EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM

Seenotfälle
Archiv Dezember 2016


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Binnentanker "Maria Valentine" (Bild: Rio Vista)   Großbild klick!

Havarie auf der Maas wird teuer für die Schifffahrt
(31.12.16) Nach der Havarie des deutschen Binnentankers "Maria Valentine", 3015 ts (MMSI-Nr.: 211515380), der am Abend des 29.12. bei Nijmegen die John S.-Thompson-Brücke auf der Maas zwischen Grave und Nederasselt sowie dem Stauwehr Grave rammte, mussten Schiffe große Umwege machen. Das Wehr riss das Ruderhaus und Relings des mit 2.000 Tonnen Benzol beladenen Schiffes ab und sorgte für Verwüstungen an Deck. Der 52-jährige slowakische Schiffsführer wurde noch im Krankenhaus von der Polizei festgesetzt und vernommen. Ihm wurde auch eine Blutprobe entnommen.
Die Schifffahrt zwischen Grave, Sambeek und dem Maas-Waal-Kanal ist für unbestimmte Zeit stark behindert. Je nach Größe müssen Schiffe einen Umweg über Brabant und Belgien nehmen, was einen Zeitverlust von bis zu 48 Stunden bedeuten kann. Pro Tag passierten zwischen 75 und 100 Frachtern die jetzt gesperrte Wasserstraße.
Die Maas ist nach der Waal der meistbefahrene Fluss der Niederlande. Hauptsächlich werden Kies, Sand und Tierfutter transportiert. Die Behinderungen werden mindestens bis kommende Woche andauern, die Kosten, die die Sperrung verursacht, also erheblich sein. Schiffe bis 700 Tonnen können das Kanalsystem in Brabant durch Roermond und Helmond-West nehmen.
Größere Schiffe müssen einen Umweg über Maastricht und Hasselt nach Antwerpen und weiter nach Rotterdam nehmen. Schiffe, die nach Deutschland wollen, müssen die Waal benutzen. Experten inspizierten derweil den genauen Schaden am Stauwerk und fanden sechs Fluttore beschädigt vor.
Zwei müssen komplett ersetzt werden. Rijkswaterstaat prüfte Maßnahmen, um das weitere Auslaufen des Wasserreservoirs zwischen Grave und Sambeek zu stoppen. Das Wehr in Heumen wurde geschlossen.
Wohnschiff auf der Maas (Bild: Piroschka Wouw)   Großbild klick!
Am 30.12. um neun Uhr war der Wasserpegel auf der Maas oberhalb des Grave-Wehrs um über zwei Meter auf 5,93 Meter gefallen. 17 Wohnschiffe und Sportboote an den Stegen der Umgebung in Gennep und Limburg fielen durch den rasend schnell abnehmenden Wasserpegel trocken und mussten evakuiert werden. Die Thompson-Brücke, über die die N 324 führt, konnte am Nachmittag für den Autoverkehr wieder freigegeben werden.
Ein Taucherteam inspizierte derweil den weiterhin 500 Meter entfernt ankernden Tanker, um herauszufinden, ob er ohne ein Leichtern der Ladung würde abgeschleppt werden können. Die Bergungsarbeiten werden noch erhebliche Zeit andauern.
Quelle:Tim Schwabedissen



Spanische Biskaya: Max Jacob vor Spanien havariert
(31.12.16) Der unter Liberia-Flagge laufende Tanker "Max Jacob", 81565 BRZ (IMO-Nr.: 9188788), der Reederei Ernst Jacob erlitt am 22.12. vor der galizischen Küste einen Maschinenschaden. Das mit 148.000 Tonnen Öl beladene Schiff war von Rotterdam, wo es am 17.12. ausgelaufen war, nach Southwest Pass unterwegs, als es einen Turbinenschaden erlitt.
Der Kapitän erbat vom Hafenkapitän in A Coruña die Genehmigung, nach Langosteira als Schutzhafen zur Reparatur einlaufen zu dürfen. Am 23.12. kam das Schiff mit seinem Tiefgang von16,5 Metern als bisher größtes in den Hafen. Fünf Tage später, am 29.12. war der Schaden behoben und die Reise in die USA ging weiter.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kleintrawler "Bulk" (Bild: NSSR)   Großbild klick!

Kutter vor Horge abgeschleppt
(31.12.16) Am 28.12. wurde das NSSR-Rettungsboot "Sjømann" (MMSI-Nr.: 257123900) der Station Stavanger zur Assistenz für den kleinen Trawler "Bulk" gerufen. Dieser hatte Maschinenschaden erlitten und trieb vor Horge. Bei ruhiger See konnte der Havarist ohne Probleme auf den Haken genommen und in den Hafen zurückgeschleppt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wangerooge: Glovis Corona durch übergegangene Ladung erheblich beschädigt
(31.12.16) Am 31.12. um 10 Uhr ging die "Glovis Corona" vor Wangerooge ankerauf und machte sich auf den Weg Richtung Bremerhaven. Die Behörden hatten dem Schiff am 30.12. grünes Licht für das Einlaufen gegeben. Zuvor hatten Experten der Klassifizierungsgesellschaft Stabilität und Fahrtüchtigkeit des Schiffes bestätigt. Es wurde von den Schleppern „RT Pioneer“ und „RT Innovation“ von Kotug/Smit begleitet und von der „WSP 5“ gesichert.
Gegen 13 Uhr war es auf Höhe der Stromkaje in Bremerhaven-Wedderwarden. Nachdem der 199 Meter lange Frachter mit der „RT Rob“ und „RT Peter“ als zusätzlichen Assistenzschleppern an Bug und Heck die Schleuse gegen 14 Uhr passiert hatte, machte er gegen 15 Uhr an der RoRo-Kaje Kaiserhafen 2 fest, wo zunächst die Ladung von den drei Frachtdecks gelöscht werden sollte.
Es waren 1.800 Fahrzeuge an Bord, darunter schwere Lastwagen, Militärfahrzeuge und mindestens ein Panzer, für die seitens der Bundesregierung eine Ausfuhrgenehmigung in den Mittleren Osten vorlag. Danach galt es umfangreiche Reparaturen durchzuführen: Spanten, Säulen und Stützen im Inneren wurden zum Teil stark beschädigt. Außerdem war Ballastwasser in einen Laderaum geflossen, weil durch umherstürzende Lkw, Kranwagen und Panzer auch Leitungen kaputt gingen.
Warum sich die verlaschten Fahrzeuge überhaupt in Bewegung setzten, war bislang unklar und musste untersucht werden. Materialfehler bei Gurten und Ketten wurden nicht ausgeschlossen. Die "Glovis Corona" war am 24.12. von Bremerhaven kommend im Hamburger Hafen eingelaufen.
Um 10.14 Uhr machte der Frachter am Terminal O'Swaldkai auf der Veddel fest und wurde dort beladen. Am Nachmittag des 26.12. wurden die Leinen wieder losgeworfen. Ziel der "Glovis Corona" war Göteborg, danach sollte es weiter in den Mittleren Osten gehen.
Doch die "Glovis Corona" fuhr mitten in den Sturm Barbara hinein, der sich über der Nordsee zusammengebraut hatte und im Hamburger Hafen zu einer schweren Sturmflut führte. Als das Schiff bis zu 20 Grad Steuerbordschlagseite entwickelt hatte, fasste der Kapitän den Entschluss, umzudrehen und Bremerhaven anzulaufen. In der Verkehrszentrale Wilhelmshaven hielt man es indes für sicherer, dem Schiff eine Position auf der neuen Weserreede zuzuweisen, wo es seither vor Anker lag.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schiffsführer verlor Orientierung im Nebel
(31.12.16) Der Führer eines Binnenschiffs hat am 29.12. im Nebel auf dem Main-Donau-Kanal bei Forchheim die Orientierung verloren und sich verfahren. Der 65-Jährige steuerte das mit 1200 Tonnen Sojaschrot beladene Schiff bei Sichtweiten um die 50 Meter versehentlich nicht in die Schleuseneinfahrt, sondern in den Wehrarm des Kraftwerkes Buckenhofen.
Als er seinen Fehler bemerkte, manövrierte er das 105 Meter lange Schiff achteraus in die Fahrrinne zurück. Die Wasserschutzpolizei stellte nach der bergwärtigen Schleusung bei der Überprüfung fest, dass der Schiffsführer zwar unter Radar gefahren war, jedoch kein gültiges Radarpatent hatte. Er erhielt eine Anzeige, weil er das Schiff nicht rechtzeitig gestoppt und die vorgeschriebene Wasserstraße verlassen hatte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Stadt Nürnberg-Bergung vorgezogen
(31.12.16) Nach der Havarie der „Stadt Nürnberg", 2223 ts (EU-Nr.: 05111560), auf der Donau bei Metten während der Fahrt von Rumänien nach Sand bei Straubing am 29.12. um 8.45 Uhr wurde die Fahrrinne von der mit einem Bagger ausgestatteten „Raphaela“ (MMSI-Nr.: 211183170) seit dem Morgen des 30.12. wieder auf die erforderliche Tiefe gebracht. Bei dichtem Nebel war der deutsche Schubverband in einer Linkskurve zu weit nach backbord abgedriftet und auf eine Kiesbank aufgelaufen. Als der slowakische Kapitän dann versuchte, das Schiff auf eigene Faust wieder flottzumachen, wurde durch die Propeller so viel Kies aufgewirbelt, dass sich mitten im Fahrwasser eine Untiefe bildete, der die Donau an dieser Stelle unpassierbar machte.
Deshalb wurde der Fluss für den Schiffsverkehr zwischen Deggendorf und Straubing gesperrt. Wie lange die nun erforderlichen Baggerarbeiten dauern würden, war unklar. Sie gestalteten sich bei zu wenig Wasser und viel Nebel schwierig. Bei Einbruch der Dunkelheit wurden sie unterbrochen.
Unterdessen konnte ein Arbeitsschiff den 185 Meter langen Schubverband in den Deggendorfer Hafen schleppen. Eigentlich hatte es erst nach Abschluss der Baggerarbeiten wieder flottgemacht werden sollen. Die vorgezogene Bergung war notwendig geworden, weil das Baggerschiff wider Erwarten von dem Schubverband erheblich behindert wurde, der von der Kiesbank ins Fahrwasser gerutscht war.
Deshalb musste er den Weg freimachen. In Deggendorf sollte auch die defekte Ruderanlage untersucht werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Thetis D verlor Container auf der Nordsee
(31.12.16) Am 26.12. gingen auf dem liberianischen Container-Feeder "Thetis D", 17488 BRZ (IMO-Nr.: 9372274), im Sturm Barbara mehrere Container über Bord. Fünf mit Holplanken verschiedener Längen beladene Boxen trieben tags darauf in Wangerooge an. Sie waren am 23.12. in Helsinki verladen worden. Die "Thetis D" machte am 27.12. um 20 Uhr am Euromax Terminal in Rotterdam fest.
Eine rasche Bergung wurde durch die divergierenden Interessen von Versicherern, Eigner und dem Zoll verhindert. Sorge bereitete ein für kommende Woche angekündigter Nordwest-Sturm, bei dem die Container sich wieder lösen und Schäden an Deckwerken und Uferbefestigungen der Insel anrichten können. Die Behörden haben der Reederei des Schiffes bis zum 2.1.2017 eine Frist zur Bergung gesetzt.
Diese soll bis zum 13.1. abgeschlossen sein. Dabei muss voraussichtlich schweres Gerät eingesetzt werden, um die tonnenschweren und beschädigten Kisten an Land zu bringen. Auf Spiekeroog strandeten vier Boxen. Auch vor Langeoog und Norderney trieben verlorene Container. 11 Container wurden am 30.12. bei einem Suchflug der Bundespolizei mit einem Hubschrauber vor den ostfriesischen Inseln entdeckt, fünf wurden weiter vermisst. Möglicherweise sind zwei mit Torf beladene Container vollgelaufen und gesunken.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ladung auf russischer Eisenbahnfähre ging über
(31.12.16) Am 27.12. um 17.15 Uhr ging auf der russischen Fähre "Baltiysk", 20126 BRZ (IMO-Nr.: 8318130), ein Teil der Ladung über und verursachte Steuerbord-Schlagseite. Das Schiff hatte vor Baltiysk auf Reede gelegen und wartete auf einen Lotsen, um in den Hafen zu kommen. Bei rauer See schwojte das Schiff am Anker herum und schlug quer zur groben See.
Dadurch kam auf den oberen Decks Ladung in Bewegung, darunter zwei mit Öl beladene, von den Schienen genommene Waggons auf dem Hauptdeck. Das Schiff ging um 19.30 Uhr ankerauf und steuerte auf See hinaus, um dort den Sturm abzuwettern. Am Nachmittag des 29.12. endlich konnte es in Baltiysk festmachen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kollision in Kavkaz
(31.12.16) Die russische Eisenbahnfähre "Annenkov", 3031 BRZ (IMO-Nr.: 8841450), kollidierte am Morgen des 29.12. mit der Doppelendfähre "Elena", 1551 BRZ (MMSI-Nr.: 273382660), im Hafen von Kavkaz. Die "Elena" wurde dabei leicht beschädigt, blieb aber betriebsfähig. Beide Schiffe laufen in Liniendiensten auf der Krim.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tod dreier Deutscher in Loano wird untersucht
(31.12.16) Nach dem Tod von drei Deutschen Jürgen Simon, 53, Beata Simon, 61, und Andre Bachtenkirch, 53,.auf der brennenden Motoryacht „Southern Comfort“ in Loano hat die Staatsanwaltschaft die Obduktion der Leichen angeordnet. Sie ermittelte wegen Brandstiftung und fahrlässiger Tötung. Warum das 22 Meter lange Boot am Morgen des 29.12. in Brand geriet, war weiter unklar.
Die Toten stammten aus Iserlohn und Hemer. Das Ehepaar aus dem Iserlohner Stadtteil Sümmern hatte das Boot erst in diesem Jahr gekauft. Die beiden Paare hatten sich erst am Abend des 28.12. im Auto der Iserlohner auf den Weg nach Italien gemacht, um dort auf dem Schiff gemeinsam den Jahreswechsel zu verbringen.
Die 52 Jahre alte Überlebende Claudia Mahncake aus Hemer hatte sich rechtzeitig aus dem brennenden Boot befreien können und wurde mittlerweile aus dem Krankenhaus Santa Corona in Pietra Ligure entlassen. Sie hatte eine Rauchvergiftung und einen Schock erlitten. Sie wurde aus dem Schlaf gerissen, als ihr Schwager geschrien hatte. Es gelang ihr, die Kajüte durch eine Luke zu verlassen und von Bord ins Wasser zu springen.
Ein Ehepaar aus Iserlohn im Alter von 53 und 55 Jahren - darunter die Schwester der Überlebenden - sowie ein ebenfalls 53 Jahre alter Mann aus Hemer wurden im Vorschiff eingeschlossen und starben in den Flammen. Die Leichen wurden am 29.12. aus dem Wrack geborgen. Die Bergung des vollgelaufenen Wracks mit Hilfe zweier Mobilkräne dauerte bis zum Nachmittag des 30.12. Es wurde danach per Lkw zur weiteren Untersuchung abtransportiert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kollision auf dem Rhein
(31.12.16) Am Nachmittag des 29.12. kollidierte ein mit 78 Containern beladener Schiffsverband auf dem Rhein mit einem Binnenschiff im Bereich Andernach (Kreis Mayen-Koblenz). Der Schiffsverband transportierte u.a. gesundheitsgefährliche Stoffe und war stromaufwärts unterwegs. Der Kollisionsgegner war mit 745 Tonnen Industriesalz beladen und fuhr talwärts.
Bei einer durch Nebel eingeschränkter Sicht wurden von beiden Schiffsführern zur bevorstehenden Begegnung Kursabsprachen über Funk besprochen. Wegen eines dennoch unschlüssigen Verkehrsverhaltens stießen die Schiffe in der Folge mit ihren Steuerbordseiten zusammen. Der Schiffsverband wurde in einer Länge von ca. 30 Zentimeter im Bugbereich aufgeschlitzt.
Deshalb wurde dessen Weiterfahrt durch die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung bis zur Reparatur nur eingeschränkt genehmigt. Das Binnenschiff wurde durch den Zusammenstoß im Bereich der Steuerbordseite beschädigt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter versorgte havarierte Rennyacht
(31.12.16) Am 29.12. erreichte die französische Vendée-Globe-Yacht “Sinbad” den Hafen von Melbourne. Maßgeblichen Anteil daran hatte der liberianische Bulkcarrier “Captain J. Neofotistos”, 43472 BRZ (IMO-Nr.: 9617430), der Skipper Stéphane Le Diraison, der für die Compagnie du Lit-Boulogne Billancourt im Rennen war, mit 50 Gallonen Diesel versorgte. Das Boot war am 17.12. rund 1000 Meilen vor der australischen Küste entmastet worden.
Le Diraison konnte ein Notrigg aufstellen, doch das Boot war damit nur schwer zu kontrollieren. Deshalb kontaktierte er das Landteam, und mit Assistenz der australischen Behörden und dem Frachtereigner wurde das Rendezvous auf hoher See am 24.12. arrangiert. Mehrere Kanister Öl wurden dann übergeben, sodass die Yacht unter Motor den rettenden Hafen erreichte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schiffbrüchige von Felsen gerettet
(31.12.16) Am frühen Morgen des 30.12. lief ein 25 Fuß langes Aquador-Motorboot auf dem Weg nach Skibbåtsvær nordwestlich von Herøy auf eine Schäre. An Bord waren vier Personen und ein Hund, als es um 00.51 Uhr festkam. Über Mobiltelefon wurde die Polizei in Mosjøen verständigt. Rettungsboote, ein Sea King und Taucher des J.R. Dykkerservice Sandnessjøen sowie zwei Boote, die in der Nähe waren, kamen zu Hilfe.
Die Schiffbrüchigen konnten sich auf die Felsen retten und wurden um 2.29 Uhr nass und durchfroren, aber ansonsten wohlbehalten gerettet. Sie wurden nach Sandnessjøen gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fährboot kenterte auf Fluss in Nikaragua
(31.12.16) In Bluefields sank am 30.12. das Fährboot „Osmani 2847“ auf dem Escondido River mit mindestens 20 Personen an Bord. Es war am 30.12. gegen sieben Uhr nach El ausgelaufen. Nach starken Regenfällen waren viele Baumstämme und Treibgut auf dem Fluss. Bei Nebel lief das Fahrzeug auf eine Baumwurzel und kenterte. Alle Insassen stürzten ins Wasser. Ein Mann aus Bluefields erlag nach seiner Rettung einem Herzinfarkt, die anderen 19 wurden ins Hospital La Esperanza gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Expeditions-Kreuzfahrer erlitt Maschinenschaden
(31.12.16) Das unter Bahamas-Flagge laufende Expeditions-Kreuzfahrtschiff "National Geographic Orion", 3984 BRZ (IMO-Nr.: 9273076), erlitt am 27.12. einen Maschinenausfall, als es gerade die antarktische Halbinsel in Richtung Ushuaia verließ. Die Passagiere waren nicht in Gefahr, und mit reduzierter Fahrt ging es durch die Drake-Passage zurück. Die nächste geplante Abfahrt musste ebenso wie jene im Januar 2017 abgesagt werden. Ingenieure wurden nach Ushuaia geflogen, um den Schaden zu untersuchen. Die Passagiere aller betroffenen Fahrten konnten mit Entschädigungen rechnen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutterwrack bei Lake Ellesmere zerlegt
(31.12.16) Nachdem sie über zwei Wochen bei Canterbury gestrandet war, wurden die Reste des 129-Tonnen-Kutter „Lady Sarah“ am 30.12. in eine Werft gebracht, um zu sehen, was noch zu retten war. Er war am 15.12. am Kaitorete Spit, unweit der Mündung des Lake Ellesmere auf Grund gelaufen.
Danach war der Treibstoff abgepumpt und in einen Tanklaster an Land gefüllt worden. Danach wurde der Kutter in mehrere Teile zerlegt und auf Lastern zur Werft gebracht. Die Arbeit dauerte mehrere Tage.
Quelle:Tim Schwabedissen



Erster Tank der Cabrera geleichtert
(31.12.16) Am 28.12. gelang es Bergern, 4,600 Liter Bunkeröl aus einem der Tanks der vor Andros gestrandeten "Cabrera" abgepumpt. Eine Ölsperre wurde längsseits des Wracks ausgelegt. Drei Schlepper aus Gavrio unterstützten die Arbeiten. Auch an den umliegenden Küsten wurde mit der Ölreinigung begonnen. Kleinere Verschmutzungen waren entdeckt worden, ebenso ein dünner Ölfilm von 800 m2 unweit des Wracks.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter zum zweiten Mal in Beaufort gesunken
(31.12.16) In Beaufort sank am Morgen des 29.12. an Homer Smith's Dock and Marina der Garnelenkutter "Miss Darlene", der am Slip in der Marina lag. Die Feuerwehr wurde um 6.40 Uhr alarmiert. Das Schiff hatte, wie die Bilder von Überwachungskameras zeigten, bereits um Mitternacht begonnen, Steuerbordschlagseite zu entwickeln. Um 3.15 Uhr kenterte es, und Stunden später sank es auf 12 Fuß Tiefe.
Hydrauliköl lief danach aus, die Coast Guard überwachte die Situation. Bereits vor zwei Jahren sank das Schiff in dem Hafen nur 150 Fuß von der jetzigen Untergangsstelle entfernt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Suche nach 18 Vermissten bislang ergebnislos
(31.12.16) Am 30.12. dauerte die Suche nach 18 vermissten Crewmitgliedern der Fähre “Starlite “ durch die philippinische Coast Guard in Batangas weiter. Sieben Familien von Angehörigen halfen, vier nahe Inseln nach Überlebenden abzusuchen. 14 Mann wurden lebend gerettet, nachdem das Schiff im Taifun Nina vor Tingloysank, eine Tote wurde von Anwohnern von San Isidro, Batangas, am Strand entdeckt. 11 der Vermissten waren Studenten der Lyceum International Maritime Academy, die auf einem On-the-Job-Training waren.
Seit dem 26.12. waren die Coast Guard, die Marine und die Air Force auf der Suche. Am 29.12. stiegen Tech-Taucher zu den Koordinaten der vermuteten Untergangsposition ab, konnten aber nichts entdecken. Mit Sonar waren die Patroullienboote 320 und 323 auf der Suche.
Quelle:Tim Schwabedissen



Norwegian Sea musste Kreuzfahrt abbrechen
(31.12.16) Das norwegische Kreuzfahrtschiff "Viking Sea", 47842 BRZ (IMO-Nr.: 9725421), erlitt nach dem Auslaufen aus Barcelona am 28.12. gegen 19 Uhr Maschinenschaden und musste in den Hafen zurückkehren. Es machte am 29.11. gegen 23 Uhr an der Moll Adossat zur Reparatur fest.
Den Passgieren wurde angeboten, an Bord zu bleiben oder nach Hause zurückzukehren. Dies deutete darauf hin, dass der Schaden größer war und eine längere Reparatur erforderte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter deutscher Reederei rettete vier Segler und einen Hund
(31.12.16) Der liberianische Containerfrachter "Jennifer Schepers", 21018 BRZ (IMO-Nr.: 9433157), der BF Shipmanagement GmbH / Co. KG in Haren/Ems kam auf der Fahrt von Puerto Barrios nach Philadelphia der vierköpfigen Crew der 38 Fu langen Segelyacht "Luna C" sowie deren Bordhund rund 290 Meilen vor der Küste von Savannah, Georgia, zu Hilfe. Die Coast Guard Charleston war von Boat U.S. informiert worden, dass die Yacht Schaden am Mast sowie Motorschaden erlitten hatte.
Sie machten mithilfe des AMVER-Systems die "Jennifer Schepers" in der Nähe aus. Sie änderte ihren Kurs in Richtung der “Luna C” und nahm die Segler samt ihrem Hund an Bord. Die Yacht wurde aufgegeben, und die Schiffbrüchigen wurden am 30.12. in Wilmington, Delaware, an Land gesetzt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sechs Personen von gestrandetem Sportboot gerettet
(31.12.16) Von der Coast Guard Air Station Sitka stieg am 29.12. ein MH-60 Jayhawk-Helikopter auf, und von der Coast Guard Station Juneau lief ein Rettungsboot aus, nachdem ein Sportboot mit einer sechsköpfigen Crew an Bord am Nachmittag nahe Cube Cove, rund 65 Meilen nordöstlich von Sitka, Alaska, auf Grund gelaufen war. Der Jayhawk barg eine verletzte Frau ab und flog sie zur medizinischen Betreuung nach Juneau. Die anderen fünf wurden per Boot abgeborgen und zur Station Juneau gebracht. Das Boot, das leckgeschlagen war, kenterte später und ging mit der Flut auf Drift. Die Küstenwache warnte vor dem Wrack.
Quelle:Tim Schwabedissen



Luxusyacht nach drei Wochen geborgen
(31.12.16) Berger haben am 30.12. die Motoryacht “Nordfjord” mit Hebesäcken wieder flottgemacht, die am 8.12. vor dem Nordstrand von St. Thomas auf den Virgin Islands in der Hull Bay gestrandet, leckgeschlagen und gesunken war. Die zweiköpfige Crew hatte nach der Havarie von Helfern und der Coast Guard gerettet werden können.
Die 2003 erbaute Luxusyacht aus Tortola, eine Offshore 80 Voyager, wurde von Sea Tow Puerto Rico zunächst vor Cayo Norte (North Key) nördlich von Culebra gesichert und von Ölsperren umgeben. Das Boot sollte nun nach Puerto Rico geschleppt werden. Das Charterboot ist 82 Fuß lang, 16 Fuß breit und hat einen Tiefgang von 5,7 Fuß.
Quelle:Tim Schwabedissen



Asanna gedreht und nach Ostende transportiert
(31.12.16) Das Wrack des Kutters „Asanna - Z.582“, der am 28.12. vor England gekentert war, wurde, nachdem es aufgerichtet worden war, am 31.12. gegen Mittag nach Ostende eingeschleppt. Dort wird es nun weiter untersucht. Mit der Arbeit waren die Berger von Multraship aus Terneuzen betraut worden, die dazu den Schwimmkran „Cormorant“ einsetzten. Die „Provider“ von Ship Support aus Nieuwpoort sicherte und stabiliserte den Kutter.
Gegen Mitternacht begann die Überführung von einer Position vor Ramsgate in den 99 Kilometer entfernten, belgischen Hafen. Bei ruhiger See erreichte der Schleppzug diesen 12 Stunden später. Inzwischen wurde der Leichnam des Skippers Eric Maeckelbergh (38), aus Ostende zur Bestattung freigegeben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Abwracktrawler brannte zwei Mal binnen dreier Tage
(31.12.16) Der südkoreanische Trawler „Apsari 3“, 348 BRZ (IMO: 7051204), geriet in Las Palmas in Reina Sofía Sur zum zweiten Mal binnen 48 Stunden in Brand. Das Feuer konnte am 30.12. unter Kontrolle gebracht warden. Durch Schweißfunken hatte er am 27.12. erstmals Feuer gefangen, als im Doppelboden Rohre durchtrennt wurden. Öl ging in Flammen auf, und diese breiteten sich zum Laderaum aus.
Das zweite Feuer entstand am Abend des 29.12. in einem Holzstapel. Es wurde mit großen Wassermengen durch die „Miguel Cervantes“ von Salvamento Maritimo erstickt. Ob beide Feuer zusammenhingen, war noch nicht klar und wurde durch die Abbrecher von Logiscrap untersucht. Diese hatten im vergangenen Sommer ein ähnliches Schiff, die "Jayon”, ebenfalls zerlegt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Explosion auf taiwanesischem Kutter
(31.12.16) Der taiwanesische Skipper des Kutters “Chin Ming Hsing” aus Pingtung Donggang wurde schwer verletzt, zwei seiner Crewmitglieder leichter, als es auf dem Schiff im Xingang Fishing Port im osttaiwanesischen Taitung County beim Bunkern zu einer Explosion kam. Der 43-jährige wurde von der Feuerwehr aus dem Wasser gezogen und hatte keinen Herzschlag mehr.
Nach einer erfolgreichen Wiederbelebung wurde er ins Krankenhaus gebracht. Auch die beiden anderen kamen dorthin, der vierte Mann blieb unverletzt. Wahrscheinlich war Gas beim Bunkern ausgetreten und hatte sich entzündet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fährkollision in Wood’s Hole
(31.12.16) Im Fährdienst Woods - Vineyard kam es am 30.12. zu Verspätungen, nachdem die Fähre "Sankaty", 351 BRZ (IMO-Nr.:8108030), mit der "Island Home", 4311 BRZ (IMO-Nr.: 9410478), kollidierte. Die "Sankaty" steuerte gegen 18 Uhr übers Heck den Anleger in Woods Hole an, als sie gegen die dort am anderen Anleger festgemachte "Island Home" stieß. Die "Sankaty" trug Schrammen oberhalb der Scheuerleiste und Schäden am Schanzkleid davon.
Auch die "Island Home" erlitt Schrammen. Die Schäden waren aber eher kosmetischer Natur, und mit einer Stunde Verspätung konnte die "Sankaty“ nach der Freigabe durch die US Coast Guard die Rückfahrt nach Vineyard antreten. Die "Island Home" blieb im Fahrplan.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schlepperbei der Insel Jeju gesunken
(31.12.16) Am 29.12. sank ein Schlepper unweit der südkoreanischen Insel Jeju. Die zweiköpfige Crew des 29-Tonners kam ums Leben. Die Coast Guard Jeju hatte um 8.51 Uhr ein EPIRB-Signal 2,4 Kilometer westlich von Biyang Island aufgefangen. Wenig später wurde der 71-jährige Kapitän von einem passierenden Schiff geborgen, der andere Mann wurde von einem Patroullienboot aufgenommen.
Beide wurden im Krankenhaus für tot erklärt. Vier Patroullienboote und ein Helikopter waren auf der Suche nach dem Schlepper, der um 1.10 Uhr aus Hallim, Jeju, ausgelaufen und dann in schwere See geraten war.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motoryacht „Southern Comfort“ ausgebrannt (Bild: Vigili del Fuoca)   Großbild klick!

Drei Deutsche sterben bei Yachtbrand in Loano
(30.12.16) Im norditalienischen Hafen Loano in der Provinz Lugurien ging in der Marina di Loano in der Nähe von Finale Ligure am Morgen des 29.12. gegen sechs Uhr die 22 Meter lange, deutsche Motoryacht „Southern Comfort“ in Flammen auf. Eine 51-jährige Frau rettete sich durch den Sprung ins Wasser, sie wurde ins Krankenhaus Santa Corona in Pietra Ligure gebracht. Die übrigen drei Menschen an Bord kamen ums Leben.
Die beiden Männer und die Schwester der Überlebenden waren in ihren Kabinen im Bug der Yacht gefangen. Die Rettungskräfte aus Albenga und Finale versuchten noch, die drei Eingeschlossenen aus dem Schiff zu ziehen und versuchten dazu, den Rumpf aufschneiden. Doch jede Hilfe kam zu spät, die drei verbrannten. Sie stammen aus Nordrhein-Westfalen und Hessen.
Die beiden 53-jährigen Männer kamen aus Iserlohn, bei der Frau handelte es sich um eine 61-jhrige aus Frankfurt/Main. Die einzige Überlebende war eine 52 Jahre alte Frau aus Lippstadt. Die Yacht, die seit einem Jahr im Hafen von Loano gelegen hatte, sank im Laufe der Löscharbeiten am Kai übers Heck ab. Die Staatsanwaltschaft leitete eine Untersuchung ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Barbara spülte Container auf ostfriesischen Inseln an
(30.12.16) Am 28.12. wurden fünf zum Teil beschädigte 40-Fuß-Container auf Wangerooge beim Leuchtturm und unweit des Hafens angespült. Der Sturm Barbara hatte sie tags zuvor von einem Schiff ins Meer gerissen. Mittlerweile wurden auch auf Spiekeroog vier Container und auf Norderney drei weitere Container angetrieben. Insgesamt sollten 16 auf Drift gegangen sein.
Sie stammten alle von der unter Bahamas-Flagge laufenden „Fri Star“, 2601 BRZ (IMO-Nr.: 9229166), auf der Fahrt von Reykjavik nach Rotterdam. In den Boxen befanden sich Holzlatten in verschiedenen Stärken und Längen. Über eine Bergung sollte nun in Absprache mit dem Wasser- und Schifffahrtsamt und dem Havariekommando in Cuxhaven entschieden. Viel Zeit blieb dafür nicht, denn für den Jahresbeginn wurde bereits ein weiterer Sturm angekündigt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter "Asannat – Z 582" (Bild: G. Gyssels)   Großbild klick!

Einziger Überlebender berichtet von 11 Stunden auf dem Kiel gekenterten Kutters
(30.12.16) Johny Ronsijn, 50, der wohl einzige Überlebende des belgischen Kutters "Asannat – Z 582", 62 BRZ (MMSI-Nr.: 205294000), der am 27.12. rund 17 Meilen nordöstlich von Ramsgate kenterte, ist inzwischen in seine Heimat Ichtegem zurückgekehrt. Er berichtete, dass das Unglück sich beim Aufholen der Netze ereignet hatte. Er selbst war zu diesem Zeitpunkt an Backbordseite, seine beiden Kollegen befanden sich an Steuerbordseite.
Die beiden Netze hingen noch außenbords, als es auf einmal einen gewaltigen Knall gab und sich der Kutter binnen weniger Sekunden auf die Seite legte. Ronsijn musste sich vor den automatisch einfahrenden Netzen, zwischen denen er eingeklemmt zu werden drohte, in Sicherheit bringen und sprang dann ins Wasser. Die anderen taten es vermutlich ebenso.
Sein Fischeranzug füllte sich sofort mit Wasser, deshalb schnitt er ihn mit einem Messer auf, als er ihn unter die Wasseroberfläche zog. Nachdem er wieder aufgetaucht war, war er für einen Moment orientierungslos, konnte dann aber sein Schiff an den unter Wasser noch leuchtenden Lichtern ausmachen. Er schwamm zurück und versuchte, am Bug hinauf zu klettern.
Die Rettungsinsel hatte sich nicht gelöst und entfaltet. Der Bug ragte zu hoch auf, um ihn zu erklimmen. Deshalb musste er am Rumpf entlang bis zum Heck schwimmen und konnte, als es in den Wellen tiefer eintauchte, hier auf den Kiel klettern. Dabei verursachten die Muscheln am Unterwasserschiff Schnittverletzungen.
Kutter gekenntert (Bild: RNLI)   Großbild klick!
Nachdem er oben auf dem umgedrehten Kutter war, zog er seinen Sweater über den Kopf und atmete hinein, um sich bestmöglich warm zu halten. Dennoch war er völlig ausgekühlt und gefühllos in den Gliedmaßen, als ihn ein Hubschrauber der britischen Coastguard an Bord zog, nachdem ein Tanker den Schiffbrüchigen 11 Stunden nach dem Unglück entdeckt und Alarm geschlagen hatte. Er wurde dann ins William Harvey Hospital in Ashford, Kent, geflogen. An der Suche nach den beiden Vermissten waren seit 7.43 Uhr die beiden Rettungsboote aus Ramsgate, die “Esme Anderson” sowie “Claire and David Delves”, beteiligt. Sie untersuchten als erstes den Rumpf auf Lebenszeichen.
Nachdem dies ergebnislos blieb, liefen sie in Suchpatterns, die durch die UK Coastguard ausgegeben wurden, das Seegebiet ab.
Später stieß auch das Boot aus Harwich hinzu. Das kleinste der Boote wurde gegen 13 Uhr aus dem Einsatz entlassen, als es die Grenze seiner Reichweite erreicht hatte. Ein zweiter Fischer, de 38-jährige Skipper aus Ostende, wurde wenig später in der See lokalisiert und von der “Esme Anderson” an Bord gezogen. Er wurde dann von dem in Lydd stationierten Hubschrauber der Coastguard aufgewinscht und ebenfalls ins William Harvey Hospital geflogen, konnte aber nicht mehr gerettet werden.
Der dritte Mann aus Spanien blieb weiter vermisst. Als es dunkel wurde, brach die Küstenwache die Suche ab, und das zweite Rettungsboot aus Ramsgate machte um 17.19 Uhr an seiner Station fest. Die holländischen Berger von Multraship sicherten das Wrack, das dazu mit eingepumptem Wasser stabilisiert wurde. Nach einer weiteren Inspektion durch Taucher sollte es gegen 21 Uhr in einen belgischen Hafen geschleppt werden.
Bereits am 6.2.2015 war die “Asannat” einmal in Seenot gewesen. Bei neun Beaufort Wind war die Maschine 30 Meilen östlich von Harwich ausgefallen. Das dortige RNLI-Boot “Albert Brown” konnte den Havaristen bergen, nachdem die Schleppverbindung im Sturm drei Mal gebrochen war. Der Kutter wurde 1961 bei J. van der Molen & Zn. in Zaandam als „Stern – Z 403“ für Petrus Latruw in Zeebrugge erbaut.
Nach mehreren Besitzerwechseln wurde er 1998 zur „Asannat“ von BVBA Versluys-Vantroye Bredene in Ostende. Zeitweilig wurde er auch als Angelkutter auf der Nordsee eingesetzt. Das Schiff ist 21 Meter lang, 5,43 Meter breit und hat 2,33 Meter Tiefgang.
Quelle:Tim Schwabedissen



gesunkenes Sportboot (Bild: Polizei Waren)   Großbild klick!

Ehemaliges Polizeiboot gesunken
(30.12.16) Am 27.12. gegen 19 Uhr informierte der Eigner eines Sportbootes die Beamten der Wasserschutzpolizeiinspektion Waren, dass sein Sportboot in etwa 1,5 Metern Wassertiefe im Müritzarm gesunken war. Nur noch die Aufbauten und die Persenning ragten aus dem WasserDie Freiwilligen Feuerwehren aus Röbel und Priborn legten Ölsperren aus.
Der Eigentümer musste sich nun um die Bergung des Bootes kümmern. Eine Spezialfirma sollte damit am 29.12.beginnen. Bei dem Sportboot handelte es sich um ein Fahrzeug vom Typ "Kontrollboot 12 - KB 12". Dieser befindet sich nach umfänglichen Umbaumaßnahmen noch heute u.a. als Dienstboot bei der Wasserschutzpolizei im Einsatz.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer in Sojaladung von Frachter in St. Nazaire
(30.12.16) Am 28.12. gegen 17.30 Uhr brach ein Feuer in der Ladung des unter Liberia-Flagge laufenden Bulkcarriers "Oceanmaster", 33049 BRZ (IMO-Nr.: 9641340), am Getreideterminal von Montoir-de-Bretagne in Saint Nazaire aus. Der Frachter war mit einer Ladung von 12,000 Tonnen Sojabohnen am 20.12. aus Constanta gekommen. 14 Feuerwehrleute brauchten bis 21.15 Uhr, um den Brand komplett zu löschen. Acht Tonnen der Ladung wurden zerstört, weitere 50 Tonnen verschmutzt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei Crewmitglieder von Tanker bei Rettungsaktion ums Leben gekommen
(30.12.16) Ein Kutter mit drei Mann an Bord rammte am Abend des 27.12. den indonesischen Tanker "Angelia 2", 1846 BRZ (IMO-Nr.: 8911061), in der Banda-See vor der Küste von Bahodopi in Zentral-Sulawesi. Der Unfall ereignete sich bei Nebel. Der Kutter explodierte nach dem Zusammenstoß. Zwei Crewmitglieder des Tankers kamen ums Leben, als sie versuchten, den Fischern zu Hilfe zu kommen.
Zwei von ihnen wurden gerettet, ein dritter vermisst. Der Tanker, der von Baubau kam, machte am 28.12. in Kentari fest.
Quelle:Tim Schwabedissen



Binnenschiff mit schweren Schäden in Tolkamer festgemacht
(30.12.16) Schwere Schäden an Steuerbordseite trug bei der Kollision auf der Waal in Millingen das belgische Binnenschiff "Avalona", 1213 ts (EU-Nr.: 06000184), davon, das am 29.12. um 10.30 Uhr eine Frontalkollision mit einem Schubschlepper gehabt hatte. Der Bug wurde eingedrückt und aufgerissen, allerdings weitgehend oberhalb der Wasserlinie. Es kam nur zu einem geringen Wassereinbruch.
Das Schiff war am 28.12. um 2.10 Uhr aus Antwerpen ausgelaufen. Da es fahrtüchtig geblieben war, steuerte es nach der Assistenz durch Rijkswaterstaat und Feuerwehr den Hafen von Tuindorp, Tolkamer, an, wo es um 10.45 Uhr festmachte. Der Schlepper, der einen Gefahrgutcontainer mit einer entzündlichen Substanz an Bord gehabt hatte, machte zur Inspektion in IJzendoorn fest.
Quelle:Tim Schwabedissen



Verletzter vor Barcelona geborgen, Kutter nach Carboneras eingeschleppt und mögliche Opfer von Sportbootuntergang gesucht
(30.12.16) Zweimal binnen 24 Stunden kamen Rettungsboote von Salvamento Maritimo havarierten Kuttern zu Hilfe. Am 27.12. beschädigte eine Explosion das Ruderhaus des 27 Meter langen, spanischen Kutters "Maireta IV" (MMSI-Nr.: 224085930) vor der Küste von Barcelona. Ein Crewmitglied wurde dabei verletzt. Die "Salvamar Mintaka" (MMSI-Nr.: 224520520) der dortigen Station wurde gerufen, um den Verletzten abzubergen. Er wurde in ein Krankenhaus in Barcelona gebracht.
Am 28.12. wurde das Rettungsboot “Salvamar Denébola" (MMSI-Nr.: 224161930) der Station von Salvamento Maritimo in Almeria zur Assistenz für den 25 Meter langen, spanischen Kutter „Salvador Cazorla" (MMSI-Nr.: 224082480) gerufen. Die Maschine des Schiffes war ausgefallen, und es trieb in rauer See vor der Küste von Almeria. Es gelang dem 21 Meter langen Boot, den Havaristen auf den Haken zu nehmen und nach Carboneras abzuschleppen.
Am Nachmittag des 28.12. sank ein Sportboot offenbar vor Fornells in Begur. Möglicherweise handelte es sich bei dem Untergang um eine illegale Entsorgung, um die Abwrackkosten zu sparen. Einige Fischer, die auf Felsen vor Fornells standen, sahen das Boot um 16.30 Uhr vor Cap de Begur, wenige Minuten später war es verschwunden.
Daraufhin wurde Salvamento Marítimo verständigt. Die Seenotretter fanden Ölreste und einige Trümmer wie ein Stück Rumpf und einen Sitz und brachten sie in den Hafen. Ein Helikopter sowie die “Salvamar Sirius” (MMSI-Nr.: 224003410) der Station in Palamós sowie die Polizei von Begur und die Feuerwehr suchten ergebnislos nach möglichen Personen im 30 Meter tiefen Wasser.
Taucher einer speziellen Feuerwehrgruppe konnten das Wrack nicht finden. Am Nachmittag versuchten auch Taucher der Grupo Especial de Actividades Subacuáticas (GEAS) der Guardia Civil sowie der Unidad Acuática de los Mossos d’Esquadra ohne Erfolg, es aufzuspüren. Wahrscheinlich war das Schiff aus Aiguafreda gekommen und zwischen 12 und 13 Uhr versenkt worden. Es handelte sich wohl um ein vier bis fünf Meter langes Sportboot.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tote und Vermisste nach Ungück in Indonesien
(30.12.16) Die mit mindestens 100 Personen, darunter 10 Kindern, besetzte Fähre „Karamando“ sank in den Gewässern von Nord-Maluku in Ost-Indonesien am 29.12. Vier Tote wurden geborgen, 77 Menschen gerettet und ins Krankenhaus gebracht. Das Schiff war vom Jailolo Sub-Distrikt des Halmahera Barat-Distrikts von Ternate kommend unterwegs, als es Maschinenausfall erlitt und in aufgewühlter See kenterte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zweimaster lief auf Felsen
(30.12.16) Der 18 Meter lange Zweimaster “R. Tucker Thompson” lief am 28.1. um 17.30 Uhr auf Felsen vor der Bay of Islands, als er mit 40 Fahrgsten von einem Segelausflug zurückkehrte. Er schrammte auf den Hermione Rock auf halben Weg zwischen Waitangi und Kororareka Pt. Der Skipper verständigte sofort Russell Radio.
Er ging davon aus, dass er erst mit dem Hochwasser gegen 20 Uhr wieder loskommen würde. Doch bereits nach 20 Minuten kam das Schiff wieder frei, indem die Passagiere von einer Seite auf die andere liefen, und setzte die Reise nach Russell fort. Ein Taucher untersuchte den Rumpf, fand aber nur Schrammen.
Die “R Tucker Thompson” wurde im Stil eines gaffelgeriggten North American Halibut Schoner konstruiert und lief 1985 für den R Tucker Thompson Sail Training Trust vom Stapel.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht vor Bermuda entmastet
(30.12.16) Die 42 Fuß lange Yacht “Molto Bene” nahm Kurs auf Bermuda, nachdem sie auf der Fahrt von Annapolis in Maryland zu den U.S. Virgin Islands am 13.12. um 6.40 Uhr rund 320 Meilen südwestlich von Bermuda Mastbruch erlitten hatte. Die 42 Fuß lange Sloop mit einer dreiköpfigen Crew lief am 15.12. um 7.25 Uhr in St. George’s ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Die Glovis Corona kommt Silvester nach Bremerhaven zurück
(30.12.16) Am 31.12. sollte die "Glovis Corona" auf der am 26.12. in Sturmböen auf dem Weg von Hamburg in den Mittleren Osten Ladung übergegangen war, eskortiert von der „Bugsier 20“ Bremerhaven ansteuern. Hier sollte sie wegen des erhöhten Tiefgangs an einem Ponton festgemacht werden. Die Krängung konnte durch Umpumpen von Ballastwasser bis zum 30.12. auf neun Grad reduziert werden.
Für wen die Panzer an Bord waren und woher sie stammten, war unklar. Das für die Erteilung von Ausfuhrgenehmigungen zuständige Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle verwies an das Bundeswirtschaftsministerium, weil Kampfpanzer besonderen Genehmigungspflichten nach dem Kriegswaffenkontrollgesetz unterliegen. Zum Schutz von Betriebs- und Geschäftsgeheimnissen und personenbezogener Daten konnte die von diesem ins Bild gesetzte Bundesregierung keine Auskunft zu Details der Genehmigungsverfahren erteilen. Auch der Zoll in Bremerhaven wollte deshalb nichts über die Ladung sagen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Umweltalarm nach Kollision von Binnentanker mit Maas-Brücke
(30.12.16) Der deutsche Binnentanker “Maria Valentine", 3015 ts (EU-Nr.: 02324738), kollidierte am Abend des 29.12. mit einem Pfeiler und der Schleuse der Thompson-Brücke zwischen Grave und Nederasselt auf der Maas. Zunächst wurde befürchtet, dass Teile der Benzinladung ausgelaufen sein könnten. Auf Deck wurde Gasgeruch wahrgenommen. Die Tankventile waren beim Aufprall in Mitleidenschaft gezogen worden.
Rettungsdienste aus Nord- und Süd-Gelderland wurden alarmiert. Die fünfköpfige Crew wurde gegen Mitternacht vorsorglich evakuiert. Der Schiffsführer fühlte sich unwohl und kam vorsorglich ins Krankenhaus, die anderen wurden vor Ort untersucht. Die Anwohner von Grave wurden aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten.
Am 30.12. um 2.08 Uhr wurde die Warnung wieder aufgehoben, nachdem klar war, dass keine Gefahr durch Gase bestand. Der Tanker war um 19.20 Uhr aus Kessel in Grave ausgelaufen und dann offenbar auf die falsche Fahrwasserseite geraten. Der Schiffsverkehr zwischen Sambeek und Grave sowie auf dem Maas-Waal-Kanal wurde nach der Havarie unterbrochen.
Wegen der Beschädigung der Schleusenanlagen fiel der Wasserpegel der Maas stündlich um 10 Zentimeter. Auch Hausboote und die Schifffahrt in umliegenden Orten wie in Peasplas bekam dadurch Probleme. Der Tanker wurde 500 Meter oberhalb der Unfallstelle vertäut. Er war erheblich beschädigt, das Ruderhaus total zerstört.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kollision in Brunsbüttel
(30.12.16) Am späten Abend des 29.12. kollidierte der russische Frachter „Oniks“ 3505 BRZ (IMO-Nr.: 9555321), mit der Schleusenanlage in Brunsbüttel. Der Unfall ereignete sich um 23.35 Uhr beim Einlaufen von der Elbe in die Alte Schleusenanlage. Das Schiff, das von Rotterdam nach St. Petersburg unterwegs war, rammte die Kaimauer der Mole 2. Dabei wurden zwei Dalben vollständig zerstört. Der Wulstbug des Schiffes wies eine Delle mit einem Durchmesser von etwa 1,50 Metern an der Backbordseite auf. Nach ersten Befragungen an Bord der "Oniks" war menschliches Versagen bei der Ansteuerung des Schleusenvorhafens Ursache der Havarie.
Der Bereitschaftsdienst der Berufsgenossenschaft für Transport und Verkehrswirtschaft entschied, dass das Schiff seine Reise im Kanal bis Kiel fortsetzen durfte, sich dort aber einer Klassenbestätigung unterziehen muss. Es machte am 30.12. gegen acht Uhr am Voith-Kai im Nordhafen fest.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bulkcarrier "Allegra" im Sclepp (Bild: Eckardt)   Großbild klick!

Havariekommando beendete Einsatz – Frachter nach Bremerhaven eingeschleppt
(29.12.16) Der unter Malta-Flagge laufende Bulkcarrier "Allegra", 22861 BRZ (IMO-Nr.: 9519169), wurde am Vormittag des 28.12. die Weser aufwärts geschleppt. Er wurde um 10.45 Uhr an den Kai der Lloyd-Werft in Bremerhaven gelegt. Hier sollten Arbeiter der German Dry Docks (GDD) den Schaden an der Maschine, der am 26.12. aufgetreten war, untersuchen und beheben.
Die “Allegra” ist 180,4 Meter lang, 30 Meter breit, hat 9,9 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 34146 Tonnen. Sie läuft für die Alloceans Shipping Co. Ltd. in Athen und wurde 2011 von der Dae Sun Shipbuilding & Engineering Co. Ltd. in Pusan erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker nach Bergung vor Calais nun vor Holland
(29.12.16) Am 25.12. gegen drei Uhr warf der unter Marshall-Islands-Flagge registrierte Tanker “Cape Bon", 25108 BRZ (IMO-Nr.: 9260055), Anker auf der Westhinter-Reede vor Wandelaar, wo er seither verblieb. Nach Reparaturen war er am 24.12. um 19.30 Uhr wieder aus Dünkirchen ausgelaufen. Er war am 19.12. im Englischen Kanal rund 18 Kilometer vor Calais in Brand geraten. Das Feuer in einer Schalttafel hatte zu einem kompletten Blackout an Bord des Schiffes geführt.
Nachdem der maritime Präfekt für den Englischen Kanal und den Atlantik am Nachmittag desselben Tages alarmiert worden war, wurde der Notfallschlepper „Abeille Languedoc“ aus Boulogne-sur-Mer in Marsch gesetzt, um den Havaristen nach Dünkirchen zu bringen.
Die „Cape Bon“ ist 175,93 Meter lang, 31,03 Meter breit, hat 11,05 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 40225 Tonnen. Sie läuft im Management der Columbia Shipmanagement (Deutschland) GmbH in Hamburg und wurde 2003 in Ulsan als “Cape Bond” erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Autofrachter "Glovis Corona" mit Schlagseite (Bild: Scheer)   Großbild klick!

Ladung ging in der Deutschen Bucht über
(29.12.16) Auf dem südkoreanischen Autofrachter "Glovis Corona", 55680 BRZ (IMO-Nr.: 9122930), ging im Sturm Barbara auf dem Weg von Hamburg, wo er am 26.12. ausgelaufen war, nach Göteborg in der Deutschen Bucht durch Seeschlag die Ladung über. Das Schiff entwickelte 15 Grad Backbordschlagseite. Der Kapitän drehte um und steuerte ruhigeres Wasser in der Wesermündung an.
Dort ankerte das Schiff am 27.12. auf der Neuen Weser-Reede. Die Mannschaft versuchte, es etwas aufzurichten, indem sie Wasser in die gegenüber liegenden Ballasttanks pumpte. Wenn dies gelingt, könnte anschließend Wilhelmshaven oder Bremerhaven als Nothäfen angelaufen werden. Der Frachter hat auf einem Deck Panzer geladen haben. Sie wurden zwischen dem 22. und 24.12. in Bremerhaven verladen.
Die „Glovis Corona“ ist 200 Meter lang, 32,3 Meter breit, hat 10,01 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 21421 Tonnen. Sie läuft für die Haeyoung Maritime Serv. Co. Ltd. In Busan und wurde 1996 bei Hyundai in Ulsan erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Vor Kos gestrandeter Versorger hatte Raketenabwehrsystem an Bord
(29.12.16) Ein Ruderschaden war Schuld an der Strandung des Offshore-Schiffs "Alcatras" in Ammoglossa nahe Accra Skandariou auf Kos. Inzwischen ist auch klar, warum die Decksladung so hastig verborgen wurde – das Schiff transportierte ein Raketenabwehrsystem für türkische Fregatten. Deshalb lehnte der Kapitän es auch ab, nach Kos abgeschleppt zu werden, und wollte versuchen, den Schaden vor Ort reparieren.
Der Wassereinbruch im Achterschiff war am 28.12. unter Kontrolle. Der Havarist lag weiterhin 100 Meter vor dem Strand von Lambi. Es war von Tuzla nach Antalya unterwegs. Zwei Patroullienboote der griechischen Marine waren vor Ort.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schiffbrüchiger klammerte sich an Anker fest
(29.12.16) Beide Besatzungsmitglieder des indonesischen Schleppers “La Bella" wurden in Zamboanga City am 27.12. gerettet, nachdem er 500 Meter vom Cawa Cawa Boulevard entfernt mit dem unter Panama-Flagge laufenden Frachter „Gold Eagle“, 5580 BRZ (IMO-Nr.: 9168398), kollidiert und gekentert war. Er war mit dem Steuerbordbug gegen einen Anker des Schifes geraten und dann umgeschlagen.
Einer der Männer konnte sich an einen der Anker des kieloben treibenden Wracks festhalten, wo er gerettet wurde. Dem zweiten gelang es, an Land zu schwimmen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kaum noch Überlebenschancen für vermissten Spanier vor Ramsgate
(29.12.16) Nur noch geringe Überlebenschancen wurden dem letzten noch vermissten Besatzungsmitglied des 19 Meter langen, belgischen Trawlers "Assanat - Z 582" (MMSI-Nr.: 205294000) eingeräumt, der am 27.12. gegen 23 Uhr 10 Meilen nordöstlich von Ramsgate im Englischen Kanal gekentert war. Ein Belgier war sieben Stunden später durch die Crew eines passierenden Tankers vom Kiel des Schiffs gerettet worden, woraufhin die belgischen und englischen Behörden eine Suchaktion mit einem Handelsschiff, das sich in der Nähe befand, zwei Rettungshubschraubern und den beiden RNLI-Booten aus Ramsgate und einem aus Harwich starteten.
Am 28.12. gegen Mittag wurde ein zweiter Belgier, ein 39-jähriger Fischer aus Ostende, im Wasser gefunden. Er wurde in kritischem Zustand vom Hubschrauber aus Lydd aufgewinscht ins Krankenhaus gebracht, wo er wenig später starb. Ein Spanier wurde bislang noch nicht gefunden.
Die Wassertemperatur betrug acht Grad. Taucher suchten das Wrack des Kutters ohne Erfolg nach ihm ab. Am späten Nachmittag wurde die Suche mit Einbruch der Dunkelheit vorerst abgebrochen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Scandlines-Fähre mit Startproblemen
(29.12.16) Die dänische Fähre “Copenhagen", 24000 BRZ (IMO-Nr.: 9587867), die nach ihrer Ablieferung mit mehrjähriger Verspätung erst am 21.12. auf der Rostock – Gedser-Route in Fahrt kam, erlitt am 28.12. Maschinenausfall auf dem Weg nach Gedser. Das Schiff war um 9.10 Uhr aus Rostock ausgelaufen und stoppte um 10.2ß Uhr in der Kadetrinne. Zeitweilig war nur noch Notbeleuchtung an Bord an.
An Bord waren 137 Fahrgäste. Bis 12.40 Uhr trieb das Schiff oder kam mit nur 3,5 Knoten voran. Schließlich erreichte es Gedser mit drei Stunden Verspätung. Die Passagiere erhielten freies Essen und Getränke. Um 15 Uhr verließ das Schiff den Hafen wieder gen Rostock.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kaum Verschmutzungen nach Untergang von Versorgerpaar
(29.12.16) Nach dem Untergang der dänischen Versorger "Maersk Shipper" und "Maersk Searcher" vor der Île de Sein wurde bei einem Kontrollflug durch ein Flugzeug der französischen Küstenwache am 23.12. nur ein leichter Ölfilm nahe der Unglücksstelle beobachtet. Die von Frankreich angeforderten Zertifikate lagen derweil vor, ebenso wie detaillierte Baupläne. Daraus ging hervor, dass sich einige nicht auspumpbare Ölreste in verschiedenen Bunkertanks der Wracks befanden.
Es handelte sich dabei überwiegend um Leichtöl, mit Ausnahme des Inhalts eines Center-Tanks, in dem sich 10 Kubikmeter Schweröl befanden. Beide Schiffe waren zur Überführung nach Reinigung freigegeben worden. Täglich sollte vorsorglich nun ein Überwachungsflug stattfinden.
Quelle:Tim Schwabedissen



320 Container aus gestrandetem Frachter geleichtert
(29.12.16) Aus dem gestrandeten Frachter "Hongyuan 02"vor Huanglong wurden bis Weihnachten die meisten Container geborgen. Binnen sechs Tagen wurden 320 Boxen im Gewicht von fast 10.000 Tonnen geleichtert. Löcher im Rumpf wurden durch Taucher abgedichtet, und die Versuche, die Laderäume zu lenzen und das Achterschiff lenz zu halten, gingen weiter.
Die Stabilisierung des Rumpfes sollte binnen etwa zwei Tagen abgeschlossen werden. Besonderes Augenmerk galt der Gefahr, dass das mit dem Bug unter Wasser liegende Schiff, das weiterhin Steuerbord-Schlagseite aufwies, unter dem Einfluss von Wind und Wellen überrollen könnte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schubverband auf der Donau aufgelaufen
(29.12.16) Am frühen Morgen des 29.12. havarierte auf der Donau bei Metten das deutsche Schubschiff "Stadt Nürnberg", 2223 ts (EU-Nr.: 05111560), mit einem vorgespannten Schubleichter. Der Verband war gegen sieben Uhr bergwärts in Richtung Straubing-Sand unterwegs, um dort 1.800 Tonnen Raps zu löschen. Auf Höhe der Mettener Donauinsel fiel die Ruderanlage aus. Auch das Notruder konnte der slowakische Schiffsführer nicht einsetzen.
Der Schubverband kam nach Backbord vom Kurs ab und lief auf eine Kiesbank auf. Beim Versuch, mit eigener Kraft wieder freizukommen, wurde so viel Kies aufgeworfen, dass über die gesamte Fahrwasserbreite ein etwa 70 Zentimeter hoher Kieswall entstand. Dieser stellte bei dem derzeit vorherrschenden niedrigen Wasserstand ein unüberwindbares Hindernis für die gesamte Schifffahrt dar. Das Wasserschifffahrtsamt sprach deshalb eine Sperrung der Donau zwischen Deggendorf und Straubing aus.
Der Wall musste mit Schwimmbaggern abgetragen werden, ehe es daran gehen konnte, den Schubverband wieder freizuschleppen. Zuvor musste die Ruderanlage technisch überprüft werden und zumindest ein Teil der Ladung geleichtert werden, da in nächster Zeit nicht mit steigendem Pegelstand zu rechnen war.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kollision auf der Waal
(29.12.16) Auf der Waal bei Millingen kollidierte ein mit Dünger beladenes Binnenschiff am 29.12. gegen 10 Uhr mit einem ihm entgegenkommenden Schubschlepper und schlug leck. Rijkswaterstaat und Feuerwehr brachten es in einen Hafen. Der Wassereinbruch wurde unter Kontrolle gebracht. Der Schlepper wurde in den Übernachtungshafen von IJzendoorn gebracht. Er war unbeschädigt geblieben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker lief Frachter in die Seite
(29.12.16) Am 23.12. kollidierte der unter Malta-Flagge laufende Tanker "Key Marmara", 3753 BRZ (IMO-Nr.: 9268239), beim Auslaufen aus dem Hafen von Svetly in der russischen Enklave Kaliningrad mit dem am Kai liegenden, holländischen Frachter "Alana Evita", 2281 BRZ (IMO-Nr: 9356529).
Der Tanker kam vom Kurs ab und lief dem Frachter in dessen Steuerbordseite. Er war am 21.12. aus Danzig gekommen und wurde ober- und unterhalb der Wasserlinie aufgerissen. Die "Key Marmara" erlitt nur geringe Schäden und lief am 26.12. von Kaliningrad nach Egersund aus.
Quelle:Tim Schwabedissen



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Quelle:Tim Schwabedissen



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Quelle:Tim Schwabedissen



(Bild: Wasserschutzpolizei MV)   Großbild klick!

Rügen: Motorboot sank in Lohme
(28.12.16) Durch den Hafenmeister des Hafens von Lohme wurden Beamte der Wasserschutzpolizeiinspektion Sassnitz am 27.12. darüber informiert, dass im Hafen ein Sportboot gesunken war. Es handelte sich um ein 7,50 Meter langes Motorboot mit das vor vier Jahren für 60000 Euro angeschafft worden war. Aus dem in zwei Metern Tiefe liegenden Boot trat Dieselkraftstoff aus.
Neben den Beamten der Wasserschutzpolizei kamen auch die Freiwilligen Feuerwehren Sassnitz, Lohme und Breege zur Bekämpfung eines rund 100 Quadratmeter großen Ölfilms zum Einsatz. Die genaue Ursache für den Untergang war noch nicht geklärt. Möglicherweise war das Boot aufgrund des stürmischen Wetters der vorangegangenen Nacht mit Wasser vollgeschlagen.
Es herrschte Niedrigwasser im Lohmer Hafenbecken; der Wasserpegel war um etwa einen Meter gefallen und erst im Laufe des beginnenden Tages wieder gestiegen. Das Wasser im Hafenbecken war trotz des vor der Mole tosenden Sturms ruhig gewesen. Der Eigner des Bootes wurde informiert, und die Bergung sollte durch diesen erfolgen. Er wohnt nicht auf Rügen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Helgoland: Bulkcarrier "Allegra" mit Maschinenausfall
(28.12.16) Am Abend des 26.12. erlitt der unter Malta-Flagge laufende Bulkcarrier "Allegra", 22861 BRZ (IMO-Nr.: 9519169), der am 23.12. aus Newport, UK, nach Bremen ausgelaufen war, südöstlich von Helgoland einen Ausfall der Hauptmaschine. Das Schiff drohte im Sturm auf einer Sandbank unweit des Knechtsand zu stranden. Das Havariekommando in Cuxhaven beauftragte den Notfallschlepper "Nordic" mit der Assistenz.
Der Havarist wurde rund 100 Meter von der Sandbank entfernt gesichert, bis der Sturm abflaute. Am 27.12. kamen die drei Schlepper "Elbe" (IMO-Nr.: 9323156), "Ems" (IMO-Nr.: 9323168) und "Turm" (IMO-Nr.: 9211212) aus Wilhelmshaven bzw. Bremerhaven und begannen am 28.12. damit, die "Allegra" weseraufwärts nach Bremerhaven zu ziehen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Binnenschiff lief auf Grund – zwei Verletzte
(28.12.16) Am 27.12. gegen 07:30 Uhr lief das deutsche Binnenschiff „Breitenstein", 1947 ts (EU-Nr.: 04701410), in Talfahrt mittschiffs am Rand der südlichen Fahrwasserrinne des Neckars auf Höhe der Kurpfalzbrücke auf Grund. Einem Bunkerboot gelang es zwar, den Havaristen wieder flott zu machen. Als die Schlepptrosse, mit der das Bergungsmanöver erfolgt war, wieder auf die „Breitenstein“ zurückgegeben werden sollte und vom Bunkerboot losgeworfen wurde, geriet es in den Propeller des Frachters und kam plötzlich wieder auf Spannung.
Der 57-jährige Steuermann wurde dabei lebensgefährlich verletzt und musste mit einem Rettungshubschrauber in die Klinik verbracht werden. Auch der 70-jährige Schiffsführer musste in der Folge mit Verdacht auf Herzinfarkt behandelt werden. Für beide Männer bestand inzwischen keine Lebensgefahr mehr.
Ein Taucher wurde gerufen, um den Propeller wieder freizubekommen. Das zu tief im Wasser liegende Binnenschiff musste zudem geleichtert werden. Dazu traf am Morgen des 28.12. das deutsche Baggerschiff „Niclas“ (MMSI-Nr.: 211589840) vor Ort ein. Für diese Arbeit musste der Neckar an der Unfallstelle für die Schifffahrt kurzzeitig gesperrt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei Tanker in Straße von Kertsch auf Grund gelaufen
(28.12.16) Zwei russische Tanker liefen am 24.12. kurz nacheinander beim Transit der Straße von Kertsch auf Grund. Die „Vladimir“, 4378 BRZ (IMO-Nr.: 9313589), kam um 19.34 Uhr bei den Tonnen 5-6 auf dem Weg von der Azow-See ins Schwarze Meer fest. Er war voll beladen und hatte einen Lotsen an Bord. Einem Schlepper gelang es um 22.44 Uhr, das Schiff wieder flottzumachen.
Um 23 Uhr kam in demselben Gebiet die “VF Tanker-7“, 5075 BRZ (IMO-Nr.: 9640554), unter ähnlichen Umständen fest. Derselbe Schlepper, der gerade an der „Vladimir“ im Einsatz gewesen war, befreite auch sie wieder. Beide Schiffe wurden auf die Reede von Kavkaz gelegt, Die maximale Durchfahrtstiefe der Wasserstraße wurde auf 3,3 Meter reduziert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Binnenschiff demolierte Ruderhaus an Botlekbrücke
(28.12.16) Am 28.12. um 4.45 Uhr kollidierte das holländische Binnenschiff "Camaro IV", 3188 ts (EU-Nr.: 02329331), das am Vorabend um 17.30 Uhr mit einer Ladung Container aus Rotterdam ausgelaufen war, mit der Botlekbrücke auf der Außenmaas bei Hoogvliet. Das Ruderhaus krachte gegen die Brücke und wurde zerstört, ein Crewmitglied leicht verletzt. Der Kapitän hatte vergessen, das Ruderhaus vor der Passage der 14 Meter hohen Brücke ausreichend abzusenken. Außerdem herrschte zum Unglückszeitpunkt Nebel. Die "RPA 13" der Hafenbehörde und ein Krankenwagen waren im Einsatz. Der Schaden an der Brücke hielt sich in Grenzen. Der 135 Meter lange Frachter machte nach der Kollision im Botlek fest.
Quelle:Tim Schwabedissen



Unbekannte ließen fünf Bargen und Schlepper stranden
(28.12.16) Am 24.12. wurden fünf Bargen und ein Schlepper der Eide Marine bei der Høylandsbygd Halsenøy in Sandvoll von Unbekannten losgeworfen und trieben durch die Høyland Straße, ehe sie am Ufer strandeten. In der Nähe lag auch ein Bohrschiff im Wert von 800 Millionen Dollar, das hätte beschädigt werden können. Ein Bootshaus und eine Pier, die sich einst an der Strandungsstelle befanden, wurden bereits vor zwei Jahren von einem Sturm fortgerissen und nicht wieder aufgebaut.
Andernfalls wären sie jetzt erneut zerstört worden. Als Konsequenz will die Eide Marine nun Überwachungskameras in Bethesda Vikjo, wo die Fahrzeuge lagen, installieren. Die Polizei in Kvinnherad nahm Ermittlungen auf.
Quelle:Tim Schwabedissen



Untergang und Feuer in Las Palmas
(28.12.16) Im Hafen von Las Palmas kam es am Morgen des 27.12. gleich zu zwei Havarien. Der 24 Meter lange Kutter “Alexandra”, der von zwei anderen Schiffen in den Hafen geschleppt worden war, sank zwischen 7 und 7:15 Uhr an der Cory Wharf, wo aufgegebene oder beschädigte Schiffe liegen. Er hatte kein Öl an Bord, dennoch wurde vorsorglich eine Ölsperre ausgebracht.
Wenige Stunden darauf geriet der koreanische Trawler “Apsari 3”, 348 BRZ (IMO-Nr.: 7051204) bei Abwrackarbeiten durch die Firma Logiscrap, in Brand. Die Feuerwehr und Schlepper von Salvamento gingen gegen die Flammen vor.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter kenterte vor Kent
(28.12.16) Im Englischen Kanal kenterte vor Kent am Abend des 27.12. gegen 23 Uhr ein 55 Fuß langer, belgischer Trawler. Er konnte keinen Notruf mehr absetzten. Ein Crewmitglied wurde am 28.12. um 7.45 Uhr vom kieloben treibenden Kutter durch ein passierendes Schiff gerettet. Er kam ins William Harvey Hospital in Ashford.
Nach den beiden übrigen startete die Maritime and Coastguard Agency (MCA) eine Suchaktion. Neben der Coastguard waren eine SAR-Helikopter aus Lydd, die beiden RNLI-Boote aus Ramsgate und ein Rettungsteam aus Margate daran beteiligt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schlepper sank in Zamboanga
(28.12.16) Nahe einer Pier in Zamboanga City sank am 27.12. gegen 10 Uhr der Schlepper „La Bella“ nach der Kollision mit dem Tanker „Gold Eagle“ in Südwest-Mindanao. Das Schiff ging 500 Meter vom Cawa Cawa Boulevard. Der Schlepper hatte 100 Liter Diesel an Bord. Menschen kamen nicht zu Schaden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Offshoreschiff "Alcatras"
(Bild: Hellenic Coastguard)   Großbild klick!

Offshore-Schiff unter mysteriösen Umständen vor Kos gestrandet
(27.12.16) Das 28 Meter lange, türkische Offshoreschiff "Alcatras" (MMSI-Nr.: 271010847) lief am 26.12. um 1.45 Uhr nur 40 Meter vor dem Strand an der Nordspitze der griechischen Insel Kos bei Amoglossa in stürmischer See auf Grund. Das Scooby-Taucherschiff war in Cesme zuvor offiziell mit Tauchausrüstung beladen worden. Es führte bei seiner Strandung in griechischen Hoheitsgewässern keine Flagge.
Über die schwere Ausrüstung, die auf dem Achterdeck gestaut war, wurden sofort große Plane gezogen. Zeugen sagten aus, dass auch Kisten möglicherweise mit Waffen über Bord geworfen worden seien. Weiteren Argwohn erregte, dass die Crew ihren Notruf an türkische Behörden schickte und keine griechischen Stellen kontaktierte.
Auch wurde zunächst griechische Bergungshilfe abgelehnt. Es hieß, der Rumpf sei an mehreren Stellen aufgerissen, und bei einem Abschleppversuch könnte das Schiff sinken. Allerdings wurde zunächst ein türkischer Schlepper angefordert. Dann ging ein Teil der Crew von Bord, ein halbes Dutzend blieb zurück, um Bergungsarbeiten zu unterstützten.
Die griechische Marine entsandte ein Schiff. Erst um 10 Uhr wurde eine allgemeine Notsituation erklärt, und der griechische Schlepper "Panagia Faneromeni" lief aus Kos aus. Bei starkem Wind und hoher Brandung war an eine Bergung aber nicht zu denken, bevor der Wind abgeflaut ist.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gestrandeter Frachter "Cabrera" (Bild: Hellenic Coastguard)   Großbild klick!

Schlepper erreichten erstmals Wrack der Cabrera vor Andros
(27.12.16) Bei starkem Wind und weiterhin stürmischer See gelang es Schleppern in den Weihnachtstagen nicht, den vor der Insel Andros gestrandeten Frachter "Cabrera", 4244 BRZ (IMO-Nr.: 9191955) der Brunsbütteler Reederei Strahlmann zu erreichen. Erst am 26.12. gelangte der griechische Schlepper "Pantanassa", 499 BRZ (IMO-Nr.: 9332561), von Piräus kommend an die Unglücksstelle heran. Er hatte Berger und Taucher an Bord, die den Rumpf des Schiffes daraufhin untersuchen sollten, welche Schäden entstanden waren und wie das Bunkeröl, insgesamt rund 70 Tonnen, abgepumpt werden könnte.
Im Laufe des Tages stieß auch der griechische Offshore-Schlepper "Med Fos", 640 BRZ (IMO-Nr.: 7617797), hinzu, ebenso wie ein Boot der Küstenwache. Das Wrack lag nach vorübergehendem Abflauen des Sturms mit leichter Backbordschlagseite auf den Felsen, das Hauptdeck war überspült, und der Aufbautenblock ragte noch teilweise aus dem Wasser. Am Vormittag des 27.12. lief die „Pantanassa“ nach Gavrion ein.
Die „Med Fos“ hatte noch bis vor kurzem das kieloben liegende Wrack des Frachters „Mustafa Kan“ (IMO-Nr.: 9462263) vor Kreta auf dem Haken gehabt, der am 23.9. gekentert war. Am 16.12. erst kehrte er nach Piräus zurück.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zahl der Vermissten in Batangas Bay nach oben korrigiert
(27.12.16) Die Suche nach Überlebenden der philippinischen Fähre "Starlite Atlantic", 1497 BRZ (IMO-Nr.: 7501534), die im Taifun Nina am 26.12. um 10.30 Uhr sank, wurde am 27.12. fortgesetzt. Die Anzahl der Vermissten wurde inzwischen auf 18 nach oben korrigiert. 15 Personen der 33-köpfigen Crew wurden gerettet, ein 21—jähriges Crewmitglied wurde am 27.12. tot auf den Strand von San Isidro gespült.
Die Fähre war bei starkem Wind auf Felsen gedrückt worden, als sie vor dem Wirbelsturm in Tingloy Schutz suchen wollte. Sie geriet in flaches Wasser, der Rumpf wurde an verschiedenen Stellen aufgerissen, und es kam zu einem nicht mehr kontrollierbaren Wassereinbruch. Das unbeladene Schiff kenterte wenig später. Die Reederei Starlite Ferries koordinierte die Rettungsbemühungen mit der Maritime Industry Authority (Marina), dem Roten Kreuz, den Regierungsbehörden von Maricaban, Puerto Galera, und Matoco sowie Ilijan in Batangas.
Sorge bereitete auch der Tanker “Obama”, der am 26.12. um 6.15 Uhr in Barangay Dili, Gasan, in Süd-Quezon auf der Fahrt von Subic Bay nach Tacloban gestrandet war. Die Coastguard stellte eine Ölverschmutzung an der Unglücksstelle fest und drängte die Eigner, das Schiff umgehend zu bergen.
Die Barge "Michael Ellis" der Construction and Development Corporation lag teilweise unter Wasser, nachdem sie an ihrem Ankerplatz bei Virac Port in Catanduanes Rumpfschäden erlitten hatte.
Die "San Miguel 12" sank vor der Küste von Lobo, Batangas. Alle acht Crewmitglieder wurden am 26.12. gerettet. Neben einer Reihe anderer Ausflugsschiffe strandete auch die „Baleno 5“ (MMSI-Nr.: 548768200) in Puerto Galera, Oriental Mindoro.
Quelle:Tim Schwabedissen



Russischer Frachter trieb vor Japan
(27.12.16) Der russische Frachter "Granit", 1972 BRZ (IMO-Nr.: 9342554), erlitt Maschinenausfall unweit der japanischen Insel Hokkaido auf der Fahrt von Petropavlovsk nach Kozmino mit 1040 Tonnen Ladung und Leercontainern an Bord. Das Schiff trieb bei Windgeschwindigkeiten von 12-15 m/s in 1,5 Meter hohen Wellen. Es gelang nicht, den Schaden mit Bordmitteln zu beheben.
Deshalb wurde der Bergungsschlepper "Neftegaz-55", 2723 BRZ (IMO-Nr.: 8418459), aus Wladiwostok angefordert. Er nahm den Havaristen auf den Haken und schleppte ihn mit aktuell 5,7 Knoten in Richtung des Hafens, wo der Schleppzug am 27.12. erwartet wurde. s
Quelle:Tim Schwabedissen



Suchaktion vor Bude
(27.12.16) Am 26.12. um 19.50 Uhr funkte das 20 Fuß lange Festrumpf-Schlauchboot “Whiskey One” Mayday vor Cornwall eine halbe Meile von Bude entfernt. Die Coastguard startete eine Suchaktion mit Rettungsbooten und dem Hubschrauber 924. Das RNLI-Boot aus Bude konnte wegen der Dunkelheit nicht auslaufen, die Crew suchte aber die Küste ab, auch das Boot aus Padstow und die Bude Coastguard suchten ohne Ergebnis nach dem Boot.
Quelle:Tim Schwabedissen



Mindestens 30 Tote auf Albertsee
(27.12.16) Bei einem Schiffsunglück auf dem Albertsee ertranken am 25.12. in Uganda mindestens 30 Menschen. Es handelte sich um Spieler einer örtlichen Fußballmannschaft und deren Anhänger. Spieler und Fans brachten das überladene Schiff durch heftiges Feiern offenbar selbst zum Kentern gebracht. Das Wasser war ruhig. Der Kutter kenterte, als die Spieler und ihre Fans sich auf einer Seite des Schiffes versammelten. Nur 15 Menschen konnten gerettet werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter wird nach Kollision in Bremerhaven repariert
(27.12.16) Einen Monat nach einer Havarie lag der deutsche Frachter "Meridian", 1251 BRZ (IMO-Nr.: 7002605), aktuell weiter zur Reparatur im Bremerhavener Fischereihafen am Kai der Firma Heise. Er war am 24.11. auf der Reise nach Oldenburg an der Bremerhavener Stromkaje mit einem Dalben, einem Betonpfeiler und einer Leiter kollidiert und an Steuerbordseite beschädigt worden. Nach einer Inspektion durch die Wasserschutzpolizei konnte das Schiff seine Reise zunächst fortsetzen. Am 8.12. lief es dann zur Beseitigung der nicht unerheblichen Schäden am Rumpf nach Bremerhaven ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Offshore-Verarbeitungsschiff "OSX 1"
(Bild: Sigbjoern Uland)   Großbild klick!

Offshore-Schiff riss sich im Sturm los
(26.12.16) Am Morgen des 26.12. riss sich das unter Liberia-Flagge laufende Offshore-Verarbeitungsschiff "OSX 1", 94626 BRZ (IMO-Nr.: 9399832), im Sturm von seiner Mooring in Lyngdal im Rosfjord los. Eine der vier Ankerketten brach, und das Schiff trieb auf mehrere ebenfalls dort ankernde Ölplattformen zu und drohte mit ihnen zu kollidieren. Mehrere Schlepper wurden eilends herbeigerufen. Um 10 Uhr waren vier vor Ort, gefolgt von einem weiteren um 12 Uhr. Das Schiff war in den Fjord getrieben, wurde aber noch von den Bugankern gehalten. Zwei Schlepper drehten es in den Wind, um es unter Kontrolle zu bekommen.
Küstenwache, Polizei, Feuerwehr und Ölbekämpfungsteams waren vor Ort. Gegen Mittag war die Lage entschärft. Die beiden Schlepper "FFS Achilles" und "FFS Atlas" blieben vorerst mit dem Schiff verbunden, das erst nach einem Abflauen des Sturms würde neu verankert werden können.
Quelle:Tim Schwabedissen



Havarierter Tanker im Schlepp nach Gibraltar unterwegs
(26.12.16) Der unter Malta-Flagge laufende Bergungsschlepper "Salvanguard", 3342 BRZ (IMO-Nr.: 9276664) nahm in den Weihnachtstagen den unter Marshall Islands-Flagge registrierten Tanker "Nordic Passat", 84856 BRZ (IMO-Nr.: 9229386), der südöstlich von Las Palmas Maschinenschaden erlitten hatte.
Außerdem steuerte ein Helikopter den Havaristen an, nachdem ein verletztes Crewmitglied vor Santa Cruz abgeborgen werden musste. Das Schiff war vom Bonga Offshore Terminal gekommen. Am 31.12. sollte der Schleppzug Gibraltar erreichen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bergungsschlepper geborgen
(26.12.16) Am 23.12. gegen 18 Uhr gelang es einem Bergungsteam, den unter St. Vincent-Grenadines-Flagge laufenden Schlepper "Salvage Titan", 2057 BRZ (IMO-Nr.:7522136), wieder flottzumachen. Das Schiff war am Morgen des 28.11. auf der Fahrt von Oieka nach Malaysia bei Barangay Marzan in Sanchez Mira, Cagayan, gestrandet. Die 16-köpfige philippinische Crew wurde gerettet. Das Schiff war mit einer Barge und Containerkränen unterwegs gewesen, als es vom Sturm auf die Küste gedrückt wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Containerfrachter riss sich in Hamburg los
(26.12.16) In den Mittagsstunden des 26.12. riss sich der unter Hongkong-Flagge laufende Containerfrachter "CSCL Uranus", 150853 BRZ (IMO-Nr.: 9467304), der am 23.12. von Rotterdam kommend am Container Terminal Tollerort in Hamburg festgemacht hatte, von seinem Liegeplatz los. Im Sturm waren die Trossen gebrochen.
Sechs Schlepper, unter ihnen die "Michel", "Peter" und "Fairplay VI“, waren vonnöten, den Ausreißer unter Kontrolle zu bringen und wieder am Vulkanhöft festzumachen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Taifun über Philippinien ließ Schiffe stranden und sinken
(26.12.16) Die unter Komoren-Flagge laufende RoRo-Fähre "Super Shuttle RoRo 5", 6105 BRZ (IMO:7822500), geriet im Taifun Nock-Ten (Nina) am 26.12. vor der Küste von Mabini in der philippinischen Batangas-Provinz südlich von Manila in Seenot. Gegen 11 Uhr trieb sie vor Mabini San Miguel und funkte Notrufe, bevor sie auf Grund getrieben wurde. Die Küstenwache schickte die beiden Patroullienboote "Pampanga" und "MCS 3001". Alle 25 Crewmitglieder und Passagiere wurden gerettet.
Das Schiff wurde 1980 auf der Lübecker Schlichting-Werft als “Tajura” erbaut. Am Morgen des 16.7.2014 war es bereits einmal im Taifun Glenda (Rammasun) in Santa Clara, Batangas City, gestrandet, als es vor dem Sturm Schutz suchen wollte. Das 101, 18 Meter lange Schiff der Asian Marine Transport Corp. hatte keine Passagiere an Bord.
Ebenfalls im Taifun Nock-Ten sank die Fähre "Starlite Atlantic", 1497 BRZ (IMO-Nr.: 7501534) zwischen 10:20 und 11:30 Uhr vor der Insel Tingloy in der Batangas Bay. Es hatte versucht, dort Schutz vor dem Wirbelsturm zu finden. 14 Passagiere und Crewmitglieder wurden gerettet, eine Frau wurde tot geborgen, acht Menschen wurden noch vermisst. Am Abend brach die Coastguard die Suche mit Einbruch der Dunkelheit ab.
In Puerto Galera, Oriental Mindoro und in Gasan Marinduque strandeten sieben Fahrgastboote, die "OceanJet 10", "OceanJet 11", "Baleno 5", "Baleno 7", "Baleno 8", "Starlite Polaris" und "Starlite Bluesea". Vor Barangay Dili, Gasan, in Süd-Quezon lief der Tanker "Obama" um 6:15 Uhr auf Grund. Die Coast Guard Sub-Station Mogpog startete eine SAR-Operation.
Die Barge "Michael Ellis" der Sunwest Construction and Development Corporation sank bereits am 24.12. im Hafen vor Anker liegend. Starker Wind und hoher Wellengang hatted n Rumpf beschädigt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre beschädigte Dock nach Zusammenbruch des Kapitäns
(26.12.16) Die 140 Meter lange amerikanische Fähre “Wenatchee” (MMSI-Nr.: 366749710) musste am Abend des 24.12. aus dem Dienst Point Defiance-Tahlequah genommen werden. Der Kapitän war beim Auslaufen in Defiance am Ruder kollabiert und war auf die Kontrolltafel gestürzt. Dadurch geriet die Fähre in unkontrollierte Bewegung und beschädigte den Anleger.
Die Crew brachte sie sofort wieder unter Kontrolle und leistete dem Kapitän mit einem Defibrillator erste Hilfe. Eines der Rettungsboote brachte ihn an Land, wo Ärzte ihn betreuten. Der Fährdienst musste auf unbestimmte Zeit ausgesetzt werden, während Reparaturen am Anleger vorgenommen wurden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Rettung vom Hubschrauber aus (Bild: Greek Coastguard)   Großbild klick!

Frachter deutscher Reeder vor Andros gestrandet
(25.12.16) Der unter Antigua Barbuda-Flagge laufende Frachter "Cabrera", 4244 BRZ (IMO-Nr.: 9191955), lief am Morgen des 25.12. nördlich der Insel Andros in stürmischer See auf Felsen und schlug leck. Das Schiff hatte am 23.12. den Hafen von Larymna verlassen und war ins finnische Tornio unterwegs. Es hatte 3.400 Tonnen Ferronickel geladen. Nach der Strandung legte er sich zeitweilig 45 Grad nach Backbord über. Die griechische Coastguard wurde um 5.45 Uhr alarmiert. Wegen der hohen Brandung war es anderen Schiffen nicht möglich, sich der Strandungsstelle anzunähern. Die Küstenwache schickte einen Sikorsky-Hubschrauber, der binnen zwei Stunden die neunköpfige Crew – drei Polen, vier von den n und je einen aus der Ukraine und Litauen – unversehrt rettete.
Bei 7-8 Beaufort Wind gestaltete sich die Operation allerdings schwierig. Um 6.03 Uhr war der erste abgeborgen, um 8.20 Uhr schwebte der letzte zum Hubschrauber empor. Die Crew hatte in höchster Not auf dem Peildeck des inzwischen gesunkenen Schiffes ausgeharrt, von dem nur noch Ruderhaus und Vorschiff aus den Wellen ragten. Eine Rettungsinsel war einige Meter achteraus aufgeschwommen.
Die Schiffbrüchigen wurden zur Hubschrauberbase in Kotroni Marathon geflogen und kamen dann zu medizinischen Checks ins Krankenhaus von Sismanoglio. Um das Wrack trieben Trümmer und Öl. Der Ölfilm bedeckte rund 500 Quadratmeter. Der Frachter hatte 20 Tonnen Diesel und 50 Tonnen Öl an Bord.
Die “Cabrera” ist 99,98 Meter lang, 16,5 Meter breit, hat 6,1 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 5553 Tonnen. Sie läuft für die Reederei Erwin Strahlmann GmbH & Co.KG in Brunsbüttel und entstand 2007 bei der Werft Istanbul Tersanesi Komutanligi als „Gotland“. 2007 wurde sie zur „Kar Oguzhan“ und dann zur „Sequana“.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter am dritten Tag im Bosporus geborgen
(25.12.16) Der unter Panama-Flagge laufende Bulkcarrier "Star Harmony", 29372 BRZ (IMO-Nr.: 9284520), der am 21.12. vor Yeniköy im Bosporus mit 47,500 Tonnen Mais auf Grund gelaufen war, wurde am Nachmittag des 23.12. nach längeren Bemühungen wieder flottgemacht. Das Schiff wurde dann in südlicher Richtung zu einem Ankerplatz bei Ahirkapi geschleppt. Beteiligt waren die Schlepper "Kurtarma 3", "Kurtarma 8", "Kiyem 6", "Fener 1" und "Erv Nene Hatun". Nachdem der Havarist für Inspektionen verankert war, bliben die "Kurtarma 3" und "Kiyi Emniyeti 6" noch vor Ort.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bulkcarrier "Antaios" mit Schlepper (Bild: Glenn Kaesner)   Großbild klick!

Frachter drei Wochen nach Havarie geborgen
(25.12.16) Am 23.12. wurde dem unter liberianischer Flagge laufenden Bulkcarrier "Antaios", 18095 BRZ (IMO-Nr.: 9196383), gegen 15 Uhr Einlaufgenehmigung nach Kapstadt gegeben. Die beiden AMSOL-Schlepper "Smit Amandla" und "Peridot" brachten den Havaristen unter Assistenz von Hafenschleppern ein. Am 2.12. war auf dem Schiff im Südatlantik 860 Meilen westlich des Hafens ein Maschinenraumbrand auf Position 34 10 S 059 00 O ausgebrochen, als es von San Lorenzo nach Durban unterwegs war. Nach einem Wassereinbruch wurde es aufgegeben. Die 19-köpfige Crew wurde gerettet, und die „Smit Amandla“ nahm den mit dem Achterschiff tief im Wasser liegenden Frachter auf den Haken.
Vor einer Einlaufgenehmigung mussten zunächst 170 Tonnen Kraftstoff geleichtert werden. Dazu kam die „Peridot“ aus Kapstadt hinzu. Inzwischen war der Frachter wieder weitgehend auf ebenem Kiel.
Die „Antaios“ ist 169,03 Meter lang, 27 Meter breit, hat 9,67 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 27776 Tonnen. Sie läuft für die Sandigan Ship Services Inc. in Athen und wurde 1999 bei der Naikai Zosen Corp. in Setoda als “Atlantic Fortune” erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler nach Tarifa eingeschleppt
(25.12.16) Der spanische Trawler "Nuevo Julia", 17 BRZ (Reg-Nr.: ESP000027114) wurde auf Fangfahrt vor Tarifa am 23.12. beschädigt und bat um Assistenz. Das Rettungsboot "Salvamar Arcturus" (MMSI-Nr.: 225986507) lief aus und nahm den Havaristen auf den Haken. Er wurde in den Hafen von Tarifa eingeschleppt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sechs Fischer vor China vermisst
(25.12.16) Vor Shantou in der südchinesischen Guangdong-Provinz sank am Morgen des 24.12. ein Kutter. Sechs Fischer wurden vermisst. Das SAR-Center wurde um sechs Uhr alarmiert, nachdem das Schiff mit einer siebenköpfigen Crew im Sturm untergegangen war. Nur einer konnte bis zum Nachmittag gerettet werden. Vier Schiffe und Helikopter suchten nach den Vermissten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sechs Tote bei Yachtbrand in Kuwait
(25.12.16) Sechs Mitglieder einer kuwaitischen Familie, darunter zwei Kinder, kamen ums Leben, vier weitere wurden verletzt, als ihre Yacht vor dem Resort von Khairan in Kuwait in Flammen aufging. Das Boot wurde total zerstört. Die Verletzten wurden in zwei Krankenhäuser gebracht. Elf Ambulanzen und zwei Hubschrauber waren vor Ort.
Quelle:Tim Schwabedissen



Indonesisches Boot mit vier Mann vermisst
(25.12.16) Die “Layang 635” der indonesischen Marine mit einer vierköpfigen Crew wurde vermisst, nachdem sie das philippinsche Fischerboot „Nurhana“ vor Talaud, Nord-Sulawesi, eskortiert hatte. Der Kontakt ging in schwerer See am 14.12. verloren. Die Suche nach den Vemrissten dauerte an.
Quelle:Tim Schwabedissen



Happag-Lloyd-Frachter verlor Container
(25.12.16) Der deutsche Containerfrachter "Bremen Express", 93750 BRZ (IMO-Nr.: 9343728), verlor am 19.12. auf Position 35 05 N 036 00 W, rund 510 Meilen südwestlich von Ponta Delgada, am 19.12. mehrere Container. Das Schiff hatte gestoppt, um Reparaturen durchzuführen, als es aus unbekannter Ursache in Rollbewegungen geriet. Dadurch stürzten Container ins Meer. Der Frachter erreichte Tanger am 23.12. um 13 Uhr und ging auf der Tanger-Med-Reede zu Untersuchungen vor Anker. Er wurde aus dem Liniendienst genommen und sollte nun Rotterdam von dort aus ansteuern. Eigentlich war der Frachter von Norfolk nach Jeddah unterwegs.
Quelle:Tim Schwabedissen



Dänische Versorger "Maersk Shipper"und "Maersk Searcher" (Bild: Soeren Welling)   Großbild klick!

Zwei dänische Versorger in der Biskaya gesunken
(23.12.16) Zwei Schiffe des Maersk Supply Service - die dänischen Versorger "Maersk Shipper" (IMO-Nr.: 9169483) und "Maersk Searcher (IMO-Nr.: 9191369), beide mit 4013 BRZ vermessen, sanken in der Biskaya am frühen Morgen des 22.12. rund 60 Meilen vor der französischen Küste. Sie befanden sich im Schlepp der "Maersk Battler", 4363 BRZ (IMO-Nr.: 9144330), und hatten am 12.12. den Hafen von Fredericia, wo sie seit Februar aufgelegen hatten, verlassen auf dem Weg zu Abbrechern in der Türkei. Die "Maersk Shipper" sank als erste auf 140 Metern Wassertiefe am 1.55 Uhr auf Position 48 05 N 006 24 W, 80 Meilen westlich von Brest.
Die "Maersk Searcher" die längsseits der „Maersk Shipper“ vertäut gewesen war, wurde durch das sinkende Schwesterschiff ebenfalls umgerissen. Sie blieb aber noch am Haken der „Maersk Battler“, die noch versuchte, sie so weit wie möglich vom Land wegzuschleppen. Sie ging um 06.33 Uhr dann auf Position 48 01 N 006 37 W, 87 Meilen westlich von Brest auf 155 Metern Wassertiefe unter. Beide Schiffe waren nicht besetzt und hatten keine umweltgefährdenden Stoffe an Bord, als sie sich losrissen und kenterten.
Die französischen Behörden wurden von dem Unfall in Kenntnis gesetzt. Die Wracks werden nicht geborgen, allerdings forderten die französischen Behörden die Nachweise über die ordnungsgemäße und zertifizierte Dekontamination beider Schiffe vor der Verschleppung an. Eine Falcon 50 stieg am Nachmittag auf, um die Untergangsstelle auf mögliche Verschmutzungen oder Trümmer zu kontrollieren, wurde aber nicht fündig.
Seit Sommer 2016 hat der Maersk Supply Service 10 seiner Schiffe verkauft, geplant ist die Veräußerung von insgesamt 20 Versorgern. Bisher wurden die "Maersk Supplier", "Maersk Seeker", "Maersk Beater", "Maersk Chancellor", "Maersk Fighter", "Maersk Feeder", "Maersk Finder", "Maersk Puncher", "Maersk Provider" und "Maersk Forwarder" verkauft.
Quelle:Tim Schwabedissen



Herrenlose Yacht (Bild: Drew Buchanan)   Großbild klick!

Rätsel um herrenlose Yacht an Gulf Coast
(23.12.16) Eine 50 Fuß lange Yacht ist an der Küste des Gulf Islands National Seashore in Pensacola gestrandet. Besucher wie auch der National Park Service rätselten seither, wo das Schiff herkam. Als Ranger das Schiff entdeckten, war es bereits versandet. Nachdem es bei einer Flut in Bewegung kam, wurde es von ihnen höher auf den Strand gezogen und gesichert.
Vertreter von National Seashore bemühten sich nun, das Wrack von ihrem Gelände so schnell wie möglich wieder wegzubekommen. Allerdings konnten die Park Ranger weder einen Eigner ausfindig machen noch eine Identifizierungsnummer auf dem herrenlosen und stark zerstörten Schiff finden, das zwischen der Straße und dem Wasser im Sand liegt.
Bei der US Coastguard wurde auch keine Yacht als vermisst gemeldet. Nun soll das Wrack zerlegt und in Teilen abtransportiert werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Australische Yacht in Indonesien gestrandet
(23.12.16) Die 15 Meter lange australische Yacht "Quiddity" (MMSI-Nr.: 503039590) strandete in stürmischem Wetter in der Savu-See auf einem indonesischen Strand in Tedis Kupang, Nusa Tenngara Timur. Sie war am 16.12. aus Darwin ausgelaufen und unterwegs zur Insel Pulau Komodo iin Ost-Nusa Tenggara zum Sightseeing. Die fünfköpfige Crew wurde von Fischern gerettet, ihr Boot sollte nach Wetterberuhigung geborgen werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sieben Tote bei Raketenattacke auf Frachter vor dem Jemen
(23.12.16) Bei einer Raketenattacke wurde am Abend des 21.12. der iranische Frachter "Jouya 8", 199 BRZ (IMO-Nr.: 8844696),in jemenitischen Gewässern in Brand geschossen. Das in Flammen stehende Schiff sank. Von der achtköpfigen pakistanischen Crew konnte sich nur ein Mann schwimmend an Land retten. Sieben pakistanische Crewmitglieder kamen wohl ums Leben. Kabir Khadim wurde, nachdem er mehrere Meilen durchs Rote Meer an Land geschwommen war, nach Hodeidah gebracht. Das Schiff war unterwegs von Ägypten nach Dubau.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wrack der Al Baraka auf dem Meeresgrund entdeckt
(23.12.16) Nach über einer Woche hat die tunesische Küstenwache gemeinsam mit der Marine das Wrack des seit dem 16.12. verschwundenen Trawlers "Al Baraka" auf dem Meeresgrund entdeckt. Ein Taucherteam wollte nun versuchen, ins Schiffsinnere einzudringen und möglicherweise dort beim Untergang eingeschlossene Opfer zu bergen. 13 Mann kamen ums Leben, nur einer wurde gerettet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Meyer-Fähre auf Riff gelaufen
(23.12.16) Die indonesische Fähre "Singabung", 14716 BRZ (IMO-Nr.: 9139672), lief am 22.12. um 18.34 Uhr auf ein Riff sieben Meilen vor dem Hafen von Tual in der Banda-See unweit von Dullah Island. Sie war am Morgen aus Ambon nach Tual ausgelaufen, wo sie planmäßig um 17 Uhr hätte festmachen sollen. Versuche von Schleppern, sie wieder flottzumachen, wurden um 21.15 Uhr erfolglos eingestellt.
Berichten zufolge soll die Fähre auf flachem Wasser gesunken sein. Um 22 Uhr wurde begonnen, die 359 Passagiere mithilfe der Patroullienboote "KN 34" und "KN 364" auf die "Erana", die bei grober See nicht dicht genug an die Unglücksstelle herankam, zu evakuieren. Am 23.12. um 2.30 Uhr waren alle Fahrgäste unversehrt von Bord.
Sie hatten die Möglichkeit, ihre Reise mit der "Tidar" fortzusetzen. Die 146 Meter lange und 23 Meter breite „Singabung“ wurde 1997 auf der Jos. L. Meyer-Werft in Papenburg erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Crew von gestrandeter Yacht im Ocracoke Inlet gerettet
(23.12.16) Die US Coast Guard barg am 22.12. zwei Männer und eine Frau von der 54 Fuß langen Yacht “Crystal Ball” ab, die um 17.40 Uhr im Ocracoke Inlet auf Grund gelaufen war und Wassereinbruch erlitten hatte. Das Coast Guard Sector North Carolina Command Center in Wilmington entsandte um 17.45 Uhr einen MH-60 Jayhawk-Helikopter der Air Station Elizabeth City und ein 47-Fuß-Boot der Station Hatteras.
Der Hubschrauber traf um 18.25 Uhr an der Strandungsstelle ein und winschte die Gestrandeten auf. Sie wurden um 19.30 Uhr zur Air Station Elizabeth City gebracht, Die Yacht war mit Ankern gesichert worden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Katamaran nach Den Helder eskortiert
(23.12.16) Die Seenotretter der KNRM-Station De Cocksdorp wurden am 22.12. um 14.15 Uhr alarmiert, nachdem der Katamaran “Elouise” bei Paal 28 in Schwierigkeiten geraten war und die holländische Küstenwache um Hilfe gebeten hatte. Die „De Redder“, die die in einer Werftzeit befindliche “Beursplein 5“ ersetzt, kam dem Schiff und seiner vierköpfigen Crew zu Hilfe. Es wurde in den Hafen von Den Helder eskortiert.
Quelle:Tim Schwabedissen



CCNI Arauco nach Feuer wieder in Fahrt
(23.12.1) Der liberianische Containerfrachter "CCNI Arauco", 95138 BRZ (IMO-Nr.: 9683843), ist wieder in Fahrt. Nach umfangreichen Arbeiten zur Reparatur des Branschadens verließ er die Blohm & Voss-Werft in Hamburg am 21.12. um acht Uhr und verholte mit Schlepperassistenz zum Burchard-Kai in Hamburg Waltershof.
Hier machte er um 9.30 Uhr an Liegeplatz 1/2 fest und übernahm Kraftstoff vom Bunkertanker "Antonie" (MMSI-Nr.: 244660713). Nach Aufnahme der ersten Ladung verließ er den Hafen am 22.12. um 11 Uhr zum ersten Mal wieder seit dem Feuer am 1.9. und machte sich als nächstes auf den Weg nach Antwerpen. Hier sollte er am 23.12. um 23 Uhr fahrplanmäßig eintreffen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schoner “Capitan San Marco”
(Bild: El Emanuel)   Großbild klick!

Malta: Einstiger Schoner in Marsaxxlok gestrandet
(22.12.16) Der ehemalige libanesische Schoner “Capitan San Marco” aus Beirut riss sich in einem Sturm am 20.12. von seinen Moorings in der Bucht von Marsaxxlok in Malta los und trieb auf den Strand. Das Schiff hatte seit Jahren dort vor Anker gelegen, und der belgische Besitzer Alfred Frémal hatte dort an Bord gelebt.
Der einstige Dreimaster war 2011 von Beirut nach Malta gekommen. Am 14.12.2005 wurde er von einem Thunfischkutter und einer anderen Yacht gerammt und war seither an Steuerbordseite schwer beschädigt. Die Frau des Skippers betrieb ein Restaurant in Malta.
Schoner “Capitan San Marco”
(Bild: El Emanuel)   Großbild klick!
Ihr Mann hatte nicht das Geld, das Schiff zu reparieren, weil er nicht die ihm zustehende Schadenskompensation erhalten hatte trotz eines entsprechenden Gerichtsurteils. Das Schiff wurde dann abgeriggt und war seither immer mehr heruntergekommen.
Die einstige „Rex Clipper“ wurde 1970 nach einem Design von Daniel Bombigher bei den Chantiers Honfleurais, Honfleur, erbaut. Anfang der 1980er Jahre sank sie auf einer Werft in der Pariser Region Choisy le Roi, wurde aber wiederhergestellt. .Sie ist 29,9 Meter lang und 7,4 Meter breit.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter drohte vor Ile de Yeu zu sinken
(22.12.16) Am 20.12. um 22:29 Uhr wurde das CROSS Etel alarmiert, nachdem der Kutter "Le K.S. - LS 289472", 10 BRZ (MMSI-Nr.: 227619940), südwestlich der L'ile -d'Yeu zu sinken drohte. Die zweiköpfige Crew funkte Mayday, und ein Dauphin-Helikopter der Marine in La Rochelle sowie das SNSM-Boot "SNS 154" aus Saint-Gilles-Croix-de-Vie kamen zu Hilfe. Der Kutter "L'Albatros" erreichte als erstes Schiff um 22:51 Uhr die Szene, gefolgt von dem Hubschrauber um 23.25 Uhr.
Der starke Wassereinbruch im Maschinenraum konnte unterdessen unter Kontrolle gebracht werden. Am 21.1. um 00.14 Uhr traf auch das Rettungsboot ein und setzte eine Lenzpumpe an Bord ab. Um 1.44 Uhr wurde der Havarist in Schlepp genommen und erreichte um 4.20 Uhr den Hafen von Saint-Gilles-Croix-de-Vie. Das 1974 bei Joubert la Tremblade erbaute Schiff lief zuvor als „Le Fugitif“ und „Landoilya“.
Quelle:Tim Schwabedissen



Autofrachter "Tenerife Car" im Schlepp
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Autofrachter nach Valencia eingeschleppt
(Datum) Am 20.12. erlitt der unter portugiesischer Flagge laufende Autofrachter "Tenerife Car", 13112 BRZ (IMO-Nr.: 9249984), mit einer 17-köpfigen Crew und einer Ladung von Fahrzeugen an Bord Maschinenschaden vor den Balearen. Das Schiff war am 15.12. von Barcelona nach Algerien ausgelaufen. 27 Meilen südöstlich von Valencia fiel um 18.45 Uhr die Maschine aus, als sich das Schiff nur zwei bis drei Meilen vor der Küste auf Höhe von Gandia befand.
Vor Ort war nach Durchzug eines Sturms noch über vier Meter hoher Seegang. Es wurde befürchtet, dass der Wind den Havaristen auf die Küste von Safor oder Cullera treiben könnte. Der Notfallschlepper "SAR Mesana", 907 BRZ (IMO-Nr.: 9525754), der örtlichen Rettungsstation von Salvamento Marítimo wurde zu Hilfe geschickt und nahm den Frachter auf den Haken.
Vor dem Hafen von Valencia kamen weitere Schlepper zur Assistenz. Um 8.20 Uhr wurde die “Tenerife Car” am Autoterminal von Valencia festgemacht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Drei RNLI-Boote retteten Fischerboot
(22.12.16) Gleich drei Rettungsboote der RNLI, darunter die neue "Elizabeth and Leonard" aus Amble, kamen am 20.12. dem Kutter "Bon Amy" zu Hilfe, der sich in Leinen verfangen hatte und auf Felsen zu treiben drohte. Als erstes war das um 14 Uhr ausgelaufene Boot aus Craster vor Ort, das vergebens versuchte, die Leine, die zu der Lage geführt hatte, zu entfernen. Daraufhin entschieden die drei Seenotretter, den offenen Kutter am Kessel eines alten Wracks zu vertäuen und ihn damit vor der Strandung zu bewahren.
Die Stärke des Windes machte ein Abschleppen durch das kleine Rettungsboot unmöglich, und es bat um weitere Hilfe. Daraufhin schickte die Humber Coastguard die Boote aus Amble und Seahouses. Die "Elizabeth and Leonard" war gerade auf einer Übung in der Nähe und stellte gemeinsam mit den Kameraden aus Craster eine Schleppverbindung zu der "Bon Amy", die eine dreiköpfige Crew an Bord hatte, her. Nun gelang es, den Havaristen aus der Gefahrenzone zu ziehen und nach Craster abzuschleppen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Drei Schiffe im Einsatz für Familie in Seenot
(22.12.16) Am 21.12. rettete die britische Yacht "Tilly Mint" die fünfköpfige Crew des ebenfalls britischen, 16 Meter langen Segelschiffes "Dove II" (MMSI-Nr.: 232005948), das am 17.12. in einem Sturm vor Martinique beschädigt worden war. Um 19.30 Uhr jenes Tages wurde das CROSS Antilles Guyana von den französischen Kollegen verständigt, die einen Notruf der Yacht, die ihr Ruder 1.000 Kilometer östlich von Fort-de-France verloren hatte, weiterleitete. Sie trieb hilflos im Sturm mit sechs Meter hohen Wellen.
An Bord war einen Familie mit zwei Kindern. Die britische Coastguard hielt Kontakt mit dem Skipper und gab technischen Rat. Das CROSS kontaktierte derweil den unter Panama-Flagge laufenden Bulkcarrier "Newseas Jade", 30042 BRZ (IMO-Nr.: 9288485), der auf dem Weg von Port Arthur nach Lagos in der Nähe war, und bat ihn um Assistenz. Er traf am 18.12. um 1.20 Uhr ein.
Doch das Wetter war zu schlecht, um die Segler an Bord zu bekommen. Mehrere Versuche scheiterten. Der Kapitän des Frachters war einverstanden, auf Standby zu bleiben, als Windschutz zu dienen und die Entwicklung der Lage zu überwachen. Das CROSS schickte nun auch den maltesischen Frachter "Asia Pearl V", 22042 BRZ (IMO-Nr.: 9502764), zu Hilfe, der sich auf dem Weg von Walvis Bay nach Tema befand und am 20.12. um 7.30 Uhr eintraf.
Im Schutz der "Newseas Jade" unternahm er diverse weitere Manöver, die Yacht zu erreichen. Auch diese Versuche schlugen aber fehl. Das CROSS bat nun beide Frachter, in der Nähe zu bleiben, während eine weitere Yacht, die "Tilly Mint", herangeführt wurde.
Als diese vor Ort war, verließ die Crew der "Dove II" in einer Rettungsinsel im Windschutz der beiden großen Schiffe ihr Boot. Sie konnte wenig später von der Crew der "Tilly Mint" an Bord genommen werden. Während die "Dove II" verlassen davontrieb, konnten die beiden Frachter entlassen werden, und die "Tilly Mint" nahm Kurs auf die Karibik, wo sie Weihnachten eintreffen sollte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kran riss bei Bergungsarbeiten Starkstromkabel herunter
(22.12.16) Zwischen Voerde und Rheinberg am Rhein lief am Abend des 20.12. das holländische Binnenschiff „Stiro“ "Stiro", 2084 ts (EU-Nr.: 02315076), auf Grund. Das mit Erdaushub beladene Schiff kam gegen 21 Uhr bei der Einfahrt in das auf Rheinberger Gebiet liegende Baggerloch fest. Damit das im Baggerloch bei Götterswickerhamm festsitzende Schiff wieder flottgemacht werden konnte, wurde ein anderes Schiff zum Leichtern angefordert.
Das Kranschiff baggerte am Morgen des 21.12. rund 250 Tonnen aus dem Laderaum des Havaristen, um dessen Tiefgang zu reduzieren. Als der Kran danach verfahren wurde, touchierte der Schiffsführer um 9.34 Uhr mit dem 25 Meter hohen Ausleger die Hochspannungsleitung, die den Fluss an der Stelle überquerte. Dabei brach eines der Leiterseile der 220-KV-Leitung Wesel-Ost, ein anderes wurde beschädigt.
Darüber hinaus wurde auch noch ein Seil des Strom-Verteilnetzbetreibers Westnetz stark beschädigt. Das gerissene Seil landete im Uferbereich beidseitig des Rheins auf Voerder und auf Rheinberger Gebiet. Mitarbeiter von Amprion nahmen Sicherungsmaßnahmen vor: Durch das gerissene Leiterseil fehlte ein Teil der vorher vorhandenen Gegenspannung.
Dadurch wirkten auf den Mast Kräfte, die nun ausgeglichen werden mussten. Deshalb wurden an den Strommasten Seile befestigt und im Boden verankert. Die Arbeiten dauerten bis in den späten Abend des 21.12. Die heruntergerissenen Seile wollte Netzbetreiber Amprion bis spätestens zum 23.12. ersetzen. Während der Arbeiten musste der Schiffsverkehr gesperrt werden. Für die Stromversorgung in der Region hatte der Zwischenfall keine weiteren Folgen.
Erst vor 1,5 Jahren hatte Amprion die beiden Freileitungsmasten der Rheinquerung Voerde-Rheinberg saniert. Dabei wurden auch die Leiterseile erneuert. Der jetzt entstandene Schaden lag im sechsstelligen Bereich.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre in Amsterdam gerammt
(22.12.16) Eine IJ-Fähre wurde am Nachmittag des 21.12. in Amsterdam von einem Binnenschiff gerammt. Der Kapitän versuchte angesichts des herannahenden Schiffes noch umzudrehen, doch er konnte den Zusammenstoß nicht mehr abwenden. Etliche Passagiere kamen an Deck zu Fall.
Es wurde aber niemand verletzt. Einige Minuten nach der Havarie nahm die Fähre wieder Fahrt auf und machte am Nordufer fest. Der Kapitän vergewisserte sich dann des Wohlergehens aller Fahrgäste. Das Schiff musste aus dem Betrieb genommen und repariert werden. Es wurde von einer anderen CFP-Fähre ersetzt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Schute in Hamburg
(22.12.16) Auf der Hamburger Außenalster brach am Abend des 21.12. auf einer Schute, die auf Höhe der Straße Schöne Aussicht festgemacht hatte, ein Feuer aus. Paletten und Altholz in einem Schuttcontainer waren in Brand geraten. Die Feuerwehr rückte gegen 22.35 Uhr sowohl von Land als auch von Wasser an und brachte das Feuer schnell unter Kontrolle.
Zur Sicherheit kontrollierten die Einsatzkräfte anschließend weitere Schuttcontainer sowie ein zweites Binnenschiff an der Anlegestelle. Warum der Schutt in Brand geraten war, ermittelte nun die Polizei.
Quelle:Tim Schwabedissen



Herrenlose Yacht trieb vor Camel Rock
(22.12.16) Eine unbemannte Yacht ohne Mast oder Markierungen wurde am 21.12. von der Marine Rescue NSW gegen neun Uhr vor dem Camel Rock zwischen Narooma und Bermagui, halb gesunken im Meer treibend entdeckt. Ein Taucher wurde von einem Westpac Life Saver Helikopter abgesetzt und durchsuchte das sieben Meter lange Wrack.
Er fand aber keine Hinweise auf Personen. Beim Versuch, das vollgeschlagene Boot zur Küste abzuschleppen, sank es auf 30 Metern Wassertiefe. Die New South Wales Police leitete eine Untersuchung ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fischfarm-Katamaran auf Grund gelaufen
(22.12.16) Der 13,3 Meter lange Fischfarm-Katamaran "Ramsøy" der Salmar Farming AS lief am Nachmittag des 21.12. bei Hogøyan auf Smøla westlich von Kuli auf Grund. An Bod war eine zweiköpfige Crew. Neben dem NSSR-Rettungsboot "Erik Bye", das Pumpen an Bord brachte, kamen auch die beiden jeweils 15 Meter langen Arbeitsschiffe "Aqua Pride" (MMSI-Nr.: 257976600) und "Sandvær" (MMSI-Nr.: 257665800) zu Hilfe.
Sie schleppten die "Ramsøy" zur Werft Sletta Verft AS in Aure, wo das Schiff im Jahr 2006 auch erbaut worden war. Vor Ort herrschte zum Zeitpunkt der Strandung ein Sturm mit Böen von 14 Metern pro Sekunde aus Südwest.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter strandete vor Reinsnes
(22.12.16) Vor dem Hafen von Reinsnes in Sortland strandete ein norwegischer Kutter am 21.12. in stürmischer See. Das Schiff lag nur 20 Meter vom Ufer entfernt in flachem Wasser auf seiner Steuerbordseite. Nachdem die Polizei von der Havarie informiert worden war, kontaktierte sie den Eigner. Dieser musste nun die Bergung organisieren. Dies könnte mehrere Tage dauern.
Quelle:Tim Schwabedissen



Eine Vermisste nach Bootsunglück vor Cartagena
(22.12.16) Eine Frau aus Ecuador wurde vor Kolumbien vermisst, nachdem am 20.12. ein Fahrgastschiff mit 40 Personen an Bord durch Seeschlag sank. Die kolumbianische Marine suchte den ganzen Tag lang nach ihr, musste die Arbeit aber mit Einbruch der Dunkelheit unterbrechen. Das Schiff war am Morgen zur Insel Rosario, 45 Fahrminuten von Cartagena, mit 39 Touristen an Bord ausgelaufen, als eine große Welle übers Heck brach und es zum Sinken brachte. 38 Fahrgäste und die zweiköpfige Crew wurden gerettet und nach Cartagena gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter nach Douarnenez abgeschleppt
(22.12.16) Der unter Malta-Flagge laufende Bulkcarrier "Flag Mette", 43000 BRZ (IMO-Nr.: 9727974), erlitt, von Port Kamsar kommend, am Abend des 20.12. vor Ouessant Mehrfach Maschinenausfall. Der Notfallschlepper "Abeille-Bourbon” kam um 20.30 Uhr aus Brest zu Hilfe. Am 21.12. gegen vier Uhr hatte er den Havaristen auf dem Haken. Am Nachmittag erreichte der Schleppzug die Bucht von Doarnenez. Nachdem der Frachter dort sicher verankert worden war, kehrte die "Abeille Bourbon" um 15 Uhr zu ihrer Station zurück.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wieder Feuer auf Abbruchtanker in Gadani
(22.12.16) Auf einer Abwrackwerft der Ship-Breakers Association Deewan Rizwan in Gadani Beach in Balochistans Lasbela Distrikt brach an Plot No. 60 am 21.12. nach einer Explosion ein Feuer auf dem unter Komoren-Flagge registrierten LPG-Tanker „Rain“, 47938 BRZ (IMO-Nr.: 8406054), der dort seit dem 14.10. zum Verschrotten auf dem Strand lag, aus. Dichte Rauchwolken stiegen auf. Die Feuerwehr und Rettungsteams aus Karachi wurden alarmiert. Es gelang ihnen, vier Arbeiter von dem Schiff herunterzuholen.
Wie viele Menschen sich insgesamt an Bord befanden, war unklar. Es könnten aber um die 100 gewesen sein. Offenbar war das Schiff vor Beginn der Abbrucharbeiten nicht von Ölresten gereinigt worden. Erst am 1.11. waren 25 Arbeiter ums Leben gekommen und 58 verletzt worden, als auf derselben Abwrackwerft der Tanker „Aces“ (IMO-Nr.: 8021830) in Flammen aufgegangen war und tagelang brannte. Am 8.12. waren die Arbeiten nach der Katastrophe wieder aufgenommen worden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Signalfeuer fehlte – Yacht wurde zum Totalverlust
(22.12.16) Die 34 Fuß lange Segelyacht “Antiskeptic” lief am 18.12. auf eine Sandbank, als sie in den Mission Bay Channel in San Diego einlaufen wollte. Seit einem Sturm im Januar fehlt auf der Nordmole vor dem Kanal eine 42 Fuß lange Signaleinrichtung, die ein Sturm abgerissen hatte und die seither wegen der hohen Kosten nicht ersetzt wurde.
Die US Coast Guard hatte seither wöchentlich gewarnt. Auf der “Antiskeptic” brach der Kiel, und sie erlitt starken Wassereinbruch. Wegen der starken Schäden wurde sie ein Totalverlust. Das Wrack sollte am 22.12. geräumt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter kenterte vor Somalia
(22.12.16) Auf der Fahrt nach Puntland kenterte bei Bosaso in Nordost-Somalia am 21.12. in stürmischer See ein mit 1200 Tonnen beladener Frachter. Das Schiff kam aus Oman und verunglückte 14 Meilen vor dem Hafen. An Bord war eine 12-köpfige Crew. Bislang wurden neun von ihnen gerettet. Die Suche nach den übrigen drei dauerte an.
Quelle:Tim Schwabedissen



„Le Souffle du Nord“ (Bild: Thomas Ruyant)   Großbild klick!

Le Souffle du Nord erreichte schwer angeschlagen Bluff – nun ist Titelverteidiger-Boot in Not
(21.12.16) Thomas Ruyant hat am Morgen des 21.12. mit seiner schwer angeschlagenen „Le Souffle du Nord“ nach einem 220 Meilen weiten Kampf gegen Wind und Wellen den Hafen von Bluff im Süden von Neuseeland erreicht. Um 22.30 Uhr des Vortags war er von einem Boot der Coastguard in Empfang genommen und die letzten Meilen in Sicherheit eskortiert worden. Zwei Techniker waren mit einer Pumpe an Bord gekommen, sodass der drohende Totalverlust der Yacht abgewendet werden konnte.
Mit acht Knoten ging es unter Landschutz bei deutlich abgeschwächtem Wind auf den Hafen zu. Das Vorschiff war zwar geflutet, aber die Lage des Bootes stabil. Noch Stunden zuvor hatte der Skipper gegen 45 Knoten Wind gekämpft, ohne viel Weg zu machen, und dachte, er würde sein Boot verlieren.
Das Heck ragte in die Höhe, und entsprechend gab es Probleme, es unter Kontrolle zu behalten. Er hatte immer einen Finger auf dem Notrufknopf, und das Schicksal der „Le Souffle du Nord“ hing an einem Seidenfaden, bis die Spitze des Kaps gerundet war. Dann wurde Ruyant bewusst, dass er es zum Hafen schaffen könnte.
Das nächste Unglück bei der Vendée Globe ließ aber nicht lange auf sich warten: Diesmal ereilte es Skipper Paul Meilhat mit dem Titelverteidiger-Boot “SMA” (MMSI-Nr.: 228014600) in der Nähe von Point Nemo. Er meldete am 20.12. ein Problem mit seiner Kiel-Ramme.
Am Nachmittag hatte er ein ungewöhnliches Geräusch gehört und untersuchte daraufhin das Gehäuse der Kiel-Mechanik. Dabei stellte er fest, dass Öl aus dem Hydraulik-System austrat. Zuerst dachte er, dass ein Schlauch undicht sei, aber dann fand er einen 40 Zentimeter langen Riss im Hydraulik-Zylinder. Dieser führte dazu, dass die Finne nach Lee geschwungen war.
Der Skipper des Siegerbootes von 2012 versuchte den Kiel mittschiffs zu stabilisieren und drehte dafür vor den Wind in Richtung Norden ab. Meilhat hielt nun mit 8,5 Knoten Fahrt auf Point Nemo zu, dem abgelegendsten Punkt der Erde zwischen Neuseeland Südamerika und der Antarktis inmitten des Pazifiks, 2,000 Meilen östlich von Neuseeland.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bulkcarrier im Bosporus auf Grund gelaufen
(21.12.16) Auf der Fahrt von Odessa nach El Dikheila lief am 21.12. um 8.20 Uhr der unter Panama-Flagge registrierte Bulkcarrier "Star Harmony", 29372 BRZ (IMO-Nr.: 9284520), mit einer 21-köpfigen Crew an Bord vor Yeniköy unweit von Cerraghil auf Grund, als er den Bosporus in Nord-Süd-Richtung vom Schwarzen Meer ins Marmarameer passieren wollte. Der Schlepper "Kurarma 3", 582 BRZ (IMO-Nr.: 9335939), das Tenderboot "Fener 1" und das Rettungsboot "Kiyem 6" wurden als erstes zur Assistenz beordert. Weitere Schlepper sollten folgen. Am Vormittag ging das Rettungsboot “Kiyi Emniyeti 6” längsseits. Das Fahrgastschiff „Sahin 2“ sicherte die Strandungsstelle.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gesunkenes Motorboot (Bild: Caroline Watt)   Großbild klick!

Speedboot verlor erst seinen Skipper und fiel dann Sturm zum Opfer
(21.12.16) Ein Sportboot sank bei Sturm und starkem Seegang am Morgen des 20.12. an der Victoria Pier im Bootshafen von Lerwick. Der Hafenkapitän Callum Grains beauftragte die Crew des Schleppers “Kebister” damit, es wieder zu heben, auszupumpen und zum Holmsgarth Depot der Lerwick Port Authority zu transportieren. Dazu mussten zunächst mehrere Berger zu Wasser gehen, um Hebestropps anzuschlagen.
Dasselbe Fiberglasboot war bereits am 18.12. in einen Unfall im Hafen verwickelt, als dessen 26-jähriger Skipper um 11.45 bei North Ness über Bord ging. Er konnte sich schwimmend beim Hay’s Dock an Land retten. Die um 11.45 Uhr alarmierte Coastguard schickte einen Krankenwagen.
Das herrrenlose Speedboot wurde später von der Bressay-Fähre “Leirna”, 420 BRZ (IMO-Nr.: 9050199), wieder eingefangen und in den Hafen geschleppt. Es wurde dann vom örtlichen Rettungsboot im Bootshafen vertäut, wo es nun von Brechern, die über den Wellenbrecher schlugen, vollgeschlagen wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker nach Feuer vor Calais abgeschleppt
(21.12.16) In einer elektrischen Schalttafel brach am 19.12. auf dem unter Marshall Islands-Flagge laufenden Chemikalientanker "Cape Bon", 25108 BRZ (IMO-Nr.: 9260055), ein Feuer aus, das zu einem Blackout führte. Das Schiff war um 2.25 Uhr aus Le Havre nach Dünkirchen ausgelaufen und befand sich 18 Kilometer vor Calais. Es hatte 32,200 Tonnen entzündliche Ladung an Bord.
Der maritime Präfekt für den Englischen Kanal und die Nordsee wurde um 15.30 Uhr vom CROSS Gris-Nez über die Notlage informiert und schickte den Schlepper "Abeille Languedoc", 1585 BRZ (IMO-Nr.: 7710525), aus Boulogne-sur-Mer zur Assistenz. Als dieser um 17.50 Uhr vor Ort eintraf, hatte der Tanker Anker geworfen. Um 19 Uhr stieg ein Dauphin-Helikopter mit einem Evaluations-und Reaktionsteam an Bord auf.
Nach mehrstündiger Untersuchung wurde entschieden, dass der Havarist abgeschleppt werden müsse. Darüber wurde der Eigner in Kenntnis gesetzt, der daraufhin einen Bergungskontrakt mit den Bergern von Multraship in Holland abschloss. Ein Schlepper der Reederei würde aber erst am 20.12. vor Ort sein können. Deshalb blieb die "Abeille Languedoc" auf Standby, um im Bedarfsfall sofort eingreifen zu können.
Am 20.12. um 10 Uhr traf der niederländische Schlepper "Multratug 20", 463 BRZ (IMO-Nr.: 9572006), von Vlissingen kommend vor Ort ein. Da weitere Nachrichten ausblieben, entschied der Präfekt um 14 Uhr, mit einem Hubschrauber zwei Mann der "Abeille Languedoc" und des Patroullienbootes "Escaut" der Polizei an Bord des Tankers abzusetzen, um den Fortschritt der Bergungsarbeiten zu überwachen. Um 15.10 Uhr war eine Schlepptrosse von der „Cape Bon“ zur "Multratug 20" ausgefahren, und die Fahrt zum Hafen begann.
Der Konvoi wurde auf dem Weg nach Dünkirchen von der "Abeille Languedoc" und der "Escaut" bis ins Gebiet von Dyck eskortiert. Um 17.30 Uhr ankerte der Havarist auf der Reede von Dünkirchen. Die „Multratug 20“ blieb vor Ort.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter kenterte im Frøyfjord
(21.12.16) Insgesamt vier Menschen wurden gerettet, nachdem am 20.12. gegen 23 Uhr der 15 Meter lange Kutter „Emma“ im Frøyfjord, einer Passage zwischen Frøya und Hitra, auf Grund gelaufen war. Die Funkstation Florø Radio fing einen Notruf der Crew auf und verständigte um 23.20 Uhr das JRCC Süd-Norwegen. Daraufhin wurden ein Sea King-Helikopter aus Ørland, das Rettungsboot „Horn Flyer” und andere Fahrzeuge mobilisiert.
Die zwei Mann an Bord, ein Vater mit seinem Sohn, sprangen von ihrem Schiff, das sich bei scharfem Südwind zusehends auf die Seite legte, ins Wasser. Sie wurden nach kurzer Zeit von einem Arbeitsboot einer nahen Fischfarm gerettet und nach Frøya gebracht. Im Zuge der Rettungsaktion lief ein daran beteiligtes Boot aus Dolmøya ebenfalls auf Grund.
Dessen beide Insassen flüchteten auf eine Schäre und wurden von dem Hubschrauber gerettet. Um 3.30 Uhr war die Rettungsaktion beendet. Der Kutter lag am Morgen des 21.12. mit starker Steuerbordschlagseite halb unter Wasser auf Grund und war mit der Flut vollgelaufen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler trieb vor Cariño
(21.12.16) Der spanische Trawler "Gure Uxua", 127 BRZ (IMO-Nr.: 9098593), erlitt am 20.12. vor Cariño Maschinenausfall. Das manövrierunfähig in der Biskaya treibende Schiff funkte um Hilfe und wurde von dem Rettungsboot "Salvamar Shaula" (MMSI-Nr.: 224033840) der örtlichen Station von Salvamento Maritimó auf den Haken genommen und sicher in den Hafen eingeschleppt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Defekt in der Antriebsmaschine verursachte Feuer auf dem Rhein
(21.12.116) Das Feuer auf dem Baggerschiff „OHF 32“, 161 ts (ENI-Nr.: 04306710), auf dem Rhein ist nach ersten Erkenntnissen der Wasserschutzpolizei ausgebrochen, weil es einen Defekt in der Antriebsmaschine gegeben hat. Zunächst hatte die Besatzung versucht, die Flammen selbst zu löschen. Als dies fehlschlug, alarmierten sie die Feuerwehr, die den Brand dann rasch löschen konnte.
Die zwei Männer der Besatzung, die mit Verdacht auf eine Rauchvergiftung vor Ort behandelt wurden, mussten nicht ins Krankenhaus. Das Schiff, das von Frankfurt am Main gekommen war, warf vor Nierstein zunächst Anker. Der Schaden wurde auf mehrere 10.000 Euro geschätzt.
Wegen der Löscharbeiten war es auf der Bundesstraße 9, die für die Löscharbeiten zeitweise komplett gesperrt werden musste, zu massiven Verkehrsbehinderungen gekommen. Auch der Fluss wurde für die Schifffahrt vorrübergehend gesperrt. Inzwischen ist das Baggerschiff bereits wieder nach Karlsruhe unterwegs.
Es handelt sich bei dem 1965 erbauten und in Au am Rhein registrierten Schiff der OHF Hafen- und Flussbau GmbH um eine sogenannte Hydroklappschute. Sie ist 33,26 Meter lang, hat eine Breite von 5,85 Metern und einen Tiefgang von 1,70 Metern.
Quelle:Tim Schwabedissen



Achtes Opfer von Schiffbruch gefunden
(21.12.16) Am 20.12. wurde ein achtes Opfer des Untergangs des tunesischen Kutters “Al-Baraka“ vor Mahdia in Salakta entdeckt. Vier Mann des Schiffes wurden nun noch vermisst. Von der 13-köpfigen Crew konnte sich nur Yahia Sfar nach 27 Stunden an den Strand von Khamar retten. Die Maritime National Guard, die Armee und örtliche Fischer setzten die am 17.12. eingeleitete Suchaktion fort. Sie hatten am 18.12. vier Tote und am 19.12. drei weitere Leichen geborgen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler lief bei Newport News auf Grund
(21.12.16) Die U.S. Coast Guard wurde alarmiert, nachdem ein Trawler aus New Bedford am Morgen des 20.12. um 1.17 Uhr auf Felsen unweit des Monitor-Merrimac Bridge Tunnels gelaufen war. Er wollte gerade einen Fang anlanden. Die Coast Guard versuchte den Havaristen mit einem Schlepper wieder freizubekommen. Um 13.30 Uhr konnte er mit steigendem Wasserstand befreit und zu einer Marina in Newport News gebracht werden, wo er seine Ladung löschte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Erster kanadischer Passagierdampfer nach dem 2. Weltkrieg soll Tauchwrack werden
(21.12.16) Die Tobermory Maritime Association, eine Gruppe von Tauchenthusiasten, Tauchshopinhabern und Bootsskippern wollen das ausgediente, 215 Fuß lange Fahrgastschiff S.S. “Norisle” vor der Spitze der Bruce Peninsula in Little Cove als künstliches Riff versenken. Sie begann jetzt mit den Planungen, das 70 Jahre alte Schiff, das derzeit im Besitz des Assiginack Township ist, zu akquirieren. Der Rat des Assiginack Township plante, das Schiff abzuwracken, doch er war einverstanden, dies drei Monate aufzuschieben, damit ein formelles Kaufangebot erstellt werden konnte. Dazu müssen aber die Genehmigungen zur Versenkung auch vorliegen.
Die “Norisle” entstand 1946 auf den Collingwood Shipyards als erster Passagierdampfer, der in Kanada nach dem 2. Weltkrieg neu entstand. Von 1947 bis 1974 verkehrte er zwischen Tobermory und Manitoulin Island, bis er durch die „Chi-Cheemaun“ ersetzt wurde. 1975 erwarb das Assiginack Township das Schiff für einen Dollar und nutzte es 30 Jahre lang als schwimmendes Museum und Touristenattraktion in Manitowaning.
2006 wurden die unteren Schiffsbereiche durch Wassereinbruch geflutet. Nachdem das Wasser gelenzt und das Schiff vorerst gesichert war, begannen die Diskussionen über dessen Zukunft. Die S.S. Norisle Steamship Society formierte sich und wollte die “Norisle” als Kreuzfahrtschiff auf den Great Lakes einsetzen.
Diese Pläne materialisierten sich aber nicht. Im Januar 2016 wurde eine Petition vom Assiginack Township an die Provinzregierung gerichtet, für die “Norisle“ entweder eine Nutzung zu finden oder sie von der Manitowaning Waterfront zu entfernen. Die Provinz hatte aber kein Interesse daran, das Schiff zurückzunehmen. Die Tobermory Maritime Association, die 1998 gegründet wurde, hat bereits die “Niagara II” 1999 als Tauchstätte vor Little Cove sowie die „Caroline Rose“ vor dem Fathom Five National Marine Park versenkt. Sie wollte nun die Genehmigung von Fisheries and Oceans Canada und Transport Canada einholen, mit der „Norisle“ ebenso zu verfahren.
Wenn die dazu notwendigen Genehmigungen vorliegen, müssen Spendengelder von 150,000 bis $200,000 Dollar eingeworben werden, um die „Norisle“ zurück nach Tobermory zu holen und sie zu versenken. Der Titel des Projekts steht bereits fest: „Bringing History Home: The Return of the S.S. Norisle”. Eine historische Besonderheit des Schiffes ist die Dreifach-Expansions.Dampfmaschine, die heute die letzte ihrer Art ist, die noch existiiert. Sie war einst für eine Korvette der Marine gedacht, doch mit Ende des 2. Weltkriegs ergab sich die zivile Nutzung.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachtboot sank mit 1000 Sack Reis
(21.12.16) Am Abend des 19.12. sank das hölzerne Frachtboot “Chan Myae Aung” mit über 1000 Säcken Reis nach der Kollision mit der Passagierfähre „Pathein Thu“ auf dem Toe River in Yangon, Myanmar. Der 48-jährige Skipper und vier Fahrgäste wurden verletzt ins Kyaikhtaw Hospital gebracht. Die Passagiere der Fähre blieben unversehrt. Die „Chan Myae Aung” hatte einem Wirbel ausweichen wollen, dabei krachte er aber gegen die Fähre, die sich mit über 300 Personen an Bord auf Höhe des Kawhmu Township befand. Der Schaden wurde auf umgerechnet 36,150 US-Dollar taxiert.
Quelle:Tim Schwabedissen



„Le Souffle du Nord“ lädiert
(Bild: Thomas Ruyant)   Großbild klick!

Auseinanderbrechende Vendée-Globe-Yacht versucht Bluff zu erreichen
(20.12.16) Mit 17 bi 18 Knoten Fahrt kollidierte der französische Skipper Thomas Ruyant mit seiner 18 Meter langen Yacht „Le Souffle du Nord“ am Nachmittag des 18.12. während der Vendée Globe 260 Meilen vor Tasmanien möglicherweise mit einem Container. Ruyant schlief im Sitzsack und wurde mit diesem gegen das Schott auf Masthöhe geschleudert. Der Sack federte seinen Aufprall glücklicherweise ab. Material, das im Heck gestaut war, flog 10 Meter weit bis ganz nach vorne.
Das gesamte Vorschiff hatte sich explosionsartig zusammengefaltet. Ruyant versuchte, den Riss abzudichten, der vom Deck bis unter die Wasserlinie reichte. Allein die Längs-Struktur hielt das Schiff noch zusammen.
Auch das Steuerbord-Ruder drohte komplett abzureißen. Der Riss im Vorschiff spreizte sich unterdessen immer weiter auf. Der Rumpf öffnete sich und die Rahmen-Spanten lösten sich überall. Ruyant befürchtete ein komplettes Auseinanderbrechen der Yacht.
Der Sturm, während dem sein Boot havarierte, war zwar inzwischen über ihn hinweggezogen, aber der Wellengang in der Region betrug immer noch vier bis fünf Meter. Er barg das Segel und versuchte unter Motor die gut 100 Meilen entfernte Südküste Neuseelands zu erreichen.
Er nahm Kurs auf den Hafen von Bluff, der 190 Meilen entfernt war. Das Cockpit war nicht durch den Riss bedroht. Die Schotts nach vorne hielten auch dicht und gewähren Schutz vor dem eindringenden Wasser.
Mit zunächst 7,5 – 7,8 Knoten Fahrt ging es in Richtung der Küste. Am 19.12. war die „Le Souffle du Nord“ 13 Meilen südwestlich von Puysegur Point in Fiordland. Das Wetter wurde wieder schlechter mit Windböen von 45 Knoten. Wenn sich die Lage verschlechtern sollte, könnte Ruyant aber mit einem Hubschrauber abgeborgen werden. Er hielt regelmäßigen Funkkontakt. Die Bluff Coastguard bereitete sich darauf vor, die Yacht vor Bluff in Empfang zu nehmen und in den Hafen zu eskortieren.
Die “Le Souffle du Nord” könnte dort am 21.12. gegen zwei Uhr Ortszeit eintreffen, wenn die derzeitige Fahrt von nunmehr 14 Knoten beibehalten werden konnte. Die Wellenhöhe betrug aktuell rund fünf Meter. Die Gefahr war auch noch nicht vorüber, denn der Riss im Vorschiff wurde immer größer, und es strömte mehr Wasser in das Schiff. Eine der beiden Pumpen fiel aus, so dass der Wasserepgel anstieg. Ruyant musste das Schott zum Vorschiff nun endgültig schließen müssen.
Theoretisch könnte das Schiff so über Wasser gehalten werden, aber der Bug sank immer weiter ab und dabei hob sich das Heck so weit, dass über das Deck einsteigende Brecher nicht mehr aus dem Cockpit abfließen. Deshalb blieb die Situation sehr angespannt.
Der Unfall war bereits die fünfte Kollision einer Yacht im Vendée Globe mit Treibgut. Vincent Riou, Morgan Lagraviere, Kito de Pavant und Bertrand de Broc mussten ebenfalls aufgeben, De Pavant verlor sein Boot, Alex Thomson, der mit der “Hugo Boss” an 2. Position lag, verlor seinen Flügel 13 Tage nach dem Start.
1.400 Meilen weiter westlich hat Stéphane Le Diraison nach seinem Mastbruch ein Notrigg aus seinem Großbaum gebaut. Er versuchte, Melbourne zu erreichen und dürfte wohl mehr als eine Woche benötigen. Zurzeit war er mit 3,5 Knoten Fahrt unterwegs.
Der Mast war direkt auf Deckshöhe gebrochen, als er gerade 28 Knoten lief. Ein Auge am Achterstag-Beschlag war gebrochen, als sich das Boot mit voller Fahrt in eine Welle bohrte. Der Skipper versuchte unter großen Schwierigkeiten, das gebrochene Rigg zu kappen, denn brechende Wellen stiegen in das Cockpit ein.
Es dauerte Stunden, die Segel zu kappen, alles in Ordnung zu bringen und ein Notrigg zu setzen. Der Großbaum stellte nun einen sieben Meter langen Mast dar, an dem er die Stumfock setzen konnte.
Auch Jérémie Beyou mit dem Foiler “Maître CoQ” kämpfte mit einemWassereinbruch. Bei Wind knapp über 30 Knoten stellte er nach einem kurzen Schlaf einen extremen Leistungseinbruch seiner Yacht fest. Wasser hatte in die Vorschiff-Segelkammer eindringen können, weil offenbar der Ballasttank nach einer Inspektion vor ein paar Tagen nicht richtig verschlossen worden war.
Der Tankdeckel ging während der Nacht zum 20.12. endgültig verloren, und Wasser floss aus dem Tank in das Vorschiff wie auch durch den Schwertkasten. Beyou verstopfte den Tank nun provisorisch mit Unterwäsche, doch war das Leck damit noch nicht völlig verschlossen. Für die Reparatur musste er seine Fahrt auf 15 Knoten herabsetzen, und die Pumpen liefen unter Vollast weiter.
Quelle:Tim Schwabedissen



Containerfrachter "Hong Yuan 02"
(Bild: Zhejiang Marine)   Großbild klick!

Containerfrachter droht nach Strandung auf Riff zu sinken
(20.12.16) Der chinesische Containerfrachter "Hong Yuan 02", 23734 BRZ (IMO-Nr.: 9137703), lief am 15.12. gegen 23 Uhr westlich von Huanglong Island bzw. nördlich von Zhoushan um 01.45 Uhr auf Position 30 ° 37'00 "N / 122 ° 50'50" O auf Grund. Er war auf dem Weg von Jingtang nach Humen in der Ostchinesischen See unterwegs. Das Schiff wurde im Bugbereich aufgerissen und erlitt starken Wassereinbruch.
Kranschiffe an der „Hong Yuan 02“
(Bild: Zhejiang Marine)   Großbild klick!
Der Bug sackte immer weiter weg, und das Schiff legte sich bis zu 20 Grad nach Steuerbord über. Die Laderäume 1-3 wurden geflutet, auch in Laderaum 4 drang Wasser ein, nur der fünfte blieb bislang lenz. An Bord waren 864 20-Fuß-Container und 68 40-Fuß-Container, insgesamt 29.000 Tonnen Ladung.
Am 16.12. um 10.30 Uhr wurden 13 Mann der 21-köpfigen Crew von dem chinesischen Patroullienboot 0743 abgeborgen. Um 12.40 Uhr trafen die Kranschiffe "Man Yang 2004” und "Man Yang 208" mit Tauchern vor Ort ein, gefolgt von den Bargen "Tangfeng 56" und "Tengfeng 58", um die Ladung zu leichtern.
Um 23 Uhr wurden alle Mann von Bord geholt, weil das Schiff mit der Flut instabil zu werden drohte. Am 17.12. um 5.05 Uhr begann das Leichtern der Container vom Vorschiff, und um 8.30 Uhr waren 23 Boxen geborgen. Um neun Uhr betrug die Krängung noch 11 Grad.
Allerdings lag das Vorschiff des Frachters komplett unter Wasser. Am 20.12. traf der Frachter "Jing Run 168” (IMO-Nr.: 412767110) am Havaristen. Ein, um das Leichtern fortzusetzen.
Die „Hong Yuan 02“ ist 188,1 Meter lang, 30,3 Meter breit, hat 11,5 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 30637 Tonnen. Der 1980-TEU-Frachter läuft für die Hongyuan Marine Co. Ltd. in Zhongxing Lu Jiangdong Qu in der Ningbo Zhejiang Provinz. Er wurde 1997 auf der Gdynia Stocznia als „City of London“ erbaut. Von 2004 bis 2007 lief er als „MOL“ Callao“, bis 2009 als „Tiger Breeze“ und bis Mai 2010 nochmals als „City of London“, ehe er zur „Hong Yuan 02“ wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Neu erworbener Kutter sank nach Überführung
(20.12.16) Der Kutter “Inyago” aus Napier sank am frühen Morgen des 19.12. am Iron Pot in Ahuriri. Skipper Matt Douglas hatte das Schiff gerade erst erworben und es 360 Meilen weit von Tauranga überführt. Er war auf dem Weg nach Wellington, als er um 5.45 Uhr informiert wurde.
Am Vorabend war noch alles in Ordnung gewesen. Nach dem Eintreffen in Ahuriri hatten Techniker und Ingenieure das Schiff zuvor überprüft. Doch um 5.30 Uhr lag das Heck des Schiffes unter Wasser, 20 Minuten darauf sank der Kutter komplett. Die Bergungsarbeiten dauerten den ganzen Tag.
Ein 100 Tonnen-Kran und Personal des Hawke's Bay Regional Council im Auftrag von Maritime New Zealand waren im Einsatz, auch um auslaufenden Dieselkraftstoff und Öl aufzufangen. Eine Ölsperre wurde ausgelegt und der Kraftstoff aufgesaugt. Gegen 16 Uhr lag das Schiff wieder weitgehend über Wasser, und binnen mehrerer Stunden wurde es endgültig an Land gehoben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter auf Wolga-Kaspi-Kanal auf Grund gelaufen
(20.12.16) Am Morgen des 18.12. lief der russische Frachter "Shizhiya", 2829 BRZ (IMO-Nr.: 8871572), auf dem Wolga-Kaspi-Kanal bei Kilometer 51,1, auf Grund. Die Havarie ereignete sich in einem Abschnitt mit Einbahnverkehr. Der passierende Verkehr wurde nicht behindert. Am 20.12. saß das Schiff weiter fest, der Schlepper "MB 1213" (IMO-Nr.: 8987022) lag längsseits. Der Frachter war auf der Reise von Bandar Anzali nach Astrachan.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter nach Maschinenausfall bei Antimilos nach Piräus geschleppt
(20.12.16) Der unter Panama-Flagge laufende Frachter "Millau Bridge", 150709 BRZ (IMO-Nr.: 9706736), erlitt am Nachmittag des 18.12. nordwestlich der griechischen Insel Antimilos auf der Fahrt von Piräus nach Port Said Maschinenausfall. Drei Schlepper nahmen den Havaristen samt seiner 23-köpfigen Crew auf den Haken und zogen ihn zurück nach Piräus, wo er am Nachmittag des 19.12. auf Reede Anker warf.
Quelle:Tim Schwabedissen



Containerfrachter versenkte Kutter – bis zu 14 Tote
(20.12.16) Am 20.12. um 00.15 Uhr kollidierte das unter Hongkong-Flagge laufende Containerschiff "Sinotrans Xiamen", 9587 BRZ (IMO-Nr.: 9367968) mit dem 39 Meter langen, chinesischen Fischereifahrzeug "Min Shu Yu 07878" (MMSI-Nr.:412450706) auf Position 23 43 N 117 47 O rund 50 Meilen südwestlich von Xiamen in der Straße von Taiwan. Dieses sank, drei Fischer wurden gerettet, 11 weitere vermisst.
Eine SAR-Operation mit verschiedenen Rettungsfahrzeugen und unter Einbeziehung der Schifffahrt in dem Seegebiet wurde eingeleitet. Der Frachter, der auf der Fahrt von Shantou nach Quanzhou war, wurde angewiesen, zur Untersuchung Xiamen anzusteuern.
Quelle:Tim Schwabedissen



Flussbauschiff brannte auf dem Rhein
(20.12.16) Am Morgen des 20.12. geriet das Baggerschiff „OHF 32" (MMSI-Nr.: 211665720) aus Au auf dem Rhein zwischen Nierstein und Nackenheim in Brand. Das Flussbauschiff mit Baggerkran und zwei Leichtern war bei Rheinkilometer 282,4 auf rheinland-pfälzischer Seite in Bergfahrt gewesen, als im Maschinenraum ein Feuer ausbrach. Die Feuerwehr wurde um 9.44 Uhr alarmiert.
Zu dieser Zeit war die Rauchsäule, die von dem etwas nördlich von Nierstein liegenden Schiff aufstieg, bereits weithin zu sehen. Die vier Mann Besatzung hatten Anker geworfen und versuchten das Feuer bis 10.25 Uhr selbst zu löschen. Zwei Crewmitglieder wurden mit Verdacht auf Rauchvergiftungen zur Erstversorgung an Land gebracht. Sie konnten kurz darauf jedoch wieder zum Schiff zurückkehren, um die Einsatzkräfte vor Ort zu beraten.
Im Einsatz waren neben den Feuerwehren aus Nierstein und Oppenheim auch die Einheiten aus Guntersblum, Ludwigshöhe, Bodenheim/Nackenheim und Gau-Bischofsheim. Zudem waren der Wehrleiter der Verbandsgemeinde Rhein-Selz, der Kreisfeuerwehrinspektor sowie sein Stellvertreter vor Ort. Insgesamt vier Boote hatten die Feuerwehren eingesetzt, um zu dem brennenden Schiff zu gelangen. Gegen Mittag war ein Feuerlöschboot der Stadt Mainz hinzugekommen, um die Sicherungsmaßnahmen zu unterstützen.
Die Bundesstraße B9 wurde von der Polizei zwischen der Einfahrt der B420 am Niersteiner Bahnhof und der Abfahrt am Nackenheimer Bahnhof komplett gesperrt. Die Feuerwehr richtete ein Lagezentrum in einem Zelt auf der B9 ein. Die Wasserschutzpolizeistationen Mainz und Wiesbaden waren mit Booten vor Ort im Einsatz.
Der Havarist wurde nach Abschluss der Löscharbeiten von dem Binnenschiff „Marianne“ (MMSI-Nr.: 244830550) nach Karlsruhe bugsiert. Die Ursache für das Feuer war noch unklar, der Schaden wurde auf mehrere zehntausend Euro geschätzt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ecuadorianischer Kutter gesunken
(20.12.16) Neun Meilen vor Santa Clara Island bzw. 22 Meilen von Puná Island sank im Guayaquil Gulf in der ecuadorianischen Guayas-Provinz am 18.12. gegen drei Uhr der Kutter „Salinas" aus Santa Elena nach einem Maschinenschaden. Er war manövrierunfähig ins Treiben geraten und nahm so viel Wasser über, dass er schließlich übers Heck versank. Ein in der Nähe befindlicher Kutter rettete die 18-köpfige Crew. Die Schiffbrüchigen wurden am 19.12. nachmittags nach Guayaquil gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter sank vor Peniche
(20.12.16) Zwei Fischer im Alter von 35 und 44 Jahren wurden mit Unterkühlungen gerettet, nachdem ihr sechs Meter langer Kutter “Tânia Isabel' am 19.12. vor dem Strand von Baleal, Peniche, südlich von Baleal kenterte. Die beiden hielten sich am Bug ihres Bootes fest, als die “Ribela“ eintraf. Sie wurden nach Peniche ins Krankenhaus gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Philippinische Fähre lief auf Grund
(20.12.16) Die philippinische Fähre “LCT Navistar”, 388 BRZ (IMO-Nr.: 9099377) lief mit 78 Passagieren an Bord im Hafen von Escalante auf Negros Island auf Grund. Die Havarie ereignete sich beim Manövrieren während des Anlegens. Das Schiff kam mit eigener Kraft nicht wieder von der Sandbank los, und die Coast Guard sowie örtliche Einsatzkräfte evakuierten die Fahrgäste.
Das Schiff sollte mit dem folgenden Hochwasser wieder flottgemacht werden. Es ist 50 Meter lang, 16 Meter breit, hat drei Meter Tiefgang und wurde 1996 and für die Golden Bridge Shipping erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter liegt weiter am Kaitorete Spit auf dem Strand
(20.12.16) Der 22 Meter lange, neuseeländische Kutter “Lady Sarah”, der am Kaitorete Spit nahe der Mündung des Lake Ellesmere in Canterbury am 15.12. gegen zwei Uhr auf Grund lief, lag weiterhin fest. Die dreiköpfige Crew war durch das Rescue Coordination Centre New Zealand (RCCNZ) gerettet worden.
Eigentlich sollte der Havarist mit dem nächsten Hochwasser geborgen werden, doch fünf Tage später lag er weiter auf der Seite in der Brandung. Am 16. und 17.12. war der größte Teil von umweltgefährdenden Stoffen von Bord geholt worden. Dann musste die Arbeit wegen stürmischer See unterbrochen werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Suchaktion nach Vermissten der Don Gerardo II fortgesetzt
(20.12.16) Am Wochenende des 17. und 18.12. wurde die Suche nach der Crew des Kutters “Don Gerardo II” aus Manta fortgesetzt. Am 17.12. gegen 13 Uhr stieß die "Fernandina Island" der Coast Guard mit einem Arzt und einer Krankenschwester sowie drei Tauchern an Bord zu den Einsatzkräften, ein Flugzeug stieg in Puerto Manta mit dem Eigner der "Don Gerardo II" an Bord auf.
Das Schiff war am 17.12. gegen fünf Uhr mit dem Containerfrachter "MSC Regulus" 216 Meilen vor Puntilla de Santa Elena auf Position 03º 26 'S 84º 23' W vor der Küste des Zorritos-Distrikts von Peru kollidiert und vollgelaufen. Das halb unter Wasser liegende Wrack konnte nachdem Zusammenstoß mit Trossen am Bug des Containerfrachters gesichert werden. Inzwischen hat er wieder Fahrt aufgenommen und setzte die am 15.12. begonnene Fahrt von Callao nach Lazaro Cárdenas fort, wo er am 22.12. eintreffen sollte.
12 Mann der "Don Gerardo 2", die am 14.12. auf Fangfahrt gegangen war, wurden durch "Sienore Mary" und "Eduardo II" gerettet. Sechs weitere wurden immer noch vermisst, fünf konnten nur tot geborgen werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schlepper sank in Gilboa
(20.12.16) Das Department of Environmental Protection in New York City wurde am 19.12. um 8.30 Uhr alarmiert, nachdem ein Schlepper, der mit Bargen unterwegs war, im Schoharie-Reservoir in Gilboa nach einem Wassereinbruch gesunken war.
Er hing immer noch an diesen fest. Eine kleine Menge auslaufenden Öls konnte mit Ölsperren aufgefangen werden. Mit von Tauchern angebrachten Auftriebshilfen sollte das Schiff aufgeschwommen und dann mit einem Kran an Land gebracht werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



„Adler Princess“ (Bild: Feuerwehr Hamburg)   Großbild klick!

Brandursache auf der „Adler Princess“ lag in der Elektrik
(19.12.16) Während die „Adler Princess“, 508 BRZ (IMO-Nr.: 8876302), drei Tage nach dem Feuer auf der Elbe weiterhin an der Pier vor der Fischauktionshalle an der Großen Elbstraße in Hamburg-Altona lag, wurde nach einer Werft gesucht, die das Schiff so schnell wie möglich wieder fahrtüchtig machen sollte, damit der Saisonstart im April 2017 planmäßig stattfinden kann. Zuvor mussten aber noch die Ermittlungen zur Brandursache durch die Polizei auch noch abgeschlossen werden, die es zu diesem Zweck versiegelt hatte.
Das Schiff hatte am 16.12. um 23 Uhr an der Pier festgemacht. Eines der drei Crewmitglieder bemerkte knapp drei Stunden später beim Toilettengang Rauchentwicklung im Achterschiff. Um 1.45 Uhr wurde die Feuerwehr alarmiert. Ein Teil der Elektroverteilung war in Brand geraten. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte war das Schiff bereits vollständig verraucht.
Wegen der starken Verqualmung wurde die Alarmfolge auf Feuer auf Gewässer, 2. Alarmstufe erhöht. Das Feuer wurde mit einem C-Rohr im Innenangriff bekämpft. Mehrere Trupps unter schwerem Atemschutz waren zum Öffnen der Deckenverkleidungen und der weiteren Erkundung eingesetzt.
Der Umweltdienst der Feuerwehr Hamburg wurde durch den Einsatzleiter zur Fachberatung hinzugezogen. Die Lösch- und Belüftungsarbeiten dauerten zwei Stunden an. Eingesetzt waren u.a. zwei Löschzüge der Berufsfeuerwehr, einer der Freiwilligen Feuerwehr, ein Löschboot, ein Kleinboot und ein Rettungswagen. Nach zwei Stunden hatten sie die Lage unter Kontrolle.
Die in Rendsburg beheimatete „Adler Princess“ ist seit 1995 für die Adler-Schiffe GmbH & Co. KG im Einsatz und fährt meist auf dem Nord-Ostsee-Kanal, der Elbe und der Eider. Heimathafen ist Rendsburg. 1989 wurde sie bei der Scheepswerf Grave B.V. in Grave für die Rederij Den Breejen in Zierikzee als „Stad Zierikzee“ erbaut und zu Fahrten auf der Oosterschelde von Zierikzee aus eingesetzt. 1995 wurde sie an Sven Paulsen verkauft und in „Adler Princess“ umbenannt. Zunächst sie zu Einkaufsfahrten zwischen Kaminke (Usedom) und Nowe Warpno in Polen eingesetzt und danach in Altwarp aufgelegt. Seit 2007 wurde dann das Fahrtgebiet nach Schleswig Holstein verlegt.
Die „Adler Princess“ ist 42 Meter lang, 8,57 Meter breit, hat 0,2 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 112 Tonnen. Sie vermag 300 Passagiere zu befördern.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler "Blue Horizon" am Haken
(Bild: RNLI)   Großbild klick!

RNLI-Boot schleppte zwei Schiffe in zwei Wochen nach Castletownbere ein
(19.12.16) Das irische Offshore-Wachschiff "Ocean Guardian", 333 BRZ (IMO-Nr.: 7521572), erlitt am 17.12. Maschinenschaden nördlich des Bull Rock vor der Küste von West-Cork. Das RNLI-Boot „Annette Hutton“ aus Casteltownbere wurde von der Valentia Coast Guard um Assistenz gebeten und lief Minuten später aus. Es erreichte den Havaristen, der Anker geworfen hatte, eine Stunde später.
Die "Ocean Guardian" war von Castletownbere nach Burtonport unterwegs gewesen. Vor Ort war ein Seegang von 3-4 Metern Höhe. Das RNLI-Boot stellte eine Schleppverbindung her und zog das Schiff nach Castletownbere. Vor Crow Head brach aber die Trosse, und es musste erneut eine Verbindung aufgebaut werden. Am 18.12. um 2.30 Uhr erreichten die beiden Fahrzeuge ohne weitere Zwischenfälle die Pier in Castletownbere.
Erst vor zwei Wochen hatte das Rettungsboot aus Castletownbere erst den irischen Trawler "Blue Horizon", 175 BRZ (MMSI-Nr.: 250000897), auf den Haken genommen. Am 4.12. hatte die Valentia Coastguard Radio es um Assistenz für den eine Meile vor Blackball Head an der Beara-Halbinsel in West Cork liegenden Havaristen gebeten. Die "Blue Horizon" hatte mit einer sechsköpfigen Crew an Bord ebenfalls Maschinenausfall erlitten und keine Bordenergie mehr.
Die „Annette Hutton“ lief nach der Alarmierung in den Mittagsstunden zu dem in drei Meter hohen Wellen bei Windstärke 5-6 treibenden Trawler. Es gelang, eine Schlepptrosse zu übergeben und ihn um 15 Uhr nach Castletownbere einzubringen.
Quelle:Tim Schwabedissen



“Defender” (Bild: Natalie Fernbach)   Großbild klick!

Defender liegt jetzt auf dem Trockenen
(19.12.16) Der 120 Jahre alte Zweimaster “Defender” wurde aus dem Ross Creek abgeschleppt und auf einen Slip in Süd-Townsville gezogen. Das Schiff hatte sieben Jahre lang vor dem Museum of Tropical Queensland in Townsville gelegen und im Januar gesunken. Nachdem das Wrack nun auf dem Trockenen lag, wurde mit Reinigungsarbeiten begonnen.
Am Holz des Rumpfes waren Schäden erkennbar. Das Schiff war dicht mit Muscheln und Algen bewachsen nach der langen Zeit unter Wasser. Das weitere Schicksal entscheidet sich an dem Zustand des Schiffes. Der Eigner war zuversichtlich, dass eine Reparatur möglich sei. Er selbst könne dies aber finanziell nicht leisten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler nach Tromsø eingeschleppt
(19.12.16) In der Nacht zum 19.12. erlitt der norwegische Trawler „Skjervoyfisk", 566 BRZ (IMO-Nr.: 8614281), Maschinenschaden im Tjeldsund. Er befand sich auf der Fahrt von Lødingen nach Stettin. Das Rettungsboot "Dagfinn Paust" der NSSR-Station Andenes wurde um Assistenz gebeten und nahm den Havaristen auf den Haken. Der Konvoi steuerte dann den Hafen von Tromsø-Breivika an, wo er gegen 9.30 Uhr eintraf und an einer Pier in Guleng festmachte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter nach Wells eingeschleppt
(19.12.16) Das RNLI-Boot aus Wells wurde am 18.12. gegen neun Uhr von der Coastguard um Assistenz für den 24 Fuß langen Kutter “Patsy Lou” gebeten. Dieser hatte Maschinenausfall erlitten, als er auf dem Weg von Grimsby zum Winterliegeplatz nach Wells war. Fünf Meilen nördlich des Hafens streikte der Antrieb, und die zweiköpfige Crew alarmierte die Humber Coastguard.
Das Rettungsboot war bereits zu einer Übungsfahrt auf dem Wasser und nahm Kurs auf den Kutter. Dieser meldete inzwischen einen Ausfall der Pumpe. Die Seenotretter nahmen den Havaristen auf den Haken und brachten ihn in seinen Heimathafen nach Wells.
Quelle:Tim Schwabedissen



Binnentanker durch Kollision mit Fahrwassertonne manövrierunfähig
(19.12.16) Am Abend des 18.12. geriet auf dem Rhein auf Höhe von Bacharach ein mit 1000 Tonnen Diesel beladener Binnentanker vermutlich durch einen Fahrfehler aus dem Fahrwasser ab und kollidierte mit einer grünen Fahrwassertonne, die dabei abgerissen wurde. Die Tonnenkette geriet in den Antrieb und führte zu einem Maschinenausfall.
Trotz einer umgehend eingeleiteten Notankerung konnte das Schiff nicht zum Aufstoppen gebracht werden. Erst durch die Koppelung an ein weiteres Schiff konnte die Situation unter Kontrolle gebracht werden. Unter zusätzlichem Einsatz eines Schleppers wurde der Tanker zunächst in den Main gezogen und am Containerterminal festgemacht.
Dort wurden durch einen Taucher die Tonnenkette aus dem Antrieb sowie die Grundkette aus dem Ankergeschirr entfernt. Da der verklemmte Anker vor Ort aber nicht wieder in Funktion versetzt werden konnte, wurde die Instandsetzung auf einer Werft erforderlich. Der Strommeister gestattete die Weiterfahrt nach Mannheim nur unter der Auflage einer Koppelung mit einem anderen Tanker, der aus Frankfurt a.M. gerufen wurde. Während des ganzen Vorfalls wurde die Schifffahrt nur geringfügig beeinträchtigt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Neuer Eigner verlor Burg Eberbach einen Monat nach Erwerb
(19.12.16) Nicht viel Freude hatte der neue Besitzer am alten Fahrgastschiff "Burg Eberbach" (EU-Nr.: 04605820). Das 61 Jahre alte Fahrgastschiff gehörte bis vergangenen Monat der Familie Kappes in Eberbach und trat nach dem Verkauf an einen Belgier am 16.11. seine Überfahrt zur Maas an, fiel dort aber am 16.12. einem Großbrand zum Opfer. Jahrzehnte hatte die "Burg Eberbach" das Bild am Neckarlauer geprägt.
Das 1955 bei Schmidt in Oberkassel erbaute Schiff verkehrte zuerst als „Rolandsborgen“ auf der Mosel und kam 1963 in den Besitz der Familie Kappes. Andreas Kappes, Eigner in dritter Generation, war aber seit rund drei Jahren bemüht, die 200 Passagiere fassende "Burg Eberbach" zu verkaufen. Bereits im vergangenen Jahr hatte sich die Eberbacher Personenschifffahrt Kappes ein moderneres Ausflugsschiff zugelegt, das im April 2015 auf den Namen der verstorbenen Schwester des Eigners, Petra Kappes, getauft wurde.
Der Unternehmer setzte die "Burg Eberbach" seither nur noch sporadisch ein und bot das Schiff auch übers Internet zum Kauf an. 180.000 Euro waren als Verkaufspreis angesetzt. Kappes tätigte in den letzten Jahren noch erhebliche Investitionen in das Schiff u.a. wegen geänderter gesetzlicher Vorgaben.
Die Überführung auf die Maas erfolgte gemeinsam mit einigen Eberbacher Schifferrentnern binnen einer knappen Woche. Auch der neue Eigentümer war dabei. Er hatte selbst kein Schifferpatent, doch bereits entsprechendes Personal eingestellt.
Am 18.11. traf die „Burg Eberbach“ von Mannheim kommend in Maasbracht ein. Dort sollte sie im Vintage-Look umgestaltet werden. Während des Werftaufenthaltes aber ging das Schiff im Dock der Tinnemans Shipbuilding nur 18 Tage später in Flammen auf. Angesichts der Verwüstungen an Bord dürfte sich der Plan damit erledigt haben. Die „Burg Eberbach“ hatte eine Länge von 26,55 Metern, eine Breite von fünf Metern und einen Tiefgang von 1,10 Metern.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bislang acht Tote nach Untergang der „El Baraka“ gefunden
(19.12.16) Acht Tote wurden bislang nach dem Schiffbruch der “El Baraka” von Alva Sfar am 16.12. vor Mahdia geborgen. Das Schiff war mit einer 14-köpfigen Crew am 5.12. ausgelaufen und befand sich auf der Rückfahrt in den Hafen, als der Kontakt abbrach. Am 17.12. stieg ein Hubschrauber der Armee auf, doch schlechtes Wetter behinderte die Suchaktion.
Am 17.12. gegen 15 Uhr wurde ein totes Crewmitglied am Strand von Khamara in Ksour Essef entdeckt. Ein Überlebender erreichte an diesem Tag wohlbehalten denselben Strand. Er sagte, dass der Trawler 15 Kilometer vor der Küste gesunken sei und er 27 Stunden lang im Meer geschwommen habe, bevor der den Strand erreichte. Am selben Tag wurden noch sechs weitere Leichen gefunden.
Am 18.12. waren zwei Hubschrauber, darunter einer von British Gaz, im Einsatz. Ein italienisches Schiff, das vor Kerkennah ankerte, hatte gemeldet, fünf Personen auf einem Schlauchboot gesichtet zu haben. Es wurden bislang aber keine weiteren Personen gefunden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Arbeitsplattform nach fünf Tagen aus dem Rhein geborgen
(19.12.16) Der am 10.12. auf dem Rhein auf Höhe Duisburg-Rheinhausen gesunkene Stelzenponton mit Baggervorrichtung wurde am 15.12. mit zwei Schwimmkränen gehoben.
Aus Sicherheitsgründen durften Schiffe die in einer Flusskurve liegende Untergangsstelle nur im Einbahnverkehr passieren. Aus den Niederlanden mussten zunächst Schwimmkräne mobilisiert werden, da der Ponton vom Ufer aus mit Kränen nicht zu erreichen war.
Auch andere Faktoren wie die starke Strömung verkomplizierten die Bergung. Fünf Stunden dauerte die Hebung, während der der Rheinabschnitt für den Verkehr gesperrt werden musste. Warum die Plattform gesunken war, musste die Polizei nun ermitteln.
Dies konnte erst nach der Bergung, beginnen. Immerhin war die Plattform nach der Bergung wieder schwimmfähig und wurde in eine Werft nach Meiderich gezogen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Weitere Havarien bei der Vendée Globe
(19.12.16) Am 18.12. um 15.45 Uhr kollidierte die 60 Fuß lange Monorumpf-Yacht “Le Souffle du Nord“, die für Le Projet Imagine mit Skipper Thomas Ruyant am Vendée Globe teilnahm, mit Treibgut. Dabei kam es in einem Segelstauraum am Bug zu einem Wassereinbruch. Außerdem entstanden Schäden u.a. am Steuerbordruder, der Decksstruktur und an Bodenwrangen.
Der Skipper machte seine Sicherheitsausrüstung klar für den Fall, dass sich die Lage verschlechtert. Vor Ort waren über 40 Knoten Wind und sehr hoher Seegang. Thomas wollte versuchen, Neuseeland zu erreichen. Die Vendée Globe Race Directors standen in Kontakt mit den dortigen Rettungsbehörden, falls der Skipper Hilfe braucht.
Am selben Tag musste sich der französische Skipper Stéphane le Diraison aus dem Rennen zurückziehen, nachdem am Abend sein Mast in zwei Teile zerbrach. Zuvor hatte bereits Tanguy de Lamotte dieses Schicksal erlitten und musste nach Les Sables d’Olonne zurückkehren, und der japanische Skipper Koji Shiraishi musste Kapstadt ansteuern, nachdem das obere Mastdrittel abbrach. Derzeit ist er nach Melbourne unterwegs. Aktuell waren noch 21 der ursprünglich 29 Skipper, die am 6.11. starteten, im Rennen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Verschobene Container verletzten Hafenarbeiter
(19.12.16) Am 18.12. um 13.53 Uhr wurde die Feuerwehr von Oakland alarmiert, nachdem Container an Bord des unter Hongkong-Flagge laufenden Containerfrachters "Seaspan Chiwan", 39941 BRZ (IMO-Nr.: 9224312), sich an Liegeplatz 57 des Oakland Container Terminal verschoben hatten. Dabei war ein Hafenarbeiter eingeklemmt worden und hatte Verletzungen an den Beinen erlitten.
Die Rettung war wegen der räumlichen Enge vor Ort kompliziert. Der Verletzte wurde, nachdem er befreit worden war, mit einem kleinen Container mittels eines Krans an Land gebracht und dann ins Traumacenter des Highland Hospital gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen



“Orca 2” (Bild: Salvamento Maritimo)   Großbild klick!

Rekordruderversuch vor Gran Canaria gescheitert
(18.12.16) Am 16.12. mussten 10 britische Ruderer von der “Orca 2” abgeborgen warden, mit der sie versucht hatten, den Atlantik in Rekordzeit zu queren. Der Helikopter Helimer 210 von Salvamento Maritimo barg sie aus der Luft ab. Ihr 54-jähriger Skipper Scot Roy Finlay war nach weniger als 48 Stunden so krank geworden, dass sie Mayday funken mussten.
Sie waren am 13.12. aus Puerto Megan in Gran Canaria ausgelaufen und 95 Meilen südwärts vorangekommen, als sie nach ihrer Rückkehr an Land bekanntgeben mussten: „Sadly the expedition is over.“ Ein weiteres Problem war dann, dass sie ihre Ausweise bei der Luftrettung an Bord zurückgelassen hatten.
Der Weltrekord für die Querung wird seit 2011 gehalten von einer sechsköpfigen Crew, die es in 31 Tagen, 23 Stunden und 31 Minuten schaffte. Scot Roy Finlay hatte sich 1998 daran versucht, den Ruderrekord zwischen den Kanaren und der Karibik zu brechen. Damals meuterte seine Crew, weil er getrunken und gefaulenzt sowie eine Prostituierte an Bord gehabt haben sollte.
Die 16 Ruderer der „Atlantic Endeavour” brachen die Fahrt auf den Kapverden ab. Finlay bestritt die gegen ihn erhobenen Vorwürfe. Im November 2013 musste er mit einer fünfköpfigen Crew bereits einmal per Helikopter gerettet werden, als das 50,000 Pfund teure Ruderboot “Barracuda” vor Gran Canaria während eines anderen Rekordversuchs das Ruder verloren hatte. 2007 hatte er bei einer Atlantikquerung den Rekord nur um einen Tag verfehlt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Pullover blieb am Ruder hängen – Binnenschiff aufgelaufen
(18.12.16) Das 80 Meter lange holländische Binnenschiff "Meggy", 1178 ts (EU-Nr.: 2307190), lief am 17.12. auf den Jungferngrund auf dem Rhein unweit der Loreley. Der Unfall ereignete sich, weil der 56-Schiffsführer des mit 750 Tonnen Kunstdünger beladenen Schiffs mit seinem Pullover am Ruder hängen blieb und das Schiff daraufhin vom Kurs abkam. Er konnte ihn in der Flussbiegung nicht mehr rechtzeitig korrigieren und kam gegen sieben Uhr auf der Sandbank bei Oberwesel fest.
Der Havarist lag komplett außerhalb des Fahrwassers, so dass der Schiffsverkehr zunächst mit verminderter Geschwindigkeit passieren konnte. Nachdem ein Versuch, sich mit eigener Kraft zu befreien, fehlschlug, wurde ein Schlepper angefordert, der gegen 8.45 Uhr vor Ort eintraf. Gegen 9.45 Uhr, mussten die Versuche, den Havaristen freizuschleppen, erfolglos abgebrochen werden.
Wegen des Tiefgangs von 1,93 Meterm und der niedrigen Pegelstände war es nicht ohne Leichterschiff möglich, die „Meggy“ zu bergen. Nachdem bis 12 Uhr rund 150 Tonnen Künstdünger vom Havaristen geleichtert und mit einem Baggerschiff gelöscht wurden, schwamm der Havarist auf. Mit einem Schlepper wurde er anschließend in tieferes Wasser gezogen. Der Rückumschlag des Kunstdüngers erfolgte bei St. Goar und konnte gegen 14.15 Uhr abgeschlossen werden. Das Schiff setzte danach die Talfahrt nach Magdeburg fort.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bergungsaktion für “Zjawa IV” beendet
(18.12.16) Nachdem die Barge "Sound Prospector" mit der polnischen Expeditionsyacht “Zjawa IV” an Deck binnen zwei Stunden von der Untiefe des Falsterbro Riffs gezogen worden war, erreichte der Konvoi mit der “Sound Horizon” zusammen nach langsamer Schleppfahrt am späten Nachmittag des 16.12. den kleinen dänischen Hafen Dragør. Dort hatten Arbeiter der örtlichen Werft bereits eine Stellage am Kai vorbereitet, die das Segelschiff aufnehmen sollte. Im Licht von Scheinwerfern wurde dieses dann nochmals angehoben und schwebte auf dem Luftweg aufs feste Land.
Deutlich wurden dabei die Spuren am Unterwasserschiff sichtbar, die die Felsen an der Strandungsstelle am Rumpf hinterlassen hatten. Wie es nun weitergehen kann, galt es nun im Zuge der anstehenden Untersuchungen herauszufinden. Gegen 19 Uhr war die „Zjawa IV“ sicher aufgepallt.
Noch am selben Abend verließen die Berger von Ardent Salvage den Hafen und machten sich auf den Weg nach Malmø. Dort machte der Konvoi kurz nach Mitternacht am Nordkai fest. Am 17.12. erfolgte dann die Demobilisierung des eingesetzten Geräts.
Quelle:Tim Schwabedissen



Seine von gestrandetem Bulkcarrier blockiert
(18.12.16) Der britische Bulkcarrier "Citius", 88479 BRZ (IMO-Nr.: 9398694), kam in einem Mäander der Seine am 17.12. um 12.14 Uhr von Rotterdam kommend zwischen Le Havre und dem Zielhafen Rouen flussaufwärts laufend vom Kurs ab. Er lief auf Höhe der Tonne von Quillebeuf auf Grund. Sofort wurden Schlepper aus Port-Jérôme geschickt, konnten aber zunächst nichts ausrichten.
Ein Interventionsteam der Maritime Préfecture, eine Ölbekämpfungseinheit der Marine in und die Ölbekämpfer von CEPPOL wurden in Bereitschaft versetzt. Die Hafenbehörden von Rouen setzten gleich ein halbes Dutzend Schlepper in Marsch, vier von Le Havre und zwei aus Rouen, in Marsch. An der Strandungsstelle versammelten sich zunächst die "Rmt Penfret", "Vb 21 Fecamp", "Vb Beauville 26", "Vb Gascogne 22" und "Vb Yport 12". Es gelang ihnen mit vereinter Kraft auch, das Heck aus dem Schlamm zu ziehen, der Bug saß aber weiter auf Grund. Wegen fallenden Wasserstands mussten die Bergungsarbeiten gegen 17 Uhr unterbrochen und auf die für 22:30 Uhr erwartete Flut gewartet werden.
Am frühen Abend erreichte als sechster Schlepper auch die "Abeille Liberté" die Strandungsstelle. Die Präfektur Seine-Maritime hatte den Schiffsverkehr auf der Seine zwischen Le Havre und Rouen für die Bergungsarbeiten gestoppt. Um 23.45 Uhr gelang es der noch um die "Louis Thomas“ ergänzten Schlepperflotte, den Havaristen wieder komplett zurück in tiefes Wasser zu ziehen. Er wurde dann gedreht und zum Seine Container Terminal in Radicâtel bei Le Havre gezogen, wo er am 18.12. gegen drei Uhr festmachte, gesichert weiterhin durch die „Rmt Penfret“ und „Vb Deauville 26“.
Quelle:Tim Schwabedissen



Langeness erneut havariert
(18.12.16) Am 16.12. um 22.45 Uhr erlitt der unter Antigua-Barbuda Flagge laufende Containerfrachter "Langeness", 15633 BRZ (IMO-Nr.: 9301134), der Leeraner Briese-Schifffahrt Maschinenschaden auf der Elbe. Er war auf der Fahrt von Bremerhaven nach Helsinki und notankerte vor Otterndorf auf der Neufeld West-Reede. Gegen Mittag traf vor Ort der aus Cuxhaven gerufene Schlepper "Wulf 7" ein, der das Schiff auf seiner Position sicherte.
Um 20.45 Uhr stieß auch die "Bugsier 2" hinzu, und der Anker des Frachters wurde gelichtet. Mit langsamer Fahrt ging es nun Richtung Wilhelmshaven, wo der Havarist am 18.12. gegen 13 Uhr im Jade-Weser-Port festmachte. Erst am 4.12. war die "Langeness", ebenfalls unterwegs von Bremerhaven nach Helsinki, mit dem Tanker "Ternvind" auf dem Nord-Ostsee-Kanal kollidiert und nahe der Rader Hochbrücke in die Böschung gelaufen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tote und Vermisste nach Kollision vor Peru
(18.12.16) Am Morgen des 17.12. kollidierte der unter Panama-Flagge laufende Containerfrachter "MSC Regulus", 141635 BRZ (IMO-Nr.: 9465291), mit dem peruanischen Kutter "Don Gerardo 2“ unweit der Seegrenze von Ecuador und Peru vor dem Zorritos-Distrikt. Der Kutter kenterte und sank. Mindestens fünf Insassen kamen ums Leben, ein halbes Dutzend Menschen wurde vermisst.
12 Schiffbrüchige wurden verletzt gerettet. Das Containerschiff, das am 15.12. aus Callao nach Lazaro Cardenas ausgelaufen war, verblieb für SAR-Maßnahmen an der Unfallstelle. In einem Umkreis von 15 Meilen suchten Schiffe nach weiteren Überlebenden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Containerfrachter spießte Barge auf
(18.12.16) Am 17.12. gegen 16 Uhr kollidierte der unter Hongkong-Flagge laufende Containerfrachter "MOL Brilliance", 113042 BRZ (IMO-Nr.: 9685334), mit einer 24-köpfigen Crew an Bord mit der vietnamesischen 120-TEU-Containerbarge "Cai Mep 28" (Reg.-Nr.: SG-7559) der Jiangnan Company in Saigon. Der Unfall ereignete sich beim Auslaufen aus Phu My, Vung Tau, und die “Mol Brilliance” hatte einen Lotsen der Pilotage Ltd. Co. aus Tân C?ng an Bord. Als sie mit dem Bug nach See drehen wollte, kam es aber zu einem Maschinenausfall, und das Schiff lief unkontrolliert in Richtung einer Kaianlage.
Vor dieser befand sich die „Cai Mep 28“ gerade und konnte wegen der geringen Distanz nicht mehr ausweichen. Der mächtige Wulstbug des größeren Schiffes drang an Steuerbordseite in den Rumpf der Barge ein, deren vierköpfige Crew unversehrt blieb. Das schwer beschädigte Schiff drohte allerdings auf dem Cai Mep-Thi Vai-Fluss in der Tan Phuoc-Kommune des Tan Thanh Distrikts zu sinken.
Gegen 22 Uhr wurden die beiden immer noch ineinander verkeilten Schiffe zu einem Ankerplatz in einem Kilometer Entfernung verholt. Die Container vom Deck der Barge wurden gelöscht und zu einem Lagerplatz der Cai Border Station gebracht. Die "MOL Brilliance" wurde auf der Go Gia-Reede auf dem Cai Mep-Fluss an provisorisch ausgebrachten Tonnen festgemacht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Aufmerksame Polizisten verhinderten größeren Schiffsbrand
(18.12.16) Am 18.12. um 00.56 Uhr bemerkte eine Polizeipatroullie Rauchentwicklung an Bord der norwegischen Fähre "Frafjord", 739 BRZ (IMO-Nr.: 7728508), die über Nacht am Kai in Brekstad lag. Um 1.08 Uhr war die von ihr alarmierte Feuerwehr bereits vor Ort. Es war zwar kein offenes Feuer zu sehen, aber Funken schlugen aus dem Schornstein.
Die Einsatzkräfte drangen in den Maschinenraum vor und stellten einen Brand im Kessel fest. Dank des raschen Eingreifens konnte das Feuer um 1.20 Uhr bereits gelöscht werden. Ohne die Aufmerksamkeit der Polizisten aus Trøndelag hätte größerer Schaden entstehen können.
Quelle:Tim Schwabedissen



Nur ein Überlebender nach Kutterunglück gefunden
(18.12.16) Helikopter der Armee, Patroullienboote des Zivilschutzes und die Marine in Mahdia starteten am 16.12. aus der Luft und zu Wasser eine Suchaktion, nachdem der tunesische Kutter “El Barka” in stürmischer See vor Mahdia gesunken war. Sie fanden am Nachmittag des 17.12. eine Leiche in Khmara und später drei Tote am Strand von El Ghdhabna in the Ksour Essef-Region. Vier weitere Opfer fanden sich zwischen Salakta und Khamara. Der Kutter aus El Karkara hatte eine 14-köpfige Crew an Bord gehabt. Ein Mann hatte an einen Reifen geklammert überlebt und wurde ins Tahar Sfar-Krankenhaus gebracht. Die „El Barka“ war am 5.12. auf Fangfahrt ausgelaufen. Am Morgen des 16.12. riss der Kontakt ab.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ehemaliges DGzRS-Boot rettete Crew sinkender Luxusyacht vor Uruguay
(18.12.16) Vor Punta del Este sank die unter US-Flagge registrierte Luxusyacht “Constellation” am 17.12. Um 15.30 Uhr fing das MRCC der Marine von Uruguay ein Mayday des 33 Meter langen Schiffes auf, das Wassereinbruch erlitten hatte. Es befand sich in den Gewässern des Rio de la Plata rund 15 Meilen südlich der Stadt Juan Lacaze im Colonia-Departement. Das Rettungsboot „Ades 23“ der Asociación Honoraria de Salvamentos Maritimos y Fluviales (ADES) – das ehemalige Freiwilligenboot „Bottsand“ der DGzRs - sowie ein Hubschrauber kamen zu Hilfe und retteten die dreiköpfige Crew.
Die Schiffbrüchigen wurde wohlbehalten nach Puerto Sauce gebracht. Die Yacht sackte über das Heck weg. Sie war wohl auf ein vor einigen Wochen gesunkenes Schiff aufgelaufen, das nicht mit einer Tonne markiert gewesen war. Die „Constellation“ entstand 1996 bei den Horizon Yachts nach einem Design von Tommaso Spadolini.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter bei Broonies Taing geborgen
(18.12.16) Vor den Shetlands bei Broonies Taing in Sandwick lief der 10 Meter lange Kutter „Cornucopia (LK 372)” um 12:15 Uhr auf Felsen, nachdem er sich in Fanggeschirr verfangen hatte. Ein in der Nähe befindliches Schiff, die „Osprey“, konnte den Havaristen samt seinem Skipper wieder in tieferes Wasser ziehen. Dort übernahm das RNLI-Boot aus Lerwick das weitere Abschleppen. Auch der in Sumburgh stationierte Helikopter SAR 900 war aufgestiegen zur Hilfeleistung. Broonies Taing, in Sandwick. Um 13.28 Uhr wurde der Kutter in Bronnies Taing an die Pier gelegt.
Quelle:Tim Schwabedissen




Als Brander treibendes Sportboot setzte Kutter in Flammen
(18.12.16) Am Nachmittag des 17.12. geriet ein 26 Fuß langes Cobalt-Sportboot auf dem Intracoastal Waterway in Hillsboro Beach in Brand. Die zweiköpfige Crew sprang ins Wassern nachdem sie gegen 14 Uhr Rauch und Flammen bemerkt hatte, und wurde von einem anderen Boot gerettet. Ihr brennendes Schiff trieb südwärts weiter und setzte den 42 Fuß langen Angelkutter „Invincible“ in Brand, der in Hillsboro Mile auf einem Bootslift lag.
Die Broward Sheriff Fire Rescue, unterstützt von Towboat U.S. Fort Lauderdale konnte das Feuer binnen 20 Minuten löschen, doch das Sportboot brannte bis zur Wasserlinie herunter, und die „Invincible“, die einen Wert von 400,000 - 500,000 Dollar hatte, wurde ebenfalls ein Totalverlust. Das Broward Sheriff Fire Marshal's Bureau und die Bureau of Fire and Arson Investigations leiteten eine Untersuchung ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Rettungsboot barg ehemaliges Rettungsboot
(18.12.16) Am 17.12. um 22.26 Uhr wurde das RNLI-Boot aus Tobermory alarmiert, weil ein anderes Schiff in der Bloody Bay im Norden von Mull Maschinenausfall erlitten hatte. Es handelte sich dabei um ein ehemaliges RNLI-Boot der Tyne-Klasse, das Kontakt mit der Stornoway Coastguard aufgenommen hatte.
Das Rettungsboot “Elizabeth Farlie Ramsay” lief zur Bloody Bay aus und konnte den Havaristen bei ruhiger See nach Tobermory längsseits nehmen und abschleppen. Dort assistierte die örtliche Coastguard beim Festmachen. Um 00.04 Uhr war das aktive Rettungsboot wieder klar auf Station.
Quelle:Tim Schwabedissen



"Renate P.": Schaden am Wulstbug
(Bild: El Emannuel)   Großbild klick!

Frachter von Reederei aus Drochtersen in Malta zur Reparatur
(17.12.16) Drei Tage nach dem Auslaufen aus Barcelona, steuerte der unter Portugal-Flagge laufende Frachter "Renate P", 9962 BRZ (IMO-Nr.: 9144718), am 16.12. gegen Mittag den Hafen von Valletta an. Das unbeladene Schiff der Reederei Stefan Patjens GmbH & Co. KG in Drochtersen wies am Wulstbug einen veritablen Kollisionsschaden auf. Zur Reparatur ging der Havarist in ein Trockendock des Palumbo Shipyard Malta.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fahrgastschiff im Vollbrand
(Bild: Etienne Segers)   Großbild klick!

Fahrgastschiff in Maasbracht ausgebrannt
(17.12.16) In Maasbracht brannte auf der Werft Tinnemans Shipbuilding am 16.12. ein Fahrgastschiff komplett aus, das dort zur Überholung gedockt war. Die Feuerwehr wurde um 12.20 Uhr zum Industrieweg gerufen. Gewaltige Rauchwolken zogen bereits über das Werftgelände.
Das Schiff stand im Vollbrand, meterhoch loderten Flammen empor. Vier Einsatzfahrzeuge und eine Hebebühne kamen zum Einsatz. Das Feuer wurde mit Schaum bekämpft.
An Bord des Schiffes befanden sich auch Gasflaschen, die zeitweilig zu explodieren drohten. Die Polizei riegelte den Brandort weiträumig ab, die Anwohner von Wessem sollten Fenster und Türen geschlossen halten. Gegen 13.30 Uhr war der Brand unter Kontrolle.
Das Schiff wurde aber komplett zerstört. Wie es zu dem Feuer kam, war noch unklar.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter bei Stauwasser gestrandet
(17.12.16) Das RNLI-Boot aus Oban wurde am 15.12. durch den Mayday-Ruf des britischen Fischtransporters "Havgull", 103 BRZ (MMSI-Nr.: 235008127), alarmiert, der unter der Connel Bridge auf Grund gelauen war. Um 15.10 Uhr lief das Boot zum Havaristen aus, der während der kurzen Phase des Stauwassers ins Loch Etive hatte einlaufen wollen. Nur dann sind die Falls of Lora an der Einfahrt sicher zu passieren, ansonsten kann die Tidenströmung bis zu 12 Knoten betragen, und über 4,600 Tonnen Wasser passieren dann pro Sekunde die Enge.
Als sich die Havarie ereignete, herrschte glücklicherweise gerade kein Flutstrom. Die Seenotretter eilten aber mit Höchstfahrt zur Strandungsstelle, um die 24 Meter lange „Havgull“ mit steigendem Wasserstand wieder flottzumachen. Dies gelang auch im richtigen Moment, und der Frachter konnte mit eigener Kraft die Fahrt fortsetzen.
Er nahm anschließend Kurs auf Craignure, eskortiert vom Rettungsboot aus Oban, falls noch Assistenz nötig wurde. Am Kai untersuchten Taucher den Rumpf des Havaristen, und die Seenotretter kehrten zurück zur Station, wo sie um 17.52 Uhr wieder klar zum Einsatz meldeten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fischfrachter trieb im Sound of Islay
(17.12.16) Das RNLI-Boot der Station Islay, die „Helmut Schroder“ aus Dunlossit, wurde am 10.12. zum norwegischen Lebendfischtransporter "Ronja Viking", 1276 BRZ (IMO-Nr.: 9364100), gerufen, der Maschinenschaden im Sound of Islay erlitten hatte und mit der Flutströmung vor Port Askaig in Richtung des Nordendes des Sunds trieb. Das Rettungsboot eilte mit Höchstfahrt und einer siebenköpfigen Crew zum Havaristen. Währenddessen wurde mit der "Ronja Viking" Funkkontakt hergestellt.
Das Schwesterschiff des Havaristen war ebenfalls in Kontakt und wollte die "Ronja Commander" auf den Haken nehmen. Die Seenotretter sollten dabei helfen. Nachdem diese vor Ort waren, bereiteten sie die Schleppverbindung vor.
Die Absicht war, den Havaristen nach Mallaig zu ziehen, wo er gelöscht und repariert werden konnte. Nachdem die "Ronja Commander" ebenfalls vor Ort war, manövrierte sie sich längsseits ihres Schwesterschiffes und übernahm die Schlepptrosse. Währenddessen hielt das Rettungsboot den Bug gegen die Tidenströmung. Danach konnten die Seenotretter abrücken, während die beiden Fischfrachter Mallaig ansteuerten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter von Eisscholle zum Auflaufen gebracht
(17.12.16) Der iranische Frachter "Patris", 2842 BRZ (IMO-Nr.: 9137210), lief auf dem Seekanal von der Wolga zum Kaspischen Meer bei Kilometer 50.5 am 15.12. um 09.45 Uhr auf Grund. Die Havarie ereignete sich bei der Passage in einer Enge, als Treibeis das mit 2800 Tonnen Mais beladene Schiff, das auf dem Weg nach Enzeli war, aus dem Fahrwasser drückte.
Eisschollen pressten es in flaches Wasser. Am 17.12. saß der Frachter immer noch fest, in der Nähe war der Eisbrecher „Kapitan Bukaov“ auf Standby gegangen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Neue Fähre auf erster Fahrt aufgelaufen
(17.12.16) Die philippinische Fähre "Fastcat M11", 698 BRZ (IMO-Nr.: 9768473), lief auf ihrer ersten Fahrt nach Cebu wenige Minuten nach dem Verlassen des Hafens von Tubigon in Bohol am frühen Abend des 15.12. auf Grund. An Bord waren mit der Crew 69 Personen. Auch Fracht wurde mitgeführt. Die Fähre war um 17.50 Uhr ausgelaufen, bereits 20 Minuten später saß sie fest.
Um 20.30 Uhr lag sie weiter fünf Meilen vor Tubigon. Die philippinische Coast Guard in Tubigon kam zur Assistenz von Passagieren, die an Land wollten. Die meisten aber blieben an Bord und warteten auf die Flut. Bereits vor dem Höchststand um 22 Uhr wurde die “Fastcat M11” wieder flott und kehrte auf Anweisung der Küstenwache nach Tubigon zurück.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Adler Princess in Hamburg
(17.12.16) Auf dem deutschen Fahrgastschiff "Adler Princess", 508 BRZ (IMO-Nr.: 8876302), brach am 17.12. um 1.45 Uhr im Fischereihafen von Hamburg-Altona ein Feuer aus. Die drei Crewmitglieder konnten das Schiff rechtzeitig verlassen und kamen mit dem Schrecken davon. Einer der drei hatte bei einem Toilettengang das Feuer im achteren Teil des Hauptdecks entdeckt.
Die Feuerwehr rückte mit 40 Mann an und löschte den Brand bis vier Uhr. Dazu wurden mehrere Atemschutzgeräteträger benötigt. Hinterher wurden die Innenräume belüftet. Offenbar war eine elektrische Leitung im Bereich der Kantine in Brand geraten.
Die Polizei Hamburg hat Ermittlungen aufgenommen. Der Schaden wurde auf 100.000 Euro geschätzt. Wie es mit dem Schiff weitergeht und wohin es gebracht werden sollte, entscheidet sich erst nach der Untersuchung durch die Kriminalpolizei. Die Silvesterfahrt der „Adler Princess“ am 31.12 ab Hamburg fällt definitiv aus.
Im regulären Fahrplan der Reederei sollte das Schiff ab Mitte April 2017 wieder im Einsatz sein. Ob dies gelingt, war noch ungewiss.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter sank in Refnes
(17.12.16) Der norwegische Kutter “Varodden” kenterte und sank am 15.12. an einem ungenutzten Fähranleger in Refnes im Gullesfjord. Es hatte an den Fendern der Kvæfjord Kystlaget gelegen, die seit dem Umzug der Fährlinie in den neuen Fährhafen von Resnes verwaist war. Nur noch ein Mast und ein Teil der Back des auf seiner Steuerbordseite liegenden Wracks ragten noch aus dem mehrere Meter tiefen Wasser.
Der rund 50 Fuß lange, betagte Holzkutter gehörte einer Familie in Harstad. Er war nicht mehr in gutem Zustand gewesen. Die Gemeinde wurde wegen möglicher Ölverschmutzungen kontaktiert. .
Quelle:Tim Schwabedissen



Boot in Gouadelupe vermisst
(17.12.16) Am 15.12. wurde das CROSS Antillen-Guyana über das Verschwindnden zweier Guadeloupaner informiert. Sie waren am 13.12. am frühen Abend mit der “Mazone” aus Pointe-à-Pitre bei schlechtem Wetter in Richtung des Saintes-Archipels ausgelaufen. Das CROSS schickte einen Dragon 971 des Zivilschutzes und ein Flugzeug des Zolls sowie Boote zur Suche nach dem Boot. Die Schifffahrt in der Nähe wurde um verschärften Ausguck gebeten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Expeditionsyacht "Zjawa IV" (Bild: Kustbevakningen)   Großbild klick!

Polnische Yacht schwer beschädigt vom Falstebro-Riff geborgen
(16.12.16) Am 15.12. gegen acht Uhr ging die Bergung der polnischen Expeditionsyacht "Zjawa IV" (MMSI-Nr.:261000350), im Naturschutzgebiet von Måkläppen in die heiße Phase. Die Berger von Ardent Global hatten am 14.12. alles notwendige Gerät, darunter einen Mobilkran der BMS Krangården, in Falstebro an Bord der schwedischen Jack-Up-Barge "Sound Prospector" (MMSI-Nr.:265594380), verladen, die dann von dem unter Malta-Flagge laufenden Schubschlepper "Sound Horizon" (IMO-Nr.: 9651151), zur Strandungsstelle verbracht wurde.
Am folgenden Tag stand die "Sound Horizon" auf ihren Spindelbeinen. Der Wasserstand vor Ort war 47 Zentimeter höher als normal. Die Barge kam so bis auf 21 Meter Entfernung an die halb unter Wasser liegende Yacht heran, was eine zu große Entfernung für den Kran war, um seine Hebekraft zum Einsatz bringen zu können. Deshalb wurde entschieden, die „Zjawa IV“ zunächst näher heran zu ziehen.
„Zjawa IV“ wird näher herangezogen
(Bild: Ardent)   Großbild klick!
Dafür wurde erst das Heck ein Stück angehoben und dichter an die Barge gebracht. Danach folgte dieselbe Prozedur mit dem Bug. Zuletzt lag die Yacht drei Meter vom der "Sound Prospector" und neun Meter von dem auf deren Deck stehenden Kran entfernt. Der Bergungsleiter entschied, dass dies ausreichte.
In der nächsten Phase galt es die Yacht zu stabilisieren. Sie wurde mit einer Trosse, die an ihrem Mast befestigt und dann unter der Steuerbordseite hindurch gezogen wurde, aufgerichtet. Es gelang, sie fast auf ebenen Kiel zu drehen mit nur noch leichter Backbordschlagseite.
Nun konnte begonnen werden, das Wasser auszupumpen und das Schiff im Ganzen anzuheben. Nachdem es in den Hebestropps aus dem Wasser gezogen und erfolgreich in eine Bettung auf der Barge gelagert worden war, konnte erstmals der Schaden an Backbordseite in Augenschein genommen werden. Der Anblick war ernüchternd – der Rumpf war fast vollständig zerstört, an mehreren Stellen aufgerissen, die Spanten beschädigt und teilweise zerbrochen.
„Zjawa IV“ am Haken
(Bild: Ardent)   Großbild klick!
Deshalb musste auch der Plan einer Notreparatur in Dänemark und nachfolgendem Transport nach Polen für weitere Arbeiten verworfen werden. Zunächst wurde die „Zjawa IV“ sicher auf Deck aufgepallt. Da es inzwischen dunkel geworden war, erschien dem Bergungsleiter ein Abtransport der Barge zu riskant. Dafür sollte der 16.12. abgewartet werden.
Der Wasserpegel war inzwischen wieder gefallen und die Barge um die 60 Tonnen der Yacht schwerer. Die "Sound Horizon" kehrte für die Nacht nach Falsterbro zurück. Gegen Mittag war der Schleppzug mit der „Sound Prospector“ mit vier Knoten Fahrt nach Dragor bei Kopenhagen unterwegs, wo nach dem erwarteten Eintreffen um 17 Uhr eine erste Inspektion stattfinden sollte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zweimaster “Defender” (Bild: Ben Millington)   Großbild klick!

Gesunkene tasmanische Ketsch nach 11 Monaten geborgen
(16.12.16) Der tasmanische Zweimaster “Defender” wurde nach 11 Monaten auf dem Grund von Townsvilles Ross Creek nun gehoben. Die historische Bass Strait-Ketsch war im Januar an ihrem Liegeplatz gesunken, und der Eigner Les Dick aus Launceston kam der Aufforderung zur Bergung nicht nach. Deshalb beauftragte das Queensland Government eine Bergungsfirma, nachdem mit dem 30.10. die letzte Deadline verstrichen war.
Die Pacific Marine Group begann am 8.12. mit der Hebung und brachte das Wrack binnen weniger Tage zurück an die Wasseroberfläche. Nun sollte sich Eigner Dick zum weiteren Verbleib des Schiffes äußern. Die Kosten der Bergungsaktion waren noch nicht beziffert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Drei Verletzte bei Werftunfall in Livorno
(16.12.16) Drei Arbeiter auf der Salvadori-Werft in Livorno wurden am Morgen des 15.12. verletzt, als die italienische Fähre "Bastia", 2033 gt (IMO-Nr.: 7351082), dort eingedockt werden sollte. Das Schiff begann sich aus ungeklärter Ursache plötzlich aufzuschaukeln, als es in das Trockendock geschleppt wurde. Dabei kamen die drei Männer zu Fall. Zwei erlitten Schürfwunden und kamen ins Krankenhaus, ein weiterer einen Schock.
Quelle:Tim Schwabedissen



“Sanblas Ferry" (Bild: Charles Danery)   Großbild klick!

Fritz Brecker will nach Verlust seiner Schiffe wieder ins Geschäft einsteigen
(16.12.16) Die Fähre “Sanblas Ferry", 1443 BRZ (IMO-Nr.: 6523535), wird wohl nie mehr von dem Riff vor Panama, auf dem sie seit dem 16.7. liegt, herunter kommen. Der Eigner Fritz Brecker, ein Österreicher, der seit vielen Jahren in Panama lebt, hat keine Versicherung, mit der sich eine Bergung finanzieren ließe. Das Schiff liegt mit Steuerbordschlagseite seit dem verhängnisvollen Tag im flachen Wasser, durch die Brandung wurde der Rumpf aufgerissen. Maschinen, Generatoren und Tankbereiche stehen komplett unter Wasser.
Breckner hatte ursprünglich Reisende und Motorradfahrer mit seinem 16 Meter langen Segel-Katamaran “Jaqueline” um das Darien Gap, eine Lücke im Pan-American Highway zwischen Süd- und Zentral-Amerika transportiert. Er kaufte dann die kanadische Fähre für 200,000 Dollar von Coastal Transport, um den Auto- und Passagierverkehr zwischen Panama und Kolumbien zu erweitern und investierte weitere 800,000 Dollar in die Vorbereitung des Dienstes. Doch die Regierung von Panama versagte ihm die dazu notwendigen Genehmigungen.
Den endgültigen Nackenschlag versetzte ihm die Strandung seiner Katamaranyacht am 15.7. Das Boot lief auf Grund und wurde schwer beschädigt. Nur mit Hebesäcken wurde es vor dem vollkommenen Untergang bewahrt. Zwei Tage später wollte Breckner sie mit seiner Fähre wieder in tieferes Wasser ziehen.
Bei dem Bergungsversuch fiel aber auf einmal die Steuerbordmaschine der Fähre aus, und die Wellen drückten die “Sanblas Ferry” nun ebenfalls in Richtung des Riffs. Noch bevor die Maschine wieder angefahren werden konnte, setzte das Schiff auf Grund auf. Ein Schlepper mühte sich anschließend vergebens, sie wieder flottzumachen.
Als der Schiffsboden durch das Arbeiten auf den Felsen aufzureißen begann, war das Schicksal der Fähre besiegelt. Nun will Breckner wieder mit einem Katamaran kleinere Brötchen backen und einen Dienst von Panama nach Kolumbien anbieten. Sein Schiff aber blieb als rostendes Mahnmal eines gescheiterten Unternehmens vor der Insel zurück. Die “Sanblas Ferry” wurde 1965 bei der Saint John SB & DD Co., St. John, in Neufundland erbaut und im September als „Grand Manan“ an J. D. Irving, Grand Manan, Kanada, abgeliefert. Jahrzehntelang versah sie dann den Liniendienst Grand Manan - Blacks Harbour.
1980 wurde sie registriert für das Canadian Ministry of Transport, Grand Manan, und 1991 in “Grand Manan IV” umgetauft.
1993 wurde sie wieder zur „Grand Manan“. Am 10.9.2010 war der letzte Tag auf der Route, dann wurde sie in Black Harbour aufgelegt. 2011 wurde sie nochmals auf der Linie in Fahrt gebracht und am 11.8. wieder aufgelegt, bis Breckner sie kaufte und nach Panama überführte.
Sie ist 52,68 Meter lang, 12,89 Meter breit, hat 3,1 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 213 Tonnen. Das Schiff hatte eine Kapazität von 100 Passagieren und 35 Fahrzeugen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tote und Vermisste nach Brand auf Ölplattform
(16.12.16) Auf einem Offshore-Ölrig der staatlichen Ölfirma SOCAR im Kaspischen Meer in Azerbaidschan brach ein Feuer aus. Bei starkem Wind wurde eine Gaspipeline der Plattform, die im Gunashli-Feld steht, beschädigt und geriet in Brand. Bei bis zu 11 Meter hohen Wellen war die Bekämpfung der Flammen extrem schwierig, auch Öl lief aus. Eine Person kam ums Leben, 32 wurden evakuiert. 30 Arbeiter wurden noch vermisst. Nach anderen Angaben wurden 32 Arbeiter getötet, und 42 wurden gerettet. Es gab keine verlässlichen Angaben darüber, wie viele Menschen sich auf der Plattform befanden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Hurrikan versenkte Offshore-Flotte in Chennai
(16.12.16) Der Hurrikan Vardah, der am 12.12. über Chennai tobte, hat massive Schäden an der Küste angerichtet. 18 Menschen kamen ums Leben, und 13 Offshore-Schiffe, die sich auf der Werft Larson & Toubro Ltd. im Bau befanden, sanken. Die ganze Flotte aus Ankerziehschleppern und Versorgern entstand im Auftrag der Halul Offshore in den Vereinigten Arabischen Emiraten.
Im Hafen von Kamarajar sank ein Lotsenboot, Fahrwassertonnen vertrieben oder wurden beschädigt. Im Hafen von Chennai riss sich das Kranschiff "F.C.Thangam" los, und es trieb gegen das außer Dienst gestellte U-Boot "Wagli". Durch den Aufprall wurde dieses ebenso losgerissen wie die "Akbar", das Baggerschiff "Kaveri" und die "VH1".
Die beiden Schlepper “Sea Lion Apex” und “Ocean Fame” versuchten vergeblich, die Ausreißer wieder einzufangen. Daraufhin schickte die indische Coast Guard die "Varad", deren Crew es gelang, wieder Ordnung herzustellen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Arbeitsplattform auf dem Rhein gesunken
(16.12.16) Am Morgen des 15.12. gegen 7.30 Uhr riss sich auf dem Rhein bei Flusskilometer 587,6 bei Koblenz-Horchheim eine 15 Meter lange, vorgespannte Arbeitsplattform von dem zu Berg in Richtung Mainz laufenden, deutschen Arbeitsschiff „Bingen“ (MMSI-Nr.:211549790) los und sank im Bereich des rechtsrheinischen Fahrwasserrandes. Dabei liefen etwa 160 Liter Dieselkraftstoff und ca. 30 Liter Öl aus.
Die Schifffahrt konnte bis auf weiteres den Havaristen mit langsamer Fahrstufe passieren. Zunächst wurde versucht, den Prahm näher ans Ufer zu ziehen. Danach sollte mit den Bergungsarbeiten begonnen werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Donau: Schubverband auf Grund gelaufen
(16.12.16) Am 16.12. gegen vier Uhr lief auf der Fahrt von Regensburg nach Linz der rumänische Schubverband „Anaconda I“, 3018 ts (EU-Nr.: 02321948) mit dem Schubleichter „Anaconda II“, 2643 ts (EU-Nr.: 02322001) auf der Donau bei Flusskilometer 2270 in der Mühlhamer Schleife auf Grund. Die Schifffahrt wurde bis auf weiteres zwischen Deggendorf bei Kilometer 2282 und Vilshofen, 2250 für den gesamten Schiffsverkehr gesperrt.
Die „Regen“ des WSA war vor Ort. Am späten Vormittag war der Verband wieder flott und setzte die Reise fort, die entsprechenden Beschränkungen wurden wieder aufgehoben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kein Signal mehr von der Bastide Otio
(16.12.16) Skipper Kito de Pavant musste die Hoffnung auf ein Wiedersehen mit seiner Vendée Globe-Yacht "Bastide Otio" (MMSI-Nr.: 227072550) endgültig begraben. Er hatte das Boot am 7.12. nach Kollision mit Treibgut und einem dadurch hervorgerufenen Kielschaden aufgeben müssen und war von der "Marion Dufresne" gerettet worden. Die Yacht trieb seither verlassen in der See.
Der Skipper verfolgte ihre Drift und hoffte, das Boot bei den Kerguelen-Inseln in Empfang nehmen zu können. Er war bereits dorthin geflogen, um eine Expedition zu organisieren. Doch seit über 40 Stunden sind die Signale der Sender, die das Verfolgen der Drift erlaubten, verstummt. Dies sprach dafür, dass das Boot zu der Zeit endgültig auf unbekannter Position gesunken ist.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler vor Killybegs abgeschleppt
(16.12.16) Das RNLI-Boot aus Arranmore kam am 15.12. dem irischen Trawler "Atlantic Quest", 238 BRZ (IMO-Nr.: 9087214), zu Hilfe, der gegen sieben Uhr vor der Küste von Donegal auf der Fahrt von Greencastle nach Killybegs Ruderprobleme nur sechs Meilen vor dem Zielhafen erlitten hatte. Das Rettungsboot machte sich auf die 1,5 Stunden lange Fahrt von Arranmore zum Havaristen.
Es konnte diesen nach seinem Eintreffen trotz 1,5 Metern Wellenhöhe und 6-7 Beaufort Wind in Schlepp nehmen. Danach ging es mit langsamer Fahrt in Richtung von Killybegs, wo der Konvoi gegen 11 Uhr eintraf.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei weitere Tote in der Daifuku Maru gefunden
(16.12.16) Am 15.12. fand die japanische Coast Guard zwei weitere Tote im Wrack des gesunkenen Kutters “Daifuku Maru”, der am Vortag vor Matsue in der Shimane-Präfektur gekentert und gesunken war. Es handelte sich u.a. um den 59-jährigen Chefingenieur Yasushi Yoshida. Der zweite Tote wurde noch nicht identifiziert.
Die Suche nach sechs noch vermissten Fischern dauerte an. Kurz nach dem Unglück am 14.12. war bereits der 54-jährige Yoshihiro Sakamoto tot geborgen worden. Das Wrack des rund 30 Jahre alten Schiffes wurde 500 Meter von der Unglücksstelle entfernt in 45 Metern Tiefe auf der Seite liegend mit Sonar auf dem Meeresgrund entdeckt. Taucher der Küstenwache stiegen dann zu dem Wrack ab. An der Untergangsstelle befanden sich auch Netzreste und ein Ölfleck.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ein weiteres Opfer von Kenterung vor Shimen gefunden
(16.12.16) Am Nachmittag des 16.12. wurde die Leiche eines weiteren Crewmitglieds des taiwanesischen Kutters „Chin Jui Yi No. 88” an einem Strand nahe des Laomei Green Reef in Taipei entdeckt, eine Woche nachdem das Schiff unweit des Shimen Distrikts kenterte. Die Leiche lag im Sand und hatte lediglich Unterwäsche an. Sie wurde als der Chinese Chen You-sheng identifiziert.
Als das Schiff am 9.12. verunglückte, konnte zunächst lediglich ein Crewmitglied, Lin Moude, um 20.30 Uhr lebend gerettet werden. Sieben Mann wurden noch vermisst: Am Morgen des 11.12. wurde ein weiterer Überlebender aus dem Wrack gerettet, nachdem es vor Shimen angetrieben war.
Den Skipper fanden die Retter tot im Wrack. Bei den Vermissten handelte es sich um fünf Chinesen und zwei Vietnamesen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motoryacht ging vor Key Biscayne in Flammen auf
(16.12.16) Als Kapitän Steve Thomas die 1974 erbaute Bertram-Yacht “Woodwind II” vor Key Biscayne erprobte, geriet sie am 15.12. zwischen Stiltsville und Matheson Hammock in Brand. Der Eigner hatte es ihm nach einigen Reparaturarbeiten für eine Probefahrt überlassen. Er war mit drei anderen an Bord, als auf einmal Rauchentwicklung wahrgenommen wurde.
Versuche der Crew, den Brand selbst zu löschen, schlugen fehl. Thomas erlitt Brandverletzungen an den Händen, als er drei Feuerlöscher dazu aus einer Luke holte. Das Feuer breitete sich jedoch rasch auf das gesamte Boot aus. Nachdem alle mit Rettungswesten ausgestattet waren, verließ die Crew das Schiff. Sie wurde von einem Schlepper gerettet. Die U.S. Coast Guard und die City of Miami and Miami-Dade Fire Rescue kamen ebenfalls zu Hilfe.
Die gewaltige Rauchsäule war vom Bill Baggs Cape Florida State Park und dem Matheson Hammock Park, wo das 46,5 Fuß lange Motorboot ausgelaufen war, gut zu sehen. Versuche, die Flammen mit der Löschausrüstung der zu Hilfe gekommenen Schiffe zu ersticken, schlugen auch fehl. Die „Woodwind II“ brannte herunter und wurde total zerstört.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gase verursachten Explosion auf Tanker
(16.12.16) Insgesamt 17 Seeleute wurden verletzt, fünf trugen Verbrennungen dritten Grades davon, als der 2012 erbaute, philippinische Produktentanker “Reia Faye“, 1200 tdw (IMO-Nr.: 8772790) der Qea Marine Services and Trading in Limay, Bataan, am 14.12. explodierte. Er sollte eine Ladung für die Provinz Mindoro bestimmten Öls bei der dortigen Raffinerie aufnehmen und ankerte vor Barangay Luz, als sich das Unglück gegen 16 Uhr ereignete. Ein Schlepper und die Bataan Coast Guard waren rasch vor Ort und konnten das Feuer binnen einer Stunde löschen.
Die Aufbauten des Schiffes wurden aber zerstört. Der Maschinenraum wurde nur leicht beschädigt, weil der Explosionsdruck nach oben entwichen war. Offenbar hatten sich Gase eines lecken Dieseltanks dort entzündet, als der Generator angestellt wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter “Le Virgule - CN.636764”
(Bild: SNSM)   Großbild klick!

Normandie: Kutter trieb manövrierunfähig vor Port-en-Bassin
(15.12.16) Der französische Kutter “Le Virgule - CN.636764”, 23, 31 BRZ (MMSI-Nr.: 228886000) wurde am 13.12. 19.40 Uhr vor Port-en-Bessin-Huppain (Calvados), manövrierunfähig, nachdem er eine Stahltrosse in den Propeller bekommen hatte, und trieb vor der Küste der Normandie. Die Crew alarmierte daraufhin das CROSS Jobourg. Dieses wiederum verständigte um 20.46 Uhr das SMSM-Boot „SNS 267“ und bat es um Assistenz.
Dieses war nach wenigen Minuten vor Ort, dessen Crew konnte aber nur konstatieren, dass Taucher vonnöten waren, um den Trawler wieder fahrtüchtig zu bekommen. Die Seenotretter stellten zunächst eine Schleppverbindung her. Das Patroullienboot „Flamant“ der Marine, das sich drei Meilen nordwestlich von Port-en-Bessin befand, stellte Kontakt her, nachdem die Notlage gemeldet worden war, und kam dem Havaristen wenig später ebenfalls zu Hilfe.
Taucher stiegen ab und befreiten den Antrieb wieder, sodass der Kutter seine Fahrt fortsetzen konnte. Um 23 Uhr war auch die „SNS 267“ zurück im Hafen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Landungsschiff HMAS „Tobruk“
(Bild: Leanne Donaldson)   Großbild klick!

Landungsschiff wird für Versenkung vorbereitet
(15.12.16) Am 14.12. traf von Sydney kommend das ausgemusterte australische Landungsschiff HMAS „Tobruk“ in Bundaberg ein. Das 127 Meter lange Fahrzeug wurde vor den Augen tausender Schaulustiger in den Hafen geschleppt, wo es zur Versenkung vorbereitet werden soll. Darunter befand sich auch die Ministerin für Tourismus, Kate Jones. Das Wrack soll den Tauchtourismus in der Wide Bay ankurbeln.
Die anstehenden Arbeiten zur Reinigung und der für die Sicherheit werden zwei Jahre dauern und viele Arbeitsplätze in der Region generieren. Dann geht es auf die letzte Reise nach Burrum Heads. Da die Frontrampe geöffnet wird, soll das Schiff nach der Versenkung auf voller Länge zu durchschwimmen sein. Der Untergangstermin wird Mitte bis Ende 2018 sein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre "Nordic Sea" (Bild: NSSR)   Großbild klick!

Fähre wurde vor Myre manövrierunfähig
(15.12.16) Am Abend des 14.12. wurde die norwegische Fähre "Nordic Sea", 65 BRZ (MMSI-Nr.: 257298600), vor Myre manvörierunfähig, nachdem eine Trosse in den Propeller geraten war. Das NSSR-Rettungsboot "Knut Hoem" wurde zur Assistenz gerufen und nahm die Fähre, die auf der Route Myre - Økesnes läuft, längsseits. Sie schleppte den 22 Meter langen und sechs Meter breiten Havaristen um 21.20 Uhr in den Hafen von Myre ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre nach Beschädigung von Ankerseil dienstunfähig
(15.12.16) Die Fähre zwischen Dieren und Olburgen musste aus dem Dienst genommen werden, nachdem ein passierendes Schiff in der Nacht deren Ankerseil losriss. Nun musste erst ein neues Kabel besorgt werden. Das Schiff war gegen Mitternacht über die Ankerkette gelaufen und hatte sie zur Seite gezogen.
Die Kette blockierte dessen Propeller, und es wurde manövrierunfähig. Ein anderes Schiff nahm es längsseits und sicherte es, bis Taucher die Kette im Laufe der Nacht wieder entfernten. Die Fähre kann ohne das Ankerseil nicht betrieben werden und musste entsprechend vorerst am Ufer bleiben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Expeditionsyacht wird auf Barge gehoben
(15.12.16) Am 15.12. trafen von Malmö kommend die schwedische Barge "Sound Prospector" (MMSI:265594380), sowie der unter Malta-Flagge laufende Schlepper "Sound Horizon" (IMO-Nr.: 9651151) an der Strandungsstelle der polnischen Expeditionsyacht “Zjawa IV" (MMSI-Nr.:261000350), am Falsterbro-Riff ein. Die Barge war mit einem 300-Tonnen-Kran ausgerüstet, der das Schiff auf die Barge heben soll. Danach wird es auf deren Deck zu einer Werft in Dragor bei Kopenhagen transportiert.
Ob sie dort auch repariert wird, war noch nicht entschieden, ebenso war noch unklar, wie lange die Bergungsaktion dauern würde. Sie wird geleitet von Bergungsmeister Johan Foks. Dieser hatte die Yacht in den vergangenen Tagen mit einem dreiköpfigen Team, darunter einem Rettungsschwimmer und einem Taucher sowie der vierköpfigen Crew des Multicat „Sound Horizon“ inspiziert.
Dabei wurden mehrere Lecks und Zerstörungen der Plankengänge festgestellt. Daraufhin war entschieden worden, mangels Erfolgsaussicht keinen konventionellen Abschleppversuch zu starten. Die Berger kehrten nach Helviken zurück und entschieden dann, die „Zjawa IV“ mit einer Barge zu heben. Die Operation sollte Ende dieser Woche durchgeführt werden, nachdem nun auch die notwendigen Mittel für die Durchführung der Arbeit zur Verfügung standen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Studenten landeten nach Kollision mit Wal im Wasser
(15.12.16) In Kvaløya kenterte am 14.12. um 12.40 Uhr im Kaldfjord vor Tromsø ein 15 Fuß langes RIB nach der Kollision mit einem Wal. Es war mit 18 Knoten unterwegs und konnte die Fahrt noch um drei bis vier Knoten reduzieren, den Zusammenprall aber nicht mehr vermeiden. An Bord waren zwei Studenten der Universität Tromsø, die im unversehens Wasser landeten, sich aber auf den Kiel des Bootes retten konnten.
Die beiden Verunglückten konnten erst im zweiten Versuch ihren Professor mit wasserdicht verpackten Mobiltelefonen erreichen. Dieser schlug sofort Alarm. Das Patroullienboot “Heimdal” der norwegischen Küstenwache war rasch vor Ort und rettete die beiden, die Überlebensanzüge trugen.
20 Minuten nach dem Zusammenstoß waren sie an Bord. Einer hatte leichte Unterkühlungen, beide wurden medizinisch betreut. Die Masterstudenten von Prof. Audun Rikardsen kamen aus England und Island.
Sie arbeiteten an einem Universitätsprojekt zur fotografischen Identifizierung und Kennzeichnung von Walen in der Region. Das kieloben treibende Boot wurde mit einem Bordkran geborgen. Ob der Wal verletzt wurde, war unbekannt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wrack vermissten Kutters in 45 Metern Tiefe gefunden
(15.12.16) Japanische Retter fanden am 15.12. das Wrack des 76 Tonnen großen Kutters “Daifuku Maru”, der tags zuvor gekentert war. Bislang wurde ein 54-jähriges Crewmitglied tot geborgen, acht wurden weiterhin vermisst. Zwei Taucher der Coastguard entdeckten das Wrack in 45 Metern Tiefe 500 Meter westlich der Unglücksstelle, nachdem ein Sonar und eine Unterwasserkamera ein Netz aufgespürt hatten.
Die Crew bestand aus acht Japanern und einem Indonesier. Die Suche nach den Vermissten dauerte mit Patroullienbooten, Suchflugzeugen und Tauchern an.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter auf Lake Ellesmere gestrandet
(15.12.16) Der 129-Tonnen-Kutter “Lady Sarah” lief am Morgen des 15.12. am Ufer des Lake Ellesmere auf Grund. Das Rescue Coordination Centre New Zealand (RCCNZ) fing gegen wei Uhr einen Notruf auf. Das 22 Meter lange Schiff war an der Ostküste auf Elefantenfischfang gewesen, als es an der Kaitorete-Spitze südlich von Christchurch aus bisher unbekannter Ursache am Westende des Sees festkam. Es legte sich auf die Backbordseite.
Die dreiköpfige Crew wurde unversehrt evakuiert. Mit steigendem Wasser sollte der Havarist freigeschleppt werden, was bislang aber nicht gelang. Polizei und Vertreter von Maritime New Zealand waren vor Ort.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer in Aberdeen rasch gelöscht
(15.12.16) Die Feuerwehr von Aberdeen wurde am 14.12. um 14.06 Uhr zum Telford Dock gerufen. Auf dem britischen Offshore-Versorger "Grampian Frontier", 2064 BRZ (IMO-Nr.: 9141156), war ein Brand gemeldet worden. Ein Einsatzfahrzeug der Wache Aberdeen Central fuhr zum Halls Quay. Die Crew des Schiffes hatte den Brand aber inzwischen mit einem eigenen Löschteam erfolgreich bekämpfen können. Die Feuerwehr konnte rasch wieder abrücken.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sechs Verletzte bei Brand auf Tanker
(15.12.16) Der indonesische Tanker “Reia Faye” geriet am Nachmittag des 14.12. an der Petron Bataan Raffinierie in Limay, Bataan, in Brand. Das Schiff der Reild Marine Services and Trading, ankerte rund eine Meile vor Barangay Luz, um später beladen zu werden, als es gegen 16 Uhr zu einer Explosion mit anschließendem Feuer im Maschinenraum kam. Er ging von einem schadhaften Generator aus.
Der Kapitän und fünf Crewmitglieder wurden schwer verletzt. Mindestens 13 der Männer an Bord waren Trainees. Die meisten sprangen ins Wasser und wurden von Schleppern aus Barangay Lamao gerettet. Sie wurden ins Bataan Provincial Hospital in Balanga City oder ins St. Michael Hospital in Orion gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Suchaktion (Bild: Japan Coastguard)   Großbild klick!

Ein Toter und 8 Vermisste bei Kutterunglück vor Japan
(14.12.16) Die japanische Coast Guard suchte am 14.12. mit einem Patroullienboot und einem Helikopter nach der Crew des gekenterten 76-Tonnen-Kutters „Daifuku Maru“ vor der Küste von Matsue in der Shimane Präfektur. Das Schiff hatte sich nach Maschinenschaden im Schlepp eines anderen Kutters befunden. Um 5.20 Uhr kenterte es 1,5 Kilometer nördlich von Matsue.
Ein 54-jähriger aus Kotoura in der Tottori Präfektur wurde fünf Stunden nach dem Schiffbruch in seiner Rettungsweste mit dem Kopf unter Wasser treibend gefunden und ins Krankenhaus gebracht. Hier musste er aber für tot erklärt werden. Die übrigen acht, sieben Japaner und ein Indonesier, wurden noch vermisst. In dem Seegebiet herrschte raue See mit stürmischem Wind und starkem Regen.
Bislang wurden nur Rettungswesten gefunden, aber weder das gekenterte Schiff noch weitere Crewmitglieder. Die “Daifuku Maru” gehörte einer Fischereikooperative in der Stadt Iwami in der Tottori Präfektur.
Sie war am Abend des 8.12. auf Krabbenfang ausgelaufen und befand sich auf der Rückfahrt, als sie havarierte. Das Verkehrsministerium leitete eine Untersuchung ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fischer nach Suchaktion vor Rerik gerettet
(14.12.16) Ein vermisster Nebenerwerbsfischer aus Timmendorf auf Poel wurde am späten Abend des 13.12. durch die Besatzung des deutschen Frachters „André W.“, 3739 BRZ (IMO-Nr.: 9518232), der auf der Fahrt von Wismar nach Uusikaupunhi war, in Höhe von Rerik in seinem Boot auf der Ostsee aufgefunden. Der Kutter wurde dann von der Crew des Fischereischutzschiffes „Seeadler“ bis zum Eintreffen der Seenotretter aus Timmendorf gesichert. Das MRCC der DGzRS in Bremen hatte eine Suchaktion ausgelöst, nachdem der Mann in den frühen Abendstunden von einem Familienangehörigen als überfällig gemeldet worden war.
Es war lediglich bekannt gewesen, dass der Fischer häufig in der Höhe von Rerik auf der Ostsee unterwegs war. Die Seenotleitung alarmierte umgehend über Funk die Schifffahrt im entsprechenden Seegebiet sowie das Rettungsboot "Günther Schöps" der DGzRS-Station Timmendorf/Poel und die Seenotrettungskreuzer "Hans Hackmack" aus Grömitz und die „Arkona" aus Warnemünde. Auch die Bundespolizeischiffe „Eschwege“ sowie „Altmark“ wurden in die Suche einbezogen.
Die Wasserschutzpolizei Wismar suchte landseitig nach dem Mann. Um 19.20 Uhr meldete die „André W.“ auf der Ostsee in Höhe des Naturschutzgebietes Wustrow ein auffälliges Radarecho und reduzierte die Fahrt. Aufgrund ihres Tiefgangs konnte sie sich der Position jedoch nicht weiter nähern. Das Fischereischutzschiff „Seeadler“ der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) nahm Kurs auf die angegebene Position und setzte vor Ort sein Beiboot aus.
Wenig später kam die Nachricht, dass der Fischer mit seinem Boot gefunden wurde. Um 19.45 Uhr nahm die „Günther Schöps“ den Fischer an Bord. Sein Kutter wurde im Schlepp nach Timmendorf gebracht, wo die Seenotretter um 21.40 Uhr eintrafen.
Der Fischer war bereits am Mittag ausgelaufen. Am Nachmittag fielen sowohl die Maschine als auch die Bordelektronik seines Bootes aus. Seitdem war das Boot auf der Ostsee umhergetrieben. In der Dunkelheit hatte der Mann vergeblich versucht, sich der Schifffahrt durch Signale mit einer Taschenlampe bemerkbar zu machen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Rettung des Fischers Benoît Duval
(Bild: SNSM)   Großbild klick!

Fischer will nach glücklichem Überleben bald wieder auf See
(14.12.16) Nur noch ein Foto blieb dem 22-jährigen Fischer Benoît Duval aus Boulogne-sur-Mer (Pas-de-Calais) von seinem Kutter „Entre-les-Deux-Caps – BL.562562”. Wohl nur dank seines wasserdicht verpackten Mobiltelefons, mit dem er seine Partnerin Mélissa Decorde erreichte und sie von seiner Kenterung 0,8 Meilen vor der Westspitze von Nid de Corbet unweit der Stadt Audresselles informieren konnte, kam er mit dem Leben davon.
Sie alarmierte am frühen Nachmittag des 11.12. die Seenotretter der SNSM-Station in Boulogne-sur-Mer, die sofort mit der „SNS 076 - President Jacques Huret" ausliefen. Sie fanden den mit Unterkühlungen im kalten Wasser treibenden Mann rund eine Stunde nach dem Schiffbruch. Ein Crewmitglied des Rettungsbootes sprang ins Wasser und half ihm an Bord zu kommen. Er wurde dann an Land gebracht und um 16.16 Uhr der Feuerwehr in Pas-de-Calais übergeben.
Im Krankenhaus stellte man anschließend fest, dass er das Unglück wie durch ein Wunder gut überstanden hatte. Nun erholte er sich noch an Land, wollte jedoch in Kürze wieder mit der Fischerei anfangen. Er wurde nach seiner Rettung vom Präsidenten der Rettungsstation der SNSM in Boulogne, Guillaume Gatoux, empfangen.
Dieser bezeichnete es als ungewöhnlich, so lange bei einer Wassertemperatur von 10 ° Celsius zu überleben. Eine halbe Stunde wäre bereits sehr gut, viele hätten es nicht überstanden. Was ihn rettete, seien sein Alter und die gute physische Kondition gewesen.
Ein weiterer glücklicher Umstand war die Geistesgegenwart des befreundeten Fischers Axel Baheu, der die Notmeldung ebenfalls mitbekommen hatte und mit einem schnellen Motorboot sofort zur Unglücksstelle lief. Mit seiner Hilfe konnte das Suchgebiet präziser eingegrenzt werden. Kurz nach dem Auffinden ersten Treibguts wurde Benoît Duval ebenfalls entdeckt, der sich seit dem Untergang seines Flobart mit Wassertreten warm zu halten versuchte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bugschaden am Binnentanker "Beate Jägers"
(Bild: Mueller)   Großbild klick!

Deutscher Tanker bei Kollision in Volkerak schwer beschädigt
(14.12.16) Der deutsche Binnentanker "Beate Jägers", 2215 BRZ (EU-Nr.: 05501890), kollidierte am 11.12. in Volkerak frontal mit einem anderen, ihm beladen entgegen kommenden Binnentanker. Bei dem Zusammenprall wurde der Bug der „Beate Jägers“ oberhalb der Wasserlinie an Steuerbordseite großflächig aufgerissen. Das Schiff, das von Duisburg gekommen war, machte am 12.12. im Ostkanalhafen von Nijmegen am Maas-Waal-Kanal fest.
Die “Beate Jägers” ist 110 Meter lang, 10,5 Meter breit und hat 3,10 Meter Tiefgang. Sie wurde 1967 bei der Bayerischen Werft, Erlenbach, als „Rheintank 18“ für die Stinnes Reederei AG in Duisburg-Ruhrort erbaut und läuft seit 1996 für die ebenfalls dort ansässige Jägers Reederei GmbH.
Quelle:Tim Schwabedissen



Historisches Wrack wiederentdeckt
(14.12.16) Das Wrack der 1864 im Sturm gescheiterten “Schiedam” wurde in einer Bucht vor der Gunwalloe Church Cove an der Südküste von Cornwall wiederentdeckt, wo für die TV-Serie Poldark eine dramatische Wrackszene gefilmt worden war. Das Schiff war bereits 1971 entdeckt worden, dann aber unter den Sänden wieder verschwunden. Wiederum nach einem Sturm fanden Taucharchäologen es nun wieder.
Sie dokumentierten die Lage von drei Kanonen, Musketenfässern und einer noch mit einem Holzbolzen gesicherten Eisenhandgranate, die Teil der Fracht des Schiffes waren. Das Schiff lief ursprünglich für die holländische East India Company, wurde aber vor Spanien gekapert und seine Crew versklavt. Dann wurde es von einem Schiff der Royal Navy zurückerobert und nach Cadiz gebracht, wo die Ladung verkauft wurde.
Danach diente es in der englischen Flotte und erlitt Schiffbruch, als es Armee-Bergleute, Pferde, Maschinen und eroberte Waffen zurück aus Tanger brachte. Es lag seither bei Niedrigwasserstand in drei bis vier Metern Wassertiefe, darf aber als geschützte Stätte nur mit einer Lizenz von Historic England betaucht werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fischer vor Shoreham aus dem Wasser gerettet
(14.12.16) Ein Fischer wurde am 12.12. rund 1,5 Meilen vor Shoreham Harbour von einem Boot der dortigen RNLI-Station gegen neun Uhr im Wasser treibend entdeckt. Von seinem 18 Fuß langen Kutter fehlte jede Spur. Er wurde mit starken Unterkühlungen zurück zur Station gebracht und von dort in kritischem Zustand ins Krankenhaus. Sein Boot war so schnell gesunken, dass er keine Zeit gefunden hatte, seine Rettungsweste anzulegen, doch er konnte sich an dieser im Wasser festhalten, was dazu beitrug, sein Leben zu retten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Aufgelegter Frachter drohte in Stamnes zu sinken
(14.12.16) Am 13.12. wurde die örtliche Feuerwehr gegen 12 Uhr alarmiert, nachdem in Stamnes der dort aufgelegte, norwegische Frachter "Anders", 437 BRZ (IMO-Nr.: 5016171), Wassereinbruch im Achterschiff erlitten hatte. Er lag bereits seit geraumer Zeit am Kai der Stamnes Motorverkstad. Durch das in den Maschinenraum eingedrungene Wasser legte er sich 10-20 Grad nach Backbord über.
Die Feuerwehren aus Dale und Vaksdal waren binnen einer Viertelstunde vor Ort. Zunächst hatten sie aber Schwierigkeiten, die Situation unter Kontrolle zu bekommen. Bis um 16.30 Uhr hatten sie den Frachter vorläufig stabilisiert, jedoch noch nicht das Leck im Maschinenraum lokalisieren können.
Beim Lenzen lief zudem Öl ins Hafenwasser, und aus Bergen musste eine Ölsperre angefordert werden, die um das Schiff ausgelegt wurde. Es war längsseits des unter Malta-Flagge registrierten, ebenfalls aufgelegten Frachters "Eide Senior", 440 BRZ (IMO-Nr.: 6706395), festgemacht, der im Falle eines Untergangs ebenfalls mit unter Wasser gezogen zu werden drohte.
Die „Anders“ wurde 1957 erbaut und ist für die Reederei Eidnes in Dalsoyra eingetragen. Sie ist 40,14 Meter lang, 7,45 Meter breit und hat eine Tragfähigkeit von 369 Tonnen. In Stamnes liegen mehrere ausgediente Schiffe auf. Bereits 2006 war die „Fjordbuen“ am Kai der Stamnes Motorverkstad gesunken.
Quelle:Tim Schwabedissen



Reparatur der Siempre Urbegi dürfte ein Vierteljahr dauern
(14.12.16) Der spanische Kutter “Siempre Urbegi” (MMSI-Nr.: 224009840) wird aller Voraussicht nach bei der Aplicaciones Tecnológicas Acyrnor repariert. Die Beschäftigten von Acyrnor setzten unterdessen das Auspumpen der Tanks und die Reinigung der ölverschmierten Innenräume in Malpica fort. Hier war der Kutter am 11.12. an Land gesetzt worden, und seit dem 12.12. liefen die Arbeiten zur Dekontaminierung.
Die Firma wurde auch von den Eignern und deren Versicherung damit beauftragt, die Reparaturkosten zu ermitteln. Sie dürften zwischen 400,000 und 500,000 Euro liegen. Die gesamte Funkausrüstung und Elektronik muss ersetzt werden, auch viele hydraulische Komponenten wurden beschädigt.
Außerdem muss das rund einen Quadratmeter große Loch im Bug, wo das Schiff auf ein Riff lief, geflickt werden. Hierzu müssen größere Teile des Rumpfes ausgetauscht werden. Die Arbeiten werden 2,5 bis drei Monate erfordern.
Die „Siempre Urbegi“ war bereits das zweite Schiff der beiden Brüder, das binnen eines halben Jahres verunglückte. Anfang Juni sank die "Novo Urbegi" 14 Meilen vor Fisterra auf der Fahrt zu den Azoren. Die sechsköpfige Crew wurde gerettet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Vier Leichter in Bangladesch gesunken – zwei Vermisste
(14.12.16) Vier Leichter sind am Morgen des 14.12. an verschiedenen Positionen der Außenreede von Chittagong und im Sandwip Channel in der Bucht von Bengalen zwischen fünf und acht Uhr gesunken. Die Bangladesh Coast Guard rettete alle 13 Mann der “Labs-1”, die mit 1500 Tonnen Zementklinkern in der Mündung des Karnaphuli River um 7.30 Uhr auf eine Untiefe gelaufen und dann gekentert war. Die “Majnu” sank mit 1700 Tonnen Phosphat nahe Chittagongs Patenga Beach, nachdem sie Sand an der Düngerfabrik TSP gelöscht hatte.
Die „Glory of Srinagar-4” kenterte gegen sieben Uhr mit 1500 Tonnen Mais nach Kollision mit dem Leichter“Titu-15” unweit des Sandwip Channel. Sie lief auf Grund und sank später. Zwei Mann der Crew wurden noch vermisst. Die Suche nach ihnen dauerte an.
Gegen acht Uhr lief die „Darin Darshab” mit 200 Tonnen Rohzucker beim Sandwip Channel auf Grund und sank. Schlechte Sicht durch Nebel hatte die Unfallserie verursacht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sechs Mann von sinkendem Schlepper gerettet
(14.12.16) Die Malaysian Maritime Enforcement Agency (MMEA) rettete sechs indonesische Seeleute, deren Kutter am 13.12. gegen 12 Uhr in stürmischer See beschädigt worden war und zu sinken begonnen hatte. Die MMEA startete sofort nach dem Notruf eine SAR-Operation und fand das Schiff 14 Meilen vor Muara Batu Pahat. Die Crew im Alter von 25 bis 45 Jahren wurde gerettet. Der Schlepper war mit 100 Tonnen Kokosnüssen von Tembilahan in Indonesien nach Batu Pahat unterwegs gewesen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Vermisster Kutter wohlbehalten entdeckt
(14.12.16) Die Malaysian Maritime and Enforcement Agency (MMEA) kam am 12.12. einem vermisst gemeldeten Kutter zu Hilfe, der an die Marinemole in Sepanggar geschleppt wurde. Die MMEA in Sabah/Labuan war am alarmiert worden, nachdem der Skipper des Schiffs, das am 10.12. mit 12 Personen, darunter drei Crewmitgliedern an Bord, nach Mantanani Island auf Fang ausgelaufen war, am 11.12. um 15.07 dem Eigner Leonard Lee Yin Leong, mitgeteilt hatte, dass es Antriebsschaden erlitten hatte. Es befand sich zu der Zeit 21 Meilen nordwestlich von Mantanani Island.
Einige Zeit später versuchte Lee ihn über Satellitentelefon erneut zu erreichen, konnte aber nun keinen Kontakt herstellen. Er instruierte daraufhin andere Boote, nach dem Kutter Ausschau zu halten, doch bis zum 12.12. um sieben Uhr blieb dies ohne Resultat. Um 12.16 Uhr informierte er die Polizei, und eine Suchaktion wurde gestartet.
Zu der Zeit bestand schon seit 24 Stunden kein Kontakt mehr. Handelsschiffe wurden aufgefordert, Ausschau zu halten, und die Patroullienboote „Memmon“ und „Berani“ der MMEA sowie die „Paus“ der Mainre liefen aus. Am 13.12. um 10.05 Uhr wurde der vermisste Kutter vier Meilen von der zuletzt bekannten Position entfernt entdeckt.
Die „Paus“ nahm ihn auf den Haken, und der Schleppzug wurde von der „Memmon“ eskortiert. Um 22.30 Uhr erreichte er den Hafen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Aufgegebenes Schiff sank in Gig Harbor
(14.12.16) Ein sinkendes Schiff sorgte für eine Ölverschmutzung in Gig Harbor, Washington. Feuerwehr, das Department of Ecology und die U.S. Coast Guard waren vor Ort, nachdem das Fahrzeug am Nachmittag des 13.12. an seinem Liegeplatz gekentert war. Aus dem weitgehend unter Wasser liegenden Schiff liefen Flüssigkeiten aus, doch das genaue Gefährdungspotential war noch unklar.
Es handelte sich um eines von 150 vom Department of Natural Resources festgestellten aufgegebenen Schiffen, die es zu räumen gilt. In der vergangenen Woche erst hatte sich in King County eine verlassene Segelyacht von ihrer Mooring vor Vashon Island losgerissen und war gesunken.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fahrwassertonne wird aufgenommen
(Bild: USCG)   Großbild klick!

Bergungsaktion für Fahrwassertonne aus der Luft
(13.12.16) Nicht nur Schiffe, sondern auch Zeichen, die ihnen eigentlich den sicheren Weg weisen sollen, können stranden. So wurde am 12.12. eine 14,000 Pfund schwere Fahrwassertonne südlich der Einfahrt der Tillamook Bay in Garibaldi, Oregon, angespült. Ein U.S. Army CH-47 Chinook Helikopter der Joint Base Lewis-McChord, Washington, barg das Strandgut gegenüber der Südmole aus der Luft. Er assistierte der Coast Guard, die mit dem Patroullienboot “Fir” vor Ort war.
Der Hubschrauber transportierte die Tonne, die das Fahrwasser der Tillamook Bay markiert hatte, die Küste von Oregon hinauf zum Tongue Point in Astoria, wo die Crew der “Fir” sie in Empfang nahm und mit dem Bordkran aus dem Wasser hob, damit sie wieder an ihre Position zurückgebracht werden konnte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Plattbodenschiff „Flierfluiter“gesunken
(Bild: Edwin Brandsma)   Großbild klick!

Steilsteven in Leeuwarden gesunken
(13.12.16) Am 12.12. um 08.34 Uhr begann am Junokai in Leeuwarden der sogenannte Steilsteven „Flierfluiter“ zu sinken. Das Plattbodenschiff erlitt Wassereinbruch und legte sich stark nach Steuerbord zum Kai hin über. Die Feuerwehr versuchte noch, es mit Lenzpumpen über Wasser zu halten, doch es befand sich schon sehr viel Wasser im Schiffsinnern. Es sackte immer weiter weg und richtete sich im Sinken auf, sodass schließlich nur noch der Mast und der Bugspriet aus dem Wasser ragten. Menschen hatten sich nicht an Bord befunden.
Da aber Öl aus dem Wrack auszulaufen begann, wurde von der Grouster Wehr mit einem Boot eine Ölsperre ausgebracht. Der Kanal, in dem das Schiff lag, wurde während des Feuerwehreinsatzes zeitweilig für den Verkehr gesperrt.
Die „Flierfluiter“ ist ein 25 Meter langes und 5,5 Meter breites Charterschiff aus Harlingen, das über eine Segelfläche von 290 Quadratmetern verfügt und für 30 Personen ausgelegt ist. Es verfügt über 24 Schlafplätze und lief seit 2006 für die Reederei Vooruit-Flotte im dem Wattenmeer und auf dem IJsselmeer. Zuvor hatte es als „Deadalus“ auf der Lubbartha, Josina Elisabeth und Lauwerszee gesegelt. 2009 wurde es umfassend überholt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Dieser Stein hat den Rumpf beschädigt
(Bild: Kustbevakningen)   Großbild klick!

Kranbarge soll polnischen Zweimaster bergen
(13.12.16) Die Lage der polnischen Expeditionsyacht "Zjawa IV", die am 5.12. im Naturschutzgebiet Måkläppen beim Falsterbo-Riff gestrandet war, blieb am 13.12. unverändert. Die Bergungsfirma Ardent Global wurde unterdessen damit beauftragt, das inzwischen stark angeschlagene Schiff zu räumen. Am 14. oder 15.12. wurde eine Kranbarge an der Strandungsstelle erwartet, um den Zweimaster zu bergen.
Zuvor hatte das schlechte Wetter die Absicht, das Schiff am 10.12. freizuschleppen, zunichte gemacht. In der vergangenen Woche hatte stürmische See den Rumpf schwer beschädigt. Die Dieseltanks blieben allerdings bislang intakt, sodass von den 600 Litern Kraftstoff bislang nichts ins Meer lief.
Der schwedischen Küstenwache war es nach der Strandung lediglich gelungen, rund 60 Liter Motoröl aus dem Wrack zu pumpen. An die Dieseltanks zu gelangen, erwies sich angesichts des vollgelaufenen Rumpfes und dessen starker Schlagseite als zu gefährlich. Sie sollten erst nach der Bergung geleert werden.
Beim Versuch, sie vor Ort zu lenzen, wäre die Gefahr eines unkontrollierten Austritts größer, deshalb beschränkte sich die Küstenwache vorerst darauf, die Untergangsstelle aus der Luft und mit Patroullienbooten kontinuierlich zu überwachen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Entsorgung von Sportbootwracks kostet Bergen zigtausende Kronen
(13.12.16) Die Hafenbehörde von Bergen hat im Jahr 2016 nicht weniger als 23 aufgegebene Sportboote geborgen. Im Jahr 2015 waren es noch 17 gewesen. Mehrere Boote waren vorsätzlich versenkt worden.
Auf einem Boot in Askøy wurde ein Poller abgeschnitten, sodass es volllaufen konnte. Pro Boot schätzte die Hafenbehörde eine Summe von 20.000 Kronen, die die Räumung erforderte. Zwei Männer brauchten im Schnitt einen Arbeitstag, ein Wrack zu heben und nach Rådalen abzutransportieren.
Dort wurden die aufgegebenen Yachten vorerst an der Sukkerhusbrücke gelagert. Wie und auf wessen Kosten sie recycelt werden sollten, war noch unklar. Ein Abbruch durch die Firma Ragn Sells kostet rund 1.000 Kronen pro Tonne.
Wenn die Eigner hören, was die Entsorgung ihrer Boote kostet, lassen sie meist die Behörden darauf sitzen. Ihnen kommt zugute, dass es aktuell keine funktionierende Yachtregistrierung gibt. Gäbe es ein solches Register, wäre es einfacher, die Bootseigner zu finden. Derzeit muss es keine Dokumentation über Bootsverkäufe geben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Einer der letzten Einsätze der Berlin
(13.12.16) Am Nachmittag des 11.12. kam der Laboer Seenotrettungskreuzer „Berlin“ einem manövrierunfähigen Fischkutter zu Hilfe. Wegen eines Maschinenschadens trieb der 14 Meter lange Kutter mit zwei Fischern an Bord manövrierunfähig auf der Kieler Förde vor Laboe. Die Seenotretter setzten sofort nach der Alarmierung das Tochterboot „Steppke“ aus.
Beim Havaristen angekommen, stellten sie bei südwestlichen Winden der Stärke 3 bis 4 und einem halben bis einem Meter Seegang eine Schleppverbindung her. Anschließend brachten sie den Havaristen in den Hafen von Möltenort.
Dies war wohl einer der letzten Einsätze des Rettungskreuzers „Berlin“ - Mitte Januar 2017 wird er durch ein Nachfolgeschiff gleichen Namens ersetzt, das am 17.12. in Bremen getauft werden soll.
Quelle:Tim Schwabedissen



Überleben französischen Fischers wie ein Wunder
(13.12.16) Benoît Duval hat wie durch ein Wunder überlebt. Sein 4,95 Meter langer, offener Kutter „Entre-les-Deux-Caps – BL.562562” sank am Nachmittag des 11.2. vor Audresselles. Der 22-jährige Fischer trieb danach eine Stunde im eiskalten Wasser, bevor er von der SNSM gerettet wurde. Er war um 12.30 Uhr aus Audresselles mit dem kleinen traditionellen Flobart ausgelaufen, den er im Januar gekauft hatte. Jeden Tag warf er seine Netze und Fallen rund um Kap Gris-Nez aus, um Kabeljau, Hering oder Hummer zu fangen und sie in Boulogne am Fischmarkt anzulanden. Zwei Stunden später lag er eine Meile vor der Küste und holte die Netze auf.
Das letzte aber verfing sich, die Winsch wurde blockiert, und durch die Tidenströmung wurde das Schiff umgerissen. Binnen 20 Sekunden war nichts mehr zu retten, es kenterte und schlug um.
Duval landete im Wasser. Es gelang ihm aber, sich auf den Rumpf seines Bootes zu ziehen und sein wasserdicht geschütztes Telefon zu aktivieren. Er rief seine Partnerin Mélissa Decorde an, die wiederum das CROSS Corsen alarmierte. Wenige Minuten darauf sank der Kutter.
Benoît trieb im 10 ° C kalten Wasser und hatte zu allem Überfluss auch seine Rettungsweste nicht mehr aktivieren können. Wasser lief in seine schwere Kleidung, und nach kurzer Zeit verlor er das Gefühl in Armen und Beinen. Ein mit Luft gefüllter Ball half ihm, an der Oberfläche zu bleiben, bis das Boot „President Jacques-Huret“ der SNSM in Boulogne vor Ort war.
Es war von Axel Baheu, einem Fischer aus Boulogne, der die Fanggebiete seines Kameraden kannte, herangeführt worden. Dieser war ebenfalls mit einem Motorboot herbeigeeilt, hatte zunächst eine Spule mit schwarzem Garn endeckt und konnte so die Untergangsstelle eingrenzen. Mit seiner Hilfe entdeckten die Seenotretter tatsächlich wenig später in 200 Metern Entfernung den Schiffbrüchigen.
Dank seiner guten physischen Kondition und seiner Moral – er ist freiwilliger Feuerwehrmann – hatte er eine Stunde im Wasser überlebt. Um 16.15 Uhr wurde er an Land gebracht. Im Krankenhaus wurden keine Schäden festgestellt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter bei Ensenada gestrandet
(13.12.16) Der mexikanische Kutter „Vic-Mar“ der Liote Bait Ensenada S.A. lief am 9.11. zwischen Punta San Miguel und Salsipuedes, 10 Meilen nordnordöstlich von Ensenada auf Grund. Die achtköpfige Crew blieb unversehrt bei der Havarie. Es kam auch zu keinem Ölaustritt. Die Procuraduría Federal de Protección al Ambiente (PROFEPA) schickte am 12.12. Personal nach Escénica, um die Bergung vorzubereiten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Historisches Wrack vor Sewastopol entdeckt
(13.12.16) Vor der Küste der Krim wurde ein historisches Wrack entdeckt, bei dem es sich um die britische „Black Sea Prince“ handeln könnte. Das Schlachtschiff sank während der Belagerung von Sewastopol im Krimkrieg vor 160 Jahren. Historiker nehmen an, dass das Schiff 30 Goldbarren an Bord hatte, um die Soldaten zu bezahlen.
Es sank mit mehreren anderen Einheiten in einem Sturm. Geborgene Artefakte sollen eines Tages in einem Museum für Unterwasserarchäologie ausgestellt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter mit 5300 Baumstämmen gesunken
(13.122.16) Ein Frachter mit 5,300 Mangrovenstämmen sank am 12.12. gegen drei Uhr in den Gewässern von Pulau Kukup, Pontian. Die dreiköpfige indonesische Crew wurde von anderen Schiffen aus dem Wasser gerettet. Das Schiff war von Batam nach Batu Pahat unterwegs und erlitt Wassereinbruch, als es in einem Sturm von großen Wellen getroffen wurde. Die MMEA leitete eine Rettungsaktion ein, nachdem sie von der Polizei in Permas, Kukup, informiert worden war.
Quelle:Tim Schwabedissen



Suche nach gesunkenem Charterkutter eingestellt
(13.12.16) Die neuseeländische Polizei hat die Suche nach dem Wrack des Kutters “Francie”, der am 16.11. vor Kaipara Harbour kenterte und sank, eingestellt. Acht der 11 Männer an Bord waren bei dem Unglück ertrunken. Der Skipper hatte versucht, die Barre mit 10 Chartergästen aus Auckland vor Kaipara in stürmischer See zu queren.
Die Waitemata Police hatte versucht, das Wrack mit Sonar zu lokalisieren. Da es aber keine Vermissten mehr gab, entfiel die Notwendigkeit, es zu finden. Die Suche war wegen starker Tiden und Strömungen kompliziert.
Die Untersuchung des Unglücks dauerte aber an. Sie wurde durch Maritime NZ und die Transport Accident Investigation Commission durchgeführt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Expeditionsyacht "Zjawa IV"
(Bild: Kustbevakningen)   Großbild klick!

Felsen haben polnischer Expeditionsyacht schwer zugesetzt
(12.12.16) Der zweite Versuch, die polnische Expeditionsyacht "Zjawa IV" (MMSI-Nr.:261000350), die weiter auf dem Falsterbro-Riff im Naturschutzgebiet Måkläppen liegt, ist fehlgeschlagen. Als die Berger den Rumpf mit einer Kamera inspizierten, stellten sie fest, dass dieser große Löcher und Risse aufwies. Deshalb war nicht nur das Risiko einer Ölleckage gestiegen, sondern auch eine konventionelle Bergung mittels Abschleppen nicht mehr möglich.
Der Rumpf lag auf Sand- und Steinboden auf. Einer der Felsen war durch die Hülle gedrungen und hat sie an mehreren Stellen aufgerissen. Deshalb sollte die Bergung nun mittels einer Barge erfolgen, auf die die “Zjawa IV” mit einem Kran gehoben werden soll.
Diese Arbeit könnte, wenn das Wetter es zulässt, Mitte der Woche stattfinden. Die schwedische Küstenwache hatte nach der Havarie nur etwas mehr als 20 Liter von den insgesamt 600 Litern Kraftstoff leichtern können. Es wurde aber kein unmittelbares Risiko gesehen, dass das Schiff auseinander brechen könnte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kollision in Hirtshals
(12.12.16) Die belgische RoRo-Fähre "Melusine", 23987 BRZ (IMO-Nr.: 9166637), geriet beim Manövrieren im Hafen beim Einlaufen nach Hirtshals am Abend des 11.12. in Probleme. Starker Wind brachte sie vom Kurs ab und drückte sie um 21.15 Uhr gegen die am Kai liegende, norwegische Fähre "Superspeed 1", 36822 BRZ (IMO-Nr.: 9374519). Sie konnte erst von dem zu Hilfe kommenden Hafenschlepper "Tybring" wieder aus der Zwangslage befreit und um 21.20 Uhr an den Kai gebracht werden.
Bei einer Inspektion wurden an beiden Schiffen aber nur geringe Schäden festgestellt. Die Color-Line-Fähre konnte den Hafen mit einer halbstündigen Verspätung um 21.45 Uhr verlassen und machte gegen 00.40 Uhr des 12.7. in Kristiansand fest. Die 240 Autos und 611 Passagiere waren unbeschadet geblieben.
Um acht Uhr verließ sie den Hafen wieder fahrplanmäßig. Die "Melusine" nahm um 23.20 Uhr Kurs auf Zeebrügge, wo sie am 13.7. um sieben Uhr erwartet wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Containerfrachter „CCNI Arauco" (Bild: Hartmut Hofmann)   Großbild klick!

CCNI Arauco ging drei Monate nach Feuer auf Probefahrt
(12.12.16) Am 22.12. gegen 12.30 Uhr warf der liberianische Containerfrachter „CCNI Arauco", 95138 BRZ (IMO-Nr.: 9683843), vom Liegeplatz 13/14 der Blohm & Voss-Werft in Hamburg los und lief zur Seeerprobung auf die Nordsee hinaus. Das Schiff hatte nach dem Ladungsbrand vom 1. Bis 4.9. über drei Monate lang zur Reparatur der erheblichen Schäden in der Werft gelegen.
Nach den erforderlichen Abnahmen durch die zuständigen See-Aufsichtsbehörden und den Versicherungen soll der Frachter planmäßig ab dem 21.12. am Burchardkai in Hamburg erstmals wieder beladen werden und dann in Fahrt gehen. Sie wird gemeinsam mit der „Atacama“, „San Felix“, „San Francisca“, E.R. Tianping“, „CSAV Toconao“, „Monte Alegre“, „San Felipe“ und der „CMA CGM Tosca“ im "Europe Pakistan India Consortium 2" eingesetzt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Ölplattform im Kongo
(12.12.16) Auf der Foukanda-Plattform der italienischen Ölfirma Eni brach vor der Küste des Kongo ein Feuer aus. Die Plattform wurde sofort geräumt. Von den 45 Arbeitern erlitten fünf leichte Verbrennungen. Ein Kranführer von Afrimel wurde zunächst vermisst und später tot aufgefunden. Rettungsdienste konnten das Feuer in kurzer Zeit unter Kontrolle bringen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Starker Wind begünstigte gestrandete Yacht
(12.12.17) Die Yacht “Celtic Trader” lief am Nachmittag des 11.12. auf einer Sandbank in Tauranga gegenüber der Salisbury Wharf kurz nach Mittag auf Grund. Bei starkem Westwind kam das Boot, das zwischen Matakana Island und der Pilot Bay festsaß, noch vor dem Hochwasser, das um 18.18 Uhr eintreten sollte, ohne fremde Hilfe bereits um 15 Uhr wieder frei. Der Skipper blieb unversehrt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht nach Montrose eingeschleppt
(12.12.16) Das RNLI-Boot aus Montrose wurde am 11.12. nachmittags alarmiert, nachdem eine 33 Fuß lange Yacht 41 Meilen östlich des Hafens Motorausfall erlitten hatte. Auch war das Rigg bei starkem Wind beschädigt worden. Mit der letzten Bordenergie konnte die Coastguard um 13.35 Uhr alarmiert werden, ehe der Funkkontakt auch zusammenbrach.
Bis die Seenotretter vor Ort waren, ging ein Tanker auf Standby an dem Boot. Es wurde dann gegen 14 Uhr auf den Haken genommen und sechs Stunden später nach Montrose eingeschleppt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Vermisster Einhandsegler wohlbehalten aufgefunden
(12.12.16) Der 71-jährige australische Einhandsegler David Lenton wurde kurz nach der Strandung seiner Yacht “Mishiwa” von Fischern unversehrt entdeckt. Er war von Miri ausgelaufen, doch wurde seine Yacht am Morgen des 10.12. verlassen fünf Meilen vom Hafen entfernt entdeckt. Daraufhin gab es Sorge um sein Schicksal.
Die Malaysian Maritime Enforcement Agency (MMEA) hatte am Vortag um 17.55 Uhr einen Funkspruch des Skippers erhalten, nachdem seine Yacht Maschinenschaden erlitten habe. Sofort wurde ein Schiff mobilisiert, das die Yacht lokalisieren sollte. Nachdem es die “Mishiwa” entdeckt hatte, sollte Lenton abgeborgen werden.
Sein Boot abzuschleppen, wäre in der stürmischen See allerdings nicht möglich gewesen. Der Einhandsegler lehnte den Plan vehement ab, und so kehrte das MMEA-Schiff unverrichteter Dinge nach Miri zurück. Die Yacht trieb dann auf den Strand, und Lenton rettete sich an Land. Es war nun seine Verantwortlichkeit, das Boot zu bergen und nach Miri zur Reparatur zu bringen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Skipper nach Schiffbruch vor Audresselles gerettet
(12.12.16) Am 11.12. wurde das CROSS Gris-Nez alarmiert, nachdem ein ehemaliger Kutter vom Typ Flobart um 14.47 Uhr bei Audresselles in Pas-de-Calais rund 1,5 Kilometer vor der Spitze des Nid de Corbet gesunken war. Das Rettungsboot „Président Jacques Huret” der SNSM-Station Boulogne-sur-Mer, das Zollboot „Nordet“ aus Boulogne-sur-Mer sowie das Sportboot „L’Infatigable“ nahmen Kurs auf die Unglücksstelle. Auch ein Dauphin-Helikopter der Marine und eine Falcon 50, die sich in der Nähe fand, wurden in das Seegebiet dirigiert, um den Skipper zu suchen.
Das Sportboot fand dann als erstes Trümmer des Bootes, wodurch die Retter die Unglücksstelle lokalisieren konnten. Der Schiffbrüchige wurde wenig später entdeckt und mit Unterkühlungen vom SNSM-Boot nach Audresselles gebracht, wo er um 16.16 Uhr zur weiteren Behandlung der Feuerwehr übergeben wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter nach Schiffbruch vor Malpica auf dem Trockenen
(12.12.16) Am 11.12. gegen Mittag, mehr als 12 Stunden nachdem der spanische Kutter “Siempre Urbegi” (MMSI-Nr.: 224009840) auf den Hafenkai in Malpica gehoben worden war, lief immer noch Wasser aus dem Schiffsinnern, trotz der vorangegangenen kontinuierlichen Arbeiten, es auszupumpen, um es leicht genug für die Hebung zu machen. Etliche Schaulustige hatten sich um das Wrack des Schiffes versammelt, das fast einen Tag lang in 16 Metern Tiefe und dann einen weiteren Tag an der Pier verbracht hatte. Gegen drei Uhr war es dann endgültig aus dem Wasser gehievt worden.
An der Bergung waren mehrere Firmen, mehr als 20 Personen und nicht zuletzt der Kutter "Anzol" beteiligt gewesen, der auch die Crew nach dem Untergang gerettet und nach Malpica gebracht hatte. Die „Siempre Urbegi“ wies erhebliche Schäden am Bug auf, wo sie auf einen Felsen gelaufen war, doch der übrige Rumpf war unversehrt geblieben. Wenn sie reparaturwürdig ist, könnte sie in rund zwei Monaten repariert sein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zweiter Überlebender nach Schiffbruch vor Taiwan entdeckt
(12.12.16) Am 11.12. wurde ein weiterer überlebender chinesischer Fischer aus dem Wrack des Kutters „Chin Jui Yi No. 88” gerettet, der zwei Tage zuvor 2,9 Meilen vor New Taipei City gekentert war. Um 10.50 Uhr schnitten Berger gemeinsam mit Einsatzkräften des New Taipei City Fire Department den Rumpf, der an die Küste des Shimen Distrikts getrieben war, auf. Sie zogen zunächst Lin Moufu aus dem schwer zerstörten und seiner Aufbauten beraubten, kieloben liegend angetriebenen Wrack, das von zwei Baggern aufgerichtet worden war.
Er hatte zwar Unterkühlungen erlitten, war aber ansonsten unbeschadet. Bevor er ins Mackay Memorial Hospital gebracht wurde, sagte er aus, dass er nach dem Kentern ohne Wasser und Nahrung in einer halb gefluteten Kabine überlebt habe. Er habe eine Zeitlang noch Klopfgeräusche gehört, die dann aber erstarben. Das nächste, was er vernahm, waren die Stimmen der Retter.
Die Leiche des taiwanesischen Kapitäns Wu Tsung-te wurde gegen 14 Uhr in seiner Kabine an Steuerbordseite entdeckt. Sie wurde ins National Taiwan University Hospital in Jinshan gebracht. Drei Chinesen und zwei Vietnamesen wurden noch vermisst, könnten sich aber auch noch in dem Wrack befinden.
Der Kutter war am 7.12. aus Keeling ausgelaufen, um vor Zhuwei im Tamsui-Distrikt auf Shrimpfang zu gehen. Zwei Tage darauf geriet er in stürmische See und versuchte gegen 17 Uhr, einen Hafen in Shihmen anzusteuern. Drei Stunden später kenterte er in den hochgehenden Wellen. Ein Schiffbrüchiger, der chinesische Decksmann Lin Moude, wurde wenig später von einem anderen Schiff gerettet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Überladener Kutter kenterte – vier Tote
(12.12.16) In Berhampur kenterte auf dem Chilika-Lake am Morgen des 10.12. ein Kutter, der mit 29 Personen, darunter 26 Erwachsene und drei Kinder, an Bord auf der Fahrt nach Ghantasila in Seenot geraten war. Vier Personen, darunter zwei Kinder, kamen ums Leben. Die Schiffbrüchigen gehörten zu einer Familie aus Sabulia, die zu einem Picknick unterwegs war.
Fischer retteten 22 Personen, von denen 11 ins MKCG Medical College and Hospital in Berhampur kamen, zwei weitere in Regierungshospitäler in Rhamba und Kallikote. Der Kutter hätte maximal ein Dutzend Menschen befördern dürfen. Das Schiff wurde nach der Bergung beschlagnahmt und durch die Polizei von Rambha ein Ermittlungsverfahren gegen Eigner Dutia Mallick und Skipper Hatia Mallick eingeleitet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter klemmte unter Brücke
(12.12.16) Die Beaufort-Brücke im Carteret County musste am Nachmittag des 11.12. zeitweilig für den Verkehr gesperrt werden, nachdem gegen 16 Uhr ein Shrimpkutter darunter eingeklemmt worden war. Das Department of Transportation wurde gerufen und prüfte die Situation.
Offenbar hatte sich der Kutter von seiner Vertäuung losgerissen und war mit der Strömung gegen die Brücke getrieben. Nachdem er wieder befreit worden war, konnte die Brücke um 17.10 Uhr wieder freigegeben werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre erlitt Generatorausfall
(12.12.16) Die indonesische Fähre “Trans Asia 8” erlitt vor der Abfahrt von Iloilo City nach Cebu einen Generatorausfall. Sie hätte am 11.12. um 18 Uhr auslaufen und am 12.12. um acht Uhr in Cebu eintreffen sollen. Doch die Fahrt wurde abgesagt, um die notwendigen Reparaturen durchführen zu können. Alle 171 Passagiere erhielten ihr Fahrgeld zurück. Verderbliche Güter wie Fisch wurden auf andere Schiffe umgeladen. Die gestrandeten Fahrgäste konnten ersatzweise mit der „Filipinas Jagna“ der Cokaliong Shipping oder einem Schnellboot nach Bacolod weiterreisen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wrack früheren Sklavenschiffs soll als 3-D-Modell wieder erstehen
(12.12.16) Das Wrack des einstigen Sklavenschiffes “James Matthews” wurde vor Perth von Unterwasserarchäologen mit neuester Technologie untersucht, um frühere Ausgrabungen zu ergänzen. Von dem Schiff sollte auf der Basis der gewonnenen Daten ein 3-D-Modell erstellt und damit auch die Methodik zum Schutz besser erforscht werden. Die Brigg „James Matthews” wurde erstmals 1973 entdeckt.
Sie lag weitgehend unter Sand begraben in zwei bis drei Meter tiefem Wasser weniger als 200 Meter vor Woodman Point, südlich von Fremantle. Dort war sie im Juli 1841 gestrandet, nachdem sie sich im Sturm vom Anker losgerissen hatte. Sie war mit Farmausrüstung und Baumaterial von London gekommen und sollte die neu gegründete Swan River Kolonie versorgen.
In den 1970er Jahren saugten Archäologen den meisten Sand bei ihrer Exploration weg. Rasch fanden die Forscher unter Leitung von Graeme Henderson des WA Maritime Museum heraus, dass das Schiff ursprünglich als „Don Francisco” vom brasilianischen Sklavenhändler Francisco Felix de Souza, der in Westafrika sein Unwesen trieb, eingesetzt worden war. 1837 wurde das Schiff vor der Insel Domenica auf der Fahrt nach Kuba von den Briten, die gegen den Sklavenhandel vorgingen, aufgebracht.
Sie fanden 433 Sklaven im Innern des 24,5 Meter langen Rumpfes zusammengedrängt. Das Schiff wurde dann repariert und ging als „James Matthews” mit Heimathafen London wieder in Fahrt. Nach der Strandung vor Woodman Point legte es sich auf die Seite, und große Teile der Ladung und des Riggs wurden unter dem Sand erhalten. Etliche Artefakte konnten in gutem Zustand geborgen werden. Darunter befanden sich ein Lederschuh, ein Sonnenschirm mit viel Spitze, ein Elfenbein-Schach-Set und Seilrollen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter vor Hässelby nach drei Tagen geborgen
(12.12.16) Nachdem ausreichend Ladung aus dem unter Antigua-Barbuda-Flagge laufenden Frachter "Askö", 3183 BRZ (IMO-Nr.: 9333450), auf die Stockholmer Barge “Oliver” mit einem Mobilkran geleichtert worden war, gelang es den beiden schwedischen Schleppern "Leif" (MMSI-Nr.: 265608400) und "Montfred" (MMSI-Nr.: 265703540) am Abend des 11.12., den gegenüber des Hafens von Hässelby seit drei Tagen festsitzenden Havaristen wieder flottzumachen. Er wurde nach ersten Inspektionen am 12.12. um 4.40 Uhr am Kai des Wärmekraftwerks von Hässelby festgemacht. Hier sollte er nun gründlichen Inspektionen unterzogen werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter 8 “Siempre Urbegi” (Bild: Salvamento Maritimo)   Großbild klick!

Kutter bei A Coruña geborgen
(11.12.16) Noch am Tag seines Untergangs wurde der 18 Meter lange, spanische Kutter 8 “Siempre Urbegi” (MMSI-Nr.: 224009840) aus Camariñas am Abend des 9.12. wieder geborgen. Das Schiff war um 1.31 Uhr wohl auf einen Felsen 100 Meter vom Ufer entfernt aufgelaufen und leckgeschlagen. Binnen weniger Minuten sank er bei ruhiger See auf 16 Metern Wassertiefe, rund eine halbe Meile vor de Bergantiños an der Costa da Morte bei O Castelo.
Das Schiff war am 8.12. gegen Mittag von Burela aus auf Fangfahrt gegangen und befand sich auf der Rückfahrt in den Hafen. Die 10-köpfige Crew wurde um 1.57 Uhr von dem Kutter "Anzol“ aus einer Rettungsinsel aufgenommen und nach Malpica gebracht. Zwei hatten Unterkühlungen, zwei weitere leichte Verletzungen, darunter Skipper Carlos Ordóñez García, wegen derer sie ins Krankenhaus von Ponteceso kamen.
Der Hubschrauber Helimer 209 startete ebenfalls nach dem Notruf, brauchte aber nicht mehr einzugreifen. Boote der Küstenwachen in Urxencias and Ponteceso, Zivilschutz sowie das 21 Meter lange Rettungsboot "Salvamar Mirfak" (MMSI-Nr.: 224021970) von Salvamento Maritimó aus A Coruña waren anschließend vor Ort, um Netze, Fischkisten und Leinen an der Untergangsstelle zu bergen und gegen mögliche Ölverschmutzungen vorzugehen. Taucher stiegen noch am Vormittag zur ersten Erkundung ab, und um 16.30 Uhr brachten Taucher Hebeballons am Wrack an.
Damit wurde das Schiff vom Grund angehoben. Neben der "Salvamar Mirfak" war auch die "LS Bianca" des Roten Kreuzes zur Absicherung der Operation vor Ort. Das mit den Masten nun aus dem Wasser ragende Schiff wurde, weiterhin in gesunkenem Zustand, zum Hafen von Malpica geschleppt, wo er um 22.30 Uhr eintraf.
Eigner Garcia Ordonz verlor in einem halben Jahr nun zwei Boote. Am 3.6. sank die „Urbegi“ 15 Meilen vor Fisterra im Schlepp der „Salvamar Altair“ auch nach einem Wassereinbruch.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ketsch wird eingeschleppt (Bild: RNLI)   Großbild klick!

Yacht nach Torbay eingeschleppt
(11.12.16) Am 10.12. um 13.47 Uhr erlitt ein 13-Tonnen-Zweimaster Maschinenausfall vor der Mündung des River Dart. Als das dortige Rettungsboot vor Ort eintraf, stellte dessen Crew fest, dass die 10,6 Meter lange Yacht zu schwer zum Abschleppen durch das Boot der D-Klasse sei. Deswegen rief die Coastguard das größere Rettungsboot aus Torbay zu Hilfe. Ein Seenotretter wurde auf der Yacht abgesetzt und dann eine Schleppverbindung hergestellt. Nur mithilfe eines weiteren Rettungsmanns konnte die Ankerkette geborgen werden, da auch die Winsch keine Energie mehr hatte. Die Yacht wurde dann in die Bucht von Torbay geschleppt und dort an einem Ponton festgemacht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter "Askö" (Bild: Franz Arlmann)   Großbild klick!

Leeraner Frachter sitzt weiter vor Hässelby fest
(11.12.16) Der unter Antigua-Barbuda-Flagged laufende Frachter "Askö", 3183 BRZ (IMO-Nr.: 9333450), saß am 11.12. weiter bei Hässelby auf Grund. Am Morgen des 10.12. war der schwedische Schlepper "Leif" (MMSI-Nr.: 265608400) an der Strandungsstelle eingetroffen, gefolgt von der "Montfred" (MMSI-Nr.: 265703540) gegen Mittag. Sie zogen stundenlang erfolglos an dem Frachter. Vor Ort herrschten inzwischen widrige Wetterbedingungen mit schweren Schneefällen. Am 10.12. wurde die Barge „Oliver“ längsseits gebracht, um nun die Pellet-Ladung mit einem Mobilkran zu leichtern.
Da das Risiko einer Ölverschmutzung faktisch inzwischen ausgeschlossen werden konnte, hatte die schwedische Küstenwache ihren Einsatz bereits am 8.12. beendet. Taucher hatten den Rumpf des Havaristen untersucht. Sie fanden Lecks in vier Ballasttanks, die komplett vollgelaufen waren. Die Öltanks lagen aber weiter achtern, und dieser Schiffsbereich saß auch nicht auf den Felsen, sodass keine unmittelbare Gefährdung bestand.
Auf der Basis der Taucherberichte wurde anschließend an einem Bergungsplan gearbeitet. Die Küstenwache hatte besonders wegen der 90 Kubikmeter Öl in den Tanks strenge Auflagen dazu gemacht. Ein Auslaufen des Öls könnte den Mälarsee bedrohen, der für die Versorgung Stockholms mit Trinkwasser wichtig ist. Ursache der Havarie war ein Navigationsfehler. Die „Askö“ ist außerhalb des Fahrwassers gefahren und dabei nahe des Zilehafens, der unmittelbar an der Zufahrt von Stockholm liegt, festgekommen.
Am 6.2.2015 war ein ukrainisches Crewmitglied an Bord tot aufgefunden worden, als der Frachter von Southampton nach Södertalje war. Der Kapitän steuerte anschließend den Hafen von Rostock an, wo die deutschen Behörden bei der Aufklärung des Todesfalls helfen sollten. Sie fanden heraus, dass er an einer Kohlenmonoxid-Vergiftung gestorben war. Es gab keine Hinweise auf kriminielles Handeln, und nach einer Befragung der Crew durfte das Schiff am folgenden Tag die Weiterreise nach Schweden antreten. Die Leiche des Seemanns wurde in Rostock obduziert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ponton mit Bagger auf Rhein gesunken
(11.12.16) Der Rhein bei Duisburg wurde am 10.12. nach einer Havarie über fünf Kilometer mit Öl verschmutzt, nachdem ein mit einem Bagger beladener Leichter sank. Das Unglück ereignete sich am Morgen aus noch ungeklärter Ursache auf Höhe von Rheinkilometer 773. Durch ausgetretene Betriebsstoffe wurde der Fluss zwischen Duisburg-Wanheimerort und dem Stadtteil Neuenkamp verunreinigt. Es entstand erheblicher Sachschaden, eine Gesundheitsgefahr bestand aber zu keiner Zeit.
Der gesunkene Leichter gehörte zu einem Schubverband, bestehend aus einem Binnenschiff, einem Leichter und einem weiteren Ponton, der mit einem niederländischen Schiffsführer rheinaufwärts Richtung Köln unterwegs war. Die Feuerwehr wurde bei ihrem Einsatz nach dem Unfall durch einen Hubschrauber unterstützt. Die Ermittlungen zur Unfallursache dauerten am Nachmittag an.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schweizer Safariyacht im Roten Meer verloren gegangen
(11.12.16) Die Motoryacht „Blue Waves“ der Schweizer Taucherfirma Red Sea Safaris aus Diechikon sank am 8.12. gegen 21 Uhr im Roten Meer. Sie war auf der Überfahrt von Port Ghalib nach Safaga, um dort im Trockendock überholt zu werden. Bei stürmischer See überrollten schwere Wellen das Schiff von achtern.
Die fünfköpfige Crew versuchte, die Situation unter Kontrolle zu bekommen. Als aber die Motoren ausfielen und die Pumpen den massiven Wassereintritt ins Boot nicht mehr bekämpfen konnten, gab der Skipper Befehl, das Boot aufzugeben. Ein auf Parallelkurs mitlaufendes Schiff nahm die Schiffbrüchigen auf. Wegen der schweren See war ausgemacht worden, den Weg nach Safaga nicht alleine anzutreten.
Die Yacht sank dann im Roten Meer an einer Position, wegen deren Wassertiefe an eine Bergung des Schiffes nicht möglich war. Mit maximal 16 Gästen gehörte die Blue Waves zu den etwas kleineren Safarischiffen der Ocean Window GmbH. Sie wurde 2005 erbaut, war 29,6 Meter lang, 7,10 Meter breit und verfügte über acht Kabinen und zwei Zodiacs.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter in Vietnam in Flammen
(11.12.16) Auf dem vietnamesischen Frachter VTB 36", 2999 BRZ (IMO-Nr.: 9577331), brach am 9.12. um 23.15 Uhr auf dem Th? V?i-Fluss oberhalb von Vung Tàu ein Feuer in den BAufbauten aus. Das Schiff war mit 4630 Tonnen Mais an bord von Cái Mép nach Quy Nhon unterwegs. Die Coastguard-Station Cái Mép schickte zwei Boote, und neben der Feuerwehr aus dem Tân Thành-Distrikt kamen u.a. auch fünf Schlepper in den Löscheinsatz.
Am 10.12. um 2.30 Uhr war der Brand gelöscht. Die 12 Crewmitglieder, zwei Passagiere und die beiden Lotsen waren unversehrt gerettet worden. Im Laufe des Tages wurde das Schiff im Hafenbereich von Phu?c Hòa im Tân Thành-Distrikt verankert. Die Aufbauten waren teilweise ausgebrannt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kuter vor Burin ausgebrannt
(11.12.16) Auf dem 60 Fuß langen Kutter "Cape Mariner" aus St. John's brach am Morgen des 8.12. ein Feuer rund 110 Meilen südlich von Burin aus. Die Marine Communication in Placentia fing einen Notruf der sechsköpfigen Crew auf, die von dem Kutter "Southern Mariner", der in der Nähe war, gerettet werden konnte. Das lichterloh brennende Schiff trieb weiter in der See. An Bord waren zwei Tonnen Diesel, die wohl verbrannten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht von Einhandsegler verlassen gestrandet
(11.12.16) Der australische Einhandsegler David Lenton, 74, wurde vermisst, nachdem seine Yacht “Atlantis” am Morgen des 10.12. in stürmischer See bei der Marina Bay-Mole von Miri strandete. Die Polizei startete eine Suchaktion, nachdem die verlassene Yacht in einem Gewittersturm antrieb. 2015 war Lenton bereits einmal von der Malaysian Maritime Enforcement Agency nahe Pulau Tikus, eine Meile vor der Mündung des Kuala Baram River, gerettet worden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sieben Fischer vor Taiwan vermisst
(11.12.16) Der taiwanesische Kutter “Jinruiyi No. 88” kenterte am 8.12. vor Keelung. Nachdem der Skipper von der „Kai Sheng No. 6“ gegen 21 Uhr entdeckt und gerettet worden war, startete die Coastguard eine Suchaktion nach den noch vermissten sieben weiteren Fischern vor New Taipei City im Shihmen Distrikt. Sechs Schiffe nahmen an der Suche nach drei Chinesen, einem Taiwanesen und zwei Vietnamesen teil.
Der bisher einzige Überlebende wurde am 10.12. nach Chengpin Harbor in Keelung gebracht. Er hatte eine Zigarette geraucht, als eine große Welle den Kutter zum Kentern brachte. Seine Kameraden hatten geschlafen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter "Askö" (Bild: Jonas Ekkstroemer)   Großbild klick!

Frachter vor Hässelby aufgelaufen und leckgeschlagen
(09.12.16) Der unter Antigua-Barbuda-Flagge registrierte Frachter "Askö", 3183 BRZ (IMO-Nr.: 9333450), der mit einer Ladung Pellets am 9.12. um 2.34 Uhr den Hafen von Södertälje verlassen hatte, lief um 7.30 Uhr auf dem Mälarsee beim Ansteuern von Hässelby auf Grund. Dabei wurde das Vorschiff so stark beschädigt, dass es zu Wassereinbruch kam. Die Crew konnte das eindringende Wasser mit den bordeigenen Pumpen unter Kontrolle halten.
Die neunköpfige Crew blieb bei der Havarie unversehrt. Möglicherweise war das Schiff aus noch unbekannter Ursache auf die falsche Seite des Tonnenstrichs geraten. Die schwedische Küstenwache startete zu einem Überwachungsflug, jedoch konnte bislang keine Ölleckage festgestellt werden.
Gegen neun Uhr waren das Ölbekämpfungsschiff "KBV 050", das Patroullienboot "KBV 309" und die SAR-Boote "Rescue 11-07" und "Rescue Ekero" vor Ort. Taucher sollten den Rumpf auf die Beschädigungen hin untersuchen. Das Schiff hatte 90 Kubikmeter Öl in den Tanks, die im Falle eines Auslaufens die Stockholmer Trinkwasserversorgung gefährden könnten.
Die “Askö” hat eine Tragfähigkeit von 4.518 Tonnen, eine Länge von 89,94 Metern, eine Breite von 15,2 Metern und einen Tiefgang von 6,9 Metern. Sie wurde 2005 bei der Bodewes Shipyards B.V. in Hoogezand erbaut für die Hermann Buss GmbH & Cie KG in Leer.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter blockierte Bosporus-Passage
(09.12.16) Der unter Marshall Islands-Flagge laufende Bulkcarrier "Anna Smile", 40524 BRZ (IMO-Nr.: 9280770), erlitt mit einer 23-köpfigen Crew an Bord beim Transit des Bosporus vom Marmara-Meer ins Schwarze Meer auf dem Weg von Saleef nach Nikolaev auf Nordkurs laufend am 8.12. um 12.17 Uhr Maschinenausfall. Die Havarie ereignete sich kurz nach Passieren der 2. Brücke. Der Lotse des unbeladenen Frachters ließ sofort Anker werfen, um eine Kollision oder Grundberührung zu vermeiden.
Die Wasserstraße wurde für den Schiffsverkehr gesperrt. Die beiden Schlepper "Kurtarma 8" und "Kurtarma 3" sowie die Rettungsboote "Kiyi Emniyeti 6" und "Kiyi Emniyeti 8" kamen zu Hilfe. Der Havarist wurde zurück in Richtung Marmara-Meer geschleppt und auf der Reede von Ahirkapi vor der Küste von Zeytinburn vor Anker gelegt. Um 15.35 Uhr konnte der Schiffsverkehr wieder freigegeben werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zweimaster “Zwaja IV” (Bild: Kustbevakningen)   Großbild klick!

Sturm vereitelt Bergung gestrandeter Expeditionsyacht
(Datum) Der polnische Zweimaster “Zwaja IV” saß am 9.12. weiterhin südlich von Falsterbro auf Grund. Schwere Brandung ging über das Deck des vollgelaufenen und mit starker Backbordschlagseite vor der Halbinsel bei Måkläppen liegenden Schiffes. Zwar hatten die Eigner bereits eine Firma mit der Bergung beauftragt, doch konnte diese bei der stürmischen Witterung noch nicht mit ihrer Arbeit beginnen.
Auch wurde nicht weiter versucht, die noch an Bord befindlichen rund 550 Liter Diesel abzupumpen. Sie waren in den Tanks der Yacht aktuell sicherer als wenn versucht würde, sie bei Sturm von dem krängenden Schiff zu bekommen. Die schwedische Küstenwache überwachte das Seegebiet aber regelmäßig auf Spuren möglicherweise auslaufenden Treibstoffs. Der weitere Ablauf der Bergungsarbeiten hing von der Wetterentwicklung ab.
Das Boot war 1949 für die polnische Seerettung als „Szkwal” als Konstruktion des Schweden Hjalmar Johansson mit dem Schwesterschiff "Sztorm", die bei der Hjalmar Johansons Batvarv in Göteborg entstand, von der Djupviks Batvarv in Djupvik erbaut worden. Die Namensgebung bezog sich auf die Vorgängerboote „Zjaw“ (I, II, III), mit denen von 1932-1939 der Pole Wladyslaw Wagner die Welt umsegeln wollte. Das Projekt wurde durch Ausbruch des 2. Weltkriegs in Great Yarmouth unterbrochen und erst 2012 durch die “Zwaja IV" vollendet.
Die beiden Rettungsboote waren bis 1975 in Hela bzw. Swinemünde im Einsatz. Sie bewährten sich mit ihren robusten Konstruktionen. Die „Szkwal” wurde 1983 als Bermudaketsch aufgeriggt, ohne die Rumpfkonstruktion zu ändern. Dann ging sie als Expeditionsyacht zunächst im Schwarzen Meer auf Fahrt. 2001 ging es nach Spitzbergen, 2003-2004 rund Südamerika samt der Rundung von Kap Horn und einem Abstecher in die Antarktis.
2005 wurden die Hudson Bay und Churchill angesteuert, und es kam zum ersten Anlauf eines polnischen Schiffes auf Baffin Island. 2012 wurde symbolisch die Weltreise von Wladyslaw Wagner vollendet, indem das letzte noch fehlende Stück von England nach Polen absolviert wurde unter Skipper Piotr Cichy. Der Bürgermeister von Danzig überreichte dann den Preis „Bernsteinrose des Winds“.
2013 war die Yacht in der nördlichen Ostsee unterwegs. Am 31.5.2015 ging es nach zweijähriger Überholung und Modernisierung auf die "OnkoRejs", auf der 12 Frauen mit Krebserkrankungen einen Törn nach Visby und Kalmar machten. Am 1.6. kam es zu Wassereinbruch, und die Yacht musste nach Wladyslawowo eingeschleppt werden.
2015 ging es auf die Expedition Odyssee Wladka Wagner rund um den Atlantik. Am 15.8. lief die “Zwaja IV” aus Gdingen aus und steuerte durch den Nord-Ostsee-Kanal Amsterdam, Brest, Lissabon, Vigo, Marokko, Madeira und die Kapverden an, von wo es über den Atlantik nach Barbados ging. Auf der Rückfahrt kam es dann zur folgenschweren Havarie.
Die „Zwaja IV“ ist 18,70 Meter lang, 5,64 Meter breit, hat zwei Meter Tiefgang und ein Gesamtgewicht von 60 Tonnen. Die fünf Segel haben eine Gesamtfläche von 162 m².
Quelle:Tim Schwabedissen



Wrack vor Hörnum war Plattbodensegler
(09.12.16) Bei dem am 3.10. am Hörnumer Strand auf Sylt gefundenen Wrack handelt es sich vermutlich um ein Handelsschiff, das in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts auf der Nordsee gesegelt ist. Experten vom Archäologischen Landesamt in Schleswig haben es in den vergangenen Wochen untersucht und jetzt ihre Ergebnisse präsentiert. Dabei wurden auch Holzstücke im Labor untersucht, um mithilfe der Dendochronologie herauszufinden, wann genau das Holz für das Boot geschlagen wurde.
Sie fanden heraus, dass das Holz des Schiffs aus der Zeit um 1690 stammte. Dementsprechend dürfte das Schiff etwa einige Jahre bis Jahrzehnte nach 1700 gestrandet sein. Es wurde ursprünglich vermutlich aus Eichenholz und Nadelholz gebaut.
Es handelte sich um ein mittelgroßes Handelsschiff mit einem flachen Boden, der das Trockenfallen im Watt ermöglichte. Unmittelbar nach seiner Strandung wurde das Schiff teilweise abgewrackt. Das Holz – ein knappes Gut auf der Insel – wurde wohl zum Heizen benutzt.
Auch wurden alle wertvollen Dinge sowie die Ladung geborgen, ehe das Schiff versandete. Das Wrack wurde nun durch den Sandverlust an der Odde wieder freigelegt. Der genaue Strandungsort war unsicher: Aus den Resten konnten die Experten nur schließen, dass die Holzteile vermutlich durch Wellengang verlagert wurden.
Das Wrack unterliegt – wie alle archäologischen Funde – dem Denkmalschutzgesetz als Zeugnis der technischen Errungenschaften sowie der sozialen Lebenswirklichkeit, das die Handelsbeziehungen in der Region dokumentiert. Es ist nur bei sehr tiefem Wasserstand zu sehen. Die starke Strömung am Südzipfel könnte dafür sorgen, dass weitere Teile abgetrieben werden.
Die erhaltenen Reste zu bergen und zu konservieren lohnte sich aber nicht. Zum einen waren nur kleine Stücke erhalten, zum anderen fehlten Beifunde wie Ladung und menschliche Hinterlassenschaften, die bei der Verortung helfen könnten. Aussagen über die Nutzung, Besatzung, Ziel der Fahrt, oder den Heimathafen können daher nicht oder nur beschränkt beantwortet werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter „Taube“ (Bild: Feuerwehr Aschaffenburg)   Großbild klick!

Kutter sorgte für Feuerwehreinsatz in Aschaffenburg
(09.12.16) Der zehn Meter lange Kutter „Taube“ lief am Vormittag des 8.12. im Aschaffenburger Floßhafen auf Grund und schlug leck. Am Abend wurde das Schiff mit Hilfe eines Krans aus dem Hafenbecken geborgen. Weil Öl ausgelaufen war, musste zunächst die Spezialfirma Umtec aus Alzenau mit einem Tanklaster anrücken und den verbliebenen Kraftstoff aus dem Kutter abpumpen. Um die Beseitigung des Öls, das ins Hafenbecken gelangt war, kümmerte sich derweil die Feuerwehr.
Nachdem das Wasser aus dem Kutter gelenzt war, wurde er mit Hilfe eines Autokrans der Firma Wissel aus Aschaffenburg auf einen Tieflader verladen. Dafür musste der Floßhafen für mehrere Stunden gesperrt werden. Warum der Kutter auf Grund gelaufen war, wurde durch die Wasserschutzpolizei untersucht. Die Schadenshöhe betrug mehrere tausend Euro.
Quelle:Tim Schwabedissen



Koppelverband beschädigte Tanker auf dem Rhein
(09.12.16) Ein losgerissener Koppelverband kollidierte am 8.12. auf dem Rhein mit dem holländischen Binnentanker „Vidi“, 2918 ts (EU-Nr.: 02331965). Der Verband, der rund 2.300 Tonnen Sonnenblumenkerne geladen hatte, lag zur Nachtruhe bei Rheinbrohl. Offenbar wegen des Sogs und Wellenschlags passierender Schiffe rissen am Morgen mehrere Festmacherdrähte, und der Verband drehte sich ins Fahrwasser, wo er mit dem Tanker zusammenstieß.
Der Koppelverband konnte seine Fahrt nach einer Begutachtung fortsetzen. Dagegen durfte das Tankschiff nur noch mit langsamer Fahrt bis in den Stromhafen Andernach fahren. Es sollte dort am 9.12. gelöscht werden und danach zur Reparatur auf eine Werft. Die mit 1.100 Diesel beladenen Tanks blieben bei der Havarie unversehrt. Der Schaden am Schiff lag nach ersten Schätzungen im sechsstelligen Eurobereich.
Die "Vidi" war bereits einmal auf dem Rhein havariert: Am Morgen des 31.10.2011 lief bei Altrip auf der Reise Antwerpen-Mannheim Rheinau-mit einer Ladung von 1.250 Tonnen Öl auf Höhe der Fähre Mannheim auf Grund. Ein erster Versuch, das Schiff zu bergen, schlug fehl. Erst im zweiten Anlauf konnte es freigeschleppt und in den Mannheimer Hafen gebracht werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter auf Paraná aufgelaufen
(09.12.16) Am 8.12. lief der unter Marshall-Islands-Flagge registrierte Bulkcarrier "Globe Trinco", 32381 BRZ (IMO-Nr.: 9403126), auf dem Paraná River bei Flusskilometer 401 unweit von Rosario auf Grund. Der Frachter kam flussabwärts laufend fest und behinderte die passierende Schifffahrt. Er war um drei Uhr aus San Lorenzo nach Bejia ausgelaufen, wo er am 14.12. hätte eintreffen sollen. Am 9.12. machten die beiden Schlepper "Coopor Estibador I" und "Coopor Estibador II" den Havaristen wieder flott.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter versenkte Kutter – zwei Tote, zwei Vermisste
(09.12.16) Der liberianische Containerfrachter "CSAV Tyndall", 96628 BRZ (IMO-Nr.: 9627928), kollidierte am 8.12. um 12.30 Uhr mit einem koreanischen 17-Tonnen-Kutter nördlich von Jeju, etwa 26 Kilometer nordwestlich der kleinen Insel Biyang. Der Kutter kenterte und sank. Fünf Mann der Crew wurden gerettet, vier weitere zunächst vermisst. Die Leiche eines Mannes wurde am Abend entdeckt, die des 59-jährigen Skippers am Morgen des 9.12. rund 16 Kilometer vor Jeju und 12 Kilometer von der Unglücksstelle entfernt.
Sie wurde geborgen und ins Krankenhaus zur Obduktion gebracht. Die "CSAV Tyndall" lag nach der Kollision unweit der Unglücksstelle. Sie war von Busan nach Qingdao unterwegs, wo sie am 9.12. hätte eintreffen sollen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Themseschiff versenkte Arbeitsboot
(09.12.16) Am 5.12. sank das Arbeitsboot "Alison" nach einer Kollision mit dem Londoner Ausflugsschiff "Typhoon Clipper" (MMSI-Nr.: 235056986) vor der Tower Pier auf der Themse. Beide Schiffe nutzten die Pier zum Unfallzeitpunkt. Die beiden Crewmitglieder des Arbeitsschiffes wurden von der "Typhoon Clipper" unversehrt gerettet.
Die "Alison", die von den Crown River Cruises für Inspektionsarbeiten genutzt wird, wurde am 6.12. von der Port of London Authority gehoben. Der Marine Accident Investigation Branch (MAIB) wie auch die Port of London Authority leiteten eigene Untersuchungen ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Segelyacht nach Enkhuizen geschleppt
(09.12.16) Trotz der ruhigen Winter kam es am Morgen des 8.12. zu einem Alarm für die KNRM-Station Enkhuizen. Eine Segelyacht hatte innerhalb der Piers des Krabbersgat Motorausfall erlitten und bat um Assistenz. Als das Rettungsboot „Watersport“ vor Ort eintraf, hatte die Yacht schon vor Anker im Hafenbecken geworfen. Sie wurde von den Seenotrettern längsseits genommen und an einen Steg im Hafen bugsiert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Suche nach Vermissten der Exito beendet
(09.12.16) Die US Coast Guard beendete am 8.12. die Suche nach den beiden noch vermissten Crewmitgliedern des Versorgungskutters “Exito”, 188 BRZ (IMO-Nr.: 7427831). Von der Air Station Kodiak hatte sie dazu einen MH-60 und einen MH-65-Dolphin-Jayhawk Helikopter und das Patroullienboot „Alex Haley“ eingesetzt, die vier Schiffe nach dem Untergang des Schiffes 14 Meilen nordöstlich von Dutch Harbor am Abend des 6.12. unterstützten. Drei Mann hatte die „Afognac Strait” gerettet und nach Dutch Harbor gebracht.
Die Coast Guard prüfte mit dem National Oceanic and Atmospheric Administration Scientific Support Coordinator die Auswirkungen möglicher Ölleckagen auf die Küste. Bei den vorherrschenden Strömungsbedingungen und dem Wetter wurde aber erwartet, dass etwaige Ölfilme sich binnen sechs Stunden auflösen würden und keine Gefahr von dem Schiff ausging. Bislang wurden auch keine Ölaustritte festgestellt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Transatlantic-Racer durch Feuer zerstört
(12.09.16) Während der ARC Transatlantik-Querung nach Saint Lucia brach im Vorschiff der schwedischen Yacht “Pauline af Skanör” (MMSI-Nr.: 265718630), einer 23,3 Meter langen Swan 76, am 7.12. um 22.30 Uhr in der Rodney Bay Marina, wo sie am 5.12. festgemacht hatte, ein Feuer aus. Ein Crewmitglied, das im Achterschiff war, stellte Rauchentwicklung fest und konnte Alarm schlagen, bevor der Brand weiter um sich griff. Mit den bordeigenen Feuerlöschern gelang es nicht, das Feuer in der Elektrik zu bekämpfen.
Die 10 eigenen Löscher und sieben bis acht weitere von Nachbarliegern konnten es nur zeitweilig löschen, doch es flackerte immer wieder auf. Schließlich war die Kajüte im Vorschiff glutrot. Hilfe kam von anderen ARC-Seglern, darunter Skipper Ross Applebey der “Scarlet Oyster” und einigen seiner Crewmitgliedern.
Sie halfen, Öffnungen und Rohrleitungen mit Kleidungsstücken zu verstopfen und so die Sauerstoffzufuhr abzuschneiden. Eine Dieselpumpe der örtlichen Feuerwehr versagte den Dienst, doch von einer Megayacht, die einige Plätze weiter lag, konnten deren Löschschlauch und Pumpen zum Einsatz gebracht werden. Trotzdem brannte es noch zwei Stunden lang weiter, obwohl bereits 40 Tonnen Wasser ins Boot gepumpt worden waren.
Endlich gelang es dann, das bereits bis zur Wasserlinie abgesunkene Boot zu löschen. Der Schaden war so schwer, dass das Boot ein Totalverlust werden könnte. Die Crew wurde von dem Marina-Betreiber zunächst in einem örtlichen Hotel untergebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kollision auf dem Rhein
(09.12.16) In der Nacht zum 9.23. überholte ein Fahrgastschiff aus der Schweiz auf dem Rhein Höhe Walluf nach vorheriger Funkabsprache einen Binnentanker. Vermutlich wegen zu geringem Seitenabstand kam es zu einer Sogwirkung beider Schiffe, die längsseits mit den Bordwänden aneinander schrammten. Die Fahrgäste kamen mit einem Schrecken davon. Die Schadenshöhe lag im vierstelligen Bereich. Bei beiden Schiffsführern verlief der Alkoholtest negativ. Beide Schiffe blieben auch weiter fahrfähig.
Quelle:Tim Schwabedissen



Hurtigruten-Fähre rief im Sturm mit Maschinenschaden Küstenwache zu Hilfe
(09.12.16) Am 9.12. gegen ein Uhr schickte das norwegische JRCC das Patroullienboot "Barentshav" zur Hurtigruten-Fähre "Kong Harald", 11204 BRZ (IMO-Nr.: 9039119), die Maschinenschaden erlitten hatte. Das Schiff hatte am 8.12. um 12.30 Uhr den Hafen von Kirkenes verlassen und stand nördlich von Nordkinn, als es zu technischen Problemen mit einer der Hauptmaschinen kam.
Wegen starken Sturms wurde das JRCC informiert, das auch einen Sea King-Helikopter in Bristow, Hammerfest in Bereitschaft versetzte. Die "Barentshav" eskortierte die flügellahme Fähre in Richtung von Honningsvåg. Nachdem sie Leeschutz erreicht hatte, wurde entschieden, den Anlauf dort zu streichen und direkt nach Tromsø weiterzulaufen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter vor Malpica gesunken
(09.12.16) Der 20 Meter lange, spanische Kutter “Siempre Urbegi” (ex “Siro Segundo”), der Fischereiflotte von Camariñas sank am Morgen des 9.12. gegen 1.30 Uhr nach Wassereinbruch einige Meilen vor Malpica. Die 10-köpfige Crew des von Corme aus operierenden Kutters wurde von einem anderen Schiff, der „Anzol“, aus einer Rettungsinsel aufgenommen und in Malpica an Land gebracht. Zwei zeigten Zeichen von Unterkühlung, einer hatte eine Handverletzung, der Skipper eine Kopfverletzung.
Sie wurden ins Krankenhaus von Ponteceso eingeliefert. Auch die Küstenwache von Urxencias und Ponteceso sowie der Zivilschutz waren mit einem Helikopter, der „Salvamar Mirfak“ und zwei Booten im Einsatz. Sie lokalisierten einen Ölfleck an der Untergansstelle und bargen Netze, Fischkisten und Leinen. Erst am 4.12. war ein Kutter östlich von Malpica an der Costa da Morte in Caión gesunken, ein 62-jähriger Fischer aus Arteixo kam dabei ums Leben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zweimaster wird im Ross Creek gehoben
(09.12.16) Am 8.12. begannen Berger damit, die im Januar im Ross Creek gesunkene “Defender” zu heben. Zuvor hatten Maritime Safety Queensland und das Department of Transport and Main Roads entschieden, eine Bergungsfirma damit zu beauftragen, nachdem Eigner Les Dick die Deadline, das Wrack des Zweimasters bis zum 30.10. zu heben, verfehlt hatte.
Deshalb wurde die Pacific Marine Group aus Townsville mit der Arbeit betraut, die am Morgen eine Barge in den Hafen brachte. Die Arbeit sollte insgesamt rund drei Wochen dauern.
Quelle:Tim Schwabedissen



Muros nach fünf Tagen geborgen
(09.12.16) Der spanische Frachter “Muros”, 2998 BRZ (IMO-Nr.: 9397640), konnte nach mehrtägigen Vorbereitungen vor Happisburgh am Abend des 8.12. von dem Schlepper „RT Adriaan“ wieder freigeschleppt werden. Eskortiert von dem Schlepper „Torsten“ wurde er mit zwei Knoten in nordwestliche Richtung gezogen und warf vor Sherringham Anker.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bulkcarrier eine Woche nach Feuer im Hafen
(09.12.16) Der am 2.12. vor Anglesey in Brand geratene, maltesische Bulkcarrier “V Due", 23689 BRZ (IMO-Nr.: 9698202), erhielt am 8.12. die Genehmigung, nach Liverpool zurückzukehren. Es gab keine Befürchtungen einer Umweltgefahr, und das Schiff war stabil. Die Berger von SMIT Salvage unterstützten die Crew bei der Vorbereitung des Transits, und am Vormittag des 9.12. machte das Schiff im Alexandra Dock fest.
Quelle:Tim Schwabedissen



unbekanntes Wrack (Bild: Bundeswehr)   Großbild klick!

Tauchergruppe entdeckt unbekanntes Wrack vor Santorini
(08.12.16) Die Tauchergruppe des Minenjagdbootes „Fulda“ (MMSI-Nr.: 211210380) entdeckte unlängst bei einem Trainingstauchgang ein unbekanntes Wrack vor Santorini. Bei Sichtweiten von 30 Metern und mehr sahen die beiden Minentaucher bereits beim Abtauchen, auf der befohlenen Einsatztiefe von 15 Metern, den Grund. Sie tarierten sich aus und tauchen, wie in der Einsatzbesprechung festgelegt, entlang der 15-Meter-Tiefenlinie die Küste entlang, als sie das in keiner Seekarte verzeichnete Frachtschiff entdeckten.
Die Taucher bewegten sich vorsichtig entlang der Schute und dokumentieren ihren Fund mit einer Unterwasserkamera. Am Heck des versunkenen Schiffs offenbarte sich dann der Grund für seinen Untergang. Hinter den intakten Brückenaufbauten wurde ein bizarres Chaos aus verbogenen Rohren, Metallsplittern und umherliegenden Trümmerteilen sichtbar: Eine schwere Explosion muss das Ende der Schute besiegelt haben, auch dies wurde dokumentiert.
Zurück an der Wasseroberfläche berichteten die Taucher dem Einsatzleiter von ihrem Fund. Zurück an Bord der „Fulda“ wurde das Videomaterial ausgewertet. Eine zusätzliche Recherche im Internet ergab, dass die Schute vermutlich im zweiten Weltkrieg gesprengt wurde, um sie dem Zugriff der Alliierten zu entziehen. Bekannt war die Position lediglich lokalen Tauchern, die sie untereinander weitergaben. Aktuell liegt die „Fulda“ in Lissabon.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter in Elbmündung abgeschleppt
(08.12.16) Auf der Fahrt von Rotterdam nach Kotka kam es auf dem deutschen Containerfrachter "Containerships 8", 9902 BRZ (IMO-Nr.: 9336244), zu einem Maschinenschaden in der Elbmündung am Nachmittag des 7.12. Der Frachter wurde von dem Schlepper "Wulf 7" (IMO-Nr.: 9183075) auf der Außenreede der Elbe auf den Haken genommen. Der Schlepper "Bugsier 15" (IMO-Nr.: 9021112), kam als Steuerschlepper hinzu. Der Schleppzug lief nach Cuxhaven, wo der Frachter um 18.15 Uhr am Steubenhöft festmachte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bergung eines Wrackteils (Bild: Ardent)   Großbild klick!

Größte Wrackräumung 2016 beendet
(08.12.16) Das in Vanuatu registrierte Jackup-Rig "Troll Solution", 7530 BRZ (IMO-Nr.: 8770338), wurde bis November vom Grund vor der mexikanischen Küste geräumt. Es war die größte Wrackräumung, die 2016 durchgeführt wurde von den Bergern von Ardent. Das 7000-Tonnen-Rig operierte für PEMEX im Flachwasser-Ölfeld von Abkatun-Pol-Chuc, als es bei Instandsetzungsarbeiten an der Plattform CAAN-A im Mai 2015 verunglückte.
Das Offshore Rig wollte sich in der südlichen Bay of Campeche positionieren, als es Schlagseite entwickelte und teilweise sank. Zwei Arbeiter kamen ums Leben. Bei den Bergungsarbeiten brach die "Troll Solution" zusammen und sank auf 30 Metern Wassertiefe nur zwei Meter von der aktiven CAAN-A-Plattform entfernt.
Die Bergungsfirma Ardent mobilisierte Gerät aus verschiedenen Ländern, darunter die Kranbarge "Conquest MB-1" und einen 1,000-Tonnen-Hydraulik-Bagger aus den Niederlanden sowie Versorgungsschiffe aus den USA und Mexiko. Die neu konstruierte Guided Guillotine wurde verwendet, um das Wrack zu zerlegen. Das Deckshaus wurde mit Ardent Chain Pullers in sechs Teile und der Rumpf mit der Ardent Guided Guillotine in 31 Teile zerlegt. Diese wurden anschließend mit der "Conquest MB-1" gehoben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Heckschaden an der "Happy Eagle"
(Bild: Total Terminal International Algeciras)   Großbild klick!

Tanker werden nach Kollision in Algericas repariert
(08.12.16) Sowohl der unter Malta-Flagge laufende Tanker "FT Foce", 3999 BRZ (IMO-Nr.: 9447237), wie auch der britische LPG-Tanker "Happy Eagle", 3733 BRZ (IMO-Nr.: 9040170), werden nach ihrer Kollision am 4.12. in Algericas repariert und kamen dazu jetzt in den Hafen. Der LPG-Tanker machte an der Pier Isla Verde Exterior bei den Einrichtungen der Total Terminal International Algeciras S.A.U. am 7.12. gegen 15 Uhr fest.
Die “FT Foce” ankerte vor Getares. Sie war in Ballast laufend nach einem Maschinenversager in das Steuerbord-Heck der "Happy Eagle", gelaufen, die an der Alfau-Pier lag und gerade die Enklave von Ceuta verlassen wollte. Danach hatten beide Schiffe zunächst in den Gewässern der autonomen Stadt geankert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Öl havarierten Bulkcarriers soll vor Bergung geleichtert werden
(08.12.16) Der Zustand des Frachters "Antaios", der sich derzeit am Haken des Schleppers "Smit Amandla" rund 650 Meilen westlich von Kapstadt befand, war aktuell stabil. Die Vorbereitungen für den Offshoretransfer der 170 Tonnen Bunkeröl gingen weiter. Der Bulkcarrier war mit einer Ladung Soja und Mais auf der Fahrt von San Lorenzo in den Jemen, als er am 1.12. nach einem Feuer Wassereinbruch erlitt.
Die Crew wurde am 5.12. aus Booten gerettet und nach Kapstadt gebracht. Die South African Maritime Authority (SAMSA) wies den Eigner dann an, zunächst das Öl abzupumen, bevor der Havarist dichter als 30 Meilen an die südafrikanische Küste gebracht werden darf. Bis zur Beendigung des Öltransfers wird das Schiff gründlich untersucht und ein Bergungsplan erarbeitet.
Der Schlepper "Peridot wurde aus Kapstadt mobilisiert mit spezieller Ausrüstung an Bord zum Abpumpen des Öls und des eingedrungenen Wassers aus dem Maschinenraum.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei Kutter vor Port-en-Bassin manövrierunfähig
(08.12.16) Am 7.12. wurde der französische Trawler "Cocody DP.735057", 38,67 BRZ (MMSI-Nr.: 227321830), durch einen blockierten Propeller vor Port-en-Bessin manövrierunfähig. Um 17.30 Uhr wurde das CROSS Jobourg alarmiert, nachdem der Trawler aus Ouistreham 3,5 Kilometer vor Port-en-Bessin mit einer fünfköpfigen Crew an Bord auf Drift gegangen war. Das CROSS bat das Maritime Operations Center (COM) der Maritime Préfecture des Englischen Kanals und der Nordsee darum, dass in der Nähe befindliche Patroullienboot "Flamant" der französischen Marine zum Havaristen zu entsenden.
Dieses setzte ein Beiboot mit zwei Tauchern an Bord aus, die den Propeller um 18.55 Uhr von einer darum gewickelten Leine befreit hatten. Der Trawler konnte dann seine Fahrt fortsetzen.
Nur 15 Minuten darauf meldete der Kutter "P'tit roi - DP. 869884", 15,29 BRZ (MMSI-Nr.: 228297000), ebenfalls, dass er vor Port-en-Bessin manövrierunfähig sei, weil sich ein Netz um den Propeller gewickelt hatte, und bat die "Flamant" um neuerliche Assistenz. Die Fischer konnten dann das Hindernis aber selbst entfernen, sodass das Patroullienboot in diesem Fall doch nicht mehr aktiv werden musste.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bergungsschlepper muss geborgen werden
(08.12.16) Der unter St. Vincent-Grenadines-Flagge laufende Bergungsschlepper “Salvage Titan”, 1826 BRZ (IMO-Nr.: 7522136), der sich auf der Fahrt von Oieka in Japan nach Port Klang in Malaysia befand, strandete bereits am 28.11. im Sturm vor Barangay Marzan in Sanchez Mira, Cagayan, mit einer 16-köpfigen philippinischen Crew an Bord. Das Schiff zog eine Barge mit mehreren Containerkränen an Deck. Bei stürmischer See geriet der Schleppzug vor Sanchez Mira ins Treiben und lief an der Küste von Sitio Calingkingan in Brgy. Barzan, auf Grund. Sechs Crewmitglieder wurden medizinisch behandelt, nachdem sie durch die philippinische Coastguard gerettet worden waren.
Bei der “Salvage Titan” handelt es sich um die 1977 erbaute, einstige „Smit New York“, die beim Scheepswerf Heusden B.V für doe Smit Internationale Sleepbootmaatschappij Smit New York B.V., Rotterdam, entstand. 1998 ging sie in ein Joint Venture von Smit und Wijsmuller und wurde in „SmitWijs New York“ umbenannt. 2000 wurde sie an die China Ocean Engineering Services in Shanghai (COESS) verkauft und lief im Management der Shanghai Salvage Co. als „Hua An“.
2015 ging sie an die Asian Salvage & Towage Ltd. im Management Asian Marine Company Ltd., Kaohsiung City. Das Schiff hat eine Länge von 67,54 Metern, eine Breite von 14,53 Metern, einen Tiefgang von 6,89 Metern und eine Tragfähigkeit von 1,568 Tonnen. Heimathafen ist seither Kingstown.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ehemaliges Rettungsboot nach Feuer gerettet
(08.12.16) Am Abend des 7.12. brach im Maschinenraum des norwegischen Fischfarmversorgers "Ringasund", 176 BRZ (IMO-Nr.: 8133736), dem früheren Rettungsboot “Sjøfareren”, vor Hordvikneset nördlich von Bergen ein Feuer aus. Sowohl das NSSR-Rettungsboot "Kristian Gerhard Jebsen" wie auch das Feuerlöschboot "Sjøbrand" sowie zwei Handelsschiffe kamen dem Havaristen, der sich nördlich der Nordhordlandsbrücke befand, zu Hilfe, nachdem das JRCC über Rogaland Radio um 18.35 Uhr von der dreiköpfigen Crew alarmiert worden war. Dieser gelang es, mithilfe des Löschsystems im Maschinenraum den Brand bis 19.15 Uhr zu ersticken.
Es war aber zu einer starken Rauchentwicklung gekommen. Unter Atemschutz drangen Feuerwehrkräfte in den Maschinenraum vor, um sicherzustellen, dass das Feuer vollständig gelöscht war. Um 19.30 Uhr nahm die „Kristian Gerhard Jebsen" den Havaristen längsseits und schleppte ihn um 22 Uhr nach Bergen ein.
Die „Ringasund“ war bei ihrer Indienststellung 1968 das größte norwegische Rettungsboot. Sie ist 28,38 Meter lang, 7,71 Meter breit und hat drei Meter Tiefgang. Sie läuft für die Austevoll Suplly A/S in Bekkjarvik und wurde 1968 von der Ulstein Smedvik A/S in Tjorvag erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter Leeraner Reederei nach Fowey abgeschleppt
(08.12.16) Der unter Antigua-Barbuda-Flagge registrierte Frachter "Sea Ems", 1682 BRZ (IMO-Nr.: 9142526), der Fehn Bereederungs GmbH & Co. KG in Leer erlitt am Morgen des 7.12. Maschinenschaden im Englischen Kanal südlich von Fowey und trieb manövrierunfähig in der See. Das Schiff wurde von dem Schlepper "SD Mars" (IMO-Nr.: 9476329) gegen 15 Uhr auf den Haken genommen und mit 4-5 Knoten Fahrt nach Fowey geschleppt, wo er um 19.30 Uhr festmachte.
Die "Sea Ems" war auf der Fahrt von Howdendyke nach Limerick. Sie ist 82 Meter lang, 11 Meter breit, hat vier Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 2,503 Tonnen. Sie entstand 1996 auf dem Bijlsma Shipyard in Lemmer.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kühlschiff in Kurilen auf Grund gelaufen
(08.12.16) Das russische Kühlschiff „Ice Breeze“, 3403 BRZ (IMO-Nr.: 8609802), wurde bei starkem Wind beim Ankerlichten am 7.12. in der 2. Kurilenstraße vor der Insel Shumshu im Ochotischen Meer auf Grund getrieben. Es hatte 148 Tonnen Öl und eine 20-köpfige Crew an Bord. Der Bergungssschlepper "Predanny" (IMO-Nr.: 7831898) ging in drei Meilen Entfernung in Erwartung eines Bergungskontrakts vor Anker. Unterdessen barg das Kühlschiff "Sierra" (IMO-Nr.: 8216198) 12 Mann der Crew des Havaristen ab und brachte sie nach Severo-Kurilsk.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter bei Grenville Bay gestrandet
(08.12.16) Die US Coast Guard rettete die fünfköpfige Crew des 58 Fuß langen Kutters “Qualaysquallum” der am frühen Morgen des 7.12. bei Grenville Bay nördlich von Moclips Beach auf Grund gelaufen war. Um 3.30 Uhr hatte die Küstenwache Columbia River in Warrenton, Oregon, einen Notruf des in Westport beheimateten Schiffes aufgefangen, nachdem es vier Meilen südlich von Taholah auf den Felsen gelandet war. Ein MH-60 Jayhawk-Helikopter der Air Station Columbia River barg sie ab, nachdem sie noch einen Anker ausgebracht hatte und flog sie zur Quinalt Indian Reservation.
Personal der Incident Management Division Columbia River und des Washington Department of Ecology waren wegen möglicher Umweltgefahren vor Ort. An Bord waren weniger als 3,000 Gallonen Diesel und ein Fang von 8,000 Pfund Garnelen. Die “Qualaysquallum” lag mit Steuerbordschlagseite weiter in der Brandung.
Quelle:Tim Schwabedissen



Suchaktion nach vermissten Seeleuten in Alaska
(08.12.16) Am Abend des 6.12. sank der 117 Fuß lange Kutter “Exito” nach Wassereinbruch 14 Meilen nordöstlich von Dutch Harbor. Um 21.38 Uhr ging bei der Coast Guard Anchorage ein Notruf ein. Von der Coast Guard Air Station Kodiak stieg ein MH-60 Jayhawk Helikopter auf, außerdem kamen vier Schiffe der fünfköpfigen Crew zu Hilfe.
Drei Männer wurden von einem der Schiffe, der „Afognac Strait“, entdeckt und nach Dutch Harbor gebracht. Die „Commitment”, “Blue North” und “Northern Lead” setzten die Suche nach den beiden noch vermissten Seeleuten fort. Nur einem der beiden war es noch gelungen, einen Überlebensanzug anzuziehen. Am Nachmittag des 7.12. traf das Patroullienboot „Alex Haley“ von den Priblilof Islands kommend im Suchgebiet ein.
Vor Ort waren bis zu acht Fuß hohe Wellen und 20 Meilen Wind. Die „Exito“ transportierte Fracht für die Trident Seafoods zwischen Dutch Harbor und der Aleuten-Kommune Akutan. Im Oktober 2001 hatte sie ein Besatzungsmitglied, Scott Powell, verloren, weitere wurden verletzt, als eine 45-Fuß-Welle das Schiff traf.
Nach der Rücckehr nach Dutch Harbor wurde ein Drittel der Ladung gestohlen, von der der ihm zustehende Anteil den Hinterbliebenen von Powell hatte zukommen sollen. Die „Exito“ war 2004 auch im Einsatz nach der Strandung des Bulkcarriers „Selendang Ayu“, um im Auftrag der International Bird Rescue bei der Bekämpfung der nachfolgenden Ölverschmutzung zu helfen.
Es war ein sogenanntes "buyback boat," eines von 25 Fangschiffen, deren Fanglizenzen von den Eignern für 100 Millionen Dollar zurückgekauft wurden, was durch andere Kutter, deren Fänge die Quoten überstiegen, gegenfinanziert wurde. Die “buyback boats” durften nicht mehr auf Fang gehen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Keine gute Zeit für Versorger in Kapstädter Trockendock
(08.12.16) Im Trockendoeck der EBH in Kapstadt wurde das unter Marshall-Islands-Flagge laufende Offshore-Versorgungsschiff "Go Regulus", 2446 BRZ (IMO-Nr.: 9540780), am 3.12. beschädigt, als es falsch aufgepallt wurde. Dadurch kam es zu Schäden am Rumpf, als das Wasser aus der Kammer des Trockendocks gepumpt wurde und es sich auf die falschen Blöcke setzte. Die Werft EBH SA arbeitete bei der Klärung des Unfalls mit der Transnet National Ports Authority (TNPA) zusammen.
Doch bereits am 7.12. kam es zu einem weiteren Unglück. Einer der Caissons, die das Dock in zwei Kammern teilen, brach zusammen, und es kam zu einem Wassereinbruch. Dabei wurde der Versorger an einer Seite zusätzlich beschädigt. Untersuchungen des Rumpfes sollten den genauen Schadensumfang klären.
Quelle:Tim Schwabedissen



Funkenflug zerstörte Schubschiff in Genthin
(08.12.16) Der Brand an Bord des bei der Genthiner SET Werft aufgeslippten Schubschiffs war auf Reparaturarbeiten zurückzuführen, die mit elektrischen Geräten ausgeführt wurden. Durch Funkenflug wurden leichtentzündliche Teile des Schiffs in Brand gesetzt. Die Untersuchungen zum Brand waren aber noch nicht abgeschlossen. Auch die genaue Schadenshöhe konnte noch nicht benannt werden.
An dem 50 Jahre alten Schubschiff war Totalschaden entstanden. Der Einsatz am 2.12. hatte ein Großaufgebot der Feuerwehr auf den Plan gerufen. 29 Feuerwehrleute der Ortsfeuerwehren aus Genthin, Altenplathow, Gladau, Mützel, Parchen und Kade waren etwa drei Stunden im Einsatz, um das Feuer zu löschen.
Die Brandbekämpfung wurde durch eine intensive Rauchentwicklung und eine starke Wärmeströmung am und im Schiffsrumpf besonders erschwert. Die Löscharbeiten mussten von Beginn an bis zum Abschluss unter Atemschutz ausgeführt werden. 12 Feuerwehrleute waren dafür eingeteilt.
Die Genthiner Werft war in der Vergangenheit mehrfach Einsatzort für die Feuerwehren. Im Jahr 1994 drohte ein Schiff zu sinken, was die Feuerwehr verhindern konnte. 2009 kam es auf dem Gelände der Werft zu einem Schiffsbrand.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Binnenschiff in Duisburg verursachte fünfstelligen Schaden
(08.12.16) Bei dem Brand auf einem Binnenschiff vor der Meidericher Schleuse ist ein erheblich höherer Sachschaden entstanden als nach Presseberichten anzunehmen war. Er betrug rund 40.000 Euro. Es hatte auch keines falls nur einer Gardine gebrannt, sondern die Hälfte der im Vorschiff gelegenen Wohnung. Weil der Brand im Vorschiff entstanden war, musste die Besatzung das Schiff auch nicht verlassen, sondern war achtern in Sicherheit.
Quelle:Tim Schwabedissen



Noch 20 Vermisste im Indischen Ozean
(08.12.16) Bislang wurden 42 Menschen gerettet, nachdem ein Transportschiff mit 62 Personen an Bord vor der Küste von Sokotra sank. Kriegs- und Handelsschiffe suchten weiter in dem Seegebiet nach Überlebenden. Das Schiff war unterwegs von Moukalla nach Sokotra, als es am 6.12. rund 26 Meilen nordwestlich der Insel im Indischen Ozean unterging.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tote und Vermisste nach Bootsunglück vor Barcarena
(08.12.16) Das brasilianische Fährboot “Luan” sank am späten Nachmittag des 7.12. auf dem Weg von Belém nach Ponta de Pedras auf der Insel Marajó unweit von Barcarena. Mindestens drei Menschen kamen ums Leben. Das Pará Fire Department meldete, dass 31 Personen lebend gerettet wurden. Sie suchte gemeinsam mit der Port Authority und Fischern sowie einem größeren Schiff trotz stürmischen Wetters weiter nach Überlebenden in der Marajó Bay.
Einige sagten, das Boot sei überladen gewesen. An Bord seien über 70 Fahrgäste gewesen. Andere sprachen von 50 Insassen. Deshalb war unklar, wie viele Vermisste es eigentlich gab.
Quelle:Tim Schwabedissen



Vietnamesischer Kutter abgeschleppt
(8.12.2016) Der vietnamesische Kutter “KH 98578-TS” wurde mit einer 12-köpfigen Crew an Bord nahe des Archipels von Truong Sa (Spratly) durch ein technisches Versagen manövrierunfähig. Im Propellersystem trat ein Bruch auf, und das Schiff driftete 90 Meilen südöstlich der Insel Que Duong.
Nach einem Notruf schickte das Border Guard Command der vietnamesischen Zentralprovinz Khanh Hoa Hilfe. Am Nachmittag nahm ein Kutter die „KH 98578-TS” auf den Haken und schleppte sie in Richtung des Hafens von Hon Ro in Nha Trang. Die Reise würde mehrere Tage dauern.
Quelle:Tim Schwabedissen



NOAA untersucht Wrack japanischen Mini-U-Boots 75 Jahre nach Angriff auf Pearl Harbor
(08.12.16) Fünf Meilen vor der Einfahrt von Pearl Harbor liegt ein Mini-U-Boot der kaiserlichen japanischen Marine in 1100 Fuß Wassertiefe auf Grund. Es wurde mit seiner zweiköpfigen Crew von den USA als erstes von deren Opfern durch einen Zerstörer versenkt und ist heute eine Heimstatt für Algen und Korallen. Anlässlich der 75—jährigen Wiederkehr des Überfalls auf Pearl Harbor wurde das Wrack am 7.12. von einem ROV des Forschungsschiffes „Okeanos Explorer” der National Oceanic and Atmospheric Administration untersucht.
Die U-Boote waren 78 Fuß lang und neun Fuß breit. Sie wurden mit Batterien versorgt, die 600-PS-Elektromotoren antrieben und erreichten 20 Knoten Fahrt. Sie waren mit zwei Torpedos ausgestattet.
Fünf dieser Boote nahmen an der Attacke teil. Sie wurden auf Deck eines Mutter-U-Bootes herangeführt und sollten in den Hafen eindringen. Mit Beginn des Luftangriffs sollten sie auftauchen und ihre Torpedos abfeuern. Mindestens ein U-Boot erreichte den Hafen auch. Der Zerstörer USS “Monaghan“ entdeckte den Eindringling, rammte ihn und warf Wasserbomben ab.
Ein weiteres Boot strandete bei Bellows Beach auf Ost-Oahu. Es wurde danach auf eine Ausstellungstour geschickt, um die Zeichnung von Kriegsanleihen zu bewerben. Ein drittes Boot wurde östlich von Pearl Harbor in der Keehi Lagoon entdeckt. Die US-Marine hob es 1960 und versenkte die Sektion mit den beiden Torpedos. Die beiden anderen wurden restauriert und sind nun in Japan ausgestellt.
Das vierte Boot liegt in drei Teile zerfallen mehrere Meilen vor Pearl Harbor. Es war mit Sprengkörpern versenkt worden, möglicherweise nach dem Abfeuern seiner Torpedos auf USS „St. Louis“. Es könnte auch nach Pearl Harbor eingedrungen und dann durchs West Loch wieder entkommen sein. Eine Explosion mit nachfolgendem Feuer zerstörte 1944 mehrere Schiffe, die sich auf die Invasion der Mariana Islands vorbereiteten. Überreste des U-Boots wurden entdeckt, als man Trümmer der zerstörten Schiffe versenkte. Später wurde das U-Boot gehoben und weiter hinaus auf See gebracht.
Das fünfte Boot wurde von USS „Ward“ am 27.12.1941 gegen vier Uhr entdeckt, als sie vor Pearl Harbor patroullierte. Ein anderes Marineschiff hatte ein Periskop entdeckt. Nach zweistündiger Suche spürte die „Ward“ das Boot, von dem ein Teil des Turms aus dem Wasser ragte, das Boot hinter dem Frachter „Antares“. Um 6.53 Uhr begann es den Eindringling zu attackieren.
Mit Geschützfeuer wurde der Turm beschädigt, das U-Boot ging unter. Der Kommandant der „Ward“ schickte einen Bericht an das Naval Command auf Oahu. Rund eine Stunde später begann der eigentliche Angriff auf Pearl Harbor. Die Mini-U-Boote wurden in drei Teilen erbaut und dann zusammengefügt.
Jetzt fängt das Wrack wieder an, in diese zu zerfallen. Anders als bei der letzten Untersuchung durch die NOAA 2014 klafften Risse zwischen den Sektionen. Das Boot gilt als Kriegsgrab.
Quelle:Tim Schwabedissen



Weitere Vendée Globe-Yacht mit Wassereinbruch
(08.12.16) Am 7.12. gegen sieben Uhr havarierte ein weiteres Boot des Vendée Globe Race, die “Le Souffle du Nord” von Laurent Bourguès, die für das Projet Imagine im Rennen war. Der Skipper meldete Wassereinbruch ins backbordseitige Ballasttanksystem. Das Ende eines Schnorchelrohrs, mit dem der Tank gefüllt werden kann, wenn das Boot hohe Geschwindigkeit läuft, brach ab.
Große Mengen Wasser drangen in den Rumpf ein. Thoams stopfte das Leck mit Säcken und anderen Materialien. Das Boot wurde übergelegt, um das Loch aus dem Wasser zu bekommen. Vor Ort waren 30-40 Knoten Wind und Wellen von bis zu vier Metern Höhe.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Motoryacht richtete fünfstelligen Schaden an
(08.12.16) 25,000 Dollar Schaden richtete ein Feuer an, das am 6.12. in der Marina in St. Helens auf dem 42 Fuß langen Bayliner „Summer Magic“ entstand. Um 11:27 Uhr wurde die Columbia River Fire & Rescue alarmiert und eilte zur Marina an der North River Street in St. Helens. Bei ihrem Eintreffen drang weißer Rauch auf dem an einem Slip liegenden Boot. Mit vor Ort befindlichen Trockenlöschern wurde dort bereits versucht, des Feuers Herr zu werden.
Immerhin konnte es an einer weiteren Ausbreitung gehindert werden, bis die Feuerwehr da war. Die Einsatzkräfte gingen gegen den Brand in der Kajüte vor und untersuchten das Boot auf weitere Brandorte. Wahrscheinlich war das Feuer in der Elektrik entstanden.
Die „Summer Magic“ war erst kürzlich in Seattle verkauft und vom neuen Eigner in die St. Helens Marina überführt worden. Rauchmelder hatten angeschlagen und Zeugen alarmiert, sodass die Brandbekämpfung rasch begann. Die Columbia River Fire & Rescue erhielt dabei Hilfe vom Scappoose Fire District.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter wird nach drittem Untergang entsorgt
(08.12.16) Nach fast zwei Jahren unter Wasser wurde begonnen, den 70 Fuß langen Kutter „Western“ in der Coos Bay zu bergen. Nach mehreren Monaten Vorplanung und Ausbaggern begann die Hebung des 78-Tonners am Empire Boat Launch, wo er im Januar 2015 gesunken war, im Auftrag des Oregon State Marine Board. Es hatte im August dafür 55,000 Dollar aus dem NOAA Marine Debris Program erhalten.
Taucher untersuchten in dieser Woche das Wrack, das 1,5 Fuß Tief im Sand liegt. Sie richteten es auf und brachten Hebestropps an. Wann genau die Bergung erfolgt, war noch unklar. Löcher im oberen Bereich des Rumpfs könnten das Lenzen erschweren, ebenso wie das Gewicht des eingedrungenen Sands. Die „Western“ sank drei Mal in ihrer Laufbahn, erst vor Prince Rupert, dann zweimal binnen weniger Jahre in Coos Bay.
Quelle:Tim Schwabedissen



Mit unbekanntem Objekt kollidiert (Bild: Kito de Pavant)   Großbild klick!

Vendée-Globe-Segler Kito de Pavant von Versorgungsschiff gerettet
(07.12.16) Der französische Segler Kito de Pavant ist bei der Solo-Weltregatta Vendée Globe in Seenot geraten und bat die Rennleitung um sofortige Hilfe. Seine 18 Meter lange Yacht "Bastide Otio" (MMSI-Nr.: 227072550) kollidierte am 6.12. gegen acht Uhr rund 100 Meilen von Crozet entfernt mit einem unbekannten Treibobjekt. Dabei wurde bei 40 Knoten und fünf bis sechs Meter hohen Wellen die hintere Kielaufhängung seiner Yacht herausgerissen, und es brach Wasser ein. Der Unfall ereignete sich im Südpolarmeer nahe der Eiszone zwischen dem Kap der Guten Hoffnung und dem australischen Kap Leuwin.
Der Skipper berichtete per Telefon: “Ich habe irgendetwas heftig mit dem Kiel getroffen. Der Aufprall war brutal. Das Schiff kam zum Stillstand. Das hinter Lager vom Neige-Mechanismus ist abgerissen. Der Kiel hängt unter dem Rumpf und wird nur noch von der Kiel-Ramme gehalten. Und die arbeitet sich langsam durch den Rumpf. Das Gehäuse des Kiels ist zerstört und es tritt viel Wasser ein.
Aber im Moment betrifft das nur den Bereich, wo die Maschine platziert ist. Die Wellenhöhe beträgt fünf bis sechs Meter. Ich habe das Großsegel geborgen, damit das Boot weniger krängt. Die Situation ist im Moment stabil, aber ich habe meine Sicherheitsausrüstung bereit gelegt. Jemand muss kommen und mich holen.“
Die Regatta-Organisatoren reagierten sofort und baten gegen 10 Uhr das 110 Meilen entfernt befindliche, französische Versorgungsschiff "Marion Dufresne", 9403 BRZ (IMO-Nr.: 9050814), zur Rettung des Seglers zu kommen. Es war am 4.11. aus Port Réunionin den Indischen Ozean ausgelaufen. Nachdem es die „Bastide Otio“ gegen 16.30 Uhr mit der einsetzenden Dämmerung erreicht hatte, blieb es die Nacht über zunächst auf Standby. Der Segler hatte die Situation zu der Zeit unter Kontrolle, und es wurde vereinbart, regelmäßigen Kontakt zu halten. Das Forschungsschiff machte der Yacht bestmöglich Luv. Am Morgen des 7.12. verstärkte sich der Wassereinbruch.
Die Maschine stand unter Wasser, und die Pumpen hatten entsprechend keine Energie mehr, und ein Aufladen der Batterie war nicht mehr möglich. Der Rumpf wurde immer schwerer beschädigt, weil der Boden durch das Abreißen der Kielaufhängung aufriss, und die Situation an Bord wurde zu gefährlich. Die „Marion Dufresne“ setzte gegen zwei Uhr ein Zodiac aus, das de Pavant bei 6-7 Beaufort Wind übernahm und an Bord brachte.
Er wurde dort von einem Arzt untersucht, der ihn unverletzt, aber erschöpft vorfand. Auch war er extrem enttäuscht über das neuerliche Scheitern. De Pavant muss nun drei Wochen auf dem Versorgungsschiff bleiben, das als nächstes Crozet, dann die Kerguelen und die Insel Amsterdam anläuft, ehe es nach Europa zurückkehrt.
Der 55-jährige Skipper de Pavant musste in der Vergangenheit bereits zweimal die Vendée Globe aufgeben. Beim Race 2008/09 verlor er 18 Stunden nach dem Start den Mast, 2012/13 kollidierte er vor Portugal mit einem Trawler. Eigentlich sind ja aller guten Dinge drei, und bei seinem dritten Versuch wollte er nun endlich die Weltumseglung schaffen, doch wieder war es ihm nicht vergönnt.
Zuvor waren schon fünf der 29 Segler bei der Regatta ausgeschieden und sechs Yachten mit Treibgut kollidiert. Thomas Ruyant erlitt nach einem Ruderschaden ebenfalls Wassereinbruch an Bord der „Le Souffle du Nord“, Èric Bellion hat das Steuerbordruder seines Bootes verloren.
Die nach dem Sponsor Bastide Otio benannte Yacht hatte auch schon bei der vergangenen Vendée Globe unter Skipper Jean Pierre Dick eine Havarie gehabt. Der Franzose segelte damals auf Rang drei als der Kiel abbrach. Dick brachte das Kunststück fertig, das damals als “Virbac Paprec 3” laufende Boot noch 2643 Meilen ohne Kiel auf Kurs zu halten und das Rennen auf Rang vier zu beenden.
Für die “Marion Dufresne” war es nicht die erste Rettungsaktion bei einer Vendée Globe. 2008 hatte sie bereits die havarierte Yacht „Imoca“ von Skipper Bernhard Stamm an Bord genommen, die vor den Kerguelen auf Grund gelaufen war. Das Schiff operiert regelmäßig in den französischen Übersee-Gebieten um die Kerguelen Inseln und ist mit einem entsprechenden Kran ausgerüstet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wieder im Hafen ...
(Bild: KNRM)   Großbild klick!

Segelyacht nach Medemblijk eingeschleppt
(07.12.16) Am Morgen des 6.12. wurde das KNRM-Boot „Bernardine“ alarmiert, nachdem eine Yacht auf dem Ijsselmeer vor Medemblik Motorschaden erlitten hatte. Sie trieb nun in ruhiger See zwei Meilen vor dem Hafen. Die Crew nahm telefonisch Kontakt mit der KNRM-Station Medemblik auf.
Sie hielt unter Segeln dann weiter bestmöglich Kurs dorthin, bis sie vom Rettungsboot in Empfang genommen wurde. Die Seenotretter nahmen das Boot längsseits und brachten es an seinen eigenen Liegeplatz im Pekelharinghafen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter "Daan" mit eingedrückter Nase
(Bild: Willi Thiel)   Großbild klick!

Daan nach Kollision mit leicht reduzierter Schiffslänge wieder auf Fahrt
(07.12.16) Mit einer etwas verringerten Gesamtlänge gegenüber der zum Zeitpunkt des Reiseantritts verließ der holländische Frachter "Daan", 2080 BRZ (IMO-Nr.: 9201956), am 6.12. um 22.15 Uhr wieder den Brunsbütteler Binnenhafen, wo er seit seiner Kollision mit dem elbseitigen Tor der großen Nordschleuse an den Dalben gelegen hatte. Er durfte die Reise trotz des eingedrückten Bugs fortsetzen, und diesmal gelang die Passage in die Nordsee. Das von Polen kommende Schiff, das am 3.12. Stettin verlassen hatte, wurde nun am 9.12. um 21 Uhr im Zielhafen St. Malo erwartet.
Normal hat die in Aalten registrierte “Daan” eine Länge von 88,95 Metern, ist 12,4 Meter breit, hat 4,34 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 2.953 Tonnen. Sie läuft für die Daan C.V. in Delfzijl. Der Kasko entstand 2001 als „Anet“ für die C.V. Scheepvaartonderneming Anet, Delfzijl, bei der Ceskoslovenska Plavba Labiska, Chvaletice, der Endausbau erfolgte bei der Scheepswerf Peters in Harlingen. Von 2007 bis 2009 lief der 116-TEU-Frachter als „Morgan“ für die Morgan Shipping C.V.
Auch der Frachter „Hanni“, der am 4.12. auf der Elbe auf Grund gelaufen war, hat den Liegeplatz, der ihr nach der Havarie im Ellerholzhafen zugewiesen worden war, wieder verlassen. Am 7.12. um 4.45 Uhr lief sie die Hamburger Norderwerft zur Reparatur des dabei entstandenen Schadens an.
Quelle:Tim Schwabedissen



Überleben der Fischer auf Bodensee ein Wunder
(07.12.16) Extrem großes Glück hatten die beiden deutschen Fischer, die am 4.12. auf dem Bodensee gekentert waren. Sie trieben sieben Stunden ohne Rettungswesten drei Kilometer vom Ufer entfernt im sieben Grad kalten Wasser. Erst dann kam die Rettung durch den Schweizer Fischer Reto Leuch, der den jüngeren der beiden aus dem Wasser holte und die Polizei verständigte.
Die beiden wurden unterkühlt in ein Krankenhaus gebracht. Der 54 Jahre alte Berufsfischer und sein 16-jähriger Sohn waren am 3.12. von Friedrichshafen kommend mit ihrem Kutter und einem 100 Meter langem Netz auf dem Bodensee mit einem 100 Meter langen Schleppnetz unterwegs, als das Boot wohl wegen starken Wellengangs kenterte. Es ragte nur noch mit dem Bug aus dem Wasser, in dem sich eine Luftblase gebildet hatte.
Der Sohn konnte sich auf die Bugspitze retten, der Vater klammerte sich an der Seite fest und lag vom Oberkörper abwärts im eiskalten Wasser. Das Ufer schwimmend zu erreichen, war unmöglich. Die beiden hatten nur eine Überlebenschance, weil das Schiff nicht gesunken war.
Der Schweizer Fischer entdeckte die beiden zufällig und rief die Seepolizei Kreuzlingen. Nur 16 Minuten nach dem Notruf war ein Boot der Polizei zur Stelle und zog den Vater um 15.06 Uhr aus dem Wasser. Im Wasser hätten sie keine Überlebenschance gehabt.
Es war dennoch außergewöhnlich, dass die beiden so lange durchgehalten haben, sagte Jens Czechtizky von der Wasserschutzpolizei. Normalerweise gelte die Faustregel, dass die Wassertemperatur in Grad Celsius die Dauer in Minuten angibt, bis erste Unterkühlungen bei Menschen eintreten. Auch sind um diese Jahreszeit nur wenige andere Schiffe auf dem Bodensee unterwegs.
Quelle:Tim Schwabedissen



Coastguard assistierte Kutter mit Mastbruch
(07.12.16) Die US Coast Guard eskortierte am 5.12. den havarierten, 47 Fuß langen Kutter “Pilgrim” von einer Position 30 Meilen südlich von Martha's Vineyard in den Hafen. Der Mast des Schiffes war gebrochen und hing über die Backbordseite ins Wasser. Um 16.30 Uhr hatte die Coast Guard Southeastern New England vom Skipper des Kutters einen Mayday-Ruf empfangen.
Daraufhin stieg ein MH-60 Jayhawk-Helikopter von der Air Station Cape Cod auf und lokalisierte den Kutter. Er blieb auf Standby, bis das Patroullienboot „Albacore” eintraf und die Nacht über bei der “Pilgrim” blieb. Am Morgen des 6.12. traf deren Schwesterschiff “Shamrock” ein und half der Crew des Havaristen bei der Reparatur des Schadens auf See.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter sitzt weiter vor Norfolk fest
(07.12.16) Am 7.12. war der holländische Schlepper “Torsten“ (MMSI-Nr.: 9623142) am auf den Haisbro-Sands weiter festsitzenden Frachter „Muros“. Tags zuvor hatte das 12 Meter lange, holländische Crewboot "Gemini" (MMSI-Nr.: 245192000) 13 Personen an Bord genommen und lief anschließend den Hafen von Lowestoft an.
Weiter vor Ort war der Schlepper "RT Adriaan". Auch die "Geo Ocean" war auf Standby gegangen, möglicherweise zu Vermessungsarbeiten an der Sandbank, die rund 10 Meilen lang und eine Meile breit ist und parallel zur Küste von Nord- Norfolk verläuft.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter mit Maschinenschaden vor dänischer Westküste
(07.12.16) Am 5.12. um 22:34 wurde das dänische Fischereischutzschiff „Vestkysten“, 657 BRZ (IMO-Nr.: 8516885), zur Assistenz eines holländischen Kutters gerufen, der in der Nordsee Maschinenprobleme erlitten hatte. Gegen Mittag lief das Schiff nach Hanstholm ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gardine führte zu Feueralarm
(07.12.16) Am Abend des 6.12. kam es in Duisburg im Unterwasser der Meidericher Schleuse gegen 19 Uhr zu einem Feuer auf einem Binnenschiff. Als die Feuerwehr vor Ort eintraf, hatte die Besatzung das Schiff verlassen. Die Feuerwehr war mit einem Löschboot und einem Löschzug vor Ort. Es brannte, wie sich herausstellte, allerdings nur eine Gardine. Gegen 20 Uhr war der Einsatz deshalb bereits wieder beendet. 32 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Warum der Brand ausbrach, war noch unklar.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fahrgastschiff lag quer im Schwedter Fahrwasser
(07.12.16) Das 28,5 Meter lange Fahrgastschiff "Uckermark" (ENI-Nr.: 05612270) des Fahrgastbetrieb Berlin-Brandenburg in Schwedt löste sich am frühen Morgen des 2.12. von seinem Liegeplatz in Schwedt und lag zeitweise quer zur Fahrrinne der Oder. Mehrere Taue und mindestens eine Stahltrosse waren gekappt worden, an denen das Fahrgastschiff an seinem Liegeplatz am Schwedter Bollwerk gesichert war. Das Schiff wurde, als ein Passant die Polizei alarmierte, nur noch mit einem Tau am Bug gehalten.
Neben den übrigen Tauen waren eine dünne Stahltrosse und ein Stromkabel kaputt. Glücklicherweise verkehrten keine Schiffe oder Schubverbände auf der Hohensaaten-Friedrichsthaler-Wasserstraße. Die Polizei rief die Feuerwehr zur Hilfe.
Diese brachte Steckleitern und Taue mit. Feuerwehrleute kletterten an Bord und brachten Seile an. Mit Muskelkraft wurde das Schiff wieder an seinen Liegeplatz gezogen und provisorisch vertäut. Die "Schwedt" des Wasser- und Schifffahrtsamtes legte vom gegenüberliegenden Ufer ab und sicherte die Aktion. Eigner Dieter Wunsch erfuhr erst gegen 11 Uhr von dem Ausreißer. Er stellte fest, dass ein Schloss aufgebrochen und eine dünne Stahltrosse zerrissen war. In der Vergangenheit wurde bereits sechs Mal auf dem Schiff eingebrochen und es wurden Bänke vom Promenadendeck abgeräumt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Skipper über Bord - Kutter lief herrenlos auf Grund
(07.12.16) Am Nachmittag des 6.12. wurde der 12 Meter lange, dänische Fischkutter „Mikkel - H 72“, 9,1 BRZ, aus Snekkersten vor Skodsborg in Nordsjælland am Ufer mit laufender Maschine auf Grund sitzend vorgefunden. Polizei und Rettungsdienst wurden um 13.09 Uhr alarmiert. Es befand sich keine Besatzung, aber ein frischer Fischfang an Bord.
Ein Helikopter stieg auf, um die Umgebung zu erkunden. Auch 10 Boote machten sich auf die Suche. Der Hubschrauber entdeckte um 15.30 Uhr im Øresund zwischen Skodsborg und Snekkersten dann die Leiche des Skippers, des letzten Berufsfischers des Ortes.
Offenbar war er über Bord gegangen, als er nach dem Auslaufen aus Snedkersten sein Netz einholte, und das auf Autopilot laufende Schiff setzte seine Fahrt herrenlos weiter fort. Es wurde inzwischen geborgen und in den Hafen von Vedbæk geschleppt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Über 40 Menschen vor Sokotra vermisst
(07.12.16) Nach einem Schiffsunglück vor der Küste Jemens wurden mehr als 40 Menschen vermisst. Bislang wurden 17 Passagiere gerettet. Die Suche nach den Vermissten dauerte an.. Seit den Morgenstunden des 7.12. durchkämmten Schiffe das Unglücksgebiet. Das Schiff war mit 64 Menschen an Bord westlich der jemenitischen Inselgruppe Sokotra von Mukalla kommend gesunken Es hatte seit fünf Tagen keinen Kontakt mehr bestanden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Öl wird von gestrandetem Zweimaster abgepumpt
(07.12.16) Am 6.12. gelang es der schwedischen Coastguard, rund 10 % der insgesamt 600 Liter Öl an Bord der gestrandeten Yacht "Zjawa IV" abzupumpen. Die Arbeit war kompliziert, weil die Tanks des 2,5 Meter tief gehenden Schiffes, das inzwischen geflutet war, unter Wasser lagen. Es war auf dem Rückweg von Miami über die Azoren nach Gdingen, als es vor Måkläppen auf Grund lief.
Die Polizei hat ihre Befragungen des Skippers inzwischen beendet, ein Atemalkoholtest verlief negativ. Die Untersuchungen zum Seeunfall dauerten an. Wahrscheinlich hatten Navigationsfehler in stürmischer See zu der Havarie geführt. Sobald das Öl ausgepumpt war, sollte die Vorbereitung der Bergung beginnen. Am 7.12. waren die "KBV 003 - Amfitrite", "KBV 034" und "KBV 499" an der Strandungsstelle.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gekenterte Fregatte soll wieder repariert werden
(07.12.16) Wie ein gestrandeter Wal lag die indische Fregatte “Betwa” am Tag nach dem gänzlich verunglückten Ausdockmanöver im Dock der Marinewerft in Mumbai. Daneben befand sich auch die Korvette „Pralay“ im Cruiser Graving Dock. Sie war durch das Kentern der „Betwa“ ebenfalls gefangen und kann erst ausgedockt werden, wenn diese geborgen ist.
Der Marinechef Admiral Sunil Lanba besuchte den Naval Dockyard am Morgen des 6.12. und wurde über die Lage informiert. Er erfuhr dabei, dass das Unglücksdock gerade umgebaut wurde. Um 13.50 Uhr des 5.12. rutschte die „Betwa“ beim Fluten des Docks trotz zweitägiger Vorbereitungen von den Blöcken, als die Stützsysteme sich lösten, und stürzte auf die Seite.
Sofort lief eine große Rettungsaktion an. Über 100 Personen waren an Bord des Schiffes. Teile der Außenhaut wurden aufgeschnitten, um so schnell wie möglich an die Eingeschlossenen heranzukommen. Binnen weniger Stunden waren alle Überlebenden in Sicherheit.
Für zwei Mann des Maschinenpersonals kam die Hilfe dennoch zu spät. Lanba besuchte auch die 14 zum Teil schwer verletzten Soldaten im Naval Hospital INHS Asvini. Die Marine betonte, dass die Fregatte so schnell wie möglich wieder aufgerichtet werden und 2018 wieder einsatzbereit sein sollte. Verteidigungsminister Manohar Parrikar forderte einen Bericht der Marine an. Aktuell waren rund 25 % des Schiffes geflutet, darunter auch der Maschinenraum. Glück im Unglück war, dass zum Zeitpunkt des Unglücks nur 10 % der Waffensysteme an Bord installiert waren.
Das Schiff war im April gedockt worden und sollte zwei Jahre lang zur Reparatur und Überholung in der Werft bleiben, deshalb waren die meisten Waffen, darunter Sensoren und Systeme der elektronischen Kriegsführung, ausgebaut und auf anderen Schiffen verwendet worden.
Am 7.12. wurden Bergungsexperten zu einer ersten für zwei Tage anberaumten Untersuchung in Mumbai erwartet. Die indische Marine verfügt über keinen Kran, der den 3850-Tonner aufrichten könnte. Ihre eigenen haben nur eine Kapazität von 100 Tonnen.
Während es in der indischen Marine bislang kein vergleichbares Unglück gab, waren einige Einheiten dennoch in schwere Unglücke verwickelt. Am 31.1.2011 sank die Fregatte “Vindhyagiri” nach der Kollision mit dem Frachter „Nordlake“ und nachfolgendem Feuer an ihrem Liegeplatz. Sie wurde wieder gehoben, aber nur, um danach als Zielschiff versenkt zu werden.
Da eine der 12 Munitionskammern wegen Explosionsgefahr nicht geräumt werden konnte, wurde nach 1,5 Jahren in der Werft am 8.1.2012 eine Entsorgung des Schiffs durch Versenkung als Zielschiff auf hoher See genehmigt. Im August 2013 sank das U-Boot “Sindhurakshak” nach einer Serie von Explosionen, 18 Mann kamen ums Leben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bulkcarrier am Haken von Bergungsschlepper
(07.12.16) Die 19-köpfige Crew des mit einer Ladung Mais auf dem Weg von Argentinien nach Saudi-Arabien nach einem Feuer leckgeschlagenen Bulkcarriers "Antaios" befand sich am 4.12. in einem Hotel in Kapstadt, während die Vorbereitungen liefen, sie in die Heimat zu fliegen. Dies sollte noch am selben Tag stattfinden.
Der Havarist wurde unterdessen von dem südafrikanischen Bergungsschlepper "Smit Amandla", 2899 BRZ (IMO-Nr.: 7385215), der am 3.12. aus Kapstadt ausgelaufen war, auf den Haken genommen. Am 5.12. stand der Schleppzug 780 Meilen vor dem Hafen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Abgebrannter Kutter „Elfriede“
(Bild: FF Ribnitz-Damgarten)   Großbild klick!

Feuer auf Fischimbiss-Kutter in Ribnitz
(06.12.15) Auf dem Fischimbiss-Kutter „Elfriede“ in Ribnitz-Damgarten, Kreis Vorpommern-Rügen, brach am 3.12. ein Feuer aus. Der Brand auf dem zehn Meter langen Imbisskutter entstand gegen 4.45 Uhr im Hafen im Ortsteil Ribnitz. Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren Ribnitz und Damgarten waren mit insgesamt sechs Fahrzeugen vor Ort und konnten den Brand löschen.
Danach standen noch Nachlöscharbeiten von Glutnestern und das Abpumpen von Löschwasser an. Der Schaden wurde auf rund 150.000 Euro geschätzt. Der Kutter brannte weitgehend aus. Am 04.12.2016 waren ein Brandursachenermittler sowie Beamte des Kriminaldauerdienstes Stralsund vor Ort, um die Ermittlungen zur Brandursache durchzuführen. Die Ergebnisse der Brandortuntersuchung ließen nach gegenwärtigem Stand einen technischen Defekt auf dem Kutter vermuten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Technische Probleme und schlechte Sicht ursächlich für Havarien in Brunsbüttel
(06.12.16) Technische Probleme und schlechte Sicht waren Schuld an den beiden Havarien, die sich in kurzem Zeitabstand an der Brunsbütteler Schleuse ereigneten. Der russische Frachter „Georgiy Uhsakov", 6204 BRZ (IMO-Nr.: 9210335), der am Morgen des 3.12. die Schleusenanlage gerammt hatte, verließ Brunsbüttel am 5.12. um 115.15 Uhr und setzte die Reise nach Riga fort, wo er am 7.12. eintreffen sollte.
Um 14.30 Uhr passierte er die Schleuse in Kiel. Schuld an dessen Unfall dürften die schlechten Sichtverhältnisse durch Nebel mit Sichtweiten zum Teil deutlich unter 50 Metern sowie das schlechte Manövrierverhalten des in Ballast fahrenden Schiffes gewesen sein.
Der holländische Frachter "Daan", 2080 BRZ (IMO-Nr.: 9201956), lag nach seiner Havarie in Brunsbüttel, bei der er auf der Fahrt von Stettin nach St. Malo ein Schleusentor gerammt hatte, am 6.12. weiter in Brunsbüttel. Es war nicht das erste Unglück auf der Reise gewesen. Am 3.12. hatte sich in Stettin auf Schiff der Lukenwagen samt einem Lukendeckel selbstständig gemacht.
Er rutschte nach achtern in Richtung der Aufbauten und traf einen dort stehenden Decksmann, der tödlich verletzt wurde. Am 23.8.2010 hatte der Frachter im Marmarameer vor der Insel Imrali Maschinenschaden erlitten. Er ging damals auf der Reede von Gemllik zur Reparatur vor Anker.
Auch bei der aktuellen Kollision war die Unfallursache vermutlich technische Pro¬bleme mit der Hauptmaschine. Ob die Große Nordkammer mit dem verbeulten Schleusentor dem Schiffsverkehr ohne größere Instandsetzungsarbeiten weiter zur Verfügung stehen würde, war zunächst noch unklar.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zweimaster "Zjawa IV" (Bild: Kustbevakningen)   Großbild klick!

Segelschulschiff vor Schweden gestrandet – Crew gerettet
(06.12.16) Der 19 Meter lange, polnische Zweimaster "Zjawa IV" (MMSI-Nr.: 261000350) lief von Göteborg kommend in stürmischer See mit Wellenhöhen von bis zu zwei Metern und Windgeschwindigkeiten von 12-15 m/s am 5.12. um 15.30 Uhr auf das Falsterbo-Riff südlich des Orts Falsterbo und schlug leck. Die neunköpfige Crew funkte einen Notruf, und das schwedische MRCC schickte die Rettungsboote "Rescue Famous" und "Rescue Elsa Johansson", das Patroullienboot "KBV 314" sowie den Helikopter Lifeguard 007. Die "Elsa Johannson" aus Lomma war gegen 16 Uhr vor Ort, gefolgt von den übrigen Fahrzeugen.
Die Crew der "Zjawa IV" meldete, dass sich 200 Liter Wasser im Schiff befänden, das immer wieder auf die Felsen schlug. Sie versuchten, es mit den Bilgenpumpen zu lenzen. Um 17.50 Uhr wurden die ersten fünf Mann abgeborgen, die übrigen setzten die Lenzbemühungen fort.
Um 18.20 Uhr folgten zwei weitere, nur der Skipper blieb mit einem weiteren Mann zurück. Dann mussten die beiden auch abgeborgen werden. Alle Geretteten kamen in ein Hotel in Trelleborg, von wo aus es für neun von ihnen am 6.12. per Fähre nach Swinemünde zurückging. Der Kapitän blieb mit zwei Mann vor Ort, um die Bergung und das Abschleppen des Schiffes nach Malmö zu koordinieren. Das Boot, das 2,5 Meter Tiefgang hatte, lag auf einer Wassertiefe von 1,3 Metern. Es hatte sich 40 Grad übergelegt, überstand die Nacht aber in einem Stück.
„Zjawa IV” (Bild: Kustbevakningen)   Großbild klick!
Am 6.12. wurde der Dieselkraftstoff durch die Küstenwache aus dem inzwischen vollgelaufenen Schiff abgepumpt. Das schwedische Patroullienboot “KBV 034”, 890 BRZ (MMSI-Nr.: 9536600), ging an der Unglücksstelle auf Standby. Das Abpumpen war auf dem halb unter Wasser liegenden Schiffes eine schwierige Angelegenheit.
Die „Zjawa IV” wurde 1949 in Schweden erbaut. Das einstige Rettungsboot ging in den 1970er Jahren an die polnische Pfadfinderorganisation Centrum Wychowania Morskiego ZHPund wurde von 2013-2015 generalüberholt und als Segelschulschiff eingesetzt. Zum Unglückszeitpunkt kam die Ketsch gerade aus Gdingen, wo sie eine Transatlantikquerung beendet hatte.
Die Route hatte von den Azoren über das Mittelmeer und die Irische See geführt. Im vergangenen Jahr hatte das Schiff nach einem Trip nach Schweden am 1.6. Wassereinbruch erlitten. 12 Frauen, die im Rahmen einer Krebsbekämpfungskampagne unterwegs waren, mussten evakuiert werden.
Die "Zjawa IV" war am 31.5. aus Gdingen nach Schweden ausgelaufen. Zwei Tage darauf um 16 Uhr funkte die “Zjawa IV” 75 Meilen südsüdöstlich von Gotland Mayday. Die schwedische Coastguard schickte den Helikopter Lifeguard 006 aus Visby mit Lenzpumpen sowie das Überwachungsflugzeug KBV 50. Auch ein polnischer Helikopter stieg auf.
Der Lifeguard 006 war um 17.09 Uhr vor Ort und setzte Pumpen sowie zusätzliche Rettungskräfte an Bord ab. Bis auf drei Personen wurde die gesamte Crew des Seglers dann an Bord des Rettungsschiffes “Lotos” genommen und nach Wladyslawowo gebracht. Die "Afrodyta" der Petrobaltico und die "Santa Barbara" gingen währenddessen auf Standby.
Am 2.6. um 17.40 Uhr konnte der Havarist von der Restcrew auch nach Wladyslawowo gebracht werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter sitzt weiter vor Happisburgh auf Grund
(06.1.2.16) Der Frachter "Muros" saß am 5.12. weiter vor Happisburgh fest. Dem Schlepper "RT Adriaan" war es nicht gelungen, eine Schlepptrosse zu dem Havaristen auszufahren, der mit seinen 6,1 Metern Tiefgang auf 4,7 Metern Wassertiefe festsaß. Der Schlepper selbst hatte 6,3 Meter Tiefgang. Die Tidenhöhen sollten im Lauf der Woche auf 4,1 Meter weiter abfallen. Es wurde nun überlegt, das Öl von der "Muros" abzupumpen. Außerdem sollte eine längere Schlepptrosse besorgt werden, ebenso ein flachgehendes Fahrzeug, um diese auszufahren. Der Frachter war mit seiner neunköpfigen Crew durch einen technischen Fehler acht Meilen vor der Küste am 3.12 um drei Uhr auf dem Haisbro-Sand aufgelaufen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fregatte kenterte im Dock – zwei Tote
(Datum) Am 5.12. um 13.50 Uhr rutschte die indische Lenkwaffen-Fregatte "Betwa - F 39", 3850 ts, beim Ausdocken von den Pallen beim Naval Dockyard in Mumbai und kenterte. Das Unglück ereignete sich, als das Dock geflutet wurde. Das Schiff legte sich 90 Grad auf seine Backbordseite, Masten und andere Ausrüstung brachen ab. 14 Crewmitglieder wurden verletzt, zwei weitere zunächst vermisst.
Sie wurden später von Marinetauchern tot geborgen. Einer der beiden war abgestürzt und erlitt multiple Frakturen, denen er erlag, der andere war im Schiffsinnern eingeschlossen worden und ertrank. Auf der Fregatte waren auf der Werft im Jahr 2014 erlittene Schäden repariert und Überholungsarbeiten durchgeführt worden.
Das 126 Meter lange Schiff der Brahmaputra-Klasse hat eine Crewstärke von 440-450 Mann und wurde 2004 in Dienst gestellt. Es war nicht die erste Havarie: Im Januar 2014 lief die Fregatte beim Ansteuern der Marinebasis von Mumbai auf Grund. Bevor sie wieder aufgerichtet werden kann, müssen erst umfangreiche Untersuchungen stattfinden, auch um weitere Schäden zu vermeiden. Ob das Schiff zu retten ist, war noch unklar.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bulkcarrier nach Feuer und Wassereinbruch aufgegeben
(06.12.16) Auf dem mit Getreide beladenen, liberianischem Bulkcarrier "Antaios", 18095 BRZ (IMO-Nr.: 9196383), brach am 2.12. im Südatlantik 860 Meilen von Kapstadt entfernt auf Position 2, 34 10 S 059 00 O auf der Fahrt von San Lorenzo nach Durban ein Feuer aus. Die dadurch verursachten Schäden führten zu einem Wassereinbruch im Maschinenraum. Als die Flutung außer Kontrolle geriet, entschied der Kapitän, einen Notruf abzusetzen und das Scihff aufzugeben.
Das Centre for Sea Watch and Response (CSWR) der SAMSA wurde von dem unter Panama-Flagge laufenden Erzfrachter "NSU Inspire", 132868 BRZ (IMO: 9438913) informiert, dass er einen Notruf, von dem Havaristen aufgefangen habe. Insgesamt 24 Handelsschiffe boten Hilfe an, die sich zwischen 80 und 600 Meilen entfernt befanden. Die sechs am nächsten stehenden Schiffe wurden in Richtung des Havaristen dirigiert.
Sie sollten eingreifen können, falls die „NSU Inspire" Hilfe bei der Rettungsaktion brauchte. Um 20.39 Uhr meldete der Erzfrachter dem MRCC, dass alle 19 Mann aus den beiden Rettungsbooten, in die sie gegangen waren, aufgenommen wurden. Der Erzfrachter nahm dann Kurs auf Kapstadt. Hier wurden die Schiffbrüchigen am 5.12. gegen Mitternacht an Land gesetzt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter lief bei Eysk auf Grund
(06.12.16) Der unter Togo-Flagge laufende Frachter "Bellatrix", 2457 BRZ (IMO-Nr.: 8230405), wurde am Morgen des 4.12. aus dem Fahrwasser gedrückt, als er den Hafen von Eysk in Richtung der Azov-See verließ. Der Frachter konnte am selben Tag von Schleppern wieder flottgemacht werden und wurde auf der Außenreede vor Anker gelegt. Er war mit 3298 Tonnen Mais für Famagusta beladen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter drohte in Svolvær zu sinken
(06.12.16) Am 5.12. drohte ein alter Kutter im Hafen von Svolvær zu sinken, nachdem es an Bord zu einem Wassereinbruch gekommen war. Das Rettungsboot “Sundt Flyer” der örtlichen NSSR-Station wurde zu dem Holzschiff mobilisiert, das bereits deutliche Schlagseite hatte. Im Schiffsinnern standen große Mengen Wasser. Dank eines raschen Lenzeinsatzes konnte es stabilisiert und vor dem Untergang bewahrt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Tanker auf Houston Ship Canal
(06.12.16) Auf dem unter Singapur-Flagge laufenden Tanker "Jo Kiri", 11769 BRZ (IMO-Nr.: 9266231), brach am Nachmittag des 5.12. ein Feuer im Maschinenraum aus. Das Schiff befand sich zu der Zeit bei Eagle Point und war auf dem Houston Ship Canal zum Vo Pak Terminal unterwegs. Der Schiffsverkehr auf dem Kanal wurde unterbrochen, bis der Brand eine Stunde später gegen 14.50 Uhr gelöscht und der Havarist zum Red Buff Terminal in Houston verholt worden war.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kreuzfahrtschiff musste Fahrt nach Schaden an Tenderplattform abbrechen
(06.12.16) Das unter Bermudas-Flagge laufende Kreuzfahrtschiff „Grand Princess“, 105517 BRZ (IMO-Nr.: 9104005), musste seine aktuelle Kreuzfahrt am 3.12. auf dem Pazifik abbrechen, nachdem eine defekte Tender-Plattform auch den Rumpf des Schiffs beschädigt hatte. Eine der Tender-Plattformen hatte sich aus noch unbekannten Gründen von selbst geöffnet, nachdem die „Grand Princess“ den Hafen von Honolulu auf Hawaii verlassen hatte. Dabei wurde nicht nur die Plattform selbst so schwer beschädigt, dass sie nicht mehr geschlossen werden konnte, sondern auch der Rumpf des Schiffs in Mitleidenschaft gezogen.
Es drang etwas Wasser ins Schiff ein, was aber kein Problem für die Sicherheit der Passagiere bedeutete. Der Zwischenfall ereignete sich am zehnten Tag einer 15-Nächte-Kreuzfahrt zu den Inseln von Hawaii, die am 23.11. in San Francisco begonnen hatte und dort nach einem Stopp im mexikanischen Ensenada am 8.12. auch wieder zu Ende gehen sollte. Die „Grand Princess“ lief stattdessen mit geringer Geschwindigkeit zurück nach Honolulu, wo die Reparaturen durchgeführt werden sollen.
Die Passagiere wurden zunächst in Hotels in Honolulu untergebracht und dann nach San Francisco geflogen. Als Entschädigung erhielten sie 50 Prozent des Kreuzfahrtpreises zurück und einen Gutschein über die gleiche Summe für eine künftige Kreuzfahrt mit der Reederei.
Nach den Reparaturen sollte sie sich in eine Werft in Portland begeben, wo schon seit langem ein routinemäßiger Aufenthalt bis 19.12. eingeplant war. Princess Cruises muss daher voraussichtlich keine der geplanten Kreuzfahrten des Schiffs absagen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fischer trieben stundenlang auf Bodensee
(06.12.16) Am 3.12. um 14.50 Uhr ging bei der Schweizer Seepolizei der Notruf eines Berufsfischers ein. Er hatte beim Einholen seiner Netze auf dem Bodensee einen Bootskiel aus dem Wasser ragen sehen. Polizeiboote aus Deutschland und der Schweiz eilten ebenso wie ein Hubschrauber zu der Position. 16 Minuten später entdeckten sie in etwa drei Kilometern Entfernung vom Schweizer Ufer zwei Fischer, deren Boot gekentert war und an dessen Kiel sie sich festhielten.
Sie hatten zu diesem Zeitpunkt bereits sieben Stunden lang im Wasser getrieben. Stark unterkühlt, aber nicht in lebensbedrohlichem Zustand, wurden der 54-jährige Vater und sein 16-jähriger Sohn an Land gebracht und in ein Krankenhaus in Konstanz eingeliefert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Mastbruch beim Vendée Globe
(06.12.16) Am 4.12. um 3.30 Uhr erlitt die bei der Vendée Globe mitseglende „Spirit of Yukoh“ von Skipper Kojiro Shiraishi Mastbruch. Der Mast war über dem zweiten Spreader gebrochen. Der Skipper selbst war unter Deck und blieb unversehrt, musste aber aus dem Rennen gehen. Shiraishi konnte das gebrochene Stück inzwischen entfernen. Der Unfall ereignete sich bei 20 Knoten Wind. Das Boot nahm Kurs auf Kapstadt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Nap Time zu wörtlich genommen
(06.12.16) Das Motorboot "Nap Tyme" kollidierte am 4.12. mit der amerikanischen Fähre "Chetzemoka", 4623 BRZ (IMO-Nr.: 9347669), bei Vashon Island. Der Skipper des Bootes war offenbar unter Deck gewesen und hatte nicht bemerkt, dass er der Fähre vor den Bug lief. Der Kapitän der Fähre gab Hornsignal und konnte sein Schiff sogar fast noch aufstoppen. Dann schlug die „Nap Tyme“ gegen den Rumpf.
Die Weiterfahrt verzögerte sich eine halbe Stunde, bevor die Coastguard beide Schiffe wieder freigab. Die "Chetzemoka" war von Pont Defiance nach Vashon Island unterwegs gewesen. Menschen kamen nicht zu Schaden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter vor Ost-Java vermisst
(06.12.16) Der indonesische Frachter “Sinar Mutiara”, der mit einer Ladung von 140 Kühen und 900 Ziegen sowie einer Crew von 16 Mann von Telaga Biru, Bangkalan, nach Banjarmastin in Süd-Kalimantan unterwegs war, sank am Nachmittag des 5.12. vor Ketapang in Ost-Java. Das Schiff war gegen 13 Uhr ausgelaufen, und der letzte Kontakt war, als ein Decksmann seine Familie in Tanjung Bumi Bangkalan anrief und meldete, dass das Schiff bei hohem Seegang am Sinken sei und Hilfe bräuchte.
Eine Suchaktion wurde an der Nordküste von Sampang und Pamekasan gestartet, aber um 22 Uhr ergebnislos abgebrochen. Petronas wurde gebeten, ein SAR-Schiff zu stellen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Vorbereiten zum Schlepp
(Bild: SNSM)   Großbild klick!

Yachtskipper mit Hundewelpen bei Bréhat in Seenot
(5.12.2016) Am 3.12. kurz nach acht Uhr wurde das CROSS Corsen alarmiert, nachdem die Segelyacht “Cable Bay”, eine 9,7 Meter lange Centurion 32 aus Saint Brieux, bei Bréhat im Sturm in Bedrängnis geraten war. Der Skipper, der mit seinem fünf Monate alten Hund unterwegs war, konnte das Boot nicht mehr kontrollieren und litt an Erschöpfung. Vor Ort waren sechs Beaufort Wind und vier Meter Wellenhöhe.
Das Rettungsboot „Zant-Ivy” der SNSM-Station Loguivy-de-la-Mer, ein Handelsschiff und ein Cayman-Helikopter der Marine-Base in Lanvéoc-Poulmic kamen zu Hilfe. Der Skipper aktivierte
Gleich im Hafen ... (Bild: SNSM)   Großbild klick!
seinen Notsender, während die „Cable Bay“ weiter nordwärts trieb. Im Seegebiet der Banc des Langoustiers sichtete die Crew des Helikopters die Yacht dann. Sie führte das Rettungsboot aus Loguivy heran. Diesem gelang es, die Yacht auf den Haken zu nehmen und sie durch die raue See in den Hafen von Lézardrieu zu schleppen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schrammen am Vorschiff (Bild: Rick Hellmann)   Großbild klick!

Serie von Havarien am Nord-Ostsee-Kanal
(05.12.16) Eine Serie von Havarien ereignete sich am 2. Adventswochenende am Nord-Ostsee-Kanal: Auf der Fahrt von Terneuzen nach Riga kollidierte der russische Frachter "Georgiy Uhsakov", 6204 BRZ (IMO-Nr.: 9210335), am 3.12. mit der Südschleuse des Nord-Ostsee-Kanals in Brunsbüttel. Der Unfall ereignete sich, als er gegen neun Uhr von der Elbe kommend bei dichtem Nebel einlief und er gegen Mittel- und Südmauer stieß. Er trug dabie schwere Schäden am Bug davon.
Der Rumpf wurde oberhalb der Wasserlinie an mehreren Stellen aufgerissen. Die Berufsgenossenschaft Verkehr verhängte ein Weiterfahrverbot. Um 10.30 Uhr ging der Schwergutfrachter an die Dalben in Brunsbüttel. Die Wasserschutzpolizei Brunsbüttel leitete ein Ermittlungsverfahren ein.
In der Nacht zum 5.12. um 04.30 Uhr stieß der westwärts fahrende holländische Frachter „Daan“, 2080 BRZ (IMO-Nr.: 9201956), auf der Fahrt von Stettin nach St. Malo, beim Einlaufen in die Große Nordkammer der Schleusen in Brunsbüttel gegen das geschlossene Tor 1. Am Schiff entstanden dabei erhebliche Schäden im Bugbereich, das Schanzkleid wurde großflächig eingerissen. Das Schleusentor wurde ebenfalls an der Anstoßstelle deformiert.
Derzeit war noch unklar, ob das Tor ohne größere Instandsetzungsarbeiten weiter gefahren werden kann. Grund der Kollision waren technische Probleme mit der Hauptmaschine, so dass ein rechtzeitiges Umsteuern nicht möglich war. Die Berufsgenossenschaft für Transport- und Verkehrswirtschaft verhängte ein Weiterfahrverbot bis zur Klassenbestätigung. Der Frachter wurde um 6.45 Uhr an die Dalben am Südufer des Binnenhafens von Brunsbüttel gelegt.
Eine nicht ausreichende Bildqualität des Radars war der Grund, warum der Lotse die Fahrt des unter Antigua-Barbuda-Flagge laufenden Frachters "UBC Moin", 5630 BRZ (IMO-Nr.: 9421154), von Husum nach Iskenderun auf der Kieler Förde am Morgen des 3.12. stoppte. Er stellte fest, dass das Radar für ein sicheres Einlaufen nicht die erforderliche Bildqualität im Nahbereich lieferte In dem Seegebiet herrschte zu der Zeit dichter Nebel.
Das Schiff ankerte um 9.45 Uhr in Kiel und wartete bis zu Aufklaren auf der Reede vor Holtenau. Danach setzte es seine Reise fort. Mit deutlichen Blessuren von einer vorangegangenen Kollision passierte zudem am 4.12. der finnische Frachter „Martta VG“, 2820 BRZ (IMO:9179311), den Nord-Ostsee-Kanal. Am Backbord-Vorschiff wies der Rumpf oberhalb der Wasserlinie deutliche Einbeulungen und Schrammen eines unliebsamen Kontaktes auf, Das Schiff war am 2.12. aus Bremen ausgelaufen und unterwegs nach Wismar, wo es am 4.12. um 18.30 Uhr an Liegeplatz VIII festmachte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Taucher an Wrackteilen der “Kowloon Bridge”
(Bild: Aquaventures)   Großbild klick!

Erz der Kowloon Bridge wird nicht geborgen
(05.12.16) Der Wert des Eisenerzes, das sich in und um das Wrack des Bulkcarriers “Kowloon Bridge”, 89438 BRZ, beim Stag Rock in Baltimore, County Cork, befindet, hat immer noch einen Wert von 2,7 Millionen Euro. Eine Tonne wird aktuell für 55 Dollar gehandelt. Doch die Kosten, es von dort durch Absaugen oder Baggern zu bergen und die Auswirkungen auf das marine Leben wären unkalkulierbar.
Die einstige Fracht befindet sich nun in 40 Metern Tiefe und ist schwer zugänglich. Es ist längst aus den Laderäumen gefallen, das Granulat liegt allerdings in unmittelbarer Umgebung des Wracks und ist unter den Sedimenten gut sichtbar. Bei einer Bergung würde der Fischbesatz ohne Zweifel großen Schaden nehmen. Neben Fisch- und Muschelfarmen befinden sich fünf Tauchschulen in Baltimore und bieten Touren zu dem größten Tauchwrack der Welt an. Seit dem Schiffbruch hat sich ein reiches marines Leben angesiedelt, auch wenn mitunter noch geringe Ölreste freiwerden. Die Sorgen der Unternehmer, es könnten Bergungsaktionen stattfinden, erwiesen sich aber als unbegründet, weil Pläne des Eigners Shaun Kent und eines kanadischen Unternehmens doch nicht zustande kamen.
Untergang 1986 (Bild: Wikimapia)   Großbild klick!
Die „Kowloon Bridge“ wurde als “English Bridge” bei Swan Hunter auf dem Tyne al seines von sechs Schiffen der Bridge-Klasse erbaut. Sie war 294 Meter lang, 4 Meter breit und hatte 18 Meter Tiefgang. 1977 wurde sie zur „Worcesterhire“, 1979 zur „Sunshine“, „Murcurio“, „Crystal Transporter“ und am Ende zur „Kowloon Bridge“. Die letzte Reise führte von Sept-Îles zum Clyde mit einer Ladung von 160.000 Tonnen Eisenerz und Öl. Am 20.11.1986 ankerte der Frachter in der Bantry Bay, nachdem im Anschluss an die Atlantikquerung ein Riss im Hauptdeck entdeckt worden war. Hier sollten provisorische Reparaturen durchgeführt werden.
Beim Versuch, am 22.11. bei 50 Fuß hohem Seegang und 70 Meilen Wind eine drohende Kollision mit dem ebenfalls dort liegenden Tanker „Cap Emma“ aus Italien, die mit 80.000 Tonnen Öl beladen war, abzuwenden und den offenen Seeraum zu erreichen, verlor sie einen Anker und beschädigte das Ruder. Gegen Mitternacht gab der Kapitän Befehl, das angeschlagene Schiff zu verlassen. Dann bargen zwei Helikopter der Royal Naval Air Station von Culdrose in Cornwall die 27-köpfige Crew ab.
Das Patroullienboot “LÉ Aoife“ begleitete danach das verlassene Schiff, bis es einem spanischen Trawler helfen musste. Die Maschine der „Kowloon Bridge“ blieb in Rückwärtsfahrt, sodass sich der Frachter zunächst von der irischen Küste entfernte. Ein Schlepper versuchte, ihn zu bergen, erlitt aber selbst Sturmschäden und musste abdrehen.
Der Wind drehte den Frachter dann herum, und er trieb nun in Richtung der Baltimore Bay, wo der Propeller auf Felsen schlug und die Maschine daraufhin ausfiel. Binnen Stunden trieb die „Kowloon Bridge“ am 24.11. schließlich auf ein unter Wasser liegendes Riff bei den Stags Rocks vor West-Cork.
Am 29.11. begann Öl aus dem Havaristen auszulaufen. Versuche von Smit Tak International, ihn von den Felsen zu bekommen, scheiterten wegen der anhaltenden Stürme. Das Schiff zerbrach dann in drei Teile und sank. 2.000 Tonnen Öl liefen ins Meer und richteten schwere Umweltschäden an.
Das Schwesterschiff „Liverpool Bridge” sank als “Derbyshire” südlich von Japan 1980 mit der gesamten 44-köpfigen Crew im Taifun Orchid. Sie war das größte britische Schiff, das je verloren ging. Das Wrack wurde 1994 in 4000 Metern Tiefe entdeckt. Die Trümmer lagen über 1,5 Kilometer verstreut. Ein anderes Schiff der Klasse, die „East Bridge”, wurde in den 1980ern auf Abbruch verkauft, nachdem sie zuvor in einem Sturm aufgegeben worden war.
Quelle:Tim Schwabedissen



Containerschiff saß auf der Elbe fest
(05.12.16) Am Morgen des 4.12. lief das unter deutscher Flagge fahrende Containerschiff "MS Hanni" 5056 BRZ (IMO-Nr.: 9188506), auf der Elbe am Mühlenberger Loch auf Grund.
Das Schiff war elbabwärts von Hamburg nach Bremerhaven unterwegs, als einen Maschinenausfall in Höhe des Mühlenberger Lochs erlitt. Es hatte um 6.30 Uhr vom Containerterminal Waltershof abgelegt.
Zwischen Blankenese und Finkenwerder wurde es manövrierunfähig und lief quer über die Elbe durch den Gegenverkehr in Richtung des Südufers, wo es unweit der Airbus-Werke festkam. Das Funkstreifenboot "Elbe 35" der Wasserschutzpolizei fuhr zur Unglücksposition und sicherte das Containerschiff ab.
Ein erster Versuch, es mit zwei Schleppern freizuschleppen, schlug fehl. Das Peilschiff "Deepenschriewer 1", das Löschboot "Repsold" sowie der Schlepper "Bugsier 22" waren nach der Havarie vor Ort. Bei ablaufendem Wasser fiel der Havarist weitgehend trocken.
In den Abendstunden wurde mit Beginn des Hochwassers ein weiterer Bergungsversuch durchgeführt. Im dritten Anlauf gelang es nach gut einer halben Stunde nunmehr vier Schleppern, das Schiff um kurz vor 19 Uhr wieder aus dem Schlick zu ziehen.
Es wurde zurück in den Hafen gebracht, um dort auf Schäden untersucht werden. Es machte um 19.40 Uhr im Ellerholzhafen bei Schuppen 76-77 fest.
Die „Hanni“ ist 118,31 Meter lang, 18,15 Meter breit, hat 7,09 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 6867 Tonnen. Sie läuft für die Jürgen Ohle Reederei Kg in Drochtersen und wurde 1998 auf der J.J. Sietas-Werft in Hamburg-Neuenfelde erbaut. Sie lief bis 2007 als „Svealand“.
Quelle:Tim Schwabedissen



Noch ein Frachter bei Kartal gestrandet
(05.12.16) Am 2.12. riss sich der türkische Frachter "Hilmi K", 1923 BRZ (IMO-Nr.: 8101628), in demselben Südoststurm, in dem auch der russische Frachter “Volgo Don 203” gestrandet war, von seiner Mooring los. Er wurde nahe Kartal unweit von deren Strandungsstelle ebenfalls aufs Ufer gedrückt. Die Crew wurde evakuiert.
Unterdessen führten Taucher der Alesta Scuba Diving nach Wetterberuhigung am 4.12. eine Inspektion des schwer beschädigten Rumpfes der russischen „Volgo Don 203“, 4890 BRZ (IMO-Nr.:8866010), durch, die wenige hundert Meter entfernt mit Backbordschlagseite auf den Ufersteinen lag. Das Schiff war teilweise geflutet, der Rumpf aufgerissen und eingedrückt.
Die“Volgo Don 203” ist 138,3 Meter lang, 16,7 Meter breit, hat 3,77 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 5859 Tonnen. Sie läuft für die Rosshipcom Marine Ltd. in Limassol und wurde 1977 bei der Navashinskiy Oka in Russland erbaut. Am 18.8.2015 um 14.20 Uhr hatte sie sich auf der Reede von Rostov am Don vom Anker losgerissen und war auf Grund gelaufen. Sie hatte sich um 20.20 Uhr desselben Tages wieder befreien können.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht vor North Stradbroke Island gestrandet
(05.12.16) Die 12 Meter lange Segelyacht “Clare D-Lune” strandete am Morgen des 4.12. gegen drei Uhr auf dem Flat Rock nördlich von North Stradbroke Island. Das 1959 erbaute Schiff hatte eine zweiköpfige Crew. Der 70-jährige Skipper und sein 23-jähriger Decksmann, der erst seit kurzem in Australien war, konnten sich mit einem Sprung über Bord flüchten, nachdem ihr Boot leckgeschlagen war.
Sie wurden von der Polizei mithilfe einer Rettungsinsel aus dem Wasser geborgen. Die hölzerne Yacht aber wurde von der Brandung zerschlagen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tankerkollision in Ceuta
(05.12.16) Am 4.12. um 7.30 Uhr kollidierte der unter Malta-Flagge laufende Tanker "FT Foce", 3999 BRZ (IMO-Nr.: 9447237), mit dem britischen LPG-Tanker "Happy Eagle", 3733 BRZ (IMO-Nr.: 9040170), der um 3.45 Uhr an der Alfau Wharf in Ceuta von Bützfleth kommend festgemacht hatte. Die „FT Foce“ war gerade beim Auslaufmanöver, als sie einen Maschinenausfall erlitt und außer Kontrolle geriet. Sie rammte ins Heck der „Happy Eagle“.
Die beiden Schiffe blieben ineinander verkeilt, bis erste Untersuchungen ergaben, dass keine schweren Schäden entstanden waren. Die "FT Foce" war im Bugbereich beschädigt, auf der "Happy Eagle" war das Heck an Steuerbord eingebeult, und Relings wurden in Mitleidenschaft gezogen. Beide Schiffe wurden dann voneinander getrennt und machten an den Hafenmolen in Ceuta zu weiterein Inspektionen fest.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf schwimmendem Christkindlmarkt
(05.12.16) Das deutsche Flussfahrgastschiff „Stadt Linz"(EU-Nr.: 04608010), das derzeit als schwimmender Christkindlmarkt in Vilshofen an der Donau im Landkreis Passau dient, musste am 4.12. wegen eines Schwelbrandes geräumt worden. Gegen 16 Uhr meldete Tourismuschef dem Schiffsführer, dass auf dem Oberdeck das Licht ausgefallen war. Darauf sah dieser im Sicherungskasten in der Küche im ersten Stock nach.
Als er den Raum betrat, schlug ihm schon Feuer entgegen. Ein Stromverteilerkasten hatte Feuer gefangen. Der 56-Jährige griff zum Feuerlöscher und schaffte es, den Schwelbrand rasch einzudämmen. Die Feuerwehr evakuierte wegen der starken Rauchentwicklung den "Schwimmenden Christkindlmarkt" und ventilierte die Innenräume. Die Evakuierung der 500 bis 800 Besucher verlief ruhig. Niemand kam zu Schaden. Der Schaden wurde auf rund 5.000 Euro geschätzt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sportboot vor Alaska in Seenot
(05.12.16) Die US Coast Guard und die Alaska State Troopers kamen am 4.12. drei Personen an Bord des 53 Fuß langen Sportboots „Danasea“ zu Hilfe, das auf Broad Island in der Peril Strait auf Grund gelaufen war. Die Coast Guard Juneau wurde am 3.12. um 23.40 Uhr alarmiert, nachdem es zu einem Wassereinbruch gekommen war. Um ein Uhr traf von der Coast Guard Air Station kommend ein Sitka MH-60T Jayhawk Helikopter am Havaristen ein.
Ein Rettungsschwimmer wurde mit einer Pumpe abgesetzt. Da diese nicht gegen den Wassereinbruch ankam, musste noch eine zweite in Betrieb genommen werden. Dann eskortierte ein anderes Schiff die „Danasea“ und übernahm auch zwei von deren Crewmitgliedern, bis die „Enforcer“ der Alaska State Troopers gegen drei Uhr eintraf.
Der Skipper des Sportboots entschied, gemeinsam mit dem an Bord verbliebenen Rettungsschwimmer den Hafen von Sitka anzusteuern, während die weiter laufenden Pumpen sein Schiff über Wasser hielten. Um 8.15 Uhr machte die “Danasea” in der Halibut Point Marina fest.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sperrzone um brennenden Frachter vor Anglesey
(05.12.16) Um den Frachter “V Due” wurde eine 500 Meter weite Sperrzone eingerichtet, nachdem er am 1.12. in Brand geraten war. Der 23000-Tonner lag weiter an der Küste von Anglesey. Er war aus Liverpool ausgelaufen und hatte vier Meilen vor dem Dorf Moelfre geankert. Ein Vertreter der Coastguard ging an Bord und untersuchte die Lage.
Versicherer, Eigner, Berger, Küstenwache und Umweltgruppen wollten am 5.12. das weitere Verfahren abstimmen. Das Schiff sollte in einen Hafen gebracht und dort die Ladung gelöscht werden. Die Belüftung der Innenräume verlief erfolgreich, und die Crew war wohlauf.
Quelle:Tim Schwabedissen



Vier Sportbootfahrer vor Port Elizabeth gerettet
(05.12.16) Die Transnet National Ports Authority dirigierte am 4.12. den Kutter “Squidder” zur Assistenz der vierköpfigen Crew des gekenterten Sportbootes “In for Fun“ rund1,5 Meilen vor Port Elizabeth. Die Schiffbrüchigen, darunter der südafrikanische Skipper und Eigner, zwei Rumänen und eine Britin, klammerten sich an den Rumpf des kieloben treibenden Bootes. Sie wurden an Bord der „Squidder” gezogen und an Land gebracht.
Die „In for Fun“ wurde von der NSRI zum Darby Venture-Kran geschleppt, der es aufrichtete. Dann konnte es weiter zum Pedsac-Slip gezogen und dort geborgen werden. Leinen im Propeller hatten es zuvor manövrierunfähig gemacht, sodass es in den Wellen umschlug.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wie ein gigantischer Pflug ...
(Bild: Rijkswaterstaat)   Großbild klick!

Frachter hinterließ Graben in Uferböschung
(03.12.16) Am Abend des 1.12. lief der unter Cook Islands-Flagge laufende Frachter "Salix", 2120 BRZ (IMO-Nr.: 8520446), im Koggehafen von Vlaardingen aufs Ufer, nachdem er aus bislang ungeklärter Ursache auf dem Weg nach Hamburg vom Kurs abgekommen war. Das Schiff konnte sich nach kurzer Zeit wieder befreien, hinterließ aber einen tiefen Graben in der Uferbefestigung. Es wurde in den 1. Werkhafen zu Untersuchungen beordert. Die Schaden am Wulstbug stellten sich als so gravierend heraus, dass der Frachter zur Reparatur zunächst den Keppel Verolme Shipyard in Rotterdam anlaufen musste.
Quelle:Tim Schwabedissen



Marmarameer: Frachter lief bei Kartal auf Grund
(03.12.16) Der russische Frachter "Volgo Don 203", 4980 BRZ (IMO-Nr.: 8866010), lief im Marmarameer zwischen Pendik und Kartal dicht beim Maruinturk Istambul City Port auf die Uferböschung. Das Schiff war von stürmischem Südostwind erfasst worden und kam auf der Steinschüttung um 20.33 Uhr unmittelbar vor der Uferpromenade fest. Es befand sich auf der Fahrt von Istanbul nach Izmir.
Sofort wurden der Schlepper "Kurtarma 7" und das Rettungsboot "Kiyi Emniyeti 3" zu Hilfe geschickt. Sie konnten jedoch nichts ausrichten. Um 22.10 Uhr wurde begonnen, die 14-köpfige Crew von Land aus abzubergen. Dies gelang jedoch nicht im ersten Anlauf, weil eine von Land aus ausgefahrene Leiter vom starken Wind erfasst zu werden drohte.
Erst nachdem sie mit Leinen gesichert war, konnte bis um 22.45 Uhr im zweiten Anlauf der Havarist evakuiert werden. Feuerwehr, Küstenwache und weitere Rettungskräfte waren im Einsatz. Der Frachter hatte 37 Tonnen Bunkeröl an Bord, als er strandete.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schubschiff in Genthin ausgebrannt
(03.12.16) In Genthin brach am Vormittag es 2.2. auf der SET-Werft ein Feuer auf einem Schubschiff aus, das auf der Slipanlage der Werft lag. Gegen 11 Uhr rückte die Feuerwehr aus. Im Einsatz waren rund 30 Kräfte der Feuerwehren der Einheitsgemeinde Genthin. Neben Kräften der Stadt Genthin waren auch Feuerwehrleute aus Mützel, Altenplathow und Gladau vor Ort. Weitere Unterstützung bekamen sie von der Freiwilligen Feuerwehr Kade. Der Versuch, das Feuer unter Kontrolle zu bringen, scheiterte. Das Schiffsinnere wurde ein Raub der Flammen. Die Löscharbeiten dauerten bis nach 14 Uhr an. In der ganzen Stadt konnte Brandgeruch wahrgenommen werden. Menschen kamen nicht zu Schaden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter ohne Radar im Nebel unterwegs
(03.12.16) Auf der Fahrt von Husum nach Iskenderun stoppte der Lotse des unter Antigua-Barbuda-Flagge laufenden Frachters "UBC Moin", 5630 BRZ (IMO-Nr.: 9421154), auf der Kieler Förde am Morgen des 3.12. den Anlauf des Nord-Ostsee-Kanals. Er stellte fest, dass das Radar nicht funktionstüchtig war. In dem Seegebiet herrschte dichter Nebel zu der Zeit. Das Schiff machte um 9.45 Uhr in Kiel fest. Nach Reparaturen konnte es die Fahrt um 17 Uhr fortsetzen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre liegt weiter auf Hilantagaan auf Korallenriff
(03.12.16) Die Fähre „Super Shuttle Ferry 3“, die vor über einer Woche im Taifun Marce auf der Insel Hilantagaan bei Sta. Fe Town in Nord-Cebu strandete, soll endlich geborgen werden. Das Schiff der Asian Marine Transport Corporation hat ein Korallenriff beschädigt, als es am 25.11. gegen vier Uhr auf Grund lief. Es hatte zu Reparaturarbeiten vor Sta. Fe Schutz suchen wollen, doch im Sturm brach die Ankerkette.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre rammte Kai in Kavkaz
(03.12.16) Die russische Fähre „Nikolay Aksenenko", 1421 BRZ (IMO-Nr.: 9711250), kollidierte am Morgen des 1.12. mit dem Kai, als es in Kavkaz festmachen wollte. Sie rammte eine Ecke des Kais mit der Backbordseite. Der Rumpf wurde drei Meter oberhalb der Wasserlinie an mehreren Stellen aufgerissen. Die Fähre musste zur Reparatur aus dem Dienst genommen werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Frachter vor Anglesey
(03.12.16) Auf dem maltesischen Frachter "V Due", 23689 BRZ (IMO-Nr.: 9698202), brach vor Anglesey am 2.12. in einem Laderaum um 16.30 Uhr ein Feuer aus. Es konnte einige Zeit später gelöscht werden, der Frachter ankerte nahe Moelfre. Ein Vertreter der Coastguard untersuchte die Lage an Bord. Rettungsdienste waren nicht im Einsatz.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter bei Happisburgh aufgelaufen
(03.12.16) Der Frachter "Muros", 2998 BRZ (IMO-Nr.: 9397640), der am 2.12. aus Teesport nach Rochfort ausgelaufen war, lief nach einem Maschinenschaden am 3.12. in der Nordsee vor Happisburgh auf einer Sandbank auf Grund. Das Schiff saß stabil auf ebenem Kiel, und es sollte versucht werden, es um 20.30 Uhr mit der Flut wieder flottzumachen. Der holländische Schlepper "Multratug 3" (IMO-Nr.: 9537408) hielt sich dazu am Nachmittag bereit.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre kollidierte mit Spundwand in Hamburg
(03.12.16) Am 1.12. um 17:45 Uhr kollidierte die HADAG-Fähre "Altona" (MMSI-Nr.: 211437160) vermutlich infolge eines technischen Defekts mit der Spundwand des Este-Sperrwerks in Hamburg-Cranz. Zur Unfallzeit befand sich die 25 Meter lange Fähre auf der Fahrt vom Anleger Blankenese zum Anleger Neuenfelde. Beim Anlegen kam es nach Aussage des 53 Jahre alten Schiffsführers zu einem technischen Defekt in der Umsteueranlage, sodass die Fähre trotz Einsatzes des Querstrahlruders mit dem Bug gegen die Spundwand des Este-Sperrwerks stieß.
Weder die Besatzung noch noch die vier Passagiere wurden verletzt. Der Schaden an der Fähre wurde auf mehrere Tausend Euro geschätzt, die Höhe des Sachschadens an der Spundwand stand noch nicht fest. Die Ermittlungen des zuständigen Kommissariates der Wasserschutzpolizei dauerten noch an.
Quelle:Tim Schwabedissen



Abfall brannte auf Frachter in Stockholm
(03.12.16) Am 3.12. um 14.30 Uhr brach auf dem zyprischen Frachter "Emsrunner", 4102 BRZ (IMO-Nr.: 9342152), an der Nordhafen-Straße in Stockholm ein Feuer aus. Abfälle standen in hellen Flammen. Der alarmierten Feuerwehr gelang es, den Brand um 15.30 Uhr zu löschen. Mehrere Personen hatten Anzeichen von Rauchgasvergiftungen und wurden vor Ort behandelt, niemand musste ins Krankenhaus. Der Frachter war erst um 12.50 Uhr aus Salacgriva gekommen und hatte am Fährterminal festgemacht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Touristenboot in Sundarbans in Brand
(03.12.16) Das Touristenboot „Pelican 1“ geriet bei Chandpai in Sundarbans am Abend des 2.12. in Brand. Das Feuer entstand gegen 18.30 Uhr unweit des Harbarie Waldlagers in einer Kabine, und breitee sich von dort aus. Alle 26 Fahrgäste waren gerade an Land und wurden gerettet.
Ein Schiff lief aus Mongla nach Harbaria aus, um sie aufzunehmen. Auch ein Boot der Bangladesh Coast Guard war unterwegs zum Unglücksort.
Quelle:Tim Schwabedissen



Russische Fregatte bei Kollision beschädigt
(03.12.16) Die russische Fregatte „Admiral Essen“, 4035 ts, kollidierte in Baltiysk in der Marinebasis mit einer Festmachetonne und musste zum Ship Repair Yard Yantar, Kaliningrad. Der Unfall ereignete sich beim Versuch, bei stürmischem Wetter ohne Schlepper festzumachen. Einer der Propeller und der Schaft wurden beschädigt. Der Propeller muss ersetzt werden. Das 124 Meter lange Schiff war erst im Juni zur Schwarzmeerflotte gekommen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kanadische Coastguard empfiehlt Ölbergung von Manolis L
(03.12.16) Die kanadische Coast Guard empfahl, alle Ölreste aus dem Wrack des Frachters “Manolis L” vor Change Islands. Zu entfernen. Die Untersuchungen in diesem Sommer zeigten nach Ansicht von Regionaldirektorin Anne Miller, dass dies die beste Lösung sei. Die Arbeit würde über sechs Millionen Dollar kosten und mindestens bis Sommer 2016 dauern.
Ein Bürgerkommittee der Fogo Island-Change Islands hatte seit 2014 dafür gekämpft. Zwar sei der Schaden am Rumpf nur gering, habe sich der Stahl nur 10 Prozent rediziert seit dem Untergang vor über 31 Jahren und das Schiff weiterhin stabil, doch das Abpumpen sei langfristig die sicherste Lösung. I>
Quelle:Tim Schwabedissen


Fähre "Stord" und Schlepper "Mega Mammut"
(Bild: Egil Haaverstein)   Großbild klick!

Fähre nach Maschinenausfall abgeschleppt
(02.12.16) Am 1.12. erlitt die norwegische Fähre "Stord", 2871 BRZ (IMO-Nr.: 8513601), um 15.30 Uhr Maschinenschaden zwischen Mekjarvik und Tungenes. Das Schiff hatte planmäßig um 14.45 Uhr Kvitsøy verlassen. Die Crew fuhr die Maschine kontrolliert herunter und warf dann Anker. Der Schlepper "Mega Mammut", 269 BRZ (IMO-Nr.: 9157997) wurde aus Stord zu Hilfe gerufen und nahm den Havaristen auf den Haken.
Um 17.10 Uhr konnten Passagiere und Autos die „Stord“ in Mekjarvik verlassen. Da die Ursache des Schadens unklar war, konnte Betreiber Norled noch keine Angaben dazu machen, wann die "Stord" wieder in den Liniendienst zurückkehren würde. Stattdessen wurde um 17 Uhr ein Expressboot von Mekjarvik aus eingesetzt, das um 17.35 Uhr nach Kvitsøy fuhr und dann fahrplanmäßig verkehrte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gesunkener Kutter (Bild: Constanze Oesterhus)   Großbild klick!

Kutter sank auf erster Fahrt nach Monaten
(02.12.16) Zwei Kutter, die seit Monaten am Eisenbahnkai im Hafen von Egersund gelegen hatten, verließen diesen am 28.11. Sie machten anschließend im Fischereihafen von Kirkehann auf Hidra fest. Dort sank eines der beiden Schiffe in der Nacht zum 29.11.
Den ganzen folgenden Tag über waren Berger mit zwei Mobilkränen damit beschäftigt, das mit dem Ruderhaus noch aus dem Wasser ragende, 50 Fuß lange Wrack wieder zu heben. Auch die Feuerwehr war mit einem Boot vor Ort. Weil Dieselöl auslief, wurde eine Ölsperre um die Untergangsstelle ausgelegt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker sitzt vor Keelung fest
(02.12.16) Am 1.12. um 10.30 lief der 192 Meter lange, taiwanesische Tanker "Kang Yun", 27072 BRZ (IMO-Nr.: 9014339), von Tai Cung kommend und beladen mit über 20.000 Tonnen Flugbenzin und einer 24-köpfigen Crew an Bord, rund 200 Meter vor der Pier des Ölterminals in Keelung auf Grund, als er den Löschhafen Shen'ao in New Taipei ansteuerte. Die Havarie ereignete sich bei auflandigem Wind durch einen Maschinenausfall. Das Schiff, das einen Tiefgang von 9,2 Metern hatte, wurde mit dem Heck auf den felsigen Grund gedrückt.
Zwei Patroullienboote wurden um 10.38 Uhr alarmiert. Es konnte bislang keine Leckage festgestellt werden. Taucher stiegen ab, um den Rumpf zu untersuchen, und Schlepper versuchten, den Tanker wieder freizuschleppen. Am 2.12. saß er aber immer noch in der Bucht fest, lediglich mit dem 34 Meter langen Schlepper “K 1401“ (MMSI-Nr.: 416004457) auf Standby.
Im März 2016 war der Tanker "Tak Cheung Taipei" an der Küste von Shimen auf Grund gelaufen. Dabei wurde er schwer beschädigt, und es kam zu einer starken Ölverschmutzung. Die “Kang Yun” ist 191,5 Meter lang, 32,2 Meter breit, hat 10,91 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 43.407 Tonnen. Sie läuft für die E-Hsiang Steamship Co. Ltd. in Taiwan und wurde 1992 bei der CSBC Corporation in Taiwan erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter vor Nova Scotia in Seenot
(02.12.16) Eine Hercules der kanadischen Marine warf am 1.12. eine Lenzpumpe auf den 13 Meter langen Kutter "Tide 'N Knots" (MMSI-Nr.: 316004561), aus Shelburne ab, der vor Yarmouth, Nova Scotia, Wassereinbruch erlitten hatte. Das Joint Rescue Coordination Centre wurde um 8:30 Uhr informiert, dass der Kutter 32 Kilometer vor der Küste in Seenot geraten war. Die “Tide 'N Knots” hatte zuvor Maschinenprobleme gemeldet und drehte um. Dann entdeckte ein Crewmitglied Wassereinbruch in der Fischluke.
Neben der Hercules wurden auch ein Cormorant-Helikopter und mehrere Boote der Coast Guard in Marsch gesetzt. Die Lage des Schiffes konnte nach Eintreffen der Rettungskräfte stabilisiert werden. Die „Tide 'N Knot” wurde dann von einem anderen Kutter und der “Geliget“ der Coastguard nach Yarmouth Harbour eskortiert und machte dort um 14 Uhr unweit des Fährterminal fest. Nach einer Reparatur sollte sie am 2.12. wieder in See stechen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kapitän wollte sein eigenes Schiff auf Grund setzen
(02.12.16) Der libysche Kapitän des unter Tansania-Flagge laufenden Frachters "Sky Moon", 2201 BRZ (IMO-Nr.: 7525334),versuchte am 30.11., sein Schiff in rumänischen Hoheitsgewässern auf Grund zu setzen, um einer Beschlagnahmung durch die ukrainische Coast Guard zu entgehen. Diese hatte das Schiff auf der Donau in den eigenen Hoheitsgewässern gestoppt, weil es gegen den ukrainischen Bann von annektierten Krim-Häfen verstoßen hatte.
Es sollte nach Reni gebracht werden. Auf dem Weg zum Hafen versuchte der Kapitän sein eigenes Spiel zu spielen, was durch die Offiziere der Küstenwache aber verhindert werden konnte. Er wie auch seine achtköpfige syrische Crew wurden ebenso wie das Schiff festgesetzt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter vor Tarifa abgeschleppt
(02.12.16) Der Kutter “Nuevo Adrián” wurde am 30.11. vor 1,5 Meilen östlich des Hafens von Tarifa manövrierunfähig, nachdem eine Leine in seinen Propeller geraten war. Er trieb in hoch gehender See und bei kräftigem Wind dicht vor der Küste. Das Rettungsboot „Salvamar Alkaid“ (MMSI-Nr.: 224116370), der örtlichen Rettungsstation von Salvamento Maritimo wurde zu Hilfe gerufen.
Das 21 Meter lange nahm den Havaristen auf den Haken. Trotz der widrigen Wetterbedingungen schleppte es ihn samt seiner fünfköpfigen Crew sicher in den Hafen von Tarifa zurück.
Quelle:Tim Schwabedissen



Havarist mit Rettungsboot nach Ballstad verholt
(02.12.16) Am 1.12. um 11 Uhr verließ der havarierte norwegische Kutter "Røstbanken Vest - N-8-RT" (MMSI-Nr.: 257937500) den Hafen von Gravdal wieder, gemeinsam mit dem Rettungsboot “Det Norske Veritas - RS125", 90 BRZ (MMSI-Nr.: 259193000), der NSSR-Station Sunnmøre. Kurz nach Mittag machten beide Schiffe in Ballstad fest. Der 19 Meter lange und fünf Meter lange Kutter hatte am 29.11. im Buksnesford südwestlich von Vetvågøya in den Lofoten Maschinenschaden erlitten.
Nachdem sich der Antrieb überhitzt hatte, war er manövrierunfähig geworden und bat die Küstenwache um Assistenz. Deren Patroullienboot “Skomvær" sicherte den Havaristen und nahm ihn samt seiner Crew zunächst in Schlepp, bis die “Det Norske Veritas” eintraf und ihn längsseits nahm. Dann wurde die Schleppleine zur „Skomvær“ wieder gelöst, und der Verband steuerte Gravdal an.
Quelle:Tim Schwabedissen



Streit um Wrackfund vor Florida
(02.12.16) Möglicherweise war es die “La Trinité”, die viereinhalb Jahrhunderte vor Cape Canaveral lag, die im August inmitten von tausenden Trümmern der Raketenstarts der NASA entdeckt wurde. Die Global Marine Exploration (GME), fand u.a. drei Bronzekanonen und ein Marmormonument. Vor der Gerichtsbarkeit von Orlando hat nun Frankreich Anspruch auf die Funde erhoben.
Wäre es die „La Trinité“, würde es sich um das älteste französische Wrack in der Neuen Welt handeln. Die „La Trinité” hatte 32 Kanonen an Bord und wurde 1562 vom Korsaren Dieppois Jean Ribault befehligt und lief während der Regentschaft von Henry II, die von 1547-1559 dauerte, aus. Ribault gründete 1565 die erste Kolonie auf amerikanischem Boden, das Fort Caroline bei Jacksonville.
Die Expeditionsflotte von vier Schiffen wurde erst von einem Hurrikan und dann von den Spaniern vernichtet. Allerdings hält Robert Pritchett der Global Marine Exploration Inc. einen gefundenen Anker für zu groß für eines der Schiffe. Er meint, es sei eher ein spanisches Schiff, das auf Kuba Schätze gestohlen habe, gewesen. Dies wäre ein großer Unterschied vor Gericht, denn wenn es ein Handelsschiff war, fallen 80% der Werte an den Finder und 20% an den Staat Florida. Wäre es ein französisches Militärschiff, wäre Frankreich in der Tat der Besitzer. Dies müsste allerdings nachgewiesen werden.
Chuck Meide, Direktor des Maritime Archeology Program des St. Augustine Lighthouse & Museum, denkt, es sei Ribaults Schiff. Eine juristisch belastbare Antwort wird wohl die Gerichtsbarkeit am Ende geben müssen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Suche nach The Francie geht weiter
(02.12.16) Die Polizei von Waitemata glaubt zu wissen, wo der Charterkutter “The Francie” sank. Sie machte sich mit eigenen Kräften, drei hydrographischen Spezialisten, der Coastguard und der Marine am 2.12. um fünf Uhr in das Seegebiet bei Kaipara auf den Weg. Mit Sonar kann der Meeresboden bis in 100 Meter Tiefe untersucht werden. Sieben Menschen starben, drei wurden gerettet, und einer, Taulagi Afamasaga, wurde noch vermisst und könnte sich im Wrack befinden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Barge sank auf Dong Nai River
(02.12.16) Die vietnamesische 500-Tonnen-Barge „SG 0595”sank am Morgen des 2.12. auf dem Dong Nai River in der Dong Nai Provinz. Es kam zu einer geringfügigen Ölverschmuztung, und eine Ölsperre wurde um das Wrack, dessen Ruderhaus noch aus dem Wasser ragte, ausgelegt. Skipper des Fahrzeugs war Huynh Cong Danh, 38, aus der Ca Mau Provinz.
Die Barge hatte Schlagseite entwickelt, als Ladung mit einem Kran gelöscht wurde. Diese war für die Tin Nghia Limited Company in Bien Hoa City’s An Binh Ward bestimmt. Alle fünf Personen an Bord, darunter eine Frau, zwei Kinder und ein Decksmann, konnten sich unversehrt retten. In den kommenden Tagen sollte die Barge gehoben werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tobruk wird vor Queensland versenkt
(02.12.16) Das Landungschiff HMAS “Torruk” soll nun vor der Südküste von Queensland in der Wide Bay zwischen Bundaberg und Hervey Bay versenkt werden. Diese Entscheidung gab Verteidigungsminister Dan Tehan an 2.12. bekannt. Die Regierungen in Bundaberg und der Fraser Coast hatten sich einen harten Kampf um das Schiff geliefert, das 2015 nach 34 Jahren außer Dienst gestellt wurde. Auch Tasmanien warf den Hut in den Ring, um das Schiff vor der Binalong Bay zu versenken.
Die Vorbereitungsarbeiten sollen nun in Bundaberg anlaufen. Sie kosten mehrere Millionen Dollar. Noch in diesem Monat wird die “Tobruk” dazu Sydney verlassen. Die Reinigungs- und Präparationsarbeiten werden wohl bis 2018 dauern. Als Tauchwrack soll das Schiff vier Millionen Dollar pro Jahr einspielen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motoryacht "HCH-X"
(Bild: Salvamento Maritimo)   Großbild klick!

Mallorca: Motoryacht mit Wassereinbruch nach Cariñés geschleppt
(01.12.16) Die unter Gibraltar-Flagge laufende Motoryacht "HCH-X" (MMSI-Nr.: 236152000), erlitt am 28.11. rund 39 Meilen vor Ortegal Wassereinbruch und Ruderschaden. Das Ruder hatte sich in Steuerbordlage verklemmt, und es drangen erhebliche Wassermengen in den Ruderraum ein. Das Schiff hatte eine fünfköpfige britische Crew an Bord.
Das spanische Rettungsboot „Salvamar Shaula“ (MMSI-Nr.: 224033840) von Salvamento Maritimó wurde um 15.45 Uhr vom Maritime Salvage Center in Fisterra alarmiert und kam aus Cariño zu Hilfe und nahm die Yacht auf den Haken. Es dauerte 17 Stunden, das 28 Meter lange und sieben Meter breite Schiff bei kräftigem Nordostwind mit dem 21 Meter langen Rettungsboot nach Mallorca zu schleppen.
Am 29.11. um 8.30 Uhr machte es an der Pier in Cariñés fest. Hier konnte das ins Achterschiff eingedrungene Wasser mit den bordeigenen Bilgenpumpen gelenzt werden, ehe es an die Reparatur des technischen Schadens ging. Auch am Interieur waren Wasserschäden entstanden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kollision im Bosporus
(01.12.16) Der türkische Tanker "Besiktas Bosphorus", 84491 BRZ (IMO-Nr.: 9290373), wurde am 30.11. um 6.43 Uhr an der Nordeinfahrt des Bosporus vor Anker liegend von dem unter Bahamas-Flagge laufenden Tanker "Chryssi", 79718 BRZ (IMO-Nr.: 9000572), gerammt. Die "Besiktas Bosphorus", auf der Fahrt von Rotterdam nach Trieste mit einer Ladung von 140.000 Tonnen Öl, wartete seit dem 24.11. auf die Genehmigung zum Transit.
Die "Chryssi" hatte seit dem 22.11. geankert und war nun auf Südkurs in Richtung Gelibolu dabei, in die Wasserstraße einzulaufen. Die Verkehrszentrale wie auch der Kapitän des Ankerliegers versuchten noch, sie über Funk vor dem Kollisionskurs zu warnen, aber ohne Erfolg. Die „Chryssi“ traf das stillliegende Schiff an Backbordseite, wo Risse und Einbeulungen entstanden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter „Gracelyn Jane“ (Bild: USCG)   Großbild klick!

Kutter vor Portland in Seenot
(01.12.16) Die US Coast Guard assistierte am 30.11. der vierköpfigen Crew des Kutters „Gracelyn Jane“ aus Portland, der in schwerer See und bei stürmischem Wind rund 40 Meilen südöstlich von Portland im Gulf of Maine beschädigt worden war. Der Kutter hatte am Abend des 29.11. einen Notruf an die Coast Guard Northern New England abgesetzt. Das GPS war ausgefallen, die Maschine brachte immer weniger Leistung, und die Scheiben des Ruderhauses waren eingedrückt worden.
Vor Ort waren 30 Knoten Wind und zehn bis 14 Fuß hohe Wellen. Das Patroullienboot „Northland“ aus Portsmouth, Virginia, stand 10 Meilen von der Position der „Gracelyn Jane“ entfernt und nahm Kurs auf den Havaristen. Außerdem stieg ein Helikopter von der Air Station Cape Cod auf.
Als die „Northland“ den Kutter erreichte, hatte dessen Crew die Maschine wieder fahrtüchtig bekommen. So eskortierte sie ihn in Richtung Küste. Hier kam ein Boot der Coast Guard Station Boothbay Harbor, Maine, entgegen und begleitete die „Gracelyn Jane“ in dem Hafen. Die „Northland“ konnte aus dem Einsatz entlassen werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter "Charlotte" (Bild: USCG)   Großbild klick!

Kein gutes Jahr für Kutter in der Grays Harbor-Region
(01.12.16) Am 25.11. sank in der Westport-Marina in Westport, Charleston, der 41 Fuß lange Kutter "Charlotte". Das Washington State Department of Ecology legte eine Ölsperre aus. Auch die Coast Guard Incident Management Division der Küstenwache Columbia River in Warrenton war vor Ort und überwachte die Reinigungsarbeiten, die die Ballard Marine Construction am 26.11. einleitete.
In diesem Jahr sind bereits etliche Kutter im Bereich um Grays Harbor havariert. Es begann mit dem Untergang des Kutters "Persistance", der erst nach zwei Monaten in der Marina gehoben und im Februar verschrottet wurde. Die Kosten betrugen über 105.000 Dollar.
Am 15.4. strandete der 75 Fuß lange Garnelenkutter "Privateer" aus Westport bei der Nordmole. Er war nicht mehr zu bergen und wurde vor Ort weitgehend zerlegt.
Am 23.5. lief in kurzer Distanz zur „Privateer“ die 80 Fuß lange "Jamie Marie" auf Grund, konnte aber von zwei Schleppern wieder geborgen werden. Der Fang allerdings ging verloren.
Am 23.8. strandete die 36 Fuß lange "Ila" auf der Fahrt von Westport nach Ketchikan, Alaska, eine halbe Meile nördlich der Ocean Avenue vor Westport. Die Coast Guard fand den Skipper schlafend vor. Sein Boot zerbrach später auf dem Strand.
Am 4.9. sank der 77 Fuß lange Garnelenkutter "Lady Lillian". Er wurde erst im November geräumt, die Bergungskosten betrugen über 150.000 Dollar. Am 7.10. sank die 56 Fuß lange "Taplow" 19 Meilen südwestlich von Grays Harbor auf 300 Fuß Wassertiefe. Am 23.10. lief die 59 Fuß lange "Pacific Rim" bei der Rückkehr von Newport, Oregon beim Wickum’s Spit, westlich der Einfahrt der Marina auf Grund und trieb einige Zeit halb gesunken umher.
Schließlich sank am 1.11. die 47 Fuß lange "Restless C". Sie wurde im Laufe des Novembers wieder geborgen, eine Entscheidung über eine Reparatur oder Verschrottung stand aber noch aus.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Autofrachter in Bremerhaven
(01.12.16) Auf dem unter Bahamas-Flagge laufenden Autofrachter "Emerald Leader", 40986 BRZ (IMO-Nr.: 9361811), brach am 29.11. um 23.15 Uhr im Kaiserhafen von Bremerhaven an Liegeplatz 2 ein Feuer aus. Die Feuerwehr rückte mit 34 Einsatzkräften aus. Wie sich herausstellte, brannte ein Transformator in einem Elektrobetriebsraum.
In den unteren Decks hatte sich dichter Rauch ausgebreitet. Vier Feuerwehrleute erkundeten mit Löschmitteln ausgestattet die verqualmten Bereiche. Unter schwerem Atemschutz drangen sie bis zum Brandherd vor und konnten den Transformator schnell ablöschen.
Über eine bordeigene Belüftungsanlage wurde das Vorschiff dann entraucht. Zwei Stunden nach Beginn der Löscharbeiten konnte das Schiff wieder an die Besatzung übergeben werden. Die Feuerwehr rückte am 30.11. gegen 1.20 Uhr ab. Über die Schadenshöhe lag noch keine Aussage vor. Der Frachter lief um 17.30 Uhr gen Nordsee aus.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker könnte Internet gekappt haben
(01.12.16) Der italienische Tanker "King Arthur", 4744 BRZ (IMO-Nr.: 9480382), war verdächtig, am 28.11. durch einen über Grund treibenden Anker die drei Haupt-Internet-Kabel zu den Kanalinseln gekappt zu haben. Die Reparatur des ersten Kabels sollte eine Woche dauern.
Aus Frankreich lief bereits ein weiteres Schiff zur Wiederherstellung des zweiten Kabels aus, das dritte sollte dann folgen. Die Coastguard von Jersey leitete eine Untersuchung ein, ebenso wie die Reederei des Tankers, der am 30.11. in Terneuzen lag.
Quelle:Tim Schwabedissen



Mittelalter-Wracks werden vor Wismar freigelegt
(03.10.16) Vor dem Hafen von Wismar haben Unterwasserarchäologen bei stürmischem Wetter am 30.11. mit dem Freilegen und Bergen zweier mittelalterlicher Schiffe begonnen. Am Meeresgrund der Hafeneinfahrt waren im Sommer Wrackteile entdeckt worden, als Taucher nach Munition in der Ostsee suchten. Die Schiffe wurden mit dendrochronologischen Analysen auf das 13. bis 14. Jahrhundert datiert.
Wismar gehörte im Mittelalter dem Handelsverbund der Hansestädte an. Von der Bergung der beiden Wracks erhoffen sich Archäologen und Historiker neue Erkenntnisse über den mittelalterlichen Schiffbau. Die Wracks könnten auch wertvolle Hinweise darauf liefern, wie die Seeleute der Ostseeschifffahrt in dieser Epoche ausgerüstet waren.
Mit den neuen Wrackfunden bietet sich zudem eine Möglichkeit, die bisherigen Annahmen über den Koggenbau zu überprüfen. Die technische Seite der Bergung oblag dem Schifffahrtsunternehmen UWA-Logistik. Mit der "Goor" und der "Goor II" verfügt es über zwei speziell für Vermessungs- und Forschungstauchfahrten ausgerüstete Schiffe.
Quelle:Tim Schwabedissen



Rennyacht erlitt Ruderschaden
(01.12.16) Die norwegische Segelyacht „Lady Nor”, die für Kroatien am ARC Race teilnahm, funkte am 26.11. auf dem Atlantik einen Notruf, nachdem sie Ruderausfall erlitten hatte. Das 55 Fuß lange Boot war mit 12 Knoten unterwegs, als es bei Windgeschwindigkeiten von 15-20 m/s außer Kontrolle geriet. Ein Mitglied der slowenischen Crew wurde verletzt. Es gelang aber inzwischen, den Schaden zu beheben, sodass sie weiter segeln konnte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kapitän treibenden Frachters lehnte vor Vilanova Schlepphilfe ab
(01.12.16) Der holländische Frachter "Eems Sun", 1862 BRZ (IMO-Nr.: 9431587), trieb zwischen dem 28. und dem 29.11. mehrere Stunden vor der spanischen Küste trotz des Angebots von Salvamento Marítimo, ihn in den Hafen abzuschleppen. Der Frachter war am 28.11. um 20.30 Uhr aus Barcelona ausgelaufen mit Kurs England. Am 29.11. gegen drei Uhr fiel die Maschine 11 Meilen vor der Küste von Vilanova aus.
Salvamento Marítimo hatte den Schlepper "Punta Mayor" in der Nähe. Der Kapitän des Frachters bat die Behörden aber um Zeit, den Schaden selbst zu beheben. Die „Punta Mayor“ ging gegen Mittag auf deren Geheiß auf Standby am Havaristen. Nachdem die Reparatur nicht gelang, wurde dem Kapitän befohlen, die Schlepperhilfe doch anzunehmen.
Zu der Zeit trieb sein Schiff nur noch fünf Meilen vor der Küste von Torredembarra. Das anfänglich noch ruhige Wetter verschlechterte sich, zwei Meter hohe Wellen bauten sich auf, und der Wind blies mit 25 Knoten. Der Kapitän sagte, er habe bereits einen Schlepper aus Sant Carles de la Ràpita gerufen. Dieser würde aber acht Stunden brauchen.
Erst nach mehreren weiteren Aufforderungen akzeptierte er endlich die Assistenz der „Punta Mayor". Die „Eems Sun“ wurde dann binnen drei Stunden nach Tarragona geschleppt, wo sie am Llevant Damm gegen 23 Uhr festmachte. Das Schiff wurde mit einem Fahrverbot belegt und gegen den Kapitän wegen Missachtung von Befehlen ein Verfahren eingeleitet. Er musste eine Sicherheitsleistung hinterlegen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wieder Kutter auf Barre gekentert
(01.12.16) 50 Meter vor Kawhia kenterten zwei große Wellen den 5,3 Meter langen neuseeländischen Kutter „Eager Beaver“ am Morgen des 1.12., als er mit vier Fischern an Bord die Barre queren wollte. Die erste Welle ließ den Motor ausfallen, die zweite kenterte das Boot um 6.40 Uhr. Zwei Mann konnten sich mit Rettungswesten ausgestattet mit dem auflaufenden Wasser an den Strand von Te Maika retten.
Ein Mann wurde von der Coastguard geborgen. Den letzten entdeckte die Crew des Charterboots „Wild Goose III“ an eine Boje geklammert. Dieses war mit 14 Fahrgästen um 7.30 Uhr ausgelaufen. Der Schiffbrüchige wurde mit einem Rettungsring aus dem Wasser gezogen.
Von der „Eager Beaver“ trieben nur noch Trümmer auf dem Wasser. Der Skipper der „Wild Goose III“ nahm dann auch die anderen drei Männer an Bord und brachte sie zurück in den Hafen. Sie hatten den Schiffbruch mit Schrecken, aber ansonsten wohlbehalten überstanden. Unterdessen hat die Polizei die Suche nach der letzten noch vermissten Person der „Francie“, die vor Kaipara Harbour kenterte, abgebrochen. Sieben Tote wurden geborgen, nur drei Menschen überlebten das Unglück.
Quelle:Tim Schwabedissen



Vier Tote bei Fährunglück in Indonesien befürchtet
(01.12.16) Das indonesische Speedboot „Gertiga Express“ kenterte am 30.11. in den Gewässern von Perairan Tanjung Bebayang beim Dorf Teluk Meranti. Zwei Fahrgäste kamen ums Leben, zwei wurden noch vermisst. An Bord überlebten 17 Personen, darunter die Crew. Das Boot war aus der Provinz Kepulauan Riau nach Kabupaten Pelalawan in der Pangkalan Kerinci Regentschaft ausgelaufen. Eine große Welle kenterte es dann.
Quelle:Tim Schwabedissen



Weblinks:
SOS-Seenotfälle, Archiv
Der mysteriöse Untergang der 'Beluga'
Chronik bedeutender Seeunfälle Antike bis 1499
Chronik bedeutender Seeunfälle 1500 bis 1899
Chronik bedeutender Seeunfälle 1900 bis 1949



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