EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM

Seenotfälle
Archiv Oktober 2016


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„Three Girls“ (Bild: Sea Tow Pensacola)   Großbild klick!

Bergung der „Three Girls“ blieb auf halbem Wege hängen
(31.10.16) Am Morgen des 26.10. begannen die Arbeiten, den 63,5 Fuß langen Krabbenkutter „Three Girls“, der im Hurrikan Mattew an den Brunswick City Docks im Mary Ross Park auf dem East River sank. Die Bergung wurde durch Pensacola Sea Tow mit einer Kranbarge durchgeführt. Nur noch die hochgestellten Ausleger des Kutters waren über Wasser sichtbar gewesen.
Das Schiff erschien zwar wieder mit Aufbauten und Teilen des Rumpfes an der Wasseroberfläche, doch reichte die vorhandene Pumpkapazität nicht aus, es auszulenzen. Es blieb mit Schlagseite in den Hebestropps des Krans hängen. Die Arbeit sollte am 27.10. fortgesetzt werden. Zuvor war eine Ölsperre um das Wrack ausgelegt worden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler "Victoria 1" (Bild: Mauro Rizzi)   Großbild klick!

Trawler in Mar del Plata geborgen
(31.10.16) Der gestrandete argentinische Trawler "Victoria 1" war einen Tag lang die Haupttouristenattraktion am Playa Grande vor Mar de Plata. Das Wetter hatte sich nach dem Sturm, der das Schiff am 28.10. um 1.30 Uhr mit 60 km/h Windgeschwindigkeit auf den Strand gedrückt hatte, beruhigt. Bei strahlendem Sonnenschein verfolgten hunderte Schaulustige, wie die beiden Schlepper “Kyokko” und “Cuarteador” im Auftrag der Prefectura Naval 300 Meter vom Ufer entfernt in Stellung gingen. Vorsorglich war auch Ölbekämpfungsgerät vor Ort, als um 14.30 Uhr das Ausfahren der Schlepptrossen begann.
Bereits gegen 17 Uhr, eine Stunde vor Hochwasser, kam dann Bewegung in den Havaristen, und wenig später wurde er vom Strand herunter und mit etwas Schlagseite in den nahen Hafen gezogen. Mit zwei Tagen Verspätung nahm die fünfmonatige Fangfahrt doch noch ein glückliches Ende. Der Kapitän der "Victoria I", Andres Garcia, sagte, dass eine Serie von Brechern übers Schiff gegangen sei, als es einlaufen wollte, und ein Netz über Bord riss.
Dieses blockierte den Propeller, und so musste er das Schiff auf die Küste zutreiben lassen und versuchen, jegliche Kollision zu vermeiden. Es strandete schließlich 70 Meter von einer Pier und knapp 300 Meter von der nördlichen Schutzmole entfernt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre "Strand" brennt (Bild: NSSR)   Großbild klick!

Fähre wurde wohl durch Schweißarbeiten zerstört
(31.10.16) Schweißarbeiten waren wohl Ursache des Brandes, der am 29.10. die Fähre "Strand", 1479 BRZ, in einem Schwimmdock der LOS Marines in Rubberstadneset zerstörte. Genaueres müssen die forensischen Untersuchungen der Polizei am Brandort ergeben. Voraussichtlich am 31.10. sollten Beamte an Bord gehen.
Insgesamt 423 Menschen waren zeitweilig aus ihren Häusern und Wohnungen evakuiert worden, 1300 per SMS von der Verwaltung gewarnt, weil Öl und Diesel in Flammen aufzugehen drohten und dichte Rauchwolken aus dem Dock aufstiegen. Die Feuerwehren von Bremnes, Mosterhamn, Stord, Haugesund und Vormedal in Karmøy waren mit 40 Mann vor Ort und benötigten an die 10 Stunden, um den Brand niederzuringen.
Am 30.10. um 6:45 Uhr meldete die Feuerwehr dann das Ende der Löscharbeiten. Danach konnte die Fähre aber zunächst weiterhin nicht betreten werden, weil die Temperaturen an Bord zu hoch waren. Deshalb blieb auch eine Brandwache vor Ort. Busse brachten die Evakuierten derweil zurück von Bømlo nach Rubbestadneset.
Die „Strand“ verkehrte auf der Route Ranavik-Skjersholmane. Sie ist 74.7 Meter lang, 13,9 Meter breit, hat 3,6 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 446 Tonnen. Sie lief für die Tide Sjo AS in Bergen und wurde 1982 bei Sterkoder in Kristiansund erbaut. Sie vermochte 64 Fahrzeuge und 422 Passagiere zu transportieren.
Der Betreiber Norled schloss nicht aus, dass die Kosten der Reparatur die eines Neubaus übersteigen könnten und von daher das Schiff verschrottet werden müsste. Bis auf weiteres bleibt die Ersatzfähre „Gloppen“ auf der Route der „Strand“ im Einsatz. Die „Strand“ war zur jährlichen Überholung gedockt gewesen und hätte in dieser Woche in den Dienst zurückkehren sollen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schiffsgrab im Schwarzen Meer entdeckt
(31.10.16) Ein internationales Team von Forschern und Seeleuten hat im Schwarzen Meer ein Schiffsgrab entdeckt. Sie fanden 41 gut erhaltene Wracks, die eine Zeitspanne von 1000 Jahren abdeckten, vom 9. Jahrhundert bis ins 19. Jahrhundert. Die Entdeckung wurde bei der Kartierung des Meeresgrunds mit ROVs gemacht.
Die Forscher studierten eigentlich eine Periode vor 12000 Jahren, als das Schwarze Meer stark wuchs. Die Leitung hat das Centre for Maritime Archaeology der University of Southampton. Da in mehr als 150 Metern Tiefe kein Sauerstoff mehr vorhanden ist, wurden die Schiffe gut erhalten. Ein Wrack aus der Ottomanischen Periode (Bild) wurde in 300 Metern Tiefe gefunden, andere lagen 2200 Meter tief.
Zum Teil war das Holz so gut erhalten, dass noch Werkzeugspuren an den Planken sichtbar blieben. Rigg, Tauwerk, Ruder und Schnitzwerk überlebten die Jahrhunderte und gaben einen faszinierenden Einblick in die Schifffahrt vergangener Jahrhunderte, wie es ihn so noch nicht gegeben hat.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter sank im Sitka Sound
(31.10.16) Die US Coast Guard wurde am Abend des 26.10. alarmiert, nachdem im Sitka Sound der 41 Fuß lange Kutter "Sandra L" Wassereinbruch erlitten hatte und im Sinken begriffen war. Der Skipper wurde von dem Kutter "Laura Lydell" gerettet, der eine Rettungsinsel aussetzte und ihn darin herüberholte. Ein Rettungsschwimmer, der von einem Jayhawk-Hubschrauber auf Trainingsflug abgewinscht wurde, assistierte dabei.
Der Kutter hatte rund 50 Gallonen Diesel in den Tanks, als er havarierte. Das Schiff war tags darauf bei Niedrigwasser noch teilweise über dem Wasser der Redoubt Bay sichtbar. Am Morgen des 28.10. stieg von der Air Station Sitka ein MH-60 Jayhawk-Helikopter auf, der einen Ölfilm an der Untergangsstelle ausmachte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker versenkte Kutter – sechs Vermisste
(31.10.16) Der chinesische Kutter "Zhelingyou 91002" wurde am 28.10. von dem griechischen Großtanker "Australis", 156914 BRZ (IMO-Nr.: 9284946), vor der ostchinesischen Zhejiang-Provinz gerammt und kenterte. Dabei landete die sechsköpfige Crew im Wasser. Das Taizhou City Maritime Rescue Center wurde gegen 22 Uhr informiert, dass der Kutter aus Zhejiang vor Thaizou gesunken sei und die Crew vermisst wurde.
Eine Rettungsoperation lief an, wurde aber durch starken Wind erschwert. Der Tanker, der unterwegs von Ningbo nach Yu Huan war, ankerte dort am 30.10. auf Reede.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schlepper in Dames Point Marina gesunken
(31.10.16) An Nachmittag des 28.10. sank in der Dames Point Marina ein Schlepper, wobei etwas Diesel in den St. Johns River nahe Blount Island lief. Die US Coast Guard beauftragte die Moran Environmental, das Öl aufzufangen. Taucher der Coast Guard untersuchten das Wrack vom Schlepper, von dem nur 60% Prozent sichtbar waren, weil er tief im Schlamm lag. Sie konnten aber keinen Schaden erkennen, der den Untergang verursacht haben könnte. Am 30.10. wurde das restliche Öl abgepumpt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bergung von Schlepper in Bella Bella wird vorbereitet
(31.10.16) Das Abpumpen von Öl aus der “Nathan E. Stewart” der Kirby Offshore Marine nahe Bella Bella, British Columbia, wurde am Morgen des 24.10. abgeschlossen. Mehr als 29000 Galllonen wurden auf eine Barge geleichtert. Ursprünglich waren 59,924 Gallonen Diesel an Bord. Kurz nach der Havarie konnten noch 6,554 Gallonen auf die angekoppelte Barge gepumpt werden.
Außerdem waren 639 Gallonen Schmieröl, 550 Gallonen Hydrauliköl, 550 Gallonen Ruderöl und 969 Gallonen veröltes Bilgenwasser an Bord. Taucher inspizierten am 22.10. einen Schmieröltank, der aufgerissen und voller Seewasser war. Der Bilgenwassertank war schwer beeschädigt. Stürmische See hatte zuvor die Ölsperren an der Untergangsstelle vertrieben.
Bei der Bergung will die Shearwater Marine die Barge „Central Coaster“ einsetzen, die derzeit dafür vorbereitet wird. Vor Ort waren aktuell auch die Ölbekämpfungsschiffe „Burrardcleaner No. 4” und „Wcmrc WB 29“ sowie das Forschungsschiff „John P. Tully“.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter nach Piräus zurückgeschleppt
(31.10.16) Der griechische Frachter "Rhino", 21717 BRZ (IMO-Nr.: 7616860), erlitt kurz nach dem Auslaufen aus Piräus am Nachmittag des 29.10. Maschinenschaden. Er musste von einem Schlepper zurück in den Hafen gebracht werden, wo nun die notwendigen Reparaturen durchgeführt wurden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Frachter vor Misrata
(31.10.16) Im Maschinenraum des bolivianischen Frachters "United Ocean", 3806 BRZ (IMO-Nr.: 9071052), brach am Morgen des 30.10. im Mittelmeer rund 100 Meilen nordöstlich von Misrata ein Feuer aus. Das Schiff war am 25.10. von dort nach Algerien ausgelaufen. Nach dem Brand war das Schiff manövrierunfähig und trieb in der See.
Es funkte um acht Uhr einen Notruf, woraufhin die "Mimbelli" der italienischen Marine zur Assistenz geschickt wurde. Auch der norwegische Offshore-Versorger "Siem Pilot", der im Rahmen der FRONTEX-Operationen in dem Seegebiet war, kam zu Hilfe und nahm den Havaristen in Schlepp. Die 12-köpfige Crew blieb unversehrt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler vor Haugesund abgeschleppt
(31.10.16) Der norwegische Trawler "Krossfjord - H 69 S", 1526 BRZ (IMO-Nr.: 9307891), wurde am 30.10. manövrierunfähig, nachdem ihm ein Netz vor Haugesund in den Bugstrahlpropeller gekommen war. Das Schiff bat um Assistenz und wurde in den Nachtstunden von dem NSSR-Rettungsboot "Bergen Kreds" auf den Haken genommen. Es schleppte den Havaristen in ruhigere Gewässer, wo Taucher das Bugstrahlruder wieder befreien sollten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht auf Buhne bei Happisburgh gestrandet
(31.10.16) Die Coastguard aus Happisburgh und Mundsley pumpte gemeinsam mit der Feuerwehr den Treibstoff aus einer 13 Meter langen Segelyacht ab, die am 29.10. um 7.30 Uhr am Strand von Norfolk bei Happisburgh an einer Buhne gestrandet war. Der Skipper John Favell aus Hull wurde bei der Strandung leicht verletzt, als ihn beim Aufsetzen der Baum traf, konnte sich aber selbst an den Strand retten.
Hier wurde er von den Seenotrettern der RNLI und medizinischem Personal betreut. Der 25-Tonner war von Hull zur Themse unterwegs gewesen, als gegen zwei Uhr der Wind einschlief und der Motor seinen Dienst versagte. Daraufhin trieb das Boot bei Cart Gap an. Es wurde erheblich beschädigt und der Rumpf aufgerissen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Berühmtes Küstenwachboot auf dem Weg zum künstlichen Riff
(31.10.16) Die “Tamaroa”, ein Veteran aus dem 2. Weltkrieg und später im Dienst der US Coast Guard, wird derzeit vorbereitet, um vor der Küste von New Jersey und Delaware künftig als künstliches Riff zu dienen. Die U.S. Environmental Protection Agency muss vorher noch bestätigen, dass alles PCB, Maschinenöl und sonstiges umweltgefährdendes Material von Bord geholt wurde, bevor es 30 Meilen südlich von Cape May Point auf die letzte Reise zum Meeresgrund geht. Dies soll noch in diesem Jahr geschehen, frühestens Mitte November.
Die Versenkung findet im 25. Jahr nach dem “Perfect Storm” statt, der Ende Oktober 1991 Wellen von 40 Fuß Höhe und Windgeschwindigkeiten von über 70 Meilen vor der Küste von New England aufbaute. Die Crew der “Tamaroa”, damals schon das dienstälteste Schiff der Küstenwache, versuchte unter Kommandant Larry Brudnicki am 26.10. jenen Jahres die dreiköpfige Crew der 32 Fuß langen Yacht “Satori” zu retten, die auf dem Weg von Portsmouth in New Hampshire nach Bermuda war. Der Versuch schlug allerdings wegen der gewaltigen Wellen fehl, und es war ein Hubschrauber, der die Segler aufwinschte und nach Cape Cod flog.
Die „Tamaroa“ wurde aber zum Lebensretter für fünf der sechs Mann eines Hubschraubers der Air National Guard, der im Einsatz für den Longliner „Andrea Gail“ 90 Meilen südlich von Montauk auf dem Meer aufschlug, nachdem ihm nach einem misslungenen Tankmanöver in der Luft der Treibstoff ausging. Die „Tamaroa“ rollte bei Böen in Spitzen bis zu 100 Meilen 110 Grad, als sie vier Stunden lang auf die Unglücksstelle zudampfte und die Männer schließlich barg. Diese Ereignisse wurden in dem Buch “The Perfect Storm” von Sebastian Junger im Jahr 1997 ebenso festgehalten wie drei Jahre später in dem gleichnamigen Film mit George Clooney, der die letzte Reise der „Andrea Gail“ nachzeichnet, der samt seiner Crew dem Sturm zum Opfer fiel.
Im Gegensatz zum Film, der das Küstenwachboot als modernen Zerstörer zeigt, war die reale „Tamaroa“ allerdings schon eine alte Dame, und die nach der Aktion notwendige Überholung hätte eine ;Million Dollar gekostet, was die Küstenwache nicht mehr ausgeben wollte.
Die „Tamaroa“ diente bereits im 2. Weltkrieg als USS “Zuni”, die mehrere Kriegsschiffe der US-Streitkräfte im Pazifik abschleppte und bei der Invasion von Iwo Jima beteiligt war. Danach diente sie fast ein halbes Jahrhundert der Küstenwache und war u.a. beim Untergang der „Andrea Doria“ 1956 vor Nantucket im Einsatz, ehe sie 1994 außer Dienst gestellt wurde. Eine Gruppe von Veteranen der Zuni Maritime Foundation versuchte dann mehr als 10 Jahre, sie als Gedenkstätte und Museum zu erhalten und in den Zustand zur Zeit des 2. Weltkriegs zurückzuführen.
Doch im Mai 2012 zeigte ein Wassereinbruch im Maschinenraum in Norfolk, wo sie eigentlich gedockt werden sollte, dass der Rumpf an etlichen Stellen zu durchgerostet war, um noch erhalten werden zu können. Statt abgewrackt zu werden, sollte das Schiff aber weiterhin dem Meer als künstliches Habitat dienen. Sie ist 205 Fuß lang, 39 Fuß breit und hat 18 Fuß Tiefgang.
Die “Tamaroa” wird sich so nun zu dem Zerstörer USS “Arthur W. Radford” gesellen, der in 120 Fuß Tiefe auf dem Del-Jersey-Land Reef liegt, das von Delaware, New Jersey und Maryland gemanagt wird. New Jersey war fünf Jahre lang aus dem Riffprogramm ausgestiegen wegen eines Disputs zwischen Sport- und Berufsfischern über die Nutzung der künstlichen Riffe.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wrack von Raddampfer unter Schutz gestellt
(31.10.16) Das Wrack des auf dem Clyde erbauten und 1862 dort gesunkenen Raddampfers “Iona 1”, der auch im amerikanischen Bürgerkrieg dienen sollte, wurde jetzt von der schottischen Regierung als Historic Marine Protection Area (MPA) unter Schutz gestellt. Es ist noch in gutem Zustand, aber mit zunehmenden Verfallserscheinungen. Eine weitere Schutzstätte wurde vor Fair Isle bei den Shetlands eingerichtet.
Die “Iona I” operierte zwischen Glasgow und den Highlands, ehe sie als Blockadebrecher eingesetzt wurde. Doch 1862 kollidierte sie nahe Gourock mit einem anderen Schiff und sank, ohne in den Krieg eingegriffen zu haben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter mit Wassereinbruch abgeschleppt
(31.10.16) Der 52 Fuß lange Kutter “Karen Belle” aus Cortez verlor 65 Meilen vor Sanibel am Abend des 27.10. sein Ruder und wurde manövrierunfähig. Gegen 23 Uhr nahm ihn ein 45-Fuß-Boot der Coast Guard auf den Haken und schleppte ihn binnen 12 Stunden nach Fort Myers Beach. Die „Karen Bell” war am 15.10. aus Bradenton mit einer dreiköpfigen Crew auf Fangfahrt ausgelaufen.
Gegen 17 Uhr des 27.10. wurde die Coast Guard St. Petersburg von der A.P. Bells Seafood verständigt, nachdem es zu Ruderschaden und Wassereinbruch gekommen war. Vor Ort waren acht Fuß hohe Seen und 20 Knoten Wind. Am 29.10. u, 9.20 Uhr übernahm ein anderes Boot den Havaristen und schleppte ihn zum Bowditch Point Park in Fort Myers Beach.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei Fährboote in Philippinen verunglückt
(31.10.16) Auf dem Weg nach Cawayan in der Masbate-Provinu lief das Landungsschiff ““Melrivic 1“ im Bogo Channel in Bogo City im nördlichen Cebu am 30.10. um 1.45 Uhr auf Grund. Ein Navigationsfehler war Schuld an der Havarie des Schiffes der Aznar Shipping Corp. An Bord waren 100 Passagiere und sechs Trucks sowie weitere rollende Fracht. Das Motorboot “Christopher 4” barg die Fahrgäste, darunter 90 Erwachsene, vier Babies und sechs Kinder, ab. Sie wurden um 4.20 Uhr an der Polambato Wharf in Bogo City abgesetzt.
Am selben Tag kenterte in der Bohol-Provinz in Barangay Butan das Motorboot “Renel Cruiser”, das 68 Personen an Bord hatte und um acht Uhr von Looc in Mandaue City nach Butuan augelaufen war. Es war mit einem treibenden Bambusstück kollidiert. Menschen kamen nicht zu Schaden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Trawler vor Douglas
(31.10.16) Das RNLI-Boot aus Douglas wurde am 22.10. um 20.25 Uhr alarmiert, nachdem in den Aufbauten eines 21 Meter langen Trawlers ein Feuer ausgebrochen war. Das Schiff befand sich mit einer siebenköpfigen Crew an Bord 13 Meilen südlich des Hafens. Als erstes ging die Fähre „Manannan“ der Steam Packet nach deren Notruf auf Standby, um zu assistieren, ebenso der Helikopter Rescue 196.
Es gelang der Crew aber, das Feuer zu löschen, sodass die “Manannan” und Rescue 196 nicht mehr benötigt wurden. Das Rettungsboot “Sir William Hillary” erreichte den Havaristen gegen 21 Uhr. Dieser war mit eigener Kraft auf dem Weg nach Douglas. Das Rettungsboot eskortierte ihn dann an die King Edward Pier.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trimaran „“Qingdao China“
(Bild: USCG)   Großbild klick!

Einhandsegler bezahlt Rekordversuch mit dem Leben
(30.10.16) Die US Coast Guard brach am Abend des 26.10. die zweitägige Suche nach dem chinesischen Skipper Guo Chuan, 50, des 97 Fuß langen, britischen Super-Trimarans „“Qingdao China“ (MMSI-Nr.: 235057836) ab, der auf dem Pazifik unterwegs gewesen war. Eine HC-130 Hercules hatte das Seegebiet um das verlassen in der See treibende Boot zwei Tage lang über 4600 Quadratmeilen hinweg abgesucht. Von der USS „Makin Island“ war ein MH-60 Seahawk-Helikopter am 26.10. aufgestiegen.
Die schwierigen Wetterverhältnisse verhinderten aber das Absetzen eines Rettungsschwimmers an Bord. Am Nachmittag wurde ein Boarding-Boot ausgesetzt, das den Trimaran verlassen vorfand. Die Rettungsweste des Seglers befand sich aber noch an Bord. Vor Ort waren 23 Meilen Wind und fünf Fuß hohe Wellen.
Chuan hatte einen neuen Weltrekord für die Einhandquerung des Pazifiks von San Francisco nach Shanghai aufstellen wollen. Nachdem der Kontakt zu seinem Team 24 Stunden lang abgebrochen war, wurde die Coastguard verständigt, die die „Makin Island“ der 3. US-Flotte zur letzten bekannten Posiution schickte. Am 26.10. wurde der Trimaran dann entdeckt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ehemaliger Kutter „Cajard“
(Bild: Kustbevakningen)   Großbild klick!

Ölverschmutzung bei Vänern verhindert
(30.10.16) Am 22.10. lief der der als Freizeitschiff genutzte, ehemalige Kutter „Cajard“ bei Vänern, nördlich von Mariestad, auf Grund, schlug leck und sank auf flachem Wasser. Gegen Mittag wurde die schwedische Küstenwache alarmiert, nachdem die Crew den Havaristen aufgeben musste. Das Schiff hatte 270 Liter Diesel an Bord. Als erstes war ein Rettungsboot vor Ort. Gegen 15 Uhr überflog ein Ölüberwachungsflugzeug der Küstenwache die Unglücksstelle, konnte aber keine Wasserverschmutzung feststellen.
Am Nachmittag traf das Küstenwachboot „KBV 051“ von Lidköping kommend vor Ort ein. Am Morgen des 23.10. legte dessen Crew eine Ölsperre um das auf der Seite halb unter Wasser liegende Schiff aus, um eine mögliche Ausbreitung auslaufenden Öls bei frischem Wind zu verhindern. Nachdem der Wind abflaute, wurden Taucher gerufen, um das Öl abzupumpen.
Diese Arbeit begann am Morgen des 25.10. und wurde erfolgreich abgeschlossen. Der Treibstoff wurde auf Schiffe der Küstenwache gepumpt. Zunächst war von nur rund 100 Litern ausgegangen worden. Nachdem die Tanks leer waren, wurde eine neue Ölsperre ausgelegt, bis das Wrack geborgen ist. Dies war nun die Sache der Versicherung des Eigners.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre "Lambelu"
(Bild: Hendi Suryadi)   Großbild klick!

Gestrandete Meyer-Fähre nach vier Tagen von vier Schleppern geborgen
(30.10.16) Die indonesische Schifffahrtsbehörde Pelni konnte gemeinsam mit der Hafenbehörde von Tarakan die auf Grund gelaufene Fähre "Lambelu", 14649 BRZ (IMO-Nr.: 9124548), am 26.10. wieder befreien. Dazu waren vier starke Schlepper, die "Semar 23", "Xiang", "Irena" und "DE" vonnöten gewesen, die den Havaristen schließlich mit dem Heck voran um 3.15 Uhr von der 2,5 Meter Wassertiefe aufweisenden Strandungsstelle zogen. Das Schiff wurde am 27.10. durch Taucher untersucht danach zu einer gründlichen Inspektion nach Tarakan gebracht.
Nachdem sich dort herausgestellt hatte, dass es keine Schäden davongetragen hatte, die die Seetüchtigkeit beeinträchtigt hätten, wurde es von den Behörden wieder freigegeben und machte sich am 28.10. um 00.15 Uhr auf den Weg nach Nunukan. Hier machte es am 29.10. fest und setzte die fahrplanmäßige Route nach Toli-Toli-Pare-Pare,Makassar und Kupang fort.
Die Havarie hatte sich am 22.10. ereignet, als die „Lambelu“ dem Schlepper "Sea Oval" ausweichen musste, der mit einer Barge unterwegs war. Als er nach Backbord statt nach Steuerbord drehte, blieb der Fähre nur der Weg auf die Untiefe, um eine Kollision zu vermeiden. Um 2.53 Uhr lief sie unweit des Dorfes Keluhrahan Mamburungan fest, und die Versuche mehrerer Schlepper, sie zu befreien, scheiterten zunächst. Zwischen dem 23.10. und dem 25.10. wurden alle 366 Passagiere mit Booten abgeborgen und nach Nunukan gebracht. Sie erhielten ihre Fahrkosten rückerstattet.
Die „Lambelu“ ist 136,03 Meter lang, 23,4 Meter breit, hat 5,9 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 3685 Tonnen sowie eine Passagierkapazität von 1906 Personen. Sie läuft für die Pt. Pelayaran Nasional in Jakarta und wurde 1997 bei der Jos. L. Meyer-Werft in Papenburg erbaut.
Am 30.4.2013 war es bei einem Stopp in Tanjung Perak Port in Surabaya zu einem Amoklauf gekommen, als ein 59-jähriger Fahrgäst andere Passagiere mit einer 50 Zentimeter langen Machete angriff und 18 von ihnen verletzte, ehe er gebändigt werden konnte. Vier von den Verletzten, darunter ein vierjähriges Mädchen, mussten ins Krankenhaus. Die Tanjung Perak Port Police machte für den Vorfall das Fehlen einer Durchleuchtungsanlage in Namlea Port in Maluku verantwortlich, wegen dem die Sicherheitskräfte keine solchen Waffen feststellen konnten.
Am 1.4.2014 kollidierte die „Lambulu“ mit dem Containerfrachter "Journey" vor Tanjung Perak in Ost-Surabaya, der daraufhin sank. Die "Journey" hatte den Hafen von Lembar gerade verlassen und wurde von der Strömung gegen die ihrerseits gerade Anker werfende "Lembelu" getrieben. Der Frachter schlug leck und sank mit einer Ladung von 133 Containern eine Stunde später. Die 17-köpfige Crew wurde gerettet, an der "Lambelu" entstand kein gravierender Schaden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter „TS 7“ kann endlich Tauchwrack werden
(30.10.16) Noch vor der nächsten Tauchsaison soll nach zäher Vorarbeit der Krabbenkutter „TS7“ ein Tauchwrack auf dem Meeresgrund vor Tholen geworden sein. Die holländische Taucherorganisation NOB musste verschiedentliche Verzögerungen, Rückschläge und finanzielle Engpässe hinnehmen. Dank einer Crowdfunding-Aktion stehen nun die Signale auf Grün, nachdem die zuvor bestehenden Bedenken der Versicherung ausgeräumt werden konnten.
Nun muss nur noch kontrolliert werden, ob sich Asbest an Bord befindet und dann kann die Genehmigung zur Versenkung kommen. Schon in Kürze soll der Kutter deshalb nach Tholen verholt und für die künftige Aufgabe als Tauchwrack vorbereitet werden. Diese Rolle soll er nach bisherigem Zeitplan im Mai 2017 eingenommen haben.
Das Schiff wird nun in Bergsediep am Ost-Damm von Tholen versenkt statt, wie zunächst geplant, vor St. Annaland oder Nieuw-Strijen. Hier waren die Restriktionen zu groß. Die Versenkungsstelle wurde von Rijkswaterstaat ausgewählt, von daher gibt es dort keine Probleme. Die Gemeinde Tholen zahlte der Taucherorgansiation als Anerkennung 2500.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter vor Westport Marina gesunken
(30.10.16) Die US Coast Guard rettete den Skipper des 60 Fuß langen Kutters „Pacific Rim“, der am Morgen des 23.10. vor der Westport Marina auf ein Unterwasserhindernis gelaufen, leckgeschlagen und gesunken war. Die Coast Guard Columbia River fing um 3.51 Uhr einen Notruf auf, nach dem das Schiff Wassereinbruch und schwere Steuerbordschlagseite habe. Der 70-jährige Michael Carroll wurde um 4.15 Uhr von einem 47-Fuß-Boot der Station Grays Harbor an Bord genommen und mit Unterkühlungssymptomen an einen medizinischen Dienst an der Westport Marina and übergeben. Dieser brachte ihn ins Grays Harbor Community Hospital.
Der Kutter ragte noch mit der Backbordseite und dem Fanggeschirr knapp aus dem Wasser, nachdem er endgültige gekentert war. Er hatte zu der Zeit rund 250 Gallonen Diesel an Bord. Die Incident Management Division der Küstenwache Columbia River wurde alarmiert und die Schifffahrt vor dem Wrack gewarnt, das mit der Tidenströmung in südlicher Richtung trieb.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bulkcarrier versenkte Sandfrachter
(30.10.16) Der unter chinesischer Flagge laufende, 190 Meter lange Bulkcarrier „Xinzhou 18“ (MMSI-Nr.: 413448250) der in Ballast von Zhenjiang nach Caofeidan unterwegs war, kollidierte am Morgen des 22.10. mit dem mit 2700 Tonnen Sand beladenen Frachter „Longhao 1“ unweit von Zhenjiang. Der Frachter kenterte und sank auf dem Yangtse, die dreiköpfige Crew wurde gerettet. Berger wurden gerufen, das Wrack zu heben.
Quelle:Tim Schwabedissen



13 Mann von sinkendem Frachter gerettet
(30.10.16) Der 100 Meter lange, chinesische Frachter „Jin Long Da 98“ (MMSI-Nr.: 413507380) funkte am 25.10. in der Ostchinesischen See südöstlich von Shanghai ein Notsignal. Das Schiff, das von Hangtong nach Hu lu Dao unterwegs war, hatte schwere Backbordschlagseite und war in Gefahr zu sinken.
Der in der Nähe befindliche Tanker „Dong Cheng You 1“ kam der Crew bei stürmischer See zu Hilfe, ebenso ein Kutter. Die 13 Mann an Bord konnten von den Fischern von Bord geholt werden. Sie wurden dann auf den Tanker übergeben. Wenig später kenterte und sank der Frachter.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer in Pumpenraum von Tanker
(30.10.16) Im Pumpen-Kontrollraum des taiwanesischen Produktentankers „Bao Shan III“, 3568 BRZ (IMO-Nr.: 9276456), brach am Abend des 24.10. ein Feuer aus. Das Schiff lag mnit einer Ladung Flugzeugbenzin im Hafen von Taichung. Durch Fluten des Raumes mit CO2 konnte der Brand unter Kontrolle gebracht werden. Die Hafenfeuerwehr kühlte die Umgebung des Pumpenraums aus. Am 25.10. wurde mit dem Entladen des Schiffes begonnen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker bei Porto Alegre aufgelaufen
(30.10.16) Der italienische Flüssiggastanker „Syn Antares“, 7610 BRZ (IMO-Nr.: 9512848), lief am 22.10. gegen 16 Uhr auf dem Guaiba Lake bei Porto Allegro auf Grund. Er war unterwegs von Porto Allegro nach Rio Grande und aus dem Fahrwasser abgekommen. Am 24.10. kam ein Schlepper zu Hilfe, um den Havaristen wieder flottzumachen. Am 25.10. machte das Schiff gegen 21 Uhr wieder im Abgangshafen fest.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler ging nach Kollision in Flammen auf
(30.10.16) Der taiwanesische Trawler „Chin Chun“ (MMSI-Nr.: 416029800) geriet am 25.10. im Nordpazifik rund 280 Meilen östlich von Miyako in der Iwate-Präfektur in Brand. Die japanische Coast Guard fing einen Notruf der 52-köpfigen, indonesischen Crew auf. Flugzeuge lokalisierten den Havaristen. Auch zwei Rettungsboote mit Löschausrüstung wurden in Marsch gesetzt.
Der Brand brach nach der Kollision der „Chin Chun“ mit einem nicht identifizierten Frachter knapp 300 Meilen vor Honshu aus. Ein Mann der Crew stürzte dabei über Bord.
Quelle:Tim Schwabedissen



Amur 2505 saß auf der Wolga fest
(30.10.16) Der russische Frachter „Amur 2505“, 3086 BRZ (IMO-Nr.: 8721313), lief am 24.10. bei Flusskilometer 2837 auf der Wolga auf Grund. Er war mit 2,110 Tonnen Harnstoff beladen auf der Reise von Turkmenistan nach Rostov-on-Don. Nach einem Maschinenschaden kam er aus dem Fahrwasser ab und in flachem Wasser fest. Mehrere Versuche, mit eigener Kraft wieder freizukommen, scheiterten. Dann wurde ein Schlepper zu Hilfe gerufen, der den Frachter wieder flottmachen sollte.
Bereits am 20.11.2014 war die "Amur 2505" auf dem Fluss auf der Fahrt von Saratov nach Enzeli mit einer Ladung von 2358 Tonnen Getreide 25 Kilometer von Ahtubinsk im Kalmynka-Arm aufgelaufen. Am 21.11. wurde sie von dem Schlepper "Mekhanic Ivlev" geborgen.
Am 16.11.2011 war sie mit der "Onix" von Istanbul kommend in der Azov-See kollidiert. Diese schlug dabei leck und entwickelte Schlagseite. Durch Aufnahme von Ballastwasser konnte sie wieder auf ebenen Kiel gebracht werden. Sie wurde dann von der "Fobos" nach Kertsch abgeschleppt. Auch die "Amur-2505" lief den Hafen zur Reparatur an.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sieben Mann von brennendem Kutter gerettet
(30.10.16) Der taiwanesische Kutter „Yu Feng 32“, 23 BRZ (MMSI-Nr.: 416000552), geriet am 28.10. zwei Meilen vor New Taipei, Taiwan, mit einer siebenköpfigen Crew an Bord in Brand. Er kam von einer Fangfahrt mit einer Ladung Tintenfische an Bord. Die Flammen erfassten rasch das ganze Schiff.
Versuche der Fischer, den Brand unter Kontrolle zu bekommen, scheiterten. Die Coast Guard schickte das Rettungsboot „RB 02“, doch bei dessen Eintreffen hatte ein anderer Kutter die Schiffbrüchigen bereits unversehrt gerettet. Es gelang, das Feuer binnen einer Stunde zu löschen, doch der 20 Meter lange Kutter war schwer beschädigt.
Quelle:Tim Schwabedissen


Frachter schleppte Fahrwassertonne mit
(30.10.16) Der unter Panama-Flagge laufende Bulkcarrier „C.S. Dream“, 29105 BRZ (IMO-Nr.: 9401946), kollidierte im Fahrwasser von Burgas mit einer Tonne und zog sie mit sich. Das Schiff war mit Lotsenberatung unterwegs, musste aber einem kleinen Sportboot ausweichen. Dabei geriet die Kette der Tonne Nr. 6 in den Propeller, diese wurde mit an die Pier 22 in Burgas gezogen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kutter vor Lauwersoog havariert
(30.10.16) Am 24.10. geriet ein Netz in den Propeller des holländischen Trawlers "Johannes Dirk - ZK 17" (IMO-Nr.: 8431554), der daraufhin manövrierunfähig wurde. Der Kutter "Vier Gebroeder - ZK 44" (IMO-Nr.: 9217840) kam dem Havaristen zu Hilfe. Er nahm ihn auf den Haken und zog ihn durchs Westgat. Dort übernahm das KNRM-Rettungsboot "Annie Jacoba Visser" die Schlepptrosse und brachte die „Johannes Dirk“ nach Lauwersoog.
Quelle:Tim Schwabedissen


Schwimmdock im Pazifik versunken
(30.10.16) Ein 160 Meter langes Schwimmdock sank am 26.10. gegen zwei Uhr rund 40 Meilen westlich von San Francisco, als es von dem Schlepper "Ocean Ranger", 333 BRZ (IMO-Nr.: 9010656), von Seattle nach Mexiko gebracht werden sollte. Die Schleppercrew hatte am Nachmittag des 25.10. der US Coast Guard gemeldet, dass es zu einem Wassereinbruch auf dem Dock gekommen war. Die Coast Guard vereinbarte einen stündlichen Funkkontakt mit der „Ocean Ranger“.
Von der Air Station San Francisco stieg ein Helikopter auf, dessen Crew das Dock mit Schlagseite sichtete. Die "Ocean Ranger" ging auf Westkurs, doch schließlich musste sie die Schleppleine slippen, als das Dock am frühen Morgen des 26.10. auf 300 Fuß Wassertiefe zu sinken begann. Vor der Verschleppung waren alle umweltgefährdenden Stoffe von Bord entfernt worden. Bei einem Überflug der Untergangsstelle durch einen Dolphin war keine Spur mehr des Docks zu sehen. Der Schlepper lief am 29.10. nach Seattle ein.
Quelle:Tim Schwabedissen


Frachter im Taifun gestrandet
(30.10.16) Der 98 Meter lange, chinesische Frachter "Su Jia Hang 1" (MMSI-Nr.: 412361360) strandete am 21.10. im Taifun Haima nahe Shantou City in der Guangdong-Provinz, nachdem der Anker nicht mehr im Grund gehalten hatte. Starker Wind und hohe Wellen drückten das Schiff auf die Küste. Die Crew war zuvor von einem anderen Schiff abgeborgen worden.
Quelle:Tim Schwabedissen


Schaden auf Autofrachter in Antwerpen gewaltig
(30.10.16) Das Feuer auf dem Autofrachter "Silver Sky" in Antwerpen ist seit dem 22.10. vollständig gelöscht, nachdem über 300 Tonnen CO2 in die Ladedecks gepumpt worden waren. Seit dem 23.10. wurden diese wieder entlüftet. Vier Messteams des Zivilschutzes kontrollierten den Vorgang. Auch ein Schlepper mit Messgerät war vor Ort.
Während des Lüftens blieb das Hafenbecken 6 gesperrt. Drei Decks mit Autos sind komplett ausgebrannt, und das Schiff ist nicht mehr seetauglich. Der Schaden war enorm. Am 23.10. durften erstmals wieder Crewmitglieder an Bord gehen, um persönliche Habseligkeiten zu retten.
Quelle:Tim Schwabedissen


Binnenschiff legte Kabelfähre lahm
(30.10.16) Das holländische Binnenschiff "Mira Daruda", 1153 ts (EU-No.: 02314193), lief am 27.10. um 6.30 Uhr in die Trosse der Kabelfähre Culemborg-Schalkwyk. Sie kam Maasbracht, als sie mit voller Fahrt in das Kabel geriet. Die Fähre wurde abgetrieben. An Bord waren drei Radfahrer, ein Kraftfahrer und der Kapitän. Sie blieben unversehrt. Das Binnenschiff musste von einer Kranbarge befreit werden. So lange blieb der Fluss blockiert. Am Abend konnte die Fähre wieder in Betrieb genommen werden.
Quelle:Tim Schwabedissen


Betrunkener Kapitän setzte Trawler auf Grund
(30.10.16) Am 28.10. gegen 20 Uhr lief der russische Trawler "Almak", 856 BRZ (IMO-Nr.: 9214410), in Tomasjordnes in Tromsø auf Grund. Polizei und Feuerwehr wurden gerufen. Ein Schlepper konnte den Havaristen um 20.45 Uhr wieder abbringen. Er machte in Breivika fest. Dem Kapitän wurde wegen Verdacht auf Trunkenheit eine Blutprobe entnommen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Hunderte nach Feuer in Rubberstadneset evakuiert
(30.10.16) Am 29.10. um 6.45 brach auf der norwegischen Fähre "Strand", 1479 BRZ (IMO-Nr.:8112639), in einem Trockendock in Rubberstadneset in Bømlo ein Feuer aus. Rund 430 Personen mussten wegen starker Rauchentwicklung aus dem nahe gelegenen Fährterminal evakuiert werden. 1300 Anwohner wurden über SMS gewarnt. Abfall- und Dieselöl drohte in Flammen aufzugehen.
Rund 40 Einsatzkräfte der Feuerwehren von Bremnes, Mosterhamn, Stord, Haugesund und Vormedal in Karmøy waren vor Ort, ebenso mehrere Krankenwagen. An Bord der Fähre wurde ein betrunkener Mann entdeckt. Das Feuer war wohl im Salon ausgebrochen. Hier herrschten stundenlang extrem hohe Temperaturen.
Gegen 16 Uhr war der Brand unter Kontrolle. Um 18.15 Uhr konnten die Evakuierten, die im Rathaus von Bømlo untergebracht worden waren, wieder nach Rubbestadneset zurückkehren. Rund 200 Personen waren hier untergekommen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Havarierter Tanker im Schlepp nach Korsakov
(30.10.16) Der russische Produktentanker „Pavino“, 3983 BRZ (IMO-Nr.:9310381), erlitt am 20.10. Maschinenschaden in der Ochotischen See. ER war auf der Reise nach Wladiwostok und trieb am Morgen des 29.10. auf Position 47 16 N 150 15 EO. Der in Korsakov liegende Bergungsschlepper „Atlas“ (IMO-Nr.: 8724119) lief zur Assistenz aus und hatte den Havaristen am Morgen des 30.10. auf den Haken mit Kurs Korsakov.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kutter "Mariano Pérez X“
(Bild: PROFEPA)   Großbild klick!

Motoryacht sank nach Kollision, Skipper ging stiften
(03.10.16) Am 27.10. gelang es der Procuraduría Federal de Protección al Ambiente (Profepa), den Kutter "Mariano Pérez X“, der seit dem 6.9. nahe des Cabo Pulmo National Park in Baja California Sur kieloben am Strand lag, wieder aufzurichten. Das Wrack wurde mit Trossen, die vom Land aus ausgefahren worden waren, auf ebenen Kiel gebracht. Zuvor waren die Öltanks abgedichtet worden, sodass es zu keinem Treibstoffaustritt kam. Nun sollte ein Schlepper das Schiff zurück auf See ziehen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Nord-Ostsee-Kanal: Tanker rammte beinahe Kanalfähre in Landwehr
(29.10.16) Auf dem Nord-Ostsee-Kanal kam es am 25.10. fast zu einem Zusammenstoß zwischen dem britischen Tanker „CPO England“, 23353 BRZ (IMO-Nr.: 9353149), und der Fähre „Stolpmünde“ in Landwehr in der Gemeinde Quarnbek. Er verfehlte die 29 Meter lange „Stolpmünde“ (MMSI-Nr.: 211462760) nur um wenige Meter. Diese hatte noch am Anleger an der Nordseite des Kanals gelegen, als ihr Schiffsführer gegen 11 Uhr bemerkte, dass der in Richtung Osten laufende Tanker sich nach einem Maschinenversager auf Kollisionskurs befand.
Sicherheitshalber wies der Schiffsführer alle bereits an Bord gegangenen Passagiere an, die „Stolpmünde“ wieder zu verlassen. Als sie von Bord gingen, stürzte ein 77-jähriger Mann und zog sich dabei leichte Verletzungen zu. Er kam in ein Kieler Krankenhaus Der Tanker lief wenige Meter neben der Fähre in die Böschung.
Durch den Wellenschlag wurden sowohl die Fähre als auch der Anleger leicht beschädigt. Der Tanker erzeugte einen, als er dicht an der Fähre vorbeifuhr. Dadurch änderte sich der Wasserstand geändert, und die „Stolpmünde“ bekam Kontakt mit den Dalben am Anleger. Die „Stolpmünde“ blieb jedoch einsatzbereit.
Die 184 Meter lange und knapp 28 Meter breite „CPO England“ setzte die Fahrt zunächst bis zur Schleuse Holtenau fort und wurde dort von Beamten des Wasserschutzpolizeireviers gestoppt. Sie warf auf der Holtenauer Reede Anker. Am 27.10. um 14.45 Uhr setzte sie die Reise von Antwerpen nach Ust-Luga fort, wo sie am Abend des 29.10. eintreffen sollte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter "Victoria I"
(Bild: Prefectura Naval Argentina)   Großbild klick!

Welle riss Netz in Propeller - Kutter am Ende der Fangfahrt gestrandet
(29.10.16) Der argentinische Kutter "Victoria I" (MMSI-Nr.: 701000816) der Ardapez strandete voll beladen und mit einer 11-köpfigen Crew an Bord am Morgen des 27.10. rund 200 Meter vor dem Strand von Playa Grande. Ein Brecher war über das Achterschiff geschlagen und riss ein Netz über Bord, das in den Propeller geriet und das Schiff manövrierunfähig machte. Es war gerade aus Patagonien zurückgekommen.
Als es in den Hafen einlaufen wollte, war dieser wegen Windgeschwindigkeiten von 70 Meilen geschlossen, und so musste der Skipper den Sturm auf See abreiten. Gegen Mittag wurden sechs Fischer von Bord abgeborgen. Die Prefectura Naval Argentina, Feuerwehr und Ölbekämpfungskräfte waren vor Ort.
Schlepper sollten das in der Brandung liegende Schiff nun bergen. Die "Victoria I" ist 25,28 Meter lang und sechs Meter breit.
Quelle:Tim Schwabedissen



Alter Trawler in Dünkirchen gesunken
(29.10.16) Am 26.10. um 10:30 Uhr sank der ehemalige Trawler „Oceanole“ am Quai des Hollandais in Dünkirchen binnen einer Stunde. Der Eigner Stéphane Faure hatte um zehn Uhr einen Termin mit dem Hafenkapitän, als das 1968 in Australien erbaute Schiff plötzlich wegzusacken begann, bis nur noch die Kajüte aus dem Wasser ragte. Das Schiff war zuletzt in der Nordsee unterwegs und sollte nach Madagaskar verlegen, um dort in der ozeanographischen Forschung eingesetzt zu werden.
Zuvor sollte es einige Monate lang überholt werden. Diese Arbeiten waren in Dünkirchen nicht möglich und sollten in Boulogne oder Ostende durchgeführt werden. Stéphane Faure war zuversichtlich, den Plan weiterverfolgen zu können.
Das 19.40 Meter lange und 5,41 Meter breite Schiff sollte ursprünglich für eine geologische Forschungsfirma genutzt werden, doch dazu kam es nie. Anfang der 60er Jahre machte es an der Zitadelle in Dünkirchen fest und wurde seit 1972 als „Le Crevette“ im Fischfang eingesetzt.
1978 zerstörte es ein Feuer vor Zuydcoote zu großen Teilen. Bei der Reparatur erhielt es die Kajüte der Kranbarge „Turney ou Willey“. Seit den 80er Jahren war der Trawler nur noch selten ausgelaufen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Boot von Einhandsegler verlassen auf Island gestrandet
(29.10.16) Trümmer der 11,5 Meter langen Aluminium-Yacht „Red Heol“ des französischen Einhandseglers Jo Le Goff, 63, der seit dem Sommer vor Portugal vermisst wurde, trieben am 26.10. an der isländischen Südwestküste an. Dort wurden Signale des Notsenders aufgefangen, der sich aktivierte, als das Boot auf den Felsen zerbrach. Gelbe Trümmerteile verteilten sich bei 50 Meilen Windgeschwindigkeit über die Küste.
Le Goff war am 7.7. aus Leixeos zu den Azoren aufgebrochen. Am 18.7. meldete sein Bruder Jean-Yves Le Goff ihn als vermisst. Am 28.8. wurde die Yacht von einem Frachter 790 Meilen östlich von Neufundland gesichtet. Der Rumpf war intakt, aber die Segel waren zerrissen, und es war kein Zeichen von Leben an Bord.
Die See war zu stürmisch gewesen, sich weiter anzunähern, und so verschwand das Boot wieder in den Weiten des Atlantiks, bis es nun 1100 Kilometer weiter sein Ende fand.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trinkwasserversorgung wegen Öl aus gesunkenem Schlepper gestoppt
(29.10.16) Am Morgen des 24.10. sank der argentinische Schlepper "Don Pancho" auf dem Paraná in Fray Luis Beltrán 20 Kilometer nördlich von Rosario. Er lag am Grenadier Baigorria-Kai zwischen Gualtieri und San Lorenzo. Es kam zu einer Ölverschmutzung, und es wurde entschieden, die Trinkwasserentnahme für Rosario und Granadero Baigorria zu stoppen. Die Pumpen wurden bis auf weiteres abgestellt, während die Coastguard Ölsperren ausbrachte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Suche nach vermissten Fischern verstärkt
(29.10.16) Am Nachmittag des 25.10. verlegte die brasilianische Marine das Patroullienboot "Macaé" von Rio de Janeiro nach Santa Catarina, damit es die Suche nach den Vermissten des Kutters „Jorge Seif Junior“, der 80 Kilometer vor Imbituba sank, an der sich ein Suchflugzeug und einUH-12- Helikopter sowie die "Benavente" und ein Handelsschiff beteiligten, unterstützten konnte.
Sie hielten zwischen Itajaí an der Nordküste und Laguna an der Südküste Ausschau nach möglichen Schiffbrüchigen. Für die kommenden Tage wurde raue See erwartet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter in Holtenauer Kanalschleuse havariert
(29.10.16) Am 27.10. kam es in der Holtenauer Schleuse zu einer Havarie, als gegen 17:40 Uhr der liberianische Frachter "Alaed", 7579 BRZ (IMO-Nr.: 9574999) beim Einlaufen einen Maschinen-Blackout erlitt. Die Spring war bereits an Land, doch die Vorleine fiel in die Kammer. Der Versorger "Noortruck", der hinter der "Alaed" einlaufen wollte, teilte deren Kapitän mit, dass der noch laufende Propeller bereits einige Ketten der Fender beschädigt hatte.
Währenddessen gelang es, die Vorleine wieder an Bord des Frachters zu hieven. Allerdings stand die Spring infolge des verunglückten Manövers bereits auf extremer Spannung und drohte zeitweilig zu brechen. Am Ende hielt sie der Belastung zwar stand, doch wegen Spannung konnte das Heck zunächst nicht an die Seitenmauer der Südkammer gebracht werden. In der Zwischenzeit gab es zwei Versuche, die Maschine wieder zu starten.
Beim zweiten Anlauf gelang dies auch, und nach einer Viertelstunde war das Schiff endlich fest in der Schleuse. Die Kammer wurde für den Schiffsverkehr anschließend gesperrt , da die Wasserschutzpolizei Ermittlungen einleitete. Gegen 19:15 Uhr konnte das Schiff die Fahrt von Antwerpen nach Liepaja schließlich fortsetzen, wo es am 29.10. erwartet wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Die Schleppverbindung wird hergestellt
(Bild: USCG)   Großbild klick!

Kutter in Alaska abgeschleppt
(22.10.16) Am 20.10. kam das Patroullienboot „Morgenthau“ dem havarierten Kutter „Pacific Sounder“ nahe Cold Bay, Alaska, zu Hilfe. Eine Schleppleine wurde zu dem manövrierunfähigen Schiff, das einen Maschinenausfall erlitten und um Assistenz gebeten hatte, hinüber geschossen. Dann wurde der Kutter nach Dutch Harbor abgeschleppt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Hilfe bei Wassereinbruch (Bild: USCG)   Großbild klick!

Sportboot in Seenot
(22.10.16) Die Coast Guard St. Petersburg fing am 20.10.um 18.03 Uhr den Notruf zweier Bootsfahrer aus, deren 21 Fuß langes Angelboot 12 Meilen westlich von Egmont Key einen zwei Fuß langen Riss im Rumpf erlitten hatte und leckgeschlagen war. Die Coast Guard schickte Rettungsboote der Stationen St. Petersburg und Cortez sowie das 87 Fuß lange Patroullienboot „Hawk“ aus St. Petersburg.
Nachdem dieses eingetroffen war, assistierte es beim Lenzen, sodass das Boot stabilisiert werden konnte und Kurs zurück nach Bunces Pass nahm. Ein 29-Fuß-Boot der Station Cortez und ein 45-Fuß-Boot der Station St. Petersburg eskortierten es auf dem Weg dorthin.
Quelle:Tim Schwabedissen



Längster Rettungseinsatz der Emile Robin nach 42 Stunden erfolgreich beendet
(22.10.16) Am 14.10. um 2.30 Uhr wurde die Rettungsstation Hvide Sande alarmiert, nachdem die norwegische Yacht "Galactic Viking" (MMSI-Nr.: 258999150) rund 63 Meilen westlich des Hafens Mayday gefunkt hatte. Das 60 Fuß lange Boot kam aus Son im Oslo-Fjord und war mit einer 10-köpfigen Crew nach Las Palmas auf Gran Canaria unterwegs. Bei Windgeschwindigkeiten von 15-18 m/s und sechs Metern Wellenhöhe zerriss auf der Nordsee erst das Hauptsegel, und dann geriet noch eine Leine in den Propeller.
Das manövrierunfähige Boot trieb nun mit 4-5 Knoten in südwestlicher Richtung. Ein großer Frachter, der sich in der Nähe befand, leitete den Notruf weiter, und das Rettungsboot "Emile Robin" lief aus Hvide Sande aus. Die Seenotretter hatten die Yacht rund 30 Seemeilen vor dem Hafen vermutet, tatsächlich waren es am Ende doppelt so viel.
Und erst Stunden nachdem sie die Yacht erreicht hatten, gelang es auch erst, diese auf den Haken zu nehmen und in Richtung Hvide Sande anzuschleppen. Vorsichtshalber wurde auch das gerade in Hirsthals liegende Rettungsboot "Vestkyst" hinzu alarmiert, um nötigenfalls die Evakuierung der Crew durchführen zu können, wenn sich die Lage verschlechterte.
Nach zwei Stunden trat aber eine gewisse Wetterberuhigung ein, und nun ging es auch besser voran. Doch erst nach 42 Stunden Kampf gegen eine ausgesprochen grobe See war der Hafen am 15.10. erreicht, und die längste Rettungsmission der "Emile Robin" zu einem glücklichen Ende gebracht. Nun mussten die Segler in Thyborøn ein neues Hauptsegel bestellen, und ein Taucher untersuchte den Propeller.
Quelle:Tim Schwabedissen



Rettungsweste rettete Leben 15-jähriger nach Kollision
(22.10.16) Am 21.10. um 15.45 Uhr kollidierte 1,3 Kilometer vor dem Hafen von Saint-Vaast-la-Hougue (Manche) der französische Kutter "Saint Philippe" (MMSI-Nr.: 227611780) mit einem Sportboot. Dabei fiel eine der vier Personen auf dem Boot, ein 15 Jahre altes Mädchen, über Bord und wurde am Kopf verletzt. Die Schiffbrüchigen wurden von der Kuttercrew sofort geborgen und binnen 10 Minuten in den Hafen von Saint-Vaast gebracht.
Das Mädchen war zunächst bewusstlos. Ein Feuerwehrmann und Freiwillige des SNSM leisteten erste Hilfe, bis Einsatzkräfte des SMUR Valognes eintrafen. Nachdem das Mädchen das Bewusstsein wiedererlangte, wurde es ins Pasteur-Krankenhaus in Cherbourg gebracht, ebenso wie ein 10 Jahre altes Kind und sein 66-jähriger Großvater. Nur die Großmutter blieb unversehrt.
Alle vier hatten eine Rettungsweste getragen, was dem Mädchen wohl das Leben rettete. Das Unglück ereignete sich, weil der Skipper der Saint-Philippe von der Sonne geblendet wurde. Das Sportboot war nach dem Zusammenstoß binnen weniger Minuten nördlich von Saint-Vaast gesunken.
Quelle:Tim Schwabedissen



Dreifach-Kollision auf der Mosel
(22.10.16) In der Nacht zum 21.10. kollidierte gegen zwei Uhr das zu Tal fahrende, belgische Binnenschiff Baroda", 3237 ts (EU-Nr.: 02328749) mit zwei Fahrgastschiffen, der 42 Meter langen "Gräfin Loretta" (MMSI-Nr.: 211513770) und der 37 Meter langen "Moselkönigin" (MMSI-Nr.: 211693100) auf der Mosel in der Nähe der Bernkasteler Brücke. Die beiden am Ufer festgemachten Fahrgastschiffe wurden teilweise erheblich beschädigt, ebenso ihre beiden Anlegebrücken. Auf dem 110 Meter langen Binnenschiff, das vom luxemburgischen Mertert gekommen war, war vor der Kollision das Hydraulikruder ausgefallen.
Das Schiff hatte eine Teilladung Container an Bord und war nach dessen Ausfall in Richtung Bernkasteler Ufer vom Kurs abgekommen. Dort rammte es die "Moselkönigin" an der Seite, deren Rumpf samt Tankbereich wurde dabei stark gestaucht. Anschließend rammte das Binnenschiff noch die "Gräfin Loretta", auf der mehrere Fensterverstrebungen beschädigt worden.
Schließlich kam der Frachter am Kueser Ufer fest, wo er im Laufe des Tages freigeschleppt wurde. Nun musste eine holländische Firma das Ruder reparieren. Ein Gutachter wurde eingeschaltet, die Polizei Bernkastel ermittelte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Binnenschiff saß auf der Donau fest
(22.10.16) Das rumänische Binnenschiff "Mateo", 860,97 ts (EU-Nr.: 06003415), das mit 500 Tonnen Sonnenblumenkernen beladen von Vilshofen nach Ladberg auf der Donau unterwegs war, lief am 21.10. gegen 11.30 Uhr bei Mühlham in Bergfahrt Richtung Straubing am linken Donauufer auf Grund .Das Schiff saß im Uferbereich fest, die passierende Schifffahrt wurde nicht beeinträchtigt.
Das rumänische Schubschiff "Mercur 102" (MMSI-Nr.: 264163187) machte sich im Tagesverlauf daran, den Havaristen wieder zu befreien. Auch die "Regen" des Wasser- und Schifffahrtsamts war vor Ort. Gegen 20 Uhr war die "Mateo" wieder flott und machte im Althafen von Deggendorf fest.
Quelle:Tim Schwabedissen



Brandstiftung in Thorupstrand
(22.10.16) Am 20.10. wurde ein auf dem Strand liegender, dänischer Kutter in Thorup durch Brandstiftung erheblich beschädigt. Zuvor hatte es bereits seit Anfang des Monats sechs Brandstiftungen in Hütten gegeben. Der Schaden am Kutter war erheblich. Das gesamte Ruderhaus verbrannte, ehe die Feuerwehr das Feuer löschen konnte, und auch die Elektrik des Maschinenraums wurde in Mitleidenschaft gezogen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre von Meyer-Werft vor Kalimantan auf Grund gelaufen
(22.10.16) Die indonesische Fähre "Kabmelu", 14649 BRZ (IMO-Nr.: 9124548), lief am 22.10. gegen 03.15 Uhr unweit von Tanjung Pasir vor der Insel Tarakan an der Nordostküste von Kalimantan auf Grund. Die Havarie ereignete sich beim Versuch, einer Kohlebarge auszuweichen. Nachdem Versuche, das Schiff mit Schleppern wieder freizubekommen, fehlschlugen, wurde mit der Evakuierung der rund 576 Passagiere begonnen.
Die Fähre war unterwegs auf der Makassar Route Pare Pare - Balikpapan - Tarakan - Nunukan. Sie sollte gegen 15 Uhr in Tunon Taka Nunukan Sabtu festmachen, wo bereits 500 Fahrgäste auf die Einschiffung warteten. Die „Kabmelu“ wurde 1997 von der Meyer-Werft in Papenburg erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter im Taifun gesunken
(22.10.16) Der 55 Meter lange, chinesische Frachter „Hong Xing 88“ (MMSI-Nr.: 413420110) sank mit einer Ladung Sand am 20.10. im Taifun Haima vor Wenzhou in der Zhejiang-Provinz in der Ostchinesischen See. Das Schiff hatte auf Position 27 34 N 120 40 O Anker geworfen. Geen 21 Uhr meldete die Crew Wassereinbruch. Sieben Mann wurden von Rettungsbooten der Coast Guard abgeborgen. Nur noch die Aufbauten ragten zu der Zeit aus der aufgepeitschten See.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter vor Eregli aufgegeben
(22.10.16) Der unter Panama-Flagge laufende Frachter "Fom", 1499 BRZ (IMO-Nr.: 8100624), entwickelte 65 Meilen vor Eregli im Schwarzen Meer am Morgen des 21.10. in stürmischer See Schlagseite. Das unbeladene Schiff war von Istanbul nach Kertsch unterwegs. Die achtköpfige Crew wurde von dem Helikopter einer türkischen Fregatte abgeborgen.
Das Patroullienboot „TCK-86 - Sahil Güvenlik“ hatte wegen des hohen Seegangs nicht eingreifen können. Das aufgegebene Schiff war aber offenbar nicht in Gefahr, zu sinken. Es wurde 1981 auf der Peters-Werft in Wewelsfleth als „Pöseldorf“ erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bärbeobachtungsboot auf Grund gelaufen und gesunken
(22.10.16) Das maltesische Kreuzfahrtschiff "Thomson Spirit", 33930 BRZ (IMO-Nr.: 8024014), mit über 1,000 Passagieren an Bord lief am 18.10. gegen acht Uhr auf dem Arade beim Ansteuern des Hafens von Portimão auf Grund. Es konnte rund eine Stunde später von einem Schlepper wieder flottgemacht werden und machte um 9.20 Uhr im Hafen fest. Gegen 19 Uhr setzte es die Reise planmäßig nach Lissabon fort. Unzureichende Ausbaggerungsarbeiten sollen für die Havarie verantwortlich sein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ladung der Silver Sky zerstört
(22.10.16) Am 21.10. war das Feuer auf dem Autotransporter „Silver Sky" in Antwerpen immer noch nicht vollständig gelöscht. Alle Autos auf den Decks 7, 8 und 9 waren zerstört, viele ausgebrannt. Der Schaden am Schiff war auch erheblich. Bis zu 17 Löschfahrzeuge waren am Hafenbecken 6 im Einsatz gewesen. Das Fluten mit CO2 war aber offenbar erfolgreich und die Lage nunmehr unter Kontrolle. Auch am 22.10. sollte das Herabkühlen des Frachters aber fortgesetzt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Vier Vermisste und ein Toter nach Kutterunglück vor China
(22.10.16) Ein Mann kam ums Leben, vier wurden vermisst, nachdem ihr Kutter am Morgen des 21.10. vor der Küste der ostchinesischen Zhejiang-Provinz sank. Das Schiff lag bei Wenling, Taizhou City, vor Anker und hatte 10 Mann an Bord.
Bis zum Morgen des 22.10. wurden sechs Schiffbrüchige geborgen, einer konnte nicht wiederbelebt werden, drei kamen ins Krankenhaus. Die Suchaktion dauerte an.
Quelle:Tim Schwabedissen



„Boa Esperança“ und Steg
(Bild: Puerto de Vigo)   Großbild klick!

Vigo: Karavelle brachte Pier zum Einsturz
(21.10.16) Ruderlos und mit voller Fahrt krachte die portugiesische Karavelle „Boa Esperança“ am 19.10. im Hafen von Vigo in eine Pier des Kreuzfahrtterminals. Der Unfall ereignete sich gegen 20 Uhr, als das Schiff anlegen wollte und einen Maschinenversager des 190-PS-Volvo-Penta-Diesels erlitt. Es rammte mit dem Bug gegen die 35 Meter lange Stahlbrücke, die sofort einstürzte. Noch am selben Tag wurde die versunkene Brücke mit einem Kran wieder gehoben und an Land zur Reparatur abgesetzt.
Die „Boa Esperança“ ist in Lissabon beheimatet und wurde1989-1990 auf der Werft Samuel & Filhos in Vila do Conde erbaut. Sie ist 23,2 Meter lang, 6,6 Meter breit, hat 3,25 Meter Tiefgang und eine Segelfläche von 220 Quadratmetern. Das Schiff wird von der Turismo do Algarve eingesetzt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Garnelenkutter “Ami de la Mer" (Bild: Sophie Quesnel)   Großbild klick!

Kutter kenterte in Trouville
(21.10.16) Am 20.10. begann sich am Vormittag der 15 Meter lange, französische Garnelenkutter “Ami de la Mer - CH736594”, 73 BRZ (MMSI-Nr.: 228952000), am Kai in Trouville-sur-Mer (Calvados) nach Backbord auf die Seite zu legen. Eine halbe Stunde später kenterte das Schiff und sank um 11.50 Uhr. Nur noch die Antennen ragten aus dem Wasser. Es hatte sich zum Unglückszeitpunkt niemand an Bord befunden.
Nach dem Untergang kam es zu einer leichten Wasserverschmutzung. Ein Ölfilm von 200 Quadratmetern wurde mit Ölsperren umgeben und aufgenommen. Das Schiff hatte maximal eine Tonne Diesel in den Tanks. Auch aufgeschwommene Trümmer trieben im Hafen. Die Feuerwehren von Touques und Lisieux kamen mit einem Wasserrettungs- und einem Schadstoffbekämpfungsteam. Am Abend konnte das Schiff mit fallendem Wasserstand ausgepumpt werden. Dann wurde der Zustand des Rumpfes geprüft und der Havarist mit Leinen am Kai gesichert.
Am 21.10. sollte der Trawler in ein Dock geschleppt werden, um die Ursache des Untergangs zu untersuchen. Der Skipper war noch zwei Stunden zuvor an Bord gewesen und hatte nichts Ungewöhnliches festgestellt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Fähre in Cebu
(21.10.16) Ein Feuer brach am 20.10. gegen 14 Uhr im Maschinenraum der philippinischen Fähre "Manila Bay 1", 15771 BRZ (IMO-Nr.: 7326609), aus. Das Schiff wartete auf die Genehmigung der Coast Guard, den Pier 7 der Mandaue Reclamation Area nach Durchzug eines Hurrikans mit Ziel Manila zu verlassen. Der Brand wurde durch Funkenschlag in der Elektrik ausgelöst.
Die 23-köpfige Crew wurde von Kapitän Victor Bayotas alarmiert und begann mit der Brandbekämpfung. Ein Schlepper wurde zur Unterstützung angefordert. Ein Crewmitglied kam mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus.
Die Mandaue City Fire wurde um 14.08 Uhr alarmiert. Zehn Löschfahrzeuge und freiwillige Einsatzkräfte verschiedener Stationen rückten an. Um 14.16 Uhr war der Brand unter Kontrolle, und eine Untersuchung des Schadens wurde eingeleitet. Die Maritime Industry Authority (Marina) inspizierte den Brandort.
Die Fähre ist 162 Meter lang, 21,65 Meter breit, hat sieben Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 3,180 Tonnen. Sie wurde 1973 beim Koyo Dockyard in Mihara, Japan, ebaut und wird von den Gothong Lines betrieben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Autotransporter "Silver Sky" wird gelöscht
(21.10.2016) Der Brand auf dem unter Panama-Flagge laufenden Autotransporter "Silver Sky", 39043 BRZ (IMO-Nr.: 8519722), breitete sich am 20.10. auf zwei weitere Decks aus. Weitere Schlepper mit Löschausrüstung wurden zum Abkühlen des Rumpfes mit ihren Löschkanonen angefordert. Am 21.10. waren die "Tug 80" und "Tug 81" vor Ort im Einsatz. Die Maritime Incident Response Group (MIRG) in Zeeland wurde angefordert, um die mit 17 Löschfahrzeugen zum Hafenbecken 6 ausgerückte Feuerwehr mit dem Cobra-Löschsystem zu unterstützen.
Dabei werden mit Lanzen Löcher in den Rumpf gebrannt und die Innenräume mit einem dadurch eingebrachten Wassernebel abgekühlt. Allerdings erwiesen sich die betroffenen Räume als zu groß, sodass die Kräfte aus Vlissingen unverrichteter Dinge wieder abrücken mussten. Stattdessen pumpte die Antwerpener Feuerwehr 140 Tonnen flüssiges CO2 in die betroffenen Decks, um den Sauerstoff zu verdrängen und so den Brand zu ersticken.
Dieses Verfahren sollte über 24 Stunden dauern. Die Lage im Schiffsinnern war schwer einzuschätzen, weil die Temperatur an einigen Stellen weiter über 60 Grad betrug und die Einsatzkräfte nicht dorthin vordringen konnten. Ein Dutzend Feuerwehrleute beobachtete die weitere Entwicklung.
Am 21.10. gegen Mittag stieg noch weißer, aber kein schwarzer Rauch mehr auf. Der Frachter hatte leichte Steuerbordschlagseite. Der Brand war in einem Auto auf Deck 7 entstanden und schlug dann auf die Decks 8 und 0 über. Der Umfang der Schäden war noch unbekannt, es wurde jedoch angenommen, dass die Ladung Gebrauchtwagen für Afrika zerstört war und auch das Schiff selbst erheblich beschädigt war.
Die “Silver Sky” ist 183 Meter lang, 30 Meter breit, hat acht Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 9,772 Tonnen. Sie wurde 1989 auf dem Jiangnan Shipyard in Shanghai erbaut und läuft für die libanesischen Maritime Management Services. Am 19.1.2016 wurde das Schiff auf Position 03:52 N - 005:33 O rund 37 Meilen südwestlich von Bayelsa, Nigeria, von Piraten in zwei Schnellbooten unter Feuer genommen. Die Crew konnte den Angriff mit Wasserschläuchen nach drei Stunden abwehren. Ein Mann wurde leicht verletzt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bockstiegel-Frachter rettete schiffbrüchige Fischer
(21.10.16) Der 26 Meter lange Thunfischfänger "Jorge Seif Junior" der JS Fished aus Itaqui sank am 20.10. gegen 8.40 Uhr rund 45 Meilen vor Imbituba im südbrasilianischen Santa Catarina State, bei Wellenhöhen von bis zu viereinhalb Metern. Der in der Nähe befindliche, unter Antigua-Barbuda-Flagge laufende Schwergutfrachter "BBC Citrine", 12838 BRZ (IMO-Nr.: 9504748), der Bockstiegel-Reederei in Emden rettete 18 Crewmitglieder aus der See. Einer starb allerdings anschließend.
Sechs Mann wurden bis zum Abend noch vermisst. Die brasilianische Marine mobilisierte einen Helikopter, ein Suchflugzeug der Luftwaffe und das Patroullienboot "Beneventte" aus Rio Grance und richtete ein Suchgebiet von 150 Quadratkilometern ein. Um 12.50 Uhr winschte ein Black Hawk-Helikopter das Crewmitglied Aflíngio Laurindo dos Santos von der "BBC Citrine" auf mit Verdacht auf Rippenbrüchen. Er wurde ins Hospital Celso Ramos in Florianópolis geflogen. Der Schwergutfrachter setzte die Reise von Buenos Aires nach Itaguai fort, wo die Schiffbrüchigen am 21.10. abgesetzt wurden.
Quelle:Tim Schwabedissen



72 Tote und 48 Vermisste nach Fährunglück in Myanmar
(21.10.16) Fünf Tage nach dem Untergang der Fähre „Aung Soe Moe Kyaw 2“ in Myanmar haben Bergungskräfte 72 Tote geborgen. Die Suchaktion wurde am 20.10. beendet. Das Schiff war am 15.10. mit 300 Passagieren an Bord war auf dem Fluss Chindwin in der Sagaing-Region 600 Kilometer nördlich der Hafenstadt Rangun gekentert, nachdem es beim Dorf Mee Chaung Dwing im Kani Township auf einen Felsen gelaufen war. Es war völlig überfüllt gewesen.
An Bord hatten sich vor allem Beamte, Lehrer und Studenten einer nahe gelegenen Universität, die von einer religiösen Veranstaltung zurückkamen, befunden. Vier Besatzungsmitglieder wurden bislang festgenommen, gegen den Eigner und Betreiber der Fähre wurde ein Haftbefehl erlassen. 154 Personen waren gerettet worden, 48 wurden immer noch vermisst.
Nach Angaben der Homalin Vessel Association durfte die “Aung Soe Moe Kyaw 2” nur 36 Fahrgäste transportieren und hatte auch keine Lizenz des Inland Water Transport Department zum direkten Einsatz zwischen Homalin und Monywa. Die “Aung Soe Moe Kyaw 2” wurde 2012 in Dienst gestellt und bediente die Route Homalin-Monywa seit 2013. Zugelassen war sie aber nur für den Dienst Homalin-Mawlaik und Mawlaik-Monywa.
Quelle:Tim Schwabedissen



Norwegisches Rettungsboot muss abgewrackt werden
(21.10.16) Am 20.10. wurde durch die NSSR entschieden, dass das norwegische Rettungsboot "Ægir" (MMSI: 257234500) nicht reparaturwürdig war und abgewrackt werden sollte. Die Schäden waren auch angesichts des Alters von 28 Jahren zu schwer, um es wiederherzustellen. Es war am Abend des 29.9. beim Einsatz vor Tjørveneset in Farsund zwei Mal gekentert und anschließend auf Grund getrieben. Am 5.10. war es von der „Emmi Dyvi“ geborgen und zur Untersuchung zum Båtservice Mandal geschleppt worden.
Die Bilanz des Bootes weist 3,043 gerettete Personen, 2001 Hilfeleistungen für Personen und 4,819 für Fahrzeuge aus. Das Boot der Skomvær-Klasse konnte 24,9 Knoten laufen, war 19,61 Meter lang, 5,7 Meter breit und hatte drei Meter Tiefgang. Es verfügte über eine Schleppleistung von 10 Tonnen und wurde durch eine MAN 2842 LE 413-Hauptmaschine angetrieben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter bei Falmouth gestrandet
(21.10.16) Der 73 Fuß lange Kutter “Lady Patricia” lief am Morgen des 20.10. in der Great Sippewissett-Marsch in einem flachen und mit Felsen durchsetzten Gebiet auf Grund. Die US Coast Guard und das Falmouth Fire Department sowie das Marine and Environmental Services Department wurden um 6:30 Uhr alarmiert. Gegen 11 Uhr sollte ein privates Bergungsunternehmen vor Ort sein und versuchen, den Havaristen bei Hochwasser wieder flottzumachen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ölbekämpfung bei Bella Bella durch Sturm zum Stillstand gebracht
(21.10.16) Das vorherhergesagte schlechte Wetter brachte die Ölbergungsarbeiten am Schlepper "Nathan E. Stewart" am 20.10. zu einem Stillstand. Alle an der Aktion beteiligten kleinen Boote mussten gegen Mittag den Einsatz abbrechen, ebenso die Crews, die die Küste überwachten, Wasserproben nahmen und nach verölten Tieren Ausschau hielten. Bis dahin wurden 88 der insgesamt 200 Tonnen Diesel aus dem Schiff, das eine Woche zuvor im Seaforth Channel rund 20 Kilometer westlich von Bella Bella gesunken war, abgepumpt.
Taucher hatten im Deckenbereich des Maschinenraums zuvor ausgelaufenes Öl entdeckt, das abgesaugt werden sollte, bevor es mit den Treibstofftanks weiter ging. Die Idee, das Wrack mit Ankern zu sichern, damit es sich im Sturm nicht bewegte, wurde verworfen, da kein geeignetes Gerät verfügbar war.
Nach vorübergehender Wetterberuhigung sollte der Wind am 21.10. wieder zunehmen. Am 19.10. war ein Arbeitsboot, das mit einer Barge unterwegs war, unweit der "Nathan E. Stewart" fast gesunken. Es konnte aber mit seiner zweiköpfigen Crew an Land geschleppt werden.
Die „Nathan E. Stewart” war mit der Barge “DBL 55” entlang der Küste von British Columbia unterwegs gewesen, nachdem sie Ölprodukte in Ketchikan, Alaska, abgeliefert hatte. Der Schleppzug passierte den Leuchtturm von Ivory Island, 11.5 Kilometer nördlich von Bella Bella, wo der Kurs nach Südosten hätte geändert werden müssen, um sicher zwischen dem Riff vor Athlone Island und dem Festland hindurchzukommen. Stattdessen lief der Schlepper mit 9,4 Knoten Fahrt geradeaus weiter und damit um 1.13 Uhr auf die Felsen, die zwei der Öltanks aufrissen.
Die Coast Guard rettete rasch die siebenköpfige Crew, während der Schlepper, zunächst noch an der Barge hängend, nach achtern wegsackte und schließlich gänzlich sank. Mit dem ersten Tageslicht waren Boote der Heiltsuk First Nation sowie eine Crew der Western Canada Marine Response Corporation (WCMRC) vor Ort. Die Arbeiter legten binnen 10 Stunden vier 50 Meter lange Ölbarrieren aus und pumpten 6,55 Tonnen Öl vom Schlepper in einen leeren Tank der Barge.
Am Nachmittag wurden 1,000 Meter Ölsperren über die Mündung des Gale Creek ausgebracht, die aber nicht einmal bis zur Nacht hielten und sofort von der Strömung auseinander gezogen wurden. Eine Woche später ist ein doppeltes Sperrsystem in der Lage, das meiste Öl um das Schlepperwrack aufzufangen, und auch die Ersatzsperren vor dem Gale Creek hielten. Das meiste ausgelaufene Öl aber breitete sich weiter aus.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sportboot lief auf Dampferwrack
(21.10.16) Ein Skipper aus Lombard beklagte einen Schaden von mehreren tausend Dollar, nachdem sein 23,5 Fuß langes Motorboot in dieser Woche auf dem Lake Michigan rund 200 Yard vor der Küste auf die Überreste des 1914 gesunkenen Dampfers „Silver Spray“ auflief und abgeschleppt werden musste. Das Wrack war nicht markiert, allerdings sind die oberen Teile, Reste der stabilen Schiffskessel, meistens auf Höhe der 49. Straße über Wasser sichtbar.
Dies war bei der Havarie allerdings nicht der Fall. Dem Skipper war das Wrack nicht bekannt. Er forderte nun, es entweder zu betonnen oder die Gefahrenstelle zu räumen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ein Toter und ein Vermisster bei Tankerexplosion
(21.10.16) Eine Explosion ereignete sich am 20.10. auf dem 100 Meter langen, chinesischen Tanker “Feng Sheng You 8” (IMO-Nr.: 412468750) der Guangdong Dongguan Fenghai Shipping, während er eine Ladung von 3400 Tonnen Naphtha im Basuo Port in Hainan, China, übernahm. Die Feuerwehr rückte mit 50 Einsatzkräften an und konnte den Brand, der anschließend entstanden war, unter Kontrolle bringen und den Rumpf kühlen.
16 Mann der 17-köpfigen Crew wurden evakuiert, einer der Geretteten starb aber später im Krankenhaus. Sieben weitere hatten schwere Verletzungen erlitten. Ein Mann wurde noch vermisst.
Quelle:Tim Schwabedissen



Brandstiftung und Versicherungsbetrug nach Frachterbrand im Roten Meer vermutet
(21.10.16) Der unter Tansania-Flagge laufende Frachter "Navi Moon", 2206 BRZ (IMO-Nr.: 8326890), geriet am 20.10. im Roten Meer rund 13 Meilen südlich von Ghalib unweit des Strandes von Marsa Alam in Brand. Als Fahrtziel hatte er Suez ausgewiesen. Es wurde kein Notsignal gesendet, die 13-köpfige Crew ging in ein Rettungsboot und wurde von dem Touristenboot "Safaga Star" aufgenommen. Einige hatten Verbrennungen erlitten.
Die Aufbauten des Frachters wurden vom Feuer zerstört, und nach bisher unbestätigten Berichten sank er inzwischen. Die ägyptischen Behörden gingen von Brandstiftung aus, um die Versicherungssumme für das Schiff zu bekommen. Es war am 7.10. aus Port Sudan ausgelaufen und hatte am 11.10. bei Ghalib Anker geworfen, wo sie jetzt in Brand geriet. Das letzte AIS-Signal wurde am 14.10. ausgestrahlt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Scan U-Boot “UB-85” (Bild: Western Link Project)   Großbild klick!

UB 85 gefunden, Meeresmythos aufgewärmt
(20.10.16) Das deutsche U-Boot “UB-85” liegt seit fast 100 Jahren bis auf Schäden am Heck ziemlich intakt auf dem Meeresgrund 20 Kilometer der Halbinsel von Stranraer in Südwest-Schottland, wo es am 30.4.1918 sank, nachdem es unter Feuer von HMS „Coreopsis“ gekommen war. Das 45 Meter lange, 1916 in Bremen erbaute Schiff wurde jetzt in 104 Metern Tiefe von den Ingenieuren des Western Link Project, das eine Stromtrasse von schottischen Windparks nach England und Wales verlegt, entdeckt.
Das Boot war vor seiner Versenkung im Schutz der Dunkelheit aufgetaucht, um die Batterien für den Betrieb der Dieselmotoren routinemäßig aufzuladen. HMS “Coreopsis” befand sich in der Nähe auf Patroullie. Als deren Crew das Boot entdeckte, ging dieses in einem Alarmtauchgang auf Tiefe.
In der Eile konnte aber die Luke des Turms nicht mehr richtig verschlossen werden, sodass Wasser eindrang. Dies war eine tödliche Gefahr für die Crew, weil sich Chlorgas entwickelt hatte, als das Wasser die Batterien erreichte. Deshalb musste das Boot eilends wieder auftauchen und wurde von den Briten anschließend unter Feuer genommen.
Die 34-köpfige Crew, von denen einige Männer bereits Vergiftungserscheinungen zeigten, musste aufgeben. Der Chefingenieur versenkte das Boot noch selbst, ehe die gesamte Crew in Kriegsgefangenschaft ging. Dies ist die historisch wahrheitsgetreue Überlieferung.
Über das Ende des Bootes kursierte aber lange Zeit Seemannsgarn, das nach der Entdeckung ohne weitere Recherche in einigen Medien eifrig neu gesponnen wurde. Das Boot habe keine Anstalten gemacht, um abzutauchen, und die Mannschaft habe sich ohne Kampf ergeben. An Bord der HMS „Coreopsis“ habe der Kapitänleutnant Günther Krech im Verhör gesagt, ein Seeungeheuer habe das Schiff angegriffen und dabei derart beschädigt, dass ein Tauchgang nicht mehr möglich gewesen sei.
Das Boot habe starke Steuerbordschlagseite entwickelt, doch nach Beschuss durch die Deckskanone habe das Monster das Deckgeschütz losgelassen und sei geflüchtet. Diese Erzählung gehört schon seit Langem zur Marinefolklore: Es sei möglich, dass eine große Meereskreatur ein Unterseeboot außer Gefecht setzte, sagte Gary Campbell vom "Official Sightings Register of the Loch Ness Monster".
Die Gegend, wo der Angriff stattgefunden hat, kenne viele Sichtungen von Seeungeheuern. Für Innes McCartney, Historiker und Marinearchäologe an der Universität von Bournemouth, ist die Geschichte ein Mythos, der von leichtgläubigen Journalisten am Leben gehalten wurde, die sich mit Seebären unterhalten haben, die zu viel getrunken hätten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kollision vor Dardanellen
(20.10.16) Der unter Komoren-Flagge laufende Frachter "Princess Maria", 3622 BRZ (IMO-Nr.: 7528556), kollidierte am 19.10. um 4.10 Uhr mit dem unter Panama-Flagge registrierten Bulkcarrier "Karaagaç", 32474 BRZ (IMO-Nr.: 9353216) im Eingang der Dardanellen. Beide Schiffe kamen auf gleichem Kurs vom Mittelmeer, als die "Princess Maria" mit dem Steuerbordbug gegen die Backbordseite des Bulkcarriers stieß.
Sie kam von Iskenderun und war nach Kertsch unterwegs, die "Karaagaç" befand sich auf der Reise von Suez nach Bandirma. Beide Schiffe wurden angewiesen, zu den notwendigen Untersuchungen vor Bozcaada in Çanakkale Anker zu werfen. Die Verkehrszentrale entsandte den Schlepper "Kiyi Emniyeti-9 " zur Kontrolle auf mögliche Umweltschäden.
Quelle:Tim Schwabedissen



brennender Garnelenkutter (Bild: Aransas Pass Police)   Großbild klick!

Kutter vor Aransas Pass in Flammen aufgegangen
(20.10.16) Ein Garnelenkutter aus Rockport ging am 19.10. gegen sieben Uhr vor Aransas Pass in Flammen auf. Die Polizei fand das Schiff auf dem Intercoastal Canal zwischen Palm und Cove Harbor in Vollbrand vor. Es trieb dann an der Turtle Bayou Road aufs Ufer.
Die Feuerwehren von Firefighters from Aransas Pass, Rockport und Fulton wurden alarmiert. Auch ein Löschboot des Rockport Volunteer Fire Department rückte zur Brandbekämpfung an. Die Coast Guard und Texas Parks and Wildlife assistierten bei den Löscharbeiten.
Der Skipper selbst erlitt eine Rauchgasvergiftung und leichte Verletzungen, als er zunächst versucht hatte, selbst die Flammen zu ersticken. Er wurde von einem anderen Schiff rechtzeitig gerettet. Er sagte, das Feuer sei beim Generator entstanden, als der Kutter zum Bunkern in Richtung Conn Brown Harbor unterwegs war. Die U.S. Coast Guard und das Texas General Land Office leiteten eine Untersuchung ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Autofrachter in Antwerpen
(20.10.16) Am 20.10. um 1:50 Uhr brach auf einem der Ladedecks des unter Panama-Flagged laufenden Autotransporters "Silver Sky", 39043 BRZ (IMO-Nr.: 8519722), im Hafen von Antwerpen ein Feuer aus. Das Schiff lag seit dem Eintreffen aus Hamburg am 12.10. an Liegeplatz 340 im Hafenbecken 6 gegenüber des Churchill-Docks und hatte eine Ladung Gebrauchtwagen für Afrika übernommen. Dichte Rauchwolken zogen über das Hafengebiet und bis hin nach Westmalle, wo in einem Schwesternwohnheim Feueralarm ausgelöst wurde.
Vier Schlepper wurden gegen zwei Uhr zu Hilfe gerufen, und die "Tug 22", "Tug 40", "Tug 80" und "Tug 81" kühlten den Rumpf von der Seeseite her. Die 24-köpfige Crew wurde evakuiert und in der Stadt untergebracht. Die Feuerwehr konnte stundenlang nicht auf das brennende Deck vordringen. Erst in den Morgenstunden gelang es, den Brand unter Kontrolle zu bekommen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei Segler in Donegal gerettet
(20.10.16) Zwei Männer wurden am Morgen des 19.10. von einer 45 Fuß langen kanadischen Yacht vor der Küste von Donegal aus der Luft abgeborgen. Das Boot war in schwerer See auf Felsen bei St. John’s Point getrieben worden. Das RNLI-Boot aus Arranmore kam nicht dicht genug an das leckgeschlagene Schiff heran. Auch die Kräfte der Killybeg Rescue scheiterten von Land her. Um 4.1 5Uhr kam der Hubschrauber Rescue 118 der Irish Coast Guard in Sligo und rettete die Segler.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Luxusyacht in Vlissingen
(20.10.16) Auf einer Luxusyacht, die an einer Werft in Amels in Vlissingen lag, brach am 19.10. gegen 10 Uhr ein Feuer aus. Es lag an einem Kai am Koningsweg. Kunststoff war in Brand geraten. Die Betriebsfeuerwehr hatte das Feuer aber schon nach 20 Minuten gelöscht. Die Feuerwehr von Vlissingen rückte mit zwei Fahrzeugen an und assistierte beim Lüften der Innenräume.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kühlpumpe sorgte für Wassereinbruch
(20.10.16) Am 19.10. geriet der Kutter “Viking” aus bei St. John's durch einen Wassereinbruch in Seenot. Die Kühlpumpe hatte begonnen, Wasser anzusaugen. Die zweiköpfige Crew alarmierte um 12:15 Uhr die Coastguard, als sich ihr Schiff bei Long Pond-Manuels befand.
Sie stoppten die betroffene Maschine, konnten mit der anderen aber auf die Küste zuhalten. Die kanadische Coast Guard und die Royal Canadian Marine Police waren zu einem Tauchtraining gerade mit einem Boot in der Nähe und eskortierten das Schiff die 13 Meilen nach St. John's zurück.
Quelle:Tim Schwabedissen



Thunfischkutter in Teilen geborgen
(20.10.16) Bei der Bergung des 35 Fuß langen Thunfischkutters “Laurie Ann” aus 20 Fuß Tiefe wurde das Wrack in der Mündung des Merrimack River am Nachmittag des 19.10. in zwei große Teile zerbrochen und stark versandet aufgefunden. Es lag 200 Yards vor dem Parkplatz der Salisbury Beach Reservation. Das Schiff war am Abend des 17.10. in stürmischer See gekentert.
Zwei Tage darauf machte sich Towboat U.S. mit zwei Booten gegen 11.30 Uhr an der Bridge Marina in Salisbury bereit für die Bergung. Drei Taucher stiegen ab und fanden das Ruderhaus vom Rumpf abgerissen vor. Sie brachten Hebesäcke am Rumpf an. Vorher wurden Ölleitungen und Tanks abgedichtet. Gegen 14 Uhr waren die Auftriebskörper am Wrack fixiert. Es wurde dann entschieden, es unter Wasser zum Ufer abzuschleppen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bergung gesunkener Fähre in Puerto La Cruz kommt nur langsam voran
(20.10.16) Die Bergung der Katamaranfähre "Carmen Ernestina " in Puerto La Cruz gestaltete sich mühsam. Nachdem das Schiff vor 10 Tagen bei starkem Wind gegen den Kai geschlagen und aufgerissen worden war, konnte der beschädigte Rumpf bislang nur 1,5 Meter angehoben werden. Es wurde versucht, die Risse abzudichten. Am 20.10. sollten weitere Optionen untersucht werden, z.B. Hebeballons an Backbordseite anzubringen. Da der Umfang der Schäden unklar war, gab es keine Zeitschiene für die weiteren Bergungsarbeiten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ölleichtern im Seaforth Channel wegen Sturms unterbrochen
(20.10.16) Stürmisches Wetter verzögerte am 19.10. das Abpumpen des verbliebenen Diesels aus dem gesunkenen Schlepper "Nathan E. Stewart". Bis dahin waren 88 Tonnen von insgesamt rund 200 Tonnen aus dem im Seaforth Channel, rund 20 Kilometer westlich von Bella Bella liegenden Schiffes geleichtert worden. Wegen stürmischer Winde musste die Arbeit dann unterbrochen werden.
Ein Boot, das bei den Reinigungsarbeiten eingesetzt wurde, geriet selbst in Schwierigkeiten. Nachdem eine Welle über das Schiff geschlagen war, musste es geborgen werden. Die Sorge war, dass sich der Schlepper im Sturm bewegen und dabei mehr Öl auslaufen könnte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Losgerissene Bargen werden nach Hurrikan Matthew geborgen
(20.10.16) Zwei 140 Fuß lange Bargen der PCL Civil Contractors, die sich am 9.10. um 13.50 Uhr im Hurrikan Matthew von einer acht Meilen südwestlich der Bonner Bridge-Brückenbaustelle losgerissen hatten und 20 Meilen den Pamlico Sound hinabtrieben, ehe sie nördlich bzw. südlich von Avon in einer Distanz von sieben Meilen zueinander strandeten, wurden nun geborgen. Die Bergung der ersten Barge mit 200 Gallonen Diesel und 200 Gallonen Hydrauliköl zwischen Avon und dem Canadian Hole sollte am 19.10. beginnen und am 21.10. abgeschlossen werden.
Die andere Barge, die beim Weakfish Drive in Nord-Avon lag, hatte 300 Gallonen Diesel und 100 Gallonen Hydrauliköl an Bord. Beide Bargen lagen stabil auf Grund. Die an Deck gelagerte Ausrüstung wurde in den vergangenen Tagen gesichert. PCL nahm für die Bergung die Center Lift in Louisiana unter Vertrag.
Sie wollen Rollen unter die Bargen bringen, auf denen sie mit der Kraft von Winschen einer 1500 Fuß entfernt im Sund verankerten Barge zurück ins Wasser gezogen werden. Dann sollen die Ausreißer von Schleppern nach Cape Channel und von dort weiter zu ihrem Ankerplatz im Pamlico Sound 23 Meilen nördlich von Avon gebracht werden. Die Ausrüstung wird separat zur Brückenbaustelle gebracht.
Die Bergungspläne wurden mit der U.S. Coast Guard, dem U.S. Army Corp of Engineers, dem N.C. Division of Coastal Management (NCDCM), der N.C Division of Water Resources, dem N.C. State Historic Preservation Office, und dem National Park Service abgestimmt und werden von zwei Mitgliedern des Marine Safety Center SERT (Salvage Engineering Response Team) sowie dem Park Service überwacht. Binnen einer Woche sollten beide Bargen zurück an der Brückenbaustelle sein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ruderhaus der „Tanja Deymann 1" (Bild: Polizei Rheinland-Pfalz)   Großbild klick!

Binnentanker kollidierte mit Brücke in Schweich
(19.10.16) Der deutsche Binnentanker „Tanja Deymann 1", 1644 ts (EU-No.: 02333403), kollidierte auf Höhe Schweich an der Mosel mit dem mittleren Brückenbogen der dortigen Straßenbrücke. Das unbeladene Tankschiff mit angekoppeltem Schubleichter kam bei der Passage des mittleren Brückenjochs vom Kurs ab und stieß mit der Backbordseite des Ruderhauses gegen den Brückenbogen. Dabei wurde das Dach komplett abgerissen.
Der Schiffsführer und seine Ehefrau, die sich zum Zeitpunkt des Unfalls im Ruderhaus aufhielten, konnten sich noch rechtzeitig vor den umherfliegenden Glassplittern und Trümmerteilen hinter den Armaturen in Sicherheit bringen. Beide blieben unverletzt. Durch das Wasser- und Schifffahrtsamt Trier wurde die Weiterfahrt des Schubverbandes aber vorläufig untersagt.
Die Stabilität der Straßenbrücke wurde ersten Untersuchungen zufolge nicht beeinträchtigt. Bei der Havarie entstand ein Sachschaden von rund 100 000 Euro.
Die “Tanja Deymann 1” ist 84,3 Meter lang, 9,6 Meter breit und hat 3,15 Meter Tiefgang. Sie wurde 2010 beim TeamCo Shipyard, Heusden, für die Reederei Deymann in Haren/Ems erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



„Nathan E. Stewart“ gesunken (Bild: Canadian Coastguard)   Großbild klick!

Kampf gegen Bedrohung des Great Bear Rainforest durch Öl geht weiter
(19.10.16) Rund um die Uhr gingen die Arbeiten weiter, eine Dieselölverschmutzung der Gewässer nahe Bella Bella, British Columbia, zu verhindern, nachdem der 29 Meter lange Schubschlepper „Nathan E. Stewart“ der Kirby Offshore Marine ATB aus Houston in der Einfahrt des Seaforth Channel am Morgen des 13.10. auf Grund gelaufen und später gesunken war. Am 17.10. wurde die angekoppelte Ölbarge „DBL 55“ weggeschleppt und in der Mündung des nahen Dundavan Inlet verankert.
Die kanadische Coast Guard arbeitete gemeinsam mit Kirby, der Western Canada Marine Response Corporation, Vertretern von Heiltsuk First Nation und anderen an der Bergung des Schleppers. Von diesem ragte nur noch der obere Steuerstand aus dem Wasser. An Bord der “Nathan E. Stewart” waren zum Unglückseitpunkt 59,924 Gallonen Diesel. Es war noch gelungen, 6,554 Gallonen davon in einen Tank der Barge umzupumpen, bevor die Pumpen versagten, als Wasser in den Maschinenraum lief.
Außerdem waren 639 Gallonen Ölabfall, 550 Gallonen Hydrauliköl, genauso viel Getriebeöl und 969 Gallonen kontaminierten Bilgenwassers an Bord. Die Berger begannen am Abend des 17.10. mit dem Hottapping. Das Leichtern des verbliebenen Kraftstoffs sollte 40 Stunden dauern und günstigenfalls am 19.10. beendet werden. Bis zum 18.10. gegen sechs Uhr waren 6200 Gallonen geleichtert. Ein Ölfilm aus ausgelaufenem Diesel war unweit der Wrackposition sichtbar und trieb auch außerhalb der Ölschlängel an der Südseite des Seaforth Channel und der Mündung des Gale Channel. Verölte Tiere wurden bislang nicht gefunden.
Die konkreten Bergungspläne wurden durch die Coast Guard noch ausgearbeitet. Die Region, in der der Schlepper sank, ist Teil des ökologisch sensiblen Great Bear Rainforest. Die Heiltsuk First Nation geht hier traditioneller Fischerei nach und befürchtete negative Auswirkungen auf den Fisch- und Muschelbestand.
Bereits am 14.10. hatte Fisheries and Oceans Canada die Fischerei in der Gegend untersagt. Den Betreibern der "Nathan E. Stewart" wurde unterdessen die Genehmigung entzogen, Transporte ohne Lotsenberatung durch den Seaforth Channel durchzuführen. Dies betraf alle Schiffe der Kirby Corporation. Das Transportation Safety Board setzte die Untersuchungen zu den Ursachen der Havarie fort.
Quelle:Tim Schwabedissen



Anzahl der Opfer von Fährunglück in Myanmar steigt weiter
(19.10.16) Nach den Untergang der Fähre “Aung Soe Moe Kyaw 2 “am 15.10. auf dem Chindwin River sind bislang nun 48 Tote aus dem Fluss gezogen worden. Die Anzahl der Opfer könnte aber über 100 betragen. Denn rund 80 Passagiere wurden noch vermisst, darunter viele Studenten, die auf der Heimreise zu einem buddhistischen Feiertag waren. Mit schwerem Gerät wurde das Wrack der 40-Tonnen-Fähre am 19.10. gehoben.
Darin wurden bislang fünf weitere Tote geborgen, die Anzahl dürfte sich aber noch erhöhen. Das Schiff war mit 300 Personen an Bord stark überladen, als es von Homalin nach Monywa, rund 130 Kilometer westlich von Mandalay, der zweitgrößten Stadt in Myanmar, ablegte.
154 Personen konnten sich retten. Vier Mann der Crew wurden verhaftet, ein weiteres Crewmitglied und der Eigner noch auf der Flucht. Fähren in Myanmar sind häufig in schlechtem Zustand und verkehren überladen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wangerooge: Kritik nach Havarie der Harlingerland von DB und WSV zurückgewiesen
(19.10.16) Nach der Zwangspause der Fähre "Harlingerland" vor Wangerooge bemängelten viele Fahrgäste die aus ihrer Sicht unzureichende Informationsvermittlung der Deutschen Bahn, die die Fähre betreibt. Fahrgäste kritisierten zudem, dass es zu wenig Essen und Trinken gegeben habe. Nach der Durchsage des Kapitäns, dass das Schiff auf die Flut warten müsse und dies bis Mitternacht dauern könne, weswegen es für alle Gäste kostenlose Getränke und Essen gäbe, wurde das Bordbistro regelrecht gestürmt.
Die Folge – um 19 Uhr waren die gesamten Vorräte wie Bockwürste und Kaltgetränke erschöpft. nur warme Getränke standen noch zur Verfügung. Allerdings hatten sich viele Passagiere auch selbst etwas mitgebracht und teilten dies mit anderen Fahrgästen. Kurzzeitig musste allerdings dann auch der Kaffeeautomat ausgeschaltet werden. Der Notstrom wurde aktiviert, um wenigstens die Grundversorgung zu gewährleisten, und die Fahrgäste saßen deshalb fortan im Halbdunkeln. Die volle Stromversorgung hätte zur Folge gehabt, dass es nach einigen Stunden gar keinen Strom mehr gegeben hätte. Dennoch blieben die Passagiere im Wesentlichen entspannt.
Als kurz vor Mitternacht ausreichend Wasser unterm Kiel war, gingen manche Fahrgäste auf das obere Deck und winkten den Rettungskräften des Rettungsboots „Wilma Sikorski‘ zu. Ein erster Versuch der "Wilma Sikorski", die "Harlingerland" aus dem Schlick zu ziehen, war am späten Nachmittag des 19.10. gescheitert. Der Wasserstand war niedriger gewesen als vorhergesagt, weil der Wind plötzlich gedreht hatte und der Ostwind das Wasser aus der Fahrrinne drückte.
Die Deutsche Bahn wies die geäußerte Kritik zurück. Die Vorräte an Bord seien nicht mehr so umfangreich gewesen, weil es die letzte von vier Fahrten des Tages gewesen sei. Die Fähre dürfe nur so viel Proviant an Bord haben, wie sie auch ordnungsgemäß lagern könne. Die Fahrgäste seien gegen 16 Uhr informiert wurden, dass das Schiff nicht weiterfahren könne.
Man den Fahrgästen zudem angeboten, die Hotelkosten zu übernehmen. 19 Gäste hätten davon Gebrauch gemacht, nachdem das Schiff um 00.35 Uhr in Harlesiel festgemacht hatte.
Für Juists Insel-Bürgermeister Dietmar Patron und seinen Amtskollegen Dirk Lindner auf Wangerooge stand als Ursache der Havarie bereits vor den Untersuchungen fest, dass die Fahrrinnen immer mehr und immer schneller verschlickten. Deshalb müsse mehr ausgebaggert werden. Das Fahrwasser nach Wangerooge war im April nach sieben Jahren auf 2,25 Meter Wassertiefe ausgebaggert worden. Lindner hatte aber drei Meter gefordert, was aus Gründen der Naturverträglichkeit und wegen zu hoher Kosten nach einer Machbarkeitsstudie abgelehnt worden war Die Havarien haben sich nach Wahrnehmung der DGzRS in der Tat gehäuft. Im Januar saßen 700 Menschen auf der "Frisia II" vor Juist fest, wenige Monate zuvor war die "Flinthörn" vor der Insel Langeoog mit knapp 130 Schülern und Lehrern an Bord aufgelaufen.
Vor den Inseln sind Bund und Land in unterschiedlichen Abschnitten für die Instandhaltung der Fahrwasser zuständig. Die landeseigene Niedersachsen Ports GmbH & Co. KG (NPorts) kümmert sich um die Bereiche der Häfen, der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) um die Außentiefs vor dem Festland. Für die Fahrrinnen im Bereich dazwischen ist die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) des Bundes zuständig.
Den Vorwurf, die Behörden schöben die Verantwortung hin und her, will man bei der WSV so nicht stehen lassen. Dort, wo die „Harlingerland“ auf Grund gelaufen war, habe die Fahrrinne eine hinreichende Wassertiefe gehabt. Die Möglichkeit eines Trockenfallens sei für die Schifffahrt im Wattenmeer ohnehin alltäglich und allgegenwärtig, sagte die WSV.
Besondere Schwerpunkt-Orte gebe es dabei nicht: Das gesamte Ostfriesische Wattenmeer sei durch schmale, flache und sich ständig intensiv morphologisch verändernde Fahrwasser geprägt. Es gehöre zu den Aufgaben der Kapitäne, sich über den aktuellen Fahrwasserverlauf und Wasserstand zu informieren.
Die Kritik an den Behörden sei auch allgemein unzutreffend. Die zuständigen Wasserstraßen- und Schifffahrtsämter Wilhelmshaven und Emden stimmten sich bezüglich der Baggerungen regelmäßig mit den für die anderen Bereiche zuständigen Behörden und Betrieben ab.Die Mutmaßungen, dass der Kapitän der „Harlingerland“ auf seinem Weg nach Harlesiel das Fahrwasser Richtung Westen verlassen hat und deshalb auf die Sandbank aufgesetzt haben könnte, gingen aber offenbar auch fehl. Es sei reines Pech gewesen, hieß aus dem Verkehrsministerium.
Wegen der Veränderungen des Fahrwasserverlaufs erfolge derzeit eine Neubetonnung des Fahrwassers durch das Wasser- und Schifffahrtsamt Wilhelmshaven. Im Bereich der Grundberührung war die Neubetonnung noch nicht abgeschlossen. Der Kapitän habe sich strikt an die vorhandene Betonnung gehalten, die aber nicht mehr dem Verlauf entsprach. Auf Wangerooge hieß es indes, es wisse doch jeder, dass dort eine Tonne fehle.
Am 18.10. blieb das Schiff im Hafen von Harlesiel, wo es von den zuständigen Behörden untersucht wurde. Am Nachmittag nahm die „Harlingerland“ den Betrieb dann wieder auf. Die Rümpfe der Fähren sind dafür ausgelegt, auf Sand aufzusetzen, von daher war die Gefahr eines Schadens nicht allzu groß gewesen.
Die „Harlingerland“ entstand 1979 bei der Gebr. Schürenstedt KG, Berne. Sie wurde am 26.5. an die Harle Reederei Warrings, Carolinensiel, abgeliefert und fuhr zunächst als Butterkreuzer von Wilhelmshaven aus. Nach einer Probefahrt von Wangerooge aus im März 1982 wurde sie im April bei der Elsflether-Schiffswerft umgebaut und ging in Bareboat-Charter für den Schiffsdienst-Inselbahn, Wangerooge, zum Einsatz auf der Route Wangerooge - Harlesiel.
Im Juli 1985 kam es zu einem Kollisionsschaden beim Anlegen in Wangerooge, der auf der Elsflether-Schiffswerft ausgebessert wurde. Am 13.1.1987 wurde der Rumpf auf der Fahrt Wangerooge – Hooksiel durch Eisgang beschädigt, am 14.1. ging es wieder zur Reparatur zur Elsflether Schiffswerft.
Die „Harlingerland“ ist 46,46 Meter lang, 8,54 Meter breit und hat 1,41 Meter Tiefgang bei einer Tragfähigkeit von 203 Tonnen. Sie kann bis zu 704 Passagiere befördern.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter vor Maoming im Sturm abgeschleppt
(19.10.16) Der 52 Meter lange, chinesische Frachter "Hong Xing 1", (MMSI-Nr.: 412410420) geriet am 17.10. mit einer Ladung von 978 Tonnen Stahl in stürmische See vor Maoming im Südchinesischen Meer und erlitt Maschinenausfall. Die Crew warf Anker, doch dieser hielt nicht im Grund, und der Frachter ging auf Drift. Nachdem ein Notsignal gesendet worden war, schickte das Maoming Emergency Center einen Schlepper vom Petrochemischen Terminal.
Die siebenköpfige Crew wurde abgeborgen und dann der Havarist nach Maoming abgeschleppt, wo er gegen 19 Uhr im Shui Dong Port festgemacht wurde. Das Kümo war unterwegs von Shanghai nach Zhanjiang.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bulkcarrier nach 10 Tagen vor Sandakan wieder flottgemacht
(19.10.16) Der unter Panama-Flagge laufende Bulkcarrier "VSG Glory", 6290 BRZ (IMO-Nr.: 9103025), der am 9.10. vor Sandakan auf Grund gelaufen war, konnte am 18.10. von dem unter Malaysia-Flagge laufenden Schlepper "Tun Azizan" (IMO-Nr.: 9169873) wieder flottgemacht werden und verholte in Richtung des nahe gelegenen, malaysischen Hafens Sandakan zu den notwendigen Untersuchungen. Am Abend warf er Anker auf der Außenreede von Sandakan.
Quelle:Tim Schwabedissen



Baggern in Mannheim nach Havarie der Sirene
(19.10.16) Nachdem auf dem Rhein in Mannheim das 110,20 Meter lange, französische Binnenschiff „Sirene“ (ENI-Nr.: 04402870) nach fast einer Woche bei Flusskilometer 426,2 festgesteckt hatte, stellte nun das Baggerschiff „Biber“ der Mannheimer Hafengesellschaft die notwendige Wassertiefe vor der Kaimauer auf Höhe des Raiffeisen-Speichers wieder her.
Am 17.10. gegen 18 Uhr konnte die „Sirene“ flottgemacht werden, nachdem die Ladung von 900 Tonnen Dünger zur Hälfte geleichtert worden war, um den Tiefgang zu verringern. Dann fuhr der Havarist mit einem Lotsen an Bord zur rheinland-pfälzischen Rhein-Seite, wo die Restladung gelöscht wurde.
Anschließend fuhr die „Sirene“ in Richtung Seltz im Elsass weiter. Gegen den Schiffsführer wurde durch die Wasserschutzpolizei ein Ermittlungsverfahren eingeleitet, weil es trotz der navigatorischen Warnungen zu der Havarie gekommen war und weil er gemeinsam mit einem zweiten Schiffsführer nachts versucht hatte, das Schiff ohne behördliche Genehmigung freizubekommen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter ein halbes Jahr nach Untergang vor Punta Sendardo geborgen
(19.10.16) Am Nachmittag des 18.10. erschien das Wrack des spanischen Kutters “Rosinella” in den Hebestropps eines Krans der Orca Commercial Diving aus Ponza der aus 62 Metern Tiefe kommend wieder an der Wasseroberfläche. Das Wrack wurde dann nach Gaeta gebracht, Vorangegangen waren einwöchige Vorbereitungsarbeiten, die durch schlechtes Wetter und technische Probleme verkompliziert worden waren. Am 19.10. sollte das Wrack durchsucht werden in der Hoffnung, den weiter vermissten Kapitän in seinem Innern zu finden.
Das Schiff war am 19.4. aus Riviera de Formia mit seinem Skipper Giulio Oliviero, 44, aus Herculaneum a und den beiden Tunesiern Khalifa und Saipeddine Sassi, Vater und Sohn im Alter von 60 und 25 Jahren, ausgelaufen. Der 28-Tonner war dann acht Meilen südlich von Punta Stendardo vor der Bucht von Domizia samt seiner Crew verloren gegangen. Durch die Bergung sollte Licht in die Ursache des Untergangs gebracht werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter vor Cabo del Este weiter kieloben
(19.10.16) Schlechte Wetterbedingungen verhinderten einen neuerlichen Versuch des Zivilschutzes in Los Cabos, das Wrack des Kutters „Mariano Pérez X“, der im Hurrikan Newton vor der Küste von Cabo del Este kenterte, mit Bulldozern und Stahltrossen aufzurichten. Im Innern könnte sich noch das fünfte Crewmitglied befinden.
Das Schiff war bereits teilweise versandet, und der Sand war weggebaggert worden, doch die eigentliche Bergung konnte noch nicht erfolgen. Allerdings wurden Trümmer im Bereich von Cabo Pulmo aus dem Wasser geholt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fast 100 Jahre altes U-Boot-Wrack von Scottish Power entdeckt
(19.10.16) Das Wrack eines deutschen U-Boots, das 1918 gesunken ist, wurde vor Galloway von Ingenieuren, die für das Projekt Western Link der Scottish Power Transmission und des National Grid die Verlegung Starkstromkabel zwischen Ayrshire und dem Wirral vorbereiten, auf dem Meeresgrund entdeckt. Es könnte sich bei dem mit Sonar untersuchten Schiff um „UB-85“ handeln, die von HMS „Coreopsis“ seinerzeit versenkt wurde. Historiker kannten bislang die Positionen von 12 britischen und deutschen U-Booten in der Irischen See, das Schicksal anderer ist bis heute noch unbekannt.
Sie bestätigten, dass es sich bei dem Wrack um ein Boot der UBIII-Klasse handele, von denen zwei in dem Seegebiet sanken, neben der „UB-85“ noch das Schwesterboot „UB-82“. Das Wrack wurde 120 Meter nordwestlich der geplanten Route des Stromkabels vor der Küste von Stranraer gefunden. Es ist gut erhalten, 45 Meter lang und hat Schäden am Heck.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter nach Rettung der Crew gesunken
(19.10.16) Der 35 Fuß lange Thunfischkutter “Laurie Ann“, der am 17.10. gegen 19 Uhr in der Mündung des Merrimack River kenterte, ist auf rund 15-20 Fuß Wassertiefe gesunken. Die zweiköpfige Crew war im Wasser gelandet, als ihr Schiff in stürmischer See mit bis zu sechs Fuß hohen Wellen umschlug, und wurde von dem Charterkutter „Lady Suzanne“ aus Salisbury gerettet.
Ein 47-Fuß-Boot der Merrimack River Station der Coast Guard in Newburyport traf wenig später ein und leistete erste Hilfe, bevor die beiden Fischer zur Water Street Station gebracht wurden. Zu der Zeit ragte noch der Bug der „Laurie Ann“ aus dem Wasser, der inzwischen aber auch verschwand.
Quelle:Tim Schwabedissen



600000-Dollar-Powercat halb gesunken
(19.10.16) Die Marine Rescue Hervey Bay wurde am 17.10. alarmiert, nachdem eine 13 Meter lange Power Cat auf Grund gelaufen und halb gesunken war. Der Steuerbordrumpf des 600,000 Dollar werten Katamarans ragte noch aus dem Wasser. Das Boot war bei Niedrigwasser auf Grund geraten und leckgeschlagen, als der Skipper versuchte, es nach dem Anker lichten zu befreien. Der Seegang ließ den Rumpf aufschlagen, sodass ein Riss entstand.
Quelle:Tim Schwabedissen



Taucherschiff in Darwin getaucht
(19.10.16) In Darwin sank ein 14 Meter langes Taucherschiff am 19.10. gegen acht Uhr. Es befand sich niemand an Bord, als es auf sechs Metern Wassertiefe wegsackte. Taucher wurden gerufen, ein Leck, aus dem Öl auslief, abzudichten. Ölsperren wurden ausgelegt und der Schaden am Rumpf untersucht. An Bord des einstigen Marinetenders waren 40 Liter Diesel.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre "Harlingerland" sitzt auf (Bild: DGzRS)   Großbild klick!

Wangerooge:Fähre auf Grund gelaufen
(18.10.16) Die deutsche Fähre "Harlingerland", 477 BRZ (IMO-Nr.: 7904592), lief am Nachmittag des 17.10. im Wattenmeer zwischen Wangerooge und Harlesiel auf Grund. Gegen 16.15 Uhr alarmierte die Besatzung der Fähre die DGzRS. Die Wangerooger Freiwilligen-Crew lief mit dem Seenotrettungsboot „Wilma Sikorski“ aus.
Die gut 46 Meter lange „Harlingerland“ war nur etwa eine Seemeile südlich des Wangerooger Fähranlegers auf dem Weg nach Harlesiel festgekommen. An Bord befanden sich 286 Menschen. Im Falle eines erkrankten fünfjährigen Jungen handelten die Seenotretter umgehend: Sie übernahmen das Kind samt seinem Vater und brachten beide zurück nach Wangerooge. Aufgrund des ungewöhnlich niedrigen Wasserstandes konnte selbst die flachgehende „Wilma Sikorski“ den Hafen von Harlesiel nicht mehr anlaufen.
Auf der Insel hatte nun der Landrettungsdienst zu entscheiden, ob der Junge mit einem Hubschrauber ans Festland geflogen werden musste. Wegen des weiter fallenden Wasserstandes gelang es in einem ersten Anlauf unterdessen nicht, die Fähre wieder freizuschleppen. Seit 19 Uhr waren Essen und kalte Getränke ausgegangen. Gegen 23 Uhr am späten Abend starteten die Seenotretter bei auflaufendem Wasser einen weiteren, nunmehr erfolgreichen Versuch, das Schiff wiedre flottzumachen. Gegen Mitternacht gelang es, die „Harlingerland“ freizuschleppen. Die Inselfähre hat anschließend aus eigener Kraft Harlesiel angelaufen, wo die Fahrgäste um 00.45 Uhr des 18.10. wieder festen Boden unter die Füße bekamen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Binnenschiff "Mondial" (Bild: Polizei Emsland)   Großbild klick!

Binnenschiff erlitt Wassereinbruch in Venhaus
(18.10.16) Am Nachmittag des 17.10. erlitt das holländische Binnenschiff "Mondial", 1850 ts (EU-Nr.: 02325440) an der Schleuse des Dortmund-Ems-Kanales im Speller Ortsteil Venhaus Wassereinbruch. Bei der Aufnahme von Ballastwasser war es im Laderaum des 90 Meter langen Schiffes zu einem technischen Defekt im Leitungssystem gekommen. Das unbeladene Schiff, das kanalaufwärts in Richtung Süden unterwegs war, entwickelte daraufhin leichte Schlagseite.
Die Freiwillige Feuerwehr aus Spelle konnte den Wassereinbruch stoppen und weitere Schäden am Schiff verhindern. Die eingedrungenen 50 Tonnen Wasser vermischten sich aber mit Betriebsstoffen aus dem Maschinenraum und wurde entsprechend verunreinigt. Sie mussten durch eine Fachfirma abgepumpt und mit einem Tankwagen entsorgt werden. Die Wasserschutzpolizei sprach ein Weiterfahrverbot bis zum Abschluss der Reparaturarbeiten aus. Die Freigabe zur Weiterfahrt dürfte im Laufe des 18.10. erfolgen.
Quelle:Tim Schwabedissen



leckgeschlagener Kutter (Bild: RNLI)   Großbild klick!

Siebeneinhalbstündiger Einsatz für leckgeschlagenen Kutter
(18.10.16) Das RNLI-Boot aus Hunstanton wurde am 16.10. alarmiert, nachdem ein Kutter vor Tabs Head mit einem Unterwasserhindernis kollidiert und leckgeschlagen war. Die Humber Coastguard wurde um 10.15 Uhr von der zweiköpfigen Crew alarmiert und verständigte ihrerseits die Seenotretter. Ein Boot war gerade auf Übungsfahrt in The Wash und nahm Kurs auf die Quicksilver.
Es war um 10.45 Uhr vor Ort, und ein Crewmitglied wurde an Bord abgesetzt. Er fand einen Riss von einem Fuß Länge im Rumpf. Die beiden Bootsfahrer, ein Paar aus Skegness, wurden an Bord des Rettungsbootes genommen und nach Fosdyke gebracht. Ihr Boot saß derweil bei Niedrigwasser auf Grund.
Als gegen 17 Uhr die Flut kam, kehrte das Rettungsboot dorthin zurück und setzte eine Pumpe an Bord ab. Dann gelang es, die Maschine wieder zu starten, und mit laufender Pumpe konnte das Boot nach Fosdyke eingebracht und dort aus dem Wasser gehoben werden. Das Rettungsboot kehrte um 19.45 Uhr zu seiner Station zurück.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei Bootsfahrer vor Merrimack River gerettet
(18.10.16) Nahe der Mündung des Merrimack River kenterte am 17.10. unweit der Nordmole die 31 Fuß lange „Laurie Ann“. Die zweiköpfige Crew landete im Wasser. Ein Mann an Bord der „Lady Suzanne” wurde Zeuge des Unfalls und alarmierte um 18.5 Uhr die Coast. Diese schickte ein 47-Fuß-Boot der Station Merrimack River und einen Helikopter der Air Station Cape Cod.
Wenig spöter zog die Crew der “Lady Suzanne” die beiden Schiffbrüchigen aus dem Wasser. Einer war leicht verletzt. Das Boot der Coast übernahm die beiden und brachte sie nach der Erstversorgung an Land.
Quelle:Tim Schwabedissen



Treibgut beschädigte Propeller
(18.10.16) Die 140 Meter lange, amerikanische Fähre "Wenatchee" (MMSI-Nr.: 366749710) erlitt am 17.10. einen Schaden an einem Blatt des Propellers auf der Fahrt zwischen Bainbridge Island und Seattle, Washington. Das Schiff war mit mindestens drei im Wasser treibenden Baumstämmen kollidiert, wodurch ein Blatt verbog und es zu Vibrationen kam. Am Morgen des 17.10. musste sie am Kai bleiben, wodurch zeitweilig nur die "Tacoma" de Route bediente.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht im Sturm nach Crescent City abgeschleppt
(17.10.16) Die Coast Guard Station Humboldt Bay rettete am 16.10. fünf Personen der 46 Fuß langen Segelyacht “Paramour III”. Sie hatten am Vorabend um 21.45 Uhr einen Notruf gefunkt, nachdem das Schiff rund 14 Meilen westlich von Crescent City in stürmische See geraten war. Wegen der schlechten Wetterbedingungen wurde entschieden, dass sie bis zum Tageslicht des folgenden Morgens die See abwerrttern sollten.
Währenddessen wurde stündlicher Funkkontakt mit der Küstenwache gehalten. Am Morgen lief dann ein 47-Fuß-Boot der Station Humboldt Bay aus, um die Yacht auf den Haken zu nehmen. Es erreichte sie um 13.14 Uhr und machte am Heck eine Schleppleine fest. Dann wurde die „Paramount III“ nach Crescent City abgeschleppt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sirene nach einer Woche wieder frei
(18.10.16) Am 17.10. leichterte ein Bagger einen Teil der 900 Tonnen Düngerladung des in Mannheim seit dem 11.120. festsitzenden, französischen Binnenschiffs "Sirene" (MMSI-Nr.: 226012170). Dadurch reduzierte sich der Tiefgang so, dass es wieder freikam und den Hafen von Mannheim am 18.10. um 6.15 Uhr verlassen konnte. Die Weiterreise nach Regensburg ging zunächst aber nur bis Ludwighafen, wo das Schiff um 6.40 Uhr diesmal mit genügend Wasser unter dem Kiel festmachte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bisher 32 Tote in Myanmar geborgen
(18.10.16) Rettungskräfte waren am 17.10. noch immer dabei, das Wrack der Fähre „Aung Soe Moe Kyaw“ in Zentral-Myanamar zu heben. Bislang haben sie 32 Leichen aus dem Chindwin-Fluss geborgen, doch wurden noch zahlreiche Todesopfer in dem auf Grund liegenden Wrack vermutet. 154 Menschen konnten gerettet werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Binnenschiff war überladen
(18.10.16) Der Schiffsführer des Binnenschiffes "Nautrans", 1185 ts (EU-Nr.: 06004246), das am 16.10. auf dem Maas-Waal-Kanal in Nijmegen beim Passierend der Brücke De Oversteek leckgeschlagen war, hat laut Rijkswaterstaat die Havarie verschuldet, indem er zu viel Ladung aufgenommen hatte.
Er hatte offenbar Warnungen vor dem niedrigen Wasserstand auf der Waal ignoriert. Das Schiff wurde nach mehreren Stunden abgedichtet und von dem Schlepper “Flumar" (MMSI-Nr.: 244710579) am 17.10. gegen acht Uhr zurück nach Nijmegen gebracht, wo es im Weurt West-Kanal festmachte.


Sorge um Öl aus gesunkenem Schlepper bei Bella Bella
(18.10.16) Am 17.10. sollte frühestens mit dem Leichtern des Wracks des Schleppers "Nathan E. Stewart" 20 Kilometer westlich von Bella Bella begonnen werden, ehe das Schiff aus neun Metern Wassertiefe gehoben wird. Es lag derzeit stabil mit 12 Grad Backbordschlagseite auf Grund und bewegte sich nicht in der Strömung. Der Kraftstoff sollte per Hottapping verflüssigt werden. Dazu wurde noch auf die dazu notwendige Ausrüstung gewartet.
Das Schiff sollte sollte auf einer Barge nach der Bergung durch einen Schwimmkran abtransport werden. Zwei Ringe von Ölsperren verhinderten derweil eine Ausbreitung von möglicherweise auslaufendem Öl in die Gewässer von Heiltsuk. Einiger Diesel trieb aber dennoch in Richtung der Gale Passage. Auch 25 Tonnen Öl von der 10000-Tonnen-Barge "DBL 55", die derzeit an einem Ankerplatz im Dundavan Inlet lag, mussten noch abgepumpt werden.
Ein Ölskim-Schiff sollte am 18.10. ebenfalls vor Ort eintrafen. Immer noch blubberte Öl aus den beschädigten Steuerbord- und Zentraldieseltanks des Schleppers. Er hatte 200 Tonnen Kraftstoff an Bord, außerdem 2,500 Liter Ölabfall und mehrere tausend Liter Hydrauliköl und verötes Bilgenwasser.
Eine nahe Fischverarbeitungsanlage wurde vorsorglich geschlossen. Am 19.10. wurde ein Sturm mit 90 Stundenkilometern Windgeschwindigkeit erwartet. Damit wuchs die Sorge vor einer größeren Ölverschmutzung.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter nach Hurrikan Matthew geborgen
(18.10.16) Der im Hurrikan Matthew auf Grund getriebene, 73 Fuß lange Krabbenkutter „Lady Bernice“ wurde am Morgen des 17.10. aus dem Schlamm-vor dem Hilton Head Islands Skull Creek geborgen. Skipper Abner stand an Deck seines Schiffes, als ein kleines Wetterfenster mit hohem Wasserstand die Bergung ermöglichte.
Zwei Boote von Sea Tow in Savannah unterstützt von dem Schlepper „Lady May“ der Steadfast Marine Construction befreiten den Kutter. Auch das Hilton Head Fire Department war vor Ort. Sie hatte vorher mit Kettensägen 50 Fuß lange Dalben entfernt, die die Bergung hätten behindern können.
Quelle:Tim Schwabedissen



in Sicherheit ... (Bild: RNLI)   Großbild klick!

Zwei Männer auf Tyne von Felsen gerettet
(17.10.16) Zwei Männer wurden am 16.10. von den Felsen vor Tynemouth gerettet, nachdem ihr Festrumpfschlauchboot auf den Black Midden Rocks gestrandet war. Um 13.48 Uhr alarmierte die Coastguard die Feuerwehr und die Tynemouth RNLI. Die Retter fanden die beiden auf den Felsen vor, auf die sie geklettert waren, nachdem ihr Boot aufs Ufer gespült worden war und sie es zu gefährlich fanden, erneut aufs Wasser zu gehen. Die Feuerwehr brachte sie in Sicherheit.
Quelle:Tim Schwabedissen



Speedboot überschlägt sich (Bild: Fenix Fast Nation)   Großbild klick!

Rennboot überschlug sich auf Potomac River – zwei Tote
(17.10.16) Zwei Rennbootfahrer aus Georgia kamen am 15.10. vor dem Fauirview Beach in Caharles County beim Virginia’s Potomac River Radar Run ums Leben, als ihr 36 Fuß langes Skater-Katamaranboot außer Kontrolle geriet, mit dem Bug aus dem Wasser kam, dann komplett abhob und sich mit ungefähr 150 Meilen Geschwindigkeit überschlug. Es handelte sich bei den Opfern um Garth Thomas Tagge, 61, aus Atlanta, sowie. James A. Melley, Jr., 49, aus Buford, Galveston, als Skipper.
Sie wurden aus dem Boot geschleudert und von einem Boot der Charles County Fire and Rescue leblos aus dem Wasser gezogen und an Land gebracht. Wiederbelebungsmaßnahmen blieben ohne Erfolg, beide wurden um 12.40 Uhr für tot erklärt. Die Maryland Natural Resources Police nahm Ermittlungen auf.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre trieb auf Fusafjord
(17.10.16) Die norwegische Fähre "Fosen", 2835 BRZ (IMO-Nr.: 8808496), erlitt am 17.10. gegen fünf Uhr Maschinenschaden und trieb auf em Fusafjord. Das Schiff, das auf der Linie Hatvik-Venjaneset verkehrt, wurde von dem Schlepper "Fox Challenger" (IMO-Nr.: 9394038) auf den Haken genommen und nach Venjaneset gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei Tote bei Feuer auf Hausboot in Zwolle
(17.10.16) Am frühen Morgen des 16.10. sind zwei Personen bei einem Feuer auf ihrem Hausboot in Zwolle ums Leben gekommen. Das Feuer brach in der Nacht um 02.30 Uhr aus. Als die Feuerwehrleute an dem Boot am Almelose-Kanal eintraf, konnte sie einen 70-jährigen Mann, eine sechs Jahre jüngere Frau und ihren Hund nur noch tot bergen. Da auf dem Schiff Asbest gefunden wurde, konnte die Polizei noch nicht an Bord mit der Untersuchung beginnen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ein Toter bei Feuergefecht russischer Küstenwache mit nordkoreanischem Trawler
(17.10.16) Ein nordkoreanischer Fischer wurde getötet, acht weitere erlitten Verletzungen, als die russische Coastguard am 15.10. das Feuer auf den Trawler „Dae Yong No. 10“ eröffnete, der im Japanischen Meer in die Hoheitsgewässer eingedrungen war. Das Schiff wurde wegen illegalen Fischfangs gestellt und versuchte zu fliehen. Die Crew setzte Waffen ein, und es kam zu einem Schusswechsel, bei dem auch ein Russe verletzt wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bislang 25 Tote nach Fährunglück in Myanmar geborgen – 100 Tote befürchtet
(17.10.16) Bislang wurden nach dem Untergang der Fähre „Aung Soe Moe Kyaw“ in Zentral--Myanamar 25 Tote geborgen. Insgesamt 154 Menschen wurden gerettet, nachdem das Schiff am Morgen des 15.10. auf dem Chindwin River rund 72 Kilometer nördlich der Stadt Monywa gesunken war. Das Wrack wurde inzwischen mit Seilen gesichert und sollte am 17.10. gehoben werden.
Die Befürchtung war, dass die Anzahl der Opfer an die 100 Menschen betragen könnte. An Bord waren an die 250 Personen, rund 100 mehr als zulässig, dazu schwere Fracht und Motorräder. Vier Mann der Crew wurden verhaftet, einer war auf der Flucht und wurde gesucht, ebenso der Fähreigner.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bergung der Sewol weiter verschoben
(17.10.16) Die Bergungsversuche an der südkoreanischen Fähre "Sewol" könnten sich noch bis 2017 hinziehen. Die Arbeiten wurden weiterhin durch die schwierigen Bedingungen vor Ort mit schlechten Sichtverhältnissen in 40 Metern Tiefe und dem schieren Umfang der Aufgabe behindert. Ein Konsortium unter chinesischer Leitung hatte im Juni mit den Vorbereitungen begonnen, und Ende Juli, so der sportliche Zeitplan, sollte das Schiff geborgen sein.
Doch die Arbeit musste immer wieder wegen schlechten Wetters und anderer Probleme unterbrochen werden, und der Bergungszeitpunkt wurde von August auf September und dann Oktober verschoben. Am 16.10. gab der Schifffahrtsminister Kim Young-Suk bekannt, dass weitere Verzögerungen aufträten. Bislang wurden 20 Hebeträger am Wrack installiert, doch sechs weitere am Heck bereiteten Kopfzerbrechen.
Das Achterschiff ist stark versandet und zum Teil unter Sand begraben. Wenn alle 26 Träger installiert sind, soll ein Schwimmkran das Wrack in ein Dock heben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Offshore-Schiff kam drei Seglern und sieben Hunde an Bord
(17.10.16) Am 16.10. wurde das norwegische Offshore-Schiff "Polarsyssel", 4324 BRZ (IMO-Nr.: 969094), zur Assistenz des Segelschiffes “Arctiva” im Duvefjord in Nord-Austland geschickt. Dessen dreiköpfige französische Crew hatte Motorprobleme gemeldet. Sie wurden ebenso wie die sieben Bordhunde an Bord der “Polarsyssel” genommen.
Da eine Reparatur des Schadens vor Ort nicht möglich war, nahm sie die “Arctica” am Morgen des 17.10. nach Longyearbyen in Schlepp, wo sie in rund zwei Tagen eintreffen sollte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schäden an der Hebrides behoben
(17.10.16) Am 17.10. kehrte die Fähre “Hebrides” wieder in den Dienst Uig-Tarbert-Lochmaddy zurück, nachdem die Schäden, die sie bei der Grundberührung und anschließenden Kollision mit Pontons in Lochmaddy in North Uist am 25.9. erlitten hatte, behoben waren. Die 76 Passagiere waren unversehrt geblieben, das Schiff aber hatte Schäden am Rumpf und der steuerbordseitigen Propellerwelle davon getragen.
Nach deren Ausbesserung im Trockendock in Greenock fanden am Wochenende erfolgreiche Seeerprobungen statt, sodass der Wiederinbetriebnahme nichts mehr im Wege stand.
Quelle:Tim Schwabedissen



Rettungsboot schleppte großen Brocken nach Lymington ab
(17.10.16) Am Nachmittag des 13.10. wurde das RNLI-Boot aus Yarmouth beauftragt, das zyprische Forschungsschiff „Cable Bay“ (MMSI-Nr.: 209934000) das vor Lymington Maschinenschaden erlitten hatte, in Schlepp zu nehmen. Auf dem 24 Meter langen und 10, Meter breiten Trimaran war die Kontrolleinheit komplett ausgefallen. Der Havarist hatte Anker geworfen, drohte aber mit ablaufendem Wasser festzukommen.
Um 12.22 Uhr waren die Seenotretter längsseits. Wegen der Strandungsgefahr wurde der Anker gekappt und die Position für eine spätere Bergung markiert, während der Trimaran in den Hafen geschleppt wurde. Mit 105 ´Tonnen Gewicht war er das schwerste Schiff, das die Seenotretter je auf dem Haken gehabt hatten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Garnelenkutter "Mariano Pérez X" (Bild: Profepa)   Großbild klick!

Kutter liegt seit September gekentert vor Vabo Pulmo
(16.10.16) Die mexikanische Profepa und die Integral Fisheries Altamar suchen nach Alternativen zur Bergung des Garnelenkutters "Mariano Pérez X", dessen Wrack seit dem 6.9. kieloben am Strand des Cabo Pulmo National Park in Baja California Sur lag, nachdem er im Hurrikan "Newton" gekentert war. Drei Versuche, das Schiff zu bergen, scheiterten seither am schlechten Wetter. Es war der Profepa lediglich gelungen, es ein kleines Stück zu bewegen, doch ansonsten lag es fest auf einer Sandbank.
Der Rechtsvertreter des Eigners, die Versicherung und die Berger sollen nun neue Ansätze finden. Mit 200-Liter-Fässern und Hebesäcken soll das Wrack wohl schwimmfähig gemacht und ins tiefere Wasser gezogen werden, wenn die Wetterbedingungen günstiger sind. Außerdem müssen abgerissene Wrackteile vom Meeresgrund beseitigt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ystad: Fahrgäste nach Brand auf Fähre nicht informiert
(16.10.16) Auf der unter Bahamas-Flagge laufenden Roro-Fähre "Mazovia", 39389 BRZ (IMO-Nr.: 9010814), kam es am 14.10. zu einem Maschinenraumbrand, bei dem ein Wasserkessel beschädigt wurde. Das Schiff lag in Ystad, und die Fahrgäste nach Swinemünde waren bereits an Bord gegangen. Das Auslaufen wurde zunächst verschoben, erst auf 18 Uhr, dann 23 und 24 Uhr.
Die Passagiere erhielten zwar eine Extra-Mahlzeit, wurden aber ansonsten nicht informiert. Es hieß, dass ein Sturm das Auslaufen verhindere. Am 15.10. um sechs Uhr wurden die Fahrgäste dann aufgefordert, das Schiff zu verlassen. Weitere Informationen erhielten sie offenbar nicht.
Die „Mazovia“ verließ schließlich gegen 17 Uhr den Hafen. Bei dem Schiff der Polish Baltic Shipping in Kolberg handelt es sich um die frühere „Finnarrow“ und „Gotland“.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre musste mit Maschinenschaden nach Cebu umdrehen
(16.10.16) Die philippinische Fähre „Trans Asia 10“ musste auf der Fahrt von Cebu nach Cagayan de Oro am Abend des 14.10. in den Abgangshafen zurückkehren, nachdem sie vor der City of Naga in Süd-Cebu Maschinenschaden erlitten hatte. Die „Trans Asia 10“ machte am 15.10. um 12.36 Uhr an Pier 5 fest.
Sie hatte 690 Passagiere und eine 63-köpfige Crew an Bord Vor der Weiterfahrt musste eine Reparatur und eine Inspektion durch die Maritime Industry Authority (Marina-7) stattfinden. Am 15.10. gegen 18 Uhr lag das Schiff noch in Cebu.
Quelle:Tim Schwabedissen



Binnenschiff sackte in Weurt mit dem Bug auf Grund
(16.10.16) Das holländische Binnenschiff "Nautrans", 1185 ts (EU-Nr.: 06004246), sank nach Wassereinbruch am Morgen des 16.10. mit dem Bug auf den Grund des Schleusenkomplexes von Weurt. Das mit Kalkstein beladene Schiff war auf dem Maas-Waal-Kanal von der Waal nach Moerdijk unterwegs gewesen und hatte bei Nijmegen zwei Mal Grundberührung wegen des niedrigen Wasserstandes gehabt. Dann stellte der Schiffsführer fest, dass das Schiff vorlastig wurde und alarmierte Rijkswaterstaat.
Diese wiesen ihn an, den Schleusenkomplex von Weurt anzusteuern, wo außerhalb des Fahrwassers Rettungsmaßnahmen eingeleitet werden konnten. Die Feuerwehr wurde um 9:18 Uhr alarmiert und rückte mit einem Löschboot an. Versuche, das Wasser auszupumpen, schlugen aber fehl. Das Schiff lag stabil mit dem Vorschiff auf Grund.
Nun wurden Berger gerufen, das Leck abzudichten. Auch würde die Ladung geleichtert werden müssen. Mittags waren der Schlepper "Flumar" (MMSI-Nr.: 244710579) und das Patroullienboot "RWS 27" am Havaristen im Einsatz. Es wurde davon ausgegangen, dass die Stabilisierung des Havaristen mehrere Stunden dauern würde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Donau nach Havarie wieder komplett freigegeben
16.10.16) Nach der Havarie des Binnenschiffes „Boom“ 1062 ts (EU-Nr.: 04015590), bei Niederalteich im Kreis Deggendorf rückte am 14.10. ein Baggerschiff an, um die bei der Havarie entstandenen Kiesverwerfungen auf dem Grund der Donau wieder zu beseitigen. Gegen 19 Uhr konnte der Schiffsverkehr wieder freigegeben werden. Die „Boom“ verließ den Hafen von Deggendorf am 15.10. um 7.45 Uhr und setzte die Reise nach Regensburg fort.
Quelle:Tim Schwabedissen



Suche nach zwei Brandstiftern nach Feuer in Mondorf
(16.10.16) Brandstiftung war mit sehr großer Wahrscheinlichkeit die Ursache für das Feuer auf mehreren Booten in der Mondorfer Marina in der Nacht zum 14.10. Drei Yachten brannten aus, vier weitere wurden zum Teil erheblich beschädigt. Eine zehn Meter lange Yacht, eine 450 000 Euro werte Sea Ray Sundancer, wurde komplett zerstört, sie sank im Hafenbecken. Dabei liefen mehrere hundert Liter Diesel und Motorenöl aus. Eine Ölsperre wurde zum Rhein hin ausgebracht.
Ein niederländischer Skipper, der mit seiner Familie auf seinem Sportboot übernachtet hatte, hatte das Feuer bemerkt. Als die Löschgruppe Mondorf am Hafen eintraf, standen drei Boote im Abstand von etwa 35 Metern in Vollbrand. Mit den Kameraden aus Rheidt setzten die Mondorfer Wehrleute Löschschaum ein, um die Flammen einzudämmen. Erhebliche Schäden durch die bei dem Brand entstandene Hitze richtete das Feuer auch im Inneren anderer Boote an.
Großflächig blätterte der Lack ab, Rettungsringe schmolzen, Holzplanken und Kunststofffenster samt Rahmen und Gummidichtungen verzogen sich und Gardinen verfärbten sich braun. Ein Bootseigner berichtete am folgenden Morgen von den Aufzeichnungen aus der Videoüberwachungsanlage. Darauf seien zwei Unbekannte zu sehen gewesen. Sie kamen um 2.45 Uhr und warfen etwas zwischen zwei kleinere Sportboote, danach habe es eine Explosion gegeben und Flammen seien emporgeschlagen. Die Polizei hatte sofort nach dem Ausbruch des Feuers eine Fahndung mit mehreren Streifenwagen eingeleitet, an der auch ein Hubschrauber beteiligt gewesen war. Am Vormittag des 14.10. übernahmen die Brandermittler der Wasserschutzpolizei die Ursachenforschung. Der Schaden wurde auf knapp eine Million Euro geschätzt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Plattform vor Norwegen
(16.10.16) Am 16.10. um 8:20 Uhr brach auf der Förderplattform „Statfjord A“ vor der norwegischen Küste ein Feuer aus. Von den 67 Personen an Bord wurden gegen 10 Uhr 20 Arbeiter mit einem SAR-Helikopter auf die benachbarte Plattform „Statfjord B“ geflogen, alle anderen, die nicht zur Löscharbeit benötigt wurden, mussten sich bei den Rettungsbooten aufhalten. Um 11.30 Uhr wurde gemeldet, dass die Lage unter Kontrolle sei und es keine offenen Flammen und Rauchentwicklung mehr gebe.
Die Produktion wurde nach dem Alarm gestoppt. Das Feuer war im Steuerschaft einer Pumpe entstanden. Das Sprinklersystem wurde danach aktiviert. Eine Ausbreitung des Brandes konnte durch Separatoren verhindert werden. Einsatzkräfte von Statoil wurden in Sandsli und Stavanger mobilisiert. Zwei SAR-Helikopter und ein Standby-Schiff waren vor Ort.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fahrgastboot bei Isfjord Radio in Not
(16.10.16) Das 13 Meter lange norwegische Fahrgastboot "Spitsbergen Express" (MMSI-Nr.: 257238600) erlitt nördlich von Isfjord Radio am 15.10. Maschinenschaden. Das Schiff war nach Hornsund unerwegs, als der Skipper Kontakt mit Bodø Radio aufnahm. Das JRCC schickte vorsorglich einen Helikopter aus Longyearbyen zur Assistenz der zweiköpfigen Crew.
Vor Ort herrschte Sturm, und der Skipper wurde angewiesen, auf Grønfjorden zuzuhalten. Als der Helikopter eintraf, hatte die Crew die Situation bereits wieder unter Kontrolle und entschied, Longyearbyen mit der verbliebenen Backbordmaschine anzusteuern. Voraussichtlich würde dort der Steuerbord-Propeller ausgetauscht werden müssen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Segelyacht mit sechs Personen bei Chausey auf Felsen gelaufen
(16.10.16) Am 15.10. lief bei Chausey (Manche) eine mit sechs Personen besetzte Segelyacht auf Grund. Um 16.20 Uhr wurde das CROSS Jobourg von der Yacht "Gwen ah ru" alarmiert, deren Crew eine rote Notrakete bei Chausey gesichtet hatte. Sie wurde angewiesen, auf die Position zuzulaufen. Die beiden Rettungsboote „Notre Dame de Cape Lihou“ aus Granville und „Roquereuil“ aus Saint-Martin-de-Bréhal liefen aus.
Unweit des Chausey-Sunds sichtete die „Gwen ah ru" die auf Felsen sitzende Yacht. Deren Insassen wurden von einem in der Nähe befindlichen Speedboot gerettet und nach Chausey gebracht. Um 17.20 Uhr begann die „Roquereuil“ mit der Bergung der Yacht, die dann nach Granville abgeschleppt wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Nur die Mastspitze von Schlepper noch sichtbar- Ölbekämpfung vor Bella Bella geht weiter
(16.10.16) Vor der Küste von British Columbia ging die Bekämpfung der Ölverschmutzung durch den Schlepper „Nathan E. Stewart“ der Kirby Offshore Marine Company beim Great Bear Rainforest weiter. Der Versuch, das auf der Wasseroberfläche treibende Öl mit Skimmern aufzufangen, hatte sich als nicht effektiv erwiesen. Das Abpumpen des verbliebenen Kraftstoffs sollte am 17.10. beginnen.
Zwei Tanks des Schleppers waren bei der Havarie aufgerissen worden. Zwei Ölsperren sollten den auslaufenden Kraftstoff auffangen. Der Schlepper hatte zum Unglückszeitpunkt 226,88 Tonnen Diesel an Bord. Bislang wurden davon nur 25 Tonnen aufgefangen.
Das Wrack lag inzwischen auf neun Metern Tiefe auf Grund, und nur noch der Mast ragte inzwischen aus dem Wasser. Ein dünner Dieselfilm wurde aus der Luft beim Seaforth Channel gesichtet, löste sich aber inzwischen auf. Die Heiltsuk Nation arbeitete mit einem Erkundungsteam daran, die Verschmutzung an der Küstenlinie der entlegenen und ökologisch sensiblen Region vor Bella Bella zu inspizieren.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fährunglück in Myanmar
(16.10.16) Rund 100 Passagiere der überladen gekenterten Fähre „Aung Soe Moe Kyaw“ wurden seit dem 15.10. gegen fünf Uhr unweit von Michaungdwin im Kani Township in der Sagaing Region auf dem Chindwin River vermisst. Das Schiff hatte über 250 Fahrgäste und Fracht an Bord, als es am Morgen des 14.10. aus Homalin auslief. 154 von ihnen konnten bislang lebend, vier weitere tot geborgen werden.
Die meisten Fahrgäste waren Regierungsangestellte des Health-Care Department, Lehrer, Feuerwehrleute und Studenten der Monywa University und des Monywa Institute of Economics. In Phaungbyin gingen weitere an Bord. Außerdem transportierte die Fähre 18 Motorräder. Sie sollte mit einem Kran vom Flussgrund gehoben werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fährunglück in Jailolo
(16.10.16) Vier Fahrgäste der indonesischen Fähre „Bintang Fajar“ wurden vemrisst, nachdem das Schiff am Nachmittag des 15.10. in den Gewässern von Jailolo in West Halmahera in der Nord-Maluku-Provinz Brand geriet. Das Feuer entstand durch Maschinenprobleme einige Minuten, nachdem das Schiff Jailolo Port mit Kurs Ternate verlassen hatte. Plötzlich hatten Zeugen Rauch von dem Schiff aufsteigen sehen.
Insgesamt waren zu dieser Zeit 41 Passagiere an Bord. Etliche kamen nach ihrer Rettung ins Jailolo Hospital. Die West Halmahera Disaster Mitigation Agency (BPBD) leitete eine Suchaktion nach den Vermissten ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter saß bei Port Nelson fest
(16.10.16) Bei Port Nelson lief der 20 Meter lange, neuseeländische Kutter „Endurance“ am 15.10. gegen 23 Uhr auf der Boulder Bank auf. Er konnte am Morgen des 16.10. von einem Schlepper mit der auflaufenden Flut wieder flottgemacht werden und hatte nur geringe Schäden davon getragen.
Die Boulder Bank liegt vor Port Nelson und schützt den Hafen. Die Havarie wurde offenbar verursacht, weil das Schiff auf Autopilot lief und dann das Ruder gegen einen Gegenstand stieß. Dadurch kam der Kutter vom Kurs ab.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Autodeck von Fähre in Dover
(16.10.16) Auf dem Autodeck der britischen Fähre "Pride of Burgundy", 28138 BRZ (IMO-Nr.: 9015254), entstand am 15.10. ein Feuer auf einem Mercedes Sprinter. Der Fahrer und andere Passagiere stellten fest, dass aus diesem Rauch quoll, als das Schiff von Calais kommend in Dover festmachte. Um 9.10 Uhr wurde die Feuerwehr alarmiert.
P&O Ferries ließen alle anderen Autos vom Deck fahren und kühlten den Van von außen, bis die Feuerwehr eingetroffen war. Dann wurde er auf den Kai gefahren und abgelöscht. Offenbar war der Brand durch einen Kurzschluss entstanden. Der Ladebereich war schwer beschädigt, aber der Sprinter, der von zwei Litauern auf dem Weg in die Heimat gefahren wurde, blieb fahrtüchtig.
Quelle:Tim Schwabedissen



Rettungsboot mit Motorproblemen im Rettungseinsatz für havarieret Yacht
(16.10.16) Die Bembridge RNLI und das Sandown & Shanklin Independent Lifeboat (SSILB) kamen am Abend des 15.10. der 26 Fuß langen Yacht „Jester Blossom“ zu Hilfe, deren zweiköpfige Crew Probleme mit dem Rigg und dem Motor sowie Wassereinbruch vor der Ostküste der Insel Ventnor gemeldet hatte. Das Sandown & Shanklin Independent Lifeboat wurde von der Solent Coastguard um 18:45 Uhr alarmiert. Es hatte die Yacht bei Dunnose Head wenig später erreicht und stellte eine Schleppverbindung her.
Da dann anber eine der beiden Maschinen des Rettungsbootes Probleme zu bereiten begann, wurde die Bembridge RNLI verständigt. Deren “Alfred Albert Williams” lief um 19:30 Uhr aus und ging wenig später längsseits. Sie übernahm die Schleppleine, und das SSILB, das einen Rettungsmann und weitere Rettungswesten auf der Yacht hatte, folgte der “Alfred Albert Williams” nach Bembridge.
Gegen 21 Uhr wurde die “Jester Blossom” am Duver Ponton festgemacht und von dem Ventnor Coastguard Rescue Team inspiziert. Gegen 21.30 Uhr kehrte die “Alfred Albert Williams” zu seinem Boothaus zurück, das Sandown & Shanklin Independent Lifeboat war um 22 Uhr wieder auf Station.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ketsch „Christiana“ gestrandet (Bild: Falmouth Coastguard)   Großbild klick!

Zweimaster bei Falmouth gestrandet
(15.10.16) Die 50 Fuß lange Ketsch „Christiana“ strandete vor rund einer Woche in der Trebah Bay in Cornwall, nachdem sie sich bei starkem Wind von ihren Moorings losgerissen hatte. Der Zweimaster wurde auf den unweit von Falmouth gelegenen Strand gedrückt und lag dort auf der Seite in der Brandung.
Die Falmouth Coastguard und der Eigner waren über die Lage im Bilde und warteten auf einen ausreichend hohen Wasserstand, um das Boot bergen zu können. Bis dahin wurde sie vor Plünderen bewacht.
Ketsch „Christiana“ (Bild: Falmouth Coastguard)   Großbild klick!
Quelle:Tim Schwabedissen








Kreuzfahrt endete vorzeitig – Pacific Princess in Nizza leckgeschlagen
(15.10.16) Das unter Bermudas-Flagge laufende Kreuzfahrtschiff "Pacific Princess", 30277 BRZ (IMO-Nr.: 9187887), kollidierte von Venedig kommend am 14.10. um 7.10 Uhr mit einer Mole der Hafeneinfahrt von Nizza. Dabei wurde der Rumpf im Vorschiffsbereich auf Höhe von Abteilung 2 aufgerissen, und es kam zu einem Wassereinbruch. Bei der Havarie herrschte starker Wind mit Geschwindigkeiten von bis zu 45 Knoten.
Die Schotten wurden nach dem Unfall geschlossen, um eine weitere Flutung zu vermeiden. Nachdem das Schiff am Kai fest war, wurde der Wassereinbruch von einem 20-köpfigen Bergungsteam, bestehend aus der Feuerwehr und Tauchern, unter Kontrolle gebracht. Die elektrische Versorgung war nicht beeinträchtigt, und es wurde auch keine Evakuierung notwendig.
Die meisten der 669 Fahrgäste gingen zunächst zu den geplanten Exkursionen an Land. Doch die Fahrt war in diesem Hafen zu Ende. Statt, wie geplant, um 17.30 Uhr zum Zielhafen Barcelona auszulaufen, blieb die „Pacific Princess“ zur Reparatur in Nizza liegen. Für die Fahrgäste musste nun der Weitertransport und Unterkunft organisiert werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre in Indonesien gesunken
(15.10.16) Die indonesische Fähre "Dharma Kencana VIII", 4734 BRZ (IMO-Nr.: 8807428), lief auf der Fahrt von Maumere nach Surabaya bei einem Zwischenstop in Labuan Bajo am Wesrtende der Insel Tenngara am Nachmittag des 14.10. während des Auslaufens auf ein Riff. Sie wurde aufgerissen und entwickelte sofort starke Steuerbordschlagseite. An Bord waren 121 Passagiere, davon 113 Erwachsene und sieben Kinder.
Rettungsteams eilten von Labuan Bajo herbei und konnten alle retten. Ein Passagier erlitt in der entstandenen Panik einen Beinbruch. An Bord der 115 Meter langen Fähre waren auch 31 Fahrzeuge, darunter 27 Trucks aus Maumere sowie vier Autos und Motorräder aus Labuan Bajo. Das Schiff kenterte und sank um 19.30 Uhr.
Quelle:Tim Schwabedissen



Transocean Winner unterwegs nach Malta
(15.10.16) Die Bohrinsel "Transocean Winner" ist auf dem Weg nach Malta. Am 14.10. wurde die Auslaufgenehmigung erteilt, und um 20.05 Uhr machte sich der Schwergutfrachter „Hawk“ auf den Weg. Hugh Shaw, Sekretär der Maritime and Salvage Intervention, hatte um 17 Uhr den Daumen gehoben, nachdem aus der Türkei die notwendigen Dokumente vorlagen, wo das Rig abgewrackt wird. Die Coastguard überwachte den Transport, solange er sich in der nationalen SAR-Zone befand. In rund zwei Wochen soll Malta erreicht sein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Partyschiff drohte auf der Themse zu sinken
(15.10.16) Das Londoner Charterschiff „Wyndham Grand“ (MMSI-Nr.:235111064) legte sich am 14.10. auf der Themse auf die Seite und drohte unweit der London Bridge auf zwei Metern Wassertiefe zu sinken. Durch ein Leck war es zu einem Wassereinbruch gekommen. Die Feuerwehr wurde um vier Uhr alarmiert und brauchte bis um 13.30 Uhr, um das bereits halb unter Wasser liegende Schiff vor dem vollständigen Untergang zu bewahren.
Auch die Port of London Authority und Einsatzkräfte aus Lambeth River und Euston fire stations waren vor Ort. Ein Löschboot pumpte Wasser aus dem Schiffsinnern, und das Partyboot wurde an einer Barge auf der Nordseite der Themse gesichert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schleppzug vor Dyrøya auf Grund gelaufen
(15.10.16) Die norwegische Fischfarmbarge "Hydrolicer - SLC 01" (MMSI-Nr.: 257739800) und der Schlepper, der sie zog, liefen am Morgen des 14.10. vor Dyrøya in Tromsö beim Ansteuern der SalMar-Farm im Solberg-Fjord auf Grund. Das Rettungsboot "Dagfinn Paust" wurde zur Assistenz gerufen. Taucher untersuchten den Schlepper und fanden lediglich eine Beule am Bug vor.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler nach Maschinenschaden nach Wladiwostok geschleppt
(15.10.16) Der russische Trawler "Asanda", 736 BRZ (IMO-Nr.: 6914514), erlitt am 12.10. im Ochotischen Meer rund 100 Meilen südlich von Magadan Maschinenschaden. Am 13.10. wurde der manövrierunfähige Havarist von dem Trawler "Ossora" gen Wladiwostok abgeschleppt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Vier Verletzte bei zwei Bootsunglücken
(15.10.16) Vier Menschen wurden verletzt, drei andere unversehrt gerettet, als am 14.10. zwei Sportboote vor den Küsten von Venice und der Palos Verdes Peninsula verunglückten. Die 44 Fuß lange Segelyacht „Laetitia“ befand sich neun Meilen vor King Harbor in Redondo Beach, als um 145 Uhr Feuer im Motor ausbrach. Die Coast Guard fing ein Mayday auf. Die dreiköpfige Crew flüchtete mit angelegten Rettungswesten auf den Bug.
Die Coast Guard, die Feuerwehr Los Angeles und ein Helikopter kamen zu Hilfe. Als sie eintrafen, stand das Boot komplett in Flammen. Zwei Schiffbrüchige wurden vom Bug gerettet, ein dritter aus dem Wasser. Einer wurde leicht verletzt. Alle wurden zur Marina del Rey gebracht.
In Venice kenterte ein 20-Fuß-Boot am Strand. Vier Menschen wurden leicht verletzt. Die Lifeguards wurden um 17:20 Uhr zum Ocean Front Walk alarmiert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gesunkener Schlepper riss sich von Barge los
(15.10.16) Freiwillige unterstützten die kanadische Coast Guard bei der Bekämpfung der Ölverschmutzung, die durch den Untergaqng des Schleppers "Nathan E. Steward" verursacht worden war. Doch stürmisches Wetter mit Windgeschwindigkeiten von 34 bis 47 Knoten erschwerte ihre Arbeit, und die 2,500 Fuß langen Ölsperren wurden abgetrieben.
Am Abend riss sich die Barge „DBL 55“ von dem noch an ihr hängenden Schlepper los und trieb ab. Sie wurde danach geborgen und in der Mündung des Dundavan Inlet verankert. Taucher konnten unterdessen mehrere Ventile, aus denen Öl auslief, abdichten, und es wurden Pläne entwickelt, den verbliebenen Diesel abzupumpen. Der Kraftstoff gefährdete ökologisch sensible Muschelbänke.
Quelle:Tim Schwabedissen



Überladenes Boot in Nepal gesunken
(15.10.16) Auf dem Maikhola River in Mahamai kamen im Ilam Distrikt am 14.10. acht Menschen ums Leben, als ein Boot mit 45 Personen an Bord kenterte. Fünf Menschen wurden gerettet, 21 schwammen selbst an der Unglücksstelle zwischen Mahamai und Danabari an Land. Reißende Strömung gepaart mit Überladung führten zu dem Unglück.
Fünf Tote wurden anschließend sofort geborgen, drei weitere ein Stück flussabwärts. Die Nepal Police, Armed Police und Anwohner waren an der Rettungsaktion beteiligt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Rauch auf Walla-Walla
(15.10.16) Durch einen elektrischen Fehler kam es auf dem Autodeck der amerikanischen Fähre "Walla Walla", 3246 BRZ (IMO-Nr.: 7233151), am Nachmittag des 14.10. zu einer Rauchentwicklung auf dem Autodeck. Das Schiff war gerade nach Bremerton unterwegs. Die Passagiere wurden in Bereiche geleitet, die nicht verraucht waren. Die Crew brachte die Situation unter Kontrolle, und das Schiff lief nach Bremerton weiter. Die nächsten Abfahrten von dort und Seattle wurden für Inspektionen abgesagt, am Abend ging es von Bremerton aus weiter.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bohrinsel "Transocean Winner"
(Bild: Maritime and Coastguard Agency)   Großbild klick!

Abreise der Transocean Winner verzögert sich
(14.10.16) Die Bohrinsel "Transocean Winner" wird die Broad Bay in Lewis auf dem Deck der “Hawk” noch nicht verlassen. Es gab noch keine Freigabe, da letzte Reparaturen an entstandenen Schäden und Kontrollen der Befestigung noch nicht abgeschlossen worden waren. Auch lagen noch nicht alle notwendigen Papiere und Genehmigungen vor.
Die türkischen Behörden müssen die Erlaubnis erteilen, dass das Rig zu einer dortigen Werft zum Abbruch gebracht wird. Die letzte Reise der "Transocean Winner" wird von Schottland zunächst binnen neun Tagen bis Malta gehen, wo Teile der Struktur, darunter die Generatoren, entfernt werden. Ende des Monats soll sie dann in der Türkei eintreffen.

Aktuell wurde die „Hawk“ von den Schleppern „Normand Ivan“ und „Polar King“ vor Stornoway weiter gesichert. Eigentlich war gehofft worden, dass die Berger bis zum 12.10. abrücken, weil dann die Unterkünfte auf der Insel rechtzeitig für das Royal National Mòd, Schottlands größtes gälisches Kulturfestival, das am 14.10. in Stornoway auf Lewis beginnt, freigeworden wären.
Die Kosten der Havarie wurden derzeit auf 38 Millionen Pfund taxiert. Allein die beteiligten Schlepper kosteten zum Teil eine Tagescharter von bis zu 60,000 Pfund. 120,000 Pfund gingen bereits an die Kommune von Carloway in einen Fonds. Die Western Isles Fishermens’ Association, deren Boote im Gebiet von Dalmore auf Fang gehen und die von der Sperrzone in der Broad Bay an der Ostseite von Lewis betroffen waren, wurden bereits von Transocean entschädigt.
Wenn die Verladung auf die „Hawk“ nicht in der vergangenen Woche gelungen wäre, hätte die Insel wohl in Broad Bay überwintern müssen. Nur 50 Liter Öl waren dabei ausgelaufen, kurz nach der Strandung waren 56 Tonnen ins Meer gekommen, die größtenteils aber verdunsteten. Im Rahmen des Entsorgungskonzeptes war auch die Verbringung des Rigs zu Werften wie Arnish in Stornoway, Kishorn an der Westküste und Harland and Wolff in Belfast geprüft, aber aus verschiedenen Gründen verworfen worden. Die Untersuchung des Marine Accident Investigation Branch dauerte unterdessen noch an.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wieder festgefahren ... (Bild: Astrid Dachs)   Großbild klick!

Boom flottgemacht und nochmals festgefahren
(Datum) Am 13.10. gelang es, das Binnenschiff "Boom", 1091 ts (ENI-Nr.: 04015590), auf der Donau bei Niederalteich wieder flottzumachen, nachdem 150 Tonnen der Ladung geleichtert und die Blechrollen mit einer Kranbarge auf das Binnenschiff "Magdalena" (MMSI-Nr.: 211183240) umgeladen worden waren. Das Schiff hob sich dadurch, doch kaum dass es wieder flott war, fuhr es sich wieder mit dem Heck im Kies fest, so dass sich die Bergungsarbeiten über den Nachmittag hinzogen und die Donau für den Schiffsverkehr weiterhin gesperrt blieb. Gegen 13 Uhr machte der Havarist im Allgemeinen Hafen von Deggendorf fest.
An der Stelle, an der sich die "Boom" festgefahren hatte, wurde eine Tonne installiert und die Schifffahrt eingeschränkt wieder freigegeben. Am 14.10. sollte die Fahrrinne freigebaggert werden, sodass die Schifffahrt wieder unbehindert passieren kann. Unter Wasser waren Kiesberge von bis zu 1,80 Metern Höhe entstanden. Wegen der Sperre lagen etwa 15 Frachtschiffe fest und warten auf die Weiterfahrt.
Die „Boom“ war am 9.10. bei Niedrigwasser auf Grund gelaufen, die Schifffahrt musste zunächst komplett geperrt werden, weil das Achterschiff ins Fahrwasser hinein ragte. Da sich die wartenden Schiffe stauten, durften am 12. und 13.10. Schiffe mit weniger als 130 Metern Länge und zwölf Metern Breite im Einbahnverkehr die Unfallstelle langsam passieren.
Die „Boom“ hat eine Länge von 76,36 Metern, eine Breite von 8,20 Metern und einen Tiefgang von 2,45 Metern. Sie wurde 1940 auf der Werft Van Praet-Dansaert im belgischen Baasrode erbaut als „Harburg 9“. 1956 wurde sie zur „Donau“ von Ernst Fröhlich in Hamburg. 2001 erfolgte die Umbenennung in „Boom“ für H. Fröhlich in Olfen, seit 2012 läuft sie für Jovic Dragan in Esslingen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schlepper gesunken - Ölverschmutzung vor Bella Bella in British Columbia
(14.10.16) Der 28 Meter lange amerikanische Schlepper “Nathan E. Stewart", 302 BRZ (IMO-Nr.: 8968210), der mit der 80 Meter langen Ölbarge "DBL 55" der Kirby Corporation in Texas von Alaska nach Vancouver unterwegs war, lief am 13.10. gegen ein Uhr auf dem Edge Reef im Seaforth Channel nördlich von Athlone Island bei Bella Bella auf Grund. Die Barge war unbeladen, aber der Schlepper hatte rund 50000 Gallonen Treibstoff in den Tanks. Drei von denen wurden bei der Havarie aufgerissen, und der Schlepper begann, weiterhin an die Barge angekoppelt, nach achtern wegzusacken. Gegen 10 Uhr sank er vollständig. Die siebenköpfige Crew konnte sich unversehrt retten.
Ein Ölfilm breitete sich danach auf der Wasseroberflöche aus. Das 47-Fuß-Boot "Cape St. James" der Coastguard-Station in Bella Bella war um 2:20 Uhr vor Ort. Zwei Schlepper sollten die Barge von der Küste wegziehen. Die "John P. Tully" der Coastguard kam mit Ölbekämpfungsgerät, und die "Bartlett" koordinierte die Operation. 2500 Fuß Ölsperren wurden aus gebracht. Die Western Canada Marine Response Corporation wurde alarmiert und rückte mit Gerät aus Prince Rupert an, darunter ein Schiff mit Skimmern und andere Arbeitsschiffe. Die Resolve Marine Group, das Transportation Safety Board of Canada, die RCMP, Transport Canada und die U.S. Coast Guard waren ebenfalls vor Ort.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sirene liegt weiter auf dem Rhein fest
(14.10.16) Die „Sirene“ lag weiter in Mannheim fest, und daran würde sich am 14.10. wohl auch nichts ändern, weil der Pegel des Rheins weiter sank. Möglicherweise könnte das Schiff am 15.10. flottgemacht werden. Ein Bagger sollte die Ladung von 900 Tonnen Dünger um 400 Tonnen reduzieren. Doch bis zum Nachmittag des 13.10. war das angeforderte Baggerschiff noch nicht vor Ort eingetroffen. Dieser Frachter darf nach Angaben des Amtes nur weiterfahren, wenn genügend qualifizierte Besatzungsmitglieder an Bord sind.
Quelle:Tim Schwabedissen



Antennenmast von Kreuzfahrer streifte Brücke
(14.10.16) Der Antennenmast des norwegischen Kreuzfahrtschiffes "Viking Star", 47842 BRZ (IMO-Nr.: 9650418), streifte während der Passage des Cape Cod Canal am Abend des 12.10. auf dem Weg von Boston nach New York die Buzzards Bay Railroad Bridge. Der Aluminiummast mit einem Tipplicht schrammte etwas Farbe von dem Bau ab. Er wurde anschließend vom Army Corps of Engineers inspiziert und ansonsten unbeschädigt vorgefunden.
Am 14.10. sollten Ingenieure alle drei Brücken über den Cape Cod Canal nochmals untersuchen, ob es weitere Kontakte gab. Die Brücken haben alle eine Durchfahrtshöhe von 135 Fuß. Die Höhe der “Viking Star” sollte 131,23 Fuß betragen. Der Kontakt ereignete sich kurz vor dem Hochwasser um 8.32 Uhr.
Quelle:Tim Schwabedissen



Großbrand im Yachthafen von Mondorf
(Datum) Unbekannte Täter haben in der Nacht zum 14.10. im Motor-Yacht-Club Mondorf mehrere Boote in Brand gesteckt. Anwohner wurden gegen 2.50 Uhr von einem Knall geweckt. Als sie am Anleger des Yacht-Clubs Boote brennen sahen, alarmierten sie die Feuerwehr. Diese rückte gegen drei Uhr nachts mit einem Großaufgebot aus. Eine Yacht brannte komplett aus, ebenso zwei Motorboote, zwei weitere Boote wurden schwer beschädigt.
Wegen der Enge gestalteten sich die Löscharbeiten sehr aufwendig. Drei Boote waren beim Eintreffen der Rettungskräfte im Vollbrand. Die ersten Einsatzkräfte vor Ort forderten deshalb umgehend Verstärkung an. Am Ende waren 35 Einsatzkräfte aus Mondorf, Rheidt sowie von der Bonner Berufsfeuerwehr vor Ort. Vom Land aus sowie mit zwei Löschbooten gingen sie gegen den Brand vor.
Unterstützung erhielten sie von einem Polizeihubschrauber, dessen Besatzung aus der Luft Rückmeldung über die Ausbreitung des Feuers gab. Die Boote lagen im Abstand von etwa 100 Metern an zwei unterschiedlichen Stellen im Yachthafen. Deshalb wurden technische Defekte als Brandursache fast ausgeschlossen.
Der Sachschaden wurde auf mehrere hunderttausend Euro geschätzt. Die Feuerwehr forderte ein Kranschiff an, um die gesunkene Yacht bergen zu können. Der Einsatz dauerte bis in die Morgenstunden an.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motorboot in San Francisco geborgen – wurde aus Kandi Won-Unglück nichts gelernt?
(14.10.16) Die 1984-85 Silverton “Khaleesi”, die am vergangenen Wochenende bei den Feiern zur Fleet Week gekentert und gesunken war, wurde am 13.10. vom Grund der San Francisco Bay gehoben und ausgepumpt. Sie wurde von Bergern unter Wasser am 11.10. an die Hyde Street Pier und dort gehoben. Dann wurde sie an die Pier 45 geschleppt. Das Schiff war mit Hebesäcken schwimmfähig gemacht und von einer Ölsperre umgeben worden. Die Coast Guard und die Polizei nahmen Ermittlungen an Bord auf. Wie durch ein Wunder waren beim Untergang alle 30 Personen gerettet worden. Ein Vierjähriger, der wiederbelebt werden musste, ist inzwischen auch wieder wohlauf.
Es handelte sich nicht um das erste Unglück einer Silverton in der Region. Am 47.2012 kenterte die “Kandi Won”, eine Silverton 34, mit 27 Personen, darunter 15 Erwachsenen und 12 Kindern, an Bord im Long lsland Sound vor der Oyster Bay, wo ein Feuerwerk stattgefunden hatte. Eine Welle, die über das Boot schlug, brachte es gegen 22 Uhr zum Kentern. Drei Kinder im Alter von 8, 11 und 12 Jahren wurden in der Kajüte eingeschlossen und ertranken.
Die Silverton 34 wird nicht länger gebaut. Zwischen 1978 und 2007 entstanden vier verschiedene Typen. Die “Kandi Won” wurde 1984 erbaut. Die “Khaleesi” stammt ebenfalls aus der Serie, die zwischen 1978 und 1988 entstand. Die Boote haben nur drei Fuß Tiefgang, aber einen erheblichen Freibord und eine Flying Bridge. Neil Gallagher, Professor für Marine Engineering and Naval Architecture am Webb Institute, rekonstruierte später, dass eine zwei Fuß hohe Welle ausreichte, um die “Kandi Won” zum Ketern zu bringen.
Der Bericht des Nassau County Police Department zum Untergang der “Kandi Won” bescheinigte derYacht nicht ausreichende Stabilität. Auf der “Khaleesi” waren 27 Erwachsene und drei Kinder, von daher dürfte das Gesamtgewicht größer und die Gesamtstabilität geringer gewesen sein. Das Boot hat sechs Kojen und 14 Sitzgelegenheiten. Im Manual für eine spätere Produktlinie wurden 10 Personen als Kapazität angegeben. Eine Überschreitung um eine Handvoll wäre wohl noch tolerierbar, aber 30 Personen waren eindeutig zu viel. Auch die “Khaleesi” befand sich mit vielen weiteren Booten, die Heckwellen erzeugten, auf der Rückfahrt von der San Francisco Fleet Week. Was ihr möglicherweise zum Verhängnis wurde, war gleichzeitig das Glück der Insassen, denn so war Hilfe sofort vor Ort.
Der U.S. Coast Guard Federal Boat Safety Act von 1971 definiert Höchstkapazitäten nur für Boote bis 20 Fuß Länge, darüber ist es dem Bootsbetreiber selbst überlassen, wie viele er an Bord nimmt. Nach dem Untergang der “Kandi Won” stellte die Coast Guard fest, dass über einen Zeitraum von fünf Jahren 60 Boote von mehr als 20 Fuß Länge pro Jahr kenterten. Bei kleineren Booten lag der Schnitt bei 255.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sturm trieb Fahrgastschiff in West Porpoise Bay auf Grund
(14.10.16) Das 100 Fuß lange, aufgelegte Fahrgastschiff “Gulfstream” wurde bei stürmischem Wind am 6.10. in der West Porpoise Bay an der Sunshine Coast auf Grund getrieben. Es strandete am Fuß des Shoal Way. Mehrere andere Boote kenterten.
Der Sturm fegte mit 67 Stundenkilometern über die Küste und richtete Chaos in der Porpoise Bay an. Mit der Flut am Morgen des 7.10. konnte die „Gulfstream“ freigeschleppt und über die Bucht zu einem sicheren Ankerplatz gebracht werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler trieb vor Südisland
(14.10.16) Der isländische Trawler „Gnúpur“, 1112 BRZ (IMO-Nr.: 8117550), erlitt am 14.10. Maschinenausfall westlich von Dyrhólaey unweit der Küste von Vík ín Mýrdal in Südisland. Die Crew alarmierte um 9.30 Uhr die Coastguard und brachte einen Anker aus, und sowohl die Polizei wie auch ein Rettungsboot, ein Helikopter und ein Lotsenboot machten sich von den Vestmannaeyjar-Inseln auf den Weg zur Assistenz der 30-köpfigen Crew.
Ein Schlepper sollte um 10:30 Uhr vor Ort eintreffen. Dann gelang es aber, die Maschine wieder zu starten, und die Einsatzkräfte konnten zurückbeordert werden. Es war noch unklar, ob das Schiff in den Hafen zurückkehren oder die gerade begonnene Fangfahrt fortsetzen würde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter „Auriga“ (Bild: Juergen Braker)   Großbild klick!

Frachter auf Nord-Ostsee-Kanal in Böschung gelaufen
(13.10.16) Der unter Antigua-Barbuda-Flagge laufende Frachter „Auriga“, 3500 BRZ (IMO-Nr.: 9551662), lief am 12.10. auf der Fahrt von Brunsbüttel nach Tornio gegen 13 Uhr im Nord-Ostsee-Kanal bei Oldenbüttel in die Kanalböschung. Das Schiff hatte zuvor einen Total-Blackout erlitten und konnte auch durch eine Notankerung nicht mehr vor der Havarie bewahrt werden. Da er sich nicht aus eigener Kraft befreien konnte, wurde aus Brunsbüttel der Schlepper „Felix“ gerufen.
Diesem gelang es gegen 16 Uhr, den Frachter wieder ins Fahrwasser zu ziehen. Der Kanal war bis dahin nur eingeschränkt passierbar, Schiffe warteten in den Weichen. Die „Auriga“ durfte die Reise nach Kiel fortsetzen, wo sie gegen 20 Uhr zu den weiteren Untersuchungen durch die Wasserschutzpolizei am Voith-Kai im Nordhafen festmachte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bréhat: Ein Toter bei Kutteruntergang
(13.10.16) Am 12.10. um 11:55 Uhr wurde das CROSS Corsen über die Sichtung von orangenem Rauch bei einer Rettungsinsel infomiert. Daraufhin wurden das Rettungsboot “Zant-Ivy“ der SNSM-Station Loguivy und ein Cayman-Helikopter der Marinebase Lanvéoc-Poulmic alarmiert. Um 12:12 Uhr meldete das CROSS Griz Nez, das sein Notsignal aufgefangen worden sei.
Das Zollboot “Avel Sterenn (DF46)” aus Saint-Malo sowie die beiden Kutter “Vasian“ und „Petite Folie III“ nahmen Kurs auf die Position. Das Signal stammte von dem 12 Meter langen Kutter „L 'Enfant d'Arvor“, 22 BRZ (MMSI-Nr.: 227654720) aus Saint Quay Portrieux aauf einer Position zwei Meilen östlich von Bréhat. Um 12:47 Uhr barg die “Petite Folie III” eine Person aus einer Rettungsinsel.
Eine zweite wurde bewusstlos aus dem Wasser gezogen. Es handelte sich bei den beiden um die Crew der“L‘ Enfant d'Arvor“. Der Cayman setzte das mitgeflogene medizinische Team auf der „Petite Folie III“ ab, die Kurs auf Loguivy nahm. Währenddessen wurde der bewusstlose Fischer mehrfach wiederbelebt, erlitt aber einen Herzstillstand.
Um 14.23 Uhr wurde der Bewusstlose ins Hospital in Saint-Brieuc geflogen. Am Morgen des 13.10. wurde er für tot erklärt. Es handelte sich um den Senegalesen Mamadou Faye, 44, Der Skipper Colin Dewals hatte die Havarie unbeschadet überstanden.
Sein Kutter war beim Fischen von Seegras auf Felsen gelaufen in der Passage nach Pyshki. Der Wind hatte auf 20-30 Knoten aufgefrischt. Als das Schiff sank, mussten beide Männer über Bord springen. Sie trieben 45 Minuten im nur 15 ° C warmen Wasser mit Wellenhöhen von zwei Metern, bevor sie aufgefischt wurden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motorboot sinkt (Bild: USCG)   Großbild klick!

Drei Männer und zwei Hunde erlitten Schiffbruch
(13.10.16) Die US Coast Guard rettete am 12.10. drei Männer und zwei Bordhunde von einem Motorboot, das nahe Dauphin Island, Alabama, sank. Die Coast Guard war um 10:18 Uhr alarmiert worden, nachdem es auf dem Boot unweit der Insel zu einem Wassereinbruch gekommen war.
Sie schickte ein 45-Fuß-Boot der Station Dauphin Island, einen MH-65 Dolphin-Helikopter der Air Station New Orleans und einen MH-65 Dolphin-Helikopter des Coast Guard Aviation Training Center Mobile. Um 10.30 Uhr waren die Retter vor Ort und zogen die Schiffbrüchigen aus dem Wasser. Ihr Boot trieb sinkend in der See. Alle wurden zur Station Dauphin Island gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter vor Borkum gestrandet
(13.10.16) Am 12.10. gegen 2.30 Uhr alarmierte die zweiköpfige Besatzung des Krabbenkutters „Germania – GRE 3“, 23 BRZ (MMSI-Nr.: 211647800) aus Greetsiel über den internationalen Sprechfunk-Notrufkanal 16 das MRCC der DGzRS. Im Fahrwasser der Osterems war der Stahlkutter vor dem Borkumer Nordstrand festgekommen. Minuten später verließ der Seenotkreuzer „Alfrid Krupp“ den Borkumer Schutzhafen.
Noch während der etwa 45-minütigen Fahrt zum Havaristen bei einem bis 1,5 Metern Seegang gegen Wind und Strom erreichte die ebenfalls in Greetsiel beheimatete „Korsar“ die „Germania“ als erstes, doch ein Freischleppversuch scheiterte. Gegen 3.30 Uhr war die „Alfried Krupp“ vor Ort und setzte dasTochterboot „Glückauf“ aus. Diesem gelang es, die „Germania“ zu erreichen und vor Ort gefahrlos zu operieren.
Die Seenotretter übergaben eine Schleppleine an die Fischer. Bei auflaufendem Wasser gelang es schließlich gegen fünf Uhr, die „Germania“ zu befreien. Der Kutter konnte seine Fahrt aus eigener Kraft fortsetzen und lief in den Heimathafen ab. Die „Alfried Krupp“ meldete sich gegen 6.20 Uhr wieder einsatzbereit auf ihrer Station.
Die „Germania“ wurde 1974 erbaut bei L. Voss in Aurich Ihlow/Westerende-Kirchloog für Hans Otto Weber aus Friedrichskoog. 2014 wurde sie verkauft an Dirk de Beer in Greetsiel. Sie hat eine Länge von 17,26 Metern, eine Breite von 5,40 Metern und eine Seitenhöhe von 2,30 Metern.
Quelle:Tim Schwabedissen



„Sirene“, ex „Concordia“ (Bild: Alfred Gerold)   Großbild klick!

Drei Schiffe saßen bei Mannheim zeitweilig fest
(13.10.16) Am Morgen des 12.10. lief die schweizerische Containerbarge "Grindelwald", 1969 ts (EU-Nr.: 07001731), die an die "Mürren", 2371 ts (EU-Nr.: 07001452) gekoppelt war, auf dem Rhein in Mannheim unterhalb der Kurt-Schumacher-Brücke auf Grund. Der Verband war von Antwerpen nach Basel unterwegs und wollte in Ludwigshafen gegen neun Uhr einen Crewwechsel vornehmen. Beim Ansteuern des Kais kamen die Schiffe steuerbordseitig fest.
In den Mittagsstunden des 13.10. machte das Arbeitsschiff "Speyer" (MMSI-Nr.: 211511260) den 183 Meter langen Verband wieder flott. Die „Grindelwald“ legte dann an einem ausreichend tiefen Kai an.
Erst am späten Nachmittag des 12.10. war etwa 500 Meter oberhalb der Kurt-Schumacher-Brücke am Mannheimer Ufer die „Sirene“, ex „Concordia“, auf Grund gelaufen, die zuvor bei der BASF in Ludwigshafen eine Ladung von 900 Tonnen Dünger aufgenommen hatte. Der Dünger sollte etwa zehn Kilometer weiter flussaufwärts transportiert werden. Warum die französische Besatzung des Schiffs die Fahrt trotzdem unterbrach, das Fahrwasser verließ und das Ufer ansteuerte, war noch unklar.
Seither saß es aber in Ufernähe auf Grund, wohl weil die Besatzung die dortigen Untiefen falsch eingeschätzt und entsprechende Funkwarnungen nicht verstanden hatte. Bei den Versuchen, durch Fahrmanöver wieder freizukommen, türmte sich hinter dem Schiff Sand auf, sodass es noch fester auf Grund saß. Das Arbeitsschiff "Biber" baggerte diesen wieder weg.
Voraussichtlich am 13.10. sollten ein Kranschiff sowie ein zweites Binnenschiff anrücken, um einen Teil der Ladung zu leichtern. Der Schiffsverkehr auf dem Rhein wurde durch die Havarie nicht beeinträchtigt. Der Pegel des Rheins bei Mannheim lag etwa bei 1,45 Metern. Dies entsprach einem mittleren Niedrigwasserstand, was für den Schiffsverkehr bedeutete, dass die Schiffe zwar nicht voll beladen werden, aber durchaus noch fahren können.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter “Commander” (Bild: Orange County Sherrif Department)   Großbild klick!

Gesunkener Kutter tauchte wieder auf
(13.10.16) Ein Patroullienboot des Hafensheriffs rettete die Crew des 57 Fuß langen Kutters “Commander”, der sieben Meilen westlich von San Mateo Point zwischen Dana Point und Camp Pendleton am Abend des 11.10. leckgeschlagen war. Die U.S. Coast Guard war um 21.10 Uhr alarmiert worden, und ein Helikopter stieg auf. Doch vorher war die Patroullie des Orange County Sheriffs um 21.34 Uhr vor Ort.
Mit Notfackeln und den GPS-Koordinaten half die Crew, das Schiff zu lokalisieren. Es lag bereits zu zwei Dritteln unter Wasser und sank wenig später. Als am Morgen des 12.10. die Coast Guard San Diego den Untergang untersuchte, war es allerdings teilweise wieder aufgetaucht. Dies könnte durch Strömungen verursacht worden sein oder ein unvollständiges Sinken.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler vor Island havariert
(13.10.16) Dem norwegischen Trawler "Gunnar Tordardson", 312 BRZ (IMO-Nr.: 8101379), geriet am Abend des 12.10. vor Arnarfjörður eine Leine seines Netzes in den Propeller Das manövrierunfähige Schiff bat um Assistenz. Die isländische Coast Guard schickte das Patroullienboot "Thor" (IMO-Nr.: 9426893), das auf Standby ging, um den Havaristen nach Wetterberuhigung nach Bíldudal abzuschleppen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Drei Vermisste im Schwarzen Meer
(13.10.16) Der russische Schwimmkran "ASPTR-1", 1000 tdw der Rosmorrechflot erlitt bei der Verschleppung durch die "Merkuriy" und "Derzkiy“ im Schwarzen Meer rund 1,5 Meilen vor Livadiya, Yalta, am frühen Morgen des 12.10. Wassereinbruch in schwerer See. Der Konvoi war von Gurzuf nach Sevastopol unterwegs.
Gegen drei Uhr sank der 1962 erbaute Kran. Fünf Crewmitglieder wurden von der "Derzkiy" gerettet, drei weitere vermisst. Die folgende SAR-Operation blieb bis zum Nachmittag erfolglos.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ölverschmutzung in Port Isabel
(13.10.16) Am 12.10. um 23:24 Uhr wurde der Coast Guard Corpus Christi gemeldet, das seine Barge, die sich am Haken des Schleppers "Capt. Jim Green" (MMSI-Nr.: 366995270) befand, bei starkem Wind mit einer Kaianlage von Subsea 7 in Port Isabel kollidiert und leckgeschlagen war. Rund 5000 Gallonen Öl liefen dabei aus. Zunächst war von der vierfachen Menge ausgegangen worden.
2000 Gallonen befanden sich noch in Innenräumen der Barge. Günstiger Wind half, den Dieselkraftstoff aufzunehmen. 6,000 Fuß Ölsperren wurden ausgelegt und über 2500 Gallonen Ölwassergemisch im Laufe des Tages beseitigt durch die Coast Guard, das Texas General Land Office und die Kirby Inland Marine
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter vor Borneo auf Grund gelaufen
(13.10.16) Der unter Panama-Flagge laufende Frachter "VSG Glory", 6290 BRZ (IMO-Nr.: 9103025), lief nördlich von Sandakan an der Nordspitze von Borneo in der Sulusee am 9.10. auf Grund. Er war unterwegs von Bitung nach Singapur, wo er am 13.10. hätte eintreffen sollen. Am 12.10. saß der Havarist noch fest.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wrack wird aus der Maas geräumt
(13.10.16) Ein Bergungsbetrieb hat im Auftrag mit der Waalser Regierung damit begonnen, das Wrack des Binnenschiffes „Nimitz“ aus der Maas bei Seraing zu räumen. Nur Teile des Deckshauses ragten unweit des Flussufers noch mit Backbordschlagseite aus dem Wasser.
Quelle:Tim Schwabedissen



Boom wird geleichtert
(13.10.16) Am 13.10. ab 11 Uhr sollte mit dem Entladen des 200 Meter vom Fähranleger in Niederalteich entfernt auf der Donau aufgelaufenen Binnenschiffs „Boom“ auf die „Magdalena“ (MMSI-Nr.: 211183240) begonnen werden. Es sollte so viel Fracht geleichtert werden, dass es aus eigener Kraft wieder freikommt.
Die Donau wurde für bergfahrende Schiffe um sechs Uhr gesperrt. Für talfahrende Schiffe wurde eine Sperre um 11 Uhr ausgesprochen. Vor Ort an der Strandungsstelle waren auch die „Regen“ und „Schwarzach“ des Wasser- und Schifffahrtsamtes.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht in Wellington vor Untergang bewahrt
(13.10.16) Die 50 Fuß lange Yacht “Mayling” drohte am 13.10. in Wellington zu sinken. Ein Zeuge benachrichtigte um 8.30 Uhr die Rettungsdienste, die mit Pumpen in der Evans Bay anrückten. Sie fanden das Boot tief im Wasser liegend vor. Es befand sich niemand an Bord. Die Feuerwehr begann unverzüglich mit dem Lenzen des eingedrungenen Wassers.
Quelle:Tim Schwabedissen



Historisches Wrack in Miedzywodzie soll geborgen werden
(13.10.16) Das Wrack eines Schiffes aus dem 19. Jahrhundert, das in einem Sturm auf den Strand von Miedzywodzie geworfen wurde, soll geborgen und in ein Museum in Kamien Pomorski gebracht werden. Es wurde als zu wertvoll eingeschätzt, um von der Brandung zerstört zu werden. Zunächst aber müssen die 30 Meter langen Rumpfreste vom Strand geholt werden, was keine leichte Aufgabe ist.
Der Rumpf ist zu groß, um in einem Stück transportiert zu werden. Deshalb müssen zunächst alle Teile exakt dokumentiert werden, ehe sie Stückweise abtransportiert und dann wieder zusammengesetzt werden. Das Eichenholz ist stark mineralisiert und hart wie Fels. Der Seegang hat es 400 Meter westwärts vertrieben und um 90 Grd gedreht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre nach Reparatur gleich wieder leck
(13.10.16) Am 12.10. ging die norwegische Fähre "Tjøtta", 717 BRZ (IMO-Nr.: 8811209), die wochenlang repariert worden war, nachdem sie am 11.9. mit dem Fähranleger in Nesna kollidierte, wieder in Betrieb. Doch bereits am 13.10. musste sie wieder am Kai bleiben. Es war zu einer Leckage an der Ruderanlage gekommen.
Die Fähre "Lovund Express" wurde um 8.45 Uhr auf der Route Nesna-Levang in Fahrt gebracht. Dauert die neuerliche Reparatur länger, sollte die größere "Alsten" den Havaristen ersetzen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zementfrachter freigeschleppt
(13.10.16) Der unter Marshall Islands-Flagge laufende Zementfrachter "Cemstar", 4082 BRZ (IMO-Nr.: 7527849), konnte am 10.12. gegen 10 Uhr mit auflaufender Flut in Hugla freigeschleppt werden. Er hatte das Glück gehabt, auf einer Sandbank zwischen zwei Felsen aufgelaufen zu sein, was den Schaden verminderte. Um 21.50 Uhr wurde der Havarist nach Sandnessjøen eingeschleppt und machte bei Horvnes fest.
Offenbar hatte ein Navigationsfehler zu der Strandung geführt. Das Schiff war direkt auf die Insel zugelaufen, bis es um kurz vor sechs Uhr auf der Reise von Kjøpsvik in Tysfjord auf Grund lief. Die Polizei ging unterdessen an Bord und befragte die 19-köpfige Crew, neben der zweiköpfigen norwegischen Schiffsführung Polen und Philippinos.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei Fischer vor Carloway gerettet
(13.10.16) Zwei Fischer wurden von der britischen Coastguard vor Schottland am 12.10. gerettet, nachdem sie gegen 15 Uhr Mayday gefunkt hatten. Unmittelbar darauf mussten die beiden das 20 Fuß lange Boot aufgeben. Ein Rettungshubschrauber fand sie westlich von Carloway vor der Isle of Lewis.
Auch die Stornoway-, Ness- und Breasclete-Rettungsteams der Coastguard waren im Einsatz. Die Schiffbrüchigen erreichten mit einer Rettungsinsel das Ufer und wurden dort von einem Helikopter aufgewinscht und zum Stornoway Airport geflogen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Barge sank in Rupsha
(13.10.16) Die Barge “Tungipara” kenterte mit 850 Tonnen Klinker an Bord am 12.10. auf dem Rupsha River in Rupsha auf der Fahrt nach Khulna. Das von Mongla kommende Schiff sank unweit der Rupsha Bridge gegen 17:30 Uhr, nachdem im Rumpf ein Riss entstanden war. Die Crew konnte an Land schwimmen. Die Ladung sollte geborgen werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fischer vor Santa Rosa Island gerettet
(13.10.16) Die US Coast Guard rettete am 12.10. den Skipper des 32 Fuß langen Kutters “Western Warrior”. Dieser war an der Südseite von Santa Rosa Island auf Grund gelaufen. Die Coast Guard Los Angeles-Long Beach wurde gegen ein Uhr alarmiert und schickte einen MH-65 Dolphin-Helikopter crew der Base Point Mugu, die den Mann zum Oxnard Airport flog.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ein von vielen beschädigten Yachten
(Bild: Silale Xiou)   Großbild klick!

Poros: Sturm verwüstet Marina
(12.10.16) In der Nacht zum 8.10. hinterließ ein Sturm eine Spur der Verwüstung im Hafen von Poros. Ein 69-jähriger Segler wurde leicht verletzt, nachdem eine plötzliche Sturmfront die Hafenlieger überrascht hatte. Er wurde ins Gesundheitszentrum in Galata und dann weiter ins Argos Hospital gebracht. Die französische "Lennox" sowie die "Coral" sanken an ihren Liegeplätzen.
Auf der britischen "Keros" brach durch einen Kurzschluss ein Feuer aus, das aber rasch gelöscht werden konnte. Etliche weitere Yachten, darunter die "Kinnar", "Ocean Star", "Crosswind Australia", „Essenza“ und "Semele" erlitten zum Teil erhebliche Schäden am Rumpf, als sie in den hohen Wellen gegen die Stege schlugen. Auch an den hölzernen Pieranlagen des Hafens entstand erheblicher Sachschaden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Aarø: Angelfreuden in Sicht - Frachter rammte Forellenzucht bei Assens
(12.10.16) Der maltesische Frachter "Karmel", 3183 BRZ (IMO: 9290672), lief am 10.10. auf der Fahrt von Helsingborg nach Kolding südlich von Bågø in den Damm einer Forellenzucht östlich von der Insel Aarø im kleinen Belt. Dabei demolierte er die Käfiganlagen der Fischfarm der Snaptun Fisk-Export vor Assens. Als er mit dem Bug in den Schwimmkäfigen stecken blieb, konnten zwischen 70.000 und 80,000 Forellen, was einem Gewicht von 250 Tonnen bzw. einem Drittel der Zucht entsprach, in die Ostsee entkommen.
Es handelte sich dabei um ausgewachsene Regenbogenforellen, die voller Rogen waren. Sie waren drei Jahre alt und sollten innerhalb der nächsten 14 Tage geschlachtet werden. Die Fischzucht Snaptun Fisk musste einen Verlust von etwa 1,2 Millionen Euro hinnehmen.
Der dänische Sportfischerverband befürchtete zudem eine Störung der Wildfischbestände, insbesondere der Meerforelle durch die Invasion. Die Angler sollten in den nächsten Wochen viel daran setzen, die Zucht-Forellen zu fangen.
Die Netze der Käfiganlagen wickelten sich um das Ruder und den Propeller des Frachters, der anschließend sechs Kilometer westlich von Assens Anker warf und von der dänischen Marinebehörde mit einem Fahrverbot belegt wurde. Er hatte eine Ladung Holzschnitzel an Bord. Die Polizei von Fünen war um 13.14 Uhr verständigt worden, doch die AIS-Daten des Schiffes zeigen, dass seine Fahrt bereits um 10.50 Uhr von 10 auf null Knoten herunter ging. Drogentests beim Kapitän blieben ohne Resultat.
Der Frachter lief am 11.10. gegen 21 Uhr nach Kolding ein und machte zur weiteren Untersuchung dort am Nordkai fest. Die Reste der zerstörten Fischfarm wurden in den Hafen von Assens geschleppt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Polnische Segelyacht unter der Fähre
(Bild: Ronald Haase)   Großbild klick!

Barhöft: Seglertraum wurde zum Alptraum
(12.10.16) Der dänische Offshore-Versorger „Achiever“, 101 BRZ (IMO-Nr.: 9634127), lag drei Tage nach der Kollision mit einer Hallberg Rassy weiter im Hafen von Barhöft zur Untersuchung des Schadens und der Behebung der Ursache des Maschinenversagers, der eine Segelyacht am 9.10. am Kai zerstört hatte. Der schwedische Kapitän Johan Paulsson war danach untröstlich. Was geschehen sei, tue ihm wahnsinnig leid, aber es habe einen technischen Defekt gegeben, der es unmöglich machte, den Katamaran weiter zu manövrieren.
Als die Maschine plötzlich versagte geriet das geplante Wendemanöver im Hafen zum Fiasko. Ein Aufstoppen war ebenso unmöglich wie die Maschine voll zurück gehen zu lassen. Zwar legte Paulsson das Ruder noch hart Backbord, doch dann begrub sein Schiff die Yacht zwischen ihren beiden Rümpfen. Das fatale Resultat des Unfalls wurde klar, als das Boot wieder darunter hervorgezogen wurde.
Bug komplett abgerissen
(Bild: Ronald Haase)   Großbild klick!
Der Bug war komplett abgerissen, und nur dank des Kollisionsschotts war es überhaupt schwimmfähig geblieben. Eine im Ankerkasten fest montierte Gasflasche wurde durch das Abtrennen des Bugs vom Regler abgerissen und war mit diesem zusammen ins Wasser gefallen. Sie wurde inzwischen wieder geborgen.
Die Yacht gehörte dem Breslauer Ehepaar Magdalena und Philip Podgorski. Dieses hatte sie erst vor ein paar Tagen in Holland gekauft und sich damit einen lang gehegten Lebenstraum erfüllt. Am Abend des 8.10. hatten die beiden in Rostock-Warnemünde festgemacht, bevor es weiter nach Stralsund ging. Auf dieser Etappe ging ihnen aber der Brennstoff aus, weswegen die verhängnisvolle Entscheidung fiel, nach Barhöft zum Bunkern einzulaufen.
Von dort sollte es weiter ins Winterquartier in Ückermünde gehen und im Frühjahr auf große Fahrt. Vom Ende dieser Pläne zeugte ein lautes Krachen, das die Podgorskis aufschreckte, als sie sich kurz nach 17 Uhr gerade in einem Restaurant in Hafennähe niedergelassen hatten. Nun lag es in den Händen der Versicherung, wie es mit dem Lebenstraum weitergeht. Das Boot selbst dürfte ein konstruktiver Totalverlust sein.
Die “Achiever” ist 18,55 Meter lang, 7,6 Meter breit, hat 1,04 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 25 Tonnen. Sie läuft für die Northern Offshore Services A/S in Esbjerg und wurde 2011 bei der Grovfjord Mek.Verksted A/S erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Containerfrachter "X-Press Etna"
(Bild: Olaf Kuhnke)   Großbild klick!

Brunsbüttel: Frachter rammte Schleusenanlage
(12.10.16) Am Morgen des 10.10. geriet der unter Malta-Flagge laufende Containerfrachter "X-Press Etna", 9981 BRZ (IMO-Nr.:9354349), in der Großen Nordschleuse in Brunsbüttel gegen 06.00 Uhr beim Einlaufen in die Schleuse zu dicht an den Molenkopf der Mittelmauer und kollidierte mit diesem. An dem Schiff entstanden bei der Kollision zwei Einbeulungen, am Schleusenbauwerk kam es ebenfalls zu Beschädigungen.
Nach Aufnahme des Unfalls durch die Wasserschutzpolizei setzte der Frachter gegen sieben Uhr seine Reise von Stettin nach Hamburg fort. Um 10.30 Uhr machte er dort fest und setzte am 11.10. die Reise nach Antwerpen fort. Am 12.10. um 1.30 Uhr warf er Anker auf Steenbank-Reede. Die Ermittlungen zu dem Unfall dauerten noch an.
Quelle:Tim Schwabedissen



Modern Express am möglichen Ende der Reise
(12.10.16) Am 10.10. traf der spanische Schlepper "VB Hispania" mit dem havarierten Autofrachter "Modern Express" am Haken vor Aliaga ein. 20 Tage hatte die Querung der Biskaya, gefolgt von der Passage entlang der portugiesischen Atlantikküste und dann durch die Straße von Gibraltar und über das Mittelmeer von West nach Ost gedauert. Die Schlepptrosse war dabei von 900 auf 600 Meter aufgekürzt worden.
Kapitän Chaviano Izaguirre hatte eine klassische Verbindung mit zwei vorgesteckten Ketten von 27 Metern geplant, eine am Backbord- und die andere am Steuerbordbug befestigt. Doch die spanischen Behörden verlangten, dass weitere 27 Meter an jeder Seite angefügt wurden. Dem Küstenfunk zufolge muss der "Modern Express" nun nicht der Schweißbrenner drohen, er könnte auch im Mittleren Osten, Asien oder Afrika noch eine Zukunft finden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre in Gilimanuk auf Grund gelaufen
(12.10.16) Die indonesische Fähre "Munic III", 1776 BRZ (IMO-Nr.: 8210950), lief am Morgen des 11.10. im Hafen von Gilimanuk während des Anlegemanövers auf Grund. An Bord waren 71 Passagiere und Crewmitglieder sowie etliche Pkw und sechs Trucks. Am Nachmittag wollten die Behörden mit steigendem Wasserstand das Schiff wieder flottmachen. In der Zwischenzeit wurden die Fahrgäste und nicht notwendiges Personal abgeborgen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf altem Schlepper
(12.10.16) Am Nachmittag des 10.10. brach auf dem ausgeschlachteten Schlepper "Consul B" von Steve Hamilton vor Aurora Harbor ein Feuer aus. Es handelte sich um eines von mehreren Fahrzeugen von Hamilton, die an der Hafenzufahrt im Päckchen liegen. Der Schlepper befand sich hier seit Februar längsseits des Landungsbootes "Pegasus", einer Barge mit einem Gewächshaus und einem alten Floß aus dem Hafen.
Das Deckshaus der "Consul B" war bereits gänzlich demontiert. Der Brand entstand bei weiteren Abbrucharbeiten von Hamilton. Um 14.40 wurde die Feuerwehr alarmiert.
Der Brandort war mangels Löschboot auch schwer zugänglich. Die Hafenbehörde bot ein kleines Landungsboot an, das mit einer mobilen Löschpumpe ausgestattet wurde. Auch ein Boot der Coast Guard-Station Juneau half bei der Brandbekämpfung. Binnen einer halben Stunde stoppte die Rauchentwicklung.
Quelle:Tim Schwabedissen



Französische Binnenschiffer überhörten Navigationswarnungen – Schiff sitzt fest
(12.10.16) Am 11.10. lief das 110 Meter lange, französische Binnenschiff „Sirene“ (MMSI-Nr.: 226012170) beim Versuch, am Rheinkai in Mannheim bei Flusskilometer 426,2 anzulegen, auf einer Untiefe in Ufernähe auf Grund. Die ausschließlich französisch sprechende Besatzung hatte die seit Tagen über Schiffsfunk ausgesprochenen Warnungen bezüglich der vorhandenen Untiefen offensichtlich nicht verstanden. Versuche eines anderen Binnenschiffes, den Havaristen wieder freizuschleppen, blieben erfolglos.
Beide Schiffsführer mussten nun aber mit einer Anzeige rechnen, da die Versuche das festgefahrene Schiff freizuschleppen behördlich nicht genehmigt waren. Für die Bergung des mit rund 900 Tonnen Dünger beladenen Schiffes muss dieses gelöscht und eventuell auch die vorhandene Untiefe abgetragen werden. Der Schiffsverkehr wurde bislang nicht eingeschränkt, da sich das Schiff außerhalb des Fahrwassers in einem nicht für die Schifffahrt vorgesehenen Bereich festgekommen war.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bockstiegel-Frachter im Nordatlantik auf den Haken genommen
(12.10.16) Der unter Antigua-Barbuda-Flagge laufende 665-TEU-Frachter "BBC Colorado", 12742 BRZ (IMO-Nr.: 9435117), erlitt mit einer 12-köpfigen Crew an Bord am 5.10. in stürmischer See im Nordpazifik südlich der Aleuten auf der Fahrt von Shanghai nach Portland schweren Maschinenschaden. Das Schiff musste die Fahrt stark herabsetzen und war nur noch eingeschränkt manövrierfähig. Der Kapitän funkte angesichts vorhergesagter Wellenhöhen von 30 Fuß und Windgeschwindigkeiten von 50 Knoten einen Notruf und bat um Assistenz der US Coast Guard.
Diese schickte das in Honolulu beheimatete Patroullienschiff "Morgenthau", das rund 500 Meilen entfernt auf Patroullie in Alaska war. Noch auf dem Weg wurde durch die Crew der "Morgenthau" und das 17. District Command Center in Juneau ein Bergungsplan entwickelt. Notschleppausrüstung samt schwerer Schlepptrossen und Rettungsgerät wurde klargemacht.

Als das Schiff die " BBC Colorado" erreichte, wurde ein Helikopter losgeschickt, um die Lage des Frachters und die Schleppvorrichtungen zu inspizieren und Funkkontakt mit dem Kapitän herzustellen. Das Schiff blieb 24 Stunden vor Ort, während der Schlepper "Resolve Pioneer", 1058 BRZ (IMO-Nr.: 7528843), sich am 7.10. aus Juneau auf dem Weg zum Havaristen machte und diesen am 9.10. erreichte. Nachdem eine sichere Schleppverbindung hergestellt war, nahm die "Morgenthau" ihren Dienst im Golf von Alaska und der Beringsee wieder auf.
Die "Resolve Pioneer" nahm mit dem Frachter auf dem Haken Kurs auf Washington. Am Abend des 11.10. war der Konvoi mit sechs Knoten Fahrt in Richtung der US-Küste unterwegs. Er befand sich zu der Zeit 1000 Meilen südwestlich der Juan de Fuca Strait.
Die “BBC Colorado“ ist 138,46 Meter lang, 21 Meter breit, hat acht Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 12742 Tonnen. Er läuft für die Bockstiegel Reederei GmbH & Co. in Emden und wurde 2008 beim CSC Jiangdong Shipyard in Wuhu erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zementrrachter auf Hugla aufgelaufen
(12.10.16) Der unter Marshall Islands-Flagge laufende Zementfrachter "Cemstar", 4082 BRZ (IMO-Nr.: 7527849), lief am Morgen des 12.10. auf der Fahrt von Trondheim nach Kjøpsvik an der Südspitze der Insel Hugla in Nesna auf Grund. Es kam mit dem Bug auf dem Ufer von Jektvik fest. Um 05.56 Uhr funkte der Kapitän einen Notruf, und das NSSR-Rettungsboot "Ruth Opsahl" wurde zur Strandungsstelle geschickt.
Polizei und Behörden wurden ebenfalls alarmiert. Taucher trafen um 7.45 Uhr zu einer Untersuchung des Rumpfes an der Unglücksstelle ein. Gegen 10 Uhr beendeten sie ihren Einsatz und fanden das Schiff ohne Leckagen vor. Gegen neun Uhr herrschte an der Strandungsstelle Niedrigwasser.
Der Kapitän hoffte, mit der folgenden Flut wieder freizukommen. Die beiden Schlepper "Boa Frigg" (IMO-Nr.: 8714279) und "Boa Tyr" (IMO-Nr.: 8714267) wurden gegen acht Uhr aus Sandessjoen angefordert und hielten sich bereit zum Einsatz.
Die „Cemstar“ läuft für die SMT Shipping in Lysaker. Sie wurde 1977 auf der Dannebrog Verft A/S in Aarhus erbaut. Das Schiff hat eine Tragfähigkeit von 6,089 Tonnen, ist 113,04 Meter lang, 15,06 Meter breit und hat 6,5 Meter Tiefgang.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schweißperlen verursachten Feuer auf Norwegian Joy
(12.10.16) Schweißarbeiten waren der Auslöser den Brand auf dem Kreuzfahrtschiff-Neubau „Norwegian Joy“ in der Dockhalle der Papenburger Meyer Werft am 8.10. verursacht. Zu diesem Ergebnis kamen die Experten des Landeskriminalamtes Niedersachsen. Offenbar waren heiße Schweißperlen durch nicht abgedeckte Areale an der Schweißstelle in darunterliegende Decks gefallen. Dadurch wurden bereits ausgebaute Kabinen in Brand gesetzt. Unterhalb der Schweißstelle auf Deck 15 gerieten auf den Decks 12 bis 14 mehrere Kabinen in Brand und wurden völlig zerstört. Eine vorsätzliche Brandstiftung wurde ausgeschlossen. Die betroffenen Bereiche wurden nach der Brandortbesichtigung von der Polizei wieder freigegeben.
Zur Höhe des Sachschadens machten weder Werft noch die Polizei Angaben. Die Schadensermittlung lief noch auf Hochtouren, ebenso wie die Aufräumarbeiten und die Vorbereitungen zur Reparatur, um die pünktliche Fertigstellung des Schiffes sicherzustellen. Voraussichtlich Ende der Woche sollen die Auswirkungen des Feuers genauer eingeschätzt werden können.
Das Kreuzfahrtschiff soll im Frühjahr 2017 an die US-Reederei Norwegian Cruise Line abgeliefert werden. Die Werft war zuversichtlich, diesen Termin einhalten zu können. Als Ende September war ebenfalls aufgrund von Schweißarbeiten ein Feuer auf der „Norwegian Joy“ ausgebrochen war, entstand ein Schaden in Höhe von etwa 50 000 Euro.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sloop vor Old Head of Kinsale abgeschleppt
(12.10.16) Am 11.10. um 12.30 Uhr wurde das RNLI-Boot aus Courtmacsherry alarmiert, nachdem eine 40 Fuß lange Sloop acht Meilen vor dem Old Head of Kinsale in West Cork Motorausfall erlitten hatte und in grober See auf Drift war. Das Rettungsboot mit seiner siebenköpfigen Crew erreichte die Yacht um 13.10 Uhr. Eine der beiden Personen auf der Yacht hatte Gesundheitsprobleme.
Bei immer schlechter werdendem Wetter gelang es, die Yacht, die unterwegs von England nach West Cork war, auf den Haken zu nehmen. Sie wurde bei sieben bis acht Beaufort Wind mit Windgeschwindigkeiten von 35 Knoten und zunehmend nach Kinsale geschleppt. Um 14.45 Uhr war der sichere Hafen erreicht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bergung von Motoryacht in San Francisco wird vorbereitet
(12.10.16) Berger planten die Hebung des 45 Fuß langen Kabinenkreuzers “Khaleesi”, der am 8.10. während der Fleet Week-Festivitäten vor der Fisherman's Wharf in San Francisco gekentert und gesunken war. Das Wrack soll bei Pier 45 gehoben werden, ohne dass dabei Öl ausläuft. Die Vorbereitungen begannen gemeinsam mit der US Coast Guard, der San Francisco Police und der SFPD Marine Unit am 11.10.
Taucher inspizierten das Boot und erkundeten dessen Lage auf Grund, nachdem es von der SFPD Marine Unit mit Sonar am 10.10. lokalisiert worden war. An Bord waren noch rund 75 Gallonen Benzin. Die Ventile wurden durch die Taucher abgesperrt.
Die Untergangsstelle wurde mit einer Boje markiert. Am 14.10. soll die “Khaleesi” dann gehoben werden. Derweil sind alle acht Personen, darunter drei Kinder, die nach dem Unglück ins Krankenhaus kamen, wieder zu Hause.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fährboot machte sich in Maine selbstständig
(12.10.16) Die Fähre “Katie Grace” riss sich bei starkem Wind am 10.10. von ihrer Mooring los und trieb auf die Untiefen vor der Maine Seacoast Mission. Gegen Mittag machte es sich an seinem Liegeplatz vor dem College of the Atlantic selbstständig und trieb dann bei starkem Nordostwind in südlicher Richtung davon. Die Crew gelangte kurz nach der Havarie an Bord und konnte das Schiff wieder flott machen. Die „Katie Grace” erlitt aber Schäden am Propeller und Schrammen am Rumpf.
Sie wurde an der Bar Harbor Harbor Town Pier zur Inspektion durch einen Taucher festgemacht. Das Schiff war von der Frenchman Bay Research Boating zwischen dem College und der Marina im Winter Harbor nahe der Schoodic Peninsula im Acadia National Park eingesetzt worden und sollte in Kürze ins Winterlager gehen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fischer nach Kollision mit Schubverband vermisst
(12.10.16) Der russische Schlepper "MB-1225", 680 BRZ (IMO-Nr.: 8883240), der mit den beiden unbeladenen Bargen "Volga-16" und "Volga-20" auf der Fahrt von Krasnoye Sormovo nach Mendeleevsk war, kollidierte am 10.11. auf dem Kama bei Flusskilometer 1556 mit einem kleinen Angelboot. Dieses kreuzte den Kurs des Schleppzugs, und dessen Kapitän konnte nicht mehr ausweichen. Der Schlepper traf das Boot, das kenterte, wobei der Fischer über Bord geworfen wurde.
Eine Suchaktion lief sofort an, doch bislang konnte der Vermisste nicht gefunden werden. Die Suche wurde inzwischen flussabwärts ausgeweitet. Das gekenterte Boot wurde geborgen. Der Schubverband wurde angewiesen, zur Untersuchung unweit der Kollisionsstelle vor Anker zu gehen.
Quelle:Tim Schwabedissen



USA finanzieren Schutz und Forschung an Sklavenschiff vor Kapstadt
(12.10.16) Das Wrack des Sklavenschiffes “São José”, das vor Kapstadt auf Grund liegt, soll mit finanzieller Unterstützung der USA geschützt werden. Das portugiesische Schiff sank 1794 auf der Fahrt von Mosambik nach Brasilien mit 400 bis 500 Sklaven an Bord. 212 von ihnen kamen ums Leben.
Während der kommenden zwei Jahre soll die Wrackstelle mit Mitteln des Fund for Cultural Preservation (AFCP) konserviert und die Feldforschung an der „São José“ bezahlt werden. Das Iziko Museums soll mit Konservierungsausrüstung ausgestattet und südafrikanischen Studenten die Möglichkeit gegeben werden, sich Techniken zur Unterwasserarchäologie anzueignen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fregatte wird nach Feuer in Kiel repariert
(12.10.16) Nachdem am 9.10. auf der Fahrt von Wilhelmshaven nach Neustadt ein Feuer im Bereich des Schornsteins an Steuerbordseite der Fregatte „Brandenburg“ ausgebrochen war, bleibt das Schiff vorerst im Tirpitzhafen von Kiel. Die Untersuchungen sollen die Ursache des Brandes ermitteln und Wiederholungen ausschließen. Dabei sollen auch Erkenntnisse gewonnen werden, ob für die drei Schwesterschiffe der „Brandenburg“ im Abgasbereich ebenfalls eine Feuergefahr bestehen könnte.
Die Reparatur des Brandschadens lief ebenfalls an. Das Schiff soll auf jeden Fall an einem Training mit der Royal Navy Ende Oktober nach Devonport in Südengland teilnehmen. Die Fregatte ist dort für Teilnahme am German Operational Sea Training eingeplant, bei dem die Besatzung auf ihre Einsatzbereitschaft getestet und benotet wird. Ein Aspekt bei dieser Prüfung ist auch die Brand- und Leckabwehr.
In diesem Bereich hat die Crew am vergangenen Wochenende bewiesen, dass sie schnell reagieren kann. Das Feuer war gegen 18.30 Uhr bei der Einfahrt in den Großen Belt in dänischen Gewässern ausgebrochen. Trotz der verwinkelten Lage des Brandortes im Steuerbord-Schornsteinschacht hatten die Löschtrupps der Mannschaft den Brand in weniger als einer Stunde gelöscht.
Zwei Stunden nach dem Ausbruch des Feuers konnte die Fregatte die Fahrt aus eigener Kraft mit der Backbordantriebswelle fortsetzen. Die Steuerbordwelle und der Antriebsmotor auf der Steuerbordseite wurden vorsorglich stillgelegt. Statt des Schiffssicherungslehrgangs in Neustadt war nun Kiel nach dieser praktischen Übung das Ziel.
Die „Brandenburg“ ist das Typschiff der Klasse 123 deren vier Schiffe 1992 bis 1996 auf Werften in Hamburg, Emden und Vegesack gebaut wurden und das Rückgrat der deutschen Marine bei Auslandseinsätzen darstellen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Historisches Archivbild (Bild: Wikipedia)   Großbild klick!

Kea: Konferenz zum Umgang mit dem Wrack von HMS „Britannic“
(11.01.16) Knapp 100 Jahre nach dem Untergang des Passagierschiffs HMS „Britannic“ am 21.11. 1916 nach dem Auflaufen auf eine Mine von „U 73“ zwischen denInseln Kea und Makronisos trafen sich auf Kea Wracktaucher und Politiker, Minister und Experten, um auf einer Konferenz über eine zukünftige touristische Nutzung des Wracks zu diskutieren. Jiannis Tsavelákos von der Tauchbasis Kea Divers würde zusammen mit der 183 Meter langen SS „Burdigala“ und drei weiteren Wracks, die fast unbeschädigt auf dem Meeresgrund liegen, gern einen Unterwasserpark errichten. Der für die Region zuständige Minister wünschte sich höhere Touristenzahlen, und Byron Riginos, Vorsitzender im Verein der Inselfreunde, hat bereits Pläne für ein Museum ausgearbeitet.
"Britannic" 120 Meter tief (Bild: Ken Marshall)   Großbild klick!
Allerdings liegt die "Britannic" auf gut 120 Metern Wassertiefe, entsprechend nur erreichbar für Tech-Taucher, die die nötige Ausbildung und Erfahrung haben, um das Schiff zu erreichen. Um 15 Minuten an dem Wrack verweilen zu können, müssen rund drei Stunden Dekozeit eingeplant werden. Jede weitere Minute unten bedeuten 20 zusätzliche Minuten Dekompressionszeit.
Wer an der "Britannic" tauchen will, braucht zudem die die Zustimmung des britischen Autors und Dokumentarfilmers Simon Mills, denn er hat das Wrack 1996 für 15.000 Pfund erworben. Außerdem muss auch die griechische Regierung eine Erlaubnis für jeden Tauchgang erteilen, denn die "Britannic" gilt zudem als Kriegsgrab. Schiffe, die vor mehr als 50 Jahren gesunken sind, stehen außerdem in Griechenland unter sehr restriktivem archäologischem Schutz, um Plünderungen und andere negative Erfahrungen, die man in der Vergangenheit mit Tauchern an antiken Wracks gemacht hat, zu vermeiden.
Als die "Britannic" im Dezember 1915 in Dienst gestellt wurde, hatte die Belfaster Werft Harland & Wolff bereits die Lehren aus dem Untergang des Schwesterschiffs "Titanic" im Jahr 1912 einfließen lassen. In Teilbereichen wurde sie mit einer doppelten Außenhaut versehen, die Maschine war stärker, die wichtigsten der 17 Schotten waren weiter hochgezogen. Doch es war der noch luxuriöseren "Britannic" nicht vergönnt, jemals Passagiere über den Atlantik zu transportieren.
Unmittelbar nach der Indienststellung wurde sie von der britischen Admiralität requiriert und als Hospitalschiff verwendet. So war die „Britannic“ vor dem Untergang auf dem Weg nach Mudros, um 2500 verletzte Soldaten der Dardanellen-Schlacht aufzunehmen. Über 1000 Menschen waren bereits an Bord, darunter die Schiffscrew, Ärzte und unzählige Krankenschwestern. 30,von ihnen starben, als ein Rettungsboot zu dicht an das aus dem Wasser ragende Heck der "Britannic" geriet, wo es von einem der Propeller zerfetzt wurde.
Lange Zeit war es ein Rätsel, warum die 'Britannic' trotz aller baulichen Verbesserungen am Ende noch deutlich schneller gesunken war als die 'Titanic'. Wahrscheinlich waren die Schotten wegen des beim Minentreffer gerade stattfindenden Wachwechsels nicht geschlossen, und ein Großteil der Bullaugen stand offen. Das Wrack liegt seither auf der Steuerbordseite auf dem Meeresgrund und weist bis auf den abgeknickten Bug praktisch keine Beschädigungen auf.
Die kunstvoll angefertigten Wandfliesen, die Badewanne des Kapitäns und die Schnitzereien der Salons sind gut erhalten. Nun muss noch ein Weg gefunden werden, wie dieser Schatz genutzt werden kann. Eine Möglichkeit könnten U-Boote sein, die Touristen in die Tiefe bringen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Segelyacht “Mila Jude” (Bild: Australian Border Force)   Großbild klick!

Einhandsegler von Riff vor Cairns gerettet
(Datum) Die Australian Border Force rettete am 910. den Skipper der Segelyacht “Mila Jude” aus Brisbane, die vor Queensland auf ein Riff lief. Die Crew des Küstenwachboots „Storm Bay“ kam dem Segler zu Hilfe, dessen Schiff rund 80 Meilen vor Cairns auf ein Riff gelaufen war und Wassereinbruch erlitten hatte.
Das Maritime Border Command (MBC) startete um 7.30 Uhr eine Rettungsaktion. Gegen neun Uhr lokalisierte die “Storm Bay” das schwer beschädigte, in der Brandung liegende Schiff. Der Skipper wurde unversehrt abgeborgen und nach Cairns gebracht. Die schnelle Hilfeleistung sorgte für einen glimpflichen Ausgang der potentiell gefährlichen Lage.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bergung in der Kadetrinne gelungen
(11.10.16) Am 11.10. gegen ein Uhr war es geschafft – die drei Schlepper "Kiel", "Taucher Otto Wulf 5" und "Svitzer Thor" konnten nach mehrstündigen Bemühungen den unter Marshall Islands-Flagge registrierten Bulkcarrier "Maestro Diamond", 22850 BRZ (IMO-Nr.: 9711705), in der Kadetrinne vom Grund befreien. Zuvor hatte die Crew des Frachters das Öl aus den eingebeulten Tanks im Schiffsboden in sichere Bereiche gepumpt, damit im Falle eines Lecks nichts auslaufen konnte. Die Bergung begann mit dem steigenden Wasserstand gegen 21 Uhr, zog sich aber einige Stunden hin, bis endlich Bewegung in den auf 10 Metern Wassertiefe sitzenden, aber 11 Meter Tiefgang aufweisenden Frachter kam.
Nach einer ersten Inspektion nahm der Havarist mit eigener Kraft Fahrt nach Kalundborg auf, wo Taucher den Rumpf gründlich untersuchen sollten. Er wurde dabei noch von der dänischen "Svitzer Thor" eskortiert und gegen 13 Uhr erwartet. Die “Kiel” kehrte nach dem erfolgreichen Bergungseinsatz um neun Uhr wieder in ihren Heimathafen zurück. Bereits um 3.30 Uhr war die „Taucher Otto Wulf 5“ in Rostock eingetroffen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wrack der Khaleesi geortet – Boot dürfte überladen gewesen sein
(11.10.16) Nach dem Untergang der 34 Fuß langen "Khaleesi" am 8.10. gegen 16 Uhr in der San Francisco Bay hat sich der Zustand des wiederbelebten vierjährigen Jungen stark verbessert. Am 10.10. konnte auch er als letzter aus dem General Hospital entlassen werden. Das schnelle Eingreifen vieler Helfer hatte ein größeres Unglück verhindert.
Unmittelbar nach dem Kentern des Sportboots hatten sie unzählige Rettungswesten ins Wasser geworfen, und rasch waren etliche Boote, die wegen der Fleet Week unterwegs waren, vor Ort gewesen. Helfer starteten nach der Bergung des Jungen aus der Kajüte sofort mit Wiederbelebungsmaßnahmen, die auch Erfolg zeigten. Binnen einer halben Stunde waren alle im Wasser schwimmenden Menschen in Sicherheit.
Am 10.10. begann die Marine Unit der Polizei gegen 10 Uhr mit Sonarausrüstung mit der Suche nach dem Wrack der "Khaleesi". Gegen Mittag wurde eine Boje ausgesetzt an der Stelle, wo die Polizei glaubte, fündig geworden zu sein. Der Eigner Ivan Smilianic war mit der Finanzierung der Bergung einverstanden.
Die größte Sorge bereitete aktuell der Treibstoff in den Tanks des Bootes. Die Untersuchung, ob es beim Untergang überladen gewesen war, dauerte unterdessen an, ebenso wie die Beschäftigung mit der Frage, ob sich genug Rettungswesten an Bord befunden hatten. Zeugen hatten ausgesagt, dass ihnen die „Khaleesi“ topplastig und mit allzu vielen Personen beladen erschienen war.
Es handelt sich bei ihr um einen Silverton-Kabinenkreuzer mit sechs Kojen, der 15 Personen sicher transportieren kann. 2012 kenterte eine Silverton mit 27 Personen an Bord in New York. Dabei kamen drei Kinder ums Leben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Saugbagger kopfüber im Baggersee
(11.10.16) Der 120 Tonnen schwere Saugbagger "Pirat 5" sank in der Nacht zum 8.10. in Ovelgönne. Das Schiff der Firma Bunte lag auf dem 15 Meter tiefen Grund eines Baggersees, wo ein Konsortium der Firmen Strabag und Bunte bis Sommer 2018 einen Großteil des für den dritten Abschnitt der A 26 benötigten Sands fördern und nach Rübke bringen sollte. Am 9.10. gegen 11 Uhr rief ein Zeuge die Firma an, nachdem nur noch ein Rohr aus dem Wasser ragte.
Die Arbeiter hatten am das Gerät am 7.10. nach Feierabend ordnungsgemäß gesichert und verlassen. Mit einem Großaufgebot an Einsatzkräften und Tauchern waren Feuerwehr und DLRG aus Stade, Buxtehude und Horneburg vor Ort, um die Lage zu sondieren und zu kontrollieren, wie der Bagger auf Grund lag und wie er geborgen werden könnte. Das wird allerdings wohl erst in einigen Tagen der Fall sein. Die Taucher stellten fest, dass das Wrack kopfüber auf dem Grund des Sees lag.
Im Juli hatte die "Pirat 5" die Arbeit begonnen, und zu deren Schluss soll der Baggersee rund 16 Hektar groß sein. Der Nassbagger wurde in zehn Einzelteilen per Lkw angeliefert und vor Ort montiert. Zwei große Schuten versorgten die „Pirat 5“ im Vollbetrieb mit Diesel versorgen. Die Tanks fassen rund 20 Tonnen Kraftstoff, beim Untergang waren sie wohl zu 3/4 gefüllt.
Der Schaden betrug mindestens 500.000 Euro, inklusive der Bergungs- und Ausfallkosten womöglich sogar mehr als doppelt so viel. Der Bagger war mehr als 30 Jahre alt, ein neues Gerät mit ähnlichen Merkmalen würde zwischen drei und vier Millionen Euro kosten. Nach der Bergung muss das Fahrzeug komplett demontiert und vor allem geprüft werden, wie schwer die Wasserschäden an der Elektronik sind.
Deshalb soll nach der Bergung ein Ersatzgerät aus eigenem Bestand geliefert werden, das innerhalb von zwei Wochen montiert werden soll. Insgesamt wird die Ausfalldauer damit bei einem Monat liegen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Geborgener Tanker unterwegs nach Antwerpen
(11.10.16) Nachdem am Vormittag des 10.10. insgesamt 170 der 786 Tonnen Salpetersäure von der gestrandeten "Relationship" auf den längsseits gegangenen Leichtertanker "Otto Deymann" umgepumpt wurden, konnte das Gespann von dem Schlepper "Rheinland" freigeschleppt werden. Der Havarist konnte seine Reise nach Antwerpen anschließend fortsetzen.
Der Rhein war für die Bergungsarbeiten zwischen St. Goar und Bingen gesperrt worden und konnte noch vor Mittag wieder freigegeben werden. Am Vortag hatten zwei Schlepper noch vergeblich versucht, die "Relationship" freizubekommen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Maschinenschaden im Japanischen Meer
(11.10.16) Der unter Panama-Flagge laufende Frachter "Stas", 2765 BRZ (IMO-Nr.: 9042116) erlitt am 7.10. auf der Reise von Changshu nach Wladiwostok im Japanischen Meer Maschinenschaden. Der Schlepper "Zvezdniy" (IMO-Nr.: 8842571) nahm den Havaristen in der Nacht zum 8.10. auf den Haken und zog ihn am 9.10. in den Zielhafen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Transocen Winner verlässt Isle of Lewis – Dank an Inselgemeinschaft
(11.10.16) Am 13.10. soll die Borhinsel "Tranocean Winner" an Bord der “Hawk” auf die erste Etappe ihrer letzten Reise gehen. Das Ballastwasser wurde nach dem Aufschwimmen ausgepumpt, und seit dem 7.10. stand die Bohrinsel hoch und trocken an Deck. Das Rig wurde inzwischen dort sicher fixiert und sollte nun zunächst nach Malta gebracht werden.
Dies könnte rund 10 Tage dauern. Hier wird es teilweise ausgeschlachtet und weiteren Reparaturen unterzogen, ehe die finale Etappe zu Abbrechern in der Türkei beginnt. Die Eigner dankten nun den Bewohnern der Isle of Lewis für ihre Unterstützung und Geduld bei der Bergungsarbeit, nachdem die Insel vor neun Wochen, am 8.8. bei Dalmore an der Westküste angetrieben war.
Dabei wurden an die 30 Tanks aufgerissen, und 53 Tonnen Öl liefen ins Meer. Hunderte von Menschen waren in die dann anlaufende Bergungsaktion eingebunden, darunter Bootscharterer, Ingenieure, Schweißer und Gerüstbauer wie auch örtliche Versorger und Dienstleister. Der Direktor von Transocean, Dave Walls, lobte den enormen Einsatz der Gemeinschaft, um die Lage zu bewältigen. Die Unterstützung sei außerordentlich groß gewesen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Evakuierungssystem der Crown Seaways versehentlich aktiviert
(11.10.16) Am Morgen des 10.10. löste versehentlich ein Evakuierungssystem der dänischen Fähre "Crown Seaways", 35498 BRZ (IMO-Nr.: 8917613), aus, als das Schiff von Oslo in Richtung Kopenhagen nordwestlich von Ven im Öresund unterwegs war. Eine Notrutsche samt Rettungsinsel landeten neben dem Schiff in der See. Dieses stoppte seine Fahrt ab und trieb in der See, bis die Rettungsinsel gelöst war.
Mit zwei Stunden Verzögerung, aber immer noch ausreichend Rettungsmitteln an Bord, ging es dann nach Kopenhagen weiter, wo das Schiff statt, wie geplant, um 9.45 Uhr, gegen 12 Uhr festmachte. Die Rückfahrt begann wieder planmäßig um 16.30 Uhr. Derweil wartete die Rettungsinsel bei Ven noch auf ihre Bergung.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei Bargen im Pamlico Sound gestrandet
(11.10.16) Am 9.10. rissen sich zwei Bargen von ihren Moorings bei Hatteras Island los und trieben auf Grund. Die beiden je 140 Fuß langen Gefährte hatten an der Herbert C. Bonner Bridge gelegen, wo sie den Hurrikan Matthew abwettern sollten. Um 13.50 Uhr stellte das Dare County Emergency Operations Center fest, dass eine der Bargen im Pamlico Sound trieb, bevor sie in der Nähe des Weakfish Drive in Avon festkam. An Bord waren rund 300 Gallonen Diesel und 100 Gallonen Hydrauliköl.
Die Behörden evakuierten gegen 14.15 Uhr vorsorglich die Anwohner nahegelegener Häuser. Die Eigner, die PCL Construction Services, setzten Personal vom SFO Cape Hatteras in Marsch, das um 15.30 Uhr vor Ort eintraf, um die Lage zu sondieren. Die zweite Barge trieb ebenfalls im Pamlico Sound.
Ein Flugzeug der Coast Guard Auxiliary Flotilla 10 lokalisierte sie am 10.10. gegen 11 Uhr. Sie lag sieben Meilen südlich der zuerst gestrandeten Barge auf Grund. Hier befanden sich 200 Gallonen Diesel und 300 Gallonen Hydrauliköl an Bord.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bergung von Kutter vor Baia Domizia gescheitert
(11.10.16) Der erste Versuch, den am 19.4. sechs Meilen vor Baia Domizia, Sessa Aurunca gesunkenen Kutter "Rosinella" zu bergen, ist gescheitert. Das Schiff liegt über 60 Meter tief. Mit ihm waren drei Crewmitglieder, darunter der Skipper Giulio Oliviero sowie zwei Tunesier, in die Tiefe gerissen worden.
Nach zwei Tagen Vorbereitung schlug die Hebung fehl, weil eine Hebetrosse brach und ein Sturm aufzog. Sobald das Wetter es zulässt, soll erneut versucht werden, die "Rosinella" zu heben, möglicherweise am 11. oder 12.10. Beteiligt war auch die spanische Marine.
Quelle:Tim Schwabedissen



Halb gesunkene Fähre stabilisiert – Kritik an schlechtem Zustand
(11.10.16) Personal von Conferry versuchte am 10.10., die halb gesunkene Katamaranfähre “Carmen Ernestina”, 6014 BRZ (IMO-Nr.: 9206126) auszupumpen. Das Schiff hatte seit zwei Jahren an Pier Nr. 2 des Eulalia Buroz Terminal in Puerto La Cruz gelegen. Starker Seegang verursachte in den vergangenen Tagen einen Wassereinbruch im Backbordrumpf, der schließlich volllief. Conferry gab bekannt, die Situation sei unter Kontrolle, und gemeinsam mit der Revolutionsregierung würde das Wasser gelenzt. Der Riss im Rumpf sei abgedichtet worden.
Der Direktor des Transportministeriums in Nueva Esparta, Roigar Lopez, sagte, das Schiff solle verschrottet werden. Der Gewinn aus den gewonnenen Rohstoffen, z.B. dem Aluminium, solle in die Instandhaltung der Flotte investiert werden. In sozialen Medien wurde kritisiert, dass die staatliche Reederei ihre Schiffe vernachlässige.
Das 17 Jahre alte Schiff verkehrte einst zwischen Puerto La Cruz und Punta de Piedras. Die "Carmen Ernestina" entstand seinerzeit bei der Austal Ships Pty. Ltd. in Fremantle für Rafael Conferry "Fucho" Tovar. 1998 lief sie vom Stapel und wurde 1999 an die Consolidated Ferry C.A., Conferry, abgeliefert, die später enteignet wurde. Sie ist 86,60 Meter lang, 24 Meter breit, hat vier Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 455 Tonnen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Dhau in Dubai ausgebrannt und gesunken
(11.10.16) Eine hölzerne Dhau aus dem Iran sank am Nachmittag des 10.10. im Dubai Creek, nachdem sie in brand geraten war. Der Unfall ereignete sich an der Baniyas Street auf der Seite von Deira unweit der Al Maktoum Bridge an Dock Nr. 6 um 13.13 Uhr. Es kam zu starker Rauchentwicklung, und drei Löschzüge waren vor Ort. Die Flammen griffen auch auf Ladung, die am Kai gelagert war, über.
Quelle:Tim Schwabedissen



19 Verletzte bei Fährunfall in Sydney
(11.10.16) Mindestens 19 Passagiere der 34 Meter langen, australischen Katamaranfähre "Supercat 4" (MMSI-Nr.: 503374500) wurden verletzt, als das Schiff am 11.10. um 16.20 Uhr mit einem Ponton des Circular Quay Wharf in Sydney kollidierte. Es hatte um 15.45 Uhr pöanmäßig in der Watsons Bay zur Fahrt von der Rose Bay via Garden Island zum Circular Quay losgeworfen. Beim Einlaufen versagte die Umsteuerung, und das Schiff rammte gegen den Kai. Passagiere kamen zu Fall, und ein Mann erlitt Rückenverletzungen, als er auf dem Oberdeck stürzte.
Ein Rettungsteam der Polizei brachte ihn in Land. Sechs Personen insgesamt kamen ins St Vincent's Hospital. Sanitäter behandelten 19 Fahrgäste vor Ort, die meisten waren nur leicht verletzt. Der überwiegende Anteil der Fahrgäste waren Touristen.
Transport for NSW meldete den Unfall dem Office of Transport Safety Investigations, das mit der Vernehmung der Crew begann. Die Fährfahrten um 17.45 Uhr von Mosman nach Taronga und um 18 Uhr von Taronga nach Mosman wurden abgesagt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Einhandsegler gegen seinen Willen gerettet
(11.10.16) Skipper Casey Smith strandete mit seiner 44 Fuß langen Ketsch “The Swell Horizon” bei Windgeschwindigkeiten von 65 Meilen und Böen von 90 Meilen im Hurrukan Matthew am Morgen des 8.10. am Strand von Tybee Island nahe Savannah, Georgia. Er war zunächst am 5.10. angewiesen worden, sein Boot aus der Marina am Bull River nahe Savannah zu bringen. Am folgenden Morgen ankerte er flussaufwärts auf 14 Fuß Wassertiefe mit einem schweren Tandemanker, um dort den Sturm abzureiten.
Viele Boote wurden inzwischen an Land gebracht aus Furcht, der Hurrikan könnte die Marina zerstören. Am 7.10. wurde die Yacht über die Ankerleine getrieben, wodurch diese brach. Smith startete den Motor und versuchte, auf Position zu bleiben, doch der Wind und die Strömung waren zu stark.
Daraufhin verständigte er die Coastguard-Station in Charleston, South Carolina, die alle 30 Minuten Funkkontakt mit ihm hielt. Der dritte Anker hielt immerhin noch im Grund. Doch gegen zwei Uhr brach die Hölle los. Bis gegen drei Uhr konnte Smith sich noch 100 Yards vom ursprünglichen Ankerplatz halten.
Dann aber riss auch die letzte Ankerleine, das Boot trieb 2,5 Meilen südwärts und endete dann auf dem Strand von Tybee Island. Smith teilte der Coast Guard mit, sein Boot aber keinesfalls verlassen zu wollen, und legte sich schlafen. Er wachte wieder auf, als ein Rettungsschwimmer aus einem Coast Guard-Helikopter an Bord abgesetzt worden war und ihn abbergen wollte.
Trotz des Widerstands des Skippers, der in der Aktion eine Show zur Publicity sah, musste er sein Schiff auf Anweisung verlassen. Er wurde aufgewinscht und wurde zum Hunter Army Air Field in Savannah gebracht. Am 10.10. wollte er eine Kranbarge rufen, die die „The Swell Horizon“ zurück ins Wasser bringen sollte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Piratensohn auf Grund gelaufen
(11.10.16) Am Morgen des 8.10. lief das 41 Fuß lange Sportboot "Pirate Son" in der Peril Strait auf Grund, nachdem der Skipper am Ruder eingeschlafen war. Insgesamt waren vier Personen an Bord des südlich von Chichagof Island bzw. nördlich von Sitka havarierten Schiffs. Um 10.30 Uhr riefen sie die Coast Guard, die wiederum die Alaska State Troopers alarmierte.
Diese rückte mit der “Courage” an und war 20 Minuten nach dem Notruf vor Ort. Der Skipper musste sich einem Atemalkoholtest unterziehen, der aber negativ ausfiel. Die vier Personen begaben sich dann mit dem eigenen Beiboot nach Sitka.
Quelle:Tim Schwabedissen



Überschrift
(Datum) In einem Sturm riss sich eine 40 Fuß lange Segelyacht am Morgen des 9.10. von sienen Moorings in der Capitola Bay Marina los und beschädigte Geländer und Dalben an der Ostseite der Capitola Wharf, ehe sie auf dem Capitola Beach strandete. Ein Schlepper wurde aus Monterey gerufen und machte das bei Ebbe auf der Seite liegende Schiff mit auflaufendem Wasser um 9:18 Uhr wieder flott.
Das Boot wurde zum Santa Cruz Yacht Harbor geschleppt und sollte dort zur Schadenuntersuchung aus dem Wasser gehoben werden. Der Zementrumpf war aufgerissen und Kiel wie Propeller gebrochen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tauchergruppe vor St: Abbs Head evakuiert
(11.10.16) Beide RNLI-Boote aus Eyemouth wurden am 8.10. alarmiert, nachdem das Taucherschiff „Pathfinder“ um 16.15 Uhr Ruderausfall gemeldet hatte und um Hilfe gebeten hatte. Die Seenotretter fanden den Havaristen bei Pettico Wick, St Abbs Head, wo ihm schon die Taucherboote “Oceanic” und “Wavedancer” assistierten und sicherstellten, dass alle Taucher sicher von Bord der “Pathfinder” kamen.
Nachdem die Gruppe evakuiert war, kehrte die “Pathfinder” mit eigener Kraft, eskortiert von den Rettungsbooten, nach St Abbs zurück. Nach einer Stunde meldeten beide Boote wieder klar auf Station.
Quelle:Tim Schwabedissen



„Hallberg Rassy“ unter der "Achiever" (Bild: Ronald Haase)   Großbild klick!

Barhöft: Offshore-Schiff demolierte frisch verkaufte Yacht
(10.10.16) Am Nachmittag des 09.10. um 17:18 Uhr kam es zu einer Kollision im Hafen von Barhöft, als das dort stationierte, dänische Offshore-Versorgungsschiff "Achiever", 101 BRZ (IMO-Nr.: 9634127)" nach der Rückkehr von den Windparks Baltic 1 und Baltic 2 beim Einlaufen nicht rechtzeitig aufstoppte. Sie lief stattdessen an eine an der Pier hinter dem Liegeplatz der „Achiever“ festgemachte, polnische Segelyacht vom Typ „Hallberg Rassy“. Diese hatte dort zum Tanken festgemacht.
Der Tankvorgang war zum Glück schon abgeschlossen und die zweiköpfige Crew, ein polnisches Paar, hatte sich zum Bezahlen des Treibstoffs ins Hafenmeisterbüro begeben. Der Kapitän der „Achiever“ legte im letzten Moment das Ruder hart Backbord und veranlasste einen Not-Stopp der Maschine. Das Katamaranschiff lief aber mit der Restfahrt in die Yacht und riss diese von der Kaimauer los, bevor sie sie zwischen den beiden Rümpfen begrub.
Dabei brach das Vorstag, und der Mast krachte auf die Kaikante. Die „Achiever“ drückte die Yacht dann noch gegen den dahinter festgemachten Katamaran „Casper“, ehe sie endlich zum Stoppen kam. Von der Segelyacht fiel bei der Kollision eine Propangasflasche gegen die Kaikannte.
Dabei wurde wahrscheinlich das Ventil abgerissen, und pfeifend strömte Propangas aus. Durch das umsichtige Handeln des Hafenmeisters die Explosionsgefahr durch das austretende Gas abgewendet. Ursache für die unkontrollierte Einfahrt der „Achiever“ war ein technisches Versagen, als die Maschine von Vorwärts- auf Rückwärtsfahrt umgesteuert werden sollte.
Das polnische Paar hatte die Segelyacht gerade gekauft und wollte sie nach Hause überführen. Ihr Boot dürfte aber nun ein Totalverlust sein. Die „Casper“ kam mit geringeren Schäden davon.
Der Gesamtschaden allein an den betroffenen Sportbooten wurde auf rund 60000 Euro geschätzt, die Schadenshöhe an der „Achiever“ war noch unklar. Sie wurde mit einem Auslaufverbot belegt. Die Wasserschutzpolizei Stralsund nahm Ermittlungen auf.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre "Volcán de Taburiente" (Bild: Juan Lorenzo)   Großbild klick!

Teneriffa: Fähre kollidiert mit Kai
(10.10.16) Am 9.10. gegen 20.30 Uhr kollidierte die spanische Fähre "Volcán de Taburiente", 12895 BRZ (IMO-Nr.: 9348558), von El Hierro kommend, mit der Los Cristianos-Pier in Teneriffa, nachdem es zuvor zu einem technischen Problem gekommen war. Die Hydraulik einer der Bugrampen wurde dabei beschädigt, und die Rampe hing schräg vom Bug herab und war nicht mehr brauchbar. Deshalb waren Passagiere und Fahrzeuge zunächst auf dem Schiff eingesperrt.
Erst nachdem die Fähre gedreht worden war, konnte die Entladung um 22.30 Uhr beginnen. Auch Reisende nach La Palma mussten zunächst warten, weil ihre Fähre nicht einlaufen konnte. Die Reparatur des Havaristen dürfte mehrere Tage dauern. Deshalb gab es vorerst keine Überfahrten nach El Hierro, da auch der Katamaran "Volcan de Tirajana" derzeit zu Überholungsarbeiten in einer Werft in Astican lag.
Quelle:Tim Schwabedissen



Binnenschiff „Relationship“ (Bild: Polizei Rheinland-Pfalz)   Großbild klick!

Tanker auf Rhein wieder flottgemacht
(10.10.116) Am Morgen des 10.10. überwachte das Arbeitsschiff „Rheinland“ (MMSI-Nr.: 211510040) das Leichtern des weiterhin auf dem Jungferngrund festsitzenden Binnenschiffs „Relationship“. Es war am 8.10. gegen 23:35 Uhr bei Oberwesel mit 786 Tonnen Salpetersäure festgekommen. Der Tanker befand sich zu der Zeit auf der Reise von Ludwigshafen nach Antwerpen.
Auf Höhe von Oberwesel wertete der niederländische Schiffsführer das Radarbild offenbar fehlerhaft aus und passierte die letzte rote Fahrwassertonne auf der falschen Seite. Angesichts des derzeit niedrigen Wasserstandes mit einem Pegelstand von 82 Zentimetern bei Kaub kam das Schiff dann zunächst mit dem Bug bei Flusskilometer 551,60 am rechtsrheinischen Ufer fest. Es drehte sich dann über den Backbordbug um 180 Grad, so dass es beim Eintreffen eines Streifenbootes der Wasserschutzpolizei St. Goard mit dem Bug in Richtung Bingen lag.
Er befand sich dabei komplett außerhalb der Fahrrinne, so dass die Schifffahrt zunächst mit verminderter Geschwindigkeit passieren konnte. Nachdem es nicht gelungen war, mit eigener Kraft wieder freizukommen, wurden zwei Schlepper zu Hilfe gerufen. Für die folgenden Bergungsversuche musste die Schifffahrt zunächst für rund 3,5 Stunden gesperrt werden.
Da die Bergung aber zunächst nicht gelang, wurde die Schifffahrtssperre wurde gegen sechs Uhr wieder aufgehoben. Um den Tiefgang von zwei Metern zu reduzieren, musste die Ladung erst in ein anderes Schiff umgepumpt werden. Diese Arbeit begann am 10.10. gegen acht Uhr.
Nachdem genug Salpetersäure in das Leichterschiff umgepumpt war, gelang es, die „Relationship“ wieder flottzumachen. Die Schifffahrt wurde bis gegen 12 Uhr in beide Fahrtrichtungen gesperrt.
Die „Relationship“ (EU-Nr.: 6002037) wurde 1984 bei Vahali in Gent für die belgische Intermas Rederij NV erbaut und als „Santa Ponsa“ in Dienst gestellt. 2005 wurde sie zur „Tanja Deymann“ der Reederei Deymann in Haren-Ems und ging 2008 an die Erste Relationship Gesellschaft in Haren-Ems, die ihr den aktuellen Namen gab. Das Schiff ist 109,23 Meter lang, 11,4 Meter breit und hat maximal 3,22 Meter Tiefgang.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf der "Norwegian Joy" (Bild: Kreisfeuerwehr Leer)   Großbild klick!

Feuer auf Norwegian Joy wird nun untersucht
(10.10.16) Experten begannen am 9.10., die Ursache für den Brand auf der "Norwegian Joy" in der Papenburger Meyer-Werft zu ermitteln. Experten sollten in den kommenden Tagen feststellen, welche Bereiche genau von dem Brand betroffen waren. Während der laufenden Untersuchungen ruhten die Arbeiten an dem Neubau. In den unbeschädigten Schiffsbereichen sollten sie am 11.10. wieder aufgenommen werden.
Auf dem Balkon einer Kabine war am 8.10. gegen 7.50 Uhr ein Feuer ausgebrochen, das auf mehrere Decks übergriff. Die Halle wurde sofort evakuiert, alle Arbeiter konnten sie unverletzt verlassen. Aus dem Landkreis Leer wurden zur Brandbekämpfung die Hubrettungsbühne der Feuerwehr Weener als Unterstützung angefordert.
Da die Löscharbeiten sich aufgrund von Rauch- und Hitzeentwicklung sehr schwierig gestalteten, wurden im weiteren Verlauf noch Atemschutzkräfte aus Westoverledingen und Weener nachalarmiert. Auch die Rufbereitschaft der Leeraner FTZ war zur Versorgung der Einsatzkräfte mit Atemluftflaschen vor Ort. Gegen 9.20 Uhr war der Brand zwar gelöscht, allerdings flammte das Feuer anschließend an verschiedenen Stellen immer wieder auf.
Die betroffenen Decks mussten nun Stück für Stück auf verbliebene Glutnester oder andere Gefahrenstellen untersucht werden. Rund 200 Feuerwehrleute der Werksfeuerwehr der Werft und verschiedener Wehren aus Papenburg und dem Rheiderland waren insgesamt im Einsatz. Endgültig Entwarnung geben konnten die Einsatzkräfte erst am späten Nachmittag. Weder die Brandursachse noch die Schadenshöhe war aktuell bekannt.
Bei dem Feuer Ende September waren Schweißarbeiten die Ursache gewesen. Dieses Feuer war an einer ganz anderen Stelle ausgebrochen, und es gab keinen Zusammenhang der beiden Brandereignisse. Gelobt wurde die sehr gute Zusammenarbeit der Wehren insbesondere mit der Werksfeuerwehr. Diese üben solche Brände mehrfach im Jahr, und auch bei vergangenen Einsätzen hat sich die Kooperation aller Feuerwehrkameraden bewährt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Erfolgreiche Suche nach schiffbrüchigem Skipper vor Svenner
(10.10.16) Das norwegische Rettungsboot "Stormbull" wurde am 8.10. gegen 21 Uhr von Tjøme Radio alarmiert, nachdem ein Sportboot bei S zu sinken drohte. Der Skipper war sich seiner Position unsicher, doch das JRCC konnte gemeinsam mit dem Horten VTS die Radarbilder der Region untersuchen und den Havaristen ausfindig machen. Als die Seenotretter eintrafen, fanden sie das Schiff bereits verlassen vor.
Nachdem sie mit der Suche nach dem Skipper begannen, konnten sie ein Schlauchboot orten, aus dem ihnen ein Mann zuwinkte. Binnen 30 Minuten war der Schiffbrüchige nass und unterkühlt, aber ansonsten wohlauf gerettet. Das Küstenwachboot „Tor“ schleppte sein Boot in Küstennähe, wo es in flachem Wasser sank. Die Aufbauten ragten noch aus dem Wasser.
Quelle:Tim Schwabedissen



Vernachlässigte Fähre sank in Puerto La Cruz
(10.10.16) Am 9.10. sank die unter der Flagge Venezuelas registrierte Katamaranfähre "Carmen Ernestina", 6014 BRZ (IMO-Nr.: 9206126), an einer Pier in Puerto la Cruz gegenüber der ebenfalls stark heruntergekommenen Fähre "Rosa Eugenia" (IMO-Nr.: 7528477). Nachdem der Backbordrumpf Wassereinbruch erlitten hatte, sackte das Schiff mit Schlagseite auf den Hafengrund ab. Sie hatte seit geraumer Zeit im Hafen aufgelegen. Möglicherweise hatte mangelnde Instandhaltung zu dem Wassereinbruch geführt.
Der Betreiber Conferry gab hingegen an, dass das Schiff bei starkem Wellengang leckgeschlagen sei, als es gegen die Pier schlug und der Rumpf aufgerissen wurde. Fahrzeuge des Zivilschutzes waren vor Ort, und es sollte versucht werden, das Schiff zu stabilisieren.
Die "Carmen Ernestina" entstand 1998 bei der Austal Ships Pty. Ltd. in Australien für die Consolidated Ferry C.A., Conferry und lief bis zu 39 Knoten. Sie konnte 800 Fahrgäste und 200 Autos aufnehmen. Nach der Verstaatlichung der Reederei wurde nichts mehr in das Schiff investiert. In unmittelbarer Nähe gammelten auch die "Lilia Conception", "Rosa Eugenia", "Cacique Isabel", "Concepción Mariño", "San Francisco" und "Coromoto“ vor sich hin.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wieder Frachter auf Paraná gestrandet
(10.10.16) Der unter Panama-Flagge registrierte Bulkcarrier "Fair Ocean", 21220 BRZ (IMO-Nr.: 9652480), lief am Abend des 8.10. auf dem Paraná River auf Grund. Das unbeladene Schiff war flussabwärts von San Nicolas nach San Nicolas unterwegs, als es bei Flusskilometer 340 festkam. Der Schubschlepper "Tumbador 1" (MMSI-Nr.: 701006569) wurde zur Assistenz geschickt.
Erst am 4.10. war der Bulkcarrier „Star Zeta” auf dem Paraná bei San Pedro aufgelaufen. Die beiden Schlepper “Ranquel” und “Yagan” hatten ihn am 6.10. befreit, und mittlerweile war er auf dem Südatlantik nach Kapstadt unterwegs, wo er am 19.10. eintreffen sollte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler treibt in Barentssee
(10.10.16) Der russische Trawler "Azurit", 466 BRZ (IMO-Nr.: 6808674), bekam am Abend des 7.10. ein Netz in den Propeller und wurde manövrierunfähig. Er trieb in der Barentssee auf Position 73 54 N 017 17 O. Der Eigner beauftragte einen Schlepper mit der Bergung des Schiffes. E
Quelle:Tim Schwabedissen



Gestrandetes Binnenschiff blockiert Donau
(10.10.16) Am Nachmittag des 9.10. lief auf der Donau das deutsche Binnenschiff "Boom" 1062 ts (EU-Nr.: 04015590), auf Grund. Die Donau musste an der Unfallstelle für die Schifffahrt werden. Die "Boom" war flussaufwärts von Serbien nach Regensburg unterwegs und hatte 750 Tonnen Stahl geladen.
Die Kombination aus fallendem Wasserstand und zu großer Abladetiefe des Schiffes wurde ihm gegen 15.30 Uhr bei Flusskilometer 2276 auf Höhe von Niederalteich zum Verhängnis. Nach einer Grundberührung wurde das Schiff manövrierunfähig, drehte sich mit der Strömung und kam am linken Flussufer fest. Weil das Heck in die Fahrrinne ragte, musste die Schifffahrt auf der Donau in beiden Richtungen eingestellt werden.
Beamte der Wasserschutzpolizei Deggendorf nahmen die Havarie auf. Vertreter des Wasser- und Schifffahrtsamtes Regensburg, Außenbezirk Deggendorf, waren ebenfalls an der Unfallstelle. Bergungsmaßnahmen sollten erst am.10.10. bei Tageslicht in Angriff genommen werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Drei Schlepper sollten Frachter in der Kadetrinne befreien
(10.10.16) Erst am Abend des 10.10. oder in der Nacht sollte versucht werden, den Frachter „Maestro Diamond“, der weiterhin 20 Kilometer vor der Küste der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst.in der Kadetrinne festsaß, freizuschleppen. Zwischen 21.00 und 3.00 Uhr sollten die Bedingungen für eine Bergung am besten und die Wasserstände voraussichtlich hoch genug. Der mit 34000 Tonnen Düngermittel beladene Frachter hatte 11 Meter Tiefgang.
Für das Bergungsmanöver wurden nunmehr drei Schlepper eingeplant. Zuvor war nur von zwei Schleppern die Rede gewesen. Die "Kiel" (IMO-Nr.: 9405693) war bereits seit dem 8.10. vor Ort, die "Taucher Otto Wulf 5" (IMO-Nr.: 6907169) traf am Abend des 9.10. an der Strandungsstelle ein, gefolgt von der dänischen „Svitzer Thor“ (IMO-Nr.: 9548366) am 10.10.
Am Vortag hatte das Ölbekämpfungsschiff „Mette Miljø“ eine Untersuchung durchgeführt. Die Brennstofftanks des Havaristen wurden dabei eingebeult, aber ohne Lecks vorgefunden. Vor der Bergung musste die Seetüchtigkeit des Frachters noch nachgewiesen werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Chinesischer Kutter versenkte südkoreanisches Küstenwachboot
(10.10.16) Ein chinesischer Kutter, der illegal in südkoreanischen Gewässern auf Fang war, hat ein Speedboot der dortigen Coast Guard am 8.10. gegen 15 Uhr rund 76 Kilometer südwestlich von Socheong Island in Incheon gerammt und versenkt. Das 4,5-Tonnen-Boot der Coast Guard in Incheon, westlich von Seoul, jagte mit mehreren Offizieren an Bord ein anderes chinesisches Schiff, als es ins Heck gerammt wurde. Zu der Zeit befanden sich acht Offiziere auf dem gejagten Schiff. Diese wurden aus Sicherheitsgründen wieder von Bord heruntergeholt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sieben Tote bei Bootsunglück in Java
(10.10.16) Die Leichen von sieben vermissten Teenagern wurden aus dem Bengawan Solo River geborgen, nachdem ein überladenes Boot mit 25 Studenten einer islamischen Schule am 7.10. auf dem indonesischen Fluss gekentert war. 18 Insassen überlebten, sieben Jungen zwischen 12 und 19 Jahren wurden bis zum 9.10. tot geborgen. Starke Strömung und schlechtes Wetter hatten die Suchaktion behindert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer setzte Fähre im Puget Sound matt
(10.10.16) Am 8.10. kam es auf der amerikanischen Fähre "Tokitae", 9292 BRZ (IMO-Nr.: 9720160), der Washington State Ferries im Puget Sound zu einem Feuer, nachdem ein Rohr des Heizsystems am Morgen brach und die Elektrik in einem kleinen Raum in Brand setzte. Es gelang zwar, das Feuer rasch zu löschen, doch die Fähre musste aus dem Dienst auf der Mukilteo-Clinton-Route genommen werden.
Da nun nur noch eine Fähre verkehrte, kam es zu Wartezeiten von über zwei Stunden. Als Alternativen wurden die Fähren Edmonds-Kingston und Port Townsend-Coupeville oder der Weg über die Deception Pass Bridge empfohlen. Am Morgen des 9.10. meldeten die Washington State Ferries, dass die "Tokitae" wieder fahrtüchtig sei.
Quelle:Tim Schwabedissen



Charterboot in Hongkong in Flammen
(10.10.16) Im Shau Kei Wan Taifunschutzgebiet in Hongkong ging am Morgen des 10.10. gegen 9.30 Uhr eine 18 Meter lange Charteryacht in Flammen auf. Das Fire Services Department schickte fünf Löschboote, die den Brand, der im Maschinenraum entstanden war, mit ihren Löschkanonen bekämpften. Sie wurden landseitig unterstützt.
Insgesamt waren 70 Mann im Einsatz, und nach einer halben Stunde war der Brand gelöscht. Das Schiff war zu einer Angelfahrt nach Sai Kung verchartert gewesen. Die 20 Fahrgäste blieben unversehrt. Sie trafen erst ein, als das Schiff schon in Flammen stand.
Quelle:Tim Schwabedissen



Crew und Hund von Sportboot gerettet
(10.10.16) Zwei Personen und ihr Hund wurden gerettet, nachdem ein 20 Fuß langes Motorboot am 9.10. vor Captiva nahe Cayo Costa in Brand geriet. Die US Coast Guard sowie Florida Fish and Wildlife waren zur Brandbekämpfung vor Ort. Nachdem die Flammen erstickt waren, wurde das Wrack von TowBoat US zu ihrem Anleger in Charlotte Harbor geschleppt.
Von dort sollte es über Land abtransportiert werden. Das Boot war aber weitgehend zerstört und hatte eine große Menge Wasser übergenommen, als es an Land gezogen wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Treibgut der „Khaleesi“ (Bild: USCG)   Großbild klick!

30 Schiffbrüchige vor San Francisco gerettet
(09.10.16) Die US Coast Guard wurde am 8.10. um 16.02 Uhr alarmiert, nachdem in San Francisco nahe Pier 45 das 34 Fuß lange Segelschiff „Khaleesi“ mit 30 Personen an Bord 100 Yards vor Pier 45 gekentert war. Die Crew des Patroullienbootes „Pike“ informierte die Coast Guard San Francisco, die außerdem das Patroullienboot „Hawksbill“, ein 45-Fuß-Boot der Coast Guard Station San Francisco, ein 47-Fuß-Boot der Station Golden Gate, ein 25-Fuß Boot des Maritime Safety and Security Teams und einen MH-60 Dolphin Helikopter der Air Station San Francisco schickte.
Auch das San Francisco Fire Department und Patroullien der gerade stattfindenden Blue Angels Air Show der Fleet Week kamen zu Hilfe. Die Coast Guard rettete 20 Personen aus dem Wasser, das San Francisco Fire Department acht, und sonstige Helfer zwei Schiffbrüchige. Eine Frau und ein vierjähriges Kind konnten im letzten Moment aus der Kajüte gezogen werden, bevor die auf der Seite liegende „Khaleesi“ vollständig sank. Der Junge war bewusstlos und atmete bereits nicht mehr. Er konnte aber wiederbelebt werden. Dann kam er in kritischem Zustand ins Zuckerberg San Francisco General Hospital.
Auch sein Bruder und seine Eltern wurden dort behandelt. Insgesamt waren 27 Erwachsene und drei Kinder an Bord gewesen, insgesamt fünf Erwachsene und drei Kinder wurden im Krankenhaus behandelt. Dank des schnellen Eingreifens waren binnen einer halben Stunde alle Schiffbrüchigen an Land.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter „Taplow“ (Bild: USCG)   Großbild klick!

Kutter vor Grays Harbor war nicht zu retten
(09.10.16) Die US Coast Guard rettete am 7.10. die fünfköpfige Crew des 56 Fuß langen Kutters „Taplow“, der 19 Meilen südwestlich von Grays Harbor Wassereinbruch erlitten hatte. Alle wurden von einem 52-Fuß-Boot der Station Grays gerettet und dorthin gebracht. Der Skipper hatte einen Notruf gefunkt, nachdem er festgestellt hatte, dass der Maschinenraum halb voll Wasser stand und die Pumpe ausgefallen war.
Er wurde angewiesen, den EPIRB zu aktivieren und seine Crew Überlebensanzüge anlegen zu lassen. Auch ein MH-60 Jayhawk Helikopter stieg in Columbia River auf und erreichte den Havaristen als erster. Eine Lenzpumpe wurde abgeworfen, und der Hubschrauber blieb vor Ort, bis er durch einen anderen abgelöst wurde.
Dieser setzte einen Rettungsschwimmer an Bord ab, der die Crew unterstützen sollte, bis das Rettungsboot vor Ort war. Als dieses eintraf, entwickelte der Kutter Steuerbordschlagseite. Da die Lenzversuche offenkundig fehlschlugen, wurde die Crew angewiesen, das Schiff aufzugeben. Sie hatten alles in ihren Kräften stehende getan. Die „Taplow“ sank mit mehreren hundert Gallonenn Diesel an Bord auf 300 Fuß Wassertiefe.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wrack in Wolin (Bild: Grzegorz Hatylak)   Großbild klick!

Sorge um altes Wrack in Wolin
(09.10.16) Die stürmische See der vergangenen Tage hat die Reste eines 27 Meter langen und sieben Meter breiten Wracks am Strand von Wolin freigelegt. Bereits 2011 war es durch Stranderosion bloßgelegt worden, und dendrochronologische Untersuchungen zeigten, dass es aus dem 19. Jahrhundert stammen dürfte. Wegen der Größe und der Kosten einer Konservierung war es seither nicht georgen worden.
Nun aber hat der starke Wind nicht nur weitere Fragmente freigespült, sondern das ganze Wrack einige Dutzend Meter über den Strand von Miedzywodziu getrieben, wo sie nun über den Sand verstreut lagen. Die Lage wurde von Archäologen als sehr kritisch betrachtet, das Schiff müsse sofort geschützt und geborgen werden, ansonsten würde es zerstört.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter sank vor Saint Vaast
(09.10.16) Der Kutter "Laisser Tomber" sank am 8.10. vor der Küüte von Saint-Vaast-la-Hougue (Manche). Am Vormittag wurde das CROSS von einem Zollboot über den Seenotfall vor der Küste von Val-de-Saire informiert. Das Schiff mit zwei Mann an Bord hatte Wassereinbruch erlitten. Die Fischer wurden von einem anderen Kutter an Bord genommen.
Das Patroullienboot „Thémis“ kam zur Unterstützung, und Taucher versuchten, das Leck abzudichten. Trotz ihrer Bemühungen sank der Kutter um 11.40 Uhr. Die Schiffbrüchigen wurden nach Grandcamp-Maisy (Calvados) gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Erik Bye schleppte Tanker und Kutter ab
(09.10.16) Am 4.10. um 14.10 Uhr kam das norwegische Rettungsboot "Erik Bye" dem 10 Meter langen Kutter "Langøysund" (MMSI-Nr.: 257068740) vor Averøy zu Hilfe. Er hatte bei Orskjæra Ruderschaden erlitten, außerdem war eine Leine in den Propeller geraten. Der Havarist wurde zum Averøy Båt- og Oppdrettservice geschleppt, wo Taucher den Antrieb befreiten.
Bereits am Morgen des 5.10. wurde die „Erik Bye“ wieder zu einem vor der Küste treibenden Havaristen gerufen. Es handelte sich um den norwegischen Chemikalientanker "Haugfjord", 499 BRZ (IMO-Nr.: 9622198). Er hatte vier Meilen vor Orskjæra Maschinenausfall erlitten. Das Rettungsboot stellte eine Schleppverbindung her und nahm Kurs auf Sunnmøre. Vor dem Eintreffen dort übernahm die „Idar Ullstein“ den Havaristen. Er wurde dann zur Reparatur zu einer Werft in Raudeberg gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Erneut Feuer auf Norwegian Joy in Papenburg
(09.10.16) Nur rund zwei Wochen nach dem letzten Brand auf dem Kreuzfahrtschiff "Norwegian Joy", 167800 BRZ (IMO-Nr.: 9703796), am 28.9. auf der Meyer-Werft in Papenburg brach am 8.10. erneut ein Feuer auf dem Neubau aus. Diesmal war das Ausmaß des Feuers aber erheblich größer. Auf der Werft wurde Großalarm ausgelöst, es brannte auf mehreren Decks.
Um kurz vor 8 Uhr quoll Rauch aus der Baudockhalle II. Auf Deck 9 war auf dem Balkon einer Kabine ein Feuer entstanden und breitete sich von dort schnell weiter aus. Die Halle wurde evakuiert. Die Werksfeuerwehr alleine konnte den Brand nicht unter Kontrolle bringen.
Deshalb wurden die Freiwilligen Feuerwehren aus Papenburg, Aschendorf und Weener hinzualarmiert. Rund 130 Feuerwehrleute waren vor Ort im Einsatz, außerdem mehrere Dutzend Rettungskräfte des Malteser Hilfsdienstes und des Deutschen Roten Kreuzes sowie die Polizei und die Technische Einheit des Landkreises Emsland. Mit zwei Drehleitern fuhr die Feuerwehr in die Baudockhalle, um die Brandstellen in rund 15 Metern Höhe, die schwer zugänglich von außen löschen waren, zu erreichen. Starke Rauchentwicklung erschwerte die Arbeiten. Außerdem ging sie das Feuer von innen mit Löschtrupps unter Atemschutz an.
Dabei gingen stets Feuerwehrleute der Papenburger Wehren mit ihren Kollegen von der Werkfeuerwehr gemeinsam vor, die sich auf dem Schiff am besten auskannte und ihre Kameraden an Bord leiteten. Gut eine Stunde nach dem ersten Alarm war der Brand gegen 9.20 Uhr gelöscht. Einsatz und Absicherung der Brandstelle dauerten aber noch an.
Das Feuer flammte an verschiedenen Stellen immer wieder auf. Der Einsatz für die Feuerwehr war gegen 17 Uhr beendet. Die Brandursache sollte in den kommenden Tagen untersucht werden.
Beim ersten Feuer im September war es bei Schweißarbeiten an Bord zu einem Verteilerbrand mit starker Rauchentwicklung gekommen. Dieses Feuer war relativ schnell unter Kontrolle gewesen und konnte von der Werksfeuerwehr allein gelöscht werden können. Die Schadenshöhe dieses Feuers wurde von der Werft auf 50.000 Euro geschätzt. Auch 2013, 2014 und 2015 hatte es bei der Meyer-Werft Brände auf Rohbauten für Kreuzfahrtschiffe gegeben.
Die im April 2016 auf Kiel gelegte „Norwegian Joy“ soll im Frühjahr 2017 an die US-Reederei Norwegian Cruise Line abgeliefert werden. Sie verfügt über 2100 Kabinen und wird Platz für 4200 Passagiere haben. Der Luxusliner ist ausschließlich für den chinesischen Kreuzfahrtmarkt vorgesehen. Er ist das zweite Schiff der „Breakaway-Plus“-Klasse.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kollision vor Tokio
(09.10.16) Der japanische Tanker „Kothiro Maru No. 8“, 2100 tdw (IMO-Nr.: 9140621) wurde in der Bucht von Tokio vor Kawasaki am 7.10. um 11.40 Uhr von einem Frachter gerammt. Er traf den Tanker an Backbordseite. Beide Schiffe wurden beschädigt, konnten ihre Fahrt aber fortsetzen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Vier Segler von zwei Booten gerettet
(09.10.16) Vor der Küste von Washington kam es bei Wellenhöhen von 20 Fuß und Windgeschwindigkeiten von bis zu 50 Meilen am 8.10. zu zwei Seenotfällen, in denen die Coast Guard Stationen Grays Harbor und Quillayute River zum Einsatz kamen. Die dreiköpfige Crew der 45 Fuß langen Segelyacht „Soteria“ wurden von Personal der Station Quillette River und Grays Harbor nach Neah Bay, Washington, gerettet. Das Boot hatte 40 Meilen noreswestlich des Hafens Wassereinbruch erlitten.
Von der Coast Guard Air Station Astoria stieg ein MH-60 Jayhawk–Helikopter auf, von der Station Grays Harbor lief ein 47-Fuß-Boot aus. Die Coast Guard Puget Sound schickte ein 47-Fuß-Boot von der Station Quillayute River. Weil die Segler keine ausreichende Notfallausrüstung hatten, musste der Helikopter aus Astoria zunächst wieder abdrehen und Überlebensanzüge beschaffen. Nach der erfolgreichen Evakuierung trieb die verlassene „Soteria“ vor der Nordküste von Washington State.
Eine Person wurde von der Segelyacht „Grace“ gerettet und nach Grays Harbor gebracht. Der Skipper des 39 Fuß langen Bootes war 21 Meilen vor Willapa Bay, Washington, im Sturm orientierungslos geworden. Die Coast Guard Station Grays Harbor konnte ihm seine Position mitteilen und wollte ihn in den Hafen lotsen. Doch auf dem Weg dorthin brach der Mast, und das Boot wurde manövrierunfähig.
Wegen des Sturms schien es am sichersten, die „Grace“ vor Anker zu legen, ehe der Skipper einen Überlebensanzug anzog und das Boot aufgab. Das 52 Fuß lange Rettungsboot „Triumph“ der Station Grays Harbor kam ihm zu Hilfe. Ein Rettungsschwimmer half dem Einhandsegler an Bord.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kollision in Piräus
(09.10.16) Die griechische Fähre „El Venizelos", 38261 BRZ (IMO-Nr.: 7907673), kollidierte am Abend des 7.10. mit dem unter Liberia-Flagge laufenden Frachter "Elafonisos", 25705 BRZ (IMO-Nr.: 9179816), im Perama-Becken in Piräus. Der Frachter lag seit dem 5.7. dort zu Reparaturarbeiten an der Mittelpier. Längsseits lag die "Talat - NP 12394", die ebenfalls von der Fähre touchiert wurde.
Sie war bei stürmischem Wind aus dem Kurs gedrückt worden. Es kam zu Sachschäden, und alle beteiligten Schiffe blieben seither zu Reparaturarbeiten im Hafen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kieler Kraftpaket soll Bulkcarrier in Kadetrinne bergen
(09.10.16) Der unter Marshall Islands-Flagge laufende Bulkcarrier "Maestro Diamond", 22850 BRZ (IMO-Nr.: 9711705), lief am Abend des 7.10. in der Kadetrinne auf dem Gedser Rev südöstlich der Stadt Gedser auf Grund. Er war auf dem Weg von Klaipeda, wo er am 6.10. um 22.20 Uhr ausgelaufen war, nach New Orleans und hatte 30000 Tonnen Dünger geladen. Wegen hohen Seegangs und starken Winds schlugen Bergungsversuche seither fehl.
Das Schiff war aber nicht leckgeschlagen und lag stabil auf Grund. Die Crew konnte an Bord bleiben. Das dänische Patroullienboot "Rota" überwachte den Havaristen. Der leistungsstarke Schlepper "Kiel", 473 BRZ (IMO-Nr.:9405693), wurde am 8.10. gegen 15 Uhr aus seinem gleichnamigen Heimathafen gerufen.
Auch der Schlepper „Taucher Otto Wulf 5“ (IMO-Nr.: 6907169) ging am 9.10. an der Strandungsstelle vor Anker. Zunächst sollte die Lage des Havaristen untersucht und ein Bergungsplan entwickelt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Binnentanker sitzt auf Rhein fest
(09.10.16) Der deutsche Binnentanker "Relationship", 2403 ts (EU-Nr.: 04803770) lief am 8.10. um 23.35 Uhr auf dem Jungferngrund gegenüber von Oberwesel auf dem Rhein auf Grund. Das mit Salpetersäure beladene Schiff war unterwegs von Ludwigshafen nach Antwerpen. Ladung trat nicht aus, und die Fracht sollte in ein anderes Schiff geleichtert werden. Da der Havarist außerhalb des Fahrwassers festsaß, konnte die übrige Schifffahrt die Unfallstelle mit verminderter Fahrt passieren.
Zu der Havarie war es gekommen, weil der 59 Jahre alte Schiffsführer ein Radarbild fehlerhaft interpretierte und eine Fahrwassertonne auf der falschen Seite passierte. Das Schiff kam dann in einer Flusskrümmung mit dem Bug fest. Die übrigen vier Besatzungsmitglieder schliefen zum Zeitpunkt des Unfalls.
Quelle:Tim Schwabedissen



Neuwerk nach Kollision außer Gefecht
(09.10.16) Bei der Kollision mit einer Kaianlage in Cuxhaven während eines Anlegemanövers wurde das deutsche Mehrzweckschiff „Neuwerk", 3422 BRZ (IMO-Nr.: 9143984), so schwer in Mitleidenschaft gezogen, dass es am 1.10. die Peters Werft in Wewelsfleth ansteuern musste. Hier liegt es seither zur Reparatur.
Quelle:Tim Schwabedissen



Flussfahrgastschiff bei Kollision beschädigt
(09.10.16) Das deutsche Flussfahrgastschiff "Anja" (EU-Nr.: 04811010) drückte sich bei einer Kollision auf dem Rhein den Bug erheblich ein. Das 45 Meter lange Schiff verließ am 6.10. den Hafen von Köln und steuerte zur Reparatur des Schadens die Lux-Werft in Mondorf am Rhein an, wo sie am 7.10. eintraf.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Fregatte vor Sicherungslehrgang
(09.10.16) Am 8.10. brach auf der deutschen Fregatte "Brandenburg" in den Abendstunden ein Feuer auf der Ostsee aus. Die Crew konnte den Brand ohne Fremdhilfe löschen. Das Schiff lief daraufhin am 9.10. außerplanmäßig den Marinehafen von Kiel zu Untersuchung an. Wenn alles nach Plan läuft, wird sie von dort am 11.10. nach Neustadt auslaufen – zum Schiffssicherungslehrgang...
Quelle:Tim Schwabedissen



Gerettet ... (Bild: RNLI)   Großbild klick!

Yacht aus Sturm vor Dungeness gerettet
(07.10.16) Am 5.10. gegen 16 Uhr wurde das RNLI-Boot aus Dungeness von der Dover Coastguard zur Assistenz einer 21 Fuß langen Segelyacht gerufen, deren Segel zerrissen waren und die ohne Treibstoff mit zwei Personen an Bord eine Meile westsüdwestlich des Hafens trieb. Das Boot war auf dem Weg von Yarmouth nach Plymouth in stürmisches Wetter mit sechs Beaufort Wind und zwei Meter hohen Wellen geraten. Das Rettungsboot “13-02 - The Morrell” setzte ein Crewmitglied an Bord ab, um die Lage zu sondieren.
Danach wurde entschieden, einen der Segler abzubergen. Dann wurde das Boot in Schlepp genommen und nach Eastbourne gezogen. Vor Hastings übernahm das dortige RNLI-Boot die Schleppleine und brachte die Yacht in den Hafen. Um 20.30 Uhr war das Boot aus Dungeness wieder klar auf Station.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sylt: Wrack an Hörnum-Odde untersucht
(07.10.16) Das Archäologische Landesamt in Schleswig hat am 6.10. mit der Untersuchung des an der Hörnum-Odde gefundenen Wracks auf Sylt begonnen. Zzunächst wurden Fotos gemacht, die später zu einem 3-D-Modell des Wracks zusammengefügt werden. Um eine genaue Datierung vornehmen zu können, wurden Holzproben genommen, an denen im Labor eine dendochronologische Untersuchung durchgeführt werden soll. Schnell war klar, dass es sich nicht, wie zunächst gedacht, um ein Wrack, das in der Gegend bereits vor dreißig Jahren entdeckt und registriert worden ist, handelte, sondern um einen Neufund.
Bei dem Wrack handelte es sich um ein Plattbodenschiff. Es könnte aus der Zeit zwischen 1650 und 1800 stammen. Das Wrack wurde nicht angespült, sondern durch den Sandverlust an der Odde unter dem Sand, freigelegt. Es wurde sowohl aus Eichenholz als auch Nadelholz erbaut. Das Schiff wurde unmittelbar nach der Strandung teilweise abgewrackt.
Quelle:Tim Schwabedissen



“Ghost Ship“ (Bild: Marc Vergani)   Großbild klick!

“Ghost Ship“ auf Geisterfahrt in Mamaroneck
(07.10.16) Der Rohbau einer 150 Fuß lange Aluminium-Luxusyacht, auch bekannt als "Ghost Ship," wurde am 29.9. eine Meile von ihrem Langzeitliegeplatz in Mamaroneck Harbor, einem Vorort von New York, entfernt gestrandet aufgefunden. Das Schiff hatte sich von seiner Mooring zwei Meilen vom Ostbecken des Hafens im Sturm losgerissen und trieb auf die Felsküste unweit der Westchester Day School. Vor Ort waren Windgeschwindigkeiten bis zu 15 Meilen mit Böen von 30 Meilen.
Die Derecktor Shipyards, denen das Schiff gehört, bargen es und brachten es wieder zurück an seinen Liegeplatz. Das millionenschwere Boot gehörte einst dem Tyco CEO Dennis Kozlowski, der 2005 wegen des Diebstahls mehrerer Millionen Dollar von Tyco ins Gefängnis kam und bis 2013 eine Strafe absaß. Das Boot lag in Mamaroneck, seit die Derecktor Shipyards ihre Werft in Connecticut 2012 schlossen und wurde jahrelang für eine Million Dollar zum Verkauf angeboten.
Rex Herbert, ein Yachtbroker von Sparkman & Stephens mit 30-jähriger Berufserfahrung, hatte das Schiff seit 2010 in seinem Portfolio. Das Interieur ist zu 80 % komplett, und der Rumpf zu 90 %. Ein Fertigbau würde nochmals 20 Millionen Dollar erfordern.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sportboot sank in Lauterbach
(07.10.16) Am Morgen des 5.10. sank in der Marina "Im Yaich" in Lauterbach auf der Insel Rügen ein offenes Sportboot aus bisher noch unbekannten Gründen. Durch den Untergang des Sportbootes traten auch Betriebsstoffe aus. Zur Beseitigung der Verunreinigung kamen die freiwilligen Feuerwehren Putbus und Breege zum Einsatz, die Ölschlängel auslegten.
Der Eigner veranlasste die Bergung des Bootes. Durch die Beamten der Wasserschutzpolizeiinspektion Sassnitz wurde vor Ort eine Anzeige aufgrund der Gewässerverunreinigung aufgenommen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Heckschaden an der Fähre "Wenatchee" (Bild: Washington State Ferries)   Großbild klick!

Fähre rammte Kai auf Bainbridge Island
(07.10.16) Die 140 Meter lange Fähre "Wenatchee" (MMSI-Nr.: 366749710) der Washington State Ferries kollidierte am Nachmittag des 6.10. mit dem Anleger auf Bainbridge Island. Sie war um 12:20 Uhr von Seattle nach Bainbridge ausgelaufen. Ein Computerfehler im Antrieb sorgte dafür, dass das Schiff beim Anlegemanöver nicht genügend aufgestoppt werden konnte und das Dock mit rund zwei Knoten Restfahrt rammte. Dieses nahm keinen Schaden, am Rumpf der Fähre aber entstand eine 30 Zentimeter tiefe Beule.
Menschen kamen nicht zu Schaden. Das Schiff wurde aus dem Dienst genommen und am Kai auf Bainbridge Island untersucht. Die Rückfahrt um 13.10 Uhr und die nächste Abfahrt von Seattle um 14.05 Uhr fielen aus, ehe als Ersatz zunächst die kleinere Fähre "Tillikum" geholt wurde und um 16:35 Uhr die erste Abfahrt von der Insel anbot.
Quelle:Tim Schwabedissen



Baggerschiff schleppte Kutter ab
(07.10.16) Als es auf dem Weg war, dem Hurrikan Matthew im Nordatlantik auszuweichen, fing das unter Luxemburg-Flagge laufende Baggerschiff "Pedro Alvares Cabral", 17130 BRZ (IMO-Nr.: 9606132), am Morgen des 2.10. einen Mayday-Ruf des Kutters "Haibe Express" und dessen sechsköpfiger Crew auf. Der Bagger änderte seinen Kurs in Richtung des Havaristen und nahm ihn mit Kurs Haiti auf den Haken. Hier wurde er der Coastguard übergeben, die ihn in den Hafen brachte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motorboot auf Neckar durch Feuer zerstört
(07.10.16) Am 6.10. gegen 18 Uhr geriet die in Heidelberg registrierte Motoryacht "Biggi" am Eberbacher Neckarlauer in Brand. Dabei erlitten der 76-jährige Eigner und seine 63-jährige Ehefrau eine Rauchgasvergiftung. Sie konnten sich mit Hilfe von Passanten aus dem Inneren des Bootes an Land retten und wurden in die örtliche Klinik eingeliefert. Die Feuerwehr rückte mit einem Großaufgebot an, löschte das in Vollbrand stehende Boot und spritzte in der Nähe geparkte Autos ab, um sie zu kühlen.
Helfer der DLRG drückten das noch brennende Wrack mit einem Rettungsboot gegen die Kaimauer, damit dort die letzten Brandnester gelöscht werden konnten. Das Wrack wurde bis zur Bergung längsseits eines Arbeitsbootes befestigt. Ein Feuerwehrkran hob es dann in eine Schute. Eine Verschmutzung des Neckars konnte verhindert werden.
Für den Schifffahrtsverkehr bestand während der Arbeiten eine Vollsperrung zwischen der Schleuse Rockenau und Hirschhorn. Außerdem wurde die Uferstraße im Bereich der Unglücksstelle gesperrt. Die Lösch- und Aufräumarbeiten dauerten bis zum späten Abend an. Der Sachschaden betrug rund 40000 Euro.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker zwei Wochen nach Explosionsunglück wieder im Hafen
(07.10.16) Der mexikanische Tanker "Burgos", 25400 gt (IMO: 9289154), traf am 6.10. gegen 17 Uhr am Terminal Maritima Pajaritos in Coatzacoalcos ein. Das vom Feuer gezeichnete Schiff wurde von insgesamt neun Schleppern, fünf aus Coatzacoalcos und vier aus Veracruz, zurück in den Hafen gebracht, aus dem der Tanker vor dem Explosionsunglück am 24.9. ausgelaufen war. Der Fährdienst zwischen Coatzacoalcos und Villa Allende wurde während des Einlaufmanövers unterbrochen.
Die Überführung von der Reede von Veracruz nach Coatzacoalcos wurde von einem Hubschrauber aus der Luft überwacht. Der Tanker war perfekt ausgetrimmt, und die Hauptmaschine wurde lediglich aus Sicherheitsgründen nicht benutzt. Das weitere Schicksal des Schiffes nach dem Löschen des verbliebenen Öls war noch unklar.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wikingerschiff sank in Reykjavik
(07.10.16) Im Hafen von Reykjavik sank am Abend des 6.10. im Sturm der 30 Fuß lange Nachbau eines Wikingerschiffes, die 2008 erbaute „Vésteinn“. Das Boot wurde für Touristenausflüge durch die Reykjavik Viking Adventure genutzt. Die Feuerwehr wurde gegen 18 Uhr gerufen, als das Boot bereits gesunken war. Nur noch der Mast ragte aus dem aufgewühlten Hafenwasser.
Wegen des anhaltenden Sturms konnte zunächst nur etwas Treibgut geborgen werden. Als der Wind am Abend nachließ, brachten Taucher Hebesäcke an beiden Seiten des Rumpfes an, und dann konnte die „Vésteinn“ ausgepumpt und gehoben werden. Andere Taucher bargen derweil im Wasser treibende Schilder und Schwerte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Aufgegebener Trawler auf letzter Reise
(07.10.16) Am 6.10. wurde der aufgegebene, 33 Meter lange Trawler “Viki Lyne II” nach vierjähriger Aufliegezeit aus dem Hafen von Ladysmith, British Columbia, zum Abwracken in Nanaimo abgeschleppt. Die Anwohner von Vancouver Island hatten lange ein Eingreifen der Regierung gefordert, um die Gefahren, die von dem seit 2012 bei Dunsmuir Islandsliegenden Schiff ausgingen, abzuwenden. Transport Canada hatte den Seelenverkäufer dann in den Hafen von Ladysmith gezogen.
In den folgenden Jahren pumpte die kanadische Coast Guard rund 10 Tonnen kontaminiertes Wasser aus dem Schiff, doch die Befürchtung, dass es sinken könnte, blieb. Im Juli startete Fisheries and Oceans Canada eine Ausschreibung zur Verwertung des Trawlers. Nun war die Erleichterung groß, als er tatsächlich auf seine letzte Reise ging.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei Vermisste nach Bootsunglück auf Shangka River
(07.10.16) Ein Boot mit Studenten kenterte am Morgen des 6.10. gegen 9.30 Uhr auf dem Shangkha River in Chittagong. 17 der Insassen wurden gerettet, zwei Frauen noch vermisst. Ein Team der Bangladesh Coast Guard leitete eine Suchaktion ein. Vor Ort waren zwei Rettungsfahrzeuge und ein Krankenwagen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sieben Mann von brennendem Kutter gerettet
(07.10.16) Die indische Coast Guard kam mit der “Rajdoot” der siebenköpfigen Crew des Kutters “Akash (Regd at Malpe)” zu Hilfe, der 45 Kilometer vor Karwar am 5.10. gegen 20.15 Uhr in Brand geraten war. Sie funkten einen Notruf und baten um sofortige Assistenz. Das Maritime Rescue Sub Centre (MRSC) in New Mangalore schickte das Patroullienboot zu dem Havaristen.
Der in der Nähe befindliche Kutter “Sitali” barg unterdessen die Fischer von ihrem Schiff ab. Um 22.37 Uhr traf auch die “Rajdoot” ein und fand den Kutter in Flammen stehend vor. An Bord waren zwei Tonnen Diesel und Flüssiggaszylinder. Das Patroullienboot begann mit der Brandbekämpfung und übernahm die Schiffbrüchigen. Sie wurden dann nach Malpe gebracht und am 6.10. um 8.50 Uhr der Coastal Security übergeben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Versorgungsschiff in Tinian gehoben
(07.10.16) Das 36 Fuß lange Frachtboot, das in Tinian gesunken war, konnte am 5.10. mit einem Kran des Landungsbootes Jayden“ wieder gehoben werden. Es gab dabei eine geringfügige Ölverschmutuung, die in einer Ölsperre aufgefangen wurde. Das Wrack wurde um 16.30 Uhr auf die „Jayden“ geladen. Um 18 Uhr war die Aktion beendet, und um 19.30 Uhr ging es zu einer Reparaturwerft, wo das Schiff von einem Kran der Saipan Stevedoring an Land abgesetzt wurde.
Taucher holten im Auftrag des Eigners, der Huangshun Corp., Trümmer vom Hafengrund. Das Coastal Resources Management und das Bureau of Environmental and Coastal Quality prüften, ob Korallen beschädigt worden waren. Das Schiff war am Abend des 3.10. gesnken, nachdem es neun Stunden zuvor auf ein Riff getrieben war.
Quelle:Tim Schwabedissen



Verladung beschädigter Bohrinsel gelungen
(07.10.16) Am 6.10. gelang es, die Bohrinsel "Transocean Winner" auf das untergetauchte Ladedeck der "Hawk" zu bugsieren. Gegen Mittag lag sie in Position, sodass der Frachter ausgepumpt werden konnte. Er hätte am 10.10. die Broad Bay für eine andere Aufgabe verlassen müssen, doch ein passendes Wetterfenster verhinderte nun doch, dass die Insel vor der Isle of Lewis wohl hätte überwintern müssen. Wenn die Insel auf Deck fest ist, geht es nach Malta, wo Teile wie die Generatoren ausgeschlachtet werden sollten, ehe es zum endgültigen Abwracken in die Türkei geht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Küstengefechtsschiff der US Navy bei Kollision beschädigt
(07.10.16) Der Trimaran LCS “Montgomery – LCS 8” der US-Marine kollidierte am 4.10. vor der Küste von Florida mit einem Schlepper, als sie von der Naval Station Mayport auslief. Dabei entstand mittschiffs entlang einer Schweißnaht ein Riss im Rumpf, und fünf Spanten wurden eingedrückt. Es kam zu einem geringfügigen Wassereinbruch, der von der Besatzung bekämpft wurde.
Die Havarie ereignete sich, als der Hurrikan Matthew auf die Mayport Naval Station bei Jacksonville unterwegs war. Die „Montgomery” sollte den Wirbelsturm ebenso wie der Kreuzer “Anzio“ auf See abreiten. Das Kampfschiff der Independence-Klasse war erst am 10.9. in Mobile, Alabama, in Dienst gestellt worden und hatte seinen Heimathafen San Diego noch nicht erreicht.
Die Überfahrt war durch eine Reihe technischer Probleme verzögert worden, so drang Seewasser ins hydraulische Kühlsystem ein und eine der Gasturbinen fiel aus. Bei dem neuen Schiffstyp des Littoral Combat Ships, also Schiffen für Küstennahe Gefechtsführung, wurde auf die geänderte Bedrohungslage für die Asymmetrische Kriegführung im feindlichen Küstenvorfeld reagiert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Boot mit Bagger und Barge geborgen
(07.10.16) Am Morgen des 6.10. konnte die Segelyacht “Liberty”, die im August auf Cherry Island in der Chaumont Bay gestrandet war, wieder flottgemacht werden. Skipper Andy Bunn hatte nach der Strandung weiter an Bord gewohnt und die Schäden repariert. Nun konnten eine Barge und ein Bagger der W.D. Bach Excavating and Consulting in Clayton Felsen, die dem Boot im Wege lagen, wegräumen.
Dann wurde es aufgerichtet und ins Wasser zurückgezogen. Die „Liberty“ hatte sich am 16.8. von ihrer Mooring losgerissen und war dann auf Grund getrieben. Für den Winter sollte sie nun beim Crescent Yacht Club in Chaumont aufgepallt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Segelyacht „Politechnika“ (Bild: KNRM)   Großbild klick!

Polnische Yacht im Westgat aufgelaufen
(06.10.16) Die polnische Segelyacht „Politechnika“ havarierte am 5.10. auf der Reise von IJmuiden nach Cuxhaven. Eines der drei Crewmitglieder war seekrank geworden, und es wurde beschlossen, den Hafen von Den Helder anzusteuern. Doch auf halbem Wege zum Schulpengat fiel der Motor aus.
Bei starkem Ostwind war die auf zwei Mann reduzierte Crew nicht mehr in der Lage, die Segel schnell genug zu setzen, und die Yacht trieb auf die Sandbanken des Westgat. Um 5.40 Uhr wurden die Seenotretter aus Den Helder alarmiert.
Das Rettungsboot „Joke Dijkstra“ war rasch vor Ort, und ein Rettungsmann wurde an Bord übergesetzt. Da die Yacht auf der Kante der Bank lag und das Wasser auflief, konnte sie rasch geborgen werden. Es wurde nun geprüft, ob das Schiff Wasser machte, aber das war zum Glück nicht der Fall. Die „Joke Dijkstra“ schleppte die „Politechnika“ dann in den Hafen ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter nach Büsum eingeschleppt
(06.10.16) Der deutsche Trawler "Wotan - SC 9", 46 BRZ (MMSI-Nr.: 211572000), wurde in der Nacht zum 6.10. auf der Nordsee manövrierunfähig und trieb in der See. Das Rettungsboot "Theodor Storm" wurde zur Assistenz gerufen und nahm den Havaristen längsseits. Nach einer Schleppfahrt von fünf Stunden erreichten die beiden Schiffe am Vormittag den Hafen von Büsum, wo die „Wotan“ am Fischereikai festgemacht wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Transportschiff "Swift 1" (Bild: PLG-WAM)   Großbild klick!

Crew attackierten Hilfsgüterschiffes berichtet von Angriff – Swift wohl ein Totalverlust
(06.10.16) Die Details um die Attacke auf das Transportschiff "Swift 1" bleiben weiter unklar. Sicher war aber, dass das Wrack, das nach Eritrea geschleppt wurde, wohl ein Totalverlust ist. Der Brand hat den größten Teil der Strukturen des Vorschiffs zerstört. Ein großes Loch im Bug zeigt wohl die Einschlagstelle der Rakete. Das diese über der Wasserlinie lag, blieb der Katamaran schwimmfähig. Die Hitze des Feuers hat aber weite Bereiche, die nicht direkt zerstört wurden, stark in Mitleidenschaft gezogen.
In den Vereinigten Arabischen Emiraten hieß es, die „Swift 1“ habe ein Jahr humanitäre Hilfe in Aden geleistet. Es seien keine Militärs an Bord gewesen. Als Zivilschiff habe der Katamaran tausende Tonnen von Hilfsgütern gebracht und über 1000 Verwundete abtransportiert und das Leid der Menschen in Aden gelindert durch die Hilfe bei der Wiederherstellung der Infrastruktur. Als die „Swift 1“ in Flammen aufging, hatte sie gerade 5600 Tonnen Nahrungsmittel und Medikamente in den Jemen gebracht.
Die Crew sagte, sie habe nie gedacht, Opfer eines solchen Angriffs zu werden. Sie sei schockiert über die plötzliche Attacke und das schwere Geschützfeuer, unter das sie genommen wurde, als sie die Bab Al Mandab Strait auf der Rückfahrt von Aden passierte. Der indische Mechaniker Deepakh Singh sagte, er habe eine sehr laute Explosion gehört.
Als er zu entkommen versuchte, sah er zusammenstürzende Trümmerteile und blutende Crewmitglieder. Sie seien von Flammen umzingelt gewesen und von Speedbooten unter Feuer genommen worden.
Sie robbten über das Deck, um hinter der Ladung Schutz zu finden. Der Kapitän funkte derweil Notsignale.
Eineinhalb Stunden dauerte der Beschuss an. Die Versuche, den Brand zu löschen, wurden dadurch behindert, dass ein CO2-Tank auch getroffen worden war und die Männer Atem- und Sehprobleme hatten.
Alexander Lukiyano, ein ukrainischer Mechaniker, schlief wie viele andere auch, als ein Metallschrank auf seinen Kopf stürzte und er aus der Koje fiel. Die Betriebsgänge waren bereits voller Rauch, als er versuchte, aus seiner Kammer zu kommen und Kontakt zurübrigen Crew aufzunehmen.
Die Nottreppe fand er zerstört vor. Mit anderen zusammen erreichte er dann den Helipad, wo aber auf einmal Schüsse von allen Seiten einschlugen. Deshalb flohen sie von dort in den Maschinenraum. Das rasche Eingreifen der Koalitionskräfte verhinderte noch Schlimmeres.
Als sie sich annäherten, flohen die Angreifer der Houthi-Milizen.
Die Rettungsaktion war dennoch kompliziert wegen der starken Brände und des dichten Rauchs. Am Ende gab es wie durch ein Wunder aber nur wenige Verletzte. Die Zukunft der „Swift 1“ sieht düster aus. Angesichts des Ausmaßes der Schäden wird sie wahrscheinlich abgewrackt werden müssen.
Der Rumpf ist aus Aluminium, das im Gegensatz zu Stahl brennen kann. So könnte der Verlust des Schiffes auch eine Lehre für die Marinen der Welt sein, die Kampfschiffe aus demselben Baustoff haben. Die Angriffsschiffe der USA aus Aluminium haben auch eine geringere Crewstärke, was die Fähigkeit, Feuer zu bekämpfen, nicht eben verbessert. Traditionell gebaute Schiffe haben im Vergleich eine größere Widerstandsfähigkeit.
Quelle:Tim Schwabedissen



gestohlene Hatteras-Yacht (Bild: Silva Harapetian)   Großbild klick!

Suche nach Dieb und Versenker von Luxusyacht dauert an
(06.10.16) Die Polizei suchte weiter nach dem untergetauchten Dieb einer 80-Fuß langen Hatteras-Yacht, die er am 2.10. in der Miami Beach Marina durch mehrfache Kollisionen mit 10 anderen Booten versenkte. Taucher der Miami Fire and Rescue hatten auch im Wasser nach dem Mann, der kurz nach dem Crash über Bord sprang, gesucht. Das Wrack lag weiter halb gesunken in dem Hafenbecken, und es lief auch etwas Öl aus. Es sollte aber nicht vor dem Durchzug des Hurrikans Matthew geborgen werden. Bei der Untersuchung des Vorfalls wurde auch ein Einbruchsversuch auf einer weiteren Motoryacht in der Marina entdeckt. Auch diese lag nun halb gesunken im flachen Wasser.
Quelle:Tim Schwabedissen



Felsen werden entfernt (Bild: NSSR)   Großbild klick!

Norwegisches Rettungsboot gerettet
(06.10.16) Das norwegische Rettungsboot "Ægir" (MMSI-Nr.: 257234500) konnte am 5.10. gegen 14 Uhr durch das Rettungsboot "Emmy Divy" vom Strand in Lista gezogen werden. Bergungsleiter Paul Storholt war dabei selbst an Bord der “Ægir” und stellte sicher, dass kein Wasser eindrang und alles nach Plan lief. Vor der Bergung hatten ein 50- und ein 20-Tonnen-Bagger mehrere Stunden lang Felsbrocken rund um das Boot entfernt.
Dann drückte der größere Bagger die "Ægir" bei auflaufender Flut von den Steinen herunter. Zuvor waren drei Lecks im Rumpf abgedichtet worden. Hebeballons reduzierten den Tiefgang, sodass das Boot sicher über die scharfkantigen Steine am Ufer gebracht werden konnte.
Die "Ægir" wurde vorsichtig in tieferes Wasser und dann zur Inspektion zum Båtservice Mandal geschleppt. Die Zukunft des Bootes wird sich dort in Abhängigkeit von der Schadenshöhe und der Versicherungssumme entscheiden. Die "Ægir" ist das zweitälteste Boot der NSSR-Flotte, hatte aber bis zur Havarie eigentlich noch nicht ersetzt werden sollen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schwedische Yacht vor Richards Bay abgeschleppt
(06.10.16) Am 5.10. um neun Uhr wurde die NSRI Richards Bay von der Transnet National Ports Authority (TNPA) alarmiert, nachdem die schwedische Yacht “Marieke III” mit ihrem 71-jährigen Skipper und seiner 70-jährigen Frau Motorschaden 12 Meilen vor Richards Bay gemeldet hatte. Die beiden waren am Morgen von Richards Bay Port nach Durban ausgelaufen, dann aber in schwere See geraten.
Das Rettungsboot „Spirit of Richards Bay II” kämpfte sich durch sechs bis acht Meter hohe Wellen und 20 Knoten SW-Wind zum Boot und nahm es ahct Meilen vor der Küste in Schlepp. Es konnte dann zur Reparatur zum Zululand Yacht Club gebracht werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Binnenschiff wird nach Untergang in Giessendam repariert
(06.10.16) Am 29.9. wurde das belgische Binnenschiff "Alsvin" 2634 ts (EU-Nr.: 06004017), das am 5.7 im Ijsselmeer gesunken war, zur Werft Den Breejen in Hardinxveld-Giessendam zur Reparatur abtransportiert. Der Schlepper "Vliestroom" (MMSI-Nr.: 244690141) lieferte den Havaristen dort am 3.10. an.
Quelle:Tim Schwabedissen



Luxusyacht wird abgeschleppt
(06.10.16) Zwei Bergungsschlepper erreichten die manövrierunfähige Luxusyacht "Masteka 2" am 5.10. gegen Mitternacht. Die Ankunft hatte sich wegen schlechten Wetters um mehrere Stunden verzöget. Sie nahmen den Havaristen mit Fahrtziel Sydney auf den Haken. Die vier an Bord verbliebenen Crewmitglieder harrten weiter auf dem antriebslosen Schiff aus.
Die Schleppfahrt sollte mindestens einen Tag dauern. Zuvor hatte die Yacht mit der von der AMSA abgeworfenen Lenzpumpe ausgepumpt und stabilisiert werden können. Die „Masteka 2“ wird durch eine Firma in Sydney verchartert. 2010 war sie für 15 Millionen Dollar auf dem Markt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Luxusyacht in Palm Beach zerlegt
(06.10.16) Am 4. und 5.10. waren Berger damit beschäftigt, die auf den Strand von Palm Beach gezogene Luxusyacht “Time Out” zu zerlegen. Die Trümmer wurden unmittelbar danach vom Strand abtransportiert. Diese Arbeiten dauerten am Nachmittag noch an. Eigner Thomas Henry Baker bekannte sich derweil vor dem Gericht des Führens eines Bootes unter Alkoholeinfluss als nicht schuldig.
Er war am 7.9. verhaftet worden und hatte ausgesagt, er habe Long Island-Eistee getrunken. Am 19.10. sollte die Verhandlung fortgesetzt werden. Die Räumung der Yacht hat 200,000 Dollar gekostet. 374 davon trug Florida Fish and Wildlife, die Stadt will von Baker den Differenzbetrag von 50,000 Dollar zurück erhalten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter in fünf Meter hohen Wellen abgeschleppt
(06.10.16) Am 5.10. um 00.30 Uhr wurde das norwegische Rettungsboot “Het Norske Veritas“ alarmiert, nachdem ein 35 Fuß langer Kutter 14 Meilen vor Ballstad Maschinenausfall erlitten hatte. Er trieb bei Windgeschwindigkeiten von 17-18 Metern pro Sekunde in der rauen See in fünf Meter hohen Wellen. Die Seenotretter nahmen den Havaristen mit seiner zweiköpfigen Crew auf den Haken und erreichten um fünf Uhr den Hafen von Sund.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter sank vor Saint-Louis-de-Kent
(06.10.16) Am Abend des 4.10. sank der Hummerkutter “Colin Joline Julie” vor der kanadischen Küste bei Saint-Louis-de-Kent in New-Brunswick. Um 19.30 Uhr funkte die vierköpfige Crew nach einem Wassereinbruch einen Notruf, den das Coordination Centre in Halifax auffing. Mehere Rettungsboote und Schiffe der Coast Guard kamen zu Hilfe.
Ein CH-149 Cormorant Helikopter der Royal Canadian Air Force und eine Hercules stiegen ebenfalls von der Base in Greenwood auf. Als erstes war aber der Kutter „Bad Pearl“ aus Richibucto vor Ort und rettete die Fischer. Der Kutter mit dem Fang von 160 Kilogramm Hummern aber ging verloren.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter trieb vor Boulogne-sur-Mer
(06.10.16) Am 3.10. fing das CROSS Gris-Nez den Notruf eines Kutters aus Dieppe auf, der durch ein in den Propeller geratenes Netz 25 Meilen südwestlich von Boulogne-sur-Mer manövrierunfähig geworden war. Das Schiff trieb mit fünf Personen an Bord in dem viel befahreren Seegebiet. Das CROSS alarmierte das Patroullienboot “Pluvier” der Marine, das sich in der Nähe befand, sowie das Küstenboot “Yser” der Polizei in Dieppe.
Gegen 18 Uhr erreichten beide Schiffe den Havaristen. Das Patroullienboot setzte ein Boot mit Tauchern aus, während das Boot der Gendarmerie das Gebiet absicherte. Es gelang den Tauchern, das Netz abzuschneiden, sodass der Kutter die Fahrt fortsetzen konnte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Beschädigter Tanker verließ Reede von Veracruz
(06.10.16) Am 5.10. verließ der mexikanische Tanker "Burgos", 25400 BRZ (IMO-Nr.: 9289154) seinen Ankerplatz vor Veracruz. Die Ölsperren wurden eingeholt, und Arbeiter von Pemex sicherten während des Abtransports durch die Schlepper "Don Danilo", "Isla San Jose", "Pemex Huasteco" und "Saam Citlali" die umliegenden Strände mit Fangzäunen. Ziel des Konvois war der Hafen von Coatzacoalcos, wo das verbliebene Öl gelöscht und der Schaden am Schiff begutachtet werden soll.
Quelle:Tim Schwabedissen



Flussfahrgastschiff an Werftkai gesunken
(06.10.16) Das russische Flussfahrgastschiff “Kn.Donskoy”, 1500 tdw, sank am Kai einer Werft im Zvenigovsky Distrikt Mari El auf der Wolga. Während der Arbeiten war es zu einem unkontrollierbaren Wassereinbruch gekommen, und das Schiff sank bis zur Höhe des 2. Decks. Die Tanks des Schiffes waren leer gewesen, so drohte keine Wasserverschmutzung. Menschen kamen nicht zu Schaden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Alle Leichen aus Kutterwrack geborgen
(06.10.16) Die Leiche eines 43-jährigen Mannes aus Ishpeming wurde am 4.10. von einem ROV aus 280 Fuß Wassertiefe in der Keweenaw Bay vor Lake Superior geborgen. Die Polizei hatte den Körper von Steven Chartre unweit des Wracks eines Kutters gefunden, der am 17.9. auf Fangfahrt mit einer zweiköpfigen Crew und dem Sohn des Skippers verschwunden war.
Mit Sonar war das Schiff am 1.10. um 12.45 Uhr entdeckt worden. Wenig später konnten die Leichen von Ethan Chartre, 9, und Keith Karvonen, 61, aus Atlantic Mine geborgen werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler im Sturm abgeschleppt
(06.10.16) Der 24 Meter lange, britische Trawler "Lady Lou – BM 110" (MMSI-Nr.: 235064831) erlitt am Nachmittag des 5.10. vor Süd-Devon nach Maschinenschaden. Das RNLI-Boot aus Salcombe wurde zu Hilfe gerufen und kämpfte sich bei Südoststurm durch aufgewühlte See zu dem bei Start Point treibenden Havaristen.
Wegen dessen Größe wurde auch das RNLI-Boot aus Torbay gerufen, das den Trawler auf den Haken nahm und nach Brixham einschleppte. Assistenz dabei gab auch das Lotsenboot des Hafens, damit die "Lady Lou" trotz der hohen Wellen und des starken Windes an einen sicheren Platz gebracht werden konnte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kreuzfahrtschiff “Ocean Dream” (Bild: Geir Vinnes)   Großbild klick!

Bergung der Ocean Dream vorerst gescheitert
(05.10.16) Das Wrack des unter Panama-Flagge registrierten Kreuzfahrtschiffes “Ocean Dream”, 17042 BRZ (IMO:7211517), das am 27.2. an seinem Aufliegeplatz vor Laem Chabang kenterte, liegt nach einem gescheiterten Bergungsversuch in diesem Sommer weiter auf der Seite vor dem Hafen und rostet vor sich hin. Ein Team des Chonburi Governor hatte im Juni dieses Jahres mit den Vorbereitungen begonnen.
Große Stahlwinkel wurden im Juni auf der aus dem Wasser ragenden Steuerbordseite angeschweißt, an denen das Wrack mit acht Winschen aufgerichtet werden sollte. Außerdem wurde ein Graben ausgehoben, in dem es dann liegen sollte. Die Bergungskosten wurden auf rund 20 Millionen Baht geschätzt. Der Versuch, das Wrack in eine vertikale Lage zu bringen, schlug aber fehl. Aktuell waren keine weiteren Bergungsaktivitäten an dem Schiff zu beobachten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter sank vor Noirmoutier
(05.10.16) Am 4.10. um 15 Uhr sank der acht Meter lange Thunfischkutter "PapyO" vor der Insel Noirmoutier. Das alarmierte CROSS Etel verbreitete einen"Mayday Relay" und schickte das Rettungsboot "SNS 069 - Georges Clemenceau II" der SNSM, zwei Feuerwehrboote und einen Dauphin-Helikopter der Marinebase in La Rochelle. Auch eine Falcon 50, die auf einem Trainingsflug in der Nähe war, beteiligte sich an der Rettungsaktion.
Sie lokalisierte die beiden Fischer gegen 15:30 Uhr rund 3,3 Meilen südwestlich des Hafens von Morin. Die beiden wurden um 15.50 Uhr von einem der Schlauchboote der Feuerwehr aus dem Wasser gezogen. Sie wurden dann aufgewinscht und vom Hubschrauber nach Morin geflogen, wo sie medizinisch betreut wurden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gestrandete Yacht im Schlepp (Bild: KNRM)   Großbild klick!

Yacht auf de Kreupel gestrandet
(05.10.16) Am 4.10. gegen 17 Uhr wurden die beiden KNRM-Rettungsboote „Bernardine“ aus Medemblik und die „'t Span“ aus Andijk von der Coastguard Den Helder alarmiert, nachdem eine Yacht bei der Vogelinsel de Kreupel auf dem IJsselmeer nördlich von Andijk auf Grund gelaufen war. Die Yacht wurde bei starkem Ostwind auf den Deich gedrückt und arbeitete auf den Steinen des Uferwalls.
Die „'t Span” stellte eine Schleppverbindung her, und die Yacht konnte in tieferes Wasser gezogen werden. Danach wurde sie auf Schäden überprüft. Sie war auf den Felsen leckgeschlagen, war aber schleppfähig. Nachdem die “Bernardine” eingetroffen war, übernahm sie die Schleppleine und brachte die Yacht in den Hafen von Andijk, wo sie am Hafenkran festgemacht wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Altes Wrack vor Sylt entdeckt
(05.10.16) Am 3.10 stießen Strandgänger auf Sylt bei tiefstem Wasserstand auf alte, Holzbalken, die aus dem Sand hervorragten. Offenkundig handelte es sich um Überreste eines Schiffes. Am 5.10. schauten sich Mitarbeiter des Archäologischen Landesamtes in Schleswig die von ihnen aufgenommenen Fotos an. In den nächsten Tagen wollten sie sich vor Ort ein eigenes Bild machen.
Es könnte sich um ein Wrack handeln, das in der fraglichen Gegend bereits vor dreißig Jahren entdeckt und registriert worden war. In den Akten vermerkten die Fachleute 1986 einen Rumpf aus schwerem Eichenholz mit einer Länge von rund 15 Metern, der wohl aus dem 19. Jahrhundert stammte. Es wurde entschieden, das Wrack am Fundort zu belassen, weil sich der Aufwand für die Konservierung und die Lagerung nicht gelohnt hätte.
Zudem gab es keine ausreichenden Kapazitäten im Holzmagazin von Schloss Gottorf, um solch große Schiffswracks zu lagern. Nur das Ruder des Schiffs wurde erst in der örtlichen Strandkorbhalle gelagert und später nach Schleswig gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Archivbild Katamaranschiff "Swift 1" (Bild: Wikipedia)   Großbild klick!

Katamaranschiff wird nach Raketenattacke nach Eritrea geschleppt
(05.10.16) Das Katamaranschiff "Swift 1", 5936 BRZ (IMO-Nr.: 9283928), der Vereinigten Arabischen Emirate, das am 1.10. unweit der Straße von Bab el-Mandeb, die das Rote Meer und den Indischen Ozean verbindet, von wohl vier Lenkraketen getroffen wurde, soll in einen eritreischen Hafen geschleppt werden. Das Schiff war zwar schwer beschädigt, blieb aber schwimmfähig. An Bord des Katamarans war eine 24-köpfige zivile Crew, bestehend aus 10 Indern, sieben Ukrainern, vier Ägpytern, einem Jordanier, einem Philipino und einem Litauer.
Drei Mann, darunter der Kapitän, wurden verletzt und in einem Krankenhaus der Emirate behandelt. Zwei von ihnen konnten bereits wieder entlassen werden. Der Kapitän war nach einer Operation am 4.10. in stabilem Zustand. Bei den Raketen könnte es sich um in China gebaute C-802-Rakten (NATO-Code CSS-N-8 Saccade) oder panzerbrechende Waffen gehandelt haben, die von Booten der Houthi-Milizen abgefeuert wurden. Das AIS-Signal der "Swift 1" zeigte das Schiff in einer internationalen Schifffahrtsstraße bei Mocha rund 20-25 Kilometer vor der jemenitischen Küste, als das Signal am 1.10. um 00:28 Uhr abbrach.
Drei Schiffe der U.S.-Marine wurden danach vor die Küste des Jemen geschickt, die Lenkwaffenzerstörer USS "Nitze (DDG-94)", USS "Mason (DDG-87)" und das Landungsschiff USS "Ponce (AFSB(I)-15)". Die zwei Zerstörer gehören zur Kampfgruppe der "Dwight D. Eisenhower", die in der Region operiert. Der Angriff auf das mit Hilfsgütern beladene, im Zivileinsatz befindliche Schiff wurde scharf verurteilt.
Die “HSV-2 - Swift 1” ist ein aus Aluminium gebauter Hybridkatamaran der Sealift Inc., der vom United States Navy Military Sealift Command geleast wurde und 2015 an die United Arab Emirates' National Marine Dredging Company ging. Sie wurde bei der Incat in Hobart, Tasmanien, konstruiert und sollte zum Test neuer Technologien dienen. Im Januar 2005 wurde sie zum Transport von Hilfsgütern nach dem Tsunami in Nord-Sumatrae eingesetzt und später im Jahr für Hilfsleistungen in den vom Hurrikan Katrina betroffenen Gebieten zwischen Pensacola, Florida und New Orleans, Louisiana.
Im Israel-Libanon-Konflikt 2006 transportierte sie Hilfsgüter von Zypern nach Beirut. 2013 endete der Dienst für das Military Sealift Command, und das Schiff ging nach Hobart zurück, ehe es im Juli 2015 von der National Marine Dredging Company geleast wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter auf Paraná aufgelaufen
(05.10.16) Der unter Marshall-Islands-Flagge laufende Frachter "Zeta Star", 29357 BRZ (IMO-Nr.: 9284477), lief am Morgen des 4.10. auf dem Paraná oberhalb der Stadt San Pedro auf Grund. Er kam bei der Isla del Medio in der Buenos Aires Provinz auf Sandgrund fest. Das beladene Schiff hatte um 3.30 Uhr in San Lorenzo losgeworfen und hatte Kapstadt als Fahrtziel.
Es beeinträchtigte die passierende Schifffahrt so, dass nur Fahrzeuge bis sieben Metern Tiefgang die Unfallstelle passieren durften. Vor einer Bergung sollte zunächst der Rumpf des Havaristen auf mögliche Schäden untersucht werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter trieb nach Maschinenschaden in der Ostsee
(06.10.16) Der lettische Frachter "Rix Star", 2450 BRZ (IMO-Nr.: 9006277), erlitt am Abend des 3.10. in der Ostsee nordwestlich von Baltiysk auf dem Weg von Tallinn nach Kaliningrad Maschinenausfall. In stürmischer See begann der Havarist auf die Hela-Halbinsel zu. Da der Crew eine Reparatur nicht gelang, wurde Schlepperhilfe angefordert.
Aus Gdingen lief der maltesische Offshore-Schlepper "Agat", 1760 BRZ (IMO-Nr.: 8206961) aus und nahm den Havaristen am Nachmittag des 4.10. auf den Haken. Mit rund fünf Knoten Fahrt ginge es auf Danzig zu, wo der Schleppzug am 5.10. gegen Mitternacht eintreffen sollte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter kollidierte mit Oier in Evyap
(06.10.16) Am Nachmittag des 3.10. kollidierte der türkische Frachter "Mehmet Akin", 1562 BRZ (IMO-Nr.: 7407219), beim Anlegemanöver mit einer Pier in Evyap und erlitt im Rumpf oberhalb der Wasserlinie einen Riss von 80 x 50 Zentimetern. Das Schiff war mit Zement beladen. Am 4.10. um 2.40 machte es in Izmit Kocaeli fest.
Quelle:Tim Schwabedissen



Rendsburger Schwebefähre wird in zwei Phasen ersetzt
(05.10.16) Nach der Kollision des Frachters „Evert Prahm“ mit der Rendsburger Schwebefähre auf dem Nord-Ostsee-Kanal im Januar soll noch in diesem Jahr den Bau einer neuen Schwebefähre für den Nord-Ostsee-Kanal in die Wege geleitet werden. Der Auftrag zum Neubau soll im Dezember 2016 erteilt werden. Der Neubau soll in zwei Schritten erfolgen.
In diesem Jahr wird zunächst die Aufhängung samt Unterkonstruktion und Antrieb in Auftrag gegeben. Im ersten Halbjahr 2017 wird der Bau der Fährgondel ausgeschrieben. Ein bis zwei Jahre soll die Bauzeit betragen, für die der Haushaltsausschuss des Verkehrsministeriums in Berlin drei Millionen Euro bereitstellt.
Derzeit befördert eine Ersatzfähre wochentags Fußgänger und Radfahrer über den Kanal. Die Schwebefähre transportierte durchschnittlich 350 Fahrzeuge sowie 1700 Fußgänger und Radfahrer pro Tag über die Wasserstraße.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schiffbrüchige Frau knackte Bingo-Jackpot der Carnival Spirit
(05.10.16) Die vier auf der Luxusyacht "Masteka 2", 254 BRZ (IMO-Nr.: 9548615), verbliebenen Crewmitglieder haben die vergangene Nacht gut überstanden. Sie hatten die Stunden im Dunkeln verbracht, weil das Schiff nach dem Wassereinbruch am 4.10. gegen fünf Uhr keinen Antrieb mehr hat. Es trieb in weiterhin unruhiger See 260 Kilometer von Port Macquarie entfernt.
Es war der Restcrew gelungen, den Wassereinbruch zu stoppen. Sie wurde aus der Luft mit Nahrungsmitteln und Satellitentelefonen versorgt. Außerdem hatte ein Flugzeug eine Lenzpumpe abgeworfen. Diese wurde regelmäßig kontrolliert.
Zwei Schlepper sollten den Havaristen am 5.10. gegen 19 Uhr erreichen und auf den Haken nehmen. Für eine der beiden Frauen, die von einem Boot des Kreuzfahrtschiffes „Carnival Spirit“ abgeborgen worden waren, entpuppte sich die Aktion als wahrer Glücksfall – sie knackte den Bingo-Jackpot von 800 Euro am Tag ihrer Rettung.
Die Superyacht “Masteka 2“ ist 37 Meter lang, 7,3 Meter breit, hat 2,5 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 199 Tonnen. Sie wurde 2009 von der Kha Shing Enterprise in ihrer Werft in Kaohsiung, Taiwan, erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bergungsvorbereitungen am Strand von Lista
(05.10.16) Seit dem 1.10. waren die Berger der Agder Marine aus Mandal mit den Vorbereitungen zur Bergung des am großen Strand von Lista liegenden, norwegischen Rettungsbootes "Ægir" (MMSI-Nr.: 257234500) beschäftigt. Am 2.10. hatten sie die 4,2 Tonnen Diesel abgepumpt und alles, was das Gewicht des Bootes reduzieren konnte, von Bord geholt. Bagger bereiteten die Strandungsstelle vor, um es nach See hin abzuschleppen.
Doch die Bergung verzögerte sich, weil zunächst ein Leck im Rumpf noch abgedichtet werden musste. Diese Arbeit wurde am Vormittag des 5.10. durchgeführt. Anschließend sollte das Rettungsboot "Emmy Dyvi" mit Unterstützung der Bagger den hilflosen Kollegen ins tiefere Wasser ziehen und nach Mandal ziehen.
Nach ersten Untersuchungen ist der Schaden am Boot offenbar nicht ganz so groß wie zunächst befürchtet. Eine Spendenaktion der NSSR hatte bis zum 5.10. nicht weniger als 200.000 Kronen eingespielt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter soll sechs Jahre nach Havarie verschrottet werden
(05.10.16) Der unter St. Vincent-Grenadines-Flagge registrierte Frachter "Rio Tagus", 1730 BRZ (IMO-Nr.: 7435149), der seit sechs Jahren im Paul-Riquet Dock des Cayenne-Beckens im Hafen von Sète (Hérault) vor sich hin rostete, wurde am 3.10. auf einer Auktion für 11.000 Euro versteigert. Die Aktion wurde durch das Gericht in Montpellier initiiert. Käufer war eine spanische Firma, die den Frachter verschrotten will.
Die "Rio Tagus" war Ende Oktober 2010 von Ägpypten kommend in Sète eingelaufen mit einer 12-köpfigen Crew aus Guinea, Ägypten und der Ukraine an Bord. Eine der beiden Maschinen war ausgefallen, und es hatte Wassereinbruch gegeben. Der Frachter war mit 2700 Tonnen des Düngermittels Urea beladen. Eine Reparatur erfolgte aber nicht, und schließlich wurde die Facht gelöscht.
Nach Monaten konnte auch die Crew heimkehren. Seitdem rostete der Frachter im Hafen vor sich hin. Am 5.8.2016 entwickelte er durch eingedrungenes Regenwasser 10 Grad Schlagseite, was den Handlungsbedarf vergrößerte. Nun ist ein Ende der Saga in greifbarer Nähe.
Quelle:Tim Schwabedissen



Dai Love in Seenot
(05.10.16) Sieben Angehörige der Band Dadi Love mussten am 3.10. gerettet werden, nachdem ein Boot, die „Day-Line“ aus Nosy Be, in Ankify im Ambanja-Distrikt, das sie nach einem Konzert heimbrachte, leckschlug und sank. An Bord waren neben den Fahrgästen auch zwei Crewmitglieder.
Das Holzboot des Typs "Teuf-Teuf" hatte die Mitglieder von Dadi Love samt Instrumenten und Equipment zu einem Koncert in Dzamandjar, Nosy Be, gebracht. Auf der Rückfahrt lief das Boot 500 Meter vor Ankify auf ein Riff und erlitt Wassereinbruch. Die Polizei requirierte Motorboote, um die Schiffbrüchigen zu retten. Unter ihnen befand sich auch eine Mutter mit ihrem Baby.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ausflugsschiff lief vor Baltra auf Grund
(05.10.16) Das Ausflugsschiff "Penguin Explorer", 127 BRZ (IMO-Nr.: 8978978), lief am Morgen des 4.10. beim Einlaufen in den Hafen der Insel Baltra auf den Galapagos-Innseln auf Grund. Ein Team von Rangern wurde zur Erkundung der Lage geschickt. Sie stellten fest, dass das Boot bei der Havarie 400 Gallonen Diesel an Bord hatte.
Diese sollten vom Betreiber abgepumpt werden. Durch den Galapagos National Park wurden vorsorglich Ölsperren und Ölbekämpfungsmittel bereitgestellt. Die Marine brachte die 16 Passagiere und 10 Crewmitglieder an Bord.
Quelle:Tim Schwabedissen



Versorgungsschiff sank vor Tinian
(05.10.16) Ein 36 Fuß langes Versorgungsschiff erlitt beim Einlaufen in den Hafen von Tinian am Nachmittag des 3.10. gegen 15 Uhr Maschinenausfall bei Tonne 6 und trieb auf den Wellenbrecher. Dieser riss den Rumpf auf, und das Schiff sank, als es gegen 21 Uhr mit der Flut abgeschleppt wurde. Um 23.15 Uhr setzte es vor dem Hafen auf Sandgrund auf.
Ein Polizeioffizier der Tinian Department of Public Safety’s Boating Safety Unit rettete nach der Havarie mit einem Jetski den Kapitän und seinen Decksmann. Die beiden wurden unversehrt nach Kammer Beach gebracht. Vorsorglich wurde eine Ölsperre ausgelegt.
Der Frachter gehört der Huangshun Corp., die das Sunshine Garden Hotel und den U Save Supermarket sowie andere Firmen auf Saipan und Tinian betreibt. Der Frachter hatte drei Palletten mit Tiefkühlwaren, Soda und Konserven an Bord. Neben Offizieren der Saipan DPS Boating Safety waren auch die BECQ sowie Fish and Wildlife, die Tinian Commonwealth Ports Authority sowie die U.S. Coast Guard vor Ort im Einsatz.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zeit vorbei für die Time Out
(05.10.16) Die Berger arbeiteten rund um die Uhr, um die gekenterte, 72 Fuß lange Motoryacht „Time Out“ auf den Strand südlich des Palm Beach Inlet zu ziehen. Die Bergung hatte sich wegen eines Lochs im Bug, durch den Sand eindrang, verzögert. Dieser musste erst beseitigt werden. Am Abend des 4.10. lag das Wrack dann aber vollständig auf dem Sand, und das Abwracken begann.
Wenn es nicht vor dem Durchzug von Hurrikan Matthew zerlegt werden kann, sollte es mit Ankern gesichert werden. Das Wrack befand sich insgesamt in fragilem Zustand. Angetriebene Trümmer wurden am Strand gelagert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Hanjin-Frachter geriet ins Treiben
(05.10.16) Der unter Panama-Flagge laufende Containerfrachter “Hanjin New York”, 91621 BRZ (IMO:9461506), geriet am 30.9. vor Singapur ins Treiben, nachdem der Anker nicht mehr im Grund gehalten hatte, und kollidierte mit dem Bug des liberianischen Containerfrachters „MSC Claudia“, 50538 BRZ (IMO-Nr.: 8803410). Die Havarie ereignete sich in der Bunkering “A” Zone auf der Reede bei der Changi Naval Base.
10 Container stürzten von dem Hanjin-Schiff auf die „MSC Claudia“, ein weiterer ins Wasser und musste geborgen werden. Die Frachter selbst wurden nur geringfügig beschädigt und nach dem Zusammenstoß wieder verankert.
Quelle:Tim Schwabedissen



“Masteka 2" und “Carnival Spirit” (Bild: Australian Maritime Safety Authority)   Großbild klick!

Luxusliner half Luxusyacht in Seenot
(04.10.16) Die australische Luxusyacht “Masteka 2", 254 BRZ (IMO-Nr.: 9548615), erlitt am 4.10. gegen fünf Uhr Wassereinbruch und wurde vor der mittleren Nordküste von New South Wales manövrierunfähig. Die Australian Maritime Safety Agency fing das Notsignal des Bootes auf, das mit sechs Personen an Bord rund 260 Kilometer östlich von Port Macquarie trieb. Die AMSA stellte Funkkontakt her und hielt dann nach anderen Schiffen in der Nähe Ausschau.
Die beiden Kreuzfahrtschiffe "Carnival Spirit" und “Pacific Pearl” befanden sich unweit des Havaristen. Die “Carnival Spirit” war als erstes vor Ort, woraufhin das zweite Schiff entlassen werden konnte. Sie setzte ein schnelles Rettungsboot aus und barg zwei Frauen von der Yacht ab.
Die anderen vier Crewmitglieder blieben an Bord und wollten die Leckage bekämpfen. Eine Dornier wurde von der AMSA in Brisbane mobilisiert und warf um 9.45 Uhr zwei Lenzpumpen an der “Masteka 2” ab. Die "Carnival Spirit" blieb noch mehrere Stunden vor Ort, bis die Lage soweit stabilisiert war, dass sie ihre Reise zur Isle of Pines fortsetzen konnte. Die beiden Frauen wurden einem medizinischen Checkup unterzogen und sollten bis zum Erreichen von Noumea an Bord bleiben. Aus Sydney liefen zwei Schlepper aus, die am 5.10. gegen 18 Uhr vor Ort sein sollten.
Die „Masteka 2“ ist 38 Meter lang, acht Meter breit, hat 1,48 Meter Tiefgang und läuft im Management der TTS Shanghai Co. Ltd. in Shanghai. Sie wurde 2000 erbaut und kann 12 Gäste in fünf Kabinen aufnehmen. Die Charter beträgt 100,000 Dollar pro Woche.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht-Dieb auf Amokfahrt in Miami
(04.10.16) Die 80 Fuß lange Hatteras-Luxusyacht, die am Abend des 2.10. gegen 22.30 Uhr mit sechs anderen Booten in der Miami Beach Marina bei Monty’s in Miami Beach kollidierte und sank, war kurz zuvor gestohlen worden. Der Skipper war gerade von Bord gegangen, als ein Mann an Bord ging und losfuhr. Weil eine Maschine ausfiel, hatte er Probleme, das Schiff unter Kontrolle zu halten.
Er rammte dann mehrfach Boote und Betonpoller. Dabei entstand ein Riss im Rumpf der Yacht, die für 3,2 Millionen Dollar zum Verkauf stand, und sie ging im flachen Wasser unter. Als ein Boot der Miami Fire Rescue eintraf, sprang der Dieb über Bord und schwamm davon. Polizeitaucher und die Coast Guard suchten vergeblich nach ihm.
Am Morgen entdeckten sie dann, dass noch eine weitere Yacht nach einem Einbruchsversuch in der Marina untergegangen war.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gekenterte Luxusyacht wird auf den Strand gezogen
(04.10.16) Am Abend des 3.10. setzte sich das Wrack der Luxusyacht “Time Out” in Palm Beach langsam in Bewegung auf den Strand, gezogen von starken Trossen am Heck. Die Berger arbeiteten gegen die Zeit, während der Hurrikan Matthew sich Floridas Küste annäherte. Am Morgen hatte die Resolve Marine Group das meiste der Inneneinrichtung von Bord geholt und auf den Strand gezogen.
Am Nachmittag wurden große Hebeballons unter den Rumpf geschoben. Dann begann eine Winsch das Wrack näher an den Strand gezogen, wo es entsorgt werden soll. Der Skipper muss sich am 6.10. vor Gericht wegen Fahrens unter Alkohol verantworten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Maschinenprobleme im Suez-Kanal
(04.10.16) Der zyprische Frachter "Paraskevi", 38594 BRZ (IMO-Nr.: 9254111), erlitt auf der Fahrt nach Ploce am 3.10. im Suez-Kanal Maschinenschaden, als er in nördlicher Richtung zwischen Suez und dem Großen Bittersee unterwegs war. Nach einigen Minuten konnte der Schaden behoben werden, und der Bulkcarrier setzte den Transit mit Schlepperhilfe fort. Um 13.30 Uhr erreichte er den Großen Bittersee und warf dort Anker.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kollision auf der Weser
(04.10.16) Am 29.9. gegen 16.10 Uhr kollidierte auf der Weser in Bremerhaven das deutsche Baggerschiff „Hegemann 4“, 2172 BRZ (IMO-Nr.: 8121044), mit dem holländischen Errichterschiff. "MPI Enterprise", 11730 BRZ (IMO-Nr.: 9578244), das am Stromkai lag. Der Bagger hatte vor dem Kai gearbeitet, um auf dem Fluss die vorgegebene Tiefe auszubaggern. Das Jackup-Schiff zum Transport und zur Montage von Offshore-Windanlagen lag dort am Kai.
Beim Passieren stieß der Bagger aus noch ungeklärter Ursache mit dem Heck gegen das Vorschiff des Arbeitsschiffes. An dem Errichterschiff entstand durch den Zusammenstoß ein 30 Zentimeter langer Riss in der Außenhaut. Wegen der Beeinträchtigung der Schiffssicherheit wurde ein Auslaufverbot erteilt.
An dem Bagger wurden ein Niedergang an den Aufbauten sowie ein Teil der Reling beschädigt. Er konnte seine Tätigkeit inzwischen fortsetzen. Die Beamten der Wasserschutzpolizei prüften, ob dem Schiffsführer des Baggers ein Fehlverhalten vorgeworfen werden konnte.
Quelle:Tim Schwabedissen



95 Tonnen Öl liefen von Plattform im Nordmeer aus
(04.10.16) Technische Probleme auf der Plattform „Clair“ des britischen Ölunternehmens BP führten zu einem Unfall im Nordmeer. Dabei liefen 95 Tonnen Öl ins Meer. Der Unfall ereignete sich am 2.10. um 10.00 Uhr 75 Kilometer westlich der Shetland-Inseln. Ursache dafür waren technische Probleme im System zur Gemischttrennung der aus Wasser, Öl und Gas bestehenden Betriebsflüssigkeit.
Quelle:Tim Schwabedissen



Mast der Amicita war an der Bruchstelle zu ¾ morsch
(04.10.16) Der Mast des Charterseglers „Amicitia“, der am 23.8. August beim Einlaufen nach Harlingen abbrach und drei deutsche Touristen erschlug, war für drei Viertel morsch. Dies fand die deutsche Bundesstelle für Seeunfalluntersuchungen heraus. Die Bruchstelle des Masts befand sich unterhalb einer Edelstahlplatte, die an ihm angeschraubt worden war.
Unter dieser Stahlplatte war Wasser eingesickert. Dies führte dazu dass der Mast im Kern morsch und feucht war. Der Mast hatte am Bruchpunkt nur ein Viertel der Festigkeit, die er haben musste.
Ursache war die Durchführung nicht qualifizierter und nicht wahrnehmbarer Reparaturen. Die Untersuchung des holländischen Counterparts waren noch im Gange, die ersten Ergebnisse sollen im Sommer 2017 präsentiert werden. Das BSU sprach in seinem Zwischenbericht für deutsche Reeder eine Warnung aus.
Charterschiffe mit ähnlichen Masten sollten überprüft werden. Paul van Ommen, Direktor des Berufsverbandes Chartervaart, war durch den Zwischenbericht der BSU schockiert, hätte sich aber eine Kooperation beider Untersuchungsstellen gewünscht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Altes Wrack versenkte zwei Frachter
(04.10.16) Der mit Holz beladene, indonesische Frachter “Anugrah Indah”, 39 BRZ, ist nach der Kollision mit dem Wrack der “Tanto Hari” nahe Tonne 10 in West-Surabaya mit dem Heck auf Grund abgesunken. Das Schiff hatte Holzstämme transportiert. Die fünfköpfige Crew wurde von einem Patroullienboot gerettet, das dem Havaristen zu Hilfe kam.
Das halb aus dem Wasser ragende Wrack des Frachters gefährdete die passierende Schifffart. Bereits fünf Tage zuvor war die “Berkat Mulia” mit demselben Wrack kollidiert und gesunken. Deren Crew wurde von Fischern in der Nähe gerettet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter nach Wassereinbruch halb gesunken
(04.10.16) Der indonesische Frachter “Nagoya”, 664 BRZ (IMO-Nr.: 8631051), lag halbgesunken in den flachen Gewässern vor Sumenep in Ost-Java, nachdem auf der Fahrt von Banyuwangi nach Lamongan in Ballast der Maschinenraum geflutet worden war. Die 14-köpfige Crew nahm Kurs auf die Gewässer zwei Meilen vor der Insel Kantorpos Gayam und ging in ein Rettungsboot.
Ihr Schiff ging mit dem Heck auf Grund. Das 57,20 Meter lange Schiff wurde 1987 bei der Saidaiji Shipbuilding in Okayama, Japan erbaut und lief für die Samudra Raya Indo Lines.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bärbeobachtungsboot geborgen
(04.10.16) Das Bärbeobachtungsboot “Stellar Star”, das am Nachmittag des 1.10. mit 28 Personen an Bord auf Grund gelaufen und halb gesunken war, konnte zwischenzeitlich wieder flottgemacht und nach Tofino gebracht werden. Um 19 Uhr hatten zwei andere Boote die Schiffbrüchigen bereits dorthin zurück transportiert, eineinviertel Stunden nach der Havarie. Das Transportation Safety Board leitete eine Untersuchung des 12 Meter langen Schiffes der Jamie’s Whaling Station ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter sank drei Mal binnen zwei Wochen
(04.10.16) Die Behörden in Maine untersuchten den dritten Untergang des Hummerkutters „Liberty“ von Anthony Hooper aus Tenants Harbor in Port Clyde binnen zwei Wochen. Der letzte Vorfall ereignete sich in der Nacht zum 1.10. Die erste Versenkung fand im August statt, und die zweite in der Nacht zum 29.9.
Gerade erst waren die Schäden repariert worden. Das 35 Fuß lange Boot muss nun wieder hergerichtet werden. Vermutlich ist Sabotage der Hintergrund der Serie.
Quelle:Tim Schwabedissen



Boot der indischen Marine bei Feuer schwer beschädigt
(04.10.16) Am 3.10. gegen sieben Uhr geriet ein Patroullienboot der indischen Marine auf dem Hooghly River unweit von Princep Ghat. Die Marine und die Polizei von Kolkata leiteten eine Untersuchung ein. Zeugen hatten das Feuer entdeckt, und zwei Löschfahrzeuge brachten es unter Kontrolle. Das Boot wurde aber schwer beschädigt. Es war von einer Firma in Mumbai gechartert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Von Rebellen versenkte Fähre nach 18 Jahren vor Sri Lanka entdeckt
(04.10.16) Taucher der Marine von Sri Lanka entdeckten am 3.10. das Wrack der Passagierfähre „Valampuri“, die 1998 von einem Selbstmordboot der LTTE versenkt wurde, im Meer vor Point Pedro. Das Wrack lag acht Meilen vor Point Pedro in einer Wassertiefe von 15 Metern. Die „Valampuri" war am 23.2.1998 von einem mit Sprengstoff beladenen Boot, das die Fähre bei der Rückkehr von Trincomalee rund 15 Kilometer nordöstlich von Point Pedro mit hoher Fahrt rammte, zum Sinken gebracht worden.
Alle 20 Personen an Bord kamen ums Leben. Inzwischen ist das Schiff dicht bewachsen und teilweise eingesandet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motorboot mit voller Fahrt aufs Ufer gesetzt
(04.10.16) Der 33 Fuß lange Angelkutter “Favorite Subject” lief am 2.10. um 13.30 Uhr mit hoher Fahrt auf dem Neuse River in North Carolina auf Grund. Das Boot war mit voller Geschwindigkeit in Richtung New Bern unterwegs, als es plötzlich 90 Grad zum Südufer abdrehte. Die beiden Insassen blieben unversehrt.
Das Motorboot lag am 3.10. weiter auf der Flussbank bei Stillwood Court in der River Bluffs Subdivision zwischen New Bern und Havelock. Nur noch zwei Fuß des Hecks befanden sich im Wasser. Der Fiberglas-Rumpf wies schwere Schäden auf, Propeller und Ruder ebenfalls.
Der Skipper Carl G. Merchant, 27, aus New Bern, muss sich nun wegen nachlässiger Navigation verantworten. Er war unterwegs vom Intracoastal Waterway nach New Bern. Das Craven County Sheriff’s Office und die N.C. Wildlife Resources Commission leiteten eine Untersuchung ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wrack 111-jähriger Fähre bekommt neue Chance
(04.10.16) Die 111 Jahre alte Fähre “Kestrel”, die im März in Auckland sank, könnte gerettet werden. Sie hatte seit der Bergung im April in der Westhaven Marina gelegen. Nun wurde sie von der BPL Nominees Limited erworben, die sie in Westhaven East als Restaurant an einem Boutique- und Hotelkomplex nutzen will.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachterwrack steigt wieder aus dem Sand empor
(04.10.16) Der britische 339-Tonnen-Frachter “Lutzen”, der 1939 mit einer Ladung von 230 Tonnen gefrorener Blaubeeren vor Orleans sank, begann 400 Fuß vor der Küste wieder aus dem Meeresgrund zu erscheinen. Neue Sonarbilder zeigten, dass sowohl Bug als auch Heck in rund 20 Fuß Wassertiefe aus dem Sand ragten. Das 155 Fuß lange Schiff war zeitweilig praktisch vollständig begraben gewesen.
Das 77 Jahre alte Wrack ist eines von 3500, die entlang der Küste von Massachusetts bekannt sind, und eines von 1000 in den Sänden zwischen Provincetown und Chatham. Die „Lutzen” liegt an der Atlantikseite von Nauset Beach, östlich vom Nordzipfel von Strong Island, nördlich der Grenze zwischen Orleans und Chatham. Sie war am 3.2.1939 in dichtem Nebel auf der Fahrt von Saint John, New Brunswick, nach New York City auf Grund gelaufen.
Als die Crew ein Boot aussetzte, kenterte dieses, und ein Mann kam ums Leben. Einige Bergungsversuche wurden unternommen, ehe ein Sturm das Schiff hoch auf die Sände drückte. Dann konnte immerhin die Ladung Blaubeeren gelöscht werden. Tags darauf kenterte der Frachter, und die Bergungsarbeiten wurden abgebrochen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Großes Wrack in Flevoland wird ausgegraben
(04.10.16) In Rutten läuft derzeit die Ausgrabung eines in dieser Größe bisher dort unbekannten Schiffswracks in Flevoland. Die Ausmaße des Schiffes überraschten das Forschungsteam. Es war bislang davon ausgegangen worden, dass die ehemalige Zuiderzee mit seichten Wasser für so große Schiffe nicht geeignet war. Das Wrack stammt wahrscheinlich aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts.
Die Abmessungen der verschiedenen Bauteile des Wracks ließen auf eine ungefähre Länge von mehr als 30 Metern schließen. In Flevoland liegen rund 430 Wracks im Boden, vor allem Fischerboote und Lastkähne. Zusammen bieten sie ein umfassendes Bild von den Niederlanden als Seefahrernation und sind der Schlüssel zum Verständnis der enormen wirtschaftlichen Entwicklung der Republik, die schließlich zu der Blütezeit des Goldenen Zeitalters geführt hatte.
Die meisten Wracks liegen knapp unter dem Boden. Die neue Entdeckung unterstreicht noch einmal die Bedeutung von Flevoland als Fundgrube für Meeresarchäologie.
Quelle:Tim Schwabedissen



Mit Mastbruch gestrandet(Bild: Gosport and Fareham Inshore Rescue Service)   Großbild klick!

Entmastet Yacht im Solent geborgen
(03.10.16) Eine 40 Fuß lange Segelyacht, deren Rigg im Wasser trieb, wurde am 1.10. von einem Rettungsboot des Gosport & Fareham Inshore Rescue Service (GAFIRS) geborgen. Das Boot hatte 12 Personen an Bord. Eine andere Yacht hatte das Malheur gegen 15 Uhr beobachtet und alarmierte die Coastguard, die den Rettungsdienst verständigte.
Das Rettungsboot aus Gosport, das gerade auf einer Übungsfahrt war, kam ebenfalls zu Hilfe. Bei seinem Eintreffen war bereits ein Schlauchboot vor Ort und versuchte, die Yacht abzuschleppen. Die Seenotretter übernahmen die Schleppleine, nachdem sie sich vergewissert hatten, dass niemand zu Schaden gekommen war. Dann wurde der Havarist zur Trinity Landings in Cowes gezogen, was wegen der widrigen Wetterbedingungen im Solent rund eine Stunde dauerte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Rettungsboot "Ægir" (Bild: NSSR)   Großbild klick!

Gestrandetes Rettungsboot wohl ein Totalverlust
(03.10.16) Am 3.10. wollte die Adger Marine aus Mandal einen Plan zur Bergung des am 29.9. gestrandeten NSSR-Rettungsbootes "Ægir" (MMSI-Nr.: 257234500) vorlegen. Es lag weiter auf den Steinen am Strand von Lista im Farsund. Auch wenn die Versicherung noch keine endgültige Entscheidung getroffen hat, ging Vormann Thor Hugo Johansen davon aus, dass das Boot abgewrackt werden müsste. Als es in einer Riesenwelle zwei Mal kenterte, waren alle Scheiben des Ruderhauses eingeschlagen und dieses überflutet worden, der Mast riss ab und ging verloren.
Am 1.10. waren die 4200 Diesel aus den Tanks abgepumpt worden. Derzeit deckt die "Emmy Dyvi" das Seegebiet zwischen Farsund und Egersund ab. In den kommenden Tagen sollte ein Ersatzboot eintreffen. Die Rettungsorganisation startete unterdessen eine Spendenaktion, um ihr Boot dauerhaft ersetzen zu können. Bis zum 3.10. waren 6950 Kronen zusammengekommen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter bei Sumenep auf Grund gelaufen
(03.10.16) Der indonesische Frachter „Nagoya“, 617 tdw (IMO-Nr.: 8631051), geriet nach einem Maschinenausfall mit dem Heck in flaches Gewässer vor Sumenep, Sapudi Islands, östlich von Surbaya in Ost- Java. Das Schiff saß auf Position 07 10 S 114 17 O fest, die 14-köpfige Crew ging in ein Rettungsboot und wurde von Fischern aufgenommen. Das unbeladene Schiff war unterwegs von Banyuwangi in Ost-Java nach Lamongan westlich von Surabaya.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker sitzt auf Wolga fest
(03.10.16) Der 123 Meter lange russische Tanker "Volgoneft 160" (MMSI-Nr.: 273341100) lief am 30.9. auf der Wolga bei Flusskilometer 1864 mit 4144 Tonnen Bunkeröl an Bord auf Grund. Er kam außerhalb des Fahrwassers fest, als er von einem Fahrweg in einen anderen wechseln wollte. Das Heck hob sich 40 Zentimeter aus der Last. Der Tanker war unterwegs nach Kavkaz in der Azov-See.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer in Marina beschädigte oder versenkte fünf Boote
(03.10.16) Die US Coast Guard und das Washington Department of Ecology sowie das Tacoma Fire and Police Department wurden am Morgen des 2.10. alarmiert, nachdem auf einem Sportboot in der Tyee Marina in Tacoma gegen acht Uhr ein Feuer ausbrach. Es breitete sich auf fünf weitere, bis zu 25 Fuß lange Boote aus, eines sank, zwei gingen teilweise unter, zwei wurden beschädigt.
Die Coast Guard Puget Sound gemeinsam mit dem Department of Ecology und den National Response Corporation Environmental Services brachte Ölsperren aus, um eine Ausbreitung von auslaufendem Diesel zu verhindern. Maximal 100 Gallonen liefen aus. Größeres Unheil konnte dank des raschen Einsatzes des Tacoma Fire Department verhindert werden. Taucher des Tacoma Police Department untersuchten die Wracks.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht nach Hermanus eingeschleppt
(03.10.16) Am 10.10. gegen 21 Uhr wurde die NSRI Hermanus alarmiert, nachdem die Yacht „Baroness“ mit ihrem Skipper aus Pretoria sieben Meilen vor der Küste bei Flaute Motorausfall erlitten hatte und hilflos in der See trieb. Das Rettungsboot „South Star“ kam dem Einhandsegler zu Hilfe und schleppte sein Boot nach Hermanus ein. Er kam von Richards Bay und wollte den Motor vor der Weiterfahrt zunächst reparieren.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bulkcarrier vor Liepaja auf Grund gelaufen
(03.10.16) Der unter Panama-Flagge laufende Bulkcarrier "Nordic Odyssey", 40142 BRZ (IMO-Nr.: 9529451), geriet am 2.10. bei Auslaufen aus Liepaja gegen 19 Uhr auf Grund und saß in Sichtweite des Hafens fest. Er transportierte eine Teilladung Getreide. Am 3.10. lag der Havarist unverändert bei Ankerplatz Lima 3.
Das 225 Meter lange und 32,31 Meter breite Schiff hat maximal einen Tiefgang von 14 Metern und eine Tragfähigkeit von 75603 Tonnen. Es läuft für die Nordic Bulk Carries A/S in Hellerup und wurde 2010 bei der Oshima Shipbuilding Co., Ltd. erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motoryacht sank nach Kollision, Skipper ging stiften
(03.10.16) Eine Motoryacht kollidierte am späten Abend des 2.10. mit mindestens sechs weiteren Sportbooten in der Miami Beach Marina. Der Unfall ereignete sich, als der Skipper versuchte, dichter unter Land zu kommen. Seine Yacht begann kurz nach dem Unfall, sich auf die Seite zu legen und blieb schließlich halbgesunken liegen. Die Miami-Dade Fire Rescue legte eine Ölsperre aus. Der Skipper verschwand.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wrack gekenterter Luxusyacht wird auf den Strand gezogen
(03.10.16) Das Wrack der gekenterten Motoryacht „Time Out“ muss wohl in der teureren Variante auf dem Landweg vom Strand von Palm Beach geräumt werden. Am 2.10. befestigten die Berger Hebesäcke unter dem Rumpf des 72 Fuß langen Bootes, sodass es mit einer Winsch an Land gezogen werden kann.
Am 1.10. hatten die Berger der Resolve Marine Group den Sand aus dem Schiffsinnern gepumpt. Der Abbruch des Wracks sollte am 3.10. beginnen, denn die Stadt wollte es vor dem Durchzug des Hurrikans Matthew geräumt haben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bärbeobachtungsboot auf Grund gelaufen und gesunken
(03.10.16) Das 40 Fuß lange Bärbeobachtungsboot „Stellar Sea“ lief am Abend des 1.10. vor Vancouver Island nahe der Warnbay, östlich von Tofino, auf Grund und ging teilweise unter. Es gehört der Jamie's Whaling Station, für die auch die „Leviathan II“ lief, die vor rund einem Jahr kenterte, was sechs Menschen das Leben kostete. Das Boot war zum Unglückszeitpunkt mit langsamer Fahrt im Clayoquot Sound unterwegs, als es um 17.45 Uhr auflief.
An Bord waren 26 Fahrgäste und zwei Crewmitglieder. Alle Insassen wurden auf ein anderes Boot der Reederei übergesetzt und unversehrt nach Tofino gebracht. Bis zum 2.10. hatte die Coastguard das Wrack noch nicht gehoben.
Eine Ölsperre wurde vorsorglich ausgelegt. Das Charterboot „Stellar Sea“ kann bis zu 40 Personen befördern.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sommerwind saß an Herbstabend fest
(03.10.16) Das RNLI-Boot aus Wells kam am Abend des 30.9. der Segelyacht „Summer Wind of Portsmouth“ zu Hilfe. Diese war auf der Passage von Bridlington zur Südküste, während der ein Stopover in Wells eingelegt werden sollte, nach einem Motorausfall in der Hafenzufahrt bei ablaufendem Wasser auf Grund gelaufen. Der Skipper meldete der Coastguard die Notlage, diese alarmierte um 22.47 Uhr die Seenotretter, die um 23 Uhr ausliefen und vier Minuten später vor Ort eintrafen.
Die Yacht saß inzwischen hart auf Grund, und es war klar, dass sie nicht vor der Morgenflut des 1.10. würde geborgen werden können. Deshalb wurde sie mit ihrem Anker gesichert und wasserdicht verschlossen, ehe der Skipper ins Bootshaus gebracht wurde. Um 3.50 Uhr lief das Rettungsboot bei steigendem Wasserpegel wieder aus. Wenig später war die Yacht wieder flott. Doch der Versuch, den Motor zu reparieren, schlug aber fehl. Deshalb wurde entschieden, die Yacht nach Wells Harbour zu schleppen und sie im Vorhafen zu vermooren.
Quelle:Tim Schwabedissen



"Hebrides" in Greenock (Bild: Jim McQuarrie)
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"Hebrides" zur Reparatur in Greenock eingetroffen
(02.10.16) Die Caledonian MacBrayne-Fähre „Hebrides“, 5506 BRZ (IMO-Nr.: 9211975), verließ nach ihrer Havarie am 25.9. in North Uist am 29.9. nach Abschluss der Untersuchungen der Schäden an Rumpf und Propellerwelle den Hafen von Lochmaddy und machte sich mit eigener Kraft auf den Weg zum zur Reparatur in Greenock.
Hier traf sie am 1.10. ein und ging bei Garvel-Dales Marine Dockyard ins Trockendock. Als erstes Schiff, nachdem sie den Liegeplatz in Lochmaddy freigemacht hatte, lief dort die „Clansman“ um 18 Uhr ein, gefolgt um 19.10 Uhr von der „Isle of Lewis“, die die aufgestaute Fracht abtransportieren sollten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Andratx: Fischerboot nach Feuer gesunken
(02.10.16) Vor dem Hafen von Andratx: ging am Morgen des 1.10. gegen acht Uhr das acht Meter lange Fischerboot „llaüt“ im Südwesten von Mallorca in Flammen auf. Vermutlich wegen eines Motorschadens entzündete sich an Bord ein Feuer und griff rasch um sich. Die dreiköpfige Crew wurde von einem zu Hilfe kommenden anderen Boot gerettet.
Notfallsanitäter kümmerten sich um die Schiffbrüchigen, ein Mann erlitt leichte Verbrennungen und musste nach Palma ins Krankenhaus gebracht werden. Die Berger von Salvamento Marítimo, die mit der 21 Meter langen „Salvamar Acrux“ (MMSI-Nr.: 224070190) aus Puerto Portals anrückten, scheiterten aber bei dem Versuch, das Feuer gemeinsam mit der Feuerwehr aus Mallorca zu löschen. Das Holzboot ging wenig später unter.
Quelle:Tim Schwabedissen



Binnenschiff kenterte Einer
(02.10.16) Am 30.9. gegen 18.40 Uhr wurde ein 81 jähriger Ruderer, der im Einer auf dem Main unterwegs war, von dem deutschen Binnenschiff "Lore Krieger", 2172 ts (EU-Nr.: 4403800), bei Flusskilometer 60.30 auf Höhe der Limesbrücke gerammt. Beim Zusammenstoß kenterte der Ruderer, konnte aber unverzüglich durch hilfsbereite Zeugen gerettet werden. Er kam unverletzt davon. Die vermutliche Unfallursache war menschliches Fehlverhalten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter bei Bergen aufgelaufen
(02.10.16) Am 1.10. lief ein 28 Fuß langer Kutter bei Bergen auf Grund. Das Rettungsboot „Rykende – RS 140“ wurde zur Assistenz gerufen und zog den Havaristen wieder von den Uferfelsen herunter. Der Kutter konnte danach die Fahrt mit eigener Kraft fortsetzen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Katamaranschiff wohl nach Raketenangriff in Flammen aufgegangen
(02.10.16) Am 1.10. gegen 00.30 Uhr wurde das unter der Flagge der Vereinigten Arabischen Emirate laufende Katamaranschiff , "Swift 1 – HSV 2", 5936 BRZ (IMO-Nr.: 9283928), in der Straße von Bab El Mandeb vo der Küste der Ta’izz Provinz auf Position 13 06 N 043 07 O offenbar von einer Rakete der Houthi-Rebellen getroffen, ging in Flammen auf und wurde zerstört. Das Schiff hatte Aden am 30.9. verlassen und war auf dem Rückweg dorthin, um medizinische Hilfs- und Versorgungsgüter zu transportieren und verwundete Zivilisten aus dem Jemen zu evakuieren, um sie außerhalb des Bürgerkriegslandes zu behandeln. Die Rebellen gaben an, das Schiff zerstört und 22 Personen getötet zu haben.
Ein Video zeigt einen Raketenangriff auf ein Fahrzeug, das wenig später vollständig in Flammen stand. Die Houthis sind eine Rebellengruppe, die den sunnitischen Präsidenten Abd-Rabbu Mansour Hadi 2015 zwang, nach Saudi Arabien zu fliehen. Das Kommando der Koalitionsstreitkräfte im Jemen leitete nach der Attacke auf das in Australien erbaute Transportschiff im Morgengrauen eine Rettungsaktion ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bergung der Time Out hat begonnen
(02.10.16) Am 1.10. begann die Bergung der gekenterten Motoryacht „Time Out“ vor Palm Beach. Wegen des herannahenden Hurrikans Matthew sitzt den Bergern der Resolve Marine Group aus Fort Lauderdale die Zeit im Nacken. Der stellvertretende Stadtmanager Jay Boodheshwar hat angesichts dessen einen Notvertrag zur Räumung der 72 Fuß langen Hatteras-Yacht unterschrieben. Die Berger begannen damit, aus dem halb unter Wasser liegenden Wrack den vier Fuß hoch aufgespülten Sand zu beseitigen.
Die Arbeiten wurden rund um die Uhr durchgeführt und werden mehrere Tage dauern. Die „Time Out strandete am 7.9. um 2.15 Uhr und kenterte wenig später. Die Resolve Marine will die Yacht nun zunächst freigraben und sie mit einem Hebedraht aufrichten. Dann sollen mögliche Lecks abgedichtet und das Wrack zum Abbruch abgeschleppt werden.
Wenn der Rumpf dafür zu schwer beschädigt ist, muss die „Time Out“ weiter auf den Strand gezogen und vor Ort zerlegt werden. Dann würden die Bergungskosten von derzeit geplanten 150,000 Dollar auf 200,000 steigen. Die Florida Wildlife Commission wird davon 75 % tragen. Vor der Havarie hatte die Yacht einen Wert von 500,000 Dollar.
Quelle:Tim Schwabedissen



Chinesischer Trawler wird nach Feuer in Mokpo untersucht
(02.10.16) Die südkoreanische Coast Guard untersucht den Tod dreier chinesischer Fischer, die illegal vor der Südwestküste operierten und ums Leben kamen, als auf ihrem Schiff ein Feuer ausbrach. Die Küstenwache in Mokpo vernahm dazu die 14 Überlebenden und befragte sie, warum sie sich im Ruderhaus verbarrikadiert hatten und sich weigerten, ihr Schiff zu stoppen.
Ein Expertenteam des National Forensic Service (NFS) ging am 30.9. an Bord des teilweise ausgebrannten Trawlers, nachdem er in den Hafen geschleppt worden war. Sie sollten herausfinden, ob die Blendgranaten, die die Coastguard geworfen hatte, das unmittelbar danach ausgelöste Feuer verursacht hatten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bohrinsel könnte in geschütztere Gewässer verholt werden
(02.10.16) Das Rig "Transocean Winner" soll möglicherweise an anderer Stelle auf den Schwergutfrachter "Hawk" verladen werden, nachdem der Versuch vor Lewis am 1.10. hatte abgebrochen werden müssen, weil der Seegang zu hoch war. Derzeit wird dieser Platz in der Broad Bay aber noch bevorzugt, und beide Fahrzeuge verbleiben dort vor Anker.
Quelle:Tim Schwabedissen



Weblinks:
SOS-Seenotfälle, Archiv
Der mysteriöse Untergang der 'Beluga'
Chronik bedeutender Seeunfälle Antike bis 1499
Chronik bedeutender Seeunfälle 1500 bis 1899
Chronik bedeutender Seeunfälle 1900 bis 1949



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Schlagwörter: Archiv, Schifffahrt, Bilder, Fotos, in Seenot, SOS Alarm, Unfälle, Mayday, Versicherung Schiff, Segeln, Seenot, Unglück, Seenotfälle, Schiffsuntergang, Seenotarchiv, Archiv, Schiffsunglück, schiffsunfall, unfall, ertrinken, untergehen, untergegangen, sinken

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