anlage schlugen. Niemand wurde verletzt, aber der Rumpf oberhalb der Wasserlinie eingedrückt. Das Schiff kehrte, assistiert von zwei Schleppern, in den Hafen zurück, wo die Küstenwache, Inspektoren und Ingenieure sich an die Untersuchung der entstandenen Schäden machten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Einhandseglerin erreichte nach Mastbruch Tafelbucht
(19.04.17) Am 12.4. erreichte die australische Einhandseglerin Lisa Blair mit ihrer 15 Meter langen Yacht "Climate Action" den Hafen der Tafelbucht gegen 16 Uhr und wurde von dem Rettungsboot “Spirit of Day” der NSRI zu einem Liegeplatz in der V & A Marina gebracht. Das Schiff hatte am 3.4. strukturelle Schäden und Mastbruch 895 Meilen südöstlich vno Südafrika erlitten und einen Pan Pan-Ruf ausgestrahlt. Das Boot war zu der Zeit in der Lage, unter Motor die Reise fortzusetzen.
Es wurde auch geprüft, ob sie Marion Island oder die Prince Edward Islands ansteuern sollte, was sie von Südafrika weggeführt hätte. Das MRCC bat dann den unter Hongkong Flagge laufenden Frachter “Far Eastern Mercury”, 43158 BRZ (IMO-Nr.:9442770), der auf dem Weg nach Singapur im Indischen Ozean unterwegs war, der Yacht zu assistieren und sie mit Treibstoff auszustatten. So wäre sie in der Lage, weiter auf Südafrika zuzuhalten. Nachdem der Frachter sich mit der Yacht traf, wurde der Kraftstoff übergeben, und es ging mit Motorkraft weiter in Richtung Tafelbucht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schatz eines Ostindienfahrers wird vor Dover geborgen
(19.04.17) Die niederländische Regierung will den Schatz des im 18. Jahrhundert gesunkenen Ostindienfahrers „De Rooswijk“ bergen. In den 200 Jahren, in denen die von 1602 bis 1799 bestehende „Vereenigde Oostindische Compagnie“ im Ostindienhandel aktiv war, sanken 250 von deren Schiffen. Die „De Rooswijk“ erlitt 1740 vor der britischen Küste im Ärmelkanal Schiffbruch, kurz nachdem sie von Texel kommend nach Indonesien, damals niederländische Kolonie, ausgelaufen war.
Dort sollte die „De Rooswijk“ Gewürze, chinesisches Porzellan und Seide laden und nach Europa verschiffen. Sie war 1737 im Auftrag der VOC in Amsterdam erbaut worden und hatte bereits eine Hin- und Rückreise nach Indonesien absolviert, bevor sie 1740 sank. Beim Untergang kamen alle 350 Menschen an Bord ums Leben. Das Wrack wurde 1996 wiederentdeckt. Eigentümer war weiterhin der niederländische Staat. 2005 gab er seine Zustimmung, um einen kleinen Teil der Ladung zu bergen.
Der Großteil der Ladung, darunter viel Silber, lag aber weiter auf dem Meeresboden vor Dover. Die niederländische Kultusministerin Jet Bussemaker, wollte nun die gesamte Ladung bergen lassen. Sie hoffte, auch Kleidungsstücke, Seile, Küchengeräte und viele andere Dinge im Wrack zu finden, die relativ gut erhalten blieben.
Der Archäologe Wanders fand das Schiff sehr gut erhalten mit Sand bedeckt in einer Tiefe von nur 20 Metern vor. Das dürfte die Bergung des Schiffswracks und seiner Ladung erleichtern. Dank moderner Technologien kann auch festgestellt werden, woher das Silber stammt und so Erkenntnisse über den Silberhandel im 18. Jahrhundert liefern.
Die Bergung wird rund zwei Millionen Euro kosten und soll zwischen Juli und Oktober dieses Jahres stattfinden. Studenten von sechs Universitäten – vier niederländische, eine britische und eine dänische – sowie ein internationales Forscherteam werden die Arbeit wissenschaftlich begleiten. Danach sollen die Fundstücke öffentlich ausgestellt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Vier Segler kamen bei Yachttragödie in Rimini ums Leben
(19.04.17) Die italienische Bavaria 50-Yacht “Dipiù” wurde am Nachmittag des 18.4. in Böen von 40 Knoten auf die Hafenmole von Rimini geworfen. Vier Segler kamen ums Leben. Das Boot war von seinem Heimathafen Ravenna nach Trapani auf Sizilien unterwegs, als es von dem berüchtigten Nordost-Wind Bora erwischt wurde. Die sechsköpfige und sehr segelerfahrene Crew hatte nach 40 Meilen Fahrt entschieden, Rimini anzulaufen, um dem schlechter werdenden Wetter mit bis zu fünf Meter hohen Wellen auszuweichen und Schutz zu suchen. Beim Ansteuern der Marina schien alles glatt zu laufen, bis dann die Maschine auf einmal versagte. Die Crew schaffte es nicht mehr, durch schnelles Segelsetzen eines Teils der Rollfock die Manövrierfähigkeit wiederherzustellen. Das Ufer war bereits zu nah.
Das Schiff wurde auf die Steine geworfen und verlor nach wenigen Minuten sein Rigg. Die italienische Küstenwache startete eine Rettungsaktion und konnte zwei Segler mit einem Hubschrauber abbergen. Sie wurden ins Krankenhaus geflogen, waren schwer verletzt, aber außer Lebensgefahr.
Der Versuch, die anderen vier Crewmitglieder zu retten, schlug aber fehl. Bis in die Nacht wurde von Helikoptern nach Überlebenden gesucht worden. Am Morgen wurden die leblosen Körper in der Nähe der Yacht gefunden. Unter ihnen befand sich ein 69-jähriger Italiener, der vor einigen Jahren die Welt umsegelt hat, der 67-jährige Miteigner, seine 37-jährige Tochter und ein weiterer Mann. Die Crew stammte überwiegend aus Verona.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter vor Les Sables d’Olonne gestrandet
(19.04.17) Am 19.4. um 2:10 Uhr wurde das Rettungszentrum in Les Sables-d'Olonne alarmiert, nachdem der französische Kutter “Boxter - LS.633400”, 14,55 BRZ (MMSI-Nr.: 227654270), auf dem Strand vor dem Place of Strasbourg mit zwei Mann an Bord vor dem Hafen gestrandet war. Das 12 Meter lange, 1984 bei Peron in Camaret erbaute Schiff saß auf den Felsen unmittelbar vor dem Ufer fest.
Ein Boot der SNSM nahm Feuerwehreinsatzkräfte an Bord und blieb während der Nachtstunden auf Standby. Auch die Polizei war vor Ort. Der Havarist wurde mit Tauen so gesichert, dass er mit weiter laufender Maschine nicht weiter auf den Strand trieb. Das Rettungsboot ging, als die Flut kam, um 7.30 Uhr vor dem Strand in Stellung, um den Trawler zu bergen.
Dies gelang dann mit steigendem Wasserstand binnen weniger Minuten gegen acht Uhr. Eine halbe Stunde später war das SNSM-Boot zurück auf seiner Station.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler treibt vor Butt of Lewis
(19.04.17) Am Morgen des 18.4. wurde das RNLI-Boot aus Lochinver um 07:30 Uhr alarmiert, nachdem der 15 Meter lange, englische Trawler "Boy Shane – WK 67" (MMSI-Nr.: 235826000), Maschinenausfall erlitten hatte und rund 30 Meilen nördlich von Butt of Lewis trieb. In Stornoway stieg auch ein Helikopter der Coastguard auf, doch er konnte aus dem Einsatz genommen werden, als klar war, dass der Kutter keinen Wassereinbruch hatte und die Crew sicher war.
Das RNLI-Boot sollte den Havaristen zunächst nach Scrabster in Caithness schleppen. Dann wurde aber Kurs auf Kinlochbervie genommen, wo der Havarist um 17:40 Uhr festgemacht wurde. In einem anderen Fall wurde das RNLI-Boot aus Ramsey am 16.4. gegen 21 Uhr zu einem 12 Meter langen Kutter gerufen, der vier Meilen vom Maughold Head entfernt havariert war.
Die Seenotretter fanden den Kutter mit seiner dreiköpfigen Crew mit Maschinenschaden in der See treibend. Das Schiff wurde wegen der Tidenverhältnisse nicht nach Ramsey, sondern nach Douglas abgeschleppt. Nach vier Stunden war das Rettungsboot zurück auf seiner Station.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter in Portage River Harbor geborgen
(19.04.17) Der 40 Fuß lange Kutter “Dawn,”, der am 1.4. im Portage River Harbor of Refuge gesunken war, wurde am 18.4. aus dem 20 Fuß tiefen Wasser geborgen. Taucher brachten Hebestropps an, und danach konnte eine Kranbarge das Wrack heben. Zuvor hatten die Froschmänner Trümmer und dutzende von Reifen um das Schiff entfernt. Wegen des Öls und der Chemikalien an Bord drängte die Coast Guard aber auf eine vollständige Räumung.
Die US Coast Guard hatte zuvor Ölsperren ausgelegt. Dann nahmen Taucher Proben vom Rumpf, um dessen Kontamination zu prüfen. Außerdem bohrten sie alle Tanks an und entfernten den Diesel und das Hydrauliköl aus dem Schiffsinnern, ebenso wie andere Gefahrenstoffe, die sie fanden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Archivbild Fregatte Brandenburg
(Bild: Clemens Vasters)   Großbild klick!

Salamis: Fregatte Brandenburg donnert gegen Pier
(18.04.17) Die deutsche Fregatte „Brandenburg“ stieß am 17.4. beim Ablegen im Hafen von Piräus mit einer Hafenmole zusammen und erlitt dabei erhebliche Schäden. Die „Brandenburg“ sollte um 10 Uhr den Hafen mit Kurs auf das Einsatzgebiet im Mittelmeer im Rahmen des Flüchtlingseinsatzes in der Ägäis verlassen. Doch dabei rammte sie ein Unterwasserhindernis an der Hafeneinfahrt.
Dabei wurden die beiden Propeller und das Ruder beschädigt. Die Fregatte steuerte nach der Grundberührung mit langsamer Fahrt zunächst einen Ankerplatz südlich der Hafenzufahrt von Piräus an, wo das Unterwasserschiff von bordeigenen Tauchern der Fregatte untersucht wurde. Dabei stellten sie Beschädigungen an dem Ruderblatt und einer der beiden Schiffsschraube fest. Es war noch offen, wie sich Schadensumfang und Reparaturbedarf darstellten.
Die griechische Marine stellte aber sofort einen Liegeplatz bei der Marinewerft in Salamis nahe Piräus bereit. Dort befanden sich auch Schwimmdocks. Aus Sicherheitsgründen wurde die Fregatte beim Transit in den Mittagsstunden durch den griechischen Schlepper „Christos XVII“ zur Werft nach Salamis eskortiert. Dort sollten die Schäden in den kommenden Tagen durch Experten des dortigen Marinearsenals in Griechenland untersucht werden.
Der NATO-Einsatzverband 2 musste nun ohne das deutsche Flaggschiff auskommen. Geführt wurde der Verband seit Dezember 2016 von dem deutschen Flottillenadmiral Axel Deertz. Die „Brandenburg“ war erst seit wenigen Tagen sein Flaggschiff, nachdem das vorherige Flaggschiff „Sachsen“ planmäßig Anfang April die Heimreise nach Deutschland angetreten hatte. Die „Brandenburg“ sollte bis Ende August in der Ägäis bleiben.
Erst am 16.3. war der Einsatzgruppenversorger „Frankfurt am Main“ beim Einlaufen in die Seeschleuse in Wilhelmshaven so unglücklich mit der Schleusenmauer kollidiert, dass das Schiff nicht mehr an einem NATO-Manöver in Schottland teilnehmen konnte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ehemaliges Küstenwachboots “Tamaroa”
(Bild: USCG)   Großbild klick!

Stürmisches Wetter verhinderte Versenkung von Perfect Storm-Star
(18.04.17) Die Versenkung des ehemaligen Küstenwachboots “Tamaroa”, der bereits vor Iwo Jima seine ersten Meriten verdiente und Jahrzehnte später durch den Einsatz für die Yacht „Satori“ vor Nantucket, der im Buch „The Perfect Storm“ verewigt wurde, erst literarischen und dann noch Filmruhm einheimste, vor der Küste von New Jersey musste wiederum wegen stürmischen Wetters verschoben werden. Planmäßig hätte das Schiff am 18.4. seine letzte Reise antreten sollen. Das Projekt war gemeinsam vom Delaware Department of Natural Resources and Environmental Control sowie dem New Jersey Department of Environmental Protection vorbereitet worden.
Das Schiff soll in einem Gebiet, bekannt als Del-Jersey-Land Inshore Artificial Reef, das jeweils 26 Meilen von Lewes, Delaware und Cape May liegt, ein neues Habitat werden. Doch nun erhielt es noch eine Galgenfrist am Kai des Coleen Marine Shipyard in Norfolk, Virginia, bevor Schlepper es ein letztes Mal uaf See bringen. Dazu sind drei Tage ruhigen Wetters notwendig.
Die 74 Jahre alte “Tamaroa” war zunächst als Schlepper USS “Zuni” der Cherokee-Klasse für die US Navy vor Iwo Jima im Einsatz und ist das letzte überlebende Schiff der gleichnamigen Schlacht. 1994 wurde es außer Dienst gestellt. Die Kosten für den Kauf und die Entfernung des PCB und anderer Giftstoffe kostete 380,000 Dollar. Der Staat Delaware zahlte davon 75 Prozent, New Jersey den verbliebenen Anteil.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schlepper sank auf Mississippi
(18.04.17) Der 23 Meter lange US-Schlepper "Todd Brown" (MMSI-Nr.: 366962950) sank am 17.4. gegen 15.30 Uhr auf dem Mississippi unweit von Columbus. An Bord waren rund 17,500 Gallonen Diesel, 150 Gallonen Schmieröl und 150 Gallonen Hydrauliköl. Die SWS Environmental Services wurden alarmiert und eine Ölsperre ausgelegt. Ein Krisenstab wurde gebildet aus US Coast Guard, dem Eigner, der Ingram Barge Company, dem Kentucky Department of Environmental Protection und dem Missouri Department of Natural Resources.
Quelle:Tim Schwabedissen



Berger stiegen ins Wrack der Sewol ein – sieben Meter hoher Trümmerwall ist zu überwinden
(18.04.17) Am Nachmittag des 18.4. stiegen Berger in das Wrack der “Sewol” ein, um nach Überresten von vier Schülern, zwei Lehrern, zwei Erwachsenen und einem kleinen Kind, die seit dem Untergang vermisst wurden, zu suchen. Binnen zwei Stunden fanden sie bereits etliche zurückgelassene Dinge wie Kleidung, einen Rucksack, einen Koffer und Schuhe. Die Arbeit wurde erschwert durch den Umstand, dass die meisten Wände innerhalb des Schiffes kollabiert waren.
Sie bildeten eine sieben Meter hohe, mit Schlamm vermischte Barriere. Zuerst mussten diese Trümmer beseitigt werden. Dafür wurden Einstiegslöcher in den Rumpf geschaffen. Die Arbeiter der Korea Salvage Company haben das Schiffsinnere in neun Zonen aufgeteilt, sechs an Backbordseite auf Deck 4 und drei auf Deck 3, von denen aus sie sich vorarbeiten. In den Rumpf wurden dazu fünf Löcher von jeweils 1,2 x 1,5 Metern geschnitten, vier weitere Öffnungen waren bereits vorhanden.
70 Mann durchkämmten die Trümmer nun von vorn nach achtern. Zwischen Deck 3 und 4 wollten sie noch zwei weitere Löcher schneiden, um Einstiegspunkte zu schaffen. Die Suche sollte binnen drei Monaten beendet werden.
Sobald menschliche Überreste gefunden werden, sollen die Sucharbeiten unterbrochen werden. Dann müssten die Reste exhumiert und identifiziert werden. Wenn sich DANN-Spuren fänden, könnten sie dann den Angehörigen übergeben werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Vier Mann von gestrandetem Schlepper gerettet
(18.04.17) Ein Seaking 42-C-Helikopter der indischen Marine rettete die vierköpfige Crew des Kutters „Sonika“, der an der Küste von Mumbai in den Gewässern von Raj Bhavan bei niedrigem Wasserstand am 17.4. gestrandet war. Der Mumbai Police Control Room hatte einen Notruf des Schleppers aufgefangen, der unweit des Gebiets, wo die Shivaji Statue gebaut werden soll, festgekommen war. Die Polizei schickte ein Boot aus Mahim, das aber wegen der Lage des Havaristen auf Felsen und der geringen Wassertiefe nicht herankam.
Daraufhin wurde die Hilfe der Marine angefordert. Um 23.20 Uhr hob der Seaking C mit Tauchern an Bord von der Airbase in Shikra ab. Nachdem alle vier Mann unversehrt an Bord gezogen werden, kehrte er um 23.45 Uhr zu seiner Base zurück. Dort wurden die Schiffbrüchigen medizinisch untersucht. Alle waren wohlbehalten.
Quelle:Tim Schwabedissen



16 Schiffbrüchige von Motorboot gerettet
(18.04.17) 15 Fahrgäste und der Skipper des Motorbootes “Allan 7”, das am 16.4. gegen 19.30 Uhr in den Gewässern von Sitio Inansuana, Lucap, Alaminos City, und Pangasinan in Brand geraten war, wurden unversehrt gerettet. Das Schiff war 500 Meter vor der Küste des Hundred Islands National Park in Flammen aufgegangen, nachdem der Benzintank neben der überhitzten Maschine explodiert war. Die Coast Guard Sub-Station Lucap leitete eine SAR-Operation ein.
Die Schiffbrüchigen wurden von der City Disaster Risk und dem Reduction Management Council ins Dagupan Doctors Villaflor Memorial Hospital in Dagupan City gebracht. Die philippinische Coast Guard leitete eine Untersuchung ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bergung historischen Kutters angelaufen
(18.04.17) Taucher der Ferro Services aus Saint-Georges-du-Bois bereiteten am 17.4. die Hebung des Wracks des historischen Kutter "Manuel Joël" vor. Der Trawler war am 30.3. in La Rochelle gesunken. Er war ein Juwel der Sammlung des Maritimen Museums, bis er sank. Zwei Tage haben die vier Taucher bereits an dem Holzschiff gearbeitet und große Hebesäcke zu beiden Seiten angebracht.
Wenn sie mit Pressluft gefüllt werden, sollen sie helfen, das 80 Tonnen schwere Schiff langsam wieder an die Wasseroberfläche bringen. Die Arbeiten sollten bis zum Morgen des 18.4. abgeschlossen werden. Dann beginnt das eigentliche Anheben mit Hebestropps, die schwierigste Phase der Bergung. Dazu muss das Schiff auch präzise auf ebenen Kiel gebracht werden, was bei der geringen Wassertiefe von höchstens vier Metern eine Herausforderung ist.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre nach Maschinenausfall evakuiert
(18.04.17) Die philippinische RoPax-Fähre “Trans Asia 2”, 1389 BRZ (IMO-Nr.: 7620744) erlitt am 17.4. mit 619 Fahrgästen an Bord vor Polo Point, Plaridel, Misamis Occidental, an der Nordspitze von Mindanao Island Maschinenausfall. Der Propeller wurde von Leinen blockiert, daraufhin stoppte die Steuerbordmaschine. Das Schiff war am Morgen von Ozamis in der Misamis Occidental-Provinz nach Cebu ausgelaufen. Alle Passagiere wurden von dem 1977 erbauten Schiff der Trans Asia Shipping Lines Inc. evakuiert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Seegang verhindert Arbeiten an gestrandeter Motoryacht
(18.04.17) Wellen von mehr als vier Fuß Höhe haben bisher verhindert, dass Berger eine Ölsperre um die gestrandete Motoryacht vor Ludington auslegen konnten. Ebenso wenig vermochten sie deshalb Öl von dem Boot abzupumpen. Ölbekämpfer der Coast Guard Grand Haven, Michigan, waren vor Ort.
Der Skipper war unterwegs von Pentwater, Michigan, nach Traverse City, als sein Schiff leckschlug und er es vorsorglich auf Grund setzte. Danach legte es sich 15 Grad nach Backbord auf die Seite.
Quelle:Tim Schwabedissen



Dreifachkollision vor Azov
(18.04.17) Der russische Frachter “M. Andreev”, 4308 tdw (IMO-Nr.: 8946377) erlitt am 18.4. um 3.30 Uhr einen Ruderversager auf dem Ankerplatz 1 vor Azov. Das mit Weizen beladene Schiff stieß daraufhin gegen den Backbordbug des dort ankernden Frachters „Aleksandr Lebed“ (IMO-Nr.: 8866826) und die Nase des Wulstbugs des ebenfalls dort liegenden Frachters „Rusisch 2“ (IMO-Nr.: 9317016). Alle drei Schiffe wurden leicht beschädigt.
Die “M. Andreev“ wurde nach der Havarie ebenfalls auf Ankerplatz 1 vermoort. Das 1978 erbaute Schiff läuft im Management der DonRechFlot.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter auf Paranà aufgelaufen
(18.04.17) Der unter Belize-Flagge registrierte Bulkcarrier "Aristimo", 26239 BRZ (IMO-Nr.: 9126302), lief am 10.4. vor San Nicolas auf dem Paranà-River auf Grund. Er war zu der Zeit flussabwärts von Rosario. nach Eldikheila unterwegs. Hier hätte er am 10.5. eintreffen sollen. Doch am 18.4. saß der Havarist weiter auf dem Fluss fest.
Quelle:Tim Schwabedissen



MSD Daniela immer noch nicht gelöscht
(18.04.17) Die chemische Substanz, die auf dem Containerfrachter "MSC Daniela" am 4.4. in Brand geraten war, stellte am 17.4. weiterhin eine Gefährdung für die Umwelt dar. Das Feuer hatte bis dahin immer noch nicht vollständig gelöscht werden können. Der Havarist wurde unterdessen vom Colombo International Container Terminal zum nahen East Container Terminal verholt. Vor Ort waren weiter mehrere Hilfsschiffe, darunter der Offshore-Schlepper "Posh Virtue", das Bergungsschiff "Resolve Monarch“ und der Schlepper "Hercules".
Quelle:Tim Schwabedissen



Fahrgastschiff „Adler Princess“ jetzt "Prinzessin"
(Bild: Tim Schwabedissen)   Großbild klick!

Rendsburg: Adler Princess nach Feuer nun als Prinzessin
(17.04.17) Erstmals wieder in seinem Revier unterwegs war am 16.4. das deutsche Fahrgastschiff „Adler Princess“, 508 BRZ (IMO-Nr.: 8876302), nach einem Törn auf dem Nord-Ostsee-Kanal auf dem Weg zum Sartorikai in Kiel. Es war die erste Fahrt des Schiffes nach dem Brand am Hamburger Fischmarkt am 17.12.2016.
Nachdem die Schäden auf der dortigen Jöhnk-Werft behoben und in demselben Zuge ein umfangreicher, behindertengerechter Umbau durchgeführt wurde, lief das neu gestylte Schiff am 14.4. wieder aus Hamburg aus und ist nun planmäßig für die Adler-Reederei in der Ausflugsschifffahrt unterwegs, jetzt unter dem Namen „Princess“. Am 17.4. lief sie in Kiel wieder um 12.30 Uhr aus und machte sich auf den Rückweg zum Obereiderhafen in Rendsburg.
Quelle:Tim Schwabedissen



Rettung der Flüchtlinge
(Bild: Jugend Rettet)   Großbild klick!

Beispiellose Rettungsaktion im Mittelmeer – Retter mussten selbst Mayday funken
(17.04.17) Am Morgen des 15.4. wurde das Rettungsschiff „Iuventa“, 184 BRZ (IMO-Nr.: 5222354), ein einstiges Standby-Schiff, das im Sommer 2016 bei den Emder Werft- und Dockbetriebe umgerüstet und seither von Rettungsorganisation „Jugend Rettet“ im Mittelmeer eingesetzt wurde, zur Suche und Rettung der Insassen eines Holzbootes gerufen. Um 06:50 Uhr machte sich dessen RIB auf und versorgte ein Schlauchboot mit Rettungswesten. Währenddessen wurde ein weiteres Schlauchboot direkt von der „Iuventa“ aufgenommen. Als das RIB auf der Suche war, entdeckte die Crew ein weiteres Boot am Horizont, das sich als Holzboot entpuppte. Die Rettung der Menschen von Bord gestaltete sich sehr schwierig. Es hatte zwei Decks, viele Menschen drängten von unten nach oben, weshalb das Oberdeck permanent überfüllt war. Menschen begannen ins Wasser zu springen. Binnen kurzer Zeit versorgte die „Iuventa“-Crew 800 800 Menschen, von denen 400 an Bord genommen wurde, was die äußerste Kapazitätsgrenze des Schiffes darstellte.
Die „Sea Eye“ nahm ebenfalls knapp 200 Menschen an Bord, die unter Belize-Flagge laufende „Phoenix“, 446 BRZ (IMO-Nr.: 7234272), der Organisation MOAS weitere 453 Personen. Noch immer warteten aber über 1.300 Menschen ohne Rettungswesten auf ihren seeuntüchtigen Booten auf Rettung. Im Laufe der Abendstunden konnte die „Iuventa“ 400 Personen an ein Transferschiff angeben. Sie brachten daraufhin sofort zur „Phoenix“ auf, um diese bei der Bergung der Flüchtlinge in den sechs Schlauchbooten, die dort lagen, zu unterstützen. Beide Crews arbeiteten auf Hochtouren, um die knapp Menschen zu versorgen.
Gleichzeitig tauchte ein weiteres Holzboot in der SAR-Zone auf, das zwischen 400 bis 600 Personen an Bord hatte. Die „Phoenix“ und „Iuventa“ warteten verzweifelt auf vom MRCC in Rom zur Unterstützung gesendeten Schiffe, da diese Menge an Menschen nicht mehr zu versorgen beziehungsweise an Bord zu nehmen war. Die Helfer befanden sich am absoluten Maximum und hatten über 48 Stunden nicht geschlafen.
Am Vormittag des 16.4. kam die Meldung, dass acht Seemeilen von der „Iuventa“ entfernt ein Schlauchboot mit Personen ohne Schwimmwesten am Sinken war. Das Beiboot und das der „Phoenix“ machten sich auf dem Weg dorthin, ebenso wie die holländische „Sea Eye“ (MMSI-Nr.: 244630187), die zwar schon 75 Personen an Deck hatte, aber noch weitere aufnehmen wollte. Ein Patroullienboot sollte binnen sieben Stunden vor Ort sein.
Gegen Mittag funkte die „Iuventa“ auf Position 33°14´N 012°26´ O Mayday, weil sie angesichts der 400 Menschen an Bord manövrierunfähig war und sich das Wetter verschlechterte. Zusätzlich befanden sich noch knapp 400 Personen in direkter Umgebung auf Schlauchbooten. Viele von ihnen waren Frauen, Schwangere und Kinder ohne Rettungswesten.
Ein Tanker machte dem Schiff Lee, und die Situation konnte vorerst unter Kontrolle gebracht werden. Die „Vos Hestia“ machte sich auf den Weg zur Assistenz. Der Tender „Rhein“ (MMSI-Nr.: 211211500) der Deutschen Marine wurde am Vormittag des 16.4. von der Seenotrettungsleitstelle in Rom zu der Position etwa 60 Kilometer nordwestlich von Tripolis vor die libysche Küste geschickt.
Diese nahm 1.200 Hilfesuchende auf und brachte sie am 17.4. um 7.40 Uhr an den Molo di Levante Eastern Catania Cruise/Cargo Terminal in Catania. Inzwischen war auch die „Sea Eye“ mit 210 Schiffbrüchigen an Bord in Schwierigkeiten geraten. Sie hatte einen Generatorschaden erlitten. Keines der beteiligten Schiffe konnte aktuell weitere Flüchtlinge aufnehmen. Die Schiffe der NGOs warteten nun darauf, dass das MRCC in Rom Schiffe schickte, um die Geretteten aufs Festland zu bringen.
Ein italienischer Seenotrettungskreuzer eskortierte die „Sea Eye“ am 17.4. in Landschutz. Für bislang acht bis 10 Personen gab es indes keine Rettung – sie ertranken im Meer.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter “Charisma – BH 27” mit RLNI-Helfern
(Bild: RNLI)   Großbild klick!

Kutter drohte vor Tyne zu sinken
(17.04.17) Am 17.4. um 11.20 Uhr funkte der 15-Tonnen-Kutter “Charisma – BH 27” aus North Shields einen Notruf, nachdem er Wassereinbruch und Maschinenausfall erlitten hatte. Die zweiköpfige Crew konnte zwar das Wasser lenzen, aber nicht die Maschine starten. Der Kutter trieb mit ausgebrachten Netzen 12 Meilen östlich der Tyne-Piers.
Das UK Coastguard's Humber Operations Centre alarmierte das RNLI-Boot aus Tynemouth, das sieben Minuten darauf auslief- Auch ein Rettungshubschrauber aus Humberside stieg auf, und das britische Offshore-Schiff „Highland Prestige”, 3702 BRZ (IMO-Nr.: 9364021), ging auf Standby. Um 11.48 Uhr trafen auch die Seenotretter vor Ort ein.
Zwei Mann stiegen auf den Kutter mit einer Lenzpumpe über und konnten den Wassereinbruch stoppen. Da das Risiko eines Untergangs abgewendet war, kehrte der Helikopter wieder zurück. Doch das Rettungsboot konnte den Havaristen wegen der Netze im Wasser nicht abschleppen, deshalb musste versucht werden, die Maschinen dazu wieder zum Laufen zu bekommen.
Dies gelang gegen 13 Uhr, sodass der Kutter dann mit eigener Kraft nach North Shields zurückaufen konnte. Dort traf der Konvoi um 15.05 Uhr ein. Um 15.30 Uhr war das Rettungsboot wieder einsatzklar auf seiner Station. Die „Charisma“ wurde 2000 in Berwickshire erbaut und lief bis 2004 als „Ajax - LH 554“. Das 9,98 Meter lange, 4,8 Meter breite und 1,78 Meter tief gehende Schiff läuft seit 2004 für Neil Redford Armstrong in Amble (Northumberland).
Quelle:Tim Schwabedissen



Fischer und Hund vor Hampton Harbor in Seenot
(17.04.17) Die US Coast Guard und die Hampton Fire Rescue kamen am 15.4. dem Kutter “Patricia Lynn II” zu Hilfe, der mit einer zweiköpfigen Crew und einem Hund an Bord um 20.30 Uhr drei Meilen östlich von Hampton Harbor, New Hampshire, Wassereinbruch gemeldet hatte. Über VHF wurde die Coast Guard Northern New England informiert, dass das Schiff rasch Wasser aufnahm und die beiden Fischer versuchten, mit Eimern Herr der Lage zu bleiben, da die Lenzpumpe nicht gegen die Flutung ankam. Beide hatten Überlebensanzüge angelegt und auch dem Hund eine Rettungsweste verpasst.
Die Coast Guard Stationen Portsmouth Harbor, Coast Guard Station Merrimack River, ein Helikopter der Air Station Cape Cod und die Hampton Fire Rescue kamen zu Hilfe. Die Feuerwehr war als erstes vor Ort und übergab eine weitere Lenzpumpe. Wenig später war ein Boot der Küstenwach-Station Portsmouth Harbor vor Ort und half beim Auspumpen. Das Boot der Station Merrimack River und der Hubschrauber konnten daraufhin abdrehen.
Das Küstenwachboot und die Feuerwehr eskortierten die „Patricia Lynn II” dann nach Hampton Harbor, wo der Kutter sicher festgemacht werden konnte. Dank der guten Ausrüstung und des sofortigen Alarms konnten die beiden Fischer den Notfall zu einem guten Ausgang bringen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler schon wieder abgeschleppt
(17.04.16) Am Morgen des 17.4. erlitt der norwegische Trawler "Langenes", 1345 BRZ (IMO-Nr.: 8520795), Maschinenschaden vor Påsken und trieb manövrierunfähig in der See. Die norwegische Küstenwache schickte das Patroullienboot "Bergen" zur Assistenz. Bei dichtem Schneetreiben stellte es eine Schleppverbindung her und nahm den Havaristen in Richtung Tromsflaket auf den Haken. Bei Torsvåg übernahm ein Rettungskreuzer das Schiff und zog es nach Tromsö/Breivika, wo es um 9.30 Uhr sicher festgemacht wurde.
Erst am 13.3. war die "Langenes" nach Breivika im Ålesund eingeschleppt worden, nachdem sie vor den Shetlands Maschinenschaden erlitten hatte. Ein Zylinderkopf war beschädigt worden und die Maschine wurde daraufhin gestoppt. Ein anderes Schiff der Eigner Nordic Wildfish aus Valderøya nahm den Havaristen auf den Haken. Erst im Januar war die Maschine überholt worden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Frachter in Immingham
(17.04.17) Am 16.4. um 15.30 Uhr brach auf dem unter Panama-Flagge laufenden Bulkcarrier “Navios Orbiter”, 39727 BRZ (IMO:9286865), der von Baton Rouge kommend am 14.4. in Immingham am ABP Humber Pts Container Terminal festgemacht hatte, ein Feuer aus. Feuerwehren aus Grimsby, Immingham und Barton wurden alarmiert und konnten den Brand mit fünf Löschfahrzeugen in den Aufbauten um 16.45 Uhr löschen. Auch die RNLI-Boote aus Cleethorpes und Humber wurden von der Coastguard mobilisiert und trafen gegen 16 Uhr vor Ort ein.
Die 19-köpfige Crew war unversehrt geblieben. Die Rettungsboote rückten wieder ab, nachdem die Situation unter Kontrolle war. Die Humberside Fire and Rescue beendete ihre Untersuchungen an Bord in der Nacht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter mit Wassereinbruch abgeschleppt
(17.04.17) Südöstlich von Sørvær in Finnmark erlitt am Morgen des 17.4. gegen 8.30 Uhr ein Kutter mit drei Mann an Bord Wassereinbruch. Die Crew funkte einen Notruf an Vardø Radio, und das Rettungsboot "Gjert Wilhelmsen" sowie zwei weitere in der Nähe stehende Kutter kamen zu Hilfe. Auch ein Rettungshubschrauber stieg in Banak auf.
Nachdem die "Gjert Wilhelmsen" Lenzpumpen übergesetzt und die Lage unter Kontrolle gebracht hatte, drehte der Helikopter wieder ab. Das Rettungsboot nahm den Havaristen dann gen Breivikbotn auf den Haken.
Quelle:Tim Schwabedissen



Casinoschiff kollidierte mit Tonne
(17.04.17) Das neue Casinoschiff “Jacks or Better 1” in Galveston kollidierte am 15.4. um 23.30 Uhr mit einer Fahrwassertonne. An Bord waren rund 100 Fahrgäste. Das Schiff konnte sicher am Galveston Yacht Bassin festmachen. Es hatte einige leichte Schäden davongetragen. Es war zwar die erste Kollision des Schiffes, aber nicht der Tonne. Die Coastguard wurde informiert, um das Problem zu lösen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre fiel mit Ölleckage aus
(17.04.17) Der Fährverkehr auf dem Halsafjord zwischen Kvanne und Rykkjem musste am 16.4. unterbrochen werden, nachdem es zu einem Maschinenschaden auf der norwegischen Fähre "Solnør", 765 BRZ (IMO-Nr.: 7611755), gekommen war. Es war zu einer Ölleckage in einem Flansch gekommen. Am Abend war die Reparatur im Gange, und gegen 23 Uhr sollte der Verkehr wieder in Gang kommen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Segelyacht "Aurel"
(Bild: Lutz Schleich)   Großbild klick!

Yacht mit Problemen in Holtenauer Kanalschleuse
(16.04.17) Am 15.4. hatte die 13 Meter lange, deutche Segelyacht "Aurel" (MMSI-Nr.: 211480430) mehrfache Probleme beim Schleusen in Kiel-Holtenau. Sie lief gegen 15:30 Uhr in die Südkammer zum Ausschleusen in die Ostsee ein. Während des Schleusungsvorgangs meldete sie dem Schleusenmeister Probleme mit dem Bug, die aber nicht genau spezifiziert wurden. Das Boot lag bereits mit dem Steven wieder Richtung Kanal und bat darum, in diesen zurückgeschleust zu werden.
Der Schleusenmeister ersuchte sie aber, auf die Kieler Förde auszulaufen. Während die „Aurel“ dazu zu drehen versuchte, wurde vom Schleusenmeister das Kommando geändert. Das Segelboot sollte nun doch zurück in den Kanal gehen. Nach einigen Wendemanövern legte die Segelyacht wieder an den Reibhölzern an. Als die anderen Sportboote die Schleuse verlassen hatten, wurde das Tor nach außen wieder geschlossen, und die Schleusung begann.
Beim Öffnen des Binnentores meldete die „Aurel“, dass sich nun eine Leine im Propeller verfangen habe. Der Schleusenmeister versuchte über Kanal 4, Hilfe für die Segelyacht von Spotbootkollegen im Kanal zu bekommen, da die Yachtwerft Dierks zur Zeit nicht helfen konnte. Ein Skipper reagierte auf den Funkruf und steuerte den Havaristen an. Dieser meldete nun wiederum eingeschränkte Funktion und kündigte das Ablegen an. Die andere Yacht brauchte keine Hilfe mehr zu leisten. Die „Aurel“ steuerte dann den Bominflot-Kai im Kieler Nordhafen an.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motoryacht auf Grund
(Bild: USCG)   Großbild klick!

Motoryacht sinkend auf Grund gesetzt
(16.04.17) Ein Boot der Coast Guard Station Ludington, Michigan, kam am 15.4. einer vor Big Sable Point gestrandeten, 76 Fuß langen Motoryacht zu Hilfe. Der Skipper war von Pentwater nach Traverse City unterwegs gewesen, als er Wassereinbruch feststellte. Um einen Untergang zu verhindern, setzte er das Schiff auf drei Fuß Wassertiefe auf Grund. Das Küstenwachboot war gerade auf Patroullienfahrt gewesen, als es von der Coast Guard Lake Michigan um Assistenz gebeten wurde.
Es war binnen 20 Minuten vor Ort. Der Skipper der Motoryacht wurde abgeborgen, nachdem sein Boot sich 15 Grad nach Backbord überzulegen begonnen hatte. Eine Bergungsfirma sollte im Laufe des Tages eine Ölsperre um den Havaristen auslegen. Dann sollte eine mit einer Vakuumpumpe ausgerüstete Barge alles Öl von Bord beseitigen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Rettungsaktion für Landungsboot „Patriout“
(Bild: Burnham RNLI)   Großbild klick!

Landungsboot im Bristol Channel in Seenot
(16.04.17) Am 15.4. kam die Coastguard von Burnham-On-Sea dem leckgeschlagenen, 14 Meter langen Landungsboot „Patriout“ (MMSI-Nr.: 235040206), zu Hilfe, das Wassereinbruch erlitten hatte. Durch die Bugrampe drang Wasser ein, nachdem sie im Bristol Channel unweit des Hinkley-Point-Kraftwerks heruntergeklappt war. Es gelang der Crew, sie wieder hochzuziehen und zu fixieren.
Doch eines der Crewmitglieder zeigte Zeichen von Unterkühlung nach der Arbeit in kaltem Nordwestwind. Ein um 20.20 Uhr alarmiertes RNLI-Boot nahm den Havaristen auf den Haken und schleppte ihn zum Burnham-On-Sea Yacht Club. Auch das Watchet Coastguard Team sowie Rettungsboote aus Minehead, die „Barry Dock“, sowie ein Helikopter, der mehrere Lenzpumpen an Bord absetzte, waren im Einsatz.
Das unterkühlte Crewmitglied wurde aus der Luft abgeborgen und an Land geflogen. Das Landungsboot nahm mit eigener Kraft Kurs auf den River Brue. Das Burnham-on-Sea-Boot "Staines Whitfield" und die “Barry Dock” sicherten die “Patriot”. Auf dem Brue wurde entschieden, sie unweit des Yachtclubs auf den Strand zu setzen. Dabei halfen das Rettungsboot und Freiwillige Seenotretter an Land mit einem Traktor, das Boot auf den Strand zu ziehen
Quelle:Tim Schwabedissen



Landsmann musste polnischen Einhandsegler überzeugen, gerettet zu werden
(16.04.17) Der polnische Einhandsegler Gregor Wegrzyn musste mit aller Macht bewegt werden, seine 10,6 Meter lange Yacht “Regina R“ rund 2700 Kilometer östlich von Christchurch aufzugeben. Sogar ein Mann, der der polnischen Sprache mächtig war, wurde mit einem Flugzeug der neuseeländischen Luftwaffe zu dem Boot geflogen, dessen Notsignal am 13.4. aufgefangen worden und das am 14.4. lokalisiert worden war.
Der unter Panama-Flagge laufende Frachter „Key Opus”, 42999 BRZ (IMO-Nr.: 9518206), traf am Nachmittag des 15.4. vor Ort ein, um ihn zu retten. Er war auf seiner Reise von Brisbane nach Angamos zwei Tage lang unterwegs gewesen zu der Yacht, die nach Ruderschaden vor den Chatham Islands trieb. Versuche, mit dem Polen zu kommunizieren, scheiterten aber an dessen geringen Englisch-Kenntnissen. Eine Orion der New Zealand Defence Force (DNZF) warf ein Funkgerät ab, und am 16.4. um neun Uhr war ein Landsmann des Seglers, der ihn sogar kannte, mit einem Flugzeug vor Ort und in der Lage, ihn vom Ernst der Situation zu überzeugen.
Die Crew der “Key Opus” brachte ein Rettungsnetz an der Seite aus, an dem Wegrzyn sich festklammern konnte. Die Orion überwachte die Rettungsaktion. Vor Ort waren drei Meter Wellenhöhe und 25 Knoten Wind. Wegrzyn, der gerade in Richtung Kap Hoorn unterwegs gewesen war, wurde unversehrt an Bord des Frachters gezogen. Am 4.5. sollte er im chilenischen Zielhafen des Frachters an Land abgesetzt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Acht Tote und viele Vermisste nach Unglück auf dem Niger
(16.04.17) 136 Menschen wurden vermisst, nachdem am 14.4. ein Boot mit 150 Personen an Bord von Warra, Ngaski, im nigerianischen Kebbi Staat auf dem Niger nach Kollision mit einem Baumstumpf zerbrach. Die meisten waren Händler von einem Markt in Malale in Borgu. Bislang wurden acht Tote geborgen. Taucher und Boote suchten nach weiteren Opfern. Überlebende wurden ins Krankenhaus gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre verursachte Ölverschmutzung
(16.04.17) Auf dem Kootenay Lake, British Columbia, liefen rund 400 Liter Öl am Morgen des 15.4. gegen neun Uhr aus der Fähre “Osprey 2000” aus. Es kam zu einer Ölverschmutzung am Balfour Ferry Dock. Das Schiff der Western Pacific Marine hatte einen Schaden an einer der vier Antriebseinheiten erlitten, als es auf dem See unterwegs war. Die notwendige Reparatur setzte das Schiff für rund einen Monat matt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Strandung 1975
(Bild: KNRM)   Großbild klick!

Strandgänger fand stumme Zeugen zweier Tragödien auf dem Razende Bol
(15.04.17) Strandgänger Hans Eelman fand vor einigen Tagen aus dem Sand ragende Wrackteile, die offenbar von einer Polyesteryacht stammt, auf der Sandbank Norderhaaks, auf bekannt als Razende Bol. Wahrscheinlich handelte es sich dabei um Überreste der deutschen Yacht „Hasco III“, die dort am 7.3.1975 mit einer siebenköpfigen Crew gestrandet war. Eelman meldete die Entdeckung der Polizei und der Strandüberwachung in Texel in der Hoffnung, die Identität des Wracks herausfinden zu können.
Die Havarie war ein schwarzer Tag in der Geschichte der KNRM. Zwei Seenotretter kamen bei der Hilfeleistung für die Yacht ums Leben. Die „Hasco III“ eines Skippers aus Mühlheim an der Ruhr war am 27.3.1975 auf der Fahrt von IJmuiden nach Helgoland. Bei stürmischem Südwestwind wurden fünf der Crewmitglieder seekrank. Deshalb entschied der Skipper, Kurs auf Den Helder zu nehmen. Wegen eines Navigationsfehlers geriet das Schiff auf den Razende Bol und kollidierte dort mit dem Wrack des dort am 1.11.1965 gestrandeten, deutschen Kümos „Friesenland“, 279 BRZ, das mit dem Verlust von drei seiner sechs Crewmitglieder dort total verloren gegangen war.
Die „Friesenland“ war mit Düngemitteln von Zandvoorde nach Brake unterwegs gewesen. In Zandvoorde war der 26-jährige Rolf Meiners als neuer Kapitän an Bord gekommen. In der Nacht zum 1.11. wurde das Schiff vom ersten schweren Wintersturm des Jahres überrascht und versuchte, den Hafen von Den Helder anzulaufen. Dabei lief es auf dem Nordwestende des Noorderhaaks vor Den Helder auf Grund.
Es hatte schon bald Schlagseite, und schwere Brecher ließen es vollschlagen. Der Seenotrettungskreuzer „Prins Hendrik“ konnte nicht näher als auf 80 Meter herankommen, da die „Friesenland“ zu hoch auf der Sandbank lag. Ein niederländischer Marinehubschrauber kam bei Tagesanbruch, konnte aber kein Lebenszeichen auf dem Schiff entdecken.
Die sechs Crewmitglieder hatten das Schiff während der Nacht verlassen, in ihrer Panik jedoch das Rettungsboot so schwer beschädigt, dass dieses auseinanderbrach. Zwei Mann konnten sich an den Trümmern des Bootes festklammern und wurden nach vier Stunden von dem Marineschlepper „IJssel“ geborgen. Drei andere wurden später tot aus der See geborgen. Der sechste wurde lebend bei Texel von dem Fährschiff „Marsdiep“ gerettet.
Das Wrack lag seither auf Position 52° 58' 26? N, 4° 39' 21? O, wo nun auch die Segelyacht festsaß. Das Rettungsboot „Suzanna“ lief zu der Strandungsstelle aus, konnte aber nicht dicht genug an die „Hasco III“ herankommen. Die Rettungsmänner Jochem Post, Cornelis van der Oord und André van Duivenbooden wollten nun versuchen, zu Fuß zum Schiff zu gelangen. Im Dunkeln warf eine Welle ihr Boot aber um, bevor es dazu kommen konnte.
Post und Van der Oord konnten sich zunächst auf den Kiel retten, Van Duivenbooden wurde von der Strömung abgetrieben. Eine Stunde trieb er in der Rettungsweste im Meer, dann schaffte er es, auf die Sandbank zu kommen. Van der Oord und Post wurden später bei einer Suchaktion mit Hubschraubern und einem Aufklärungsflugzeug aus De Kooy tot im Meer gefunden.
Die Crew der Yacht wurde in derselben Nacht in drei Anläufen mit einem Helikopter gerettet, bevor die Flut wieder auflief. Der Skipper wurde später vor dem Seeamt in Emden der Nachlässigkeit für schuldig befunden. Auch traf ihn damit Schuld am Tod der beiden Seenotretter.
Quelle:Tim Schwabedissen



„Kodiak Queen“ sinkt
(Bild: Owen Buggy)   Großbild klick!

Krake auf dem Meeresgrund gelandet
(15.04.17) Vor den British Virgin Islands wurde am 12.4. an der Küste von Virgin Gorda die ehemalige „Kodiak Queen“ mit einer Krakenskulptur auf dem Achterdeck als "BVI Art Reef" von Virgin-Gründer Richard Branson, versenkt. Ein Schlepper hatte den einstigen Trawler auf seine letzte Position gezogen. Es dauerte dann mehrere Stunden, bis das Schiff sich nach Steuerbord überlegte und dann übers Heck auf Tiefe ging.
Dort landete es wieder auf ebenem Kiel. Wenig später posierten bereits die ersten Taucher am neuen künstlichen Riff. Bald soll es mit Korallen bewachsen sein und Taucher aus aller Welt begeistern.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter trieb auf Eierlandse-Grund
(15.04.17) Das Rettungsboot "Beursplein 5" der KNRM-Station De Cocksdorp assistiete am Morgen des 11.4. dem havarierten holländischen Garnelenkutter "Gerittje - WR 181" 120 BRZ (IMO-Nr.: 9244025). Dieser war auf dem Eierlandse-Grund manövrierunfähig geworden, weil er sein ausgebrachtes Fanggeschirr nicht mehr einholen konnte. Das Schiff trieb im Eierlandse Gat zwischen Texel und Vlieland.
Die Crew der "Beursplein 5" half den Fischern, das Fanggerät wieder an Bord zurück zu bekommen. Danach konnte das Schiff aus eigener Kraft wieder Fahrt aufnehmen und steuerte den Hafen von Harlingen an.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ölverschmutzung nach Kollision in Norrköping
(15.04.17) Am Vormittag des 14.4. kollidierte der holländische Fraachter "Andesborg", 11885 BRZ (IMO-Nr.: 9466324), mit dem Kai im Pampushafen von Norrköping. Das von Rotterdam kommende Schiff wollte an Liegeplatz 2 festmachen, als es um 11.45 Uhr mit der Kaimauer zusammenstieß. Dabei wurde ein Loch in den Rumpf gerissen, und aus einem leckgeschlagenen Dieseltank lief rund eine Tonne Kraftstoff aus.
Der kommunale Rettungsdienst rief die schwedische Küstenwache zu Hilfe, die die Boote "KBV 305", "KBV 310", "KBV 473" sowie das Ölbekämpfungsschiff "KBV 050" schickte. Die Einsatzbedingungen waren bei starkem Wind kompliziert. Die Frachtercrew begann derweil den beschädigten Tank auszupumpen.
Um 15.54 Uhr war das Leck abgedichtet. Die Arbeiten konzentrierten sich nun auf die Beseitigung des ausgelaufenen Diesels im Hafen und dauerten bis zum 15.4. an.
Quelle:Tim Schwabedissen



Hausboot in Priepert gekentert
(15.04.17) In der Nacht zum 15.4. entwickelte ein Hausboot im Yachthafen Priepert in Neustrelitz Schlagseite und ging teilweise unter. Es hatte am Steg angelegt und legte sich plötzlich zur Seite. Die drei Bootsfahrer, die sich auf einem Ostertörn befanden, konnten sich an Land retten.
Die Feuerwehren aus Priepert und Strasen sicherten das Wasserfahrzeug mit Seilen am Steg fest und verhinderten, dass es vollständig sank. Die Ursache der Havarie war bislang unklar. Offenbar waren zwei Schwimmer vollgelaufen. Der Eigentümer wollte das Boot in den kommenden Tagen bergen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht sank auf Silver Banks – Crew gerettet
(15.04.17) Die US Coast Guard schickte am Morgen des 13.4. einen MH-65 Dolphin-Helikopter zur Rettung der zweiköpfigen Crew der 62 Fuß langen Segelyacht „Ocean Quest“, die bei den Silver Banks rund 80 Meilen nördlich von Puerto Plata vor der Küste der Dominikanischen Republik gesunken war. Die beiden Crewmitglieder Kirk Plender aus New Hampshire und John Boone aus South Carolina mussten ihr Boot aufgeben, nachdem es auf ein Riff gelaufen und leckgeschlagen war. Die Coast Guard San fing um 4:29 Uhr das Notsignal des Bootes auf.
Sie konnte den Skipper über Satellitentelefon erreichen, und er meldete den Untergang des Bootes. Er befand sich mit seinem Mitsegler unversehrt in einer Rettungsinsel. Von der Air Station Borinquen stieg ein Hubschrauber auf, und das Patroullienboot „Heriberto Hernandez“ nahm ebenfalls Kurs auf die Position. Die Luftretter lokalisierten die Insel und winschten die beiden Insassen auf. Sie wurden dann zur Air Station Borinquen in Aguadilla geflogen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Motoryacht
(15.04.17) Im Hafen von Otago brach am Abend des 13.4. ein Feuer im Maschinenraum des Charterbootes „Tiakina“ aus. Die Feuerwehr wurde um 20.20 Uhr zur Fryatt St. Wharf in Dunedin alarmiert. Eigner Lindon Colloty war mit anderen Personen an Bord gewesen und hatte die Brandentstehung rasch bemerkt.
Das bordeigene Feuerlöschsystem half, den Brand einzudämmen. Er entstand in einem Batterieladegerät und verursachte Schäden an der Elektrik. Die Feuerwehren von Dunedin Central, St Kilda und Willowbank trafen ein, als das Feuer schon erstickt war. Sie überprüften die Brandstelle und lüfteten das Schiffsinnere.
Jenseits des Maschinenraums gab es keine Schäden, und nach Ostern sollte das Schiff wieder einsatzklar sein. Die Luxusyacht ist seit 2009 als Charterboot unterwegs. Sie wurde 1953 auf einer Werft in Bideford in England erbaut und kam 1954 nach Wellington.
Quelle:Tim Schwabedissen



Weltumsegler aus Seenot gerettet
(15.04.17) Am 13.4. geriet eine Segelyacht vor den Chatham Islands in Seenot. An Bord war ein polnischer Einhandsegler auf einer Weltumrundung. Nachdem er seinen Notsender aktivierte, konnte ihn eine Orion der neuseeländischen Luftwaffe am 14.4. lokalisieren. Ein Frachter sollte den 64-jährigen nun an Bord nehmen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei Erwachsene und ein Baby im Solent in Seenot
(15.04.17) Im Solent schlug am 14.4. ein 7,5 Meter langes Motorboot leck und funkte Mayday. An Bord waren zwei Erwachsene und ein Baby. Das Boot hatte Maschinenausfall und Wassereinbruch. DerGosport & Fareham Inshore Rescue Service (GAFIRS) wurde von der Coastguard alarmiert und schickte ein Boot zu Hilfe.
Ein Rettungsmann von GAFIRS wurde mit einer Lenzpumpe an Bord abgesetzt, und es gelang, den Wassereinbruch unter Kontrolle zu bekommen. Das Motorboot wurde dann zurück zur Gosport Marina geschleppt und von der Coastguard aus dem Wasser gehoben. Dabei assistierte das Hillhead Coastguard Rescue Team.
Weniger als eine Stunde später war das GAFIRS-Rettungsboot wieder unterwegs. Eine 20 Fuß lange Yacht hatte Mastbruch bei der U-Boot-Sperre vor Southsea erlitten. Es war mit Notsegel unterwegs und wurde nach Chichester Harbour eskortiert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Container brennen immer noch
(Bild: Indian Coastguard)   Großbild klick!

MSC Daniela 10 Tage nach Brandausbruch im Hafen
(14.04.17) Der Containerfrachter "MSC Daniela" machte am 14.4. um 7.30 Uhr am International Container Terminal in Colombo fest. Hier setzte die Feuerwehr die Arbeit, die vom Feuer betroffenen Bereiche herunterzukühlen, fort. Bevor dort die Temperaturen nicht ausreichend gesunken sind, würde keine Inspektion stattfinden können. Vor 10 Tagen der Brand in der Ladung ausgebrochen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Touristenboot sank nach Feuer bei Mykonos
(14.04.17) Das griechische Touristenboot “Saint” geriet am Morgen des 13.4. vor Mykonos in Brand und sank 100 Meter von der Küste. Alle 10 Personen an Bord wurden von einem anderen Boot gerettet, darunter sieben Passagiere und die dreiköpfige Crew. Das Boot steuerte gerade die Bucht von Psarrou an, als das Feuer im Maschinenraum entdeckt wurde. Nachdem es aufgegeben wurde, breitete es sich über das gesamte Schiff aus und brachte es zum Sinken.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yachttransporter “Yacht Hop”: Baggerarbeiten
(Bild: Gary Brown)   Großbild klick!

Baggerarbeiten an der Yacht Hop
(14.04.17) Am 12.4. um 6.15 Uhr begannen Arbeiten, den in London registrierten Yachttransporter “Yacht Hop”, 791 BRZ (IMO-Nr.: 7418957), in der Nettlé Bay vor Saint Lucia wieder aufzurichten. Dafür begannen Berger zunächst, den Sand unter dem Schiff auf Höhe des Risses, der im Rumpf entstanden war, zu beseitigen.
Damit wollen sie sich in die Lage versetzen, es abzudichten. Während der vergangenen Tage hatten sie versucht, das eingedrungene Wasser zu lenzen. Es stand inzwischen 14 Fuß hoch im Maschinenraum des mit starker Steuerbordschlagseite aufsitzenden ehemaligen Trawlers und hatte die Bergungsarbeiten zusätzlich erschwert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Supertanker lief vor Indonesien auf Grund
(14.04.17) Der belgische Supertanker "Alex", 154379 BRZ (IMO-Nr.: 9722924), life am Nachmittag des 12.4. in der Südchinesischen See auf Position 01 56 S 108 08 O, rund 40 meilen nördlich der Insel E Pulau Belitung in der Karimata-Straße auf Grund. Der Tanker war voll beladen auf der Reise von Galveston nach Ningbo und befand sich zwischen Borneo und Sumatra, als er auf weichem Grund aufsetzte. Es gab keine Feststellungen über Schäden und keine Verletzten. Das Wetter vor Ort war gut. Das Euronav Ship Management aktivierte einen Notfallplan und informierte die zuständigen Behörden. Ein Inspektor wurde an Bord des Havaristen erwartet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Suche nach Vermissten der „Stellar Daisy“ reduziert – weitere Polaris-Frachter mit Schäden
(14.04.17) Ein amerikanisches Suchflugzeug, das sich an der SAR-Operation nach dem Untergang des Erzfrachters "Stellar Daisy" 3,700 Kilometer vor der Küste von Uruguay im Südatlantik beteiligt hatte, unternahm am 13.4. seine letzte Patroullie, bevor es abgezogen wurde. Auch die argentinische Korvette „Guerrico“ verließ inzwischen das Seegebiet, ebenso der unter Südkorea-Flagge laufende Polaris-Erzfrachter „Stellar Cosmo“, 148740 BRZ (IMO-Nr.: 9007805). Dieser musste den Hafen von Kapstadt ansteuern, nachdem bei ihm ein technischer Schaden auftrat.
Er zog sich am 12.4. zurück, nachdem es Probleme mit einem Generator gegeben hatte, und wurde am 19.4. in Kapstadt erwartet. Eigentlich sollte er im Anschluss an die Suchaktion direkt zum Zielhafen Qingdao weiterlaufen. Doch neben dem Generatorschaden wurde auch der Treibstoff knapp. Der Frachter war am 22.3. aus Ponta Da Madeira ausgelaufen und hatte sich gerade vor der südafrikanischen Küste befunden, als er zur Suche abgeordnet wurde.
Auch auf der unter Marshall-Islands-Flagge laufenden „Stellar Unicorn“, 156352 BRZ (IMO-Nr.: 9006734), wurden Risse gefunden, sodass sie ebenfalls Kurs auf den südafrikanischen Hafen nahm. Sie war am 22.3. mit einer Ladung Eisenerz aus Porto de Tubarao ausgelaufen und warf am 2.4. vor Südafrika Anker. In einem Ballasttank war ein Risss unterhalb der Wasserlinie festgestellt worden, außerdem gab es ein kleineres Loch im Rumpf.
Der Schlepper "Smit Amandla" ging bei der “Stellar Unicorn“ auf Standby, und am 7.4. ging ein Inspektor an Bord. Der Frachter war 2008 bei der Shekou Yard in China aus einem 1993 beim Sasebo Shiyard in Japan erbauten Tanker erbaut worden und lief in einer 10-Jahres-Charter des brasilianischen Ladungseigners Vale. Ein Vertreter von P&I und die South African Maritime Safety Authority analysierten nun die Situation.
Nach dem Untergang der „Stellar Daisy“ hatte Polaris alle 19 Frachter ihrer Flotte, die in den 1990er Jahren aus Tankern umgebaut worden waren, inspizieren lassen. Die Korvette "General Artigas - ROU 04" aus Uruguay setzte unterdessen die Suche nach den 22 vermissten Seeleuten fort. Derzeit war das Wetter vor Ort stabil, die Wellenhöhe betrug 1,5 Meter, die Windgeschwindigkeit 40 km/h.
Die 86-köpfige Crew der „General Artigas“ hatte zuletzt ein unmarkiertes und namenloses Rettungsboot gefunden, das aber nicht der „Stellar Daisy“ zugeordnet werden konnte. Zwei der fünf Rettungsinseln wurden bisher noch nicht entdeckt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sieben Vermisste bei Unglück in Myanmar
(14.04.17) Sieben Menschen wurden noch vermisst, nachdem ein Boot mit 61 Personen an Bord am Morgen des 12.4. auf dem Min Chaung Rivernahe May Lun City in Myanmar kenterte. Es war auf einer Pilgerfahrt von einem Dorf im Ann Township in Rakhine zum Kyauktaw Township, als Fischernetze den Antrieb blockierten. 53 Menschen konnten sich retten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter nach Mäntyluoto geschleppt
(14.04.17) Der zyprische Frachter "Elena L", 2997 BRZ (IMO-Nr.: 9195901), wurde auf der Fahrt von Lulea nach Ijmuiden am 13.4. im Bothnischen Meer manövrierunfähig. Der finnische Schlepper "Porin Karhu" (IMO-Nr.: 7422386) kam zur Assistenz und zog ihn in Richtung des Hafens von Mäntyluoto, Pori. Hier traf das Kümo am 14.4. gegen zwei Uhr ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ponton in Weener (Bild: Feuerwehr Leer)   Großbild klick!

Weener: Baager ruscht ins Wasser
(13.04.17) In der Nacht zum 12.4. rutschte im Hafen von Weener ein 21-Tonnen-Bagger von einem Ponton ins Wasser. Der Ponton hatte zuvor Wassereinbruch erlitten und Schlagseite entwickelt. Der Bagger kippte nach seinem Absturz im Wasser auf die Seite und ging fast vollständig unter.
Hafenbedienstete alarmierten am Morgen die Feuerwehr. Zunächst rückten die Einsatzkräfte der Feuerwehr Weener aus. Da noch keine Betriebsstoffe ausgelaufen waren, sollte vorsorglich eine Ölsperre ausgebracht werden.
Die Wasserrettung der Kreisfeuerwehr, sowie Ölsperren des Landkreis Leer wurden nachgefordert.
Baggerponton leer ... (Bild: Feuerwehr Leer)   Großbild klick!
Die Wasserrettung war mit einem Boot vor Ort, um die Ölsperren auszulegen. Neben der Polizei und der Wasserschutzpolizei war die Feuerwehr Weener mit drei Fahrzeugen und 15 Einsatzkräften vor Ort. Die Bergung des Baggers musste mit schwerem Gerät erfolgen und wurde von einer Spezialfirma durchgeführt.
Ein Autokran war vor Ort, ebenso wie der Industrietaucher Erik Koers aus Collinghorst. Die Bergungsarbeiten gestalteten sich schwierig. Sie zogen sich bis in die Nacht zu 13.4. hin. Erik Koers befestigte Halteseile am Bagger, damit der Autokran das Fahrzeug aus dem Wasser ziehen konnte.
Gegen Mittag wurde der 300-Tonnen-Autokran der Firma Ulferts in Position gebracht. Neben Kranführer Paul Heeren aus Neermoor waren drei Tiefladerfahrer sowie Christian Trocha vom technischen Außendienst der Firma Ulferts vor Ort. Am späten Nachmittag wurde dann der Ponton aufgerichtet, damit er von der Feuerwehr gelenzt werden konnte.
Für die Feuerwehr war der Einsatz nach dem Ausbringen der Ölsperren beendet gewesen. Die Wasserschutzpolizei nahm die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang auf. Der Bagger war zu Entschlickungsarbeiten in Weener eingesetzt.
Der Hafen ist mit der Ems bei Weener verbunden. Der Sportboothafen verfügt über 40.000 Quadratmeter Wasserfläche, 274 Liegeplätze und einem angrenzenden Erholungsgebiet. Wegen des hohen Schlickanteils im Wasser der Ems muss er regelmäßig ausgebaggert werden.
Im März hatten Verantwortliche des örtlichen Segelvereins geklagt, sie können mit einigen Schiffen den Hafen nur noch mit Problemen oder gar nicht mehr befahren. Daraufhin hatte die Stadt Weener angekündigt, die Hauptfahrrinne im Hafen auf eine Tiefe von zwei Metern ausbaggern lassen zu wollen. Dazu wurde von der Hafen- und Tourismus GmbH (HuT) – ein Tochterunternehmen der Stadt Weener - der Langarmbagger der Firma Hero Bonn aus der Krummhörn angefordert.
Der Bagger war seit Mitte vergangener Woche im Einsatz. Ob die Schiffbarkeit durch die bereits erfolgte Entschlickung erreicht wurde, sollte in den nächsten Tagen durch Peilungsmessungen ermittelt werden. Jens Bonn ging derweil von einem Totalschaden an seinem Fahrzeug aus, das aus dem Baujahr 2009 ist. In der Neuanschaffung würde solch ein Fahrzeug 300.000 Euro kosten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Longliner “Hu Shun Yu 809”
(Bild: Fernando Massa)   Großbild klick!

Longliner geht zu den Fischen
(13.04.17) Der chinesische Longliner “Hu Shun Yu 809”, 1500 BRZ, der Zhousha Gangtai Ocean Fisheries Co. Ltd., der vor zwei Jahren beim illegallen Fischfang in den Gewässern von Argentinien aufgebracht worden war, soll im Mai als künstliches Riff im Golfo Nuevo vor Puerto Madryn versenkt werden. Er folgt dort dem Kutter „Antonio Miralles“, der im März 2004, von der Marine auf 27 Metern Wassertiefe versenkt und seither zu einem Taucherparadies wurde. Die Behörden hatten lange nach einer Lösung für das 68,40 Meter lange Schiff, das an der Almirante Storni Pier in Puerto Madryn vor sich hin rostete, gesucht.
Es war am 7.4.2015 von der "Pedro Derbes" der argentinischen Coastguard beim Schwertfischfang in der Wirtschaftszone des Landes mit Warnschüssen gestoppt und aufgebracht worden. Das Schiff hatte seinerzeit eine 31-köpfige Crew aus der Provinz Zhejiang an Bord. 15 von ihnen kehrten sofort in die Heimat zurück, 16 weitere verblieben vorerst als Wache.
Einer erkrankte an Hepatitis und starb im Krankenhaus. Die 15 übrigen wurden noch einige Zeit in Puerto Madryn gesehen, ehe auch sie verschwanden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Marmaris: Paar wegen Brandstiftung in Marina verhaftet
(13.04.17) Ein britisches Paar, Billy Clark, 34, und Rosie Glover, 24, wurde wegen des Verdachts der Brandstiftung verhaftet, nachdem es am 10.4. zu einem Brand in der türkischen Marina in Marmaris in der Mugla-Provinz gekommen war. Eine Person kam ums Leben, drei Yachten wurden zerstört. Clark blieb hinter Gittern, seine Freundin wurde auf Kaution vorläufig wieder auf freien Fuß gesetzt.
Bei dem Toten handelte es sich um Ekrem Gokce, 63, der sich auf der Yacht „Cartano“ befunden hatte, ein weiterer Mann, Turker Demir, wurde bei dem Feuer verletzt. Neben der „Cartano“ wurden auch die „White Lady“ und „Passion“ komplett zerstört, drei weitere Boote beschädigt. Bei der Vernehmung durch die Polizei räumte Clark ein, getrunken zu haben, bevor er mit Glover auf eine Yacht ging.
Dann gerieten die beiden in Streit. Wie es zu dem Feuer kam, konnte Clark nicht sagen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter "Anja" (Bild: Olaf Kunke)   Großbild klick!

Havarist verlässt nach über zwei Jahren Wewelsfleth
(13.04.17) Der einst unter Curacao-Flagge laufende Frachter "Anja", 5968 BRZ (IMO-Nr.: 9205706), der über zwei Jahre im Hafen von Wewelsfleth nach einer Havarie vor sich hin rostete, erstrahlt nun wieder in frischem Glanz und soll in Kürze den Hafen verlassen. Das Schiff wurde seit dem 27.3. bei der Peters Werft überholt, nachdem ein Investor es aus einer Konkursmasse heraus erworben hatte. Unter dem neuen Namen „Maya S“ läuft es fortan für die rumänische United Marine Compea mit Heimathafen Giurgiulesti in Moldawien, dem einzigen Donauhafen des Landes.
Auf der Werft war der Rumpf mit Hochdruckreiniger vom Rost befreit und mit frischer Farbe
„Anja“ renoviert als “Maya S” (Bild: Karl Kautz)   Großbild klick!
versehen worden. Daneben gab es ein paar kleinere Reparaturen. Nun führte die neue Crew am Schlengel noch Standproben durch. Das Schiff war am 12.11.2014 nach Wewelsfleth gekommen. Die damalige „Anja“ hatte am 11.10.2014 im Elbehafen Bützfleth bei einem missglückten Manöver eine Pier und den Kai gerammt. Dabei kam es zu einem Riss von zwei Metern oberhalb der Wasserlinie im Rumpf. Als Ursache wurde damals eine Fehleinschätzung der örtlichen Strömungsverhältnisse vermutet.
Was eigentlich eine kleinere Havarie gewesen war, wuchs sich allerdings zu einer unendlichen Geschichte aus. Weil die MS „Anja“ Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. Reederei KG Insolvenz anmeldete, stand das Schiff fortan unter der Obhut eines vom Amtsgericht eingesetzten Verwalters und hatte nur noch eine Wachmannschaft an Bord. Trotz der Schifffahrtskrise waren seine Bemühungen, einen Käufer zu finden, nun aber vom Erfolg gekrönt: Bald wird die “Maya S” wieder auf den Weltmeeren unterwegs sein.
Der Frachter hat eine Länge von 127,87 Metern, eine Breite von 15,85 Metern, einen Tiefgang von 7,45 Metern und eine Tragfähigkeit von 9.218 Tonnen. Sie lief im Management der Intersee Schifffahrts GmbH % Co. KG in Haren-Ems und wurde 1999 bei der Damen-Werft in Hoogezand als “Sabina” erbaut. Bis 2001 lief er als „Anja“ und bis 2002 als „TMC Brazil“, bevor er wieder zur „Anja“ wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter vor Amrum gestrandet
(13.04.17) Am 11.4. gegen 23 Uhr alarmierte die zweiköpfige Crew des deutschen Kutters "Hartje - SW 4", 46 BRZ (MMSI-Nr.: 211199000), die Seenotretter der DGzRS. Ihr 17 Meter langer Kutter aus Wyk auf Föhr hatte einen Ruderschaden erlitten. Das Schiff trieb bei west- bis südwestlichen Winden bis acht Beaufort manövrierunfähig beim Jungmannsand etwa eine Seemeile vor der Amrumer Westküste auf Grund.
Der Seenotrettungskreuzer "Ernst Meier-Hedde" der Station Hörnum nahm sofort Kurs auf den Havaristen. Mit dem Tochterboot "Lotte" wurde der Kutter zunächst vom Sand heruntergezogen. Doch in der aufgewühlten See war es den Fischern trotz laufender Maschine nicht möglich, das weit ausladende Fanggeschirr einzuholen. Eine entsprechende Herausforderung war auch die Übergabe der Schleppleine an den Seenotrettungskreuzer. Nachdem dies endlich gelungen war, schleppte er die „Hartje“ in Richtung Hörnum auf Sylt unter Landschutz. Dort, bei etwas ruhiger See, holten die Fischer ihr Fanggeschirr ein.
Am 12.4. gegen 1.30 Uhr erreichte der Schleppverband sicher den Hafen von Hörnum. Um 3.10 Uhr meldete sich die "Ernst Meier Hedde" beim MRCC in Bremen wieder „klar P 3“ – einsatzbereit auf Station.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter "Rodau" (Bild: Brian Brady)   Großbild klick!

Strahlmann-Frachter auf Ouse River aufgelaufen
(13.04.17) Der unter Antigua-Barbuda-Flage laufende Frachter "Rodau", 2461 BRZ (IMO-Nr.: 9313656), lief am 12.4. auf dem Ouse-River unterhalb von Goole im Gebiet von Blacktoft auf Grund. Das Schiff saß auf einer Flussbank fest und fiel bei Niedrigwasser weitgehend trocken. Es war am 9.4. aus Immingham gekommen und hatte im West Dock von Goole am 11.4. eine Ladung Schrott aufgenommen, die nach Barreiro bestimmt war.
Die “Rodau” ist 87,8 Meter lang, 12,9 Meter breit, hat 5,5 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 1.369 Tonnen. Sie läuft für die Reederei Erwin Strahlmann GmbH & Co. KG in Brunsbüttel und wurde 2004 bei der Slovenske Lodenice AS in Komarno erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fahrgastschiff trieb auf der Schlei
(13.04.17) Die Maasholmer Seenotretter der "Nis Randers" kamen am Nachmittag des 12.4. dem Fahrgastschiff "Stadt Kappeln" mit rund 80 Menschen an Bord zu Hilfe. Das 40 Meter lange Schiff hatte einen Maschinenausfall erlitten und trieb auf der Schlei. Der Rettungskreuzer setzte sein Tochterboot "Onkel Willi" aus, das eine Schleppverbindung herstellte und begann, den Havaristen Richtung Kappeln zu ziehen.
Der Crew der "Stadt Kappeln" gelang es währenddessen, in Höhe Rabelsund mit Bordmitteln, die Maschinen wieder zum Laufen zu bringen. Das Schiff erreichte aus eigener Kraft sicher den Hafen von Kappeln.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ein Toter bei Feuer auf Kutter in Gloucester
(13.04.17) Ein Mann kam ums Leben, als auf einem Krabbenkutter, der in der Jordan Marina in Gloucester Point am 11.4. gegen 23 Uhr in Brand geraten war. Zeugen nahmen eine Explosion war, in deren Gefolge das 56 Fuß lange Schiff in Flammen aufging. Als die Abingdon Volunteer Fire and Rescue am Sarah's Creek eintraf, stand das Schiff in Vollbrand. An Bord wurde nach Ende der Löscharbeiten eine Leiche gefunden.
Es handelte sich um den Skipper, der es einst auch selbst gebaut hatte. Das Feuer könnte beim Auftanken eines Generators entstanden sein, und griff auf größere Mengen entflammbaren Materials an Bord über. Um das Wrack, dessen Aufbauten ausgebrannt waren, wurde eine Ölsperre ausgelegt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutterfischer vor Cromer gerettet
(13.04.17) Das RNLI-Boot aus Cromer, die "Lester", wurde am 12.4. um 11.40 Uhr vom Skipper des Kutters "Rory James" alarmiert, der 3,5 Meilen vor Trimingham Motorschaden erlitten hatte. Der Kutter trieb bei drei Beaufort Wind in westliche Richtung und hatte Kontakt mit der Coastguard aufgenommen. Die Seenotretter brachten den Fischer zurück nach Cromer und waren um 12.25 Uhr wieder klar auf Station.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gestrandetes Charterschiff auf Gloucester bereitet Sorgen
(13.04.17) Das Ökosystem der Whitsundays könnte gefährdet sein, nachdem aus dem ehemaligen japanischen Forschungsschiff "Kateyama Maru", 149 BRZ (IMO-Nr.: 7722683), am Strand der unbewohnten Insel Gloucester Island Öl auszulaufen begann. Der Ministerpräsident von Whitsunday, Jason Costigan, besuchte am 11.4. die Wrackposition. Er überlegte, das Schiff der australischen Marine für Zielübungen anzubieten.
Er kontaktierte auch die Great Barrier Reef Marine Park Authority und National Parks & Maritime Safety Queensland im Bestreben, das Wrack vom Strand zu bekommen. Im Februar 2017 war der in Whitsunday lebende Skipper des Schiffes, Patrick Von Stieglitz, vom District Court in Queensland zu einer Strafe von 7500 Dollar verurteilt worden, weil es nicht versichert war.
Das 1980 erbaute Schiff war zuletzt zu Charterzwecken eingesetzt gewesen. Doch 15 Gerichtsverfahren in fünf Jahren haben von Stieglitz und seine Frau mittellos werden lassen. Er hatte die “Tateyama Maru” 2004 für 100,000 Dollar gekauft und nochmals 600,000 Dollar in die Restaurierung gesteckt. 2012 kam die erste Verurteilung wegen mangelnder Versicherung nach dem Marine Pollution Act. Danach fand er einen spanischen Versicherer, doch nachdem das Schiff bei einer Charter beschädigt worden war, konnte er keine Inspektion bezahlen.
Ohne diese ließ sich die Police aber nicht erneuern. So fand sich das Paar zuletzt in der Situation, weder das Schiff verkaufen noch es versichern oder es selbst halten zu können. Daraufhin wandte sich von Stieglitz an Maritime Safety Queensland aus Sorge, das Schiff könnte in einem Unwetter zu Schaden kommen. Genau dies geschah dann – der Wirbelsturm.
Debbie setzte die “Tateyama Maru” am 27.3. in der Bona Bay auf Strand, und sie schlug inzwischen leck.
Nun inspizierte Maritime Safety Queensland das Wrack und konstatierte, dass die meisten umweltgefährdenden Stoffe bereits vor der Strandung abgepumpt worden seien. Gemeinsam mit Parks and Wildlife und der Queensland Police wurde an einem Sicherheitskonzept gearbeitet, der Havarist sollte vorerst weiter überwacht werden. Von Sieglitz und seine Frau möchten die Sache am liebsten einfach hinter sich lassen und nach Tasmanien oder Südaustralien gehen für einen Neuanfang.
Die „Kateyama Maru” war einst ein stabiles und verlässliches Schiff, das als Taucherschiff oder Motoryacht eine Zukunft hätte haben können. Es wurde 1980 von den Nipponkai Heavy Industries Co Ltd. in Toyama erbaut, hat eine Länge von 36 Metern, eine Breite von 8,1 Metern und einen Tiefgang von 4,2 Metern.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter bei Croisic auf Grund gelaufen
(13.04.17) Am 12.4. um 1:40 Uhr lief der französische Kutter "L'Eden Roc II", 103 BRZ (MMSI-Nr.: 228888000), aus Les Sables d’Olonne beim Plateau Four (Croisic) mit einer vierköpfigen Crew an Bord auf Grund. Das Rettungsboot "Pierre R. Graham - SNS 095" der SNSM-Station Croisic kam zu Hilfe und hatte den Havaristen binnen 20 Minuten auf dem Haken.
Nachdem er auf tieferes Wasser gebracht worden war, stellte sich heraus, dass der Rumpf des Trawlers unbeschädigt geblieben war. Er lief, eskortiert von den Seenotrettern, den Hafen von La Turballe, mit eigener Kraft an. Um vier Uhr war die Rettungsaktion beendet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Coastguard rettete vier Erwachsene und zwei Kinder
(13.04.176) Ein Hubschrauber der US Coast Guard rettete am 10.4. vier Erwachsene und drei Kinder von dem 23 Fuß langen Motorboot “Mako”, das auf drei Fuß Wassertiefe in der Baffin Bay gesunken war. Um 13.:15 Uhr hatte Sea Tow die Coast Guard Corpus Christi alarmiert, nachdem das Boot östlich des Hauptfahrwassers in der Zufahrt der Baffin Bay verunglückt war. Um 14:40 Uhr erreichte ein von der Air Station Corpus Christi gestarteter MH-65 Dolphin-Helikopter die Unglücksstelle.
Ein Rettungsschwimmer wurde abgesetzt und koordinierte den Einsatz zweier zu Hilfe gekommener Boote, die sich in der Nähe befanden. Er half allen Schiffbrüchigen auf die Boote. Sie wurden dann zu einer Fischerhütte gebracht.
Von dort transportierten sie Ranger des Padre Island National Seashore zum Bird Island Basin. Sie hatten den Schiffbruch unversehrt überstanden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Aufgebrachter Kutter sank am Kai
(13.04.17) Einer von vier in Nouiville, Nouméa, in die Kette gelegten vietnamesischen Kuttern sank am Abend des 12.4. im Päckchen liegend am Kai. Nachdem die Dichtung der Propellerwelle undicht geworden war, hatte es einen starken Wassereinbruch gegeben. Anfang April war das Schiff beim illegalen Seegurkenfang von der Marine Neu-Kaledoniens aufgebracht worden. Nun ragten nur noch der Bug und ein Teil des Schanzkleids aus dem Wasser.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Trawler in Bouzedjar
(13.04.17) Der algerische Katastrophenschutz wurde am 12.4. alarmiert, nachdem am 12.4. ein Feuer an Bord eines Trawlers im Fischereihafen von Bouzedjar in Ain Témouchent ausbrach. Es entstand im Maschinenrau, doch dank der schnellen Reaktion des Katastrophenschutzes konnte ein 34-jähriger Mechaniker mit Verbrennungen ersten Grades an Gesicht, Hals und Brust gerettet und der Brand gelöscht werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Vermisster Fischer nach 12 Tagen gerettet
(13.04.17) Ein griechisches Schiff rettete am 12.4. eines der beiden Crewmitglieder des vermissten Kutters „Playa Mar II“ rund 250 Meilen vor Oaxaca im Guerrero-Staat. Er war am 1.4. aus Huatulco ausgelaufen und wurde seither vermisst. Efraín García Ramírez wurde zur medizinischen Betreuung nach Oaxaca ins Krankenhaus gebracht. Ein zweiter Fischer, Cristóbal Hernández Becerra, hatte den Schiffbruch nicht überlebt.
Die Suche nach seiner Leiche wurde fortgesetzt. Die "Playa Mar II" war bereits am 15.3. einmal als vermisst gemeldet worden. Sie wurde seinerzeit samt ihrer dreiköpfigen Crew nach einer Woche aber gefunden. Es hatte an Bord einen Maschinenschaden gegeben.
Der Haifischer war am 5.4., fünf Tage nachdem er wieder von Huatulco aus auf Fangfahrt ausgelaufen war, erneut als vermisst gemeldet worden, nachdem er nicht in den Hafen zurückgekehrt war. Diesmal gab es kein richtiges Happy End.
Quelle:Tim Schwabedissen



Flughafenfähre kollidierte mit Rampe
(13.04.17) Die Ketchikan Gateway Borough Airport-Fähre “Ken Eichner” kollidierte am 12.4. um 12.50 Uhr mit der Rampe auf der Gravina Island-Seite der Tongass Narrows. Dabei kam es zu einigen Schäden, nicht zuletzt auch an einem Truck, der vorne auf dem Fährdeck stand. Zwei Passagiere stürzten beim Aufprall, blieben aber unversehrt. Es kam zu einer dreiviertelstündigen Verspätung, weil die Stabilität der Rampe untersucht werden müsste. Dann übernahm die zweite Airport-Fähre, die „Oral Freeman”, den Dienst. Die „Ken Eichner” musste zunächst gründlicher inspiziert werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter “Incentive” (Bild: Lukas Unterschuetz)   Großbild klick!

Maroder Kutter in bester Danziger Lage auf Grund
(12.04.17) Die britische Kutter “Incentive”, der in der Nacht zum 16.6.2016 in einer Marina in Danzig lag, liegt dort weiterhin auf Grund. Nur das Ruderhaus und die Back des maroden Holzschiffes ragten jener Nacht aus dem flachen Hafenwasser gegenüber des berühmten Krantors. Die Feuerwehr hatte kurz nach dem Unglück zwar das Öl abgepumpt, sodass keine Umweltgefährdung von dem Wrack ausging, doch seither verblieb es am letzten Steg von Olowianka vor der Festlandbrücke auf zwei Metern Wassertiefe.
Das Danzig Sports Center bat inzwischen die Meeresbehörden in Gdingen um Hilfe, die den Eigner aufforderten, das Wrack bis zum 31.1.2017 zu räumen. Andernfalls sollte eine Bergung auf dessen Kosten veranlasst werden. Doch trotz der im Juli stattfindenden Segelregatten der "ORC Europeans Gdansk 2017" war aktuell kein Bergungstermin absehbar und auch bei den Behörden kein entsprechender Plan aktuell vorhanden. So ist unklar, wie lange das Wrack den Liegeplatz dort noch blockieren wird.
Quelle:Tim Schwabedissen



Archivbild Schwergutfrachter "Rotra Vente"
(Bild: Olaf Kuhnke)   Großbild klick!

Schwergutfrachter trieb durch den Hafen – zwei Ölrigs in Esbjerg evakuiert
(12.04.17) Am Abend des 10.4. kam es zu einer groß angelegten Evakuierungsaktion in Esbjerg, nachdem der holländische Schwergutfrachter "Rotra Vente", 6200 BRZ (IMO-Nr.: 9805568), um 21.50 Uhr, als er den Hafen Richtung Kingston upon Hull verlassen wollte, einen Maschinenausfall erlitten hatte. Bei starkem Westwind und einer kräftigen auflaufenden Tidenströmung begann das manövrierunfähige Siemens-Schiff, in den Hafen zurückzutreiben. Zwar ließ der Kapitän ein Notankermanöver durchführen, doch durch Strömung und Winddruck driftete der Frachter auf die beiden im Hafen aufgeständerten, unter Malta-Flagge registrierten Maersk-Ölrigs "Maersk Resolve" (IMO-Nr.: 8768244) und "Maersk Resolute" (IMO-Nr.: 8768197), zu. Von beiden wurden die Besatzungen angesichts der drohenden Kolisionsgefahr eilends an Land geholt. Mit langsamer Geschwindgkeit stieß die „Rotra Vente“ dann gegen die „Maersk Resolve“ und verhakte sich an deren Helipad. Mast und Antennen wurden dabei abgerissen.
Wegen des steigenden Wasserstands war es wichtig, den Havaristen so schnell wie möglich wieder zu befreien, um weitere Schäden zu vermeiden. Zwei Schlepper und ein Lotsenboot wurden in Marsch gesetzt. Der Tiefgang des Frachters wurde durch Aufnahme von Ballastwasser im Heckbereich vergrößert.
Nun gelang es den Schleppern, ihn von dem Rig wieder zu befreien und an den Aries-Kai zu ziehen. Hier wurde er mit einem Auslaufverbot belegt für weitere Schadensuntersuchungen. Die Maersk Drilling arbeitete bei der Inspektion mit dem Port of Esbjerg und den zuständigen Behörden zusammen.
Die “Rotra Vente” ist 141 Meter lang, 24 Meter breit und hat 7,05 Meter Tiefgang bei einer Tragfähigkeit von 9.100 Tonnen. Sie läuft für die Concordia Shipping B.V. in Werkendam und wurde 2009 als Containerfrachter bei Nantong Mingde in Hardinxveld-Giessendam erbaut. Am 18.11. nahm der Schlepper „RT Peter“ den Kasko auf den Haken und zog ihn 125 Tage lang nach Rotterdam.
Hier traf er im April 2010 ein, wurde aber nie fertiggestellt. Stattdessen wurde das Schiff im September in Gravendeel aufgelegt. 2014 wurde es nach Werkendam verholt, um dort zum Schwergutfrachter „Necon 1“ umgebaut zu werden. Auch diese Pläne realisierten sich aber nicht, und 2016 2016 entschied die Concordia Group, ein Offshore-Schiff zum Transport von Gondeln und Flügeln von Windkraftanlangen aus dem vormaligen Containerfrachter “Flinter Coral“ zu konstruieren.
Dasselbe geschah auch mit dem Schwesterschiff „Rotra Mare”, der damaligen “Flinter Crown“. Mit dem Umbau wurden die Holland Shipyards an der Merwede beauftragt. Bei beiden Schiffen wurden die Lukendeckel entfernt und ein verstärktes, komplett ebenes Hauptdeck mit einer Fläche von 2.000 Quadratmetern eingebaut, das 17,5 Tonnen pro Quadratmeter zu tragen vermochte. Die einstigen Laderäume wurden mit Verstärkungsstrukturen und Ballasttanks ausgestattet.
Bei beiden Schiffen wurde eine Bugrampe installiert, die das Laden und Löschen des Schwerguts mit Modulartransportern ermöglicht, um von Kränen unabhängig zu sein. Das gesamte Vorschiff ist nun ein wasserdichter Raum von 500 Kubikmetern und einem Gewicht von 85 Tonnen, der von einem Hydraulikkran angehoben werden kann. Die Ankertaschen mussten entsprechend versetzt werden.
Unter dem Bug wurde eine 70 Tonnen schwere Rampe installiert, die mit einem System von Hydraulikzylindern und Zugdrähten bewegt wird. Sie ist 16,5 Meter lang und kann bis zu 6,8 Meter über den Wulstbug ausgefahren werden. Sie kann auf eine Höhendifferenz bis zu 5,6 Meter angepasst werden. Das gesamte System wurde von TMS in Werkendam entwickelt und von den MDConstructions in Rotterdam gebaut.
Um die Hitech-Gondeln während der Fahrt zu schützen, ist das Hauptdeck von einem mobile Dach eingehaust, das aus vier Sektionen besteht, die vorwärts oder rückwärts gerollt werden können. Die “Rotra Mare”, die vorzugsweise die Turmelemente und Rotorenblätter transportiert, brauchte diese markanten Aufbauten nicht. Wenn die 430 Tonnen schweren Gondeln verladen werden, kommt ein automatischer Ausgleichstank mit einer Kapazität von 2.000 Kubikmetern pro Stunde zum Einsatz. DER gesamte Umbau dauerte nur 10 Monate. Der erste Einsatz des Schiffes fand zwischen Hull und Cuxhaven statt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Onego Merchant als Texel
(Bild: Olaf Kuhnke)   Großbild klick!

Frachter rammte Emder Schleuse
(12.04.17) Am 10.04. kollidierte gegen 19:30 Uhr der holländische Frachter „Onego Merchant", 6301 BRZ (IMO-Nr.: 9238363), beim Auslaufen aus dem Hafen von Emden mit der Seeschleuse. Mit den achteren Aufbauten geriet das Schiff gegen eine Abweiseschiene der Schleuse, die daraufhin herausriss und das Mauerwerk mitsamt der Lichtsignalanlage des Binnenhauptes großflächig herausbrach. Wegen der ins Wasser gefallenen Teile musste die Schleuse ihren Betrieb einstellen, bis Taucher die Unbedenklichkeit der Schleusenfunktion überprüft hatten.
Am Schiff selbst entstand nur geringer Sachschaden. Es konnte seine Fahrt drei Stunden nach der Havarie fortsetzen. Die „Onego Merchant“ war nach Hawkesbury in Kanada unterwegs, wo sie am 20.4. eintreffen sollte. Der Frachter ist 132,2 Meter lang, 15,87 Meter breit, hat 7,16 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 8.930 Tonnen. Er läuft für die Kustvaart Harlingen BV und wurde 2002 von der Bodewes S.W. Volharding (Foxhol) als “Dewi Parwati” erbaut.
Das Schiff lief 2003 als „Beluga Spirit“ und bis 2008 als „Dwi Parwati“. Bis 2008 war es als „Texel“ im Einsatz.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter “Nipen – F 110 - M” im Seitschlepp
(Bild: Roar Jensen)   Großbild klick!

Kutter von norwegischen Rettungsbooten abgeschleppt
(12.04.17) Am 9.4. wurde der norwegische Kutter “Nipen – F 110 - M”, 17 BRZ, vor Honningsvåg durch einen Maschinenschaden manövrierunfähig und bat um Assistenz. Das NSSR-Rettungsboot „Odin – RS 150“ der Station Havøysund kam dem Schiff zu Hilfe und nahm es längsseits. Der 13 Meter lange Longliner wurde bei ruhiger See dann sicher in den Hafen geschleppt.
Am Morgen des 12.4. erwischte es dann den 11 Meter langen Kutter "Kevin" (MMSI-Nr.: 257031600) – er erlitt vor Yttersia nördlich von Ramberg Maschinenschaden. In diesem Fall kam das Rettungsboot "Det Norske Veritas – RS 125" der Station Ballstad zu Hilfe und schleppte den Havaristen in Richtung des Hafens ab.
Quelle:Tim Schwabedissen



Hubschrauber rettete Kuttercrew
(12.04.17) Ein Helikopter der US Coast Guard barg am Morgen des 11.4. die dreiköpfige Crew des 67 Fuß langen Kutters “Scatterbrain”, der bei Pass Cavalo, rund fünf Meilen südöstlich von Port O’Connor, auf Grund gelaufen war. Am Vorabend um 23.20 Uhr hatte das Calhoun County Sherrif’s Office die Coast Guard Corpus Christi informiert, dass die Kuttercrew gemeldet hatte, dass ihr Schiff manövrierunfähig geworden sei und bei ausgebrachtem Anker treibe.
Wegen der geringen Wassertiefe konnten Boote der Coast Guard die Strandungsstelle aber nicht erreichen. Deshalb wurde von der Air Station Corpus Christi ein Hubschrauber mobilisiert, der um 4:17 Uhr die Schiffbrüchigen rettete und zum Calhoun County Airport flog.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bunkerstation und Wohnschiff in Zutphen geborgen
(12.04.17) Die Berger des HEBO Maritiemservice aus Zwartsluis haben am 5.4.im Marshafen von Zutphen eine in der Nacht auf den 24.2. gesunkene Bunkerstation und eine zum Wohnschiff umgebaute Tjalk gehoben. Dazu wurde der große Schwimmkran „Hebo P 7“aus Zutphen mobilisiert. Der 200-Tonnen-Kran hob die beiden gesunkenen Schiffe aus dem Wasser. Sie wurden dann auf einem Ponton abgesetzt und zu einem Abbruchunternehmen abtransportiert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Losgerissene Yacht gestrandet
(12.04.17) Am 7.4. um 00.18 Uhr wurde die NSRI Mossel Bay alarmiert, nachdem eine Yacht am Santos Beach gestrandet war. Das Rettungsboot „Rescue 15“ lief aus und fand vor Ort die unbemannte „Mega Motion”. Sie wurde in Schlepp genommen und in den Hafen von Mossel gezogen. Hier konnte sie sicher vertäut werden. Offenbar hatte sie sich von ihren Moorings vor Santos Beach losgerissen und trieb dann in die Brandung der flachen Gewässer von Santos Beach.
Quelle:Tim Schwabedissen



Angetriebenes Motorboot liegt weiter vor La Caleta in der Brandung
(12.04.17) Die Regierung in Gobieto hat verlangt, dass ein am 6.4. vor dem Strand von La Caleta auf Felsen gestrandetes, neun Meter langes Motorboot umgehend geräumt wird. Es handele sich bei dem Strand um eine der größten touristischen Sehenswürdigkeiten der Stadt. Die Bergung überschreitet allerdings Befugnisse der lokalen Behörden, und der Aufenthaltsort des Eigners ist unbekannt.
Deshalb müssten höher gestellte Behörden diese in die Wege leiten, auch um möglichen Umweltschäden vorzubeugen. Weder die Polizei noch der Zivilschutz wurden bislang tätig. Der britische Skipper war in Marbella auf dem Boot eingeschlafen, und es trieb danach in Richtung Cádiz, wo es dann auf Grund lief. Das Sportboot lag seither unweit der Burg von San Sebastian in der Brandungszone.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler hatte beim Auslaufen Kollision
(12.04.17) Der kanadische Trawler "Katshesuk II", 1885 BRZ (IMO:9127174), wurde am Nachmittag des 11.4. zurück zur Pier 9 geschleppt, nachdem er sich kurz zuvor angeschickt hatte, den Hafen von St. John’s zu verlassen. Ingenieure und Techniker gingen an Bord, um herauszufinden, was geschehen war. Nach ersten Berichten war das Schiff der Katshesuk Fisheries Limited Partnership beim Auslaufmanöver mit dem Garnelenfänger "Newfoundland Victor", 4642 BRZ (IMO-Nr.: 9787223), der Newfound Resources Limited, der ebenfalls im Hafen lag, kollidiert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Labortest fertig – Perfect Storm-Star kann nun versenkt werden
(12.04.17) Mit mehreren Monaten Verspätung soll das einstige Patroullienboot “Tamarao”, 1731 ts, in der kommenden Woche nun endlich vor der Küste von New Jersey und Delaware versenkt werden. Dies gaben die Behörden am Abend des 11.4. bekannt. 26 Meilen vor Cape May soll das Schiff der US Coast Guard, wenn das Wetter es zulässt, am 18.4. die letzte Reise auf den Meeresgrund während einer Zeremonie antreten. Das 73 Jahre alte Schiff hatte eigentlich schon Ende 2016 versenkt werden sollen, doch die Labortests, die bestätigen sollten, dass es PCB-frei sei, kamen später als erwartet.
Die Versenkung erfolgt nun einige Monate nach der 25-jährigen Wiederkehr des “Perfect Storm”, der im Oktober 1991 Wellen von 40 Fuß Höhe aufbaute bei Windgeschwindigkeiten von über 70 Meilen. Die „Tamaroa“ rettete damals drei Segler von der Yacht „Satori“ und vier von fünf Crewmitgliedern eines Rettungshubschraubers der Air National Guard, der im Rettungseinsatz abgestürzt war. Die dramatischen Ereignisse sowie das zeitgleiche Verschwinden des Kutters „Andrea Gail“ wurden dann von Sebastian Junger 1997 in dem Buch "The Perfect Storm" beschrieben, das drei Jahre später mit George Clooney in der Hauptrolle verfilmt wurde.
Das Schiff hatte seine Laufbahn als USS “Zuni” begonnen. Es schleppte im 2. Weltkrieg beschädigte US-Kriegsschiffe über den Pazifik und spielte eine Rolle in der Invasion von Iwo Jima. Kurz nach Kriegsende übernahm es die Coast Guard, die es dann bis 1994 entlang der Ostküste im SAR-Einsatz hatte.
10 Jahre lange Bemühungen, das Schiff dann zu restaurieren, fanden ein Ende, als es 2012 zu einem Leck und nachfolgendem Wassereinbruch kam, der hunderttausende Dollar Schaden anrichtete. Die „Tamaroa” wird ihren letzten Liegeplatz unweit des Zerstörers USS “Arthur W. Radford” in 120 Fuß Tiefe auf dem Del-Jersey-Land Reef finden, das von Delaware, New Jersey und Maryland gemeinsam gemanagt wird. Es wird nicht der erste Untergang der „Tamaroa“ sein – am 22.12.1964 kenterte es bereits einmal am Bushey Shipyard in Brooklyn in einem Trockendock, das ein betrunkenes Crewmitglied geflutet hatte. Die Reparatur dauerte neun Monate, der Mann kam ins Gefängnis.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sewol-Bergung nach 613 Tagen abgeschlossen
(Datum) 1,091 Tage nach ihrem Untergang und 11 Tage nach dem Eintreffen im neuen Hafen von Mokpo wurde die Bergung der "Sewol" am 11.4. um 15.18 Uhr offiziell als beendet erklärt. 613 Tage zuvor, am 7.8.2015, hatte diese begonnen. Der Rumpf des Wraccks war um 10.20 Uhr auf drei jeweils 110 Meter langen Unterstützungsträgern ausbalanciert worden.
Gegen 16 Uhr wurde dann der letzte der 600 Modultransporter unter dem Schiff herausgezogen. Dies hatte sich wegen der zwischenzeitlich notwendigen Beseitigung weiteren Schlamms noch verzögert. Am 12.4. sollte nun die äußere Reinigung des Rumpfes beginnen. Dies wurde aus Sorge, dass der ohnehin geschwächte und verformte Rumpf im Kontakt mit der Luft nun noch rascher korrodiert, entschieden. Das Fischereiministerium besorgte und testete dazu bereits sechs Hochdruckreiniger. Bei deren Einsatz müssen die Öffnungen im Fährrumpf abgedichtet sein.
Bevor die eigentliche Durchsuchung des Wracks beginnen kann, galt es noch Giftanalysen und Stabilitätskalkulationen zu erstellen. Die Berger von Korea Salvage wollten zwei Türme errichten, von denen aus ein Zugang zum Schiffsinnern möglich wird, jeweils einer am Bug und am Heck. Auf der Steuerbordseite sollte einen Meter über dem Rumpf ein Gerüst gebaut werden, durch das Arbeiter in das Schiff ein- und wieder aussteigen können. Das Ministerium wollte auch prüfen, ob weitere Eingänge an den Seiten oder an der unteren Seite des Schiffsrumpfes geschaffen werden könnten. Der gesamte Rumpf ragte aktuell 22 Meter in die Höhe. Die vorbereitenden Arbeiten dürften rund eine Woche dauern.
Bis Anfang kommender Woche sollte ein detaillierter Plan erarbeitet werden. Angehörige zeigten sich nach den ersten Fotos aus dem Schiffsinnern bestürzt, dass dort die gesamten Strukturen kollabiert sind. Auch fürchteten sie mit den an der Luft steigenden Temperaturen rasch einsetzende Fäulnisprozesse und forderten entsprechend ein schnellstmögliches Vorgehen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Klägliche Reste ... (Bild: )   Großbild klick!

Feuer: Sechs Luxusyachten in Barcelona gesunken
(11.04.17) Bei Barcelona brach am 9.4. um 7.15 Uhr in der Marina Port del Fòrum de Sant Adria de Bos ein Feuer aus. Sechs Megayachten mit einer Länge von 19 bis 23 Metern brannten komplett aus und sanken, vier weitere Schiffe wurden beschädigt. Rettungskräfte brachten mehr als 20 Menschen in Sicherheit, eine Person musste wegen einer Rauchvergiftung ins Krankenhaus gebracht werden. Unter den betroffenen Booten befanden sich die „Taad“, „Heyo“ und „Cherry“.
Die Feuerwehr war in den frühen Morgenstunden alarmiert worden, nachdem auf einer Yacht ein Feuer ausgebrochen war. Ein Paar, das sich an Bord befunden hatte, konnte sich im letzten
Ausgebrannte Motoryacht
(Bild: Christina Calderer)   Großbild klick!
Augenblick retten. Eine Person kam mit Rauchvergiftungen ins Mar de Barcelona-Hospital.
Das Feuer sprang rasch auf Nachbarlieger über. Gegen 12 Uhr schien das Feuer gelöscht. Vier Schiffe waren bis dahin gesunken, ein weiteres beschädigt. Doch um 15 Uhr entfachte sich das Feuer ein weiteres Mal.
Nun hatte es fünf Boote erfasst. Zwei von ihnen sanken, drei wurden beschädigt. Die betroffenen Hafenbecken wurden mit Ölsperren abgeriegelt, damit keine auslaufenden Kraftstoffe oder der Löschschaum die umliegenden Gewässer kontaminieren konnten. Bergungsarbeiten können erst nach Abschluss der Ermittlungen beginnen. Dies dürfte erst in einigen Tagen der Fall sein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Früherer US-Bunkertanker „Kodiak Queen“
(Bild: Owen Buggy)   Großbild klick!

Krakenschiff wird künstliches Riff vor Virgin Islands
(11.04.17) Am 10.4. sollte, wenn das Wetter es zuließ, der frühere US-Bunkertanker „Kodiak Queen“, 478 BRZ (IMO-Nr.: 7202695), vor den British Virgin Islands von dem britischen Milliardär Richard Branson südlich des Mountain Points vor Virgin Gorda versenkt und zu einem künstlichen Riff für Sporttaucher werden. Der 47 Meter lange und 8,8 Meter breite Tanker war im September 1940 als „YO 44“ vom Stapel gelaufen. Er zählte zu den fünf Schiffen, die den Luftangriff der Japaner auf Pearl Harbor am 7.12.1941 unbeschädigt überstanden.
Mit 12 Mann Besatzung lag der Tanker mit fast 380 Tonnen hochentzündlichem Flugzeugbenzin in den Tanks an jenem Tag am Pier neben einem U-Boot. Als der Überraschungsangriff um
(Bild: )   Großbild klick!
7:48 Uhr begann, wollte sich die Besatzung zunächst in Sicherheit bringen. Sie wurde aber von dem U-Boot-Kommandanten aufgefordert, ihr Schiff sofort zu verlegen.
Der Tanker flüchtete im Bombenhagel in einen Bereich der Bucht, in dem kein Schiff lag und gelangte später durch die Kanalausfahrt des Hafens übers offene Meer an die Westseite Oahus. Nach dem Krieg wurde das Schiff von der Marine ausgemustert und in den 1960er Jahren zu einem Fischdampfer umgebaut. Bis 1967 lief er als „Vardshov“, bis 2007 als „Kodiak Queen“ und bis 2007 als „Global Queen“.
Der letzte Eigner Stanley Hedrington, wollte ihn nach Trinidad to bringen und restaurieren, doch 2015 lag das Schiff heruntergekommen in der Baughers Bay. Seine letzten Jahre verbrachte der Oldtimer an einem Pier in Roadtown auf der Insel Tortola, der größten Insel der karibischen Inselgruppe British Virgin Islands, rottete zwischen zwei am Ufer gesunkenen Schleppern und anderen Wracks vor sich hin und sollte eigentlich verschrottet werden.
Doch der 66jährige Richard Branson, eine der schillerndsten Figuren in der britischen Unternehmerlandschaft und Chef der Virgin Group, wurde von einem Freund, dem Fotograf Owen Buggy, auf das Schiff aufmerksam gemacht und auf die Idee gebracht, es zu einem künstlichen und gleichzeitig Kunstriff zu machen. Das Schiff wurde in aufwändiger Arbeit völlig entkernt und von allen gefährlichen Altlasten befreit. Ein 25 Meter langer Riesenkraken wurde konstruiert, der das Schiff vom Heck her mit seinen acht langen Tentakeln umklammert.
Die Konstruktion des Krakengerippes wurde mit Rundstahl geschweißt und fest mit dem Schiff verbunden. Am sogenannten YoKo B.V.I. Art Reef sollen später noch weitere Kunstwerke installiert werden und durch den Bewuchs dazu beitragen, Korallenriffe zu regenerieren.
Gleichzeitig sollte der reduzierte Fischbestand in dem Gebiet wieder belebt werden. Das Wrack wird nahe Bransons Privatinsel Necker Island liegen. Die Einkünfte aus Tauchsafaris werden von der Non-Profit-Organisation Unite B.V.I. für Schwimmunterrichte der örtlichen Jugendlichen eingesetzt. Wenn alles nach Plan läuft, wollte Branson am 12.4. erstmals zum Wrack abtauchen. In ein oder zwei Monaten sollte es dann der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Endlich kommen die Retter (Bild: RNLI)   Großbild klick!

Yacht nach stundenlangem Warten auf Flut wieder flott
(11.04.17) Am 8.4. um 15.30 Uhr wurden die Seenotretter der RNLI-Station Eastbourne alarmiert, nachdem eine 30 Fuß lange Segelyacht mit einer zweiköpfigen Crew vor dem Strand in der Norman’s Bay auf Grund gelaufen war. Sie saß bei ablaufendem Wasser dicht vor dem Ufer auf einer Sandbank. Da das Funkgerät nicht arbeitete, wurde Personal von Sovereign Harbour per Telefon verständigt.
Der Schleusenwärter gab die Information an die Coastguard. Eastbourne weiter, und diese bat die RNLI um Assistenz gebeten. Deren ALB aus Eastbourne war wenige Minuten später vor Ort. Wegen der geringen Wassertiefe wurde das kleinere Y-Boot ausgesetzt und erkundete die Lage.
Die Yacht war nicht erkennbar beschädigt und machte auch kein Wasser. Die Crew saß auf der hochliegenden Kante. Es wurde angesichts der Lage entschieden, einfach auf die Flut zu warten. Eines der beiden Crewmitglieder wurde an Bord des Rettungsbootes genommen. Der Skipper blieb auf seinem Boot und wartete darauf, dass der Wasserpegel wieder stieg. Nach drei Stunden schwamm die Yacht tatsächlich wieder auf und wurde zurück nach Sovereign Harbour eskortiert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schlepper nach Havarie eingedockt
(11.04.17) Das Unified Command beendete am 10.4. den Einsatz für den havarierten Schubschlepper "Mike A. Nadicksbernd" beim Schleuse und Damm 52 auf dem Ohio River. Der gesamte Dieselkraftstoff wurde geleichtert und das Schiff in ein Trockendock abtransportiert. Fünf Gallonen Diesel liefen beim Eindocken aus und wurden von den SWS Environmental Services beseitigt. Es gab keine Einschränkungen des Schiffsverkehrs mehr auf dem Fluss.
Quelle:Tim Schwabedissen



Arbeit an gesunkener Barge geht weiter
(11.04.17) Ein Unified Command aus U.S. Coast Guard, dem California Dept. of Fish and Wildlife’s Office of Spill Prevention and Response, dem San Francisco Department of Emergency Management, der Vortex Marine Construction und dem Bay Area Rapid Transit District wurde nach dem Untergang der 112 Fuß langen Kranbarge “Vengeance” bei der San Francisco Bay Bridge eingerichtet. Am 10.4. wurde bekanntgegeben, dass das Wrack die Bay Area Rapid Transit District TransBay Tube nicht gefährdet. Sie liegt in 50 Fuß Tiefe auf dem Tunnel der BART-U-Bahn, die aber von einer 25 bis 30 Fuß dicken Erdschicht geschützt wird.
Regelmäßige Sonarscans und Inspektionen der Tunnelröhre wurden durchgeführt, um einen sicheren Betrieb der U-Bahn zu gewährleisten. Die Berger von Global Diving and Salvage wurden von dem Eigner der Barge, der Vortex Marine Construction, beauftragt, die Lage des Wracks zu sondieren und einen Plan zur Hebung zu entwickeln. Bei einem Überwachungsflug durch einen Helikopter der Coast Guard wurden am 9.4. keine Ölaustritte festgestellt.
Ölsperren wurden in Bereitschaft gehalten. Die Coast Guard Station San Francisco richtete eine Sicherheitszone aus und strahlte Warnungen für die Schifffahrt aus. Teams an der Küste hielten nach möglicherweise verölten Tieren Ausschau, ohne bislang welche zu entdecken.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter lief vor Azov auf Grund
(11.04.17) Am 7.4. um 08.20 Uhr kam der unter Kongo-Flagge laufende Frachter "Daisy", 2466 BRZ (IMO-Nr.: 8033120), auf der Reede von Azov aus dem Fahrwasser ab und lief unweit der Tonne 128 auf Grund. Das Schiff war am 2.4. aus Istanbul nach Rostov am Don ausgelaufen. Am 8.4. um 05.50 Uhr wurde der Havarist mit Assistenz eines Schleppers wieder flottgemacht und konnte die Reise nach Rostov fortsetzen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter hatte Blackout vor Vysotsk
(11.04.17) Am 10.4. um 11.40 Uhr kam es auf dem holländischen Frachter "Frisian Spring", 4087 BRZ (IMO-Nr.: 9367774), der am 2.4. aus Breviken ausgelaufen war, zu einem Maschinenblackout, als er den Hafen von Vysotsk ansteuerte. Der Kapitän ließ notankern, um eine Kollision mit der Pier der nahegelegenen Küstenwachstation zu vermeiden. Meter von dem Bau entfernt gelang es, das Schiff aufzustoppen. Nachdem der Schaden behoben war, ging der Frachter um 12.50 Uhr wieder ankerauf und erreichte die Reede von Vybord gegen 15 Uhr.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf indonesischer Fähre
(11.04.17) Am 9.4. um 21.20 Uhr brach ein Feuer in einem Auto, das auf dem Ladedeck der indonesischen Fähre "Mutiara Persada III", 15380 BRZ (IMO-Nr.: 9004592), stand, aus. Der Brand griff um sich, und die 76 Passagiere des Schiffes, das sich auf dem Weg von Jakarta nach Panjang in der Sunda-Straße westlich von Jakarta befand, wurden auf dem Oberdeck gemustert. Der Havarist ging unweit der Insel Pulau Tunda vor Anker.
Am 10.4. gegen ein Uhr konnte der Brand von den alarmierten Rettungskräften im Wesentlichen gelöscht werden. Die Arbeiten zum Abkühlen und die Suche nach verbliebenen Hotsports dauerten aber noch an. Neben einem Bergungsschiff und einem Schlepper war auch das Fahrgastschiff "Mutiara Timur 1"zu Hilfe gekommen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Deutscher Flottentanker kehrt nach Maschinenschaden nach Kiel zurück
(11.04.17) Der deutsche Flottentanker „Spessart“ (MMSI-Nr.:211211850) musste seinen NATO-Einsatz vorzeitig abbrechen, nachdem ein Schaden an der Maschine aufgetreten war. Bereits im März musste das Schwesterschiff „Rhön“ die Teilnahme an einem Manöver mit der Marine Südafrikas in der Nordsee unmittelbar nach Beginn abbrechen und in den Heimathafen Wilhelmshaven zurückkehren.
Die „Spessart“ war im Januar aus Kiel ausgelaufen und hatte sich in Oslo dem NATO-Einsatzverband 1 angeschlossen. Dabei übernahm der Kieler Tanker die Rolle, die eigentlich Fregatten übernehmen. Während der Teilnahme am Seemanöver „Joint Warrior“ vor Schottland gab es am 27.3. Probleme mit der Maschine. Daraufhin entschied die Marine, den Tanker aus dem Verband wieder herauszunehmen. Am 10.4. verließ der Tanker den Hafen von Glasgow, um eskortiert von einem Marineschlepper in die Heimat zurückzukehren.
Der Nato-Einsatz sollte eigentlich bis in den Mai hinein andauern. Aus Mangel an einsatzbereiten Schiffen konnte die Marine auch keinen Ersatz schicken. Die 1974 und 1975 als Ziviltanker „Okene“ und „Okapi“ erbauten Einhüllenschiffe sind derzeit die einzigen verbliebenen Tanker der Marine. Ein Ersatz wurde zwar bereits bewilligt, wird aber wegen der langen Planungszeiten nicht vor 2020 einsatzfähig sein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zeitdruck verursachte Kollision auf Main
(11.04.17) Zeitdruck war offensichtlich der Auslöser einer Kollision zwischen zwei 135 Meter langen Fahrgastschiffen auf dem Main am Nachmittag des 9.4. Der Schiffsführer der in Richtung Bamberg laufenden, Schweizer „Amaverde“ (MMSI-Nr.: 269057357) hatte auf ihrer Reise von Nürnberg nach Budapest am Wohnmobilstellplatz vor der Eltmanner Straßenbrücke verbotswidrig seine 160 Fahrgäste an Land abgesetzt. Von dort aus fuhren diese dann in Bussen zu einer Stadtbesichtigung weiter.
Trotz Funkabsprache mit einem stromabwärts laufenden, voll besetzten Kabinenschiff aus Basel passierte das vermeintlich wartende Schiff die Straßenbrücke, wobei sich die Bugs beider Flusskreuzfahrer streiften. Wohl aus Zeitdruck hatte die „Amaverde“ noch schnell vor einem hinter ihm fahrenden Gütermotorschiff in die Schleuse einlaufen wollen.
Der Schaden dürfte im unteren fünfstelligen Bereich liegen. Der Unfallverursacher wird eine Geldbuße von mehreren hundert Euro zahlen müssen. Die „Amaverde“ machte gegen 17 Uhr in Bamberg fest, bevor es nach Erlangen weiterging.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ein Toter bei Brand in Marina von Mugla
(11.04.17) Am 10.4. um 4.30 Uhr brach in der Marine von Mugla ein Feuer aus und zerstörte drei dort liegende Yachten, die „White Layd“, „Cartano“ und „Passion“. Ein 63jähriger, der sich auf der „Cartano“ befand, starb in den Flammen. Ein weiterer Mann an Bord des Schiffes wurde mit Verletzungen ins Krankenhaus gebracht.
Die Brandbekämpfung von See her durch die türkische Coastguard dauerte drei Stunden. Es gelang, ein Überspringen der Flammen auf weitere Boote zu verhindern. Ein Ire wurde wegen des Verdachts auf Brandstiftung von der Polizei festgenommen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Drei Tote bei Kollision von Trawler mit Schnellboot
(11.04.17) Vor Gujarat kamen am Morgen des 10.4. drei Angehörige der Pakistan Marine Security Agency (PMSA), ein weiterer wurde vermisst, zwei konnten von der indischen Coast Guard gerettet werden. Das Patroullienboot „Arinjay” aus Okha fand bei seinem Eintreffen drei Männer tot im Wasser treibend. Die Leichen und die Überlebenden wurden der PMSA übergeben.
Eine Flotte von PMSA-Booten war in indische Gewässer rund 70 Meilen vor Jakhau eingedrungen und hatte ein Dutzend indischer Kutter eingekreist, die dort auf Fang waren. Als sie zum Hafen von Karachi eskortiert wurden, kollidierte der Trawler “Mahenoor” mit eiem der kleinen Schnellboote, das mit seiner sechsköpfigen Crew kenterte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Panik auf Fähre in Mombasa
(11.04.17) Am 10.4. kam es am Anleger in Likoni zu einer Panik auf der kenianischen Fähre „Kwale“ (MMSI-Nr.: 634117000), die an der Rampe eine gute Stunde lang festsaß, als sie in Richtung des Festlands auslaufen wollte. Sicherheitsoffiziere beruhigten die Passagiere. Die „Harambee“ schleppte die Fähre dann wieder frei. Nach Angaben der Kenya Ferry Services war die Fähre beim Anlegen zu weit auf den Anleger hinaufgefahren.
Deshalb reichte ihre Maschinenkraft beim Ablegen nicht aus, um das mit Autos und Fahrgästen beschwerte Schiff bei Niedrigwasser von der Rampe herunterzubekommen. Nach einer Inspektion durfte sie wieder den Fahrbetrieb aufnehmen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schubverband rammte Brücke
(11.04.17) Die Highway 51 Bridge über den Verdigris River vier Meilen westlich von Wagoner wurde am Morgen des 10.4. von einem Schubverband gerammt. Ein Schlepper mit vier Bargen kollidierte gegen 5.30 Uhr mit dem Bauwerk. Nach einer Inspektion konnte es um 8.45 Uhr wieder für den Verkehr freigegeben werden. ODOT und die U.S. Coast Guard rückten gegen sieben Uhr aus, konnten den Einsatz aber nach zwei Stunden wieder beenden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Barge trieb vor Oldbury
(11.04.17) Die beiden SARA-Rettungsboote aus Sharpness wurden am Nachmittag des 8.4. alarmiert, nachdem die umgebaute, 20 Meter lange Barge „Stanton Rose“ Maschinenausfall erlitten hatte und mit dem Tidenstrom auf Drift ging, bis die Crew gegenüber von Oldbury Anker werfen konnte. Die „Jim Hewitt” und “Swift and Bold” kamen zu Hilfe, und es gelang den Seenotrettern, die Maschine des Havaristen wieder zum Laufen zu bekommen.
Da allerdings die Ankerwinsch den Dienst versagte, konnte der Anker nicht gelichtet werden. Die Coastguard rief auch das RNLI-Boot aus Barry Dock zu Hilfe. Gemeinsam gelang es, den Anker aus dem Grund zu bekommen. Die Kette wurde geslippt und an einer Boje festgemacht, um später geborgen zu werden.
Danach nahm die “Stanton Rose” mit eigener Kraft Kurs auf den Heimathafen Portishead, eskortiert von den Rettungsbooten für den Fall weiterer Probleme. Ein Ingenieur von SARA blieb an Bord, bis die Barge unterhalb der Second Severn Crossing war.
Quelle:Tim Schwabedissen



600 Modultransporter werden unter der Sewol herausgeholt
(11.04.17) Die Arbeiten an der "Sewol" in Mokpo wurden am 11.4. um 7.30 Uhr wieder aufgenommen. Ingenieure begannen damit, die 600 Modultransporter unter dem Wrack hervorzuholen, mit denen es von der “White Marlin” auf die Kaifläche transportiert worden war. Danach mussten die Brackets gelöst werden, mit denen die Hebeträger, die unter dem Schiff hindurchgetrieben worden waren, befestigt gewesen waren. Das Ministry of Oceans and Fisheries hatte das Schiff eigentlich noch weiter auf den Kai transportieren und so ausrichten wollen, dass die Arbeiten vor neugierigen Blicken geschützt stattfinden könnten.
Doch wegen der Verformungen des Rumpfes wurde entschieden, das Schiff auf der nun eingenommenen Position unverändert zu belassen. Bis zum Abend sollten die Arbeiten beendet werden.
Danach steht die traurige Aufgabe an, das Innere des Schiffes nach möglichen Überresten der neun noch vermissten Passagiere zu durchsuchen und die Habseligkeiten der Toten und Überlebenden zu bergen. Dies wird angesichts der immensen Zerstörungen der Decks eine komplizierte Angelegenheit, die zusammengestürzt sind und zunächst keinen sicheren Zugang ermöglichen, wie der erste Vorstoß von Arbeitern bewies, die nur 24 Meter tief in die kollabierten Gänge vordringen konnten.
Im Laufe der Woche wollte die Regierung bekannt geben, wie die Suchkräfte vorgehen sollen. Angehörige forderten, dass auch der National Forensic Service und die Coast Guard beteiligt werden sollten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Archivbild Frachter "Lady Mathilde"
(Bild: Olaf Kuhnke)   Großbild klick!

Frachter hatte Grundberührung im Nord-Ostsee-Kanal
(10.04.17) Der holländische Frachter "Lady Mathilde", 2561 BRZ (IMO-Nr.: 9115975), erlitt während des westgehenden Transits des Nord-Ostsee-Kanals auf der Fahrt von Virtsu nach Amsterdam am 9.4. gegen 18.30 Uhr einen Ruderversager mit nachfolgender Grundberührung. Das Schiff befand sich zwischen der Weiche Groß-Nordsee und der Fähre Landwehr, gefolgt vom Frachter „Margaretha“ (IMO-Nr.: 9240548).
Die „Lady Mathilde“ drehte sich unvermittelt zunächst nach Steuerbord zur Kanalböschung hin und kam dort parallel zum Ufer fest.
Dabei wies sie etwa fünf Grad Schlagseite nach Backbord auf. Nachdem sie wieder freikam, drehte sie sich mit dem Bug zum Südufer wo gerade die polnische Yacht „Ocean“ passierte. Die „Margaretha“ drehte zur selben Seite um eine Kollision zu vermeiden.
Die polnische Yacht konnte vor dem Bug der „Lady Mathilda“ passieren, ohne dass es zu einer Kollision kam. Auch die „Margarethe“ konnte sich frei halten. Um 21.30 Uhr machte die „Lady Mathilde“ im Rendsburger Kommunalhafen für die notwendigen Untersuchungen fest.
Der Frachter ist 88 Meter lang, 12,6 Meter breit, hat 5,3 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 3.332 Tonnen. Er läuft für die Winne & Barends Cargadoors in Delfzijl und wurde 1995 bei Niestern Sander in Delfzijl als “Mathilde” erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter "El Viejo Amábile"
(Bild: Daniel Colucccio)   Großbild klick!

Regenfluten versenkten Kutter in Mar del Plata
(10.04.17) Der argentinische Kutter "El Viejo Amábile" sank am Nachmittag des 8.4. im Hafen von Mar del Plata in einem Sturm, der über die Atlantikküste bei Buenos Aires fegte. In fünf Stunden fielen 90 Millimeter Regen, was den Kutter, der seit über einem Jahr aufgegeben im Hafen lag, zum Verhängnis wurde. Der einstige Eigner Vicente Amalfitano war gestorben, ebenso wie sein Sohn Pizzi Amalfitano, der das Schiff danach übernommen hatte.
Seither war das alte Schiff in den Händen der Eignertochter Maria Eva Amalfitano. Es hatte seither als Liegeplatz für andere Schiffe gedient. An Bord lebte ein Obdachloser, der sich aber nicht an Bord befunden hatte, als der Kutter sank. Nur noch ein Teil des Ruderhauses und der Mast ragten aus dem Wasser, nachdem die über den Kai ablaufenden Sturzbäche das Schiff überflutet hatten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Archivbild: Frachter "Iapetos" noch als "Marchaser"
(Bild: Olaf Kuhnke)   Großbild klick!

Kollision in Thessaloniki
(10.04.17) Am 9.4. gegen Mittag kollidierte der griechische Frachter "Iapetos", 8737 BRZ (IMO-Nr.: 9204491), mit dem unter Panama-Flagge laufenden Containerfrachter "MSC Donata", 40108 BRZ (IMO-Nr.: 9237151), als er in den Hafen von Thessaloniki einlief.
Beim Ansteuern von Dock Nr. 6 stieß der von Heraklion kommende Frachter, der eine 16-köpfige Crew und eine Ladung Container an Bord hatte, gegen die bereits am Kai liegende „MSC Donata". Dabei wurden beide Schiffe leicht beschädigt und bis zum Abschluss der Klasse- "MSC Donata" verließ den Hafen wieder am 10.4. gegen ein Uhr und nahm Kurs auf Izmir, während die "Iapetos" noch am Thessaloniki Port Authority Container Terminal verblieb.
Die “Iapetos” ist 134 Meter lang, 23 Meter breit, hat einen Tiefgang von 6,3 Metern und eine Tragfähigkeit von 9,113 Tonnen. Sie entstand 1999 beim New Szczecin Shipyard in Stettin. Die “MSC Donata” ist 257,80 Meter lang, 32,20 Meter breit, hat neun Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 52,806 Tonnen. Sie wurde 2002 bei den Nyundai Samho Heavy Industries in Südkorea erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre "Sewol"
(Bild: Ministry of Oceans and Fisheries)   Großbild klick!

Sewol 1089 Tage nach Untergang an Land gerollt
(10.04.17) Das Wrack der Fähre "Sewol" wurde am 9.4., 1089 Tage nach dem Untergang am 16.4.2014, nach mehreren Tests von Bord des Dockschiffs "White Marlin" auf eine Hafenfläche von Mokpo gerollt. 600 Modultransporter waren unter das Schiff gebracht worden und begannen um 13 Uhr, es in Bewegung zu setzen. Gleichzeitig wurde langsam Pressluft in die Ballasttanks des Dockschiffs gepumpt, als das Wasser ablief, um dieses während der Operation auf einer Höhe mit dem Kai zu halten.
Die Flotte der Transporter, die jeweils 40 Tonnen Kapazität hatten, bewegte sich mit einer Geschwindigkeit von 20 bis 30 Metern über das Deck und auf die Kaianlage.
Um 17.30 Uhr war die auf der Seite liegende Fähre an Land. Die Materialien, mit denen sie an Deck der „White Marlin“ gestützt worden war, wurden ebenfalls auf den Kai gebracht. Die gesamte Operation war gegen 22 Uhr abgeschlossen.
Eigentlich sollte das Schiff auf Land noch günstig ausgerichtet werden. Wegen der erheblichen strukturellen Schäden und Verformungen wurde dann aber beschlossen, es nicht mehr weiter zu transportieren, weil es sonst hätte zerbrechen können. Bis dahin hatten Arbeiter 20 Tierknochen und 101 Gegenstände von Passagieren gefunden, darunter ein Mobiltelefon, Kleidung und Taschen. Eine der Taschen konnte einem Schüler der Danwon High School zugeordnet werden. Er gehörte zu den 250 Opfern.
Das Oceans Ministry and Shanghai Salvage muss nun die Fähre desinfizieren und von Schlamm und Öl reinigen. Um die Sicherheit im Schiffsinnern zu testen, soll zunächst ein Roboter dorthin vordringen. Am 8.4. waren Berger 24 Meter weit in das Schiff hinein gekommen.
Sie waren vom Vorschiff eingestiegen und hatten sich nach achtern vorgearbeitet. Nach einer Stunde mussten sie sich aber wieder zurückziehen, weil Trümmer auf sie zu stürzen drohten. Die Wände, die aus Sandwich-Paneelen bestanden hatten, waren zusammengebrochen, als Styropor sich im Wasser auflöste. Sie hatten zwar einiges an Habseligkeiten gesehen, doch eine Bergung wäre zu gefährlich gewesen. Trümmer und Schlamm hatten sich sieben Meter hoch an Backbordseite aufgetürmt.
Die Korea Salvage wird mit der Untersuchungskommission zusammenarbeiten, um sie vorsichtig aus dem Schiff zu bekommen. Um das Wrack wird ein Sperrbereich von 30.000 Quadratmetern eingerichtet, in dem Artefakte gelagert, gereinigt und identifiziert werden können.
Am 9.4. um 12.25 Uhr begann auch eine Untersuchung der Untergangsstelle, an der die „Sewol“ gelegen hatte. 31 Taucher suchten dort in Zweierteams nach persönlichen Gegenständen von Passagieren.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter vor Argentia auf Grund gelaufen
(10.04.17) Der unter Panama-Flagge laufende Bulkcarrier "Kure Harbour", 31540 BRZ (IMO-Nr.: 9593323), lief am 8.4. gegen acht Uhr nördich von Argentia, Neufundland, auf Position 47 21 N 053 57 W auf Grund. Er war unbeladen aus Cartagena gekommen und sollte in Argentia eine Ladung Schrott an Bord nehmen. Das Schiff hatte vor Anker gelegen und trieb beim Ankerlichten bei starkem Wind auf Grund.
Die Schlepper "Lois M" und "Placentia Hope" sowie das Lotsenboot "Avalon Pilot" kamen zu Hilfe und hielten das Schiff in den folgenden Stunden auf seiner Position, während steigender Wasserstand abgewartet wurde. Gegen 18.30 Uhr konnte die "Lois M" (IMO-Nr.: 9017616) den Havaristen dann wieder flottmachen. Er wurde vor dem Hafen gesichert, um dort von Tauchern inspiziert zu werden.
Die “Kure Harbour” ist 190 Meter lang, 32,26 Meter breit, hat 12,74 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 55.832 Tonnen. Sie läuft für die Kyowa Sansho Co. Ltd. in Kure in der Hiroshima Präfektur und wurde 2011 von der IHI Marine United Inc. in Kure erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Blumenthal-Frachter fand Rettungsgerät der Stellar Daisy
(10.04.17) An der Suchaktion nach den Vermissten des Bulkcarriers “Stellar Daisy”, die von der Marine Uruguays koordiniert wurde, beteiligten sich am 8.4. nun acht Schiffe. Ein Schiff der US-Marine sowie zwei weitere Handelsschiffe stießen zu den bereits im Südatlantik vor Montevideo im Einsatz befindlichen Fahrzeugen hinzu. Der liberianische Frachter “Anna Maria”, 30811 BRZ (IMO-Nr.: 9407469), der Johann M.K. Blumenthal GmbH Reederei in Hamburg.der auf der Reise von San Lorenzo nach Kapstadt gewesen war, fand zwei Rettungswesten und mehrere Überlebensanzüge.
Quelle:Tim Schwabedissen



Brennende MSC Daniela weiter auf See hinaus geschleppt
(10.04.17) Am 8.4. war der Brand auf dem Containerfrachter "MSC Daniela" weiterhin nicht gelöscht. Der Havarist wurde aus Sicherheitserwägungen von seinem Ankerplatz vor Colombo vier Meilen weiter auf See hinaus geschleppt. Vor Ort waren am 9.4. weiterhin die Schlepper "Capricorn", "Hercules", "Mc Larens One" und "Posh Virtue". Möglicherweise erhält das Schiff in Colombo gar keine Einlaufgenehmigung, sondern muss zu einem anderen Hafen gebracht werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter vor Røst in Seenot
(10.04.17) Am 9.4. um 11.30 Uhr meldete ein norwegischer Kutter Wassereinbruch südöstlich von Røst. Das Rettungsboot "Skomvær III" der NSSR-Station in Røst und ein Sea King-Helikopter aus Bodø wurden vom MRCC alarmiert. Um 11.17 Uhr war das Rettungsboot vor Ort und setzte eine Lenzpumpe an Bord über. Um 12.04 Uhr wurde gemeldet, dass die Lage unter Kontrolle sei.
Das Leck wurde abgedichtet und der Havarist in Richtung Røst in Schlepp genommen. Der Sea King konnte seinen Einsatz daraufhin beenden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Anzahl der Opfer von Kollision bei Pathein könnte 30 übersteigen
(10.04.17) Nachdem ein mit 80 Personen besetztes Schiff in Myanmar mit einem Frachter kollidierte und sank, waren bis zum 9.4. mindestens 30 Tote zu beklagen. Die Anzahl könnte aber noch weiter ansteigen. Das Unglück ereignete sich am Abend des 7.4. unweit der Stadt Pathein westlich von Rangoon, als die Gäste einer Hochzeitsfeier zurückgebracht wurden. 30 Menschen wurden gerettet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ölbekämpfung nach Untergang von Barge bei San Francisco
(10.04.17) Drei Tage nach dem Untergang der 112 Fuß langen Kranbarge “Vengeance” bei starkem Wind vor Yerba Buena Island arbeitete die U.S. Coast Guard am 9.4. daran, einen Dieselölfilm zu bekämpfen. Die Strände der San Francisco Bay Sunday wurden nach verölten Tieren abgesucht. Die Frachtbarge der Vortex Marine Construction, die im Auftrag der BART mit Instandsetzungsarbeiten am Transbay U-Bahn-Tunnel gearbeitet und als Tauchbasis gedient hatte und sonst bei Treasure Island lag, war südlich der Bay Bridge am 7.4. um 00.20 Uhr gekentert und gesunken.
An Bord waren 4.000 Gallonen Diesel und 300 Gallonen Hydrauliköl. Wieviel davon auslief, war noch unklar. Helikopter hatten bei Überwachungsflügen keine größeren Verschmutzungen ausgemacht. Am 8.4. stiegen Taucher in das 50 Fuß tiefe Wasser ab und dichteten die Ölventile an Bord ab. Bis zum Nachmittag des 9.4. hielten diese dicht. 3.000 Fuß Ölsperren wurden an der Untergangsstelle ausgelegt. Aus dem Oil Spill Liability Trust Fund wurden 50,000 Dollar bereitgestellt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter sank vor St. Thomas
(10.04.17) Ein 46 Fuß langer Kutter aus Puerto Rico geriet am Morgen des 9.4. vor Bolongo Beach, St. Thomas, auf den Virgin Islands in Brand und sank. Ein Boot von Sea Tow wurde alarmiert, nachdem das Feuer im Maschinenraum des Schwertfischfängers ausgebrochen war. Er trieb in der belebten Fährroute von Green Cay. Nachdem die Flammen sich durch das Deck gebrannt hatten, erfassten sie das ganze Schiff, sodass es nicht mehr zu retten war. Die Coast Guard war ebenfalls vor Ort im Einsatz.
Quelle:Tim Schwabedissen



Großbrand auf Holzschiff
(Bild: Anne Arundel County Fire)   Großbild klick!

Großbrand auf Schiff aus dem 1. Weltkrieg
(08.04.17) Am 6.4. geriet ein aufgegebenes Holzschiff aus der Zeit des 1. Weltkriegs, das 80 Yards vor dem Ufer in Curtis Creek lag, in Brand. Die Einsatzkräfte des Anne Arundel County Fire wurde gegen 11 Uhr alarmiert und war fünf Stunden im Einsatz, um das lichterloh brennende, zwischen der Zugbrücke der I 695 in Curtis Creek sowie der Einsatzbrücke liegende Schiff zu löschen. Das Schiff stand vor der Stahl Point Rd. im Vollbrand.
Löschboote der Baltimore City Fire waren auch vor Ort. Zeitweilig wurden 10,000 Gallonen Löschwasser pro Minute auf den Brand gefeuert. Auch das Department of the Environment und die US Coast Guard waren vor Ort. Gegen 16 Uhr wurde beschlossen, die Löschbemühungen einzustellen. Zu der Zeit war der Brand im Schiffsinnern noch nicht erstickt.
Das Schiff war zu der Zeit bereits überwiegend gesunken. Häuser am Ufer wurden nicht mehr gefährdet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schlafender Skipper trieb samt Boot in Cadiz an
(08.04.17) Das Motorboot “Miss Brenda” eines britischen Skippers life auf Felsen unweit des Strandes von Cadiz bei La Caleta am 7.4. auf Grund. Das bei der Baluarte de los Mártires in der Brandung liegende Boot wurde von einer Patroullie aus La Viña gegen sechs Uhr am Ufer entdeckt. Zeugen riefen die Feuerwehr und den Zivilschutz.
Der verletzte 65-jährige Skipper war desorientiert und sagte aus, dass er einen Tag zuvor in Marbella geankert habe und eingeschlafen sei. Offenbar riss sich das Boot dann los und ging auf Drift.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motorboot auf Essener Stausee
(Bild: Feuerwehr Essen)   Großbild klick!

Motorboot auf Essener Stausee gekentert
(08.04.17) Am 7.4.wurde die Feuerwehr Essen um 19:08 Uhr zu einem Bootsunfall auf dem Stausee in Essen-Kettwig alarmiert. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte trieb ein gekentertes Motorkajütboot in der Mitte des Stausees. In unmittelbarer Nähe befanden sich zwei Personen im Wasser die sich am Bootsrumpf festhielten.
Durch die Anwesenheit eines Arbeitsschiffes des Ruhrverbands konnten die Feuerwehr auf dieses Boot steigen und sofort ihre Rettungsmaßnahmen einleiten. Die beiden Schiffbrüchigen wurden gerettet und dem Rettungsdienst übergeben. Der Notarzt stellte lediglich eine leichte Unterkühlung fest.
Die Bootsinsassen mussten nicht ins Krankenhaus transportiert werden. Betriebsstoffe liefen nicht ins Wasser der Ruhr. In Absprache mit der Wasserschutzpolizei wurde das Kajütboot geborgen. Die Arbeiten gestalteten sich als sehr zeitaufwändig und dauerten rund drei Stunden. Die Feuerwehr war mit rund 30 Einsatzkräften vor Ort.
Quelle:Tim Schwabedissen



Barge sank bei San Francisco
(08.04.17) Die US Coast Guard und das California Department of Fish and Wildlife’s Office of Spill Prevention and Response wurden am 7.4. alarmiert, nachdem die 112 Fuß lange Kranbarge “Vengeance” südlich der Bay Bridge in San Francisco sank. Diesel- und Hydrauliköl begannen aus dem Wrack auszulaufen. An Bord waren maximal 4.000 Gallonen Diesel und 300 Gallonen Ölabfall.
Die National Response Corporation Emergency Services personnel legten eine 3,000 Fuß lange Ölsperre aus. Die Coast Guard Station San Francisco richtete eine Sicherheitszone um die Barge aus und warnte die Schifffahrt vor dem Hindernis. Von der Air Station San Francisco stieg ein Helikopter crew zu einem Überwachungsflug auf. Die Eigner der Barge beauftragten die Global Diving and Salvage mit der Bergung. Aus dem Oil Spill Liability Trust Fund wurden50,000 Dollar zur Schadstoffbekämpfung zur Verfügung gestellt. Die Barge arbeitete an der Transbay Tube, als sie bei starkem Widn bei Yerba Buena Island kenterte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Öl aus havariertem Schlepper geleichtert
(08.04.17) Das Unified Command, das nach der Havarie des Schubschleppers "Mike A. Nadicksbernd" eingerichtet worden war, der bei Schleuse und Damm 52 auf dem Ohio River leckgeschlagen war, setzte am 7.4. seine Arbeit fort. An Bord des Havaristen waren rund 47,000 Gallonen Diesel. Diese wurden ebenso wie der Ölabfall an Bord inzwischen abgepumpt.
Nun wurde mit der Bergung von Schlepper und den bei der Kollision mit dem Wasserbauwerk angekoppelten Bargen begonnen. Der Fluss wurde zwischen den Meilen 937 und 941 dazu gesperrt. Aktuell waren 12 flussaufwärts und 10 flussabwärts laufende Schiffe davon betroffen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gestrandete Fähre vor Taiwan evakuiert
(08.04.17) Die taiwanesische Schnellfähre “Kai Shiuan No. 3“, 482 ts (MMSI-Nr.: 416174800), lief am 7.4. gegen 18 Uhr in der Straße von Taiwan mit 346 Passagieren an Bord nach einem Maschinenschaden, der sie manövrierunfähig gemacht hatte, auf Grund. Die Havarie ereignete sich rund acht Meilen vor der taiwanesischen Küste, als das Schiff von Penghu Island nach Dongshi, Der Chiayi, Taiwan, unterwegs war. Die Fähre wurde aufgerissen und erlitt Wassereinbruch.
Die Chiayi Coast Guard schickte drei Boote, und mithilfe einer All Star (???)-Fähre und einem chinesischen Frachter konnten Bis 20.45 Uhr konnten alle Fahrgäste unversehrt evakuiert und zum Hafen gebracht werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter trieb im Sørøysund
(08.04.17) Das norwegische Küstenwachboot „Svalbard“, 6375 BRZ (IMO-Nr.: 8640387), assistierte am 7.4. einem 24 Fuß langen Kutter, der im Sørøysund Motorausfall erlitten hatte. Der Kutter trieb bei Schneefall in unruhiger See. Die „Sjøbjørn“ wurde ausgesetzt und brachte den Havaristen nach Hasvik, wo der NSSR-Seenotkreuzer „Gjert Wilhelmsen“ (MMSI-Nr.:258005500) die Schleppverbindung übernahm und ihn dann in den Hafen von Hammerfest zog.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bis zu 30 Tote bei Bootsunglück in Myanmar
(08.04.17) Beim Untergang eines Bootes mit heimkehrenden Hochzeitsgästen an Bord sind in Myanmar in der Nacht zum 8.4. mindestens 20 Menschen ums Leben gekommen. Bei den bisher geborgenen Todesopfern handelte es sich um 16 Frauen und vier Männer. Neun Menschen wurden nach dem Unglück auf einem Fluss in Pathein, einer Hafenstadt westlich von Rangun, noch vermisst.
30 Personen konnten gerettet werden. Insgesamt waren zwischen 60 und 80 Menschen an Bord des Bootes, als es nach einem frontalen Zusammenstoß mit einem Flussfrachter kenterte. Die beiden Fahrzeuge hatten den Fluss ohne Beleuchtung befahren und kollidierten in dessen Mitte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Rennyacht auf Bodensee gekentert
(08.04.17) Am Abend des 6.4. wurde Seerettungsdienst der SLRG alarmiert, nachdem die Rennyacht „Carondimonio“ der Classe Libera mit elf Oberthurgauer Seglern, die für die Bodensee Rundum»-Regatta trainierte, in der Abenddämmerung vor Arbon mit ihrem Boot bei Bise bei einem Wendemanöver gekentert war. Die Havarie ereignete sich einen halben Kilometer vom Ufer entfernt. Um 19.30 Uhr ging der Alarm bei der Notrufzentrale in Frauenfeld ein, ebenso ein Notruf direkt über das Notfalltelefon der SLRG Arbon.
15 Minuten später lief die achtköpfige Seerettungsmannschaft mit den beiden Booten „Sirius“ und „Pollux“ aus und nahm Kurs auf das gekenterte Segelschiff. Deren Crew harrte auf dem kieloben treibenden Rumpf aus und wurde von diesem unversehrt abgeborgen. Der Versuch, die Rennyacht aufzurichten, scheiterte, denn der 17 Meter lange Mast steckte im Grund der Halde.
Das Boot wurde dann auf der Seite liegend in Richtung Arboner Schlosshafen geschleppt. Vor der Mole gelang es den Einsatzkräften und den Seglern gemeinsam, das Boot wieder aufzurichten. Der Einsatz endete um 23 Uhr.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht Hop soll binnen zweier Tage geborgen werden
(08.04.17) Die Seacure Marine Construction zeigte sich am 7.4. zuversichtlich, die “Yacht Hop” binnen der folgenden zwei Tage bergen zu können. Dabei sollen ein großer Anker und eine Winsch zum Einsatz kommen, mit der der Havarist Stück für Stück von der Buhne am Nettlé-Beach gezogen werden soll.
Er sei bereits vorwärts und seitwärts gezogen worden, und die Brandung helfe, das Schiff fortzubewegen, hieß es. Ein Schleppereinsatz ist wegen der geringen Wassertiefe keine Option. Ölsperren wurden vorsorglich rund um den ehemaligen Trawler ausgelegt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Rettungsboot der SNSM
(08.04.17) Am 7.4. kurz nach Mittag brach ein Feuer auf dem Rettungsboot “Gema” der SNSM im Hafen von Arcachon aus. Hier lag das Schiff für Überholungsarbeiten. Ein Arbeiter war an Bord, der 33-jährige wurde mit schweren Verbrennungen gerettet. Ein Dragon 33-Helikopter flog ihn in die CHU Pellegrin in Bordeaux. Das Rettungsboot ist normalerweise in Lège Cap Ferret stationiert. Es wird durch die Brandschäden mehrere Wochen ausfallen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Weiterer Polaris-Bulker mit Riss im Rumpf
(08.04.17) Ein weiterer Polaris-Bulkcarrier geriet auf der Reise von Puerto de Tubarao in Schwierigkeiten, während die Suche nach den 22 Vermissten der „Stellar Daisy“ vor Uruguay noch im Gange war. Die unter Marshall-Islands-Flagge laufende "Stellar Unicorn", 156352 BRZ (IMO-Nr.: 9006734), hatte den Hafen am 22.3. mit einer Ladung Eisenerz verlassen, musste aber am 2.4. vor Kapstadt Anker werfen, nachdem ein Riss in einem Ballasttank unterhalb der Wasserlinie sowie ein weiteres Leck aufgetreten waren. Der Schlepper "Smit Amandla" ging auf Standby.
Am 7.4. ging ein Inspektor an Bord. Wie die “Stellar Daisy” wurde auch dieser Frachter von einem Tanker zum VLOC umgebaut. Dies erfolgte 2008 bei der Shekou-Werft in China. Das Schiff entstand 1993 auf der Sasebo -Werft in Japan und läuft in einer 10-Jahres-Charter vonn Vale. Wo eine Reparatur stattfinden könnte, war noch unklar.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schlepper sinkend auf Grund gesetzt
(08.04.17) Der US-Schlepper "Gene Dunlap",321 BRZ (IMO-Nr.: 7227358), erlitt vor Seattle am Morgen des 7.4. gegen acht Uhr Wassereinbruch. Das unbemannte Schiff wurde von einem anderen Schlepper gerade von Seattle nach Everett geschleppt, als es durch eine schadhafte Abdichtung an der Welle zu einem Wassereinbruch kam. Der Schlepper mit einer Tankkapazität von 35.000 Gallonen Diesel wurde beim Golden Gardens Beach in der Shilshole Bay auf Grund gesetzt, um den drohenden Untergang zu verhindern.
Ein Coast Guard-Helikopter aus Port Angeles und zwei Boote der Coast Guard waren ebenso wie die Feuerwehr und die Polizei vor Ort. Im Innern des auf Sandgrund aufsitzenden Havaristen stand das Wasser bis zu acht Fuß hoch. Es gelang dann, das Schiff auszupumpen, das Leck abzudichten und den Schlepper mit der „Rosario“ durch die Hiram Chittenden Locks in Ballardand zu bugsieren. Er sollte nun in Seattle ins Trockendock zur Reparatur gehen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Containerschiff "MSC Daniela"
(Bild: Sri Lanka Navy)   Großbild klick!

Brandbekämpfung auf MSC Daniela dauert an
(07.04.17) Am 6.4. war das Feuer auf der "MSC Daniela", die 14 Meilen nordwestlich von Colombo vor Anker lag, weiterhin noch nicht gelöscht, und die Ladung des Frachters wurde unverändert mit Wasserkanonen befeuert. Beteiligt waren die “Shoor” der indischen Coast Guard, die “Sagara” der Marine von Sri Lanka, die "Darshak" und "Garriel" der indischen Marine und von der Sri Lanka Air Force ein Bell 212-Helikopter. Weißer Rauch stieg von der Containerladung auf.
Auch die Schlepper "Maha Wewa" und "Hercules" sowie die Versorger "Capricorn" und "Posh Virtue“ waren vor Ort. Nach unbestätigten Meldungen gab es einen Austritt von Chemikalien und Öl aus dem Schiff. Eine Expertengruppe versuchte, einen Überblick über mögliche Umweltschäden zu bekommen. Etliche Containerstapel waren unter der Hitzeeinwirkung des Feuers zusammengebrochen, Trümmer hingen über die Seite.
Flüssigkeiten liefen am Rumpf herab. MSC wollte den Frachter so bald wie möglich in den Hafen bekommen. Der Ausmaß der Schäden war aktuell noch nicht abzusehen, wird aber erheblich sein. Ladungseigner sollten mit MSC Kontakt aufnehmen. Der Frachter transportierte rund 10.000 20-Fuß-Container.
Quelle:Tim Schwabedissen



Einsatz an Tanker bei Helgoland
(07.04.17) Am 7.4. wurden die beiden Mehrzweckschiffe "Neuwerk" und "Mellum" sowie der Notfallschlepper "Nordic" auf dem britischen Tanker "Elizabeth Knutsen", 71850 BRZ (IMO-Nr.: 9131357), in der Deutschen Bucht westsüdwestlich von in Marsch gesetzt, der zuvor aus Rotterdam gekommen war. Gegen Mittag rückten die Einsatzkräfte wieder ab.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schlepper blockiert Ohio River
(07.04.17) Die Coast Guard Ohio Valley wurde alarmiert, nachdem der 40 Meter lange Schubschlepper “Mike A. Nadicksbernd“ (MMSI-Nr.: 367143710) am 5.4. mit Schleuse und Damm 52 auf dem Ohio River, 1.5 Meilen flussabwärts von Brookport, Illinois, kollidiert und leckgeschlagen war. Das Schiff wurde gegen die Schleusenmauer gedrückt und im Bereich des Maschinenraums aufgerissen. Es sackte mit leichter Backbordschlagseite weg.
Der Schlepper der American Commercial Barge Lines war mit 19 unbeladenen Bargen sowie einer mit Stahlträgern unterwegs und hatte 47,000 Gallonen Diesel an Bord. Zum Unglückszeitpunkt herrschte starker Wind. Der Fluss wurde zwischen den Meilen 937 und 941 für den Schiffsverkehr gesperrt, sodass neun flussaufwärts und sechs flussabwärts laufende Schiffe ihre Fahrt unterbrechen mussten.
Ein Krisenstab aus Coast Guard, dem U.S. Army Corps of Engineers, dem Kentucky Department of Environmental Protection, der Illinois Environmental Protection Agency udn der American Commercial Barge Line wurde eingerichtet, um einen Bergungsplan zu erarbeiten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schubleichter auf Schelde geborgen
(07.04.17) Das belgische Binnenschiff "Scelerate" 341 ts (EU-Nr.: 06504143), wurde am 6.4. von dem Schwimmkran "Hebolift 7" auf der Schelde zwischen Bornem und Temse gehoben. Gegen 18 Uhr erschien die Schubeinheit in den Hebestropps wieder an der Wasseroberfläche. Bevor es in einer Werft abtransportiert werden konnte, mussten zunächst die 300 Tonnen Raps durch einen Kran aus dem Laderaum geleichert werden.
Das Schiff war am 14.3. gesunken, nachdem es an die holländische "Mascaret", 437 ts (EU-Nr.: 01823274), angekoppelt von Antwerpen kommend mit einem Pfeiler der Brücke kollidiert war. Die Schubeinheit riss sich los und erlitt Wassereinbruch. Die "Mascaret" konnte am Kai in Temse anlegen, wo die Feuerwehr die Crew an Land brachte. Vier Stunden nach der Havarie sank die „Scelerate“ gegen 15 Uhr.
Die “Mascaret” ist die einstige “Deo Gratias“, die 1962 bei De Durme, Tielrode, erbaut wurde. Die „Scelerate“ entstand als Güterschubleichter aus dem alten Vor- und Mittschiff der „Ahoy II“. 2003 wurde ein neues Vorschiff angebaut und dabei das gesamte Schiff an die Breite des Canal du Nord angepasst. Sie hat eine Länge von 36,56 Metern, eine Breite von 5.06 Metern und einen Tiefgang von 2,52 Metern. Ursprünglich entstand sie 1957 bei der Mainil H. en Kinderen, Ledeberg.
Quelle:Tim Schwabedissen



Havarierte Yacht nach Kristiansand abgeschleppt
(07.04.17) Der NSSR-Seenotkreuzer „Bendt R. Rasmussen“ aus Kristiansand assistierte am 6.4. einer 45 Fuß langen Segelyacht mit Motorausfall und zerrissenen Segeln. Die vierköpfige Crew hatte gegen 19 Uhr 20 Meilen südwestlich von Kristiansand einen Notruf abgesetzt. Es dauerte einige Zeit, bis die Seenotretter den manövrierunfähig treibenden Havaristen gefunden hatten, da er eine unkorrekte Position angegeben hatte.
Vor Ort waren vier bis fünf Meter hohe Wellen und Windgeschwindigkeiten von 15 Metern pro Sekunde. Um 21 Uhr wurde die Yacht auf den Haken genommen und nach Kristiansand abgeschleppt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter sank vor Cabo Vilán
(07.04.17) Die fünfköpfige Crew des 14 Meter langen, spanischen Kutters "Centolo" (MMSI-Nr.: 224067640), aus Muxía (A Coruña), wurde am 5.4. gerettet, nachdem das Schiff 21,5 Meilen nordwestlich von Cabo Vilán Wassereinbruch erlitten hatte. Es sank sieben Meilen nördlich von Sisargas. Das MRCC in Finisterre koordinierte die Rettungsaktion, nachdem es um 8.05 Uhr einen Notruf aufgefangen hatte.
Der Kutter "Caprichosa Dos” (MMSI-Nr.: 224131270) aus Laxe Basin, der sich in der Nähe befand, konnte die Schiffbrüchigen um 8.15 Uhr aus einer Rettungsinsel aufnehmen. Der Helikopter Helimer 209 udn die "Salvamar Altair” (MMSI-Nr.: 224013350) der Salvamento Marítimo-Station in Camarinas, suchten die Untergangsstelle hinterher nochmals ab.
Quelle:Tim Schwabedissen



Suche nach 22 Mann der Stellar Daisy dauert an – Stellar Unicorn ebenfalls mit Schäden
(07.04.17) Die brasilianische Fregatte "Rademaker" erreichte am 6.4. das Suchgebiet 2000 Meilen vor Montevideo, in dem der Bulkcarrier "Stellar Daisy" am 31.3. im Südatlantik gesunken war, um sich an der Suche nach den weiterhin vermissten 22 Crewmitgliedern zu beteiligen. Vor Ort waren auch drei Handelsschiffe und ein Flugzeug der brasilianischen Air Force. Auch die"General Artigas" und die "Garrico" sollten sich an der SAR-Operation beteiligen.
Derweil gab es auch Probleme auf einem anderen Polaris-Frachter, dem unter Marshall Islands-Flagge laufenden Bulkcarrier "Stellar Unicorn", 156352 BRZ (IMO-Nr.: 9006734). Dieser war am 22.3. aus Porto de Tubarao, Brasilien, ausgelaufen, und musste unplanmäßig Kurs auf Kapstadt nehmen. Hier warf er am 2.4. zu dringenden Reparaturen Anker.
Quelle:Tim Schwabedissen



Suche nach 12 Schiffbrüchigen vor China dauert an
(07.04.17) Die Suche nach den 12 vermissten Crewmitgliedern des unter Kiribati-Flagge laufenden Frachters „Xiang Zhou“, 2971 BRZ (IMO-Nr.: 8747147), der am 6.4. offenbar nach einer vorangegangen Kollision in der Mündung des Yangtse River vor Nantong sank, dauerte an. Das Schiff war mit einer Ladung von 4.850 Tonnen Stahl unterwegs von Nantong in der Jiangsu Provinz nach Busan, Südkorea, gewesen. Das Shanghai Maritime Bureau wurde um 0.55 Uhr alarmiert, nachdem ein unter Panama-Flagge laufendes Schiff zwei Überlebende gerettet hatte.
Fünf Rettungsboote wurden zur Unglücksstelle geschickt. Sie fanden aber bislang lediglich ein leeres Rettungsboot unweit der Position. Insgesamt waren 17 Schiffe an der Suche nach der Crew beteiligt. Die “Xiang Zhou” ist 96,90 Meter lang, 16 Meter breit, hat 6,5 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 6.033 Tonnen. Sie entstand 2009 bei der Hang Chang Shipbuilding in Linhai, China, und lief für die in Ningbo ansässige Guo FX im Management des Ningbo Shanglun Shipmanagement.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter bei Chassell gesunken
(07.04.17) Die U.S. Coast Guard Marine Safety Unit in Duluth sowie die Keweenaw Bay Indian Community Tribal Police waren mit der Beseitigung einer Ölverschmutzung beschäftigt, nachdem ein indischer Kutter am 1.4. im Portage Canal gesunken war. Sie wurde um 13. Uhr alarmiert und war am 2.4. vor Ort. Das Schiff lag in der Südzufahrt nahe Chassell auf Grund und hatte maximal 200 Gallonen Diesel an Bord. Der Tank dürfte aber nicht voll gewesen sein, und nur eine geringe Menge lief aus dem Wrack.
Es gelang, die Ölverschmutzung mit einer Ölsperre und Pads unter Kontrolle zu bringen. Am 7.4. sollten Taucher und das Coast Guard Oil Response Team sicherstellen, dass keine Gefahr mehr von dem Schiff ausging. Dann gäbe es auch keine Notwendigkeit zu einer Bergung. Das U.S. Army Corps of Engineers bat aber alle Schiffe in der Region um Aufmerksamkeit, da nun zwei Wracks in den Gewässern lagen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter sank nach Kollision vor Jakarta
(07.04.17) Der Tanker “Elizabeth”, 833 BRZ, wurde schwer beschädigt, als er am 7.4. um 1.45 Uhr vor den Thousand Islands in Indonesien mit dem mit Sprengstoff beladenen Frachter „Bhaita Jaya Samudra“, 675 BRZ (IMO-Nr.: 8713108), bei Damar Island kollidiert war. Dieses war dem Tanker in die Steuerbordseite gelaufen und hatte diese aufgerissen. Er war mit einer 13-köpfigen Crew besetzt und Abfällen aus einer Palmölverarbeitungsanlage beladen von Bengkulu nach Marunda unterwegs gewesen.
Der Tanker trieb anschließend mit Schlagseite in der See, während die „Bhaita Jaya Samudera“, die sich auf der Fahrt von Sunda Kelapa nach Tanjung Balai Karimun befunden hatte, unmittelbar nach dem Zusammenstoß mit aufgerissenem Backbordbug sank. Dessen 16-köpfige Crew sowie drei Mann Sicherheitspersonal wurde von einem Rettungsteam aus Jakarta um 3.45 Uhr gerettet und ebenso wie die Tankerbesatzung nach Kali Adem, Muara Angke, Jakarta, gebracht. Zwei Mann der Frachtercrew kamen ins Krankenhaus.
Quelle:Tim Schwabedissen



Containerfrachter sitzt vor Port Klang fest
(07.04.17) Der maltesische Containerfrachter "UMM Salal", 141077 BRZ (IMO-Nr.: 9525857), lief in der Straße von Malakka zwei Meilen vor Port Klang auf Grund, kurz nachdem er den Hafen am 6.4. um 8.15 Uhr verlassen hatte auf dem Weg nach Khor Fakkan. Er kam unweit des Fahrwassers und dem Verkehrstrennungsgebiet fest. Das malaysische Versorgungsschiff "Spica" (MMSI-Nr.: 533000420) befand sich am 7.4. längsseits des Havaristen.
Die "Umm Salal" war im AGX1 Service von UASC unterwegs, der China über Port Klang mit dem Mittleren Osten verbindet. Sie hat eine Länge von 365,90 Metern, eine Breite von 448,2 Metern, einen Tiefgang von m 15,5 Metern und eine Tragfähigkeit von 145.327 Tonnen. Der 13.296-TEU-Frachter wurde 2011 bei den Samsung Heavy Industries Geoje, Südkorea, erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter “Baccalieu Endeavour“
(Bild: Sheldon Pardy)   Großbild klick!

Schneelast versenkte Kutter in Musgrave
(06.04.17) Keine Rettung gab es für den 55 Fuß langen, kanadischen Kutter “Baccalieu Endeavour“ im Hafen von Musgrave, nachdem Schneestürme über die Küste von Neufundland hinwegfegten. Der Fischer Cluney Pardy entdeckte am Nachmittag des 4.4., dass das Schiff begonnen hatte, sich unter der aufgetürmten Schnee- und Eislast nach Backbord überzulegen. Gemeinsam mit anderen Familienangehörigen, denen die „Baccalieu Endeavour” gehört, wurde noch versucht, mit einem Schaufellader die Last zu reduzieren.
Doch der verzweifelte Einsatz konnte nicht verhindern, dass sich das Schiff am Ende auf die Seite legte und auf den Hafengrund sank. Da die Fangsaison für Steinbutt vor der Tür stand, war der Verlust für die Familie nach der vorherigen Begrenzung der Fangquoten ein weiterer schwerer Schlag. Unmittelbar nach dem Untergang begannen Gespräche mit den Versicherern, und Taucher machten sich auf nach Musgrave Harbour, um beim Aufrichten des Kutters zu assistieren, der nun halb unter Wasser an seinem Liegeplatz lag.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schwergutfrachter "BBC Sapphire"
(Bild: Tim Schwabedissen)   Großbild klick!

Bockstiegel-Frachter kollidierte mit Schlepper in Antwerpen
(06.04.17) Am 4.4. um 14.20 Uhr kollidierte der unter Antigua-Barbuda Flagge laufende Schwergutfrachter "BBC Sapphire", 12838 BRZ (IMO-Nr.: 9504798), von Bremen kommend bei einem Drehmanöver zum Einlaufen in den Kanal zur Zandvliet-Schleuse auf dem Weg nach Antwerpen mit dem am Kai liegenden Schlepper "Lieven Gevaert", 398 BRZ (IMO-Nr.: 9120140). Dessen Crew befand sich an Bord, kam aber mit dem Schrecken davon, als ihr Schiff zwischen Kai und Frachter eingequetscht wurde.
Der Schlepper aber wurde erheblich beschädigt. Der Rumpf wurde an Backbordseite unterhalb der Wasserlinie eingedrückt, und die Maschinen wurden auf ihren Fundamenten verschoben. Das Schiff muss wohl zur Reparatur ins Dock gehen und würde längere Zeit ausfallen. Derzeit lag es noch weiter am Kattendijk-Dock.
Die "BBC Sapphire" machte im Laufe des Nachmittags in Antwerpen fest und lief am 6.4. gegen vier Uhr wieder aus mit Fahrtziel Aberdeen, wo sie am Vormittag des 7.4. eintreffen sollte. Sie hat eine Länge von 153,45 Metern, eine Breite von 23,45 Metern, einen Tiefgang von 9,1 Metern und eine Tragfähigkeit von 14.356 Tonnen. Sie läuft für die Bockstiegel-Reederei GmbH & Co. KG in Emden und wurde 2012 von der Jiangzhou Union Shipbuilding Co. Ltd. in China erbaut.
Die „Lieven Gevaert“ ist 30,06 Meter lang, 11,04 Meter breit, hat 3,33 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 255 Tonnen. Sie wird vom Unie van Redding Sleepdienst in Antwerpen bereedert und enstand 1995 bei der Astilleros Armon in Navia.
Quelle:Tim Schwabedissen



Casinoschiff “Niobe Corinthian” (Bild: Peter Beardmore)   Großbild klick!

Verhindertes Casinoschiff wurde neues Tauchwrack vor Bermuda
(06.04.17) Das ausgediente Casinoschiff “Niobe Corinthian”, 993 BRZ (IMO-Nr.: 6714330), verließ nach Jahren den Marginal Wharf am Morgen des 4.4. und wurde vom Schlepper „Faithful2 gegen 10 Uhr zum North Rock Beacon geschleppt, um dort versenkt zu werden. Das Schiff sollte eigentlich ein Casino-Schiff vor Bermuda werden, doch dieser Plan erfüllte sich nicht. Erst vor wenigen Tagen war die “Esperanza” an der Marginal Wharf gehoben worden, da dort Baumaterial für den Airport-Bau angelandet werden soll.
Die Versenkung der „Niobe Corinthian“ als Tauchriff war jahrelang vorbereitet worden. Sein letzter
legt sich nach Stb über
(Bild: Bermuda Intact Wreck Initiative)   Großbild klick!
Liegeplatz ist nun in 70 Fuß Tiefe 2,5 Kilometer nordwestlich des North Rock Beacon mit 16 Fuß Wassertiefe über dem höchstliegenden Punkt bei Ebbe. Vertreter von Marine and Ports, der Bermuda Intact Wreck Initiative, der Polizei, der Blue Water Divers, des Bermuda Underwater Exploration Institute und des Ministry of Environment and Natural Resources begleiteten die letzte Fahrt.
Die Versenkung am 5.4. dauerte 2,5 Stunden. Das Schiff legte sich nach Steuerbord über, dann durch starken Winddruck nach Backbord, und als es 60 Grad Schlagseite aufwies, wuchs die Sorge, dass es kentern könnte. Doch schließlich legte es sich auf ebenem Kiel auf den Grund.
und sinkt. (Bild: Bermuda Intact Wreck Initiative)   Großbild klick!
Die Blue Water Divers sammelten dann die ausgelegten Bojen ein und starteten einen ersten Abstieg um Wrack. Die Bermuda Dive Association und andere Tauchläden vermarkten es nun als neues Tauchriff.
Die “Niobe Corinthian” wurde von der Shell Oil als Servicetender für Bohrinseln im Golf von Mexiko erbaut und kam 2005 nach Bermuda, um 12 Meilen vor der Küste die Anti-Glücksspiel-Gesetze umgehen zu können. 2006 beschlagnahmte die Polizei die 100 Glücksspiel-Automaten an Bord. Der Kapitän Fermin Reyes und der Manager George Kezas wurden wegen deren illegalen Import verhaftet.
2007 beschädigte ein Feuer das Schiff und verhinderte dessen Auslaufen, 2008 wurde es erneut von der Polizei aufgebracht. Während es in St David's lag, wurden Gerichtsverfahren wegen ausstehender Heuern und der Heimreisekosten für die Crew angestrengt. 2014 übernahm die Regierung das Schiff.
Es blieb an der Marginal Wharf im Eigentum der Bermuda Land Development Company, während die Vorbereitungsarbeiten zur Versenkung begannen. Das Department of Marine of Ports beauftragte die Biwi mit der Reinigung und der Herstellung sicherer Tauchbedingungen. Dazu musste der Maschinenraum intensiv gesäubert werden. Interne Strukturen mussten entfenrt und giftige Materialien entfernt werden.
Das Department of Environmental Services inspizierte das Schiff vor der Versenkung. Die Biwi, die zuvor auch die “Sea Venture” und “Faithful” in Bermuda versenkte, steuerte 355,000 Dollar zu den Mitteln, die die Stempel Foundation aufgebracht hatte, bei.
30 bis 40 Jahre lang kann das stabil konstruierte Schiff nun schätzungsweise als Tauchwrack dienen, ehe es verfällt. Es ist 53,35 Meter lang, 10.01 Meter breit und hat eine Tragfähigkeit von 878 Tonnen. Es wurde 1967 bei der Jeffboat in Jeffersonville als „Niobe“ erbaut und lief von 1988 bis 2005 als „Corinthian“.
Quelle:Tim Schwabedissen



Havarierte Ölbarge wird in Albany gelöscht
(06.04.17) Die Ölbarge "RTC 150", die am Morgen des 4.4. bei Catskill, New York, um 8:30 Uhr vor Dutchman's Landing gestrandet war, kam gegen 22 Uhr ohne Schlepphilfe wieder frei. Der Abschnitt des Hudson River, der durch Greene County verläuft, hat normalerweise nur einen Tidenhub von vier bis sechs Fuß, doch durch Schneeschmelze und Regenstürme lief das Hochwasser höher als sonst auf, was die Bergung ermöglichte. Gegen drei Uhr durfte die Barge mit ihrem Schubschlepper "Meredith Reinauer" nach einer visuellen Inspektion die Fahrt nach Albany fortsetzen.
Dort traf der Schubverband am 5.4. gegen sieben Uhr ein. Ein anderer Schlepper, die "Mary Kay", diente als Eskorte. Es gab keine Hinweise auf einen Ölaustritt, nachdem zunächst befürchtet worden war, es könnte Bodenschäden gegeben haben. Nach dem Festmachen wurde begonnen, die 8.400 Tonnen Öl an Bord in einen Tank an Land zu pumpen.
Die Sicherheitszone auf dem Fluss wurde aufgehoben. An der Bergungsaktion beteiligt waren das Coast Guard Aids to Navigation Team aus Saugerties, das Patroullienboot „Walker“, Ölbekämpfungseinheiten und Inspektoren der Coast Guard New York, die New York State Police Aviation-Einheiten und das New York State Department of Environmental Conservation.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wrack alter Fähre in Boston geräumt
(06.04.16) Die Coast Guard Boston überwachte die Arbeiten zur Beseitigung der gesunkenen Fähre “Peter Stuyvesant” an Pier 4. Am 14.2. hatte sie begonnen, Öl zu lecken. Rund 120 Gallonen liefen aus. Berger leichterten seither rund 2.000 Gallonen Ölabfall.
Die Fähre wurde im Rahmen von Bauarbeiten an Pier 4 geräumt. Bei Arbeitsbeginn war das Vorhandensein von Restöl unbekannt gewesen. Nach der Verschmutzung wurde sofort die Coast Guard gerufen.
Die „Peter Stuyvesant“ war in einem Blizzard 1978 an Pier 4 in Süd-Boston gesunken. Sie hatte einst auf dem Hudson River verkehrt, ehe sie bei Anthony’s Restaurant als Restaurant und Cocktaillounge 1968 fest vertäut wurde. Am 28.3. holten Bagger den letzten Kessel aus dem Fluss. Ölkontaminationen wurden nicht mehr beobachtet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Belgisches Binnenschiff wird auf der Schelde geborgen
(06.04.17) Die Bergung des belgischen Binnenschiffs "Scelerate", 341 ts (EU-Nr.: 06504143), das am 14.3. gesunken war, nachdem es sich bei einer Kollision mit eienm Pfeiler der Bornem-Brücke auf der Schelde bei Temse von dem holländischen Schubschiff "Mascaret", 437 ts (EU-Nr.: 01823274), losgerissen hatte, begann am 5.4. Der Schwimmkran „Hebolift 7“ mit einer Hebekapazität von 300 Tonnen ging an der Untergangsstelle in Stellung. Am 6.4. sollte er das mit Raps beladene Wrack wieder an die Wasseroberfläche bringen.
Bevor es dann in eine Werft geht, musste diese Ladung zunächst geleichtert werden. Derweil dauerte die Untersuchung des Unfalls durch die Nautische Kommission an. Möglicherweise war ein Stück Treibholz in den Propeller der „Mascaret“ geraten und hatte ihn blockiert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Rampe stürzte in Hafen von Brekstad
(06.04.17) Gerade als am 5.4. um 8.30 Uhr ein Lastzug vom Deck der norwegischen Fähre "Frafjord", 739 BRZ (IMO-Nr.: 7728508), von Valset kommend in Brekstad heruntergefahren war, brach die Rampe hinter ihm ab und stürzte in den Hafen. Die Fähre hatte unmittelbar vorher angelegt. Als Taucher und Kräne das Stahlteil wieder ans Tageslicht brachten, stellte sich heraus, dass 40 Bolzen abgerissen waren. Um 22 Uhr konnte der Fährdienst wieder aufgenommen werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Löscharbeiten auf MSC Daniela dauern an
(06.04.17) Die mit starken Löschkanonen ausgestatteten Offshore-Schlepper “Capricorn” (IMO-Nr.: 8411683), „Posh Virtue“ (IMO-Nr.: 9527984), und “Hercules” (IMO-Nr.: 9771119) waren am 6.4. weiter mit Löscharbeiten an dem Containerfrachter „MSC Daniela“ beschäftigt, der 11 Meilen vor dem Hafen von Colombo an der Küste von Sri Lanka ankerte. Einheiten der indischen Marine und der von Sri Lanka sowie zwei Hubschrauber waren ebenfalls im Einsatz. Die beiden indischen Schnellboote "P 436" und "P 412" sowie das Patroullienboot „Shoor“ sowie die „Sagara“ der Marine von Sri Lanka, die beiden letzteren ebenfalls mit Löschausrüstung, hatten den Havaristen von der ursprünglichen Position 120 Meilen vor der Küste auf die Reede vor Colombo eskortiert.
Der Frachter konnte dort aber bislang noch nicht von der Feuerwehr und Brandexperten betreten werden. Es gab immer wieder kleinere Brandausbrüche in der Ladung. Das Feuer hatte sich in den Containern weiter ausgebreitet, und es gab die Sorge um toxische Gefährdungen an Bord. Die gesamte 21-köpfige Crew war zuvor bereits abgeborgen worden, obwohl der Brand weit entfernt von den Aufbauten war.
Von der indischen Marine wurden inzwischen auch die “Darshak” und “Garriel2 zu Hilfe geschickt. Die “MSC Daniela”, 2008 für kurze Zeit das weltgrößte Containerschiff, war im 2M Alliance’s Asia-Mediterranean AE20/Dragon Loop eingesetzt worden mit Slots der HMM, Hamburg Süd und der Tochter Alianca sowie der WEC Line. Auf dem AE20/Dragon-Loop sind insgesamt 11 Schiffe eingesetzt, die zwischen Dalian, Xingang, Busan, Ningbo, Shanghai, Shekou, Yantian, Singapur, Port Said, Beirut, Gioia Tauro, La Spezia, Genua, Marseille, Barcelona, Valencia, Malta, Salalah, Singapur, Yantian, Shanghai und zurück nach Dalian rotieren.
Quelle:Tim Schwabedissen



Verpuffung setzte Kamelia vor Kiel matt
(06.04.17) Der Ausfall der Hauptmaschine am 4.4. um 15.20 Uhr auf dem der unter Malta-Flagge laufende Frachter "Kamelia", 2999 BRZ (IMO-Nr.: 9188958), auf Höhe von Kiel-Leuchtturm wurde durch eine Überhitzung von Spänen in der Maschine und eine Verpuffung durch heißes Öl verursacht. Das Schiff trieb dann in Richtung Kieler Förde aus dem Fahrwasser heraus. Es musste durch eine Notankerung gestoppt werden.
Um 19.15 Uhr wurde der Havarist von zwei Schleppern zur Kieler Lindenau-Werft gezogen, wo der Schaden nun untersucht und behoben werden sollte. Die Berufsgenossenschaft Verkehr sprach ein Weiterfahrverbot aus. Die Wasserschutzpolizei Kiel hat die Ermittlungen aufgenommen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht Hop legte sich auf die Seite
(06.04.17) Die Bergung des in London registrierten Yachttransporters “Yacht Hop, 791 BRZ (IMO-Nr.: 7418957), der seit dem 1.3. in der Nettlé Bay vor der dominikanischen Insel Saint Lucia festsitzt, wurde noch komplizierter. In der Nacht zum 5.4. entwickelte das an einem Wellenbrecher gestrandete Schiff auf einmal Steuerbordschlagseite, die am Ende 40 Grad betrug. Ölgeruch wurde am Havaristen festgestellt.
Nun mussten die Berger das Schiff nicht nur lenzen, sondern auch wieder auf ebenen Kiel bringen. Die Hoffnungen, es bis zum Wochenende wieder flottmachen zu können, dürften sich damit zerschlagen haben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter sank in Yangtse-Mündung – 12 Vermisste
(06.04.17) Am 6.4. sank ein Frachter mit einer 14-köpfigen Crew und einer Ladung von 4.850 Tonnen Stahlrollen am Morgen in der Yangtse-Mündung offenbar nach einer Kollision. Das 97 Meter lange Schiff ist in Kiribati registriert. Zwei Crewmitglieder wurden von einem unter Panama-Flagge laufenden Schiff gerettet, das in der Nähe stand. Die Shanghai Maritime Authority leitete eine Suchaktion ein, an der sich insgesamt 17 Schiffe beteiligten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Warum sank die Stellar Daisy?
(06.04.17) Sechs Tage nachdem der Erzfrachter “Stellar Daisy” im Südatlantik vor Uruguay nach einem Wassereinbruch auseinanderbrach und auf rund 3.500 Meter Wassertiefe sank, bestand inzwischen keine realistische Hoffnung mehr, noch weitere Überlebende der Crew zu finden, auch wenn noch eine Rettungsinsel bislang unentdeckt geblieben war. Die Untersuchung des Schiffbruchs am 31.3. wird lange Zeit dauern und möglicherweise auch keine eindeutigen Ergebnisse liefern. Der 1993 erbaute Frachter war mit 260.000 Tonnen Eisenerz von Brasilien nach China unterwegs, als er verloren ging.
Die Reederei Polaris Shipping wollte sich nicht an Spekulationen zur Ursache beteiligen, ebenso wenig wie der Ladungseigner Vale. Eine Verflüssigung der Fracht schien aber die wahrscheinlichste Ursache zu sein. Eisenerz hat einen hohen Wasseranteil und die Tendenz, sich während einer Reise zu verflüssigen.
Dies kann dann zu schweren Stabilitätsproblemen führen bis hin zum Kentern, wie es in der Vergangenheit immer wieder vorkam. Die Vibrationen und Bewegungen der Frachter verursachen ein Verschieben der schlammartigen Ladung, wenn die feuchte Ladung sich von Erzstaub oder Mineralkonzentrat zu einer viskosen Masse verändert, die das Schiff aus der Balance bringen kann. Beim Rollen bewegt es sich dann in schwerer See auf eine Seite, ohne beim Zurückrollen schnell genug auf die andere Seite zu schwappen.
Das Kenterrisiko steigt dann progressiv an. Dieses Risiko lässt sich am ehesten dadurch reduzieren, dass die Grenze des Flüssigkeitsanteils strikt beachtet wird, was der Charterer durch Labortests grundsätzlich sicherzustellen hat. Wenn ein solches Zertifikat nicht vorliegt, sollte sich ein Kapitän weigern, die Fracht an Bord zu nehmen. Doch die Ergebnisse solcher Tests werden mitunter auch gefälscht, was dann zu solchen Notsituationen führen kann.
Die Laboratorien müssen die Ergebnisse ihrer Proben zwei Monate lang aufbewahren. Dies könnte im Fall der “Stellar Daisy” auch Aufschlüsse geben. Auch das Alter, nicht gleichmäßige Beladung, Belastungen des Rumpfes durch die Ladung können zu strukturellen Schäden führen.
Der Bulkcarrier wurde ursprünglich als Supertanker beim Nagasaki Shipyard der Mitsubishi Heavy Industries erbaut und 2009 beim COSCO (Zhoushan) Shipyard in China zum Erzfrachter umgerüstet. Am 12.8.2016 fand die letzte Jahresinspektion statt. Im Februar 2016 wurde bei einer Port State Control in China sechs schwere Mängel an wasser- und wetterdichten Türen festgestellt, darunter auch potentiell leckenden Luken und Schotts. Dennoch durfte das Schiff weiter in Fahrt bleiben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter sank vor Broward – ein Mann in Lebensgefahr
(06.04.17) Am Abend des 5.4. kenterte ein Kutter zwei Meilen vor der Küste von Broward. Vier Mann der sechsköpfigen Crew wurde nach 20 Minuten von einem Schlepper gerettet. Einer von ihnen war bereits bewusstlos. Sofort begannen Wiederbelebungsmaßnahmen. Ein Helikopter des Broward Sheriff's Office leuchtete die Szene aus.
Die beiden übrigen Schiffbrüchigen wurden von einem anderen Schiff gerettet. Der Bewusstlose wurde in kritischem Zustand ins Broward Health North Medical Center transportiert. An der Untergangsstelle trieben derweil nur noch einige Trümmer wie Luken und Kühldeckel.
Quelle:Tim Schwabedissen



Verschieben der Sewol weiter verschoben
(06.04.17) Das Manöver zum Verschieben der Fähre „Sewol" erlitt einen neuerlichen Rückschlag. Eigentlich sollte die Operation am 7.4. beginnen, doch schlechtes Wetter und das schiere Gewicht des Wracks haben die Vorbereitungen verlangsamt. Die ersten Tests verliefen ohne greifbare Ergebnisse.
Die Fähre wurde bei einem ersten Test teilweise angehoben. Doch wegen des Wetters und der Dunkelheit konnte der Zustand des Rumpfes und der stählernen Hebebäume nicht begutachtet werden. Die "Sewol" saß auf 33 Hebebäumen, doch beim Test am 6.4. konnte von diesen mehr als ein Drittel nicht angehoben werden. Zum Transport muss der Rumpf auf 480 Modultransporter mit einer maximalen Kapazität von je 40 Tonnen gebracht werden.
Diese mussten nun neu ausgerichtet werden, um die Gewichtsverteilung im Schiffsinnern aufzufangen. Der Einsatz weiterer Hebebäume wurde überlegt, ebenso die Erhöhung der Anzahl von Transportern. Der Plan, die Operation bis zum 10.4. abzuschließen, war aktuell nicht mehr zu halten.
Deshalb könnten auch Modultransporter mit 60 Tonnen Kapazität zum Einsatz kommen. Doch wenn entsprechend weniger vorhanden sind, müsste das Schiff neu ausbalanciert werden. Auch die Suche nach den neun Vermissten verzögerte sich so weiter. Doch die Sicherheit blieb bei aller Ungeduld der Angehörigen das oberste Gebot.
Derweil kehrte das chinesische Bergungsschiff "Dali" am 5.4. nach Shanghai zurück, nachdem es 590 Tage mit der Hebung der Fähre beschäftigt gewesen war. Der 2.500-Tonnen-Schwimmkran war im August 2015 von der Shanghai Salvage Company nach Südkorea geschickt worden, nachdem die staatliche Firma im Juli 2015 den Bergungsauftrag erhalten hatte. Mit dem Kran kehrten auch 60 Arbeiter in die Heimat zurück. Mehr als 90 weitere Berger waren ebenso wie das Bergungsschiff "Shenqian“ aber noch in Südkorea.
Quelle:Tim Schwabedissen



Archivbild "Kamelia" als "Alana"
(Bild: Olaf Kuhnke)   Großbild klick!

Maschinenausfall auf der Kieler Förde
(05.04.17) Am 4.4. um 15.20 Uhr erlitt der unter Malta-Flagge laufende Frachter "Kamelia", 2999 BRZ (IMO-Nr.: 9188958), auf Höhe von Kiel-Leuchtturm Maschinenausfall, als er auf der Reise von Skulte nach Brügge den Nord-Ostsee-Kanal ansteuern wollte. Das Schiff Richtung dann in Richtung Kieler Förde aus dem Fahrwasser heraus. Es wurde durch Ankerwurf gestoppt und mit einem Fahrverbot belegt. Um 19.15 Uhr war der Havarist wieder ankerauf gegangen und machte bei der Kieler Lindenau-Werft fest, wo der Schaden behoben werden sollte.
Die “Kamelia” ist 95,16 Meter lang, 14 Meter breit, hat 6,06 Meter Tiefgaang und eine Tragfähigkeit von 1.709 Tonnen. Sie läuft für die HS Kamelia OU in Tallinn und wurde 1999 vom Damen Shipyard in Hoogezand als „Alana“ für die Harener Reederei Intersee erbaut. Die „Kamelia“ und „Kristel“ waren ab September 2012 unter den Namen „New Vela“ und „New Constellation“ für einen ukrainischen Reeder unterwegs, bis sie zum Stückpreis von 1,9 Millionen Dollar nach Estland veräußert wurden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter "Juan Y Virgilio" (Bild: Salvamento Maritimo)   Großbild klick!

Kutter vor Barbate und Palamos abgeschleppt
(05.04.17) Zwei Kutter an einem Tag schleppten die Berger von Salvamento Marítimo am 4.4. in Schutzhäfen ein. Die "Salvamar Gadir" (MMSI-Nr.:224022000), der Station Barbate wurde zur Assistenz des spanischen Kutters "Nuremar" (MMSI-Nr.: 224089160), gerufen, der mit einer fünfköpfigen Crew Maschinenschaden erlitten hatte. Der Havarist trieb eine Meile vor dem Hafen. Das Rettungsboot nahm ihn auf den Haken und zog ihn um 13.40 Uhr in den Hafen von Barbate.
Am selben Tag geriet dem spanischen Kutter "Juan Y Virgilio" (MMSI-Nr.: 224026690), in den Balearen ein Netz in den Propeller, und er wurde manövrierunfähig. In diesem Fall intervenierte das Rettungsboot "Salvamar Sirius" (MMSI-Nr.: 224003410) der Station in Palamos und zog den Havaristen in den Hafen zurück.
Quelle:Tim Schwabedissen



Archivbild "Dan Fighter"
(Bild: Olaf Kuhnke)   Großbild klick!

Containerschiff vor Vlissingen von Frachter gerammt
(05.04.17) Der dänische Frachter "Dan Fighter", 852 BRZ (IMO-Nr.: 8709767), kollidierte am 4.4. um 14.30 Uhr mit dem unter Hongkong-Flagge laufenden Containerfrachter "Maersk Genoa", 113042 BRZ (IMO-Nr.: 9739680), vor Borssele zwischen Breskens und Vlissingen auf der Westerschelde. Der Containerfrachter wurde im Heckbereich oberhalb der Wasserlinie aufgerissen. Ladungsschäden entstanden keine.
Beide Schiffe wurden angewiesen, an der Unfallstelle Anker zu werfen. Der Schlepper "Union 5" sicherte den Containerfrachter vor Vlissingen. Die ebenfalls beschädigte "Dan Fighter" durfte am Abend die Fahrt von Bilbao nach Antwerpen fortsetzen und machte um 20.15 Uhr am Amerikadock dort fest. Die "Maersk Genoa", die um 8.45 Uhr aus dem Hafen von Antwerpen nach Bremerhaven ausgelaufen war, setzte die Fahrt am 5.4. fort.
Die “Dan Fighter” ist 64,33 Meter lang, 10,6 Meter breit, hat 3,39 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 1.260 Tonnen. Sie läuft für die Venus Shipping APS in Vestbjerg und wurde 1988 bei Ferus Smit in Foxhol als „Feran“ für die Feran Shipping N.V. in Willemstad erbaut. 1991 wurde sie zur „Carolina“ der MS Carolina in Oudewater und von 1998 bis 2004 lief sie als „Zuiderzee“ für die Zuiderzee Shipping in Urk.
Die “Maersk Genoa” ist 336,94 Meter lang, 48,3 Meter breit, hat 15,52 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 118.908 Tonnen. Sie läuft für die FPG Shipholding Panama und wurde 2016 bei der Jiangsu New Yangzi Shipbuilding Co., Ltd. in China erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ölbarge saß auf Hudson-River fest
(05.04.17) Am 4.4. wurde die US Coast Guard alarmiert, nachdem die Ölbarge "RTC 150" auf dem Hudson River bei Catskill, New York, gegen 8:30 Uhr auf Grund gelaufen war. Sie wurde von dem Schlepper "Meredith Reinauer", 863 BRZ (IMO-Nr.: 9269037), auf Nordkurs bugsiert, als sie am Westufer des Flusses im Greene County auf Sandgrund festkam. Sie hatte 60,000 Barrels Gasöl an Bord, was 8.400 Tonnen entsprach.
Die Tanks blieben bei der Havarie unversehrt. Das Coast Guard Aids to Navigation Team-Saugerties assistierte dem Schubverband. Ölbekämpfungsteams und Inspektoren der Coast Guard New York sowie das Patroullienboot "Katherine Walker” waren vor Ort. Ein Hubschrauber startete zu einem Überwachungsflug Die passierende Schifffahrt wurde vor dem Havaristen gewarnt und eine Sicherheitszone eingerichtet. Der Schlepper "Craig Eric Reinauer" bugsierte die Barge "RTC 103" zur Unfallstelle, die längsseits an der “RTC 150" ging, um sie zu leichtern. Sie konnte später am Tag mit steigendem Wasserstand wieder flottgemacht werden.
Unter Kontrolle der Coast Guard wurde sie zur Hudson Anchorage, sechs Meilen von der Strandungsstelle entfernt, verholt, wo sie inspiziert werden sollte. Wenn die Küstenwache ihr Okay gegeben hatte, sollte sie weiter nach Albany gebracht werden.
Die „Meredith C. Reinauer” war der dritte Schlepper der Atlantic II-Klasse, der für die Reinauer Transportation Companies, Staten Island, erbaut wurde zum Transport der 459 Fuß langen Doppelhüllenbarge „RT 150“.
Quelle:Tim Schwabedissen



Dramatische Rettungsaktion vor Averøya
(05.04.17) Vor Averøya kenterte am Nachmittag des 4.4. gegen 16 Uhr der 10 Meter lange Kutter “Øygutt” aus Sogn og Fjrodane und trieb in stürmischer See auf Felsen bei Hasseløy in Møre og Romsdal. Die dreiköpfige Crew konnte sich auf eine Schäre retten. Der "Erik Bye" lief aus Kristiansund aus, und von der "Njord" der norwegischen Küstenwache wurde ein Rettungsboot ausgesetzt.
Gegen 17 Uhr hatten die Retter die Schiffbrüchigen vor Sandøya lokalisiert, nachdem sie zunächst nur eine leere Rettungsinsel entdeckt hatten. Lediglich zwei von ihnen trugen Überlebensanzüge. Da die Strandungsstelle schwer für die Boote zugänglich war, winschte um 17.15 Uhr ein Seaking-Rettungshubschrauber die Fischer auf, nachdem sie rund eine Stunde auf dem Felsen ausgeharrt und per Telefon Kontakt hergestellt hatten.
Ihr Kutter lag auf der Backbordseite unweit davon und wurde von den drei Meter hohen Brandungswellen zusehends zerschlagen. Die Geretteten wurden zum Kristiansund Airport Kvernberget gebracht. Sie waren wohlbehalten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tide Carrier darf Norwegen nicht verlassen
(05.04.17) Der unter Komoren-Flagge laufende Bargencarrier "Tide Carrier", 38282 BRZ (IMO-Nr.: 8730479), der inzwischen in "Harrier" umbenannt wurde und im Februar nach einem Maschinenschaden nur mit Mühe vor einer Strandung hatte bewahrt werden können, darf die norwegischen Gewässer nicht verlassen. Die Behörden vermuteten, dass das Schiff illegal zum Abwracken nach Gadani Beach in Pakistan geschickt werden sollte. Es gilt jedoch als Sonderabfall und braucht eine spezielle Ausfuhrgenehmigung.
Seit dem 23.2. lag der Havarist in Gismarvik zur Reparatur. Am 4.4 gingen norwegische Inspektoren und untersuchten, ob die nach dem Unfall festgestellten Beanstandungen beseitigt worden waren. Dies war nicht der Fall. Sie fanden aber eine spezielle Versicherungspolice für eine einmalige Abwrackreise von Gismarvik nach Gadani. Daraufhin wurde das Auslaufverbot verhängt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler vor Norwegen im Sturm havariert
(05.04.17) Der norwegische Trawler "Stattegg", 344 BRZ (IMO-Nr.: 8422137), erlitt am 4.4. in stürmischer See vor der norwegischen Küste Maschinenschaden und ging auf Drift. Das Patroullienboot "Barentshav", 4025 BRZ (IMO-Nr.: 9389356), der norwegischen Küstenwache wurde aus Hammerfest gegen Mittag zur Assistenz gerufen. Es gelang, trotz der schwierigen Wetterbedingungen eine Schleppverbindung zum Havaristen herzustellen.
Danach machte sich der Konvoi auf den Weg nach Tromsø. Am 5.4. kam er mit sieben Knoten Fahrt dorthin voran. Nach Erreichen geschützter Gewässer konnte der Havarist die Fahrt mit eigener Kraft fortsetzen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Eines der größten Containerschiffe der Welt brennt vor Colombo
(05.04.17) Eines der größten Containerschiffe der Welt, die unter Panama-Flagge laufende "MSC Daniela", 151559 BRZ (IMO-Nr.: 9399002), geriet am 4.4. vor der Küste von Sri Lanka in Brand. Um 10.55 Uhr meldete das Schiff Feuer in der Ladung rund 120 Meilen westlich von Colombo. Die Marine von Sri Lanka Navy schickte die beiden Schnellboote "P 436" und "P 412" zu Hilfe, die Hafenbehörde von Colombo die Schlepper "Rawana" und "Maha Wewa".
Mehrere Containerstapel auf dem Achterdeck standen in Flammen, meterhoch loderten sie in die Nacht. Eine dichte Rauchwolke zog über das Meer. Die Marineboote evakuierten die 22-köpfige Crew gegen Mitternacht. Der Frachter war auf der Fahrt von Singapur durch den Suez-Kanal nach Ägypten. Er wurde zu einer Position neun Meilen nördlich des Hafens von Colombo gebracht. Am Morgen des 5.5. kamen die "Gharial" und "Darshak" der indischen Marine ebenfalls zu Hilfe, die am Vorabend um 20.30 Uhr angefordert worden waren. Auch ein Bell 212-Helikopter nahm an den Löscharbeiten teil.
Die "Shoor" konnte am Morgen des 5.5. das offene Feuer an Backbordseite ablöschen. Die Löschbemühungen an Steuerbordseite wurden mit Löschschaum und Wasserkanonen fortgesetzt.
Die “MSC Daniela” ist 366 Meter lang, 51 Meter breit, hat einen Tiefgang von 14,8 Metern und eine Tragfähigkeit von 162,867 Tonnen. Sie wurde 2008 bei der Samsung Shipbuilding and Heavy Industries in Geoje für die MSC Mediterranean Shipping Company S.r.l. in Sorrento erbaut. Bereits am 20.6.2015 kam es zu einem Unfall an Bord, als in Los Angeles ein Stapel leerer Container am APM Terminal über Bord kam, nachdem das Schiff dort von Xiamen kommend festgemacht hatte. Das Los Angeles City Fire Department und die Port Police wurden gerufen. Die Container mussten mit einem Kran aus dem Fahrwasser geräumt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter in Sørøysund leckgeschlagen
(05.04.17) Die Hurtigruten-Fähre "Polarlys", ein Rettungsboot und ein Boot mit Arbeitern von Avinor in Hasvik kamen am 4.4. gegen 17 Uhr der zweiköpfigen Crew eines 25 Fuß langen Kutters zu Hilfe, der im Sørøysund leckgeschglagen war. Das Boot von Avinor war als erstes vor Ort und assistierte dem Havaristen. Gegen 19 Uhr traf auch das Rettungsboot "Gjert Wilhelmsen" mit einer Lenzpumpe ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wasser aus Yacht Hop gelenzt
(05.04.17) Die Ölsperre, die am 25.3. unter den in London registrierten Yachttransporter “Yacht Hop” in der Nettlé Bay vor Saint Lucia ausgelegt worden war, musste am Abend des 1.4. wieder eingeholt werden, weil hoher Seegang sie zu beschädigen drohte. Die Bergungsarbeiten waren durch den Wassereinbruch auf dem Havaristen verkompliziert worden.
In den vergangenen zwei Tagen hatten holländische Berger das eingedrungene, nicht mit Öl kontaminierte Wasser gelenzt und versuchten, das Leck abzudichten. Die Behörden des Hafens von Galisbay überwachten die Arbeiten. Bis Ende der Woche, so die Hoffnung, könnte das Schiff wieder flottgemacht worden sein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter demolierte drei Häuser
(05.04.17) Der vietnamesische Frachter "Star 62", 1599 BRZ (IMO-Nr.:9608568), kam durch einen Ruderausfall am Morgen des 5.4. um 8.30 Uhr auf dem Chao Phraya River im Phra Pradaeng-Distrikt vom Kurs ab und rammte drei am Ufer stehende Häuser. Das Schiff lief anschließend bei der Phra Pradaeng Pier vor der Sri Nakhon Khuean Khan Road in Tambon Talad auf Grund.
Anwohner flohen in Panik aus ihren Behausungen, als das Schiff diese demolierte. Kapitän und Crew wurden nach der Havarie auf der Polizeistation Phra Pradaeng befragt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre lief bei Ocracoke auf Grund
(05.04.17) Die amerikanische Fähre "Sea Level", 1081 BRZ (MMSI-Nr.: 367520980), lief am Morgen des 4.4. unweit von Ocracoke Island gegen neun Uhr auf eine Sandbank. Das Schiff hatte zum Anlegen die Fahrt herabgesetzt, wurde dabei aber von starkem Wind in flaches Wasser gedrückt.
Es konnte sich gegen Mittag mit steigendem Wasserstand wieder mit eigener Kraft befreien. An Bord waren 16 Passagiere auf dem Weg von Cedar Island nach Ocracoke. Die Inspektionen nach der Havarie sollten bis zum 7.4. beendet werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Anzahl der Opfer von Bootsunglück in Bangladesch auf 14 gestiegen
(05.04.17) Bis zum 4.4. konnten neun weitere Tote aus dem Sandwip Channel in Chittagong geborgen werden. Damit stieg die Anzahl der Opfer des Bootsunglücks am 2.4. auf insgesamt 14. Die Leichen wurden von Anwohnern geborgen, nachdem sie ans Ufer trieben. Neun Personen wurden noch vermisst.
Taucher konnten am 4.4. wegen schlechten Wetters nicht auf die Suche gehen. 26 Menschen überlebten das Kentern des Bootes im Gebiet von Guptachhar. Fünf Tote wurden am 3.4. bereits gefunden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter droht im Schneesturm zu kentern
(05.04.17) Am Nachmittag des 4.4. drohte in einem Schneesturm der 55 Fuß lange Kutter „Baccalieu Endeavour“ in Musgrave Harbour zu kentern, Er begann sich durch Eisbildung immer stärker vom Kai weg überzulegen. Mit schwerem Gerät versuchte der Eigner, das Schiff zu sichern, doch ohne Erfolg. Taucher wurden nun aus St. John’s gerufen. Sie sollten mit Hebesäcken das Schiff über Wasser halten und den Schaden untersuchen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sewol-Verschiebung soll planmäßig stattfinden
(05.04.17) Das Verschieben der Fähre "Sewol" an Land sollte trotz der aufgetretenen Schwierigkeiten wie geplant am 6.4. angegangen werden. 480 Modultransporter sollen sie dann ins Trockendock bringen. Seit dem Eintreffen des Schiffes in Mokpo wurde kontinuierlich Wasser aus dem Rumpf gepumpt, um das Gesamtgewicht von derzeit 14,592 Tonnen zu reduzieren. Die Regierung hatte wegen des zögerlichen Fortschritts erwogen, den Transport zu verschieben.
Doch ein Versuch soll gestartet werden, bevor die Nipptide am 8.4. endet. Die Arbeit soll drei bis vier Tage dauern. Unterdessen wurden insgesamt 20 tierische Knochenfragmente und 100 Habseligkeiten auf dem Deck der "White Marlin" gesichert. An der Untergangsstelle ist die Suche nach menschlichen Überresten auch im Gang.
Quelle:Tim Schwabedissen



Museumskutters "Manuel Joël" (unter Wasser)
(Bild: Patrice Bernier)   Großbild klick!

Bergung von Museumskutter in La Rochelle wird vorbereitet
(04.04.17) In La Rochelle ist die Bergung des gesunkenen Museumskutters "Manuel Joël" angelaufen. Am 4.4. wurde damit begonnen, die Wasserflächen um den Holztrawler zu räumen. Er war am 30.3. dort längsseits der “Angoumois”, die ebenfalls zum Maritimen Museum gehört, untergegangen.
Diese sollte ihren Liegeplatz im Fischereihafen nicht verlassen. Wann der kleine Kutter, der als historisches Monument registriert ist, wieder über Wasser sein wird, war noch unklar. Am 31.1. war ein Experte im Auftrag der Versicherung in La Rochelle eingetroffen und tauschte sich mit Vertretern der Stadt und des Maritimen Museums aus, um den besten Weg zu einer möglichst raschen Bergung zu erörtern.
Am Abend machte sich ein Taucherteam daran, die Trossen, die das Schiff hielten, noch weiter zu verstärken. Es könnte mit Hebeballons, einem Kran oder einer Mischung aus beiden Techniken gehoben werden.
Auch die "Angoumois" wurde in ihrer Zeit als Museumsschiff einmal schwer beschädigt. Am 12.7.2012 brach durch einen Kurzschluss ein Feuer an Bord aus, das das gesamte Interieur des einstigen Industrietrawlers in Mitleidenschaft zog. Erst wenige Monate zuvor war er komplett restauriert und in die Schiffssammlung auf der Rhône eingereiht worden. Nur der Rumpf und die Decks waren noch brauchbar. Eine Stiftung half seinerzeit, das Schiff zu retten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht "Elsa" in der Brandung
(Bild: Guenter Munich)   Großbild klick!

Hoher Seegang behindert Bergung von Luxusyacht bei St. Maarten
(04.04.17) Hoher Seegang und starke Brandung behinderte die Bergungsoperation der Luxusyacht "Elsa", 353 BRZ, die am 22.3. in der Ladder Bay bei St. Maarten gestrandet war. Wegen der vorhergesagten Wetterverschlechterung hatten die Berger der Resolve Marine das Schiff am 30.3. auf die Bedingungen bestmöglich vorbereitet. Wegen des stürmischer werdenden Wetters wurde der Arbeitsfortschritt aber beeinträchtigt.
Vom 31.3. an und über das gesamte folgende Wochenende konnte die Strandungsstelle nur überwacht werden. Nach Wetterbesserung sollte eine neue Einschätzung der Situation durchgeführt und danach die Planung aktualisiert werden.
Die “Elsa” ist 48 Meter lang, 8,2 Meter breit, hat 2,8 Meter Tiefgang und wurde 2004 aus Stahl mit Aluminiumaufbauten erbaut. Sie kann 10 Gäste in fünf Kabinen beherbergen. Durch das Arbeiten in der Brandung wurde sie seit der Havarie bereits erheblich in Mitleidenschaft gezogen. Es kam zu einer Ölverschmutzung an der Küste, als der 43 Tonnen fassende Brennstofftank aufgerissen wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter vor Mayport in Seenot
(04.04.17) Die US Coast Guard rettete am 3.4. die zweiköpfige Crew des 73 Fuß langen Kutters “Privateer”, der zwischen den Molen von Mayport festgekommen war. Die Coast Guard Jacksonville wurde um 20.29 Uhr über VHF alarmiert, nachdem das Schiff leckgeschlagen war.
Der Anker des Havaristen hielt nicht im Grund, und er trieb auf die Molen von Mayport. Von der Coast Guard Station Mayport liefen um 20.36 Uhr zwei 29-Fuß-Boote aus. Die beiden Fischer wurden um 20.56 Uhr gerettet und zur Station Mayport gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Hoffnung für 22 Seeleute im Südatlantik schwindet
(03.04.17) Vier Frachter, die zunächst an der Suchaktion für den gesunkenen Bulkcarrier "Stellar Daisy" beteiligt waren, verließen jetzt das Suchgebiet und wurden durch Frachter von Polaris ersetzt. Die maltesische "Elpida" (IMO-Nr.: 9218284) setzte die Reise von San Lorenzo nach Singapur fort, nahm aber zunächst Kurs auf Kapstadt, wo die beiden einzigen geretteten Crewmitglieder abgesetzt werden sollten. Der griechische Bulkcarrier "Spitha" (IMO-Nr.: 9290153) wurde aus der Operation ebenfalls entlassen und setzte die Fahrt von Santos nach Singapur fort, nachdem der Erzfrachter "Stellar Cosmo" (IMO-Nr.: 9007805), der seine Fahrt von Itaqui nach Quingdao unterbrochen hatte, vor Ort eingetroffen war.
Der koreanische Bulkcarrier "CK Angie” (IMO-Nr.: 9595864) war bereits wieder auf seiner ursprünglichen Reise von Paranagua nach Singapur, und der indische Bulkcarrier "The Eternal" (IMO-Nr.: 9344069) folgte wenig später und machte sich wieder auf den Weg von Paranagua nach Durban. Die Hoffnung, noch Überlebende zu finden, schwand derweil von Tag zu Tag. Bislang wurden nur noch unbenutzte Rettungswesten, zwei Rettungsinseln und ein Rettungsboot 40 Meilen nordöstlich der ursprünglichen EPIRB-Position entdeckt.
Zwei Rettungsinseln wurden noch vermisst. Am 2.4. hatte eine C-130 der brasilianischen Air Force eine Suche innerhalb eines 500-Kilometer-Radius um die letzte Schiffsposition durchgeführt.
Zur Untergangsursache gab es weiterhin nur Spekulationen auf der Basis der ersten Berichte der philippinischen Schiffbrüchigen, nach denen es ein Krachen, gefolgt von starkem Wassereinbruch gegeben habe. Die „Stellar Polaris“, ein umgebauter Tanker, war am 10.10.2013 in Pohang inspiziert worden mit einer einzigen Beanstandung in Hinblick auf die strukturelle Stabilität der Ballast-, Kraftstoff- und anderer Tanks. Bei etlichen weiteren Inspektionen seither gab es keine Mängel in dieser Hinsicht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fünf Verletzte bei Fährkollision in Hongkong
(04.04.17) Fünf Personen wurden verletzt, als die unter Hongkong-Flagge laufende Fähre "Discovery Bay 5", 611 BRZ (MMSI-Nr.: 477995041), am Abend des 3.4. mit der Discovery Bay Ferry Pier an der Plaza Lane kollidierte. An Bord waren insgesamt 285 Passagiere. Um 20 Uhr hatte das Schiff von Central abgelegt. Beim Ansteuern der Pier auf Lantau Island kam es um 20.40 Uhr zu einem Maschinenausfall, und das 42 Meter lange und 12 Meter breite Katamaranschiff krachte gegen den Anleger.
Dabei gingen etliche Scheiben auf der Fähre zu Bruch. Splitter verletzten vier Fahrgäste. Eine 47-jährige Frau klagte über Nackenbeschwerden und wurde ins North Lantau Hospital gebracht. Die anderen Verletzten wurden vor Ort versorgt.
Das Marine Department leitete eine Untersuchung der Havarie ein. Die Fähre blieb mit eingedrücktem Bug vorerst am Kai liegen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Explosion auf Tanker in Varna
(04.04.17) Am 3.4. gegen 11 Uhr kam es zu einer Explosion auf dem russischen Tanker "VF Tanker 7", 5075 BRZ (IMO-Nr.: 9640554), am Terem Flotski Arsenal in Varna. Das Unglück ereignete sich bei Schweißarbeiten an einem Ballasttank. Anschließend brach ein Feuer an Bord aus, und der Tanker legte sich nach Steuerbord über. Die Feuerwehr und Polizei kamen von Land und See her zu Hilfe. Menschen kamen nicht zu Schaden. Der Tanker hatte am 2.4. von Aliaga kommend in Varna festgemacht.
Die letzte Havarie des Schiffes ist noch nicht lange her. Am 24.12.2016 war die "VF Tanker 7" gegen 23 Uhr in der Straße von Kertsch auf Südkurs von der Azov-See ins SChwarze Meer unterwegs auf Grund gelaufen. Ein Schlepper machte den Tanker wieder flott, und er ankerte auf der Reede von Kavkaz zu Inspektionen.
Am Morgen des 6.9.2015 war die "VF Tanker 7" beim Anlegemanöver mit der Mauer von Schleuse 13 auf dem Wolga-Don-Kanal kollidiert. Dabei wurden Laufbrücken beschädigt, der Tanker selbst blieb unversehrt. Er war unbeladen unterwegs von Kavkaz nach Wolgograd gewesen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Betrunkener Kapitän gefährdete Schifffahrt vor Åhus
(04.04.17) Auf dem Weg von Liepaja nach Åhus musste der unter Antigua-Barbuda Flagge laufende Frachter "Naos", 2848 BRZ (IMO-Nr.: 9136137), seine Reise kurz vor dem Zielhafen unterbrechen. Als der Lotse der schwedischen Schifffahrtsbehörde am 31.3. gegen 21 Uhr an Bord kam, stellte er fest, dass der Kapitän offensichtlich unter Alkohol stand. Er ließ Anker werfen und rief die schwedische Küstenwache.
Diese kam mit dem Patroullienboot "KBV 003" zum Ankerlieger und führte einen Atemalkoholtest durch. Nachdem dieser positiv ausfiel, wurde der Kapitän ins Krankenhaus von Kristianstad für einen Bluttest gebracht. Dieser ergab, dass der Mann deutlich über ein Promille im Blut hatte.
Er wurde von der Staatsanwaltschaft in Haft genommen. Am 1.4. um 14.45 Uhr machte der Frachter schließlich am Åhus Container Terminal fest. Am 4.4. sollte eine Anhörung ihres Kapitäns stattfinden. Ihm drohten bis zu zwei Jahre Haft in Schweden.
Quelle:Tim Schwabedissen



24 Fischer vor Kuala Kemaman gerettet
(04.04.17) Ein malaysischer Kutter mit einer 24-köpfigen thailändischen Crew kenterte mit einem 15-Tonnen-Fang an Bord am 3.4. um 9.30 Uhr rund 12 Meilen vor Kuala Kemaman. Die Crew musste sich mit einem Sprung ins Wasser retten, nachdem es zu einem plötzlichen Wassereinbruch gekommen war. Sie hielten sich an Treibgut fest, bis ein im letzten Moment alarmiertes Schiff in der Nähe sie aus dem Wasser fischte.
Da es aber nur 16 Personen fassen konnte, mussten die übrigen auf ein anderes Schiff übergesetzt werden. Sie wurden dann zur Mole von Geliga gebracht. Die Fischer waren am 2.4. um 15 Uhr in See gestochen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Vietnamesische Kuttercrew gerettet
(04.04.17) Der vietnamesische Kutter “QNg 95302” aus der Zentralprovinz Quang Ngai, der eine Meile vor der Insel Da Lat ankerte, sank am 29.3. gegen 22 Uhr. Er war dort auf Tintenfischfang und hatte acht Tonnen an Bord. Außerdem befanden sich 11 Ölfässer auf dem Schiff. Die Crewwurde von drei anderen Kuttern aus der Provinz Ninh Thuan, die in der Nähe fischten, gerettet. Am 3.4. um 9.20 Uhr wurden sie im Hafen von Ca Na abgesetzt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Löcher im Rumpf der Sewol werden von Schlamm verstopft
(04.04.17) Um das Abfließen des Wassers aus dem Wrack der Fähre "Sewol" zu forcieren, wurde die Genehmigung erteilt, insgesamt 21 Löcher in das D-Deck an Backbordseite zu bohren. Dies ist die weniger beschädigte Seite des Schiffes. Doch nachdem die ersten 15 Löcher mit ienem Umfang von 60x70 Millimetern gebohrt waren, traten Probleme auf. Schlamm verstopfte die Öffnungen, sodas in der Nacht zum 4.4. nur rund 10 Tonnen Wasser abflossen.
Aus den meisten Löchern kam nur etwas Schlamm. Es galt aber, rund 600 Tonnen Wasser aus dem Rumpf zu bekommen, damit dieser leicht genug ist, um von den Modultransportern von der “White Marlin” an Land gebracht zu werden. Nun wurde erwogen, weitere Löcher zu bohren. Die Zeit drängt, den am 6.4. endet die Periode der Nipptiden, während derer der Wasserstand den Transport erlaubt.
Auch wurde überlegt, 24 weitere Modultransporter anzufordern, damit deren Gesamtkapazität entsprechend erhöht würde. Unterdessen hat das Ministry of Oceans and Fisheries 79 Gegenstände aus dem Wrack sichergestellt, darunter Kleidungsstücke, Mobiltelefone, Schlipse und Schuhe. Wem sie gehörten, konnte noch nicht festgestellt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ein Toter bei Explosion von Benzintransporter
(04.04.17) Der Kapitän eines Schiffes von Pertamina wurde getötet, drei Crewmitglieder verletzt, als das Boot beim Transport von Benzin zu den Karimunjawa Islands in Zentral-Java am Morgen des 31.3. explodierte. Der 48-jährige starb auf dem Weg ins Telogorejo Hospital in Semarang. Die anderen Männer wurden im Krankenhaus weiter behandelt. An Bord des Schiffes waren 54 Fässer Öl mit jeweils 200 Liter Fassungsvermögen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fahrgastschiff auf Lake Mainit abgeschleppt
(04.04.17) Das philippinische Fahrgastschiff “Maria Oliva”, 1411 BRZ, der Montenegro Shipping Lines Inc. erlitt am 1.4. auf dem Lake Mainit vor Agusan Del Norte Maschinenausfall und musste nach Camiguin abgeschleppt werden. Es war am Vortag aus Benit, San Ricardo, in Süd-Leyte ausgelaufen und zum Hafen von Lipata in Surigao City unterwegs. Auf Bitte der Coast Guard Station Surigao kam das Landungsboot “GT Express 1” (MMSI-Nr.:548751200), das gerade nach Suriago unterwegs war, zu Hilfe, um den 264 Passagieren und der 20-köpfigen Crew zu assistieren.
Am 2.4. um 3:36 Uhr ging ein SAR-Team an Bord der “Maria Oliva” und bereitete das Abschleppen nach Lipata, Surigao Del Norte, vor. Das SAR Team half dem City Government von Surigao bei der Versorgung der Fahrgäste mit Nahrungsmitteln. Das Schiff wurde zunächst mit einem Auslaufverbot belegt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter nach Maschinenausfall vor Andros abgeschleppt
(03.04.17) Am Abend des 1.4. erlitt der unter Panama-Flagge laufende Frachter "Ceyda Aytekin", 4957 BRZ (IMO-Nr.: 9045687), mit einer 14-köpfigen Crew an Bord Maschinenausfall rund 7,5 Meilen nördlich der Insel Andros im Mittelmeer und bat um Schleppassistenz. Der Frachter war am 23.3. aus Agadir mit 4926.5 Tonnen Chydinkupfer ausgelaufen und ins Schwarze Meer unterwegs.
Der Schlepper "Pantanassa" nahm den Havaristen auf den Haken. Er wurde am 2.4. gegen 23 Uhr vor Aliaga on verankert, wo der Schlepper "Pantokrator" auf Standby ging.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei Überlebende der Stellar Daisy gerettet – Suche im Wettlauf gegen die Zeit
(03.04.17) Am 1.4. wurden zwei philippinische Crewmitglieder des Bulkcarriers "Stellar Daisy", der auf der Fahrt vom Ilha Guaiba-Terminal nahe Rio de Janeiro, wo er am 26.3. ausgelaufen war, nach China entlang der Küsten von Uruguay und Argentinien und ums Kap Hoorn zum Pazifik offenbar gesunken war, von Handelsschiffen aus Rettungsinseln geborgen. Weitere Boote und Inseln, die im Suchgebiet aufgefunden wurden, waren hingegen leer. Die "Stellar Daisy" hatte insgesamt sechs Rettungsboote, zwei mit je 30 Plätzen und vier mit 16 Plätzen. 22 Menschen wurden noch vermisst. Die Regierung von Südkorea hat Brasilien und Uruguay um Assistenz bei der SAR-Operation gebeten. Der Erzfrachter war von Brasilien nach China unterwegs, als er am 31.3. ein Notsignal funkte.
Eine Textbotschaft, die bei der Reederei Polaris von einem Crewmitglied einging, besagte, dass das Schiff Wassereinbruch an Backbordseite habe und eine rasch zunehmende Schlagseite. Der Kapitän wies die Crew kurz vor dem Kentern an, Rettungswesten anzulegen.
Einer der beiden Geretteten sagte, die "Stellar Daisy" habe 15 Grad Schlagseite gehabt, als er zum Bootsdeck an Steuerbordseite ging.
Hier stieß er auf mehrere weitere Crewmitglieder mit Rettungswesten und Überlebensanzügen. Das Rettungsboot konnte nicht mehr ausgesetzt werden, stattdessen wurde eine Rettungsinsel gelöst. Der Philippino sprang hinein, sah aber danach keine weiteren der Männer mehr, die mit ihm auf dem Deck gestanden hatten. Der zweite Überlebende sprang vom Brückennock an Backbordseite ins Wasser und schwamm vom Schiff weg, ehe er eine Insel erreichte.
Beide Männer erwähnten nach ihrer Rettung Risse auf dem Hauptdeck, durch die es zu einem Wassereinbruch gekommen sei. Wahrscheinlich wies das Schiff strukturelle Schäden im Rumpf auf, durch die Wasser in die Laderäume eindringen konnte. Während die Menge des Wassers an sich nicht bedrohlich war, könnte sie zu einer Verflüssigung der Erzladung von 260.000 Tonnen geführt haben, die dann in Bewegung geriet und überging.
Dadurch entwickelte das Schiff dann Schlagseite und kenterte. Es zerbrach und sank dann in weniger als fünf Minuten auf Position 34 04 S 018 32 W rund 350 Meilen nordwestlich von der Insel Tristan Da Cunha im Südatlantik. Am 3.4. war mindestens eines der als erstes im Suchgebiet eingetroffenen Schiffe, der südkoreanische Bulkcarrier "CK Angie" (IMO-Nr.: 9595864), noch an der SAR-Operation aktiv beteiligt. Ein brasilianischer Zerstörer, der mit einem Hubschrauber ausgestattet war, wurde nicht vor dem 4.4. dort erwartet.
Am selben Morgen sollten auch drei weitere Schiffe der Polaris Shipping dort eintreffen. Ob dies für das Überleben anderer Crewmitglieder noch ausreichen wird, muss bezweifelt werden. Außer dem Signal des EPIRB gab es keine weiteren Notrufe von Bord des Schiffes.
Dieses wurde um 23.52 Uhr südkoreanischer Zeit vom Marshall Islands Marine Rescue Center (MRCC) aufgefangen. Der erste Notruf erfolgte um 23.25 Uhr. Doch am 1.4. um 03.54 Uhr und um 03.57 Uhr wurden weitere Signale über Distress Alert DSC aufgefangen rund sechs Kilometer von der Position des EPIRB entfernt - sie könnten von weiteren Schiffbrüchigen stammen.
Am 26.6.2014 um 10.40 Uhr war es bereits einmal zu einer Rettungsaktion im Zusammenhang mit der “Stellar Daisy” gekommen. Die NSRI wurde von der Transnet National Ports Authority (TNPA) beauftragt, einen 33-jährigen Südkoreaner mit Verdacht auf Herzschlag abzubergen. Der Frachter war von Brasilien nach Südkorea unterwegs und befand sich vor der südafrikanischen Küste.
Er wurde angewiesen, Kurs auf Kapstadt zu nehmen, von der Base der SA Air Force (SAAF) 22. Squadron in Ysterplaat ein Oryx-Helikopter mit Ärzten und einem Rettungsschwimmer der NSRI an Bord abhob. Die NSRI Hout Bay und NSRI Table Bay gingen auf Standby. Der Hubschrauber erreichte das Schiff 50 Meilen vor Kommetjie. Bei drei bis vier Meter hohen Wellen und Windgeschwindigkeiten von 2% Knoten wurden ein Arzt und der Rettungsschwimmer auf dem Frachterdeck abgesetzt und fanden den Patienten in stabiler Verfassung vor. Er wurde an Bord des Hubschraubers gewinscht, wo die medizinische Betreuung fortgesetzt wurde. Um 14.33 Uhr traf er an der AFB Ysterplaat ein und kam von dort ins Christiaan Barnard Memorial Hospital zur weiteren Behandlung.
Bei der „Stellar Daisy“ handelt es sich um einen 23 Jahre alten, in Japan bei Mitsubishi gebauten Capesize-Bulker von 266.000 Tonnen Tragfähigkeit. Das 312 Meter lange und 58 Meter breite Schiff gehörte der südkoreanischen Reederei Polaris Shipping und lief unter der Flagge der Marshall Islands.
Quelle:Tim Schwabedissen



Küstenwache und Kutter retteten fünf Fischer vor Crystal River
(03.04.17) Die US Coast Guard assistierte am 1.4. der fünfköpfigen Crew eines 7 Fuß langen Kutters, der 16 Meilen westlich von Crystal River, Florida, in Brand geraten war. Die Fischer hatten sich von ihrem lichterloh in Flammen stehenden Schiff in eine Rettungsinsel geflüchtet. Von der Coast Guard Air Station Clearwater stieg ein MH-60 Jayhawk-Helikopter auf. Ein Rettungsschwimmer wurde von diesem auf der Insel abgesetzt und assistierte den Insassen.
Dann kam der Kutter “Double D” ebenfalls zu Hilfe und barg die Schiffbrüchigen aus der Insel. Sie wurden unversehrt zur Suwannee Marina gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Neun Gerettete und ein Vermisster vor Taiwan
(03.04.17) Nach der Kollision des chinesischen Kutters "Min Lian Yu 61883” mit einem unter Panama-Flagge laufenden Frachter am 1.4. gegen 22 Uhr nordwestlich der kleinen Insel Pengjia vor Taiwan wurde einer der Fischer am 2.4. noch vermisst. Andere Kutter, die sich in der Nähe befanden, suchten nach ihm. Acht weitere Schiffbrüchige waren zuvor von diesen, ein weiterer von der Frachtercrew gerettet worden.
Ein Patroullienboot der Keelung Coast Guard traf am 2.4. um 4:20 Uhr ebenfalls im Suchgebiet ein, das Coastal Patrol Directorate General von Taiwan schickte um 2.52 Uhr und um 8.45 Uhr zwei Helikopter und mehrere Patroullienboote. Die Schiffbrüchigen wurden um 8.20 Uhr auf ein chinesisches Rettungsschiff übergeben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sportbootsaison der Carphi rasch vorüber
(03.04.17) Am 1.4. wurden die DLRG Cuxhaven und die DGzRS zu einem Bergungseinsatz in den Cuxhavener Fährhafen gerufen. Erst am Vortag war dort das sechs Meter lange Sportboot „Carphi“ zu Wasser gelassen worden. Am nächsten Morgen gegen 11 Uhr war es im Sinken begriffen.
In einem stundenlangen Einsatz gelang es der Besatzung des benachbarten DGzRS-Seenotrettungskreuzers „Hermann Helms“, der sein Tochterboot „Biene“ dazu aussetzte, gemeinsam mit Tauchern der DLRG, das Boot zu sichern. Es wurde dann von einem Kran gehoben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Weitere Knochenfragmente auf Deck der White Marlin gespült
(03.04.17) Neun weitere Knochenfragmente wurden am Morgen des 2.4. auf dem Deck des Dockschiffs "White Marlin" entdeckt, die aus dem Wrack der Fähre "Sewol" gespült wurden. Wiederum wurde angenommen, dass es sich aber um Tierknochen handeln dürfte. Ein DNA-Test zur Bestätigung dauert allerdings vier Wochen. Familien der Angehörigen waren nach dem Fund erneut zum Hafen von Mokpo geeilt, mussten aber enttäuscht werden. Außerdem fanden sich ein Ausweis und eine Kreditkarte in dem Schlamm, der aus der Fähre lief. Beide gehörten dem Kapitän der "Sewol", Lee Joo-seok, der sich in lebenslänglicher Haft befindet. Bis zum 2.4. fanden sich noch rund 50 weitere Teile im Schlamm, darunter eine kleine Tasche und ein Kugelschreiber, die aber nicht zugeordnet werden konnten, sowie Kosmetikprodukte, Taschenkalender, eine Decke, ein Paar Schuhe, ein Sweater, ein Schlips und ein Mobiltelefon.
Von den 456 in Deutschland konstruierten Modultransporterm die die"Sewol" ins Trockendock rollen sollen, waren bis zum 2. April 342 vor Ort eingetrofffen. Die übrigen 182 wurden am 3.4. dort erwartet. Die Tests der für 35 Tonnen Kapazität ausgelegten Fahrzeuge sollten am 5.4. beginnen.
In Gruppen zu je 76 Einheiten sollen sie das Wrack von der "White Marlin" ins Dock rollen. Diese Arbeiten müssten bis zum 8.4 .beendet sein, anderfalls müsste 15 Tage bis zur nächsten Tide mit der geringsten Welleninterferenz abgewartet werden. Deshalb haben die Berger jetzt die Genehmigung bekommen, Löcher in den Rumpf der Fähre zu bohren. Durch diese sollen mindestens 460 Tonnen Schlamm entfernt werden, um die notwendige Gewichtserleichterung zu erzielen. Die “Sewol” wog aktuell noch 13,460 Tonnen. Erst wenn dieses Gewicht auf 13,000 Tonnen reduziert ist, kann sie an Land gerollt werden. Mehr als 80 Bergungsarbeiter entfernten den Schlamm vom Deck der „White Marlin“.
Diese Arbeit sollte bis Mitternacht andauern. Ohne diese Räumung kann die Überführung der „Sewol“ nicht stattfinden. Doch die Angehörigen der Vermissten wehrten sich gegen solche Eingriffe in die Schiffsstruktur aus Sorge, dass sterbliche Überreste dabei beeinträchtigt werden könnten.
Derweil haben die Berger von Shanghai Salvage mit einer Unterwassersuchaktion an der Untergangsstelle begonnen. 20 Taucher untersuchten in Zweierteams das Gebiet innerhalb des 200 Meter langen, 160 Meter breiten und drei Meter hohen Sperrzauns auf dem Meeresgrund.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kollision vor Port Canaveral
(03.04.17) Am 2.4. assistierte die US Coast Guard vier Bootsfahrern, nachdem der 48 Fuß lange Kutter „Joyce Marine“ vier Meilen östlich von Port Canaveral mit deren 25 Fuß langem Sportboot kollidiert war. Um 15.30 Uhr wurde das Coast Guard Jacksonville Command Center von der Kuttercrew alarmiert.
Daraufhin lief von der Coast Guard Station Port Canaveral ein 45-Fuß-Boot aus, das die zwei Erwachsenen und zwei Kinder von Bord des Sportbootes abbarg und zum Jetty Park brachte. Einer der Erwachsenen war leicht verletzt worden. Die Ursache der Kollision wurde untersucht. Offenbar war das Sportboot gegen einen der Ausleger geraten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gasleck auf Produktionsschiff
(03.04.17) Die Produktion auf dem britischen Offshore-Schiff "Triton FPSO", 59081 BRZ (IMO-Nr.: 9161302), musste am Abend des 30.3. teilweise heruntergefahren werden, nachdem es zu einer Leckage in der Unterwasser-Gaslift-Infrastruktur gekommen war. Die Leckstelle konnte isoliert und gesichert werden. Das FPSO operierte mit reduzierter Produktion, aber der normalen Crewstärke von 60 Mann, weiter. Die Behörden wurden informiert und eine dauerhafte Reparatur eingeleitet. Die "Triton FPSO" liegt in Block 21/30 rund 120 Meilen östlich von Aberdeen und produziert Öl und Gas von den Bittern-, Clapham-, Pict-, Saxon-, Guillemot West- und North West-Ölfeldern.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei Kutter zeitgleich havariert
(03.04.17) Am Morgen des 30.3. wurde das Rettungsboot “Det Norske Veritas” alarmiert, nachdem ein 50 Fuß langer Kutter Ruderprobleme erlitt und dicht vor Nappstraumen trieb. Bei dichten Schneeschauern war die Sicht vor Ort sehr schlecht. Es gelang dennoch, den Havaristen zu lokalisieren und in Richtung Ballstad abzuschleppen.
Doch noch während des Transits fing Bodø Radio den Mayday-Ruf eines Fischers auf, der auf der Insel Porka vor Reine auf Grund gelaufen war. Sein Boot hatte Wassereinbruch erlitten. Doch die Seenotretter konnten ihren Anhang nicht treiben lassen, weil er sonst gestrandet wäre. Nach einer Stunde kam der Kutter vor Reine aber von selbst wieder frei und erreichte den Hafen. Hier stand die Feuerwehr mit Pumpen bereit.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sportboot vor Kvitholmen in Seenot
(03.04.17) Am Abend des 2.4. um 21.15 Uhr fing das Rettungsboot "Erik Bye" ein Mayday vor Kvitholmen nördlich von Hustadvika auf. Ein 24 Fuß langes Boot bat um Assistenz. Als erstes war der Frachter „Freifjord“ vor Ort und nahm den Havaristen in Schlepp. Dann übernahm ihn die "Erik Bye" und zog ihn in den Harøysund zur Reparatur.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fischer trieben drei Tage im Meer
(03.04.17) Der Kutter “Susanita” aus Yukatan erlitt am 30.3. Maschinenausfall und trieb mit einer vierköpfigen Crew 48 Kilometer nördlich von Progreso. Eine Suchaktion wurde von der mexikanischen Marine gestartet, die die Fischer aber erst am 1.4. fand. Sie wurden medizinisch noch auf See betreut, waren aber in stabilem Zustand.
Quelle:Tim Schwabedissen



Barghe in Picton Bay geborgen
(03.04.17) Die gesunkene Barge "Pitts Carillon" in Picton Bay wurde am Nachmittag des 1.4. geborgen. Zuvor sollten die beiden 12-Tonnen-Pfähle entfernt werden, um das Gefährt leichter zu machen. Da allerdings der an Steuerbordseite sich sperrte, wurde die Barge samt des Pfahls über Wasser gebracht.
Nun wurde sie durch Transport Canada inspiziert. Wohl am 3.4. sollte sie abtransportiert werden. An der Bergungsarbeit waren außerdem die Coast Guard, das Department of Fisheries and Oceans und die ECRC (Eastern Canada Response Corporation) beteiligt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schubverband auf Main aufgelaufen
(03.04.17) Am 1.4. lief ein Schubverband auf dem Main bei Flörsheim talfahrend gegen 12 Uhr innerhalb des Fahrwassers auf Grund. Er bestand aus einem niederländischem Gütermotorschiff und einem Güterschubleicher mit Heimathafen Dordrecht. In Absprache mit dem WSA erhöhte die Schleuse Kostheim den Wasserpegel.
Hierdurch schwamm der Schubverband wieder auf und konnte seine Reise nach Überprüfung der Fahrtauglichkeit fortsetzen. Die Peilung der Flusssohle an der Unfallstelle wurde durch das WSA unter Beteiligung eines Boots der Wasserschutzpolizeistation Wiesbaden durchgeführt.
Es konnte eine Fehltiefe der Flusssohle im Bereich der Unfallstelle festgestellt werden. Deshalb wurden zwei Zusatztonnen verlegt, um die Schifffahrt an dieser Stelle vorbeizuleiten. Es waren keine weiteren Auswirkungen auf die Schifffahrt zu erwarten. Bei der vermutlichen Unfallursache handelte es sich um eine Fehltiefe in der Fahrrinne.
Quelle:Tim Schwabedissen



Vier Tote und 11 Vermisste bei Bootsunglück in Chittagong
(03.04.17) Vier Menschen kamen ums Leben, 11 weitere wurden vermisst, nachdem ein Boot mit rund 40 Fahrgästen nahe Guptachhara Ghat in Chittagong kenterte. Das Unglück ereignete sich am 2.4. gegen 22 Uhr in stürmischer See unweit des Guptacharha-Anlegers. Die Coast Guard rettete 25 Menschen. Auch die “Aporajeyo” und “Shahjalal” sowie ein achtköpfiges Taucherteam waren vor Ort.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler "Accord - N 262" (Bild: RNLI)   Großbild klick!

Trawler bei RNLI-Station gestrandet
(01.04.17) Der britische Trawler "Accord - N 262", 126 BRZ (MMSI-Nr.: 234219000), lief mit einer fünfköpfigen Crew an Bord in der Nacht zum 31.3. gegen ein Uhr nahe Kirkcudbright auf Grund. Das Schiff kam nur wenige Meter von der örtlichen RNLI-Station auf Felsen fest und wurde an mehreren Stellen aufgerissen. Es kam zu einem Wassereinbruch.
Das Kirkcudbright Coastguard Rescue Team sowie die RNLI-Boote aus Kirkcudbright, Portpatrick und Workington kamen zu Hilfe. Die Crew wurde unversehrt abgeborgen und an Land gebracht. Der Havarist wurde von einem Ingenieur und dem Hafenkapitän inspiziert. Es gab
RNLI geht an Bord
(Bild: RNLI)   Großbild klick!
keine wahrnehmbare Ölverschmutzung, doch vorsorglich wurden Maritime & Coastguard Agency Counter Pollution Team und die Scottish Environment Group verständigt und überwachten die Lage.
Die Maritime and Coastguard Agency koordinierte auch die Bergungsarbeiten. Die Firma R & A führte provisorische Reparaturen am Rumpf der "Accord" durch. Dann unternahmen die beiden RNLI-Boote aus Workington und Portpatrick mit dem Nachmittagshochwasser einen Abschleppversuch. Tatsächlich konnten sie den Havaristen gegen 14 Uhr von den Felsen ziehen.
Um 16.15 Uhr wurde er in den Hafen von Kirkcudbright eingeschleppt. Das 1979 bei Herd & MacKenzie Ltd. in Buckie als „FR 262 – Oaklea” für William McKay erbaute Schiff ist 21,03 Meter lang, 6,77 Meter breit und hat 2,10 Meter Tiefgang. 1984 wurde es zur „Accord“ der Lily Oak Fishing Co. in Fraserburgh.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Luxusyacht in Viareggio
(01.04.17) Auf einer Mangusta-165-Motoryacht brach am 31.3. in Viareggio ein Feuer aus. Die Coast Guard und die Feuerwehr konnten den Brand auf dem 50 Meter langen Neubau am Kai der Overmarine-Werft rasch löschen. Sie stand kurz vor der Fertigstellung. Das Feuer nahm offenbar in einer Schalttafel seinen Ausgang und setzte andere Materialien in Brand.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter “Galilee Shore”: Loch in der Bordwand
(Bild: Fintan Lambe)   Großbild klick!

Kutter bei Kollision mit Molenköpfen schwer beschädigt
(01.04.17) Der Kutter “Galilee Shore” wurde am 28.4. bei der Kollision mit beiden Außenmolen des Hafens von von Courtown im Wexford County beschädigt. Mehrere Löcher wurden in Bug und Heck des Kutters gerissen, als er gegen 11 Uhr in den Hafen einlaufen wollte. Erst wurde er von der Brandung gegen eine Ecke der Südpier geworfen, wo ein Teil des Fiberglas-Rumpfes im Vorschiffsbereich abgerissen wurde.
Dann schwang er herum und kollidierte mit Metallpollern auf der Nordpier, die dort die neuen Schutzwälle halten sollen. Dabei entstanden weitere Schäden. Glücklicherweise waren die schwersten Schäden oberhalb der Wasserlinie, und so konnte Skipper Mark Jackson das Schiff mit seiner zweiköpfigen Crew in den Hafen zurückbringen.
Er hatte versucht, dicht an der Südpier zu blieben, um in ausreichender Entfernung von der im Bau befindlichen Nordpier zu bleiben, doch dabei geriet sein Schiff gegen eine Ecke.
Quelle:Tim Schwabedissen



"White Marlin" mit"Sewol" (Bild: L. Appino)   Großbild klick!

Sewol wird von 450 Modulfahrzeugen an Land gebracht
(01.04.17) Das Abtrennen der Fähre "Sewol" vom Deck der "White Marlin" in Mokpo wird mehrere Tage dauern. Für eine sichere Überfahrt von der Untergangsstelle war sie, auf der Backbordseite liegend, fest mit dem Halbtaucher verschweißt worden. Aus dem Wrack soll weiter Wasser und Öl abgepumpt werden, ehe es von 450 Modultransportern aufs Trockendock gebracht wird.
Dies wird um den 6.4. der Fall sein, wenn eine Nipptide die günstigsten Bedingungen im Hafen mit
Unterwasserschiff der "Sewol" (Bild: L. Appino)   Großbild klick!
sich bringt. An der folgenden Durchsuchung des Wracks wird ein 100-köpfiges Regierungsteam beteiligt sein, darunter Experten des National Forensic Service. Die Regierung favorisiert dafür das Abtrennen der Kabinenbereiche, um sie zuvor in aufrechte Lage zu bringen.
Diese Methode würde einen sicheren Zugang ermöglichen und eine effizientere Suche. Angehörige der Vermissten kritisierten die Methode, weil sie die Beeinträchtigung deren möglicherweise darin befindlicher Überreste fürchteten. Dort, wo sich Opfer noch befinden könnten, sollte zuerst gesucht werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motoryacht nach Montauk abgeschleppt
(01.04.17) Die Coast Guard-Stationen von Montauk und New London assistierten am Abend des 30.3. einer Motoryacht nahe Orient Point, New York. Gegen 16 Uhr war die Coast Guard Long Island von dem Skipper der 80-Fuß-Yacht alarmiert worden, dass er Maschinenausfall habe und das Boot in Richtung Plum Island treibe. Rettungscrews der Station New London and Station rückten aus. Die Plum Island-Fähre stellte eine Schleppverbindung her, um zu verhindern, dass die Yacht in flaches Wasser treibt.
Um 16.30 Uhr traf dann ein 45-Fuß-Boot der Station New London ein und übergab seinerseits eine Schleppleine. Um 17.15 Uhr übernahm ein 47-Fuß-Boot der Station Montauk das Boot und zog es zur Marina des Montauk Yacht Club.
Quelle:Tim Schwabedissen



Angetrunkener Schiffsführer verursachte Kollision in Bremerhaven
(01.04.17) Der angetrunkene Schiffsführer des polnischen Binnenschiffs „Tsunami", 925 ts (EU-Nr.: 04031110), verursachte am 30.3. in Bremerhavener Fischereihafen eine Havarie. Das Schiff hatte gegen 13.15 Uhr abgelegt und lief durch den Fischereihafen II in Richtung der Doppelschleuse. Aus bisher ungeklärter Ursache stieß es dabei gegen einen am Ufer vertäuten Ponton. Dabei entstanden Kratzer und Farbabschürfungen am Schiff wie am Ponton.
Wenig später fielen dann auch noch Hauptmaschine und Bugstrahlruder aus. Mit der Hilfe weiterer Boote sorgte die Wasserschutzpolizei dafür, dass das 67 Meter lange Schiff an einem Liegeplatz in der Nähe festmachte. An Bord stellten die Beamten fest, dass der 56 Jahre alte Schiffsführer offenbar getrunken hatte. Ein Alkoholtest ergab einen Wert von 1,64 Promille.
Gegen den Mann wurde nun wegen Gefährdung des Schiffsverkehrs ermittelt. Die Staatsanwaltschaft ordnete eine Sicherheitsleistung von 600 Euro an. Das Binnenschiff sollte Bremerhaven erst verlassen dürfen, wenn die technischen Probleme behoben waren.
Quelle:Tim Schwabedissen



322 Meter langer Bulkcarrier im Südatlantik vermisst
(01.04.17) Der unter Marshall-Islands-Flagge laufende Bulkcarrier "Stella Daisy", 148431 BRZ (IMO-Nr.: 9038725), ist offenbar mit einer 24-köpfigen Crew an Bord im Südatlantik vor der Küste von Uruguay gesunken. Er war auf der Reise vom brasilianischen Huaiba Island Terminal nach China. Der Kontakt brach am 31.1. um 11.30 Uhr ab. Nachdem bis dahin der Nachrichtenverkehr normal gelaufen war, meldete ein Crewmitglied per SMS einen Wassereinbruch.
In der Nacht zum 1.4. fand die Coastguard von Uruguay Trümmer und Ölspuren auf dem Wasser. Sie ging seither davon aus, dass der Frachter gesunken war. Er hatte acht Südkoreaner und 16 Philippinos an Bord. Vier Schiffe hielten in dem Seegebiet Ausschau nach Schiffbrüchigen.
Die “Stellar Daisy” war 322 Meter lang, 58 Meter breit, hatte 14 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 266,141 Tonnen. Sie entstand 1991 als „Sunrise VI“ auf dem MHU Nagasaki Shipyard in Japan und lief im Management der südkoreanischen Polaris Shipping.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler vor Nuuk havariert
(01.04.17) Nur drei Wochen nach Ende der Überholungsarbeiten an der Maschine auf dem grönländischen Trawler "Regina C", 2772 BRZ (IMO-Nr.: 9227534), der am 21.3. aus Sisimut ausgelaufen war, brach ein Bolzen an der Kurbelwelle vor Maniitsoq und machte das Schiff manövrierunfähig. Der in der Nähe befindliche, ebenfalls in Grönland registrierte Trawler "Svend C", 4916 BRZ (IMO-Nr.: 9752589), wurde zu Hilfe gerufen und schleppte den Havaristen in Richtung des Hafens von Nuuk.
Dort assistierten am Nachmittag des 29.3. Schlepper beim Einlaufen. Am selben Tag gingen Monteure aus Island an Bord, und ein neuer Bolzen war auf dem Weg nach Nuuk. Am 3.4. sollte das Schiff wieder fahrtüchtig sein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Hurrikanopfer im Regierungsauftrag geborgen
(01.04.17) Am 30. und 31.3. verfolgte Jepheth Newton, wie sein 92 Fuß langer Trawler “Esperanza” im Hafen von St David’s in Bermuda geborgen wurde. Das Schiff war im Hurrikan Nicole im Oktober 2016 gesunken, als es gegen das einstige Casinoschiff „Niobe Corinthian“ getrieben wurde.
Die Regierung ordnete die Bergung an, um die Marginal Wharf für den Ausbau des Flughafens freizubekommen. Die Kosten betrugen rund 30,000 Dollar. An der Marginal Wharf in St. George’s sollten Baumaterialien angelandet werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Alle Vermissten der Hai Thanh 26 geborgen
(01.04.17) Retter fanden die Leichen der letzten drei noch vermissten Crewmitglieder des Frachters "Hai Thanh 26" am Morgen des 1.4. im Innern des in 30 Metern Wassertiefe liegenden Wracks. Taucher entdeckten die Toten gegen neun Uhr, zwei davon im Maschinenraum. Das Schiff war 44 Meilen östlich von Vung Tau City am Morgen des 28.3. gesunken, nachdem es mit dem vietnamesischen Tanker "Petrolimex 14", 8542 BRZ (IMO-Nr.: 9404168), kollidiert war.
Insgesamt kamen neun Menschen beim Untergang des Frachters, der mit Klinkern zur Stadt Can Tho im Mekong Delta unterwegs war, um. Sieben Tote wurden im Schiffsinnern gefunden, zwei trieben in der See. Die Crew der "Petrolimex 14" fand am 28.3. gegen sieben Uhr zwei Überlebende, darunter den Kapitän, in einer Rettungsinsel.
Der Frachter der Phuong Thinh-Reederei aus Thai Binh war mittschiffs von dem Tanker getroffen worden. Die “Petrolimex 14” lag unterdessen vor Vung Tau.
Quelle:Tim Schwabedissen



Brücke bei Kollision 1,6 Meter verschoben
(01.04.17) Eine Brücke wurde um 1,6 Meter verschoben, al sein 98,8 Meter langer und 15,6 Meter brieter Frachter aus Wahu das Bauwerk s in der chinesischen Guangdong-Provinz am 1.4. rammte. Der Frachter stieß mit seiner Ladung von 1,000 Tonnen um 9.50 Uhr gegen die Lianxin-Brücke in Zhuhai City.
Quelle:Tim Schwabedissen



Verlassenes Motorboot strandete nach Drift von Frankreich nach England
(01.04.17) Das Ventnor Coastguard Rescue Team und das Rettungsboot aus Freshwater wurden am 1.4. alarmiert, weil das Motorboot “Bidule” an der Küste von Süd-Wight in der Binnel Bay nahe St Lawrence gestrandet war. Die Coastguard wurde alarmiert, nachdem das Boot zwischen den Felsen eingeklemmt worden war. Das in Frankreich registrierte Boot war über den Englischen Kanal vom Kap De La Hague getrieben, nachdem dessen zweiköpfige Crew vor der französischen Küste abgeborgen worden war.
Das Rettungsboot aus Freshwater versuchte, die “Bidule” zu bergen, doch erwies sich dies als zu riskant für die Seenotretter. Da keine Menschenleben in Gefahr waren, kehrte das Boot zu seiner Station zurück. Gegen Mittag wurde das RNLI-Boot aus Bembridge alarmiert, aber auch wieder zurückgerufen, als die Umstände des Schiffbruchs bekannt geworden waren. Das Boot stellte keine Gefahr für die Schifffahrt dar.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kollision in Taganrog-Bucht
(01.04.17) Der russische Frachter "Omskiy 99", 2463 BRZ (IMO-Nr.: 8943399), kollidierte am 31.3. auf der Fahrt von Istanbul nach Samsun mit dem unter Komoren-Flagge laufenden Frachter "Boris Pevkin", 4997 BRZ (IMO-Nr.: 8971188), in der Taganrog-Bucht im nordöstlichen Arm der Azov-See. Beide Schiffe liefen auf Parallelkursen auf der empfohlenen Route Nr. 31, als der russische Frachter plötzlich nach Steuerbord drehte und ins Heck der "Boris Pevkin" lief. Die "Omskiy 99" erlitt geringe Schäden am Schanzkleid, die "Boris Pevkin" an Backbordseite.
Quelle:Tim Schwabedissen



Massenversenkung von 81 Kuttern in Indonesien
(01.04.17) Das indonesische Maritime Affairs and Fisheries Ministry versenkte am 1.4. weitere 81 Kutter wegen illegalen Fischfangs in den territorialen Gewässern. Sie waren von der Satgas 115, der Taskforce des Ministeriums gegen illegale Fischerei, und anderen Behörden zuvor arrestiert worden. Das indonesische Militär und die Polizei halfen bei der Massenversenkung an 12 verschiedenen Orten, darunter Aceh; Ambon und Ternate in Maluku; Bali; Belawan in Medan, Nord-Sumatra; Bitung, Nord-Sulawesi; Merauke, Papua; Natuna und Tarempa in Riau Islands; Pontianak, West Kalimantan; Sorong, West Papua, und Tarakan in Nord-Kalimantan.
Der Fischerei-Minister Susi Pudjiastuti führte die Prozession vom Morela Beach in Ambon aus an und war im Kontakt mit den 11 anderen Standorten, wo der Untergang per Videokonferenz und Livestream übertragen wurde. Die Versenkung begann um 10 Uhr unter Einsatz von Sprengstoff.
Zuvor waren Kalkulationen erstellt worden, wie die Versenkung ohne Umweltschäden und Gefährdung der Navigation vonstattengehen könnte. Von den Schiffen waren 46 aus Vietnam, 18 von den Philippinen, 11 aus Malaysia und sechs aus Indonesien.
Quelle:Tim Schwabedissen



Weblinks:
SOS-Seenotfälle, Archiv
Der mysteriöse Untergang der 'Beluga'
Chronik bedeutender Seeunfälle Antike bis 1499
Chronik bedeutender Seeunfälle 1500 bis 1899
Chronik bedeutender Seeunfälle 1900 bis 1949



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