EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM

Seenotfälle
Archiv November 2016


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Segelyacht „Carolin“ gestrandet (Bild: Joerg Diesch)   Großbild klick!

Sardinien: Yacht von Olympiasieger gestrandet
(30.11.16) Bei Calasetta auf der Sardinien vorgelagerten Insel Antioco ist die deutsche Segelyacht „Carolin“ bereits am 6.11. gestrandet. Das Boot gehört dem Kieler Segler Jörg Diesch, Olympiasieger 1976 im Flying Dutchman mit seinem Bruder Eckart als Vorschoter. Fischer alarmierten die Küstenwache, als sie das Boot viel zu dicht unter der Küste segelnd entdeckten. Große Wellen schoben das Boot innerhalb weniger Minuten auf das felsige Ufer.
Die vierköpfige Crew rettete sich schwimmend an Land. Die "Carolin" lag aber bald mit 40 Grad Steuerbordschlagseite hoch und trocken auf den Felsen an der Küste von Sulcis. Ein Patroullienboot kam aus Sant'Antioco, konnte aber nichts mehr ausrichten.
Zwei Tage später, bei nachlassender Brandung, holte die Crew einiges an Ausrüstung von Bord. Etliches von Wert war da allerdings schon verschwunden. Nach einem Internet-Aufruf brachten die Strandräuber zumindest zwei Taschen mit Elektronikteilen wieder zurück.
Wie der Zweimaster, als Totalverlust eingeschätzt wurde, nun geborgen werden kann, war noch unklar. Die Gület, die ihren Liegeplatz im türkischen Göcek hatte, ist 26 Meter lang und wurde 1997 erbaut. Sie war im September in Bozborun auf einen Atlantiktörn vorbereitet worden.
Teile der Beplankung wurden erneuert, das Ruder verstärkt. Über Griechenland, den Kanal von Korinth, erreichte die "Carolin" schließlich Italien. Hier ging die Reise dann ungeplant und für immer zu Ende.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler nach Thyborøn eingeschleppt
(30.11.16) Die “Martha Lerche” der Rettungsstation Thyborøn kam in der Nacht zum 30.11. dem dänischen Trawler „Michelle Jasmine“, 633 BRZ (IMO-Nr.: 8516237), zu Hilfe, der nördlich von Hanstholm Probleme mit der Maschine erlitten hatte. Von der dortigen Station war die „CB Claudi“ zur Assistenz gekommen. Doch wegen der herrschenden Wetterlage wurde es als zu gefährlich eingeschätzt, diesen Hafen anzusteuern.
Stattdessen wurde nun Kurs auf Thyborøn genommen. Auf halbem Wege zwischen Hanstholm und Thyborøn nahm die “Martha Lerche” den Trawler auf den Haken und brachte ihn in den Morgenstunden sicher in den Hafen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Reparaturbedürftig: „La Sanmartiniana“ (Bild: Mauro Rizzi)   Großbild klick!

Odyssee der Yacht „La Sanmartiniana“ geht nach über zwei Jahren weiter
(30.11.16) Die 17 Meter lange, argentinische Segelyacht “La Sanmartiniana - Rey014788” der FIPCA (Interactive Foundation for the Promotion of Water Culture), die im Oktober 2015 im Südatlantik in Seenot geraten und von einem Patroullienboot der Falklands Fisheries Protection geborgen worden war, verließ Port Stanley nach gut zweijähriger Zwangspause am 27.11. Sie machte sich auf den Weg nach Mar del Plata mit einem geplanten Zwischenstopp in Puerto Deseado. Nach Abschluss der Zollformalitäten warf das Boot um 8.35 Uhr die Leinen los und nahm Kurs auf die Meerenge vor Port William, eskortiert von einem Patroullienboot. Nachdem diese um 10.35 Uhr passiert war, kehrte dieses nach Stanley zurück.
Damit endeten die monatelangen Spekulationen in argentinischen Medien, nach denen das Boot im Auftrag von “La Campora“, der militanten politischen Gruppe von Máximo Kirchner, des Sohns der Ex-Präsidentin Cristina Fernandez, unterwegs gewesen. Den Gewässerschutz zu fördern sei nur ein Vorwand gewesen, um über den Südatlantik die Falklands anzusteuern und dort aufzutauchen, um die politische Souveränität der Inselgruppe zu bekämpfen. Nach einem Sturm wurde die „La Sanmartiniana” nach einem vergeblichen Abschleppversuch durch den Kutter “San Arawa II” mitten im Südatlantik auf hoher See im September von den verhinderten Politikern aufgegeben, die an Bord des Kutters gingen.
Am 7.10.2015 barg das Fischereischutzschiff “Protegat” die verlassen in der See treibende, 1982 erbaute Stahlketsch. Die Regierung der Falklands gab den Eignern des Zweimasters ein Jahr Zeit, sie zurückzunehmen. Im Juli 2016 kamen Vertreter der FIPCA Foundation und der letzte Skipper der Yacht, Javier Vazquez, auf die Falklands samt aller notwendigen Dokumente, um das Eigentum der inzwischen vor sich hinrostenden, leckenden und stark reparaturbedürftigen Yacht zu belegen.
Sie führten Instandsetzungsmaßnahmen durch und machten sie wieder seetüchtig. Nun mussten noch die notwendigen Prozeduren mit dem Zoll und dem Receiver of Wreck sowie der Admiralität durchgeführt werden. Es wurde auf die Bergungskosten von rund 25.000 Dollar verzichtet und nur eine Liegeplatzgebühr erhoben.
Quelle:Tim Schwabedissen



"Black Jack – IJM 22“ (Bild: KNRM)   Großbild klick!

Gestrandeter Kutter mit Mittagshochwasser in Noordwijk geborgen
(30.11.16) Der holländische Kutter "Black Jack – IJM 22“, 18,29 BRZ, der am frühen Morgen des 29.11. auf dem Strand von Noordwijk bei Amsterdam aufgelaufen war, konnte in den Mittagsstunden durch die beiden KNRM-Boote "Paul Johannes" der Station Noordwijk und "Anne Poulisse" aus Zandvoort wieder flottgemacht werden.
Unmittelbar nach der Strandung waren mehrere Versuche der Rettungsboote, ihn abzuschleppen, fehlgeschlagen. Mit steigendem Wasserstand gelang es dann einige Stunden später, ihn herumzuziehen und auf tieferes Wasser zu bringen. Dann wurde der Havarist dem Schlepper "Pollux" übergeben, der die "Black Jack" um 13.15 Uhr in den Fischereihahfen von Ijmuiden zog.
Immer mit der Ruhe ... (Bild: KNRM)   Großbild klick!
Das Schiff war in der Vergangenheit bereits zwei Mal havariert. Am 28.4.2014 wurde es von dem Kutter „Art-Jan - KW-1“ ebenfalls nach Ijmuiden eingeschleppt. Am 21.5.2014 lief es bei Wassenaar auf Grund und fiel bei Ebbe weitgehend trocken. Am 22.5. konnte es durch das Boot der KNRM-Station Katwijk wieder flottgemacht werden.
Die „Black Jack“ entstand 1987 auf der Scheepswerf De Decker & Zonen in Zuienkerke aös „Black Jack – O 64“ für J. Smessaert aus Oostende. Sie hatte eine Vermessung von 24 BRZ, Länge von 14 Metern und war 4,48 Meter breit. Am 13.3.1995 ging sie an die Rederij Dawenda BVBA aus Westende, im November 1999 an die Roussant B.V. in Lauwerzijl. Sie wurde in Zoutkamp aufgelegt und auf eine Länge von 13,2 Metern verkürzt. Seit dem 30.9.2013 läuft sie für Reker & v.d. Plas aus Akersloot.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter vor Vietnam gekentert
(30.11.16) Der vietnamesische Frachter "Hung Thai 17", 2950 tdw (IMO-Nr.: 9608647), kenterte am Morgen des 29.11. auf Position 17-57.53 N 106-30.81 O in der Südchinesischen See. Er hatte eine Meile vor der Küste von Quang Dong, Vietnam, mit einer Ladung Apatit an Bord Ruderausfall erlitten. Als er in den Wellen rollte, ging die Ladung über. Die 10-köpfige Crew des 2013 erbauten Schiffes der Hung Thau Transport Co. Ltd. aus Cat Thanh wurde gerettet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter nach Gravdal eingeschleppt
(30.1.16) Am 29.11. wurde der 19 Meter lange, norwegische Kutter "Røstbanken Vest - N-8-RT" (MMSI-Nr.: 257937500) manövrierunfähig, nachdem sich die Maschine überhitzt hatte und abgeschaltet werden musste. Das Rettungsboot "Det Norske Veritas - RS125" der NSSR-Station Sunnmøre wurde um Assistenz gebeten und nahm den Havaristen längsseits. So wurde er in den Hafen von Gravdal geschleppt, wo er um 11.15 Uhr sicher festgemacht werden konnte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker rammt Steganlage von Yachtclub
(30.11.16) Die Marina des Wassersportclubs Jason in der Mündung des Neuen Hafens von Arnheim wurde am Abend des 28.11. bereits zum vierten Mal gerammt. Der belgische Binnentanker "Macan", 3156 ts (EU-Nr.: 02326056), kollidierte mit den Steigern des Sportboothafens.
Der Schaden wurde auf mehrere 10000 Euro geschätzt. Der Tanker hatte eine Ladung Öl bei der Shell in Westervoortsedijk gelöscht. Beim Auslaufen rammte er die Steganlage und setzte seine Fahrt fort. Die "Macan" machte am Morgen des 29.11. in Amsterdam fest. Sie konnte aufgrund der Navigationsdaten ermittelt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter mit Maschinenproblemen im Sturm nach Fosnavåg eskortiert
(30.11.16) Am Morgen des 29.11. meldete ein Kutter um 9.30 Uhr Motorprobleme im Herøyfjord. Das Rettungsboot „Skomvær 3” wurde von der Funkstation Florø Radio informiert und lief zur Assistenz aus. Vor Ort stellte sich aber heraus, dass die Crew des Kutters die Maschine wieder in Gang bekommen hatte. Die “Skomvær 3” eskortierte den Kutter in den Hafen, als er mit eigener Kraft Fosnavåg ansteuerte. Vor Ort waren Windgeschwindigkeiten von 19 m/s aus Südwest.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zweites Opfer von Schiffsunglück vor Pulau Bruit gefunden
(30.11.16) Am 29.11. gegen Mittag wurde die Leiche eines weiteren Kranführers der 140 Fuß langen und 60 Fuß breiten Barge “Jin Fiat”, die nahe Pulau Bruit in der Mündung des Rajang River am Abend des 26.11. gegen 22 Uhr gesunken war, von einem SAR-Team entdeckt. Sie trieb vier Meilen vom Unglücksort entfernt und wurde um 13 Uhr zur Obduktion ins Daro Hospital gebracht. Es handelte sich um den zweiten Toten, der nach dem Kentern des Fahrzeugs im Sturm entdeckt wurde.
Ein Indonesier wurde am 28.11. gegen neun Uhr gefunden. Die Suchaktion war am 27.11. gestartet unter Beteiligung des Fire and Rescue Department, der Civil Defence Force, der Marine Police und Anwohnern sowie einem Helikopter. Der Kapitän und die Frau des nun aufgefundenen Toten wurden noch vermisst.
Ein Crewmitglied und der andere Kranführer hatten am Morgen des 27.11. von Fischern von dem kieloben treibenden Rumpf gerettet werden können. Die “Jin Fiat” war am 26.11. um 15 Uhr vor Pulau Bruit eingetroffen und hatte in der Mitte des Flusses geankert, um ihre Kiesladung am folgenden Tag auf ein kleineres Schiff umzuladen. Am Abend bemerkte die Crew, dass ihr Schiff Schlagseite entwickelte. Sie versuchte dann, die Ladung über Bord zu werfen, doch die Barge kenterte binnen weniger Minuten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fischer eine Woche nach Havarie wieder in der Heimat
(30.11.16) Fünf philippinische Fischer, die auf dem Weg zum Scarborough Shoal (Panatag Shoal) vor der Zambales-Provinz zeitweilig vermisst wurden, kehrten am 29.11. nach Riverside Lipay in Santa Cruz zurück. Ihr Kutter „Antalan Tabat“ war zuvor abgeschleppt worden. Er war am 21.11. auf Fangfahrt ausgelaufen, doch am selben Tag fiel die Maschine aus, und der Havarist trieb mehrere Tage hilflos in der See. Am 25.11. gelang es, eine kleine Back-Up-Maschine in Betrieb zu nehmen.
Damit konnte Payao 56 Meilen von Santa Cruz entfernt erreicht werden. Hier nahm der Kutter „Angel” ihn auf den Haken. Am selben Tag hatte die Coast Guard Station in Santa Cruz mit dem Patroullienboot “Tubbataha” und einem Flugzeug eine Suchaktion im Gebiet von Scarborough gestartet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fährboot sank wegen Überladung
(30.11.16) Acht Personen, darunter der Skipper, wurden gerettet, nachdem ein indonesisches Fährboot am 29.11. nahe der überfluteten Tawi-Brücke in Penablanca, Cagayan, gesunken war. Sie waren auf dem Heimweg ins Dorf Lagom. Das Boot war mit Dünger, Pflanzensaat und Nahrungsmitteln überladen gewesen. Einige der Bootsfahrer wurden gerettet, andere schwammen an Land.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei Kutter in Barentssee in Seenot
(30.11.16) Vor der Rybachiy Peninsula lief am 28.11. gegen sieben Uhr ein Kutter in der Barentssee auf Grund. Die achtköpfige Crew konnte sich auf eine Klippe in der Nähe flüchten und wartete dort auf Rettung. Sie befanden sich inzwischen in einem Schutzraum unweit einer Wetterstation. Es gelang Helfern aber bisher wegen eines Sturms nicht, die Schiffbrüchigen zu erreichen. Am 30.11. sollte ein neuer Versuch gestartet werden.
Ebenfalls am 28.11. geriet der Kutter „Runo“ in der Barentssee in Seenot. Das Schleppnetz hatte sich im Sturm um den Propeller gewickelt. Taucher konnten ihn aber wieder befreien und das Schiff dann seine Reise fortsetzen.
Quelle:Tim Schwabedissen



gestrandete Segelyacht „Lieveling“
(Bild: USCG)   Großbild klick!

Gestrandeter Einhandsegler von Hubschrauber gerettet
(29.11.16) Von der Coast Guard Air Station Kodiak stieg am 28.11. ein MH-60 Jayhawk Helikopter auf, um den Skipper der gestrandeten Segelyacht „Lieveling“ 209 Meilen nördlich von Kodiak, Alaska, zu retten. Die Coast Guard Sector Anchorage hatte zuvor einen Notruf aufgefangen, dass die Yacht in zwei Fuß hohen Seen auf die Küste zutreibe und der Skipper einen Überlebensanzug angelegt habe. Neben dem Hubschrauber wurden auch das Patroullienboot „Mustang und eine HC-130 Hercules der Air Station Kodiak mobilisiert.
Die „Mustang“ und der Jayhawk fanden nach ihrem Eintreffen in dem unzugänglichen Gebiet die „Leiveling“ auf der Seite liegend vor, der Segler hatte sich an Land gerettet. Der Hubschrauber landete auf dem felsigen Strand und nahm ihn auf. Er wurde unversehrt nach Seward geflogen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei Frachter am 1. Advent im Bereich der Brunsbütteler Schleusen des Nord-Ostsee-Kanals havariert
(29.11.16) Zwei Havarien ereigneten sich am 1. Advent im Bereich der Brunsbütteler Schleusen: Als erstes kam der 88 Meter lange, maltesische Frachter „Rix Eleonora“ 2446 BRZ (IMO-Nr.: 9194830), am 27.11. gegen 18 Uhr unmittelbar nach dem Auslaufen aus der großen Südschleuse des Nord-Ostsee-Kanals in Brunsbüttel aus noch ungeklärter Ursache vom Kurs ab und überlief eine Tonne am backbordseitigen Fahrwasserrand. Dabei wurde das Schiff manövrierunfähig und trieb zunächst ohne Antrieb auf der Elbe.
Das Mehrzweckschiff „Neuwerk“ kam als erstes zu Hilfe. Die Schlepper „Wal“ und „Parat“ wurden ebenfalls alarmiert und zogen die „Rix Eleonora“ zu einem Ankerplatz auf der Reede vor Brunsbüttel. Möglicherweise hatte die Tonne bei der Kollision Propeller und Ruder des Frachters beschädigt. Die Wasserschutzpolizei Hamburg übernahm die Ermittlungen und schickte das Polizeiboot „Bürgermeister Brauer“ für Ermittlungen zum Frachter. Das Schiff konnte vorerst seine Reise von Vierow nach England nicht fortsetzen. Am 29.11. war es schließlich wieder unterwegs und befand sich gegen sieben Uhr mit sieben Knoten Fahrt querab Wangerooge.
Der im Jahr 1998 für die KG Bulktrader Shipping in Fahrt gekommene Frachter lief ursprünglich unter dem Namen „Eva Maria Müller“ für das Hamburger Unternehmen Otto A. Müller, das seine Schifffahrtsabteilung schließt. Er fand neue Eigentümer im Baltikum und wird jetzt von Rix Shipmanagement in Riga betrieben.
Knapp drei Stunden nach der Havarie der „Rix Eleonora“ war die Wasserschutzpolizei in Brunsbüttel schon wieder gefragt: Der unter Gibraltar-Flagge laufende Containerfrachter "Wybelsum", 15597 BRZ (IMO-Nr.: 9386976), havarierte am um 20.45 Uhr im der Großen Nordschleuse in Brunsbüttel. Es stieß beim Auslaufen aus der Schleuse in den Kanal mit dem Backbordheck gegen die Seitenmauer auf Höhe der 0-Meter-Marke.
Dabei wurde ein Tornischenblech eingedrückt, außerdem entstand ein etwa drei Meter langer Farbabrieb des Schiffsanstrichs auf den Reibehölzern in diesem Bereich. Das mit Containern beladene Schiff, das um 16.45 Uhr aus Hamburg nach St. Petersburg war, konnte nach dem Vorfall weitgehend unversehrt seine Fahrt in Richtung Kiel fortsetzen und sollte am 30.11. gegen vier Uhr im Zielhafen eintreffen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Nach dem Hurrikan aufgegeben
(Bild: James Tiller)   Großbild klick!

Beseitigung aufgegebener Boote nach Hurrikan ein mühseliges Verfahren
(29.11.16) Mindestens 20 Boote im Volusia und Flagler County in Florida wurden, nachdem der Hurrikan Matthew sie zerstörte oder versenkte, aufgegeben und lagen nun halb oder ganz gesunken im Wasser. Die Volusia County Coastal Division wollte eigentlich dabei helfen, 10 Boote im Volusia County zu räumen. Das war vor dem Hurrikan.
Danach waren es bereits 19 Wracks, die dort herumlagen. Nur einige wurden von ihren Eignern beseitigt oder geborgen. Die JC Marine Contractors aus Palm Coast und der Bottom Time Diving Service bargen ein halb gesunkenes Boot eines Paars, das gar nicht wusste, dass es dem Hurrikan zum Opfer gefallen war. In Palm Coast wurden insgesamt 13 gesunkene oder nicht mehr fahrtüchtige Boote nach dem Sturm gezählt.
Zwei davon lagen komplett unter Wasser, zwei waren auf Land gespült worden. Inzwischen war nur noch die 32 Fuß lange “Concorde“ übrig, deren Eigner kurz nach Beginn der Bergungsarbeiten starb und dessen Frau dement war. In Volusia County lagen die meisten Problemfälle in Halifax oder den North Indian Rivers, zwei weitere vor Lake George.
Eine Yacht lag nahe den Docks an der Ostseite der Dunlawton Bridge in Port Orange. Ein Motorboot ragte mit der zerstörten Kajüte aus dem Wasser des Riverside Drive in Hilly Hilly. Mehrere weitere Wracks dort stellten weiterhin eine Gefährdung für die Schifffahrt dar.
Etliche lagen auch im Halifax River zwischen Holly Hill und South Daytona, drei befanden sich in New Smyrna Beach, andere in den Edgewater's Intracoastal-Gewässern und in North Indian River in Oak Hill. Bei allen Booten die Eigner zu ermitteln und Lösungen zu finden, kann Jahre dauern.
Ein Boot als aufgegeben einzustufen ist ein langwieriges und streng geregeltes juristisches Verfahren. Die Eigner werden dann aufgefordert, es zu beseitigen. Wenn sie dem nicht nachkommen, wird das State Attorney's Office benachrichtigt, das ein Strafverfahren einleiten kann.
Quelle:Tim Schwabedissen



Pauline Russ assistierte Yacht in Seenot
(29.11.16) Am Morgen des 28.11. geriet eine Segelyacht mit zwei Personen an Bord 13 Meilen südöstlich des Leuchtturms Gustaf Dalén in der Gotska-See vor Vastervik in Seenot. Sie hatte Motorausfall, und die Segel waren verklemmt oder im Sturm zerrissen. In dem Seegebiet zwischen dem schwedischen Festland und der Insel Gotland herrschten Windgeschwindigkeiten von 17 m/s und raue See.
Das Boot trieb nun manövrierunfähig in den Wellen. Das MRCC schickte das Patroullienboot "KBV 313" und die "Ingegerd Ramstedt" der schwedischen Seerettungsgesellschaft. Zwei Handelsschiffe, darunter der portugiesische RoRo-Frachter "Pauline Russ", 10488 BRZ (IMO-Nr.: 9198989), der Hamburger Ernst-Russ Reederei auf seiner Fahrt von Tilbury nach Hankö, wurden um Assistenz gebeten und nahmen um vier Uhr ebenfalls Kurs auf das havarierte Boot. Wegen des Sturms war es der Küstenwache nicht möglich, dieses in Schlepp zu nehmen. Auch der Versuch, die Crew mit einer Rettungsinsel zu evakuieren, scheiterte. Immerhin konnten drei Wärmeschutzanzüge an Bord geworfen werden.
Nun musste der Rettungshubschrauber Lifeguard 007 eingreifen. Um 06:28 Uhr barg er die Segler ab und flog sie ins Universitäts-Krankenhaus in Linköping. Die "Pauline Russ" setzte ihre Reise unterdessen fort. Die verlassene Yacht trieb weiter in der Ostsee, ihre Drift wurde aus der Luft überwacht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Erneut Kollision im Bosporus
(29.11.16) Am 28.11. um 11.15 Uhr kollidierte der ukrainische Frachter "Forward", 2457 BRZ (IMO-Nr.: 8231007), nach einem Ruderausfall im Gebiet von Anadolu Hirasi mit dem ägyptischen Bulkcarrier "Wadi Al Karnak", 37550 BRZ (IMO-Nr.: 9127136). Der Unfall ereignete sich unweit der 2. Bosporus-Brücke beim Transit der Wasserstraße in südlicher Richtung. Der Verkehr auf dem Bosporus wurde von 14.03 Uhr bis 15.06 Uhr unterbrochen.
Dann war der Bulkcarrier nach dem Transit der Straße vor Zeytinburnu auf Reede verankert. Die "Forward" wurde derweil von einem Schlepper nach Beykoz assistiert. Sie war zum Unfallzeitpunkt unterwegs von Kertsch nach Bandirma, die "Wadi Al Karnak" von Novorossiysk nach Alexandria.
Quelle:Tim Schwabedissen



Dramatische Rettungsaktion für einen Segler vor Nova Scotia
(29.11.16) Der 69-jährige Skipper einer 32 Fuß langen Yacht wurde am 19.11. von der kanadischen Coast Guard vor Südwest-Nova Scotia aus schwerem Sturm gerettet. Die Rettungsbootstation Clark’s Harbour wurde um vier Uhr vom MRCC in Halifax alarmiert, nachdem dessen Yacht 50 Meilen vor der Küste einen Notruf gefunkt hatte. Ein 413 Squadron Cormorant Helikopter und eine Hercules waren bereits auf dem drei Stunden langen Luftweg. Das Rettungsboot "Spray" würde vier Stunden brauchen. Auch das Patroullienboot "G. Peddle" kämpfte sich durch Böen von 50 Knoten und 30 Fuß hohe Seen zu der Position des Bootes. Wegen des Sturms war eine Abbergung des Mannes aus der Luft nicht möglich.
Die Gefahr durch den wild umherpendelnden Mast der Yacht war zu groß. Der Skipper wollte mangels eines Überlebensanzugs aber auch nicht ins Wasser springen. Er hatte Angst, von den Wellen verschlungen zu werden. Deshalb musste die "Spray" ihn irgendwie an Bord bekommen. Die Crew versuchte zunächst vergeblich, ihm einen Überlebensanzug zu übergeben. Daraufhin wurde in einem waghalsigen Manöver ein Rettungsmann der "Spray" auf die Yacht übergesetzt. Diesem gelang es aber nicht, den mitgeführten Überlebensanzug zu schließen. Der Skipper war zu groß. Mit offenen Reißverschlüssen war der Anzug aber nichts wert, er würde volllaufen und ihn in die Tiefe ziehen.
Auch wagte der Segler es nicht, auf die "Spray" hinüber zu springen. Inzwischen ging dem Cormorant-Hubschrauber der Treibstoff aus, und er musste nach Yarmouth zum Auftanken zurückkehren. Inzwischen übergab das Patroullienboot eine Rettungsinsel auf die "Spray", auf der diese aufgeblasen und zur Yacht hinübergezogen wurde.
Doch beim Versuch, in diese zu springen, landete der Segler doch im Wasser. Sofort lief sein Anzug, wie befürchtet, voll. Der Rettungsmann packte ihn, doch der Schiffbrüchige drohte ihn in Panik selbst unter Wasser zu ziehen.
Erst als der Seenotretter, nun seinerseits in höchster Bedrängnis, sich befreien konnte und den Schiffbrüchigen nun von hinten packte, konnte er ihn unter Kontrolle bekommen. Inzwischen arbeitete sich die "Spray" in eine günstige Position, während die "Peddle" ihr Lee machte. Endlich konnten die beiden erschöpften Männer aus dem Wasser gezogen werden. Nach rund 20 Minuten im Wasser waren sie an Bord und in Sicherheit.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter im Wolgograd-Reservoir aufgelaufen
(29.11.16) Der unter Komoren-Flagge laufende Frachter "Navigator", 2516 BRZ (IMO-Nr.: 8841735), lief am 26.11. oder früher im Wolgograd-Reservoir auf den russischen Kanälen bei Kilometer 2231 auf Grund. Er war auf der Fahrt von Orlovskoye nach Astrakhan mit einer Ladung Weizen. Am 26.11. waren Bergungsarbeiten im Gang.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter rettete fünf Schiffbrüchige bei Itbayat
(29.11.16) Der unter Marshall-Islands-Flagge laufende Bulkcarrier "Ingrid C" rettete am 28.11. fünf der sieben philippinischen Crewmitglieder des Passagierboots "Kanzam Express", das nach einem Taifun 50 Meilen westlich der Insel Itbayat in der Straße von Luzon auf dem Weg nach Taiwan Wassereinbruch erlitt und sank. Der Frachter befand sich 50 Meilen westlich von Batanes, als die SAR-Operation in den sich überlappenden Gewässern von Taiwan und den Philippinen um 14 Uhr anlief. Sie wurde koordiniert vom MRCC Taiwan.
Als der Frachter eintraf, lag das Achterschiff des Bootes bereits unter Wasser, und mehrere Rettungsinseln trieben in der aufgewühlten See. Wenig später richtete sich die „Kanzam Express“ auf und sank mit dem Heck voran. Zwei Mann blieben vermisst.
Die philippinsche Coast Guard suchte weiter nach ihnen. Die "Ingrid C" machte mit den Geretteten an Bord am 29.11. in Kaohsiung fest.
Quelle:Tim Schwabedissen



Philippinischer Kutter vermisst
(29.11.16) Nach fünf vermissten Fischern aus Riverside Lipay und ihrem Kutter “Antalan Tabat” startete die philippinische Coast Guard eine Suchaktion 30 Meilen vor der Scarborough Shoal in Masinloc, Zambales. Der Kutter “Love Miles – 2”, der gemeinsam mit der“Antalan Tabat” auf Fangfahrt geweeen war, meldete dessen Schiffbruch am 25.11. um 17 Uhr der Coast Guard Station Santa Cruz. Die beiden Schiffe waren am 21.11. um 18 Uhr vom Scarborough Shoal nach Santa Cruz ausgelaufen.
Die “Antalan Tabat” fiel dann zurück und wurde zuletzt gegen 18 Uhr gesichtet, der andere Kutter lief um 23.30 Uhr in Santa Cruz ein. Die Patroullienboote “Tubbataha (MRRV-4401)” und “Islander liefen zu einer Suchaktion in das Seegebiet aus.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter vor Brommö in Seenot
(29.11.16) Ein kleiner Kutter mit einer dreiköpfigen Crew an Bord erlitt am 28.11. rund vier Meilen nördlich von Brommö Wassereinbruch und funkte Mayday. An Bord waren nur zwei Rettungswesten. Das schwedische Sea and Air Rescue Center schickte den Hubschrauber Lifeguard 004 und das Rettungsboot “Thorsten Brunius” zu dem Kutter. Vor Ort waren Windgeschwindigkeiten von 6-7 m/s. Der Kutter meldete, dass die Lenzpumpe den Wassereinbruch unter Kontrolle halten konnte und er mit eigener Kraft in Richtung Küste lief.
Nachdem die Rettungskräfte ihn erreichten, eskortierte die „Thorsten Brunius“ das Schiff auf seinem weiteren Weg. Der Hubschrauber konnte wieder zurückkehren.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schiffskran blieb an Rheinbrücke hängen
(29.11.16) Der elf Meter lange Kran eines Binnenschiffes blieb am 28.11. gegen 16 Uhr an einer Eisenbahnbrücke über dem Rhein in Mainz hängen. Ein Besatzungsmitglied hatte den Kran versehentlich bereits aufgerichtet, bevor das Schiff die Kaiserbrücke passiert hatte. Mit ihm sollte später ein Auto an Land abgesetzt werden.
Beim Zusammenprall rissen Aufnahmen der Hydraulikzylinder am Kranausleger ab, so dass dieser nach unten abklappte. Das Schiff konnte seine Fahrt dennoch fortsetzen, da keine Hydraulikflüssigkeit ausgelaufen war. Der Unfall wurde an die Deutsche Bahn gemeldet, woraufhin aus Sicherheitsgründen Züge zunächst nur noch mit Schrittgeschwindigkeit über die Brücke fahren durften.
Es stellte sich bei der nachfolgenden Untersuchung aber heraus, dass an der Brücke nur Lackschäden entstanden waren. Um 18 Uhr wurde sie wieder freigegeben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei französische Kutter in Seenot
(29.11.16) Am Abend des 28.11. gerieten im Englischen Kanal zwei französische Kutter in Seenot. Die “Hirondelle des Mers”, 16 BRZ (MMSI-Nr.: 227312190), aus Caen meldete Wassereinbruch einige Meilen vor Ouistreham. Das CROSS Jobour wurde um 19.15 Uhr alarmiert. Ein Rettungsboot setzte eine Lenzpumpe an Bord ab, und um 21.20 Uhr erreichte der Havarist den Hafen von Ouistreham.
Um 19.25 Uhr funkte die Crew des Kutters „Le Charognard”, 10 BRZ (MMSI-Nr.: 227630160), aus Le Havre ebenfalls einen Notruf, nachdem das Schiff Wassereinbruch erlitten hatte. Als erstes war das Patroullienboot „Pluvier“ der französischen Marine vor Ort, das sich in der Nähe befunden hatte. Es konnte aber wegen stürmischer See nicht eingreifen.
Um 20 Uhr wurde die Crew der „Le Charognard” von dem Kutter „Ma Désirade“ übernommen. Nachdem keine weitere Hilfe mehr geleistet werden konnte, lief er nach Le Havre ein. Die „Pluvier“ überwachte den verlassen in der See treibenden Havaristen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Hoffnung für vermisste Fischer schwindet
(Datum) Nahe Fraser Island wurde weiterhin der Trawler “Night Raider” samt seiner dreiköpfigen Crew seit dem 11.11. vermisst. Das Schiff war an diesem Tag aus Urangan in Hervey Bay ausgelaufen und nicht, wie geplant, am 19.11. zur Sunshine Coast zurückgekehrt. Am 28.11. wurde die daraufhin angelaufene Suchaktion zurückgefahren. Sie war koordiniert worden durch die Hervey Bay Water Police, und es nahmen die RACQ LifeFlight und die Australian Maritime Safety Authority teil. An der Küste gingen Patroullien, auf See hielten Schiffe Ausschau.
Quelle:Tim Schwabedissen



Aufgegebene Sportboote werden geräumt
(29.11.16) Die seit Anfang März auf dem Strand der Cadboro Bay liegende, 25 Fuß lange Segelyacht „Odin“ sollte am 29.11. nach mehr als acht Monaten von ihrem derzeitigen Platz beim Cadboro-Gyro Park geräumt werden. Ein Kran der Saanich Engineering sollte sie von der Strandungsstelle an der Killarney Road zu einer Müllkippe bringen. Die Entsorgungskosten dürften zwischen 5,000 und 6,000 Dollar liegen.
Einen Teil davon trägt das Ministry of Forest, Lands and Natural Resources. Die “Odin” war das einzige Boot in diesem Teil der Cadboro Bay, während etliche weitere am Ufer des Oak Bay Territory lagen, darunter eine ausgebrannte Barge und ein bereits im Sand versunkenes Boot. Rund ein Dutzend Boote fielen der Sturmsaison zum Opfer und wurden aufgegeben.
Sie hatten in der Caddy Bay geankert. Nach der Wintersaison 2015/16 hatten die Räumungskosten für Wracks 50,000 Dollar betragen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Beseitigung aufgegebener Boote nach Hurrikan ein mühseliges Verfahren
(29.11.16) Am Morgen des 29.11. lief der 14 Meter lange holländische Kutter „Black Jack – IJM 22“ (MMSI-Nr.: 244810301), auf den Strand von Noordwijk. Er hatte eine technische Störung erlitten. Der Skipper informierte die Küstenwache, die daraufhin die KNRM-Boote aus Noordwijk und Zandvoort schickte.
Die ersten Bergungsversuche scheiterten aber. Gegen Mittag sollten sie mit auflaufendem Wasser fortgesetzt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gestrandeter Kutter muss vor Bergung geleichtert werden
(29.11.16) Vom gestrandeten, 38 Jahre alten Kutter “Miss Scarlett” der Consolidated Marine müssen zunächst 1,800 Gallonen Öl abgepumpt werden, bevor das 55 Fuß lange Stahlschiff geborgen und nach New London abgeschleppt werden kann. Von dort war es am 26.11. gegen Mitternacht ausgelaufen und strandete am 27.11. gegen sechs Uhr am Navy Beach.
Der Eigner versuchte nun, das dabei entstandene Leck zu flicken und eine Bergung zu organisieren. Die Miller Environmental Services legte eine Ölsperre um den Kutter aus.
Quelle:Tim Schwabedissen



Eingedrückter Bug der"Dundee" (Bild: Wasserschutzpolizei Andernach)   Großbild klick!

Schwere Kollision auf dem Rhein
(29.11.16) Auf dem Rhein kollidierten zwischen Neuwied und Weißenthurm am Morgen des 23.10. das deutsche Binnenschiff „Dundee", 2582 ts (EU-Nr.: 05501380), auf der Fahrt von Ludwigshafen nach Breisach, mit dem deutschen Binnentanker "Renate", 2157 ts (EU-Nr.: 4607960). Der Tanker wollte bei Dunkelheit und Nebel auf dem Rhein hinter dem Weißenthurmer Werth in den Neuwieder Stromarm eindrehen. Die „Dundee“, die auf dem Rhein in Bergfahrt unterwegs war, rammte mit seinem Bug in die Steuerbordseite des Tankers.
Der Bug der „Dundee“ wurde dabei stark deformiert. Am Tanker, der von Basel gekommen war,
Binnentanker "Renate": Rumpf aufgerissen (Bild: Wasserschutzpolizei Andernach)   Großbild klick!
wurde die Bordwand eingedrückt und in Höhe der Wasserlinie auf etwa zwei Metern Länge aufgeschlitzt. Es kam zu Wassereinbruch in einen leeren Ladetank. Der Sachschaden wurde auf mehr als 100.000 Euro geschätzt.
Die „Renate“ musste zur Reparatur in eine Werft in Zwijndrecht geschleppt werden, wo sie am 25.11. eintraf. Dafür musste sie längsseits an ein anderes Schiff angekoppelt werden. Die „Dundee“ konnte die Fahrt Richtung Ludwigshafen fortsetzen. Die Polizei ging davon aus, dass ein Fahrfehler und schlechte Kommunikation den Unfall verursachten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kollision vor den Dardanellen
(29.11.16) Der unter Malta-Flagge laufende Frachter "Sider Capri", 3415 gt (IMO: 9143403), kollidierte am 28.11. um 19.04 Uhr mit dem italienischen Autofrachter "Grande Anversa", 38651 BRZ (IMO-Nr.: 9287417), in der Südzufahrt der Dardanellen. Die "Grande Anversa" war auf der Fahrt von Constanta, wo sie am 24.11. ausgelaufen war, zum Autoterminal Izmit in Valencia. Die "Sider Capri" war am 25.11. ebenfalls aus Constanta gekommen und nach Larnaca bestimmt.
Der Frachter wurde beim Zusammenprall im Bugbereich erheblich eingedrückt, die Steuerbordseite des Autocarriers oberhalb der Wasserlinie aufgerissen. Weder dessen 25-köpfige Crew noch die 11 Mann an Bord der „Sider Capri“ wurden verletzt. Der "Kurtarma 4" und das Rettungsboot "Kiyi Emniyeti 9" wurden von der Verkehrsleitung zur Unglücksstelle geschickt. Der Schlepper war am 29.11. um 00.30 Uhr vor Ort und zog beide Havaristen zu einem Ankerplatz bei Karanlik Liman Mevkii'ne nahe Erenkoy, wo sie zur Untersuchung der Schäden vermoort wurden.
Die “Sider Capri” ist 100 Meter lang, 17 Meter breit, hat sechs Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 4,834 Tonnen. Sie wurde 1997 bei der Kröger Werft in Rendsburg als „Henny“ erbaut. 2009 ging sie an die Pol-Euro-Shipping Lines in Gdingen.
Die „Grande Anversa” ist 176 Meter lang, 31 Meter breit, hat 8,3 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 12,420 Tonnen. Sie entstand 2004 auf dem Uljanik Shipyard in Pula für die Grimaldi Gruppe in Genua.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schleppnetzkutter “Miss Scarlett” (Bild: USCG)   Großbild klick!

Kutter in Fort Pond Bay gestrandet
(Datum) Der 55 Fuß lange Schleppnetzkutter “Miss Scarlett” aus New London, Connecticut, lief am 28.11. gegen sechs Uhr auf den Strand der Fort Pond Bay vor der Navy Road in Montauk. Er kam bei Hochwasser fest, nachdem die Maschine ausgefallen war. Der Rumpf schlug bei der Havarie leck.
Die dreiköpfige Crew blieb zunächst noch an Bord, bis sie gegen Mittag doch von einem Boot unversehrt abgeborgen wurde. Der Kutter lag weiterhin westlich des Port Royal fest. Er sollte von Bergungsschiffen wieder flottgemacht werden, sobald sich die stürmische See beruhigte.
Den ganzen Tag über wehte es aber mit 20 Knoten aus Nordwest, und der Wind sollte auch nicht vor dem Nachmittag des 29.11. abflauen. Die East Hampton Town Marine Patrol und die Coast Guard waren vor Ort, ebenso wie der Eigner an Bord eines Hummerkutters.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kollision auf dem Rhein
(29.11.16) In dichtem Nebel kollidierte am frühen Morgen des 26.11. das tschechische Binnenschiff "Labe 6", 1164 ts (EU-Nr.: 09551070), auf dem Weg nach Antwerpen frontal mit dem belgischen Binnenschiff "Comus", 3021 ts (EU-Nr.: 06003670), das von Wesel kam, auf der Höhe von Lobith. Beide Schiffe wurden oberhalb der Wasserlinie erheblich beschädigt. Rijkswaterstaat war mit der "RWS 43" rasch vor Ort.
Ein Mann hatte leichte Verletzungen erlitten und konnte an Bord behandelt werden. Sowohl die "Labe 6" wie auch die "Comus" ankerten nach der Havarie unweit der Unfallstelle und liefen dann nach Lobith/Tolkamer weiter. Die "Comus" verließ Tolkamer wieder am 27.11. gegen sechs Uhr mit Kurs Dortmund. Die "Labe 6" lag weiter im Bijland-Becken.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bayern auf der Donau wieder flottgemacht
(29.11.16) Die Donau in Niederbayern war seit dem 27.11. wieder vollständig befahrbar, nachdem das mit 930 Tonnen Soja beladene und auf der Höhe des Ortes Winzer im Landkreis Deggendorf aufgelaufene Binnenschiff „Bayern“ 1442 ts (EU-Nr.: 04002570) freigeschleppt wurde. Es war am Morgen des 26.11. wegen starker Abladung und Strömung ans linke Ufer abgetrieben worden und dort im Kies stecken geblieben. Versuche des Schiffsführers, das Schiff unmittelbar darauf verbotenerweise wieder freizufahren, scheiterten.
Am späten Vormittag desselben Tages entdeckten Beamte der Wasserschutzpolizei den Unfall. Die verfügbare Breite des Aichet-Fahrwassers wurde zwischen den Flusskilometern 2268,6 und 2268,8 um 16 Metern begrenzt, bis die „Bayern“ wieder flott war. Auf den Kapitän wartete nun eine Anzeige, weil er den Vorfall nicht gemeldet hatte. Am 27.11. um 15.15 Uhr machte die „Bayern“ in Straubing fest, nachdem sie gegen Mittag Deggendorf verlassen hatte.
Am 23.11.2011 war sie noch als „Kenaniya“ gegen 15.30 Uhr mit dem Schubschlepper "Veerhaven X - Orca" auf der Waal bei Flusskilometer 870 nahe Doornenburg zwischen Gendt und Millingen kollidiert, der mit vier Bargen unterwegs war. Die mit 900 Tonnen Kohle beladene "Kenaniya" drohte zeitweilig zu sinken, bis sie gegen Mitternacht stabilisiert werden konnte. 2016 wurde das Schiff an die Euroshipping in Regensburg verkauft und in „Bayern“ umbenannt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Binnenschiff kollidierte mit Leitwerk der Eisenbahnbrücke bei Elsfleth
(29.11.16) Das holländische Binnenschiff „Vadowesa“, 1200 ts (EU-Nr.: 02312714), kollidierte am Morgen des 27.11. bei der Passage der Ems auf der Fahrt von Brake nach Bramsche mit 950 Tonnen Sojaschrot bei Nebel mit dem Leitwerk der Eisenbahnbrücke bei Elsfleth. Der Schiffsführer hatte zunächst die falsche Passage für die Brückendurchfahrt angesteuert. Als er den Fehler bemerkte und gegensteuerte, geriet das Schiff gegen das Leitwerk und beschädigte dessen Holzkonstruktion an mehreren Stellen.
Der Zugverkehr zwischen Nordenham und Hude wurde 90 Minuten unterbrochen und wurde erst nach einer Testfahrt am Nachmittag wieder freigegeben. Der Frachter setzte die Fahrt zunächst fort. Auf Höhe von Oldenburg stellte der Schiffsführer aber Schlagseite durch eindringendes Wasser fest.
Daraufhin legte er auf dem Küstenkanal in Höhe des Wohnmobilstellplatzes am Westfalendamm am Ufer an und informierte das Wasser- und Schifffahrtsamt, das gegen 13 Uhr Alarm auslöste. Mehr als 30 Mitglieder der Berufsfeuerwehr Oldenburg und des Wasserrettungszugs der Freiwilligen Feuerwehr sowie Einsatzkräfte der Feuerwehren Eversten und Ohmstede waren daran beteiligt, am Nachmittag den Schaden zu analysieren, das Leck abzudichten und das eingedrungene Wasser abzupumpen. Feuerwehrtaucher fanden ein etwa 10 Zentimeter langes und drei Zentimeter hohes Leck in der Außenhülle an der Backbordseite im Mittschiffsbereich.
Da es nicht möglich war, die Ladung an Ort und Stelle zu löschen oder im Hafen festzumache, wurde das Leck mit Hilfe eines Holzkeils zunächst provisorisch abgedichtet. Rund 100 Kubikmeter Wasser wurden dann aus dem Zwischenraum von Innen- und Außenhülle gelenzt. Taucher eines Privatunternehmens, die im Auftrag des Schiffseigentümers angereist waren, gingen am Spätnachmittag erneut ins Wasser und dichteten das Leck mit einer Abdichtmasse schließlich vollständig ab.
Das 85 Meter lange Schiff sollte voraussichtlich am 29.11. in den Oldenburger Hafen gebracht werden, um dort die Ladung zu löschen. Anschließend sollte es zur Reparatur in eine Werft gehen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kollision in Velsen-Süd
(29.11.16) Ein Koppelverband, der von dem 19 Meter langen, holländischen Schlepper "Laura" (MMSI: 244660874), transportiert wurde, kollidierte am Abend des 27.11. mit einer Fähre in Velsen-Süd in Ijmuiden. Der vorgekoppelte Schubleichter wurde dabei erheblich beschädigt und der Rumpf 90 Zentimeter oberhalb der Wasserlinie eingedrückt und aufgerissen. Die Fähre, die ihn gerammt hatte, kam mit geringen Schäden davon und blieb einsatzfähig. Beide Schiffsführer wurden von der Polizei vernommen, eine Untersuchung zum Hergang der Kollision eingeleitet
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter im Golf von Tonkin gesunken
(29.11.16) Der 79 Meter lange, chinesische Frachter "Thuan Phat 8" (IMO-Nr.:8 666724), funkte am 26.11. gegen 23 Uhr auf Position 18 03 N 107 01 O, rund 30 Meilen vor der Küste der Quang Binh-Provinz im Golf von Tonkin einen Notruf. Er hatte in stürmischer See auf der Fahrt von Hai Phong mit 3,100 Tonnen Reis und einer 11-köpfigen Crew an Bord Ruderschaden erlitten. Nachdem die Ladung überging, entwickelte er Schlagseite, und die 11-köpfige Crew ging in die Boote.
Der unter Hongkong-Flagge laufende Frahcter "Sinocan Hope"(IMO-Nr.: 9115456) konnte das EPIRB-Signal lokalisieren und informierte das MCCC in Vietnam am Morgen des 27.11. Das Rettungsschiff "CSB 2006" lief aus und rettete die Schiffbrüchigen im Laufe des Tages.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter demolierte Korallenriff
(29.11.16) Der unter St. Vincent-Grenadines-Flagge registrierte Frachter "Saga", 2936 BRZ (IMO-Nr.: 9234422), lief am 25.11. gegen sechs Uhr auf Korallenriffe, als er nach Löscharbeiten den Hafen von George Town, Cayman Islands, verlassen wollte. Beim Auslaufmanöver geriet der ins flache Wasser einer Riff-Formation vor dem Paradise Restaurant und dem Eden Rock Tauchcenter. Ein Schlepper machte ihn am 26.11. wieder flott.
Er kehrte zum Hafen von George Town zurück, wo er für die laufenden Untersuchungen vor Anker ging und mit einem Fahrverbot belegt wurde. Chris Bodden, Manager von Paradise Snorkel and Diving, inspizierte den Riffschaden am 26. und am 27.11. Er fand drei Korallenbrocken in der Größe von Pkw losgerissen vor und dokumentierte dies mit Video.
Eine Crew des Department of Environment nahm ebenfalls am 26.11. eine erste Untersuchung vor. Am 29.11. wollte sie das Riff noch gründlicher unter die Lupe nehmen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sechs Gerettete und vier Vermisste nach Kutterunglück vor China
(29.11.16) Vier Menschen wurden vermisst, sechs gerettet, nachdem der südkoreanische Kutter “Man Pyung Ho 909” am Abend des 27.11. vor der chinesischen Stadt Wenzhou sank. Das Schiff mit 10 Mann an Bord war um 19.45 Uhr rund 100 Meilen östlich der Küste der Zhejiang-Provinz in Seenot geraten. Das MRCC in Zhejiang schickte Patroullienboote und bat Kutter in der Nähe um Assistenz. Diesen gelang es, die sechs Mann lebend zu retten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Untergang von Charterkutter forderte wohl acht Tote
(29.11.16) Der Untergang des Angelkutters “Davie” hat offenbar acht Menschenleben gefordert, darunter auch Skipper Bill McNatty. Er hatte am 27.11. gegen 14 Uhr gemeldet, dass er die Barre vor Kaipara Harbour einlaufend queren wollte. Die Wetterbedingungen waren schlecht, der Wellengang hoch. Er vereinbarte mit der neuseeländischen Coastguard, 60 Minuten später wieder Kontakt aufzunehmen.
Als um 15.02 Uhr keine Meldung kam, schlug die Küstenwache Alarm. Es konnten von den 11 Personen an Bord aber nur drei lebend aufgefunden werden. Einer konnte sich schwimmend an Land retten, zwei zog ein Helikopter aus dem Wasser. Die beiden kamen aus Samoa und den Cook Islands.
Bislang wurden sieben Tote gefunden. Die Suche nach dem letzten Vermissten dauerte auch am 29.11. an. Teams suchten aus der Luft und mit Allradfahrzeugen zwischen North- und South Head.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei Gerettete und vier Vermisste nach Kentern von Baggerbarge
(29.11.16) Zwei Personen wurden gerettet, vier vermisst, nachdem die 10 Fuß lange und mit Kies beladene, indonesische Barge „Jin Fiat“ am Abend des 27.11. in stürmischer See drei Meilen vor Kampung Betanak in Pulau Bruit in der Mündung des Rajang River Schlagseite entwickelte und gegen 22 Uhr kenterte. Unter den Vermissten waren der Skipper, ein Kranführer und dessen Frau. Zwei weitere Kranführer und ein Decksmann waren unter den Überlebenden.
Sie konnten sich auf den kieloben in der See treibenden Rumpf der Barge retten und wurden am folgenden Tag von Fischern dort entdeckt. Sie wurden auf eine andere Barge derselben Baggerfirma, die ein Straßenbauprojekt auf der Insel durchführt, gebracht. Das Fire and Rescue Department in Sungai Merah wurde um 8.33 Uhr alarmiert und schickte ein Rettungsteam, das aber am Nachmittag gegen 16 Uhr die Suchaktion wegen stürmischer See abbrechen musste.
Sie sollte am 29.11. fortgesetzt werden. Die “Jin Fiat” war von Kuching kommend am 27.11. gegen 15 Uhr in Pulau Bruit eingetroffen und hatte nahe der Insel Anker geworfen, um die Ladung am 28.11. auf kleinere Fahrzeuge zu löschen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Segelyacht "Dolce Vita" (Bild: Ocean Diving)   Großbild klick!

Mallorca: Yacht nach zwei Wochen in Santa Ponca geborgen
(26.11.16) Nach mehr als zwei Wochen wurde die am 9.11. gestrandete Segelyacht "Dolce Vita" in der Bucht von Santa Ponça im Südwesten Mallorcas am 24.11. geborgen. Sie hatte sich bei starkem Wind im Hafen losgerissen und war auf den Strand gedriftet. Sechs Tauchern der Firma Ocean Diving und zahlreiche Helfer gelang es bei günstigem Wasserstand, die "Dolce Vita" abzubringen und wieder ins offene Meer hinaus zu ziehen.
Das Schiff hatte während seiner Zwangspause keinen großen Schaden genommen. Die "Dolce Vita" war 30 Jahre alt und hatte einen Wert von rund 40.000 Euro, die Bergungskosten lagen bei rund 6000 Euro. Der Eigner war zum Zeitpunkt der Havarie auf der Insel San Martin gewesen. Sein Boot, auf dem er auch wohnte, hatte derweil an einer Mooring gelegen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Containerfrachter "Maersk Patras" (Bild: Pata Lavaca)   Großbild klick!

Maersk Patras nach Brandschaden wieder unterwegs
(26.11.16) Am 25.11. gegen 17 Uhr verließ der unter Singapur-Flagge laufende Containerfrachter "Maersk Patras", 31333 BRZ (IMO-Nr.: 9168221), unbeladen den Hafen von Las Palmas wieder, wo er nach einem Maschinenraumbrand 90 Meilen vor der Küste am 1.11. eingelaufen war. Offenbar waren jetzt die Reparaturen soweit ausgeführt, dass das unbeladene Schiff wieder fahrtüchtig war.
Es nahm auch, anders als erwartet, nicht Kurs auf einen Abwrackhafen, sondern war mit 10 Knoten Fahrt ins türkische Besiktas unterwegs, wo es am 4.12. einlaufen sollte. Die weiteren Pläne mit dem Frachter waren noch unklar.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter lief in Kazakhstan auf Grund
(26.11.16) Der russische Frachter "Araks" 1374 BRZ (IMO-Nr.: 7228962), lief vor Cape Sandy im Kaspischen Meer auf Grund, nachdem der Anker nicht mehr im grund gehalten hatte. Der größere Teil der Crew wurde nach einem Notruf evakuiert, weil das Schiff zu kentern drohte. Ein russischer Ingenieur blieb an Bord. Nach Wetterbesserung sollte die Bergung angegangen werden. Das Schiff hatte 130 Tonnen Abfallöl, 200 Tonnen Öl und 17 Tonnen Müll an Bord.
Quelle:Tim Schwabedissen



Binnenschiff sitzt auf der Donau fest
(26.11.16) Das deutsche Binnenschiff "Bayern", 1442 ts (EU-Nr.: 04002570), mit Heimathafen Regensburg lief am 25.11. in der Mühlhamer Schleife auf der Donau auf Grund. Bei Winzer musste der flussabwärts fahrende Frachter gegen 9.45 Uhr wegen mehrerer Talfahrer vor der Einfahrt in die Mühlhamer Kurve abwarten. Wegen zu starker Abladung und starker Strömung verdriftete das mit 930 Tonnen Soja beladene Schiff ans linke Ufer und kam dort auf dem Kiesbett fest.
Der rumänische Kapitän versäumte es, einen Notruf abzusetzen und versuchte stattdessen durch unerlaubtes Turnen das Schiff freizubekommen. Beamten der Wasserschutzpolizei Deggendorf, die mit ihrem Dienstboot auf Streife waren, fiel der Havarist gegen 11 Uhr auf. Der Schiffsführer wurde daraufhin aufgefordert, seine Versuche, sich zu befreien einzustellen, weil dadurch ein Kieshaufen in der Fahrrinne entstehen könnte, der nachfolgende Schiffe gefährdet. Der Havarist lag außerhalb der Fahrrinne, und eine langsame Vorbeifahrt für die Schifffahrt blieb möglich.
Weil der Schiffsführer den Vorfall nicht gemeldet hatte, musste der Schiffsführer mit einer Anzeige durch die Wasserschutzpolizei rechnen. Am 26.11. sollte gegen Mittag versucht werden, den Havaristen mit Hilfe eines anderen Schiffs wieder freizuschleppen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter mit Stabilitätsproblemen in Civitavecchia
(26.11.16) Der unter Komoren-Flagge laufende Frachter "Semela", 6272 BRZ (IMO-Nr.: 9226695 ), der mit einer Crew aus Bulgarien und der Ukraine in Civitavecchia lag, wurde nach dem Auftreten von Stabilitätsproblemen bei Ladearbeiten von den italienischen Behörden mit einem Fahrverbot belegt. Als die Küstenwache an Bord eine Hafenstaatskontrolle durchführte, stellte sie insgesamt 18 Mängel fest, die u.a. die Vertrautheit der Crew mit Arbeitsplatzsicherheit und dem Umgang mit Notsituationen betrafen. Das Schiff war am 21.11. von Ashdod kommend eingelaufen. Nach der Festlegung mussten auch die Ladearbeiten eingestellt werden, bis ein Fortschritt bei der Beseitigung der Mängel bei weiteren Kontrollen festzustellen ist.
Quelle:Tim Schwabedissen



Nächste Fedje-Fähre havariert
(26.11.16) Neuerlicher Schlag für die Fährlinie Sævrøy – Fedje. Als am 25.11. gegen 17 Uhr die norwegische Fähre "Utne", 1160 BRZ (IMO-Nr.: 9740720), die dort die derzeit in Bergen zur Reparatur ihres eigenen Strandungsschadens liegende "Ferjefjord" ersetzte, den Hafen von Sævrøy ansteuerte, erlitt sie einen Maschinenausfall. Das Schiff driftete auf Grund und gegen den Anleger und musste aus dem Betrieb genommen werden.
Da nun kein Fahrzeug mehr für den Dienst zwischen Austrheim und Fedje vorhanden war, musste Norled zunächst ein Passagierboot auf die Route bringen, das seinen Betrieb gegen 20 Uhr aufnahm. Ein Taucher wurde angefordert, der den Rumpf der „Utne“ im Laufe des Abends inspizieren sollte, um herauszufinden, was genau geschehen war.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter lief in Passo de Torres auf Strand
(26.11.16) Am 25.11. lief ein Kutter gegen 10 Uhr in Praia dos Molhes in Passo de Torres im Süden von Santa Catarina auf Grund. Er wollte mit seiner zehnköpfigen Crew die Barre des Mampituba River queren. Es gelang der Feuerwehr und einem Boot, eine Schleppverbindung zu anderen Kuttern herzustellen. Nach dreieinhalb Stunden konnte der Kutter wieder flottgemacht werden. Wegen starken Wassereinbruchs musste er danach aber mit Pumpen schwimmfähig gehalten werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Historisches Wrack auf Lake Ontario entdeck
(26.11.16) Das 144 Jahre alte, gut erhaltene Wrack des Schoners “Black Duck” wurde in 350 Fuß Tiefe jetzt auf dem Grund des Lake Ontario entdeckt und identifiziert. Die Forscher Jim Kennard und Roger Pawlowski aus New York gaben den Fund am 25.11. bekannt, drei Jahre, nachdem sie den 51 Fuß langen Einmaster erstmals vor Oswego mit Sidescan-Sonar ausgemacht hatten.
Das Schiff sank durch einen Wassereinbruch in einem Sturm am 8. August 1872 auf der 40 Meilen langen Fahrt von Oswego nach Sackett's Harbor. Der Kapitän, seine Frau und der Decksmann konnten sich retten. Es soll das einzige erhaltene Flachbodenschiff auf den Großen Seen sein. Diese einfach konstruierten Fahrzeuge konnten auf den Strand laufen und waren mit dieser Konstruktion die Ausnahme in den Gewässern.
Die “Black Duck” war die bislang jüngste Entdeckung auf dem Lake Ontario von Pawlowski, aus Rochester, und Kennard aus Fairport. Gemeinsam mit Roland "Chip" Stevens hatten sie früher in diesem Jahr die Sloop „Washington“, die 1803 im Sturm unterging, gefunden, das zweitälteste Wrack der Großen Seen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fünf Tote und drei Vermisste nach Kentern von Kutter
(26.11.16) Am 26.11. gegen 15.30 Uhr kenterte der neuseeländische Charterkutter “The Francie” von Bill McNatty vor dem North Head von Kaipara Harbour mit 11 Personen an Bord beim Versuch, die Barre zu queren. Drei Menschen konnten lebend vom Auckland Westpac Rescue Helicopter gerettet und ins North Shore Hospital gebracht werden, fünf wurden tot geborgen. Drei weitere wurden noch vermisst.
Ein Eagle-Helikopter der Polizei und die neuseeländische Coastguard starteten eine Suchaktion. Zwischen dem South Head und de, Te Oneone Rangatira Beach. Sie wurde am Abend unterbrochen und sollte am 27.11. fortgesetzt werden. Das Schiff war nicht überladen gewesen, es war für bis zu 20 Fahrgäste lizensiert und hatte eine zweiköpfige Crew. 2012 barg der Kutter die 12 Meter lange Ketsch “Ceeval de Mer”, die mehrere Tage auf Drift gewesen war und zu stranden drohte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Touristenboot brannte vor Hurghada
(26.11.16) Am Morgen des 25.11. brach auf einem Touristenboot südlich von Hurghada ein Feuer aus. Die Marine schickte Einsatzkräfte, den Brand zu löschen. Ein Kurzschluss könnte zu dem Feuer in einer Schalttafel geführt haben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter nach Gavdos geschleppt
(26.11.16) A m25.11. wurde der ukrainische Kutter “097” von der “Vice-Admiral Kulakov” bei Gavdos griechischen Rettungskräften übergeben. Der 32 Meter lange und 6,5 Meter breite Kutter aus Mariupol hatte in stürmischer See am 21.11. Wassereinbruch im Maschinenraum erlitten. Rauch war aus der Maschine ausgetreten, und dann fiel sie aus. Das Schiff driftete zwei Tage in der See. Ein Crewmitglied hatte eine Handverletzung erlitten. Am Morgen des 24.11. fing die “Vize-Admiral Kulakov” einen Notruf der sieben Ukrainer auf und nahm den Havaristen auf den Haken.
Quelle:Tim Schwabedissen



Flusskreuzfahrer steckte unter Brücke fest
(26.11.16) Das amerikanische Flussfahrgastschiff “American Star”, 1973 BRZ (IMO-Nr.: 9427615), kollidierte am Abend des 25.11. gegen 19 Uhr mit der Main Street Bridge in Jacksonville, Florida. Es havarierte bei einem Drehmanöver, um zum Anlegen an die Nordbank zu kommen, als es von der Strömung erfasst wurde. Es steckte mehrere Stunden unter der Brücke fest, die eigentlich eine Durchfahrtshöhe von 36,5 Fuß hat. Menschen wurden nicht verletzt.
Das Florida Department of Transportation untersuchte das Bauwerk auf Schäden, ehe es vom Jacksonville Sheriff’s Office um 23.45 Uhr wieder für den Verkehr freigegeben wurde. Das 100 Meter lange Flusskreuzfahrtschiff konnte von einem Schlepper zuvor unter der Brücke wieder herausgezogen und festgemacht werden. Die Coast Guard leitete eine Untersuchung ein.
Das 63 Meter lange Schiff der American Cruise Lines kann 100 Passagiere aufnehmen und bietet die “Great Rivers of Florida Cruise” durch Nordost-Florida und über den St. Johns River mit Stopps in Palatka, Lake George und Green Cove Springs an. Es war um 11.38 Uhr in St. Augustine abgefahren und war mit 9,2 Knoten unterwegs, als es an der Kreuzung von St. Johs Riber und Intracoastal gegen 16.45 Uhr eintraf.
Quelle:Tim Schwabedissen



Philippinische Fähre gestrandet
(26.11.16) Die Fähre “Super Shuttle Ferry 3” lief am 25.11. in Sante Fe auf Bantayan Island in Nord-Cebu auf Grund, nachdem sie sich losgerissen hatte. Das Schiff der Asian Marine Transport Corp. wurde bei hohem Seegang weggetrieben, ehe sie bei Hilantagaan Island, 3,5 Kilometer vom Anleger entfernt, strandete.
Die 12-köpfige Crew blieb unversehrt. Das Schiff hatte seit zwei Tagen im Hafen zur Reparatur gelegen, nachdem es Probleme mit dem Propeller gegeben hatte. Die “Super Shuttle Ferry 3” läuft auf der Route Sta. Fe – Hagnaya Port.
Quelle:Tim Schwabedissen



deutsche Yacht “Noah” (Bild: SY Noah)   Großbild klick!

Kanarische Inseln: Deutsche Yacht beim ARC Transatlantic Race aufgegeben
(25.11.16) Die 13 Meter lange, deutsche Yacht “Noah” (MMSI-Nr.: 211501910), die an der ARC Transatlantic Rallye teilnahm, geriet am 23.11. in Seenot. Die Crew, Skipper Alexander Grefrath, seine Frau Alexandra, die beiden Söhne im Alter von 12 und 10 Jahren sowie Jörg Zeibig wurden von dem britischen Forschungsschiff „James Cook“, 5401 BRZ (IMO-Nr.: 9338242), gerettet.
Die Yacht, eine aus Aluminium erbaute BM39 im Berckemeyer Yacht-Design, hatte drei Tage nach dem Start der Regatta von Las Palmas nach Saint Lucia am 21.11. rund 340 Meilen südwestlich das Abgangshafens starken Wassereinbruch erlitten. Es gelang nicht, das Leck zu finden, deshalb kontaktierte der Skipper um 12.18 Uhr die ARC Rallye-Leitung und wurde von dieser per Email beraten. Dennoch konnte der Wassereinbruch nicht gestoppt werden.
Um 14.09 Uhr, als der Wasserpegel über die Höhe der Batterien und der Pumpen stieg und diese daraufhin ausfielen, funkte die Yacht Mayday. Mit den Handpumpen konnte der Wassereinbruch auch nicht mehr kontrolliert werden.
Der Notruf wurde vom MRCC Teneriffa und mehreren der ARC-Yachten aufgefangen. Die am nächsten stehenden Boote, die “Ocean Dream”, “White Satin” und “Step by Step 2”, nahmen Kurs auf die “Noah”. Auch die „James Cook” meldete sich, und nachdem diese die Rettung übernommen hatte, setzten die anderen Yachten ihre Fahrt fort.
Um 16.45 Uhr wurde die “Noah” mittels einer Rettungsinsel evakuiert, und das Forschungsschiff nahm wenig später mit den Schiffbrüchigen an Bord Kurs auf Santa Cruz de Tenerife, wo es am Morgen des 25.11. gegen neun Uhr einlief. Hier wurden sie wohlbehalten abgesetzt. Die Drift der Yacht wurde mit deren YellowBrick YB3-Satelliten-Tracker weiter überwacht. Sie sank schließlich auf 4.000 Metern Wassertiefe.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter „Nuevo Real Madrid” im _Schlepp (Bild: Salvamento Maritimo)   Großbild klick!

Spanischer Kutter trieb vor Gibraltar
(25.11.16) Am 24.11. erlitt der spanische Kutter „Nuevo Real Madrid” Maschinenausfall vor Algericas. Das Schiff trieb manövrierunfähig in der Straße von Gibraltar. Das Rettungsboot „Salvamar Dubhe“ (MMSI-Nr.: 224023260) von Salvamento Maritimò wurde alarmiert und warf um 11.20 Uhr vom Liegeplatz Darsena de El Saladillo los.
Es nahm den Havaristen in dem vielbefahrenen Seegebiet bei ruhigem Wetter ohne Probleme auf den Haken. Zwei Stunden später lag der Kutter sicher im Hafen von Algeciras.
Quelle:Tim Schwabedissen



Russische Marine schleppte ukrainischem Kutter nach Gavdos
(25.11.16) Das U-Jagdschiff “Vize-Admiral Kulakov” der russischen Nordmeerflotte kam am 24.11. im Mittelmeer dem ukrainischen Kutter 097 zu Hilfe, der im Mittelmeer um 8.20 Uhr Mayday gefunkt hatte. Zwei der sieben Crewmitglieder brauchten medizinische Hilfe. Um 9.45 Uhr waren die Russen vor Ort und setzen ein Boardingteam über, das erste Hilfe leistete. Die Rettungsaktion wurde durch stürmisches Wetter verkompliziert.
Auch musste entschieden werden, ob das beschädigte Schiff evakuiert werden musste oder ob ein Abschleppen möglich ist. Es hatte bereits seit dem 21.11. nach Maschinenausfall manövrierunfähig im Meer getrieben. Schließlich wurde der Havarist von dem Zerstörer gen Kreta auf den Haken genommen und 140 Meilen weit zu einem Ankerplatz vor der Insel Gavdos 30 Seemeilen südlich der Insel gezogen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Donau nach Bergung von Schubverband wieder frei
(25.11.16) Am 23.11. verholte der von seinem aufgelaufenen Schubverband abgekoppelte Schlepper “Barbara Blomberg" (MMSI-Nr.: 211431200) auf der Donau nach Deggendorf, wo er um 13 Uhr im Alten Hafen festmachte. Der Schubleichter saß zunächst noch weiter bei Flusskilometer 2267,1 fest, wo er am 20.11. aufgelaufen war. Die Sonnenblumenkernladung wurde im Laufe des Tages geleichtert und der Leichter dann von der "Stark" ebenfalls nach Deggendorf gebracht.
Bevor der Fluss aber wieder für den Verkehr freigegeben werden konnte, musste der Grund zunächst noch gepeilt und aufgehäuftes Sediment wieder abgebaggert werden. Nachdem dann die Fahrwassertonne auch wieder ausgelegt war, konnte er für den talfahrenden Verkehr um 15 Uhr und die bergfahrende Schifffahrt um 19 Uhr wieder freigegeben werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei Tote bei Unfall auf Frachter Bremer Reederei
(25.11.16) Am 22.11. um 14.35 Uhr kam es zu einem folgenschweren Unfall auf dem unter Antigua Barbuda-Flagge laufenden Frachter "Palmerton", 11473 BRZ (IMO-Nr.: 9501863), von Harren & Partner in Bremen vor der Küste von Zeebrugge. Bei Arbeiten an einem der Rettungsboote löste sich dieses unvermittelt aus seinen Davits. Ein Crewmitglied wurde auf Deck geschleudert, ein zweites ging über Bord.
Der Verletzte wurde von einem Hubschrauber in ein Krankenhaus in Brügge geflogen, wo er tags darauf starb. Nach dem zweiten Mann wurde eine Suchaktion bei Tonne 8 durch einen NH90-Helikopter, Polizeikräfte und den Seenotdienst gestartet. Die Wassertemperatur betrug 12 Grad.
Die Suche wurde am Abend ergebnislos eingestellt. Beide Verunglückten kamen aus der Ukraine. Der Frachter brach seine Reise nach Frankreich ab und kehrte am Abend gegen 20 Uhr nach Zeebrugge zurück, wo er seither am dortigen Containerterminal lag.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ein Toter bei Arbeitsunfall auf Black Watch in Hamburg
(25.11.16) Bei Arbeiten an dem unter Bahamas-Flagge laufenden Kreuzfahrtschiff "Black Watch", 28613 BRZ (IMO-Nr.: 7108930), in Dock 11 von Blohm & Voss in Hamburg kam es in der Nacht zum 22.11. um 2.15 Uhr zu einem schweren Unfall mit einem Toten und einem Schwerverletzten. Die beiden Gerüstbauer eines Subunternehmers waren dabei, an der Antriebsanlage ein Gerüst zu errichten. Dabei löste ein massiver Stahlträger und klemmte einen Mann ein, der andere wurde von ihm gestreift.
Dieser wurde schwer verletzt gerettet und kam zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus, der zweite Arbeiter konnte von den Rettungskräften nur tot geborgen werden. Der genaue Unfallhergang wurde von der Kriminalpolizei untersucht. Der Einsatz von Subunternehmern durch die Werft für derlei Arbeiten ist Usus.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachtger lief bei Ramallo auf Grund
(25.11.16) Der liberianische Bulkcarrier "Agios Sostis", 41342 BRZ (IMO-Nr.: 9473133) lief am 20.11. unweit von Ramallo auf dem Paraná auf Grund. Am späten Nachmittag wurde des 24.11. wurde er wieder flottgemacht und unweit der Unglücksstelle assistiert von zwei Schleppern verankert. Das Schiff war unterwegs von Ramallo nach Bahia Blanca.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter bei Sandved gestrandet
(25.11.16) Am 24.11. um 13.11 fing das Rettungszentrum in Südnorwegen den Notruf eines Kutters auf, der bei Sandved westlich von Karmøy in Seenot war und auf die Küste zutrieb. Es befand sich zu diesem Zeitpunkt noch 10 Meter vom Ufer entfernt. Ein Helikopter erreichte die Unglücksstelle binnen weniger Minuten. Um 13.45 Uhr hatte sich die zweiköpfige Crew des Kutters bereits an Land gerettet.
Der Hubschrauber landete neben ihnen. Der Kutter rollte inzwischen am Felsufer in der Brandung und sollte vom Rettungsboot „Bergen Kreds“, das ebenfalls eingetroffen war, geborgen werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Binnenschiff in Amsterdam
(25.11.16) In der Nacht zum 25.11. kam es zu einem Feuer auf einem Binnenschiff im Westerpoort in Amsterdam. Der Brand entstand durch eine Überhitzung der Ladung im Laderaum neben dem Maschinenraum. Die Feuerwehr rückte zunächst mit sieben Fahrzeuge an. Es wurden aber nur zwei zur Brandbekämpfung benötigt. Die Crew konnte ihr Schiff unversehrt verlassen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gesunkenes Sportboot wird bei Ommane geborgen
(25.11.16) Am Morgen des 24.11. trafen Arbeiter und Feuerwehr aus Larvik mit einem Arbeitsschiff an der Untergansstelle eines Sportboots, das seit Wochen vor dem Strand südlich von Ommane in Eftang lag, ein, um dieses zu bergen. Es war am Abend des 7.10. vor Svenner mit Wassereinbruch in Seenot geraten. Als das an jenem Abend um 21.20 Uhr alarmierte Rettungsboot “Stormbull“ vor Ort eintraf, war es bereits im Sinken begriffen. Der Skipper wurde um 21.40 Uhr in einem Schlauchboot gefunden. Er wurde gerettet und nach Stavern gebracht. Sein Boot wurde vom Küstenwachboot „Tor“ Richtung Küste geschleppt, wo es dann bis übers Oberdeck wegsackte. Seitdem hat die Brandung dem Wrack stark zugesetzt und die Decksaufbauten teilweise zerschlagen.
Nun endlich gab die Versicherung grünes Licht dafür, dass das Wrack auf ihre Kosten durch die Hafenbehörde von Larvik entfernt werden konnte. Eine Umweltgefahr ging von dem Fahrzeug nicht aus, die rund 10-15 Liter Öl im Tank dürften längst ausgelaufen sein. Wie die Bergung genau vonstatten gehen sollte, war indes noch unklar, sie sollte aber bis zum 25.11. abgeschlossen werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Drei Tote bei Kentern von Amazonasfähre
(25.11.16) Am 20.11. kenterte das mit 28000 Ziegeln und einem Auto beladene, brasilianische Fährboot “Capitão Luís Felipe em Santarém“ auf dem Amazonas nahe der Carariacá-Kommune in der Arapixuna-Region. An Bord waren vier Personen Der Kapitän wurde von einem passierenden Boot gerettet, die zwei Fahrgäste und der Decksmann blieben zunächst verschwunden. Am zweiten Tag der Suche wurden das vermisste Crewmitglied und ein Passagier gefunden.
Ein achtjähriges Kind wurde aber weiterhin vermisst. Die Feuerwehr und das Militär suchten auch am 25.11. noch nach ihm. Das Suchgebiet wurde flussabwärts ausgeweitet. Das Wrack wurde am Nachmittag des 23.11. kieloben nach Santarem gebracht, um dort die Ursachen des Unfalls zu untersuchen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Suche nach überfälligem Trawler vor Hervey Bay
(25.11.16) Eine Suchaktion war im Gange nach einem australischen Trawler mit einer dreiköpfigen Crew im Alter von 60 bis 24 Jahren, der vor der Küste der Hervey Bay vermisst wird. Das Schiff war am 11.11. um 21.45 Uhr aus Urangan ausgelaufen und sollte am 18.11. zur Sunshine Coast zurückkehren.
Der letzte Funkkontakt bestand am Morgen des 12.11., als das Schiff auf Ostkurs durch Breaksea Spit war. Die Polizei in Hervey Bay assistiert von der RACQ LifeFlight Rescue startete eine Suchaktion zu Wasser und aus der Luft zwischen Busted Head und Urangan.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter "Vertrauen - SK 42" (Bild: KNRM)   Großbild klick!

Kieler Kutter vor Lauwersoog abgeschleppt
(24.11.16) Der deutsche Kutter "Vertrauen - SK 42", 83 BRZ (MMSI-Nr.: 211288860), erlitt vor Lauwersoog im Westgat am 23.11. Maschinenschaden. Das Boot der KNRM-Station Schiermonnikoog war rasch vor Ort und nahm den Havaristen in Schlepp. Das Rettungsboot "Annie Jacoba Visser" stieß aus Lauwersoog hinzu und fungierte als Steuerschlepper.
Der 23,3 Meter lange und in Kiel registrierte Kutter, der von Urk aus operiert, wurde in den Hafen von Lauwersoog eingeschleppt und kehrte am 24.11. nach Reparatur um 3.15 Uhr auf die Fanggründe vor Holland zurück.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter im Langesundsfjord gestrandet
(24.11.16) Der 11 Meter lange, norwegische Kutter „Siva“, 6 BRZ (MMSI-Nr.: 257084940), erlitt am Abend des 22.11. gegen 18 Uhr Maschinenausfall knapp unterhalb der steilen Klippen des Leuchtturms von Langøya im Langesundsfjord. Er war auf der Rückfahrt in den Hafen gewesen, nachdem er einen Krebsfang aufgeholt hatte. Das Schiff hatte offenbar eine Leine in den Propeller bekommen.
Fischer Trond Jensen (59) aus Langesund setzte einen Notruf an Tjømes-Radio ab. Wenig später setzte sein Schiff bei stürmischem Südwind auf den Felsen auf und legte sich stark nach Steuerbord über. Der Fischer musste sich auf die hochliegende Backbordseite flüchten. Er wurde vom Rettungsboot "Uni Kragerø" unter dramatischen Umständen gerettet.
Es war auf dem Weg zu einer Übung in Langesund gewesen und traf nach einer Stunde vor Ort ein. Es konnte sich der Unglücksstelle aber nur auf 100 Meter annähern. Der Kutter war erheblich beschädigt und leckgeschlagen. Die Bergungsfirma Brevik Shipping wurde inzwischen angeheuert, um den 1977 erbauten Kutter am Morgen des 24.11. auf eine Barge zu heben und in den Hafen zu bringen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tide SJO A/S nach dritter Havarie in Fährnot
(24.11.16) Auch die letzte Reserve-Fähre in Oslo, die "Fitjar", 740 BRZ (IMO-Nr.: 7321922), fiel am 23.11. aus und musste am Kai des Fährterminals in Kvanndal liegenbleiben, um repariert zu werden. Es hatte Probleme mit Überhitzung und dem Kühlungssystem gegeben. Der Ausfall sorgte für große Probleme für den Fahrzeugverkehr in der Region.
Das Schiff war im Einsatz als Ersatz für die "Utje", die aus dem Dienst Kvandal-Utne nach Fedje hatte abgezogen werden müssen, um im Fährdienst Fedje - Austrheim eingesetzt zu werden. Dort war am 22.11. die "Fedjefjord" 2232 BRZ (IMO-Nr.: 9236767), ausgefallen, nachdem sie in Sævrøy auf Grund gelaufen war, wobei der Azimut-Antrieb abgerissen war. Das Schiff war daraufhin nach Laksevåg in Bergen geschleppt worden, wo zunächst die drei Autos, die sie geladen hatte, gelöscht wurden, ehe es am 23.11. gegen acht Uhr zur Reparatur bei den Noryards der Bergen Group BMV ging. Diese würde mehrere Wochen andauern.
Außerdem war am 29.10. die Fähre "Strand" im Dock der LOS Marines at Rubberstadneset bei einer routinemäßigen Überholung einem Feuer zum Opfer gefallen. Am 22.11. waren vier Vertreter der sogenannten "Scandinavian Star"-Kommission in Bømlo zu einer Inspektion an Bord des weiterhin dort liegenden Wracks gegangen.
Die Kommission war am 12.5. vom norwegischen Parlament ins Leben gerufen worden als Konsequenz aus dem verheerenden Großbrand an Bord der "Scandinavian Star“, dem 1990 159 Menschen zum Opfer fielen. Die Kommission ließ sich von Feuerwehrchef Ove Halleraker und Vertretern der Los Marine Bericht erstatten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter nach Haugesund eingeschleppt
(24.11.16) Am 22.11. erlitt der norwegische Frachter "Biostar", 1461 BRZ (IMO-Nr.: 9226176), Maschinenschaden und wurde beim Ansteuern von Karmsundet manövrierunfähig. Das Rettungsboot "Bergen Kreds" der NSSR-Station Haugesund wurde zur Assistenz gerufen und schleppte den Havaristen gegen 10 Uhr in den Hafen von Haugesund ein. Um 19.30 Uhr lief die “Biostar” nach Reparatur wieder aus und nahm Kurs auf Fischfarmen an der norwegischen Küste.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter vor Alexandria gestrandet
(24.11.16) Der maltesische Bulkcarrier "Robusto", 88930 BRZ (IMO-Nr.: 9386512), lief am 22.11. in der Einfahrt des Hafens von Alexandria auf Grund. Das Schiff war mit einer Ladung Eisenerz am 6.11. aus Narvik ausgelaufen. Sie sollte bei El Dekheila, Alexandria, gelöscht werden. Eine Bergungsfirma wurde beauftragt, den Frachter wieder flottzumachen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Drei Mann von gesunkenem Kutter gerettet
(24.11.16) Die US Coast Guard rettete am 23.11. die dreiköpfige Crew des Kutters “Marion J”, der 35 Meilen südwestlich von Cape San Blas, Florida, gesunken war. Die Coast Guard Mobile fing um 1.44 Uhr ein Mayday auf, nachdem das Schiff Wassereinbruch erlitten hatte. Der Skipper hatte gemerkt, dass der Diesel nicht mehr richtig lief.
Als er nach dem Rechten sah, fand er den Maschinenraum halb unter Wasser stehend vor. Die Crew ging in eine Rettungsinsel. Ein 45-Fuß-Boot lief von der Coast Guard Station Panama City, aus, ein MH-65 Dolphin Helikopter startete von der Air Station New Orleans, eine HC-144 Ocean Sentry vom Aviation Training Center in Mobile, Alabama sowie ein weiterer MH-60 Jayhawk von der Air Station Clearwater, Florida.
Dieser lokalisierte die Schiffbrüchigen 20 Meilen vor der Küste dank eines Stroboskoplichts, setzte einen Rettungsschwimmer ab und zog sie um 4:40 Uhr an Bord. Sie wurden dann zur Air Station Clearwater gebracht. Von dort ging es am selben Tag auf die Heimreise.
Quelle:Tim Schwabedissen



Öl wird aus gesunkenem Landungsboot abgepumpt
(24.11.16) Die US Coast Guard überwachte die Bergungsarbeiten an einem Landungsboot, das am 22.11. auf dem Sacramento River bei Rio Vista gesunken war. Der Eigner hatte damit die Parker Diving and Salvage und die Patriot Environmental Services beauftragt, die eine Ölsperre um das Schiff auslegten und das Öl abpumpten. An Bord waren neben 175 Gallonen Diesel im Treibstofftank auch ein 100-Gallonen-Tank eines Wasserlasters. Das Kandungsboot hatte einen vier Inch langen riss an Steuerbordseite. Ein Helikopter der Coast Guard stellte bei einem Kontrollflug einen dünnen Ölfilm fest.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht mit Feuer an Bord drohte unter Feuer zu geraten
(24.11.16) Am Morgen des 23.11. brach auf der Yacht “Mystic Rhythm” zwei Meilen östlich von Simonstown ein Feuer aus. Das Boot drohte dann in das Schießgebiet eines Manövers zu treiben. Ein Patroullienboot der südafrikanischen Marine kam der Yacht aber noch rechtzeitig zu Hilfe und nahm es in Schlepp. Zuvor wurde der Brand im Motorraum gelöscht. Das Boot wurde zu seinem Liegeplatz am False Bay Yacht Club (FBYC) gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Binnenschiff mit Schwelbrand in der Ladung nach Brüssel eingelaufen
(24.11.16) In Flämisch-Brabant brach am 23.11. ein Feuer auf einem Binnenschiff aus, das auf dem Brüssel-Schelde-Kanal mit einer Ladung Eisenspäne unterwegs war. In der Ladung war ein Schwelbrand entstanden. Das Schiff stoppte in Kapelle-op-den-Bos, aber es wurde beschlossen, die Weiterfahrt nach Brüssel zu erlauben, weil der dortige Hafen besser ausgestattet war, um das Schiff zu entladen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trimaran trieb herrenlos vor Cherbourg
(24.11.16) Der Trimaran „Sauticot Bay" trieb am 22.11. ohne Besatzung 55 Meilen nordöstlich von Cherbourg in der See, nachdem er sich von seinem Anker losgerissen hatte. Das CROSS Jobourg schickte einen Cayman-Helikopter der Marinebasis Maupertus und eine Falcon 50, um das Boot, das eine Gefährdung der Schifffahrt darstellte, zu suchen. Da sie nicht fündig wurden, setzte die französische Marine am 23.11. die "Elan" (MMSI-Nr.: 226923000) ab fünf Uhr ein, um den Ausreißer zu suchen.
Um 8.55 Uhr meldete der liberianische Bulckarrier "Rio Tamara", 41218 BRZ (IMO:9673525), der von Quebec nach Ijmuiden unterwegs war, dass er die Yacht mit gebrochenem Mast entdeckt habe. Sofort wurde die "Elan" zu der angegebenen Position dirigiert und konnte die “Sauticot Bay” um 11 Uhr in Schlepp bringen. Sie wurde am frühen Abend in den Hafen von Cherbourg gezogen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Britische Fregatte mit Maschinenschaden abgeschleppt
(24.11.16) Am 23.11. wurde die HMS “Duncan” der Royal Navy zwei Tage nach dem Auslaufen zurück in den Hafen von Devonport geschleppt. Sie gehörte zu einem Verband von vier NATO-Schiffen, außer ihr der „Rhön“ der Bundesmarine, der portugiesischen „Alvares Cabral“ und der spanischen „Almirante Juan de Borbon“, die am Wochenende in der Naval Base Devonport gelegen hatten.
Am 21.11. liefen sie in Richtung Plymouth zu gemeinsamen Manövern aus. Doch zwei Tage darauf tauchte die Fregatte um 11.30 Uhr wieder vor Devonport auf. Sie war antriebslos und wurde geschleppt. Die Marine erklärte, sie habe technische Probleme erlitten, die nun untersucht werden sollten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Einhandsegler vor St. Ives gerettet
(24.11.16) Der Skipper der 31 Fuß langen Segelyacht “Rustler” musste am Morgen des 22.11. gerettet werden, nachdem sein Boot auf der Passage von Cardiff nach Plymouth entmastet worden war. 30 Meilen nordwestlich von St. Ives feuerte er Notraketen ab, die der holländische Frachter „Morgenstond II”, 8999 BRZ (IMO-Nr.: 9367073), auf seiner Fahrt von Takoradi nach Liverpool sichtete und dem Falmouth Coastguard Operations Centre meldete. Dieses schickte einen SAR-Hubschrauber aus Newquay sowie das RNLI Boot „Nora Stachura“ aus St. Ives um 1.30 Uhr zu der angegebenen Position.
Vor Ort waren Windgeschwindigkeiten von 55 Knoten. 25 Minuten später meldete die Falmouth Coastguard, dass der Einhandsegler an Bord der “Morgenstond II” genommen worden war und seine Yacht aufgegeben habe. Daraufhin kehrten die Rettungskräfte zurück.
Quelle:Tim Schwabedissen



Muschelkutter “Captain Jeff” (Bild: New Bedford Fire Department)   Großbild klick!

Auf Grund gesetzter Kutter geborgen und eingeschleppt
(23.11.16) Am 20.11. wurde der Muschelkutter “Captain Jeff”, der beinahe in der Buzzards Bay gesunken war, zur Reparatur zum Fairhaven Shipyard gebracht. Die Coast Guard setzte ihre Untersuchung derweil fort. Das 72 Fuß lange Schiff hatte am 20.11. um 9.30 Uhr rund fünf Meilen vor der Küste nahe Great Ledge plötzlich Wassereinbruch erlitten. Möglicherweise war er auf ein Unterwasserhindernis gelaufen, das den Bug aufriss. Die sechsköpfige Crew wurde abgeborgen und von Towboat US zur Fairhaven’s Pease Park Boat Ramp gebracht. Der Kutter trieb mit steigendem Wasser von der Great Ledge ab, bis er auf der Mosher’s Ledge festkam. Dann machte er sich wieder selbstständig und ging halb unter Wasser liegend auf Drift.
Später gelang es der Tucker-Roy Marine Towing and Salvage in New Bedford, den übers Vorschiff wegsackenden Kutter nach New Bedford einzuschleppen und bei den Butler Flats auf Grund zu setzen. Dort konnte er später ausgepumpt und am Abend zur Werft gebracht werden. Die Arbeit wurde von einem Boot des New Bedford Fire Department abgesichert. Sogar der Fang konnte gerettet werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter notankerte vor Schleuse in Brunsbüttel
(23.11.16) Am 22.11. um 21.10 Uhr erlitt der unter Gibraltar-Flagge laufende Frachter "Delamar", 2779 BRZ (IMO-Nr.: 9528500), der sich auf der Reise von Plymouth nach Södertalke befand, einen Maschinenausfall, als er von der Elbe kommend die Schleusen des Nord-Ostsee-Kanals in Brunsbüttel ansteuerte. Er konnte durch eine Notankerung gestoppt werden. Rasch waren die beiden Schlepper “Wal” und “Parat” vor Ort, die den Havaristen um 21.30 Uhrt auf den Haken nahmen und durch die Südkammer der Schleusen in den Brunsbütteler Binnenhafen zogen, wo er am Südufer an die Dalben ging.
Die „Delamar“ ist 87,9 Meter lang, 13 Meter breit, hat 5,3 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 2279 Tonnen. Sie läuft für die Atobatc Shipping AB in Ystad im Management der Briese Schifffahrts GmbH & Co KG in Leer und wurde 2011 bei den Marine Projects in Danzig erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Hafenfähre "Manhattan" (Bild: USCG)   Großbild klick!

Fähre trieb vor New York
(23.11.16) Die 30 Meter lange und acht Meter breite Hafenfähre "Manhattan" (MMSI-Nr.: 366990540) erlitt am Nachmittag des 22.11. gegen 15.30 Uhr im Hafen von New York Maschinenausfall. Sie trieb mit 100 Fahrgästen an Bord nahe Governors Island auf dem East River. Der Kapitän ließ den Anker fallen, doch wegen der starken Strömung und widriger Wetterbedingungen hielt dieser nicht am Grund. Daraufhin verständigte er die Coast Guard.
Diese richtete zunächst eine Sicherheitszone um die "Manhattan" ein. Vertreter der Coast Guard kamen an Bord, und das Patroullienboot "Sailfish” aus Bayonne, New Jersey, nahm den Havaristen gegen 16 Uhr auf den Haken. Er zog ihn East River hinauf zu Pier 36, wo ein Schlepper ihn übernahm. Um 18 Uhr war das Schiff sicher vertäut, und die Passagiere konnten an Land gehen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schlepper "Lauri" (Bild: Johan Nordstroem)   Großbild klick!

Schlepper sank in Pargas
(23.11.16) Der 17 Meter lange finnische Schlepper "Lauri" (MMSI-Nr.: 230939500) sank am Kai der alten Gasstation in Pargas. Am Abend des 19.11. wurde festgestellt, dass er bei stürmischem Wetter Wassereinbruch erlitten hatte. Das Schiff sackte mit Steuerbordschlagseite bis übers Oberdeck weg, nur das Ruderhaus und Teile der Backbordseite blieben über Wasser sichtbar.
Der Eigner bemühte sich umgehend, eine Bergung in die Wege zu leiten. Allerdings ist der Kai zu marode, um das Gewicht eines Mobilkrans tragen zu können. Deshalb wurde am 22.11. versucht, das Wasser und Öl abzupumpen, um das Schiff leichter zu machen.
Einiges Leichtöl lief auch aus dem Schiffsinnern und trieb im Hafen. Eine Ölsperre wurde ausgelegt, und es wurde erwartet, dass es rasch verdunstet. Der Schlepper war für Arbeiten am Pargas-Nagu Fährterminal eingesetzt worden, lag am Wochenende aber an dem ungenutzen Kai.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter vor Südkorea gesunken
(23.11.16) Ein chinesischer 81-Tonnen-Kutter sank am Nachmittag des 22.11. um 14.20 Uhr vor Südkorea. Die chinesischen Behörden alarmierten die koreanischen Counterparts über das Unglück 167 Kilometer vor Gusan in der Nord-Jeolla-Provinz. Die Coastguard in Gusan schickte ein 3,000-Tonnen-Patroullienboot. Es gelang, alle acht Crewmitglieder zu retten, den letzten Mann nach fünf Stunden. Der Untergang wurde durch stürmische See mit Wellenhöhen von über vier Metern und Windgeschwindigkeiten von bis zu 20 Metern pro Sekunde verursacht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker demolierte Catwalk
(23.11.16) Der griechische Tanker "Delta Pioneer", 62320 BRZ (IMO-Nr.: 9288693), kollidierte am 20.11. mit einem Dalben an Liegeplatz 1 im Hafen von Primorsk. Das Unglück ereignete sich beim Anlegemanöver, als die Hecktrosse zum Steuerschlepper "RN Poseidon" brach. Zwei Sektionen des Catwalks wurden dabei beschädigt. Der Tanker blieb bei dem Zusammenstoß unversehrt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schubverband rammte Donaubrücke
(23.11.16) Am 22.11. gegen sieben Uhr kollidierte der rumänische Schubschlepper "Mercur 308", 180 ts (EU-Nr.: 02321831), der mit sechs mit gut 1000 Tonnen Getreide beladenen Bargen unterwegs war, in Talfahrt mit der Türr István-Brücke auf der Donau bei Flusskilometer 1480,22 in Baja. Einer der Güterschubleichter sank im Mitteljoch, und auch der Schlepper ging unter. Der Skipper wurde gerettet.
Die Feuerwehr vergewisserte sich mit einem Boot, dass sich niemand mehr an Bord des mit den Aufbauten noch aus dem Wasser ragenden Schiff befand. Die Transportbehörde sperrte den Fluss zwischen den Kilometern 1478 und 1486. Die Wracks sollten schnellstmöglich geborgen werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Ölplattform in der Nordssee
(23.11.16) Am 22.11. um 17.30 pUhr brach auf dem unter Bahamas-Flagge registrierten Halbtaucher "Scarabeo 5", 29611 BRZ (IMO-Nr.: 8754970), im Njord-Ölfeld in der Nordsee ein Feuer in einem Maschinenraum aus. An Bord waren 106 Arbeiter, von denen 33 mit drei Hubschraubern evakuiert wurden. 14 von ihnen wurden auf ein in der Nähe befindliches Installationsrig geflogen, die anderen 19 nach Kristiansund.
Ein Mann wurde an Land medizinisch betreut. Die übrigen 73 Crewmitglieder blieben an Bord, und es gelang ihnen, den Brand nach drei Stunden zu löschen. Danach wurde daran gearbeitet, das Rig wieder betriebsfähig zu machen. Die "Scarabeo 5" der Seipem war nicht bei Bohrarbeiten zum Unglückszeitpunkt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre auf Grund gelaufen Propeller abgerissen
(23.11.16) Am 22.11. um 21.12 Uhr lief die norwegische Fähre "Fedjefjord", 2232 BRZ (IMO-Nr.: 9236767), die auf der Route Austrheim-Fedje in Nordhordland verkehrt, nur fünf Meter vom Fähranleger in Sævrøy entfernt auf Grund. Sie kam mit den Propellern fest. An Bord waren fünf Passagiere, die mit einem Rettungsboot an Land gebracht wurden.
Die siebenköpfige Crew blieb an Bord. Die Feuerwehr legte Ölsperren ums Heck aus, weil Hydrauliköl aus der Antriebsanlage auslief. Gegen zwei Uhr am 23.11. konnte der Havarist freigeschleppt werden. Er wurde dann nach Laksevåg gebracht, wo die drei Autos gelöscht wurden. Danach ging es nach Bergen weiter, wo die Fähre gegen acht Uhr festmachte. Wie sich herausstellte, war das komplette Azimut-Propellersystem abgerissen und auf dem Hafengrund zurückgeblieben.
Die Fähre "Utne" wurde von der Kvandal-Utne abgezogen, um im Dienst Fedje-Sævrøy von 10.45 Uhr an eingesetzt zu werden. Die „Fedjefjord” ist 63,5 Meter lang, 13,2 Meter lang, hat einen Tiefgang von 4,5 Metern und eine Tragfähigkkeit von 385 Tonnen. Sie wurde 2001 bei Astilleros Zamakona Pasaia für die Norled erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Landungsboot bei Rio Vista gesunken
(23.11.16) Die US Coast Guard rettete am 22.11. die vierköpfige Crew eines aus dem 2. Weltkrieg stammenden, 70 Fuß langen Landungsbootes, das nahe Rio Vista sank. Die Coast Guard San Francisco wurde gegen 11:30 Uhr alarmiert und schickte ein 29-Fuß-Boot von der Station Rio Vista. Mithilfe eines weiteren Schiffes gelang es, die Besatzung von dem mit einem Wassertanker beladenen Landungsboots abzubergen.
Es konnte halb unter Wasser liegend an einer Pier unweit von Rio Vista gesichert werden. Da Öl auszulaufen begann, wurde die Parker Diving and Salvage, Inc. mit dessen Beseitung beauftragt. Es waren rund 175 Gallonen an Bord zum Unglückszeitpunkt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter hatte Wassereinbruch vor Grand Isle
(23.11.16) Die Coast Guard assistierte am 22.11. dem Kutter “Jennifer & David”, der rund 11 Meilen südlich von Grand Isle, Louisiana, Wassereinbruch erlitten hatte. Die Crew alarmierte die Coast Guard New Orleans um 6:02 Uhr, woraufhin ein 45-Fuß-Boot von der Station Grand Isle sowie das Patroullienboot „Sturgeon“ zu Hilfe kamen. Das Boot war um 7:04 Uhr vor Ort und übergab eine Lenzpumpe. Mit deren Hilfe konnte der Wassereinbruch unter Kontrolle gebracht werden. Danach wurde der Havarist nach Leeville eskortiert, wo er um14:56 Uhr eintraf.
Quelle:Tim Schwabedissen



Boot lief in St. Andrews Bay auf Grund
(23.11.16) Die US Coast Guard kam zwei Bootsfahrern aus St. Andrews Bay, Florida, am 21.11. zu Hilfe, deren 48 Fuß lange “Sea Note” heftig auf Grund gelaufen war. Die Coast Guard Mobile wurde um 16:45 Uhr alarmiert und schickte ein 45-Fuß-Boot der Station Panama City. Eine 70-jährige Frau wurde mit Armverletzungen abgeborgen, außerdem war ein verletzter 15-jähriger an Bord. Die beiden wurden zur City Marina gebracht und dort medizinisch betreut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Erneut Wassereinbruch auf neuem Stealth-Zerstörer
(23.11.16) Der jüngste Stealth-Zerstörer der amerikanischen Marine, die USS “Zumwalt (DDG-1000)”, havarierte am 21.11. beim Transit des Panama-Kanals und muss erst am Kai der früheren U.S. Naval Station Rodman repariert werden, ehe er die Reise zur Naval Station San Diego fortsetzen kann. Die Havarie ereignete sich auf halbem Wege auf Südkurs im Kanal. Es begann mit einem Ausfall der Backbord-Schraubenwelle, und an zwei der vier Halterungen, die die Advanced Induction Motors (AIMs) mit den Propellerwellen verbinden, kam es zu Wassereinbruch.
Die Elektromotoren werden von Gasturbinen betrieben. Beide Wellen mussten stillgelegt und der Transit des Kanals mit Schleppern fortgeführt werden. Es kam auch zu einer Kollision mit einer Schleusenmauer, der Schaden blieb aber kosmetischer Natur.
Bereits im September war es zu einem Wassereinbruch bei der Überführung von den General Dynamics Bath Iron Works, Maine, zur Naval Station Norfolk, Vorginia, an einer der Wellen gekommen. Danach wurden alle vier Schmierölkühlungen ersetzt. Nach der Indienststellung am 15.10. am es zu weiteren Problemen in der Naval Station Mayport. Florida die zu zusätzlichen Reparaturen und Erprobungen führten. In der vergangenen Woche war das Schiff in Columbia. Die “Zumwalt” ist das erste von drei Schiffen seiner Klasse. Die „Michael Monsoor (DDG-1001)” und “Lyndon B. Johnson (DDG-1002)” sind noch im Bau.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter endete auf Strand von Niles Beach
(23.11.16) Stück für Stück zerlegte ein Bagger von Chad Ketchopulos am 22.11. am Niles Beach das Wrack des 54 Fuß langen Kutters „Blue Ocean“. Zuvor war das Schiff 12 Tage nach seinem Untergang auf den Strand gezogen worden. Laster transportierten die Trümmer ab.
Der Rumpf hatte in einem Stück seit sieben Uhr durch die Marine Solutions Inc. aus Gloucester an Land gebracht werden können. Am 23.11. sollte am Niles Beach nach möglicherweise noch vorhandenen Trümmern gesucht werden. Am 21.11. war der Strand gesperrt worden, nachdem Treibgut angeschwemmt wurde.
Die „Blue Ocean“ war 1952 als Muschelkutter “Charlotte G” erbaut worden und in Provincetown beheimatet gewesen. In den 1990ern wurde sie zum Hecktrawler umgebaut. Nachdem sich das Schiff losgerissen hatte, war zunächst gehofft worden, es mit Hebesäcken aufrichten und lenzen zu können, um es dann zu versenken.
Doch diese Versuche scheiterten am Wochenende, und danach machte starker Wind und hoher Wellengang dem Schiff den Garaus.
Eine Barge, die vor Harbor Loop geankert hatte und am Nachmittag des 20.11. angetrieben war, konnte bereits am selben Abend von einem durch den Eigner Charter Contracting geschickten Schlepper wieder flottgemacht und am 21.11. in den Innenhafen gebracht werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zypern: Britisches Seglerpaar strandete bei Paphos
(23.11.16) Vor Paphos wurde am 21.11. ein britisches Paar von der RAF Akrotiri gerettet, nachdem ihre 37 Fuß lange Yacht “Deucalion” aus Tryon bei stürmischer See auf Felsen auf halbem Wege von Paphos und Limassol geraten war. Der Tagestörn wurde zum Seenotfall, nachdem unvermittelt starker Wind aufkam und die Geschwindigkeit von fünf Knoten auf zwei herabsetzte. Als die Dunkelheit kam, rundeten die beiden gerade die Akrotiri-Halbinsel.
Obwohl sie den GPS-Wegepunkten folgten, liefen sie um 18.30 Uhr auf einen Felsen. Sofort feuerten sie Notraketen ab und funkten Mayday. Dann brachten sie eine Rettungsinsel aus.
Soldaten der nahen Base brachten sie dann mit einer Sicherungsleine an Land. Auf den scharfkantigen Felsen erlitten sie dabei Schnittverletzungen und Schürfwunden, blieben ansonsten aber unversehrt. In der Base wurden sie medizinisch betreut und versorgt.
Nach einem Frühstück am 22.11. wurden sie zurück nach Paphos gebracht. Die beiden waren zuvor von Dubrovnik aus um die griechischen Inseln gesegelt, bevor sie im Juni Kurs auf Paphos nahmen, wo sie seither blieben. Ihr Boot sollte am 23.11. geborgen werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schäden an der "Celina Star"
(Bild: Salvamentogob)   Großbild klick!

Kollision vor Algericas
(22.11.16) Am Morgen des 19.11. kam es vor Algericas zur Kollision zweier liberianischer Schiffe. Der Tanker "UACC Shams", 30006 BRZ (IMO-Nr.: 9428360), der von El Ferrol nach Algeciras unterwegs war, stieß mit dem Containerfrachter "Celina Star", 37113 BRZ (IMO-Nr.: 9210086), zusammen, der gerade aus dem Hafen auslief. Die Kollision fand vor dem Strand von Getares statt. Der Tanker erlitt Schäden am Backbordvorschiff, wo das Schanzkleid eingedrückt wurde, der Frachter trug Beulen und Schrammen oberhalb der Wasserlinie an Steuerbordseite an Bug und Heck davon. Beide Schiffe warfen in der Bucht von Algericas Anker zu den Untersuchungen durch die Behörden. Am 22.11. lagen beide Schiffe weiter vor dem Hafen von Algericas vor Anker.
Die „Celina Star“ ist 243,1 Meter lang, 32,2 Meter breit, hat 11,5 Meter Tiefgang und eine
“UACC Shams”: Schäden im Bugbereich
(Bild: Salvamentogob)   Großbild klick!
Tragfähigkeit von 40059 Tonnen. Sie läuft für die Goldenport Shipmanagement Ltd. in Athen und wurde 2001 bei der Samsung Shipbuilding & Heavy Industries Co. Ltd. in Geoje erbaut. Sie lief bis 2001 als “Santa Celina”, bis 2005 als “P&O Nedlloyd Chusan” und bis 2011 nochmals als „Santa Celina“.
Die “UACC Shams” ist 183 Meter lang, 32 Meter breit, hat 13,05 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 49999 Tonnen. Sie läuft für die United Arab Chemical Carriers in Deira und wurde 2009 bei der SPP Shipbuilding Co. Ltd. in Tongyoung als „Tyrrehnian Wave“ erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler vor Ouessant abgeschleppt
(22.11.16) Der französische Trawler "Samana - SN.730720", 90,8 BRZ (MMSI-Nr.: 227317000), erlitt am Morgen des 20.11. südlich von Ouessant Maschinenausfall und alarmierte das CROSS Corsen. Dieses schickte den französischen Marineschlepper "Argonaut" aus Brest zu Hilfe. Er nahm den Trawler mit seiner sechsköpfigen Crew auf den Haken und zog ihn in die Bucht von Douarnenez.
Hier übernahmen der Schlepper " Ville d’Ys" und das SNSM-Rettungsboot "Penn Sardin" den Havaristen und brachten ihn in den Fischereihafen von Rosmeur, wo er gegen 18 Uhr festmachte. Es handelt sich um den ehemaligen Langustenkutter „Eurysthée“ aus Saint-Guénolé-Penmarc’h. Das 22 Meter lange Schiff ist jetzt in Saint-Nazaire beheimatet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bulkcarrier "Saga Sky" (Bild: Ed Connell)   Großbild klick!

Zwei Rettungsaktionen vor Dover erfolgreich abgeschlossen
(22.11.16) Am 21.11. um 15.30 Uhr endete die Rettungsoperation für den angeschlagenen Bulkcarrier "Saga Sky", 29381 BRZ (IMO-Nr.: 9144354), nach dessen Kollision mit der unter Honduras-Flagge registrierten Barge "Stema Barge II", 31510 tdw, als er mit Schlepperhilfe am Dover-Kai der Werft Damen Arno in Dünkirchen festmachte. Am Vortag gegen 10 Uhr hatte das MRCC in Dover, das die Aktion koordinierte, die französischen Behörden um Entsendung eines Schleppers ersucht. Das Maritime Operations Center (COM) Cherbourg, gemeinsam mit CROSS Gris-Nez, schickte daraufhin die "Abeille Languedoc" aus Boulogne-sur-Mer.
Gegen 10:50 Uhr bargen die britischen Behörden 12 Mann der 23-köpfigen Frachtercrew aus der Luft ab. Vorsorglich alarmierte das COM Cherbourg auch einen Dauphin-Helikopter der Marinebasis Le Touquet sowie das Ölbekämpfungsschiff "VN Sapeur“ in Brest. Am Nachmittag baten die Briten die französischen Counterparts, ein Interventionsteam auf dem Havaristen abzusetzen, um dessen Lage zu eruieren und technische Expertise zur Risikoeinschätzung vor Ort zu haben.
Der Bericht des Evaluationsteams besagte, dass die Steuerbordseite zwar schwer beschädigt war, aber die Integrität der inneren Rumpfhülle weiter gegeben war und die Schotten des Maschinenraums hielten. Maschine und Ausrüstung seien in gutem Zustand. Gegen 20 Uhr holte der Dauphin die französischen Experten wieder ab.
Das Dover MRCC autorisierte den Bulkcarrier, bis zur Wetterberuhigung in der Nähe von Dover zu warten, bis eine Eskorte bereits war. Am 21.11. wurde ein Assistenzkontrakt zwischen den Schiffseignern und Les Abeilles für den Transit nach Dünkirchen unterzeichnet. Gegen sieben Uhr ging die "Saga Sky" ankerauf und nahm, eskortiert von der inzwischen eingetroffenen "Abeille Languedoc“, die Fahrt nach Dünkirchen auf, wo sie am frühen Nachmittag eintraf.
Am selben Tag, als die “Saga Sky” havarierte, meldete das Dover MRCC dem CROSS Gris-Nez, dass der holländische Tanker "Coastalwater", 2140 BRZ (IMO-Nr.: 9205158), im Sturm Angus rund 3,5 Meilen vor der englischen Küste beschädigt worden war. Er benötigte ebenfalls die Assistenz der "Abeille Languedoc". Der Tanker machte in Dover um 4.10 Uhr desselben Tages fest, während die "Abeille Languedoc" die Eskorte der "Saga Sky” durchführte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sturm fegte Container über Bord
(22.11.16) Am 20.11. fegte der Sturm Angus mehrere Container von Deck des Schweizer Binnenschiffes "Freienstein", 4044 ts (EU-Nr.: 02333677), am Uniport Multipurpose Terminal im Waalhaven Noord in Rotterdam. Die Container waren vierlagig auf Deck gestaut gewesen und stürzten dann nach Backbord um. Einige fielen ins Wasser und trieben durch den Hafen. Der 135 Meter lange und 15 Meter breite Frachter war am 20.11. von Mainz kommend in Rotterdam eingelaufen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bulkcarrier nach Unfallflucht aufgespürt
(22.11.16) Der unter Marshall Islands-Flagge laufende Bulkcarrier "Star Eleonora", 85957 BRZ (IMO-Nr.: 9212113), kollidierte am 18.11. mit enem taiwanesischen 53-Tonnen-Kutter vor den Philippinen, setzte die Reise aber fort, ohne zu stoppen. Der Kutter erlitt zwar schwere Schäden am Bug, blieb aber schwimmfähig und konnte, eskortiert von einem anderen Fischereifahrzeug, die Rückfahrt nach Taiwan antreten. Die siebenköpfige Crew, sechs Indonesier und ein taiwanesischer Skipper, war unversehrt geblieben.
Die Behörden von Taiwan lokalisierten den Frachter in Gewässern östlich von Taiwan und wollten ihn festhalten. Das Schiff änderte unterdessen seinen Zielhafen am 19.11. von Yingkou, China, nach Zhoushan. Er war unterwegs von Newcastle, Australien, nach China.
Quelle:Tim Schwabedissen



Aufgelaufener Schubverband blockiert die Donau
(22.11.16) Am 20.11. um 20.40 Uhr lief auf der Donau an der Mühlhamer Schleife bei Osterhofen im Landkreis Deggendorf der deutsche Schubschlepper "Barbara Blomberg", (EU-Nr.: 05700380) mit einem Schubleichter auf Grund und blockierte seither die Wasserstraße. Das Wasserwirtschaftsamt Deggendorf und die Wasserschutzpolizei waren vor Ort. Der Verband war auf dem Weg von der Slowakei nach Amsterdam. Der Schiffsführer hatte auf der falschen Seite an einer Fahrwasserbegrenzung passiert und deshalb unterhalb der alten Fährstelle bei Ruckasing auf eine Sandbank aufgelaufen.
Nach einer zunächst einseitigen Sperrung war die Donau am 22.11. in beiden Richtungen nicht mehr befahrbar, da ein Teil der Fracht mit einem Bagger umgeladen werden musste. Am 22.11. waren dazu die „Chateau Chalon“ (MMSI-Nr.: 211745910) sowie das Baggerschiff „Horst Felix“ (MMSI-Nr.: 211524860) und die „Regen“ des Wasser- und Schifffahrtsamts vor Ort. Wie lange die Sperrung dauern würde, war noch unklar.
Andere Donauschiffer mussten derweil in Liegestellen in Vilshofen und Deggendorf warten. An Bord des Havaristen waren sechs rumänische Crewmitglieder. Der Verband war186 Meter lang und hatte 2758 Tonnen Sonnenblumenkerne geladen. Die Unfallstelle lag in einer 90-Grad-Kurve mit sich oftmals kurzfristig ändernder Höhe des Wasserspiegels, die als besonders schwierig und unfallträchtig gilt und in der es bei höherem Wasserstand immer wieder zu Havarien kommt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre lief bei Ylvingen auf Grund
(22.11.16) Am 21.11. um 22.30 Uhr lief die norwegische Fähre "Bognes", 1596 BRZ (IMO-Nr.: 7608758), nördlich von Ylvingen auf Grund und lag bei ablaufendem Wasser mit Backbordschlagseite auf den Felsen fest. Nach ersten Untersuchungen hatte sie erhebliche Schäden am Bug davongetragen. An Bord waren zwei Fahrgäste mit ihren Autos und eine fünfköpfige Crew.
Die Passagiere wurden gegen 23 Uhr auf die "Eyr Bremstein" übergeben. Die Crew stieg auf die "Torgtind" über. Das Rettungsboot "UNI Helgeland" ging um 23.45 Uhr auf Standby an der "Bognes".
Kurz vor Mitternacht machten sich die beiden Schlepper "Boa Balder" und "Boa Frigg" auf den Weg zur Fähre. Nachdem der Taucher den Rumpf untersucht hatte, wurde sie am 22.11. gegen vier Uhr wieder flottgemacht. Sie konnte dann mit eigener Kraft den Hafen von Igerøy ansteuern, wo die beiden Autos entladen wurden. Dann nahm sie Kurs auf einen Slip in Sandnessjøen zur Reparatur. Die Fähre "Ramtind" wurde als Ersatz auf die Igerøy-Horn-Route gerufen, den sie am 22.11. aufnahm. Die Abfahrten um sieben Uhr von Horn und 07:30 Uhr von Andalsvåg fielen aber aus.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei vietnamesische Kutter in Seenot
(22.11.16) Am 21.11. wurde die Crew des vietnamesischen Kutters “DNA 90806 TS” vom Rettungsschiff “SAR 274” an Land gebracht, der im östlichen Teil des Hoang Sa Archipels zunächst Maschinenschaden erlitten hatte. Als dann Wasser ins Schiff einzudringen begann, hatten die Fischer einen Notruf abgesetzt. Die „SAR 274“ traf einige Stunden später vor Ort ein und barg die Fischer ab.
Das Boot 6007 der vietnamesischen Coast Guard rettete am 19.11. die 11-köpfige Crew des Kutters “BD 99047 TS”, der 96 Meilen nordöstlich der Insel Phu Quy Island in der Binh Thuan-Provinz Maschinenschaden erlitten hatte. Am 21.11. um 16.30 Uhr wurde der Havarist in den Hafen geschleppt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter nach Kollision festgelegt
(22.11.16) Der vietnamesische Frachter “Tay Son 4" wurde mit seiner 22-köpfigen Crew nach der Kollision mit "Mulya Sejati" mit einem Auslaufverbot belegt. Ein Team von Inspektoren ging am 21.11. im Tanjung Perak Port in Surabaya an Bord, um das Schiff zu untersuchen. Die Leitung der weiteren Abläufe oblag dem National Transportation Safety Committee (KNKT). Mehrere Angehörige der Crewmitglieder der “Mulya Sejati” kamen am 21.11. ins Koesma Tuban Regional Hospital, um drei an der Unfallstelle geborgene Leichen zu identifizieren, was aber wegen deren Zustands nicht gelang.
Die "Mulya Sejati" war mit 27 Mann an Bord am Morgen des 19.11. von der "Tay Son 4" in den Gewässern von Tuban ins Heck gerammt worden und zerbrochen. 12 Mann wurden danach gerettet, ebenso viele wurden noch vermisst. Die National Search and Rescue Agency (Basarnas), intensivierte die Suche. Basarnas schickte ein Schiff und einen Hubschrauber in das Seegebiet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Vier Vermisste nach Schiffbruch vor Sulawesi
(22.11.16) Vier Mann der “Cahaya Putri Abadi” wurden vermisst, nachdem das Schiff am 19.11. in den Gewässern vor der Insel Lambego in der Selayar-Regentschaft in Süd-Sulawesi gekentert war. Das Holzschiff war mit 10 Mann an Bord aus Flores, Ost-Nusa Tenggara, nach Jeneponto in Süd-Sulawesi ausgelaufen und dann im Sturm umgeschlagen.
Neben den Menschen waren auch 100 Büffel, Kühe, Pferde und Ziegen an Bord. Am Nachmittag des 20.11. konnten sechs Schiffbrüchige von Fischern gerettet werden. Sie kamen in ein Krankenhaus in Bonerate in Selayar. Zwei Passagiere und zwei Crewmitglieder waren aber vermisst.
Quelle:Tim Schwabedissen



Offshore-Crewschiff abgeschleppt
(22.11.16) Das RNLI-Boot aus Hoylake kam am Abend des 21.11. dem britischen Offshore-Schiff "Dalby Humber” (MMSI-Nr.: 235090781) zu Hilfe, das unweit der Mersey Bar Maschinenschaden erlitten hatte. Einer der beiden Motoren war ausgefallen. Der 19 Meter lange Katamaran hatte sechs Mann an Bord, die an der Erweiterung des Burbo-Windparks arbeiteten. Das Rettungssboot “Edmund Hawthorn Micklewood” erreichte den Havaristen unweit der ausgetonnten Zufahrt des Mersey in weniger als einer halben Stunde.
Er wurde in Schlepp genommen und nach Langton Lock zur Reparatur gebracht. Beim Einlaufen nahm das Rettungsboot den erheblich größeren Havaristen längsseits, um ihn durch die Einfahrt zu bekommen. Um 1.45 Uhr war das Rettungsboot zurück an seiner Station und um 3.30 Uhr wieder einsatzklar. Die "Dalby Humber" verließ das Canada Dock in Liverpool am 22.11. mit Kurs Holyhead.
Quelle:Tim Schwabedissen



Geborgener Schlepper nach Surrey transportiert
(22.11.16) Die Barge mit dem Wrack des Schubschleppers “Nathan E. Stewart" am Deck traf am 19.11. in Surrey, British Columbia, ein. Damit war die Bergungsarbeit in Bella Bella abgeschlossen. Die Ölsperren im Seaforth Channel wurden eingeholt. Allerdings nahmen Teams weiter Wasser-, Sediment und Vegetationsproben wegen der Ölverschmutzung. Auch die Reinigungsarbeiten dauerten noch an.
Quelle:Tim Schwabedissen



Einbahnverkehr auf dem Mississippi
(22.11.16) Der Mississippi wurde am 21.11. teilweise wieder für den Schiffsverkehr zwischen den Flussmeilen 771 und 750 freigegeben, nachdem 38 der 42 Bargen, die sich 20 Meilen nördlich von Memphis von dem Schlepper "Cooperative Enterprise" losgerissen hatten, gesichert werden konnten. Vier Bargen lagen fest und mussten vor der Bergung geleichtert werden. Deshalb war das Fahrwasser nicht uneingeschränkt befahrbar, sondern nur für flussabwärts laufende Schiffe im Einbahnverkehr.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei Schiffe auf Niles Beach gestrandet
(22.11.16) Der Niles Beach wurde aus Sicherheitsgründen gesperrt, nachdem der gestrandete Schleppnetzkutter "Blue Ocean" am Morgen des 21.11. auf den Strand gedrückt wurde und zu zerbrechen begann. Die Sperrung erfolgte, nachdem erste Trümmer des 54 Fuß langen, 1952 erbauten Holzschiffes antrieben. Es hatte seit dem Abend des 10.11. halb unter Wasser vor dem Eastern Point Boulevard gelegen.
Am 18.11. hatten die Stadt und die U.S. Coast Guard mit Bergungsarbeiten begonnen in dem Bestreben, das Schiff dann zu versenken. Doch es gelang nicht, das Wrack schwimmfähig zu machen, und starker Wind und stürmische See vereitelten weitere Arbeiten, an der auch die in Gloucester ansässige Motion Picture Boats Inc. beteiligt war. Nun sollte versucht werden, das Wrack mit dem Hochwasser am 22.11. auf den Strand zu ziehen und dort abzubrechen. Die Kosten von rund 300.00 Dollar hätte Eigner Michael Ragusa aus Gloucester zu tragen, der aber diese Mittel nicht hat.
Am Nachmittag des 20.11. trieb außerdem eine losgerissene Barge in geringer Entfernung von der "Blue Ocean" auf den Strand. Die U.S. Coast Guard Station Gloucester, der Hafenkapitän und die Charter Contracting waren im Einsatz, und ein Schlepper sollte die Barge am Morgen des 21.11. in den Innenhafen ziehen.
Quelle:Tim Schwabedissen



„SMIT Cheetah“ läuft aus (Bild: Kees Torn)   Großbild klick!

Containerfrachter vor Holland kollidiert
(21.11.16) Am 20.11. gegen 11 Uhr kollidierte der unter Marshall Islands-Flagge laufende Containerfrachter "Berwick", 27093 BRZ (IMO: 9236638), auf der Nordsee mit dem portugiesischen Containerschiff "Victoria", 17188 BRZ (IMO-Nr.: 9290165), unweit der Ankerzone West Schouwenbank vor der Küste von Schouwen-Duiveland. Dabei gingen zwei Anker der "Victoria" und der Backbordanker der mit 19 Mann besetzten "Berwick" verloren. Diese erlitt anschließend au0erdem Maschinenausfall und begann bei 8-10 Beaufort Wind, auf das Gebiet der Offshore-Plattformen in der nördlichen Maas nahe Rotterdam zuzutreiben.
Die beiden Schlepper „SMIT Cheetah" und “Ruby” wurden zur Assistenz geschickt. Nachdem die „SMIT Cheetah“ gegen 15 Uhr vor Ort eintraf, konnte die „Ruby“ wieder aus dem Einsatz entlassen werden. Gegen 15.45 Uhr gelang es, die Maschine der "Berwick" wieder anzufahren.
Die "Berwick" war am 16.11. aus Vlissingen ausgelaufen und hatte dann vor Hoek van Holland geankert. Auch die "Victoria" verblieb in der Steenbank-Region. Sie war am 3.11. aus Rotterdam ausgelaufen und hatte auf Seereede geankert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Muschelkutter “Captain Jeff“ (Bild: USCG)   Großbild klick!

Kutter vor New Bedford in Seenot
(21.11.16) Die US Coast Guard kam am 20.11. dem 72 Fuß langen Muschelkutter “Captain Jeff“ aus New Bern, North Carolina, zu Hilfe. Deren Skipper hatte um 9.30 Uhr die Coast Guard Southeastern New England, in Woods Hole verständigt, nachdem sein Schiff fünf Meilen vor der Küste in der Buzzards Bay Wassereinbruch erlitten hatte. Ein 47-Fuß-Boot der Station Menemsha und ein Helikopter der Air Station Cape Cod sowie die Buzzards Bay Task Force kamen der sechsköpfigen Crew zu Hilfe.
Der Huschrauber setzte einen Rettungsschwimmer mit Lenzausrüstung auf der „Captain Jeff” ab, um zu versuchen, die Flutung unter Kontrolle zu bekommen. Doch dann stellte sich heraus, dass die Pumpe nicht funktionierte. Deshalb wurde entschieden, alle Mann abzubergen.
Der Rettungsschwimmer half ihnen, auf das Boot der Task Force zu kommen. Sie wurden dann nach New Bedford gebracht und medizinisch betreut. Der Kutter sackte derweil über den Bug ab und trieb halb unter Wasser vor New Bedford. Ein Schlepper zog ihn später in den Hafen, wo er auf Grund gesetzt wurde, um den vollständigen Untergang zu verhindern.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ausflugsschiff “Prime Time” brennt (Bild: )   Großbild klick!

Drei Opfer des Feuers auf der Prime Time ertranken beim Kentern von Booten nach der Rettung
(21.11.16) Die South African Maritime Safety Authority (SAMSA) hat eine Untersuchung des Feuers, das am Nachmittag des 19.11. das 25 Meter lange Ausflugsschiff “Prime Time” zerstörte und vier Menschen in Hartebeespoort Dam nördlich von Pretoria das Leben kostete, eingeleitet. Während drei Frauen ertranken, nachdem mehrere Boote, die bei ihrer Rettung im Einsatz waren, wegen Überladung kenterten, wurde die vierte an Bord eingeschlossen und erstickte offenbar. Sie wurde unmittelbar nach ihrer Bergung vom Wrack für tot erklärt. Das Feuer war um 14.30 Uhr im Achterschiff, wo sich Kombüse, Toiletten und Maschinen befanden, ausgebrochen. Die NSRI Hartbeespoort Dam eilte mit der „Afrox Rescuer II“ zu dem Unfallort beim Pecanwood Estate, wo dichter Rauch aus dem Partyschiff quoll. Die Passagiere drängten sich nach vorne.
25 bis 30 Boote örtlicher Clubs kamen rasch zu Hilfe. Die NECSA (Nuclear Energy Corporation of South Africa) sowie die SA Police Services und die Police Water Unit waren ebenfalls im Einsatz. An Bord waren zwischen gut 150 und 200 Personen.
Die genaue Anzahl war zunächst unbekannt. Nachdem alle in Sicherheit waren und das Feuer gelöscht war, schleppten zwei Boote die stark zerstörte „Prime Time“ beim Dorf Cosmos ans Ufer. Die Toten kamen zu den Forensic Pathology Services.
Die SA Police Services und die SAMSA begannen ihre Arbeit an Bord, um die Brandursache herauszufinden. Die “Prime Time” gehörte der Boaters World Adventures und bot Dinner Cruises an.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schubverband mit Bargen (Bild: USCG)   Großbild klick!

Schubverband mit 42 Bargen brach auf Mississippi auseinander
(21.11.16) Die US Coast Guard sperrte am 19.11. Teile des Mississippi, nachdem sich mehrere Bargen rund 20 Meilen nördlich von Memphis, Tennessee, vom 60 Meter langen Schubschlepper „Cooperative Enterprise“ (MMSI-Nr.: 366956790) losgerissen hatten. Er war mit 42 Bargen voller Mais und Sojabohnen unterwegs.
16 Bargen wurden inzwischen wieder eingefangen und gesichert. 26 weitere lagen zwischen den Flussmeilen 771 und 750 weiter am Flussufer auf Grund. Die beiden Schlepper "Joe Ellis" und "Cheryl waren dabei, die Bargen wieder flottzumachen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Große Rettungsaktion im Orkan Angus vor Folkestone
(21.11.16) Der unter Hongkong-Flagge laufende Frachter “Saga Sky”, 29381 BRZ (IMO:9144354), kollidierte von Brake kommend im Englischen Kanal bei Samphire Dove, drei Meilen südwestlich von Dover am 20.11. um 7.20 Uhr im Sturm Angus mit der mit Steinen beladenen, 135 Meter langen Barge „Stema Barge II“, 12641 BRZ, von Mibau. An Bord des Frachters waren 23 Mann Besatzung. Er erlitt beim Aufprall starke Schäden an Steuerbordseite und Wassereinbruch.
Vor Ort waren 11-12 Beaufort mit an die 100 Meilen Windgeschwindigkeit. Die „Saga Sky“ trieb nach einem Maschinenausfall manövrierunfähig und vom Sinken bedroht auf die Varnebank. Zwei SAR-Hubschrauber der Coastguard sowie die RNLI-Boote aus Dover und Dungeness, die "City of London II" und "Morrell" wurden um 8.50 Uhr alarmiert.
Bis zum Eintreffen der Rettungskräfte ging auch der Tanker „Coastalwater“ aus Dover auf Standby. Die Hubschrauber bargen bei schwierigsten Wetterbedingungen 11 Mann um 11.30 Uhr von Bord ab und flogen sie nach Dover. Die übrigen 12 arbeiteten gemeinsam mit dem herbeigerufenen, französischen Bergungsschlepper "Abeille Languedoc" daran, das Schiff zu retten.
Ein Teil der Bordenergie konnte von ihnen wieder hergestellt werden. Nachdem der Havarist wieder auf tiefes Wasser gezogen worden war und vor Dungeness geankert werden konnte, wurden die Rettungskräfte zurückgefahren. Das Boot aus Dover wurde um 13.50 Uhr, das aus Dungeness um 15.40 Uhr aus dem Einsatz entlassen. Der Marine Accident Investigation Branch schickte mittags ein Team nach Dover zur Lageerkundung. Unterdessen ging der Havarist wieder ankerauf und nahm Kurs auf Dünkirchen zur Reparatur.
Die “Saga Sky” ist 199,2 Meter lang, 30,57 Meter breit, hat 11,82 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 47053 Tonnen. Sie läuft für die Anglo-Eastern Ship Management Ltd. in Notteroy und wurde 1995 von der Oshima Shipbuilding Co., Ltd.in Nagasaki erbaut.
Die “Stema Barge” von Multraship riss sich am 16.11. 2008 vom Schlepper “'Hellas” (IMO-Nr.: 7419690) beim Einlaufen nach Eemshaven mit 24,000 Tonnen Felsen los und lief auf Grund. Sie wurde in einer aufwändigen Rettungsaktion am 7.12. geborgen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kühlfrachter lief auf Südmole von Ijmuiden
(21.11.16) Am 19.11. gegen 20 Uhr erlitt der unter St. Kitts-Nevis-Flagge laufende Kühlfrachter "Frio Petropavlovsk", 6964 BRZ (IMO-Nr: 9076258), der am 12.11. aus Murmansk ausgelaufen war, auf dem Weg zum Löschhafen Ijmuiden, wo er am Velsen Terminal erwartet wurden, vor der Schleuse von Velsen Maschinenausfall. Er lief aus dem Ruder und kam auf der Südmole des Außenhafens von IJmuiden fest.
Die zwei Schlepper „Bernardus“ und „Thetis“ konnten den Havaristen nach einer halben Stunde wieder flottmachten. Er machte an der Südseite des Hafens in Klosterboer am Fischereikai fest, wo die Schäden untersucht wurden.
Die “Frio Petropavlovsk” ist 133,95 Meter lang, 18 Meter breit, hat 7,89 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 6715 Tonnen. Sie läuft für die Arctic Shipping LLC. in Tiksi und wurde 1994 beim Kommunars Shipyard in Nikolaev als “Frio Antarctic“ erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bootsfahrer vor Arendal aus Seenot gerettet
(21.11.16) Bei Tromøy in Arendal drohte an der Nordseite von Torungen am 19.11. gegen 14 Uhr ein Fahrgastschiff zu sinken. Das Rettungsboot „Stormbull – RS 46” und ein Hubschrauber wurden alarmiert und brachten die drei Personen an Bord in Sicherheit. Das Holzschiff trieb mit Steuerbordschlagseite in stürmischer See.
Es gelang, es in Schlepp zu nehmen und in geschütztere Gewässer zu ziehen. Nach Abschluss der Rettungsaktion wurden die Bootsfahrer auf Alkohol getestet. Die „Stormbull“ war im Einsatz, weil das Rettungsboot „Inge Steensland”, das normalerweise vor der Küste von Arendal stationiert ist, derzeit die nach ihrer Strandung zum Totalverlust gewordene „Ægir“ ersetzt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter kollidierte mit Drehbrücke
(21.11.16) Am 19.11. kollidierte der 98 Meter lange, chinesische Frachter "Xing Hong Xiang 59" (MMSI-Nr.: 413506710) mit der Haihe Binhai-Brücke auf dem Haihe in Tianjin. Er versuchte, diese zu passieren, als die Drehbrücke noch nicht völlig geöffnet war. Beim Zusammenstoß wurde der Mast mit der gesamten Ausrüstung abrasiert. Auch die Brücke wurde beschädigt, konnte aber nach kurzer Zeit repariert werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Barge in Gloucester gestrandet
(21.11.16) Die US Coast Guard and Gloucester kam am 20.11. einer gestrandeten Barge der Charter vor Niles Beach in Gloucester Harbor zu Hilfe. Sie hatte sich bei starkem Wind und hohem Seegang gegen 15.30 Uhr von ihren Moorings losgerissen. Es war eine von drei Bargen, die bei Baggerarbeiten im Einsatz waren, und sie war mit Sand und Wasser beladen.
Eine Bootscrew der Coastguard Station Gloucester stellte fest, dass auch die beiden anderen abzutreiben drohten. Sie kontaktierte den Hafenkapitän, der mit Trossen herbeikam, sodass die beiden fixiert werden konnten. Charter schickte einen Schlepper zur Erkundung der Lage.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motoryacht in Charleston auf Mole gesetzt
(21.11.16) Am 20.11. rettete die US Coast Guard den Skipper eines 36 Fuß langen Motorbootes. Er hatte sein Boot auf die Winyah Bay Jetty gesetzt. Um 3.17 Uhr funkte er einen Mayday-Ruf, den die Coast Guard Charleston auffing. Ein MH-65 Dolphin-Helikopter stieg von der Air Facility Charleston auf und lokalisierte den Mann um 4:30 Uhr.
Er wurde dann von einem 45-Fuß-Boot der Coast Guard Georgetown an Bord genommen und zu deren Station gebracht. Er war unversehrt geblieben. Sein Boot konnte später ebenfalls geborgen werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bootsunglück auf Potomnac River forderte Tote
(21.11.16) Die US Coast Guard suchte am 20.11. nach einem vermissten Mann südlich des White Point Beach auf dem unteren Potomac River, nachdem der 32 Fuß lange Kutter „Reel Intimidator“ in stürmischer werdendem Wetter bei der Rückkehr von einem Fangwettbewerb am Vortag leckgeschlagen war. Auf den Notruf hin lief ein 45-Fuß-Boot der Coast Guard Station St. Inigoes aus. Außerdem stieg ein MH-60 Jayhawk-Helikopter von derAir Station Elizabeth City, North Carolina, auf.
Auch die Maryland State Police, die Naval Air Station Patuxent River, die Maryland Natural Resources Police und die St. Mary’s County Fire waren im Einsatz. Um 6.30 Uhr lokalisierte der MH-60 Jayhawk das kieloben im Wasser treibende Boot südöstlich von White Point Beach. Auf dem Kiel befand sich eine Person, die ins Medstar St. Mary's Hospital gebracht wurde.
Um 8.50 Uhr fand die Bootscrew der Coast Guard zwei Bootsfahrer bewusstlos vor, ein weiterer Mann konnte noch nicht entdeckt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Crew sinkenden Motorboots gerettet
(21.11.16) Die US Coast Guard rettete am 9.11. zwei 67-und 50-jährige Männer, deren 42 Fuß langes Boot leckgeschlagen war. Sie hatten um 16.55 Uhr auf einer Position 37 Meilen südöstlich von St. George Island, Florida, die Coast Guard Mobile alarmiert. Ein 45-Fuß-Boot der Station Panama City, ein MH 60 Jayhawk Helikopter der Air Station Clearwater eine HC-144 Ocean Sentry des Coast Guard Aviation Training Center Mobile und die Florida Fish and Wildlife Conservation Commission kamen den Männern zu Hilfe. Der Hubschrauber winschte sie bei Dunkelheit auf, bevor das Boot sank, und flog sie zur Air Station Clearwater.
Quelle:Tim Schwabedissen



Einbrecher legten Feuer auf Fahrgastschiff in Bremen
(21.11.16) Bislang unbekannte Täter brachen in der Nacht zum 19.11. die Tür eines Fahrgastschiffes an der Bremer Schlachte an Anleger 4 auf. Sie durchsuchten das Schiff nach Wertsachen und legten anschließend Feuer an Bord. Am 19.11. gegen 10 Uhr informierte der der Eigentümer die Polizei. Die Einbrecher hatten die Eingangstür des 41,6 Meter langen und 6,5 Meter breiten Schiffes mit einem Feuerlöscher eingeworfen.
Danach stiegen sie durch die eingeschlagene Scheibe ein und entfachten in der Kombüse ein Feuer, indem sie einen Vorhang in Brand setzten. Nur durch die schwer entflammbare Deckenverkleidung wurde ein größerer Brand verhindert. Die Verkleidung wurde zwar in Mitleidenschaft gezogen, das Feuer erlosch aber von selbst.
Quelle:Tim Schwabedissen



Luxusyacht sank in Gordon’s Bay
(21.11.16) Die 12,2 Meter lange Luxusyacht “Celine” sank in der Gordon’s Bay an der Ostseite der False Bay am frühen Morgen des 20.11. Die NSRI Gordon’s Bay wurde gegen sechs Uhr zu dem Liegeplatz auf Harbour Island in Gordon’s Bay gerufen, als das Boot im Untergang begriffen war und auch mit Lenzpumpen nicht mehr gehalten werden konnte.
Es befand sich zum Unglückszeitpunkt niemand an Bord. Der Eigner wurde verständigt, und mit der Versicherung galt es nun die Bergung des halb unter Wasser liegenden Bootes zu regeln. Außerdem wurde eine Untersuchung zu den Gründen des Untergangs eingeleitet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Hugo Boss bei Kollision mit Treibgut beschädigt
(21.11.16) Bei der Kollision mit einem Unterwasserobjekt wurde am 19.11. der steuerbordseitige Flügel der “Hugo Boss” von Alex Thomson beim Vendee Globe Solo round the World beschädigt. Die Havarie ereignete sich im Südatlantik, als Thomson gerade ein Tagesetmal von 535 Meilen geschafft hatte, nur 259 Meter weniger als der Rekordinhaber François Gabart. Er lief mit 24 Knoten bei 22 Knoten Wind, als um 9.35 Uhr ein Knall ertönte und das Boot vom Kurs abgebracht wurde.
Der Skipper hatte zu der Zeit zu schlafen versucht. Er eilte an Deck und drehte das Boot aus dem Wind, um den Schaden zu untersuchen. Neben dem Flügelschaden fand er auch Schrammen am Steuerbordrumpf. Er sicherte den Flügel und wollte eine eingehendere Untersuchung durchführen, sobald die Lage dies erlaubte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Drei Tote in zerstörtem Achterschiff von Speedboot gefnden
(21.11.16) Nach der Kollision des vietnamesischen Frachters "Tay Son 4", 2184 BRZ (IMO-Nr.: 9370587), mit dem Speedboot "Mulya Sejati" wurden weiterhin 12 Mann vermisst. Drei weitere konnten aus dem kieloben in der See treibenden Achterschiff durch die indonesische SAR-Agency geborgen werden. An Bord der "Mulya Sejati" hatten sich 27 Menschen und eine Ladung Tapiokamehl befunden, als ihr der Frachter am 19.11. in der Dämmerung ins Heck lief.
Es war nach Tanjung Perak in Surabaya, Ostjava, unterwegs gewesen. Die 12 Überlebenden kamen ins Krankenhaus. Am Nachmittag des 20.11. wurden dann die Toten geborgen. Zwei Marineschiffe und ein Helikopter wurden von der BASARNAS eingesetzt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Skipper in Überlebensanzug
(Bild: Audun Rikardsen)   Großbild klick!

Schlauchboot schleppte sinkenden Kutter ab
(19.11.16) Am 18.11. um 11:20 schlug der Kutter "Havgutt T - 112 KN" zwischen Musvær und Kvaløya leck und begann zu sinken. Der Skipper funkte Mayday und schoss Notraketen ab. Ein anderer Kutter hielt mit voller Fahrt auf das Schiff zu, das bereits eine Menge Wasser im Maschinenraum hatte. Auch ein RIB auf Walbeobachtung drehte auf den Kutter zu.
Der Skipper der „Havgutt“ hatte einen Überlebensanzug angelegt und war bereit, ins Wasser zu springen. Er wurde dann aber vom Schlauchboot übernommen. Sein Kutter drohte auf 100 Metern Wassertiefe zu sinken. Das RIB nahm ihn aber in Schlepp in Richtung flacheres Wasser.
So konnte die "Havgutt" rund 1,5 Kilometer gezogen werden, obwohl die Schleppleine mehrfach riss. Als der Schleppzug auf Musvær zuhielt, verstärkte sich der Wassereinbruch. Beim Halten der Schleppverbindung half inzwischen auch ein Boot der Coastguard. Die Schleppleine wurde wegen der Instabilität des Anhangs zum Slippen klar gemacht. Tatsächlich konnte der Kutter noch auf eine Schäre gezogen werden, wo er wenig später sank, sodass nur noch Teile des Hecks aus dem Wasser ragten. Am 19.11. bei Tageslicht sollte die Lage erneut inspiziert werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre fällt nach Kollision wochenlang aus
(19.11.16) Das Binnenschiff, das die Fähre "Gorinchem X" bei deren letzter planmäßigen Überfahrt von Hardinxveld-Giessendam nach Werkendam rammte, ist nicht einfach weitergefahren, sondern machte so bald wie navigationstechnisch machbar in Gorinchem fest zu den notwendigen Untersuchungen in Gorinchem. Es hatte nicht sofort stoppen können. Die Untersuchungen der Fähre wurden am Morgen des 18.11. abgeschlossen, das Schiff freigegeben. Es wird bei den Damen Shipyards in Hardinxveld-Giessendam repariert. Dies wird mehrere Wochen dauern. Während der Kollisionsschutz größere Schäden am Rumpf verhinderte, hat das Innere erheblich gelitten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer in Maschinenraum verzögert Antarktisfahrt
(19.11.16) Nachdem auf dem dänischen Frachter „Nuka Arctica", 11512 BRZ (IMO-Nr.: 9100231), ein Feuer im Maschinenraum ausgebrochen war, würde sich die nächste Versorgungsfahrt nach Nuuk verzögern. Der Crew gelang es, den Brand zu löschen, und mit reduzierter Fahrt konnte von Aalborg kommend am 19.11. um 15 Uhr der Hafen von Frederikshavn erreicht werden.
Ersatzteile und andere Ausrüstung waren bereits bestellt und auf dem Weg, sodass erwartet wurde, dass die Weiterfahrt nach Nuuk am 20.11. beginnen könnte. Bis Anfang Dezember sollte die Verspätung aufgeholt sein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter mit Maschinenschaden in Poverty Bay
(19.11.16) Der unter Hongkong-Flagge laufende Containerfrachter „Island Chief“, 10352 BRZ (IMO-Nr.:8810449), ankerte am Nachmittag des 17.11. in der Poverty Bay, nachdem er Maschinenschaden vor der Mahia Peninsula erlitten hatte. Das 158 Meter lange Schiff war unterwegs Tauranga nach Napier und drehte nach den Problemen nach Gisborne um, wo es gegen 17 Uhr Anker warf. In der Nacht setzte es die Reise fort und machte am 19.11. um 1.15 Uhr im Zielhafen fest.
Quelle:Tim Schwabedissen



15 Vermisste in Java-See
(19.11.16) Der vietnamesische Frachter "Tay Son 4", 2184 BRZ (IMO-Nr.: 9370587), kollidierte am frühen Morgen des 19.11. mit dem Speedboot "Mulya Sejati" in der Javasee rund 22 Meilen nördlich von Tuban in Ost-Java. Der Frachter war nach Surabaya unterwegs und kam von Thailand mit einer Ladung Tapioka.
Das Speedboot sank, und nur 12 der insgesamt 27 Personen an Bord konnten von der Crew der "Tay Son 4“ gerettet werden. Eine Suchaktion nach den Vermissten war im Gang.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter trieb im Englischen Kanal
(19.11.16) Der italienische Roro-Frachter "Grande Francia", 56738 BRZ (IMO-Nr.: 9246592), erlitt am Nachmittag des 18.11. Maschinenschaden im Englischen Kanal 14 Meilen nördlich von Cherbourg. Es wurde manövrierunfähig, nachdem Seewasser in die Ölleitungen geraten war. Das mit Autos und Containern beladene Schiff begann in stürmischer See mit 4,5 Knoten auf die französische Küste zuzutreiben.
Der Semaphor der Marine in Hornet stellte die Drift fest und informierte die Maritime Préfecture. Deren Operationszentrum schickte den Schlepper "Abeille Liberté" (IMO-Nr.: 9308699) zur Assistenz. Um 17.30 Uhr, als der Havarist sich noch 11 Meilen vor der Küste befand, erreichte er diesen. Zwei Offiziere stiegen an Bord über zur Inspektion.
Es gelang der Crew dann, die Maschine wieder anzufahren, und als der Frachter nur noch fünf Meilen vor der Küste war, nahm er wieder Fahrt auf und lief in nordöstliche Richtung. Er wurde zunächst weiter von dem Schlepper eskortiert, um sicherzustellen, dass die Reparatur von Dauer war. Die Eskorte endete im Verkehrstrennungssystem der Casquets. Die "Grande Francia", die von Douala kam, sollte den Zielhafen Hamburg am 20.11. gegen 14 Uhr erreichen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter bei Havarie auf Columbia-River leckgeschlagen
(19.11.16) Der unter Marshall-Islands-Flagge laufende Bulkcarrier "Nenita“, 40042 BRZ (IMO-Nr.: 9304289), lief, mit Getreide voll beladen, am 19.11. um 3.21 Uhr auf dem a. Columbia River nahe Skamokawa, Washington auf Grund. Er war flussabwärts von Kalama nach Qinzhou unterwegs, als er Maschinenausfall erlitt und mit dem Vorschiff festkam. Es kam zu dabei einem Wassereinbruch.
Die Crew verständigte die National Response Corporation. Es gelang ihr, den Wassereinbruch in der Vorpiek unter Kontrolle zu bekommen. Der Frachter, der den Verkehr nicht blockiert hatte, konnte wieder flottgemacht werden und durfte dann Kalama anlaufen.
Er hatte zum Havariezeitpunkt weniger als 300.000 Gallonen Öl und Diesel an Bord. Ein MH-60 Jayhawk Helikopter fand keine Anzeichen eines Ölaustritts bei einem Kontrollflug.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schlepper trat auf der Stelle
(19.11.16) Ein 47-Fuß-Boot der Coast Guard Station Grays Harbor assistierte am Abend des 17.11. dem Schlepper „Mary Anne“, der mit einer Barge in starker Ebbtide nahe der West Haven Marina auf Grund zu laufen drohte. Die Coast Guard Columbia River in Warrenton, Oregon, war von dem Kapitän der „Mary Anne“ um Hilfe gebeten worden, nachdem sein Schlepper bei 4,6 Meilen Strömung mit der Barge, die 30 Tonnen Felsgestein und einen Bagger an Deck hatte, seit zwei Stunden nicht mehr voran kam.
Es gelang, eine Schleppverbindung zum Schubverband herzustellen und diesen auf eine sichere Position zu bekommen, wo er verankert wurde. Das Gesamtgewicht der Barge wurde mit 160 Tonnen festgestellt, der Pfahlzug eines 47-Fuß-Bootes sind 150 Tonnen. Dank der Schubkraft der „Mary Anne“ gelang das Manöver aber.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fahrgastschiff vor Cajutuba aufgelaufen
(19.11.16) Am Abend des 17.11. lief das Fahrgastschiff „Alliance“ auf eine Sandbank vor Cajutuba in der Belterra-Kommune in West-Pará. Das Schiff verkehrte auf der Route Santarém and Itaituba. Es war am 17.11. gegen 16 Uhr aus Praça Tiradentes ausgelaufen und wurde gegen 19 Uhr vor Cajutuba auf Grund gefahren, nachdem es durch starke Regenfälle Wassereinbruch erlitten hatte und aufs Ufer zusteuerte. Die Passagiere wurden an Land gebracht und mit einem Bug zurück nach Santarem gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Synchrolift brach ein – Schlepper drohte zu sinken
(19.11.16) Am 18.11. drohte der mexikanische Schlepperneubau "Maya" beim Marinedock 20 in Salina Cruz, Oaxaca, zu sinken, als er vom Synchrolift der PEOT Servicios S.A de C.V. an der Astillero de Marina ins Wasser gebracht werden sollte. Das Schiff der PEMEX landete halb im Wasser, halb auf Land, nachdem der Lift wegen Materialermüdung unkontrolliert nachgab.
Der Rumpf wurde an Steuerbordseite beschädigt. Mit zwei Kränen und Militär- wie Zivilpersonal wurde versucht, das absackende Schiff in eine stabile Lage zu bringen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Synchrolift brach ein – Schlepper drohte zu sinken
(19.11.16) Vier Passagiere starben am 19.11. beim Brand eines südafrikanischen Fahrgastschiffs in Hartebeespoort Dam, North West. Drei Menschen ertranken, nachdem sie ins Wasser sprangen, eine weitere Person verbrannte bei dem Feuer am Nachmittag. Es waren rund 200 Personen an Bord des Ausflugsschiffes.
Das Feuer entstand offenbar durch einen Kurzschluss gegenüber des Pecanwood Estate im Achterschiff und breitete sich rasch aus. Binnen Minuten waren etliche Motorboote und Yachten vor Ort und brachten die Gäste in Sicherheit. Der Brand konnte dann gelöscht werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ein Toter bei Kutterbrand
(19.11.16) Am 18.11. geriet der indische Kutter „Krishna Raj“ vor Porbandar, Gujarat, in Brand. Die „Arush“ der indischen Coast Guard konnte vier Mann retten, einen davon mit Brandverletzungen, ein weiterer kam ums Leben. Das Schiff war 14 Meilen vor Porbandar auf Fangfahrt.
Das Boot der Küstenwache brauchte 1,5 Stunden, das Feuer zu löschen. Das Schiff wurde dann von dem Kutter „Dixa“ nach Porbandar abgeschleppt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Patroullienboot “Kuraman” (Bild: Timbo Tu)   Großbild klick!

Zwei Patroullienboote der Sri Kedah-Klasse am Meeresgrund
(18.11.16) Geschichte wurde am 17.11. in Sabah geschrieben, als das 52 Jahre alte, ausgediente malaysische Patroullienboot “Kuraman” die letzte Reise auf den Grund der Südchinesischen See vor der Insel Manukan antrat, um fortan als künstliches Riff eine neue Verwendung zu finden und die marine Biodiversität zu bereichern. Taucher sollen das in 20 Metern Tiefe vor dem Tunku Abdul Rahman Marine Park liegende Wrack künftig als Ziel haben. Das 31,5 Meter lange Schiff war eine Spende der Regierung an den Sabah Park.
“Kuraman” sinkt (Bild: Timbo Tu)   Großbild klick!
Der Minister für State Tourism, Culture and Environment, Datuk Seri Masidi Manjun, sagte, die Versenkung sei besser als ein Verkauf an Abwracker. Der touristische Wert sei erheblich höher als ein möglicher Verkaufserlös. Neben ihm wurden auch Staatssekretär Datu Rusmadi Sulai, der Sabah Parks-Direktor Datuk Jamili Nais und der 1. Admiral der Malaysia Maritime Enforcement Agency (MMEA), Mohd Zubil Mat Som, Zeugen der Versenkung des Schiffes.
Es lief am 22.6.1966 vom Stapel und wurde im Januar 1967 durch die Royal Malaysian Navy in Dienst gestellt. 2007 kam es zur MMEA. Am 8.4.2015 wurde es gleich drei Mal wegen Grenzstreitigkeiten zwischen Indonesien und Malaysia von einem indonesischen Kriegsschiff gerammt, als es in den Gewässern von Ambalad unterwegs war. Ein Schwesterschiff, die 1972 erbaute „Sri Perek“, als „P 3140“ von Vosper in Portsmouth erbaut, liegt ebenfalls auf dem Meeresgrund. Es sank im Januar 1984.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter rettete Crew gekenterten Katamarans
(18.11.16) Die Crew des unter Bahamas-Flagge laufenden Bulkcarriers "Aloe", 19918 BRZ (IMO-Nr.: 9320336), der auf der Fahrt von Monfalcone nach Veracruz war und dort am 22.11. eintreffen soll, rettete am 17.11. die dreiköpfige Crew der Katamaranyacht "Leopoard“. Die Aktion wurde unterstützt von einem Flugzeug der Coast Guard Air Station Clearwater und fand 400 Meilen nördlich der Dominikanischen Republik statt. Am Abend des 16.11. hatte diese ein Notsignal des 57 Fuß langen Bootes aufgefangen.
Daraufhin wurde von der Air Station Clearwater eine HC-130 Hercules zur Aufklärung entstand. Diese traf am folgenden Morgen um 2.49 Uhr vor Ort ein. Die Crew lokalisierte die kieloben treibende „Leopard“ und deren dreiköpfige Crew in einem Rettungsboot daneben.
Sie führte anschließend die "Aloe" heran, die die Schiffbrüchigen um 5.30 Uhr unversehrt an Bord nahm. Die Yacht war am 12.11. aus Chesapeake, Virginia, ausgelaufen und sollte nach Saint Martin überführt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter „Blue Ocean“ (Bild: Bridgette Matthews)   Großbild klick!

Öl aus 64 Jahre altem Kutter abgepumpt
(18.11.16) Am 16.11. machte sich ein Team der Coast Guard Boston daran, in Gloucester das Dieselöl aus den Tanks des gesunkenen Kutters „Blue Ocean“ abzupumpen. Der 54 Fuß lange und 64 Jahre alte Trawler hatte sich am10.11. von seinem Anker bei starkem Wind losgerissen und war ans Ende des Niles Beach getrieben, wo er inzwischen bei Flut fast vollständig unter Wasser auf der Steuerbordseite lag. Öl war bislang keines ausgetreten.
Am Wochenende hatte die Coast Guard eine Ölsperre ausgelegt. Das vor dem Eastern Point Boulevard 50 Yards vom Ufer entfernt liegende Wrack stellte keine Gefährdung für die Schifffahrt dar. Es könnte aber bei stürmischem Wetter weiter auf den Strand oder nahe Felsen getrieben werden und zerbrechen. Eigner Michael Ragusa aus Gloucester sollte das Wrack darum bergen, war aber aktuell nicht erreichbar.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter lag quer in Schleuse des Nord-Ostsee-Kanals
(18.11.16) Auf der Fahrt von Stettin nach Hamburg erlitt der holländische Frachter "Eems Traveller", 2137 BRZ (IMO-Nr.: 9218234), am Abend des 17.11. beim Einlaufen in die Holtenauer Schleuse gegen 21.30 Uhr einen Maschinenausfall. Kurzfristig legte sich das Schiff quer in die Kammer, konnte aber dann an der Nordseite festgemacht werden. Es entstand offenbar kein Sachschaden.
Nach Eintreffen der Polizei und der Protokollierung des Vorfalls konnte das Schiff die Reise um 23.10 Uhr fortsetzen. Nach einem Stopp am Voith-Kai in Kiel ging es am 18.11. um 11.30 Uhr auf der Süd-Reede von Brunsbüttel vor Anker.
Die “Eems Traveller” ist 90 Meter lang, 13,75 Meter breit, hat 4,35 Meter Tiefgang und eine Tragfäghigkeit von 2850 Tonnen. Sie läuft für die Amasus Shipping B.V. in Farmsum und wurde 2000 bei der Tille Shipyards B.V. in Koostertille erbaut. Sie lief zunächst unter den Namen „Coral Sea“ und „Deo Volente“.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sicherheitsboot sank auf Mersey
(18.11.16) Ein privates Sicherheitsboot des im Bau befindlichen Containerterminals Liverpool2 Docks sank vor New Brighton, nachdem es bei einem Bunkermanöver am 17.11. gegen 10.30 Uhr zu einem Wassereinbruch gekommen war. Zwei Wellen schlugen auf dem Mersey über das Boot und fluteten es. Die Crew konnte sich schwimmend an Land retten.
Ein Rettungsboot und eine Marine Rescue Unit waren vor Ort. Das Boot wurde auf zwei Fuß tiefes Wasser geschleppt und dort bis zur endgültigen Bergung gesichert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Betrunkener Schiffsführer verursachte Kollision
(18.11.16) Ein betrunkener Schiffsführer hat am 16.11 im Haldensleber Südhafen die Kollision zweier Binnenschiffe verursacht. Der 64-Jährige versuchte um 18.20 Uhr, sein Tankschiff an der Kaimauer festzumachen. Dabei beachtete er das dort bereits liegende Gütermotorschiff eines niederländischen Berufskollegen nicht. Es kam zu einem Zusammenstoß beider Schiffe, wobei leichter Sachschaden entstand. Die herbeigerufenen Beamten der Wasserschutzpolizei stellten bei der Unfallaufnahme fest, dass der Schiffer unter Alkoholeinfluss stand. Ein Alkoholtest ergab einen Wert von zwei Promille.
Er musste daraufhin zur Blutentnahme, die Weiterfahrt wurde ihm untersagt. Ihn erwartete nun ein Strafverfahren wegen Gefährdung des Schiffsverkehrs. Nach Rücksprache mit der zuständigen Wasser- und Schifffahrtsbehörde wurde das Schiffsführerpatent bis auf weiteres eingezogen. Der Eigner schickte einen Ersatzschiffsführer, der die Fahrt fortsetzen sollte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Brand in Ruderhaus von Binnenschiff
(18.11.16) Bei einer Schiffskontrolle im Hansehafen Magdeburg haben die Beamten der Wasserschutzpolizei am 16.11. auf einem Binnenschiff festgestellt, dass es im Ruderhaus offenbar gebrannt hatte. Während des Betriebes eines Ölofens war es zu einer Brandentwicklung gekommen. Das Ruderhaus wurde dabei erheblich beschädigt. Teile der Holzverkleidung, ein Seitenfenster sowie Teile der Funkanlage worden ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen und zum Teil zerstört. Bis ein Sachverständiger das Schiff für eine gefahrlose Weiterfahrt freigab, musste es im Hafen bleiben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Binnenschiff lief auf Buhne im Main
(18.11.16) Auf dem Main bei Niedernberg wurde am Nachmittag des 16.11. ein Binnenschiff, das mit etwa 1.500 Tonnen Sand beladen war, bei einer Havarie beschädigt. Es war gegen 17.00 Uhr bergwärts unterwegs, als bei Niedernberg ein größeres Stück Treibholz in den Propeller geriet. Dadurch kam das Schiff nach Steuerbord vom Kurs ab und lief auf eine Buhne.
Beim Versuch, von dieser wieder freizukommen, stieß das Schiff nochmals gegen das Flussbauwerk. Nachdem zunächst kein Wassereinbruch im Schiff festzustellen war, setzte der 55-jährige Schiffsführer die Fahrt fort. Nach etwa 10 Minuten stellte die Besatzung aber plötzlich starken Wassereinbruch in der Vorpiek und im Bugstrahlruderraum fest.
Die Crew versuchte, das Wasser auszupumpen. Gleichzeitig verständigte der Schiffsführer die Leitzentrale des Wasser- und Schifffahrtsamtes in Aschaffenburg. Der Havarist schaffte es noch bis ins Unterwasser der Schleuse Wallstadt und machte dort fest.
Die Feuerwehr aus Großwallstadt übernahm das weitere Lenzen des Wassers. Mitarbeiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes begaben sich vor Ort, um zusammen mit einem Sachverständigen den Schaden zu begutachten. Taucher stellten dabei ein etwa 30 Zentimeter großes Leck im Bugbereich des Schiffes fest.
Es gelang, dieses soweit abzudichten, dass der Frachter am 17.11. zum Aschaffenburger Hafen zurücklaufen konnte. Dort wurde er gelöscht und anschließend zur Reparatur in die Schiffswerft nach Erlenbach gebracht. Die Schadenshöhe wurde mit rund 10.000 Euro angegeben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wassertaxi von Binnenschiff gerammt
(18.11.16) Am 17.11. gegen 18.30 Uhr wurde das 16,5 Meter lange, holländische Wassertaxi "Gorinchem X" (MMSI-Nr.: 244620184), das auf der Route Gorinchem-Werkendam-Hardinxveld-Giessendam im Einsatz war, von einem Binnenschiff auf der Merwede zwischen Hardinxveld und Werkendam. Das Binnenschiff setzte die Fahrt fort, möglicherweise war die Kollision an Bord gar nicht bemerkt worden. Rijkswaterstaat konnte es später in Gorinchem aufspüren.
Das Fährboot wurde erheblich beschädigt und im Bugbereich aufgerissen. Vier Personen, darunter der Schiffsführer, erlitten Verletzungen. Zwei Krankenwagen sowie das KNRM-Boot "Tjepke Ekkelboom" der Station Dordrecht wurden alarmiert. Die Seenotretter brauchten aber nicht mehr einzugreifen.
Der Schiffsführer sowie einer seiner Fahrgäste wurden im Krankenwagen abtransportiert, die beiden anderen Verletzten vor Ort versorgt. Die Fähre hatte nach der Havarie in Werkendam noch festmachen können. Am Morgen des 18.11. wurde ein Notdienst auf der Route eingerichtet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sonarbilder bestätigen – Kriegswracks sind wirklich weg
(18.11.16) Sonarbilder des holländischen Verteidigungsministeriums zeigten, dass die Wracks der Kreuzer “De Ruyter“ und „Java“ tatsächlich vom Grund der Javasee verschwunden sind. Vom Zerstörer “Kortenaer” zeigten die Bilder nur noch einen Teil des Rumpfes und den Mast. Im Meeresgrund waren gewaltige Löcher erkennbar, wo die Schiffe, die die Marine unter Vizeadmiral Karel Doorman in der Schlacht in der Javasee am 27. und 28.2. samt 1150 Soldaten verloren hatte, einst gelegen hatten.
Amateurtaucher hatten die Schiffe erst 2002 entdeckt. Dass die Wracks der Schrottmafia zum Opfer fielen, hatte zunächst die Karel Doorman-Stiftung, die die vergangenen zwei Wochen in dem Seegebiet waren, um die 75. Wiederkehr des Datums vorzubereiten, herausgefunden. Sie wollte eine Plakette an den Wracks befestigen und damit den Status als Kriegsgräber unterstreichen.
Neben den holländischen Schiffen waren auch drei britische und ein amerikanisches U-Boot von den illegalen Plünderungen betroffen. Die Marinebehörden untersuchen den Aufsehen erregenden Fall nun international. Es sollen neben Tauchern auch spezielle Unterwassergefährte zum Einsatz kommen, um den Tathergang nachvollziehen zu können bzw. den Verdacht zu bestätigen.
Die indonesische Regierung wollte keine Verantwortung übernehmen. Sie sei nie gebeten worden und auch nicht in der Lage, die Seegräber zu schützen. In der Vergangenheit gab es bereits wiederholt Fälle von Metallraub, bei denen Schiffswracks aus dem Zweiten Weltkrieg in den Meeren rund um Indonesien, Malaysia und Singapur in die Luft gesprengt wurden, um an das wertvolle Metall aus Vorkriegszeiten heranzukommen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kabelfähre von Anker lahmgelegt
(18.11.16) Die Fähre zwischen Bern und Herpt musste am 17.11. aus dem Dienst genommen werden, nachdem am Vorabend der Anker eines passierenden Schiffes sich am Kabel der Fähre verfangen hatte. Es brach und richtete erheblichen Schaden an der Fähre an. Am Nachmittag gelang es, den Betrieb wieder einzurichten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bulkcarrier saß im Beaufort Inlet fest
(18.11.16) Der maltesische Bulkcarrier "Pola Palekh", 24199 BRZ (IMO-Nr.: 9674397), lief am 17.11. im Beaufort Inlet Channel auf Grund. Die Coast Guard North Carolina wurde um 13.15 Uhr über die Havarie bei Tonne 16A informiert. Ein 29-Fuß-Boot wurde von der Station Fort Macon zur Erkundung zum Unfallort geschickt. Die "Pola Palekh" saß mit einer Ladung von 35,800 Tonnen Dünger mit leichter Backbordschlagseite fest.
Sie hatte rund 27000 Gallonen Bunkeröl in den Tanks. Der Hafenkapitän, Commander Quincy Davis, sperrte den Schifffahrtsweg für Schiffe mit großem Tiefgang. Um 20.18 Uhr zogen mehrere Schlepper die "Pola Palekh" dann von der Untiefe und eskortierten es zum Morehead City State Port Terminal, wo es um 20:45 Uhr festmachte. Es war am 28.10. aus Ashdod ausgelaufen.
Die “Pola Palekh” ist 179,97 Meter lang, 30 Meter breit, hat 10,65 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 37648Tonnen. Sie wurde 2014 von der China Changjiang Shipping Group auf dem Qingshan Shipyard erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Umweltgefahren durch alte Wracks vor Schweden sollen reduziert werden
(18.11.16) Die Arbeit zur Beseitigung von Umweltgefahren, die von Wracks vor der schwedischen Küste herrühren, hat nun begonnen. Von den 17000 Wracks vor Schweden sind 300 als Gefährdung eingestuft, 30 davon stellen konkrete Gefahren dar, die nun mit fünf Millionen Schwedenkronen bekämpft werden sollen. Als erstes wird es an den Kutter „Thetis“ gehen, der seit 1985 auf 30 Metern Tiefe vor Kungshamn liegt.
An ihm sollen praktische Erfahrungen für diese Arbeiten gesammelt werden. Der Zeitraum der Arbeiten liegt bei 10-15 Jahren. Ein anderes der Schiffe ist der deutsche Frachter „Hamburg“, der 1957 vor Lidingo 30 Meter tief liegt und in der Vergangenheit bereits Öl verlor. Der norwegische Frachter „Skytteren” sank 1942 vor Måseskär mit Kriegsmaterial auf 80 Metern Wassertoefe. Er wurde von der eigenen Crew versenkt, als er unter Feuer deutscher Kriegsschiffe geriet.
Die Behörden wollen hydrographische Untersuchungen durchführen, die Küstenwache Taucher schicken, die die Schiffe dokumentieren, und die Meeresbehörden sollen dann die notwendigen Reinigungsarbeiten koordinieren.
Quelle:Tim Schwabedissen



Indisches Lenkwaffenboot kollidierte mit Mole
(18.11.16) Die “Nashak” der indischen Marine kollidierte in Mumbai nach einem Maschinenausfall mit einer Mole. Dabei wurde der Bug des Lenkwaffenbootes beschädigt. Das Boot der Veer-Klasse soll in den nächsten drei Wochen repariert werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ein Vermisster nach Kollision auf Thi Vai River
(18.11.16) Der unter Panama-Flagge laufende Bulkcarrier "Seiyo Harmony", 20212 BRZ (IMO-Nr.: 9266152), kollidierte, von Kashima kommend, am 17.11. um 9.45 Uhr mit der Barge "VL 9009" auf dem Thi Vai River im Can Gio-Distrikt. Der Unfall ereignete sich, als die "Seiyo Harmony" den Haupthafen von Thi Vai General Port in der Küstenproviz Ba Ria – Vung Tau ansteuerte. Nachdem die Barge sank, wurde deren Kapitän Bui Thi Bich Van vermisst. Nur sein Mechaniker Nguyen Ba Viet wurde gerettet.
Die SAR-Einheit der Vung Tau Maritime Administration, die Feuerwehr und die Polizei leiteten eine Suchaktion ein, an der sich auch Taucher beteiligten. Ein Schlepper sollte die Barge näher ans Ufer ziehen, um das Fahrwasser wieder freizubekommen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Goldsucherbarge strandete bei Nome
(18.11.16) Die Barge “Eddie” der Phoenix Offshore Mining, die mit Goldsuche vor Nome beschäftigt war, trieb am Morgen des 16.11. an einer Mole auf Grund. Bei hohem Seegang kamen die Stelzen der Jack-Up-Barge los, und sie ging auf Drift. Dabei verlor sie auch einen Bagger von Deck. Hafenpersonal, die US Coast Guard und das Alaska Department of Environmental Conservation warteten auf eine Wetterberuhigung, um die “Eddie” zu bergen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter sank vor Indonesien
(18.11.16) Der indonesische Frachter “Putera Harapan Sejati” kenterte am 16.11. vor Malaysia. Die neunköpfige Crew im Alter zwischen 20 und 55 Jahren konnte sich retten. Gegen 10 Uhr hatte das Schiff mit einer Ladung von 170 Tonnen Kokosnüssen 13 Meilen vor Kuala Terengganu bzw. vier Meilen von Pulau Kapas entfernt Wassereinbruch im Maschinenraum erlitten. Es war auf der Fahrt von Batam in Indonesien nach Narathiwat in Thailand.
Drei Patroullienboote kamen um 11.45 Uhr zu Hilfe und bargen die Schiffbrüchigen. Sie wurden ins Hauptquartier der MME in Kuala Terengganu gebracht. Dort trafen sie gegen 15 Uhr ein und wurden später zu einem medizinischen Checkup ins Sultanah Nur Zahirah Hospital gebracht. Ihr Schiff war bereits gegen Mittag gesunken
Quelle:Tim Schwabedissen



Doppelendfähre "Virot" (Bild: Vicente Costa)   Großbild klick!

Formentera: Fähre im Sturm abgeschleppt
(17.11.16) Die spanische Doppelendfähre "Virot", 744 BRZ (IMO-Nr.: 7315337), erlitt am 14.11. auf der Fahrt von Ibiza nach Formentera vor Trucadors gegen 19.30 Uhr Maschinenschaden und trieb zwei Meilen vor La Savina, Formentera. Ein Versuch, das Schiff zu ankern, scheiterte an der großen Wassertiefe. Wegen des starken Windes gab es aber Sorge, das Schiff mit 66 Tonnen Bunkeröl an Bord könnte auf Felsen getrieben werden.
Deshalb wurde der Schlepper "Paula S" der Remolcanosa gerufen, der gegen 21 Uhr vor Ort eintraf und den Havaristen auf den Haken nahm. Bis dahin waren die "Blau de Formentera" und "Maverick Dos" vorsorglich auf Standby gegangen. Mit zwei Knoten Fahrt ging es nun in Richtung Ibiza, wo der Schleppzug am 15.11. um drei Uhr eintraf.
Er wurde bei Botafoc für Inspektionen durch die Beléria-Reederei festgemacht. Die Reparatur wird wahrscheinlich auch in Ibiza durchgeführt. Die Bergungsaktion wurde überwacht und koordiniert durch die "Salvamar Markab" von Salvamento Marítimo.
Die für 300 Passagiere und 50 Fahrzeuge ausgelegte “Virot” ist 64,5 Meter lang, 11,1 Meter breit und hat drei Meter Tiefgang sowie eine Tragfähigkeit von 186 Tonnen. Sie läuft für die und wurde 1973 bei der Smedvik Mek. Verksted AS, Tjørvåg, als „Storfjord“ für die Møre og Romsdal Fylkesbåtar AS (MRF), Molde erbaut. Von 1974 - 1975 wurde sie auf der Route Aursnes/Ørsneset – Magerholm eingesetzt, von 1975 - 1990 verkehrte sie zwischen Hareid und Sulesund, von 1995 bis 2007 im Dienst Stranda – Liabygda.
Zwischen 2007 und 2009 war sie als Reserve aufgelegt, um dann von Mai.2009 bis Dezember 2013 als B-Fähre auf der Route Søvik - Austbø - Herøy (Herøy) – Brasøy eingesetzt zu werden. Im Februar 2015 wurde sie nach Spanien an die Balearia Eurolines verkauft, in „Vefsna“ umbenannt und in Huelva überholt. Am 24.5.2015 begann die Überführung auf die Balearen und im Juni der Einsatz als „Virot“ zwischen Formentera und Ibiza.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker vor Thyborøn abgeschleppt
(17.11.16) Am 9.11. erlitt der moldawische Tanker "Nora Thomsen", 485 BRZ (IMO-Nr.: 6423888), 10 Meilen nördlich von Thyborøn Maschinenschaden. Das SNSM-Rettungsboot "Martha Lerche" der örtlichen Station Thyborøn wurde zu Hilfe gerufen und nahm den manövrierunfähigen Tanker auf den Haken. Am 10 um 5.30 Uhr wurde er am Werftkai der Stadt zur Reparatur festgemacht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker "Istana 5" brennt nach der Explosion
(Bild: Berita Urtana)   Großbild klick!

Ein Toter und mehrere Verletzte bei Tankerexplosion
(17.11.16) Auf dem indonesischen Tanker "Istana 5", 1221 BRZ (IMO-Nr.: 7206627), kam es am 16.11. zu einer kräftigen Explosion mit nachfolgendem Feuer auf dem Oberdeck. Der Knall war noch 12 Kilometer weit zu hören, Behausungen am Ufer wurden erschüttert. Ein Arbeiter wurde 80 Meter weit über Bord geschleudert und kam ums Leben, mindestens drei weitere wurden zum Teil schwer verletzt.
Offenbar waren bei Schweißarbeiten an Deck Gase entzündet worden. Der Tanker lag bei Batu Ampar, Batam City zur Reparatur. Die indonesische Coastguard schickte das Patroullienboot "Rantos", das vom Wasser her mit seinen Löschmonitoren gegen den Brand vorging, während von Land her die Feuerwehr versuchte, die Flammen niederzukämpfen.
Unterdessen zogen dichte Rauchschwaden über das Hafengebiet. Um 14.45 Uhr waren die Flammen weitgehend unter Kontrolle gebracht, der Tanker wies aber schwere Zerstörungen auf.
Quelle:Tim Schwabedissen



Maschinenausfall im Bosporus
(17.11.16) Am 16.11. um 22.56 Uhr erlitt der unter Marshall Islands-Flagge laufende Frachter cargo m/v "K. Dadayli", 5751 BRZ (IMO-Nr.: 9513191), Maschinenausfall auf Nordkurs im Bosporus kurz nach Passieren der 2. Bosporus-Brücke. Er war auf der Fahrt von Mersin nach Varna. Der Instanbul Vessel Traffic Service entsandte den Schlepper "Kurtarma 3" und das Rettungsboot "Kiyem 3" zur Assistenz. Der unbeladene Frachter samt seiner 12-köpfigen Crew wurde auf den Haken genommen und um 00.35 Uhr zur Reparatur in der Bucht von Büyükdere vor Anker gelegt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gedenktafel an der USS Salute (Bild: US Navy)   Großbild klick!

Marinetaucher ehrten gefallene Kameraden der USS Salute
(17.11.16) Marinetaucher der Mobile Diving and Salvage Unit (MDSU) ONE führten vom 16. Bis zum 18.11. gemeinsam mit Kameraden der Royal Brunei Navy Tauchoperationen an dem Wrack des Minensuchers USS „Salute“ durch. Er wurde im 2. Weltkrieg von einer japanischen Marine bei der Vorbereitung von amphibischen Landeoperationen versenkt. Das Wrack liegt seither 90 Fuß tief in der Brunei Bay.
Die Taucher stiegen von der USNS „Salvor - T-ARS-52” ab. Vorangegangen war eine Erinnerungszeremonie am 14.11. in der US-Botschaft in Bandar Seri Begawan, wo Botschafter Craig Allen und Vizeadmiral Don Gabrielson, Kommandeur der Task Force 73, an die gefallenen Seeleute erinnerten. Die Tauchoperation an der “Salute” sollte die historische Stätte würdigen und Respekt vor den toten Landsleuten bezeugen.
USS “Salute” war am 7.6.1945 gegen 16 Uhr bei Räumarbeiten auf eine Mine gelaufen, als sie Landeoperationen der australischen Alliierten in Vorbereitung der Battle of Borneo vorbereitete. Alle Crewmitglieder im Bereich der Explosion, speziell im Maschinenraum, starben. Das Schiff sank nach einem gescheiterten Bergungsversuch durch zwei Landungsboote am 8.6. gegen Mitternacht. Im Gedenken an die Toten wurde nun durch die Taucher eine Erinnerungsplakette am Wrack angebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter auf Don aufgelaufen
(17.11.16) Der russische Frachter "Avangard", 2360 BRZ (IMO-Nr.: 8889438), lief mit einer Ladung von 2929 Tonnen Dünger an Bord im Tsimlyansk Reservoir auf dem Don bei Flusskilometer 2728 auf Grund. Das Schiff, das auf der Fahrt von Astrakhan nach Rostov war, kam mit dem Vorschiff fest, das sich einen halben Meter aus der Last hob. Die Reederei musste Berger mit dem Flottmachen des Schiffes beauftragen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wrack ausgebrannten Kutters von Freiwilligen abgeräumt
(17.11.16) Am Strand von Heyward Point wurden in dieser Woche die letzten Reste des Kutters "Renegade" beseitigt, der im September auf Fangfahrt Feuer gefangen hatte. Skipper Warren Lewis war damals mit einem Hubschrauber der Otago Regional Rescue Helicopter gerettet und wegen Rauchvergiftung und Unterkühlung ins Dunedin Hospital geflogen worden. Sein Boot trieb brennend auf einem entlegenen Strand an.
Nur der Rumpf und einige innere Strukturen überlebten den Brand. Am 15.11. kamen 14 Freiwillige zusammen, um Lewis, der sich in der Vergangenheit selbst in der Seenotrettung Verdienste erworben hatte, nun bei der Räumung des Wracks zu helfen. Binnen vier Stunden war die Arbeit erledigt.
Das Schiff war zu drei Vierteln vom Feuer zerstört worden und hätte auseinanderbrechen und die Schifffahrt gefährden können. Deshalb wurden die Reste nun zerschnitten, das Holz auf dem Strand verbrannt und einiges Metall mit Booten abtransportiert. Kiel, Maschine und einige größere Stücke des Rumpfes waren allerdings schon stark versandet.
Sie blieben am Strand zurück. Wenn nötig, müssen sie gesprengt werden, doch in den kommenden Wochen sollte erst einmal beobachtet werden, was die Natur damit macht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter fanden Geisterschiff vor Vietnam
(17.11.16) Die vietnamesischen Kutter "BTH-97859TS" und "BTH-97947" sichteten am 16.11. gegen 16.30 Uhr ein verlassenes, 50 Meter langes und 10 Meter breites Schiff. Es driftete in der Bình Thun See rund 17 Meilen vor La Gi, nordöstlich von Vung Tau. Crewmitglieder gingen an Bord des Schiffes, das offenbar aufgegeben war. Es befand sich aber in gutem Zustand, sogar die Deckslichter brannten noch.
Das Fischereifahrzeug wurde nach La Gi geschleppt und auf behördliche Weisung hin zwei Meilen vor der Küste verankert. Das relativ neue Geisterschiff trug die Nummer 19007 im Namen und chinesische Buchstaben. Wahrscheinlich betrug die Crewstärke einst 12 Mann, es wurden aber keine persönlichen Habseligkeiten wie z.B. Kleidung an Bord gefunden.
Nachforschungen der Küstenwache ergaben, dass es sich bei dem Schiff um die “Qiong Lin Yu” aus Lingao in der Hainan Provinz handeln dürfte. Es war längere Zeit außer Dienst gestellt gewesen, und der Eigner hatte alle nautischen- und Kommunikationssysteme ebenso entfernt wie Öl und Wasser. Tropenstürme könnten es zwischen dem 21. und dem 26.10. von seiner Mooring losgerissen haben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Containerschiff lief in Salvador da Bahia auf Grund
(17.11.16) Der Containerfrachter "MSC Barbara", 73819 BRZ (IMO:9226932), lief am 16.11. um 06.20 a.m. von Santos kommend vor dem Sao Joaqium-Terminal in Salvador da Bahia auf Grund. Das Schiff, das 14,5 Meter Tiefgang aufwies, kam auf einer Wassertiefe von 12 Metern bei Ebbe fest. Als das Wasser wieder auflief, konnte es gegen 18 Uhr flottgemacht werden und machte am Sao Joaqium-Terminal fest. Am 17.11. um 7.25 Uhr verholte sie auf die Salvador BRA Reede.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter sank beim Dockmanöver – ein Vermisster
(17.11.16) Am 16.11. kenterte und sank der indonesische Frachter "Tradisi 8", 1312 BRZ (IMO-Nr.: 8129826), im Dockhafen von Gresik, als er in ein Schwimmdock gehen sollte. Das Schiff legte sich nach Steuerbord über und ging dann unter. Die Backbordseite blieb noch über Wasser sichtbar. Ein Crewmitglied wurde vermisst. Taucher der Marine-Task Force EFQR-V wurden eingesetzt, um den Mann zu suchen. Sie wurden unterstützt durch Personal der Häfen Gresik, Tanjung Perak, Basarnas und der Dwi Yudo-Werft. Ihr Einsatz wurde aber durch starke Strömungen behindert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Russischer Trawler vor Svalbard abgeschleppt
(17.11.16) Am 13.11. wurde das norwegische Patroullienboot "Harstad" gebeten, dem russischen Trawler "Melkart 3", 1808 BRZ (IMO-Nr.: 8801931), zu assistieren. Diesem war beim Dorschfang vor Svalbard der Propeller durch eine Leine blockiert worden. Der Havarist wurde in Schlepp genommen und mit 1,5 Knoten in Richtung der norwegischen Küste gezogen.
Dabei mussten zwei Stürme mit Wellenhöhen von bis zu acht Metern in der Fischereischutzzone rund um Svalbarg abgeritten werden. Die Coast Guard hatte zunächst geplant, Kurs auf das näher gelegene Longyearbyen zu nehmen, doch dort waren weniger Ressourcen verfügbar, um den Trawler wieder fahrtüchtig zu bekommen. Deshalb wurde die weitere Route gewählt.
Unterdessen wurde der norwegische Offshore-Versorger "NSO Crusader" (IMO-Nr.: 8224470) aus Hammerfest gerufen, um den weiteren Schlepp nach Honningsvåg zu übernehmen. Am Morgen des 17.11. wurde nach einer beschwerlichen Schleppreise von 340 Meilen durch stürmische See die Trosse auf diesen übergeben.
Die “Melkart 3” ist 62,9 Meter lang, 13,2 Meter breit, hat 5,46 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 893 Tonnen. Sie läuft für die Murmansk Seefood und wurde 1988 auf der Kleven Mekhanisk Verksted A/S als „Tampen“ erbaut. 1996 wurde es zur „Mogstertral“, 1998 zur „Varegg“ und 2008 zur „Andøybuen“.
Am 24.11.2011 brach um 18.23 Uhr ein Feuer 82 Meilen nordwestlich von Kvaløya aus. Ein Helikopter und ein Rettungsboot wurden alarmiert. Um 18.50 Uhr meldete die Crew, dass sie den Brand unter Kontrolle habe. Im November desselben Jahres wurde das Schiff nach Russland verkauft.
Quelle:Tim Schwabedissen



Rätsel um verschwundene Kriegswracks vor Indonesien
(17.11.16) Das Rätsel um das Verschwinden von Kriegsgräbern aus dem Pazifik wird immer größer. Nachdem das holländische Verteidigungsministerium bestätigte, dass die Wracks des 6545-Tonnen-Kreuzers HNLMS “De Ruyter“ und des 6670-Tonners HMLMS „Java“ sowie des 1316-Tonnen-Zerstörers HMLMS „Kortenaer“ bei einer Expedition zur 75. Wiederkehr der Versenkung nicht mehr oder nur noch teilweise vorgefunden wurden, sollen auch der britische 8390-Tonnen-Kreuzer HMS “Exeter“ und der 1405-Tonnen-Zerstörer HMS „Encounter“ sowie das amerikansiche U-Boot USS „Perch“ ganz oder zu großen Teilen verschwunden sein.
Der britische 1405-Tonnen-Zerstörer HMS “Electra” ist nur noch in Resten vorhanden. Die Regierungen verlangten nun Aufklärung, handelte es sich doch um bedeutenden Kriegsgräber. An der Schlacht in der Java-See am 27.2.1942, die den Höhepunkt japanischer Machtentfaltung im Pazifik markierte, waren britische, holländische, australische und amerikanische Schiffe beteiligt. Mindestens 10 von ihnen sanken, 2,173 Seeleute kamen ums Leben.
2015 berichtete die New Straits Times erstmals von der Plünderung holländischer Schiffe durch Taucher, die als Fischer getarnt waren, die nach Aluminium, Rohren und Stahl suchten. Wie aber, so wurde nun gerätselt, Bergungsarbeiten in so großem Stil stattfinden, dass niemand es merkte? Hierzu müssten Greiferkräne und Bargen monatelang tätig gewesen sein. Bergungsexperten von Mammoet sagten, dies sei 100 Kilometer vor der indonesischen Küste in einer Wassertiefe von 70 Metern fast unmöglich.
Die indonesische Marine hat keinerlei derartige Tätigkeiten festgestellt. Die holländischen Behörden haben Kontakt aufgenommen zu den anderen Ländern, deren Schiffe dort unten liegen. Die britische Regierung drückte gegenüber den indonesischen Kollegen große Besorgnis aus und forderte eine Aufklärung. Indonesische Behörden sagten, sie könnten das Seegebiet nicht ohne Hilfe überwachen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wrack nach fast 150 Jahren wieder aufgetaucht
(17.11.16) Extreme Springtiden haben an der Küste von Taranaki das Wrack des vor fast 150 Jahren gesunkenen 42-Tonnen-Schoners “Falcon” am Opunake Beach freigelegt. Fünf Spantenköpfe ragten aus dem Sand 120 Meter vor dem Kiwi Holiday Park. Nachdem Strandgänger das Holz im Sand entdeckt hatten, stellte das Aotea Utanganui Museum of South Taranaki Recherchen an und fand heraus, dass die „Falcon“ am 23.3.1870 dort mit einer Holzladung strandete. Das Schiff war im Mai 1864 in Coromandel erbaut worden. Es hatte eine Länge von 62,2 Fuß, war 16,5 Fuß breit und hatte 5,8 Fuß Tiefgang.
Weniger wahrscheinlich wurde es eingeschätzt, dass die Überreste von der „Arthur Wakefield“ stammten, einem Schoner, der am 19.7.1879 drei Meilen südwestlich von Opunake sank. Nun wurde gespannt darauf gewartet, ob das anhaltend schlechte Wetter weiteren Sand vom Strand reißen und daS Wrack weiter freilegen würde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler seit einem Monat in Greenland Cove auf Grund
(17.11.16) Der 90-Tonnen-Trawler “Columbia”, einst ein gewohnter Anblick in Pemaquid Harbor in Bristol und Greenland Cove in Bremen, lief vor der Küste von Louds Island bei einer Springtide auf Grund. Das Schiff riss sich zunächst von seiner Mooring los und strandete dann. Am 15.11. lag es weiter mit starker Steuerbordschlagseite fest. Die “Columbia” war Anfang 2014 in Pemaquid Harbor aufgebeben und im November 2015 von Doug Wood aus Bremen in die Greenland Cove verholt worden. Der Bremer Hafenkapitän Osier-Gilbert erteilte aber keine Liegeplatzlizenz, woraufhin das Schiff vor Louds Island verankert wurde und dort seither lag.
Quelle:Tim Schwabedissen



Neues künstliches Riff im Golf von Mexiko
(17.11.16) Im Golf von Mexiko wurden am 15.11. zwei ausgediente Schiffe am RGV Reef versenkt. Es handelte sich um den ausgedienten 30-Tonnen-Garnelenkutter “Gulf Explorer” und den Schlepper “Sting” der Marine Salvage and Services Inc. aus Port Isabel, die von der „Sea Spirit“ binnen sieben Stunden vor die Küste von South Padre Island geschleppt und 13 Meilen vor der Küste dann versenkt wurden. Im kommenden Jahr sollen die Wracks voller Fischbesatz sein und Sportfischer nach South Padre Island bringen. Zusätzlich sollen im Sommer Betonbrocken versenkt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Patroullienboot wurde Taucherwrack
(17.11.16) Das 31,4 Meter lange und sieben Meter breite, malaysische Patroullienboot “Kuraman”, das 52 Jahre im Dienst der Marine und der Malaysian Maritime Enforcement Agency (MMEA) war, wurde bei Pulau Gaya als künftige Tauchattraktion versenkt. Die Aktion fand im Beisein von Datuk Masidi Manjin, Minister für State Tourism, Culture and Environment statt. Es handelte sich um das erste Tauchwrack im Tunku Abdul Rahman Park.
Das Boot legte sich zunächst nach Steuerbord über, ehe das Heck unterschnitt und sich der Bug in die Höhe reckte. Dann verschwand es unter Wasser. Bei dem Boot handelt es sich um die einstige „Renchong“, die am 22.6.1966 von Vosper in Portsmouth abgeliefert wurde als „P 3151“. Von 1972 an lief es als „P 38“ und seit 2006 als „P 3139 – Kuraman“. Die 24 Boote der Klasse haben eine Verdrängung von 109 Tonnen, sind 31,4 Meter lang, 5,93 Meter breit und haben 1,65 Meter Tiefgang. Fast alle gingen 2006 an die MMEA.
Die MMEA hat vergleichbare Versenkungen vor Langkawi, Kelantan, Tioman und Perak durchgeführt, wo der Fischbesatz dadurch erhöht wurde. Das neue Wrack liegt auf 20 Metern tief genug, um keine Gefährdung der Schifffahrtsrouten von Kota Kinabalu darzustellen, ist aber für Taucher gut zu erreichen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Segelyacht auf Grund gelaufen (Bild: Ronny Blix)   Großbild klick!

Segelyacht in Mandal aus Seenot gerettet
(16.11.16) Am 13.11. geriet eine Segelyacht gegen 12 Uhr in grober See vor Sjøsanden in Mandal in Seenot. Das Boot hatte Ruderschaden erlitten und trieb 200 Meter vor der Küste von Sjøsanden auf Grund. Das Rettungsboot „Ryfylke“ aus Mandal, ein Kutter sowie ein Boot der Feuerwehr kamen zu Hilfe.
Das Feuerwehrboot stellte eine Schleppverbindung mit dem Kutter her, und dieser konnte die Yacht samt ihrer zweiköpfigen Crew von der Schäre, auf der sie aufgelaufen war, herunterziehen. Um 13.02 Uhr übernahm das "Ryfylke" dann den weiteren Schlepp.
Quelle:Tim Schwabedissen



Rumpfschaden an der „Excellence Queen“
(Bild: Fraesmann)   Großbild klick!

Flusskreuzfahrer kollidierte mit Rheinsteiger
(16.11.16) Am 5.11. gegen 22 Uhr kollidierte das Schweizer Flusskreuzfahrtschiff „Excellence Queen“ (MMSI-Nr.: 269057365) mit dem Anlegesteiger in Schönau auf dem Rhein bei Flusskilometer 248,80. Dabei wurde der Steiger aus seiner Verankerung gerissen und das Schiff am Steuerbug sowie im Bereich von fünf Gästekabinen beschädigt, wo die Fenster eingedrückt wurden.
Auch wurden Relings abgerissen. Menschen wurden nicht verletzt. Die Kollision ereignete sich bei klarer Sicht vermutlich durch einen Fahrfehler des Kapitäns. Die Schadenhöhe lag im hohen fünfstelligen Bereich. Die in Basel beheimatete „Excellence Queen“ hat eine Länge von 110,00 Metern, eine Breite von 11,45 Metern, einen Tiefgang von 1,70 Metern und kann 143 Passagiere befördern.
Der Kasko entstand bei der Karadeniz Shipyard Co. Ünye/Ordu, 2011 erfolgte der Endausbau bei der Werft De Gerlien van Tiem BV, Druten. Reeder ist die Swiss Excellence River Cruise GmbH in Basel. Am 20.3.2011 erfolgte die Indienststellung in Amsterdam, die Taufe fand am 26.3. in Basel statt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre "Dumai Line 3" gestrandet (Bild: Gundukan Pasir)   Großbild klick!

Indonesische Fähre nach Strandung evakuiert
(16.11.16) Die indonesische Fähre "Dumai Line 3", 259 BRZ (IMO-Nr.: 9724908), lief am 15.11. gegen 13.30 Uhr vor der Insel Pulau Pedang in der Molukkenstraße auf Grund. Sie kam unweit des Dorfes Sekodi im Bengkalis-Distrikt auf der Fahrt von Batam nach Selatpanjang mit Stopps in Bengkalis und Dumai fest, als sie auf die Straße von Bengkalis zusteuerte. An Bord waren mehrere hundert Passagiere, die im flachen Wasser der Sandbank aussteigen mussten und mit einem Rettungsboot sowie einem Speedboot der Air Police Unit auf die Fähre "Dumai Line 19" übergesetzt wurden.
Diese war in der Nähe vor Anker gegangen und transportierte sie dann weiter. Die Evakuierung dauerte am späten Nachmittag noch an. Mit steigendem Wasser sollte in den Nachtstunden versucht werden, das festsitzende Schwesterschiff wieder flottzumachen.
Die “Dumai Line 3” ist 62 Meter lang, neun Meter breit und hat 1,2 Meter Tiefgang. Sie läuft für die Lestari Indoma Bahari Pt. in Dumai und wurde 2013 erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter vor Recife gesunken
(16.11.16) Der brasilianische Frachter “Navemar-XII”, 150 BRZ, kenterte und sank am 12.11. gegen 19 Uhr unweit des Leuchtturms von Olinda. Er war mit Baumaterial für Schulen und Krankenhäuser sowie einem Polizeiwagen an Bord von Recife ins 300 Meilen entfernte Fernando de Noronha unterwegs, als er sieben Meilen vom Abgangshafen entfernt auf ein Unterwasserriff bei Pau Amarelo e Janga in Recife lief. Dabei wurde der Rumpf aufgerissen, es kam zu Wassereinbruch, und schließlich schlug das Schiff in Sichtweite des Strandes von Farol in Olinda um.
Ein Teil des Kiels samt der Ruder ragte bei 12 Metern Wassertiefe noch aus dem Wasser. Die sechsköpfige Crew wurde von einem Kutter gerettet und an Land gebracht. Die „Navemar-XII” ist 24 Meter lang, vier Meter breit und hat 2,5 Meter Tiefgang.
Sie war bereits das zweite Schiff von Fernando de Noronha, das in diesem Jahr verloren ging, das erste war die „Além Mar“ im Februar. Andere Schiffe, die auf dem Weg zur Insel Noronha in der Vergangenheit verunglückten, waren die „Independência“, „Irecema“, „Dourado“, „Poty“, „Da Hora 4“ und „Corveta Ipiranga“. Die Reise dauert normalerweise zwei Tage.
Quelle:Tim Schwabedissen



Vier Tote bei Havarie von Ausflugsboot
(16.11.16) Mindestens vier Menschen kamen ums Leben, als am 14.11. ein kleines Ausflugsschiff auf eine Sandbank unweit der kambodschanischen Provinz Kampot lief. An Bord waren rund 70 Touristen, als sich die Havarie 30 Meter vom Ufer entfernt ereignete. Mehrere Passagiere wurden ins Wasser geschleudert.
Andere gerieten ins Panik und sprangen über Bord, weil sie dachten, das Schiff würde sinken. Zwei ältere Frauen und eine Mutter mit ihrem kleinen Sohn ertranken. Eine Tote wurde kurz nach dem Unglück geborgen, die drei anderen am 15.11. Der Betreiber des Bootes wurde verhaftet, der Skipper befand sich noch auf der Flucht.
Möglicherweise war das Boot überladen gewesen. Passagiere sagten aus, bereits bevor es auf die Sandbank lief, sei viel Wasser eingedrungen. Nach dem Auflaufen gab es berstende Geräusche.
Quelle:Tim Schwabedissen



Freiwillige Seenotretter acht Stunden im Einsatz für havarierten Kutter
(16.11.16) Das RNLI-Boot aus Lizard war am 7.11. acht Stunden lang im Einsatz, nachdem der 13 Meter lange Kutter "Celtic Dawn" (MMSI-Nr.: 235103323) zum zweiten Mal binnen weniger Wochen einen Maschinenausfall erlitten hatte. Das Boot lief gegen 23 Uhr aus, nachdem die vierköpfige Crew der "Celtic Dawn" aus Mevagissey der Coastguard die Havarie auf einer Position 34 Meilen südsüdöstlich von Lizard Point gemeldet hatte.
Bei moderatem Wetter war es kein Problem, den Havaristen auf den Haken zu nehmen, und er wurde am 8.11. gegen sechs Uhr am Flushing Quay vertäut. Eine gute Stunde darauf meldeten die freiwilligen Seenotretter wieder klar auf Station The Lizard. Bereits am 10.10. hatte die “Celtic Dawn” 31 Meilen vor The Lizard um Assistenz der Seenotretter gebeten. Der Havarist wurde sieben Stunden später um 22.30 Uhr nach Newlyn eingeschleppt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kaputtes Schiff und kaputtes Auto
(16.11.16) Am 14.11. erreichte der britische Offshore-Versorger "VOS Master", 1607 BRZ (IMO-Nr.: 9103893), auf einer Maschine mit reduzierter Fahrt gegen 12 Uhr den Hafen von Aberdeen, nachdem die andere zuvor auf See ausgefallen war. Am Potra-Kai wurde er bereits vom Shoreside Engineering Superintendent erwartet, der eilends dorthin beordert worden war und sofort mit seinem Mobiltelefon Kontakt mit der Crew aufnahm. Plötzlich war ein Krachen zu hören:
Sein am Kai abgestellter Audi hatte sich selbstständig gemacht und war gegen einen Poller gerollt. Der Mann hatte in der Eile vergessen, die Handbremse anzuziehen. Nun war neben einer kaputten Schiffsmaschine auch noch ein kaputtes Auto zu beklagen. Die "VOS Master" lag am 16.11. weiter im Telford Dock in Aberdeen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter vor Rognholmen aufgelaufen
(16.11.16) Der norwegische Kutter "Nordfangst N-96-RT", 24 BRZ (MMSI-Nr.: 257632500), lief mit einer zweiköpfigen Crew an Bord am Morgen des 15.11. im Raftsund nördlich der Ansteuerung des Svartsund vor Rognholmen in den Lofoten auf Grund. Das Rettungsboot "Sundt Flyer" wurde alarmiert, brauchte den Havaristen aber nicht abschleppen. Taucher stiegen aber ab, um den Rumpf zu inspizieren.
Es stellte sich heraus, dass die entstandenen Schäden es zuließen, dass das Schiff mit eigener Kraft, aber reduzierter Fahrt eine Reparaturwerft in Svolvaer ansteuern konnte. Kühlrohre waren so zusammengedrückt, dass die Maschine nicht mehr hinreichend Kühlwasser bekam, und das Sonar war abgerissen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter kenterte in San Felipe
(16.11.16) Der mexikanische Garnelenkutter “Insurgentes Morelos” der Producción Pesquera General Oviedo Mota S.C. de R.L. de C.V kenterte am 14.11. im Hafen von San Felipe in Baja California. Als die Ebbe eintrat, legte sich das Schiff nach Steuerbord über und kippte dann 120 Grad auf die Seite. 40 Liter Öl liefen aus, als die Flut wieder auflief und das Schiff volllief.
Ölsperren wurden ausgebracht und Bindemittel eingesetzt. Die Bergung des gut 21 Meter langen und sechs Meter breiten Kutters durch die Procuraduría Federal de Protección al Ambiente (Profepa) gemeinsam mit dem San Felipe Baja California and the Secretariat of Navy of Mexico (SEMAR) dauerte mehr als 30 Stunden. Dabei kamen ein Kran und drei Schiffe zum Einsatz. Zuvor waren die Tanks abgedichtet worden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Anker verbrannten Passagierschiffs nach 60 Jahren vom Detroit River geborgen
(16.11.16) Ein 6,000 Pfund schwerer Anker wurde am Nachmittag des 15.11. nach 60 Jahren durch Taucher, Schlepper und einen Kran vom Grund des Detroit River gehoben. Er gehörte einst zu dem 536 Fuß langen Luxusdampfer „Greater Detroit“, der gemeinsam mit dem Schwesterschiff „Greater Buffalo“ auf den Großen Seen eingesetzt war. Die beiden Schiffe waren die größten je gebauten Seitenraddampfer der Welt.
Die „Greater Detroit“ lief am 15.9.1923 vom Stapel und ging am 29.8.1924 auf Jungfernfahrt. Sie konnte über 2100 Passagiere in 625 Kabinen aufnehmen. 1950 kam das Ende mit der Konkurrenz des Flugzeugs und der Autos, und das Schiff wurde sechs Jahre lang aufgelegt.
Als es auf die letzte Reise ging, war kein Dampf mehr vorhanden, um den Anker zu lichten. Er wurde am 12.12.1956 einfach gekappt, ehe das ehemals stolze Schiff hinaus auf den Lake St. Clair gezogen und dort in Brand gesetzt wurde, um den verbliebenen Stahlrumpf hinterher abzuwracken. Der Anker soll als Andenken nun im Detroit/Wayne County Port Authority Office ausgestellt werden.
1992 führte das Great Lakes Maritime Institute ein vergleichbares Projekt durch, als es einen Anker der mit der gesamten Crew verloren gegangenen SS „Edmund Fitzgerald“, der auf dem Flussgrund entdeckt wurde, bergen ließ. Er wird heute im Dossin Great Lakes Museum in Belle Isle ausgestellt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wrackräuber zerstören Kriegsgräber in Indonesien
(16.11.16) Drei holländische Kriegsschiffe, die am 27.2.1942 in der Javasee versenkt wurden, sind zu großen Teilen verschwunden, teilte der holländische Verteidigungsminister Jeanine Hennis mit. Es handelt sich um die Kreuzer HNLMS “De Ruyter” und HMLMS “Java” sowie den Zerstörer HMLMS “Kortenaer“. Sie wurden 2002 von Tauchern in intaktem Zustand in den Gewässern vor Indonesien entdeckt und anschließend zu Kriegsgräbern erklärt. Nun ist von den Wracks kaum noch etwas nach. Die Entdeckung wurde von Tauchern gemacht, als das 75—jährige Gedenken vorbereitet werden sollte. Die Schiffe fielen offenbar illegalen Schrottbergern zum Opfer.
Sonarbilder zeigten noch die Abdrücke der Kreuzer auf dem Meeresgrund, die Schiffe selbst aber waren verschwunden, ebenso ein großes Teil der “Kortenaer”.
In der Schlacht, in der die Schiffe sanken, starben 2,200 Seeleute, darunter 900 Holländer und 250 Indonesier holländischer Herkunft. Die Wracks waren für die Niederlande von immensen historischen Wert als Zeugen der Schlacht von Java. Illegale Schrotttaucher, oft als Fischer getarnt, sind in der Südchinesischen See häufig unterwegs.
Dort liegen über 100 Wracks aus dem 2. Weltkrieg. Zu den von ihnen geplünderten Schiffen zählten auch die HMS “Prince of Wales” und HMS “Repulse”, die 1941 von der japanischen Marine versenkt wurden. Auch an dem Wrack von USS “Houston”, fanden sich Spuren von Grabräuberei.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht binnen dreier Tage zwei Mal geborgen
(16.11.16) Das Boot der Selsey RNLI barg am 11.11. die holländische Yacht “Maria-Angela” zum zweiten Mal binnen drei Tagen. Die Seenotretter wurden um 11.30 Uhr alarmiert, nachdem das 45 Fuß lange Boot 11 Meilen südöstlich von Selsey Bill Motorausfall erlitten hatte und bei nur wenig Wind manövrierunfähig in der See trieb. Das Rettungsboot erreichte die Yacht um 12.19 Uhr.
Die drei Spanier und ein Holländer an Bord sprachen nur wenig Englisch. Vor Ort waren 2-3 Beaufort Wind und ruhige See. Ein Rettungsmann wurde an Bord übergesetzt, um das Abschleppen vorzubereiten.
Um 12.28 Uhr war eine Schleppverbindung hergestellt, und um 15.15 Uhr wurde das Boot nach Chichester eingeschleppt, wo die “Maria-Angela” an der Sparkes Marina unter Assistenz des Hayling Coastguard-Teams festgemacht wurde. Bereits am 9.11. hatte die Yacht nach einem Motorschaden 10 Meilen vor der Küste um Hilfe gebeten und war am Morgen des 10.11. vom RNLI-Boot aus Eastbourne nach Sovereign abgeschleppt worden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Nathan E. Stewart wartet auf Barge auf Abtransport
(16.11.16) Am 15.11. begannen in vollem Umfang die Reinigungsarbeiten, nachdem das Wrack des Schleppers "Nathan E. Stewart" von einem Kran auf eine Barge gehoben wurde. Diese ankerte nun in der Norman Morrison Bay vor dem Seaforth Channel bei Bella Bella. Frühestens am 17.11. sollte sie sich auf den Weg nach Surrey machen. Dieser Transport könnte sich aber wegen erwarteten stürmischen Wetters verzögern.
Tauchteams bargen derweil den Propeller des Schiffes und andere Trümmer vom Meeresgrund. Auch wurden die Kräfte zur Reinigung der verschmutzten Küstenabschnitte vom Öl verdoppelt. Eine größere Menge Diesel war noch am 14.11. während der Bergungsarbeiten aus dem Schlepper ausgelaufen. Am 15.11. schickte Transport Canada ein Erkundungsteam, um den Umfang der neuerlichen Verschmutzung festzustellen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Historische Fähre sank in Williamstown
(16.11.16) In Williamstown sank die 57 Fuß lange Ausflugs-Fähre „Little Gem” am 26.10. an ihrem Liegeplatz nahe der Gem Pier. Die Williamstown Bay and River Cruises kaufte das Schiff 1994 für Ausflugsfahrten und Chartern. Die Oil Response Company Australia (ORCA) brachte Ölsperren um die Untergangsstelle aus. Allerdings konnten nur noch geringe Ölmengen an Bord sein, da der Tank des Schiffes leer und der Motor ausgebaut war, als es sank.
Das Schiff entstand 1947 als "Westhead” bei der Port Jackson Steamship Co Ltd. und wurde in den Gewässern von Palm Beach, Patonga und dem Hawkesbury River auf dem “Riverboat Mail Run” eingesetzt. Dann diente es in Sydney als Charterboot, bevor es die Williamstown Bay and River Cruises erwarben und im März 1994 nach Melbourne überführten. An der Gem Pier, Williamstown, hatte es fortan unter dem Namen “Little Gem” seinen Liegeplatz und machte Touren entlang der Yarra und Docklands.
Quelle:Tim Schwabedissen



Rising 26 steigt wieder empor
(16.11.16) In der vergangenen Woche begann die South Pacific Dive and Salvage mit der Räumung des Wracks des chinesischen Longliners „Rising 2“ aus dem Hafen von Suva. Hier lag das Schiff seit dem 19.8.mit dem Bug hoch aufragend und dem Heck unter Wasser. Allerdings gab es Verzögerungen wegen technischer Probleme beim Anheben des Schiffes. Auch drang in den Ruderraum Wasser ein.
Dieser musste deshalb zunächst wieder abgedichtet werden. In dieser Woche sollte der nächste Anlauf starten, das Schiff zu heben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Das Hausboot ist nur noch eine Ruine
(Bild: Ballyglass Coast Guard)   Großbild klick!

Herrenloses Hausboot trieb über den Atlantik von Kanada nach Irland
(16.11.16) Ein herrenloses Hausboot ist über den Atlantik von Kanada nach Irland getrieben und strandete am 13.11. am Cross Beach im irischen County Mayo. Die Malin Head Coast Guard wurde alarmiert, nachdem ein Spaziergänger das Holzschiff in der Brandung entdeckt hatte. Es wurde später von der Ballyglass Coast Guard untersucht, ob sich jemand an Bord befand, und am 14.11. mit einem Bulldozer an Land gezogen. Es wurde angenommen, dass das relativ intakte Boot von dem Umweltaktivisten Rick Small aus Thunder Bay konstruiert wurde.
Dieser hatte zuvor ein dreirädriges Fahrrad mit Solarzellen gebaut, mit dem er 7000 Kilometer durch Kanada fuhr. Danach machte er sich an den Bau des Hausboots, auf dem er meist auch lebte. Im September 2015 hatte das Boot in Portugal Cove-St Philip's in Neufundland gelegen. Zuletzt wurde es am 30.9. gesehen, hätte also 45 Tage für die Reise gebraucht.
Bei der Untersuchung des Strandguts fand sic him Innern ein Zettel: "I, Rick Small, donate this structure to a homeless youth to give them a better life that Newfoundlanders choose not to do! No rent, no mortgage, no hydro". (Ich, Rick Small, spende diese Struktur einem obdachlosen Jugendlichen, um ihm ein besseres Leben zu geben als dies Neufundländer tun. Keine Miete, keine Hypothek, keine Wasserkraft).
Das Boot war mit einem kleinen Elektromotor ausgestattet, der von den Solarzellen auf dem Dach gespeist werden konnte. Das Rudersystem bestand nur aus einem Stück Holz, das an ein PVC-Rohr gebolzt war. Das 20 Fuß lange, 12 Fuß breite und 10 Fuß hohe Boot war aus Holz, Polystyrol, Sprühschaum und Plexiglas mit Sonnenkollektoren gebaut.
Small hatte es in der Foxtrap Marina in Foxtrap, Conception Bay, zusammengesetzt und wollte damit nach British Columbia durch die Nordwest Passage. Er kam aber nur 10 Meilen weit bis Portugal Cove, wo er es sich selbst überließ. Nun wurde überlegt, es zu einer Touristenattraktion auf der Wild Atlantic Way Touristenroute zu machen.
Quelle:Tim Schwabedissen



"Nathan E. Stewart" (Bild: Heiltsuk Nation)   Großbild klick!

Schlepper in British Columbia nach 33 Tagen geborgen
(15.11.16) 33 Tage nach dem Untergang vor Bella Bella begann die Bergung des Schleppers "Nathan E. Stewart" am 14.11. gegen Mittag. Eigentlich hätte die Operation am Morgen beginnen sollen, doch noch einmal kam es zu Verzögerungen, und am frühen Nachmittag tauchte das Wrack in den Hebestropps eines Krans über Wasser auf. Während die Dämmerung einsetzte, hing das Schiff mit leichter Schlagseite am Kran und wurde ausgepumpt.
Nach mehreren Stunden konnte es auf einer Barge zum Abtransport abgesetzt werden. Die Aktion wurde koordiniert von der Heiltsuk Nation, kanadischen und amerikanischen Behörden sowie der Kirby Offshore Marine aus Texas.
Für die Heiltsuk First Nation, die die Zentralküste als ihr traditionalles Territorium ansieht, war die Bergung aber nicht das Ende, sondern erst der Anfang der Arbeit für eine Küstenzone ohne Tankerverkehr. Die Bewältigung des Unglücks mit der daraus resultierenden Ölverschmutzung hat gravierende Mängel aufgezeigt.
Am ersten Tag dauerte es 22 Stunden, bis Ölsperren aus Prince Rupert herbeigeschafft wurden. In den folgenden Wochen wurden diese durch stürmische See immer wieder zerrissen und vertrieben, und die Versuche, die Tanks auszupumpen, scheiterten ebenfalls wiederholt am schlechten Wetter.
Quelle:Tim Schwabedissen



Leichte Kollision in Scharnebeck
(15.11.16) Beim Ablegen eines Binnentankers im unteren Vorhafen am Schiffshebewerk Scharnebeck kam es am Son13.11. gegen 6.15 Uhr zu einer Kollision mit einem daneben am Kai des Elbe-Seitenkanal festgemachten, anderen Binnenschiff . Dabei entstand ein Sachschaden von rund 8000 Euro.
Quelle:Tim Schwabedissen



Landungsboot nach Wochen von Sandbank geborgen
(15.11.16) Dass unter Seychellen-Flagge laufende Transportschiff "Enterprise II" der Seychelles’ Island Developing Company (IDC), das seit Wochen auf einer Sandbank vor Aldabra festsaß, kam am Morgen des 14.11. dank eines besonders kräftig auflaufenden Hochwassers wieder frei. Das Landungsboot war am 19.10. nach dem Löschen von Baumaterial für wirbelsturmsichere Häuser auf dem Atoll festgekommen. Starker Wind und Strömungen hatten es beim Auslaufen auf die Untiefe gedrückt.
Die 13-köpfige Crew blieb unversehrt. Nun verließ das Schiff die Gewässer und wurde am 21.11. in Port Victoria erwartet. Ein bereits am 11.11. in Marsch gesetzter Bergungsschlepper konnte nach Mahe zurückkehren. Die "Enterprise II" versorgt eine Reihe von Inseln des Archipels.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer zerstörte Frachteraufbauten
(15.11.16) Am Nachmittag des 14.11. brach im Maschinenraum des in Sao Tome und Principe registrierten Frachters "Casanova", 959 BRZ (IMO-Nr.: 7420948), ex "Don Pedro", der seit 409 Tagen am Palermo Sociedad Portuaria Multi-Purpose Terminal im kolumbianischen Hafen Barranquilla in Magdalena auflag, ein Feuer aus. Es breitete sich an Steuerbordseite rasch auf die Kajüten und das Ruderhaus aus.
Anwohner verständigten die Feuerwehr, bei deren Eintreffen die Aufbauten allerdings bereits in Vollbrand standen. Das einzige Crewmitglied, das sich zur Instandhaltung an Bord befand, hatte sich vorher retten können. Die Feuerwehr wartete ab, bis die Flammen keine Nahrung mehr in den zerstörten Aufbauten fanden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gestrandeter Frachter soll nach einem Monat geborgen werden
(15.11.16) Der chinesische Frachter „Su Jia Hang 1“ (MMSI-Nr.: 4123613), soll vom Strand der Südküste der Insel Nanao in der Südchinesischen See im Shantou-Distrikt geräumt werden. Das Schiff war dort am 18.10. auf Grund gelaufen. Dabei wurde der Maschinenraum aufgerissen und geflutet. Eine Bergungsfirma wurde jetzt mit den notwendigen Arbeiten beauftragt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Elbfähre hatte Maschinenschaden
(15.11.16) Die Elbfähre "Tanja" wurde am 14.11. gegen Mittag wieder in den Dienst zwischen Darchau im Landkreis Lüneburg und Neu Darchau, Landkreis Lüchow-Dannenberg, gebracht. Ein Elektronikschaden an der Steuerung hatte das Schiff zuvor lahmgelegt. Erst am Morgen des 13.11. hatte die Fähre nach einem Werftaufenthalt ihren Betrieb wieder aufgenommen.
Am 7.11. war es in die Hitzler-Werft nach Lauenburg gekommen, weil es auffällige Geräusche an der Maschine gegeben hatte und die Befürchtung war gewesen, dass einer der beiden Antriebe beschädigt sein könnte. Doch auf der Werft stellte sich heraus, dass Schuld an den Geräuschen ein Fremdkörper trug, der sich im Antriebspropeller verhakt hatte. Wegen weiterer kleinerer Reparaturarbeiten blieb "Tanja" eine Woche in der Werft, sodass Auto- und Radfahrer einn 30 Kilometer langen Umweg über Bleckede oder Dömitz mussten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Taucherclub Krabben hat bereits das zweite Boot versenkt
(15.11.16) Nur noch ein Schlauchboot hat der Tauchclub Krabben in Melton für seine Tauchexpeditionen übrig, nachdem am 12.11. das 13 Meter lange Taucherschiff “Krabben” auf dem Weg von Hanstholm nach Nykøbing, wo es im Winter bei Bedarf Fahrten auf dem Fjord anbieten sollte, gesunken ist. Die beiden Crewmitglieder, der Skipper Peter Andersen und Villy Olesen kamen mit dem Schrecken davon. Sie wurden vom Freizeitfischer Kennet Knudsen aus Nr. Søby, der auf dem Weg nach Hanstholm war, gerettet.
Er fragte die beiden gerade über Funk, was sie draußen auf dem Wasser machten, als sie feststellten, dass ihr Schiff mit dem Bug immer tiefer wegtauchte. Zunächst dachten sie, dass im Ankerkasten Wasser eindrang, und drehten den Bug aus den Wellen. Als sie in der Kajüte nach dem Rechten sehen wollten, stellten sie fest, dass das Wasser dort bereits einen halben Meter hoch stand.
Das Boot befand sich einen Kilometer vor dem Leuchtturm von Lodbjerg bei Agger. Der Kutter nahm Kurs auf die „Krabben“. Als er dort eintraf, war das Vorschiff bereits weggesackt. Eine Leine wurde übergeben, und die Bootsfahrer stiegen auf den Kutter über. Sie hatten bei dem kalten Wasser Glück, dass Hilfe so rasch vor Ort war – nur der Skipper hatte einen Überlebensanzug, der zweite Mann nur Thermowäsche.
Währenddessen war auch das Rettungsboot „Martha Lerche“ der Rettungsstation Thyborøn eingetroffen. Der Versuch, das eingedrungene Wasser durch zwei Rettungsleute noch zu lenzen, musste nach kurzer Zeit abgebrochen werden, weil die „Krabben“ zusehends instabil wurde und dann über den Bug wegsackte. Warum sie so rasch sank, wird erst eine Untersuchung durch Taucher zeigen können.
Es war bereits das zweite Schiff, das der Tauchclub verlor. 2003 war der Kutter „Rasmus“ im Skagerrak vor Hirtshals untergegangen, als er auf der Fahrt zu einem Tauchertreffen in Skagen war. Ob die „Krabben“ wert war, gehoben zu werden, erschien zweifelhaft. Es handelt sich um das ehemalige deutsche Inspektionsschiff „Seestern“.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler wäre von Frachter fast umgerissen worden
(15.11.16) Der französische Trawler "Antaeus - GV.711864", 129 BRZ (MMSI-Nr.: 227941000), will wird 1,5 bis zwei Monate ausfallen und auf der Glehen-Werft in Douarnenez repariert werden müssen, nachdem er von dem liberianischen Frachter "Georgios Alexios", 2997 BRZ (IMO-Nr.: 9192624), fast versenkt wurde. Er traf die "Antaeus" am 12.11. gegen 23 Uhr am Heck, als diese auf Fang im St. George Canal zwischen Irland und Wales war.
Neben den Schäden an der Trawl-Einrichtung war die größte Gefahr, dass das Schiff einfach umgerissen würde, weil der Frachter mit dem Bug an den ausgebrachten beiden Netzen hängen blieb.
Er legte sich zunächst stark nach Steuerbord über, bis diese endlich abrissen. Die fünfköpfige Crew kam mit dem Schrecken davon. An Deck des Frachters war kein Mensch zu sehen gewesen, er setzte seine Fahrt nach Antwerpen fort, wo er am 15.11. gegen Mittag festmachte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter sechs Stunden lang abgeschleppt
(15.11.16) Am 14.11. um 06:29 Uhr erlitt der 12 Meter lange Kutter "Atlanta 2" Maschinenschaden und trieb mit blockiertem Propeller in der St. Brides Bay. Ein Boot der RNLI-Station in St. Justinian wurde von der vierköpfigen Crew um 06:48 Uhr alarmiert. Es war binnen 15 Minuten vor Ort und nahm den Havaristen auf den Haken. Nach fast sechs Stunden konnte er in der Nayland Marina geschleppt werden. Die Seenotretter waren mit ihrer „Norah Wortley“ um 12:08 Uhr in St. Justinian zurück.
Quelle:Tim Schwabedissen



Supermond verursachte Untergang von Motoryacht
(15.11.16) 12 Menschen wurden am Nachmittag des 14.11. von einem sinkenden, 39 Fuß langen Motorboot vor Shippan Point im Long Island Sound vom Stamford Fire Department gerettet. Es war eine Viertelmeile vor der Küste gegen 13 Uhr auf einen Felsen gelaufen, leckgeschlagen und sackte übers Heck weg. Die Tide war ungewöhnlich niedrig zum Unglückszeitpunkt.
Die Coast Guard und die Greenwich Police assistierten bei der Rettungsaktion. Der derzeitige Mondstand und der damit zusammenhängende Wasserstand dürfte die Havarie mit verschuldet haben. Erst vor zwei Wochen war das Einsatzboot der Feuerwehr einem Boot zu Hilfe gekommen. Es befand sich gerade auf der Fahrt von Norwalk nach Stamford, als es nach Shippan Point gerufen wurde, wo es vor der Hafenmole auf Felsen gelaufen war.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fahrgastschiff nach Cebu abgeschleppt
(15.11.16) Das philippinische Fahrgastschiff “Ocean Jet 15” erlitt am 15.11. Maschinenschaden auf der Fahrt von Poro auf der Camotes Island nach Cebu City. Es havarierte vor Liloan bei Nord-Cebu. Weil nur eine der beiden Maschinen ausgefallen war, entschied die Crew, die Fahrt zur Pier 1 in Cebu City mit langsamer Fahrt fortzusetzen. Doch auf Höhe von Mandaue City fiel auch die zweite Maschine aus.
Das Schiff lag in der See, bis das Schwesterschiff „Ocean Jet 11” gemeinsam mit einem Boot der Cebu Coast Guard Station eintraf. Sie schleppte die „Ocean Jet 15“ dann an die Pier, eskortiert von der Küstenwache. Gegen Mittag war sie dort fest, und die 85 Passagiere konnten an Land gehen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei Dhaus in zwei Tagen geborgen
(15.11.16) Binnen zwei Tagen wurden vom 13. auf den 14.11. in Dubai zwei jeweils 25 Meter lange und 50 Tonnen schwere Dhaus mit einem Kran geborgen, die bei den Docks des Dubai Creek im Februar nach einem Feuer gesunken waren. Die Wracks lagen an den Anlegern 6 und 7. Sie waren im Zuge der Brandbekämpfung auf sechs Metern Wassertiefe versenkt worden, um das Feuer zu ersticken.
Die Bergung erfolgte in Zusammenarbeit mit der Roads and Transport Authority, dem Maritime Rescue Department der Dubai Police, dem Civil Defence Department, dem Zoll und freiwilligen Helfern. Die Wracks wurden auf eine Barge verladen und abtransportiert. Das Metall sollte wiederverwertet werden, das Holz auf einer Müllhalde landen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Historisches Hausboot auf Grund der Somers Bay entdeckt
(15.11.16) Das erste in Privatbesitz befindliche Hausboot, das 1928 auf dem Flathead Lake, wurde fast 80 Jahre nach seinem Untergang von Tauchern in der Somers Bay entdeckt.
Der Geschäftsmann John Sherman aus Kalispell und sein Geschäftspartner Bert Saling waren im Mai 1928 erstmals mit der 54 Fuß langen und 18 Fuß breiten “Kee-O-Mee” vor den Augen tausender auf dem Daily Inter Lake in See gestochen. Neun Jahre lang beherbergte sie Gäste auf dem See, doch beim Test zweier neu installierter Diesel ging das Schiff auf der ersten Fahrt der Saison 1937 im Mai jenes Jahres binnen weniger Minuten in Flammen auf.
Die beiden Eigner konnten in ein Rettungsboot flüchten. Ein Schlepper der Somers Lumber Company schleppte das brennende Boot auf den See hinaus, wo es sank und seitdem verschwunden war. Vor vier Jahren wurden Taucher des Northwest Dive and Recovery, die gesunkene Bäume in der Somers Bay bargen, gebeten, bei ihrer Arbeit Ausschau nach dem Wrack zu halten.
Vor einigen Monaten entdeckten sie tatsächlich eine Schiffsstruktur mit Sonar. Als ein Taucher dann abstieg, fand er das Wrack in 50 Fuß Wassertiefe kieloben im Schlamm liegend. Er brachte ausgerechnet die Halterung eines Feuerlöschers mit nach oben. Mitte September wurden der Anker und einige Artefakte wie Stücke der Porzellanbadewanne, Geschirr, Eiszangen, ein Teekessel, die Fahnenstange und verschiedene andere Gegenstände geborgen. Sie wurden dem Museum an der Central School in Kalispell übergeben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter vor Donegal geborgen
(15.11.16) Am 14.11. geriet vor der Küste von Donegal ein Kutter in Seenot. Er erlitt vor Fanad Head Wassereinbruch. Die Malin Head Coastguard wurde alarmiert, und sowohl der Sligo 118 Helikopter wie auch das RNLI-Boot aus Lough Swilly kamen zu Hilfe. Eine Pumpe wurde auf dem Schiff abgesetzt, und es konnte zurück zum Hafen eskortiert und dort abgedichtet werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Containertrümmer der Hanjin Seattle angetrieben
(15.11.16) Trümmer von Containern, die der Frachter “Hanjin Seattle” am 3.11. verloren hatte, trieben auf Strände nahe Tofino, British Columbia. Die 35 leeren Boxen waren in stürmischer See nahe der Zufahrt der Strait of Juan de Fuca über Boprd gegangen. Mindestens ein Teil der Trümmer trug das Hanjin-Logo.
Dan Lewis der Umweltschutzgruppe Clayoquot Action entdeckte einiges Treibgut beim Kayakfahren vor dem Vargas Island Provincial Park, nordwestlich von Tofino. Andere Trümmer trieben zwischen Tofino und Ucluelet an, weitere in Teilen des Pacific Rim National Park Reservats. Isoliermaterial wurde von den Wellen aus den Trümmern einiger der Boxen gerissen, was zu Sorgen über Umweltschäden führte.
Hanjin wurde aufgefordert, sich um die Bergung zu kümmern, reagierte aber bislang nicht. Die "Hanjin Seattle" liegt seit der Havarie in Seattle, wo sie inspiziert wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Containerfrachter "X Press Etna" sitzt fest
(Bild: Maurits Frijsen)   Großbild klick!

Containerfrachter saß auf der Neuen Maas fest
(14.11.16) Der unter Malta-Flagge laufende Containerfrachter "X Press Etna", 9981 BRZ (IMO-Nr.: 9354349), lief am 13.11. um 8.30 Uhr auf der Neuen Maas zwischen dem Madroelhaven und Eemhaven vor Pernis auf Grund. Das Schiff hatte zuvor Maschinenausfall erlitten und geriet dann aus dem Fahrwasser ab und auf die Uferböschung. Es war kurz zuvor aus dem Waalhaven in Rotterdam nach St. Petersburg ausgelaufen.
Die beiden Schlepper "Multratug 16" und "Fairplay 23" zogen den Containerfrachter um 13.15 Uhr mit steigendem Wasserstand wieder ins Fahrwasser zurück. Er musste zu Inspektionen nach Rotterdam zurückkehren und machte im Prins Johan Friso-Port zu diesem Zweck fest.
"X Press Etna" wird weggeschleppt
(Bild: Maurits Frijsen)   Großbild klick!
Das Schiff war erst vor wenigen Wochen havariert – am Morgen des 10.10. war es mit der großen Nordschleuse des Nord-Ostsee-Kanals in Brunsbüttel kollidiert. Dabei hatte es Beulen davongetragen, auch das Mauerwerk der Schleuse wurde in Mitleidenschaft gezogen. Der Frachter war an jenem Tag unterwegs von Stettin nach Hamburg gewesen. Von dort ging die Reise am 11.10. nach Antwerpen weiter.
Die „X Press Etna“ ist 134,4 Meter lang, 22,5 Meter breit, hat 8.7 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 11.257 Tonnen. Der 868-TEU-Frachter läuft für die Sea Consortium Pte Ltd. in Singapur und wurde 2006 auf der J.J. Sietas KG Schiffswerft GmbH & Co. in Hamburg als „Robert“ für die Heinz Georg Vöge KG in Stade erbaut. Bis 2008 lief der Feeder als „Birkaland“.
Quelle:Tim Schwabedissen



Taucherschiff tauchte vor Thyborøn
(14.11.16) Neun Meilen nördlich von Thyborøn sank am 12.11. ein Taucherschiff des Tauchclubs Krabbe aus Morsø einen Kilometer vor dem Leuchtturm von Lodbjerg. Es war am Morgen unterwegs von Hanstholm nach Nykøbing ins Winterlager, als es vor Sydthy starken Wassereinbruch erlitt. Die beiden Crewmitglieder entdeckten, dass der Salon bereits halb unter Wasser stand, und funkten einen Notruf.
Sie erhielten Hilfe von einem Kutter und dem Rettungsboot der Station Thyborøn. Als dieses eintraf, lag das Boot aber bereits mit dem Bug tief im Wasser. Rettungsmänner stiegen noch mit einer Lenzpumpe an Bord über, mussten den Bergungsversuch aber wenig später abbrechen.
Das Boot war bereits zu instabil, um sich ohne Lebensgefahr an Bord aufzuhalten. Eine Viertelstunde später sank das Stahlschiff auf den 18 Meter tiefen Meeresgrund. Der 13 Meter lange 12-Tonner hatte einen Wert von 200,000 Dänenkronen. Ob eine Bergung sich lohnen würde, war ungewiss.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schlepper "Nathan E. Stewart" (Bild: Heiltsuk Nation)   Großbild klick!

Bergung der Nathan E. Stewart erneut verzögert
(14.11.16) Am 13.11. wurden die letzten Vorbereitungen zur Bergung des gesunkenen Schleppers "Nathan E. Stewart" 28 Kilometer vor Bella Bella getroffen. Am Vortag war das Verholen des Wracks auf tieferes Wasser erfolgreich abgeschlossen worden. Nur noch die Mastspitze und ein Radar ragten nun noch über die Wasseroberfläche.
Dieser Transport war die Voraussetzung, um das Schiff auf eine Kranbarge heben zu können und abzutransportieren. Zuvor mussten Taucher letzte Untersuchungen am Rumpf durchführen. Die Bergung sollte am 14.11. gegen 10 Uhr beginnen, die Operation rund sechs Stunden dauern.
Eigentlich hatte sie bereits am 13.11. beginnen sollen, doch die Barge musste noch einmal umpositioniert werden. Inzwischen gab es aber schon wieder eine Sturmwarnung. Kleine Boote sollten in den Hafen zurückkehren. Die Heiltsuk Nation beschuldigte unterdessen die Behörden, Informationen zur Ölverschmutzung zurückzuhalten. Nach letzten Berichten hatte der Schlepper beim Untergang 237 Tonnen Diesel an Bord. 107 Tonnen davon sowie 2,24 Tonnen Schmieröl liefen beim Untergang aus.
Quelle:Tim Schwabedissen



Hvide Sande: Rettungsboot 41 Stunden im Einsatz
(14.11.16) Am Morgen des 11.11. gegen 2.30 Uhr funkte eine 60 Fuß lange, norwegische Yacht Mayday 30-40 Meilen westlich von Hvide Sande. An Bord war eine 10-köpfige Crew. Das Boot hatte Motorschaden erlitten, und die Segel waren zerrissen. Bei Windgeschwindigkeiten von 15-18 m/s trieb es bei sechs Metern Wellenhöhe mit vier Knoten westwärts.
Das Rettungsboot “Emile Robin” lief aus Hvide Sande aus, doch wegen der Drift des Havaristen befand sich dieser inzwischen 45- 50 Meilen vom Hafen entfernt. Der hohe Seegang behinderte die Versuche, die Yacht in Schlepp zu nehmen. Vorsorglich lief aus Hirtshals nun auch das Rettungsschiff “Vestkysten” aus, und ein Rettungshubschrauber ging auf Standby.
Nach zweistündigen Bemühungen gelang es, eine Schlepptrosse festzumachen, jedoch nach einer Stunde brach diese, und wieder ging das Boot auf Drift. Inzwischen traf die „Vestkysten“ ein, und eine Evakuierung der Yacht wurde überlegt. Schließlich gelang es aber doch noch, eine neue Schleppverbindung herzustellen. Inzwischen betrug die Distanz zum Hafen von Hvide Sande aber bereits 73 Meilen.
Die „Vestkysten“ eskortierte den Schleppzug in Richtung der Westküste. Am 12.11. gegen 21 Uhr war der Hafen nach 41 Stunden erreicht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kollision vor Hakodate
(14.11.16) Die japanische Fähre "Asakaze No. 5", 1958 BRZ (IMO-Nr.: 9178692), die auf der Aomori–Hakodate läuft, kollidierte am Morgen des 13.11. mit dem unter derselben Flagge registrierten Tanker "Taiko Maru", 749 BRZ (IMO-Nr.: 9251119), im Hafen von Hakodate. Die Fähre lief gerade nach Aomori aus und hatte rund 30 Menschen an Bord. Der Tanker traf sie mit dem Bug an Steuerbordseite. Die Schäden blieben gering, Menschen kamen nicht zu Schaden. Die Fähre blieb einsatzfähig.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter rammte französischen Kutter
(14.11.16) Der liberianische Frachter "Georgios Alexios", 2997 BRZ (IMO-Nr.: 9192624), kollidierte am Morgen des 13.11. mit dem französischen Trawler "Antaeus", 129 BRZ (MMSI-Nr.: 227941000), im Saint-Georges Kanal zwischen der britischen Küste und Irland. Der in Guilvinec beheimatete, 21 Meter lange Trawler kenterte fast unter der Wucht des Aufpralls, als der Frachter an Steuerbordseite ins Heck lief.
Die fünfköpfige Crew blieb aber unversehrt und konnte das beschädigte Schiff in den Hafen von Douarnenez bringen. Der Frachter konnte seine Fahrt von Drogheda nach Antwerpen fortsetzen. Die Kollision ereignete sich in der britischen Zuständigkeitszone, aber sowohl britische wie auch französische Behörden leiteten eine Untersuchung ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sturm brachte französische Kutter in Bedrängnis
(14.11.16) Am Morgen des 9.11. gerieten zwei Kutter aus Port-en-Bessin im Sturm Maschinenschaden und mussten abgeschleppt werden. Die "La Confiance II - CN 428363", 30 BRZ(MMSI-Nr.: 226156000) wurde durch einen Ausfall der Bordelektronik gegen ein Uhr 20 Meilen nördlich von Port-en-Bessin manövrierunfähig. Das SNSM-Rettungsboot der Station Sainte-Anne des Flots schleppte es bei sehr schlechtem Wetter in den Morgenstunden nach Ouistreham ein.
Gegen drei Uhr erwischte es die "Bonne Sainte Rita - CN 739822", 37 BRZ (MMSI-Nr.: 227109200), die bei Windgeschwindigkeiten von über 100 km/h rund 20 Meilen vor der Küste Maschinenausfall durch einen Schaden am Generator erlitt. Es gelang nicht, die Maschine wieder anzufahren. Der Havarist wurde von dem 16 Meter langen Trawler "Vilou" aus Portais nach mehreren vergeblichen Versuchen in der meterhohen See auf den Haken genommen. Es gelang wegen des Sturms aber nicht, das Schleppnetz zu bergen. Es wurde zunächst auf dem Meeresgrund zurückgelassen. Der Schleppzug hielt mit sehr langsamer Fahrt auf Port-en-Bessin zu. Wegen der Flut am Nachmittag war es aber zu riskant, bei den dort herrschenden Strömungsgeschwindigkeiten und Wellenhöhen mit nur zwei Knoten einzulaufen.
Deshalb blieben die Kutter vor dem Hafen und wollten zunächst den Morgen des 10.11. für einen neuerlichen Versuch abwarten. Dann aber erlaubte eine kurzzeitige Wetterberuhigung gegen 19 Uhr doch ein Einlaufen, was den Fischern eine weitere Nacht auf See ersparte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ein Verletzter bei Strandung von Motorboot
(14.11.16) Am 12.11. barg die US Coast Guard einen verletzten Mann von einem 24 Fuß langen Motorboot ab, das auf die Steine der Little Creek-Mole in Norfolk aufgelaufen war. Die Küstenwach-Station Little Creek wurde um 18:35 Uhr alarmiert, nachdem das Boot an der Ostseite der Schutzmole mit einer zweiköpfigen Crew festgekommen war. Einer der beiden hatte Verletzungen an Gesicht und Arm davongetragen.
Ein 45-Fuß-Boot lief um 18:40 Uhr aus und erreichte die Unfallstelle nur zwei Minuten später. Zwei Mann des Rettungsbootes stiegen auf den Havaristen über und versorgten den Verletzten. Er wurde dann zur Vinings Landing Marina und von dort weiter ins Bon Secours DePaul Medical Center in Norfolk gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Französische Yacht in mehr als 12 Stunden nach Richards Bay eingeschleppt
(14.11.16) Am Nachmittag des 12.11. wurde die NSRI Richards Bay alarmiert, weil die französische Segelyacht “Papa Djo” mit einer dreiköpfigen Crew an Bord auf der Fahrt von Madagaskar nach Richards Bay einen Bruch der Masthalterung erlitten hatte. Das Rettungsboot “Spirit of Richards Bay” lief gegen 14:30 Uhr zu dem 19 Meilen vor der Sodwana Bay befindlichen Boot aus, nachdem der Funkkontakt in stürmischer See mit bis zu fünf Metern Wellenhöhe bei 30 Knoten Nordostwind abgebrochen war.
Die Wetterbedingungen wurden noch übler mit Gewitterböen von 40 Knoten und Kreuzseen von sechs bis acht Metern Höhe. Immerhin konnte Durban Radio die Segler nun wieder erreichen. Sie wurden aufgefordert, eine Notrakete abzufeuern, mit deren Hilfe sie lokalisiert werden konnten.
Um 21:17 Uhr war das Rettungsboot längsseits und übergab eine Schleppleine. Am 13.11. um 9:50 Uhr wurde die „Papa Djo“ in den Hafen von Richards Bay gezogen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter vor Fonte da Telha gestrandet
(14.11.16) Am 13.11. um 16:55 Uhr lief ein portugiesischer Kutter auf dem Strand von Fonte da Telha in Costa da Caparica, Almada, auf Grund. Das 12 Meter lange Schiff kam auf einer Sandbank fest, als es mit Schleppnetz in einem Sperrgebiet unterwegs war. Die Crew wurde unversehrt abgeborgen. Wegen des ungünstigen Wasserstands konnte der Havarist erst am 14.11. von einem anderen Schiff geborgen werden. Um 3:11 Uhr wurde es nach Sesimbra im Setúbal-Distrikt eingeschleppt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei Vermisste nach Untergang von Kutter vor Moela
(14.11.16) Am 12.11. sank der brasilianische Kutter "Apache III" nahe der Insel Moela in Guarujá vor der Küste von São Paulo. Ein Crewmitglied konnte sich schwimmend an den Strand der Insel retten, zwei weitere wurden vermisst. Der Schiffbrüchige kam nach Santos ins Krankenhaus. Eine nach seiner Rettung gestartete Suchaktion wurde am Abend unterbrochen und am Morgen des 13.11. durch die Feuerwehr wieder aufgenommen.
Der Kutter war am 11.11. aus Santa Cruz dos Navegantes in Guarujá ausgelaufen und hatte am 12.11. in den Hafen zurückkehren sollen. Der bislang einzige Überlebende Valdomiro Saturnino da Silva sagte aus, das Boot sei auf Felsen geworfen worden und zerbrochen. Vermisst wurden José Nildo und Silas Atacídio.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht bei Kollision mit Frachter entmastet
(14.11.16) Am 13.11. um 7:58 Uhr wurde das RNLI-Boot aus Ramsgate zur Assistenz für eine Segelyacht gerufen, die nach der Kollision mit einem Containerschiff 24 Meilen östlich des Hafens vor der Küste von Kent Mastbruch erlitten hatte. Ein anderes Schiff war nach dem Unglück zunächst vor Ort auf Standby gegangen und stellte den Funkkontakt mit der britischen Coastguard her. Der Skipper an Bord der Yacht hatte nur ein Handfunkgerät.
Ein Rettungshubschrauber stieg in Lydd auf und sorgte für den Funkverkehr zwischen Küstenwache und Seenotrettern. Als diese vor Ort eintrafen, stellten sie fest, dass die Yacht keinen Wassereinbruch erlitten hatte. Es wurde daraufhin entschieden, sie in den Hafen von Ramsgate abzuschleppen. Der Skipper wollte an Bord bleiben. Kurz vor 14 Uhr traf der Schleppzug im Hafen ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter kollidierte mit Fender des Nord-Ostsee-Kanals in Kiel
(14.11.16) Am 12.11. um 8.40 Uhr geriet der 166 Meter lange, britische Frachter „Heinrich Ehler“, 17488 BRZ (IMO-Nr.: 9372200), bei dichtem Nebel zu weit auf die südliche Seite der Ansteuerung der Südschleuse des Nord-Ostsee-Kanals in Kiel-Holtenau. Auf Höhe des dortigen Wohnmobilstellplatzes lief er gegen das Leitwerk. Dabei hob der Wulstbug einen mehrere Tonnen schweren Holzfender an, der schwer beschädigt wurde.
Eine Kette der Halterung riss durch die Wucht des Aufpralls ab. Die Sichtweite betrug zum Unfallzeitpunkt unter 100 Meter. Grund der Havarie war aber ein Fehler beim Ansteuern der Einfahrt zur Südschleuse durch eine fehlerhafte Interpretation der elektronischen Seekarte. Der Sachschaden betrug rund 20.000 Euro.
Der beschädigte Fender sollte im Laufe des 14.11. ausgetauscht werden. Der Frachter kam mit Schrammen am Bug davon und konnte die Fahrt von Riga nach Hamburg nach kurzer Inspektion gegen 10 Uhr fortsetzten. Er traf dort am 13.11. gegen ein Uh rein und setzte am 14.11. gegen sieben Uhr die Reise zum Eurogate Bremerhaven fort.
Es war nicht die erste Havarie des Schiffes im Kanal. Am 10.6.2011 kollidierte es in den Holtenauer Schleusen gegen 14 Uhr mit dem holländischen Frachter "Stroombank" (IMO-Nr.: 9356543), weil es ohne Genehmigung eingelaufen war. Es durfte die Reise nach Rotterdam ab er um 15:30 Uhr fortsetzen, während der Kollisionsgegner zunächst wegen der erlittenen Schäden am Heck mit einem Fahrverbot belegt wurde.
Am 29.10. desselben Jahres kollidierte es kurz nach Mitternacht auf der Fahrt von Rotterdam nach Helsinki mit dem Mittelhaupt der Nordschleuse des Kanals in Brunsbüttel, blieb aber auch in diesem Fall fahrtüchtig. Am 13.2.2012 um 7:05 Uhr kollidierte die "Heinrich Ehler" auf der Fahrt Helsinki-Rotterdam erneut mit der Mittelmauer der großen Nordschleuse in Brunsbüttel, die dabei beschädigt wurde. Der Frachter kam mit Schrammen davon. Die Havarie wurde durch einen technischen Fehler am Bugstrahlruder verursacht, als das Schiff die Schleuse verlassen wollte und dabei mit dem Heck gegen die Mauer schlug.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter „Blue Ocean“ gestrandet (Bild: Kim Smith)   Großbild klick!

Kutter vor East Gloucester gestrandet
(12.11.16) Coast Guard und der Hafenmeister von East Gloucester waren am Morgen des 11.11. im Einsatz am Niles Beach, nachdem der 54 Fuß lange Kutter „Blue Ocean“ sich über Nacht von seinem Anker losgerissen und zu sinken begonnen hatte. Zunächst war von einer Person im Wasser die Rede, doch dies bestätigte sich nicht. Es hatte sich niemand an Bord befunden.
Der Eigner Michael Ragusa aus Gloucester wurde um 1:15 Uhr informiert, dass sein 1952 erbauter, hölzerner Schleppnetzkutter rund 50 Yards vor dem Strand auf seiner Steuerbordseite lag. Bei Flut lief er voll, und nur noch die oberen Teile ragten aus dem Wasser. Fischkisten, Fässer und anderes Treibgut driftete in der Brandung auf den Strand. Das Schiff hatte schon seit zwei Jahren aufgelegen und von daher keinen Treibstoff mehr an Bord, sodass es kein Problem mit einer drohenden Ölverschmutzung gab.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schaden an der Schleuse (Bild: Atair)   Großbild klick!

Frachter legte Schleuse in Brunsbüttel lahm
(12.11.16) Nach einer Kollision in der Schleusenanlage Brunsbüttel wurde am 12.11. die kleine Nordschleuse für den Schiffsverkehr gesperrt. Der holländische Frachter „Nordic", 2989 BRZ (IMO-Nr.: 9663001), rammte auf der Fahrt von Rostock nach Bremen in der Nacht gegen vier Uhr das Tor 4, als er bei dichtem Nebel vom Nord-Ostsee-Kanal in die Elbe auslaufen wollte.
Die Reparaturarbeiten sollten voraussichtlich bis zum 14.11. gegen Mittag dauern. Das Schiff durfte seine Reise nach den notwendigen Untersuchungen gegen neun Uhr fortsetzen. Am späten Nachmittag befand es sich in der Ansteuerung der Weser.
Quelle:Tim Schwabedissen



Hummerfischerboot in der Brandung gekentert (Bild: USCG)   Großbild klick!

Leiche vermissten Fischers vor La Jolla entdeckt
(11.12.16) Lifeguards fanden am 11.11. den Leichnam eines seit dem 9.11. vermissten Hummerfischers, dessen Boot vor La Jolla gekentert war. Ein Familienangehöriger identifizierte ihn als Skipper Tony Nguyen aus San Diego. Der Tote war gegen 11.30 Uhr in flachem Wasser am Windansea Beach in La Jolla unweit der Unglücksstelle entdeckt worden. Sein 24 Fuß langes Boot war vor dem Windansea Beach zwei Tage zuvor gegen 18 Uhr in der Brandung gekentert.
Lifeguards aus San Diego konnten vier Mann retten und suchten ein über 200 Quadratmeilen großes und 13 Meilen auf See hinaus reichendes Gebiet nach dem Vermissten ab. Das Boot lag derweil immer noch kieloben eingeklemmt zwischen Felsen, da wegen rauer See keine Bergungsversuche durchgeführt werden konnten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motoryacht „Rebel Yell“ wieder im Hafen (Bild: USCG)   Großbild klick!

Rebel Yell trieb vor Grand View Beach
(12.11.16) Am 10.11. kam ein 45-Fuß-Boot der Coast Guard Station Little Creek in Virginia Beach, Virginia, der Motoryacht „Rebel Yell“ aus Montpelier zu Hilfe. Das Schiff hatte Motorschaden erlitten und drei Meilen östlich von Grand View Beach in Hampton getrieben. Es wurde von der Küstenwache samt seiner zweiköpfigen Crew um 8.10 Uhr in Schlepp genommen und zur Cobb’s Marina in Norfolk, Virginia, gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker hatte Blackout bei Kaliningrad
(12.11.16) Der russische Tanker " "Midvolga 3", 4867 BRZ (IMO-Nr.: 9735141), erlitt am Morgen des 10.11. von Vysotsk kommend einen Maschinenblackout beim Einlaufen in den Seekanal von Kaliningrad. Der mit 3400 Tonnen Schweröl beladene Tanker geriet kurzzeitig auf Grund unweit der Südmole, ehe die Maschine wieder ansprang, und kehrte ins Fahrwasser zurück. Nach dem Festmachen in Kaliningrad wurde ein Wassereinbruch im Bugstrahlruderraum festgestellt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Hausboot vor Emden aufgelaufen
(12.11.16) Am 11.11. gegen 10:15 Uhr kam ein unter polnischer Flagge laufendes Hausboot auf dem Geisedamm vor Emden fest. Der 26-jährige polnische Schiffsführer wollte das mit einer weiteren männlichen Person besetzte Hausboot von Emden nach Delfzijl überführen. Dabei navigierte er das für die Strömungsgeschwindigkeit der Ems offensichtlich untermotorisierte Fahrzeug in Höhe des Emder Hafens an der Emspier auf den Geisedamm und kam dort fest.
Auch mangelnde Revierkenntnisse spielten wohl eine Rolle. Die Ermittlungen im Ems-Dollart-Vertragsgebiet wurden durch die Einsatzboote "W2" der Wasserschutzpolizei Emden sowie der "P44" der Waterpolitie Delfzijl aufgenommen. Eine Gefahr für die Besatzung bestand zu keiner Zeit, da sich bereits unmittelbar nach der Havarie ein Beiboot der "Friesland" des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Emden beim Havaristen befand. Von diesem wurde auch die weitere Sicherheit der Wasserstraße gewährleistet. Das Boot sollte mit dem nächsten Hochwasser geborgen werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Maschinenausfall vor Istanbul
(12.11.16) Der türkische Wassertanker "Hayat S" (MMSI-Nr.: 271010908) erlitt am 10.11. um 00.35 Uhr vor Istanbul auf Position 40° 44,8' N 029° 28,0' E Maschinenausfall und gefährdete manövrierunfähig den übrigen Schiffsverkehr. Der Schlepper "Kurtarma 6" wurde von der Verkehrszentrale zur Assistenz geschickt und nahm den Havaristen um 2.27 Uhr auf den Haken. Das Schiff war von Yalova Kirazli nach Ekihisar Demir Bölgesi unterwegs.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer in Petrokoks-Ladung
(12.11.16) In der Ladung des unter Marshall-Islands-Flagge laufenden Bulkcarriers "Top Trader“, 30053 BRZ (IMO-Nr.: 9216963), brach im Laufe dieser Woche am José Terminal, Puerto La Cruz, ein Feuer aus. Seit dem 28.10. wurden 49000 Tonnen Petrolkoks nach Europa bestimmt auf das Schiff verladen. Es stammte von der staatlichen PDVSA. Drei der Laderäume waren betroffen.
Die Mannschaft versuchte vergeblich, das Feuer mit Wasser zu löschen. Eine Inspektion sollte zeigen, ob die brennende Fracht die Schiffsstruktur beeinflusst hat. Insgesamt befanden sich aktuell 22.000 Tonnen Koks an Bord.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wieder Frachter vor Terneuzen havariert
(12.11.16) Zum zweiten Mal in dieser Woche nach der Havarie der weiter in Gent liegenden "Grand Amanda" erlitt ein Frachter Maschinenschaden am Put von Terneuzen. Am 12.11. erwischte es den liberianischen Containerfrachter "MSC Anisha R", 45803 BRZ (IMO-Nr.:9227297), der gegen sieben Uhr in Antwerpen mit Fahrtziel Rotterdam losgeworfen hatte. Multraship in Terneuzen schickte den Schlepper "Union 5" (IMO-Nr.: 9034975) zur Assistenz, der den Havaristen sicherte, bis die Maschine wieder repariert war.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motorboot von Wellenbrecher gezogen
(12.11.16) Die US Coast Guard Crew aus New Haven, Connecticut, rettete am Morgen des 11.11. zwei Personen, deren Boot auf Felsen unweit der Zufahrt von New Haven Harbor gelaufen war. Gegen 10 Uhr fing die Küstenwache Long Island einen Notruf der beiden auf dem 31 Fuß langen Boot auf, das bei starkem Wind auf die Felsen der westlichen Außenmole gedrückt wurde. Ein Patroullienboot kam ihnen zu Hilfe.
Als es um 10.30 Uhr eintraf, fand es die beiden mit angelegten Rettungswesten vor. Es gelang, ihr Boot wieder freizubekommen. Es wurde dann nach Branford geschleppt, wo ein Bergungsunternehmen es in den Hafen brachte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Abwrackbarge konnte nicht gelöscht werden
(12.11.16) Am Nachmittag des 11.11. brach auf einer zum Abwracken bestimmten Barge 500 Meter vor Puerto de Vacamonte, in West Panama ein Feuer aus. Es wurde durch Funkenflug bei Schweißarbeiten, der Öl in Brand setzte, verursacht. Die Arbeiter auf der Barge konnten das Feuer nicht löschen und schwammen an Land. Auch das Benemerito Corps of Firemen hatte keine Ausrüstung, um die Flammen zu ersticken.
Quelle:Tim Schwabedissen



Aufgegebenes Wrack nach Jahren geräumt
(12.11.16) Der vor mehreren Jahren in der Warrenton Marina aufgegebene und gesunkene Kutter „Captain Nielsen“ wurde am 8.11. geräumt und abgebrochen, um einem Bauprojekt Platz zu machen. Die Arbeit dauerte 10 Stunden und wurde gemeinsam von der Bergersen Construction und JE McAmis durchgeführt. Eine Baggerbarge riss Teile des Wracks ab und legte sie auf der Barge ab. Losgerissene Trümmer wurden per Hand eingesammelt. Danach ging es zu einer Müllkippe zur Entsorgung.
Quelle:Tim Schwabedissen



Russischer Tanker rettete Fischer aus Sierra Leone
(11.12.16) Der Trawler „Baraka“ aus Sierro Leone erlitt Wassereinbruch vor der westafrikanischen Küste im Atlantik und funkte Notsignale. Der russische Tanker „Leonid Loza“, 83747 BRZ (IMO-Nr.: 9412347) kam den Fischern zu Hilfe und nahm die 10-köpfige Crew unversehrt an Bord. Ihr Schiff lag halb unter Wasser und war nicht zu bergen.
Der Tanker steuerte Freetown an und setzte die Schiffbrüchigen ab, bevor der die Reise zum Dalia Offshore Terminal in Angola fortsetzte, wo er ab dem 15.11. eine Ladung Rohöl aufnehmen sollte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Flüchtlinge werden an Bord genommen (Bild: Canakkale Bogazindan)   Großbild klick!

Tanker mit Flüchtlingen kam von Gelibolu
(11.11.16) Insgesamt 363 Migranten, darunter Frauen, Kinder und auch ein Baby, wurden am 10.11. im Eceabat-Distrikt in den Dardanellen von dem auf Grund gesetzten, türkischen Tanker "Eniz" (MMSI-Nr.: 271010654) evakuiert. Bei dem 42 Meter langen Schiff handelte es sich tatsächlich um die lange in Istanbul aufgelegte "Delideniz". Sie war um 1.30 Uhr von der türkischen Coastguard zum Stoppen aufgefordert worden, lief dann aber um 1.30 Uhr bei der Stadt Akbas auf Grund.
Als die Küstenwache an Bord ging, fand sie die unteren Räume überfüllt mit Menschen vor. Die Evakuierung auf die beiden Küstenwachboote "TCSG 66“ und „TCSG 84“ begann um drei Uhr und dauerte sechs Stunden. Die Flüchtlinge waren offenbar bei einer alten Pier unweit der Gelibolu-Werft an Bord genommen worden. Sie wurden zur Registrierung ins Ayvacik Repatriation Center gebracht. Der Schlepper "Kurtarma 5" wurde zur Bergung des Tankers geschickt. Der Kapitän wurde in Handschellen an Land gebracht.
Unterdessen konnte am 10.11. der türkische Frachter "Mina 1", 1244 BRZ (IMO-Nr.: 8951229), durch das Rettungsboot "Kiyi Emniyeti 4" und den Schlepper "Kurtarma 1" wieder von den Felsen der Uferbefestigung in Maltepe im Marmara-Meer abgebracht und auf tieferes Wasser geschleppt werden. Hier wurde er neu verankert. Das Schiff hatte seit 120 Tagen bei Istanbul aufgelegen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter "M-27-H" am Haken (Bild: NSSR)   Großbild klick!

Zwei Rettungsboote und zwei Fähren halfen brennendem Kutter
(11.11.16) Am 10.11. assistierte die norwegische Fähre "Harøy", 1351 BRZ (IMO-Nr.:9337896), gemeinsam mit mehreren anderen Schiffen vor Dryna dem in Brattvåg beheimateten Kutter "M-27-H", auf dem ein Feuer ausgebrochen war. Auch die Fähre "Solskjel", 844 BRZ (IMO-Nr.: 8010544), die Rettungsboote "DNV II" und "Det Norske Veritas" sowie das Seerettungskorps SKR Maersk waren im Einsatz, nachdem die zweiköpfige Kuttercrew um 11.37 Uhr Rauchentwicklung festgestellt und einen Mayday-Ruf an Florø-Radio abgesetzt hatte.
Das Rettungszentrum mobilisierte die in der Nähe befindlichen Schiffe, und die "Harøy" setzte ein MOB-Boot aus. Die Fährcrew half, den Brand zu löschen, und "Solskjel" konnte ihren Dienst wieder aufnehmen. Auf der Route Brattvåg-Dryna-Harøy kam es durch den Rettungseinsatz zu Verspätungen. Gegen 13 Uhr traf die "Det Norske Veritas" für die abschließenden Löscharbeiten ein.
Ein vorsorglich bereitgestellter Rettungshubschrauber und ein Krankenwagen wurden nicht benötigt. Der Kutter wurde in den Hafen von Brattvåg geschleppt, wo die Rettungsboote auch demobilisierten, nachdem er am Kai fest war.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schlepper "Nathan E. Stewart"wird in tiefes Wasser gezogen
(Bild: Heiltsuk Nation)   Großbild klick!

Schlepperwrack rund 75 Meter weit gezogen
(11.11.16) Am Abend des 10.11. hatte das Verholen des am 13.10. gesunkenen, kanadischen Schleppers "Nathan E. Stewart" auf tieferes Wasser in Vorbereitung der endgültigen Bergung vor Bella Bella begonnen. Mit Ankerzügen wurde das Schiff etwa ein Viertel der Gesamtstrecke von 300 Metern in den Seaforth Channel gezogen. Die Aktion begann in der Nacht, musste dann aber zunächst wegen widriger Wetterbedingungen mit hohen Wellen wieder unterbrochen werden.
Am Schiff waren am Morgen des 10.11. Hebesäcke angebracht und in die Tanks Pressluft gedrückt worden, um dessen Gewicht zu reduzieren. Die Arbeiten können immer nur in den Stunden der Flut durchgeführt und dann wieder sechs Stunden unterbrochen werden. Wenn der Schlepper in der richtigen Position ist, soll er von einem Kran auf eine Barge gehoben und abtransportiert werden.
Obwohl die Öltanks vor zwei Wochen ausgepumpt wurden, beobachteten Angehörige der Heiltsuk Nation in den vergangenen Tagen neue Verschmutzungen durch Ölreste, die aus dem Wrack ausliefen. Es handelte sich aber nur um geringe Mengen. An der Küste sollten Ölbarrieren eine Verschmutzung verhindern.
Bei den Anwohnern herrschte Erleichterung, dass nach 28 Tagen aber nun Bewegung in die Sache gekommen war, auch wenn es Sorgen über mögliche Schäden am Grund durch das Ziehen des Schleppers gab.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter nach Kollision mit Tanker gesunken
(11.11.16) Am 9.11. gegen 19 Uhr kollidierte der indonesische Tanker "Victory Prima", 3570 BRZ (IMO-Nr.: 8126082), mit dem 6-Tonnen-Kutter "Jaya II" bei Belawan in der Molukkenstraße. Das Schiff war kurz zuvor aus Belawan ausgelaufen. Der Kutter lief zunächst auf Parallelkurs, ehe er plötzlich auf den Tankerzudrehte. Die "Victory Prima" versuchte noch auszuweichen.
Doch die Zeit reichte nicht mehr dafür aus, und sie rammte den Kutter, der daraufhin unterging. Drei der insgesamt vier Mann auf dem Kutter konnten von der Tankercrew gerettet werden, einer blieb vermisst. Die “Victoria Prima”, die von Belawan nach Dumai unterwegs war, kehrte zur Untersuchung in den Abgangshafen zurück.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kran stürzte auf Binnenschiff in Edewecht
(11.11.16) Am 9.11. gegen 16 Uhr stürzte in Edewecht, Ortsteil Jeddeloh II, ein rund 10 Meter hoher Kran der Firma ESB (Edewechter Stahl Beton Bau) mit einem 70 Meter langen Ausleger ist beim Beladen eines Binnenschiffes aus bislang ungeklärter Ursache in ein Hafenbecken des Küstenkanals. Teile des Krans landeten auch auf dem Schiff. Der 43-jährige Kranführer erlitt leichte Verletzungen.
Die Krankanzel landete im Kies eines Kiessilos. Die Kabine hatte zuvor noch die Betonwand des Silos gestreift. Durch die Freiwillige Feuerwehr Jeddeloh sowie weitere Kräfte der Technischen Zentrale aus Elmendorf wurden wegen auslaufender Betriebsstoffe Ölsperren ausgebracht. Der Unfallort wurde durch die Polizei abgesperrt.
Der Schaden lag bei rund 300. 000 Euro. Das Schiff wurde leicht beschädigt, blieb aber fahrtüchtig. Warum der Kran plötzlich umstürzte, war noch nicht geklärt. Möglicherweise handelte es sich um Materialermüdung. Das Gewerbeaufsichtsamt und die Berufsgenossenschaft schalteten einen Sachverständigen ein. Auch das Wasserschifffahrtsamt in Meppen und die Wasserschutzpolizei leiteten Untersuchungen ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Saugbagger in Ovelgönne geborgen
(11.11.16) Nach wochenlanger Vorbereitung haben Mitarbeiter der Baufirma Bunte am Abend des 10.11. den in einem Baggersee in Ovelgönne, Landkreis Stade, gesunkenen Saubagger „Pirat V“ mit Kettenfahrzeugen, Pontons, Kettenfahrzeugen und Luftkissen geborgen. Das Wrack hatte rund 100 Tonnen Gewicht und konnte im zweiten Anlauf aufs Ufer gezogen werden. In der kommenden Woche sollte er auseinandergebaut und dann in einen Reparaturbetrieb nach Papenburg gebracht werden.
Währenddessen wurde der inzwischen in Teilen angelieferte Ersatzbagger "Pirat VI" montiert. Voraussichtlich übernächste Woche soll er zu Wasser gelassen werden, damit wieder Sand für den Bau der Autobahn 26 gefördert werden kann. Einen Monat lang hatte die „Pirat V“ kieloben in 15 Metern Wassertiefe auf Grund gelegen. Am 9.11. waren zunächst die Betriebsstoffe abgepumpt worden - allein die Kraftstofftanks hatten ein Fassungsvermögen von rund 20 Tonnen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ende der Kathryn Spirit rückt näher
(11.11.16) Der kanadische Transportminister Marc Garneau gab am 10.11. bekannt, dass die Regierung einen 7,9-Millionen-Dollar-Kontract an die St-Pierre Group vergeben hat, um einen Kofferdam um den Frachter „Kathryn Spirit“ auf dem Lake Saint- Louis zu bauen. Die Arbeit sollte bis Dezember als erster Schritt zum Abbruch des Wracks abgeschlossen werden. Seit 2011 lag es in Beauharnois und drohte im Sommer dort zu kentern.
Bevor es endgültig zerlegt werden kann, muss es zunächst gesichert werden. Die weiteren Pläne werden gerade erstellt, und das Verschrotten könnte im Frühjahr 2016 beginnen. Der Bürgermeister von Beauharnois, Claude Haineault, zeigte sich nach sechsjährigem Ringen um die Räumung sehr zufrieden und hoffte, dass nun auch eine benachbarte Barge im Zuge der Arbeiten verschwinden würde.
Die St-Pierre Group hatte die “Kathryn Spirit” 2011 zum Verschrotten erworben und im September nach Beauharnois gebracht. Dann wurde sie an eine mexikanische Firma veräußert, die sie wegschleppen sollte. Doch die dazu notwendigen Genehmigungen wurden ihr nicht erteilt, und sie gab das Schiff auf. Seit Juni 2016 war die kanadische Coast Guard damit beschäftigt gewesen, den vom Kentern bedrohten Frachter mit Trossen zu sichern.
Quelle:Tim Schwabedissen



Patoroullienboot rammte zwei Schlepper
(11.11.16) Am 10.11. kollidierte ein Patroullienboot der mexikanischen Marine in Madero am Terminal Marítim, wo die PEMEX ihre Schiffe liegen hat, während des Auslaufmanövers mit den Schleppern “PEMEX 156, 136 BRZ (IMO-Nr.: 8500939), und „PEMEX 43“. Diese stießen gegeneinander, wurden aber durch die Scheuerleiste vor größeren Schäden bewahrt. Offenbar hatte das Marineschiff nicht genug Raum zum Manövrieren in dem engen Fahrwasser gehabt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wieder Schiff auf Chindwin River gesunken
(11.11.16) Am Zusammenfluss des Chindwin und des Uru River in Myanmar sank am 10.11. gegen neun Uhr unweit des Dorfes Ngauksar im Homalin Township in der Sagaing Region der Frachter „Lin Lin Aung“. Er war mit einer fünfköpfigen Crew an Bord unterwegs von Monywa nach Homalin. Das Unglück ereignete sich während schwerer Regenfälle durch Wellenschlag.
Die Crew konnte sich retten. Rund 100 Fässer mit Diesel, die im Wasser trieben, wurden ebenfalls geborgen, die übrige Ladung aber ging verloren. Das Schiff transportierte Reissäcke, Eisenrohre und andere Fracht. Erst am 15.10. war die überladene Fähre “Aung Soe Moe Kyaw” auf dem Chindwin River gekentert, wobei mindestens 73 Menschen starben. Die Fähre war ebenfalls zwischen Monywa und Homalin unterwegs, als sie auf einen Felsen lief und sank.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter klemmte kieloben zwischen Felsen – ein Fischer vermisst
(11.11.16) Die US Coast Guard suchte nach einem vermissten Mann, nachdem ein mit fünf Personen besetzter 25-Fuß-Kutter am 9.11. in der Brandung vor Windansea Beach in La Jolla gekentert war. Gegen 18 Uhr wurde die Coast Guard Sector in San Diego von Zeugen alarmiert, nachdem das Boot auf Hummerfang in die Brandung getrieben und 100 Fuß vor der Küste umgeschlagen war. Vier Fischer wurden lebend aus dem Wasser gezogen.
Sie wurden ins Scripps Memorial Hospital in La Jolla gebracht. Drei von ihnen konnten bis zum 10.11. wieder entlassen werden. In San Diego stieg nach dem Unglück unverzüglich ein MH-60 Jayhawk Helikopter auf, außerdem starteten das Patroullienboot “Sea Otter” und ein 45-Fuß-Boot der örtlichen Küstenwache eine Suchaktion.
Sie wurden dabei vom Grenzschutz, den San Diego Mission Bay Lifeguards, dem San Diego Sheriff’s Department und dem San Diego Fire Department unterstützt. 24 Stunden später wurde die Suchaktion am 10.11. um 17.30 Uhr ergebnislos abgebrochen. 13 Meilen der Küste zwischen Point Loma und Cardiff, insgesamt 204 Quadratmeilen, waren durchkämmt worden.
Der Vermisste hatte als einziger keine Rettungsweste getragen. Das Wrack des Bootes wurde kieloben in den Felsen an der Küste klemmend entdeckt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Suchaktion nach drei vermissten Fischern dauert an
(11.11.16) Taucher der Coast Guard Station Provincetown in Cape Cod versuchten am 10.11. einem Ölfilm auf den Grund zu gehen, der am Vortag südlich des Ortes vor Wood End auf der Suche nach den drei seit dem 8.11. vermissten Fischern des 23 Fuß langen Kutters „Dad Sea Cave“ aus New Bedford entdeckt worden war. Vier Boote liefen um 11.30 Uhr von der Pier der Coast Guard in Provincetown aus, darunter das des Barnstable County Sheriff, zwei der Umweltpolizei und eines des Sandwich Fire Department.
Seit dem 9.11. waren ein 45-Fuß-Boot der Station Cape Cod Canal, ein 47-Fuß-Boot aus Provincetown und ein Flugzeug der Air Station Cape Cod im Sucheinsatz zwischen Sandwich und Provincetown.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht strandete am Lewes Beach
(11.11.16) Am 10.11. strandete am Lewes Beach in Delaware die 40 Fuß lange Segelyacht “Margaritaville”. Sie wurde von Anwohnern beim Pilot Point Beach westlich der Fährmole in ein paar Fuß Wasser entdeckt. Die Coast Guard-Station Indian River wurde gegen 12 Uhr verständigt. Sie barg die zweiköpfige Crew von Bord ab.
Ob der Anker geworfen wurde, um eine Strandung zu verhindern oder ob der Anker ins Treiben gekommen war, war noch unklar. Das Boot hatte seit dem 9.11. rund 100 Yards vor dem Ufer geankert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre mit Maschinenschaden in acht Fuß hohen Wellen
(11.11.16) Die amerikanische Fähre "Emerald Isle", 580 BRZ (MMSI-Nr.: 367139210), erlitt am 10.11. auf der Fahrt von Beaver Island nach Charlevoix Maschinenschaden. Es gelang der Crew, einen Teil der Maschinenkraft wieder herzustellen.
Das Schiff wurde von der U.S. Coast Guard zurück zum Abgangshafen eskortiert. Für die vierköpfige Crew und ebenso viele Passagiere bestand keine Gefahr, allerdings war es bei acht Fuß hohen Wellen ein eher ungemütlicher Trip.
Quelle:Tim Schwabedissen



Containerschiff "Hanjin Seattle" (Bild: USCG)   Großbild klick!

"Hanjin Seattle" verliert Container
(10.11.2016) Der unter Panama-Flagge laufende "Hanjin Seattle", 91621 BRZ (IMO-Nr.: 9461477), der am 7.11. in Port Angeles festmachte, verlor nach dem Auslaufen aus Long Beach am 28.10. nach Seattle 35 leere Container in kanadischen Gewässern. 29 weitere Container stürzten in stürmischer See aufs Deck oder hingen über die Backbordseite. Von diesen waren 22 beladen.
Die Behörden in Kanada warnten vor dem Treibgut, das auf Vancouver Island zudriftete. Die Coast Guard schickte Inspektoren an Bord des Schiffes, nachdem es festgemacht hattte. Diese fanden aber keine substantiellen Schäden vor. Deshalb konnte die "Hanjin Seattle" am 8.11. nach Yukon Harbor, nördlich von Vashon Island, auslaufen. Die “Hanjin Seattle” hatte am 13.10. rund 1000 leere Container am Hanjin-Terminal der Northwest Seaport Alliance von Seattle und Tacoma geladen, die sich dort nach der Insolvenz von Hanjin Shipping angesammelt hatten.
Die “Hanjin Seattle” ist 335,62 Meter lang, 42,8 Meter breit, hat 14,5 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 102.518 Tonnen. Sie läuft für die Hanjin Shipping Co. Ltd. in Busan und wurde 2011 bei der Hyundai Samho in Südkorea erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Mallorca: Kutter trieb vor Cala Figuera
(10.11.16) Der 25 Meter lange, spanische Kutter "Cap Salines" (MMSI-Nr.: 224094480) bekam am 9.11. gegen acht Uhr seine Netze in den Propeller und wurde 12 Meilen südlich des Leuchtturms von Cala Figuera in stürmischer See manövrierunfähig. Das Bergungsschiff "Salvamar Acrux" von Salvamento Maritimo in Palma nahm den Havaristen bei Wellenhöhen von drei bis vier Metern auf den Haken und schleppte ihn nach Palma ab.
Die Operation war wegen des starken Windes und der hohen Wellen kompliziert. Um 15.30 Uhr erreichte der Schleppzug den Hafen. Die vier Besatzungsmitglieder waren wohlauf. Am 10.11. um 6.30 Uhr lief der Kutter nach Andraitx weiter, wo er um 8.40 Uhr festmachte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Küstenkampfschiff USS "Montgomery" (Bild: US Navy)   Großbild klick!

Montgomery nach Pannenreise in Heimathafen eingetroffen
(10.11.16) Das Küstenkampfschiff USS "Montgomery – LCS 8" (MMSI-Nr.: 369970910) erreichte am 8.11. nach einem Stopp in Manzanillo seinen Heimathafen San Diego und wurde von Schleppern an den Kai gezogen. Das Schiff war am 10.9. in Mobile in Dienst gestellt worden und dann Crew-Training auf der Fahrt nach Florida, Kuba und anderen Stationen durchgeführt. Bereits am 13.9. war Seewasser in das hydraulische Kühlsystem eingedrungen, wodurch eine der Gasturbinen und die beiden Backbordpropeller ausfielen.
Das Schiff setzte die Fahrt zur Mayport Navy Base bei Jacksonville, Florida, fort. Doch als der Hurrikan Matthew sich dem Hafen am 4.10. näherte, wurde das Schiff auf See beordert. Als es aus der Basis geschleppt wurde, rammte es ein Assistenzschlepper und verursachte einen Riss im Aluminiumrumpf des Trimarans. Es kam zu einem Wassereinbruch, den die Crew unter Kontrolle bringen konnte. Nachdem der Riss in Mayport geflickt worden war, setzte die “Montgomery” die Fahrt nach San Diego fort. Doch beim Einlaufen in die Schleusen des Panama-Kanals am 29.10. kollidierte sie unter Lotsenberatung mit einer Mauer des Bauwerks, wodurch ein 1,5 Fuß langer Riss an Backbordseite entstand.
Die neuen Küstenkampfschiffe sollen eine Art Taschenmesser der Marine werden. Sie können U-Boote jagen, Minen suchen und spezielle Operationsteams in geheimen Missionen absetzen. Doch das Neubauprogramm wurde von Anfang an von Pannen geplagt. Das Schwesterschiff „Freedom“ erlitt bei einem Routinetest am 12.1. einen Maschinenausfall. Am 29.3. wurde sein Kommandant Michael Atwell von seinem Amt entbunden. Am 13.10. ereilte dasselbe Schicksal Michael Wohnhaas, nachdem die “Freedom“ einen Ausfall des Antriebssystems bei einem Manöver vor Kalifornien erlitten hatte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Dardanellen: Flüchtlingsfrachter bei Akbas auf Grund gesetzt
(10.11.16) Am 10.11. um 1.30 Uhr fiel der türkischen Coast Guard ein verdächtiges Schiff vor dem Eceabat-Distrikt in den Dardanellen auf. Es wurde als der Frachter „Eniz“ identifiziert. Der Aufforderung zum Stoppen kam das Schiff nicht nach, sondern nahm Kurs auf die Küste, wo es beim Hafen Akbas schließlich auf Grund lief. An Bord fanden die Offiziere der Coast Guard Çanakkale anschließend 370 Migranten, darunter auch Frauen und Kinder.
Offenbar war das Kümo zum Menschenschmuggel eingesetzt gewesen. Die Flüchtlinge wurden von Schlauchbooten der Küstenwache und örtlichen Fischern von Bord evakuiert und an Bord der Patroullienboote „TCSG 66“ und „TCSG 84“ gebracht. Diese transportierten sie nach Akbas. Zwei Personen an Bord des Frachters wurden durch die türkischen Behörden verhaftet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker "Grip Solar" (Bild: NSSR)   Großbild klick!

Tanker bei Sandsøya aufgelaufen
(10.11.6) Der von Tromsø kommende, norwegische Tanker "Grip Solar", 99 BRZ (MMSI-Nr.: 257230800), lief am frühen Morgen des 10.11. auf die Felsen einer Schäre zwischen Bjarkøy und Sandsøya. Auf den Notruf des Schiffes hin kamen das NSSR-Rettungsboot "Dagfinn Paust" aus Andenes sowie das 14 Meter lange Bergungsschiff "Ann Sylvi" (MMSI-Nr.: 257661600) zu Hilfe.
Sie nahmen den Havaristen auf den Haken. Nachdem er wieder flott war, setzte der 28 Meter lange Tanker mit eigener Kraft die Reise Richtung Harstad fort, wo sie gegen 13 Uhr festmachte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fahrwassertonne verfing sich in Antriebsanlage
(10.11.16) Am Abend des 8.11. verfing sich eine Fahrwassertonne auf dem Taman-Wasserweg in der Straße von Kertsch im Antrieb des unter Panama-Flagge laufenden Frachters "Mimoza", 1543 BRZ (IMO-Nr.: 8421705), der von Poti nach Rostov-on-Don unterwegs war. Das Schiff erreichte noch die Reede von Kavkaz mit der Tonne am Heck hängend und warf dort Anker. Ruder und Propeller waren durch die um sie gewickelte Kette der Tonne blockiert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter vor Dongjia aufgelaufen
(10.11.16) Der 145 Meter lange, chinesische Containerfrachter "Chang Rong 8" (MMSI-Nr.:413506480) lief am 6.11. auf Position 25 17 N 119 45 O vor der Insel Dongjia in der Straße von Taiwan auf Grund. Er befand sich auf der Reise von Rizhao nach Haikou. Beim Auflaufen kam es zu einem Riss im Rumpf im Bereich des Maschinenraums, der einen Wassereinbruch verursachte.
Das Bergungsschiff "Donghaijiu 116” (IMO-Nr.: 9612739) wurde zu Hilfe geschickt. Sieben Mann der 16-köpfigen Crew wurden abgeborgen, die anderen neun blieben zur Unterstützung der laufenden Bergungsarbeiten weiter an Bord.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter vor Shanghai abgeschleppt
(10.11.16) Der unter Hongkong-Flagge laufende Frachter "New Lucky 3", 4724 BRZ (IMO-Nr.: 9228277), erlitt am 8.11. südöstlich von Shanghai im Gelben Meer Maschinenschaden. Er war auf der Fahrt von Osaka nach Zhangjiagang. Das antriebslos in der See treibende Schiff wurde von dem Bergungsschiff "Donghaijiu 102 (IMO-Nr.: 9774082) auf den Haken genommen und in geschützte Gewässer südlich von Zhoushan gezogen. Hier warf es am Morgen des 9.11. Anker.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht trieb in der Straße von Dover
(10.11.16) Das RNLI-Boot aus Eastbourne kam am Abend des 8.11. einer 45 Fuß langen holländischen Yacht, die in der Straße von Dover trieb, zu Hilfe. Das Boot befand sich 10 Meilen vor Sovereign und hatte Motorausfall erlitten, nachdem er sich überhitzt hatte. Mangels Wind trieb die Yacht gefährlich nahe an den belebten Schifffahrtswegen. Die Segler kontaktierten die britische Coast Guard, die die RNLI in Eastbourne alarmierte.
Um 22.15 Uhr lief deren Rettungsboot „Diamond Jubilee” aus und hielt mit voller Fahrt auf die Position des Bootes zu. Vor Ort wurde ein Rettungsmann an Bord übergesetzt und bereitete das Abschleppen vor. Dann wurde entschieden, die Yacht zur Reparatur des Motors nach Eastbourne zu schleppen. Am Morgen des 9.11. lief das Rettungsboot nach Sovereign ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Anzahl möglicher Opfer der „Aces“-Explosion weiter unbekannt
(10.11.16) 29 Tote hat bis jetzt das Feuer auf dem Abbruchtanker "Aces" in Ghadani Beach gefordert. 60 Arbeiter sind noch verletzt im Krankenhaus, von denen sieben sich noch in kritischem Zustand befanden. Zuletzt waren drei während der Behandlung gestorben. Eine noch unbekannte Anzahl von Arbeitern wurde weiterhin vermisst.
Der leitende Vertragsnehmer Gulzameen, der eine Liste der beschäftigten Arbeiter hatte und vielleicht der einzige war, der deren exakte Anzahl an diesem Tag kannte, kam selbst bei einer der Explosionen ums Leben. Bislang wurde keine weitere Dokumentation gefunden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fischfabrik könnte nach verheerendem Feuer versenkt werden
(10.11.16) Eine Woche nach dem Ausbruch des Feuers auf der russischen Fischfabrik "Verano" in Kapstadt war der Brand am 9.11. endgültig aus, und das Kühlen des Schiffes wurde eingestellt. Bereits tags zuvor waren die Flammen erloschen, doch Rauch war weiterhin aus einer Ladeluke aufgestiegen, in der 800.000 Plastikboxen in Flammen aufgegangen waren, die neben dem Bunkeröl dem Feuer reichlich Nahrung geboten hatten. Die Feuerwehr blieb vorsichtshalber weiter auf Standby.
Das Schiff hatte weiterhin Steuerbordschlagseite, lag aber stabil. Es wurde erwartet, dass es zum Totalverlust erklärt wird. Es könnte dann von den Eignern zum Abbruch verkauft und zu einer Abwrackwerft geschleppt oder auf See versenkt werden, wenn die dazu notwendige Genehmigung erteilt und eine Versenkungsposition durch die Behörden bestimmt worden ist. Die 1975 erbaute “Verano” lief in der Vergangenheit unter den Namen “Apollo“, „Viento Del Sur“ und „Shinkai Maru“.
Quelle:Tim Schwabedissen



Erster Bergungsversuch bei Bella Bella schlug fehl
(10.11.16) Die Bergung des kanadischen Schleppers "Nathan E. Stewart" bei Bella Bella wurde nach Abflauen des Sturms am 9.11. wieder aufgenommen. Vor Ort lag ein Kranschiff. Die Berger der Resolve Marine haben alle Anker ausgebracht, die sie benötigten. Dann wurde versucht, das Wrack in tieferes Wasser zu ziehen.
Hier sollte es dann gehoben und auf einer Barge zum Abtransport abgesetzt werden. Doch das Schiff erwies sich als zu schwer und konnte anders als erhofft noch nicht gehoben werden. Nun sollte begonnen werden, Pressluft in Tanks einzublasen und damit das Gewicht zu reduzieren.
Inzwischen wurde der Funkverkehr der Brückencrew der “Nathan E. Stewart” mit der kanadischen Coast Guard bekannt. Diese hatte angeboten, das Schiff von den Felsen zu ziehen, noch bevor der Rumpf leckschlug und es zu einem Wassereinbruch kam. Das Rettungsboot “Cape St. James” wollte ihn in tieferes Wasser bringen. Ein Offizier des Schleppers antwortete aber sofort: "No sir, I do not want to try and pull it off."
Das Schiff sei in keiner Gefahr zu sinken und sollte nicht evakuiert werden. "I don’t want to pull it off unless she starts taking on water," ergänzte er dann. Viereinhalb Stunden später rief die Crew die Coast Guard erneut und meldete nun einen Riss im Rumpf: "We have water coming in, it's coming into the bilge, estimated at between a half gallon and a gallon a minute. Fuel tanks, we believe we have a breach on #1 port, we believe it's breaching into #1 center, also we believe there's a breach between #1 center and #1 starboard."
Der Wassereinbruch wurde dann immer schlimmer, und veröltes Wasser begann den Maschinenraum zu fluten. Die Crew musste das Schiff nun verlassen, und achteinhalb Stunden nach der Havarie sackte der Schlepper weg.
Quelle:Tim Schwabedissen



147 Jahre alter Schoner wird geborgen
(10.11.16) Der 70 Fuß lange Schoner “San Francesco” wurde an seiner Untergangsstelle am Seafood Shack Marina in Clearwater aufgerichtet. Es sollte als nächstes abgedichtet, ausgepumpt und zum Florida Institute for Saltwater Heritage’s Boatworks verholt werden. Während diese Arbeit 20,000 Dollar kosten sollte, wird die Restaurierung des 147 Jahre alten Schiffes aber rund 2,5 Millionen erfordern und drei Jahre dauern.
Am 7.11. wurde der Zweimaster mit Hilfe von Tauchern der Bluewater Diving in Daytona Beach mit Hebesäcken auf ebenen Kiel gebracht, nachdem es zuvor zwei Monate lang auf seiner Backbordseite gelegen hatte. Der Hurrikan Hermine hatte Risse im Rumpf verursacht, sodass das Schiff am 28.9. bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr sank.
Es begann seine Karriere als italienischer Frachtsegler 1870 und transportierte Granit und Marmor, bis es von Dampfern abgelöst wurde. Danach wurde es als Schmuggelschiff verwendet, bis die Royal Navy es 1918 konfiszierte. Danach wurde es zu einer Privatyacht umgebaut und lag in der folgenden Zeit in Aruba, Jamaika, Kuba, Key West und Clearwater. Hier erwarb es Rick Stewart von dem ungarischen Eigner, der es nicht mehr unterhalten hatte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutterwrack vor Brasilito geräumt
(10.11.16) In der vergangenen Woche sank der Garnelenkutter “Azoriano” vor der Küste von Brasilito. Vertreter des Ministry of Public Works and Transport (MOPT) stellten im Zuge der Wrackräumung keine Ölverschmutzung fest, nachdem die Maschine aus den geborgenen Trümmern entfernt worden war. Ein Taucher vergewisserte sich, dass keine Wrackreste vor Ort zurückgeblieben waren. Wasserproben wurden an ein Labor der National University geschickt, um sicherzustellen, dass es keine Umweltschäden gegeben hatte.
Die Bergung wurde durch den National Coast Guard Service, die Filadelfia, das Santa Cruz Fire Department unterstützt von Vertretern der Gemeinde Santa Cruz und der Costa Rican Oil Refinery, Fischern und Mitarbeitern des Westin Conchal Hotel sowie weiteren Freiwilligen durchgeführt. Das Wrack wurde mit einem Schaufellader und einem Bulldozer geräumt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter "Sormovskiy 3058” aufgelaufen
(10.11.16) Der russische Frachter "Sormovskiy 3058”, 3041 BRZ (IMO:8419647), lief am Morgen des 9.11. auf dem Svir bei Flusskilometer 1079 bei einem Ankermanöver auf Grund. Später am Tag wurde er von einem Schlepper wieder flottgemacht und sicher vermoort. Das mit 2249 Tonnen Schnittholz beladene Schiff war auf der Fahrt von St. Petersburg nach Bremerhaven.
Quelle:Tim Schwabedissen



Istanbul: Frachter reißt sich im Sturm los
(10.11.16) Am Abend des 9.11. riss sich der türkische Frachter "Mina 1", 1244 BRZ (IMO-Nr.: 8951229), bei starkem Sturm von seinem Ankerplatz bei Istanbul los, wo er seit rund vier Monaten aufgelegen hatte. Der Wind trieb das unbeladene, hoch aufragende Schiff auf die Uferbefestigung von Maltepe im Marmara-Meer. Dabei erlitt es Schäden am Rumpf. Die türkischen Behörden leiteten Arbeiten zur Sicherung und Bergung des Kümos ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Reste der “Aegean Sea”(Bild: Yvonne Perchoc)   Großbild klick!

Reste der Aegean Sea könnten bei A Coruña verschwinden
(09.11.16) Die Junta Delegada de Enajenaciones y Liquidadora de Material del Cantábrico in Ferrol will die Abbrucharbeiten an den Resten des griechischen OBO-Carriers “Aegean Sea”, 53964 BRZ (IMO-Nr.: 7312452), fortsetzen lassen, der am 3.12. 1992 am Fuß des Torre de Hércules bei A Coruña strandete und verloren ging. Die Arbeiten waren vor drei Jahren wegen Unstimmigkeiten zwischen der spanischen Verwaltung und der damit beauftragten Firma ausgesetzt worden. Eine der letzten Aktionen war die Bergung eines der 42 Tonnen schweren Propeller durch die Desguaces Petrallo gewesen.
Er wurde durch die Camelle Tajes an Bord der “Mimar Cinco” zur San Diego-Pier gebracht und ist heute vor dem Museo de Anclas Philippe Cousteau de Salinas, Asturies, ausgestellt. Taucher der Camelle Tajes bestätigten, dass unterhalb der Leuchtturmfelsen noch hunderte Tonnen Stahl liegen. Als die Bergungsarbeiten gestoppt wurden, waren sie schon mit Anschlagpunkten dafür vorbereitet worden.
Die Reste der Maschine ragen 10 Fuß aus dem Sand. Die Firma ist weiter an einer Bergung interessiert, auch wenn sie sich wegen der schwierigen Wetterverhältnisse und dem damit verbundenen Aufwand kaum lohnen. Ebenfalls an der Auktion interessiert ist die Desguaces Petrallo in A Coruña. Bis zum 11.1.2017 können Bergungskonzepte vorgelegt werden.
Die “Aegean Sea” hatte an ihrem letzten Tag auf der Reede von A Coruña nahe der Stadt Betanzos geankert. Wegen des stürmischen Wetters war es dem Hafenlotsen unmöglich gewesen, an Bord zu kommen. Trotzdem wurde das Schiff aufgefordert den Hafen anzulaufen, um die Ladung zu löschen. Der Kapitän hoffte wohl noch vor dem angekündigten Unwetter in den Hafen zu gelangen.
Stattdessen aber geriet er mitten in den Sturm mit Windgeschwindigkeiten bis zu 90 Kilometern pro Stunde und bis zu neun Meter hohen Wellen. Das Schiff lief auf ein Unterwasserriff, zerbrach nach vergeblichen Abschleppversuchen mittschiffs in zwei Teile und fing dann auf einmal Feuer. Das Vorschiff sank auf 50 Metern Wassertiefe.
Bis auf etwa 2.200 Tonnen im Achterschiff lief die Ladung von 79.000 Tonnen leichtem Rohöl ins Meer aus. Die Folge war eine Ölpest auf einer Länge von rund 300 Kilometern. Später warf ein Sturm das Heck auf die Klippen unterhalb des Leuchtturms Torre de Hércules. 1999 wurde mit Abbrucharbeiten begonnen, doch seither liegen viele der Trümmer weiterhin rostend in der Bucht von Ares.
Es war bereits die dritte Ölkatastrophe in nur 16 Jahren gewesen. 1976 war an gleicher Stelle der später geborgene Tanker "Urquiola" in Flammen aufgegangen und hatte das Meer mit 100.000 Tonnen Rohöl verseucht. Zwei Jahre später explodierte die "Andros Patria", 34 Seeleute kamen dabei ums Leben und 50.000 Tonnen Rohöl strömten ins Meer.
Die “Aegean Sea” war 261,2 Meter lang, 40,8 Meter breit, hatte 15.8 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 114.036 Tonnen. Sie wurde 1973 bei den Mitsubishi Heavy Industries erbaut und lief für die Aegean Sea Traders Corp.
Quelle:Tim Schwabedissen



„Grand Amanda“ am Haken
(Bild: Andre Bouwman)   Großbild klick!

Grand Amanda nun auf dem Weg nach Ghen
(09.11.16) Am 9.11. um 10.15 Uhr ging der am 8.11. nach Maschinenausfall auf Grund gelaufene, in Hongkong registrierte Bulkcarrier „Grand Amanda“ vor Terneuzen wieder ankerauf, nachdem ein Kran von Ovet den Tiefgang soweit reduziert hatte, dass das Schiff den Ghent-Terneuzen-Kanal passieren konnte. Mit den beiden Schleppern „Braakman“ (IMO-Nr.: 8915457) und „Terneuzen“ (IMO-Nr.: 8915469) am Bug und der „Union Ruby (IMO-Nr.: 9314284) als Steuerschlepper am Heck begann die letzte Etappe der Reise von Mobile, wo der Frachter am 17.10. ausgelaufen war, nach Ghent, wo er gegen 11 Uhr festmachte.
Hier sollte nun die in den USA aufgenommene und für das Stahlwerk ArcelorMittal bestimmte Ladung Eisenerz gelöscht werden. An der Bergung waren am Vortag neben der „Terneuzen“ die „Union 5“, „Multratug 13“, „Multratug 15“, „Multratug 22“, „Multratug 29“ und später auch die „Multratug 9“ beteiligt gewesen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gestapeltes Geschirr (Bild: Nick Lintgen)   Großbild klick!

Wrack nach 132 Jahren wieder entdeckt
(09.11.16) Amerikanische Wrackforscher haben die Überreste des 130 Fuß langen Dampfers “J.S. Seaverns” entdeckt, der an der Nordküste des Lake Superior im 12.5.1884 nahe Michipicoten Harbour sank. Das Schiff war 1880 in Saugatuck, Michigan, unter Verwendung des Kiels der 1857 erbauten „John P. Ward“ erbaut worden und in den ersten Jahren in der Fruchtfahrt zwischen Michigan und Chicago eingesetzt. Im Frühjahr 1884 wurde es an einen neuen Eigner verkauft, der Kabinen anbaute für die Fahrt auf dem Lake Superior.
Die “J.S. Seaverns” verließ Chicago auf der letzten Reise im Mai mit einer Fracht für Michipicoten
Trinkgefäß (Bild: Nick Lintgen)   Großbild klick!
und andere Häfen. Sie hatte Baumaterial für die Canadian Pacific Railway und eine Mühle in der Thunder Bay an Bord. Die Ladung wäre heute mehrere 100.000 Dollar wert.
Nach dem Auslaufen aus Michipicoten bei Dunkelheit lief sie auf nicht kartierte Felsen und erlitt Wassereinbruch. Beim Versuch, die sieben Meilen entfernte Küste zu erreichen, sank sie auf halbem Wege. Alle 60 Personen an Bord, darunter 15 Passagiere, konnten sich in die Boote retten.
Das Schiff geriet in Vergessenheit, nachdem Überlegungen, die Ladung zu bergen, im Sande verlaufen waren. Es überstand die Zeitläufte dann bemerkenswert gut erhalten. Ein fünfköpfiges Team geleitet vom Historiker Dan Fountain aus Negaunee, Michigan, hatte das Schiff in diesem Sommer lokalisiert.
Taucher am Wrack (Bild: Nick Lintgen)   Großbild klick!
Es lag auf ebenem Kiel und war nicht von Stürmen mitgenommen worden. Während die oberen Teile zerbrachen, wurden der Rumpf und ein Teil der Kabinen relativ intakt vorgefunden mit ein paar Kojen und einem Eckstand für ein Waschbecken. Die Anker lagen immer noch auf Deck, das Ruderrad lehnte sich gegen die Steuerbordseite des Wracks.
In der Kombüse fand sich sogar noch gestapeltes Geschirr. Das Ministry of Culture, Tourism and Sport in Ontario, das die Tauchexpedition genehmigt hatte, bekam einen Bericht über das Schiff. Im kommenden Jahr soll es weiter erforscht werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motoryacht sank nach Kollision mit Kutter
(09.11.16) Der 40 Fuß lange Hummerkutter "Squeeze Play" kollidierte am Morgen des 8.11. mit der Motoryacht "Lucia" vor der Küste von Rhode Island. Der Unfall ereignete sich 10 Meilen östlich von Block Island. Gegen acht Uhr rammte die “Lucia” den Kutter ins Heck. Dessen Skipper William Wyss hörte seinen Decksmann schreien, sprang ans Ruder und gab voll Voraus.
Nur drei Sekunden darauf krachte die Yacht in sein Schiff. Ohne das Manöver wäre der Aufprall noch stärker ausgefallen. Doch das Motorboot wurde auch so im Vorschiffsbereich aufgerissen und begann über den Bug zu sinken. Die Kuttercrew verständigte die Coast Guard Southeastern New England.
Diese schickte von der Station Point Judith ein 45-Fuß-Boot, und von der Air Station Cape Cod stieg ein MH-60 Jayhawk Helikopter auf. Die vier Motorbootsfahrer wurden von der zweiköpfigen Crew des Kutters gerettet und später dem Boot der Coast Guard übergeben, die sie zurück in den Hafen von Point Judith brachte. Als das Patroullienboot vor Ort eintraf, lag die Yacht bereits zu drei Vierteln unter Wasser.
Sie hatte sich beim Sinken wieder aufgerichtet und sackte schließlich übers Heck weg. Der Hubschrauber kreiste währenddessen über der Unglücksstelle. Die "Squeeze Play" lief nach der Havarie in seinen Heimathafen Port Judith zurück.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schubschiff brannte in Hessigheim
(09.11.16) Wegen eines technischen Defekts geriet am 7.11. gegen 16.30 Uhr in Göppingen im Bereich der Brückenstraße in Hessigheim die Maschine eines 7,50 Meter langen und 3,05 Meter breiten Schubschiffes in Brand. Das Feuer auf dem Schiff, das sich etwa 50 Meter vor der dortigen Schleuse befand, konnte kurz darauf von der Feuerwehr gelöscht werden. Es entstand ein Sachschaden in Höhe von etwa 50.000 Euro.
Zu Behinderungen für den Schiffsverkehr kam es während der Brandbekämpfung nicht. Die Bergung des 7,5-Tonners, die eigentlich am 8.11. beginnen sollte, gestaltete sich allerdings schwierig. Wegen der baulichen Gegebenheiten vor Ort konnte das Schiff in Hessigheim nicht aus dem Wasser gehoben werden. Wenn die notwendigen Anträge genehmigt sind, soll es bis Besigheim geschleppt und dort an einen Kran angeschlagen werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motoryacht vor Untergang bewahrt
(09.11.16) Eine SAR-Gruppe von Comox Valley half am Nachmittag des 6.11. dabei, vor Cape Lazo, südöstlich des Comox Airport, die Motoryacht ""White Rose" vor dem Untergang zu bewahren. Die Royal Canadian Marine SAR Station 60 Comox wurde vom Joint Rescue Coordination Centre in Victoria mit der Assistenz für das Boot, das Wassereinbruch erlitten hatte, beauftragt. Die "Lazo" steuerte durch bis zu acht Fuß hohe Wellen den Havaristen mit 25 Knoten Fahrt an.
Auch die Rettungsstation Cape Caution am Powell River wurde alarmiert. Beim Eintreffen war die "White Rose" bereits in Schlepp genommen worden. Zwei Mann der RCMSAR gingen an Bord und stabilisierten das Schiff mit einer Lenzpumpe. Eine weitere wurde von der Coastguard beigesteuert. Der Havarist wurde dann nach Comox Harbour eingeschleppt, wo die "Cape Caution" ihn das letzte Stück übernahm.
Quelle:Tim Schwabedissen



Vechtborg bei Kollision erheblich beschädigt
(09.11.16) Taucher untersuchten am 8.11. den holländischen Frachter "Vechtborg" im Hafen von Skagen. Dabei stellte sich heraus, dass der Rumpf bei der Kollision mit der Schutzmole erheblich beschädigt worden war. Die äußere Hülle war aufgerissen worden, und vor einer Weiterreise war eine Reparatur erforderlich. Nach der Taucheruntersuchung konnte aber das Ölbekämpfungsschiff "Gunnar Seidenfaden" entlassen werden, weil keine Kraftstoff- sondern lediglich Ballastwassertanks betroffen waren.
Nun musste die Ladung zunächst auf ein anderes Schiff geleichtert werden. Am 9.11. ging der Bunkertanker "Gaia Nordic" (IMO-Nr.: 9614593) längsseits, um den Betriebsstoff zu übernehmen. Die Hafenmole von Skagen hatte den Zusammenstoß unversehrt überstanden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Suchaktion nach Kutter und vermisster Crew
(09.11.16) Die US Coast Guard startete am 8.11. die Suche nach dem 23 Fuß langen Kutter „Dad Sea Cave” und dessen dreiköpfiger Crew in der Cape Cod Bay, nachdem das Boot nicht wie geplant in den Hafen zurückgekehrt war. Ein Freund der beiden Fischer hatte die Coast Guard Southeastern New England gegen 19 Uhr alarmiert. Eigentlich hatten Carlos Amaral, Dylan Amaral und Mario Fialho gegen 14 Uhr wieder zurück sein wollen.
Ihr Truck und Trailer parkte noch an der Sandwich Marina. Ein 45-Fuß-Boot der Station Cape Cod Canal, ein 47-Fuß-Boot der Station Provicetown und eine HC-144 der Air Station Cape Cod begannen zwischen Sandwich und Provicetown mit der Suche nach dem überfälligen Boot.
Quelle:Tim Schwabedissen



Norwegian Joy wird trotz zweier Feuer pünktlich fertig
(09.11.16) Die Meyer Werft in Papenburg hält nach den beiden Bränden auf dem Kreuzfahrtschiff „Norwegian Joy“ am bisherigen Zeitplan für die Ablieferung fest. Ein Großteil der verlorenen Zeit konnte bereits wieder aufgeholt werden. Das im April 2016 auf Kiel gelegte Schiff kann damit wie geplant im Frühjahr 2017 an die US-Reederei Norwegian Cruise Line abgeliefert werden.
Erst hatte Ende September ein Verteilerbrand für Schäden an gesorgt, gut zehn Tage später hatte ein weiteres Feuer einen deutlich größeren Schaden auf mehreren Decks angerichtet. In beiden Fällen waren Schweißarbeiten die Ursache gewesen, fanden die Experten des Landeskriminalamtes Niedersachsen heraus.
Quelle:Tim Schwabedissen



Maschinenausfall auf Frachter vor Oskarshamn
(09.11.16) Nachdem er am 1.11. aus Rotterdam ausgelaufen war, erlitt der unter Panama-Flagge laufende Bulkcarrier "King Sugar", 17025 BRZ (IMO-Nr.:9574183), am 8.11. vor dem Zielhafen Oskarshamn einen Ausfall der Hauptmaschine. Der Frachter ankerte am 9.11. weiter vor dem schwedischen Hafen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf aufgegebenem Trawler
(09.11.16) Ein in einem Sturm gestrandeter Trawler ging in der Bella Vista-Nachbarschaft in der Rambla in Montevideo am 8.11. in Flammen auf. Gegen 15.30 Uhr stieg eine dichte Rauchwolke auf. Die Feuerwehr konnte den Brand unter Kontrolle bringen. Es hatte sich niemand an Bord des aufgegebenen Schiffes befunden. Möglicherweise lag Brandstiftung vor.
Quelle:Tim Schwabedissen



Skipper gekenterten Kutters vor Fraser Island weiter vermisst
(09.11.16) Polizeitaucher sollten versuchen, am 9.11. das Wrack des 17 Meter langen Kutters “Seabring” vor Fraser Island in Süd-Queensland zu durchsuchen in der Hoffnung, den bereits mehr als 24 Stunden vermissten, 53-jährigen Skipper zu finden. Das Schiff war am Vortag gegen drei Uhr an der Ostküste der Insel gekentert. 15 Stunden lang hatten danach acht Helikopter, sieben Trawler, Polizeiboote und die „Bundaberg“ das Seegebiet durchkämmt. Das zunächst 00 Quadratkilometer große Suchgebiet wurde bis zum Nachmittag auf über 600 Quadratkilometer erweitert. Am 9.11. suchten nunmehr 10 Hubschrauber, ein Flugzeug und Schiffe ein Areal von 1000 Quadratkilometern ab. Am Wrack wurden Schwimmkörper angebracht, um seine Drift weiter verfolgen zu können. Am Morgen ragte nur noch die Bugspitze aus dem Wasser. Am Abend stellte die Australian Maritime Safety Authority (AMSA) die Suchaktion ein.
Quelle:Tim Schwabedissen


gestrandete Segelyacht (Bild: Kustbevakningen)   Großbild klick!

Sportboote vor Öland verunglückt
(08.11.16) Am Morgen des 4.11. drohte vor Bohuslän ein Sportboot im Kyrkosund im Kosterhavets-Nationalpark zu sinken. Es hatte rund 80 Liter Benzin an Bord. Als die schwedische Küstenwache eintraf, lag es auf dem einen Meter tiefen Grund und konnte wegen des Gewichts des eingedrungenen Wassers nicht mehr bewegt werden.
Gemeinsam mit der Feuerwehr von Sydkosters wurde es gelenzt und dann in den Hafen von Kyrkosund geschleppt. Noch während der Rettungsarbeiten kam die Nachricht über eine Segelyacht, die in Ost-Öland bei kräftigem Wind gestrandet war und mit starker Schlagseite in
Patroullie an der Strandungsstelle (Bild: Kustbevakningen)   Großbild klick!
der Brandung lag. Eine Patroullie wurde zur Strandungsstelle geschickt und sicherte die rund 20 Liter Kraftstoff und andere umweltgefährdende Flüssigkeiten an Bord. Diese Arbeiten dauerten bis zum 6.11. an. Nun war es am Eigner, einen Berger zu finden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Barge verlor Fundamentpfähle für Windpark vor Rügen
(08.11.16) Eine Barge, die der holländische Schlepper "Viking", 332 BRZ (IMO-Nr.: 9431903), auf dem Haken hatte, verlor am 7.11. vor Rügen zwei etwa 40 Meter lange Fundamentpfähle für Windparks. Der Konvoi war unterwegs vom polnischen Stettin nach Nordenham. Bei starkem Nordost-Wind von fünf bis sechs Beaufort stürzten die beiden aufrecht transportierten sogenannten Transition Pieces vom Deck der Barge.
Die Fundamentpfähle lagen in einem Areal etwa neun Seemeilen vor Stubbenkammer. Das Mehrzweckschiff "Arkona" nahm noch am selben Tag die Suche nach den Pfählen in einer Wassertiefe von etwa 30 bis 40 Meter auf. Andere Schiffe sollten das Gebiet weiträumig umfahren, da unklar war, wie und ob sie auf dem Boden zum Liegen gekommen waren.
Sollten die Pfähle eine Gefahr für die Schifffahrt darstellen, muss eine Gefahrentonne ausgelegt werden. Sie haben einen Durchmesser von etwa sieben bis acht Metern. 2013 hatte ein für Offshore-Arbeiten bestimmtes Schiff in der Kadetrinne zwei ähnliche Stützen verloren. Einer davon beschädigte später einen britischen Frachter, der sich daran den Rumpf aufriss.
Die "Viking" kehrte nach dem Vorfall nach Stettin zurück. Als sie am Morgen des 8.11. das Stettiner Haff erreichte, wurde der Schleppzug von der "Euros" (IMO-Nr.: 7041546) und "Fairplay V" (IMO-Nr.: 8306668) in den Hafen assistiert, wo er gegen 12 Uhr festmachte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motoryacht im Schlepp (Bild: GAFIRS)   Großbild klick!

Mehrere Rettungsdienste für Motorboot im Solent im Einsatz
(08.11.16) Ein 36 Fuß langes Motorboot geriet am 6.11. im Solent in Brand. Die britische Coastguard alarmierte den Gosport & Fareham Inshore Rescue Service (GAFIRS) und das RNLI-Boot aus Portsmouth Lifeboat gegen 13 Uhr, nachdem er einen Notruf gefunkt hatte. Als GAFIRS das Boot eine Meile vor Browndown, Gosport lokalisierte, hatte sich die Kajüte und das Ruderhaus mit Rauch gefüllt. Die beiden Crewmitglieder wurden vom Gosport Independent Lifeboat abgeborgen, ehe die GAFIRS-Crew eingriff.
Da das bordeigene Löschsystem offenbar gewirkt hatte, wurde die Motorraumluke nicht geöffnet, um keine Sauerstoffzufuhr zu ermöglichen, und das Boot nach Portsmouth abgeschleppt. Nachdem es hier am Camber Dock festgemacht worden war, gingen das Portsmouth Coastguard Mobile Team und die Feuerwehr unter Atemschutz an Bord, um den Brandort zu untersuchen.
Nachdem das Feuer als vollständig gelöscht vorgefunden worden war, schleppte GAFIRS das Boot weiter zur Haslar Marina, wo das Hillhead Coastguard Mobile Team dem Gosport Independent Lifeboat dabei assistierte, es an den Kai zu bringen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter “Kathryn T” (Bild: Harbormaster Department)   Großbild klick!

Kutter in Marshfield gestrandet
(08.11.16) Vor Blackman's Point in Marshfield strandete am 3.11. der Kutter “Kathryn T”. Er lief auf Felsen, als er am Morgen aus Green Harbor auslief. Da gerade ablaufendes Wasser war, konnte er zunächst nicht wieder flottgemacht werden. Es kam unterdessen zu einem Wassereinbruch.
Der Skipper wurde von zwei örtlichen Fischern nach einem Notruf unversehrt von Bord abgeborgen. Sea Tow barg den Havaristen inzwischen und brachte ihn nach Green Harbor zurück.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker im Persischen Golf gesunken
(08.11.16) Der iranische Tanker "Masrour" sank am 2.11. im Persichen Golf vier Meilen von einer Bohrinsel im Soroush Oilfield nach einem Wassereinbruch im Maschinenraum, der sich um 14.30 Uhr ereignet hatte. Auf den Notruf der Crew hin hielt die Marine Operations Unit of Bahregan Funkkontakt und schickte um 14.45 Uhr ein Schiff mit einer Lenzpumpe von der Abouzar-Plattform. Doch der Versuch, den Tanker über Wasser zu halten, scheiterte.
Um 15.30 Uhr kam ein weiteres Schiff mit einer stärkeren Pumpe aus Kharg zu Hilfe, doch um 15.45 Uhr musste die 12-köpfige Crew von einem Fahrgastschiff abgeborgen werden. Drei Schlepper versuchten nun, die "Masrour" zur Küste zu sinken, doch lag diese beim Anschleppen das Heck bereits unter Wasser.
Die Trossen zum halb gesunkenen Schiff mussten deshalb geslippt werden, und der Tanker sank auf 100 Metern Wassertiefe. Er lief in Charter der Iranian Offshore Oil Company.
Quelle:Tim Schwabedissen



Explosion auf Trawler tötete ein Crewmitglied
(08.11.16) Am 6.11. gegen 19 Uhr kam es zu einer Kurbelwannenexplosion auf dem russischen Trawler "Novoulyanosk", 3916 BRZ (IMO-Nr.: 7932757). Dabei kam ein Crewmitglied ums Leben, zwei weitere wurden verletzt. Das Schiff mit 84 Personen an Bord trieb mit Maschinenausfall dann im Ochotischen Meer. Am Morgen des 7.7. driftete sie auf Position 5 53 N 147 44 O. Ein anderer Trawler der Pacific Marine die "Novoyelny" (IMO-Nr.: 7824065), wurde zur Assistenz geschickt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Havarierter Frachter nach Colombo geschleppt
(08.11.16) Der unter Panama-Flagge laufende Frachter "Yas", 5557 BRZ (IMO-Nr.:8514801), traf am Morgen des 7.11. auf der Reede von Colombo ein und warf dort Anker, bevor er wohl Reparaturen dort unterzogen wird. Das Schiff hatte seit dem 21.10. nach Maschinenschaden in der Bucht von Bengalen getrieben und war am 31.10. von der "Maha Mewa" auf den Haken genommen und abgeschleppt worden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Fischfabrik fast gelöscht
(08.11.16) Am 6.11. war der Brand auf der russischen Fischfabrik “Verano" in Kapstadt fast gelöscht. Die Feuerwehr hatte beinahe eine Woche gebraucht, ihn unter Kontrolle zu bekommen. Das Schiff lag nun mit erheblicher Steuerbordschlagseite im Hafen, nachdem sich das Löschwasser im Achterschiff gesammelt hatte, doch es drohte weder zu kentern noch zu sinken. Vorsorglich waren Ölsperren ringsum ausgelegt worden, um auslaufenden Diesel auffangen zu können.
Sobald die Lage es erlaubte, wollte die Feuerwehr wieder an Bord gehen und Löschschaum auf die noch in den Laderäumen schwelenden Brände ausbringen. Außerdem galt es die weiterhin hohen Temperaturen in der Fischluke zu senken. Bei den Arbeiten wurden die Feuerwehrleute durch Einsatzkräfte der Transnet National Ports Authority und City of Cape Town unterstützt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ein Toter nach Sportbootunglück auf Lake Erie
(08.11.16) Am Nachmittag des 6.11. kenterte auf dem Lake Erie nahe Fairport, Ohio, ein 18 Fuß langes Sportboot. Gegen 16 Uhr wurde die Coast Guard Sector Buffalo alarmiert, nachdem eine Meile vor dem Hafen zwei Personen im Wasser trieben. Ein 45-Fuß-Rettungsboot lief aus Fairport auf und barg einen Mann, der sich am Rumpf des kieloben treibenden Bootes festhielt.
Er wurde an Land medizinisch betreut, hatte das Unglück aber unversehrt überstanden. Der 55-jährige Roger Burton aus Alliance, Ohio, wurde hingegen noch vermisst. An der Suche nahmen ein MH-65 Dauphin-Helikopter der Air Station Detroit, ein CH-146 Griffon der Royal Canadian Air Force, eine Cessna der Coastguard, das Ohio Department of Natural Resources und das Fairport Fire Department teil.
Sie suchten bis in die Nacht hinein und auch am nächsten Tag in einem 134 Quadratmeilen großen Gebiet, ehe sie die Bemühungen nach 24 Stunden ergebnislos einstellten. Das gekenterte Boot wurde unterdessen kieloben zur Coast Guard Station Fairport geschleppt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter vor Terneuzen aufgelaufen
(08.11.16) Am Morgen des 8.11. erlitt der unter Hongkong-Flagge laufende Frachter "Grand Amanda", 45258 BRZ (IMO-Nr.: 9566813), einen Maschinenblackout während des Ankermanövers beim Put von Terneuzen. Er kam an der Plate zwischen den Fahrwassertonnen 22 und 24 auf der linken Fahrwasserseite fest. Acht Schlepper, darunter die "Terneuzen", "Union 5", "Multratug 13", "Multratug 27", "Vebo-Runner" und "Multratug 29", kamen rasch zu Hilfe und wurden um 9.10 Uhr unter einen LOF-Kontrakt genommen.
Kurz nach 10 Uhr hatten sie den Frachter wieder flottgemacht und brachten ihn auf einen Ankerplatz vor Terneuzen. Vor Beginn der Bergung hatte aber erst noch der Containerfrachter "Marchen Maersk" auf dem Weg nach Antwerpen passieren müssen. Die „Grand Amanda“ hatte eine Ladung Eisenerz für das Stahlwerk ArcelorMittal in Ghent an Bord.
Mit seinen 13,5 Metern Tiefgang ist es zu groß für den Ghent-Terneuzen-Kanal, deshalb muss ein Teil der Ladung auf der Reede mit einem Kran auf kleinere Schiffe gelöscht werden. Die "Grand Amanda" war von Mobile nach Ghent gekommen.
Sie ist 229 Meter lang, 32 Meter breit und hat eine Tragfähigkeit von 79467 Tonnen. Der Frachter der Shanghai Zhi Jing International Ship Management Co., Ltd. in Shanghai wurde 2011 bei der Zhoushan Jinhaiwan Shipyard Co. Ltd. erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Norwegische Fähre von Feuer total zerstört
(08.11.16) Die norwegische Fähre "Strand", 1479 BRZ (IMO-Nr.:8112639), wird wohl nie wieder auf die Route Ranavik-Happens Holmane zurückkehren. Zu schwer waren die Schäden, die das 20 Stunden auf dem im Trockendock der LOS Marine in Rubbestadneset auf Bømlo wütende Feuer vom 29. auf den 30.10. wütende Feuer angerichtet hatte. Die extremen Temperaturen des glühenden Schiffsstahls und die vielen Räume, in die die Flammen durch Rohre oder Ventilationsöffnungen vordringen konnten, hatten die Brandbekämpfung kompliziert und langwierig gemacht.
Die meisten Decken und Wände der Aufenthaltsräume waren eingestürzt und kaum ein Bereich im Schiff unbeschadet geblieben. Nur noch ausgeglühte Gerippe von Stühlen blieben von den Salons im Schiffsinnern übrig. Einzig der Maschinenraum wurde vom Feuer nicht erfasst, alles andere war komplett ausgebrannt.
Einer der 40 eingesetzten Feuerwehrleute hatte eine leichte Rauchvergiftung erlitten, 423 Menschen in Rubbestadneset wurden evakuiert, nachdem dichte Rauchschwaden ins Land zogen. Insgesamt waren 1300 Menschen per SMS alarmiert worden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Luxusyacht nach Feuer in Guarujá gesunken
(08.11.16) Rund 100 Liter Diesel liefen aus den Tanks der 20 Meter langen Luxusyacht “Duga” aus, die am 5.11. in Guarujá ausbrannte und sank. Eine Umweltfirma in São Paulo wurde damit beauftragt, die Verschmutzung zu beseitigen. Das für 18 Personen ausgelegte Schiff lag an der Luxuswohnanlage Marina Guarujá in Cidade Jardim Tom, als sie in Flammen aufging und fünf Stunden lang brannte.
Danach wurden Ölflecken am Liegeplatz und dem Bertioga-Kanal entdeckt. Der Eigner, ein Geschäftsmann aus Barueri, wurde aufgefordert, Ölsperren auszubringen. Die Marine sollte das 2006 erbaute Schiff bergen, dessen Tanks bis zu 1,1 Tonnen Diesel fassen können, aber nicht in diesem Umfang befüllt waren. Einen Tag vor dem Feuer war das Boot in einer Werft gewesen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gestrandete Wracks vor Finisterre sollen versteigert werden
(08.11.16) Bis zum 11.1.2017 können Gebote zum Ersteigern der Überreste des Wracks des unter Panama-Flagge gelaufenen Frachters „Casón“, 9406 BRZ (IMO-Nr.: 6916976), vor Finisterre abgegeben werden. Am 5.12.1987 war der Frachter vor Punta Castelo nach einer Explosion in der Chemikalienladung unterwegs von Hamburg nach Shanghai 20 Meilen vor Finisterre auf einer Wassertiefe zwischen sechs und 10 Metern gestrandet und zerbrochen. 23 der insgesamt 31 Seeleute an Bord kamen ums Leben, und es gab Umweltalarm.
20.000 Menschen wurden zeitweilig aus Fisterra, Muxía, Cee und Corcubión evakuiert, ehe 1.100 Tonnen toxische Ladung geborgen werden konnten. Seither liegt das Wrack unweit des Strandes von O Rostro. Die Trümmer sind über 600 Quadratmeter verstreut. Das Verteidigungsministerium hat es unlängst untersucht.
Bieter müssen eine Garantie von 10.000 Euro bereitstellen. Von einer möglichen Verwertung erhält der Staat 20% des Erlöses. Es war aber völlig unklar, wieviel von dem Wrack noch übrig ist, nachdem in der Vergangenheit bereits mehrfach Bergungsarbeiten stattfanden.
Neben der „Casón” wird auch die griechische „Mar Egeo“ angeboten, ein Tanker, der am 3.12.1992 in A Coruña strandete zwischen Robaleira und Torre de Hércules. Er hatte versucht, bei schlechtem Wetter einzulaufen und kam bei Xacentes 100 Meter vom Ufer entfernt fest. Das Schiff zerbrach und explodierte, Flammen schossen bis zu 50 Metern in die Höhe. Es liefen 67.000 Tonnen der Ladung von insgesamt 79,081 Tonnen Öl aus. Das Wrack liegt seither in einem Riffgebiet zwischen 10 und 25 Metern Tiefe. Ein Anker wurde 2001 geborgen und wird nun im Aquarium Finisterrae ausgestellt, seit 2014 auch ein Propeller der „Casón“ in Fisterra. Tauchexperten sind skeptisch über die Chancen, aus den Wracks noch Profit zu ziehen angesichts ihres Zustandes und der schwierigen Wetterbedingungen in dem Seegebiet.
Vor 13 Jahren hatte die spanische Marine bereits eine Auktion ergebnislos abgebrochen, nachdem es keine Gebote gab. Die Corral Maritime wäre zwar interessiert gewesen, hätte aber direkt einen Zuschlag haben wollen. In den vergangenen Jahren ist die „Casón“ ein attraktives Tauchziel geworden, und einige Firmen wie Diving Finisterre bieten organisierte Fahrten an. Deshalb sollte das Wrack auch nach Ansicht vieler unangetastet bleiben.
Es handelt sich bei dem Schiff um einen sogenannten German Liberty-Serienfrachter, der 1969 als „Wolfang Russ“ bei der Flensburger Schiffbau-Gesellschaft für die Reederei Lonhardt & Blumberg, Hamburg, entstand. 1971 wurde er zur „Finn-Leonhardt“ der Alster Nav SA und 1981 zur „Casón“ der Cason Nav SA, Panama.
Quelle:Tim Schwabedissen



Segelyacht im Sturm gestrandet
(08.11.16) Vor South Padre Island strandete die Segelyacht “Mo Dang Fun” aus Long Island am 3.11 in einem Sturm. Der Skipper rettete sich an Land und versuchte eine Bergung zu organisieren, die bisher aber am Wetter scheiterte. Diese könnte nach Einschätzung der Marine Salvage in Port Isabel kompliziert werden, weil das Boot im Sand eingesunken ist.
Die Kosten könnten rund 10.000 Dollar betragen. Am 8.11. sollte das Ausgraben des Rumpfes beginnen. Die Bergung muss nach dem Gesetz binnen 20 Tagen erfolgen, sonst wird eine Geldstrafe fällig.
Quelle:Tim Schwabedissen



Suche nach vermisstem Fischer vor Fraser Island
(08.11.16) Neun Kilometer östlich von Indian Head kenterte am 8.11. um 2.40 Uhr der 17 Meter lange Garnelenkutter australische „Seabring“. Das Unglück ereignete sich bei zwei Metern Wellenhöhe und 15 bis 20 Knoten Windgeschwindigkeit. Zwei Mann im Alter von 43 und 37 Jahren wurden am Morgen von einer Rettungsinsel geborgen, nachdem sie Notraketen abgeschossen hatten, der 53-jährige Skipper blieb bislang vermisst.
Ein RACQ-Helikopter, sieben weitere Hubschrauber, sieben Trawler, das Polizeiboot „Conroy“ mit Tauchern an Bord und eine Dornier 328-110 starteten eine Suche nach Brett Munn aus Yeppoon vor Fraser Island. Das Suchgebiet erstreckte sich über 600 Quadratkilometer. Außerdem hielten Nationalpark-Ranger und die Polizei auf Fraser Island Ausschau.
Die Rettungsaktion wurde von der Australian Maritime Safety Authority (AMSA) koordiniert. Offenbar hatte sich das Netz des Kutters am Boden verfangen und ihn umgerissen. Das Unglück ereignete sich neun Meilen nördlich der Position des Trawlers „Cassandra“ aus Bundaberg, bei deren Untergang zwei Mann im April vermisst blieben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Einhandsegler vor Tasmanien gerettet
(08.11.16) Ein Einhandsegler aus Sydney musste seine Yacht am 8.11. vor der Ostküste von Tasmanien aufgeben. Der 62-jährige wurde vor der Binalong-Bay von einem Westpac Rescue Helikopter abgeborgen. Er war mit seinem 34 Fuß langen Boot von Hobart nach Sydney unterwegs, als bei stürmischer See das Segel beschädigt wurde und sich die Maschine danach überhitzte.
35 Meilen östlich der Binalong Bay funkte er um 10.50 Uhr einen Notruf und machte die Rettungsinsel klar. Nach seiner Rettung aus dieser wurde er nach Hobart geflogen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter drohte in St. Lunaire-Griquet zu sinken
(08.11.16) Der Kutter "Arctic Prowler" erlitt am 7.11. im Hafen von St. Lunaire-Griquet Wassereinbruch und legte sich nach Steuerbord über. Die Feuerwehr wurde gegen 10 Uhr alarmiert. In knietiefem Wasser machten sich fünf Mann daran, Pumpen in der Fischluke zu insalllieren.
Binnen drei Stunden gelang es, mehrere tausend Gallonen Wasser auszupumpen und die Leckage abzudichten. Währenddessen wurde auch das St. Anthony Volunteer Fire Department alarmiert, das gegen 13 Uhr eintraf, aber nur noch beim Abrüsten helfen musste.
Quelle:Tim Schwabedissen



Defender soll bis Dezember geräumt sein
(08.11.16) Das Queensland Government will das Wrack des Zweimasters “Defender” bis Mitte Dezember räumen. Das Schiff sank im Januar 2016 in Townsville's Ross Creek. Im August wies der Townsville Magistrates Court Eigner Les Dick an, es vor dem 30.10. zu bergen.
Doch die Deadline verstrich, und deshalb hat Maritime Safety Queensland – ein Zweig des Department of Transport and Main Roads – vier Berger angesprochen, die eine Bergung bewerkstelligen könnten. Das Wrack muss aus Sicherheitsgründen verschwinden, als erstes müssen dabei die Masten niedergelegt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Containerfrachter "Maersk Patras" (Bild: Pata Lavaca)   Großbild klick!

La Palma letzter Hafen der Maersk Patras?
(07.11.16) Der unter Singapur-Flagge laufende Containerfrachter "Maersk Patras", 31333 BRZ (IMO-Nr.: 9168221), lag weiterhin in Reina Sofia in La Palma, nachdem am 4.11. das Löschen der Containerladung abgeschlossen worden war. Von den insgesamt 1044 Containern an Bord waren 214 Kühlcontainer gewesen, die als erstes entladen worden waren. Ob deren Inhalt den Ausfall der Bordenergie überstanden hatte, war allerdings fraglich.
Das Schiff hatte einen Generatorausfall erlitten, woraufhin eine Schalttafel für die beiden anderen Generatoren überhitzte und in Brand geriet. Dadurch kam es zu einem Zusammenbruch der Bordenergie, und der Havarist musste nach Las Palmas abgeschleppt werden. Nur noch auf der Brücke hatte es etwas Strom gegeben.
Auch bei den Löscharbeiten gab es keinen Strom zum Betrieb der Ballastpumpen, so musste die Stabilität des Schiffes während der Löscharbeiten über den Daumen gepeilt werden. Ob der Frachter angesichts seines Alters von 18 Jahren noch reparaturwürdig sein würde, erschien derzeit fraglich.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter mit langer Havariegeschichte kollidierte mit Mole in Rønne
(07.11.16) Am 3.11. um 7.35 Uhr kollidierte der norwegische Frachter "Lill", 1843 BRZ (IMO-Nr.: 8209743), von Sølvesborg kommend beim Ansteuern von Rønne mit der Außenmole des Bornholmer Hafens. Dabei entstand ein Loch im Rumpf, das am 6.11. von Tauchern begutachtet wurde. Die Polizei auf Bornholm wurde erst um 12.38 Uhr über die Havarie informiert und belegte das Schiff mit einem Fahrverbot.
Sowohl der Kapitän wie auch der 1. Offizier wurden ergebnislos auf Drogenkonsum getestet. Eine Bö hatte den Frachter wohl vom Kurs abgebracht. Am 4.11. lief er gegen 23 Uhr wieder aus Rønne aus und machte am 5.11. gegen 18 Uhr beim Gdynia Shipyard in Gdingen zur Reparatur fest.
Das Schiff hatte als "Vestvind" bereits einige Havarien. Zuletzt war es von Forsand kommend am 12.9.2014 bei Vatlestraumen unweit von Bjorøy mit einer siebenköpfigen Crew auf Grund gelaufen. Das Küstenwachschiff "Tor" machte es gegen 20 Uhr wieder flott, und es lief zur Untersuchung durch Taucher den Hafen von Bergen an. Am 6.1.2013 lief die "Vestvind" im Svendborg-Sund auf der Reise Mariager-Svendborg gegen 13 Uhr auf Grund. Ein Schlepper machte es wieder flott.
Am 5.2.2012 lief die „Vestvind“ um 3.30 Uhr bei Thyborøn im Limfjord auf Grund. Das Rettungsboot "Martha Lerche" barg das Schiff am Abend des 6.2. von der Untiefe bei Sælhundeholm. Es lief dann nach Skive ein, eskortiert von der "Mette Miljø". Die "Vestvind" war mit einer Ladung Kies von Antwerpen gekommen.
Am 22.4. lief die „Vestvind“ südlich von Korsør auf Grund. Der 52-jährige polnische Wachoffizier hatte 2,49 Promille. Am 23.4. wurde der Havarist nach dem Leichtern eines Teils der Sandladung freigeschleppt und nach Korsør gezogen. Der Frachter war unterwegs von Travemünde nach Mandal gewesen, als er nur 100 Meter von der Storebelt-Brücke entfernt havarierte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Hovercraft geborgen (Bild: RNLI)   Großbild klick!

Hovercraft bei Yarmouth gekentert
(07.11.16) Am 3.11. um 1.39 Uhr wurde die RNLI Yarmouth alarmiert, nachdem ein Hovercraft von einer großen Welle getroffen wurde und bei den Needles kenterte. Die See im westlichen Solent war einigermaßen ruhig, als eines der vier Hovercrafts aus Lee-on-Solent Motorschaden erlitt und umschlug. Der Fahrer konnte sich auf den Strand von Alum Bay retten, wo ihn das Rettungsboot an Bord nahm.
Dann barg es das kieloben treibende Boot in der Scratchell’s Bay. Zwei Rettungsmänner sprangen ins Wasser, um das Hovercraft aufzurichten. Es wurde dann mit einem Kran an Bord des Rettungsbootes gezogen und nach Yarmouth transportiert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sportboot nach Kollision auf der Elbe gehoben
(07.11.16) Nach dem Zusammenstoß mit dem von der "Elbe 1" geschobenen Koppelverband auf der Elbe ist am Nachmittag des 4.11. das gesunkene, 10 Meter lange Motorboot "Karo" von einem Kran der Firma Taucher Knoth gehoben worden. Von einem vermissten 53-jährigen Mann fehlte aber nach wie vor jede Spur. Die Bergung des Wracks war aufwendig, und während der Schwimmkran arbeitete, musste der Bereich für den Schiffsverkehr gesperrt werden.
Beide Schiffe waren aus Richtung Hamburg gekommen. Warum sie kollidierten, war noch völlig unklar. Der Schubverband lag zur weiteren Untersuchung in Oortkaten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht im Sturm nach Tarragona eingeschleppt
(07.111.16) Am 5.11. wurde das spanische Rettungsboot “Salvamar Diphda“ (MMSI-Nr.:2 24047630) alarmiert, nachdem vor dem Hafen von Tarragona eine 15 Meter lange Segelyacht in stürmischer See in Schwierigkeiten geraten war und um Hilfe gebeten hatte. Die Seenotretter warfen wenig später von der Muelle de Costa los. Sie konnten den Havaristen in meterhohen Wellen auf den Haken nehmen. Es gelang ihnen, die Yacht mit ihrem nur sieben Meter längeren Boot in den Hafen von Tarragona einzuschleppen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei Fischer und ein Hund gerettet
(007.11.16) Zwei Männer und ihr Hund wurden von dem RNLI-Boot aus Regis gerettet, nachdem der Hummerkutter „Tracey“ am 4.11. rund 13 Meilen östlich von Lyme Regis vor West Bexington beim Aufholen der Fallen plötzlich Schlagseite entwickelt hatte und binnen Sekunden gekentert war. Das Rettungsboot lief um 11.57 Uhr aus und beteiligte sich an der Suchaktion, an der noch fünf andere Schiffe und zwei Hubschrauber teilnahmen. Ein Lynx-Helikopter der Royal Navy entdeckte die beiden im Wasser. Wenig später war das Rettungsboot vor Ort.
Die drei waren rund 40 Minuten im Wasser gewesen. Sie wurden an Bord des Rettungsbootes erstversorgt, einer wurde von einem Hubschrauber der Coastguard aufgewinscht und ins Krankenhaus in Dorchester geflogen. Die Seenotretter brachten den anderen sowie den Labrador Lottie nach West Bay.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gelungene Rettungsaktion in Finstral Bay
(07.11.16) Vor Cornwall erlitt am 4.11. ein Katamaranschiff Wassereinbruch und begann in der Finstral Bay beim Goose Rock zu sinken. Der Skipper funkte gegen 14 Uhr Mayday, und beide RNLI-Boote aus Newquay liefen zur Unglücksstelle aus. Sie wurden unterstützt von anderen Fischern. Bei ihrem Eintreffen lag der Katamarankutter bereits halb unter Wasser.
Der Skipper wurde von dem Kutter „Serene“ unversehrt gerettet. RNLI-Seenotretter betreuten ihn dort medizinisch. Die Seenotretter bargen dann im Wasser treibende Trümmer und stellten eine Schleppverbindung zwischen dem acht Meter langen Havaristen, dessen Ruderhaus noch aus dem Wasser ragte, und der „Serene“ her. Diese wurde dann mit dem Wrack im Schlepp in den Hafen von Newquay eskortiert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bergungsschiff auf Grund gelaufen
(07.11.16) Das indonesische SAR-Schiff “SAR Purworejo – SAR 101” lief am 3.11. in der Straße von Singapur auf ein Riff bei Tanjungpinggir vor der Insel Batam. Es war von Sekupang nach Belakang Padang unterwegs, als es von starkem Wind und Strömungen mit dem Achterschiff auf ein Riff gedrückt wurde. Dabei riss der Aluminiumrupf auf, und es kam zu Wassereinbruch.
Das Rettungsschiff läuft für die National Search and Rescue Agency (BASARNAS). Der Katamaran ist 59 Meter lang, neun Meter breit und hat 3,5 Meter Tiefgang.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei Trawler vor Norwegen havariert
(07.11.16) Zwei norwegische Trawler wurden binnen dreier Tage von Rettungsbooten der NSSR abgeschleppt. Am Morgen des 7.11. war der "Ludvik" (MMSI-Nr.: 257180500) bei Andenes eine Leine in den Propeller geraten, sodass sie manövrierunfähig wurde. Das "Dagfinn Paust" nahm den Havaristen auf den Haken und schleppte ihn in geschützte Gewässer, wo der Antrieb wieder befreit werden konnte.
Bereits am 4.11. war der unter Färöer-Flagge laufende Trawler "Jupiter", 2270 BRZ (IMO-Nr.: 9087037), von Kopervik vor Haugesund auf Grund gelaufen. Das Rettungsboot "Bergen Kreds" kam dem Schiff zu Hilfe und führte eine Tauchuntersuchung des Rumpfes durch. Dabei waren auch Vertreter des Sjøfartsdirektoratet und DNV mit an Bord.
Quelle:Tim Schwabedissen



Maschinenschaden auf St. Lawrence River
(07.11.16) Der Schweizer Frachter "SCT Monte Rosa", 12776 BRZ (IMO-Nr.: 9298363), erlitt auf der Fahrt von Hamilton, wo er am 3.11. ausgelaufen war, nach Belledune, wo er am 7.11. hätte eintreffen sollen, Maschinenschaden und ging zur Reparatur auf der Reede von Kingston, Lake Ontario, in der Mündung des Cataraqui und St. Lawrence River zur Reparatur vor Anker. Ein Ingenieur wurde dazu am 4.11. an Bord erwartet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker bei Singapur auf Grund gelaufen
(07.11.16) Der unter Marshall-Islands-Flagge laufende Tanker "Spottail", 40975 BRZ (IMO-Nr.: 9409479), lief am 2.11. gegen Mitternacht in der Straße von Singapur östlich von Pulau Takong Besar auf Position 01 07 N 103 43 O auf Grund, kurz nachdem er aus Singapur nach Galle ausgelaufen war. Am 5.11. saß das Schiff weiterhin fest. Es hatte vor der Strandung nicht, wie erforderlich, den Kurs geändert und war in flaches Gewässer gelaufen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Indonesisches Transportschiff abgeschleppt
(07.11.16) Die indonesische Marine assistierte den 63 Passagieren und 12 Crewmitgliedern der Fähre “Nadzramar”, die am 2.11. Maschinenschaden vor Sulu erlitten hatte und in der See trieb. Die beiden Patroullienboote “Manuel Gomez” und “Florencio Inigo” kamen dem Havaristen bei der Insel Bubuan zu Hilfe.
Das Schiff war kurz zuvor von Pangutaran Island nach Zamboanga City ausgelaufen und trieb nun 2,1 Meilen nordöstlich von Minis Island, Sulu. An Bord waren auch 1,453 Säcke Holzkohle, 298 Säcke Kopra und 45 Säcke getrocknetes Seegras. Das Schiff wurde von der „Ivatan“ zur Jolo Pier geschleppt und an der Coast Guard Station Sulu festgemacht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuerwehr musste sich von brennender Fischfabrik zurückziehen
(07.11.16) Die Feuerwehr musste sich am 5.11. von der weiterhin brennenden Fischfabrik "Verano" in Kapstadt zurückziehen, nachdem diese starke Steuerbordschlagseite entwickelte und instabil wurde, nachdem Wasser durch Öffnungen ins Schiffsinnere eindrang. Die Feuerwehr stoppte das Fluten der Ladeluken, in denen weiterhin 800.000 Plastikboxen brannten, und beschränkte sich auf eine Überwachung des Schiffes. Es wurde von Hafenschleppern weiterhin von außen gekühlt.
Erst nach einem Erlöschen des Brandes würde es möglich sein, unter Atemschutz an Bord des Schiffes zu gehen, auf dem sich auch Asbest befand. Es war seit drei Jahren aufgelegt und hätte in Kürze zur Überholung gedockt werden sollen. Am 7.11. sollte mit einer Bergungsfirma überlegt werden, wie weiter vorzugehen sei.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kollision auf Wolga-Don-Kanal
(07.11.16) Der russische Frachter "Setroretsk", 3415 BRZ (IMO-Nr.: 7801867), kollidierte am 6.11. mit dem 31 Meter langen, russischen Bunker- und Ölbekämpfungstanker "Kolonok 139", 118 BRZ (MMSI-Nr.: 273347180) auf dem Wolga-Don-Kanal bei Kilometer 17. Beide Schiffe erlitten Schäden und gingen zur Untersuchung vor Anker. Am 6.11. setzte der Frachter seine Reise nach Azov fort.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter kollidierte mit Mole in Skagen
(07.11.16) Am frühen Morgen des 6.11. kollidierte der holländische Frachter "Vechtborg", 6130 BRZ (IMO-Nr.: 9160334), der im Hafen von Skagen gelegen hatte, mit einer Mole, als er aus diesem hinausgeschleppt wurde. Er hatte eine Ladung aus Lovisa gelöscht und noch im Hafen gelegen, als wegen eines Sturms entschieden wurde, dass er vorsorglich auf einen Ankerplatz auf See verholen sollte.
Doch um 00.45 Uhr brach die Trosse des Schleppers, und es kam zu dem Zusammenstoß. Danach ankerte der Havarist südlich des Hafens, um dort nach Wetterberuhigung inspiziert zu werden. Das Ölbekämpfungsschiff "Gunnar Thorson" wurde nach Skagen entsandt, doch es war zu keinem Kraftstoffaustritt gekommen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter im Oslo-Fjord havariert
(07.11.16) In Am frühen Morgen des 6.11. lief der unter Malta-Flagge registrierte Frachter "Hagland Boss", 2446 BRZ (IMO-Nr.: 9171058), vor Langøya im äußeren Oslo-Fjord auf Grund. Dabei wurden Ruder und Propeller beschädigt. Der Frachter war nach dem Löschen seiner Ladung aus Langøya ausgelaufen und befand sich gegen zwei Uhr auf Höhe von Holmestrand, als es wegen technischer Probleme zu der Havarie kam.
Der Schlepper "Boa Sund" (IMO-Nr.:7500798) wurde aus Moss gerufen und nahm den Havaristen mit Fahrtziel Frederikshavn auf den Haken, wo er am 7.11. gegen 17 Uhr eintreffen sollte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wrack von Tjalk fast 100 Jahre nach Untergang entdeckt
(07.11.16) Archäologen haben südlich des Houtribdijk in Enkhuizen wahrscheinlich das Wrack der am 1.3.1918 dort gesunkenen Tjalk „Eendracht“ gefunden. Das Schiff war bereits kurz nach dem Untergang im Sand verschwunden. Nun fanden Taucher die knapp aus dem Sand ragenden Wrackreste an der vermuteten Untergangsstelle.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schoner vor Calasetta gestrandet
(07.11.16) Am Morgen des 6.11. lief ein Zweimaster von 20 Metern Länge auf Felsen bei St. Antioco auf der Insel Calasetta. Die aus vier Deutschen bestehende Crew ging über Bord und musste schwimmend den Strand erreichen. Unter ihnen befand sich auch der Eigner. Der Schoner war bei starkem Wind an der Westküste außer Kontrolle geraten und war dann aufs Land gedrückt worden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wieder Schleppzug bei Bella Bella verunglückt
(07.11.16) Am Abend des 6.11. kenterte bei Swanson Point am Nordende von Sarah Island eine mit Sand beladene Barge der Channel Construction”, die von dem Schlepper “Columbia Layne", 351 BRZ (IMO-Nr.: 6604810), von Seattle nach Juneau verholt werden sollte. In der Inside Passage in British Columbi war nahe Bella Bella die Ladung übergegangen, sodass die Barge bei rauer See Schlagseite entwickelte, Wassereinbruch hatte und dann auf 550 Fuß Wassertiefe unterging. Die vierköpfige Crew des Schleppers, der die Trosse slippte, war nicht in Gefahr. Die kanadische Coast Guard schickte vorsorglich die "Gordon Reid" zur Assistenz, die gegen Mitternacht am Unglücksort eintraf. Der Schlepper wurde angewiesen, die Nacht in flachen Gewässern bei der Swanson Bay zu verbringen. Erst am Nachmittag hatte der kanadische Transport Minister Marc Garneau einen Flug nach Bella Bella unternommen, um die Untergangsstelle des Schleppers „Nathan E. Stewart“ zu inspizieren.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fünf Tote bei Untergang von Trawler befürchtet
(07.11.16) Drei indische Fischer kamen ums Leben, nachdem der Trawler “Ma Ganga” bei Lalpur am Abend des 4.11. sank. Zwei weitere wurden noch vermisst. Das Schiff hatte im Zusammenfluss von Mohona und Saptamukhi River geankert, als es bei starken Regenfällen kenterte.
25 weitere Fischer, die an Bord geschlafen hatten, konnten sich schwimmend an Land retten. Die „Ma Ganga“ war einer von 2200 Kuttern, die von Fangfahrt aus der Bucht von Bengalen nach einem Wirbelsturmalarm zurückgekehrt waren.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter "Kathryn Spirit" (Bild: Pascal Robidas)   Großbild klick!

Seelenverkäufer soll in künstlichem Dock abgebrochen werden
(04.11.16) Der kanadische Frachter "Kathryn Spirit", 9261 BRZ (IMO-Nr.: 6717069), der seit 2013 auf dem Lake St. Louis in Beauharnois zum Abwracken liegt, aber am 24.6. dieses Jahres an seinem Liegeplatz Schlagseite entwickelte und zu kentern drohte, könnte in diesem Winter verschrottet werden. Ein entsprechender Plan wurde von Senator André Pratte dem Bürgermeister von Beauharnois in Übereinstimmung mit dem Fischereiminister Dominic LeBlanc und der kanadischen Coast Guard am 1.11. vorgelegt.
Die Coast Guard hatte das Schiff gesichert und suchte zusammen mit Transport Canada nach einer Lösung, den maroden Frachter zu entsorgen. Dazu soll nun ein Damm um ihn gebaut und er darin wie in einem Trockendock abgebrochen werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Warnemünde: Schoneryacht Grund gelaufen
(04.11.16) Mit einer sechsköpfigen Crew an Bord lief die 36 Meter lange Schoneryacht „Skythia“, 39 BRZ (Klassifikation GL D046-050-06 Klasse BR 100 A5) am 2.11. im Bereich der Hafenzufahrt zum Yachthafen Hohe Düne auf die Hafenmole vor Warnemünde. Sie wurde von Wismar kommend auf der Überführung ins Winterlager nach Greifswald durch den Nordwestwind mit Stärken von acht bis neun Beaufort auf die steinerne Hafenschutzeinrichtung gedrückt und schlug leck. Um 17.46 Uhr wurde die DGzRS alarmiert, die den in Warnemünde stationierte Seenotkreuzer „Arkona“ zu Hilfe schickte.
Die „Skythia“ kam aber aus eigener Kraft wieder frei und wurde von den Seenotrettern dann in den Yachthafen eskortiert. Mithilfe von Pumpen hielt sich der Traditionssegler über Wasser, ehe das Leck mit Stopfen aus weichem Holz binnen einer Stunde von den Seenotrettern abgedichtet wurde. Die Beamten der Wasserschutzpolizeiinspektion haben dem Schiff die Weiterfahrt in Absprache mit der zuständigen Dienststelle Schiffssicherheit der Berufsgenossenschaft Verkehr untersagt.
Die „Skythia“ wurde von 2003 bis 2005 von einem bulgarischen Bootsbauer in Varna am Schwarzen Meer erbaut. Dort wurde sie als Privatyacht des örtlichen Werfteigners vor der Küste eingesetzt. Zwei Jahre später kaufte ein Hotelier aus Österreich das Schiff, nachdem er es bei einer mehrwöchigen Tour nach Rostock gesehen hatte. Es wurde auf einer mehrwöchigen Tour vom Schwarzen Meer in den neuen Heimathafen Rostock verbracht. Von Rostock aus werden auf dem Schiff seit 2009 Gästefahrten für Kleingruppen angeboten, in diesem Jahr erfolgte auch die erste Teilnahme an der Hanse Sail Rostock.
Das Schiff hat eine Länge von 36 Metern, eine Breite von 5,7 Metern, einen Tiefgang von 2,7 Metern und eine Verdrängung von 55 Tonnen. Die Segelfläche beträgt 377m², außerdem hat der Gaffelschoner eine Yanmar-Maschine von 350 PS. Er verfügt über fünf Kabinen, zwei Doppelkojen und acht Einzelkojen. Die "Skythia" ist das authentischste Replikat von drei Nachbauten der legendären Schoneryacht "America", die 1851 die Hundred Guinea Trophy Race gewann. Die Wettfahrt rund um die Isle of Wright wurde später nach dem Name des Schiffes in "America's Cup" umbenannt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ein Vermisster nach Kollision auf der Elbe
(04.11.16) Der deutsche Schubschlepper "Elbe 1" 75 ts (EU-Nr.: 32106534), kollidierte am 3.11. auf der Elbe mit zwei Containerbargen von Hamburg kommend bei Flusskilometer 611 mit einem 10 Meter langen Sportboot beim Gauerter Hauptdeich nahe Ochsenwerde. Das ebenfalls von Hamburg kommende Boot wurde zerstört und sank sofort. Der 50-jährige Skipper konnte von der Crew des Schubers gerettet werden, ein 55-jähriger, der sich unter Deck befand, blieb vermisst.
Insgesamt 260 Einsatzkräfte aus Niedersachsen und Hamburg waren bis zum Abend im Sucheinsatz. Über der Unglücksstelle kreiste ein Hubschrauber der Bundespolizei, 13 Rettungsboote acht der niedersächsischen und fünf der Hamburger Feuerwehr waren unterwegs.
Die 260 Einsatzkräfte aus Hamburg und Niedersachsen – allein aus Hamburg waren 130 Feuerwehrleute im Einsatz – suchten mit allen verfügbaren Mitteln nach dem Vermissten. Ein Kilometer Deich wurde ausgeleuchtet, auf einer Länge von vier Kilometern suchten Feuerwehrleute und Polizisten die Elbe und die angrenzenden Böschungen ab. Aus Niedersachsen waren fünf freiwillige Feuerwehren sowie eine Tauchergruppe aus Buchholz vor Ort, die DLRG unterstützte die Operation mit einem Sonargerät.
Die Wassertemperatur der Elbe betrug nur etwas mehr als neun Grad. Gegen 21.15 Uhr wurde die Suche deshalb abgebrochen – für den Mann bestand bei dieser Temperatur keine realistische Hoffnung mehr. Der Grund für die Kollision war noch unbekannt, die Wasserschutzpolizei leitete Ermittlungen ein.
Möglicherweise war der Schubverband in den Gegenverkehr geraten, nach dem Unglück lag er quer zur Fahrtrichtung. Weil er wegen ablaufenden Wassers auf Grund zu laufen drohte, wurde er, begleitet von einem Boot der Wasserschutzpolizei, nach Oortkaten verholt. Noch am Abend machten sich Bergungstaucher der Feuerwehr Hamburg auf den Weg zur Unglücksstelle, um das Wrack des Sportbootes zu bergen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Landungsboot kenterte vor Indonesien
(04.11.16) Das indonesische Landungsboot “Sumber Bahagia Jaya”, 365 BRZ (IMO-Nr.: 8975249), sank am Nachmittag des 2.11. gegen 14 Uhr nahe der Insel Pulau Birahbirahan in der Ost-Kutai Provincz in Ost-Kalimantan. Es war unterwegs von Malinau nach Samarinda und hatte schweres Gerät geladen, das in rauer See nach Backbord überging. Das Schiff entwickelte Schlagseite und kenterte rund 47 Meilen vor Cape Tanjung Mangkalihat in der Makassar Strait auf Position 00º 27 '4 " N - 118º 26' 8" O.
Neun Crewmitglieder wurden von der „Feace Ark“ gegen 21 Uhr gerettet, zwei weitere, Beschäftigte der PT Karya Agung Sukses, Balikpapan, blieben vermisst. Die Schiffbrüchigen wurden zur Polizeistation Polair in Anggana Kukar gebracht. Das Landungsboot wurde 2000 erbaut und lief für die Citra Permata Bahari in Samarinda. Es ist 48 Meter lang, 11 Meter breit, hat 3,5 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 500 Tonnen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Segelyacht im Markermeer aufgelaufen
(04.11.16) Die neun Meter lange Segelyacht “Orion” lief am 3.11. auf dem Weg in den Hafen von Roggebot auf dem Vossemeer auf Grund. Die KNRM-Station Elburg wurde um 10.15 Uhr verständigt und schickte das Rettungsboot „Veronica“ zu dem etwas nördlich von Roggebot auf einer Untiefe sitzenden Schiff. Die Coastguard ermittelte die exakte Position, während das Rettungsboot, das aktuell die in Reparatur befindliche “Evert Floor” ersetzte, mit drei Mann an Bord auslief.
Während der Anfahrt wurde geklärt, ob die im Winter nicht besetzte Roggebotschleuse geöffnet werden könnte. Nach 20 Minuten gelang es, die “Orion” wieder flottzumachen. Sie wurde dann zurück ins Fahrwasser geschleppt und konnte die Fahrt mit eigener Kraft fortsetzen. Um 11:30 Uhr war die “Veronica“ zurück an ihrer Station.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ammoniak gesunkenen Tankers könnte schwedische Küste gefährden
(04.11.16) Der Tanker “Mundogas”, der vor Öregrund auf dem Ostseegrund liegt, ist eines von vier Wracks vor Schweden, die von den Meeresbehörden vordringlich behandelt werden müssen. Die anderen beiden sind die „Skytteren“ in Måseskär vor Lysekil, „Harburg“ in Lidingövallen und „Thetis“ im Skagerrak.
Die „Mundogas” kollidierte im Oktober 1966 mit einem finnischen Schiff und sank auf 70 Metern Wassertiefe beim Grundkallen-Leuchtfeuer. Sie hatte 1800 Tonnen flüssiges Ammoniak in fünf Tanks von je 495-730 Kubikmetern Fassungsvermögen geladen. Derzeit gibt es aber keine Finanzmittel, die Ladung abzupumpen. Die Tanks sind noch vollkommen intakt, doch nach 50 Jahren auf dem Meeresgrund zerbrechen deren Halterungen.
Wenn Ladung austräte, wäre die 51 Kilometer entfernte Küste von Forsmark ebenso gefährdet wie Åland und Norrtälje.
Quelle:Tim Schwabedissen



Seilfähre auf Grund gelaufen
(04.11.16) Die Simskäla-Seilfähre lief am Nachmittag des 3.11. auf Grund. Wahrscheinlich führte eine Kombination niedrigen Wasserstandes und einer Abweichung vom Kurs zur Havarie. Es waren keine Passagiere an Bord. Eine Ersatzfähre wurde vorerst in Fahrt gebracht, bis Taucher sie inspiziert haben. Dazu musste sie nach Töftö geschleppt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Strände in Brasilito sollen nach Schiffbruch von Kutter geschützt werden
(04.11.16) Anwohner und Behörden waren gemeinsam mit Fischern damit beschäftigt, die Trümmer des am 31.10. vor Brasilito in Santa Cruz, Guanacaste, auf Grund gelaufenen und zerbrochenen Garnelenkutters "Azoriano" zu beseitigen. Seit dem 1.11. waren Vertreter des Sistema Nacional de Áreas de Conservación (Sinac), des Umwelt- und Energieministeriums (Minae) und der Universidad Nacional (UNA) vor Ort und nahmen Wasser- und Sandproben. Die Coast Guard, das Fischereiinstitut von Costa Rica (Incopesca), die Feuerwehr und Gemeindevertreter reinigten den Strand.
Am 2.11. untersuchten Taucher das Gebiet, in dem das Wrack auf Grund lag. Der Playa Nombre de Jesus und der Marino Las Baulas National Park wurden in Hinsicht auf Umweltschäden überwacht. Der Eigner des Kutters wollte die zwei Tonnen schwere Maschine, in der sich Öl befinden könnte, bei Niedrigwasser bergen.
Der Kutter war nach dem Auflaufen auf ein Riff im Bugbereich vor Playa Conchal leckgeschlagen und sank beim Versuch, den Hafen von Brasilito zu erreichen. Als die Coastguard zu Hilfe kam, hatte das Schiff bereits aufgesetzt, und der Versuch, es auszupumpen, schlug fehl. Mehrere Versuche, ihn danach wieder flottzumachen, scheiterten.
Stattdessen zerbrach das Schiff in der Brandung, und Trümmer trieben an den Stränden des Cabo Velas-Distrikts an. An Bord waren 5000 Gallonen Diesel. Nach dem Unglück war ein dünner Ölfilm um das Wrack sichtbar gewesen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Aces am vierten Tag gelöscht
(04.11.16) Vier Tage nach der Explosion des Tanklagerschiffes "Aces" an Ghadani Beach gelang es am 4.11., das Feuer an Bord zu löschen. Feuerwehrkräfte aus Karachi, der pakistanischen Air Force und Marine waren vor Ort gewesen, doch es mangelte an Löschschaum. So musste im Wesentlichen abgewartet werden, bis dem Feuer die Nahrung ausging.
Rund 80 Prozent des Schiffes wurden durch den Brand zerstört. Bislang wurden 22 Tote geborgen, ein halbes Dutzend Menschen wurde noch vermisst. Es war allerdings schwierig, auf das noch glühend heiße Wrack vorzudringen. Auch drohten an Bord zurückgebliebene Ölreste weiterhin neu entzündet zu werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Überwältigende Unterstützung für schiffbrüchige Fischer
(04.11.16) “We're on fire bud. Straight across from the Jekyll Pier," meldete eines der vier Crewmitglieder des Kutters “Predator” der U.S. Coast Guard am 3.11. gegen vier Uhr. Das 58 Fuß lange Schiff war unweit des St. Simons Island Sound vor der Küste von Georgia explosionsartig in Flammen aufgegangen. Die Fischer mussten auf der Flucht vor dem Feuer ebenso wie Bordhund Chopper ins Wasser springen und ihre Habseligkeiten an Bord zurücklassen. Sie wurden um 4.30 Uhr mit leichten Verletzungen gerettet.
Binnen Minuten hatten die beiden Schiffseigner Robert und Charles Long und die zweiköpfige Crew aber alles verloren. Nach ihrer Rettung wurden sie durch die Bevölkerung von Brunswick unterstützt. Frank Owens, Leiter des City Market an der Gloucester Street, kannte Long seit Jahren und hielt bereits nach einem Ersatzschiff Ausschau. Long hatte seinen Markt täglich mit Garnelen beliefert. Im Ort wurde auch für die Männer gesammelt.
Die Nachricht von dem Unglück schockierte ihn, denn das Schiff war erstklassig instand gehalten worden. Die Coast Guard versuchte herauszufinden, wie es zu dem Unglück kommen konnte. Möglicherweise waren Verkabelungen am Generator in Brand greaten und hatten zu einem Feuer im Maschinenraum geführt. Das Wrack lag weiter vor dem Hafen, eine Schifffahrtswarnung erging durch die Coast Guard.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter in Homer in Flammen aufgegangen
(04.11.16) Am Morgen des 3.11. geriet der 32 Fuß lange Kutter “Linda Kay” im Hafen von Homer in Brand. Gegen ein Uhr wurde die Feuerwehr alarmiert, nachdem ein Explosionsknall zu hören gewesen war und Flammen hochschlugen. Der Kutter lag an der Schwimmbrücke D unweit des Salty Dawg Saloon. Das Homer Volunteer Fire Department konnte den Brand rasch unter Kontrolle bringen.
Tammy und Louie Gjosund, die Eigner der “Linda Kay”, leben in Anchorag, kommen aber mehrmals im Monat nach Homer. Sie hatten das Schiff vor zwei Jahren erbaut. Im Lauf des Tages wurde das Wrack bei einer Werft aus dem Wasser geholt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Containerfrachter "Maersk Patras" (Bild: Pata Lavaca)   Großbild klick!

Maersk-Frachter nach Gran Canaria eingeschleppt
(03.11.16) Einen Tag, nachdem ein Maschinenraumbrand den unter Singapur-Flagge laufenden Containerfrachter "Maersk Patras", 31333 BRZ (IMO-Nr.: 9168221), vor der Küste der West-Sahara unweit von Laayoune lahmlegte, wurde der Havarist am 2.11. in den 90 Meilen entfernten La Luz-Hafen auf Las Palmas eingeschleppt. Das Schiff war auf Südkurs vom spanischen Algeciras nach Conakry in Guinea, als das Feuer Generatoren und Maschine beschädigte.
Der Schlepper “Salvanguard" (IMO-Nr.: 9276664) lief aus Las Palmas zur Hilfeleistung aus und nahm den Havaristen am 2.11. gegen ein Uhr auf den Haken und ging mit ihm mit fünf Knoten auf Ostsüdostkurs. Gegen 17 Uhr war Las Palmas erreicht, wo die kleineren Schlepper "Alboran", "B. Balear", "Mastin" ind "Mediterraneo" übernahmen. Gegen 20 Uhr lag der Frachter am Kai der Operaciones Portuarias Canarias in Las Palmas, wo die Untersuchungen zum Schaden und der Seetüchtigkeit des Schiffes begannen.
Die "Maersk Patras" lief im WAF5-Service Leixoes-Lissabon-Algeciras-Conakry-Luanda-Lobito-Walvis Bay. Maersk arbeitete an einem Kontingente-Plan zum Weitertransport der Ladung.
Am Abend des 1.9.2012 hatte die "Maersk Patras" auf der Reise Halifax-Rotteram bei der Rettung der fünfköpfigen Crew des in Penzance beheimateten Kutters "Chloe T - TZ1186 " assistiert, der 17 Meilen südwestlich von Bolt Head zu sinken begonnen hatte. Die Brixham Coastguard hatte um 16.20 Uhr einen Notruf aufgefangen, nachdem es zu Wassereinbruch im Maschinenraum gekommen war. Neben dem RNLI-Boot aus Salcombe und einem Helikopter der Base der Royal Navy in Culdrose kamen auch die "Maersk Patras", "Amber J", "Armorique", "Dart Angler" und "Lady Maureen" rezu Hilfe. Als erstes waren die Fähre "Armorique" und "Maersk Patras" vor Ort und gingen auf Standby, bis der Helikopter eintraf und die Fischer, die sich inzwischen in eine Rettungsinsel hatten flüchten müssen, aufwinschte.
Die „Maersk Patras“ hat eine Länge von 210,1 Metern, ist 32,2 Meter breit, hat 12,5 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 37.842 Tonnen. Der 2.902-TEU-Frachter läuft für die Maersk Ship Management BV in Rotterdam und wurde 1998 auf der Kvaerner Warnow Werft GmbH in Rostock als „P & O Nedlloyd Marseille“ 2006 wurde sie zur „Maersk Patras“.
Quelle:Tim Schwabedissen



"Verano Port Villa" brennt (Bild: City of Cape Town)   Großbild klick!

Feuer auf Fischfabrik drohte 800.000 Styroporboxen zu entzünden
(03.11.16) Am 2.11. brach auf der Fischfabrik "Verano Port Villa", 3110 BRZ (IMO-Nr.:7375868), an Liegeplatz 703 am Kai des Ben Schoemann-Containerterminals von Kapstadt ein Feuer aus. In der Fabriksektion waren rund 800,000 Styropor-Boxen vom Feuer bedroht. Das Schiff hatte zudem rund 150 Tonnen Diesel an Bord. Die an Bord befindlichen fünf Crewmitglieder wurden unversehrt von Bord evakuiert.
Die Feuerwehr wurde um 9.30 Uhr alarmiert und rückte mit 12 Löschfahrzeugen an. Dichter Rauch stand über dem Hafengebiet, und Flammen loderten zeitweilig meterhoch empor. Inzwischen konnte der Brand unter Kontrolle gebracht und eine Untersuchung eingeleitet werden. Das 93 Meter lange Schiff lag seit Juni 2015 im Hafen, zunächst unter russischer Flagge als "Verona", nun unter Vanuatu-Flagge und mit südkoreanischen Eigentümern.
Quelle:Tim Schwabedissen



von der Brandung zerschlagen ... (Bild: RNLI)   Großbild klick!

Segelyacht in Happisburgh von der Brandung zerschlagen
(03.11.16) Die am 29.10. auf einer Buhne nahe Happisburgh auf dem Weg von Hull nach Canvey gestrandete 13-Meter-Yacht ist am 2.11. ein Opfer der See geworden. Der Skipper John Favell aus Hull, der bei der Strandung vom herumkommenden Baum leicht verletzt worden war, hatte bis zuletzt gehofft, das Boot, auf dem er lebte, aufrichten und abschleppen zu können. Doch die Brandung zertrümmerte das Schiff, dessen zersplitterte Trümmer auf den Strand bei Cart Gap trieben.
Die Coastguard in Nord-Norfolk hatte am 1.11. noch die 250 Liter Kraftstoff bis auf geringe Mengen abpumpen können. Der Mast, der noch mit Leinen gesichert war, wurde niedergelegt. Am 3.11. sollte mit der Räumung des 25-Tonners begonnen werden, bevor das Wrack die Schifffahrt gefährdet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Rettungsaktion für gesunkenes historisches Weltkriegsboot
(03.11.16) Die "Rushcutter" liegt immer noch auf dem Grund des Hafens von Darwin, wo sie am Morgen des 20.10. auf der Small Boat Anchorage auf sechs Metern Wassertiefe sank. Das Schiff ist durchaus von historischem Wert – es diente als "HDML 1321" im 2. Weltkrieg in Australiens Marine im Kampf gegen Japan und war rund um New Guinea im Einsatz. Einmal setzte es vier Faltkayaks mit Z-Spezialkommandos in der Bismarck-See ab, um im Rahmen der Operation Cooper die japanischen Verteidigungsanlagen zu erkunden.
Nur einer der Männer überlebte, konnte aber dem Verteidigungsministerium immerhin wichtige Informationen liefern, die die weitere Kriegsstrategie gegen Japan beeinflussten. Ab 1946 war „HDML 1321“ als Hafenverteidigungsboot in Sydney im Einsatz als "Rushcutter", bevor sie 1953 an private Eigner verkauft wurde und jahrzehntelang in der Touristenfahrt an der Ostküste Australiens eingesetzt war. Dann tauchte sie in Nhulunbuy wieder auf, wo die Geddes-Familie es erwarb, um sie zu restaurieren.
Sie gab dafür über die Jahre 150.000 Dollar aus, bevor ihnen die Aufgabe über den Kopf wuchs. Das Schiff wurde daraufhin wieder zum Verkauf angeboten. Doch die nächsten Interessenten brachten die Federal Police auf den Plan - es handelte sich bei ihnen offenbar um mutmaßliche ISIS-Sympathisanten, die es nach Syrien bringen wollten.
Die Eignerfamilie braucht nun 50.000 Dollar, das Wrack zu heben, Geld, das sie nun nicht mehr hat. Das Darwin Museum and Art Gallery bekundete kein Interesse an dem letzten der HDML-Boote. Nun hat sich eine Gruppe um die Geddes gebildet, die versucht, das notwendige Geld zusammenzubekommen, um das Schiff zu bergen und zu erhalten. In der ersten Woche kamen 1500 Dollar zusammen – es ist noch ein weiter Weg, das kleine Boot zu retten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker in Ghadani brennt immer noch – Firmenchef gesucht – 20 Tote geborgen
(03.11.16) Am 2.11. waren 20 Tote nach den Explosionen auf dem Tanker "Aced" geborgen. 66 Arbeiter wurden verletzt in Krankenhäuser in Karachi und Lasbela gebracht, und eine unbekannte Anzahl weiterer noch vermisst, sodass sich die Anzahl der Opfer noch erhöhen dürfte. Neun Arbeiter waren in lebensbedrohlichem Zustand. Die Arbeit der Feuerwehr mit Unterstützung der pakistanischen Marine und der Coastguard, die auf dem Schiff wütenden Brände zu löschen, dauerte auch am dritten Tag noch an.
Ein Freiwilliger aus Edhi brach während der Rettungsarbeiten zusammen und musste ins Krankenhaus gebracht werden. Rund 70 Prozent des Schiffes waren durch die an Deck und im Innern wütenden Feuer inzwischen zerstört. Öl gab den Flammen immer neue Nahrung, weiterhin waren Explosionen zu hören. Sogar in zwei Kilometern Entfernung waren noch Trümmerteile gefunden worden.
Der Tanker hatte mit einer 22-köpfigen indischen Crew am 22.10. Ghadani angelaufen. Er war von der Ghafoor and Company zum Abbruch erworben worden, deren Chef Abdul Ghafoor am 2.11. noch auf der Flucht war. Die Polizei verhaftete aber einen Verantwortlichen für die Anstellung der Abbrucharbeiter, Muhammad Hafeez. Dessen Partner Jalal und Farooq Bangali wurden noch gesucht.
Die Verschrottungsarbeiten hatten am 1.11. begonnen, Teile des Vorschiffs waren bereits zerlegt. 300 Arbeiter waren für den Abbruch geheuert worden. Die Abbrucharbeiten auf der Werft wurden bis auf weiteres untersagt und die Sicherheitsprozeduren geprüft. Eine Gasflasche hatte nach bisherigem Erkenntnisstand die verhängnisvolle Explosionsserie ausgelöst.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bergung gesunkenen Saugbaggers wird vorbereitet
(03.11.16) Drei Wochen nach dem Untergang des 150 Tonnen schweren Saugbagger in einem See nahe der B73 in Ovelgönne hat das Unternehmen Johann Bunte aus Papenburg inzwischen ein Bergungskonzept erarbeitet, das vom Landkreis Stade genehmigt wurde. Rund um den untergegangenen Saugbagger wird ein System aus Pontons aufgebaut. Darauf werden Seilwinden montiert, die genügend Kraft haben, um den150 Tonnen schweren Bagger vom Grund des 20 Meter tiefen Baggersees zu heben.
Die Bergungsfirma stellte in dieser Woche die notwendige Ausrüstung zusammen. In der kommenden Woche soll das Material nach Ovelgönne transportiert und in der darauffolgenden Woche die Bergung durchgeführt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter machte auf St. Lawrence-River schlapp
(03.11.16) Der unter Hongkong-Flagge laufende Bulkcarrier "Gadwall", 22790 BRZ (IMO-Nr.: 9358369), erlitt am 29.10. im St. Lawrence-Golf auf der Reise von Quebec nach Gent Maschinenschaden. Er wurde am 1.11. von dem Schlepper "Ocean Artique" (IMO-Nr.: 9261607) in Richtung Sept-Iles auf den Haken genommen. Am 2.11. traf der Havarist vor dem Hafen ein, wo der Schlepper "Ocean Yvan Desgagnes" (IMO-Nr.: 9542207) ihn übernahm.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei Viking-Schiffe verursachten Probleme auf dem Main
(03.11.16) Gleich zwei Schweizer Fahrgastschiffe der Baseler Reederei Viking River Cruisers AG bescherten am 1.11. auf der Fahrt von Budapest nach Amsterdam im Mainviereck Probleme. Gegen 17.45 Uhr legte zunächst ein mit 173 Fahrgästen besetzter Flusskreuzfahrer in Miltenberg flussabwärts ab. Dabei unterließ es der 48-jährige Schiffsführer, sich über Funk mit dem sonstigen Schiffsverkehr zu verständigen.
Deshalb kam es zu einer Beinahe-Kollision mit einem ebenfalls talwärts fahrenden, 185 Meter langen deutsch-slowakischen Schiffsverband. Der von achtern aufkommende und vorfahrtsberechtigte, mit 2.100 Tonnen Weizen beladenen Verband musste volle Kraft zurück gehen, um nicht in das Heck des Passagierschifs zu laufen.
Am Abend kollidierte dann im Bereich der Schleuse Obernau gegen 21.20 Uhr das mit 158 Fahrgästen besetzte, 135 Meter lange Fahrgastschiff "Viking Ingvi" (MMSI-Nr.: 269057465) talwärts laufend beim Einlaufen in die Schleusenkammer mit einem Wehrsteg. Der 59-jährige zweite Schiffsführer hatte es versäumt, das Ruderhaus abzusenken. Dieses stieß dann gegen den Wehrsteg, der quer über die Schleusenkammer verläuft.
Dabei wurde es vollständig zerstört. Der Schiffsführer konnte sich gerade noch durch Flucht retten und blieb unverletzt. Die Schadenshöhe sollte am 2.11. durch Gutachter festgestellt werden. Sie dürfte aber bei mehreren zehntausend Euro liegen.
Am Wehrsteg entstand nach ersten Erkenntnissen kein Schaden. Die "Viking Ingvi" wurde auf Weisung des Wasser- und Schifffahrtsamtes im Oberwasser der Schleuse Obernau stillgelegt. Die Passagiere konnten die Nacht über an Bord bleiben. Am 2.11.wurde ihre Weiterreise mit Bussen organisiert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Könnte Kunstsammlung der Vrouw Maria auf dem Ostseegrund überdauert haben?
(03.11.16) Am 5.9.1771 sank die “Vrouw Maria” aus Amsterdam auf der Fahrt nach St. Petersburg in der Ostsee. An Bord waren u.a. 27 Gemälde von Rembrandt, Paul Potter und Gerard Dou gewesen, die Zarin Katharina die Große in Empfang nehmen wollte. Die Kunstsammlung wäre immer noch Millionen wert. Das Schiff wurde im Lauf der Zeit vergessen, bis finnische Forscher es vor der Küste wieder entdeckten.
Die Russen erheben nun Ansprüche auf das in finnischen Hoheitsgewässern liegende Wrack. Doch die Ladung könnte auch als holländisches Kulturgut angesehen werden. Bislang fehlt es an Mitteln, Bergungsarbeiten zu starten. Es ist mehr als unsicher, ob die Gemälde nach über 200 Jahren unter Wasser noch in gutem Zustand sind, doch nach Ansicht des Meeresarchäologen Martijn Manders könnten die Bilder luftdicht verpackt überdauert haben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Einhandsegler tot am Strand entdeckt
(03.11.16) Die Südwinde der vergangenen Wochen haben die 38 Fuß lange Segelyacht „Red Héol“ auf den Strand östlich von Grindavík getrieben, wo es nach der Strandung am 26.10. zerbrach. Das Boot war auf Felsen in Strandnähe aufgelaufen. Am Morgen fing die isländische Küstenwache ein Signal des Notrufsenders auf, der sich automatisch selbst aktiviert hatte, als er im Wasser landete.
Das Boot war am 7.7. aus Porto in Portugal zu den Azoren ausgelaufen. Ein paar Tage später hatten Verwandte des Skippers Le Goff das Boot als vermisst gemeldet. Bis zum 18.8. war eine Suche durchgeführt worden. Danach galt die „Red Héol“ als verloren. Ein Containerschiff sichtete das Boot am 28.8. etwa 1000 Meilen südwestlich von Reykjanes.
Aber die Crew konnte es wegen schlechten Wetters nicht näher untersuchen. Sie nahm lediglich Fotos auf, die zeigten, dass Großsegel und Fock teilweise gerefft, aber zerrissen waren und das Boot erkennbar nicht unter Kontrolle war. Dies bestätigte auch eine Untersuchung durch die Royal Canadian Air Force aus der Luft 750 Meilen östlich von Neufundland.
Nun gab es traurige Gewissheit – am 1.11. wurde die Leiche des 64-jährigen Joseph Le Geoff am Strand gefunden. Die Polizei von Island wollte nun mit einer DNA-Analyse letzte Sicherheit über das traurige Ende der Reise erlangen. Le Goff galt als erfahrener Segler. Am 5.7. hatte er Brest mit Kurs Leixoes verlasssen, von wo aus er in den Nordatlantik auslief. Die Segelbedingungen waren zu diesem Zeitpunkt günstig, um die Azoren zu erreichen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schlepper sank auf Lake Itaipu
(03.11.16) Der Schlepper einer Fähre, die an der Grenze von Brasilien und Paraguay auf dem Lake Itaipu in Santa Elena in West-Paraná verkehrte, sank am 1.11. Die brasilianische Marine war vor Ort und konnte keine Umweltschäden ausmachen. Warum das Schiff unterging, sollte durch eine Untersuchung der Schifffahrtsbehörde des Paraná River geklärt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuerwehrchef von RNLI gerettet
(03.11.16) Die RNLI kam am Morgen des 2.11. dem 21 Fuß langen Motorboot „At Last 11“ in der Lyme Bay zu Hilfe, das eine Viertelmeile vor der Küste zwischen Charmouth und Lyme Regis Wassereinbruch erlitten hatte. Der Skipper, der örtliche Feuerwehrchef Virgil Turner, hatte Mayday gefunkt, nachdem die Lenzpumpe ausgefallen war. Um 8.39 Uhr lief das Rettungsboot aus. Es gelang den Seenotrettern, das eingedrungene Wasser auszupumpen. Um 9.03 Uhr wurde die “At Last 11” nach Lyme Regis Harbour eingeschleppt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Vier Personen und ein Hund nach Explosion gerettet
(03.11.16) Am Morgen des 3.11. explodierte um 3.52 Uhr der 58 Fuß lange Kutter „Predator“ vor St. Simons Island Sound in Georgia, und geriet anschießend in Brand. An Bord befanden sich eine vierköpfige Crew und ein Hund. Die Coastguard-Station Brunswick kam mit einem 45-Fuß-Boot zu Hilfe. Schon von weither waren die hellauf lodernden Flammen im Dunkel der Nacht zu sehen.
Um 4:25 Uhr konnte die Crew mit leichten Verletzungen gerettet und zur medizinischen Betreuung an Land gebracht werden. Das Schiff trieb weiter in hellen Flammen stehend in der See. Die Küstenwache warnte die Schifffahrt vor möglicherweise im Wasser treibenden Trümmern.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bootsunglück vor Batam forderte 21 Tote, Suche nach 34 Vermissten dauert an
(03.11.16) Mindestens 21 Arbeiter kamen am 2.11. ums Leben, 34 wurden noch vermisst, nachdem ein Speedboot mit 90 indonesischen Arbeitsmigranten vor den Riau Islands gekentert war. 38 der 93 Passagiere, die aus Malaysia zurückkehrten, wurden gerettet. Das Schiff war wohl überladen und die Überfahrt illegal organisiert. Mit Booten und einem Helikopter wurde weiter nach Überlebenden gesucht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schlepper auf St. Johns River auf Grund gesetzt
(03.11.16) Am Morgen des 29.10. wurde auf dem St. Johns River nahe Blount Island ein Schlepper auf Grund gesetzt, der zu kentern drohte. Der Kapitän entschied sich zu der Maßnahme, um einen Untergang zu vermeiden. Die Coast Guard pumpte mehr als 3,500 Gallonen Diesel, der sich mit Flusswasser vermischt hatte, ab.
Quelle:Tim Schwabedissen



Freiwillige Seenotretter fast neun Stunden im Einsatz nach Kutterhavarie
(03.11.16) Der 21 Meter lange Kutter “Success III – WY 212”, 174 BRZ (MMSI-Nr.: 234937000), wurde samt seiner fünfköpfigen Crew am 2.11. rund 40 Meilen weit abgeschleppt. Der Skipper des in North Shields beheimateten, 21 Meter langen Schiffes hatte die britische Coastguard um Hilfe gebeten, nachdem sein Schiff 40 Meilen nordöstlich von Tyne Maschinenschaden erlitten hatte. Das RNLI-Boot aus Tynemouth lief um 10.58 Uhr aus und erreichte den Havaristen 70 Minuten später.
Rasch war eine Schleppverbindung hergestellt, und es ging auf den langen Weg zurück zum Fischereikai in North Shields, wo die beiden Schiffe in der Dunkelheit um 18:35 Uhr eintrafen. Nachdem die “Success III” sicher dort festgemacht war, musste das Rettungsboot noch neu bebunkert werden, ehe die freiwilligen Seenotretter um 19.:45 Uhr Feierabend hatten, fast neun Stunden nach ihrer Alarmierung.
Quelle:Tim Schwabedissen



Taucher am Wrack der "Mentor" (Bild: John Fardoulis)   Großbild klick!

Kythera: Weitere Schätze der Mentor geborgen
(02.11.16) Bei einer neuen Grabungskampagne am Wrack der 1802 gesunkenen “Mentor” wurden ägyptische Statuen, römische Münzen, Amphoren aus Rhodos und andere Schätze sowie Habseligkeiten von Crew und Passagieren und Ausrüstungsteile wie Kompass und Stundenglas, Navigationsgerät, drei Pistolen, Munition, Tassen, Geschirr und Flaschen gefunden. Das Schiff sollte Marmor des Parthenon von Piräus nach England bringen. Die überladene Fregatte lief am 15.9.1802 nach Malta aus und erreichte mit gutem Wind Kap Matapan an der Südspitze Griechenlands.
Doch am folgenden Morgen machte es Wasser. Schon vor dem Auslaufen hatte Kommandant William Eglen Streit mit dem Auftraggeber Lord Elgin gehabt, weil die Ladung seiner Ansicht nach zu schwer war. Er legte sein Schiff herum und steuerte die Reede von Kythera an. Am Nachmittag lag die „Mentor“ vor dem kleinen Hafen Avlemonas, doch das Wetter war zu schlecht zum Einlaufen.
Die Crew versuchte, zwei Anker auszubringen, doch diese hielten nicht. Das Schiff schwang herum, trieb auf Felsen und sank südwestlich der Insel auf 23 Metern Wassertiefe. Crew und Passagiere wurden von der „Anikitos“ gerettet. Das Marmor wurde seinerzeit sofort von Schwammtauchern aus Kalymnos, die Lord Elgin beauftragte, geborgen.
So erreichte der Schatz am Ende über Malta doch noch England und ist dort heute im British Museum ausgestellt. Doch auch nach 214 Jahren finden die Unterwasserarchäologen unter Leitung des griechischen Kulturministeriums weitere Artefakte, obwohl der Rumpf durch viele Plünderungen und Bergungsaktionen stark beschädigt wurde. Sie haben ein Viertel des Rumpfes ausgegraben, der Rest wurde während des 19. und 20. Jahrhunderts zerstört durch Schatzjäger, die weiteren Marmor auf dem Meeresgrund vermuteten.
In der nächsten Grabungssaison soll der Bug der “Mentor” erforscht werden. Die Forscher hofften, Teile des Marmors, die zerbrochen und auf dem Meeresgrund zurückgeblieben sein könnten, und andere Antiquitäten zu finden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Angelboot "Bakul" wird geborgen (Bild: Sisko)   Großbild klick!

Angelboot auf Trumbuja gestrandet
(02.11.16) Am 1.11. um 1:26 Uhr lief das Angelboot "Bakul" bei Premantura auf die Felsen der kleinen Insel Trumbuja nahe Kap Školjic. Es saß dann mit dem Bug auf Land und dem Heck unter Wasser fest. Der kroatische Trawler "Cicilo", 171 BRZ (IMO-Nr.: 8983739), kam nach der Havarie zu Hilfe und sicherte den Havaristen. Die zweiköpfige Crew wurde beim Aufprall verletzt und wurde nach Pula gebracht, wo ein Krankenwagen sie ins General Hospital transportierte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Flaschenfund vor Åland (Bild: Jerry Wilhelmsson)   Großbild klick!

Wieder Flaschenfund vor Åland
(02.11.16) Ein Wrack mit hunderten Flaschen an Bord wurde unlängst vor Björkör in Föglö auf den Åland-Inseln gefunden. Der Taucher Jerry Wilhelmsson der Baltic Underwater Explorers entdeckte es auf der Suche nach einem Dampfer. Stattdessen stieß er auf ein sehr gut erhaltenes Holzwrack, dessen Laderaum offen stand und den Blick auf die Flaschen freigab.
Vor derselben Insel war bereits 2010 ein Wrack mit 145 Flaschen Champagner aus dem Haus Veuve Clicquot, Juglar and Heidsieck gefunden worden. Der sensationelle Fund des ältesten Champagners der Welt fand seinerzeit ein breites Echo. Der Inhalt war noch trinkbar, und 10 Flaschen wurden für bis zu 30 000 Euro verkauft.
Jerry Wilhelmsson bringt nun gemeinsam mit seinem Tauchteam im Auftrag der Regierung von Åland vier Flaschen aus dem neuen Wrack nach oben zur Analyse. Das Schiff ist 27 Meter lang, sieben Meter breit und gut erhalten mit Gallionsfigur, Ruderrad und fünf Ankern. Es liegt in rund 20 Metern Tiefe.
Der Name, Heimathafen oder die Umstände des Untergangs waren noch unbekannt, das Schiff dürfte aber aus der Zeit zwischen 1850 und 1870 stammen. Der Typ wurde von 1750 an für die Handelsfahrt in der Ostsee gebaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter nach Kollision gesunken – vier Vermisste
(02.11.16) Der indonesische Frachter Frachter "Dewaruci Perkasa", 588 BRZ (IMO-Nr.: 8624967), wurde am 1.11. gegen 14.30 Uhr vor Anker liegend vor Gresik von dem unter derselben Flagge laufenden, gerade den mit 1000 Tonnen Zement an Bord den Hafen verlassenden Frachter "Dolphin Nusantara 2", 422 BRZ (IMO-Nr.: 9114012), gerammt. Der Ankerlieger sank, von der 13-köpfigen Crew wurden neun Mann gerettet, vier wurden vermisst.
Die "Dolphin Nusantara 2" stieß außerdem zwischen der ebenfalls dort ankernden "Trijaya" zusammen. Das Unglück ereignete sich, als sie zwischen den beiden stillliegenden Schiffen hindurch fahren wollte, aber bei starker Strömung außer Kontrolle geriet und damit auf Kollisionskurs.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler nach Oudeschild abgeschleppt
(02.11.16) Am Abend des 31.10. wurde das KNRM-Boot "De Redder", das derzeit die "Beurplein 5" an der Station De Cocksdorp ersetzt, zur Assistenz für den havarierten holländischen Trawler "Lauwerszee - ZK 20", 22,43 BRZ (MMSI-Nr.: 244293000), beordert. Dieser hatte im Wattenmeer Maschinenausfall erlitten und trieb auf flachem Wasser. Das Rettungsboot war bereits für ein wöchentliches Nachttraining auf See und hatte den Kutter rasch erreicht.
Er wurde zunächst auf tieferes Wasser geschleppt, dann ging es um die Insel Texel und durch das Marsdiep in Richtung Oudeschild. Vor dem Hafen stieß das dortige Rettungsboot "Johanna Maria", das auf der Station wiederum die "Cornelis Dito" ersetzte, hinzu und half, die „Lauwerszee“ nach Oudeschild zu bugsieren.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter vor Sinjin gesunken
(02.11.16) Am 1.11. um 20.30 Uhr kollidierte der unter Panama-Flagge laufende RoRo-Frachter "Trans Future 1", 25667 BRZ (IMO-Nr.: 9176216), mit einem koreanischen 24-Tonnen-Trawler rund acht Meilen nordwestlich von Sinjin, Taen, westlich von Pyeongtaek im Gelben Meer. Der Trawler sank teilweise, blieb aber an der Wasseroberfläche. Die achtköpfige Crew wurde von einem in der Nähe befindlichen Trawler gerettet. Die "Trans Future 1" war auf der Fahrt von Hakata nach Pyeongtaek.
Quelle:Tim Schwabedissen



Marsk-Containerfrachter nach Feuer vor Las Palmas abgeschleppt
(02.11.16) Der unter Singapur-Flagge laufende Containerfrachter "Maersk Patras", 31333 BRZ (IMO-Nr.: 9168221), wurde am Morgen des 1.11. rund 90 Meilen ostsüdöstlich von Las Palmas durch ein Feuer im Maschinenraum manövrierunfähig. Das Schiff hatte gegen 1.15 Uhr den Hafen von Algeciras mit Ziel Conakry verlassen und trieb nach dem Brand in der See. Der unter derselben Flagge laufende Bergungsschlepper "Salvanguard". 3342 BRZ (IMO-Nr.: 9276664) lief zur Hilfeleistung aus und nahm den Havaristen am 2.11. gegen ein Uhr auf den Haken.
Der Schleppzug hielt mit rund sechs Knoten Fahrt auf den Hafen von Las Palmas, wo er gegen 17 Uhr eintreffen sollte. Die “Maersk Patras” war im WAF5 Service Leixoes-Lissabon-Algeciras-Conakry-Luanda-Lobito-Walvis Bay eingesetzt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bislang 18 Tote und 55 Verletzte nach Explosion in Gadani
(02.11.16) 24 Stunden nach dem Ausbruch des Feuers auf dem ehemaligen Tanker „Aces“ in Gadani am 1.11. um 9.40 Uhr ist die Zahl der Todesopfer auf mindestens 18 gestiegen. Mehr als 55 Arbeiter wurden verletzt. Das Feuer wurde immer noch nicht gelöscht und es waren weiter Explosionen zu hören.
Die Zahl der Opfer wird vermutlich weiter steigen. Dutzende Menschen könnten noch in dem Wrack gefangen sein, über dem eine dichte, schwarze Rauchwolke stand. Die Wucht der ersten Explosion hatte die ganze Werft erschüttert, sodass zunächst an eine Bombe gedacht wurde, sagte Bashir Mehmoodani, Präsident der Shipbreaking Mazdoor Union. Trümmer flogen bis zu 300 Meter weit.
Eine halbe Stunde nach der Explosion war der erste Krankenwagen von Hub Chowki vor Ort, binnen einer Stunde waren es 100. Eine endlose Kolonne war bis in die Abendstunden zum Civil Hospital Hub, Lasbela und dem Burns Centre Karachi unterwegs. Auch mit Mopeds wurden Verletzte abtransportiert. Teams der Pak Navy, Pakistan Air Force, des Karachi Port Trust und der Karachi Metropolitan Corporation wurden ebenfalls zu Hilfe gerufen.
Bei Dunkelheit mussten die Rettungsarbeiten unterbrochen werden. Ob eine explodierende Gasflasche oder ein von einem Arbeiter entzündetes Feuer Schuld an der Katastrophe war, war noch unklar. Die Arbeiter der Abwrackwerft gingen nach dem Unglück in einen dreitägigen Streik.
Quelle:Tim Schwabedissen



Überschrift
(Datum) Ein Speedboot mit 93 indonesischen Arbeitern an Bord kenterte am 2.11. auf der Fahrt von Malaysia vor der Insel Batam. Bislang wurden 38 von ihnen gerettet, 21 kamen ums Leben, und 34 wurden noch vermisst. Das Schiff war zwei Stunden nach dem Auslaufen aus Johor Bahru in einen Sturm greaten und gekentert. Es war wohl überladen. Eine Frau, die die Überfahrt organisiert hatte, wurde in Batam verhaftet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter vor Brasilito gesunken und in Brand geraten
(02.11.16) Am 31.10. geriet vor dem Strand von Brasilito im Distrikt von Cabo Velas, Santa Cruz de Guanacaste, der Garnelenkutter “Azoriano - P-6553” aus Punta Arenas in Seenot. Das Schiff lief vor den Catalinas-Inseln im Nord-Pazifik auf Grund und erlitt dabei einen Riss im Rumpf. Die Crew konnte den Havaristen noch zum Strand von Brasilito bringen und in flachem Wasser auf Grund setzen. Hier begann er am 1.10. zu sinken und brach schließlich auseinander.
Die Crew konnte sich schwimmend an Land retten. Beim Untergang brach auch noch ein Feuer an Bord aus, und der Rauch zog über die Küstenstädte Brasilito und Conchal in der Potrero Bay. Das Schiff ist 23 Meter lang, sieben Meter breit und vermag bis zu 56 Tonnen Diesel zu fassen. Wieviel davon auslief, war noch unklar, doch dürfte es sich um eine größere Menge handeln, weil das Schiff gerade erst auf Fangfahrt ausgelaufen war.
Quelle:Tim Schwabedissen



Keine Bergung gestrandeten Kutters absehbar
(02.11.16) Fast zwei Monate nach seiner Strandung am 11.9. liegt der 54 Fuß lange 33-Tonnen-Kutter “Verna A II“ weiterhin in der Brandung der Bodega Bay am South Salmon Creek Beach. Kraftstoff, Batterien und sonstige Chemikalien wurden bereits kurz nach der Havarie im Auftrag der US Coast Guard durch die Parker Diving Services in Sausalito von Bord geholt. Pläne, das Schiff vom Strand des Sonoma Coast State Park, der sich in der Greater Farallones National Marine Sanctuary befindet, existierten derzeit nicht.
Während der Rumpf noch in gutem Zustand war, wurden das Deck und das Ruderhaus verwüstet. Der Skipper, der 57-jährighe Roy Underwood, war nicht versichert und wurde kurz nach seiner Rettung in Mendocino County wegen eines Diebstahls verhaftet. Er saß 26 Tage im Gefängnis und wurde am 11.10. wieder entlassen. Derzeit war er nicht erreichbar.
Eine Bergung würde zwischen 100,000 und 200,000 Dollar kosten, Geld, das derzeit nirgends zur Verfügung steht. Die „Verna A II“ wird wohl noch eine Zeit auf dem Strand bleiben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Schlepper vor Staten Island
(02.11.16) Am Morgen des 1.11. brach in den Gewässern von Staten Island auf dem Schlepper „Sassafras“, 270 BRZ (MMSI-Nr.: 367371850), ein Feuer aus. Die Feuerwehr in New York wurde um 9.15 Uhr von der Crew des beim St. George Terminal befindlichen Schiffes verständigt und rückte zur Brandbekämpfung aus. Der Brand im Maschinenraum konnte rasch gelöscht werden.
Die New Yorker Feuerwehr, das Army Corps of Engineers und die Polizei waren im Einsatz. Das Schiff wurde zu einer der Werften der Betreiberfirma Vane Brothers Company aus Baltimore eskortiert. Die Coast Guard New York nahm dort Untersuchungen auf.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schlechtes Wetter verzögert Bergung von Schlepper vor Bella Bella
(02.11.16) Bergungscrews stehen bereit, das Wrack des Schleppers “Nathan E. Stewart“ aus dem Seaforth Channel zu heben, doch eine Sturmwarnung wurde für die Region rund 500 Kilometer nördlich von Vancouver herausgegeben. Alle kleineren Schiffe mussten einen Hafen aufsuchen. Windgeschwindigkeiten bis zu 50 Knoten wurden vorhergesagt.
Der 30 Meter lange Schlepper soll, wenn möglich, von seiner Position auf neun Metern Wassertiefe westlich von Bella Bella angehoben und auf tieferes Wasser verbracht werden. Hier soll er dann auf eine Barge gehoben und aus dem Gebiet des Great Bear Rainforest abtransportiert werden. Seit dem Untergang vor fast drei Wochen waren über 100 Tonnen Diesel und an die fünf Tonnen Ölabfälle ausgelaufen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Unbekanntes Wrack vor Haines Harbor entdeckt
(02.11.16) Auf dem Grund von Haines Harbor wurde am 31.10. in der Einfahrt des Hafens ein bislang unbekanntes Wrack entdeckt. Der Taucher Norm Hughes war vom Hafenkapitän um eine Untersuchung gebeten worden, nachdem ein- und auslaufende Tender bei Niedrigwasser wiederholt fast mit etwas dicht aufragendem kollidiert waren. Lange Zeit wurde angenommen, es handele sich um ein natürliches Hindernis.
Doch nun weiß man, dort befindet sich ein 36 Fuß langes Schiff, das dort dem Bewuchs nach zu urteilen rund 50 Jahre liegen dürfte. Die erhalten gebliebene Maschine war ungefähr halb so groß wie ein Pick-Up-Truck. Wahrscheinlich stammte das Schiff aus den 60er-Jahren und sank vor der ersten Hafenerweiterung.
Es gab einige Fälle von Booten, die damals in Brand gerieten und vom Hafenkapitän vor den Hafen gezogen wurden, wo sie verblieben. Die Frage, wie mit den Trümmern umgegangen wird, war noch ungeklärt. Sie könnten einer Hafenerweiterung im Wege liegen. Möglicherweise wird auch einfach die Maschine geborgen, damit ihr Metall die Schifffahrt nicht gefährdet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Transocean Winner am Ziel der letzten Reise
(02.11.16) Die Bohrinsel "Transocean Winner" ist an Deck des Schwergutfrachters "Hawk" am 31.10. vor Aliaga eingetroffen. Während eines einwöchigen Stopover in Malta waren weitere Arbeiten an dem 33 Jahre alten Rig vorgenommen worden. Nun begannen die Vorbereitungen dafür, den Frachter mit Ballastwasser vollzupumpen, sodass die Insel abgeschwommen und zum Abwracken an den Strand geschleppt werden kann.
Quelle:Tim Schwabedissen



„Aces“ (Bild: Danyal Gilani)   Großbild klick!

Tote und Verletzte bei Explosion auf Abbruchtanker
(01.11.16) Zwischen sieben und 10 Abbrucharbeitern wurden getötet, als es am Morgen des 1.11. an Plot 56 zu insgesamt acht Explosionen kam auf dem einstigen Tanker und späteren Öllager „Aces“, 88122 BRZ (IMO-Nr.: 8021830), der zum Verschrotten am Ghadani Shipbreaking Yard in der Baluchistan-Provinz lag. Rund 70 weitere wurden verletzt und ins 50 Kilometer nordwestlich gelegene Karatschi transportiert. Etwa 30 Mann galten noch als vermisst.
All diese Zahlen variierten in verschiedenen Medienberichten aber noch stark. Mehr als 200 Arbeiter galten zunächst als an Bord gefangen, nachdem vermutlich bei Schweißarbeiten zunächst eine Gasflasche in die Luft geflogen war und in der Folge der weiteren Explosionen ein Feuer sich auf dem Deck und in den Aufbauten des früheren Großtankers ausbreitete. Etliche sprangen auf der Flucht vor den Flammen in die See. Feuerwehrleute und Rettungskräfte wurden aus Karatschi und Balochistan zur Unglücksstelle beordert.
Eine Reihe von Krankenwagen transportierte Verletzte ab. Vor Ort war zunächst allerdings nur ein einziges Löschfahrzeug, das keine Chance hatte, gegen den Brand anzugehen. Dichter Rauch stieg auf der gesamten Schiffslänge auf, und sich rasch ausbreitende Flammen schlugen meterhoch vom Deck hoch.
Die einstige „Mobil Flinders“ wurde 1982 bei der Ishikawajima-Harima Heavy Industries Co. Ltd. in Kure erbaut, 1992 in “Flinders” umbenannt, 2002 in “Navarino” und 2007 vom Tanker zum Lagerschiff umgebaut. Am 22.10.2016 wurde sie in Gadani gebeacht. Sie hatte vor Abbruchbeginn eine Länge von 289,55 Metern, eine Breite von 48 Metern, 15,52 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 149.235 Tonnen. Der letzte Reeder war die Sinar Mentari Prima Pt. in Jakarta.
Der Ghadani Shipbreaking Yard wurde in den 1970er Jahren gegründet und ist der drittgrößte Abbruchplatz der Welt mit 132 Plots über eine Strecke von 50 Kilometern. Er steht wegen mangelhafter Arbeits- und Sicherheitsbedingungen, die immer wieder zu schweren Unfällen führen, seit langem in der Kritik.
Quelle:Tim Schwabedissen



Maschinentelegraph der Lusitania geborgen
(01.11.16) Einer der Maschinentelegraphen des am 7.5.1915 vor dem Old Head of Kinsale torpedierten und versenkten Passagierschiffes "Lusitania" wurde am 29.10. von dem Taucher Eoin McGarry aus Dungarvan, der das Wrack seit 15 Jahren erforscht, mit der Erlaubnis der britischen Regierung aus 90 Metern Tiefe gehoben. Im vergangenen Sommer war bereits dessen Sockel zurück ans Tageslicht gebracht worden.
Im kommenden Sommer soll nun ein Telegraph von der Brücke folgen. Alle Tauchgänge an Wracks mit einem Alter von über 100 Jahren müssen nach dem National Monuments Act genehmigt werden. Nun soll der Telegraph konserviert und dann in Kinsale ausgestellt werden. Beim Untergang der "Lusitania" kamen 1198 Menschen ums Leben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Russland bietet Hilfe bei U-Boots-Bergung an
(01.11.16) Russland hat Schweden Hilfe bei der Bergung eines U-Boots der Som-Klasse, das 1916 nach der Kollision mit einem schwedischen Schiff sank, angeboten. Der russische Botschafter Viktor Tatarintsev schrieb einen entsprechenden Brief an die schwedischen Marinebehörden. Von deren Seite wird die Bergungsmöglichkeit noch geprüft.
Es könnte noch gefährliche Explosivstoffe an Bord haben. Eine Gruppe Taucher des Ocean X-Team hatte das vollkommen intakte, rund 20 Meter lange und 3,5 Meter breite Wrack 1,5 Meilen vor der Küste im Juli 2015 entdeckt. Das Catfish-Boot war 1914 für die Ostseeflotte des Zaren erbaut worden.
Quelle:Tim Schwabedissen



82-jähriger Einhandsegler hatte viel Glück
(01.11.16) Ein 82-jähriger Brite lief mit seiner 10 Meter langen Yacht "Meraid" in der Nacht zum 31.10. gegen vier Uhr vor dem Schloss von Plougrescant auf Grund. Sie kam auf Felsen in der Durchfahrt zwischen der Insel Er und Pors Hir fest, nachdem der Propeller ausgefallen war. Es gelang dem Segler, mit Lichtsignalen das CROSS Corsen zu alarmieren, die die Seenotretter der SNSM-Station Pleubian Tréguier und die Feuerwehr alarmierte.
Der Bootseigner Philippe Kermarquer konnte die Retter dank genauer Ortskenntnis in der Dunkelheit der Nacht leiten. Als sie das Boot fanden, ragte nur noch der Mast aus dem Meer. Der Skipper war im Wasser und wurde mit Unterkühlungen gerettet und ins Krankenhaus von Lannion gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Littoral Combat Ship von Beginn an mit Pechsträhne
(01.11.16) Das neue US-Kampfschiff USS “Montgomery – LCS 8” wurde am 29.10. erneut beschädigt, als es mit der Mauer der Gatun and Pedro Miguel-Schleuse im Panama-Kanal kollidierte. Das Schiff befand sich auf Südkurs vom Atlantik kommend nach San Diego, als sich die Havarie ereignete, die einen Riss von 1,5 Fuß Länge an Backbordseite rund 10 Fuß oberhalb der Wasserlinie verursachte. Es konnte die Reise fortsetzen und wird im November in San Diego erwartet.
Seit September war dies bereits der dritte Zwischenfall. Nur wenige Tage nach der Taufe am 10.9. war es am 13.9. auf dem Weg von Mobile, Alabama, nach San Diego beim ersten Kanaltransit zu einer Leckage im hydraulischen Kühlungssystem gekommen, am selben Tag zu Problemen mit den Gasturbinen. Beide Backbordpropeller fielen aus. Daraufhin lief sie zur Reparatur zunächst die Naval Station Mayport in Florida an.
Am 4.10. musste sie bei der Annäherung des Hurrikans Matthew den Hafen von Mayport aber vorsorglich verlassen. Als sie den Liegeplatz verließ, wurde sie von einem Eskortschlepper gerammt. Diesen hatte der Lotse angefordert, um die „Montgomery“ weiter vom Liegeplatz wegzudrücken. Dabei wurde das Achterschiff an Steuerbordseite auf einem Fuß Länge rund drei Fuß oberhalb der Wasserlinie aufgerissen, fünf Spanten wurden im Schadensbereich verbogen.
Es kam auch zu einem geringfügigen Wassereinbruch, den die Crew unter Kontrolle brachte. Die sogenannten Littoral Combat-Schiffe sind ein neuer US-Kriegsschifftyp für Gefechtsführung in der Küstennähe.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler saß vor Durban fest
(01.11.16) Der in Durban beheimatete Garnelen-Trawler “Ocean Spray” lief am 29.10. auf einer Sandbank vor dem I&J-Becken in Durban Bay unweit von Wilson's Wharf auf Grund. Es gelang dem Schiff mit einiger Mühe, sich wieder selbst zu befreien und zu seinem Liegeplatz zurückzukehren.
Quelle:Tim Schwabedissen



Hotelschiff "Element" brennt
(01.11.16) Das holländische Hotelschiff "Element", 141 ts (EU-Nr.: 2202243), geriet am 31.10. gegen 21 Uhr im Lorentz-Hafen von Harderwijk in Lelystad in Brand. Das Feuer entstand im Maschinenraum des an der Kelvinstraat vertäuten Schiffes und breitete sich von dort auf die oberen Decks aus. Es kam zu starker Rauchentwicklung. An Bord hatten rund 20 Polen zu der Zeit eine Party gefeiert. Sie wurden von Bord evakuiert, drei von ihnen erlitten Verletzungen und wurden medizinisch betreut, andere mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung behandelt. Mehrere Feuerwehren waren vor Ort, und im Zuge der Brandbekämpfung wurde Löschschaum nachgeordert.
Gegen 23 Uhr war der Brand gelöscht. Der Sachschaden war erheblich. Das Hotelschiff wird von DeZeilschool in Zeewolde betrieben. Im Sommer werden dort Kinder untergebracht, die Segelkurse absolvieren, ansonsten kann es auch für Parties gemietet werden.
Die Laufbahn begann im Jahr 1902 als Binnenschiff “Hunze XIV” bei der Werft J.Th.Wilmink & Co, Groningen, für die Groninger Rotterdammer Stoomboot Maatschappij NV. Es war zunächst 31,08 Meter lang und 5,32 Meter breit. Nach Umbauten betrugen die Maße zuletzt 46,87 Meter Länge und 5,27 Meter Breite bei einem Tiefgang von 1,6 Metern.
1960 ging das Schiff an die Het Noorden Handelsonderneming NV in Groningen. 1963 wurde es zur „Marianna IV” von A. Boonstra in Kampen und 1987 zur „Marianna” der Clubcharter BV in Arnheim. 1992 erwarb es J.R. Mortensen in Odense.
Weitere Eigner waren S.M.R. Peters in Maastricht und 2006 Roozendaal in Winkel. Als „Malibu“ war es für Huissen in Dirksland im Einsatz, ehe es 2010 zur „Eurocruiser“ der Lan BV in Almere und 2013 zur „Element“ der Fruvola Lan BV in Almere wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bergung von Yacht auf Buhne wird schwierig
(01.11.16) Der Einhandsegler John Favell aus Hull, dessen 43 Fuß lange 25-Tonnen-Yacht in Happisburgh am Morgen des 29.10. nach Motorausfall auf dem Weg zur Themsemündung strandete, bedauerte nach dem möglichen Verlust seines Bootes, nicht rechtzeitig um Hilfe gerufen haben, als dieses auf die Küste von Norfolk zutrieb. Er ging über Bord, als das Boot auf eine Buhne geworfen wurde, und erlitt dabei leichte Verletzungen. Die RNLI Happisburgh wurde um 7.21 Uhr alarmier und fand die Yacht direkt bei ihrer Station bei Cart Gap in der Brandung vor.
Das Rettungsboot „Joan Mary“ lief mit drei Mann an Bord aus und war rasch längsseits des namenlosen Havaristen. Andere Seenotretter kamen über den Strand zur Unglücksstelle, und die Coastguard aus Mundesley und Happisburgh leistete erste Hilfe, bevor ein Krankenwagen herbeikam. Das Rettungsboot aus aus Happisburgh blieb bis 9.30 Uhr vor Ort, bis es von der Coastguard aus dem Einsatz entlassen wurde.
Diese musste nun gemeinsam mit der Feuerwehr den Diesel abpumpen. Mit dem Hochwasser am Nachmittag wurde ein Leck in die Steuerbordseite des in den Wellen arbeitenden Rumpfes gerissen. Wenn eine Bergung nicht zeitnah gelingt, wird die Brandung das Boot, das die Heimat des Skippers war, über kurz oder lang zerschlagen. Am 2.11. sollte stürmisches Wetter aufkommen.
Die Yacht von der Buhne abzuschleppen, dürfte aber kompliziert werden. Bergungsexperte Paul Lines aus Great Yarmouth machte sich vor Ort ein Bild der Lage und war nicht sehr optimistisch, denn das Boot saß direkt auf der Buhne auf. Für den Skipper wurde bereits im Hill House Inn gesammelt, der seine Habe zu verlieren drohte und vorerst dort untergekommen war.
Der Ingenieur Clive Stockton sah aber noch eine Chance für das Boot. Wenn es wasserdicht gemacht werden könnte und von allem, was Gewicht hat, erleichtert würde, könnte es in eine Position gebracht werden, in der ein Abschleppen möglich wäre. Dies müsste allerdings vor der Wetterverschlechterung kommen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fundraising-Kampangne für vermissten Einhandsegler
(01.11.16) Xiao Li, die Frau des vermissten chinesischen Einhandseglers Guo Chuan, hat eine Crowd-Funding-Kampagne ins Leben gerufen, damit die Suche nach ihrem Mann fortgesetzt werden kann, nachdem die U.S. Coast Guard ihre Suche aufgab. Sie hatte den Trimaran „Qingdao China“ leer vorgefunden. Die Frau will zwei Millionen Yuan, was 295,000 Dollar entspricht, zusammenbekommen. Eine Reisefirma in Hawaii bot nun an, 10 Helikopter einzusetzen, würde dazu aber größere Schiffe mit Helipads brauchen.
Bis zum 31.10. gegen Mittag waren fast 1,3 Millionen Yuan durch 12,000 Spender bereitgestellt worden. Die Wassertemperatur in dem Seegebiet betrug 25 Grad. Es wurde vermutet, dass der 51-jährige Goa am 26.10. über Bord gegangen war.
Er wollte zu der Zeit einen Geschwindigkeitsrekord für eine Solotour von San Francisco nach Shanghai aufstellen. Goa hielt zwei Segelrekorde – einen für eine Solo-Weltumsegelung 2013 und den Weltrekord für die Nonstop Arctic Ocean Northeast Passage, den er 2015 aufstellte.
Die U.S. Coast Guard fand den 97 Fuß langen Trimaran “Qingdao China” am 27.10. rund 1,000 Kilometer nordwestlich der Insel Oahu vor Hawaii.
Nachdem das Boot durchsucht worden war, wurden die Segel gerefft und der Trimaran sich selbst überlassen, da die USS “Makin Island” keine Möglichkeit hatte, ihn zu bergen. Am 30.10. wurden 1,000 Schiffe, die mit der chinesischen COSCO Shipping Corporation verbunden sind, gebeten, nach dem Vermissten Ausschau zu halten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Barge kollidierte mit Brücke in Florida
(01.11.16) Eine Barge kollidierte am Abend des 31.10. mit der Blue Heron Bridge in West Palm Beach. Am Morgen des 1.11. gelang es der US Coastguard, das Gefährt wieder freizubekommen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Weblinks:
SOS-Seenotfälle, Archiv
Der mysteriöse Untergang der 'Beluga'
Chronik bedeutender Seeunfälle Antike bis 1499
Chronik bedeutender Seeunfälle 1500 bis 1899
Chronik bedeutender Seeunfälle 1900 bis 1949



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