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Seenotfälle
Archiv Februar 2017


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Überreste der “Emily G. Reed“
(Bild: Nancy Savada)   Großbild klick!

Stranderosion legt altes Wrack frei
(28.02.17) In den Stürmen dieses Winters wurden an der Küste von Nord-Oregon am Rockaway Beach die Reste des Wracks der “Emily G. Reed“ am Strand durch Erosion freigelegt. Seit den 1970er Jahren war dies nur drei Mal 2007, 2010 und jetzt der Fall. Beim letzten Mal wurden rund 100 Fuß des Rumpfes freigespült. Derzeit waren 23 Spantengänge sichtbar.
Die 30 Jahre alte “Emily G. Reed” strandete 1908 mit 2.100 Tonnen Kohle an Bord in der Mündung des Nehalem River, als es das Tillamook Rock Lighthouse nahe Cannon Beach lokalisieren wollte. Dieses befand sich aber 30 Meilen weiter nordwärts. Die „Emily G. Reed” kam aus New Castle, South Wales, und war 102 Tage auf See, als sie am 14.2. ihr Ende fand.
Publikumsmagnet “Emily G. Reed“
(Bild: Coyo Teco)   Großbild klick!
Kapitän Kessel war ein erfahrender Seemann, doch was er nicht wusste, war, dass sein Chronometer kaputt war und seine Kalkulationen auf falschen Daten basierten. Um 1.30 Uhr geriet sein Schiff in eine Brandungszone und wurde beim Aufprall schwer beschädigt.
Rasch legte es sich auf die Seite mit dem Deck zur anbrandenden See. Eines der Rettungsboote wurde von einer großen Welle zerschmettert, und das Deck lag so tief im kochenden Wasser, dass vier Crewmitglieder nicht mehr nach achtern zum Kapitän, dessen Frau und dem Rest der Crew gelangen konnten.
Sie schnitten die Laschings des verbliebenen Rettungsboots los, das beim Ablassen aber von einer Welle gepackt und von Bord gerissen wurde, gefolgt von Trümmern des Schiffes, die auf die Schiffbrüchigen stürzten. Sie versuchten, zurück zum Wrack zu kommen, doch dies misslang.
Da sie annahmen, dass es keine weiteren Überlebenden gab, setzen sie Segel und versuchten, den offenen Seeraum zu erreichen. Auf der „Emily G. Reed“ harrten derweil die anderen auf dem Poopdeck aus. Sie versuchten, so gut wie möglich Schutz zu finden und warteten aufs Tageslicht in der Hoffnung, dass sie bei Flut gestrandet waren und dann Land erreichen könnten.
Stunden später ging das Wasser tatsächlich zurück und umspülte das Wrack mit einem Fuß Wassertiefe. Die Schiffbrüchigen wateten und schwammen an Land. Während der Kapitän davon ausging, dass 11 seiner Männer den Schiffbruch nicht überlebt hatten, kämpften vier vermeintlich Tote noch in dem halb vollgeschlagenen Rettungsboot Meilen vor der Küste damit, dieses schwimmfähig zu halten.
Es hatte mehrere Löcher, und die Männer versuchten, das Wasser zu lenzen. Als die nächste Nacht anbrach, waren sie immer noch auf See. Dann sahen sie in der Nähe auf einmal Lichter, doch sie wagten aus Angst vor Riffen nicht, anzulanden. Der nächste Tag war ebenso gnadenlos. Der Smut begann zu delirieren und trank Seewasser. Scheinbar tot lag er wenig später in der Bilge.
Am folgenden Morgen gegen zwei Uhr kam ein Dampfer in Sicht. Er schien das Boot gesichtet zu haben. Noch einmal kam der Koch hoch, doch als die vermeintlichen Retter wieder Fahrt aufnahmen, brach er vollends zusammen und starb. Am nächsten Tag erblickten die Männer ein weiteres Schiff. Als schon die vierte Nacht bevorstand, erreichte das Boot das Tatoosh Lighthouse vor Cape Flattery in der Mündung der Strait of Juan de Fuca. Es gelang, deren geschützte Gewässer zu erreichen. Stunden später hielten sie auf die dort ankernde 6-Tonnen-Sloop „Teckla“ zu.
Minuten später waren die drei Überlebenden an Bord und konnten zum ersten Mal nach 78 Stunden Wasser trinken. Ihre Rettung wurde am nächsten Tag nach Astoria gemeldet und erreichte die anderen Überlebenden. Die Bootsfahrer hatten über 200 Meilen hinter sich gebracht.
Das Wrack der „Emily G. Reed” wurde für Rockaway Beach das, was die “Peter Iredale” für Warrenton – ein historischer Schatz. Das Wrack blieb noch bis in die 50er Jahre gut sichtbar, ehe es für die allermeiste Zeit unter dem Sand verschwand.
Quelle:Tim Schwabedissen



Dreifach-Kollision in Sète
(28.02.17) Im Hafen von Sète ging am frühen Morgen des 27.2. das Auslaufmanöver des französischen Trawlers "Charles Gilberte II - ST.900283", 134 BRZ (MMSI-Nr.: 228242800), gründlich daneben. Gegen drei Uhr lief er beim Manövrieren ins Heck des Trawlers "Stéphane Cardone - ST.819573", 100 BRZ (MMSI-Nr.: 227311010), und schob diesen gegen den 12 Meter langen Kutter "Cécile Marion". Dieser sank auf den Grund des Aspiran Herbert Dock im Stadtzentrum.
Die "Charles-Gilberte II" hatte ihren Liegeplatz direkt vor dem Museum für zeitgenössische Kunst. Ein Fahrfehler hatte für den Unfall gesorgt. Die Feuerwehr legte eine Ölpserre aus, um auslaufenden Diesel der “Cécile Marion” einzudämmen. Während die "Stéphane Cardone" zur Reparatur ins Trockendock ging, würde ein Kran die "Cécile Marion" bergen müssen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Förderband brennt (Bild: USCG)   Großbild klick!

Frachterladung geriet bei Löscharbeiten in Brand
(28.02.17) Am 27.2. geriet ein Förderband, über das der maltesische Bulkcarrier "Jobst Oldendorff", 34612 BRZ (IMO-Nr.: 9710892), an der Port Arthur Raffinerie West mit Holzpellets beladen wurde, in Brand. Über das Transportband sollte ein Silo mit 10,000 Tonnen beladen werden. Die Feuerwehr von Port Arthur traf um 15 Uhr am Brandort ein. Auch das Port Arthur Police Department und die City of Beaumont-Feuerwehr assisstierte bei der Brandbekämpfung. Die Hafenarbeiter wurden wegen Explosionsgefahr nach Hause geschickt. Das Feuer konnte gelöscht werden, bevor es den Silo errreichte.
Auf dem Frachter blieb über Nacht eine Brandwache zurück, auch die Feuerwehr blieb rund um die Uhr vor Ort, um die Situation im Auge zu behalten. Ein Funke war wohl Auslöser des Feuers gewesen. Insgesamt sollte der Frachter 50.000 Tonnen Holzpellets in die fünf Silos entladen. Sie waren zu ¾ gefüllt, als es zu dem Brand kam, der eine massive Rauchentwicklung verursachte, weil das Kunststoff ebenso wie das Holz in Flammen aufging.
Die “Jobst Oldendorff” ist 199,9 Meter lang, 32,2 Meter breit, hat 13,03 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 61122 Tonnen. Sie läuft für die Oldendorff Carriers GmbH & Vo. In Lübeck und wurde 2014 bei der Nantong Cosco in China erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sloop "Wanderer" (Bild: Peter Henneberry)   Großbild klick!

Einhandseglerdrama vor Honduras mit Happy End
(28.02.17) Am 17.2. kam der unter Bahamas-Flagge laufende LPG-Tanker "Keswick", 7884 BRZ (IMO-Nr.: 9267950), auf seiner Fahrt von Puerto Moin nach Puerto Cortes, dem Einhandsegler Peter Henneberry, 60, zu Hilfe, der mit seiner 11 Meter langen Sloop "Wanderer" von Roatan nach Cartagena, Kolumbien, unterwegs war. Dessen Probleme hatten begonnen, als ein anderes Boot, das mit ihm auf der Ostpassage unterwegs war, Motorschaden erlitt.
Dessen Skipper entschied, nach Roatan einzulaufen. Die „Wanderer“ eskortierte ihn, doch auf dem Rückweg brach das Ruder direkt am Schaft bei Windgeschwindigkeiten von 45 Stundenkilometern ab. Henneberry funkte einen Mayday-Ruf, nachdem der Wind sein Boot förmlich auf die Seite legte. Die "Keswick" kam zu Hilfe und nahm die Yacht in Schlepp. Doch die Zugkraft des Tankers erwies sich als zu stark. Das Boot drohte förmlich auseinandergerissen zu werden, da es ohne Ruder schlecht in der See lag. Deshalb musste die Schlepptrosse wieder geslippt werden.
Einige Stunden später traf ein anderes Boot ein und wollte die "Wanderer" nach Guanaja, einer Insel vor Honduras, schleppen. Der Wind war weiter stark, und bei Wellenhöhen von fast zwei Metern brach die Verbindung im Dunkeln unweit von Guanaja. Nun nahm ein Boot der Marine von Honduras die Yacht auf den Haken.
Sie wurde bis in eine Distanz von 50 Fuß zu dem vorgelagerten Riff gezogen. Henneberry wurde gesagt, er befände sich innerhalb des Riffs und könnte den Anker werfen. Doch Sekunden darauf wurde sein Boot auf ein Korallenriff getrieben. Eine halbe Stunde später war das Marineboot wieder da, doch dann kam es selbst fest.
Während Henneberry von einem weiteren Boot an Land gebracht wurde und in ein Hotel ging, ging die Crew des offenen Marineboots auf die "Wanderer“, deren Cockpit während der Nachtstunden Schutz vor dem Wetter bot. Die Brecher gingen unablässig über die Yacht, doch im Innern waren die Männer sicher.
Am 18.2. gegen 13 Uhr gelang es dann, die 37 Jahre alte Cherubini Hunter 36 freizuschleppen. Sie wurde in den Hafen der kleinen Insel Bonacca vor Guanaja gebracht, wo der Skipper sie nun reparieren wollte. Es gelang ihm, fast 4.000 Dollar über die GoFundMe-Seite (https://www.gofundme.com/help-a-stranded-sailor) einzuwerben, um die notwendigen Arbeiten zu finanzieren.
Er orderte ein neues Ruder von einer Firma in Florida und wartete auf dessen Eintreffen, bevor das Boot aus dem Wasser geholt wurde und erstmals eine komplette Inspektion möglich wurde. Auch die Propeller waren zerstört, doch der Segler hatte Ersatz an Bord, der auch bereits angebaut wurde. Ein kleines Leck konnte mit einer Schraube abgedichtet werden, und ein gebrochener Want musste ersetzt werden.
Die Spendengelder dürften für diese Arbeiten ausreichen. Sie mussten allerdings noch aus Kanada transferiert werden. Der Solosegler war unterwegs von Nova Scotia nach Massachusetts und dann weiter zu den Bahamas. Die Reise führte ihn bereits nach Kuba, Mexiko und Guatemala. Henneberry ist ein wegen Gesundheitsschäden im vorzeitigen Ruhestand befindlicher, ehemaliger Decksmann der kanadischen Coastguard und lebt von einer kleinen Pension.
Quelle:Tim Schwabedissen



In der See treibende Fähre wird abgeschleppt
(28.02.17) Ein Schlepper sollte die verlassene kanadische Fähre "Norcon Galatea" wieder in den Hafen bringen. Auf der Fahrt von Clarenville nach Ramea waren am 26.2. gegen 3:30 Uhr die Maschinen ausgefallen, weil dem Schiff der Kraftstoff ausgegangen war. Es trieb in rauer See 1,5 Meilen südöstlich von Brunette Island.
Nachdem es der "Norcon Triton" nicht gelungen war, bei der stürmischen See dicht genug an den Havaristen heranzukommen, um ihm zu assistieren, war die fünfköpfige Crew von einem Hubschrauber des 103. Rescue Squadron aus Gander abgeborgen und ins nahe Fortune geflogen worden. Der Schlepper konnte inzwischen die Fähre auf den Haken nehmen.
Nach einer Inspektion sollte sie bebunkert werden und die Reise fortsetzen. Das Schiff war im Auftrag der Provinzregierung zur Bay L'Argent gewesen, als sie den Auftrag bekam, auf die Rencontre East-Bay L'Argent-Pool's Cove-Route zu gehen. Sie sollte die “Northern Seal" im Rencontre East - Pool's Cove-Service während einer dreiwöchigen Werftzeit ersetzen.
Quelle:Tim Schwabedissen



LNG-Tanker muss Ladungsreste vor Einlaufen verbrennen
(28.02.17) Nachdem der LNG-Tanker "Al Khattiya", 136980 BRZ (IMO-Nr.: 9431111), am 23.2. von dem indischen Tanker "Jag Laadki", 78918 BRZ (IMO-Nr.: 9194983), der vom Basrah Ölterminal kommend den Ankerlieger auf der Reede von Fujairah eintraf, förmlich torpediert wurde, musste der in Charter der Qatargas laufende Gastanker die Reste von Flüssiggas zunächst verbrennen. Vorher würde er keine Einlaufgenehmigung in einen Hafen bekommen.
Das Schiff war zwar unbeladen gewesen, aber in den Drucktanks befanden sich noch Reste, um die Tanks kühl zu halten, die nun mit dem Gasverbrennungssystem restlos entfernt werden mussten. Die „Jag Laadki” war ebenfalls in Ballast gewesen und erliutt ebenfalls erhebliche Schäden. Sie musste vorerst ebenfalls vor Anker gehen.
Die “Al Khattiya ist 315 Meter lang, 50 Meter breit, hat 9,4 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 121.946 Tonnen. Der LNG-Carrier wurde 2009 bei der Daewoo Shipbuilding and Marine Engineering in Okpo, Süd-Korea erbaut und läuft für das Stasco Ship Management in London.
Die “Jag Laadki” ist 274,2 Meter lang, 48 Meter breit, hat 14,4 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 150.284 Tonnen. Sie wurde 2000 bei dem NKK Tsu Works in Japan erbaut und läuft für die Nereus Shipping SA in Piräus. Sie kam zum Unfallzeitpunkt von Al Basrah.
Quelle:Tim Schwabedissen



Binnenschiffer vermied vermutete Kollision mit Ballastwasseraufnahme
(28.02.17) Das holländische Binnenschiff "Milkyway", 2432 ts (EU-No.: 02325012), das am Abend des 26.2. von der holländischen Polizei in Gaarkeuken nahe Groningen gestoppt wurde, ist nicht, wie vermutet, mit der Brücke über die Nije Wittering bei Oude Schouw zwischen Akkrum und Jirnsum kollidiert. Anwohner hatten die Behörden alarmiert, nachdem es unter der Brücke eine Zeitlang liegen geblieben war und dann die Fahrt fortsetzte. Es gab den Verdacht, dass es mit der obersten Lage der Containerladung gegen den Unterbau der Brücke gestoßen war.
Tatsächlich aber hatte Schiffsführer Johan Korterink sein Schiff gestoppt, nachdem ihm Zweifel kamen, dass es unter der Brücke hindurch passen würde. Er nahm dann Ballastwasser auf, damit es tiefer im Wasser lag, und passierte nach der Zwangspause die Brücke ohne Zwischenfall. Rijkswaterstaat untersuchte die Konstruktion und stellte keine Schäden fest. Der Frachter konnte die Reise von Lelystad nach Leeuwarden fortsetzen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter im Sturm in Sicherheit gebracht
(28.02.17) Das RNLI-Boot aus Islay wurde am Abend des 21.2. alarmiert, nachdem der 160-Tonnen-Kutter “Annie” nördlich des Dubh Artach Lighthouse Maschinenausfall erlitten hatte. Der Garnelenfänger warf zwar Anker, doch bei stürmischem Wind trieb er trotzdem auf die Torran Rocks zu. Der Vormann des Rettungsbootes kalkulierte, dass sie noch fünf Meilen Seeraum hatte, vorausgesetzt, dass der Anker weiter hielt.
Beim Eintreffen der Seenotretter blies der Wind mit 45 Knoten, und die Wellen gingen 4 - 5 Meter hoch. Die ersten Versuche, eine Schleppverbindung herzustellen, scheiterten. Nachdem es endlich gelungen war, den Havaristen doch auf den Haken zu nehmen, nahm der Schleppzug im Dunkel der Nacht Kurs auf Port Askaig.
Bei den hoch gehenden Wellen brach die Schlepptrosse in den kommenden sechs Stunden nicht weniger als sechs Mal. Doch jedes Mal konnte der Kutter wieder eingefangen und schließlich in den Schutz des Sound of Islay gebracht werden. Immer wieder musste die schwere Trosse zuvor aufgeholt werden. Am 22.2. gegen vier Uhr konnte der längsseits genommene Kutter ins Nordbecken von Askaig bugsiert werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Amokfahrt ohne Bootsführer
(Bild: NSRI)   Großbild klick!

Dramatische Rettungsaktion vor Mykonos (Südafrika)
(27.02.17) Am 26.2. um 10.30, Uhr wurde die südafrikanische Seenotrettungsstation der NSRI in Mykonos alarmiert, nachdem die 55 Fuß lange Swift-Yacht “Sky” auf eine Sandbank in der Hafeneinfahrt gelaufen war. Zwei Schlauchboote hatten bereits begonnen, Schleppleinen auf das Boot zu übergeben, um es von der Bank zu ziehen. Eines zog am Bug, das andere von der Seite, um den Kiel über den Sand zu bringen. Sie konnten tatsächlich das Boot befreien, doch dabei stürzten drei Personen von dem einen Schlauchboot aus Stellenbosch ins Wasser.
Führerloses Motorboot (Bild: NSRI)   Großbild klick!
Das leere Boot lief nun wild im Kreis und gefährdete die Schwimmer, einen Vater mit Sohn und Tochter. Das 10-jährige Mädchen wurde vom Propeller das Bootes an Armen und Beinen verletzt. Ein 4,2 Meter langes Boot versuchte, das außer Kontrolle geratene Schlauchboot von ihnen wegzuschieben, wurde dabei aber selbst beschädigt und musste auf den Strand gesetzt werden.
Ein Boot der NSRI konnte das Schlauchboot schließlich bergen und in den Hafen ziehen. Das Hafenboot der Mykonos Marina rettete zwei der drei Schwimmer aus dem Wasser. Der Junge wurde von der inzwischen wieder manövrierfähigen “Sky” an Bord gezogen. Die NSRI-Crew leistete im Hafen erste Hilfe und übergab die Geretteten der Atlantic Medical Response, die binnen Minuten vor Ort eingetroffen war.
Das Mädchen wurde ins Vredenburg Hospital gebracht. Es war erheblich verletzt, aber stabil. Die beiden anderen waren unversehrt geblieben.
Um 19 Uhr wurde die NSRI Melkbosstrand alarmiert, nachdem eine Yacht mit fünf Personen auf dem Weg von Mykonos nach Kapstadt vor Bloubergstrand Wassereinbruch erlitten hatte. Vor Ort stellte sich heraus, dass es wiederum die „Sky“ war. Sie war bei ihrer Strandung am Kiel beschädigt worden, an dem es nun einen Wassereintritt gab. Das Rettungsboot der NSRI Melkbosstrand blieb auf Standby, während die NSRI Table Bay mit der “Spirit of Vodacom” zu Hilfe kam.
Sie nahm die “Sky” auf den Haken und schleppte sie in den Murray Bay Harbour auf Robben Island. Hier sollte sie am 27.2. repariert werden. Der Skipper blieb an Bord, die übrigen vier Segler wurden von der „Spirit of Vodacom“ nach Kapstadt gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Mit Ruderschaden auf den Wellenbrecker gedriftet
(Bild: USCG)   Großbild klick!

Schiffbruch am Wellenbrecher von Galveston
(27.02.17) Die US Coast Guard rettete am 25.2. zwei Segler von der südlichen Galveston-Mole, nachdem ihre 27 Fuß lange Segelyacht am Morgen Ruderschaden erlitten und auf die Steine des Wellenbrechers getrieben war. Um 9:06 Uhr alarmierten sie die Coast Guard Houston-Galveston über Telefon, kurz bevor sich die Strandung ereignete. Ihr Boot trieb zu dem Zeitpunkt bei Windgeschwindigkeiten von 15 bis 20 Knoten, nachdem die Ankerleine gebrochen war.
Von der Coast Guard Station Galveston wurde ein Boot zur Assistenz geschickt. Als es vor Ort eintraf, hatten sich die Segler bereits von ihrem gestrandeten Boot auf die Steine der Mole geflüchtet. Daraufhin stieg von der Air Station Houston ein MH-65 Dolphin-Helikopter auf, da das Rettungsboot dort nicht herankam und die Schiffbrüchigen auf der Mole nicht sicher waren.
Sie wurde fortwährend von Wellen überspült, sodass sie ins Wasser hätten gerissen werden können. Der Hubschrauber traf um 10:Uhr vor Ort ein. Er winschte die Segler unversehrt auf und flog sie zum Galveston Scholes Airport. Derweil wurde Tow Boat US mit der Bergung der Yacht beauftragt, doch diese war bereits auf den Felsen auseinandergebrochen und gesunken. Der Schiffsverkehr im Houston Ship Channel war nicht beeinträchtigt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Stückgutfrachter "Sea Explorer" (Bild: Olaf Kuhnke)   Großbild klick!

Frachter erlitt Maschinenausfall vor Nord-Ostsee-Kanal
(27.02.17) Am 26.2. um 23:25 Uhr erlitt der zyprische Stückgutfrachter "Sea Explorer", 6872 BRZ (IMO-Nr.: 9516155), auf der Reise vom italienischen Porto Empedocle nach Kaskinen beim Ansteuern des Nord-Ostsee-Kanals vor der Neuen Nordschleuse in Brunsbüttel Maschinenausfall. Das Schiff schlug daraufhin im Vorhafen der neuen Schleuse quer. Der Schlepper "Parat" wurde zur Assistenz gerufen.
Die „Sea Explorer“ ging anschließend auf die Reede zurück, um nach dem erfolgreichen Anfahren der Maschine ohne weitere Zwischenfälle in die neue Südschleuse einzulaufen. Um 1.40 Uhr setzte sie ihre Reise gen Osten fort und wurde am 2.3. in Finnland erwartet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter "Sternö" (Bild: Kustbevakningen)   Großbild klick!

Alle gefangenen Schiffe auf dem Göta Älv befreit
(27.02.17) Die Lage des schwedischen Frachters "Sternö", 1300 BRZ (IMO-Nr.: 7035420), war am Morgen des 26.2. unter Kontrolle. Eigner, Wasser- und Schifffahrtsbehörden sowie die Versicherer arbeiteten gemeinsam an einem Bergungsplan, um das Schiff im Laufe dieser Woche wieder aufzurichten. Dafür musste es zunächst abgedichtet und ausgepumpt werden, ehe es zurück auf ebenen Kiel gebracht werden kann. Die Situation vor Ort wurde weiter engmaschig kontrolliert.
Nur ein dünner Ölfilm hatte sich nach dem Kentern auf dem Wasser des Kanals gebildet. Ölsperren wurden daraufhin um das Schiff ausgelegt. Taucher fanden bei ihren Untersuchungen des Rumpfes unter der Wasserlinie ein Leck von 30 x 10 Zentimetern, groß genug, um angesichts der Schotten, die nicht rechtzeitig hatten geschlossen werden können, mehr Wasser eindringen zu lassen als die Lenzpumpen wieder nach draußen befördern konnten.
Zwei der sechs Schiffe, die auf der Göta Alv nördlich von Lilla Edet blockiert worden waren, konnten die Unfallstelle am 25.2. passieren. Die übrigen vier folgten am 26.2. Der Schlepper “Älvbjörn” (MMSI-Nr.: 265521460) wurde an der Untergangsstelle auf Standby gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen



LNG-Tanker "Al Kahttiya": Loch im Bordwand (Bild: Ian Thomas)   Großbild klick!

LNG-Tanker bei Kollision schwer beschädigt
(27.02.17) Der unter Marshall-Islands-Flagge laufende LNG-Tanker "Al Kahttiya", 136980 BRZ (IMO-Nr.:9431111), wurde bei einer Kollision beschädigt. Das Schiff lag derzeit auf der Reede von Fujairah vor Anker, wo es am 23.2. eingetroffen war. In der Steuerbordseite des 312 Meter langen, unbeladenen Schiffes klaffte auf Höhe der Wasserlinie ein gewaltiges Loch, das offenkundig von dem Wulstbug des Kollisionsgegners gerissen worden war.
In den oberen Bereichen des Rumpfes war entsprechend der Abdruck des dazugehörigen Bugs deutlich zu sehen, wo dieser eingedrückt und an einer weiteren Stelle oberhalb der Wasserlinie ebenfalls aufgerissen worden war. Der Tanker des Londoner Stasco Shipmanagement war am 6.2. aus Thamesport ausgelaufen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter lief vor Offersøya auf Grund
(27.02.17) Der norwegische Selbstlöscher "Bulk Viking", 874 BRZ (IMO-Nr.: 7232743), lief am Abend des 25.2. vor Offersøya in der Westbucht von Lødingen auf Grund und verlor dabei sein Ruder. Das Schiff war um 13.50 Uhr aus Narvik nach Kobbvaagen ausgelaufen. Es saß einige Zeit südwestlich von Offersøya bei Husstad-Skjærvøy fest. Die beiden Rettungsboote "Sundt Flyer" und "Het Norske Veritas" wurden um 19.20 Uhr zur Assistenz geschickt. Am 26.2. um 3.20 Uhr wurde der Havarist nach Harstad eingeschleppt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Binnenschiff beging nach Brückenkollision Unfallflucht
(27.02.17) Die Brücke über die Nije Wittering bei Oude Schouw zwischen Akkrum und Jirnsum wurde am 26.2. erneut durch eine Kollision beschädigt. Ein Binnenschiff kam mit der obersten Containerlage unter der Brücke fest. Der Schiffsführer konnte sein Schiff durch Maschinenmanöver wieder befreien und setzte die Reise fort, ohne die Behörden zu informieren. Anwohner machten aber Fotos und verständigten die Polizei.
Daraufhin wurde das Schiff am Abend bei Gaarkeuken in Groningen gestoppt. Am 4.4. 2014 wurde die Brücke bereits einmal durch eine Kollision schwer beschädigt und war neun Monate lang gesperrt. Im August 2016 wurde sie erneut gerammt, diesmal blieb der Schaden aber geringer.
Quelle:Tim Schwabedissen



Coastguard im Einsatz vor Oregon Inlet
(27.02.17) Die US Coast Guard barg am 25.2. zwei Personen von der 25 Fuß langen “Triple Seven” ab, die 30 Meilen östlich des Oregon Inlet havariert war. Die Coast Guard Station Oregon Inlet wurde um 13.30 Uhr alarmiert, nachdem einer der insgesamt vier Bootsfahrer mehrfach das Bewusstsein verloren hatte. Von der Station Oregon Inlet lief ein 47-Fuß.Boot aus.
Es nahm die “Triple Seven” in Schlepp und forderte einen MH-60 Jayhawk-Helikopter von der Air Station Elizabeth City an, um den Patienten abzubergen. Er nahm neben diesem noch eine weitere Person, die seekrank war, an Bord und flog beide zum Albemarle Hospital in Elizabeth City.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Costa Magica rasch gelöscht
(27.02.17) Am 24.2. kam es offenbar auf dem italienischen Kreuzfahrtschiff "Costa Magica", 102587 BRZ (IMO-Nr.: 9239795), zu einem kleineren Maschinenraumbrand. Das Schiff war unterwegs nach Pointe-à-Pitre, Guadeloupe, und befand sich zwischen St. Kitts und Antigua. Das Feuer brach offenbar um 1:30 Uhr aus. Das Schiff verlangsamte sich in der Zeit der Brandbekämpfung.
Die Passagiere wurden über ein Feuer an Bord informiert, aber nicht über den Brandort. Zuerst wurde ein Notfall auf Deck A gemeldet. Dann hieß es, Gepäck auf Deck 0 sei in Brand geraten. Später wurde der Maschinenraum als Brandort genannt. Wenig später konnte gemeldet werden, dass das Feuer gelöscht war, und ein medizinisches Team sollte sich zur Musterstation E begeben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schlepper sank auf Mississippi
(27.02.17) Der 20 Meter lange, amerikanische Schlepper "Sonny J" (MMSI-Nr.: 338017611) sank am 26.2. auf dem Mississippi River bei Vidalia. Die Coast Guard Lower Mississippi River wurde gegen drei Uhr alarmiert. An Bord des Schiffes befanden sich rund 4,000 Gallonen Öl.
Der Tank blieb oberhalb des Wasserpegels und wurde abgedichtet. Die Coast Guard Marine Safety Detachment Vicksburg war gegen acht Uhr vor Ort. Durch die WT Drilling wurde eine Ölsperre ausgelegt. Vor Ort war ein dünner Ölfilm sichtbar.
Quelle:Tim Schwabedissen



MSC Iris zum zweiten Mal auf der Westerschelde auf Grund gelaufen
(27.02.^17) Der von Helsinki kommende, unter Panama-Flagge laufende Containerfrachter "MSC Iris", 21586 BRZ (IMO-Nr.: 8201624), lief am 27.2. gegen 3.20 Uhr auf der Westerschelde auf der Valkenisse Plate unweit der Fahrwassertonne 66 auf Grund. Mehrere Schlepper wurden zum Havaristen beordert, und bereits im ersten Anlauf konnte er gegen vier Uhr wieder flottgemacht werden. Er wurde anschließend von den beiden Schleppern „Union Eagle" und “Union Panda" nach Antwerpen eskortiert. Hier machte das Schiff um 11 Uhr an Lipegeplatz 1742-PSA von MPET im Deurgangsdock zur Inspektion fest.
Bereits am 15.9.2010 war die “MSC Iris” nach einem Maschinenblackout auf der Westerschelde vor Hansweert bei Tonne 489 auf Grund gelaufen. Die Schlepper "Multratug 5", "Multratug 18", Union Grizzly", "Union Amber", "Bravo", "Multratug 10", "Multratug 11" und "Union Grizzly" konnten sie nach über eine Stunde wieder befreien und nach Scheer-Ouden-Doel zur Inspektion bringen. Am 16.9. barg der Schlepper „Multratug 18" einen Anker, den das Schiff dabei verloren hatte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre nach acht Stunden von Schäre geborgen
(27.02.17) Die norwegische Fähre "Fosen", 2835 BRZ (IMO-Nr.: 8808496), wurde am 25.2. um 21.50 Uhr von den beiden Servicebooten "Virgo" und "Orion" von der Schäre gezogen, auf der sie nur 200 Meter vom Fährterminal in Hatvik gut acht Stunden zuvor aufgelaufen war. Nachdem sie gegen 22 Uhr dort festgemacht worden war, konnten die Fahrgäste, die in Hatvik-Os ausgeharrt hatten, ihre Fahrzeuge wieder in Empfang nehmen. Der Havarist wurde am folgenden Morgen von dem Schlepper „BB Lifter“ nach Rubbestadneset verholt, wo er am 27.2. um 8.50 Uhr zur Reparatur eintraf.
Am 26.2. wurde die Fähre "Marstein" als Ersatzfähre eingesetzt. Sie hatte bis dahin die in der Werft befindliche "Selbjørnfjord" auf der Route Haljem – Våge vertreten, die gerade zu diesem Zeitpunkt ihre Überholung beendet hatte. Die erste Abfahrt von Hatvik war um 12.20 Uhr. Wie lange die “Fosen” ausfallen würde, war noch unklar, da erst Ersatzteile für die beschädigte Ruder- und Propelleranlage hergestellt werden mussten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Suche nach sieben Vermissten vor China
(27.02.17) 40 Einsatzkräfte und Kutter suchten weiter nach 13 Seeleuten, die vor der Zhejiang-Provinz seit dem Untergang des 42,6 Meter langen Kutters "Jihuangyu 02698" aus Hebei-Xinhu 130 Meilen östlich von Zhoushan am Morgen des 24.2. vermisst wurden. Sieben Crewmitglieder waren kurz nach dem Schiffbruch aus dem Meer gezogen und am Nachmittag auf ein Rettungsschiff übergeben worden. Von dort brachte sie ein Helikopter am folgenden Nachmittag zu einem nahen Flugplatz.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachtboot strandete in Guadalcanal
(Datum) Die “Tafusibata”, ein kleines Fahrgast- und Frachtschiff, lief am 22.2.bei Koli Point im nordöstlichen Guadalcanal auf Grund. Die Solomon Islands Maritime Authority (SIMSA) leitete eine Untersuchung des Schiffbruchs ein. Seit 2016 hatten dessen Eigner Harry & Sons bereits Inspektionen durch die Maritime Authority vermieden, nachdem es im Dezember vor Kiu in West-Are Maschinenschaden erlitten hatte.
Das Holzschiff war gegen 14 Uhr aus Honiara nach Makira ausgelaufen und zwei Stunden darauf bei Koli Point gestrandet und dann gesunken. An Bord waren neben Fracht auch 50 Passagiere gewesen. Diese konnten unversehrt gerettet werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Touristen ertranken in Netzen gekenterten Kutters
(27.02.17) Mindestens neun Menschen kamen ums Leben, 17 weitere wurden gerettet, als ein Kutter am 26.2. um 17.30 Uhr unweit von Tuticori in Tamil Nadu in rauer See kenterte. Die indische Feuerwehr und Coastal Security Group suchten nach weiteren möglichen Opfern. Drei Familien aus Madurai und Trichy hatten das Boot für eine Ausflugsfahrt gechartert. Als es nur 200 Meter vom Ufer entfernt umschlug, verhedderten sich etliche in den Netzen an Deck.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre mangels Treibstoff aufgegeben
(27.02.17) Ein Cormorant-Helikopter barg am 26.2. fünf Personen von der kanadischen Fähre "Norcon Galatea", 387 BRZ (IMO-Nr.: 6826860), ab, die vor der Südküste von Neufundland manövrierunfähig geworden war, nachdem ihr der Treibstoff ausgegangen war. Das Joint Rescue Co-ordinate Centre in Halifax schickte um 16.30 Uhr einen Rettungshubschrauber zu dem vor Brunette Island treibenden Havaristen.
Die gesamte Crew des Schiffes, das keine Passagiere an Bord hatte, wurde aufgewinscht und traf um 20.30 Uhr in Fortune ein. Die kanadische Coast Guard warnte am Morgen des 27.2. vor dem seither unbesetzt im Meer driftenden Schiff.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter trieb vor Thorsminde
(27.02.17) Am 25.2. um 15:31 Uhr wurden ein Rettungshubschrauber aus Skrydstrup sowie die Rettungsboote der Stationen in Hvide Sande and Thorsminde alarmiert, nachdem ein Kutter südlich von Thorsminde Maschinenausfall und Wassereinbruch gemeldet hatte. Wie sich herausstellte, hatte tatsächlich allerdings nur der Antrieb versagt. Der Kutter wurde nach Thorsminde abgeschleppt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre “Fosen" auf Grund gelaufen
(Bild: Johanne Kasa)   Großbild klick!

Fähre nach Strandung vor Hatvik evakuiert
(25.02.17) Die norwegische Fähre “Fosen", 2835 BRZ (IMO-Nr.:8808496), die auf der Hatvik – Venjaneset-Route verkehrt, lief am 25.2. um 13.35 Uhr rund 200 Meter vom Ufer entfernt auf der Seite von Hatvik auf Grund. An Bord waren 49 Passagiere, sieben Crewmitglieder und 245 Fahrzeuge. Die Feuerwehr, Krankenwagen und Polizei wurden alarmiert.
Die Fahrgäste mussten Rettungswesten anlegen und wurden bis um 14.42 Uhr auf das längsseits gegangene Ambulanzboot „Rygervakt" evakuiert. Sie wurden dann zur Feuerwache in Os transportiert. Der Schiffseigner sammelte alle Autoschlüssel ein und nahm die Namen der Passagiere auf. Einige machten sich ohne ihre Fahrzeuge auf den Heimweg, andere blieben in Os.
Die Rettungsboote “Stormbull" und "Simrad Ferder" wurden gerufen, um die "Fosen" gemeinsam mit dem Serviceboot "SAS Virgo" wieder flottzumachen. Vorher stieg um 15.20 Uhr ein Taucher ab, um den Rumpf und den Antrieb zu untersuchen. Er fand den Propellerschaft und das Ruder gebrochen und das Heck erheblich beschädigt vor. Nach der Bergung sollte die Fähre zum Entladen nach Hatvik geschept werden.
Die Fährroute Hatvik - Venjaneset verbindet die Küstenstraße 552 zwischen Os und Fusa. Die 3,2 Kilometer lange Überfahrt dauert 12 Minuten. Die “Fosen wurde 1989 in Rissa für die Fosen Namsos Sjo A/S in Trondheim erbaut und kann 290 Fahrgäste und 105 Autos transportieren. Sie ist 87,1 Meter lang, 14,5 Meter breit, hat 4,5 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 790Tonnen.
Bereits am 27.1.2012 lief das Schiff unweit von Hatvik auf Felsen. Dichter Nebel hatte zu dem Unfall beigetragen. Die Fähre kam damals mit leichten Schäden davon. Am 8.1.2016 kollidierte sie mit dem Anleger in Hatvik, als sie von Venjaneset kam. Auch diese Havarie ging glimpflich aus.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter “Sternö" (Bild: Kustbevakningen)   Großbild klick!

Gesunkene Sternö eine Falle für ein halbes Dutzend anderer Schiffe
(25.02.17) Die schwedische Küstenwache war nach dem Untergang des Frachters “Sternö" am 24.2. auf der Göta Älv im Einsatz und war in Kontakt mit verschiedenen Rettungskräften. Der halb gesunken auf der Seite liegende Frachter wurde mit zusätzlichen Trossen an der Pier gesichert, auf der er auflag. Er hatte nur teilweise Kontakt mit dem Kanalgrund.
Am Morgen des 24.2. führte die Coast Guard einen Überwachungsflug durch in Hinblick auf mögliche Ölleckagen, und das Ölbekämpfungsschiff "KBV 051" ging mit Tauchern aus Göteborg an Bord in Stellung. Diese führten im Laufe des Tages mehrfach Untersuchungen von Rumpf und Kanalgrund durch und schlossen offene Türen im Schiffsinnern. Dadurch sollten später Lenzarbeiten erleichtert werden.
Die Bergung könnte rund eine Woche dauern. Sechs Schiffe warteten unterdessen im Trollhättan-Kanal und im Hafen von Vänern, den südgehenden Transit fortsetzen zu können. Am 25.2. gegen 14 Uhr durfte ein Schiff vorsichtig die Unglücksstelle passieren, um nicht durch seinen Sog den Havaristen zu destabilisieren, dann sollte noch eine weitere Passage stattfinden. Die übrigen Schiffe könnten am 26.2. die Reise fortsetzen.
Dafür musste aber der Wasserpegel zunächst um 15 Zentimeter angehoben und die "Sternö" sich als hinreichend stabil erwiesen haben. Zu allem Überfluss sollte am 27.2. der Trollhättan-Kanal wegen Brückenbauarbeiten in Göteborg für die gesamte folgenden Woche gesperrt werden. Deshalb war es wichtig, die eingeschlossenen Schiffe vorher noch zu befreien.
Quelle:Tim Schwabedissen



Verletzter Skipper gestrandeter Yacht mit Hubschrauber gerettet
(25.02.17) Die US Coast Guard lokalisierte und rettete den verletzten Skipper der gestrandeten Segelyacht “Sea Star” an der Küste von Mustang Island rund fünf Meilen südlich von Port Aransas am Morgen des 24.2. Er hatte über Funk um 4.38 Uhr einen Notruf abgesetzt. Die Coast Guard schickte von der Air Station Corpus Christi MH-65 Dolphin-Helikopter, eine HC-144 Ocean Sentry und von der Station South Padre Island ein Boot mit spezieller Ausrüstung, da inzwischen der Funkkontakt abgebrochen war.
Der Skipper konnte aber seinen Bruder anrufen und diese Textmeldungen auf sein Telefon schicken. Er wurde angewiesen, das EPIRB zu aktivieren. Minuten später war der Hubschrauber vor Ort und winschte ihn auf. Er wurde dann zur Naval Air Station Corpus Christi geflogen. Er hatte Verletzungen im Gesicht, war aber stabil.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter nach New Bedford eskortiert
(25.02.17) Die US Coast Guard eskortierte am 24.2. den 83 Fuß langen Kutter “Krystle James”, der 50 Meilen östlich von Chatham Wassereinbruch erlitten hatte. Um 11:30 Uhr fing die Coast Guard Southeastern New England einen Notruf der sechsköpfigen Crew auf, die meldete, dass das Schiff leckgeschlagen sei. Von der Coast Guard Air Station Cape Cod stieg daraufhin ein MH-60 Jayhawk-Helikopter auf, und von der Coast Guard Station Chatham lief ein 42-Fuß-Rettungsboot aus. Der Hubschrauber war als erster vor Ort und setzte eine Lenzpumpe ab.
Mit dieser konnte der Wassereinbruch unter Kontrolle gebracht werden. Die Luftüberwachung wurde fortgesetzt, bis das Rettungsboot ebenfalls eingetroffen war und den Havaristen zum Land begleitete. Dieses wurde dann vom Patroullienboot “Tybee” abgelöst, das die weitere Eskorte bis New Bedford durchführte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Galapagos-Versorgungsfrachter gestrandet und gesunken
(25.02.17) Der ecuadorianische Frachter "Isla Bartolomé", 3079 BRZ (IMO-Nr.: 9469948), lief am Nachmittag des 23.2. kurz nach dem Verlassen des Hafens von Guayaquil an der Nordküste der Isla Puna auf dem Weg nach Galapagos mit einer Fracht von 160 Containern voller Versorgungsgüter auf Grund. Das Schiff schlug leck, erlitt starken Wassereinbruch und entwickelte schwere Steuerbordschlagseite. Schließlich lag es halb unter Wasser zwischen den Tonnen 7 und 8 im Kanal von Cascajal unweit von Posorja. Fischer retteten die Crew von dem sinkenden Schiff. Helikopter wurden geschickt, um losgerissene Container im Meer zu orten. Ein kleiner Ölfleck wurde ausgemacht, der sich aber rasch auflösen dürfte.
Schlepper wurden in Marsch gesetzt, um einen Bergungsversuch zu startetn. Der Governing Council of the Special Regime of the Galapagos (CGREG) und das Ministry of Transport and Public Works erklärte den Notstand in der Inselregion, und daraufhin wurde die Versorgung von Liegenschaften aus der Luft durch Eliecer Cruz, den Ministerpräsidenten des Galápagos Government Council, erlaubt. Am 24.2. befahl Präsident Rafael Correa den Einsatz von Flugzeugen der ecuadorianischen Air Force (FAE), die kleineren Versorgungsschiffen assistieren sollten, damit es nicht zu Engpässen auf den Inseln kommt.
Die "Isla Bartolomé " wurde seit 2015 von der National Navy zum Transport von Versorgungsgütern in dem Inselarchipel eingesetzt. Sie ist 88,6 Meter lang, 15,2 Meter breit, hat sechs Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 3,818 Tonnen. Sie wurde 2013 bei den Western Marine Services in Chittagong, Bangladesch, erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter lief in Ijmuiden auf Grund
(25.02.17) Am Abend des 24.2. lief der unter Antigua Barbuda-Flagge registrierte Frachter "Alrek", 2978 BRZ (IMO-Nr.: 9330953), der Reederei Speck Birte Schmalfeld in Hörsten auf dem Nordseekanal in Ijmuiden aus dem Ruder, als er ein Wendemanöver durchführte. Er kam mit dem Heck am Ufer des Parkwegs in Velsen-Süd fest. Das Schiff kam vom Großen Hauptkai in Velsen-Nord und war nach Södertalje unterwegs.
Rasch waren die beiden Schlepper "Bernardus" und "Telstar" vor Ort, doch erst musste die Wasserschutzpolizei noch ihre Untersuchungen durchführen an Bord. Am 25.2. gegen drei Uhr wurde der Havarist dann freigeschleppt und nach Velsen-Nord zurückgeschleppt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Seeenotretter warteten zur Bergung auf die Flut
(25.02.17) Am 25.2. wurde das Rettungsboot „Idar Ulstein“ alarmiert, nachdem bei Fosnavåg ein Sportboot auf Grund gelaufen war. Nachdem das Boot inspiziert worden war, das mit Schlagseite auf den Felsen lag, entschieden die Seenotretter, vor Ort abzuwarten, bis das Hochwasser hoch genug aufgelaufen war, um den Havaristen wieder vom Ufer zu ziehen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gefahrgutcontainer in Papeete beschädigt
(25.02.17) Ein Kristenstab wurde im Hafen von Moto Uta in Papeete gebildet, nachdem festgestellt worden war, dass zwei Containers mit leicht entflammbarem Inhalt, die am Abend des 23.2. aus Bilbao an Bord des unter Liberia-Flagge laufenden Containerfrachters "Irenes Remedy", 28592 BRZ (IMO-Nr.: 9315850), eingetroffen waren, Beschädigungen erlitten hatten. Eine Sicherheitszone wurde um den Frachter eingerichtet. Einer der beiden Container wies ein Leck auf, aus dem Methanol auszulaufen drohte.
Der zweite war mit Gas gefüllt und während der nächtlichen Lade- und Löscharbeiten beschädigt worden. Es wurde entschieden, den Methanolcontainer zunächst von Bord zu holen. Die Boxen wurden währenddessen mit Seewasser gekühlt.
Staatliche Sicherheitskräfte wurden zum Hafen gerufen, um die lokalen Einsatzkräfte vor Ort zu unterstützen. Die beiden Container waren nicht für Französisch-Polynesien bestimmt gewesen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Autocarrier kehrte nach Feuer nach Southampton zurück
(25.02.17) Der amerikanische Autofrachter „Honor“, 49814 BRZ (IMO-Nr.: 9126297) der auf dem Weg von Southampton nach Charleston, USA, am frühen Morgen des 24.2. in Brand geraten war, kreuzte nach der erfolgreichen Bekämpfung des Feuers durch die Aktivierung des bordeigenen Löschsystems durch die 21-köpfige Crew zunächst vor der Isle of Wight. Mitglieder der Hampshire Fire and Rescue Service wurden an Bord eines SAR-Hubschraubers der Coastguard in Lee on Solent, Hampshire, an Bord abgesetzt.
Sie sollten mit ihrer Spezialausrüstung die Temperatur und mögliche Gasentwicklung in dem abgeschlossenen Ladedeck, in dem es Schäden an den Autos darin gegeben hatte, kontrollieren.
Auch ein Lotse aus Southampton und ein Offizier der Maritime and Coastguard Agency kam an Bord. Um 21.30 Uhr machte das Schiff, nachdem es eine Einlaufgenehmigung erhalten hatte, am neuen Kreuzfahrt-Terminal in Southampton fest. Über das Wochenende sollte das Schiff im Hafen bleiben.
Die “Honor” ist 190,5 Meter lang, 32,2 Meter breit, hat einen Tiefgang von 9,20 Metern und eine Tragfähigkeit von 19,844 Tonnen. Er entstand 1996 bei den Sumitomo Heavy Industries in Yokosuka, Japan, für die American Roll-on Roll-off Carrier LLC in New Jersey.
Quelle:Tim Schwabedissen



Paar von sinkendem Sportboot gerettet
(25.02.17) Die zweiköpfige Crew des sinkenden, fünf Meter langen Hartley-Sportboots „Airini“ wurde am Morgen des 25.2. vor Karitane gerettet. Das Paar hatte um 8.50 Uhr einen Notruf gefunkt, nachdem es nach dem Auslaufen aus Karitane 12 Kilometer vor der Küste in Seenot geraten war. Das Boot hatte Motorausfall und Wassereinbruch erlitten. Die „Road Runner” rettete die beiden 10 Minuten später und nahm ihr halb unter Wasser liegendes boot in Richtung Küste in Schlepp. Dabei stellte sich aber heraus, dass es nicht schleppbar war und wurde sich selbst überlassen. Maritime New Zealand gab eine Navigationswarnung an die Schifffahrt heraus. Nun sollte der Hafenkapitän von Dunedin den Fall übernehmen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre nach Strandung vor Hatvik evakuiert
(25.02.17)
Frachter "Sternö" (Bild: Mikael Berglund)   Großbild klick!

Sternö auf Göta-Fluss gesunken
(24.02.17) Am 24.2. lief der schwedische Frachter "Sternö", 1300 BRZ (IMO-Nr.: 7035420), auf dem Göta-Fluss nördlich der Schleusen von Lilla Edet gegen zwei Uhr auf Grund und schlug leck. Das mit 1300 Tonnen Getreide beladene Schiff war auf Südkurs nach Göteborg unterwegs. Der Frachter legte sich immer weiter auf die Seite und kenterte mit rund 50 Grad Backbordschlagseite an der Kaimauer. Die siebenköpfige Crew konnte sich unversehrt an Land retten.

Frachter "Sternö" (Bild: Stefan Bennhage)   Großbild klick!
Die Männer wurden negativ auf Drogen getestet. Das Schiff konnte am Kai gesichert werden, allerdings war es für Rettungsmannschaften zu riskant, auf den krängenden Frachter zu gelangen, um zu versuchen, ihn zu lenzen. Er lag schließlich halb unter Wasser in dem sieben Meter tiefen Kanal.
Vor Ort waren Vertreter der Kanalbehörde, der Transportagentur und Berger. Das Ölbekämpfungsschiff "KBV 051" (MMSI-Nr.: 265509170) der Küstenwache war vor Ort, um geringe Mengen auslaufenden Öls zu beseitigen. Der Frachter hatte 20 Kubikmeter Kraftstoff an Bord.
Der Schiffsverkehr bei Lilla Edet musste auf unbestimmte Zeit gestoppt werden. Aktuell waren sechs Schiffe davon betroffen.
Frachter "Sternö" (Bild: Mikael Berglund)   Großbild klick!
Die „Sternö“ hat bereits eine bewegte Vergangenheit unter diesem Namen. Am 30.11.1998 kollidierte sie mit der Kvicksund-Brücke nur eine Minute, nachdem ein Zug den Bau über den Mälar-See passiert hatte. Sie war zu der Zeit mit 1350 Tonnen Gerste unterwegs von Köping nach Djurön in Norrköping. Die sechsköpfige Crew blieb unversehrt. Schlechte Sicht hatte den Unfall verursacht.
Am 28.12.2011 lief die "Sterno" gegen 18 Uhr beim Industriehafen von Vordingborg auf Grund, nachdem sie im Hafen gelöscht worden war und auslaufen wollte. Starker Wind könnte zu dieser Havarie beigetragen haben.
Am 27.3.2012 lief die “Sternö” auf der Fahrt von Uddevalla nach Skive auf eine Sandbank in der the Göta Alv südlich von Lödöse. Sie hatte in den Tagen davor eine Ladung Getreide in Lidköping aufgenommen. Ein Maschinenblackout hatte zu der Havarie geführt. Ein leerer Öltank wurde aufgerissen. Der Schlepper "Boa Heimdal" machte den Frachter wieder flott und brachte ihn nach Lödöse. Am Abend ging die Reise nach Göteborg weiter.
Am Abend des 14.10.2012 lief die „Sternö“ auf halbem Wege zwischen Trosa und Nynäshamn südlich von Stockholm auf Grund. Auf dem mit Getreide beladenen Schiff wurde ein Kraftstofftank aufgerissen, 12 Tonnen Öl liefen aus. Das Ölbekämpfungsschiff „KBV 046” wurde zur Reinigung des Wassers in Marsch gesetzt. Versuche, den vor der Insel Fifång südlich von Mörkö festsitzenden Havaristen wieder flottzumachen, begannen am 16.10.
Die fünfköpfige Crew war bei der Havarie unversehrt geblieben. Am 17.10. gelang die Bergung, nachdem 500 Tonnen der Ladung geleichtert worden waren. Die "Sternö" wurde nach Södertälje geschleppt. Am 11.11. nahm sie nach einer Reparatur in Oskarshamn in Kalmar wieder die erste Ladung für Vänern auf.
Das Schiff entstand 1970 bei den Gebr. Niestern Scheepswerf in Delfzijl, der Endausbau erfolgte mit der Montage des Achterschiffs bei der NW Sheepswerf in Appingedam. Es lief als „Ostestrom“ vom Stapel und wurde als „Marionaa“ an die Reederei m.s. "Ostestrom" Horst Frese K.G., Hemmoor, abgeliefert. 1972 wurde es in „Ostestrom“ umbenannt, 1983 in „Seto“. 1984 wurde es zur „Sternö“ der Fiducia Rederi AB, Karlshamn. Das Schiff ist eines der letzten, die unter der schwedischen Flagge in den Gewässern des Landes eingesetzt werden.
Die „Sternö“ hat eine Länge von 76 Metern, eine Breite von 11 Metern, einen Tiefgang von vier Metern und eine Tragfähigkeit von 1350 Tonnen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bargencarrier „Tide Carrier" dicht unter Land
(Bild: Kystverket)   Großbild klick!

Tide Carrier hatte vor dem Auslaufen zahlreiche Mängel und keine Klasse
(24.02.17) Das norwegische Sjøfartsdirektoratet hat bereits am 16.2. während einer Hafenstaatskontrolle auf dem unter Komoren-Flagge registrierten Bargencarrier „Tide Carrier", 38282 BRZ (IMO-Nr.: 8730479), als er noch in Høylandsbygd in Kvinnherad vor Anker lag, eine Reihe von Mängeln festgestellt. Nicht weniger als sechs der acht Beanstandungen waren sicherheitsrelevant und hätten den Einsatz des Schiffes gefährden können. Die Eigner waren angewiesen worden, diese zu beheben, bevor die „Tide Carrier“ Anker lichtete.
Dass dies bis dahin geschehen war, wurde jetzt bezweifelt. Das Sjøfartsdirektoratet erhielt nicht, wie gefordert, die entsprechenden Information darüber. Die "Tide Carrier" wurde unterdessen am 23.2. mit vier Knoten Fahrt zu einem Liegeplatz im Industriepark von Gismarvik in Tysvær geschleppt. Am 24.2. sollte dort die Ursache des wiederholten Maschinenausfalls durch Inspektoren untersucht werden.
“Tide Carrier” im Schlepp
(Bild: Kystverket)   Großbild klick!
Ebenso wollten sie Klarheit darüber, welche Maßnahmen auf den Mängelbericht hin erfolgt waren. Wenn die Instruktionen nicht befolgt wurden, musste der neue Eigner mit Konsequenzen rechnen. Die Komoren-Flagge ist auf der schwarzen Liste der europäischen maritimen Vereinigung Paris MoU.
Die Kosten der Bergungsaktion wurden auf fünf bis sechs Millionen norwegische Kronen geschätzt. Die ausstehende Klassifikation der “Tide Carrier” sollte offenbar von einer "Union Marine Classification Society" durchgeführt werden, die dem Sjøfartsdirektoratet unbekannt war. Die entsprechende Klassenuntersuchung sollte in Dubai durchgeführt werden. Inzwischen wurde mit den Eignern vereinbart, dass das Schiff zwischen zwei und vier Wochen in Gismarvik am Kai verbleiben würde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fischtransporter "Ro North" wird vom Riff gezogen
(Bild: Joergen Groetting)   Großbild klick!

Neuerliche Havarie in Norwegen ging glimpflich aus
(24.02.17) Einen Tag nach der Havarie der “Tide Carrier” kam es in den von Stürmen aufgewühlten Gewässern Norwegens zu einem erneuten Seenotfall: Der von Larsnes kommende, norwegische Fischtransporter "Ro North", 3579 BRZ (IMO-Nr.: 9794965), erlitt am 23.2. um 13.20 Uhr einen Maschinenausfall bei Roan in Süd-Trøndelag. Bei kräftigem Nordwestwind wurde der Havarist nach dem Blackout rasch auf ein Unterwasserriff getrieben. Glücklicherweise befanden sich zahlreiche andere Schiffe in der Nähe, die Hilfe leisten konnten.
Nachdem es der 10-köpfigen Crew gelungen war, die Maschine wieder zu starten, wurde ein Tenderboot ausgesetzt und eine Schlepptrosse zum nur 15 Meter langen Serviceboot “Aqua Power” (MMSI-Nr.: 258297500), ausgefahren. Tatsächlich gelang es diesem, den fast 70 Meter längeren Fischfrachter wieder von der Untiefe herunterzuziehen. Allerdings kam es während der Bergungsarbeiten zu einem Unfall, als eine Trosse brach.
Sie verletzte eines der Crewmitglieder der „Ro North“. Der Mann musste von einem Sea King-Rettungshubschrauber aus Ørlandet abgeborgen und ins St. Olav's Hospital geflogen werden, wo er um 14.25 Uhr eintraf. Die erst im November 2016 in Dienst gestellte "Ro North" steuerte nach der gelungenen Bergung Bessaker an, wo am Abend eine Inspektion des Schiffsbodens durchgeführt wurde.
Die “Ro North “ ist 82 Meter lang, 16 Meter breit, hat sieben Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 3.579 Tonnen. Sie läuft für die Rostein AS in Harøy und lief am 1.7.2015 bei der Larsnes Mek. Verksted AS vom Stapel.
Quelle:Tim Schwabedissen



Versorger rammte FPSO
(24.02.17) Das in Panama registrierte Öllager- und Prozessionsschiff „P 35“, 143742 BRZ (IMO-Nr.: 7351783), von Petrobras wurde am 18.2. von einem Versorger im Campos Basin Field vor Brasilien gerammt. Die Kollision der schwimmenden Lager- und Löscheinheit ereignete sich, als sie mit Wasser versorgt wurde. Menschen kamen nicht zu Schaden, lediglich ein Rettungsboot des Versorgers wurde beschädigt. Ein Schiff wurde neben der „P 35“, dem ehemaligen Supertanker „José Bonifácio“, stationiert, während der Zwischenfall untersucht wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter sank bei Skinnstakknæringen, weitere Kutter in Seenot
(24.02.17) Am 23.2. um 10.47 Uhr fing das JRCC Nordnorwegen den Mayday-Ruf des sieben Meter langen Kutters „Smiler“ (MMSI-Nr.: MMSI:258107240) auf, der drei Meilen nordöstlich von Skarsvåg. in Magerøya Wassereinbruch erlitten hatte. Sofort wurden ein Seaking-Rettungshubschrauber, ein Patroullienboot der Coastguard und das NSSR-Boot „Odin" sowie die „Harstad“ der Küstenwache in Marsch gesetzt. Die zweiköpfige polnische Crew des Kutters wurde von dem in der Nähe befindlichen Fischerboot „Blåfjell“ um 11:30 Uhr an Bord genommen.
Sie waren zu dem Zeitpunkt bereits mit Überlebensanzügen in eine Rettungsinsel gegangen. Fünf Minuten später traf auch der Hubschrauber vor Ort ein. Während die Fischer den Schiffbruch unbeschadet überstanden hatten, gab es für ihr Schiff keine Rettung mehr: Es sank westlich von Skinnstakknæringen. Die beiden Polen wurden durchgefroren, aber unversehrt in Skarsvåg abgesetzt.
Am Abend erlitt ein Kutter, ebenfalls mit zwei Mann an Bord, bei Porsanger Wassereinbruch. Ein Hubschrauber aus Banak setzte eine Lenzpumpe an Bord ab, und es gelang, das Wasser auszupumpen. Der Kutter steuerte dann mit eigener Kraft Smørfjord an. Weil gerade keine Rettungsboote verfügbar waren, eskortierte der Hubschrauber das Schiff.
Nördlich von Sværholdt erlitt um 17.50 Uhr zudem ein 60 Fuß langer Kutter Maschinenausfall.
Das Rettungsboot „Odin" lief erneut aus Havøysund und erreichte den östlich von Mageroya treibenden Havaristen zwei Stunden später. Am späten Abend wurde er nach Honningsvåg eingeschleppt und an einer Werft festgemacht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Doppelte Hilfe für havarierten Kutter
(24.02.17) Der britische Fischfarmversorger "Orcadia II", 199 BRZ (IMO-Nr.: 9766413), und das RNLI-Boot aus Oban, die "Mora Edith Macdonald", kamen am 17.2. einem Kutter zu Hilfe, der mit blockiertem Propeller dicht vor der Küste der Inversanda Bay in Loch Linnhe trieb und einen Notruf gefunkt hatte. Die Stornoway Coastguard sendete einen Pan Pan-Ruf, um Schiffe in der Nähe zur Assistenz zu finden, bis die Seenotretter vor Ort waren.
Während dieses noch im Zulauf war, setzte der Fischfarmversorger ein Arbeitsboot aus, um dem treibenden Kutter zu helfen. Um 13.50 Uhr dann war das RNLI-Boot auch vor Ot und stellte rasch eine Schleppverbindung her. Der Havarist wurde dann zu einer Mooring im Sound of Shuna gezogen und dort gegen 15 Uhr festgemacht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Abgerissene Decks der „Mikhail Lermontov“ Riskiko und Chance in einem
(24.02.17) Die Veränderungen des Wracks des sowjetischen Luxusliners “Mikhail Lermontov” vor Port Gore im Malborough Sound durch das Erdbeben im November 2016 sind Risiko und Chance zugleich. Durch das Erdbeben wurden Sonnendeck, Brückendeck und Peildeck vom Restrumpf abgetrennt. Nun gefährden einerseits Mengen zerrissenen und verbogenen Metalls und lose hängende Kabel Taucher, die in das Wrack eindringen wollen.
Andererseits bieten sich nun vorher nicht vorhandene Einstiegsmöglichkeiten und ein verändertes Habitat. Tarakihi-Fischschulen bieten die Trümmer einen guten Unterschlupf. Die Decks wurden, als das Wrack auf- und abgeschleudert wurde, abgerissen und liegen nun auf dem Grund des Sunds. Vorher hingen sie auf der Seite, da sich das Schiff beim Untergang in 37 Metern Wassertiefe auf seine Steuerborflanke legte.
Auch eine Ladeluke wurde aufgesprengt und bot Tauchern nun die Möglichkeit, deren Inneres zu inspizieren. Im Laderaum fanden sich zwei Container. Seitdem die Sperrzone um das Wrack aufgehoben worden war, hatten Taucher bereits eine Menge Geschirr, Flaschen und andere Erinnerungsstücke aus den Kabinen im Schiffsinnern geplündert.
Der Besitzer des Tauchladens Go Dive Marlborough in Picton, Brent McFadden, hat eine Menge Artefakte in einer Art Museum gelagert, das sich in einer Taucherhütte befindet, die von der Firma einst vermietet wurde. Er hat auch einmal ein paar Guinness probiert, die er in einer der Bars gefunden hatte. Selbst nach 30 Jahren unter dem Wasser war das Bier noch trinkbar.
Am 16.2.2016 wurde anlässlich der 30-jährigen Wiederkehr des Untergangs eine Erinnerungsplakette angefertigt, die McFadden am Schiff anbrachte. Im Januar 2017 war er gerade mit einer Tauchergruppe dabei, das Wrack zu erforschen, als es von einem neuerlichen Erdstoß erschüttert wurde. Einer der Taucher war gerade im Schiffshospital und sah die Wände hin und her wackeln.
Aufgewühlter Schlamm und Sedimente setzten die Sicht sofort auf fast Null herab. Es gab im Schiffsinnern Geräusche, als ob jemand dessen Maschine noch einmal gestartet hätte. Doch die Taucher kamen mit dem Schrecken und einer nachhaltigen Erfahrung davon.
Die „Mikhail Lernontov“ lief am 31.12. 1970 bei der Mathias-Thesen-Werft in Wismar vom Stapel und bildete bei ihrer Indienststellung am 21.4.1972 den Abschluss einer Baureihe von fünf Schwesterschiffen der Ivan Franko-Klasse. Auftraggeber war die Baltische Reederei (Baltic Shipping Company) in Leningrad gewesen. Die Schwesterschiffe waren die „Aleksandr Pushkin“, die bis heute als „Marco Polo“ sowie die „Ivan Franko“, „Shota Rustaveli“ und „Taras Shevchenko,“ die in der Zwischenzeit verschrottet wurden.
Alle fünf Schiffe waren nahezu baugleich und trugen die Namen großer georgischer, ukrainischer und russischer Schriftsteller, in diesem Fall Michail Jurjewitsch Lermontow. Die „Mikhail Lermontov“ war 176,28 Meter lang, hatte eine Breite von 23,55 Meter und einen Tiefgang von 8,20 Metern. Anfangs wurde das Schiff zwischen Bremerhaven und den Kanaren und vom Herbst 1972 bis zum Mai des folgenden Jahres im Bremerhaven-Montreal-Dienst eingesetzt.
1973 folgten Reisen zwischen Leningrad, Bremerhaven, London, Le Havre und New York. Bis 1980 fanden verschiedene Kreuzfahrten und in den Monaten Juni bis August Fahrten von Leningrad nach New York statt, wobei diese auf dem Höhepunkt des Kalten Kriegs auf Betreiben der USA beendet wurden. Von Januar bis Mai 1982 überholte die Bremerhavener Lloyd Werft das Schiff, danach wurde die „Mikhail Lermontov“ in der weltweiten Kreuzfahrt eingesetzt.
Im Frühjahr 1986 führte das Schiff unter dem Kommando des 48-jährigen Ablösekapitäns W. Worobjow eine Reihe von elftägigen Neuseeland-Kreuzfahrten in Charter des Reiseveranstalters CTC durch. Am 16.2.1986 lief es um 15:10 Uhr unter Beratung des Lotsen und Hafenkapitäns von Piction im Distrikt Marlborough, Donald Jamison, mit 330 Besatzungsmitgliedern und 480 Passagieren an Bord aus Picton aus. Der geplante Kurs führte es zunächst wie geplant hinaus auf das offene Seegebiet des Queen Charlotte Sound.
Nachdem der Kapitän die Brücke verlassen hatte und das Schiff sich schon deutlich außerhalb des lotspflichtigen Bereichs befand, änderte es auf Veranlassung des Lotsen seinen vorher besprochenen Kurs und steuerte stattdessen näher an Cape Jackson heran. Auf Nachfrage des wachhabenden Ersten Offiziers entgegnete Jamison, er wolle den Passagieren etwas zum Sehen bieten.
Etwa eine Seemeile vor Cape Jackson entschied der Lotse eine erneute Kursänderung, die das Schiff durch die etwa 460 Meter breite Passage zwischen Cape Jackson und dem vorgelagerten Leuchtturm bei Walker Rock hindurchführen sollte. Beim Passieren dieser Enge lief das Passagierschiff um 17.38 Uhr aber auf einen Unterwasserfelsen und erlitt dabei schwere Bodenschäden. Der Kapitän kam sofort wieder auf die Brücke und leitete die folgenden Maßnahmen.
Nachdem klar geworden war, dass die Pumpen des sich nach Steuerbord überlegenden Schiffes dem Wassereinbruch nicht gewachsen waren, wurde Mayday gefunkt und der Versuch unternommen, es in der Bucht von Port Gore auf Grund zu setzen. Dieses Manöver gelang zwar kurzzeitig; die Stromversorgung des inzwischen antriebslosen Schiffs war aber in der Zwischenzeit durch das eindringende Wasser zusammengebrochen, und die „Mikhail Lermontov“ wurde von der auflaufenden Flut wieder in tieferes Wasser vertrieben. Nun konnte es nicht mehr unter Kontrolle gebracht werden.
Daraufhin übernahmen das RoRo-Fährschiff „Arahura“ und der LPG-Tanker „Tarahiko“ die Passagiere und Besatzung der Mikhail Lermontov. Dabei wurden elf Personen verletzt. Um 22.45 Uhr sank die „Mikhail Lermontov“ vor Gannet Point, wobei ein Besatzungsmitglied umkam.
Obwohl der damalige neuseeländische Verkehrsminister, Richard Prebble, eine formale Untersuchung des Falles ablehnte, ergab eine vorläufige Untersuchung, dass der Lotse Donald Jamison die Beratung des Schiffes außerhalb des Lotsenbereiches des Marlborough Harbour Board weiterführte, er sich in diesem Bereich aber auch gut auskannte. Die Passage zwischen dem Cape Jackson und seinem vorgelagerten Leuchtturm war für ein Schiff der Größe der „Mikhail Lermontov“ jedoch ungeeignet. Jamison erklärte seine Fehlentscheidung durch geistige und körperliche Erschöpfung, hervorgerufen durch mehrere vorangegangene Monate mit etwa 80 wöchentlichen Arbeitsstunden.
Jamison machte später keine Einlassungen mehr zum Untergang des Kreuzfahrtschiffes, gab jedoch freiwillig seine Lotsenlizenz ab. Der erste Offizier der „Mikhail Lermontov“, Sergei Stepanischtschew, wurde nach einer Untersuchung der sowjetischen Behörden zu einer vierjährigen Haftstrafe auf Bewährung und einer Geldstrafe von 20.000 Rubel zugunsten der Baltischen Reederei in Leningrad verurteilt. Zwischen der Baltischen Reederei und dem Marlborough Harbour Board wurde eine außergerichtliche Schadenseinigung getroffen.
Das Wrack der „Mikhail Lermontov“ konnte nicht geborgen werden, lediglich ein Teil des Öls wurde in den folgenden zwei Monaten nach dem Unfall abgepumpt. Heute ist sie ein Biotop und wegen der geringen Wassertiefe auch besondere Taucherattraktion.
Quelle:Tim Schwabedissen



Altes Bunkerschiff sank in Marshaven
(24.02.17) In Marshaven sank am 23.2. ein Bunkerschiff in stürmischem Wetter in der Nacht zum 24.2 auf der Ijsssel in Zutphen. Das Schiff hatte einst Diesel und Gasöl gelagert, war aber nicht mehr in Betrieb. Der Untergang wurde um 5.30 Uhr bemerkt.
Es hatte aber noch Restmengen von Öl an Bord, das nun auslief. Eine Ölsperre wurde am Vormittag von Rijkswaterstaat um das Wrack ausgelegt. Es blockierte die Boote des Ruderclubs Isala.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bulkcarrier trieb vor Terneuzen
(24.02.17) In Am Nachmittag des 23.11. geriet der unter Hongkong-Flagge laufende Bulkcarrier "Golden Saguenay", 41655 BRZ (IMO-Nr.: 9383857), in stürmischer See auf der Westerschelde in Schwierigkeiten. Das Schiff hatte auf Höhe von Terneuzen vor Anker gelegen. Durch den starken Wind hielten die Anker nicht mehr im Grund.
Die Schlepper "Hendrik 7", "Multrasalvor 3", "Multratug 9", "Multratug 22", "Union 5", "Union 6" und "Vebo Runner" wurden zur Assistenz geschickt. Sie waren bis zum Abend damit beschäftigt, den Frachter am weiteren Vertreiben zu hindern. Am 24.2. machte er gegen fünf Uhr in Ghent fest. Er war am 22.2. aus Dünkirchen ausgelaufen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Autofrachter im Englischen Kanal
(24.02.17) Am Morgen des 24.2. brach um 4.30 Uhr ein Feuer auf dem unter US-Flagge laufenden Autocarrier "Honor", 49814 BRZ (IMO-Nr.: 9126297), aus, der sich rund 50 Kilometer nordöstlich von Cherbourg befand. Der Frachter war um 21.40 Uhr des 23.2. aus Southampton in die USA ausgelaufen. Die Crew aktivierte sofort das CO2-Löschsystem und konnte so den Brand unter Kontrolle bringen.
Das Schiff brauchte keine externe Hilfe, wurde aber vom CROSS Jobourg überwacht. Es drehte und machte sich auf den Rückmarsch nach Southampton Der maritime Präfekt für den Englischen Kanal und die Nordsee schickte dennoch den Notfallschlepper "Abeille Liberté" aus Cherbourg sowie einen Cayman-Helikopter der Marine zur Überwachung des Havaristen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Vietnamesisches Ausflugsschiff evakuiert
(24.02.17) Auf einem vietnamesischen Ausflugsschiff kam es am Morgen des 24.2. in der Ha Long Baucht zu einem Wassereinbruch. An Bord waren 47 Touristen, davon 45 Ausländer, die die Welterbestätten in der Quang Ninh-Provinz besuchen wollten. Das Schiff war offenbar von unter Wasser liegenden Felsen aufgerissen worden. Die Fahrgäste wurden auf zwei andere Schiff übergesetzt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tenderboote in Georgetown im Rettungseinsatz
(24.02.17) Ein Boot lief auf Grund, ein anderes sank zur Hälfte am 22.2. in rauer See vor Georgetown. Sie wurden von Tendern der Caribbean Marine Services geborgen. Sechs Kreuzfahrtschiffe mit fast 15,000 Passagieren hatten an diesem Tag vor dem Hafen geankert. Das 42 Fuß lange Taucherboot „Coral Spirit” der Red Sail Sports geriet am Nachmittag in Seenot.
Der Bug geriet durch überkommende Brecher unter Wasser, das Heck ragte anschließend in die Höhe. Einer der 16 Tender der Caribbean Marine Services schleppte das halb gesunkene Schiff ab. Hochgehende Wellen hatten zu einem Wassereinbruch geführt, als es unterwegs in den South Sound war.
Ein Team aus Harbour House, Red Sail und CMS-Crews konnte das Boot bis 20 Uhr wieder auspumpen. Am selben Tag wurde ein Tender des Kreuzfahrtschiffs „Seven Seas Explorer“ auf den Hog Sty Bay-Strand getrieben. Auch hier kam ein Tender der Caribbean Marine Services zu Hilfe und schleppte ihn ab.
Vor Ort waren bis zu fünf Fuß hohe Wellen und 30 Knoten Wind. Die Caribbean Marine Services haben 12 Boote mit einer Kapazität von 250 und vier weitere mit einem Fassungsvermögen von 80 Personen für den Transfer von Kreuzfahrtpassagieren.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf ägyptischem Ausflugsschiff
(24.02.17) Alle 73 Touristen an Bord des ägyptischen Ausflugsschiffes „Nile Marquies“ der Swing of Egypt Tourist Agency mussten durch die Aswan Security Services im Hafen von Edfu evakuiert werden, nachdem es im Maschinenraum zu einer Rauchentwicklung gekommen war. Einsatzkräfte des Zivilschutzes konnten den Brand rasch löschen. Die Fahrgäste konnten auf einem anderen Schiff ihre Fahrt fortsetzen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ein Toter und vier Verletzte bei Explosion auf Offshore-Schiff
(24.02.17) Am Vormittag des 21.2. kam es zu einer Explosion auf dem norwegischen Offshore-Schiff „Normand Maximus", 26832 BRZ (IMO-Nr.: 9744518), vor der brasilianischen Küste. An Bord waren 173 Personen, davon 25 Arbeiter aus Solstad. Ein Mann kam ums Leben, vier weitere wurden schwer verletzt. Das Unglück ereignete sich bei Drucktests auf dem Schiff, das für Subsea, Umbilicals und Risers & Flowlines (SURF) tätig ist.
Quelle:Tim Schwabedissen



Angespülte Wrackteile (Bild: Marcos Palma)   Großbild klick!

Mallorca: Trümmerteile von Großyachten angetrieben
(23.02.17) Auf Mallorca sind an der Küste von Sóller Cala Tuent, Sant Elm und Portocolom in den vergangenen Tagen große Trümmerteile einer Yacht auf den Strand getrieben. Die Reste der Luxus-Yacht wurden über eine große Fläche verteilt an einem Steinstrand angespült. Inzwischen hat das Rätseln über die Herkunft der Schiffsreste ein Ende.
Die an den Küstenorten aufgefundenen Wrackteile gehörten höchstwahrscheinlich zu zwei 30 und 40 Meter langen Yachten, die am 15.1. im Sturm vor der katalanischen Küste von Bord des liberianischen Frachters "BBC Utah", 9611 BRZ (IMO-Nr.: 9468114), der Leeraner Briese-Schifffahrt gerissen wurden. Sie waren in Frankreich erbaut worden und sollten in die USA verschifft werden. Am 14.1. hatte der Transport den Hafen von Genua mit Kurs Fort Lauderdale verlassen. Tags darauf kam es vor Kap Creus an der Küste von Girona zu dem millionenteuren Ladungsverlust.
Mehrere Wellen trafen den Frachter, und die Boote lösten sich aus ihren Verankerungen und stürzten ins aufgewühlte Meer. Dabei wurden sie schwer beschädigt und trieben davon. Der solchermaßen erleichterte Frachter traf am 30.1. im Zielhafen ein.
Eine endgültige Bestätigung über die Herkunft der Wrackteile gab es noch nicht. Die Trümmer waren nach über einem Monat im Meerwasser in einem so schlechten Zustand, dass sie nicht mehr einwandfrei identifiziert werden konnten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Hoch auf den Felsen (Bild: USCG)   Großbild klick!

Drei Bootsfahrer bei Punta Aguila gerettet
(23.02.17) Am Abend des 20.2. lief vor Cabo Rojo, Puerto Rico, ein 23 Fuß langes Sportboot unweit von Punta Aguila auf Grund. Eines der drei Crewmitglieder wurden beim Auflaufen am Rücken und im Gesicht verletzt. Die Coast Guard San Juan wurde von ihnen alarmiert.
Diese schickte einen MH-65 Dolphin-Helikopter der Air Station Borinquen in Aguadilla zu Hilfe. Mit der Hilfe der Fuerzas Unidas de Rapida Accion (F.U.R.A.), gelang es, das hoch auf Felsen liegende Boot zu lokalisieren. Ein Rettungsschwimmer wurde abgesetzt und versorgte den Verletzten.
Er wurde dann mit einer Trage an Bord des Hubschraubers gezogen und ins Centro Medico in Mayaguez zur medizinischen Versorgung geflogen. Die beiden anderen kamen mit einem Krankenwagen ins Centro Medico. Der Einsatz war nach 20 Jahren SAR-Tätigkeit die letzte Rettungsaktion des Piloten, Lieutenant Matthew Udkow. Er hat während dieser Zeit insgesamt 74 Menschenleben gerettet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Die Anker halten nicht (Bild: Nils Hanssen)   Großbild klick!

Bargencarrier drohte bei Feistein zu stranden
(23.02.17) Am 22.2. um 10.48 Uhr erlitt der unter Komoren-Flagge laufende Bargencarrier "Tide Carier", 38282 BRZ (IMO-Nr.: 8730479), auf dem Weg in die Hoylands-Bucht Maschinenschaden. Um ein Abtreiben auf die Küste von Jæren zu verhindern, wurde Anker geworfen und versucht, die Maschine wieder zu starten. Als das Schiff aber bei starkem Westwind weiter trieb, wurde der Schlepper "BB Worker" (IMO-Nr.: 9360051) zu Hilfe gerufen.
Ein Versuch, den Havaristen um 13.30 Uhr auf den Haken zu nehmen, scheiterte allerdings. Nachdem weder die Maschine dauerhaft wieder zum Laufen zu bekommen war noch der Anker im Grund hielt, wurden insgesamt fünf nicht an Bord notwendige Crewmitglieder gegen 14 Uhr von
Schlepper "BB Server" auf Standby (Bild: Nils Hanssen)   Großbild klick!
einem Seaking-Hubschrauber abgeborgen und nach Sola geflogen.
Einer hatte auf dem in den hochgehenden Wellen arbeitenden Schiff eine Schulterfraktur erlitten und kam ins Krankenhaus.
15 Mann der Crew blieben an Bord. Die Drift des Schiffes konnte schließlich nur 100 Meter vor der Felsküste beim Leuchtturm Feistein gestoppt werden. Ein Abschleppen des Havaristen war in der stürmischen See und dem flachen Wasser aber schwierig. Die beiden Schlepper "BB Server" (IMO-Nr.: 9410612) und "BB Lifter" gingen in der Nähe auf Standby.
Auch der Sea King aus Sola blieb vor Ort, falls weitere Evakuierungen notwendig würden. Das NSSR-Rettungsboot "Bergen Kreds",
Bergung Crew (Bild: Frederik Refven)   Großbild klick!
das Lotsenboot „LS 1206“ sowie das Patrollienboot “Bergen” (IMO-Nr.: 9389368) der norwegischen Coastguard kamen hinzu. Die "BB Worker" wurde hingegen aus der Operation abgezogen.
Um 16.15 Uhr gelang es der "BB Server", eine Schlepptrosse am Havaristen festzumachen. Gegen 18 Uhr wurden zwei Bergungsexperten an Bord abgesetzt. Um 20 Uhr stieß der Schlepper "BB Borgøy“ (IMO-Nr.: 9662112) hinzu.
Eine Winddrehung am Nachmittag verkomplizierte die Lage zusätzlich, der Wind sollte am Abend auf Sturmstärke zunehmen. Über Nacht wurde der Havarist auf Position gehalten. Es gelang den Schleppern "BB Server" und "BB Borgøy", der seit 21.15 Uhr am Schiff fest war, ein weiteres Vertreiben in Richtung der nahen Küste zu verhindern.
Verletztenbergung (Bild: Nils Hanssen)   Großbild klick!
Die Eigner schlossen mit der Bukser og Berging einen Bergungskontrakt ab. Die “Bergen” war Commander on Scene. Auch das Patroullienboot “Tor” (IMO-Nr.: 9353369) wurde in die Aktion eingebunden.
Das Coastguard-Depot in Kristiansand und das Ölbekämpfungszentrum in Rogaland wurden alarmiert. Während der Nacht blieben 17 Personen an Bord, darunter zwei Lotsen der Küstenverwaltung. Nachdem sich das Wetter etwas beruhigt hatte, wurde am 23.2. um sechs Uhr begonnen, die Anker zu lichten.
Um 7.15 Uhr starteten die Schlepper damit, die “Tide Carrier” von der nahen Küste wegzuschleppen. Der Konvoi, bestehend aus dem Bargencarrier, der “BB Server”, der BB Worker“ und „BB Borgøy“ sowie den beiden Patroullienbooten, nahm Kurs auf Åmøyfjorden. Die Aktion konnte von einer Bergung zu einer Verschleppung heruntergestuft werden.
Inzwischen stellte sich heraus, dass die “Tide Carrier” ohne gültige Papiere die Fahrt angetreten hatte. Das Schiff hatte 10 Jahre lang aufgelegen, und damit war die durch Norwegian Veritas erteilte Klasse erloschen. Die Nachfolgeorganisation DNV-GL hatte keine Inspektion durchgeführt zur Klasseerneuerung.
Die "Tide Carrier" stand auf einer Liste mit konfizierter Klassifizierung. Die Klasse war erloschen, als am 14.2. die ehemalige "Eide Carrier" der Eide Marine Services AS an die the Julia Shipping Inc. in Charlestown, Saint Kitts and Nevis, übergeben und auf den Komoren registriert worden war. Es gab auch keine Informationen über eine Klasseerneuerung durch eine andere Gesellschaft.
An Bord war eine 20-köpfige Crew, bestehend aus Indern und einem Russen, gewesen. In den Tanks befanden sich 600 Kubikmeter Schweröl und über 300 Kubikmeter Diesel.
Die „Tide Carrier“ hat eine Länge von 262,93 Metern, eine Breite von 32,25 Metern, einen Tiefgang von 12,65 Metern und eine Tragfähigkeit von 40.796 Tonnen. Das Schiff wurde 1989 vom Kherson Shipyard als “Ernesto Che Guevara” erbaut. Bis 1998 lief es als „Gaysin“ und bis 2007 als „Hickory“.
Quelle:Tim Schwabedissen



Havarierter Tanker nach Rotterdam geschleppt
(23.02.17) Auf der Reise von Klaipeda, wo er am 17.2. ausgelaufen war, nach Rouen erlitt der norwegische Chemikalientanker "Finnstraum", 9956 BRZ (IMO-Nr.: 9172222), auf der Nordsee Maschinenausfall. Der Offshore tug "Smit Sentosa" (IMO-Nr.: 9662356) wurde zur Assistenz gerufen und nahm den Havaristen mit Kurs Rotterdam auf den Haken. Hier traf der Tanker am 21.2. gegen 19 Uhr am Service Terminal Rotterdam ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker vor Bitung gestrandet
(23.02.17) Der unter Panama-Flagge registrierte Chemikalientanker "Global Uranus", 7745 BRZ (IMO-Nr.: 9426611), lief am 5.2. vor Bitung auf Grund. Er war beladen unterwegs von China nach Indonesien. Nachdem er durch Berger wieder flottgemacht worden war, lief er am 16.2. in Bitung ein. Von dort machte er sich am 22.2. auf den Weg nach Shanghai, wo er am 1.3. erwartet wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Russische Fischfabrik trieb im Ochotischen Meer
(23.02.17) Am Morgen des 22.2. erlitt die russische Fischfabrik "Pavel Panin", 3834 BRZ (IMO-Nr.: 7703998), Maschinenausfall wegen Problemen mit der Bordelektronik und bat das MRCC Petropavlovsk um Hilfe. Der Havarist trieb auf Position 51 28 N 155 06 O nördlich der Insel Atlasov Island im Ochotischen Meer. Der Bergungsschlepper "Suvorovets" (IMO-Nr.: 7808293) wurde zur Assistenz geschickt und traf am Nachmittag am Havaristen ein.
Am Abend desselben Tages war eine Schleppverbindung hergestellt. Am Morgen des 23.2. hatte der Schleppzug die erste Kurilenstraße passiert und war auf dem Weg nach Petropavlovsk.
Quelle:Tim Schwabedissen



Autofrachter verlor Radarmast
(23.02.17) Der britische Autofrachter "Atlantic Star", 100430 BRZ (IMO-Nr.: 9670573), wurde erheblich an seiner Radaranlage beschädigt, als diese am 19.2. von einem Containerkran im Royal Seaforth Dock in Liverpool, wo das Schiff am 18.2. festgemacht hatte, gerammt wurde. Seitdem wurde das beschädigte Radar demontiert, die Reparatur sollte jedoch noch weitere 7-10 Tage dauern, bevor der Frachter wie geplant nach Halifax auslaufen kann.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter Hamburger Reederei trieb vor Onrskoldsvik
(23.02.17) Am 22.2. trieb der unter Zypern-Flagge laufende Containerfrachter "Nordic Stani", 10318 BRZ (IMO-Nr.: 9483671), der am 19.2. aus Kaliningrad nach Kemi ausgelafuen war, in den Gewässern zwischen Finnland und Schweden auf der Höhe von Ornskoldsvik. Der Schaden war bereits zwei Tage zuvor aufgetreten.
Die schwedische Coast Guard überwachte den Frachter der Nordic Hamburg Shipping Nhs GmbH & Co. KG in Hamburg, bis der finnische Schlepper "Neptun" (IMO-Nr.: 7917965) ihn am Morgen des 23.2. auf den Haken genommen hatte. Der Schleppzug nahm Kurs auf Rauma, wo er am 24.2. erwartet wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Binnenschiff verlor Anker auf der Donau
(23.02.17) Am 19.2. verlor ein ungarisches Gütermotorschiff einen Anker mit einem Gewicht von rund einer Tonne auf der Donau am Liegeplatz oberhalb der Deggendorfer Eisenbahnbrücke. Am Anker waren ca. 20–25 Meter Stahlseil befestigt. Der Verlustort befand sich außerhalb der Fahrrinne.
Der Anker konnte noch am selben Tagvon einem Peilschiff des Wasserschifffahrtsamtes gefunden und geborgen werden. Er wurde inzwischen dem Eigentümer wieder übergeben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Mabrena hat in Duisburg festgemacht
(23.02.17) Das auf dem Rhein leckgeschlagene, französische Binnenschiff „Mabrena“ wurde am 22.2. im Neusser Hafen von Tauchern wieder soweit hergerichtet, dass es nach Duisburg gebracht werden konnte. Gegen 17 Uhre machte es im Hafenbecken B fest. Die vorherige Überführung nach Neuss war am späten Abend des 21.2. abgeschlossen worden.
Bei dem Einsatz unter Leitung der Feuerwehr Düsseldorf war auch die Neusser Wasserwacht vor Ort. Am 20.2. war die Entscheidung gefallen, das Schiff zur provisorischen Reparatur in den Neusser Hafen zu schleppen, wo es um 22.35 Uhr des Folgetags festmachte. Vor Ort wurden die Pumpen der Feuerwehr Düsseldorf weiter betrieben.
Zur Ursache, weshalb das Schiff Leck geschlagen war, gab es noch keine Angaben. Denkbar war aber eine Materialermüdung. Weitere Untersuchungen sollten nun dazu beitragen, die Hintergründe der Havarie zu klären.
Quelle:Tim Schwabedissen



Einhandsegler nach Simon’s Town eingeschleppt
(23.02.17) Am 22.2. um 16.19 Uhr wurde die NSRI Simon’s Town von Zeugen alarmiert, nachdem eine Yacht vor Glencairn in der False Bay in Schwierigkeiten geraten war. Obwohl sie sich in tiefem Wasser zwischen dem Roman Rock Lighthouse und Glencairn befand, schien sie mit ausgebrachtem Anker zu treiben. Vor Ort war Südostwind von 35 Knoten. Versuche, das Schiff über VHF zu erreichen, schlugen zunächst fehl.
Die Telkom Maritime Radio Services (TMRS) bestätigten, dass sie die “Sarah M” mit einem kanadischen Einhandsegler bereits überwacht habe, als er ohne Motor durch die False Bay segelte und bei 50 Knoten Wind einen geschützten Platz in Simon‘s Town zu erreichen suchte.
Das Rettungsboot „Spirit of Safmarine III” nahm Kurs auf die Yacht, und der von East London kommende Skipper berichtete, dass er keinen Motor habe und dringend Hilfe brauche. Er hatte beide Anker mit 80 bzw. 60 Metern Kette ausgebracht, um seinen 70-Tonner während der Nachtstunden gegen den Wind zu halten. Die Anker wogen 50 bzw. 110 Kilogramm, vermochten die Yacht aber nicht zu halten.
Als die Seenotretter eintrafen, befand sie sich eine Dreiviertelmeile vor der Küste von Glencairn. Um die Anker zu lichten, wurden vier Rettungsmänner an Bord der „Sarah M“ abgesetzt, und das Rettungsboot lief zurück zur Station, um eine Ergänzungscrew an Bord zu nehmen. Als es zurückkehrte, wurde weitere Verstärkung übergesetzt und begonnen, eine Schleppverbindung herzustellen.
Dann machte sich das Rettungsboot daran, den Bug der Yacht in den Wind zu drehen. Das Ankerlichten und Manövrieren war ohne Hydraulikkraft auf dem Boot eine schwere Arbeit, die eine Stunde dauerte. Als das Boot endlich so weit war, konnte es nach Simon’s Town eingeschleppt werden. Dabei assistierte der Marina-Manager mit einem RIB, das ebenfalls ausgelaufen war. Im Hafen kam noch die „Ruth First“ der Sea Fisheries hinzu und nahm die schwere Yacht längsseits.
Um 20 Uhr war die Operation zu einem erfolgreichen Ende gebracht. Am 23.2. sollte die „Sarah M“ an einen Liegeplatz im Hafen verholt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schiffbrüchige nach vier Wochen im Pazifik gerettet
(23.02.17) Unweit der Marshall Islands wurden in der vergangenen Woche vier Schiffbrüchige von zwei Booten aus dem Pazifik gerettet. Eines der beiden war fast einen Monat lang auf Drift gewesen. Der Hubschrauber eines Trawlers war aufgestiegen, um nach Thunfischschulen Ausschau zu halten, als der die beiden Kutter zufällig 650 Kilometer vor Kiribati, von wo sie ausgelaufen waren, entdeckte.
Das eine Schiff mit drei Mann an Bord war seit 28 Tagen auf Drift. Auf dem anderen befand sich ein seit 11 Tagen vermisster, 14-jähriger Junge. Der Pilot alarmierte sofort die Coast Guard, und ein Schiff nahm die vier an Bord. Sie waren leicht dehydriert, aber ansonsten wohlauf.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre hatte blockierten Propeller
(23.02.17) Das NSSR-Rettungsboot "Gjert Wilhelmsen" wurde am Abend des 22.2. zur Assistenz der norwegischen Fähre "Loppøy", 207 BRZ (IMO-Nr.: 9751717), gerufen. Die Expressfähre hatte um 17.54 Uhr einen blockierten Propeller gemeldet. Bei ruhiger See konnte sie aber mit der anderen Maschine den Hafen von Hasvik erreichen. Sie machte dort um 19.20 Uhr von Hammerfest kommend fest.
Im Propeller verfangene Netz- oder Tampenreste dürften die Ursache der Blockade gewesen sein. Feb 22. Um 20.30 Uhr verholte das Schiff nach Øksfjord.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yachten im Sturm gestrandet
(23.02.17) Mehrere Segelyachten strandeten am 21.2. bei hohem Seegang an der Karibikküste bei Schoelcher. Darunter befand sich eine acht Meter lange Yacht, die gerade die Anse Madame-Regatta beendet hatte. Der Skipper konnte sich unversehrt retten. Sein Boot wurde gesichert.
Bei Saint-Pierre trieb eine weitere Yacht auf den Strand. Die Crew konnte gerade noch ihre Habseligkeiten retten, dann schlug ihr Boot voll.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gesunkener Katamaran bei Side-Scan-Übung wiederentdeckt
(23.02.17) Ein 26 Fuß langes Charterboot, das vor that Key Largo gesunken und seither verschollen war, wurde in der vergangenen Woche während einer Trainingsübung mit Side-Scan-Sonar durch Offiziere der Florida Fish and Wildlife Conservation Commission wiederentdeckt. Das Katamaran-Boot hatte unweit von Molasses Reef Wassereinbruch erlitten und war dann gekentert. Die vierköpfige Crew wurde durch das in der Nähe befindliche Partyboot „Sailor’s Choice“ aus Key Largo gerettet.
Taucher stiegen nach dem Fund zu dem Wrack ab und bestätigten dessen Identität. Sie fanden auch heraus, dass eine ungesicherte Luke im Achterschiff den Wassereinbruch verschuldet hatte. Berger wurden beauftragt, es aus 30 Fuß Tiefe im Molasses Channel zu heben.
Quelle:Tim Schwabedissen



RNLI-Boot in Seenot
(23.02.17) Das RNLI-Boot aus Swanage wurde am Nachmittag des 22.1. alarmiert, um einem anderen Rettungsboot, der „South of Kimmeridge“, zu assistieren. Das Boot der Tamar-Klasse hatte auf dem Weg nach Salcombe eine Leckage in einem der Kühlwasserrohre erlitten. Die Pumpen kamen zwar gegen den dadurch entstandenen Wassereinbruch an, doch das Boot aus Swanage wurde gebeten, vorsichtshalber auf Standby zu gehen.
Um 13:01 Uhr lief es aus und erreichte den Havaristen 20 Minuten später südlich von St Albans Head. Es war dessen Crew inzwischen gelungen, das Leck zu finden und das Rohr zu flicken. Mit weiter laufender Lenzpumpe ging es nach Poole zurück.
Nach Erreichen ruhigeren Wassers wurde die Geschwindigkeit erhöht, um um 14:30 Uhr die geöffnete Klappbrücke des Hafens zu erreichen. Dies gelang auch, und die „South of Kimmeridge“ machte wenig später an der Pier RNLI Headquarter fest, wo Techniker das Problem untersuchen konnten. Das Boot aus Swanage war um 15:Uhr zurück an seiner Station.
Quelle:Tim Schwabedissen



Munition wird aus historischem Wrack geräumt
(23.02.17) Vor Vancouver Island soll Munition aus dem Wrack des Trawlers HMCS “Theipval” geräumt werden, der vor 87 Jahren auf Patroullie nahe Ucluelet auf Grund gelaufen und gesunken war. Das Schiff wurde seither eine beliebte Tauchstätte und ist als historische Stätte geschützt. In den 1970er Jahren wurde es Teil des Pacific Rim National Park Reservats.
Anfang Juni sollen nun alle noch an Bord befindlichen Munitionsreste von Tauchern der Marine aus dem Wrack geholt werden. HMCS “Theipval” wurde 1917 erbaut und war im 1. Weltkrieg an Kanadas Ostküste im Einsatz, bevor es westwärts nach Vancouver Island ging, wo es 1930 sein Ende fand.
Quelle:Tim Schwabedissen



Erdbeben demolierte Wrack der Mikhail Lermontov
(23.02.17) Das Erdbeben in Neuseeland im November 2016 hat die oberen Decks des gesunkenen sowjetischen Kreuzfahrschiffs “Mikhail Lermontov” im Marlborough Sound abgerissen. Das Beben mit einer Stärke von 7,8 am 14.11. hat den Meeresgrund um bis zu zwei Meter angehoben. Dabei wurde auch das Wrack des am 16.2.1986 gesunkenen Schiffes in Port Gore am Nordende des Marlborough Sound in Mitleidenschaft gezogen.
Der Besitzer von Go Dive Marlborough, Brent McFadden, der tausende von Tauchgängen am Schiff unternommen hat, stellte die Schäden fest. Die oberen drei Decks des 155 Meter langen 20.000-Tonners wurden durch die Kraft der Erschütterung und den Wasserdruck abgerissen, als dieser durchgeschüttelt wurde. Alle Flansche, Nieten oder Bolzen, die das Sonnendeck am Bootsdeck hielten, sind gerissen, und es fiel vom Restrumpf ab.
Das Schiff war immer ziemlich fest gewesen, von daher war es überraschend, dass es so eine Veränderung durchgemacht hat. Das Wrack zieht seit dem Untergang nach dem Auflaufen auf ein Riff Taucher aus aller Welt an.
Quelle:Tim Schwabedissen



Containerfrachter “Grande Senegal" wird von Schleppern gesichtert
(Bild: David Parodi)   Großbild klick!

Frachter trieb im Hafen von Gibraltar
(22.02.17) Bei starkem Wind riss sich der italienische Auto- und Containerfrachter “Grande Senegal", 47218 BRZ (IMO-Nr.: 9377470), am 20.2. gegen 18 Uhr von seinem Liegeplatz an den Gibdocks in Gibraltar los. Zuvor waren alle Schiffe in dem Gebiet aufgefordert worden, wegen des aufziehenden Sturms die Ost- und Westreede gen See zu verlassen, um ihn dort abzureiten. Die "Grande Senegal" allerdings, die am 18.2. von Tema kommend eingelaufen war, wurde gerade Reparaturarbeiten unterzogen, und die Maschine war nicht einsatzfähig.
Nachdem eine Trosse gebrochen war, schwang der Bug des Frachters südwärts herum, und das Schiff trieb in den Hafen. Ein Schlepper der Resolve Marine Group, der sich gerade in der Nähe befand, sowie ein Lotsenboot brachten den Ausreißer zurück an den Kai. Hier wurde er von Schleppern an der Südmole gesichert, bis der Wind nachließ. Nach einer Stunde war die Lage unter Kontrolle. Auch eine Barge auf Coaling Island machte sich selbstständig und musste von einem Schlepper gesichert werden. Insgesamt waren vier Schlepper und das Lotsenboot im Einsatz.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bagger holt die letzten Reste aus dem Wasser
(Bild: Billy Baker)   Großbild klick!

Altes Flussfahrgastschiff verschwindet nun endgültig
(22.02.17) Sie ist ein Stück der Geschichte von Boston, doch nun verschwinden die Reste des 269 Fuß langen Flusskreuzfahrtschiffes SS “Peter Stuyvesant” aus dem Hafen. Seit einem Blizzard am 7.2.1978 hatte das Wrack auf Grund gelegen. Nach seiner Karriere auf dem Hudson River hatte es bis dahin als edle Bar und Dinner-Restaurant an Anthony’s Pier 4 gelegen. Die Reste fallen nun einer Neuentwicklung des Hafenbereichs zum Opfer, in dessen Rahmen Büros, Parkplätze und ein Park dort entstehen sollen.
Die “Peter Stuyvesant” hatte direkt vor der Pier gelegen. Monate nach ihrem Untergang lag sie noch im flachen Wasser auf der Backbordseite mit dem Bug dort, wo sich jetzt das Institute of Contemporary Art befindet, während Arbeiter versuchten, zu retten, was zu retten war. Anthony Athanas, ein bekannter Restaurateur, der auf dem Schiff eine Kunstsammlung betrieben hatte, musste schließlich aber entscheiden, es abzuwracken.
Im September 1979 wurden die oberen Decks demontiert. Der massive Rumpf verblieb aber auf dem Hafengrund, und bei starkem Niedrigwasser war die Silhouette immer wieder sichtbar geworden. Nun aber zieht ein Bagger auf einer Barge auf Position 42-21-12 N 71-02-30 W die letzten verrotteten Trümmer des einst stolzen Schiffes aus dem Wasser.
Quelle:Tim Schwabedissen



Mabrena nach Neuss geschleppt
(22.02.17) Am Abend des 21.2. wurde das französische Binnenschiff „Mabrena“ durch einen Containerfrachter vom Düsseldorf-Reisholzer Hafen nach Neuss geschleppt, wo sie am Abend festmachte. Nach über 52 Stunden endete damit der zeitintensive Einsatz für die Feuerwehr Düsseldorf. Zwischenzeitlich waren bis zu 71 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren Himmelgeist/Itter, Garath, des Umweltschutzzuges sowie des Technik- und Kommunikationszuges sowie der Berufsfeuerwehr mit Tauchern, Löschboot und Spezialkräften der Feuerwache Umweltschutz und technische Dienste vor Ort gewesen.
Als das Containerschiff, das die „Mabrena“ verholen sollte, am 20.2. gegen 15 Uhr eingetroffen war, stellten die Helfer fest, dass die Stromanschlüsse der Pumpen nicht zu denen des Schleppschiffes passten. Die Einsatzkräfte versuchten, andere Stecker zu montieren, doch dabei gab es immer wieder Kurzschlüsse. Ein erster Ablege-Versuch gegen 17.30 Uhr scheiterte.
Erst um etwa 20 Uhr hatte die Feuerwehr mehr Erfolg. Gegen 20.15 Uhr kam es erneut zu einem stärkeren Wassereintritt, sodass die Feuerwehr mit vier Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr sowie mit weiteren Einheiten der Berufsfeuerwehr zum Reisholzer Hafen erneut ausrückte. Mit der Hilfe von weiteren speziellen Schmutzwasserpumpen konnte das Schiff erneut stabilisiert werden.
Zwischendurch förderten die Pumpen 16 Tonnen Wasser pro Minute aus dem Bauch des Havaristen. In der Nacht blieb das Feuerlöschboot mit drei Feuerwehrleuten sowie zwei Einsatzkräften der Freiwilligen Feuerwehr vor Ort um das Lenzen und die Lage des Havaristen zu kontrollieren.
Die Pumpen der Feuerwehr Düsseldorf wurden während der Überführung am folgenden Tag weiter betrieben, um ein neuerliches Volllaufen des Schiffes während der Fahrt zum Neusser Hafen zu verhindern. Um 22.35 Uhr traf der Verband dort ein. In Neuss sollte sich ein Taucher den Schaden von unten ansehen und versuchen, ihn provisorisch zu flicken.
In Reisholz war das nicht möglich gewesen, weil die Strömung dort zu stark war, als dass ein Taucher sicher unter das Schiff hätte gelangen können. Vermutlich muss die „Mabrena“ aber abgewrackt werden, weil eine Reparatur nicht lohnt. Als Ursache der Risse wurde Materialermüdung vermutet.
Als nach dem ersten Wassereinbruch damit begonnen worden war, die 1700 Tonnen Kies zu löschen, damit nicht so viel Gewicht auf den Riss drückt. Dabei wurde aber festgestellt, dass der Druck durch das Wasser von unten die undichte Stelle nur vergrößerte. Also war wieder Kies in den Laderaum geschüttet worden, um die Leckage abzudecken.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer in Kapstadt gelöscht
(22.02.17) Das Feuer auf dem südkoreanischen Trawler "Geum Jeong No.101" in Kapstadt konnte am 21.2. endlich gelöscht werden. Das Schiff hatte an einem Reparaturkai des Hafens gelegen, als es am 18.2. ausgebrochen war. Das City of Cape Town Fire Department, assistiert von der Transnet National Ports Authority (TNPA), war drei lang zur Brandbekämpfung vor Ort gewesen. Eine Ölsperre wurde um den Havaristen ausgelegt.
Die Berger von Ardent Subtech wurden damit beauftragt, das Schiff, das in großen Bereichen ausgebrannt war und starke Backbordschlagseite hatte, zu stabilisieren. Die SAMSA und die TNPA leiteten eine Untersuchung ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bagger brannte auf Frachterdeck
(22.02.17) Ein Bagger auf Deck des unter Färöer-Flagge laufenden Frachters "Hav Sand", 1360 BRZ (IMO-Nr.: 8124474), geriet am Nachmittag des 21.2. am Biomar-Werk in Myre in Brand. Es gelang der Crew, die Flammen zu löschen, noch bevor die alarmierte Feuerwehr eintraf. Auch Sanitäter waren vor Ort, und der Baggerführer wurde auf mögliche Verletzungen untersucht.
Er hatte das Feuer aber schadlos überstanden. Ein anderer Mann, der an den Löscharbeiten beteiligt gewesen war, wurde aber zum Arzt geschickt. Wahrscheinlich hatte der Motor des Baggers Feuer gefangen. Die “Hav Sand” verließ Myre mit Kurs Fuglafjord am 22.2. um 9.30 Uhr wieder.
Quelle:Tim Schwabedissen



Einhandsegler vor Chile gerettet
(22.02.17) Der australische Einhandsegler Shane Freeman, 61, der am Golden Globe Race teilnehmen wollte, das am 16.6.2018, in London beginnt, musste auf der Anreise seine 8,85-Tonnen-Yacht "Mushka", eine 10,06 Meter lange Tradewind 35, aufgeben. Er hatte entschieden, rund Kap Horn zu gehen, um in den Atlantik zu gelangen. Am 18.2. aber wurde sein Boot rund 300 Meilen westlich von Chile von einer großen Welle getroffen und entmastet.
Glücklicherweise befand sich der Skipper gerade unter Deck. Er arbeitet fünf Stunden daran, dass gebrochene Rigg anzuschneiden und ein Notsegel zu errichten. Die chilenische Küstenwache dirigierte den unter Panama-Flagge laufenden Bulkcarrier "Frontier Ambition", 90092 BRZ (IMO-Nr.: 9560390), der sich 100 Meilen nördlich der Yacht befand, dorthin. Shane bat um ein paar Stunden Zeit, um seine Situation zu überdenken. 15 Stunden später entschied er sich, sein Boot aufzugeben und an Bord der “Frontier Ambition" zu gehen.
Zuvor hatte er sein Boot zum Sinken gebracht, indem er eine Wasserzuführung zur Maschine durchschnitt. Auf der Brücke des Frachters erkannte er, dass angesichts der Seeverhältnisse seine Entscheidung die richtige gewesen war. Er sollte in Chile an Land gesetzt werden und von dort nach Australien zurückkehren. Er war am 11.12.2016 aus Melbourne ausgelaufen. 70 Tage später endete seine Reise auf dem Weg zu den Falklands sehr vorzeitig.
Quelle:Tim Schwabedissen



Raffaello wird kulturelles Erbe Irans
(Datum) Iranische Behörden, die für das kulturelle Erbe verantwortlich sind, haben das Ausschlachten des Wracks des ehemaligen italienischen Luxusliners “Raffaello”, 45911 BRZ, untersagt. Der Handel mit Teilen des Wracks sei ein Verstoß gegen geltende Gesetze und würde Strafverfahren nach sich ziehen. Der Iran hat sich der UNESCO Convention on the Protection of the Underwater Cultural Heritage angeschlossen, und so wäre ein derartiges Handeln nach Aussage von Nasser Amirzadeh, dem Vorsitzenden des Büros der Buschehr Provinz der Cultural Heritage, Handicrafts and Tourism Organization strafbar.
Die “Raffaello” und ihr Schwesterschiff “Michelangelo” waren zwei der letzten Transatlantikliner der Geschichte. Die „Raffaello“ war, wie ihr fast zeitgleich gebautes Schwesterschiff, 275,50 Meter lang, 31,20 Meter breit und hatte einen maximalen Tiefgang von 10,40 Metern. Sie konnte 1.771 Passagiere befördern, davon 531 in der Ersten Klasse, 550 in der Kabinenklasse und 690 in der Touristenklasse.
Das Schiff wurde von vier Dampfturbinen angetrieben. Die durchschnittliche Reisegeschwindigkeit lag bei 26,5 Knoten, die Höchstgeschwindigkeit bei knapp 32 Knoten. Die Schiffe fielen nicht nur durch ihre schnittige und elegante Silhouette auf, sondern auch durch ein ungewöhnliches Design.
Die Schornsteine waren von einem vogelkäfigartigen Gitterwerk umgeben und mit langen, schwarzen Spoilern ausgestattet, die Rauch und Ruß ablenken sollten. Am 24.3.1963 war der Stapellauf. Am 25.7.1965 lief die „Raffaello“ in Genua zu ihrer Jungfernfahrt nach New York aus.
Mit zunehmender Konkurrenz durch den Luftverkehr verloren die Schiffe bereits Ende der 1960er Jahre immer mehr Fahrgäste und konnten nie wirtschaftlich betrieben werden. Auf manchen Reisen überstieg die Zahl der Besatzungsmitglieder die der Passagiere. Beide Schiffe konnten nur mithilfe von Staatssubventionen noch einige Jahre fahren.
Die Reederei Italia Line versuchte, die Kosten zu senken, indem man die Besatzungsstärke reduzierte, die Hafenliegezeiten verkürzte und die Geschwindigkeit drosselte. Außerdem leif die „Raffallo“ eine Zeit lang auch als Kreuzfahrtschiff, doch auch hierbei fuhr sie nur Verluste ein. 1975 stellte der Staat die Subventionszahlungen ein, und die Società Italia entschied, die Schwesterschiffe nach nur zehn Jahren außer Dienst zu stellen. Sie wurden zunächst in Genua und dann in La Spezia aufgelegt.
Nachdem mehrere Kaufinteressenten die Schiffe ergebnislos besichtigt hatten und die Società di Navigazione ein Kaufangebot der italienischen Reederei Home Lines abgelehnt hatte, wurden die Schiffe Anfang 1977 an den Schah von Persien verkauft, wo eine Nutzung als Wohnschiff vorgesehen war. Die “Michelangelo” wurde 1991 abgewrackt, weil sie für eine Reparatur zu heruntergekommen war. Die „Raffaello“ ging im Hafen von Buschehr vor Anker und diente als schwimmende Kaserne.
Bereits nach wenigen Jahren war das Schiff infolge Vernachlässigung aber stark heruntergekommen und von Ratten befallen. 1983 wurde die „Raffaello“ bei einem irakischen Luftangriff in Brand geschossen und sank in den flachen Gewässern des Hafens auf Position 28° 49' 0? N, 50° 52' 37? O. 1979 war es teilweise nach Ausrufen der islamischen Revolution bereits geplündert worden.
Heute gehört das Wrack zum wichtigsten kulturellen Erbe des Landes. Es soll zudem als nationale Gedenkstätte eingetragen und so eine Touristenattraktion werden. Dem Umweltministerium war nur ein Fall eines entwendeten Schiffsteils bekannt.
Der Propeller wurde illegal entfernt und nach Isfahan gebracht. Alles andere soll aber noch intakt sein. Das Schiff ist inzwischen auch ein integraler Bestandteil des Ökosystems.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schnellfähre bei Kollision mit Wal beschädigt
(22.02.17) Die japanische Schnellfähre „Venus“, 163 BRZ, mit 108 Personen an Bord kollidierte am 21.2. vor der Küste der Nagasaki-Präfektur mit einem Wal. Beim Aufprall wurden sieben Personen leicht verletzt. Das Schiff war um 10:45 Uhr aus Hkata ausgelaufen und sollte nach einem Stopp in Ashibe um 13 Uhr in Izuhara eintreffen. Der Unfall ereignete sich 15 Kilometer ostsüdöstlich von Izuhara in Tsushima um 12:45 Uhr und hinterließ im Rumpf einen Riss.
Das von Kyushu Yusen betriebene Schiff war mit 65 km/h unterwegs, als es plötzlich einen starken Aufschlag gab. Zwei Stunden verspätet erreichte es den Hafen von Izuhara mit einem fünf Zentimeter langen Riss im Bug. Es kam auch zu einem leichten Wassereinbruch. Der Fährdienst musste zur Reparatur bis zum 23.2. eingestellt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fragatte wieder kielunten
(22.02.17) Die indische Lenkwaffenfregatte “Betwa”, die am 6.12.2016 bei Überholungsarbeiten im Dock in Mumbai kenterte, ist jetzt wieder aufgerichtet und soll bis April 2018 wieder einsatzklar sein. Am 16.1. hatte die Marine die Resolve Marine mit der Bergung des 3,800-Tonners der Brahmaputra-Klasse beauftragt. Als das Schiff beim Ausdocken kenterte, wurden zwei Mann getötet und 14 verletzt.
Das Board of Inquiry unter Führung des Flaggenoffiziers der Offshore Defence Advisory Group, Vizeadmiral Deepak Bali, untersucht den Unfall. Die 2004 erbaute Fregatte war Teil der Task Force 54, die 2006 im Libanon-Krieg Inder und deren Angehörige aus Sri Lanka, Nepal und dem Libanon im Rahmen der Operation Sukoon evakuierte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuerwehr am Binnenschiff „Mabrena"
(Bild: Feuerwehr Duesseldorf)   Großbild klick!

Mabrena wird nur von Pumpen über Wasser gehalten
(21.02.17) Während der Löscharbeiten an Bord des französischen Binnenschiffs „Mabrena", 2397 ts (EU-Nr.: 6000101), am Kai im Hafen von Düsseldorf-Reisholz bei Rheinkilometer 722,5 wurde am Abend des 20.2. ein neuerlicher massiver Wassereinbruch in den Laderaum festgestellt. Es trat mehr Wasser ein, als die eingesetzten Pumpen des Feuerlöschbootes fördern konnten, und das Schiff drohte nun doch zu sinken. Deshalb forderte die Leitstelle der Feuerwehr Düsseldorf weitere Verstärkung an:
Die Leitstelle der Feuerwehr Düsseldorf rief Einheiten der Feuerwache Technische Dienste, die Löschgruppen Garath und Himmelgeist-Itter sowie den Technik- und Kommunikations- und den Umweltschutzzug der Freiwilligen Feuerwehr zur Unterstützung zu Hilfe. Auf die Anforderung hin machte sich auch das Feuerlöschboot der Feuerwehr Köln auf dem Weg in den Reisholzer Hafen. Es wurden zusätzliche Pumpen zum Einsatz gebracht, die pro Minute rund 16. Tonnen Wasser lenzen konnten.
Neben tragbaren Pumpen stand auch das Pumpenmodul des Hytrans-Fire-System zum Einsatz bereit. Dabei handelte es sich um eine hydraulisch betriebene Pumpe, die bis zu acht Tonnen Wasser pro Minute fördern konnte. Solange die Lenzpumpen funktionierten, war die Schwimmfähigkeit des Havaristen, der mehrere Risse im Rumpf hatte, weiter gegeben. Die Feuerwehr würde noch mindestens bis in die Mittagsstunden des 21.2. im Einsatz sein, weil erst bei Tageslicht weitere Bergungsarbeiten möglich waren.
Während der Fahrt von Koblenz nach Duisburg hatte ein Decksmann am 19.2. im Generatorenraum des Frachters den Wassereinbruch festgestellt. Das Wasser war vermutlich über die Ballasttanks in die Laderäume gelangt. Durch die Flutung konnte der auch der Generator, der zum Betrieb der Lenzpumpen notwendig war, nicht mehr in Betrieb genommen werden.
Das Schiff erreichte noch mit eigener Kraft den Flusskai bei Düsseldorf. Die um 17.50 Uhr alarmierte Feuerwehr Neuss benachrichtigte ihrerseits die Leitstelle der Feuerwehr Düsseldorf, die einen Löschzug, die Sondereinheit der Taucher, der Führungsdienst der Branddirektion, Feuerlöschboot und Rettungsboot, Rettungsdiensteinheiten sowie die Löschgruppe Himmelgeist zur Einsatzstelle mobilisierte. Die ersten Einsatzkräfte vor Ort verschafften sich schnell ein Lagebild.
Wasserseitig wurden über die „Löschboot Neuss“ (MMSI-Nr.: 211556260), „Chempark“ (MMSI-Nr.: 211525260) aus Dormagen und „Löschboot Düsseldorf“ (MMSI-Nr.: 211524640) Lenzpumpen in die betroffenen Bereiche eingebracht, landseitig wurde ein Übergang zum hindernisfreien Erreichen des Havaristen aufgebaut. Im Bereich der Ausgleichtanks wurden durch die Spezialisten der Tauchereinheit weitere Pumpen eingesetzt. Im Durchschnitt wurden danach bis zu fünf Tonnen Wasser pro Minute gefördert.
Die Gefahrenabwehrmaßnahmen der Feuerwehr waren nach rund 2,5 Stunden eigentlich beendet, jedoch gestaltete sich die Suche nach einer Fachfirma für die weiteren Lenzarbeiten durch die Vertreter der Hafenbehörde, dem Wasserschifffahrtsamt sowie den Havariekommissar wegen des Karnevals in der Region als äußerst schwierig. Erst nach mehr als fünf Stunden konnte der Großteil der Einsatzkräfte der Feuerwehr ihre Feuerwachen wieder anfahren. Das „Feuerlöschboot Düsseldorf“ blieb durchgehend am Havaristen im Einsatz.
Die „Mabrena“ (EU Nr.: 6000101) entstand 1973 auf der belgischen Werft Fulton, Ruisbroek, für die Emca NV in Berchem als „Emca 47“. 1979 wurde sie zur „Roeland“ von A. Stevens in Ghent, 1984 zur „Willem Albertus“ von A. Versluis in Werkendam, 1992 zur „Mon-Desir“ der Vof. J. van der Stelt Scheepvaartbedrijf in Werkendam. 1998 ging sie ohne Namenswechsel an die Vof. Leinenga - Vennik in Zwolle.
2004 wurde sie zur „Aqua Myra“ der Pefki BV in Rotterdam, 2007 zur „Windrose“ von U. Thiele in Hirschhorn, 2011 zur „Mira Serena“ der Maatschap Torramenta in Maasbracht und 2012 wieder zur „Windrose“. Der Name war auch heute noch unter verschiedenen Farbschichten am Bug erkennbar und hatte zu Irritationen über den tatsächlichen Namen des Schiffes in der Presse geführt.
Tatsächlich aber läuft es seit 2014 als „Mabrena“ für Girard & Astier in Vitry Le Francois. Sie ist 84,93 Meter lang, 11,4 Meter breit und hat 3,37 Meter Tiefgang.
Quelle:Tim Schwabedissen



Föhr: Muschelkutter mit ungesicherter Ladung und übermüdetem Kapitän gestoppt
(21.02.17) Am Nachmittag des 19.2. wurde auf der Föhrer Ley, einem Wattstrom im Wattenmeer östlich der Insel Föhr, auf dem Muschelkutter „Wattenläufer – Wyk 8“, 217 BRZ (IMO-Nr.: 8826656), eine Kontrolle von Beamten des Polizeibootes "Sylt" aus Husum durchgeführt. Wegen der Überschreitung der Höchstarbeitszeit des einzigen wachbefähigten Kapitäns und der mangelhaften Ladungssicherung erhielt der Schiffsführer des 40 Meter langen Kutters ein Verbot der Weiterfahrt. Er musste in den nächstgelegenen Hafen in Wyk auf Föhr einlaufen.
Der Muschelkutter hatte 32 Stahlrohre mit je 20 Metern Länge, einem Durchmesser von 51 Zentimeter und einem Gesamtgewicht von rund 150 Tonnen geladen. Für den Transport hatte der Reeder keine Genehmigung. Die in den Niederlanden angefertigten Rohre waren für die Muschelkulturen in Hörnum auf Sylt bestimmt.
Das Fahrverbot wurde nach Ablauf der Ruhezeit und nach Beseitigung der mangelhaften Ladungssicherung aufgehoben. Weiterhin wurde von dem Kapitän wegen der begangenen Verstöße eine Sicherheitsleistung eingezogen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter "Ocean View" (Bild: Abingdon Fire and Rescue)   Großbild klick!

Gesunkener Kutter verlor Dieselkraftstoff
(21.02.17) Rund 20 Gallonen Diesel liefen am 19.2. aus dem 80 Fuß langen Kutter "Ocean View" aus, der auf dem Perrin River gesunken war. Das Schiff war über Nacht vollgelaufen und in dem fünf Fuß tiefen Wasser untergegangen. Die Abingdon Volunteer Fire and Rescue sowie ein Schadstoff-Bekämpfungs-Team aus Newport News rückten am 20.2. an und legten Ölsperren um das Schiff aus. Warum der betagte Kutter leckgeschlagen war, war noch unklar.
Quelle:Tim Schwabedissen



Coastguard-Boot kollidierte mit Brücke
(21.02.17) Ein 45-Fuß-Boot der US Coast Guard, das mit sechs Personen besetzt war, kollidierte am Abend des 19.2. mit der Stono River Bridge, als es nach einem Flugzeug suchte. Der Unfall ereignete sich gegen 22 Uhr, als das Boot gegen einen Brückenfender krachte und sich den Rumpf beschädigte.
Alle sechs Crewmitglieder kamen mit Verletzungen ins Krankenhaus, darunter Frakturen. Das ebenfalls im Einsatz befindliche Boot des Charleston Fire Department kam zu Hilfe.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kreuzfahrer assistierte Einhandsegler in der Karibik
(21.02.17) Am 20.2. wurde das auf einer Karibik-Kreuzfahrt befindliche, unter Bahamas-Flagge laufende Kreuzfahrtschiff „Harmony of the Seas“, 226963 BRZ (IMO-Nr.:9682875), von der Coastguard gebeten, Kurs auf eine Yacht zu nehmen, die Mayday gefunkt hatte. Kapitän Gus Andersson ging sofort auf Nordkurs, um an der SAR-Aktion teilzunehmen. Er war von Nassau kommend nach St. Thomas auf den Virgin Island unterwegs.
Die Küstenwache verständigte sein Schiff, weil es die geringste Entfernung zu der Yacht hatte. Mit 22 Knoten wurde Kurs auf die gemeldete Position gehalten und Deck 5 geräumt, um von dort aus die Rettungsaktion durchzuführen. Nachdem die Yacht in Sicht war, wurde ein Boot ausgesetzt, um dem Einhandsegler zu assistieren.
Dieser wollte sein Schiff nicht verlassen, stattdessen wurden ihm Lebensmittel und Treibstoff übergeben, sodass er seine Reise fortsetzen kann. Dies tat auch das Kreuzfahrtschiff, nachdem es sein Boot an Bord zurückgeholt hatte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Einhandsegler erlitt Schiffbruch
(21.02.17) Der 41-jährige belgische Einhandsegler Alex Van Cauwenbergh, 41, erlitt auf seiner Fahrt nach Patagonien in einem Sturm mit seiner 10,31 Meter langen und 2,75 Meter breiten Yacht „Mira“ Schiffbruch. Er war unterwegs im Beagle-Kanal, der den Pazifik und den Atlantik bei Argentinen verbindet, in Richtung Fuego, als er am Morgen des 18.2. seinen Notsender aktivierte, nachdem das Boot manövrierunfähig geworden war. Dessen Signal wurde vom MRCC in Ostende aufgefangen, das die Counterparts in Ushuaia um acht Uhr verständigte.
Die argentinische Marine schickte die “Teniente Olivieri”, die um neun Uhr aus Uhsuaia auslief und am Nachmittag bei Bahía Aguirre am Südende der Miter-Halbinsel eintraf. Sie fand um 18.20 Uhr den belgischen Zweimaster gestrandet auf der Seite am Ufer von Puerto Españo liegend vor. Er hatte Schäden an Segel und Aufbauten davongetragen, auch war der Anker verloren gegangen.
Der Skipper wurde unversehrt vorgefunden und wurde nach Ushuaia, gebracht. Hier traf er am Morgen des 19.2. ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ökologische Zeitbombe soll nach 60 Jahren entschärft werden
(21.02.17) Vor exakt 60 Jahren sank der deutsche Frachter “Harburg” mit mehreren hundert Tonnen Öl in den Tanks vor Lidingö und wurde damit eines der für die Umwelt gefährlichsten Wracks in Schweden. In diesem Jahr endlich soll das Öl abgepumpt werden. Die 1919 erbaute „Harburg“ war am 16.2.1957 in den Stockholmer Schären unterwegs und passierte noch die Karlsudd-Brücke sowie Granholmen auf dem Weg nach Liljeholmen.
Hinter ihr lag eine problemlose Ostseepasssage, doch zwischen Duvholmen und Stora Höggarn wurde sie von einem anderen Schiff gerammt und sank binnen weniger Minuten mit 10 Mann ihrer Besatzung. Inzwischen ist das Wrack stark verfallen, und bei einem Zusammenbruch von Rumpfbereichen könnten auf einen Schlag größere Ölmengen auslaufen.
In den vergangenen Jahren wurden etliche Wracks durch die schwedischen Meeresbehörden untersucht und die 31 gefährlichsten von ihnen in einem Report aufgelistet. 2017 wurden fünf Millionen Kronen freigegeben, um drei davon zu entschärfen. Eines von ihnen ist die „Harburg“, aus der in der Vergangenheit bereits mehrfach Öl ausgelaufen ist.
Auch das Sediment um das Wrack ist entsprechend kontaminiert und gefährdet Mikroorganismen, Flora und Fauna. Das Schiff liegt in 22 bis 40 Metern Wassertiefe inmitten des Fahrwassers nach Stockholm, deshalb werden die Pumparbeiten den Schiffsverkehr beeinträchtigen. Die Reinigung aller 31 Schiffe würde rund 200 Millionen Kronen kosten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Truck drohte von abtreibendem Schiff ins Wasser zu stürzen
(21.02.17) Ein Truck wurde am Abend des 15.2. an der Charles A. Woodley Pier in St. Eustatius erheblich beschädigt, al seine Trosse des unter Vanuatu-Flagge laufenden Versorgungsfrachters "Midnight Tide", 670 BRZ (IMO-Nr: 8119974), brach und er in der Folge ins Wasser zu stürzen drohte. Der Fahrer kam mit leichten Verletzungen davon, seine Kabine wurde allerdings schwer beschädigt. Bei stürmischem Wind hatte der Kapitän sich gerade entschlossen, eine weitere Trosse auszubringen, als diejenige, die sein Schiff an der Pier hielt, bereits riss.
Das Schiff trieb daraufhin vom Anleger weg. Auf der RoRo-Rampe stand gerade der Truck, um einen Container aufzunehmen. Er drohte nun von der ins Wasser abgerutschten Rampe ins Wasser zu stürzen. Dem Fahrer gelang es, sich mit einem Sprung in Sicherheit zu bringen.
Andere Personen in der Nähe kamen ihm zu Hilfe, und die Lage wurde unter Kontrolle gebracht. Der Truck konnte mit einem Kran auf die Pier gezogen werden und die "Midnight Tide" den Hafen verlassen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kreuzfahrer rettete gestrandete Kaatamarancrew
(21.02.17) 12 Franzosen wurden am 18.2. gemeinsam von Seychelles Coast Guard und dem Kreuzfahrtschiff “Crystal Esprit”, 3341 BRZ (IMO-Nr.: 8705266), der Crystal Cruises gerettet. Die Seychelles Coast Guard wurde gegen Mitternacht von der “Crystal Esprit” alarmiert, dass der Katamaran “El Diablo“ unweit von Praslin in Seenot war. An Bord waren drei Kinder und neun Erwachsene.
Der Katamaran hatte sich in stürmischer See von seiner Mooringboje losgerissen und war unweit des Strandes auf Grund gelaufen. Wegen schwerer Schäden musste er aufgegeben werden. Boote der Coastguard gemeinsam mit der Crew der "Crystal Esprit" konnten bei Dunkelheit und in schwerem Regen alle Schiffbrüchigen retten.
Die "El Diablo" sank. Die "Crystal Esprit" lief später am Tag planmäßig nach Arideaus, die Geretteten wurden nach Praslin gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Im Meer treibendes Wrackteil stammte nicht von gesunkenem Katamaran
(21.02.17) Am 19.2. wurden ein Wrackteil bei Membakut in der See treibend entdeckt, von denen zunächst angenommen wurde, dass es von dem am 28.1. gesunkenen Katamaran stammen könnte. Doch die Malaysian Maritime Enforcement Agency (MMEA) Sabah und Labuan gab inzwischen bekannt, dass das Treibgut von der Fat Cat Tours Sdn Bhd stammte, die am 13.2. rund 10 Meilen westlich von Mengalum Island nach Maschinenschaden gesunken war. Fünf Mann von deren Crew wurden gerettet.
Der Wrackrest war gegen 11 Uhr einige hundert Meter vom Strand in Membakut entfernt entdeckt worden. Der Informant sagte, er sähe aus wie ein Rest des drei Wochen zuvor mit 28 chinesischen Touristen vor Mengalum zerbrochenen Katamarans. Die Labuan Maritime schickte daraufhin die “Kilat 40” zu der Position, wo sie um 14.40 Uhr eintraf und Fotos machte.
Bei deren Analyse wurde aber klar, dass die Annahme falsch gewesen war. Die Suche nach den fünf noch Vermissten dauerte auch in der vierten Woche in einem Gebiet von 300 Quadratmeilen in den Gewässern von Sabah, Miri und Brunei an. Zwei Crewmitglieder und 20 Fahrgäste hatten seinerzeit lebend gerettet werden können, vier weitere wurden tot geborgen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ein Mann nach Schiffuntergang vor Jeju vermisst
(21.02.17) Ein Fischer wurde schwer verletzt, ein weiterer vermisst, nachdem ein Kutter am 20.2. vor der südkoreanischen Insel Jeju sank. Der 278-Tonner hatte eine 10-köpfige Crew an Bord, als er 40 Kilometer nordöstlich der gleichnamigen Stadt um 13.30 Uhr Mayday funkte und dann sank. Die Crew eines anderen Kutters, der sich in der Nähe befand, konnte um 14.55 Uhr acht Mann aus einem Rettungsboot aufnehmen.
Ein Helikopter fand später einen weiteren Schiffbrüchigen im Wasser, der in kritischem Zustand in ein Hospital in Jeju gefloigen wurde. Die Jeju Coast Guard entsandte außerdem ein Patroullienboot in das Suchgebiet, in dem sich auch noch ein Frachter sowie drei Kutter befanden.
Allerdings erschwerte stürmische See die Rettungsaktion. Warum der Kutter, der auf Makrelen- und Saurelfang war, unterging, war unklar. Er war am 19.2. gegen 13 Uhr aus dem Hafen von Seogwipo ausgelaufen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Aufgegebene Boote bereiten Sorge in Sydney
(21.02.17) Rund um Sydney Harbour erstaunt und besorgt die große Anzahl aufgegebener Sportboote die Anwohner. Alte Dieselboote liegen rings um den Dawn Fraser Pool, und aus ihren Tanks leckt Öl. Die rostigen Wracks stellen entsprechend eine Umweltgefährdung dar.
Es gibt insgesamt aber über 6.700 private und kommerzielle Liegeplätze in Sydney und den umliegenden Gewässern von Pittwater, Botany Bay/Georges River, Brisbane Water, Upper Hawkesbury, Brooklyn und Port Hacking. Wenn Boote nicht an offiziellen Liegeplätzen in Marinas festmachen, können sie eine Mooringlizenz für ein Jahr bekommen an Plätzen, die von den Roads and Maritime Services (RMS) gemanagt werden.
Die Gebühren betragen zwischen 325 Dollar für ein Boot unter sieben Metern Länge in Sydney und Pittwater bis zu 5,904 Dollar für ein 25-Meter-Boot in East Sydney Harbour. Es gibt insgesamt rund 20,000 in Sydney Harbour registrierte Boote. Doch die Gewässer füllen sich weiter mit Booten, die oft nicht mehr genutzt werden und hier sich selbst überlassen bleiben.
Umweltschützer forderten nun, dass Boote in seetüchtigem Zustand gehalten werden müssen. Mooringlizenzen sollten zudem an eine Bootsversicherung gekoppelt werden. Bisher gibt es bei der Erteilung einer Lizenz nur eine visuelle Inspektion, und die Polizei ist nicht in der Lage, so viele Boote zu kontrollieren.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre „SNAV Toscana" (Bild: Vigili del Fuoco)   Großbild klick!

Palermo: Fähre geriet mit 188 Personen an Bord in Brand
(20.02.17) Am 19.2. um sechs Uhr brach im Maschinenraum der italienischen Fähre „SNAV Toscana", 30318 BRZ (IMO-Nr.: 7826790), die von Neapel nach Palermo unterwegs war, sieben Meilen vor dem Zielhafen ein Feuer aus. An Bord waren 113 Fahrgäste und eine 75-köpfige Crew. Der Havarist erreichte mit Schlepperhilfe den Hafen und machte dort gegen 10 Uhr am Santa-Lucia-Kai fest.
Die Passagiere waren zuvor auf den Notfallstationen versammelt worden. Es gab keine Panik an Bord. Unruhe machte sich erst breit, als sie nach dem Festmachen zunächst nicht von Bord durften.
Die zwischenzeitlich am Kai in Stellung gegangene Feuerwehr fürchtete, dass bei einem Öffnen der Pforten der Brand im Maschinenraum neuen Sauerstoff bekommen und wieder aufflammen könnte, nachdem er bereits unter Kontrolle gebracht worden war. Es waren zwar keine offenen Flammen zu sehen, doch Rauch quoll aus dem Schornstein, und auf den Decks war Brandgeruch wahrnehmbar.
Eine Stunde nach dem Anlegen konnten die Fahrgäste dann das Schiff doch verlassen. Die Feuerwehr machte sich an die abschließende Brandbekämpfung. Drehleitern wurden ausgefahren und der Schornsteinbereich mit Wasser gekühlt. Die Feuerwehr blieb dann noch so lange vor Ort, bis klar war, dass es keine Brandnester mehr gab und das Feuer nicht wieder aufleben konnte. Techniker gingen dann an Bord, um die Brandursache zu untersuchen. Der Staatsanwalt in Palermo wartete auf deren Berichte, um zu entscheiden, ob er eine Untersuchung einleiten musste.
Die „SNAV Toscana“ wurde 1981 von der Öresundsvarvet AB in Landskrona erbaut und am 24.6. als „Gotland“ an die Rederi AB Gotland, Visby, abgeliefert. Am 25.6. ging sie in Charter der Oy Vasa-Umeå AB, Wasa, und wurde als „Wasa Star“ auf der Route Sundsvall – Wasa und ab Februar 1982 zwischen Wasa und Umeå eingesetzt. Am 14.2.1082 lief sie vor Holmsund auf Grund und riss sich drei Tanks auf.
Am 19.2. wurde sie bei HDW Kiel zur Reparatur gedockt. Am 1.4. ging sie in den Dienst Wasa – Sundsvall zurück. Am 31.8. wurde es aus dem Verkehr genommen, weil die neuen Eigner Enso-Gutzeit die Eisfahrfähigkeit fehlte, und sie legten es in Sundsvall auf. Im Mai 1983 ging es in Charter der Karageorgis Line, Piräus, und verließ am 15.6 Sundsvall mit Kurs Valletta.
Ab Mai ging es in den Fährdienst Patras – Ancona und Ancona - Igoumenitsa. Am 29.8.1983 erfolgte der Verkauf an die A/S Larvik-Frederikshavnferjen, Larvik. Im Oktober 1983 wurde sie in internationale Gewässern außerhalb Ancona verholt, um eine Pfändung zu vermeiden, nachdem es zwischen Enso-Gutzeit und Karageorgis über die Charter zu einem Streit gekommen war.
Eine schwedische Besatzung wurde nach Ancona geflogen, um die Fähre nach Schweden zu bringen. Die Mannschaft wurde mit einem Schnellboot auf das Schiff herausgebracht, doch die Griechen weigerten sich, das Schiff zu verlassen, bevor sie ihre ausstehenden Heuern für drei Monate erhalten hatten. Das Schiff nahm Kurs auf Gibraltar, wo der Streit beigelegt und Bunkeröl aufgenommen werden konnte.
Von dort ging es direkt nach Landskrona. Am 12.1.1984 ging es von dort nach Norwegen, und ab März konnte die Fähre als „Peter Wessel“ im Dienst Larvik – Frederikshavn eingesetzt werden. Am 27.6.1986 kollidierte sie mit der unter Panama-Flagge laufenden „Sydfjord“, die mit ihrer ganzen Crew sank. Am 1.9.1988 machte sie bei Blohm & Voss in Hamburg fest, wo sie um 22,5 Meter verlängert wurde. Im Januar 1990 ging sie an die Vard A/S (Larvik Line A/S), Larvik, am 1.10. in eine Charter der Color Line, Larvik. Im April 2006 verlegte sie vom Fährdienst Larvik – Frederikshavn auf die Linie Larvik - Hirtshals. Am 22.3.2007 kam es zu einem Brand in einer Schalttafel auf der Reise Larvik – Hirtshals, und das Schiff steuerte Frederikshavn an.
Am 26.4. war es zurück im Dienst. Am 19.10.2007 erfolgte der Verkauf an die Mediterranean Shipping Company (Aliscafi Snav), Neapel. Am 6.4.2008 war die letzte Überfahrt Larvik – Hirtshals, dann ging es nach Sandefjord und von dort weiter ins Mittelmeer.
Im Juni ging das Schiff als „SNAV Toscana“ in den Liniendienst Civitavecchia – Palermo und Civitavecchia - Porto Vecchio. Im September 2010 kam es auf die Linie Genua – Palermo, im Januar 2011 auf die Route Genua - Porto Torres und im Februar 2011 in den Dienst Neapel - Palermo. Am 24.2. lief es von Palermo nach Tripoli, um dort eine Evakuierung von Flüchtlingen aus Libyen durchzuführen.
Am 27.2. machte es in Valletta mit 1749 Geretteten an Bord fest. Im Mai ging es auf die Route Civitavecchia – Olbia, ein Jahr darauf auf die Linie Genua - Porto Torres. Vom 1.2. bis 25.2.2015 diente es als Hotelschiff in Sotschi bei den Olympischen Spielen. Im Mai 2015 begann eine Charter für Petrofac als Unterkunftsschiff auf den Shetlands, ehe das Schiff wieder für den Dienst Neapel-Palermo ins Mittelmeer zurückkehrte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter vor Lesbos auf Riff gelaufen
(20.02.17) Der unter Togo-Flagge laufende Frachter “Bellatrix”, 2457 BRZ (IMO-Nr.: 8230405), lief am Morgen des 16.2. auf ein Riff nördlich der Insel Lesbos. An Bord war eine 12-köpfige Crew, neun Ukrainer und drei Georgier, die unverletzt blieben. Das Schiff erlitt aber einen Riss im Rumpf und Wassereinbruch, sodass es leichte Schlagseite entwickelte.
Die griechische Küstenwache inspizierte den Havaristen und schickte einen Schlepper mit 250 Metern Ölsperren an Bord zur Unglücksstelle. Die “Bellatrix” war am 18.1. mit einer Ladung Getreide aus Mykolayiv nach Izmir ausgelaufen. Untersuchungen durch Taucher am Morgen des 17.2. zeigten, dass die Antriebsanlage unversehrt geblieben war.
Ein Patroullienboot ging unweit der Strandungsstelle auf Position. Bereits am 4.12.2016 war die “Bellatrix" beim Auslaufen aus dem Hafen von Eysk in der Azov-See auf Grund gelaufen. Schlepper machten es wieder flott. Es war mit 3.298 Tonnen Mais für Famagusta beladen gewesen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motoryacht im Vollbrand (Bild: USCG)   Großbild klick!

Vier Sportfischer vor Surfside gerettet
(20.02.17) Die Coast Guard Station Freeport wurde am Nachmittag des 19.2. zu zwei Notfällen alarmiert. Um 13.03 Uhr funkte eine mit vier Personen besetzte, 40 Fuß lange Viking-Motoryacht Mayday, nachdem neun Meilen nördlich von Surfside ein Feuer an Bord ausgebrochen war. Die Crew bekam es nicht unter Kontrolle und ging in eine Rettungsinsel. Um 13.40 Uhr war ein 45-Fuß-Boot der Station Freeport vor Ort, das von der Coast Guard Houston-Galveston mobilisiert worden war, und nahm die Schiffbrüchigen an Bord.
Für das in Vollbrand stehende Boot gab es keine Rettung, es sank um 15.15 Uhr. Um 13.44 Uhr meldete die Wache Brazoria County, dass ein Boot bei den Freeport Jetties gekentert war. Von der Station Freeport lief ein 29-Fuß-Boot aus, um dessen Skipper zu retten. Doch dieser war mit einer Rettungsweste ohne Hilfe ans Ufer gelangt. Das 29-Fuß-Boot übernahm dann die vier Geretteten des Sportkutters vom größeren Rettungsboot und brachte sie an Land.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wassereinbruch auf Binnenschiff bei Düsseldorf
(05.02.17) In Düsseldorf bei Flusskilometer 772,5 schlug das mit 1.700 Tonnen Kies beladene, holländische Binnenschiff "Mabrena", 2397 ts (EU-Nr.: 6000101), ex „Windrose“, am Abend des 19.2. leck. Die Düsseldorfer Feuerwehr wurde in Zusammenarbeit mit den Löschbooten der Feuerwehr Neuss und Chempark Dormagen zu Hilfe gerufen. Das Schiff lag in Höhe des Hafens Reisholz und hatte Wassereinbruch in den zwei Laderäumen. Die Feuerwehr sicherte die Einsatzstelle, der Einsatzleiter stand dabei im ständigen Kontakt mit Umweltamt, Wasser- und Schifffahrtsamt, dem Schiffsführer sowie dem Havariekommissar, um die weiteren Aktionen zu planen. Die Feuerwehr Neuss benachrichtigte die Leitstelle der Feuerwehr. Ein Löschzug, die Sondereinheit der Taucher, der Führungsdienst der Branddirektion, Feuerlöschboot und Rettungsboot, Rettungsdiensteinheiten sowie die Löschgruppe Himmelgeist eilten zur Einsatzstelle. In die Laderäume lief das Wasser vermutlich über die Ausgleichstanks. Durch den Ausfall des Generators an Bord des Schiffs konnten die eigenen Pumpen nicht in Betrieb genommen werden. Wasserseitig wurden über die Löschboote „Neuss“, „Chempark“ aus Dormagen und „Düsseldorf“ Pumpen in die betroffenen Bereiche eingebracht, landseitig wurde ein Übergang zum hindernisfreien Erreichen des Frachters aufgebaut. Im Bereich der Ausgleichstanks wurden durch die Spezialisten der Tauchereinheit weitere Pumpen eingesetzt. Im Durchschnitt wurden bis zu 5.000 Liter Wasser pro Minute gefördert und somit weitere Schäden abgewendet. Die genaue Leckage konnte aber zunächst nicht lokalisiert werden. Die Gefahrenabwehrmaßnahmen der Feuerwehr waren nach rund 2,5 Stunden eigentlich beendet, jedoch gestaltete sich die Suche nach einer ausführenden Fachfirma für die weiteren Pumparbeiten am Havaristen durch die Vertreter der Hafenbehörde, dem Wasserschifffahrtsamt sowie dem Havariekommissar als äußerst schwierig. Nach mehr als fünf Stunden konnte der Großteil der Einsatzkräfte der Feuerwehr aber abrücken. Das Feuerlöschboot der Feuerwehr Düsseldorf blieb bis zum Morgen des 20.2. vor Ort, die Pumparbeiten am Havaristen weiter durchzuführen. Das Löschboot „Düsseldorf“ verblieb an diesem Tag weiterhin am Schiff.
Quelle:Tim Schwabedissen



Havarierter Tanker mit Sicherheitsmängeln in die Kette gelegt
(20.02.17) Der unter Marshall Islands-Flagge laufende Tanker "Alsterstern", 17034 BRZ (IMO-Nr.: 9053220), der am 1.2. 70 Meilen westlich von Ons einen Maschinenschaden auf der Reise von Las Palmas nach Litauen erlitten und am 2.2. nach Vigo eingeschleppt worden war, wurde von den Hafenbehörden dort mit einem Fahrverbot belegt, nachdem etliche Mängel an Bord entdeckt worden waren. Sie gefährdeten die Navigationsfähigkeit und Sicherheit des Schiffes und möglicher Ladungen sowie die Umwelt und die Crew.
So musste der Tanker trotz der abgeschlossenen Maschinenreparatur im Hafen bleiben, bis die Mängel abgestellt worden sind. Kapitän Daniel Blanchard aus Kanada war zuversichtlich, dass dies in Kürze der Fall sein würde. Doch es wurde erwartet, dass die “Alsterstern” auf jeden Fall noch eine Woche an der Areal-Pier verbleiben würde, ehe die MOU-Inspektoren zufrieden wären.
Quelle:Tim Schwabedissen



Mindestens 11 Tote bei Schiffsunglück in Sri Lanka
(20.02.17) 11 Menschen, darunter ein Kind, kamen am 18.2. ums Leben, nachdem es mit 40 Pilgern an Bord im südlichen Sri Lanka gesunken war. Normalerweise war es nur zum Fischfang eingesetzt und keineswegs zum Transport so vieler Menschen gedacht. Deshalb kenterte es am Morgen, als es mit 19 Schiffen an einer religiösen Prozession teilnahm. Die Anzahl der Toten könnte noch weiter ansteigen. Ein Helikopter, vier Boote der Marine und 11 Taucher beteiligten sich an den Rettungsbemühungen. Netze, die im Wrack lagerten, machten diese Arbeit noch komplizierter.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kollabierender Kran beschädigte Frachter in Ashdod
(20.02.18) Ein großer Kran brach am 19.2. gegen 18 Uhr im südlichen Teil des Hafens von Ashdod zusammen. Der Ausleger krachte auf das Deck eines am Kai liegenden Frachters. Menschen kamen nicht zu Schaden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler in Kapstadt weiter instabil
(20.02.17) Styroporschaum hat am 18.2. um 1.20 Uhr den südkoreanischen Trawler "Geum Jeong No. 101", 885 BRZ (IMO-Nr.: 8312473), in Brand gesetzt, der seit etlichen Monaten an einem Reparaturkai in Kapstadt lag. Das Betreten des Schiffes war wegen dessen Backbordschlagseite weiterhin zu riskant. Löschwasser hatte sich dort angesammelt. Ein Marinearchitekt sollte nun die Stabilität des Havaristen untersuchen. Das Feuer in den Aufbauten und auf dem Achterschiff hat an Bord schwere Schäden verursacht. Vom Kai her war die Feuerwehr von Kapstadt dabei, den Rumpf zu kühlen, wasserseitig assistierte ein TNPA-Schlepper.
Quelle:Tim Schwabedissen



Insgesamt 58 Verletzte nach Kollision im Mactan Channel
(20.02.17) Die Maritime Industry Authority (Marina) hat am 20.2. die Fahrgenehmigung für die 1996 erbaute, philippinische Katamaranfähre “St. Braquiel”, 292,5 BRZ, der 2Go Travel eingezogen im Nachgang der Kollision des mit 90 Passagieren besetzten Schiffes mit der Barge „SMC 8“, 1302,64 BRZ, der San Miguel Corp. Die Lizenz von Kapitän Reniero Maurin der Fähre sowie Kapitän Edgardo Binolirao des Schleppers „Matatag“ der Philmarine Service Corp. (PSC) wurden ebenfalls suspendiert. Marina-Central Visayas leitete eine formelle Untersuchung ein.
Die “St. Braquiel” war dem Schleppzug ins Heck gelaufen, als beide Schiffe den Mactan Channel am 18.2. gegen 22 Uhr ansteuerten. Die „St. Braquiel”, die maximal 247 Menschen transportieren darf, kam von Ormoc City und war nach Cebu City unterwegs. Sie befand sich 500 Meter von der Marcelo Fernan Bridge entfernt.
Die mit leeren Flaschen und Bierkisten beladene, 80 Meter lange “SMC 8” war um 17 Uhr aus Estancia, Iloilo City, zur San Miguel Corp. (SMC) in Looc, Mandaue City, ausgelaufen, wo sie um 22 Uhr hätte eintreffen sollen. 58 Fahrgäste wurden beim Aufprall der „St. Braquiel“ insgesamt verletzt, 23 kamen ins Krankenhaus, davon 17 ins Chong Hua Hospital, fünf ins Cebu Doctors’ Hospital und einer ins Vicente Sotto Memorial Medical Center (VSMMC). Die “St. Jhudiel”, ein Schwesterschiff der verunglückten Fähre, hatte sie zuvor von Bord geholt.
Es dauerte allerdings zwei Stunden, den Havaristen überhaupt zu erreichen. Die Verunglückten wurden dann zur Pier 4 gebracht, wo Krankenwagen zum weiteren Transport bereit standen. 45 Personen konnten inzwischen wieder entlassen werden, die anderen vier, darunter der Fährkapitän, blieben in stationärer Behandlung.
Die Barge wurde bei dem Zusammenstoß achtern und an Backbordseite beschädigt, der Schlepper “Matatag” kam ohne Schäden davon. Der Schleppzug war bei der Kollision mit 2,8 Knoten unterwegs, die Geschwindigkeit der Fähre war noch unbekannt. Offenbar hatte die “St. Braquiel” Maschinenprobleme gehabt, als sich die Kollision ereignete. Sie machte mit Steuerbordschlagseite am 19.2. beim Mactan Shipyard fest.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fährunglück in Süd-Sulawesi
(20.02.17) Das Fahrgastschiff „Dharma Kartika“ sank am Morgen des 20.2. in den Gewässern von Bone, Süd-Sulawesi. Das Schiff hatte 95 Passagiere, davon 47 Männer, 39 Frauen und neun Kinder an Bord. Es gab noch keine Informationen über Opfer und Überlebende. Die National Search and Rescue Agency (Basarnas), in Makassar leitete eine Rettungsaktion ein.
Offenbar war das Schiff mehrere Stunden vor dem Untergang auf Position 04 31' 217" S- 120 24' 901" O auf Grund gelaufen. Es hatte am Morgen den Hafen Bajoe nach Kolaka Port in Zentral-Sulawesi verlassen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wrack des Kutters „Potsdam“
(Bild: Wasser- und Schifffahrtsamt)   Großbild klick!

Rügen: Kein Verdacht auf Sabotage beim Untergang der Potsdam
(19.02.17) Über 180.000 Euro hat die Bergung des Kutters „Potsdam“ gekostet, der trotz des dafür nötigen großen Aufwands vor Rügen geräumt werden musste, weil er 16 Seemeilen östlich von Sassnitz in der Einfahrt zum Verkehrstrennungsgebiet Adlergrund zu dicht unter der Wasseroberfläche lag. Bei dieser Gelegenheit kann nun vielleicht auch die Frage, warum der Kutter gerade auf seiner Fahrt zum Abwracken nach Nexö unterging, geklärt werden. Veranlasst wurde die Bergung durch das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) Stralsund auf Grundlage des Wrackbeseitigungsübereinkommens von Nairobi, das in Deutschland seit 2015 Gesetz ist.
Im Anschluss an die Bergung wurde die Havariestelle beräumt und die nach dem Untergang aus Sicherungsgründen ausgelegte Einzelgefahrentonne durch das WSA Stralsund eingezogen. Das mit der Aktion beauftragte Rostocker Taucherunternehmen „Baltic Taucher“ hatte wochenlang ein günstiges Wetterfenster abgewartet und benötigte für die Arbeit zwei Tage lang gutes Wetter. Zur Verkehrssicherung war das Mehrzweckschiff „Arkona“ des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes (WSA) Stralsund im Bereich des Wracks in Stellung gegangen, um die Schifffahrt zu warnen und den Bereich der Taucharbeiten freizuhalten.
Am 14.2. um 10:30 ging der dänische Schwimmkran „Sanne A“ in Begleitung der Mehrzweckfähre „Mira A“ am Wrack des auf Position. In mehreren Tauchgängen wurden Hebegurte unter das in 24 Metern Tiefe liegende Wrack gezogen. Die Arbeiten musste nach Einbruch der Dämmerung unterbrochen werden.
Am Morgen des 15.2. ging es direkt mit den letzten Vorbereitungen unter und über Wasser weiter. Um 9:30 begann der Kran mit dem Heben. Nachdem das Wrack an der Oberfläche angekommen war, wurde es ausepumpt und dann um 13 Uhr an Bord der Mehrzweckfähre „Mira A“ abgesetzt. Damit war der Einsatz auch für das „ Arkona“ beendet, die Gefahrstelle war beseitigt, und der Schiffsverkehr konnte seither wieder ohne Einschränkungen die Einfahrt zum Verkehrstrennungsgebiet passieren.
Nach dem Einlaufen in Rostock begannen die Experten der Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) mit der Inspektion des Wracks, um die Ursachen des Untergangs zu ergründen. Nach ersten Erkenntnissen gab es aber keine Hinweise auf ein absichtliches Versenken des schon zu Beginn der letzten Reise maroden Schiffes.
Quelle:Tim Schwabedissen



Löschversuche Angelkutter (Bild: USCG)   Großbild klick!

Motorboot ging im Houston Ship Channel in Flammen auf
(19.02.17) Personal der Coast Guard Station Galveston rettete am Nachmittag des 18.2. die zweiköpfige Crew eines 44 Fuß langen Sportfischerbootes, das im Houston Ship Channel sechs Meilen östlich von Kemah in Flammen aufgegangen war. Die Küstenwache lokalisierte das Boot um 12.45 Uhr bei Tonne 63. Die beiden Männer an Bord konnten abgeborgen werden, ehe ihr Fahrzeug von den Flammen verschlungen wurde.
Ein Löschboot des Port of Houston wurde aus Barbour’s Cut mobilisiert, ebenso das Harris County Sheriff’s Department. Sie konnten den Untergang aber nicht verhindern. Die Coast Guard richtete eine Sicherheitszone um die Untergangsstelle ein, und Sea Tow sollte das Wrack auf dem Schifffahrtskanal bergen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ameland: Kutter drohte Gasplattform zu rammen
(19.02.17) Am 15.2. um 11:30 Uhr erhielten die Maritime holländische Polizei durch die Küstenwache die Meldung, dass ein Kutter fast eine Gas-Plattform der AWG auf der Nordsee bei der Insel Ameland gerammt habe. Es herrschte schönes Wetter mit guter Sicht. Der Urker Kutter „Limanda – UK 166“, 78 BRZ (MMSI-Nr.:245262000), war der 500-Meter-Sicherheitszone rund um die Plattform eingelaufen.
Als er entdeckt wurde, wurde auf der Plattform laut Alarm geschlagen und das Personal zusammengeholt, um nötigenfalls die Plattform zu verlassen. Glücklicherweise hörte man auf den Kutter offensichtlich auch den Alarm. Durch ein hartes Rückwärtsmanöver konnte eine Kollision vermieden werden. Der Abstand betrug zu der Zeit nur noch 30 Meter.
Quelle:Tim Schwabedissen



Patroullienboot "Svalbard" schleppt (Bild: Kystvakten)   Großbild klick!

Russischer Trawler trieb in der Barentssee
(19.02.17) Der russische Trawler "Borey", 822 BRZ (IMO-Nr.: 7720001), erlitt am 16.2. rund 350 Meilen vor Bear Island in der Barentssee Maschinenschaden. Die Lage war nicht dramatisch, doch die Wettervorhersage prophezeite Sturm, und die Distanz zur nächsten Küste war groß.
Die norwegische Coastguard schickte deshalb das Patroullienboot "Svalbard" zur Assistenz, das den Havaristen auf den Haken nahm. Am 18.2. um 22.10 Uhr erreichte der Konvoi den Hafen von Tromsø zur Reparatur
Quelle:Tim Schwabedissen



Ponton mit drei Personen vor Prerow abgetrieben
(19.02.17) Am 16.2. rettete der Seenotkreuzer „Theo Fischer“ vor Prerow drei Menschen von einem abgetriebenen Ponton. Zwei Männer und eine Frau waren mit einem motorisierten Arbeitsponton zu Arbeiten an der Seebrücke unterwegs, als der Motor ausfiel. Durch ablandigen Wind wurde der Ponton zwei Seemeilen aufs offene Meer getrieben. Wegen der derzeit herrschenden Eislage am Darß konnte das Seenotrettungsboot „Zander“ der Freiwilligen-Station Zingst nicht zum Einsatz kommen, woraufhin der Seenotrettungskreuzer um 10.40 Uhr alarmiert wurde. Wegen der Versandung des Nothafens Darßer Ort lag die „Theo Fischer“ in Barhöft und hatte eine entsprechend lange Anfahrt nach Prerow.
Sie erreichte um 11.40 Uhr den abgetriebenen Ponton und übernahm die drei Personen. Alle drei waren wohlauf und wurden von den Seenotrettern mit heißen Getränken versorgt. Der Ponton wurde vom Tochterboot zurück an die Seebrücke geschleppt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bullcarrier nach drei Tagen in Skikda wieder flottgemacht
(19.02.17) Der am 14.2. in Skikda auf Grund gelaufene, unter Marshall Islands-Flagge laufende Bulkcarrier "Sea Lady", 27986 BRZ (IMO-Nr.: 9266188), wurde am 16.2. wieder flottgemacht durch sechs Schlepper mit 2500 bis 6500 PS. Er wurde dann an Liegeplatz 13 gebracht, wo die 42.000 Tonnen Mais gelöscht werden sollzen. Offenbar war das Schiff mit zu hoher Fahrt in den Hafen eingelaufen und dann wegen baulicher Spezifika, die aus der Vergangenheit als Tanker herrührten, nach Steuerbord abgedriftet, wodurch es in einen Hafenbereich mit weniger Wassertiefe als den erforderlichen 13,5 Metern abkam.
Ein erster Bergungsversuch am 15.2. war wegen zu niedrigen Wasserstands gescheitert. Nun wurde der Havarist künstlich um vier Grad gekrängt, um vom Grund herunterzurutschen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter sank bei Kap Gris Nez
(19.02.17) Am 17.2. assistierte der britische Trawler "Louise Jane" (MMSI-Nr.: 235040701) einem Landsmann auf dem Kutter "Out of the Blue", der um 11.25 Uhr Mayday gefunkt hatte. Das MRCC Dover informierte das CROSS Gris-Nez darüber, dass dieser starken Wassereinbruch neun Meilen vom Kap Gris-Nez habe. Die "Louise Jane", die sich in der Nähe befand, assistierte mit ihren Lenzpumpen und nahm den Skipper der "Out of the Blue" an Bord. Ein Dauphin-Helikopter der französischen Marinebase Le Touquet unterbrach einen Trainingsflug, drehte aber wieder ab, als klar war, dass sich niemand mehr in Gefahr befand.
Trotz der Pumhilfe sank die "Out of the Blueum 11.53 Uhr. Der unter Schock stehende Eigner wurde von der “Louise Jane” zurück nach Dover gebracht, wo ihn um 12:30 Uhr die Coastguard in Empfang nahm. Das Wrack des Kutters lag 50 Meter tief und gefährdete so die Schifffahrt im Kanal nicht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler treibt in Barentssee
(19.02.17) Der russische Trawler "Shkval", 257 BRZ (IMO-Nr.: 8313984), erlitt am 17.2. in der Barentssee Maschinenausfall und trieb mit einer neunköpfigen Crew in dem östlichen Teil des Meeres in der Kola-Bucht in schwerer See. Auf ein Notsignal hin wurde der Schlepper „Murmanryba" um 22 Uhr zur Assistenz geschickt. Er sollte den Havaristen nach Murmansk bringen. Vor Ort waren Windgeschwindigkeiten von 17 m/s mit aufziehendem Sturm. Die Lage sei kompliziert, die Crew aber nicht in unmittelbarer Gefahr, hieß es.
Quelle:Tim Schwabedissen



Vier schwer Verletzte bei Kollision auf Philippinen
(19.02.17) Die philippinische SuperCat-Fähre „Braquiel“, 293 BRZ (IMO-Nr.: 9135705) auf der Fahrt nach Mactan in Cebu kollidierte am Abend des 18.2. mit der von dem Schlepper „Matatag“ gezogenen Barge „San Miguel Barge No 8” der San Miguel Corporation vor dem Mactan Channel. Mindestens vier Fahrgäste wurden verletzt. Die Fähre kam von Ormoc City in Leiyte.
Die Coast Guard assistierte bei der Evakuierung der 90 Passagiere und 11 Crewmitglieder auf das Schwesterschiff „St. Jhudiel“ (IMO-Nr.: 9135717). 45 von ihnen hatten leichte Verletzungen erlitten, vier weitere schwere. Das Schiff der Supercat Fast Ferry Corporation, wurde 1996 erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



US Coastguard rettete sieben Menschen in zwei Einsätzen binnen 12 Stunden
(19.02.17) Am Abend des 16.2. rettete die US Coast Guard sechs Personen von der 34 Fuß langen Segelyacht “Malia”, die beim Einlaufen in den Keehi Channel vor Honolulu auf Grund gelaufen war. Ein MH-65 Helikopter der Air Station Barbers Point barg sie unversehrt ab, nachdem sie um 18.43 Uhr Mayday gefunkt hatten. Auch ein 45-Fuß-Boot der Coast Guard Station Honolulu rückte aus, konnte aber wegen des flachen Wassers nicht dichter als rund 30 Meter an das Boot herankommen. Es blieb vor Ort, bis die Rettungsaktion abgeschlossen war.
Weniger als 12 Stunden später geriet das 22 Fuß lange Motorboot „Harmony B“ unweit des Kalaupapa-Leuchtturms vor Molokai am frühen Morgen des 17.2. in Seenot. Wieder stieg der Hubschrauber der Station Barbers Point auf und rettete ihn unversehrt von dem selbst gebauten Fiberglas-Boot. Er hatte um 1.3 Uhr Mayday gefunkt, weil der Anker nicht mehr im Grund hielt und er fürchtete, bei stürmischen Wetter auf nahe gelegene Felsen getrieben zu werden.
Neben dem Dolphin wurde auch das Patroullienboot „Kiska (WPB 1336)” I Marsch gesetzt. Um 3:08 Uhr erreichte der Hubschrauber das bei 18 Meilen Windgeschwindigkeit in sieben Fuß hohen Wellen treibende Boot und evakuierte den Skipper.
Quelle:Tim Schwabedissen



Vier Tote bei Explosion auf Yangtse
(19.02.17) Drei Schiffe gingen nach einer Explosion auf dem Yangtse-Fluss am 17.2. um 23.20 Uhr unweit der Insel Jiangxinzhou vor Nanjing in Flammen auf. 12 Crewmitglieder wurden von der Wucht der Detonation ins Wasser geschleudert, vier von ihnen konnten nur tot geborgen werden. Das größte der betroffenen Schiffe war der 63 Meter lange Tanker "Chuqi 18" (MMSI-Nr.: 413767671), mindestens ein weiteres war ebenfalls ein Tanker. Am 18.2. um 1:30 Uhr war der Brand gelöscht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer in Rotterdam rasch gelöscht
(19.02.17) Der norwegische Tanker „Bow Cedar“, 23196 BRZ (IMO-Nr.: 9087013), der mit Azeton beladen im Botlek-Hafen in Rotterdam lag, geriet am Nachmittag des 18.2. in Brand. Das Feuer entstand durch ausgelaufenes Öl im Maschinenraum. Eine Viertelstunde nach dem Feueralarm meldete die Crew um 16.30 Uhr, die Flammen selbst gelöscht zu haben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fünf zum Teil schwer Verletzte bei Tankerbrand
(19.02.17) Beim Löschen von Öl brach am Abend des 18.2. um 21.30 Uhr auf einem Tanker am Depot der Jamuna Oil Company Limited auf dem Kirtankhola River in Barisal ein Feuer im Maschinenraum aus. Der Tanker war mit 950 Tonnen Öl aus Chittagong gekommen. Fünf Crewmitglieder wurden verletzt. Das Schiff hieß nach unterschiedlichen Quellen “Anchorage” oder “Anchor S”.
Fünf Löschfahrzeuge rückten zur Brandbekämpfung an und konnten das Feuer binnen einer Stunde löschen. Die Verletzten wurden in teils kritischem Zustand ins Barisal Sher-e-Bangla Medical College Hospital gebracht. Drei kamen noch am selben Tag ins Dhaka Medical College Hospital (DMCH), zwei hatten Verbrennungen an 80 % des Körpers erlitten, einer von 50 %. Gase, die sich im Maschinenraum entzündeten, waren offenbar Auslöser des Feuers, das diesen schwer beschädigte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter sanken in A Coruña
(19.02.17) Der Kutter “Ana Geli” sank am Morgen des 18.2. bei Hochwasser im Hafen von A Coruña bei der Marina des Real Club Náutico nach einem Wassereinbruch. Nur noch die Brücke und die Antennen ragten noch aus dem Wasser. Ein anderes Boot, die kleinere "Josefa Iglesias", wurde vom sinkenden Schiff zum Kentern gebracht, weil es auch einen Steg mit hinabzog, und lag auf der Seite neben dem Wrack.
Ölsperren wurden wegen auslaufenden Kraftstoffs ausgelegt. Hafenpolizei und Feuerwehr waren vor Ort im Einsatz. Die Bergungsarbeiten sollten am 19.2. fortgesetzt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter nach Plünderung halb gesunken im Eis eingefroren
(19.02.17) Am 18.2. begann an dem kambodschanischen Frachter "Yeruslan", 1232 BRZ (IMO-Nr.: 8867387), in der Amur-Bucht ein Versuch, das Schiff wieder aufzuschwimmen. Das Eis um den Rumpf herum wurde aufgesägt, und Lenzschläuche wurden in das fast unter Wasser liegende Achterschiff eingebracht.
Der bei Wladiwostok aufgelegte Frachter war am 31.1. offenbar in Brand geraten, als Plünderer mit Schweißgeräten Teile des Rumpfes abtrennten und abtransportierten. Es war 2016 vom Transport Prosecutor's Office des Primorsk.Territoriums wegen ausstehender Heuern arrestiert worden. Es gab 16 Schuldentitel von insgesamt 274,290 Dollar.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler brennt in Kapstadt
(19.02.17) In Kapstadt geriet am 18.2. ein koreanischer Trawler in Brand. Das Feuer brach gegen zwei Uhr aus, die Löscharbeiten wurden später abgebrochen, weil das Schiff durch das Löschwasser Schlagseite entwickelte und nicht mehr sicher war. Die Feuerwehr zog sich zurück. Pappe und Kunststoffe nährten das Feuer im Achterschiff weiter.
Quelle:Tim Schwabedissen



Expeditionsyacht "Down North" (Bild: Olaf Nowicki)   Großbild klick!

Schoner in Stettin gehoben
(17.02.17) Am 16.2. wurde die kanadische Expeditionsyacht "Down North" im Hafen von Stettin von dem gewaltigen Schwimmkran „Lodbrok“ gehoben. Nachdem das Schiff in den Hebestropps wieder über Wasser erschienen war, wurde es ausgepumpt. Es hatte an der Marina auf der Insel Grodzka gelegen.
Die Zegluge Szczecinska forderte den Eigner auf, das Schiff bis Ende Februar zu entfernen. Der Schoner war am 30.5.2015 aus Swinemünde ins Nordmeer ausgelaufen, um den 35-jährigen Geburtstag der polnischen Forschungsstation Hornsund auf Spitzbergen zu feiern. In der pommerschen Bucht, rund 20 Meilen nordwestlich von Swinemünde, kenterte und sank er dann.
Von den 11 Crewmitgliedern und Mitreisenden überlebten nur 10 das Unglück. Das Wrack wurde vier Monate später gehoben und dann in Stettin repariert. Nach dem neuerlichen Untergang am 11.2. dürfte der Instandsetzungsbedarf erheblich gestiegen sein. Zur Ursache des Sinkens konnte der Eigner noch keine Auskunft geben, außer, dass es eine Fehlfunktion gegeben habe.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schlepper "Samson Mariner" (Bild: USCG)   Großbild klick!

Schlepper "Samson Mariner" auf Grund
(17.02.17) Die Coast Guard Station Ketchikan mobilisierte ein Boot und ein Team des Marine Safety Detachment zu dem Schlepper "Samson Mariner", 158 BRZ (MMSI-Nr.: 303496000), der auf Grund gelaufen war, als er mit der Barge "Saint Elias" in den nördlichen Tongass Narrows unterwegs war. Er kam am Abend des 15.2. auf dem Rosa Reef in Alaska fest. Über Funk wurde die Coast Guard Juneau über einen Riss im Rumpf informiert.
Die South East Petroleum Response Organization (SEAPRO) legte nach der Havarie Ölsperren um den Havaristen, der 30,000 Gallonen Kraftstoff an Bord hatte, aus. Die Barge war mit 40,000 Gallonen Diesel beladen. Ein Krisenstab wurde aus der Alaska Department of Environmental Conservation (ADEC), Coastguard und der Samson Tug & Barge Inc. gebildet.
Rund 1,100 Gallonen Diesel liefen aus dem Schlepper aus, ehe Taucher der Alaska Commercial Divers Inc. das Leck gegen 22 Uhr abdichten konnten. Schlepper der Southeast Alaska Petroleum Response Organization zogen die Barge derweil zur Ward Cove, wo sie vor Anker gelegt und auf Schäden inspiziert wurde. Die Coast Guard gemeinsam mit der Southeast Alaska Petroleum Response Organization, derNational Oceanic and Atmospheric Administration und den Alaska Commercial Divers setzte den Einsatz fort, um den Schlepper wieder flottzumachen.
Er wurde danach ebenfalls in der Ward Cove längsseits der Barge festgemacht. Beide Schiffe wurden von 1.000 Fuß langen Ölsperren durch die SEAPRO umgeben. Von der Coast Guard Air Station hob ein Sitka MH-60 Jayhawk-Helikopter ab, um die Tongass Narrows mit Personal des Coast Guard Marine Safety Detachment Ketchikan an Bord zu kontrollieren. Die Tongass Narrows liegen nordwestlich von Ketchikan und sind Teil der Innenpassage von Südöst-Alaska.
Am 16.2. gegen 11 Uhr wurde ein Ölfilm von drei Meilen Länge am Nordende von Pennock Island entdeckt. Er war ungefähr 200 Yards breit. SEAPRO wurde damit beauftragt, das Öl aufzufangen. Es wurde erwartet, dass der Ölfilm binnen maximal 24 Stunden aufrechen würde.
Auch wenn keine größeren Umweltschäden erwartet wurden, arbeitete die Coast Guard mit der National Oceanic and Atmospheric Administration zusammen, um derlei Risiken komplett auszuschließen. Die SEAPRO kontrollierte weiter den Ölfilm in den Tongass Narrows ebenso wie die Umgebung der "Samson Mariner" und der "Saint Elias" in Ward Cove. Vor Ort waren Windgeschwindigkeiten von 14 Meilen und eine ruhige Se. Der Schleppzug war zum Zeitpunkt der Havarie unterwegs nach Valdez mit einer erwarteten Ankunftszeit am 19.2.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Tanker rasch gelöscht
(17.02.17) Am 15.2. brach in einem Lagerraum in den Aufbauten des liberianischen LPG-Tankers "Navigator Leo", 18321 BRZ (IMO-Nr.: 9482574), im Finnischen Meerbusen ein Feuer aus. Um 16.06 Uhr erhielt das russische MRCC eine Notmeldung. Der unbeladene Tanker war auf der Fahrt von Le Havre, wo er am 11.2. ausgelaufen war, nach Ust-Luga, eskortiert vom Eisbrecher "Vladivostok".
Bereits um 16.13 Uhr hatte die Crew das Feuer gelöscht. Um 22 Uhr machte der Tanker an Liegeplatz 59 in Ust-Luga fest.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker mit Problemen auf der Ems
(17.02.17) Der norwegische Tanker "Susana S", 12862 BRZ (IMO-Nr.: 9406714), erlitt am 16.2. nach dem Verlassen des Emder Hafens um 12.45 Uhr auf der Ems technische Probleme. Er war unterwegs nach Elnesvågen in Norwegen. Er musste vor Delfzijl vor Anker gehen.
Dort nahmen Schlepper ihn auf den Haken und brachten ihn zurück zum Emder Emskai, wo er gegen 18 Uhr festmachte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Döhle-Frachter eine Woche nach Havarie im Kattegat zu Fayard geschleppt
(17.02.17) Eine Woche nach seiner Havarie im Kattegat ging am Morgen des 17.2. der portugiesische Containerfrachter "Victoria", 17188 BRZ (IMO-Nr.: 9290165), bei Fyns Hoved ankerauf und wurde von dem Schlepper "Svitzer Mars" (IMO-Nr.: 9292852), der aus Frederica gerufen worden war, sowie der "Svitzer Trym" (IMO-Nr.: 9548354), die aus Kopenhagen kam, auf den Haken genommen. Sie sollten ihn mit langsamer Fahrt zur Fayard-Werft in Munkebo im Odense-Fjord ziehen, wo er gegen Mittag erwartet wurde. Die dänische Marine überwachte den Konvoi.
Das Ölbekämpfungsschiff „Marie Miljø“ sowie das Patroullienboot „Miljø 103“ eskortierten den Konvoi. Zuvor hatte sie dem Bergungsplan ebenso wie die Umweltschutzagentur und die zuständigen Meeresbehörden zugestimmt. Dank der Wassertemperatur von zwei Grad hatte sich der Kraftstoff in den aufgerissenen Tanks des Frachters, der einen 50 Meter langen Riss im Boden hatte, verfestigt.
Es bleibt nur bis sechs Grad flüssig. Dadurch war die Havarie glimpflicher als zunächst befürchtet verlaufen. Die “Victoria” hat eine Länge von 178,57 Metern, eine Breite von 27,7 Metern, einen Tiefgang von 10,86 Metern und eine Tragfähigkeit von 22.506 Tonnen. Der 1.683-TEU-Frachter läuft für die Peter Döhle Schifffahrts-KG in Hamburg und wurde 2004 von der J.J. Sietas KG Schiffswerft GmbH & Co. in Hamburg als „Palomar“ erbaut. Bis 2009 lief sie als „Maersk Victoria“.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wrack der Potsdam wird in Rostock untersucht
(17.02.17) Experten der Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) begannen am 16.2. in Rostock mit der Inspektion des vor Rügen geborgenen, 17 Meter langen Sassnitzer Fischkutters „Potsdam“. Hinweise darauf, dass der Kutter absichtlich versenkt wurde, gab es derzeit nicht. Ob aus der Untersuchung überhaupt Schlüsse gezogen werden könnten, war zudem noch völlig unklar.
Das Wrack hatte seit dem Untergang über sechs Monate auf dem Meeresgrund gelegen. Zudem entstanden wohl auch Schäden bei der Bergung. Der bereits fahruntüchtige Kutter war in der Nacht zum 29.7.2016 bei der Verschleppung zum Abwracken in Dänemark 30 Kilometer östlich von Sassnitz gesunken.
Quelle:Tim Schwabedissen



RIB-Passagiere flogen wie Puppen durch die Luft
(17.02.17) Am 16.2. um 15.15 Uhr wurde die norwegische Polizei alarmiert, dass ein RIB in Harstad verunglückt sei. An Bord des Festrumpfschlauchbootes hatten sich 10 britische Touristen und der Fahrer befunden. Es war mit hoher Fahrt, wohl rund 30 Knoten, gegen eine Installation im Hafen, die 57 Meter hohe Fontäne „Selsbanes Seil“ des Künstlers Geir Samuelsen, gelaufen, es gab einen lauten Knall, und die Insassen wurden ins Meer geschleudert.
Auch ein nachfolgendes RIB wurde in den Unfall verwickelt. Insgesamt befanden sich 24 Personen, darunter zwei Crewmitglieder und ein Tourbegleiter der Reisefirma Inghams, die den Ausflug organisiert hatte, an Bord. Ein Zeuge sagte, die Opfer seien wie Puppen durch die Luft geflogen. Nach einer Viertelstunde im sechs Grad kalten Wasser wurden alle 22 Betroffenen gerettet und ins Universitäts-Krankenhaus von Harstad gebracht.
Neun Fahrgäste und der Tourleiter waren leicht bis mittelschwer verletzt. Vier Personen wurden stationär aufgenommen. Die Urlauber waren am 15.2. aus London gekommen. Die Installation „Selsbanes Sail” war 2016 an der Einfahrt zu den Hurtigruten-Docks aufgestellt worden.
Sie war zum Unglückszeitpunkt nicht in Betrieb, ist aber mit Radardetektoren und Warnzeichen versehen. Die Polizei nahm Ermittlungen auf.
Quelle:Tim Schwabedissen



Neuer Jade-Dienst-Schwimmkran brach zusammen – drei Verletzte
(17.02.17) Im Wilhelmshavener Binnenhafen kam es am 16.2. gegen 9.20 Uhr zu einem Unfall auf dem Schwimmkran „Jade Hiev“ (MMSI-Nr.: 211212400) des Hafenunternehmens Jade-Dienst. Neun Mitarbeiter waren gerade damit beschäftigt gewesen, den Kranausleger aufzustellen, als dieser aus ungeklärter auf das Deck stürzte. Drei der an Bord befindlichen Beschäftigten wurden leicht verletzt.
Die 30- bis 50-jährigen Männer wurden in eine Klinik gebracht. Die Polizei nahm Ermittlungen zur Unfallursache auf. Am 17.1. erst hatte der Kran einen Härtetest bestanden:
Er transportierte fünf schwere Stahlteile eines Drempeltunnels vom Gelände des Marinearsenals in Wilhelmsaven zu ihrem neuen Lagerplatz direkt an der Seeschleuse zur 4. Einfahrt. Es war der erste Einsatz des von der VEBEG gerade erst neu erworbenen Schwimmkrans des Jade Dienstes.
Der Kran stieß dabei an seine Maximalbelastung. Das schwerste der insgesamt fünf Bauteile des Tunnels wog 108 Tonnen. Vorher wurde noch ein Probehiev durchgeführt.
Der Schwimmkran „Hiev“ hatte viele Jahre im Kieler Marinearsenal gedient, war aber nach einer mehrjährigen kostspieligen Werftinstandsetzung nicht wieder von der Marine in Fahrt genommen worden und hatte längere Zeit in Kiel aufgelegen, ehe ihn der Jade-Dienst erwarb und umbenannte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Transportschiff sank vor Koh Gai
(17.02.17) In rauer See kenterte und sank vor Koh Gai (Chicken Island) am Nachmittag des 16.2. das thailändische Frachtboot „Chok Suthida 2“. Er hatte um 8.40 Uhr von der Jian Wanich Pier in Phuket mit Versorgungsgütern für Hotels in Phi Phi ausgelaufen. Der thailändische Kapitän und ein Decksmann aus Burma landeten im Wasser.
Sie wurden von dem passierenden Touristenboot „Pichamon 2009” gerettet. Auch die in der See treibende Ladung wurde später geborgen. Die Phuket Marine Police nahm Ermittlungen auf.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht “Spera” sitzt auf
(17.02.17) Die kanadische Coast Guard war nicht sicher, ob der Eigner der 15 Meter langen Yacht “Spera”, die im Januar nahe Egmont auf Grund lief und nun halb unter Wasser lag, das Wrack bergen wollte. Sie überwachte es weiter, um mögliche Verschmutzungen ausschließen zu können. Das Schiff war am 27.1. in der Secret Bay gegen 20 Uhr auf einen Felsen gelaufen, als es südwärts oberhalb des Sechelt Inlet mit einer zweiköpfigen Crew zur Porpoise Bay unterwegs war.
Es kam zu einem Wassereinbruch, und die „Spera“ legte sich auf die Seite. Ein anderes Fahrzeug, die „Devil Fish”, sowie das Coast Guard-Patroullienboot “Cape Kuper” aus Powell River assistierten den Schiffbrüchigen. Eine Bergungsfirma pumpte das Öl ab, und ein Flugzeug des Transport Canada National Aerial Surveillance Program untersuchte die Umgebung auf Ölkontaminationen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schlepptrosse in der Schraube
(17.02.17) Eine Schlepptrosse verfing sich am 15.2. im Propeller des unter Sierra Leone-Flagge laufenden Frachters „Captain Joy", 5544 BRZ (IMO-Nr.: 9130901), im Hafen von Burgas. Das Schiff wollte mit Schlepperassistenz den Hafen verlassen, doch nach dem Loswerfen der Trosse wurde diese nicht schnell genug aufgeholt und verfing sich im Antrieb. Sofort stoppte die Crew die Maschine, um weitergehende Schäden zu verhindern.
Doch die Trosse war in den Propellerschaft gezogen worden. Der Frachter wurde auf die Reede von Burgas geschleppt, wo Taucher den Antrieb wieder befreiten. Nach einer Inspektion verließ das Schiff den Hafen schließlich kurz nach Mitternacht und nahm Kurs auf Varna, wo es um 21.50 Uhr in Devnja festmachte.
Die “Captain Joy” ist 118 Meter lang, 19,40 Meter breit, hat 7,80 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 5.544 Tonnen. Sie wurde 1996 bei den PS Werften Wolgast erbaut als „Mareike“ für die Reederei Heiko Winter in Hamburg erbaut und läuft für die Joy Marine Transport Ltd. auf den Marshall Islands.
Quelle:Tim Schwabedissen



Weitere Ausbeutung historischer Wracks in Sabah soll verhindert werden
(17.02.17) Neue Regeln sollen in Sabah nach der massiven Kontroverse über die Beschädigung dreier Wracks in der Usukan Bay für Bergungsarbeiten erlassen werden. Der State Tourism, Culture and Environment Minister Datuk Seri Masidi Manjunsagte, sie sei keine gute Erfahrung gewesen, aber die Behörden könnten von den gemachten Fehlern lernen, um vergleichbare Vorfälle in der Zukunft zu verhindern. Experten sollen dafür nun neue strengere Richtlinien erarbeiten.
Die Lizenz für Bergungsarbeiten, die das Sabah Museum ausgestellt hatte, musste nun entsprechend überarbeitet werden. Vor jeder Bergungsarbeit muss zunächst der historische Wert der Objekte befundet werden. Diese Entscheidung kam, nachdem die starke Zerstörung der japanischen Frachter “Kokusei Maru”, “Higane Maru” und “Hiyori Maru” weltweit zu Kritik in der Tourismus- und Tauchbranche geführt hatte.
Die Wracks aus dem 2. Weltkrieg liegen eine halbe Fahrstunde vor Kuala Abai, wo sie 1944 versenkt wurden und seither populäre Tauch- und Fischereisport wurden. Der Schaden durch ausbleibende Tourismuseinnahmen könnte in die Millionen gehen. Die Wracks stellten eine nicht ersetzbare Attraktion von Sabah dar.
Die Ugeens Berjaya Enterprise hatte eine chinesische Firma mit der Bergung von Materialien beauftragt, während die Universiti Malaysia Sabah (UMS) dabei Forschungs- und Dokumentationsarbeiten durchführen sollte. Sie hatten dafür auch die Genehmigung durch das juristisch zuständige Marine Department in Sabah, und eine Lizenz des Sabah Museum Department, die Wracks auszubeuten, ohne dabei aber Artefakte zu entnehmen. Es gab aber keine klare Verteilung von Zuständigkeiten.
Das Ziel war wohl, Artefakte zu retten, bevor die Wracks geplündert oder weiter verfallen konnten. Angeblich gab es auch 3.000 Tonnen umweltgefährdende Stoffe an Bord, dies konnte aber nicht bestätigt werden. Es gab keinen Beweis, dass die Wracks deshalb geräumt werden müssten.
Nachdem eine Anzahl von Keramiken, Geschirr und der Anker geborgen wurden, wurden andere Teile der Wracks zurück in die See gebracht, aber an einer anderen Position, die nur vom Museum herausgegeben werden darf.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zustand von Wracks in Indonesien nach Plünderungen untersucht
(17.02.17) Die Situation mehrerer in Schlachten des 2. Weltkriegs vor Indonesien versenkter alliierter Schiffe ist nach einer neuen Untersuchung durch das Australian National Maritime Museum und des National Research Centre of Archaeology sehr unterschiedlich. Nach einem Report der USNI News haben Sonar- und ROV-Untersuchungen gezeigt, dass das Wrack des schweren Kreuzers USS “Houston (CA 30)“ weiterhin in gutem Zustand ist. Es war die erste umfassende Untersuchung des Schiffs.
Nur 368 Seeleute hatten den Untergang von USS “Houston” überlebt, als diese von den japanischen Kreuzern HIJMS „Mogami“ und HIJMS „Mikuma“ versenkt wurde. Nur 291 von ihnen überlebten die folgenden dreieinhalb Jahre Kriegsgefangenschaft. Die Daten über den leichten Kreuzer HMAS “Perth” aus Australien waren unklar.
Andere Wracks, darunter der holländische Zerstörer HNLMS “Kortenear”, der britische schwere Kreuzer HMS „Exeter“ sowie der britische Zerstörer HMS „Encounter“ wurden von Plünderern ausgeschlachtet. Der britische Zerstörer HMS “Electra” wurde leicht beschädigt, während den holländischen Kreuzern HNLMS “Java“ und HNLMS „Dr Ruyter“ große Teile fehlten.
Das U-Boot „USS Perch (SS 176)” wurde ebenfalls geborgen. Im November 2015 war befürchtet worden, dass die holländischen Schiffe sogar gänzlich verschwunden seien.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wrack des Kutters “Bugaled Breizh”
(Bild: Eugene Barbezat)   Großbild klick!

Brest: Wer entsorgt die Bugaled Breizh?
(16.02.17) Das Wrack des französischen Kutters “Bugaled Breizh”, 104 BRZ, liegt 12 Jahre nach seiner Bergung weiter auf dem Gelände der Marinebasis von Brest. Die Justizbehörden brauchen das Schiff nicht mehr als Beweismittel. Die Marine weiß aber nicht, wer für die Entsorgung zuständig ist. Das Schiff liegt unterhalb der Caffarelli-Rampe, dem Haupteingang der Base.
Aktuell ist unklar, wann und wie es weitergeht. Die Marine will den Kutter nicht verschrotten. Der Eigner hat das Schiff aufgegeben. Er hätte bis zum 21.12.2015 Eigentumsrechte anmelden können, hat das aber nicht getan. Doch die Annahme, damit falle es in die Zuständigkeit der Marine, ging fehl. Einen Verantwortlichen für das Abwracken zu finden, könnte so noch eine Weile dauern.
Die „Bugaled Breizh“ war am 15.1.2004 unter bis heute ungeklärten Umständen im Westteil des Ärmelkanals gesunken. Dabei kamen alle fünf Besatzungsmitglieder ums Leben. Sie war am 7.1.2004 aus Loctudy für eine voraussichtlich zweiwöchige Fangreise im Westteil des Ärmelkanals ausgelaufen. Nach einer kurzen Schlechtwetterphase, in der sie im Hafen von Newlyn Schutz suchten, erreichte sie am Mittag des 15.1.2004 erneut ihr Fanggebiet südlich Cornwalls. Die Wetterbedingungen um 11 Uhr waren mäßig mit südwestlichem Wind von 4 bis 5 Beaufort, zwei bis drei Metern Schwell und vier bis fünf Seemeilen Sichtweite.
Gegen 12:25 Uhr funkte der Kapitän Yves Gloaguen eine Notmeldung, dass das Schiff auf der Position 49°42’N; 005°10’W kentere und sofortige Hilfe erforderlich sei. Ein kurz darauf ausgesandter Funkspruch wurde während der Aussendung undeutlich und brach dann ab.
Um 12:36 Uhr sandte die „Eridan“, die gemeinsam mit der „Bugaled Breizh“ unterwegs war, eine Mayday-Relais-Sendung über Inmarsat C aus und telefonierte über Satellitentelefon mit dem CROSS Gris-Nez. Zahlreiche Schiffe liefen auf die Unfallstelle zu. Um 13:16 Uhr sichtete ein Rettungshubschrauber die „Eridan“ und ein Rettungsfloß in dessen Nähe. Ein Taucher der Hubschrauberbesatzung untersuchte das leere Rettungsfloß und ließ dessen Luft ab, damit es sinken konnte.
Um 13:43 und 13:57 barg ein Rettungshubschrauber zwei Tote, um 14 Uhr sichtete der Schiffsführer der „Eridan“ ein U-Boot. Um 15:08 Uhr nahm der französische Trawler Hermine das zweite Rettungsfloß des Havaristen an Bord. Um 17:15 Uhr wurde die SAR-Aktion beendet und um 19 Uhr durften die „Eridan“ und die anderen Fischereifahrzeuge vor Ort die Unfallstelle wieder verlassen.
Am 10.7.2004 wurde der Kutter gehoben und mit eingedrücktem Unterwasserschiff vorgefunden. Der Fall erregte bis heute größeres Aufsehen, da ein Atom-U-Boot, das den Trawler an seinem Schleppnetz unter Wasser gezogen haben könnte, als eine mögliche Ursache der Havarie angesehen wurde. Bisher schloss keines der geführten Verfahren mit einer eindeutigen Aufklärung des Untergangs.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler sank in Thyborøn
(16.02.17) Am 10.2. wurde die Seenotrettungsstation Thyborøn alarmiert, nachdem es zu einer Kollision im Hafen gekommen war. Der unter Belize-Flagge laufende Trawler "Emma Helene", 299 BRZ (IMO-Nr.: 8421236), der am Kai gelegen hatte, war von einem anderen Schiff, dem dänischen Kutter "Linette - L 120", 369 gt (MMSI: 220109000), gerammt worden und hatte schweren Wassereinbruch an Backbordseite erlitten. Die Seenotretter kamen sofort mit Pumpen zur Unglücksstelle und versuchten, den Havaristen zu lenzen.
Doch das Loch im Rumpf war zu groß, um gegen die eindringenden Wassermengen ankommen zu können. Das Schiff sank mit dem Heck auf den Hafengrund. Es wurde vorsorglich mit einer Ölsperre umgeben.
Bei der „Emma Helene“ handelt s sich um die ehemalige „Helgoland – BX 768“ der Hochseekutter P. Schwertfeger in Bremerhaven. Sie wurde 1985 bei der Siegholdwerft Bremerhaven GmbH & Co. erbaut. 1994 wurde sie zur „SAS 102 – Helgoland“ von Arne Wendt in Sassnitz und 1998 zum Trawler umgebaut. Seit 2012 lief sie als „Emma Helene“ für die Reederei Christian Rassmussen/Wichmann aus Cuxhaven mit Heimathafen Thyborøn. Am 25.02.2013 wurde sie aus dem Register genommen, am 27.2. registriert als „Emma Helene – NC 302“ in Cuxhaven und war seit einiger Zeit, nachdem sie durch einen Neubau ersetzt wurde, in Thyborøn aufgelegt und stand zum Verkauf. Am 10.08.2016 wurde sie erneut aus dem Register genommen. Die „Emma Helene“ ist 30,03 Meter lang, 7,82 Meter breit und hat einen Tiefgang von 3,68 Metern.
Quelle:Tim Schwabedissen



“Superior Trust”: eingeknickt (Bild: USCG)   Großbild klick!

Stelzenschiff kollidierte mit Ölplattform
(16.02.17) Die US Coast Guard rettete am 15.2. die vierköpfige Crew des Liftboots “Superior Trust”, das nahe des Southwest Pass, Louisiana, instabil geworden war. Die Coast Guard New Orleans wurde um 3:19 Uhr informiert, das seines der Beine der “Superior Trust” nachgegeben hatte und diese daraufhin mit der Gangway einer Gasplattform kollidiert sei. Rund 10 Gallonen Öl liefen aus.
Die Coast Guard Station Venice um 3:36 Uhr schickte ein 45-Fuß-Boot, das um 4:30 Uhr eintraf. Es barg die Crew der “Superior Trust” ab und brachte sie zurück zur Coast Guard Station. Das Patroullienboot „Brant” traf um 10:41 Uhr bei der “Superior Trust“ ein.
Von der Air Station New Orleans startete ein MH-65 Dolphin-Helikopter zu einem Kontrollflug. Der Eigner Superior Energy arbeitete an einem Bergungsplan, und die I.G. Petroleum, L.L.C. schickte ein Schiff zur Inspektion und Reparatur der Plattform.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sassnitz: Kutter geborgen
(16.02.17) Der vor einem guten halben Jahr gesunkene, 1950 erbaute 60-Tonnen-Kutter "Potsdam" aus Sassnitz wurde am 15.2. rund 30 Kilometer östlich des Heimathafens in der Schifffahrtsrinne im Adlergrund zwischen Rügen und Dänemark vom Rostocker Taucherunternehmen „Baltic“ aus der Ostsee geborgen. Für die Bergung waren zwei Schiffe, ein Schwimmkran und acht Taucher zwei Tage lang im Einsatz. Das 17 Meter lange Wrack sollte nun untersucht und dafür auf Deck der "Mira A" zunächst nach Rostock gebracht werden.
Der Konvoi mit dem Kran "Sanne A" traf dort am 16.2. ein. Die Bergung ist ein Präzedenzfall, weil die Kosten in Höhe von mehr als 200.000 Euro erstmals der Schiffseigner selbst zahlen muss. Hintergrund war eine neue Vorschrift zur Beseitigung von Schiffswracks, die 2015 in Kraft getreten ist und nach der Ämter gesunkene Schiffe bergen und das Verfahren den Eignern in Rechnung stellen dürfen, wenn diese sich weigern, das Wrack selbst zu beseitigen.
Am 21.9.2008 war die „Potsdam“ auf dem Weg zum Sassnitzer Graben etwa fünf Kilometer vor der Küste Mecklenburg-Vorpommerns nach der Kollision mit einem Baumstamm vor Rügen ein vollbesetzt in Seenot geraten. Der Angelkutter befand sich mit 18 Petrijüngern und einer zweiköpfigen Crew an Bord etwa fünf Seemeilen östlich von Rügen, als er durch den Zusammenstoß mit Treibgut einen starken Wassereinbruch erlitt. Kapitän Andreas Wiener (41) setzte um 11.34 Uhr über UKW-Kanal 16 einen Notruf ab und warf die Lenzpumpen an.
Da auch das Getriebe in Mitleidenschaft gezogen worden war, trieb der Kutter derweil manövrierunfähig auf der Ostsee. Mehrere Schiffe reagierten auf den Notruf. Der Zollkreuzer „Rügen“ ging auf Standby , doch mit Hilfe der eigenen Lenzpumpen gelang es dem Kapitän, noch während der Rettungskreuzer „Wilhelm Kaisen“ im Anlauf war, den Wassereinbruch so unter Kontrolle zu bringen, dass das Wasser im Schiff nicht weiter stieg.
Der Seenotkreuzer erreichte die „Potsdam“ um 12.15 Uhr und schleppte den Havaristen in den Hafen von Sassnitz. 2013 wurde der Betreiber MS Potsdam e.V. insolvent. Danach lag der Kutter zunehmend heruntergekommen in Sassnitz, bis es auf die letzte Reise zu Abwrackern in Dänemark ging, die in der Nacht zum 28.7.2016 auf dem Ostseegrund vorläufig endete.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Frachter in Vietnam
(16.02.17) In den Aufbauten des unter Panama-Flagge laufenden Holzschnitzelfrachters "Iris Express", 39145 BRZ (IMO-Nr.: 8908777), der am Abend des 13.2. um 23.30 Uhr in Cai Lan, Hai Phong festgemacht hatte, brach während Verladearbeiten von Holzchips für Japan am 14.2. gegen 21 Uhr ein Feuer aus. Es entstand in der Kabine des Chief, die zu der Zeit leer war. Die 23-köpfige chinesische Crew begann sofort mit Löscharbeiten.
Die örtliche Feuerwehr und ein Löschboot kamen ebenfalls zu Hilfe, und nach 25 Minuten war der Brand gelöscht. Die Hafenbehörde der Quang Ninh Provinz leitete eine Untersuchung ein. Der Schadensumfang war noch unklar.
Quelle:Tim Schwabedissen



Dänische Königin soll gesunkene Königin retten
(16.02.17) Der Eigner des 140 Fuß langen Dreimasters "Regina Caelis", der am 27.1. in Portaferry im irischen County down kenterte und sank, hat Königin Margarethe von Dänemark um Unterstützung bei der Rettung und Restaurierung des 200-Tonners gebeten. William Mulhall sagte, der Name Regina Caelis heiße Queen of Heaven auf Englisch. Das Schiff war in den 1930er Jahren als Longliner in Dänemark erbaut worden.
Er habe nun an die "Queen of Denmark" eine Email von Königin zu Königin geschickt. Der drohende Untergang des heruntergekommenen Schiffes war von Anwohnern bereits vorhergesehen worden, doch Mulhall sagte, er habe es wegen Versicherungsproblemen nicht bewegen können und von verschiedenen Regierungskreisen unterschiedliche Instruktionen erhalten. Es hatte, als es sank, über ein Jahr festgelegen.
Mulhall machte ein Problem mit der Elektrik für den Untergang verantwortlich. Wegen des schlechten Erhaltungszustandes habe er auch keine Versicherung bekommen, um das Schiff für Reparaturen in ein Dock zu bringen. Der North Down Borough Council wollte das Schiff von der Cook Street Jetty entfernt wissen, weil es dort ohne Genehmigung lag und hatte auch schon rechtliche Schritte eingelegt.
Andere Behörden sollen es nach Aussage Mulhalls aber mit einem Fahrverbot belegt haben. Er wollte aus der "Regina Caelis" auch einmal ein Restaurant im Titanic Quarter in Belfast machen, doch dieser Plan ließ sich nicht realisieren. Das Angebot einer Bergungsfirma aus Malta, das Schiff zu heben und ins Mittelmeer zu bringen, ist zwischenzeitlich offenbar ebenfalls versandet. Die Gesamtkosten dürften zwischen einer viertel und einer halben Million Pfund liegen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf APL Austria nach vier Tagen praktisch gelöscht
(16.02.17) Am 15.2. wurde das Feuer auf der “APL Austria” für gelöscht erklärt. Um den Ladungsbrand zu ersticken, wurde die Ladeluke IV 12 Meter hoch geflutet, das entspricht vier Containerlagen. Lediglich zwei mit Wachskerzen beladene Container bereiteten noch Sorgen, deren Inhalt geschmolzen war. Brandexperten aus London und fünf Feuertechniker aus Österreich hatten bei der Brandbekämpfung assistiert.
Die Schiffsstruktur blieb unbeeinträchtigt, da es gelungen war, das Feuer auf eine Abteilung zu begrenzen. Am Morgen des 15.2. wurde unter Aufsicht der South African Maritime Authority (SAMSA) damit begonnen, 32 Container aus der betroffenen Luke zu holen. Bis zum Abend des 14.2. waren bereits 281 Container von Bord geholt worden. Um die Stabilität des Frachters zu gewährleisten, wurden auch Boxen vor und hinter der brennenden Luke entladen. Dadurch wurde auch Arbeitsfläche für die Brandbekämpfer geschaffen. Die Inhalte der beschädigten Container wurden auf dem Kai entladen und dort gelagert.
Die ausgeglühten Boxen sollten am 16.2. entsorgt werden. Die Feuerwehr wie auch die Schlepper der Transnet National Ports Authority’s (TNPA) blieben weiterhin vor Ort. Das Feuer war am Nachmittag des 12.2. ausgebrochen, als sich der mit 21 Mann besetzte Frachter 30 Meilen südwestlich von Cape St Francis befand.
Er wurde daraufhin zum Hafen von Ngqurha zurückbeordert, wo das Feuer besser als auf See bekämpft werden konnte. Nach der langwierigen Brandbekämpfung ging es nun an die nicht minder umfangreichen Aufräumungsarbeiten vor Ort.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter drei Tage lang abgeschleppt
(16.02.17) Die Coast Guard Sector Mobile wurde am 12.2. von dem 26 Meter langen Kutter "Swaggy B" (MMSI-Nr.: 367767950) alarmiert, nachdem er um 6:49 Uhr manövrierunfähig geworden war. Das Patroullienboot "Stingray" wurde zur Hilfeleistung entsandt und traf am 13.2. um 1:50 Uhr vor Ort ein und nahm den Havaristen in Schlepp. Am 14.2. um 15:06 Uhr übergab die "Stingray" die "Swaggy B" mit ihrer dreiköpfigen Crew an den Schlepper „Enterprise" unweit von Fort Morgan, Alabama. Um 18:20 Uhr wurde er in Theodore, Alabama, festgemacht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Multraship wartet weiter auf 15 Millionen Euro aus Rumänien
(16.02.17) Die niederländische Schlepp- und Bergungsfirma Multraship bekommt immer noch von der rumänischen Regierung 15.000.000 € für einen Bergungsauftrag, in dem sogar zwei Menschen ihr Leben verloren. Es ging um die Räumung des Frachters „Rostok“, 4,497 BRZ, der Danube Shipping aus dem Sulina-Kanal, der dort seit 1991 das Fahrwasser blockierte. 2004 wurde der Auftrag zur Räumung des Wracks, das Transit von der Donau bis zum Schwarzen Meer versperrte, erteilt und bis 2005 vertragsgemäß durchgeführt.
Rumänien erhielt auch Mittel aus der Europäischen Investitionsbank für das Projekt. Die Regierung hat seither wiederholt versprochen, zu zahlen, kam dem aber trotz eines verlorenen Schiedsverfahrens und diplomatischen Drucks von drei niederländischen Minister noch nicht nach. Multraship versuchte zuletzt, die Pfändung von Eigenturm des rumänischen Ministeriums für öffentliche Arbeiten zu erreichen. Doch ein rumänisches Gericht entschied nun, dass das Unternehmen aus Terneuzen nicht Vermögen der rumänischen Flussbehörde in Rumänien erhalten darf.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter in Skikda auf Grund gelaufen
(16.02.17) Der unter Marshall Islands-Flagge laufende Bulkcarrier "Sea Lady", 27986 BRZ (IMO-Nr.: 9266188), lief am 14.10. gegen 22 Uhr im Hafen von Skikda, nachdem er von Las Palmas mit einer Ladung von 43.700 Tonnen Mais dort einen Tag zuvor eingetroffen war, gegen 22 Uhr in Hafenbecken 2 auf Grund. Dort blockierte er seither den Verkehr im östlichen Hafenbereich. Der Tiefgang des Schiffes betrug 10,9 Meter, die Hafentiefe aber nur 9.8 Meter. Versuche, das Schiff in der Nacht zu bergen, wurden unterbrochen.
Am Morgen des 15.2. sollten Taucher zunächst den Hafenboden untersuchen und die Lage des Schiffes feststellen. Gegen 16 Uhr waren fünf Hafenschlepper vor Ort, um den Frachter wieder flottzumachen. Bereits am 13.2. hatte es Probleme bei Ansteuern des Château-Vert-Kais gegeben.
Der Frachter kehrte daraufhin zunächst auf Reede zurück. Der folgende Versuch, nach Skikda einzulaufen, ging dann richtig schief.
Quelle:Tim Schwabedissen



Suche nach Vermissten der Senefand Uno dauert an
(16.02.17) Die "Senefand Dos", ein Schwesterschiff des senegalesischen Trawlers "Senefand Uno", 172 BRZ (MMSI-Nr.: 663134000), der vor einer Woche gesunken war, durchkämmte weiterhin das Seegebiet, in dem sich der Schiffbruch ereignete. Die Crew hielt Ausschau nach den drei noch vermissten Crewmitgliedern, darunter dem Skipper Vicente Pazos aus Marín, sowie einem Maschinisten und einem Decksmann aus Senegal. Das Suchgebiet erstreckte sich über drei Meilen Breite in einem Seegebiet 30 bis 35 Meilen südwestlich von Dakar.
Nach Aussage des Ingenieurs Fernando Argibay, einem der acht Überlebenden, war der Skipper im Ruderhaus, als das Schiff beim Aufholen eines Netzes unter dessen Gewicht zu kentern begann. Sie neigte sich stark nach Steuerbord, und bis zuletzt versuchte er, das Schiff durch Fahrmanöver zu stabilisieren. Damit verschaffte er den Überlebenden wertvolle Zeit, sich zu retten.
Als das Schiff dann aber auf 650 Metern Wassertiefe unterging, wurde er wohl im Ruderhaus eingeschlossen. Die Eigner, die Profand Grooup, wollte nun ein ozeanografisches Forschungsschiff mit Multibeam- und Sidescan-Sonar mobilisieren, um das Wrack zu lokalisieren.
Quelle:Tim Schwabedissen



Touristenboote in Ha Long-Bucht nach neuerlichem Brand stillgelegt
(16.02.17) Das Volkskomitee der nordvietnameischen Quang Ninh-Provinz hat am 14.2. alle Boote der Sightseeing-Flotte der Bhaya Legend Co. Ltd. stillgelegt. Hintergrund war ein Feuer auf dem 2003 erbauten Holzschiff „Bhaya QN2071”, das am Nachmittag des 13.2. in Brand geraten war. Erst nach Abschluss der Untersuchungen sollten die Touristenboote wieder freigegeben werden.
Der Brand war entstanden, als es bei cua Van in der Ha Long-Bucht ankerte. Zu der Zeit waren alle sieben Fahrgäste auf einer Kayaktour. Die Crew konnte ihr Gepäck in Sicherheit bringen und den Brand löschen. Erst am 10.1. war ein anderes Touristenschiff nach einem Feuer gesunken. Insgesamt war es in knapp sieben Jahren zu 13 Bootsbränden in der Ha Lon-Bucht gekommen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Scheibe auf Schnellfähre barst - 44 Verletzte
(16.02.17) 44 Passagiere an Bord der philippinischen Schnellfähre “Ocean Jet 12” wurden am 14.2. bei einem Unfall vor Calapan City in Oriental Mindoro verletzt. Das Schiff war dorthin unterwegs, als eine Glasscheibe von einer Metallleiter zum Bersten gebracht wurde und Wasser in den Salon eindrang. Das Schiff kam mit insgesamt 245 Fahrgästen aus Batangas Port. Nach dem Eintreffen in Calapan City wurden die Verletzten medizinisch betreut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gestrandeter Bulkcarrier geborgen
(16.02.17) Nach mehreren fehlgeschlagenen Versuchen in den vergangenen 10 Tagen gelang es der POSH-Tochter Semco Salvage & Towage, den gestrandeten Bulkcarrier "Alam Manis" am 15.2. von der Saya De Malha-Bank im Indischen Ozean zu bergen. Der Frachter sollte zur Inspektion nach Pipavav gebracht werden. Die Bergungskosten betrugen rund 800.000 Dollar.
Quelle:Tim Schwabedissen



Maersk übergab Untersuchungsbericht über gesunkene Versorger
(16.02.17) Am 15.2. hat die Maersk Supply Service AS als Eigner der beiden in der Biskaya gesunkenen 4013-Tonnen-Versorger "Maersk Searcher" (IMO-Nr.: 9169483) und "Maersk Shipper" (IMO-Nr.: 9191369) dem Maritimen Präfekten Atlantik den Untersuchungsbericht, der am 4.1. angefordert wurde, übergeben. Maersk hatte das Spezialschiff "Jif Explorer" samt eines ROV gechartert, um die Rümpfe und die Schäden der Wracks zu inspizieren.
Die Untersuchung fand am 20. und 21.1. statt. Die Schiffe wurden auf flachem Sandboden liegend vorgefunden. Sie waren erheblich in Mitleidenschaft gezogen. Insbesondere die Vorschiffe hatten beim Aufschlagen auf den Grund schwere Schäden davon getragen.
Es wurden keine Leckagen ölhaltiger Stoffe festgestellt. Der Report sollte nun analysiert werden, um die notwendigen Schlüsse bezüglich Umweltschutz und Auswirkungen auf die Schifffahrt und möglicherweise zu treffende Maßnahmen zu ziehen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Noch kein Bergungsplan für Döhle-Frachter
(16.02.17) Die Reederei Peter Döhle hat anders als erwartet am 15.2. noch keinen Bergungsplan für den portugiesischen Frachter "Victoria", 17188 BRZ (IMO-Nr.: 9290165), an das dänische Verteidigungsministerium übergeben. Es gab entsprechend noch keinen Zeitplan für das weitere Verfahren mit dem Havaristen. Der Plan ist aktuell offenbar noch in Arbeit.
Der Eigner trägt die Verantwortung für alle Umweltschäden. Da sich das Öl in den beschädigten Tanks aber verfestigt hat, galt die Lage aktuell als stabil. Wegen der hohen Kosten, die durch den Ausfall des Schiffes und seiner Ladung für Eigner und Versicherung entstehen, wurde erwartet, dass der Bergungsplan wohl nicht mehr lange auf sich warten lassen würde. Er muss zunächst von den zuständigen dänischen Behörden genehmigt werden, bevor er umgesetzt werden kann.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zerstörte Container im Heckbereich (Bild: Juan Mata)   Großbild klick!

Komplizierte Bergung zerstörter Ladung in Algericas
(15.02.17) Am 14.2. waren drei große Mobilkräne am Liegeplatz des dänischen Containerfrachters "Merete Maersk", 183500 BRZ (IMO-Nr.: 9632064), am TTI-Terminal in Algericas in Stellung gegangen. Sie hatten die schwierige Aufgabe, die verkanteten und teils zerquetschten Container auf dem Achterschiff zu bergen. Der Frachter hatte Algericas am 9.2. um 16.20 Uhr angesteuert, nachdem auf der Reise von Tanjung Pelepas, am 6.2. im Mittelmeer ein Teil der Ladung nördlich von Skikda übergegangen war.
Insgesamt 43 Container gingen in stürmischer See über Bord, von denen 16 später noch vor Algericas treibend gesichtet wurden. Weitere 85 Container verschoben sich und wurden zum Teil schwer beschädigt.
Die „Merete Maersk“ war das 11. der 18,270-TEU-Schiffe, die die Reederei beim Daewoo Shipyard (DSME) 2011 in Auftrag gegeben hatte. Sie wurde nach der Fertigstellung 2015 im AE-10-Servie von Asien nach Europa eingesetzt und ersetzte den 15.550-TEU-Frachter „Edith Maersk“, der in den AE-2-Loop vom Fernen Osten nach Europa verlegt wurde. Die „Merete Maersk“ folgte der „Mayview Maersk“ und wurde gefolgt von der „Mogens Maersk“ als letzter Einheit der Serie.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter vor Sassnitz wird geborgen
(15.02.17) Das Rostocker Taucherunternehmen „Baltic“ hat am 14.2. damit begonnen, den 16 Seemeilen östlich von Sassnitz gesunkenen, 17 Meter langen Fischkutter „Potsdam“ zu heben. Dafür wurde das dänische Kranschiff „Sanne A“ (MMSI-Nr.: 219007414) in das Seegebiet „Adlergrund“ geschickt, das das Wrack am 15.2. zur der zum Bergungsschiff umgebauten, ehemaligen Fähre „Mira A“, 348 BRZ (IMO-Nr.: 9099171), bringen sollte. Diese wird es weiter nach Dänemark transportieren, wo es entsorgt werden soll. Vor Ort war auch das deutsche Ölbekämpfungsschiff „Arkona“, 2056 BRZ (IMO-Nr.: 9285811).
Der Kutter war in der Nacht vom 28. auf den 29.7.2016 bereits auf dem Weg zu Abbrechern in Dänemark gewesen. Doch auf der Fahrt dorthin sank das Schiff. Weil das Wrack seither eine Gefahr für die Schifffahrt darstellte, wurde der Eigner aufgefordert, es zu bergen und umweltgerecht zu entsorgen.
Untersuchungen des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie hatten ergeben, dass die Wassertiefe über dem Wrack nur 12,4 Meter betrug. In dem Seegebiet waren aber Schiffe mit einem Tiefgang von 15 Meter zugelassen. Der Aufforderung zur Räumung kam der Eigner allerdings nicht nach.
Deshalb hat das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt die Bergung in Auftrag gegeben und wird dem Besitzer die Kosten der Aktion in Höhe von rund 180.000 Euro anschließend in Rechnung stellen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Löscharbeiten am Containerfrachter "APL Austria"
(Bild: NSRI)   Großbild klick!

Schwierige Brandbekämpfung im Hafen von Ngquara
(15.02.17) Spezialisten in Sachen Gefahrgut und Schiffsbrand wurden am 14.2. von APL aus London und Österreich eingeflogen, um bei den Löscharbeiten an Bord des Containerfrachters "APL Austria" im Hafen von Ngqura zu helfen. Außerdem trafen dort Bergungsexperten aus Kapstadt ein. Das Feuer war zwar unter Kontrolle, aber weiterhin aktiv. Die Feuerwehr konnte noch nicht unter Deck vordringen, wo sich der Brandherd befand. Seit dem 13.2. waren Schlepper von Transnet kontinuierlich dabei, die Container auf dem Hauptdeck unter einen Wasservorhang zu legen. Auch am 14.2. schlugen gelegentlich offene Flammen empor, die von der Feuerwehr mit Hochdruck-Schläuchen heruntergeschlagen wurden.
Dichte Rauchwolken zogen über den Hafen. Schon jetzt war klar, dass der Brand einen Millionenschaden verursacht hat. Der Frachter hatte insgesamt 3.076 Container geladen. Er war unterwegs von Kapstadt nach Réunion, als das Feuer festgestellt wurde.
Nach dem Einlaufen in Ngquara am 13.2. wurde der Terminal vorerst geschlossen, bis das Feuer eingedämmt war. Am 14.2. war wieder Umschlagbetrieb möglich. Zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen waren für den Fall unerwarteter Entwicklungen getroffen worden.
Aktuell gab es weder das Risiko einer Ölverschmutzung noch struktureller Schäden am Schiff. 70 Container, überwiegend vom Feuer nicht betroffene, wurden entladen und am Nachmittag des 14.2. auf dem Kai gelagert. Andere wurden umgesetzt.
Einige wurden strategisch so platziert, dass sie einen Schutzwall darstellten, um eine Ausweitung des Brandes zu verhindern. Derzeit wurde an Plänen gearbeitet, wie die vom Feuer beschädigten oder noch brennenden Container an Land gebracht werden können. Sie sollten dann auf dem Kai geöffnet und abgelöscht werden. Die Löscharbeiten wurden durch die SA Maritime Safety Authority (SAMSA) geleitet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wrack des Frachters “Telamón” (Bild: Wiki05)   Großbild klick!

Ikone von Lanzarote soll nicht verschrottet werden
(15.02.17) Die Ankündigung, dass das Wrack des Frachters “Telamón”, 8003 BRZ (IMO-Nr. 5354896), der seit 36 Jahren in Arrecife auf Grund liegt, in den kommenden Wochen verschrottet werden sollte, hat zu einer starken Reaktion in den sozialen Netzwerken geführt. Über die Plattform www.change.org wurde eine Unterschriftenaktion gestartet, die binnen weniger Tage abertausende von Unterzeichnern hatte. Würde das Schiff verschrottet, verschwände eine Touristen- und Taucherattraktion von Lanzarote, die von dort kaum mehr wegzudenken ist.
Wegen seiner Lage ist das größere der beiden Wrackteile ideal für das Schnorcheln und das Erlernen des Wracktauchens. Auch Seenotrettungseinheiten führen hier ihre Übungsmanöver durch. Weniger als 100 Meter südlich und in einer Tiefe von 18 Metern liegt der Bug.
Hier ist das Unterwasserleben vielfältiger, das Wrack ist belebt von Kraken, Papageifischen und Großen Bernsteinbrassen Taucher und Unterwasserfotografen haben an den Kontrasten, die das Licht in den verschiedenen Abschnitten des Schiffes schafft, seit Jahrzehnten viel Freude.
Wegen der geringen Wassertiefe ist der Ort besonders für Tauchanfänger sehr gut geeignet. Auch zum Besichtigen des Ortes an Land wird das Schiffswrack in allen touristischen Foren als außergewöhnlich angepriesen. Für manche Besucher ist es sogar einer der Orte auf Lanzarote, die man unbedingt gesehen haben muss. Die Fischer profitieren ebenfalls von den Fischschwärmen, die sich in den stählernen Höhlen des Wracks befinden.
Der 139,5 Meter lange und 17,9 Meter breite Frachter wurde von der Caledon Shipbuilding & Engineering Company Ltd. unter dem Namen „Temple Hall“ 1953 in der schottischen Stadt Dundee erbaut. Zunächst für die Temple Steam Ship Company fahrend, wurde das Schiff 1969 an Demetrios P. Margaronis & Sons verkauft, in „Pantelis“ umbenannt und unter griechische Flagge gebracht. 1970 wurde es an die Cia. Naviera Para Viajes Sud Amerika SA weiterverkauft.
Schließlich fuhr es ab 1977 für K. Mitsotakis & Sons als „Telamón“. Auf der letzten Fahrt 1981 war das Schiff von San-Pédro an der Elfenbeinküste ins Ägäische Meer unterwegs mit einer Ladung Baumstämmen für die griechische Stadt Thessaloniki. Doch diese kamen dort nie an. Am 31.10.1981 fegte ein schwerer Sturm über die Kanarischen Inseln. Als sich die „Telamón“ in der Meerenge von Bocaina zwischen Lanzarote und Fuerteventura befand, stellte die Crew ein Leck im Rumpf des Schiffes fest. Wegen der schlechten Wetterlage konnte sie den Schaden nicht beheben. Zudem befürchtete der Kapitän Manuele Avtigromm, die Baumstämme könnten sich so stark bewegen, dass der Frachter kentern oder auseinanderbrechen könnte.
Daraufhin kontaktierte der Kapitän den Hafenmeister von Arrecife, Antonio Sivera, und bat um Hilfe. Doch es war schnell klar, dass das Schiff in einem sehr schlechten Zustand war und zu sinken drohte. Eine Reparatur vor Ort war bei den schlechten Wetterverhältnissen schwierig, und auch am nächsten Tag sollte sich die See nicht beruhigen.
So beschloss man, das Schiff mit einem Thunfischfänger an die Küste von Lanzarote zu manövrieren. Die „Telamón“ sollte aber nicht in den Puerto de los Mármoles, den Hafen von Arrecife, gebracht werden, denn im Fall eines Untergangs hätte den kleinen Hafen blockiert, über den der Großteil des Handels der Insel abgewickelt wurde. Deshalb entschied man sich, den Frachter an das Ufer von Las Caletas zu bringen, einem kleinen Dorf bei Costa Teguise, ein paar hundert Meter vom Hafen entfernt.
Dort wurde es kontrolliert auf Grund gesetzt, und alle 29 Crewmitglieder, hauptsächlich Griechen, aber auch Seeleute aus Ghana, Mali und der Elfenbeinküste, wurden wohlbehalten an Land gebracht und im Hotel Casa del Mar und in Unterkünften am nahe gelegenen Charco de San Ginés einquartiert. Zwei Tage nach dem Unglück reiste der Eigner des Schiffs nach Lanzarote, um die Lage in Augenschein zu nehmen.
Den Rumpf ließ er von Werfttauchern aus Puerto Naos untersuchen. Hierbei stellte sich heraus, dass ein Leck im Laderaum entstanden und dieser zu zwei Dritteln geflutet war. Außer den Baumstämmen, die einfach geborgen und dann nicht weiter beachtet wurden, befanden sich noch 260 Tonnen Schweröl und 60 Tonnen Diesel an Bord.
Deshalb installierte eine Spezialfirma aus London zunächst einen Schutzring aus Luftreifen, der auf der Meeresoberfläche schwamm und möglicherweise austretendes Öl am Ausbreiten hindern sollte. Danach verteilten die Techniker im Wasser Dispergatoren, Stoffgemische, die Öl in sehr kleine, biologisch abbaubare Tröpfchen trennen. Schließlich konnte ein Boot der Compañía Española de Petróleos – CEPSA das Öl abpumpen.
Nachdem die Reederei K. Mitsotakis & Sons die „Telamón“ aufgab, zeigte sich einige Zeit später ein anderes Unternehmen daran interessiert, den Frachter wieder flott zu machen, jedoch legte sich das Interesse relativ schnell wieder, als man sich über die ungefähren Kosten von damals über 100 Millionen Peseten, was heute etwa 600.000 Euro entspricht, klar wurde.
So blieb das Wrack dort, wo es war.
Bei einem Sturm brach es wenig später in zwei Teile und lag seitdem mit dem 74 Meter langen Achterschiff zur Küste gerichtet und nach vorne geneigt wenige Meter vor der Küste von Lanzarote. In dem Wrack machten sich für einige Zeit sogar Hausbesetzer breit. Wegen der unkomfortablen Bedingungen zogen sie sich jedoch rasch wieder zurück und suchten ein neues Quartier.
Erst im Jahr 2009 zog das Wrack wieder die Aufmerksamkeit auf sich: Es ging um die letzte Ladung des Frachters. Die Holzstämme lagen jahrelang, Wind und Wetter ausgesetzt, unweit des Schiffes an Land. Sie entkamen knapp der Vernichtung durch ein Feuer, und daraufhin wurde José María Pérez Sánchez, ein spanischer Stadtplaner, auf die Stämme aufmerksam. Aus dreien von ihnen erbaute er eine Skulptur in einen Kreisverkehr in Costa Teguise, an der Promenade in der Nähe des Strandes Las Cucharas.
Sein Kunstwerk nannte Sánchez „La Hoguera de San Juan“, auf Deutsch Johannisfeuer, das in der Nacht vom 23. auf den 24.6.2009 eingeweiht wurde, in der Johannisnacht, dem Gedenktag an Johannes den Täufer. In dieser Nacht wird traditionell auf Lanzarote der Sommerbeginn mit einem großen Feuer gefeiert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Crewmitglieder von austretendem Gas vergiftet
(15.02.17) Drei Crewmitglieder des vietnamesischen Frachters „Vimaru Pearl", 5185 BRZ (IMO-Nr.: 9168403), waren am 13.2. in einem kritischen Zustand, nachdem sie giftige Gase durch ein Gasleck einatmeten. Das Schiff war mit einer Ladung Reis am 9.2. aus Ho Chi Minh City in Vietnam zu den Philippinen ausgelaufen. Der Unfall ereignete sich vier Tage darauf gegen Mittag in internationalen Gewässern.
Um 14.35 Uhr meldete der Kapitän über Funk den Notfall. Er steuerte um 18.30 Uhr den Hafen von Kota Kinabalu an, um medizinische Hilfe für die im Laderaum bewusstlos gewordenen Seeleute zu bekommen. Sie wurden sofort ins Queen Elizabeth Hospital gefahren.
Auch das Kota Kinabalu Fire and Rescue Services Department war im Einsatz. Insgesamt hatte der Frachter eine Crew von 22 Mann an Bord. Eine Gefahrguteinheit machte sich daran, das Gasleck abzudichten und die Situation zu stabilisieren. Am 15.2. lag der Frachter weiter auf Reede vor dem malaysischen Hafen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler zum zweiten Mal aus Sturm gerettet
(Datum) Am 12.2. wurde die norwegische Coastguard von dem Trawler "Svebåen - T-81-L", 70 BRZ (MMSI-Nr.: 259449000), aus Nord-Lenangen um Assistenz gebeten. Er hatte in stürmischer See nordwestlich von Hammerfest Maschinenausfall erlitten und trieb in den Wellen. Der Havarist wurde auf den Haken genommen und um 15.30 Uhr in den Hafen eingeschleppt. Nachdem dort Reparaturen durchgeführt wurden, lief das Schiff am 14.10. um 22.40 Uhr wieder zu den Fanggründen aus.
Bereits am 24.10.2014 hatte die “Svebåen" in einem Hurrikan-artigen Sturm im Varanger-Fjord zwischen Kirkenes und Vardo Maschinenausfall erlitten. Seinerzeit kam das NSSR-Rettungsboot "Reidar von Koss" zu Hilfe. Die "Svebåen" trieb in Richtung der russischen Grenze, und die dreiköpfige Crew fürchtete, am Ende in Murmansk zu landen. Doch die Seenotretter, die sich nur mühsam gegen den Orkan zu dem Schiff voranarbeiten konnten, erreichten es sechs Stunden nach dem ersten Notruf noch rechtzeitig genug, um es in norwegischen Hoheitsgewässern auf den Haken zu nehmen.
Es wurde binnen neun Stunden gegen meterhohe Wellen ankämpfend nach Berlevaag abgeschleppt. Die „Svebåen“ ist 18,88 Meter lang, 5,95 Meter breit und wurde 1997 erbaut. Eigner ist die Sara Karin AS.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tankmotorschiff lief auf Mole in Terneuzen
(Datum) Das belgische Tankmotorschiff "Scaldis", 3801 ts (EU-Nr.: 06004102), das mit 2600 Tonnen Petroleumprodukten beladen war, lief am 14.2. um 20.15 Uhr auf die nördliche Außenmole von Terneuzen. Ein erster Versuch der beiden herbeigerufenen Schlepper "Multratug 9" und "Braakman", den Havaristen wieder freizubekommen, scheiterte. Wegen des ablaufendenden Wassers wurde befürchtet, dass das Schiff zerbrechen könnte, und es wurde Großalarm bei den Rettungsdiensten ausgelöst.

Doch eine Viertelstunde später gab es Entwarnung – um 20.30 Uhr gelang es den Schleppern doch, die „Scaldis“ wieder flottzumachen. Sie wurde dann an der Mittelschleuse festgemacht und einer Inspektion durch Rijkswaterstaat unterzogen. Das Tankmotorschiff war von Hansweert zum Ghent-Terneuzen-Kanal unterwegs gewesen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter vor Malpe gesunken
(15.02.17) Die sechsköpfige Crew des Kutters “Sea Pearl” wurde von einem anderen Kutter, der “Al Rameez”, am 14.2. bei Malpe gerettet, nachdem die beiden Schiffe zuvor kollidiert waren. Die „Sea Pearl“ war am 10.2. aus Mangaluru ausgelaufen und hatte am Unglücksmorgen gegen sechs Uhr die Netze ausgebracht.
Wenig später wurde sie von der „Al Rameez” gerammt und erlitt Wassereinbruch. Als sie zu sinken begann, wurden die Fischer von der „Al Rameez“ übernommen. Der Versuch, den Havaristen noch zur Küste zu schleppen, schlug fehl.
Quelle:Tim Schwabedissen



Katamran vor malaysischer Küste gesunken
(15.02.17) Neun malaysische Angler und fünf Crewmitglieder wurden am 13.2. gerettet, nachdem der Motor ihres Katamarans in den Gewässern von Pulau Sulug ausfiel und es dann zu einem Wassereinbruch kam. Nachdem es der Crew nicht gelang, den Schaden zu beheben, bat sie um 16.10 Uhr die Malaysian Maritime Enforcement Agency (MMEA) in Kota Kinabalu um Assistenz. Ein Patroullienboot wurde zu Hilfe geschickt und fand den Havaristen zwei Meilen von der gemeldeten Position entfernt. Um 16.35 Uhr waren die Angler von einem anderen Touristenboot übernommen worden, während die Reparaturversuche andauerten.
Gegen 17 Uhr wurde die Lage in rauer See kritischer, und um 19 Uhr lief ein Rettungsboot aus, das die Crew abbarg und um 23 Uhr zur Marinebasis in Sepanggar brachte. Am Morgen des 14.2. sank der Katamaran schließlich.
Quelle:Tim Schwabedissen



Barge trieb vor Kochi
(15.02.17) Die indische Coast Guard (ICG) rettete am 12.2. die 10-köpfige Crew der Barge “Matha 2”, die nach einem Maschinenausfall vor Kochi an der Küste von Porbandar trieb. Sie war am 3.1. aus Kochi ausgelaufen. Nach der Havarie hatte das Schiff Funkkontakt mit dem in der Nähe befindlichen, unter Panama-Flagge laufenden Tanker „Ocean Gas“, 47072 BRZ (IMO-Nr.: 9388687), aufgenommen, der das Maritime Rescue Coordination Centre (MRCC) in Mumbai verständigte.
Das MRCC kontaktierte wiederum die ICG in Gandhinagar. Die Coast Guard schickte das Patroullienboot “Arush”, die die Crew des Havaristen versorgte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sturm verhindert Bergungsarbeiten an Tanker
(15.02.17) Die Bergungsarbeiten an dem gestrandeten Tanker "Sagan" des Ocean Grow International Shipmanagement vor der Insel Suwanosejima in der Ostchinesischen See wurden durch stürmische See weiter behindert. Der Tanker war unterwegs von Taiwan nach Japan, als er auf Felsen im Nakanoshima-Kanal getrieben wurde.
In der hochgehenden See wurde der Rumpf aufgerissen, und Öl begann auszulaufen. Unter dem Ansturm der Wellen haben sich die Lecks seither vergrößert. Die 18-köpfige Crew war von einem Hubschrauber der japanischen Coast Guard gerettet worden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Segelyacht „Valhalla“, Feuerbekämpfung (Bild: USCG)   Großbild klick!

Zweimaster brannte bei Bainbridge Island
(14.02.17) Am Nachmittag des 13.2. brach ein Feuer auf der 40 Fuß langen Segelyacht „Valhalla“ bei Bainbridge Island aus. Es entstand in der Kajüte gegen 15.40 Uhr, als sie sich vor Rockaway Beach, südlich von Eagle Harbor, befand. Die Coast Guard und die Feuerwehr aus Bainbridge Island sowie ein Löschboot aus Seattle wurden zur Brandbekämpfung alarmiert.
Der Skipper konnte unversehrt von Bord gerettet werden. Die Coastguard schleppte das Boot nach Ende der Löscharbeiten nach Eagle Harbor.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter nach Schiermonnikoog eingeschleppt
(14.02.17) Am 13.2. gegen neun Uhr erlitt der holländische Kutter „Fetske - LO 14", 35 BRZ (MMSI-Nr.: 245856000), vor Schiermonnikoog Maschinenschaden. Das bei der dortigen KNRM-Station aktuell stationierte Ersatzboot "Christien" wurde um 9.19 Uhr alarmiert. Es nahm den Havaristen auf den Haken und schleppte ihn in den Hafen ab.
Quelle:Tim Schwabedissen



„Clyde Challenger“ entmastet (Bild: HM Coastguard)   Großbild klick!

Gerettete Yachtcrew erreichte Lissabon – Dank für große Rettungsaktion
(14.02.17) Die 14-köpfige Crew, 13 Briten und ein Amerikaner, der gesukenen Yacht „Clyde Challenger“ wurde am Morgen des 13.2. von dem britischen Zerstörer HMS „Dragon“ wohlbehalten in Lissabon abgesetzt und wollte von dort aus die Heimreise antreten. Wie sie berichtete, war am 9.2. ein Kaventsmann ihrem Boot 400 Meilen westsüdwestlich von Kap Finisterre zum Verhängnis geworden, die aus der entgegengesetztem der anderen Brecher gekommen war. Skipper Roy Graham (66) aus Prestwick dazu: „Sie warf uns auf die Seite, so dass die Saling ins Wasser schlug. Dabei brach der Mast auf Deckshöhe.”
Bis dahin war die Yacht mit gerefftem Hauptsegel gut unterwegs gewesen. Zwar richtete sich das robuste Boot nach dem Kentern binnen weniger Sekunden wieder auf, doch außer dem Mastschaden war auch der Instrumentenstand am Heck der Yacht abgerissen worden, und eine Anzahl sicherheitsrelevanter Gegenstände und Kommunikationssysteme ging verloren. Daraufhin setzte der Skipper um 20 Uhr einen Notruf ab, woraufhin das Maritime Operations Centre der HM Coastguard eine Rettungsaktion in die Wege leitete.
Eine C130 Hercules stieg auf, die die Yacht als erstes lokalisierte. Am Abend traf als erstes Schiff der portugiesische Frachter „Industrial Challenge“, 7252 BRZ (IMO-Nr.: 9213935), der INTERSCAN Schifffahrtsgesellschaft mbH in Hamburg auf der Fahrt von Walvis Bay nach Antwerpen vor Ort ein. Der zyprische Bulkcarrier „Cape Breeze“, 93960 BRZ (IMO-Nr.: 9518919), wurde auf der Reise von Dünkirchen nach Baltimore dann zu dem Boot dirigiert, konnte aber bei den stürmischen Bedingungen keine konkrete Hilfe leisten, weil er ohne allzu großes Risiko nicht dicht genug an dieses heran kommen konnte, um eine Rettungsaktion durchzuführen.
Am Nachmittag des 10.2. trafen außerdem der britische Tanker „CPO Finland”, 23353 BRZ (IMO-Nr.: 9353101), der die Fahrt von Rotterdam nach Houston unterbrach, sowie der unter Marshall Islands-Flagge registrierte Tanker „Sti Dama“, 29735 BRZ (IMO-Nr.: 9686716), auf dem Weg von New York nach Falmouth vor Ort ein. Die Hercules wurde derweil von einem KC 135 Tankflugzeug der US Air Force, die beim 100th Air Refuelling Wing der RAF Base Mildenhall stationiert war, abgelöst.
Da das Wetter weiter keine Abbergung zuließ, wurden die „Cape Breeze“ und „Sti Dama“ aus der Aktion entlassen, während die “CPO Finland“ vor Ort blieb und in den folgenden Stunden dreimal vergeblich versuchte, die Segler zu übernehmen. Da der Rumpf der „Clyde Challenger“ nicht beschädigt worden war, wurde entschieden, dass die Crew aktuell an Bord weiterhin am sichersten aufgehoben sei. Eine Abbergung durch die US Air Force 352nd Special Operations Group V22 Ospreys bei der RAF Mildenhall wurde zeitweilig ebenfalls erwogen, wegen der großen Distanz aber wieder verworfen.
Am Morgen des 11.2. ersetzte ein Patroullienflugzeug der US Naval Air Station Sigonella das Tankflugzeug als On-Scene Communications Co-ordinator. Mit dem griechischen Tanker „Antimilos”, 41526 BRZ (IMO:9282998), der von Norrköping nach New York unterwegs war, erreichte ein weiteres Handelsschiff die Szene. Weitere Schiffe, die ihre Hilfe angeboten hatten, aber nicht mehr benötigt wurden, waren die „Marco Polo“, „Afric Star“, „Ugale“ sowie ein portugiesisches Marineschiff.
Seit dem Vorabend kämpfte sich zudem die HMS „Dragon“ der britischen Marine mit ihrer 190-köpfige Crew unter Kommando von Craig Wood mit 30 Knoten durch die aufgewühlte See, die von der Coastguard mobilisiert worden war. Sie benötigte für die 500 Meilen Distanz gut 20 Stunden. Am 11.2. um 14.30 Uhr erreichte sie die Yacht, die mit über Bord hängenden Segeln und Rigg hilflos in der See trieb.
Mithilfe von einer Rettungsinsel und den beiden 24 Fuß langen Pacific-Seebooten wurden die Segler an Bord des Zerstörers gebracht. Um 16.50 Uhr waren alle in Sicherheit, rund 48 Stunden nach Eintreten des Seenotfalls. Um 17.30 Uhr sank die Yacht auf Position 45 13.42 N 017^07.5 W, nachdem deren Seeventile geöffnet worden waren, weil keine Bergungschance bestand.
Es handelte sich bei ihr um eines der acht inzwischen ausgemusterten Schiffe der Clipper-Flotte der ersten Generation. Sie gingen von 1996 bis 2002 alle zwei Jahre beim Clipper Round The World Race an den Start. Die 18,18 Meter lange und fünf Meter breite „Clyde Challenger” hat mit den 40.000 Meilen pro Rennen die Welt vier Mal umrundet.
Danach wurde sie in der Clyde-Mündung in der Kip-Marina stationiert und war als Charterboot auf den Gewässern Westschottlands unterwegs. 2016 wurde der 20. Geburtstag der Yacht begangen, wie sich nun herausstellte, sollte es ihr letzter gewesen sein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Victoria vor Fyns Hoved hat 50 Meter langen Riss im Boden
(14.02.17) Am 14.2. begann die Entfernung des Öls an der Küste von Endelave sowie zwischen Vejle und Horsens. Es handelte sich um eher geringe Kontaminationen. Auch an der Nordwestküste von Fünen wurden Ölklumpen entdeckt, es gab Berichte über eine kleine Anzahl verölter Vögel. Zwei Flugzeuge waren weiter in dem Seegebiet zur Überwachung unterwegs.
Am 13.1. gelang es erstmals, eine Tauchuntersuchung des Bodens des Frachters "Victoria" nordwestlich von Fyns Hoved durchzuführen. Dabei wurde ein 50 Meter langer und 20 Zentimeter breiter Riss im Rumpf entdeckt. Allerdings war das Risiko einer Ölverschmutzung begrenzt, da das Öl sich durch das eindringende kalte Wasser verfestigt hatte und so kaum mehr auslaufen konnte.
Es wurden auch keine Ölspuren mehr in der Umgebung entdeckt, nachdem tags zuvor kleine Klumpen bei Endelave und der Küste zwischen dem Horsens- und dem Vejle Fjord angetrieben waren. Auch wenn es noch nicht offiziell bestätigt war, so dürfte dieses Öl von dem Frachter stammen. Die dänische Verteidigung schickte das kleinere Ölbekämpfungsschiff "Miljø 103" in das Einsatzgebiet, das den Vorteil bot, Öl auch in flachem Wasser aufnehmen zu können.
Quelle:Tim Schwabedissen



Suche nach Crew der Destination erfolglos eingestellt
(14.02.17) Das Patroullienboot "Morgenthau" der US Coast Guard suchte bis zum 13.2. weiter nach Spuren des vermissten Kutters "Destination" und dessen sechsköpfiger Crew in der Beringsee vor Alaska. Nach 21 Suchfahrten mit 69 Lufteinsätzen auf einem Seegebiet von 5,730 Quadratmeilen wurde die Suchaktion dann ohne Ergebnis eingestellt. Der Notsender des Schiffes hatte sich am 11.2. um 6.15 Uhr zwei Meilen nordwestlich der St. George Island in der Pribilofs-Inselgruppe rund 200 Meilen nördlich von Unalaska aktiviert.
Die daraufhin gestartete Suchaktion mit zwei HC-130 Hercules, zwei MH-60 Jayhawk-Hubschraubern, dem Küstenwachboot sowie den Kuttern "Silver Spray" und "Bering Rose" führte nur zum Auffinden des EPIRB inmitten eines Trümmer- und Ölfelds. Die Temperaturen in dem Seegebiet waren niedrig genug, um bei drei Metern Wellenhöhe und Windgeschwindigkeiten von bis zu 30 Meilen mit Blizzard-artigen Bedingungen starke Eisbildung zu erzeugen, wodurch Schiffe topplastig werden können. Es gab eine entsprechende Warnung des National Weather Service.
Was immer mit dem Schiff geschah, passierte zu schnell, als dass noch ein Mayday hätte gefunkt werden können. Die 1981 erbaute "Destination" gehört David R. Wilson, einem Garnelenfischer in Washington. Neben dem Garnelenfang diente sie auch als Tender in den Sommermonaten. Sie hatte eine gute und erfahrene Crew an Bord – Ingenieur Larry O’Grady, 55, aus Poulsbo hatte bereits seit 20 Jahren auf ihr gearbeitet - und galt als robustes Schlachtross.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter vor Akutan gestrandet und aufgegeben
(14.02.17) Der Kutter “Predator” lief am Morgen des 13.2. unweit von Akutan Harbor in Alaska auf Grund und erlitt Wassereinbruch. Er wurde von den Felsen an der Steilküste auf einer Länge von 20 Zentimetern aufgerissen. Die dreiköpfige Crew kam mit der bordeigenen Pumpe nicht gegen den daraus resultierenden Wassereinbruch an und funkte einen Notruf, den die Coast Guard Anchorage auffing. Diese schickte daraufhin einen MH-60 Jayhawk-Helikopter zu Hilfe, der sich in der Nähe bereits in der Luft befand.
Bei Windgeschwindigkeiten von 25 Meilen und drei Meter hohen Wellen gelang es, die gut vorbereitete und ausgerüstete Crew des Kutters unversehrt aufzuwinschen. Sie wurde nach Akutan gebracht. Die Coast Guard wollte den Havaristen weiter überwachen in Hinblick auf mögliche Umweltverschmutzungen. Eine Bergung wurde angesichts der erheblichen Schäden als schwierig bis unmöglich angesehen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter trieb vor Fort Morgan
(14.02.17) Die U.S. Coast Guard wurde am Morgen des 12.2. von dem 78 Fuß langen Kutter "Swaggy B" und dessen dreiköpfiger Crew gerufen, der um 6.50 Uhr Maschinenschaden erlitten hatte. Das Patroullienboot "Stingray" erreichte das Schiff in der Nacht zum 13.2. um 1.50 Uhr auf einer Position 180 Meilen südlich von Fort Morgan. Um 8.20 Uhr nahm es den Havaristen auf den Haken. Das Abschleppen durch den Golf von Mexiko und die Mobile Bay nach Mobile, Alabama, sollte rund 27 Stunden dauern.
Quelle:Tim Schwabedissen



Luxusyacht vor Vlieland abgeschleppt – Berger mussten Schuhe ausziehen
(14.02.17) Die unter Cayman Islands-Flagge laufende Luxusyacht "Calypso", 1149 BRZ (IMO-Nr.: 1006544), erlitt am 11.2. auf der Nordsee rund 30 Meilen oberhalb von Vlieland Probleme. Zunächst war es zu Schwierigkeiten mit dem Ruder gekommen, und der Kapitän schaltete auf Notruder um. Doch in der Nacht gegen zwei Uhr folgte ein Wassereinbruch im Ruder- und dann im Maschinenraum, weil ein Schott im Achterschiff nicht richtig geschlossen werden konnte.
Die nach dem Ausfall der Hauptmaschine manövrierunfähige Yacht trieb aus dem Fahrwasser ab und funkte um 2.30 Uhr Mayday. Vor Ort waren acht Beaufort Wind aus östlicher Richtung. Hilfe kam dann in Gestalt des Schleppers „Simon Smit" der Reederei Noordgat.
Er setzte drei Berger an Bord ab, die der 14-köpfigen Crew assistierten. Bevor sie an Bord durften, mussten sie aber zunächst ihre Schuhe ausziehen, um Kratzer oder Flecken zu vermeiden. Dennoch kam es an Bord zu Schäden, weil sich bei dem Seegang Möbel losgerissen hatten und durch die Räume geschleudert worden waren. Die Yacht wurde schließlich nach Harlingen abgeschleppt, wo sie am 13.2. festmachte. Sie wurde 2003 von der niederländischen Werft Amels in Vlissingen, unter dem Namen „Solemar“ für den Russen Michail Prochorow, der ein geschätztes Vermögen von 13,4 Milliarden Euro hat, erbaut.
Er verkaufte sie im vergangenen Jahr für rund 27 Millionen Euro. Prochorow hatte im Jahr 2010 ein neues Schiff von 95 Metern Länge und Baukosten von mehr als 188 Millionen Euro gekauft.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Containerfrachter in Ngquara unter Kontrolle
(Datum) Am 13.2. gegen 20.30 Uhr war der Ladungsbrand auf dem Containerfrachter “APL Austria” am Kai in Ngqura unter Kontrolle gebracht. Er war am 12.2. gegen 18 Uhr in Laderaum 4 rund 30 Meilen südwestlich von Cape St Francis entstanden. Das Schiff wurde daraufhin zunächst angewiesen, die Reede von Algoa Bay anzusteuern, wo es am 13.2. gegen zwei Uhr Anker warf.
Um 00.43 Uhr wurde die NSRI Port Elizabeth alarmiet und schickte die „Eikos Rescuer IV“ zur „APL Austria“. Oberhalb des brennenden Laderaums waren etliche Gefahrgutcontainer u.a. mit Farbe, Chemikalien und Gefriergas darin gestaut, die aber unbeschädigt blieben. Drei Schlepper begannen mit der Brandbekämpfung.
Ein Joint Operations Centre (JOC) bestehend aus den Nelson Mandela Bay Emergency Medical Services, der Feuerwehr, Transnet und Samsa wurde in Ngqura eingerichtet, Helikopter der südafrikanischen Airforce gingen auf Standby. Von den 21 Mann Besatzung blieben 17 an Bord. Gegen vier Uhr kam der Hafenkapitän von Port Elizabeth, Captain Brynn Adamson an Bord.
Eine Stunde darauf ging der Havarist ankerauf, um weiter in die Bucht hinaus zu laufen, um von anderen Schiffen auf der Reede klar zu bleiben. Nachdem der Brand einigermaßen unter Kontrolle war, durfte der Frachter gegen 10 Uhr den Hafen von Ngqura ansteuern, wo auch landseitig gegen das Feuer vorgegangen werden konnte. Dabei wurde er von drei Schleppern und der NSRI eskortiert und unter einen Wasservorhang gelegt.
Die Schlepper "Orca" und "Tug Lizibuko" blieben nach dem Anlegen weiter am Havaristen. Auch die Feuerwehr blieb mit einigen Kräften über Nacht an Bord. Mehrere Container wurden entladen, andere aus der Gefahrenzone gebracht. Eine Reihe von Löschfahrzeugen, ein Schaumlöschwagen, Gefahrgutfahrzeuge und anderes Gerät war auf dem Kai in Stellung gebracht worden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter in Ferrol und Cariño gesunken
(14.02.17) Der 12 Meter lange, spanische Muschelkutter “Obelix MF”, der im vergangenen Herbst am 5.10. bei Cariño Wassereinbruch erlitten hatte, aber geborgen werden konnte, sank nach einer neuerlichen Leckage am 13.2. um 3.30 Uhr an der Curuxeiras-Pier im Hafen von Ferrol. Dabei kam es zu einer Ölverschmutzung. Ölsperren wurden ausgelegt. Beim Untergang befand sich keine Crew an Bord. Am Nachmittag begann die Hebung mit einem Mobilkran. Mit der Abendflut wurde das Schiff zwei Stunden nach Beginn der Arbeit um 18.45 Uhr durch die Berger von Amarradores del Puerto and Ría de Ferrol' wieder gehoben.
Um 9.30 Uhr sank auch der 16 Meter lange Holzkutter "Dacosta“ vor Cariño, nachdem er sich von seiner Mooring losgerissen und auf Felsen bei Caneliñas getrieben war. Aus Coruña wurden die Mar Servicios Submarinos gerufen, um das Wrack mit Hebeballons wieder aufschwimmen zu lassen. Danach wurde es in den Außenhafen geschleppt und durch einen Kran aus dem Wasser gehoben, um anschließend abgewrackt zu werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wieder Feuer auf chinesischem Ausflugsschiff
(14.02.17) Am Nachmittag des 13.2. brach auf einem Ausflugsschiff in der Ha Long Bay in der chinesischen Quang Ninh gegen 15 Uhr ein Feuer aus. Das Schiff lag vor Anker und wartete auf sieben Touristen, die mit Kayaks unterwegs waren. Es gelang der Crew, den Brand auf dem 2003 erbauten Holzschiff zu löschen.
Am 10.1. war ein anderes Ausflugsschiff mit 14 Fahrgästen in Ha Long in Brand geraten und gesunken. Alle Fahrgäste und die sechsköpfige Crew sowie ein Guide hatten von einem anderen Schiff rechtzeitig gerettet werden können. In den kommenden fünf Jahren sollen alle Holzausflugsschiffe durch solche mit Stahlrumpf ersetzt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer und Vergewaltigung auf Kanalfähre
(14.02.17) Am 13.2. um 16.15 Uhr brach auf der britischen Kanalfähre “Spirit of France”, 47592 BRZ (IMO-Nr.: 9533816), auf dem Weg von Calais nach Dover ein Feuer in einem der unteren Decks bei Instandhaltungsarbeiten aus. Die Crew konnte es binnen weniger Minuten löschen, für die Passagiere bestand keine Gefahr. Dennoch verzögerte sich das Aussteigen der Passagiere nach dem Einlaufen in Dover um 45 Minuten, weil die Polizei zwei Männer an Bord wegen des Verdachts einer Vergewaltigung festnahm.
Quelle:Tim Schwabedissen



Taucher reinigten altes Wrack in Sharjah
(14.02.17) Am 11.2. haben Taucher das in 20 Metern Tiefe liegende Wrack des Passagierdampfer “Dara”, 4465 tdw, auf Initiative des Sharjah Aquarium von Müll gereinigt. Das Schiff explodiert und sank im April 1961, wobei 238 der 819 an Bord befindlichenMenschen ums Leben kamen. 20 hochtrainierte Taucher der Sharjah Police und des Emirates Diving Centre haben mehr als 300 Kilogramm Abfall, darunter auch alte Fischernezte, die sich in 56 Jahren dort angesammelt hatten, beseitigt.
Die Reinigung wurde vom Sharjah Museums Department organisiert. Das Wrack, einst Schauplatz einer Tragödie, ist inzwischen Heimstatt vieler Fisch- und Pflanzenarten sowie ein populärer Tauchspot.
Quelle:Tim Schwabedissen



Suche nach Vermissten vor Senegal ausgeweitet
(14.02.17) Das Suchgebiet nach den drei Vermissten des senegalesischen Trawler "Senefand 1" wurde am 13.2. erweitert. Zu Wasser und aus der Luft wurde mit Einheiten aus Spanien und Senegal nach den Seeleuten Ausschau gehalten. Zahlreiche Kutter und Handelsschiffe beteiligten sich ebenfalls an der Rettungsaktion.
Das Suchgebiet wurde dabei gegenüber dem Vortag etwas nach Norden verlegt. Der Skipper José Vicente Pazos und zwei Crewmitglieder aus Senegal könnten sich noch im Wrack befinden. Dieses aufzuspüren war schwierig, weil beim Untergang der Notsender nicht aktiviert war.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bergung der Down North in Stettin verzögert sich
(14.02.17) Die für den 13.2. geplante Bergung des Zweimasters "Down North" in der der Insel Grodzka in Stettin gegenüber liegenden Marina wird erst in mehreren Tagen stattfinden. Der Zeitplan und die Methode mussten erst noch erarbeitet werden. Der polnische Eigner des Schiffes traf inzwischen in Stettin ein und traf sich mit Behördenvertretern.
Das Wrack kann nicht auf dem Kai des Altstadthafens abgesetzt werden, weil dieser gerade renoviert wird. Nach der Hebung soll die Ursache des nächtlichen Untergangs untersucht werden. Möglicherweise ist ein Kühlwasserrohr im Maschinenraum gebrochen. Die geringfügige Ölverschmutzung wurde unterdessen durch die Feuerwehr beseitigt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Crew wird abgeborgen
(Bild: Royal Navy)   Großbild klick!

Dramatische Rettungsaktion von Yachtcrew im Atlantik
(13.02.17) Der britische Zerstörer HMS "Dragon" rettete am 11.2. die 14-köpfige Crew der britischen Yacht "Clyde Challenger" (MMSI-Nr.: 234289000) in stürmischer See auf dem Atlantik, 610 Meilen südwestlich von Land’s End. Die HMS "Dragon" hatte sich 500 Meilen entfernt auf einer Routinepatroullie befunden und kämpfte 20 Stunden lang gegen den Sturm zu der "Clyde Challenger“. Diese war bei hohem Seegang beschädigt worden und hatte am 9.2. um 20 Uhr den Notsender aktiviert.
Ein Frachter kam am 10.2. zu Hilfe. Die Yachtcrew hatte ein Notruder gebaut, doch Schäden an Mast und Segeln machte es unbrauchbar. Am Nachmittag wurde entschieden, dass die Crew das Schiff aufgeben müsste. Die "Clyde Challenger" war am 9.1. in der Karibik zur Ultimate Atlantic Challenge ausgelaufen. Am 5.2. verließ sie die Azoren mit Kurs England. HMS "Dragon" traf am 11.2. gegen 14.30 Uhr ein. Mehrere englische und amerikanische Flugzeuge waren aufgestiegen und stellten die Kommunikation sicher. Die Yacht trieb mit gebrochenem Mast seit 48 Stunden in der See.
Die Crew war wohlauf und bis dahin sicher an Bord. Bei schwindendem Tageslicht war zur Rettung aber Eile geboten. Die HMS "Dragon" setzte zwei Boote mit einer Aufnahmekapazität von sechs Personen aus und barg die Segler unter schwierigsten Umständen bei meterhohem Seegang ab. Als sie auf die HMS "Dragon" übergesetzt worden waren, wurden sie medizinisch betreut und konnten telefonisch Kontakt mit ihren Angehörigen aufnehmen. Der Skipper der "Clyde Challenger" sah aber keine Chance, angesichts der Position des Schiffes und den mittelfristigen Wettervorhersagen, die keine Beruhigung in den kommenden sieben bis 10 Tagen sahen, das Boot zu retten. Es wurde mit Unterstützung des Marineschiffes versenkt, nachdem die Bergungsoptionen gemeinsam von Coastguard, Bergern und der Versicherung durchgespielt worden waren. Die sicherste Lösung war die Versenkung, damit das verlassene Boot keine Gefährdung für die übrige Schifffahrt mehr darstellen konnte.
Eigner Glenn Porter wollte die Crew nun schnellstmöglich in die Heimat bringen und den Totalverlust untersuchen. Das Boot war in der Vergangenheit eine Attraktion der Scotland's Boat Showin der Kip Marina gewesen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Nach Frachterhavarie Öl bei Juelsminde und Endelave beobachtet
(13.02.17) Am 12.2. trieben kleine Ölklumpen an den Strand von As Vig nahe Juelsminde und Endelave an. Bei Sonnenaufgang startete am Morgen des 13.2. ein Überwachungsflug, um mögliche weitere Ölflecken zu lokalisieren. Auch im Seegebiet zwischen Samsø, dem Horsens-Fjord und den Vejle-Fjord wurde Ausschau gehalten.
In Endelave wurde der Strand abgesucht. Die bisher gesichteten Ölmengen waren zu klein, um beseitigt zu werden. Es konnte auch noch nicht eindeutig gesagt werden, ob das Öl aus den Tanks des havarierten portugiesischen Containerfrachters "Victoria" 17188 BRZ (IMO-Nr.: 9290165), stammte. Wegen schlechten Wetters hatte deren Rumpf bislang nicht von Tauchern untersucht werden können.
Die Lecks im Schiffsboden befanden sich neun Meter unter der Wasseroberfläche. Der Wasserdruck könnte das oben schwimmende Öl in den Tanks halten. Der Wasserpegel in den betroffenen Tanks war indes erheblich angestiegen.
Die Marine schickte die Ölbekämpfungsschiffe "Marie Miljø" und "Gunnar Thorsen" sowie die Patroullienboote "Najaden" und "Diana" zum Havaristen, die auch mit Ölsperren gegen auslaufendes Öl ausgerüstet waren.
Patroullienflugzeuge und Hubschrauber der dänischen Luftwaffe sollten die Umgebung aus der Luft überwachen. Die "Victoria” blieb derweil nordwestlich von Fyns Hoved vor Anker und wartete auf Wetterberuhigung. Sie war vor dem Auflaufen vor ihrem gefährlichen Kurs gewarnt worden. Sie hatte der Verkehrszentrale gemeldet, dass sie dem Schifffahrtsweg bei Hatter Barn folgen und dann durch den Kanal nördlich von Fynshoved laufen wollte, um Fredericia anzusteuern. Doch sie verließ die normale Route früher als erwartet, deshalb machte die Verkehrszentrale sie auf den Kurs aufmerksamer und empfahl, weiter südlich zu gehen und das Fahrwasser nördlich von Fünen anzusteuern. Wenig später lief das Schiff auf Grund.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre "Panagia Tinou"
(Bild: Axilleas Tzathas)   Großbild klick!

Fähre soll nach Bergung verschrottet werden
(13.02.17) Sobald die griechische Fähre "Panagia Tinou", 5122 BRZ (IMO-Nr.: 7205063), die am 11.2. wieder im Hafen von Piräus schwamm und nur noch eine leichte Steuerbordschlagseite aufwies, komplett stabilisiert ist, soll sie in die Türkei zum Verschrotten abgeschleppt werden. Hierzu müssen außerdem noch die notwendigen Ausfuhrdokumente erstellt werden. In vier bis fünf Wochen, so wurde geschätzt, könnte die letzte Reise beginnen. Die Bergung durch die Antipollution ANE hatte im Januar begonnen.
Zunächst wurde das verbliebene Öl ausgepumpt und mit Schiffbauern eine Studie erstellt, wie die gefluteten Räume bestmöglich abgedichtet und ausgepumpt werden könnten. Diese Arbeit begann im Januar und verlief erfolgreich. Das Schiff hob sich vom Grund, und in den vergangenen Tagen wurde das verbliebene Wasser gelenzt. Das Wrack blieb weiterhin von Ölsperren umgeben an seinem Liegeplatz.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fischkutter “Ptarmigan” im Schlepp
(Bild: RNLI)   Großbild klick!

Kutter drohte bei Applecross zu stranden
(13.02.17) Das RNLI-Boot aus Lochalsh wurde am 12.2. um 15:07 Uhr von der UK Coastguard alarmiert, nachdem der 16 Fuß lange Fischkutter “Ptarmigan” eine Meile vom Plockton-Leuchtfeuer entfernt Maschinenausfall erlitten hatte und zu stranden drohte. Die in Kyle stationierte „Spirit of Fred. Olsen” lief um 15:14 Uhr aus, um der zweiköpfigen Crew zu helfen.
Ihr Schiff driftete bei hohem Seegang auf die Südküste der Applecross-Halbinsel zu. Um 15:30 Uhr waren die Seenotretter vor Ort und stellten rasch eine Schleppverbindung her. Um 16.:29 Uhr zogen sie den Kutter an seinen Liegeplatz in Plockton. Um 17:20 Uhr war das Rettungsboot zurück auf seiner Station und aufgetankt einsatzklar.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kreuzfahrtschiff "Seabourn Encore"
(Bild: Jeffrey Lyte)   Großbild klick!

Neues Kreuzfahrtschiff riss sich in Timaru los
(13.02.17) Das unter Bahamas-Flagge laufende, erst im Januar in Dienst gestellte Kreuzfahrtschiff "Seabourn Encore", 40350 BRZ (IMO-Nr.: 9731171), kollidierte am 12.2. gegen 15.15 Uhr mit dem neuseeländischen Zementfrachter "Milburn Carrier II", 6200 BRZ (IMO-Nr.: 8606197), nachdem es sich bei Windböen von bis zu 75 km/h im Hafen von Timaru von seinem Liegeplatz losgerissen hatte. Bei stürmischem Südwind brachen mehrere Trossen, und das Passagierschiff trieb quer über das Hafenbecken, bis es mit dem Backbord-Heck gegen die Steuerbordseite des Frachters stieß. Lotsenboote und Schlepper brachten es wieder unter Kontrolle und stabilisierten es, bis der Wind abflaute.
Dann wurde es wieder festgemacht und weiter von zwei Schleppern gesichert, während die Passagiere von Landausflügen zurückkehrten. Insgesamt waren rund 600 Fahrgäste und Crewmitglieder an Bord. Die Transport Accident Investigation Commission leitete eine Untersuchung ein und schickte zwei Inspektoren aus Wellington. Erst nachdem sie das Schiff, das mit Schrammen und Beulen davongekommen war, wieder freigegeben hatte, konnte es am 12.2. gegen Mittag nach Akaroa auslaufen. Der Zementfrachter trug Schäden an den Ballasttanks davon.
Die „Seabourn Encore“ wurde auf der Fincantieri-Werft in Marghera erbaut. Sie wurde am 30.11.2016 fertiggestellt und an die Reederei Seabourn Cruise Line Limited in Seattle übergeben. Getauft wurde sie am 7.1.2017 in Singapur durch die britische Sängerin Sarah Brightman. Das Schiff hat eine Länge von 211 Metern, eine Breite von 36 Metern, einen Tiefgang von 6,8 Metern und eine Tragfähigkeit von 7.000 Tonnen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter gingen in Roatán in Flammen auf
(13.02.17) Auf den Kuttern “Captain Dago” und “Mr. Marviny” kam es am 12.2. gegen Mittag zu einer starken Explosion im French Harbor von Roatán auf den Honduras. Mindestens acht Personen erlitten Verletzungen und wurden von der Feuerwehr gerettet und ins Krankenhaus von Roatán gebracht. Weitere Männer erlitten Rauchgasvergiftungen. Zwei Feuerwehrfahrzeuge und ein Krankenwagen waren vor Ort. Offenbar waren Gasflaschen in die Luft geflogen und hatten die beiden Schiffe in Brand gesetzt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Suche nach vermisster Kuttercrew
(13.02.17) Von der U.S. Coast Guard Air Station stiegen am 11.2. eine Kodiak HC-130 Hercules sowie zwei MH-60 Jayhawk-Helikopter auf, nachdem sich der Notsender Kutters "Destination", 196 BRZ (MMSI-Nr.: 303430000) um 7.15 Uhr rund zwei Meilen nordwestlich von St. George, Alaska, eine halbe Stunde nach dem Auslaufen aktiviert hatte. Die Coast Guard in Juneau fing dessen Signale auf. Die HC-130 Hercules traf um 10:13 Uhr als erstes vor Ort ein.
Auch die Kutter "Silver Spray" und "Bering Rose" assistierten bei der Suche. In St. George machten sich Anwohner auf, um die Küste abzusuchen. Das EPIRB wurde von den Seenotrettern wenig später inmitten eines Trümmerfelds mit Bojen und einem Rettungsring der "Destination" entdeckt. Auch ein Ölfilm befand sich an der Wasseroberfläche.
Vor Ort waren 30 Meilen Wind und bis zu acht Fuß hohe Wellen. Von der sechsköpfigen Crew des offenbar gesunkenen Kutters fehlte bislang jede Spur. Das 378 Fuß lange Patroullienschiff "Morgenthau” aus Honolulu, Hawaii, machte sich ebenfalls auf den Weg von Dutch Harbor und traf am Morgen des 12.2. vor Ort ein. Es hatte einen MH-65 Dolin Helikopter der Air Station Kodiak an Bord.
Der Kutter der Destination Inc, Seattle, hatte eine Länge von 33,53 Metern, eine Breite von 9,81 Metern und wurde 1981 bei den J & S Marine Services, Brazoria, als „Compass Rose“ erbaut. Vier Jahre später wurde sie zur „Destination“.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ladung auf Frachter Bremer Reederei ging über
(13.02.17) Der unter Antigua-Barbuda-Flagge laufende Frachter "Wilson Hobro", 2896 BRZ (IMO-Nr.: 9229128), der am 8.2. aus Rotterdam mit einer Ladung von Aluminiumbarren nach Chalkis ausgelaufen war, drehte nordwestlich von Brest am 10.2. um, nachdem rund 50 Kilometer westlich von Pointe du Raz im Englischen Kanal in stürmischer See ein Teil der Ladung nach Steuerbord übergegangen war. Die Eigner, die Bremer Lloyd Reederei, entschied, dass das Schiff sicherheitshalber den Hafen von Brest anlaufen sollte, wo er gegen 19 Uhr eintraf. Dort sollte die verrutsche Ladung neu gestaut werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motorboot sank vor Medemblik – Crew sprang auf Streckdamm
(13.02.17) Die Rettungsboote der KNRM-Station Medemblik gwurden am 11.2. alarmiert, nachdem ein Motorboot vor dem Regatta-Center Medemblik auf Grund gelaufen und gesunken war. Es war erst unlängst dort von neuen Käufern erworben worden und sollte nach Hoorn überführt werden. Doch vor dem Hafen fiel der Motor aus, und der Ostwind drückte es auf den Wellenbrecher.
Die Crew konnte sich auf das Bauwerk retten, doch ihr Polyesterboot schlug auf den Steinen leck und ging unter. Nur noch der Bug ragte aus der aufgewühlten See. Das Rettungsboot "Bernardine" barg die Schiffbrüchigen vom Streckdamm ab, und die "t'Span" brachte sie an Land.
Dann zogen die Rettungsboote das Motorboot auf den Slip des dortigen Regatta Center, wo es ausgepumpt wurde. Von dort wollte der Eigner das Boot mit einem Anhänger abtransportieren. Er wurde aus Dankbarkeit für die gelungene Rettungsaktion sofort Mitglied der KNRM.
Quelle:Tim Schwabedissen



Barkasse rammte Ponton auf der Elbe – acht Verletzte
(13.02.17) Die mit 52 Fahrgäste besetzte Barkasse „Lütte Deern" rammte am 11.2.um 14.27 Uhr auf der Elbe in Hamburg einen Ponton an der Ellerholzschleuse, weil offenbar die Maschine ausgefallen war. Das Tor wurde bei der Kollision kaum beschädigt, aber acht Menschen wurden leicht verletzt. Sie erlitten Schnittverletzungen durch eine umgestürzte Vitrine und kamen ins Krankenhaus.
Die Barkasse und das Tor wurden nur leicht beschädigt. Die Polizei untersuchte das Schiff.
Quelle:Tim Schwabedissen



Container gingen bei Verladearbeiten über Bord
(13.02.17) Von dem liberianischen Containerfrachter “Maersk Kensington”, 74642 BRZ (IMO-Nr.: 9333010), stürzten am 12.2. um 11.30 Uhr drei mit Autos und Küchengerät beladene Container in die Newark Bay. Der Unfall ereignete sich am Port Elizabeth Containerterminal der APM Terminals, die zu A.P. Moller-Maersk gehören, bei Verladearbeiten.
Ein Containerkran riss sie über Bord, und sie trieben danach im Wasser. Der Frachter lief am 13.2. von New York nach Algericas aus, wo er am 21.2. eintreffen sollte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Skipper sinkender Yacht gerettet
(13.02.17) Die US Coast Guard rettete am 11.2. den 52-jährigen Skipper der sinkenden 32-Fuß-Yacht “Great Pace” rund Meilen von Wilmington entfernt. Er hatte um 18:32 Uhr per SPOT Satellite GPS Messenger das International Emergency Response Center alarmiert, nachdem es zu einem Wassereinbruch gekommen war.
Eine HC-130 Hercules und ein MH-60 Jayhawk-Helikopter stiegen von der Air Station Elizabeth City, North Carolina, auf. Der Jayhawk winschte den Segler auf und flog ihn zur Air Station Elizabeth City.
Quelle:Tim Schwabedissen



Weltumsegelung drohte nach 12 Jahren auf Felsen zu enden – NSRI assistierte fünf Yachten in Tafelbucht
(13.02.17) Ein Paar, das vor 12 Jahren aus Mossel Bay nach Simon’s Town zu einer Weltumrundung ausgelaufen war, geriet am 10.2. nur wenige Kilometer vor Kapstadt bei der Rückkehr mit ihrer 45 Fuß langen Yacht „Calypso“ in Seenot. In einem Sturm mit 50 Knoten fiel der Motor aus, und das Rigg sowie die Segel wurden nahe Long Beach beschädigt.
Die NSRI Simon’s Town schickte die Rettungsboote “Spirit of Safmarine III” und “Spirit of Surfski II”. Als sie eintrafen, drohte die Yacht auf Felsen zu treffen. Es gelang dem Ehepaar zunächst aber nicht, eine Schleppleine anzunehmen. Daraufhin wurden zwei Seenotretter an Bord übergesetzt und halfen dabei, das Boot auf den Haken zu bekommen.
Dann schleppte die „Spirit of Safmarine III” die “Calypso” sicher in die Marina des False Bay Yacht Club (FBYC), dessen Mitglieder bereit standen, das Boot zu vertäuen. In dem Sturm waren zwei weitere, von Mossel Bay kommende Yachten ebenfalls in Schwierigkeiten geraten.
Drei Segler des FBYC wurden an Bord der “Spirit of Surfski II genommen und auf dem ersten der eintreffenden Boote, der 45 Fuß langen “Elusion” mit einem spanischen Paar an Bord, abgesetzt. Sie halfen diesem dabei, in den Hafen zu kommen. Seenotretter der NSRI gingen an Bord der dritten Yacht, der 30 Fuß langen “Westwood“ mit einem französischen Einhandsegler an Bord, und assistierten auch ihm in den Hafen.
Schließlich kamen sie noch der 50 Fuß langen Yacht „Kantolou“ mit einer dreiköpfigen brasilianischen Familie an Bord zu Hilfe. Auch hier gingen die Seenotretter an Bord und halfen gemeinsam mit dem Rettungsboot „Spirit of Surfski II“, sie an den nahen Liegeplatz zu bekommen. Um 22.48 Uhr waren alle vier Boote sicher im Hafen.
Bereits am 8.2. war die NSRI Table Bay von der Transnet National Ports Authority alarmiert worden, nachdem die Yacht “Cape Dancer” mit neun Männern und drei Frauen an Bord vor Sunset Beach Mastbruch erlitten hatte. Die Rettungsboote “Spirit of Vodacom” und “Spirit of Day” erreichten das Boot, nachdem die Crew den Mast bereits gesichert hatte, als es unter Motor mit langsamer Fahrt auf dem Weg in den Hafen von Table Bay war. Eine Schleppverbindung wurde hergestellt und das Boot das letzte Stück in den Hafen gezogen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Expeditionsyacht bei Reparatur in Stettin gesunken
(13.01.17) Die 23 Meter lange, kanadische Expeditionsyacht "Down North" (MMSI-Nr.: 316024529) sank am 11.2. gegen 21 Uhr im Hafen von Stettin. Nur noch die beiden Masten des mit Steuerbordschlagseite auf Grund liegenden Schiffes ragten aus dem Wasser. Öl und Luft stiegen aus dem Wrack auf.
Die Feuerwehr wurde alarmiert, und Taucher stellten sicher, dass sich niemand an Bord befand. Die Luke war auch verschlossen. Möglicherweise war ein Ventil einer der drei Toiletten an Bord schadhaft geworden und hatte zu einem Wassereinbruch geführt. Ölsperren wurden um das Boot ausgelegt, das am 13.2. gehoben werden sollte.
Die "Down North" war am 30.5. rund 37 Kilometer nordwestlich von Swinemünde wenige Stunden nach dem Auslaufen zu einer Arktisreise in einer Windbö gesunken. Sie war unterwegs nach Spitzbergen zur polnischen Forschungsstation in Hornsund, um deren 35-jähriges Bestehen zu feiern. Der deutsche Kutter "Palucca" barg die 12-köpfige Crew au seiner Rettungsinsel, doch ein 54-jähriger Reporter des National Geographic aus Torun starb später.
Die Schiffbrüchigen wurden auf das polnische Rettungsboot "Passat" übergesetzt. Am 30.9. barg ein Schwimmkran das Wrack, das dann nach Stettin transportiert wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler sank vor Dhaka – drei Vermisste
(13.02.17) Die Seerettung in Senegal leitete am 11.2. eine Suchaktion ein, um drei vermisste Crewmitglieder des unter senegalesischer Flagge laufenden Trawlers "Senefand Uno", 172 BRZ (IMO-Nr.: 9034262), zu finden. Er war bei Dakar zuvor binnen weniger Minuten gesunken. Einer der Vermissten war Skipper José Vicente Pazos Martinez aus der galizischen Provinz Pontevedra, die anderen beiden waren Senegalesen.
Die übrigen acht Mann hatten gerettet werden können. Kurz nachdem der Kontakt zur "Senefand Uno" abgerissen war, hatte die Maritime Rescue ein Patroullienboot der Civil Guard in Dakar, Suchflugzeuge und die "Senefand Dos“, die auch für die Profand-Gruppe in Vigo läuft und sich 75 Meilen nördlich der Unglücksposition befand, mobilisiert. Die Geretteten wurden zur medizinischen Betreuung nach Dhaka gebracht und dann in einem Hotel untergebracht.
Sie sagten aus, dass ihr Schiff beim Aufholen des Netzes wohl unter dessen Gewicht gekentert sei. Die „Senefand Unowar zuletzt in Vigo im Oktober 2016 inspiziert worden und besaß alle notwendigen Zulassungen. Die Sicherheitsausrüstung war auf dem neuesten Stand. Die ehemalige “Eio Agueda” wurde 1993 bei der Estaleiros Sao Jacinto-Aveiro in Portugal erbaut. Eigner war die Senefand Senegal, die zur Profand-Gruppe gehört.
Quelle:Tim Schwabedissen



Azipods werden in Melbourne repariert
(13.02.17) Auf dem Luxusliner "Norwegian Star" begannen am 12.2. gegen ein Uhr die Reparaturarbeiten am schadhaften Antrieb in Melbourne. Es wurde gehofft, dass das Schiff den Hafen am Nachmittag des 14.2. wieder würde verlassen können, um am 18.2. in Auckland einzutreffen. Hier sollte es dann wieder in den normalen Fahrplan eingespleißt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Containerfrachter vor Ngqura
(13.02.17) Der liberianische Containerfrachter “APL Austria”, 71867 BRZ (IMO-Nr.: 9444285), geriet am Morgen des 13.2. in der Algoa Bay östlich des Hafens von Ngqura gegenüber der Coega Industrial Development Zone (IDZ) vor Port Elizabeth in Brand. Das Fuer entstand in einem der beiden vorderen Laderäume. Zwei Schlepper „Mvezo Tug“ und „Lizibu“ kowurden zur Brandbekämpfung zu dem in dichten Rauch gehüllten Havaristen geschickt.
Feuerwehr und die National Sea Rescue Institution (NSRI) assistierten bei der Evakuierung von vier nicht an Bord benötigten Crewmitgliedern. Einer hatte eine Beinverletzung erlitten und wurde im Hafen von Ngqura medizinisch betreut. Die NSRI konnte ihren Einsatz dann beenden.
Auch der Hafenkapitän von Port Elizabeth, Captain Brynn Adamson war mit seinem Team vor Ort, ebenso Vertreter der Transnet National Ports Authority und der SA Maritime Safety Authority. Der Frachter hatte eine 21-köpfige Crew an Bord. Er ging inzwischen ankerauf, und machte am Containerterminal im Hafen fest. Die „APL Austria“ ist 295,18 Meter lang, 40 Meter breit, hat 14,02 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 72.807 Tonnen. Sie läuft für die Shoei Kisen Kaisha Ltd. in Japan und wurde2007 bei der Koyo Dockyarhd Co. Ltd. in Mihara erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter in Sharjah soll freigeschleppt werden
(13.02.17) Die Bergungsarbeiten an fünf Schiffen, die an den Küstenabschnitten von Sharjah und Umm Al Quwain im Sturm gestrandet waren, haben begonnen. Am 12.2. machten Schlepper an der äthiopischen „Abbay“, 11292 BRZ (IMO-Nr.: 8303018), fest, die am Strand von Al Hamriya in Sharjah lag. Kapitän Sanjay Prasher wurde dazu aus Indien eingeflogen. Das Schiff ist bereits erheblich versandet, deshalb brauchten die Berger einen hohen Wasserstand, um Erfolg zu haben und den Havaristen in tieferes Wasser zu ziehen.
Die Berger hofften, dies binnen 48 Stunden zu schaffen. Ein Anker des Frachters wurde hochgezogen, der andere sollte das Schiff stabilisieren, wenn die Schlepper es herumziehen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre rammte Pier in Douglas
(13.02.17) Die britische Fähre "Ben-my-Chree", 12747 BRZ (IMO-Nr.: 9170705), kollidierte am Abend des 12.2. um 18.45 Uhr bei stürmischem Wind mit einer Pier in Douglas auf der Isle of Man, als sie anzulegen versuchte. Der Ostwind, der die von Heysham, Lancashire, kommende "Ben-my-Chree" empfing, war erheblich starker als vorhergesagt gewesen, und das Schiff wurde vom Kurs abgebracht und rammte die King Edward Pier. Dabei riss eine ausgefahrene hölzerne Rampe, die dabei selbst stark beschädigt wurde, Wasserrohre auf dem Fährdeck auf, die dieses fluteten.
Der Fährdienst von Douglas wurde bis auf weiteres ausgesetzt. Die Steam Packet Company schickte die "Arrow" nach Manx, um den Frachtdienst zu übernehmen, und die Schnellfähre "Manannan" war auf Standb, um den Passagierverkehr zu sichern.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter in Oamaru geborgen
(Datum) Nach vier Tagen wurde in Oamaru das Wrack des am Abend des 9.2. gestrandeten und gesunkenen Kutters „Jane Marie“ geborgen. Die 500 Liter Diesel waren zuvor zum größten Teil ausgelaufen. Sie konnten überwiegend aber mit absorbierenden Mitteln aufgefangen werden. Das Wrack wurde nun in zwei Teilen an Land gezogen. Teile davon waren zuvor abgebrochen, doch viele Trümmer hatten geborgen werden können.
Quelle:Tim Schwabedissen



Dhau in Dubai Creek in Flammen
(13.02.17) 14 Mann wurden am Morgen des 12.2. gegen neun Uhr von einer brennenden Dhau in Dubai Creek nahe der Schwimmbrücke zwischen Bur Dubai und Deira gerettet. Die Querung war während der Löscharbeiten zeitweilig gesperrt. Der Unfall ereignete sich acht Meilen von Ras Al Khor entfernt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ein Toter und 21 Vermisste bei Bootsunglück in Mosambik
(13.02.17) Mindestens eine Person kam ums Leben, 20 weitere wurden vermisst, nachdem ein Boot auf dem Chipaca-River in Nord-Mosambik am 11.2. sank. Vier Menschen überlebten das Unglück. Das Boot kam von Quelimane, der Hauptstadt der Zambezia-Provinz. Es kollidierte am Morgen mit einer Brücke und kenterte dann.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tote und Vermisste auf Indus River
(13.02.17) In Sukkur kamen auf dem Indus River mindstens 10 Personen ums Leben, als ein Boot dort am 9.2. sank. Zunächst wurden sechs, am 12.2. weitere vier Tote georgen. Die Suche wurde dann bis zum nächsten Morgen eingestellt. Acht Personen wurden noch vermisst. Ein Boot der Marine war zwei Tage lang mit Tauchern zur Suche eingesetzt worden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter droht in Disko Bay zu sinken
(13.02.17) Am Abend des 11.2. schlug ein 20-Tonnen-Kutter in der Disko-Bay leck. Er wurde an der Eiskante vertäut und drohte zu sinken. Ein SAR S-61-Helikopter rettete die zweiköpfige Crew vom Eis in der Disko Bay nördlich von Aasiaat, auf das sie geflüchtet waren. Sie wurden dann nach Aasiaat geflogen und im Krankenhaus untersucht. Ob der Kutter von den noch laufenden Lenzpumpen würde schwimmfähig gehalten werden können, war zweifelhaft.
Quelle:Tim Schwabedissen



Archivbidld Norwegian Star in Warnemünde
(Bild: HenSti)   Großbild klick!

Tumulte an Bord vor Rückkehr der Norwegian Star nach Melbourne
(11.02.17) Die drei Schlepper "Hastings" (IMO-Nr.: 8222070), "Tom Tough" (IMO-Nr.: 8112419) und "Svitzer Marysville" (IMO-Nr.: 9540443) schleppten am 11.2. den havarierten Kreuzfahrer "Norwegian Star" zur Station Pier Melbourne zur Reparatur des Antriebsschadens. Alle Fahrgäste sollten eine volle Rückerstattung des Reisepreises sowie 50 % auf eine weitere Fahrt bekommen. Nach dem Maschinenausfall war es an Bord zu erregten Versammlungen mit tumultartigen Szenen gekommen, in denen Passagiere skandierten, sie wollten sofort Antworten.
Das Schiff war am Vortag 20 Kilometer südlich von Inverloch auf Drift gegangen. Da die Generatoren aber weiterliefen, hatte das Schiff zwar Bordenergie für alle Einrichtungen und das Bugstrahlruder, aber die Hauptmaschinen waren nicht mehr einsetzbar. Deshalb musste der Kapitän die Schlepper anfordern, um nach Melbourne zurück zu kommen, von wo das Schiff nach Neuseeland ausgelaufen war.
Passagiere, die im Hafen von Bord gehen wollten, bekamen einen Zuschuss von 350 Dollar für einen Flug nach Auckland. Die Reederei erwartete, dass das Schiff am 18.2. von dort planmäßig würde auslaufen können. Es war am 16.1. aus Hongkong ausgelaufen. Nach ersten Problemen mussten bereits fünf Häfen ausgelassen werden, um rechtzeitig das Fahrtziel Sydney zu erreichen. Ein Passagier, der öffentlich Zweifel an der Sicherheit geäußert hatte, musste in Cairns von Bord gehen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fünen: Frachter im Kattegat auf Grund gelaufen
(11.02.17) Am Abend des 10.2. gegen 18 Uhr lief der portugiesische Containerfrachter "Victoria", 17188 BRZ (IMO-Nr.: 9290165 ), nordwestlich von Fünen auf Grund. Dabei wurden drei Ballast- und Kraftstofftanks aufgerissen. Der Frachter konnte sich mit eigener Kraft wieder befreien und ging in der Nähe der Strandungsstelle vor Anker. Das Ölbekämppfungsschiff "Gunnar Thorsen" traf dort am 11.2. gegen 12.30 Uhr ein.
Ein Hubschrauber überwachte das Seegebiet aus der Luft. Der Frachter war auf dem Weg von Antwerpen nach Fredericia gewesen und war nördlich von Skagen durch den Kattegat gelaufen, als er festkam. Wenig später war das Patroullienboot "Diana" vor Ort und bewachte den Havaristen, ehe es gegen Mitternacht nach Juelsminde ablief. Am 11.2. gegen 13 Uhr trafen Taucher ein, um den Rumpf zu untersuchen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Archivbild Kreuzfahrtschiff "L'Austral" in Pula
(Bild: Orlovic)   Großbild klick!

Kreuzfahrtschiff zum zweiten Mal auf Felsen im Milford Sound gelaufen
(11.02.17) Das französische Kreuzfahrtschiff "L'Austral", 10944 BRZ (IMO-Nr.: 9502518) lief zum zweiten Mal binnen eines Monats auf Felsen im Milford Sound / Neuseeland. Die Transport Accident Investigation (TAIC) hatte nach der Havarie im Januar nahe Stewart Island bereits eine Untersuchung am Laufen.
Am 9.2. nun kam es zu einer neuerlichen Havarie beim Einlaufen in den Milford Sound unter Lotsenassistenz. Plötzlich gab es eine Kollision mit einem Unterwasserhindernis, wohl einem Felsen. Es kam zu einer leichten Rumpfdeformation, aber keinem Leck.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gestrandeter Tanker auf Suwanose evakuiert
(11.02.17) Der unter Antigua-Barbuda-Flagge registrierte Tanker "Sagan", 5404 BRZ (IMO-Nr.: 8659755), lief am 11.2. gegen 6.30 Uhr in stürmischer See an der Westküste der Insel Suwanose in der Kagoshima-Präfektur auf Grund, die zur Kette der Tokara-Inseln gehört. Der beladene Tanker war auf dem Weg von Taiwan nach Japan in der Ostchinesischen See unterwegs.
Bei der Strandung wurde der Rumpf auf den Felsen aufgerissen, und Hubschrauber begannen wenig später, die 18-köpfige Crew, 17 aus Myanmar und einer aus Taiwan, abzubergen. Am Abend war die Evakuierung abgeschlossen. Aus dem in schwerer See liegenden Havaristen begann bereits Öl auszulaufen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Merete Maersk verlor insgesamt 43 Container
(11.02.17) Der dänische Containerfrachter "Merete Maersk" hat insgesamt 43 Container verloren. Der Ladungsverlust ereignete sich am 6.2. nördlich von Skikda im Mittelmeer. Weitere 95 Container wurden beschädigt, stellte sich nach dem Festmachen in Algericas heraus. 16 Container wurden vor der Küste von Algerien im Meer treibend gesichtet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Hausboot in Dintelsas
(11.02.17) Auf dem Hausbot “Keja” brach am 11.2. in Dintelsas ein Feuer aus. Das Löschboot „Furie 4“ sowie die Feuerwehren aus Dinteloord und Willemstad brachten den Brand rasch unter Kontrolle. Es hatte sich niemand an Bord befunden, ein Nachbar hatte Alarm geschlagen. Das Boot wurde erheblich beschädigt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motorboot brannte vor Skattøra
(11.02.17) Fünf Menschen wurden am Morgen des 9.2. von einem Motorboot vor Skattøra in Tromso gerettet, auf dem im Motorraum ein Feuer ausgebrochen war. Das JRCC Nordnorwegen schickte das Rettungsboot “Gideon” zu dem Boot, außerdem kam ein Löschboot zu Hilfe. Das Boot wurde nach Skattøra geschleppt, wo die Polizei es untersuchte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter sank bei Dreharbeiten
(11.02.17) Am 10.2. sank gegen Mittag der 78 Fuß lange, amerikanische Kutter "Silver Queen” in Fort Louis, nachdem sich beim Anlegen eine Leine im Propeller verfangen hatte und den Schaft zum Brechen brachte, wodurch es zu Wassereinbruch kam. Versuche, das Schiff zu lenzen, schlugen fehl, und binnen 1,5 Stunden lag es halb unter Wasser auf Grund. Die Bergung sollte von den Aquatic Solutions über das Wochenende mithilfe von Hebesäcken durchgeführt werden.
Danach sollte der Kutter zu Bobby’s Mega Yard zur Reparatur geschleppt werden. Die “Silver Queen” diente einer Filmcrew als Basis für die Realityshow Below Decks, die auf der Megayacht “Valor” stattfindet. Am 9.2. war der erste Filmtag gewesen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht in Seenot vor Cape Finisterre
(11.02.17) Eins SAR-Operation wurde gestartet, nachdem die 60 Fuß lange Yacht “Clyde Challenger“ im Nordatlantik Mayday funkte. Das Schiff hatte am 5.2. um 13 Uhr Horta auf den Azoren mit Ziel England verlassen und war tagelang durch schwere See gelaufen. Es kam zu Schäden an Ruder, Rigg und Segeln. Das Boot hat eine 14-köpfige Crew, davon 13 Briten. Sei befand sich am 10.2. 365 Meilen vor Cape Finisterre.
Inzwischen war ein Ersatzruder konstruiert worden, doch ein Teil der Crew sollte sicherheitshalber abgeborgen worden. Die UK Coastguard schickte eine Hercules C130 der RAF Brize Norton, und ein Frachter ging auf Standby. Vor Ort waren 6-7 Beaufort Wind.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motorboot brannte vor Skattøra
(11.02.17) Das RNLI-Boot aus Yarmouth kam am Nachmittag des 10.2. einem 16 Fuß langen Kutter zu Hilfe, der im Solent gekentert war. Das Paar, das sich an Bord befand, klammerte sich an den Rumpf des mit dem Bug noch aus dem Wasser ragenden Fahrzeugs, das zwischen Yarmouth und Lymington trieb. Die Wightlink-Fähre “Wight Sky” hatte sie entdeckt und ebenfalls ein Boot ausgesetzt.
Es nahm die beiden an Bord und brachte sie nach Yarmouth, von wo sie wegen Unterkühlungen mit Krankenwagen ins St. Mary's Hospital gebracht wurden. Das Rettungsboot aus Yarmouth barg den Kutter aus den Hurst Narrows und schleppte ihn in den Hafen. Er war beim Ankerwerfen gekentert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Beschädigte Container
(Bild: Salvamento Maritimo)   Großbild klick!

Algericas: Container auf Merete Maersk gingen über
(10.02.17) Auf der Fahrt von Tanjung Pelepas, wo er am 23.1. ausgelaufen war, nach Algericas geriet der dänische Containerfrachter "Merete Maersk", 183500 BRZ (IMO-Nr.: 9632064), in einen Sturm, in dem etliche Containerstapel auf dem Achterschiff übergingen und teilweise zusammenbrachen.
Etliche Container wurden zerquetscht oder schwer beschädigt, einige gingen über Bord. Mit über die Backbordseite hängenden Trümmern erreichte der Frachter am 9.2. den Hafen und machte um 16.20 Uhr am TTI Algericas fest. Die „Merete Maersk“ ist 399,2 Meter lang, 60 Meter breit und hat eine Tragfähigkeit von 194.915 Tonnen. Die Containerkapazität liegt bei 18270 TEU. Eigner ist die Maersk Line A/S, die das Schiff 2014 von der Daewoo Shipbuilding & Marine Engineering Co. Ltd. übernahm.


Wrack des Trawlers “Poong Lim 11”
(Bild: Pato Lavaca)   Großbild klick!

Trawler nach über einem Jahr in Puerto de la Lu gehoben
(10.02.17) Der südkoreanische Trawler “Poong Lim 11”, 353 BRZ (IMO-Nr.: 6817974),der über ein Jahr in Puerto de la Luz in Las Palmas am Fransary-Kai auf Grund gelegen hatte, wurde jetzt in einer komplizierten Aktion geborgen. Das aufgegebene Schiff hatte bereits über sechs Jahre im Hafen gelegen, als es am 20.1.2016 unterging. Auslaufendes Öl hatte anschließend den Strand von Alcaravaneras veschmutzt.
Die Ausschreibung zur Bergung wurde durch die Ardentia Marine gewonnen, die einzige spanische Firma, die die Kapazität dazu hat. Sie hatte in der Vergangenheit auch das Öl der vor Gran Canarian gesunkenen „Oleg Naydenov“ abgepumpt, die dort in 2700 Metern Tiefe nach einem Feuer gesunken war. Ein 15-köpfiges Team aus Tauchern, Technikern und Ingenieuren bereitete in den vergangenen zweieinhalb Monaten nun die Hebung der „Poong Lim 11“ vor. Zunächst wurden Ölsperren ausgelegt, Trümmer beseitigt und der verbliebene Kraftstoff abgepumpt. Danach wurden alle Öffnungen des in 14 Metern Tiefe liegenden Wracks abgedichtet. Anschließend wurde Pressluft in die Innenräume gedrückt und das Wasser ausgepumpt.
Diese Arbeit begann vor rund einer Woche. Mit Hebeballons wurde der Rumpf stabilisiert und an die Wasseroberfläche zurückgebracht. Vor fünf Tagen erschienen der Bug und die Masten wieder über Wasser. Bevor das ganze Schiff wieder sichtbar war, musste aber noch tagelang gepumpt werden. Nachdem das rostige Wrack wieder schwamm, wurde es an den Kai der Abwrackwerft Logiscrap S.A., Las Palmas de Gran Canaria geschleppt. Hier hat im Februar das Verschrotten des Schiffes begonnen. Die Bergungsaktion kostete mehr als eine Million Euro. Name: Poong Lim No.11
Das 1968 bei Yamanishi Zosen, Ishinomaki, erbaute, 70 Meter lange Schiff war bis 1985 als „Eikyu Maru No.25“ gelaufen, bis 1988 als „Han Sung No. 5“ und bis 1990 als „Han Sung No.11“.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter erlitt Wassereinbruch vor Le Havre
(10.02.17) Am 9.2. um 00:15 Uhr wurde das CROSS Jobourg von dem französischen Kutter "L'Aventure", 49,42 BRZ (DP.601013", 50 BRZ (MMSI-Nr.: 228909000), alarmiert, der 11 Meilen nordwestlich von Antifer (Ölterminal, Le Havre) schweren Wassereinbruch erlitten hatte. Das Patroullienboot "Thémis" sowie ein Dragon 76 Helikopter aus Le Havre mit drei Rettungsschwimmern und einer Lenzpumpe an Bord wurden zur Assistenz geschickt. Gegen ein Uhr war die "Thémis" vor Ort.
Vorher war bereits der Trawler "La Perseverance" eingetroffen und hatte mit dem Auspumpen begonnen. Die vierköpfige Crew der "Thémis" unterstützte sie mit einer weiteren Pumpe, ehe auch der Helikopter seine Ausrüstung und die Retter absetzte. Dadurch wurde die Situation unter Kontrolle gebracht, und um zwei Uhr nahm die "La Perseverance" die "L'Aventure" nach Honfleur in Schlepp.
Der Konvoi wurde eskortiert von dem Patroullienboot. Um 2.30 Uhr konnte der Hubschrauber die Rettungsschwimmer wieder aufnehmen. Um 6.15 Uhr erreichte der Schleppzug den Hafen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter „Our Catherine” am Haken
(Bild: RNLI)   Großbild klick!

Kutter nach Eyemouth eingeschleppt
(10.02.17) Das RNLI-Boot aus Eyemouth wurde am 9.10. um 8.50 Uhr von der UK Coastguard alarmiert, nachdem der 10 Meter lange Kutter „Our Catherine” vor der Küste des Heimathafens Maschinenausfall erlitten hatte. Die Crew bat darum, zurück in den Hafen geschleppt zu werden. Das Rettungsboot erreiche fünf Minuten nach dem Auslaufen die Position, an der er eine Meile südöstlich von Eyemouth in der See trieb.
Rasch wurde eine Schleppverbindung hergestellt. Auch das Rettungsboot von St Abbs kam zur Assistenz und fungierte als Steuerschlepper, als der Trawler in den Hafen gezogen wurde. 50 Minuten nach der Alarmierung war der Einsatz beendet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Einhandsegler wird abgeborgen
(Bild: Irish Defence Forces)   Großbild klick!

Patroullienboot rettete Einhandsegler
(Datum) Das irische Patroullienboot "LÉ James Joyce" rettete am 9.2. den Skipper einer Yacht, die 16 Meilen östlich von Roches Point bei Cork Wassereinbruch und einen Ausfall der Navigationsausrüstung erlitten hatte. Der 26-jährige Ire hatte Mayday gefunkt, nachdem sein Boot in stürmischer See am Nachmittag zu sinken drohte. Die "LÉ James Joyce" befand sich in der Nähe auf einer Patroullienfahrt, als sie um 16.20 Uhr von der Mine Head Coast Guard Station alarmiert wurde.
Sie lokalisierte die Yacht und setzte dann ein Festrumpfschlauchboot (RHIB) aus, das den Mann abbergen konnte. Abschließend wurde er von dem Hubschrauber Rescue 117 der Waterford Coast Guard aufgewinscht und zum Cork Airport geflogen. Im Krankenwagen ging es von dort zum Cork University Hospital, wo er mit leichter Unterkühlung behandelt wurde. Um 1830 Uhr setzte die "LÉ James Joyce" ihren Einsatz fort.
Quelle:Tim Schwabedissen



Crew sinkenden Kutters vor Taiwan gerettet
(10.02.17) Chinas Rettungsdienst barg am 6.2. die 11-köpfige Crew des 30 Meter langen Kutters "Min Yu Long 66822" (MMSI-Nr.: 412444296) ab, der in stürmischer See in der Straße von Taiwan 73 Meilen vor der Küste der Fujian-Provinz 111 Kilometer südöstlich der Stadt Xiamen Steuerbordschlagseite entwickelt hatte. Er hatte gegen 15.20 Uhr Notrufe gefunkt. Das Fujian Maritime Search and Rescue alarmierte die Taipei Search and Rescue Association in Taiwan zur Koordination der Rettungsaktion.
Um 15.53 Uhr hoben zwei Hubschrauber in Xiamen ab und erreichten den Havaristen binnen einer halben Stunde. Die Fischer hatten sich auf der hochliegenden Seite des Achterschiffs versammelt. In zwei Gruppen wurden sie aufgewinscht. Einer hatte eine leichte Verletzung erlitten, die übrigen waren unversehrt.
Nach einer Stunde alle Mann von Bord, während ihr Schiff bereits zu kentern begann. Die Schiffbrüchigen wurden zum Xiamen Gaoqi International Airport geflogen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gesunkener Schlepper in Gerjen geborgen
(10.02.17) Binnen mehrerer Stunden wurde am 9.2. am Ufer von Gerjen der ungarische 17-Tonnen-Schlepper „Szekszárd” von einem Mobilkran gehoben. Das Schiff war am 16.1. am Ufer gesunken. Taucher hatten am Morgen begonnen, die Hebung vorzubereiten und das Wrack an den Takeln des Krans anzuschlagen. Mit dem Bug voran wurde er dann einem gefangenen Fisch nicht unähnlich senkrecht aus dem Wasser gehoben und dann an Land abgelegt.
Die Operation wurde abgesichert durch die Polizei und Umwelteinsatzkräfte. Warum das Schiff sank, war noch unklar, der Rumpf wies nach der Hebung keine äußeren Schäden auf.
Quelle:Tim Schwabedissen



Aufgegebener Tanker hatte Wassereinbruch in Drammen
(10.02.17) Der unter Malta-Flagge laufende Tanker "Ioli", 2512 BRZ (IMO-Nr.: 9520431), musste am 9.2. in Drammen von der Feuerwehr ausgepumpt werden, nachdem am Morgen ein Wassereinbruch im Maschinenraum festgestellt worden war. Mehrere Tonnen Wasser wurden gelenzt. Bereits am 7.2. war die Feuerwehr in der Bilge tätig gewesen, nachdem ein Leck entdeckt worden war. Das unbesetzte, mit Bitumen beladene Schiff lag bereits seit Oktober 2016 im Hafen und war nach einem Disput um nicht gezahlte Heuern von der philippinischen Crew verlassen worden.
Seitdem hat es keinen Bordstrom zum Generatorenbetrieb mehr, und beim Frostwetter kam es nun offenbar zu einem bereits von den Hafenbehörden befürchteten Schaden. Sie hat lediglich Kontakt zum Management, weiß aber nicht, wer der Eigner ist. Das Schiff war im vergangenen Sommer zwischen Göteborg und Drammen gependelt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Norwegian Star treibt nach Azipod-Ausfall vor Australien
(Datum) Die seit geraumer Zeit bestehenden Probleme des unter Bahamas-Flagge laufenden Kreuzfahrtschiffes “Norwegian Star”, 91740 BRZ (IMO-Nr.: 9195157), mit ihren Azipods dauerten an und verschärften sich noch: Nach dem Auslaufen aus Melbourne am 9.2. fiel auch der einzig Verbliebene noch aus, und das Schiff trieb nun mit 0,7 Knoten vor der Küste von Victoria auf Position 39 01' S145 39' O. Es wartete auf einen Schlepper, der ihm assistieren sollte.
Die „Hastings“, 473 BRZ (IMO-Nr.: 822207), von Svitzer Australasia wurde dazu mobilisiert und am Abend des 10.2. vor Ort erwartet. Sie sollte den Havaristen auf den Haken und zurück nach Melbourne bringen. Die Bordsysteme blieben voll einsatzbereit, und es bestand keine Gefahr für Passagiere und Crew.
Die Probleme hatten am 13.12.2016 mit dem Ausfall eines der Azipods begonnen. Das Schiff musste nach Singapur zurückkehren und ging mit verlangsamter Fahrt danach wieder in Dienst. Am 25.1. kam es zu einem neuerlichen Ausfall auf der Reise nach Darwin.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ölverschmutzung auf Halifax River wird bekämpft
(09.02.17) Die US Coast Guard und örtliche Firmen waren am 9.2. mit Reinigungsarbeiten auf dem Halifax River unweit von Ormond-by-the-Sea beschäftigt. Die Coast Guard Jacksonville war am 8.2. um 13:45 Uhr alarmiert worden, nachdem rund 100 Gallonen Bilgenöl aus dem Schlepper „Tutahaco“ in den Fluss ausgelaufen waren. Das an Bord verbliebene Öl wurde nun abgepumpt.
Um das Schiff wurden 600 Fuß Ölschlängel und über 1500 Fuß Aufsaugsperren ausgelegt, um die Auswirkungen auf die Umwelt zu minimieren. Mit Pads und Vakuumtanks wurde das Öl aufgenommen. Von der Coast Guard Air Station Savannah stieg ein MH-65 Dolphin Helikopter auf, um die Lage aus der Luft zu überwachen. Die Marine Environmental Response und Sea Tow rückten gegen 23 Uhr mit einem Schlepper an und begannen mit der Eingrenzung der Ölverschmutzung. Die Ursache der Leckage wurde weiter untersucht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gestrandeter Kutter droht auseinanderzubrechen
(10.02.17) Nachdem der 11 Meter lange Kutter “Jane Marie” auf der Außenmole von Oamaru Harbour am 9.2. gegen 21 Uhr bei Niedrigwasser auf Grund lief und leckschlug, war das Schiff inzwischen weitgehend unter Wasser. Es lag auf der Steuerbordseite und wurde von den Wellen weiter auf die Steine geschlagen. Er drohte unter den Schlägen der Brandung auseinanderzubrechen.
Die zweiköpfige Crew aus Oamaru hatte sich mit einer von einem Zeugen zu ihnen geworfenen Leine an Land retten können. Sie wurden mit Unterkühlungen im Oamaru Hospital behandelt und noch in der Nacht wieder entlassen. Die Polizei wurde um 21.10 Uhr alarmiert.
Der Otago Regional Council schickte Ölbekämpfungsteams, nachdem Diesel auf dem Wasser festgestellt worden war. Sie arbeiteten mit dem Department of Conservation zusammen und informierten Maritime New Zealand. An Bord des Kutters waren rund 500 Liter Öl, von denen das meiste aber noch in den Tanks war.
Ein Bergungstaucher wurde aus Dunedin gerufen, um die Tanks zu lokalisieren und abzudichten. Nahe der Holmes Wharf befinden sich zwei Pinguinkolonien und sensible Habitate. Bislang wurden keine Auswirkungen auf die Tierwelt festgestellt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Thorco Crown sicher im Hafen
(10.02.17) Der Frachter "Thorco Crown" wurde am 10.2. gegen drei Uhr nach Sydney in Nova Scotia eingeschleppt. Er war am Morgen des Vortags von dem Eisbrecher "Sir William Alexander" der kanadischen Coastguard auf den Haken genommen worden, nachdem es dem Schlepper “Svitzer Bedford" (IMO-Nr.: 9334090) nicht gelungen war, den Havaristen in stürmischer See in Schlepp zu bekommen.
Nachdem der Konvoi sich zunächst durch hohen Seegang kämpfen musste, wurde das Wetter auf dem letzten Abschnitt besser. Das Transportation Safety Board of Canada schickte ein Team zur Untersuchung des Brandes auf dem unbeladenen Frachter nach Sydney.
Quelle:Tim Schwabedissen



Alter Kutter sank in Kvinesdal
(10.02.17) Am 9.2. gegen 17 Uhr sank an der früheren Kvina-Werft in Kvinesdal im Fedafjord ein Kutter am Kai. Da unklar war, ob sich noch Menschen an Bord befunden hatten, rückten die alarmierten Einsatzkräfte mit Tauchern und Medizinern an. Sie fanden den 40 Fuß langen Kutter aber leer vor.
Er war am 30.11.2016 vor Kirkehamn in Hidra gesunken und nach der Bergung nach Angholmen gebracht worden, wo Kraftstoff und Hydrauliköl abgepumpt wurden. Der Eigner kommt aus Halden. Er sollte nun kontaktiert werden. Die Hafenverwaltung von Flekkefjord hatte die Firma Halvorsen Offshore aus Angholmen mit der Überwachung des Kutters beauftragt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre "Panagia Tinou" mit Schlagseite
(Bild: Lindemann97)   Großbild klick!

Saronischer Golf: Gesunkene Fähre in Piräus wird nun ausgepumpt
(09.02.17) Ein Dreivierteljahr nach dem Untergang hat in Piräus die Bergung der griechischen Fähre "Panagia Tinou" 5122 BRZ (IMO-Nr.: 7205063), begonnen, die am 26.4.2016 am Liegeplatz Q4 Schlagseite entwickelt hatte und gesunken war. Seit Januar waren Arbeiten im Gange, die Öffnungen des Wracks abzudichten, um es anschließend auspumpen zu können. Am 8.2. hatte sich das Schiff bereits erheblich vom Grund gehoben, während die Pumpen in dicken Schwallen tausende Tonnen Wassers aus den unteren Schiffsräumen förderten.
Deutlich war der Fortschritt an den dunklen Bereichen des Rumpfes erkennbar, auf denen sich
Fähre "Panagia Tinou" mit Ölschlägel
(Bild: George Gbidis)   Großbild klick!
während der vergangenen Monate dichter Bewuchs angesiedelt hatte. Die Lenzarbeiten werden noch mehrere Tage andauern. Die Ausschreibung zur Räumung des Wracks hatte die Antipollution Company gewonnen. Binnen 20 bis 30 Tagen soll das betagte Schiff schwimmfähig sein und aus dem Hafen von Piräus verschwinden. Als nächste Station wird wegen der erheblichen Schäden und des Alters der Fähre wohl nur noch der Abwracker warten.
Das Schiff hatte zuletzt den Ventouris Sea Lines gehört und war 2014 in Piräus wegen finanzieller Schwierigkeiten in die Kette gelegt worden. 10 Jahre war sie zuvor für die 1987 von Evangelos K. Ventouri gegründete Reederei zwischen den Kykladeninseln im Einsatz gewesen. Seit 2010 war die wirtschaftliche Situation aber immer schwieriger geworden für die Einschiffreederei.
Die „Panagia Tinou“ war 1972 bei der Arsenal de la Marine National Francaise, Brest, als „Hengist“ erbaut worden. Am 6.6. wurde sie an die Sealink British Rail, London, abgeliefert und machte am 7.6. in Newhaven fest. Vom 16.6. an lief sie auf den Linien Folkestone – Boulogne, Folkestone - Calais, Folkestone – Oostende und Dover - Boulogne. Am 10.1.1980 kollidierte sie mit der „Canabal“ im Englischen Kanal. Am 3.4.1983 kam es zu einem kleineren Brand an Bord. Am 18.7.19884 erfolgte der Verkauf an die Sea Containers Ltd Hamilton, Bermuda, Folkestone, die dann zur Sealink British Ferries U.K. wurden.
Die Fähre verkehrte weiter auf der Route Folkestone – Boulogne sowie Fishguard – Rosslare. Bei einem Wendemanöver kollidierte sie am 24.4.1987 mit einem französischen Kutter in Boulogne, drei Fischer kamen ums Leben. Am 16.10. strandete die „Hengist“ in schwerem Sturm vor Folkestone, nachdem sie sich im Hafen losgerissen hatte.
Fast wäre sie in den Sturmseen gekentert, ehe sie bei The Warren festkam. Seebefestigungen aus Beton beschädigten den Rumpf schwer und rissen ein Loch in die Seite. Am 22.10. wurde sie von den Schleppern „Salvageman“ und „Seaman“ geborgen und erst nach Tilbury zur Inspektion und dann von der „Lady Moira“ nach Dover geschleppt.
Am 27.10. ging die Fähre nach Humber zur Reparatur und kehrte am 15.1.1988 wieder in den Dienst zurück. Im April 1990 erfolgte der Verkauf an die Stena Line Ab, Göteborg, und die Registrierung für die Stena Equipment Ltd, London. Am 1.1.1991 wurde die Fähre in „Stena Hengist“ umgetauft. Am 24.12. erfolgte die letzte Überfahrt Folkestone – Boulogne, ab dem 9.1.1992 ging es auf die Linie Holyhead - Dun Laoghaire.
Am 18.3.1992 erfolgte der Verkauf an die Flanmare Shipping Inc, Piräus, die das Schiff in „Romilda“ umbenannte und für die GA Ferries einsetzte. Im April 1993 ging es an die Ventouris Sea Lines, Piräus, die es in „Apollo Express 2“ umbenannte. Im Oktober 1995 geriet die Reederei in finanzielle Schwierigkeiten, und das Schiff wurde erstmals in Piräus aufgelegt.
Im September 1996 ging es an die Milos Naftiki Eteria, Piräus. Ab Oktober lief es für die Agapitos Lines als „Panagia Ekatontapiliani“ auf der Route Piräus - Paros - Naxos - Ios - Santorini. Am 18.11.1999 war es an die Minoan Flying Dolphins, Piräus, im Einsatz, der neue Name war „Espress Artemis“.
Seit 2001 wieder als als „Panagia Ekatontapiliani“ eingesetzt, ging das Schiff 2004 an Vaggelis Ventouris, Piräus (Ventouris Sea Lines), und kam als „Agios Georgios“ auf den Routen Rafina - Paros - Naxos – Santorini, Piräus - Paros - Naxos – Santorini und Piräus - Kythnos - Serifos - Sifnos - Kimolos – Milos zum Einsatz. Am 3.9.2011 wurde es in Drapetsona aufgelegt, am 5.10. kam es wieder in Fahrt.
2014 blockierte die Crew ihr Schiff wegen ausstehender Heuern. Im Januar 2015 wurde es eingetragen für die Panagia Odigitria Shipping Co, Piräus, als „Panagia Tinou“, kam aber nicht mehr in Fahrt, sondern stattdessen zusehends herunter. Ein daraus resultierender Wassereinbruch war wohl auch der Grund für den Untergang gewesen.
Die „“Panagia Tinou“ ist 118,09 Meter lang, 19,.84 Meter breit, hat 4,12 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 1.030 Tonnen. Sie war für 1.400 Passagiere zertifiziert und konnte 256 Pkw transportieren.
Quelle:Tim Schwabedissen



Alptraumfahrt der “Zurbarán” von Mallorca nach Valencia
(09.02.17) Die Überfahrt der spanischen Fähre "Zurbarán", 22152 BRZ (IMO-Nr.: 9181091), von Mallorca nach Valencia wurde am frühen Morgen des 6.2. zu einem Alptraum für etliche Passagiere. Bereits auf dem Weg von Menorca nach Mallorca hatte sie gegen einen Sturm in der Balearischen See zu kämpfen und verließ den Hafen mit Verspätung. Gegen zwei Uhr früh arbeitete und rollte sie so heftig in den Wellen, dass Passagiere hinterher berichteten, sie habe sich förmlich senkrecht gestellt.
Auf einmal zerschlugen überkommende Brecher vier deckshohe Scheiben im Frontbereich auf Deck 2. Dahinter befand sich ein Bereich mit Schlafsesseln, in dem sich rund 100 Passagiere aufhielten. Als die Wellen den Raum fluteten, mussten sie durchnässt in hintere Bereiche flüchten. Sie wurden anschließend in leeren oder teilbelegten Kabinen untergebracht.
Die Halle und das Restaurant in dem betroffenen Bereich wurden durch das Wasser erheblich beschädigt, Glasbruch, Mobiliar und zerbrochenes Geschirr mischten sich zudem auf dem Boden zu einem allgemeinen Chaos. Die Crew sperrte den Bereich provisorisch ab und versuchte, die zerstörten Scheiben mit Planen abzudichten.
Der Wassereinbruch konnte aber auf diese Weise nicht vollkommen gestoppt werden. Der Kapitän drehte das Schiff aus den Wellen, sodass nicht mehr so viel Wasser überkam. Dadurch verlangsamte sich das Schiff, und es erreichte es den Hafen von Valencia schließlich mit 4,5-stündiger Verspätung um 12.30 Uhr. Hier musste die „Zurbarán“ vorerst zur Reparatur am Passagierterminal verbleiben.
Die “Zurbarán” ist 179,92 Meter lang, 25 Meter breit, hat 6,5 Meter Tiefgang, eine Tragfähigkeit von 7,396 Tonnen und ist für 214 Passagiere zugelassen. Sie entstand bei der Astilleros Espanoles S.A. (AESA) und wurde am 26.2.2000 als „Northern Merchant“ an die Merchant Ferries, Dover, England. (Cenargo International Ltd, Nassau, Bahamas). abgeliefert, die sie zwischen Sevilla und Dover einsetzen wollte. Am 18.3. kam sie von Sevilla kommend in Dover an und ging am 20.3. in eine Charter der Norfolkline, Scheveningen.
Mit neuem Heimathafen Dover ging sie von dort aus in einen Liniendienst nach Dünkirchen. Am 22.3. kam es dabei zu einer Kollision mit der Kaianalage in Dover, der Sachschaden blieb begrenzt. Von März bis April lief sie in Charter der DFDS Tor Line auf der Route Harwich - Esbjerg.
Zurück im ursprünglichen Dienst, kam es am 6.1.2002 vor England zu einer Kollision mit der „Diamant“, die ebenfalls glimpflich verlief. Im April 2002 erfolgte erst ein Umbau bei ARNO in Dünkirchen und vom 4. bis 18.10.2002 ein weiterer Umbau auf der Lloyd Werft, Bremerhaven. Im April 2006 ging die Fähre in Charter der Acciona Trasmediterranéa, Spanien.
Nach einem weiteren Umbau in Dünkirchen verließ sie den Hafen am 25.4. nach Barcelona und ging in den Liniendienst Barcelona/ Valencia - Palma De Mallorca/ Ibiza/ Mahon. Am 3.7. wurde sie für die Acciona Trasmediterranéa, Santa Cruz de Tenerife, registriert und in „Zurbarán“ umbenannt. Am 4.8.2006 erlitt sie Maschinenschaden vor Palma und trieb vier Stunden in der See, ebenso am 5.8. beim Auslaufen aus Valencia.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gekentertes Mötorboot (Bild: Fiji Police)   Großbild klick!

Drei Bootsfahrer vor Lautoka gerettet
(09.02.17) Das rasche Eingreifen von Skipper Don Bruce und seiner “Tavewa Seabus” trug am 8.2. zur Rettung von drei Menschen bei, deren Motorboot in stürmischer See vor der Einfahrt von Lautoka Harbour gekentert war. Sie kamen aus Vuaki Village, Yasawa, und ihr Boot erlitt Wassereinbruch bei hohem Seegang. Die Polizei verständigte die Crew der „Tavewa Seabus”, die Kurs auf das vollgeschlagene Boot nahm.
Es gelang deren Crew, alle Insassen unversehrt an Bord zu holen. Das Wrack trieb, kaum über Wasser sichtbar, vor dem Hafen. Die Schiffbrüchigen kehrten unterdessen in ihr Dorf zurück.
Quelle:Tim Schwabedissen



Patent von Schiffsführer der Stavo eingezogen
(09.02.17) Auf den Eigner des Bunkertankers "Stavo" kommen nach der Havarie bei Langenzersdorf Bergekosten, die sich auf einen sechsstelligen Betrag belaufen könnten, zu, und zudem drohte dem ungarischen Schiffsführer ein Strafverfahren. Der Donaudienst prüfte auch ein Umweltdelikt, denn bei der Havarie war nach Angaben der Polizei eine Leitung geplatzt, und eine unbekannte Menge an Öl floss daraufhin in die Donau.
Der Schiffsführer hatte zum Zeitpunkt der Havarie 0,74 Promille Alkohol im Blut. Er wurde angezeigt, und ihm wurde auch das Schiffsführerpatent vorübergehend entzogen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ankerkette beschädigte Schiffspropeller
(02.09.17) Die norwegische Fähre "Vengsøy", 987 BRZ (IMO-Nr.: 9588782), musste wegen eines Propellerschadens am 6.2. aus dem Betrieb genommen werden. Sie war an jenem Tag ohne Fahrgäste von Musvær nach Vengsøy unterwegs, als sie Ruderausfall erlitt. Daraufhin wurde zunächst der Anker geworfen.
Als er wieder gelichtet wurde, geriet die Kette in den Propeller und beschädigte dessen Flügel. Das Schiff konnte noch mit eigener Kraft Belvik zur Schadensuntersuchung ansteuern. Dort stellte sich heraus, dass eine Reparatur vonnöten war. Deshalb wurde als Ersatzfähre die "Røtinn" in Fahrt gebracht, und die "Vengsøy" lief nach Ibestad, wo bis zum Wochenende der Schaden behoben werden sollte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre könnte durch Eisgang beschädigt worden sein
(09.02.17) Die Fähre aus Wipfeld im Landkreis Schweinfurt wurde am 8.3. an der Werft in Astheim bei Volkach an Land verfrachtet. Das gut 35 Tonnen schwere Schiff wurde mit einem 130-Tonnen-Autokran aus dem Wasser gehoben. Bei dem Manöver wurde sofort die Ursache für den Wassereinbruch erkennbar: Neben einer bereits mit Stahlblech reparierten Stelle war ein Loch entstanden, durch das eine der sechs Abteilungen des Rumpfes voll Wasser gelaufen war.
Deshalb hatte am 3.2. der Fährverkehr eingestellt werden müssen. Vermutlich wurde die Fähre von Eisschollen beschädigt. Nun wurde auch die alle fünf Jahre anstehende Hauptuntersuchung von März gleich vorverlegt.
Die Schifffahrtskommission sollte die Fähre am 9.2. inspizieren. Die Überholungskosten dürften rund 300.000 Euro betragen. Die Fähre bekommt bei der Gelegenheit zwei neue Schottelantriebe, und die Steuerung wird auf Joysticks umgestellt. t. Die Arbeiten in der Astheimer Werft werden zwei bis drei Wochen dauern. Ende Februar könnte die Fähre in Wipfeld wieder ihren Betrieb aufnehmen.
Quelle:Tim Schwabedissen



13 Tote bei Bootsunglück in Indonesien befürchtet
(09.02.17) Die Malaysian Maritime Enforcement Agency (MMEA) startete am Morgen des 8.2. eine Suchaktion, nachdem um 17.30 Uhr ein Speedboot mit 15 Passagieren wenige Minuten nach dem Auslaufen aus Batu Payung bei Tawau gekentert war. Es war am 7.2. gegen 18 Uhr nach Sungai Nyamuk in Indonesien gekommen, als es von einer großen Welle umgeschlagen wurde.
Bislang wurden nur eine Frau und ein Mann gerettet, die schwimmend Stunden später Land erreichten. Ihr Baby hatten sie ebenso verloren wie einen älteren Mann, der anfangs noch bei ihnen war. 13 Insassen wurden zunächst insgesamt vermisst. Die Suche wurde gegen Mitternacht unterbrochen und am 9.2. fortgesetzt. Sechs Tote wurden daraufhin geborgen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Mindestens fünf Tote bei Fährunglück auf Tanganjikasee
(09.02.17) In Süd-Kivu sank die Fähre "Bafana Bafana" am 7.2. auf dem Tanganjikasee . Es gab mindestens fünf Tote, 43 Menschen wurden gerettet. Die Suche nach Vermissten dauerte an. Der Unfall ereignete sich im Fizi-Territorium. Das Schiff war in voller Fahrt gegen 15 Uhr von der Insel Mwayenga unweit der Ubwari-Halbinsel auf dem Weg nach Baraka auf einen Felsen gelaufen. An Bord waren überwiegend Markthändler, unter den Opfern befanden sich aber auch drei Kinder.
Quelle:Tim Schwabedissen



Le Havre: Minensucher assistierte havariertem Kutter
(09.02.17) Am Morgen des 8.2. kam ein französischer Minensucher dem Trawler "Ansylye", 23,97 BRZ (MMSI-Nr.: 227313050) aus Trouville-sur-Mer und seiner dreiköpfigen Crew zu Hilfe. Gegen fünf Uhr wurde das CROSS Jobourg von dessen Crew alarmiert, nachdem der Propeller blockierte. Das Schiff befand sich 20 Kilometer nordwestlich von Antifer, einige Kilometer nördlich von Le Havre.
Der Minensucher "Céphée" bot sofort Assistenz an und war um 7.30 Uhr vor Ort. Ein Zodiac mit zwei Tauchern wurde ausgesetzt und diese versuchten, die im Antrieb verfangenen Leinen abzuschneiden. Nach drei Stunden im eiskalten Wasser waren sie in der Lage, ein großes Netzcluster zu entfernen. Nach einer Testfahrt durfte der Trawler seine Fahrt mit verlangsamter Geschwindigkeit fortsetzen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Brand auf Werft in Hasselt
(09.02.17) Am 8.2. wurden die Feuerwehren Hasselt und Zwartsluis zu einem Brand auf einem Schiff bei der Bodewes-Werft in Hasselt gerufen. Es handelte sich um ein kleines Feuer, das mit zwei Hochdruckdüsen rasch gelöscht werden konnte. Mit Wärmebildkameras stellten die Einsatzkräfte fest, dass der Stahl in der Brandumgebung immer noch 100 Grad hatte.
Da er aber abkühlte, konnte die Feuerwehr abrücken. Ein Arbeiter klagte über Atembeschwerden und wurde wegen Verdacht auf Rauchgasvergiftung ärztlich betreut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Alter Schlepper hatte Ölleck
(09.02.17) Am 8.2. kam die US Coast Guard dem Schlepper “Tutahaco (YTM-524)”, 218 tdw, zu Hilfe, aus dem Öl in den Halifax River in Ormond-By-The-Sea auslief. Um 15.45 Uhr wurde die Coast Guard Jacksonville von der National Response Corporation über den Vorfall informiert. Einsatzkräfte waren um 18.20 Uhr vor Ort und begannen, die Verschmutzung einzudämmen und deren Ursache herauszufinden. Dabei wurde ihr von Oil Spill Removal Organization assistiert.
Der Schlepper entstand 1945 auf der Gibbs Gas Engine Co., Jacksonville, Florida und wurde am 6.11. vom 10th Naval District in San Juan, Puerto Rico, in Dienst gestellt. 1986 wurde er aus dem Marineregister gestrichen und am 9.10. zum Abbruch von dem Defense Reutilization and Marketing Service (DRMS) verkauft.
Dann erwarb Gordon McCarthy das Schiff als Hausboot, auf dem er von 1998 bis 2015 auf dem Halifax River bei Ormond-by-the-Sea wohnte. Ende 2015 ging es an die Seven Leagues Charter und sollte zu einem Museum in Green Cove Springs werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Explosion einer Gasflasche tötete Crewmitglied von Kreuzfahrtschiff
(09.02.17) Bei einer Explosion auf dem unter Bermudas-Flagge laufenden Kreuzfahrtschiff „Emerald Princess, 113561 BRZ (IMO-Nr.: 9333151), kam am 8.2. um 17 Uhr in Port Chalmers, Dunedin, am 8.2. ein Crewmitglied ums Leben. Er wurde noch vor Ort für tot erklärt. Offenbar war eine Gasflasche mit lautem Knall in die Luft gegangen. Danach flog sie über Bord und landete auf dem Kai. Die Menschen dort kamen unversehrt davon. Das Unglück ereignete sich nach bisherigen Kenntnissen bei technischen Arbeiten an dem hydraulischen Abfiersystem eines Tenderboots.
Quelle:Tim Schwabedissen



Marconsult-Frachter weiter auf Drift vor Neufundland
(09.02.17) Der unter Antigua-Barbuda-Flagge laufende Frachter "Thorco Crown", 7767 BRZ (IMO-Nr.: 9290074), trieb mit seiner 13-köpfigen Crew am 9.2. weiter vor der Südwestküste von Neufundland, nachdem ein Feuer im Maschinenraum es 32 Meilen vor Port aux Basques ihn hatte manövrierunfähig werden lassen. Die Eigner Marconsult beauftragen die Berger von Svitzer Salvage mit der Assistenz, und der Schlepper "Svitzer Bedford" (IMO-Nr.: 9334090) lief am 7.2. aus Port Hawkesbury aus. Er erreichte den Havaristen am Morgen des 8.2., konnte jedoch wegen der stürmischen Wetterverhältnisse zunächst keine Schleppverbindung herstellen.
Am Abend trieb die "Thorco Crown" 9,5 Meilen nordwestlich von Cape Ray und wurde vom Wind weiter vom Land fortgetrieben. Das Schiff war auf dem Weg nach Montreal gewesen und hatte kurz vor der Havarie nach dem Löschen von Bohrrohren für ein Hebron-Ölprojekt den Hafen von Argentia am 5.2. gegen 19 Uhr verlassen.
Die “Thorco Crown” ist 145,63 Meter lang, 18,25 Meter breit, hat 7,35 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 10.683 Tonnen. Sie läuft für die MarConsult Schiffahrt (GmbH & Co.) KG in Haren/Ems und wurde 2004 in Yichang erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schon wieder Kriegswracks in Malaysia zerstört
(09.02.17) Die Wracks dreier japanischer Schiffe, die im 2. Weltkrieg vor Borneo sanken, wurden offenbar bei einer illegalen Schrottplünderung stark zerstört. Es handelte sich dabei um die “Kokusei Maru”, “Higane Maru” und “Hiyori Maru”, die alle 1944 von der US-Marine torpediert wurden und durchweg Kriegsgräber darstellten. Sie waren auch bekannt als die Usukan-Wracks, deren reicher Korallenbewuchs viele Taucher in den vergangenen Jahren nach Sabah in Malaysia lockte.
Vor Ort heißen sie “Rice Bowl Wreck” nach der Ladung von Reisschalen darin, “Upside Down Wreck“ und „Usukan Wreck“. Sie liegen alle in weniger als einem Kilometer Distanz voneinander. In den vergangenen Monaten aber riss ein großes chinesisches Schiff sie mit einem Kran auseinander und zog Metallschrott aus der See.
Bis vergangenes Jahr waren die Wracks noch intakt gewesen. Nun stellten Taucher zu ihrem Entsetzen fest, dass die “Usukan“ und „Upside Down“-Wracks zu 98 und 99 Prozent verschwunden waren und das die „Rice Bowl“ nur noch ein unkenntlicher Metallhaufen war. Die örtlichen Behörden hatten angegeben, die Plünderung sei als Forschungsarbeit der Universiti Malaysia Sabah (UMS) autorisiert gewesen.
Deren Vizekanzler sagte, dass die Wracks drei Tonnen toxischer Materialien enthielten, die die Umwelt gefährdet hätten. Nachdem Taucher und Küstenanwohner Alarm schlugen, ließ das Sabah Marine Department die Arbeiten stoppen. Dies war allerdings zu spät zum Schutz der historischen Wracks.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter in Oamaru auf Mole gestrandet
(09.02.17) Zwei Fischer wurden am Abend des 9.2. gerettet, nachdem ihr Kutter “Jane Marie” in Oamaru in Nord-Otago auf eine Mole lief. Die Polizei wurde um 21.10 Uhr zur Holmes Wharf gerufen, nachdem das 10 Meter lange Schiff auf Felsen am Ende der Mole gestrandet war und sich auf die Backbordseite gelegt hatte. Die beiden Crewmitglieder kamen ins Krankenhaus. Maritime New Zealand wurde informiert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ehemaliges Fahrgastschiff „Christine J”
(Bild: Nick Beale)   Großbild klick!

Einstiges Flussausflugsschiff sank zum zweiten Mal in einem Monat
(08.02.17) Die Fire and Rescue NSW Shoalhaven und Hazmat-Crews brachten Ölsperren aus, nachdem das 45 Fuß lange, ausrangierte am 7.2. zum zweiten Mal binnen eines Monats auf dem Shoalhaven River östlich der Nowra Bridge sank, auf dem es Ausflugsfahrten durchgeführt hatte, bis es durch die „Shoalhaven Cruiser“ ersetzt wurde. Bereits Anfang Januar war es untergegangen, zwischenzeitlich aber wieder flottgemacht worden. Es lag nun mit Steuerbordschlagseite im zwei bis drei Meter tiefen Wasser im Hauptkanal nach Terara erneut auf Grund.
Das Holzschiff der Shoalhaven River Cruises, das einst zwischen Forster und Tuncurry verkehrte, bevor dort eine Brücke gebaut wurde, wog mehr als 13 Tonnen. Die Roads and Maritime Services untersuchten es in Hinblick auf Umweltgefahren. Nach dem ersten Untergang waren allerdings schon Diesel und Öl abgepumpt worden. Dennoch wurden vorsorglich Ölsperren ausgelegt.
Die “Chistine J” entstand als “Alma G II” bei Alf Jahnsen and Leo Royan und lief im Oktober 1947 vom Stapel und wurde an Wylie Gregory abgeliefert und ging in den Dienst zwischen Tuncurry und. Forster Am 11.5.1949 rettete die Crew des Schiffes zwei Menschen eines gekenterten Bootes aus der Brandung bei Forster. Der Vater und seine Tochter aus Cessnock konnten an Bord der „Alma G II” gezogen werden.
1953 starb Wylie Gregory durch Selbstmord, sein Sohn Wesley Earl Gregory setzte den Fährdienst bis Oktober 1954 fort. 1956 wurde das Schiff zum Kutter umgerüstet und 1963 an Dave Adams in Cronulla verkauft und von der CSIRO Division of Fisheries in Newcastle und Cronulla eingesetzt. 1963 erwarb Dave Adams aus Cronulla das Schiff und benannte es nach seiner Tochter „Christine J“.
Nach seinem Tod 1969 ging es an seine Frau und seinen Sohn, die es 1996 an die Shoalhaven River Cruise in Nowra verkauften. Ein aufwändiger Rückbau zur Fähre erfolgte, und bis 2014 verkehrte das Schiff wieder in der Ausflugsfahrt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter “Sea Puppy” im Vollbrand
(Bild: USCG)   Großbild klick!

Coastguard rettete Crew lichterloh brennenden Kutters
(08.02.17) Die US Coast Guard rettete am 7.2. die dreiköpfige Crew des Kutters “Sea Puppy”. Das Schiff hatte um 15.16 Uhr Mayday gefunkt, nachdem eine Meile östlich von St. Catherines Island, Georgia, ein Feuer an Bord ausgebrochen war und es daraufhin zu einem Wassereinbruch gekommen war. Von der Coast Guard Station Tybee Island lief ein 29-Fuß-Boot aus, und auf der Air Station Savannah stieg um 15.25 Uhr ein MH-65 Dolphin-Helikopter auf. Dieser traf um 16.30 Uhr an dem lichterloh brennenden Schiff ein.
Ein Rettungsschwimmer sprang ins Wasser und half den Fischern an Bord. Sie wurden dann zur Air Station Savannah geflogen und medizinisch betreut. Sie hatten das Unglück unversehrt überstanden. Für ihr Schiff gab es keine Rettung mehr. Die Coast Guard leitete eine Untersuchung ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bunkertanker "Stavo" wieder frei
(Bild: Andi Schiel)   Großbild klick!

Bunkertanker auf der Donau nach Leichteroperation wieder flott – Kapitän war alkoholisiert
(08.02.17) Seit dem 7.2. um 16.40 Uhr schwamm der österreichische Bunkertanker "Stavo", 494 tdw (EU-Nr.: 08548018), wieder auf der Donau. Am Vormittag war das Schweizer Tankmotorschiff "Rüti - ZH" (MMSI-Nr.: 211520520) am Havaristen längsseits gegangen, der am Einlaufbauwerk zur Neuen Donau bei Langenzersdorf (Bezirk Korneuburg) auf Grund saß. Er sollte so viel der 289 Tonnen Diesel leichtern, bis er ohne Schlepphilfe wieder aufschwamm.
Nachdem 150 Tonnen abgepumpt waren, war es so weit – die „Rüti“ konnte das kleinere Schiff wieder ins tiefere Wasser bugsieren. Am Morgen hatte ein anderes Schiff abgesagt, weil sich dessen Schiffsführer nach einer Inaugenscheinnahme sich die heikle Aktion nicht zugetraut hatte. Kurzfristig fand sich aber dann das letztlich mit der Bergung betraute Schiff.
Inzwischen stand fest, dass die „Stavo“ nicht wegen eines technischen Fehlers am 5.2. nach Steuerbord aus dem Fahrwasser abgekommen war. Beim ungarischen Schiffsführer wurden 0,74 Promille Alkohol im Blut festgestellt.
Bei der Bergungsaktion waren drei Wehren aus Niederösterreich und die Berufsfeuerwehr Wien mit rund 200 Mann beteiligt gewesen. Seit 7.30 Uhr waren sie im Einsatz. Zuerst wurde eine 500 Meter lange Ölsperre errichtet, um das Einlaufwerk in die Donau sowie den Einfluss in den Marchfeldkanal zu schützen. Nach einer ersten Untersuchung der „Stavo“ gegen 17 Uhr konnte wieder damit begonnen werden, abzurüsten. Der Havarist machte dann am Kai des Tanklagers am Donaulände fest.
Der Tanker wurde 1963 bei Smit, Foxhol, für A. de Groot in Stavoren erbaut. Seit 2007 lief er für die MOL Austria Handels GmbH in Wien. Das Schiff ist 57,85 Meter lang, 6,98 Meter breit und hat 2,52 Meter Tiefgang.
Quelle:Tim Schwabedissen



MarConsult-Frachter treibt im St. Lawrence-Golf
(08.02.17) Die kanadische Coast Guard wurde am 6.2. von dem unter Antigua-Barbuda-Flagge laufenden Frachter "Thorco Crown", 7767 BRZ (IMO-Nr.: 9290074) der MarConsult Schifffahrt (GmbH & Co.) KG in Hamburg um Assistenz gebeten. Er war 32 Meilen vor der Küste von Port aux Basques im St. Lawrence-Golf auf der Reise von Argentia nach Montreal, als bei der Passage der Cabot Strait ein Feuer im Maschinenraum ausbrach. Es gelang der Crew zwar, den Brand zu löschen, doch das Schiff trieb danach manövrierunfähig in der See.
Der kanadische Eisbrecher "Sir William Alexander", 3728 BRZ (IMO-Nr.: 8320482.), ging unweit des Havaristen auf Standby. Ein Umweltüberwachungsteam war ebenfalls vor Ort. Die Eigner planten, das Schiff am 7.2. abschleppen zu lassen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bulkcarrier erneut gestrandet
(08.02.17) Der unter Singapur-Flagge registrierte Bulkcarrier "Alam Manis", 31238 BRZ (IMO-Nr.: 9397834), lief am 2.2. auf Position 09 43 S 061 18 O auf den Cargados Carajos Shoals nordnordöstlich von Mauritius auf Grund. Der beladene Bulkcarrier war auf der Reise von Richards Bay nach Pipava. Eine Bergungsfirma war bereits unter Vertrag, vermutlich Five Oceans Salvage. Bereits am 17.7. 2015 war das Schiff vor Luzon im Sturm gestrandet.
Das Schiff war seinerzeit von Loreto auf Dinagat Island in Surigao mit 53,795 Tonnen Erz nach Lianyungang unterwegs gewesen. Die Ladung wurde feucht und ging über, sodass der Frachter am 15.7. rund 255 Meilen südöstlich von Taiwan 14 Grad Steuerbordschlagseite entwickelte. Er nahm Kurs auf San Fernando, La Union, doch am 17.7. gegen 15 Uhr verstärkte sich die Schlagseite auf 20 Grad, und um 18 Uhr entschied Kapitän Orlando Cabalatungan, den Frachter aufzugeben, der dann bei Ilocos Sur an der Küste zwischen Barangay Patpatta Segundo, Candon City, und Barangay Vical, Sta. Lucia strandete.
Von den 21 philippinischen Crewmitgliedern wurden 20 gerettet, der 1. Offizier Henry Liboon starb an einem Herzanfall, bevor der Schlepper "Salvis Count" ihn abbergen konnte. Die Schiffbrüchigen wurden nach San Fernando in La Union gebracht. Die philippinische Coast Guard legte Ölsperren aus. Die Bergung durch die in Singapur ansässige Semco Salvage & Towage begann vier Wochen darauf.
Der Handymax-Bulkcarrier “Alam Manis” ist 190 Meter lang, 32,2 Meter breit, hat 12,6 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 55,652 Tonnen. Er wurde 2007 bei der Mitsui Ichihara Engineering and Shipbuilding in Japan erbaut und läuft für die Kashima Navierain Japan im Management des philippinischen LEO Shipmanagement.
Quelle:Tim Schwabedissen



Mainfähre wird an Land inspiziert
(08.02.17) Die Mainfähre „Wipfelder“ wurde am 8.2. von einem Kran an Land gehoben und untersucht. Als es am 2.2. in die neue Saison starten sollte, war es zu einem Wassereinbruch in eine der sechs Abteilungen gekommen. Am Morgen des 8.2. lief das Schiff deshalb nach Astheim im Landkreis Kitzingen.
Hier kam es gegen Mittag aus dem Wasser und sollte am 9.2. von Experten der Zentralstelle Schiffsuntersuchungskommission (ZSUK) aus Mainz untersucht werden. Im März stand für die „Wipfelder“ ohnehin eine Inspektion auf dem Programm. Diese Untersuchung wurde jetzt vorgezogen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kreuzfahrtgäste und Tourveranstalter sammelten für schiffbrüchige Fischer – leere Batterien ursächlich für dramatische Rettungsaktion durch Kreuzfahrtschiff „Albatros“
(08.02.17) Das Kreuzfahrtschiff „Albatros“ hat die sechs Fischer des 11 Meter langen Kutters "Loosemani Fo'ou" aus Tonga drei Tage nach der erfolgreichen Rettungsaktion am 6.2. in Auckland abgesetzt. Nachdem die Maschine des Kutters ausgefallen war, nahm dieser immer mehr Wasser über und drohte zu sinken. Die neuseeländische Luftwaffe lokalisierte ihn 400 Kilometer vor der Küste Tongas und warf eine Notfallausrüstung ab. Die „Albatros“ erreichte den Kutter neun Stunden nach dem Notruf.
Der tongaische Tourismus-Minister Semisi K. L. Sika leitete nun einen Brief von Folaufo’ou Taukitoku, der Ehefrau des Skippers, an den Bonner Reiseveranstalter und Kapitän Robert Fronenbrok weiter: „Das Boot, das die Existenz all unserer Familien gesichert hat, ist verloren. Doch das bedeutet nichts angesichts der Rettung der Männer. Ich danke Gott, der das Kreuzfahrtschiff geschickt hat und dass alle Leben gerettet werden konnten.“
Das Bonner Unternehmen Phoenix Reisen spendete zudem 100.000 Euro, damit sie nach der Rückkehr nach Tonga eine Zukunft haben. Dazu kamen 8.134 Euro und 2.143 Dollar, die Passagiere und Crew bereits für die Fischer gesammelt hatten und die der Veranstalter noch um 5.000 Euro aufstockte. Ein neues Boot kostet etwa 700.000 Euro. Spendenwillige konnten sich über die Adresse fischerboot@phoenixreisen.com beim Veranstalter melden.
Auf einem inzwischen veröffentlichten Video ist zu sehen, wie die „Albatros“ unter schwierigen Umständen ein Tenderboot aussetzte, das Kurs auf die in der See dümpelnde Nussschale nahm. Ein Mann kletterte über ein Fallreep direkt an Bord der „Albatros“, als der Kutter längsseits lag. Ein weiterer sprang ins Wasser und musste von dort gerettet werden, ehe schließlich alle auf dem Kutter verbliebenen Männer aufs längsseits gegangene Tenderboot überstiegen und dieses dann zurück an Bord des Kreuzfahrtschiffes geholt wurde.
Dabei kam es wiederholt zu hakeligen Situationen sowohl beim Aus- wie auch dem Einpicken des Bootes in der unruhigen See mit drei bis vier Meter hohen Wellen und starkem Wind. Die "Loosemani Fo'ou" blieb in der Weite des Südpazifiks zurück. Die Positionsdaten wurden der neuseeländischen Küstenwache übermittelt, die die gesamte Rettungsaktion begleitet und koordiniert hatte.
Skipper Vailele kaufte das Schiff mit einem Kredit der Tonga Development Bank und überführte es im Oktober 2016 von Greymouth, Neuseeland, nach Tonga. Er sagte nach seiner Rettung, es habe eigentlich nur ein Problem mit leeren Batterien gegeben, das Schiff sei ansonsten für eine Woche auf See ausgerüstet gewesen. Es war am 30.1. aus Nuku'alofa ausgelaufen, um Langschwanzschnapper in Tu’a Tonga, 70 Meilen südsüdwestlich von Nuku'alofa zu fangen und wollte am 8.2. in den Hafen zurückkehren.
An Bord waren zwei 400-Liter-Wassertanks und 20 Liter Wasser in Flaschen. Auch gab es VHF und Seenotausrüstung an Bord. Vom 30.1. bis 1.2. war das Schiff im Fanggebiet von Tu'a Tonga, doch war der Fang schlecht, deshalb steuerte e seine Position 210 Meilen vor 'Atata, wo im Dezember der Fisch gestanden habe. Dort hoffte man, die Kosten für die Fangfahrt einzuspielen.
Am Morgen des 2.2. erreichten die Fischer das Seegebiet und waren dort bis zum 3.2. auf Fang. Es gelang, mehr als eine Tonne Fisch an Bord zu holen. Um 19 Uhr war er in den Kühlräumen verstaut.
Um 22 Uhr stellte die Crew fest, dass die Ankerkette gebrochen war. Der Versuch, die Maschine zu starten, schlug fehl. Die Starterbatterie für die Maschine war aber fast leer, weil das Aufladegerät nicht richtig funktioniert hatte.
Am 4.2. um 14 Uhr aktivierte die Crew das EPIRB, und eine Orion der RZNAF flog zu der Position. Sie zirkelte über dem Seegebiet, ohne den Kutter zunächst zu entdecken. Erst als die Crew Notraketen abschoss, machte sie ihn aus und drehte nach Abwurf eines Notfunkgeräts wieder ab. Einer der Fischer sprang über Bord und barg es. Das eigene Funkgerät funktionierte mangels Strom nicht.
Die Crew bestätigte mit der Notfunke, dass sie ein Problem mit der Maschine habe und bat um eine 24-Volt-Batterie, um sie wieder zu starten. Die Orion antwortete, dass Hilfe unterwegs sei. Die Angehörigen in Nuku'alofa wurden gegen vier Uhr von der Polizei in Tonga informiert.
Gegen 14 Uhr tauchte die „Albatros“ auf, und deren Tenderboot hatte tatsächlich auch Batterien an Bord. Doch angesichts der Lage der schwer in der See arbeitenden “Losemani Fo'ou“ wurde entschieden, diese längsseits des Kreuzfahrtschiffes zu ziehen. Doch als diese wiederholt hart gegen dessen Rumpf stieß, erschien die Lage rasch als kritisch.
Einer der Männer erlitt bei den Kollisionen eine Kopfverletzung. Am Ende waren aber alle wohlbehalten an Bord der „Albatros“, aber ihr Schiff hatten sie verloren. Vailele, der von 2006 bis 2016 Lehrer am Tonga Maritime Polytechnic Institute und Offizier bei der Tonga Police Rescue war, hätte sich gewünscht, dass die Tonga Rescue Coordination geholfen hätte, sein Schiff zurück zu bringen.
Die knapp 206 Meter lange „Albatros“ lief am 1.11973 auf der finnischen Werft Oy Wärtsilä AB in Helsinki vom Stapel und wird seit 2004 für Phoenix Reisen eingesetzt. Ende 2015 wurde sie auf der Hamburger Werft Blohm + Voss generalüberholt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter bei Langenesegga havariert
(08.02.17) Am Nachmittag des 7.2. geriet ein Kutter bei Langnesegga, 17 Meilen nördlich von Stø in Vesterålen, wegen eines Maschinenschadens in Schwierigkeiten und bat über Funk die NSSR um Assistenz. Der Rettungskreuzer „Knut Hoem“ lief um 16.40 Uhr von seiner Station in Myre aus und nahm den Havaristen in Schlepp. Um 19.30 Uhr erreichte der Konvoi den Hafen von Stø. Die stundenlange Schleppfahrt war bei ruhiger See ohne Probleme verlaufen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Mittelloser Skipper verlor sein schwimmendes Heim
(08.02.17) Skipper Dave Ladomirako aus Richland verlor am 6.2. sein schwimmendes Heim, als sein Motorboot auf dem Columbia River sank. Der Bauarbeiter hatte seit Ende des Sommers auf dem 1963 Fairliner gelebt. Am 3.2. wollte er mit dem 28 Fuß langen Holzschiff an der Columbia Point Marina anlegen, als er mit einer Eisscholle kollidierte und es leckschlug.
Die Allen Rescue Services untersuchten, per Telefon alarmiert, den Rumpf. Da Ladomirako aber kein Geld für Reparaturen hatte, wurde entschieden, das Boot zunächst dort zu belassen, wo es war, um weitere Schäden durch Eis zu verhindern. Es sollte am 6.2. auf einen Trailer gezogen werden, doch vorher riss es sich von seinen Moorings los und ging in der Marina unter samt aller Habseligkeiten des Eigners.
Das Benton County Sheriff’s Office assistierte der U.S. Coast Guard, beim Vesuch das Boot bei Clover Island zu sichern. Der Bug ragte noch aus dem Wasser, und es driftete weiter den Fluss hinab. Am Abend landete es auf Felsen nahe der Blue Bridge. Die Allen Rescue Services wollten nun bei der Bergung helfen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Segelyacht in Oak Bay gesunken
(08.02.17) Die Segelyacht “Salla Rose” sank am 6.2. in der Oak Bay. Wegen auslaufenden Öls wurde die Royal Canadian Marine Search and Rescue alarmiert, die durch C-Tow Victoria Ölsperren um das Wrack, dessen Mastspitze noch aus dem Wasser ragte, auslegen ließ. Sie wurde um kurz nach 11 alarmiert, nachdem das 45 Fuß lange Segelboot um kurz nach 11 direkt vor der Oak Bay Marina untergegangen war.
Es hatte sich niemand an Bord befunden. An Bord waren rund 100 Liter Diesel gewesen. Das Boot bestand aus Ferrozement, weshalb es binnen drei Stunden sank. Der Eigner hatte keine Liegeplatzgebühren an die Oak Bay Marine Group gezahlt, und es war bereits das zweite Mal, dass eines seiner Boote wegen Vernachlässigung sank. Das erste, das vor einigen Jahren in der Nähe der jetzigen Unglücksstelle unterging, wurde nie geborgen.
Die „Salla Rouse“ war auch nicht versichert. Bergungs- und Reinigungskosten dürften aber mehrere 10.000 Dollar kosten. Dafür muss eine Kranbarge herangebracht werden. Am 7.2. wurden die Ölsperren zunächst erneuert und der Diesel aufgesaugt. Es lief nur noch sehr wenig Kraftstoff aus.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter vor Brighton abgeschleppt
(08.02.17) Vor dem Hafen von Brighton musste am Nachmittag des 7.2. ein kleiner Kutter geborgen werden, der im Schifffahrtskanal Ruderausfall erliten hatte. Das RNLI-Boot aus Brighton wurde alarmiert und lief um 12.45 Uhr aus. Das Motorboot trieb sechs Meilen südwestlich der Brighton Marina.
Der Skipper meldete, dass er sich nicht wohl fühle. Deshalb wurde ein Seenotretter an Bord seines Bootes abgesetzt, während es zurück in die Marina geschleppt wurde. Dort konnte es um 15 Uhr festgemacht werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Oldendorff-Frachter nach Ladungsschaden in die Kette gelegt
(08.02.17) Nach dem Festmachen am Care Terminal in Houston am 3.2. wurde der liberianische Bulkcarrier "AS Elenia", 23443 BRZ (IMO-Nr.: 9485899), der Nordic Hamburg Shipmanagement (HK) Ltd. in die Kette gelegt. Ein Richter hatte eine Arrestorder ausgestellt, nachdem die indische Firma Uttam Galva Steels in Houston einen Schaden an einer Stahlladung reklamiert hatte. Der Oldendorff-Frachter war am 19.12. aus Mumbai in die USA ausgelaufen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler "Ejca - RS 151" im Schlepp
(Bild: Skagens Redningsstation)   Großbild klick!

Maschinenausfall: Trawler nach Skagen geschleppt
(07.02.17) Am 6.2. um 04.23 Uhr wurde das dänische Rettungsboot "Lars Kruse" (MMSI-Nr.: 219001111) der DSRS-Station Skagen alarmiert, nachdem der dänische Trawler "Ejca - RS 151", 54 BRZ (MMSI-Nr.: 220099000), einen Notruf gefunkt hatte. Er hatte 37 Meilen nördlich des Hafens Maschinenschaden erlitten und trieb manövrierunfähig in der Nordsee.
Nachdem die Seenotretter den Havaristen erreicht hatten, nahmen sie ihn auf den Haken und schleppten ihn nach Skagen. Hier wurde das 17 Meter lange Schiff um 10.50 Uhr an den Stahlkai gelegt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Archivbild Containerfrachter "Sophia"
(Bild: Olaf Kuhnke)   Großbild klick!

Wieder zwei Frachter auf Nord-Ostsee-Kanal havariert
(07.02.17) Innerhalb von zwei Tagen kam es zu zwei neuerlichen Havarien auf dem Nord-Ostsee-Kanal: In der Nacht zum 5.2. lief um 2.38 Uhr der unter Antigua-Barbuda-Flagge registrierte Frachter "BBC Orion", 7223 BRZ (IMO-Nr.: 9347841), bei Kilometer 24,5 in die Nordböschung. Das Schiff befand sich auf der Reise von Waterford nach Lindö und war mit 4500 Tonnen Stahl beladen. Grund für die Böschungsanfahrung war ein Blackout, bei dem die Hauptmaschine und die Ruderanlage ausfielen.
Um ein Abtreiben des manövrierunfähigen Schiffes im Kanal zu verhindern, wurde es notgeankert. Gegen drei Uhr meldete der Kapitän, dass das Schiff wieder fahrtüchtig sei. Die Hauptmaschine und die Ruderanlage funktionierten wieder einwandfrei.
Grund für den Ausfall war ein defekter Ölfilter gewesen, und der Defekt konnte mit Bordmitteln behoben werden. Das Schiff setzte seine Reise Richtung Kiel fort, wo die zwischenzeitlich in Kenntnis gesetzte Berufsgenossenschaft für Transport- und Verkehrswirtschaft eine Klassenbestätigung in Kiel anordnete. Das Schiff machte dort um 8.10 Uhr fest.
Das Wasserschutzpolizeirevier Kiel nahm den Seeunfall auf. Der Frachter setzte die Reise um 19.40 Uhr fort. Am 6.2. um vier Uhr erreichte er den Zielhafen.
Am Abend des 6.2. um 21:40 Uhr kam dann beim Ansteuern der Schleusen in Kiel-Holtenau der unter Antigua Barbuda-Flagge laufende Containerfrachter "Sophia", 7464 BRZ (IMO-Nr.: 9433456), auf seiner Reise von Kemi nach Hamburg vom geplanten Einlaufkurs ab. Der Feeder geriet bei der Großen Nordkammer mit seinem Heck an die Einfahrt der Schleusenkammer. Auf Höhe des Schleusentors schrammte er einige Meter an der Mittelmauer entlang. Dabei riss er auf Höhe des Tores einen Fender teilweise ab, eine der zwei Befestigungsketten brach, ehe das Schiff auf der Nord-Seite der Kammer festgemacht werden konnte.
Wodurch es zu der Kursabweichung gekommen war, konnte vor Ort im Rahmen der Begehung durch die Wasserschutzpolizei zunächst nicht ermittelt werden. Der Frachter durfte gegen 23:10 Uhr die Nordkammer wieder erlassen und seinen Weg in den Kanal fortsetzen. Er machte am 7.2. um 10.40 Uhr am Container Terminal in Hamburg-Altenwerder fest.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter “Venture – BH 179” wieder im Hafen
(Bild: RNLI)   Großbild klick!

Kutter nach North Shields eingeschleppt
(07.02.17) Der Skipper des 38 Jahre alten 10-Tonnen-Kutters “Venture – BH 179” aus North Shields bat am 4.2. die UK Coastguard um 11..45 Uhr um Assistenz, nachdem sich seine Netze um den Propeller gewickelt hatten. Dabei war der Propellerschaft beschädigt worden, und das Schiff wurde manövrierunfähig. Nachdem die Maschine sich nicht mehr starten ließ trieb es zunächst 12 Meilen nördlich der Piers von Tyne, rund sechs Meilen östlich von Newbiggin.
Das RNLI-Boot aus Tynemouth wurde von dem UK Coastguard Operations Centre in Humber alarmiert und lief sieben Minuten später aus. Mit höchster Fahrt lief es in Richtung der angegebenen Position und lokalisierte den Havaristen 30 Minuten später. Wind und Tide hatten ihn bereits weiter auf See getrieben.
Rasch wurde eine Schleppverbindung hergestellt und der Kutter mit seiner zweiköpfigen Crew um 14.55 Uhr an den North Shields Fish Quay gezogen. Die 9,8 Meter lange „Venture“ wurde 1959 in Fraserburgh erbaut und lief in der Vergangenheit als „Venture - BRD.179“, „Ocean Swell - BA.133“, „Girl Avril - BA.133“, „ Girl Avril - OB.372“ und „Bethany – BRD.179“.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bunkertanker "Stavo"
(Bild: Andi Schiel)   Großbild klick!

Gestrandeter Bunkertanker in Wien wird nun geleichtert
(07.02.17) Der österreichische Bunkertanker "Stavo", 500 ts (EU-Nr.: 08548018), lief am Nachmittag des 5.2. auf der Donau vor Wien auf einem Leitdamm bei Langenzersdorf (Niederösterreich) auf Grund. Er saß auf dem Einlaufwerk zur Donauinsel fest. Das 57 Meter lange und sieben Meter breite Bunkerschiff war beladen mit 289 Tonnen Treibstoff. Wegen der Einhüllenbauweise waren die Einsatzkräfte in Sorge um eine drohende Ölverschmutzung. Der Schubschlepper "Spis" (MMSI-Nr.: 267010025) versuchte am 6.2., den Tanker wieder flottzumachen, gefolgt von der "TR Turic" (MMSI-Nr.: 267168000) am 7.2., die ihn sicherte. Bei einer Lagebesprechung am 6.2., in die Bundes- und Landesbehörden sowie Feuerwehren aus Wien und Niederösterreich eingebunden waren, wurde entschieden, die Ladung zu leichtern.
Zuvor sollte die Feuerwehr großflächig Ölsperren von mehreren hundert Meter Länge mit Einsatzbooten aus Niederösterreich und Wien ausbringen. Sie sollten rund um das Schiff und vor dem Einlaufbauwerk zur Neuen Donau legen, um im Falle eines Dieselaustrittes eine Ausbreitung zu verhindern und eine Gefährdung der Wiener Donauinsel sowie des Marchfeldkanals auszuschließen. Das Polizeiboot „Stadt Wien“ (MMSI-Nr.: 203999323) sicherte die Unglücksstelle derweil ab.
Die Ursache der Havarie war aktuell noch unklar. Ein technischer Defekt an Motor oder Ruderanlage wurden aber ausgeschlossen. Das Schiff war zum Unglückszeitpunkt zu einem Mineralöllager in Korneuburg unterwegs.
Quelle:Tim Schwabedissen



Styrol lief auf Schiff in Köln-Godorf aus
(07.02.17) Auf einem Binnenschiff im Köln-Godorfer Hafen ist am Morgen des 6.2. eine geringe Menge des entzündlichen Rohstoffs Styrol ausgelaufen. Die Werkfeuerwehr sowie Berufsfeuerwehr waren im Einsatz. Die Ladung, ein flüssiger Rohstoff für die Kunststoffherstellung, war gegen neun Uhr am Kai der Lyondell-Basell GmbH ausgelaufen.
Die Berufsfeuerwehr rückte mit Löschboot und 55 Einsatzkräften an, nachdem um kurz nach neun Uhr die Werksfeuerwehr die Leitstelle über den Austritt informiert hatte. Mindestens zwei Mitarbeiter waren mit der Chemikalie in Kontakt gekommen. Die Feuerwehr fuhr über das Shell-Gelände zur Einsatzstelle, damit sie diese schneller erreichen zu können, um die Personen zu dekontaminieren und um die Ausbreitung der Chemikalie im Hafenbecken zu verhindern.
Die Flüssigkeit wurde mit Schlengeln an der Ausbreitung gehindert und abgepumpt. Die betroffenen Mitarbeiter wurden zur vorsorglichen Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht. Es wurden vorsorglich auch Luftmessungen durchgeführt.
Wegen der geringen Austrittsmenge konnte eine Gefährdung für Menschen und Umwelt ausgeschlossen werden. Die zuständigen Behörden wurden nach der Havarie eingeschaltet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sechs Fischer vor Kalâat el-Andalous gerettet
(07.02.17) Die Sea Guard von Bizerte rettete am 6.2. sechs Fischer, deren Trawler vor Kalâat el-Andalous gesunken war. Die Schiffbrüchigen wurden wohlbehalten nach Ghar el Melh gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gastanker trieb vor Cork
(07.02.17) Der unter Panama-Flagge laufende Gastanker "Gas Pasha", 2926 BRZ (IMO-Nr.: 9128685) geriet am Morgen des 6.2. im Hafen von Cork in stürmischem Wetter ins Treiben. Er war seit dem 2.2. im Hafen gewesen und hatte zuletzt vor Anker gelegen.
Er trieb auf die Whitsands-Untiefe an der Seite des Fahrwassers zu, konnte dann aber von Schleppern unter Kontrolle gebracht werden. Das beladene Schiff verließ Cork am Mittag mit Fahrtziel Falmouth.
Quelle:Tim Schwabedissen



Binnenschiff steuerte nach Wassereinbruch Werft in Speyer an
(Datum) Das holländische Binnenschiff "Concession", 3227 ts (EU-Nr.: 02333267), das am Abend des 4.2. schweren Wassereinbruch im Maschinenraum erlitten hatte, konnte am späten Vormittag des 6.2. den Karlsruher Rheinhafen mit eigener Kraft in Richtung Speyer verlassen, wo sie noch am selben Abend eintraf. Dort sollte auf der Braun-Werft geprüft werden, ob der Frachter auf der dortigen Werft vollständig repariert werden konnte. Andernfalls sollte sie soweit repariert werden, gesetzt, dass sie in den Heimathafen Lekkerkerk in den Niederlanden weiterlaufen kann.
Das mit Schrott beladene Schiff war nach dem schweren Wassereinbruch im Maschinenraum durch die Feuerwehr und ein zur Hilfe geeiltes Schiff stabilisiert worden. Grund für die Havarie war offenbar ein technischer Defekt. Das durch den schadhaften Hydraulikstempel verursachte Leck in einem Führungsrohr wurde zunächst von Tauchern provisorisch abgedichtet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf österreichischem Eisbrecher
(07.02.17) Auf dem 31 Meter langen, österreichischen Eisbrecher „Eisvogel“ brach am 6.2. gegen acht Uhr ein Schwelbrand im Unterdeck aus. Ein Mitarbeiter des Hafens Wien entdeckte ihn gegen 8.00 Uhr bei der täglichen Routinekontrolle. Die Feuerwehr brauchte 90 Minuten, das Feuer zu ersticken.
Durch den Schwelbrand und die damit verbundene starke Rauchentwicklung wurden vor allem die Holzvertäfelungen in den Mannschaftskabinen, der Kombüse und im Salon des Schiffes beschädigt. Ruderhaus und der Maschinenraum blieben unbeeinträchtigt. Die Brandursache war noch unklar.
Da die „Eisvogel“ einer kompletten Inspektion unterzogen werden musste und sie entsprechend vorerst nicht zum Eisbrechen eingesetzt werden kann, muss diese Aufgabe durch einen von der Verbund AG gecharterten Eisbrecher im Bedarfsfall übernommen werden. Aktuell war der Hafen Wien allerdings nahezu eisfrei.
Quelle:Tim Schwabedissen



Dauereinsatz im Eiswasser
(07.02.17) Der in Myre stationierte NSSR-Rettungskreuzer „Knut Hoem“ (MMSI-Nr.: 257227000) kam innerhalb weniger Stunden gleich drei havarierten Kuttern zu Hilfe: Am 6.2. nahm er einen Kutter mit einer Leckage in Schlepp und brachte ihn in den Hafen. Wenige Stunden darauf bat der Kutter „Isbjørn, H-89-0“ im Hafen um Assistenz, nachdem der Propeller blockierte.
Die Seenotretter nahmen ihn längsseits, und ein Taucher stieg ab, um ihn wieder zu befreien. Nur zwei Stunden darauf bat ein Kutter vor dem Hafen um Hilfe. Auch bei ihm war eine Leine in den Propeller geraten, worauf dieser streikte.
Die 21 Meter lange „Knut Hoem“ ging bei dem Schiff längsseits, und bei eisigen Temperaturen stieg wieder ein Seenotretter ins Wasser, um den vor dem Hafen treibenden Havaristen wieder fahrtüchtig zu bekommen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schatzsucher hofft auf Milliardenschatz im Rio de la Plata
(07.02.17) Schatzsucher wollen von dem vor über 250 Jahren gesunkenen Wrack der britischen Fregatte „Lord Clive“ vor der Küste von Uruguay Goldmünzen im heutigen Gegenwert von mindestens 1,2 Milliarden Euro bergen. Es soll sich um rund 100.000 Goldmünzen handeln. Ruben Callado aus Argentinien hat das Wrack im Jahr 2004 im Mündungsdelta des Rio de la Plata vor Uruguay geortet und wird die Bergungsarbeiten an dem einstigen Kaperschiff der Britischen Ostindien-Compagnie leiten.
Im September 2016 erhielt er die formelle Erlaubnis aus Montevideo, die er im Jahr 2005 beantragt hatte.Am 10.2. sollen 80 Taucher und Techniker die ersten Schritte einleiten, um das mit 64 Kanonen bestückte Schiff wieder an die Oberfläche zu bringen. Die Arbeiten sollen fünf Millionen Euro kosten, die Callado aus eigener Tasche finanzieren wird.
Von den geborgenen Werten wird er gemäß seiner Vereinbarung mit der uruguayischen Regierung knapp die Hälfte behalten können - abzüglich weiterer zehn Prozent, die als Sonderposten an den maritimen Verwaltungsbezirk des Rio de la Plata abgegeben werden müssen. Zu den an Bord vermuteten Goldmünzen soll noch der Wert von Gütern wie Rum, Opium und die in Bleirohren eingelagerte Seide kommen. Zum Zeitpunkt des Untergangs befanden sich 100.000 Liter Rum an Bord.
Das Wrack der "Lord Clive" liegt in nur fünf bis sechs Metern Wassertiefe knapp 350 Metern vom uruguayischen Ufer des Rio de la Plata entfernt in Sichtweite der Kleinstadt Colonia del Sacramento. Dennoch wird die Bergung des Schiffes und seiner Schätze äußerst schwierig und anspruchsvoll werden wegen des trüben Wasser und der starken Strömung des Rio de la Plata. Das Wrack liegt zudem tief im Schlamm begraben.
Es wurde nach der Versenkung von spanischen Soldaten mit großen und schweren Felsbrocken beschwert, damit es im seichten Mündungsdelta nicht wieder an die Oberfläche geschwemmt werden konnte. Callado rechnete deshalb mit einer schrittweisen und langwierigen Bergung.
Die "Lord Clive" war Anfang 1763 in den letzten Wochen des Siebenjährigen Krieges in den Rio de la Plata gesegelt mit dem Ziel, die Festungsstadt Colonia del Sacramento von den Spaniern zurückzuerobern. Diese hatten sie zuvor von den Portugiesen eingenommen. Der Kommandant des Schiffes, Robert McNamara, nahm die Stadt unter Beschuss. Doch dabei geriet das Schiff zu nahe an die Küste und damit in Reichweite der spanischen Kanonen.
Diese nahmen es mit Brandmunition unter Beschuss. Die Fregatte geriet in Brand, und das Feuer brachte das Pulvermagazin des Schiffes zur Explosion. 272 Seeleute kamen um, 78 retteten sich an Land, wo sie vor ein Militärgericht gestellt. Die überlebenden Offiziere wurden gehängt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gut ausgerüsteter österreichischer Einhandsegler dank guter Ausrüstung im Atlantik gerettet
(07.02.17) Die US Coast Guard schickte am 5.2. einen HH-60 Jayhawk der Air Station Cape Cod, um den österreichischen Segler Wolfgang Sloma, 56, der in einer Rettungsinsel im Atlantik rund 120 Meilen nordöstlich von San Juan, Puerto Rico, trieb, aufzunehmen. Er war mit der 27 Fuß langen Segelyacht „Daphni” unterwegs gewesen, die Mastbruch erlitten hatte. Die Trümmer rissen ein Leck in den Rumpf, und das Boot sank. Um 9:02 Uhr wurde das EPIRB-Signal aufgefangen und sofort der Hubschrauber von der Air Station Borinquen in Marsch gesetzt.
Außerdem wurde das AMVER-System aktiviert und das Vienna Rescue Control Center kontaktiert, das bestätigte, einen Notruf von Sloma über Satellitentelefon aufgefangen zu haben. Es gelang, mit dem Segler in Kontakt zu kommen. Er berichtete, dass er eine Rettungsweste angelegt habe und seine Insel mit Signalraketen, GPS, Nahrung, einem VHF-Funkgerät und Satellitentelefon ausgerüstet sei. Der Hubschrauber sowie der unter Singapur-Flagge laufende Bulkcarrier „KN Forest”, 32376 BRZ (IMO-Nr.: 9558268), der auf der Reise von Manatee nach Kwinana war, kamen dem Schiffbrüchigen zu Hilfe.
Der Frachter hatte auf den AMVER-Ruf reagiert und Kurs auf die Position genommen. Der Hubschrauber setzte dann einen Rettungsschwimmer ab, der Sloma aus der Insel an Bord holte. Er wurde zur Air Station Borinquen in Puerto Rico geflogen und medizinisch untersucht. Er hatte den Schiffbruch schadlos überstanden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter bei Cangas gekentert
(07.02.17) Als das Fischerpaar Ángel Muñiz und Ana Belén Pérez sich mit ihrem Boot "Vizcaya II" beim Hafen von Cangas in der Vigo-Mündung befanden, wurde es am 6.2. von hohem Seegang überrascht. Das Boot kenterte in A Borneira, nachdem mehrere Wellen es trafen. Es hatte am Morgen die ersten Fänge in Cangas abgeliefert und wollte ein letztes Mal hinaus, als es vor Frigoríficos umschlug.
Ángel Muñiz, ein Hafenlotse, konnte noch Salvamento Marítimo verständigen. Beide wurden unversehrt gerettet. Das kieloben treibende Boot wurde mit einem Kran aus dem Wasser gehoben und an Land abgesetzt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schlepperflotte wird in Pernambuco versenkt
(07.02.17) Am 8.2. sollen drei Schlepper im Pernambuco Shipwreck Park 13 Kilometers vor der Küste als künstliche Riffe versenkt werden. Dann wird der Park über 18 Wracks verfügen, die Taucher aus Brasilien und der ganzen Welt anziehen sollen. Zuvor hatten Forscher der Universität von Pernambuco das Gebiet untersucht, ob es für die Aktion geeignet war. Die ausgedienten Schlepper „São José”, 225 BRZ (IMO-Nr. 8025587), “Bellatrix”, 267 BRZ (IMO-Nr.: 7820203), “Phoenix” und “Virgo” wurden in Recife acht Monate lang gereinigt, ausgeschlachtet und für die Aktion vorbereitet.
Verbunden mit einer Schlepptrosse geht es zur letzten Reise gemeinsam hinaus auf See. Durch Öffnen der Ventile im Maschinenraum werden die Schiffe nach Erreichen der Versenkungspositionen geflutet. Rund 1,5 Stunden soll es dauern, bis sich die See über dem jeweiligen Schiff schließt.
Die „São Jose“, die 24 Meter lang ist, sowie die je 30 Meter langen „Bellatrix“ und „Phoenix“ kommen 13 Kilometer vor der Küste auf 28 Metern Wassertiefe zu liegen, die 26 Meter lange „Virgo“ soll 11 Kilometer vor Recife auf 25 Metern Tiefe und in 200 Metern Entfernung von der 2006 versenkten „Tauros“ zu liegen kommen.
Binnen 10 Stunden sollen alle auf Sandboden zu liegen gekommen und von Tauchern einer ersten Inspektion unterzogen worden sein. Mit den Wracks soll der Tauchtourismus der Region gefördert werden. Als nächstes soll ein Flugzeug zwischen Porto de Galinhas und Serrambi versenkt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Im Eis gesunken
(Bild: Centre d'Incendie et de ...)   Großbild klick!

Motoryacht aus der vereisten Mosel geborgen
(06.02.17) Über 12 Stunden war das Schengener Einsatzzentrum am 1.2. mit der Bergung einer gesunkenen 12-Tonnen-Yacht in Schwebsange beschäftigt. Da größere Mengen Treibstoff ausliefen, musste zusätzliche Verstärkung anrücken: Die komplette Tauchereinheit des Zivilschutzes, das Einsatzzentrum Grevenmacher-Mertert (CISGM) mit Ölsperre und Boot, das Einsatzzentrum BRS mit WLF, die AB-Öl und AB-Rüst mit Boot, Base National de Support Lintgen mit AB-Dépollution, Skimmer sowie einem Kran und ein zweiter 200-Tonnen-Kran einer Spezialfirma
Yacht am Haken
(Bild: Centre d'Incendie et de ...)   Großbild klick!
waren im Einsatz. Um 10.49 Uhr war der Alarm aus dem Hafen in Schwebsange gekommen, dass dort ein Boot sinken würde. Beim Eintreffen des Einsatzkräfte war die 11 Meter lange Yacht bereits komplett gesunken. Weil größere Mengen Treibstoff aus den Tanks an die Oberfläche des Wassers gelangten, wurde sofort Verstärkung angefordert.
Ein Großteil des Hafens war noch stark vereist, was das Ausbreiten des ausgetretenen Öls verlangsamte. So konnten rechtzeitig von den Einsatzkräften aus Grevenmacher-Mertert mehrere Ölsperren installiert werden, um ein Ausbreiten des Öls in die Mosel zu verhindern. Um an der Yacht arbeiten zu können, mussten mehrere umliegende Boote zunächst verholt werden.
Geschafft! (Bild: Centre d'Incendie et de ...)   Großbild klick!
Dies gestaltete sich als schwierig, weil sie erst einmal vom Eis befreit werden mussten. So wurden die Rettungsboote erstmals als Eisbrecher eingesetzt. Vom Einsatzzentrum aus Lintgen wurde ein Skimmer zum Absaugen des Öles an der Oberfläche eingesetzt. Gleichzeitig kamen auch die ölabsorbierenden Schlengel zum Einsatz. Die Bergung des Schiffes wurde dadurch verkompliziert, dass es sich an einem Liegeplatz mitten im Hafen befand und damit für einen Kran nicht zugänglich war. Für die Taucher begann ein langer Einsatz unter schwierigen Bedingungen.
Sie mussten im eiskalten Wasser mehrere Unterwasser-Hebekissen am und im Schiff befestigen. Es wurde dann mittels Seilzug etwa 40 Meter weit an eine Kaimauer gezogen. Von dort konnte es gegen 21 Uhr mit dem 200-Tonnen-Mobilkran aus dem Wasser gehoben werden. Das abgesaugte Öl-Wasser-Gemisch wurde von einer Spezialfirma entsorgt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Angler orientierungslos vor Fehmarn
(06.02.17) Zwei bei Fehmarn in Seenot geratene Angler wurden am 4.2. nach einer großangelegten Suche mit deutschen und dänischen Seenotrettern sowie der Bundespolizei in ihrem Kajütboot orientierungslos auf der Ostsee treibend aufgefunden. Über eine äußerst schlechte Handyverbindung hatten sich die beiden Männer gegen 17 Uhr bei der Polizei gemeldet. Sie waren mit einem kleinen, etwa 4,5 Meter langen Boot von Puttgarden aus Stunden zuvor zum Angeln aufgebrochen.
Mit technischen Problemen trieb das Boot nun bei einbrechender Dunkelheit auf der Ostsee. Angaben zu ihrer Position konnten die Männer aus Hamburg nicht machen. Sofort löste die Seenotleitung in Bremen eine umfangreiche Suchaktion aus. Der Seenotrettungskreuzer „Bremen“ der DGzRS-Station Großenbrode, das Seenotrettungsboot „Heiligenhafen“ der Freiwilligenstation Heiligenhafen sowie die „Bad Düben“ der Bundespolizei und das Mehrzweckschiff „Scharhörn“ der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes wurden in die Suche eingebunden.
Bereits nach kurzer Zeit wurde das Suchgebiet auf das dänische Seegebiet ausgeweitet und zwei Einheiten des dänischen Seenotrettungsdienstes hinzugezogen. Die Seenotküstenfunkstelle Bremen Rescue Radio strahlte über UKW-Funk Meldungen an die umliegende Schifffahrt aus. Gegen 18.20 Uhr meldete sich das niederländische Containerschiff „Bothniaborg“, 12635 BRZ (IMO-Nr.: 9267728), das kurz zuvor auf der Reise von Pitea nach Bremen auf dem Weg zum Nord-Ostsee-Kanal etwa acht Seemeilen nordwestlich von Fehmarn eine auffällige Beobachtung gemacht hatte: ein kaum auf dem Radar auszumachendes kleines, schwach beleuchtetes Fahrzeug.
Die Seenotleitung schickte die „Bad Düben“, die zu diesem Zeitpunkt am nächsten war, zur genannten Position, wo die beiden Männer in ihrem Boot aufgefunden und an Bord genommen wurden. Es ging ihnen den Umständen entsprechend gut. Um 19.21 Uhr übernahm das Tochterboot des Seenotrettungskreuzers „Bremen“ die beiden Männer sowie das Boot von der „Bad Düben“.
In Orth wurden die beiden um 22.18 Uhr wohlbehalten an Land gebracht.
Während der Suche herrschte leichter Wind aus Südost mit ca. drei Windstärken. Örtlich behinderten dichte Nebelbänke die Sicht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Containerfrachter “Heluan“ (Bild: Olaf Kuhnke)   Großbild klick!

Frachter lief in Dalben auf dem Nord-Ostsee-Kanal
(06.02.17) Am 5.2. kollidierte der liberianische Containerfrachter “Heluan“, 15633 BRZ (IMO-Nr.: 9358905), auf der Fahrt von Bremerhaven nach Norrköping gegen 17.40 Uhr beim Transit des Nord-Ostsee-Kanals auf Höhe Königsförde mit den dort am Kanalufer stehenden Dalben. Er stieß mit dem Achterschiff gegen diese und trug leichte Schäden davon. Das Schiff erreichte die Schleusen in Kiel-Holtenau anschließend um 21.45 Uhr und ging um 22.40 Uhr in die Ostsee. Am 7.2. wurde es in dem schwedischen Zielhafen erwartet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Hafenschlepper “Troupant” gekentert (Bild: NSRI)   Großbild klick!

Vermisster Skipper lag tot im Maschinenraum
(06.02.17) Der vermisste Skipper Steven Lategaan des am 4.2. gekenterten südafrikanischen Hafenschleppers “Troupant” aus Kapstadt wurde 28 Stunden nach dessen Kentern tot im Schiffsinnern gefunden. Das Wrack war zunächst kieloben in den Hafen eingeschleppt worden. In der Nacht zum 4.2. sank es dort und richtete sich dabei wieder auf. Am 5.2. stiegen Taucher in das 13,95 Meter lange Schiff ein.
Um 14.45 Uhr wurde die Leiche im Maschinenraum eingeschlossen entdeckt. Um 15.30 Uhr wurde die „Troupant“ dann gehoben. Die beiden Überlebenden waren nach dem Kentern des Schiffes rund 300 Meter vor dem Hafen von einem chinesischen Kutter gerettet worden und ins Krankenhaus gekommen.
Einer war in stabilem, der zweite noch in kritischem Zustand. Lategan, 63, aus Kraaifontein, war bei der Transnet National Ports Authority (TNPA) beschäftigt und hatte seit 45 Jahren im Hafen gearbeitet. Im September sollte er in den Ruhestand gehen. Polizei und die SA Maritime Safety Authority leiteten eine Untersuchung des Unfalls ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motoryacht saß am Brodtener Ufer fest
(06.02.17) Am Vormittag des 5.2. lief am Brodtener Ufer eine Motoryacht auf Grund. Ein Crewmitglied brachte den Anker seeseitig aus, um das Boot daran wieder auf tieferes Wasser zu warpen. Nachdem dies misslang, bat der Bootsführer die DGzRS um Hilfe. Etwa zehn Minuten später traf das Seenotrettungsboot "Hans Ingwersen" an der Unfallstelle ein. An Land war die Polizei unterwegs.
Die Mannschaft der "Hans Ingwersen" scherte an den Havaristen heran, übergab eine dünne Wurfleine, auf die eine Schlepptrosse aufgeschossen wurde. Mit langsamer Fahrt zog die "Hans Ingwersen" an und machte die Motoryacht wieder flott. Der Verband nahm dann Kurs auf die Travemündung.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter vor Columbia River geborgen
(06.02.17) Die Coast Guard kam am frühen Morgen des 5.2. dem Kutter “Coastal Reign” zu Hilfe, dessen dreiköpfige Crew in der Mündung des Columbia River Wassereinbruch gemeldet hatte. Ein 47-Fuß-Boot der Station Cape Disappointment in Ilwaco, Washington, kam dem Havaristen zu Hilfe, der um 3.20 Uhr nach Kollision mit einem unbekannten Objekt Mayday gefunkt hatte. Auch ein MH-60-Jayhawk-Helikopter stieg auf und war als erste Einheit um 3.38 Uhr vor Ort.
Nachdem auch das Rettungsboot eingetroffen war, wurde eine Lenzpumpe übergeben, mit der der Wassereinbruch unter Kontrolle gebracht werden konnte. Um 4.40 Uhr wurde der Havarist in die Skipanon Marina.geschleppt. Vor Ort waren sechs Fuß hohe Wellen und 15 Meilen Wind.
Quelle:Tim Schwabedissen



Binnenschiff hatte Wassereinbruch in Karlsruhe
(06.02.17) Am 4.2. gegen 19.30 Uhr meldete ein Binnenschiff starken Wassereinbruch im Maschinenraum im Rheinhafen in Karlsruhe Die Besatzung konnte das Leck nicht mit eigenen Mitteln abdichten. Zur Unterstützung kam ein weiteres Schiff, das den Havaristen mit seinen Pumpen unterstützte. Nachdem es der Feuerwehr gelungen war, Zugang zu einem anliegenden Firmengelände zu bekommen, konnte sie ihre Pumpen ebenfalls einsetzen.
Damit wurde man das Schiff stabilisiert und die Wassermenge langsam reduziert. Durch einen blockierten Hydraulik-Stempel waren Risse in dessen Führungsrohr entstanden. Wegen der Lage des Lecks war eine Reparatur vom Innern des Schiffs her nicht möglich. Über Nacht liefen die Pumpen weiter, bis Taucher am nächsten Tag versuchten, das Leck von außen abzudichten, damit der Frachter eine Werft zur Reparatur ansteuern konnte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Dokumentarfilmer Rob Stewart tödlich verunglückt
(06.02.17) Der kanadische Dokumentarfilmer Rob Stewart, der als Experte für spektakuläre Hai-Aufnahmen, ist bei Dreharbeiten am Wrack des Dampfers „Queen of Nassau“ vor der Küste Islamoradas in Florida tödlich verunglückt. Der studierte Biologe war bei Dreharbeiten für eine Fortsetzung seines Films „Sharkwater“. Die Dokumentation, in der es um die Jagd auf Haie ging, hatte 2007 weltweit Auszeichnungen erhalten Stewart wollte am Wrack der "Queen of Nassau" für die Fortsetzung von "Sharkwater" die seltenen Sägerochen filmen.
Der 37-jährige war am 31.1. mit seinem Team zur „Queen of Nassau“ aufgebrochen, die seit 1926 auf etwa 70 Metern Wassertiefe auf Grund lag. Nachdem das Team deren Position erreicht hatte, tauchte Stewart drei Mal mit einem Kollegen zum Wrack herunter - angesichts der Tiefe, in der sich das Duo bewegte, war das ungewöhnlich.
Normalerweise wären zwischen anspruchsvollen Tieftauchgängen mehrere Stunden Pause nötig. Nach Ende des dritten Tauchgangs wurde zunächst der zweite Taucher von der Filmcrew an Bord ihres Schiffes gezogen. Kurz nach dem Auftauchen wurde der Tauchpartner Stewarts an Bord des Taucherschiffs bewusstlos.
Stewart, ohne Atemregler im Mund an der Oberfläche treibend, gab der Crew das "Okay"-Zeichen. Die Helfer auf dem Boot kümmerten sich daher zunächst um den Tauchpartner. Als sie Stewart Minuten später auch aufnehmen wollten, war er aber verschwunden.
Möglich ist, dass er ebenfalls bewusstlos wurde und abtrieb. Stewart verwendete bei dem Tauchgang ein neues Atemgerät, mit dem er noch nicht viel Erfahrung hatte. Stewart und sein Tauchpartner nutzten Rebreather. Diese bereiten verbrauchte Atemluft wieder auf. Zudem können verschiedene Atemgase wie Helium beigemischt werden, um größere Tauchtiefen zu erreichen. Normale Atemluft mit einem Sauerstoffanteil von 21 Prozent ist ab einem bestimmten Druck giftig. Unterwasserfilmern wie Stewart bieten Rebreather den Vorteil, dass beim Ausatmen keine Luftblasen entstehen Angehörige und Freunde Stewarts setzten nach seinem Verschwinden per Crowdfunding eine riesige Rettungsaktion in Gang. Der Milliardär Richard Branson schickte einen Hubschrauber, Sea-Shepherd-Gründer Paul Watson ein Schiff in der Hoffnung, der Taucher könnte nur abgetrieben sein. Seit dem Morgen des 1.2. durchkämmten Schiffe und Hubschrauber ein etwa 8.800 Quadratkilometer großes Gebiet.
Dann kam die traurige Gewissheit: Stewarts Leiche wurde am 3.2. in 65 Meter Tiefe und etwa 90 Meter entfernt von dem Ort, an dem er zuletzt gesehen worden war, auf dem Meeresgrund in Nähe des Wracks der "Queen of Nassau" geortet und geborgen.
Die 200 Fuß lange „Queen of Nassau“ wurde 1904 in England für die Canadian Government Ship Canada als Fischereischutzschiff “CGS Canada” erbaut. Am 25.1.1015 ging sie an die Royal Canadian Navy als “HMCS Canada”, um Minen zu suchen und Truppenkonvois auf dem Weg nach England zu schützen. 1919 ging sie zurück in den Dienst des Canadian Fisheries Protection Service und wurde in Halifax stationiert für Patroulliendienste an der kanadischen Ostküste.
1920 wurde sie außer Dienst gestellt und 1924 an Barron Collier verkauft. Er benannte sie in “Queen of Nassau” um und rüstete sie als Passagierschiff um, das von Miami nach Nassau, Bahamas, laufen sollte. Doch mangels Komfort hatte sie keinen Markterfolg.
18 Monate lang lag sie in der Biscayne Bay auf, ehe Collier einen mexikanischen Käufer fand. Auf der Überführungsfahrt von Miami nach Tampa am 30.6.1926 erlitt das betagte und heruntergekommene Schiff Maschinenprobleme. Es ging im Süden Miamis für Arbeiten an den Kesseln vor Anker.
Am nächsten Tag ging die Fahrt zunächst weiter, doch weiterhin brachten die Dampfmaschinen sehr wenig Leistung. Am 2.7. erreichte Captain Songdahl Alligator Reef, wo weitere Arbeiten an der Antriebsanlage starteten. Am Nachmittag wurde Wassereinbruch festgestellt. Während begonnen wurde, es zu lenzen, zeichnete sich ab, dass es nicht genug Dampfdruck für die Pumpen gab.
Um 17.45 Uhr wurde die Lage nach Ausfall der Pumpen kritisch. Der Kapitän nahm Kurs auf tieferes Wasser, damit das Schiff bei einem Untergang kein Navigationshindernis würde. Doch rasch versagten die Kessel, die kaum noch Dampf produzierten, den Dienst. Um 19 Uhr befahl Songdahl seiner 18-köpfigen Crew, in die Boote zu gehen. Das Schiff sackte weiter übers Heck weg, dann explodierten die Kessel. Binnen acht Minuten sank es auf 225 Fuß Tiefe.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wassereinbruch auf Main-Fähre
(06.02.17) Kurz nach der Inbetriebnahme der Main-Fähre in Wipfeld wurde am 3.2. ein Wassereinbruch in einer der sechs Kammern des Rumpfes festgestellt. Die Fähre musste wieder aus dem Betrieb genommen und an Land gehoben werden. Die Mainfähre hatte erst am 2.2. den Betrieb wieder aufgenommen, nachdem sie einige Tage wegen des Eisgangs auf dem Main eine Zwangspause hatte einlegen müssen. Ob die Fähre im Februar nochmals zum Einsatz kommen würde, war derzeit unklar.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter im Varangerfjord gestrandet
(Datum) Am Abend des 5.2. lief der 12 Meter lange, norwegische Kutter "Andrea" (MMSI-Nr.: 257601150) vor Bugøynes im Varangerfjord auf Grund. Der Fischtransporter "Robris", 687 BRZ (IMO-Nr.: 9204544), befand sich in der Nähe und traf 15-20 Minuten später vor Ort ein. Er setzte ein MOB-Boot zur Assistenz der beiden Fischer auf der „Andrea“ aus, die bereits Überlebensanzüge angelegt hatten und in eine Rettungsinsel gegangen waren.
Gemeinsam mit dem Kutter "Dansken" (MMSI-Nr.: 257173500), der ebenfalls auf den Notruf reagiert hatte, gelang es, den Havaristen mit nur geringen Schäden wieder von den Felsen herunter zu bekommen. Da er mit einigen Schrammen davon gekommen war, sollte er am 6.2. wieder auf Fang gingen. Als Unfallursache wurde menschliches Versagen angenommen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Drei Tote und mindestens ein Vermisster nach Schiffbruch vor Sharjah
(06.02.17) Drei indische Seeleute trieben am 5.2. an dem Strand von Sharjah an, nachdem ihr Schiff im Sturm gestrandet war. Vier weitere wurden von Bord gerettet und kamen nach Erstbetreuung ins Khalifa-Krankenhaus. Coast Guard und ein Suchflugzeug der Polizei hielten Ausschau nach einem weiteren vermissten Crewmitglied. Das Schiff war am Abend des 4.2. acht Kilometer vor Sharjah in acht Meter hohen Wellen in Seenot geraten.
Die Polizei von Al Hamriyah nahm Ermittlungen auf. Bereits am 3.2. warne fünf Schiffe in dem Sturm zwischen Sharjah und Umm Al Quwain gestrandet. Eines saß in Al Hamriya, eines am Al Hira Beach und das dritte in Umm Al Quwain fest. Alle Crewmitglieder dieser Schiffe hatten gerettet werden können.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler treibt in Barentssee
(06.02.17) Der russische Schlepper "Murmanryba", 1171 BRZ (IMO-Nr.: 7830868), kam am 5.2. dem unter derselben Flagge laufenden Trawler "Altay", 203 tdw (IMO-Nr.: 8842026) der Reederei CSC Putina aus Murmansk zu Hilfe. Dieser hatte in der östlichen Barentssee Maschinenausfall erlitten. Der Schlepper befand sich in dem Seegebiet und wurde zur Hilfeleistung für den Havaristen und seine neunköpfige Crew entsandt.
Am Morgen des 6.2. wurde er vor Ort erwartet und sollte die „Altay“ nach Murmansk ziehen. An Bord des Schiffes waren ausreichend Nahrungsmittel. Da die See ruhig war, wurden keine Probleme bei der Hilfeleistung erwartet. Am 10.9.2012 war die “Altay” ebenfalls in der Barentssee mit dem Trawler „Umbrina“, 1026 tdw (IMO-Nr.: 7052571), kollidiert, der zuvor einen Blackout erlitten hatte. Er wurde auf einer Fläche von 1,1 x 0,15 Metern aufgerissen und ging dann vor der Insel Kildin vor Anker, wo ihn der Schlepper “Mikula“ auf den Haken nahm.
Quelle:Tim Schwabedissen



Historischem Kutter droht das Ende
(06.02.17) Es ist fünf vor zwölf für den schottischen Kutter “Efficient”, nachdem erim Dezember teilweise sank. Das 75 Fuß lange Schiff war beim Bau durch die Forbes, J & G Ltd, Sandhaven, im Jahr 1931 einer der ersten motorisierten schottischen Kutter. Er sollte die Überlegenheit ölbetriebener Fangschiffe demonstrieren und diente im Heringsfang vor Schottland.
Dann erwarb ihn ein neuer Eigner in Penzance und überführte ihn nach England. Dort wurde er 1941 von der Royal Navy requiriert und diente u.a. bei der Evakuierung des britischen Expeditionskorps aus Dünkirchen im 2. Weltkrieg und brachte Spione nach Norwegen. Nach einem Kurbelwellenbruch wurde das Schiff in Grimsby außer Dienst gestellt und 1946 unter Skipper J Reynolds als Longliner „Excellent – PZ 513“ in Fahrt gebracht.
1947 erfolgte der Rückbau zum Trawler, 1961 erfolgte eine umfangreiche Modernisierung. Der Kutter blieb schließlich lange genug im Dienst, um das älteste Schiff der britischen Fischereiflotte zu werden. 2016 wurde er für einen Pfund an einen neuen Eigner verkauft, der ihn nach längerer Aufliegezeit wieder seetüchtig machen wollte. Doch diese Aufgabe überforderte ihn, und er gab das Schiff auf. Nun liegt es auf der Seite in Newlyn nahe Cornwall, und ihm droht die Verschrottung. Der Reparaturbedarf liegt bei tausenden von Pfund, allein um das Schiff schwimmfähig zu bekommen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei Bargen vor Jakhau in Seenot
(06.02.17) Zwei Bargen gerieten vor Jakhau am 4.2. in Seenot. Die mit Salz beladene “Priya” funkte am 4.2. um 18.30 Uhr Mayday, nachdem sie Wassereinbruch erlitten hatte. Als ein Patroullienboot der indischen Coastguard sie erreichte, stand das Wasser schon bis zur Brücke, und nur noch ein Viertel des Decks ragte aus dem Wasser. Alle acht Crewmitglieder wurden unversehrt gerettet.
Am 5.2. dann funkte um 1.30 Uhr die ebenfalls mit Salz beladene Barge „Karishma” Mayday, nachdem in rauer See Wasser eingedrungen war. Es gelang, den Wassereinbruch unter Kontrolle zu bekommen. Ein Patroullienboot eskortierte das Fahrzeug dann nach Jakhau.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sägemühle nimmt nach Schlepperunglück wieder Betrieb auf
(06.02.17) Am 3.2. begann die Sägemühle Tolko langsam wieder ihren Betrieb aufzunehmen, während die Untersuchung des Transportation Safety Board zum Untergang des Schleppers „Mowitch“ andauerte. Drei Tage zuvor war die Leiche von Skipper Ivor Lundin in der Kajüte des Bootes gefunden worden, das zum Manövrieren von Baumstämmen genutzt wurde. Lundin hatte über 20 Jahre für Tolko gearbeitet, als sein Schiff am 30.1. um 21.30 Uhr sank.
Die Central Okanagan Search and Rescue hatte eine Unterwasserkamera eingesetzt, um den Toten zu orten. Am 1.2. endeten die Untersuchungen des TSB in Kelowna, und Worksafe B.C. übernahm die weiteren Maßnahmen vor Ort.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wrack der “Copernic” (Bild: Gendarmerie Calais)   Großbild klick!

Calais: Wrack der “Copernic” geborgen – Skipper desorientiert
(05.02.17) Am 4.2. wurde das Wrack des Kutters "Copernic" geborgen und vom Hemmes-de-Marck-Strand abtransportiert. Gegen 11 Uhr hatte das Team der Polizei von Calais den Skipper&xnbsp; Claude Saint-Géraud aus Louchois aus dem Schiff, das am Vortag auf eine Sandbank gezgen worden war, geborgen. Er steckte mit seinem Fuß in einer Kette fest. Am folgenden Tag wurde das beschädigte Schiff ausgelenzt und um 12.30 Uhr im dritten Anlauf an Land gezogen. Der Untergang wurde nur von der Polizei in Le Havre untersucht. Eigner Louchois hatte die "Copernic" vor einem Jahr gekauft und wollte sie am 31.1. von Gravelines nach Calais überführen. Am Morgen des 1.2. tauchte er morgens um fünf am Campingplatz Palominos auf.
Er war nach Ausfall des GPS auf Grund gelaufen und wollte sein Boot mit einem Trailer über Land abtransportieren. Doch vor Ort gab es kein geeignetes Gerät, und deshalb wurde dem desorientiert wirkenden Mann geraten, auf die Flut zu warten, bis das Boot von selbst wieder aufschwimmt. Gegen 14 Uhr kam er mit seinem Schwiegersohn Denis Morin aus La Mare, einem wallonischen Gewerkschafter, wieder zurück.
Beide Motoren starteten, und das Boot nahm Kurs auf das nur 20 Minuten entfernte Calais. Niemand ahnte, dass es dort nie ankommen würde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Spodsbjerg: Fähre "Langeland" rammte Pier
(05.02.17) Am 3.2. kollidierte die dänische Fähre "Langeland", 4500 BRZ (IMO-Nr.: 9596428), von Tårs kommend, bei dichtem Nebel mit der Außenmole von Spodsbjerg. Dabei wurde der Bug beschädigt. Das Schiff musste aus dem Betrieb genommen werden und steuerte die Werft Petersen & Sørensen Motorværksted A/S in Svendborg zur Reparatur an. Am Bugvisier mussten Schweißarbeiten durchgeführt werden, die am Werftkai erledigt wurden. Derweil hielt die Fähre "Lolland" einen zweistündigen Turnus im Fährdienst aufrecht. Am späten Nachmittag des 4.2. kehrte die "Langeland" zurück auf die Fährlinie.
Quelle:Tim Schwabedissen



Archivbild: Kreuzfahrtschiff "Albatros"
(Bild: Pjotr Mahhonin)   Großbild klick!

Schaulustige Passagiere behinderten Rettungsaktion der “Albatros”
(05.02.17) Drei Tage lang trieben die sechs Fischer an Bord des kleinen Kutters "Loosemani Fo'ou" aus Tonga ohne Trinkwasser und Nahrung im Südpazifik, und ihr Schiff drohte innerhalb der nächsten Stunden zu sinken. Die Rettung kam mit der "Albatros", 28518 BRZ (IMO-Nr.: 7304314), die vom Bonner Reiseveranstalter Phoenix Reisen eingesetzt wird. Der Kutter hatte Maschinenschaden und Wassereinbruch erlitten und war zu einem Spielball der Wellen geworden. Neun Stunden nach der Alarmierung erreichte das Passagierschiff am 3.2. die "Losemani Fo'ou".
Kapitän Robert Fronebroeck ließ bei grober See ein Rettungsboot aussetzen, um die Fischer zu
Bergung der Schiffbrüchigen
(Bild: Phoenix Reisen)   Großbild klick!
evakuieren. Eine Handvoll Gäste behinderte aber die Rettungsarbeiten an Deck 7, indem sie die Absperrungen zum Rettungstender 14 überstiegen, um besser fotografieren zu können. Offiziere und Crew wurden bei der Rettung von Menschenleben behindert. Erst nachdem mehrere Offiziere intervenierten, begaben sie sich wieder hinter die Absperrung.
Die Schiffbrüchigen wurden nach ihrer Rettung von einem Schiffsarzt untersucht. Sie waren den Umständen entsprechend wohlauf. Am 5.2. sollten sie in Auckland an Land gehen. Weil die sechs Fischer mit dem Boot auch ihr Hab und Gut verloren haben, sammelten Crew und Passagiere an Bord Spenden für sie.
Quelle:Tim Schwabedissen



Luxusyacht drohte vor Miami zu sinken
(05.02.17) Eine 88 Fuß lange Leopard 27 Open erlitt am 4.2. unweit der Sunset Harbour Marina in Miami Beach Wassereinbruch. Der Skipper der mit sechs Mann besetzten Luxusyacht funkte einen Notruf. Mit fünf Lenzpumpen der Miami-Dade Fire Rescue gelang es, den Untergang der Yacht westlich des Sunset Harbour zu verhindern. Als erstes war ein Team des Miami Police Department vor Ort.
Sie wurde gefolgt von den Fire Boats 73 und 21, TowBoat U.S., der Miami Beach Marine Patrol und der U.S. Coast Guard. Die Yacht hatte kurz nach dem Auslaufen aus dem Sunset Harbour aus bislang ungeklärter Ursache ein Leck erlitten. Es wurde längsseits genommen und den Miami River hinauf geschleppt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer zerstörte Hausboote und Schlepper
(05.02.17) Zwei Hausboote und drei weitere Fahrzeuge, darunter ein Schlepper, fielen am Morgen des 3.2. einem Feuer in der Aqualand Marina auf dem Lake Lanier in Flowery Branch, 45 Meilen südöstlich von Atlanta, zum Opfer. Die Hall County Fire Services wurden um 5.15 Uhr zum Dock Q gerufen. Sie fanden zwei Hausboote und den Schlepper in Flammen stehend vor. Zwei weitere Boote wurden beschädigt und sanken.
Eines davon war ein 60 Fuß langes und 12 Fuß breites Hausboot, von dem nur noch der oberste Teil aus dem Wasser ragte. Rußschwarze Planken trieben im Wasser. Um 6.25 Uhr war der Brand weitgehend gelöscht. Die zerstörten Hausboote hatten einen Wert von je 50.000 Dollar, der Schlepper von 10.000 Dollar. Auch er wurde ein Totalverlust. Towboat U.S. wurde mit den Bergungsarbeiten beauftragt. Insgesamt lagen 11 Boote in dem betroffenen Dock.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ein Vermisster nach Kentern von Serviceboot
(05.02.17) Am 4.2. um 11.44 Uhr wurde die NSRI Table Bay von der Transnet National Ports Authority (TNPA) alarmiert, nachdem vor der Außenmole des Hafens das 13,95 Meter lange TNPA-Serviceboot "Troupant" rund 300 Meter vor der Küste mit drei Mann an Bord gekentert war. Die Rettungsboote "Spirit of Vodacom" und "Spirit of Day", ein Polizeiboot, Feuerwehrtaucher und medizinische Teams kamen zum Einsatz. Die Crew des Kutters "Jin Syi Shiang" war als erstes vor Ort und warf Rettungsringe zu zwei Männern im Wasser.
Sie wurden dann von dem TNPA-Arbeitsboot "Blue Jay" aufgenommen und zum Victoria and Alfred Basin gebracht. Nach erster medizinischer Betreuung kamen sie ins Krankenhaus. Als das NSRI-Boot vor Ort war, gingen Rettungsschwimmer ins Wasser und suchten nach dem vermissten, 63-jährigen Skipper aus Kapstadt. Retter kletterten auf den kieloben treibenden Rumpf und suchten mit Klopfsignalen nach Lebenszeichen.
Das Wrack wurde mit einer Ankerleine vor dem Abtreiben gesichert. Taucher stiegen ins Schiffsinnere ein, ohne den Vermissten zu finden. Sie erreichten nicht alle Bereiche. Die "Blue Jay" schleppte das Boot kieloben in den Hafen, wo es aufgerichtet und weiter untersuchte werden sollte. Die SAMSA (South African Maritime Safety Authority) leitete eine Untersuchung ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



"Gure Uxua" im Dezember 2016
(Bild: Salvamento Maritimo)   Großbild klick!

Biscaya: 12 Mann im Sturm gerettet
(04.02.17) Drei Rettungshubschrauber und drei Rettungsboote waren im Einsatz, nachdem der spanische Longliner "Gure Uxua", 127 BRZ (IMO-Nr.: 9098593), aus A Coruña am 3.2. um 15.20 Uhr einen Notruf gesendet hatte. Er befand sich auf der Rückkehr von einer Fangfahrt in französischen Gewässern. Eine SAR-Operation wurde gestartet, die sich von der Küste von Luarca bis Navia erstreckte, nachdem nur sechs Minuten darauf das Signal des Notsenders der "Gure Uxua" 50 Meilen vor Navia in den Gewässern von Asturias aufgefangen wurde.
Die letzte Position war 100 Kilometer nordwestlich von Gijón. Vor Ort herrschte schwerer Sturm mit 10 Metern Wellenhöhe und 100 km/ Windgeschwindigkeiten, doch als der Kutter versuchte, vor dem Atlantiksturm Schutz zu finden, kam zu einem Wassereinbruch. Die 12-köpfige Crew konnte von ihrem sinkenden Schiff in eine Rettungsinsel flüchten.
Die Helikopter 'Pesca 2' und 'Helimer 209' aus Galicia und der 'Helimer 211' aus Gijón wurden ebenso mobilisiert wie die Rettungsboote "Guardamar Concepción Arenal“ und "Salvamar Capella" sowie der SAR-Schlepper "Alonso de Chaves" (IMO-Nr.: 8411164) und der Frachter „HR Marion“. Zunächst fand ein Hubschrauber nur eine leere Rettungsinsel.
Dann aber konnten aus einer weiteren zunächst fünf Mann vom ‘Pesca II” aus Celeiro gerettet und ins Krankenhaus geflogen werden. Bis 17.30 Uhr waren auch die übrigen sieben von einem Hubschrauber der Coastguard geborgen. Der ‘Pesca II” nahm Kurs auf Celeiro in Vivero, von wo aus die Schiffbrüchigen ins Krankenhaus von Burela kamen.
Die anderen sieben rettete der größere Helimer und flog sie nach El Musel, wo er um 17.40 Uhr, zwei Stunden und 20 Minuten nach dem Start, landete. Zwei der Männer kamen ins Krankenhaus von Cabueñes, fünf weitere ins Hospital Jove in Gijón. Mehrere der Fischer litten an schweren Unterkühlungen.
Es handelte sich um sieben Galizier und fünf Portugiesen. Ihr Schiff hatte von Cariño aus operiert. Bereits am 20.12.2016 war er vor seinem Heimathafen havariert. Nach einem Maschinenschaden musste es von dem Rettungsboot "Salvamar Shaula" von Salvamento Maritimó auf den Haken genommen und in den Hafen gezogen werden. Das 24 Meter lange Schiff war 1998 in Dienst gestellt worden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Calais: Leiche eines vermissten Fischers gefunden
(04.02.17) Taucher der Polizei in Calais und Le Havre haben die Leiche eines der beiden vermissten Fischer der „Copernic“ am Morgen des 3.2. im Wrack des Kutters gefunden. Das Wrack wurde dichter an den Strand von Hemmes de Marck gebracht und auf eine Sandbank gezogen, wo die Taucher den Körper des 83-jährigen Skippers bargen. Er war der Schwiegervater des zweiten, 55-jährigen Fischers. Die Leiche wurde nach Calais zur Obduktion gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Archivbild Fähre "Prevelis"
(Bild: Jebulon)   Großbild klick!

Saronischer Golf: Fähre mit Wassereinbruch
(04.02.17) Unterwegs von Piräus nach Milos erlitt die griechische Fähre "Prevelis", 9851 BRZ (IMO-Nr.: 8020927), am 3.2. um 4.10 Uhr südlich des Saronischen Golfs Wassereinbruch im Maschinenraum. Sie hatte 127 Passagiere und eine Crew von 67 an Bord. Eskortiert von drei Booten der griechischen Küstenwache kehrte das Schiff mit eigener Kraft in den Abgangshafen zurück.
Vor Ort waren 3-4 Beaufort Wind. Im Hafen wurden die Fahrgäste auf andere Schiffe gebracht. Die „Prevelis“ konnte nach einer Reparatur und Klasse-Inspektion ihren Dienst zwischen Piräus, Milos, Santorini, Anafi, Heraklion, Sitia Kasos, Karpathos, Diafani, Chalki ond Rhodos wieder aufnehmen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Containerfrachter "Conmar Avenue" (Bild: Rick Helmann)   Großbild klick!

Containerfeeder touchierte Leitwerk des Nord-Ostsee-Kanals
(04.02.17) Am Abend des 3.2. gegen 20:45 Uhr kollidierte derr unter Antigua Barbuda-Flagge laufende Containerfrachter "Conmar Avenue", 10548 BRZ (IMO-Nr.: 9483358), auf der Reise von Rauma nach Hamburg beim Einlaufen in die Kiel-Holtenauer Schleuse des Nord-Ostsee-Kanals von See kommend mit dem Leitwerk der Schleuseneinfahrt. Der Containerfeeder kam zum Stillstand, lief aber kurz darauf mit geringer Geschwindigkeit in die Südkammer der Schleusenanlage. Nach Angaben von Besatzung und Lotsen soll die verminderte Sichtweite schuld an der Havarie gewesen und keine Schäden am Leitwerk entstanden sein. Nach der Einschleusung wurde das äußere Tor zunächst geschlossen, und die Wasserschutzpolizei schickte zwei Beamte zur Untersuchung. Außerdem wurde das Lotsenboot „Holtenau“ mit der Sichtung von möglichen Schäden beauftragt. Doch weder diese noch eine Sichtprüfung des Schiffes ergab Hinweise auf solche, sodass der Frachter um 21.40 Uhr die Reise fortsetzen durfte und am 4.2. um sieben Uhr im Hamburger Dradenau-Hafen festmachte. Eine genaue Begutachtung des Leitwerks sollte am 6.2. stattfinden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ölsperre um den Garnelenkutter "Márquez XI"
(Bild: PROFEPPA)   Großbild klick!

Garnelenkutter "Márquez XI": Öl abgepumpt
(04.02.17) Am 3.2. lag der Garnelenkutter "Márquez XI" bereits seit acht Tagen auf dem Strand von El Limón in Paraíso, Tabasco. Unter Aufsicht der Marine von Mexiko, dem Marineministerium SEMAR, Personal von Petróleos Mexicanos (PEMEX) und Inspektoren von PROFEPA sowie der Hafenbehörde von Dos Bocas wurde nun begonnen, das Öl mit zwei Booten vom Schiff herunterzuholen. An Bord waren ursprünglich über 30 Tonnen Diesel, die auf die „Fipesco 1“ transportiert wurden, die 100 Meter vor der Küste ankerte.
Die Boote konnten jeweils eine Tonne laden. Die Operation begann um 11.30 Uhr und endete um 18 Uhr. Das Schiff der Cooperativa Pesquera Sociedad Cooperativa de Producción de Altura Pesquera de Campeche, S.C.L. Of C.V. war bei schwerer See eine Woche zuvor gestrandet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kreuzfahrtschiff rettete sechs Fischer
(04.02.17) Am Nachmittag des 4.2. rettete das unter Bahamas-Flagge laufende Kreuzfahrtschiff “Albatros” (IMO-Nr.: 7304314) sechs Fischer eines leckgeschlagenen tonganesischen Kutters. Das neuseeländische RCCNZ hatte um fünf Uhr morgens mit ihm Kontakt aufgenommen, nachdem die Fischer ihren Notsender 400 Kilometer westsüdwestlich von Tonga aktiviert hatten. Das Kreuzfahrtschiff lief über eine Distanz von 300 Kilometern zu der Position des 11,5 Meter langen Kutters.
Auch eine RNZAF P3 Orion stieg in Whenuapai auf und warf Notausrüstugn sowie ein Funkgerät ab, nachdem sie den Havaristen erreicht hatte. Um 14.30 Uhr traf auch die “Albatros” an dem Kutter, der Motorausfall gemeldet hatte, ein. Die Crew sprang dann ins Wasser und schwamm zu dem Passagierschiff hinüber.
Wie sich herausstellte, hatte ihr Kutter auch Wassereinbruch und dürfte keine 24 Stunden mehr schwimmfähig bleiben. Außerdem war das Trinkwasser ausgegangen. Die „Albatros“ nahm die Männer an Bord und setzte dann die Reise nach Auckland fort. Der Anlauf der Bay of Islands fiel durch die Aktion aus.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht an Nolleplate abgeschleppt
(04.02.17) Am 3.2. um 15.20 Uhr wurde das KRNM-Rettungsboot “Zeemanshoop” aus Breskens alarmiert, nachdem eine Segelyacht auf der Westerschelde in Schwierigkeiten geraten war. Der holländische Trawler „Johanna Maria – SCH 18“ (IMO-Nr.: 9085742) hatte die Notsituation an der Nolleplate gemeldet. Als die Seenotretter eintrafen, war allerdings schon der Tender „Patrol“ von Multraship eingetroffen und schleppte das Boot nach Breskens ab. Vor Ort waren vier Beaufort Wind.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter nach Algericas abgeschleppt
(04.02.17) Am 3.2. erlitt der unter Liberia-Flagge laufende Bulkcarrier "Seferis", 5222 BRZ (IMO-Nr.: 9437634), einen Ausfall der Hauptmaschine in den Gewässern von Estrechos. Der spanische Offshore-Schlepper "Luz de Mar" (IMO-Nr.: 9320104) wurde gegen 22.30 Uhr zur Assistenz gerufen. Er nahm den Frachter auf den Haken und schleppte ihn am 4.2. gegen fünf Uhr nach Algeciras ein, wo er Anker warf.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wassertanker auf dem Trockenen
(04.02.17) Der norwegische Wassertanker "Tonny", 499 BRZ (IMO-Nr.: 5262263), lief, von Sortland kommend, am 4.2. bei Brottøy nördlich von Raftsundet auf Grund. Das NSSR-Rettungsboot "Sundt Flyer" aus Svolvær sowie der norwegische Offshore-Schlepper "NSO Crusader" (IMO-Nr.: 8224470) wurden zur Assistenz gerufen und unternahmen mehrere erfolglose Bergungsversuche.
Dann kam der Havarist aber gegen 15.55 Uhr mit steigendem Wasserstand wieder von den Felsen ab. Er hatte ein großes Leck im Bug davongetragen und nahm Kurs auf Harstad, eskortiert von der "NSO Crusader". Der durch den Rumpfschaden verursachte Wassereinbruch war unter Kontrolle.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fünf Frachter im Sturm gestrandet
(04.02.17) Der äthiopische Frachter "Abbay, 11292 BRZ (IMO-Nr.: 8303018) war eines von insgesamt fünf Schiffen, die am 3.2. in einem Sturm in Sharjah und Umm Al Quwain strandeten. Die Coast Guard der Vereinigten Arabischen Emirate hatte bei bis zu acht Meter hohen Wellen große Mühen, die asiatischen Crews der Havaristen in Sicherheit zu bringen. Drei strandeten bei Al Hamriya, eines am Al Hira Beach und eines in Umm Al Quwain.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter vor Lituya Bay aus Seenot gerettet
(04.02.17) Die US Coast Guard assistierte am 2. und 3.2. der vierköpfigen Crew des 53 Fuß langen Kutters “Pacific Star”, der Wassereinbruch im Gebiet von Fairweather Ground rund 49 Meilen südöstlich der Lituya Bay erlitten hatte. Auch die „Sherrie Marie” kam zu Hilfe, nachdem am 2.2. gegen 21 Uhr der erste Notruf gekommen war. Der Wassereinbruch erfolgte durch eine Luke im Achterschiff.
Die Crew legte Überlebensanzüge an, und der Havarist nahm Kurs auf Lituya Bay. Die Coastguard Juneau schickte von der Air Station Sitka einen MH-60 Jayhawk-Hubschrauber und eine C-130 Hercules von der Air Station Kodiak. Der Schlepper „Bering Titan”, der sich 19 Meilen südlich der “Pacific Star“ befand, eskortierte den Kutter in Richtung Küste.
Gegen 22 Uhr setzte der MH-60 Jayhawk eine Lenzpumpe ab. Mit dieser konnte der Wassereinbruch unter Kontrolle gehalten werden. Die HC-130 blieb weiter in der Nähe und sicherte den Funkkontakt zur „Pacific Star“, während der Jayhawk zum Auftanken nach Yakutat abdrehte. Am 3.2. gegen acht Uhr erreichte der Havarist Graves Harbor, wo er ausgelenzt und repariert werden konnte.
Der Kutter „Sherrie Marie” ankerte ebenfalls in Graves Harbor und leistete dabei Assistenz. Vor Ort waren bis zu neun Meilen Wind und vier Fuß hohe Seen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre mit Maschinenausfall vor Horten
(04.02.17) Am 4.2. gegen 16 Uhr erlitt die norwegische Fähre "Bastø II", 5505 BRZ (IMO-Nr.: 9144093), technische Probleme zwischen Moss und Horten. Sie lag mit ausgefallener Maschine in der Bucht. Es war zu einer Leckage in einer Ölleitung im Maschinenraum gekommen. Das Schiff machte schließlich in Horten fest und wurde aus dem Betrieb genommen zur Reparatur.
Quelle:Tim Schwabedissen



10 Tote bei Bootsunglück in Indonesien
(04.02.17) Ein Kutter mit 35 Personen an Bord kenterte am 3.2. in Süd-Sulawesi. Die „Cahaya Irna” war gegen 14 Uhr aus dem Alten Hafen in Takalar ausgelaufen. Eine Stunde später brachten zwei Wellen sie zum Kentern. 10 Menschen kamen ums Leben. Das Holzschiff war unterwegs zur Insel Pulau Tanakeke. Die meisten der Opfer kamen von Tanakeke Island, zwei aus Jakarta. Nach einer Person wurde noch gesucht. Einer der 26 Geretteten war am 4.2. noch im Takalar General Hospital.
Quelle:Tim Schwabedissen



Acht Mann von sinkendem Kutter abgeborgen
(04.02.17) Alle acht Mann des leckgeschlagenen Kutters “Atlantic Juline” wurden am 3.2. nahe Burin von einem Cormorant-Hubschrauber des 103 Search and Rescue Squadron gerettet. Er war 130 Meilen südlich der Stadt im Sturm in Seenot geraten. Das Joint Rescue Coordination Centre schickte auch noch eine Hercules des 424 Transport and Rescue Squadron zur Absicherung der Operation.
Zunächst waren drei Lenzpumpen abgesetzt worden, doch auch diese kamen nicht gegen das eindringende Wasser an. Auch ein Überwachungsflugzeug der PAL Aerospace unterstützte die Rettungsaktion. Am Nachmittag trafen die Geretteten, die überwiegend aus Fortune kamen, in St. John's ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Versorger trieb bei Windpark
(04.02.17) Das RNLI-Boot aus Cromer wurde am Morgen des 4.2. zur Assistenz des Windpark-Versorgers „Resolute“ gerufen, der unweit Dudgeon Offshore Wind Farm 19 Meilen nordwestlich der Stadt trieb. Eine Leine oder das Teil eines Netzes hatte den Propeller blockiert. Das Rettungsboot lief um 5.10 Uhr aus und nahm die “Resolute” in Schlepp. Eine Stunde später übernahm das Rettungsboot aus Humber den Havaristen. Währenddessen löste sich die Blockade wieder, und die „Resolute“ konnte mit eigener Kraft wieder Fahrt aufnehmen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fährboot gekentert – ein Kind tot
(04.02.17) Ein Boot mit 60 bis 70 Personen an Bord kenterte am 3.2. bei Ravi unweit des Dorfs Saidwala im Nankana-Distrikt. Helfer bargen die Leiche eines Kindes und retteten über 50 Menschen. Das Boot setzte die Fahrgäste von einem zum anderen Flussufer über, als es um 12.35 Uhr durch das Gewicht der Ladung, darunter Motorrädern, in der Mitte sank.
Quelle:Tim Schwabedissen



Chemikalientanker “Alsterstern” und Schlepper
(Bild: Salvamento-Maritimo)   Großbild klick!

Alsterstern bei Sturm nach Vigo eingeschleppt
(03.02.17) Am 2.2. um 15.50 Uhr wurde der unter Marshall-Islands-Flagge laufende Chemikalientanker “Alsterstern” samt seiner 23-köpfigen Crew von dem Schlepper "Ría de Vigo" einen Tag nach seiner Havarie bei immer stürmischer werdender See in den Hafen von Vigo gezogen. Sicherheitshalber war auch der Sasemar-Schlepper „Don Inda“ vom Hafenkapitän in Coruna zum Schiff beordert worden, da die „Ría de Vigo“ in der Vergangenheit mitunter selbst Probleme gehabt hatte.
Nach dem Eintreffen in Vigo machte der Tanker an der Muelle del Arenal fest. Das unbeladene und entgaste Schiff hatte am 1.2. rund 70 Meilen westlich der Ons-Inseln Maschinenschaden erlitten. Da es keine Gefährdung darstellte, erhielt es eine Einlaufgenehmigung nach Vigo. Nach dem Festmachen stellte sich bei ersten Untersuchungen heraus, dass der Schaden wohl schwerer war als zunächst angenommen.
Die “Alsterstern” war erst vor zwei Monaten von der kanadischen unter die jetzige Flagge gebracht worden. Sie ist 160,3 Meter lang, 23 Meter lang, hat 8,6 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 17,034 Tonnen. Das Schiff wurde 1994 von der MTW Werft in Wismar erbaut für die Rigel Schifffahrts GmbH & Co. KG MT "Alsterstern", Bremen. Zuletzt lief sie für die kanadische Coastals Shipping Ltd.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bornholm: Kutter bei Rönne gestrandet
(03.02.17) Der Kutter “Emily” aus Rönne lief am 2.2. weniger als 10 Meter vor der Küste unweit seines Heimathafens auf Grund. Der Skipper und ein zweiter Mann konnten sich ans nahe Ufer retten. Er wurde vorsorglich ins Krankenhaus gebracht, hatte die Havarie aber unbeschädigt überstanden. Der zweite Mann fuhr ohne Assistenz nach Hause. Der Kutter schlug in der Brandung voll.
Quelle:Tim Schwabedissen



historischer Kutter “Olympic” gesunken
(Bild: Department of Ecology)   Großbild klick!

Gesunkener historischer Kutter vor letzter Reise zum Schrottplatz
(03.02.17) Der 58 Fuß lange, historische Kutter “Olympic”, der sich Anfang Dezember in Appletree Cove von seinem Ankerplatz losriss und in flachem Wasser strandete, soll durch das State Department of Natural Resources im Rahmen des Derelict Vessel Removal Program geborgen werden.
Derzeit wird ein Bergungskontrakt über 50,000 Dollar vorbereitet, um das halb gesunkene Schiff zu heben und zum Abwracken nach Port Townsend zu bringen. Obwohl die Coastguard nach der Strandung 110 Gallonen Öl hatte abpumpen lassen, wurde in den vergangenen Wochen ein weiterer Austritt von Öl festgestellt, das sich in unzugänglichen Nischen befunden haben könnte. Die Bergung sollte in den kommenden zwei Wochen beginnen. Der Kutter 1911 in Ballard als Heilbutt-Schoner erbaut und war bis 2007 aktiv.
Dann baute die in Seattle ansässige Blue Marble Energy ihn zu Forschungszwecken um. Er sollte zuletzt in ein schwimmendes Marktschiff umgewandelt werden. Es handelt sich um einen der letzten Heilbutt-Schoner der Westküste in Original-Bauweise.
Quelle:Tim Schwabedissen



Der Turm von "U 581" (Bild: Evonik)   Großbild klick!

Deutsches U-Boot 75 Jahre nach Versenkung wieder entdeckt
(03.02.17) Am 2.2. wurde der Fund des deutschen U-Bootes "U 581" vor den Azoren bekanntgegeben. Mit ihrem Tauchboot machten die Unterwasserforscher Kirsten und Joachim Jakobsen in fast 900 Metern Tiefe Videoaufnahmen von dem Wrack, das mittlerweile von Korallen überzogen ist. Die Bekanntmachung erfolgte am 75. Jahrestag des Untergangs - das Boot sank in der Nacht zum 2.2.1942.
Der jetzige Fund dürfte für Meeresbiologen von großem Interesse bei der Erforschung von Kaltwasserkorallen sein, da sich das Wrack über die Jahrzehnte in ein künstliches Tiefsee-Riff verwandelt hat, an dem die Entwicklung von Korallen untersucht werden kann. Bisher ist kaum erforscht, wie schnell sich die artenreichen Riffe in der Tiefsee entwickeln. Jakobsen und seine Frau, die auf den Azoren leben und die Unterwasserwelt filmen, wussten schon seit mehreren Jahren durch Auswertung britischer und deutscher Dokumente von der ungefähren Lage des Wracks.
Doch erst nachdem sie das Tauchboot "Lula 1000" mit Unterstützung des Essener Evonik-Konzerns gebaut hatten, konnte die Suche in dem rund 100 Quadratkilometer großen Gebiet beginnen. Sie wurde mit Genehmigung der portugiesischen Behörden, jedoch unter Ausschluss der Öffentlichkeit, seit dem Frühjahr 2016 durchgeführt. Vorher war der Begleitkatamaran mit aufwändiger Technik, wie etwa Multibeamsonar für die Erstellung von 3D-Karten des Meeresbodens und einem Schleppsonar mit 2.200 Metern Kabel ausgestattet worden, das hochauflösende akustische Aufnahmen des Meeresbodens bis 1.000 Meter Tiefe machen konnte.
Mit Sonar untersuchten sie den Meeresboden des als Untergangsstelle in Frage kommenden Gebietszwischen den Azoreninseln. Anschließend begannen sie mit Tauchfahrten mit der "Lula 1000". Am 13.9.2016 entdeckten sie das in zwei Teile zerbrochene Boot in 870 Metern Tiefe.
Anhand der Lage und der klar zu erkennenden Baureihe des U-Boots (VII C) konnte es im Anschluss mit großer Sicherheit identifiziert werden. Nach Möglichkeit sollte nun noch die für alle U-Boote typische Zeichnung am Turm freigeblasen werden, um ein vollkommen unverwechselbares Erkennungs-Merkmal zu haben. Die „Lula 1000“ hat eine 14 Zentimeter starke Plexiglas-Kuppel mit einem Durchmesser von 1,40 Meter, die gestochen scharfe Film-Aufnahmen ermöglicht.
Mittels moderner Lichttechnik wollte die Rebikoff-Niggeler-Stiftung, die das Tauchboot finanzierte, nun weitere hochaufgelöste Aufnahmen machen. Aus diesen soll ein 3-D-Modell des Schiffes erstellt werden. Geplant war zudem eine Fernseh-Dokumentation über die Geschichte und den wissenschaftlichen Wert des Bootes.
„U 581“ wurde am 25.9.1940 bei Blohm & Voss, Hamburg, auf Kiel gelegt und am 31.7.1941 unter Kommandant Werner Pfeifer in Dienst gestellt, der sie bis zum Untergang befehligte. Es operierte wie die baugleiche "U 96", der in dem Roman „Das Boot" von Lothar Günther Buchheim ein Denkmal gesetzt wurde, von St. Nazaire aus. Es wurde am 31.7.1941 zum Training der 5. U-Boots-Flottille zugeteilt und diente vom 1.12. 1941 bis zum Untergang in der 7. Flottille.
Das Boot verließ den Kriegshafen von Kiel am 13.12.1941 und lief durch die Nordsee und zwischen den Färöern und den Shetlands hindurch in den Atlantik. Am 24.12.1941 machte es in der U-Boots-Basis in St. Nazaire fest. Am 11.1.1942 ging es erstmals auf Feindfahrt und versenkte wahrscheinlich am 19.1. den bewaffneten britischen Trawler HMS „Rosemonde“, 364 ts, nordöstlich der Azoren.
Am 13.1.1942 lief das Boot im Rahmen des Unternehmens Paukenschlag in Richtung Nordamerika, wurde aber nach einer Woche aus der Operation herausgenommen. In der Nacht vom 1. auf den 2.2.1942 sollte es gemeinsam mit einem anderen deutschen U-Boot den britischen Truppentransporter "Llanggibby Castle" versenken, der von einem Torpedo beschädigt den Hafen Horta auf der Azoreninsel Faial angelaufen hatte, diesen aber spätestens am 2.2. verlassen musste, wollte er nicht interniert werden.
Nachdem in der Nacht vom 31.1. zum 1.2. festgestellt wurde, dass der Dampfer noch im Hafen von Horta lag, legte sich das Boot am Südausgang des Fayal-Kanals an der Grenze der Dreimeilenzone auf die Lauer. „U 402“ ging an den Nordausgang des Kanals. In der Nacht vom 1.02. zum 2.2. erschienen drei britische Zerstörer und eine Korvette, um die "Llanggibby Castle" abzuholen.
Die Zerstörer hatten das U-Boot bald mit ASDIC erfasst, es blieb aber dennoch auf Sehrohrtiefe, um die Beute nicht entwischen zu lassen. Bei Auf- und Abtauchmanövern verbrauchte es einen Großteil der Pressluft. Die Zerstörer blieben stets gestoppt in der Nähe, und der Versuch, sie abzuschütteln, schlug fehl, und abgefeuerter Hecktorpedo lief vorbei, weil der Zerstörer sofort Fahrt aufnahm.
Beim letzten Tieftauchen gab es hinter dem Backbord-Diesel einen Wassereinbruch, der erst nach einiger Zeit zu stoppen war. In kurzer Zeit drangen rund zehn Tonnen Wasser ein. Das Boot wurde stark achterlastig und ließ sich nur mit Höchstfahrt der E-Maschinen, vorderes Tiefenruder hart unten, achteres Tiefenruder hart oben, auf ebenem Kiel halten.
Da keine Pumpen eingesetzt werden konnten, wurde das eingedrungene Wasser mit Pützen und Töpfen von Mann zu Mann in den Bugraum befördert. Als aber der Gleichgewichtszustand dann hergestellt war, kippte das Boot nach vorn über und ging auf 190 Meter Tiefe.
Daraufhin ließ der Kommandant mit dem Rest der Pressluft anblasen. Es kam etwa 100 Meter von dem Zerstörer HMS „Westcott" und etwa 1.000 Meter von der HMS „Croome" entfernt an die Oberfläche, die beide gestoppt lagen. Auf der Brücke des U- Bootes befanden sich nur Kommandant Pfeifer und die drei Wachoffiziere.
Es war noch ziemlich dunkel, so dass sie hofften, sich mit dem tauchunklaren Boot noch davonschleichen zu können. HMS „Croome" begann jedoch sofort zu feuern, und HMS „Westcott" ging auf hohe Fahrt und rammte „U 581“ schräg achtern. Daraufhin befahl der Kommandant: "Schwimmwesten anlegen, alle Mann von Bord", und das Boot zu versenken.
Die Besatzung konnte vollzählig das Boot verlassen, als letzte der Kommandant und der Leitende Ingenieur. HMS „Westcott" lief noch einmal über die Untergangsstelle und warf eine Wasserbombe. „U 581“ ging auf Position 38°24'N-28°30'W verloren.
Die beiden britischen Schiffe setzten je ein Boot aus und übernahmen die Besatzung des Bootes bis auf vier Mann, die vermutlich durch die Wasserbombe ums Leben gekommen waren, und den II. Wachoffizier Leutnant z.S. Sitek, der sich nicht gefangen nehmen lassen wollte. Er erreichte nach mehr als fünf Stunden schwimmend die Insel Pico, wurde von Fischern aus dem Wasser geholt und einige Tage später von einem portugiesischen Zerstörer nach Lissabon gebracht.
Die übrige Besatzung blieb an Bord der beiden Zerstörer, der den Truppentransporter nach Gibraltar eskortierte. „U 581“ hatte eine Verdrängung von 769 Tonnen, war 67,1 Meter lang, 6,2 Meter breit und hatte 4,74 Meter Tiefgang.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter trieb manövrierunfähig vor Boulogne sur Mer
(03.02.17) Am 1.2. um 11.45 Uhr wurde das CROSS Gris-Nez verständigt, dass der holländische Frachter "Patron", 4106 BRZ (IMO-Nr.: 9376464), einen totalen Maschinenblackout in der Verkehrstrennungszone von Pas-de-Calais, westlich von Boulogne-sur-Mer, erlitten hatte. Er war mit einer Ladung Stahl auf der Reise von Taranto nach Antwerpen und trieb in dem verkehrsreichen Seegebiet. Die Crew versuchte, den Schaden so schnell wie möglich zu beheben.
Das CROSS leitete derweil die Schifffahrt an dem Havaristen vorbei und schickte vorsorglich den Notfallschlepper "Abeille Languedoc" aus Boulogne-sur-Mer. Am frühen Nachmittag war die "Patron" weiterhin auf Drift. Die "Abeille Languedoc" ging nun auf Position, um nötigenfalls sofort eingreifen zu können.
Gegen 18 Uhr fand die Frachtercrew endlich die Ursache des Ausfalls heraus und versuchte, das Problem zu beheben. Doch der Versuch, die Maschine anschließend wieder anzufahren, schlug fehl. Daraufhin wurde der Frachter angewiesen, einen Schleppkontrakt anzunehmen, und der Maritime Präfekt ordnete das Anlaufen eines nahen französischen Hafens wegen einer bevorstehenden Wetterverschlechterung an.
Kurz nach 15 Uhr wurde angeschleppt, und am Morgen des 2.2. traf der Konvoi auf der Dyck-Reede vor Dünkirchen ein. Hier übernahmen zwei Hafenschlepper die "Patron", die um 14.30 Uhr an Mole 3 festmachte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter versenkte Schlepper vor Mokpo
(03.02.17) Am 2.2. um 6.30 Uhr kollidierte der südkoreanische Frachter "SK No.1", 3206 tdw (IMO-Nr.: 8848264), mit einem 161-Tonnen-Schlepper rund 1,5 Kilometer vom Leuchtturm Mokpogu entfernt in der Straße von Mokpo Strait. Er war unterwegs von Jeju nach Mokpo. Der Schlepper sank, seine vierköpfige Crew konnte vom Kollisionsgegner gerettet werden. Der Frachter hatte Schäden am Steuerbordbug davongetragen, u.a. ein großes Loch im Wulstbug. Er machte am 3.2. um 7.50 Uhr im Yongdang-Hafen von Mokpo fest. Das 1991 erbaut und 70 Meter lange Schiff läuft im Management der Kum-Young Industry Co. Ltd.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gestrandeter Kutter nach Bergung mit Crew gesunken
(03.02.17) Am 1.2. wurde das CROSS Gris-Nez informiert, dass der 10 Meter lange, französische Kutter "Copernic - CN.666744", 8,35 BRZ (MMSI-Nr.:227635380), ohne Crew beim Walde-Leuchtturm am Strand von Hemmes de Marck auf Grund gelaufen war. Der Eigner informierte das CROSS, dass das Boot am Vortag auf Grund gelaufen und an diesem Nachmittag mit der Flut wieder flottgemacht werden solle und er keine Hilfe benötige.
Um 20:40 Uhr wurde das CROSS Gris-Nez von einem Angehörigen verständigt, dass es seit 15:40 Uhr keinen Kontakt mehr zu dem 80-jährigen Eigner und einem anderen Famitlienmitglied im Alter von 55 Jahren gäbe. Das CROSS forderte die Polizei an, die Recherchen in Calais anstellen sollte. Die Feuerwehr suchte den Strand von Hemmes de Marck ab. Der Ort des letzten Anrufs wurde zurückverfolgt und daraufhin ein Auto gefunden und festgestellt, dass sich der Kutter nicht an seinem Liegeplatz in Calais befand. Um 22.40 Uhr wurde ein Dauphin-Helikopter der Marinebasis in Le Touquet beauftragt, die Küstenlinie zwischen Gravelines und Calais abzusuchen.
Die Fähren in dem Seegebiet wurden um verschärften Ausguck gebeten und die Suche auf das Seegebiet ausgeweitet. Während der Nacht wurde auch das Patroullienboot „Plouvier“ der Marine, das sich in der Nähe befand, eingebunden, ebenso das Rettungsboot „Notre Dame de Risban“ der SNSM-Station Calais. Ein belgischer NH90-Helikopter der Base in Koksijde löste den Dauphin am Abend ab.
Am Morgen des 2.2. wurden die Suchkräfte durch einen Hubschrauber der britischen Coast Guard sowie eine Falcon 50 der französischen Marine verstärkt. Es wurde entschieden, die Seeüberwachung von Scarpe in Boulogne-sur-Mer einnzubinden. Die SNSM-Boote aus Dünkirchen und Gravelines liefen zur Suche, die durch das CROSS koordiniert wurde, aus.
Um 12:45 Uhr fand ein Boot der SNSM-Station in Calais eine Bojem die von der „Copernic“ herrühren konnte, eine Meile vor der Küste. Das CROSS Gris-Nez beauftragte Taucher der “Pluvier”, dort nach einem Wrack zu suchen. Tatsächlich lag dort ein Schiff auf Grund. Wegen schlechter Sicht und starker Strömung konnten sie es aber nicht identifizieren.
Um 17.20 Uhr stiegen sie erneut ab und fanden tatsächlich die "Copernic" auf dem Meeresgrund. Von der Crew fehlte jede Spur. Die Staatsanwaltschaft in Boulogne-sur-Mer leitete eine Untersuchung ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sieben Schiffbrüchige vor Grat Inagua gerettet
(03.02.17) Die US Coast Guard rettete am 1.2. sieben Personen von der 180 Fuß langen Fähre “Trois Rivieres”, die 46 Meilen westlich von Great Inagua, Bahamas, um 5:20 Uhr Wassereinbruch erlitten hatte. Das Patroullienboot „Confidence” sowie ein MH-60 Jayhawk-Helikopter der Station Clearwater wurden alarmiert. Der Hubschrauber traf um 7:19 Uhr ab und setzte einen Rettungsschwimmer mit einer Lenzpumpe ab.
Diese konnte jedoch den Wassereinbruch nicht unter Kontrolle bringen, und es wurde entschieden, das Schiff aufzugeben. Der Hubschrauber barg alle Personen vom Havaristen ab und flog sie zur Royal Bahamas Defense Force in Great Iguana.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motoryacht in Saarburg geborgen
(03.02.17) Die am Abend des 31.1. im Saarburger Hafen gesunkene Motoryacht „Freya“ wurde am 2.2. gehoben. Am Morgen traf ein niederländisches Bergungsteam im Hafen ein. Die Spezialisten gingen mit Neoprenanzügen an Bord des halb unter Wasser liegenden Schiffes und dichteten es mit Holzplatten ab. Anschließend wurde die „Freya“ mit drei Pumpen gelenzt, damit sie wieder Auftrieb bekam. Das THW aus Saarburg unterstützte den Einsatz und stellte die Stromversorgung sicher. Nach einer Stunde kam das Boot nach oben und wurde das Boot zur anderen Hafenseite gezogen.
Ein Kranunternehmen aus Trier brachte einen 80-Tonnen-Kran in Stellung. Die Hebung dauerte bis in die Abendstunden. Das THW leuchtete die Einsatzstelle aus. Schließlich wurde das Boot auf einen Tieflader gesetzt und zu einer holländischen Werft abtransportiert. Der Sachschaden lag bei mehreren 10.000 Euro.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ausgebrannter Tanker wird zur Reparatur nach Istanbul geschleppt
(03.02.17) Der mexikanische Tanker "Burgos", 25400 BRZ (IMO-Nr.:9289154), verließ am 2.2. um 15 Uhr den Maritime Terminal in Pajaritos, um zu einer Reparaturwerft in Istanbul gebracht zu werden. Das Schiff war im September 2016 von einem Feuer schwer beschädigt und Anfang Oktober nach Coatzacoalcos eingeschleppt worden. Hier lag es fast drei Monate an Dock 5 der Petróleos Mexicanos (Pemex), wo es entladen, gereinigt und nach allen internationalen Sicherheitsstandards auf die Verschleppung vorbereitet wurde.
Nun wurde es von dem unter Vanuatu-Flagge laufenden Offshore-Schlepper "Resolve Earl" (IMO-Nr.: 8516964) , den die Versicherung des Tankers unter Vertrag genommen hatte, auf den Haken genommen. Beim Auslaufmanöver assistierten vier Hafenschlepper. Die „Burgos“ soll voraussichtlich am 20.4. in Istanbul eintreffen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ölbekämpfung bei Chennai dauert an
(03.02.17) Die Arbeiten zur Reinigung der ölverschmutzten Küste bei Chennai nach der Kollision der “BW Maple” und der “Dwan Kanchipuram” dauerte am 2.2. den fünften Tag an. Inzwischen wurden deutliche Fortschritte gemacht und keine Ölflecken mehr auf See zwischen Ennore und Mahabalipuram gesichtet. Mehr als 1.000 freiwillige Helfer und Einsatzkräfte der Coast Guard und des Pollution Control Board haben in der Zeit 21 Tonnen Ölschlamm und 17 Tonnen kontaminierten Sand entfernt, die sich an Küstenabschnitten von Ennore, Marina und Elliots befanden. Insgesamt wurden 61 Tonnen Ölschlamm und 44 Tonnen Öl-Sand-Gemisch eingesammelt.
Das indische Patroullienboot “Varad” überwachte mit seinem Hubschrauber die ganze Zeit die Ausbreitung des Öls aus der Luft. Auch Personal der Tamil Nadu Police Coastal Security Group, der Feuerwehr und Angehörige von NGOs waren im Einsatz. Rund 20 Tonnen Öl galt es noch zu beseitigen.
Inzwischen gab es scharfe Kritik an dem zögerlichen Umgang mit der Ölverschmutzung. So sei die schwer beschädigte „Dawn Kanchipuram“, die mit Schmieröl beladen nach Ennore unterwegs war, tagelang nicht in den Hafen gelassen worden und das Ausmaß der Verschmutzung heruntergespielt worden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Suchkräfte fanden Rettungsweste bei Sabah
(03.02.17) Sucheinheiten haben am 1. und 2.2. zwei Rettungswesten unweit der Stelle im Meer gefunden, an der die meisten der 20 Überlebenden des Katamaranunglücks bei Sabah gerettet wurden. Sie trieben 30 Meilen von der Unglücksstelle entfernt in der Nähe der Semarang Offshore-Ölplattform, wo sie die „Berami“ der Malaysian Maritime Enforcement Agency (MMEA) entdeckte. Sie konnten aber nicht eindeutig sagen, ob sie von dem gesunkenen Schiff stammten.
Nachdem die „Berani“ am 2.2. gegen Mitternacht ins 84 Meilen entfernte Kota Kanabalu zurückgekehrt war, wurden sie der Polizei zur Untersuchung übergeben. Außerdem hatte sie eine weiße Boje in dem Unglücksgebiet gefunden. Die ruhige See hatte die Funde möglich gemacht.
Am Nachmittag sollte das Schiff auf See zurückkehren und die Suche nach den weiterhin fünf vermissten chinesischen Touristen und einem malaysischen Crewmitglied fortsetzen. Das Suchgebiet wurde von 3.900 auf 2990 Quadratmeilen reduziert. 21 Schiffe und Flugzeuge waren südwestlich von Sabah, Brunei und dem nördlichen Sarawak im Einsatz.
Als der Katamaran am 28.1. von der Tanjung-Aru-Mole kommend auf der Fahrt nach Pulau Mengalum zerbrach und sank, waren 31 Personen an Bord, darunter 28 chinesische Fahrgäste. 20 von ihnen waren nach 30 Stunden im Meer lebend gefunden worden, drei weitere starben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bergungsaktion für Class Action
(03.02.17) Die Anwohner von McGirts Boulevard in Ortega werden nicht mehr lange das Wrack der 51 Fuß langen „Class Action“ vor Augen haben, die dort seit Juni 2016 in flachem Wasser gesunken auf Grund lag. Nur die Aufbauten ragten noch aus dem Ortega River.
Der Waterways Coordinator der City of Jacksonville sucht derzeit nach Wegen, die Bergung zu finanzieren. Danach sollte es eine Ausschreibung geben und das Wrack gehoben und zum Abwracken abtransportiert werden. Die Florida Fish and Wildlife Conservation Commission (FWC) wollte dazu 12,000 Dollar, rund 75 Prozent, der Gesamtkosten, beisteuern, die Stadt musste die restlichen 4.000 Dollar finanzieren. Der Waterways Coordinator hat in seiner 17-jährigen Amtszeit bislang an die 35 aufgegebene Schiffe beseitigen lassen.
Eignern solcher Fahrzeuge droht eine Haftstrafe von bis zu fünf Jahren oder eine Strafe von 5.000 Dollar zuzüglich der Beseitigungskosten. Die “Class Action” lag seit 2014 auf dem Ortega River und ankerte zwischen dem Roosevelt Boulevard und den Ortega River-Brücken. Beim Auslaufen im Juni 2016 kam es zu einem Wassereinbruch. Lenzversuche scheiterten, das Boot sank und verblieb seither an der Untergangsstelle.
Quelle:Tim Schwabedissen



Blekinge-Wrack soll Zeugnis von Schiffbau im Großen Nordischen Krieg ablegen
(03.02.17) Das jetzt von Marinearchäologen entdeckte Wrack der “Blekinge” im Marinehafen von Karlskrona könnte so etwas wie die zweite „Wasa“ von Schweden werden. Das Schiff diente im späten 17. Jahrhundert im Kampf gegen Dänemark und Russland. Sie wurde in der Folge des Krieges zwischen Dänemark und Schweden von 1675 bis 1679 von König Karl XI in Auftrag gegeben, der bei künftigen Konflikten eine Marinebasis im südlichen Schweden unweit der dänischen Grenze haben wollte.
Der dazu eingerichtete Hafen von Karlskrona wurde einer der größten je gebauten und ist bis heute in Betrieb. Der Taucher Jim Hansson war im Auftrag des schwedischen Nationalen Maritimen Museums mit seinem Archäologenteam dort auf der Suche nach der „Blekinge“ und wurde am 21.12.2016 vor dem Hafen nach Hinweisen durch die Marine fündig. Auch historische Konstruktionspläne des Hafens hatten zum Fund beigetragen.
Die „Blekinge” war 1682 das erste auf der Werft in Karlskrona erbaute Schiff und wurde ein Teil der Flotte im Krieg gegen Dänemark und Russland Anfang des 18. Jahrhunderts, der zum Niedergang des schwedischen Reichs und dem Aufstieg Russlands zu einer dominanten Macht der Region führte. Sie war 45 Meter lang und war mit bis zu 70 Kanonen ausgestattet. Damit ähnelte sie der 1628 gesunkenen „Wasa“, die 1961 in Stockholm geborgen wurde und dort heute ausgestellt ist.
Wahrscheinlich sank sie im Jahr 1713, unklar war derzeit aber noch, ob dies durch eine Havarie oder mit Absicht geschah. Zu der Zeit war die wirtschaftliche Lage von Schweden schlecht. Die Bauten in Karlskrona mussten gestoppt werden.
Möglicherweise wurde die „Blekinge“ absichtlich versenkt, und ihre Kanonen sollten weiter auf einer Art Barge eingesetzt werden, um Karlskrona zu verteidigen. Die Untersuchungen des Wracks stehen noch am Anfang.
Das Schiff ist, anders als die „Wasa“, wohl auch nicht vollständig intakt, doch die Archäologen hofften, durch Punktgrabungen das Deck, das unter Sedimentschichten begraben ist, zu erreichen und die Schiffsstruktur jener Tage analysieren zu können. Aktuell ragten nur wenige Teile aus dem schützenden Schlamm empor.
Quelle:Tim Schwabedissen



Binnenschiff kollidierte mit Brücke in Hamburg
(03.02.17) Das 85 Meter lange, deutsche Binnenschiff „Lesath“, 1483 ts (EU-Nr.: 04027240), kollidierte am Abend des 2.2. gegen 20 Uhr mit der mittleren Sektion der Kattwykbrücke über der Süderelbe in Hamburg-Moorburg. Das Dach des Ruderhauses wurde dabei beschädigt und der 70 Jahre alte Schiffsführer am Kopf verletzt. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht.
Warum das Schiff gegen die Brücke stieß, war zunächst unklar. Gegen den Schiffsführer wurde ein Verfahren wegen gefährlichen Eingriffs in den Schiffsverkehr eingeleitet. Die mit Kohle beladene „Lesath“ erhielt ein Weiterfahrverbot und machte in Finkenriek fest, die Kattwykbrücke blieb bei der Kollision unbeschädigt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bugschaden am Frachter "Meridian"
(Bild: Rico Voss)   Großbild klick!

Schwerer Kollisionsschaden nach zwei Monaten repariert
(02.02.17) Der deutsche Frachter "Meridian", 1251 BRZ (IMO-Nr.: 7002605), verließ am 27.1. die Heise-Werft im Fischereihafen von Bremerhaven. Hier hatte er seit dem 8.12. zur Reparatur eines Kollisionsschadens gelegen.
Nach einem Ruderschadens war er 24.11.2016 auf der Reise nach Oldenburg an der Bremerhavener Stromkaje mit einem Dalben, einem Betonpfeiler und einer Leiter kollidiert. Nach einer Inspektion durch die Wasserschutzpolizei durfte das Schiff, dessen Bug an Backbordseite oberhalb der Wasserlinie aufgerissen worden war, seine Reise zunächst fortsetzen.
Danach ging es zur Reparatur der erheblichen Schäden am Rumpf nach Bremerhaven. Am 27.1. machte das wiederhergestellte Schiff um 14.20 Uhr in Hamburg als erstem Ladehafen fest. Am 28.1. lief es um 17.30 Uhr nach Landskrona wieder aus.
Die „Meridian” entstand 1969 bei der Martin Jansen GmbH & Co. KG Schiffswerft und Maschinenfabrik in Leer als „Castor“. Von 1998 bis 2007 lief sie als „Kaja H“. Sie ist 68,8 Meter lang, 10,8 Meter breit, hat 5,6 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 1.404 Tonnen. Sie läuft für die Reederei Timo Janßen in Wittmund.
Quelle:Tim Schwabedissen



Marmarameer: Frachter mit Schlagseite vor Istanbul
(02.02.17) Am 1.2. um 10:20 Uhr wurde festgestellt, dass der kambodschanische Frachter "Tallas", 745 BRZ (IMO-Nr.: 7364546), eine Backbordschlagseite von 15 Grad entwickelt hatte. Das Schiff lag auf der Reede von Zeytinburnu vor Istanbul vor Anker. Das letzte AIS-Signal des Schiffes datierte vom April 2016. Das türkische Rettungsboot "Kiyi Emniyeti 4" wurde zu dem Havaristen geschickt, der über Funk nicht erreichbar war. Es stellte sich heraus, dass sich keine Crew an Bord befand. Die Seenotretter untersuchten das Schiff, ehe der Schlepper "Kurtarma 7" zu Hilfe kam. Die Schlagseite wurde ausgeglichen, und um 16 Uhr war der Auflieger wieder stabil und gesichert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bulkcarrier "Gadwall" (Bild: Walter Vercruyzen)   Großbild klick!

Frachter drei Monate nach Ruderverlust nach Vlissingen geschleppt
(02.02.17) Der unter Hongkong-Flagge laufende Bulkcarrier "Gadwall", 22790 BRZ (IMO-Nr.: 9358369), traf am 27.1. um 20.30 Uhr im Schlepp in Ghent ein. Nachdem er dort seine Ladung gelöscht hatte, wurde er am 31.1. um 12.30 Uhr von den Schleppern "Union 5", "Terneuzen", "Union Emerald" und "Union Ruby" über Terneuzen nach Vlissingen verholt. Hier machte er um 17.40 Uhr beim Damen Shiprepair Yard fest, um repariert zu werden.
Schlepper bei der Arbeit
(Bild: Walter Vercruyzen)   Großbild klick!
Er hatte im Nordatlantik südlich von Santa Maria Island am 29.10.2016 sein Ruder verloren, als er von Quebec nach Ghent unterwegs war, und wurde zunächst vom Schlepper "Ocean Artique" (IMO-Nr.: 9261607) am 1.11. auf den Haken genommen. Bei den Sept Isles wurde er am 2.11. von dem Schlepper "Ocean Yvan Desgagnes" (IMO-Nr.: 9542207) übernommen. Die Schlepper "Smit Nicobar" (IMO-Nr.: 9322592) und "Centaurus" (IMO-Nr.: 9433755) wurden dann beauftragt, den Frachter vom St. Lawrence-Golf nach Belgien zu bringen.
Rund fünf Jahre zuvor, am 28.11.2011 war die „Gadwall” mit dem unter Bahamas-Flagge laufenden Frachter „Cec Faith“ (IMO-Nr. 9358369) kollidiert, der an Liegeplatz 32 im Großen Hafen von St. Petersburg am Kai lag. Der Unfall ereignete sich, als die “Gadwall” mit Lotsenassistenz durch den Zufahrtskanal hereinkam. Dabei wurden Deck und Schanzkleid des Hafenliegers beschädigt.
Die „Gadwall“ ist 199,9 Meter lang, 23,84 Meter breit, hat 10,75 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 37.249 Tonnen. Sie läuft für die Gadwall Shipping Inc. in Hongkong und wurde 2007 bei der Tianjin Xingang Shipbuilding Heave Industry Co. Ltd. erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Taucher an der USS „Kittiwake“
(Bild: Divetech)   Großbild klick!

Ruderhaus von künstlichem Riff entfernt
(02.02.17) Sporttaucher haben in den vergangenen Tagen Trümmerteile vom Wrack des ehemaligen U-Boots-Rettungsschiffs USS „Kittiwake“, 1780 ts, geborgen, nachdem ein Sturm das Ruderhaus des beliebten Tauchwracks zerstört hatte. Freiwillige Helfer von Divetech nutzten Hebesäcke, um die losgerissenen Paneele an die Wasseroberfläche zu bringen. Sie waren von der Cayman Islands Tourism Authority über den Schaden informiert worden.
Es dauerte rund fünf Stunden, die zerbrochenen Teile des Ruderhauses zu entfernen. Das Dach und die Wände waren abgerissen und in der Umgebung verstreut worden. Sie mussten deshalb entfernt werden, weil sie eine Gefahr für Taucher hätten darstellen oder auf das Riff gespült werden können. Acht große Paneele wurden an die Wasseroberfläche gebracht.
Eines von ihnen war zu groß, um an Bord des zur Bergung eingesetzten Bootes gebracht zu werden und musste ans Ufer geschleppt werden. Die Qualität des Wracks als Tauchziel wurde durch die Bergung nicht beeinträchtigt. Die 76 Meter lange „Kittiwake“ war am 30.9.1994 außer Dienst gestellt und am 5.1.20011 vor Seven Mile Beach, Grand Cayman, auf 19.5 Metern Wassertiefe versenkt worden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuerwehr mit Tauchpumpen
(Bild: Ulrich Behmann)   Großbild klick!

Ehemalige Kornschute in Hameln gesunken
(02.02.17) Im Hamelner Schutzhafen schlug am 31.1. ein 28 Meter langes und 30 Tonnen schweres Hausboot leck und sank. Das Heck lag bereits auf dem Grund des Hafenbeckens, als die beiden Bergungsgruppen des Technischen Hilfswerks (THW) mit 20 Einsatzkräften den Einsatzort am gegen 16 Uhr erreichten. Die 80 Jahre alte, ehemalige Kornschute drohte komplett zu versinken.
Mittels mehrerer Tauchpumpen mit einer Förderleistung von 2.000 l/min wurden in mehrstündiger Arbeit etwa 60 Tonnen Wasser aus dem überfluteten Schiffinnern nach außen befördert. Da sich der Wassereinbruch auch mit umfangreichen Mitteln nicht gänzlich stoppen ließ, wurde der Einsatz in den Abendstunden abgebrochen. Die Helfer waren auf mehrere undichte Stellen gestoßen, und ein Loch im Rumpf war so groß, dass es nicht mehr abgedichtet werden konnte.
Die weitere Vorgehensweise sollte nun mit den zuständigen Behörden besprochen und geklärt werden. Die Schute lag nun halbversunken im Schutzhafen, und die Hafenbehörde der Stadt Hameln bereitete die Bergung vor. Dafür wurde nach nach Bergungs- und Abbruchunternehmen, aber auch nach Schrotthändlern gesucht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker trieb vor Ons-Inseln
(02.02.17) Auf der Reise von Las Palmas nach Litauen erlitt der unter Marshall Islands-Flagge laufende Tanker "Alsterstern", 17034 BRZ (IMO-Nr.: 9053220), am 1.2. um 16.30 Uhr 70 Meilen vor den Ons-Inseln Maschinenschaden. Der Schlepper "Don Inda" (IMO-Nr.: 9338010) von Sasemar wurde aus Corcubión von Salvamento Maritomo zur Assistenz gerufen.
Aus El Ferrol stieß der Offshore-Schlepper "Ría de Vigo" (IMO-Nr.: 8311417) hinzu und nahm den in der See treibenden Havaristen bei stürmischem Wetter und schwerem Regenfall mit seiner 22-köpfigen Crew an Bord in Richtung Vigo in Schlepp. Hier sollte der Konvoi gegen Mittag des 2.2. eintreffen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wassertaxi vor Nes mit Bagger kollidiert
(02.02.17) Am 31.1. gegen sieben Uhr kollidierte das 13 Meter lange, holländische Wassertaxi “Vigilant" (MMSI-Nr.: 244790147) der Veltman Marine Services mit dem holländischen Baggerschiff "Nova Venture", 908 ts (ENI-Nr.: 02011928) vor Nes. Die "Vigilant" war auf dem Weg von Holwerd nach Nes, um dort Beschäftigte des Ferienresorts Klein Vaarwater abzusetzen. Der Skipper konnte durch eine rasche Reaktion das Schlimmste verhindern, indem er in einem Manöver des letzten Augenblicks noch abdrehte, um einen Frontalzusammenstoß zu verhindern.
Vorherige Versuche, den Bagger auf seinem Kollisionskurs über Funk zu erreichen, waren fehlgeschlagen. Beim Aufprall wurde der Aluminiumrumpf an Backbordseite im Vorschiffsbereich eingedrückt und aufgerissen. Das Versetzboot hatte 11 Fahrgäste an Bord, von denen einige leicht verletzt wurden.
Es gelang dem Skipper, es mit eigener Kraft zurück zum Fähranleger in Nes zu bekommen. Von dort wurden zwei der Fahrgäste ins Krankenhaus in Leeuwarden gebracht, ein 25-jähriger Mann aus Engelum und ein 41-jähriger aus Tytsjerk. Sie wurden inzwischen wieder entlassen. Die "Vigilant" ging zur Reparatur der schweren Schäden in eine Werft in Harlingen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fregatte wohl von Sprengstoffboot beschädigt
(02.02.17) Die Attacke auf die saudi-arabische Fregatte er "Al Madinah"-Klasse wurde offenbar durch ein mit Sprengstoff beladenes Boot der schiitischen Houthi-Rebellen vor der Küstenstadt Hodeida angegriffen und beschädigt. Sie war zuvor in Angriffe auf jemenitische Städte verwickelt gewesen. Am Heck der Fregatte hatte sich eine mächtige Explosion ereignet, auf die starke Rauchentwicklung folgte.
Der Angriff wurde anders als behauptet nicht von einer Rakete, sondern von drei Selbstmordbooten vorgetragen, von denen zwei abgewehrt werden konnten. Ein Boot stieß mit dem Heck der Fregatte zusammen und flog in die Luft. Welches der gesamt vier Schiffe der Al-Madinah-Klasse der saudischen Flotte getroffen wurde, war unbekannt.
Die vier Fregatten mit einer Verdrängung von 2610 Tonnen waren in den 1980ern in Frankreich erbaut und sind mit je acht Seezielraketen des italienischen Typs "Otomat", einem "Crotale"-Luftabwehrraketenstarter, einer Kanone vom Kaliber 100 Millimeter, zwei 40-mm-Maschinenkanonen, vier Torpedorohren und einem Hubschrauber bewaffnet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schlafender Kapitän setzte Fahrgastschiff aufs Ufer
(02.02.17) Die „Genève“ der Compagnie Générale de Navigation lief in der Nacht zum 1.2. in eine Ufermauer von Ouchy nahe des Olympischen Museums. Das Schiff hatte gerade seine letzte Fahrt von Thonon nach Ouchy absolviert. An Bord waren zwei Passagiere sowie zwei Crewmitglieder. Der Kapitän gab an, dass er für eine kurze Zeit eingenickt sei.
Trotz eines Ausweichmanövers lief das Schiff aufs Ufer und konnte sich nicht mehr selbst befreien. Bis am frühen Morgen arbeiteten die alarmierten Einsatzkräfte daran, dass Boot wieder flottzumachen. Die Polizei von Lausanne, die Seebrigade und andere Einheiten waren mit mehreren Fahrzeugen vor Ort.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Schleppboot vor Rystraumen
(02.02.17) Der unter Färöer-Flagge laufende Frachter “Kvitnos”, 9132 BRZ (IMO-Nr.: 9642576) kam am 1.2. um 21.20 Uhr einem rund 12 Meter langen Schleppboot zu Hilfe, das vor Rystraumen in Tromsø.in Brand geraten war. Der Skipper setzte einen Notruf ab, nachdem er das Feuer im Maschinenraum festgestellt hatte. Das MRCC schickte das Rettungsboot “Rescue Gideon” und alarmierte die Feuerwehr in Tromsø.
Während die Retter noch zum Unglücksort unterwegs waren, setzte der Skipper sein Boot bei Larseng auf Grund und flüchtete an Land. Der Frachter leuchtete die Szenerie aus. Um 23.20 Uhr schleppte die “Rescue Gideon” den Havaristen nach Tromsø. Die „Kvitnos“ machte am 2.2. in Lødingen fest.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ausgebrannte Luxusyacht liegt weiter am Sangava-Strand
(02.02.17) Der ausgebrannte Katamaran „Infinity“ lag 11 Tage nach dem Feuer, der ihn am 20.1. zerstörte, weiter auf dem Sangava-Strand von Guarujá. Die vom Feuer verschonten Bereiche wurden inzwischen geplündert. Von der São Paulo Ports Authority (CPSP) gab es bislang keine Fristsetzung zur Räumung des Wracks.
Der Eigner präsentierte am 31.1. einen Bergungsplan, der von der Marine genehmigt werden muss. Er ist verantwortlich für die Kosten und Logistik einer solchen Operation. Grundsätzlich muss ein solcher Plan binnen fünf Tagen vorliegen. Der 25 Meter lange Rumpf ist inzwischen teilweise bereits versandet, andere Teile liegen unter Wasser.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht landete auf Siesta Key Beach
(02.02.17) Auf der Fahrt nach St. Petersburg strandete die 30 Fuß lange Segelyacht „Anthem“ am 29.1. auf dem Siesta Key Beach Der Skipper war auf dem Heimweg im Golf von Mexiko, als das Navigationssystem ausfiel und sein Boot über eine Sandbank trieb und auf dem Strand landete. Die Berger von Sea Tow warteten nun auf ausreichend hohen Wasserstand für einen erfolgsversprechenden Bergungsversuch.
Quelle:Tim Schwabedissen



Brand in Marina (Bild: Phil Gomez)   Großbild klick!

Feuer zerstört mehrere Sportboote in Santa Cruz
(01.02.17) Am 31.1. gegen sechs Uhr brach im oberen Santa Cruz Yacht Harbor (Kalifornien) ein Brand aus. Drei 30 Fuß lange Yachten – ein Segelboot und zwei Powerboote - standen nahe des U Dock in Flammen. Die brennenden Fiberglas-Boote entwickelten eine extreme Hitze, die weitere Teile der Marina gefährdete.
Es kam zu mehreren Explosionen von Gasflaschen an Bord. Ein viertes Boot, auf das die Flammen übergriffen, sank im Hafen. Obwohl die von einem auf einem Boot schlafenden Mann alarmierte Feuerwehr der Santa Cruz Fire and Central Fire den Brand bereits nach 25 Minuten unter Kontrolle bringen und andere Schiffe rechtzeitig in Sicherheit bringen konnte, entstand ein Schaden von rund 500,000 Dollar. Gemeinsam mit der Coastguard und der Fish and Wildlife and County Environmental Health wurden letzte Brandnester nach Tagesanbruch ausfindig gemacht und abgelöscht.
Eine Person wurde zeitweilig vermisst, dann aber an ihrem Arbeitsplatz ausfindig gemacht. Ein Mann, der auf einem Boot geschlafen hatte, musste sich mit einem Beiboot retten, da das Feuer ihm den Weg zum Land abgeschnitten hatte. Im Hafen lagen insgesamt 1,200 Boote im Wasser und weitere 275 an Land. Die Harbor Patrol und das Santa Cruz Police Department nahmen Ermittlungen zur Brandursache auf. Das Feuer war auf einem der ausgebrannten Speedboote entstanden. Das State Fish & Wildlife Department prüfte derweil, ob Öl ins Wasser ausgelaufen war.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter "Atlantic Osprey - G 274" (Bild: RNLI)   Großbild klick!

Kutter einen Tag nach Strandung auseinander gebrochen
(01.02.17) Der irische Kutter "Atlantic Osprey - G 274", 25 BRZ (MMSI-Nr.: 250003132), der am 30.1. vor Balbriggan, Dublin, strandete, ist einen Tag später auseinandergebrochen. Ein Bergungsteam versuchte, so viele Trümmer wie möglich auf See einzusammeln, ehe sie an der Küste anspülten. Das Schiff war leckgeschlagen, als es auf Felsen südlich von Balbriggan gelaufen war.
Die RNLI wurde um 5.15 Uhr von der fünfköpfigen Crew alarmiert. Das Boot aus Skerries sowie das aus Howth und der Rettungshubschrauber Rescue 116 aus Dublin kamen ebenso zu Hilfe wie die Skerries Coast Guard. Vor Ort waren 3-4 Beaufort Wind. Das Boot aus Skerries versuchte vergeblich, den Havaristen abzuschleppen. Dann nahm es dessen Crew an Bord und setzte sie auf das Seeboot aus Howth über. Mit zwei Pumpen der Rettungsboote aus Clogherhead und Howth und einer dritten vom Helikopter wurde versucht, gegen das eindringende Wasser anzukommen, doch vergebens - um kurz nach acht Uhr sank der Kutter. Die Fischer wurden um 8.25 Uhr in Skerries an Land gebracht.
Das nun eingesetzte Bergungsteam sollte im Auftrag der Versicherung und des Kuttereigners am 2.2. das, was vom Schiff noch übrig war, entfernen. Auch sollte alles Treibgut von der Küste geräumt werden. Ein dünner Dieselfilm, der noch am 30.1. wahrnehmbar gewesen war, verdunstete über Nacht.
Das Fingal County Council’s Oil Pollution Response Team mit Personal des Operations, Environment and Corporate Affairs Departments überwachte die Situation weiter gemeinsam mit der Irish Coast Guard. Ölbekämpfungsgerät wurde im Hafen von Balbriggan einsatzklar gemacht.
Das 11,59 Meter lange Fiberglas-Schiff wurde 1989 in Peenrey als „Our Danielle“ mit Heimathafen Northshields erbaut und lief später als „Osprey“.
Quelle:Tim Schwabedissen



Taucher wird geborgen (Bild: USCG)   Großbild klick!

Küstenwache rettete verloren gegangenen Taucher nach Bootsunglück
(01.02.17) Die US Coast Guard rettete am 31.1. einen Taucher, der sein Schiff nach Wassereinbruch eine Meile östlich der Dania Beach Pier hatte aufgeben müssen. Um 12:23 Uhr war die Coast Guard Station Fort Lauderdale vom Broward County Sheriff's Office über den Seenotfall informiert worden. Ein 45-Fuß-Boot lief aus, und ein Boot von TowBoat U.S., das um 12:34 Uhr vor Ort eintraf, fand ein 23 Fuß langes Centerkonsolenboot mit Wassereinbruch vor.
Es war im Heckbereich zu schwer beladen geladen gewesen und hatte zu tief im Wasser gelegen. An Bord hatten sich vier Personen befunden, die auf einer Tauchfahrt waren. Drei mussten ins Wasser springen, doch einer von ihnen ging verloren.
Das Boot der Station Fort Lauderdale konnte ihn lokalisieren und an Bord nahmen. Alle vier Geretteten wurden an der 15th St. Pier abgesetzt und medizinisch gecheckt. Ihr Boot konnte ausgepumpt und abgeschleppt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bugsierboot sank in Kelowna – Skipper ertrank
(01.02.17) Am Abend des 30.1. sank um 9.21 Uhr ein Bugsierboot an der Tolko-Sägemühle in Kelowna. Die RCMP wurde von Arbeitern der Tolko Industries alarmiert, nachdem das Schiff nahe des Manhattan Point vor der Ostküste des Okanagan Lake untergegangen war. Das Kelowna Fire Department leitete eine Suchaktion nach dem Skipper ein. Auch die Central Okanagan Search and Rescue war vor Ort.
Mithilfe eines anderen Schiffes der Tolko Industries wurde eine Unterwasserkamera abgesenkt, das den vermissten Skipper im Fahrstand entdeckte. Am Morgen des 31.1. konnte das RCMP Southeast District Underwater Recovery Team die Leiche von Ivor Lundin, einem erfahrenen Skipper, bergen. Neben der RCMP beteiligte sich auch WorkSafeBC an der Untersuchung. Die Kelowna Plant wurde nach dem Unfall geschlossen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ausgebrannte Yacht wurde künstliches Riff
(01.02.17) Am 31.1. war es soweit – das erkennbar vom Feuer verwüstete Wrack der ehemals stolzen 15-Meter-Yacht „Regina Maris“ wurde in Alphen am Rhein von einer Werft kommend vom Schleper „Jason“ zu seiner Versenkungsposition in Zegerplas bugsiert. Dort warteten bereits Boote der Rettungsbrigade, während letzte Vorbereitungen durchgeführt wurden. Begleitet von etlichen Signalhörnen anderer Boote verschwand die Yacht gegen Mittag auf ebenem Kiel abtauchend binnen weniger Augenblicke unter der Wasseroberfläche und kam in 15 Metern Tiefe zu liegen.
Sie war in Maasbraacht vom Holländer Edward Onderstal gekauft worden. Er wollte mit ihr erst nach Norwegen und dann ins Mittelmeer fahren. Doch auf der Rückfahrt in den Hafen fing sie Feuer und war nicht mehr reparaturwürdig. Nun ist sie ein künstliches Riff in Zegersloot. Auch für den einstigen Eigner und Spender Edward Onderstal war dies ein versöhnliches Ende seines persönlichen Unglücks.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf verlassenem Frachter
(01.02.17) Der kambodschanische Frachter "Yeruslan", 1232 BRZ (IMO-Nr.: 8867387), geriet auf der Reede von Wladiwostok in der Amur-Bucht am 31.1. in Brand. Es befand sich seit Herbst 2016 keine Crew mehr an Bord. Das Schiff war von der Staatsanwaltschaft in Primorsk wegen ausstehender Heuern für 16 Mann in einer Höhe von 274,290 Dollar in die Kette gelegt worden. Rettungsschiffe machten sich zur Brandbekämpfung bereit.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ölveschmutzung nach Kollison bei Chennai gröer als zunächst angegeben
(01.02.17) Die Ölverschmutzung nach der Kollision der Tanker “BW Maple” und “Dawn Kanchipuram” vor Kamarajar nahe Chennai war offenbar deutliche größer als bisher angenommen. Bis zu 40 Tonnen könnten aus dem beschädigten, indischen Tanker ausgelaufen sein, und Fischer berichteten von größeren Ölflächen in der See.
Auch wurden tote Vögel und Schildkröten entdeckt. Am 31.1. wurden zusätzliche vom Darya Ship Management beauftragte Einsatzkräfte aus Delhi für die Reinigung erwartet. Zwei Pumpen, die die Coast Guard nutzte, fielen derweil aus. Coast Guard und TNPCB hatten gehofft, die Kontamination schon am 30.1. erfolgreich beseitigt zu haben, doch das dicke schwarze Öl breitete sich stattdessen weiter aus. Der Coast Guard fehlte die technische Expertise zum Umgang mit der Lage.
Quelle:Tim Schwabedissen



US-Kreuzer lief in der Bucht von Tokio auf Grund
(01.02.17) Der US-Kreuzer “Antietam – CG 54”, 9800 ts, lief am 30.1. bei Tokio auf Grund und beschädigte sich die Propeller. Das Unglück ereignete sich beim Versuch, die Anker zu lichten, nachdem das Schiff bei Yokusuka ins Treiben geraten war und in sicherere Gewässer verlegen wollte. Das Schiff kehrte zur Yokosuka Naval Base zurück, wobei es von zwei Schleppern assistiert wurde.
Rund vier Tonnen Hydrauliköl liefen nach der Havarie in die Bucht aus. Diese wurde durch einen mechanischen Fehler verursacht und nicht durch menschliches Versagen. Der Lenkwaffen-Kreuzer der Ticonderoga-Klasse wurde 1987 in Dienst gestellt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter der Döhle-Reederei rettete Crew in Seenot geratener Yacht
(01.02.17) Am 30.1. um 16:19 Uhr wurde das CROSS Gris Nez von dem kapverdischen Maritime Rescue Coordination Center verständigt, dass die 12,5 Meter lange, französische Yacht „Focus“ aus Cherbourg mit einer zweiköpfigen Crew rund 500 Meilen westlich der Kapverden starken Wassereinbruch erlitten hatte. Das CROSS leitete den Mayday-Ruf an die Schifffahrt in dem Seegebiet weiter und schickte eine Falcon 50 der Marinebase in Dakar, Senegal. Sie hob um 23:12 Uhr ab und erreichte nach einem technischen Stopp zum Auftanken das Suchgebiet um 03:18 Uhr.
Außerdem nahm das CROSS Kontakt mit dem unter Antigua-Barbuda-Flagge laufenden Frachter „Liberta“, 9556 BRZ (IMO-Nr.: 9370094), der Peter Döhle Schifffahrts KG in Hamburg auf, der auf der Fahrt von Georgtown nach Las Palmas war und nun Kurs auf die Yacht nahm. Als die Falcon 50 vor Ort war, stellte sie Kontakt sowohl zur "Focus" wie auch zur "Liberta“ her. Der Skipper der Yacht berichtete, dass der Wassereinbruch zwar unter Kontrolle sei, er aber weiterhin Hilfe brauche.
Die Falcon 50 leitete die “Liberta” zur Yacht. Nachdem sie sichergestellt hatte, dass beide Schiffe im Kontakt waren, verließ sie das Einsatzgebiet um 04:27 Uhr. Die "Liberta" traf im Laufe des Tages vor Ort ein und nahm die beiden Franzosen unversehrt an Bord. Sie sollte am 7.2. Las Palmas erreichen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter auf Geisterfahrt im Englischen Kanal
(01.02.17) Auf dem Weg von Vlissingen nach Dünkirchen wurde der unter Panama-Flagge laufende Bulkcarrier "Ormi", 10299 BRZ (IMO-Nr.: 9397200), am 24.1. gegen 23 Uhr beim Transit der Verkehrstrennungszone vor Pas-de-Calais auf der falschen Seite der Wasserstraße entdeckt. Das CROSS Gris-Nez versuchte minutenlang ohne Erfolg, Kontakt mit dem Geisterfahrer auf der viel befahrenen Meerenge aufzunehmen. Er hatte sich bereits bei den britischen Behörden nicht angemeldet und auch nicht auf Rufe des Dover Coastguard Operations Center (CGOC) reagiert.
Das CROSS warnte daraufhin die Schifffahrt in dem Seegebiet vor dem 151 Meter langen Frachter. Erst nach mehreren Minuten reagierte dieser und änderte den gefährlichen Kurs. In Hinblick auf den schweren Verstoß gegen die Schifffahrtsregeln wurde die „Ormi“ nach dem Eintreffen auf der Reede von Dünkirchen am 25.1. um 13.50 Uhr einer gründlichen Inspektion durch die Organe des maritimen Präfekten für den Kanal und die Nordsee unterzogen.
Bei dieser Inspektion wurden zahlreiche Mängel in Hinblick auf Sicherheitsstandards, Umweltschutz und Arbeitsorganisation festgestellt, weiterhin sehr armselige Lebensbedingungen für die Crew an Bord, sodass der Frachter als „Substandard-Schiff“ eingestuft wurde. Das "Jacques Oudart Fourmentin" aus Boulogne-sur-Mer nahm zudem eine Zollkontrolle vor, und die Marinepolizei aus Dünkirchen kam ebenfalls zu einer Kontrolle der Einhaltung der ISPS-Regeln an Bord. Am 30.1. wurde das Schiff in Dünkirchen in die Kette gelegt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kapitän von Bodensee-Fähre war Schuld an Kollision mit Yacht
(01.02.17) Die Staatsanwaltschaft Konstanz hat gut fünf Monate nach der Kollision des Fähr-Katamarans „Constanze“, der auf der Linie Konstanz-Friedrichshafen verkehrte, mit einer Segelyacht auf dem Obersee vor Hagnau am 12.8.2016 ihr Ermittlungsergebnis bekannt gegeben. Nachdem die Fähre das Segelschiff gerammt hatte, war dieses gesunken. Die beiden Segler wurden aus dem Wasser gerettet.
Die Staatsanwaltschaft war der Meinung, dass der Rudergänger des Katamarans hätte den Unfall verhindern können. Sie beantragte einen Strafbefehl gegen einen der beiden Schiffsführer des Katamarans. Die Ermittlungsbehörde warf ihm vor, den Unfall fahrlässig verursacht zu haben.
Laut Strafbefehl sollte der Mann, der zum Zeitpunkt des Unfalls auf dem Katamaran am Ruder war, 3600 Euro bezahlen wegen fahrlässiger Gefährdung des Schiffsverkehrs in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung. Die Ermittler waren überzeugt, dass er die Yacht hätte sehen müssen.
Der zweite Schiffsführer musste nicht mit juristischen Konsequenzen rechnen. Er hatte sich zum Zeitpunkt des Unfalls von einem Ingenieur gerade in technische Details einweisen lassen. Das Amtsgericht Konstanz hat den Strafbefehl bereits erlassen.
Er wurde dem Rechtsbeistand des Schiffsführers zugestellt. Der Mann kann binnen zwei Wochen Widerspruch gegen die Strafanordnung erheben. Tut er dies, kommt es zur Verhandlung vor dem Schiffsgericht, das beim Amtsgericht Konstanz angesiedelt ist.
Bei dem Unfall war die knapp zehn Meter lange Segelyacht eines Konstanzer Ehepaars auseinandergebrochen und in kurzer Zeit gesunken. Das Paar trug Prellungen, Hauptabschürfungen und eine Unterkühlung davon, was zum Vorwurf der gefährlichen Körperverletzung führte.
Auch das Landratsamt Konstanz wurde über das Ermittlungsergebnis informiert. Die Behörde ist für die wasserrechtliche Genehmigung des Katamaran-Betriebs zwischen Friedrichshafen und Konstanz zuständig. In einer Besprechung mit anderen Behörden sollte nun geklärt werden, ob genehmigungsrechtliche Konsequenzen zu ziehen seien.
Der Bodensee-Segler-Verband hatte nach dem Unglück die Sicherheitsstandards für den Katamaran-Betrieb beklagt. Die rund 150.000 Euro teure Yacht soll nicht gehoben werden. An der Unfallstelle ist der Obersee etwa 240 Meter tief.
Quelle:Tim Schwabedissen



Historisches Wrack in Karlskrona entdeckt
(01.02.17) In Karlskronas Marinestützpunkt wurde das östlich der Pier gelegene Wrack untersucht und bestätigt, dass es sich um einen historisch wichtigen Fund handelte. Die Regierung hatte dem Sjöhistoriska Museet, dem Marinmuseum und dem Vasamuseet nach der Entdeckung im vergangenen Herbst die Genehmigung zu einer Tauchexploration gegeben. Sie wurde von der Marine mit Sonar unterstützt.
Die Forscher fanden heraus: Das Wrack im Marinehafen ist höchstwahrscheinlich die „Blekinge“, die im Jahr 1682 das erste Kriegsschiff dort war und den Beginn der langen Marine-Geschichte der Stadt darstellte. Das schwere Linienschiff wurde unter Anlegestellen und Schlamm weitgehend begraben.
Unter dem Sediment, das das Wrack schützte, könnten noch weitere Bereiche gut erhalten sein. Das Schiff könnte vorsätzlich als Kanonenplattform versenkt worden sein, um den Marinehafen zu verteidigen. Dies war eine provisorische Lösung, weil sich König Karl XII keine teure Ausrüstung leisten konnte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schiffe im Sturm vor Santa Elena gestrandet
(01.02.17) Starker Wind, Regen und Sturm ließ in der Nacht zum 31.1. zwei Schiffe an der Küste von Santa Elena stranden. Das erste, eine Yacht landete am 30.1. um 21 Uhr auf Salinas Beach. Sie riss sich von ihrer Mooring los und landete an der Promenade von San Lorenzo.
Dann erwischte es den Kutter “Piedacita”, der eine Meile vor dem 'La Caleta'-Sektor von La Libertad geankert hatte. Er strandete auf Felsen der Isla del Amor vor der Pier von Puerto Lucía, nachdem er stundenlang auf See getrieben hatte. Es hatte sich keine Crew an Bord befunden, und der Sturm verhinderte ein Übersetzen auf den Havaristen.
Zwei Schlepper sollten versuchen, den Kutter nun zu bergen. Ein weiterer Kutter ging bei Palmar verloren, als er seinen Fang anlanden wollte. Die Crew wurde gerettet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Inselversorger auf Nassau gestrandet
(01.02.17) Die Flotte der Taio Shipping wurde auf zwei Schiffe, die “Lady Moana“ und „Maungaroa II“ reduziert, nachdem der unter Cook-Islands-Flagge laufende Inselversorger „Moana Nui“, 336 BRZ (IMO-Nr.: 6704907), am 27.1. in stürmischer See bei Nassau auf Grund lief. Das Schiff war erst im Oktober in Rarotonga auf den Cook Islands von Norwegen kommend eingetroffen und war mit 350 Tonnen Ladekapazität größer als die bisherigen Einheiten im Inselverkehr.
Das Schiff erlitt bei der Strandung schweren Schaden an Rumpf und Ruder. Wegen eines Lochs im Rumpf konnte es nicht geborgen werden. Zwei Tage später lief die „Lady Moana“ mit einer vollen Ladung für Nassau aus. Sie hatte leere Fässer und Pumpen an Bord, falls Öl von der „Moana Nui“ abgepumpt werden musste. An Bord befand sich auch ein dreiköpfiges Team der Versicherung.
Die „Moana Nui“ wurde als.“Sørøy“ 1967 bei der Løland Motorverksted, Leirvik in Sogn für die Finnmark Fylkesrederi - FFR AS, Hammerfest erbaut, für die sie bis 2003 lief. Von 1967 bis 1969 lief sie auf der Route Bodø – Hammerfest, dann wurde sie im Dienst Lopparstedene - Altafjord - Hasvik – Øksfjord, im Sørøysund und auf der Route Hammerfest - Sandøybotn eingesetzt. 2003 ging sie an die FFR Connex, Hammerfest, 2007 an die Veolia Transport Nord AS, Hammerfest, 2011 an die Boreal Transport Norge AS, und.2016 erst an die Atlantic Ship Management AS, Kristiansund und im Juni an die Taio Shipping, Cook Islands.
Im Juli 2016 begann die, wie man jetzt weiß, letzte große Reise in den Südatlantik. Sie sollte acht Mal im Jahr die 17 bis19 Tage lange Rundfahrt von Rarotonga nach Palmerston, Nassau, PukaPuka, Manihiki, Rakahanga, Penrhyn und zurück nach Rarotonga absolvieren.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter rettete vier Fischer nach vier Tagen aus der See
(01.02.17) Am 24.1. wurde der zyprische Bulkcarrier "Hispania Graeca", 39035 BRZ (IMO-Nr.: 9221619), zum rettenden Engel für vier schiffbrüchige Fischer an der Südküste von Mindanao vor den Philippinen. Der Wachoffizier entdeckte ihr gekentertes Boot auf sechs Meilen Distanz um 13.15 Uhr rund 18 Kilometer vom nächsten Ufer entfernt. Die Fischer winkten mit allem, was sie hatten, um auf sich aufmerksam zu machen.
Bei sechs Beaufort Wind und zwei Meter hohen Wellen gelang es, sie binnen einer halben Stunde von ihrem Boot zu übernehmen. Sie hatten bereits vier Tage im Meer getrieben. Sie wurden mit Decken, Nahrung, Wasser und Kleidung ausgestattet und medizinisch untersucht, bevor ein Boot einer verständigten Coast Guard Station sie um 17.30 Uhr übernahm und nach Balut, der nächstgelegenen Insel, brachte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter auf der Weser abgeschleppt
(01.02.17) Kurz nach dem Auslaufen aus Brake, wo er um 15 Uhr mit Kurs Hamburg losgeworfen hatte, erlitt der unter Marshall Islands-Flagge laufende Bulkcarrier "GH Black Caviar", 36357 BRZ (IMO: 9722053), auf der Weser Maschinenschaden. Gegen 17 Uhr drehte er vor Nordenham um 180 Grad. Er wurde dann von den Schleppern “Blumenthal” und “Weser” auf den Haken genommen und nach Bremerhaven abgeschleppt. Hier machte er um 20.45 Uhr beim MCS-Gate am Stromkai fest.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kieler Werftarbeiter machten Elbsailor wieder flott
(01.02.17) Der unter Antigua-Barbuda-Flagge laufende Containerfrachter "Elbsailor", 12514 BRZ (IMO-Nr.: 9448695), der nach einem Maschinenschaden am 31.1. auf dem Nord-Ostsee-Kanal bei Schacht-Audorf notankerte, wurde stundenlang von dem aus Kiel gerufenen Schlepper "Holtenau" in Großkönigsförde an den Dalben gesichert, während Monteure der Kieler Gebr. Friedrichs-Werft den Schaden behoben.
Am Nachmittag nahm der Havarist mit der “Holtenau” als Steuerschlepper langsam wieder Fahrt auf und passierte um 19.15 Uhr die Holtenauer Schleusen. Das Eintreffen in St. Petersburg wurde nun für den 2.2. um 14 Uhr erwartet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Weblinks:
SOS-Seenotfälle, Archiv
Der mysteriöse Untergang der 'Beluga'
Chronik bedeutender Seeunfälle Antike bis 1499
Chronik bedeutender Seeunfälle 1500 bis 1899
Chronik bedeutender Seeunfälle 1900 bis 1949



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Schlagwörter: Archiv, Schifffahrt, Bilder, Fotos, in Seenot, SOS Alarm, Unfälle, Mayday, Versicherung Schiff, Segeln, Seenot, Unglück, Seenotfälle, Schiffsuntergang, Seenotarchiv, Archiv, Schiffsunglück, schiffsunfall, unfall, ertrinken, untergehen, untergegangen, sinken

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