EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM

Seenotfälle
Archiv September 2015


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Sonar zerstört
(Bild: Ronald Ervik)   Großbild klick!

Sonar von Spermwal demoliert
(30.09.15) Das Sonar des norwegischen Trawlers "Herøyhav", 2294 BRZ (IMO-Nr.: 9657210), der gerade zum Makrelenfang aus Mjølstadneset auslief, wurde offenbar bei der Kollision mit einem Spermwal demoliert. Nachdem das Gerät ausgefallen war, wurde ein Taucher eingesetzt, um die Ursache zu untersuchen, und fand das robuste Sonar zur Seite gebogen vor.
Der Kapitän vermutete, dass ein männlicher Wal, der bis zu 16 Meter lang und 45 Tonnen schwer werden kann, den Schaden verursachte, der das Schiff buchstäblich blind machte. Es musste deshalb nach Mjølstadneset zurückkehren, wo der Schaden bis zum Nachmittag des 29.9. repariert wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen




Flussschiff „The Lady St. Johns”
(Bild: USCG)   Großbild klick!

Sinkendes Flusssschiff verursachte Ölverschmutzung auf St. Johns River
(30.09.15) Auf dem St. Johns River sank am Abend des 29.9. das Flussschiff „The Lady St. Johns” gegen 19 Uhr an der Southbank. Die Coastguard und das National Response Center wurde alarmiert, da Dieselöl aus dem Fahrzeug auslief. An Bord waren ungefähr 150 Gallonen. Ölsperren wurden um das Wrack ausgelegt und die Moran Environmental Recovery mit den Reinigungsarbeiten beauftragt.
Auch das Jacksonville Fire and Rescue Department, der Jacksonville City Waterways Manager und das Florida Department of Environmental Protection waren vor Ort. Das ausgediente Flussschiff hatte neben dem Restaurant Chart House gelegen, als es Schlagseite entwickelte und auf dem Grund aufsetzte.
Quelle:Tim Schwabedissen




Schubverband "Gemini" sitzt unter Brücke fest
(Bild: Floris Visser)   Großbild klick!

Moerdijk-Brücke nach Kollision eines Schubverbandes gesperrt
(30.09.15) Die alte Moerdijk-Brücke musste am 29.9. um 10.30 Uhr für den Zugverkehr zwischen Breda, Rosendaal und Dordrecht stundenlang geschlossen werden, nachdem der Schubverband "Gemini", (EU-Nr.: 02319514) aus dem Weg von Terneuzen nach Geertruidenberg mit einer Ladung Kohle für das dortige Kraftwerk mit einem der Brückenpfeiler in der Hollands Diep kollidiert war.
Die Polizei kam mit dem Patroullienboot "P96“. Nachdem der Schubverband wieder aus der Brückendurchfahrt herausgebracht war, konnte der Zugverkehr um 12.15 Uhr nach einer Inspekton der Brücke wieder aufgenommen werden. Rijkswaterstaat leitete eine Untersuchung ein.
Quelle:Tim Schwabedissen




Punte aus der Ijssel geborgen
(30.09.15) Das erste von drei Wracks auf der IJssel in Kampen wurde am 29.9. von Hebo Maritiem geborgen. Um kurz nach halb zwei kam die Punt aus dem Wasser und war zum ersten Mal nach sechs Jahrhunderten wieder am Tageslicht. Nach der Bergung durch einen Mobilran wurde das Wrack im Heberahmen auf dem Arbeitsponton abgesetzt, besprüht, aufgepallt und abgedeckt.
Nun galt es in den kommenden Wochen außerdem noch einen Lastkahn zu bergen, bevor als letztes die Hansekogge Mitte Dezember auf dem Programm steht. Die drei Schiffe wurden wahrscheinlich absichtlich versenkt, um den Verlauf der IJssel zu beeinflussen.
Quelle:Tim Schwabedissen




Feuer auf Schubverband forderte ein Todesopfer
(30.09.16) Nach dem Brand auf einem Binnenschiff im Industriehafen Schwedt an der Oder wurde ein Besatzungsmitglied tot seiner der Kabine gefunden. Das Feuer war am Morgen des 28.9. auf dem Schubverband ausgebrochen.
Die Feuerwehr konnte den Brand schnell unter Kontrolle bringen. Bei der anschließenden Begehung wurde der Tote entdeckt. Ein weiteres, 41 Jahre altes Besetzungsmitglied hatte das Schiff nach Brandausbruch unversehrt verlassen. Die Kripo hat die Ermittlungen übernommen.
Quelle:Tim Schwabedissen




Brennende Segelyacht nach Untergang vor Olpenitz verschwunden
(30.09.15) Am 28.8. gegen 22 Uhr entdeckte ein südlich des Weidefelder Strandes bei Olpenitz ein brennendes Boot und alarmierte die Regionale Leitstelle. Die DGzRS schickte den Seenotrettungskreuzer „Nis Randers“ aus Maasholm zur angegebenen Position, wo dessen Crew ein sechs bis sieben Meter langes Segelboot mit Außenborder in Vollbrand vorfand. Die Besatzung suchte die Umgebung nach Personen im Wasser ab, konnte aber niemanden entdecken.
Im Laufe der Nacht beteiligten sich weitere Schiffe, darunter ein Kappelner Fischkutter, zwei DGzRS-Rettungsboote, ein Schiff der Wasserschutzpolizei und ein Boot der Feuerwehr Olpenitz sowie ein Hubschrauber an dem Einsatz. Die „Nis Randers“ löschte das Feuer an Bord des Bootes. Es sank dann aber in einer Entfernung von 700 Meter vom Strand. Nachdem die Personensuche erfolglos blieb, endete der Einsatz etwa um kurz vor ein Uhr nachts.
Über die Ursache des Brandes konnte noch nichts gesagt werden. Es wurden bislang auch weder Personen noch ein Schiff vermisst gemeldet. Am 29.9. suchte ein Taucherteam vergeblich nach dem Wrack. Das Technische Hilfswerk wollte daher ein mobiles Sonargerät aus Eckernförde beschaffen und damit den Meeresgrund absuchen.
Quelle:Tim Schwabedissen




Vollmond rettete Longliner
(30.09.15) Am 29.9. um 18.30 Uhr lief der russische Longliner "Azurit", 466 BRZ (IMO-Nr.: 6808674),&xnbsp;nach dem Verlassen des Hafens von Båtsfjord auf eine Schäre. Das Rettungsboot "Reidar von Kos", das sich gerade in der Nähe befand, wurde zum Retter in der Not.
Der Vollmond und damit verbunden eine hoch auflaufende Flut sowie die Wellen eines Herbststurms kamen den Seenotrettern zugute – es gelang ihnen, das Schiff im ersten Anlauf wieder von den Felsen zu bekommen, wo es sonst womöglich länger festgesessen hätte. Es wurde anschließend nach Båtsfjord zurückgeschleppt und dort am Kai vertäut.
Quelle:Tim Schwabedissen




Longliner sank vor Kaoshiung
(30.09.15) Der taiwanesische Longliner "Fong Kuo No. 869", 1428 BRZ (IMO-Nr.: 9672492), sank am 29.9. vor Kaohsiung. Um 17.30 Uhr hatte die Hafenbehörde das Einlaufen von Schiffen nach dem Durchzug des Taifuns Dujuan, der in der Nacht zuvor über Taiwan gezogen war, wieder erlaubt.
Als sich der Longliner anschickte, in den Hafen zu kommen, kam er auf einmal vom Kurs ab, legte sich aus bislang unbekannter Ursache auf die Seite und kenterte gegen 18 Uhr. Boote der taiwanesischen Coastguard, assistiert von Helikoptern sowie einen Frachter, bargen 21 Mann aus dem Wasser. Andere Boote retteten die verbliebenen zwei Mann.
Quelle:Tim Schwabedissen




Weizen wird zurück auf Victoria verladen
(30.09.15) Nachdem der liberianische Bulkcarrier "Victoria", 27792 BRZ (IMO-Nr.: 9129029),&xnbsp;von Fladen commend in den Hafen von Halmstad eingeschleppt und dort an einer Pier festgemacht worden war, ging als erstes der holländische Frachter "Frisian Lady" bei ihm längsseits, um ungeachtet der noch ausstehenden Reparaturentscheidungen die geleichterte Weizenladung mit den bordeigenen Greiferkränen des Havaristen wieder abzugeben.
Am 29.9. folgte die in Gibraltar registrierte "Transforza", während die "Frisian Lady" den schwedischen Hafen mit Kurs aufs irische Cork wieder verließ, wo sie am 6.10. eintreffen sollte. Der Tanker "Leon" mit dem Bunkeröl der “Victoria” ankerte weiter auf Reede vor Halmstad.
Quelle:Tim Schwabedissen




Sportboot sank in Kapfelberg
(30.09.15) In der Nacht zum 29.9. sank ein etwa fünf bis sechs Meter langes, am Steg vertäutes Sportboot im Yachthafen Donautal in Kapfelberg. Die Feuerwehr Kelheim Stadt war gegen 11.25 Uhr mit rund 20 Einsatzkräften sowie zwei Tauchern vor Ort im Einsatz. Gegen 11.45 Uhr wurde das Boot stabilisiert und durch mehrere zuvor von Tauchern unter Wasser angebrachte Hebekissen soweit angehoben, dass zwei großen Pumpen das Boot dann lenzen konnte.
Es wurde von einem Feuerwehrboot bis zur Slipanlage am anderen Ende des Hafens geschleppt. Gegen 12.30 Uhr war der Einsatz am Yachthafen Donautal für die Feuerwehr und Regensburger Wasserschutzpolizei beendet.
Quelle:Tim Schwabedissen




Kreuzerwrack vor Dandong identifiziert
(30.09.15) Am 28.9. wurde der von Deng Shichang befehligte chinesische Kreuzer „Zhiyuan“, 2355 ts, die 1894 versenkt und vor einem Jahr von Archäologen im Gelben Meer entdeckt wurde, endgültig identifiziert. Es liegt in den Gewässern vor der Hafenstadt Dandong im Nordosten Chinas und wurde nach der Entdeckung anfänglich „Dandong 1“ genannt. Archäologen vermuteten, dass das Wrack zu den Einheiten der Beiyang-Flotte gehörte, die von der japanischen Marine im Ersten Japanisch-Chinesischen Krieg 1894 versenkt wurden.
Das staatliche Amt für Kulturerbe hatte im August 2015 mit der Bergung von Artefakten und Untersuchung des gesunkenen Schiffes aus der Qing-Dynastie begonnen. Nach einer einmonatigen Suche unter Wasser wurden über einhundert Teile geborgen, darunter Porzellanscherben, anhand derer das Wrack einwandfrei als „Zhiyuan“ identifiziert werden konnte.
Die „Zhiyuan“ und „Jingyuan“, die beide zur Beiyang-Flotte gehörten, wurden in England erbaut. Auch das an Bord verwendete Geschirr wurde in Großbritannien hergestellt. Da schon lange bekannt ist, dass das gesamte Geschirr auf der „Jingyuan“ mit deren Schriftzeichen markiert war, gslt das Schriftzeichen „Zhiyuan“ auf den vor Dandong gefundenen Porzellanstücken als unwiderlegbarer Beweis für die Identifizierung des Kreuzers. Neben dem Porzellan wurden auch zehn Maschinenkanonen der Marke Gatling mitsamt Patronen, Mauser-Gewehre sowie Habseligkeiten der Besatzung und Münzen aus der Daoguang-Zeit (1821-1851) und der Jiaqing-Zeit (1796-1820) im Wrack gefunden.
Die “Zhiyuan” wurde am 20.10.1855 bei Armstrong Whitworth in Eslwick auf Kiel gelegt, lief am 29.9.1886 vom Stapel und wurde am 23.7.1887 fertiggestellt. 1888 traf sie in China ein und wurde gemeinsam mit „Jingyuan” in die Beiyang-Flotte aufgenommen. Beide Schiffe nahmen an der Schlacht auf dem Yalu River am 17.9.1894 teil.
Die „Zhiyuan” beschädigte das japanische Kommandoschiff “Saikyo Maru” zunächst erheblich, wurde dann aber von dem feindlichen Geschwader unter Admiral Tsuboi Kozo eingekreist und zusammengeschossen. Um 15.50 Uhr sank sie nach einer schweren Explosion im Bug. 245 Mann der 252-köpfigne Crew gingen mit dem Schiff unter. Die “Jingyuan”, die auf Distanz geblieben war, entkam mit nur geringen Schäden.
Der Kreuzer hatte eine Länge von 72.09 Metern, eine Breite von 10,05 Metern und einen Tiefgang von 4,8 Metern. 2014 wurde eine Kopie des Schiffes bei der Dandong Shipbuilding Heavy Industries Co. Ltd. auf Kiel gelegt, die als Museumsschiff dienen soll.
Quelle:Tim Schwabedissen




Bagger zerlegten Wrack historischen Schoners
(30.09.15) Am 29.9. machten mehrere Bagger dem Wrack des 29 Meter langen Schoners “Tuhoe“, der am Nachmittag des 27.9. auf dem Waimakariri River auf der Rückfahrt von Lyttelton nach Kaiapoi nach Abschluss einer 200,000 Dollar teuren Reparatur gestrandet war, endgültig den Garaus. Bis zum 30.9. sollte das Wrack endgültig beseitigt sein. Der Rumpf, der deutlich durchgebogen war, wurde in drei Teile zerlegt.
Da es aber länger als erwartet dauerte, die Masten und das Ruderhaus abzutrennen, kamen die Bergungsarbeiten nicht im erhofften Tempo voran. Am 29.9. wurde mit Einsetzen der Nachmittagsflut direkt vor dem Maschinenraum abgebrochen. Die Holztrümmer des Rumpfes wurden zunächst von Lkws auf dem Strand oberhalb des Flutsaums abgekippt. Der verbliebene Rumpfrest wurde mit Sand verfüllt und abgedichtet.
Vor Beginn des Abwrackens sicherten Mitglieder der Tuhoe Preservation Society, die 1982 mit der Restaurierung des 96 Jahre alten Schiffes begonnen hatte, so viele Erinnerungsstücke wie möglich. An Land soll eine Erinnerungsstätte entstehen.
Quelle:Tim Schwabedissen




Suche nach Vermissten der Lincoln eingestellt
(30.09.15) Am Abend des 28.9. wurde die Suche nach den vermissten Seeleuten der “Lincoln” aus Kapstadt eingestellt. Die Reederei Viking Fishing bat dessen ungeachtet passierende Schiffe darum, weiter nach den drei Männern, die bislang nicht geborgen werden konnten, Ausschau zu halten. Das Schiff hatte sich offenbar in hohen Wellen so auf die Seite gelegt, dass es von seiner Crew überstürzt verlassen wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen




Schoner „Tuhoe“ gestrandet
(Bild: Richard Lang)   Großbild klick!

Kettensägen bereiten der Tuhoe ein Ende
(29.09.15) Am Morgen des 28.9. fiel die endgültige Entscheidung, den Schoner „Tuhoe“ in der Mündung des Waimakariri River abzuwracken, nachdem ein Treffen mit Bergern und den Versicherern stattfand. Der Vorsitzende des Tuhoe Kaiapoi Riverton Trust, Philip Redmond, sagte, es sei herzzerreißend gewesen, zumal die vorherigen Reparaturen mit Spendengeldern durchgeführt worden waren. Ruderhaus, Masten und andere Erinnerungsstücke sollen aber erhalten bleiben.
Zuvor war noch ein vergeblicher Versuch unternommen worden, die „Tuhoe“ abzuschleppen, doch im Achterschiffsbereich war das Schiff gebrochen und hatte Wassereinbruch erlitten, außerdem waren die Spanten verbogen, sodass eine Fortsetzung der Versuche zu riskant erschien. Auch der Versuch, das Schiff weiter auf den Strand zu ziehen, scheiterte wegen dessen Gewichts unter dem eingedrungenen Wasser.
Am Abend des 27.9. war das Schiff 10 Meter vertrieben, und am Heck bildete sich ein Kolk, es sackte bereits in den Sand ein. Das Abbrechen des Holzrumpfes hat inzwischen bereits begonnen. 300 Tonnen Holz müssen zerlegt werden, was mindestens eine Woche dauern dürfte. Im Schiffsinnern befanden sich 140 Tonnen Wasser, 200 Liter Diesel und 40 Liter Schmieröl. Wenn diese entsorgt sind, sollte am 30.9. ein Bagger den Rumpf zerlegen. Die Entsorgung wird mehrere 10000 Dollar kosten.
Das 97 Fuß lange Schiff war 1919 in Auckland von George Nicol für die Northern Steamship Company erbaut worden und am 7.4. vom Stapel gelaufen. An 1.5. ging es auf Jungfernfahrt von Auckland nach Whakatane und Tauranga. Im 2. Weltkrieg diente es der neuseeländischen Marine und wurde dann an die US Army verkauft, die es als Versorgungsschiff vor Australien und Neu-Guinea einsetzte. In der Zeit war es mit zwei Browning-Maschinengewehren bewaffnet. Der Einsatz dauerte bis August 1944, als sie in Townsville festmachte und 1945 nach Neuseeland zurückkehrte.
Zwischen 1956 und 1960 war sie mehrfach aufgelegt und wurde im August 1961 an die T. Eckford and Co. in Blenheim verkauft. Sie wurde dann nach Auckland geschleppt und dort auf dem Opawa River aufgelegt, weil sie nicht passend erschien für den Handel auf dem Wairau-River. Anfang 1962 erwarb sie die Kaiapoi Shipping Company, und im April machte sie erstmals in Kaiapoi fest.
Im Juni 1963 strandete sie auf der Waimakariri Barre, wurde aber am 1.7. geborgen und blieb bis November 1963 im Handel zwischen Kaiapoi und Wellington. Danach diente sie zeitweilig als schwimmende Kunstgalerie, bis im Oktober 1980 die Cure Boating Club Inc. sie als schwimmendes Clubheim und Restaurant erwarb. 1982 begann eine intensive Restaurierung zum Einsatz für Flussfahrten, bei denen bis zu 100 Tonnen Ladung mitgenommen wurden. Im Laderaum wurde auch ein kleines Museum eingerichtet.
2003 stand die “Tuhoe” zum Verkauf, doch der Cure Boating Club arbeitete dann mit Mainpower New Zealand und Kaiapoi Electricity zusammen, das Schiff vor Ort zu erhalten, und im Juni 2005 gng es wieder in Fahrt. Am 27.9. um 16 Uhr endete die 96-jährige Karriere – Schuld war das kleine Ruder, wegen dem das Schiff unter Winddruck auf der Rückfahrt von Lyttleton vom Kurs abkam.
Quelle:Tim Schwabedissen




Kran zusammengebrochen
(Bild: 112 Waterweg)   Großbild klick!

Kran in Rotterdam zusammengebrochen
(29.09.15) Am 28.9. brach ein Kran auf dem Deck der holländischen Barge "Skyline Barge 22", 882 BRZ (IMO-Nr.: 9736937), im Waalhafen von Rotterdam-Heijplaat zusammen. Während der Kranführer unversehrt davon kam, erlitt eine Person, die von Trümmern getroffen wurde, schwere Verletzungen und musste ins Krankenhaus.
Das Unglück ereignete sich um 14.45 Uhr bei Arbeiten am Kai der p Broekman Project Services, wo der Kran gerade ein Fluttor anhob. Er war fest mit der Barge verbunden. Die Polizei mit der "P 5" und Rijkswaterstaat mit der "RPA 13" rückten an, die Unglücksstelle wurde abgesperrt zur Untersuchung der Unfallursache.
Quelle:Tim Schwabedissen




Ein Balken wird geborgen
(Bild: Stichting Kamper Kogge)   Großbild klick!

Mittelalterliche Punte wird auf Ijssel geborgen
(29.09.15) Eine sogenannte Punte, die in der Nähe des IJsselmeer auf dem Grund der IJssel in Kampen gefunden wurde, sollte am 29.9. gegen Mittag geborgen werden. Die Punte ist neben der Hansekogge dort eines von insgesamt drei Schiffen, die wahrscheinlich absichtlich dort Mittelalter versenkt wurden, um damit die Strömung der Ijssel zu beeinflussen.
Am 23.9. waren die ersten Teile des Kogge geborgen worden. Auch ein Lastkahn wartet auf dem Flussgrund noch auf seine Bergung im Rahmen einer Flussvertiefung.
Quelle:Tim Schwabedissen

(Bild: Stichting Kamper Kogge)   Großbild klick!










Ein Toter bei Fährunglück auf Mahakam-Fluss
(29.09.15) Ein Mensch kam ums Leben, als auf dem Mahakam in Ost-Kalimantan die Fähre “Sely” mit 47 Menschen und zwei Trucks an Bord im Kutai Kartanegara Distrikt am 27.9. gegen 5:30 Uhr kenterte. Die meisten Fahrgäste waren Tänzer, die an einem Fest teilnehmen wollten. Die Fähre war offenbar überladen.
Quelle:Tim Schwabedissen




Millionenschaden nach Feuer in Hongkong
(29.09.15) Mindestens fünf Menschen wurden verletzt, 30 Boote beschädigt und 10 von denen zerstört, nachdem ein Feuer auf einem Krabbenkutter in Shai Kei Wan in Hongkong ausbrach. Um 14.40 Uhr des 27.9. kam es zu einer Explosion auf dem Schiff in der Aldrich Bay.
Es riss sich von seiner Ankerkette los und trieb auf die anderen Fahrzeuge, von denen eines sank. 150 Feuerwehrmänner und sechs Löschboote waren im EinsatzDer Schaden betrug mehrere Millionen Hong Kong-Dollar.
Quelle:Tim Schwabedissen




Fahrgastschiff auf der Müritz flottgemacht
(29.09.15) Das am 27.9. in der Müritz auf Grund gelaufene holländische Flussfahrgastschiff "Greta von Holland" konnte von einem Schlepper und einen weiteres zu Hilfe gerufenes Schiff am 28.8. gegen Mittag nach dreistündiger Arbeit wieder ins Fahrwasser gezogen werden. Das Schiff war im Süden der Müritz bei Zielow nahe Röbel auf Grund gelaufen, nachdem der Kapitän offenbar eine Tonne übersehen hatte und außerhalb der des Tonnenstrichs auf der Kleinen Müritz unterwegs war.
Er hatte noch versucht, das Fahrgastschiff durch Maschinenmanöver freizubekommen. Das Schiff war mit dreiköpfiger Besatzung auf den Wasserwegen zwischen Berlin, der Mecklenburgischen Seenplatte und Schwerin unterwegs und zum Unglückszeitpunkt von Waren Richtung Berlin unterwegs, um dort Touristen an Bord zu nehmen.
Die 1969 erbaute „Greta van Holland“ ist 39,5 Meter lang, 5,05 Meter breit, hat 1,2 Meter Tiefgang und bietet Platz für 23 Personen in 12 Außenkabinen.
Quelle:Tim Schwabedissen




Suche nach drei vermissten Fischern vor Tafelbucht dauert an
(29.09.15) Die Suchaktion nach den Vermissten des 42 Meter langen südafrikanischen Trawlers "Lincoln", 414 BRZ (IMO-Nr.: 5062833), der Viking Fishing Group dauerte am 28.9. an. Das Schiff war in Seenot geraten, nachdem große Wellen Teile der Decksausrüstung abgerissen hatten und es zu Wassereinbruch 20 Meilen südlich von Hangklip gekommen war.
Nur neun Mann hatten lebend geborgen werden können, von denen einer danach starb. Inzwischen hat sich das Wetter etwas gebessert. Zwei Leichen wurden gesichtet, rutschten aber aus den Rettungswesten, als sie geborgen werden sollten. Vier Kutter der I&J Fishing Vessels und Viking Fishing Company waren im Suchgebiet im Einsatz.
Die neun aus der See gezogenen Toten wurden in Hermanus und Simon’s Town an Land gebracht. Ein Schwesterschiff zog die "Lincoln" in Richtung Kapstadt. Sie sollte am 29.9. die Tafelbucht erreichen.
Quelle:Tim Schwabedissen




35 Mann von sinkendem Longliner gerettet
(29.09.15) Der spanische Longliner “Campolibre Alai”, 2214 BRZ (IMO-Nr.: 8719334), fiel am 27.9. einer Explosion und dadurch hervorgerufenen Wassereinbruch im Maschinenraum zum Opfer. Das Schiff trieb aufgegeben noch eine Weile nahe der Position 00 36 N 057 08 O im Somalia-Becken, ehe es über das Heck auf 2000 Metern Wassertiefe im Indischen Ozean sank.
Die 35-köpfige Crew, darunter Afrikaner, Basken und Galizier, hatte noch das automatische Löschsystem aktiviert. Nachdem die Bedingungen im Maschinenraum ein Betreten ermöglichten, fanden sie diesen voller Wasser vor, und der Kapitän entschied, das Schiff aufzugeben. Die Crew ging in ein mitgeführtes Aluminumboot, aus dem sie von der "Playa Anzoras" (IMO-Nr.: 9176917) gegen zwei Uhr gerettet und dann auf die "Alakrana" (IMO-Nr.: 9335745) übergesetzt wurden.
Sie brachte sie nach Victoria, wo sie in Hotels untergebracht und von dort nach Hause transportiert werden sollten. Nur der galizische Maschinist Morrazo, der sich zum Zeitpunkt der Explosion im Maschinenraum befunden hatte, kam mit Verbrennungen an Armen, Beinen und im Gesicht ins Spanish Seychelles Medical Center, wo er untersucht wurde. Zur Behandlung seiner Verletzungen musste er aber in ein entsprechend ausgestattetes Krankenhaus in Réunion, Dubai oder Spanien kommen.
Die Echebastar Fleet hatte die “Campolibre Alai” seit Monaten zum Verkauf angeboten, und sie hatte bereits eine Anzahlung einer koreanischen Reederei, von der sich auch zwei Inspektoren an Bord befanden. Die Übergabe war für Ende Oktober geplant. Die “Campolibre Alai” enstand 1988 bei der Ast. Bervion in Bilbao und konnte 1,357 Tonnen Thunfisch laden. Sie war 79,35 Meter lang, 13,8 Meter breit und hatte 6,46 Meter Tiefgang.
Erst vor wenigen Tagen war der unter Belize-Flagge laufende Thunfischfänger “Txori Urdin” (IMO-Nr.: 7410670) im Golf von Guinea vor der Elfenbeinküste gesunken. Auch hier waren etliche Galizier an Bord. Die Crew aus Galiziern und Afrikanern konnte nach vergeblichen Versuchen, den Wassereinbruch unter Kontrolle zu bekommen, in ein Boot flüchten und wurde nach mehreren Stunden von einem französischen Longliner gerettet und nach Abidjan gebracht.
Eine Reihe von Frachtern hatte die Schiffbrüchigen ignoriert, wohl aus Sorge, es könnte sich um Piraten handeln. Die “Txori Undin” wurde 1976 erbaut und gehörte der Inpesca.
Quelle:Tim Schwabedissen




Frachter versenkte Leichter
(29.09.15) Der indonesische Frachter "Amrta Jaya 1", 5477 BRZ (IMO-Nr.: 8401755), kollidierte am 28.9. in Kalianget auf der Insel Sumenep mit vier Leichtern, die mit Salz beladen waren. Das Unglück ereignete sich, als das Schiff losgeworfen hatte, um nach Surabaya zu laufen, als es von einer Bö erfasst wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen




Drei Schlepper in einem Monat bei Vancouver gesunken
(29.09.15) Am 28.9. gegen fünf Uhr früh sank der 18 Meter lange, kanadische Schlepper "Harken 10" (MMSI-Nr.: 316006375) in der Straße von Georgia unweit von Vancouver vor Sandheads nördlich des Tsawwassen-Fährterminals. Er war mit einer zweiköpfigen Crew an Bord zur Shelter Island Marina and Boatyard in Richmond unterwegs.
Die beiden retteten sich in ein kleines Aluminium-Beiboot, das sich im Schlepp befand. Die kanadische Coast Guard brauchte nicht mehr einzugreifen, weil sie ohne Hilfe damit den Hafen von Chemainus auf Vancouver Island gegen sieben Uhr erreichten. Die Harken Towing hatte das Schiff an die Jones Marine Services verchartert.
Binnen eines Monates sind in den Gewässern um Vancouver damit nicht weniger als drei Schlepper gesunken. Am 22.9. um 22.20 Uhr ging die 10 Meter lange “Sea Imp X” im Nordarm des Fraser Rivers unter. Treibholz hatte den Propeller blockiert, daraufhin wurde der Schlepper von der mitgeführten Barge auf die Seite gezogen und kenterte.
Am 11.9. sank gegen 18 Uhr die 15 Meter lange „Ocean Gordon” beim Verholen einer mit Kies beladenen Barge in Vancouver.
Quelle:Tim Schwabedissen




Viele Vermisste nach Fährunglück in Indien
(29.09.15) Nach dem Untergang einer Fähre im Nordosten Indiens am 28.9. wurden noch Dutzende von Personen vermisst. Genaue Zahlen gab es aber nicht. Das Schiff war mit rund 250 Passagieren an Bord auf dem Fluss Kolohi mit einer Brücke kollidiert und gekentert.
Zwischen 20 und 30 Personen wurden Stunden nach dem Unglück noch vermisst. Das Schiff war unterwegs von Chaygaon nach Champupar zu einem Bootsrennen im Bundesstaat Assam, als die Maschine ausfiel und es manövrierunfähig auf dem Fluss trieb.
Quelle:Tim Schwabedissen




Feuer bei Schweißarbeiten auf Binnenschiff
(29.09.15) Am 28.9. brach auf dem holländischen Binnenschiff "Arowi", 533 ts (ENI-Nr.: 02103447), ein Feuer aus, während es auf dem Slip einer Werft in Hendrik-Ido-Ambacht überholt wurde. Das Unglück ereignete sich bei Schweißarbeiten im Kofferdamm zwischen Lade- und Maschinenraum.
Die Feuerwehr von Hendrik-Ido-Ambacht eilte zum Unglücksort und alarmierte die Kameraden aus Alblasserdam nach. Eine Hebebühne wurde angefordert. Es gelang aber, den Brand rasch zu löschen. Danach wurde das Schiffsinnere belüftet.
Quelle:Tim Schwabedissen




Schiffsführung der Victoria wollte Logbuch manipulieren
(29.09.15) Der Bulkcarrier "Victoria" wurde am 28.9. gegen 19 Uhr in den Hafen von Halmstad eingeschleppt, gefolgt um 20.15 Uhr von dem Frachter "Frisian Summer" (IMO-Nr.: 9367762), der einen Teil von insgesamt 6000 Tonnen Weizen geleichtert hatte. Die "Transforza" mit der übrigen Teilladung ankerte ebenso wie der Bunkertanker "Leon" weiter auf der Reede.
Die "Victoria" wird ihre Fahrt aber so bald nicht fortsetzen können. Als sie im Kattegat auf Grund lief, verlor sie ihr Ruder und muss nun erst repariert werden. Da es in Halmstad dafür keine passenden Werftkapazitäten gibt, wird der Havarist wohl in eine entsprechende Werft abgeschleppt werden müssen. Der Kapitän und der 1. Offizier wurden unterdessen mit einer Strafe von 16 000 bzw. 15 000 Schwedenkronen belegt.
Der 1. Offizier hatte bei der Havarie das Verschalken der Ladeluken überwacht und deshalb nicht auf den richtigen Kurs geachtet. Gemeinsam mit dem Kapitän hatte er dann versucht, das Logbuch zu manipulieren und die Behörden nicht sofort in Kenntnis gesetzt.
Quelle:Tim Schwabedissen




Flashover auf Frachter in Göteborg
(29.09.15) Am 28.9., gegen 20 Uhr brach im Maschinenraum des schwedischen Frachters "Hellewik", 1957 BRZ (IMO-Nr.: 7431650),&xnbsp;der seit dem 18.9. zu Überholungsarbeiten am Kai der Gothenius-Werft in Göteborg lag, ein Feuer aus. Flammen schossen aus dem Schornstein, nachdem es während eines Testlaufs der Maschine wohl durch ein Treibstoffleck zu einem Flashover kam.
Alle Mann an Bord wurden evakuiert, während die Feuerwehr den Brand löschte und den Maschinenraum belüftete. Wegen der großen Hitze darin musste dieser noch weiter überwacht werden. Eine Person kam ins Krankenhaus.
Quelle:Tim Schwabedissen




Fähre nach Sandnessjøen geschleppt
(29.09.15) Die norwegische Fähre&xnbsp;"Godfjord", 638 BRZ (IMO:8615277), wurde jetzt zur Werft in in Sandnessjøen geschleppt, wo auf einem Slip nun der Schaden und die Reparatruwürdigkeit untersucht werden.
Die Torghatten Trafikkselskap hoffte, in dieser Woche eine Ersatzfähre für die Tjøtta-Forvik-Route zu finden und diese in der kommenden Woche in Fahrt zu bringen. Warum die Fähre auf Grund lief, war noch Gegenstand von laufenden Untersuchungen.
Quelle:Tim Schwabedissen




19 Vermisste und neun Tote vor Mayotte
(29.09.15) In der Nacht zum 28.9. sank ein Boot vor der Küste von Petite-Terre, Mayotte. Drei Menschen kamen ums Leben, 19 wurden vermisst und neun gerettet. An Bord waren 15 Männer, acht Frauen und ebenso viele Kinder.
Quelle:Tim Schwabedissen




Fischer überlebten vier Tage in Kühlbox
(29.09.15) Am 28.9. wurden in den Morgenstunden zwei Fischer entdeckt, die vier Tage lang an die Kühlboxihres Kutters „Gaviota VII“ geklammert in der See getrieben hatten. Das Schiff war im Sturm vor Sinaloa in Nordwest-Mexiko gesunken, nachdem der Schiffsboden Schäden erlitten hatte und es zu Wassereinbruch gekommen war.
Die übrigen Crewmitglieder hatten sie aus den Augen verloren und selbst die Hoffnung auf Rettung praktisch aufgegeben, als ein Marineschiff sie 55 Meilen südlich von Altata in Sinaloa entdeckte. Die “Gaviota VII” war am Morgen des 21.9. aus Punta Perihuete ausgelaufen.
Quelle:Tim Schwabedissen




Bunkertanker "Leon" leichtert "Victoria"
(Bild: Kustbevakningen)   Großbild klick!

Frachter im Kattegat geleichtert und freigeschleppt
(28.09.15) Der Bulkcarrier "Victoria", der am 19.9. im Kattegat auf Grund gelaufen war, konnte am 27.9. durch die Berger der Five Oceans Salvage wieder flottgemacht werden. Zuvor waren rund 6000 Tonnen der Weizenladung auf den unter Gibraltar-Flagge laufenden Frachter "Transforza" (IMO-Nr.: 9199402) und die holländische "Frisian Summer" (IMO-Nr.: 9367762) geleichtert worden.
Beide Schiffe nahmen mit den Teilladungen Kurs auf Halmstad und gingen dort am 27.9. gegen 17 Uhr vor Anker. Der Bunkertanker "Leon" nahm 977 Tonnen Öl an Bord, nur 35 Kubikmeter Schweröl verblieben in den Tanks des Havaristen. Die Arbeiten wurden durch den Katamaran "Nordic Supplier" (MMSI-Nr.: 219014435) unterstützt. Nach der Bergung vereitelte raue See eine umgehende Inspektion des Rumpfs, doch am 28.9. konnten Taucher der Küstenwache absteigen und fanden erhebliche Schäden am Bug vor, wobei die Bunkertanks allerdings nur eingedrückt und nicht aufgerissen wurden.
Der Frachter durfte daraufhin ebenfalls die Reede von Halmstad ansteuern, wo er zu gründlicheren Untersuchungen am Morgen des 28.9. vor Anker ging. Er wurde auf dem Weg dorthin von dem Bergungsschlepper "BB Worker“ eskortiert. Vor dem Hafen machte der norwegische Bunkertanker "PKR 1" (IMO-Nr.: 9876542) am Frachter fest. Die beiden Patroullienboote "KBV 001" und "KBV 032" wurden aus dem Einsatz entlassen.
Quelle:Tim Schwabedissen




Schoner “Tuhoe” aufgelaufen
(Bild: Coastguard Southern Region)   Großbild klick!

Am Ende großes Pech für das „Lucky Ship“
(28.09.15) In der Mündung des Waimakariri River lief der 29 Meter lange Schoner “Tuhoe” mit 11 Personen an Bord an dessen Südseite in einer kräftigen Windbö auf Grund, nachdem er gerade in Lyttelton für über 200,000 Dollar überholt worden war, als er sich auf der Heimreise nach Kaiapoi befand. An Steuerbordseite waren die Ladeluke und Spanten neu gebaut worden. Gegen 16 Uhr kam die Rückfahrt nördlich von Christchurch zu einem jähen Halt. Eine Rumpfcrew blieb zunächst bis zur erhofften Bergung an Bord.
Doch umso größer war der Schrecken, als sich ein solches Unterfangen als zu riskant herausstellte. Wellen hatten das Achterschiff verbogen, Wasser drang durch die Planken ein und der Rumpf drohte auseinander zu brechen. In aller Eile mussten nun Öl und andere umweltgefährdende Stoffe an Land gebracht werden. Auch Erinnerungsstücke wie das Ruder, Fotos oder Rettungsringe wurden entfernt. Nachdem der Schoner mit Trossen weiter aufs Ufer gezogen wurde, sollte das Ausschlachten fortgesetzt werden.
Die „Tuhoe“ wurde 1919 in Auckland erbaut und hatte im Einsatz zwischen Auckland, Tauranga und Whakatane bereits vier Strandungen, darunter eine 1963 auf demselben Fluss, überstanden. Im 2. Weltkrieg war der Zweimaster für die US Navy vor den Küsten Australiens und Neu-Guineas im Einsatz. 1962 und 1963 lief er für die Kaiapoi Shipping Company und diente danach als schwimmende Kunstgalerie und Clubheim.
Dann wurde er restauriert. 2004 hatte der Tuhoe Kaiapoi Rivertown Trust das Schiff übernommen und mit ihm von Oktober bis Juni Ausflugsfahrten von Kaiapoi und Waimakariri angeboten. Sein Spitzname war “the lucky Ship” – doch damit ist es nun vorbei.
Quelle:Tim Schwabedissen




Katamaran “Aku Mour“ im Schlepp
(Bild: RNLI)   Großbild klick!

Katamaran, Skipper und Bordhund nach Arklow geschleppt
(28.09.15) Am 27.9. um 10.55 Uhr wurde das RNLI-Boot aus Arklow, die “Ger Tigchleaar”, alarmiert, nachdem die Yacht “Aku Mour“ acht Meilen vor der Arklow Bank Motorschaden erlitten hatte. Das Rettungsboot fand die Yacht bei der Arklow-Bank, und ein Rettungsmann wurde auf dem neun Meter langen Boot abgesetzt, um dem Skipper und seinem Bordhund zu assistieren.
Eine Schleppverbindung wurde hergestellt und dann mit langsamer Fahrt Kurs auf Arklow genommen. Der Katamaran war auf dem Weg von Holyhead nach Kilmore Quay gewesen. Er wurde zum Avoca River gezogen und in Arklow festgemacht.
Quelle:Tim Schwabedissen




Schleuse in Den Bosch wurde nach Havarie gesperrt
(28.09.15) Am 26.9. schlug der holländische Tankleichter „Castor“, 1180 ts (EU-Nr.: 2104023) mit einer Ladung Flüssigstärke an Bord bei einer Kollision mit der Moerdijk-Brücke leck und drohte an der Henriette-Waard-Schleuse in Den Bosch zu sinken. Die Feuerwehren aus Rosmalen, Den Bosch, Vught und Vlijmen wurden alarmiert.
Da sie Probleme hatten, schwere Lenzpumpen an Bord zu bekommen, mussten mehrere kleine in Betrieb genommen werden. Auch ein passierender Containerfrachter assistierte mit seinen Pumpen. Es stellte sich heraus, dass große Mengen Wasser durch ein Leck eindrangen. Dieses konnte aber schließlich abgedichtet und die zeitweilig eingestellte Schifffahrt wieder freigegeben werden.
Rijkswaterstaat begann eine Untersuchung der Havarie. Die “Castor” wurde 1966 erbaut, ist 70,03 Meter lang, 9,50 Meter breit und läuft für die Interstream Barging Vegoil BV.
Quelle:Tim Schwabedissen




Haartrockner löste Feueralarm aus
(28.09.15) Am Nachmittag des 26.9. brach auf der schwedischen Fähre "Nordlink", 45923 BRZ (IMO-Nr.: 9336256) während der Überfahrt von Travemünde nach Malmö ein Feuer aus. Um 17:25 Uhr wurde Feueralarm für die Kabine 7001 auf der Brücke ausgelöst. Der verantwortliche Wachoffizier sandte sofort Besatzungsmitglieder zur Überprüfung aus.
Um 17:28 Uhr wurde der allgemeine Feueralarm ausgelöst. Bei der Überprüfung der Kabine stellte die Besatzung fest, dass sich Rauch gebildet hatte und der Haartrockner im Bad brannte. Das Feuer war um 17:34 Uhr mit Hilfe eines Handfeuerlöschers gelöscht.
Nach Begutachtung der Kabine durch den Kapitän wurden die Passagiere um 17:35 Uhr unterrichtet, dass das Feuer gelöscht worden sei, sich aber alle Passagiere im Restaurant auf Deck 11 für weitere Informationen einfinden sollten. Kapitän und Zahlmeister informierten die Passagiere dort über die Situation.
Das JRCC in Göteborg wurde kontaktiert, um eventuelle medizinische Maßnahmen für zwei Besatzungsmitglieder zu gewährleisten, die während der Löscharbeiten Rauchvergiftungen erlitten hatten. Außer einer Beatmung mit Sauerstoff im Bedarfsfall waren keine weiteren Maßnahmen notwendig. Gegen 20 Uhr traf die Fähre in Malmö ein und startete um 23 Uhr die Rückreise.
Quelle:Tim Schwabedissen




Abbruch der Costa Concordia geht voran
(28.9.15) Rund 200 Arbeiter sind derzeit mit dem Abbruch des Kreuzfahrtschiffes “Costa Concordia“ beschäftigt. Ein Teil räumt das Schiffsinnere aus, andere entfernten die internen Strukturen der über Wasser liegenden Teile, andere zerlegen bereits die Stahlstrukturen, um die Schwimmfähigkeit des Restrumpfes wieder herzustellen.
Das Ausschlachten konzentrierte sich momentan auf die Decks 3, 4 und 5. Das oberste Deck 14 wurde bereits entfernt, es sollten die Decks 12, 11 und 10 folgen. Die Metallteile werden in Blöcke verschiedener Größe zerschnitten und an Land gebracht, von wo es zur Verschrottung geht. Die Auftriebskörper wurden zwischenzeitlich umbesetzt, um die notwendigen Arbeiten an Deck 14 zu ermöglichen. Parallel werden die Sponsons abgebaut, in den kommenden Wochen soll der erste komplett verschwinden.
Quelle:Tim Schwabedissen




Schlepper vor St. Kitts vermisst
(28.09.15) Der 21 Meter lange amerikanische Schlepper "Gage Paul Thornton" (MMSI-Nr.: 367517620) wurde mit einer vierköpfigen Crew vor den St-Kitts-Inseln vermisst. Zuletzt war er am 25.9. vor der Südwestküste gewesen.
Quelle:Tim Schwabedissen




Fähre rammte Kai in Kertsch
(28.09.15) Die russische Fähre „Olympiada“, 4682 BRZ (IMO-Nr.: 8611532), die auf der Route Kertsch – Kavkaz läuft, kollidiert am 24.0. I, 17.05 Uhr mit Pier Nr.7 in Kertsch. Sie schlug mit dem Bug gegen den Kai und beschädigte diesen auf fünf Metern Länge. Die Fähre erlitt am Steuerbordbug eine Beule, auch wurden vier Autos und zwei Lkw beschädigt.
Quelle:Tim Schwabedissen




Neun Tote und drei Vermisste nach Trawlerhavarie vor Südafrika
(28.09.15) Am 27.9. um 18.06 Uhr wurde die NSRI von der Transnet National Ports Authority (TNPA) alarmiert, die den Mayday-Ruf eines 42 Meter langen Trawlers aus Kapstadt aufgefangen hatte. Dieser hatte Wassereinbruch in schwerer See 20 Meilen südlich von Hangklip bzw. 35 Meilen südöstlich von Cape Point gemeldet. Der Bulkcarrier "Harvest Rising" auf der Fahrt von Las Palmas nach Durban, das Rettungsboot “South Star” der NSRI Hermanus, die "Spirit of Safmarine III" der NSRI Simonstown, ein Lynx-Helikopter des Air Force 22 Squadron sowie die Trawlers "Fuksia", "Armana" und "African Queen" nahmen Kurs auf den Havaristen.
Bei ihrem Eintreffen hatte die 21-köpfige Crew das Schiff bereits aufgegeben. Der Frachter, die Trawler und die beiden Rettungsboote konnten neun Personen lebend und neun tot bergen. Von den Überlebenden starb einer nach der Rettung. Vor Ort waren sechs Meter hohe Wellen und 45 Knoten Windgeschwindigkeit. Von drei Mann fehlte weiter jede Spur, die Suche dauerte an.
Ein Boarding-Team konnte auf dem Trawler abgesetzt werden und sollte ihn in die Tafelbucht bringen. Die Ursache des Wassereinbruchs war noch unkkar. Die Geretteten und die Leichen der Toten wurden an Land gebracht und der Polizei übergeben.
Quelle:Tim Schwabedissen




Yacht drohte nach Kollision mit Wal zu sinken
(28.09.15) Am 26.9. um 12.16 Uhr wurde die NSRI Simons Town alarmiert, nachdem die 35 Fuß lange Yacht “Bad Habit” des False Bay Yacht Club (FBYC) , die mit einer siebenköpfigen Crew an der FBYC Spring Regatta teilnahm, Mayday gefunkt hatte. Das Schiff war mit 13 Knoten Fahrt mit einem Wal kollidiert und war leckgeschlagen.
Die Rettungsboote „Spirit of Safmarine III“ und „Spirit of Surfski II“ sowie Boote des FBYC nahmen Kurs auf die Yacht, die bei zwei Metern Wellenhöhe und 25 Knoten Wind zu sinken drohte. Eines der Assistenzboote, ein Patroullienboot der Marine, war als erstes vor Ort und stabilisierte die „Bad Habit“. Das Ruder war bei dem Zusammenstoß abgerissen und hatte ein Loch von einem halben Meter Breite im Achterschiff verursacht, durch das erhebliche Wassermengen eindrangen.
Die Crew hatte das Leck mit Rettungswesten, Sitzpolstern und anderen losen Gegenständen bestmöglich abgedichtet und war mit Eimern am Lenzen. Die Yacht wurde in Schlepp genommen, und durch die Vorwärtsbewegung nahm der Wasserdruck ab. Während es auf Simons Town zuging, wurden dort weitere Pumpen klargemacht. Die Schleppfahrt war allerdings ein wilder Ritt, weil die Yacht ohne Ruder heftig gierte. Von der “Spirit of Surfski II” wurde eine Dragge ausgebracht.
Nach Erreichen des Hafens wurde ein großes Fass auf dem Bug abgesetzt und mit Wasser gefüllt, um das Heck höher aus dem Wasser zu bekommen. Dann wurde die Yacht an Land gehoben. Drei Crewmitglieder hatten Verletzungen erlitten, eine Frau litt an Unterkühlung, eine andere Schürfverletzungen, ein Mann hatte die Schleppleine ins Gesicht bekommen.
Quelle:Tim Schwabedissen




Zwei Fischer aus Rettungsinsel geborgen
(28.09.15) Die Coast Guard Station Boothbay Harbor, die Patroullienboote “Campbell” und “Ocracoke” sowie die Air Station Cape Cod waren am 26.9. an der Rettung der zweiköpfigen Crew des Kutters “Jeanne C.” beteiligt, der 50 Meilen östlich von Portland gesunken war.
Das Command Center in Boston hatte um 15.28 Uhr ein Signal des Notsenders aufgefangen. Es war aber nicht möglich, Funkkontakt herzustellen, deshalb wurden die Patroullienboote, ein 4-Fuß-Boot der Station BoothBay Harbor und ein MH-60 Jayhawk-Helikopter der Air Station Cape Cod, Massachusetts, zu der Position in Marsch gesetzt.
Die Crew der Station Boothbay Harbor sichtete um 16.30 Uhr eine Rettungsinselm mit zwei Mann darin. Beide wurden unversehrt an Bord genommen und zur Pier in Boothbay Harbor gebracht. Wie sich herausstellte, war der Kutter förmlich unter ihnen weggesackt, doch dank der richtigen Rettungsausrüstung konnten sie rasch geborgen werden.
Quelle:Tim Schwabedissen




Neu gekaufter Kutter sank auf zweiter Fangfahrt
(28.09.15) Der dänische Fischer Steen Jørgensen unternahm mit seinem gerade erst erworbenen Kutter “Rikkeline – KA 71”, 16,74 BRZ, gerade seine zweite Fangfahrt, als das Schiff am 25.9. bei Sjællands Odde in der Sejerøbucht vor Lumsås sank. Gegen neun Uhr war der letzte Hiev an Bord gezogen worden, und es ging auf die Heimreise, als das Schiff achterlastig wurde und sich auf die Seite legte.
Wenig später lag der Kutter vollständig auf der Seite. Mit einem Mobiltelefon konnte der Skipper den dänischen Rettungsdienst alarmieren, der mit einem Helikopter rassch vor Ort war, der allerdings nicht über Vorrichtungen zum Aufwinschen verfügte. Deshalb blieb er so lange vor Ort, bis ein weiterer Hubschrauber und das Rettungsboot aus Odsherred vor Ort waren und die beiden Fischer bargen.
Das Schiff hatte sich unterdessen aufs Heck gestellt, doch noch bis 16 Uhr ragte der Bug aus dem Wasser, ehe es vollständig versank. Am Nachmittag traf das Gewässerschutzschiff “Mette Miljø” an der Untergangsstelle ein, um mögliche Ölverluste zu beobachten.
Quelle:Tim Schwabedissen




Fahrgastschiff sitzt auf Müritz fest
(28.09.15) Am 27.09.2015 lief ein 40 Meter langes, holländisches Flusskreuzfahrtschiff in Höhe der Ortschaft Zielow auf der Müritz auf Grund. Schuld war die Missachtung der dortigen roten Fahrwassertonne 12 Passagiere befanden sich nicht an Bord. Der Schiffsführer versuchte vergeblich, den Havaristen mit eigener Kraft von der Untiefe zu bekommen.
Am 28.9. sollte er freigeschleppt werden. Die Wasserschutzpolizei Waren überwachte die Arbeiten. Das Schiff von Waren nach Süden unterwegs, um Passagiere aufzunehmen. Die dreiköpfige Besatzung musste an Bord übernachten.
Quelle:Tim Schwabedissen




Drei Havarien auf Malediven an einem Tag
(28.09.15) Ein Schlepper mit einer Barge, die Baumaterial an Bord hatte, strandete am 27.9. auf einem Riff im Haa Dhaal Atoll Makunudhoo. Schuld war ein Navigationsfehler des Kapitäns. Der Schlepper gehörte der Maldives Transport and Contracting Company (MTCC. Am selben Tag war bereits ein Schiff mit 17 Passagieren auf ein Riff nahe des Gaaf Alif Atoll gelaufen und ein weiteres mit Öl beim Vaavu Atoll festgekommen.
Quelle:Tim Schwabedissen




Bergung von Zweimaster in Liverpool angelaufen
(28.09.15) Drei Wochen nach dem Untergang haben die Bergungsarbeiten an der „Zebu“ Albert Dock in Liverpool begonnen. Beteiligt waren die Hughes Sub-Surface Engineering, die Waterwitch Engineering sowie die Carmet Tug Company, die von dem Mersey Heritage Trust beauftragt wurden, das alte Schiff wieder an die Wasseroberfläche zu bringen. Warum das Schiff am 4.9. an seinem Liegeplatz sank, wird sich wohl erst klären, wenn es in ein Trockendock geschleppt wurde. Es war in gutem Zustand, als es plötzlich wegsackte.
Quelle:Tim Schwabedissen




Segler erlitt Wassereinbruch vor St. Catherine’s Point
(28.09.15) Das RNLI-Boot aus Pembridge lief am 27.9. um 01:22 Uhr aus, um dem 20 Meter langen Segler “Revenge”, der fünf Meilen südsüdwestlich von St Catherine’s Point Wassereinbruch erlitten hatte, zu assistieren. Die fünfköpfige Crew hatte mit Mobiltelefon Alarm geschlagen, weil die Funkanlage ausgefallen war.
Die “Frank and Anne Wilkinson“ war um 2.18 Uhr vor Ort und setzte zwei Rettungsmänner über. Es stellte sich heraus, dass der Wassereinbruch am Heck mit Pumpen gehalten werden konnte. Der Skipper und seine Crew wollten die Reise von Bristol nach Brighton fortsetzen, und mit einem Funkgerät ausgestattet stand dem nichts im Wege. Um 4.15 Uhr war der Einsatz beendet.
Quelle:Tim Schwabedissen




Ergebnislose Suche nach Sichtung gekenterten Katamarans
(28.09.15) Zwei RNLI –Boote liefen aus, nachdem am 26.9. ein Katamaran gekentert vor der Nordküste von Kent entdeckt wurde. Gegen 16 Uhr hatte der Ausguck eines Frachters das mit dem Bug aus dem Wasser ragende Fahrzeug 25 Meilen nordöstlich von North Foreland gesichtet. An Bord fand sich keine Spur von Menschen, aber ein Segel hing noch am Mast.
Der Frachter verständigte die Coastguards in Dover und startete eine Suche. Die Rettungsboote aus Margate und Ramsgate sowie ein Coastguard-Helikopter vom Lydd Airport und Rettungsteams an Land waren bald ebenfalls im Einsatz. Die Crew des Bootes aus Margate konnte den Katamaran aufrichten und einige Habseligkeiten sicherstellen. Nach sechs Stunden wurde die Suchaktion ergebnislos beendet und der Hobie Cat nach Ramsgate geschleppt.
Quelle:Tim Schwabedissen




Bunkertanker "Leon" pumpt Öl ab
(Bild: Kustbevakningen)   Großbild klick!

Schwierigster Teil der Bergungsvorbereitung der „Victoria“ im Kattegat abgeschlossen
(25.09.15) Der riskanteste und dringlichste Teil der Bergungsarbeiten an dem im Kattegat festsitzenden Bulkcarrier "Victoria" wurde am 24.9. abgeschlossen. 556 Tonnen Schweröl wurden auf den liberianischen Bunkertanker "Leon" (IMO-Nr.: 9435844) geleichtert. Zeitweilig hatte die Arbeit an diesem Tag wegen schlechten Wetters unterbrochen werden müssen.
Der norwegische Schlepper "BB Power (IMO-Nr.: 9694804) lag derweil ebenso wie die “KBV 001” weiter am Havaristen auf Standby. Weitere 430 Tonnen Öl sollten noch abgepumpt werden. Außerdem musste ein Teil der Weizenladung geleichtert werden, um den Tiefgang zu verringern. Diese Arbeit sollte frühestens am 26.9. beginnen und konnte nur bei trockener Witterung durchgeführt werden.
Der unter Gibraltar-Flagge laufende Frachter “Transforza” (IMO-Nr.: 9199402) wurde zu diesem Zweck aus Stettin gerufen und ging am 25.9. bei Varberg unweit der Strandungsstelle vor Anker.
Quelle:Tim Schwabedissen




NOK 1 barg schon wieder Frachter im Nord-Ostsee-Kanal
(25.09.15) Auf der Fahrt von Muuga nach Jorf Lasfar&xnbsp;lief der türkische Frachter&xnbsp;"Ofmar", 6369&xnbsp;BRZ (IMO-Nr.: 9409895),&xnbsp;am Abend des 23.9. nahe Landwehr in die Böschung des Nord-Ostsee-Kanals. Der Schlepper&xnbsp;"NOK 1", der gerade auf Höhe von Rendsburg unterwegs war, drehte um und zog das Schiff gegen 20.15 Uhr wieder ins Fahrwasser zurück.
Er war erst vor wenigen Tagen an der Bergung der „Ultramar“ bei Nübbel beteiligt gewesen. Die „Ofmar“ machte am 24.9. um 2.30 Uhr an den Bahnhofsdalben in Brunsbüttel zu den notwendigen Untersuchungen fest. Um 18.30 Uhr setzte sie die Reise fort und wurde am 30.9. im Zielhafen erwartet.
Die “Ofmar” ist 119 Meter lang, 18 Meter breit, hat 6,5 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 8.950 Tonnen. Das Schiff wurde 2007 auf der Ustaoglu Yacht & Shipbuilding yard in Karadeniz Eregli erbaut und läuft im Management der Atasoy Uluslararasi.
Quelle:Tim Schwabedissen




Schlepper "Zeus"
(Bild: Raeddningstjaensten)   Großbild klick!

Sprachprobleme bei Alarmierung der Feuerwehr in Sölvesborg
(25.09.15) Sprachprobleme haben offenbar die Rettungsarbeit an Bord des brennenden polnischen Schleppers "Zeus", 186&xnbsp;BRZ (IMO-Nr.: 6605503),&xnbsp;in Sölvesborg erschwert. Die polnischen Besatzungsmitglieder, die die Feuerwehr um 23.52 Uhr alarmierten, sprachen nur schlecht English, sodass die Information, dass sich noch Menschen im Schiffsinnern befanden, nur mit Verspätung bekannt wurde. Zunächst gingen die Feuerwehrleute davon aus, dass nur die an Deck und auf Land angetroffenen drei Crewmitglieder betroffen waren. Erst bei den Löscharbeiten wurden dann die vier Leichen in den Kabinen entdeckt. Vor Ort waren drei Löschfahrzeuge und 30 Mann und hatten das Feuer um 1.40 Uhr am 24.6. gelöscht. Gegen zwei Uhr traf die Küstenwache mit einem Boot ein und suchte die Wasseroberfläche in der umgebung nach möglichen Opfern ab.
Die staatliche Unfalluntersuchungskommission wollte das Feuer offenbar unter Leitung der polnischen Counterparts untersuchen. Parallel dazu begann die Polizei in Blekinge mit eigenen Ermittlungen und vernahm die Überlebenden am Nachmittag. Der Liegeplatz des Schleppers im Industriehafen blieb weiterhin abgesperrt. Die „Zeus“ war am 21.9. mit der Barge „Bagge“ eingetroffen, die eine Ladung Holzschnitzel zur Stora Enso-Mühle in Nymölla an Bord hatte.
Quelle:Tim Schwabedissen




Containerfrachter auf Westerschelde aufgelaufen
(25.09.15) Auf der Fahrt von Antwerpen, wo er am 25.9. um 5.30 Uhr losgeworfen hatte, nach Tilbury lief der unter Hongkong-Flagge registrierte 3.937-TEU-Containerfrachter "MSC Manu", 52191 BRZ (IMO-Nr.: 8613322),&xnbsp;auf der Westerschelde unweit von Waarden bei Tonne 64 in den Morgenstunden auf Grund. Um 8.10 Uhr waren die Schlepper „Union Koala", "Jade Union", "Union Kodiak" und "Multratug 30" sowie das Patroullienboot "RWS 79" von Rijkswaterstaat vor Ort. Das Schiff lag außerhalb des Fahrwassers und behinderte die Schifffahrt nicht. Es wurde entschieden, auf steigendes Wasser zu warten. Tatsächlich kam der Frachter um 9.30 Uhr wieder frei und wurde von der "Union Emerald" (IMO-Nr.: 9314296) eskortiert von der "RWS 79" in Richtung von Vlissingen verholt.
Die “MSC Manu” ist 294,11 Meter lang, 32,22 Metr breit, hat 14,35 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 67.665 Tonnen. Sie läuft für die MSC Mediterranean Shipping Co. in Genf, Eigner ist die Seaspan Ship Management Ltd. in Vancouver. Der Frachter wurde 1989auf der Odense Staalskibsvaerft A/S als „Margarethe Maersk“ erbaut. 2006 wurde sie zur „Maersk Matane“, 2009 zur „Cap Victor“, 2011 zur „Victor“ und läuft seit jenem Jahr unter dem aktuellen Namen.
Quelle:Tim Schwabedissen




Schubboot in Dorsten wieder gehoben
(25.09.15) Das 13 Meter lange und 3,3 Meter breite Schubboot „Alb „EU-Nr.: 0406660), das am Vormittag des 22.9. auf dem Wesel-Datteln-Kanal bei Dorsten untergegangen war, wurde von der OHG Hafen. Und Flussbau GmbH in Aue am Rhein wieder gehoben. Die Dorstener Feuerwehr hatte zunächst Ölschlengel und Ölsperren um das Wrack ausgelegt.
Eigentlich war geplant, das Wrack am 23.9. mit Hilfe eines Mobilkrans zu bergen. Doch die Eigner des Schiffes begannen noch am vorhergehenden Abend mit der Hebung. Mit Lenzpumpen wurde das Wasser ausgepumpt und das Schubschiff dann mit dem Kran des Arbeitspontons "OHF 38" (EU-Nr.: 04606650) wieder an die Wasseroberfläche gebracht.
Am Vormittag des 23.9. kontrollierte die Wasserschutzpolizei die „Alb“, ohne dass bislang die Ursache für den gefunden wurde. Es gab kein Leck, auch die Antriebswelle war dicht. Nun untersuchte die Wasserschutzpolizei, ob die Bugwelle eines passierenden Schiffes den Wassereinbruch verursacht haben könnte.
Quelle:Tim Schwabedissen




Gesunkene Fähre bei Stokkasjøen abgedichtet
(25.09.15) Am Abend des 24.9. gelang es den Bergern des Seløy Undervannsservice, den Rumpf der Fähre "Godfjord", 638 BRZ (IMO-Nr.:8615277), bei Stokkasjøen abzudichten und das eingedrungene Wasser abzupumpen. Drei Tage nach dem Untergang schwamm sie nun an der Unfallstelle wieder auf ebenem Kiel. Der Riss im Rumpf war zwei Meter lang und fünf Zentimeter breit.
Er befand sich im vorderen Bereich der Lounge an Steuerbordseite. Diese war unmittelbar nach der Havarie überflutet worden. Nun warteten die Berger auf die Genehmigung des Sjøfartsdirektoratet, das Schiff zu einem Slip in Sandnessjøe zu schleppen. Hier sollten die notwendigen Untersuchungen durchgeführt werden, um über eine Reparaturwürdigkeit und Rückkehr der „Godfjord“ auf die Thjotta-Forvik-Route zu entscheiden.
Die „Godfjord“ wurde bei der Hjørungavåg Verksted AS, Hjørungsvåg, für die Troms Fylkes Dampskibsselskap ASA (TFDS), Tromsø erbaut. 2006 ging sie an die Hurtigruten Group ASA, Narvik. 2007 an die Hurtigruten ASA, Narvik, 2009 an die Torghatten Nord AS, Tromsø, und erst im Juli 2015 an die Torghatten Trafikkselskap, Brønnøysund.
Von 1987 bis 2002 versah sie den Fährdienst Refsnes – Flesnes, lief 2002 auf der Route Stornes – Bjørnerå und 2002/2003 zwischen Larseng und Vikran. Bis 2008 wurde sie auf der Linie Stangnes (Harstad) – Sørrollnes eingesetzt und war bis 2014 Reservefähre. Dabei lag sie von 2008 bis 2009 in Harstad auf und versah dann den Dienst auf der Sommerroute Skarberget – Bognes.
Im Sommer 2010 lief sie im Dienst Ågskardet - Foroy und in den Sommern 2011 und 2012 zwischen Skarberget und Bognes und von November 2011 bis Januar 2012 zwischen Stangnes und Sørrollnes. Ab dem 1.7.2014 war sie Hauptfähre auf der Linie Tjøtta - Mindland - Tro - Stokkasjøen - Vågsodden – Forvik. Die „Godfjord“ hat eine Länge von 56,08 MEtern, eine Breite von 11,26 Metern und einen Tiefgang von 3,1 Metern. Sie vermag 138 Passagiere und 32 Fahrzeuge zu befördern.
Quelle:Tim Schwabedissen




Yacht vor Cherbourg von Marinetauchern gehoben
(25.09.15) Die 5,5 Meter lange Yacht “Mic’Mak”, die am Abend des 22.9. gegen 19.30 Uhr vor dem Großen Hafen von Cherbourg auf Höhe von Querqueville gesunken war, wurde am Morgen des 24.9. wieder geborgen. Das Wrack hatte in 19 Metern Wassertiefe gelegen. Am 24.9. gegen fünf Uhr hatte eine Gruppe von Marinetauchern aus Manche das Boot wieder hochgeholt. Um 7.20 Uhr war es zurück am Tageslicht und wurde vom Hafenkapitän von Chantereyne in Obhut genommen.
Das Unglück hatte sich ereignet, als die vierköpfige Crew den Spinnaker bei starkem Westwind setzen wollte. Dabei nahm das Boot bei 2,5 Metern Wellenhöhe Wasser über, und da das Cockpit nicht verschlossen war, lief es voll und sank. Zwei der vier Segler trugen keine Rettungswesten. Sie verdankten ihr Leben der Aufmerksamkeit des Wachpostens von Homet, der Zeuge des Unglücks wurde und die Rettungsboote zu den Schiffbrüchigen leitete. Zwei der Schiffbrüchigen, die mit Unterkühlungen ins Krankenhaus gebracht worden waren, konnten inzwischen wieder entlassen worden.
Quelle:Tim Schwabedissen




US Army barg Kutterwrack als Übung
(25.09.15) Der Kutter „Judy K” wurde am 23.9. von Marinetauchern in Honolulu geborgen. Die U.S. Army hatte sich angeboten, nachdem Angebote kommerzieller Berger zum Heben des 77 Fuß langen Schiffes zu teuer ausgefallen waren. Sie führte die Bergung als Training durch und begann nach einer ersten Untersuchung im Juni die eigentliche Arbeit am 8.9.
Muschel- und algenverkrustet tauchte das Wrack nun wieder auf, nachdem es im Januar an Pier 16 gesunken war. Es soll an der Joint Base Pearl Harbor-Hickam entsorgt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen




Kutter "Renzo - SCH 3"
(Bild: Arie de Rujter)   Großbild klick!

Kutter neun Stunden nach Strandung geborgen
(24.09.15) Der am Morgen des 23.9. gegen neun Uhr nördlich der Nordmole von Scheveningen gestrandete Kutter "Renzo - SCH 3" (MMSI-Nr.: 244670929) wurde gegen 18 Uhr durch einen Mobilkran vom Strand gehoben und auf einem Tieflader abgesetzt. Das Schiff hatte ein Netz in den Propeller bekommen und war dann hilflos auf die Küste getrieben. Trotz starker Brandung hatte sich die zweiköpfige Crew unversehrt an Land retten können.
Der Maschinenraum ihres Schiffes wurde aber auf der Buhne, auf der es aufgesetzt hatte, aufgerissen, und es lief voll Wasser. Die Rettungsboote der KNRM-Stationen Scheveningen und Ter Hejde, die um 9.39 Uhr von der Küstenwache in Den Haag alarmiert worden waren, hatten deshalb auch nichts ausrichten können.
Von Land her wurde die "Renzo" vorerst gesichert und blieb bei fallendem Wasserstand hoch und trocken zurück. Nun konnte von Land her die Bergung angegangen werden. Die 2004 erbaute, in Scheveningen beheimatete "Renzo" hat eine Länge von 9.99 Metern, eine Breite von vier Metern und einen Tiefgang von 1,4 Metern.
Quelle:Tim Schwabedissen




Ausgebrannter Schlepper "Zeus"
(Bild: JTommy Svensson)   Großbild klick!

Vier Tote bei Feuer auf Wulf-Schlepper
(24.09.15) Am 23.9. um 23.56 Uhr brach ein Feuer in den Kajüten unter Deck des polnischen Schleppers "Zeus", 186&xnbsp;BRZ (IMO-Nr.: 6605503),&xnbsp;aus, der im Industriehafen von Sölvesborg lag. Als die Rettungskräfte eintrafen, standen die Aufbauten bereits in hellen Flammen. Drei Mann der siebenköpfigen Crew hatten sich nach vergeblichen Löschversuchen ins Freie retten können, darunter auch der Kapitän.
Zwei von ihnen wurden mit Rauchverletzungen, einer mit einer Kopfverletzung, die er bei einem Sturz an Deck erlitten hatte, ins Krankenhaus von Karlskrona gebracht. Einer befand sich beim Eintreffen der Rettungskräfte bereits an Land, die zwei übrigen waren noch auf dem Schiff. Nachdem die Feuerwehr ins Schiffsinnere vorgedrungen war, fand sie die übrigen vier Männer binnen 10 Minuten tot vor. Einsatzkräfte aus Sölvesborg, Karlshamn und Mjällby, unterstützt durch die "KBV 033" der schwedischen Küstenwache und das Lotsenboot "Pilot 117", hatten den Brand am 24.9. um 01:30 Uhr unter Kontrolle, um 4.15 Uhr wurde Feuer aus gemeldet. Die Polizei musste mit dem Beginn der technischen Untersuchungen warten, bis das Schiff hinreichend ausgekühlt war. An Bord hatte extreme Hitze geherrscht.
Der Schlepper war von Skulte kommend am 21.9. in Sölvesborg mit einer mit Holzschnitzeln beladenen Barge eingetroffen und hatte um 14 Uhr den Hafen gen Stettin wieder verlassen sollen. Er kam mehrmals im Jahr nach Sölvesborg.
Die “Zeus “ ist 26 Meter lang, 8,4 Meter breit, hat 3,3 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 76 Tonnen. Sie läuft im Manamgenet des Tauch- und Bergungsunternehmens Otto Wulf in Cuxhaven und wurde 1966 auf der Svendborg Skibsvaerft & Maskinbyggeri erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen




Liverpool: Brigantine "Zebu" gesunken
(Bild: Robert Smith)   Großbild klick!

Bergung der Zeus in Liverpool wird vorbereitet
(24.09.15) Die am 4.9. in Liverpool gesunkene Brigantine "Zebu" des Mersey Heritage Trust soll durch die Hughes Sub-Surface Engineering und die Waterwitch Engineering mit Unterstützung der Carmet Tug Company geborgen werden. Auch die Betreiber des Albert Dock unterstützen die Aktion.
Danach soll das Wrack in einem Trockendock untersucht und die Untergangsursache herausgefunden werden. Sobald das für die Bergung vorgesehene Taucherschiff im Albert Dock eingetroffen ist, soll die Hebung beginnen. Danach wird die "Zebu" ins Canning Half-Tide Dock gebracht, wo Freiwillige so bald wie möglich mit der Instandsetzung beginnen wollen.
Die „Zeus“ ist 31 Meter lang, 6,1 Meter breit und entstand 1938 AB Torre Holms Skeppsvarf, Råå, als Ketsch für den Ostseehandel. 1972 ging sie nach England und wurde nach dem Umbau zur Brigantine durch den Merseyside Heritage Trust, Liverpool, bereedert.
Quelle:Tim Schwabedissen




Kollision in Busan
(24.09.15) Der südkoreanische Zementtransporter "Hae Jung", 5960 BRZ (IMO-Nr.: 9133472), kollidierte am Abend des 23.9. beim Einlaufen nach Busan mit dem dort bereits am Kai liegenden, unter Bahamas-Flagge laufenden Kühlschiff "Chilean Reefer", 7944 BRZ (IMO-Nr.: 8917546). Der Zementfrachter war auf dem Weg zu seinem Liegeplatz, als er den dort bereits vertäuten Frachter rammte. Dessen Rumpf wurde aufgerissen, und es kam zu einem Ölaustritt. Ein Crewmitglied kam mit Verletzungen ins Krankenhaus.
Quelle:Tim Schwabedissen




Erste Wrackteile der Ijsselkogge gehoben
(24.09.15) Die ersten losen Teile der Ijssel-Kogge wurden am 23.9. in Kampen gehoben und auf dem Arbeitsponton „Hebo P 3“ abgesetzt. Ein schwerer Baum und ein Knie, das die Schiffsstruktur stützte, erblickten wieder das Tageslicht. Die rund zwei Meter lange Konstruktion hielt die Wanten des Mastes. Es fanden sich auch schwere schmiedeeiserne Bolzen mit einem daran angebrachten Ring, an dem Blocks und Seile bis zur Spitze des Mastes führten und diesen hielten.
Die Bergung wird bis Mitte Dezember dauern. Die Taucher sind derzeit 12 Stunden täglich unter Wasser. Sie legen dabei die Wrackteile frei, erforschen und dokumentieren sie. Neben der Kogge sollen auch zwei kleinere Bootswracks geborgen werden. Die Arbeiten werden gemeinsam von den Archäologen der ADC ArcheoProjecten, den Tauchern von Baars-Cipro und den Bergern der HEBO Maritiem im Auftrag von Rijkswaterstaat/Ruimte voor de Rivier durchgeführt.
Quelle:Tim Schwabedissen




Frühere Fähre soll gesunkene Fähre bergen
(24.09.15) Die norwegische Fähre "Godfjord", 638 BRZ (IMO-Nr.: 8615277), lag am 23.9, weiterhin auf den Felsen von Stokkasjøen. Zwar hatte der Seloy Undervannsservice fieberhaft daran gearbeitet, Wasser auszupumpen und den Schaden am Rumpf zu untersuchen, um dann eines oder mehrere Löcher im Rumpf provisorisch abdichten zu können, doch bisher konnte der Wasserstand dafür nicht so gesenkt werden wie es nötig wäre.
Zuvor hatte die "Nautilus Aldra", 370 BRZ (IMO-Nr.: 7409877), des Seløy Undervannsservice mit einem Kran die Fahrzeuge vom Deck des Schiffes gehoben und auf ihr eigenes abgesetzt - es handelte sich bei ihr ebenfalls um eine frühere Fähre, die zum Kran- und Bergungsschiff umgerüstet wurde. Sie entstand 1974 als "Mjøsfærgen V" und verkehrte bis 1985 auf der Route Gjøvik - Mengshol. 1986 wurde sie an die Helgeland TS verkauft und versah bis 2014 den Dienst Leirvika-Hemnesberget als "Aldra", ehe sie zum Arbeitsschiff umgebaut wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen




Crew der Atlantic Charger auf dem Heimweg – Schiff gesunken
(24.09.15) Die neunköpfige Crew des Kutters “Atlantic Charger” (MMSI-Nr.: 316303000) wurde am 25.9. zurück in der Heimat erwartet. Sie befand sich an Bord des Fischereifahrzeuges “Kathsheshuk II”, 1885 BRZ (IMO-Nr.: 9127174), auf das sie am Morgen des 21.9. von dem grönländischen Trawler "Paamiut - GR 6-251 ", 1084 BRZ (IMO-Nr.: 7045578), übergesetzt worden waren, die die Schiffbrüchigen in meterhohen Wellen aus einer Rettungsinsel geborgen hatte. Die "Atlantic Charger" war auf der Heimfahrt von der Davis STrait mit Steinbutt beladen in den Gewässern der Frobisher Bay nahe Resolution Island und Iqaluit in Nunavut in Seenot geraten.
Nach einem Wassereinbruch hatte sie sich am 20.9. gegen Mittag auf die Steuerbordseite gelegt, und binnen 10 Minuten hatte die Crew sie aufgeben müssen. Die meisten kamen von New World Island, arbeiteten aber von Twillingate aus. Ein CP 140 Patroullienflugzeug auf dem Weg nach Iqaluit war als erstes an der Unglücksstelle 200 Kilometer südöstlich von Baffin Island. Kurz nach dem Abheben von Greenwood hatte Capt. Jennifer Bass den Notruf, den das Joint Rescue Command Centre in Halifax ausstrahlte, aufgefangen und sichtete die Notraketen, die die Fischer abfeuerten.
Die Crewmitglieder eines Aurora-Überwachungsflugzeug, die 3,5 Stunden nach dem Notruf eintraf, waren die letzten, die die sinkende „Atlantic Charger“ noch erblickten – das Heck lag bereits unter Wasser, und beim nächsten Überflug war das Schiff von der Meeresoberfläche verschwunden. Eine Hercules aus Greenwood warf um 2:30 Uhr ein Funkgerät und Versorgungsgüter ab.
Der kanadische Erzfrachter "Arctic", 20236 BRZ (IMO-Nr.: 7517507), war eine halbe Stunde vor der “Paamitut” vor Ort, hatte aber Schwierigkeiten, zu Hilfe zu kommen wegen der Größe des Schiffes und der stürmischen See. Deshalb blieb sie nur auf Standby, während die Rettung der Fischer erfolgte. Die 21 Meter lange, sechs Meter breite und zwei Meter tief gehende “Atlantic Charger” wurde 2012 in St. John’s registriert und von der Val Cull of Northern Boat Building and Repair in Port Saunders, N.L. erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen




Katamaran bei Hook Head gestrandet
(24.09.15) Eine 10 Meter lange Katamaranyacht lief am 23.9. zwei Meilen nördlich von Hook Head im County Wexford auf Grund, nachdem sie sich offenbar von ihren Moorings losgerissen hatte. Das RNLI-Boot aus Fethard war als erstes vor Ort und versuchte vergeblich, das Boot von den Felsen zu ziehen. Wenig später traf das Rettungsboot der Station Dunmore East ein und setzte zwei Mann mit einer Lenzpumpe an Bord ab. Doch diese stellten fest, dass sich im Schiffsinnern so große Wassermengen befanden, dass es zu sinken drohte.
Nachdem eine Schleppleine fest war, sackte das Boot so stark weg, dass der Bergungsversuch abgebrochen wurde. Wegen der Gefahr für die Rettungsmänner wurden diese wieder von Bord geholt. Auch der Helikopter Rescue 117 der Irish Coast Guard war vor Ort. Bei Niedrigwasser sollte ein neuer Bergungsversuch erfolgen.
Quelle:Tim Schwabedissen




Barge in Caldera geborgen
(24.09.15) Am 23.9. wurde durch die Fertica aus Costa Rica eine Barge, de im Mai mit 180 Tonnen Ammoniumnitrat vor dem Hafen von Caldera in Puntarenas auf 26 Fuß Wassertiefe gesunken war, geborgen. Um das 110 Fuß lange Gefährt waren in den vergangenen Monaten Warnbojen ausgelegt gewesen. Die Ladung war nach dem Kentern ausgelaufen.
Quelle:Tim Schwabedissen




Vier Seeleute im Golf von Thailand weiter vermisst
(4.09.15) Die Suche nach den vier Vermissten des Containerfrachters “Pathra Marine 5”, der am 19.9. im Golf von Thailand gesunken war, verlief bis zum 23.9. vergeblich. Die Küste von Bang Pu bis zum Dorf Ban Khun Samut Chin wurde durchkämmt. Unterdessen konnten aber alle aufgetriebenen 23 Container geborgen werden.
Quelle:Tim Schwabedissen




Trawler nach Northbay eingeschleppt
(24.09.15) Das RNLI-Boot der Station Isle of Barra lief am frühen Morgen des 23.9. aus, um dem 21 Meter langen Trawler "Amity II - PD 177" (MMSI-Nr.: 232004618) zu assistierten. Die "Edna Windsor" war von der Coastguard alarmiert worden, nachdem das Schiff 17 Meilen südöstlich von Castlebay nach Bruch einer Ölleitung Maschinenausfall erlitten hatte.
Es lief um 2.20 Uhr mit fünf Mann an Bord aus und erreichte den in der Minch driftenden Havaristen um 3.20 Uhr. Bei ruhiger See war dessen fünfköpfige Crew in keiner Gefahr. Sie hatte einen Notgenerator gestartet, der Licht und Pumpen am Laufen hielt. Der Trawler wurde um 6.45 Uhr in den Hafen von Northbay, Barra eingeschleppt, wo er repariert werden sollte.
Quelle:Tim Schwabedissen




Helikopter über der Sóley Sigurjóns
(Bild: Icelandic Coastguard)   Großbild klick!

Trawler geriet vor Sauðanesi in Brand
(23.09.15) Auf dem isländischen Trawler&xnbsp;"Sóley Sigurjóns – GK 200”, 737 BRZ (MMSI-Nr.: 251282110), stellte die achtköpfige Crew am 22.9. kurz vor Mittag Rauch und steigende Temperaturen im Maschinenraum fest. Das Schiff befand sich zu der Zeit 25 Meilen nordwestlich von Sauðanesi. Es wurde sofort Verschlusszustand hergestellt und der Maschinenraum mit CO2 geflutet. Das von der Crew alarmierte MRCC in Island schickte zwei Helikopter und ein Überwachungsflugzeug mit Wärmebildkamera, das die Temperaturen am Deck kontrollieren sollte.
Die beiden Bergungsschiffe „Slysavarnarfélagsins Landsbjargar“ aus Siglufirði und "Skagaströnd" sowie das Patroullienboot “Thor" nahmen auch Kurs auf den Havaristen, und die Coast Guard kontaktierte ebenso Schiffe in der Nähe. Der isländische Trawler&xnbsp;"Thomas Þorvaldsson" (IMO-Nr.: 425113610) befand sich weniger al seine Fahrstunde von der "Sóley Sigurjóns“ entfernt.
Das Flugzeug war um 12:48 Uhr vor Ort und stellte Hitzeentwicklung rund um das Abgasrohr aus dem Maschinenraum fest. Gegen 13 Uhr meldete die Crew, dass ihrer Meinung nach das Feuer erstickt sei und dass sie versuchten, in den Maschinenraum zu kommen, um einen Generator wieder zu starten. Die Coastguard setzte Einsatzkräfte zur Unterstützung aus der Luft ab, die gegen 14 Uhr beim Entlüften der verrauchten Abteilung assistierten.
Das Bergungsschiff "Slysavarnarfélagsins Landsbjargar" traf inzwischen ebenfalls ein. Während es der Crew der "Sóley Sigurjóns" zwar tatsächlich gelang, den Generator zum Laufen zu bekommen, war dies wegen der Brandschäden an der Hauptmaschine nicht möglich. Gegen 14 Uhr erreichte die&xnbsp;"Thomas Þorvaldsson" den Havaristen und nahm in in Richtung Siglufjörður in Schlepp, nachdem das ausgebrachte Schleppnetz mit seiner Hilfe hatte eingehievt werden können. Daraufhin wurde die „Thor“ wieder abberufen. Der Konvoi erreichte den Hafen am Morgen des 23.9.
Bereits am Morgen des 4.6.2009 war die “Sóley Sigurjóns” an der Zufahrt von Sandgerði havariert. Sie lief auf Grund und blieb mit 35 Grad Steuerbordschlagseite liegen, bis die „Harstad“, ein Patroullienboot der norwegischen Marine, sie freischleppte. Auch Schlepper, die „Tyr2 der Coastguard und das Rettungsboot „Hannes Þ. Hafsteinn” waren seinerzeit im Einsatz gewesen und hatten fünf Mann der Crew abgeborgen.
Die “Sóley Sigurjóns” ist 42 Meter lang und acht Meter breit.
Quelle:Tim Schwabedissen




Schlepper und Leichtertanker an gestrandetem Frachter im Kattegat
(23.09.15) Der norwegische Schlepper "BB Power (IMO-Nr.: 9694804) machte nach seinem Eintreffen aus Stavanger am 22.9. am Heck des liberianischen Bulkcarriers "Victoria", 27792 BRZ (IMO-Nr.: 9129029),&xnbsp;fest. Der liberianische Bunkertanker "Leon" (IMO-Nr.: 9435844) wurde aus Malmö angefordert, um 550 Tonnen Öl aus einigen Tanks unweit der Stelle, an der der Frachter auf Grund aufsaß, zu leichtern.
Die Patroullienboote "KBV 001" und "KBV 034" waren in der Nähe und bereit, bei Ölverschmutzungen sofort einzugreifen. Die "KBV 032" lag in Ringhals und die "KBV 010" in Hamina. Zum Leichtern der Weizenladung ist trockenes Wetter vonnöten. Frühestens Ende der Woche dürfte eine Bergung des Frachters vor Fladen erfolgen.
Quelle:Tim Schwabedissen




Bergungsarbeiten an Godfjord
(Bild: Lars Stokka)   Großbild klick!

Bergungsarbeiten an Godfjord angelaufen
(23.09.15) Am 22.9. waren die Bergungsarbeiten an der norwegischen Fähre&xnbsp;"Godfjord", 638 BRZ (IMO-Nr.: 8615277), die halb gesunken auf den Felsen bei Stokkasjøen lag, in vollem Gang. Ein Kran war bis in die Abendstunden damit beschäftigt, die vier Autos vom Deck zu holen. Sie wurden dann auf die "Nautilus" gebracht und nach Thjotta oder Forvik weiter transportiert.
Die Torghatten AS war damit beschäftigt, die aufgerissene Backbordseite der Fähre abzudichten. Längsseits lag auch ein Schiff der Küstenwache. Wenn alles glatt ging, sollte das Schiff am 23.9. aufgeschwommen und in eine Werft in Sandnessjøen geschleppt werden. Vorerst werden die Anwohner noch mit der Unglücksfähre klarkommen müssen, erst im Herbst 2016 soll ein neues Schiff mit einer Kapazität von 60 Fahzreugen auf der Thjotta-Forvik-Route in Fahrt kommen.
Quelle:Tim Schwabedissen




Suchaktion nach Kutter vor Skagen
(23.09.15) Das dänische MRCC in Aarhus informierte am 22.9. die schwedischen Kollegen, dass ein 27 Fuß langer Kutter mit Ruderschaden 23 Meilen nordnordöstlich von Skagen bzw. 15 Meilen westlich von Käringön in Schwierigkeiten war. Er war von Smögen nach Skagen unterwegs und hatte zwei Mann an Bord. Da die dänischen Seenotretter nicht in Kontakt mit dem Havaristen treten konnten, gaben sie die vermutete Position nach Schweden weiter, woraufhin von Käringön die „Ilse Sanne“ auslief und in Göteborg der Huschrauber Lifeguard 004 aufstieg. Dieser entdeckte den Kutter mit einem Notruder auf halbem Wege nach Skagen.
Um 17.55 Uhr konnten die schwedischen Seenotretter daraufhin zurückkehren.
Quelle:Tim Schwabedissen




Deshalb wurde die Troll versenkt
(23.09.15) Trotz der Verbitterung des deutschen Skippers Thomas Mallunat, dass sein Schiff, die 42 Fuß lange Stahlyacht „Troll“ samt dem selbst gebauten, hölzernen Dschunkenrigg, von der irischen Marine rund 150 Seemeilen vor der Südwestküste Irlands ohne Rücksprache versenkt wurde, traf die Maßnahme insgesamt überwiegend auf Zustimmung. Bereits am 19.8. hatte die irische Fregatte “L. É. Eithne“ das rostige Schiff, das mit eingeschlagenen Scheiben in der See trieb, auf Position 49° 18,85 N, 010° 32,36 W in der Keltischen See auf durch das Öffnen der Seeventile den Meeresgrund geschickt.
Mit dem Bug voran ging es auf die letzte Reise, nachdem die Chancen auf eine sichere Bergung sich zuvor als zu gering erwiesen hatten und das Wrack für die Schifffahrt ein Sicherheitsrisiko darstellte. Zwei bis drei Mal pro Jahr werden durch die Falmouth Coastguard Rettungsaktionen gestartet, weil ein aufgegebenes Schiff in der See entdeckt wurde.
Ein Beispiel war die Yacht “Ostar”, die im Sturm entmastet und aufgegeben worden war, und die von einem anderen Schiff später entdeckt wurde. Eine Hercules C-130 stieg in Neufundland auf und warf eine Rettungsinsel ab, obwohl sich seit langem niemand mehr an Bord befand.
Die “Troll” war quer über den Atlantik getrieben, nachdem sich Mallunat und seine Frau Susanne im Herbst 2014 rund 100 Seemeilen westlich Bermuda von einem Frachter hatten abbergen lassen. Susanne Mallunat war zu dem Zeitpunkt erkrankt, ein Verbleib an Bord schien dem erfahrenen Seglerpaar aussichtslos zu sein. Deshalb gaben sie ihr Schiff auf. Als es unlängst wieder entdeckt wurde, driftete es weit südlich der irischen Küste mit Kurs auf den Eingang des Ärmelkanals. Die Marine schickte Mallunat daraufhin Fotos, die bei einem Überflug des Bootes entstanden waren.
Mallunat stellte daraufhin Anfragen bei professionellen Bergungsunternehmen, die aber rasch ergaben, dass eine Bergung dort zu teuer für ihn geworden wäre. Daraufhin wollte er abwarten, bis die "Troll" womöglich nahe genug an eine Küste getrieben wäre, um sie dann für geringere Kosten in den nächsten Hafen schleppen zu lassen. Er bat über Facebook um Unterstützung und erkundigte sich nach Kontakten zu Fischern oder anderen Bootsfahrern in der Region, die ihm helfen könnten. Ende August versuchte er immer noch herauszubekommen, wo sein Schiff inzwischen sein könnte.
Erst Anfang der letzten Woche informierte die irische Marine ihn dann darüber, dass die "Troll" zwischenzeitlich bereits versenkt worden sei. Die Aktion war in Absprache mit der britischen Küstenwache durchgeführt worden, denn die Gefahr, dass die "Troll" unkontrolliert auf die Hauptschifffahrtsrouten trieb, schien den Verantwortlichen am Ende zu groß zu sein, um dem Skipper eine Bergungschance zu gewähren.
Quelle:Tim Schwabedissen




Binnentanker rammte Schleuse in Bremerhaven
(23.09.15) Am Nachmittag des 21.9. lief ein knapp 67 Meter langer deutscher Binnentanker gegen das Außenhaupt der Doppelschleuse in Bremerhaven. Es entstand dadurch ein rund einen Meter langer Riss an der Innenseite des Außenhauptes. Das in Bremerhaven beheimatete Schiff war kurz vor dem Unfall in die kleine Kammer der Schleuse eingelaufen und sollte aufgestoppt werden.
Das Schiff stieß aber mit dem Bug gegen das Schleusentor. Eine Funktionsprüfung des Außenhauptes ergab anschließend, dass es sich trotz der Beschädigung ohne Probleme auf- und zufahren ließ. Am Schiff entstand nach ersten Ermittlungen durch den Zusammenstoß nur eine kleine Delle am Bug. Eine genaue Überprüfung erfolgte am 22.9. durch die zuständige Schiffsicherheitsbehörde. Solange musste das Binnenschiff in Bremerhaven liegen bleiben.
Quelle:Tim Schwabedissen




Schubboot in Dorsten gesunken
(23.09.15) Am Vormittag des 22.9. sank gegen 10 Uhr ein 13 Meter langes Schubboot der OHF Hafen- und Flussbau GmbH an einer Schwimmplattform im Schleusenvorhafen von Dorsten. Gegen 8.30 Uhr hatte die Crew Wassereinbruch am Heck festgestellt. Am Ende ragte nur noch der Bug und ein Teil des Ruderhauses aus dem Wasser. Der Schiffsverkehr auf dem Datteln-Kanal in Dorsten wurde nicht beeinträchtigt.
Wegen möglicher Ölaustritte legte die Dorstener Feuerwehr Sperren aus. Ein Kran auf einem Ponton, den der Schuber nach Dorsten gebracht hatte, konnte das Schiff zwar sichern, aber nicht heben. Arbeits- und Begleitschiff lagen kurz vor der Schleuse am Wesel-Datteln-Kanal in Fahrtrichtung Industriehafen Dorsten-Ost. Sie waren mit Reparaturarbeiten an der Spundwand beschäftigt. Die Bergungsarbeiten wurden am 23.9. mit einem stärkeren Mobilkran fortgesetzt.
Quelle:Tim Schwabedissen




Yacht vor Cherbourg gesunken
(23.09.15) Am 22.9. um 19:30 Uhr wurde das CROSS Jobourg alarmiert, weil die 5,5 Meter langte Segelyacht “Mic’Mak” westlich des Hafens von Cherbourg mit vier Mann an Bord im Sinken begriffen war. Das Lotsenboot von Cherbourg sowie ein RHIB des Notschleppers „Abeille Liberté“ kamen zu Hilfe. Auch ein Boot der Feuerwehr rückte aus.
Vom Ausguck in Homet konnte Sichtkontakt zur Yacht gehalten werden, und binnen 10 Minuten war das Lotsenboot vor Ort und nahm einen Segler auf, wenig später das Boot der „Abeille Liberté“ die übrigen drei. Sie wurden nach Cherbourg gebracht und dort von Rettungskräften der Feuerwehr medizinisch betreut. Zwei von ihnen hatten bereits Unterkühlungen.
Quelle:Tim Schwabedissen




Kutter bei Scheveningen gestrandet
(23.09.15) Bei der Nordpier von Scheveningen lief am Morgen des 23.9. der Kutter „Renzo - SCH 3“ auf den Strand. Die KNRM Scheveningen und Ter Heijde wurde um 9.39 Uhr zu dem in der Brandung liegenden Schiff gerufen. Die zweiköpfige Crew konnte sich inzwischen an Land retten. Der Maschinenraum des Kutters wurde auf den Steinen einer Buhne aufgerissen, sodass eine Bergung aktuell nicht möglich war. Das Schiff wurde verankert, um bei Ebbe einen Anlauf zu starten, es vom Strand zu bekommen.
Quelle:Tim Schwabedissen




Einstiges DHI-Forschungssschiff vor Gotland auseinandergebrochen
(23.09.15) Das Wrack des früheren Forschungsschiffes “Altair“, 148 BRZ (IMO-Nr.: 7338339), vor Faludden ist in den vergangenen Tagen in der Brandung komplett zerstört worden. Teile des Rumpfes trieben jetzt auf den Strand, während Maschine und Tanks weiterhin in acht Metern Tiefe lagen. Das Schiff hatte zuletzt der Doctor & Compani in Gamla Stan in Stockholm gehört, die in Liquidation ist. Die damit betrauten Anwälte Bengt und Markus Truly Felt standen im Kontakt mit der schwedischen Küstenwache, falls es zu Umweltschäden kommen sollte.
Erst am 16.9. war es Tauchern der Küstenwache erstmals gelungen, von der „KBV 047“ zu dem am 13.9. gesunkenen Schiff abzusteigen. Sie sollten prüfen, ob das Dieselöl zu bergen wäre, doch bei schlechter Sicht konnten sie nicht viel ausrichten. Sie fanden den Rumpf aber bereits aufgebrochen vor, und am 22.9. wurde entschieden, dass sich eine Bergung der verbliebenen geringen Ölmengen nicht lohnte. An der Untergangsstelle stiegen bei Bewegungen des Rumpfes kleine Blasen auf und verteilten sich im Meer.
Das einzige, was am Ende vom Wrack geborgen wurde, waren die Lenzpumpen der Küstenwache, die beim Untergang an Bord zurückgelassen worden waren, sowie die Rettungsinseln und andere Rettungsmittel, die über Bord gespült worden waren. Das Schiff war zuletzt in schlechtem Zustand gewesen, hatte aber von der Transportbehörde die Genehmigung zu einer einmaligen Fahrt von Stockholm nach Klaipeda erhalten. Der Transit hatte aber nur bei Wellenhöhen bis einen Meter stattfinden sollen, vor Faludden hatte aber 1,5 Meter hoher Seegang geherrscht. Eine Untersuchung sollte nun klären, ob die Behörde oder die Crew Fehler gemacht hatte.
Quelle:Tim Schwabedissen




Fähre in Flesnes von der Mole gezogen
(23.09.15) Am 23.9. um 9.30 Uhr brachte die Torghatten Nord AS die Fähre "Virak" (IMO-Nr.:7805162) auf der Route Refsnes-Flesnes in Fahrt, nachdem die norwegische Fähre&xnbsp;"Røsund", 1010 BRZ (IMO-Nr.: 7601669),&xnbsp;am Morgen zuvor nach einem Maschinenausfall beim Ansteuern des Fähranlegers in Flesnes auf Grund gelaufen war.
Sie war selbst die Ersatzfähre für die "Hålogaland", die in der Hamek-Werft in Harstad lag. Die "Røsund" wurde inzwischen von dem Schlepper "Bord Odin", 142 BRZ&xnbsp;(IMO-Nr.: 8108121), der am 22.9. um 22.20 Uhr aus Breivika gerufen wurde, von der Hafenmole gezogen.
Quelle:Tim Schwabedissen




Schiffbrüchige der „Atlantic Charger“ auf dem Weg an Land
(23.09.15) Der kanadische Frachter "Arctic", 20236 BRZ (IMO-Nr.: 7517507), nahm die neunköpfige Crew des am 21.9. leckgeschlagenen Garnelenkutters "Atlantic Charger" an Bord, der vor Resolution Island, Nunavut, am Morgen nach Wassereinbruch in aller Eile hatte aufgegeben werden müssen. Die Rettungsteams der Maritime Forces Atlantic und Joint Task Force hatten die Schiffbrüchigen acht Stunden später bei Windgeschwindigkeiten von 70 km/h und vier Meter hohen Wellen in der Rettungsinsel entdeckt, und nach 12 Stunden waren sie in Sicherheit.
Die "Arctic" nahm nach der Bergung der Fischer Kurs auf das 400 Kilometer entfernte Iqaluit, wo ein Schiff der kanadischen Coast Guard sie übernehmen und am 25. Oder 26.9. nach Harbour Grace zurückbringen sollte. Eigner Val Cull nahm an, dass Ventile und Hydranten eines neuen Kühlsystems für die Fischladung Ursache der Havarie gewesen sein dürften. Er war zuversichtlich, dass das wegen zahlreicher Abteilungen nur halb gesunkene Schiff geborgen werden könnte.
Quelle:Tim Schwabedissen




Trawler vor Singapur gekentert
(23.09.15) Das Patroullienboot “Independence” der Marine Singapurs rettete die fünfköpfige Crew des malaysischen Trawlers “PAF 4658”, der am 22.9. sieben Meilen nordöstlich von Pedra Branca gekentert war. Zwei von ihnen hatten leichte Verletzungen erlitten. Alle Schiffbrüchigen wurden nach Singapur gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen




Zweite Kanone der Georgie geborgen
(23.09.15) Marinearchäologen haben eine weitere Kanone vom Wrack des Konföderierten-Schiffes CSS “Georgia” vom Grund des Savannah River geborgen. Die 9,000-Pfund-Kanone wurde in der vergangenen Woche erstmals seit dem amerikanischen Bürgerkrieg wieder ans Tageslicht gebracht. Die Wrackreste werden im Rahmen der 703 Millionen Dollar kostenden Vertiefung des Hafens von Savannah geräumt.
Quelle:Tim Schwabedissen




Gestrandete Ketsch “Mary Magdalene”
(Bild: Cross Jobourg)   Großbild klick!

Historische Ketsch soll geborgen werden
(22.09.15) Die französische Ketsch “Mary Magdalene”, die am 5.9. auf Felsen der Saint-Marcouf-Inseln in Manche strandete und später unterging, soll wieder geborgen werden. Das als historisches Monument eingestufte Schiff versank während der Bergungsarbeiten am 9.9. auf rund 10 Metern Wassertiefe. In der vergangenen Woche untersuchte ein Team von Tauchern das Wrack und kamen zum Schluss, dass es bergungswürdig war.
Allerdings war die Backbordseite auf vier Metern Länge und einem Meter Höhe aufgerissen, und etliche Spanten waren gebrochen. Das Wrack soll mit Hebesäcken zurück an die Wasseroberfläche geholt werden. Die Masten und das Rigg wurden bereits am 12.9 abmontiert und nach Saint-Vaast gebracht.
Nach der von der Versicherung bezahlten Bergung wird die Reparatur des Schiffes samt Maschine und Inneneinrichtung allerdings wohl recht aufwändig werden, und die Behörden wurden bereits um finanzielle Unterstützung gebeten. Außerdem sollen Spendengelder eingeworben werden. Die Wiederherstellung dürfte eine hohe fünfstellige Summe erfordern.
Quelle:Tim Schwabedissen




Bergungsaktion im Kattegat wird mehrere Tage dauern
(22.09.15) Die Eigner des liberianischen Bulkcarriers "Victoria", 27792 BRZ (IMO-Nr.: 9129029), der bei Fladen auf Grund lief, haben die norwegische Bukser og Berging AS zur Bergung des Schiffes engagiert. Es saß auf einer Wassertiefe von nur sechs Metern fest bei einem eigentlichen Tiefgang von 10,1 Metern. Am 21.9. untersuchten Taucher des dänischen Arbeitsschiffes "Supplier" (MMSI: 219014435) of der Northern Supply Services AS die Strandungsstelle und stellten eine Einbeulung in der Vorpiek des Havaristen fest.
Der norwegische Bergungsschlepper "BB Power" (IMO-Nr.: 9694804) machte sich aus Stavanger auf den Weg zur Strandungsstelle und ging am Frachter längsseits, und der schwedische Bunkertanker "Tankskar" (IMO-Nr.: 8327105) wurde gerufen, um das Öl in den Tanks abzupumpen. Bevor die Tanks leer sind, sollte kein Bergungsversuch starten. Außerdem musste wohl ein Teil der Weizenladung geleichtert werden. Damit diese nicht verdarb, durfte dies nur bei trockenem Wetter stattfinden. Von daher wurde mit einer Bergung kaum vor Ende der Woche gerechnet. Die Küstenwachboote "KBV 001", "KBV 494" und "KBV 497" blieben weiterhin vor Ort. Die Ermittlungen gegen die Schiffsführung gingen unterdessen weiter, es bestand der Verdacht, die Strandung nicht umgehend gemeldet zu haben. Auch wurde gegen den Wachhabenden wegen Nachlässigkeit im Schiffsverkehr ermittelt.
Quelle:Tim Schwabedissen




Fähre “Le Joola” gekentert
(Bild: Marine Nationale)   Großbild klick!

Hinterbliebene fordern Bergung des Wracks der Le Joola
(22.09.15) Die Familien der Opfer des Untergangs der senegalesischen Fähre “Le Joola”, 2087 BRZ, verlangten am 13. Jahrestag des Unglücks weiterhin die Bergung des Wracks. Dies sagte Nassardine Aidara, Präsident einer Initiative, anlässlich des bevorstehenden Erinnerungstags in Dakar am 26.9. Wie eine solche Aktion finanziert werden könnte, war aber weiterhin unklar. Als die Fähre vor Dakar sank, kamen fast 2.000 Menschen ums Leben.
Das Schiff verkehrte zwischen der Stadt Ziguinchor in der Casamance und der senegalesischen Hauptstadt Dakar. Der Untergang gilt als drittgrößte zivile Schiffskatastrophe nach dem Zweiten Weltkrieg. Nur die Kollision der philippinischen Fähre „Doña Paz“ mit dem Tanker „Vector“ am 20.12,1987 mit insgesamt 4.386 Todesopfern und der Untergang der „Kiang Ya“ mit 3.520 Opfern forderten bei zivilen Seeunfällen höhere Anzahlen an Opfern.
Die Fähre wurde 1989/90 bei der Neuen Germersheimer Schiffswerft erbaut. 1990 wurde sie als „Sangomar“ in Dienst gestellt und später in „Le Joola“ umbenannt. Sie war eigentlich nur für die Binnenschifffahrt bis 50 Seemeilen vor der Küste vorgesehen. Das Schiff war 79,5 Meter lang, 12,5 Meter breit bei 3,1 Metern Tiefgang und einer Tragfähigkeit von 500 Tonnen. Sie war für 536 Passagiere, 35 Fahrzeuge und 250 Tonnen Fracht ausgelegt.
Am 26.9.2002 geriet die Fähre vormittags gegen 23 Uhr vor der Küste Gambias in einen Sturm und kenterte in weniger als fünf Minuten. An Bord waren mindestens 1,863 Fahrgäste, darunter 185 Menschen, die in Carabane, einer Insel ohne
Anlegen ohne Anleger
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eigentlichen Anleger, an Bord genommen worden waren. 1034 Fahrgäste hatten Tickets, Kinder unter fünf Jahren brauchten ohnehin keine, andere waren ohne Ticket an Bord. Nach dem Kentern des Schiffes brauchten Rettungsteams bis zum folgenden Morgen, um vor Ort einzutreffen.
Fischer hatten bis dahin schon einige Schiffbrüchige geborgen. Insgesamt wurden nur 64 Menschen lebend gerettet. Viele weitere waren in dem kieloben treibenden Rumpf eingeschlossen und schrien um Hilfe, bis das Schiff gegen 14.15 Uhr, über 20 Stunden nach dem Kentern, endgültig versank.
Zum Zeitpunkt des Unglückes befanden sich viele Studenten aus der Casamance an Bord, die zum Semesterbeginn nach Dakar wollten. Der Untergang führte zu einer politischen Krise in Senegal und zur Entlassung der Regierung durch Präsident Abdoulaye Wade. Erst drei Jahre später, am 11.11. 2005, wurde mit der „Willis“ erneut eine reguläre Schiffsverbindung zwischen Dakar und der Casamance in Betrieb genommen.
Neben der grob fahrlässigen Überladung und dem schweren Sturm trug zum Untergang bei, dass die „Le Joola“ auf einer Route unterwegs war, für die sie nicht gebaut war. Der Deutschen Schiffswerft Germersheim GmbH wurde kein Vorwurf gemacht: Die „Le Joola“ entsprach dem damaligen Sicherheitsstandard. Als Hauptgrund für die Katastrophe nannten die französischen Experten bei einer Untersuchung die schlechte Wartung des Schiffes durch den senegalesischen Staat.
Am 12.9.2008 erließ der französische Richter Jean-Noël Wilfrid internationale Haftbefehle gegen neun ranghohe senegalesische Amtsträger, darunter die ehemalige Premierministerin Mame Madior Boye, den Ex-Minister der Streitkräfte, den Ex-Minister für Verkehr sowie hohe Armee- und Marineangehörige, wegen mutmaßlicher Mitverantwortung für das Unglück. In Bassori (Gambia) wurde später eine offizielle Begräbnis-Stätte für die Opfer des Untergangs der Fähre eingerichtet.
Am 28.9.2002 untersuchte der Umweltaktivist Haïdar El Ali mit einem Taucherteam die Untergangsstelle und entdeckte unzählige tote. 300 Körper wurden aus dem Wrack geholt, weitere 100 fanden die Taucher in der Umgebung. Insgesamt wurden 551 Opfer desUnglücks geborgen, von denen 93 identifiziert werden konnten. Der Rest wurde in Kabadiou, Kantene, Mbao und an der Küste Gambias bestattet.
Quelle:Tim Schwabedissen




Wrack der Fähre&xnbsp;"Amadeo 1"
(Bild: Resolve Marine)   Großbild klick!

Chilenische Fähre „Amadeo 1“ nach Bergung versenkt
(22.09.15) Am 21.9. wurde das Wrack der chilenischen Fähre&xnbsp;"Amadeo 1", 9737 BRZ (IMO-Nr.: 7427752), rund 70 Kilometers vor Diego de Almagro Island versenkt, nachdem die Versicherung sie zum Totalverlust erklärt hatte. Ein Verschleppen zu einem Abwracker wäre zu riskant gewesen, deshalb wurde entschieden, das Schiff auf über 2700 Metern Wassertiefe nordöstlich von Puerto Natales auf den Meeresgrund zu legen. Die vorangegangene Bergungsaktion bei Paso Kirke, 50 Kilometer südlich von Puerto Natales, war einzigartig in der chilenischen Geschichte gewesen.
Wrack der Fähre&xnbsp;"Amadeo 1"
(Bild: Resolve Marine)   Großbild klick!
Die Fähre der Naviera Magallanes, die zwischen Puerto Natales und Puerto Montt verkehrte, war am 18.8.2014 mit 17 Fahrgästen und einer 28-köpfigen Crew auf der Fahrt von Puerto Natales nach Puerto Montt gegen 10 Uhr auf eine Insel bei Merion gelaufen und hatte an Steuerbordseite einen Riss davon getragen. Es begann, sich durch den Wassereinbruch immer weiter überzulegen und wurde deshalb auf Grund gesetzt.
Zunächst wurden 10 Mann der Crew und die Fahrgäste von dem Rettungsboot Ayohara”, das durch das Department of Maritime Search and Rescue aus Üiertp Nataleson zum Havaristen beordert worden war, evakuiert. Der Kapitän blieb mit 13 Mann noch an Bord, um zu versuchen, das Schiff zu retten.
Durch das MRCC Punta Arenas und die chilenische Marine wurden das Patroullienboot „Sibbald“, das einen Container mit Ölbekämpfungsgerät an Bord hatte, sowie vier weitere Schiffe in Marsch gesetzt. Es gelang unterdessen nicht, den schweren Wassereinbruch unter Kontrolle zu bekommen. Die Fähre legte sich gegen Abend schließlich an die 70 Grad nach Steuerbord über und sackte nach achtern weg, bis der Bug sich aus dem Wasser hob und nur noch Teile der Backbordseite und der Aufbauten sichtbar blieben. Die Schiffbrüchigen wurden zu den anderen Besatzungsmitgliedern nach Puerto Natales gebracht.
Am 21.8. begann das Einsammeln von 55 der insgesamt 206 geladenen Kühe, die sich nach dem Schiffbruch schwimmend an den Strand der Insel Diego Portales in der Aguada-Bucht hatten rennen können. Tot im Wasser treibende Tiere wurden von kleineren Booten eingesammelt. Marineangehörige bargen im Wasser treibende Grasballen, die von Bord der Fähre gerutscht waren, um damit die überlebenden Rinder zu füttern. Am 22.8. um 17 Uhr erreichten die Tiere den Hafen Puerto Bories an Bord des Transporters „Metalqui“, wo sie auf die Ranch des Farmers Eladio Saldivia gebracht und von Veterinären der SAG untersucht wurden, die ihnen einen sehr guten Zustand bescheinigten. Die Rinder wurden in der Ultima Esperanza Provinz dann wieder aufgepäppelt.
Ein Team der Firma Litoral aus Valparaiso begann mit der Bekämpfung möglicher Ölverschmutzungen vor Ort. Patroullienboote aus Puerto Natales und Punta sowie rund 100 Einsatzkräfte waren zusätzlich vor Ort. Die 120 Tonnen IFO-180, und 89 Kubikmeter Dieselöl befanden sich noch im Wrack, dazu 40 Tonnen Tiefkühllachs für den Export durch die Firma Mainstream, 10.500 Kilo Lachs-Silage der Vergara Sofia Lake Fish Culture und 10,550 Kilo frischer Lachs aus Paso Vattuone. Die Schäden an der Fracht wurden auf rund zwei Millionen Dollar geschätzt.
Am 19.8. wurden die Fähre „Evangelistas“, 9.951 BRZ (IMO-Nr.: 7627962), die als Admiral Atlantic der K/S A/S Admiral Shipping Services, Oslo, 1977 auch auf der Route Great Yarmouth - Bremerhaven - Hamburg – Antwerpen eingesetzt wurde, von Navimag nach Puerto Natales geschickt, um die „Amadeo 1“ zu ersetzen. Die Bergungsfirmen Smit und Ultratug wurden damit beauftragt das Öl aus dem Wrack abpumpen. Später erhielt die Resolve Marine den Kontrakt zur Bergung des Wracks, brachte es nach rund einem Jahr rostig und algenbewachsen zurück an die Wasseroberfläche und schleppte aus der kleinen Naturbucht von Caleta Aguada. Die Aktion kostete über 35 Millionen Dollar. Beteiligt waren über 80 Personen, davon die Hälfte Chilenen.
Bei der „Amadeo 1“ handelte es sich um die vormalige „Seaspeed Dana“, die 1976 von der Trosvik Verksted A/S in Brevik erbaut wurde. Im Mai 1976 wurde sie an die Seaspeed Ferry Co Ltd (Morland Navigation London), in Piräus abgeliefert und 1977 an die Fred Olsen Seaspeed Ferries verchartert, die sie auf der Route Felixstowe - Rotterdam - Beirut - Tartus - Damma – Jeddah einsetzte. 1978 wurde sie registriert für die Seaspeed Ferries International Ltd, Monrovia.
Von 1979 bis 1982 lief sie in Charter derl Roto Line auf der Linie Felixstowe - Zeebrugge - Wallhamn. 1981 wurde sie an die Kara Shipping Co Ltd, Valletta verkauft und in „Dana” umbeannt an die Tor Line verchartert. Vom 24.6. bis 30.8.1982 lief sie für die North Sea Ferries B.V. in Rozenburg zwischen Rotterdam und Hull. Im selben Jahr erwarb sie die Stena Line Ab, Göteborg, in beschädigtem Zustand und taufte sie in „Mariner“ um. Am 29.12.1982 wurde sie von Wallham zur Reparatur nach Drammen geschleppt und seit 1983 als „Stena Mariner“ im Management der schwedischen Caledonian Marine Management Ltd. in der Karibik eingesetzt.
1985 wurde sie ins Register der Stena Caribbean Line Ltd, Georgetown, Cayman Island, überführt. Im November 1990 erfolgte die Übertragung an die Stena Mediterranen Ltd, Valletta, Malta, für die sie in eine Charter der Cotunav, Tunesien, unter dem Namen „Salah L“ ging. Im November 1993 begann eine Charter für die griechischen Olympic Ferries, als „Senator“, im September 1994 wurde sie wieder zur „Stena Mariner“, um am 18.4.1995 an die Exxtor Ferries Ltd, Nassau, Bahamas, verkauft zu werden, die sie als „Excalibur“ auf die Route Immingham – Rotterdam brachte.
Im Juli 1997 erwarb sie die Kaliningrad Key Kine Ltd, Valletta, Malta. Sie wurde im estnischen Schifffahrtsregister als „Calibur“ eingetragen und im September auf der Route Køge - Abenraa – Kaliningrad in Fahrt gebracht. Im Juni 1998 ging sie an die V Ships Inc., Monte Carlo. Vom 21. November bis Dezember 2000 lief sie in Charter der Helsingborg-Lübeck Line Ab zwischen Helsingborg und Lübeck. Im März 2001 wechselte sie auf die Linie Århus - Moss. Im Mai begann in Charter der tunesischen Cotunav ein Einsatz zwischen Tunis, Italien und Frankreich.
Von Oktober bis November 2002 kam sie in Charter der DFDS Tor Line auf der Linie Kiel – Riga zum Einsatz, gefolgt von einer Charter für die Color Line AS in Oslo, die sie vom 26.8.2003 bis 23.6.2003 auf der Linie Kristiansand – Hirtshals einbrachte. Im September begann eine Charter durch Ferryways, die sie auf der Route Oostende – Killingholme einsetzte. Nach einem Maschinenschaden im Juli 2005 wurde sie nach Ostende geschleppt und am 28.7. weiter in die Türkei zur Reparatur.
Am 28.1.2006 kehrte sie nach Ostende zurück, im Juli 2006 gingen Ferryways in Konkurs.Im September 2007 startete eine Charter durch P&O, England, mit Einsatz auf den Routen Tilbury – Zeebrugge und Hull – Zeebrugge. Vom Juli 2008 bis zum 15.9. verkehrte sie für die Mann Lines zwischen Killingholme und St. Petersburg.
Seit dem 19.6.2008 wurde sie für die Emroll Lines, Antwerpen, im Verkehr Hamburg - Immingham - Antwerpen - Piräus - Alexandria - Limassol - Beirut - Tripolis - Lattakia - Mersin/ Iskerdun eingesetzt, ehe sie 2008 an die Ocengas International SA, Panama ging, die sie als „Amadeo 1“ auf der Route Puerto Natales –Puerto Montt in Fahrt brachte.
Das Schiff war 126,35 Meter lang, 19,44 Meter breit, hatte 6,57 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 5.675 Tonnen. Es vermag 12 Passagiere zu transportieren und verfügt über 1.322 Spurmeter Stellfläche.
Auch die beiden Schwesterschiffe der ehemaligen „Seaspeed Dana“ verunglückten in der Vergangenheit: Die „Seaspeed Dima“ (IMO-Nr.: 7522019) sank als „Amira“ am 15.1.1987 auf der Reise Marseille - Alexandria nach Wassereinbruch auf Position 38.47 N 05.14 O. Die „Seaspeed Dora“ (IMO-Nr.: 7427764) kenterte am 1.6.1977 in Jeddah und wurde zum Totalverlust erklärt. Nach der Reparatur bei Eriksbergs in Göteborg kam sie aber als „Inger Express“ wieder in Fahrt und endete erst 2011 auf dem Strand von Aliaga.
Quelle:Tim Schwabedissen




Schlepper brannte vor Thousand Islands
(22.09.15) Der indonesische Schlepper “Mitra Anugerah 10”, 257 BRZ (IMO-Nr.: 8745498) geriet am 21.9. gegen 14 Uhr beim Verholen einer mit Sand beladenen Barge im Gebiet der Thousand Islands nahe Pulau Bokor, nördlich von Jakarta, in Brand. Das Feuer entstand im Maschinenraum, und als es sich ausbreitete, nahm der Schlepper unkontrolliert Fahrt auf und lief mit sieben Knoten übers Meer.
Die Crew musste daraufhin die Schlepptrosse slippen, und die in der Java-See treibende Barge, die von Semangka Lampung nach Kalijapat unterwegs war, wurde erst in den Abendstunden von Einsatzkräften der Polizei wiedergefunden. Der Brand konnte gegen 22.45 Uhr von der achtköpfigen Crew mit Unterstützung der Feuerwehr unter Kontrolle gebracht werden.
Die „Mitra Anugerah 10” wurde 2009 erbaut und hat als Manager die Anugerah Wijaya Bersaudara Pt.
Quelle:Tim Schwabedissen




Ein Vermisster nach Frachteruntergang vor China
(22.09.15) Der chinesische Frachter „Heng Sheng 688“ (IMO-Nr.: 2380604) sank auf der Reede von Guishan in Guangzhou, am 11.9. nach einer Kollision. Ein Crewmitglied wurde nach dem Untergang vermisst. Das Wrack ragte noch mit dem Ruderhaus aus dem Wasser. Wegen austretenden Öls wurden Ölsperren ausgebracht, bevor das Schiff gehoben werden konnte.
Quelle:Tim Schwabedissen




Trawler in sechs Meter hohen Wellen aufgegeben
(22.09.15) Der kanadische Trawler “Atlantic Charger” (MMSI-Nr.: 316303000) erlitt am 20.9. gegen 13.30 Uhr Wassereinbruch 75 Meilen nordöstlich von Resolution Island unweit der Frobisher Bay in Nunavut. Die neunköpfige Crew musste bei 90 Meilen Windgeschwindigkeit in eine Rettungsinsel gehen, während ihr Schiff halb gesunken in der See davontrieb, und eine große Rettungsaktion lief an.
Der Eisbrecher „Des Groseilliers“, 6098 BRZ (IMO-Nr.: 8006385), wurde gegen 16 Uhr zur Unglücksstelle dirigiert, mehrere Cormorant-Helikopter und zwei Suchflugzeuge stiegen auf. Eine Aurora der Luftwaffe lokalisierte die Insel gegen 17 Uhr vor Baffin Island. Die Hercules warf dann ein Funkgerät und andere Versorgungsgüter ab und kreiste über der Insel, bis die Fischer in sechs Meter hohen Wellen, Schneefall und einer Temperatur von einem Grad Celsius vom dänischen Trawler „Paamiut“ (IMO-Nr.: 7045578), geborgen wurden. Sie waren unterkühlt, aber ansonsten wohlauf, und sollten ins 400 Kilometer entfernte Iqaluit gebracht werden.
Die 21 Meter lange und sechs Meter breite “Atlantic Charger” wurde von Brad Watkings in Cottlesville bereedert und 2012 in St. John's registriert. Der Entwurf stammte von der TriNav Marine Design, der Bau des 2,5 Millioen Dollar teuren Schiffes erfolgte bei der Val Cull of Northern Boat Building and Repair in Port Saunders. Es wurde im Garnelenfang vor Neufundland und Labrador eingesetzt.
Quelle:Tim Schwabedissen




Die letzten drei Vermissten explodierten Kutters vor Vietnam gefunden
(22.09.15) Am 22.9. um 8.30 Uhr wurden die Leichen zweier Seeleute nahe Con Dao Island geborgen, bei denen es sich um die letzten der insgesamt 15 vermissten Männer der „BV 97799 TS“ handelte, die 75 Meilen vor Vung Tau an der Küste der Ba Ria-Vung Tau Provinz in Südvietnam am 16.9. nach der Explosion einer Gasflasche gesunken war.
Alle 18 Mann landeten im Wasser und 15 von ihnen kamen ums Leben, nur drei wurden von Fischern am folgenden Tag lebend gerettet. Sie hatten sich nach dem Versinken des 40 Meter langen Schiffes an einem Fangnetz festgeklammert.
Quelle:Tim Schwabedissen




Feuer in Nieuwegein schnell gelöscht
(22.09.15) Am 17.9. brach auf einer Tjalk an der Prins Clausstraat in Nieuwegein um 14.45 Uhr ein Feuer aus. Die Feuerwehr hatte den Brand schnell unter Kontrolle. Die Ursache des Feuers war noch unbekannt.
Quelle:Tim Schwabedissen




Fähre vor Flesnes auf Grund gelaufen
(22.09.15) Die norwegische Fähre "Røsund", 1010 BRZ (IMO-Nr.: 7601669), die zwischen Refsnes und Flensnes verkehrt, erlitt am 22.9. um 8.30 Uhr beim Ansteuern von Flesnes im Kvæfjord Maschinenausfall und wurde manövrierunfähig. 200 Meterr vom Fähranleger entfernt trieb das Schiff auf die Hafenmole, wo sie im flachen Wasser sitzen blieb.
Die Passagiere konnten sich zwar ohne Probleme auf die Steine der nahen Mole retten, ihre Autos mussten sie zurücklassen. , Die Fähre hatte erst am 6.9. die "Hålogaland" auf der Route ersetzt, die einen planmäßigen Werftaufenthalt bei Hamek in Harstad hatte.
Quelle:Tim Schwabedissen




Sinkende Fähre kappte Internet-Verbindung von Vevelstad
(22.09.15) Der Untergang der norwegischen Fähre "Godfjord", 638 BRZ (IMO-Nr.:8615277), bei Kalvhillodden&xnbsp;ließ die Gemeinde von Vevelstad mit ihren 512 Einwohnern ohne Internet. Das Fiberglaskabel der Telenor verläuft genau dort, wo das Schiff auf Grund gesetzt wurde, und wurde dabei offenbar zerstört. Telenor begann Arbeiten an der Unglücksstelle, doch dürfte es mehrere Tage dauern, bis die virtuelle Anbindung an die Welt wieder funktioniert. 188 Breitbandnutzer in Vevelstad waren betroffen.
Am 22.9. zeichnete sich ab, dass das Kabel komplett ersetzt werden musste, um wieder eine Verbindung herzustellen. Es wurde umgehend ein Ersatzkabel bestellt, doch bis es einsatzbereit ist, werden mehrere Tage vergehen. Die Torghatten Trafikkselskap konnte unterdessen noch nicht sagen, wann das Wrack der “Godfjord” samt der noch an Deck stehenden Autos geborgen werden kann.
Quelle:Tim Schwabedissen




Fähre “Godfjord"
(Bild: Jan Almaas)   Großbild klick!

Unglücksfähre erneut havariert
(21.09.15) Die norwegische Fähre “Godfjord", 638 BRZ (IMO-Nr.: 8615277), lief am Morgen des 21.9. bei Stokkasjøen in der Vevelstad-Geeinde in Helgeland mit vier Passagieren und einer fünfköpfigen Crew an Bord auf Grund. Das Schiff war um 6.15 Uhr aus Stokkasjøen ausgelaufen und rammte fünf Minuten später mit großer Wucht die Felsen bei Kalvhillodden. Sie wurde an Backbordseite aufgerissen, erlitt sofort schweren Wassereinbruch und legte sich zum Land hin auf die Seite.
Die Tjøtta-Forvik-Fähre, ein Sea King-Helikopter aus Bodø and und ein Ambulanz-Helikopter aus Brønnøysund kamen zu Hilfe. Die Passagiere wurden mit Rettungswesten versorgt und abgeborgen. Sie wurden zurück nach Stokkasjøen gebracht. Das Rettungsboot "Uni Helgeland" kam mit einem Polizisten und zwei Feuerwehrleuten zur Unglücksstelle. Ölsperren wurden ausgelegt. Die Havarie wurde wohl durch einen Fehler im Kontrollsystem verursacht, durch den die Fähre vom Kurs abkam.
Sie war bereits am 1.2. nahe Fährkais in Forvik in Vevelstad wegen eines technischen Versagens auf Grund gelaufen. Die sieben Fahrgäste blieben unversehrt. Am 31.1. hatten Abfahrten wegen technischer Probleme abgesagt werden müssen. Am 7.7.2014 kollidierte sie von Tjøttaran kommend mit dem Anleger in Forvik in Vevelstad. Sechs Passagiere wurden verletzt.
Nach mehreren Versuchen, freizukommen, kam es zu einer weiteren Kollision, die erhebliche Schäden verursachte. Die Reparatur erfolgte beim Slipen Mekaniske in Sandnessjøen, Am 3.7. kollidierte die "Godfjord" mit dem Kai in Mindlandet und erlitt Schäden am Schanzkleid.
Quelle:Tim Schwabedissen




Bulkcarrier “Victoria” sitzt fest
(Bild: Kustbevakningen)   Großbild klick!

Frachter im Kattegat auf Grund gelaufen
(21.09.15) Der liberianische Bulkcarrier “Victoria”, 27792 BRZ (IMO-Nr.: 9129029), lief am 19.9. um 23.50 Uhr 15 Meilen westlich von Varberg im Kattegat auf Grund. Das Schiff war am 18.9. um 23.30 Uhr mit einer Ladung Weizen nach Conakry ausgelaufen und kam bei Fladen fest. Es hatte 1,000 Tonnen Schweröl und 200 Tonnen Diesel in fünf Tanks gebunkert. Die schwedische Küstenwache schickte die "KBV 001", "KBV 312" und "KBV 316" zur Unglücksstelle.
Am 20.9. wurde auch die "KBV 034" mit Ölbekämpfungsgerät in Marsch gesetzt. Ein Überwachungsflugzeug fand keine Spuren auslaufenden Öls. Am Nachmittag untersuchten Taucher der Coast Guard den Rumpf und fanden eine drei Meter lange Einbeulung am Schiffsboden vor. Die Polizei ging an Bord und vernahm die Crew.
Alkoholtests verliefen negative. Am Morgen des 21.0. waren die "KBV 001" und das schwedische Taucherschiff "Frog Cyngus", 350 BRZ (MMSI-Nr.: 265644320), vor Ort.
Der Frachter ist 182,52 Meter lang, 32 Meter breit, hat 11,6 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 46931 Tonnen. Er läuft für die Venturi Fleet Management SA in Piräus und wird von der Lasting Asset Ltd. in Hongkong bereedert. Das Schiff wurde 1997 von der STX Offshore & Shipbuilding Co. Ltd. In Gyeongsangnam-Do als “Pretty Flourish” erbaut. Von 2009 bis 2014 lief es als “Sam Dragon”.
Quelle:Tim Schwabedissen




Notankerung im Bosporus
(21.09.15) Der dominikanische Frachter “Ela S”, 1559 BRZ (IMO-Nr.: 8409654) musste während des Transis des Bosporus am Nachmittag des 20.9., vor Büyükdere aus unbekannter Ursache notankern. Der Frachter war unterwegs von Kherson nach Marmara. Vermutlich hatte er Maschinenschaden erlitten.
Quelle:Tim Schwabedissen




Motorboot brennt ab
(Bild: USCG Heartland)   Großbild klick!

Familie von brennendem Boot vor Galveston gerettet
(21.09.15) am 19.9. um 18.30 Uhr geriet ein Motorboot nahe der Südmole von Galveston on Brand. Fischer aus Texas sahen Flammen emporschießen und alarmierten die Coastguard Houston-Galveston , und von der Station Galveston liefen zwei Boote aus, die eine Viertelstunde später vor Ort waren und die vier Insassen retteten.
Der sechsjährige Junge, der sich nebst Eltern und Großvater an Bord befunden hatte, war zuvor von den Fischern bereits an Bord genommen worden. Das Boot brannte bis zur Wasserlinie nieder und sank dann außerhalb des Fahrwassers.
Quelle:Tim Schwabedissen




In der Böschung sitzender Frachter blockierte Nord-Ostsee-Kanal
(21.09.15) Am 19.9. um 20.45 Uhr erlitt der zyprische Frachter "Ultramar", 2820 BRZ (IMO-Nr.: 9167320), auf der Fahrt von Södertalje, wo er am 15.9. ausgelaufen war, nach Bremen, Ruderausfall beim Transit des Nord-Ostsee-Kanals und kam nach Backbord vom Kurs ab. Mit erheblicher Wucht lief das Schiff zwischen Nübbel und Breiholz bei Kanalkilometer 53,5 in die Südböschung.
Der Kanal musste danach für den Schiffsverkehr gesperrt werden, da das Schiff mit dem Achterschiff ins Fahrwasser hinein ragte. Die zufällig in der Nähe befindlichen Schlepper „NOK 1“ und „Flemhude“ wurden zu dem Havaristen geschickt, während sich hinter ihm acht Schiffe aufstauten und teilweise im Fahrwasser auf Position gehalten werden mussten.
Gegen Mitternacht gelang es, den Havaristen aus der Böschung zu ziehen. Er wurde dann von der „NOK 1“ und später verstärkt von dem Schlepper „Wolf“ nach Brunsbüttel gebracht und machte dort am Südkai zu den notwendigen Untersuchungen fest. Am 20.9. um 23.30 Uhr war er wieder los und setzte die Fahrt nach Bremen fort, wo er am 21.9. um 10.40 Uhr im Neustädter Hafen an Schuppen 22 festmachte.
Quelle:Tim Schwabedissen




Heftiger Rumpfschaden
(Bild: Kantonspolizei Zuerich)   Großbild klick!

Kollision vor Romanshorn
(21.09.15) Am 19.9. kollidierte die Segelyacht eines 54-jährigen Skippers um 13.45 Uhr auf dem Bodensee mit einem Fahrgastschiff, als sie in Richtung Romanshorn unterwegs war. An Bord waren auch zwei Frauen im Alter von 49 und 57 Jahren. Mehrere hundert Meter vor der Hafeneinfahrt kam es zur Kollision mit dem auslaufenden Fahrgastschiff. Es war auf Leerfahrt und hatte nur drei Crewmitglieder an Bord.
Verletzt wurde niemand. Ein Patrouillenboot der Seepolizei Thurgau kam nicht mehr zum Einsatz, da die Segelyacht trotz erheblicher Schäden selbstständig in den Hafen zurückkehren konnte. Die Ursache der Havarie wurde durch die Kantonspolizei Thurgau sowie die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle SUST untersucht. Alkohol war nicht i Spiel.
Quelle:Tim Schwabedissen




Skipper verlor vor Barhöft Orientierung
(21.09.15) Am Nachmittag des 16.9. lief vor Barhöft eine Segelyacht auf Grund. Bei einsetzendem starken Regen und schlechter Sicht schätzte der 55-jährige Skipper die Tonnenlage falsch ein. An der Bock-Reede treffen die Fahrwasser der Barhöfter Rinne, der Vierendehlrinne, der Barther Zufahrt und der Ansteuerung Barhöft aufeinander. Die Yacht kam aus dem Fahrwasser ab und geriet kurz darauf auf Grund. Aus eigener Kraft kam sie nicht wieder frei.
Das Seenotrettungsboot "Hertha Jeep" der DGzRS aus Stralsund schleppte sie vom Grund und brachte sie in den Hafen Barhöft. Da es sich um eine Charteryacht handelte, durfte diese erst nach Bescheinigung der Verkehrssicherheit wieder eingesetzt werden.. Durch die Wasserschutzpolizei Stralsund wurde neben der Unfallmeldung auch eine Ordnungswidrigkeitsanzeige gegen den Bootsführer gefertigt.
Quelle:Tim Schwabedissen




Kollision beim Stapellauf
(21.09.15) Nicht ganz nach Plan verlief der Stapellauf des holländischen Frachters "Arklow Vale", 2999 BRZ (IMO-Nr.: 9772527),&xnbsp;der unter der Baunummer 721 am 18.9. bei der Royal Bodewes in Hoogezand&xnbsp;im Auftrag der&xnbsp;Arklow Shipping Nederland B.V. in Rotterdam zu Wasser ging. Bei dem Querstapellauf schlug er mit dem Backbordbug gegen die Betonmauer des gegenüberliegenden Kais und wurde dabei ebenso wie dieser beschädigt.&xnbsp;
Der am Bug eingesetzte Schlepper "Desperado" (MMSI-Nr.: 244750142) vermochte den Aufprall nicht abzufangen, er wurde ebenfalls gegen die Kaimauer gezogen. Der Heckschlepper „Waterpoort“ des Wagenborg Sleepdienst in Delfzijl blieb unbeeinträchtigt.
Quelle:Tim Schwabedissen




Noch vier Vermisste vor Taipei
(21.09.15) Nach dem Untergang des 48-Tonnen-Kutters “Shih Hui No. 31” am 18.9. wurden noch vier Mann vermisst. Die Leichen des taiwanesischen Skippers, dreier Chinesen und eines Indonesiers wurden geborgen, drei weitere Indonesier und ein Chinese wurden noch vermisst. Der Kutter „Jinreyi No. 36” hatte vor Kuwei einen Toten gefunden, der in den Jenbin-Fischereihafen in Keelung gebracht wurde.
Taucher bargen vier Mann, darunter den 66-jährigen Kapitän. Der Frachterreeder U-Ming Marine Transport Corp. in Taiwan, der Eigner der “Shih Hui No. 31”, das Keelung City Government, China Marine Surveyors und die Sworn Measurers’ Corp, die Coast Guard, die Shipowners Mutual Protection Association, die Tahan Shipping Co und die Keelung Area Fishermen’s Association wollten sich gemeinsam bemühen, das Wrack des gekenterten Kutters zur Untersuchung nach Taipei zu schleppen.
Derweil wurden der 2. Offizier und ein philippinisches Crewmitglied der "Asia Cement No. 2" am 19.9. verhört und dann gegen Kaution entlassen,
Quelle:Tim Schwabedissen




Siebenköpfige Frachtercrew nach Untergang noch nicht gerettet
(21.09.15) das Kümo “Livina” sank am 17.9. in der in Java-See rund 35 Meilen südlich von Makassar in Süd-Sulawesi in schwerer See. Die siebenköpfige Crew ging in eine Rettungsinsel, wurde aber noch nicht geborgen. Die Rettungsaktion wurde von dem Sturm behindert. Der Frachter war mit Zement und anderer Fracht unterwegs von Makassar zur Insel Sumbawa.
Quelle:Tim Schwabedissen




Motorboot vor Villerville gesunken
(21.09.15) Am 20.9. wurde das CROSS Jobourg um 8:07 von der Crew des 11 Meter langen belgischen Motorboots “Jelly 2” alarmiert, das vor Villerville am Ausgang des Schifffahrtsweges nach Rouen im Sinken begriffen war. Die zweiköpfige Crew wurde von dem französischen Sportboot „Dolcevita“ gerettet. Das CROSS schickte das Rettungsboot „Notre Dame” der SNSM-Station Honfleur, das die beiden Schiffbrüchigen mit trockener Kleidung versorgte. Die “Dolcevita” setzte sie am frühen Nachmittag in Ouistreham an Land. Das Rettungsboot sammelte noch aufgeschwommenes Treibgut ein.
Quelle:Tim Schwabedissen




Luxusyacht von SSC-Neapel-Präsident ging in Flammen auf
(21.09.15) Die 32 Meter lange Motoryacht “Angra” von Aurelio de Laurentiis, Präsident des SSC Neapel und Filmproduzent, ging am Nachmittag des 20.9. gegen 18 Uhr vor Posillipo in Flammen auf. Der Skipper war gerade unterwegs, um im San Paolo-Stadion das Spiel Neapel-Lazio Rom anzuschauen, als das Feuer durch einen Kurzschluss ausbrach. Ein 'Tornado'-Boot rettete die Bootsfahrer und brachte sie an Land.
An Bord waren 12 Personen, neben Aurelio De Laurentiis seiner Frau Jacqueline, seinem Sohn Louis und dessen Freundin Brooke auch die vierjährige Tochter Isabelle, ein Neffe, zwei Freunde und eine vierköpfige Crew. Alle flüchteten in eine Rettungsinsel und wurden unversehrt nach Mergellina gebracht, doch das Boot wurde zerstört.
Um 19.50 Uhr hatte die Feuerwehr mit zwei Booten die Flammen größtenteils gelöscht. Das Wack wurde vom Patroullienboot „CP 890“ eskortiert am Haken des Schleppers "Guarracino" in den Hafen von Neapel gebracht. Die hölzerne Castagnola-Luxusyacht war 2006 auf der Werft Tigullio di Lavagna in Genua erbaut worden und verfügte über fünf Kabinen.
Quelle:Tim Schwabedissen




Kollision auf Plauer See
(21.09.15) In der Nacht zum 19.9. kollidierte ein Fahrgastschiff auf dem Plauer See beim Verholen an der Steganlage Fischerei Wendorf mit einer stillliegenden Motoryacht. Ursache für den Unfall war eine Windböe, die das Fahrgastschiff erfasste und mit dem Heck gegen die Yacht trieb. An beiden Fahrzeugen entstand ein Sachschaden in Höhe von circa 1000 Euro. Durch die Beamten der Wasserschutzpolizeistation Plau wurde der Schiffsunfall aufgenommen.
Quelle:Tim Schwabedissen




Wassereinbruch auf Sportboot bei Waren
(21.09.15) Am Nachmittag des 18.9. erlitt auf dem Eldenburger Kanal ein Sportboot Wasserbruch. Er wurde nach ersten Erkenntnissen durch einen technischen Defekt verursacht. Das Boot wurde vom Eigner mit einer Pumpe gelenzt und anschließend zum Firmensitz Yachtcharter Schulz geschleppt. Es kamen sowohl die Freiwillige Feuerwehr Waren als auch Beamte der Wasserschutzpolizeiinspektion Waren zum Einsatz.
Quelle:Tim Schwabedissen




Wrack deutschen U-Boots entdeckt
(21.09.15) Holländische Amateurtaucher haben im vergangenen Monat auf dem Grund der Nordsee das Wrack eines U-Boots entdeckt, bei dem es sich wohl um die im 1. Weltkrieg gesunkene „U 31“ handelte. Das Wrack war sehr gut erhalten. Es war erst ein Jahr alt, als es 1915 unterging.
Quelle:Tim Schwabedissen




Badeschiff in Antwerpen gesunken
(21.09.15) Am 18.8. sank das Badeschiff von V-Zit in Antwerpen am Kattendijkdock. Nur noch die einstige Fähre “Antoon Van Dijck”, die als Restaurant diente, lag noch dort, wo kurz zuvor sich Schwimmer tummelten. Von der Terrasse ragte noch das weiße Dach aus dem Wasser. Taucher konnten bislang die Unglücksursache nicht feststellen.
Das Badeschiff mit großem Swimmingpool hatte plötzlich wegzusacken begonnen, die Feuerwehr konnte nichts mehr ausrichten. Der Rest der Anlage brach ab und blieb schwimmfähig. Noch am Vorabend hatte es eine Fotosession mit den Antwerp Giants gegeben.
Quelle:Tim Schwabedissen




Costa Concordia-Plattformen abgeräumt
(21.09.15) Am 19.9. wurde die letzte der sechs Plattformen, die den künstlichen Boden, auf dem das Kreuzfahrtschiff „Costa Concordia“ aufgerichtet worden ist, vor Giglio aus dem Meer gehoben und mit einem Schwimmkran abtransportiert. Die Plattformen hatten zusammen mit 24000 Tonnen Zement in Säcken das Fundament gebildet, auf dem das Wrack dann abgedichtet und abtransportiert wurde.
Die Plattformen wogen bis zu 1000 Tonnen, waren 32 Meter lang und 22 Meter hoch. Im Dezember hatte die Räumung der Einrichtungen begonnen, in den vergangenen Monaten wurden 19000 Tonnen Zementsäcke entfernt. Die Arbeiten zur Wiederherstellung des Meeresbodens werden bis 2016 andauern.
Quelle:Tim Schwabedissen




Kutter nach Brand gesunken
(21.09.15) In Cook's Harbour geriet am Abend des 18.8. der 65 Fuß lange Kutter “Sylvia Lyn II” in Brand und sank trotz der mehrstündigen Bemühungen der Feuerwehren von St. Anthony und Cook's Harbour, ihn zu retten. Die Canadian Coast Guard Environmental Response Unit war ebenfalls vor Ort.
Quelle:Tim Schwabedissen




Frachter "Rix Crystal" liegt quer vor dem Brückenpfeiler
(Bild: Claus Wilhelmsen)   Großbild klick!

Vordingborg: Frachter breitseits gegen Brücke getrieben
(19.09.15) Am 18.9. um 15.15 Uhr wurde der lettische Frachter "Rix Crystal", 2478 BRZ (IMO-Nr.: 9050125), der von Kopenhagen nach Vejle mit einer Ladung Stein und Kies unterwegs war, vor der Storstrøms-Brücke im Madnedsund bei einem Wendemanöver während des Anlegens in Vordingborg von starker Strömung erfasst. Das Schiff wurde breitseits gegen zwei Brückenpfeiler getrieben.
Die davor als Kollisionsschutz im Wasser stehenden Dalbengruppen wurden stark beschädigt, als das Schiff gegen den Bau gedrückt wurde. Die Brücke wurde sofort für Auto- und Zugverkehr gesperrt. Die DSB setzte Busse zwischen Vordingborg und Nykøbing ein. Nachdem erste Untersuchungen keine strukturellen Schäden an der Brücke zeigten, wurde sie teilweise wieder freigegeben.
Versuche, den Frachter von dem Bau wegzuziehen, scheiterten aber zunächst. Der eingesetzte kleine Schlepper war zu schwach. Am Abend wurde die stärkere "Fenja" (IMO-Nr.: 9192076), zu Hilfe gerufen. Gemeinsam gelang es beiden Schleppern, die „Rix Crystal“ am 19.9. gegen 13 Uhr von der Brücke wegzuziehen. Sie ging zunächst in der Nähe vor Anker, ehe sie in Vordingborg auf Schäden untersucht werden sollte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gekenterter Zementfrachter "Asia Cement No. 2" wird untersucht
(Bild: Taiwan Coastguard)   Großbild klick!

Wrack gekenterten Kutters hing mit Netzen in 70 Metern Tiefe fest
(19.09.15) Nach der Kollision des taiwanesischen Zementfrachters "Asia Cement No. 2", 8165 BRZ (IMO-Nr.: 8611439), mit dem Kutter "Shih Hui No. 31", 48 ts am 18.9. um 1.50 Uhr zwei Meilen nordwestlich des Fischereihafens von Chuwei in Nordwest-Taiwan wurde ein indonesisches Crewmitglied am 19.9. acht Kilometer vom Unfallort entfernt tot im Wasser entdeckt. An Bord waren der taiwanesische Skipper, vier Chinesen und vier Indonesier.
Der in Keelung beheimatete Kutter lag weiter kieloben im Wasser. Am Grund verhakte Netze machten es aber unmöglich für Taucher, weit in den Rumpf vorzudringen. Auch ein Abschleppen des Wracks wurde stundenlang verhindert. Die Netze hingen in 70 Metern Tiefe an Korallenriffen fest.
Sie wurden am Abend des 18.9. abgeschnitten, doch auch danach gelang es nicht, weitere Vermisste zu entdeckten. Die taiwanesische Coast Guard war mit sechs Booten vor Ort, die von sechs Kuttern unterstützt wurden. Die U-Ming Marine Transport Corp., die die „Asia Cement No. 2“ bereedert, beauftragte eine Bergungsfirma damit, ein Arbeitsschiff mit Tauchern in Marshc zu setzen.
Die „Asia Cement No. 2“ hatte in Hualien Ladung an Bord genommen und war nach Taichung unterwegs, als sich die Kollision ereignete. Sie lief am 18.8. nach Taipei ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutterbrand in Lauwersoog
(19.09.15) Am 19.9. um 8.30 Uhr wurde die Feuerwehr Zoutkamp alarmiert, weil auf dem holländischen Kutter "ZK 92 - Josiena Lisa",&xnbsp;81 BRZ (MMSI-Nr.: 244965000)&xnbsp;im Hafen von Lauwersoog ein Feuer ausgebrochen war. Die Löscharbeiten wurden unterstützt durch Boote der örtlichen KNRM-Station. Das Feuer im Heckbereich konnte so rasch gelöscht werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



33 Passagiere von gestrandetem Fahrgastschiff evakuiert
(19.09.15) Am 18.9. gegen 21 Uhr lief das schwedische Fahrgastschiff "Sandskär", 85 BRZ, kurz vor Rinneln in Obbola auf Grund. An Bord waren 32 Fahrgäste und drei Besatzungsmitglieder. Das Schiff war auf dem Weg nach Umeå.
Das MRCC Göteborg alarmierte, nachdem sich der Anmarsch des Rettungsbootes „MinLouis“ wegen eines Maschinenschadens verzögerte, die "KBV 201" und "KBV 409", die gemeinsam mit der Rettungsgesellschaft in Umeå eine Evakuierung durchführen sollten. Um 22 Uhr begann die "KBV 409", die Fahrgäste aufs Festland zu bringen. Das Schiff konnte später wieder freigeschleppt werden und steuerte mit eigener Kraft Umeå an.
Die „Sandskär“ hatte in der Vergangenheit als Restaurantschiff in Arvika gedient und war im Chartereinsatz zwischen Arvika und Göteborg tätig. Sie kann bis zu 75 Personen befördern. Das Schiff wurde 1960 auf der Sietas-Werft in Hamburg erbaut. Es ist 23 Meter lang und 5,3 Meter breit.
Quelle:Tim Schwabedissen



Segelyacht in Hummerfalle gefunden
(19.09.15) Die schwedische Küstenwache fand in den Gewässern von Boistö in Loviisa in einer Hummerfalle in 20 Metern Tiefe ein gesunkenes Segelboot. Am 11.9. hatte der Fischer Mikael Lindholm aus Ruotsinpyhtää die Falle vor Boistö kontrolliert. Sie war abgesunken und wurde nur von zwei Schwimmkörpern noch an der Wasseroberfläche gehalten. Er fand heraus, dass sich ein großes Objekt darin befand.
Die Turva Coastguard untersuchte dann die Falle, und am 17.9. konnte mit Sonar und einem ROV ein 35 Fuß langes Segelboot ausgemacht werden, wohl eine vor einigen Wochen in Tullbron gestohlene Maestro. Kurz vor dem Versinken der Hummerfalle hatte ein Fischerkollege ein Segelboot mit Schlagseite dort gesichtet, das später verschwunden war. Falle und Boot wurden inzwischen geborgen. Die Polizei in Ost-Uusimaa nahm Ermittlungen auf.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kollision in Hongkong
(19.09.15) Am Abend des 18.9. kollidierte die 32 Meter lange chinesische Fähre "Sea Spirit“ (MMSI-Nr.: 477005040) nach dem Ablegen von der Yung Shue Wan Fährpier auf Lamma Island auf der Fahrt nach Central Hongkong gegen 19 Uhr mit einer 50 Meter langen Barge vor p Green Island unweit von Kennedy Town.
Die 30 Passagiere blieben unversehrt, aber der Backbordbug wurde auf zwei Metern Länge eingedrückt. Die "Sea Spirit" lief zur Central Pier No. 4 weiter, wo der Schaden inspiziert wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Herausgerissene Klüse
(Bild: Polizei Bremen)   Großbild klick!

Klüse der „Maersk Newcastle“ zu schwach für starken Schlepper
(18.09.15) Auf dem unter Singapur-Flagge laufenden Containerfrachter "Maersk Newcastle", 26626&xnbsp;BRZ (IMO-Nr.: 9215878), brach am 16.9. gegen 13.45 Uhr während eines Drehmanövers vor der Stromkaje in Bremerhaven eine Klüse. Dadurch entstand dadurch ein großes Loch im Hauptdeck des 14 Jahre alten Schiffes. Es hatte zum Zeitpunkt des Unfalls von Hamburg kommend gerade eine Verbindung zu einem Schlepper hergestellt.
Als der Stahl aus dem Rumpf herausriss, wurde glücklicherweise niemand verletzt. Die herausgebrochene Klüse sowie Teile der Reling konnten anschließend wieder geborgen und an Bord des 210 Meter langen Schiffes gesichert werden. Die zuständige Schiffsicherheitsbehörde untersagte die Weiterfahrt des Schiffes.
Inzwischen wurde der Schaden wieder repariert, und es verließ Bremerhaven am 17.9. gegen Mittag mit Kurs St. Petersburg, wo es am 19.9. erwartet wurde. Die Ermittlungen durch Beamte der Wasserschutzpolizei der Polizei Bremen dauerten noch an.
Die “Maersk Newcastle” ist 210 Meter lang, 30,23 Meter breit, hat 11,52 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 33800 Tonnen. Sie läuft für die Bernhard Schulte Shipmanagement Co. Ltd. in Zypern und wurde 2001 von der Hyundai Heavy Industries Co., Ltd. in Ulsan als „Anne Schulte“ erbaut und kam als „P & O Nedlloyd Rose“ in Fahrt. Im selben Jahr wurde sie zur „P & O Nedlloyd Andes“, als die sie bis 2005 lief.
Quelle:Tim Schwabedissen




Ölsperre über dem Wrack
(Bild: Alaska Department of Environmental Conservation)   Großbild klick!

Alles Öl aus gesunkenem Schlepper ausgepumpt
(18.09.15) Alles Öl und sonstige umweltgefährdende Stoffe wurden aus dem Wrack des Schleppers „Challenger“ auf dem Grund des Gastineau Channel in Juneau entfernt. Die Coastguard hatte nach dem Untergang am 12.9. zunächst eine Ölsperre an der Untergangsstelle ausgelegt, der später durch Material der unter Vertrag genommenen Global Diving & Salvage und Southeast Alaska Lighterage ersetzt wurde.
Diese untersuchten inzwischen mit Tauchern das Schiffsinnnere, wobei jeder einzelne Raum inspiziert wurde. Geborgen wurden auch ein Propangastank, Farbeimer und mehrere Gallonen Schmieröl. Das Alaska Department of Environmental Conservation schätzte, dass sich insgesamt 250 Gallonen Diesel an Bord befunden hatten.
Alle Tanks wurden im Zuge der Inspektion geöffnet, und wenn sich darin Öl befand, wurde es mit einem Schlauch ausgepumpt. Der Oil Spill Liability Trust Fund finanzierte diese Arbeiten mit 50,000 Dollar. Derweil führte das hydrographische Forschungsschiff “Fairweather”, 1591 BRZ (IMO-Nr.: 6710920 ), der National Oceanic and Atmospheric Administration, das nach Arbeiten in Barrow in Juneau eingelaufen war, am 16.9. eine Untersuchung des Wracks mit Sonar durch. Die dabei gewonnenen Bilder wurden der Coast Guard als Teil von deren Untersuchung übergeben.
Die „Challenger” lag, wie die Scans zeigten, in 28 Fuß Tiefe an der Westseite des Fahrwassers gegenüber der Bootshäfen Harris und Aurora in Downtown Juneau. Bei Niedrigwasser ist mitunter die Mastspitze des Wracks zu sehen, das mit einer Boje markiert wurde. Der Eigner wurde von der Coast Guard aufgefordert, es zu räumen, doch gab es dafür keinen Zeitplan.
Quelle:Tim Schwabedissen




Schlepper “Buryatiya” aufgelaufen
(Bild: Igor Savitskiy)   Großbild klick!

Schlepper in Ochotsk aufgelaufen
(18.09.15) Der russische Schlepper “Buryatiya” strandete in der Nacht zum 17.9. an der Küste von Ochotsk im Distrikt von Chabarovsk an der Mündung des Ochotska-Flusses. Das Schiff kam breitseits auf dem Strand fest, wo es bei Niedrigwasser praktisch trocken fiel.
Quelle:Tim Schwabedissen




Rauch, aber kein Feuer auf Kreuzfahrtschiff
(18.09.15) Auf dem unter Panama-Flagge laufenden Kreuzfahrtschiff "Carnival Pride", 85920 BRZ (IMO-Nr.: 9223954), kam es am 18.9. um 1.15 Uhr zu einer Rauchentwicklung in einem Generatorenraum. Dadurch wurde das automatische Löschsystem ausgelöst. Überwachungskameras zeigten aber, dass es kein Feuer an dem Diesel gab.
Das Schiff erlitt auch keinen Maschinenausfall, und alle Systeme an Bord blieben funktionsfähig. Deshalb konnte die Reiseroute nach Half Moon Cay auf den Bahamas auch planmäßig fortgesetzt werden. Das Schiff war am 13.9. aus Baltimore auf eine einwöchige Fahrt ausgelaufen.
Quelle:Tim Schwabedissen




Schiff in Schleuse eingeklemmt
(18.09.15) Der Schiffsverkehr auf der Hoogeveensche Vaart kam zum Erliegen, nachdem das Arbeitsschiff „Heuvelmann“ aus Delfzijl in der Noordscheschutschleuse eingeklemmt wurde. Es war auf dem Weg nach Coevorden und wollte die Kammer verlassen, doch der Vorsteven steckte auf einmal zwischen den Schleusentoren fest.
Mehrere Versuche, wieder freizukommen, scheiterten, zumal die gerade sanierte Schleuse nicht beschädigt werden sollte. Der Plan war nun, die Noordscheschut Richtung Hoogeveen achteraus zu nehmen.
Quelle:Tim Schwabedissen




Irische Marine versenkte aufgegebene Ketsch deutschen Ehepaars nach 3000 Meilen Drift
(18.09.15) Die irische Marine versenkte ein Geisterschiff, das 3000 Meilen über den Atlantik getrieben war. Es handelte sich um die 25 Fuß lange Ketsch „Troll“, die der deutsche Segler Thomas Mallanut mit seiner Frau vor Bermuda im Dezember 2014 hatte aufgeben müssen, nachdem diese erkrankt war. Das Boot war erstmals am 17.8. vor der irischen Küste gesichtet worden, und der Eigner reiste eigens nach Cornwall, wo ihm Hilfe zur Lokalisierung des mehrere 10000 Euro werten Bootes angeboten worden war. Doch am 16.9. fand er heraus, dass die irische Marine inzwischen den Befehl erhalten hatte, die „Troll“ als Schifffahrtsgefährdung zu versenken.
Das Berliner Ehepaar hatte fünf Jahre zuvor alles aufgegeben für ein Leben auf See. 2012 starteten sie nach mehreren vorherigen Yachtüberführungen mit der "Troll" in die Karibik und in die USA. Doch dann wurde Susanne Mallunat so seekrank, dass ein Verbleib an Bord nicht mehr möglich war. Der britische LNG-Tanker „BW Birch“, 47386 BRZ (IMO-Nr.: 9320740) wurde am 20.12.2014 zum Retter in der Not und nahm die beiden Segler in bis zu fünf Meter hohen Wellen von dem längsseits festgemachten Zweimaster in einer dreistündigen Aktion an Bord. Dann trieb die "Troll" mit gebrochenen Masten davon.
Dabei war zunächst alles nach Plan verlaufen. Das Ehepaar hatte in den vorangegangenen Monaten viel am Boot gearbeitet, eine Isolierung und einen neuen Herd mit Ofen installiert, neue Segel genäht, ein neues Dingi und eine Windfahne mit Hilfsruder konstruiert. Am 8.10. ging es dann von Norfolk in Richtung der Bermudas. Nachdem die beiden erst viel unter Motor fahren mussten, frischte der Wind auf und wurde immer stärker.
Vier Tage später begann Susanne Mallunat unter Seekrankheit zu leiden. Der Wind drehte zudem so, dass er das Schiff immer weiter von den nur noch 130 Meilen entfernten Bermudas abbrachte. Susanne Mallunats Zustand wurde unterdessen immer schlimmer, und Thomas Mallunat litt unter zunehmender Erschöpfung, da er nun alleiniger Wachgänger war, Reparaturen erledigen musste und sich um seine Frau kümmern musste. Nachdem man nicht weiter auf die Bermudas zukam, ging er auf Rückkurs nach Norfolk.
In einer Flaute bei hohen Wellen kam es dann zu gravierenden Schäden am Boot, das Pendelruder der Windfahne sprang aus der Führung und brach ab. Das Ruderblatt des Hilfsruders löste sich ebenfalls vom Schaft, brach und verlor den Kontakt zum Schaft. 230 Seemeilen von Bermuda und fast 400 Seemeilen von der US-Küste entfernt war die „Troll“ manövrierunfähig.
Der Zustand von Susanne Mallunat verschlechterte sich beim heftigen Arbeiten des Bootes weiter. Nun funkte der Skipper einen Notruf über UKW und hatte eine halbe Stunde später Kontakt zur „BW Birch“, die die beiden unter schiwierigen Umständen rettete. Als nach der gelungenen Aktion die „Troll“ losgeworfen wurde und davontrieb, ging Mallunat davon aus, sie nie wieder zu sehen.
Tatsächlich aber gibt es nun letzte Fotos des Bootes, inmitten von treibenden Leinen, entstanden, kurz bevor es tatsächlich auf den Meeresgrund geschickt wurde. Das Ehepaar hat inzwischen begonnen, für ein neues Boot zu sparen. Der Traum vom Leben auf See geht weiter.
Quelle:Tim Schwabedissen




Kollision in Hongkong verlief glimpflich
(18.09.15) Vor Green Island kollidierte am Abend des 18.9. die chinesische Fähre „Sea Spirit“ (MMSI-Nr.: 477005040) der Hong Kong & Kowloon Ferry (HKKF), mit einer 50 Meter langen Barge. Die Fähre hatte gegen 18.50 Uhr von der Yung Shue Wan Fährpier auf Lamma Island nach Central losgeworfen. Wenig später kam es zu dem Zusammenstoß nahe Kennedy Town.
Die 30 Fahrgäste blieben unversehrt, doch der Backbordbug awar auf zwei Metern Länge eingebeult. Die „Sea Spirit” nahm nach 10 Minuten wieder Fahrt auf und steuerte die Central Pier No. 4 an. Hier wurde der Schaden untersucht.
Quelle:Tim Schwabedissen




Neun Vermisste nach Kollision vor Taiwan
(18.09.1) Der taiwanesische Kutter “Shih Hui 31” kenterte am Morgen des 18.9. nach Kollision mit einem Frachter, der 8000 Tonnen Kies geladen hatte, vor der taiwanesischen Küste. Das Unglück ereignete sich vor dem Fischerort Chuwei nahe Taoyan City. Von der neunköpfigen Crew des kieloben im Meer treibenden Schiffes fehlte zunächst jede Spur.
Sechs Boote der Coastguard und ein Team von Rettungstauchern war gemeinsam mit Kuttern, vier chinesischen Schiffen und vier weiteren aus Indonesien auf der Suche. Ausgebrachte Fischernetze machten die Arbeit der Taucher schwierig.
Quelle:Tim Schwabedissen




Feuer auf Offshore-Schiff in Peterhead
(18.09.15) Am Morgen des 17.9. um 2.52 Uhr wurde die Aberdeen Operations Control alarmiert, weil ein Feuer auf dem unter Bahamas-Flagge laufenden Offshore-Schiffes "Fugro Symphony", 11324 BRZ (IMO-Nr.: 9492581), ausgebrochen war, der in Peterhead am Kai lag. Die 84 an Bord befindlichen Personen wurden evakuiert, während 35 Feuerwehrleute zwei Stunden lang beschäftigt waren, das Feuer unter Kontrolle zu bringen.
Die Evakuierten wurden derweil in der Peterhead Fishermen’s Mission untergebracht. Sie konnten aber an Bord zurückkehren, nachdem es den Einheiten der Feuerwehr aus Peterhead, Maud und Ellon gelungen war, die Flammen mit CO2-Löschern zu ersticken. Drei Mann waren mit Atemgerät gemeinsam mit einem Mann des Brandbekämpfungsteams der "Fugro Symphony" zu dem Brandherd an einem Generator unter Deck vorgedrungen. Der Schaden konnte auf diesen Bereich begrenzt werden. Gegen fünf Uhr rückte die Feuerwehr ab und ein Team von&xnbsp;Fugro zur Untersuchung der Brandursache an Bord an.
Quelle:Tim Schwabedissen




Schwimmkran rammte Brücke
(18.09.15) Der chinesische Schwimmkran "Sulianhaiqizhong 27" (MMSI-Nr.: 413351380) riss sich am 17.9. um 14.50 Uhr von zwei Schleppern auf dem Yangtse im Gebiet von Wuhan los, als er an einer Pier nahe der Yangtze River Bridge festgemacht werden sollte. Er kollidierte mit der Brücke, von der eine Pier schwer beschädigt wurde. Starke Strömung hatte zu dem Unfall geführt.
Quelle:Tim Schwabedissen




Kutter zwei Monate nach Verschwinden geborgen
(18.09.15) Bergungscrews haben den Kutter “Returner” über zwei Monate nach dem Untergang vor Pilara am 17.9. geborgen. Das Schiff war im Juli mit einer dreiköpfigen Crew verschwunden. Nachdem das Wrack geortet war, wurde die Leiche des Skippers Murray Turner im Innern des Wracks gefunden. Von den beiden Decksleuten Chad Fairley und Mason Carter fehlte weiter jede Spur. Durch die Untersuchung des Wracks soll Licht in die Ursache des Unglücks gebracht werden.
Quelle:Tim Schwabedissen




Fähre kam deutlich zu stürmisch in den Hafen von Nizza
(18.09.15) Am 15.9. gegen 14 Uhr konnte die italienische Fähre "Mega Express Four", 25710 BRZ (IMO-Nr.: 9086590), als sie von Bastia kommend rückwärts in den Hafen von Nizza einlief, nicht mehr rechtzeitig aufstoppen und prallte mit dem Heck steuerbordseitig gegen den Kai. Erst im zweiten Anlauf gelang es, das Schiff an den Liegeplatz zu bringen.
Menschen kamen nicht zu Schaden, doch der Schaden am Rumpf war so schwerwiegend, dass statt der Rückreise nach Bastia gegen 23 Uhr die Fahrt nach Vado Liqure angetreten wurde, wo das Schiff am 16.9. um 8.15 Uhr bei Sporgente E. Bricchetto zur Reparatur festmachte.
Quelle:Tim Schwabedissen




Kutter „Ranger“ im Schlepp
(Bild: Ian Lesk)   Großbild klick!

Zwei Kutter binnen 24 Stunden nach Lerwick eingeschleppt
(17.09.15) Am Morgen des 16.9. erlitt der englische Kutter „Venture – LK 641”, 227 BRZ (IMO-Nr.: 9020390), Maschinenausfall. Der ebenfalls in Lerwick registrierte Kutter „Opportune – LK 209“ kam dem Havaristen zu Hilfe und schleppte ihn gegen neun Uhr in den Heimathafen, wo er am Mair's Quay festgemacht wurde.
Bereits am 15.9. war der in Fraserburgh beheimatete, 25 Meter lange Trawler „Helenus –FR 121” (MMSI-Nr.: 233353000) von der in demselben Heimathafen registrierten “Phoenix” nach Lerwick eingeschleppt worden. Die „Helenus“ war durch ein um den Propeller gewickeltes Netz manövrierunfähig geworden. Gegen 17 Uhr war sie im Hafen fest.
Quelle:Tim Schwabedissen




Rügen: Angelkutter trieb am Königsstuhl
(17.09.15) Der 28 Meter lange Angelkutter „Rügenland“ (MMSI-Nr.: 211197730), erlitt am 15.9. Maschinenausfall vor dem Königsstuhl auf Rügen. Um 15.40 Uhr alarmierte der Skipper des mit 41 Menschen besetzten Angelkutters das MRCC in Bremen. Die „Rügenland“ befand sich zu diesem Zeitpunkt östlich von Rügen unterhalb der Kreidefelsen.
Trotz des kräftigen Windes mit fünf Beaufort bestand aber keine unmittelbare Gefahr für die Passagiere: Der Wind trieb das Schiff von der Küste weg, auch Kollisionsgefahr bestand kaum, denn der Schifffahrtsweg war noch weit entfernt. Der Seenotrettungskreuzer „Hannes Glogner“ kam zu Hilfe und nahm den Kutter zunächst im Schlepp, dann längsseits und brachte ihn so sicher in den Hafen von Sassnitz zurück.
Quelle:Tim Schwabedissen




Rettungsfahrzeug „Supacat“ wird geborgen
(Bild: RNLI)   Großbild klick!

RNLI musste eigenes Rettungsfahrzeug bergen lassen
(17.09.15) Die RNLI hatte ihr eigenes, eine Million Pfund teures und brandneues Amphibien-Rettungsfahrzeug „Supacat“ zu retten, nachdem der 18-Tonner auf einmal auf dem Strand von Hayle, Cornwall, feststeckte und in der Nacht zum 10.9. halb unter Wasser stehend zurückgelassen werden musste. Beim ersten Versuch, ihn von Land aus zu bergen, brach der Stahldraht unter dem Zug von 36 Tonnen Schleppkraft.
Erst im zweiten Anlauf konnte „Supacat“ durch Bergungsgerät der Chuckle Brothers, die mit Bagger und Tieflader anrückten, bei Ebbe freigeschaufelt und am 11.9. wieder aufs Ufer gezogen werden. Hier befand sich das Fahrzeug zumindest auf dem Trockenen. Am 12.9. dauerten die Arbeiten an, es nun aber auch wieder auf tragfähigen Grund zu bekommen.
Quelle:Tim Schwabedissen




Kutter „H 155 K“ wird geborgen
(Bild: Filip Wenneroed)   Großbild klick!

Kutterbergung kostete Landbesitzer 150000 Kronen
(17.09.15) Der gesunkene Kutter „H 155 K“ im Sundfjordkanal im Grönland-Hafen von Porsgrunn wurde jetzt mithilfe einer Stelzenbarge gehoben. Die Bergung kostete 150,000 Kronen. In der vergangenen Woche hatte sich das Schiff am Ufer auf die Seite gelegt und war vollgelaufen. Die Feuerwehr musste ausgetretenes Öl beseitigen.
Der Eigner war vorerst untergetaucht, deshalb musste der Landbesitzer die Bergung und Entsorgung organisieren und das Geld vorstrecken. Die Bergung wurde durch die Brevik Shipping AS und Ragn-Sells AS mit vier Mann, einem Bagger und der Barge am 16.9. binnen mehrerer Stunden durchgeführt und das Wrack zum Gelände von Ragn-Sells gebracht.
Der Kutter war bis vor kurzem bewohnt gewesen und hatte längere Zeit oberhalb der Untergangsstelle im Sundfjordkanal gelegen. Nach dem Verholen hatte er bei Ebbe offenbar auf Grund aufgesetzt und war leckgeschlagen.
Quelle:Tim Schwabedissen




Yacht in Hohen-Wieschendorf gesunken
(17.09.15) Am frühen Morgen des 16.9.2015 entdeckte der Hafenmeister von Hohen-Wieschendorf ein gesunkenes Schiff im Hafen. Von der rund zehn Meter langen Segelyacht "Merlin" ragte nur noch der Mast aus dem Wasser. Die alarmierte Wasserschutzpolizei aus Wismar, die Feuerwehren aus Gägelow und Hohenkirchen und die Unteren Wasserbehörde waren kurze Zeit später vor Ort.
Die Feuerwehr legte zunächst eine Ölsperre um das Schiff, um das Ausbreiten der Gewässerverunreinigung durch die bereits ausgetretenen Betriebsstoffe zu verhindern. Anschließend untersuchten Taucher der Feuerwehr das Schiff unter Wasser und bereiteten die Bergung vor. Etwa fünf Stunden später schwamm das Schiff wieder auf der Wasseroberfläche. Aus bislang ungeklärter Ursache war die Segelyacht in der Nacht zum 16.9. voll Wasser gelaufen und gesunken.
Quelle:Tim Schwabedissen




Leichter drohte auf Oder-Havel-Kanal zu sinken
(17.09.15) Auf dem Oder-Havel-Kanal bei Liebenwalde kollidierten am 16.9. zwei Schubschiffe. Ein Leichter wurde dabei am Bug beschädigt, und er drohte wegen Wassereinbruchs durch ein Leck von 1,0 x 0,5 Metern zu sinken. Der Unfall ereignete sich gegen 20 ?Uhr unweit von Kreuzbruch im Landkreis Overhavel.
Ein 21 Meter langer polnischer Schubschlepper der „Bizon“-Klasse war aus Richtung Eberswalde in Richtung Lehnitz gekommen und bugsierte zwei Leichter, die mit Kohle beladen waren. Ein Schubboot mit einem Arbeitsponton kam dem Verband entgegen. Auf Höhe der Römerbrücke bei Kreuzbruch rammte die „Bizon“ vermutlich aufgrund eines Fahrfehlers des 64-jährigen polnischen Schiffsführers mit dem vorderen Leichter den Arbeitsponton.
Die Freiwillige Feuerwehr Liebenwalde rückte gegen 21?Uhr aus. Mit einem Schlauchboot erkundete sie zunächst die Lage an der früheren Römerbrücke, die im Zweiten Weltkrieg gesprengt wurde und deren Reste außerhalb der Ortschaft Kreuzbruch mitten in einem Waldstück liegen. Durch Einsatz der bordeigenen Lenzpumpen konnte der havarierte Schubverband bis zu einem Liegeplatz an der Kreuzbrucher Brücke weiterlaufen. Dort konnte mit Unterstützung der Feuerwehr durch die Wehren aus Neuholland und Hammer der Leichter stabilisiert werden.
Beamte der Wasserschutzpolizei der Polizeidirektion Ost Hohensaaten leiteten eine Untersuchung ein. Gegen zwei Uhr waren die Liebenwalder Feuerwehr und die nachalarmierten Ortswehren wieder zurück auf ihren Stationen.
Quelle:Tim Schwabedissen




Tanker versenkte Kutter
(17.09.15) Am 15.9. um 14 Uhr kollidierte der maltesische Molasse-Tanker "Eagle Asia 3", 4854 BRZ (IMO-Nr.: 9230177), mit dem Kutter "Horizon-2" in der Südchinesischen See in den Gewässern von Pulau Marapas südöstlich von Singapur. Der Kutter sank, aber die vierköpfige Crew wurde von einem Rettungsteam aus Bantam geborgen. Der Tanker war unterwegs von Singapur nach Bantam, der Kutter war auf Fangfahrt ausgelaufen.
Quelle:Tim Schwabedissen




16 Vermisste nach Schiffsexplosion
(17.09.15) Auf dem vietnamesischen Kutter “TS 97799” explodierte am 16.9. gegen 15 Uhr eine Gasflasche in der Kombüse. Das Schiff befand sich auf dem Rückmarsch nach einer Fangfahrt vor Con Dao Island. Es wurde so schwer beschädigt, dass es auf Position 09 06 N 106 54 O rund 75 Meilen südlich von Vung Tau, Vietnam, sank.
Von der 20-köpfigen Crew wurden drei Mann durch das Rettungsboot „SAR 413“ lebend, einer tot geborgen. Nach den 16 Vermissen wurde vor der Küste von Ba Ria-Vung weiter gesucht. Starker Wind und raue See erschwerte die Rettungsaktion.
Quelle:Tim Schwabedissen




Frachter versenkte Kutter
(17.09.15) Am 15.9. gegen 15 Uhr kollidierte der unter Panama-Flagge laufende Containerfrachter "Grace Bridge", 54519 BRZ (IMO-Nr.: 9292266), mit einem vietnamesischen Kutter vor Vung Tau in der Südchinesischen See. Der Kutter sank, die siebenköpfige Crew wurde von anderen Fischern gerettet, die sich in der Nähe befanden. Die a "Grace Bridge" war am 10.9. aus Nansha ausgelaufen und machte am 17.9. am Tanjung Container Terminal fest.
Quelle:Tim Schwabedissen




Kutter stand stundenlang in Flammen
(17.09.2015) Vier Stunden dauerte es, am 10.9. ein Feuer auf dem Kutter „Ranger“ im Heybrid Basin in Maldon unter Kontrolle zu bekommen. Die Feuerwehren von Maldon und Witham wurden um 17.35 Uhr alarmiert und fanden das Ruderhaus in Flammen stehend vor. Der Eigner Chris Brown hatte bis 15.30 Uhr an Bord gearbeitet.
Kurz nach Verlassen des Schiffes wurde er angerufen, dass dieses in Flammen stünde. Die Löscharbeiten dauerten bis gegen drei Uhr am Morgen des 11.9. an, und es gab noch weitere Glutnester an Bord. Rund 30 Prozent des Achterschiffs wurden beschädigt.
Quelle:Tim Schwabedissen




Sportboot mit Waschbenzin gereinigt und durch Verpuffung zerstört
(17.09.15) Am Hammer Deich im Hamburger Stadtteil Hammerbrook kam es am 16.9. um 11.37 Uhr zu einer Explosion auf dem Sportboot „Highlander - Ver E 71“. Der 89-jährige Skipper hatte bei der Reinigung seiner rund 10 Meter langen Yacht offenbar mit Waschbenzin hantiert. Die Feuerwehr rückte sofort mit einem Großaufgebot von 55 Mann an.
Zunächst hieß es, dass es auf einem Binnenschiff zu einer Verpuffung gekommen war. Durch die Explosion waren die Scheiben aus dem Ruderhaus geflogen, durch eindringendes Wasser entwickelte das zerstörte Boot Schlagseite. Die Rettungskräfte behandelten den leicht verletzten Eigentümer noch an der Unglücksstelle, bevor er ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Die Feuerwehr zog das Boot anschließend aus dem Wasser.
Quelle:Tim Schwabedissen




Gebrochenes Treibstoffrohr legte Fähre lahm
(17.09.15) Die norwegische Fähre "Svanøy", 2631 BRZ (IMO-Nr.: 9035163),&xnbsp;wurde am Nachmittag des 16.9. auf dem Halsafjord manövrierunfähig, nachdem eine Ölleitung zur Hauptmaschine gebrochen war. Der Havarist wurde von der&xnbsp;Fähre "Rauma", 1393 BRZ (IMO: 8704054),&xnbsp;eine Stunde nach dem Zwischenfall gegen 16 Uhr nach Kanestraum geschleppt. Weil somit zwei der drei Fähren auf der Route ausgefallen waren, kam es zu erheblichen Staus in Halsa.
Quelle:Tim Schwabedissen




Frachter "Ran" auf Grund
(Bild: Sven Eriksson)   Großbild klick!

Frachter Ran mal wieder havariert
(16.09.15) In der Nacht zum 15.9. lief der unter Vanuatu-Flagge registrierte Frachter "Ran", 1943 BRZ (IMO-Nr.: 8511940), auf der Weser vor Bremerhaven auf Grund. Die Besatzung des Polizeibootes "Bremen 30" wurde von der Verkehrszentrale informiert und eilte sofort zur Unfallstelle. Der Havarist konnte sich nach kurzer Zeit durch eigene Kraft wieder befreien und ging vor Anker.
Die Ermittlungen der Wasserschutzpolizisten an Bord des Schiffes ergaben, dass die elektronischen Seekarten veraltet und Papier-Seekarten nicht vorhanden waren. Der 34 Jahre alte Kapitän erklärte, dass ihn Wind und Strömung während des Ankermanövers abgetrieben hätten. Das Wasser - und Schifffahrtsamt ordnete ein Weiterfahrverbot an.
Das Schiff durfte Bremerhaven erst wieder verlassen, wenn die Mängel beseitigt waren und keine Gefahr mehr für die Schiffsicherheit mehr bestand. Das Schiff sollte in Begleitung eines Lotsen in den Hafen geholt werden, ankerte am 16.9. aber weiter auf der Weser zwischen Einswarden und der Alten Lühe. Die Ermittlungen durch die Wasserschutzpolizei dauerten an.
Das Schiff hat bereits eine längere Geschichte von Zwischenfällen. Am 16.2.2012 wurde es von der Polizei in Brunsbüttel wegen Überladung gestoppt, als es mit einer Stahlladung von Klaipeda nach Boston unterwegs war. Das Gewicht war wegen gefrorenen Ballastwassers um 94 Tonnen überschritten worden. Die "Ran" musste an den Dalben in Brunsbüttel so weit erleichtert werden, dass der zulässige Tiefgang wieder erreicht wurde.
Am Morgen des 23.11.2013 lief die "Ran" 400 Meter nördlich von Ålabodarna zwischen Landskrona und Helsingborg mit einer Getreideladung auf Grund. Der russische Kapitän wurde von der Polizei in Helsingborg wegen Trunkenheit am Ruder verhaftet. Er sagte aus, erst nach der Havarie getrunken zu haben und wurde zur Feststellung des Zeitpunktes des Alkoholkonsums ins Krankenhaus gekommen. Der Frachter war am 22.11. aus Wolgast ausgelaufen und nach Leith unterwegs.
Ein erster Bergungsversuch durch den Schlepper "Svitzer Mars" gegen 17 Uhr sclug fehl. Daraufhin wurden die 45 Tonnen Bunkeröl in der Nacht zum 24.11. geleichtert. Die schwedische Coastguard war mit der "KBV 202" und "KBV 001" vor Ort. Taucher untersuchten den Rumpf. Um 13.34 Uhr gelang die Bergung des Havaristen, der von der "KBV 202" nach Helsingborg eskortiert wurde. Am 17.12. wurde der Kapitän vor dem Bezirksgericht in Malmö angeklagt.
Am 21.2.2014 schlugen die Lotsen auf der „Ran“ Alarm, als das Schiff mit einer Ladung Schrott auf dem Gota-Kanal von Rotterdam kommend unterwegs war. Es gab diverse Mängel, darunter Schäden an der Ruderanlage. In Agnesberg wurde die "Ran" in die Kette gelegt. Sie befand sich insgesamt in sehr schlechtem Zustand.
Die “Ran” ist 88,84 Meter lang, 12,5 Meter breit, hat 4,5 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 2859 Tonnen. Sie läuft für die Wakes & Co. Ltd., London und wurde 1986 von der B.V. Scheepswerf Damen in Bergum als “Wilma” erbaut für die Coastal Charter Holland B.V., Gorinchem. 1987 wurde sie verkauft an die Martese (Marine Technical Services) Ltd. in Limassol der Reederei Alfred Hartmann K.G.
1995 ging sie an die Alderamine Shipping Co. Ltd., Limassol der Hartmann Schiffahrts GmbH & Co. KG und wurde in „Erika H“ umbenannt. 1997 veräußerte Hartmann sie an die Barca Shipping Co. Ltd., Limassol der Athena Marine Co. Ltd., die sie als “Phini” in Fahrt brachte. Nächster Besitzer wurde 1999 die Hänsel Schiffahrts GmbH & Co. m.s. “Katrin” K.G., Limassol, die sie als „Duisburg“ einsetzte und 2000 unter die Flagge von Antigua-Barbuda brachte.
2006 ging sie an die Werse Chartering GmbH & Co. KG mit Sitz in St. John's der Werse Bereederungs-GmbH & Co. KG in Münster und kam als „Bever“ in Fahrt. 2006 erfolgte der Verkauf an die Ran Shipping Ltd. in St. John's der SIA Aquarius Shipmanagement Co., Riga, die das Schiff in “Ran” umbenannte. Im selben Jahr ging sie an die Astramar Transport Ltd., Riga, und 2014 an die Wakes & Co. Ltd., die sie nach Vanuatu umflaggte.
Quelle:Tim Schwabedissen




Kutter in der Osterems in Seenot
(16.09.15) Am 15.9. erlitt der 15 Meter lange, deutsche Kutter „Memmert“ (MMSI-Nr.: 211231310) des Niedersächsischen Landesbetriebes für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) aus noch ungeklärter Ursache um kurz vor 10 Uhr schweren Wassereinbruch im Bereich der Antriebswelle. Das Schiff, das unter anderem Vermessungsarbeiten ausführte, befand sich zu diesem Zeitpunkt mit zwei Mann Besatzung in Höhe der Tonne 33 in der Osterems.
Das MRCC in Bremen alarmierte den Seenotkreuzer „Alfried Krupp“ der DGzRS-Station Borkum, der als erster beim Havaristen eintraf, sowie die umliegende Schifffahrt. In der Nähe befanden sich zu diesem Zeitpunkt ein Tonnenleger von der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes sowie ein Vermessungsschiff vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie. Beide blieben zunächst zur Sicherung vor Ort.
Die Seenotretter pumpten so viel Wasser aus dem Havaristen, dass er wieder Fahrt aufnehmen konnte. Das Tochterboot „Glückauf“ des Seenotkreuzers begleitete die „Memmert“ nach Greetsiel, um im Notfall sofort eingreifen zu können. Unterwegs gelang es mit Hilfe mobiler Lenzpumpen, den Wassereinbruch unter Kontrolle zu halten.
Der Havarist wurde in Greetsiel aufgeslippt, um den Schaden zu beheben. Im Seegebiet herrschten zum Zeitpunkt des Vorfalls starker Wind aus Südost mit sechs Beaufort und Schauerböen.
Quelle:Tim Schwabedissen




Bulkcarrier „Smart“ sinkt 2013
(Bild: Titan Salvage)   Großbild klick!

Räumung des Bulkcarriers „Smart“ erfolgreich abgeschlossen
(16.09.2015) Titan Salvage, die nach der Verschmezung mit Svitzer Salvage nun zur Ardent-Gruppe gehört, hat die komplexe und schwierige Räumung des Bulkcarriers „Smart“, 77240 BRZ (IMO-Nr.: 9137959),vor Richards Bay Anfang des Monats erfolgreich abgeschlossen. Die Bergung wurde durch die schweren Stürme, die hier in der Winterperiode herrschen, zusätzlich verkompliziert. Dennoch gelang es, sie in der geplanten Zeit und Budget abzuschließen. Als letzes wurde in den vergangenen Tagen der Mittschiffsbereich am Grund niedergelegt und der Seeboden wieder hergestellt.
Bugteil am Haken
(Bild: Titan Salvage)   Großbild klick!
Der 151,279 Tonnen tragende Bulkcarrier war am 19.8.2013 beim Auslaufen aus Richards Bay in den Indischen Ozean mit 147.650 Tonnen für Fangcheng bestimmte Kohle, 1,769 Tonnen Öl und 129 Tonnen Diesel auf einer Sandbank aufgelaufen. Vorher hatte hohe Schwell das Schiff so arbeiten lassen, dass das Ruder auf Grund aufschlug, ausfiel und es manövrierunfähig wurde. Alle 23 Mann an Bord wurden nach dem Schiffbruch unversehrt gerettet, doch der Frachter zerbrach nur Stunden nach der Strandung in drei Teile.
50.000 Tonnen Kohle rutschten aus den aufgerissenen Laderäumen und landeten auf dem Meeresgrund. Wenig später wurden Smit Salvage und die Smit Amandla Marine sowie die Subtech Group engagiert, um als erstes das Bunkeröl abzupumpen. Dies wurde am 3.9. abgeschlossen. Am 5.9. begannen die Vorbereitungen zum Leichtern der Ladung. Die Berger holten 10000 Tonnen Kohlschlamm aus dem aufgerissenen Laderaum 5.
Im Oktober 2013 wurde das Achterschiff schwimmfähig gemacht und am 5.10. auf 1.000 Metern Wassertiefe rund 28 Meilen vor der Küste versenkt. Titan Salvage gewann die Ausschreibung zum Leichtern und Bergen der teilweise bereits versandeten Bugsektion. Das Vorschiff wurde im Dezember 2014 abgeschleppt und am 17.12. auf tiefem Wasser versenkt, und es ging an das Zerlegen des verbliebenen Mittschiffsbereichs.
Quelle:Tim Schwabedissen




Kollision auf dem Bosporus ging glimpflich aus
(16.09.15) Der maltesische Frachter „Ganda“, 1850 BRZ (IMO-Nr.: 9298129) kollidierte in der Nacht zum 16.9. unweit von Gallipoli mit der türkischen Fähre "Erdemler 5", 466 BRZ (MMSI-Nr.: 271040117). Beide Schiffe berührten sich mit ihren Bordwänden, doch durch ein Manöver des letzten Augenblicks konnte Schlimmeres verhütet werden.
Dennoch wurden beide Schiffe beschädigt, die "Ganda" warf Anker vor Sevketiye, die Fähre machte an einer Pier in Gallipoli fest. Der Frachter war von Rostov-on-Don nach Durres unterwegs, die Fähre mit Fahrzeugen und Passagieren auf dem Bosporus.
Quelle:Tim Schwabedissen




“Osprey” sinkt
(Bild: AMSA)   Großbild klick!

Katze rettete Einhandsegler das Leben
(16.09.15) Skipper Grant McDonald von der Yacht “Osprey” verdankt sein Leben nach dem Schiffbruch seiner Katze Major Tom. McDonald hatte seit sechs Jahren auf dem Boot gelebt, als er es am Morgen des 11.9. vor Shark Bay nach Wassereinbruch aufgeben musste. Die „Osprey“ hatte 40 Meilen vor Steep Point vor Anker gelegen, als Major Tom gegen fünf Uhr den Skipper mit Kopfstößen weckte.
Nachdem er hoch war und den üblichen Check begann, stellte er rasch fest, dass das Boot buglastig und bereits voll geflutet war. In der Dunkelheit hatte er keine Chance, das Leck zu finden. Deshalb entschied er sofort, die Katze zu schnappen und in eine Rettungsinsel zu steigen, aus der die beiden Stunden später von dem chinesischen Bulkcarrier „Shi Dai 8“, 40913 BRZ (IMO:9591698), geborgen wurden.
Major Tom wurde zunächst an einer Leine festgemacht und hochgeholt. Dann stieg McDonald in den meterhohen Wellen auf ein Fallreep und sah im nächsten Moment die Rettungsinsel unter sich verschwinden. Wegen Dehydrierung und Herzrhythmusstörungen musste er nach der Rettung mit einem Hubschrauber an Land geflogen werden.
Er hatte mit der Yacht seine gesamte Habe verloren. Die Crew setzte die Katze am 14.9. in Geraldton ab. Inzwischen ist der Frachter bereits wieder nach Qingdao unterwegs, während sich McDonald und Major Tom nach dem Verlust der Yacht erstmal wieder an ein Landleben werden gewöhnen müssen.
Quelle:Tim Schwabedissen




Kutter vor Thyborøn gerettet
(16.09.15) Das Rettungsboot aus Thyborøn kam am Morgen des 14.9. dem Kutter „L&xnbsp;209 – DALTON“, 8,2 BRZ, zu Hilfe, der auf der Nordsee leckgeschlagen war. Die “FRB 16“ lief sofort mit Lenzpumpen an Bord aus und konnte die Situation unter Kontrolle bringen. Der Kutter steuerte danach mit eigener Kraft den Hafen an.
Quelle:Tim Schwabedissen




Kutter bei Eiderdamm auf Grund gelaufen
(15.09.15) Einen manövrierunfähigen Krabbenkutter haben die Seenotretter der DGzRs-Stationen Büsum und Eiderdamm in der Nacht zum 15.9. bei stürmischer See sicher in den Hafen gebracht. Der neunzehn Meter lange Stahlkutter aus Friedrichskoog war am frühen Abend des 14.9. durch einen Ruderschaden manövrierunfähig geworden und bei Ebbe festgekommen. Ein Freischleppen war zu diesem Zeitpunkt nicht möglich.
Erst in der Nacht um 1.45 Uhr bei auflaufendem Wasser kam der Kutter mit seiner zweiköpfigen Besatzung wieder frei. Zu diesem Zeitpunkt waren die Seenotretter bereits zur Stelle und nahmen den Kutter mit dem Seenotrettungsboot „Paul Neisse“ in Schlepp. Beim Anlaufen der Küste unterstützte der Seenotrettungskreuzer „Theodor Storm“ aus Büsum den Schleppverband.
Die beiden Rettungseinheiten bugsierten den manövrierunfähigen Kutter sicher in den Vorhafen von Eiderdamm am Eidersperrwerk. In der Nacht herrschten Winde aus Südwest mit sechs bis sieben Beaufort.
Quelle:Tim Schwabedissen




Manövrierunfähiger Kutter in der Nordsee abgeschleppt
(16.09.15) Am 15.9. um 3.54 Uhr wurde das Rettungsboot "Zeemannshoop" der KNRM-Station Breskens von dem belgischen Trawler "Silverpit - Z 80", 78 BRZ (MMSI-Nr.: 205290000), alarmiert, nachdem er auf der Nordsee unweit der belgischen Seegrenze manövrierunfähig geworden war. Der Propeller blockierte, und das Schiff trieb nördlich des Hauptfahrwassers. Um nicht in dieses hinein zu driften, wurden die Seenotretter um Assistenz gebeten.
Zur selben Zeit nahm die Crew Kontakt mit den Bergern von Multraship sowie anderen Fischern auf. Die "Zeemanshoop" war 30 Minuten später vor Ort. Auch der Kutter "Spes Nova - N57" nahm Kurs auf die "Silverpit" und stellte eine Schleppverbindung her. Nachdem die Lage unter Kontrolle war, kehrte die "Zeemanshoop" zu ihrer Station zurück.
Als der Konvoi vier Stunden später vor dem Hafen von Breskens stand, wurden sie erneut angefordert. Bei starker Strömung und sechs Beaufort Wind war es für die beiden Kutter zu riskant, einen Einlaufversuch zu wagen, und so wurde um 8.56 Uhr die "Zeemanshoop" erneut angefordert, die der "Silverpit" in den Hafen half, wo sie sicher festgemacht wurde.
Der in Zeebrugge beheimatete Kutter ist 23,85 Meter lang, 6,08 Meter breit und wurde 1984 bei der N.V. Westvlaamse Scheepswerven in Oostkamp erbaut. Eigner ist die Silverpit B.V.B.A. Rederij in Knokke-Heist.
Quelle:Tim Schwabedissen




Deutsche Segler als 100.000. Gerettete der KNRM gefeiert
(16.09.15) Die Boote der KNRM-Station Enkhuizen brachten am 15.9. die Anzahl von Geretteten durch die Organisation auf 100000. Diese Zahl wurde durch die Hilfeleistung für die Yacht „Timeless“ erreicht, die auf dem Ijsselmeer durch einen Tampen im Propeller manövrierunfähig wurde. Das Boot war bei fünf Beaufort Wind mit einer deutschen Crew von Medemblik nach Enkhuizen unterwegs, als zwei Meilen vor Enkhuizen eine Leine über Bord fiel und sich im Propeller vertörnte.
Während das Boot mit einer kleinen Fock weiter segelte, wurde Kontakt mit der Küstenwache aufgenommen und um 11.55 Uhr um die Assistenz eines Rettungsbootes ersucht. Die „Watersport“ und „Corrie Dijkstra-van Elk“ waren zehn Minuten nach dem Alarm unterwegs zu der „Timeless“, die sich 2,5 Meilen nördlich von Enkhuizen befand. Vor Ort wurde ein Rettungsmann übergesetzt, der beim Herstellen einer Schleppverbindung half, sodass die Segelyacht in Richtung des Hafens von Enkhuizen gezogen werden konnte.
Dort stand beim Einlaufen bereits ein Empfangskommitee bereit, um die stolze Anzahl Geretteter zu würdigen. Doch lange konnte die Crew der Station Enkhuizen nicht mitfeiern, da wenig später bereits ein Mayday von einer Yacht kam, deren Mast gebrochen war. Wenig später waren beide Rettungsboote bereits wieder unterwegs auf das stürmische IJsselmeer.
Quelle:Tim Schwabedissen




Frachter bei Mokpo aufgelaufen
(16.09.15) Der 78 Meter lange südkoreanische Frachter "SK 3" (MMSI-Nr.: 440114070) lief mit einer neunköpfigen Crew und einer Containerladung in den Gewässern von Jeonnam am 15.9. gegen fünf Uhr auf Grund. Er war unterwegs von Jeju nach Mokpo. Zur Vorbereitung der Bergung übernahm zunächst ein Bunkertanker den Brennstoff.
Quelle:Tim Schwabedissen




Kogge von Kampen in gutem Zustand
(16.09.15) Die auf der Ijssel bei Kampen gesunkene Kogge scheint nach Untersuchungen durch den Unterwasserarchäologen Wouter Waldo am 15.9. in gutem Zustand zu sein. Dies zeigte sich nach dem Fortspülen des ersten Sandes. Die Sicht vor Ort hatte einen Meter betragen. In den kommenden Tagen sollte diese Arbeit mit Hochdrucklanzen fortgesetzt werden. Die eingesetzten Taucher wurden mit Schutzschirmen dabei vor der Flussströmung geschützt.
Die genau geplante Ausgrabung des Schiffes soll bis Mitte Dezember dauern, dann wird es in dem Stahlkorsett, dass die “Hebolift 6“ von Hebo Maritiem am Grund absetzte, gehoben und zunächst nach Lelystad gebracht. Im April sollte entschieden sein, ob das Schiff erhalten werden kann. Die Konservierung dürfte rund drei Jahre dauern.
Quelle:Tim Schwabedissen




Kutter geriet in Howth in Brand
(16.09.15) 20 Feuerwehrleute waren an der Pier in Howth im Hafen von Dublin am 15.9. damit beschäftigt, einen Brand auf einem Kutter unter Kontrolle zu bekommen. Drei Fahrzeuge der Dublin Fire Brigade (DFB) und zwei Ambulanzen waren vor Ort. Das Feuer war binnen kurzem gelöscht, mehrere Personen wurden wegen Rauchgasvergiftungen vor Ort behandelt. Niemand musste ins Krankenhaus. Das Feuer war im Ruderhaus des an der Hauptpier liegenden Schiffes entstanden.
Quelle:Tim Schwabedissen




Über 80 Personen nach Fähruntergang gerettet
(16.09.15) Die maledivische Fähre “Sun Maamigili” sank kurz nach dem Auslaufen aus Male nach Alif Dhaal Atoll Maamigili am 14.9. gegen 23 Uhr. Bereits beim Ablegen gab es Probleme, weil sie sich in Trossen vertörnte und erst nach Mitternacht wieder frei war. Vielleicht ein schlechtes Omen - vier Stunden später lag das Schiff auf dem Meeresgrund nahe Kaaf Atoll Guraidhoo.
Bereits kurz nach dem Verlassen des Hafens kämpfte es gegen stürmische See an und war gezwungen, gegen ein Uhr in einer Lagune unweit von Kaaf Atoll Vaagali zu ankern. In immer größeren Wellen begann das Schiff um 5.30 Uhr dann sechs Meilen westlich von Kaaf Atolll Guraidhoo zu sinken, nachdem Wasser am Heck einbrach. Panik brach unter den rund 80 Passagieren aus.
Binnen einer Viertelstunde war die Fähre auf 30 Metern Wassertiefe verschwunden. Die Crew hatte aber noch einen Notruf senden und Rettungswesten ausgeben können. Die Schiffbrüchigen klammerten sich an aufgetriebene Trümmer. Eine Stunde später erreichte ein erstes Rettungsschiff die Szene und begann, die Menschen aufzufischen. Unter den Geretteten war auch ein sechs Monate altes Baby, das von seinem Vater über Wasser gehalten wurde.
16 Passagiere wurden nach Maamigili, 65 nach Male gebracht. Die Fähre mit einer Kapazität von 150 Personen hatte zwischen Male, Maamigili, Dhigurah und Fenfushi verkehrt.
Quelle:Tim Schwabedissen




Erste Inspektion der Sewol abgeschlossen
(16.09.15) Die erste Phase der Inspektion des Wracks der südkoreanischen Fähre "Sewol" wurde am 15.9. als abgeschlossen gemeldet. 50 Taucher eines chinesischen Konsortiums unter Leitung der Shanghai Salvage hatten in drei Gruppen im Schiffsinnern die Lage der Brennstofftanks untersucht, damit das Öl abgepumpt werden kann.
Außerdem erstellten sie eine 3-D-Ansicht der Fähre. Sie stellten fest, dass es seit dem Untergang nur zu geringer Korrosion gekommen ist. Die Autos im Innern waren zur Seite verrutscht, aber nicht übereinander gestürzt. Anfang November soll das Öl abgepumpt werden. Außerdem galt es, alle Öffnungen im Wrack mit Netzen zu bespannen, damit keine möglichen Leichenteile verloren gingen.
Quelle:Tim Schwabedissen




Schubverband kollidierte mit Brücke
(16.09.15) Ein Inspektor des Kentucky Transportation Cabinet wurde zur US 62 Cumberland River “Blue” Brücke in Lake City geschickt, nachdem ein Hafenschlepper eine Brückenpier mit einem Bargenschleppzug gerammt hatte. Diese trug aber nur Schrammen davon.
Der Schubverband war auf Nordkurs aus der Schleuse am Barkley Damm gekommen, als der Verband aus fünf mit Sand und vier mit Felsbrocken beladenen Bargen die Brücke berührte. Daraufhin ordnete das USCG Regional Operations Center in Louisville einen Sicherheitscheck an.
Quelle:Tim Schwabedissen




Kutter “Callisto” mit Ruderschaden
(Bild: Naval Air Squadron Culdrose)   Großbild klick!

Ehemaliger Trawler im Sturm im Englischen Kanal aufgegeben
(15.09.15) Das 28,89 Meter lange, ehemalige holländische Kutter “Callisto”, 147 BRZ (IMO-Nr.: 5392214), funkte am Morgen des 14.9. gegen 8,.50 Uhr Mayday rund 50 Meilen südlich von Plymouth. Der Rettungshubschrauber Rescue 193 des 771 Naval Air Squadron der RNAS Culdrose und das RNLI-Boot aus Salcombe wurden zu dem Havaristen geschickt, der 60 Meilen vor Lizard befand. Das Schiff drohte in einem Sturm mit acht Beaufort zu kentern, nachdem es zu Ruderausfall gekommen war.
Die Rettung der vierköpfigen Crew wurde koordiniert durch die Falmouth Coastguard. Alle vier wurden unversehrt aufgewinscht und nach Culdrose geflogen, von wo aus sie in die Niederlande zurückgebracht werden sollten. Das RNLI-Boot aus Salcombe lief mit fast 20 Knoten um kurz nach neun Uhr zu dem 42 Meilen vor dem Hafen in bis zu fünf Meter hohen Wellen treibenden Schiff.
Bei ihrem Eintreffen trieb das Schiff verlassen quer zur See im Sturm. Bei immer schlechter werdendem Wetter musste der Versuch, einen Seenotretter an Bord abzusetzen, um eine Schleppverbindung herzustellen, aufgegeben werden. Das Rettungsboot drehte wieder ab und war gegen 15 Uhr zurück im Hafen. Die 1962 als „Wron IIII – YM 221“ für die Visserimaatschappij Wiron Hippolytushoef bei der D&j Boot Scheepswerf De Industrie in Alphen Aan Den Rijn erbaute „Callisto“ wurde 1974 an die Fa. Bailyu & Bonny in Zeebrugge verkauft, die sie als „Topaze – Z 62“ in Dienst stellte. 1980 wurde sie nach Motorschaden aufgelegt und 1981 zur „Semper Creescendo – WR 225“ der Fa. C.A. Willeboodse & „Ome Jan“ Adriaanse WR.
Nach einem Umbau wurde das Schiff mit 129 BRZ vermessen. 1985 ging es an die C.A. Willeboordse & ZN. WR, 1989 an den Zeevissersbedrijf Gebr. de Ridder in Urk, die sie in „Cornelis de Ridder – UK 289“ umbenannte. 1991 ging sie nach Surinam und wurde wegen Drogenschmuggels aufgebracht.
1992 wurde der Trawler in Hansweert aufgelegt und 1994 durch die Abwracker von Treffers Haarlem erworben. 1995 erwarben Ko und Ans van Dijk in Badohoevedorp das Schiff und bauten es die folgenden 12 Jahre zur Kutteryacht „Mynias“ um . 2013 stand soie zum Verkauf und wurde erst in diesem Jahr zur „Callisto“.
Quelle:Tim Schwabedissen




Werksneuer Suzuki von Seenotrakete getroffen
(Bild: Gullik Pedersen)   Großbild klick!

Von Fähre abgefeuerte Notrakete zerstörte Wagen
(15.09.15) Zu einem spektakulären Zwischenfall kam es am 12.9. auf der norwegischen Fähre "Røst", 2052 BRZ (IMO-Nr.: 9035709), als deren Crew die Notraketen kontrollieren wollte und eine im Hafen von Svolvær abschoss. Die Rakete flog durch eine Werkhalle zur Skarvik Mek in Osan, passierte die vielbefahrene E10 zwischen Kabelvåg und Svolvær, dann einen stark frequentierten Rad- und Fußgängerweg und schlug schließlich in einen werkneuen Suzuki vor dem Autogeschäft Lofoten Bil in Osan ein.
Der Schaden an dem Wagen betrug zwischen 50000 und 80000 Kronen. Nur wenige Meter neben dem Auto standen mehrere Personen, die nur knapp verfehlt wurden. Das Projektil blieb in einem Sitz des Wagens stecken, nachdem es das Steuerrad zerschlagen hatte. Nach den geltenden Vorschriften müssen überalterte Rettungsmittel entsorgt werden. Eine Notrakete kann mehrere 100 Meter weit fliegen.
Quelle:Tim Schwabedissen




Yacht “Guest List”
(Bild: Rick Beauchesne)   Großbild klick!

Aufgegebene Yacht nach zwei Jahren zum Abwracken abgeschleppt
(15.09.15) Die 75 Fuß lange Yacht “Guest List”, die seit fast zwei Jahren am Ufer von Hampton gelegen hatte, wurde am 14.9. gegen 12.30 Uhr abgeschleppt. Nachdem das Boot in den Hafen gekommen war, hatten sich für die brasilianischen Eigner immer neue Probleme ergeben. Andresa and Marcelo Nunes hatten das Boot in Newburyport, Massachusetts, gekauft und wollten es ausbauen und mit einem Diesel ausrüsten.
Zwei Mal aber riss es sich los, schlug leck und landete am Ende dauerhaft auf dem Strand. Schließlich ging den Besitzern das Geld aus. Auf Geheiß der Behörden wurde die „Guest List“ konfisziert, der Fiberglasrumpf nun mit Tauchern abgedichtet, bei Hochwasser von Towboat U.S. vom Grund gezogen und zur staatlichen Pier in Hampton flussabwärts geschleppt.
Vorherige Versuche, auf einer Auktion einen neuen Eigner zu finden, waren fehlgeschlagen. Die Bergung kostete 18,000 Dollar. Nun sollte die verhinderte Luxusyacht abgewrackt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen




Stahlgerüst für Hansekogge
(Bild: Rijksdienst voor Cultureel Erfgoed)   Großbild klick!

Stahlkorsett für Hansekogge zu Wasser gelassen
(15.09.15) Am 14.0. gegen 13.00 Uhr wurde das Stahlgerüst, in dem das Wrack der Hansekogge von Kampen auf der Ijssel gehoben werden soll, durch Hebomaritiem zu Wasser gelassen. Auch wurden Tonnen auf dem Fluss ausgelegt, um die passierende Schifffahrt vor den angelaufenen Bergungsarbeiten der Firma aus Zwartsluis zu warnen.
Mitte Dezember soll das Wrack in dem Stahlkorsett durch einen Kran gehoben werden. Arbeiter des Konsortiums Isalacogghe brachten dazu auch eine Arbeitsplatfform in Stellung. Am 15.9. stiegen Taucher zu dem Wrack ab, um den Grund unter dem Rumpf zu untersuchen.
Quelle:Tim Schwabedissen




30 Mann nach Kollision von Kutter und Frachter gerettet
(15.09.15) Am 14.9. um 10.20 Uhr kollidierte der unter Bahamas-Flagge laufende Bulkcarrier "Venus", 32987 BRZ (IMO:9553232), mit einem Kutter rund 60 Meilen nordöstlich der Küste von Kuala Terengganu in der Südchinesischen See. Der Kutter, der 30 Mann an Bord hatte, sank nach dem Zusammenstoß.
Die "Venus" blieb vor Ort und informierte die Malaysian Maritime Enforcement Agency. Sie war mit einer Ladung Sand von Kambodscha nach Singapur unterwegs. Die Crew des Kutters wurde gerettet, die Patroullienboote , "Pengawal 48", "Sebatik" und "Segantang" wurden zur Unglücksstelle in Marsch gesetzt.
Quelle:Tim Schwabedissen




Schlechtes Wetter verhindert Tauchereinsatz an Altair
(15.09.15) Stürmisches Wetter verhinderte am 14.9. den Abstieg von Tauchern zu dem vor Faludden an der Südostküste von Gotland gesunkenen ehemaligen Hamburger Vermessungsschiffs „Altair“, 148 BRZ (IMO-Nr.: 7338339). Sie sollten prüfen, ob es möglich ist, die rund 1200 Liter Diesel in den Tanks abzupumpen.
Ein Überwachungsflugzeug der schwedischen Coast Guard und Satellitenbilder sollten derweil kontrollieren, ob Öl auslief.
Das Küstenwachboot “KBV 047” wurde in Ronehamn zum Einsatz vor Ort vorbereitet. Vor dem Einsatz musste aber eine Wetterberuhigung abgewartet werden. Um die noch aus dem Wasser ragenden Masten der “Altair” wurde eine Ölsperre ausgelegt. Ob das Schiff selbst auch geborgen würde, lag darüber hinaus in den Händen der zuständigen Versicherung.
Quelle:Tim Schwabedissen




Feuer in St. John’s gelöscht
(15.09.15) Am späten Nachmittag des 14.9. schlugen Flammen und Rauch am Oceanex Terminal im St. John's Dock neben dem kanadischen RoRo-Frachter "Oceanex Connaigra", 26786 BRZ (IMO-Nr.: 9649718), empor. Feuerwehreinsatzkräfte wurden zum Hafen von St. John's gerufen. Vor Ort stellte sich heraus, dass ein Kran in Brand geraten war. Es gelang, den Brand wenig später zu löschen. Menschen kamen nicht zu Schaden.
Quelle:Tim Schwabedissen




Motorboot sank nach Kollision mit Treibgut
(15.09.15) Zwei Personen wurden am Morgen des 14.9. vor Old Saybrook gerettet, nachdem ihr Motorboot zwei Meilen vor der Küste im Long Island Sound bei der Long Sand Shoal gegen acht Uhr leckgeschlagen war. Die Plum Island-Fähre “Shahan II” rettete die beiden, die ins Wasser hatten springen müssen, als ihr 40 Fuß langes Holzboot unter ihnen wegsank.
Als die Retter eintrafen, ragte nur noch der Bug rund fünf Fuß aus dem Wasser. Das Boot war offenbar mit Treibgut kollidiert. Medizinisches Personal der Feuerwehr von Old Saybrook nahm die beiden Schiffbrüchigen in Empfang. Sie wurden dann vom Department of Energy and Environmental Protection betreut.
Quelle:Tim Schwabedissen




Trimaran Schweizer Umweltwissenschaftler gekentert
(15.09.15) Das unter Singapur-Flagge laufende Offshore-Schiff "Pacific Marlin", 1200 BRZ (IMO-Nr.: 7810741), retttete am 12.9. das Schweizer Team des 70 Fuß langen Trimaran "Race for Water", der am 12.9. in einem Sturm im Indischen Ozean gekentert war. Die Crew hatte 30 Stunden in dem kieloben treibenden Rumpf ausharren müssen, ehe die Rettung kam.
Es war auf einer Weltumsegelung, um Plastikmüllstrudel im offenen Meer zu untersuchen. Die durch die Segler um den Schweizer Skipper Stève Ravussin an fünf Stellen gewonnenen Daten wurden ans Lausanne’s Federal Institute of Technology (EPFL) zur weiteren Analyse übermittelt. Bei der Race for Water Odyssey sollten binnen 300 Tagen auf 40,000 Meilen Untersuchungen durchgeführt werden.
Bei dem Schiff handelte es sich um einen Multi One Design 70 Trimaran. Die "Race for Water" hatte bereits 32,000 Meilen zurückgelegt und dabei den Atlantik und Pazifik gequert, ehe ein Sturm mit Windgeschwindigkeiten von 180 Kilometern sie vor dem Diego Garcia Archipel ereilte. Das Personal der Militärbasis Diego Garcia wollte den Schiffbrüchigen assistieren.
Quelle:Tim Schwabedissen




Fast Feuer auf erster Fährfahrt
(15.09.15) Am 14.9. kam es auf der von einer Barge in eine Fähre umgebauten “Pappy” auf der ersten Reise Fort Kochi nach Vypeen zu Rauchentwicklung im Maschinenraum. Gegen sieben Uhr quoll Rauch kurz vor dem Anlegen aus dem Achterschiff. Offenbar hatte sich Abfall um den Propeller gewickelt, wodurch die Maschine überhitzte und dann das Abgasrohr Schaden nahm.
Die Passagiere gerieten zunächst in Panik, Menschen wurden aber nicht verletzt, und am Abend konnte die Fähre wieder in Betrieb genommen werden, nachdem die Kühlwasserleitung repariert war.
Quelle:Tim Schwabedissen




Langwieriger Einsatz für Kutter vor Milford Haven
(15.09.15) Der Kutter “M 99”, dessen Propeller vor der Küste von Pembrokeshire blockierte, wurde am 12.9. von dem RNLI-Boot aus Angle 21 Meilen westlich der Zufahrt nach Milford Haven auf den Haken genommen. Das Schiff trieb manövrierunfähig mit fünf Mann an Bord in östlicher Richtung, als um 17.42 Uhr das Coastguard Operations Centre Milford Haven das Rettungsboot „Mark Mason” anforderte.
Um 18.45 Uhr waren die Seenotretter vor Ort und nahmen den Havaristen nach Milford Haven in Schlepp. Dort wurde der Kutter längsseits genommen und um 23.30 Uhr am Fisherman's Pontoon festgemacht. Eine Viertelstunde später war das Rettungsboot zurück am Slip am Ende eines über sechs Stunden dauernden Einsatzes.
Quelle:Tim Schwabedissen




Plattbodensegler vor Windpark abgeschleppt
(15.09.15) Das RNLI-Boot aus Sheerness wurde am 12.9. alarmiert, nachdem das 20 Meter lange Plattbodenschiff “Friso” vor der Küste von Kent manövrierunfähig geworden war. Die “George and Ivy Swanson” lief um 16.21. Uhr aus und nahm Kurs auf das südlich des Offshore-Windparks Kentish mit sechs Personen an Bord vor Anker liegende Schiff.
Es wurde auf den Haken genommen und nach Queenborough Harbour geschleppt. Um 20.26 Uhr war das Rettungsboot zurück aus seiner Station.
Quelle:Tim Schwabedissen




Kutter vor Untergang bewahrt
(15.09.15) Der 15 Meter lange Kutter "Crusader" (MMSI-Nr.: 232003832) lief am Morgen des 11.9. auf Felsen bei Aber Bach. Dabei wurde der hölzerne Rumpf aufgerissen. Die vierköpfige Crew funkte einen Notruf, und beide Boote der RNLI in Fishguard liefen zur Assistenz aus. Das Wasser in dem von Milford Haven aus operierenden Schiffes stieg rasch, und gegen sechs Uhr waren die Seenotretter unterwegs über die Fishguard Bay zur Unglücksstelle.
Nachdem die vier Fischer in Sicherheit waren, wurde eine Lenzpumpe zum Einsatz gebracht, mit deren Hilfe der Wassereinbruch unter Kontrolle gebracht werden konnte. Dann wurde der Havarist vom Grund geschleppt und nahm Kurs auf Lower Town, Fishguard, wobei er von einem Rettungsboot eskortiert wurde. Dort konnte das Schiff bei Ebbe trockenfallen und repariert werden.
Quelle:Tim Schwabedissen




Zwölftes Opfer von Kutterunglück entdeckt
(15.09.15) Am 14.9. wurde ein weiterer Vermisster des Kutters “Dolphin”, 9,77 BRZ, an der Südküste Koreas tot gefunden. Gegen neun Uhr wurde die Leiche unweit der Unglücksstelle fünf Kilometer südöstlich der Insel Chuja entdeckt. Es handelte sich um einen 53-jährigen Mann, der zur Obduktion nach Jeju gebracht wurde.
Damit stieg die Anzahl der bestätigten Toten auf 12. Das Schiff war mit 21 Mann an Bord am 5.9. vor Jeju gekentert. Drei Menschen wurden aus dem Wasser gerettet, sechs sind immer noch vermisst.
Quelle:Tim Schwabedissen




Wrack der „Bád Eddie“
(Bild: Eddie Maxwell)   Großbild klick!

Sorgen um „Bád Eddie“
(14.09.15) Ein seit Anfang der 1970er Jahre auf dem Strand von Magheraclogher in Bunbeg, County Donegal, liegenden Wrack bereitet inzwischen Sorgen. Weil das Holzschiff zusehends verfällt, befürchten Anwohner eine steigende Unfallgefahr, speziell für Kinder, die auf dem Strand spielen. Das bei Ebbe trockenfallende Schiff ist als „Bád Eddie“, was einfach “Eddies Boot” heißt, bekannt, hieß tatsächlich aber „Cara Na Mara” (Friend of the Sea) und war ursprünglich ein Kutter. 1985 erlangte er Filmruhm im “Clanad and Bono”-Video.
Vor allem ein Sturm im Juni 2009, der als "worst storm in living memory" ins Gedächtnis der Region einging, hat dem Wrack zugesetzt, dessen Achterschiff seitdem fast vollständig verschwunden ist. Wenn es nach dem Bürgermeister Cllr John Seamais O Fearraigh ginge, könnte der Rest nun durch Abbruch folgen. Damit wäre die Region allerdings um ein ikonisches Fotomotiv ärmer.
Quelle:Tim Schwabedissen




Nur noch der Mast ragt aus dem Wasser
(Bild: USCG)   Großbild klick!

Ölsperre an gesunkenem Schlepper ausgelegt
(14.09.15) Die Coast Guard Juneau legte nach dem Untergang des 96 Fuß langen Schleppers „Challenger“ am Nachmittag des 12.9. im Gastineau Channel am 13.9. eine 400 Fuß lange Ölsperre an der Unglücksstelle aus.
Die passierende Schifffahrt wurde vor dem Wrack gewarnt. Die Southeast Alaska Lighterage and Global Diving wurde am 14.9. mit dem Aufnehmen möglicherweise auslaufenden Öls beauftragt. Der 1944 erbaute Schlepper hatte seit mehreren Monaten in Juneau gelegen.
Quelle:Tim Schwabedissen




Kollision in Swinemünde
(14.09.15) Am Morgen des 12.9. erlitt der zyprische Frachter "Altamar", 2984 BRZ (IMO-Nr.: 9472012), der Marship Management GmbH & Co. KG in Haren-Ems, der aus Vlissingen kam, beim Einlaufen nach Swinemünde einen Ruderversager. Er rammte daraufhin den polnischen Bunkertanker "Palica", 999 BRZ (IMO-Nr.: 7704057), der zur Treibstoffübergabe längsseits der Fähre "Baltivia" lag.
Der Bunkertanker erlitt Schäden an Schanzkleid und Aufbuaten, die "Altamar" einen Riss im Rumpf oberhalb der Wassserlinie. Der mit Papierpordukten beladene Frachter machte um 9.15 Uhr am Euro Terminal in Wolin fest, er Tanker lief am 13.9. nach Stettin ein.
Quelle:Tim Schwabedissen




Kutter in Bristol Bay evakuiert und gestrandet
(14.09.15) Von der Coast Guard Air Station Kodiak stieg am 13.9. ein MH-60 Jayhawk Helikopter auf, um in der Bristol Bay die dreiköpfige Crew eines 32 Fuß langen Kutters zu retten. Sie wurde unterstützt von einer HC-130 Hercules. Die Fischer wurden nach einem 250 Meilen weiten Flug sicher abgeborgen und nach Dillingham geflogen.
Sie hatten zuvor Maschinenausfall gemeldet und die Coast Guard Anchorage alarmiert, dass ihr Schiff auf die Felsenküste zutrieb. Kurz nach der Rettung strandete der Kutter bei 35 Meilen Windgeschwindigkeit und fünf Fuß hohen Wellen auf dem Strand.
Quelle:Tim Schwabedissen




Kollision in Röbel
(14.09.15) Am 12.9. kam es im Stadthafen Röbel zu einer Kollision des Fahrgastschiffes "Diana" (EU-Nr.: 05803980) mit einem Segelboot. Beide Fahrzeuge wurden stark beschädigt, konnten aber selbstständig weiterfahren. Der Gesamtschaden wurde auf ca.15000 Euro geschätzt.
Die „Diana“ der Weisse Flotte Müritz GmbH ist ein Salon- und Kreuzfahrtschiff und wurde im Jahr 2000 bei der Fridtjof Nansen GmbH Wolgast als Kasko erbaut, Ausbauwerft war die EFP Beka in Danzig. Mit einer Länge von 39,95 Metern, einer Breite von 5,10 Metern sowie einem Tiefgang von 1,10 Metern ist sie das größte Fahrgastschiff auf der Mecklenburgischen Seenplatte und kann bis zu 300 Personen aufnehmen.
Quelle:Tim Schwabedissen




Viel Rauch um Containerfrachter in Rotterdam
(14.09.15) Der unter Malta-Flagge laufende Containerfrachter "Barzan“, 195636 BRZ (IMO-Nr.: 9708851), auf dem am 7.9. ein Feuer ausgebrochen war und der am 10.9. von Port Klang kommend auf der Steenbank-Reede vor Rotterdam Anker geworfen hatte, bereitete am Wochenende weiter Kopfzerbrechen. Die Feuerwehr von Rotterdam wurde am 11.9. alarmiert, nachdem es auf dem inzwischen am RWG Terminal in Maasvlakte II liegenden Schiff zu starker Rauchentwicklung gekommen war.
Er drang aus fünf Containern, die nach Rotterdam bestimmt waren. Die betroffene Abteilung wurde geflutet, bevor das Schiff zum ECT-Terminal verholte, wo die Boxen, die z.T. mit Batterien beladen waren, an Land gesetzt wurden. Hier begannen sie wieder zu qualmen, und die Feuerwehr setzte sie ein weiteres Mal unter Wasser.
Quelle:Tim Schwabedissen




Segler nach Mastbruch von Yacht im Rognsfjord abgeborgen
(14.09.15) Auf einer 26 Fuß langen Segelyacht kam es am 13.9. zu einem Mastbruch im Rognsfjord in Bamble. Das über Bord gegangene Rigg verhedderte sich im Propeller, sodass das Boot manövrierunfähig wurde. Die dreiköpfige Crew konnte bei starkem Seegang von einem anderen Boot von Bord geholt und nach Langesund gebracht werden.
Es war auf dem Weg von Valle in den Heimathafen Stathelle gewesen, als der Skipper die entmastet in der See treibende Yacht entdeckte und längsseits ging. Der Skipper der verunglückten Yacht hatte Notzeichen gegeben, auf die aber nur das eine Boot reagierte, obwohl mehrere andere ebenfalls in der Nähe waren. Das NSSR-Rettungsboot „Sundt“ aus Kragerø erreichte die auf die Küste zutreibende Yacht um 12:30 Uhr und hatte sie um 12.:53 Uhr im Schlepp nach Langesund.
Quelle:Tim Schwabedissen




Zwei Mann nach Schlepperuntergang aus dem Wasser gerettet
(14.09.15) Am 11.9. gegen 18 Uhr kenterte und sank der kanadische Schlepper "Ocean Gordon" (MMSI-Nr.: 316022038) im Burrard Inlet in Vancouver. Ein Boot der Coast Guard war 11 Minuten nach dem Notruf um 18 Uhr vor Ort. Der 14 Meter lange Schlepper war beim Verholen einer 15 Meter langen, mit Kies beladenen Barge unweit des Centerm Terminal auf flachem Wasser gekentert.
Die zweiköpfige Crew wurde aus dem Wasser gerettet, die Barge von einem anderen Schlepper auf den Haken genommen. Einsatzkräfte von Port Metro Vancouver und der Canadian Coast Guard waren ebenfalls vor Ort, um gegen mögliche Ölaustritte vorzugehen. Die Western Canada Marine Response Corporation wurde dazu in Einsatzbereitschaft versetzt.
Quelle:Tim Schwabedissen




Historischer Kutter während der Restaurierung gesunken
(14.09.15) In Gravelines sank am städtischen Kai der französische Kutter "Jean XXIII - DK.275804", 13 BRZ (MMSI-Nr.: 227312620). Das historische Schiff wurde seit zwei Jahren von einem Team von Freiwilligen restauriert. Der FRCPM (Regionalverband für Kultur und maritimes Erbe) hatte es vor der drohenden Verschrottung bewahrt, und seit fast zwei Jahren hat ein Team von Freiwilligen den Motor und das Hydrauliksystem restauriert und die Fangausrüstung demontiert.
Durch hohe Schwell wurde das Schiff nun an seinem Liegeplatz gegen die Pier geschlagen und aufgerissen. In den kommenden Tagen sollte es aus dem Wasser geholt und zum Gelände der FRCPM Calais zur Reparatur gebracht werden.
Der Schleppnetzkutter wurde 1970 bei der Werft Delpierre Agneray Grand Fort Philippe 59 erbaut. Er ist 11,80 Meter lang und hat eine Breite von 4,09 Metern. Es handelt sich um einen der letzten Holztrawler aus Nord-Pas-de-Calais und wurde nach der Außerdienststellung an die Stadt Gravelines erworben. 2010 scheiterte ein Projekt zur Wiederherstellung, doch dann konnte die FRCPM das Schiff für einen symbolischen Euro wenige Tage vor seiner geplanten Abwrackung übernehmen.
Quelle:Tim Schwabedissen




Bunkertanker kenterte beim Beladen
(14.09.15) Nach dem Untergang des in Bangladesch registrierten Wassertankers “Mosak” der Chittagong Port Authority am Morgen des 13.9. an Mole 13 von Chittagong auf dem Karnaphuli River wurde eine Warntonne ausgelegt. Die Schiffsbewegungen wurden nicht behindert. Das 40 Meter lange 500-Tonnen-Schiff kenterte, als es über eine Pipeline beladen wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen




Einhandsegler nach Assistenz in Notlage bester Laune
(14.09.15) Zum rettenden Engel für den betagten Skipper der Yacht “Mahi” wurde am 10.9. die neuseeländische Fregatte HMNZS „Te Kaha“ in der Tasmanischen See. Die Yacht war nach dem Auslaufen aus Brisbane am Abend in Seenot geraten, als am Ruder ein Leck auftrat. Die Fregatte auf dem Weg nach Südostasien befand sich 180 Meilen entfernt, als sie den Notruf des australischen Einhandseglers auffing.
Ein Seasprite-Helikopter stieg auf, um die “Mahi” zu lokalisieren. Nachdem die Fregatte herangeführt war, kam ein Boarding-Team mit einem Ingenieur und einem Mediziner längsseits. Der Skipper der „Mahi“ war seit fünf Wochen auf See, obwohl er nur für zwei Wochen ausgerüstet war. Trotz seiner prekären Lage und bar jeder Nahrung war er weiterhin guter Dinge, und nachdem er mit Essen verpflegt worden war, der Schaden repariert und ergänzende Nahrung für 10 Tage und 80 Liter Brennstoff übergeben war, stand seiner Weiterreise nichts im Wege.
Das Angebot der Marine, ihn in den Hafen zu bringen, lehnte er entsprechend ab, obwohl sein Boot sich in einem sehr entlegenen Seegebiet befand. In bester Laune nahm er Kurs auf Brisbane, nicht ohne vom Joint Rescue Coordination Centre den aktuellsten Wetterbericht erhalten zu haben.
Quelle:Tim Schwabedissen




Einhandsegler nach Rettung aus Seenot mit Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht
(14.09.15) Der Einhandsegler, der am Morgen des 11.9. nach Wassereinbruch auf seiner Yacht „Osprey“ von dem chinesischen Erzfrachter "Shi Dai 8", 40913 BRZ (IMO-Nr.: 9591698), aus einer Rettungsinsel vor der australischen Westküste geborgen worden war, musste am Nachmittag des 12.9. von einem Helikopter abgeborgen und nach Geraldton geflogen werden. Der 54-jährige Grant MacDonald, 54, war nach seiner Rettung an Bord des Frachters erkrankt.
Er hatte am Morgen des 11.9. Notsignale gesendet, nachdem sein Boot auf dem Weg nach Carnarvon Wassereinbruch erlitten hatte. Am 13.9. wurde er wieder aus dem Krankenhaus entlassen und sollte nun wieder mit seiner ebenfalls geretteten Bordkatze zusammengebracht werden, nachdem auch der Frachter in den Hafen von Geraldton eingelaufen war. Was aus der „Osprey“ wurde, war derzeit nicht bekannt.
Quelle:Tim Schwabedissen




Russischer Seemann im Gymnastikraum schwer verbrannt
(14.09.15) Ein polnischer Anakonda-Rettungshubschrauber barg von dem unter Panama-Flagge laufenden Containerfrachter "MSC Sariska", 52181 BRZ (IMO-Nr.: 8715857), auf der Ostsee einen russischen Seemann ab, der im Gymnastikraum des Schiffes bei einem Feuer 90-prozentige Verbrennungen erlitten hatte.
Der Helikopter war eine halbe Stunde nach dem Notruf vor Ort und flog ihn in ein Krankenhaus in Danzig. Der Frachter war am 11.9. aus Bremerhaven nach Gdingen ausgelaufen, wo er am 13.9. eintraf.
Quelle:Tim Schwabedissen




Hochzeitsgesellschaft landete auf Grund
(14.09.15) Der Raddampfer “Chautauqua Belle” lief am 12.9. um 18.30 Uhr in flachem Wasser auf dem Chautauqua Lake auf Grund. An Bord befand sich eine 74-köpfige Hochzeitsgesellschaft. Das Schiff befand sich 100 Yards vom Ufer entfernt, als es auf Höhe der Gull Road festkam. Einige Fahrgäste wurden von einem privaten Pontonboot an Land gebracht. Die Havarie ereignete sich bei stürmischem Wind.
Quelle:Tim Schwabedissen




Honey Cutter am Haken
(Bild: USCG)   Großbild klick!

Yacht Honey Cutter drei Tage nach Kielbruch im Hafen
(13.09.15) Nach drei Tagen eskortierte ein Boot der US Coast Guard am 12.9. die Segelyacht „Honey Cutter“ nach Honolulu. Damit kam eine Rettungsaktion, die 450 Meilen vor der Küste begann, zu einem guten Ende. Beteiligt waren außerdem ein Flugzeug der Marine und zwei zivile Schiffe, nachdem das 36 Fuß lange Boot am 9.9. Kielbruch und Wassereinbruch gemeldet hatte. Daraufhin waren eine P-3 Orion aus Oahu und der Kutter „Capt. Kenneth“, der sich 80 Meilen entfernt befunden hatte, zu Hilfe gekommen. Die Orion blieb vor Ort, bis der Kutter die Yacht auf dem Haken hatte. Er wurde am 10.9. von der „Galveston Island“ abgelöst. Die letzte Etappe nach Honolulu konnte die „Honey Cutter“ mit eigenem Hilfsmotor zurücklegen.
Quelle:Tim Schwabedissen



„Altair“ auf der Wärmebildkamera der Küstenwache
(Bild: Kustbevakningen)   Großbild klick!

Einstiges deutsches Hydrographischiff sank vor Gotland
(13.09.15) Keine Rettung gab es für die mexikanische „Altair“, 965 BRZ (IMO-Nr.: 7338339, die am Morgen des 12.9. zwei Meilen vor Gotland Wassereinbruch erlitten hatte. Um 11 Uhr waren die Seenotretter der Rescue Vändburg aus Fårösund und der Helikopter Lifeguard 002 aus Ronneby vor Ort gewesen. Die Lage hatte sich so ernst dargestellt, dass die Evakuierung der Crew empfohlen wurde.
Um 11.15 Uhr befanden sich drei Personen auf der Rescue Fårösund. Zwei weitere blieben noch an Bord. Um 11:25 Uhr kamen zwei Rettungsmänner an Bord, um beim Pumpen zu assistieren. Doch um 12.24 Uhr musste das Schiff geräumt werden. Alle Mann an Bord wurden von der Rescue Fårösund übernommen und nach Vändburg gebracht.
Am Nachmittag traf das schwedische Patroullienboot "KBV 033" vor Ort ein, brachte einen weiteren Anker aus und startete die Bilgenpumpen. Die Situation schien auch vorerst stabilisiert zu sein, und die Rettungsbemühungen sollten am 13.9. weiter gehen. Doch während die Rettungskräfte versuchten, die „Altair“ langsam in Richtung Küste zu schleppen, begann diese über den Bug wegzusacken.
Das wieder an Bord gegangene Personal der Küstenwache musste aus Sicherheitsgründen abgeborgen werden. Schließlich sank sie auf acht Metern Wassertiefe, sodass die Masten noch aus dem Wasser ragten. Zuvor war es noch gelungen, die Ventile zu schließen, sodass die 1,2 Kubikmeter Öl nicht auslaufen konnten. Nun sollten Taucher prüfen, ob sie abgepumpt werden könnten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schlepperveteran in Alaska gesunken
(13.09.15) Der 96 Fuß lange Schlepper „Challenger“ sank am 12.9. gegen 16 Uhr im Gastineau Channel in Juneau. Nur die Mastspitzen blieben bei Hochwasser noch über Wasser sichtbar. Das Schiff hatte seit mehreren Monaten an der jetzigen Untergangsstelle gelegen. Ein Boot der Coast Guard Station Juneau markierte das Wrack mit einem Blinklicht am Mast und einer Boje. Dem Alaska Department of Environmental Conservation war unbekannt, wieviel Öl noch an Bord war. Ein Ölfilm wurde bei der Juneau-Douglas Bridge entdeckt, war aber minimal.
Die „Challenger“ wurde im August 1944 in Wilmington erbaut und 1946 aus dem Marinedienst genommen und an eine Firma auf Vancouver Island verkauft. Sie war bis 1983 in den Gewässern von British Columbia und Washington aktiv, ehe sie an einen privaten Eigner ging .1985 wurde sie in ein “Bunk and Breakfast” auf dem Lake Union in Seattle umgebaut. Um 2002 ging sie nach Juneau und gehörte seit 2014 dem aktuellen Eigner, der sie restaurieren wollte.
Quelle:Tim Schwabedissen



„K“ auf Klippe
(13.09.15) Der koreanische Containerfrachter „K“ lief am 12.9. um 13.20 Uhr auf einen Felsen 750 Meter westlich der Insel Hanapdeok. Der 304-Tonner blieb mit in die Luft aufragendem Bug auf dem Riff liegen. Die Coastguard schickte ein Patroullienboot zu dem Havaristen, der mit Backbordschlagseite festlag.
Die 11-köpfige Crew wurde unversehrt abgeborgen. Der 59-jährige Kapitän wurde zur Havarie vernommen. Am 13.9. sollte ein Bergungsversuch unternommen werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wassertanker in Chittagong gesunken
(13.09.15) Der Wasserversorger „Mashak“ sank am 13.9. gegen fünf Uhr im Hafen von Chittagong an einer Mole. Der Schiffsverkehr wurde nicht beeinträchtigt. Der Wassertanker sollte zeitnah geborgen werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



"Le Regarde Ailleurs“ im Vollbrand
(Bild: Premar Manche)   Großbild klick!

Kutter nach Feuer vor Pointe du Ho gesunken
(12.09.15) Der französische Notfallschlepper „Abeille Liberté“ wurde am Abend des 10.9. zu dem Kutter "Le Regarde Ailleurs - CN.626604“, 23 BRZ (MMSI-Nr.: 228116700) aus Port-en-Bessin (Calvados) alarmiert, der vor Pointe du Hoc am frühen Nachmittag in Brand geraten war. Um 13.45 hatte dessen zweiköpfige Crew das CROSS Jobourg verständigt. Ihr Schiff befand sich sechs Meilen nordöstlich von Port-en-Bessin.
Auf den Notruf reagierten auch das Forschungsschiff „André Malraux“ und ein EC 225-Helikopter der Marinebase in Maupertus sowie das SNSM-Boot „Ouistreham“. Die Feuerwehr schickte das RIB „SDIS 14“, das gerade eine Tauchübung durchführte. Nachdem es den Fischern nicht gelang, die Flammen einzudämmen, wurden sie von diesem unversehrt gerettet, während das SNSM-Boot versuchte, die Flammen mit dem Löschmonitor einzudämmen.
Mittlerweile barg der Kutter "Milou" die leer in der See treibende Rettungsinsel. Die „Abeille Liberté“ wurde aus Cherbourg herbeigerufen, um die Löscharbeiten zu unterstützen, außerdem das Patroullieboot „Pluvier“ aus derSeine Bay. Alle Schiffe folgten dem treibenden Trawler im Bemühen, das Feuer zu ersticken und die drohende Strandung an der nahen Küste zu verhindern.
Am späten Nachmittag ging ein Team der Feuerwehr Cherbourg mit einer Wärmebildkamera an Bord, außerdem sollte eine Gasflasche geborgen werden. Doch da das Feuer weiter um sich griff, mussten die Einsatzkräfte sich wieder vom Schiff zurückziehen. Zwar gelang es den Seenotrettern und der „Abeille Liberté“ bis zum Abend, die Flammen niederzukämpfen und den Trawler vor der Strandung auf den Haken zu nehmen.
Doch wenige Minuten später kenterte das Schiff, von der Brandeinwirkung geschwächt und durch das Löschwasser schwer geworden, und sank gegen 23 Uhr am Pointe du Ho. Am Morgen des 11.9. kehrte die „Pluvier“ zurück zur Untergansstelle, um mögliches Treibgut einzusammeln. Der Kutter entstand 1985 auf der Chantier Naval Daniel Yves Paimpol. Er war 12,7 Meter lang und 5,26 Meter breit.
Quelle:Tim Schwabedissen



DGzRS barg Boot in Travemünde
(12.09.15) Am Morgen des 9.9. entdeckten Zeugen sechs Uhr in Traemünde ein auf den Strand getriebenes Motorbboot mit einem kleinen Dingi. Niemand war an Bord. Die Scheiben waren beschädigt. Die Polizei wurde benachrichtigt, weil unklar war, ob sich das Boot irgendwo losgerissen haben könnte.
Dann tauchte aber der Skipper auf, der in der Nacht technische Schwierigkeiten erlitten und das Boot auf den Strand gesetzt hatte. Er hatte es dann mit einer Leine und einem Anker gesichert. Gegen 17 Uhr kam das Rettungsboot der „Hans Ingwersen“ und versuchte, das Boot zurück ins Tiefe zu bekommen. Beim ersten Anlauf brach aber die Schleppleine.
Mit einer zweiten Leine gelang es, das Boot, das inzwischen etwas Schlagseite und entsprechend weniger Tiefgang hatte, zu drehen und vom Strand zu ziehen. Gegen 19 Uhr war das Boot am Haken des DGzRS-Boots traveaufwärts unterwegs.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wracksuchschiff „Altair“ mit Ölfilm
(Bild: Kustbevakningen)   Großbild klick!

Ehemaliges deutsches Wracksuchschiff droht zu sinken
(12.09.15) Das unter mexikanischer Flagge laufende, frühere deutsche Wracksuchschiff „Altair“, 965 BRZ (IMO-Nr.: 7338339) erlitt am Morgen des 12.9. südöstlich der Insel Gotland rund vier Kilometer vor Fide Wassereinbruch und drohte zwischen Grötlingbogrund und Grötlingboudd zu sniken. Die schwedische Coast Guard wurde von der fünfköpfigen Crew um 10:40 a.m. Uhr alarmiert und schickte die Patroullienboote „KBV 033“ aus Oskarshamn und die „KBV 313“ aus Oxelösund.
Die Situation auf der „Altair“ wurde derweil immer dramatischer, weil die Maschine ausfiel und die Lenzpumpen stoppten. Das Schiff hatte 1,2 Tonnen Diesel an Bord und war von Stockholm zur Reparatur in einer Werft in Klaipeda unterwegs. Die Crew machte zwei Rettungsinseln klar, während der Helikopter Lifeguard 002 mit weiteren Pumpen in Marsch gesetzt wurde. Auch die Seenotretter und die Polizei waren zur Hilfeleistung alarmiert worden.
Die „Altair“ wurde 1962 bei der Schlichting-Werft in Travemünde fü+r das deutsche hydrographische Institut in Hamburg als „Atair“ erbaut. Der Rumpf und die Aufbauten waren aus einer Aluminium-Legierung gebaut. Das Schiff ging nur sehr flach und war nicht-magnetisch, um an der deutschen Küste Schiffswracks und Minen aus dem Zweiten Weltkrieg zu untersuchen. Zur gleichen Zeit wurde das Schwesterschiff „Vega“ erbaut, später umbenannt in „Deneb“.
Die „Altair“ wurde im Jahr 1987 an die Königliche Technische Hochschule in Stockholm verkauft und diente zu Bodenuntersuchungen in den ehemaligen Sowjetgebieten. Dann erwarb es Bengt Grisell, der zuvor mit Anders Franzen das Kriegsschiff „Vasa“ in Stockholm gefunden hatte. U.a. fand er die 1944 versenkte Göteborg-Lübeck-Fahrgastschiff „Hansa“. Bengt Grisell war 17 Jahre lang Eigentümer des Schiffes, ehe er es 2003 an Privatleute verkaufte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Containerfrachter "Cape Moreton" wird gelöscht
(Bild: Marianne Bermudez)   Großbild klick!

Feuer auf Frachter Hamburger Reeder nach Stunden gelöscht
(12.09.15) An Bord des unter Marshall-Islands-Flagge laufenden Containerfrachters "Cape Moreton", 27786 BRZ (IMO-Nr.: 9308405) brach an Liegeplatz 1 des Manila International Container Terminal in im Nordhafen von Tondo, Manila, am 12.9. um 09.12 Uhr offenbar nach einer Explosion ein Feuer aus. Um 9.15 Uhr drang Rauch aus den Laderäumen 4 und 5, wo Boxen mit Natriumhydroxid gestaut waren. Im Laufe der nächsten Stunden rückten bis zu 20 Löschfahrzeuge und drei Löschschlepper an.
Mehrfach, zuletzt um 11.24 Uhr, wurde nachalarmiert. Erst um 17.37 Uhr wurde Feuer aus gemeldet. Der Einsatz der Feuerwehr wurde durch deren Unvertrautheit mit den Gegebenheiten unter Deck ebenso verkompliziert wie durch die russische Crew, die erst nach Personalausweisen fragte, ehe sie die Einsatzkräfte an Bord ließ.
Auch die "DF-309", "DF-334" und "DF-312" der philippinischen Coastguard assistierten bei dem Einsatz. Der Frachter war am 11.9. von Ningo kommend in den Hafen eingelaufen.
Das 2700-TEU-Schiff ist 221,69 Meter lang, 29,8 Meter breit, hat 11,4 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 37882 Tonnen. Es läuft für die Hanse-Schiffsbereederung in Hamburg, Manager ist die Maritime Gesellschaft für maritime Dienstleistungen in Elsfleth. Es wurde 2005 bei der Wadan Yards MTW GmbH in Wismar erbaut und lief bis 2010 als „Cosco Damman“.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sportboot rammte Binnenschiff – Skipper flüchtete
(12.09.15) Das holländische Binnenschiff "Celtic" &xnbsp;3238 ts (EU-Nr.: 02328509), kollidierte am 11.9. gegen 20:40 Uhr auf dem Main bei Fechenheim mit einem Sportboot, als es von Rotterdam kommend zu Tal unterwegs waren. Zwei Sportboote kamen ihm mit einer Geschwindigkeit von ca. 50 bis 60 km/h entgegen. Eines der Sportboote stieß wenig später mit dem Binnenschiff zusammen. Es rammte die „Celtic“ dabei am Bug. Anschließend fuhr das Sportboot zu Berg weiter in den Sportboothafen Mainkur. Der Skipper flüchtete dort. Am Binnenschiff entstand nur geringer Farbschaden.
Das Sportboot hingegen wurde stark beschädigt. Der Rumpf des GFK Bootes wurde auf der Steuerbordseite mittig bis achtern aufgerissen. Die Ermittlungen zum Verbleib des Eigentümers und Bootsführers verliefen ergebnislos, so auch Anfragen im nächsten Familienkreis und in den umliegenden Krankenhäusern. Die polizeilichen Ermittlungen der Wasserschutzpolizei Frankfurt dauerten noch an.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schlepper sank in Penang
(12.09.15) Der thailändische Schlepper „Shoyo 18“sank am North Butterworth Container Terminal in Penang am 10.9. gegen 15.30 Uhr. Er war bei der Verschleppung einer Barge zum Hafen und wurde von zwei Hafenschleppern assistiert. Aus ungeklärter Ursache kam es zu einem Wassereinbruch. Ein Lotsenboot barg die dreiköpfige Crew. Der Schlepper gehörte dem thailändischen Bargeneigner.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schiff auf Riff
(12.09.15) Am Nachmittag des 12.9. lief ein Versorgungsschiff auf ein Riff westlich Hanapdeokdo Island in der Süd-Jeolla Provinz in Korea. Der Rumpf wurde aufgerissen, das Schiff entwickelte schwere Schlagseite, wurde aber von der Coastguard stabilisiert. Die 11-köpfige Crew wurde gerettet. Es kam zu Ölaustritt. Wahrscheinlich handelte es sich bei dem Fischereiversorger um die „Mugunghwa No. 6“.
Quelle:Tim Schwabedissen



Suche nach vermissten Bootsfahrern eingestellt
(12.09.15) Die Coast Guard stellte am Abend des 11.9. die Suche nach Thomas Miller, 68, und Tina Pittman, 41, vor der Nordmole von Grays Harbor, Washington, um 19:15 Uhr ein. Ein MH-60 Jayhawk Helikopter der Air Station Astoria, ein 47-Fuß-Boot der Station Grays Harbor in Westport und das 87 Fuß lange Patroullienboot „Adelie“ aus Port Angeles, Washington, hatten über 24 Stunden nach ihnen gesucht. Sie hatten dabei 555 Quadratmeilen abgedeckt, nachdem am 10.9. um 19.10 Uhr ihr 20-Fuß-Boston Whaler 30 Yards vor der Küste in der Brandung gekentert angetrieben war.
Quelle:Tim Schwabedissen



Luxusyacht drei Jahre nach Feuer geräumt
(12.09.15) Das Washington State Department of Natural Resources barg am 11.9. das Wrack der 105 Fuß langen Luxusyacht „Safari Spirit“ aus dem Snohomish River. Das Charterboot war 2012 am Fisherman’s Terminal in Brand geraten. Danach wurde der Brennstoff abgepumpt und das Wrack ins Steamboat Slough gezogen. Hier verblieb es, bis die Snohomish County Sheriff’s Offices’ Marine Unit, die US Coast Guard und das Washington Department of Ecology nun das Schiff beseitigten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schlepper sank in Vancouver
(12.09.15) Am 11.9. um 20 Uhr funkte ein Schlepper in Vancouver Mayday unweit des Center Terminal östlich des Crab Park in Burrard Inlet.Die zweiköpfige Crew wurde gerettet und dem B.C. Ambulance Service übergeben. Der Schlepper sank in flachem Wasser, als er eine Barge mit Kies schleppte, die ein anderer Schlepper dann auf den Haken nahm.
Quelle:Tim Schwabedissen



“Apres Ski” (hinter dem Tanker) brennt
(Bild: Timothy Dawson)   Großbild klick!

"Apres Ski" nach Feuer unter Wasser
(11.09.15) Am 9.9. geriet in der English Bay in Vancouver die “Apres Ski”, eine 100,000 Dollar werte Hunter 380-Yacht aus Coal Harbour, in Brand. Die fünfköpfige Crew versuchte, die Flammen mit einem Feuerlöscher zu ersticken, musste dann aber auf ein Beiboot flüchten. Die vier Männer auf dem in der Nähe fischenden Kutter „High Kick” sahen den Rauch, holten die Netze ein und kamen zu Hilfe.
Um 16.20 Uhr wurde die Coast Guard alarmiert, deren “IRB 506” von der Station Stanley auslief und 13 Minuten später vor Ort war. s Auch ein Patroullienboot des Port of Metro Vancouver war um 16:30 Uhr vor Ort, gefolgt von einem Hovercraft der Coast Guard um 16:48 Uhr sowie einem Boot der Vancouver Police. Die Vancouver Fire Rescue traf um 17:05 Uhr ein, konnte aber nicht mehr helfen. Die “Apres Ski“ brannte aus und sank.
Quelle:Tim Schwabedissen




Luxusyacht vor Korfu aufgelaufen
(11.09.15) Die 40 Meter lange, unter Cayman-Islands-Flagge registrierte Luxusyacht “Jelana” (MMSI-Nr.: 319028300) lief mit 15 Personen an Bord am 10.9. auf Felsen vor der Insel Korfu. Dabei wurde der Rumpf der Sunseeker aufgerissen, und der Maschinenraum fiel voll Wasser. Durch Schließen der Schotten konnte der Wassereinbruch aber auf diese Abteilung begrenzt werden.
Nachdem Öl auszulaufen begann, wurde der Brennstoff auf ein Rettungsfahrzeug umgepumpt und eine Ölsperre um den Havaristen ausgebracht. Die 2011 erbaute „Jelana“ hat sechs Kabinen.
Quelle:Tim Schwabedissen




Segelkutter Marie Madeleine
(Bild: Marine_Nationale)   Großbild klick!

Segelkutter Marie Madeleine – das Ende einer 40-jährigen Liebe
(11.09.15) Eine 40 Jahre alte Liebe endete am 9.9. für Jacques Dadure. Er war bis zu diesem Tage der Eigner der “Marie Madeleine”, 25 ts, und mit ihrem Untergang versanken vier Jahrzehnte Hingabe an maritimes Erbe auf dem Meeresgrund. Am 16.7. 1984 war das Schiff zum historischen Monument erklärt worden, und außerdem trug es das Label BIP (Boot von historischem Interesse) der Fondation du Patrimoine Maritime et Fluvial.
Der 1934 erbaute 25-Tonnen-Kutter war 1967 nach 43 Dienstjahren an den DeauvilleYacht-Club (DYC) verkauft und als Serviceschiff bis 1975 genutzt worden. Als Dadure das Schiff zwei Jahre darauf entdeckte, lag es vollgelaufen am Kai des Hafens, nur noch das Oberdeck ragte knapp aus dem Wasser. Für einen symbolischen Franc erwarb er das Wrack und restaurierte es bis 1984. Seit 1985 wurde es durch die Association Marie-Madeleine betrieben und für Gästefahrten genutzt.
Das letzte Kapitel in der Laufbahn des Schiffes began am 5.9., als Dadure mit 14 Passagieren zu den Inseln von Saint-Marcouf auslief. Er machte einen Fehler – er schaltete seinen Echosounder nicht an und kam zu dicht an eine der Inseln heran. Die „Marie Madeleine“ setzte auf den Felsen auf. Zunächst war die Lage noch nicht allzu bedrohlich. Die Fahrgäste wurden evakuiert, und es begannen Bergungsversuche. Doch wegen ungünstigen Tidenhubs gelang es dem Seenotkreuzer „SNS 210 - Président Jules Pintheaux"weder in der Nacht noch am folgenden Tag, den Zweimaster wieder freizuschleppen. Drei Mal zog er bis zum 6.9. vergeblich an dem Schiff. Zwei Mann waren bis dahin an Bord geblieben, um so viel wie möglich zu sichern, ehe auch sie die Unglücksstelle verließen.
Erst für den 11.9. wurden günstigere Fluthöhen erwartet, doch so lange sollte das Schiff nicht auf den Felsen überstehen. Die Verbände lockerten sich durch den Einfluss von Wellen und Strömung, und immer mehr Wasser drang durch die Plankengänge in den Rumpf des bei Ebbe trocken fallenden Schiffes ein. Die Seenotretter der SNSM unterstützten Dadure bei den Vorbereitungen zur Bergung. Die „Amiral de Tourville“ setzte am 9.9. ein fünfköpfiges Team vor Ort ab, doch am Abend begann die “Marie Madeleine” unter den Schlägen der Brandung auseinanderzubrechen. Sie legte sich vollends auf die Seite und verschwand zusehends unter Wasser.
In aller Eile musste die „Amiral de Tourville“ ihre eigenen Leute wieder einsammeln, und im letzten Moment retteten die “President Julius Pinteaux” und ein EC 225 die nunmehr schiffbrüchigen Männer aus dem Meer, das der „Marie Madeleine“ den endgültigen Garaus machte.
Quelle:Tim Schwabedissen




Holzyacht alten Bunker
(Bild: KNRM)   Großbild klick!

Yacht von Weltkriegsbunker geborgen
(11.09.15) Am Nachmittag des 9.9. lief eine Holzyacht auf einem alten Bunker nahe des Strandes von Rockanje gibt auf. Hier befinden sich mehrere Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg im Wasser, die abhängig vom Wasserstand mehr oder weniger sichtbar sind. Der Skipper hatte die Gefahr nicht rechtzeitig erkannt und saß bei rasch fallendem Wasser fest. Die Besatzung des KNRM-Rettungsbootes „Antoinette“ war rasch vor Ort und unternahm mehrere Versuche, das Boot vom Bunker zu ziehen.
Doch wegen des ablaufenden Wassers und der hölzernen Poller des Bootes wurde dann entschieden, bis zum Hochwasser warten. Zum Glück war das Wetter ruhig, und es gab keine Wellen Gegen 23:00 Uhr wurde mit dem zusätzlich herbeigerufenen Rettungsboot „Neeltje Struijs“, das weniger Tiefgang hatte und damit. besser um das Boot manövrieren konnte, die Bergung wieder aufgenommen.
Dabei wurde ein Seil mit einem Netz angebracht, das gewährleistet, dass die Zugkräfte gleichmäßig über die Yacht verteilt wurden und sich nicht auf einen Poller konzentrierten. Als nach Mitternacht das Wasser wieder zu steigen begann, wurde die Verbindung vorsichtig unter Zug gesetzt, und nach einiger Zeit kam die Yacht wieder frei und konnte mit seinem eigenen Motor Kurs auf Stellendam nehmen, eskortiert von der „Antoinette“.
Quelle:Tim Schwabedissen




Fahrgastschiff nach Havarie auf Bodensee in Fussach in Reparatur
(11.09.15) Das mit 59 Fahrgäste besetzte Ausflugsschiff „Bayern“, das nach nach einer Grundberührung auf dem Bodensee leckgeschlagen war, wurde noch am 9.9. nach Fussach geschleppt, nachdem THW-Taucher das Unterwasserschiff inspiziert hatten. Dort wurde es aufgeslippt und sollte Mitte kommender Woche wieder einsatzklar sein. Die Polizei bescheinigte unterdessen Kapitän und Eigner Uwe Wiehrer, fehlerfreies Verhalten.
Die Havarie ereignete sich wegen einer ungünstigen Mischung aus Niedrigwasser und Wind. Der Wasserstand betrug an der Unglücksstelle nach dem trockenen Sommer nur 3,13 Metern, so wenig wie seit Jahren nicht mehr. Außerdem trieb der kräftige Ostwind das Schiff kurz nach dem Loswerfen in Lindau mit Kurs Bregenz aus dem Fahrwasser.
Die „Bayern“ setzte mit dem Steuerbord-Ruder auf einen Stein auf. Dieses wurde hochgedrückt und verursachte einen Riss im Achterschiff, durch den Wasser eindrang. Der Skipper zögerte nicht, über Bodensee-UKW-Funk Hilfe zu rufen. Die „Lindau“ der Bodensee-Schiffsbetriebe und das Polizeiboot „Hecht“ waren rasch vor Ort. Die „Bayern“ warf Anker, und die „Lindau“ ging längsseits und übernahm eine Viertelstunde nach der Havrie die 59 Fahrgäste über eine ausgebrachte Gangway.
Die Passagiere wurden zurück in den Lindauer Hafen gebracht. Die hochgedrückte Bodenplatte wurde dann von den Rettungskräften mit einem Hydraulikstempel wieder in ihre ursprüngliche Position gebracht, sodass der Wassereinbruch gestoppt war. Die 30 Meter lange „Bayern“ wurde 1988 auf der Bodan-Werft in Kressbronn gebaut. 2002 erwarb der Betrieb Wiehrer das Schiff.
Quelle:Tim Schwabedissen




Yacht im Pazifik leckgeschlagen
(11.09.15) Die US Coast Guard, die Marine und der 77 Fuß lange Kutter “Capt. Kenneth” waren an der Rettung der 36 Fuß langen Yacht “Honey Cutter” am Abend des 9.9. im Pazifik 402 Meilen nordöstlich von Oahu beteiligt. Die „Capt. Kenneth” nahm das Boot gegen 23 Uhr mit Kurs Honolulu auf den Haken. Um 11.43 Uhr hatte der Seenotfall begonnen, als der Skipper der „Honey Cutter” Mayday funkte.
Das Schiff hatte einen Bruch am Kiel erlitten, und mit zwe Gallonen pro Stunde drang Wasser ein. Er konnte diese Menge mit den Bordpumpen bewältigen. Sofort wurden Schiffe in der Nähe ausfindig gemacht, darunter die „Capt. Kenneth“, die 80 Meilen entfernt war. Die Marine schickte eine P-3 Orion aus Oahu, die um 17 Uhr vor Ort eintraf und Funkkontakt herstellte.
Die Crew der „Honey Cutter” war bereit, das Schiff zu verlassen, aber weiterhin dabei es auszupumpen. Sie wollte bis zum Eintreffen der “Capt. Kenneth” ausharren. Nachdem sie die Yacht auf dem Haken hatte, machte sich die Orion auf den Heimflug. Das Patroullienboot „Galveston Island” lief dem Schleppzug aus Honolulu entgegen und wurde am Abend des 10.9. vor Ort erwartet. Die “Honey Cutter” war unterwegs von Hawaii nach San Diego, als sie havarierte.
Quelle:Tim Schwabedissen




Drei Boote der Küstenwache im Einsatz für treibenden Kutter
(11.09.15) Die beiden Patroullienboote “Escanaba” und “Key Largo” sowie ein 47-Fuß-Boot der Coast Guard-Station Point Allerton kamen am 9.9. dem 80 Fuß langen Kutter „Lydia and Mya” aus Boston zu Hilfe, der um 9:30 Uhr der Coast Guard Boston Maschinenausfall gemeldet hatte. Da sich keine zivilen Schiffe in der Nähe befanden, die hätten helfen können, wurde die 270 Fuß lange „Escanaba“ aus Boston zur Assistenz entsandt.
Sie nahm die “Lydia and Mya”, die mit 1,200 Pfund Schellfisch beladen war, um 15.30 Uhr auf den Haken. Am folgenden Morgen wurde die Schlepptrosse nach deren Eintreffen auf die 110 Fuß lange s „Key Largo“ aus Gloucester, übergeben. Wenn kein Berger bis dahin gefunden war, sollte das Boot der Station Point Allerton die „Lydia and Mya“ dann an die Boston Fish Pier bringen.
Quelle:Tim Schwabedissen




Bergungsmaterial zur Untergangsstelle der Kogge von Kampen genracht
(11.09.15) Auf der IJssel in der Nähe von Kampen wurde mit der Bergung des Wracks einer mittelalterlichen Kogge begonnen. Vermutlich ist das mehr als 500 Jahre alten Holzschiff noch weitgehend intakt. Es wurde seinerzeit absichtlich versenkt, um die Strömung des Flusses zu beeinflussen im Rahmen des mittelalterlichen Wassermanagements.
Die Kogge soll als Ganzes gehoben und, wenn möglich, bewahrt werden. Archäologen hoffen, mehr über den Schiffbau und das Leben im mittelalterlichen Ijssel-Flussbecken zu lernen. Am 9.9. brachte ein Schiff von Hebo Maritiem im Zwartsluis ein Hubgerüst zum Wrack.
Die Absicht ist, es in dieser Konstruktion aufzuhängen. Am 10.9. wurden unter Wasser-3D-Aufnahmen gemacht, um die genaue Position des Wracks zu bestimmen. Am 14.9. beginnt der Tauchereinsatz vor Ort.
Quelle:Tim Schwabedissen




Einhandsegler im Pazifik aus Seenot gerettet
(11.09.15) Am Abend des 9.9. geriet die australische Yacht “Mahi” vor New Caledonia in der tasmanischen See in Seenot. Der 78-jährige Skipper aktivierte den Notsender, als am Ruderstock ein Wassereinbruch stattfand. Daraufhin wurde durch das Australia Joint Rescue Coordination Centre die Yacht „Pacific Jewel“ zu dem Boot geschickt, das es mit einem erschöpften Skipper und einem Leck vorfand.
Der Einhandsegler wollte aber sein Boot nicht aufgeben. Am Morgen des 10.9. fing das MRCC ein neuerliches Notsignal auf und lokalisierte nun die neuseeländische Fregatte “Te Kaha”, die auf dem Weg zu einem Manöver in Südostasien war, 180 Meilen südlich der Yachtposition rund 490 Meilen ostnordöstlich von Brisbane bzw. 250 Meilen südwestlich von Noumea.
Der Seasprite-Bordhubschrauber stieg auf, um Kontakt mit dem Boot herzustellen. Als die Fregatte drei Stunden später ebenfalls vor Ort war, wurden drei Mann, darunter ein Arzt und ein Ingenieur, auf die Yacht übergesetzt. Es stellte sich heraus, dass die auf zwei Wochen geplante Reise bereits fünf Wochen dauerte. Das Boot war bekalmt worden ebenso wie in Stürme geraten.
Beide Masten waren dabei beschädigt worden, und es waren die letzten heilen Segel gesetzt. Die Nahrung ging dem Skipper auch aus. Es gelang, das Leck zu flicken. Dann bekam der Segler Nahrung für 10 Tage sowie 80 Liter Diesel. Da der Skipper in guter Verfassung war, gab es keinen Grund, ihm nicht die weitere Reise nach Brisbane zuzutrauen, die er am Nachmittag anging.
Quelle:Tim Schwabedissen




Einhandsegler vor Australien gerettet
(11.09.15) Der chinesische Bulkcarrier "Shi Dai 8", 40913 BRZ (IMO-Nr.: 9591698 ), barg am Morgen des 11.9. einen Einhandsegler aus einer Rettungsinsel, nachdem er seine 13 Meter lange Yacht “Osprey” vor der westaustralischen Küste wegen Wassereinbruchs hatte aufgeben müssen. Das Boot befand sich nördlich von Geraldton auf der Fahrt von Perth zurück nach Carnarvo.
Ein privates Flugzeug hatte die Rettungsinsel und eine Notrakete 277 Kilometer nördlich von Geraldton gesichtet, nachdem es im Auftrag der AMSA, die um 7.45 Uhr ein Signal des Notsenders aufgefangen hatte, dorthin geschickt worden war. Der Bulkcarrier auf seiner Reise von Qinhuangdao nach Geraldton nahm den Segler aus der Rettungsinsel an Bord und wurde am 12.9. im Zielhafen erwartet.
Quelle:Tim Schwabedissen




Neun Mann vor Parang gerettet
(11.09.15) Südlich von Parang in Sulu rettete ein Patroullienboot der philippischen Marine Nachmittag des 8.9. die neunköpfige Crew aus Zamboanga der “Haynoline”, die mit 76 Tonnen Diesel und Autoteilen für die Tawi-Tawi Nickel Corporation auf Tumbagaan Island in Languyan, Tawi-Tawi sank. Der Untergang ereignete sich drei Meilen westlich Bunga Point in Parang. Das Transportschiff war am 7.7. aus Barangay Cawit in Zamboanga City nach Languyan ausgelaufen und in hohem Seegang in Seenot geraten, nachdem die Ladung überging.
Quelle:Tim Schwabedissen




Kollision vor Santa Barbara
(11.09.15) Am 10.9. kollidierten gegen sechs Uhr sechs Meilen vor der Küste von Santa Barbara die “Golden Eagle” und die „Natural Mystic“. Die Coast Guard schickte ein 45-Fuß-Boot der Station Channel Islands sowie das Patroullienboot “Blackfin”. Die „Golden Eagle” meldete keinen Schaden, die “Natural Mystic” einen Riss an Backbordseite und Wassereinbruch, der aber unter Kontrolle war.
Die “Golden Eagle” durfe die Fahrt nach San Diego fortsetzen, die „Natural Mystic” nahm Kurs auf Ventura Harbor. Ein Boot der Coast Guard Station Channel Island eskortierte sie dorthin.
Quelle:Tim Schwabedissen




Frachter vor Dubai gesunken
(11.09.15) Sechs iranische Seeleute wurden am Morgen des 10.9. von einem sinkenden Holzfrahcter gerettet. Die Dubai Police wurde um 6.35 Uhr alarmiert und schickte einen Hubschrauber, der den Havaristen rund 15 Meilen vor der Küste vorfand. Ein Rettungsboot nahm die Crew an Bord, während der Hubschrauber die Szene überflog. Das Frachtschiff war von Dubai in den Iran unterwegs und hatte u.a. Nahrungsmittel geladen.
Quelle:Tim Schwabedissen




Fähre vor Pangutaran abgeschleppt
(11.09.15) Am 10.9. kam die Joint Task Group Sulu in der Sulu Sea der Fähre “Rihanna 2” zu Hilfe. Das Patroullienboot “PG-381” kam dem Schiff gegen neun Uhr vor Pangutaran, Sulu, zu Hilfe, nachdem die Maschine ausgefallen war. Es war unterwegs nach Taganak, Tawi-Tawi, und kam aus Zamboanga City. Die „Rihanna 2” wurde um 14.30 Uhr an die Warid-Pier in Jolo, Sulu, geschleppt.
Quelle:Tim Schwabedissen




Fähre "Orø"
(Bild: Anders Tilsted)   Großbild klick!

Ausweichmanöver:Fähre in Holbæk auf Steinmole gesetzt
(10.09.15) Am 9.9. um 14.30 Uhr kollidierte die dänische Fähre "Orø", 330 BRZ (IMO-Nr.: 9287613), mit der Steinmole vor dem Hafen von Holbæk. Als das Schiff den Hafen verließ, musste sie einem ebenfalls auslaufenden Sportboot ausweichen, das vor ihm herlief. Um dieses nicht zu rammen, musste der Kapitän sein Schiff auf die Mole setzen. Das Schiff konnte sich wenig später selbst wieder befreien und kehrte in den Hafen zurück.
Vier Stunden lang wurde der Fährdienst eingestellt, während ein Taucher den Rumpf untersuchte. Nachdem an diesem nur Schrammen vorgefunden wurden, konnte das Schiff um 18.30 Uhr wieder den Fährdienst Holbæk – Orø aufnehmen. In der Zwischenzeit waren Personen, die von und nach Orø kommen wollten, mit Bussen zur Fähre "Østre" gebracht worden.
Quelle:Tim Schwabedissen




Segelkutter "Marie Madeleine"
(Bild: Raphodon)   Großbild klick!

Dramatische Rettungsaktion von Segelkutter vor Saint Marcouf – Schoner vor Gironde offenbar ebenfalls gesunken
(10.09.15) Der am 5.9. um 15.40 Uhr vor Saint Marcouf auf Grund gelaufene Segelkutter "Marie Madeleine – CH 3093" aus Saint Vaast-la-Hougue ist am 9.9. auseinander gebrochen und gesunken. Am Morgen war der Kapitän, begleitet von einem Team der Werft von Saint-Vaast, an Bord gegangen, um eigentlich die Bergung des mit Backbordkrängung auf Felsen sitzenden Schiffes vorzubereiten. Die Männer wurden von dem Rettungsboot „SNS 086 - Admiral de Tourville" aus Barfleur an Bord abgesetzt und wollten den ganzen Tag über an Bord arbeiten, damit der Zweimaster am nächsten Tag geborgen werden konnte.
Doch um 20.05 Uhr wurde das CROSS Jobourg von dem Seenotkreuzer alarmiert, weil die “Marie Madeleine” begonnen hatte, auf den Felsen in der Brandung auseinanderzubrechen. Die fünf Männer an Bord waren nun in gefährlicher Lage. Sofort schickte das CROSS Jobourg einen EC 225-Helikopter der Marine und die “SNS 210 - President Julius Pinteaux" der SNSM-Station in Saint-Vaast-la-Hougue.
Noch während die ersten beiden Männer von dem Hubschrauber aufgewinscht wurden, brach die „Marie Madeleine“ weiter in Stücke und legte sich, von Wellen überflutet, auf die Seite. Die noch an Bord verbliebenen drei Männer stürzten dabeu ins Wasser. Die “President Julius Pinteaux” zog eine Person aus dem Wasser, der EC 225 konnte die beiden anderen retten. Um 20.45 Uhr waren alle fünf in Sicherheit. Sie wurden nach Saint Vaast gebracht und medizinisch betreut. Das Wrack der „Marie Madeleine“ sank, nachdem es von den Felsen abgetrieben war.
Das Schiff war mit Heimathafen Cherbourg 1934 in Barfleur von Pierre Bellot bei der Werft Bellot Saint-Vaast-la-Hougue als Longliner des Typs Bautier erbaut worden. 1967 endete die Karriere als Fischereifahrzeug. Der Yachtclub von Deauville kaufte das Schiff anschließend, doch es erwies sich als zu heruntergekommen, um es für den Club in Fahrt zu bringen. 1977 erwarb Jacques Dadure den Kutter, der als Wrack im Hafen lag. Acht Jahre lang restaurierte er ihn im Alleingang. 1984 wurde er als historisches Monument eingestuft und 1985 von der Association Marie-Madeleine übernommen und betrieben, die ihn auch mit ihren rund 50 Mitgliedern instand hielt.
Die “Marie Madeleine” war 14 Meter lang, 4, Meter breit, hate zwei Meter Tiefgang, eine Verdrängung von 26 Tonnen und eine Segelfläche von 193 m². Sie war die letzte seetüchtige Bautier.
Ebenfalls gesunken ist offenbar der Schoner “Sourire, der am 6.9. um 12.30 Uhr aus Noirmutier Cassard ausgelaufen war. Skipper Bruno Coulon war mit zwei Mann unterwegs nach Madagaskar. Er war mit Versorgungsgütern für die madagassische Bevölkerung beladen und sollte nach seiner Ankunft dortigen Fischern angeboten werden. Am 7.9. um 22.06 Uhr funkte er aber 200 Kilometer westlich von Pointe de Grave Mayday.
Ein SAR-Hubschrauber stieg in Cazaux auf. Um kurz vor Mitternacht nahm die Fähre “Cap Finistère” die Schiffbrüchigen an Bord, während ihr sinkendes Fahrzeug in der Nacht verschwand. Am 8.9. kamen die drei Männer in Bilbaro an. Ein Hubschrauber aus La Rochelle und eine Atlantique 2 aus Lann Bihoue suchten an diesem Morgen vergeblich nach dem Zweimaster. Nachdem keine Spur von ihm entdeckt wurde, wurde die Aktion gegen Mittag abgebrochen.
Quelle:Tim Schwabedissen




Fahrgastschiff „Bayern“
(Bild: Rainer Rother)   Großbild klick!

Fahrgastschiff auf Bodensee evakuiert
(10.09.15) Das Fahrgastschiff „Bayern“ erlitt am 9.9. wohl nach einer Grundberührung etwa 1,5 Kilometer vom Ufer in Lindau entfernt Wassereinbruch im Maschinenraum. Das Schiff war gegen 15 Uhr von der Oskar-Groll-Anlage in östlicher Richtung auf den Bodensee ausgelaufen und hatte rund 60 Fahrgäste an Bord. Diese wurden eine Viertelstunde nach der Havarie, die das Schiff manövrierunfähig gemacht hatte, von einem Ausflugsschiff an Bord genommen, das an der „Bayern“ längsseits ging.
Sie wurden zurück nach Lindau gebracht. Die fünfköpfige Crew blieb an Bord, während Einsatzkräfte von Polizei, deren Einsatzboot „Hecht“ ebenfalls längsseits ging, der Lindauer Feuerwehr, Wasserwacht und dem Technischen Hilfswerk das Leck mit einem Hydraulikstempel provisorisch abzudichten. Pumpen lenzten gleichzeitig das eingedrungene Wasser. Insgesamt waren über 50 Einsatzkräfte und zwei Hubschrauber eingebunden.
Nachdem der Wassereinbruch gestoppt war, wurde das 90-Tonnen-Schiff in eine Werft im Bezirk Bregenz geschleppt. Der Sachschaden wurde auf rund 100000 Euro geschätzt. Die Lindauer Wasserschutzpolizei nahm Ermittlungen auf.
Die „Bayern“ des Schiffsbetriebs Wiehrer hat 116 Sitzplätze im Salon und 130 Sitzplätze auf dem Sonnendeck. Sie entstand 1988 auf der Bodan-Werft Kressbronn am Bodensee, hat eine Länge von 30,80 Metern, eine Breite von 7,50 Metern und einen Tiefgang von 0,95 Metern.
Quelle:Tim Schwabedissen




Feuer auf Containerfrachter
(10.09.15) Auf dem maltesischen Containerfrachter „Barzan“, 195636 BRZ (IMO-Nr.: 9708851), kam es am 7.9. gegen 22 Uhr zu einem Maschinenraumbrand. Das Schiff stoppte, nahm am Morgen des 8.9. seine Reise von Port Klang nach Rotterdam mit erhöhter Fahrt wieder auf. Am 10.9. um acht Uhr ging es auf Steenbank-Reede vor Anker.
Quelle:Tim Schwabedissen




Fracher im Golf von Guinea vermisst
(10.09.15) Der türkische Frachter „Yilmaz Ayanoglu“, 2950 BRZ (IMO-Nr.: 9166510), wurde im Golf von Guinea vermisst gemeldet. Der letzte Kontakt bestand am 7. oder 8.9. Das Schiff war auf der Reise von Dakar nach Port Harcourt, Nigeria.
Quelle:Tim Schwabedissen




Ein Kutter bei Leinane aufgelaufen, ein anderer in Smøla gesunken
(10.09.15) Der 11 Meter lange, norwegische Kutter „Janson“ – M 196 H0” (MMSI-Nr.: 257141940), lief am Nachmittag des 9.9. bei Leinane in Herøy auf Grund. Das Schiff war unterwegs zur Werft Smådal Mekaniske, wo eine neue Lenzpumpe eingebaut werden sollte. Es legte sich stark nach Steuerbord über. Skipper Jan Espeseth, der allein an Bord war, konnte den Kutter aber ohne Fremdhilfe wieder abbringen und die Fahrt fortsetzen.
Schlechter erging es dem 7,22 Meter langen Kutter “Duen”. Er sank in der Nacht zum 9.9. am Kai in Dyrnesvågen in Smøla. Am frühen Morgen bemerkten Passanten den Untergang. Es befand sich während der Nachtstunden niemand an Bord.
Da Diesel und andere Betriebsstoffe ausliefen, wurde die Feuerwehr alarmiert, die Ölsperren um das Wrack auslegte. An Bord waren rund 40-50 Liter Öl. Dadurch konnte eine Ausbreitung über Dyrnesvågen hinaus verhindert werden. Die Masten ragten noch rund zwei Meer hoch aus dem bis zu vier Meter tiefen Wasser.
Quelle:Tim Schwabedissen




Vermisster Frachter im Meer treibend entdeckt
(10.09.15) Der malaysische Frachter “Sah Lian” wurde, drei Tage nachdem er überfällig gemeldet worden war, am 10.9. gegen 11 Uhr durch die Malaysian Maritime Enforcement Agency (MMEA) in der Südchinesischen See treibend entdeckt. Das Schiff befand sich 23 Meilen von Miri, Sarawak, emtfernt und hatte Maschinenausfall erlitten. Die MMEA schickte Schiffe, um es einzuschleppen.
Es war mit 500 Tonnen Ladung an Bord auf der Fahrt von Kuching nach Limbang. Es war am 2.9. ausgelaufen und war am 5.9. im Zielhafen erwartet worden. Nach dem 3.9., als es sich in Tanjung Sirik, Belawai, Sarikei, befand, war der Kontakt zur 14-köpfigen Crew abgerissen.
Quelle:Tim Schwabedissen




Wrack südkoreanischen Angelkutters geborgen
(10.09.15) Die Korea Coast Guard barg am 9.9. das Wrack des Kutters “Dolgorae” vor Chuja Island bei Jeju. Gegen 18 Uhr hob eine 150-Tonnen-Kranbarge den 9.77-Tonner und brachte ihn von Cheong Island in einen nahen Hafen. Der Rumpf wies Löcher auf, und das Heck war beschädigt.
Nun sollte untersucht werden, wie es zu dem Untergang kam, ob es zu illegalen Umbauten gekommen war, in welchem Zustand sich die Maschine befand und ob die festgestellten Schäden beim Untergang oder bei der Bergung entstanden waren. Am 6.9. war der Kontakt zu dem Schiff 20 Minuten nach dem Auslaufen abgerissen. Nur drei der Chartergäste konnten gerettet werden, 10 wurden tot geborgen und acht weiterhin vermisst.
Die Geretteten waren weiter im Krankenhaus auf der Intensivstation und konnten noch nicht befragt werden. Die Suche nach den Vermissten wurde auf die Strände von Jeju und der Süd-Jeolla-Provinz ausgedehnt. Auch die japanische Coast Guard wurde um Mithilfe gebeten.
Quelle:Tim Schwabedissen




Kutter wird in Amtshilfe geborgen
(10.09.15) In Honolulu machten sich Marinetaucher daran, das Wrack des 77 Fuß langen Kutters “Judy K”, der im Januar an Pier 16 sank, zu bergen. Angebote, die das Department of Transportation eingeholt hatte, waren durchweg zu teuer gewesen. Deshalb wurden Taucher des 7th Engineer Dive Detachment, der 130th Engineer Brigade und des 8th Theater Sustainment Command um Hilfe gebeten.
Deren Taucher sollten das Schiff als Übung wieder an die Wasseroberfläche holen. Bereits im Juni hatten sie erste Untersuchungen durchgeführt. Bis zum 2.10. sollte die Bergung abgeschlossen sein.
Quelle:Tim Schwabedissen




SMS "Mainz" nach dem Treffer
(Bild: International News Service )   Großbild klick!

Ermittlungen gegen Duikteam Zeester: Taucher kommt ins Gefängnis
(09.09.1) Gegen die Taucher des Duikteam Zeester ermittelt nun die deutsche Bundespolizei wegen einer möglichen Störung der Totenruhe. Die mutmaßlichen Wrackplünderer hatten vor Helgoland den Kreuzer SMS "Mainz" geplündert, und es wurde eine Anzeige wegen Störung der Totenruhe erstattet. Die Raubtaucher waren nach Berichten von Zeugen im August in den Gewässern um Helgoland unterwegs, in dem Dutzende Wracks liegen.
Sie holten einige Artefakte der SMS "Mainz" an die Wasseroberfläche und präsentierten diese anschließend stolz auf ihrer Facebook-Seite. U.a. handelte es sich um die Zielvorrichtung einer Schiffskanone und einen Maschinentelegrafen. Diese Fotos erregten nun die Aufmerksamkeit von Forschern. Bereits in einem YouTube-Video aus dem Jahr 2011 war das zweifelhafte und respektlose Vorgehen der Taucher an der „Mainz“ dokumentiert worden: Mit Werkzeugen hämmerten auf Schiffsteile ein. Mit dem Schiff gingen seinerzeit 89 Männer der Besatzung unter, als es am 28.8.1914 nach einem Gefecht mit britischen Kriegsschiffen nahe Helgoland versank. Wracks von Kriegsschiffen, aus denen die Toten nicht geborgen werden konnten, gelten als Seekriegsgräber, die nach internationalem Recht nicht gestört werden dürfen.
SMS "Mainz" sinkt
(Bild: Unknown)   Großbild klick!
Deshalb erstattete Florian Huber, Unterwasserarchäologe und Forschungstaucher aus Kiel, Anzeige gegen die Holländer. Er sorgte sich, dass Aktionen wie die des Tauchteams Zeester auch andere Taucher dazu bringen könnte, es ihnen nachzutun. Die Wracks rund um Helgoland galten aufgrund ihrer Abgeschiedenheit bereits jetzt als Hotspot für Wrackplünderer.
Jorne Dassen vom Duikteam Zeester verteidigte sich nach Bekanntwerden der Plünderung damit, dass er keine Toten beim Tauchgang gesehen habe. Seiner Meinung nach seien die Artefakte, würden sie nicht geborgen, für immer verloren. Sein Kollege Remy Luttik behauptete, man wolle die Sachen nicht behalten, sondern stelle sie im Büro im Hafen von Lauwersoog aus. Einige Stücke lägen außerdem in verschiedenen Museen.
Die „Mainz“ war eines von vier Schiffen der Kolberg-Klasse und lief am 23.1.1909 bei der Stettiner Vulcan-Werftvom Stapel. Bei Kriegsausbruch gehörte die „Mainz“ zu einem Verband Kleiner Kreuzer, der zur Fernsicherung der deutschen Bewacher vor Helgoland diente. Die Schiffe des Verbandes lagen in der Ems, in Brunsbüttel und in Wilhelmshaven. Die „Mainz“ unter Kapitän zur See Paschen war in der Mündung der Ems stationiert. In einer gewagten Nachtfahrt verminte sie den Hafen von Kingston upon Hull.
Geraubter Maschinentelegraph der „Mainz“
(Bild: Duikteam Zeester)   Großbild klick!
Am Morgen des 28.8.1914 griffen britische Verbände die deutsche Bewacherkette vor Helgoland an. Die „Mainz“ erhielt Befehl, zur Unterstützung auszulaufen, und verließ gegen 9:20 Uhr die Reede von Borkum. Die deutschen Schlachtkreuzer lagen zu dieser Zeit hinter der Barre der Innenjade, und da der Wasserstand noch zu niedrig war, konnten sie erst später auslaufen und deshalb nicht mehr in das Kampfgeschehen eingreifen.
Wegen mangelhafter Führung griffen die deutschen Kreuzer die feindlichen Schiffe einzeln an. Um 12:30 Uhr sichtete die Mainz mehrere britische Zerstörer und eröffnete das Feuer. Zwei Zerstörer wurden getroffen. Um 12:45 Uhr kamen an Backbord plötzlich drei Kreuzer der Town-Klasse in Sicht, die zum 2. Leichten Kreuzergeschwader des Commodore William Goodenough gehörten.
Die „Mainz“ drehte sofort ab und lief mit Höchstfahrt nach Südwesten, geriet aber direkt in den Kurs von weiteren britischen Kriegsschiffen. Diesmal waren es die beiden Leichten Kreuzer HMS „Arethusa“ und HMS „Fearless“ sowie 33 Zerstörer vom Harwich-Geschwader des Commodore Reginald Tyrwhitt.
Während des folgenden Gefechts trafen drei Torpedos die „Mainz“. Sie detonierten zwar nicht, ließen aber die Dampfleitungen bersten und führten so zu vielen Ausfällen. Da die Steuerung des deutschen Kreuzers durch einen Treffer der „Fearless“ beschädigt wurde, konnte die „Mainz“ nicht mehr entkommen. Die Briten stellten um 13:25 Uhr das Feuer auf das nunmehr kampfunfähige Schiff ein.
Zielfernrohr der „Mainz“
(Bild: Duikteam Zeester)   Großbild klick!
Zu diesem Zeitpunkt waren Kapitän Paschen, der Bordarzt und 89 Seeleute bereits gefallen. Der Zerstörer HMS „Lurcher“ konnte 348 Überlebende retten. Unter ihnen befand sich auch der Sohn von Großadmiral Alfred von Tirpitz, Oberleutnant zur See Wolf von Tirpitz. Etwa 40 Minuten später kenterte und versank die „Mainz“ auf Position 53°58' N, 6°42' O. Die Besatzung hatte die Flutventile geöffnet, um ihr Schiff nicht in die Hände der Briten fallen zu lassen. Später wurden die Überlebenden an das Schlachtkreuzergeschwader, das von Admiral David Beatty befehligt wurde, übergeben.
Die „Mainz“ hatte eine Länge von 130,5 Metern, eine Breite von 14 Metern und einen Tiefgang von 5,6 Metern. Die Verdrängung betrug maximal 4.889 Tonnen, die Besatzungsstärke 367 Mann. Interessanterweise verlinkte das Duikteam Zeester auf seiner Facebook-Seite ausgerechnet auf Berichte über einen Prozess, den die Maritime & Coastguard Agency gegen den Taucher Vincent Woolsgrove aus Ramsgate, Kent, führte und der am 4.9. zu zwei Jahren Haft und einer Geldstrafe von 35,000 Pfund sowie eine Konfiszierung nach dem Proceeds Of Crime Act verurteilt wurde.
Er hatte sich am 15.6. vor dem Southampton Crown Court schuldig bekannt, 2007 dem Receiver of Wreck zwar die Bergung fünf historischer Bronzekanonen aus zwei Wracks angezeigt zu haben, aber weitere historische Funde verheimlicht zu haben. Zwei der Kanonen kamen aus dem Wrack von HMS „London“, die anderen waren holländischer Herkunft und stammten aus der Zeit zwischen 1600 und 1617. Sie wurden für 50000 Pfund in einer Auktion an einen Privatsammler verkauft.
Die Kanonen der „London” waren seltene Exemplare aus den Händen von Peter Gill, die letzten noch existierenden aus seiner Fertigung. Die „London“ war 1654 in Chatham für die Commonwealth Navy erbaut worden. Später gehörte sie zur Flotte der Restoration Navy von Charles II. 1665 flog sie vor Southend wegen einer Explosion in einer Pulverkammer in die Luft und sank mit über 200 Mann.
2011 gingen das MCA, die Kent & Essex Police sowie Historic England gegen Woolsgrove vor. Bei einer Durchsuchung seines Hauses in Ramsgate wurden drei weitere Bronzekanonen entdeckt, dazu weiteres Material wie Kupfer, Blei, Zinn und Glasblöcken , Schiffsglocken und Bullaugen. Die Kanonen stammten von den Stadtbefestigungen in Amsterdam und waren Teil einer Batterie von 36 Kanonen.
Sie wurden später auf die “Groote Liefde” und “St. Mattheus“ der holländischen Marine gebracht, die im ersten Englisch—Holländischen Krieg 1652-54 von der englischen Marine erobert wurden. Sie kamen dann auf die „London“ und verblieben dort bis zu deren Untergang in der Themsemündung.
Die “London” ist nach dem Protection of Wrecks Act 1973 geschützt. Derzeit führt Historic England eine Grabung am Wrack durch. Hätte Woolsgrove die Kanonen nach dem Merchant Shipping Act 1995 angemeldet, hätte er sogar Geld für die Bergung bekommen. Doch stattdessen erwartet ihn nun das Gefängnis. , Mit dem Urteil sollte auch ein klares Zeichen gesetzt werden gegen Raubtaucher wie das Duikteam Zeester.
Quelle:Tim Schwabedissen




Tonnen irritierten Kapitän: Bulkcarrier im Bosporus auf Grund
(09.09.15) Am 9.9. gegen fünf Uhr lief der unter Panama-Flagge registrierte Bulkcarrier "El Condor Pas", 20157 BRZ (IMO-Nr.: 9234202), bei der Süd-Nord-Passage des Bosporus bei Istanbul auf Grund. Die Havarie wurde durch ein vorzeitiges Drehmanöver bei Umuryeri verursacht. Offenbar war der Kapitän durch die Betonnung einer dortigen Untiefe verwirrt worden.
Warnungen der Verkehrsleitzentrale vermochten die Havarie nicht zu vermeiden. Es befand sich kein Lotse an Bord. Das Schiff lag nach dem Aufsetzen mit leichter Backbordschlagseite auf Grund. Türkische Rettungsboote und der Schlepper "Kurtama 10" wurden sofort zur Unfallstelle beordert. Der Frachter war ohne Lotsen unterwegs von Linddö nach Samsun mit einer Ladung Stahl.
Am 30.7. war der Frachter auf der Fahrt von Colon nach Pori auf der Reede von Kiel-Holtenau wegen zahlreicher Mängel gestoppt worden, nachdem zuvor bei der Passage des Nord-Ostsee-Kanals die Maschine bei Königsförde ausgefallen war.
Nachdem Schlepper den Havaristen nach Kiel gezogen hatten, wurde er einer Hafenstaatskontrolle unterzogen. Dabei wurden 23 Mängel gefunden. Drei waren bereits im September 2014 bei einer Kontrolle in Southampton aufgefallen.
Quelle:Tim Schwabedissen




Aluminumkutter mit Schiffbrüchigen
(Bild: Janet Wilson)   Großbild klick!

Ankerwinsch brachte Kutter zum Kentern – Brückenwache auf Fähre wurde rettender Engel
(09.09.15) Am Nachmittag des 3.9. wurde die Crew der amerikanischen Fähre “LeConte”, 1328 BRZ (IMO-Nr.: 7318925), zu rettenden Engeln für sechs Personen, deren Boot am Nachmittag vor Rocky Island in Alaska gekentert war. Die „LeConte” befand sich auf der Rückfahrt von Gustavus nach Juneau. Als sie Point Couverden rundete, entdeckte der Brückenausguck das gekenterte Boot.
Sofort wurde ein eigenes großes Rettungsboot ausgesetzt, das die jeweils drei Fischer aus Juneau und Tucson, Arizona, vom Kiel des 22 Fuß langen Aluminumkutters abbarg, mit dem sie auf Heilbuttfang im Gebiet von Swanson Harbor vor Point Couverden gewesen waren. Sie waren beim Versuch, den Anker zu lichten, verunglückt. Der Anker hatte sich im Grund verhakt, doch die starke elektrische Winsch hatte weitergezogen, sodass der Bug des Bootes unter Wasser geriet und es umschlug.
Die sechs Insassen, die keine Rettungswesten trugen, konnten sich nur mit Mühe retten. Zwei waren zunächst in einer Luftblase in der gefluteten Kajüte gefangen, ehe sie unter dem Boot hervorkamen. Entsprechend unterkühlt waren die Geretteten, als sie an Bord der Fähre kamen. Dank der Aufmerksamkeit der Brückenwache ging die Sache noch einmal glimpflich aus.
Quelle:Tim Schwabedissen




Vermisste Fischer in Netzen am Meeresgrund entdeckt
(09.09.15) Der am 15.8. gesunkene Longliner “Ashraf 1” wurde jetzt 0 Kilometer vor der Küste von Dakhla entdeckt. Die vermisste Crew war in den Netzen in 32 Metern Tiefe verfangen. Das Ministry of Fisheries hatte Taucher der Royal Coastguard mit der Suche beauftragt. Der Fund wurde fotografisch dokumentiert. Die Toten sollten nun von einer Firma in Casablanca geborgen werden.
Quelle:Tim Schwabedissen




Wrack bei Rutten geräumt
(09.09.15) Rijkswaterstaat begann am Abend des 7.9. mit der Bergung des Zweimasters „De Trintel“ auf dem Ijsselmeer auf Höhe des Noordermeerdeichs bei Rutten. Das Schiff wurde von einem Schwimkran auf eine Barge gehoben und zu einem Gelände von Rijkswaterstaat in Lelystad gebracht. Es sollte nun versucht werden, es zu auktionieren.
Quelle:Tim Schwabedissen




Fähre rettete drei Segler vor Pointe de Grave
(09.09.15) Die Crew der französischen Fähre "Cap Finistère", 32728 BRZ (IMO-Nr.: 9198927), rettete am Abend des 7.9. drei Personen von der 12 Meter langen Segelyacht "Sourire" aus Madagaskar, die 200 Kilometer westlich von Pointe de Grave (Gironde) in Seenot geraten war. Das 1965 erbaute Holzschiff lief teilweise voll und trieb halb gesunken im Meer, als gegen 22 Uhr Mayday gefunkt wurde.
Die Fähre nahm daraufhin Kurs auf die Position und barg die Crew mit einem Rettungsboot um 23:57 Uhr unversehrt ab. Sie wurden mit nach Bilbao genommen, wo sie am 8.9. um sieben Uhr eintrafen. Die Schifffahrt wurde vor der verlassenen “Sourire” gewarnt. Am Morgen stieg in La Rochelle ein Hubschrauber auf, gegen Mittag startete eine Atlantique 2 of von der Marinebase Lann-Bihoue, doch es wurde keine Spur des Schiffes mehr entdeckt.
Quelle:Tim Schwabedissen




Motorboot vor Sørkjosen in Flammen aufgegangen und gesunken
(09.09.15) Am 8.9. gegen Mittag wurde das Rettungsboot “Oscar Tybring” der NSSR-Station Skjervøy alarmiert, weil – bei Sandbesodden vor Sørkjosen in Nord-Troms ein sieben Meter langes Motorboot in Brand geraten war. Die Polizei in Nordreisa wurde um 12:05 über das brennend im Reisafjord treibende Boot informiert. Der Skipper, der auf Angeltour gewesen war, hatte Rauch in der Kajüte festgestellt und musste unmittelbar nach vergeblichen Löschversuchen vor den sich rasch ausbreitenden Flammen flüchten.
Gerade noch konnte er mit einem Mobiltelefon Alarm schlagen und sich dann mit einem Schlauchoot unversehrt von Bord retten. Er entfernte sich aus Angst vor einer Explosion so schnell wie möglich mit einem Paddel von der Unfallstelle. Er wurde dann von einem anderen Sportboot an Bord genommen.
Als die Seenotretter vor Ort eintrafen, war das Motorboot bereits so stark heruntergebrannt, das entschieden wurde, keinen Löschversuch zu starten. Wenig später sank das Wrack auf 60 Metern Wassertiefe. An Bord waren rund 100 Liter Dieselöl.
Quelle:Tim Schwabedissen




Beschädigte Barge auf Mississippi abgeschleppt
(09.09.15) Der Krisenstab in Paducah war am 8.9. weiter mit der Ölverschmutzung auf dem Mississippi bei Flussmeile 937 beschäftigt. Die bei der Kollision eine Woche zuvor beschädigte Barge „Apex 3508“, 1706 ts, wurde unterdessen vollständig geleichtert und zu einer provisorischen Reparatur abgeschleppt. Die Sicherheitszone zwischen den Flussmeilen 936 und 938 wurde daraufhin ohne Einschränkungen aufgehoben.
Die Reinigungsarbeiten dauerten aber noch an, da einiges Öl auch abgesunken ist. Die „Apex 3508” ist 297,6 Fuß lang und wurde 1975 erbaut. Die Ursache der Kollision wurde weiter von der Coast Guard und dem National Transportation Safety Board untersucht.
Quelle:Tim Schwabedissen




Kreuzfahrt nach Feuer auf Carnival Liberty abgebrochen
(09.09.15) Der Luxusliner „Carnival Liberty“ kehrte nach dem Maschinenraumbrand am Abend des 7.9. in St. Thomas in den Ausgangshafen Juan auf Puerto Rico zurück. Die Passagiere konnten die Woche über, wenn gewünscht, weiter an Bord bleiben oder direkt nach Hause fliegen. Alle Restaurants und Aktivitäten auf dem Schiff wurden weiter angeboten Die für den Hotelbetrieb notwendigen Anlagen wie Klimaanlage, Toiletten oder Küchen wurden nicht in Mitleidenschaft gezogen.
Da das Schiff aber wegen der Schäden an der Maschine nicht mehr mit seiner Geschwindigkeit von 22.5 Knoten laufen konnte, wäre der Zeitplan der gerade begonnenen Kreuzfahrt nicht einzuhalten gewesen. Deshalb entschied die Reederei in der Nacht zum 9.9., nach San Juan zurückzukehren. Carnival Cruises erstattete allen Passagieren den Reisepreis und gewährte ihnen einen 50-Prozent-Rabatt auf eine künftige Buchung.
Quelle:Tim Schwabedissen




Zebu soll schonend geborgen werden
(09.09.15) Die Brigantine “Zebu” soll erst geborgen werden, wenn die Methode, mit der sie mit den wenigsten Schäden gehoben werden kann, gefunden ist. Entsprechende Untersuchungen liefen dieser Tage. Das Schiff liegt seit dem 4.9. im Liverpooler Albert Dock am Kai bei Tate komplett unter Wasser. Der Mersey Heritage Trust wird wahrscheinlich einen Schwimmkran und einen Schlepper zur Bergung anfordern. Taucher haben in den vergangenen Tagen den Rumpf untersucht.
Quelle:Tim Schwabedissen




Neun Mann von sinkendem Frachter gerettet
(09.09.15) Die neunköpfige Crew der „Haynoline“ wurden am Nachmittag des 8.9. von einem Patroullienboot der philippinischen Marine vor Parang, Sulu, gerettet. Das Schiff hatte 76 Tonnen Diesel und Autoteile für die Tawi-Tawi Nickel Corporation in Tumbagaan Island in Tawi-Tawi geladen, als es drei Meilen westlich von Bunga Point in Seenot geriet. Es war am 7.9. aus Barangay Cawit in Zamboanga City ausgelaufen. Wegen Überladung hatte es Stabilitätsprobleme erlitten. Alle Schiffbrüchigen stammten aus Zamboanga City.
Quelle:Tim Schwabedissen




12 Mann von Motorboot evakuiert
(09.09.15) Das 31 Fuß lange Motorboot “Snapper 3” lief am 7.9. vor Spanish Point auf Grund. Es saß auf den Felsen des Cobblers Cut auf und hatte 14 Personen an Bord. Bermuda Radio strahlte einen PAN PAN-Ruf aus und alarmierte die Marine Police. Vom Spanish Point Boat Club lief ein 16 Fuß langes Boot aus, zudem kam die “Rescue 1” der Marine Police zu Hilfe. Ein Kutter versuchte vergeblich, die „Snapper 3” freizuschleppen.
Da die “Rescue 1” zu viel Tiefgang hatte, musste das 16-Fuß-Boot die Gestrandeten evakuieren. Zwei Mann blieben an Bord, und dann wurde die „Snapper 3“ freigeschleppt und auf ausreichend tiefem Wasser vor Anker gelegt. Am folgenden Morgen zog die „Rescue 1” sie zum Spanish Point Boat Club. Der Rumpf war zwar heil geblieben, aber das Ruder hatte Schaden genommen.
Quelle:Tim Schwabedissen




Kutter wird zur Ermittlung von Unfallursache geborgen
(09.09.15) Am 10.9. sollte begonnen werden, den Kutter “Returner”, der im Juli vor Pilbara sank, zu bergen. Das Schiff wurde seit dem 15.7. mit seiner dreiköpfigen Crew vermisst gemeldet, nachdem es nicht wie geplant nach Point Samson zurückkehrte. Am 29.7. wurde e smit Sidescan-Sonar auf dem Meeresgrund entdeckt.
Am 2.8. wurde die Leiche des Skippers gefunden, die beiden Decksleute blieben vermisst. Die Bergung sollte unter Mitwirkung der Australian Maritime Safety Authority, des Department of Transport und der Firma Bhagwan Marine durchgeführt werden als Teil der polizeilichen Untersuchung.
Quelle:Tim Schwabedissen




Motorboot sollte versenkt werden – Eigner wurde vermisst gemeldet
(09.09.15) Der 60-jährige Eigner eines Bootes, das am 7.9. fast gesunken auf dem Lake Huron entdeckt worden war, wurde vor einer Woche im Macomb County von seiner Frau vermisst gemeldet. Die Sanilac County Sheriff’s Marine Division war um 12.35 Uhr vom Macomb County Sheriff Department für eine Bergung angefordert worden. Ein Frachter auf dem Lake Huron hatte zuvor den Bug der 31 Fuß langen Sea Ray „Sundancer“ aus dem Wasser ragen sehen.
Ein Boot der Coast Guard-Station Harbor Beach lokalisierte es 7,5 Meilen östlich von Forestville. Die Registrierungsnummer korrespondierte mit einem Vermisstenfall im Macomb County vom 1.9. Als die Sanilac County Sheriff Marine Division und ein Tauchteam eintrafen, fanden sie sechs Fuß des Bugs über Wasser aufragend vor.
Das Boot wurde dann zur Port Sanilac Marina geschleppt, wo es am 8.9. ausgepumpt und zu einem Bootslift gebracht werden konnte. Es sah so aus, als wäre es absichtlich versenkt worden. An der Bergungsaktion waren auch Tow Boat U.S. und die Sanilac County Aero-Squad beteiligt gewesen.
Quelle:Tim Schwabedissen




Barge wird künstliches Riff
(09.09.15) Die Coastal Conservation Association und das Georgia Department of Natural Resources versenkten am 8.9. eine Barge als künstliches Riff neun Meilen vor Tybee Island. Dort wurden zuvor bereits Eisenbahnwaggons, Sherman-Panzer und Tanks versenkt. Die Barge hat aber spezielle Käfige an Deck, durch die Fische schwimmen können.
Quelle:Tim Schwabedissen




Angelkutter “Dolgorae”
(Bild: Korean Coastguard)   Großbild klick!

Große Suchaktion nach Vermissten gesunkenen Angelkutters vor Südkorea
(08.09.15) Am 7.9. verstärkten die südkoreanische Coast Guard, Marine und zivile Rettungskräfte mit 72 Schiffen, darunter 25 Booten der Coastguard, sieben Marineeinheiten, drei der örtlichen Regierung sowie fast 40 Kuttern ihre Bemühungen, die acht Vermissten des Angelkutters “Dolgorae” (Dolphin) vor der Südküste des Landes zu finden. Das Suchgebiet erstreckte sich rund um Seosaengi Island, wo die Überlebenden gefunden wurden, und 500 Kilometer um den nordöstlichen Bereich von Chuja Island.
Über 20 Taucher, darunter Spezialkräfte der Coastguard, suchten unter Wasser. Die Suchaktion wurde durch zwei bis drei Meter hohe Wellen sowie Windgeschwindigkeiten von 14 Metern pro Sekunde stark erschwert. Bislang wurden 10 Personen tot geborgen, nachdem das Wrack am 6.9. nahe Chuja Island, nördlich der Resortinsel Jeju, entdeckt wurde. Bereits am 5.9. um 19.38 Uhr war der Kontakt eine halbe Stunde nach dem Auslaufen von Chuja nach Haenam in der Süd-Jeolla-Provinz abgerissen.
Das Schiff war für zwei Tage gechartert worden und sollte eigentlich am Abend des 6.9. nach Chuja zurückkehren. Möglicherweise wurde ihm ein Netzhaker zum Verhängnis, vermutete die Coastguard. Das Wetter war zum Unglückszeitpunkt nicht außergewöhnlich.
Quelle:Tim Schwabedissen




Ein Toter nach Untergang von Kutter vor Yachthafen Hohe Düne
(08.09.15) Am 7.9. gegen 06:40 Uhr sank auf Höhe der Ostmole von Warnemünde in unmittelbarer Nähe des Yachthafens Hohe Düne ein Fischerboot. Das etwa sechs lange Fischerboot ging nördlich der Marina unter. Der alarmierte Rettungskreuzer "Arkona" lief zum Unfallort. Zwischenzeitlich eingetroffene Rettungskräfte der Feuerwehr bargen zuvor bereits die zwei Fischer.
Während der eine nach kurzem Krankenhausaufenthalt nach Hause entlassen werden konnte, verstarb der zweite Fischer nach erfolgloser Reanimation. Die Ursache für das Kentern des Bootes war noch unklar. Die Ermittlungen durch die Wasserschutz- und die Kriminalpolizei Rostock dauerten an.
Quelle:Tim Schwabedissen




Heck der „Samskip Akrafell“
(Bild: )   Großbild klick!

Vorzeitiges Ende einer Frachterkarriere in Esbjerg
(08.09.15) Das große Schiff, das derzeit auf dem Slip der Abwrackfirma Smeedegarden A/S in Esbjerg zerlegt wird, weist eigentlich zu moderne Linien auf, um schon ein Fall für das Alteisen zu sein. Bis auf das Achterschiff haben die Schweißbrenner dem 99,95 Meter langen und 18,8 Meter breiten Frachter, an dessen Heck noch der Name „Samskip Akrafell“, 4450 BRZ (IMO-Nr.: 9271963), sowie der Heimathafen Limassol erkennbar waren und an dem sogar noch die zyprische Flagge wehte, schon den Garaus gemacht. Der Rest wird bald gefolgt sein.
Vor genau einem Jahr ereilte den Frachter das Schicksal, das ihn nun zum vorzeitigen Abwrackkandidaten machte. Am 6.9. um vier Uhr lief er vor der isländischen Küste Reydarfjordur und Faskrudsfjordur auf der Fahrt von Akureyri nach Reydarfjordur auf Grund. Dabei wurde der Maschinenraum aufgerissen, Wasser drang ein, wohl ein Grund, warum am Ende keine Reparaturwürdigkeit mehr vorhanden war.
Es gelang der isländischen Küstenwache, den Wassereinbruch unter Kontrolle zu bekommen und das Schiff vor einem herannahenden Sturm in einem Kraftakt, der allerdings den Schiffsboden ruinierte, wieder flottzumachen. Es wurde dann nach Eskifjörður gezogen. Die Feuerwehr von Reyðarfjörður und die "Ægir“ der Coastguard stabilisierten den Havaristen dort am Kai so weit, dass er nach Löschen der Ladung am 13.9. durch den Schlepper „Birni Lóðs" von Eskifirði nach Reyðarfjordur verholt wurde.
Die "Horst B”verließ am 15.9. Reykjavik und lief am 19.9. in Reyðarfjordur ein, um die gerettete Ladung weiter zu verschiffen. Für die „Samskip Akrafell“ gab es angesichts schwerer Bodenschäden keine Rettung mehr. Das 2003 beim Jinling Shipyard der China Chang Jiang National Shipping Group Corporation erbaute Schiff der Q Shipping in Barendrecht wurde im Juni nach Dänemark geschleppt – wo nun sein letztes Stündchen geschlagen hat.
Quelle:Tim Schwabedissen




Einhandsegler gerettet
(Bild: RNLI)   Großbild klick!

Einhandsegler samt Boot aus der Brandung des Briggs Rock gerettet
(08.09.15) Das RNLI-Boot aus Kinghorn rettete am 5.9. einen Einhandsegler, dessen 19 Fuß lange Yacht auf Westkurs laufend auf Felsen südlich von Inchkeith Island gestrandet war. Sie saß auf den Briggs Rocks, einem Riff südlich der Insel, und drohte nach Wassereinbruch zu sinken. Die Seenotetter wurden um 14 Uhr durch einen Mayday-Ruf alarmiert.
Sie fanden das Boot auf der Seite in hoher Brandung liegend vor. Der Skipper, ein Mann aus West Lothian in den 60ern, wurde abgeborgen. Dann stieg ein Rettungsmann auf die Yacht und stellte eine Schleppverbindung her.
Es gelang zwar, sie vom Felsen zu ziehen, doch wegen des starken Wassereinbruchs entwickelte sie Schlagseite. Eine Lenzpumpe wurde an Bord gebracht und konnte den Wasserstand im Innern bis auf einen halben Meter Höhe senken. Es gelang, das Boot nach Granton Harbour zu zieen, wo das Fisherrow Coastguard Rescue Team bereits stand, es aus dem Wasser zu holen.
Quelle:Tim Schwabedissen




Containerfrachter “Sinaran Andaman” gestrandet
(Bild: Royal Thai Navy)   Großbild klick!

Vorschiff gestrandeten Frachters soll Korallenriff werden
(08.09.15) Ein Teil des kambodschanischen Containerfrachters “Sinaran Andaman”, 793 BRZ (IMO-Nr.: 8654998), wird zu einem künstlichen Korallenriff vor Phuket werden. Das Vorschiff des am 8.7. vor Koh Hey gestrandeten Schiffes wurde mit Ballontanks vom Riff gehoben und zu einer Position 400 Meter vor der Ostküste von Koh Racha gezogen. Hier wurde es auf 30 Metern Wassertiefe versenkt und sollte von nun an Tauchtouristen anziehen. Der Rest des Wracks wurde zum Abwracken abtransportiert.
Künstliche Riffe haben nicht immer vor Phuket funktioniert. Vor einigen Jahren wurden zu diesem Zweck ausgediente Flugzeuge vor der Insel versenkt. Sie wurden aber von Strömungen abgetrieben. Das Wrackteil des Frachters dürfte wegen seines großen Gewichtes auf Position bleiben. Er war in einem Monsunsturm gestrandet, nachdem 12,5 Meilen südwestlich von Phuket die Maschine ausgefallen war.
Zum Verängnis wurde im der Umstand, dass sich die Ankerkette als zu kurz erwiesen hatte, um den Grund zu erreichen. Erst 25 Meter vor der Felsküste von Koh Hey fasste er – zu wenig, um das Schiff vor der Strandung zu bewahren. In einer dramatischen Rettungsaktion bargen die Royal Thai Navy und die Marine Police danach die 10-köpfige Crew ab. Drei wurden inmitten eines Chaos aus abtreibenden Containern mit einem Marinehubschrauber gerettet, die übrigen sieben von der Marine Police.
Quelle:Tim Schwabedissen




Kollision in Papenburg
(08.09.15) Der unter niederländischer Flagge laufende Frachter "Frisian Lady", 3666 BRZ (IMO-Nr.: 9246906), ist am 7.9. gegen neun Uhr von Klaipeda kommend beim Einlaufen nach Papenburg trotz Schlepperassistenz in der Seeschleuse mit zwei Leitdalben kollidiert. Sowohl am Schiff als auch an den Dalben entstand Sachschaden. Zum Zeitpunkt des Unfalls herrschten widrige Witterungsbedingungen und Sturmböen der Stärke acht bis neun aus Nordwest. Die Kollision verursachte am Seeschiff einen etwa einen Meter langen Riss oberhalb der Wasserlinie.
Der Gesamtschaden war noch unklar. Die Berufsgenossenschaft-Verkehr in Hamburg verfügte bis zur Bestätigung der Seetüchtigkeit durch die Klassifikationsgesellschaft ein Weiterfahrverbot für das Schiff. Die Wasserschutzpolizei Emden leitete Ermittlungen ein.
Quelle:Tim Schwabedissen




Insel auf falscher Seite passiert – Fähre landete auf Schäre
(08.09.15) Am 7.9. um 12.45 Uhr lief die norwegische Fähre "Aure", 338 BRZ (IMO-Nr.: 652397500) im Sålåsund auf Grund. Die nur noch zum Transport von Gütern eingesetzte Fähre hatte Baumaterial, das für Kanestraum bestimmt war, an Bord. Sie legte sich stark auf die Seite, nachdem sie auf einer Schäre aufgesetzt hatte. Das Rettungsboot "Skomvær III" wurde zu Hilfe gerufen.
Es stellte sich heraus, dass die "Aure" auf die falsche Seite einer Insel geraten war. Durch die Seenotretter wurde beschlossen, die Flut abzuwarten, und tatsächlich schwamm die „Aure“ gegen 18 Uhr wieder auf. Eskortiert vom Rettungsboot, nahm sie Kurs auf Kanestraum. Hier sollte sie gelöscht und eine Tauchinspektion des Rumpfes durchgeführt werden. Danach sollte das Schiff zur Reparatur auf eine Werft in Kristiansund gehen.
Quelle:Tim Schwabedissen




Tanker mit Schleuse kollidiert
(08.09.15) Der russische Tanker "VF Tanker 7", 5075 BRZ (IMO-Nr.: 9640554), kollidierte am Morgen des 6.9. mit der Mauer von Schleusenkammer 13 auf dem Wolga-Don-Kanal. Der Unfall ereignete sich beim Einlaufen in die Schleuse. Mauerwerk und Laufbrücken wurden beschädigt, der Tanker kam offenbar ohne Schaden Davon. Er war unbeladen unterwegs von Kavkaz nach Wolgograd.
Quelle:Tim Schwabedissen




Kreuzfahrtschiff in St. Thomas wegen Maschinenraumbrandes evakuiert
(08.09.15) Auf dem unter Panama-Flagge laufenden Kreuzfahrtschiff “Carnival Liberty, 110320 BRZ (IMO-Nr.: 9278181), brach am Vormittag des 7.9. um 11.45 Uhr ein Feuer im achteren Maschinenraum aus. Das Schiff lag im Hafen von Charlotte Amalie auf der Karibikinsel St. Thomas die zu den British Virgin Islands gehört. Es war der erste Anlaufhafen der aktuellen Kreuzfahrt.
Die meisten der 3346 Passagiere waren zu der Zeit auf Landgang, die übrigen wurden evakuiert. Das automatische Löschsystem konnte den Maschinenbrand ersticken. Alle für den Hotelbetrieb nötigen Anlagen wie Klimaanlage, Aufzüge, Toiletten und Küchen blieben voll funktionsfähig.
Die Ursache des Brandes war noch unbekannt. Die Passagiere verbrachten den Tag an Land. Dort stellte die Reederei Aufenthaltsräume in Hotels bereit. Gegen 17.30 Uhr konnte zunächst die 1150-köfige Crew wieder an Bord, um 20 Uhr gab die Coastguard San Juan das Schiff auch für die Passagiere wieder frei. Während der Nachtstunden wurde der genaue Schaden ermittelt und durch das Marine Safety Detachment St. Thomas geprüft, ob und wann das Kreuzfahrtschiff seine Reise fortsetzen konnte. Am 8.9. lag es weiterhin im Hafen. Die „Carnival Liberty“ befand sich auf einer 7 Nächte Reise, die am 6.9. in San Juan, Puerto Rico, begonnen hatte. Nächstes Ziel wäre Barbados gewesen.
Quelle:Tim Schwabedissen




Kollision vor Ulsan
(08.09.15) Der südkoreanische Chemikalientanker „FC Victory“, 2207 BRZ (IMO-Nr.: 9214197 ), kollidierte am 8.9. gegen acht Uhr mit einem 57-Tonnen-Kutter unweit der Außenmole von Ulsan. Dabei wurde der Kollisionsgegner schwer beschädigt. Eines der beiden Crewmitglieder wurde bewusstlos aufgefunden und kam ins Krankenhaus, während der zweite Mann mit leichten Verletzungen davonkam. Der Kutter blieb schwimmfähig.
Quelle:Tim Schwabedissen




Gasleck in Tank – zwei Tote
(08.09.15) Zwei Crewmitglieder des 87 Meter langen chinesischen Tankers "Jin Wang You 9" (MMSI-Nr.: 412436240) starben am 7.9. an Gasvergiftung. Der Tanker, beladen mit 2000 Tonnen Öl, ankerte vor Shenzhen Mawan. Ein Besatzungsmitglied war aufs Vorschiff geschickt worden, um dort die Gaskonzentrationen zu messen.
Als er nicht zurückkam, folgten ihm zwei weitere, um zu prüfen, was geschehen war. Alle drei brachen mit Gasvergiftung zusammen. Die alarmierte Feuerwehr fand sehr hohe Konzentrationen von Karbondioxid, was zu einer Explosion hätte führen können.
Ein Crewmitglied konnte nur noch tot geborgen werden, die beiden anderen wurden bewusstlos ins Krankenhaus gebracht. Einer der beiden starb dort. Der Unfall wurde durch ein Leck in einem Tank verursacht, durch das Gas austrat.
Quelle:Tim Schwabedissen




Historisches Wrack auf der Waal entdeckt
(08.09.15) Beim Entfernen Buhnen in der Nähe von Dreumel an der Waal Dreumel wurde ein historischer Schatz entdeckt - das Wrack eines Holztransportschiff aus dem späten 18. Jahrhundert. Der Dreumeler Archäologe Nils Kerkhoven nannte es einen extrem wichtigen Fund, weniger wegen des Alters des Lastkahns, sondern weil ein Fahrzeug dieser Bauart noch nie zuvor in den Niederlanden gefunden wurde. Darüber hinaus war das Wrack außergewöhnlich gut erhalten.
Im Geheimen begann bereits am 27.7. die Untersuchung des Wracks. Es wurde von einem Passanten im Schlamm entdeckt, nachdem an dieser Stelle Kribben auf der Waal entfernt worden waren. Bei dem Wrack handelte es sich um ein Binnenschiff von rund 20 Meter Länge und 4,5 Meter Breite. Dendrologische Untersuchungen zeigten, dass die Bäume um 1786 in Niedersachsen geschlagen wurden. Der Historische Service Tremele zur Rettung des nationalen Kulturerbes wollte nun Geld zu sammeln, um das Wrack zu retten und zu erhalten.
Quelle:Tim Schwabedissen




Yacht nach Mastbruch durch Seenotkreuzer nach Gager geschleppt
(08.09.15) Am 7.9. gegen 15:00 Uhr erlitt eine deutsche Segelyacht im Landtieffahrwasser einen Mastbruch erlitten und wurde zeitweilig manövrierunfähig. Nachdem die Seenotrettungsleitstelle informiert wurde, begab sich der Seenotkreuzer "Eugen" zum Unfallort. Dort nahm er den Havaristen in Schlepp und zog ihn in den Hafen Gager. Nach ersten Ermittlungen durch die Wasserschutzpolizei war ein defekter Beschlag an der Rollfock Ursache für den Mastbruch.
Quelle:Tim Schwabedissen




Statendam brachte Überlebenden der Caledonian nach Victoria
(08.09.15) Als der kanadische Kutter “Caledonian” am 5.9. vor Estevan Point, rund 50 Kilometer nördlich von Tofino, sank, wurde das Kreuzfahrtschiff „Statendam“ (IMO-Nr.: 8919245) auf dem Weg von Anchorage nach Victoria zum Retter für den einzigen Überlebenden des Unglücks. Es nahm den Fischer an Bord, nachdem ein Fahrzeug der Coastguard ihn aus einer Rettungsinsel aufgenommen hatte.
Skipper Wes Hegglend und zwei weitere Männer konnten nicht gerettet werden. Die Reederei des Schiffes hatte die Coastguard an jenem Tag alarmiert, nachdem sich das Schiff nicht, wie geplant, um 22 Uhr gemeldet hatte. Drei Schiffe und ein Flugzeug steuerten die letzte bekannte Position an. Um 1.30 Uhr wurde ein Mann in einer Rettungsinsel entdeckt.
Am Nachmittag des 6.9. wurde er nach dem Einlaufen der „Statendam“ ins Krankenhaus von Victoria gebracht. Er sagte aus, dass die „Caledonian“ um 15.30 Uhr wohl wegen eines Stabilitätsproblems umgeschlagen war. Sie trieb noch einige Zeit kielboen weier, und er konnte sich auf den Rumpf retten. Gegen 22.30 Uhr ging das Schiff endgültig unter. Er konnte dann die Rettungsinsel, die sich vom sinkenden Trawler gelöst hatte, erreichen. Am 6.9. um 1.30 Uhr schoss er zwei Notraketen ab, die von einem Patroullenboot gesichtet wurden. Dieses brachte ihn zu der „Statendam“, wo er mit leichter Unterkühlung zunächst ins Bordhospital kam.
Quelle:Tim Schwabedissen




Tango verlor 10 Mal mehr Öl als gedacht
(08.09.15) Beim Untergang des 70 Fuß langen Kutters “Tango” am 2.9. in der Marina von Port Orchard lief wohl erheblich mehr Bunkeröl in den Puget Sound als zunächst angenommen. Zunächst war von 50 Gallonen die Rede, doch bislang wurden 500 Gallonen aus dem Wasser aufgenommen. Ein Ölfilm erstreckte sich eine Meile entfernt über 100 Fuß Länge. Die rasche Reaktion von Personal der Railway Marina und der Feuerwehr half, das Öl in unmittelbarer Nähe einzufangen.
Quelle:Tim Schwabedissen




Wrack aus dem 18. Jahrhundert nach Kollision einer Barge auf dem Nanticoke-River entdeckt
(08.09.15) Ein Holzschiff, das in Maryland vor dem amerikanischen Bürgerkrieg erbaut wurde, beendete seine Karriere als Transporter von Tabak und Nahrungsmitteln an der Ostküste und sank schließlich auf dem Grund des Nanticoke River.
Dieser Tage kam es wieder ans Tageslicht – entdeckt im Zuge einer Straßenreparatur. Bauarbeiter fanden ein Teil des Riggs, als sie an der Route 50 rücke auf halbem Wege zwischen Cambridge und Salisbury anMarylands Ostküste tätig waren. Sie quert den Nanticoke River, bevor er die Chesapeake Bay erreicht. Grund für die Reparatur war die Kollision einer Barge mit einem Abweiser, der dabei in Mitleidenschaft gezogen worden war. Als ein Mann Stücke des Abweisers bergen wollte, kamen Holzteile, die erheblich älter waren, mit hoch. Die Holzplanken wurden mit Holznägeln miteinander gefunden.
Angesichts dieses Funds wurden die staatlichen Archäologen gerufen. Das Wrack lag in 30 Fuß Tiefe in tiefem Schlamm. Es wurde Stück für Stück geborgen. Die Bauarbeiter hielten die Wrackteile nass, um ein Zerfallen durch Austrocknung zu verhindern, bis sie auf einem Tieflader in ein Labor im Calvert County gebracht wurden. Dort stellte sich heraus, dass wohl rund die Hälfte des einst 40 bis 45 Fuß langen Fahrzeugs geborgen wurde.
Die Größe zeigte, dass es in der Chesapeake Bay und nicht auf hoher See verkehrte und lokalen Handel mit Tabak, Getreide, Mais und anderen Agrarprodukten betrieb. Um 1743, so konnte durch dendrologische Untersuchungen ermittelt werden, wurde es in Maryland zwischen dem Potomac River und Annapolis erbaut. Das Holz des Rumpfes wies Brandspuren auf. Möglicherweise fiel es dem Bürgerkrieg zum Opfer. In Vienna, wo der Fund stattfand, gab es seinerzeit Gefechte.
Quelle:Tim Schwabedissen




Muschelbagger “Celtic Harvest
(Bild: RNLI)   Großbild klick!

Muschelbagger drohte vor Arklow zu sinken
(07.09.15) Am 5.9. um 15.07 Uhr wurde das RNLI-Boot aus Arklow, die “Ger Tigchleaar” alarmiert, nachdem der 44 Meter lange Muschelbagger “Celtic Harvest – N 978” (IMO-Nr.: 8928612), Wassereinbruch gemeldet hatte und zu sinken drohte. Die Rettungsmänner lokalisierten den Havaristen 1,5 Meilen östlich von Mizen Head. Sie stellten fest, dass das Schiff zwar erhebliche Mengen Wasser im Rumpf hatte, aber nicht unmittelbar vom Untergang bedroht war.
Es wurde daraufhin entschieden, das Schiff nach Arklow zurück zu eskortieren. Dort bugsierte das Rettungsboot es an einen Slip, wo es aufgesetzt werden sollte, um die notwendigen Reparaturen ausführen zu können. Genau in diesem Moment setzten die Lenzpumpen aus, und sofort wurde eine Pumpe vom Rettungsboot aktiviert, um gegen den Wassereinbruch anzukommen.
Dann wurde eine provisorische Abdichtung angebracht, um die „Celtic Harvest“ bis zum Aufsetzen zu stabilisieren. So konnte durch die rasche Alarmierung der Seenotretter die Havarie zu einem glimpflichen Ende gebracht werden.
Quelle:Tim Schwabedissen




Dramatische Momente auf Yachten im Sturm vor Scheveningen
(07.09.15) Am 4.9. um 7.15 Uhr wurde die KNRM-Station in Scheveningen alarmiert, nachdem die 12 Meter lange und vier Meter breite holländische Yacht "Big Spender" (MMSI-Nr.: 244100421), von Lowestoft kommend 40 Meilen vor Scheveningen bei Westnordwestwind von sieben Beaufort und Wellenhöhen von drei bis fünf Metern gekentert war. Der Skipper wurde dabei über Bord gerissen, blieb aber über seinen Lifebelt mit dem Boot verbunden.
Seine Frau, die in der Kajüte geschlafen hatte, wurde davon geweckt, dass sich die „Big Spender“ auf die Seite legte und große Mengen Wassers durch ein eingeschlagenes Bulleye eindrangen. Das Boot richtete sich aber wieder auf, und der Eigner konnte sich zurück an Bord ziehen. Beim Kentern wurde das EPIRB aktiviert und schickte ein Notsignal.
Versuche des Skippers, mit der in der Nähe befindlichen Plattform "De Ruijter" über Funk in Kontakt zu kommen, scheiterten, weil die Antenne mit dem über Bord gegangenen Mast in die See gerissen worden war. Daraufhin feuerte er fünf Notraketen ab, die von Schiffen in der Nähe gesichtet wurden.
Das Rettungsboot "Kitty Roosmale Nepveu" lief zu der Position, die die Coast Guard übermittelt hatte. Auch ein Helikopter und zwei Handelsschiffe, die "Aurora G" und "Cemvale", steuerten die Yacht an. Der Helikopter versuchte, einen Rettungsschwimmer an Bord abzusetzen, der die beiden Segler aufpicken sollte.
Doch dieses Unterfangen scheiterte an den schwierigen Umständen vor Ort. Er drehte daraufhin nach Absetzen des Rettungsschwimmers wieder ab und flog nach Maasvlakte. Der Rettungsschwimmer versuchte gemeinsam mit dem Rettungsboot, das um 10.30 Uhr vor Ort war, den Mast und das schwer beschädigte Rigg zu bergen. Dazu gingen zwei Rettungsmänner auf die „Big Spender“, und gemeinsam versuchten sie, die Trümmer loszuschneiden.
Dies gelang aber auch nicht, sodass entschieden wurde, die Yacht in Schlepp nach Scheveningen zu nehmen. Doch wegen des im Wasser treibenden Riggs, des Gewichts des Boots durch das eingedrungene Wasser sowie die turbulente See brach die Schleppverbindung zu dem Rettungsboot. Nach Rücksprache mit der Coast Guard und dem Skipper wurde nun entschieden, die Yacht vorerst aufzugeben und treiben zu lassen. Die Schifffahrt wurde vor dem Treibgut gewarnt.
Die Coastguard in Den Helder setzte daraufhin den Notfallschlepper "Ievoli Amaranth", 2637 BRZ (IMO-Nr.: 9637363), in Marsch, um die Yacht zu orten und bergen, während das Rettungsboot mit den Seglern an Bord nach Scheveningen zurücklief, wo es am 5.9. um 2.15 Uhr eintraf. Im Bootshaus wurden die beiden Segler versorgt.
Nachdem die “Ievoli Amaranth” die Yacht gefunden hatte, blieb sie zunächst auf Standby, bis die Bootsversicherung Noordgat grünes Licht gab, sie nach Rotterdam einzubringen, wo sie schließlich im Laufe des Tages im Scheurhaven festgemacht wurde.
Yacht „Lina“: Maschine ausgefallen
(Bild: KNRM)   Großbild klick!
Für die Seenotretter aus Scheveningen gab es allerdings nur eine kurze Pause: Am 5.9. gegen Mittag brach eine Schot auf der ebenfalls 12 Meter langen Yacht „Lina“. Die Crew versuchte, den Schaden zu beheben, doch dabei zerriss im Sturm auch noch das Großsegel. Da es ihr nicht gelang, den Motor zu starten, wurde nun die Coastguard zu Hilfe gerufen.
Die „Lina“ trieb zu der Zeit vier Meilen vor Scheveningen. Die „Kitty Roosmale Nepveu“ lief erneut aus und setzte zwei Rettungsmänner auf der Yacht ab. Diese halfen, eine Schleppverbindung herzustellen, und das havarierte Boot konnte in den Yachthafen von Scheveningen eingebracht werden.
Quelle:Tim Schwabedissen




Maschinenschaden im Bosporus
(07.09.15) Der unter Togo-Flagge laufende Frachter "Rania H", 3125 BRZ (IMO-Nr.:9002128), erlitt am 6.9. beim Transit des Bosporus in südlicher Richtung am 6.9. gegen Mitag im Gebiet von Buykudere Maschinenschaden. Das Schiff ankerte zur Reparatur vor Buyukdere. Es befand sich auf der Fahrt von Constanta nach Bandirma.
Quelle:Tim Schwabedissen




Kutter "Polarstjerna F-20-H"
(Bild: Roar Jensen)   Großbild klick!

Havarierter Krabbenkutter nach Honningsvag eingeschleppt
(07.09.15) Am 5.9. wurde das NSSR-Rettungsboot "Odin” in Havøysund alarmiert, nachdem auf dem 15 Meter langen Kutter "Polarstjerna F-20-H" (MMSI-Nr.: 257747800) aus Hammerfest im Porsangerfjord in den Nachtstunden ein Feuer ausgebrochen war. Der Havarist wurde von den Seenotrettern in Schlepp genommen und in den Hafen von Honningsvag gezogen, wo er nun repariert wird.
Quelle:Tim Schwabedissen




Angelkutter trieb vor Travemünde
(07.09.15) Vor dem Brodtener Steilufer westlich Travemünde benötigte am 6.9. gegen Mittag der Angelkutter „Prof. Oefting“ mit 14 Menschen an Bord die Hilfe der Seenotretter der DGzRS. Er trieb mit Maschinenproblemen bei Westsüdwestwind der Stärke 6 und kurzen, steilen Seen im Meer. Das in Travemünde stationierte Rettungsboot „Hans Ingwersen“ nahm den Kutter auf den Haken und schleppte ihn sicher in den Hafen. Er hat eine Länge von 9,10 Metern, eine Breite von 3,45 Metern, einen Tiefgang von 1,49 m und wurde 1970 bei der Schiffswerft Hans Dodegge Nachf. Neuhaus/Oste, erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen




Ausgebrannte Katamaranfähre "Highspeed 5" am Haken
(Bild: George Gbidis)   Großbild klick!

Wrack ausgebrannter Fähre verließ Drapetsona-Bucht
(07.09.15) Am 4.9. verließ die von einem Feuer verwüstete Wrack der griechischen Katamaranfähre "Highspeed 5", 4913 BRZ (IMO-Nr.: 9329095), die Drapetsona Bucht in Piräus am Haken des griechischen Schleppers "Apollon" (IMO-Nr.:7431806). Der Schleppzug nahm von dort aus Kurs auf den Hafen von Trieste, wo er am 10.9. erwartet wurde.
Die 85 Meter lange und 21 Meter breite Fähre war am 23.3. auf einer Werft in Keratsini in Brand greaten. Die Flammen griffen rasch um sich, und ein Ingenieur kam in den Flammen um. 30 Einsatzkräfte der Feuerwehr waren mit 10 Fahrzeugen und einem Löschboot im Einsatz, konnten aber nicht verhindern, dass die Aufbauten komplett ausbrannten.
Am 23.6.2012 war die Fähre von der “St Helena”, als diese aus Mykonos auslief, gerammt worden. Auf der „Highspeed 5” entstand dabei ein Riss an Backbordseite, die 102 Passagiere blieben unversehrt.
Quelle:Tim Schwabedissen




Kutter in Hooksiel losgerissen
(07.09.15) Der Seenotkreuzer „Vormann Steffens“ der DGzRS-Station Hooksiel kam am 6.9. dem 16 Meter langen Fischkutter „Wangerland“ (MMSI-Nr.: 211526000) zu Hilfe. Bei stürmischem Wind hatte sich im Hafen von Hooksiel eine Festmacherleine gelöst. Der Kutter trieb daraufhin gegen das Heck eines anderen Schiffes. Das Tochterboot „Adele“ bugsierte die „Wangerland“ zurück an ihren Liegeplatz, wo die Seenotretter den Kutter wieder sicher vertäuten.
Quelle:Tim Schwabedissen




Ein Toter und Vermisste sowie Schäden nach Sturmwochenende an der Ostsee
(07.09.15) Nicht mehr helfen konnten die Seenotretter der DGzRS einem Mann, der unter am 6.9. unter einem vor Warnemünde gekenterten Angelboot eingeschlossen wurde. Die Besatzung eines anderen Bootes und Spaziergänger am Alten Strom hatten den Seenotrettungskreuzer „Arkona“ gegen 16.30 Uhr über das im Rostocker Seekanal treibende Boot informiert.
Als das Tochterboot „Caspar“ am Unglücksort vor den Molenköpfen eintraf, hatte die Besatzung eines in der Nähe fahrenden Schlauchbootes bereits zwei der drei Angler an Bord bereits gerettet. Sie berichteten, der dritte Mann sei noch unter dem kieloben treibenden Boot eingeschlossen. Bei Westwinden der Stärke 8 bis 9 ging ein Seenotretter im Überlebensanzug ins Wasser, um eine Leinenverbindung zu dem gekenterten Boot herzustellen. Das Wiederaufrichten war vor Ort unmöglich.
Östlich der Warnemünder Ostmole unterstützten Polizisten, Feuerwehrleute und Spaziergänger zwei Seenotretter dabei, das gekenterte Boot auf den Strand zu ziehen. Der 64-jährige Mann starb aber trotz sofortiger Wiederbelebungsversuche eines Notarztes später im Krankenhaus.
Zwei Angler wurden vor Kühlungsborn vermisst. Nach einem Angelwochenende sollten die Berliner am 6.9. gegen Mittag zurück sein. Eine Ehefrau meldete die Angler als vermisst. Es wurde eine umfangreiche Suchaktion mit Einsatzkräften an Land, Schiffen und Booten zu Wasser und einen Hubschrauber in der Luft eingeleitet. Der Hubschrauber mit Wärmebildkamera an Bord flog das infrage kommende Seegebiet zwischen Kühlungsborn und Darßer Ort ohne Ergebnis ab. Die Suche wurde fortgesetzt.
Im Stadthafen Rostock verursachten die hohen Wellen an mehreren Sportbooten Sachschäden, als sie mit dem Bug auf die Steganlage schlugen. Aus dem Seehafen Rostock wurde ein losgerissener Arbeitsponton mit leichten Schäden gemeldet. Er wurde an Land gesetzt. Ein einlaufendes Schiff überfuhr eine Leuchttonne trotz Schlepperhilfe. Die Tonne wurde beschädigt und musste repariert werden.
Quelle:Tim Schwabedissen




Einbahnverkehr nach Kollision auf Mississippi
(07.09.15) Der Krisenstab in Paducah bekämpfte weiter die Ölverschmutzung auf dem Mississippi bei Meile 937 nach der Kollision zweier Schleppzüge am 2.9., bei der eine Barge mit Öl aufgerissen worden war. Das Leichtern der Barge war inzwischen im Gange, und die Vorbereitungen liefen, sie wegzuschleppen. Eine Sicherheitszone blieb zwischen den Flussmeilen 936 und 938 eingerichtet, in der nur Einbahnverkehr möglich war, der durch die „Joe B. Wyatt“ koordiniert wurde.
Rund 80 Schiffe passierten die Enge, seit die Sperrung am 4.9. aufgehoben worden war. Am 5.7. warteten noch 37 Schiffe auf die Passage. An den Ufern des Mississippi wurden unerdessen keine Ölspuren gefunden. An die 100 Personen u.a. der National Strike Force, der NOAA und des Center for Toxicology and Environmental Health waren mit acht Booten und Ölsperren im Einsatz vor Ort. Die Coast Guard und das National Transportation Safety Board haben eine Untersuchung eingeleitet.
Quelle:Tim Schwabedissen




Motoryacht auf dem Rhein leckgeschlagen
(07.09.15) Einen rund 30 Zentimeter langen Riss trug am Nachmittag des6.9. eine 10 Meter lange, holländische Motoryacht nach einer Grundberührung auf dem Rhein unterhalb von Düsseldorf davon. Es drang Wasser in das Boot ein.
Mit Unterstützung des örtlichen Feuerlöschbootes gelang es, den Wassereinbruch einzudämmen und das Boot sicher in den Hafen Düsseldorf zu bringen. Hier wurde es mit Schwimmkörpern stabilisiert und festgemacht. Die Crew, zwei 55 und 54 Jahre alte Männer, war auf dem Weg von Rotterdam nach Köln.
Quelle:Tim Schwabedissen




Bergung des Geisterschiffs von Rutten hat begonnen
(07.09.15) Am 7.9. began Rijkswaterstaat mit der Bergung des Zweimasters “Trintel” am Deich des Noordermeers in Rutten. Taucher begannen um 7:30 Uhr, Hebestropps unter dem morschen Rumpf hindurch zu ziehen. Ein Schwimmkran war vor Ort, um das Schiff dann anzuheben. Nach der Hebung soll das Wrack zu einem Kai von Rijkswaterstaat in Lelystad gebracht werden.
Quelle:Tim Schwabedissen




Kutter in Varden gesunken
(07.09.15) Die Hafenbehörden in Varden wollten noch am 7.9. den Kutter “H-155-K”, der an der Kulltangen-Brücke gesunken war, heben. Dazu suchten sie eine Firma mit einem Schwimm-oder einem Mobilkran. Feuerwehr und Polizei waren am Morgen zu der Brücke gerufen worden, nachdem sich der Kutter bei Roligheten auf die Seite gelegt hatte. Mehrere Ölflecken trieben wenig später rund um die Untergangsstelle auf dem Fluss.
Die Feuerwehr legte Ölsperren aus. Wahrscheinlich war der Kutter leckgeschlagen, als er auf bei Ebbe dem Flussbett aufsetze. Er war vor einigen Tagen von einer Seite des Flusses auf die andere verholt und bei Hochwasser an seinem neuen Liegeplatz vertäut worden. Der Kutter wurde als Wohnschiff genutzt. Die Polizei konnte aber noch keinen Kontakt zum Eigner herstellen.
Quelle:Tim Schwabedissen




Drei Tote bei Kutterunglück vor Tofino
(07.09.15) Der 33 Meter lange kanadische Trawler "Caledonian", 260 BRZ (IMO-Nr.: 7366257), kenterte am Abend des 5.9. rund 50 Kilometer nordwestlich von Tofino vor Vancouver Island bei Kyoquot. Gegen 22 Uhr wurden Rettungskräfte alarmiert, nachdem ein passierender Kreuzfahrer einen Schiffbrüchigen aus einer Rettungsinsel geborgen hatte. Er wurde ins Victoria Hospital gebracht.
Zwei weitere Crewmitglieder wurden kurz darauf tot in der See treibend entdeckt. Die Coast Guard schickte Boote und Hubschrauber, die nach dem vierten, noch vermissten Mann Ausschau hielten. Er wurde am 6.9. gegen 14 Uhr von einem Cormorant Helikopter tot im Wasser entdeckt. Der Überlebende war der einzige der vier, der eine Rettungsweste trug.
Quelle:Tim Schwabedissen




Falschaussage eines verhinderten Anglers verzögerte Rettungsaktion vor Korea
(07.09.15) Am Nachmittag des 7.9. wurden immer noch acht Personen vermisst, die sich auf dem am Abend des 5.9. gekenterten Angelkutter „Dolgorae“ befunden hatten. Mindestens 10 Menschen kamen ums Leben, als das mit 21 Anglern besetzte Schiff unweit von Chuja Island vor der südkoreanischen Südküste sank.
Im Laufe des Tages begann die Coast Guard unter Wasser nach Opfern des Untergangs zu suchen. Nur drei Überlebende wurden von einem passierenden Schiff 11 Stunden nach dem Unfall gerettet.
Wahrscheinlich war hoher Seegang dem 9,77-Tonner zum Verhängnis geworden. Angehörige versammelten sich am Nachmittag des 6.9. in einem Gymnasium in Haenam ind der Süd-Jeolla Provinz. Der erste Alarm war am 5.9. um 20.40 Uhr beim Chuja Safety Center durch einen anderen Kutter aufgelaufen, nachdem dieser vergeblich versucht hatte, Funkkontakt zu bekommen.
Wahrscheinlich war die „Dolgorae” eine Stunde zuvor gekentert. Daraufhin wurden zunächst alle Personen auf der Passagierliste angerufen. Ein Mann wurde erreicht und gab an, der Kutter sei gut unterwegs. Wie sich später herausstellte, war er aber gar nicht an Bord gegangen und hatte, aus welchen Gründen auch immer, gelogen. Erst später rückte er mit der Wahrheit heraus, als es nicht gelang, irgendjemand anderen telefonisch zu kontaktieren.
Daraufhin liefen um 21 Uhr drei Patroullienboote in das Suchgebiet aus. Sie suchten an der Ostseite der Insel, wo die letzte Positionsangabe herrührte. Tatsächlich lag das Wrack aber südwestlich von ihr, wo es aber erst 11 Stunden nach dem Unglück entdeckt wurde.
Das benutzte Suchsystem zur Ermittlung der Driftpatterns hatte offenbar keine Wetterupdates berücksichtigt in seinen Berechnungen. Das Driftvorhersagesystem war 2009 für 11,6 Millionen Dollar angeschafft worden und fand seit 2012 bei der Coast Guard Verwendung.
Weitere Unsicherheit rührte daher, dass die Behörden nicht wussten, wie viele Personen wirklich an Bord waren. Von den 22 auf der Passagierliste geführten Menschen waren insgesamt vier gar nicht an Bord gegangen. Dafür befanden sich aber drei nicht registrierte Gäste an Bord, von denen einer überlebte und zwei tot aufgefunden wurden.
Quelle:Tim Schwabedissen




Gesunkener Kutter zur Untersuchung gehoben
(07.09.15) Der Kutter “JMT M 99” aus Plymouth, der am 9.7. vor Rame Head gesunken war, wurde am 5.9. gehoben und auf einer Barge in den Hafen gebracht, um herauszufinden, warum das Schiff und seine zweiköpfige Crew verloren gingen. Das Schiff war am Unglückstag nicht, wie geplant, am Abend in den Hafen zurückgekehrt. Rund um Eddystone wurde durch die RNLI-Boote aus Fowey, Looe und Plymouth, einen SAR-Hubschrauber der Royal Navy und Helikopter der RNAS Culdrose sowie etliche Kutter aus Plymouth nach den Vermissten gesucht.
Erst wurden von den Rettungskräften an der mutmaßlichen Unglücksstelle fünf Meilen vor dem Leuchtturm Trümmer in der See entdeckt, dann die Leiche des 33-jährigen Shane Hooper aus Teignmouth. Der Skipper, Michael Hill, blieb bis heute verschwunden. Einige Tage später untersuchte ein sechsköpfiges Polizeitaucherteam mit einem ROV das Wrack der „JMT“, ohne eine Spur von ihm zu finden. Auf Veranlassung des Marine Accident Investigation Branch wurde das Wrack am 6.9. nach Fowey geschleppt.
Quelle:Tim Schwabedissen




Piratenfest in Liverpool findet auch ohne Zebu statt
(07.09.15) Die Brigantine “Zebu”, die am Morgen des 4.9. um 4.30 Uhr im Albert Dock am Hartley Quay in Liverpool sank, soll am 9.9. wieder gehoben werden. Eigentlich hatte die Bergung bereits am Wochenende stattfinden sollen, wurde aber mehrfach verschoben. Mit Hebeballons soll der Segler wieder an die Wasseroberfläche gebracht und dann zur Schadensuntersuchung in ein Trockendock gebracht werden.
Eigentlich hatte die „Zebu” eine der Hauptattraktionen beim Liverpool Pirate Festival im Albert Dock am kommenden Wochenende werden sollen. Die Veranstaltung am 12. und 13.9. sollte dessen ungeachtet mit Schlachten und Kanonenfeuer, unterstützt vom Mersey Heritage Trust mit den anderen Großseglern „Vilma“ und „Kathleen & May” über die Bühne gehen.
Quelle:Tim Schwabedissen




Autowracks der „Baltic Ace“
(Bild: Hans Steketee)   Großbild klick!

Wrack der Baltic Ace Ziel von Hafenrundfahrten
(06.09.15) Alle großen Teile des Autofrachters „Baltic Ace“ wurden bis zum 31.8. rund 65 Kilometers vor Goeree-Overflakkee geborgen, und Ende des Jahres soll das Fahrwasser wieder uneingeschränkt durch Rijkswaterstaat freigegeben werden. Die Berger hatten den Rumpf in acht Sektionen zerschnitten. Nun ist das Bergungsprojekt in der finalen Phase – verbliebene Autodecks und Autos sollten bis Ende des Jahres vom Meeresgrund geräumt sein.
Bislang wurden über 10.000 Tonnen, das sind rund 75% des Wracks und seiner Ladung, geborgen. Am Ende der Arbeit soll der Meeresgrund, der von allen Teilen, die größer als einen Quadratmeter sind, gereinigt wurde, gescannt und von Tauchern inspiziert werden. Die Wrackteile wurden unterdessen bereits zu einer Touristenattraktion im Waalhaven in Rotterdam, wo sie bis zum Verschrotten in Vlaardingen auf Bargen angekettet sind.
Die Firma Spido bietet Rundfahrten durch den Rotterdamer Hafen zum Wrack an. Viele der 1452 Mitsubishi—Fahrzeuge, die für Russland bestimmt waren, sind völlig zerstört und liegen in großen Schrottbergen gestapelt, wurden zwischen Autodecks zerquetscht oder hängen aus den Schnittstellen der Wrackteile, andere sehen nach zweieinhalb Jahren unter Wasser noch bemerkenswert intakt aus.
An Bord waren auch einige im Geheimen transportierte Bentleys und Maseratis. Es könnten sich auch noch menschliche Überreste in den Wrackteilen befinden. Im Maschinenraum wurden bereits Knochen gefunden – allerdings stellte sich bei einer forensischen Untersuchungen heraus, dass es sich nicht um menschliche Knochen, sondern wohl Überreste einer Robbe handelte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bergung der Kogge von Kampen läuft an
(06.09.15) Kampen bereitet sich für die größte archäologische Bergungsaktion, die es je in den Niederlanden gab, vor. Eine mittelalterliche Kogge, die vor drei Jahren von einem Sonarboot entdeckt wurde, soll aus der IJssel gehoben werden. In den vergangenen Jahren hat die Firma Hebo in Zwartsluis ein großes Stahlgerüst erbaut in Form eines Korbes, in dem Ende des Jahres das Wrack ans Tageslicht kommen soll.
In den kommenden Monaten sollen Taucher den Rumpf aus dem Schlamm befreien. Beteiligt sind an der Aktion rund 100 Menschen. Dabei wird auch der Fund vieler Artefakte erwartet. Wenn die Kogge geborgen ist, soll sie nach Lelystad verschifft werden, wo ein Team von internationalen Experten dann das weitere Vorgehen überlegt.
Am Ende soll das konservierte Schiff in Kampen ausgestellt werden. Sollte dies nicht möglich sein, wird das Wrack in Nijkerk auf einem Schiffsfriedhof landen. In den kommenden Wochen wird auf Höhe der Wrackposition eine schwimmende Arbeitsplattform als erstes sichtbares Zeichen verankert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht „Big Spender“ mit Mastbruch
(Datum) Am Abend des 4.9. wurde ein Boot der KNRM aus Scheveningen alarmiert, nachdem gegen 20 Uhr die zweiköpfige Crew der Yacht „Big Spender“ 40 Meilen vor der holländischen Küste in Seenot geraten war. Der Mast war gebrochen und das Segel trieb im Wasser. Gegen Mitternacht wurden die Segler durch die Küstenwache abgeborgen. Die „Ievoli Amaranth“ der Küstenwache sollte versuchen, die Yacht zu bergen.
Quelle:Tim Schwabedissen



„Binh Thuan 16“ auf ein Riff gelaufen
(Datum) Die vietnamesische RoPax-Fähre „Binh Thuan 16“ lief mit 150 Passagieren an Bord am Morgen des 5.9. auf ein Riff vor der Küste von Phu Quy in Phan Thiet, nördlich von Ho Chi Minh. Das Schiff hatte zuvor Maschinenschaden erlitten. Die „Binh Thuan 16“, 288 BRZ (IMO-Nr.: 9023897), wurde im Jahr 2000 in Dienst gestellt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tote und Vermisste nach Untergang koreanischen Kutters
(06.09.15) Der südkoreanische Charterkutter „Dolphine“, 9,77 BRZ, kenterte in der Nacht zum 6.9. vor der Insel Chujado auf halbem Wege zwischen Jeju und dem Festland. Am Abend ging der Funkkontakt verloren. Um 06.25 wurde das auf der Steuerbordseite liegende Wrack, dessen Bug noch aus dem Wasser ragte, entdeckt. Drei Menschen wurden lebend gerettet, 10 weitere tot geborgen, eine Reihe weiterer vermisst.
Die Geretteten wurden ins Krankenhaus geflogen. Sie sagten aus, dass das Boot in hohen Wellen gekentert sei. Der Kapitän wies die schlafenden Fahrgäste an, herauszukommen, weil das Schiff sinke. Sie hingen dann über 10 Stunden am Rumpf, und etliche verschwanden in den Wellen, bevor Retter eintrafen. Insgesamt waren um die 18 Fahrgäste an Bord.
22 waren erwartet worden, vier kamen nicht, aber einer der Überlebenden war nicht auf dem Passagiermanifest. Über 40 Boote der Coastguard, der Marine und andere Fahrzeuge suchten die Gewässer nach Vermissten ab. Die „Dolphine“ war von Chuja Island, nordwest lich von Jeju Island in See gestochen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Binnentanker auf dem Rhei havariert
(Datum) Am 5.7. um 7.50 Uhr havarierte in Karlsruhe bei Rheinkilometer 367,500 ein Binnentanker. Der 75-jährige Schiffsführer wollte zu Tal fahrend vom Rhein in den Ölhafen Karlsruhe einlaufen. Während der Einfahrt in den Hafen fiel das Bugstrahlruder aus. In der Folge war das Schiff nicht mehr steuerbar, kollidierte mit einem Dalben in der Einfahrt und stieß mit dem Bug gegen das Ufer.
Nach der Kollision konnte das Fahrzeug seine Fahrt mit eigener Kraft in den Hafen fortsetzen. Der Tanker mit fünf Mann Besatzung hatte zum Zeitpunkt des Unfalls keine Ladung an Bord. Bis zur Reparatur erteilte die Wasserschutzpolizei Karlsruhe ein Weiterfahrtverbot. An den Hafenanlagen entstand ein Sachschaden in Höhe von ca. 60.000 bis 70.000 Euro. Der Sachschaden am Tankschiff konnte noch nicht beziffert werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Maschinenraumbrand an Bord eines Krabbenkutters
(Datum) Das NSSR-Rettungsboot "Odin" wurde am 5.9. alarmiert, weil es zu einem Maschinenraumbrand an Bord eines Krabbenkutters im Porsangerfjord gekommen war. Der Havarist wurde von den Seenotrettern auf den Haken genommen und nach Havøysund abgeschleppt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Historischer Kutter auf Grund gelaufen
(06.09.15) Am 5.9. um 15:40 Uhr alarmierte der Skipper des Segelkutters "Marie Madeleine“, 25 tdw, aus Saint Vaast la Hougue das CROSS Jobourg, nachdem er vor der Insel Saint Marcouf mit 16 Personen an Bord, darunter zwei Crewmitgliedern und 14 Fahrgästen, auf Grund gelaufen war. Das CROSS Jobourg schickte die Rettungsboote „SNS 086 - Amiral de Tourville" der SNSM-Station Barfleur und „SNS 210 - Président Julius Pinteaux“ aus Saint Vaast la Hougue.
Die Fahrgäste wurden abgeborgen und um 17.30 Uhr nach Saint Vaast la Hougue gebracht, während der Skipper und der Decksmann an Bord blieben und auf die Flut warteten. Dann sollte das SNSM-Boot aus Saint Vaast la Hougue das Schiff wieder flottmachen.
Es wurde 1934 von Pierre Bellot auf der Werft Bellot and Lécrivain in Saint-Vaast-la-Hougue in Cotentin erbaut und läuft für die Association Marie Madeleine. Am 16.7.1984 wurde sie als historisches Erbe registriert. 1967 hatte die aktive Karriere in der Fischerei geendet, und das Schiff war an den Deauville Yacht Club verkauft worden.
1975 lag es als Wrack im Hafen von Deauville. 1977 wurde es vom jetzigen Eigner Jacques Dadure für einen Franc erworben und acht Jahre lang restauriert. Es ist 22 Meter lang, 4,65 Meter breit und hat zwei Meter Tiefgang. Die Segelfläche beträgt 193 m².
Quelle:Tim Schwabedissen



Angelkutter gekentert
(Bild: NSSR)   Großbild klick!

Vier gekenterte Freizeitfischer vor Stø gerettet
(05.09.15) Am Nachmittag des 4.9. kam das NSSR-Boot „Knut Hoem“ vier Freizeitfischern zu Hilfe, deren Angelkutter der Andøya Fjordfiske AS vor Stø gekentert war. Das Rettungsboot nahm das gekenterte Boot, das kieloben in den Wellen trieb, längsseits und schleppte es nach Stø ein, wo es aufgerichtet und ausgepumpt wurde. Menschen kamen nicht zu Schaden.
Quelle:Tim Schwabedissen



historischer Logger wieder im Sicherheit
(Bild: RNLI)   Großbild klick!

Seekarte falsch gelesen – historischer Logger drohte zu stranden
(05.09.15) Zwei Segler, die von der Bretagne nach Schottland unterwegs waren, wurden am Abend des 3.9. aus einer gefährlichen Lage in der Perran Bay gerettet. An der Operation waren das RNLI-Boot aus St Agnes und der Perranporth Surf Lifesaving Club beteiligt.
Die beiden Männer aus Paris und Gent waren in Schwierigkeiten geraten, nachdem sie die Seekarte falsch gelesen hatten und mit ihrem 25 Fuß langen, 74 Jahre alten Holzlogger auf Perranporth zusteuerten in der Annahme, es handele sich um Newquay Harbour.
Bei frischem Nordwestwind gerieten sie auf Legerwall und waren nicht mehr in der Lage, aus der Bucht zu segeln, und trieben eine viertel Meile an den Perranporth Beach heran.
Das Funkgerät an Bord war ausgefallen, und so konnten sie auch keine Hilfe rufen. Doch Mitglieder des Perranporth Surf Lifesaving Club die bei einem Strandtraining waren, waren aufmerksam, nahmen die Notlage wahr und brachten rasch ein Boot zu Wasser. Sie stellten auch Funkkontakt zur Coastguard Falmouth her.
Diese beorderte das ENLI-Boot „Blue Peter IV“ um 20.15 Uhr zu dem offenen Holzoot, um es aus der Brandung bei Penhale und entlang der Küste nach Holywell zu schleppen. Als klar war, dass das kleine Rettungsboot Probleme hatte, wurde um 20.32 Uhr die RNLI Newquay alarmiert, deren größeres Rettungsboot „Gladys Mildred“ benötigt wurde, den Logger nach Newquay zu ziehen.
Binnen 20 Minuten lief dieses entlang der Küste in die Perran Bay und übernahm dort die Schleppleine. Nun kehrte auch das Boot der Perranporth Surf Lifesaving Rescue, geleitet vom Licht ihres Clubhauses, zum Strand zurück. Ein Rettungsmann stieg auf den Logger über, und um 22.30 Uhr war Newquay Harbour erreicht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Binnenschiff in Bonn auf Grund gelaufen
(05.0.915) Ein niederländisches Binnenschiff lief am Abend des 3.9. auf dem Rhein in Bonn vor der Südbrücke auf Grund. Es wollte auf dem Weg von Rotterdam in Richtung Mosel laufend auf Beueler Rheinseite vor Anker gehen. Beim Ankerversuch geriet es aber in die Strömung, drehte sich und lief auf Grund.
Am 4.9. gegen zehn Uhr war Hilfe zur Stelle. Binnen einer Stunde gelang es, den Havaristen mit Hilfe eines größeren Containerschiffes wieder in die Fahrrinne zu ziehen. Er konnte seine Fahrt dann fortsetzen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht mit Mastbruch nach Enkhuizen geschleppt
(05.09.15) Die beiden Boote der KNRM-Station Enkhuizen kamen am 4.9. am Nachmmittag einer Yacht mit gebrochenem Mast auf dem Ijsselmeer zu Hilfe. Das Boot trieb in schweren Regenböen und stürmischem Südwestwind mit sechs Beaufort vier Meilen nördlich von Enkhuizen in grober See. Der gebrochene Mast hing über Bord.
Die dreiköpfige Crew war unversehrt geblieben, als das stehende und laufende Gut herabkam. Zehn Minuten nach der Alarmierung durch die Coastguard waren die „Watersports“ und „Corrie Dijkstra-van-Elk“ sowie das Bergungsschiff „Odin“ unterwegs. Dieses erreichte das Boot als erstes und nahm es im Schlepp.
Nachdem die Seenotretter vor Ort waren, machte sich die Yachtcrew daran, den Mast zu bergen. Da dies in den meterhohen Wellen gefährlich war, blieben sie dicht bei der Yacht, um rasch eingreifen zu können. Unter großen Schwierigkeiten erreichte der Schleppzug schließlich den Hafen von Enkhuizen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Maschinenraumbrand in Kinderdijk
(05.09.15) Die Werksfeuerwehr von I.H.C. Holland Merwede B.V., Krimpen an der IJssel, in Kinderdijk und die Feuerwehr von Nieuw-Lekkerland rückten am 4.9. um 10.45 Uhr zu einem Schiffsbrand auf der Werft aus. Bei Schweißarbeiten auf dem im Bau befindlichen Rohrleger „Seven Sun“, 19.500 BRZ (IMO-Nr.: 9710880), der Subsea 7 Offshore Resources UK Ltd., Westhill, war im Maschinenraum des am Kai liegenden Fahrzeugs ein Feuer entstanden. Die Feuerwehr hatte die Situation rasch unter Kontrolle.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motorboot auf Schäre leckgeschlagen – vier Personen gerettet
(05.09.15) Die norwegische Fähre "Raunefjord", ein Ambulanzboot aus Austevoll und das Rettungsboot "Askerbæringen" der NSSR-Station Kleppestø kamen einem Motorboot am 4.9. zu Hilfe, das gegen 19 Uhr vor Halhjem unweit des Fähranlegers auf Felsen gelaufen und leckgeschlagen war. Ein kleineres Sportboot konnte die vier Personen an Bord, zwei Erwachsene und zwei Kinder, an Bord nehmen, nachdem die Motoryacht Wassereinbruch erlitten hatte. Das Rettungsboot blieb vor Ort, bis ein Kran es von der Schäre abbarg.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gestrandeter Tanker mehrfach geplündert
(05.09.15) Der unter Panama-Flagge laufende Tanker "Virginia G", 857 BRZ (IMO-Nr.: 8135681) wurde am 30.8. in stürmischer See auf den Strand von Ics Mbao in Senegal getrieben. Das Schiff hatte hinter Goree Island geankert, um auf ein Reparaturteam der Dakarnave Company aus Dakar zu warten. Als der Anker nicht mehr hielt, driftete es auf den Strand bei Mbattal.
Sofort sammelte sich eine große Menschenmenge um den Havaristen, und es wurde begonnen, ihn auszuplündern. Daraufhin wurde die Polizei alarmiert. Bei deren Eintreffen brach eine Panik an der Strandungsstelle aus, einige Plündere sprangen von Bord des Tankers ins Wasser, um zu entkommen.
Sechs Räuber wurden aber verhaftet. Um weitere Plünderungen zu verhindern, wurde ein Mann beauftragt, die Ausrüstung zu bewachen. Dieser rekrutierte weitere fünf Männer zur Unterstützung, doch am folgenden Tag stellte sich heraus, dass weiteres Material wie Karten, Computer, Matratzen oder Tauchausrüstung von Bord verschwunden war.
Die Wache gab an, von einer Gruppe Bewaffneter überfallen worden zu sein. Dies fand die Polizei aber nicht glaubwürdig und nahm auch sie in Haft. Insgesamt wurden nun 11 Personen bei der Polizei Thiaroye sur Mer festgehalten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schiffbrüchige, die 25 Tage auf See trieben, wieder zu Hause
(05.09.15) Die drei Schiffbrüchigen des 15 Meter langen Kutters „Rocker“, die nach 25 Tagen aus einer Rettungsinsel geborgen wurden, kehrten am Morgen des 4.9. Victoria zurück. Sie befanden sich an Bord des französischen Thunfischfängers „Franche Terre“, der sie 250 Meilen vor der somalischen Küste, wohin sie von den Amirante Islands gedriftet waren, gerettet hatte. Bevor sie in ärztliche Obhut kamen, wurden sie von der Seychelles Maritime Safety befragt.
Sie waren in guter Verfassung und berichteten, sie seien am 4.8. an Bord des gerade reparierten Schiffes gegangen, das am 8.8. binnen fünf Minuten durch ein Leck im Vorschiff zum Untergang gebracht worden war. Sie überlebten durch das Fangen von Vögeln. Alle drei Männer kamen aus Praslin.
Quelle:Tim Schwabedissen



Erforschung deutschen U-Boots-Wracks mit Hindernissen
(05.09.15) Sieben Meilen vor Rhode Island untersuchen Wissenschaftler derzeit das Wrack des deutschen U-Boots „U-853“ das in der Battle of Point Judith von Schiffen der Coast Guard und der Marine am 6.5.1945, einen Tag nach der Versenkung der SS „Black Point“, zum Untergang gebracht worden war. Diese war das letzte im Krieg im Atlantik versenkte US-Handelsschiff.
Die Wissenschaftler des University of Rhode Island's Inner Space Center, des Connecticut's Ocean Exploration Trust und der U.S. Coast Guard Academy wollten beide Wracks binnen fünf Tagen bis zum 6.9. inspizieren. Dazu diente das Forschungsschiff „Endeavor“ der National Science Foundation als Basis. Zuerst wurde versucht, die „Black Point“ zu finden, die in flacherem Wasser liegt als die „U 853“ in 130 Fuß Tiefe.
Starker Wind und Strömungen machten ihnen aber das Leben ebenso schwer wie technische Probleme mit dem ROV. Deshalb wurde am 4.9. entschieden, zunächst ein anderes Wrack anzusteuern, den Schoner „Montana“, der 1907 mit einer Ladung Kohle vor Block Island sank.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter bei Sitka gesunken
(05.09.15) Am 4.9. sank in der Kelp Bay nahe Sitka der 49 Fuß lange Kutter „Sierra Alene“. Die Coast Guard Juneau schickte das Patroullienboot „Maple“ und ein Überwachungsflugzeug der Air Station Sitka zur Unglücksstelle, nachdem der Kutter „Irish“ über Funk gemeldet hatte, dass er die „Sierra Allene“ gesunken entdeckt habe und nur noch ein kleines Stück aus dem Wasser rage. Sie hatte ungefähr 600 Gallonen an Bord.
Quelle:Tim Schwabedissen




(Bild: DGZRS)   Großbild klick!

Sylt: Aufmerksame Segelschüler sorgten für Rettung ihres Lehrers
(04.09.15) Seinen aufmerksamen Schülern verdankte der Betreiber einer Sylter Surf- und Segelschule die Rettung aus einer gefährlichen Situation im Wattenmeer am 1.9.
Böiger, ablandiger Westwind der Stärke 6 bis 7 Beaufort hatte am Spätnachmittag einen Hobiecat vom Strand nördlich des Munkmarscher Hafens losgerissen. Das Segelboot trieb dann auf das Wattenmeer hinaus. Der Betreiber der Surf- und Segelschule, dem der Hobiecat gehörte, fuhr kurzerhand mit einem Schlauchboot hinterher, um ihn wieder einzufangen.
Als der Mann und sein Boot außer Sicht und nach 50 Minuten noch immer nicht zurückgekehrt waren, alarmierten seine Schüler um kurz vor 19 Uhr das MRCC der DGzRS. Sie waren in ernster Sorge, weil der Außenbordmotor des Schlauchbootes schon beim Losfahren immer wieder gestottert hatte. Der in List stationierte Seenotrettungskreuzer „Pidder Lüng“ machte sich umgehend auf die Suche nach dem überfälligen Boot und fand den Vermissten auf der Fahrt nach Munkmarsch in seinem Schlauchboot im Pandertief rund zwei Seemeilen querab des Leuchtfeuers Rotes Kliff im Wattenmeer. Sein Boot hatte Motorausfall erlitten, und er hatte nur noch einen Anker werfen und den Hobiecat längsseits nehmen können.
Mit dem Tochterboot „Michel“ nahmen die Seenotretter Schlauchboot und Hobiecat in Schlepp. Der Munkmarscher Hafenmeister Michael Petersen, zugleich freiwilliger Vormann der Hörnumer Seenotretter, hatte vorsorglich die Kollegen der Wasserwacht des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) informiert, deren Unterstützung glücklicherweise aber nicht mehr nötig war. Das DRK sorgte aber dafür, dass beim Eintreffen in Munkmarsch bereits ein Rettungswagen bereitstand. Der Landrettungsdienst übernahm die weitere Versorgung des Vermissten.
Quelle:Tim Schwabedissen




Sportboot rammte Kutter in Sassnitz
(04.09.15) Am 3.9. um 09:42 Uhr kollidierte ein Sportboot im Stadthafen von Sassnitz, nachdem es wegen eines technischen Defekts manövrierunfähig geworden war und der Skipper nicht mehr die Vorausfahrt stoppen konnte, mit einem am Kai vertäuten Fischkutter und einem weiteren Sportboot. Es entstand ein Sachschaden in Höhe von etwa 5000 Euro.
Quelle:Tim Schwabedissen




Brigantine “Zebu” gesunken
(Bild: Antonia Paget)   Großbild klick!

Historischer Großsegler in Liverpool gesunken
(04.09.15) In Liverpool sank am Morgen des 4.9. ein historisches Tallship, die 1938 erbaute Brigantine “Zebu”. Der Merseyside Fire & Rescue Service wurde um 4.32 Uhr zum Hartley Quay im Albert Dock alarmiert. Auch ein Fahrzeug der 5. Liverpool City Community Fire Station, eines der Toxteth Community Fire Station und ein SAR-Team wurden mobilisiert, nachdem ihnen ein gesunkenes Schiff gemeldet wurde.
Mit Wärmebildkameras untersuchten sie das frühere Handelsschiff, das dem Mersey Heritage Trust gehört, um sicherzustellen, dass sich niemand mehr an Bord befand. Nachdem klar war, dass keine Menschen zu Schaden gekommen waren, verließ die Polizei ebenso wie die Feuerwehr von Merseyside die mit Absperrungen gesicherte Untergangsstelle um 5.47 Uhr. Nur noch die beiden Masten des Schiffes ragten aus dem Wasser. Bereits im August 2013 Merseyside Fire & Rescue Service hatte die Feuerwehr das Schiff auspumpen müssen, nachdem es am Kai Schlagseite entwickelt hatte.
Die „Zebu“ hat eine Länge von 34,00 Metern, eine Breite von sieben Metern und einen Tiefgang von 3,00 Metern. Die Segelfläche beträgt 330 Quadratmeter. Erbaut wurde die Brigantine als typischer Baltic Trader in Schweden für die segelnde Frachtfahrt mit Salz, Holz und Getreide. 1972 wurde das Schiff verkauft und 1983 von der Ketsch zur Brigantine umgetakelt, um ein Jahr später innerhalb der "Operation Raleigh" auf eine vier Jahre dauernde Reise um die Welt zu starten, bei der 30 Länder besucht wurden. Seit 1988 betrieb der Mersey Heritage Trust das Schiff.
Quelle:Tim Schwabedissen




Sieben Tote nach Untergang griechischen Trawlers befürchtet
(04.09.15) Der 29 Meter lange, griechische Trawler "Dimitrios" (MMSI-Nr.: 23968600) kenterte und sank am 30.8. in den Gewässern von Guinea-Bissau. Er schlug bei stürmischem Wetter bei einer scharfen Drehung plötzlich um. Von der 19-köpfigen Crew konnten 12 Mann lebend gerettet werden. Sieben wurden zunächst vermisst, der Kapitän am 3.9. tot in der See aufgefunden. Die Geretteten wurden nach Dakar gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen




Frachter sank nach Strandung auf Riff
(04.09.15) Der 40 Meter lange, chinesische Frachter "Zhe Pu 01833" (MMSI-Nr.: 900021610) lief am Morgen des 3.9. nach einem Maschinenausfall auf ein Riff unweit von Taohua Dao, südlich von Zhoushan. Das mit Zement beladene Schiff befand sich auf Position 29 49 N 122 12 O und kam von Zhoushan. Der Rumpf wurde bei der Strandung aufgerissen, und Versuche der fünfköpfigen Crew, den Wassereinbruch zu stoppen, schlugen fehl. Die Männer konnten sich in ein Rettungsboot flüchten, doch die "Zhe Pu 01833" sank.
Quelle:Tim Schwabedissen




Russisches Fahrgastschiff auf Grund gelaufen
(04.09.15) Das russische Fahrgastschiff “Gipanis”, 748 BRZ (IMO-Nr.: 8859744) mit 36 Passagieren an Bord lief am 2.9. in der Kurilenstraße auf der Fahrt von Severo-Kurilsk auf den Kurileninseln nach Petropavlovsk-Kamchatskiy auf Grund. Es gelang der Crew, das mit dem Bug aufsitzende Schiff mit eigener Kraft wiedre zu befreien. Es setzte seine Fahrt fort und machte am 3.9. in Petropavlovsk-Kamchatskiy fest.
Quelle:Tim Schwabedissen




Frachter lief bei Ausweichmanöver auf Grund
(04.09.15) Der russische Frachter „Sevetoslava“, 3994 BRZ (IMO-Nr.: 8863343), lief im Hafen von Azov am 3.9. auf Grund, als er die Kollision mit einem anderen Schiff abwenden wollte. Dieses lief vor der "Svetoslava", und als der Frachter die Fahrt herabsetzen musste, wurde er von starken Strömungen erfasst und auf Grund gedrückt. Die "Svetoslava" war mit einre Ladung Getreide von Rostov-on-Don ins Schwarze Meer unterwegs.
Quelle:Tim Schwabedissen




Global Diving & Salvage soll Öl aus Kutterwrack in Alaska abpumpen
(04.09.15) Ein Unified Command wurde tätig, um gegen Ölverschmutzungen, die der Untergang des 17 Meter langen Kutters “Pacific Venture” in Sitka verursachte, vorzugehen. Die Global Diving & Salvage sollte am 3.9. die 600 Gallonen Öl in den Brennstofftanks und umweltgefährdende Stoffe aus dem weiter mit dem Heck aus dem Wasser ragenden Wrack abpumpen. Die „Seamount” wurde als Taucherbasis geheuert für diese Arbeiten, die vom Sitka Tribe of Alaska und den Silver Bay Seafoods unterstützt wurden.
Die Coast Guard und SEAPRO überwachten derweil die Ölsperre rund um die Untergangsstelle. Weitere 600 Fuß Ölschlängel wurden im Bereich des Indian River vorsorglich bereitgehalten. Die Arbeiten sollten das Wochenende über andauern, und Schiffe, die in den östlichen Kanal des Sitka Sound einliefen, wurden angehalten, die Fahrt herabzusetzen.
Die „Pacific Venture“ war am Abend des 1.9. auf Felsen nahe der Twins Island gelaufen. Um 19.15 Uhr wurde ein Ölaustritt gemeldet, den Sitkas Marine Safety Department eine knappe Stunde darauf bestätigte. Bis um zwei Uhr morgens des folgenden Tages lag der Kutter auf der Seite, bis er überrollte und auf 25 Fuß Wassertiefe eine Meile südwestlich der Jamestown Bay unweit der Mündung des Indian River sank. Zwischen 10 und 30 Gallonen Öl liefen danach ins Wasser aus. Die Ölventile wurden inzwischen geschlossen, und das Öl blieb in dem geschlossenen System.
Quelle:Tim Schwabedissen




Kutter nach Portland eingeschleppt
(04.09.1) Die Crew des Patroullienbootes “Escanaba” und ein 47-Fuß-Boot der Coast Guard- Station South Portland, Maine, kam am 3.9. dem 45 Fuß langen Kutter “Danny Boy” aus Portland zu Hilfe, der 50 Meilen östlich von Portsmouth, New Hampshire, Maschinenausfall erlitten hatte. Der Skipper verständigte die Coast Guard Northern New England um 1.15 Uhr über die Lage, woraufhin mangels anderer potentieller Hilfsschiffe das 270 Fuß lange Patroullienboot aus Boston zur Assistenz gesandt wurde.
Gegen 18 Uhr war es vor Ort und begann, Öl auf die „Danny Boy“ zu übergeben. Doch auch danach sprang der Motor nicht an, sodass die „Escanaba” den Havaristen um 8:30 Uhr in Schlepp nahm und ihn um 12.30 Uhr an das Boot der Station South Portland übergab, das es nach Portland an die Fischereipier zog.
Quelle:Tim Schwabedissen




Vierer kenterte nach Kollision mit Fahrgastschiff auf der Weser
(04.09.15) Am frühen Morgen des 3.9. kollidierte ein Ruderboot auf der Weser mit dem 55 Meter langen Fahrgastschiff "Oceana" (MMSI-Nr.: 211502930) und kenterte. Der Vierer befuhr die Stadtstrecke Bremen in Richtung Kellogg's und stieß in Höhe der Jugendherberge mit der "Oceana" zusammen.
Das Fahrgastschiff war auf der Fahrt zum Martinianleger, um dort Fahrgäste an Bord zu nehmen. Alle vier Ruderer, im Alter zwischen 47 und 54 Jahren, fielen ins Wasser und schwammen ans Ufer. Es entstanden keine Personen- oder Sachschäden.
Quelle:Tim Schwabedissen




Versenkung ihrer Yacht half Drogenschmugglern wenig
(04.09.15) Die beiden Männer, die am 28.8. von Bord der von ihnen in Brand gesteckten holländischen Yacht “Elena” abgeborgen wurden, wurden nach ihrer Vernehmung in Rennes inhaftiert. Sie wurden des illegalen Transports von Narkotika im Auftrag einer organisierten Gruppe, des Drogenbesitzes und der Zugehörigkeit zu einer kriminellen Organisation beschuldigt, die weitere Verbrechen plante. Außerdem hätten sie versucht, die Identifikation ihres Bootes zu verhindern und dieses auf gefährliche Weise zerstört.
Das mutmaßlich mit Kokain beladene Schiff war von Guyana unterwegs in westeuropäische Gewässer. Die Beschuldigten wurden inzwischen einem Haftrichter in Rennes vorgeführt. Während der Verhöre durch die Polizei in Brest hatten sie alle Vorwürfe abgestritten und die Kenntnis über das Vorhandensein von Narkotika an Bord des Bootes verneint.
Obwohl das Wrack der „Helena“ in 4874 Metern Tiefe 160 Meilen vor Penmarc'h für die Ermittler unerreichbar gemacht wurde, konnte das Vorhandensein von Drogen an Bord dennoch nachgewiesen werden. Mit chemischen Tests, die an den geborgenen Trümmern durchgeführt werden, wurde Kokain nachgewiesen. Außerdem gelang es, eine Tasche mit einem Kilo der Droge aus der See zu bergen.
Quelle:Tim Schwabedissen




Ausgebranntes Motorboot war kein Eigentum von Taylor Swift
(04.09.15) Ein am 9.7. am Napatree Point nach Maschinenausfall gestrandetes, 38 Fuß langes Motorboot, das von seinem Besitzer aufgegeben wurde, ging am 1.9. um 2.10 Uhr in Flammen auf. Die Watch Hill Fire wurde von einem Anwohner der Bluff Avenue alarmiert. Zu dem Zeitpunkt stand das 150000 Dollar teure Kunststoffboot bereits in hellen Flammen.
Die Einsatzkräfte aus Watch Hill und Misquamicut bekämpften den Brand mit mobilen Wasserpumpen, die mit Seewasser versorgt wurden. Vier geländegängige Fahrzeuge mussten die Ausrüstung über eine Meile zum Brandort bringen. Das Westerly Police Department leitete eine Untersuchung ein. Auch die U.S. Coast Guard und das Rhode Island Department of Environmental Management wurden verständigt.
Nachdem das Boot vor knapp zwei Monaten gestrandet war, wurde ein Graffiti mit den Worten "Property of Taylor Swift" auf die Bordwand gesprüht. Der Sängerin, die auch als Songwriterin, Musikproduzentin und Schauspielerin tätig und siebenfache Grammy-Preisträgerin ist, gehört in der Tat eine Villa auf dem nahen Watch Hill. Sie hatte aber nachweislich nichts mit dem Bootsunfall oder gar dem Feuer zu tun.
Quelle:Tim Schwabedissen




Road to Rediscovery wird nach Schiffbruch deutlich länger
(04.09.15) Die 37 Fuß lange Buchan-Yacht “Skybird”, 25 ts, die in einem Sturm, der mit 68 Knoten über den Hafen fegte, am 30.8. vor den Molen von Port Townsend auf Felsen getrieben und gesunken war, wurde am 3.9. durch eine Crew von Vessel Assist in Port Hadlock gehoben.
Mit dem Boot war die gesamte Habe von Skipperin Lauren Dixon, 30, aus Moscow, Idaho, versunken, die ihr Haus nach einer Scheidung verkauft hatte, einen Solotörn von Alaska über Ecuador und den Panama-Kanal auf den Pazifik plante und die Filmdokumentation „The Road to Rediscovery“ über ihre Selbstentdeckung nach der Scheidung drehen wollte. Die 10.000 Dollar werte Kamera- und Computerausrüstung wurde zerstört, Hoffnung gab es für ihre Gitarre und bislang gefilmtes Material.
Das Boot war zunächst von den Felsen gezogen worden, um eine weitere Zerstörung durch Wellenschlag zu vermeiden, und verblieb danach auf Grund, bis zwei Taucher es mit Hebesäcken wieder an die Wasseroberfläche brachten und mit fünf weiteren Einsatzkräften in die Marina von Port Townsend zogen. Die “Skybird” war eines von acht Booten, die dem Sturm zum Pier fielen. Sie trug Löcher an Backbordseite, Schaden am Kiel und ein gebrochenes Ruder davon.
Die Bergungskosten betrugen zwischen 10,000 und 12,000 Dollar. Die Bergungs- und Reparaturkosten sollen nun über ein Crowdfunding eingespielt werden, das 40,000 Dollar einspielen sollte. Bis zum Nachmittag des 3.9. waren es 500 Dollar.
Quelle:Tim Schwabedissen




16 Meilen des Mississippi nach Kollision für Schiffsverkehr gesperrt
(04.09.15) Teile des Mississippi wurden nach der Kollision zweier Schlepper, bei denen am Abend des 2.9. einer der sechs Tanks einer mit einer Million Gallonen Öl beladenen Barge nahe Columbus, Kentucky, aufgerissen wurde und mehrere tausend Gallonen Öl ausliefen. Weitere vier Bargen wurden ebenfalls beschädigt, ohne aber Öl zu verlieren. Der Fluss wurde zwischen den Meilen 938 und 922 bis zur Stadt Hickman gesperrt. Der beschädigte Tank enthielt 250,000 Gallonen Öl, von denen gut 120,000 Gallonen in den Fluss ausliefen.
Um die Barge wurde eine Ölsperre ausgelegt. Die US Coast Guard arbeitete gemeinsam mit dem Bargeneigner, der Inland Marine Services, und einer Ölbekämpfungsfirma an der Beseitigung der Schäden. Die beiden Schlepper lagen nach der Havarie auf den gegenüber liegenden Flussseiten, auf dem kleineren war ein langer Riss sichtbar.
Quelle:Tim Schwabedissen




Fähre “Topkapi” eingeklemmt
(Bild: Ayse Guelbay)   Großbild klick!

Bosporus-Fähre hängt unter Ankerkette der „Kaunas Seaways“
(03.09.15) Die türkische Bosporus-Fähre “Topkapi”, 1077 BRZ (MMSI-Nr.: 271002500) erlitt kurz nach dem Ablegen von der Pier in Harem in Istanbul mit 153 Passagieren und 60 Fahrzeugen an Bord am 2.9. gegen 17 Uhr Maschinenausfall. Das Schiff wurde von der Strömung unter die ausgefahrene Ankerkette der in der Nähe liegenden, litauischen Fähre “Kaunas Seaways”, 25606 BRZ (IMO-Nr.: 8311924), gedrückt. Als die "Topkapi" an ihr hängenblieb, wurden Relings und andere Teile der Aufbauten eingedrückt.
Um sie zu befreien, musste eigens ein Schwimmkran aus Tuzla gerufen werden, der die quer über dem Schiff hängende Ankerkette anhob. Am 3.9. um 1.30 Uhr kam es wieder los und kehrte zum Harem-Fährterminal zurück. Dort erwartete die Fahrzeugführer weiteres Ungemach – durch den Ausfall der Fähre dort aufgestaute Autos parkten so, dass die Fahrzeuge auf der „Topkapi“ erst mit halbstündiger Verzögerung an Land rollen konnten.
Quelle:Tim Schwabedissen




Yacht "Zephyr" wieder frei
(Bild: KNRM)   Großbild klick!

Deutsche Yacht saß vor Oudeschild fest
(03-.09.15) Am 2.9. um 15.30 Uhr wurde die Besatzung der KNRM-Station Oudeschild alarmiert, nachdem die deutsche Yacht "Zephyr" bei Tonne Malzwin 15 auf Grund gelaufen war und, nachdem sie nicht mehr aus eigener Kraft freikam, die Küstenwache in Den Helder, um Assistenz gebeten hatte.
Das Rettungsboot „De Cornelis Dito“ lief mit seiner zweiköpfigen Crew kurz darauf aus Oudeschild zur angegebenen Position aus und stellte, dort angekommen, rasch eine Schleppverbindung zu dem 10 Meter langen Boot her. Nach 10-minütigen Bemühungen kam Bewegung in die „Zepyhr“, und wenig später war sie wieder frei. Die Seenotretter untersuchten sie auf mögliche Schäden, ehe sie das Boot in den Hafen von Oudeschild eskortierten.
Quelle:Tim Schwabedissen




Holländischer Tauchclub Duikteam Zeester plünderte historische Wracks
(03.09.15) 30 Kilometer westlich von Helgoland sollen holländische Taucher das Wrack des dort 1914 gesunkenen Kreuzers "Mainz" geplündert haben. Nachdem es eine Strafanzeige gegen Mitglieder des niederländischen Tauchclubs Duikteam Zeester gab, beschäftigt der Fall nun die Staatsanwaltschaft. Die „Mainz“ lief 1909 vom Stapel und wurde am 28.8.1914 im ersten Seegefecht bei Helgoland von britischen Kriegsschiffen versenkt.
163 Männer kamen dabei ums Leben, 348 Mann wurden gerettet. Im August veröffentlichten die Taucher Fotos eines Maschinentelegrafen und eines Sextanten aus dem Wrack. Dr. Florian Huber, ein Unterwasserarchäologe aus Kiel, warf dem Tauchclub daraufhin Wrackplünderung vor.
Zwar dürfen Taucher das Wrack betauchen, aber es steht unter Denkmalschutz. Daher darf nichts entfernt und mitgenommen werden. Viele Wracks des 1. Weltkrieges sind Kriegsgräber, in denen noch immer menschliche Überreste ruhen. Seit 2014 fällt das kulturelle Erbe des 1. Weltkrieges unter die „Convention on the Protection of the Underwater Cultural Heritage“ der UNESCO.
Huber erstattete Strafanzeige gegen Mitglieder des Tauchclubs wegen Verstoßes gegen den Denkmalschutz und Störung der Totenruhe. Auch die UNESCO wurde informiert. Das Tauchteam Zeester habe offensichtlich schon diverse Wracks geplündert.
Quelle:Tim Schwabedissen




Motoryacht „Grasort“
(Bild: Erwan Guegueniat)   Großbild klick!

Pechsträhne ehemaligen Seezeichenschiffes der DDR dauert an
(03.09.15) Am 1.9. um kurz vor 11 Uhr schickte das CROSS Corsen das Rettungsboot “SNS 060 City of Paris” der Station Sein zu der holländischen Motoryacht „Grasort“, 186 tdw. Am Morgen hatte der Semaphor Raz das CROSS Corsen und das Operationszentrum der Marine in Brest informiert, dass das Schiff mit gestoppter Maschine drei Kilometer nordöstlich der Insel Sein triebe. Es war am Nachmittag des 31.8. von der Moulin Blanc Marina in Brest ausgelaufen. Es driftete mit der Strömung auf Raz de Sein zu und reagierte zunächst nicht auf Funksprüche.
Um 11:40 Uhr gelang es dem Vormann des Rettungsbootes dann, Kontakt mit dem Kapitän aufzunehmen, der einen Maschinenschaden bestätigte. Um 11.55 Uhr hatte das CROSS Corsen direkten Funkkontakt zum Skipper, der zusagte, den Schaden gegen 13 Uhr repariert zu haben. Um 15.30 Uhr trieb die „Grasort“ weiter in nordwestlicher Richtung auf Sein zu und befand sich vier Kilometer vor dem Leuchtfeuer von Armen.
Weiterhin lehnte der Kapitän aber jegliche Fremdhilfe ab, woraufhin der maritime Präfekt den SAR-Schlepper „Argonaute“ zu dem Havaristen schickte. Um 16 Uhr ordnete der Präfekt an, ihn auf den Haken zu nehmen. Das Schiff wurde auf den Haken genommen und in Richtung Brest geschleppt. Am 2.9. um 2.50 Uhr wurde in der Bucht von Roscanvel verankert. Vor Ort waren drei Beaufort Wind.
Bei der "Grasort" handelte es sich um ein 29 Meter langes, einstiges Seezeichenkontrollboot der SK-64-Klasse, das 1968 auf der Peene-Werft Wolgast für den Seehydrographische Dienst der DDR unter der Baunummer 217 entstanden war. Die SK-64-Klasse war eine Serie von acht Seezeichenkontrollbooten für den Einsatz in den flachen Bodden und Haffs. Eines von ihnen, die „Breitling“ wurde 1986 in Warnemünde von einem im Sturm losgerissenen Schiffsneubau gerammt und so schwer beschädigt, dass es abgewrackt werden musste.
Die übrigen zehn Einheiten waren bei der Auflösung des Seehydrographischen Dienstes der DDR im aktiven Dienst. Die „Palmer Ort“ wurde nach der Übernahme durch die Wasser- und Schifffahrtsdirektion Kiel 1996 nach Frankreich verkauft und in „Palm“ umbenannt.
Sie ist 2009 vor Ajaccio gesunken. Die „Grasort“ wurde zunächst in Kiel aufgelegt, 2004 nach Holland verkauft und zur Motoryacht umgebaut.
In den vergangenen Wochen hatte sie wenig Glück. Am 27.5. verständigte sie die Guernsey Coastguard , nachdem die Hauptmaschine 17 Meilen nordwestlich von Guernsey ausgefallen war und sie unweit der Hauptschifffahrtsstraßen trieb. Um 19.39 Uhr lief das RNLI-Bot aus , St Peter Port, die” Spirit of Guernsey”, zum Havaristen aus. Es erreichte ihn um 20.45 Uhr und hatte um 21 Uhr eine Schleppverbindung hergestellt.
Da das Ruder in Hart-Steuerbord-Lage klemmte, war das Einbringen nach St. Peter Port sehr mühselig. Der Schleppzug kam nur mit acht Knoten Fahrt voran und erreichte kurz vor Mitternacht den Hafen.
Nur vier Tage darauf, am 31.5., machte die „Grasort“ wegen Maschinenproblemen in der Marina Moulin Blanc fest, als sie nach Griechenland überführt werden sollte. Nach mehrwöchiger Liegezeit dort kollidierte sie am 29.8. mit einem Schwimmdock, als sie Diesel bunkern wollte. Sie wurde zunächst von dem Kutter „Reparti” auf den Haken genommen.
Wenig später drohte sie aber auf den Strand zu treiben und befand sich dort bereits zwischen den Bojen der Schwimmerzone. Die Yacht „Michel Heurtebise” zog sie aus dem Gefahrenbereich, ehe der neun Meter lange Kutter „Cassiopée“ mit seinen 90 PS zurück in die Marina zog.
Quelle:Tim Schwabedissen




Fischfabrik “Mys Elizavety” brennt
(Bild: Andy Bushmakin)   Großbild klick!

Fischfabrik nach mehreren Tagen Feuer völlig zerstört
(03.09.15) Am 29.8. drangen weiterhin Rauchwolken aus der russischen Fischfabrik “Mys Elizavety”, 2936 BRZ (IMO-Nr.: 7717016), aus, die mit Steuerbordschlagseite bei ihrem Heimathafen Sovetskaya Gavan in der Byaude-Bucht lag. Ein Löschboot lag längsseits des teilweise ausgeglühten Wracks, auf dem am 27.8. um 16.30 Uhr ein Feuer ausgebrochen war, und legte weiterhin einen Wasservorhang über die Decks.
Das Feuer hatte sich von einem Arbeitsraum rasch auf das gesamte Schiff ausgebreitet. Der Trawler wurde daraufhin eine Meile vor die Küste geschleppt, wo zwei Löschboote, ein Schlepper und ein Helikopter Löscharbeiten begannen. Am 28.8. wurde gemeldet, der Brand sei unter Kontrolle. Für das Schiff gab es aber keine Rettung - und befand sich nun in der passenden Gesellschaft, denn ringsum ragten in der Bucht der Khabarovsk-Region in der Tatarskiy Straße rostige Reste bereits teilweise abgewrackter anderer Trawler aus dem Wasser.
Dieses Schicksal dürfte es nun ebenfalls bald teilen. Die 1978 bei den Bollinger Marine Fabricators Morgan City als „Endurance“ erbaute „Mys Elizavety“ ist 85 Meter lang, 13 Meter breit und hat eine Tragfähigkeit von 1374 Tonnen. 32003 ging sie an die russische Tranzit – Khabarovsk.
Quelle:Tim Schwabedissen




Kutter “Pacific Venture”
(Bild: USCG)   Großbild klick!

Ölverschmutzung nach Untergang eines Kutters bei Sitka
(03.09.15) Nach dem Untergang des 58 Fuß langen Kutters “Pacific Venture” am 2.9. in Sitka, Alaska, liefen zwischen 10 und 30 Gallonen Öl aus. Das Alaska Department of Environmental Conservation, die Coast Guard Juneau, das Coast Guard Marine Safety Detachment Sitka, Sitka Tribe of Alaska, der National Park Service, Vertreter von Sitka City und der Eigner William Manos bildeten einen Krisenstab.
Das Schiff war am 1.9. um 19.15 Uhr auf Grund gelaufen und am folgenden Morgen gegen zwei Uhr gekentert und auf 25 Fuß Wassertiefe bei The Twins, eine halbe Meile von der Mündung des Indian River entfernt gesunken. An Bord befanden sich 600 Gallonen Diesel und 70 Gallonen Hydraulik- und Schmieröl.
Am 2.9. gegen acht Uhr wurde ein Ölfilm am Wrack entdeckt. Die Southeast Alaska Petroleum Response Organization (SEAPRO) legte gegen Mittag Ölsperren aus. Die „Pacific Venture” wurde mit einer zum Land hin ausgefahrenen Trosse auf ihrer Position gesichert. Teile des Wracks ragten noch aus dem Wasser.
Quelle:Tim Schwabedissen




Liverpool Seaways bei Kollision aufgerissen
(03.09.15) Am 2.9. gegen 10.30 Uhr kollidierte die litauische Fähre "Liverpool Seaways", 2185 BRZ (IMO-Nr.: 9136034), beim Versuch, von Paldiski kommend in Kapellskär einzulaufen, mit einem Arbeitsponton, auf dem ein Bagger stand. Die Havarie ereignete sich beim Versuch, durch den derzeit durch Hafenerweiterungsarbeiten stark eingeschränkten Zufahrtsweg den Liegeplatz bei starkem Wind mit Geschwindigkeiten von 20-25 Metern pro Sekunde zu erreichen.
Zwei Versuche, anzulegen, waren bereits fehlgeschlagen. Als das Schiff zurückmanövrierte, wurde es gegen den Ponton getrieben, dessen Personal sich rechtzeitig in Sicherheit bringen konnte. Bei dem Aufprall wurde auf Höhe von Deck 4 an Steuerbordseite der Rumpf der Fähre auf sieben Metern Länge aufgerissen. Auch der Bagger auf dem Ponton wurde beschädigt.
Die „Liverpool Seaways“, auf der sich 88 Lkw-Fahrer und 67 andere Passagiere befanden, kehrte bis zu einer ausreichenden Wetterberuhigung auf See zurück. Die Fahrgäste wurden alle in Kabinen untergebracht und konnten sich unbegrenzt an den Buffetrestaurants bedienen, während das Schiff den Sturm abgwetterte. Erst gegen 22 Uhr gelang es, im Hafen festzumachen.
Quelle:Tim Schwabedissen




Containerfrachter sank in Java-See – zwei Vermisste
(03.09.15) Der indonesische Containerfrachter "Meratus Banjar 2", 6114 BRZ (IMO-Nr.: 9163556), erlitt auf der Fahrt von Surabaya nach Makassar am 1.9. gegen 22 Uhr Wassereinbruch im Maschinenraum. Nachdem es der Crew nicht gelang, diesen unter Kontrolle zu bekommen, entwickelte das Schiff zusehends Backbordschlagseite und versank am 2.9.gegen 10 Uhr übers Heck in den Gewässern von Masalembo in der Java-See auf Position 06 13 S 114 13 O rund 100 Meilen nordöstlich von Surabaya in auf einer Wassertiefe von 82 Metern.
Von der 20-köpfigen Crew wurden zwei Mann des Maschinenpersonals, darunter ein Kadett, vermisst. Eine SAR-Operation wurde durch das KPLP Tanjung Perak eingeleitet. An der Suchaktion nahmen neben dem Frachter "Meratus Spirit I" auch die "Rimau Island" und die "Owa" teil. Die Rettungstaucher konnten das Wrack allerdings nicht erreichen, da sie nur bis 40 Metern Wassertiefe eingesetzt werden können.
Quelle:Tim Schwabedissen




Kutter trieb vor Block Island
(03.09.15) Die Crew das Patroullienbootes “Hammerhead” sowie ein 45-Fuß-Boot der Coast Guard-Station Castle Hill, R.I. kamen 45 Meilen südöstlich von Block Island am 2.9 dem Kutter „Blitzen“ zu Hilfe. Dessen dreiköpfige Crew hatte um 16.15 Uhr der Coast Guard in Woods Hole Maschinenausfall gemeldet. Daraufhin wurden die Rettungseinheiten in Marsch gesetzt, die gegen 19 Uhr vor Ort waren.
Die 87 Fuß lange “Hammerhead” nahm den in der See treibenden Havaristen auf den Haken. Am Morgen des 3.9. wurde die Schlepptrosse auf das 45-Fuß-Boot aus Castle Hill übergeben, das die „Blitzen“ zur Conanicut Marina in Jamestown zog.
Quelle:Tim Schwabedissen




Kollision auf dem Mississippi
(03.09.15) Die Coast Guard Ohio Valley wurde am 2.9. um 20.22 Uhr alarmiert, nachdem es zur Kollision zweier Schlepper auf dem Mississippi bei Flussmeile 937 unweit von Paducah gekommen war. Dabei wurde eine Barge beschädigt, und es lief Öl aus. Die Coast Guard, der Eigner der Barge und die Ölbekämpfungsfirma SWS arbeiteten gemeinsam an der Schadensbegrenzung.
Quelle:Tim Schwabedissen




Mindestens 14 Tote bei Fährunglück vor Malaysia
(03.09.15) Ein Schiff mit mehr als 70 Menschen an Bord sank am 2.9. vor Malaysia an der Küste von Sabak Bernam rund 100 Kilometer nördlich der Hauptstadt Kuala Lumpur. Mindestens 14 Menschen kamen dabei ums Leben, 20 weitere wurden gerettet. Die meisten Insassen waren Indonesier, die zur rund 100 Kilometer entfernten indonesischen Insel Sumatra übersetzen wollten.
Quelle:Tim Schwabedissen




Doppelstrandung im Peenestrom
(03.09.15) Am Nachmittag des 2.9. lief der lettische Frachter "Rix Alliance", 2061 BRZ (IMO-Nr.: 9128403), beim Anlaufen des Hafens von Wolgast auf Grund beim Versuch, den zuvor dort ebenfalls aufgelaufenen deutschen Frachter "Samia B", 1307 BRZ (IMO-Nr.: 8814196), zu passieren. Die "Rix Alliance" war gegen 13 Uhr aus Wolgast mit Ziel Rostock ausgelaufen.
Gegen Mittag steueret die „Samia B“, die am Vortag aus Varberg ausgelaufen war, auf der Fahrt zum Wolgaster Hafen in die Knaakrückenrinne. Beim Einbiegen in den Peenestrom lief sie am Fahrwasserrand auf Grund. Knapp drei Stunden später scheiterte der Versuch der „Rix Alliance“, mit langsamer Fahrt aus dem Peenestrom in Richtung Ostseezu kommen. Während es ihr aber gelang, selbst wieder freizukommen, konnte der deutsche Frachter erst in der Nacht nach langanhaltenden Bemühungen und mit Schlepphilfe durch den Seenotkreuzer "Eugen" wieder befreit werden.
Die „Rix Alliance“ hatte bereits gegen 16 Uhr zu Untersuchungen in Peenemünde festgemacht. Die „Samia B“ erreichte am 3.9. um 6.15 Uhr Wolgast.
Ursache für das Festkommen waren vermutlich die unterschätzten Witterungsbedingungen und in beiden Fällen navigatorische Fehler in dem anspruchsvollen, engen Revier. Beide Schiffe wurden nun durch die Behörden untersucht, ehe sie ihre Reisen fortsetzen können.
Quelle:Tim Schwabedissen




Artefakte aus gesunkener spanischer "Nuestra Señora de las Mercedes" geborgen
(03.09.15) Aus dem Wrack der spanischen "Nuestra Señora de las Mercedes", die am 8.10.1804 von britischen Kriegsschiffen auf der Fahrt von Montevideo im heutigen Uruguay kurz vor Erreichen des Zielhafens in Cadiz vor der Südküste Portugals versenkt wurde, haben die Spanier erstmals selbst einige wertvolle Schätze aus 1.000 Metern Tiefe geborgen. Darunter befanden sich eine 80 Zentimeter lange bronzene Kanone, einen goldenen Mörser, einen silbernen Kerzenständer sowie Besteck und Teller aus Silber.
Die Gegenstände wurden bewusst geborgen, da sie zu versinken drohten. Zudem sollten sie als historische Zeugnisse Aufschluss über das Leben an Bord geben. Vom hölzernen Rumpf des Schiffs war nichts mehr übrig. 2007 hatte die US-Firma Odyssey Marine Exploration bereits 17 Tonnen Gold geborgen, den größten jemals aus einem Schiffswrack geholten Schatz. Als die spanische Regierung auf den Fund aufmerksam wurde, klagte sie auf Herausgabe und gewann auch in letzter Instanz vor einem US-Gericht. Im Februar 2012 holten zwei Transportflugzeuge der spanischen Luftwaffe die mehr als 500.000 alten Gold- und Silbermünzen nach Madrid.
Quelle:Tim Schwabedissen




Schiffbrüchige nach 25 Tagen aus Rettungsinsel geborgen
(03.09.15) Am 2.9. um 11:08 Uhr entdeckte die Crew des französischen Thunfischfängers "Franche Terre", 2687 BRZ (IMO-Nr.: 9540156), eine Rettungsinsel mit drei Mann an Bord. Es stellte sich heraus, dass es sich um die Überlebenden der "Rocker" handelte, die am 25.8. bei den Amirante Islands gesunken war.
Die Schiffbrüchigen trieben mehr als 25 Tage in der See und wurden 380 Meilen nordwestlich der Inseln entdeckt. Sie waren in einem zufriedenstellenden Zustand und wurden von der "Franche Terream 4.9. nach Victoria gebracht, wo sie den Behörden der Seychelles überstellt werden sollten.
Quelle:Tim Schwabedissen




Kein Tango mehr in Port Orchard
(03.09.15) Der 70 Fuß lange einstige Kutter “Tango” sank in der Nacht zum 2.9. um 3.40 Uhr im Sinclair Inlet von Port Orchard.in der Railway Marina. Danach begann Öl aus dem Wrack auszulaufen, und Taucher stiegen ab, um die Brennstofftanks abzudichten. Die Coast Guard und das Department of Ecology machten sich an die Beseitigung des Öls. Arbeiter der Marina und die Feuerwehr legten eine Ölsperre aus, sodass nur wenig aus der Marina auslief.
Die „Tango“ wurde 1957 erbaut und später in eine Motoryacht umgebaut. Global Diving and Salvage sollte die weiteren Arbeiten durchführen. Bereits 2014 hatte die „Tango“ einmal Wassereinbruch erlitten, und vor einigen Monaten bot das Department of Ecology an, das heruntergekommene Schiff aus dem Wasser zu holen oder wenigstens den Tank auszupumpen, was der Eigner ablehnte.
Quelle:Tim Schwabedissen




Charterschoner wurde das Heck abgefahren
(03.09.15) Ein Mann wurde verletzt, als am Nachmittag des 2.9. der Hummerkutter „Andra and Donna“ aus Boothbay Harbor ins Heck der 48 Fuß langen Yacht „Lazy Jack“, einem Touristen-und Charterboot, lief und dieses praktisch abriss. Vier Menschen wurden nach der Havarie bei Tumbler Island gerettet. Sea Tow kam dem Schoner gegen 13 Uhr zu Hilfe und brachte die Chartergäste an Land.
Die „Lazy Jack“ konnte trotz der schweren Schäden mit eigener Kraft den Hafen erreichen und machte zur Reparatur beim Boothbay Harbor Shipyard fest. Die zweiköpfige Crew des Hummerkutters blieb unversehrt. Die U.S. Coast Guard leitete eine Untersuchung ein. Die „Lazy Jack” wurde 1947 erbaut, ist 48 Fuß lang und kann bis zu 14 Fahrgäste an Bord nehmen.
Quelle:Tim Schwabedissen




Yacht bei Kollision mit Kai schwer beschädigt
(03.09.15) Die “Halcyon“, eine 30 Fuß lange 12-Tonnen-Yacht, wurde am Morgen des 29.8. in der Port Townsend Bay im Sturm von ihrem Anker losgerissen und trieb gegen den Fährkai. Der an Bord wohnende Skipper konnte trotz laufenden Motors die Kollision nicht vermieden. Binnen einer Minute nach Bruch der Ankerleine schlug das Boot gegen den Kai. Es wurde dabei erheblich beschädigt.
Quelle:Tim Schwabedissen
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Bugschaden an der “Paros Wind”
(Bild: Coastalsafety)   Großbild klick!

Frachter und Tanker mit erheblichen Blessuren nach Kollision am Bosporus
(02.09.15) Tiefe Spuren hat der Bug des in Panama registrierten Produktentankers “Paros Wind” in der Backbordseite des mit Weizen tief abgeladenen Bulkcarriers „CS Jaden“ hinterlassen. Die Bordwand war etlichen Metern Länge stark eingedrückt und das Hauptdeck zerknittert, nachdem die beiden Schiffe, die auf den Bosporus zuliefen, im Schwarzen Meer kollidierten. Immerhin blieb der Rumpf offenbar dicht.
Auch der Bug der „Paros Wind“ wurde schwer in Mitleidenschaft gezogen – er wurde an Steuerbordseite, wo er auf den Frachter traf, oberhalb der Ankerklüsen auf mehreren Metern Länge aufgerissen und erheblich verformt.
Kolisionsgegner Bulkcarrier „CS Jaden“
(Bild: Coastalsafety)   Großbild klick!
Beide Schiffe ankerten am 2.9. im Landschutz vor Bisirkaya auf der Reede von Kumkoy für weitere Untersuchungen und Inspektionen. Bevor sie den Bosporus passieren dürfen, müssen die türkischen Behörden die entsprechenden Freigaben erteilen.
Die “CS Jaden”, 23268 BRZ (IMO-Nr.: 9660061) ist180 Meter lang, 30 Meter breit, hat 6,5 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 38,101 Tonnen. Sie wurde 2012 bei der Shimanami Shipyard in Imabari, Japan, erbaut und läuft für die Campbell Shipping auf den Bahamas. Vor dem Unfall hatte sie eine Ladung Weizen aufgenommen und war unterwegs von der Reede von Kertsch nach Port Said.
Die “Paros Wind”, 10948 BRZ (IMO-Nr.: 8517059) ist 151 Meter lang, 22 Meter breit, hat 9,4 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 17,060 Tonnen. Das Schiff entstand 1988 auf dem Uljanik Shipyard in Pula und läuft für die ukrainische Leader Shipmanagement. Es war zum Zeitpunkt der Havarie in Ballast von Tuapse ins Mittelmeer unterwegs.
Quelle:Tim Schwabedissen




RoRo-Fähre “Hoy Head”
(Bild: RNLI)   Großbild klick!

Maschinenausfall war bei ruhiger See kein Drama
(02.09.15) Am 30.8. um 8.55 Uhr wurde das RNLI-Boot aus Longhope alarmiert, nachdem die RoRo-Fähre “Hoy Head”, 482 BRZ (IMO-Nr.: 9081722), direkt vor dem Hafen Maschinenausfall erlitten hatte. Das 54 Meter lange und 11 Meter breite Schiff der Orkney Ferries bedient die Südinseln der Orkneys mit Anläufen von Houton, Lyness on Hoy, Flotta und South Walls. Sie hatte gerade den Hafen verlassen, als der Antrieb versagte.
Die Crew warf sofort Anker, und das Rettungsboot wurde vorsorglich herbeigerufen. Es gelang der Crew dann, den Schaden zu reparieren und wieder Fahrt aufzunehmen. Die „Hoy Head“ wurde von den Seenotrettern dann noch aus der Longhope Bay heraus eskortiert, und um 10.20 Uhr war das Rettungsboot wieder zurück an seiner Station.
Die ruhige See hatte zu der undramatischen Lage beigetragen, da der Anker fest im Grund hielt und die Mannschaft der Fähre die Maschine ihres Schiffes wieder zum Laufen bekam.
Die “Hoy Head” entstand 1994 bei den Appledore Shipbuilders in North Devon und wurde 2013 auf der Cammell Laird Shipyard durch eine neu eingebaute Mittschiffssektion verlängert. Bei dem Umbau wurden auch die Maschinenanlage erneuert und Azimuth-Bugstrahlruder eingebaut. Ein Schiff gleichen Namens, das 1883 beu der Abercorn Shipbuilding Co. in Paisley erbaut wurde, sank am 12.11.1887 vor Cornwall.
Quelle:Tim Schwabedissen




Wrack der Ketsch „De Trintel“
(Bild: Dia Toontje)   Großbild klick!

Rijkswaterstaat will „Spukschiff“ bergen lassen
(02.09.15) Rijkswaterstaat plant, das Wrack der Ketsch „De Trintel“ bei Rutten bergen zu lassen. Trotz intensiver Bemühungen konnte der Eigner, dessen Name bekannt ist, nicht gefunden werden. Seit Mai liegt das Schiff halb gesunken am Noordermeer-Deich von Rutten.
Kinder und Jugendliche nutzten es seither, um von dort ins Wasser zu springen, was auf dem stark verrotteten Segler aber nicht ungefährlich ist. Die 1958 erbaute “De Trintel” ist ein Kutter von 21 Metern Länge und über fünf Meter Breite.
Quelle:Tim Schwabedissen




Die „Barge No. 1“
(Bild: Vitus Marine)   Großbild klick!

Schlepper und Barge nach drei Wochen geborgen
(02.09.15) Die „Barge No. 1“, ihre Ladung von 18 Schrottautos und der 45 Fuß lange Schlepper “Challenger” wurden am 1.9. aus dem Nushagak River geborgen. Die „Jackie M“ der Vitus Marine zog die Wracks 22 Tage nach dem Kentern bei Kokwok flussabwärts nach Dillingham. Hier wurde die „Challenger“ bei Flut auf den Scandinavian Beach gezogen. Die Bergung verlief komplikationsloser als erwartet.
Die beiden Schiffe der Ridge Contracting waren bei der Passage des Nushagak River von New Stuyahok kommend bei stürmischem Wind umgeschlagen. Die zweiköpfige Crew des Schleppers war drei Stunden später durch Biologen von Fish and Game, die die Unfallstelle gegen 18 Uhr passierten, von dem halb aus dem Wasser ragenden Wrack abgeborgen worden. Ein Teil der 100 Gallonen Öl in den Tanks lief aus.
Quelle:Tim Schwabedissen




Trawler manövrierunfähig eingeschleppt
(02.09.15) Am 29.8. kam das 23 Meter lange Rettungsboot "Reidar van Koss - RS 110" der NSSR-Station Vardø dem norwegischen Trawler "Kransvik Jr. - N-22-V", 141 BRZ (IMO-Nr.: 8807234) zu Hilfe. Er hatte einen Antriebsschaden erlitten hat und trieb manövrierunfähig in der aufgewühlten See.
Trotz der hoch gehenden Wellen konnte der Rettungskreuzer den 21 Meter langen und sieben Meter breiten Havaristen auf den Haken nehmen und nach Båtsfjord einschleppen, wo das Schiff längsseits genommen und an den Kai gebracht wurde. Hier stiegen Taucher ab, um den blockierten Propeller wieder zu befreien.
Quelle:Tim Schwabedissen




Frachter Hamburger Reeder im Verdacht der Unfallflucht
(02.09.15) Der liberianische Containerfrachter "Hansa Magdeburg", 18334 BRZ (IMO-Nr.: 9256377), der Leonhardt & Blumberg Reederei in Hamburg stand im Verdacht, am 2.9. um 2.15 Uhr in eine Kollision mit einem südkoreanischen Kutter verwickelt gewesen zu sein und danach die Unfallstelle 60 Meilen südöstlich von Mokpo verlassen zu haben.
Der Kutter war danach offenbar gesunken. Die "Hansa Magdeburg" war unterwegs von Qingdao nach Busan und lief am Morgen in östlicher Richtung auf Höhe der Insel Jeju mit einer reduzierten Fahrt von 6-7 Knoten.
Quelle:Tim Schwabedissen




Ladungsbrand auf Frachter Oldendorfer Reeder
(02.09.15) Am Nachmittag des 30.8. brach in der Decksladung des unter Antigua-Barbuda-Flagge laufenden Containerfrachters "Mareno", 12827 BRZ (IMO-Nr.: 9175717), der Tom Wörden Schiffahrtskontor Gmbh & Co KG in Oldendorf ein Feuer in der Decksladung aus.
Nachdem das Containerschiff in Lüderitzbucht angekommen war, versuchte ein Hafenschlepper vor der Hafeneinfahrt an der Haifischinsel, den Brand zu löschen.
Kurz darauf wurde das Schiff gegen 15.30 Uhr in den Hafen eingebracht, wo die Freiwillige Feuerwehr der Hafenstadt mit einem Dutzend Einsatzkräften schon bereitstand. In sechs Containern brannte Holzkohle, und Rauch stieg vom Deck auf, auf dem die Containerladung gestapelt waren. Der Frachter machte dann an der westlichen Kaimauer fest. Hier galt es, die betroffenen sechs Container, die mit Säcken voller Holzkohle beladen waren, von Bord zu holen.
Es gestaltete sich schwierig, sie in dem dichten weißen Rauch mit Hilfe von Kränen abzuladen, da die Kranführer teilweise die Container nicht mehr sehen konnten. Beim Anheben der Boxen fiel zum Teil glühende Kohle heraus, da durch die enorme Hitze bereits Löcher in die Metallwände und Böden gebrannt waren.
Die Löscharbeiten dauerten Stunden, da die Container mit Hilfe eines Krans an einer Seite hochgehoben werden mussten, um deren Inhalt auf den Kai zu kippen, damit dieser dort abgelöscht werden konnte. Erst am Abend gelang es der Frachtercrew, NamPort-Personal und der Feuerwehr, die brennende Holzkohle aus dem letzten Container zu kippen und zu löschen.Um 21 Uhr waren alle sechs Container entleert und die Holzkohle gelöscht.
Die 154 Meter lange und 26 Meter breite „Mareno“ hatte den Walvis Bay-Hafen am 29.8. um 16 Uhr verlassen. Sie war unterwegs nach Kapstadt in Südafrika und sollte den Lüderitzbuchter Hafen eigentlich nicht anlaufen. Sie befand sich am 2.9. unterdessen auf dem Weg nach Kapstadt.
Quelle:Tim Schwabedissen




Feuer auf Arbeitsschiff im Sandnessund
(02.09.15) Auf einem rund 40 Fuß langen Arbeitsboot der Selma AS aus Nettsted kam es am Vormittag des 1.9. zu starker Rauchentwicklung im Sandnessund in Tromsø. Um 10.33 Uhr wurde die Polizei von der zweiköpfigen Crew alarmiert, und Rettungsdienste sowie der Rettungskreuzer „Kaptein Skaugen“ waren rasch am Havaristen.
Gegen 11 Uhr war das Feuer an Bord aus. Polizei und Coast Guard waren vor Ort und suchten nach der Brandursache. Es könnte sich um ein technisches Problem gehandelt haben. Das Achterschiff trug deutliche Brandspuren. Das Schiff lief mit eigener Kraft nach Eidkjosen auf Kvaløya ein.
Quelle:Tim Schwabedissen




Murmeltiertage in Leer
(02.09.15) Die am 30.8. in Leer gesunkene Segelyacht „Stelina“ könnte noch länger im Schlick des Hafens liegen bleiben. Weder die Untere Wasserbehörde des Landkreises Leer noch die Hafenbehörde oder die Stadtwerke sahen einen Grund, das zwölf Meter lange Schiff zeitnah zu bergen. Es liege stabil auf Grund. Allerdings sank das mit dem Oberdeck noch knapp aus dem Wasser liegende Boot allein durch sein eigenes Gewicht immer tiefer in den Schlamm ein. Rund um das Schiff wurde durch die Kreisfeuerwehr vorsorglich eine Ölsperre ausgelegt.
Die „Stelina“ gehört der Ehefrau von Hans-Jürgen Quell, dessen Kutter „Sirius – FRI 86“ im Oktober 2013 im Leeraner Hafen gesunken war. Über deren 80 000 Euro lagen die Stadtwerke weiter im Streit mit Quell, der die Summe für zu hoch hielt. Der Kutter hatte nach Auffassung der Stadtwerke geborgen werden müssen, weil er auf einer Kante lag und wegzurutschen drohte. Außerdem stand der Winter vor der Tür und es drohte Eisgang im Hafen.
Der Kutter hatte als schwimmender Imbiss gedient und war auch seit langem nicht mehr im besten Zustand gewesen. Deshalb wollten die Stadtwerke es aus dem Hafen klagen. Eigner Hans-Jürgen Quell war zudem auch der geforderten Vorlage eines Schwimmfähigkeitsnachweises und des Versicherungsschutzes für den Kutter nicht nachgekommen.
Als die „Sirius“ am Ende unterging, waren immerhin Öl und Kraftstoff schon entfernt gewesen. Bereits am 26.1.2013 hatte die Feuerwehr das Schiff einmal auspumpen müssen. Von der Segelyacht lag den Stadtwerken eine Versicherungsbescheinigung vor.
Die Eignerin der „Stelina“ wurde am 31.8. von den Stadtwerken angeschrieben und zur Bergung der Yacht aufgefordert. Die Kreisfeuerwehr in Leer ging davon aus, dass das Schiff noch eine Weile so liegen bleiben würde, da es wohl wieder Probleme mit der Kostenübernahme für die Bergung geben wird. Bis dahin schauen die Wehrmänner einmal täglich nach dem Rechten. Für die Sportschifffahrt bestand keine Behinderung, denn die Hafenverwaltung hat das optisch in keinem guten Zustand befindliche Schiff schon vorsorglich in die letzte Ecke des Hafens gelegt.
Quelle:Tim Schwabedissen




Sinn liegt weiter bei Straubing fest
(02.09.15) Nach der Havarie des deutschen Binnenschiffs „Sinn“ 1935 ts (EU-Nr.: 04013160), wurde die Donau bei Straubing am 1.9. für Einzelschiffe wieder freigegeben. Koppelverbände konnten die Unfallstelle jedoch weiterhin noch nicht passieren. Das 105 Meter lange und neun Meter breite Schiff war am 30.9. gegen 6.45 Uhr mit einer Ladung von 840 Tonnen Steinkohle auf der Höhe von Straubing-Hofstetten auf der Fahrt von Regensburg nach Linz auf eine Kiesbank aufgelaufen.
An der Unfallstelle hatte sich mitten in der Fahrrinne eine Untiefe von nur 80 Zentimetern Wassertiefe gebildet. Als das Schiff dort auflief, drehte es sich um 180 Grad und lag nun mit dem Bug bergwärts. Es wurde am äußersten Rand der Fahrrinne derzeit mit zwei Ankern auf Position gehalten.
Das Bugstrahlruder war durch aufgewirbelten Kies blockiert worden und musste vor Ort repariert werden. Die „Sinn“ würde ohnehin erst weiterfahren können, wenn der Pegel der Donau um etwa 50 Zentimeter gestiegen ist. Die Fahrrinne muss dann ausgebaggert werden, damit die Donau wieder frei befahrbar ist.
Quelle:Tim Schwabedissen




Drogenschmuggler und Yachtversenker wurde bereits wegen Totschlags gesucht
(02.09.15) Der 39-jährige französische Skipper der 17 Meter langen holländischen Yacht „Elena“, einer Super Maramu, die am 28.8. vor Penmarc'h wegen des Verdachts des Drogenschmuggels aufgebracht und dann wohl von ihrer Crew in Brand gesteckt wurde und sank, wurde in Spanien wegen Totschlags gesucht, teilten die spanischen Behörden mit. Er war seinerzeit zu 10 Jahren Haft verurteilt worden und befand sich ebenso wie sein 38-jähriger spanischer Compagnon im Polizeigewahrsam, nachdem sie am Morgen des 28.8. rund 160 Meilen vor der Spitze von Penmarc'h gestoppt wurden.
Er hatte gefälschte Papiere bei sich. Die “Elena” war wegen des Verdachts des Kokainschmuggels bereits seit dem 22.8. beschattet worden. Das Böoot kam aus Guyana und war möglicherweise in die Niederlande unterwegs. Spanische und französische Behörden hatten gemeinsam die verschiedenen Stationen der Yacht mit Flugzeugen der Marine und des Zolls verfolgt.
Als ein am 27.8. aus Brest ausgelaufenes Zollboot die Yacht dann vor Penmarc'h stoppen wollte, quoll auf einmal Rauch aus dem Schiff. Die beiden Segler hatten es in Brand gesteckt und warteten dort auf ihre Rettung. Mehrere Explosionen bedeuteten das Ende des Kunststoffbootes, als die im Innern befindlichen Gasflaschen in die Luft flogen. Nun lag es in unerreichbarer Tiefe.
Quelle:Tim Schwabedissen




Royal auf letzter Reise
(02.09.15) Der Kutter “Royal” wurde seinem königlichen Namen schon lange nicht mehr gerecht. Das rostige Wrack des im Mai 2014 in Sète am Quai Riquet gesunkene Schiff wurde am 29.8. von einem Kran aus dem Wasser gehoben. Der ligurische Kutter musste von dem Kai, der jetzt Eigentum von Biterrois ist, geräumt werden. Er hatte einst zu einem Sportboot umgebaut werden sollen. Nachdem das Wrack ausgepumpt war, wurde es zum Abwracken gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen




Fähre drohte bei Reparatur zu sinken
(02.09.15) An der Hobsonville Marina drohte eine 12 Meter lange Fähre des Belaire Ferries' West Harbour Ferry Service bei einer Routineüberholung an seinem Liegeplatz am 1.9. gegen Mittag zu sinken. Es war zu einem Wassereinbruch im Heck gekommen, und das Schiff legte sich 20 bis 30 Grad auf die Seite. Es dauerte über eine Stunde, bis die Feuerwehr das Wasser ausgepumpt hatte. Ein Kran hob die Fähre dann aus dem Wasser zur Reparatur.
Quelle:Tim Schwabedissen




Vier Tote und zwei Vermisste im Sturm vor Japan
(02.09.15) Vier Menschen kamen ums Leben, zwei weitere wurden vermisst, als nicht weniger als sechs Kutter am Morgen des 1.9. vor der Küste der Nagasaki Präfektur in stürmischer See und bei schweren Regenfällen kenterten. Fünf von ihnen schlugen vor der Insel Tsushima um, wobei acht Fischer im Wasser landeten.
Zwei von ihnen hatten um 3.40 Uhr Notrufe gefunkt. Ein Schwerfischfänger kenterte vor Shimonoseki in der Yamaguchi Präfektur gegen 6.40 Uhr. Von seiner zweiköpfigen Crew fehlte jede Spur. Patroullienboote der japanischen Coast Guard waren auf der Suche nach den Vermissten. Die Boote trieben zum Teil noch kieloben in der See.
Quelle:Tim Schwabedissen




Segelyacht sinkt
(Bild: Premar Atlantique)   Großbild klick!

Zwei Segler von sinkender Yacht bei Oléron gerettet
(01.09.15) Am 31.8. um 14:10 Uhr wurde das CROSS Etel von der zweiköpfigen Crew einer acht Meter langen Yacht, die vier Meilen nördlich der Brücke zur Insel Oléron bei vier Beaufort Wind aus West schweren Wassereinbruch erlitten hatte, alarmiert. Das CROSS Etel schickte das Rettungsboot “SNS 433” der SNSM-Station La Tremblade und einen Dauphin-Helikopter der Marinebasis in La Rochelle, der sich gerade auf einem Trainingsflug in der Nähe befand.
Minuten später waren mehrere Schiffe, darunter zwei Bargen der Austerfirma Marennes Oléron, auf dem Weg zur sinkenden Yacht. Als der Hubschrauber sie um 14:30 Uhr überflog, hatte sie nur noch wenige Zentimeter Freibord. Es war der Crew nicht gelungen, den Wassereinbruch zu stoppen. Einer der Segler wurde aufgewinscht, der andere wurde 10 Minuten darauf von einem Schiff an Bord genommen. Die Yacht sank um 15 Uhr auf rund drei Metern Wassertiefe.
Quelle:Tim Schwabedissen




Kollision vor dem Bosporus
(01.09.15) Am 31.8. um 23.30 kollidierte der unter Panama-Flagge laufende Tanker "Paros Wind", 10948 BRZ (IMO-Nr.: 8517059), acht Meilen vor dem Bosporus im Schwarzen Meer mit dem unter Bahamas-Flagge registrierten Bulkcarrier "CS Jaden", 23828 BRZ (IMO-Nr.:9660061), der am 19.8. aus Ashdod ausgelaufen war und aktuell von Kertsch kam und eine Ladung Weizen an Bord hatte. Möglicherweise handelte es sich um einen Embargobrecher auf der Krim.
Der in Ballast gen Mittelmeer laufende Tanker kam zum Unglückszeitpunkt aus Tuapse. Die türkischen Behörden schickten nach dem Zusammenstoß das Rettungsboot „Kiyiemniyti 1" sowie die Schlepper "Kurtama 3" und "Kurtama 10". Sie zogen beide Havaristen zu einem Ankerplatz vor Kumkoy, nördlich von Istanbul, zu weiteren Untersuchungen der auf beiden Schiffen entstandenen Schäden. Die “Kurtama 10” blieb vor Ort auf Standby.
Die “CS Jaden” läuft für die Campbell Shipping Company. Der Bulkcarrier ist 180 Meter lang, 30 Meter breit, hat 6,5 Meter Tiefgang und iene Tragfähigkeit von 38,101 Tonnen. Er wurde 2012 auf der Shimanami Shipyard in Imabari, Japan erbaut.
Die „Paros Wind” läuft für das Leader Shipmanagement in der Ukraine, ist 151 Meter lang, 22 Meter breit und hat bei einem Tiefgang von 9,40 Metern eine Tragfähigkeit von 17,060 Tonnen. Sie wurde 1988 auf der Uljanik Shipyard in Pula erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen




Kutter “Richie Rich” sinkt
(Bild: USCG)   Großbild klick!

Drei Fischer von sinkendem Kutter gerettet
(01.09.15) Die US Coast Guard rettete am 31.8. die dreiköpfige Crew des 75 Fuß langen Kutters “Richie Rich”, der 12 Meilen südwestlich von Point Au Fer im Golf von Mexiko ank. Die Coast Guard New Orleans war von einem Helikopter über einen sinkenden Kutter mit zwei Rettungsinseln daneben im Wasser informiert worden.
Aus Morgan City lief ein 29-Fuß-Bot aus, und ein MH-65 Dolphin-Helikopter stieg von der Air Station New Orleans auf. Als die Schiffbrüchigen die Retter erblickten, feuerten sie Notraketen ab. Das Boot aus Morgan City nahm sie unversehrt an Bord und brachte sie in den Hafen zurück.
Quelle:Tim Schwabedissen




Yacht „Nora“ hat ein Problem
(Bild: RNLI)   Großbild klick!

Norwegische Yacht mit amerikanischer Crew vor Schottland aufgelaufen
(01.09.15) Das RNLI-Boot aus Invergordon, die “Douglas Aikman Smith”, wurde am Morgen des 30.8. von der Aberdeen Coastguard alarmiert. Es sollte fünf Meilen nördlich von Tarbetness Point die norwegische Yacht „Nora“ mit ihrer zweiköpfigen Crew einschleppen, das sich zu der Zeit am Haken des Rettungsboots aus Wick befand.
Das Boot war beim Versuch, nach Helmsdale Harbour einzulaufen, auf Grund gelaufen. Es wurde dann von dem RNLI-Boot “Roy Barker II” wieder flottgemacht, hatte aber einen Motorschaden davongetragen. Da der Kiel zu groß war, um in den Hafen von Helmsdale zu passen, wurde entschieden, die „Nora“ südwärts nach Invergordon zu schleppen. Das dortige Rettungsboot lief um 11.16 Uhr aus und übernahm zunächst die beiden Segler und dann deren Boot.
Um 15.30 Uhr kehrte das RNLI-Boot aus Wick zu seiner Station zurück. Die „Douglas Aikman Smith“ nahm mit ihrem Anhang derweil mit sechs Knoten Fahrt Kurs auf den Westhafen von Invergordon. Während der Fahrt rutschte eines der beiden amerikanischen Crewmitglieder der “Nora” auf dem Deck aus und wurde leicht verletzt.
Im Cromarty Firth wurde die Yacht längsseits genommen und zur Reparatur an einem Ponton festgemacht, ehe sie ihre Reise durch den Caledonian Canal nach Dartmouth fortsetzt. Um 16.30 Uhr war das RNLI-Boot wieder klar auf Station.
Quelle:Tim Schwabedissen




Frachter wegen Versandung auf Grund gelaufen
(01.09.15) Der unter liberianischer Flagge laufende Frachter „Nordic Hongkong“, 39905 BRZ (IMO-Nr.: 9509152), des Hamburger Nordic Ship Management lief am 30.8. um 06.55 Uhr beim Verlassen der Ansteuerung von Port Qasim bei Tonne 9 fest. Um 11.45 Uhr kam der Frachter mit Schlepperhilfe wieder frei. Offenbar hatte eine Versandung des Fahrwassers zu der Havarie geführt. Der Frachter verließ Port Qasim noch am selben Tag.
Quelle:Tim Schwabedissen




Kranbarge sank auf Mississippi
(01.09.1) Am 31.8. riss sich eine Kranbarge nahe Convent auf dem Mississippi von ihrer Mooring los und sank bei Flussmeile 160. Die Coast Guard New Orleans wurde um 5.20 Uhr alarmiert. An Bord der Barge waren maximal 8,000 Gallonen Diesel und andere umweltgefährdende Flüssigkeiten. Die Coast Guard, der Eigner der Barge und die Ölbekämpfungsfirma ES&H versuchten gemeinsam das Potential zu ermitteln. Die Coast Guard beauftragte die McKinney Towing & Salvage mit der Vorbereitung einer Bergungsoperation.
Quelle:Tim Schwabedissen




Historischer Langustenfänger lief in Lorientvoll Wasser
(01.09.15) Der einstige Langustenfänger „Bro Warock“, der heute touristischen Zwecken dient, lief in Lorient an seinem Liegeplatz voll, nachdem die Lenzpumpen, die ihn trocken halten sollten, infolge einer Leckage ausgefallen war. Am 31.8. gegen 15 Uhr wurde die Bescherung entdeckt.
Die Feuerwehren aus Lorient, Riantec und Hennebont wurden alarmiert, ebenso Taucher des Zivilschutzes. Öl trieb auf der Wasseroberfläche. Am 3.9. sollte der Zweimaster wieder trockengelegt sein und abgedichtet werden.
Quelle:Tim Schwabedissen




Kutter in der Karibik in Seenot
(01.09.15) Der Kutter “Lucky II” kenterte und sank am 31.8. vier Meilen nördlich von Corn Island beim Garnelenfang bei ruhiger See. Die Coast Guard schickte einen Helikopter zu Hilfe. 11 Mann wurden gerettet, zwei noch vermisst. Einer davon war der Skipper, der im Ruderhaus eingeschlossen wurde. In einem weiteren Einsatz kam die Marine dem Kutter „Doña Emila” zu Hilfe, der durch die Kollision mit Treibgut leckgeschlagen war.
Quelle:Tim Schwabedissen




Barge in Victoria wieder auf ebenem Kiel
(01.09.15) Während Schintzer Steel eine Firma mit der Beseitigung der Umweltschäden auf dem Gorge Waterway nach dem Kentern der Barge „Seaspan 183“ am 28.8. beauftragte, untersuchten mehrere Behörden, darunter Work Safe BC und Transport Canada, den Unfall. Die Barge lag inzwischen auf ebenem Kiel und war stabil.
Alle auf ihr gestapelten Schrottautos sollten im Rahmen der Untersuchung gelöscht werden. Seaspan plante eine eigene Inspektion des Fahrzeugs, um herauszufinden, wie es zur Havarie kommen konnte. Die Barge war seit vielen Jahren unfallfrei im Einsatz. Im Februar 2013 hatte allerdings eine andere Barge von Seaspan auf dem Weg von Kanada nach Tacoma 20 Schrottautos verloren, als sie sich ebenfalls auf die Seite legte.
Quelle:Tim Schwabedissen




Wrack 1918 versenkten Feuerschiffs wird untersucht
(01.09.15) Das 122 Fuß lange amerikanische Feuerschiff “LV 71”, 590 ts, das im 1. Weltkrieg von einem deutschen U-Boot versenkt wurde, wird seit dem 30.8. durch Teams der National Oceanic and Atmospheric Administration’s (NOAA) Monitor National Marine Sanctuary, der U.S. Coast Guard (USCG) und des Bureau of Ocean Energy Management (BOEM), an der Diamond Shoal untersucht. Weitere Partner waren die East Carolina University und das University of North Carolina Coastal Studies Institute. Die Forschungsexpedition vor Beaufort, Norht Carolina, soll das Wrack dokumentieren, das im August ins National Register of Historic Places eingetragen wurde, und Amateurtauchern eine Basis für ihre Untersuchungen bieten. Die „Sand Tiger” diente dafür als Plattform.
Das Feuerschiff war 1897 in Bath, Maine, in 1897, erbaut worden und diente 21 Jahre in den gefährlichen Gewässern der Diamond Shoals vor North Carolina. Am 6.8.1918 attackierte die “U 140” das Schiff vor Cape Hatteras. Davor hatte die Crew der “LV-71” über ein U-Boot berichtet, das den unbewaffneten amerikanischen Dampfer “Merak“ torpediert habe.
Der Funkspruch war von der „U-140” aufgefangen worden, die mit ihrer Kanone zunächst den Funkraum des Feuerschiffs unter Feuer nahm. Als der Beschuss weiterging, verließ die 12-köpfige Crew das Feuerschiff und ruderte ebenso wie die Crew der „Merak“ an Land. Die “LV-71” war das erste und einzige Feuerschiff der USA, das durch Feindeinwirkung sank.
Quelle:Tim Schwabedissen




Suche nach letztem Kriegsschiff der Texas Navy
(01.09.15) Unter einem Parkplatz in Galveston wird seit dem 31.8. nach den Überresten des Kriegschiffes “Zavala” gesucht, das dort vor 173 Jahren auf Grund lief und später unter einer Landerweiterung verschwand. 1986 hatte der Abenteurer Clive Cussler begonnen, nach der “Zavala”, dem einzigen möglicherweise noch erhaltenen Kriegsschiff der Marine von Texas, zu suchen. Er hatte aber keine Geldmittel, es auszugraben.
30 Jahre später beauftragte nun die Hafenverwaltung von Galveston Archäologen mit Grabungen, da eine geplante Erweiterung des Kreuzfahrtterminals das Wrack nicht zerstören soll. Die Kaifläche soll nämlich um 95 Fuß verlängert und mit zwei Pollern versehen werden, um ein Anlegen des 138,279-Tonners „Navigator of the Seas“ der Royal Caribbean Cruise zu ermöglichen.
Die 201 Fuß lange “Zavala” wurde 1838 für 120000 Dollar von der Texas Navy erworben. Es war das einstige Passagierschiff „Charleston“, das mit fünf-Pfündern ausgerüstet wurde. Im Juni 1840 lief es aus Galveston aus und eskortierte die Sloop „Austin“ und drei bewaffnete Schoner nach Campeche, wo sie eine Revolte gegen den mexikanischen Präsidenten Antonio Lopez de Santa Anna unterstützten sollte. Die Rebellen zahlten dafür 25,000 Dollar, für die Loyalisten aus Santa Anna transportiert werden sollten.
Die „Zavala” schleppte die “Austin”, den Schoner “San Bernand” der Texas Navy und eine mexikanische Brigg mit Rebellen 90 Meilen den San Bautista River hinauf nach Villahermosa. Dessen Bürgermeister zahlte weitere 25,000 Dollar dafür, dass die Stadt nicht zerstört wurde. Auf der Rückfahrt nach Galveston, geriet die „Zavala“ in einen schweren Sturm.
Die Crew stopfte alles brennbare Material in die Kessel, um diese auf Temperatur zu halten, und erreichte mit letzter Kraft den Hafen zur Reparatur. Doch die Marine hatte nun keine Priorität mehr, und die „Zavala“ verrottete. Im Mai 1842 wurde sie auf Grund gesetzt, um einen Untergang zu vermeiden. 1844 wurden die zwei Dampfmaschinen ausgebaut und verkauft. Die “Zavala” lag rund 300 Yards vor dem Hafen.
Als dieser erweitert wurde, verschwand sie unter der Landauffüllung und wurde vergessen, bis 1984 Cussler nach Texas kam. Seine National Underwater and Marine Agency begann unterstützt vom Texas Antiquities Committee die Suche nach der “Zavala“ und der „Brutus“, eine 180 Fuß langen Schoner. Eine Kanone der „Brutus“ wurde geborgen und ist nun im Texas Seaport Museum in Galveston ausgestellt. Ihr Wrack lag unter einem Lagerhaus.
Die Position der “Zavala” wurde durch eine Zeichnung von der Eroberung der “Harriet Lane“ der Unionisten in der Battle of Galveston eingegrenzt. Auf ihr war ein Schornstein nahe der Bean's Wharf aus dem Wasser ragend eingezeichnet und mit "Zavala" beschriftet. An dieser Stelle hatte bis 1970 ein Getreideheber gestanden, den ein Feuer zerstörte. Nach Räumung der Trümmer wurde die Fläche ein Parkplatz und blieb unbebaut.
Als 1986 Cussler mit Bohrungen begann, fan der Holzreste und ein Stück Kupferbeplankung. Mit einem Bagger wurde ein Kessel freigelegt. Cussler glaubte, nun genug Beweise für den Fund der „Zavala“ zu haben, dokumentierte die Fundstelle und schüttete die Löcher wieder zu. Nun machte sich ein Team von Hughey and Tuttle wieder auf der Suche und zog systematisch Suchgräben. Die Arbeiten sollten rund ein Woche dauern.
Wenn die Archäologen dann bestätigen können, dass die „Zavala“ dort liegt, muss eine Diskussion um den weiteren Umgang mit ihr starten. Reste des Schiffs könnten möglicherweise im Texas Seaport Museum ausgestellt werden. Nach Meinung von Michael Tuttle, einem Historiker der HRA Gray & Pape könnte auch das Konföderierten-Schiff „Neptune“, das 1864 in der Battle of Galveston sank, in dem Gebiet liegen.
Quelle:Tim Schwabedissen




Fähre notankerte vor Longhope
(01.09.15) Am Morgen des 30.8. wurde das RNLI-Boot aus Longhope alarmiert, nachdem die Fähre "Hoy Head", 482 BRZ (IMO-Nr.: 9081722), kurz nach dem Loswerfen von der Longhope Pier gegen neun Uhr Maschinenausfall erlitten hatte. Die Fähre warf vor dem Hafen Anker und rief die Seenotretter vorsorglich zu Hilfe. Nachdem der Schaden behoben war, wurde das Schiff von dem Rettungsboot aus der Longhope Bay eskortiert, ehe dieses um 10.20 Uhr zu seiner Station zurückkehrte.
Quelle:Tim Schwabedissen




Manövrierunfähige Yacht drohte im Flutstrom zu stranden
(01.09.15) Eine 28 Fuß lange Yacht erlitt am 31.8. beim Auslaufen aus Inverness um 10.50 Uhr Motorausfall, als es Carmac Point rundete. Sie begann, mit hoher Fahrt in dem mit vier bis fünf Knoten auflaufenden Flutstrom zu treiben und drohte auf dem alten Slip von South Kessock aufzulaufen. Zwar wurde ein Anker ausgebracht, doch dieser hielt nicht im Grund.
Daraufhin wurde unverzüglich das RNLI-Boot "Robert and Isobel Mowat” alarmiert, das mit vier Seenotrettern an Bord zu Hilfe kam. Rasch wurde die Yacht auf den Haken genommen und zurück zur Inverness Marina geschleppt, wo ein Team der Inverness Coastguard half, das Boot an einen Liegepplatz zu bringen. Um 11.45 Uhr war der Einsatz beendet.
Quelle:Tim Schwabedissen




Weblinks:
SOS-Seenotfälle, Archiv
Der mysteriöse Untergang der 'Beluga'
Chronik bedeutender Seeunfälle Antike bis 1499
Chronik bedeutender Seeunfälle 1500 bis 1899
Chronik bedeutender Seeunfälle 1900 bis 1949



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