EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM

Seenotfälle
Archiv Februar 2016


SOS-Bilderseite SOS-Archiv Segelnews Allgemeine Schiffahrt Film des Monats Towboat Großsegler-News




Wrack der Yacht „Sayo“
(Bild: Barobo Police)   Großbild klick!

Deutscher Weltumsegler mumifiziert auf beschädigter Yacht entdeckt
(29.02.16) Ein deutscher Einhandsegler wurde am 25.2. vor der südphilippinischen Küste tot auf seiner im Meer treibenden Yacht „Sayo“ aufgefunden. Fischer fanden die mumifizierte Leiche vor der Funkanlage sitzend an Bord des Schiffes vor der Provinz Surigao del Sur, rund 100 Kilometer vor der philippinischen Küste. Die 13,5 Meter lange Sun Magic 44 wurde halb gesunken an die Küste geschleppt.
Gegen 16 Uhr wurde die Polizei von Barobo von einem Fischer aus Poblacion in Surigao del Sur über den grausigen Fund informiert. Die beiden waren 62 Meilen vor dem Hafen auf Fang gewesen. Auf der Heimfahrt endeckten sie die Yacht mit zerrissenen Segeln und gebrochenem Mast im Pazifik treibend. Nachdem sie sie untersucht und den Toten an Bord entdeckt hatten, schleppten sie das bewachsene Wrack nach Barobo, Surigao del Sur.
Am 26.2. gegen 15 Uhr trafen sie im Hafen von Barobo ein. Anhand von Dokumenten konnte die Leiche als Manfred Fritz Bajorat identifiziert werden. Die philippinische Coast Guard und forensisches Personal aus Tandag übernahm die weiteren Untersuchungen. Die Polizei setzte sich mit der deutschen Botschaft in Manila in Verbindung. In Butuan City wurde eine Autopsie durchgeführt werden, um die Todesursache des Deutschen zu klären.
Bajorat war seit Jahren mit der "Sayo" auf einer Weltumsegelung. Im Jahr 2008 überquerte er noch gemeinsam mit seiner Ehefrau den Äquator. Sie starb vor zwei Jahren. Für den Tod des Mannes gab es keine Hinweise auf Fremdverschulden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter in Dardanellen notgeankert
(29.02.16) Der unter Togo-Flagge laufende Viehtransporter "Apus", 4481 BRZ (IMO-Nr.: 7510858), erlitt beim Transit der Dardanellen am 27.2. um 19,30 Uhr einen Maschinenausfall und musste im Bereich von Kepez bei Canakkale notankern. Der Frachter war unterwegs von Alexandria nach Midia und war unbeladen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wrack des Kreuzfahrtschiffs „Ocean Dream“ gekentert
(Bild: Paul Hancock)   Großbild klick!

Öl läuft aus gekenterter Ocean Dream aus
(29.02.16) Bei starkem Nordostwind kam Öl, das aus dem gesunkenen Kreuzfahrtschiff „Ocean Dream“ bei Koh Nok in Chon Buris Si Racha Distrikt in Leam Phabang austrat, au seiner Ölsperre, die um das Wrack ausgelegt worden war, frei. Ein rund zwei Quadratmeilen großer Ölfilm trieb auf See hinaus. Wegen des Seegangs konnte er nicht einem Ölskimmer aufgenommen werden. Wegen der hohen Wellen konnte der Skimmer nicht verankert werden. Es wurde aber erwartet, dass das Öl, bei dem es sich um eine Menge von rund 20 Tonnen handelte, sich auflösen würde, ohne die Küste zwischen Pattaya und Sriracha zu erreichen. Die Marine schickte einen Helikopter der das Öl überwachen sollte. 300 Liter Chemialien wurden ausgebracht.
Das unbesetzte Schiff war am 28.2. gegen 13 Uhr, nachdem es über einem Jahr vor Anker gelegen hatte gesunken, nachdem es sich am Vortag stark nach Backbord übergelegt hatte. Wellen waren durch offene Pforten geschlagen. Zuvor war es von seiner Ankerposition seewärts vertrieben. Örtliche Fischer hatten die lokalen Marine-Behörden verständigt. Ein Offizier erklärte, dass das Schiff vermutlich ein Leck habe und deshalb langsam volllaufen würde. Vorangegangene Versuche, den Eigner zu kontaktieren und das Schiff zu sichern, waren ergebnislos geblieben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wieder Frachter auf der Elbe auf Grund gelaufen
(29.02.16) Drei Wochen nach der „CSCL Indian Ocean“ auf der Elbe saß wieder ein Frachter vor Hamburg fest: Der unter Antigua-Barbuda-Flagge laufende, unbeladene Bulkcarrier "Sandnes", 16357 BRZ IMO:9306029) lief am Morgen des 28.2. im Bereich des Mühlenberger Lochs auf Grund. Das Schiff war gerade bei der Sietas-Werft ausgelaufen, wo ihm Scrubber eingebaut worden waren, und hätte in die Fahrrinne der Elbe einfädeln sollen, als er um 7.40 Uhr bei bereits einsetzender Ebbe festkam. Es war nach Norwegen bestimmt.
Für die Ausfahrt musste der Frachter das Estesperrwerk mit der Klappbrücke passieren, von wo eine schmale, durch Bojen gekennzeichnete Fahrrinne durch das Mühlenberger Loch führt. Möglicherweise führte ein Fehler beim Navigieren zu der Havarie. Bei Ebbe lag das Schiff völlig auf dem Trockenen.
Währenddessen begannen bereits die Vorbereitungen für die Bergung. Diese gestaltete sich allerdings erheblich einfacher als im Fall der „CSCL Indian Ocean“. Bei Hochwasser um 19.45 Uhr zogen die fünf Schlepper Bugsier 7", "Bugsier 19", "Zyklon", "Taifun" und "Löwe" den Frachter von der Schlickbank. Er machte gegen Mitternacht in Cuxhaven fest.
Am 15.10.2010 war die “Sandnes” bei Esbjerg mit 20000 Tonnen Kies auf Grund gelaufen. Das Schiff wurde damals von einem Svitzer-Schlepper wieder befreit.
Die “Sandnes” ist 166,7 Meter lang, 24,75 Meter breit, hat 10.49 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 27711 Tonnen. Sie läuft für das HJH Shipmanagement in Cadenberge udn wurde 2005 bei der J.J. Sietas KG Schiffswerft GmbH & Co. in Hamburg erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Flusskreuzfahrer rammte Binnenschiff
(29.02.16) Am 27.2. gegen Mittag kollidierte das deutsche Flussfahrgastschiff „Amadeus“ 1566 BRZ (MMSI-Nr.: 211555260) auf dem Main bei Kitzingen mit dem ebenfalls deutschen Binnenschiff „Frankenberg“, 622 ts (EU-Nr.: 4018100). Gegen 12.40 Uhr kam das Fahrgastschiff beim Passieren der Eisenbahnbrücke bei Kitzingen vom Kurs ab, schlug quer und stieß mit dem Bug gegen das Achterschiff des am Ufer liegenden Binnenschiffs, das erheblichen Sachschaden an den Aufbauten davontrug. Es riss sich los und musste von einem anderen Schiff gesichert und wieder vertäut werden.
Als die „Amadeus“ beim folgenden Notmanöver achteraus ging, geriet sie gegen die Böschung im Oberwasser der Kitzinger Schleuse und richtete auch dort erheblichen Schaden an. Die „Amadeus“ machte nach der Havarie im Oberwasser der Schleuse fest. Die Kitzinger Feuerwehr und ein Vertreter des Wasser- und Schifffahrtsamtes kamen zur Überprüfung der Schäden, die auf mehrere zehntausend Euro geschätzt wurden.
Beamte der Würzburger Wasserschutzpolizei leiteten Ermittlungen gegen den 58-jährigen Schiffsführer der „Amadeus“ ein, der aufgrund einer Fehlbedienung den Unfall verursacht haben soll, wegen Verstößen gegen schifffahrtsrechtliche Vorschriften eingeleitet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter auf Schleuseninsel in Kiel aufgelaufen
(29.02.16) Das niederländische Containerschiff "Tina“, 7519 BRZ (IMO-Nr.: 9277383), lief am 28.2. um 4.30 Uhr auf die Mole der Schleuseninsel Kiel-Holtenau, als es die Nordschleuse des Nord-Ostsee-Kanals ansteuerte. Der Frachter blockierte danach zeitweilig die Zufahrt zur Nordschleuse und lag mit erheblicher Backbord-Schlagseite fest. Die beiden SFK-Schlepper "Stein" und "Kiel" wurden zur Assistenz gerufen und konnten den Havaristen nach über einer Stunde mit ihren insgesamt über 9000 PS wieder freischleppen.
Zuvor war Ballastwasser in den Tanks des Havaristen umgepumpt worden. Gegen 7.05 Uhr war die Kanalzufahrt wieder frei. Der Frachter wurde dann auf die Reede in Holtenau geschleppt. Dort ermitteln Beamte der Wasserschutzpolizei, die mit dem Streifenboot "Stör" zur Unfallaufnahme an Bord gekommen waren. Die „Tina“ war am Nachmittag des in Åhus mit einer Containerladung nach Bremerhaven ausgelaufen.
Vor der Weiterfahrt musste nun erst einmal die Klasse des Frachters durch einen Sachverständigen des Germanischen Lloyds bestätigt werden. Gegen 16 Uhr ging die Reise weiter, diesmal klappte das Einlaufen in die Kanalschleusen ohne Zwischenfälle. Der Frachter nahm dann Kurs auf Hamburg. Um 6.45 Uhr des 29.2. machte die „Tina“ dort am Athabaskakai fest.
Das 2003 in Hamburg auf der Sietas Werft in Hamburg als „Gotland“ gebaute 822-TEU-Schiff ist 137,5 Meter lang, 21,3 Meter breit, hat 7,47 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 8634 Tonnen. Es läuft für das Holwerda Shipmanagement B.V. in Heerenveen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bergung der „New Katerina“ aufwändige Aktion
(29.02.16) Der Bulkcarrier “New Katerina” saß weiterhin auf dem Suez-Kanal auf Grund. Das Schiff war mit dem Bug bis zu den Ankerklüsen weggetaucht. Es wurde nun überlegt, ihn durch Leichtern der Ladung wieder schwimmfähig zu machen, was im Kanal ein aufwändiges Unterfangen wäre. Gleichzeitig waren die Berger dabei, Lecks im Vorschiff zu schweißen und so ein Lenzen der gefluteten Bereiche vorzubereiten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Frachter in Salalah
(29.02.16) Am 26.2. brach in den Aufbauten des unter Panama-Flagge laufenden Zementfrachters “Raysut 1”, 6389 BRZ (IMO-Nr.: 7821879), in Salalah, Oman, ein Feuer aus. Das Schiff war mit 6000 Tonnen Zement beladen. Der Brand entstand in einer Kabine und breitete sich weiter aus. Die Feuerwehr von Salalah brauchte fünf Stunden, die Flammen zu löschen.
Die „Raysut I” ist 117 Meter lang, hat 19 Meter Breite, einen Tiefgang von 6,5 Metern und eine Tragfähigkeit von 8,830 Tonnen. Sie wurde 1979 bei den Ube Industries in Japan erbaut und läuft im Management der griechischen Sekur Holdings.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kollision der „Ice Eagle“ in Eiskonvoi
(29.02.16) Der russische Frachter "Ivan Ryabov", 5370 BRZ (IMO-Nr.: 7942348), wurde am 26.2. von dem liberianischen Tanker "Ice Eagle", 13846 BRZ (IMO-Nr.: 9171175), in einem Eiskonvoi in der Kara-See gerammt. Beide Schiffe wurden von dem Eisbrecher "Yamal". Geleitete. Als die "Ivan Ryabov" steckenblieb, warnte sie noch die "Ice Eagle", die hinter ihr fuhr, doch diese konnte nicht mehr rechtzeitig aufstoppen.
Sie rammte den Vorausfahrer ins Heck. Dessen Poopdeck wurde eingedrückt, Relings verbogen und der Rumpf auf einer Fläche von 495?35?90 Zentimetern eingebeult. Am 28.2. um 15 Uhr hatten beide Schiffe eisfreies Gebiet erreicht. Die "Ivan Ryabov" nahm Kurs auf Archangelsk, die "Ice Eagle" steuerte Murmansk an.
Die “Ice Eagle” ist 150 .Meter lang, 24 Meter breit, hat neun Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 19,997 Tonnen. Sie entstand 2000 auf den Admiralty Wharves in St Peterburg und läuft für die griechische Roswell Tankers.
Die “Ivan Ryabov” ist 130 Meter lang, 17 Meter breit, hat sechs Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 6,070 Tonnen. Sie wurde 1979 auf dem Vyborg Shipyard erbaut und öläuft für die russsische Northern Shipping.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre drohte in Indonesien am Kai zu kentern
(29.02.16) Die indonesische Ro-Ro-Fähre “Swarna Bahtera”, 3950 BRZ (IMO-Nr.: 8905165), legte sich am 28.2. am Kai in Nusatara Parepare in Süd-Sulawesi unter starkem Winddruck nach Backbord auf die Seite und drohte zu kentern. Das überladene Schiff hatte mehrere hundert Passagiere an Bord. Als die Trucks im Ladedeck übergingen und sich die Schlagseite auf 25-30 Grad erhöhte, flohen sie von Bord.
Niemand kam dabei zu Schaden. Ein Hafenschlepper kam dem Havaristen zu Hilfe und assistierte beim Sichern des Kombischiffes, das inzwischen stabilisiert werden konnte. Es hatte sich unmittelbar vor dem Auslaufen nach Balikpapan in Ost- Kalimantan befunden.
Die “Swarna Bahtera” ist 93 Meter lang, 16 Meter breit, hat 4,5 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 2,181 Tonnen. Sie wurde 1989 bei der Imamura Shipbuilding in Kure, Japan, erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Dirkje unterwegs nach Delfzijl
(29.02.16) Das holländische Binnenschiff „Dirkje“, 1153 ts (EU-Nr.: 02315127), wurde am 28.2. vom Wasser- und Schifffahrtsamtes Meppen nach der Havarie bei Hilter auf dem Dortmund-Ems-Kanal freigegeben und durfte die Fahrt fortsetzen. Das Leck im Bugbereich war zuvor provisorisch abgedichtet und von der Behörde dann die Genehmigung erteilt worden, mit ablaufender Tide in Richtung Delfzijl zu fahren. Das Schiff war mit 1000 Tonnen Weißmehl beladen und unterwegs in Richtung Belgien.
Quelle:Tim Schwabedissen



Containerfrachter rettete 13 Schiffbrüchige
(29.02.16) Am 29.2. kam der unter Singapur-Flagge laufende Containerfrachter "Forum Pacific", 9725 BRZ (IMO-Nr.: 9359674), der 13-köpfigen Crew der 42 Meter langen “LC Mahalia” aus Vanuatu zu Hilfe. Um 4:30 Uhr hatte das MRCC Noumea das Signal eines Notsenders aufgefangen, Die Position of konnte um 5:20 Uhr ermittelt und zwischen den Inseln Efate und Erromango lokalisiert werden. Das MRCC schickte ein Aufklärungsflugzeug und bat den Containerfrachter, der in Port Vila ankerte, Kurs auf die Position zu nehmen.
Das Flugzeug hob um 08:30 Uhr in Tontouta ab und erreichte die Stelle, an der der Notsender aktiv war, um 9:25 Uhr. Hier trieb die „Mahalia“ kieloben im Meer, und die 13-köpfige Crew trieb unweit davon in einer Rettungsinsel. Mit einem Funkgerät konnte Kontakt aufgenommen werden.
Alle Schiffbrüchigen waren wohlauf. Nachdem die "Pacific Forum" sie um 13.30 Uhr erreichte, wurden sie an Bord genommen und nach Port Vila gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Illegaler Fischfänger wird versenkt
(29.02.16) Die indonesischen Behörden wollen den letzten ihr bekannten, illegalen chilenischen Trawler „Viking“ versenken. Gemeinsam mit Sea Shepherd und Interpol, konnten sie zuvor bereits fünf solcher Schiffe stellen. Die „Viking“ wurde am 27.2. aufgebracht. Sea Shepherd-Kapitän Siddharth Chakravarty hatte die Behörden auf die Spur gebracht. In den kommenden Tagen soll nun die Marine das Schiff auf den Meeresgrund schicken.
Quelle:Tim Schwabedissen



"Ocean Dream" ohne Crew an Bord
(Bild: Geir Vinnes)   Großbild klick!

„Traumschiff des Todes“ vor Thailand gesunken
(27.02.16) Es war schon länger befürchtet worden, und am 26.2. gegen Mitternacht geschah es – das sich selbst seit geraumer Zeit selbst überlassene Kreuzfahrtschiff "Ocean Dream", 17042 BRZ (IMO-Nr.: 7211517) kenterte und sank auf der Reede von Laem Chabang in Thailand rund eine Meile vor den Hafenmolen. Es legte sich auf seine Backbordseite, und rund die Hälfte des Rumpfes ragte noch aus dem flachen Wasser.
Schon längere Zeit war beobachtet worden, wie das heruntergekommene Schiff sich überlegte und eine Pforte sich nur noch knapp oberhalb der Wasserlinie befand. Der Eigner hatte Aufforderungen, sich um das rostende Schiff zu kümmern, ignoriert, schon länger war keine Crew mehr an Bord.
Das Schiff war auch in deutschen Gewässern jahrelang eine gute Bekannte. Es sollte ursprünglich als „Seaward“ an die Norwegian Cruise Line abgeliefert werden. Die Reederei sprang jedoch bereits 1970 vom Projekt ab, und es wurde als „Spirit of London“ von den P&O Cruises übernommen. Es lief am 1.5.1972 bei der Cantieri Navali del Tirreno & Riunitivom Stapel und wurde im Oktober in Dienst gestellt.
1974 wurde es als „Sun Princess“ an Princess Cruises weiterverkauft. 1988 kam sie als „Starship Majestic“ zu den Premier Cruises und 1994 als „Southern Cross“ an die CTC Lines, die das Bordkasino zugunsten einer neuen Veranda-Lounge, einer Bücherei und einer Bar verkleinerten. 1998 wurde das Schiff als „Flamenco“ an Festival Cruises verkauft. Nach der Insolvenz und Auflösung der Reederei im Jahr 2004 wurde das Schiff für 12,25 Millionen US-Dollar von Cruise Elysia ersteigert und in „New Flamenco“ umbenannt.
Club Cruises setzte es anschließend ab 2007 unter dem Namen „Flamenco-1“ als Wohnschiff in Neukaledonien ein, bis die Gesellschaft 2008 in Insolvenz ging. Es wurde anschließend für fast zwei Jahre in Singapur aufgelegt, bis es 2010 zum Verschrotten nach Alang verkauft wurde. Im Januar 2012 wurde jedoch bekannt, dass die Runfeng Ocean Deluxe Cruises in Vietnam das Schiff gekauft hatten, um es als „Ocean Dream“ einzusetzen.
Dies war jedoch nicht sehr erfolgreich, weshalb sie noch im selben Jahr wieder ausgemustert wurde. 2013 verkaufte Runfeng Ocean Deluxe Cruises das Schiff an die eigens für sie gegründete Ocean Dream Cruise Co. Ltd. mit Sitz in Togo, wurde jedoch niemals für Kreuzfahrten eingesetzt. Seitdem lag die „Ocean Dream“ aufgelegt vor Laem Chabang und stand zum Verkauf.
Das Schiff war mehrmals als Schauplatz in Filmen und Serien zu sehen. 1975 war sie Handlungsort des Columbo-Krimis "Traumschiff des Todes", 1976 im Pilotfilm zur TV-Serie Love Boat und 1980 in Herbie dreht durch. Schwesterschiff der ’’Ocean Dream’’ war die 1971 in Dienst gestellte „Southward“, die Anfang 2013 als „Venus“ im türkischen Aliaga verschrottet wurde. Die Schiffe hatten eine Länge von 163,30 Metern, eine Breite von 22,80 Metern, einen Tiefgang von sieben Metern und eine Passagierkapazität von 1027 Personen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kollision vor Kalundborg
(27.02.16) Nach dem Eintreffen aus Ust-Luga vor Kalundborg, kollidierte der griechische Tanker "Minerva Nike", 58301 BRZ (IMO-Nr.: 9255696), am 25.2. kurz nach Mittag mit dem dänischen Schlepper "Svitzer Trym", 641 BRZ (IMO-Nr.: 9548354), bei einem Verholmanöver. Drei Schlepper zogen die "Minerva Mike" zu einem Shi-Ship-Öl-Transfer längsseits des unter Marshall Islands-Flagge laufenden Tankers "Ridgebury Lindy B", 77636 BRZ (IMO-Nr.: 9296418), im Kalundborg-Fjord.
Bei diesem Manöver erlitt die "Svitzer Trym" einen Blackout und stieß mit der "Minerva Nike" zusammen. Beide Schiffe wurden leicht beschädigt. Die „Minerva Nike" warf Anker, während der Schlepper nach Kalundborg zur Untersuchung einlief. Er verließ den Hafen wieder am 26.2. gegen 16 Uhr mit Kurs Assens, woo er bei der Assens Skibsvaerft A/S gegen 22 Uhr zur Reparatur festmachte.
Die "Ridgebury Lindy B" verholte in der Nacht auf eine Position vor dem Kalundborg-Fjord, bevor sie sich in Richtung der USA aufmachte. Die "Minerva Nike" wurde am Morgen des 26.2. von den dänischen Behörden wieder freigegeben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Eisbrecher in Antarktis wieder frei
(27.02.16) Am 26.2. gelang es der Crew des Eisbrechers "Aurora Australis", diesen von seiner Strandungsstelle wieder abzubringen, wo er seit dem 24.2. festgesessen hatte. Eine Kombination von hohem Wasserstand, dem Auspumpen der Ballastwassertanks und des Einsatzes einer Reihe von Arbeitsbooten verhalf dem Schiff wieder zu genügend Wasser unter dem Kiel. Nun galt es den Schaden genau zu inspizieren. Einer der Ballasttanks war aufgerissen worden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schlepper in Houston in Flammen
(27.02.16) Die Coast Guard Port Houston sperrte den Houston Ship Channel nahe der Interstate 610 am 26.2. von 00.15 bis zwei Uhr, nachdem um Mitternacht ein Brand auf dem 21 Meter langen Schlepper"San Gabriel" (MMSI-Nr.: 366941790) gemeldet worden war. Das Schiff lag an der LyondellBasell Raffinierie zwei Meilen östlich der Interstate 610 und stand in hellen Flammen.
Die Station Houston-Galveston schickte ein 29-Fuß-Boot, das gemeinsam mit dem Löschboot des Port of Houston gegen die Flammen vorging. Der Schlepper lag neben einer unbeladenen Schwefelsäure-Barge, als er in Brand geriet. Die Crew konnte sich rechtzeitig retten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Titel
(Datum) Am 26.2 saß der unter Panama-Flagge laufende Bulkcarrier "New Katerina", 85590 BRZ (IMO-Nr.: 9138953), weiter auf dem Suez-Kanal an der Westbank bei El Ismaeliya auf Grund. Das Vorschiff war auf einer Länge von 12 Metern aufgerissen worden, und mehrere Ballastwassertanks waren geflutet. Der Frachter war stark vorlastig. Die Schlepper "Mosaed 2", "Soheir" und "Mosaed 5“ waren zur Assistenz vor Ort. Die Schifffahrt wurde im Einbahnverkehr am Havaristen vorbeigeführt.
Die „New Katerina“, ex „Katerina Warrior“ ist ein 170,082 Tonnen-Capesize-Bulker, der 1997 bei Daewoo erbaut wurde. Eigner ist die Olympus Ventures, Inc., das Management erfolgt durch die New Shipping Limited. Der Frachter ist 289 Meter lang, 45 Meter breit und hat 18 Meter Tiefgang. Am 23.10.2014 war es auf dem Schiff in Amsterdam zu einem Brand in der Kohleladung gekommen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter sank nach Kollision vor China
(27.02.16) Der 135 Meter lange chinesische Bulkcarrier ´"Xin Ri 6" (IMO-Nr.: 980463) kollidierte am 27.10. um 00.50 Ujhr mit dem ebenfalls chinesischen Kutter "Lujiaoyu 60968" (MMSI-Nr.: 412349482) rund 40 Meilen vor Qingdao in im Gelben Meer. Der Kutter sank, die 10-köpfige Crew ging ins Boot, konnte wegen dichten Nebels aber zunächst nicht gerettet werden, eine SAR-Operation war im Gange. Der Bulkcarrier war unterwegs von Zhoushan nach Qingdao.
Quelle:Tim Schwabedissen



Binnenschiff auf Main freigeschleppt
(27.02.16) Um kurz nach 15 Uhr war das Binnenschiff „Elsava“ an der Lohrer Mainbrücke wieder freigeschleppt. Das Wasser- und Schifffahrtsamt hatte zwei Schlepper geschickt, doch bereits der Einsatz der „Angermünde“ genügte, um den aufgelaufenen Frachter vom Pfeiler der Lohrer Mainbrücke und vom Ufer zurück in die Fahrrinne zu bekommen. Gegen 13 Uhr hatte die Bergung begonnen, und wenig später bewegte sich der Havarist von der Pfeiler der Brücke weg. Um 15.20 Uhr meldete das Wasser und Schifffahrtsamt, dass der Fluss wieder frei sei.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter vor Ballstad auf Grund gelaufen
(27.02.16) Am 27.2. um 06.20 Uhr lief ein Kutter vor Ballstad auf Grund und schlug leck. Ein anderer Kutter war schnell zur Assistenz vor Ort und zog den Havaristen in den Hafen. Das Küstenwachboot „"Ålesund", das sich acht Meilen entfernt befand, schickte ein Beiboot, das Lenzpumpen dabei hatte, und übergab sie der zweiköpfigen Crew.
Quelle:Tim Schwabedissen



Binnenschiff "Elsava"
(Bild: Polizei Unterfranken)   Großbild klick!

Main: Schiffsführer setzt Binnenschiff mit 1,5 Promille auf Grund
(26.02.16) Das deutsche Binnenschiff "Elsava", 1606 ts (EU-Nr.: 04403770), schlug am 26.2. gegen sechs Uhr auf dem Main in Lohr auf Höhe der alten Mainbrücke auf dem leicht Hochwasser führenden Fluss quer und lief auf Grund. Gegen 6.30 Uhr wurde die Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Unterfranken informiert, wenig später war eine Streife der Lohrer Polizei vor Ort. Die Beamten alarmierten dann die Wasserschutzpolizei und das Wasser- und Schifffahrtsamt Schweinfurt.
"Elsava" auf dem Ufer des Mains
(Bild: Jochen Kuemmel)   Großbild klick!
Offenbar war der 45-jährige Schiffsführer mit zwei Mann Besatzung vor der alten Brücke vom Kurs abgekommen. Das Heck der „Elsava“ schob sich in einen Brückenbogen, und der Bug schob sich zehn Metern weit auf das Ufer der Sendelbacher Flussseite. Bei ihren Ermittlungen bemerkten die Beamten bei dem Schiffsführer Alkoholgeruch. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von rund 1,5 Promille.
Der Fluss wurde nach der Havarie für die Schifffahrt gesperrt. Neben Lohrer Polizei, Wasserschutzpolizei und dem Wasser- und Schifffahrtsamt waren auch die örtlichen Feuerwehren, der Rettungsdienst und das Technische Hilfswerk vor Ort. Vermutlich werden für die Bergung Uferarbeiten notwendig, um das Schiff freizubekommen. Die Brücke wurde vom zuständigen Straßenbauamt untersucht.
Die „Elsava“ hat eine Länge von 105,00 Metern, eine Breite von 9,5 Metern und einen Tiefgang von 2,62 Metern. Sie entstand 1963auf der Werft Ebert & Söhne, Neckarsteinach, für Karl & Ludwig Seibert, Neckargemünd. Seit 1979 lief sie als „Elsava“ für die Gebr. Väth in Würzburg und ab 2002 für die Reederei Fluvius.
Quelle:Tim Schwabedissen



gekentertes Boot der Coast Guard
(Bild: USCG)   Großbild klick!

Boot der Coastguard kenterte bei Rettungsaktion für gestrandeten Kutter
(26.02.16) Am Morgen des 25.2. kenterte ein 25-Fuß-Boot der Coast Guard Jones Beach beim Versuch, der siebenköpfigen Crew des gestrandeten, 76 Fuß langen Kutters “Carolina Queen III” aus Virginia vor Rockaway Beach in Queens zu Hilfe zu kommen. Er hatte vor Long Island nach Seemuscheln gefischt und war gegen zwei Uhr nach Maschinenausfall bei 34 Meilen Windgeschwindigkeit in 10-12 Fuß hohen Wellen 200 Fuß vom Strand entfernt auf Grund gelaufen.
Die fünfköpfige Crew des Rettungsbootes landete im Wasser, nachdem ihr Boot um 4.45 Uhr in der hohen Brandung unweit des Silver Point Beach Club in Atlantic Beach auf eine Untiefe geriet und
“Carolina Queen III”
(Bild: USCG)   Großbild klick!
umschlug. Die Seenotretter konnten sich schwimmend an den Strand retten und wurden medizinisch betreut. Sie waren aber unversehrt davongekommen.
Ein HH-65 Dolphin Helikopter der Coast Guard Air Station Atlantic City beendete ihren Job. Sie barg die Fischer von dem in heftig der Brandung arbeitenden Schiff der Seaford Scallop Company ab und flog sie ins Jamaica Hospital. Auch sie hatten das Unglück ohne Blessuren überstanden. Das New York City Police und die Feuerwehr blieben vor Ort und sicherten das kieloben treibende Boot der Coast Guard vor dem östlichen Rockaway Inlet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter manövrierunfahig
(Bild: VLW Siem)   Großbild klick!

Binnenschiff auf der Waal manövrierunfähig
(26.02.16) Am Morgen des 26.2. wurde ein Binnenschiff auf der Waal bei Tiel manövrierunfähig, nachdem Treibgut in den Propeller geraten war. Dadurch kam es zu Ruderausfall. Es gelang dem Schiffsführer aber, das Fahrzeug ans Ufer zu manövrieren, wo die Manövrierbarkeit langsam wieder hergestellt werden konnte.
Doch an dieser Stelle befand sich eine Kribbe im Fluss, und ein Boot von Rijkwaterstaat kam zu Hilfe und geleitete das Schiff von dem Steindamm weg. Dies gelang nach ungefähr einer halben Stunde, und der Frachter konnte die Reise nach Antwerpen fortsetzen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ölveschmutzung nach Havarie in Duisburg
(26.02.16) Am Morgen des 25.2. gegen 9.45 Uhr rückten Feuerwehr und Wasserschutzpolizei zu einer Gewässerverunreinigung im Hafen Huckingen aus. Bei der Einfahrt eines Schubverbandes mit drei Leichtern in den Hafen berührte der vordere der Leichter den Grund. Dabei wurde der Tank des Bugstrahlruders beschädigt. Rund 2.500 Liter Diesel liefen aus.
Ein Polizeihubschrauber, Löschboote und Taucher waren im Einsatz. Der Schubverband kam aus Rotterdam und hatte Kohle und Erz geladen. Die Wasserschutzpolizei hat Ermittlungen zum Schiffsunfall aufgenommen und ein Verfahren wegen Gewässerverunreinigung gegen den 27-Jährigen Schiffsführer eingeleitet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Marika Paech wird verschrottet
(26.02.16) Das am 18.1. im Zollhafen von Gertz auf der Oder gesunkene Fahrgastschiff „Marika Paech“ wird verschrottet. Am 25.2. begutachtete eine Versicherung das Schiff. Eine Reparatur wäre nach deren Befund zu teuer geworden. Das Schiff war untergegangen, weil ein Seeventil eingefroren war.
Am 2.2. wurde es gehoben, nachdem Luftkissen unter dem Wrack angebracht hatten. Das Fahrgastschiff war für Rundfahrten auf der Oder nach Stettin im Einsatz und bot 45 Personen Platz. Das Fahrgastschiff wird durch ein neues ersetzt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Suez-Kanal war nach Havarie gesperrt
(26.02.16) Der unter Panama-Flagge laufende Bulkcarrier "New Katerina", 85590 BRZ (IMO-Nr.: 9138953), erlitt am 25.2. gegen 14 Uhr einen Ruderausfall und lief anschließend auf dem Suez-Kanal auf Grund, den er in südlicher Richtung passierte. Dabei wurde ein Ballasttank aufgerissen, und es kam zu einem Wassereinbruch.
Vorsorglich wurde der Frachter auf Grund gesetzt. Der Kanal war bis zum Vormittag des 26.2. gesperrt, dann konnte die Schifffahrt im Einbahnverkehr passieren. Das Schiff war auf der Reise von Yuzhniy nach Qingdao mit einer Ladung Eisenerz.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Produktentanker
(26.02.16) Am 25.1. um 13.25 Uhr brach im Maschinenraum des unter indonesischer Flagge laufenden Tankers "Sumber Mitra Kencana 1", 1993 BRZ (IMO:9439993), ein Feuer aus. Es wurde durch einen Kurzschluss in einem Generator ausgelöst. Der mit 1800 Tonnen Palmöl beladene Tanker, der aus Jakarta gekommen war, ankerte auf der Reede von Gresik in Surabaya, Ost Java. Die Crew versuchte vergeblich, den Brand unter Kontrolle zu bekommen. Ein Feuerlöschschlepper kam zu Hilfe und konnte ihn binnen einer Stunde löschen. Ein Crewmitglied wurde verletzt bei den Löscharbeiten.
Er kam ins Krankenhaus Die “Sumber Mitra Kencana 1” ist 88 Meter lang, 13 Meter breit, hat 4,5 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 3100 Tonnen. Sie entstand 2007 bei der Jiangnan Shipbuilding in Yueqing, China, für die Sumber Surya Kencana.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter saß auf Rio de La Plata fest
(26.02.16) Der unter Panama-Flagge laufende Bulkcarrier "Alkimos Heracles", 43007 BRZ (IMO-Nr.: 9668881), lief am 24.2. um 12.30 Uhr auf dem Rio de La Plata 10 Meilen vor La Plata auf der Fahrt von Tubarao nach Villa Constitucio auf Grund. Ein Schlepper wurde zur Assistenz geschickt, doch am Morgen des 25.2. konnte sich der Frachter aus eigener Kraft wieder befreien und ging auf der Reede von Montevideo vor Anker.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bergung der Klipper abgeschlossen
(26.02.16) Die Bergung des deutschen Binnenschiffe "Klipper", 1127 ts (EU-Nr.: 04027690), im Hafen von Kehl konnte am 24.2. abgeschlossen werden. Alle drei Sektionen, in die das Wrack zerschnitten worden war, wurden im Laderaum der Barge "Beugen" verstaut. Auch der Ölbekämpfungskatamaran "Hebo-Cat 6" wurde von dem Schwimmkran "Hebolift 5" zwischen den Wrackteilen abgesetzt.
Dann ging der Schwimmkran längsseits, und der gesamte Verband wurde von dem Schubschlepper "Matricaria" am 25.2. auf den Weg nach Rotterdam gebracht, wo er am 27.2. eintreffen und die „Klipper“ dann verschrottet werden sollte. Die Ursache der Havarie muss nun durch ein Gutachten geklärt werden. Das Hafenbecken II von Kehl wurde mittlerweile wieder freigegeben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Arbeitsreicher Tag für Seenotretter in Blankenberge
(26.02.16) Alle Hände voll zu tun hatten die Seenotretter in Blankenberge am 16.2. Um 10:57 Uhr bat der Skipper des Motorboots “Spirit of Islay” das MRCC um Hilfe. Er hatte den Motor abgeschaltet, nachdem Rauch aus dem Motorraum gedrungen war. Das Boot trieb zwei Meilen vor Blankenberge. Das Rettungsboot „Stere Dries” schleppte den Havaristen zurück in die Marina von Blankenberge. Um 12:30 Uhr war die Aktion beendet.
Gegen 20 Uhr alarmierte das belgische MRCC die Station erneut, nachdem der belgische Kutter "Braveheart - Z 700", 23 BRZ (MMSI-Nr.: 205010000) bei Ostende Maschinenschaden erlitten hatte. Das Rettungsboot "Sterke Dries" war um 20:48 Uhr am Havaristen und nahm ihn in Schlepp. Um 23.38 Uhr wurde er im Hafen von Zeebrügge festgemacht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Altes Wrack am Elbdeich entdeckt
(26.02.16) Bei Bauarbeiten am Elbdeich entdeckte ein Baggerfahrer am 25.2. Wrackteile im Wasser, aus denen Öl ausfloss. Weil in dem Wrack noch Bomben hätten liegen können, wurde um 11.55 Uhr neben der Wasserschutzpolizei und der Feuerwehr auch der Kampfmittelräumdienst informiert. Bei näherer Begutachtung stellte es sich heraus, dass es sich aber nicht um ein Flugzeug aus dem 2. Weltkrieg, sondern offenbar um ein altes Arbeitsboot handelte. Beim weiteren Baggern traten ein zerstörter Rumpf und ein Propeller zutage.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ölverschmutzung im Masfjord nach Bootsuntergang
(26.02.16) Am Nachmittag des 25.2. sank ein Boot am Kai von Risnes im Masfjord. Nur noch die Kajüte ragte aus dem Wasser. Es lief eine geringe Menge Dieselöl aus. Deshalb legte die alarmierte Feuerwehr eine Ölsperre um das Wrack aus.
Quelle:Tim Schwabedissen



37 Wissenschaftler von Aurora Australis abgeborgen
(26.02.16) 37 Wissenschaftler wurden am 26.2. nach Wetterbesserung von dem australischen Eisbrecher „Aurora Australis” abgeborgen. Ein Boot brachte sie in drei Touren zur nahen Mawson Station. Das Versorgungsschiff lag weiter im Horseshoe Harbour auf Grund.
Die 31-köpfige Crew wollte nun versuchen, es mit Umpumpen von Ballastwasser und Arbeitsbooten wieder freizubekommen. Der Riss im Rumpf gefährdete die Stabilität des Schiffes nicht, und da es sich um einen Ballasttank handelte, kam es auch zu keinem Schadstoffaustritt. Der Schaden wurde vorerst von innen her weiter überwacht.
Wenn die „Aurora Australis” wieder flott ist, soll sie zu einer gründlicheren Schadensuntersuchung aus der Horseshoe Harbour verholt werden. Das Schiff hatte 30 Wissenschaftler bei der Davis-Forschungsstation aufnehmen sollen, die nun stattdessen auf dem Luftweg zur Casey Station gebracht wurden.
Australien hat vier Forschungsstationen in der Antarktis, die von der “Aurora Australis2 von Hobart aus versorgt werden. Hier war sie am 11.1. zunächst in Richtung des Kerguelen Plateau ausgelaufen und war am 20.2. in Mawson eingetroffen. Sie soll 2019 durch einen Neubau ersetzt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gesunkener Schlepper wurde hunderte Meter über Meeresgrund gezogen
(26.02.16) Am 6.2. verlor der russische Schlepper "Zubr", 228 BRZ (IMO-Nr.: 8227135), den Schlepper"Vega" auf der Fahrt nach Hiiumaa. Um 19:38 Uhr fing die Tallinner Seeüberwachungszentrale einen Notruf des EPIRB der „Vega“ auf, und etwas später meldete sich der die Crew der „Zubr“. Die Besatzung teilte der Behörde mit, dass sie in estnischem Hoheitsgewässer mit der „Vega“, die keine Crew an Bord hatte, unterwegs gewesen sei und diese rund zehn Seemeilen vor der estnischen Halbinsel Kõpu auf der Insel Hiiumaa verloren gegangen sei, als der Schleppzug Schutz vor einem Sturm in der Tagalaht-Bucht bei Haapsalu suchte.
Die Crew der „Zubr“ suchte nach eigener Aussage noch fast eine Stunde nach der „Vega“ und kehrte dann in den Hafen von Kronstadt auf der Insel Kotlin vor Sankt Petersburg zurück. Das estnische Küstenwachboot „L-101 - Kindral Kurvits“ machte sich nun auf die Suche nach der „Vega“, doch blieb sie ebenso erfolglos. Die Suche wurde am 7.2. gegen sieben Uhr fortgesetzt, und zwei Stunden später fand sich die Funkboje.
Die Seeüberwachungszentrale machte sich dann mit Hilfe des Hydrographieschiffes „Jakob Prei“ des Wasserstraßenamtes die Unterwasseruntersuchungen auf die Suche nach der 1961 erbauten „Vega“. Sie wurde schließlich 11 Meilen südwestlich von Ristna in 45 Metern Wassertiefe entdeckt. Wegen der 200 Meter langen Schleppleine wurde eine Navigationswarnung herausgegeben an Schiffe in einem Radius von einer halben Meile um die Untergangsstelle, da diese dort noch treiben könnte. Bei der Untersuchung stellte sich auch heraus, dass die "Zubr" die bereits gesunkene "Vega" noch mehrere hundert Meter weit über den Meeresboden gezogen hatte, ehe die Schleppverbindung brach.
Quelle:Tim Schwabedissen



Instagram-Foto könnte Schuld an Zerstörung historischen Wracks sein
(26.02.16) Das Wrack des irischen Kutters “Point Reyes” in Inverness in der Tomales Bay geriet offenbar in Brand, als Stahlwolle an Bord entzündet wurde, um Lichtkunst nach Art des Burning Man zu machen. Zwar haben die Flammen Aufbauten und Bug nicht erfasst, doch durch die Zerstörung des Achterschiffs ist die Struktur so instabil, dass das ikonische Schiff womöglich abgewrackt werden muss, um Gefahren abzuwenden. Die Anwohner waren wütend über den drohenden Verlust und verlangten eine Bestrafung des Verursachers.
Sie hielten den Fotografen James Stewart aus San Jose Stewart für schuldig, der ein Foto des Feuerwerks auf Instagram stellte. Er selbst bestritt die Vorwürfe und sagte, Jugendliche hätten die Stahlwolle angesteckt, und er selbst habe nur ein Bild des Feuerschauspiels gemacht. Nun muss der National Park Service über das Schicksal entscheiden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Rena-Wrack bleibt für immer auf dem Astrolabe-Reef
(26.02.16) Das Wrack des Containerfrachters "Rena" wird auf dem Astrolabe Reef verbleiben. Diese Entscheidung wurde am 26.2. bekanntgegeben. Grundlage des dazu angefertigen 451 Seiten sarken Berichts waren 23 technische Reports und 151 inhaltliche Beiträge. Das vorangegangene Hearing hatte 20 Tage gedauert. Die Kosten zur Räumung von Teilen der "Rena" haten bis dahin über 500 Millionen Dollar verschlungen ,dabei wurden 1107 Container und 1467 Tonnen Öl geborgen.
Die New Zealand Diving & Salvage soll im März die letzten Reinigungsarbeiten abschließen, wenn das Wetter dies zulässt. Danach kann die zwei Meilen weite Sperrzone, die seit der Strandung der „Rena“ eingerichtet war, aufgehoben werden und ein öffentlicher Zugang zum Wrack und dem Riff erfolgen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wrack des Schleppers „Challenger“
(Bild: USCG)   Großbild klick!

Schlepperwrack landet auf Deponie
(26.02.16) Am 25.2. gab die US Coast Guard bekannt, dass sich die Kosten der Bergung des Schleppers „Challenger“ auf 1.700.000 Dollar erhöht hat. Darin enthalten waren die Rechnungen für alle Maßnahmen, die seit dem Untergang im September 2015 stattgefunden hatten. Anfang Februar waren 300.000 Dollar ausgegeben worden war. Die Mittel kamen aus einem Treuhandfonds. Material aus dem Wrack wurden zu einem Labor zur Prüfung geschickt.
Es galt nun, die Menge an Bleifarbe, Asbest und andereb Gefahrstoffe an Bord zu bestimmen. Nach deren Entsorgung sollte der Rumpf des Challenger zu einem Strand auf dem Rock-Dump gezogen und dann dort abgebrochen werden. Die Trümmer sollten am Ende in der Capitol Deponie landen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler „Saputi“ mit Schlagseite im Hafen
(Bild: Forsvaret)   Großbild klick!

„Well done“: Gemeinsamer Kampf gegen Untergang im Eismeer fand glückliches Ende
(25.02.16) Es waren dramatische Stunden im Eismeer, als der kanadische Trawler „Saputi“ unter dickem Eispanzer in tobender See, die über das Achterdeck ging, ums Überleben kämpfte. Entsprechend Glückwünsche und Ankerkennung gab es für die Crew des dänischen Patroullienschiffes "Knud Rasmussen" und die beteiligten Organisationen und Helfer nach dem über 36-stündigen Einsatz für den Havaristen.
Das arktische Kommando erhielt am 21.2. um 22.32 Uhr eine Nachricht des JRCC Halifax über den Seenotfall in der Davis Strait, wo der Trawler mit schwerer Backbordschlagseite und Wasser im Laderaum in aufgewühlter See trieb. Er kämpfte sich mühselig in Richtung Grönland voran. Gleichzeitig mit der Luftunterstützung nahm auch die "Knud Rasmussen" Kurs auf den Havaristen, der am 22.2. erste Unterstützung durch vier Bilgenpumpen erhielt, die eine kanadische C 130 Hercules mit Fallschirmen punktgenau neben dem Havaristen abwarf.
Gegen 14 Uhr erreichte das dänische Schiff die "Saputi" und setzte unverzüglich weitere Bergungsausrüstung über. Danach ging es auf Kurs nach Nuuk. Die Gefahr des Sinkens schien zu dem Zeitpunkt nicht mehr zu bestehen. Doch am 23.2. um zwei Uhr meldete die "Knud Rasmussen" dem JRCC, das der hohe Seegang dem Trawler zusehends Probleme bereitete und dieser nun zu sinken drohe.
Deshalb schickte das Arctic Command einen SAR-Helikopter von Air Greenland von Kangerlussuaq nach Nuuk, damit er im Notfall schneller vor Ort sein könnte. Doch der Sturm in Nuuk zwang den Hubschrauber, nach Maaniitsoq abzudrehen. Eine Stunde später meldete die "Knud Rasmussen", die Lage auf dem Trawler sei kritisch, aber noch stabil. Die Pumpen hätten aber große Probleme, das eindringende Wasser zu lenzen.
Die Crew des Trawlers begann daraufhin, alle nicht benötigte Ausrüstung über Bord zu werfen, um dessen Gewicht zu reduzieren, und bereitete sich zugleich auf eine Evakuierung vor. Zu der Zeit sah es nicht mehr so aus, als ob die „Saputi“ es nach Nuuk schaffen würde. Nachdem daraufhin die ersten vier Mann von dem Trawler mit einem Schlauchboot auf das Patroullienschiff übergesetzt waren, wurde ein Schwimmer beschädigt, sodass es nicht mehr einsatzfähig war.
Der SAR-Helikopter stieg erneut auf, um im Bedarfsfall die Crew der "Saputi" auf die "Knud Rasmussen" überzusetzen. Doch diesmal musste er wegen Vereisung seinen Einsatz in Nuuk abbrechen. Stattdessen machte sich ein kanadisches Transportflugzeug auf den Weg zu den beiden Schiffen. Diese kämpften sich mit langsamer Fahrt, um die Stärke des Wassereinbruchs zu minimieren, in Richtung von Nuuk voran.
Am 23.2. um 20 Uhr war es geschafft - die "Saputi", immer noch mit deutlicher Backbordschlagseite, erreichte den Schutzhafen unter Eskorte des Patroullienboots "Sisak" der grönländischen Polizei. Um 21 Uhr war sie fest am Kai, wo nun die weiteren Untersuchungen begannen. "Good Work! Well Done", hieß es für die dänischen Helfer danach vom Arctic Command als Dank für den Einsatz gemeinsam mit dem JRCC Halifax, der kanadischen Air Force, Air Greenland und der Greenland Police.
Die 30 Männer der „Saputi“ kamen vorerst im Seemannsheim des Ortes unter. Ob sie dort bleiben würden oder vorerst nach Kanada zurückkehren, sollte sich in den kommenden Tagen in Abhängigkeit vom Reparaturbedarf klären. Am ersten Tag nach dem Sturmritt war das Lachen bereits wieder auf ihre Gesichter zurückgekehrt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Eisbrecher im Blizzard losgerissen und auf Grund getrieben
(25.02.16) Der australische Eisbrecher „Aurora Australis", 6574 BRZ (IMO-Nr.: 8717283), lief bei der Mawson Station bei einem Versorgungsbesuch an der Antarktisbasis am 24.2. um 15.15 Ujhr auf Grund. An Bord waren 68 Crew- und Expeditionsmitglieder, als sich das Schiff in einem Blizzard von seiner Vertäuung losriss. Es kam zu einem Riss im Rumpf auf Höhe eines Ballastwassertanks, jedoch zu keinem Wassereinbruch. Der anhaltende Sturm machte eine genauere Untersuchung der Schäden aber vorerst unmöglich.
Das Schiff lag mit seiner Steuerbordseite längsseits des West Arm auf Grund und hatte etwas Schlagseite, die aber auch vom Winddruck herrühren konnte. Vor Ort herrschten Windgeschwindigkeiten von über 130 km/h, die die kommenden 24 Stunden auch anhalten sollten. So musste sich die Crew darauf beschränken, den Rumpf von innen zu überwachen. Die Australian Antarctic Division arbeitete eng mit den Eignern des Schiffes, den P&O Maritime Services, zusammen, um die Sicherheit der Menschen auf der "Aurora Australis" zu gewährleisten.
Das Schiff war am 20.3. an der Mawson Station eingetroffen, nachdem sie am 11.1. in Hobart ausgelaufen war zu Forschungstätigkeiten in der Kerguelen Plateau-Region. Wann die Besatzung der „Aurora Australis“ nach Hobart zurückkehren könnte, war derzeit nicht absehbar. Sie sollten erst einmal eine Wetterberuhigung abwarten, die für den Abend des 26.2. erwartet wurde. Erst dann dürfte es sicher sein, sich zur Mawson Station zu begeben. Dazu sollten die Windgeschwindigkeiten nicht mehr 55 km/h übersteigen.
Deshalb entschied die AAD, rund 30 Wissenschaftler der Davis Station mit einem US-Flugzeug zur Casey Station und von dort zurück nach Tasmanien zu bringen. Die Versorgungsgüter für die Mawson Station waren bereits entladen worden, als der Blizzard über die Gegend hereinbrach. Wie sich die Havarie auf die weitere Saison auswirken würde, blieb abzuwarten. Möglicherweise könnte auch der chinesische Eisbrecher “Xue Long“, der gerade die Casey-Forschungsstation dabei eine Rolle spielen. Die “Aurora Australis” hatte in Kürze von der Mawson Station zur Davis Station auslaufen und dort weitere Wissenschaftler an Bord nehmen sollen, bevor er Mitte März nach Hobart zurückgekehrt wäre, um dann die letzte Mission der Saison zu einer Forschungsstation auf Macquarie Island zu starten.
In den Weihnachtstagen 2014 hatte die “Aurora Australis” dem russischen Forschungsschiff “Akademik Shokalskiy” und seiner 52-köpfigen Crew im Antarktiseis geholfen. Sie ist 95 Meter lang, 20 Meter breit, hat 8,3 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 3.911 Tonnen. Das Schiff wurde 1990 bei den Carrinhton Slipways in Australien erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei Verletzte bei Kollision in Sutton Bridge
(25.02.16) Der holländische Frachter "Lady Nora", 1976 BRZ (IMO-Nr.: 9243851), kollidierte von Wisbech kommend nördlich der Cross Keys Bridge am 23.2. um 19.45 Uhr mit zwei Booten und Pontons des Fenland District Councils in den Wisbech Docks beim Ansteuern von Sutton Bridge. Dabei wurden zwei Lotsen auf den Booten leicht verletzt. Einer kam ins Krankenhaus, konnte aber am Abend wieder entlassen werden.
Der zweite wurde vor Ort behandelt. Die Pontons lagen an den Ankerplätzen des Council. Öffentliche Liegeplätze waren nicht betroffen. Polizei, die Marine Coastguard Authority (MCA) und der Marine Accident Investigation Branch (MAIB) wurden informiert und nahmen Ermittlungen auf. Am Abend setzte der Frachter seine Reise nach Vlissingen fort, wo er nach dem Eintreffen am 14.2. um 14.45 Uhr nochmals von den holländischen Behörden inspiziert wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kollision in Taichung
(25.02.16) Der unter Panama-Flagge laufende Frachter "Yuso Angel 2", 1512 BRZ (IMO-Nr.: 9238648), kollidierte am 23.2. u, 18.50 Uhr wegen eines Ruderausfalls trotz Schlepperhilfe beim Anlegemanöver mit einem Kai im Hafen von Taichung, Taiwan. Das Schiff erlitt Schäden am Backbordbug, im Rumpf entstand ein Loch von 8x15 Zentimetern. Auch die Kaianlage wie auch Fender wurden in Mitleidenschaft gezogen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Vorschiff von Binnenschiff lief in Lathen voll Wasser
(25.02.16) Das holländische Binnenschiff "Dirkje", 1153 ts (EU-Nr.: 02315127), erlitt am 24.2. bei der Hilter Schleuse in Lathen auf dem Dortmund-Ems-Kanal Wassereinbruch im Vorschiff. Nach dem Passieren der Schleuse in Richtung Dörpen stellte der Schiffsführer fest, dass der Bugstrahlruderraum volllief. Der mit 1000 Tonnen Weißmehl nach Belgien bestimmte Frachter konnte mit geflutetem Bugbereich im Unterwasser der Schleuse gesichert werden.
Das Leck war aber zu groß, als dass die Lenzpumpen das Wasser hätten halten können. Ein Spezialbetrieb musste es erst abdichten, so lange musste die „Dirkje“ an der Schleuse liegen bleiben. Die Polizei nahm Ermittlungen auf.
Quelle:Tim Schwabedissen



RNLI-Boot barg havarierten Kutter
(Datum) Das RNLI-Boot aus Penlee kam am Morgen des 24.2. dem Kutter "Shelia T – P 176" zu Hilfe, der gegen acht Uhr nahe Porthleven Motorausfall erlitten hatte. Die "Ivan Ellen" schleppte den Havaristen gegen 9.30 Uhr nach Newlyn Harbour ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



NSSR schleppte drei Kutter mit Maschinenschaden ab
(25.02.16) Mehrere Kutter erhielten in den vergangenen Tagen Assistenz durch Rettungsboote der NSSR: Im jüngsten Fall war es die „Knut Hoem“ ,die den Kutter „M 776“, der Motorprobleme erlitten hatte, am 24.2. nach Myre einschleppte. Am Nachmittag des 23.2. schleppte die "Askerbæringen“ der Station Røst ebenfalls einen Kutter mit Motorschaden in den Hafen ein. Ein weiterer wurde am selben Tag von der "Det Norske Veritas", die aus Ballstad ausrückte, bei Hamarøy auf den Haken genommen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter Hamburger Reederei ankert mit Maschinenschaden bei Kuba
(25.02.16) Der unter Antigua-Barbuda-Flagge laufende Containerfrachter "Delphinus", 5730 BRZ (IMO-Nr.: 9137844), der GRS Rohden Shipping GmbH & Co. KG in Hamburg erlitt am 20.2. im Yucatan Channel auf der Fahrt von Santo Tomas de Castilla, Guatemala, nach Port Everglades in Florida Maschinenschaden. Am 24.2. ankerte der Frachter 35 Meilen vor der Westspitze von Kuba.
Ein Bergungsschlepper ging auf Standby, während die Crew versuchte, den Schaden zu beheben. Nach dem Ansteuern von Port Everglades, was in den kommenden ein bis zwei Tagen erfolgen sollte, würde eine Inspektion durch die zuständigen Behörden stattfinden.
Die „Delphinus” ist 121 .Meter lang, 20 Meter breit, hat 5,5 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 5,730 Tonnen. Sie wurde 1997 bei der Torgem Shipbuilding Industry and Trade in der Türkei erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter bei Spratley auf Grund gelaufen
(25.02.16) Der vietnamesische Frachter "Quang Dinh 36", 999 BRZ (IMO-Nr.:9511193 ), lif am 252. um 01.30 Uhr in den Gewässern von Spratley in der Südchinesischen See auf dem Weg nach Vung Tau auf Grund. Dabei wurde der Rumpf aufgerissen, und es kam zu Wassereinbruch. Ein Schiff der vietnamesischen Marine wurde in Marsch gesetzt, der achtköpfigen Crew zu assistieren.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre bei Penghu gestrandet
(25.02.16) Das chinesische Kombischiff “Yun Hai”, 8575 BRZ (MMSI-Nr.: 542213110), lief am 25.2. gegen ein Uhr rund 4,6 Meilen südöstlich der Insel Penghu in der Straße von Taiwan ins stürmischer See auf Grund. Die 11-köpfige indonesische Crew wurde von der Coastguard mit einem Helikopter abgeborgen. Die Fähre hatte 145 Tonnen Bunkeröl an Bord. Sie war auf der Überführungsfahrt von Fuzhou in China nach Indonesien havariert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Keine Bergung der Allicat in Sicht
(25.02.16) Zwei Wochen, nachdem die US Coast Guard die zweiköpfige Crew des gekenterten, 41 Fuß langen Garnelenkutters “Allicat” rettete, lag das Wrack weiterhin in Snow's Cut auf Grund. Das Army Corps of Engineers sah keine Gefahr für die Schifffahrt durch den Kutter, und so gab es keinen Ansatz, von dessen Seite einzuschreiten. Trümmer trieben unterdessen ans Ufer und bildeten dort einen Treigutsaum. Das Schiff wurde somit zu einem von rund 1000 aufgegebenen Wasserfahrzeugen in den Gewässern von North Carolina
Quelle:Tim Schwabedissen



Wrackteile nach 166 Jahren wieder am Tageslicht
(25.02.16) Im Rahmen eines Dammbaus auf dem Buckeye Lake in Ohio traten am 21.2. Holztrümmer zutage, bei denen es sich um Reste des 50 Fuß langen Kanalboots “Black Diamond” handeln dürfte, das 1850 dort sank, nachdem sie gegen Treibgut gelaufen war, als sie Kohle von Newark nach Thornport in Perry County transportierte. Die vierköpfige Crew war seinerzeit gerettet worden, ihr Schiff zerbrach und ging unter.
Die Buckeye Lake Historical Society hatte bereits darauf gehofft, dass die Arbeiter Reste des Wracks finden würden. Am Black Diamond Point, der Stelle, an der sich der Schiffbruch ereignete, wurden sie nebst Teilen von Kohle und alten Flaschen aus dem Schlamm gezogen. Die Ohio History Connection und das Ohio Department of Natural Resources befassten sich nun mit der Frage der Erhaltung der Fragmente.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sechs Tote bei Untergang in Bangladesch
(25.02.16) Seches Menschen kamen ums Leben, nachdem der Frachter „Rahmat Ullah“ am 24.2. auf dem Dhaleshwari River in Narayanganjs Sadar Upazila nach Kollision mit einem Sandfrachter kenterte und sank. Zwei Tote wurden am 25.2. um 12.15 Uhr bei Alirtek Union entdeckt, Feuerwehrtaucher des Narayanganj Fire Service bargen die weiteren Toten. Sie hatten unter Deck geschlafen. Das Schiff war auf dem Weg nach Dhaka gewesen, als es durch eine Windbö vom Kurs abkam.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schlepper “Challenger” Schlepper “Norman O”
(Bild: USCG)   Großbild klick!

Challenger auf letzter Reise
(24.02.16) Am 23.2. erreichte der Schlepper “Challenger” das A.J. Dock in Juneau, nachdem es zuvor den Bergern gelungen war, das Wrack auszupumpen und schwimmfähig zu machen. Zuvor war es in flacheres Wasser auf dem Gastineau Channel verbracht worden, wo es während der Ebbe weiter aus dem Wasser kam. Taucher setzten dann Pumpen an und führten die ganze Nacht lang Reparaturarbeiten am schlammverkrusteten Rumpf durch und dichteten ihn soweit ab, dass er wieder schwimmfähig wurde.
Daraufhin konnte das Hebegeschirr der Kranbarge “Brightwater”, in dessen Stropps er gehangen hatte, abgeriggt werden, und der 20 Meter lange Schlepper “Norman O” (MMSI-Nr.: 367035230) ging längsseits der “Challenger”. Während der Überführung nach Juneau wurde von der Coast Guard Station Juneau eine Sicherheitszone um den Konvoi eingerichtet. Am A. J. Dock sollte der Rumpf als nächstes gereinigt werden und alles verbliebene Öl und sonstige umweltgefährdende Stoffe von Bord kommen.
Die 1944 erbaute “Challenger” sank in September im Gastineau Channel auf der Seite von Douglas Island vor dem Juneau Yacht Club. Die Bergung hatte am 21.2. begonnen. Nach der Dekontaminierung soll das Schiff am Strand von Rock Dump abgebrochen werden. Die Dauer und Kosten dieser Arbeiten sind noch unklar und hängen davon ab, was im Schiffsinnern vorgefunden wird. Bis zu 900.000 Dollar standen aus einem Ölbekämpfungsfond zur Verfügung.
Quelle:Tim Schwabedissen



Abgerissenes Ruderhaus
(Bild: Doris Taylor)   Großbild klick!

Risky Business – Freakwellen rissen Kutterbrücke ab
(24.02.16) Am 23.2. wurde die obere Brücke des Kutters "Risky Business" von einer großen Welle abgerissen, als Skipper Jamie Wescott gerade vom Oregon Inlet auf den Atlantik steuerte. Östlich der Mündung trafen zwei Freakwellen das Schiff, und die sogenannte fliegende Brücke wurde fast vollständig abgerissen. Nur eine Drähte und Rohre verbanden sie noch mit dem Restrumpf.
Dadurch konnte die Crew des Kutters die Brücke am Restrumpf vertäuen und sichern. Die Reparatur wird dennoch rund zwei Wochen dauern. Es handelte sich bei der „Risky Business“ bereits um das dritte Boot, das in den vergangenen Tagen beim Transit ins oder aus dem Oregon Inlet in Schwierigkeiten geriet.
Am 21.2. kollidierte der Charterkutter “Waste Knot” aus der Pirates Cove Marina mit Treibgut 11 Meilen östlich des Oregon Inlet und schlug leck. Während die Crew gerettet werden konnte, trieb der Kutter mit weggesunkenem Heck auf dem Meer und wurde von einem anderen eskortiert in der Hoffnung, ihn bergen zu können. Am selben Tag schlug ein 24 Fuß langer Kutter mit drei Mann an Bord leck. Die Coast Guard assistierte dem Havaristen und lenzte das Wasser, ehe er zur Küste zurückgeschleppt wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Smit beendete Arbeit auf Modern Express
(24.02.16) Smit Salvage hat am 23.2. nach einem finalen Systemcheck gegen Mittag die Arbeit auf dem unter Panama-Flagge laufenden Autofrachter "Modern Express", 33831 BRZ (IMO-Nr.: 9231688), beendet und das Schiff an die Cido Shipping zurückgegeben. Während der vorangegangenen Tage waren große Mengen Wasser aus dem Maschinenraum sowie den Ladedecks 5 und 7 gepumpt worden, die zu der starken Schlagseite beigetragen haben dürften. Die Herkunft des Wassers war aber weiter unklar, denn es gab kein erkennbares Leck an der nun wieder sichtbaren Steuerbordseite.
Der Charterer und der Versicherer P & I Club werden weiter an der Unfallursache zu forschen haben, da ein Übergehen der Ladung z.B. nicht von P & I abgedeckt wird. Ob die Ladung in Bilbao gelöscht wird oder das Schiff als nächstes wie geplant Le Havre ansteuert oder in einer Werft geht, war nun zu entscheiden. Ein Faktor dabei dürfte auch der Zustand der Maschinenanlage sein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bergung der Klipper eine zähe Angelegenheit
(24.02.16) Weiterhin eine zähe Angelegenheit ist die Bergung des deutschen Binnenschiffes "Klipper", 1127 ts (EU-Nr.: 04027690), in Hafenbecken 2 in Kehl. Zwar war das Achterschiff inzwischen sicher im Laderaum der Barge „Beugen“ verstaut, doch am 23.2. sperrte sich nun das Vorschiff gegen die Hebung. Es erwies sich, wie zuvor auch schon die Hecksektion, als zu schwer, um von dem 160-Tonnen-Kran "Hebolift 5" aus dem Wasser gehoben werden zu können.
Deshalb mussten die Berger zunächst Teile des Schanzkleids abschweißen, während das vordere Schiffsteil in den Hebestropps hing, um dessen Gewicht weiter zu reduzieren. Gegen Mittag dann schwebte das Wrackstück ebenfalls in den Laderaum der Barge. Am Nachmittag dann begannen die Vorbereitungen zur Hebung der Mittschiffssektion.
Hier galt es besonders sensibel vorzugehen, handelte es sich doch um jenen Teil des Frachters, der einknickte, als er mit 500 Tonnen Schrott beladen wurde, und so den Untergang verursachte. Die Bruchstelle sollte voraussichtlich am 24.2. von Unfallexperten entsprechend genau unter die Lupe genommen werden, um herauszufinden, warum der Stahl unter dem Gewicht der Ladung nachgab.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ruderloser Tanker nach Minden geschleppt
(24.02.16) Der deutsche Binnentanker "Yggdrasil", 1129 ts (EU-Nr.: 04031470), der am 8.2. auf der Weser bei Nienburg bei einem Wendemanöver seine beiden Ruderblätter unter der Nienburger B-6-Brücke verloren hatte und seither in Nienburg gelegen hatte, wurde am 23.2. mit dem Heck voran von zwei Schleppern, darunter der „Mignon“, über den Fluss nach Minden gezogen. Gegen Mittag erreichte der Konvoi heute gegen Mittag die Weserwerft, wo die „Yggdrasil“ neue Ruderblätter bekommen soll.
Quelle:Tim Schwabedissen



Glückliches Ende viertägiger Rettungsaktion für Trawler vor Grönland
(24.02.16) Mit einem Tag Verspätung wegen schlechten Wetters erreichte der kanadische Trawler "Saputi", 2634 BRZ (IMO-Nr.: 8516809) am Morgen des 24.2. den Hafen von Nuuk. Das dänische Patroullienschiff "Knud Rasmussen", das ihn dorthin eskortiert hatte, warf um 10.30 Uhr vor dem Hafen Anker.
Nach dem Einlaufen konnten die 30 Crewmitglieder des Trawlers, sieben von ihnen aus Nunavut, Landgang machen. Vier von ihnen waren nach dem Eintreffen der „Knud Rasmussen“ am 23.2. auf diese übergesetzt worden, die übrigen 26 hatten geholfen, den am 21.2. im Eis leckgeschlagenen Trawler einzubringen. Von Nuuk aus sollten die Fischer dann die Heimreise antreten und möglicherweise gleich wieder für die kanadischen Eigner geheuert werden.
Die „Saputi“ musste nun zunächst gründlich inspiziert werden, ehe eine Entscheidung getroffen werden kann, ob sie nach Island oder Polen als mögliche Reparaturländer verlegt. In jedem Fall verloren war der Fang, der eine Million Dollar wert gewesen war. Auch der Schaden am Schiff dürfte sich ungefähr in dieser Höhe bewegen. Immerhin hatte die zügige Rettungsaktion, in deren Zuge das JRCC Halifax mit einer HC 130 Hercules vier Lenzpumpen über dem Havaristen abwerfen ließ, diesen vor einem möglichen Totalverlust bewahrt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Einhandsegler bei Schiermonnikoog gestrandet
(24.02.16) Am Morgen des 23.2. strandete die Yacht eines französischen Einhandseglers auf einer Sandbank östlich von Schiermonnikoog unweit von Lauwersoog. Dabei brach der Mast, und das Boot kenterte. Der Tonnenleger "De Waddenzee" von Rijkswaterstaat entdeckte die Yacht auf dem Simonssand zwischen Schiermonikoog und der Rottumerplaat, konnte kein Lebenszeichen ausmachen und alarmierte das Küstenwachzentrum. Daraufhin wurden ein SAR-Helikopter sowie die KNRM-Rettungsboote „Annie Jacoba Visser“ aus Lauwersoog und „Edzard Jacob“ aus Schiermonikoog in Marsch gesetzt.
Ein Rettungsschwimmer wurde vom Hubschrauber aus auf der Yacht abgesetzt und fand den unterkühlten Franzosen an Bord seines Bootes. Er wurde aufgewinscht und nach Eelde geflogen, wo ein Krankenwagen am Flugfeld bereitstand und ihn ins Groninger Krankenhaus brachte. Sein Boot wurde unterdessen durch die "De Waddenzee" geborgen. Der Segler war den Rettern nicht unbekannt. Bereits in der vergangenen Woche war er auf dem Lauwersmeer in Lauwersoog unweit von Pieterburen (Groningen), in Schwierigkeiten geraten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Abgasrohr saugte Wasser an – Kutter fast gesunken
(24.02.16) Am Nachmittag des 23.2. kam das RNLI-Boot aus Walton gegen 13.30 Uhr dem 33 Fuß langen Kutter „Misty Lady“ zu Hilfe. Dieser hatte vor der Küste von Essex, rund fünf Meilen vor der Walton Pier, Wassereinbruch erlitten und sein Skipper einen Notruf abgesetzt. Als die Seenotretter eintrafen, war dieser bereits in eine Rettungsinsel geflüchtet.
Sie nahmen ihn an Bord und pumpten dann sein Schiff aus, das bereits kurz vor dem Wegsacken war, als ein Techniker ein Leck an einem Abgasrohr entdeckte. Es saugte Wasser an, statt Abgas auszulassen. Die Seenotretter brachten das Rohr über die Wasserlinie und schleppten, während sie das Wasser weiter lenzten, den Kutter zur Titchmarsh Marina.Um 16.30 Uhr war der Einsatz beendet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler "Saputi"
(Bild: Handout-Photo)   Großbild klick!

Trawler von Eis aufgerissen
(23.02.16) Der kanadische Trawler "Saputi", 2634 BRZ (IMO-Nr.: 8516809), erlitt am Morgen des 21.2. Wassereinbruch, als er auf Steinbuttfang in der Davis Strait gegen 22 Uhr in ein Eisfeld geriet und der Rumpf aufgerissen wurde. Vier Pumpen wurden von SAR-Kräften aus Kanada und Grönland zu dem Havaristen, der sich 280 Meilen von Iqaluit entfernt befand, geflogen. Das Joint Rescue Coordination Centre in Halifax schickte eine C130 Hercules des 413. Geschwaders in Greenwood, Nova Scotia, sowie den Eisbrecher "Louis St. Laurent" zu Hilfe.
Nachdem die Pumpen von der 15-köpfigen Crew in Gang gesetzt waren, konnte das mit Backbordschlagseite in der See liegende Schiff stabilisiert werden. Am 23.2. erreichte die "Knud Rasmussen" (MMSI-Nr.: 220428000) der dänischen Coast Guard den Havaristen und eskortierte ihn nach Nuuk. Der Konvoi war mit sieben Knoten unterwegs und wurde am Nachmittag dort erwartet. Die „Saputi” ist 63 Meter lang, 13 Meter breit, hat einen Tiefgang von fünf Metern und eine Tragfähigkeit von 750 Tonnen. Sie wurde 1987 bei Vard Langsten in Tomrefjord erbaut und läuft für die kanadische Qikiqtaaluk Fisheries.
Quelle:Tim Schwabedissen



Hybridschlepper "Noordzee"
(Bild: Damen Shipyard)   Großbild klick!

Hybridschlepper hatte Blackout vor Erreichen des neuen Heimathafens
(23.02.16) Der brandneue Hybridschlepper "Noordzee", 294 BRZ (IMO-Nr.: 9705249), der holländischen Marine erlitt am 20.2. auf dem letzten Teil der Überführungsfahrt von der Damen-Werft in Galati nach Den Helder auf Höhe von Callantsoog einen kompletten Blackout. Die Marine schickte ihren Schlepper “Hunte”, der den Havaristen in Richtung Den Helder Schlepp nahm. Auch die „Joke Dijkstra“ der KNRM war vor Ort.
Nach einiger Zeit gelang es der Crew der „Noordzee“, die Maschine wieder zu starten, und das Schiff konnte mit eigener Kraft einlaufen. In der kommenden Woche sollen Arbeiter der Werft alle Mängel, die auf der am 7.12. in Constanta begonnenen Überführungsfahrt auftraten, beseitigen.
Das Schiff ist das erste einer Serie von drei Hybridschlepern des Typs ASD TUG 2810 Hybrid, ist 29 Meter lang und 10 Meter breit. Sie haben einen Pfahlzug von 60 Tonnen und sollen vier konventielle Schlepper ersetzen, die nicht stark genug sind, den neueren Marineschiffe wie die HNLMS “Karel Doorman“, HNLMS „Rotterdam“ oder HNLMS „Johan de Witt“ zu assistieren.
Sie haben zwei Ruder-Propeller-Systeme mit verbesserten Manövriereigenschaften und können sowohl elektrisch wie auch dieselelektrisch fahren. Mitte März und Mitte Juni sollen die „Waddenzee“ und „Zuiderzee“ folgen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wrack des irischen Kutters “Point Reyes”
(Bild: Archana Paladugu)   Großbild klick!

Ikonisches Wrack stand in Flammen
(23.02.16) Die vielfach fotografierte und gemalte Ikone der Tomales Bay in Inverness, das Wrack des irischen Kutters “Point Reyes”, wurde am Morgen des 22.2. durch ein Feuer schwer beschädigt. Um 1.30 Uhr wurde das Inverness Volunteer Fire Department alarmiert, als das pittoreske Wrack im Wattenland hinter dem Inverness Store, wo es seit Menschengedenken liegt, in Flammen stand. Sie wurden von dem National Park Service und der Feuerwehr aus Marin County unterstützt, doch erst gegen vier Uhr konnte das Feuer gelöscht werden.
Den Flammen fiel das gesamte Achterschiff zum Opfer. Das Schiff liegt im Zuständigkeitsbereich des National Park Service, der die Ursache des Feuers untersuchen wird. Bei den Anwohnern herrschten derweil eine Mischung aus Wut und Rätselraten über den Verlust vor. Seit Generationen gehört die „Point Reyes“ zu ihrer Geschichte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Binnenschiff in Zwartsluis
(23.02.16) Am 22.2. um 12.30 Uhr brach im Maschinenraum des holländischen Binnenschiffes "Vincent", 866 ts (EU-Nr.: 02312277), ein Feuer aus. Das Schiff lag zu der Zeit auf Slip zu einer Reparatur auf einer Werft in Zwartsluis. Der Brand entstand durch die Hitzeentwicklung bei Schweißarbeiten.
Die Feuerwehr konnte ihn rasch löschen, doch ein großer Teil des Schiffsinnern war mit dichtem Rauch gefüllt. Dieser wurde anschließend mit Hochdruck-Ventilatoren entlüftet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Masten der „De Trintel“ werden gespendet
(23.02.16) Die beiden Masten des Wracks der “De Trintel” wurden jetzt der Bataviawerft gespendet. Das Schiff wird derzeit im Hafen von Lelystad abgebrochen, nachdem es vor einigen Monaten vom Noordermeer-Deich in Rutten geräumt wurde, weil es die Schifffahrt und die Umwelt gefährdete. Die Masten können bei einem neuen Schiff wieder verwendet werden. Darüber hinaus war wenig Erhaltenswertes übrig.
Quelle:Tim Schwabedissen



Flinter muss für Bergung der Flinterstar zahlen
(23.02.16) Die Reederei Flinter aus Barendrecht muss die Bergung des vor der Küste von Zeebrügge am 6.10.2015 nach Kollision mit der „Al Oraiq“ gesunken Frachters „Flinterstar“ bezahlen. Innerhalb von 10 Wochen muss ein Bergungsvertrag unterschrieben sein. Dies hat das Oberlandesgericht am 22.2. entschieden.
Ansonsten muss Flinter eine Geldstrafe von 300.000 Euro pro Tag, an dem dies nicht erfolgt ist, zahlen. Der belgische Staatssekretär für die Nordsee, Bart Tommelein, wollte die Regierung nicht zahlen lassen und strengte eine Klage an. Anfang Dezember entschied das Handelsgericht in Brügge bereits, dass Flinter für die Räumung zuständig ist.
Flinter hatte aber Berufung eingelegt. Das Gericht gab der Regierung jetzt zum zweiten Mal Recht. Die Kosten für Ölbeseitigung und Bewachung des Wracks lagen darüber hinaus bereits jetzt bei 1,82 Millionen Euro.
Quelle:Tim Schwabedissen



Samskip-Frachter verlor Ladung im Nordatlantik
(23.02.16) Der unter Färöer-Flagge laufende Frachter "Helgafell", 8830 BRZ (IMO-Nr.: 9306017), verlor am 20.2. 10 Container im Nordatlantik, die rasch in der stürmischen See sanken. Andere gingen über und wurden beschädigt. Das MRCC wurde um 14.35 Uhr informiert. Das Schiff war unterwegs von Reykjavik und Vestmannaeyjar nach Immingham.
Es musste nach dem Sturmschaden einen Zwischenstopp in Oyrareingir auf den Färöern einlegen, wo es am 21.2. gegen acht Uhr festmachte und die Crew daran ging, die beschädigten Container zu sichern und die Ladung neu zu stauen. Am 22.2. ging die Reise nach Immingham weiter. Am 23.2. um 17 Uhr wurde der Frachter im Zielhafen erwartet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler treibt vor Okinawa
(23.02.16) Der japanische Trawler “Sagakatsu Maru No. 63”, 122 BRZ (IMO-Nr.: 8952390), erlitt am 23.2. Maschinenschaden rund 950 Meilen östlich von Okinawa. Das 1999 erbaute Schiff trieb auf Position 25 27 N 145 41 O in der Philippinischen See.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter Glückstädter Reeder beging nach Kollision Unfallflucht
(23.02.16) Der unter St. Kitts-Nevis-Flagge laufende Frachter "Olf", 32322 BRZ (IMO-Nr.: 9185401) wurde am 23.2. auf der Reede von Pengerang von der Malaysian Maritime Enforcement Agency (MMEA) beschlagnahmt, nachdem er am 18.2. in eine Kollision mit zwei Tankern in der Straße von Singapur in den Gewässern von Tanjung Ramunia verwickelt war. Er hatte nacheinander die liberianischen Tankern "Tina 7", 892 BRZ (IMO-Nr.: 8815011), und "Straits 3", 749 BRZ (IMO-Nr.: 9115573), die dort 2,7 MEilen vor der Küste ankerten, beim Passieren gerammt und beschädigt.
Die Crew aus Malaysia, Indonesien und Burma an Bord der “Straits 3” blieb ebenso wie die 13 Mann auf der „Tina 7“ unversehrt. Es kam aber durch die entstandenen Schäden zu einer Ölverschmutzung. Die Coast Guard aus Singapur und Indonesien wurde alarmiert und lokalisierte die "Olf “, die nach der Havarie weder gestoppt noch Kontakt aufgenommen hatte.
Sie befand sich mit einer 16-köpfigen Crew aus Indien und Sri Lanka an Bord auf der Fahrt von Hong Kong zu Abbrechern in Alang, wohin sie vor einem Monat verkauft worden war. Die 210 Meter lange und 32 Meter lange einstige "Elbwolf" wurde 1999 erbaut und war für die Reederei Hermann Wulf in Glückstadt gelaufen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Achterschiff der Klipper auf Flugreise in Laderaum einer Barge
(23.02.16) Am 22.2. befand sich das 120 Tonnen schwere Achterschiff der deutschen "Klipper", 1127 ts (EU-Nr.: 04027690), sicher im Laderaum der holländischen Barge "Beugen" (EU-Nr.: 4606890) im Hafen von Kehl und sollte nun von dem Schubschlepper "Matricaria" (EU-Nr.: 2301695) zum Verschrotten nach Holland gebracht werden. Nur noch das Ruderhaus ragte über die Oberkante der Barge hinaus, nachdem das Wrackteil in deren Inneres abgesenkt worden war.
Der 30,25 Meter lange Schwimmkran "Hebolift 5", 433 BRZ (EU-Nr.: 02210992), barg unterdessen auch das Vorschiff der "Klipper". Zuvor hatten die Berger von Hebo Maritiemservice B.V. das Wrack auf dem Hafengrund mit einer Kettensäge in drei Sektionen zerlegt. Dabei galt es die Bruchstelle zu schonen, die noch untersucht werden sollte, um herauszufinden, warum das Binnenschiff beim Beladen mit Schrott auseinanderbrach.
Im ersten Anlauf war es nicht gelungen, das Heck aus dem Hafenbecken zu bekommen, weil die 300 Tonnen Wasser darin zu schwer für den Kran waren. Die gesamte Bergungsarbeit sollte am 24.2. abgeschlossen werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wrack vor San Francisco verliert nach 63 Jahren weiterhin Öl
(23.02.16) In der Monterey Bay wurden in den vergangenen Monaten mehrfach verölte Völge gefunden, die ein spätes Opfer des Untergangs der S.S. “Jacob Luckenbach“ sind, die am 14.6.1953 rund 17 Meilen von San Franciscos Golden Gate auf 180 Fuß Wassertiefe sank. An Bord waren 457,000 Gallonen Bunkeröl, von denen über die Jahre immer etwas auslief, vor allem bei starken Strömungen im Winter, die es an die Oberfläche bringen.
Anfang 2002 war die “Jacob Luckenbach” erstmals in Verbindung gebracht worden mit Ölverschmutzungen, die in der Vergangenheit aufgetreten waren.
Quelle:Tim Schwabedissen



Challenger musste wieder versenkt werden
(23.02.16) Die Arbeiten zur Bergung des Schleppers “Challenger” wurden am 22.2. im Gastineau Channel wieder aufgenommen. Das Schiff, das sich als zu schwer erwiesen hatte, um es aus dem Wasser zu heben, sollte bei Hochwasser in flacheres Gebiet nahe Douglas Island gezogen werden. Bei Niedrigwasser gegen 17 Uhr wurde begonnen, es so weit wie möglich aus den unteren Räumen zu pumpen.
Wenn der Rumpf des 72 Jahre alten Schiffes noch intakt ist, könnte es dann mit der Flut wieder aufgeschwommen und zum Alaska-Juneau Mine Dock zur Reinigung geschleppt werden, ehe es zum Abbrechen zum Strand von Rock Dump geht. Wenn dies nicht gelingt, sollte sie vor Ort verschrottet werden. Am 21.2. hatte die Kranbarge „Brightwater” das Schiff erstmals wieder an die Wasseroberfläche gebracht.
In einem 35-Grad-Winkel erschienen die Aufbauten nach fast einem halben Jahr erstmals wieder am Tageslicht. Es waren kaum Schäden erkennbar, die meisten Fenster waren immer noch intakt. Wegen des Gewichts musste das Wrack dann aber wieder von den Bergern der Global Diving and Salvage auf dem Grund abgesetzt werden.
Die Southeast Underwater Services und SouthEast Alaska Lightering waren ebenfalls vor Ort, um mögliche Verschmutzungen dabei zu bekämpfen. Für die Bergung dürfen bis zu 900,000 Dollar ausgegeben werden. Die “Challenger“ war im September mit bis zu 9,500 Gallonen Öl an Bord gesunken, von denen ein Teil in den folgenden Monaten auslief.
Quelle:Tim Schwabedissen



Autofrachter wieder auf ebenem Kiel
(23.02.16) Der unter Panama-Flagge laufende Autofrachter "Modern Express", 33831 BRZ (IMO-Nr.: 9231688), lag am 22.2. gegen Mittag in Bilbao wieder fast auf ebenem Kiel mit einer Restschlagseite von nur noch fünf Grad. Die Gründe für das plötzliche Überlegen des Schiffes waren weiterhin nicht bekannt.
Der Frachter soll an die European Roro Lines zurückgegeben werden, wenn die Berger von Smit alle Systeme auf Schäden durch die Schlagseite und Verschleppung gründlich technisch untersucht haben. Dann muss die Reederei entscheiden, ob das Schiff die Reise fortsetzen oder zunächst entladen werden soll.
Quelle:Tim Schwabedissen



Heckschaden an der "EDT Hercules"
(Bild: Olaf Kuhnke)   Großbild klick!

Kollision auf dem Nord-Ostsee-Kanal
(22.02.16) Am 20.2. um 11.30 Uhr kollidierte dasunter zyprischer Flagge laugende Offshore-Fahrzeug "EDT Hercules", 4964 BRZ (IMO-Nr.: 9491422), auf dem Nord-Ostsee-Kanal bei Kilometer 49 auf Höhe der Weiche Breiholz mit dem schwedischen Tanker "Prospero", 11793 BRZ (IMO-Nr.: 9212589). Die Havarie ereignete sich, als der von Mukran nach Esbjerg laufende Versorger den Tanker, der unterwegs von Swinemünde nach Rotterdam war, überholen wollte. Dabei geriet er gegen dessen Backbord-Vorschiff und schrammte daran entlang.
Anschließend drohte er vor den Bug des Tankers zu geraten, dem es aber gelang, rechtzeitig aufzustoppen. Am Tanker wurden Relings verbogen, und er trug einen 10 Zentimeter langen Riss an Deck davon. Er machte nach der Havarie gegen 15.30 Uhr in Brunsbüttel an den Marinedalben Nord fest. Einen Tag später durfte er die Reise fortsetzen und wurde am 22.2. gegen Mittag in Rotterdam erwartet.
Schaden an der “Prospero”
(Bild: )   Großbild klick!
Schuld an der Havarie war offenbar eine Windbö gewesen, die die „EDT Hercules“ beim Warten auf den Gegenverkehr erfasst hatte. Sie ging nach dem Unfall an die Bahnhofsdalben in Brunsbüttel, lief am folgenden Tag gegen Mittag weiter und machte am 22.11. gegen sieben Uhr im Zielhafen fest.
Die “Prospero” ist 146 Meter lang, 22,02 Meter breit, hat einen Tiefgang von 9,79 Metern und eine Tragfähigkeit von 18119 Tonnen. Sie läuft für die Brostrom AB in Göteborg und wurde 2000 bei der Shanghai Edward Shipbuilding Co. Ltd. erbaut.
Die “EDT Hercules” hat eine Tragfähigkeit von 4540 Tonnen, eine Länge von 140 Metern, eine Breite von 44 Metern und einen Tiefgang von 5,7 Metern. Sie entstand 2013 bei Izar Sevilla für das EDT Shipmanagement in Limassol.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wrackteil der „Hugo Boss“
(Bild: Roger Rius)   Großbild klick!

Hugo Boss 10 Jahre nach Schiffbruch in Patagonien entdeckt
(22.02.16) Der Natur-Fotograf Roger Rovira Rius entdeckte bei einer Kajak-Expedition im Westen Patagoniens die Überreste von Alex Thomsons erster „Hugo Boss“. Er hatte das 60 Fuß lange Boot 2006 beim Velux 5 Oceans Race 1000 Meilen südlich von Kapstadt aufgeben müssen, nachdem im Sturm die Kiel-Ramme gebrochen war. Die Finne mit der Bombe neigte sich nach der Havarie unkontrolliert nach Lee, das Schiff kenterte daraufhin und war nicht mehr aufzurichten.
Der Einhandsegler Golding, der sich mit seiner „D’Ecover“ im Zweikampf mit Thomson um Platz zwei bei befunden hatte, rettete ihn bei hohem Wellengang. Kurz danach brach auf Goldings Yacht der obere Teil des Mastes. Die beiden erreichten unter Notrigg nach Kapstadt. Die „Hugo Boss“ blieb seither verschwunden.
Wie man dank des Funds nun weiß, trieb sie rund 20.000 Meilen über den Indischen Ozean von Höhe des afrikanischen Kontinents bis nach Chile. Das Team von Thomson wollte die lokalen Behörden kontaktieren, um zu überlegen, wie man bei der Bergung des Wracks helfen könne. Das Vorschiff lag gut erhalten mit noch lesbarem Namenszug in einem Flachwasserbereich und war über die Jahre mit Ufervegetation bewachsen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schlepper “Challenger” wird gehoben
(Bild: USCG)   Großbild klick!

Bergung der Challenger ist angelaufen
(22.02.16) Die Hebung des amerikanischen Schleppers “Challenger” im Gastineau Channel in Juneau begann mit einem Schwimmkran am 21.2. Der Brightwater-Kran passierte am Abend des 19.2. die Juneau Douglas Bridge und wurde dann aufgeriggt. Die Berger der Global Diving and Salvage, Inc brachten vier Hebestropps an einem Heberahmen an, über den das Gewicht des Wracks verteilt wurde.
An der Untergangsstelle wurde eine Ölsperre ausgelegt, um sensible Gebiete wie das Mendenhall Wetlands Refuge und Douglas Island Pink zu schützen, falls Öl auslaufen sollte. Experten des U.S. Department of Agriculture überwachten die Arbeiten. Inzwischen befand sich das Wrack teilweise wieder über Wasser. Es sollte nach dem Auspumpen zum AJ Dock zur Reinigung gebracht werden.
Diese Arbeiten verzögerten sich aber während des Anhebens. Deshalb wurde die Bergung während der Nachtstunden unterbrochen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schlepper “Miss Katie”
(Bild: USCG)   Großbild klick!

Schleppzug vor Absacon Inlet gestrandet
(22.02.16) Der amerikanische Schlepper “Miss Katie”, 145 BRZ (IMO-Nr.: 8987307), erlitt am 20.2. Maschinenausfall am Südende von Brigantine Beach in New Jersey, als er mit einer 135 Fuß langen Barge zum Great Egg Harbor Inlet unterwegs war. Die Barge transportierte Baumaterial, darunter einen großen Kran. Der Schleppzug kam an der Nordmole des Absecon Inlet fest. Der 86 Fuß lange Schlepper der Marquette Transportation Company trieb um 4:30 Uhr nördlich der Mole auf den Strand, die Barge südlich davon.
Personal der Coast Guard Station Atlantic City begab sich zur Strandungsstelle. Die Bergung musste wegen stürmsichen Wetters zunächst verschoben werden. Die vierköpfige Crew blieb nach der Havarie an Bord. Die Coast Guard’s Atlantic City und Delaware Bay barg beide Fahrzeuge nach Wetterbesserung am 21.2.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kollision auf dem Main-Donau-Kanal
(Datum) Bei Dunkelheit und Regen kollidierte am Abend des 20.2. ein 67 Meter langes rumänisches Binnenschiff mit dem 135 Meter langen niederländischen Binnenschiff "Othello", 3917 ts (EU-Nr.: 02332309), auf dem Main-Donau-Kanal zwischen den Schleusen Forchheim und Strullendorf. Dabei entstand ein Sachschaden von rund 100.000 Euro. Der Rumäne hatte 854 Tonnen Ammoniumnitrat, der Holländer 2200 Tonnen Sojaschrot geladen.
Der Schiffsführer aus den Niederlanden war in Richtung Forchheim unterwegs. Er ortete über seine Radargeräte das entgegenkommende Schiff bereits in drei Kilometern Entfernung und änderte deshalb ordnungsgemäß seinen Kurs und seine Geschwindigkeit für die Begegnung im Bereich der Straßenbrücke von Hirschaid. Als die beiden Schiffe noch etwa 150 Meter entfernt waren, änderte der rumänische Schiffsführer aus bislang nicht bekannten Gründen seine Fahrtrichtung nach Backbord. Trotz eines Notmanövers seitens der 2Othello“ kam es zur Kollision, wobei die Bugs beider Schiffe erheblich über der Wasserlinie eingedrückt wurden.
Danach geriet das rumänische Frachtschiff noch auf das Ostufer der Bundeswasserstraße und schlug quer. Die Bamberger Wasserschutzpolizei nahm Ermittlungen zum Zusammenstoß auf. Zur Überprüfung der Ruderanlage wurde von Wasser- und Schifffahrtsamt gegen die Besatzung des rumänischen Frachters ein Weiterfahrverbot ausgesprochen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Achterschiff der Klipper gehoben
(22.02.16) Am 20.2. gelang es, das Achterschiff des Binnenschiffes „Klipper“ in Kehl zu heben. Der Rest des Wracks soll in dieser Woche folgen. Das Heck war am Vortag mit einer 20 Zentimeter dicken Eisenkette abgetrennt worden. Der Schwimmkran „Hebolift 5“ zog die Eisenschlaufe hin und her, bis der Rumpf durchtrennt war. Das Heck mit rund 120 Tonnen Gewicht war mit zusätzlichen 300 Tonnen Wasser war aber zu schwer zum Heben.
Erst nach dem Leichtern des restlichen Kraftstoffs kam es aus dem Wasser, doch der starke Wind ließ es so stark schwanken, dass es zunächst nicht an Bord des Leichters gehievt werden konnte. Erst gegen 16 Uhr gelang der niederländischen Firma Hebo Maritiemservice mit Sitz in Duisburg die Verladung, nachdem ein Schubschlepper den Bergungsponton neben das Wrack gebracht hatte. Das Wrack der "Klipper" soll in den Niederlanden verschrottet werden. Als nächstes sollte die Sektion mit dem Laderaum abgetrennt werden, und wenn alles nach Plan geht, ist das Schiff am 24.2. geräumt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker nach Maschinenausfall nach Brest eingeschleppt
(22.02.16) Am 20.2. um 5:37 Uhr erlitt der unter Malta-Flagge laufende Tanker "Besiktas Orient", 2974 BRZ (IMO-Nr.: 9517446), unbeladen von Great Yarmouth kommend Maschinenausfall auf der Fahrt nach Saint Nazaire. Während die Crew versuchte, den Schaden zu reparieren, trieb der Havarist bei Westwind von 50 km/h in der See. Als es sich 35 Meilen westlich von Pointe du Raz befand, wurde das CROSS Corsen alarmiert.
Um 14 Uhr wurde der Anker geworfen, als sich das Schiff 24 Meilen westlich von Pointe du Raz befand, um die Drift zu verlangsamen. Doch der Anker schleifte, und die Drift ging in östliche Richtung weiter. Gegen 16 Uhr wurde der Eigner angewiesen, die Gefahr bis 19 Uhr abzuwenden.
Um 16:10 Uhr zeichnete er einen Bergungskontrakt mit Abeille International mit dem Ziel, das Schiff nach Brest einzuschleppen. Die "Abeille Bourbon“ lief um 17:10 Uhr aus Camaret aus und hatte den Tanker um 7:50 Uhr auf dem Haken. Der Konvoi traf in der Nacht in Brest ein und machte am 21.1. um 1:45 Uhr beim CIB Brest Shipyard fest. Die “Besiktas Orient” ist 98 Meter lang, 14 Meter breit, hat vier Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 4,127 Tonnen. Der Produktentanker wurde 2009 beim Besiktas Shipyard in Altinova für die türkische Besiktas Group erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Abbruchtanker in Veracruz
(22.02.16) Am Morgen des 20.2. brach auf dem mexikanischen Tanker “Nuevo Pemex IV", 26308 BRZ (IMO-Nr.:8308240), bei Abbrucharbeiten im Naval Ship Yard in Veracruz ein Feuer aus. Das Personal des TNG, das an Bord tätig war, wurde evakuiert. Wahrscheinlich hatten Schweißfunken Ölreste in Brand gesetzt. Die Feuerwehr konnte das Feuer unter Kontrolle bringen und ließ die Ölabfälle dann abbrennen. Es kam währenddessen zu starker Rauchentwicklung im Hafen.
Die “Nuevo Pemex IV“ ist 202 Meter lang, 28 Meter breit, hat neun Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 45,705 Tonnen. Sie wurde 1989 bei den Astilleros Unidos de Vedacruz in Mexiko erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter vor Da Nang nach Wassereinbruch aufgegeben
(22.02.16) Der vietnamesische Frachter "Ha Tien 1", 5555 BRZ (IMO-Nr.: 8603236), funkte am 20.2. um 18.30 Uhr nach Wassereinbruch im Maschinenraum in stürmischer See auf Position 16 39 N 107 56 O, rund 38 Meilen nördlich von Da Nang in der Südchinesischen See Notrufe. Da er zu sinken drohte, ging die 20-köpfige Crew in Rettungsinseln und wurde von einem Rettungsschiff, das um 21.55 Uhr eintraf, unversehrt gerettet. Die Schiffbrüchigen wurden nach Da Nang gebracht. Versuche, dem Schiff zu assistieren, wurden durch das schlechte Wetter behindert.
Die “Ha Tien 1” ist 98 Meter lang, 19 Meter breit, hat fünf Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 7,018 DTonnen. Sie entstand 1986 bei Shin Kochi Jyuko in Kochi, Japan. Eigner des Schiffes ist die vietnamesische Vinaship Company.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter im Kaspischen Meer gestrandet
(22.02.16) Der russische Frachter "Port Olya 3", 4878 BRZ (IMO-Nr.: 9481910), lief am Abend des 18.1. im Kaspischen Meer auf Position 45 02 N 047 42 O auf dem Wolga-Kaspischen Seekanal auf Grund. Das mit 495 Tonnen Mühlenkuchen beladene Schiff war unterwegs von Olya auf der Wolga in den Iran. Es saß am 22.2. immer noch auf Grund.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motoryacht kam auf der Lek fest
(22.02.16) Auf der Lek geriet am 21.2. eine Motoryacht in Schwierigkeiten, als sie die Marina von Lekkerkerk ansteuern wollte. Wegen starken Windes wurde sie an einem unbefestigten Uferbereich gedrückt und konnte den Hafen nicht erreichen. Nachdem das Boot durch eine Leine im Propeller dann manövrierunfähig wurde, rief der Skipper die Feuerwehr zu Hilfe. Diese versuchte, das Schiff mit Leinen zu sichern, während das Löschboot aus Schoonhoven und eines der Hafenpolizei von Rotterdam anrückten.
Als diese eintrafen, lag die Motoryacht aber bei ablaufendem Wasser fest auf Grund, deshalb konnte sie nicht abgeschleppt werden. Nun sollte eine Bergungsfirma am 22.2. bei ausreichendem Wasserstand das Boot wieder befreien.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kogge unter Dach und Fach gebracht
(22.02.16) Die aus der IJssel bei Kampen gehobene mittelalterliche Hansekogge wurde nun in Lelystad unter Dach und Fach gebracht. Der Metallkäfig, in dem das Wrack transportiert worden war, wurde von einem Schwertransporter in die Konservierungsstation gefahren, wo es nun geschützt ist und genauer aus seinen Zustand hin untersucht und dann getrocknet werden kann. Die Inspektion soll bis Juni dauern, die Konservierung drei Jahre.
Am 22.2. sollte die Außenwand der Station entfernt werden, sodass die Kogge von außen sichtbar ist. Mindestens bis zum 1.4. wird die Station allerdings nicht für die Öffentlichkeit zugänglich sein. Erst muss die Luftfeuchtigkeit stabil sein, danach sollen Führungen in begrenztem Umfang durchgeführt werden, und die Arbeiten an der Kogge können von außen verfolgt werden. Sie werden von der Batavia-Stiftung durchgeführt.
Quelle:Tim Schwabedissen



27 Kutter vor Indonesien versenkt
(22.02.16) Vor Indonesien wurden am 22.2. nicht weniger als 27 beschlagnahmte Kutter auf Regierungsweisung versenkt, um ein weiteres Zeichen gegen illegalen Fischfang zu setzen. Die Schiffe stammten von den Philippinen, aus Vietnam, Malaysia und Myanmar, vier weitere aus Indonesien selbst – bei ihnen hatte die notwendige Dokumentation bei Kontrollen gefehlt. Sie wurden an fünf verschiedenen Positionen gesprengt oder versenkt. Die Kutter waren zuvor in dem über 17000 Inseln umfassenden Archipel aufgebracht worden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Torpedofangboot „Roland“
(Bild: U.L. Momo)   Großbild klick!

Gesunkenes einstiges Torpedofangboot in Esensham geräumt
(20.02.16) Das zum Freizeitschiff umgebaute einstige Torpedofangboot „Roland“ wurde in den vergangenen Tagen an seinem Langzeit-Liegeplatz in Kleinensiel aus dem Schlamm des Esenshammer Sieltiefs geräumt. Am 17.2. wurde die Arbeit beendet. Der Eigner nach langer Krankheit verstorben, und weil niemand das Erbe antrat, schritten das Wasser- und Schifffahrtsamt Bremerhaven (WSA) und der Landkreis Wesermarsch ein. Die Kreisverwaltung pumpte die Betriebsstoffe ab, dann beauftragte das WSA eine Bergungsfirma aus Haren an der Ems mit der Räumung des Wracks.
Die Arbeiten begannen vor zweieinhalb Wochen, und am 15.2. wurde mit einem 120-Tonnen-Kran die acht Tonnen schweren Maschine aus dem Schlamm gehievt.Aals Ganzes ließ sich das marode Boot nicht mehr bergen, deshalb musste es in Einzelteile zerlegt und von einem Bagger aus dem Wasser geholt werden. Vor etwa zwei Jahren war die „Roland“ gesunken und steckte 1,5 Meter tief im Schlamm.
Die 22 Meter lange „Roland“ war ursprünglich ein Torpedofangboot gewesen, mit dem nach dem 2. Weltkrieg in Seeminen und andere Sprengkörper geborgen wurden. Sie hatte einen Rumpf aus Holz und Aufbauten aus Aluminium. Später wurde sie in ein Freizeitboot umgebaut, mit dem der Eigner von Kleinensiel aus auf der Weser unterwegs war.
Am 17.02.2014 war es dann zu einem Öleinsatz auf der Weser gekommen, als das Boot volllief. Rund 20 THW-Helfer fingen im ehemaligen Hafen von Kleinensiel austretendes Öl aus Löchern in der Außenwand des alten Schiffes auf.
Die Einsatzkräfte grenzten in dem niedersächsischen Dorf die Ölfläche mit Sorbentschläuchen ein, die eine weitere Verbreitung der Flüssigkeit verhinderten und gleichzeitig das Öl aufsaugten. Die Ölspezialisten wurden hinzugerufen, nachdem THW-Kräfte bei Pumparbeiten die Öllecks entdeckten. Sie waren im Einsatz, um das vollgelaufene Schiffswrack vor dem Sinken zu bewahren.
Quelle:Tim Schwabedissen



Binnenschiffe "Klipper"
(Bild: Martin Egg)   Großbild klick!

Komplikationen bei Bergungsarbeiten in Kehl
(20.02.16) Die Bergung des deutschen Binnenschiffes "Klipper", 1127 ts (EU-Nr.: 04027690), durch den Schwimmkran „Hebolift 5“ der holländischen Firma Hebomaritiem verzögerte sich. Nachdem am 19.2. zunächst das Achterschiff angehoben worden war, lief soviel Wasser nach, dass das Gewicht zu groß war, um es ganz zu heben. Es musste wieder auf dem Hafengrund von Becken 2 in Kehl abgesetzt werden. Am Abend und folgenden Morgen wurden die Bergungsvorbereitungen fortgesetzt.
Dabei wurden auch weitere 12 Tonnen Öl abgepumpt. Doch dann machte stürmischer Wind den Bergern einen Strich durch die Rechnung. Wieder bekamen sie das Schiffsteil mit den Aufbauten nicht aus dem Wasser. Sie hofften nun, am 21.2. diese erste von insgesamt drei Sektionen heben zu können. Die gesamte Aktion soll bis Mitte kommender Woche dauern. Die Reste der „Klipper“ werden dann auf Pontons zum Abwracken abtransportiert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gesunkener Kutter landete wenige Meter von Gaspipeline entfernt auf dem Meeresgrund
(20.02.16) Die UK Coastguard hat am 19.2. eine 500 Meter weite Sperrzone um den 16 Meter langen Krabbenkutter „Majestic – JF 678“, 51 BRZ, eingerichtet, der am 21.1. vor der Insel Yell sank. Das Schiff wurde nur wenige Meter von einer Gaspipeline enfernt auf dem Meeresgrund nördlich der Shetland-Insel liegend entdeckt.
Ein ROV der Firma Oceaneering fand es direkt neben der BP’s Magnus EOR Pipeline, die Gas von den West-Shetland ins Magnusfeld in der Nordsee führt. Um das Wrack wurden Sandsäcke abgelegt, um die Pipeline zu schützen. BP, die Schiffsversicherung, Marine Scotland und das Department of Energy and Climate Change arbeiteten gemeinsam an der Sicherheit der Gasleitung.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schubschlepper auf Paraná-River gesunken
(20.02.16) Der unter Paraguay-Flagge laufende Schubschlepper "Cavalier III", 451 BRZ (IMO-Nr.: 8950811), der mit einem Schubverband Sojabohnen nach Argentinien transportiert hatte, sank am 19.2. in argentinischen Gewässern zwischen Goya und Bella Vista in Corrientes. Gegen 14:30 Uhr geriet das 42 Meter lange Schiff auf dem Rückweg von Goya nach Encarnación, bei Kilometer 1.002 auf dem Paraná Fluss in einen starker Sturm mit Gewittern und erlitt Wassereinbruch.
Das Schiff sackte daraufhin nach achtern weg und lag noch teilweise über Wasser, befand sich aber in einer tiefen Wasserzone, sodass erwartet wurde, dass er in den nächsten Stunden vollständig untergehen werde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Mongolische Fähre auf Grund gelaufen
(20.02.16) Die mongolische Fähre "Lady Mary Joy 1", 488 BRZ (IMO-Nr.: 9088081), lief am Abend des 18.2. nahe Pampat Point auf Bongao Island in der Sulu-See auf Grund. Es hatte 307 Passagiere und 38 Crewmitglieder an Bord und war unterwegs von Zamboanga auf Mindanao Island nach Bongao. Alle Fahrgäste wurden an Land gebracht. Das Schiff saß am 20.2. noch fest.
Quelle:Tim Schwabedissen



Pannkokenschip drohte schon wieder zu sinken
(20.02.16) Das holländische Restaurantschiff „Het Schip“, 1743 BRZ (EU-Nr.: 02318529), drohte in der Nacht zum 18.2. am Südkai in Beverwijk zu sinken. Durch ein Leck drang Wasser ein, und als die alarmierte Feuerwehr eintraf, stand es bereits 1,5 Meter hoch im unteren Deck. Es gelang, das Wasser mit Pumpen zu lenzen, nicht aber, das Leck abzudichten. Ein Versuch mit Holzbohlen schlug fehl, und ein Schweißer kam nicht an die Leckage im Achterschiff heran.
Deshalb half vorerst nur Weiterpumpen, um ein Sinken auf dem zwei Meter tiefen Hafengrund zu verhindern. Vor Ort waren 15 Einsatzkräfte mit zwei Pumpen. Das Leck könnte von Rostfraß herrühren. Bereits am 5.11.2015 war es zu einem Wassereinbruch auf dem „Pannkokenschip“ gekommen. Es war 1913 bei Meijer in Beneden-Leeuwen als "Thyssen 17" für die A. Thyssen GmbH & Co KG in Hamburg als Binnenschiff erbaut worden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Rätsel um Reparaturort der Le Boréal gelüftet
(20.02.16) Der chinesische Schwergutfrachter "Kang Sheng Kou", der das französische Kreuzfahrtschiff "Le Boréal", 10944 BRZ (IMO-Nr.: 9502506), auf seinem Deck von Chile nach Europa gebracht hat, erreichte am Abend des 18.1. den Hafen von Genua. Hier sollen die Brandschäden auf der on "Le Boréal" bei der Fincantieri Werft in Ancona beseitigt werden. Die Arbeit soll 12 Wochen dauern. Fincantieri hat dafür eigens ein Schwimmdock gechartert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wrack in Husum erbauten Frachters vor Angola geräumt
(20.02.16) Das Wrack des unter Panama-Flagge registrierten Frachters "Saloos", 6950 BRZ (IMO-Nr.: 8303185), der am 15. Mai 2014 auf der Reede von Cabinda in Angola mit 155 Containern gekentert war, wurde jetzt von Koole Mammoet geräumt. Nach dem Untergang hatte sich die Ladung des Schiffes in einem Umfeld von 60 Quadratkilometern verstreut, etliche Boxen waren am Strand angetrieben.
2015 wurde Koole Mammoet Salvage mit der Bergung beauftragt und barg alle von ihr lokalisierten Container und Trümmer. Zwei Schlepper und vier Bargen mit 24 Kettenzügen, mehreren Kränen mit einer Hebekraft zwischen 200 und 500 Tonnen und weitere Ausrüstung wurden dann nach Angola gebracht.
Die Kettenzüge wurden unter dem Rumpf ausgelegt und das Schiff dann stückweise abgeräumt. Am17.2. endete die Arbeit und damit die Existenz des 1983 auf der Husumer Schiffswerft als „Callisto“ erbauten Frachters.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Binnenschiff in Duisburg
(20.02.16) Am 19.2. um 5.50 Uhr wurde die Feuerwehr in Duisburg zu einem Brand im Maschinenraum des deutschen Binnenschiffes "Laura", 1144 ts (EU-Nr.: 4011240), auf dem Rhein bei Flusskilomter 779,5 nahe Duisburg-Homberg alarmiert. Bei ihrem Eintreffen hatte das Schiff auf Höhe der Chemiefirma Sachlebenm geankert, und dichter Rauch stieg aus dem Achterschiff.
Ein Löschboot konnte den Brand löschen, und Feuerwehrmänner drangen danach in den Maschinenraum vor, um sicherzustellen, dass das Feuer aus war. Die dreiköpfige Crew blieb unversehrt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre lief in Dragsvik auf Grund
(19.02.16) Die norwegische Fähre "Lærdal", 1264 BRZ (IMO-Nr.: 9151565), erlitt beim Anlegen in Dragsvik am 20.2. gegen neun Uhr technische Probleme. Das Schiff, das auf der Route Dragsvik-Hella-Vangsnes in Sogn läuft, schwang herum und kam am Ufer fest. Es hatte immerhin nur noch langsame Fahrt gehabt. Eine zweite Fähre der Linie konnte den Havaristen gegen 11 Uhr freischleppen. Die beiden Passagiere und fünf Crewmitglieder blieben unversehrt. Das Schiff machte dann in Dragsvik fest, wo Fährbetreiber Fjord1 eine Untersuchung mit Tauchern veranlasste.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter “Persistent”
(Bild: Express Diving)   Großbild klick!

Gesunkener Kutter nach über zwei Monaten gehoben
(19.02.16) Der Rumpf war schlammverkrustet, der Mast stand schief, und ein bisschen Schlagseite hatte er noch: Der 67 Fuß lange Kutter “Persistent”, der am 6.12.2015 in der Westport Marina in Port of Grays an der Schwimmpier 11 gekentert und gesunken war, wurde jetzt von der Firma Express Diving wieder an die Wasseroberfläche geholt. Die Brumfield Construction wurde mit der Entsorgung beauftragt.
An Bord waren auch 250 Gallonen Diesel und 15 Gallonen Öl gewesen. Die Kosten der Bergung betrugen insgesamt rund 60000 Dollar. Der Eigner, der erst kurz zuvor einen Kredit für den Einbau einer neuen Maschine aufgenommen hatte, konnte die Bergung nicht finanzieren und gab sein zudem unversichertes Holzschiff deshalb auf, sodass die öffentliche Hand einspringen musste. Das Wrack wurde nach der Hebung in der vergangenen Woche am 17.2. zunächst an der Bootsrampe im Hafen festgemacht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Cadiz: Schiff drohte in Algericas zu sinken
(19.02.16) Die Feuerwehr von Park Algeciras konnte am Morgen des 18.2. den vollständigen Untergang eines Fahrzeugs am Kühlschiffkai des Hafens in Cadiz verhindern, das in den Nachtstunden starken Wassereinbruch erlitten hatte. Sie wurde um 4.55 Uhr alarmiert und brauchte mit fünf Einsatzfahrzeugen insgesamt drei Stunden, die Lage unter Kontrolle zu bekommen. Das Fahrzeug lag bei ihrem Eintreffen zwischen anderen Schiffen halb unter Wasser auf der Seite. Mit drei Pumpen wurde es gelenzt und war um kurz nach acht Uhr so weit stabilisiert, dass es nicht mehr zu sinken drohte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kanalboot “One Old Peculier” auf dem Weg zur Werft
(Bild: Environment Agency)   Großbild klick!

Großzügige Hilfe für Kanalbootbewohner nach mutwilliger Versenkung seines Schiffes
(19.02.16) Am 18.2. wurde nach Wochen des Planens, Drückens und Ziehens das Wrack des Kanalbootes “One Old Peculier” endlich aus der Themse geborgen und auf einem Tieflader zu einer Werft in Eyinsham abtransportiert. Am Morgen hatte Personal der Environment Agency (EA) damit begonnen, es mit einem Kran vom Uferpfad zu ziehen. Eigner John Simmons konnte kaum erwarten, endlich zurück an Bord zu kommen.
Nach dem Unglück hatten Anwohner in Oxford dem am Asperger-Syndrom leidenden Mann unter die Arme gegriffen. Bei einer Spendenaktion waren 27000 Pfund zusammen gekommen. Er hatte das Boot nur einmal zum Essen verlassen, und bei seiner Rückkehr war das Unglück geschehen:
Der 60000 Pfund werte 25-Tonner war gemeinsam mit einem anderen Boot am 1.2. von Unbekannten losgeworfen worden und gegen die Botley Bridge in Oxford getrieben, wo er sank. Versuche der EA, es auszupumpen und mit einem Traktor an Land zu bekommen, waren fehlgeschlagen. Es hatte sich 45 Grad auf die Seite gelegt, wodurch sich das eingedrungene Wasser mit Diesel vermischte, was zu weiteren Problemen beim Lenzen geführt hatte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ijsselkogge wird während des Transports bewässert
(Bild: ArcheoProjecten)   Großbild klick!

Kanonenschüsse begrüßten Ijsselkogge in Lelystad
(19.02.16) Am 18.2. erreichte der holländische Schubschlepper „Catharina V“ (MMSI-Nr.: 244650935) mit dem Ponton von Hebemaritiem, auf dessen Deck sich das Wrack der IJsselkogge befand, den Hafen von Lelystad. Gegen 10 Uhr passierte der Schubverband die Ketelbrücke.
Um 10.45 Uhr schossen die Bürgermeister von Kampen und Lelystad zur Begrüßung Kanonen ab, und gegen 11 Uhr erreichte er die Houtribschleuse. Nach dem Festmachen in Lelystad wurde der 20 Meter lange, fragile Rumpf von Kränen vorsichtig auf den Kai gehoben und von einem Tieflader in die Konservierungsstation des Museums Nieuw Land in Batavialand abtransportiert. Hier wird in den kommenden drei Jahren während der Trocknung des Holzes die neue Heimat sein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schlagseite der Modern Express um die Hälfte reduziert
(19.02.16) Die Schlagseite des unter Panama-Flagge laufenden Autocarriers "Modern Express", 33831 BRZ (IMO-Nr.: 9231688), konnte in Bilbao in den vergangenen Tagen von 51 ° auf nur noch 26 ° reduziert werden. Die Arbeiten hatten begonnen, nachdem das Schiff mit voller Länge am Kai AZ 2 festgemacht war und die Sicherheitsbedingungen den Einsatz der Berger von Smit Salvage an Bord zuließen.
Unterstützung erhielten sie dabei durch die Koninklijke Roeiers Vereeniging Eendracht (KRVE) mit deren neuartigem ShoreTension System. Während sechs dieser Zugsysteme die "Modern Express" auf Position hielten, absorbierten sie auch deren Bewegungen und kompensierten den Druck auf die Trossen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schlepper vor Boston auseinandergebrochen
(19.02.16) Die US Coast Guard hielt die Sicherheitszone im Nordfahrwasser von Boston am 18.2. weiter aufrecht, zwei Tage nachdem der Schubschlepper "Emily Anne" östlich von Deer Island am Morgen des 16.2. gesunken war. Die Passage von Schiffen mit großem Tiefgang blieb untersagt.
Der Verkehr sollte eingeschränkt bleiben, bis die Untersuchungen des Fahrwassers abgeschlossen wurden und klar ist, dass es keine Hindernisse gibt. Taucher hatten inzwischen festgestellt, dass die "Emily Anne" auseinandergebrochen zu sein schien.
Quelle:Tim Schwabedissen



Rendsburger Schwebefähre freigegeben
(19.02.16) Die Rendsburger Schwebefähre soll noch in diesem Jahr wieder den Betrieb aufnehmen soll. Das Bundesverkehrsministerium war sehr optimistisch, eine Lösung zu finden. Völlig überraschend hob die Staatsanwaltschaft die Beschlagnahme der Schwebefähre am Nachmittag des 18.2. komplett auf. Damit hat das Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) freie Hand und bereitete die Demontage des Wracks vor.
Nachdem sie die volle Verfügungsgewalt über die Fähre erhielt, können Firmen, die Angebote für die Demontage abgeben wollen, nun vorbehaltlos kommen. Ob die Fähre noch im März abgehängt und zur weiteren Untersuchung auf den nahe gelegenen Bauhof gebracht werden kann, hing nun von den Firmen ab.
Am Vormittag war ein von der Staatsanwaltschaft beauftragter Gutachter unter Begleitung eines Polizeibeamten, eines Mitarbeiters der Kanalverwaltung sowie dem Anwalt des Fährführers an Bord gegangen. Sie dokumentierten den Führerstand und die demolierte Radaranlage auf dem Dach.
Der Anwalt des seit dem Unglück traumatisierten Fährführer sah keinen Anhaltspunkt für eine subjektive Sorgfaltswidrigkeit seines Mandanten. Bei der Suche nach der Unfallursache ist auch entscheidend, welche Informationen das Radar gab und wie die Sicht des Fährführers auf den Kanal war.
Es war zum Zeitpunkt des Unfalls am 8.1. gegen 6.40 Uhr vollkommen dunkel. Sprühregen ging nieder, es war böig, und zeitweilig hatte es Schneeregen gegeben. Auf der Schwebefähre befindet sich nur am vorderen Fenster der Kanzel ein Scheibenwischer, nicht an den Seitenscheiben, sodass die Sicht beeinträchtigt gewesen sein könnte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter durch Feuer schwer beschädigt
(19.02.16) Der indonesische Frachter "Lintas Belawan", 5806 BRZ (IMO-Nr.: 8661757), wurde durch das Feuer, das am 17.2. vor de Maselembo-Inseln in der Java-See ausgebrochen war, schwer beschädigt. Der Brand war auf der Fahrt von Jakarta nach Makassar auf Position 05 46 S 112 07 O in den Gewässern von Perairan Masalembo durch einen Kurzschluss im Maschinenraum entstanden und hatte sich von dort weiter auf die Aufbauten ausgebreitet. Löschversuche der Crew waren fehlgeschlagen.
Als erstes waren die „Van Margaret“ und „Bahamian Express“ vor Ort zur Assistenz. Das Rettungsboot „SAR 225“ musste die Crew ebenso wie die 20 Passagiere schließlich abbergen. Sie wurden am 18.2. gegen zwei Uhr zur Dermaga Berlian-Pier in Tanjung Perak gebracht, während ein Schlepper der Coast Guard in Indonesien die Löscharbeiten fortsetzte. Sie wurden durch starken Wind erschwert, und schließlich sank das Schiff.
Die “Lintas Belawan” ist 128 .Meter lang, 18 Meter breit, hat vier Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 8,294 Tonnen. Sie wurde 2006 auf dem Songmen Xianfeng Shipyard in Wenling, China erbaut, und läuft für die indonesische Lintas Kumala Abadi.
Quelle:Tim Schwabedissen



Touristenboot in Vietnam von Feuer zerstört
(19.02.16) Ein Touristenboot ging am 18.2. um 8.30 Uhr in Flammen auf und sank schließlich am Kai in Hoi An. Das Boot der Song Hoi Travel Company war auf der Fahrt nach Cua Dai, als das Feuer ausbrach. Die Fahrgäste wurden von der Feuerwehr und dem Grenzschutz evakuiert. Der Schaden wurde auf rund 25000 Dollar geschätzt. Die Ursache war ein Fehler in der Elektrik der Maschine. Das Boot brachte Touristen zur Inselkette Cu Lao Cham.
Quelle:Tim Schwabedissen



Untersuchung von Schiffbruch vor Port Orford dauert an
(19.02.16) Über einen Monat nach dem Untergang des Kutters “Eagle III”, bei dem zwei Mann ums Leben kamen, untersuchte die U.S. Coast Guard den Schiffbruch immer noch. Das Schiff aus Port Orford, war mit Skipper Glenn Burkhow und den Decksleuten Joshua Paulus, Blaine Steinmetz und Danny Matlock am 19.1. gesunken, nachdem es eine große Welle beim Garnelenfang umwarf.
Burkhow konnte sich retten, die Leiche von Steinmetz wurde am 20.1. auf den Felsen der Coos Bay Mole gefunden. Der Körper von Paulus wurde erst am 10.2. nördlich von Florence entdeckt, und ein dritter Toter, bei dem es sich um Matlock handeln könnte, trieb auf einem Strand nördlich derNorth Umpqua Jetty in Gardiner an.
Quelle:Tim Schwabedissen



Weiter keine Spur von Crew der Azula
(19.02.16) Nachdem der 21 Meter lange und vier Meter breite indonesische Küstentanker “Azula” vor der Mündung des Aswetsj River auf der Fahrt von Pomako, Papua nach Agats am Aswetsj River in der Arafura-See nach Wassereinbruch in stürmischer See sank, war die Suchaktion nach der 13-köpfigen Crew weiter ohne Resultat. Ein Helikopter, ein Suchflugzeug und mehrere Rettungs- und Handelsschiffe entdeckten lediglich eine leere Rettungsinsel fünf Meilen von der Untergangsstelle entfernt.
Das Suchgebiet erstreckte sich bis auf einen Umkreis von 105 Meilen. Taucher wurden bislang nicht zum Wrack geschickt, da es keine Anzeichen auf Menschen dort gab. Vorsorglich stellten die Behörden Ölbekämpfungsgerät bereit.
Quelle:Tim Schwabedissen



Containerfrachter "HH Johanna" und "Cosco Europe"
(Bild: Boluda Maritime)   Großbild klick!

Hamburger Containerfrachter macht sich in Valencia selbstständig
(18.02.16) Bei starkem Wind riss sich der unter Liberia-Flagge laufende Containerfrachter "HH Johanna", 53783 BRZ (IMO-Nr.: 8902541) am Morgen des 14.1. im Hafen von Valencia von seinen Moorings am Costa-Kai los und trieb in Richtung des unter Panama-Flagge registrierten Containerfrachters "Cosco Europe", 114394 BRZ (IMO-Nr.: 9345415), der am Noatum Terminal lag. Vier Schlepper der Boluda Maritime eilten herbei, um den Ausreißer wieder unter Kontrolle zu bringen.
Die beiden Hauptschlepper waren rund sechs Stunden damit beschäftigt, das Schiff der Konig & Cie GmbH & Co. KG., die ehemalige "Leverkusen Express" von Hapag-Lloyd, gegen den Wind, der eine Geschwindigkeit von 45 bis 50 Knoten hatte, wieder an den Kai zu legen. Es gelang ihnen aber, die Lage ohne ernsthafte Schäden unter Kontrolle zu bekommen, lediglich die ausladenden Vorschiffe der beiden Frachter berührten sich leicht. Die "Cosco Europe" lief am 15.2. nach Piräus aus, während die "HH Johanna" weiter in Valencia blieb.
Die “HH Johanna” hat eine Länge von 293,98 Metern, eine Breite von 32,25 Metern, einen Tiefgang von 13,5 Metern und eine Tragfähigkeit von 67727 Tonnen. Sie wurde 1991 bei der Samsung Shipbuilding & Heavy Industries Co., Ltd. in Koje-Gun erbaut. Von 2012 bis 2015 lief sie als „Portland Express“.
Die “Cosco Europe” ist 349,1 Meter lang, 45,7 Meter breit, hat einen Tiefgang von 14,53 Metern und eine Tragfähigkeit von 109968 Tonnen. Sie läuft für die Cosco Europe Maritime Inc. in Beijing und wurde 2008 von den Hyundai Heavy Industries in UIsan erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Einjährige Karriere der Umoe Ventus endete in Horsens
(18.02.16) Am 16.2. erreichte der Konvoi aus drei Bergungsschiffen, bestehend aus dem Schwimmkran “Sanne A”, dem Hebeschiff “Mira A” sowie einer Barge, auf der sich die Wrackreste des Crewbootes “Umoe Ventus“ befanden, nach knapp eintägiger Überfahrt von Bagenkop durch den Langelandsbelt den Hafen von Horsens. Hier werden Inspekteure auch die Reste des bei MTU, einer Rolls-Royce-Tochter, erbauten 4000-PS-Motors, der den Katamaran mit Wasserdüsen über die Wasseroberfläche heben konnte, untersuchen.
Die Berger der J.A. Rederiet haben vor ihrer Abreise auch den Meeresgrund am Nordstrand von Bagenkop mit einem Greifer der „Sanne A“ in einem Umkreis von 60 Metern um die Untergangsstelle – gefordert waren 50 – gereinigt, wo das Wrack in zwei Metern Tiefe wochenlang gelegen hatte. Die „Umoe Ventus“ war erst im Februar 2015 abgeliefert worden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Baggerschiff "Wilhelm Krüger"
(Bild: Freddy Schenkel)   Großbild klick!

Wilhelm wollte wohl nicht – historischer Brunsbütteler Bagger saß auf letzter Reise fest
(18.02.16) Er wollte offenbar nicht - auf seiner letzten Reise zum Abwracker lief das Brunsbütteler Baggerschiff "Wilhelm Krüger", 2994 BRZ (IMO-Nr.: 8650124), das am 12.2. aus dem Hamburger Hafen geschleppt worden war, auf dem Weg zur Hoeben RDM - Scheepssloperij & Scheepsrecycling in Kampen auf der Ijssel in Sichtweite des Hafens am Ufer auf Grund. Bis zum 12.2. hatte der Bagger noch am Ponton der Reederei Lührs im Hamburger Ellerholzhafen gelegen, wo einige Ausrüstung an Land gegeben wurde. Ein Schlepper war nun dabei, den Veteran zum Zuiderzeehafen zu bringen, wo er verschrottet werden soll.
Doch direkt vor der Eilandbrücke war die Reise zumindest für diesen Tag zu Ende. Am Morgen des 17.2. wurden drei Schlepper angespannt, um die "Wilhelm Krüger" mit ausreichendem Wasserstand wieder zurück ins Fahrwasser zu bringen, und gegen Mittag gelang dies dann auch, sodass der finale Liegeplatz erreicht werden konnte.
Damit endete die lange Karriere des Hopperbaggers, der von der STRABAG Wasserbau GmbH betrieben wurde. 1940 begann der Bau bei der Lübecker Maschinenbau Gesellschaft (LMG), im Februar 1942 wurde das Schiff für die Kriegsmarinewerft Wilhelmshaven in Dienst gestellt. Ab 1949 wurde es als „Hafenbaudirektor Dr.h.c. Krüger“ vom Wasser- und Schifffahrtsamt Brunsbüttel in den Schleusenhäfen des Nord-Ostsee-Kanals eingesetzt und in den 1970ern in „Wilhelm Krüger“ umbenannt.
Nach der Außerdienststellung am 31.3.1982 und dem Verkauf an die Josef Möbius Bau-GmbH wurde sie bis Ende Mai 2014 weiter in den Brunsbütteler Häfen eingesetzt. Sie baute die „Wilhelm Krüger“ um und reduzierte die Crew von 20 auf sieben Mann. Nach einer Verlängerung bei der Nobiskrug-Werft wurde der Hopperraum 1999 von 2.753 m³ auf 3.026 m³ vergrößert. Nachdem die STRABAG bei einer Ausschreibung um die Baggerarbeiten unterlag, wurde sie im Juni 2014 aufgelegt.
Die „Wilhelm Krüger“ hat eine Länge von 102,50 Metern, eine Breite von 16,06 Metern, und einen Tiefgang von 7,24 Metern.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kampener Kogge aauf dem Ponton
(Bild: Rijkswaterstaat)   Großbild klick!

Reise mit Rückfahrkarte - Ijsselmeerkogge auf dem Weg nach Lelystad
(18.02.16) Am 18.2. um halb neun verließ die Ijsselmeer-Kogge den Hafen von Kampen nach einer kurzen Abschiedzeremonie auf einem Ponton, der sie nach Lelystad bringt. Ein Nebelhorn verabschiedete das Schiff, ehe der 20 Meter lange 50-Tonner in den kommenden Jahren konserviert wird. Am Kai standen rund 20 Personen, darunter auch Freiwillige der Stiftung Kamper Kogge, die sich an der Bergung beteiligt hatten.
Sie gaben dem Kapitän des Schleppers mit: „Sorgen Sie dafür, dass das Wrack zurückkommt“. Um diesem Wunsch Nachdruck zu verleihen, wurde ihm ein Rückfahrticket Kampen-Lelystad mitgegeben. Bei Batavialand in Lelystad wird die Kogge nach ihrer Ankunft in einer eigens errichteten Konservierungsstation untergebracht.
Hier wird sich bei einer genauen Untersuchung auch erst zeigen, wieviel von der Kogge erhalten werden kann. Das Ziel ist aber, sie in rund drei Jahren als Touristenattraktion nach Kampen zurückzubringen. Dass sie das Zeug dazu hat, hat bereits das Interesse während der vergangenen Tage deutlich gezeigt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Scharfkantige Reste der der „Monte Carlo“
(Bild: Jamie Lentzy)   Großbild klick!

Retter warnen vor Gefahren am Wrack der „Monte Carlo“
(18.02.16) Strandwächter warnten vor Gefahren, die von den scharfkantigen Resten des Kasinoschiffes „Monte Carlo“ ausgehen können, das 1936 vor Coronado strandete. Wegen der großen Menge von Sand, der durch Winterstürme in der Brandung verloren ging, lag das Wrack so frei wie seit fast 20 Jahren nicht mehr. Bei der Erkundung der Wrackreste sollten Strandspaziergänger extreme Vorsicht walten lassen und stabiles Schuhwerk tragen.
Das rostige Eisen ist wegen des Algenbewuchses zudem glitischig. Schwimmen am Wrack bei Flut kann wegen tiefer Kolke im Wrack und ringsherum ebenfalls Gefahren bergen. Wasserwirbel treten rund um die Schiffsreste auf, speziell bei Hochwasser. Eine junge Frau, die die Warnungen der Lebensretter missachtet hatte, musste bereits von ihnen aus einem Loch gezogen werden, in dem sie bis über den Kopf versunken war und aus eigener Kraft nicht mehr hochkam.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wind brachte Fähre vom rechten Weg ab
(18.02.16) Die norwegische Fähre "Lysefjord", 267 BRZ (IMO-Nr.: 9381158), kam am 17.2. beim Ansteuern von Brimse an der Westseite des Hafens fest. Sie war beim Einlaufmanöver übers Heck, als eine Bö sie erfasste und um 10.15 Uhr auf Felsen drückte. An Bord waren eine vierköpfige Crew und zwei Fahrgäste.
Die "Vektaren", Rettungsdienste, Krankenwagen, ein Sea King Helikopter, das Rettungsboot "Emmy Dyvi", das Patroullienboot "Bergen" der Küstenwache und ein Löschboot versammelten sich bis 11 Uhr an der Unglücksstelle bei Rennesøy. Um 11.30 Uhr war die "Lysefjord" wieder frei und konnte am Haken der „Bergen“ nach Stavanger abgeschleppt werden.
Die “Lysefjord” ist 32,3 Meter lang, 10,6 Meter breit, hat einen Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 22 Tonnen. Sie kann 12 Autos und 85 Passagiere befördern. Der Katamaran, der im Management der Tide Sjo AS in Bergen läuft und von der Norled AS in Stavanger bereedert wird, wurde 2006 bei der OMA in Stord erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sardinenkutter lief in Biosphärenreservat auf Grund
(18.02.16) Der spanische Sardinenkutter "El Cachanilla" lief am 15.2. mit 40 Tonnen Fisch 400 Meter nördlich von der Lagune Guerrero Negro auf Position 28° 07’ 37” N 114° 06’ 51” O im Biosphärenreservat Vizcaino bei Puerto Viejo auf Grund. Das Schiff der Operadora de Ensenada, S.A. de C.V. in Ensenada, Baja California, funkte um 7.08 Uhr einen Notruf. Um 9.11 Uhr wurde die Marine um Hilfe gebeten und schickte die „Centaur“ zur Assistenz.
Ein Problem war, dass der Kutter auf flachem Grund gestrandet war, was eine Annäherung von Schiffen mit größerem Tiefgang verhinderte. Die neunköpfige Crew konnte gegen Mittag von einem kleineren Boot aus Guerrero Negro, Baja California Sur, abgeborgen und unversehrt an Land gebracht werden.
Ihr Schiff blieb halb gesunken, mit überflutetem Oberdeck auf der Steuerbordseite liegend zurück. Die mexikanische Marine, der Zivilschutz und der Rettungsorganisation CONANP wollten den Havaristen, der 10 Tonnen Kraftstoff an Bord hatte, mit einem Schlepper aus Ensenada bergen lassen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre in Ghana gekentert – 500 Menschen gerettet
(18.02.16) Eine ghanaische Fähre mit 500 Passagieren sank auf der Fahrt von Makango nach Yeji auf dem Volta Lake unweit von Tamale. Neben den Fahrgästen hatte sie auch vier Trucks an Bord, wodurch sie wohl überladen war und es zu einem Wassereinbruch kam. Zwei Schiffe der ghanaischen Marine, die sich auf einem Manöver in der Nähe befanden, kamen zu Hilfe, um die Passagiere an Land zu evakuieren. Es gelang, alle Personen wie auch die Ladung noch unversehrt zu retten.
Quelle:Tim Schwabedissen



19 Mann von brennendem Frachter abgeborgen
(18.02.16) Der indonesische Frachter "Linas Belawan", 5806 BRZ (IMO-Nr.: 8661757), geriet am 17.2. vor den Maselembo-Inseln in der Java-See in Brand. Das Schiff war auf der Fahrt von Jakarta nach Makassar in Süd-Sulawesi. Alle 19 Crewmitglieder konnten von einem Rettungsschiff unversehrt abgeborgen und nach Tanjung Perak gebracht werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter sank bei La Conner
(18.02.16) Die US Coast Guard und das Washington State Department of Ecology wurden alarmiert, nachdem in der Nacht zum 17.2. der 34 Fuß lange Kutter “Streaker“ nördlich der Rainbow Bridge bei La Conner, Washington, gesunken war. Die Bergungsfirma Global Diving and Salvage wurde beauftragt, das Öl an Bord zu beseitigen.
An Bord waren etwa 75 Gallonen Ölprodukte. Inspektoren der Incident Management Division in Puget Sound in Seattle wurden um 10.30 Uhr durch das Department of Ecology eingeschaltet. Eine Untersuchung des Untergangs wurde eingeleitet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schlepper erlitt Maschinenschaden
(18.02.16) Der kubanische Schlepper "Huracan 1", 447 BRZ (IMO-Nr.:9695559), wurde bei der Assistenz für einen Tanker in der Florida-Straße am 16.2. manövrierunfähig. Das Schiff ging zur Reparatur südlich von Marathon in sicherem Abstand von Untiefen vor Anker.
Quelle:Tim Schwabedissen



Geretteter Yachtskipper wurde wegen Yachtdiebstahls gesucht
(18.02.16) Der Russe Evgeny Dorofeev 35, der von einem Helikopter gerettet werden musste, nachdem die 40 Fuß lange Yacht, auf der er sich befand, am Morgen des 16.2. auf Felsen nahe des Skerryvore-Leuchtturms gestrandet war, wurde wegen Yachtdiebstahls gesucht. Die norwegischen Behörden hatten einen internationalen Haftbefehl erwirkt, aufgrund dessen er unmittelbar nach seiner Rettung verhaftet wurde, während die Untersuchungen weiter gingen.
Die norwegischen Behörden haben eine offizielle Anfrage gestellt, den Russen in ihr Land zu überstellen. Er hatte in Übereinkunft mit den Eignern des 200000 Pfund werten Bootes, die es ihm überlassen hatten, die norwegischen Gewässer nicht verlassen dürfen. Der Russe bestritt die Anschuldigungen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Crew rettete sich im letzten Moment von gestrandetem Kutter
(18.02.16) Am 17.2. gegen 21 Uhr geriet der kanadische Kutter „Bessie-E“ auf dem Rückmarsch nach Mamainse Harbour bei ruhiger See in Seenot. Das Schiff war mit sechs Mann an Bord unterwegs und hatte auf eine günstige Eislage gewartet, um in den Hafen zu warten. Doch dann versagte die Maschine, und der Nordwind drückte den Kutter auf die Küste zu. Es stellte sich heraus, dass es Probleme mit der Treibstoffversorgung gab.
Eine Stunde lang versuchte die Crew, den Motor in Gang zu bekommen. Als dies endlich gelang, war es zu spät – das Heck stieß auf Grund, das Schiff schlug herum und wurde auf die Felsen gedrückt. Daraufhin befahl der Skipper der Crew, an Land zu springen.
Gerade als er als letzter das Schiff verlassen hatte, hob gegen 22 Uhr eine Welle den Kutter von den Felsen und zog ihn in tieferes Wasser. Hier legte er sich auf die Seite und verschwand Augenblicke später unter Wasser. Der Rumpf ragte noch einen Fuß über die Oberfläche. Inspektoren des Transportation Safety Board machten sich auf den Weg, um die Havarie zu untersuchen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Abbrecher erreichen Deck 0 der Costa Concordia
(18.02.16) Die Abbrucharbeiten auf der “Costa Concordia” in Genua haben jetzt Deck 0 is erreicht. Rund 200 Arbeiter waren aktuell damit beschäftigt, die Decks 5 bis 3 zu zerlegen, das Ausschlachten von Deck 2 und 1 war nahezu abgeschlossen. Weil das Wrack immer leichter wird, sollte nun ein weiterer Sponson abmontiert werden. Die Schwimmkörper S 1 und P 1 waren bereits im Dezember 2015 entfernt worden, P 3 folgt in Kürze. Rund 50,000 Tonnen Stahl und 2000 Tonnen Kupfer sollen insgesamt recycelt werden. Mehr als 5,700 Tonnen Möbel und Ausrüstungsgegenstände wurden ausgeschlachtet. Insgesamt sollen 80 % des Schiffes wieder verwertet werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kabelleger "Deep Energy" und RNLI-Boote bei der Rettung
(Bild: RNLI)   Großbild klick!

Nach Schiffbruch geretteter russischer Segler wurde mit Haftbefehl gesucht
(17.02.16) Der unter Bahamas-Flagge laufende Kabelleger "Deep Energy", 25378 BRZ (IMO:9481154), auf seiner Fahrt von Las Palmas nach Ghana, die RNLI-Boote aus Barra und Islay sowie ein Rettungshubschrauber waren am Morgen des 16.2. im Einsatz, um einen 35-jährigen russischen Einhandsegler, dessen 40 Fuß lange Yacht an der Westküste von Schottland bei Skerryvore Lighthouse unweit der Isle of Tiree auf Felsen gestrandet war, zu retten. Das Boot aus Islay war gegen Mitternacht von der Coastguard alarmiert worden, nachdem diese einen Mayday-Ruf aufgefangen hatte. Es erreichte die Yacht um 3.30 Uhr.
Das Boot aus Barra lief um 10.52 mit einer siebenköpfigen Crew aus, um gemeinsam mit dem Boot aus Islay zu versuchen, die Yacht zu bergen, die nördlich von Coll in schwerer Brandung und mit Motorausfall festsaß. Mehrere Versuche, eine Schleppleine festzumachen, waren bis dahin gescheitert. Es traf um 12 Uhr vor Ort ein.
Es herrschten sieben bis acht Beaufort Wind. Die “Deep Energy” gab unterdessen Lee und konnte den Russen auch selbst an Bord nehmen. Er wurde dann von dem Coastguard-Helikopter aus Prestwick aufgewinscht und an Land geflogen. Wegen der stürmischen See mussten die Versuche, die Yacht zu bergen, aufgegeben werden. Gegen 14 Uhr kehrte das Boot aus Barra zu seiner Station zurück.
Für den unverletzt gebliebenen Russen nahm die Sache auch in anderer Hinsicht kein gutes Ende – er wurde von der Polizei festgenommen, nachdem sie bereits frühzeitig festgestellt hatte, dass es einen internationalen Haftbefehl gegen ihn gab. Deshalb war auch ein Polizist mit an Bord des Rettungshubschraubers gewesen. Warum der Mann trotz Sturmwarnung mit seinem Boot in dem berüchtigten Seegebiet unterwegs war, war unklar.
Quelle:Tim Schwabedissen



Hapag Lloyd-Frachter nach Genua eingeschleppt
Der unter Hongkong-Flagge registrierte Containerfrachter “Seaspan Hamburg”, 39941 BRZ (IMO-Nr.: 9224300), der derzeit für Hapag-Lloyd läuft, liegt seit dem 11.2. am VTE Voltri Terminal Europa in Genua, nachdem er von Livorno kommend einen Schaden an der Hauptmaschine erlitten hatte und abgeschleppt werden musste. Frühestens am 19.2. sollte die Reise nach Reparaturarbeiten weitergehen. Die italienische Coastguard belegte den Frachter mit einem Weiterfahrverbot bis zum Abschluss der Untersuchungen und eine Klasseerneuerung durch die DNV.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kranschiff "Titan 2" sitzt auf
(Bild: Gabriel Dominguez)   Großbild klick!

Bergungsarbeiten an gestrandetem Kranschiff vor Ciudad del Carmen / Mexiko
(17.02.16) Seit dem 15.2. waren die Ankerziehschlepper "QMS Delta" (IMO-Nr.: 9698496), "QMS Mariachi" (IMO-Nr.: 9649330), "Isla Pelicano" (IMO-Nr.: 8215077) und "Cosmos 1" (IMO-Nr: 9093256) damit beschäftigt, den unter Ukraine-Flagge laufende Kranschiff "Titan 2", 19813 BRZ (IMO-Nr.: 8129656), von einem Korallenriff der Laguna de Términos vor der Ciudad del Carmen zu bergen. Bislang waren die Versuche, das stark versandete Schiff flottzumachen, erfolglos.
Das Schiff hatte sich am 5.2. von seinem Ankerplatz bei Carmen-Puerto Real im Sturm mit Windgeschwindigkeiten von 65 km/h losgerissen und war mit seiner achtköpfigen Crew auf Bahamita Beach gestrandet. Es hatte dort seit zwei Jahren 12 Meilen vor der Laguna de Términos gelegen und verfügte über keine funktionsfäihge Maschine mehr. Das 1985 erbaute Schiff ist 141 Meter lang und 54 Meter breit. Der Kontrakt mit Petroleos Mexicanos zur Arbeit an der Förder- und Produktionsplattform „Sonda de Campeche“ war ausgelaufen.
Am selben Tag war auch der mexikanische Versorger "Caballo Eclipse", 2906 BRZ (IMO-Nr.: 8404331), der 15 Meilen vor der Ciudad del Carmen geankert hatte, durch Wassereinbruch in Seenot geraten. Der Betreiber Oceanografía schickte die "Express" und die "Isla Pelícanos" mit Lenzpumpen zur Assistenz, und der Havarist konnte unter Mithilfe der mexikanischen Marine stabilisiert werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wrack der Condor vor Fehmarn soll gehoben werden
(17.02.16) Das Wrack des Burgstaakener Kutters „Condor“, der vor 11 Tagen vor Fehmarn sank, soll nun doch geborgen werden. Um mögliche Spuren nicht zu verfälschen, wollten die Behörden das Boot zunächst Polizeitaucher das Schiff in 22 Metern Tiefe untersuchen lassen. Diese fanden in den vergangenen Tagen an dem Wrack aber keine Hinweise auf die Unglücksursache. Die Ermittler konnten anhand der gewonnenen Daten aber lediglich ausschließen, dass die "Condor" von einem anderen Schiff gerammt wurde.
Die Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) will aber wissen, wie der Fischkutter sechs Kilometer östlich der Insel bei gutem Wetter und ohne Notruf so schnell sinken konnte. Wann genau das Wrack ans Tageslicht zurückkommt, war aber noch ungewiss. Sollte die Bergung europaweit ausgeschrieben werden müssen, könnte es ein halbes Jahr lang dauern. Die Kosten dürften im sechsstelligen Bereich liegen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Flusskreuzfahrtschiff "River Navigator"
(Bild: Paul Siegert)   Großbild klick!

River Navigator auf Irrfahrt über den Rhein
(17.02.16) Im Kanalhafen von Duisburg kollidierte beim Einlaufen nach einer Probefahrt das 110 Meter lange, deutsche Flusskreuzfahrtschiff "River Navigator" (EU-Nr.: 04804650) am 16.2. gegen 10.15 Uhr mit dem Schweizer Binnentanker "Sempachersee", 1547 ts (EU-Nr.: 02331941). Das Fahrgastschiff, das zuvor einen Ruderausfall erlitten hatte, trieb nach dem Zusammenprall manövrierunfähig aus dem Hafen heraus. Es wurde daraufhin von der Rheinströmung erfasst, driftete quer über den Fluss und lief am gegenüberliegenden Homberger Ufer unterhalb der historischen Hubbrücke in die Böschung des Homberger Ufers bei Flusskilometer 781, wo es festkam.
Die „River Navigator“ war ohne Passagiere auf einer Probefahrt gewesen. Neben der Besatzung waren noch Techniker einer Werft in Duisburg-Ruhrort an Bord, wo das Schiff überholt worden war. Im Backbordgut entstand durch die Kollision ein über drei Meter langer und etwa 50 Zentimeter breiter Schlitz. Aus einem Leck im Tank des Bugstrahlruders liefen nach ersten Erkenntnissen etwa 1000 Liter Diesel aus. In armdicken Strahl trat der Treibstoff aus.
Die Feuerwehr war mit mehreren Fahrzeugen sowie einem Feuerlöschboot vor Ort; der Kraftstoffaustritt konnte gestoppt werden. Eine Ölsperre wurde um den Havaristen ausgelegt. Der beschädigte Tank wurde mit einem Spezialboot gelenzt, um das weitere Austreten von Treibstoff zu verhindern. Ein 6000 PS starkes Schubboot schleppte das Fahrgastschiff am frühen Abend wieder frei. Es wurde zur weiteren Untersuchung in den Duisburger Hafen gebracht.
Auf dem Tanker wurden alle Pollerbänke der Backbordseite abgerissen. Der Gesamtschaden dürfte deutlich über 100.000 Euro betragen. Möglicherweise muss auch ein Teil der Uferböschung abgebaggert werden, da sie durch ausgetretenes Öl verunreinigt wurde. Darüber sollte am 17.2. entschieden werden. Die Wasserschutzpolizei nahm Ermittlungen zur Unfallursache auf.
Quelle:Tim Schwabedissen



Nordostseekanal: Rendsburger Schwebefähre für Untersuchung freigegeben
(17.02.16) Die Staatsanwaltschaft hat die Rendsburger Schwebefähre am 16.2. freigegeben. Nun dürfen auf die Eisenbahnhochbrücke, wo sich der Antrieb befindet, Spezialisten von drei Firmen, und die Lage untersuchen. Dies ist die Voraussetzung dafür, dass sie Angebote für die Demontage der Fähre abgeben können. Die Kanzel der Fähre mit ihrem Führerstand wurde von der Staatsanwaltschaft zwar noch nicht freigegeben, was aber für die Untersuchungen auch nicht nötig ist.
Das Wrack soll dann im März abgehängt werden und auf einem Ponton zum nahe gelegenen Bauhof des Wasser- und Schifffahrtsamts in Rendsburg transportiert werden, wo Ingenieure die Schäden der Kollision mit der „Evert Prahm“ eingehend untersuchen wollen. Ob die Fähre repariert werden kann, war zwar noch nicht gesichert, die Behörde ging aber grundsätzlich davon aus. Am 18.2. wollte eine Delegation mit Politikern aus dem Raum Rendsburg ins Berliner Verkehrsministerium fahren und sich dort auch für den Erhalt der Schwebefähre einsetzen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Binnenschiff manövrierunfähig auf dem Rhein
(17.02.16) Am 15.2. gegen 22 Uhr geriet ein Binnenschiff auf dem Rhein in Bergfahrt bei Flusskilometer 540,900 nach Steuerbord außerhalb des Fahrwassers und überlief dabei eine grüne Fahrwassertonne. Teile der Tonne in den Propeller, und das Schiff wurde manövrierunfähig. Der Schiffsführer hatte ein Notausweichmanöver wegen des Fahrfehlers eines entgegenkommenden Tankers durchführen müssen. Sein Schiff wurde nach der Havarie durch einen Schlepper und ein anderes Binnenschiff gegen ein weiteres Abtreiben gesichert.
In Absprache mit dem Wasser- und Schifffahrtsamt Bingen wurde es nach Bingen geschleppt und dort an der Ufermauer festgemacht. Es wurde ein vorläufiges Weiterfahrverbot erteilt. Die Ermittlungen über ein mögliches Verschulden des Tankers dauerten an.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kollision in Antwerpen
(17.02.16) Am 16.2. um 18.30 Uhr kollidierte das holländische Binnenschiff "DC Mosa 2", 1467 ts (EU-Nr.: 06004067), bei Tonne 99 in Antwerpen nahe der Boudewijn-Schleuse mit einem anderen Schiff und wurde erheblich beschädigt. Der Schiffsführer erlitt schwere Kopfverletzungen. Er wurde von dem zu Hilfe kommenden Schlepper "Union Amber“ an Land gebracht.
Mehrere andere Schlepper kamen schnell mit Lenzpumpen herbei, doch die "DC Mosa 2" hatte keinen Wassereinbruch und lag auf flachem Wasser. Sie wurde von dem Schubverband "Dynamica" ängsseits genommen und nach Kallo geschleppt. Von der KNRM Hansweert lief das Rettungsboot “Jan van Engelenburg“ aus, konnte aber wieder abdrehen, nachdem die Lage unter Kontrolle war.
Quelle:Tim Schwabedissen



Klipper wird dreigeteilt
(17.02.16) Voraussichtlich am 18.2. sollte die Bergung des deutschen Binnenschiffs "Klipper", 1127 ts (EU-Nr.: 04027690) im Kehler Hafen beginnen. Ein 160-Tonnen-Schwimmkran und eine Barge waren bereits vor Ort eingetroffen, und das 85 Meter lange und 8,2 Meter breite Schiff sollte in rund einer Woche in drei Teile zerschnitten, gehoben und dann abtransportiert werden. Dabei waren ein 10-köpfiges Team des Duisburges Abzweigers des holländischen Hebo Maritiemservice, Hafenangestellte, die Wasserschutzpolizei und die Feuerwehr im Einsatz.
Das Schiff war am 26.1. beim Beladen mit 500 Tonnen Schrott im fünf Meter tiefen Hafenbecken 2 zerbrochen und gesunken. Bereits am 27.1. hatten Mitarbeiter einer Karlsruher Spezialfirma 15 Tonnen Gasöl und 100 Liter abgepumpt, die in den Rhein auszulaufen drohten. Die Kehler und Straßburger Feuerwehr sicherten die Unglücksstelle mit einer Ölsperre Am 17.10.2012 bereits hatte die "Klipper" in Aschaffenburg Wassereinbruch erlitten. Rettungsdienste, Feuerwehr und Polizei waren im Einsatz, nachdem ein Arbeiter die Lage gemeldet hatte.
Auch hier ereignete sich die Havarie beim Verladen von Schrott. Ein Rohr war gebrochen und ein Kofferdamm zwischen den Laderäumen geflutet. Es kam dadurch zu einem Blackout an Bord. Die Feuerwehr lenzte das ölkontaminierte Wasser, das dann entsorgt werden musste.
Quelle:Tim Schwabedissen



Arbeiten an Sea Worker unterbrochen
(17.02.16) Nach fast einer Woche Arbeit mussten die Berger von Smit Salvage am 16.2. ihre Arbeit am Wrack der Offshore-Plattform "Sea Worker" vor Nymindegab wegen einer Wetterverschlechterung unterbrechen. Bis dahin hatten sie rund 50 % der 150 Tonnen Diesel abgepumpt. Wann und wie das Wrack selbst geborgen wird, war noch unklar.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker vor brasilianischem Hafen aufgelaufen
(17.02.16) Von Rio de Janeiro kommend lief der unter Bahamas-Flagge registrierte Tanker "Recife Knutsen", 63560 BRZ (IMO-Nr.:9499888), am Abend des 15.2. gegen 19 Uhr auf eine Sandbank, als er vor dem Hafen von São Sebastião manövrierte. Der Tanker versuchte bei stürmischem Wetter mit Windgeschwindigkeiten von 60 km/h, Nebel und Regen einzulaufen.
Er versuchte noch, das Manöver abzubrechen, kam dann aber zwischen São Sebastião und Ilhabela fest. Am 17.2. machten sich die Schlepper "Rebocador Plutao" (IMO-Nr.: 9205316), "Taurus" (IMO-Nr.: 9314791), "WS Bellatrix" (IMO-Nr.: 9679165), "WS Perseus" (IMO-Nr.: 9679189) und "WS Phoenix" (IMO-Nr.: 9679141) daran, den Havaristen wieder flottzumachen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schlepper sank vor Boston
(17.02.16) Am Morgen des 16.2. sank der 18 Meter lange Schlepper "Emily Anne" (MMSI-Nr.: 367535610) in Boston drei Meilen östlich von Deer Island nach Wassereinbruch. Der Kapitän hatte der Coast Guard Boston mitgeteilt, dass sein Schiff in der Nordzufahrt des Hafens einen Riss im Rumpf erlitten hatte. Daraufhin lief ein 47-Fuß-Boot von der Coast Guard Station Point Allerton aus, und ein MH-60-Helikopter stieg von der Air Station Cape Cod auf.
Als erstes vor Ort war aber das Lotsenboot "Chelsea" der Boston Harbor Pilot Association, das den Notruf mitgehört hatte. Nur Augenblicke nach seinem Eintreffen versank die "Emily Anne", und die Crew wurde aus dem Wasser gezogen. Das Rettungsboot eskortierte die "Chelsea" dann zur Pier der Boston Harbor Pilots Association, wo die Schiffbrüchigen medizinisch betreut wurden.
Dank der raschen Rettung waren sie trotz des kalten Wassers wohlauf. Die Küstenwache richtete eine Sicherheitszone im Nordkanal für Schiffe mit großem Tiefgang ein. Der Südkanal blieb offen. Bislang konnte wegen schlechten Wetters das Wrack noch nicht lokalisiert werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schlepper sank auf Cape Fear River
(17.02.16) Bei Cape Fear River barg das US Army Corps of Engineers in Wilmington unweit des Military Ocean Terminal Sunny Point am 16.2. einen gegen neun Uhr gesunkenen Schlepper, aus dem 900 Gallonen Dieselöl und 15 Gallonen Schmieröl ausgelaufen war. Die Arbeiten dauerten am Abend noch an.
Das Schiff wurde von der Norfolk Dredging im Zuge von Baggerarbeiten am Sunny Point eingesetzt und wird durch die Intracoastal Marine in Castle Hayne bereedert. Das Unglück ereignete sich bei der Reparatur von Holzdalben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter sank vor Murder Island
(17.02.16) Der 20 Meter lange kanadische Kutter „Don Canedan“ (MMSI-Nr.: 316008780) lief am 15.2. vor Pubnico im Yarmouth County an der Südküste von Nova Scotia auf Grund und sank. Die dreiköpfige Crew wurde von anderen Kuttern in dem Seegebiet gerettet. Das Transportation Safety Board of Canada schickte ein Team zur Untersuchung des Schiffbruchs.
Der Kutter hatte sich zuletzt vor Murder Island, einer der Tusket Inseln, befunden. Er war am 15.2. gegen 13 Uhr aus Lower West Pubnico ausgelaufen und ging drei Stunden danach unter. Die Masten ragten noch aus dem Wasser und waren vom Land aus sichtbar.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei Kutter vor Oreon Inlet in Seenot – einer sank
(17.02.16) Die US Coast Guard und die US Navy assistierten am 15.2. zwei Kuttern 35 Meilen östlich des Oregon Inlet. Die Coast Guard North Carolina in Wilmington hatte um 14:40 Uhr einen Funksprich der dreiköpfigen Crew der “Captain David“ erhalten, dass sie die havarierte “Miss Kaylie” mit zwei Mann an Bord in Schlepp genommen habe. Wenig später geriet aber auch das schleppende Schiff in Schwierigkeiten, und auf beiden kam es zu Wassereinbruch.
Daraufhin lief ein 47-Fuß-Boot der Station Oregon Inlet aus, und auch die USS “Carter Hall” kam zu Hilfe. Es gelang nicht, den Wassereinbruch auf der “Captain David” unter Kontrolle zu bringen, doch die „Miss Kaylie“ konnte stabilisiert werden. Die Crew der „Captain David” wurde von der “Carter Hall” übernommen. Das Rettungsboot der Coast Guard übergab eine Lenzpumpe auf die “Miss Kaylie” und nahm diese in Schlepp.
Die Crew blieb an Bord und lenzte das eindringende Wasser. Die “Carter Hall” eskortierte den Schleppzug ins Oregon Inlet, wo er um 4:05 Uhr eintraf. Die „Captain David” sank unterdessen. Vor Ort waren 20-30 Meilen Wind und bis zu 14 Fuß hohe Wellen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht mit 11 Mann an Bord geborgen
(17.02.16) Die kolumbiansche Marine rettete am 15.2. die 11-köpfige Crew der US-Yacht “Astrid” in der Karibik bei Santa Marta. Es handelte sich um einen Niederländer und 10 Kolumbianer, die sich an Bord der nach Motorausfall bei Punta Betin treibenden Yacht unweit der Hauptstadt der Magdalena-Provinz befanden. Es gelang, das Boot vor der Strandung zu bewahren und zur Santa Marta International Marina zu schleppen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter trieb in 10 Meter hohen Wellen vor Bremangerlandet
(17.02.16) Am 16.2. um 15.30 Uhr wurde das NSSR-Rettungsboot "Halfdan Grieg" was alarmiert, nachdem der unbeladene bolivianische Frachter "Loyalty Express", 1074 BRZ (IMO-Nr.: 7007514), von Bodø kommend westlich von Bremangerlandet in Sogn og Fjordane in stürmischer See mit 10 Meter hohen Wellen Maschinenausfall erlitten hatte. Er trieb bei Windgeschwindigkeiten von 32 Metern pro Sekunde auf die Felsen der Küste zu und war drei Meilen weit verdriftet, als das Rettungsboot eintraf.
Er befand sich nur noch eine halbe Meile vom Land entfernt, und auch der "BB Supporter", 485 BRZ (IMO-Nr.: 9432983), war inzwischen auf Standby gegangen, um nötigenfalls noch einzugreifen, ebenso ein Seaking-Helikopter des 330. Geschwaders in Florø, falls die achtköpfige Crew hätte evakuiert werden müssen.
Um 16.20 Uhr hatte das Rettungsboot den Havaristen aber auf dem Haken und zog ihn fast zwei Stunden nach dem Ausfall der Maschine in den Hafen von Måløy. Die “Loyalty Express” wurde 1970 erbaut, ist 70,29 Meter lang, 10,52 Meter breit und hat 823 Tonnen Tragfähigkeit.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kampener Kogge
(Bild: Bataviahaven)   Großbild klick!

Kampener Kogge muss vor nächster Reise noch verstärkt werden
(16.02.16) Das Wrack der sogenannten Ijsselmeer-Kogge bleibt noch etwas länger in Kampen als zunächst geplant. Voraussichtlich am 18.2. sollte es nun vom Ijsselkai nach Lelystad zur weiteren Konservierung abtransportiert werden. Die Vorbereitungen dauerten nach Auskunft von Rijkswaterstaat länger. Es galt, das Wrack für die Fahrt ausreichend zu verstärken. Es lag weiterhin auf dem Ponton, auf dem es der Bergungskran abgesetzt hatte, und wurde mit einem Korsett versehen.
Es galt vor der Weiterreise, die Hebevorrichtungen, die bei der Bergung verwendet worden waren, zu entfernen und an ihrer Stelle Versteifungen anzubringen. Das 600 Jahre alte Schiff hat sich seit seiner Hebung zu einem Publikumsmagneten entwickelt – täglich besuchen hunderte von Interessierten die Freiluftwerkstatt am Flusskai.
Quelle:Tim Schwabedissen



Crewmitglied von sinkendem Tanker starb in Wassertank
(16.02.16) Ein Crewmitglied des in der Straße von Dumai Seenot geratenen indonesischen Tankers "Nusamtara Albar", 4020 BRZ (IMO-Nr.: 8317411), kam am 13.2. in einem Frischwassertank ums Leben. Der 26-jährige war mit einer Lenzpumpe zum Bug des Tankers gegangen, um diesen auszupumpen. Als er nicht zurückkehrte, fanden ihn seine Crewkameraden leblos auf dem Boden des Tanks liegend vor.
Die übrigen 27 Mann wurden unversehrt abgeborgen, nachdem die bordeigenen Pumpen nicht ausgereicht hatten, gegen den Wassereinbruch im Maschinenraum anzukommen, der sich um 16.28 Uhr ereignet hatte. Nach der Havarie bei Tonne 4 in den Gewässern von Dumai-Bengkalis hatte der Tanker Anker geworfen und einen Notruf gefunkt.
Der Tanker "Seroja 8" barg 16 Mann ab, bevor das SAR-Boot „Sigalu-857“ der indonesischen Marine eintraf, am Tanker längsseits ging und alle Schiffbrüchigen sowie den Toten an Bord nahm und an Land brachte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter Lübecker Reederei kollidierte mit Kai
(16.02.16) Auf der Fahrt von Plymouth nach Kaliningrad erlitt der unter Antigua-Barbuda-Flagge laufende Frachter "Marie Lehmann", 2642 BRZ (IMO-Nr.:8707783), der Lehmann Reederei GmbH & Co. KG in Lübeck am 15.2. um 1.35 Uhr einen Maschinenblackout und rammte einen Kai des Kaliningrad Ship Repair Yard auf dem zum Hafen führenden Seekanal. Dabei wurde die Vorpiek an Steuerbordseite auf einer Fläche von 1,0 x 0,5 Metern einen halben Meter über der Wasserlinie aufgerissen. Um 2.39 Uhr konnte die Maschine wieder angefahren werden, und um 3.26 Uhr war der Frachter fest an Liegeplatz 1 im Seehafen von Kaliningrad.
Die “Marie Lehmann” ist 88 Meter lang, 13 Meter breit, hat 4,5 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 3,017 Tonnen. Sie wurde 1987 bei der J.J. Sietas Schiffswerft in Hamburg-Neuenfelde erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bergung der Umoe Ventus abgeschlossen
(16.02.16) Die Bergung des Crewbootes "Umoe Ventus" konnte am Abend des 14.2. mit der Räumung der auf dem Meeresgrund vor Bagenkop verbliebenen Trümmer abgeschlossen werden. Die Barge mit dem Wrack und einer Menge Trümmerteile an Deck machte gemeinsam mit dem Schwimmkran "Sanne A" und dem Bergungsschiff "Mira A" im Hafen von Bagenkop am einstigen Kai der Kiel-Langeland-Fähre fest. Am 15.2. um 20.30 Uhr lief der Konvoi von dort in den Heimathafen Horsens aus.
Der Transit war nur bei Windgeschwindigkeiten unter fünf Knoten in ebensolcher Geschwindigkeit möglich und dürfte an die 20 Stunden dauern. Hier werden Versicherungsvertreter und die Schiffsunfalluntersuchungskommission die Wrackreste untersuchen, ehe diese zerlegt und in Herning entsorgt werden. Das 50 Millionen dänische Kronen teure Katamaranboot wurde nur ein Jahr alt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Xethe Bhum machte Bumm
(16.02.16) Am 14.1. um 6.30 Uhr geriet der unter Singapur-Flagge laufende Frachter "Xetha Bhum", 11086 BRZ (IMO:-Nr.: 9046411), beim Auslaufen von Bangkok nach Singapur auf dem Chao Praya River bei der Bhumibol Bridge unvermittelt außer Kontrolle, als er von starken Verwirbelungen durch die Flussströmung erfasst wurde. Das Schiff rammte frontal in die Flusspromenade, die mehrere Meter tief aufgerissen wurde. Im Frachterbug entstanden unterhalb der Wasserlinie Risse im Rumpf. Menschen kamen nicht zu Schaden.
Der Frachter wurde von zwei Schleppern der Coastguard wieder befreit und in Bangkok inspiziert, eher er seine Reise fortsetzen durfte. Bereits am 12.9.2011 war die "Xetha Bum" auf Reede von Singapur in eine Kollision verwickelt worden, als der vietnamesische Tanker "Dainam" (IMO-Nr.: 9212474), sie an Steuerbordseite rammte und auf großer Fläche aufriss. Der Schaden wurde beim ST Marine Shipyard in Singapur behoben.
Die “Xetha Bhum” ist 146 Meter lang, 21 .Meter breit, hat 5,80 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 15,302 Tonnen. Das Containerschiff entstand 1993 auf der Hanjin Ulsan Factory in Südkorea und läuft im Management der RCL Regional Container Lines.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Stena-Fähre in Rotterdam
(16.02.16) Am 15.2. um 14.15 Uhr brach auf dem Fahrzeugdeck der schwedischen RoRo-Fähre "Stena Transporter", 33690 BRZ (IMO-Nr.: 9469376), die im Rotterdamer Europort am Kai lag, ein Feuer aus. Es entstand offenbar durch Funkenflug bei Schleifarbeiten und setzte einen mit Gas beladenen Truck in Brand. Die Feuerwehren von Hoek van Holland, s-Gravenzande, Naaldwijk, Rotterdam-Bosland und Rotterdam-Coloradoweg wurden alarmiert. Der Brand wurde durch die Feuerwehr aus Hoek van Holland kurz nach ihrem Eintreffen vor Ort als mittelschwer eingestuft, woraufhin zwei Löschfahrzeuge aus Hoek van Holland und s-Gravenzande eingesetzt wurden.
Auch das KNRM-Rettungsboot "Jeanine Parquin" der örtlichen Rettungsstation kam aus dem Berghafen und ging auf Standby für den Fall, dass im Zuge der Löscharbeiten jemand ins Wasser fiele. Binnen einer Viertelstunde war das Feuer gelöscht, und die meisten Einsatzkräfte konnten wieder abrücken. Das Schiff verließ Rotterdam wieder gegen 22 Uhr und erreichte Immingham am 16.2. gegen acht Uhr.
Bereits am 19.6.2015 war es im Maschinenraum der „Stena Transporter“ vor England zu einem Feuer gekommen. Es konnte schnell von der Besatzung gelöscht werden. Vorsorglich kamen aber zwei Schlepper und ein Rettungsboot der RNLI-Station Humber zu Hilfe. Die 180 Passagieren und Besatzungsmitglieder blieben unverletzt.
Die “Stena Transporter” ist 212 Meter lang, 31,62 Meter breit, hat 6,3 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 8423 Tonnen. Sie wurde 2011 bei den Samsung Heavy Industries Co. Ltd. in Goje für die Stena Line BV in Hoek van Holland erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



14 Mann nach Schiffsuntergang vor Papua vermisst
(16.02.16) Der 21 Meter lange indonesische Frachter "Azula" (MMSI-Nr.: 525022275) sank am 12.2. vor der Mündung des Aswetsj River in der Arafura-See. Teile des Wracks ragten anschließend noch aus dem Wasser, doch von der 14-köpfigen Crew fehlte jede Spur, als die Mimika Search And Rescue (SAR) am 13.2. gegen 22 Uhr vor Ort eintraf und in den Gewässern von Muara Agats, 20 Kilometer von Asmat entfernt, eine Rettungsaktion mit drei Booten einleitete.
Auch Polizei und Marine von Papua beteiligten sich daran. Das Schiff war mit Baumaterial von Surabaya gekommen und sank vermutlich wegen Überladung und schlechten Wetters. Es hatte vor dem Unglück noch im Hafen von Timika in Papua festgemacht, bevor es Kurs auf Asmat nahm.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter sank vor San Francisco
(16.02.16) Die US Coast Guard rettete am 15.2. zwei Mann von dem gekenterten Kutter “Jack – D 7” sechs Meilen westlich von San Francisco. Sie hatten um 10:02 Uhr einen Notruf gefunkt, nachdem ihr Schiff Wassereinbruch erlitten hatte und schnell sank. Es gelang noch, eine Positionsangabe durchzugeben, doch diese erwies sich als nicht akkurat. Es gelang aber, die Position mit dem Rescue 21 System einzugrenzen – sie befand sich sechs Meilen entfernt von dem Ort, an dem sich die Fischer vermuteten.
Ein Helikopter stieg von der Air Station San Francisco auf, ein Rettungsboot lief von der Station Golden Gate aus und war um 10:40 Uhr vor Ort. Die Retter zogen die beiden Schiffbrüchigen unversehrt aus dem Wasser. Sie litten lediglich an leichter Unterkühlung und wurden zur Station gebracht.
Der Bug des Kutters ragte noch aus dem Wasser, als die Coast Guard abrückte. An Bord waren 200 Gallonen Öl.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schubverband rammte Moselbrücke
(16.02.16) Am 14.2. kurz nach 19 Uhr kollidierte ein mit 4000 Tonnen Eisenerz beladener Schubverband mit dem linken Brückenbogen der Straßenbrücke Zell. Ursache war offenbar eine nautische Fehleinschätzung im Zusammenspiel mit dem hohen Wasserstand der Mosel.
Während an der Brücke lediglich Kratzer entstanden, wurde das Ruderhaus des Schubschiffes erheblich beschädigt. Der Verband setzte seine Fahrt bis in den Hafen von Enkirch fort, wo er die Nacht über liegen blieb. Nach einer provisorischen Reparatur sollte es seine Fahrt fortsetzen können. Die Wasserschutzpolizei Bernkastel nahm Ermittlungen zur Unfallursache auf.
Quelle:Tim Schwabedissen



Versorgungsschiff bei Noronhão gesunken
(16.02.16) Nach dem Untergang der „Além Mar“ am 4.2. nahe Noronha mit 70 Tonnen Nahrungsmitteln ist die Versorgung der Märkte von Fernando de Noronhão unterbrochen. Am 15.2. sollte ein Charterschiff Entlastung bringen. Neben dem gesunkenen Schiff sind noch vier weitere Versorgungsschiffe sowie ein Flugservice von Blue Cargo für die Bevölkerung im Einsatz.
Quelle:Tim Schwabedissen



Untersuchungen nach Havarie vezögern Ankunft von Mega-Frachter in Hamburg
(16.02.16) DP World Southampton, Betreiber der Containerterminals in Southampton, erwartete, dass der unter Singapur-Flagge registrierte Mega-Containerfrachter „APL Vanda“, 151963 BRZ (IMO-Nr.: 9631993), am 16.2. gegen 12:30 Uhr nach Hamburg auslaufen könnte. Bis dahin sollten die notwendigen Untersuchungen abgeschlossen werden.
Auch Taucher nahmen das Unterwasserschiff unter die Lupe, um mögliche Schäden, die beim Aufsetzen auf der West-Bramble-Bank entstanden sein könnten, zu entdecken. APL arbeitete im Zuge dieser Untersuchungen eng mit den zuständigen Behörden und sonstigen Stellen zusammen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ausgebranntes Restaurantschiff hatte lange Geschichte
(16.02.16) Das Feuer auf dem dänischen Restaurantschiff “Sundance”, 273 BRZ (IMO-Nr.: 8633762), am 11.2. an der Knippelsbrücke in Kopenhagen hat schweren Schaden angerichtet. Das Schiff stand 2009 für 17 Millionen Kronen als das teuerste dänische Hausboot zum Verkauf. Es bot 350 Quadratmeter Nutzfläche. Nach dem Brand sank der Verkaufswert auf nun neun Millionen Kronen. Die Feuerwehr hatte das Feuer binnen zwei Stunden löschen können.
Das Schiff blickt auf eine 45-jährige Geschichte zurück. Es wurde bei James and Stone in Brightlingsea erbaut und war von 1971 bis 1979 als „Gay Enterprise“ und als “Solent Enterprise” bis 2005 für die Portsmouth Harbour Ferry Company (PHFC) im Einsatz, ehe es nach Dänemark verkauft wurde. Die Fähre wurde 1971 zum Einsatz zwischen Gosport und Portsmouth erbaut und nach 34 Jahren durch die „Spirit of Portsmouth“ ersetzt.
Im Hafendienst wurden jährlich über drei Millionen Menschen transportiert. 2005 erwarb die die Capital Pleasure Boats das Schiff und taufte es “Sundance“ zum weiteren Einsatz als Charterschiff auf der Themse. 2008 ging es dann an den dänischen Eigner Michael Højgaard Madsen und diente 2011 als Café, Festlokal und Bed and Breakfast in Svendborg. 2012 wurde es als schwimmendes Restaurant in Kopenhagen wieder eröffnet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Rettungsaktion für Segler vor schottischer Küste
(16.02.16) Ein Coastguard-Helikopter aus Prestwick wurde am 16.1. zweimal gerufen, um den Skipper einer 40 Fuß langen Yacht, die um kurz nach Mitternacht auf Felsen beim Skerryvore-Leuchtturm 12 Meilen südwestlich von Tiree auf Felsen gelaufen war. Er suchte zunächst bei stürmischem Wetter mehrere Stunden bei schwierigen Wetterverhältnissen vergeblich nach dem Boot, ehe er zum Auftanken abdrehen musste.
Das RNLI-Boot aus Islay, die „Helmut Schroder of Dunlossit II“, wurde um 00.36 Uhr alarmiert, scheiterte aber beim Versuch, eine Schleppverbindung herzustellen. Daraufhin wurde der Hubschrauber erneut gerufen, um den Segler aus der Luft zu retten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Hebung von Schlepper in Juneau steht bevor
(16.02.16) Der 96 Fuß lange Schlepper “Challenger” soll möglicherweise am kommenden Wochenende im Gastineau Channel in Juneau durch die Global Diving & Salvage gehoben werden, wo er im September 2015 sank. An Bord könnten noch 9,500 Gallonen Diesel sowie Schmieröl sein. Eine große Kranbarge soll am 18.2. an der Untergangsstelle in Stellung gehen.
Nach der Bergung soll das Wrack dann zum AJ Dock gebracht werden, wo alles verbliebene Öl entsorgt und das Wrack dann verschrottet wird. In der vergangenen Woche schlossen Taucher die Vorbereitungen für die Bergung ab. Neben der U.S. Coast Guard und dem Alaska Department of Environmental Conservation werden auch Vertreter einer örtlichen Umweltgruppe vor Ort sein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Binnenschiffs "Klipper" im Kehler Hafen gesunken
(Bild: Frank Behrends)   Großbild klick!

Bergung der Klipper in Kehl läuft an
(15.02.16) Nach dem Untergang des Binnenschiffs "Klipper", 1127 ts (EU-Nr.: 04027690), im Kehler Hafen am 26.1. soll in Kürze nun die Bergung beginnen. Der Frachter war bei der Beladung mit Schrott zerbrochen und gesunken. Ein Bergungsschiff aus Duisburg traf am 12.2. vor Ort ein. Wegen des Hochwassers auf Rhein und Ruhr hatte es zunächst Verzögerungen bei der Anreise gegeben.
Am 15.1. sollte zunächst festgelegt werden, wie die Bergung abläuft und was mit dem Schiff im
Nur das Ruderhaus ragt noch über das Wasser
(Bild: Frank Behrends)   Großbild klick!
Anschluss passiert. Die 500 Tonnen Schrott wurden in den Wochen nach dem Untergang bereits weitgehend aus dem überfluteten Laderaum geleichtert. Am 27.1. war das Hafenbecken nach vorläufiger Sicherung des Wracks für den Verkehr wieder teilweise freigegeben worden.
Die „Klipper“ hat eine Tragfähigkeit von 1127 Tonnen, ist nach einer Verlängerung um 18 Meter aktuell 84,9 Meter lang, 8,2 Meter breit und hat 2,53 Meter Tiefgang. Es wurde 1954 bei der Meidericher Schiffswerft als „Prosper“ für die Ruhrorter Transport GmbH in Duisburg-Ruhrort erbaut.
1968 wurde es zur „Rheinstahl 109“ der Rheinstahl NV in Rotterdam, 1974 zur „Haeger & Schmidt 109“ der Thyssen Rotterdam BV in Rotterdam, 1978 zur „Veerhaven 109“ der Veerhaven BV in Rotterdam, 1979 zur „Rena“ von Friedrich Schulz in Kehl und lief seit 2013 als „Klipper“ für Sebastian Sztander in Edingen-Neckarhausen .
Quelle:Tim Schwabedissen



Containerfrachter “Emma Maersk”
(Bild: Michelle Floch)   Großbild klick!

Mega-Containerschiff unter Winddruck
(15.02.16) Der dänische Containerfrachter “Emma Maersk”, 170794 BRZ ((IMO-Nr.: 9321483)), der am 11.2. von Bremerhaven kommend unbeladen vor Brest vor Anker gegangen war und auf das Einlaufen in den Hafen wartete, wo er beim Damen Shiprepair Yard überholt werden sollte, geriet am 13.2. in Schwierigkeiten, seine Ankerposition zu halten. Bei starkem Wind wurde befürchtet, dass das Schiff mit seiner gewaltigen Segelfläche ins Treiben geraten könnte.
Gegen neun Uhr rief der Kapitän deshalb einen Lotsen und verließ die Hafenbucht in Richtung See. 10 Meilen vor Pointe Saint-Mathieu wartete der Frachter auf Wetterberuhigung. Der Schlepper "Britain" wurde aus Lorient geholt, um dem Schiff beim Anlaufen des Hafens zu assistieren.
Am Abend kehrte der Megafrachter zurück und wurde am Nachmittag des 14.2. ins Hafenbecken 3 geschleppt, wo er eingedockt wurde. Eine Woche lang sollten im Dock Instandsetzungsarbeiten stattfinden.
Die „Emma Maersk“ ist 397,71 Meter lang, hat eine Breite von 56,55 Metern, eine Seitenhöhe von 16,02 Metern und eine Tragfähigkeit von 156907 Tonnen. Sie läuft für die Maersk Line A/S in Aarhus und wurde 2006 bei der Odense Steel Yard Ltd. erbaut
Quelle:Tim Schwabedissen



Strandung von Mega-Containerfrachter rief Erinnerungen an Havarie der „Hoegh Osaka“ wach
(15.02.16) 13 Monate, nachdem am 3.1.2015 der Autofrachter “Hoegh Osaka” sich im Solent auf die Seite legte und wochenlang auf der Bramble Bank gelegen hatte, ehe er abgeschleppt und aufgerichtet werden konnte, vollzog sich die Bergung des Megafrachters „APL Vanda“, 151963 BRZ (IMO-Nr.: 9631993), in der Nacht zum 14.1. von der Untiefe vor der Isle of Wight deutlich schneller. Das Schiff war um 14.50 Uhr aus Le Havre ausgelaufen und hatte um 20.15 Uhr in Southampton festmachen sollen.
Nach einem Maschinenausfall war er von Wind und Strom in östliche Richtung vertrieben worden. Deshalb entschied der Kapitän, das Schiff kontrolliert auf die Sandbank zu setzen. Bereits wenige Minuten später waren schon sechs Schlepper, der Hafenkapitän von Southampton und das RNLI-Bot aus Calshot vor Ort. Zwei Schlepper machten am Bug fest, zwei am Heck und weitere gingen an beiden Schiffsseiten in Position, mussten aber noch auf die Flut warten.
Die Hälfte des Ruders lag nach der Havarie zeitweilig trocken. Die Coastguard untersuchte den Rumpf. Glück für die Berger war, dass das Schiff nicht beim Höchstwasserstand auf Grund gesetzt worden war, sondern die Flut in der folgenden Zeit 4,5 Meter weiter auflief. Während die am Ende insgesamt acht Schlepper auf einen ausreichenden Wasserstand warteten, musste der Chemikalientanker „Selandia Swan“ sein Auslaufen nach Rotterdam verschieben, und die Autofähre „Paganella“, die um Mitternacht in Southampton hätte festmachen sollen, wurde angewiesen, bei Ryde zu ankern.
Kurz nach Anbruch des neuen Tages dann kam Bewegung in den festsitzenden Riesenfrachter, und um 3.30 Uhr schließlich konnte er an den Containerterminal gedrückt werden. Hier begannen gründliche Inspektionen und Untersuchungen zur Ursache des Blackout.
Die „APL Vanda“ wurde 2013 bei der Hyundai Samho Heavy Industries Co., Ltd. in Samho, Südkorea, erbaut und läuft für die Neptune Shipmanagement Services in Singapur. Sie ist 352 Meter lang, 51 Meter breit und hat 15,52 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 150166 Tonnen. Im Dezember 2015 hatte er auch in Hamburg gelegen.
Die dort vor wenigen Tagen auf Grund gelaufene „CSCL Indian Ocean“ hat derweil am 13.2. um 23.30 Uhr den Hafen von Rotterdam erreicht und lag dort seither am Euromax Terminal.
Quelle:Tim Schwabedissen



1">

Tanker droht in Malakka-Straße zu sinken
(15.02.16) Der indonesische Tanker "Nusamtara Albar", 4020 BRZ (IMO-Nr.: 8317411), erlitt am 14.2. um 16.30 Uhr auf Position 01 45 N 101 53 O rund 27 Meilen östlich von Dumai in der Straße von Malakka Wassereinbruch und drohte zu sinken. Ein Teil der Crew ging von Bord, die übrigen versuchten, die Lage mit Unterstützung des SAR-Schiffes "Basarmas" unter Kontrolle zu bringen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Katamaran vor Durban aus Seenot gerettet
(15.02.16) Am 13.2. um 21.21 Uhr wurde die NSRI Durban von der Transnet National Ports Authority (TNPA) alarmiert, nachdem der 36 Fuß lange Katamaran “Galileo” mit einer zweiköpfigen Crew an Bord südlich von Durban in Seenot geraten war. Im Sturm war der Motor ausgefallen, und nur unter Sturmsegel mühte er sich vergebens, Fahrt zu machen.
Die “Eikos Rescuer II” lief aus und erreichte das Segelschiff am 14.2. um 1.30 Uhr 28 Meilen vor der Küste unweit der Aliwal Shoal. Es trieb dort bei Nordostwind von 15 Knoten in zwei Meter hohen Wellen in einem schweren Gewittersturm. Es gelang den Seenotrettern, eine Schleppverbindung herzustellen, und gegen acht Uhr wurde der Havarist nach Durban eingeschleppt. Um neun Uhr lag er sicher am Kai.
Quelle:Tim Schwabedissen



Angelkutter nach Klo abgeschleppt
(15.02.16) Das norwegische Rettungsboot "Knut Hoem" kam am 14.2. zwei Fischereifahrzeugen zu Hilfe. Der norwegische Angelkutter "Sjøblomst" (MMSI-Nr.: 257104700) hatte Klo in Vesterålen Wassereinbruch erlitten, nachdem ein Wasserrohr an Bord gebrochen war.
Es gelang der Crew des Rettungsboots, den Havaristen auf den Haken zu nehmen und in den Heimathafen Klo zu schleppen. An Bord waren ein halbes Dutzend Sportangler. Außerdem schleppte die “Knut Hoem“ am selben Tag noch einen Kutter mit Maschinenproblemen nach Stø ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Offshore-Boot in Dover
(15.02.16) Am 14.2. geriet gegen 11 Uhr der Maschinenraum des britischen Arbeitsbootes „CWind Endurance“ (MMSI-Nr.: 235102884) in Dover in Brand. Das 19 Meter lange Schiff lag in der Dover Marina gebracht in den Western Docks. Kleine Löscher wurden dann von der Feuerwehr in den Maschinenraum geschlagen und mit Hochdruck Wassernebel in den Raum eingebracht, um die Temperatur zu senken und die Flammen zu ersticken.
Unter Atemschutz drangen Einsatzkräfte der Kent Fire and Rescue dann in den Maschinenraum ein. Vier Löschteams und die Environment Agency waren bis 15.30 Uhr vor Ort. Es galt auch noch, Trümmer aus dem Maschinenraum zu entsorgen. Der Sachschaden war erheblich, und das Boot würde wohl für einige Zeit außer Gefecht gesetzt bleiben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Rekordruderinnen aus Seenot gerettet
(15.02.16) Der liberianische Bulkcarrier "Rio Grita", 41218 BRZ (IMO-Nr.: 9673513), rettete auf der Fahrt von Port Kamsar in Guinea nach Kanada die vier Frauen Olivia Wolson, Gemma Chalk, Clare Lanyon und Jane McIntosh, die mit ihrem Ruderboot “Fire Ant” versuchten, den Geschwindigkeitsrekord über 3000 Meilen im Rudern zwischen Gran Canaria und Barbados zu brechen. Sie waren am 26.1. ausgelaufen, mussten aber am 13.1. um 9.08 Uhr Mayday funken, als sie sich 400 Meilen vor den Kapverden befanden.
Ihr 8,5 Meter langes Boot war bei hohem Seegang mehrfach gekentert, und sie hatten unentbehrliche Ausrüstung wie Ruder und GPS verloren, sodass sie weder navigieren noch manövrieren konnten. Die UK Coastguard fing den Notruf auf, und sie fand heraus, dass die 90 Meilen entfernte "Rio Greata" das nächste Schiff in dem entlegenen Seegebiet vor Afrika war. Nach über 11 Stunden gelang es am 14.1. um 1.25 Uhr, die Ruderinnen zu retten.
Es dauerte bei stürmischem Wetter noch drei Stunden, sie mit einem Fallreep an Bord zu bekommen. Es gelang aber, sie unversehrt in Sicherheit zu bringen. Sie hatten mit ihrer Fahrt 20000 Pfund für die Barnardo’s Children Charity und en Forces Children’s Trust einspielen wollen. Am 22.2. sollten sie in Port Alfred in Quebec an Land gehen und dann nach Hause fliegen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wrackteile werden geborgen
(Bild: )   Großbild klick!

Langeland: Bergung vor Bagenkop gelang erst im zweiten Anlauf
(14.02.16) Zu einem Kraftakt wurde die Bergung des dänischen Crewbootes "Umoe Ventus", 217 BRZ (IMO-Nr.: 9758507), vor dem Nordstrand von Bagenkop. Der Rumpf des kurz vor Weihnachten ausgebrannten und gesunkenen Schiffes war in den vergangenen Wochen so stark versandet, dass er beim Anheben unter dem Gewicht des eingespülten Sediments auseinanderzubrechen drohte. Deshalb musste der erste Bergungsversuch am 12.2. abgebrochen werden.
Ein Taucherteam zog danach weitere Hebestropps unter dem Wrack hindurch, sodass der Schwerpunkt beim Anheben verschoben werden konnte. Dann wurde er parallel an die zwei 125-Tonnen-Kräne und den großen Ausleger des Schwimmkrans "Sanne A" (MMSI-Nr.: 219007414) angeschlagen. Am 13.2. um 10.45 Uhr schwebte er über dem Wasser.
Eine große Menge geschmolzenen Materials hing darunter und musste zunächst entfernt werden, ehe er auf eine Barge gesetzt werden konnte, auf der es nach Horsens zur Untersuchung gehen sollte. Vor Ort war zusätzlich das Bergungsschiff "Mira A" (IMO-Nr.: 9099171). Nach der erfolgreichen Hebung galt es noch den Meeresgrund von Trümmerteilen zu reinigen, wozu ein Greifer des Schwimmkrans eingesetzt wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Manövrierunfähiger Frachter nach Piräus geschleppt
(14.02.16) Der unter Panama-Flagge lauende Bulkcarrier "Inifnity 5", 33226 BRZ (IMO-Nr.: 9445679), erlitt am 3.2. im Mittelmeer südlich von Karpathos (südliche Ägäis) auf der Reise von Odessa nach Chittagong Maschinenausfall und ging auf Drift. Der Schlepper "Ionion Pelagos" (IMO-Nr.: 7601657) wurde am 5.2. zu Hilfe gerufen und nahm den Havaristen auf den Haken. Am 13.2. wurde er auf der Reede von Piräus vor Anker gelegt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Dieselöl abgepumpt
(Bild: Gunnar Seidenfaden)   Großbild klick!

Abpumpen von Öl aus Plattform vor Bjerregaard angelaufen
(14.02.16) Das Abpumpen des Öls aus der gekenterten dänischen Offshore-Plattform "Sea Worker", 3776 BRZ ( IMO-Nr.: 8769705), zwischen Nymindegab und Bjerregaard kam bei spiegelglatter See am 12.2. voran. Es gelang an diesem Tag, 18 Tonnen Dieselöl aus den Tanks abzusaugen. Die Arbeiten wurden mit dem ersten Tageslicht des 13.1. bis zur Nacht fortgesetzt, um die ruhige Wetterphase zu nutzen. Die "Gunnar Seidenfaden" war währenddessen auf Standby, um auslaufendes Öl sofort auffangen zu können.
Quelle:Tim Schwabedissen



La Coruna: Offshore-Versorger drohte zu sinken
(14.02.16) Die spanische Coastguard rettete am 3.2. fünf philippinische Crewmitglieder des unter der Flagge der Vereinigten Arabischen Emirate laufenden Offshore-Versorgers "Esnaar 715", 439 BRZ (IMO-Nr.: 9673355), der in einen Sturm vor der nordwestlichen Küste Spaniens geraten war und 50 Meilen vor La Coruna bei Windgeschwindigkeiten von 45 Knoten zu sinken drohte.
Er hatte einen Blackout und Wassereinbruch erlitten und Steuerbordschlagseite entwickelt. Die Crew wurde nach Viveiro geflogen. Ein Schlepper nahm die "Esnaad 715", die auf dem Weg von den Niederlanden nach Abu Dhabi gewesen war, auf den Haken.
Quelle:TimSchwabedissen



Kutter in Peel vollgelaufen
(14.021.16) Im Hafen von Peel wurden am Morgen des 12.2. der ehemalige Kutter „Boy Ken II“ gesunken vorgefunden. Die Feuerwehr pumpte das Schiff bei Niedrigwasser, als es auf dem Hafengrund aufsaß. Der Kutter wurde gerade in ein Freizeitfahrzeug umgebaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ein Vermisster nach Kollision vor den Philippinen
(14.02.16) Der Kutter „Arnie Deca“ wurde am Morgen des 12.2. gegen fünf Uhr von einer auf Südkurs laufenden 2GO-Fähre vor Romblon gerammt und zerbrach in zwei Teile. An Bord waren 23 Personen. Sie waren auf Fangfahrt in Gewässer vor Barangay España, San Fernando, ausgelaufen. 22 Schiffbrüchige wurden von dem Kutter „Gian May“ aus dem Wasser gerettet, ein Mensch wurde vermisst. Die Coast Guard aus Cajidiocan and Magdiwang leitete eine SAR-Operation ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Container gingen in Algericas über Bord
(14.02.16) Zwei Container gingen bei Verladearbeiten auf dem unter Liberia-Flagge laufenden Containerfrachter "Maersk Detroit", 74642 BRZ (IMO-Nr.: 9333034), am 10.2. in Algericas über Bord und stürzten auf eine längsseits liegende Bunkerbarge, auf deren Deck sie beim Aufprall aufrissen und ins Hafenbecken fielen. Der Frachter verließ den Hafen noch am selben Tag in Richtung Port Said.
Quelle:Tim Schwabedissen



Containerfrachter saß im Solent fest
(14.02.16) Am Abend des 13.2. lief der unter Singapur-Flagge registrierte Containerfrachter „APL Vanda“, 151963 BRZ (IMO-Nr.:9631993), auf der Bramble Bank im Solent auf Grund. Es wurde von Le Havre kommend nach einem Maschinenausfall auf die Sandbank gesetzt, als es in den Fahrwasser zwischen Cowes, der Isle of Wight und Southampton drehen wollte. Die Schlepper „Lomax“, „Phenix“, „Apex“, „Svitzer Ferriby“, „Svitzer Alma“ und „Svitzer Sarah“ sowie die „Svitzer Eston“ und „Svitzer Bargate“ wurden von den Port of Southampton Vessel Traffic Services zu Hilfe gerufen und konnten den 370 Meter langen und 51 Meter breiten Frachter mit auflaufendem Wasser gegen Mitternacht wieder flottmachen.
Sein Glück war, dass er bei Ebbe aufgelaufen war und das Wasser mit der nächsten Flut 4,5 Meter hoch auflief. Er machte am 14.2. um 3.30 Uhr am Containerterminal in Southampton fest. Mehrere Schiffe mussten bei Spithead und im West-Solent warten, bis der Containerriese wieder frei war. Auch die „CMA CGM Samson“ konnte nicht planmäßig nach Rotterdam auslaufen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Buss-Fraachter treibt vor Smith Island
(14.02.16) Der unter Antigua-Barbuda-Flagge laufende Containerfrachter "Herbilan Success, 9957 BRZ (IMO-Nr.: 9324978), erlitt am 11.2. nachmittags Maschinenschaden in der Bay of Bengal auf Position 14 00 N 092 20 O. Der Frachter der Buss Shipping GmbH & Co. KG in Hamburg driftete 40 Meilen vor der Nordspitze von Smith Island, die zu den Andamanen-Inseln gehört. Er war unterwegs von Colombo nach Yangon.
Quelle:Tim Schwabedissen



Patroullienboot auf Mole aufgelaufen
(14.02.16) Am 11.2. gegen 19.30 Uhr lief das 34 Fuß lange Fluss-Patroullienboot 414 der US Navy an der Südmole vor dem St. Johns River nahe Jacksonville, Florida, beim Ansteuern der Mayport Naval Station auf die Mole. Die fünfköpfige Crew wurde gerettet, das Boot selbst lief voll und lag bis zum Oberdeck versunken auf der Steinschüttung der Mole. Die Thomas Diving wurde mit der Bergung beauftragt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Binnenschiff „Malesri“: Untergang verhindert
(Datum) Das mit Schrott beladene Binnenschiff „Malesri“ schlug am Morgen des 14.2. leck geschlagen und drohte vor der Ruhrschleuse Pontwert zu sinken. Die Havarie ereigente sich bei der Einfahrt vom Rhein in die Ruhrmündung gegen 8 Uhr. Vermutlich hatte der Frachter beim Einlaufen Grundberührung an den Steinen der Uferböschung gehabt und sich dabei mehrere kleine Lecks am Heck zugezogen. Nachdem die bordeigenen Lenzpumpen nicht mehr gegen das Wasser ankamen, alarmierte der Schiffsführer die Feuerwehr, die mit der Taucherstaffel, einer Löschgruppe und dem Feuerlöschboot anrückte.
Sie konnten das Schiff stabilisieren und ein weiteres Absinken verhindern. Insgesamt waren 20 Einsatzkräfte vor Ort. Vorsorglich wurde auch das Auslegen von Ölschlängeln vorbereitet. Mit Unterstützung einer Fachfirma konnte das Leck aber provisorisch mit einem Lecksegel abgedichtet werden. So wurde eine Reparatur des Schadens möglich, die dem Frachter die Weiterfahrt bis zum Löschen seiner Ladung im Duisburger Hafen ermöglichte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter “Frem – SN 1“ wieder im Hafen
(Bild: RNLI)   Großbild klick!

Kutter vor Thurso in Seenot
(12.02.16) Aus Thurso wurde am 11.2. das RNLI-Boot “The Taylors (17-42)” um 4.30 Uhr gerufen, nachdem der Kutter “Frem – SN 1“, 21 BRZ (MMSI-Nr.: 235092379), Wassereinbruch im Maschinenraum im Pentland Firth erlitten hatte. Der in Dänemark erbaute, 45 Fuß lange Holzkutter lag mit einer zweiköpfigen Crew an Bord zwei Meilen östlich von Dunnet Head, als die Seenotretter gegen fünf Uhr vor Ort eintrafen. Es herrschten 20 Meilen Wind und eine Wellenhöhe von zwei bis drei Metern.
Das Rettungsboot ging beim Havaristen längsseits und übergab eine Lenzpumpe. Allerdings war die Kuttercrew nicht in der Lage, sie in Gang zu bringen. Wenig später traf auch ein Rettungshubschrauber der Shetland Coastguard ein und setzte einen Mann mit einer weiteren Pumpe an Bord ab. Nachdem diese zuverlässig arbeitete, nahm der Kutter Kurs auf Scrabster, eskortiert vom Rettungsboot und dem Helikopter.
Als die Pumpe wegen Verstopfung zeitweilig Schwierigkeiten machte, wurde sicherheitshalber eine Rettungsinsel klargemacht, falls die drei Männer an Bord schnell würden flüchten müssen. Doch gegen acht Uhr erreichte der Konvoi Scrabster, und das Rettungsgerät konnte von Bord geholt werden. Eine Viertelstunde vor dem Einlaufen war der Hubschrauber bereits zum Auftanken nach Wick abgedreht und kam dann nach Thurso zurück, um den Rettungsmann und die Pumpe an Bord zu nehmen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Restaurantschiff stand in Kopenhagen in Flammen
(12.02.16) An der Knippelsbro unweit der National Bank geriet in der Nacht zum 11.2. in Kopenhagen das Restaurantschiff „Sundance“ in Brand. Die Feuerwehr wurde von Eigner Michael Højgaard Madsen gegen zwei Uhr alarmiert. Es gelang ihm noch, einen Datenschreiber und andere Gegenstände vom Schiff zu holen, die er der Polizei übergab.
Er vermutete Brandstiftung. Sein Vertrag war am 6.1. ausgelaufen, doch er hatte sich geweigert, das Restaurant bfzugeben, und hatte Rechtsmittel eingelegt. Madsen hatte das Schiff in England erworben und umgebaut. Die oberen Decks wurden von den Flammen schwer beschädigt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bergung der „Umoe Ventus“
(Bild: Soeren Meyer)   Großbild klick!

Langeland: Bergung der „Umoe Ventus“ vor Bagenkop hat begonnen
(12.02.16) Am 11.2. trafen von Horsens kommend der Schwimmkran "Sanne A" (MMSI-Nr.: 219007414) der J.A. Rederiet in Stenderup, sowie die „Mira A“ (IMO-Nr.: 9099171), eine ehemalige Fähre, mit weiterem Bergungsgerät, darunter einer Barge, vor Bagenkop an der Untergangsstelle des dänischen Crewboots "Umoe Ventus", 217 BRZ (IMO-Nr.: 9758507), ein, das dort seit Weihnachten auf Grund lag. Taucher mussten zunächst Hebestropps unter dem Wrack hindurchziehen. Bei nur 2,1 Metern Wassertiefe und einem Tiefgang des Krans von 1,8 Metern war eine sorgfältige Planung notwendig gewesen.
Das ausgebrannte Wrack kann nur bei ausreichend hohem Wasserstand angehoben werden, ohne dass der Kran selbst festkommt. Um die Untergangsstelle wurde eine Schwimmsperre ausgelegt, damit keine Trümmer abtreiben können. Die „Umoe Ventus“ soll auf einer dänischen Abwrackwerft nach der Bergung verschrottet werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fehmarn: Dänischer Kutter gab Suchkräfte Tip bei der „Condor“
(12.02.16) Der Fund des Wracks der "Condor" drei Seemeilen östlich vor Staberhuk ist nicht zuletzt dem Hinweis eines dänischen Fischkutters zu verdanken, dessen Skipper am 9.2. gegen 13.15 Uhr der „Bad Düben - BP 23“ der Bundespolizei meldete, dass er mit einem ausgebrachten Schleppnetz am Grund hängengeblieben sei, obwohl auf der Seekarte keine Unterwasserhindernisse zu erkennen waren. Daher vermutete er, dass es sich bei dem Hindernis um den gesunkenen Fischkutter handeln könnte. Die „Bad Düben“ befand sich zu diesem Zeitpunkt rund 1,5 Seemeilen südöstlich der Position.
Sofort wurde die Einsatzzentrale in Cuxhaven informiert, die ihrerseits das Wracksuchschiff "Deneb" dorthin schickte, wo es mit der Suche nach dem Wrack und dem Schleppnetz begann. Das BSH sicherte die Stelle mit einer Boje ab. Dadurch war sie als Gefahrenstelle markiert und konnte zugleich für weitere Untersuchungen leichter wiedergefunden werden.
Vom Wasser- und Schifffahrtsamt Lübeck ging zudem eine „Bekanntmachung für Seefahrt“ heraus mit der Aufforderung, den genannten Bereich in einem Abstand von mindestens 1000 Meter zu passieren, da mit treibenden Wrackteilen, Fischernetzen etc. zu rechnen sei. Nachdem am Vormittag des 10.2. dann Polizei-Taucher der 1. Einsatzhundertschaft aus Eutin in Burgstaaken eintrafen, ein Team von acht Tauchern, darunter eine Frau, galt es noch auf die „Falshöft“ aus Kiel zu warten, die gegen 12 Uhr einlief. Das Boot mit fünf Mann Besatzung nahm die Taucher und zwei Beamte der Wasserschutzpolizei Kiel an Bord, die alle Maßnahmen zusammen mit der Staatsanwaltschaft Kiel, der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung und der Bundesstelle für Seefalluntersuchung koordiniert.
Gegen 12.30 Uhr ging es dann zum Wrack hinaus, an dem die "Scharhörn" in Stellung gegangen war, um die Gefahrstelle zu sichern und zu verhindern, dass unbefugte Personen hinabtauchen. Ob, wann und wie der Fischkutter geborgen wird, war unterdessen noch völlig offen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Offshore-Plattform "Sea Worker"
(Bild: )   Großbild klick!

Dänische Nordseeküste: Taucher drangen in gekenterte Plattform bei Hvide Sande ein
(12.02.16) Am 10. und 11.2. gelang es Tauchern von Smit Salvage, in die gekenterte dänische Offshore-Plattform "Sea Worker", 3776 BRZ (IMO-Nr.: 8769705), vor Bjerregaard einzudringen, um das Abpumpen von 170 Kubikmetern Dieselöl und 50 Kubikmetern Schmieröl aus den Tanks vorzubereiten. Sie versuchten, die dazu nötige Ausrüstung anzubringen und nutzen dabei ein Wetterfenster, das bis zum 13.2. anhalten sollte. Das Abpumpen des Öls mit Schläuchen, die in die angebohrten Tanks eingebracht werden, dürfte zwei bis drei Tage dauern.
Außerdem kontrollierten die Bergungstaucher das Innere der Plattform auf darin schwimmendes, ausgelaufenes Öl. Es gab noch keinen weitergehenden Plan zur Bergung der Plattform der A2Sea. Vor Ort war als Plattform beim Taucheinsatz der holländische Schlepper "Torsten" (IMO-Nr.: 9623142) der Brunsbütteler Schramm-Gruppe.
Dieser Schlepper ist ein vielseitiger und kräftiger Ankerzieh- und Mehrzweckschlepper, der über ein großes, freies Arbeitsdeck verfügt. Er kann wegen seines geringen Tiefganges auch küstennah eingesetzt werden. Außerdem waren das ebenfalls.in Holland registrierte Katamaranschiff "Seazip 3" (IMO-Nr,: 9758686) sowie das dänische Ölbekämpfungsschiff "Gunnar Seidenfaden" zur Überwachung der Arbeiten an der Strandungsstelle.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter “Lois Virginia” wird in den Hafen geschleppt
(Bild: USCG)   Großbild klick!

Vier Schiffe halfen einem Kutter
(12.02.16) Die US Coast Guard assistierte am 11.2. der zweiköpfigen Crew des 50 Fuß langen Kutters “Lois Virginia”, der 31 Meilen südlich von Block Island am 10.2. um 18:45 Uhr manövrierunfähig geworden war. Der 87 Fuß lange Kutter „Sao Paulo”, der den Notruf ebenfalls aufgefangen hatte, bot an, den Havaristen nach Point Judith, Rhode Island, zu schleppen.
Das 87 Fuß lange Patroullienboot „Hammerhead” aus Woods Hole kam ebenfalls zu Hilfe und eskortierte den Schleppzug. Vor Block Island übernahm ein 45-Fuß-Boot der Coast Guard Station Point Judith die “Lois Virginia2 und brachte sie bei bis zu sieben Fuß hohen Seen in den Hafen ein. Hier assistierte der Kutter „Matador” beim Festmachen in Point Judith Harbor.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter vor Untergang bewahrt
(12.02.16) Das RNLI-Boot aus Penlee bewahrte im Hafen von Newlyn den Kutter "Roc Le-Riough" vor dem Untergang, nachdem er in stürmischer See leckgeschlagen war. Gegen 14 Uhr wurde es zum Einsatz gerufen, und die "Paul Alexander" kam mit einer Lenzpumpe zu Hilfe, die die Fischluke trockenlegte. Zwei Sardinenkutter halfen mit ihren Pumpen. Um 16.30 Uhr war das Wasser wieder außenbords, ein Leck wurde lokalisiert und provisorisch abgedichtet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sturm Imogen warf Fahrzeuge auf Frachtdeck der „Epsilon“ herum
(12.02.16) Etliche Autos wurden zerquetscht und Lkws umhergeworfen, nachdem der Sturm Imogen die italienische Fähre "Epsilon", 26375 BRZ (IMO-Nr.: 9539054), nach dem Auslaufen aus Cherbourg nach Dublin am 7.2. um 17.30 Uhr erfasst hatte. Rund 60 Pkw, 20 Trucks und andere Fahrzeuge wurden zerstört oder beschädigt, als die Ladung der Fähre vor Nord-Devon teilweise überging.
Das Schiff musste bei bis zu 11 Beaufort und Windgeschwindigkeiten von 60 Knoten mit Spitzen von 105 Knoten am 8.2. Schutz vor er Küste suchen und lief mit 110 Passagieren an Bord erst am Nachmittag des 9.2. mit über 24-stündiger Verspätung im Hafen ein. Niemand war bei dem Sturmritt zu Schaden gekommen, und die Fahrgäste wurden von Reedereipersonal anschließend betreut. Es sei aber die schlimmste Überfahrt gewesen, die das Schiff je gehabt habe, hieß es hinterher.
Am Abend des 11.2. dann wurde die „Epsilon“ in Holyhead mit einem Auslaufverbot belegt, nachdem in einem der Rettungsboote ein Riss entdeckt wurde. Das Boot sollte in der Nacht repariert und das Schiff dann inspiziert werden. Bis dahin mussten die "Ulysses", die ebenfalls in Holyhead lag, und Fähren der Stena-Line, die auch von Holyhead nach Dublin verkehrt, Reisende und Fracht übernehmen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Binnenschiff auf Main auf Grund gelaufen
(12.02.16) Das rumänische Binnenschiff "Dunav 3", 1065 ts (EU-No.: 02312678), lief am 10.2. gegen 20 Uhr auf dem Main auf Grund. Das mit 700 Tonnen Sonnenblumenkernen beladene Binnenschiff war auf dem Main flussabwärts unterwegs. Etwa zwei Kilometer vor der Schleuse Lengfurt wollte der 36-jährige Schiffsführer zur Nachtruhe festmachen und zunächst ein entgegenkommendes Schiff passieren lassen.
Er verlangsamte die Geschwindigkeit und steuerte nach Steuerbord, wo das Schiff auf ein Bauwerk unter Wasser auflief und letztlich feststeckte. Die zuständigen Behörden entschieden, dass Bergungsarbeiten am Morgen des 11.2. in Angriff genommen werden sollten. Schiffen auf dem Main war es derweil möglich, die Stelle mit langsamer Fahrt zu passieren.
Ein anderes Binnenschiff konnte den Havaristen gegen 8.30 Uhr wieder freischleppen. Neben Behördenvertretern des Wasser- und Schifffahrtsamtes war auch die Wasserschutzpolizei Würzburg vor Ort. Da es weder am Schiff noch am Bauwerk unter Wasser zu Schäden gekommen war, konnte es nach einer Überprüfung die Fahrt Richtung Belgien fortsetzen.
Quelle:Tim Schwabedissen



RoRo-Frachter nach Feuer zum Verschrotten verkauft
(12.02.16) Die American Roll-on Roll-off Carrier LLC, New Jersey, gab bekannt, dass der amerikanische Autofrachter "Courage", 52288 BRZ (IMO-Nr.:8919922), der in Bremerhaven nach einem Feuer an Bord seit dem 17.6.2015 im Verbindungshafen in Bremerhaven auflag, an türkische Abbrecher verkauft worden ist. Das Schiff soll den Hafen in den kommenden Tagen verlassen. Er war am 2.6.2015 nach dem Auslaufen aus Bremerhaven vor England in Brand geraten und war schwer beschädigt worden.
Quelle:Tim Schwabedissen



CSCL Indian Ocean verließ Hamburg gen Rotterdam
(12.02.16) Die „CSCL Indian Ocean“ verließ den Hamburger Hafen am 12.2. gegen zwei Uhr mit Kurs Rotterdam, wo sie gegen 21 Uhr erwartet wurde. 2000 Container wurden seit dem Festmachen am Eurogate-Terminal an Bord genommen. Der Rumpf des Frachters hat die Havarie nahezu unbeschadet überstanden.
Die Maschinen und Ruderanlage waren bereits nach dem Freischleppen wieder in Betrieb genommen worden. Taucher hatten nach dem Einlaufen in Hamburg alle Bereiche des Rumpfes auf etwaige Schäden überprüft. Die zuständige Klassifikationsgesellschaft bestätigte anschließend die Klasse und erhob keine Einwände gegen die Weiterfahrt.
Damit konnte auch das Auslaufverbot durch die Berufsgenossenschaft BG Verkehr am 11.2. wieder aufgehoben werden. Die Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung in Hamburg ermittelte unterdessen weiter. Ihr Augenmerk galt der Ruderanlage. Auf der Elbe nahe Brunsbüttel gab es in der Nacht noch eine Begegnung der „CSCL Indian Ocean“ mit ihrem einlaufenden Schwesterschiff „CSCL Atlantic Ocean“. Das Schwesterschiff war regulär im Fahrplan unterwegs und machte um 6 Uhr in Hamburg fest. Um 1.26 Uhr passierte das auslaufende Schiff mit einer Geschwindigkeit von 11 Knoten die Unglücksstelle vor Grünendeich, um 4.47 Uhr war es querab Cuxhaven.
Um 8.30 Uhr hatte es dann bereits die Deutsche Bucht mit einer Geschwindigkeit von 21,9 Knoten hinter sich gelassen und steuerte auf die Nordsee hinaus. Es galt nun auf dem Weg nach China die mehrtägige Verzögerung durch die Havarie wieder aufzuholen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Aufräumarbeiten nach Feuer auf Thunfischfänger
(12.02.16) Der Tanker "Fong Seong 888" blieb am 11.2. auf Standby an dem amerikanischen Thunfischfänger "American Eagle", dessen Crew sich daran machte, Wasser mithilfe einer Lenzpumpe, die eine HC-130 Hercules der Air Station Barbers Point zuvor abgeworfen hatte. 30 der insgesamt 42 Mann waren an Bord zurückgekehrt und machten sich an Aufräumarbeiten. Das Schwesterschiff "American Victory" war auf dem Weg zum Havaristen und sollte in zwei bis drei Tagen die "Fong Seong 888" ablösen.
Die “American Eagle”, 2310 BRZ (IMO-Nr.: 8974398), ist 89,21 Meter lang, 13,9 Meter breit, hat vier Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 2,535 Tonnen. Sie wurde 2003 bei der Ching Fu Shipbuilding in Kaohsiung, Taiwan erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutterpäckchen liegt weiter auf Grund
(12.02.16) Noch keinen Fortschritt konnte Arnold Enge, Eigner des 42 Fuß langen Stellnetzkutters “Moonshadow” und des 57 Fuß langen Fischtenders „Robert G. Johnston“ bei der Bergung seiner beiden Schiffe machen, die in der vergangenen Woche am Ufer von Kupreanof Island sanken. Ein Boot der US Coastguard hatte zunächst die “Robert G. Johnston” gesunken entdeckt und sofort Enge verständigt. Dieser gab an, bereits das Öl aus den Tanks abgepumpt zu haben.
Er sagte auch zu, das Schiff zu bergen. Dann aber stellte die Crew des Patroullienbootes “Anacapa” fest, das auch sein zweites Schiff, die “Moonshadow“, inzwischen direkt daneben auf Grund lag. Wegen möglicher Ölverschmutzungen legte die Coast Guard Juneau vorsorglich eine Ölsperre um die Seite an Seite auf dem Sand liegenden Schiffe aus. Am 9.2. schickte sie zwei Sicherheitstechniker aus Juneau, die aber keinen Ölaustritt feststellten.
Die „Robert G. Johnston” hatte für die Wintermonate nördlich des Kupreanof State Dock geankert und war bereits mehrfach bei Wind und Strömung ins Treiben gekommen. Deshalb hatte der Rat von Kupreanof bereits über mögliche Gefahren, die von dem Schiff ausgehen, beraten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kollision vor Singapur
(12.02.16) Am 10.2. kollidierte der unter Kiribati-Flagge laufende Tanker "Taihua Venture", 4877 BRZ (IMO-Nr.: 9538244), mit dem maltesischen Bulkcarrier "Alam Molek", 32725 BRZ (IMO-Nr.: 9717072), auf der West-Jurong-Reede vor Singapur. Der Tanker war zum Unglückszeitpunkt am Bunkern. Er erlitt im Vorschiff Wassereinbruch und musste ausgepumpt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Drei Verletzte bei Kollision vor Cherai
(12.02.16) Drei indische Fischer wurden verletzt, als ihr Kutter “Vishnu“ vier Meilen von Cherai in Kochi entfernt am 12.2. von einem anderen Schiff, der von Mumbai kommenden „Orchid” gerammt wurde. Alle Verletzten kamen aus Kaipamangalam im Thrissur-Distrikt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Neuartiges Zugsystem soll beim Aufrichten der „Modern Express“ helfen
(12.02.16) Die Koninklijke Roeiers Vereeniging Eendracht (KRVE) in Rotterdam soll mit dem neuartigen ShoreTension-System helfen, den Autofrachter „Modern Express“ aufzurichten, sodass er im Hafen von Bilbao gelöscht werden kann. Sechs ShoreTensions sollen den Zug auf die eingesetzten Kettenzüge absorbieren und die Schiffsbewegungen kompensieren.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gekenterte Plattform
(Bild: Benny Skou)   Großbild klick!

Erstmals Tauchereinsatz an Offshore-Plattform bei Hvide Sande
(11.02.16) Am 11.2. begann die Bergungsarbeit an der nördlich von Nymindegab auf Grund liegenden dänischen Installationsplattform "Sea Worker", 3776 BRZ (IMO-Nr.: 8769705). Erstmals stiegen von dem Schlepper “Torsten” aus Taucher von Smit Salvage zum Wrack ab, nachdem sich nach dem Durchzug einer Reihe von Tiefdruckgebieten das Wetter erstmals so beruhigt hatte, dass Arbeiten unter Wasser möglich wurden. Es galt vorrangig, die 150 Tonnen Diesel, die zum Betrieb der Generatoren an Bord sind, abzupumpen. Am Vortag waren die Berger aus Hvide Sande zur Wrackposition vor Bjerregaard gekommen, um die Lage zu untersuchen und konkrete Bergungspläne zu erstellen.
Das dänische Ölbekämpfungsschiff "Gunnar Seidenfaden", 1211 BRZ (IMO-Nr.: 7924073), das bei den Arbeiten am Wrack vorsorglich vor Ort sein soll, verließ den Hafen von Hvide Sande am 11.2. gegen Mittag und bezog ebenfalls Position an der Strandungsstelle wenige hundert Meter vor dem Strand.
Quelle:Tim Schwabedissen



Condor vor Fehmarn gefunden und erstmals angetaucht
(11.02.16) Der am 6.2. gesunkene Fischkutter „Condor“ wurde gut drei Seemeilen östlich der Insel Fehmarn auf der Position 54° 25,458 Nord; 011° 24,053 Ost, gefunden. Das Wrack lag drei Seemeilen östlich der Insel Fehmarn in 22 Metern Tiefe. Nun konnten die Ermittlungen beginnen, um die Ursache für den Schiffsuntergang zu klären.
Das Wracksuchschiff „Deneb“ hatte am Abend des 9.2. östlich von Fehmarn einen auffälligen Sonarkontakt auf dem Meeresgrund gehabt, der von der Größe und Lage her auf ein Schiff, das dort bislang nicht als Wrack in den Seekarten vermerkt war, schließen ließ. Der Kontakt wurde mit dem Sonar von der Wasseroberfläche aus vermessen und mit einer Boje markiert. Danach zog sich die „Deneb“ wieder zurück.
Am 10.2. haben dann die Polizeitaucher aus Eutin das erste Mal das Wrack angetaucht. Die Leitung der Ermittlung hat die Staatsanwaltschaft Kiel inne. Von dort lief deshalb das Streifenboot „Falshöft“ der Wasserschutzpolizei mit Angehörigen der Staatsanwaltschaft und Polizeitauchern aus Eutin zur Untergangsstelle aus. Die Polizeitaucher sollten das Wrack identifizieren und zunächst den Zustand unter Wasser dokumentieren.
Dabei ging es zunächst darum, mögliche Beweise für eine Straftat oder einen Seeunfall zu sichern. Deshalb sollten die Polizeitaucher auch die Lage und dem Zustand des Fangeschirrs dokumentieren. Der Tauchereinsatz gab den Ermittlern auch bereits erste Erkenntnisse.
Zur Unterstützung war auch das Mehrzweckschiff „Scharhörn“ vom Wasser- und Schifffahrtsamt Lübeck vor Ort. Die „Scharhörn“ hat einen Kran an Bord, mit dem Wrackteile geborgen werden können.
Es wären verschiedene Gründe für den Untergang denkbar: Neben einem überraschenden Wassereinbruch im Maschinenraum ist auch ein Kentern beim Bergen des Netzes möglich. Eine Kollision mit einem anderen Schiff hat offenbar nicht stattgefunden. Sicher ist auf jeden Fall, dass das Unglück sehr schnell über die „Condor“ hereinbrach.
Am 6.2. gegen 11.30 Uhr hatte die erfahrene Besatzung noch über Funk Kontakt mit anderen Fischern, und zu der Zeit war weder von Problemen noch von einer Havarie die Rede. Es wurde auch kein Notruf über Funk oder Mobiltelefon aufgefangen. Notsignale wie Lichtzeichen oder rote Signalsterne wurden in dem Seegebiet ebenfalls nicht bemerkt.
Alarm wurde erst ausgelöst, als sich die anderen Fischer in Burgstaaken nach Einbruch der Dunkelheit Sorgen machten, da die „Condor“ nicht wie üblich dort eingelaufen war. Die beiden Fischer wurden gegen 20 Uhr zwischen Wrackteilen treibend tot in der Ostsee entdeckt.
Die „Condor“ wurde 1943 als Kriegsfischkutter in Wollin gebaut. 1990 kam sie nach Burgstaaken auf Fehmarn, wo sie seitdem beheimatet war. Der Kutter war in einem guten Zustand, erst unlängst überholt worden und galt als sehr seetüchtig. Über eine Bergung muss letztlich die Versicherung entscheiden.
Quelle:Tim Schwabedissen



"CSCL Indian Ocean" bekommt neuen Anker
(Bild: Gunnar Brandt)   Großbild klick!

CSCL Indian Ocean blieb ohne Schaden
(11.02.16) Am 10.2. Feb 10 begann im Waltershofer Hafen in Hamburg die Beladung der "CSCL Indian Ocean" vor ihrer Weiterreise. Unter der neuen Fracht befand sich auch ein schwerer Schiffspropeller, der von dem 76 Meter hohen Schwimmkran „HHLA 3" aufs Achterschiff gehoben wurde. Am 10.2. war auch ein neuer Anker angeliefert und mithilfe von Arbeitsschiffen angeschäkelt worden als Ersatz für den, der samt seiner Kette kurz vor der Strandung bei Helgoland ausgerauscht war.
Die Untersuchungen des Unterwasserschiffs durch Taucher wurden unterdessen abgeschlossen, und sie stellten keine Schäden durch das Auflaufen vor Lühesand fest. Das Schiff wurde daraufhin von den Behörden wieder freigegeben. Es dürfte in der Nacht zum 12.2. den Hamburger Hafen wieder verlassen und in den Fahrplan eingefädelt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Verdacht auf Trunkenheit – litauischer Kapitän setzte fast seinen Frachter gegen Große-Belt-Brücke
(11.02.16) Am 10.2. 9 gegen 18 Uhr drohte der litauische Frachter "Perseus", 1392 BRZ (IMO-Nr.: 8616087), auf der Fahrt von Odense nach Kiel mit dem östlichen Pfeiler der Große-Belt-Brücke zu kollidieren. Nachdem das automatische Warnsignal ausgelöst wurde, wurde der Verkehr über die Brücke mehrere Minuten lang gesperrt. Die Verkehrskontrolle konnte dann Funkkontakt mit dem Frachter aufnehmen, der Minuten vor dem drohenden Aufprall abdrehte und dann von den dänischen Behörden angewiesen wurde, zu stoppen.
Ein Schiff der Marine nahm Kurs auf die "Perseus", die inzwischen jenseits der Brücke vor der Insel Agersø ankerte. Es bestand der Verdacht auf Trunkenheit des 56-jährigen litauischen Kapitäns.
Quelle:Tim Schwabedissen




(Bild: Turkish Coastguard)   Großbild klick!

Dramatische Bilder der Rettung eines Flüchtlings veröffentlicht
(11.02.16) Die türkische Küstenwache hat dramatische Bilder der Rettung des syrischen Flüchtlings Pelen Hussein in der Ägäis im Golf von Edremit veröffentlicht. Er klammerte sich am 8.2. an dem noch aus dem Wasser aufragenden Bug eines sinkenden Flüchtlingsbootes fest, dessen Untergang 27 Menschen, darunter 11 Kinder, das Leben kostete. Neben ihm konnten sechs weitere Insassen lebend geborgen werden.
Als die Retter die Unglücksstelle erreichten, befand sich Hussein in einem Schockzustand und war unterkühlt. Er hatte sich bereits stundenlang an der Bugspitze festgehalten. Die Helmkamera eines Rettungschwimmers dokumentierte, wie dieser dem Schiffbrüchigen zurief "Jump into the water!", worauf dieser nach etwas Zögern auch reagierte und von dem Retter gepackt wurde.
Beide wurden dann in den über ihnen hovernden Helikopter hochgezogen und an Land gebracht. Als er sich in Sicherheit befand und der Schock sich löste, begann er zu weinen. Möglicherweise waren auch Angehörige von ihm unter den Toten, die im Wasser trieben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bergungsstelle
(Bild: Felmen Schinkel)   Großbild klick!

Bilderbuchmäßige Bergung einer Hansekogge
(11.02.16) Der 10.2. war ein großer Tag für Kampen, das sich nun in einer Linie mit Stockholm mit der „Wasa“ oder Portsmouth mit der „Mary Rose“ sieht – in einer bilderbuchmäßig verlaufenen Bergungsaktion wurde das Wrack einer Hansekogge aus dem 15. Jahrhundert vor den Augen von über 1000 Schaulustigen in einem Stahlkorsett vom Grund der IJssel gehoben und auf einem Ponton abgesetzt. Um 10 Uhr wurde der Käfig dezimeterweise angehoben und hing gegen Mittag am Haken des Schwimmkrans „Hebolift 6“ frei über der Wasseroberfläche.
Kogge kommt ans Tageslicht
(Bild: Bert Kowelein)   Großbild klick!
Seit dem Nachmittag konnte der 20 Meter lange 50-Tonner dann am Ijsselkai in Kampen bestaunt werden. In einem eigens eingerichteten Camp können sich Interessierte über die Geschichte der Kogge informieren, ehe sie sich am 16.2. auf den Weg nach Bataivaland bei Lelystad macht, wo das Wrack in den kommenden voraussichtlich drei Jahren konserviert werden soll.
Es befand sich, als es nach 600 Jahren auf dem Flussgrund wieder am Tageslicht erschien, in einem besseren Zustand als erwartet.
Dennoch wartet auf die Konservateure eine Menge Arbeit in einer eigens dafür errichteten Station. Hier lagerte auch schon ein zuvor gehobener großer Teil des Hecks, der wieder mit dem Restrumpf verbunden werden könnte. Das Wrack war 2012 bei Vertiefungsarbeiten von Rijkswaterstaat entdeckt worden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schnelle Hilfe für leckgeschlagenen Kutter
(11.02.16) Die US Coast Guard assistierte am Nachmittag des 10.2. zwei Fischern an Bord des 70 Fuß langen Kutters “Inseiner” aus Warrenton, der 11 Meilen nördlich der Depoe Bay Wassereinbruch erlitten hatte. Um 14.20 Uhr fing die Coast Guard Station Yaquina Bay einen Mayday-Ruf der beiden auf. Von der Air Facility Newport stieg ein MH-65 Dolphin Helikopter auf und setzte gegen 15 Uhr eine Lenzpumpe an Bord ab.
Ein 47-Fuß-Boot der Station Depoe Bay traf um 15.24 Uhr am Havaristen ein mit einer weiteren Pumpe. Dank der schnellen Hilfe konnte der Wassereinbruch unter Kontrolle gebracht werden. Das Boot der Station Depoe Bay eskrotierte die “Inseiner” dann in den folgenden fünf Stunden nach Yaquina Bay. Vor Ort waren vier bis sechs Fuß hohe Wellen und bis zu 20 Knoten Wind.
Quelle:Tim Schwabedissen



42 Mann von brennendem Thunfischfänger gerettet
(11.02.16) Die US Coast Guard kam der 42-köpfigen Crew des 258 Fuß langen amerikanischen Thunfischfängers “American Eagle”, 2095 BRZ (IMO-Nr.: 8974398), am 10.2. zu Hilfe, der 1.800 Meilen südlich von Hawaii in Brand geraten war und aufgegeben werden musste. Nach dem Notruf um 8.38 Uhr traf eine HC-130 Hercules der Air Station Barbers Point um 17.10 Uhr vor Ort ein, stellte Funkkontakt her und warf Lenzpumpen sowie Leuchtmittel ab. Um 17.30 Uhr erreichte der unter Tuvalu-Flagge laufende Tanker “Fong Seong 888”, 1734 BRZ (IMO-Nr.: 9035278), der sich 90 Meilen entfernt befunden hatte, die Unglücksstelle.
Die Schiffbrüchigen trieben in zwei Rettungsinseln, drei Arbeitsbooten und einem Beiboot in der See, nachdem sie gegen 10 Uhr hatten von Bord gehen müssen. Sie hatten einen Notsender aktiviert, der ihre Position übermittelte, und wurden von dem Tanker an Bord genommen.
Nachdem der Kapitän der "American Eagle" feststellte, dass die Rauchentwicklung auf seinem Schiff nachgelassen hatte, ging er mit acht seiner Leute wieder an Bord zurück, um den Brand zu löschen. Er teilte wenig später mit, dass das Feuer aus und das Schiff stabil sei. Es gelang auch, einen Generator wieder in Betrieb zu nehmen, die Bordelektrik zu aktivieren und Funkkontakt herzustellen. Die übrigen 33 Mann blieben vorerst auf der "Fong Seong 888, von der sie ein Schwesterschiff des Havaristen, die "American Victory", in rund drei Tagen übernehmen sollte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bulkcarrier auf Mississippi aufgelaufen
(11.02.16) Der maltesische Frachter "Floriana", 22000 BRZ (IMO-Nr.: 9486477), lief am 9.2. beim Ansteuern von New Orleans auf dem Mississippi oberhalb von Pilottown auf Grund. Das Schiff war aus Veracruz gekommen. Am 11.2. hatte sich an der Lage des Schiffes noch nichts geändert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Drei Verletzte bei Explosion auf Frachter
(11.02.16) Drei Menschen wurden bei einer Explosion an Bord eines Frachters am Kai der Guyana National Shipping Company (GNSC) in Georgetown am Nachmittag des 10.2. verletzt, der Bordingenieur schwer. Das Unglück ereignete sich gegen 16 Uhr, als offenbar Gase sich entzündeten. Alle Verletzten wurden ins Georgetown Public Hospital transportiert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter im Pentland Firth vor Untergang bewahrt
(11.02.16) Der Kutter “Frame” erlitt am 10.2. gegen vier Uhr Wassereinbruch und drohte im Pentland Firth vor Duncansby Head zu sinken. Nachdem die beiden Fischer an Bord einen Notruf gefunkt hatten, den die Aberdeen Coastguard auffing, kamen das RNLI-Boot aus Thurso und ein Coastguard-Helikopter aus Sumburgh mit Lenzpumpen zu Hilfe. Es gelang, den Wassereinbruch unter Kontrolle zu bekommen. Danach konnte der Kutter nach Scrabster Harbour in Caithness abgeschleppt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler ist nun selbst bei den Fischen
(11.02.16) Der Trawker „Westward”, der seit mehreren Jahren in Boothbay Harbour vor sich hingerostet hatte, wurde am 6.2. durch ein Schiff der Fuller Marine Services aus dem Hafen geschleppt und auf einer Position 32 Meilen vor der Küste auf 700 Fuß Tiefe auf Position 43o 19.174’ N 069o 41.822’ W versenkt. Zuvor waren alle Gefahrstoffe, die Maschine und mögliches Treibgut von Bord geholt und die Tanks geleert und gereinigt worden. Die U.S. Coast Guard inspizierte das Schiff dann und eskortierte den Schleppzug bis zur Drei-Meilen-Zone.
Während des Auslaufens wurde der schlechte Zustand der “Westward” immer offenkundiger – das Achterschiff sackte immer weiter weg, und durch den Wasserdruck implodierten der Öltanks und andere Räume, bevor sich dieser durch die zuvor in den Rumpf geschnittenen Öffnungen ausgleichen konnte. Mit leichter Neigung nach Steuerbord sackte der Trawler dann nach achtern weg, und der senkrecht aufragende Bug war das letzte, was von ihm noch zu sehen war, bevor er in der Tiefe verschwand und eine Heimstatt für die Tiere wird, die er in seiner aktiven Karriere aus dem Wasser zog.
Der Hafenkapitän von Boothbay, Nick Upham, war begeistert, dass die “Westward“ nun endlich aus seinem Zuständigkeitsbereich verschwunden war, und lobte die Fuller Marine für ihre hervorragende Arbeit. Sie hatte das Schiff, das seit fast drei Jahren den Hafen nicht mehr verlassen hatte, im Januar 2015 in einem Sturm geborgen und seitdem in ihre Obhut genommen, um es auf seine letzte Reise vorzubereiten.
Im Juni 2015 hatte sie die Bergungskosten ausgezahlt bekommen und war seit Oktober offiziell Eigentümer des heruntergekommenen Schiffes. Maschine und andere Ausrüstung sollten nun verkauft werden und einige Auslagen wieder einspielen.
Quelle:Tim Schwabedissen



"Anthem of the Seas" nach Sturmfahrt wieder im Hafen
(11.02.16) Am 10.2. endete die Sturmfahrt der "Anthem of the Seas" in New Jersey. Gegen 20 Uhr lief das hell erleuchtete Kreuzfahrtschiff unter der Verrazano Bridge hindurch und machte eine Stunde darauf in Bayonne am Cape Liberty fest. Dabei wurde sie von zwei Schleppern und einem Schiff der US Coast Guard eskortiert. 1600 Passagiere gingen sofort von Bord, weitere 3000 übernachteten noch einmal auf dem Kreuzfahrer, ehe auch sie gegen secchs Uhr am 11.2. mit dem Ausschiffen begannen.
Ein Team von Inspektoren der Coast Guard sowie vom Flaggenstaat Bahamas leiteten eine Untersuchung der erlittenen Schäden ein und sollten sicherstellen, dass alle notwendigen Reparaturen vor dem nächsten Auslaufen durchgeführt sind.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker "Atlantis Armona"
(Bild: Fabien Montreuil)   Großbild klick!

Havarierter Tanker erreicht den Hafen von Le Havre
(10.02.16) Der maltesische Tanker "Atlantis Armona", 2603 BRZ (IMO-Nr.: 9268162), der am 8.2. durch einen Getriebeschaden manövrierunfähig geworden war, machte am 9.2. um 14.30 Uhr in Le Havre am Quay Bougainville fest. Er war gegen Mittag von dem französischen Boluda-Schlepper „VB Yport 12“ (IMO-Nr.: 9393723) in den Hafen eskortiert worden, nachdem er einen Tag lang auf Reede geankert hatte. Dabei war sicherheitshalber der Notfallschlepper "Abeille Liberté" (IMO-Nr.: 9308699) auf Standby geblieben.
Das unbeladene Schiff war von Antwerpen nach Le Havre unterwegs, als es 3,7 Meilen vor Saint-Jouin-Bruneval, nahe Cap d'Antifer Anker werfen musste und das CROSS Jobourg um 14.30 Uhr kontaktierte. Wegen eines heraufziehenden Sturmes wurden sofort Maßnahmen eingeleitet. Während die Crew noch versuchte, den Schaden zu flicken, trafen um 19.20 Uhr die "Abeille Liberté" sowie die "VB Gascogne 22" (IMO-Nr.: 9202730) von Boluda am Ankerplatz ein. Bei immer schlechter werdendem Wetter ging der Tanker dann ankerauf und steuerte unter Begleitung der beiden Schlepper zunächst die Reede von Le Havre an.
Die “Atlantis Armona” ist 92,86 Meter lang, 14,1 Meter breit, hat 5,7 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 3517 Tonnen. Sie läuft für die Armona Denizcilik AS in Istanbul und wurde 2004 bei Gelibolu in Istanbul als „Stability“ erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Suche nach Kutter vor Fehmarn dauert an
(10.02.16) Seit dem Nachmittag des 9.2. suchte das Wracksuchschiff „Deneb“ nach dem untergegangen Kutter „Condor“ vor Fehmarn. Das Suchgebiet wurde zunächst auf eine Quadratmeile eingegrenzt. Der mögliche Ort der Havarie wurde in einem Driftmodell vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) berechnet.
Das Wrack wurde gut drei Seemeilen vom Land entfernt, auf Position 54° 25,458 Nord; 011° 24,053 Ost, in 22 Metern Tiefe vermutet. Diese Position wurde durch das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie mit einer Boje gesichert, zum einen um die Gefahrenstelle zu markieren und zum anderen, um für Untersuchungen diese Stelle wiederzufinden.
Am 10.2. lief das Wasserschutzpolizei-Küstenboot „Falshöft“ aus Kiel mit Ermittlern dorthin aus. Sie werden von Polizeitauchern der 1. Einsatzhundertschaft aus Eutin (Technischer Zug) unterstützt, die erste Ursachenforschung unter Wasser betreiben sollen. Ob und wie der Fischkutter geborgen wird, müssen die Untersuchungen ergeben. Die Kieler Wasserschutzpolizei koordinierte alle Maßnahmen zusammen mit der Staatanwaltschaft Kiel, der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung und der Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung.
Die Obduktion der Leichen der zweiköpfigen Crew wurde unterdessen von der Kieler Staatsanwaltschaft beantragt. Wann ein Ergebnis vorliegt, war noch unklar. Die Fischer galten als erfahren und als eingespieltes Team. Zum Unglückszeitpunkt herrschte moderates Wetter mit Südwind der Stärke 4.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutters “Allicat”
(Bild: USCG)   Großbild klick!

Strandung wurde plötzlich zum Schiffbruch
(10.02.16) Die beiden Fischer des 41 Fuß langen Kutters “Allicat” erholten sich am 9.2. im Krankenhaus von ihrem Schiffbruch, nachdem die US Coast Guard sie nahe Carolina Beach mit Rücken- bzw. Fußverletzungen gerettet hatte. Am 9.2. um 23.06 Uhr hatten die 25 und 35 Jahre alten Männer die Küstenwache North Carolina informiert, dass ihr Schiff beim Snow's Cut auf Grudn gelaufen war.
Die beiden blieben zunächst an Bord, um es mit der Flut wieder flottzumachen. Doch am 9.2. um 1.16 Uhr kam ein Notruf, dass das Schiff gekentert sei und sich ein Mann im Wasser befände. Ein 29-Fuß-Boot wurde von der Station Wrightsville Beach in Marsch gesetzt und war um 1.51 Uhr vor Ort.
Es barg den ins Wasser gestürzten Fischer und seinen Kollegen. Beide hatten neben den Verletzungen auch Unterkühlungen davongetragen. Gegen zwei Uhr wurden sie an Carolina Beach Wildlife Boat Ramp an Land gebracht und ins New Hanover Regional Medical Center transportiert. An dem Wrack, das 90 Grad auf der Steuerbordseite im flachen Wasser lag, breitete sich ein leichter Ölfilm aus, der von den bis zu 150 Gallonen Diesel an Bord herrührte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Binnentanker "Yggdrasil" am Haken
(Bild: Polizei Nienburg)   Großbild klick!

Binnentanker fuhr sich Ruderblätter ab
(10.02.16) Die Weser im Landkreis Nienburg musste am 8.2. für die Binnenschifffahrt gesperrt werden, nachdem gegen 17.05 Uhr, in Höhe der B6-Brücke der deutsche Binnentanker "Yggdrasil", 1129 ts (EU-Nr.: 04031470), bei einem missglückten Wendemanöver zwei Ruderblätter verloren hatte. Das Schiff wurde manövrierunfähig und warf Anker, wobei der Buganker quer im Fahrwasser zu liegen kam und ein Schifffahrtshindernis darstellte.
Der 13 Meter lange Schlepper „Söse“ (MMSI-Nr.: 211474120) des Wasser- und Schifffahrtsamt sowie zwei andere Arbeitsschiffe schleppten am Vormittag den mit Flüssigdünger beladenen Havaristen zu einem Liegeplatz in Nienburg. Der Schaden wurde auf 20.000 Euro geschätzt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Binnenschiff "Gratias"
(Bild: Tim Kleijn)   Großbild klick!

Binnenschiff rammte Fußgängerbrücke in Delft
(10.02.16) Am 8.2. um 11.20 Uhr kollidierte das holländische Binnenschiff "Gratias", 566 ts (EU-Nr.: 03170582), mit der Osthafenbrücke in Delft auf dem Rhein-Schie-Kanal. Die Fußgängerbrücke war nicht ausreichend geöffnet, als er herannahte, und es gelang nicht, ihn rechtzeitig aufzustoppen.
Bei dem Aufprall wurde der Übergang angehoben und eine Ecke beschädigt, die Brücke ließ sich daraufhin nicht mehr schließen. Da erst Ersatzteile angefertigt werden mussten, blieb die Brücke vorerst außer Betrieb. Die "Gratias" machte etwas unterhalb der Brücke fest, nachdem sie zurückgesetzt hatte. Sie erlitt nur leichten Bugschaden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Drei Tote bei Feuer auf Ölplattform
(10.02.16) Am 7.2. brach ein Feuer auf der Verarbeitungsplattform “Abkatun A” von Pemex im Golf von Mexiko aus. Dabei kamen drei Arbeiter ums Leben. Das Feuer konnte unter Kontrolle gebracht werden, und die Plattform musste nicht evakuiert werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Flugzeugträger rettete Yachtcrew vor Miami
(10.02.16) Der US-Flugzeugträger “Dwight D. Eisenhower” fing am 7.2. gegen 19 Uhr einen Notruf von der amerikanischen Segelyacht “Selket” auf. Das Boot befand sich 40 Meilen von Miami entfernt, der Mast war gebrochen, und aus dem Motorraum stieg Rauch auf.
Wegen der stürmischen See und dem Zustand des Bootes schickte der Flugzeugträger einen Helikopter des Sea Combat Squadron 9 zur Rettung der fünfköpfigen Crew. Sie wurden abgeborgen und an Bord des Trägers medizinisch betreut, ehe sie zur Coast Guard Station Opa Locka gebracht wurden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Hervorragendes Krisenmanagement bei Frachterbergung – Havariekommando beendet Einsatz auf der Elbe
(10.02.16) Nachdem die „CSCL Indian Ocean“ am 9.2. gegen 6.15 Uhr in Hamburg-Waltershof festgemacht war, beendete um 11 Uhr auch das Havariekommando seinen viertägigen Einsatz. An diesem waren 26 Schiffe und das Ölüberwachungsflugzeug des Havariekommandos beteiligt gewesen. Anschließend zog Hamburgs Wirtschaftssenator Frank Horch Bilanz und bescheinigte ein hervorragendes Krisenmanagement. Das Havariekommando habe beste Arbeit abgeliefert.
Die Bergung hat einen zweistelligen Millionenbetrag gekostet. Allein der Ausfall des Frachters kostete täglich 54000 Euro. Kurze Zeit nach dem Einlaufen gingen Vertreter der Reederei und der Klassifikationsgesellschaft DNV GL an Bord, um die Sicherheit des Schiffs zu überprüfen. Neben einer Sichtprüfung über Wasser und im Innenraum sollten auch Propeller, Ruderblatt und die Außenhaut des Schiffskörpers mit Tauchern oder Tauchrobotern untersucht werden. Nach Abschluss der Bergung sollte nun der Flussgrund wiederhergestellt werden, von dem 65000 Tonnen Sand abgebaggert wurden.
Ben Lodemann, Ältermann der Lotsenbrüderschaft Elbe, der mit zwei Kollegen an Bord der „CSCL Indian Ocean“ im Einsatz war, beschrieb die Stimmung auf der Brücke des Containerschiffs hinterher als entspannt. Man sei sich zu 97 Prozent sicher gewesen, dass der Bergungsplan funktionieren würde, der im Vorfeld ausgearbeitet worden war.
Kosten entstanden auch andernorts. Nachdem wegen der Schaulustigen von Jork-Borstel bis nach Grünendeich auf mehreren Kilometern Länge Verkehrschaos geherrscht hatte und sowohl die Deichstraße K39 wie auch Nebenstraßen, matschige Seitenstreifen, Obstplantagen, Naturschutzgebiete und Spielplätze zugeparkt wurden, muss mancher ruinierter Boden, beschädigte Banketten und Grünstreifen mit tiefen Rillen wiederhergestellt werden. 15000 Fahrzeuge zählte die Gemeinde Hetlingen am Wochenende im Bereich der Schanze. Wie hoch die Kosten für die Instandsetzung sein würden, war noch unklar.
Die Gastronomen der Imbissen am Lühe-Anleger und der Restaurants entlang des Deiches wie auch die Hofläden feierten indessen Umsatzrekorde, die schöne Sommertage übertrafen.
Am 12.2. soll der Frachter mit dem Morgenhochwasser entweder nach Zeebrügge oder nach Rotterdam auslaufen, je nachdem, wo ein Liegeplatz verfügbar ist. Die endgültige Genehmigung zum Auslaufen müssen die Behörden erteilen, wenn sie von der Seetüchtigkeit des Schiffs überzeugt sind. Es hatte vor dem Einlaufen auch einen 29-Tonnen-Anker mit 14 Längen Kette verloren. 14 Schäkel bzw. Kettenlängen entsprechend 384,5 Metern waren vor Helgoland ausgerauscht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Futura Carrier mit Maschinenausfall abgeschleppt
(10.02.16) Der unter Panama-Flagge laufende Frachter “Futura Carrier", 2569 BRZ (IMO-Nr.: 9352846), wurde am 9.2. nach Vlissigen eingeschleppt, nachdem er von der A1 auf der Fahrt von Casablanca nach Hoboken Maschinenschaden erlitten hatte. Die beiden Schlepper "Multratug 27" und "Multratug 20" zogen ihn um 17.20 Uhr in den Bijleveld-Hafen.
Das Schiff wurde 2005 als „RMS Kiel“ als das erste Küstenmotorschiff des Typs Futura Carrier erbaut, der vom Bundesumweltministerium mit 2,2 Millionen Euro aus dem „Investitionsprogramm zur Verminderung von Umweltbelastungen“ gefördert wurde.
Der Schiffstyp verfügte über eine Reihe von Neuerungen. Er ist als modulares System mit neuartigem Schiffsrumpfdesign aufgebaut, besitzt vier redundante Ruderpropeller-Antriebe und eine leistungsfähige Binnenschiffs-Automation. Bisher sind vier Schiffe dieses Typs vom Stapel gelaufen.
Reeder der heutigen „Futura Carrier“, die zunächst für drei Jahre an das Duisburger Unternehmens Rhein-, Maas- und See-Schiffahrtskontor (RMS) verchartert war, war die BWK Schiffsinvest MS RMS Kiel. Die Kiellegung erfolgte am 4.6.2005 auf der ConMar-Werft in Brake. Nachdem das Unternehmen Anfang Mai 2006 Insolvenz anmelden musste, verzögerte sich die Fertigstellung des Schiffes.
Erst am 5.10.2006 lief es vom Stapel, wobei das Schiff aber zunächst zur Hälfte auf der Helling hängen blieb. Um eine Beschädigung des Rumpfes zu vermeiden, wurde es von zwei Schleppern ins Wasser gezogen und nach Wilhelmshaven überführt, wo es bei den Navitek Schiffsreparaturen bis zum 7.5.2007 fertiggestellt wurde.
Die Taufe fand am 17.1.2007 statt. Taufpatin war Gabriele Hakemann, die Ehefrau des Geschäftsführers des Kieler Unternehmens New-Logistics, das das Futura-Carrier-Konzept entwickelt hatte. Das Schiff wurde Mitte Mai 2007 in Dienst gestellt. Allerdings durfte es zunächst nur im Küstenbereich der Ostsee fahren, da es noch nicht mit einem Freifallrettungsboot ausgerüstet war.
Die Nachrüstung erfolgte schließlich Ende 2007 bei der Gebr. Friedrich-Werft in Kiel, wo das Schiff dazu von ursprünglich 97,50 m auf 99,90 m verlängert werden musste. Anschließend konnte es, wie ursprünglich vorgesehen, in der Englandfahrt eingesetzt werden. Es wurde noch vor dem Ablauf der Charter 2008 verkauft und am 14.5.2008 in „Futura Carrier“ umbenannt und unter slowakische Flagge gebracht. 2014 wurde es in Wilhelmshaven aufgelegt. Anfang 2015 wurde es von einem türkischen Eigner gekauft und unter panamaischer Flagge wieder in Fahrt gebracht.
Die „Futura Carrier“ ist 14,1 Meter breit, hat 14,1 Meter Breite, einen Tiefgang von 4,15 Metern und eine Tragfähigkeit von 3376 Tonnen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Briese-Frachter nach Zeebrügge geschleppt
(10.02.16) Der unter liberianischer Flagge laufende Frachter "BBC Ostfriesland", 13066 BRZ (IMO-Nr.: 9161182), erlitt auf der Fahrt von Castellon, wo er am 23.1. ausgelaufen war, nach Zeebrügge um den 2.2. einen Maschinenschaden. Die Eigner, die Briese Schifffahrt in Leer, nahm die LOF Multraship Salvage BV und Smit Belgien unter Vertrag, den manövrierunfähigen Frachter abzuschleppen. Am 9.2. gegen Mittag lieferten die Bergungsschlepper den Frachter bei der Container Handling Zeebrügge ab.
Quelle:Tim Schwabedissen



Rätsel über Notrufe zweier Fangschiffe
(10.02.16) Am 7.2. wurden die Seenotbojen des unter Sierra-Leone-Flagge laufenden Fischtransporters “Nort”, 677 BRZ (IMO-Nr.: 8138724), und des Trawlers „Adex“, 577 BEZ (IMO-Nr.: 8414386), in der Ochotischen See, rund 130 Meilen westlich der Insel Paramushir im Kurilen-Archipel aktiviert. Daraufhin startete am 8.1. eine SAR-Operation. Ein Suchflugzeug fand an der Position mehrere Überlebensanzüge und eine leere Rettungsinsel. Es gab aber keine Kontakte zum Schiffseigner oder Angehörigen der Crew, vermutlich Russen.
Die „Adex“ war am 8.12. in Petropavlovsk, Kamtschatka, eingelaufen, und von der russischen Küstenwache wegen illegalen Fischfangs arrestiert worden. Am 1.1.2016 floh der Kutter aus dem Hafen. Ein AIS-Signal hatte er zuletzt am 16.12. vor der japanischen Insel Hokkaido ausgestrahlt. Die “Nort“ sendete zuletzt am 28.5. vor Busan Signale.
Beide Schiffe gehlren der koreanischen East Shine Shipping Co. Ltd. in Busan. Neben Kuttern bereedert sie zwei Fischtransporter, zwei Kühlschiffe und einen Frachter, alle russischer Herkunft. Vermutlich waren die „Nort“ und „Adex“ gemeinsam auf Fang, und der Fisch wurde auf der „Nort“ gelagert.
Möglicherweise handelt es sich auch um einen vorgetäuschten Seenotfall. In der Vergangenheit haben wiederholt Fangschiffe ihre gesamte Ladung an Käufer in Japan, Korea oder China verkauft und das Geld direkt einbehalten, danach wurden die Schiffe versenkt und die Crews verteilten sich über Asien.
Quelle:Tim Schwabedissen



Binnenschiff kollidierte mit Wasserbus
(10.02.16) Am 4.2. um 18 Uhr kollidierte ein Wasserbus mit einem Binnenschiff bei Ridderkerk. Dabei kam es zu erheblichem Sachschaden. Es handelte sich um den sechsten derartigen Vorfall in knapp zwei Jahren. Die Ursache des Zusammenstoßes war unbekannt. Menschen kamen nicht zu Schaden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kampener Hansekogge gehoben
(10.02.16) Auf dem IJsselmeer begann am 10.2. um 9.30 Uhr die Bergung der 50 Tonnen schweren Kampener Hansekogge aus dem 15. Jahrhundert. Wenn es an der Wasseroberfläche ist, muss es als erstes stabilisiert werden. Um 11.30 Uhr begann die eigentliche Hebung durch den Schwimmkran „Hebbolift 6“ vor tausenden Schaulistigen, und das Wrack erschien um 12.45 Uhr über Wasser.
Wie fragil es nach 600 Jahren unter Wasser ist, wird sich erst dann zeigen. Das Schiff ist komplett aus Holz gefertigt und wird in einem Stahlrahmen gehoben. Anschließend geht es nach Lelystad zur Konservierung bei Batavialand. Wenn diese in mehreren Jahren abgeschlossen ist, wird das Schiff in Kampen ausgestellt. ´Die Bergung kostete fünf Millionen Euro.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei Kutter sinken mit jeder Flut
(10.02.16) Ein Fischer aus Petersburg muss zwei Schiffe bergen, die an der Küste von Kupreanof Island gegenüber von Petersburg auf Grund gerieten und sanken. Es handelte sich um die „Moonshadow” und “Robert G. Johnston”. Die 42 Fuß lange „Moonshadow“, ein Fiberglas-Bau, sowie die 57 Fuß lange, aus Holz konstruierte und 70 Jahre alte “Robert G. Johnston” gehören beide Arnold Enge.Er ankerte die Kutter über den Winter nördlich des staatlichen Kupreanof Dock.
Dort aber geriet zunächst das größere Schiff in der vergangenen Woche auf Grund und sank danach. Der kleinere Stellnetzkutter lag längsseits und wird wie das neben ihm liegende Schiff bei Ebbe freigelegt und versinkt bei Flut im Wasser. Am 9.2. nahm die US Coast Guard Kontakt mit dem Eigner auf. Am 9.2. wurden Kräfte zur Abwendung von Umweltschäden vor Ort erwartet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter in Cowichan Bay in Brand geraten
(10.02.16) Das Cowichan Bay Fire Department wurde am 9.2. um 9.30 Uhr alarmiert, weil der Thunfischkutter “Arctic Fox II” an der Government Wharf in der Cowichan Bay in Brand geraten war. Die Einsatzkräfte vergewisserten sich zunächst, dass sich niemand an Bord befand, und konnten dann das Feuer rasch löschen. Zwei Männer waren bereits bei ihrem Eintreffen damit beschäftigt gewesen, die Flammen durch eine geborstene Scheibe mit Wasser zu ersticken.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sturm richtete neuen Schaden an Flinterstar an
(10.02.16) Am 9.2. richtete ein Sturm weiteren Schaden an dem vor Zeebrügge gesunkenen Frachter "Flinterstar" an, der am 6.10. nach Kollision mit dem Tanker „Al Oraiq“ dort gesunken war und über dessen Bergungsfinanzierung die Gerichte noch verhandeln. Der vordere der beiden Deckskräne wurde offenbar aus seinem Fundament gerissen und hing nun über die Backbordseite des Wracks. Der Schlepper "Zeehond" bewachte das Wrack weiterhin.
Quelle:Tim Schwabedissen



CSCL Indian Ocean auf dem Weg in den Hafen
(Bild: Jan Obe)   Großbild klick!

Showdown auf der Elbe – CSCL Indian Ocean im Hafen
(09.02.16) Nächtlicher Showdown auf der Elbe: Für die Bergung der „CSCL Indian Ocean“ mit ihrer 24-köpfigen chinesischen Crew wurde der Fluss am 9.2. um kurz vor 2 Uhr zwischen den Tonnen 111 und 120 voll für den Schiffsverkehr gesperrt. Vor der Elbmündung mussten drei große Containerschiffe auf der Außenreede Anker werfen. Boote der Wasserschutzpolizei sowie das Mehrzweckschiff "Neuwerk" sicherten den Bereich. Die Feuerwehr Cuxhaven stellte mit Bergungsbeginn ein Team für Notfälle bereit.
CSCL Indian Ocean am Containerkai
(Bild: Manfred Bull)   Großbild klick!
Begünstigt wurde die Operation durch die Springtide in der Nacht. Dazu kam ein kräftiger südwestlicher Wind, der das Hochwasser in der Neumondnacht um gut 1,20 Meter höher als normal auflaufen ließ. Kurz nach 2 Uhr erfolgte dann nach tagelanger Vorarbeit der finale Startschuss durch den On-Scene-Coordinator (OSC) des Havariekommandos. Über Funk ertönte die Anweisung: „Achtung hier ist der OSC, Beginn freischleppen Havarist weitere Anweisungen vom Tow-Master“.
Fünf holländische und deutsche Schlepper begannen am Heck und am Bug des Havaristen zu ziehen, während sieben weitere Schlepper – beteiligt waren die „Fairmount Expedition“, „Union Manta“, „Bugsier 10“, „Bugsier 9“, „Bugsier 8“, „Bugsier 7“, „Bugsier 3“, Bugsier 2“, „ZP Bulldog“, ZP Boxer“, „SD Rover“ und „SD Dolphin“, gleichzeitig an der Backbordseite am Rumpf drückten. Dabei mussten sie Sturmböen entgegenwirken, die den gewaltigen Rumpf im Gegenzug auf den Sand pressten.
Doch der notwendige Kräfteansatz war offenkundig von den Bergungsexperten der niederländischen Firma Smit Salvage richtig berechnet worden. Bereits wenige Minuten nach dem Startsignal, um 2.06 Uhr, bewegte sich das 150.000 Tonnen schwere Containerschiff. Am Heck hatten die Berger mit der "Union Manta" und "Fairmount Expedition" die beiden stärksten Schlepper positioniert, und achteraus glitt der Frachter auch wieder von der Sandbank zurück ins Fahrwasser, das er gegen 2.20 Uhr erreichte.
Er wurde nun erst um gut 40 Grad nach Backbord gedreht und rückwärts mehrere Hundert Meter elbabwärts gezogen. Um 2.48 Uhr ging es nach einer Steuerborddrehung dann in Richtung Hamburg. Das Schiff sollte zunächst bis zu den Finkenwerder Pfählen im Parkhafen gebracht und dort gedreht werden. Direkt nach der Bergung überflog das DO 228 Ölaufklärungsflugzeug des Havariekommandos den Frachter und überprüfte die Wasseroberfläche nach etwaigen Gefahrstoffen.
Um 3.34 Uhr wurden die Schlepper nochmals umgespannt, und sieben konnten bereits aus dem Einsatz entlassen werden, die fünf anderen, darunter auch die „Fairmount Expedition“, blieben weiter angespannt. Während das Containerschiff derweil aufgestoppt im Fluss lag, wurden die Ruderanlage gecheckt und die Ballasttanks gepeilt. Maschine und Ruderanlage wurden dabei intakt vorgefunden.
Um 4.21 Uhr nahm der Schleppzug wieder Fahrt auf und bewegte sich mit 6 bis 7 Knoten voran. Die „Fairmont Expedition“ warf dann los und nahm Kurs auf Rotterdam, während die „Union Manta“ noch vor Ort verblieb. Um 4.46 Uhr wurde steuerbordseitig die Insel Hanskalbsand passiert, um 5.06 Uhr war Neßsand querab.
Um 5.34 Uhr nahmen die Schlepper „ZP Boxer“, „Bugsier 8“ und „Zp Bulldog“ am Bug sowie „Bugsier 10“ und „SD Dolphin“ am Heck Kurs auf den Parkhafen in Finkenwerder. Um 5.45 Uhr konnte die Sperrung der Elbe aufgehoben werden. Um 5.52 Uhr wurde die "CSCL Indian Ocean" gedreht, um rückwärts in den Parkhafen bugsiert zu werden.
Um 6.07 Uhr war sie an den Finkenwerder Pfählen fest. Um 7.21 Uhr zog die „Union Manta“ am Heck an und brachte den Frachter an den Eurogate-Kai im Waltershofer Hafen. Mit knapp sechstägiger Verspätung war das Ziel erreicht.
Experten gingen davon aus, dass die Berger nur diesen einen Versuch hatten, den Containerfrachter kurzfristig zu befreien. In den kommenden Tagen sollte das Hochwasser nicht mehr so hoch auflaufen, außerdem waren mehrere Stürme im Anmarsch. Wäre der Versuch in der Nacht misslungen, hätte der Containerfrachter wohl noch Wochen auf der Elbe festgesessen und hätte mühselig mit erst heranzuschaffendem Gerät geleichtert werden müssen. Vor der Bergung war der Frachter durch Abpumpen sämtlicher Betriebsstoffe und Ballastwasser um insgesamt 6.500 Tonnen leichter gemacht worden. Zusätzlich trugen Bagger vor allem entlang der gesamten Steuerbordseite der "CSCL Indian Ocean", dem Heck und im Bugbereich rund 45.000 Kubikmeter Flussboden ab.
Verursachte wurde die Havarie dadurch, dass an der Ruderanlage ein elektronisches Teil ausgefallen war. Das Ersatzteil lag bereits bereit und sollte nun schnell eingebaut werden. Mit dem Morgenhochwasser am 12.2. soll die „CSCL Indian Ocean“ den Hafen bereits wieder verlassen.
Mögliche weitere Reparaturen könnten dann erst auf einer Werft in Fernost erfolgen. Der Fahrplan war durch den tagelangen Ausfall ohnehin völlig durcheinander geraten, sodass die Reederei China Shipping versuche, Terminfracht, die den Hamburger Hafen mit der "CSCL Indian Ocean" eigentlich schon längst wieder hätte verlassen sollen, auf andere Schiffe von Partner-Reedereien umzudirigieren.
An Bord des Schiffes befanden sich 6.614 Container, 3.017 davon sollten nun in Hamburg gelöscht werden. 22 Boxen waren mit Gefahrgut wie Treibstoff oder Batterien. Beladen. Der größte Teil der Fracht bestand aus Textilien aus China, Schuhen und Autoteilen. In 19 Containern wurde Kühlfracht transportiert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tod zweier Fischer vor Fehmarn weiter ein Rätsel
(09.02.16) Auch zwei Tage nach dem Tod zweier Fischer beim Untergang des Kutters „Condor – SB 14“ vor Fehmarn ist die Unglücksursache völlig unklar. Aufschluss erhoffen sich die Ermittler von dem Wrack des Kutters, doch von dem fehlte am 8.2. weiterhin jede Spur. Schiffe der Wasserschutzpolizei und das Mehrzweckschiff „Scharhörn“ des Wasser- und Schifffahrtsamtes Lübeck fanden zwar Fischkisten, Tauwerk und Wrackteile, doch die „Condor“ selbst, die auf ungefähr 20 Metern Tiefe liegen muss, blieb bislang verschwunden.
Die Ermittlungen führte die Staatsanwaltschaft Kiel. Was an Bord geschah, blieb derweil ein Rätsel – der Untergang muss völlig überraschend stattgefunden haben - als die Toten gefunden wurden, trugen sie keine Rettungswesten, nur einer der Männer hatte einen Rettungsring umgelegt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter "Schokland"
(Bild: Graham Campbell)   Großbild klick!

Frachter "Schokland" nach zweitägiger Odyssee nach Kirkwall eingeschleppt
(09.02.16) Der holländische Frachter machte am 8.2. kurz vor 13 Uhr an der Hatston Pier in Kirkwall fest, nachdem er von dem Schlepper “Einer” der Orkney Towage zwei Tage zuvor zwei Meilen vor der südwestlichen Küste von Hoy auf den Haken genommen worden war. Beim Einlaufen assistierte das Lotsenboot "Kirkwall Bay" dem Schleppzug.
Dieser war zunächst in Richtung Peterhead gelaufen, musste dann aber umdrehen, weil der Hafen von Aberdeen wegen Sturms geschlossen war, und nahm daraufhin Kurs auf Kirkwall. Auch der Notfallschlepper „Herakles“, der den Konvoi eskortiert hatte, lief in den Hafen ein, nachdem die Lage unter Kontrolle war.
Quelle:Tim Schwabedissen



Chaos an Bord der "Anthem of the Seas"
(Bild: Flavio Cadegiani)   Großbild klick!

Anthem of the Seas bricht Kreuzfahrt nach Sturmritt ab
(09.02.16) Nach ihrer Sturmfahrt musste die "Anthem of the Seas" ihre aktuelle Kreuzfahrt abbrechen und nach Bayonne zurückkehren, statt, wie geplant, Kurs auf Port Canaveral zu nehmen. Sie wurde am 10.2. in New York erwartet. Royal Caribbean International bot den Passagieren eine 100 %ige Preiserstattung sowie einen Nachlass von 50 % für eine weitere Fahrt an. An Bord hatten sich 4,529 Passagiere und 1,616 Crewmitglieder befunden, als das Schiff in einen Hurrikan mit bis zu neun Meter hohen Wellen geriet, die bis auf die Promenade auf Deck 5 schlugen.
Es legte sich im Seegang zeitweilig bis zu 45 Grad nach beiden Seiten über. Wasser drang in mehrere Gänge ein, bevor wasserdichte Türen geschlossen werden konnten. Wassereinbruch erfolgte auch durch einige Balkontüren. Ein großes Metallteil, das oben auf Deck abgerissen war landete in einem Pool. Es gab gerade auf dem Pooldeck auch eine Menge Glasbruch. Darüber hinaus stürzten Möbel um, kam eine Deckenverkleidung herunter und gingen Vasen und Geschirr in Stücke. 10 Stunden lang durften die Fahrgäste seit dem 7.2. um 15.30 Uhr ihre Kabinen aus Sicherheitsgründen nicht verlassen. Am Tag nach dem Sturm erholten sich die Passagiere auf Deck, während die Crew damit beschäftigt war, die überwiegend kosmetischen Schäden zu beheben und aufzuräumen.
Das NOAA Ocean Prediction Center hatte erstmals am 5.1. um 13 Uhr eine Sturmwarnung herausgegeben. Vorausgesagt wurden Windgeschwindigkeiten von 63 – 75 Meilen bis zum Abend des 7.2. Allerdings kam der Sturm offenbar schneller als gedacht, und wegen weiterer aufziehender Stürme entschied die Reederei, die Fahrt nicht fortzusetzen. Die Coast Guard wurde durch die zahlreichen Bilder von Schäden, die Passagiere posteten, auf die Lage aufmerksam, bekam dann aber bestätigt, dass das Schiff sich nicht in Not befand.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker mit Maschinenschaden nach Le Havre eskortiert
(09.02.16) Der von Hamburg kommende, unter Malta-Flagge laufende Tanker "Atlantis Armona", 2603 BRZ (IMO-Nr.: 9268162), erlitt am 8.2. unweit von Le Havre am 8.2. Maschinenschaden. Das Schiff warf 3,7 Meilen vor Saint-Jouin-Bruneval unweit von Kap Antifer Anker und informierte um 14.30 Uhr das CROSS Jobourg. Da Sturm aufkam, wurde sofort der Notfallschlepper "Abeille Liberté" (IMO-Nr.: 9308699) zum Havaristen geschickt.
Stundenlang versuchte die Tankercrew vergeblich, den Schaden zu beheben, und nachdem um 19.20 Uhr die “Abeille Liberté” und die "VB Gascogne 22" (IMO-Nr.: 9202730) der Boluda Company vor Ort eingetroffen waren, ging die "Atlantis Armona" ankerauf und machte sich, eskortiert von den beiden Schleppern, auf den Weg zur Reede von Le Havre und ging dort, weiterhin von der "Abeille Liberté" überwacht, vor Anker.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker mit Maschinenschaden nach Finisterre eskortiert
(09.02.16) Der maltesische Tanker "Huseyn Javid", 2603 BRZ (IMO-Nr.: 9383613), erlitt mit einer Ladung Chemikalien und einer 16-köpfigen Crew an Bord am Morgen des 8.2. Maschinenschaden vor der spanischen Küste. Das Schiff war auf dem Weg nach Amsterdam. Der Bergungsschlepper "Don Inda" (IMO-Nr.: 9338010) wurde aus Corcubion zur Assistenz geschickt.
Es gelang der Tankercrew, den Schaden zu beheben und die Maschine wieder anzufahren. Der Kapitän bat um Genehmigung, vor Finisterre ankern zu dürfen. Unter Eskorte der "Don Inda" steuerte er den Ankerplatz nach deren Erteilung an, damit mit Ersatzteilen eine dauerhafte Reparatur dort ausgeführt werden konnte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sechs Fischer von gestrandetem Kutter gerettet
(09.02.16) Die US Coast Guard retttete am 8.2. sechs Personen von dem 31 Fuß langen Kutter „Shekinah 2“, der nahe Alamagan Island auf Grund gelaufen war. Am Morgen des 7.2. hatte ein Bewohner von Alamagen Island die Küstenwache informiert, dass der Kutter 100 Meter vom Ufer entfernt auf Grund gelaufen war. Daraufhin lief die „Assateague” um neun Uhr aus Guam zu der 295 Meilen entfernten Position aus und erreichte sie am folgenden Tag.
Der Kutter war zu der Zeit bereits vollgelaufen und ragte nur noch teilweise aus dem Wasser. Bei der Rettung arbeiteten das CNMI Emergency Operations Center und die Coast Guard Guam zusammen. Das 110 Fuß lange Patroullienboot „Assateague” barg die Fischer von ihrem Schiff ab und brachte sie nach Saipan.
Quelle:Tim Schwabedissen



Polizei sucht Zeugen nach Kollision auf Mittellandkanal
(09.02.16) Nach der Kollision der „Weser“ und der „Nelly“ auf dem Mittellandkanal am 7.2. wurde die Wasserstraße am 7.2. um 21.30 Uhr vom Wasser und Schifffahrtsamt wieder für den Schiffsverkehr freigegeben. Die Ursache des Zusammenstoßes war weiterhin unklar. Die Polizei bat mögliche Zeugen, sich bei der Polizeidirektion Hannover zu melden.
Die 85 Meter lange "Weser" war aus Elsfleth gekommen und auf Ostkurs nach Stöcken. Ihre Ladung von 1.100 Tonnen Kohle wurde im nahe gelegenen Betriebshafen in Lohnde gelöscht, sodass die Lecks sich oberhalb der Wasserlinie befand. Anschließend wurde der Havarist zur Liegestelle in Hannover-Stöcken geschoben. Die "Elly", die nach Holland unterwegs war und 750 Tonnen Weizen geladen hatte, wurde ebenfalls erheblich am Bug beschädigt.
Nach dem Zusammenstoß waren die Schiffe auf beiden Seiten gegen die Spundwände gekommen, die dabei ebenfalls beschädigt wurden. Den Schaden schätzte die Polizei auf etwa 100.000 Euro.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei Kutter binnen 24 Stunden vor Mexiko gesunken
(09.02.16) Zwei Kutter sanken am 7.2. unweit der Lobos Bay, südlich von Sonora. Die „Propemex DP 2“, ein Sardinenkutter mit 10 Mann an Bord, kenterte 30 Meilen südlich von Guayamas. Acht der Schiffbrüchigen wurden von der mexikanischen Marine lebend gerettet, einer tot geborgen.
Um 15.52 Uhr sank ein Garnelenkutter im Bereich der Bahia de Lobos mit vier Mann an Bord. Zwei wurden lebend gerettet, die beiden anderen vermisst. Die Marine suchte weiter nach den drei Vermissten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fischer gerettet, Hund ertrunken
(09.02.16) Der Kutter “Misty Anne” sank am 8.2. in Charleston, Oregon. Während sich der Skipper retten konnte, ertrank sein Bordhund. Das Schiff war dabei, die Liegeplätze zu wechseln, als es von einer Bö erfasst wurde, gegen ein anderes Schiff schlug und sich dann sofort auf die Seite legte. Möglicherweise war eine Planke von dem alten Holzschiff abgerissen. Die Coast Guard Coos Bay wurde um 14 Uhr informiert und legte eine Ölsperre in der Marina aus. Mit einem Hafenkran sollte das Wrack gehoben werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter kollidierte mit Eisenbahnbrücke
(09.02.16) Der Kutter “Ocean One”, der in einer Bucht des Manasquan River ankerte, riss sich am Morgen des 0.2. los und trieb gegen die NJ Transit Eisenbahnbrücke, die den Fluss zwischen Point Pleasant Beach und Brielle überspannt und über die die North Jersey Coast Line verkehrt. Das unbemannte Schiff hatte seit zwei Wochen vor Anker gelegen. Die U.S. Coast Guard schleppte es in einen nahen Hafen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter vor Carolina Beach gekentert
(09.02.16) Ein 41 Fuß langer Kutter kenterte in der Nacht zum 9.2. vor Carolina Beach, nachdem er am Vorabend gegen 22 Uhr bei Snows Cut auf Grund gelaufen war. Die zweiköpfige Crew wollte eigentlich an Bord ausharren, bis die Flut kommt, doch gegen ein Uhr früh riefen sie die US Coast Guard, weil ihr Schiff sich auf die Seite legte und volllief. Die beiden wurden gerettet und mit Unterkühlung und leichten Verletzungen ins Krankenhaus gebracht. An Bord des Kutters waren 150 Gallonen Öl.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motoryacht in der Brandung
(Bild: Johan Akre)   Großbild klick!

Riesenwelle riss Luxusyacht über Bord
(08.02.16) Eine gewaltige Welle von rund 10 Metern Höhe riss am 7.2. um 5.30 Uhr eine auf dem Oberdeck des norwegischen Frachters "Kristian With", 2638 BRZ (IMO-Nr.: 9375898), gestaute Luxusyacht vom Typ Princess 46 südlich von Hidra im Flekkefjord über Bord. Die herrenlose Yacht trieb nordwärts davon, bis sie um 12.30 Uhr vor Stapnes in Egersund antrieb. Ein Schiff der dortigen Hafenbehörde erreichte sie nicht mehr rechtzeitig, um eingreifen zu können.
Die 45 Fuß lange Yacht wurde auf den Felsen umhergeschleudert, bis diese sie aufschlitzten. Das Boot, das einen Wert von mehr als einer Million norwegischer Kronen hat, sank in der Brandungssee. Ob es geborgen wird, war unklar. Die "Kristian With" lief um 22.30 Uhr in Larvik ein. Sie war am 6.2. gegen 19 Uhr aus Husoy ausgelaufen. Die Yacht war in Molde verkauft worden und sollte huckepack auf dem Frachter zum Oslofjord transportiert werden.
Die “Kristian With” ist 90 Meter lang, 14 Meter breit, hat fünf Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 3,017 Tonnen. Sie wurde 2007 bei der Slovenske Lodenice erbaut und läuft für die norwegische Ulvan Personal.
Quelle:Tim Schwabedissen



LPG-Tanker hatte Ruderausfall in Huelva
(08.02.16) Der portugiesische LPG-Tanker "Luke", 3430 BRZ (IMO-Nr.:9356919), erlitt beim Auslaufen aus Huelva am 2.2. einen Ruderausfall und konnte eine Kollision mit einem anderen Tanker nur knapp vermeiden. Mithilfe eines Schleppers wurde der Havarist auf die Außenreede gebracht und dort bei der nachfolgenden Inspektion wegen verschiedener Mängel mit einem Fahrverbot belegt. Nachdem die Crew die Beanstandungen beseitigt hatte, durfte das Schiff am 5.2. den Hafen wieder verlassen und nahm Kurs auf Laayoune, West-Sahara.
Quelle:Tim Schwabedissen



„CSCL Indian Ocean"
(Bild: Havariekommando)   Großbild klick!

Stau und stockender Verkehr an CSCL Indian Ocean
(08.02.16) Stau und stockender Verkehr an der Strandungsstelle der „CSCL Indian Ocean", 187541 BRZ (IMO-Nr.: 9695157), am 7.2. Ein gewaltiger Ansturm von Schaulustigen an der Elbe um die Hetlinger Schanze sorgte dafür, dass auf den Zufahrtsstraßen zeitweilig Stillstand herrschte. Kilometerweit waren Feldwege zugeparkt, und Menschenmassen pilgerten zum Elbdeich, um einen Blick auf den Havaristen zu werfen.
Am Morgen des 8.2. traf als letztes Schiff einer Bergungsflotte, die Smit Salvage, die mit dem Freischleppen beauftragt wurden, die Fairmount Expedition" (IMO-Nr.:9358943) in der Elbmündung ein. Sie war am 7.2. aus Rotterdam ausgelaufen. Bereits am 4.2. hatte die "Union Manta" (IMO-Nr.: 9261487l) den Rotterdamer Hafen verlassen und erreichte am 5.2. Bützfleth. Beide Schiffe haben jeweils über 200 Tonnen Zugkraft und werden das Herzstück einer Flotte von 12 Schleppern aus Holland und Hamburg mit über 1000 Tonnen Zugkraft sein, wenn am 9.2. gegen drei Uhr der entscheidende Befreiungsversuch starten soll. Der Frachter soll dann von der Sandbank zurück rückwärts ins Fahrwasser gezogen werden.
Das Kommando hat der niederländische Bergungsexperte und Kapitän Wytse Huisman. Klappt die Bergung mit der Springtide nicht, muss das Schiff durch das Umladen von Containern geleichtert werden, was mehrere Wochen dauern würde. Deshalb wollen die Berger mit dieseem Schleppversuch alles auf eine Karte setzen. Das vom Neumond begünstigte Hochwasser hat um 4.32 Uhr seinen Scheitelpunkt, ein weiteres läuft am Nachmittag um 17.02 Uhr auf.
Während des Wochenendes hat Smit einen Bergungsplan ausgearbeitet, an dem auch Vertreter der Klassifikationsgemeinschaft DNV-GL aus Hamburg beteiligt waren. Die Einsatzleitung lag beim Havariekommando in Cuxhaven. Dort wurde in der Nacht grünes Licht gegeben. Das Bergungsteam hatte zunächst Bagger beauftragt, einen Teil der Sandbank wegzubaggern, auf der die „CSCL Indian Ocean“ aufsaß. Die niederländischen Saugbagger „Barent Zaanen“ (IMO-Nr.: 8315504) und „Causeway“ (IMO-Nr.: 8561154) sowie die Spülbagger "Njörd" (IMO-Nr.: 8650409) und "Razende Bol" (MMSI-Nr.: 244963000) haben bereits umfangreiche Mengen Sediment und Sand abgetragen. Außerdem wurden 2000 Tonnen Schweröl sowie Schmieröl und mehrere tausend Tonnen Ballastwasser abgepumpt. Die Schlepper „Bugsier 10", "Dhamra", "SD Dolphin" und "SD Rover“ waren am Morgen des 8.2. am Frachter fest.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fehmarn: Vermisster Kutter gesunken
(Datum) Am 6.2. gegen 18.10 Uhr wurde das MRCC der DGzRS in Bremen informiert, dass der 16,11 Meter lange Fischkutter „Condor - SB 14", 35 BRZ (MMSI-Nr.: 211174000) aus Burgstaaken vor Fehmarn offenbar bereits seit einigen Stunden überfällig war. Die letzte bekannte Position des Kutters lag etwa 3,5 Seemeilen östlich der Insel.
Der Seenotkreuzer "Bremen" der Station Großenbrode und die "Hans Hackmack" der Station Grömitz wurden daraufhin alarmiert. Zur Unterstützung aus der Luft setzte die DGzRS einen Such- und Rettungshubschrauber der Deutschen Marine ein. On-Scene Coordinator war die "Bremen".
Die Seenotküstenfunkstelle Bremen Rescue Radio der DGzRS sandte auf Kanal 16 mehrfach eine Dringlichkeitsmeldung an die gesamte Schifffahrt aus mit der Bitte, verschärft Ausschau zu halten. Neben ihren eigenen Einheiten nahm die DGzRS das Wasserschutzpolizeiboot „Fehmarn“, das Einsatzschiff der Bundespolizei „Neustrelitz“ sowie die Fischkutter „Falkland“, „Bleibtreu“, „Odin“, „Glaube“ und „Sirius“ in die Suche mit auf. Außerdem nahmen der dänische Seenotkreuzer „L. W. Dam“, Station Gedser, sowie ein Schiff der dänischen Marineheimwehr und ein dänischer SAR-Hubschrauber Kurs auf das Suchgebiet. Gegen 20 Uhr meldete die „Fehmarn“ in der See treibende Fischkisten, Wrackteile und Tauwerk.
Eine Viertelstunde später entdeckte der deutsche SAR-Hubschrauber etwa 7,5 Seemeilen nordöstlich der Südostspitze Fehmarns vor Staberhuk einen leblosen Körper. Umgehend lief der Seenotrettungskreuzer "Bremen" diese Position an.
Gegen 20.30 Uhr barg dessen Crew dort den 45-jährigen Decksmann des Kutters tot aus dem Wasser. Gegen 20.50 Uhr entdeckte der SAR-Hubschrauber weitere Wrackteile. Wenige Minuten darauf fand die Besatzung der "Hans Hackmack" noch eine leblose Person im Wasser. Es handelte sich um den 52-jährigen Kapitän des Kutters.
Auch ihn konnten die Seenotretter nur noch tot bergen. Beide Leichen wurden an Bord der Rettungskreuzer nach Burgstaaken und von dort weiter zur Autopsie gebracht. Am 7.2. leitete das Mehrzweckschiff "Scharhörn" eine Suche nach dem Wrack ein, wobei es von der "Fehmarn" unterstützt wurde. Es sollte anschließend zur weiteren Untersuchung mit einem Schwimmkran geborgen werden.
Zur Unglückszeit herrschten im Seegebiet östlich von Fehmarn südliche Winde der Stärke 4 und vier Grad Celsius Wassertemperatur. Das Verschwinden des Kutters blieb unbemerkt. Notsignale oder Funkrufe wurden nicht gesichtet oder gehört, d.h., auch die autoomatische Seenotboje hat sich nicht aktiviert. Die "Condor" war am 6.2. ausgelaufen und zuletzt gegen Mittag von Fischereikollegen gesichtet worden. Die Ursache des Untergangs war noch unbekannt.
Die beiden Fischer galten als erfahren. Sie gingen regelmäßig zu zweit von Burgstaaken auf Fangfahrt. Die "Condor" war vor kurzem überholt und die Maschine erneuert worden. Sie wurde 1943 gebaut bei Heinrich Wendlandt in Wollin und am 1.1.1990 in Burgstaaken eingetragen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler „Silver Hunter“ wieder im Hafen
(Bild: NSRI)   Großbild klick!

Rettungsaktion für Trawler „Silver Hunter“ vor Hout Bay
(08.02.16) Am 7.2. um 7.26 Uhr wurde die NSRI Hout Bay von der Transnet National Ports Authority (TNPA) um Lenzhilfe für den 20 Meter langen Kutter „Silver Hunter“ gebeten. Das mit 21 Mann besetzte Schiff hatte sieben Meilen vor Hout Bay Wassereinbruch erlitten. Die Maschine war ausgefallen, und es trieb bei 40 Meilen Windgeschwindigkeit in zwei bis drei Meter hohen Wellen manövrierunfähig in der See. Als das Rettungsboot „Nadine Gordimer” vor Ort eintraf, hatte bereits der Trawler “Sea Crest” eine Schleppverbindung hergestellt und zog den Havaristen in Richtung Hout Bay.
Dann brach auf diesem aber der Poller, an dem die Trosse fest war, und der Bug wurde dabei aufgerissen. Von der NSRI-Station Kommetjie stieß das Rettungsboot “Spirit of the Vines“ sowie von der NSRI-Station Bakoven die „Rotarian Schipper“ hinzu, während die “Nadine Gordimer” Rettungsschwimmer an Bord des Havaristen absetzte, um beim Abbergen der Crew zu helfen.
Die “Albie Matthews” der NSRI Hout Bay, die “Spirit of the Vines” und die “Rotarian Schipper” nahmen 19 Mann an Bord und setzten sie auf den Trawler “Daan Viljoen” über, der sie nach Hout Bay brachte. Nur der Skipper und der 1. Ingenieur blieben auf der “Silver Hunter”, um beim Abschleppen zu assistieren. Die “Nadine Gordimer” stellte eine Schleppverbindung her und brachte trotz stürmischen Wetters den Trawler erfolgreich nach Hout Bay ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sorge vor Ölverschmutzung an dänischer Westküste
(08.02.16) Am 10.2. könnte möglicherweise begonnen werden, das Öl von der vor der dänischen Westküste gekenterten Installationsplattform "Sea Worker", 3776 BRZ (IMO-Nr.: 8769705), abzupumpen. Auf ein entsprechendes Wetterfenster hofften die Berger von Smit Salvage, um die Sorge vor einer Ölverschmutzung durch die 150 Tonnen Betriebsstoff an den umliegenden Stränden am Ringköping-Fjord auszuräumen. Die Crew des Ölbekämpfungsschiffes "Gunnar Seidenfaden" zog Ölproben an der Untergangsstelle, und ein Bergungsplan wurde entwickelt.
Dabei wird auch der Schlepper "Torsten" als Taucherplattform eine Rolle spielen. Die Taucher sollen Löcher in die Tanks bohren, durch die Schläuche eingebracht werden und das Öl dann abgesaugt wird. Die "Gunnar Seidenfaden" wird 12 Stunden vor Beginn der vom Wetter abhängigen Operation an ihrem Liegeplatz in Hvide Sande verständigt, wo sie stationiert bleibt, bis alles Öl abgepumpt ist.
Quelle:Tim Schwabedissen



"Anthem of the Seas": Schäden in der Bar
(Bild: Greg Flat)   Großbild klick!

Hurrikanartiger Sturm bringt größtes Kreuzfahrtschiff von Meyer in Turbulenzen
(08.02.16) Das unter Bahamas-Flagge laufende Kreuzfahrtschiff "Anthem of the Seas", 168666 BRZ (IMO-Nr.: 9656101), geriet vor der der Südostküste des US-Bundesstaates Carolina auf dem Atlantik am 7.2. in einen schweren Sturm von Hurrikanstärke mit über 100 Meilen Windgeschwindigkeit. Das Schiff arbeitete so heftig in den 10 Meter hohen Seen, dass bei Neigungen bis zu 45 Grad Mobiliar umgeworfen wurde, Deckenteile herunterbrachen, schwere Vasen umstürzten und Geschirr zerbrach.
Veranstaltungen an Bord wurden abgebrochen, die Aufzüge stillgelegt und die Passagiere die folgenden 10 Stunden angewiesen, in ihren Kabinen zu bleiben.
Der Kapitän änderte den Kurs, um den Sturm abzuwettern und wartete Wetterbesserung ab, bevor er auf Kurs nach Port Canaveral ging. Die Coastguard nahm Kontakt mit ihm auf, nachdem in Medien Bilder von Schäden aufgetaucht waren, doch war die Seetüchtigkeit zu keiner Zeit gefährdet, und es wurde auch niemand ernsthaft verletzt. Die Schäden waren eher kosmetischer Natur.
Das Schiff war am 6.2. zu einer einwöchigen Reise auf die Bahamas ausgelaufen, doch dann geriet es in den Sturm, der stärker war als vorhergesagt. Gegen Mittag des 8.2. wurde es nach Wetterberuhigung nun im Hafen erwartet. Dort wird einiges von der Crew auszubessern und aufzuräumen sein.
Die „Anthem of the Seas“ war im Februar 2011 von Reederei Royal Caribbean International bei der Meyer Werft in Papenburg geordert und am 19.11.2013 auf Kiel gelegt. Am 1.6 2014 wurde eine 120 Meter lange Sektion ausgedockt. Eine zweite Sektion folgte am 12.8.2014 Das endgültige Ausdocken fand am 21.2.2015 statt. Die Emsüberführung erfolgte am 10. und 11.3.2015. Am 10.4., fünf Tage früher als vertraglich vereinbart, wurde das Schiff abgeliefert und am 20.4. in Southampton getauft.
Gemeinsam mit dem Schwesterschiff „Quantum of the Seas“ war die „Anthem of the Seas“ das bisher größte in Deutschland gebaute Passagierschiff. Es hat eine Länge von 347,8 Metern, eine Breite von 41,4 Metern, einen Tiefgang von 8,5 Metern. Die bis zu 4900 Passagiere werden von einer 1550-köpfigen Crew versorgt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Binnenschiffe bei Kollision auf Mittellandkanal schwer beschädigt
(08.02.16) Das deutsche Binnenschiff "Weser", 1180 ts (EU-Nr.: 04013020), kollidierte am 7.2. gegen 15 Uhr mit dem holländischen Binnenschiff "Elly", 800 ts (EU-Nr.: 02316526) auf dem Mittellandkanal bei Seelze im Ortsteil Lohnde aus.
Zwischen dem Sicherheitstor und der Eisenbahnbrücke schlug „Elly“, die Getreide an Bord hatte, plötzlich quer, und die "Weser", die 1100 Tonnen Kohle für das Kraftwerk in Stöcken an Bord hatte, konnte ihr nicht mehr ausweichen. Beide Schiffe wurden dabei am jeweiligen Steuerbord-Bug beschädigt. Im Bug der „Weser“ entstanden zwei etwa handballgroße Lecks und mehrere Risse, und es kam zu einem Wassereinbruch.
Die Feuerwehren aus Lohnde, Dedensen und Seelze waren mit 62 Einsatzkräften, darunter auch fünf Feuerwehrtauchern, vor Ort. Der Kanal wurde für den Schiffsverkehr gesperrt. Es gelang den Feuerwehrleuten, die Lecks mit Holzkeilen provisorisch abzudichten und den Wassereinbruch so zu stoppen. Mit einer Tauchpumpe wurde der Frachter dann gelenzt. Um den beschädigten Teil des Bugs über die Wasserlinie zu bringen, wurden etwa 100 Tonnen Kohle mit zwei Baggern auf einen Parkplatz des Wasser- und Schifffahrtsamtes gelöscht.
Der Bug des niederländischen Schiffes „Elly“ wurde ebenfalls aufgerissen und eingedrückt, es drang aber kein Wasser ein. Beide Schiffe beschädigten auch noch die Spundwände des Kanals. Sie machten nach der Havarie im örtlichen Betriebshafen fest.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht manövrierunfähig vor Krysna
(08.02.16) Am 4.2. um 21 Uhr wurde die NSRI Knysna um Hilfeleistung für die 26 Fuß lange Yacht „Win Win“ gebeten, die mit drei Personen an Bord auf der Fahrt von St. Francis Bay nach Mossel Bay Ruderschaden erlitten und einen Notruf an die Telkom Maritime Radio Services abgesetzt hatte. Es handelte sich um zwei Männer im Alter von 61 und 39 Jahren sowie eine 30-jährige Frau aus Mossel Bay.
Von der NSRI-Station Knysna lief die Rettungsboote “Colorpress Rescuer “ und “Jaytee III” aus. Mit Notraketen wurden die Seenotretter durch die Knysna Heads zu der 20 Meilen östlich von Knysna treibenden Yacht gelotst. Vor Ort wurde eine Schleppverbindung hergestellt und das Boot dann vor den Knysna Heads verankert.
Am folgenden Morgen lief die „Jaytee III” wieder aus, übernahm die drei Segler und brachte sie um 3.30 Iht in den Hafen. Gegen neun Uhr wurde dann der Eigner der Yacht zur „Win Win“ gebracht, und die Seenotretter halfen ihm, das Boot in den Hafen von Knysna zu bringen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Einhandsegler vor Kommetje aus Seenot gerettet
(08.02.16) Am 2.2. um 12.10 Uhr kam das Rettungsboot “Nadine Gordimer” der NSRI-Station Hout Bay 60 Meilen südwestlich von Kommetjie einem 57-jährigen Einhandsegler aus Stillbaai zu Hilfe, der mit der 26 Fuß langen Yacht „Elbow Grease“ auf dem Weg von Still Bay nach Kapstadt Ruderschaden erlitten hatte. Außerdem ging ihm der Diesel aus, und bei vier bis fünf Meter hohen Wellen und Böen von 35 Knoten aus Südost hatte er Probleme, ein Notsegel aufzuriggen und sein Boot wieder auf Kurs zu bringen.
72 Meilen vor der Küste erreichten die Seenotrtter den erschöpften Segler. Versuche, sein Boot in Schlepp zu nehmen, scheiterten in der stürmischen See. Der Mann wurde samt seiner persönlichen Habe an Bord der „Nadine Gordimer“ geholt und die Yacht der See überlassen. Um 3.30 Uhr wurde er in Hout Bay an Land gebracht und von Familienangehörigen in Empfang genommen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Manövrierunfähiger Bulkcarrier nun nach Le Havre eingeschleppt
(08.02.16) Der unter Marshall Islands-Flagge laufende Bulkcarrier "SBI Flamenco", 43000 BRZ (IMO-Nr.:9710579), der am 30.1. auf die Reede von Le Havre geschleppt worden war, konnte am 5.2. nach fast einer Woche vor Anker an einen ungenutzten Liegeplatz des Multibulks Center in Le Havre geschleppt werden. Er wurde von den Schleppern "VB Yport", "VB Sainte-Adresse" und "VB Fécampthe" durch die François-Schleuse gezogen und machte am späten Vormittag zur Reparatur des Zylinderschadens, der ihn manövrierunfähig gemacht hatte, fest.
Auf der Fahrt von Riga nach Brasilien waren fünf der sechs Zylinder des mit 76,000 Tonnen Kohle beladenen Schiffes verstopft, sodass es in der Verkehrstrennungszone der Caskets 35 Meilen nordwestlich von Cherbourg am 29.1. auf Drift gegangen war. Nachdem Reparaturversuche der Crew gescheitert waren, war der Notfallschlepper "Abeille Liberté" beauftragt worden, den Havaristen in Sicherheit zu bringen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Abgerissenes Rettungsboot der „Modern Express“ geborgen
(08.02.16) Das SNSM-Rettungsboot "Pierre R. Graham" der Station Croisic schleppte am 5.2. ein Rettungsboot in den Hafen ein, das bei der Drift des Autofrachters "Modern Express" vor der französischen Küste von der Steuerbordseite abgerissen worden war. Das Rettungsboot war von dem Trawler "Noirmoutier" vor der Belle-Ile treibend entdeckt worden. Das CROSS Etel beauftragte die Seenotretter daraufhin, das geschlossene Boot als Schifffahrtshindernis zu bergen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler vor Goa vor Untergang bewahrt
(08.02.16) 14 Fischer wurden von der indischen Coast Guard am 6.2. vor Goa gerettet. Der Trawler “Nixymol” hatte 80 Meilen nördlich von Goa durch einen Riss im Rumpf Wassereinbruch erlitten und gegen 10 Uhr einen Notruf gefunkt. Die Küstenwache Mumbai wies den Havaristen an, auf die Küste zuzuhalten, und schickte ihm das Patroullienboot „ICGS C410“ entgegen.
Dieses erreichte ihn am gegen 13 Uhr. Nachdem die Crew abgeborgen war, wurde der Kutter mit einer Restcrew von drei Mann am 7.2. gegen fünf Uhr nach Goa eingeschleppt. Dort wurde er an der Mole der Coast Guard festgemacht, ausgepumpt und eine Notreparatur durchgeführt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Manövrierunfähiger Frachter vor den Orkneys abgeschleppt
(08.02.16) Am 6.2. erlitt der holländische Frachter "Schokland", 2702 BRZ (IMO-Nr.: 9431599), der mit Teilen von Windkraftturbinen von Emden nach Londonderry unterwegs war, an der Westseite der Insel Hoy Maschinenausfall. Das MCA in Shetland, der Schiffseigner, Agenten und die OIC Marine Services entschieden, dass der OIC-Serviceschlepper, "Einar" (IMO-Nr.: 8820327) den Havaristen in Schlepp nehmen sollten. Gleichzeitig wurden der Notfallschlepper “Herakles” der Maritime and Coastguard Agency und das RNLI-Boot aus Longhope zur Assistenz geschickt.
Dieses lief um 17 Uhr aus und ging ebenso wie die "Herakles" vor Ort auf Standby, während eine Schleppverbindung von der “Einar” zur "Schokland" hergestellt wurde. Die „Herakles" eskortierte den Konvoi dann, bis er klar vom Pentland Firth war. Eigentlich sollte die Reise nach Aberdeen gehen, doch der Hafen war wegen Sturms geschlossen, und so hielt der Schleppzug mit fünf Knoten Fahrt am Vormittag des 8.2. auf Kirkwall zu. Das Longhope-Rettungsboot sowie die "Herakles" wurden unterdessen aus dem Einsatz entlassen.
Bereits am 27.5.2014 hatte die "Schokland" nach dem Auslaufen aus Kapstadt Maschinenschaden erlitten. Damals wurde der Havarist westlich von Dassen Island von der "Smit Amandla" auf den Haken genommen und in die Tafelbucht geschleppt. Sie ist 89,98 Meter lang, 13,75 Meter breit, hat 4,92 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 3.300 Tonnen. Der Frachter der Amasus Shipping BV in Farmsun wurde 2910 auf dem Hong Ha Shipyard in Haiphong erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter vor Chumphon gestrandet
(08.02.16) Der 55 Meter lange thailändische Containerfrachter “Santad Samut 1”, 40 BRZ, lief am 7.2. vor Chumphon auf Grund. Er war von drei Meter hohen Wellen auf die Küste zugetrieben worden und kam am späten Morgen rund 300 Meter vor Ban Kor Son im Muang Distrikt fest. Die Marine konnte wegen der Wetterbedingungen kein Schiff zu Hilfe schicken.
Die „Santad Samut 1” war mit 20 Containern von Bangkok nach Surat Thani unterwegs, hatte dann aber Maschinenprobleme gehabt und war zur Reparatur vor Anker gegangen. Als dann der Sturm aufkam, riss sie sich los und strandete.
Quelle:Tim Schwabedissen



GPS- und Motorausfall ließen Yacht auf Maui stranden
(08.02.16) Die Bergungsfirma Parker Marine sollte den Schaden an der 43 Fuß langen Segelsyacht “Mithrandirs Dream“ inspizieren, die am 5.2. rund fünf Meilen östlich von Kaunakakai Harbor gestrandet war. Im Auftrag der U.S. Coast Guard sollte sie herausfinden, wie das in der Brandung liegende Boot freigeschleppt und verankert werden könnte. Es hatte rund 50 Gallonen Diesel an Bord. Ob Kraftstoff nach der Strandung ausgelaufen war, war noch unklar.
Die Yacht war auf der Fahrt von Oahu nach Maui gegen zwei Uhr auf Grund gelaufen. Ein Hubschrauber der Coast Guard hatte die zweiköpfige Crew abgeborgen und zum Kahului Airport gebracht. Die beiden Segler, der Skipper und der Bootseigner, berichteten von Problemen mit der Bordelektrik, die das GPS lahmgelegt hätten. Der Hilfsmotor war ebenfalls ausgefallen. Unter Segeln wurden sie dann ein Opfer einer Winddrehung, die das Boot auf Legerwall brachte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre in Bangladesch auf Grund gelaufen
(08.02.16) Die Fähre “PS Mahsud” der staatlichen Bangladesh Inland Water Transport lief am 7.2. gegen 10 Uhr auf eine Untiefe auf dem Kirtonkhola River in Barisal. Das Schiff, das auf der Route Dhaka-Morelganj läuft, war am 6.2. aus Dhaka nach Barisal ausgelaufen. Es hatte über 200 Passagiere an Bord, als es bei einem Drehmanöver, um an einen Ankerplatz im Barisal River Port zu gelangen, in dichtem Nebel festkam.
Die meisten Fahrgäste wurden mit Kuttern und anderen Booten an Land gebracht und setzten ihre Fahrt auf anderen Wegen fort. Ein Schlepper wurde in den Nachtstunden vor Ort erwartet, um das Schiff zu befreien.
Quelle:Tim Schwabedissen



"Modern Express" wird umbugsiert
(Bild: Juan Lorenzo)   Großbild klick!

Biskaya: Modern Express auf der Flucht vor Sturm
(06.02.16) In Erwartung eines schweren Sturmes mit erwarteten Wellenhöhen von 10 Metern wurde am 5.2. der unter Panama-Flagge laufende Autofrachter "Modern Express", 33831 BRZ (IMO-Nr.: 9231688), von seinem Liegeplatz an einen sicheren Ort bugsiert, wo er dem Seegang weniger ausgesetzt sein würde. Fünf Schlepper von Ibaizabal waren über zwei Stunden damit beschäftigt, den weiter auf der Seite liegenden Havaristen zum Liegeplatz AZ2 zu bugsieren, eine Strecke von lediglich 800 Metern. Das Manöver begann um 14.20 Uhr und war um 16.45 Uhr beendet.
Während des Wochenendes sollte weiter daran gearbeitet werden, den Frachter zu stabilisieren. Berger von Smit Salvage inspizierten mehrfach das Schiffsinnere und brachten an unterschiedlichen Orten Sensoren an, die auch kleinste Bewegungen anzeigen sollten. Das Entladen dürfte noch längere Zeit in Anspruch nehmen, weil es nach traditioneller Methode Stück für Stück vorzunehmen sein wird. Außerdem wurde begonnen, Wasser, das sich im Schiffsinnern angesammelt hatte, abzupumpen.
Quelle:Tim Schwabedissen



„CSCL „Indian Ocean“ und „Barent Zanen“
(Bild: Havariekommando)   Großbild klick!

Gestrandeter Mega-Containerfrachter geleichtert – Schiff verlor vor Havarie bereits einen Anker
(06.02.16) Am Nachmittag des 6.2. haben die Baggerarbeiten an der 30 Kilometer vor Hamburg auf der Elbe gestrandeten „CSCL „Indian Ocean“ begonnen. Um den geplanten Schleppversuch am Morgen des 9.2. zu begünstigen, begannen die Baggerschiffe „Njörd“ und „Barent Zanen“ den Boden nahe des Havaristen abzutragen. Dann öffnet sich ein Zeitfenster, in dem ein Schleppvorgang möglich wäre.
Dieses Zeitfenster wollten das Havariekommando und die Reederei nutzen, um den Havaristen für einen Schleppversuch vorzubereiten. Am Wochenende wurden ungünstige Bedingungen für eine Bergung erwartet: Der Deutsche Wetterdienst sagte Starkwind mit stürmischen Böen aus südlichen und westlichen Richtungen voraus. Dadurch würde der Frachter eher noch weiter in Richtung Land getrieben. Schiffe der Größe der "CSCL Indian Ocean" dürfen ab Windstärke 6 nicht mehr auf der Elbe unterwegs sein.
Seit dem Vormittag des 6.2. befand sich kein Schweröl mehr an Bord. Die rund 2000 Tonnen wurden durch das Bunkerschiff „Dresden 2“ geleichtert. Parallel wurde das Ballastwasser aus den Tanks entfernt. Die Vorbereitungen für das Abpumpen weiterer Betriebsstoffe liefen gleichzeitig. Ziel des Havariekommandos war es, das Schiff bis auf die nötigsten Betriebsstoffe zu leichtern.
Der Frachter hat aktuell ein Gesamtgewicht von rund 200.000 Tonnen. Misslingt die Bergung des Schiffes, muss er möglicherweise an Ort und Stelle entladen werden. Notwendig wäre dazu ein riesiger Schwimmkran von 60 oder 70 Meter Hubhöhe. Ein solcher Kran müsste erst aus Rotterdam herangeschafft werden. Ein Vorbild für eine solche Bergungsaktion gibt es bislang nicht.
Wie inzwischen bekannt wurde, gab es bereits wenige Stunden vor dem Auflaufen auf der Elbe bereits in der Deutschen Bucht einen Zwischenfall: Das Schiff verlor seinen Steuerbord-Anker vor Helgoland. Der Frachter war von Felixstowe kommend zunächst auf der Tiefwasserreede vor Helgoland zu einem Ankerplatz gelaufen, wo er auf ein Zeitfenster fürs Einlaufen in die Elbe warten sollte. Bei dem Ankermanöver verlor die „CSCL Indian Ocean“ auf der Tiefwasserreede jedoch einen ihrer beiden 10 Tonnen schweren Buganker und mehr als 100 Meter Ankerkette auf einer Position westlich von Helgoland. Am 3.3. trat der Frachter die Fahrt elbaufwärts um 16 Uhr deshalb mit nur einem Anker an.
Ob das Auflaufen durch Ankermanöver hätte verhindert werden können, stand noch nicht fest. Die beiden Lotsen und der Kapitän hatten aus Sicherheitsgründen auch auf das Werfen des Backbordankers verzichtet, da er bei der Grundberührung möglicherweise zwischen Schiffsboden und Elbgrund geraten wäre und den Doppelboden des Frachters hätte aufreißen können. Die Position des verlorenen Ankers wurde inzwischen in den Nachrichten für Seefahrer als Warnhinweis durch das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie für andere Schiffe bekannt gemacht.
Die Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung in Hamburg hat ihre Arbeit zur Ursachenermittlung ebenfalls aufgenommen. Die Hamburger Bundesbehörde wird für die Ermittlung alle Aufzeichnungen der Radarbilder und Funkverkehre während des Verlaufs der Reise von der Tiefwasserreede bis zum Ort der Strandung auswerten. Für die Ermittlungen wurden mehrere Monate veranschlagt.
Derweil sahen sich tausende Schaulustige von Wisch, Lühe und Grünendeich aus den Havaristen an. Am Lühe-Anleger waren mehrere Imbissbuden offen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sinkender Frachter auf Grund gesetzt
(06.02.16) Der Rumpf des moldawischen Frachters „Amur 2516", 3086 BRZ (IMO-Nr.: 8721428), wurde bei der Kollision mit einer Eisscholle im Azov-Meer aufgerissen. Das mit Erbsen beladene Schiff war unterwegs von Azov nach Ambarli. Da der Wassereinbruch nicht unter Kontrolle gebracht werden konnte, entschied der Kapitän, das vom Sinken bedrohte Schiff vor dem Dorf Dolzhanskaya, westlich von Yeysk, auf Grund zu setzen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Crew gestrandeter Yacht vor Molokai gerettet
(06.02.16) Die US Coast Guard schickte am 5.2. einen MH-65 Dolphin Helikopter der Air Station Barbers Point zur Rettung zweier Segler, deren 43 Fuß lange Yacht „Mithrandirs Dream“ vor Kaunakakai Harbor, Molokai, gestrandet war. Sie wurden unversehrt abgeborgen und zum Kahului Airport geflogen. Hier wurden sie medizinisch vorsorglich nochmals untersucht.
Um 1.53 Uhr hatte die Küstenwache in Honolulu eine Nachricht von Towboat US bekommen, dass die Yacht fünf Meilen östlich von Kaunakakai Harbor gestrandet sei. Der Dolphin und ein 45-Fuß-Boot der Station Maui, das Maui Fire Department und Maui Police Department wurden alarmiert. Um 3:35 Uhr war der Hubschrauber vor Ort und setzte einen Rettungsschwimmer auf der in der Brandung liegenden Yacht ab, der den beiden Seglern half, von Bord zu kommen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Chartersegler rettete Yachtsegler
(06.02.16) Der holländische Dreimaster "Oosterschelde", 226 BRZ (IMO-Nr.: 5347221), rettete am frühen Morgen des 6.2. einen italienischen Einhandsegler im Atlantik. Dessen 10 Meter lange, belgische Yacht "Tarabaralla" (MMSI-Nr.: 205499310) war entmastet worden und trieb manövrierunfähig mit Wassereinbruch in der See. Er hatte das MRCC in Rom gegen 18 Uhr kontaktiert, dann war die Verbindung aber abgerissen.
Der Dreimaster war 90 Meilen entfernt und hielt mit Höchstfahrt auf die Yacht zu. Um 2.45 Uhr war er vor Ort und konnte den Segler um 4.10 Uhr an Bord nehmen. Die "Tarabaralla" musste aufgegeben werden. Die "Oosterschelde" war unterwegs nach Martinique und sollte dort am 14.2. eintreffen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter sank im Hafen von Alsvåg
(06.02.16) Der norwegische Kutter „N-99-0“ sank am Nachmittag 4.2. im Hafen von Alsvåg in Vesterålen an seinem Liegeplatz. Zunächst gab es Sorge, dass sich noch Menschen an Bord befunden haben könnten, doch dies war nicht der Fall, stellte die Polizei nach Rücksprache mit dem Eigner fest. Nun sollte das Wrack so schnell wie möglich gehoben werden. Warum der Kutter unterging, war unklar.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sorge vor Ölverschmutzung an dänischer Westküste
(06.02.16) Bei weiterhin starkem Südwind und hohen Wellen sanken die Chancen auf eine erfolgreiche Bergung der dänischen Installationsplattform "Sea Worker", 3776 BRZ ( IMO-Nr.: 8769705), bei Bjerregaard zwischen Nymindegab und Hvide Sande. Die nächsten Schritte mussten von der Versicherung entschieden werden.
Die "Esvagt Connector" blieb weiter auf Standby, gemeinsam mit dem Schlepper "Torsten", von dem Taucher von Smit Salvage aus das Wrack untersuchen sollten. Es galt, 150 Kubikmeter Diesel und 50 Kubikmeter Schmieröl vor dem Auslaufen zu bewahren. Weiter lag das Ölbekämpfungsschiff oil. "Gunnar Seidenfaden“ einsatzbereit in Hvide Sande, um im Bedarfsfall sofort eingreifen zu können.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kombischiff manövrierunfähig vor Rodrigues
(06.02.16) Am 5.2. gegen sieben Uhr wurde das unter Mauritius-Flagge laufende Kombischiff "Mauritius Trochetia", 5492 BRZ (IMO:-Nr.9225287), vor Rodrigues manövrierunfähig und konnte nicht, wie geplant, nach Port Mathurin, einlaufen. Am Nachmittag des 6.2. lag es weiter vor dem Hafen. Zwei Schlepper kamen zu Hilfe, um eine Strandung abzuwenden und das Schiff einzubringen. Starker Wind machte die Arbeit schwierig.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre nach Kollision mit Wal lahmgelegt
(06.02.16) Der japanische Fährkatamaran „Seven Islands Tomo“, 164 BRZ (IMO-Nr.: 8819160) erlitt mit 69 Passagieren und einer fünfköpfigen Crew an Bord am 6.2. vor der Insel Izu Oshima südlich von Tokio nach Kollision mit einem Wal Maschinenausfall. Das Schiff, das mit 70 km/h unterwegs gewesen war, erlitt dabei Schäden am Bug.
Die japanische Coast Guard schickte ein Rettungsschiff, nachdem sie um neun Uhr einen Notruf des 13 Kilometer nordwestlich der Insel liegenden Fahrzeugs aufgefangen hatte. Die Fähre der Tokai Kisen Company war unterwegs nach Izu Oshima und kam aus en Atami in der Shizuoka Präfektur.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motoryacht vor Rottnest aufgelaufen
(06.02.16) Nahe Rottnest Island lief am 5.2. die 10 Meter lange australische Motoryacht „Carver“ auf Felsen. Die Fremantle Sea Rescue und Rottnest Rangers fanden das Boot beim Bathurst Lighthouse auf dem Duck Rock liegend vor. Das Paar an Bord hatte auf dem Weg in die Thomson Bay offenbar einen Navigationsfehler gemacht.
Ein erster Bergungsversuch schlug fehl. Am 6.2. sollte bei höherem Wasserstand ein weiterer Anlauf genommen werden. Die beiden Personen an Bord wurden nach Rottnest gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bordkatzen starben bei Feuer auf Hausboot in London
(06.02.16) Auf der Themse im Fulham-Dock geriet am 4.2. das Hausboot „Flicka“ um 11.15 Uhr in der Imperial Wharf Marina in Brand. 35 Einsatzkräfte der Feuerwehr waren bis 13.50 Uhr damit beschäftigt, das Feuer zu löschen. Die Hälfte des Oberdecks des 124 Fuß langen ehemaligen Binnenschiffs wurde zerstört, zwei Bordkatzen kamen um. Die London Fire Brigade war auch mit einen Löschboot vor Ort, sodass Wasser direkt der Themse entnommen werden konnte.
Quelle:Tim Schwabedissen



"Modern Express"
(Bild: )   Großbild klick!

Spanische Biskaya: Aufrichten der Modern Express wird Wochen dauern
(05.02.16) Techniker von Smit Salvage kletterten am 4.2. mithilfe einer Hebebühne an Bord des Autofrachters "Modern Express", um erste Untersuchungen an Bord vorzunehmen, wie das Schiff stabilisiert werden kann. Große Mobilkräne waren am Kai in Bilbao in Stellung gegangen, wo er nach wie vor mit rund 50 Grad Schlagseite vertäut lag. Die Experten sollten den Zustand untersuchen und Kalkulationen vorbereiten, wie diese reduziert werden kann. Auch der Präsident der Hafenbehörde von Bilbao, Asier Atutxa, war vor Ort. Vorsorglich war eine Ölsperre um das Schiff ausgelegt worden.
Das Einschleppen der „Modern Express“ am Vortag war noch einmal eine komplizierte Aufgabe gewesen. Acht Berger von Smit Salvage hatten um acht Uhr an Bord des Rettungshubschraubers Helimer 204 vom Sondika Airport abgehoben. Die „Alice One” wurde gegen Mittag am Heck festgemacht, um die “Centaurus” zu unterstützen.
Mangels elektrischer Energie mussten die schweren Schlepptrossen dabei mühselig mit Hand ausgefahren werden. Dabei rollte der Havarist unablässig in fünf Meter hohen Wellen. Deshalb brach auch die Schlepptrosse der “Centaurus”, die am Bug lag, beim Aufkürzen.
Daraufhin machte die „Ibaizabal 11” dort fest, während die “Gatika” und “Sertosa 30“ an Backbord- und Steuerbordseite eskortierten. Beim Einlaufen kamen fünf weitere Schlepper zu Hilfe. Das Drehmanöver in der engen Hafeneinfahrt erforderte noch einmal die ganze Erfahrung der Berger, doch um 18.30 Uhr war es geschafft – die „Modern Express“ lag am Kai.
Nun müssen dort die übergegangenen Baumstämme mit einem Gewicht von 3600 Tonnen von Bord geholt werden. Ob das Aufrichten durch das Umpumpen von Ballastwasser oder das Aufbringen von Kontergewichten bewerkstelligt werden müsste, war nun herauszufinden. Die Arbeit und Schadensuntersuchungen werden noch längere Zeit, vermutlich mehrere Wochen, in Anspruch nehmen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Der nächste Bitte – zweite Havarie im Nord-Ostsee-Kanal binnen 12 Stunden
(05.02.16) In Brunsbüttel kam es am Morgen des 5.2. zu einer Kollision des deutschen Containerfeeders "Vera Rambow", 17488 BRZ (IMO-Nr.: 9432220), mit dem holländischen Frachter "Nordana Sky", 6749 BRZ (IMO-Nr.: 9721633), beim Ausschleusen aus dem Kanal. Dabei entstand erheblicher Sachschaden an beiden Schiffen. Die „Vera Rambow“ hatte gegen 10 Uhr in der Nordschleuse an der Mittelmauer festgemacht. Sie war auf der Fahrt von Riga nach Bremerhaven. Die nachfolgende „Nordana Sky“ konnte nicht mehr rechtzeitig aufstoppen und prallte mit dem Vorsteven in das Heck des Containerfrachters. Dabei entstand an der „Vera Rambow“ ein mehrere Meter langes Loch im Bereich der Wasserlinie. Die Wasserschutzpolizei Brunsbüttel ging zur Untersuchung an Bord beider Schiffe, sie erhielten zunächst ein Auslaufverbot. Die „Nordana Sky“ war mit Stückgut auf dem Weg von St. Petersburg zum Suezkanal.
Quelle:Tim Schwabedissen



„CSCL Indian Ocean“
(Bild: Havariekommando)   Großbild klick!

Treibstoff wird von gestrandetem Mega-Containerschiff geleichtert – Bergungstermin unklar
(05.02.16) Am 4.2. um 13:45 Uhr hat nach den beiden vorangegangenen, trotz Abpumpens tausender Tonnen Ballastwasser gescheiterten Versuchen, die „CSCL Indian Ocean“ freizubekommen, das Havariekommando die Gesamteinsatzleitung auf Ersuchen des Wasser- und Schifffahrtsamtes Hamburg übernommen. Das Havariekommando trat in Kontakt mit der Reederei des Containerschiffes und begann, ein Bergungskonzept zu erarbeiten. Der Luftraum über dem Havaristen wurde gesperrt, damit das Ölüberwachungsflugzeug Do228 des Havariekommandos das Gebiet überfliegen konnte. Es stellte dabei keinen Schadstoffaustritt fest.
„CSCL Indian Ocean“
(Bild: Havariekommando)   Großbild klick!
Ein Nautiker des Havariekommandos wurde in Marsch gesetzt, um die Lage vor Ort beurteilen und die Leitung am Einsatzort zu übernehmen. Das Peilschiff “Deepenschriewer 1” zeichnete im Lauf des Tages die exakte Lage des Schiffes auf dem Flussbett auf. Zusätzlich wurde ein Spülbagger angefordert, um den Bereich um den Havaristen freizuspülen.
Die nächste Gelegenheit, den Frachter wieder flottzumachen, könnte in der Nacht zum 6.2. sein. Bergungsexperten sahen inzwischen Konstruktionspläne des Schiffes ein, berechneten das Gewicht der Ladung und studierten die Wetterdaten.
In den frühen Abendstunden begann der 100 Meter lange Bunkertanker „Dresden II“ (MMSI-Nr.: 211471210) damit, Teile des Treibstoffes zu leichtern. In den Tanks befanden sich 2000 Tonnen Schweröl für die Fahrt auf hoher See und 700 Tonnen Gasöl für hafennahe Manöver. Bis zum 5.2. waren davon 500 Tonnen umgepumpt. Da während des Pumpvorganges das Schiff nicht geschleppt werden konnte, wurde für das Hochwasser gegen 0.30 Uhr kein neuerlicher Bergungsversuch angesetzt, ebenso wenig beim nächsten Hochwasser am 5.2. gegen Mittag. Während der Nacht blieben die Schlepper „SD Dolphin“ und „SD Rover“ am Havaristen, ebenso lag das Mehrzweckschiff „Neuwerk“ in der Nähe. Die „Bürgermeister Weichmann“ sicherte die Unfallstelle weiterhin ab.
Als der Frachter mit 30 Mann Crew und zwei Elblotsen an Bord am 3.2. um 22.10 Uhr auf Grund lief, herrschte Hochwasser mit einem Pegel von 1,5 Meter über dem normalen Hochwasser. Er hat 11,6 Meter Tiefgang und hob sich beim Auflaufen einen halben Meter aus der Last. Es war nicht voll beladen. Der maximale Tiefgang beträgt 16 Meter, zu viel für ein Befahren der Elbe. Falls eine Bergung bis dahin nicht gelingt, sagten Experten des Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrographie günstige Bedingungen wieder für den 10.2. voraus, wenn eine höhere Flut erwartet wurde. Grund dafür ist die Mondkonstellation, die in der kommenden Woche für größere Unterschiede zwischen Hoch- und Niedrigwasser sorgt.
Ein Umladen der Container vom Deck der „CSCL Indian Ocean“ auf ein anderes Schiff wurde vorerst nicht erwogen. Die Höhe und Breite des Schiffes stellten die Berger vor zu große Herausforderungen. So ist in Hamburg keinen Schwimmkran für das Abbergen von Containern von Schiffen solcher Dimension vor Handen. Die nächsten Schwimmkräne für eine derartige Leichterung wären sind in den Niederlanden oder in Dänemark. Die Berger prüften auch den Einsatz eines Spezialschiffs für den Bau von Offshore-Windanlagen. Diese Schiffe haben Kräne mit den Hubhöhen, wie sie bei der „CSCL Indian Ocean“ benötigt würden. Zunächst sollte aber der weitere Verlauf der Hochwasser für das Wochenende und die nächste Woche abgewartet werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Nord-Ostsee-Kanal war nach Havarie gesperrt
(05.02.2016) Der liberianische Containerfrachter "E.R. Visby", 12514 BRZ (IMO: 9448695), ist am 4.2. gegen 19 Uhr aus noch ungeklärter Ursache in einer Kurve bei Schinkel in die Kanalböschung gefahren und steckte dort fest. Der Nord-Ostsee-Kanal musste an der Unfallstelle voll gesperrt werden. Die Havarie ereignete sich im engen Profil zwischen den Ausweichstellen Königsförde und Groß Nordsee.
Die Revierzentrale Brunsbüttel rief die Schlepper „Bülk“ und „Stein“ aus Kiel, um den Frachter zunächst wieder aus der Böschung zu ziehen. Nachdem er gegen 22 Uhr wieder frei war, wurde er gedreht und zur Inspektion nach Kiel geschleppt, wo er am frühen Morgen des 5.2. am Voth-Kai zur Inspektion festmachte. Er war auf dem Weg von St. Petersburg nach Rotterdam gewesen, als er havarierte. Von der Sperrung wurde ein halbes Dutzend Schiffe betroffen, die in den Ausweichstellen Groß Nordsee und Königsförde ihre jeweiligen Reisen unterbrechen mussten.
Bereits am 2.12.2013 war die "E.R. Visby" im Nord-Ostsee-Kanal havariert, als sie in Brunsbüttel beim Einlaufen in den Kanal von Rotterdam nach St. Petersburg mit einem Schleusentor kollidierte. Dabei erlitt sie einen Riss im Bug und Beulen im Rumpf. Sie wurde in den folgenden Tagen von der Lindenau Werft in Kiel repariert.
Am 12.8.2014 wurde sie von den Schleppern Smit Hudson" und "Thamesbank" nach einem Masschinenausfall vom ECT Euro Container Terminal in den Waalhafen zur Reparatur geschleppt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter “Jocka”: Leinenverbindung wird hergestellt
(Bild: USCG)   Großbild klick!

Kutter trieb mit Maschinenschaden in stürmischer See
(05.02.16) Die US Coast Guard kam am 3.2. dem 65 Fuß langen Kutter “Jocka” aus Rockport, Massachusetts, und dessen vierköpfiger Crew 45 Meilen südöstlich von Portland, Maine, zu Hilfe. Er hatte um 7.30 Uhr die Coast Guard wegen eines Maschinenschadens um Assistenz gebeten. Das 110 Fuß lange Patroullienboot „Ocracoke” ausSouth Portland, Maine, nahm Kurs auf den Havaristen und erreichte ihn um 15.15 Uhr. In stürmischer See konnte es aber keine Schleppverbindung herstellen.
Vor Ort herrschten 10 Fuß hohe Wellen und 20 Knoten Wind. Deshalb wurde auch die 270 Fuß lange „Spencer” aus Boston in Marsch gesetzt und erreichte am 4.2. die „Jocka“. Der Crew der „Spencer“ gelang es nun, eine Schlepptrosse zu übergeben, und sie begann, den Havaristen nach Portland zu ziehen, wo er gegen 14 Uhr einem 47-Fuß-Boot der Station South Portland at übergeben wurde. Die „Jocka“ ist ein Kutter der Jordan Lynn Inc. in Harpswell, Maine.
Quelle:Tim Schwabedissen



Pauline Russ mit Maschinenschaden vor Öland
(05.02.16) Der unter Antigua-Barbuda-Flagge laufende Roro-Frachter "Pauline Russ", 10488 BRZ (IMO-Nr.: 9198989), stoppte am frühen Morgen des 3.2. vor dem Södra Grund-Leuchtturm auf Öland. Er war auf der Fahrt von Hankö, wo er am 2.2. um 15.30 Uhr ausgelaufen war, nach Tilbury. Am Abend bewegte er sich mit rund fünf Knoten Fahrt ostwärts und erreichte am 4.2. um 17.30 Uhr den Hafen von Danzig, wo er bei der Ostrow-Werft zur Reparatur des Maschinenschadens festmachte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bulkcarrier nach Maschinenschaden nach Kapstadt geschleppt
(05.02.16) Nachdem der unter Panama-Flagge laufnede Bulkcarrier "Zenith Explorer", 17018 BRZ (IMO-Nr.: 9464534), Maschinenschaden erlitten hatte, wurde er am 18.1. von dem Limboh Terminal in Kamerun nach Südafrika geschleppt. Am 4.2. traf der Havarist am Haken des südafrikanischen Bergungsschlepper "Smit Amandla", 2918 BRZ (IMO-Nr.: 7385215), in Kapstadt ein. Er machte gegen 16 Uhr dort unter zusätzlicher Assistenz von Hafenschleppern am Ducan Dock E - L fest.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter vor Hustadvika auf Grund gelaufen
(05.02.16) Der 10 Meter lange und vier Meter breite norwegische Kutter "Ramsoyfjord – M 144 SM" (MMSI-Nr.: 257303240) lief am 4.2. vor Hustadvika auf Grund. Das Rettungsboot "Stormbull" wurde zu Hilfe gerufen. Nachdem es den Havaristen wieder befreit hatte, schleppte es ihn längsseits nach Kristiansund ein. Hier untersuchte ein Rettungstaucher den Rumpf auf mögliche Schäden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gebrochene Schlepptrosse zerstörte Fenster eines Schleppers
(05.02.16) Am 4.2. mussten zwei neue Scheiben in das Ruderhaus des unter Bahamas-Flagge laufenden Schleppers "Smit Elbe", 289 BRZ (IMO-Nr.:9389485), eingesetzt werden, der dazu im Waalhafen von Rotterdam festgemacht hatte. Sie waren zersprungen, als bei einem Schleppmanöver im Hafen die Trosse gebrochen und durch die Scheiben geschnellt war. Menschen kamen nicht zu Schaden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sorge um drohende Ölverschmutzung vor Nymindegab
(05.02.16) Einen Tag nach ihrem Kentern lag die Installationsplattform "Sea Worker" fast kopfüber zwei Meilen vor Nymindegab. Die oberen Teile der 40 Meter langen Beine lagen auf dem Meeresgrund, ohne die Plattform aber bei Seegang zu stabilisieren. Die größte Sorge galt angesichts der fragilen Lage den 178 Kubikmetern Diesel an Bord, die so schnell wie möglich abgepumpt werden müssen. Dazu wird aber ein ausreichend großes Wetterfenster benötigt. Das Wrack liegt auf neun Metern Wassertiefe.
Quelle:Tim Schwabedissen



Flusskreuzfahrer wird nach Feuer in Werkendam repariert
(05.02.16) Das von einem Feuer schwer beschädigte, unter Malta-Flagge laufende Flusskreuzfahrtschiff "Emerald Belle" (MMSI-Nr.: 249296000) soll bei der Hoogendoorn MBI im Beatrixhafen in Werkendam repariert werden. Dazu wurde es am Morgen des 4.2. vom Den Breejen Shipyard in Hardinxveld-Giessendamto nach Werkendam geschleppt. Die Polizei hat unterdessen ihre Untersuchungen abgeschlossen. Es gab keine Hinweise auf Brandstiftung.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wrack vor Jussarö ist nicht die Hanneke Worme
(05.02.16) Nach Untersuchungen in einem dänischen Labor herrscht Gewissheit, dass es sich bei einem vor Jussarö in Tammisalo gefundenen Wrack nicht um die „Hanneke Wrome“, die 1468 dort sank, handelt. Deshalb war es auch fraglich, ob die Trümmer vor der Küste, die der Wracktaucher Rauno Koivusaari dort im vergangenen Jahr entdeckte, weiter untersucht werden.
Koivusaari und sein Team hatten 1999 das Wrack der „Vrouw Maria“ gefunden. Das nun von ihnen entdeckte Wrack könnte aus der Zeit um 1715 stammen, das Holz stammte von in Niedersachsen und Dänemark geschlagenen Bäumen. Wahrscheinlich handelt es sich um ein deutsches Schiff.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bergung gesunkenen Kutters in Ludington gestaltet sich kompliziert
(05.02.16) Auf dem Pere Marquette Lake wurde mit der Bergung des am 30.1. gesunkenen Kutters „Sandy“ begonnen, der nahe der Washington Avenue Bridge in Ludington auf Grund lag. Die Arbeiten der Coast Guard gestalteten sich wegen logistischer Probleme und Eisgang als schwierig. Vor Ort waren Vertreter der USCG und der National Oceanic and Atmospheric Administration. Das Boot gehörte der Little River Band of Ottawa Indians.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht sank nach Grundberührung vor King Island
(05.02.16) Die 600,000 Dollar werte, 48 Fuß lange Yacht „Beneteau“ sank am Morgen des 4.2. vor der Südostküste von King Island. Sie war kurz nach Mitternacht auf ein Riff an der Außenmole von Grassy Harbour aufgelaufen. Der Skipper entschied aber, weiterzufahren, weil er zunächst keinen Schaden feststellen konnte.
Doch zwei Meilen vor der Küste gab es auf einmal erst Probleme mit dem Ruder, und die Crew alarmierte die Australian Maritime Safety Authority um 1.50 Uhr. Dann begann Wasser in den Rumpf einzudringen, und der Skipper funkte nun ein Notsignal. Die AMSA schickte ein Flugzeug und zwei Helikopter aus m Victoria.
Sie nahm auch Kontakt mit dem Kutter „Blue Moon” auf, der sich in der Nähe der sinkenden Yacht befand, die nun vier Meilen vor King Island stand. Er erreichte das über den Bug wegsackende Boot um 5.30 Uhr und übernahm die vierköpfige Crew, drei Westaustralier und einen Mann aus Victoria. Sie wurde nach Currie gebracht und dort einquartiert. Die Yacht sank gegen 10 Uhr auf 45 Metern Wassertiefe.
Quelle:Tim Schwabedissen



Havarierter Trawler wurde durch Nadelöhr gefädelt
(05.02.16) Zwei RNLI-Rettungsboote waren am 3.2. im Einsatz, nachdem der 16 Meter lange Trawler "L’Ogien – P 728", 71 BRZ (MMSI-Nr.:235082849), Maschinenausfall östlich von Torness erlitten hatte. Die Crew des in Kirkwall registrierten Trawlers bat um Schlepphilfe nach Eyemouth. Wegen seiner Position wurde zunächst das RNLI-Boot aus Dunbar um 12.45 Uhr zur “L’Ogien” geschickt, die eine Schleppverbindung herstellte.
Als der Konvoi vor Eyemouth eintraf, konnte er wegen ungünstigen Wasserstandes aber noch nicht einlaufen. Um 17.50 Uhr wurde das RNLI-Boot aus Eyemouth hinzugezogen, das rasch vor Ort war und die Schlepptrosse von dem Boot aus Dunbar übernahm. Dieses machte dann am Heck fest und diente zum Steuern, als der große Trawler durch die enge Hafeneinfahrt, in der erheblicher Wellengang herrschte, manövriert wurde. Nachdem die Flut hoch genug aufgelaufen war, wurde die "L’Ogien" in den Hafen geschleppt und der Einsatz gegen 20 Uhr beendet.
Quelle:Tim Schwabedissen



„Modern Express“ in Bilbao
(Bild: Vincent West)   Großbild klick!

„Modern Express“ in Bilbao / Spanische Biskaya
(04.02.16) Nach 48-stündiger Schleppfahrt und einem über neun Stunden andauernden Einlaufmanöver war die Herkulesaufgabe um 18.35 Uhr endlich geschafft - der zum Holztransporter umfunktionierte Autofrachter "Modern Express" wurde in den Schutz des Hafens von Bilbao gezogen. Um 9.30 Uhr war ein achtköpfiges Bergungsteam mit dem Helikopter Helimer 204 an Bord gebracht worden, um weitere Schleppverbindungen herzustellen.
Die Schlepper "Centaurus", "Alice One", "Ibaizábal 11", "Ria de Vigo", "Sertosa 30", "Gatika" und
„Modern Express“ im Schlepp
(Bild: Fernando Calabor)   Großbild klick!
"Maria de Maeztu“ versammelten sich um den im frühen Sonnenlicht leuchtenden Riesen. Nachdem die „Centaurus“ als Steuerschlepper fest war, zogen sie ihn dann mit 2,5 Knoten von der Übernachtungsposition zwischen die Hafenmolen. Gegen 17 Uhr war der Konvoi dort angelangt. Um 18.35 Uhr wurde der Havarist vor den Augen zahlreicher Schaulustiger an der Erweiterung der A2- und A3 Docks an den Kai gelegt.
Hier sollte eine erste Inspektion, Stabilitätskalkulationen und vorbereitende Arbeiten zum Aufrichten durchgeführt werden. Die Operation wurde gemeinsam von der Maritime Bilbao Port Authority, dem Directorate General of Merchant Marine und Smit Salvage durchgeführt. Doch nun wartete eine weitere komplizierte Aufgabe auf die Berger: Sie müssen das Schiff wieder auf ebenen Kiel bringen. Ob dies durch Umpumpen von Ballastwasser oder durch das Entfernen der übergegangenen Ladung mit einem Kran erfolgen wird, sollten die nun anstehenden Untersuchungen zeigen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler "Argonaut- BA 858" wird in den Hafen geschleppt
(Bild: RNLI)   Großbild klick!

Seenotretter kämpften mit Trawler am Haken Stunden gegen Sturm
(04.02.16) Am 3.2. wurde die RNLI in Dun Laoghaire alarmiert, nachdem der britische Trawler "Argonaut- BA 858" (MMSI-Nr.: 235096845), vor der Kish Bank an der Küste von Dublin auf Jakobsmuschelfang eine Leine in den Propeller bekommen und Maschinenausfall erlitten hatte. Er trieb mit einer sechsköpfigen Crew an Bord bei neun Windstärken hilflos in der Irischen See. Das Rettungsboot kämpfte sich durch vier Meter hohe Wellen in Richtung des 24 Meter langen und sechs Meter breiten Havaristen, den es um vier Uhr früh erreichte.
Es gelang den freiwilligen Seenotrettern trotz der meterhohen Wellen, rasch eine Schleppverbindung herzustellen. Bei weiterhin stürmischem Wind und schlechter Sicht war das Abschleppen ein kompliziertes und langwieriges Manöver, das die ganze Nacht über andauerte. Um 9.40 Uhr stand der Schleppzug vor Howth. Hier wurde das örtliche RNLI-Boot zur Assistenz herbeigerufen, damit die “Argonaut” sicher in den Hafen gebracht werden konnte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gestrandete dänische Arbeitsplattform
(Bild: Soeren Hviid)   Großbild klick!

Errichterplattform vor vor der dänischen Nordseeküste im Sturm gekentert
(04.02.16) Die Nordsee hat sie nicht mehr losgelassen – die am 27.1. an der Westküste gestrandete dänische Arbeitsplattform "Sea Worker", 3776 BRZ (IMO-Nr.: 8769705), ist am Morgen des 3.2. zwei Kilometer vor Nymindegab gekentert, ohne dass es bei unablässig stürmischem Wetter zuvor eine Bergungschance gegeben hätte. Sie wurde in der Brandung förmlich umgeworfen und lag nun mit dem Boden und Stelzenbeinen nach oben in der brodelnden See. In dem Seegebiet herrschte seit einer Woche schwerer Sturm, was eine Bergung der gestrandeten Plattform unmöglich machte.
Das Risiko einer Ölverschmutzung wurde nach dem Umkippen als gering eingeschätzt. Die dänische Marine war aber mit mehreren Schiffen in der Nähe, am Morgen überflog ein deutsches Ölüberwachungsflugzeug das Wrack, ohne bislang Ölverluste feststellen zu können. Lediglich einige Trümmerteile hatten sich gelöst, die am Nachmittag auf einer Länge von sieben Kilometer am Strand antrieben.
Das Rettungsboot "Emile Robin" machte sich am Vormittag zu einer Inspektionsfahrt auf, an Bord befand sich auch ein Team des Ölbekämpfungsschiffes "Gunnar Seidenfaden", das am Vortag in Hvide Sande eingelaufen war. Ein Offshore-Schiff der Firma Smit Salvage, die die Plattform bergen soll, sowie der Versorger "Esvagt Connector" überwachten die Situation vor Ort weiter.
Die "Sea Worker" hatte 178 Kubikmeter leichtes Öl an Bord zum Betrieb der Generatoren. In der vergangenen Woche war es gelungen, kurz an Bord zu kommen und die Ventile noch zu schließen. Der Verlust der Plattform hat auf die Betreiber A2SEA aus Fredericia keine große Auswirkung, da der Ausfall mit anderen Schiffen aufgefangen werden kann. Die "Sea Worker" war auf der Verschleppung von Frederikshavn nach Esbjerg, wo sie für ein Projekt in deutschen Gewässern ausgerüstet werden sollte, als sie sich im Sturm von ihrem Schlepper losriss. Eine Bergung kann erst nach Wetterberuhigung und der Entwicklung eines Bergungsplans nach vorangegangenen Untersuchungen erfolgen.
Bei der „Sea Worker“ handelt es sich um die ehemalige „JB 109“, die 2008 bei der Drydocks World SE Asia in Singapur für die Jack-Up Barge B.V. erbaut wurde. Sie ist 55,5 Meter lang, 32,2 Meter breit, hat 3,54 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 1814 Tonnen.
Die A2SEA A/S hat sich auf technische Dienstleistungen im Bereich der Offshore-Windenergietechnik spezialisiert und betreibt unter anderem als Reederei mehrere Errichterschiffe. Sie ist zu 51 % im Besitz des dänischen Energieversorgungsunternehmens Dong Energy, dem Betreiber mehrerer Offshore-Windparks, und zu 49 % von Siemens Wind Power, dem Hersteller von Windkraftanlagen und anderer Ausrüstung von Offshore-Windparks.
Quelle:Tim Schwabedissen



Containerfrachter "CSCL Indian Ocean" (Archivbild)
(Bild: Hafen Hamburg)   Großbild klick!

Eines der weltgrößten Containerschiffe sitzt auf der Elbe fest
(04.02.16) Am 3.2. gegen 22.20 Uhr lief nach einem Ruderschaden der unter Hongkong-Flagge registrierte Containerfrachter "CSCL Indian Ocean", 187541 BRZ (IMO-Nr.: 9695157), auf der Elbe bei Tonne 1156 bei Grünendeich zwischen Lühesand und Anleger Lühesand auf Grund. Das erst 2015 in Dienst gestellte Schiff war vor dem Anlauf bereits vom 27.1. bis 29.1. in Rotterdam und vom 29.1. bis 1.2. in Felixstowe, wo Teile der aus China stammenden Ladung gelöscht worden waren, nach Hamburg zum Eurokai unterwegs, um dort weitere Container löschen.
Das umsichtige Handeln der Lotsen verhinderte Schlimmeres: Nach dem Ausfall der Rudermaschine rieten sie dem Kapitän, das Schiff an den Nordrand der Fahrrinne zu bringen, um eine Strandung am nahen Lühe-Fähranleger und auf dem steinigen Südufer der Elbe zu vermeiden. So konnte auch das Fahrwasser für den passierenden Schiffsverkehr freigehalten werden.
Sofort nach dem Unglück schickte die Revierzentrale Brunsbüttel die Schlepper "SD Rover", "SD Dolphin", ZP Boxer", "Bugsier 2","Bugsier 9" und "Bugsier 10", das Ölbekämpfungsschiff "Neuwerk" und das Polizeiboot "Bürgermeister Weichmann" zur Unglücksstelle bei Wedel. Beim ersten nächtlichen Bergungsversuch gelang es nicht, den Havaristen wieder flott bekommen.
Wegen des ablaufenden Wassers kehrten bis auf die „SD Dolphin“, SD Rover“ und „ZP Boxer“ alle Schlepper danach wieder zu ihren Stationen zurück. Mit der Mittagsflut am 4.2. um 11.30 Uhr wurde die Elbe für den Schiffsverkehr gesperrt. Die „Bugsier 10", "Bugsier 2", "Bugsier 8", "Bugsier 9", "SD Dolphin", "SD Rover" und "ZP Boxer" kehrten zu einem erneuten Bergungsversuch zum Frachter zurück.
Die „ZP Boxer“ machte vorne fest, die „Bugsier8“, Bugsier 9“, Bugsier 10“ und „SD Dolphin hinten achtern, während die „Bugsier 2“ und die „SD Rover“ seitlich schoben. Die Revierzentrale Brunsbüttel hat die Gesamteinsatzleitung übernommen. Die Wasserschutzpolizei sicherte unterdessen an Bord Beweismitte und ermittelte die Ursache der Havarie. Sollte die Bergung erneut misslingen, könnte der Frachter womöglich noch bis Mitte kommender Woche festsitzen. Denn erst dann sollte die Elbe wieder genug Wasser führen. Das Mittagshochwasser am 4.2. war das letzte, das überhaupt noch höher als das astronomisch vorausberechnete war.
Die nächsten Tiden sollten gleich hoch oder niedriger auflaufen. So fehlte bereits jetzt ein knapper Meter Wasser. Gegen 13 Uhr verließen die ersten Schlepper die Unglücksstelle, was auf ein Scheitern auch des zweiten Bergungsversuchs hindeutete. Offen war noch, ob vor weiteren Anläufen ein Teil der Ladung geleichtert würde.
Die „CSCL Indian Ocean“ gehört zu den größten Containerschiffen der Welt. An Bord des Schiffes der „CSCL Globe“-Klasse können bis zu 19000 Standardcontainer transportiert werden. Die Tragfähigkeit beträgt rund 184000 Tonnen. Reederei ist die China Shipping Container Lines. Das Schiff ist 399,67 Meter lang und 58,60 Meter breit bei einem Tiefgang von maximal 16 Metern und einer Tragfähigkeit von 184320 Tonnen.
Die Baureihe wurde im Mai 2013 in Auftrag gegeben und seit 2014 von der südkoreanischen Werft Hyundai Heavy Industries in Ulsan erbaut für den Liniendienst zwischen Europa und Ostasien.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bulkcarrier vor Indonesien aufgelaufen
(04.02.16) Der unter Hongkong-Flagge laufende Bulkcarrier "Ocean Carrier", 33456 BRZ (IMO-Nr.: 9591222), lief am 3.2. in der Straße von Singapur unweit der Insel Pulau Berhenti im Gebiet von Belakang Padang auf Grund. Er war mit einer Ladung Eisenerz von Bandar Abbas nach Yiangjiang unterwegs.
Beim Versuch, passierendem Schiffsverkehr zwischen Indonesien und Singapur auszuweichen, kam er aus dem Fahrwasser ab. Indonesische Patroullienboote wurden zur Unglücksstelle entsandt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fahrgastschiff im Gartz gehoben
(04.02.16) Das vor mehr als zwei Wochen gesunkene Fahrgastschiff "Marika Paech" wurde am 2.2. im Zollhafen von Gartz an der Oder gehoben. Taucher brachten Hebesäckle am Rumpf an, mit denen es wieder an die Wasseroberfläche befördert wurde. Am 4.2. sollte die Versicherung das Wrack inspizieren.
Warum das Schiff am 18.1. längsseits des Schwesterschiffs „Maria Paech“ unterging, war noch unklar. Das Fahrgastschiff war für Rundfahrten auf der Oder nach Stettin im Einsatz und bot 45 Personen Platz.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tenderboot nach Rauchentwicklung geräumt
(04.02.16) Am Morgen des 3.2. kam es auf dem Offshore-Crewboot "Porth Dafarch" (MMSI-Nr.: 235083709) im Rotterdamer Hoek bei Urk in einem Gebiet des IJsselmeers vor der Küste von Creil und Rutten zu einer Rauchentwicklung in beiden Maschinenräumen. Die KNRM-Boote der Stationen Urk und Lemmer sowie die "RWS 25" von Rijkswaterstaat kamen mit Einsatzkräften der Feuerwehr an Bord zu Hilfe.
Ein anderes Boot übernahm alle Insassen bis auf die zweiköpfige Besatzung. Nach einer halben Stunde war die Situation unter Kontrolle. Das Schiff wurde zur weiteren Untersuchung gegen 18 Uhr nach Urk eingeschleppt. Es war im Windpark Noordoostpolder im Einsatz gewesen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Maas wegen quergeschlagener Barge gesperrt
(04.02.16) Am 1.2. musste die Schifffahrt auf der Maas um 13:30 Uhr unterbrochen werden, weil eine 70 Meter lange Barge bei Ferblatil in Tilleurauf Grund gelaufen und quergeschlagen war. Ein Schubschlepper wurde gerufen, um sie wieder flott zu machen, doch bei starker Strömung gestaltete sich dies schwierig.
Erst kurz nach 17.30 Uhr konnte die Barge wieder flottgemacht werden. Sie hatte sich in Ivoz-Ramet (Flémalle) losgerissen und war den Fluss hinabgetrieben, bis sie schließlich festkam. Sie war mit Phosphat für das Prayon Engis-Werk beladen. Polizei und die Feuerwehr Liège waren nach der Havarie vor Ort im Einsatz.
Quelle:Tim Schwabedissen



Drei Mann von Kiel ihres gekenterten Bootes gerettet
(04.02.16) Die Coast Guard Station Islamorada, Florida, rettete fünf Meilen vor der Küste von Islamorada am 3.2. drei Bootsfahrer von ihrem gekenterten Fahrzeug. Die Coast Guard Sector Key West war zuvor von einem anderen Schiff informiert worden, dass es im Gebiet des Alligator Reef Light eine Notrakete gesichtet habe.
Daraufhin wurde eine Warnmeldung herausgegeben und ein Boot zu der Position geschickt. Dort fanden die Küstenwächter drei Männer auf dem Kiel ihres gekenterten Boot sitzend, von dem sie unversehrt abgeborgen wurden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Der Zahn der Zeit nagt auch an Betontanker
(04.02.16) Der in Aptos liegende Betontanker “Palo Alto”, 6144 BRT, wurde in den vergangenen Wochen von Stürmen, die El Nino verursachte, verschoben, und Teile des Wracks am Seacliff Beach brachen ab. Das Schiff liegt seit 1929 am Kopf einer Pier, die einst von der Seacliff Amusement Corporation in Aptos errichtet wurde. Ihr kam das Zementschiff gerade recht, dass zum Einsatz für Alliierten gedacht gewesen war.
Als es 1919 wegen Materialmangel aus Beton und Holz, das aus dem Erdbeben von San Francisco im Jahr 1906 stammte, bei der Francisco Shipbuilding Company fertiggestellt wurde, gab es nach Ende des 1. Weltkriegs keinen weiteren Bedarf für das Schiff. Es lag dann über 10 Jahre eingemottet am U.S. Naval Shipyard in Oakland, bis es die Seacliff Amusement Company kaufte und zum Seacliff Beach schleppte, wo es auf Grund gesetzt wurde.
1930 wurde das Schiff als Vergnügungscenter mit Ballsaal, Schwimmbad und Restaurant eröffnet. Doch nach zwei Jahren ging die Firma in der Wirtschaftsdepression Bankrott, und im ersten Winter nach der Schließung brach die „Palo Alto“ in einem schweren Sturm mittschiffs durch.
Seitdem wurde es zu einem Naturparadies mit starkem Fisch-, Hummer- und Muschelbesatz. Auch Seehunde, Seelöwen, Pelikane und Kormorane nahmen es in Beschlag. Als die Schäden am Schiff zu groß wurden, musste das Wrack für die Öffentlichkeit gesperrt werden, blieb aber als künstliches Riff im Meer bestehen. Es hat zwar inzwischen viele weitere Stürme überstanden, doch die jüngste Serie von Springtiden, verbunden mit gewaltigem Seegang, haben das Achterschiff in zwei Teile zerrissen, sodass der Rumpf nunmehr aus vier Sektionen besteht.
Das California Parks Department ging aber davon aus, dass wegen des stabilen Baumaterials weitere 100 Jahre ins Land gehen, ehe das Schiff wirklich verschwindet. Der Natur wird ihr Lauf gelassen. Der verhinderte Tanker hat eine Länge von 128,02 Metern, eine Breite von 16,46 Metern und einen Tiefgang von 10,67 Metern.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter zum zweiten Mal gesunken
(04.02.16) Der 30 Fuß lange Kutter “Sandy” aus Pere Marquette Lake sank am vergangenen Wochenende aus bislang unbekannter Ursache. Bereits vor fast exakt drei Jahren war er schon einmal dort untergegangen. Die Coast Guard Grand Haven überwachte das Wrack und saugte auslaufendes Öl mit Pads aus. Auch das Tribal Oil Spill Response Team und eine Baufirma mit einem 50-Tonnen-Kran waren vor Ort, um die “Sandy” im Lauf der Woche zu bergen
Quelle:Tim Schwabedissen



Lotsenboot “Challenger”: Brecher kommen über
(Bild: Martin McKenna)   Großbild klick!

Lotsenboot im Sturm gesunken
(03.02.16) Das 31 Fuß lange irische Lotsenboot “Challenger” sank am 2.2. gegen 10 Uhr in Portstewart, nachdem es stundenlang Brechern ausgesetzt gewesen war, die der Sturm Henry über die Hafenmole fegte. Das Boot des Coleraine Harbour Commissioner, das dazu genutzt, Schiffe nach Portstewart zu leiten, erlitt Wassereinbruch und ging schließlich unter.
Es hatte 800 Liter Diesel an Bord. Der Causeway Coast and Glens Borough Council stellte aber keinen signifikanten Ölaustritt fest. Wegen der stürmischen See konnte aber auch keine Ölsperre durch die Coastguard in Bangor, County Down, ausgelegt werden, weil dies zu riskant erschien. Die NI Enviroment Agency war rasch vor Ort, um eventuelle Umweltschäden zu bekämpfen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter "South Star" wird gelöscht
(Bild: Vietnamese MRCC)   Großbild klick!

Aufbauten von Frachter durch Großfeuer zerstört
(03.02.16) In den Aufbauten des unter Gibraltar-Flagge laufenden Frachters "South Star", 16582 BRZ (IMO-Nr.: 8400517), brach am 2.2. um 14.37 Uhr ein Feuer aus. Das Schiff lag zu der Zeit auf der Cam Pha-Reede nordöstlich von Hai Phong in der Tonki-Bucht vor Anker. Schlepper, Polizeiboote und die Coastguard kamen zu Hilfe.
Die 18-köpfige Crew wurde unversehrt evakuiert, nachdem ihre Versuche, den Brand unter Kontrolle zu bekommen, gescheitert waren. Erst um 19.20 Uhr war das Feuer durch die Einsatzkräfte des MRCC gelöscht und hatte bis dahin erheblichen Schaden angerichtet. Mehrere Decks und die Kommandobrücke waren ausgebrannt.
Die “South Star” hatte auf eine Einlaufgenehmigung nach Hai Phong gewartet, um dort ihre Ladung zu löschen. Sie ist 165 Meter lang, 28 Meter breit, hat 7,5 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 27,652 Tonnen. Der Bulkcarrier wurde 1985 bei den MHI Nagasaki Shipyard and Engine Works in Japan erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre lief auf Riff
(03.02.16) Die indonesische Fähre "Sabuk Nusantara 55", 1168 BRZ (IMO-Nr.: 9787663), lief am 31.1. um 22.30 Uhr auf ein Riff vor der kleinen Insel Pulau Pamalikan nördlich von Pulau Matasiri in der Java-See. Das Schiff war unterwegs von Kotabaru in Süd-Kalimantan nach Pulau Sembilan. Die Havarie wurde durch einen Navigationsfehler verursacht.
Am Morgen des 2.2. saß das 2015 erbaute RoRo-Schiff der Indonesia Govt. Min Land Comms weiterhin fest. Es hatte unterhalb der Wasserlinie Schäden und nachfolgend auch Wassereinbruch erlitten. Das Ausmaß der Beschädigungen sollte vor einer Bergung nun zunächst untersucht werden. Das Schiff, das eine Tragfähigkeit von 446 Tonnen hat, wurde erst 2015 von Daya Radar Utama in Indonesien erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bulkcarrier saß auf Parana River fest
(03.02.16) Der unter Bahamas-Flagge laufende Bulkcarrier "Avocet Arrow", 61750 tdw (IMO-Nr.: 9448255), lief am 31.1. auf dem Parana River auf der Fahrt von Atucha nach Campana auf Grund. Mithilfe zweier Schlepper konnte er am 1.2. wieder vom schlammigen Grund abgebracht werden und legte um 23.40 Uhr in Campana an.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter auf Don aufgelaufen
(03.02.16) Der unter Belize-Flagge laufende Frachter "Volgo Balt 236", 2516 BRZ (IMO-Nr.: 8230508), lief am Morgen des 2.2. auf dem Don auf der Fahrt von Azov nach Ambarli mit einer Ladung Erbsen auf Grund. Da er außerhalb des Fahrwassers festsaß, wurde die Schifffahrt nicht beeinträchtigt. Zwei Schlepper wurden in Marsch gesetzt, um den Havaristen wieder flottzumachen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter trieb vor Tenby
(03.02.16) Der unter Gibraltar-Flagge laufende Frachter "Aasvik", 3088 BRZ (IMO:8500898), erlitt am Nachmittag des 1.2. rund 8,5 Meilen südöstlich von Tenby im Bristol Channel in stürmischer See Maschinenschaden. Das Schiff trieb in westlicher Richtung. Das RNLI-Boot aus Tenby wurde gegen 23 Uhr alarmiert, als die Frachtercrew versuchte, die Drift durch Werfen des Ankers zu stoppen. Wegen des hohen Seegangs und des Risikos, dass er nicht halten würde, sollte das Rettungsboot auf Standby sein.
Auch das Boot der RNLI-Station Mumbles lief aus. Schließlich wurde westlich von Rhossili bei Swansea der Anker geworfen. Nachdem klar war, dass er hielt, konnten die Rettungsboote von der Milford Haven Coastguard entlassen werden und waren um 00.30 Uhr klar auf Station.
Quelle:Tim Schwabedissen



Hat die „Modern Express“ illegales Exportgut geladen?
(03.02.16) Am 2.2. traf der unter Panama-Flagge laufende Autofrachter "Modern Express", 33831 BRZ (IMO-Nr.: 9231688), vor Kap Matxitxako auf. Da immer noch drei Meter Wellenhöhe waren, wurde das geplante Einschleppen nach Bilbao für den 3.2. erwartet. Vorerst hielten die vier Schlepper "Alice One", "Centaurus", "Ibaizabal Once" und "Maria De Maeztu" den Havaristen 20 Meilen nördlich des Hafens in dessen Sichtweite gegen Wind und See ausgerichtet und warteten auf die nötige Wetterberuhigung.
Das Schiff in den Hafen zu bekommen, dürfte noch eine langwierige und komplexe Angelegenheit sein, die den ganzen Tag über andauert. Die Schlagseite war inzwischen deutlich über 50 Grad. Es waren auch noch keine Berger von SMIT an Bord abgesetzt worden, die neue Schleppdrähte ausfahren sollten. Das Verbinden des Havaristen mit den zur Assistenz neu hinzugestoßenen Schleppern dürfte entsprechend noch dauern.
Für Aufregung sorgten inzwischen Informationen, nach denen das Schiff illegal exportierte Baumstämme geladen hatte. Regis Immongault, der Wirtschaftsminister von Gabon zeigte sich schockiert, dass offenbar nicht, wie in den Ladungspapieren ausgewiesen, 4089 Tonnen Schnittholz geladen wurden. Sie kamen zwischen dem 11. und 15.1. an Bord, als der Frachter im Owendo-Hafen in Gabon lag.
Der Export von Baumstämmen aus dem afrikanischen Staat ist verboten. Das Ministerium leitete eine Untersuchung ein und erbat aus Spanien alle die Fracht betreffenden Papiere, die auf dem Schiff vorgefunden werden. Auf den bisher vorliegenden Frachtpapieren und Zollerklärungen ist lediglich Schnittholz neben den Baumaschinen, die nach dem Einsatz zum Straßenbau in Gabon nach Europa zurück transportiert worden, ausgewiesen. Der Innenminister kontaktierte Interpol, um den Weg der Fracht zurückzuverfolgen. Die „Modern Express“ lief in Charter der European Roro Lines in Molenbeek.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker auf Amokfahrt auf Mississipi
(03.02.16) Der unbeladene, zypriotische Tanker "Nordbay", 62241 BRZ (IMO-Nr.: 9319870), kollidierte am 2.2. mit dem Jefferson Parish Wassereinlauf bei Meile 104 auf dem Mississippi unweit von New Orleans. Als er anschließend zu einem Ankerplatz gewiesen wurde, rammte er wenig später die Gov. Nicholls Street Wharf ein Stück flussabwärts des French Quarter gelegen. Es gab mehrmals Typhonsignal, als es anschließend auf die Piety Street Wharf zudriftete, während drei Schlepper über den Fluss herbei eilten, um dem Tanker zu helfen.
Erst im vergangenen Monat war die Piety Wharf von einem Schubverband gerammt und danach noch nicht repariert worden. Sie war von daher für die Öffentlichkeit gesperrt. Bei einer ersten Inspektion wurden keine zusätzlichen Schäden entdeckt. Die "Nordbay" wurde schließlich bei Meile 97,2 oberhalb der Crescent City Connection verankert. Sie hatte bei der Kollision geringfügigen Schaden am Rumpf erlitten, und aus einem Riss lief Ballastwasser aus .
Quelle:Tim Schwabedissen



Wieder Schubverband auf Mississippi havariert
(03.02.16) 35 beladene Bargen rissen sich am 2.2. um 4.30 Uhr von dem 55 Meter langen Schubschlepper "Joe Bobzien" (MMSI-Nr.: 367057730) auf dem Mississippi bei Caruthersville on los, nachdem dieser auf Grund gelaufen war. Die Coast Guard Lower Mississippi sowie die ACL Transportation Services, die zwei Schiffe zur Assistenz schickten, waren vor Ort. Der Fluss wurde zwischen den Meilen 864 und 834 für allen sonstigen Schiffsverkehr gesperrt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sorge um Zeitplan zur Reparatur Rendsburger Schwebefähre
(03.02.16) Eigentlich sollte die bei der Kollision mit der „Evert Prahm“ beschädigte Rendsburger Schwebefähre im März abgehängt und technisch untersucht werden. Von dort sollte es dann von einer Spezialfirma zum Bauhof des Wasser- und Schifffahrtsamtes transportiert werden. Drei Firmen wurden bereits von der Bundesbehörde aufgefordert, ein Angebot zu unterbreiten und jeweils einen Termin-, Ablauf-, und Kostenplan vorzulegen. Doch ob dieser Zeitplan eingehalten werden kann, schien inzwischen fraglich, da das Fahrzeug bisher nicht betreten werden durfte.
Die Kieler Staatsanwaltschaft hat es beschlagnahmt und will zunächst ihre Untersuchungen abschließen. Doch bisher haben die Ermittler noch keinen Gutachter zur Fähre geschickt, denn zunächst müssen die Kosten des Gutachtens ermittelt werden. Wie lange dies oder die anschließende eigentliche Untersuchung dauern wird, war noch nicht absehbar.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre verursachte Ölverschmutzung in Rostock
(03.02.16) Am 2.2. gegen 15:20 Uhr kam es durch die schwedische Fähre "Huckleberry Finn", 26391 BRZ (IMO-Nr.: 8 618358), zu einer Gewässerverunreinigung im Überseehafen Rostock. Nach dem Platzen einer Leitung kam es zu einer Vermischung von Ballastwasser mit Anteilen von schwerölhaltigen Rückständen in der Größe von ca.10 - 15 m². Die Besatzung des Fährschiffes reagierte sofort und stoppte den Pumpvorgang.
Alle zuständigen Behörden waren wenig später vor Ort, ein Strafverfahren wurde eingeleitet und die Ermittlungen durch die Wasserschutzpolizei aufgenommen. Eine Umweltfirma wurde mit der Beseitigung der Verunreinigung umgehend beauftragt und hat diese zeitnah beendet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer in Giessendam vernichtete Arbeit eines Jahres
(03.02.16) Ein forensisches Team und Schadensexperten waren weiter an Bord des unter Malta-Flagge registrierten Flusskreuzfahrtschiffes "Emerald Belle" (MMSI-Nr.: 249296000) am Kai des Den Breejen Shipyard in Hardinxveld-Giessendam tätig. Klar war schon jetzt, dass die Flammen die Arbeit eines ganzen Jahres zunichte gemacht haben. Das Schiff war so gut wie fertiggestellt und sollte im April abgeliefert werden.
Doch trotz des weit vorangeschrittenen Ausbaus war das Feuerlöschsystem noch nicht installiert, sodass die Flammen ungehindert um sich greifen konnten. Bislang gab es aber keinen Verdacht auf Brandstiftung. Mehr Glück hatte ein längsseits liegendes Schiff der Scenic Cruises, das rechtzeitig in Sicherheit geschleppt werden konnte und lediglich Farbschäden erlitt. Allen Kunden, die eine Fahrt auf der “Emerald Belle” im Frühjahr bereits gebucht hatten, wurde eine Fahrt auf einem anderen Schiff der Reederei oder der Scenic Cruises angeboten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter in Reinøya ausgebrannt
(03.02.16) Ein 30 Fuß langer Kutter geriet am 2.2. gegen 15 Uhr in Reinøya in der Karlsøy-Kommune in Brand. Das Schiff lag am Kai der Reinøy Seafood, als das Feuer ausbrach. Kurz zuvor war ein betrunkener Mann in den Aufbauten angetroffen worden. Der Kutter wurde sofort losgeworfen, damit die hellauf lodernden Flammen nicht auf landseitige Einrichtungen mit ihren Holzbauten übergreifen könnten.
Die Feuerwehren von Stakkvik und Hansnes rückten aus. Bei ihrem Eintreffen stand der Kutter in Vollbrand. Gegen 16 Uhr waren die Flammen abgelöscht, und das ausgebrannte Wrack wurde 3,5 Kilometer nördlich des Fährhafens von Reinøya aufs Ufer gezogen. Um 18.30 Uhr war der Einsatz beendet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schlepperwrack in Alaska soll binnen drei Monaten geborgen werden
(03.02.16) Der am 12.9.2015 im Gasineau Channel gesunkene, 1944 erbaute einstige Marine-Schlepper “Challenger” soll binnen drei Monaten geborgen werden. Taucher der Global Diving and Salvage Inc. die vom Juneau Yacht Club aus arbeiteten, wollten vier Hebestropps durch den Schlamm unter den Rumpf des bis zu 330 Tonnen schweren Wracks hindurchziehen, um das 96 Fuß lange Schiff vor dem Start der Lachssaison aus dem Wasser zu haben.
Zur Finanzierung wirr der Oil Spill Liability Trust Fund von der Coast Guard herangezogen. Nach dem Untergang hatte bereits die SouthEast Alaska Lightering einiges Öl abgepumpt, war aber nicht sicher, ob es sich um die gesamte Menge gehandelt hatte. Wenn ein Kran aus Hoonah die “Challenger” gehoben hat, soll sie ins Alaska-Juneau Mine Dock gebracht werden, wo Spezialisten giftige Materialien wie PCB, bleihaltige Farbe, Batterien und Asbest entfernen werden.
Danach soll das Schiff auf den Strand gezogen und zerlegt werden. Die Reste könnten im Capitol Landfill. Oder in der Lower 48 landen. Bislang wurden bereits 300,000 Dollar ausgegeben, insgesamt könnten Kosten von 900,000 Dollar entstehen.
Quelle:Tim Schwabedissen



"Modern Express", endlich am Haken
(Bild: Marine Nationale)   Großbild klick!

Der eine Schuss der Berger saß – Modern Express nun vor Bilbao
(02.02.16) Sie hatten nur noch einen Schuss – und den Bergern von SMIT Salvage gelang das Husarenstück – nur wenige Stunden vor der drohenden Strandung gelang es ihnen, die "Modern Express" am 1.2. fest mit der "Centaurus" zu verbinden, die den Havaristen herumdrehte und gen Westen aufs offene Wasser schleppte. Der Konvoi war mit 3-4 Knoten unterwegs und hatte sich gegen 18 Uhr 64 Kilometer bereits von der französischen Küste entfernt.
In der Nacht zum 1.2. waren bereits 72 Soldaten des Zivilschutzes nach Mimizan gebracht worden, die auf Ölbekämpfung spezialisiert sind. Sie hätten die Küste bei Landes im Falle einer Strandung der “Modern Express” schützen sollen. Der Frachter hatte 300 Tonnen Diesel und 180 Tonnen Gasöl an Bord.
Nach dem Übergeben der Schlepptrosse war zunächst das vierköpfige Bergungsteam, das um 11 Uhr auf dem Havaristen abgesetzt worden war, wieder per Helikopter abgeborgen und auf die Fregatte "Primauguet" geflogen worden. Dann schleppte die "Centaurus" um 11:45 Uhr vorsichtig an. Die spanischen Behörden gaben im Laufe des Tages dann die Genehmigung, Kurs auf Bilbao als Nothafen zu nehmen, wo das Schiff am 3.2. eintreffen könnte.
Am 2.2. befand er sich bereits 30 Meilen nordöstlich des Nothafens. Dort könnte der Frachter durch Umpumpen von Ballastwasser oder das Löschen der Ladung wieder auf ebenen Kiel gebracht werden. Dazu braucht es eine gute Hafeninfrastruktur. Bis dahin galt es aber weiter achtsam zu sein. Die Trosse der „Centaurus“ könnte bei weiterhin drei Meter hohem Seegang leicht brechen. Salvamento Marítimo schickte dem Konvoi die “María de Maeztu“, 907 BRZ (IMO-Nr.: 9429091), aus Bilbao entgegen. Der Konvoi bewegte sich mit weiterhin 3-4 Knoten Fahrt bei nur noch drei Beaufort Wind und Wellenhöhen zwischen zwei und 2,5 Metern in südwestlicher Richtung auf Bilbao zu und lief in der Nacht in die spanischen Hoheitsgewässer ein. Am Morgen befand er sich 54 Kilometer nordöstlich von Bilbao.
Die Fregatte „Primauguet” und der Schlepper “Abeille Bourbon” wurden aus dem Einsatz entlassen und machten sich auf den Weg nach Brest. Das Ölbekämpfungsschiff „Argonaute“ blieb weiter vor Ort. Am Abend könnte die "Modern Express” Bilbao erreicht haben.
Bei dem Schlepper „Centaurus“, 1262 BRZ (IMO-Nr.: 9433755), des Hamburger Hellespont Shipmanagement handelt es sich übrigens um einen ehemaliges Schiff der Harms Bergung. , deren Flotte 2014 von den ALP Maritime Services übernommen wurde. Er wurde 2009 auf der Mützelfeldt-Werft in Bremerhaven erbaut. Das Schiff hat eine Länge von 48,81 Metern, eine Breite von 13,80 Metern und einen Tiefgang von sechs Metern sowie eine Tragfähigkeit von 1008 Tonnen.

Titel
(Datum) Textmeldung
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter verlor Holzladung auf der Ostsee
(02.02.16) Der litauische Frachter "Afalina", 3826 BRZ (IMO-Nr.: 8820092), verlor 300 bis 500 Kubikmeter der auf dem Oberdeck gestauten Holzladung am 30.1. unweit der lettischen Küste. Er hatte am 29.1. den Hafen von Ventspils mit Fahrtziel Rostock verlassen und war dann auf der Ostsee in stürmische See geraten. Es wurde erwartet, dass das Treibgut in den kommenden Tagen an der lettischen Küste antreiben könnte. Die "Afalina" machte in Rostock am 1.2. um 6.15 Uhr fest und lief am Morgen des 2.2. wieder nach Pärnu in Estland aus.
Quelle:Tim Schwabedissen



Hubschrauber: Abbergung der Crew
(Bild: USCG)   Großbild klick!

Motoryacht vor Port Mansfield vor dem Untergang bewahrt
(02.02.16) Die US Coast Guard and Texas Parks und das Wildlife Department bewahrten am 31.1. eine 44 Fuß lange Motoryacht unweit der Port Mansfield Jetties vor dem Untergang. Um 12.30 Uhr hatte deren Crew einen Notruf gefunkt, weil es zu einem Wassereinbruch gekommen war. Es waren bereits 500 Gallonen in das Schiffsinnere eingedrungen, und die Lenzpumpen waren ausgefallen.
Die Coast Guard Corpus Christi schickte einen MH-65 Dolphin Helikopter der Air Station Corpus Christi und ein 33-Fuß-Boot der Station South Padre Island. Außerdem kam ein Boot des Texas Parks and Wildlife Department zur Unglücksposition. Nachdem es die Yacht erreicht hatte, barg dessen Crew aus Sicherheitsgründen zwei Erwachsene und zwei Kinder von Bord ab.
Der Helikopter setzte eine Lenzpumpe auf dem Havaristen ab, und eine Crew des Rettungsbootes ging an Bord und assistierte beim Auspumpen des Wassers. Nachdem die Yacht stabilisiert war, wurde sie von einem Schlepper an einen sicheren Ankerplatz gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wassereinbruch auf Kutter in Greetsiel
(02.02.16) Am Nachmittag des 31.1. kam es auf einem Kutter aus Accumersiel im Hafen von Greetsiel zu einem Wassereinbruch in den Maschinenraum. Die Feuerwehr Greetsiel wurde gegen 13.10 Uhr alarmiert. Hochwassers im Staubecken erschwerte deren Einsatz. Mithilfe mehrerer Lenzpumpen gelang es aber, den vollgelaufenen Maschinenraum wieder auszupumpen und das Leck dann binnen einer Stunde abzudichten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ruderschaden Schuld an Untergang von Charteryacht vor Guadeloupe
(02.02.16) Der Untergang der Yacht "Joule", einer 16 Meter langen Oceanis 48, an 24.1. vor Guadeloupe wurde durch Problem mit der Steueranlage verursacht, durch die es zu einem Wassereinbruch kam. Die Charteryacht war auf dem Weg von Antigua nach Deshaies, als sie in Seenot geriet. Die Crew funkte um 12.30 Uhr einen Notruf, und eine andere Yacht, die "Dalton", nahm sie zunächst auf den Haken, während die Retter der lokalen Rettungsorganisation CROSS Antilles-Guadeloupeden weiteren Einsatz koordinierten.
Sie schickten ein Boot mit stärkeren Pumpen zum Havaristen und setzten mit einem Hubschrauber zwei Taucher an Bord ab. Die siebenköpfige britische Crew wurde evakuiert, nachdem die Schleppverbindung gebrochen und der Wassereinbruch um 14.15 Uhr nicht mehr zu kontrollieren war. Die Taucher sollten eine neue Schleppverbindung herstellen zu einem weiteren Boot, der "Liliz".
Aber nach zwei Stunden konnten auch die Seenotretter den drohenden Untergang nicht mehr aufhalten. Als die "Joule" über den Bug wegsackten, sprangen sie im letzten Moment über Bord, ehe das Boot auf Tiefe ging.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Binnenschiff bei Dordrecht
(02.02.16) Am 1.2. brach gegen 11 Uhr im Bugstrahlruder-Maschinenraum des holländischen Binnenschiffes "Attesa", 1167 ts (EU-Nr.: 02315576), auf der außen-Maas nahe Dordrecht. ein Feuer aus. Das örtliche KNRM-Rettungsboot "Tjepke Ekkelboom" und ein Löschboot wurden alarmiet und konnten den Brand rasch unter Kontrolle bekommen.
Die dreiköpfige Crew blieb unversehrt. Das Schiff, das von Dordrecht nach Antwerpen unterwegs war, kehrte nach Dordrecht-Gravendeel unter Assistenz der "RPA 24" der Port of Rotterdam Authority und dem Löschboot der Feuerwehr Süd-Holland zurück.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fünf vermisste Fischer vor Sri Lanka
(02.02.16) Der Trawler "Adara Putha" aus Galle sank am Abend des 31.1. rund 40 Meilen vor Kuda Rawana Kotuwa. Das Schiff eines Eigners aus Dodanduwa war bei einer Kollision schwer beschädigt worden und dann untergegangen. Fünf der sechs Mann an Bord wurden vermisst, einer von anderen Fischern gerettet.
Alle Vermissten kamen aus den Gebieten von Devinuwara und Rathgama. Zwei Boote der Marine und andere Fahrzeuge waren auf der Suche nach ihnen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fünf Fischer vor Nova Scotia gerettet
(02.02.16) Die kanadische Coast Guard rettete am Morgen des 31.1. die fünfköpfige Crew des Kutters "Jill Marie", der am Vorabend um 22.30 Uhr nach Wassereinbruch Mayday auf einer Position 30 Kilometer vor Yarmouth in Südwest-Nova Scotia gefunkt hatte, den das Joint Rescue Coordination Centre in Halifax auffing und einen Cormorant-Helikopter, eine und das Patroullienboot "Spray" in Marsch setzte. Diese barg die Schiffbrühigen gegen 1.30 Uhr. Die "Jill Marie" sank 25 Kilometer südlich von Westport. Die Geretteten wurden unversehrt zur Meteghan Wharf.
Quelle:Tim Schwabedissen



Suche nach 12 vermissten Fischern
(02.02.16) Am Abend des 30.1. sank in einem Sturm der ägyptische Kutter "Zainat Al Bahrein", der eine Woche zuvor aus Ezbet al-Borgh in Damietta ausgelaufen war. Offenbar war er auf Korallenriffe gelaufen und leckgeschlagen. An Bord waren 14 Mann Besatzung. Die ägyptische Marine startete eine Suchaktion vor der sudanesisch-eritreischen Küste.
Am 30.1. wurde in Sudan ein Notruf aufgefangen, dann ging der Kontakt verloren. Auch von der sudanesischen Armee machte sich ein Schiff auf die Suche. Auf einer kleinen Insel fand die Coast Guard von Sudan im Tagesverlauf zwei Überlebende. Sie wurden ins Port Sudan Hospital gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Containerverlust auf Marconsult-Frachter
(02.02.16) Sechs leere 20-Fuß-Container gingen am Abend des 30.1. von dem s unter Antigua-Barbuda-Flagge laufenden Frachter "Marmaui", 11083 BRZ (IMO-Nr.: 9438573), der Marconsult Schifffahrt GmbH & Co. KG in Hamburg westlich des Fair Isle Channel zwischen 20 Uhr und Mitternacht über Bord.
Sie wurden seither nicht mehr gesichtet. An die Schifffahrt ging eine Warnung heraus. Der Frachter war unterwegs von Island nach Rotterdam, wo er am 1.2. um 10.45 in Heijplaat bei den Rotterdam Shortsea Terminals festmachte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kollision in Emden
(02.02.16) Der unter Bahamas-Flagge laufende Autofrachter "Elbe Highway", 23498 BRZ (IMO-Nr.: 9316282), kollidierte am 28.1. um 23.38 Uhr beiim Ablegen mit einer Kaimauer des Emder Binnenhafens. An dem Schiff entstand lediglich leichter Sachschaden, die Kaimauer wurde aber auf einer Länge von ca. 2,5 Metern beschädigt, die Schadenshöhe warnoch nicht bekannt. Zum Unfallzeitpunkt herrschte stark böiger Wind der Stärke 9, deshalb hatte der 62-jährige Kapitän Schlepperassistenz in Anspruch genommen. Die Wasserschutzpolizeistation Emden hat die Ermittlungen aufgenommen. Der Frachter machte am 31.1. in Cuxhaven fest, bevor es weiter nach Södertalje ging, wo er am 2.2. gegen sieben Uhr einlief.
Quelle:Tim Schwabedissen



Offshore-Plattform im Sturm vor Nymindegab gefangen
(02.02.16) Die 55 Meter lange und 32 Meter breite dänische Offshore-Plattform "Sea Worker", 3776 BRZ (IMO-Nr.: 8769705), lag seit nunmehr einer Woche weiterhin gestrandet rund zwei Kilometer vor Nymindegab. Bisher war das Wetter zu schlecht, um mit Bergungsarbeiten zu beginnen und sie dann nach Esbjerg zu schleppen. Sie war aber weiterhin stabil auf ihrer Position und wurde von dem in der Nähe auf Standby gegangenen dänischen Offshore-Schlepper "Esvagt Conncetor", 1890 BRZ (IMO-Nr.: 9198044), kontinuierlich überwacht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kollision auf der Waal
(02.0.216) Der holländische LPG-Binnentanker "Damiano", 1568 ts (EU-Nr.: 02332750), kollidierte am frühen Morgen des 2.2. mit dem ebenfalls niederländischen Schubschlepper "Veerhaven III" (EU-Nr.: 02334855) auf der Waal nahe Zuilichem bei Flusskilometer 943. Beide Schiffe kamen aus Antwerpen. Der Binnentanker war mit 1000 Tonnen Benzin beladen. Nachdem sein Ruderhaus schwer beschädigt wurde, war er manövrierunfähig.
Der weniger schwer in Mitleidenschaft gezogene, 40 Meter lange Schlepper bugsierte ihn in einen Nothafen bei Haaften, sodass die Gefahrensituation rasch unter Kontrolle gebracht werden konnte. Die „RWS 77“ von Rijkswaterstaat ging hier längsseits des Havaristen, und die Polizeiboote "P 98" und "P 99" kamen zur Unfallermittlung.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre lief in Hou auf Grund
(02.02.16) Am 2.2 um 6:35 Uhr lief die dänische Fähre "Ane Læsø", 2208 BRZ (IMO-Nr.: 9107370), auf Steingründungen im Hafen von Hou, als sie den Hafen mit langsamer Fahrt nach Kolby Kas verlassen wollte. Da es bei der Havarie möglicherweise zu Schäden an Ruderanlage und Propeller kam, bestellte der Fährbetreiber Samsø Rederi eine Taucherfirma zur Untersuchung des Unterwasserbereichs und stellte den Fährdienst bis dahin ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Manövrierunfähiger Frachter nach Dalian abgeschleppt
(02.02.16) Der chinesische Frachter "Hua Dong 808" (IMO-Nr.: 2430690) erlitt am Nachmittag des 28.1. südlich von Dalian im Gelben Meer Maschinenschaden und funkte einen Notruf. Er war mit einer 17.köpfigen Crew an Bord und einer Ladung von 396 Containern auf der Fahrt nach Dalian, als er havarierte. Der Bergungsschlepper "Bei Hai Jiu 117" (IMO-Nr.: 9695286) kam dem in stürmischer See treibenden Schiff zu Hilfe und brachte es am frühen Morgen auf die Reede des Zielhafens, wo es verankert wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bergung der Kampener Kogge rückt näher
(02.02.16) Am 10.1. ist es soweit – dann soll die Mittelalterkogge von Kampen aus der IJssel geborgen werden. Zentimeter im Zentimeter wird das 50 Tonnen schwere Wrack nach Berechnungen eines Computersystems, das alle 40 Motoren kontrolliert, vom Flussgrund gehoben und dann nach Batavialand in Lelystad in eine Konservierungsstation gebracht. Das Schiff ist 20 Meter lang und acht Meter breit.
Es ist bis in eine Höhe von 3,5 Metern gut erhalten. 2012 wurde es das erste Mal ausführlich untersucht. Ladung hatte es offenbar keine an Bord, weil es vorsätzlich versenkt wurde, um den Flussverlauf zu beeinflussen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter "Nina Bres"
(Bild: Kustbevakningen)   Großbild klick!

Quergeschlagener Frachter blockiert Nord-Ostsee-Kanal
(01.02.16) Auf der Fahrt von Antwerpen nach Halmstad kam es auf dem dänischen Frachter "Nina Bres", 2658 BRZ (IMO-Nr.: 9394260), am 31.1. gegen sieben Uhr auf Höhe der Fährstelle Nobiskrug bei Rendsburg zu einem Ausfall der Maschinenanlage Das Schiff trieb danach auf die Fährstelle zu und drohte kurzzeitig auf Grund zu laufen.
Eine Kanalfähre unterstützte jedoch die Besatzung der „Nina Bres“, die ihr Schiff mit Hilfe von Ankermanövern aufstoppen konnte. Dabei schlug es aber quer und ragte ins Fahrwasser, deshalb musste der Kanal von der Revierzentrale in Brunsbüttel bei Schacht-Audorf für den Schiffsverkehr gesperrt werden.
Kurz vor 9 Uhr traf der Schlepper „NOK 1“ der Firma Küstendienst aus dem Obereiderhafen vor Ort ein. Er bugsierte die „Nina Bres“in die Ausweichstelle bei Schacht-Audorf, so dass der Kanal kurz nach neun Uhr wieder für den Schiffsverkehr freigegeben werden konnte. Die „Nina Bres“ brach, nachdem die Maschine wieder lief, vorsorglich unter Begleitung des Schleppers mit eigener Kraft nach Kiel auf, wo sie gegen 11 Uhr zu weiteren Untersuchungen am Voith-Kai festmachte. Auch die Wasserschutzpolizei Kiel nahm dort Ermittlungen auf. Um 17.20 Uhr warf der Frachter wieder los und setzte die Fahrt nach Halmstad fort, wo er am 1.2. um 13 Uhr erwartet wurde.
Am Abend des 5.3.2013 war das Schiff auf der Reise Avedore-Karlstad zwischen Landskrona und Helsingborg gegen 22 Uhr vor Rydebäck auf Grund gelaufen. Ein Schlepper aus Kopenhagen barg den unbeladenen Frachter am 6.3. wieder ab. Es lief anschließend den Hafen von Helsingborg zur Inspektion an. Der Kapitän war am Ruder unvermittelt erkrankt, deshalb blieb die notwendige Kursänderung vor aus.
Die „Nina Bres“ ist 84,9 Meter lang, 12,9 Meter breit, hat 5,3 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 3740 Tonnen. Es läuft für die Nielsen og Bresling A/S in Faaborgu und wurde 2007 bei den Marine Projects in Danzig erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Suchaktion nach Notruf auf Nordsee
(01.02.16) Am 29.1. wurde die holländische Coastguard durch einen Notruf über ein sinkendes Schiff auf der Nordsee alarmiert. Wenig später meldete der spanische Autofrachter "Gran Canaria Car", 9600 BRZ (IMO-Nr.: 9218014), die Sichtung einer Rettungsinsel 11 Meilen nordwestlich von Texel. Er war auf der Fahrt von Grimsby nach Emden. Die Coastguard alarmierte die Rettungsboote "Beursplein 5" der KNRM Station De Cocksdorp und die "Joke Dijkstra" aus Den Helder, die Fregatte "Zr.Ms. Zeeland" und das Patroullienboot "President Hubert" sowie einen SAR-Helikopter.
Eine Stunde später kam wieder ein Funkspruch: "We are not sinking". Ein Taucher wurde vom Hubschrauber auf der Insel abgesetzt und fand sie leer vor. Es stellte sich dann heraus, dass sie sich im Sturm von einem Offshore-Standby-Schiff losgerissen hatte. Da auch keine Schiffe in der Umgebung vermisst wurden, stellte die Coastguard die Suchaktion ein. Die Herkunft der Funksprüche ließ sich nicht ermitteln.
Die "Joke Dijkstra" nahm in stürmischer See die acht-Personen-Insel an Bord und brachte sie nach Den Helder, wo sie auf ein Schiff derselben Reederei wie jenes, das sie verloren hatte, übergeben wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen



“Modern Express”
(Bild: Marine Nationale)   Großbild klick!

Letzter Schleppversuch vor drohender Strandung der Modern Express
(01.02.16) Das Drama um die “Modern Express” dauerte auch am 1.2. an. Nachdem sich der Frachter nun nur noch 44 Meilen westlich von Arcachon befand und mit gut zwei Knoten weiter auf die französische Küste zutrieb, blieb nur noch ein kleines Zeitfenster, ihn vor der Strandung zu bewahren. Ein möglicher Ort könnte bei Landes sein. Nachdem der Wind auf 15-20 Knoten Geschwindigkeit und die Wellenhöhe auf drei Meter abnahm, wurden gegen 8.30 Uhr wieder vier Berger von SMIT an Bord abgesetzt, denen es gelang, gegen 11 Uhr eine Schleppverbindung zur "Centaurus" herzustellen. Nach dem Abbergen des Teams sollte der Schleppversuch starten.
Vor Ort waren außerdem die "Ria de Vigo", ebenfalls in Charter von Smit Salvage, die Fregatte "Primauguet", die "Abeille Bourbon“ und "Argonaute", beide in Charter der Marine.
Im Falle einer Strandung wurden nur geringe Umweltrisiken erwartet. Neben den 3600 Tonnen Holz und Baumaschinen waren 300 Tonnen Diesel in den Bunkertanks.
Am Nachmittag des 30.1. hatte ein Cayman-Helikopter aus Lanvéoc-Poulmic zwei Mann von Smit auf die "Primauguet" geflogen, im Gegenzug war der beim ersten Bergungsanlauf verletzte Mann ausgeflogen worden. Zu der Zeit hatte sich die “Modern Express” bei 70 km/h Windgeschwindigkeit und sechs Metern Wellenhöhe noch 116 Kilometer westlich der Bucht von Arcachon Bay befunden. Die Schlagseite war konstant geblieben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Briese-Frachter vor Livorno gerammt
(01.02.16) Die von Cagliari kommende Fähre "Eurocargo Istanbul", 29303 BRZ (IMO-Nr.:9165310), kollidierte am frühen Morgen des 31.1. mit dem auf der Außenreede von Livorno liegenden, unter Antigua-Barbuda-Flagge registrierten Frachter "BBC Bahrain" der Leeraner Briese-Schifffahrt, 6309 BRZ (IMO-Nr.: 9578751), der dort von Gibraltar kommend Anker geworfen hatte. Die Fähre war unterwegs von Cagliari nach Livorno und hatte um Schlepperhilfe gebeten, nachdem am Vorabend gegen 22.30 Uhr 11 Meilen vor dem Hafen ein Maschinenschaden aufgetreten war. Vier Schlepper kamen zu Hilfe, doch im Sturm brach die Schlepptrosse um 4.10 Uhr, und um 4.37 Uhr erfolgte der Zusammenstoß. Der Schaden blieb gering, doch wegen des anhaltenden starken Winds verlieb die Fähre auf Reede.
Quelle:Tim Schwabedissen



Weblinks:
SOS-Seenotfälle, Archiv
Der mysteriöse Untergang der 'Beluga'
Chronik bedeutender Seeunfälle Antike bis 1499
Chronik bedeutender Seeunfälle 1500 bis 1899
Chronik bedeutender Seeunfälle 1900 bis 1949



Fehlt ein wichtiges Link zum Thema? Link mitteilen

Links können sich ggf. ändern. Darauf haben wir leider keinen Einfluß. Sollten Sie ein totes Link entdecken, schreiben Sie uns bitte eine Mail. Vielen Dank im Voraus!


Schlagwörter: Archiv, Schifffahrt, Bilder, Fotos, in Seenot, SOS Alarm, Unfälle, Mayday, Versicherung Schiff, Segeln, Seenot, Unglück, Seenotfälle, Schiffsuntergang, Seenotarchiv, Archiv, Schiffsunglück, schiffsunfall, unfall, ertrinken, untergehen, untergegangen, sinken

Sail Home Sail home to ESYS ...
[Google]  [Yahoo]  [Ökoportal.de]