EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM

Seenotfälle
Archiv April 2016


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Tanker "Oraholm" qualmt
(Bild: Rick Hellmann)   Großbild klick!

Tanker räucherte Kieler Förde zu
(30.04.16) Der dänische Tanker "Oraholm", 3709 BRZ (IMO-Nr.: 9336696), erlitt auf der Fahrt von Söby nach Ruisbroek beim Ansteuern der Schleusen des Nord-Ostsee-Kanals in Kiel-Holtenau am 29.4. um 16.15 Uhr einen Defekt in der Einspritzung und des Turboladers. Dadurch kam es bereits auf der Kieler Förde zu einer größeren Rauchentwicklung, die den Behörden gemeldet wurde, woraufhin nach dem Festmachen in der Schleuse um 16.20 Uhr zwei Beamte der Wasserschutzpolizei an Bord gingen. Nach einem Neustart der Maschine gab es ein dumpfes Geräusch aus dem Schiffsinnern, dann kam es erneut zu starker Rauchentwicklung aus dem Schornstein.
No smoking ...
(Bild: Rick Hellmann)   Großbild klick!
Anschließend kam von der Schleusenleitung die Durchsage, dass die "Rix Star", die hinter dem Tanker festgemacht hatte, zuerst ausschleusen sollte, während die "Oraholm" in der Kammer verblieb. Während vom Kanal kommend dann die "Kathy C" und "Brigga" Einlauferlaubnis hielten, wartete der Tanker auf die beiden SFK-Schlepper "Kitzeberg" und "Kiel", die ihn mit dem Heck voran wieder aus der Schleusenkammer bugsierten. Das Schiff wurde gegen 18 Uhr an der Nordmole des Scheerhafens in Kiel zur Reparatur festgemacht.
Am 30.4. um 2.40 Uhr war die Maschine wieder klar, und das Schiff ging erneut, und diesmal ohne weitere Zwischenfälle, durch die Schleuse. Gegen 10 Uhr hatte es Brunsbüttel erreicht und ist inzwischen auf der Nordsee zum Zielhafen unterwegs.
Die "Orahoilm" ist 106,2 Meter lang, 15,63 Meter breit, hat 6,28 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 4987 Tonnen. Sie läuft für die Reederei M.H. Simonsen APS in Svendborg und wurde 2006 bei der Desan Deniz Insaat SAN. A.S. in Istanbul erbaut.
Am 25.10.2010 hatte die "Oraholm" am Humber-Kau des Cux-Port in Cuxhaven festgemacht, nachdem sie auf der Fahrt von Danzig nach Rouen auf der Nordsee Anker und Ankerketten verloren hatte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Containerfrachter "MSC Fabiola"
(Bild: Navi e Armatori)   Großbild klick!

Mega-Containerfrachter der Döhle-Schifffahrt blockierte Suez-Kanal
(30.04..16) Auf dem Weg von Marsaxklokk nach Salalah lief der unter Portugal-Flagge registrierte Mega-Containerfrachter "MSC Fabiola", 140895 BTZ (IMO-Nr.: 9447847), am 28.4. am Südende des Suez-Kanals unterhalb des Ahmed H Tunnels bei Kilometer 144 auf Grund und blockierte den Schiffsverkehr. Er hatte auf halbem Weg zwischen dem Großen Bittersee und Suez einen Maschinen-Blackout erlitten und war nach Steuerbord aus dem Fahrwasser ab- und auf dem Ufer festgekommen. Das Schiff war unterwegs von Malta nach Oman und das 10. Schiff in einen südgehenden Konvoi, der gegen acht Uhr gestartet war und insgesamt 20 Fahrzeuge umfasste. An jenem Tag waren 47 Schiffe auf dem Kanal unterwegs, von denen 35 von der Havarie betroffen waren.
Etliche mussten im Großen Bittersee Anker werfen, während die Schlepper "Mosaheb 4", "Mosaed 4", "Port Said", "Baraka I", "Mosaheb 2" und "Ezzat Adel" gerufen wurden, den Havaristen wieder zu befreien. Am Abend des 29.4. konnte der 12.600-TEU- Frachter wieder abgebracht werden. Danach musste er noch einige Erprobungen machen, während die beiden Schlepper "Mosaed 4" (IMO-Nr.: 9581502) und "Port Said" (IMO-Nr.: 9305984) ihn auf Position hielten. Im Laufe der Nacht wurde er nach Suez geschleppt, wo er vor Anker ging.
Die "MSC Fabiola" hat eine Länge von 366,08 Metern, eine Breite von 48,2 Metern, einen Tiefgang von 15,5 Metern und eine Tragfähigkeit von 153.514 Tonnen. Sie läuft für die Peter Doehle Schifffahrts-KG in Hamburg und wurde 2010 bei der Samsung Heavy Industries Co., Ltd. auf dem Geoje Shipyard als "Fabola" erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker mit Maschinenschaden nach Gladstone abgeschleppt
(30.04.16) Der südkoreanische Tanker "Black Pearl", 5647 BRZ (IMO-Nr.: 9554834), erlitt am 26.10. in der Coral Sea östlich des australischen Hafens Gladstone auf der Fahrt von Kaohsiung nach Gladstone Maschinenausfall. Das Schiff trieb auf die Küste zu, bis es von dem Schlepper "Sl Targinnie (IMO: 9488724) auf den Haken genommen wurde. Am 30.4. ankerte der Tanker unweit von Gladstone.
Quelle:Tim Schwabedissen



Atom-U-Boot bei Abbrucharbeiten nach Feuer versenkt
(30.04.16) Bei Abbrucharbeiten auf dem russischen Atom-U-Boot "Karsnoyarsk - K 173" brach am Morgen des 29.4. in Vilyuchinsk in der Bucht von Avacha auf der Kamtschatka-Halbinsel ein Feuer aus. Nachdem mehrere Stunden vergeblich versucht worden war, den Brand zu bekämpfen, wurde das Boot versenkt, um die Flammen im Vorschiff zu ersticken. Der Nuklearreaktor und alle Waffen waren bereits vor geraumer Zeit entsorgt worden.
Die "Krasnoyarsk" wurde 1986 erbaut, hatte getaucht eine Verdrängung von 12,500 Tonnen und über Wasser von 14,700 Tonnen und eine 107-köpfige Crew. Sei war mit Torpedos und Granit-Marschflugkörpern bewaffnet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schleuse nach Einweihungsparty gerammt
(30.04.16) Nur wenige Stunden nach der Party für den Abschluss der Renovierungsarbeiten der Lorentz-Schleuse im Abschlussdeich bei Kornwerderzand und der Passage der "Rean L" als erstem Fahrzeug am Abend des 29.3. gegen 22 Uhr rammte ein Schiff am 30.4. ein Schleusentor, unmittelbar nachdem eine Parade von Kuttern aus Urk begonnen hatte.
Einer der Kutter rammte das Fluttor der großen Schleuse, das dabei erheblich beschädigt und vorerst nicht mehr nutzbar war. Nur noch Schiffe bis 67 Metern konnten derzeit durchgeschleust werden. Andere müssen den Weg über die Stevinschleuse bei Den Oever nehmen, um ins IJsselmeer zu kommen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schmuggelfrachter soll künstliches Riff werden
(30.04.163.16) Der unter St. Vincent-Grenadines-Flagge laufende Frachter "Ana Cecilia", 629 BRZ (IMO-Nr.: 7237547), der 2012 in einer historischen humanitären Hilfsaktion von Miami nach Kuba eingesetzt wurde, soll vor der Küste des Palm Beach County versenkt werden. Die U.S. Customs and Border Protection will das Schiff für das Artifical Reef Programme spenden.
Positive Schlagzeilen machte es, als es die erste Reise mit Hilfsgütern seit 50 Jahren nach Havanna unternahm, wo es am 13.7.2012 einlief. Weniger rühmliche kamen hinzu, als es drei Jahre darauf wegen Kokainschmuggels aufgebracht wurde. Seit einem Dreivierteljahr liegt es in Miami. Es wäre das erste Schiff, das seit 2013 vor dem Palm Beach County versenkt wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bargen in Victoria gestrandet
(03.03.16) Bei den Opfern des Untergangs des 38 Fuß langen Kutters " The Harvester" am 28.4. vor Pembrokeshire handelte es sich um Gareth Willington, 59, und seinen 32-jährigen Sohn Daniel aus dem Dorf Carew in der Cleddau-Mündung. Der Vater wurde Stunden nach dem Schiffbruch aus der See gezogen, starb aber im Rettungshubschrauber auf dem Weg ins Krankenhaus, sein Sohn wird weiterhin vermisst.
Die beiden kontrollierten bei unruhiger See ihre Hummerkörbe, als ihr Schiff gegen Unterwasserfelsen krachte und binnen Minuten ohne Chance auf einen Notruf sank. Die beiden Fischer stürzten in ihren schweren Overalls in die See und wurden von der Strömung auseinandergerissen. Die Suchaktion wurde vor der Küste von St David's auch am 30.4. fortgesetzt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter sitzt weiter vor Aunuu fest
(30.04.16) Seit inzwischen zwei Wochen liegt der Longliner "Ji Hyun 1" auf einem Riff bei Aunuu im Naturreservat von American Samoa. Es war in Charter der American Samoa Power Authority, als am 15.4. die Maschine ausfiel und es auf Grund trieb. Die siebenköpfige Crew konnte sich retten.
Der Wirbelsturm Amos verhinderte in der vergangenen Woche Bergungsarbeiten. Immerhin wurden Öl und Ladung geleichtert. Unweit der Strandungsstelle liegen als mahnendes Zeichen die Reste eines anderen Longliners auf dem Riff vor Coconut Point, der im Mai 2015 dort Schiffbruch erlitt. Anfang dieser Woche versuchte ein Regierungsschlepper vergeblich, den Kutter freizubekommen, weil ein Schleppauge riss. Nun machte sich die Coast Guard Honolulu, die die Bergung leitete, daran, ein neues Auge zu bauen und muss nun auf ein weiteres günstiges Wetterfenster warten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motoryacht trieb gegen Brücke
(30.04.16) Die 60 Fuß lange Motoryacht "Sea Quest" riss sich am Morgen des 30.4. von ihrem Anker los und trieb gegen Seven Mile Bridge in Marathon. Die U.S. Coast Guard wurde gegen vier Uhr verständigt und schickte ein Boot der Station Marathon, das eine halbe Stunde darauf die "Quest Star" erreichte.
Die zweiköpfige Crew war unversehrt geblieben. Die beiden hatten geschlafen und waren erst erwacht, als ihr Schiff auf Drift ging. Sie versuchten noch, die Maschine zu starten, doch als dies nicht gelang, riefen sie die Coast Guard, die ihr Boot abschleppte.
Quelle:Tim Schwabedissen



gestrandeter Frachter "TS Taipei"
(Bild: Catherine Lee)   Großbild klick!

Ölbergung von der TS Taipei kurz vor dem Abschluss
(29.04.16) Die Environmental Protection Administration erwartete, dass das Abpumpen von Öl aus dem vor Taiwan gestrandeten Frachter "TS Taipei" bis zum 3.5. abgeschlossen sein würde. Die Reinigungsarbeiten an der Küste sollten am 10.5. beendet werden. Erst wenn alles Öl von Bord ist, sollte das Abwracken starten. Derzeit waren noch mehrere dutzend Tonnen Schmieröl an Bord.
Die Fänge der Fischer sind seit dem Schiffbruch significant zurückgegangen, und die örtlichen Fischer haben Probleme, ihren Fank zu verkaufen, weil die Verbraucher Ölrückstände fürchteten. Die Fisheries Agency Regulation Division ließ prüfen, wie sie entschädigt werden könnten. 31 Fälle wurden bisher aktenkundig.
Die Agentur bat die National Taiwan Ocean University, eine Untersuchung der ökologischen Folgen durchzuführen als Grundlage für Kompensationsforderungen. Bis zum 5.4. waren insgesamt 3,836 Personen durch die Environmental Protection Administration mobilisiert worden, um 27 Tonnen Trümmer und 30 Tonnen Öl vom Strand zu beseitigen..
Quelle:Tim Schwabedissen



Weiterer Rettungseinsatz
(Datum) Zum zweiten Mal binnen zwei Tagen sorgte der unter Panama-Flagge laufende Schlepper "Mtide Taurus", 1819 BRZ (IMO-Nr.: 7626853), für einen Einsatz der KNRM Scheveningen. A 28.4. gegen 11 Uhr wurde die KNRM Station gebeten, einen Erkrankten von Bord des Schleppers zu holen. Die "Kitty Roosmale Nepveu" setzte auf Reede angekommen zwei Rettungsmänner an Bord ab. Wegen möglicher Ansteckungsgefahren trugen sie u.a. Schutzmasken und -handschuhe.
Der Patient wurde auf einer Liege auf das Rettungsboot gebracht und dann nach Scheveningen. Hier stand bereits ein Krankenwagen für den weiteren Transport ins Krankenhaus bereit. Nachdem das Rettungsboot und seine Crew desinfiziert waren, lag es zwei Stunden nach der Alarmierung wieder klar auf Station.
Quelle:Tim Schwabedissen



Mehrere Verletzte bei Kollision vor Hongkong
(29.04.16) Die 64 Meter lange, unter Hongkong-Flagge registrierte Fähre "Xin Chao" (MMSI-Nr.: 477995499), die mit 391 Passagieren und einer achtköpfigen Crew auf dem Weg von Hongkong Central Pier nach Cheng Chau war, kollidierte am 29.. um 9.26 Uhr mit einem 15 Meter langen Charterboot der Ölfirma Sinopec vor Green Island nahe Kennedy Town. Als die Fähre das Crewboot in die Backbordseite rammte, wurde dieses schwer beschädigt und erlitt Wassereinbruch.
Alle sechs Personen an Bord erlitten Verletzungen, fünf wurden mit einem Polizeiboot an Land und von dort weiter ins Queen Mary Hospital in Pok Fu Lam gebracht. Vier Personen auf der Fähre erhielten erste Hilfe. Drei Krankenwagen wurden zu den Central- und Western Piers beordert. .
Das Charterboot war mit drei Fahrgästen und ebenso vielen Crewmitgliedern nach Lamma Island unterwegs gewesen. Die Fähre verblieb nach dem Zusammenstoß für die Ermittlungen des Marine Department und der Marinepolizei bis gegen Mittag vor Ort, bevor sie die Central Pier mit mehrstündiger Verspätung ansteuerte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Küstenwachboot schleppte havarierten Kuter 90 Meilen weit ab
(29.04.16) Das 87 Fuß lange Patroullienboot "Moray" der US Coast Guard in Jonesport kam am 27.4. dem 60 Fuß langen Kutter "Paulo Marc" und seiner vierköpfigen Crew zu Hilfe, der 90 Meilen östlich von Portland, Maine, manövrierunfähig geworden war. Gegen 13 Uhr hatte der Skipper des in Gloucester beheimateten Kutters um Hilfe gebeten.
Die "Moray" war gegen 20 Uhr am Havaristen und nahm ihn in Schlepp. Am Morgen des 28.4. war Küstennähe erreicht, und der Schleppanhang wurde an ein ziviles Schiff übergeben. Gegen neun Uhr machte die "Paulo Marc" an der State Fish Pier in Portland fest.
Quelle:Tim Schwabedissen



Philippinische Fähre lief auf Grund
(29.04.16) Die 70 Meter lange, philippinische Fähre "Trans-Asia 8", 2019 BRZ (IMO-Nr.:8312980), lief beim Verlassen das Hafens von Nasipit, Agusan del Norte, mit Ziel Cebu City am 26.4. gegen 20 Uhr auf Grund. An Bord waren 124 Passagiere und eine 51-köpfige Crew. Nach zwei Stunden konnte sich das Schiff wieder befreien und erhielt die Erlaubnis der Coast Guard in Nasipit, die Fahrt nach Cebu City fortzusetzen.
Hier machte sie am 27.4. um neun Uhr an Pier fest. Der dortige Kommandant der Guard Station empfahl, den Rumpf einer Inspektion durch einen Taucher zu unterziehen, um die Fortdauer der Seetüchtigkeit festzustellen. Nachdem diese abgeschlossen war, stand einem Weiterbetrieb nichts im Weg.
Quelle:Tim Schwabedissen



Drei Mann überstanden Schiffbruch in Rettungsinsel
(29.04.16) Die US Coast Guard rettete am 28.4. drei Männer sechs Meilen östlich von Cape May, New Jersey, au seiner Rettungsinsel. Kurz zuvor hatte der Skipper des 42 Fuß langen Kutters "Last Stand" Alarm geschlagen, weil sein Schiff nach der Kollision mit dem Schubschlepper "Dean Reinauer", 659 BRZ (IMO-Nr.: 9653264) im Sinken begriffen war. Sofort lief ein 45-Fuß-Boot von der Coast Guard Station Cape May aus und zog die Schiffbrüchigen aus der Insel.
Sie hatten es dank guten Trainings geschafft, binnen 10 Minuten die Überlebensanzüge anzulegen und die Rettungsinsel klarzumachen. Die "Last Stand" kenterte wenig später und ging unter. Der Schlepper, der von New York kam, machte am 29.4. gegen sechs Uhr in Philadelphia fest.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fischer vor Oslo hatte großes Glück
(29.04.16) Großes Glück hatte der Skipper des 24 Fuß langen, norwegischen Fischerbootes "Bølgen" am Morgen des 28.4., als dieser binnen weniger Minuten vor Arsvågen in Oslo unterging. Der Mann wurde von der Fähre "Stavangerfjord", die auf der Route Arsvågen-Mortavika unterwegs war, nur sieben Minuten nach seinem Mayday-Ruf durch ein MOB-Boot aus dem immer noch eiskalten Wasser geborgen. Der Kutter hatte sich nach dem Wassereinbruch nur einige Minuten über Wassre halten können. Die Ursache des Schiffbruchs war unklar.
Quelle:Tim Schwabedissen



U-Boote bei Baltijsk kollidiert?
(29.04.16) Das polnische Verteidigungsministerium und die russische Marine wiesen am 28.4. Berichte über eine U-Boot-Kollision in der Ostsee als falsch zurück. Der russische Fernsehsender Ren TV hatte unter Verweis auf nicht näher genannte Quellen berichtet, das russische U-Boot "Krasnodar" und das polnische U-Boot "Orzel" am 20.4. bei Baltijsk zusammengestoßen seien und hätten auftauchen müssen. Das polnische U-Boot sollte dabei schwer beschädigt worden sein.
Ein polnischer Militärsprecher wies diese Darstellung zurück. Ein Vertreter der russischen Marine bestätigte gegenüber der Nachrichtenagentur RIA Novosti, dass es einen Navigations-Zwischenfall, aber keine Kollision gegeben habe. Das russische U-Boot sei unbeschädigt nach Baltijsk zurückgekehrt. Das dieselelektrische Jagd-U-Boot gehört zur modernisierten Warschawjanka-Klasse 877 (Nato-Code Improved Kilo).
Quelle:Tim Schwabedissen



Havarierter Kutter in Rosmeur an Land gehoben
(29.04.16) Am 28.4. um 2.50 Uhr machte der 21 Meter lange französische Kutter "Steren Mor - MX.690916", 89 BRZ, im Hafen von Douarnenez, Finistère, fest. Er war dorthin von dem Offshore-Schlepper "VN Sapeur" (IMO-Nr.: 8304816) und der "Portsaillaise" eskortiert worden. Inzwischen wurde das Schiff in Rosmeur an Land gehoben, wo es repariert werden soll.
Dort wurde bereits festgestellt, dass Abdichtungsprobleme im Fischtank und der Vorpiek Ursache des Wassereinbruchs am 26.4. waren, nach denen das Schiff zeitweilig aufgegeben worden war. Nachdem am 27.4. ein Bergungsteam und später die Crew an Bord gegangen waren, stellte sich heraus, dass sich im Maschinenraum zwar erhebliche Mengen Wasser befanden, die Maschine aber arbeitete.
So konnte der Kutter stabil gehalten werden, wenn er alle zwei Stunden gelenzt wurde. Er konnte ohne Schlepphilfe am 27.4. gegen 19 Uhr aus dem Nothafen von Brest auslaufen und Douarnenez ansteuern. Nachdem er dort vertäut war, konne die Crew am Morgen endlich schlafen gehen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ehemaliges Küstenwachboot wurde zum Taucherwrack
(29.04.16) Die Barbados Coast Guard nahm am 28.4. von ihrem einstigen Flaggschiff, der "Trident", in einer kurzen Zeremonie in der Carlisle Bay Abschied. Dann wurde das Schiff als künstliches Riff versenkt. Es war in Barbados im November 1981 eingetroffen und drei Monate später am 27.2.1982 in Dienst gestellt worden zum SAR-Dienst in der Karibik. Die erste große Operation war in Grenada die Teilnahme an der Operation Urgent Fury nach der Ermordung des Permierministers Maurice Bishop und mehrerer Kabinettsmitglieder.
Es diente auch als Trainingsschiff des Regional Security System (RSS) bis zur Eröffnung der maritimen Trainingsschule in Antigua and Barbuda. Der letzte große Einsatz war in Grenada nach Durchzug des Hurrikans Ivan, der am 9.9. jenen Jahres 15 Menschenleben kostete und 90 % der Häuser zerstörte, darunter auch das des Premiers Keith Mitchell, der zunächst auf einem Schiff der Royal Navy unterkam. Die "Trident" machte drei Versorgungsfahrten nach Spice Isle.
Am 26.4.2009 endete der aktive Dienst des Bootes. Nun wurde es in den Gewässern vor der Bay Street in der Carlisle Bay in 90 Fuß Wassertiefe zum Tauchwrack.
Ehemalige Crewmitglieder wohnten der Versenkung an Bord des Nachfolgeschiffes, der HMBS "Trident", bei, andere verfolgten an der Bay Street Esplanade, wie das Boot mit dem Heck voran auf Tiefe ging.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ein Vermisster nach Schiffbruch vor Abereiddi Beach
(29.04.16) Vor Pembrokeshire sank am 28.4. gegen 14.30 Uhr der 38 Fuß lange Kutter "Harvester - M 99" aus Milford Haven, nachdem er eine Meile vor der Küste auf Felsen beim St. David's Head gelaufen war. An Bord befanden sich zwei Crewmitglieder. Fünf Boote der RNLI und die Coastguard Rescue Teams von St. David's Head und Fishguard sowie ein SAR-Helikopter der Coastguard-Base in St. Athan wurden alarmiert.
Kliffrettungsteams suchten die Küste bei Abereiddi Beach ab, wo Trümmerteile des Kutters antrieben. Ein Mann wurde aus dem Wasser geholt und ins Krankenhaus gebracht, sein Zustand war unbekannt. Gegen 21.30 Uhr wurde die Suche zwischen St Davids und Strumble Head vorläufig abgebrochen. Am 29.4. um sechs Uhr wurde sie fortgesetzt.
Die 1993 erbaute "Harvester" war 11,60 Meter lang, 4,85 Meter breit, hatte 2,45 Meter Tiefgang und war aus Glasfiber gebaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bergung von Kohlefrachter in Bangladesch angelaufen
(29.04.16) 40 Tage nach dem Untergang der "Sea Horse 1" auf dem Shela River beim Harintana Point der Sundarbans in Mongla hat am 28.4. die Bergung des mit Kohle beladenen Wracks begonnen. Ein 15-köpfiges Team fing an, die Ladung mithilfe von Pumpen aus dem Frachtraum zu holen. Wenn das Leichtern abgeschlossen ist, sollte ein Bergungsschiff den Frachter heben.
Die Arbeiten sollten rund einen Monat dauern. Durch die Tidenströmungen waren bereits größere Mengen der Kohle an den Küsten der Sundarbans verteilt worden. Das Schiff war am 19.3. nach der Kollision mit Wrackteilen eines anderen Schiffes, das dort vor mehreren Jahren gesunken war, untergegangen. Alle 14 Mann an Bord hatten sich schwimmend an Land retten können.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähren werden zu Tauchwracks im Karaburun-Distrikt
(29.04.16) Zwei türkische Fähren, die seit den 1970er Jahren in der Region von Izmir eingesetzt waren, sollen als Tauchwracks im Karaburun-Distrikt versenkt werden und so den Tourismus ankurbeln. Es handelt sich dabei um die 1976 bei der Aleybey-Werft erbauten "9 Eylül", 260 BRZ (IMO-Nr.: 7364209), und die 46 Meter lange "Alaybey" (MMSI-Nr.: 271001239) die 2012 aus dem Liniendienst zwischen den Häfen Karsiyaka und Konak genommen wurden.
Die Izmir Metropolitan Municipality hatte sie anschließend verkaufen wollen, aber keine Interessenten gefunden und sie dann an die Karaburun-Gemeinde abgegeben. Anschließend wurden die Fähren gereinigt und sollten am 29. und 30.4. nacheinander vor den Inseln Büyükada und Küçükada versenkt werden. Der Taucher Derya Can, der 2014 einen Tauchrekord mit dem Erreichen einer Tiefe von 90,2 Metern in der Provinz Antalya aufstellte, soll anschließend als erster zur "9 Eylül" absteigen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei Schiffe weiter vor Goa auf Strand
(29.04.16) Die Barge "Bhageerath" der in Mumbai ansässigen Arihant Ship Breakers (ASB), die am Abend des 15.4. am Arrossim-Beach in Süd-Goa strandete, soll nach dem Willen der örtlichen Fischer schnellstmöglich geräumt werden. Beim Bergungsversuch war auch der Schlepper "Lotus" auf Grund gelaufen. Beide Fahrzeuge sitzen seither auf dem Strand. Die Bergung soll nach Schätzung von Arihant mindestens 15 Tage dauern.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf deutschem Errichterschiff
(29.04.16) Am 28.4. um 12.30 Uhr kam es auf dem deutschen Errichterfahrzeug "Wind Lift 1", 7962 BRZ (IMO-Nr.: 9516686), zu einem Maschinenraumbrand. Das Schiff war auf dem Weg von Emden nach See zum Windpark Bard Offshore 1´, als es in einem Schaltkasten zu einem Schwelbrand kam, der einen Teilausfall des Antriebes verursachte. Der Brand konnte mit bordeigenen Mitteln schnell gelöscht werden, sodass es zu keinen Personen- aber begrenzten Sachschäden kam.
Das Schiff hat am Morgen des 29.04.2016 den Hafen Emden wieder angelaufen und machte gegen sechs Uhr dort am Emskai fest, um die entstandenen Schäden reparieren zu lassen. Die Ermittlungen der Wasserschutzpolizei Emden hinsichtlich der Brandursasche dauerten noch an.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schlepper "Mtide Taurus": Anker hält nicht
(Bild: KNRM)   Großbild klick!

Schlepper driftete auf Küste bei Scheveningen zu
(28.04.16) Am 26.4. wurde die KNRM Scheveningen Kvon der holländischen Küstenwache verständigt, dass der unter Panama-Flagge laufende Schlepper "Mtide Taurus", 1819 BRZ (IMO-Nr.: 7626853), offenbar Schwierigkeiten vor Scheveningen hatte. Das Schiff mit einer 16-köpfigen Crew ankerte auf Katwijk-Reede, hatte sich aber bei starkem Wind von acht Beaufort und mehr als vier Metern Wellenhöhe von der ursprünglichen Position 2,5 Meilen auf die holländische Küste zubewegt.
Versuche der Coastguard und der Verkehrskontrolle Scheveningen, das Schiff über die VHF-Kanäle16 und 21 zu erreichen, waren mit Schwierigkeiten verbunden, und es war unklar, was an Bord vor sich ging. Es gab auch Hinweise, dass der Kapitän erkrankt sein könnte. Als das Rettungsboot "Kitty Roosmale Nepveu" die "Mtide Taurus" erreichte, lag diese hinter der ersten Brandungslinie.
Der Steuerbordanker war ausgebracht, während das Schiff mit der Backbordmaschine versuchte, den Zug darauf zu verringern. Der Kapitän teilte mit, dass man versuche, tieferes Wasser zu erreichen, weil in der aktuellen Lage die Gefahr bestünde, von der Brandung weiter auf die Küste gedrückt zu werden.
Mit ausgebrachtem Steuerbordanker versuchte das Rettungsboot, den Schlepper auf eine sichere Position deutlich weiter vor der Küste zu leiten, die von der Verkehrszentrale angegeben worden war. Dort angekommen, wurde auch der Backbordanker geworfen. Nachdem der Schlepper sicher vor Anker lag, kehrten die Seenotretter nach Scheveningen zurück.
Die "MTide Taurus" ist 65,26 Meter lang, 13 Meter breit, hat 5,4 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 1819 Tonnen. Sie läuft für die Mosestide Pte. Ltd. in Singapur. 1977 wurde das Schiff bei der Miyoshi Shipbuilding Co. Ltd. in Uwajima erbaut als "Hoko Maru No. 7". Von 1980 bis 1980 lief es als "Hyundai No. 110", bis 1083 als "Chung Ryong No. 2", bis 1998 als "Hyundai T. No. 1002" und bis 2007 als "Sandy Cape".
Quelle:Tim Schwabedissen



Crewboot "Tenacity"
(Bild: RNLI)   Großbild klick!

Crewboot vor Orme's Head abgeschleppt
(28.04.16) Das britische Crewboot "Tenacity", 28 tdw, wurde am 27.4. von dem RNLI-Boot von Llandudno mit 10 Personen an Bord in Schlepp genommen. Das Windpark-Schiff hatte Maschinen- und Ruderprobleme erlitten, als es sich eine halbe Meile nördlich von Great Orme's Head befand. Eine der beiden 1200-PS-Zwillingsmaschinen vom Typ 2 N° Doosan war ausgefallen, ebenso die Ruderanlage.
Deshalb bat der Skipper die Holyhead Coastguard um Hilfe. Um 13.20 Uhr wurde das Rettungsboot alarmiert und lief wenig später zu dem Crewboot vor Orme aus. Es brachte den Havaristen den River Conwy hinauf, wo er in der Deganwy Marina festgemacht wurde. Um 15.30 Uhr war der
Crewboot "Tenacity" wird in den Hafen geschleppt
(Bild: RNLI)   Großbild klick!
Einsatz beendet.
Das aus Aluminum gefertige Spezialschiff der Coastal Charter Ltd. in Whitehaven, Cumbria, wurde 2014 erbaut. Es ist 24 Meter lang, 4,3 Meter breit und kann bis zu 50 Knoten laufen. Es vermag bis zu 12 Arbeiter und drei Crewmitglieder an Bord zu nehmen. Bei bis zu zwei Metern Wellenhöhe kann es noch 40 Knoten Fahrt machen. Die Konstruktion wurde mit 90,000 Pfund aus dem 'Investing in Business' Fond der Britain's Energy Coast (BEC gefördert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter "Steren Mor - MX.690916"
(Bild: Marine Nationale)   Großbild klick!

Vor Ouessant geborgener Kutter war in der Vergangenheit selbst an Rettungsaktionen beteiligt
(28.04.16) Der französische Kutter "Steren Mor - MX.690916", 89 BRZ (MMSI-Nr.: 228115000), erreichte am 28.4. um 2.50 Uhr den Hafen von Douarnenez unter Eskorte des Offshore-Schleppers "VN Sapeur" (IMO-Nr.: 8304816. Hier sollten nun die notwendigen Reparaturen durchgeführt werden. Am 26.4. um 22 Uhr hatte der Maritime Präfekt Atlantik den Eigner des verlassen in der See treibenden Schiffes aufgefordert, die Gefahr, die von diesem für die übrige Schifffahrt ausgeht, binnen 24 Stunden zu beseitigen.
Skipper André Le Duc war mit seiner Crew am 26.4. abgeborgen und nach Lanvéoc geflogen worden. Das Schiff hatte an jenem Tag gegen 17 Uhr kurz nach Erreichen des Fanggebiets vor Ouessant Wassereinbruch erlitten. Nachdem sich der automatische Alarm aktivierte, stieg das Wasser rasch in Vorpiek und Fischraum.
Da die Lenzpumpen den Pegel nicht entscheidend senken konnten, wurde entschieden, das Schiff aufzugeben wegen des Risikos, dass es kentern könnte. Doch der Kutter blieb schwimmfähig und stellte nun eine Gefahr für andere Schiffe dar. Am 27.4. um Mitternacht orderte das Operationscenter der Marine in Brest die "VN Sapeur", die Position des Schiffes zu markieren, das keine Navigationsleuchten gesetzt hatte.
Der Schlepper erreichte von Brest kommend den Havaristen um 6.35 Uhr und fand diesen etwas buglastig, aber ansonsten offenbar stabil vor. Daraufhin wurde die Entscheidung getroffen, ein Untersuchungs- und Interventionsteam der Marine an Bord abzusetzen. Dieses wurde um 12:26 Uhr mit einer Lenzpumpe durch einen Cayman-Helikopter der Marinebase Lanvéoc an Bord abgesetzt und begann sofort damit, das eingedrungene Wasser zu lenzen.
Maschine und Generator des Havaristen erwiesen sich als noch einsatzfähig, und der Havarist wurde zunächst in Richtung Aber Wrac'h abgeschleppt. Am späten Nachmittag wurde die Crew der "Steren More" mit einem SNSM-Boot zurück auf ihr Schiff gebracht und nahm dann Kurs auf Douarnenez. Der Versicherer charterte die "VN Sapeur", um den Transit dorthin abzusichern.
Die nun gerettete "Steren Mor" war in der Vergangenheit selbst aktiv an zwei Rettungsaktionen beteiligt gewesen. Im März 2011 barg sie die dreiköpfige Crew des Kutters "Vagabond" nach 20 Minuten in 10 ° C kaltem Wasser vor der Insel Batz. Und im August 2007 war sie es, die die Rettungsinsel mit den sechs überlebenden Crewmitgliedern des Kutters "Sokalique" barg.
Dieser war zuvor von dem Frachter "Ocean Jasper" 100 Kilometer nördlich von Ouessant gerammt und versenkt worden, wobei der Skipper ums Leben kam. Zufällig stand der Frachter just am 26.4. zur Auktion in Brest. Und der Vater einer der Fischer von der "Sokalique" wurde jetzt von Bord der "Steren Mor" gerettet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bergung der Privateer dauert noch
(28.04.16) Das Wrack des gestrandeten Kutters "Privateer" wird noch einige Wochen auf dem Strand in Ocean Shores liegen bleiben. Schuld daran sind ungünstige Tiden. Das Washington State Department of Ecology und die U.S. Coast Guard überwachen die Lage nördlich der Nordmole weiterhin.
Das Wrack liegt auf der Seite dicht vorm Ufer und ist seit seiner Havarie am 15.4. bereits stark zerstört worden. Nur noch Teile des Ruderhauses und nichts vom Fanggeschirr hat die Brandung übrig gelassen. Wegen Sicherheitsbedenken wird das Abpumpen von Öl erst zwischen dem 6. bis 8.4. stattfinden können, wenn die Tidenverhältnisse besser sind.
Quelle:Tim Schwabedissen



Abbergung von Barge mit Eisrettungsboot
(28.04.16) Die US Coast Guard barg am Abend des 27.4. einen Mann von einer Baggerbarge auf dem Lake Erie bei Sandusky, Ohio, ab. Um 17.45 Uhr war die Coast Guard Station Marblehead, Ohio, gerufen worden, weil sich ein Arbeiter an Bord verletzt hatte. Die Barge lag 50 Yards vor der Küste, zu flach, als dass ein Boot der Coast Guard hätte längsseits gehen können.
Deshalb begab sich ein Küstenrettungsteam mit einem Laster zu der Position. Dann wurde ein aufblasbares Eisrettungsboot ausgebracht und transportierte den Verletzten an Land. Der zweite Mann an Bord wollte auf der Barge ausharren und auf ein Bergungsschiff warten. Dieses sollte die Barge aus dem flachen Wasser nach Johnson Island in Lake Erie schleppen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre rettete schiffbrüchigen Fischer
(28.04.16) Am Morgen des 28.4. funkte der Skipper eines Kutters Mayday vor Arsvågen. Nachdem das Boot gesunken war, landete er im Wasser des Boknafjords. Nachdem der Notruf durch Rogaland Radio weitergeleitet worden war, nahm die in der Nähe befindliche, norwegische Fähre "Stavangerfjord", 4325 BRZ (IMO:9344746), die auf der Fahrt von Mortavika nach Arsvågen war, Kurs auf die Unglücksstelle.
Ein Rettungsboot wurde ausgesetzt und barg den Schiffbrüchigen aus der kalten See. Da er den Schiffbruch wohlbehalten überstanden hatte, konnte der Alarm für einen Sea King-Rettungshubschrauber aus Sola wieder aufgehoben werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wurde Fähre in Piräus durch Sabotage versenkt?
(28.04.16) Taucher sollten den Rumpf der Fähre "Panagia Tinou" untersuchen, die nach dem Wassereinbruch am 26.4. inzwischen mit geringerer Steuerbordschlagseite an Pier 4 auf dem acht Meter tiefen Hafengrund in Piräus aufgesetzt hatte. Das Ziel war, herauszufinden, wo der Wassereinbruch stattgefunden hatte, um die Stelle abzudichten und das Schiff auspumpen zu können.
Bei einer ersten Inspektion am 26.4. war die Sicht für die Taucher zu schlecht gewesen, um etwas festzustellen. Unterdessen wurden 400 Meter Ölschlängel rund um das Schiff ausgebracht, um das Auslaufen möglicherweise an Bord befindlicher Restmengen an Öl in den Hafen zu verhindern.
Gleichzeitig begann eine Untersuchung der Umstände des Untergangs. Noch am Morgen des 26.4. waren Inspektoren an Bord gewesen, die keine Unregelmäßigkeiten feststellen konnten. Keine halbe Stunde später, gegen 11.15 Uhr, waren dann auf einmal tausende Tonnen Wasser binnen kurzer Zeit in den Maschinenraum eingedrungen. Es wurde nicht ausgeschlossen, dass es sich um einen Sabotageakt gehandelt haben könnte.
Die seit April 2015 in Piräus aufgelegte Fähre hätte eigentlich schon nach Eleusis auf einen Aufliegeplatz verschleppt werden sollen. Dafür hatte es eine Deadline vom 3.1.2016 gegeben. Danach hätte das Schiff in einem offenen Verfahren versteigert werden können. Die Reederei schuldet der einst 42-köpfigen Crew noch Heuern, die damit hätten beglichen werden können.
Quelle:Tim Schwabedissen



Förderer künstlicher Riffe wird mit Versenkung zweier Schiffe geehrt
(28.04.16) Der Staat North Carolina will in der kommenden Woche zwei Schiffe vor der Küste des Beaufort Inlet versenken und damit James J. Francesconi ehren, der 14 Jahre lang das North Carolina Artificial Reef Program vorangetrieben hatte. Es handelt sich dabei um einen 108 Fuß langen Marineschlepper und einen 65 Fuß langen Hafenschlepper aus New York. Beide sollen ein Unterwasserhabitat werden, das marines Leben wie Taucher anzieht.
Dies waren die beiden Ziele, die auch Francesconi für die Division of Marine Fisheries verfolgte. Das größere Schiff wird dazu in "James J. Francesconi" umbenannt, der Name in Stahllettern auf dem Ruderhaus angebracht. Francesconi starb im Sommer 2014 im Alter von 54 Jahren an Leukämie.
Taucher- und Fischereiorganisationen spendeten rund 34,000 Dollar für das Projekt. Die staatliche Taucherlizensierungsplattform gab 78,000 Dollar, weitere 7,000 Dollar kamen von einer Stiftung der Division of Marine Fisheries. Die beiden Schlepper wurden ausgeschlachtet und sorgfältig gereinigt.
Beide sollen 12 Meilen vor der Küste in 63 Fuß Wassertiefe zu liegen kommen. Bislang gibt es 50 künstliche Riffe in North Carolina - 42 vor der Küste und acht im Pamlico Sound.
Quelle:Tim Schwabedissen



Aufgegebene Yacht trieb nach einem Dreivierteljahr an
(28.04.16) Der australische Grenzschutz und die Water Police New South Wales inspizierten den muschelverkrusteten Rumpf der 11 Meter langen Segelyacht "Nirvelli", die am 26.4. auf Wooli Beach angetrieben war. Sie war vor über neun Monaten 1000 Kilometer nördlich von Neuseeland aufgegeben worden. Ein zweites Boot, das gemeinsam auf Fahrt gewesen war, schaffte es nach Noumea.
Der Eigner der "Nirvelli" wurde über den Fund verständigt und ist nun dafür verantwortlich, das Wrack zu räumen. Zuletzt hatte das Boot 90 Meilen vor der Küste zwischen Smokey Cape und Lord Howe Island getrieben, fast war es auch in der Tasmanischen See von einem Kreuzfahrer gerammt worden, ehe ein Tiefdrucksystem es schließlich auf den Strand brachte. Mast, Rigg und Ruder waren zwischenzeitlich verloren gegangen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Atlantis kann Datenrekorder der El Faro nicht bergen
(28.04.16) Zur Bergung des VDR des Frachters "El Faro" wird eine dritte Expedition notwendig sein. Die Ausrüstung an Bord des Forschungsschiffes "Atlantis" ist nicht geeignet, es hochzuholen. Die Crew hat die Lage des Datenaufzeichnungsgeräts am Mast des Wracks untersucht.
Dabei wurde klar, dass spezielles Tiefsee-Bergungsgerät vonnöten ist, um die Kapsel aus 15000 Fuß Tiefe vom 4-Tonnen-Mast zu lösen und ans Tageslicht zu holen. Das NTSB will aber alles tun, dies zu schaffen, wird aber weitere Monate dafür benötigen.
Ob dann auch die erhofften Daten noch auszulesen sein werden, ist allerdings auch noch ungewiss.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre "Panagia Tinou"
(Bild: Petros Sparras)   Großbild klick!

Saronischer Golf: Arrestierte Fähre drohte in Piräus zu kentern
(27.04.16) Im Hafen von Piräus drohte am 26.4. die an Kai P 4 aufgelegte, griechische Fähre "Panagia Tinou", 1972 BRZ (IMO-Nr.: 7205063), nach Wassereinbruch zu kentern. Am Vormittag war es zu einem schweren Wassereinbruch gekommen, und in den folgenden Stunden legte sich das Schiff bis zu 40 Grad nach Steuerbord über. Bereits vor einigen Tagen hatte ein Wachmann den Hafenbehörden das Eindringen von Wasser gemeldet, ohne dass dies Konsequenzen gehabt hätte.
Gegen Mittag waren acht Schlepper vor Ort, die ein endgültiges Kentern des bereits bedrohlich geneigten Schiffes im letzten Moment verhindern konnten. Es richtete sich allmählich wieder
Fähre "Panagia Tinou"
(Bild: Petros Sparras)   Großbild klick!
auf und setzte schließlich mit dem Heck auf dem acht Meter tiefen Hafengrund auf. Am 27.4. sollten Taucher den Zustand des Rumpfes untersuchen, damit ein Plan zum Abdichten und zum Auspumpen entwickelt werden konnte. Ölsperren wurden derweil um den Rumpf ausgelegt.
Das Schiff war 1972 bei der Arsenal de la Marine National Francaise, Brest, als „Hengist“ erbaut worden. Am 6.6. wurde es an die Sealink British Rail, London, abgeliefert und mate am 7.6. in Newhaven fest. Vom 16.6. an lief es auf den Linien Folkestone – Boulogne, Folkestone - Calais, Folkestone – Oostende und Dover - Boulogne.
Fähre "Panagia Tinou"
(Bild: George Gbidis)   Großbild klick!
Am 10.1.1980 kollidierte es mit der „Canabal“ im englischen Kanal. Am 3.4.1983 kam es zu einem kleineren Brand an Bord. Am 18.7.19884 erfolgte der Verkauf an die Sea Containers Ltd Hamilton, Bermuda, Folkestone, die dann zur Sealink British Ferries U.K. wurden. Die Fähre verkehrte weiter auf der Route Folkestone – Boulogne sowie Fishguard – Rosslare. Bei einem Wendemanöver kollidierte sie am 24.4.1987 mit einem französischen Kutter in Boulogne, drei Fischer kamen ums Leben.
Am 16.10. strandete die „Hengist“ in schwerem Sturm vor Folkestone, nachdem sie sich im Hafen losgerissen hatte. Fast wäre sie in den Sturmseen gekentert, ehe sie bei The Warren festkam. Seebefestigungen aus Beton beschädigten den Rumpf schwer und rissen ein Loch in die Seite.
Am 22.10. wurde sie von den Schleppern „Salvageman“ und „Seaman“ geborgen erst nach Tilbury zur Inspektion und dann von der „Lady Moira“ nach Dover geschleppt. Am 27.10. ging es nach Humber zur Reparatur und am 15.1.1988 wieder in Dienst. Im April 1990 erfolgte der Verkauf an die Stena Line Ab, Göteborg, und die Registrierung für die Stena Equipment Ltd, London. Am 1.1.1991 wurde die Fähre in „Stena Hengist“ umgetauft. Am 24.12. erfolgte die letzte Überfahrt Folkestone – Boulogne, ab dem 9.1.1992 ging es auf die Linie Holyhead - Dun Laoghaire.
Am 18.3.1992 erfolgte der Verkauf an die Flanmare Shipping Inc, Piräus, die das Schiff in „Romilda“ umbenannte und für die GA Ferries einsetzte. Im April 1993 erfolgte der Verkauf an die Ventouris Sea Lines, Piräus, die es in „Apollo Express 2“ umbenannte. Im Oktober 1995 geriet sie in finanzielle Schwierigkeiten, und das Schiff wurde erstmals in Piräus aufgelegt. Im September 1996 ging es an die Milos Naftiki Eteria, Piräus. Ab Oktober lief es für die Agapitos Lines als „Panagia Ekatontapiliani“ auf der Route Piräus - Paros - Naxos - Ios - Santorini. Am 18.11.1999 ging es an die Minoan Flying Dolphins, Piräus, der neue Name wurde „Espress Artemis“ im Einsatz für die Hellas Ferries.
Seit 2001 wieder als als „Panagia Ekatontapiliani“ eingesetzt, ging das Schiff 2004 an Vaggelis Ventouris, Piräus, (Ventouris Sea Lines), und kam als „Agios Georgios“ auf den Routen Rafina - Paros - Naxos – Santorini, Piräus - Paros - Naxos – Santorini und Piräus - Kythnos - Serifos - Sifnos - Kimolos – Milos zum Einsatz. Am 3.9.2011 wurde es in Drapetsona aufgelegt, am 5.10. ging sie zurück in Fahrt.
2014 blockierte die Crew ihr Schiff wegen ausstehender Heuern. Im Januar 2015 wurde es eingetragen für die Panagia Odigitria Shipping Co, Piräus, als „Panagia Tinou“, kam aber nicht mehr in Fahrt, sondern stattdessen zusehends herunter, mit dem nun augenscheinlichen Resultat.
Die „“Panagia Tinou“ ist 118,09 Meter lang, 19,.84 Meter breit, hat 4,12 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 1030 Tonnen. Sie war für 1400 Passagiere zertifiziert und konnte 256 Pkw transportieren.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kollision zweier Offshore-Schiffe bei Schleppfahrt vor Anholt
(27.04.16) Die dänischen Offshore-Schlepper "Maersk Tackler", 4678 BRZ (IMO-Nr.: 9388601), und "Maersk Tracer", 4678 BRZ (IMO-Nr.: 9388613) kollidierten am 26.4. vor Anholt. Die “Maersk Tracer” befand sich im Schlepp des Schwesterschiffes, als dessen Maschine ausfiel und der Anhang in dessen Heck trieb. Beide Schiffe liefen den Hafen von Fredericia an, wo Vertreter der dänischen Marinebehörden zu Untersuchungen an Bord gingen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht mit blockierten Propeller im Schlepp
(Bild: RNLI)   Großbild klick!

Yacht bei Wind und Wetter geborgen
(27.04.16) Das Binnenwasser-RNLI-Boot aus Poole wurde am 26.4. um kurz vor 15 Uhr zu einer 31 Fuß langen Yacht gerufen, die mit einem blockierten Propeller in der Studland Bay trieb. An Bord waren zwei Personen. Als das Rettungsboot vor Ort war, machte sich ein Seenotretter im Wasser schwimmend daran, die um den Propeller gewickelte Leine zu entfernen, was ihm auch gelang. Dann sollte der Skipper den Motor ausprobieren.
Da dieser jedoch nicht funktionierte, wurde die Yacht in Schlepp genommen. Während sich die beiden Boote auf den Weg nach Poole Harbour machten, zog ein Sturmgebiet mit Gewitter durch, sodass das Erreichen einer Mooring vor Salterns Marina noch eine Herausforderung wurde. Um 17 Uhr war der Einsatz mit dem sicheren Vertäuen des Bootes beendet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wrack des Containerfrachters "El Faro"
(Bild: NTSB)   Großbild klick!

Datenrekorder der El Faro endlich gefunden
(27.04.16) Der Datenrekorder des mit der gesamten Crew gesunkenen amerikanischen Containerfrachters "El Faro" ist am frühen Morgen des 26.4. im Rahmen der zweiten Suchaktion in 15000 Fuß Wassertiefe rund 41 Meilen nordöstlich der Acklins und Crooked Islands, Bahamas, von einem Suchteam gefunden worden. Das Team bestand aus Experten des National Transportation Safety Board, der U.S. Coast Guard, der Woods Hole Oceanographic Institution und Tote Services, dem Eigner und Betreiber der "El Faro". Gegen ein Uhr früh lokalisierte das ROV, das von dem Forschungsschiff "Atlantis" aus eingesetzt wurde, den Mast am Meeresgrund, an dem sich auch der VDR befand.
Nachdem die Bilder mehrfach analysiert wurden, konnte das Team den VDR positiv identifizieren. Dieser Erfolg wäre nicht möglich gewesen ohne die Informationen, die bei der ersten Untersuchung des Wracks mit der Ausrüstung der Woods Hole Oceanographic Institution, der National Science Foundation, der U.S. Coast Guard, der U.S. Navy, der University of Rhode Island und vielen anderen beteiligten Partnern 2015 durchgeführt worden war.
Die aktuelle Mission war am 18.4. in Charleston, South Carolina, mit noch besserem Gerät gestartet. Das Forschungsschiff "Atlantis" gehört der US Navy und wird durch die Woods Hole Oceanographic Institution betrieben. Nun muss ein Weg gefunden werden, das Datenaufzeichnungsgerät zu bergen. Die "Atlantis" bleibt noch bis zum 30.4. an der Untergangsstelle, wo das Wrack und das umgebende Trümmerfeld weiter mit Fotos und Videos dokumentiert wird. Am 5.5. soll das Schiff nach Woods Hole, Massachusetts, zurückkehren.
Quelle:Tim Schwabedissen



Werftüberholung endete auf Hafengrund
(27.04.16) Das deutsche Ausflugsschiff „Wega II“ 106 BRZ (IMO-Nr.: 8892411)sollte eigentlich am 26.4. die Diedrich-Werft in Oldersum verlassen. Doch in der Nacht drang wegen eines defekten Rückschlagventils Wasser in den Rumpf ein. Das Heck sackte durch den plötzlichen Wassereinbruch am Morgen auf den Grund des Hafenbeckens. Pumpen versuchten, das Wasser aus dem Schiffsinneren zu befördern.
Die „Wega II” lag seit dem 31.3 für umfassende Überholungs- und Klasse-Arbeiten bei der Oldersumer Schiffswerft. Die Arbeiten waren eigentlich abgeschlossen. Am 26.4. wollte Kapitänin und Eignerin Reinhild Nießen das Schiff wieder abholen, und am 28.4. wurde es in seinem Heimathafen Fedderwardersiel erwartet, um auf der Außenweser Fahrten zu unternehmen. Dies wird sich nun um rund sechs Wochen verzögern. Die „Wega II“ bietet Platz für maximal 140 Passagiere und ist 20 Meter lang.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sea Witch auf Boulder Bank
(27.04.16) Ein Charterskipper aus Nelson, die Coastguard und die Nelson Surf-Lebensretter versuchten am Nachmittag des 23.2., den Schiffbruch des Motorkreuzers „Sea Witch“ der Seaboat Charters in rauer See auf der Boulder Bank zu verhindern. Sie hatte um 15.30 Uhr Ruderschaden erlitten, dann riss die Ankerleine, und das Boot trieb hilflos auf Grund. Es sollte nun im Lauf der Woche geborgen werden. Die Crew hatte sich unversehrt aufs Land retten können.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Werft in Osborne
(27.04.16) Auf einem Schiff bei der Techport Australia Ship in Osborne brach am 26.4. um 22.45 Uhr auf Ship 1 ein Feuer aus. Arbeiter von ASC, wo Australien 12 neue U-Boote gebaut werden, sahen Rauch von dem Liegeplatz gegenüber der Veitch Road aufsteigen. Die Feuerwehr war um 23 Uhr vor Ort und fand ein Gerüst brennend vor. Der Brand wurde rasch gelöscht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter vor Ouessant aufgegeben
(27.06.16) Der 21 Meter lange französische Kutter "Steren Mor - MX.690916", 89 BRZ (MMSI-Nr.: 228115000) erlitt am 26.4. gegen 17 Uhr rund 90 Kilometer nördlich von Ouessant starken Wassereinbruch. Ein Helikopter der Naval Air Station-Poumic Lanvéoc, Finistère, hob kurz nach dem Mayday-Ruf der siebenköpfigen Crew ab und war um 17.45 Uhr vor Ort. Alle Fischer wurden unversehrt aufgewinscht und zur Base nach Lanvéoc geflogen.
Wie es bei 6 Beaufort in rauer See zu der Leckage kam, war noch unklar. Eine Navigationswarnung vor dem aufgegebenen, 21 Meter langen Kutter wurde über Funk ausgestrahlt. Am Abend war er einen Meter hoch geflutet und konnte nicht abgeschleppt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Fähre Ulysses
(27.04.16) Im Autodeck der zyprischen Fähre "Ulysses", 50938 BRZ (IMO-Nr.: 9214991), brach in der Kabine eines Trucks am 25.4. ein Feuer aus. Das Schiff hatte um 2.40 Uhr fahrplanmäßig den Hafen von Holyhead verlassen. Beim Ansteuern von Dublin wurde der Brand um 5.45 Uhr entdeckt. Er breitete sich nicht auf andere Fahrzeuge aus, und die Crew konnte ihn binnen Minuten löschen, unterstützt vom automatischen Löschsystem. Im Hafen stand vorsichtshalber die Feuerwehr bereit. Die Passagiere wurden über die Vorgänge im Wagendeck informiert und blieben ruhig. Mit einer Stunde Verspätung ging die „Ulysses“ dann wieder in den Liniendienst.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter mit defektem Radar und Bugstrahlruder auf der Elbe unterwegs
(27.04.16) Ein vorläufiges Weiterfahrverbot sprach die Berufsgenossenschaft Verkehr gegenüber dem zyprischen Bulkcarrier "SWE Carrier", 3170 BRZ (IMO: 9194048), am 26.4. aus. Um 13.43 Uhr meldete die Berufsgenossenschaft Verkehr, dass das Schiff ohne funktionstüchtige Radaranlage die Elbe in Richtung Brunsbüttel befahre. Bei der daraufhin nach dem Festmachen in Brunsbüttel gegen 14 Uhr durchgeführten Kontrolle durch das örtliche Wasserschutzpolizeirevier stellte sich heraus, dass sich neben diesem Mangel u.a. auch das Bugstrahlruder und die Rettungsinsel nicht in einwandfreiem Zustand befanden.
Die BG Verkehr erteilte darauf ein Weiterfahrverbot ab Brunsbüttel. Der Frachter musste bis zur Erneuerung der Klasse und bis zur Besichtigung durch die BG V an den Bahnhofsdalben des Brunsbütteler Binnenhafens festmachen. Am 27.4. um 1.15 Uhr durfte er seine Reise fortsetzen und wurde nun am Morgen des 29.4. im Zielhafen erwartet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bulkcarrier vor Philippinen auf Grund gelaufen
(27.04.16) Der chinesische Bulkcarrier "Zhe Hai 168", 33147 BRZ (IMO-Nr.: 9492373), lief am 20.4. auf Position 09 31 N 11802 O rund 17 Meilen nördlich von Quezon auf Palawan Island in der Südchinesischen See auf Grund. Der Bulkcarrier war unterwegs zum Terminal der Nickelkorporation in Berong in der philippinischen Quezon-Provinz. Er war am 6.4. aus Laem Chabang ausgelaufen. Am 26.4. steuerte der Bulkcarrier "Zhe Hai 169" (IMO-Nr.: 9622784) den weiter festsitzenden Havaristen an, wohl um Ladung zu leichtern.
Quelle:Tim Schwabedissen



Seilfähre wird wohl durch Neubau ersetzt
(27.04.16) Die vor einer Woche zwischen Mariaposching und Stephansposching im Landkreis Straubing-Bogen in der Donau gesunkene Seilfähre wird voraussichtlich nicht reparier, sondern soll durch eine neue Fähre ersetzt werden. Eine provisorische Reparatur wäre zwar machbar, aber nicht rentabel, da sie dann nur noch die Hälfte der bisherigen Last befördern dürfte. Dadurch würden vor allem Trecker nicht mehr transportiert werden können, die häufig auf der Fähre den Fluss querten. Eine endgültige Entscheidung über eine Neuanschaffung stand aber noch aus.
Gegen den 28 Jahre alten Schiffsführer wurden wegen fahrlässiger Körperverletzung und gefährlichen Eingriffs in den Schiffsverkehr Ermittlungen eingeleitet. Offenbar war der mit Handwerkszeug voll beladene Fiat-Kastenwagen eines Monteurs, der nach einem Treckergespann auf die Fähre gewunken wurde, zu viel an Gewicht. Die so entstandene Überladung war nach aktuellen Erkenntnissen der Polizei die Ursache für das Unglück.
Die Donau blieb zwischen Straubing und Deggendorf auch nach der Bergung noch gesperrt. Zunächst musste die Fahrrinne noch auf Veränderungen hin überprüft werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kreuzfahrer im Sturm beschädigt
(27.04.16) Am 25.4. gegen vier Uhr geriet auf der Fahrt nach Ajaccio der unter Bahamas-Flagged laufende Kreuzfahrer "Rhapsody of the Seas", 78878 BRZ (IMO-Nr.: 9116864), in stürmische See. Eine Welle drückte fünf Scheiben von Kabinen auf Deck 3 ein, wodurch es zu einem Wassereinbruch kam. Sechs Räume wurden beschädigt und Bodenbeläge in Gängen und Kabinen durchnässt.
Menschen kamen nicht zu Schaden. Die Scheiben wurden abgedichtet, und das Schiff setzte seine Reise fort. Weil die durchnässten Teppiche nicht sofort ersetzt wreden konnten, ohne dass es zu großen Unannehmlichkeiten gekommen wäre, wurden 45 davon betroffene Gäste in andere Kabinen einquartiert. Nach dem Einlaufen in Korsika gingen 44 von Bord. Sie wurden voll entschädigt und erhielten einen Gutschein für eine weitere Fahrt.
Die "Rhapsody of the Seas" blieb zur Reparatur etwas länger in Ajaccio, bevor es nach Neapel weiterging, wo sie am 27.4. festmachte. Das Schiff befand sich auf einer neuntägigen Fahrt durch Mittelmeer und Adria.
Quelle:Tim Schwabedissen



Coastguard half in vier Einsätzen 12 Menschen
(Datum) Die US Coast Guard rettete am 25.4. bei mehreren Einsätzen 12 Personen nahe des Oregon Inlet. Die Coast Guard Oregon Inlet wurde gegen 15.30 Uhr von einem 26-Fuß langen Motorboot alarmiert, das Motorausfall erlitten hatte und in Richtung der Herbert C. Bonner Bridge trieb. Ein 24-Fuß-Boot steuerte den Havaristen an, während ein anderes Fahrzeug das Boot an die Innenseite der Brücke schleppte, wo die Küstenwache um 16 Uhr übernahm. Um 16.45 Uhr wurde sie an der Bootsrampe des Oregon Inlet vertäut.
Um 17.20 Uhr wurde die Coast Guard North Carolina von einem anderen 26-Fuß-Boot angefunkt, das sechs Meilen östlich des Oregon Inlet manövrierunfähig geworden war. Ein 47-Fuß-Boot lief von der Station Oregon Inlet aus und war um 19.10 Uhr vor Ort. Der Havarist wurde über die Barre geschleppt, dann übernahm das 24-Fuß-Boot. Um 20.35 Uhr war der Schleppzug an der Rampe. Das 47-Fuß-Boot machte sich auf dem Weg zu einem anderen Boot, das Probleme im Seegang hatte: Um 18.10 Uhr war die Station Oregon Inlet alarmiert worden, weil ein 25 Fuß langes Sportboot mit vier Personen 20 Meilen östlich des Oregon Inlet in stürmischer See in Schwiergkeiten geraten war. Auch dieses Boot wurde abgeschleppt und um 21.50 Uhr zur Rampe im Oregon Inlet gebracht.
Um 17.30 Uhr wurde die Station Oregon Inlet verständigt, weil auf dem 33 Fuß langen Motorboot “Split Bill” 23 Meilen nördlich des Oregon Inlet einen Ausfall der Backbordmaschine erlitten hatte. Mit limitierter Kraft hatte der Skipper, der allein an Bord war, Bedenken, die Barre zu queren. Daraufhin wurde ein weiteres 47-Fuß-Boot der Station Oregon Inlet in Marsch gesetzt, das um 18.40 Uhr eintraf und das Boot nach Wanchese Harbor eskortierte. Hier machte es um 2ß.50 Uhr fest.
Quelle:Tim Schwabedissen



Costa Condordia verschwindet allmählich
(27.04.16) Rapide abwärts ging es in den vergangenen Monaten mit dem Wrack der „Costa Concordia“ im Hafen von Genua. Inzwischen erscheinen die Überreste des einst stolzen Luxusliners schon fast winzig zwischen den Caissons, die den Rumpf weiterhin schwimmfähig hielten. Die Schweißbrenner haben seit dem vergangenen Herbst den Decksaufbauten komplett den Garaus gemacht, und inzwischen ist der eigentliche Rumpf dran.
So hat sich auch die Bughöhe inzwischen um die Hälfte reduziert, und so wird die Hulk in absehbarer Zeit so weit sein, ins Trockendock gezogen werden zu können, wo dann auch die letzten Reste des Schiffes zerlegt und wiederverwertet werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Obdachloser von brennendem Segler in Lübeck gerettet
(27.04.16) Zu einer dramatischen Rettungsaktion kam es am Morgen des 27.4. im Museumshafen an der Lübecker Untertrave. Auf der „Ellen“, einem ehemaligen Fischkutter war ein Feuer ausgebrochen. Zwei Elektriker und ein Bundeswehrsoldat waren gegen 5.40 Uhr auf dem Weg zur Arbeit, als sie Rauch sahen und laute Hilfeschreie hörten.
Sie zögerten nicht und sprangen sofort an Bord des Schiffes, brachen die Tür der Kajüte auf, reichten dem darin befindlichen Mann eine Stange, damit er im dichten Qualm den Ausgang fand und löschten den Brand mit Wassereimern. Der Gerettete aber wollte zurück in die Flammen, weil er noch eine weitere Person an Bord vermutete.
Die inzwischen ebenfalls eingetroffene Feuerwehr suchte das Schiff daraufhin ab, konnte aber keine weitere Person entdecken. Vorsorglich wurden auch Taucher alarmiert. Der Mann wurde mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht. Es handelte sich um einen Obdachlosen, der auf dem Schiff einen warmen Platz gesucht hatte.
Die „Ellen“ wurde 1938 auf der Werft Morderwitzki erbaut. Sie ist 19 Meter lang, 4,97 Meter breit und hat 1,7 Meter Tiefgang sowie eine Segelfläche von 130 Quadratmetern. Nach der Fertigstellung wurde der Kutter als "Nils Holgerson" in Großenbrode registriert. 1979 und 1993 erfolgten Umbauten und die Erweiterung um drei Passagierkabinen zum Einsatz für Chartertörns, eine umfassende Erneuerung und Vergrößerung der Segelfläche.
Quelle:Tim Schwabedissen



Opfer des Sokalique-Untergangs gehen weiter leer aus
(27.04.16) Der unter Kiribati-Flagge laufende Frachter "Ocean Jasper", 1384 BRZ (IMO-Nr.: 7808346), sollte am Morgen des 26.4. im Rahmen einer Auktion in Brest verkauft werden. Das Schiff, das am ehemaligen deutschen U-Bootsbunker in der Marinebasis des Hafens arrestiert war, wurde erst für 100,000 Euro angeboten. Als sich kein Interessent meldete, wurde das Gebot auf 75000 und dann auf 50000 Euro reduziert, bevor die Auktion ergebnislos beendet wurde.
Das ersteigerte Geld hätte zwischen dem Seefahrersozialwerk ENIM, und den Opfern des Untergangs des Kutters "Sokalique" aufgeteilt werden sollen. Dieser war in der Nacht zum 17.8. vor Ouessant vom dem Frachter gerammt worden und gesunken. Die "Ocean Jasper" hatte nicht gestoppt. Der Eigner des Kutters, Bernard Jobard, war bei dem Unglück ums Leben gekommen, die anderen sechs Mann wurden gerettet.
2013 hatte ein Gericht in Brest den Eigner der "Ocean Jasper" zur Erstattung von 75% des entstandenen Schadens verurteilt. Er sollte 600 000 Euro an die Familie von Bernard Jobard zahlen, die aber nicht einen Cent seither sah. Zwei Monate zuvor waren der Kapitän und der 2. Offizier zu vier und drei Jahren Gefängnis verurteilt worden. Die Hinterbliebenen hatten eine Anklage gegen den Eigner gefordert, sein Schiff wurde beschlagnahmt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Strandung an entlegenster Ecke Neuseelands
(27.04.16) Seit dem 2.4. liegt der 50 Fuß lange neuseeländische Kutter “Kowhia” gestrandet auf dem Saltwater Beach unweit des Cook River in South Westland. Der Eigner sucht noch nach Wegen, das Schiff von dem Strand, der nicht mit einem Auto erreichbar ist, zu bergen. Nur ein Baggerschiff könnte den Kutter befreien, was eine langwierige Aktion wäre.
Die Strandung erfolgte an einer der entlegensten Ecken von Neuseeland. Immerhin wurden 1200 Liter Diesel und 100 Liter anderer ölhaltiger Flüssigkeiten vom Kutter entsorgt. Ein Helikopter war dazu an der Strandungsstelle gelandet. Die “Kowhia” liegt weit oberhalb der normalen Flutgrenze.
Quelle:Tim Schwabedissen



Mobiltelefon brachte Motoryacht rasche Hilfe
(27.04.16) Die Coast Guard Station New York rettete am Abend des 25.4. acht Personen von der havarierten Motoryacht “Kuotta Yachta” nahe Sheepshead Bay, New York. Die Coast Guard war gegen 17 Uhr von dem Skipper per Mobiltelefon informiert worden, dass das 22 Fuß lange Boot manövrierunfähig sei, aber auch nicht ankern könne. Von der Station New York lief sofort ein 45-Fuß-Boot aus, das um 17.08 Uhr vor Ort war.
Die acht Personen wurden von diesem übernommen und das Motorboot dann abgeschleppt. Später übernahm ein kommerzieller Berger das restliche Stück zum Hafen. Die Bootsfahrer wurden an Land abgesetzt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Seenotretter hatten drei Einsätze in 24 Stunden
(27.04.16) Das RNLI-Boot aus Mumbles hatte binnen 24 Stunden drei Einsätze. Erstmals wurde die „Roy Barker IV” am 22.4. gegen 14 Uhr zu einem Motorboot gerufen, das nach Motorausfall auf Grund gelaufen war. Auch das Binnenwasserboot aus Mumbles assistierte bei der Bergung des Bootes bei Whiteshell Point, das mit seiner zweiköpfigen Crew dann zur Swansea Marina abgeschleppt wurde.
Am Morgen des 23.4. trieb ein anderes Motorboot mit Maschinenausfall vor Gower. Nachdem auch dieses in Sicherheit gebracht war, musste das kleinere Rettungsboot noch vier Menschen retten, die von der Flut vor Mumbles abgeschnitten worden waren. Eine passierende Yacht hatte die Notlage erkannt und um Hilfe gerufen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Mann durch Feuer bei Schweißarbeiten auf Ponton verletzt
(27.04.16) Am Nachmittag des 25.4. kam es im Hafen von Gernsheim zu einem schweren Arbeitsunfall. Bei Schweißarbeiten auf einem Arbeitsponton kam es, vermutlich wegen eines defekten Verbindungsschlauches am Schweißgerät, zu einem Sauerstoffaustritt. Dadurch wurde ein Feuer entzündet, das einem Arbeiter schwere Verbrennungen zufügte. Der 62jährige Verletzte wurde mit dem Rettungshubschrauber in die BG-Klinik Ludwigshafen gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Nova Cura vor Lesbos eine Woche nach Strandung evakuiert
(27.04.16) Der holländische Frachter "Nova Cura" saß auch sieben Tage nach der Strandung am 20.4. unverändert nördlich von Lesbos fest. Am 26.4. bat der Kapitän wegen stürmischen Wetters darum, dass er und seine Crew sowie ein an Bord befindlicher Versicherungsvertreter abgeborgen würden. Alle sieben wurden von einem Super Puma der 130 Combat Group der Air Base Lemnos aufgewinscht und nach Lesbos geflogen.
Ein fünfköpfiges Bergungsteam verblieb an Bord. Um den Havaristen herum war eine geringfügige Ölverschmutzung sichtbar. Das AIS-Signal des Schiffes fiel am Morgen des 26.4. aus.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Frachter auf Yangtse
(27.04.16) Auf dem chinesischen Frachter “Suxuzhouhuo 6170” (MMSI-Nr.: 413998247) brach am Morgen des 26.4. auf dem Yangtse-Fluss unweit von Zhenjiang ein Feuer in den Aufbauten aus. Das Schiff war mit einer Ladung von 2300 Tonnen Kohle von Jiangdu nach Hubei Huangshi unterwegs. Löschschlepper, Rettungseinheiten und Polizeiboote wurden zur Brandbekämpfung zum Havaristen in Marsch gesetzt. Es gelang ihnen nach mehreren Stunden, das Feuer unter Kontrolle zu bekommen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter "Buse Trio"
(Bild: Gerad Corazza)   Großbild klick!

Biskaya: Mal wieder die Buse Trio
(26.04.16) Der unter Panama-Flagge laufende Frachter "Buse Trio", 1585 BRZ (IMO:8521414), geriet am 24.4. schon wieder in Schwierigkeiten. Er erlitt in der Biskaya Maschinenausfall. Versuche der Crew, den Schaden zu beheben, schlugen fehl, und so wurde der Havarist von dem Versorger "Ria de Vigo" in am Nachmittag auf den Haken genommen und um 15.20 Uhr nach La Coruna eingeschleppt, wo er an der Muelle de Calvo Sotelo mit Hilfe eines Assistenzschleppers festmachte.
Das Schiff war bereits am 11.1. in der Bucht von Douarnenez wegen Maschinenschadens in Schwierigkeiten geraten und musste von der "Abeille Bourbon" am 13.1. nach Brest eingeschleppt werden. Es hatte auch einen Generatorschaden und wurde beim CIB Brest Shipyard repariert. Zudem waren die Heuern von 15900 Dollar für November und Dezember 2015 nicht an die acht Crewmitglieder aus Indien und der Türkei ausgezahlt worden.
Daraufhin war das Schiff in die Kette gelegt worden. Erst am 11.2. traf es in Livorno von Brest kommend ein und ging wieder in Fahrt. Im Juli 2015 hatte es wegen 10 Mängeln bereits zwei Tage in der Kette gelegen, und im Juni 2014 sogar 11 Tage wegen 26 Mängeln.
Quelle:Tim Schwabedissen



„Kentucky Woman“ in schwerem Seegang
(Bild: USCG)   Großbild klick!

Einhandsegler bei 50 Knoten Wind aus 20-Fuß-Wellen gerettet
(26.04.16) Ein Hubscbrauber der US Coast Guard rettete 30 Meilen vor dem Año Nuevo State Park den Skipper der Yacht „Kentucky Woman“. Gegen sieben Uhr hatte die Coast Guard San Francisco den Notruf eines SPOT Satellite Messenger-Geräts aufgefangen. Um 7:31 aUhr stieg ein Helikopter von der Air Station San Francisco auf und lokalisierte die Yacht etwa 40 Minuten darauf. Sie trieb bei 40 bis 50 Knoten Wind in Wellenbergen von 15 bis 20 Fuß Höhe.
Der Hubschrauber setzte einen Rettungsschwimmer im Wasser bei der Yacht ab, der an Bord des Bootes kletterte. Der Skipper berichtete, dass das Boot seit 16 Stunden Wassereinbruch habe, das Hauptsegel gerissen sei und sich um den Mast gewickelt habe. Dabei wurde auch die Funkeinrichtung beschädigt. Beide Männer wurden dann unter schwierigsten Bedingungen an Bord des Hubschraubers gezogen und zur Air Station San Francisco gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen



„Miss Karen II“ wird gelenzt
(Bild: USCG)   Großbild klick!

Angelkutter in Kollision mit Unterwasserobjekt leckgeschlagen
(26.04.16) Die US Coast Guard kam am 25.4. der zweiköpfigen Crew des 32 Fuß langen Angelbootes „Miss Karen II“ rund zehn Meilen südöstlich des Oregon Inlet zu Hilfe. Um 9.05 Uhr hatte diese gemeldet, dass das Schiff ein Unterwasserhindernis gerammt und Wassereinbruch erlitten habe.
Ein 47-Fuß-Boot lief daraufhin von der Station Oregon Inlet um 9:17 Uhr aus und hatte den Havaristen um 9:44 Uhr erreicht. Die Seenotretter halfen, das eingedrungene Wasser zu lenzen und das Leck im Rumpf abzudichten. Dann eskortierten sie die „Miss Karen II“ nach Wanchese Harbor, wo sie um 12 Uhr festmachte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Barge sank vor Goa
(26.04.16) Die Barge „Fomenta Pausha“, 750 tdw, sank am Abend des 20.4. auf der Reede von Redi in Goa. Die vierköpfige Crew wurde gerettet. Das Fahrzeug gehörte der indischen Desa Goa.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter mit Maschinenschaden vor Bonaire
(26.04.16) Der unter Panama-Flagge laufende Frachter "Honor", 5581 BRZ (IMO:9306316, erlitt Maschinenschaden und musste von Bonaire nach Curacao geschleppt werden. Der Schlepper "Triton" (IMO-Nr.: 9451537), traf mit dem Havaristen auf dem Haken am 25.4. vor Curacao ein, wo ein Hafenschlepper übernahm und ihn um 15 Uhr in den Hafen von Willemstad brachte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht vor Durban in Schwierigkeiten
(26.04.16) Am 24.4. wurde die NSRI Durban von der Transnet National Ports Authority (TNPA) um Assistenz für die Yacht „Assegai“ mit einer zweiköpfigen Crew aus Durban an Bord gebeten. Das Boot hatte auf dem Weg von der Coffee Bay nach Durban Motorschaden und im Sturm auch Schäden an der Besegelung erlitten.
Es befand sich 12 Meilen vor dem Zielhafen und war nur noch eingeschränkt manövrierfähig, nachdem Fischernetze den Motor in Mitleidenschaft gezogen hatten. Das Rettungsboot „Eikos Rescuer II“ erreichte die Yacht acht Meilen vor dem Hafen und stellte eine Schleppverbindung her. Dann wurde sie sicher nach Durban eingebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter nach Killybegs abgeschleppt
(26.04.16) Das RNLI-Boot aus Ballyglass kam am 24.4. um 19.45 Uhr einem Kutter mit drei Mann an Bord vor der Küste von Mayo zu Hilfe. Der 75 Fuß lange Kutter war nordöstlich von Downpatrick Head, rund sechs Meilen nördlich von Killala, manövrierunfähig geworden. Bei drei Beaufort Wind trieb er in der See.
Das Rettungsboot stellte eine Schleppverbindung her und machte sich auf den Weg nach Killybegs im County Donegal. Gegen Morgen frischte der Wind auf und verlangsamte die Fahrt. Gegen drei Uhr kam vor Killybegs auf Höhe von Rotten Island ein Schlepper zu Hilfe und übernahm den Havaristen. Das Rettungsboot war um sechs Uhr zurück in Ballyglass.
Quelle:Tim Schwabedissen



Explosion und Feuer auf Tanker
(26.04.16) Auf dem indonesischem Tanker "Spob Kapuas", 3540 tdw (IMO-Nr.: 9672624), kam es am Nachmittag des 25.4. zu einer Explosion und nachfolgendem Feuer in der Südchinesischen See. Das beladene Schiff war unterwegs von Pontiak an der Westküste von Kalimantan nach Merak in Ost-Belitung und hatte eine Crew von 16 Mann an Bord.
Zwei von ihnen erlitten Verbrennungen, einer von ihnen war schwer verletzt. Der Tanker wurde erbaut und hat als Manager die Pertamina Trans Kontinetal.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zweimaster trieb in Oban Bay
(26.04.16) Der 28 Meter lange holländische Zweimaster „Tecla“ (MMSI-Nr.: 245030000) geriet am Morgen des 25.4. bei starkem Nordostwind in Schwierigkeiten und trieb über die Oban Bay. Die Stornoway Coastguard alarmierte das RNLI-Boot „Mora Edith MacDonald“ der RNLI Oban.
Der Segler hatte mehrere Tage in der Bucht an der Ostseite der Isle of Kerrera geankert, doch unter dem Winddruck hielt der Anker nicht mehr im Grund, und das Schiff ging auf Drift. Es drohte in die Moorings des Oban Sailing Club zu treiben. Das Rettungsboot war um 11.15 Uhr vor Ort und assistierte der zweiköpfigen Crew dabei, den Anker umzusetzen. Um 11.35 Uhr war die Lage unter Kontrolle.
Das Schiff war nach Oban gekommen, um Gäste für eine Fahrt durch den Sound of Mull, rund Ardnamurchan Point zu den Small Isles und weiter nach Skye und Ullapool aufzunehmen. Es wurde 1915 in Vlaardingen als Kutter „ Graaf van Limburg Stirum“ erbaut, ging 1935 als „Marie“ nach Dänemark und war in den 1970ern als Frachter auf der Ostsee unterwegs, ehe es als „Tecla“ wieder unter Segel kam.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht nach fast einem Jahr auf See in Wooli angetrieben
(26.04.16) Die Marine Rescue New South Wales wurde alarmiert, nachdem eine 11 Meter lange Yacht, die vor fast einem Jahr 1000 Kilometer nördlich von Neuseeland aufgegeben worden war, am Morgen des 25.4. auf den Strand von Wooli trieb. Der Mast war abgebrochen, und Algen bedeckten den Rumpf.
Das Boot war zuvor auf See fast von einem Kreuzfahrtschiff überlaufen worden, als es vor Tasmanien und der Coral Sea driftete. Es war auf der Fahrt von Noumea nach Bundaberg im Mai 2015 in Seenot geraten und im Sturm aufgegeben worden. Der Skipper wurde von einem Schiff der Marine gerettet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter "Christina Maiken - AS 238" auf dem Sonar
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Kutter sank vor Schweden
(25.04.16) Am 24.4. sank kurz nach Mitternacht der dänische Kutter "Christina Maiken - AS 238", 113 BRZ (MMSI-Nr.:219936000), 22 Meilen westlich von Orust in der schwedischen Wirtschaftszone. Die beiden Crewmitglieder, die am 22.4. gegen 16.10 Uhr aus Skagen ausgelaufen waren, hatten am Vorabend gegen 23.30 Uhr Wassereinbruch entdeckt und Alarm ausgelöst. Das dänische Verteidigungsministerium versuchte daraufhin vergeblich, sie über Lyngy Radio zu erreichen.
Als Reeder Kim Vestergaard vom diesem telefonisch informiert wurde, dass das EPIRB des in Greenå beheimateten Schiffes aktiviert worden sei, dachte er zunächst, es handelte sich um ein Missverständnis. Er versuchte daraufhin, selbst Kontakt zu seinem Schiff herzustellen, und als dies nicht gelang, rief er das Partnerschiff, den Kutter „Bjarke - AS520“ (MMSI-Nr.: 219001125). Dessen Skipper berichtete, dass er Sichtkontakt zur „Christina Maiken“ habe. Dann aber meldete er, dass deren Seeverhalten ungewöhnlich sei und dann die Lichter verschwanden.
Sofort nahm der Skipper Kurs auf das andere Schiff und brach mit Beginn der Rettungsaktion das Funkgespräch ab. Die „Bjarke“ war rund 2,5 Meilen von dem sinkenden Kutter entfernt. Es verging für den Reeder endlos lang erscheinende Zeit, ehe sich die „Bjarke“ 20 Minuten später wieder meldete und mitteilte, sie habe die Crew der „Christina Maiken“ unbeschadet an Bord genommen. Sie wurde dann nach Skagen gebracht und dort befragt, ehe es auf Heimfahrt nach Greenå ging.
Aus ihrem Schiff, das 30 Meilen nördlich von Skagen auf einer Wassertiefe von rund 200 Metern auf Grund lag, lief nach dem Untergang Diesel aus, und die schwedische Küstenwache schickte das Ölbekämpfungsschiff "KBV 001 - Poseidon". Ein Ölfilm, der aus 250 bis 2500 Litern Diesel bestand, trieb an der Wasseroberfläche. Insgesamt hatte der Kutter 10 Tonnen an Bord gehabt.
Da Taucher das Wrack in der großen Wassertiefe nicht erreichen können, wurde es in den Abendstunden mit einem ROV untersucht, das versuchen sollte, die Leckage zu finden. Die Küstenwache überwachte die Untergangsstelle aus der Luft und stellte fest, dass sich der Dieselkraftstoff rasch verflüchtigte.
Quelle:Tim Schwabedissen



gestrandete Barge “Bhageerath”
(Bild: Joe Dias)   Großbild klick!

Schlepper bei Bergungsarbeiten in Goa gestrandet
(25.04.16) Der Schlepper “Lotus” aus Mumbai, der zwei Tage zuvor von den Arihant Ship Breakers beauftragt worden war, die auf Arossim Beach in Goa gestrandete Barge “Bhageerath” freizuschleppen, lief dort am 24.4. selbst auf Grund, nachdem sich eine Schlepptrosse des Pontons im Propeller verfangen hatte. Deshalb konnte dieser auch nicht, wie von der Regierung verfügt, bis zum 25.4. geborgen werden. Die Bitte an Trawler aus Goa, zu assistieren, wurde abgewiesen, weil deren Eigner Sorge hatten, dass ihre Schiffe auch auf Grund geraten könnten.
Am 25.4. wurden Taucher vor Ort erwartet, um sich des Antriebs der “Lotus” anzunehmen, und ein größerer Schlepper wollte sich zunächst des kleineren annehmen, ehe beide Fahrzeuge zusammen dann versuchen sollten, die Barge befreien. Sie war Mitte des Monats gestrandet und war unter den Schlägen der Brandung inzwischen eingeknickt. Teile der Deckseinrichtungen trieben bereits auf Strand.
Quelle:Tim Schwabedissen



Treibende Yacht wird abgeschleppt
(Bild: RNLI)   Großbild klick!

Yacht vor Eastbourne abgetrieben
(25.04.16) Am 21.4. wurde das RNLI-Boot aus Eastbourne alarmiert, nachdem eine in den Hafen einlaufende, 30 Fuß lange Yacht Motorausfall erlitten hatte. Die Crew war nicht in der Lage, gegen Wind und Tide anzusegeln, und das Boot wurde rasch achteraus getrieben. Da auch das Funkgerät keine Stromversorgung hatte, musste der Skipper mit seinem Mobiltelefon um Hilfe rufen. Die HM Coastguard nahm dann Kontakt mit der Eastbourne RNLI auf, und wenig später lief deren Boot aus Sovereign Harbour aus.
Es machte sich auf den Weg zu der zwei Meilen südlich von Beachy Head treibenden Yacht. Vor Ort wurde eine Schleppverbindung hergestellt und das Boot zurück nach Sovereign Harbour gebracht und, nachdem die Flut hoch genug aufgelaufen war, in die Marina gezogen. Um 21 Uhr war der Einsatz beendet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Keine Spur von Crew der Rosinella
(25.04.16) Nachdem der italienische Trawler “Rosinella” 8,6 Meilen vor Gaeta in über 60 Metern Wassertiefe nach tagelanger Suche entdeckt worden war, konnte das Wrack durch die Bilder eines ROV zwar zweifelsfrei durch die Beschriftung am Bug identifiziert werden, jedoch gelang es nicht, festzustellen, ob sich die Crew noch an Bord befand. Bei schlechter Sicht war kein Kamerablick ins Schiffsinnere möglich. Es handelte sich bei den Vermissten um Skipper Giulio Oliviero, sowie zwei tunesische Decksleute, Kmalifa Sassi, 60, und seinen Sohn Saipeddine Sassi, 25 . Alle drei wohnten in Ercolano.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zweimaster saß auf der Elbe fest
(25.04.16) Auf der Fahrt von Den Helder nach Kiel lief der holländische Schoner "Stortemelk", 109 BRZ (IMO-Nr.: 5018612), am 24.4. auf der Elbe auf dem Glameier-Stack vor Ottendorf auf Grund. An einer Buhne legte sich das 41 Meter lange Charterschiff, das aus einem 1961 abgelieferten Trawler umgebaut worden war, nach Steuerbord über. Sowohl das Polizeiboot "Bürgermeister Brauer" der Hamburger Wasserschutz wie auch der Rettungskreuzer "Hermann Helms" der DGzRS liefen zur Unglücksstelle. Später konnte sich die „Stortemelk“ wieder befreien und machte am 25.4. um 6.15 Uhr im Brunsbütteler Binnenhafen fest.
Quelle:Tim Schwabedissen



Angelkutter vor Untergang bewahrt
(25.04.16) 17 Meilen vor South Pass rettete die US Coast Guard unweit von Venice am Abend des 23.4. neun Personen von 16 Meter langen Angelkutter "Strike Zone II" (MMSI-Nr.: 338150482). Gegen 17 Uhr leitete der Offshore-Versorger "Roman Elie", 508 BRZ (IMO-Nr.: 8987890), ein Mayday des Bootes, das starken Wassereinbruch erlitten hatte und versuchte, zurück zur Küste zu kommen, weiter. Sowohl die" Roman Elie" wie auch die "Family Therapy" assistierten dem Havaristen, den das 51 Meter lange Offshore-Schiff zur Sicherung längsseits nahm.
Sie bargen einige der Bootsfahrer ab und halfen mit Lenzpumpen, das Schiff über Wasser zu halten. Die Coast Guard schickte ein Boot und einen Helikopter zur Position des Havaristen. Die "Strike Zone II" wurde dann gemeinsam vom Küstenwachboot und der „Family Therapy“ zur Cypress Cove Marina in Plaquemines Parish Port abgeschleppt. Die „Roman Elie“ lief anschließend nach Port Fourchon ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Autokran von Binnenschiff abgerissen
(25.04.16) In Kaßlerfeld entstand am 21.4. rund 20.000 Euro Schaden, als der Autokran eines Binnenschiffes gegen 17.30 Uhr in der Ruhr landete. Der Schiffsführer aus den Niederlanden war auf dem Weg zur Schleuse, als er mit dem halb ausgefahrenen Ausleger des Krans gegen die Karl-Lehr-Brücke stieß. Eine Durchfahrtssperre im Bereich der Unfallstelle wurde veranlasst. Der Kran sollte am 23.4. geborgen werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter in Bucht von Taganrog aufgelaufen
(25.04.16) Der unter Belize-Flagge registrierte Frachter "Alyaska", 1688 BRZ (IMO-Nr.: 8326072, lief am 24.4. kurz nach Mitternacht mit einer Holzladung an Bord in der Bucht von Taganrog in der Azov See auf Grund. Das Schiff war unterwegs von Rostov-on-Don nach Hereke, als es wegen eines Blackouts aus dem Fahrwasser geriet und festkam.
Quelle:Tim Schwabedissen



Autofrachter penetrierte Schleusentor
(25.04.16) Das seewärtige Tor der nördlichen Schleuse in IJmuiden wurde am Morgen des 23.4. erheblich beschädigt, als der britische Autotransporter "City of Rome", 9950 BRZ (IMO-Nr.: 9174763), von Amsterdam gen Nordsee laufend nicht rechtzeitig aufstoppen konnte. Er rammte mit dem Wulstbug gegen die Binnenseite des Tors, das auf einer Fläche von 3x3 Metern beschädigt wurde. Dabei wurde ein Ballastwassertank aufgerissen, und aus ihm flutete Wasser ins Dock.
Deshalb wurde der Wasserstand mit dem der Nordsee angeglichen, sodass der unkontrollierte Einstrom gestoppt werden konnte. Ein Taucher stieg dann ins Wasser und untersuchte die Schäden an Tor und Rumpf. Er fand eine große Einbeulung am Wulstbug des Frachters und ein Loch im Ballasttank des Tors und dessen Umgebung. Ein anderer, gefüllter Ballasttank wurde daraufhin leergepumpt, sodass die Balance des Docks wiederhergestellt war.
Nach einem Probelauf konnte es wieder in Betrieb genommen werden. Eine endgültige Reparatur braucht erst bei einer routinemäßigen Instandsetzung zu erfolgen. Die „City of Rome“ verließ die Schleusenkammer achteraus und legte gegen 15 Uhr im Seekanal 1 in Velsen Nord an. Am frühen Morgen des 25.4. nahm sie Kurs auf Rotterdam zur Reparatur und machte um 10.15 Uhr dort am Keppel Verolme Shipyard fest.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Tanker fordert ein Menschenleben
(24.04.16) Der Chief des russischen Tankers "Optimaflot 2", 2015 BRZ (IMO-Nr.: 8952247), kam ums Leben, als auf dem Schiff im Kaspischen Meer am 23.4. um 9.35 Uhr ein Feuer ausbrach und das gesamte Achterschiff erfasste. Der Havarist trieb in den Territorialgewässern von Turkmenistan etwa 800 Kilometer von Astrakhan, dem nächsten russischen Hafen, entfernt. Die Crew bestand aus 10 Russen und einem Kasachen.
Die übrigen Seeleute wurden von der "Valery Kolychev" evakuiert und sollten in rund zwei Tagen in Astrakhan eintreffen. Der Tanker war auf der Fahrt von Baku nach Waladschu und hatte nur Ballastwasser an Bord. Der russische Notfallminister schickte ein Be-200-Amphibienflugzeug aus Rostov, das aus der Luft den Brand bekämpfen sollte.
Aus Aserbaidschan kamen zwei Helikoper und ein Schnellboot sowie das Löschboot "Vikhr-5". Neben den Hubschraubern Mi-17-1B, KA-32 trafen im Tagesverlauf auch die "Caspian Voyager", "Caspian Protechtor", "Islay" und "Jura" der Caspian Shipping Company vor Ort ein. Gegen 17 Uhr war der Brand gelöscht. Das schwer angeschlagene Schiff sollte nun zurück nach Baku abgeschleppt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter mit Wassereinbruch in Ålesund eingelaufen
(25.04.16) Der unter Färöer-Flagge laufende Frachter "Trader Bulk", 2677 BRZ (IMO-Nr.: 7233060), erlitt auf der Fahrt von Oslo nach Buvika am 23.4. vor Ålesund Wassereinbruch und steuerte den Hafen zur Reparatur an. Die Feuerwehr von Ålesund wurde um 15.40 Uhr zum Storneskau alarmiert.
Um 16.20 Uhr war die Lage dank einer herbeibeorderten Lenzpumpe der Firma Wangberg Larsen unter Kontrolle, und die Feuerwehr beendete den Einsatz. Auch die Crew des Rohrlegers "Kjell" assistierte. Die Pumparbeiten dauerten noch bis zum Abend hin an.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuerwehr löschte Yachtbrand in Kiel
(25.04.16) Am 24.4. um 10:22 Uhr wurde die Feuerwehr Kiel zu einem Brand auf einem Segelboot gerufen. Das Boot befand sich an Land auf einem Betriebsgelände in der Wiker Schleusenstraße. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte drang Rauch aus dem Schiffsinneren, Löschversuche vor Ort mit Feuerlöschern waren erfolglos gewesen. Aufgrund der starken Verrauchung rüsteten sich zwei Trupps der Feuerwehr mit Atemschutzgeräten aus und drangen in die 11 Meter lange lange Yacht vor.
Mit Hilfe eines Kohlendioxid-Löschers konnte der Brand im Motorraum gelöscht werden. Die drei Personen, die vor Eintreffen der Feuerwehr Löschversuche unternommen hatten, wurden vom Rettungsdienst untersucht. Ein Transport ins Krankenhaus war jedoch nicht erforderlich. Im Einsatz waren die Berufsfeuerwehr mit dem Löschzug Hauptwache sowie die Freiwillige Feuerwehr mit dem Löschzug Suchsdorf.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zigarette könnte Sitzgruppe in Brand gesetzt haben
(25.04.16) Als die schwedische RoRo-Fähre "Galaxy", 48915 BRZ (IMO-Nr.: 9333694), am Morgen des 23.3. von Turku nach Stockholm auslaufen wollte, stieg auf einmal eine dicke Rauchsäule weithin sichtbar vom Achterdeck auf. Wie sich herausstellte, war eine Sitzgruppe mit Sofas auf dem Oberdeck in Brand geraten. Durch die starke Hitze zerplatzten auch zwei Scheiben eines Windfangs, und Rauch drang in die tiefer gelegenen Decks.
Die Crew konnte die Flammen binnen weniger Minuten löschen. Nachdem der Rauch abgezogen war, setzte die Fähre ihre Fahrt fort. Wahrscheinlich hatte eine Zigarette das Feuer entfacht. Zwei bis drei Personen wurden vorsorglich medizinisch betreut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Kohlefrachter
(23.04.16) Auf dem 36 Meter langen, chinesischen Kümo "Shao Dong Ji 958" (MMSI-Nr.:413977499) brach am 21.4. gegen 22.30 Uhr im Bereich der Kajüten ein Feuer aus. Das Schiff war zu der Zeit auf einer Binnenwasserstraße im Gebiet von Suzhou mit einer Ladung von 1200 Tonnen Kohle unterwegs.
Das Suzhou Rescue Center wurde alarmiert, und ein Boot der Coastguard barg die Crew ab. Im Gegenzug gingen Einsatzkräfte der Feuerwehr an Bord, die den Brand binnen einer Stunde unter Kontrolle bringen konnten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Fähre vor Batam
(23.04.16) Am 22.4. gegen 21 Uhr brach auf einem der Generatoren an Bord der unter Singapur-Flagge laufenden Schnellfähre "Wave Master 6", 253 BRZ (IMO-Nr.:9261126), auf der Fahrt von Singapur nach Batam Center ein Feuer aus. Das Schiff hatte 140 Passagiere an Bord, unter denen es wegen der starken Rauchentwicklung und einem kurzen Blackout zeitweilig zu Panik kam.
Viele von ihnen stürmten aufs Oberdeck. Die Crew lüftete unterdessen die Abteilungen, und der Brand konnte rasch gelöscht werden. Da die Backbordmaschine aber außer Gefecht war, lief das Schiff mit reduzierter Fahrt mit der verbliebenen Steuerbordmaschine Batam an.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter kollidierte mit Kai in Yuzhniy
(23.04.16) Der liberianische Bulkcarrier "Iron Destiny", 54263 BRZ (IMO-Nr.:8202018), kollidierte beim Anlegen im Hafen von Yuzhniy am frühen Morgen des 23.4. mit einer Kaianlage. Dabei wurden die Fender auf einer Länge von fünf Metern beschädigt, der Frachter kam ohne gravierende Schäden davon. Der Kapitän hatte trotz starken auflandigen Winds den Einsatz eines dritten Assistenzschleppers verweigert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bergungskontrakt zur Räumung der „Flinterstar“ unterzeichnet
(23.04.16) Der Räumung des holländischen Frachters "Flinterstar", 6577 BRZ (IMO-Nr.: 9243758), steht ein halbes Jahr nach dem Untergang vor der belgischen Küste nun nichts mehr im Wege. Am 21.4. unterzeichnete die Flinter Shipping nach langem Sträuben einen Bergungsvertrag mit einem Konsortium von vier belgischen Firmen, und noch vor dem kommenden Winter soll das Wrack geborgen sein. Es handelte sich hierbei um die Herbosch-Kiere NV, Jan De Nul NV, Dredging International NV und Scaldis Salvage & Marine Contractors NV. In den kommenden Wochen soll die erste Phase der Operation, für die es aber noch keine Zeitschiene gibt, beginnen. Bis zum 31.10. sollen die Arbeiten beendet sein.
Das Schiff lag derzeit weiter auf ebenem Kiel, aber in zwei Teile zerbrochen und stark zerstört, auf dem Meeresgrund vor Zeebrügge. Der Schwimmkran „Rambiz“ von Scaldiz soll im Zuge der Wrackbeseitigung die beiden Sektionen auf eine Barge heben. Zuvor muss die Ladung von Stahlplatten aus den Laderäumen geleichtert werden.
Simultan sollen Hebepunkte für Ketten und Trossen unter dem Wrack installiert werden. Es wird seit dem Untergang am 6.10.2015 nach der Kollision mit dem Tanker „Al Oraiq“ bei Wind und Wetter überwacht durch den belgischen Schlepper „Zeehond“, 399 BRZ (IMO-Nr.: 8843549). Nur wenn er im Hafen bunkert, wird er durch die „Castor“ der belgischen Marine ersetzt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gestrandeter Kutter wird vor Wirbelsturm gesichert
(23.04.16) Weil der Wirbelsturm Amos auf die Küste von American Samoa zustürmt, hat die US Coast Guard, die die Bergung des 61 Fuß langen Kutters „Ji Hyun“ koordiniert, diesen mit Ankern gesichert und mit Ballast beschwert. Das Schiff war am 14.4. nach Maschinenausfall an der Westseite von Aunu'u Island nach Maschinenausfall gestrandet. Die siebenköpfige Crew rettete sich unversehrt ans Ufer, und Berger haben seither erfolgreich 2,410 Gallonen Diesel sowie 259 Gallonen Hydrauliköl geleichtert.
An Bord befanden sich maximal 3,000 Gallonen Diesel, 55 Gallonen Maschinenöl, 55 Gallonen Hydrauliköl und ein 10-Pfund-Tank mit Freon sowie Feuerlöscher, Farbeimer und Batterien. Wenn der Sturm durchgezogen ist, soll die Bergung umweltgefährdender Substanzen fortgesetzt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Einstiges Zielübungsschiff der Air Force sank in Shotley
(23.04.16) Das Motorboot „1380“, 20 tdw, das einst für die Royal Airforce im Einsatz war, sank bei der Verschleppung von Mistley nach Wales. Am 21.4. wurde das Boot, das zum Schleppen von Zielen auf See genutzt wurde, in der Shotley Marina von einem Mobilkran wieder aus dem Wasser gezogen. Es war 1956 als „Pinnace“ erbaut worden und bis zu 14 Knoten schnell.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf ehemaligem Kutter in Varel
(23.04.16) Auf der Kutteryacht „Christine“ kam es am 22.4. im Vareler Hafen. Die Freiwillige Feuerwehr Varel wurde gegen 7.26 alarmiert und war mit vier Fahrzeugen im Einsatz. Unter Atemschutz verschafften sich die insgesamt 21 Einsatzkräfte Zugang zum Schiffsinnern, um den Brandherd zu lokalisieren. Schnell brachten sie den Brand unter Kontrolle. Die Wasserschutzpolizei nahm anschließend Ermittlungen zur Brandursache auf.
Quelle:Tim Schwabedissen



Starke Hitze bei Feuer auf Kühlschiff in Stettin
(23.04.16) Am 22.4. brach gegen 11 Uhr auf dem unter Bahamas-Flagge laufenden Kühlschiff "Green Klipper", 4095 BRZ (IMO-Nr.: 9001904), ein Feuer aus. Das Schiff lag zu der Zeit im Schwimdock 1 des Gryfia Marine Ship Repair Yard in Stettin. Hier war es seit dem 25.3. überholt worden und sollte eigentlich an diesem Tag wieder aufgeschwommen werden. Das Feuer führte zu starker Rauch- und Hitzeentwicklung.
Sieben Einsatzfahrzeuge sowie Löschschlepper waren vor Ort und konnten den Brand binnen drei Stunden unter Kontrolle bringen. Die Einsatzkräfte mussten dazu unter Deck Teile des Rumpfes einreißen, um Zugang zu Brandnestern zu bekommen und den Brandherd zu lokalisieren. Das Ausmaß der Schäden war noch unklar. An Bord hatten sich nach dem Abschluss der Arbeiten durch die Werft nur noch Arbeiter von Fremdfirmen befunden, die sich unversehrt retten konnten.
Die „Green Klipper“ ist 108,22 Meter lang, 16,2 Meter breit, hat 7,85 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 5.416 Tonnen. Sie läuft für die Green Managment Sp. In Gdingen und wurde 1991 auf der YVC Ysselwerf B.V. in Capelle an der Ijssel erbaut als „Orange Klipper“, als die sie bis 2006 lief.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sandbarge drohte auf der Maas zu sinken
(23.04.16) Am 22.4. drohte eine mit Sand beladene Barge, die der holländische, 22 Meter lange Schlepper "Niels" (EU-Nr.: 3220460) bugsierte, auf der Maas unweit von Linne nach Wassereinbruch zu sinken. Sie war bereits bis übers Oberdeck weggesackt, als sie ans Ufer geschoben werden und dort durch die alarmierte Feuerwehr mit Lenzpumpen schwimmfähig gehalten werden konnte.
Nachdem sie soweit gesichert war, dass sie an den Eigner zurückgegeben werden konnte, setzte dieser mit den Pumpen der Feuerwehr die Lenzarbeiten fort, bis der Laderaum wieder trockengelegt war.
Quelle:Tim Schwabedissen


Donaufähre könnte überladen gewesen sein
(23.04.16) Die Crew des Pontons „Kilian“ setzte die Fähre von Mariaposching nach der Bergung am 21.4. auf eine Holzkonstruktion, welche für die Lagerung am Ufer der Donau vorbereitet war, ab. Der Trecker samt Anhänger wurden separat an Land gehoben. Am Vormittag des 22.4. fand eine erste Begutachtung der Fähre und der Fahrzeuge statt.
Ein Ergebnis war noch nicht bekannt. Die Ermittlungen bezüglich der Unfallursache sollten noch einige Zeit andauern. Doch die Ermittler vermuteten bereits, dass die Fähre überladen war. Technische Mängel schloss ein Experte momentan aus. Das 89 Jahre alte Gefährt wurde mittlerweile von der Staatsanwaltschaft freigegeben.
Ob das Schiff wieder zum Einsatz kommt oder eine neue Fähre angeschafft werden muss, war noch nicht entschieden. Das Landratsamt Straubing untersuchte nun das Ausmaß des Schadens. Rumpf und Hochseilanlage waren intakt geblieben, die Elektronik aber zerstört. Gegen den Schiffsführer wurden Ermittlungen wegen fahrlässiger Körperverletzung und gefährlichen Eingriffs in den Schiffsverkehr eingeleitet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Untersuchung der „Albis“-Havarie dauert an
(23.04.16) Die Ursache der Havarie des Schweizer Fahrgastschiffes „Albis“ war noch unklar. Experten vermuteten technische Probleme beim Motor oder Ruder. Sie untersuchten den Unfallhergang vor Ort. Auch Motor- und Rudersteuerung mussten überprüft werden, dabei war insbesondere der äußere Fahrstand von Interesse, denn von dort hatte der Kapitän das Schiff gesteuert, als es den Kai rammte. Auf dem Vierwaldstättersee gilt die Regel, dass 400 Meter vor Anlegen auf den Aussenstand gewechselt wird, weil durch die dort gegebene, bessere Sicht ein Kapitän auf mögliche Probleme schneller reagieren kann. Schiffe, die auf dem Zürichsee verkehren, sind an keine solche Regelung gebunden. Es liegt in der Verantwortung des Kapitäns, die Situation richtig abzuschätzen.
Auf der „Albis“ hat es seit ihrer Indienststellung im Jahr 1997 keine technischen Probleme gegeben. Die Maschine war im Winter 2014/2015 turnusgemäß ersetzt worden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Formia: Dreiköpfige Crew eines Kutters vor Gatea vermisst
(23.04.16) Am Abend des 20.4. verschwand der italienische Kutter "Rosinella – SA 2617" vor dem Hafen von Formia. Das in Salerno beheimatete Schiff ging von dort auf Schleppnetzfang. Der Hafenkapitän von Gaeta leitete eine Suchaktion nach Skipper Giulio Oliviero Ercolano aus Neapel und seine zwei tunesischen Decksleute Calila Saffi, 50, sowie dessen 21-jährigem Sohn Ali ein.
Am frühen Morgen des 22.4. wurde das Wrack 8,6 Kilometer vor der Küste unweit von Punta Stendardo, zwischen Gaeta und Garigliano, in einer Wassertiefe von 62 Metern geortet. Zuvor war vor Baia Domizia ein Dieselölfilm ausgemacht worden . Auch eine Ladeluke trieb vor der Küste. Von den Fischer fehlte aber weiter jede Spur. In den kommenden Tagen sollte das Wrack weiter mit einem ROV des Maritime Directorate in Lazio untersucht werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kanalfähre musste nach Guernsey geschleppt werden
(23.04.16) Die 26 Meter lange, britische Kanalfähre "Trident V" (MMSI-Nr.: 235001756) erlitt auf dem Weg zur Insel Herm am Nachmittag des 22.4. Maschinenausfall. Die Passagiere des Schiffes mussten auf die "Trident VI", die normalerweise Kreuzfahrtpassagiere befördert, übergesetzt werden. Die manövrierunfähige "Trident V" wurde dann durch das Arbeitsschiff "Sarnia“ in den Hafen von St. Peter Port auf Guernsey zurückgeschleppt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf kanadischer Fregatte – kanadischer Versorger nach Brand bei Abbrechern eingetroffen
(23.04.16) Beim Brand auf der bei der Irving Shipbuilding liegenden HMCS „Toronto“ wurden am Abend des 21.4. zwei Menschen verletzt und mussten ins Krankenhaus. Die Feuerwehr war um 22.17 Uhr zu dem Brand in Halifax alarmiert worden, wo die Fregatte zur Überholung lag. Bei ihrem Eintreffen war die Werksfeuerwehr bereits dabei, das Feuer unter Kontrolle zu bringen. Im Einsatz waren insgesamt rund 25 Feuerwehrleute.
64 Menschen davon 48 Arbeiter der Werft und 16 Vertragsarbeiter, hatten sich an Bord des Schiffes befunden. Alle wurden evakuiert, und zwei ins Queen Elizabeth II Health Sciences Centre gebracht, das sie aber bereits vor Mitternacht wieder entlassen konnte. Am Morgen des 22.4. konnten die Arbeiten auf der Fregatte weitergehen. Eine Batterie hatte das Feuer verursacht.
Derweil traf am Morgen des 22.4. der einstige kanadische Flottentanker HMCS "Protecteur" in Nova Scotia ein, wo er nach dem Maschinenraumbrand, der sein Ende besiegelte, bei der R.J. MacIsaac Construction Ltd.verschrottet werden soll. Das manövrierunfähige Schiff war binnen 56 Tagen von Esquimalt aus entlang der Küste von Kanada, der U.S.A und Mexiko und dann durch den Panama-Kanal entlang der Ostküste gezogen worden.
Die R.J. MacIsaac Construction Ltd. hatte den 39-Millionen-Dollar zum Abbruch sowohl der HMCS "Protecteur" wie auch des Zerstörers HMCS "Algonquin" der Iroquois-Klasse, der im Juli eintreffen soll, gewonnen. Die Arbeiten sollen zwei Jahre dauern.
Quelle:Tim Schwabedissen



Vierköpfige Crew nach Untergang von Barge vor Redi gerettet
(23.04.16) Die Barge „Fomento Paush“ aus Goa sank am 20.4. auf der Reede von Red, Maharashtra, rund fünf Meilen vom Hafen Tiracol entfernt. Sie kam mit einer Ladung Eisenerz von Redi und sollte die Fracht zu einem auf tiefem Wasser ankernden Schiff bringen.Gegen 18.30 Uhr geriet das allzu tief abgeladene und ohnehin schon hecklastige Fahrzeug in Schwierigkeiten und begann, in starken Tidenströmungen nach achtern wegzusacken.
Binnen weniger Augenblicke kenterte der kleine Frachter dann, und nur noch der Bug ragte aus dem Wasser. Die vierköpfige Crew sprang im letzten Augenblick über Bord und konnte von einem anderen Küstenfrachter, dessen Besatzung Augenzeuge geworden war, gerettet werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Donau-Fähre wird geborgen
(Bild: Jessica Seidel)   Großbild klick!

Bergung von Donau-Fähre eine mühselige Angelegenheit
(22.04.16) Geschlagene sieben Stunden dauerte es, bis die auf der Donau gesunkene Seilfähre am 21.4. durch die Firma Domarin aus Vilshofen geborgen war. Die zur Bergung eingesetzten Schiffe "Raphaela" (MMSI-Nr.: 211183170), "Domarin 12" (MMSI-Nr.: 211183200), mit der 82 Meter langen Barge „Kilian“, 1350 ts (EU-Nr.: 04808690), einem 1991 erbauten, ehemaligen RoRo-Schubleichter, und ihrem 115-Tonnen-Kran tasteten sich zunächst langsam an die Unglücksstelle heran, wo sie sich beidseitig der Fähre mit Stelzen am Grund verankerten. Ein Kran ließ eine Taucherschutzwand zur Fähre hinunter, an der sich Taucher, die die Hebestropps befestigten, festhalten konnten und die die Strömung unter Wasser reduziert.
Traktor wird geborgen
(Bild: Susanne Raith)   Großbild klick!
Das größte Problem war eigentlich, dass die Fähre möglichst schonend geborgen werden sollte. Um 9.53 Uhr fiel der Startschuss. Zuerst sollte der Trecker samt Anhänger aus dem Wasser gezogen werden. Um 10.17 Uhr begannen Taucher dazu unter Wasser, den Anhänger abzukoppeln.
Ihre Arbeit wurde dadurch erschwert, dass das Wasser sehr trüb war mit einer Sichtweite von nur rund einem Meter. Und es gab Probleme beim Abhängen des Gespanns. Wegen der starken Strömung war es nicht möglich, Trecker und Anhänger unter Wasser voneinander zu trennen. Um 12.35 Uhr kamen sie gemeinsam zurück am Tageslicht, und nach einigen Schwierigkeiten, die sich beständig in der Luft drehenden Gefährte vom Kranhaken zu bekommen, standen sie um
Aus dem Wasser ...
(Bild: Susanne Raith)   Großbild klick!
13.43 Uhr auf dem Deck der „Raphaela“. Um 14.50 Uhr begannen die Vorbereitungen für die Bergung der Fähre.
Nochmals wurde die Schallschutzwand, der Schild für die Taucher, ins Wasser abgelassen. Die Befestigung der Fähre am Grund wurde gelöst und die Hebeseile an den Kran gespannt und damit begonnen, die Fähre an die Wasseroberfläche zu hieven. Dies erfolgte sehr langsam, damit das Wasser abfließen konnte und die Fähre nicht unnötig belastet und weiter beschädigt wurde. Um 15.43 Uhr befand sie sich fast über Wasser. Doch nun gab es ein neues Problem: Der Kran vermochte die Fähre nicht hoch genug über die Wasseroberfläche zu ziehen.
Mit der "Raphaela", die nun parallel zur „Kilian“ aufschloss und auf der anderen Seite der Fähre in Position ging, konnte das Heck angehoben und die Fähre so in eine waagrechte Position gebracht werden. Um 17.27 Uhr wurde die Schwimmfähigkeit festgestellt und das restliche Wasser aus dem Rumpf gelenzt. Bei einer ersten Begutachtung zeigten sich geringere Schäden als befürchtet. Fähre wie auch Trecker und Anhänger wurden auf der Mariaposchinger Uferseite abgesetzt, wo die weiteren Ermittlungen in Hinsicht auf die Unfallursache durchgeführt werden können und die Staatsanwaltschaft entsprechend eine Beschlagnahme durchführte.
Das Unglück musste weiterhin aber auch strafrechtlich aufbereitet werden. Gegen den 28 Jahre alten Schiffsführer wurde wegen fahrlässiger Körperverletzung und gefährlichen Eingriffs in den Schiffsverkehr ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Zur Klärung der Unglücksursache mussten zunächst die technischen Überprüfungen der Fähre, des Transporters und Traktors abgewartet werden. Die Vernehmungen der Fahrgäste und des Schiffsführers wurden bereits abgeschlossen, eine Aussage zur Unfallursache kann erst nach Abschluss aller Ermittlungen getätigt werden.
Die Donau blieb zwischen Straubing und Deggendorf vorerst gesperrt. Zunächst musste die Fahrrinne überprüft werden. Nach Angaben des Wasser- und Schifffahrtsamtes Regensburg war aufgrund von Schleusenrevisionen der Verkehr auf der Donau gering, sodass sich die Behinderungen auf der Wasserstraße in Grenzen hielten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kieler Bucht: Angelkutter rammte Kai in Möltenort
(22.04.16) Am 14.4. rammte der deutsche Angelkutter "Forelle", 91 BRZ (MMSI-Nr.: 211223530), der Heikendorfer Safety Ship Reederei beim Einlaufen in den Hafen von Möltenort an der Kieler Förde frontal die Kaimauer an seinem Liegeplatz und wurde dabei erheblich beschädigt. Es kam aber zu keinem Wassereinbruch im eingedrückten Bug, und mit einer darüber gezogenen Persenning harrt das Schiff, das für Angelfahrten und Seebestattungen genutzt wird, nun an seinem Liegeplatz einer Reparatur.
Auch an den Hafenanlagen entstand Schaden im vierstelligen Bereich, die Scheuerleiste sowie ein Geländer wurden beim Aufprall in Mitleidenschaft gezogen. Der Schaden dürfte durch die Schiffsversicherung gedeckt sein.
Bei der Forelle handelt es sich um den ehemaligen Kriegsfischkutter „KFK 110“, der 1940 in Schweden erbaut wurde. Er diente im 2. Weltkrieg als Vorpostenboot, wurde nach 1945 für die Fischerei umgerüstet und 1972 vom Fischkutter zum Hochseeangelschiff umgebaut. Zwischen 1980 und 1997 erfolgte ein Umbau zur Kutteryacht. Am 25.4.2005 wurde die „Forelle“ von einem Kümo gerammt, dabei entstand erheblicher Schaden am Heck.
Das Schiff hat eine Länge von 24,70 Metern und eine Breite von 6,7 Metern. Es ist für 50 Tagesgäste ausgelegt. Die Reederei hat noch drei weitere Schiffe, die den vorläufigen Ausfall auffangen können. Derzeit wurde auch noch untersucht, warum die „Forelle“ nicht rechtzeitig aufstoppen konnte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Luxusyacht „Northwind”
(Bild: USCG)   Großbild klick!

Wassereinbruch auf Luxusyacht in Bremerton
(22.04.16) 2,000 Gallonen Diesel wurden am 20.4. in der Bremerton Marina von der 130 Fuß langen Luxusyacht „Northwind”, 235 BRZ, abgepumpt. Das Schiff hatte Wassereinbruch erlitten und Steuerbordschlagseite entwickelt. Bereits am 14.4. war die Coast Guard Incident Management Division in Puget Sound von Personal der Bremerton Marina über das Problem informiert worden.
Daraufhin wurde Kontakt mit dem in Massachusetts lebenden Eigner aufgenommen worden, der aber nicht in der Lage war, von dort aus die notwendigen Maßnahmen einzuleiten. Die Coast Guard Mittel organisierte aus dem Oil Spill Liability Trust Fund die notwendigen Finanzmittel, bezog dazu auch das Washington Department of Ecology ein und nahm die Global Diving and Salvage unter Vertrag, das Schiff zu stabilisieren und auszupumpen. Taucher und Berger dichteten alle erkennbaren Schäden ab, konnten aber den Wassereinbruch dadurch nicht stoppen. Kurz vor Mitternacht wurde das Abpumpen des Kraftstoffs abgeschlossen und damit eine Gefahr für die Umwelt abgewendet.
Die “Northwind” war zuletzt im August 2013 überholt worden. Sie wurde 1930 bei der Manitowoc Shipbuilding Company in Wisconsin nach einem Entwurf von Cox & Stevens für Charles Martin Clark erbaut und im 2. Weltkrieg unter britischer Flagge im Einsatz. 1983 ging es über den Atlantik zurück in die USA.
Die „Northwind“ stand für 695,000 Dollar zum Verkauf. Das Stahlschiff ist 39,17 Meter lang, 6,74 Meter breit und hat 2,59 Meter Tiefgang. 10 Gäste und eine ebenso starke Crew haben an Bord Platz.
Quelle:Tim Schwabedissen



Leiche in Ladetank der Julius Rütgers entdeckt
(22.04.16) In einem der Ladetanks des in Duisburg bei Überholungsarbeiten explodierten Binnentankers "Julius Rütgers" wurde am 21.4. eine Leiche von Mitarbeitern der niederländischen Bergungsfirma, die derzeit an Bord mit Aufräumungsarbeiten beschäftigt war, entdeckt. Es dürfte sich dabei um die Leiche des noch vermissten dritten polnischen Vertragsabeiters handeln. Die Duisburger Feuerwehr war mit 20 Kräften auf der Neuen Ruhrorter Werft im Einsatz, um den Toten im Einstiegsbereich zum Deck 2 zu bergen.
Er war unter einer Leiter eingeklemmt worden, die wohl durch die Explosion abgeknickt worden war. Der Fundort lag an einer Stelle, die von Löschwasser überflutet gewesen war, das im Zuge der Aufräumarbeiten abgepumpt wurde. Dabei war ein stechender Geruch aufgefallen. Die Mitarbeiter benachrichtigten die Polizei, die gegen 10:30 vor Ort war. Die Bergungsarbeiten übernahm die Feuerwehr. Gegen 13 Uhr wurde der Leichnam der Rechtsmedizin zugeführt. Mit einer Obduktion sollte voraussichtlich am 22.4. nun geklärt werden, ob es sich bei dem aufgefundenen Körper wirklich um den vermissten Arbeiter handelte.
Bei dem Unfall waren auch ein 44 und ein 46 Jahre alter Mann ums Leben gekommen. Von ihrem 58-jährigen Kollegen fehlte seit dem Unglück jede Spur. Die drei Männer aus Polen waren als Subunternehmer auf der Gelände der Neuen Ruhrorter Werft tätig gewesen. Wie es zu der Explosion kam, wurde weiterhin von der Polizei untersucht. An Bord hatten die Ermittler seinerzeit ein Schweißgerät sichergestellt, obwohl laut eines Sachverständigen im Bereich der Ladung Arbeiten, die Funken oder Flammen erzeugen können, verboten waren. Ob das Schweißgerät auch eingesetzt worden ist, versuchten Polizei und Staatsanwaltschaft im Rahmen ihrer Ermittlungen wegen des Verdachts fahrlässiger Tötung gegen einen Verantwortlichen der Werft und einen Mitarbeiter der Reederei herauszufinden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Binnenschiff in Maasbracht
(22.04.16) Am 21.4. um 11.15 brach auf dem belgischen Binnenschiff "Wilmar", 1157 ts (EU-Nr.: 06004136) im Trockendock der Tinnemans-Werft in Maasbracht, Limburg, ein Feuer aus. Es entstand, als bei Schweißarbeiten an der Außenseite Funken in den Maschinenraum flogen, und führte zu starker Rauch- und Geruchsentwicklung.
Die Feuerwehr ging mit Schaumlöschgerät gegen den Brand vor und hatte ihn um 12 Uhr gelöscht. Alle Arbeiter hatten das Schiff rechtzeitig verlassen können, niemand wurde verletzt. Die Feuerwehr führte im Anschluss an die Löscharbeiten noch Messungen durch, um sicherzustellen, dass sie an ihren Arbeitsplatz zurückkehren konnten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Crew sinkender Yacht vor Fort-de-France gerettet
(22.04.16) Am 20.4. erlitt die 16 Meter lange, französische Segelyacht "Azad" (MMSI-Nr.: 227155190) Wassereinbruch vor Fort-de-France in der Mitte des Dominica Channel. Die zweiköpfige Crew konnte ihn nicht unter Kontrolle bekommen und alarmierte das CROSS Antilles - French Guyana um 4:41 Uhr. Das CROSS sendete einen Mayday Relay und schickte das Rettungsboot "SNS 428" der Station Case-Pilote sowie einen Dragon 972-Helikopter des Zivilschutzes mit einem Taucher der Feuerwehr an Bord zu dem Boot.
Die beiden Segler gingen unterdessen mit einem Notsender ausgestattet in die Rettungsinsel. Um 6:09 Uhr wurden sie vom Hubschrauber aufgewinscht und nach Fort-de-France gebracht. Die „Azad“ aber sank, und dem Rettungsboot blieb nur noch, die Rettungsinsel sowie ein Beiboot aufzunehmen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Crew gestrandeter Dhau gerettet – über 1000 Schafe tot
(22.04.16) 12 indische Seeleute wurden am 20.4. von ihrer sinkenden Dhau vor der Küste von Deira, Dubai, gerettet. Das Schiff war von Indien nach Dubai unterwegs und hatte 1200 Schafe geladen, als es acht Meilen vom Dubai Creek entfernt auf flachem Wasser ankernd wegzusacken drohte. Über 100 tote Schafe wurden nach dem Schiffbruch bereits aus dem Wasser gezogen, weitere 800 kamen an Bord um. Rettungskräfte machten sich daran, die Kadaver zu bergen und das mit Steuerbordschlagseite vor der künstlichen Insel in der Brandung auf der Seite liegende Schiff zu sichern.
Quelle:Tim Schwabedissen



Letztes Opfer von Hurrikan Sandy aus Wattenland geborgen
(22.04.16) Die 34 Fuß lange Sea-Ray „Magic“ saß 3,5 Jahre lang in einem ökologisch sensiblen Gebiet in einem Reservat von Guilford, Connecticut, auf Grund, ehe sie von Sea Tow Central Connecticut geborgen wurde. Das Motorboot war im Oktober 2012 vom Hurrikan Sandy dorthin geschleudert worden. Damit wurden nun alle Schiffe, die dem Wirbelsturm zum Opfer gefallen waren, geborgen.
Die Sea Ray hatte zuvor auf dem Gelände von Brown’s Boatyard in Guilford gestanden und war mit einem halben Dutzend anderer Boote weggeschwemmt worden. Sie endete eine halbe Meile entfernt, und niemand fühlte sich seither für das unversicherte Boot zuständig. Die Bergung war zudem kompliziert.
Das Wattenland sollte von der Aktion nicht weiter in Mitleidenschaft gezogen werden. Nachdem das Innovative Mosquito Management bereits Tonnen kleinerer Trümmer geräumt hatte, wurde Sea Tow Central Connecticut beauftragt, das große Motorboot zu räumen. Die Arbeit dauerte drei Tage.
Die „Magic“ wurde über Land in Richtung Wasser gezogen, dort aufgeschwommen und zurück zum Brown’s Boatyard gebracht. Von hier ging es auf einem Trailer zum Cherry Hill Recycling Center in North Branford, wo das Boot verschrottet wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Anleger in Küsnacht bei Kollision schwer beschädigt
(22.04.16) Die Kollision des Schweizer Fahrgastschiffes „Albis“ mit dem Anleger Küsnacht hat erheblichen Schaden an Schiff und Steg angerichtet. Der Steg muss vorerst durch ein Provisorium ersetzt werden. Eine Schadenanalyse zeigte, dass umfangreiche Sanierungsarbeiten erforderlich sind. Bei einem der drei Dalben brach durch den Aufprall der obere Teil ab.
Deshalb muss er bis auf eine Tiefe von rund sechs Metern unter Wasser zurückgebaut und ersetzt werden. Zudem ist die Betonplatte des tiefer liegenden Stegs gerissen und muss ebenfalls abgebrochen und neu gebaut werden. Die Gemeinde rechnete damit, dass der Steg Küsnacht frühestens Mitte Mai wieder angelaufen werden kann.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bulkcarrier holländischer Gruppe an Rettungsaktion nach schlimmster Flüchtlingskatastrophe der letzten 12 Monate beteiligt
(22.04.16) Ein Bulkcarrier der holländischen Van Weelde Shipping Group war am 16.4. im südlichen Mittelmeer an der Rettung von 41 Flüchtlingen beteiligt, nachdem ein Boot gekentert und fast 500 Flüchtlinge in den Tod gerissen hatte. Derzeit versuchte die UNHCR noch, die Umstände der schlimmsten Flüchtlingstragödie im Mittelmeer in den vergangenen 12 Monaten aufzuklären. Der Frachter brachte die Geretteten nach Kalamata auf den Peloponnes.
Es handelte sich um 23 Somalis, 11 Äthiopier, sechs Ägypter und einen Sudanesen. Sie gehörten zu einer Gruppe, die einige Tage zuvor bei Tobruk aufgebrochen waren. Nach etlichen Stunden auf See sollten die 100 bis 200 Flüchtlinge von den Menschenschmugglern auf ein größeres Schiff umgeladen werden, auf dem sich ebenfalls mehrere hundert Menschen befanden. Das überladene Fahrzeug kenterte und sank. Die Überlebenden retteten sich auf das noch schwimmfähige kleinere Boot und trieben drei Tage in der See, bevor sie entdeckt wurden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Unterstützung für zwei neue Tauchwracks in Australien
(22.04.16) Die Versenkung von HMAS “Sydney” und HMAS “Tobruk” ist am 21.4. einen Schritt vorangekommen. Der Whyalla City Council bekundete gegenüber dem australischen Verteidigungsministerium Interesse, eines der beiden Schiffe im Spencer Gulf zum Tauchwrack zu machen. Die Entfernung umweltgefährdender Stoffe im Vorfeld, darunter Asbest und andere Materialien, wird rund 10 Millionen Dollar kosten und muss von der Regierung mit finanziert werden. Die Vorbereitungsarbeiten werden zwischen zwei und drei Jahren dauern, ehe die im vergangenen Jahr von der Royal Australian Navy außer Dienst gestellten Einheiten in 50 bis 70 Fuß Wassertiefe zu künstlichen Riffen werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fischer trieben tagelang ohne Nahrung in der See
(22.04.16) Sechs Fischer aus Thoothkudi, die drei Tage hilflos in der See getrieben hatten, wurden von der indischen Coast Guard gerettet. Der Kutter „Benitta (IND-TN-12-MO-3028)” hatte 11 Meolen südlich von Mandapam Maschinenausfall erlitten. Das Fisheries Department alarmierte die Coast Guard, die die “Abhiraj” zu Hilfe schickte. Diese war bereits in einer SAR-Operation vor Thoothukudi eingesetzt und nahm Kurs auf den Havaristen.
Nachdem das Patroullienboot ihn erreichte, wurden die Fischer logistisch und medizinisch unterstützt. Sie waren stark dehydriert und hatten keine Nahrung an Bord. Ihr Schiff wurde in Schlepp genommen und am 19.4. der Fischereibehörde in Thoothukudi übergeben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht vor Totalverlust bewahrt
(22.04.16) Die RNLI-Boote aus Wexford und Rosslare wurden am 20.4. um 18.35 Uhr alarmiert, nachdem eine 26 Fuß lange Yacht auf eine Sandbank vor Wexford, Rosslare Point, aufgelaufen war. Beide Boote liefen zur Wexford Bar, wo die Crew aus Wexford das Boot 100 Meter nördlich von Rosslare Point sichtete. Zwei Rettungsmänner stiegen auf die Yacht über und fanden an Bord einen erschöpften Einhandsegler vor, der vor 14 Stunden aus Fishguard, Wales, ausgelaufen war.
Die Retter kämpften mit dem ausgebrachten Anker, während Brandungswellen über sie brachen und die Yacht binnen kurzem zerschlagen hätten. Es gelang, sie freizuschleppen, durch die Brandung in tieferes Wasser zu ziehen und zum Wexford Quay zu bringen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf kanadischem Marineschiff
(22.04.16) Am Abend des 20.4. wurde die Feuerwehr von Halifax zu einem Brand auf einem Marineschiff alarmiert. 18 Mann waren mit der Bekämpfung des Brandes, der um 22.45 Uhr im Schiffsinnern entstanden war, beschäftigt. Die Crew des Schiffes wurde vollzählig gemustert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Saint Christophe 1 darf Dartmouth verlassen
(22.04.16) Der französische Trawler “Saint Christophe 1”, der am 10.3. in Dartmouth gekentert und am 2.4. von der Bergungsbarge “Sea Devil” wieder aufgerichtet worden war, wurde jetzt als sicher für eine Verschleppung zertifiziert. Das 24 Meter lange Schiff hatte zuletzt am Dartmouth Town Pontoon gelegen, während von der Versicherung über sein weiteres Schicksal entschieden wurde. Das Schiff sollte nun offenbar den Besitzer wechseln, und es gab auch schon entsprechende Angebote, über die die Versicherer zu befinden hatten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter "Nova Cura"
(Bild: Dimitrios Anasthasios)   Großbild klick!

Frachter bei Lesbos auf Riff gelaufen
(21.04.16) Der holländische Frachter "Nova Cura", 3999 BRZ (IMO-Nr.: 9166479), lief am Morgen des 20.4. auf das Riff von Lamnas nördlich der Insel Lesbos. Er war auf der Fahrt von Istanbul nach Aliaga und hatte Stahlrohre geladen. Unbestätigten Berichten zufolge befanden sich auch Flüchtlinge an Bord des Schiffes, das eine siebenköpfige Crew hatte. Der Frachter erlitt an Steuerbordseite einen Riss, durch den es zu einem Wassereinbruch kam.
Ein Offshoreschiff, das Patroullienboot aus Amesa, ein Rettungsboot und ein an der Frontex-Mission beteiligtes NATO-Schiff kamen zu Hilfe. Das Schiff lag vorlastig in Sichtweite der Insel auf Grund fest.
Die “Nova Cura” ist 107,09 Meter lang, 15,3 Meter breit, hat 6,41 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 5.641 Tonnen. Sie läuft im Management der Nova Sea Transport in Stavenisse und wurde 1999 bei der Severnav SA Turnu in Severin als „Sambre“ erbaut. Unter diesem Namen lief sie bis 2008.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht mit Ruderschaden im Schlepp
(Bild: RNLI)   Großbild klick!

Yacht drohte nach Ruderschaden bei Teignmouth zu stranden
(21.04.16) Die RNLI-Boote aus Teignmouth und Exmouth liefen am Nachmittag des 20.4. aus, um einem Einhandsegler, der mit seiner 28 Fuß langen Yacht vor der Teignmouth Barre in stürmischer See in Schwierigkeiten geraten war, zu helfen. Die „Two Annes” aus Teignmouth wurde um 13.57 Uhr alarmiert und war rasch vor Ort. Die Yacht drohte hilflos auf Grund getrieben zu werden.
Wegen der Größe des havarierten Bootes wurde das Rettungsboot aus Exmouth zur Assistenz angefordert. Der erkrankte Skipper der Yacht wurde unterdessen vom Rettungsboot aus Teignmouth abgeborgen und zu dessen Bootshaus gebracht.
Um 14.50 Uhr erreichte die „R and J Welburn”, die um 14.35 Uhr aus Exmouth ausgelaufen war, die Yacht eine halbe Meile östlich der Barre. Sie war nach Ruderschaden manövrierunfähig geworden. Binnen fünf Minuten war ein Rettungsmann an Bord abgesetzt und half, eine Schleppverbindung herzustellen. Vor Ort herrschten drei Meter Wellenhöhe und 30 Knoten Windgeschwindigkeit.
Im Innern der Yacht stand das Wasser zwei Fuß hoch. Da die See zu rauh war, um sie nach Teignmouth oder Exmouth zu ziehen, wurde sie in zur Torquay Marina abgeschleppt und dort um 15.40 Uhr vertäut. Um 17.20 Uhr kehrte die „R and J Welburn” nach Exmouth zurück.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schweizer Fahrgastschiff „Albis"
(Bild: Reto Oeschger)   Großbild klick!

18 Verletzte bei Havarie auf Zürichsee
(21.04.16) Das Schweizer Fahrgastschiff „Albis", 160 tdw, der Zürichsee Schifffahrtsgesellschaft (ZSG) kollidierte am 204. Um 13.10 Uhr mit der Pier in Küsnacht. Dabei wurden 18 Menschen verletzt; drei von ihnen schwer. An Bord befanden sich insgesamt rund 60 Personen. Die „Albis“ war auf dem Weg von Zürich nach Erlenbach Thalwil schnell auf Anleger zugelaufen und hatte erst 15 Sekunden vor dem Aufprall versucht, aufzustoppen. Im letzten Augenblick wurden die Fahrgäste von der Brücke aus vor dem drohenden Aufprall gewarnt. Während neun Verletzte mit Krankenwagen in abtransportiert wurden, musste der Koch, der in der Kombüse tätig gewesen war, mit schweren Verbrennungen am Kopf, die eine Fritteuse anrichtete, mit dem Rettungshelikopter
Bugschaden an der „Albis"
(Bild: Reto Oeschger)   Großbild klick!
der Rega ins Krankenhaus geflogen werden.
Unter den Verletzten war auch der als erfahren geltende Kapitän, der aber bereits am Abend wieder aus dem Krankenhaus entlassen werden konnte. Rund ein Dutzend weitere Personen zogen sich leichte Verletzungen wie Schürfwunden zu und wurden vor Ort medizinisch versorgt. Im Einsatz befanden sich neben der Kantonspolizei Zürich und dem zuständigen Staatsanwalt das Forensische Institut Zürich FOR, Schutz & Rettung sowie der Rettungsdienst Männedorf, die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle (SUST), die kantonale Schifffahrtskontrolle, die Feuerwehr Küsnacht und die Verkehrsgruppe Zollikon, Zumikon und Küsnacht sowie Vertreter der Gemeinde Küsnacht.
Der Schaden an der „Albis“, deren Bug an Steuerbordseite stark eingedrückt wurde, betrug nach ersten Schätzungen 230.000 Franken. Sie steuerte um 18.30 Uhr mit eigener Kraft die ZSG-eigene Werft in Wollinghofen an. Auch die Pier konnte durch den Zusammenstoß nicht mehr genutzt werden und wurde weiter auf Schäden untersucht.
Sie sollte frühestens am 4.5. wieder repariert sein. Die ZSG-Schiffe wichen deshalb am 21.4. auf die Anleger Heslibach und Erlenbach aus. Die Ursache des Unfalles war noch unklar und wurde durch die Kantonspolizei Zürich in enger Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft See/Oberland untersucht. In Frage kamen sowohl ein technisches wie auch ein menschliches Versagen. Die „Albis“ wurde 2007 auf der 1997 Bodan-Werft GmbH Kressbronn erbaut. Sie hat eine Länge von 42.3 Metern, eine Breite von 7,3 Metern und eine Fahrgastkapazität von 300 Personen.
Es handelte sich bei ihrer Kollision um eine der schwereren Havarien von Fahrgastschiffen auf den Züricher Gewässern. Am 17.7.2015 war bei der Passage des 20 Meter breiten Hurdenkanals zwischen Pfäffikon und Altendorf SZ der Raddampfer „Stadt Rapperswil“ von einer Windböe erfasst worden und lief auf Grund. Dabei eine Service-Angestellte leicht verletzt. Am Schiff entstand ein Schaden in Höhe von rund 300.000 Franken.
Am 24.4.2014 kollidierte am Züricher Bürkliplatz fährt die „Limmat“ beim Anlegen mit der Kaimauer. Fünf Fahrgäste werden verletzt. Am Bug entstand ein Sachschaden von rund 50'000 Franken. Am 12.8.2008: kollidierte wegen eines Fahrfehlers des Schiffsführers die „Panta Rhei“ ebenfalls am Züricher Bürkliplatz mit Kaimauer. Dabei entstand Schaden von rund 10.000 Franken.
Am 13.7.2007 kollidierte bei einer Abendrundfahrt die „Helvetia“ mit einem kleinen Motorboot. Es entstand nur geringer Sachschaden. Am 2.8. 2007 erlitt dasselbe Schiff vor Horgen einen Getriebeschaden und blieb manövrierunfähig liegen. 27 Passagiere mussten von der Seepolizei evakuiert und an Land gebracht werden.
Am 7.8. 2007 kollidierte beim Zürcher Rathaus die „Limmat“ mit einem Brückenpfeiler. Dabei wurde ein 23-jähriger Kassierer verletzt. Passagiere waren keine an Bord.
Am 22.5.2005 lief bei einer Kursänderung das Dampfschiff „Stadt Zürich“ auf Grund. Wegen eines Lecks konnte das Schiff zwei Wochen nicht eingesetzt werden. Der Sachschaden betrug rund 50.000 Franken.
Das schwerste Unglück der letzten 100 Jahre ereignete sich am 6.8.1931 vor Küsnacht, als ein Motorboot wenige Meter vor dem Ufer auf der Höhe der Hornanlage kenterte. Das Schiff hatte den See bei stürmischem Wetter von Thalwil her überquert. Sieben Menschen fanden den Tod.
Im Jahr 1308 kamen nicht weniger als 50 Menschen auf der Fahrt zur Insel Ufenau ums Leben, und im Jahr 1345 forderte ein Schiffsunglück vor Rapperswil 40 Tote. 1764 sank vor Stäfa ein Marktschiff, wobei 18 Menschen den Tod fanden. Am 29.8.1872 kollidierte das Dampfschiff „Concordia“ mit 450 Kindern an Bord vor Meilen mit der „St. Gotthard“. Dabei ertranken zwei Menschen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bergung der Seilfähre bei Mariaposching hat begonnen
(21.04.16) Zur Bergung der bei Mariaposching gesunkenen Seilfähre trafen am 21.4. das deutsche Binnenschiff "Raphaela" (MMSI-Nr.: 211183170), das einen Bagger an Deck hat, und der Schubschlepper "Domarin 12" (MMSI-Nr.: 211183200), mit je 780 PS sowie der Ponton „Kilian“ an der Unglücksstelle ein. Der Ponton ist 82 Meter lang und 11,40 Meter breit. Er kann sich mit Stelzen im Grund verankern und hat an Deck einen 115 Tonnen schweren Seilbagger, der 1.350 Tonnen tragen kann. Beide Schiffe besitzen ein Schild, in dessen Schutz Taucher in einem strömungsberuhigten Bereich arbeiten können. Ein gesunkener Wasserstand und damit geringe Strömung begünstigte die Arbeiten.
Die Fähre sollte bei der Bergung möglichst wenig beschädigt werden. Zunächst wollten die Einsatzkräfte versuchen, den Trecker und den Wagen zu bergen. Dann sollen Taucher Hebestropps an der Fähre befestigen. Vom Ufer aus wird ein Panzer der Bundeswehr die Fähre sichern. Dann soll sie soweit an die Wasseroberfläche gebracht werden, dass sie teilweise über dem Wasser liegt und das Wasser abgepumpt werden kann, ehe das so leichter gemachte Schiff über Seile zurück ans Ufer gezogen wird.
Das Schifffahrtsamt Deggendorf hob mit dem Bergungsschiff "Gründling“ den abgetriebenen Transporter des Typs Fiat Ducato. Nach der Bergung wurde dieser zu weiteren Untersuchungen auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Regensburg, Zweigstelle Straubing, sichergestellt und auf dem mitgeführten Ponton nach Deggendorf gebracht. Es war etwa 200 Meter flussabwärts durch ein Echolot des Polizeiboots „WSP14“ lokalisiert worden.
25 Einsatzkräfte der bayerischen THW-Ortsverbände Bogen und Straubing sicherten am 19.4. gemeinsam mit der örtlichen Feuerwehr die Tragmasten mit der Hilfe von Greifzügen. So konnten sie die Spannung auf dem Seil und der Ankerpunkte des Schiffs etwas vermindern. Diese war durch das Gewicht der Ladung und die starke Strömung des Flusses entstanden. Mehrere hundert Einsatzkräfte der Feuerwehr, Polizei und Wasserwacht waren an der Einsatzstelle vor Ort.
Der THW-Einsatz konnte dann vorerst beendet werden. Der Rückbau der Greifzüge wird nach der Bergung der Fähre stattfinden. Bis zum Ende der Bergungsaktion bleibt die Schifffahrt auf der Donau zwischen Straubing und Deggendorf gesperrt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schleppzug ein zweites Mal auf Nord-Ostsee-Kanal havariert
(21.04.16) Wenig Glück hat der Schleppzug mit dem Neubau des finnischen Frachters „Eeva VG", 3690 BRZ (IMO-Nr.: 9769104), auf seiner Reise von Stettin zur Ausrüstung bei der Bodewes-Werft in Papenburg, wo er für die Meriaura Gruup ausgerüstet werden soll. Nachdem das Schiff bereits am 18.4. beim Einlaufen in den Nord-Ostsee-Kanal mit dem Leitwerk der Holtenauer Schleuse Kontakt gehabt hatte, kam es beim Ausschleusen zu einer neuerlichen Havarie.
Am Haken des polnischen Schleppers "Amon", 330 BRZ (IMO-Nr.: 8225474) und mit der deutschen "Moritz" (MMSI-Nr.: 211118520) als Assistenzschlepper während des Kanaltransits kam es am 20.4. gegen 14.30 Uhr kurz nach dem Ablegen in Brunsbüttel beim Einlaufen in die Schleuse erneut zu einer Kollision diesmal mit einem Schleusentor. Nachdem der Unfall in der Schleusenkammer protokolliert war, durfte der Schleppzug gegen 16.10 Uhr die Weiterreise nach Emden antreten, wo er am 21.4. erwartet wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker auf der Westerschelde auf Grund gelaufen
(21.04.16) Am 20.4. um 19.45 Uhr lief der unter Malta-Flagge registrierte Tanker “Sea Horizon”, 28529 BRZ (IMO-Nr.: 9258026), auf der Hoofdplaat, einer Sandbank auf der Westerschelde, vor dem Pas van Borsselen auf Grund. Der Unfall ereignete sich bei Niedrigwasser im Gebiet zwischen Vlissingen und Terneuzen, als das Schiff flussaufwärts nach Antwerpen unterwegs war. Es war mit fast 39000 Tonnen Benzin an Bord aus Port Neches am 31.3. nach Belgien ausgelaufen.
Vier Schlepper von Multraship aus Terneuzen sowie zwei von Kotug Smit wurden zu Hilfe gerufen und konnten den Tanker, der 11,7 Meter Tiefgang hatte und mit dem Vorschiff aufsaß, mit steigendem Wasserstand gegen 23 Uhr wieder flottmachen. Er wurde dann zur Reede von Nord-Wielingen bei Vlissingen verholt, wo er zu Untersuchungen Anker warf.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre vor Klokkerøya auf Grund gelaufen
(21.04.16) Am Morgen des 21.4. lief die norwegische Fähre "Tysfjord", 3695 BRZ (IMO-Nr.: 9056301), beim Ansteuern von Klokkerøya vor Hammerfest auf der Route von Kjerringholmen, wo sie um 7.50 Uhr losgeworfen hatte, nach Akkarfjord auf Grund. Sie wurde beim Drehmanöver, um achteraus an den Anleger zu kommen, von einer Windbö bei stürmischem Südwind erfasst und aufs Ufer gedrückt.
Sie konnte sich selbst wieder befreien und im zweiten Anlauf am Terminal festmachen. Hier wurden die 10 Fahrgäste mit ihren vier Autos abgesetzt, während ein Taucher angefordert wurde, um den Rumpf auf mögliche Schäden zu untersuchen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Chinesischer Fischfrachter bekam vietnamesische Hilfe
(21.04.16) Ein chinesischer Fischtransporter, das am 18.4. in Zentral-Vietnam havariert war, wurde vom Border Defense Command der Thua Thien–Hue Provinz abgeschleppt. Das Schiff, das von Kuttern den Fang einsammelt, hatte eine dreiköpfige Crew aus der Fujian Provinz an Bord.
Es war am 13.4. aus Hainan ausgelaufen und hatte in stürmischer See vor dem Chan May Port im Phu Loc Distrikt in Thua Thien–Hue getrieben. Der Havarist wurde wieder auf See gezogen und mit Treibstoff und Nahrungsmitteln sowie Sicherheitsausrüstung ausgestattet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Berger suchen gesunkenen Schlepper
(21.04.16) Der US-Schlepper "Ricky J. Leboeuf", der am 19.4. beim Manövrieren mit Bargen auf dem San Jacinto River bei Houston gekentert war, ist inzwischen vollständig gesunken. Berger versuchten am 20.4., das Wrack zu lokalisieren, um es zu heben. Es war zu keiner Ölverschmutzung gekommen. Der Schlepper hatte 10000 Gallonen Diesel in den Tanks.
Warum das Schiff sich bei der Arbeit plötzlich nach Steuerbord überlegte und binnen weniger Augenblicke umschlug, wurde noch untersucht. Der Fluss führte zum Unglückszeitpunkt Hochwasser. Ein Besatzungsmitglied, der 33-jährige Joshua Brazeal aus Alabama, war ums Leben gekommen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fünfstündiger Schlepp nach Ballyglass
(21.04.16) Das RNLI-Boot aus Ballyglass kam am Nachmittag des 20.4. vor der Küste von Mayo einem Kutter mit drei Mann an Bord zu Hilfe. Er war kurz nach 10 Uhr rund 28 Meilen nördlich von Benwee Head in Schwierigkeiten geraten. Das Rettungsboot lief um 10.25 Uhr aus und war eineinhalb Stunde später am Havaristen, der in ruhiger See trieb. Es wurde eine Schleppverbindung hergestellt und der Kutter binnen fünf Stunden nach Ballyglass eingeschleppt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Seilfähre Mariaposching
(Bild: Helmut Geiss)   Großbild klick!

Seilfähre bei Mariaposching gesunken
(20.04.16) Die Donaufähre bei Mariaposching ist am 19.4. um 9.45 Uhr aus bisher ungeklärter Ursache in der Mitte des Flusses im Fahrwasser aus bisher ungeklärter Ursache gesunken. Das Wrack der sogenannten Gierseilfähre hing aber unter Wasser immer noch an den Zugseilen fest. Nach dem Untergang kamen ein Polizei- und ein Rettungshubschrauber zum Einsatz. Insgesamt waren rund 140 Personen, darunter Polizei, Feuerwehr, Wasserwacht und Rettungsdienst an der sofort ausgelösten Rettungsaktion beteiligt.
Seilfähre gesunken
(Bild: Susanne Reith)   Großbild klick!
Die drei Personen, zwei Fahrgäste und den Schiffsführer, die sich auf der Fähre befanden, retteten sich schwimmend aus dem Wasser, das eine Temperatur von 12,5 Grad hatte. Sie wurden mit Unterkühlungen ins Krankenhaus gebracht. Es handelte sich um einen 61-Jährigen aus dem Landkreis Rottal-Inn, einen 65-Jährigen aus dem Landkreis Straubing-Bogen und den 28-Jährigen Fährführer. Dieser wurde inzwischen aus dem Krankenhaus entlassen und sollte am 20.4. zum Unglückshergang vernommen werden,
Ein Sprinter und ein Trecker versanken mit dem Schiff. Während sich der Trecker noch an Bord befand und seine Gabel ebenso wie der Mast der Fähre über Wasser sichtbar blieb, wurde der Sprinter durch die Strömung weggeschwemmt. Die Wasserschutzpolizei und ein Hubschrauber machten sich auf die Suche nach ihm. Er war rund 200 Meter weit auf dem Flussgrund abgetrieben.
Die 89 Jahre alte Fähre hatte keinen eigenen Motorantrieb, sondern wurde an einem Seil über den Fluss gezogen. Die Türme, die die Seile der Fähre hielten, wurden nach dem Untergang zusätzlich gesichert. Da befürchtet wurde, dass das Seil der Fähre brechen und Menschen gefährden könnte, wurde der gesamte Uferbereich weiträumig abgesperrt.
Die Donau wurde von der Schleuse in Straubing bis zum Deggendorfer Hafen gesperrt. Schiffe, die donauaufwärts fahren wollen, mussten in Deggendorf auf die Freigabe zur Weiterfahrt warten.
Das 44 Meter lange Spezialschiff „Gründling“ (MMSI-Nr.: 211660210), das im Baggerbetrieb am Deggendorfer Hafen eingesetzt wird, wurde unverzüglich für den Kranbetrieb umgerüstet und für die Bergung der versunkenen Fahrzeuge zur Unglückstelle donauaufwärts beordert. Die Fähre lag dort auf einer Wassertiefe von etwa 2,5 Metern. Die "Gründling" bezog wenige Stunden nach dem Untergang Position.
Der Trecker-Anhänger wurde auf der Fähre fixiert und anschließend vom Traktor getrennt. Anschließend sollte dieser mit dem Bordkran der „Gründling“ geborgen werden. Ein Berufstaucher des Schifffahrtsamtes war dazu mit seinem Taucherteam vor Ort.
Doch wegen der starken Strömung und der damit verbundenen Eigengefährdung konnte er nicht die notwendigen Vorbereitungen für die Bergung durchführen. Da die Sicherheit des Tauchers gefährdet war, wurde die Bergung vorerst abgebrochen. Wegen der Strömung und des hohen Wasserstandes sollte die Fähre nun gegen Ende der Woche geborgen werden.
Für die nächsten Tage wurde ein Absinken des Wasserpegels erwartet, wodurch sich die Strömung verringern dürfte. Erst dann sollte ein weiterer Tauchgang durchgeführt werden. Zudem wurde ein weiteres Bergungsschiff aus dem Passauer Bereich zur Unfallstelle beordert. Ein Bergepanzer der Bundeswehr war ebenfalls zeitweilig vor Ort.
Die Fähre wurde 1927 erbaut und hatte nach der Winterpause erst im März ihren zwischen den Orten Mariaposching und Stephansposching aufgenommen. Sie ist auf 150 Flusskilometer die einzige Gierseilfähre auf der niederbayerischen Donau, Die 18 Meter lange 19 Tonnen-Fähre transportiert Autos, Zugmaschinen, Lastwagen, Fahrräder und Fußgänger über den Fluss.
Technisch wurde sie immer auf dem neuestem Stand gehalten. Im Jahr 2011 haben die Landkreise Straubing-Bogen und Deggendorf, die jeweils zur Hälfte das Defizit tragen, kräftig in das Fahrzeug investiert. Durch die zentrale Schifffahrtsuntersuchungskommission in Mainz erfolgte die Abnahme und die Ausstellung des so genannten Fährzeugnisses, das bis zu diesem Jahr 2016 gilt. Zwischenzeitlich wurde auch eine Verlängerung um weitere fünf Jahre bis 2021 in Aussicht gestellt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Binnentanker "Greenstream"
(Bild: Polizei Rheinland Pfalz)   Großbild klick!

Flüssiggastanker entging nur mit Glück einer Explosion nach Kollision auf der Mosel
(20.04.16) Am 18.4. gegen 23.30 Uhr kollidierte der holländische Binnentanker "Greenstream", 2870 ts (EU-Nr.: 02335315; IMO-Nr.: 9664990), auf der Mosel von Koblenz nach Trier laufend mit dem mittleren Brückenbogen der Straßenbrücke Schweich. Dabei entstanden an der Backbordseite erhebliche Schäden. Die Aufbauten des Schiffs wurden auf einer Länge von rund 40 Metern eingedrückt.
Die Rohre zu den Vorratsbehältern der durch Gas angetriebenen Maschinen, die von zwei im hinteren Teil montierten Gastanks gespeist werden, wurden durch die Kollision mit dem Brückenbogen erheblich in Mitleidenschaft gezogen. Einem glücklichen Umstand war es zu verdanken, dass es nicht zum Austritt des Antriebsgases und damit zu einer Explosion kam.
An dem beschädigten Pfeiler der Moselbrücke platzte beim Aufprall der Beton im mittleren Brückenbogen zum Teil in erheblichen Umfang ab. Die Beschädigungen wurden durch das Landesamt für Mobilität überprüft. Hierbei wurde festgestellt, dass sie keine erheblichen Auswirkungen auf die Standsicherheit der Brücke hatten.
Von einer Sperrung der Moselbrücke für den Straßen- und Schiffsverkehr konnte deshalb vorerst abgesehen werden. Die Wasserschutzpolizei Trier schätzt den Schaden an der Brücke auf etwa 10.000 Euro. Die Wasserschutzpolizei Trier sprach dem Schiffsführer ein vorläufiges Weiterfahrverbot bis zur Klärung der Verkehrstauglichkeit des Tankers durch einen Sachverständigen aus.
Die "Greenstream" wurde 2013 von den Peters Shipyards in Kampen an die Interstream Barging abgeliefert und läuft mit Flüssigerdgas (LNG) als Brennstoff fährt. Sie gilt als bisher weltweit erster Binnentanker, der ausschließlich mit Erdgas angetrieben wird. Es handelt sich bei ihr um einen 110 Meter langen Doppelhüllentanker, der mit einer Breite von 11,4 Metern und einem Tiefgang von 3,45 Metern 2870 Tonnen Ladung in sechs Tanks transportieren kann.
Da der Schiffsrumpf mit der sogenannten Ijsselhuid, einer speziellen Bordwandkonstruktion ausgerüstet ist, fielen die Tanks größer als die sonst zugelassenen 380 m³ aus. Das in der Höhe verstellbare Ruderhaus und die Kajüten wurden auf dem Vorschiff aufgebaut. Vier Scania-Gasmotoren mit je 300 kW treiben die Generatoren an, die den Strom für die Fahrmotoren der beiden Veth-Z-Antriebe erzeugen. Jeweils zwei Generatoren sind in zwei an Deck stehenden Containern hinter den Gastanks aufgestellt.
Das Flüssiggas wird bei –162 °C in doppelwandigen, vakuumisolierten Spezialtanks auf dem Achterdeck gelagert. Für das Schiffskonzept erhielt die Peters Werft am 8.10.2013 den Innovationspreis Binnenschifffahrt. Die "Greenstream" wurde am 1.11.2013 von der Koninklijke Nederlandse Vereniging van Technici op Scheepvaartgebied (KNVTS) mit dem Preis Schiff des Jahres 2013. ausgezeichnet. Sie bekam noch ein Schwesterschiff, die „Green Rhine“.
Erst am 13.4. war auf der Mosel bei Hatzenport im Kreis Mayen-Koblenz die holländische „Rehoboth“ 3901 ts (EU-Nr.: 02331616), auf Grund gelaufen und hatte stundenlang die Schifffahrt blockiert, ehe die „Rheinland“ sie wieder flottmachte und zur Schleuse Lehmen bugsierte. Sie erreichte am 15.4 Koblenz gegen 10.30 Uhr und machte an der Spundwand in Lützel fest. Am frühen Nachmittag konnte das Schiff seine Fahrt auf dem Rhein zu Tal fortsetzen und erreichte am 19.4. Nijmegen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Suchaktion
(Bild: USCG)   Großbild klick!

Ein Toter bei Schlepperunglück in Houston
(20.04.16) Der 22 Meter lange Schlepper "Ricky J. Leboeuf" (MMSI-Nr.: 367001440), kenterte am 19.4. um 7.44 Uhr auf dem San Jacinto River eine halbe Meile südlich der Interstate 10 in Houston, als er unweit von einigen Bargen tätig war. Möglicherweise verfing er sich in einer der Trossen und wurde umgerissen. Der Schiffsboden war noch knapp sichtbar.
Die Kirby Inland Marine alarmierte die Coast Guard um 8:11 Uhr. Die Coast Guard Houston-Galveston schickte von der Air Station Houston einen MH-65 Dolphin-Helikopter sowie ein Rettungsboot, koordinierte den Einsatz des Bootes des Harris County Sheriff Department und orderte ein Taucherteam. Während vier Crewmitglieder nach kurzer Zeit aus dem Wasser gerettet wurden, war ein fünfter Mann zunächst vermisst.
Er wurde von der Crew des MH-65 Dolphin um 9:47 Uhr im Wasser treibend mehrere hundert Fuß flussabwärts entdeckt. Ein Rettungsboot zog ihn aus dem Wasser, doch er war bereits tot. Der Schiffsverkehr wurde an der Unglücksstelle eingeschränkt, eine Bergungsfirma beauftragt, das Wrack zu bergen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre kehrte nach Maschinenausfall in den Hafen zurück
(20.04.16) Die philippinische Fähre “Trans Asia 2”, 1389 BRZ (IMO-Nr.: 620744), erlitt am Abend des 19.4. gegen 19 Uhr einen Ausfall einer der beiden Maschinen, kurz nachdem sie aus Iloilo City, Panay Island, mit 559 Passagieren und einer 48-köpfigen Crew an Bord nach Ceby City ausgelaufen war, wo sie am 20.4. gegen sieben Uhr hätte eintreffen sollen. Nachdem die Crew die Maschine wieder zum Laufen bekommen hatte, beorderte die Coast Guard Cebu Station gegen 20 Uhr das 1977 erbaute Schiff aus Sicherheitsgründen von der Position vor Siete Pecados Island, 10 Meilen von Iloilo City entfernt, in den Hafen zurück.
Hier machte es um 22.30 Uhr fest. Einige Passagiere ließen sich anschließend das Fahrgeld von der Trans Asia Shipping Lines Inc. zurückgeben, andere stiegen auf die „Cokaliong“, die am 20.4. um 19 Uhr nach Cebu City auslaufen sollte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Löschen der Modern Express began in Bilbao
(Datum) Am 19.4. begann in Bilbao das Löschen des unter Panama-Flagge laufenden Autofrachters "Modern Express", 33831 BRZ (IMO-Nr.: 9231688), Hafenarbeiter brachten Baugerät wie Bagger und Radlader an Land, die sich in einem brauchbaren Zustand zu befinden schienen. Das Baugerät war auf den Decks 5-7 gestaut, wobei die Fracht von Deck 7, das geflutet gewesen war, schwer beschädigt wurde.
Nach dem Einschleppen nach Bilbao am 3.2. hatten die Berger von Smit Salvage die Stabilität des Schiffes wiederhergestellt. Seit dem 23.2. lag es wieder auf ebenem Kiel. Der Frachter hat auch noch 3600 Tonnen Holz an Bord. Die "Modern Express" hatte sich am 26.1. in der Biskaya auf die Seite gelegt und war in einer dramatischen Bergungsaktion am 3.2. in den Hafen gebracht worden. Sie war am 15.1. aus Gabon ausgelaufen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Drei Verletzte bei Explosion auf indischem Kriegsschiff
(20.04.16) Ein Mann verlor sein rechtes Bein oberhalb des Knies, zwei weitere erlitten Verletzungen durch Splitter, als eine Sauerstoffflasche am 16.4. an Bord der „Nireekshak“ der indischen Marine explodierte. Das Unglück ereignete sich, als die 12 Inch-Flasche, die Tauchern diente, befüllt wurde, an Deck des Schiffes. Alle Verletzten wurden ins Militärhospital gebracht. Die “Nireekshak” befand sich auf der Fahrt von Visakhapatnam nach Mumbai.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer im Mittschiffsbereich verursachte Explosion auf Tanker
(20.04.16) Ein Feuer im Mittschiffsbereich löste die Explosion auf dem unter Panama-Flagge laufenden Tanker “No. 3 Heung A Pioneer” am 18.4. aus. Das Schiff befand sich zu der Zeit in Tanjung Dawai. Das Fire and Rescue Department, das Seberang Jaya Hospital, die Butterworth Police Station und das Civil Defence Department (JPAM) hatten sich nach dem Notruf des Kapitäns bereit gemacht, das zu der Zeit 45 Minuten vom Hafen entfernt war, in dem es gegen Mitternacht einlief.
Hier ging medizinisches Personal an Bord, untersuchte die fünf Verletzten und stellte den Tod eines Crewmitglieds fest. Die Verletzten aus Südkorea und Myanmar wurden ins Seberang Jaya Hospital gebracht und waren in stabilem Zustand. Der Tote wurde zur Obduktion ebenfalls dorthin transportiert.
Der Tanker kam vom North Butterworth Container Terminal (NBCT) in Dermaga Dalam, wo er seine Ladung gelöscht hatte, und war auf dem Weg nach Singapur, als sich die Explosion ereignete.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schadhafte Kabel verursachten Feuer auf Fabriktrawler
(20.04.16) Der neuseeländische Trawler “Desert Rose” soll durch die Independent Fisheries in Christchurch nach dem Feuer in Lyttelton repariert werden. Zwei Arbeiter waren nach dem Feuer am 18.4. ins Christchurch Hospital gekommen, konnten aber noch am selben Tag wieder entlassen werden. Zunächst war angenommen, dass Schweißfunken den Brand verursacht hatten.
Doch am 19.4. stellten die Inspektoren fest, dass Schweißarbeiten nur ein Faktor gewesen waren. Zuvor waren bei den Reparaturarbeiten Schäden an Verkabelungen entstanden, und dadurch kam es zu einem Kurzschluss.
Quelle:Tim Schwabedissen



Patty AJ könnte am Grund der Coos Bay bleiben
(20.04.16) Der gesunkene, 16 Meter lange Kutter "Patty AJ" (MMSI-Nr.: 367138310) könnte, anders als geplant, bleiben wo er ist. Das Schiff war am 23.3. zwischen den Molen von Coos Bay gekentert, als es mit vollem Fang einlief. Die Waterways Division der Coast Guard Columbia River hatte die Northwest Marine Services beauftragt, einen Bergungsplan zu entwickeln, bei dem das Wrack nicht über den Zufahrtskanal transportiert werden muss. Nachdem Skipper Jerry Barkley am 11.4. von einem Taucher tot aus dem Wrack geborgen wurde, gab es keine weiteren Bergungsarbeiten.
Ein 800-Pfund-Anker wurde aber am Schiff festgemacht, damit es nicht vertreiben kann. Bei früheren Arbeiten am Wrack hatte es sich in Bewegung gesetzt, und der Hafen hatte zeitweilig wegen der Gefahr für andere Fahrzeuge geschlossen werden müssen. Nach dieser schlechten Erfahrung war die oberste Priorität der Coast Guard nun die Verkehrssicherheit. Und wenn kein überzeugender Plan entwickelt wird, kann die "Patty AJ" dort, wo sie frei von Öl und ohne die Schifffahrt zu gefährden, liegt, verbleiben.
Vor fünf Jahren war die “Patty AJ” selbst an einer Rettungsaktion beteiligt, als der Kutter “Randi” gekentert war. Bei 25 Meilen Wind und sechs Fuß hohen Wellen konnte seine Crew die beiden verunglückten Fischer aus dem Wasser ziehen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Privateer beschäftigt weiter die Einsatzkräfte in Ocean Shores
(20.04.16) Die US Coast Guard und das Department of Ecology waren den vierten Tag in Folge am gestrandeten Kutter “Privateer” in Ocean Shores nördlich der Nordmole im Einsatz. Zum Abpumpen des Öls wurde die Global Diving and Salvage unter Vertrag genommen. Sie wurde unterstützt von der Feuerwehr, der Polizei von Ocean Shores und State Parks. Wieviel Öl bislang auslief, war unklar.
Es schienen aber keine größeren Ölmengen mehr auszulaufen. Nach Wetterberuhigung und bei niedrigerem Wasserstand wollten sich die Berger einen Zugang zum Wrack schaffen. Am 19.4. gingen die Wellen immer noch sieben Fuß hoch. Der Plan ist, den Kutter von Land her auf den Strand zu ziehen.
Quelle:Tim Schwabedissen



21 Tote oder Vermisste bei Bootsunglück in Bangladesch
(20.04.16) 21 Menschen, darunter neun Kinder, die der nuslimischen Rohingya-Minderheit in Burma angehören, kamen bei einem Schiffsunglück am 19.4. ums Leben oder wurden vermisst. Das überladene Boot war auf dem Weg nach Sittwe, der Hauptstadt von Rakhine gewesen. Die meisten Insassen kamen aus Sin Tet Maw im Paukaw Township und wollten zu einem Markt. Dabei musste die Mündung eines Flusses mehrere Kilometer vom Land entfernt gequert werden, wo eine große Welle das Boot zum Kentern brachte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Endlich in Sicherheit
(Bild: SOS Mediterranee)   Großbild klick!

Sizilien: Neue Dramen im Mittelmeer
(19.04.16) Exakt ein Jahr nach dem Untergang eines 70 Fuß langen Flüchtlingsbootes im Mittelmeer, in dem noch 400 Tote vermutet werden, verließen italienische Marineschiffe am 18.4. Sizilien in Richtung der Unglücksstelle. Das Schiff war bei einer Rettungsaktion durch der „King Jacob“, 9528 BRZ (IMO-Nr.: 9147215), mit diesem kollidiert und untergegangen. Der Frachter fährt inzwischen als „MSC Isabelle“ unter portugiesischer Flagge.
Vor Ort sollte zunächst die beste Methode erkundet werden, das Wrack aus 360 Metern Tiefe hochzuholen und dann nach Augusta zu bringen. Die Bergung soll etwa einen Monat dauern. Nach dem Untergang waren bereits 169 Tote in der Umgebung des Wracks geborgen worden. Insgesamt kamen rund 800 Menschen ums Leben, nur 28 überlebten.
Vor Beginn der Aktion wurde eine Gedenkveranstaltung in Catania abgehalten, wo ein Monument auf einem Friedhof an die Opfer erinnert, die von Nordafrika nach Italien wollten. Es handelte sich um die bis dahin schlimmste Flüchtlingskatastrophe im Mittelmeer. Am 18.4. wurden die beiden Menschenschmuggler aus Syrien und Tunesien, die das Schiff führten, vor Gericht gebracht.
Am Vortag des Bergungsstarts rettete die unter Gibraltar-Flagge laufende “Aquarius”, 1812 BRZ (IMO-Nr.: 7600574), das einstige deutsche Fischereischutzschiff „Meerkatze“ und heute ein Rettungsschiff der französischen Hilfsorganisation “SOS Méditerranée”, 108 afrikansiche Migranten aus einem halb aufgeblasenen Schlauchboot. Acht der Insassen kamen ums Leben. Sechs von ihnen wurden tot im Innern des vollgelaufenen Bootes gefunden, zwei weitere ertranken, als die Bootsinsassen in Panik gerieten, als das Rettungsschiff sich näherte, wobei Dutzende ins Meer stürzten.
Die Anzahl der Toten könnte noch höher liegen – die Überlebenden sagten, es seien mindestens 135 Menschen an Bord gewesen, als das überladene Boot den libyschen Hafen Sabratha verließ. Einige Stunden später war der Motor ausgefallen, und die Luft entwich aus den Schläuchen.
Möglicherweise fielen am 18.4. erneut hunderte von Migranten den rauen Wetterverhältnissen im Mittelmeer zum Opfer. 41 Überlebende einer Kenterung wurden gerettet, sagten aber, es seien über 500 Menschen von Ägypten nach Italien unterwegs gewesen. Eine offizielle Bestätigung für diese Zahlen gab es bislang aber nicht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Eco-Coaster "Eeva VG"
(Bild: Olaf Kuhnke)   Großbild klick!

Nord-Ostsee-Kanal: Neuartiger Ecocoaster auf erster Reise in Holtenau leicht lädiert
(19.04.16) Am Morgen des 18.4. kam es gegen 6.30 Uhr zu einer leichten Karambolage des Kasko des finnischen Eco-Coasters "Eeva VG" (IMO-Nr.: 9769104), als dieser durch die polnischen Schlepper "Amon", 330 BRZ (IMO-Nr.: 8225474), und "Zeus", 186 BRZ (IMO-Nr.: 6605503), als Steuerschlepper auf dem Weg von der Bauwerft in Stettin zum Endausbau für die Meriaura-Gruppe bei der Bodewes-Werft in Papenburg unterwegs die Schleusen des Nord-Ostsee-Kanals in Holtenau passierte. Der Frachterrohbau selbst war auf der Brücke nicht besetzt, und so war es allein an den Schleppern, schlimmeres zu verhüten, als beim Ansteuern der Schleuse das Heck das Leitwerk touchierte.
Durch Gegensteuern konnte eine drohende Kollision des Bugs mit der Schleusenmauer anschließend vermieden werden. So blieb es letztlich bei Schrammen am Rumpf oberhalb der Wasserlinie, und der Schleppzug setzte um 7.30 Uhr seine Reise westwärts fort. Am Nachmittag wurde der Frachter in Brunsbüttel festgemacht.
Der Ecocoaster basiert auf einem neuen Konzept der Meriaura Group sowie den Partnern Foreship Ltd und Aker Arctic Technology Inc., das sich durch hohe Energieeffizienz und den Antrieb durch MGO oder Bioöl aus der Produktion der Raffinerie in Uusikaupunki, die der VG-Shipping gehört, auszeichnet.
Die Schiffe der neuen Klasse werden allen Umweltregularien, die in den nächsten Jahren in Kraft treten, entsprechend oder sie gar übertreffen. Die holländische Werft Royal Bodewes soll zunächst zwei Einheiten bauen. Die “Eeva VG” lief am 5.2. in Stettin vom Stapel und soll Ende Juli 2016 abgeliefert werden, das nächste Schiff drei Monate darauf.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter "Privateer" verursacht Ölverschmutzung
(19.4.16) Strandgänger wurden am Wochenende wegen möglicher Ölverschmutzungen vor einem Betreten des Strandes bei Ocean Shores gewarnt, wo das Wrack des 74 Fuß langen Kutters "Privateer" weiterhin in der Brandung lag. Am 16.4. drehte sich das Schiff, sodass es nun quer zur Brandung statt wie zuvor mit dem Bug Richtung Land zu liegen kam. Nördlich des Schiffes trieb etwas Öl in der See, kam aber nicht auf den Strand getrieben.
Die Ebbe war am 16.4. indes nicht stark genug, als dass Berger von Global Diving, unterstützt durch die Coast Guard Incident Management Division Astoria, Oregon, und das Washington Dept. of Ecology sich ohne Gefahr dem etwa 100 Yards vor dem Strand liegenden Schiff hätten gefahrlos annähern können. An Bord befanden sich noch rund 2.500 Gallonen Diesel und 500 Gallonen Schmieröl sowie sechs Fässer mit jeweils 55 Gallonen Ölabfall. Davon konnte bisher lediglich ein Fass geborgen werden.
Möglicherweise werden bis zum 21.4. noch unpassende Tidenverhältnisse herrschen. Das Department of Ecology, State Parks, die US Coastguard, Feuerwehr und Polizei überwachten die Lage weiterhin. Das Wrack bewegte sich im Lauf des Wochenendes nur noch geringfügig, aber unter den Schlägen der Brandung begannen Rigg, Deck und Ausrüstung abzureißen und landeten als Strandgut zum Teil am Ufer.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kein Geld für Bootsbergung
(19.04.16) Der Eigner des Motorbootes “Jo Lyn IV”, das seit fast einem Monat bereits gestrandet an der Seastreak Pier beim Atlantic Highlands Municipal Harbor liegt, wird sein Schiff nicht bergen können. Sea Tow wollte angesichts seiner Mittellosigkeit keine Maßnahmen ergreifen. Die Bergungskosten sollten zwischen 8000 und 10000 Dollar betragen. Am 21.3. war das Boot im Hafen verankert worden, doch es lief dabei über die Ankerleine und trieb auf Felsen.
Bei der Strandung wurden beide Ruder in den Rumpf gedrückt, und Wasser drang ins Schiffsinnere ein. Der Eigner, der bis vor kurzem in New York lebte und im Januar nach Texas kam, wollte das Boot dorthin überführen. Es war nicht versichert gewesen. Er hatte die 2Jo Lyn IV“ erst im September 2015 für 500 Dollar von einer Familie, die es zuvor38 Jahre in ihrem Besitz gehabt hatte, erworben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Louisa hatte schon eine Geschichte von Havarien
(19.04.16) Der 16 Meter lange Kutter "Louisa - SY 30", der in der vergangenen Woche vor den Western Isles an der Küste von Mingulay sank, war in der Vergangenheit schon mehrfach havariert. Beim Untergang waren Martin Johnstone, 29, aus Caithness und Chris Morrison, 27, aus Stornoway umgekommen, während sich Lachlann Armstrong, 27, schwimmend retten konnte. Skipper Paul Alliston, 42, wurde weiterhin vermisst.
Die vier Fischer hatten geschlafen, als das Schiff 12 Meilen südlich von Barra vor Anker lag. So bemerkten sie nicht, dass es zu einem verhängnisvollen Wassereinbruch kam. Als der Alarm anging, flüchteten sie im letzten Augenblick in die Rettungsinsel, die sich aber nicht korrekt entfaltete und mit Wasser volllief.
Die Polizei und der Marine Accidents Investigation Branch (MAIB) leiteten inzwischen eine Untersuchung ein und überlegten, auch das Wrack zu diesem Zweck zu bergen. Im Februar 2014 war der Kutter an der unbewohnten Insel Ascrib Islands in Loch Snizort in Nordwest-Skye auf Grund gelaufen. Die vierköpfige Crew wurde vom RNLI-Boot aus Leverburgh gerettet, der im April 2009 bei C. Toms & Son in Cornwall vom Stapel gelaufene Kutter geborgen.
Einige Wochen zuvor hatte er auf Fangfahrt vor North Uist Maschinenausfall erlitten und war nach Stornoway abgeschleppt worden. Im November 2014 war der Propeller vor den Äußeren Hebriden blockiert worden, und die "Louisa" musste nach Castlebay abgeschleppt werden. Im Jahr 2011 war er bei Shiant Islands, südöstlich von Lewis, havariert, und wurde vom RNLI-Boot aus Stornoway abgeschleppt.
All' diese Vorfälle standen aber weder in keinem Zusammenhang miteinander noch mit dem Untergang. Entscheidend dafür war offenbar, dass Wasser eindrang, und der Tod der Fischer war vor allem dem Umstand verschuldet, die Insel nicht korrekt funktionierte. Der Kutter hatte Tanks mit 20 Tonnen Seewasser darin, um den Fang bis zum Marktverkauf am Leben zu erhalten. Dieser wird ebenso wie mögliche Undichtigkeiten an Propeller oder Ruder untersucht werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Freifall-Rettungsboot vor Brean Down gestrandet
(19.04.16) Am 16.4. trieb ein ungewöhnliches Gefährt auf den Strand nahe Brean Down an der Weston-Seite. Zeugen alarmierten die Küstenwache, nachdem sie ein orangenes, geschlossenes Freifall-Rettungsboot auf Grund liegend entdeckt hatten. Die Weston Coastguard schickte ein Team zu dem eine Dreiviertelmeile vor der Küste liegenden Gefährt.
An Bord fanden sie zwei Personen, die anschließend durch den Schlamm an Land gebracht wurden. Das Hovercraft "Firefly" der Feuerwehr Avon war ebenfalls im Einsatz. Die Bootsfahrer hatten von Bristol zum River Axe kommen wollen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Leichter in Bangladesch gesunken
(19.04.16) Der Leichter “Tito 12” kenterte mit 1,400 Tonnen Zementklinkern am Morgen des 18.4. in der Bay of Bengal nach Kollision mit der "Suhi 3" gegen neun Uhr. Die 13-köpfige Crew wurde von der "Tito-13" gerettet. Das verunglückte Fahrzeug war von Chittagon nach Munshiganj unterwegs und sank nahe Hatiya in Noakhali bei starkem Wind.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bergung der Jubilee musste abgebrochen werden
(19.04.16) Der Plan, den Kutter "Jubilee" vor Canterbury zu heben, erlitt am Wochenende einen Rückschlag. Hoher Seegang beschädigte drei der Hebesäcke, mit denen das Wrack aus 45 Metern Tiefe geborgen werden sollte. Am 16.4. waren die beiden Bergungsschiffe "Island Leader 11" und "Korua" in Stellung gegangen. Sie hatten den Kutter bereits vom Meeresgrund gelöst, als hohe Wellen ihn in Bewegung brachten und die Schäden am Bergungsgerät verursachten.
Die Arbeiten wurden daraufhin vorerst abgebrochen, denn es mussten nun erst neue Hebesäcke in England geordert werden. Dies wird aber über eine Woche dauern, und dann gilt es zunächst, wieder ein günstiges Wetterfenster zu finden. Der 90-Tonner verbleibt bis auf weiteres entsprechend 22 Kilometer vor der Küste auf dem Meeresgrund. Wenn die Bergung geling, soll er zur weiteren Untersuchung nach Lyttelton gebracht werden.
Beim Untergang war die gesamte Crew, bestehend aus Jared Reese Husband, 47, Paul Russell Bennett, 35, und Terry Donald Booth, 55, im Oktober ums Leben gekommen. Ihre Leichen wurden später aus der See geborgen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schweißarbeiten lösten Feuer aus
(19.04.16) Am 18.4. um 19.54 Uhr wurden die Feuerwehren von Zwartsluis und Hasselt alarmiert, nachdem ein Feuer an Bord des bei der Werft am Sommerdeich in Leylstad aufgeslippten Binnenschiffes "A-Quadraat", 2507 ts (EU-Nr.: 02325946), ausgebrochen war. Im Laufe des Tages hatten auf Höhe des Maschinenraums Schweißarbeiten stattgefunden, deren Hitzeentwicklung zu einem kleinen Feuer führte, das sich dann weiter ausgebreitet hatte.
Mit Schaum aus einer Hochdruckdüse wurde der Brand bekämpft, doch gestaltete sich der Versuch, an den Brandherd zu gelangen, als kompliziert. Dazu mussten zunächst einige Luken entfernt werden. Diese hatten sich jedoch bereit so stark erhitzt, dass sie zunächst mit größeren Mengen Wassers heruntergekühlt werden mussten, ehe man an ihnen arbeiten konnte. Erst als dies geschehen war, konnte das Feuer schließlich endgültig gelöscht werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gasexplosion tötete ein Crewmitglied und verletzte fünf
(19.04.16) Auf dem unter Hongkong-Flagge laufenden Tanker "No. 3 Heung-a-Pioneer", 8271 BRZ (IMO-Nr.: 9438925), kam es am 18.4. gegen 22 Uhr zu einer Gasexplosion in einem der Ladetanks, kurz nachdem das Schiff den Hafen von Penang mit Ziel Singapur verlassen hatte. Dabei wurde ein Crewmitglied getötet, fünf weitere wurden verletzt. Der Havarist kehrte um und warf um 23 Uhr auf der Reede von Penang Anker. Von hier wurden die Verletzten ins Krankenhaus gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Seltene Arten siedeln sich an versenktem Zerstörer an
(19.04.16) Das Wrack des kanadischen Zerstörers HMCS “Annapolis”, der im Januar 2015 durch die Artificial Reef Society vor Gambier Island im Howe Sound als künstliches Riff versenkt wurde, verwandelte sich inzwischen in ein artenreiches marines Habitat. Wissenschaftler des Vancouver Aquarium entdeckten bereits 12 einzigartige Spezies am Schiff, die sich in Vergleichsproben in der Umgebung des Halkett Bay Marine nicht fanden. Vor der Versenkung hatte es heftige Auseinandersetzungen wegen möglicher toxischer Belastungen gegeben.
Inzwischen wird das Schiff auch zu einem zusehends beliebteren Ziel von Tauchern aus Nordamerika. Die Sea Dragon Charters haben bereits hunderte von Tauchern zum Schiff gebracht. Das Wrack stellt nun einen Höhepunkt für Unterwasserexpeditionen im Howe Sound dar. Es wurde in herausragender Weise für Taucher verschiedener Erfahrungsstufen hergerichtet. Große Einschnitte erlauben sicheres Ein- und Austauchen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Colin Archer nach neun Havarien verkauft
(19.04.16) Die 12 Meter lange Colin-Archer-Yacht “Nora”, die Schlagzeilen machte, weil ihre Crew in sieben Monaten neun Mal in Seenot geriet, ist jetzt verkauft worden. Das Schiff hatte mehrere Einsätze für die RNLI verursacht, nachdem die beiden Amerikaner Steve Shapiro und Bob Weise, beide in den 70ern, auf die Reise von Norwegen nach Cornwall gegangen waren. Am 26.1. hatte ein Feuer in Hayle Harbour, Cornwall, das eine unbeaufsichtigte Kerze verursachte, neuerlichen Schaden angerichtet. Danach gaben die beiden ihren Plan, den Atlantik zu queren auf, und kehrten in die USA zurück.
Sie übergaben die „Nora“ den Wooden Ships Yacht Brokers in Dartmouth, die sie Mitte März an den neuen Eigner Brian Ward verkauften. Dieser wollte sie in Hayle überholen und dann an eine Mooring in Mylor legen. Das Boot sei strukturell intakt und brauchte lediglich geringe Reparaturen an der Elektrik und Mechanik, zudem Antifouling, einige Holzarbeiten und den Ersatz aller Segel. Die „Nora“ soll am Ende wieder in altem Glanz erstrahlen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre erlitt Maschinenschaden in Roscoff
(19.04.16) Hunderte Passagiere auf dem Weg nach Plymouth mussten die Nacht zum 19.4. an Bord der französischen Fähre "Armorique", 29468 BRZ (IMO-Nr.: 9364980), verbringen, nachdem deren Maschine ausgefallen war und sie am Kai in Roscoff verbleiben musste. Die Abfahrt nach Plymouth fiel ebenso wie die nächste fahrplanmäßige Reise Plymouth - Roscoff aus. Am Morgen des 19.4. wurden die Passagiere gebeten, das Schiff wieder zu verlassen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Flottentanker wird über zwei Jahre nach Feuer jetzt verschrottet
(19.04.16) Der kanadische Flottentanker HMCS "Protecteur" ist derzeit auf der letzten Reise zu Abwrackern in Nova Scotia. Das Schiff war am 24.2. aus Esquimalt, British Columbia, geschleppt worden. Es ging südwärts durch den Panama-Kanal und dann auf die finale Etappe ins kanadische Liverpool, wo das Schiff in dieser Woche erwartet wird. Im Mai 2015 war es außer Dienst gestellt wurden.
Die in Nova Scotia ansässige Abwrackfirma R. J. MacIsaac gewann den 39-Millionen-Kontrakt zur Verschrottung der “Protecteur” wie auch der HMCS "Algonquin" im Januar. Der Flottentanker war am 27.2.2014 durch ein Feuer im Maschinenraum 630 Kilometer vor Pearl Harbor so schwer beschädigt worden, dass sich eine Reparatur nicht mehr lohnte.
Quelle:Tim Schwabedissen



“Elbe Highway”
(Bild: Olaf Kuhnke)   Großbild klick!

Zum dritten Mal wurde Windbö der “Elbe Highway” zum Verhängnis
(18.04.16) Am Morgen des 17.4. kollidierte gegen neun Uhr beim Einlaufen in die neue Nordschleuse des Nord-Ostsee-Kanals in Brunsbüttel der unter Bahamas-Flagge laufende Autotransporter "Elbe Highway", 23498 BRZ (IMO-Nr.: 9316282), mit dieser, als er von einer Windbö erfasst wurde. Der Rumpf wurde dabei knapp oberhalb der Wasserlinie beschädigt. Ob er auch unterhalb der Wasserlinie in Mitleidenschaft gezogen wurde, musste durch eine Inspektion mit Tauchern geklärt werden.
Dazu musste die "Elbe Highway" die folgenden Stunden an den Marinedalben-Süd in Brunsbüttel festmachen. Gegen 20 Uhr konnte das Schiff nach der Klasseerteilung durch den GL die Reise fortsetzen und wurde am 18.4. in Malmö erwartet.
Es handelte sich nicht um die erste Havarie des Schiffes in diesem Jahr. Am 28.1. war es mit einem Kai im Emder Hafen beim Auslaufen kollidiert. Dabei wurde es selbst leicht, der Kai auf einer Länge von 2,5 Metern in Mitleidenschaft gezogen. Auch hier war eine Windbö von neun Beaufort ursächlich für den Unfall.
Ebenfalls in Emden war die "Elbe Highway" auch am 13.12.2011 mit der Schleuse kollidiert. Bei bis zu 10 Beaufort war die Trosse des Steuerschleppers gebrochen, und das Schiff trieb mit dem Heck gegen die Kaimauer.
Die „Elbe Highway“ ist 147,93 Meter lang, 26,4 Meter breit, hat 7,9 Meter Tiefgang und einen Freibord von 17,3 Metern bei einer Tragfähigkeit von 7750 Tonnen. Sie wird bereedert von der Elbe Maritime Ltd. auf der Isle of Man und wurde 2005 bei der Stocznia Gdynia S.A. in Gdingen erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Saronischer Golf: Tanker südlich von Piräus nach Maschinenschaden abgeschleppt
(18.04.16) Der griechische Tanker "Kriti Amber", 33130 BRZ (IMO-Nr.: 9074987), erlitt im Mittelmeer drei Meilen westlich der Insel Fleves am 17.4. gegen Mittag Maschinenschaden. Das Schiff wurde von einem Schlepper auf den Haken genommen und nach Piräus gezogen, wo es zu Reparaturen vor Anker gelegt wurde. Der Tanker war unterwegs von Matanzas nach Singapur und hatte 42012 Tonnen Rohöl geladen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter „Privateer” halb gesunken
(Bild: USCG)   Großbild klick!

Kutter leckgeschlagen, aufgegeben und gestrandet
(18.04.16) Ein 47-Fuß-Boot der US Coast Guard kam eine Meile vor Grays Harbor am 16.4. der dreiköpfigen Crew des 74 Fuß langen Kutters „Privateer” zu Hilfe. Dieser hatte der Station Grays Harbor um 14.26 Uhr Wassereinbruch durch ein Leck von 25 Zentimetern Größe gemeldet. Die Fischer brachten die Rettungsinsel aus, legten Überlebensanzüge an und machten sich zum Verlassen des Schiffes bereit.
Nach seinem Eintreffen versuchte die Crew des Rettungsbootes, Lenzpumpen anzusetzen, doch diese konnten dem eindringenden Wasser nicht standhalten. Deshalb wurde die Crew angewiesen, das Schiff aufzugeben. Es sackte bereits über den Bug weg und trieb anschließend noch eine Weile halbgesunken in der aufgewühlten See. Die Coast Guard Columbia River in Warrenton, Oregon, warnte vor dem Schifffahrtshindernis, das nördlich der Nordmole von Grays Harbor driftete und schließlich von der meterhohen Brandung auf Grund geschleudert wurde.
An Bord waren rund 3000 Gallonen Öl, und es wurde nach der Strandung ein leichter Ölfilm um das Wrack herum beobachtet, der sich aber rasch auflöste. Die Coast Guard Incident Management Division in Astoria, arbeitete gemeinsam mit Personal des Washington Department of Ecology an der Koordination des Auspumpens der Tanks und der anschließenden Bergung der “Privateer”. Am Abend trafen Berger vor Ort ein, doch das anhaltend stürmische Wetter vereitelte jeden Ansatz, an das in der Brandung auf der Seite liegende Schiff heranzukommen, das vorerst nur weiter überwacht werden konnte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei Binnenschiffe missachteten Sperrung des Emssperrwerks
(18.04.16) Bei Gandersum im Landkreis Leer haben am 17.4. gleich zweimal Binnenschiffer die Sperrung der Hauptschifffahrtsöffnung des Emssperrwerks bei Gandersum missachtet. Trotz diverser Hinweise wie dem Auslegen von Sperrtonnen, dem Zeigen von Sperrsignalen, dem Ausstrahlen in den stündlichen Funklagemeldungen der Verkehrszentrale sowie der Vorankündigung in den Bekanntmachung für Seefahrer verhielten sich die beiden Schiffsführer fehlerhaft beim Annähern und Durchfahren des Sperrwerks.
Zunächst durchfuhr ein niederländisches Binnenschiff gegen 07:30 Uhr die gesperrte Hauptschifffahrtsöffnung. Nur durch glückliche Umstände kam es bei der verbotswidrigen Passage von Delfzijl in Richtung Papenburg zu keinem Schaden. Der 28-jährige Schiffsführer hatte offenbar die Tonnen und Signale nicht erkannt und auf Warnungen der Verkehrszentrale über Funk nicht reagiert. Er wurde durch die Polizei Papenburg in der Schleuse ermittelt und befragt.
Gegen 09:00 Uhr war es ein polnischer Binnenschiffer, der die Sperrung nicht bzw. zu spät erkannte. Nur durch unkontrollierte Manöver konnte der 55-Jährige das unbeladene Binnenschiff noch aufstoppen und drehen. Dabei kollidierte er jedoch mit einem vor dem Sperrwerk stehenden Dalben. Das Polizeibootes "W2" der Wasserschutzpolizei Emden ging nach dem Einlaufen in den Emder Hafen längsseits.
Gegen beide Schiffsführer wurde ein Verfahren wegen der Missachtung von Verbotszeichen und Anordnungen eingeleitet. Der Pole musste noch vor Ort eine Sicherheitsleistung in Höhe von 175,- Euro bezahlen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Binnenschiff in Düsseldorf
(18.04.16) Am 15.4. kurz vor Mitternacht brach auf dem in Düsseldorf festgemachten, holländischen Binnenschiff "Othello", 3917 ts (EU-Nr.: 02332309), ein Feuer im Batterieraum auf. Als die ersten Einsatzkräfte der Feuerwehr vor Ort eintrafen, qualmte aus dem vorderen Bereich des 135 Meter langen Schiffes dichter Rauch.
Die Feuerwehr bekämpfte den Brand vom Land aus und mithilfe eines Feuerlöschbootes. Anschließend wurde das Schiff entraucht und die Sache der Wasserschutzpolizei übergeben. Im Einsatz waren Kräfte der Feuerwachen Hütten- und Münsterstraße sowie das Feuerlöschboot und Rettungstaucher.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wrack gesunkenen Sardinenkutters in 40 Metern Tiefe aufgespürt
(18.04.16) 20 Meilen südwestlich von Puerto de Guaymas, Sonora, wurde in einer Tiefe von 40 Metern das Wrack des Sardinenkutters "" gefunden, der am 6.2. mit einer 10-köpfigen Crew an Bord nahe der Mündung des Los Algodones in Seenot greaten und gesunken war. Acht Männer hatten sich in eine Rettungsinsel flüchten können, der Maschinist wurde am Tag nach dem Unglück tot geborgen, sein Assistent zwei Monate später.
Acht Taucher der mexikanischen Marine hatten mit drei Schiffen in der Cortez-See in den vergangenen Wochen nach dem Wrack gesucht. Es sollte nun zu Untersuchungen in den Indsutriepark Guaymas gebracht werden. Wahrscheinlich war das 40 Jahre alte und 23 Meter lange Schiff überladen gewesen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Betrunkene Crew setzte Motorboot auf Pier
(18.04.16) Am 16.4. kurz vor Mitternacht rammte ein mit sieben Personen – fünf Männern und zwei Frauen - besetztes Motorboot eine Pier in Ulltangneset westlich des Zentrums von Førde. Dabei wurde der Bug des Bootes aufgerissen. Wahrscheinlich waren die Bootsfahrer betrunken gewesen.
Sie wurden nach dem Unfall in Førde durch die Polizei verhört. Vier der Erwachsenen waren verletzt worden, zwei von ihnen kamen ins Krankenhaus. Die beiden anderen konnten mit Schürfwunden vor Ort verarztet werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter vor Hawaii abgeschleppt
(18.04.16) Die US Coast Guard rettete am 16.4. einen 64-jährigen, dessen Kutter sechs Meilen östlich von Niihau Wassereinbruch erlitten hatte. Er hatte um 10.02 Uhr ein Leck in der Bilge gemeldet. Ein 45-Fuß-Boot kam ihm von der Station Kauai zu Hilfe und schleppte den 33 Fuß langen Kutter gegen Mittag nach Port Allen ein, nachdem er zuvor von einer HC-130 Hercules der Air Station Barbers Point geortet worden war. Vor Ort waren 23 Meilen Wind und sechs Fuß hohe Wellen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Havarierter Kutter abgeschleppt
(18.04.16) Die US Coast Guard kam am 15.4. einem Ehepaar 1,5 Meilen südöstlich des Beaufort Inlet zu Hilfe, nachdem um 12.10 Uhr deren 45 Fuß langer Kutter „Captain Dump II“ aus Marshallberg havariert und manövrierunfähig vor Anker gegangen war. Die Coast Guard North Carolina entsandte ein 47-Fuß-Boot von der Station Fort Macon.
Es lief um 12:30 Uhr aus, nahm den Havaristen auf den Haken und schleppte ihn ins Beaufort Inlet. Hier übernahm der Kutter „Lady Jane“ den Havaristen, und der Konvoi machte sich auf den Weg zurück nach Marshallberg.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter manövrierunfähig in Sunnmøre
(18.04.16) Der norwegische Kutter "Norliner" (MMSI-Nr.: 257027000) wurde am 17.4. vor Sunnmøre manövrierunfähig, nachdem ihm eine Leine in den Propeller geraten war. Das NSSR-Rettungsboot "Knut Hoem" kam dem Havaristen zu Hilfe, und ein Taucher befreite den Antrieb von dem Hindernis, sodass der Kutter den Hafen wieder verlassen konnte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ölpest durch gestrandeten Autofrachter in Busan
(18.04.16) Der südkoreanische Autofrachter "Ocean Tango", 3525 BRZ (IMO-Nr.: 8505355), wurde am 17.3. in einem schweren Sturm, der über Busan fegte, bei Yeong Gu losgerissen und trieb auf Felsen an der Küste. Dabei wurden die Tanks aufgerissen, und es kam zu erheblichem Austritt von Kraftstoff.
Rund 20 Schiffe der Hafenbehörde und anderer Einsatzkräfte waren vor Ort, um ölabsorbierende Mittel auszubringen. Über 800 Mann der Coastguard waren im Einsatz. Das Schiff hatte 97 Tonnen Bnker-C-Öl und 10 Tonnen Dieselöl an Bord. Das 87 Meter lange und 16 Meter breite Schiff ist rund 30 Jahre alt und wird von der Duwon Shipping bereedert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler in Kurilen havariert
(1804.16) Der russische Trawler "Kireevka", 1228 tdw (IMO-Nr.: 8423521), erlitt am 16.4. Maschinenschaden und musste vor der Südküste der Insel Paramushir im Kurilen-Archipel notankern. Dort wurde er von dem Bergungsschlepper „Sibirskiy“ auf den Haken genommen und nach Petropavlovsk gezogen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Offshore-Schlepper im Golf von Mexiko gestrandet
(18.04.16) Der 32 Meter lange mexikanische Offshore-Schlepper "Palo de Tinte", 163 BRZ (IMO-Nr.: 8741363), lief am 13.4. bei Arrecife auf dem Alacranes-Riff nördlich von Yucatan im Golf von Mexiko auf Grund. Das Unglück ereignete sich bei seismischen Forschungsarbeiten an der berüchtigten Untiefe östlich der Insel Pérez, wo zuletzt im Juni 2015 der Kutter "Jose Guillermo" strandete und vor einigen Jahren die „Sandwich“ und die „Tabasco“ verloren gingen.
Inspektoren von Profepa und CONANP untersuchten den Schaden am Riff. Am 15.4. traf der Schlepper "Dabhol" der Reederei Equimar vor Ort ein, konnte den Havaristen aber nicht befreien. Am 18.4. sollte ein stärkerer Schlepper eintreffen und das Schiff bergen. Die “Palo de Tinte” lief für die Pemex, die das Schiff in Marinsa in Ciudad del Carmen stationierte, und gehört der Cemza Gruppe in Ciudad del Carmen. Sie war um den 12.4. herum ausgelaufen und hatte Kurs auf das Gebiet von Alacranes genommen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter versenkte Kutter
(18.04.16) Der vietnamesische Frachter “Duy Phat 25”, 1980 tdw (IMO 8664747), kollidierte am Abend des 16. vor der Küste der Quang Ngai Provinz südlich von Da Nang in der südchinesischen See mit dem Kutter „BD 96271“. Dieser sank, und die siebenköpfige Crew wurde von dem Frachter gerettet und nach Quy Nhom gebracht. Der 2007 erbaute Frachter läuft im Management der Duy Phat Shipping Co. Ltd.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Fischfabrik in Christchurch
(18.04.16) Im Achterschiff des unter St. Vincent-Grenadines-Flagge laufenden Fabriktrawlers "Desert Rose", 4407 BRZ (IMO-Nr.: 8729688), entstand am Morgen des 18.4. gegen 8.15 Uhr ein Feuer. Das Schiff lag seit einem halben Jahr zu Reparaturarbeiten an der Westseite von Wharf 7 in Lyttelton, Christchurch. Sechs Crewmitglieder wurden mit Rauchvergiftung medizinisch behandelt, vier mussten ins Krankenhaus.
Die gesamte Crew wurde von Bord geholt. 13 Löschfahrzeuge, davon sechs aus Christchurch sowie freiwillige Einsatzkräfte, eilten ebenso wie einige Spezialeinheiten zum Hafen und konnten den Brand nach mehreren Stunden unter Kontrolle bringen.
Offenbar war er durch Funkenflug bei Schweiß- oder Schleifarbeiten entstanden. Die "Desert Rose" wird von der in Christchurch ansässigen Independent Fisheries bereedert und wurde 1989 erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bergung von Wrack mit rund 400 Toten an Bord angelaufen
(18.04.16) Am 18.4. sollten die Bergungsarbeiten für das Flüchtlingsboot, das im Mittelmeer. In der Nacht vom 18. auf den 19.4.2015 130 Kilometer vor der libyschen Küste nach Kollision mit dem Frachter „King Jacob“ sank, beginnen. Niemand weiß mit Sicherheit, wie viele Menschen damals genau ertranken. Es könnten aber etwa 800 Flüchtlinge gewesen sein, die auf dem Weg nach Italien ihr Leben verloren. Nur 28 Menschen aus Somalia, Eritrea, Gambia, Mali, Senegal und Bangladesch konnten lebend gerettet, weitere 169 tot geborgen werden.
Die restlichen Leichen dürften sich noch in dem 25 Meter langen Wrack befinden. Spezialisten der italienischen Marine sollen das in knapp 400 Metern Tiefe liegende Wrack bergen. Geplant ist, ein großes Tuch unter den Rumpf zu ziehen und dieses dann zusammen mit dem Schiff vorsichtig an die Oberfläche zu befördern. Beteiligt sind an der Aktion neben mehreren Marineschiffen und Spezialtauchern der Marine auch zwei private Firmen.
Etwa zwei Tage sollte die Hebung dauern. Das Wrack sollte dann in die NATO-Basis von Melilli auf Sizilien transportiert und es zur Konservierung der Leichen bis dahin mit Planen bedeckt werden, unter die Stickstoff zur Kühlung gesprüht wird. Dann beginnt die schwierige Arbeit der Rechtsmedizinier.
Quelle:Tim Schwabedissen



Großsegler rammte Sportboot in Rostock
(18.04.16) Am Vormittag des 15.4.kollidierte ein Großsegler beim Ablegen mit einem am Steg festliegenden Sportboot in der Marina Rostock-Bramow. Ursache war offenbar eine plötzlich auftretende Windböe Ursache für die Kollision. Am Sportboot entstand ein Sachschaden in Höhe von ca. 2.500 Euro. Die Ermittlungen zum Unfallhergang durch die Wasserschutzpolizei Rostock dauerten an.
Quelle:Tim Schwabedissen



Neue Suchaktion nach VDR der El Faro
(18.04.16) Am 18.4. lief das Forschungsschiff "Atlantis", 3601 BRZ (IMO-Nr.: 9105798), aus Charleston aus, um eine neuerliche Suchaktion nach dem VDR des im Hurrikan gesunkenen Containerfrachters "El Faro" zu beginnen. Im Zuge der Aktion wird das National Transportation Safety Board außerdem weitere Dokumentationen des Wracks durchführen. Der Hauptmast des Schiffes, an dem das Datenaufzeichnungsgerät befestigt war, wurde im Zuge der ersten Suchaktion im November 2015 nicht entdeckt.
Die "Atlantis" soll 10 Tage vor Ort sein und um den 5.5. nach Woods Hole, Massachusetts zurückkehren. Bei seiner Arbeit wird auch das AUV “Sentry" zum Einsatz kommen.
Quelle:Tim Schwabedissen



RNLI-Boot assistierte kleiner Fähre
(18.04.16) Das RNLI-Rettungsboot aus Tamworth , die “Vision of Tamworth”, lief am 10.4. von Roa Island aus, um der kleinen Fähre „Endeavour“ zu assistieren, die eine Ankerleine in den Propeller bekommen hatte und manövrierunfähig geworden war. Wahrscheinlich war die starke Strömung einer Springtide dem Fährmann zum Verhängnis geworden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Überladen: Tanker "Narcea"
(Bild: Olaf Kuhnke)   Großbild klick!

Brunsbüttel: Tanker lag zu tief im Wasser
(15.04.16) Am Vormittag des 13.4. haben Beamte des Wasserschutzpolizeireviers Brunsbüttel den portugiesischen Tanker "Narcea", 2995 BRZ (IMO-Nr.: 9344320), in der Nordschleuse auf seiner Fahrt von Stettin nach Aviles einer Freibordkontrolle unterzogen. Weil das Schiff augenscheinlich zu tief im Wasser lag, führten die Beamten eine Freibordkontrolle durch. Dabei stellte sich heraus, dass die "Narcea" überladen war, und ein Weiterfahrverbot wurde daraufhin angeordnet.
Die Freibordunterschreitung betrug 3,9 Zentimeter, was gemäß der hydrostatischen Daten des Schiffes einer Überladung von 49,725 metrischen Tonnen entsprach. Die Berufsgenossenschaft für Transport und Verkehrswirtschaft ordnete daraufhin die Einziehung einer Sicherheitsleistung und ein Weiterfahrverbot ab der Neufelder Reede an.
Nach Abpumpen von etwa 35 Tonnen Ballastwasser und 15 Tonnen Frischwasser während der Ankerliegezeit auf der Reede konnte der Tanker wieder auf Marke gebracht werden. Das Weiterfahrverbot wurde aufgehoben, gegen den Kapitän fertigten die Polizisten eine Ordnungswidrigkeitsanzeige.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter “Pioneer – SC 41” im Schlepp
(Bild: RNLI)   Großbild klick!

Kutter vor Gorregan aus Seenot geborgen
(15.04.16) Am Nachmittag des 13.4. wurde das RNLI-Boot aus St. Mary's RNLI alarmiert, weil der Kutter “Pioneer – SC 41” Motorausfall und Wassereinbruch gemeldet hatte. Das offene Schiff trieb nördlich von Gorregan und trieb auf die Western Rocks nahe Annet zu. Die dreiköpfige Crew bat um 15.15 Uhr um Assistenz.
Das örtliche Rettungsboot „The Whiteheads” lief eine Viertelstunde später aus. In der Zwischenzeit hatte bereits der Kutter “Goodwill” auf den Notruf reagiert und die „Pioneer“ in Schlepp genommen. Das Rettungsboot begleitete den Konvoi zurück nach St. Mary's. Um 16.40 Uhr war der Havarist in Sicherheit und der Einsatz beendet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Binnenschiff „Rehoboth" liegt quer
(Bild: Polizei Rheinland Pfalz)   Großbild klick!

Quergeschlagenes Binnenschiff blockierte Mosel
(15.04.16) Das holländische Binnenschiff „Rehoboth", 3901 ts (EU-Nr.: 02331616), kam am 13.4. gegen 22 Uhr mit einer Ladung von 3000 Tonnen Malz an Bord auf der Mosel mit Kurs Rotterdam talfahrend in Höhe der Ortschaft Hatzenport bei Flusskilometer 28,800 mit seinem Vorschiff außerhalb des Fahrwassers am linken Ufer fest. In den ersten Stunden nach der Havarie war die Moselschifffahrt zunächst noch eingeschränkt möglich. Am 14.4. wurde mithilfe eines bergfahrenden Binnenschiffs versucht, den Havaristen freizuschleppen. Dabei drückte die starke Strömung das Schiff aber in den Schlick im Flachwasserbereich der gegenüberliegenden Uferseite. Der Frachter saß schließlich quer zur Fahrrinne mit Bug und Heck fest, sodass er das Fahrwasser blockierte.
Nach dem missglückten Bergungsversuch musste um 13.30 Uhr die Mosel für die Schifffahrt in Höhe der Unfallstelle gesperrt werden. An den weiteren Bergungsarbeiten waren das holländische Baggerschiff "Gouwzee" (MMSI-Nr.: 244750553), der deutsche Schubschlepper „Nashorn“ (MMSI-Nr.: 211667020), das Arbeitsboot "Eltz" (MMSI-Nr.: 211667010), sowie der deutsche Schlepper "Rheinland" (MMSI-Nr.: 211510040), der aus Mainz angefordert worden war und am Abend in Hatzenport eintraf, beteiligt. Um 21.45 Uhr wurde die „Rehoboth“ freigeschleppt und machte am 15.4. in Koblenz fest.
Vorher waren an der Schleuse Lehmen die Maschine und der Rumpf auf Fahrtüchtigkeit hin kontrolliert worden. Im Laufe des Tages sollten Taucher überprüfen, ob möglicherweise die Ruderanlage beschädigt worden ist. Bereits am 15.6.2015 war die "Rehoboth" um 22.20 Uhr auf dem Rhein bei Kilometer 350,8 am Auergrund festgekommen. Es war mit 3260 Tonnen Mais beladen und unterwegs nach Kön, als es wegen einer technischen Störung vom Kurs abkam. Am Nachmitttag des 16.6. konnte es freigeschleppt und nach Mannheim gebracht werden.
Die “Rehoboth” wurde 2009 auf dem Jialong Shipyard, Nanjing, als Kasko erbaut, bei Markerink, Lobith-Tolkamer, ausgerüstet und an die IJsselpoort Handel en Scheepvaart BV (W. Kleine) in Kampen abgeliefert. Das 264-TEU-Schiff ist 135 Meter lang, 11,45 Meter breit und hat 3,59 Meter Tiefgang.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sonarbild vom "Monster"
(Bild: Kongsberg Maritime)   Großbild klick!

Filmdouble des Monsters von Lough Nesss entdeckt
(15.04.16) Bei der Erforschung des Lough Ness entdeckte am jetzt das Mini-U-Boot „Munin“ in 180 Metern Tiefe Umrisse eines Monsters auf dem Grund des Sees. Als die Sonarbilder erschienen, herrschte zunächst helle Aufregung bei den britischen und norwegischen Forschern in Inverness, die seit zwei Wochen mit dem ROV den See untersuchten. Doch rasch stellte sich heraus, dass keineswegs endlich Nessie gefunden worden war – vielmehr handelte es sich um eine Nachbildung des berühmten Monsters und Sommerlochfüllers.
1969 war das Film-Double Nessies für den Sherlock-Holmes-Film „Das Privatleben von Sherlock Holmes“, der mit Billy Wilder als Regisseur produziert wurde, konstruiert worden.
Wally Veevers, verantwortlich für Spezialeffekte, hatte ein neun Meter langes Nessie-Modell herstellen lassen. Doch Billy Wilder gefielen die Höcker des Modells nicht. Als man sie trotz eindringlicher Warnungen von Mitarbeitern des Filmeteams auf seinen Befehl hin abnahm, verlor das das Nessie-Double seinen Auftrieb, sank und tauchte bis jetzt auch nicht wieder auf.
Es handelte sich aber nicht um den einzigen Fund auf dem Grund des Sees: Außerdem spürte die „Munin“ ein acht Meter langes Wrack, einen Wellington-Bomber aus dem Zweiten Weltkrieg, ein hundert Jahre altes Fischerboot der „Zulu“-Klasse und John Cobbs Schnellboot „Crusader“ aus dem Jahr 1952 auf. Mit der „Crusader“ wollte Cobbs seinerzeit einen neuen Geschwindigkeits-Rekord aufzustellen. Doch beim Überschreiten von 300 Stundenkilometern verunglückte das Reenboot, und er fand den Tod. Nur etwas blieb verschwunden – das wahre Monster vom Lough Ness.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bulkcarrier ankerte mit Maschinenschaden vor Ponta Delgada
(15.04.16) Der maltesische Bulkcarrier "Diamond Sea", 31617 BRZ (IMO-Nr.: 9468152), erlitt am 12.4. auf dem Atlantik rund 200 Meilen südwestlich von Ponta Delgada Maschinenschaden. Das Schiff war unterwegs von Port Arthur nach Alexandria in Ägypten Es gelang der Crew, die Maschine soweit wieder fahrtüchtig zu bekommen, dass der Frachter mit reduzierter Fahrt Kurs auf Ponta Delgada nehmen konnte.
Für eine endgültige Reparatur waren aber Ersatzteile vonnöten, die dort an Bord gebracht werden sollten. Am 14.4. warf der Havarist Anker auf der Reede von Ponta Delgada.
Quelle:Tim Schwabedissen



Flüssiggas-Fischfrachter vom Autopiloten auf Riff gesetzt
(15.04.16) Der norwegische Fischtransporter "With Harvest", 3450 gt (IMO: 9692117) lief am 15.4. um 3.02 Uhr auf Felsen bei Tysnes im Lukksund. Er kam an der Ostseite von Tysnesøy fest. Das JRCC wurde um 3.26 Uhr alarmiert.
Die siebenköpfige Crew meldete Lecks in zwei Ballastwassertanks. Es gelang ihr aber, das Schiff wieder abzubringen. Es nahm dann Kurs auf Leirvik in Stord, wo es, eskortiert von der "Rygerskil" und dem Rettungsboot "Simrad Færder", gegen fünf Uhr festmachte. Hier sollte ein Taucher den Rumpf inspizieren. Die Polizei ging für Untersuchungen an Bord. Es gab keinen Verdacht auf Drogenmissbrauch der Crew. Ein Fehler am Autopiloten könnte ursächlich für die Havarie gewesen sein.
Das flüssiggasbetriebene Schiff wurde 2014 von der Fiskerstrand Verft als erste von zwei Einheiten an die Egil Ulvan Rederi abgeliefert. Das Design lieferte die Multi Maritime in Kooperation mit der Reederei auf der Basis von Anforderungen der Marine Harvest ASA, die das Schiff in Langzeitcharter nahm. Die “With Harvest” und ihr Schwesterschiff wurden maßgeschneidert für den Transport von Fischfutter von einer neu erbauten Fabrik in Bjugnzu Fischzuchtfarmen entlang der norwegischen Küste.
Sie sind dank des gaselektrischen Antrieb extrem abgasarm. Auch das von Graintec entwickelte Lade- und Löschsystem ist neuartig. Die Beladung erfolgt über einen einzigen Punkt oben an den Ladeluken, die Fracht wird dann durch ein Förderbandsystem auf beide Schiffsseiten verteilt. Die Umwelt wird so nicht durch Staub und Gerüche belastet.
Auch das Löschen erfolgt über Förderbänder von unten her, dann wird die Ladung durch einen Aufzug hochgebracht, der ein weiteres Förderbandsystem bedient, das das Fischfutter zum Löschkran, der mit einem 25 Meter langen Ausleger die Farmen punktgenau beliefern kann, bringt.
Die Ladekapazität beträgt dabei 300 Tonnen pro Stunde, die Löschkapazität 200 Tonnen. Das Bunkern von LBG kann parallel zum Lade- und Löschbetrieb durchgeführt werden. Die “With Harvest” hat eine Tragfähigkeit von 5,000 Tonnen, ist 70 Meter lang, 23 Meter breit und geht 6,8 Meter tief.
Quelle:Tim Schwabedissen



Mississippi wieder freigegeben
(15.04.16) Die US Coast Guard öffnete den Mississippi River bei Thebes, Illinois, am 14.4. wieder für den Schiffsverkehr. Währenddessen gingen die Bergungsarbeiten an einer Barge, die bei der Kollision eines von dem Schlepper „Michael G. Morris“ über den Fluss bugsierten Schubverbandes mit einer Straßenbrücke gesunken war, weiter. Die Coast Guard Ohio Valley gab eine entsprechende Mitteilung an die Schifffahrt heraus. Die Havarie wird weiter untersucht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Segelyacht sank vor Grave
(15.04.16) Am 13.4. gegen 16 Uhr fing das CROSS Etel das Mayday einer 8,55 Meter langen Segelyacht auf, die Wassereinbruch erlitten hatte. Das Boot befand sich 2,1 Meilen vor dem Südöstende von Grave. Das CROSS schickte sofort einen Dragon 17 Helikopter aus La Rochelle. Außerdem kamen ein SNSM-Boot, ein weiteres Sportboot und ein Lotsenboot aus Bordeaux zu Hilfe.
Um 16.13 Uhr meldete der Skipper der Segelyacht, dass er diese nun aufgeben müsse, weil sie sinke. Er wurde wenig später unversehrt vom Sportboot aufgenommen. Als das Lotsen- und das Rettungsboot zehn Minuten später eintrafen, war die Yacht bereits untergegangen. Lediglich die Rettungsinsel und einige Trümmer wurden aus dem Wasser gezogen. Der Gerettete wurde vom SNSM-Boot übernommen und nach Royan gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fünf Tote bei Bootsunglück in Guiena-Bissau
(15.04.16) Am Abend des 12.4. sank bei Kamsar in der Boke Region ein Boot mit 28 Fahrgästen. Dabei kamen vier Kinder und eine Frau ums Leben. Das Boot war von Kamsar in Guinea Bissau ausgelaufen und kenterte bei starkem Wind bei Nampou. Retter wurden von Schreien alarmiert. Dank der Rettungswesten, die die Menschen trugen, konnte eine noch größere Opferzahl verhindert werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Jubilee soll vor Canterbury gehoben werden
(15.04.16) Berger der New Zealand Diving and Salvage aus Wellington wollen den am 18.10.2015 vor der Mündung des Rakaia River in Canterbury gesunkenen 90-Tonnen-Kutter „Jubilee“ an diesem Wochenende wieder an die Wasseroberfläche holen. Beim Untergang war die dreiköpfige Crew, Jared Reese Husband, Paul Russell Bennett und Terry Donald, ums Leben gekommen. Marinetaucher bargen später ihre Leichen.
Die Bergung sollte nun durch die “Island Leader 11” und “Korua” durchgeführt werden. Das 16,8 Meter lange Wrack liegt 45 Meter tief 22 Kilometer vor der Küste. Mit Hebesäcken planten die Berger, es bis 20 Meter unter die Wasseroberfläche anzuheben und dann in flacheres Wasser zu ziehen. Wenn Taucher es dann abgedichtet haben, würde es nach Lyttelton geschleppt werden können.
Die Bergungsoperation sollte zwischen drei und fünf Tagen dauern. Der Verlauf und Erfolg hing aber auch vom Wetter vor Ort und dem Zustand des Kutters ab. Die Ermittler hoffen, bei der direkten Inspektion des Schiffes Rückschlüsse auf die Gründe des Untergangs ziehen zu können. Die Transport Accident Investigation Commission hatte im vergangenen Jahr eine Untersuchung eingeleitet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kurzschluss setzte Dhau in Brand
(15.04.16) Eine Dhau geriet am Nachmittag des 14.4. in Doha in Brand. Ein Kurzschluss in einem Generator verursachte das Feuer, das zu starker Rauchentwicklung führte. Am Oberdeck wurden gerade Reparaturarbeiten an der Elektrik durchgeführt, dabei geriet die Verdrahtung in Brand. Das gesamte Oberdeck stand in Flammen, Klimaanlagen, Generatoren und sonstige Deckinstallationen wurden ein Raub des Feuers.
Einsatzkräfte des Zivilschutzes waren binnen fünf Minuten vor Ort und konnten einen noch größeren Schaden verhindern. Die Reparaturdauer wurde auf drei bis vier Monate geschätzt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Keine Spur von Crew vermissten Haikutters
(15.04.16) Eine große Suchaktion nach der von der Isla Mujeres stammenden, fünfköpfigen Crew des Haikutters “Anastacia” endete am 13.4. ohne Resultat. Der Kutter war am 30.3. von der Isla Mujeres aus in Richtung des Yucatan Channel ausgelaufen. Am Nachmittag sollte er zurückkehren. Doch seither gab es kein Lebenszeichen mehr.
Am 31.3. war die Suchaktion, an der sich auch Flugzeuge, Privatboote sowie Fähren und die US Coast Guard und die Fifth Naval Region der mexikanischen Navy beteiligten, angelaufen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Viel Rauch, aber noch kein Feuer auf Motorboot vor Cuckmere Haven
(15.04.16) Die RNLI-Boote aus Newhaven und Eastbourne liefen am Nachmittag des 13.4. aus, nachdem ein Motorboot aus Eastbourne wegen eines mutmaßlichen Brandes an Bord Mayday vor Cuckmere Haven gefunkt hatte. Der Skipper hatte zuvor bemerkt, das Rauch aus dem Motorraum aufstieg. Er wusste auch von einem Vorfall vor kurzem, bei dem ein vergleichbares Motorboot in Brand geraten und vor Eastbourne gesunken war.
Deshalb zögerte er nicht, die beiden Maschinen sofort auszuschalten und einen Notruf abzusetzen. Das MRCC der Dover Coastguard koordinierte den Notfall und schickte das Rettungsboot aus Newhaven zu Hilfe. Ein Rettungsmann stieg auf den Havaristen über und stellte fest, dass es zwar kein offenes Feuer gab, eine Maschine aber stark überhitzt war und dichten Rauch absonderte.
Nach einer Diskussion zwischen den Rettungsbooten und der Dover Coastguard wurde entschieden, dass es vertretbar zu sein schien, dass das Motorboot mit eigener Kraft auf der verbliebenen Maschine in den Heimathafen zurückkehren könnte. Dabei wurde der vom RNLI-Boot aus Newhaven bis Beachy Head eskortiert, von wo aus das Boot aus Eastbourne den restlichen Weg in den Sovereign Harbour absicherte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bulkcarrier beging Unfallflucht
(15.04.16) Die Besitzer eines philippinischen Auslegerbootes haben einen maritimen Protest bei der philippinischen Coast Guard eingelegt und beschuldigen den unter Marshall-Islands-Flagge laufenden Bulkcarrier "Madredeus", 52186 BRZ (IMO-Nr.: 9520845), den Kutter am 7.4. beschädigt zu haben. Er hatte an jenem Tag nahe Sampaloc Point in der San Antoni-Gemeinde in Mindanao vor Anker gelegen, als ein passierendes Schiff die Ankerleine erfasste und das Boot mit sich zog. Dabei wurde es beschädigt, und zwei der drei Fischer stürzten über Bord.
Sie konnten nur mit knapper Not gerettet werden. Der Bulkcarrier setzte seine Fahrt in nördlicher Richtung fort, ohne zu stoppen. Nun wollen die Eigner eine Kompensation für den entstandenen Schaden. Die „Madredeus“, die von Indonesien nach Taiwan unterwegs war, ankerte derzeit vor Kaohsiung.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wrack der “Farley Mowat“
(Bild: Amy Woolvett)   Großbild klick!

Fristverlängerung zum Entfernen einstigen Sea Shepherd-Flaggschiffs
(14.04.16) Ein Gericht in Nova Scotia hat die Frist zur Entsorgung des Wracks der “Farley Mowat“ von einem Kai in Shelburne nochmals verlängert. Eigentlich sollte das einstige Flaggschiff der Sea Shepherd Conservation Society bereits bis zum 8.4. verschwunden sein, doch Eigner Tracy Dodds machte geltend, dass schlechtes Wetter den Arbeitsfortschritt behindert habe. Der Federal Court of Canada verlängerte die Deadline am 11.4. bis zum 22.4.
Während der Vorbereitungsarbeiten war die Hulk an jenem Tag auch noch in Brand geraten, doch das Feuer hatte schnell gelöscht werden können und sollte den Terminplan der anstehenden Arbeiten nicht behindern. Es war entstanden, als ein Zugang zum Maschinenraum geschnitten wurde, um die Antriebsanlagen mit einem Kran auszubauen.
Wenn Dodds die neue Deadline nicht schafft, drohen ihm 5000 Dollar Strafe und maximal 20 Tage Gefängnis. Das 54 Meter lange Schiff war im April 2008 von der Royal Canadian Marine Police aufgebracht worden, als es zu dicht an Seehundjäger im Gulf of St. Lawrence herankam.
Quelle:Tim Schwabedissen



Eisverkaufskutter “Sandra af Carlshamn” gesunken
(Bild: Gunnel Persson)   Großbild klick!

Eiskutter in Karlshamn gesunken
(14.04.16) Der Eisverkaufskutter “Sandra af Carlshamn” begann am 12.4. um 9.35 Uhr an seinem Liegeplatz im Hafen von Karlshamn zu sinken. Als die alarmierten Rettungskräfte vor Ort eintrafen, war nichts mehr zu retten. Das 130-Tonnen-Schiff sackte bis übers Oberdeck weg. Am 13.4. stiegen Taucher der Dyk- och Marktjänst Sölvesborg ab, um das Wrack zu untersuchen.
Es wurden vorsorglich Ölsperren ausgebracht. Sie fanden am Steuerbordheck einen Schaden, durch den es zu einem Wassereinbruch gekommen ist. Die Bergung der „Sandra“ dürfte kompliziert werden, da die Kaianlage zu marode ist, um einen Schwerlastkran tragen zu können. Auf das beliebte Schiff dürfte hinterher nur noch der Abwracker warten.
Es hatte bereits vor dem Untergang nur mit kontinuierlichem Auspumpen schwimmfähig gehalten werden können. Eigner Roger Karlsson will aber baldmöglichst ein Ersatzschiff, diesmal möglichst aus Stahl, finden, sodass die fünf Angestellten weiter beschäftigt werden können. Zunächst soll der Eisverkauf auf dem Kai weitergehen. Bereits das Vorgängerschiff „Glassbåt” war im Jahr 2010 untergegangen.
Quelle:Tim Schwabedissen



USS “Fort Worth” (Archivbild)
(Bild: Cobatfor)   Großbild klick!

US-Kriegsschiff soll nach Maschinenschaden in San Diego repariert werden
(14.04.16) Die USS “Fort Worth”, die nach einem schweren Maschinenschaden am 12.1. in Singapur festliegt, soll im Sommer zur Reparatur nach San Diego gebracht werden. Dazu sollen die Gasturbinen eingesetzt werden. Die Reise soll sechs Wochen dauern. Der Schaden war aufgetreten, als Diesel und Gasturbinen kombiniert eingesetzt wurden. Dabei kam es zu einem Schmierölmangel an den Hauptdieseln.
Quelle:Tim Schwabedissen



WC verursachte Öl-Verunreinigung im Hafen von Leer
(14.04.16) Am 13.04. gegen 14.50 Uhr, wurde das Gewässer im Hafen von Leer geringfügig durch mineralölhaltige Stoffe verunreinigt. An Bord eines 19 Meter langen Stahlbootes kam es zum Wassereinbruch, verursacht durch ein defektes Ventil der WC-Anlage. Beim Lenzen des Wassers über eine Tauchpumpe wurde die noch in der Pumpe befindliche Flüssigkeit, in das Gewässer eingebracht. Vorsorglich wurden Absorberschläuche ausgebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen



RNLI half zwei Kuttern
(14.04.16) Am Nachmittag des 13.4. wurde das RNLI-Boot aus Eastbourne, die „Diamond Jubilee”, alarmiert nachdem unweit des Beachy Head Lighthouse ein Kutter in Brand greaten war. Der Havarist wurde nach Sovereign Harbour abgeschleppt, wo die Feuerwehr bereit stand.
Bereits einige Stunden zuvor war das RNLI-Boot aus Fowey einem Kutter zu Hilfe gekommen, dessen Fanggeschirr sich im Propeller verfangen hatte. Die „Maurice and Joyce Hardy” lief mit seiner siebenköpfigen Crew aus, um der “Boy Jowan” zu assistieren, die unweit von Felsen manövrierunfähig lag.
Der Sturm des Wochenendes hatte das Hummerfanggeschirr dicht unter Land gedrückt. Binnen 20 Minuten waren die Seenotretter vor Ort und nahm den Kutter in Schlepp nach Gorran, wo der Antrieb befreit wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wrack historischer Fähre „Kestrel“ in Waitemata gehoben
(14.04.16) In Waitemata wurde das Wrack der gesunkenen 170-Tonnen-Fähre „Kestrel“ am 14.4. mit dem Nachmittagshochwasser von einer Kranbarge und zwei Mobilkränen gehoben. Ein vorangegangener Versuch mit nur zwei Kränen war fehlgeschlagen. Die Aufbauten der 111 Jahre alten Fähre samt Ruderhaus hatten sich bereits kurz nach dem Untergang am Wynyard Wharf am 7.3. losgerissen.
Nachdem der Rumpf wieder über Wasser war, wurde er zu einem nahen Slip transportiert, wo er an Land gesetzt wurde. Dort musste die Versicherung entscheiden, ob das historische Schiff noch reparaturwürdig ist. Die „Kestrel” war 2010 zur Restaurierung von Tauranga nach Auckland zurückgeschleppt worden. Trotz des schlechten Zustandes des Rumpfes war seither von der Kestrel Preservation Society daran gearbeitet worden, das Schiff wieder herzustellen.
Die „Kestrel“ wurde 1905 bei Charles Bailey Jr. In Tepid Baths, Auckland, erbaut und am 14.12. jenen Jahres vom Stapel gelaufen. Die „Kestrel“, die einst 20.000 Fahrgäste am Tag transportierte, ist 37 Meter lang, 8,7 Meter breit und hat 2,8 Meter Tiefgang. 1952 wurde die Dampfmaschine durch einen Crossley-6-Zylinder-Diesel ersetzt. Sie war die letzte überlebende Doppelendfähre von Waitemata Harbour, die noch schwamm.
An Aucklands Northwestern Motorway wurde die 40 Meter lange SS „Toroa“ auf Land aufgestellt. Sie ist die letzte noch existente dampfgetriebene Doppelend-Holzfähre der Welt und gehörte einst zu acht Schiffen der Albatross-Klasse in Waitemata. Sie wird durch die Toroa Preservation Society instandgehalten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Indisches Pilgerboot gekentert – ein Toter
(14.04.16) Am 13.4. kam eine Person aus Solukhubu ums Leben, sieben weitere wurden verletzt, drei von ihnen schwer, als ein Boot mit 50 Pilgern auf dem Rapti River im Chitwan Nationalpark kenterte. Das Unglück ereignete sich gegen 13 Uhr auf dem Weg zurück von einer religiösen Zeremonie in Bikram Baba. Die Verletzten wurden ins Bharatpur Hospital gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Havarierte Fähre nach Neapel abgeschleppt
(14.04.16) Nach Abschluss der Untersuchungen des Rumpfes durch Taucher wurde die italienische Fähre "Giraglia", 2123 BRZ (IMO-Nr.: 8013235), am 12.4. von dem aus Bonifacio mobilisierten Schlepper "Vincenco Onorato" (IMO-Nr.: 7512507), aus dem Hafen von Santa Teresa die Gallora nach Neapel abgeschleppt, wo sie repariert werden soll. Der Schleppzug traf am 14.4. gegen Mittag dort ein.
Sie war am 11.4. beim Auslaufen aus dem Hafen auf Felsen gelaufen, nachdem beim Manövrieren der Antrieb ausgefallen war. Nachdem das Schiff mit dem Heck festgekommen war, wurden 67 Fahrgäste mit einem Boot der italienischen Küstenwache über die Bugrampe von Bord geholt und an Land gebracht. Zwei Schlepper der Reederei Vincenzo Onorato aus Porto Torres hatten den Havaristen dann wieder flottgemacht und in den Hafen gezogen, wo die Küstenwache von La Maddalena eine Untersuchung der Havarie einleitete.
Die “Giraglia” ist 74,6 Meter lang, 12,7 Meter breit, hat 3,46 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 323 Tonnen. Sie läuft für die Moby Spa in Portoferraio und wurde 1981 in La Spezia bei der Inma Spa erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wrack vermissten Trawlers vor australischer Küste entdeckt
(14.04.16) Die Polizei von Queensland suchte weiterhin nach zwei Vermissten, die beim Untergang des Trawlers “Cassandra” am 4.4. um 6.45 Uhr vor Fraser Island mutmaßlich ums Leben kamen. Tagelang war aus der Luft, zu Wasser und an der Küste der Insel nach David Chivers, 36, und Matt Robert, 60, gesucht worden.
Dann lokalisierten die Einsatzkräfte in 47 Metern Tiefe ein Wrack, bei dem es sich wohl um das vermisste Schiff handelt. Die Taucher des Queensland Police Service können nicht bis in diese Tiefe vordringen. Deshalb wurde nun nach neuen Wegen gesucht, das Wrack zu untersuchen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wracks deutscher Zerstörer werden durch Drohne dem Vergessen entrissen
(14.04.16) Mit kleinen Drohnen wurden jetzt die Wracks der beiden ehemaligen deutschen Zerstörer “V 44” und “V 82” gescannt, die im Schlamm am Südende der Royal Navy Base HMS Excellent auf Whale Island in Portsmouth seit Jahrzehnten begraben sind. Vom besser erhaltenen Schiff sind noch zwei der Kessel, der Bug und das Vorschiff erkennbar. Die Wrackteile ragen fünf Fuß hoch aus dem Schlamm.
Marinearchäologen wollen aus den gewonnenen Bildern ein 3-D-Computermodell erstellen, um die Schiffe im Rahmen der Forgotten Wrecks of World War 1 Initiative als Teil der Erinnerung an den 1. Weltkrieg wieder ins Gedächtnis zu bringen. Die beiden Schiffe liegen hier bereits seit 1920, und obwohl sie teilweise abgewrackt und beschädigt wurden, als in den 1080ern der Brittany Ferries Terminal erbaut wurde, können sie bei Niedrigwasser gut ausgemacht werden.
Die “V 44” wurde am 22.4.1914 in Auftrag gegeben, “V 82” am 6.8. Beide Einheiten wurden in Kiel erbaut und gehörten zu einem Programm, das über 100 weitere Torpedoboote zwischen 1913 und 1918 umfasste. Sie waren mit drei Geschützen und sechs Torpedorohren ausgestattet und wurden von 98 Mann gefahren.
Die “V 44” lief im Februar 1915 vom Stapel und nahm 1916 an der Skagerrakschlacht teil. Die Torpedos, die von ihrer Flottille abgefeuert wurden, bewogen Admiral Jellicoe zum Rückzug. Später wurde “V 44” in Ostende und Zeebrügge stationiert und nahm an der Operation Albion im Oktober 191 teil. Mitte November war “V 44” zurück in der Nordsee.
“V 82” lief im Juli 1916 vom Stapel und wurde in Flandern stationiert. Bei einem Luftangriff auf Brügge wurde sie im Juni 1918 beschädigt und verlegte nach Deutschland, ehe die britischen Kräfte Brügge im Oktober überrannten.
Nach der Kapitulation am 11.11.1918 wurden die beiden Schiffe ebenso wie 16 Großkampfschiffe, acht Kreuzer und 50 Zerstörer in Scapa Flow interniert. Am 21.6.1919 befahl Admiral von Reuter die Selbstversenkung. 18 Zerstörer blieben schwimmfähig oder wurden auf Grund gesetzt, nachdem die Crew von HMS “Sandhurst” sie von ihren Moorings abgeschnitten hatte. „V 44“ landete dann auf der Südbank von Fara Island, “V 82” gemeinsam mit etlichen anderen an der Westseite der Insel.
Nach der späteren Bergungsaktion wurden die Schiffe England, Amerika, Frankreich und Japan zugesprochen. 10 Zerstörer, darunter „V 44“ und „V 82“, gingen an England und wurden gemeinsam mit dem Kreuzer „Nürnberg“ nach Portsmouth gebracht und dort für Schießübungen eingesetzt. „V 82“ diente als Zielschiff für den Monitor HMS “Terror” im Oktober 1920 und “V 44” im Dezember 1920; beide wurden dabei beschädigt und anschließend bei Whale Island auf Grund gesetzt, während die „Nürnberg“ als Zielobjekt des Schlachtkreuzers HMS „Repulse“ im Juli 1922 im Englischen Kanal versenkt wurde.
Die beiden Torpedoboote wurden später von Anwohnern geplündert. 1927 wurden sie an den lokalen Schrotthändler H.G. Pounds verkauft, der sie ausschlachtete und die nicht verwertbaren Reste zurückließ, so, wie sie heute noch zu finden sind.
Sie gerieten weitestgehend in Vergessenheit, bis 2011 bei einer Untersuchung der Küsten von Portsmouth die Wracks auf Luftfotos wieder entdeckt wurden und zunächst als mögliche Zerstörer aus dem 2. Weltkrieg eingeordnet wurden. 2015 begann durch den Maritime Archaeology Trust die Arbeit, sie zu identifizieren.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motorboot vor Mayor Island geborgen
(14.04.16) Das Wrack eines 12 Meter langen Motorbootes wurde zurück zur Tauranga Marina transportiert, nachdem es am Abend des 8.4. an der Südostküste von Tuhua (Mayor Island) gestrandet war. Die zweiköpfige Crew war von der Coastguard unversehrt gerettet worden. Seitdem hatte die Regional Council Maritime Pollution Prevention unter schwierigen Bedingungen daran gearbeitet, Umweltgefahren abzuwenden. Das Boot hatte unter Wasser auf Felsen an einer Klippe gelegen. Gemeinsam mit dem Department of Conservation ging es dann am 12.4. an die Bergung.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter in Brake lag zu tief im Wasser
(14.04.16) Am 12.04.2016 gegen 21.30 Uhr stellten Beamte der Wasserschutzpolizei-Station Brake im Braker Hafen fest, dass der unter der Flagge Antigua & Barbuda laufende Frachter "Fehn Castle", 1723 BRZ (IMO-Nr.: 9246267), unmittelbar vor dem Auslaufen nach Bermeo zu tief im Wasser lag, um einen sicheren Schiffsbetrieb zu gewährleisten.
Der Mindestfreibord war überschritten worden, nachdem 33 Tonnen Stahl zuviel an Bord genommen worden waren. In Absprache mit der Hafenbehörde wurde gegenüber dem 53-jährigen russischen Kapitän ein Auslaufverbot ausgesprochen, bis das Schiff wieder auf Mark lag. Da der Hafenbetrieb in den Abendstunden aber bereits eingestellt war, musste er bis zum nächsten Morgen warten, um einen Teil der Ladung wieder an Land geben zu können.
Zudem ließ der Kapitän Ballastwasser und Frischwasser außenbords pumpen, um die Vorgabe zu erfüllen. Gegen Mittag des 13.4. wurde das Auslaufverbot wieder aufgehoben und das Schiff lief gen Spanien aus, wo es nun am 18.4. erwartet wird.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sewol soll bis Juli gehoben sein
(14.04.16) Die Bergung des Wracks der südkoreanischen Fähre "Sewol" vor Jeju soll nun im Mai beginnen und bis Ende Juli abgeschlossen werden. Das Schiff soll im Ganzen gehoben werden, damit mögliche Überreste von neun noch vermissten Passagieren nicht abtreiben können. Das 72 Millionen Doller teure Projekt wird durch ein chinesisches Konsortium uner Leitung der staatlichen Shanghai Salvage durchgeführt.
Taucher haben inzwischen alle Öffnungen im Schiff abgedichtet und arbeiteten nun daran, den Auftrieb durch Einpumpen von Luft zu erhöhen. 30 Hebesäcke und andere Auftriebsmittel sollen dann das spezifische Gewicht von 8300 auf 3300 Tonnen reduzieren. Im Mai soll der Bug angehoben und dann ein Hebegeschirr im Juni unter dem Rumpf eingeführt werden, in dem dieser unbeschadet angehoben werden kann. Dann soll das komplette Wrack in ein geflutetes Schwimmdock bugsiert und zur Küste transportiert werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



HELP aus Palmwedeln
(Bild: USCG)   Großbild klick!

HELP aus Palmwedeln beendete Robinsonade auf unbewohnter Insel
(13.04.16) Am 7.4. wurden drei Männer von der unbewohnten Insel Fanadik in Mikronesien am Strand von einer P-8A der U.S. Navy P-8A entdeckt. Sie waren am 4.4. mit einem 19 Fuß langen Boot gekentert, mit dem sie von Pulap aus in See gestochen waren. Wenige Stunden später hatte eine große Welle es umgeschlagen, und die Männer schwammen die Nacht über im Pazifik, bis sie den Strand der vier Meilen von Pulap entfernten Insel erreichten.
Sie hatten das Wort HELP mit Palmwedeln weithin sichtbar auf dem Strand ausgelegt und winkten mit Schwimmwesten, als die P-8Ades Patrol Squadron (VP) 5 in Misawa, Japan, sie entdeckte. Ein Boot wurde dann aus Pulap geschickt, dass die Robinsonade der Männer beendete.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schlei: Yacht stand in Kappeln in Flammen
(13.04.16) Am Morgen des 13.4. gegen 02:15 Uhr bemerkten Anwohner im Kappelner Hafen ein brennendes Segelboot und riefen umgehend die Feuerwehr und die Polizei. Versuche, das Feuer selbst zu löschen, scheiterten. Beim Eintreffen der Polizei und der Freiwilligen Feuerwehr Kappeln stand die 13 Meter lange Yacht bereits lichterloh in Flammen.
Die Brandursache war noch unklar, die Höhe des Sachschadens nicht bekannt. Die Kriminalpolizei übernahm noch in Nacht die ersten Ermittlungen. Die Segelyacht wurde beschlagnahmt und zur weiteren Spurensuche aus dem Wasser geborgen und an Land gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter „La Coquet – PH 588“
(Bild: RNLI)   Großbild klick!

Kutter auf Weltkriegssperre aufgerissen
(13.04.16) Am Morgen des 12.4. wurde gegen 10 Uhr die Portsmouth Lifeboat Station alarmiert, nachdem der in Plymouth beheimatete Kutter „La Coquet – PH 588“, 2,89 BRZ, vor Southsea Wassereinbruch erlitten hatte. Er war bei Nebel offenbar auf einen Betonblock alter U-Boot-Sperren aus dem 2. Weltkrieg gelaufen und wurde vom Skipper an der Ostseite der South Parade Pier mit schweren Bodenschäden sinkend auf Grund gesetzt, um einen vollständigen Untergang zu vermeiden. Er rettete sich dann von dem nur ungefähr 20 Meter vor dem Strand bei den Rose Gardens liegenden Schiff an Land.
Das Rettungsboot „Norma T“ eilte wenig später herbei, und Seenotretter stiegen auf das bis übers Oberdeck weggesackte Schiff über, um es nach möglicherweise darin eingeschlossenen Personen abzusuchen. Nachdem sich aber durch Zeugenaussagen bestätigte, dass der Skipper bereits aus dem Wasser watend gesichtet worden war, wurde das Wrack bestmöglich gesichert.
Nur noch die oberen Teile ragten bei Hochwasser noch aus dem Wasser. Während die „Norma T“ dann abrückte, bereitete die ebenfalls herbeigekommene Coastguard unterdessen die Bergung vor. Der 7,45 Meter lange Holzkutter wurde 1976 in Guilvenec erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter rammte Kai in Wismar
(13.04.16) Am 7.4. gegen 19 Uhr kollidierte der unter Bahamas-Flagge laufende Frachter "Fri Stream", 2051 BRZ (IMO-Nr.: 9115896), im Kalihafen in Wismar mit der Kaimauer. Das Schiff berührte beim Auslaufen aus dem Hafen mit dem Heck die Kaimauer und beschädigte dabei einen Fender. Durch die Wasserschutzpolizei Wismar wurde eine Schiffsunfallanzeige aufgenommen und die für die Schiffssicherheit zuständigen Bundesbehörden eingeschaltet. Der Frachter setzte seine Reise ins britische Runcorn fort.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler "Saint Christophe I"
(Bild: Rob Giles)   Großbild klick!

Saint Christophe hängt noch in den Seilen
(13.04.16) Der französische Trawler "Saint Christophe I" hängt nach seinem Untergang am 2.4. weiterhin in den Hebestropps der 55 Meter langen Bergungsbarge "Sea Devil" auf dem Dart. Nach dem Untergang müssen erst etliche Reparaturen durchgeführt werden, um das Schiff wieder seetüchtig zu machen. Zuvor muss es noch von der Maritime and Coastguard Agency freigegeben werden.
Es galt, die Wasserdichtigkeit zu erhöhen und das Schiffsinnere zu reinigen, sodass sich Menschen ungefährdet dort aufhalten können. Ein Abfahrtdatum war aber noch nicht bekannt, allerdings sollte die „Sea Worker“ am 14.4. den Hafen verlassen. Bis dahin muss ein anderer passender Liegeplatz gefunden werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wrack vor Oak Island eindeutig identifiziert
(13.04.16) Experten haben jetzt das Wrack des vor Oak Island, North Carolina, im Februar entdeckten Schiffes als den Blockadebrecher "Agnes E. Fry" aus dem amerikanischen Bürgerkrieg identifizieren können. Drei Blockadebrecher, darunter die "Spunkie" und "Georgianna McCaw", gingen in dem Seegebiet verloren. Doch die Archäologen des N.C. Office of State Archaeology konnten die Ausmaße des Wracks denen der "Agnes E. Fry" zuordnen.
Es ist 225 Fuß lang, die "Agnes E. Fry" war in der Tat 236 Fuß lang, die beiden anderen Schiffe nicht nur kürzer, sondern auch von älterer Bauart. Sowohl der Kesseltyp wie auch die Rumpfform deuten auf ein moderneres Schiff hin. Die nicht ganz exakte Länge rührte von Schäden an Bug und Heck her.
Am 27.2. hatte das Forschungsschiff "Atlantic Surveyer" das Schiff mit Sonar vermessen. Mit Unterstützung des Charlotte Fire Department und einem Team von fünf Rettungstauchern soll nun die Nautilus Marine Group International ein 3D-Sonarbild erstellen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter bei Normoutier auseinandergebrochen
(13.04.16) Am 12.4. um 17.02 Uhr wurde das CROSS Etel von dem Kutter "Enoryah'n - NO. 922250", 11 BRZ (MMSI-Nr.: 227609810), aus L’Herbaudière alarmiert, der unweit der kleinen Insel Pilier nordwestlich von Noirmoutier nach Ruderschaden manövrierunfähig geworden war. An Bord befanden sich zwei Mann Crew. In starker Strömung trieb das Schiff rasch in flacheres Wasser, und 20 Minuten nach dem ersten Notruf meldete die Crew, dass es auf Felsen gelandet sei.
Ein anderer Kutter ging um 17.30 Uhr auf Standby und stellte Funkkontakt mit den zuständigen Rettungsorganisationen sicher. Währenddessen verschlechterte sich die Lage des Trawlers rasch, und er brach um 17.50 Uhr in der Brandung auseinander. Die beiden Fischer flüchteten sich auf aufragende Felsen.
Wegen des steigenden Wasserstandes konnten die SNSM-Boote „SNS 069“ und „SNS 453“ der SNSM-Station SNSM in L’Herbaudière aber nicht gefahrlos an die Unglücksstelle herankommen. Ein Dragon 17-Helikopter aus La Rochelle wurde deshalb alarmiert und erreichte den Havaristen um 18.49 Uhr, nachdem er zwei Rettungstaucher von CODIS 85 in Les Sables d'Olonne an Bord genommen hatte. Um 18.54 Uhr wurden die beiden Fischer mit leichten Unterkühlungen aufgewinscht.
Um 19.24 Uhr lieferte der Hubschrauber sie im Krankenhaus von La Roche-sur-Mer ab. Ihr aus Polyester konstruierte Kutter wurde 2005 bei Gatto Martigues erbaut, war 11.01 Meter lang und 4,12 Meter breit.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre nach Maschinenschaden nach Bastia umgeleitet
(13.04.16) Die französische Fähre "Paglia Orba" 29718 BRZ (IMO-Nr.: 9050826), erlitt am 12.4. gegen acht Uhr einen Schaden in der Bordelektrik, der einen Ausfall einer ihrer beiden Antriebsmotoren zur Folge hatte. Das Schiff befand sich zu der Zeit im Golf von Porto Vecchio auf der Fahrt von PortoVecchio nach Marseille. Um 8.15 Uhr wurde das CROSS Med in Korsika informiert.
Es bestand das Risiko, dass die "Paglia Orba" zu dicht an die Küste herantreiben könnte. Sie befand sich sechs Kilometer vor Korsika und hatte 293 Personen an Bord, davon 241 Passagiere und 52 Crewmitglieder, außerdem 173 Fahrzeuge im Wagendeck. Nachdem die Maschine wieder lief, wurde die Fähre angewiesen, zunächst ausreichend Seeraum zu gewinnen und sich in östlicher Richtung in eine Distanz von 10 Meilen zur Küste zu begeben, falls neuerliche Maschinenprobleme auftreten sollten.
Zur selben Zeit schickte der maritime Präfekt des Mittelmeers den französischen Schlepper "Altagna", 218 BRZ (IMO-Nr.: 8116714), aus Bastia, und ein Interventionsteam der Marine wurde an der Base in Hyères in Bereitschaft versetzt, um im Bedarfsfall aus der Luft auf der Fähre abgesetzt werden zu können. Der Kapitän der „Paglia Orba“ entschied, den Kurs zu ändern und den Hafen von Bastia zunächst zur Reparatur anzusteuern. Um 11.30 Uhr meldete er, dass der größere Teil der Antriebskraft wieder vorhaden sein.
Dennoch wurde die "Altagna" zur Sicherheit als Eskorte eingesetzt und der Weg der Fähre zum Hafen vom CROSS Med, der Maritimen Präfektur sowie Signalstationen in La Chiapa und Alistro Sagro verfolgt, bis sie um 16.30 Uhr dort fest war. Nachdem Reparaturen erfolgt waren, verließ das Schiff um 21.30 Uhr Bastia wieder und nahm Kurs auf Marseille, wo sie am 13.4. um 9.30 Uhr.
Zuletzt war die "Paglia Orba" Ende vergangenen Jahres havariert. Am Abend des 20.11. riss sie sich im Sturm in Marseille los, kollidierte mit der Kaianlage und wurde oberhalb der Wasserlinie eingebeult. Danach verholte sie in das geschützter gelegene Léon Gourret-Becken und konnte am 9.12. nach Reparaturen wieder in den Fährdienst Marseille-Ille Rousse gehen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Diskussion um Versenkung australischer Marineschiffe
(13.04.16) Das australische Verteidigungsministerium will ihre ausgedienten Einheiten HMAS "Tobruk" und HMAS "Sydney" zu Tauchwracks machen. Sie wurden im Juli 2015 und November 2015 außer Dienst gestellt. Die Regional Dive Wreck Advisory Group will die “Tobruk” zwischen der Hervey Bay und Bundaberg versenken. Sie allein könnte jährlich vier Millionen Dollar Einnahmen im Tauchtourismus generieren.
Das Victorian Maritime Centre würde sie lieber restaurieren und der Öffentlichkeit über Wasser zugänglich machen. Auch der Direktor der Perth Diving Academy, Simon Jones, fürchtete den Verlust australischer Militärgeschichte. Im Juni sollen die beiden Schiffe inspiziert werden, um zur weiteren Entscheidungsfindung beizutragen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Rettungsinsel gesunkenen Kutters blies sich nicht auf
(13.04.16) Der überlebende Fischer des am 9.4. um 3.45 Uhr bei Mingulay, 12 Meilen südlich von Barra, nach Wassereinbruch gesunkenen Trawlers "Louisa", Lachlann Armstrong, 27, aus Stornoway on Lewis hatte sich stundenlang an Felsen festgehalten, ehe er von einem RNLI-Boot gerettet wurde. Ein anderes Crewmitglied ertrank beim Versuch, an Land zu schwimmen. Seine Leiche wurde bislang nicht gefunden. Die Suche nach dem Vermissten ging vor Mingulay weiter.
Die beiden übrigen wurden kurz nach dem Schiffbruch tot aus der See geborgen. Alle vier hatten sich zunächst in eine Rettungsinsel geflüchtet. Zwei von ihnen entschieden, ans Ufer zu schwimmen. Sie sahen die Küste und dachten, sie könnten es schaffen.
Die Schiffbrüchigen hatten sich in der hüfthoch mit Wasser gefüllten Insel an luftgefüllte Bojen und Fender geklammert, nur, um sie über Wasser zu halten und litten zunehmend an Unterkühlung. Die Insel hatte sich nicht aufgeblasen und konnte so das Gewicht der Männer nicht tragen. Sie wurden ständig von Wellen überspült.
Polizei und der Marine Accident Investigation Branch haben eine Untersuchung eingeleitet. Der Kutter hatte drei bis vier Meilen vor Barra geankert und die Crew zum Unglückszeitpunkt geschlafen. Möglicherweise versagte eine Pumpe. Das Schiff hat einen großen Tank, der mit Wasser vollgepumpt wurde, um die gefangenen Hummer am Leben zu halten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Neuerlicher Schiffbruch vor Ventura
(13.04.16) Der 50 Fuß lange Kutter “Washington” sank am Abend des 10.4. vor der Zufahrt von Ventura Harbor, nachdem er beim Einlaufen am Ende seiner Fangfahrt gegen 23 Uhr auf das Ende der Mole aufgelaufen war. Die dreiköpfige Crew wurde gerettet, ein Mann erlitt eine leichte Unterkühlung. Am 11.4. wurde das Wrack um 12.30 Uhr gehoben.
Noch unklar war, ob das Unglück im Zusammenhang mit Baggerarbeiten gestanden haben könnte, wegen denen der Hafen bis vor sechs Wochen gesperrt worden war, nachdem sichdort mehrere hunderttausend Tonnen Sand angesammelt hatten, die die Navigation gefährdeten. Ende Februar wurde der Hafen nach Abschluss der über sieben Millionen Doller kostenden Baggerarbeiten wieder freigegeben.
Vor weniger als sieben Wochen war die “Miss Jacinda” vor Ventura gesunken. Sie war zwischen den Häfen Ventura und Santa Barbara auf Garnelenfang gewesen, als sie sich wegen eines leeren Steuerbordtanks auf die Seite legte und kenterte, als eine Welle das Schiff traf. Ein Mann konnte sich retten, der Skipper Tra Nguyen ertrank. Seine Leiche wurde am 4.4. von anderen Fischern entdeckt.
Anfang Dezember 2014 war die Leiche eines anderen Fischers am Strand von Ventura angespült worden. Christopher Gregory, 60, aus Ventura, starb, als sein Kutter vor der Hafeneinfahrt am 20.11. kenterte. Die anschließende Suchaktion war durch Haie behindert worden und führte so zu keinem unmittelbaren Erfolg.
Quelle:Tim Schwabedissen



Französischer Einhandsegler beim Sturmtraining in Seenot geraten
(13.04.16) Das RNLI-Boot “The Whiteheads” aus St Mary’s auf der Isle of Scilly wurde am 10.4. um 13.47 Uhr erstmals im Jahr 2016 alarmiert, nachdem die französische Segelyacht „Cap Des Palmes“ unweit des Bishop Rock Lighthouse einen strukturellen Schaden erlitten hatte und in schwerer See auf die gefährlichen Riffe in dem Seegebiet zutrieb. Die Yacht driftete manövrierunfähig vier Meilen vor dem Nordende von Annet. Vor Ort herrschte Südoststurm mit neun Beaufort und schweren Regenfällen.
Das Rigg war beschädigt, und die stark rollende Yacht nahm Wasser in den bis zu 10 Fuß hohen Wellen über, von denen die Gischt vom Sturm nochmals mehrere Fuß hoch weggerissen wurde. Das Rettungsboot konnte das Boot eines französischen Einhandseglers trotz der extremen Bedingungen auf den Haken nehmen und schleppte es anschließend langsam in Richtung des Hafens.
Dies war allerdings ein kompliziertes und langwieriges Unterfangen, da das losgerissene Hauptsegel dabei ständig über das Cockpit des Bootes geweht wurde. Nach drei Stunden war der Schleppzug endlich im Hafen. Hier kam zusätzlich das örtliche Y-Rettungsboot zu Hilfe, und dessen dreiköpfige Crew assistierte beim Bergen des Segels.
Der Skipper wurde im Hotel von St Mary's einquartiert. Er kam von St Malo und wollte eigentlich 1000 Meilen im Sturm segeln, um gut trainiert für ein Trans-Atlantik-Race.zu sein. Doch dann kam ihm der Schaden am Rigg dazwischen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Segelyacht in stürmischer See geborgen
(13.04.16) Das RNLI-Boot „Garside“ aus St Davids wurde am 10.4. gegen 10 Uhr alarmiert, nachdem die 36 Fuß lange Segelyacht “Small World” mit einer dreiköpfigen Crew in Schwierigkeiten geraten war. Der Motor war ausgefallen, die Bordelektrik schwach, und es gab Probleme mit den Segeln. Das Boot befand sich neun Meilen nordwestlich von St. Davids Head und trieb bei acht Beaufort Wind mit sechs Knoten in nordwestliche Richtung.
Trotz der stürmischen See gelang es, eine Schleppverbindung herzustellen und das Boot in Richtung von Fishguard Harbour zu ziehen. Das dortige RNLI-Boot wurde ebenfalls um Hilfe gebeten beim Festmachen der Yacht nach der langen Schleppreise, da die Crew unter Erschöpfung litt. Nachdem diese an Land und die Yacht sicher am Kai war, konnte die Freiwilligen-Crew aus St. Davids um 18.30 Uhr, siebeneinhalb Stunden nach dem Alarm, ihr Boot wieder klar auf Station melden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Fähre während Reparaturarbeiten
(13.04.16) Am 10.4. wurde das Fairhaven Fire Department alarmiert, nachdem auf der amerikanischen Fähre "Island Home", 4311 BRZ (IMO-Nr.:9410478), um 14.18 Uhr ein Feuer ausgebrochen war. Das Schiff lag an der Steamship Authority Repair Facility in Fairhaven, wo es zu Routinereparaturen gedockt war. Als die Feuerwehr eintraf, waren die Werftarbeiter bereits mit einem CO2-Löscher gegen den Brand angegangen.
Die Einsatzkräfte brauchten eine weitere Stunde, um ihn vollständig zu löschen. Er war in Verkabelungen eines Generators entstanden. Der Hafenkapitän von Fairhaven wurde ebenso wie die U.S. Coast Guard und das Massachusetts Department of Environmental Protectionvom Feuer in Kenntnis gesetzt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Offshore-Versorger erlitt schweren Propellerschaden
(13.04.16) Der unter Singapur-Flagge laufende Offshore-Versorger “Pacific Discovery”, 6641 BRZ (IMO-Nr.: 9456202), erlitt am 11.4. um 10.30 Uhr in den Gewässern von Taranaki Schäden an zwei Propellern und musste nach Nelson abgeschleppt werden. Das Schiff hatte am liberianischen Ölproduktionsschiff „Raroa“, 54737 BRZ (IMO-Nr.: 7913971), im Maar-Ölfeld gearbeitet. Eine Trosse hatte sich dabei um den Antrieb verwickelt und dort erheblichen Schaden angerichtet. Der Schleppzug traf am 12.4. gegen sechs Uhr im Hafen von Nelson ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fährflotte auf den Fijis von Wirbelsturm verwüstet – einstige Sylt-Fähre ebenfalls gestrandet
(13.04.16) Der Tropensturm Winston, der im Februar über die Fiji-Inseln zog, hat die Fährflotte schwer dezimiert. In Nabouwalu riss er die Fähren "Spirit of Love", 2305 BRZ (IMO-Nr.: 9232357), einst als französische „Havannah“ erbaut, und "Spirit of Altruism", 3474 BRZ (IMO-Nr.: 7215290), die ehemals dänische „Scania“, der Patterson Brothers Shipping Co. Ltd. los, beide trieben anschließend bei Natovi auf Grund.
Auch die "Sinu-i-wasa", 1481 BRZ (IMO-Nr.: 7206031), und "Sinu-i-wasa Tolu", 1721 BRZ (IMO-Nr.: 5423661), gerieten in Ovalau in Seenot. Erstere strandete beim Dorf Toki , die letztere kenterte und sank am Kai in Levuka. Sie wurde 1964 als „Dana Scarlett“ erbaut, lief von 1994 bis 1996 als „Dana Star“ und bis 2006 als „Adi Savusavu“. Die „Sinu-i-Wasa“ hatte noch am 24.11.2015 Crewmitglieder der sinkenden Fähre “Suilven”, 3638 BRZ (IMO-Nr.: 7383487), gerettet, als diese vor Suva kenterte und sank.
Die „Sinu-i-wasa“ entstand 1972 als RoRo-Frachter „Straitsman“ und lief unter australischer Flagge. Am 23.3.1974 kenterte dieser beim Ansteuern von Yarra nach Wassereinbruch über die bereits geöffnete Heckrampe. Zwei Mann kamen ums Leben.
Das Unglück ereignete sich, weil die Heckrampe nur 23 Zentimeter Freibord gehabt hatte und bei einem Tempowechsel große Mengen Wasser ins Ladedeck eindrangen. Das Wrack lag gegenüber von Dilkurra oberhalb von Port New Plymouth, bis es nach neun Wochen gehoben wurde. 2004 wurde das Schiff an die NEU Shipping Ltd. verkauft.
Die "Westerland", 1509 BRZ (IMO-Nr.: 7041091), strandete in der Balaga Bay in Savusavu. Sie wurde 1971 bei der Husumer Schiffswerft erbaut für die Lindinger Holding A/S zum Einsatz zwischen Havneby und List. 1979 wurde sie zur Ersatzfähre im Besitz der Förde Reederei GmbH, Flensburg.
Von 1983 bis 1990 verkehrte sie zunächst für die E.H. Rasmussen GmbH auf der Route Kappeln – Sønderborg, ehe sie bis 2005 für die Rømø-Sylt Linie GmbH & Co. KG wieder in den Dienst Havneby - List wechselte. Von Juli 2005 bis November 2006 war sie aufgelegt und kam im Februar 2007 auf der Linie Lautoka - Savusavu zum Einsatz für die Bligh Water Shipping Limited, Suva.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wassereinbruch auf Purple Beach durch Kühlwasserleitungen
(13.04.16) Der Wassereinbruch im Maschinenraum der „Purple Beach“ wurde am Abend des 10.4. unter Kontrolle gebracht, indem Taucher einen Kühlwassereinlass auf der Steuerbordseite abgedichteten. Das durch Öl kontaminierte Wasser aus dem Maschinenraum war zuvor in Tanks im Vorschiffsbereich gepumpt worden und kam zu keiner Zeit in die Umwelt. Trotzdem hatte die Feuerwehr vorsorglich Ölsperren ausgelegt.
Am 11.4. dichteten die Taucher dann auch den Kühlwassereinlass an Backbordseite ab. Als Ursache für den Wassereinbruch wurde eine Undichtigkeit im Bereich des Kühlwassereinlasses angenommen. Die Pumparbeiten dauerten am späten Nachmittag noch an.
Erst nachdem das gesamte Wasser aus dem Maschinenraum in die bordeigenen Tanks gepumpt war, konnten eine Schadensbegutachtung sowie eine Reparatur erfolgen. Der Laderaum mit Düngermitteln war von dem Wassereinbruch aber nicht betroffen. Am Morgen des 10.4. hatte der 55-jährige Kapitän diesen bemerkt, als er an Bord des seit etlichen Monaten am Lüneburgkai liegenden Frachters ging. Das Schiff war über Nacht erkennbar hecklastig geworden. Unabhängig vom aktuellen Vorfall dauerten die Ermittlungen zum Brand auf der „Purple Beach“ im Mai 2015 an.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker saß auf Fasanengrund
(13.04.16) Ein Binnentanker lief bei Gernsheim auf dem Rhein am 5.4. aus Unachtsamkeit des Schiffsführers, der hinter den geraten war, auf dem Fasanengrund fest. Es kam nur zu einer geringfügigen Behinderung der Schifffahrt. Um 15.20 Uhr wurde der Havarist von einem anderen Gütermotorschiff längsseits genommen und vom Fasanengrund wieder heruntergezogen.
Während des Unfalls und der Bergung kam es zu keinem Ladungsaustritt. Eine Überprüfung der Besatzung auf den Konsum von Alkohol oder Drogen verlief negativ.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bootsbrand sorgte für viel Rauch in Malmøya
(13.04.16) Am 12.4. gegen 21 Uhr wurde die Polizei in Oslo alarmiert, weil ein Sportboot in Malmøya in Brand geraten war. Weithin sichtbar stieg eine große Rauchwolke auf, und das Feuer drohte auch auf Nachbarlieger überzugreifen. Die Feuerwehr konnte die Flammen aber rasch löschen, ehe sie sich weiter ausbreiten konnten. Wegen des weiter aufsteigenden Rauchs wurden die Anwohner in der Umgebung allerdings aufgefordert, zunächst noch weiterhin Türen und Fenster geschlossen zu halten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Montreal: Schlepper “Ocean Uanaaq” gesunken
(13.04.16) Am 1.4. sank der Schlepper “Ocean Uanaaq” am späten Nachmittag an der Baustelle der neuen Champlain-Brücke rund 300 Meter vom Ende einer Pier in L'Île-des-Soeurs, Montreal, entfernt. Er kenterte aus unbekannter Ursache, als er eine Barge ans Dock bringen wollte. Die beiden Crewmitglieder konnten sich von Bord retten, bevor das Schiff auf den Grund des St. Lawrence River sank, wo es immer noch liegt.
Die Baggerarbeiten des Konsortium Signature sur le Saint-Laurent Construction (SSLC), in dem Gebiet mussten nach dem Untergang unterbrochen werden. Transport Canada leitete eine Untersuchung ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei Tote bei Feuer auf Amazonas-Schiff
(13.04.16) Zwei amerikanische Touristen kamen am 10.4. in Peru beim Brand auf dem 139 Fuß langen, peruanischen Flusskreuzfahrtschiff „Estrella Amazonica“ auf dem Amazonas ums Leben. Es handelte sich um Larry Morris Hammer, 74, und Cristy Jeins Hammer, 72, aus Sarpy, die auf dem Weg ins Krankenhaus Iquitos, der Hauptstadt der Amazonas-Region von Loreto im nordöstlichen Peru starb. Das Feuer war in der Kabine der beiden ausgebrochen. Erst gegen zwei Uhr früh wurde der Brand von der Crew bemerkt, als der Alarm auslöste.
Das Schiff befand sich zu der Zeit in der Tahuayo-Region auf der Fahrt in den Pacaya-Samiria Nationalpark. Die Leichen der beiden wurden in die Rechtsmedizin von Iquitos gebracht und die National Police’s Tourism Division informiert. Die peruanische Marine leitete eine Untersuchung ein. Das Feuer entstand offenbar durch einen Kurzschluss.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kranarm abgebrochen
(Bild: Manuel Lafuente)   Großbild klick!

Kranarm bei Verladearbeiten abgebrochen
(12.04.16) Am 10.4 .machte der unter St. Vincent-Grenadines Flagge laufende Frachter "Oriental Spirit", 6384 BRZ (IMO-Nr.: 9117777), beim TVC Terminal am Xità-KAiin Valencia zur Reparatur eines gebrochenen Deckkrans fest. Der Kranarm war bei Ladearbeiten im Hafen von Algier Ende März abgeknickt. Mit zwei Mobilkränen wurde der beschädigte Kranarm abgehoben und an Land abgesetzt. Das Schiff sollte anschließend nach Castellon weiterlaufen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter vor Skagen auf Grund gelaufen
(12.04.16) Am 10.4. um 18.09 Uhr lief der holländische Frachter "Hestia", 2281 BRZ (IMO-Nr.: 9411783), auf eine Sandbank vor Skagen auf. Das Schiff kam auf überwiegendem Sandgrund zu liegen, und dem Kapitän wurde von den zuständigen Behörden freigestellt, zu versuchen, sich mit eigener Kraft wieder zu befreien. Die Polizei kam mit einem Boot der Rettungsstation von Skagen an Bord und führte Untersuchungen durch.
Es wurde dabei kein Drogenmissbrauch festgestellt und die Havarie als Unfall eingeschätzt. Mit steigendem Wasserstand kam der Havarist wieder frei und machte am 12.2. um 1.40 Uhr am Fabrikkai in Skagen fest. Er war mit einer Ladung Stahlblechen unterwegs von Ijmuiden nach Halmstad.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter "Purple Beach" (Archivbild)
(Bild: Ein Dahmer)   Großbild klick!

Wieder Zwischenfall auf Purple Beach
(12-04.16) Der Kapitän des unter Marshall Islands-Flagge laufende Frachter "Purple Beach" (IMO-Nr.: 9138135), stellte in den Morgenstunden des 10.4. am Lüneburgkai in Wilhelmshaven eine Veränderung des Tiefganges fest. Ursache hierfür war ein Wassereinbruch im Maschinenraum des Schiffes, der bis zum Mittag auf drei Meter anstieg. Zwischen 400 und 500 Kubikmeter Seewasser, das mit Öl kontaminiert worden war, wurde in einen schiffseigenen Tank umgepumpt.
Zur Unterstützung wurde außerdem die Feuerwehr Wilhelmshaven angefordert. Taucher wurden mit der Ursachenermittlung beauftragt. Gegen Abend hatten die Taucher einen Kühlwassereinlass auf der Steuerbordseite abgedichtet.
Es wurden vorsorglich Ölsperren durch die Feuerwehr ausgelegt. Am 11.4. begaben sich erneut Taucher zu dem Schiff und dichteten den Kühlwassereinlass an Backbordseite ab. Als Ursache für den Wassereinbruch wurde eine Undichtigkeit dort angenommen. Die Pumparbeiten dauerten stundenlang an. Erst nachdem das gesamte Wasser aus dem Maschinenraum in bordeigene Tanks gepumpt war, konnte eine Besichtigung des Schadens sowie eine Reparatur erfolgen. Eine Auswirkung auf den Ladungsbereich hatte der Wassereinbruch nicht.
Die Ermittlungen zum Brand auf der "Purple Beach" im Jahr 2015 dauerten unabhängig vom jetzigen Vorfall an. Am 25. Mai war es auf dem mit 20.000 Tonnen Nitrophoska beladenen Schiff zu Rauchentwicklung im Laderaum 3 gekommen. Die Besatzung setzte daraufhin die bordeigene Löschanlage ein und flutete den Laderaum mit Kohlendioxid. Das Schiff, das sich auf dem Weg von Antwerpen nach Brake befand, lag zu diesem Zeitpunkt etwa 30 Kilometer westlich von Helgoland auf der Tiefwasserreede.
Das Havariekommando in Cuxhaven, das die Einsatzleitung für die Havarie übernahm, schickte der „Purple Beach“ zunächst das Mehrzweckschiff „Mellum“ zu Hilfe. Auch ein Brandbekämpfungsteam wurde an Bord gebracht. Nachdem bei Messungen Schadstoffe in der Luft festgestellt worden waren, wurden die 22-köpfige Besatzung und die Mitglieder des Brandbekämpfungsteams vorsorglich zu Untersuchungen in ein Krankenhaus gebracht.
Der Bereich im Umkreis von fünf Kilometern um das Schiff wurde evakuiert. Neben der „Mellum“ kam der „Purple“ Beach auch die „Neuwerk“ sowie der Hochseeschlepper Nordic zu Hilfe. Die Schiffe versuchten, den Rauch mithilfe von Sprühnebel einzudämmen. Die DGzRS beteiligte sich mit den Seenotkreuzern „Hermann Rudolf Meyer“, „Bernhard Gruben“ und „Hermann Marwede“ an der Rettungsaktion. Auch die Behördenschiffe „Vogelsand“ und „Nordergründe“ waren zeitweise im Einsatzgebiet. Insgesamt waren 85 Einsatzkräfte an der Bewältigung der Havarie beteiligt. An der Außenhaut des Frachters wurden zeitweise 45 Grad gemessen. Es war unklar, ob es sich um ein Feuer im Laderaum oder eine chemische Reaktion der geladenen Düngemittel handelte. Die „Purple Beach“ hatte zudem rund 1300 Tonnen Treibstoff an Bord.
Im Verlauf des 27. Mai 2015 wurde die Qualmwolke kleiner. Die Außenhaut des Frachters wurde weiter gekühlt. Am 30. Mai gelang es Experten wegen des schlechten Wetters nicht, das Schiff zu betreten. Nachdem die Löscharbeiten am 31. Mai beendet werden konnten, wurde das Schiff am 1. Juni zum JadeWeserPort in Wilhelmshaven geschleppt. Dort wurden Proben aus den von dem Zwischenfall betroffenen Laderäumen entnommen und Teile des Schiffs gereinigt.
Nachdem keine Wärmeentwicklung mehr auf dem Havaristen festgestellt werden konnte, beendete das Havariekommando am 12. Juni die Einsatzleitung. Am 12. August 2015 wurde das Schiff vom JadeWeserPort in den Nordhafen geschleppt. Seit Ende der Löscharbeiten lag der Frachter unverändert in Wilhelmshaven.
Quelle:Tim Schwabedissen



Euboea: Frachter erlitt Maschinenschaden
(12.04.16) Am 11.4. erlitt der griechische Frachter "Kostas Dimakis", 1155 BRZ (IMO-Nr.: 7524017), südlich der Insel Euboea Maschinenschaden. Er warf Anker in der Bucht von Karystos Bay und informierte die örtlichen Hafenbehörden. Diese sprachen ein Weiterfahrverbot aus bis zu einer Reparatur und Untersuchung.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter "S-628 - Sean Anthony"
(Bild: RNLI)   Großbild klick!

Dramatische Rettungsaktion vor Kinsale
(12.04.16) Der 20 Meter lange, irische Kutter "S-628 - Sean Anthony" (MMSI-Nr.: 250002714), strandete beim Versuch, nach Kinsale einzulaufen, am 10.4. vor dem Hafen. Er war dort am 7.4. auf Fang ausgelaufen, wegen stürmischen Wetters nun aber zurückgekommen. Gegen sechs Uhr lief er auf Felsen, und der Rumpf wurde aufgerissen. Es kam zu Wassereinbruch.
Die RNLI von Kinsale lief um 6.10 Uhr aus und war weniger als fünf Minuten später vor Ort. Der Kutter wurde von drei Meter hohen Wellen, die übers Deck brachen, auf die Felsen geworfen und legte sich immer wieder gefährlich nach Backbord über. Das Rettungsboot warf Anker und ließ sich so weit wie möglich an den Havaristen heranfallen.
Als es nur noch wenige Fuß entfernt war, sprangen dessen drei Crewmitglieder nacheinander ins Wasser und wurden an Bord des Rettungsbootes gezogen. Sie wurden dann zur Rettungsstation Kinsale gebracht und mit trockener Kleidung versorgt. Anwohner brachten sie dann unter. Das RNLI-Boot lief unterdessen wieder zur Strandungsstelle und überwachten die Lage. Nachdem die Coast Guard eintraf, kehrte es zu seiner Station zurück.
Die “Sean Anthony“ ist ein Eurokutter geregistreerd aus Skibbereen, Ierland. Sie wurde 1987 erbaut von der B.V.B.A Perfecta in Zeebrügge und lief als „Z-87 – Nele“ und „Z-87 - Belgian Lady“. Ende 2012 wurde sie an Anthony Walsh aus Union Hall (Cork) verkauft.
Quelle:Tim Schwabedissen



Santa Teresa Gallura: Gestrandete Passagiere bei Teresino über Bugrampe abgeborgen
(12.04.16) Die italienische Fähre "Giraglia", 2123 BRZ (IMO-Nr.: 8013235) lief am 11.4. beim Auslaufmanöver auf Felsen bei Teresino am Nordende von Sardinien. Als das Schiff gen See drehte, um Kurs auf Bonifacio war es zu einem Maschinenausfall gekommen, und sie lief mit dem Heck auf Felsen bei Santa Teresa Gallura auf. An Bord waren 84 Personen, darunter Touristen aus Spanien, Deutschland und Frankreich sowie Schüler einer Klasse aus Bosa in der Provinz von Oristano.
67 von ihnen wurden über die geöffnete Bugrampe an Bord des italienischen Patroullienbootes “CP 306” gebracht. Auch die “CP 870” assistierte, nachdem die beiden Boote von der Station La Maddalena eingetroffen waren. Die Geretteten wurden nach Gallura gebracht. Von hier konnten sie ihre Reise mit der Ersatzfähre „Bastia“ fortsetzen. Zwei Lkw-Fahrer blieben ebenso wie die 12-köpfige Crew an Bord, um im Ladedeck zu rangieren, falls dies vonnöten war.
Um 22.20 Uhr gelang es zwei Schleppern der Reederei Vincenzo Onorato , die am Nachmittag aus Porto Torres gerufen worden waren, die Fähre wieder flottzumachen. Sie wurde dann in den Hafen von Santa Teresa di Gallura gebracht, wo die Küstenwache von La Maddalena Untersuchungen einleitete.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter wird nach Feuer abgewrackt
(12.04.16) Der unter Palau-Flagge laufende Frachter "Ajay", 8944 BRZ (IMO-Nr.: 9119490), wurde am 10.4. in Alang bei Plot 03 zum Abwracken auf Strand gesetzt. Am 22.11.2015 hatte der Frachter mit erheblichen Brandschäden im Aufbautenbereich an der Sembawang Yard in Singapur festgemacht. Auf dem Weg zu den Abwrackern ging am 5.4. noch ein Anker samt Kette am 5.4. im Golf von Khambhat auf Position 21 42 N 072 25 O verloren.
Quelle:Tim Schwabedissen



Spurensuche nach Explosion auf Julius Rütgers
(2.04.16) Nach der Explosion auf der „Julius Rütgers“ im Duisburger Hafen haben die Ermittler die Identität der beiden bislang gefundenen Opfer nun geklärt. Die Auswertung von DNA-Spuren bestätigte die bisherigen Vermutungen, dass es sich bei ihnen um einen 44- und einen 46-Jährigen handele, die Angestellte eines polnischen Subunternehmers auf dem Gelände der Neuen Ruhrorter Werft waren. Von dem dritten Mann, bei dem es sich aller Wahrscheinlichkeit nach um einen 58-jährigen Kollegen der beiden Toten handelte, fehlte weiterhin jede Spur.
Am 10.4. hatten Polizei und Staatsanwaltschaft ihre Ermittlungsarbeit vor Ort für einen Tag unterbrochen. Ihr Augenmerk galt vorrangig möglichen Spuren für Arbeiten mit einem Schweißgerät oder einem Trennschleifer, die eine Gasexplosion ausgelöst haben könnten. Am 11.4. wurde ein weiteres Wrackteil geborgen. Dazu waren erneut Taucher im Einsatz.
Am Morgen rückte auch ein Schwerlastkran auf dem Werftgelände an, um die bislang geborgenen Wrackteile, die vom Deck der „Julius Rütgers“ stammten, auf einen Tieflader zu verkaden. Experten sollten die Stahlplatten dann in Augenschein nehmen, um die Frage zu klären,ob und wo geschweißt wurde. Ein großes Wrackteil war bereits am 8.4. gehoben worden, zwei weitere folgten am 9.4. Ein viertes suchten die Taucher am Vormittag des 11.4. noch in dem Hafenbecken.
Quelle:Tim Schwabedissen



Windbö drückte Passagierfähre gegen Klappbrücke in Kiel
(12.04.16) Am 11.4. kollidierte in den Mittagsstunden der SFK-Hafendampfer "Heikendorf", 278 BRZ (IMO-Nr.: 8308733), mit der Klappbrücke in der Kieler Hörn. Das Schiff hatte zuvor den Versuch abgebrochen, an der Bahnhofsbrücke festzumachen. Als es zurücksetzte, wurde es von einer Windbö erfasst und mit dem Backbordheck gegen die Brücke gedrückt. Nach einigen Minuten konnte sich die Fähre wieder befreien und anlegen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre vor Barfleur havariert
(12.04.16) Am 11.4. gegen 17.30 Uhr verursachte ein Kurzschluss in einer Schalttafel an Bord der Fähre "Normandie", 27541 BRZ (IMO-Nr.: 9006253) einen Ausfall der Energieversorgung. Die Fähre befand sich mit 493 Passagieren und einer 111-köpfigen Crew 30 Meilen nordöstlich von Barfleur im Englischen Kanal auf der Fahrt von Portsmouth nach Ouistreham, Caen. Vier Crewmitglieder hatten bei dem Zwischenfall Verbrennungen erlitten, zwei von ihnen schwer.
Das CROSS Jobourg schickte einen EC-225 Helikopter der Marinebasis in Maupertus mit einem Arzt der Militärbasis in Querqueville an Bord zu Hilfe. Außerdem wurde der Notfallschlepper “Abeille Liberté” um 19.20 Uhr aus Cherbourg in Marsch gesetzt. Gegen 20 Uhr gelang es der Crew der “Normandie”, die Maschine wieder anzufahren.
Der EC-225 übernahm die beiden schwerer Verletzten um 20.30 Uhr und flog sie ins Roger Salengro Hospital in Lille, wo sie um 21.50 Uhr eintrafen. Der Kapitän der “Normandie” entschied, Kurs auf Cherbourg zu nehmen, wohin er von der “Abeille Liberté” eskortiert wurde. Um 23.30 Uhr erreichte die Fähre den Hafen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Vier Fischer von Kutter vor Silver Beach gerettet
(12.04.16) Am 8.4. um 09.20 Uhr wurde die NSRI Port Edward alarmiert, nachdem eine Meile vor Silver Beach der Kutter “Lady Atlantis” beim Auslaufen auf einen Felsen geraten war. Da einer der Propeller dabei abbrach, kam es zum Ausfall eines der Motoren. Ein Fischer rettete mit einem Jetz-Ski alle vier Crewmitglieder und brachte sie in rauer See an Land. Der Havarist wurde mit Anker gesichert und nach Abflauen des Seegangs von der “Wild Coast Sun” der NSRI Port Edward abgeschleppt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Keine Spur von Yacht nach Notruf
(12.04.16) Am 10.4. um 19.40 Uhr funkte die Segelyacht “Whiskey Rose” einen Notruf, der von der Coast Guard Northern New England aufgefangen wurde. Der Skipper meldete einen Wassereinbruch, dann brach die Verbindung ab. Ein Boot der Coast Guard Station Portsmouth, das Patroullienboot “Tampa”, ein MH-60 Jayhawk Helikopter und eine HC-144 Ocean Sentry der Air Station Cape Cod suchten das Seegebiet bis zum Nachmittag des 11.4. ergebnislos ab. Das Suchgebiet umfasste 480 Quadratmeilen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Atomfrachter wird in Barsebäck unter die Lupe genommen
(12.04.16) Der schwedische Nuklearabfalltransporter "Sigrid", 6694 BRZ (IMO-Nr.: 9631840), machte am 8.4. um 19.40 Uhr im Werkshafen des stillgelegten AKW Barsebäck fest, nachdem die Untersuchungen des Rumfpes durch Taucher in der Lomma Bucht abgeschlossen waren. Die Inspektionen wurden unter Assistenz des Tonnenlegers "Dunker" (IMO-Nr.: 8701014), der am Havaristen längseits gegangen war, durchgeführt.
Die "KBV 432" der schwedischen Küstenwache und der Schlepper "Kullen" waren vorerst auf Standby geblieben. Die Taucher fanden lediglich Schrammen am Rumpf, die von der Strandung herrühren konnten, sodass um 15 Uhr der Umweltalarm aufgehoben werden konnte. Nun wird der Frachter im Hafen einer gründlichen Inspektion unterzogen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Verpatzter Start der Segelsaison für Skipper in Cuxhaven
(12.04.16) Nachdem der Skipper eines Segelbootes dieses am Abend des 10.4. zum Saisonstart im Amerikahafen von Cuxhaven zu Wasser gelassen hatte, ragte am frühen Morgen des 11.4. nur noch die Mastspitze aus dem Hafenbecken. Da Kraftstoff auszulaufen drohte, wurde die Schnelleinsatzgruppe der Cuxhavener DLRG alarmiert, um das Boot zu sichern und wenn möglich mithilfe von Hebekissen zu bergen.
Zwei Einsatztaucher begaben sich am frühen Nachmittag unter Wasser, um die Lage zu sondieren und eine mögliche Bergung mit einfachen Mitteln zu überprüfen. Nach mehreren Tauchgängen kamen die Rettungskräfte zu dem Schluss, dass eine Bergung auf diese Art zu gefährlich war, da sie sich bis dahin bereits mehrere Male mit ihrer Tauchausrüstung in der Takelage und herumtreibenden Leinen verfangen hatten.
Die Sicht im Hafenbecken betrug lediglich einige Zentimeter, so dass sich die Taucher nur tastend orientieren konnten. Die Bergung sollte daraufhin an eine Spezialfirma übergeben werden. Warum das Segelboot gesunken war, konnte bisher nicht geklärt werden. Was genau zum Untergang geführt hat, war auch noch nicht geklärt. Eventuell waren die Seeventile nicht geschlossen gewesen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fehmarn: Weiter Rätselraten zu Ursache von Kutterunglück
(12.04.16) Weiterhin unklar ist, warum der Burgstaakener Kutter „Condor“ vor Fehmarn sank. Am Morgen des Unglückstages legen der Kapitän und sein Decksmann mit dem 16 Meter langen Kutter im Heimathafen ab und gingen auf Fang. Gegen Mittag erbaten sie Unterstützung bei ihrer Rückkehr in den Hafen von Burgstaaken, weil sie so viel Fisch gefangen hätten. Dies war der letzte Kontakt zu den Fischern.
Als die „Condor“ gegen 18 Uhr jenen Tages noch immer nicht zurück war, wurde eine Such- und Rettungsaktion gestartet. Es herrschte klare Sicht bei Windstärke vier aus südlicher Richtung. Zwei Stunden nach Beginn der Suche wurden im Wasser treibende Fischkisten entdeckt und kurz darauf die leblosen Körper der Fischer.
Sie trugen keine Schwimmwesten. Der Kapitän hatte aber einen Rettungsring um, was auf eine Vorbereitung auf den Schiffbruch gedeutet werden konnte. Die beiden waren aber ohne Chance, Hilfe herbeizuholen, wenig später im vier Grad kalten Wasser an Unterkühlung gestorben.
Auf dem Radar verschwand die „Condor“ nicht plötzlich, sondern lag einige Zeit auf einer Position etwa 6,5 Kilometer vor der Ostküste Fehmarns, was ein Indiz sein könnte, dass sie nicht schnell untergegangen war. Es wurde kein Notruf abgesetzt. Die Seenotfunkbake, die bei Kontakt mit Wasser automatisch ein Signal senden soll, aktivierte sich nicht, und die Rettungsinsel blieb am Schiff hängen, statt sich zu lösen und aufzublasen. Das Wrack wies bei der Bergung einen großen Riss auf der Steuerbordseite auf. Der Journalist Lutz Riemann, Mitautor des Buches "Der Fall Beluga: Ein Unglück auf der Ostsee und wie es vertuscht wurde", vermutete, dass der Holzrumpf, der nach außen mit Polyester oder Epoxyd in Verbindung mit Glasfasergewebematten laminiert worden war, darunter zu rotten begonnen hatte. Denn diese Schicht bildet eine zweite Außenhaut und kann zum Verfaulen des Holzes führen, wenn sie beim Aufbringen des Laminats nicht richtig trocken ist.
Riemanns Vermutungen deckten sich mit den Aussagen von Jens Pap, dessen Bergungsunternehmen das Wrack vier Wochen nach dem Untergang aus 22 Metern Wassertiefe hob und zur Untersuchung nach Rostock brachte. Der Riss ginge nur durch die laminierte Schicht. Während der Bergungsarbeiten war diese beim Absetzen gerissen, weil sie unter Spannung stand.
Der Holzrumpf darunter war, soweit erkennbar, unbeschädigt geblieben. Jedoch befanden sich an Deck Netze mit noch lebenden Fischen. Dies könnte darauf hindeuten, dass das Schiff beim Heben des Fangs durch eine Verlagerung des Schwerpunktes gekentert sein könnte. Wie viel Fisch gefangen wurde, müsste im Fischereilogbuch des Schiffes stehen.
Die Bundesstelle für Schiffsunglückuntersuchung (BSU hat ihre Untersuchungen in Rostock vorerst abgeschlossen, doch nun galt es die Gutachten erst zu erstellen. Neben der Überprüfung der Maschinenanlage und des Equipments sowie des Rumpfes würde dabei auch eine mögliche Überladung des Schiffs Gegenstand der Untersuchung sein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motorboot bei Austevoll bei Bergungsversuch gesunken
(12.04.16) Am 10.4. kam der norwegische Frachter "Notmann", 496 BRZ (IMO-Nr.: 9748136), ebenso wie andere Schiffe einer 23 Fuß langen Tobias-Motoryacht zu Hilfe, die gegen 11 Uhr in Austevoll in Hordaland in Flammen aufgegangen war. Nachdem der Brand im Motorraum entstanden war, konnte der Skipper von einem anderen Sportboot unversehrt aufgenommen werden.
Das Ambulanzboot "Rygavakt" erstickte die Flammen mit seinem Schaumlöschgerät gegen 12 Uhr. An Bord waren auch drei Mann der örtlichen Feuerwache. Nachdem das Feuer aus war, versuchte die Crew der “Notmann", das stark beschädigte Motorboot aufs Deck zu hieven. Dabei aber sank das Wrack. Es traten nur geringe Kraftstoffmengen aus..
Quelle:Tim Schwabedissen



Baggerschiff auf Grund gelaufen
(12.04.16) Das Baggerschiff „ João Giovanella“ lief auf einer Bank des River Mampituba in Passo de Torres am Vormittag des 11.4. auf Grund. Das 100 Meter lange Schiff behinderte die Navigation in der Torres Strait und an der Nordküste von Rio Grande do Sul. Das Schiff kam aus Tramandaí und ist mit einer Kapazität von 1500m³ eines der größten Baggerschiffe im Staat Rio Grandedo Sul,
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter bei Arrifana nicht mehr zu bergen
(12.04.16) Der portugiesische Trawler "Avô Melro - PE-2250-C" (MMSI-Nr.: 63500310) wird an seiner Strandungsstelle bei Arrifana in Lagos abgewrackt und stückweise abtransportiert werden müssen. Eigentlich war für den 9.4. die Bergung angesetzt worden, wozu ein Schlepper am Nachmittag nördlich von Arrifana in Stellung ging. Am 7.4. war begonnen worden, Hebesäcke mit Ketten anzubringen und den Rumpf abzudichten.
Dies war nur bei Niedrigwasser möglich. Doch bevor das Schiff flottgemacht werden konnte, verschlechterte sich das Wetter, und hohe Wellen drückten es so weit auf die Felsen, dass es nicht mehr vom Schlepper erreicht werden konnte. Am 10.4. entschieden die Berger der Amora Sub Company, die Bergung abzubrechen. Es galt auch, fünf Tonnen Diesel und 200 Liter Öl zu entfernen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf einstigem Sea Shepherd-Flaggschiff
(12.04.16) Auf dem Wrack des einstigen Sea Shepherd-Flaggschiffes “Farley Mowat” brach am 11.4. ein Feuer am Shelburne Marine Terminal in Nova Scotia aus, wo das Schiff seit September 2014 lag. Um 11:45 Uhr wurde das Shelburne’s Volunteer Fire Department alarmiert und brachte das Feuer unter Kontrolle. Eigner Tracy Dodds war vor Ort. Er schuldet der Stadt Shelburne über 44,000 Dollar Liegeplatzgebühren.
Seit dem 23.3. war er dabei, das Schiff abzuwracken. Dies sollte eigentlich bis zum 8.4. abgeschlossen sein. Weil dies nicht geschah, drohten dem Eigner weitere 10000 Dollar Strafe und bis zu 20 Tagen Gefängnis. Doch weil schlechtes Wetter die Arbeiten verzögert hatte, bat er um einen Aufschub. Das Feuer dürfte bei Abbrucharbeiten entstanden sein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kühlschiff "Silver Pearl" auf den Felsen
(Bild: NSSR)   Großbild klick!

Kühlschiff im Ulvesund auf Felsen gelaufen
(10.04.16) Das unter Bahamas-Flagge registrierte Kühlschiff "Silver Pearl", 3968 BRZ (IMO-Nr.: 8400050), lief an der Ostseite des Ulvesund in der Vågsøy-Gemeinde in der Nacht zum 10.4. gegen vier Uhr auf Grund. Das Schiff war auf Nordkurs unterwegs zu einer Sardinenfabrik auf Trollebø, als es auf die Felsen am Ufer lief.
Schuld war offenbar ein technischer Fehler. Erst gegen 11 Uhr konnte der Havarist mit auflaufendem Wasser von dem Schlepper "Stadt Aardal" wieder befreit werden und machte in Måløy fest. Die 13-köpfige Crew blieb unversehrt. Auch das Rettungsboot "Simrad Buholmen" und die "Njord" waren vor Ort im Einsatz.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kollision im Bosporus
(10.04.16) Der türkische Frachter "Kaan Sonay", 856 BRZ (IMO-Nr.: 8139302), kollidierte auf der Fahrt von Istanbul nach Burgas am 8.4. um 03.44 Uhr zwei Meilen nordöstlich von Rumelifeneri im nördlichen Bereich der Zufahrt zum Bosporus mit dem unter Panama-Flagge laufenden Tanker "SW Monaco 1", 25108 BRZ (IMO-Nr.: 9260275). Beide Schiffe waren nach dem Transit der Straße in nördlicher Richtung unterwegs, als sie zusammenstießen.
Der Tanker ging anschließend auf der Außenreede von Kumkoy vor Anker, bevor er am 10.4. in Varna einlief. Die "Kaan Sonay" steuerte am 9.4. den Hafen von Tuzla an.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre bei Extremniedrigwasser festgekommen
(10.04.16) Am Nachmittag des 7.4. wurde die Stornoway Coastguard alarmiert, weil die von der Isle of Skye nach Glenelg verkehrende Fähre "Glenachulish", 44 BRZ, bei extremem Niegridwasser auf Grund gelaufen war. Um 13.29 Uhr lief das RNLI-Boot von Kyle of Lochalsh aus und war fünf Minuten später vor Ort.
Die 10 Passagiere waren inzischen ebenso wie die Crew bereits an Land gekommen. Der Kapitän teilte mit, dass niemand verletzt wurde und aktuell wegen mangelnder Wassertiefe auch keine Hilfe vonnöten war. Die Fähre sollte mit der nächsten Flut wieder aufschwimmen, und das Rettungsboot kehrte um 14:35 Uhr zu seiner Station zurück.
Rund eine Stunde später wurden die Seenotretter erneut gerufen, da der Havarist flottzuwerden begann. Als sie wieder in Glenelg waren, schwamm die Fähre bereits wieder und lag an der Pier. Nachdem sichergestellt war, dass sie keinen Schaden davongetragen hatte, wurde der Einsatz endgültig beendet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sportboot vor Blommenholm in Flammen aufgegangen
(10.04.16) Am Nachmittag des 8.4. ging ein Sportboot vor der Marina von Blommenholm in Flammen auf. An Bord hatte sich eine Person befunden, die bereits von einem anderen Boot aufgenommen worden war. Feuerwehr und die Polizei von Asker og Bærum waren vor Ort, um den Brand zu bekämpfen. Das Boot wurde in den Hafen geschleppt. Das Feuer war im Motorraum ausgebrochen. Das Boot war ein Totalschaden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Binnenschiff rammte Kollisionsschutz
(10.04.16) Am 9.4. rammte ein Binnenschiff den Kollisionsschutz der Brücke von Schuilenburg über den Prinses Margrietkanal zwischen Jistrum und Hoogzand. Der Anprallschutz wurde beschädigt, darum wurde die Durchfahrt an der Nordseite von Groningen Richtung Lemmer bis zu einer Reparatur für den Schiffsverkehr gesperrt, die Süddurchfahrt blieb frei.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gefahrguttanker in Kollision verwickelt
(10.04.16) Am 8.4. um 2.30 Uhr kollidierten zwei Binnenschiffe auf dem Amsterdam-Rijnkanal. Eines war ein Tanker mit Gefahrgut an Bord, das andere ein Schubverband. Der Tanker wurde so beschädigt, dass er direkt zum Löschen der Ladung den Hafen von Amsterdam anlief.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bargen auf Mississippi werden geborgen
(10.04.16) Nach der Kollision des Schubschleppers "Michael G. Morris" mit einer Brücke auf dem Mississippi bei Thebes gingen am 9..4. die Aufräumarbeiten weiter. Der Hafenkapitän von Port Ohio Valley erlaubte kleineren Schleppverbänden, die Sicherheitszone im Einbahnverkehr bei Tageslicht zu passieren. Nahe der gesunkenen Bargen wurden Tonnen ausgelegt. Eine lag bei Meile 42, die andere direkt an der Thebes Railroad Bridge. Die Bergung begann am 9.4.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter auf Paraná River aufgelaufen
(10.04.16) Der 75 Meter lange, unter Paraguay-Flagge registrierte Frachter "Paraguay Line" (MMSI-Nr.: 755999109) lief am 31.3. auf dem Paraná River auf der Fahrt nach Montevideo oberhalb des Ortes Paraná auf Grund. Am 8.4. saß der Havarist weiterhin dort fest.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter in Gresik aufgelaufen
(10.04.16) Der unter Hongkong-Flagge registrierte Bulkcarrier "Anday Raya", 27763 BRZ (IMO:9116670), lief am 5.4. beim Hafen von Gresik in Ost-Java auf Grund. Er wollte mit seiner Ladung 44000 Tonnen Düngermittel an Bord von Tianjin kommend gerade einen Liegeplatz ansteuern. Am 9.4. gegen neun Uhr machte er im Hafen fest.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei Tote und ein Vermisster nach Untergang vor Schottland
(10.04.16) Die britische Coastguard fing am 9.4. um 3.45 Uhr ein Notsignal des Kutters "Louisa - SY 30", 42 BRZ, von einer Position bei Mingulay vor der schottischen Küste auf. Das Schiff hatte eine vierköpfige Crew an Bord. Die Maritime & Coastguard Agency leitete eine Suchaktion u.a. mit dem SAR-Helikopter aus Stornoway und dem RNLI-Boot sowie anderen Kuttern ein, während der aber nur ein Mann lebend gerettet und ins Krankenhaus geflogen werden konnte.
Außerdem wurden zwei Tote in der See entdeckt. Der vierte Mann blieb vermisst. Der Schiffbruch ereignete sich bei relativ ruhigem Wasser. Nachdem der Hubschrauber aus Stornoway den Überlebenden an Bord genommen hatte, übernahm eine andere Maschine aus Prestwick die Suche. Um 14.45 Uhr wurde diese zurückgefahren. Wahrscheinlich war der Vermisste nicht mehr von Bord gekommen.
Bereits am 25.2.2014 war die "Louisa" einmal havariert: Das RNLI-Boot aus Leverburgh, die „Royal Thames“, wurde seinerzeit von der Stornoway Coastguard alarmiert, nachdem der Krabbenkutter, ein 2009 bei C. Tons & Son erbautes Schiff, nordöstlich der Ascrib Islands im Loch Snizort auf Felsen festgekommen war. Der 14.9 Meter lange Kutter aus Stornoway hatte um 06.20 Uhr Notrufe gefunkt.
Er lag mit Steuerbordschlagseite in flachem Wasser in der Brandung. Vier der fünf Mann an Bord wurden nach dem Eintreffen der Seenotretter aus einer Rettungsinsel gegen acht Uhr aufgenommen. Dann wartete die „Royal Thames“ die weitere Entwicklung ab und konnte den Havaristen mit auflaufender Flut um 12.10 Uhr wieder flottmachen. Er wurde dann zur Uig Pier begeleitet, und um 16 Uhr war der Seenotfall aufgehoben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Einhandsegler mit Glück im Unglück
(10.04.16) Der Einhandsegler Friedrich Drill, ein 79 Jahre alter Kanadier, geriet auf der Fahrt nach San Lorenzo in Nikaragua nach dem Auslaufen aus Cabo San Lucas in Seenot, nachdem ein Generator ausgefallen und ein Sturm über sein Boot hereingebrochen war. Am Abend des 8.4. strandete seine "HAJ", ein sechs Meter langes und zwei Meter breites Boot, vor Cerritos. Der Skipper wurde von den Angestellten eines nahen Hotels versorgt, nachdem er an Land geschwommen war. Der Zivilschutz unterstützte ihn dann bei der Bergung des Bootes, sodass es zur Reparatur gebracht werden konnte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ermittler haben Verdacht nach Explosion auf Julius Rütgers
(10.04.16) Nach der Explosion auf dem Binntentanker "Julius Rütgers" in Duisburg ermittelten Polizei und Staatsanwaltschaft gegen zwei Personen wegen des Verdachts fahrlässiger Tötung, einen Verantwortlichen der Ruhorter Werft sowie einen Mitarbeiter der in Alt-Homberg ansässigen Reederei Jaegers. Die Ermittler hatten zuvor die Prüfbescheinigung des Sachverständigen sichergestellt, der das Tankschiff nach der Ankunft in der Werft am 30.3. vorschriftsmäßig auf Gasfreiheit untersucht hatte.
Dieser hatte anschließend schriftlich festgehalten, dass Arbeiten, die Flammen oder Funken erzeugen könnten, im Bereich der Ladung nicht zulässig waren. Außerdem haben die Ermittler den Arbeitsauftrag der Reederei sichergestellt wegen des Verdachts, dass auch Arbeiten in Auftrag gegeben wurden, die ohne zu schweißen undurchführbar waren.
Der Geschäftsführer der Reederei hatte am Unglückstag ausgesagt, dass feuertechnische Arbeiten am Schiff nicht vorgesehen waren. Am 8.4. begann mit dem Schwimmkran "Ajax" die Bergung großer Wrackteile, an denen die Polizei Hinweise darauf zu finden hoffte, dass das an Bord gefundene Schweißgerät auch tatsächlich eingesetzt worden sein soll. Gegen 10 Uhr kamen Taucher der Wuppertaler Bereitschaftspolizei zum Einsatz, um Hebestropps und Schäkel anzuschlagen. Das Kranschiff des Wasser- und Schifffahrtsamtes Bingen war angefordert worden, weil das Tauchglockenschiff "Carl Straat" die Wrackteile nicht anheben konnte. Am Nachmittag wurde Tankdeckel 2 geborgen.
An der Uferböschung wurde das etwa 15 mal 15 Meter große Wrackteil von der Polizei untersucht. Deckel 3 lag noch auf dem Grund des Hafenbeckens.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Neubau in Flensburg
(10.04.16) Auf dem norwegischen Offshore-Schiff "Siem Helix 1", 12500 tdw (IMO-Nr.: 9733454), dass derzeit am Kai der Flensburger Schiffbau Gesellschaft in Flensburg ausgerüstet wird, brach am Abend des 8.4. ein Feuer aus. Einiges zum Bau des Schiffes notwendiges Gerät wurde bei dem Brand im Bugbereich zerstört. Um 19.50 Uhr hatte die Feuerwehr den Brand soweit unter Kontrolle, dass die Rauchentwicklung gestoppt war.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutterskipper nach Kollision vermisst
(10.04.16) Der japanische Frachter „Sansha Maru“, 1510 tdw (IMO-Nr.: 9140176), kollidierte am Abend des 9.4. mit einem Kutter vor Owase in der Mie Präfektur unweit von Honshu Island. Der Kutter blieb schwimmfähig, aber der Skipper wurde vermisst.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter auf St. Lawrence River havariert
(10.04.16) Der holländische Frachter "Jan van Gent", 8999 BRZ (IMO-Nr.: 9456721), lief am Morgen des 9.4. auf dem Lake Saint-Pierre auf dem St. Lawrence River südlich von Yamachiche auf Grund. Er war nach Maschinenausfall und Ruderversager aus dem Fahrwasser abgekommen.
Das unbeladene Schiff befand sich auf der Fahrt nach Hamilton, Lake Ontario. Gegen 17 Uhr wurde es mit Schleppern wieder flottgemacht und lief den Hafen von Montreal für Inspektionen an.
Quelle:Tim Schwabedissen



Atomabfallfrachter "Sigrid", Archivbild
(Bild: Svesnk Karnbranslehantering AB)   Großbild klick!

Öresund: Atomabfalltransporter vor Barsebäck aufgelaufen
(08.04.16) Am 8.4. um 8:13 Uhr lief der schwedische Atomabfallfrachter "Sigrid", 6694 BRZ (IMO-Nr.: 9631840), trotz Lotsenassistenz beim Einlaufen in den Werkshafen des schwedischen Atomkraftwerks Barsebäck auf Grund. Das Schiff meldete die Havarie der Verkehrsleitzentrale in Malmö. Es hatte keine Gefahrgüter an Bord, als es nordöstlich der Hafeneinfahrt rund 500 Meter von der Küste entfernt bei Vestervik festkam.
Die "Sigrid" wartete anschließend auf das Eintreffen eines Inspektors der Transportagentur mit einem Schiff aus Malmö. Die schwedische Küstenwache schickte unterdessen die Boote "KBV 034" und die “KBV 309” zur Unglücksstelle. Wenig später vor Ort waren auch das Rettungsboot "Rescue
"Sigrid" sitzt fest
(Bild: Andre Tajti)   Großbild klick!
B. Danielsson“ sowie der Schlepper "Kullen" (IMO-Nr.: 7527875).
Im Lauf des Vormittags gelang es dem aus Malmö mobilisierten Schlepper “Sound Provider”, die „Sigrid" wieder flottzumachen. Nachdem sie in sicherer Distanz zur Küste verankert war, wo sie den notwendigen Untersuchungen unterzogen werden sollte, lief er wieder ab. Zum Unglückszeitpunkt herrschten vor Ort frische Winde aus Südwest mit Geschwindigkeiten von 5-6 Metern pro Sekunde.
Das Schiff wurde 2013 eigens zum Transport radioaktiver Abfälle aus den schwedischen Kernkraftwerken Forsmark und Oskarshamn konstruiert und von dem Damen Shipyard in Galati abgeliefert. Es hat eine Länge von 99,5 Metern, eine Breite von 18,6 Metern, einen Tiefgang von fünf Metern und eine Tragfähigkeit von 2.530 Tonnen. Es läuft für die Svensk Karnbranslehantering AB in Stockholm im Management der Furetank Rederi AB in Donso.
Die Fracht wird in Spezialbehältern im strahlengeschützten Laderaum transportiert. Die letzten schwedischen Reaktoren wurden im Jahr 2005 nach Jahren des Drucks aus Dänemark geschlossen wegen des Risikos, unweit der Hauptstadt Kopenhagen liegt ein Kernkraftwerk zu haben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wrack der „Julius Rütgers“
(Bild: Michael Neidig)   Großbild klick!

Kran soll Wrackteile explodierten Binnentankers bergen
(08.04.16) Nach der Explosion auf der „Julius Rütgers“ in Meiderich kam am 8.4. gegen 10 Uhr ein großer Kran im Einsatz, um Wrackteile aus dem Hafenbecken bergen. Vor zwei Tagen hatte sich herausgestellt, dass das zunächst dafür verwendete Taucherglockenschiff“ Carl Straat“ zu klein für diese Aufgabe war und die schweren Lasten nicht heben konnte.
Die Polizei hoffte im Zuge der Arbeiten auf neue Hinweise zur Ursache der Explosion. Gleichzeitig wurde auch noch einmal nach dem dritten vermissten Vertragsarbeiter gesucht. Eine groß angelegte Suchaktion sollte es aber nicht mehr geben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter vor Chile aufgelaufen
(08.04.16) Der unter Panama-Flagge laufende Frachter "Goddess Santosh Devi", 43089 BRZ (IMO-Nr.: 9634842), lief am 7.4. gegen vier Uhr in Position 46 49 S 075 07 W vor der chilenischen Südküste im Golfo de Penas auf Grund. Er war auf der Fahrt von Hay Point, wo er am 6.3. ausgelaufen war, nach Sepetiba vom Kurs abgekommen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter Hamburger Reederei vor Alexandria aufgelaufen
(08.04.16) Der unter Antigua-Barbuda-Flagge laufende Frachter "Bosun", 30024 BRZ (IMO-Nr.: 9228540), der Projex Schifffahrts GmbH & Co. in Hamburg lief am 7.4. um 03.17 Uhr beim Einlaufen in den ägyptischen Hafen a Alexandria auf Grund. Das Schiff war von Gioia Tauro gekommen und hatte einen Lotsen an Bord. Die Havarie ereignete sich in dichtem Nebel. Nachdem der Frachter wieder flott war, machte er am AICT Dekheila Container Terminal fest.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gastronomieschiff von gesunkenem Badeboot wird verkauft
(08.04.16) Die „Antoon Van Dyck“, eine ehemalige Fähre, die zur Gastronomie des Antwerpener Badeboots umgebaut wurde, steht zum Verkauf. Der Besitzer hofft, 395.000 Euro für das Schiff zu bekommen. Die Fähre wurde 1965 erbaut und von der Reederei Flandria betrieben. Sie war mit einer Küche, einen Festsaal, Bad und Terrasse ausgestattet.
Das Badeboot war im September 2015 im Kattendijkdok gesunken. Die längsseits liegende „Antoon van Dyck“ blieb dabei verschont. Der Poolbereich wurde vor kurzem geborgen und als Schrott an einen niederländischen Abwracker verkauft.
Quelle:Tim Schwabedissen



Havarierter Trawler nach Ouistreham eingeschleppt
(08.04.16) Am 7.4. erlitt gegen acht Uhr der französische Trawler "Sandra-Kévin-Dylan - CN.720490", 19,95 BRZ (MMS-Nr.: 227316550), Ruderschaden rund 11 Meilen nördlich des Hafens von Ouistreham. Da er nicht mit eigener Kraft dorthin zurückkehren konnte, bat die Crew um die Assistenz der SNSM. Deren Rettungsboot "SNS 091" traf um 9:30 Uhr am Havaristen ein, stellte eine Schleppverbindung her und brachte ihn um 11:30 Uhr längsseits in den Hafen zurück.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ölverschmutzung in Taipei soll bis Mai bekämpft werden
(08.04.16) Die Ölreinigungsarbeiten am Wrack des Containerfrachters "TS Taipei" werden noch bis in den Mai andauern. Zwar wurde der größte Teil der Ölverschmutzung inzwischen eingedämmt, doch liefen weiter geringe Mengen aus dem Wrack aus. Insgesamt wurde ein Küstenabschnitt von 20,3 Kilometern verschmutzt.
Bis zum 15.5. sollte die Beseitigung des Öls andauern. Im August oder September sollte es dann ans Abwracken des Frachters gehen. Die örtlichen Fischer beklagten Verluste von 2,77 Millionen Dollar.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ölbekämpfung nach Schiffbruch vor Fiji
(08.04.16) Das Ministry of Infrastructure and Transport überwachte nach dem Kentern der “Sinuiwasa Dua“ in Levuka, Ovalau, im Tropensturm Winston die Bekämpfung der danach entstandenen Ölverschmutzung. Die Maritime Safety Authority Fiji legte eine Ölbarriere um das halb aus dem Wasser ragende Wrack aus. Das Dieselöl sollte rasch verdunsten, alles Restöl vom Eigner aus dem Wrack und dieses selbst ebenfalls entfernt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Yacht in Havre de Grace
(08.04.16) Am 7.4. um 6.30 Uhr brach auf der 41 Fuß langen Segelyacht “Dehler” in Feuer in Havre de Grace aus. Ein Passant entdeckte die Flammen und alarmierte die Feuerwehr. 15 Mann der Susquehanna Hose Company konnten das Feuer binnen 20 Minuten löschen. Das Boot war unbesetzt gewesen und hatte im Winterquartier gelegen. Der Eigner lebt in Chadds Ford.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bergung von Trawler vor Arrifana angelaufen
(08.04.16) Am Morgen des 7.4. begannen die Bergungsarbeiten am portugiesischen Trawler "Avô Melro - PE-2250-C" (MMSI-Nr.: 63500310) an der Felsküste von Portinho Arrifana in Aljezur. Eine Bergungsfirma machte sich zunächst daran, Lecks abzudichten. Seit dem späten Nachmittag wurden Hebesäcke rings um den Rumpf und Zugpunkte für eine Schleppverbindung angebracht.
Am Nachmittag des 8.4. sollte mit der Flut ein Schlepper den Trawler von den Felsen ziehen und in die Bucht von Arrifana bringen. Hier würde nach gelungener Bergung ein Experte der Hafenbehörde von Lagos eine Inspektion durchführen, um sicherzustellen, dass der Kutter nach Portimão gebracht werden könnte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter vor Staten Island vor Strandung bewahrt
(08.04.16) Am 7.4. gegen 15 Uhr find die Coast Guard Station New York den Notruf des Kutters “Tom’s Thumb” auf, der 200 Yards vor Red Bank Reach unweit des Südendes von Staten Island, ins Treiben gekommen war, nachdem bei rauer See der Anker nicht mehr im Grund gehalten hatte. Ein 29-Fuß-Boot der Küstenwache kam der dreiköpfigen Crew zu Hilfe, deren Schiff auf Felsen zu treiben drohte.
Die Seenotretter waren binnen 15 Minuten zur Stelle und nahmen die “Tom’s Thumb“, die in drei bis vier Fuß hohen Wellen driftete, in Schlepp. Sie hatten sich bereits in der Nähe auf einer Routinepatroullienfahrt befunden. Der Kutter wurde nach Tottenville Marine gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Torpedo des deutschen U-Boot “U 47”
(Bild: Adus Salvage-Marine)   Großbild klick!

Abgefeuerter Torpedo nach fast 80 Jahren gesprengt
(07.04.16) Ein sieben Meter langer Torpedo, der am 14.10.1939 von dem deutschen U-Boot “U 47” auf das britische Schlachtschiff HMS „Royal Oak“ abgefeuert worden ist, wurde am 6.4. mit 77-jähriger Verspätung von Sprengmittelräumern der Royal Navy zur Explosion gebracht. Taucher der Northern Diving Group in Clyde at Faslane brachten Sprengmittel an dem in Scapa Flow, Orkney, auf dem Grund liegenden Torpedo an. Durch eine erste Detonation wurde der Teil mit dem Sprengstoff abgetrennt und trieb an die Wasseroberfläche, wo er in einer zweiten kontrollierten Explosion zerstört wurde.
Anschließend sollte der verbliebene Teil mit dem Propeller geborgen und später in Orkney ausgestellt werden. Der Torpedo war im Februar bei einer Routinekontrolle mit Sonar durch die Sula Diving im Auftrag des Orkney Islands Council in 35 Metern Tiefe zufällig entdeckt worden. Marinetaucher filmten ihn mit einem ROV und entwickelten einen Plan zur sicheren Entsorgung. Beim Untergang der “Royal Oak” starben 883 Menschen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter wegen technischer Mängel Passage des Nord-Ostsee-Kanals verweigert
(07.04.16) Am 2.4. lief der unter Gibraltar-Flagged registrierte Frachter Hanoi", 1801 BRZ (IMO-Nr.: 9463865), den Nord-Ostsee-Kanal an. Der Lotse meldete sich vor der Schleuse in Brunsbüttel elbseitig bei der Kanallenkung und meldete, dass eine Kanalpassage aus Sicherheitsgründen nicht erlaubt werden sollte, daraufhin wurde dem Schiff die Weiterfahrt wegen einer Reihe von Mängeln untersagt.
Es passierte die Schleusen noch und machte dann an den Bahnhofsdalben in Brunsbüttel fest. Am Morgen des 6.4. nahm der Schlepper "Taucher Wulf 8“ den Frachter dort auf den Haken und zog ihn zur Mützelfeldt-Werft in Cuxhaven, wo er gegen 11 Uhr zur Mängelbeseitigung festmachte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Segelyacht “Kalani” am Haken
(Bild: USCG)   Großbild klick!

Yacht im Sturm vor San Francisco geborgen
(07.04.16) Die US Coast Guard kam am Abend des 5.4. der 12 Meter langen Segelyacht “Kalani” (MMSI-Nr.: 367633960) rund 170 Meilen westlich von San Francisco zu Hilfe. Die Coast Guard San Francisco hatte am 4.4. um 4:44 Uhr einen Notruf der zweiköpfigen Crew aufgefangen, nachdem das Ruder in rauer See gebrochen war. Wegen der großen Distanz zur Küste und einem schwachen Funkgerät auf der Yacht war die Kommunikation aber begrenzt. Der Tonnenleger "Walnut", der auf dem Weg von Hawaii nach San Francisco war, sowie eine C-130 Hercules der Air Station Sacramento wurden zur Yacht geschickt.
Das Flugzeug leitete den Funkverkehr weiter und aktualisierte die Position der Yacht. Wenig später traf die "Walnut" ein und stabilisierte die Situation, gefolgt vom Patroullienboot "Pike" aus San Francisco, das die Yacht auf den Haken nahm. Nach über 24 Stunden Schleppfahrt durch schweren Sturm und 12 Fuß hohe Seen konnten die - "Pike" und ein Rettungsboot der Coast Guard Station Golden Gate die "Kalani" gegen 23 Uhr in den Hafen von San Francisco ziehen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Auskolkung in Dresden wird nach Albis-Havarie mit Granit ausgekoffert
(07.04.16) Das tschechische Binnenschiff „Albis“ hat größere Schäden am Bett der Elbe in Dresden verursacht als vermutet, als es am 14.3. an der Albertbrücke querschlug. In den folgenden Tagen wurden durch die Strömung bis zu 1,60 Meter Kies unter dem Havaristen weggespült. Der Kolk war so lang und breit wie die „Albis“ selbst – rund 85 mal sieben Meter, vor allem zum Altstädter Ufer hin, wo der Bug sich befand.
Das Wasser- und Schifffahrtsamt beorderte am 5.4. den Schwimmbagger „Meißen“ zur Brücke, wo er das Bett nun mit 1 300 Tonnen Granit wieder auffüllt. Die 20 mal 30 Zentimeter großen Steinbrocken kommen aus dem Lager am Neustädter Hafen. Sie sollen dort künftig einen Schutz für die Brückenpfeiler darstellen, den auch starke Strömungen nicht wegspülen können.
Die Versicherung der „Albis“ wird für den Sohleaufbau aufkommen. Die Kosten, die durch das Leichtern der Salzladung und die Bergung entstanden, wurden unterdessen auf rund 73 000 Euro beziffert. Hinzu kommen die Einsatzkosten der Dresdner Berufsfeuerwehr und die Zwischenlagerung des Salzes im Alberthafen sowie der Lkw-Transport nach Tschechien.
Als Ursache der Havarie wurde ein Maschinenschaden vermutet. Außer einem kleinen Loch im Rumpf kam die „Albis“ selbst ohne größere Schäden davon. An der Albertbrücke platzte am ersten und zweiten Pfeiler Sandstein ab. Die Statik wurde aber nicht gefährdet. Die Reparatur des Flussbetts sollte eine Woche dauern.
Quelle:Tim Schwabedissen



Rettungsaktion für Kutter vor Yarmouth
(07-04.16) Der unter Cook-Island-Flagge laufende Tanker "New England", 23519 BRZ (IMO-Nr.: 9298727), kam auf der Reise von New Haven nach St. John’s dem Kutter "Ocean Hunter" zu Hilfe, der von New Bedford in Massachusetts kommend am 6.4. rund 59 Kilometer vor Yarmouth Wassereinbruch erlitten hatte. Um kurz nach Mitternacht funkte die Crew Mayday, woraufhin das Joint Rescue Coordination Centre in Halifax eine Hercules C-130 und einen Cormorant-Helikopter des Geschwaders 413 sowie das Patroullienboot “Westport” zu Hilfe schickte.
Als erstes war der Tanker um 1:15 Uhr vor Ort, gefolgt vom Cormorant um 1:40 Uhr und der "Westport" (MMSI-Nr.: 316001892) der kanadischen Coastguard um 1:55 Uhr. Von dieser wurde eine Lenzpumpe an Bord gegeben, mit der die zweiköpfige Crew der „Ocean Hunter“ den Wassereinbruch unter Kontrolle bringen konnte. Der Havarist wurde dann nach Meteghan abgeschleppt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler in Maryport gesunken
(07.04.16) Der 15 Meter lange britische Trawler "Fredwood - BA 338" (MMSI-Nr.:23499915) begann am 6.4. am Kai an der Marine Road in Maryport um 08:30 Uhr zu sinken. Er hatte am Vorabend dort seinen Fang gelöscht. Das Schiff legte sich nach einem Wassereinbruch immer stärker nach Backbord über, und die Feuerwehr half der vierköpfigen Crew unter Skipper David McClennan, über eine Leiter sicher an Land zu kommen. Der Kutter sank wenig später auf den Hafengrund, wo bei Flut nur noch Masten und der obere Teil des Ruderhauses aus dem Wasser ragten.
Die RNLI schickte Boote aus Workington und Maryport, die der Crew zunächst half, Ausrüstungsgegenstände, Treibgut und die aufgeschwommene Rettungsinsel zu bergen. Bei Niedrigwasser kam das Schiff dann wieder zum Vorschein. Nachdem ein Kran das Schiff gegen 18 Uhr wieder aufgerichtet hatte, halfen die Seenotretter, das eingedrungene Wasser mit Lenzpumpen der Maryport Rescue außenbords zu befördern.
Am Nachmittag dichtete die Crew des Bootes aus Workington gemeinsam mit einer örtlichen Firma das Leck ab, damit die „Fredwood“ mit der nächsten Flut nicht wieder versank. Offenbar hatte eine Dichtung am Rumpf nachgegeben, sodass es zu dem Wassereinbruch kommen konnte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter bei Fuzhou gestrandet
(07.04.16) Der 97 Meter lange, chinesische Frachter "Wan Mu Chun 15" (MMSI-Nr.: 412753410), lief mit einer Ladung Stahl an Bord am 6.4. gegen 13.20 Uhr in der Ostchinesischen See auf Position 26 25 N 120 11 O nordöstlich von Fuzhou auf Grund. Dabei wurde der Rumpf aufgerissen, und es kam zu Wassereinbruch in Ballastwassertanks an Backbordseite. Rettungsschiffe wurden vom MRCC Fuzhou zum Havaristen geschickt und 14 Crewmitglieder abgeborgen. Dann konnte der Frachter stabilisiert werden und nahm mit eigener Kraft Kurs auf die Bucht von Luoyuan nördlich von Fuzhou, wo er vor Anker ging.
Quelle:Tim Schwabedissen



Folgenreiche Kollision auf dem Mississippi
(07.04.16) Auf dem Mississippi bei Thebes, Illinois, kollidierte am 6.4. gegen fünf Uhr der 60 Meter lange Schubschlepper "Michael G. Morris" (MMSI-Nr.: 367702280) mit der Thebes Railroad Bridge. Dabei rissen sich alle 30 mit Weizen beladenen Bargen, die er transportierte, los. Eine sank bei Flussmeile 42, eine weitere unmittelbar an der Thebes Railroad Bridge. Die US Coast Guard, das Army Corps of Engineers und der Eigner der Bargen leiteten die Bergungsaktion.
Ein Kommandoposten wurde dazu bei der Marine Safety Unit Paducah eingerichtet. Der Fluss wurde zwischen den Meilen 44 und 20 für den gesamten Schiffsverkehr gesperrt. Die Thebes Railroad Bridge wurde nach einer Inspektion wieder für den Bahnverkehr freigegeben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Flusskreuzfahrer in Arnheim im zweiten Versuch freigeschleppt
(07.04.16) Das holländische Flussfahrgastschiff "Virginia" (EU-Nr.: 02207430), das am Morgen des 6.4. auf dem Niederrhein bei Arnheim bei einem Drehmanöver zwischen zwei Kribben am Südufer gelandet war, konnte im zweiten Anlauf geborgen werden. Zwei Schlepper waren im Laufe des Tages aus Weurt gekommen, doch beim ersten Bergungsversuch brach eine der Trossen. Im zweiten Versuch gelang es, den Havaristen herumzuziehen und zurück ins Fahrwasser zu bekommen.
Er machte nach der gelungenen Bergung am Rheinkai in Arnheim fest, wo er am 7.4. von Tauchern auf mögliche Schäden hin inspiziert werden sollte. Passagiere waren zum Zeitpunkt der Havarie nicht an Bord. Es kam zu keinen Personenschäden und keiner Beeinträchtigung des Schiffsverkehrs. Während der Bergung sicherte ein Boot von Rijkswaterstaat die Unglücksstelle ab.
Quelle:Tim Schwabedissen



Taucherglockenschiff konnte dritten Mann auf Julius Rütgers auch nicht finden
(07.04.16) Nach der Explosion auf der „Julius Rütgers“ in der Ruhrorter Werft in Duisburg fehlte vom dritten polnischen Vertragsarbeiter, der bei dem Unglück ums Leben kam, weiter jede Spur. Da weder Spürhunde noch Taucher etwas im Hafenbecken fanden, kam am 6.4. das 52 Meter lange Taucherglockenschiff „Carl Straat“ (MMSI-Nr.: 211652750) zum Einsatz. Es war am 31.3. in Duisburg eingetroffen.
Die Leiche des vermissten Arbeiters wurde weiterhin dem Grund des Hafenbeckens vermutet. Der Körper könnte unter einem der rund 16 Tonnen schweren Tankdeckel liegen, die bei der Explosion ins Wasser geschleudert wurden. Die „Carl Straat“ vermochte die Tankdeckel aber nicht anzuheben. Nun sollte ein Spezialkran zu Hilfe gerufen werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Überrest von Bark aus dem 1. Jahrhundert freigespült?
(07.04.16) Am Strand von Orrestranda wurden am 5.4. von Strandgängern die Überreste eines durch Sanderosion freigelegten Schiffes entdeckt, das dort vor über hundert Jahren gestrandet sein dürfte. Es handelte sich um solide Holzstücke, die mit Holznägeln mit Spanten verbunden waren. Möglicherweise handelte es sich um Überreste der BarK "Chieftain", die 1837 in Schottland erbaut wurde. Das in Mandal beheimatete Schiff strandete am 11.11.1881 in Jæren auf der Fahrt nach England in einem Sturm.
Quelle:Tim Schwabedissen



Flüchtlingsboot mit 400 Toten soll aus Mittelmeer geborgen werden
(07.04.16) Ein Jahr nach dem Untergang eines Flüchtlingsschiffes im Mittelmeer am 18.4.2015, das bei einer versuchten Rettungsaktion mit dem unter Portugal-Flagge laufende "King Jacob", 9528 BRZ (IMO-Nr.: 9147215), kollidiert war, sollen die mindestens 400 Toten samt dem 20 Meter langen Boot aus Ägypten geborgen werden. Die italienische Regierung hat mit der Bergung des Wracks aus 375 Metern Tiefe rund 157 Kilometer nordöstlich der libyschen Küste begonnen.
Die Marine soll das Boot aus der Tiefe holen, abdecken und einfrieren, um die Leichenreste zu konservieren, bevor es zur Marinebase der NATO in Melilli auf Sizilien transportiert wird, wo Forensiker die Leichen identifizieren sollen. Direkt nach dem Unglück waren 24 Tote und 28 Überlebende geborgen worden. Später hat ein ROV weitere 118 Opfer aus den oberen Teilen des Wracks und vom Meeresgrund geborgen, ohne aber an die im Laderaum befindlichen Menschen heranzukommen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Containerfrachter "TS Taipei"
(Bild: Freediver HD)   Großbild klick!

Containerbergung vor Taipei vor dem Abschluss
(06.04.16) Alle Container auf dem zerbrochenen taiwanesischen Containerfrachter "TS Taipei" sollten bis in die Mittagsstunden des 6.4. geleichtert sein. Gefahrgutcontainer waren bereits abgeborgen worden, und weitere 101 Boxen wurden bislang vom Vorschiff entfernt. Nachdem am Nachmittag des 4.4. außerdem 22 Container vom Achterdeck geräumt wurden, blieben noch 19 weitere nach.
Wenn die gesamte Fracht geleichtert war, sollte das Abpumpen von Öl beschleunigt werden. Luftbilder zeigten, dass die Ölleckagen aber weitgehend eingedämmt waren, doch weitere Arbeiten blieben noch notwendig. Am 4.4. wurden 2,43 Tonnen Öl entfernt. Die Environmental Protection Administration (EPA) wollte die Reinigungsarbeiten binnen zwei Monaten beendet haben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Südliche Ägäis: Frachter vor Kos auf Grund gelaufen
(06.04.16) Der kambodschanische Frachter "Zeina J.", 4932 BRZ (IMO-Nr.: 7333846), lief an der Nordküste der Insel Kos am Abend des 4.4. auf Grund. Das Schiff war mit einer Ladung von 6400 Tonnen Erzsand auf der Reise von El-Arish nach Gemlik und hatte eine 15-köpfige Crew. Beim Auflaufen kam es zu einem Leck und Wassereinbruch, der aber unter Kontrolle gebracht werden konnte. Der Havarist konnte sich mit eigener Kraft wieder befreien und wurde zu einem Ankerplatz vor Kos eskortiert, wo er für Untersuchungen und Reparaturen mit einem Fahrverbot belegt wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht „Chuckles“ mit Motorschaden
(Bild: RNLI)   Großbild klick!

Yacht mit Motorschaden nach Eyemouth eingeschleppt
(06.04.16) DAS RNLI-Boot aus Eyemouth wurde am 4.4. um 18.40 Uhr alarmiert, nachdem die 26 Fuß lange Yacht „Chuckles“ mit einer zweiköpfigen Crew an Bord nach Motorschaden um Assistenz gebeten hatte. Das Boot trieb dicht bei den Hurker Rocks und musste von dort in Sicherheit gebracht werden.
Das Rettungsboot war rasch vor Ort und stellte eine Schleppverbindung her. 25 Minuten nach dem Auslaufen war die Yacht vor Eyemouth, wo sie von den Seenotrettern längsseits genommen und in den Hafen eingebracht wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Binnenschiff bei Schleusung in Hebewerk beschädigt
(06.04.16) Glück im Unglück hatte am Morgen des 2.4. der Schiffsführer eines in Rathenow beheimateten Binnenschiffs, als dessen Ruderhaus am Tor des Osttroges am Schiffshebewerkes Scharnebeck hängenblieb und dieses zum Teil abgerissen wurde. Er hatte die Höhe seines unbeladenen Schiffs falsch eingeschätzt und es unterlassen, entsprechend Ballast an Bord zu nehmen. Der Schaden am Ruderhaus lag im fünfstelligen Bereich. Zudem erwartete den Schiffsführer noch ein Ordnungswidrigkeitsverfahren. Der Betrieb am Hebewerk auf dem Elbe-Seiten-Kanal, der die Elbe bei Artlenburg mit dem Mittellandkanal bei Edesbüttel westlich von Wolfsburg verbindet, konnte nach einigen Stunden fortgesetzt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Neun Mann sinkenden Longliners gerettet
(06.04.16) Der chinesische Longliner "Zhong Shui 607", 119 BRZ (IMO-Nr.: 8628884), funkte am Morgen des 6.4. einen Notruf. Das Schiff war in den Gewässern von Vanuatu waters im Pazifik rund 130 Meilen nordöstlich der Insel Efate in stürmischer See im Sinken begriffen. Die Crew ging in ein Rettungsboot, das von einem Suchflugzeug lokalisiert wurde. Ein anderes chinesisches Fischereifahrzeug wurde zu der Position geführt und nahm die neun Schiffbrüchigen unversehrt an Bord.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler in Dartmouth wird wieder seetüchtig gemacht
(06.04.16) Reparaturen wurden auf dem französischen Trawler "Saint Christophe 1" begonnen, damit das Schiff wieder seetüchtig wird und in der kommenden Woche aus Dartmouth abgeschleppt werden kann. Dart Harbour wartete weiterhin auf einen dahingehenden Plan der Versicherung. Das Schiff könnte zum Totalverlust erklärt und verschrottet, komplett repariert oder verkauft werden. Da es wieder schwimmfähig war, konnten die Ölbarrieren wieder eingeholt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Losgeschlagenes Ruder brachte Yacht in Bedrängnis
(06.04.16) Am 5.4. gegen 19.05,Uhr wurde die NSRI alarmiert, nachdem die Segelyacht “Rocket” mit neun Personen an Bord, darunter vier Frauen aus Kapstadt und Vaal Dam, auf der Fahrt von Kapstadt nach Durban Ruderschaden in schwerer See vor dem Eerste River zwischen der Plettenberg Bay und der Oyster Bay erlitten hatte. Das Ruder war losgeschlagen worden und drohte den Rumpf zu beschädigten.
Die Transnet National Ports Authority (TNPA) alarmierte die NSRI Port Elizabeth, NSRI St. Francis Bay und bat die NSRI Oyster Bay sowie die NSRI Plettenberg Bay und NSRI Oyster Bay um Standby. Das MRCC versetzte zudem die SA Air Force (SAAF) und das SAAF 15 Squadron, einen Charlie Flight Helikopter und einn NSRI ASR Team in Bereitschaft. Während der Nacht konnte die NSRI Plettenberg Bay aus dem Einsatz entlassen werden, stattdessen wurde die NSRI Jeffreys Bay in Bereitschaft versetzt.
Bei bis zu fünf Meter hohen Wellen gelang es der Yacht, am folgenden Morgen die St. Francis Bay zu erreichen und vor Anker zu gehen. Am Nachmittag sollte sie mit der Flut einlaufen. Die NSRI St Francis Bay stand für dieses Manöver bereit. Der Plan, nach Durban zur 2016 Vasco (Vasco Da Gama Ocean Race) zu kommen, musste wegen der notwendigen Reparaturen aufgegeben werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Flusskreuzfahrer auf Rhein auf Sandbank gelaufen
(06.04.16) Das 67 Meter lange, holländische Flusskreuzfahrtschiff "Virginia" (EU-Nr.: 02207430) lief am 6.4. um 10.45 Uhr auf dem Rhein bei Arnheim auf Grund. Es hatte um 10.20 Uhr losgeworfen und kam bei einem Wendemanöver auf dem Fluss auf der Vacaturebank fest. Es konnte sich mit eigener Kraft nicht wieder befreien.
Quelle:Tim Schwabedissen



Katamaranfähre in Sierra Leone auf Grund gelaufen
(06.04.16) Die britische Katamaranfähre "Sierra Queen", 397 BRZ (IMO-Nr.: 8603963), der Westminster Group wurde beim Transit zwischen Fährterminals in Sierra Leone beschädigt, als es am 4.5. auf ein unkartiertes Unterwasserhindernis lief. Sie musste zur Inspektion und Reparatur anschließend gedockt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht bei Moa Point gerettet
(06.04.16) Zwei Tage nach ihrer Strandung in Wellington konnte eine Yacht bei Moa Point rechtzeitig vor einem aufziehenden Unwetter wieder flottgemacht werden. Am Nachmittag des 5.4. gelang es Bergern von Underwater Solutions, den Zweimaster auszupumpen und abzuschleppen.
Zuvor war das Leck an Backbordseite mit Holz abgedichtet worden. Der Skipper hatte am Abend des 4.4. die Felsenbucht an der Südküste von Wellington mit der Hafeneinfahrt verwechselt. Sein Boot war leckgeschlagen und gesunken. Es wurde vor seinen Augen nach Seaview in Lower Hutt gezogen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Taucher untersuchten Fährwrack vor Talisay City
(06.04.16) Fast drei Jahre nach ihrem Untergang liegt die philippinische Fähre "St. Thomas of Aquinas", 11405 BRZ (IMO-Nr.: 7304663), weiter auf dem Grund des Lauis Ledge vor Talisay City. Taucher der Coast Guard begannen am 4.4. mit einer Untersuchung des Wracks. Mithilfe von GPS und Kompass wurde die Position auf Grund geprüft. Das Schiff, das zunächst auf der Steuerbordseite gelegen hatte, ruhte nun auf der Backbordseite auf rund 50 Metern Wassertiefe. Ursprünglich hatte es auf 30 Metern gelegen. Inzwischen haben sich auch Korallen und Fische auf dem Rumpf angesiedelt.
Der Tauchgang begann um neun Uhr und dauerte bis 16 Uhr. Die Taucher drangen in den Frachtbereich. Am 5.4. wollten sie versuchen, ins Restaurant einzudringen. Die Reederei 2GO Shipping Lines war nach dem Untergang aufgefordert worden, das Schiff zu bergen, doch dabei könnte der Mactan Channel blockiert werden. Bojen und Markierungen wurden nun am Südende des Mactan Channel ausgelegt, um die Schifffahrt an der Untergangsstelle vorbeizuführen.
Das Schiff war am 16.8.2013 mit dem Frachter „Sulpicio Express Siete“ kollidiert und gesunken. Laut Besatzungs- und Passagierlisten befanden sich 754 Passagiere und 116 Crewmitglieder, insgesamt also 908 Personen an Bord des Fährschiffs, von denen am Tag nach der Kollision 31 als tot und 172 als weiterhin vermisst gemeldet wurden. Am 29.8. hatte sich die Zahl der Toten auf 91 erhöht und die Zahl der Vermissten auf 46 verringert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Überfällige Bootsfahrer bei South Pass gefunden und gerettet
(06.04.16) Die US Coast Guard rettete am 5.4. zwei Personen von einem 17 Fuß langen Sportboot, das nahe South Pass auf Grund gelaufen war. Sie war von Angehörigen alarmiert worden, nachdem das Boot nicht, wie geplant, am 4.4. um 19.30 Uhr von einer Angeltour zurückgekehrt war.
Die Coast Guard New Orleans setzte einen MH-65C Dolphin-Helikopter von der örtlichen Air Station in Marsch. Dieser lokalisierte wenig später das im Schlamm festsitzende Boot vor einer Insel unweit von South Pass und barg die beiden Insassen gegen 7:15 Uhr unversehrt von dort ab.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler "Avô Melro" gestrandet
(Bild: Carvalho Pinto)   Großbild klick!

Trawler bei Arrifana gestrandet – Crew gerettet
(05.04.16) Der portuguiesische Trawler "Avô Melro - PE-2250-C" (MMSI-Nr.: 63500310) lief in stürmischer See am 4.4. gegen sechs Uhr auf Felsen nahe Arrifana in der Aljezur-Gemeinde. Die nachfolgende SAR-Operation wurde koordiniert durch das MRCC Lissabon gemeinsam mit dem Hafenkapitän von Lagos und unter Mitwirkung der Korvette "João Roby", einer EH-101 der portugiesischen Air Force, der "Diligent" der Rettungsstation Sagres sowie einer bereitgestellten Ambulanz von INEM.
Die sechs Crewmitglieder wurden von dem E 101-Hubschrauber aufgewinscht. Wegen des schlechten Wetters war es nicht möglich, in der Nähe zu landen, deshalb wurden sie zur Base in Montijo geflogen. Sie hatten den Schiffbruch unversehrt überstanden. Schlechter sah es für ihr Schiff aus, das auf den Felsen in der meterhohen Brandung lag und auf die Steuerbordseite rollte. Die Unglücksstelle war sehr schwer zugänglich, was Bergungsarbeiten kompliziert gestalten kann.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bornholm: Trawler nach Nexø abgeschleppt
(05.04.16) Am 4.4 erlitt der dänische Trawler "Cecilie Mathilde - SG 115", 77 BRZ (MMSI-Nr.: 220345000), Maschinenausfall östlich der Ostseeinsel Bornholm und bat um Assistenz. Das Rettungsboot der DSRS-Station Nexø lief zur Hilfeleistung aus. Es nahm den antriebslosen Havaristen in Schlepp und brachte ihn nach Nexø auf Bornholm ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler "Saint Christophe I" vor der Bergung
(Bild: Dartharbour)   Großbild klick!

Saint Christophe 1 schwimmt wieder
(05.04.16) Das Bergungsschiff "Sea Devil" von Multraship hat am 2.4. das Wrack des gekenterten französischen Trawlers "Saint Christophe I" in Dartmouth aufgerichtet. Die Bergungsaktion ging sehr langsam voran, sodass das Wasser aus dem auf der Seite liegenden Schiff abfließen konnte. Danach wurde das Schiff zunächst auf dem Grund des Dart wieder abgesetzt und am 3.4. dann schwimmfähig gemacht. An Bord waren noch zwischen 10 und 15 Tonnen Diesel.
Dank einer engen Überwachung waren nach dem Untergang nur sehr geringe Mengen des Kraftstoffs ausgetreten und in einer doppelten Ölsperre aufgefangen worden. Über das weitere Vorgehen mit dem angeschlagenen Schiffs musste nun die Versicherung entscheiden. An seinem Untergang war nach Ansicht von Hafenkapitän Rob Giles die Crew nicht unschuldig.
Sie wusste um die Risiken, als sie im Hafen festmachte und war darauf hingewiesen worden, dass es bei Ebbe auf Grund aufsetzen würde. Die "Saint Christophe" wollte mit zwei weiteren Trawlern gemeinsam eigentlich Brixham anlaufen, hatte aber wegen Sturms in letzter Minute abgedreht und hatte von der Dart Harbour Navigation Authority das Angebot erhalten, dort vor dem Sturm Schutz zu suchen. Alle Schiffe liefen am 9.3. um 15.30 Uhr ein und wollten nach Wetterberuhigung so schnell wie möglich wieder auslaufen.
Die Verständigung mit den Fischern war wegen der Sprachbarriere allerdings kompliziert. Es war letztlich aber die Entscheidung der Crew, am Kai zu bleiben und ihre Verantwortung, sicherzustellen, dass der Trawler dort gut vertäut und stabil lag. Die beiden anderen Schiffe, die "Sagittaire" und "Maranatha II" konnten den Hafen später unbeschadet wieder verlassen, während die “Saint Crhistophe 1” nun aufwändig repariert werden muss, nachdem sie bei Flut vollgelaufen war. Der Marine Accident Investigation Branch untersuchte derweil den Untergang.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sorge um Wrack vor Santorini
(05.04.16) Experten, die den Austritt toxischer Substanzen aus dem Wrack des Kreuzfahrtschiffes “Sea Diamond” vor Santorini überwachten, warnten jetzt vor einem drohenden ökologischen Desaster, wenn nicht bald etwas geschieht. Das Schiff war vor fast neun Jahren auf ein Riff vor der Insel gelaufen und gesunken, wobei zwei der 1,195 Passagiere, die sich nebst einer 391-köpfigen Crew an Bord befanden, ums Leben kamen. Ein Team der technischen Universität von Kreta überwachte seither die Untergansstelle und stellte fest, dass die Korrosion inzwischen so stark fortgeschritten war, dass giftige Stoffe in alarmierenden Maßen austreten.
An Bord waren noch etliche Tonnen Treibstoff und Maschinenöl, die auslaufen könnten, wenn das Wrack auf der Kliffkante, auf der es seit dem Untergang lag, auseinanderbricht. Auch die elektronische und technische Ausrüstung stellt Gefährdungen dar. Eine provisorische Barriere wurde über der Untergangsstelle ausgelegt, in der die Substanzen aber nicht hinreichend aufgefangen werden können.
Die Befürchtungen um zunehmende Gefahren werden vom Inselbürgermeister Nikos Zorzos geteilt, der darauf wartet, dass die Athener Regierung aktiv wird. Die „Sea Diamond” der Louis Hellenic Cruises war am 6.4. 2007 auf ein unkartiertes Riff vor dem Inselhafen Athinios gelaufen und Stunden später untergegangen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Angelkutter “Adventuress"
(Bild: RNLI)   Großbild klick!

Angelkutter vor Cornwall leckgeschlagen
(05.04.16) Der britische Angelkutter “Adventuress", eine Lochin 33, musste am 4.4. von dem RNLI-Boot aus Newquay geborgen werden, nachdem er drei Meilen vor der Küste Cornwalls nordwestlich von Towan Head auf Grund gelaufen und leckgeschlagen war. Der 33 Fuß lange Kutter hatte acht Personen an Bord. Durch den Schaden am Propeller war es zu Wassereinbruch am Heck gekommen.
Es gelang der Crew aber, so viel Wasser zu lenzen, dass sie das 33 Fuß lange Schiff bis zum Eintreffen der Seenotretter, die um 15.22 Uhr alarmiert wurden, stabil halten konnten. Es wurde zunächst vom Rettungsboot in Richtung Newquay eskortiert. Als es Towan Head passierte, fiel aber die Ruderanlage durch die entstandenen Schäden aus, und das Rettungsboot nahm den Havaristen zum Hafen in Schlepp, wo er um 16.30 Uhr eintraf. Hier wurde es auf den Kai gehoben, wo es repariert werden sollte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Coast Guard schleppte Schlepper ab
(05.04.16) Die US Coast Guard schickte das Patroullienboot "Reliance" am 2.4. zur Assistenz des amerikanischen Schleppers "Manatee", der in flachen Gewässern unweit von Kuba manövrierunfähig geworden war. Das Schiff hatte mit einer 200 Fuß langen Ölbarge im Schlepp Maschinenschaden erlitten. Die "Reliance" war in den Florida Straits und wurde zur "Manatee" beordert. Sie nahm den Havaristen in Schlepp und zog ihn 100 Meilen weit in den nächsten Hafen auf Great Inagua.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kanadische Fähren mit Problemen
(05.04.16) Die kanadische Fähre "Veteran", 4459 BRZ (IMO-Nr.: 9736901), musste am 3.4. in St. Jophn's zu einer neuerlichen Reparatur gedockt werden, nachdem es an Bord zu einer Rauchentwicklung gekommen war. Das Department of Transportation and Works bestätigte, dass das Problem am backbordseitigen Antriebssystem entstanden war. Wie lange das Schiff repariert werden müsste, war noch unklar.
Es war bereits das vierte Mal, dass es an Bord seit der Indienststellung im November 2015 technische Probleme gab. Neben einem Flugdienst wird der Service der Fähre von Fogo zu den Change Islands durch die "Beaumont Hamel", 831 BRZ (IMO-Nr.: 8407656), aufrechterhalten.
Diese hatte an demselben Tag aber auch Probleme, als sie beim Versuch, in Bell Island festzumachen, mit dem Kai kollidierte und mehrere Stunden in der Portugal Cove untersucht wurde, wo auch die Passagiere das Schiff verlassen mussten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Letzte Reise der Sorrento endete auf Aliagas Abwrackstrand
(05.04.16) Am Strand von Aliaga liegt seit einigen Tagen ein bizarr aussehendes Schiffswrack. Die Brückenaufbauten sind eingesunken und zur Seite weggesackt, und entlang des gesamten Rumpfes mischen sich großflächige schwarze Brandspuren mit sich ausbreitendem Rost. Bis hinaus zum rot-weißen Schornstein. Allein das Heck mit seiner großen Rampe erscheint noch einigermaßen intakt.
Bei dem Torso handelt es sich um die kläglichen Überreste der italienischen Fähre “Sorrento”, 25984 BRZ (IMO:9264312), die mit Kettenzügen nun nach und nach auf den Abwrackstrand gezogen und von vorn nach achtern verschrottet wird. Am Morgen des 10.3. hatte die letzte Reise des Schiffes in Sagunto des Offshore-Schleppers "Agat" (IMO-Nr.: 8206961) begonnen. Es dauerte über eine Stunde, das antriebslose Wrack aus dem Hafenbecken zu bugsieren.
Am 24.3. erreichte der Schleppzug dann den letzten Bestimmungsort. Vor der Fahrt waren die Inneneinrichtung bereits entfernt und alle Tanks komplett entleert worden. Außerdem hatten an Bord langwierige Ermittlungsarbeiten stattgefunden.
Das Schiff war am 28.4.2015 zwei Stunden nach dem Auslaufen aus Palma de Mallorca nach Valencia rund 18 Meilen vor Dragonera in Brand geraten. Das durch einen Kurzschluss entstandene Feuer wurde durch leicht entflammbare Gefahrgüter, die illegal an Bord mitgeführt wurden, beschleunigt und breitete sich rasch über das gesamte Schiff aus. Es handelte sich um Schwefelsäure und Trichlorisocyanursäure, das in 14 Lastwagen versteckt war, offenbar um die Kosten für den offiziellen Transport gefährlicher Güter zu sparen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fischen und Tauchen am Rena-Wrack erlaubt
(05.04.16) Der Direktor von Maritime New Zealand hat das Astrolabe Reef wieder freigegeben, nachdem offiziell festgestellt wurde, dass das Wrack des Containerfrachters “Rena”, der dort am 5.10.2011 strandete, keine Gefahr mehr für die Schifffahrt und die Umwlt darstellte. Nachdem signifikante Fortschritte in der Entfernung gefährlicher Substanzen und Teilen des Wracks erzielt worden waren, war nun die Grundlage dafür gegeben, Fischereifahrzeugen und Schiffen von bis zu 500 Tonnen die Fahrt am Riff zu erlauben. Über 22.000 Tonnen Trümmer wurden in den vergangenen Jahren geräumt, und das verbliebene Wrack stellte keine weitere Gefahr mehr dar. Vom 5.4. an sind Fischen und Tauchen am lange gesperrten Astrolabe Reef wieder möglich.
Quelle:Tim Schwabedissen



LNG-Fähre wieder mit Problemen
(05.04.16) Zwei Schlepper der AS Slepebåten nahmen am Nachmittag des 4.4. die unter Färöer-Flagge laufende Roro-Fähre "Kvitbjørn", 9132 BRZ (IMO-Nr.: 9642564), auf den Haken und bugsierten sie durch den Sandnessund von Skattøra nach Olavsvern. Das 120 Meter lange Schiff hatte in der vergangenen Woche Maschinenschaden erlitten und hatte seither am Kai der Nor Lines in Skattøra gelegen. Um den Liegeplatz freizumachen, ging es nun nach Olavsvern in Ramfjord, wo die Computerprobleme, die den Ausfall des LNG-Antriebs verursacht hatten, gelöst werden sollten.
Am 28.6.2015 war die "Kvitbjørns" mit einer 15-köpfigen Crew an Bord bei Skeidskråka auf ein Riff unweit von Skeide gelaufen, als sie von Bergen nach Ulsteinvik unterwegs war. Das Rettungsboot "Emmy Dyvi" hatte vergeblich versucht, das Schiff wieder flottzumachen. Erst der Schlepper "Hugin" konnte es mit steigendem Wasser wieder befreien. Es wurde danach zur Rolls Royce Yard in Ullsteinvik gebracht. Als Ursache war ein technischer Fehler festgestellt worden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wann brach der Kiel der Talagoa?
(05.04.16) Ein Kielverlust war möglicherweise ursächlich für das Kentern der Langstreckenyacht “Talagoa”, dem das hollländische Eignerpaar Waldy und Ria Finke zum Opfer fiel. Das Stahlboot war am 1.4. kieloben liegend in der Brandung des Archipels von San Andrés nördlich von Panama liegend entdeckt worden. Von dort waren die beiden am 25.3. mit der bei Van de Stad in Groningen erbauten Samoa 47 ausgelaufen. Der Kiel war offenbar mit dem Rumpf verbolzt und nicht geschweißt. Er könnte allerdings auch nach der Strandung abgerissen sein.
Das Boot selbst war noch schwimmfähig. Die Leiche der Frau war am Strand von Sound Bay, südöstlich von San Andrés gefunden worden. Sucheinheiten der Marine entdeckten die Leiche ihres Mannes 1,5 Kilometer entfernt im Meer treibend. Anhand der Personaldokumente im Wrack konnten sie rasch identifiziert werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fischer fünf Minuten vor Strandung gerettet
(05.04.16) Fünf Minuten vor einer drohenden Strandung konnte das Rettungsboot “Det Norske Veritas” am 1.4. einen Kutter mit einem Mann an Bord nur 100 Meter von der Küste entfernt auf den Haken nehmen. Die Seenotretter waren um zwei Uhr früh alarmiert worden durch einen Mayday-Ruf des 10 Meter langen Schiffes, das von Ballastad kam und im Mortsund vor Vestvågøy Maschinenausfall erlitten hatte. Zu der Zeit war er 300 bis 400 Meter vom Ufer entfernt.
Mit voller Kraft steuerte das Rettungsboot bei stürmischer See den Havaristen an. Nach sieben Minuten hatte es den Kutter erreicht, dessen Skipper sie mit angelegtem Überlebensanzug erwartete. Er hatte Anker geworfen, dieser hielt aber in den hohen Wellen nicht. Es war schwierig, an den Havaristen heranzukommen, doch dann gelang es, eine Schleppverbindung herzustellen und das Boot in Sicherheit zu bringen. Es wurde nach Ballstad eingebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen



23 Kutter vor Indonesien versenkt
(05.04.16) Das indonesische Marine and Fisheries Affairs Ministry zerstörte am 5.4. wieder 23 Kutter, die beim illegalen Fischfang in den Hoheitsgewässern aufgebracht worden waren. 13 der Schiffe kamen aus Vietnam, die anderen 10 aus Malaysia. Sie wurden um 10.45 Uhr an unterschiedlichen Positionen versenkt.
Die vietnamesischen Kutter “Sinar 228” und “Sinar 553”, die von der West Kalimantan Maritime Police aufgebracht wurden, sanken vor Datuk Island im Mempawah-Distrikt. Die illegale Fischerei findet vornehmlich im Gebiet von Natuna in Nord-Sulawesi und nördlich von Morotai statt. Meistens geht es dabei auf Thunfisch.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer beschädigte Fahrgastschiff
(05.04.16) Die malaysische Passagierfähre “Coral Island 1” (MMSI-Nr.: 533004280) geriet am 5.4. um 10.15 Uhr an der Touristenmole Jeti Pelancongan in Lagkawi bei Reparaturarbeiten in Brand. Die Feuerwehr hatte den Brand um 10.38 Uhr unter Kontrolle und binnen einer Dreiviertelstunde gelöscht. Er war mittschiffs entstanden und hatte sich auf die Kapitänskajüte ausgebreitet.
Das Ruderhaus wurde zerstört, rund 30 % des Schiffes in Mitleidenschaft gezogen. Die Schadenshöhe und der Grund des Feuers wurden noch untersucht. Erst am 23.3. war eine Fähre unter Reparatur in Limbungan Boustead, Tanjung Lembong, in Brand geraten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht vor Wellington gestrandet
(05.04.16) Eine Yacht lief am Abend des 4.4. gegen 20 Uhr auf die Felsen von Point. Der Skipper war auf dem Weg nach Wellington, wobei er am Südende der Landebahn von Wellington Airport auf Grund lief. Als er bemerkt hatte, dass der Kurs falsch war, versuchte er, rückwärts aus dem Flachwassergebiet herauszumanövrieren, doch dabei schlug die Yacht, auf der er lebte, auf Grund und erlitt Wassereinbruch. Der Skipper konnte nur noch Mayday funken.
Während er sich dann mit einem Beiboot an Land retten konnte und der alarmierte Westpac-Helikopter und ein Rettungsboot des Flughafens wieder abdrehen konnten, legte sich sein Boot in flachem Wasser auf die Seite. Berger wollten es bis zum 6.4. in Sicherheit bringen, bevor ein Sturm von Süden aufzieht und das Holzboot zerschlägt.
Am 4.4. versuchte der Skipper mit Unterstützung von Tauchern, noch so viel wie möglich von seinem schwimmenden Heim zu retten. An Bord waren rund 90 Liter Diesel. Der Tank wurde vorerst abgedichtet.
Quelle:Tim Schwabedissen



TS Taipei
(Bild: L. Appino)   Großbild klick!

Weiterhin Ölverlust aus TS Taipei
(04.04.16) Aus der "TS Taipei" vor Jianzilu lief seit dem 24.3. kontinuierlich Öl aus und hat sich bis zum 2.4. nach Huangkang, einem Fischereihafen in Jinshan rund 13 Kilometer von der Strandungsstelle enfernt, ausgebreitet. Satellitenbilder zeigten Öl auf dem Wasser 4-5 Kilometer nördlich von Huangkang.
Die Coastguard schickte Patroullienboote, um das Ausmaß des Ölteppichs zu erkunden. Drohnenbilder zeigten, dass nach wie vor Öl aus der Bruchstelle des Frachters auslief und in östlicher Richtung trieb. Fünf Kutter wurden zur Bekämpfung der Ölverschmutzung geschickt. Die Regierung arbeitete weiter an Plänen zum Abpumpen des verbliebenen Öls. Reinigungsarbeiten wurden inzwischen abgeschlossen in Baishawan, Laomei Park, Yehliu Geopark und einem Strand bei Shueiwei in Jinshan.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kefalonia: Kollision im Mittelmeer
(04.04.16) Am Morgen des 2.4. kollidierte der irische Frachter "Arklow Willow", 8935 BRZ (IMO-Nr.: 9314600), mit dem 33 Meter langen griechischen Fischereifahrzeug "Agios Nektarios" (MMSI-Nr.: 240314000) zwischen den Inseln Kefalonia und Zakynthos. Der Kutter erlitt am Steuerbordvorschiff Schäden und lief mit eigener Kraft in den Hafen von Kyllini. Die "Arklow Willow", die auf der Fahrt von Itea nach Gibraltar war, wurde angewiesen, vor dem Hafen für die notwendigen Untersuchungen Anker zu werfen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bugschaden Bulkcarrier "Yeoman Bridge"
(Bild: Rico Voss)   Großbild klick!

Kollisionsschäden werden in Hamburg und Odense repariert
(04.0.416) Der unter Bahamas-Flagge laufende Bulkcarrier "Yeoman Bridge", 55695 BRZ (IMO-Nr.: 8912302), der am 30.3. auf der Elbe mit dem ebenfalls auf den Bahamas registrierten Rohöltanker "Peary Spirit", 66563 BRZ (IMO-Nr.: 9466130), kollidiert war, als dieser um 20.20 Uhr im Elbehafen Brunsbüttel festmachen wollte, dockte am 1.4. um 11.20 Uhr bei Blohm & Voss in Hamburg zur Reparatur der dabei entstandenen Schäden am Vorschiff.
Zuvor hatte er seine Ladung in Hamburg-Harburg gelöscht. Der Tanker, dessen Außenhülle an Steuerbordseite auf einer Länge von 25 bis 30 Metern aufgerissen wurde, ist unterdessen von Brunsbüttel nach Odense ausgelaufen, wo er vom 4.4. an auf der Fayard-Werft in Lindö repariert werden soll.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter Leeraner Reeder in den Dardanellen havariert
(04.04.16) Der unter Antigua-Barbuda-Flagge laufende Frachter "Norwind", 6354 BRZ (IMO-Nr.: 9171371), der Leeraner Norwind NTH Shipping GmbH erlitt am 1.4. gegen Mittag Maschinenausfall beim Transit der Dardanellen in südlicher Richtung auf der Fahrt von Tekirdag nach Amsterdam. Das Traffic Control Center wurde informiert und schickte einen Schlepper, der die "Norwind" auf die Reede von Kumkale zog zur Reparatur des Schadens.
Quelle:Tim Schwabedissen



Aufgegebenes Motorboot nach fünf Jahren gesunken
(04.04.16) Auf dem Boyne River sank am Nachmittag des 3.4. das Motorboot „Kumba“ an seiner Mooring, wo es seit über fünf Jahren gelegen hatte. Zuletzt war es stark verrostet und heruntergekommen. Die Reparaturkosten wurden auf 60000 Dollar geschätzt. Die Marine Rescue Gladstone wurde nun von einem Anwohner verständigt, als das Boot unter der Wasseroberfläche verschwand. Von dem Unfall wurde auch Marine Safety Queensland ins Bild gesetzt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sorge nach Untergang aufgegebener Schiffe
(04.04.16) Gleich zwei aufgegebene Schiffe sanken am 1.4. in der Deep Bay auf 80 Fu´Wassertiefe. Die kanadische Coast Guard schickte Einsatzkräfte von der “Cape Cockburn”, die im French Creek lag, zur Untergangsstelle vor der University Marine Field Station auf Vancouver Island und legte eine Ölsperre aus, nachdem der 70 Fuß lange Schlepper “Lorna Foss“ weggesackt war und ein 30 Fuß langes Segelboot mit in die Tiefe gezogen hatte.
Beide Fahrzeuge waren längsseits des 100 Fuß langen Schleppers “Silver King” festgemacht gewesen. Dieser lag mit Schlagseite an der Untergangsstelle, es war aber zunächst unklar, ob er mit den beiden gesunkenen Schiffen noch verbunden war. Klar war, dass Wasser auch in die “Silver King” eibdrang und diese ebenfalls unterzugehen drohte. Am 2.4. war ein Dieselölfilm an der Untergangsstelle sichtbar, der aber rasch verdunstete. In der Nähe haben die Stellar Bay Seafoods ein Werk, ebenso befinden sich weitere, kleinere Austernfarmen in der Umgebung.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wer birgt aufgegebenes Motorboot in Atlantic Highlands?
(04.04.16) Im Hafen von Atlantic Highlands arbeitet seit seiner Strandung am Abend des 21.3. das Motorboot "Jo Lyn IV" auf den Steinen der Seastreak Pier. Das Atlantic Highlands Fire Department hatte seinerzeit die zweiköpfige Crew abgeborgen, nachdem starker Wind und hoher Seegang das Boot auf die Pier gedrückt hatte. Am 1.4. versuchte der Hafenkapitän John Amici den Eigner noch zu erreichen. Die Coast Guard schickte ein Ölbekämpfungsteam, das am 26.3. den Treibstoff entfernte.
Ein Incident Management Team überwachte die Lage. Ein Bergungsunternehmer winkte schon ab – das Boot würde sinken, wenn es vom Grund gezogen würde. Ein Kraneinsatz dürfte zwischen 8,000 und 10,000 Dollar kosten. Die „Jo Lyn IV“ wurde 1958 erbaut, hat New York als Heimathafen, ist 38,1 Fuß lang und 12,5 Fuß breit. Der letzte registrierte Eigner war Karl P. Conley auf Long Island, soll das Boot aber schon vor über 20 Jahren abgegeben haben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Briese-Frachter in Archangelsk gerammt
(04.04.16) Am 2.4. kollidierte der russische Frachter "Kapitan Mironov", 4998 BRZ (IMO-Nr.: 9077563), mit dem unter Antigua-Barbuda-Flagge laufenden Containerfrachter "Mila", 6310 BRZ (IMO-Nr.: 9501681), der Leeraner Briese-Schifffahrt, der bereits seit einigen Tagen von Liepaja kommend an Liegeplatz 144 in Archangelsk fest war. Die Havarie ereignete sich, als er beim Auslaufen im Hafen manövrierte. Die "Mila" wurde am Steuerbordheck auf mehreren Metern Länge eingedrückt, während die "Kapitan Mironov" unbeschädigt blieb und die Reise nach Nantes antreten konnte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Öl aus gestrandeter Fähre abgepumpt
(04.04.16) Das Auspumpen von Öl aus der gestrandeten Fähre "Yunhai" vor den Penghu Islands wurde am 3.4. abgeschlossen. Stabiles Wetter seit Monatsbeginn hatte es ermöglicht, dass Ingenieure und Taucher binnen drei Tagen erfolgreich die verbliebenen 28 Tonnen Schmieröl aus dem überfluteten Maschinenraum leichtern konnten. 110 Tonnen Diesel waren bereits zwischen dem 17. und 18.3. geborgen worden, sodass nun insgesamt 138 Tonnen Kraftstoff von Bord waren.
Nun bestand keine Gefahr mehr einer Ölverschmutzung. Als nächstes galt es den weiteren Umgang mit dem Schiff zu planen. Der Eigner sollte dem Maritime and Port Bureau (MPB) des Ministry of Transportation and Communications in den kommenden Tagen einen Plan vorlegen. Die „Yunhai“ könnte vor Ort abgewrackt oder abgeborgen und zur Reparatur nach Fuzhou geschleppt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei Vermisste nach Kollision bei Shanghai
(04.04.16) Am Nachmittag des 3.4. kollidierte der 73 Meter lange, chinesische Frachter "Huayi Huo 3003" (MMSI-Nr.:413959649), der mit 2000 Tonnen Kohle beladen war, mit der 17 Meter langen "Shi Ii Zhi Ming 16" (MMSI-Nr.:413962067) auf dem Huangpu-Fluss nahe den Huashan Docks. Das kleinere Fahrzeug kenterte, die zweiköpfige Crew wurde vermisst.
Quelle:Tim Schwabedissen



Baggerschiff drohte nach Kollision zu sinken
(04.04.16) Der unter Panama-Flagge laufende Autofrachter "Makassar Highway", 17735 BRZ (IMO-Nr.: 9235426), kollidierte am 1.4. um 18.30 Uhr mit dem chinesischen Baggerschiff "Xiang Wang Cai 17" in der Straße von Taiwan auf Position 23 32 N 117 48 O vor Shangzhou, China. Der mit Kies beladene Bagger schlug leck und drohte zu sinken, deshalb wurde die neunköpfige Crew gegen 23 Uhr von einem Rettungsboot abgeborgen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Holländische Weltumsegler trieben tot auf kolumbianischer Insel an
(04.04.16) Am 30.3. entdeckte die kolumbianische Marine die gekenterte, 15 Meter lange und fünf Meter breite Yacht "Talagoa" (MMSI-Nr.: 244088000) vor der Insel San Andrés östlich der Küste Nicaraguas in der Karibik. Das in Holland registrierte Boot war leer. Bereits am Vortag waren auf der Insel die Leichen zweier Segler angespült worden. Anhand ihrer Ausweispapiere konnten sie als die 75- und 69-jährigen Weltumsegler Waldi und Ria Finke identifiziert werden, bei denen es sich um die Crew der in Groningen erbauten, robusten Yacht handelte.
Diese hatte am 25.3. im Anschluss an Reparaturarbeiten den Hafen von Colón in Panama nach Provindencia verlassen. In den vergangenen 15 Jahren hatte das Globetrotter-Paar bereits 80000 Meilen unter den Kiel gebracht. Ihr Tod wurde nicht als Verbrechen eingeschätzt. Den Angehörigen war der Unfall ein Rätsel. Die beiden galten als vorsichtige wie erfahrene Segler. Sie hatten sich bis kurz vor ihrem Verschwinden täglich bei ihnen gemeldet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Suche nach dritten Mann abgebrochen
(04.04.16) Zwei Tage nach der Explosion auf der „Julius Rütgers“ wurde am 2.4. die Suche nach dem dritten vermissten polnischen Vertrags-Arbeiter im Duisburger Hafen abgebrochen. Die Taucher des THW und die Rettungshundestaffel sahen keine Chance mehr, den Mann lebend zu finden und gingen davon aus, dass sein Körper in den nächsten Tagen an die Wasseroberfläche getrieben würde. Die Suche nach der Ursache für die Explosion dauerte an, gestaltete sich aber wegen anhaltend hoher Gaskonzentration auf dem Schiff schwierig. Die Ermittler konnten noch nicht an Bord gehen. Es galt herauszufinden, warum Tank 2 in die Luft flog und wer dafür verantwortlich war. Auch nach der Explosion wurde bei Messungen noch ein zündfähiges Gasgemisch nachgewiesen auf dem Schiff, auf dem an sich nur Kabel und Überwachungskameras ausgetauscht werden sollten.
Dafür hätte es nach Angaben von Eigner Dr. Günther Jaegers generell auch nicht gasfrei sein müssen. Auch die Unterlagen der Werft wurden im Zuge der Ermittlungen ausgewertet. Die Polizei musste klären, ob tatsächlich nur solche Arbeiten ausgeführt werden sollten, für die keine Gasfreiheit des Tankers erforderlich war. Ebenso musste untersucht werden, ob alle Sicherheitsvorschriften durch die 44, 46 und 58 Jahre alten Polen eingehalten wurden.
Taucher machten sich am 4.4. daran, das Schiff am unter Wasser zu fotografieren und Wrackteile zu dokumentieren, die durch die Explosion ins Hafenbecken geschleudert worden waren. Dabei sollte erneut auch nach dem dritten Arbeiter gesucht werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Raddampfer in Dresden
(04.04.16) Am frühen Morgen des 2.4. wurde Feuer-Alarm auf der Elbe ausgelöst. Gegen sechs Uhr entstand ein Brand am Imbiss auf dem Oberdeck des Raddampfers „Leipzig“ ausgebrochen. Die Feuerwehr war mit zwei Löschzügen im Einsatz und konnte die Flammen rasch ersticken. Dabei musste das Elbterrassenufer zeitweise gesperrt werden. Auf dem Schiff waren zum Zeitpunkt des Feuers keine Menschen. Erst am 1.4. war der Dampfer von Überholungsarbeiten aus der Werft gekommen und sollte am 5.4. die Saison starten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Segelyacht mit vier Personen in Seenot
(04.04.16) Die US Coast Guard rettete am 1.4. vier Personen von einer 30 Fuß langen Segelyacht aus Hampton drei Meilen westlich von Cape Charles. Gegen 19 Uhr hatte die Küstenwache Hampton Roads einen Notruf des Bootes, das in stürmischer See in Seenot greaten war, aufgefangen. Ein 25-Fuß-Boot der Station Cape Charles lief gegen 20 Uhr aus und setzte einen Rettungsmann an Bord über, der half, eine Schleppverbindung herzustellen. Dann wurde das Boot nach Cape Charles Harbor abgeschleppt, wo es um 21.08 Uhr vertäut wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Südkoreanischer Schlepper verdächtig an tödlicher Kollision
(04.04.16) Der chinesische Kutter "Luwenyu 5661" sank am 18.3. nach der Kollision mit einem unbekannten Schiff im Gelben Meer, neun Mann Crew wurden seither vermisst. Am 28.3. erwirkte der Eigner eine Festlegung des südkoreanischen Schlepper "Shin Hwa Ho", 461 BRZ (IMO-Nr.: 9695468), der seit dem 19.3. in Ningbo lag, als Hauptverdächtigen an dem Unglück. Der Schlepper wurde daraufhin in die Kette gelegt und eine Bankgarantie von 18.5 Millionen Yuan festgelegt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ein Vermisster nach Kollision chinesischer Frachter
(04.04.16) Die 116 bzw. 40 Meter langen, chinesischen Frachter "Hua Lun 2788" (MMSI-Nr.: 413829403) und "Wanlujianghou 0692" (MMSI-Nr.: 413774377) kollidierten am 1.4. gegen 16 Uhr nahe der Nanpu Bridge, Shanghai, auf dem Huangpu River. Das kleinere Schiff sank, ein Crewmitglied wurde vermisst. Ein Kran hob den Havaristen an und setzte ihn in flacherem Wasser auf Grund, wo weitere Bergungsarbeiten durchgeführt werden sollten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter nach Kollision in die Kette gelegt
(04.04.16) Der unter Panama-Flagge laufende Bulkcarrier "Star of Abu Dhabi", 42751 BRZ (IMO-Nr.: 9375927), wurde in die Kette gelegt wegen eines Schadensersatzanspruches in Höhe von 20 Millionen Dollar wegen Schäden an einer Anlage der Louisiana Sugar Refining in Gramercy, Louisiana. Am 25.3. war der Frachter nach einem missglückten Ankermanöver stromaufwärts dagegen getrieben, und der Zustand des Frachters und die Aktionen der Crew wurden dafür als verantwortlich bezeichnet. Die Kaianlage war bis zur Ausführung von Repataturen nicht mehr nutzbar.
Auch der Frachter wurde erheblich in Mitleidenschaft gezogen und hatte ein großes Loch an Steuerbordseite oberhalb der Wasserlinie davongetragen. Am 27.3. lief er den Mississippi nach Geismar, Lousiana, flussaufwärts, Am 29.3. legte der U.S. Marshalls Service das Schiff in die Kette und gab den Eigner, der Abu Dhabi Shipping International, 14 Tage Zeit zur Begleichung der Schäden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre in den Dardanellen nach Maschinenschaden notgeankert
(04.04.16) Die türkische Fähre "Avsa Adasi", 1077 BRZ (MMSI:271002503), erlitt am Abend des 3.4. auf der Fahrt nach Çanakkale von Eceabat kommend in den Dardanellen Maschinenausfall. Der Kapitän bat um Assistenz und stoppte die Fähre durch Ankerwurf. Dann gelang es der Crew, eine Maschine wieder fahrtüchtig zu bekommen, sodass der Anker gelichtet und mit eigener Kraft der Hafen von Çanakkale erreicht werden konnte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter rammte Fähre in den Dardanellen
(04.04.16) Auf der Fahrt von Tripolis nach Constanta kollidierte der unter Cook Islands-Flagge laufende Containerfrachter "Esperanza", 3120 BRZ (IMO-Nr.: 8410354), am 3.4. um 00.15 Uhr mit der türkischen Eceabat-Çanakkale-Fähre "Ezine", 1047 BRZ (MMSI-Nr.: 271010162), beim Transit der Dardanellen in Süd-Nord-Richtung. Die Schlepper "Kurtarma 4" und "Nazim Tur" wurden zur Unfallstelle geschickt.
Die "Esperanza" ankerte nach der Havarie in der Bucht von Poyraz mit Schäden am Wulstbug. Die Fähre machte am Anleger von Çanakkale fest mit erheblichen Schäden an Aufbauten und Schanzkleid an Steuerbordseite. Auch mehrere Fahrzeuge, die an Deck standen, wurden in Mitleidenschaft gezogen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ölplattform vor Den Helder wegen Kollisionsgefahr evakuiert
(04.04.16) Am 1.4. gegen 19.30 Uhr erlitt der holländische Trawler "Marja Netty -UK-19", 331 BRZ (IMO-Nr.: 8121343), vor der Küste der Niederlande Probleme mit dem Propeller und trieb manövrierunfähig in Richtung der Helder A-Ölplattform. Die KNRM-Rettungsstationen Daman und Egmond aan Zee wurden von der Küstenwache alarmiert. 10 Minuten darauf war bereits das Rettungsboot "Adriaan Hendrik" unterwegs in Richtung der gefährdeten Helder A-Plattform, die sich 40 Kilometer westlich von Den Helder befindet.
Von dort lief das Rettungsboot "Joke Dijkstra" aus. Auch der Notschlepper Guardian", ein Flugzeug der Coast Guard und ein Hubschrauber der Noordzee Helikopters Vlaanderen (NHV) machten sich auf den Weg. Der Helikopter begann nach seinem Eintreffen, die 17-köpfige Crew der Plattform zu evakuieren. Der Trawler war bereits bis auf 200 Meter an diese herangetrieben, als es der Crew der "Adriaan Hendrik" gelang, eine Schleppverbindung zur "Marja Netty" herzustellen und den Trawler von der Plattform abzuhalten.
Dann kam der Trawler "Jan van Den Berg - UK-243" zu Hilfe und übernahm um Mitternacht den Havaristen, um ihn nach Den Helder zu schleppen. Gegen zwei Uhr war die "Adriaan Hendrik" wieder einsatzklar, etwas länger dauerte die Bergung der „Marja Netty: Um 21.15 Uhr machte sie im Hafen von a Den Helder fest.
Quelle:Tim Schwabedissen



Containerfrachter der illegalen Öleinleitung in die Ostsee überführt
(04.04.16) Am 24.3 leitete die Wasserschutzpolizei Bremerhaven eine Untersuchung gegen den unter Liberia-Flagge laufenden Containerfrachter "Annaba", 15487 BRZ (IMO-Nr.: 9306201), ein. Die Umweltfahnder hatten an Bord des im Fischereihafen liegenden Containerschiffes im Rahmen einer Routinekontrolle zunächst fehlende Unterlagen zur vorgeschriebenen Umstellung auf schwefelarmen Kraftstoff sowie einer nur lückenhaften Tagebuchführung im Zusammenhang mit Bunkervorgängen und der Behandlung von ölhaltigem Bilgenwasser festgestellt.
Wegen dieser Verstöße gegen die See-Umweltverhaltensverordnung wurden vom 44 Jahre alten ukrainischen Kapitän und dem 62 Jahre alten polnischen Leitenden Ingenieur Sicherheitsleistungen in Höhe von insgesamt über 2.700 Euro eingezogen.
Im Zuge der Ermittlungen ergaben sich aber auch Anhaltspunkte für eine Gewässerverunreinigung einige Tage zuvor in der Ostsee. Vor der Küste Schwedens waren offenkundig 20 Kubikmeter ölhaltiges Bilgenwasser über Bord gepumpt worden.
Dank eines Übereinkommens sowie guter internationaler Zusammenarbeit mit den schwedischen Behörden konnten nach Rücksprache mit der zuständigen Staatsanwaltschaft vom Leitenden Ingenieur und dem indischen 33 Jahre alten, zweiten Ingenieur Sicherheitsleistungen in Höhe von insgesamt 40.000 Euro eingezogen werden. Das 168 Meter lange Containerschiff blieb wegen einer anstehenden Reparatur noch einige Tage in Bremerhaven.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter sitzt auf Don fest
(04.04.16) Um den 3.4. lief der russische Erzfrachter "Nefertudvoz 29", 2613 BRZ (IMO-Nr.: 7740570), bei Kilometer 3178 auf dem Don auf Grund, nachdem auf der Reede von Azov der Anker nicht im Grund gehalten hatte. Versuche von Schleppern, das Schiff wieder flottzumachen, scheiterten. Nun wurde auf ein ausreichendes Ansteigen des Flusspegels gewartet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler auf Dart wird nun geborgen
(04.04.16) Am 31.3. um 16.15 Uhr trafen Bergungsschiffe in Dartmouth ein, um den gesunkenen Trawler "Saint Christophe 1" zu heben. Am folgenden Tag sollte die 55 Meter lange Kranbarge “Seadevil” in Position gehen und aufgeriggt werden. Mit der Bergung war die holländische Firma Multraship beauftragt worden.
Wenn der am 11.3. gekenterte Trawler wieder aufgerichtet ist, sollte über dessen weiteres Schicksal entschieden werden. Vertreter von Dart Harbour kooperierten und überwachten die Arbeiten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Einstige Fähre wird künstliches Riff
(04.04.16) Die einstige Ford-Island-Fähre “Fishing Island”, die als “Moko Holo Hele“ 30 Jahre im Dienst war, bis 1998 die Ford Island Bridge erbaut wurde und derzeit im Marisco Shipyard in Oahu liegt, soll ein künstliches Riff werden. In den vergangenen Monaten haben Freiwillige das Schiff dafür vorbereitet. Nach den notwendigen Inspektionen durch die U.S. Coast Guard und die Behörden soll sie noch in diesem Jahr auf See geschleppt und dann versenkt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Eigner erfuhr über Facebook vom Untergang seines Bootes
(04.04.16) Das 1937 erbaute Motorboot "Framar" sank am 3.4. in Lincolnshire nahe der Kirkstead Bridge in Woodhall Spa. Es war vor 70 Jahren in Bletchley Park für die britische Marine im Einsatz. Nun liegt es trotz aller Bergungsbemühungen auf dem Grund des River Witham.
Die Lincolnshire Fire and Rescue und eine Gruppe Freiwilliger aus Nottinghamshire war mit mehreren Pumpen vor Ort. Der Eigner hatte seit sieben Jahren daran gearbeitet, es als schwimmendes Museum zwischen Boston, Lincoln und Trent einzusetzen. Er erfuhr über Facebook vom Untergang.
Quelle:Tim Schwabedissen



Titel
(04.04.2016) Auch 15 Tage nach dem Untergang der “Sea Horse 1” in Sundarbans ist noch keine Bergung absehbar. Das Forest Department ist in Kontakt mit Munira Kubir, dem Eigner des Schiffes, das am 19.3. mit 1235 Tonnen Kohle an Bord auf dem Shela River sank. Die Bangladesh Inland Water Transport Authority (BIWTA) hat lediglich Bergungsschiffe mit einer Kapazität von 250 Tonnen in Khulna und Barisal liegen, das Wrack allein ohne Ladung hat aber ein Gewicht von 750 Tonnen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bergung des Schleppers "Specialist"
(Bild: USCG)   Großbild klick!

Untergang von Schlepper auf Hudson River wird untersucht
(01.04.16) Nach der Bergung des Schleppers "Specialist" am 24.3. haben Ermittlungen begonnen, wie das Schiff auf dem Hudson River verunglückt sein könnte. Die Inspektoren der Westchester County Police Department sicherten das Logbuch und GPS-Daten, die Aufschluss über Kurs und Geschwindigkeit geben sollten. Dann galt es, die Strömungen und Tiden zu analysieren, um so Aufschluss über den Hergang der verhängnisvollen Kollision mit einer Barge, die die dreiköpfige Crew das Leben kostete, zu erhalten.
In der kommenden Woche sollte ein vorläufiger Bericht fertig sein. Nachdem der Schwimmkran „Chesapeake“ das Wrack aus 40 Fuß Tiefe hochgeholt hatte, wurde es auf einer Barge erst zu einem nahegelegenen Liegeplatz und dann am 25.3. weiter nach Newark, New Jersey, gebracht.
Die „Specialist” hatte mit zwei anderen Schleppern eine Kranbarge südwärts auf dem Hudson River bugsiert, als das 84 Fuß lange Schiff eine nahe der Tappan Zee Bridge verankerte Barge um 5:30 Uhr rammte und sofort sank. Ein Crewmitglied war unmittelbar danach tot geborgen worden, Taucher fanden die Leiche eines weiteren am 13.3. und am 14.3. lokalisierten sie auch den dritten Mann, konnten ihn aber in den Trümmern nicht erreichen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Nord-Ostsee-Kanal: Betrunkener Kapitän und schwere Kollision in Brunsbüttel
(01.0416) Am 31.3. wurde um 9.55 Uhr der 88 Meter lange lettische Frachter „Rix River“, 2446 BRZ (IMO-Nr.: 9065948), in Brunsbüttel durch die Polizei kontrolliert, dessen Kapitän mit einem Atemalkoholwert von 1,43 Promille auffiel. Ihm wurde eine Blutprobe entnommen, und er wurde aus dem Verkehr gezogen. Zudem musste er eine Sicherheitsleistung in Höhe eines Monatsgehaltes hinterlegen. Gegen 10.40 Uhr setzte das Schiff seine Reise von Nakskov nach Hamburg fort.
Am Vorabend war es im Elbehafen Brunsbüttel zu einer Kollision des von Glensanda kommend einlaufenden, unter Bahamas-Flagge laufenden Selbstlöschers "Yeoman Bridge", 55695 BRZ (IMO-Nr.: 8912302), mit dem ebenfalls auf den Bahamas registrierten Rohöltanker "Peary Spirit", 66563 BRZ (IMO-Nr.: 9466130), gekommen, als dieser um 20.20 Uhr festmachen wollte. Der Tanker lag mit einer Ladung aus Teesport seit dem 18.3. im Elbehafen und war bei Löscharbeiten. Die Außenhülle des Tankers wurde an Steuerbordseite auf einer Länge von 25 bis 30 Metern aufgerissen.
Da sich der Riss neun Meter über der Wasserlinie in der Doppelhülle befand, kam es zu keinem Wassereinbruch. Gas trat ebenfalls nicht aus, die Löscharbeiten wurden aber sofort gestoppt. Die "Yeoman Bridge" wurde ebenfalls oberhalb der Wasserlinie beschädigt. Die Berufsgenossenschaft belegte beide Schiffe mit einem Weiterfahrverbot. Der Frachter lief am 1.4. gegen sechs Uhr gen Hamburg aus und machte gegen 11 Uhr im Seehafen 2 in Hamburg-Harburg fest, assistiert vom Hafenschlepper "Michel" (IMO-Nr.: 9689081).
Quelle:Tim Schwabedissen



Gestrandet und zerbrochen: Containerfrachter “TS Taipei”
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Reinigungsarbeiten an zerbrochener TS Taipei dauern an
(01.04.16) Die TS Line koordinierte die Arbeiten an dem seit dem 10.3. vor Taiwan gestrandeten Containerfrachter “TS Taipei”. Über 450 Personen waren im Shimen Distrikt inzwischen mit der Beseitigung von ausgelaufenem Öl beschäftigt. Die Arbeiten sollten noch eine Woche andauern.
Acht Container mit Gefahrgut solllten am 3.4. durch einen Schwimmkran geborgen werden. Dieser lief am Nachmittag des 30.3. aus Kaohsiung aus und wurde am 1.4. vor Ort erwartet. An diesem Tag sollte auch das Abpumpen von Schweröl und Diesel beendet werden. Zur Bergung wurde die Resolve Marine and Nippon Salvage unter Vertrag genommen. Die International Tanker Owners Pollution Federation hat Experten vor Ort. An Bord waren 70,000 Gallonen Öl, Schmieröl und veröltes Wasser. Das Schiff sollte vor Ort abgewrackt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter "Reliance BF 80" wird geschleppt
(Bild: RNLI)   Großbild klick!

Kutter nach Oban eingeschleppt
(01.0416) Das RNLI-Boot aus Oban kam am frühen Morgen des 30.3. dem Kutter "Reliance BF 80" (MMSI-Nr.: 234908000) zu Hilfe, der Maschinenschaden südwestlich der Insel Colonsay erlitten hatte. Die "Mora Edith Macdonald" wurde um 7.40 Uhr von der Stornoway Coastguard angefordert, um das ebenfalls ausgelaufene RNLI-Boot aus Islay zu unterstützen. Dieses war bereits um 4.30 Uhr alarmiert worden und nahm den Havaristen 20 Meilen westlich von Islay auf den Haken.
Am Nordwestende von Colonsay übernahm das Boot aus Oban den Kutter. Beim Ansteuern des Hafens wurde die Schlepptrosse aufgekürzt, der Kutter längsseits genommen und dann an die Südpier gelegt. Um 14.50 Uhr war der Einsatz beendet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ausflugsschiff “Adventure Hornblower” steckt im Pier fest
(Bild: Mary Schweska)   Großbild klick!

Sieben Verletzte bei Crash von Ausflugsschiff
(01.04.16) Sieben Personen wurden verletzt, als das Ausflugsschiff “Adventure Hornblower” (MMSI-Nr.: 366793760) am Nachmittag des 31.3. gegen eine Pier in San Diego rannte. Etliche Menschen auf dem Embarcadero rannten weg, als das Schiff mit hoher Fahrt ankam. 144 Passagiere befanden sich an Bord, drei von ihnen kamen ins Krankenhaus.
Ein mechanischer Fehler hatte dazu geführt, dass das Schiff nicht aufgestoppt werden konnte. Beim Aufprall wurde der Bug eingedrückt, ein Schlepper musste es aus der Pieranlage wieder herausziehen. Die Reederei Hornblower Cruises and Events leitete eine Untersuchung ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fischerei-Zwischenfall vor Indonesien
(01.04.16) Zwei chinesische Schiffe, der Trawler “Kway Fey” und ein Patroullienboot der Coastguard vessel, waren am 19.3. in einen Zwischenfall mit einem indonesischen Patroullienboot verwickelt. Gegen 14.15 Uhr hatte dieses die “Kway Fey” beim illegalen Fischfang vor Natuna erwischt.
Die “Hiu 11” setzte acht von deren Crewmitgliedern fest und eskortierte den Kutter dann auf dem weiteren Weg, als das chinesische Küstenwachboot herankam und den Kutter rammte, wohl in der Absicht, dessen Konfiszierung zu verhindern. Um eine Eskalation zu vermeiden, verließen die indonesischen Offiziere die “Kway Fey“ und kehrten auf die „Hiu 11“ zurück.
Quelle:Tim Schwabedissen



Arbeitsschiff trieb im Sturm fünf Meilen ab und gegen Brücke
(01.04.16) Im Sturm Katie riss sich das Arbeitsboot “Delilah” des Langstone Harbour Board am 28.3. von ihrer Mooring on am Südwestende von Hayling Island in Windgeschwindigkeiten von über 60 Meilen los und trieb fünf Meilen weit, ehe sie über die Reste der Hayling Billy Bridge driftete und dann gegen die Langstone Bridge krachte.
Dabei entstand an Steuerbordseite erheblicher Schaden, Rumpf, Schanzkleid und Aufbauten wurden eingedrückt, und es kam zu Wassereinbruch im Vorschiff. Dieser wurde mit einer aufgeschweißten Stahlplatte provisorisch abgedichtet. Am Nachmittag konnte das Schiff unter der Brücke hervorgeholt werden. Ein Ingenieur des Hampshire County Council inspizierte die Langstone Bridge und fand keinen Schaden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Drittes Todesopfer nach Explosion in Duisburg weiter vermisst
(01.04.16) Im Duisburger Hafen haben Taucher am Morgen des 1.4. die Suche nach dem weiterhin vermissten Arbeiter wieder aufgenommen, der seit der Explosion auf der „Julius Rütgers“ verschwunden ist. Im vier Meter tiefen Hafenbecken herrschte sehr schlechte Sicht, und die Leiche könnte auch abgetrieben sein. Es bestand keine Hoffnung mehr, dass der Mann das Unglück überlebt haben könnte.
Die "Julius Rütgers“ wurde durch die Explosion schwer beschädigt. Große Teile der Decksaufbauten wurden zerfetzt, das Vorschiff zerstört. Trümmer wurden noch in einer Entfernung von mehr als einem halben Kilometer entdeckt. Die Wucht der Druckwelle schleuderte zwei Männer, die auf dem Schiff arbeiteten, mehrere hundert Meter weit ans Ufer.
Ein Hafenarbeiter entdeckte die Körper und deckte sie notdürftig ab. Drei Besatzungsmitglieder, die an Bord des Schiffes waren, blieben unverletzt. Vier andere Arbeiter, die sich auf einem Nachbarlieger befanden, wurden mit Schnittverletzungen und Knalltrauma ins Krankenhaus gebracht.
Nachdem um 9.09 Uhr ein Löschboot der Feuerwehr an der Neuen Ruhrorter Werft eingetroffen war, hatte es mit seinen beiden Löschkanonen schnell die Flammen erstickt, sodass Feuerwehrmänner mit Atemschutzgeräten an Bord konnten. Während die Feuerwehr im Inneren des Wracks nach Opfern suchte, durchkämmten Dutzende Polizisten die Umgebung der Werft. Ein Feuerwehrboot suchte das Hafenbecken ab.
Wie es zu der Explosion kommen konnte, war nun Gegenstand der Ermittlungen. Die "Julius Rütgers" war zu kleineren Reparaturen in der Werft. Bei den Arbeiten waren keine Schweißarbeiten geplant, so dass es denkbar sein könnte, dass das Schiff nicht vollständig entgast wurde. Die Polizei ging von einer Gasexplosion aus.
Die „Julius Rütgers” ist registert in Duisburg, hat eine Länge von 110,00 Metern, eine Breite von 11,45 Metern, einen Tiefgang von 3,30 Metern und eine Tragfähigkeit von 2415 Tonnen. Sie wurde 2005 auf der Tritonwerft, Duisburg für die Reederei Jaegers erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter vor Ameland geborgen
(01.04.16) Am 30.3. um 23.26 Uhr funkte der holländische Garnelenkutter "Henderika - WI 4" (MMSI-Nr.: 244780802) einen Notruf, nachdem er auf Ameland gestrandet war. Beim Aufholen der Netze war der Trawler von großen Wellen getroffen worden, die ihn auf die Seite drückten, sodass das Fanggeschirr unter den Rumpf geriet und Propeller wie Ruder blockierte. Als die Maschine gestoppt werden musste, um dieses zu befreien, wurde der Kutter binnen weniger Augenblicke auf den Strand gedrückt.
Das KNRM-Boot "Frans Hogewind" aus Terschelling war wenig später auf dem Weg zum Havaristen und machte eine Schlepptrosse am Heck fest. Es gelang ihm, den Kutter abzubringen, und nachdem die ebenfalls alarmierte "Anna Margaretha" der KNRM-Station Ameland Ballumerbocht ebenfalls eingetroffen war, machte sie am Bug fest. Durch die Vorwärtsbewegung des Kutters gelang es, das Fanggerät aus dem Antrieb zu bekommen, und das Schiff konnte nach Lauwersoog einlaufen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kollision auf Suez-Kanal
(01.04.16) Am 31.3. kollidierte ein Frachter, der den Suez-Kanal südwärts passierte, mit dem ägyptischen Frachter in "Deversoir", 2926 BRZ (IMO-Nr.: 9201877). Das Unglück ereignete sich 20 Kilometer von Ismailia entfernt. Der Unfallverursacher wurde auf der Reede des Großen Bittersees inspiziert und durfte die Reise fortsetzen. Auch die „Deversoir“ wurde nur leicht beschädigt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Crew brennenden Longliners gerettet
(01.04.16) Der 28 Meter lange, taiwanesische Longliner "Jordan No. 5" (MMSI-Nr.: 416234700), musste am 31.3. auf Position 24 16 S 059 00 O rund 260 Meilen südöstlich von Port Louis von seiner 16-köpfigen Crew aufgegeben werden, nachdem am Morgen ein Feuer an Bord ausgebrochen war. Das CROSS Réunion koordinierte eine Rettungsaktion für die Fischer, die in internationalen Gewässern südlich von La Réunion auf dem Weg zu Fanggründen gewesen waren. Mehrere Handels- und Fangschiffe sowie eine Dornier der Coast Guard Mauritius nahmen Kurs auf die Unglücksstelle.
Der maltesische Tanker "Captain John", 62796 BRZ (IMO-Nr.: 9692832), der auf dem Weg von Ijmuiden nach Port Louis war, barg sieben Mann aus einer Rettungsinsel und zwei aus dem Wasser. Der unter Bahamas-Flagge laufende Bulkcarrier "Lyric Sun", 44203 BRZ (IMO:9586629), rettete weitere sieben Überlebende. Alle waren wohlauf. Die "Captain John" wollte ihre unfreiwilligen Gäste am 1.4. in Mauritius absetzen, während die "Lyric Sun" die Fahrt nach Singapur fortsetzte, wo die sieben Fischer den Behörden am 14.4. übergeben werden sollten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zigarette setzte Motoryacht in Brand
(01.04.16) Die Motoryacht “Humptydoo” brannte in der Nacht zum 1.4. in Hillarys Boat Harbour aus. En Mann wurde verletzt und mit Verbrennungen ins Fiona Stanley Hospitalgebracht, das auf Brandopfer spezialisiert ist. Er war zunächst im Joondalup Health Campus gewesen.
Vier Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr waren vor Ort, und es brauchte eineinhalb Stunden, den Brand zu löschen. Er war wohl durch eine Zigarette entstanden, die Treibstoffdämpfe entzündet hatte. Der Schaden lag bei 70,000 Dollar.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schleppzug rammte Brücke
(01.04.16) der 44 Meter lange Schlepper "Tenessee Hunter" (MMSI-Nr.: 367375080), rammte am Morgen des 25.3. Teile des Neubaus der New US 68/KY 80 Lake Barkly Bridge in Canton, Trigg County. Er war mit 15 leeren Bargen unterwegs, als Windböen den Schleppzug erfassten und um 4.10 Uhr in die Baustelle drückten. Die vordere Barge an Steuerbordseite wurde beschädigt.
Da es zunächst hieß, die US 68/KY 80 Lake Barkley Bridge sei gerammt worden, wurde diese gesperrt und ein Kentucky Transportation Cabinet Certified Bridge Inspektor zur Unglücksstelle geschickt. Nach eineinhalb Stunden wurde der Verkehr wieder freigegeben. Allerdings hatten die Formteile des Neubaus Schaden genommen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Leiche von Kutterskipper bei Bergungsarbeiten entdeckt
(01.04.16) Am 30.3. wurde die Leiche des Skippers des Kutters “Patty AJ” gefunden, der in der vergangenen Woche nahe Charleston, Oregon, gekentert war. Eine Bergungscrew entdeckte den Körper von Jerry Barkley am Abend, und er sollte am 31.3. von Tauchern geborgen worden.
Die Northwest Marine Services arbeiteten daran, das 62 Fuß lange Wrack mit einer Kranbarge zu bergen. Es wurde 300 Fuß von der Untergangsstelle weggezogen und sollte mit Hebesäcken gehoben werden. Als die Kranbarge längsseits ging, wurde der Tote gefunden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Weblinks:
SOS-Seenotfälle, Archiv
Der mysteriöse Untergang der 'Beluga'
Chronik bedeutender Seeunfälle Antike bis 1499
Chronik bedeutender Seeunfälle 1500 bis 1899
Chronik bedeutender Seeunfälle 1900 bis 1949



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