EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM

Seenotfälle
Archiv Juni 2015


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Schleppverbindung wird hergestellt
(Bild: RNLI)   Großbild klick!

Kutter vor Barmouth havariert
(30.06.15) Das RNLI-Boot aus Barmouth, die “Moira Barrie”, kam am 29.6. dem Kutter „Aqua –AB 201” zu Hilfe, der eine Meile vor dem Hafen in Schwierigkeiten geraten war. Auf dem mit zwei Mann besetzten Hummerfänger war es zu einem Totalausfall der Maschine gekommen, und die beiden hatten sich vergebens bemüht, sie wieder zum Laufen zu bekommen.
Um 14.43 Uhr ging das Rettungsboot zu Wasser und war bei ruhigen Wetterbedingungen rasch längsseits des Havaristen. Es wurde eine Schleppverbindung hergestellt und der Kutter dann nach Barmouth gezogen. Um 17 Uhr waren die Seenotretter zurück an ihrer Station.
Quelle:Tim Schwabedissen




gestrandete Yacht “Inisfail”
(Bild: Phuket Marine Office)   Großbild klick!

Phuket: Kranbarge hob gestrandete Yacht vom Strand
(Datum) Die am 1.4. auf dem Strand von Phuket gestrandete Yacht “Inisfail” wurde zwei Monate nach ihrer Havarie als Wrack von einer Kranbarge geborgen. Der Zweimaster war mit einer zweiköpfigen Crew an Bord am 1.4. in einem Sturm auf Grund gelaufen. Er war auf der Fahrt von Ranong entlang der Grenze von Myanmar nach Chalong an der Ostküste von Phuket gewesen, wo die beiden Segler die Ketsch von einem Freund gekauft hatten.
Nachdem sich der Motor überhitzt hatte, waren die Männer unter Segel weitergelaufen. Vor Kata Beach entschieden sie, während der Nachtstunden zu stoppen und dann an der Ostseite von Phuket weiterzusegeln, um dann die Maschine zu reparieren. Doch ein Sturm, der eine Viertelstunde lang über den Ankerplatz fegte, brachte die „Inisfail“ ins Treiben, und sie landete auf dem nahen Strand.
Versuche, das auf den Scilly Islands registrierte Schiff möglichst unversehrt durch einen ausgebaggerten Kanal zu bergen, waren seither fehlgeschlagen, auch kam nicht die erhoffte Schlepperhilfe aus dem zwei Fahrstunden entfernten Phuket, und so rückte schließlich auf die Order Des Phuket Marine Office am Nachmittag des 26.5. eine große Kranbarge an, um das zur Touristenattraktion gewordene Schiff vom Strand zu heben.
Dabei brachen allerdings beide Masten ab. Die Bergungskosten wurden vom Marine Office vorgestreckt und das erheblich beschädigte Boot durch dieses sichergestellt.
Quelle:Tim Schwabedissen




Rettungskräfte zum Abtranport der Verletzten bereit
(Bild: Rettungszentrum Kelheim   Großbild klick!

Coburg Schuld an Kollision auf Main-Donau-Kanal
(30.06.15) Das vorzeitige Fahrtaufnehmen der „Coburg“ beim Schleusungsvorgang war für die Kollision mit dem Fahrgastschiff „Renate“ auf dem Main-Donau-Kanal bei Kelheim verantwortlich, bei der am 28.6. 26 Menschen verletzt wurden. Die „Renate“ konnte am 30.6. wieder in Fahrt gehen, und Ende Juli sollte eine Reparatur in Linz erfolgen. Erst dann würde sich zeigen, wie hoch der genaue Schaden am Achterschiff war.
Die „Renate“ befand sich am Unglückstag auf einer Brunchfahrt in Richtung Riedenburg und hatte 291 Menschen, überwiegend aus Bayern, an Bord. Als ihr der Frachter ins Heck fuhr, waren zahlreiche Passagiere und Besatzungsmitglieder auf allen drei Decks gestürzt, unter den Verletzten waren auch zwei Mitarbeiter im Küchenbereich und eine Servicekraft.
Neun Personen kamen zur Behandlung ins Krankenhaus, wurden bis auf eine inzwischen aber wieder entlassen. Die „Coburg“ machte inzwischen in Nürnberg fest. Sie hatte die Havarie unbeschädigt überstanden.
Quelle:Tim Schwabedissen




10 Mann von sinkendem Schiff geborgen
(30.06.15) Der omanische Schlepper "OLNG Masirah", 493 BRZ (IMO-Nr.: 9715373), rettete einen Teil der 10-köpfigen Crew des Holzbootes „Jay Swree Sagar", das acht Meilen vor Sur in Seenot geraten war. Die Coastguard und das Oman LNG Marine Team kamen dem Boot, das auf der Fahrt von Dubai nach Somalia war, zu Hilfe, nachdem es im Sturm zu sinken begonnen hatte. Die Oman LNG charterte die "OLNG Masirah", die auch versuchte, den Havaristen zu bergen, was aber fehlschlug. Die Coastguard rettete die übrigen sechs Seeleute.
Quelle:Tim Schwabedissen




Zementfrachter vor Holmsund auf Grund gelaufen
(30.06.15) Am 29.6. gegen 19.30 Uhr lief der schwedische Zementcarrier&xnbsp;"Sunnanvik", 7454 BRZ (IMO-Nr.: 7633375),&xnbsp;auf der Fahrt von Slite nach Umeå vor Holmsund unweit des Leuchtturms von Lillbådans auf Grund. Die schwedische Coastguard setzte die “KBV 181” in Marsch, die am späten Abend vor Ort eintraf. Der Havarist lag mit 2500 Tonnen Zement und einer 17-köpfigen Crew mit leichter Steuerbord-Schlagseite auf Felsen vor der Küste.
Es hatte Wassereinbruch in einen Ballastwassertank gegeben, aber es gab keine Verschmutzung durch die 143 Tonnen Diesel an Bord. Offenbar war es zu einer Panne im Kontrollsystem gekommen, sodass das Schiff mit sechs Knoten Fahrt auflief. Schlepper sollten den Frachter nun wieder flottmachen.
Quelle:Tim Schwabedissen




Blackout auf St. Lawrence River
(30.06.15) Der liberianische Containerfrachter "MSC Shirley", 23652 BRZ (IMO-Nr.: 9224049), erlitt einen Blackout der Bordelektrik, als er am Abend des 29.6. auf Cageux auf dem St. Lawrence River zulief. Das Schiff war unterwegs von Freeport, Bahamas, nach Montreal.
Der Havarist wurde nach dem Ausfall durch eine Notankerung gestoppt, und zwei Schlepper der Ocean Group wurden gerufen, ihn zu stabilisieren. Nachdem die Crew eine Reparatur durchgeführt hatte, nahm der Frachter um 19.30 Uhr wieder Fahrt auf.
Quelle:Tim Schwabedissen




Fünf Schiffe mit 26 Mann im Sturm in Seenot
(30.05.15) Fünf Schiffe mit insgesamt 26 Crewmitgliedern an Bord kamen am Nachmittag des 29.6. in einem schweren Sturm in der Liaodong Bay in der Bohai-See, Dalian, in Seenot. Zwei von ihnen sanken, die übrigen drei erlitten Wassereinbrüche. Es gelang, alle Seeleute zu retten.
Um 15.20 Uhr sank die "Yu Xin Huo 13396" (MMSI-Nr.: 413801983) 67 Meilen nordwestlich von Dalian, nachdem die fünfköpfige Crew abgeborgen worden war durch den Rettungshubschrauber B-7309. Er holte auch die ebenfalls fünfköpfige Crew der 105 Meter langen "Jiang Hang 99" (MMSI-Nr.: 413971900) in demselben Seegebiet um 17.05 Uhr von Bord, nachdem das Schiff 30 Meilen südwestlich von Bayuquan Wassereinbruch erlitten hatte.
Um 15.36 Uhr hatten der Bagger "Jiang Shun 299" und die "Guo Liang 7" (MMSI-Nr.: 412362318) dem SAR-Zentrum in Hebei 25 Meilen östlich von Jingtang Wassereinbruch gemeldet. An Bord waren insgesamt 10 Personen.
Um 17.28 Uhr barg der Helikopter B-7312 der Base in Penglai, Shandong, die vier Mann der "Guo Liang 7" ab und flog sie nach Penglai, während die sechs Mann der "Jiang Shun 299" von dem Rettungsschiff "Hua Yue" in Sicherheit gebracht wurden.
Um 16.38 Uhr meldete das SAR-Zentrum in Qinhuangdao, Hebei, dass der Bagger "Cheng Tong 7" 40 Meilen nordöstlich von Jingtang gesunken war. Um 18.33 Uhr hatte das Rettungsschiff "Bei Hai Jiu 111" die sechsköpfige Crew aus dem Wasser geholt und brachte sie um 21.45 Uhr nach Qinhuangdao.
Quelle:Tim Schwabedissen




Havarierter Trawler durch die Nacht geschleppt
(30.06.15) In der Nacht zum 29.6. kam es zu einem Propellerschaden auf dem dänischen Trawler "Pia Glanz – L 654", 123 BRZ (MMSI-Nr.: 219237000),&xnbsp;nördlich von Utsira. Die norwegische Coastguard schickte das Patroullienboot "Bergen" zu Hilfe, das den Havaristen auf den Haken nahm und ihn während der Nacht in Richtung der Küste schleppte.
Hier übernahm am Morgen das Rettungsboot "Bergen Kreds" den Havaristen und brachte ihn in den Hafen von Utsira, wo Taucher den Schaden untersuchten.
Das Vorgängerschiff dieses Namens war am 24.6.2014 rund 65 Meilen südwestlich von Egersund nach einem Wassereinbruch im Maschinenraum gesunken. Der schwedische Tanker "Fox Luna" (IMO-Nr.: 9390458) hatte die Crew seinerzeit gerettet.
Quelle:Tim Schwabedissen




Drei Yachten binnen weniger Stunden von KNRM-Boot geborgen
(29.06.15) Alle Hände voll zu tun hatte in den vergangenen Tagen das KNRM-Rettungsboot „Joke Dijkstra“. Nachdem es gemeinsam mit dem Boot aus Texel am Abend des 28.6. eine britische Segelyacht, die am südlichen Zipfel von Texel auf den Strand der Insel gelaufen war und in der Brandung saß, geborgen hatte, kam es am 29.6. einer Segelyacht zu Hilfe, deren Propeller von Garn blockiert worden war. Außerdem geriet einer dänischen Yacht ein Tau in den Antrieb.
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Quelle:Tim Schwabedissen




Trawler trieb vor Bjørnøya
(30.06.15) Der russische Trawler&xnbsp;"Vasiliy Golovnin",&xnbsp;1928 BRZ (IMO-Nr.: 8913277),&xnbsp;wurde am 28.6. rund 30 Meilen vor Bjørnøya manövrierunfähig, nachdem ihm ein Schleppnetz in den Antrieb geraten war. Die norwegische Coastguard schickte das Patroullienboot "Andenes" zu Hilfe. Es setzte ein Boot mit Tauchern aus, die den Propeller des Havaristen wieder befreien konnten. Er setzte danach seine Fangfahrt fort.
Quelle:Tim Schwabedissen




Drei Fischer vor Paradip vermisst
(30.06.15) Drei Personen wurden in der Bucht von Bengalen vor der Küste von Paradip in Odisha vermisst, nachdem der Kutter „Srikshetra 5“ am 29.6. gekentert war. Er hatte sich auf Fangfahrt befunden. Die Vermissten stammten alle aus dem Bhadrak Distrikt. Vier weitere Schiffbrüchige konnten sich schwimmend an Land retten. Die Marinepolizei leitete eine Suchaktion ein.
Quelle:Tim Schwabedissen




Bugschaden der „Celestyal Crystal“
(Bild: Mehmet Aksoy)   Großbild klick!

Tanker vor Gelibolou verankert
(29.06.15) Der Tanker "STI Pimlico" wurde nach der Kollision mit der „Celestyal Crystal“ zu einem sicheren Ankerplatz bei Gelibolou geschleppt. Es war ein Lotse an Bord, und drei Schlepper blieben einsatzbereit, während die Lage an Bord untersucht wurde. Das Schiff wurde künstlich auf die Seite gelegt, um einen weiteren Austritt von Naphta aus der beschädigten Flanke zu minimieren.
Derweil wurden die Funkaufzeichnungen zwischen den beteiligten Schiffen öffentlich gemacht. Nach denen hat der Operator der Verkehrszentrale Canakkale die „Celestyal Crystal“ mehrfach eindringlich vor der drohenden Kollisionsgefahr gewarnt. Schließlich antwortete der Kapitän auf die Aufforderung zur Kursänderung: "No, Negative, Its not possible to turn to starboard, Sir.“
Die Claus-Peter Offen Tankschiffreederei, technischer Manager des Tankers, dankte inzwischen den beteiligten Rettungskräften und Behörden für ihren Einsatz und kündigte eine vollständige Kooperation im Rahmen der notwendigen Bergungsarbeiten an.
Lediglich einer der 852 Passagiere und zwei der 382 Crew-Mitglieder des Kreuzfahrtschiffs „Celestyal Crystal“ wurden bei dem Zusammenstoß leicht verletzt. Die erheblichen Schäden am Bug des Schiffes, das zum Unglückszeitpunkt von Mykonos nach Istanbul unterwegs war, sollte nun im Hafen von Gelibolu genauer untersucht werden. Wie lange die Reparaturen dauern würden, war noch unklar.
Die Passagiere, deren Kreuzfahrt so jählings endete, wurden mit Bussen von Gelibolu nach Istanbul gebracht und dort in Hotels einquartiert, ehe sie am 28.6. zurück nach Athen, dem Ausgangspunkt der Fahrt, geflogen wurden. Als Entschädigung erhielten sie den kompletten Kreuzfahrtpreis zurück und zusätzlich einen Gutschein für eine 7-Nächte-Kreuzfahrt.
Quelle:Tim Schwabedissen




Neues Seenotrettungsboot bewährte sich im ersten Einsatz
(29..06.15) Das neue Seenotrettungsboot „Heinrich Wuppesahl“ der DGzRS-Station Neustadt in Holstein hat am 27.6. bei seiner ersten Einsatzfahrt seine Leistungsfähigkeit unter Beweis gestellt. Die modernste Rettungseinheit der 9,5-/10,1-Meter-Klasse barg in der Lübecker Bucht die auf Grund gelaufene Motoryacht „Starlight“ und ihre zweiköpfige Besatzung.
Gegen 13.45 Uhr alarmierte das MRCC Bremen die Seenotretter der Station Neustadt in Holstein, nachdem die elf Meter lange Motoryacht auf Grund gelaufen war und sich aus eigener Kraft nicht mehr befreien konnte. Am Havaristen angekommen, stellten die Seenotretter bei westlichen Winden der Stärke 4 Beaufort und einem halben Meter Seegang eine Leinenverbindung her.
Anschließend zog das 380 PS starke Seenotrettungsboot die „Starlight“ ins tiefere Wasser und begleitete sie in den Yachthafen Ancora Marina von Neustadt. Das Seenotrettungsboot war am 29. 5. auf dem Marktplatz in Bremen von Daniela Schadt, der Lebensgefährtin des Bundespräsidenten und DGzRS-Schirmherrn Joachim Gauck, getauft worden.
Quelle:Tim Schwabedissen




Fähre “Harley Davidson 1” sinkt
(Bild: Marion Vimberg)   Großbild klick!

Fähre in Pärnu gesunken
(29.06.15) Im Hafen von Pärnu sank am 3.6. gegen 10.30 Uhr die Fähre “Harley Davidson 1”, 499 BRZ (IMO-Nr.: 7829259). Das Schiff lag mit dem Heck am Kai auf Grund und wurde mit Trossen fixiert. Das Heck lag in 12 Fuß Wassertiefe, der Bug ragte aus dem Wasser. Am folgenden Tag wurde der Bug bei Windgeschwindigkeiten von 17 Metern pro Sekunde vom Kai weggedrückt, und das Schiff legte sich nach Backbord über.
Es versank schließlich vollständig, sodass nur noch die Aufbauten und Teile der Steuerbordseite sichtbar blieben. Das Wrack sollte schnellstmöglich mit einem Kran gehoben und möglicherweise beim AS Pärnu Shipyard repariert werden, wo es nach Überholungsarbeiten vor zwei Wochen zurück ins Wasser gebracht worden war. Das Schiff wurde 1957 erbaut und lief bis 1990 als „Hurghada Beauty“, dann als „Vikingen“ und „Sunflower“, bis 1995 als „Nordöland“ und bis 1998 als „Singapore II“.
Quelle:Tim Schwabedissen




Longliner “Feng Shun 3”
(Bild: Salvamente Maritimo)   Großbild klick!

Longliner vor Gran Canaria geborgen
(29.06.15) Der 48 Meter lange chinesische Longliner “Feng Shun 3” konnte nach seiner Strandung vor Baja de Gando bei Gran Canaria geborgen werden. Das Schiff hatte mit 12 Grad Steuerbordschlagseite in der Brandung gelegen, nachdem die Crew von der „Nunki Salvamar“ und einem Sikorsky S61N gerettet worden war. 37 Crewmitglieder nahm die „Nunki Salvamar“ aus zwei Rettungsinseln an Bord, der Kapitän und der Chief folgten auf dem Luftweg und wurden nach Gando gebracht.
Nach dem erfolgreichen Abschluss der Aktion wurde festgestellt, dass der Longliner sich auf dem Riff bewegte. Daraufhin wurden Trossenverbindungen von Crewmitglider der „Nunki Salvamar“ vorbereitet, die der Hubschrauber an Bord abgesetzt hatte, und die „Talia Guardamar“ konnte den Havaristen in tieferes Wasser ziehen.
Der nächste Hafen war Arinaga, wohin das Schiff dann am 26.6. zu weiteren Untersuchungen geschleppt wurde. Danach ging es weiter nach Las Palmas.
Quelle:Tim Schwabedissen




23 Verletzte bei Kollision in Kelheim
(29.06.15) Bei einer Havarie des 48 Meter langen Fahrgastschiffs „Renate“ (MMSI-Nr.: 211587830) auf dem Main-Donau-Kanal in der Schleuse Gornsdorf im Landkreis Kelheim sind am 28.6. gegen Mittag 26 Menschen verletzt worden. Sieben wurden in ein Krankenhaus gebracht, einer wurde so schwer verletzt, dass er wegen eines Milzrisses sofort operiert werden musste. An Bord waren 291 Tagesausflügler auf der Fahrt im Unteren Altmühltal. Gegen 12.46 Uhr lief das Binnenschiff „Coburg“, 1724 ts (EU-Nr.: 04503710), auf die „Renate“ auf.
Dabei kamen auf allen drei Decks Fahrgäste zu Fall. Die „Coburg“, die mit 950 Tonnen Düngemittel beladen war, wurde offenbar nicht beschädigt. Beide Schiffe waren in Richtung Riedenburg unterwegs und passierten die Schleuse Gronsdorf. Als sich das Schleusentore flussaufwärts öffnete und die Ausfahrt freigegeben wurde, nahm die „Coburg“ Fahrt auf, bevor die vor ihr vertäute „Renate“ losgeworfen hatte. Dabei wurde deren Heckplattform deformiert.
Die bei der Kollision Verletzten wurden zunächst vor Ort ärztlich untersucht. Ein Teil wurde dann in die Goldberg-Klinik in Kelheim zur Untersuchung gebracht. Zwei wurden stationär aufgenommen. Neben mehreren Rettungswagen waren auch zwei Notärzte am Unglücksort im Einsatz, außerdem über 45 Kräfte des BRK-Rettungsdienstes und 30 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Kelheim-Stadt im Einsatz.
Auch die Wasserschutzpolizei Regensburg und Beamte der Polizeiinspektion Kelheim waren vor Ort. Alle Passagiere mit einem Buspendelverkehr zurück nach Kelheim gebracht. Gegen 17 Uhr hatten alle das Schiff verlassen. Acht Taucher der Feuerwehr Kelheim untersuchten am Nachmittag den Schaden an der „Renate“.
Ein vom Wasser- und Schifffahrtsamt verständigter Sachverständiger begutachtete das Fahrgastschiff. Da nicht ausgeschlossen werden konnte, dass auch die Ruderanlage beschädigt wurde, wurde ein Weiterfahrverbot ausgesprochen. Gegen 17 Uhr wurde eine Probefahrt durchgeführt, die ohne Probleme verlief. Im Anschluss daran wurde das Fahrgastschiff „Renate“ wieder für die Fahrt frei gegeben.
Das Schiff fuhr dann zurück zur Anlegestelle Donau. Hier wurden Aufräumarbeiten durchgeführt, und am 29.06. stand die Entscheidung an, ob das Schiff sofort zur Reparatur zur Schiffswerft nach Linz sollte oder zunächst noch mit der Einbeulung am Achterschiff weiterfahren sollte Die „Coburg“ durfte nach Abschluss der Ermittlungen bereits am 28.6.gegen 14 Uhr weiterfahren.
Quelle:Tim Schwabedissen




Kruzenshtern wieder havariert
(29.06.15) Die russische Viermastbark "Kruzenshtern", 3141 BRZ (IMO-Nr.: 6822979), ist am 27.5. schon wieder havariert. Sie kam im Delta des nördlichen Dvina-Flusses beim Anlaufen von Arkhangelsk trotz Assistenz eines Lotsen und eines Schleppers in einer engen Kurve vom Kurs ab und lief auf das Ufer auf. Das Schiff neigte sich nach Backbord über, konnte aber nach 20 Minuten wieder von zwei Schleppern flottgemacht werden und lief mit eigener Kraft den Hafen an.
Die Havarie wurde durch starke Windböen und vermutlich einen Navigationsfehler verursacht, wobei in der Biegung zu hohe Fahrt gemacht wurde. Taucher sollten das Schiff im Hafen untersuchen, bevor es weiter nach Kaliningrad ging. Erst am 11.6. hatte es in Reykjavik zwei Küstenwachboote gerammt.
Quelle:Tim Schwabedissen




Tanker treibt in der Biscaya
(29.06.15) Der griechische Tanker „Minerva Zen", 29442 BRZ (IMO-Nr.: 9410909), erlitt am 25.6. Ruderschaden und trieb in der westlichen Biscaya rund 95 Meilen nördlich von La Coruna. Der Tanker war auf der Fahrt von Las Palmas nach Fredericia.
Quelle:Tim Schwabedissen




Barge vor Kent aus Notlage befreit
(29.06.15) Am 25.6. um 18.25 Uhr wurde das RNLI-Boot aus Sheerness zur Hilfeleistung für die 23 Meter lange, holländische 80-Tonnen-Barge "Ritico" gerufen, die vor der Küste von Kent mit drei Personen an Bord Maschinenausfall erlitten hatte. Das Schiff ankerte 11,5 Meilen von den Shivering Sands Towers entfernt. Nachdem die Crew abgeborgen war, wurde sie an den Queenborough Commercial Tonnen gesichert. Sie war unterwegs von Nieuwport in Belgien zum Limehouse Basin in London.
Quelle:Tim Schwabedissen




Dinnerschiff vor Alabama versenkt
(29.06.15) Am 3.6. entstand das Capt Shirley Brown Memorial Reef 13 Meilen südlich von Perdido Pass in Orange Beach, Alabama unter Leitung der Alabama Gulf Coast Reef and Restoration Foundation auf Position 30*03.192 N 87*34.049 W. Hier liegen nun zwei Schiffe auf Grund, flankiert von mystischen Statuen und einer Unterwasser-Heiratskapelle. Zuletzt war es eine 128 Fuß lange, frühere Dinner- und Party-Barge, die von einem Schlepper auf See geschleppt und dort versenkt wurde.
Am Memorial Day 2013 hatte die Walter Marine die "The Lulu", ein ausgedientes Kümo, 17 Meilen südlich von Perdido Pass auf 115 Fuß Tiefe versenkt, nachdem die Stiftung in fünf Monaten eine halbe Million Dollar dafür eingespielt hatte. Im Dezember 2014 wurde "Poseidon's Playground" in 30 Fuß Tiefe drei Meilen vor Orange Beach kreiert, wo u.a. Statuen von Poseidon, Apollo und Venus die Taucher nun einladen.
Im März landete ein Betonkreuz auf Grund, an dem unter Wasser geheiratet werden kann. Es wurde gespendet von der Stadt Orange Beach. Als nächstes wird ein Seepferd aus Beton sich dazu gesellen, in Arbeit ist auch eine Rakete als Ehrung für die NASA. Nachgedacht wird auch über ein "Reef of Fame", vergleichbar dem Walk of Fame in Hollywood.
Quelle:Tim Schwabedissen




Feuer auf Frachter vor Aberdeen
(29.06.15) Der unter Bahamas-Flagge laufende Frachter "Celtica Hav", 1537 BRZ (), wurde am frühen Morgen des 26.6. vom RNLI-Boot aus Aberdeen in den Hafen eskortiert, nachdem es am Vortag zu Rauchentwicklung im Laderaum gekommen war. Das Schiff hatte am 24.6. dort Gerstenmalz geladen. Mit abgedichteten Luken machte es nach der Rückkehr um 1.30 Uhr am Commercial Quay fest, wo die Feuerwehr bereits wartete.
Quelle:Tim Schwabedissen




Kutter bei Windjammerparade vor Kiel gekentert
(29.06.15) Ein mit elf Menschen besetzter Holzkutter ist kurz nach Ende der Windjammerparade auf der Kieler Förde am 26.6. vor Möltenort aufgekentert. Alle Insassen wurden jedoch von anderen Booten in der Nähe aufgenommen. Vermutlich hatte eine Windbö gegen 14.30 Uhr das Unglück ausgelöst. Der elf Meter lange Kutter war aus ungeklärter Ursache plötzlich umgeschlagen und voll Wasser gelaufen.
Die Seenotretter schickten sofort den Rettungskreuzer "Vormann Jantzen" mit Höchstfahrt zur Unglücksstelle. Das Polizeiboot "Falshöft" beteiligte sich ebenfalls an der Rettungsaktion. Alle Segler wurden innerhalb kürzester Zeit aus dem Wasser gerettet und versorgt. Der Kutter wurde wieder aufgerichtet und eingeschleppt.
Quelle:Tim Schwabedissen




Kutter vor Seinte gerettet
(29.06.15) Am 26.6. um 22.50 Uhr alarmierte die Crew des Kutters "Eriksson" das CROSS Jobourg, nachdem es in der Mündung der Seinte zwischen Deauville und Le Havre. zu Wassereinbruch gekommen war. Ein Dragon 76 Helikopter aus Le Havre sowie das SNSM-Boot "Notre Dame des Plots" aus Honfleur sowie andere Kutter wurden zu dem Havaristen geschickt.
Auch ein NH 90 Helikopter der Marine stieg in Cherbourg auf. Um 23:30 Uhr übergab das Rettungsboot eine Lenzpumpe, mit der der Wassereinbruch unter Kontrolle gebracht. Eskortiert von dem Boot und dem Kutter "Notre Dame de Foy" erreichte der Havarist Honfleur am 276. um 02:30 Uhr.
Quelle:Tim Schwabedissen




Trawler von Feuer zerstört
(29.06.15) Am 28.6. brach im Maschinenraum des norwegischen Trawlers "P.O. Senior", 25 BRZ (MMSI-Nr.: 257613500) im Hafen von Gjerde in Giske ein Feuer aus. Die dreiköpfige Crew konnte das Schiff noch verlassen, ehe binnen 10 Minuten hohe Flammen vom Deck empor schlugen. Sie wurden auf mögliche Rauchgasvergiftung untersucht. Die Feuerwehr versuchte derweil, den Brand unter Kontrolle zu bekommen.
Dies dauerte allerdings bis 22.30 Uhr, und die weiteren Löscharbeiten sollten noch einige weitere Zeit in Anspruch nehmen. Seeseitig unterstützte das Rettungsboot "Det Norske Veritas 2" die Löscharbeiten.
Quelle:Tim Schwabedissen




Brandneuer RoRo-Frachter lief auf Grund
(29.06.15) Der unter der Flagge der Färöer-Inseln laufende, erst zwei Monate alte RoRo-Frachter Kvitbjørns", 9132 BRZ (IMO-Nr.: 9642564)&xnbsp;lief mit einer 15-köpfigen Crew an Bord auf Nordkurs laufend am Morgen des 28.6. auf Skeidskråka, a einer Schäre unweit von Skeide, auf Grund. Das Schiff war unterwegs von Bergen nach Ulsteinvik. Das Rettungsboot "Emmy Dyvi" versuchte danach erfolglos, den 120 Meter langen Frachter wieder flottzumachen. Gegen 22 Uhr gelang dies dann dem Schlepper "Hugin" mit steigendem Wasserstand. Zuvor hatten Taucher den Rumpf untersucht.
Nach der Bergung machte der Frachter bei der Rolls Royce Werft in Ullsteinvik zu weiteren Untersuchungen fest. Wahrscheinlich hatte ein technisches Versagen die Havarie verursacht. Die Polizei von Sunnmøre hatte die Crew routinemäßig und ohne Ergebnis auf Drogen getestet.
Das Schwesterschiff der „Kvitbjørn“, die „Kvitnos“, wurde unlängst ebenfalls von der Bauwerft in China abgeliefert und befand sich auf dem Weg nach Norwegen, wo es auf derselben Route eingesetzt werden sollte.
Quelle:Tim Schwabedissen




Skipper von brennender Segelyacht gerettet
(29.06.15) Am Morgen des 27.6. geriet die Yacht von Ronny Persen im äußeren Oslofjord in Brand. Er war mit der 34-Fuß-Bavaria unterwegs nach Hvaler und lief auf Autopilot. Der Skipper war bei Reinigungsarbeiten, als er merkte, dass etwas nicht stimmte. Er drehte sich um und sah Rauch aus der Kajüte aufsteigen. Das Boot befand sich zwischen Süd-Søster und Vesterøy.
Persen versuchte noch, an den Feuerlöscher zu gelangen, doch rasch erkannte er, dass er keine Chance gegen die Flammen mehr hatte. Mit einem Messer im Mund sprang er auf ein Schlauchboot, das sich im Schlepp befand, und schnitt es los. Es gelang ihm auch, einen Notruf abzusetzen. Ein anderes Sportboot sowie ein Lotsenboot waren als erste vor Ort, ehe das Rettungsboot „Horn Flyer“ eintraf.
Dessen Crew gab ihm zunächst Sauerstoff, ehe Vormann Pål Bustgaard ihn einem Rettungswagen übergab, der ihn ins Krankenhaus brachte. Das Boot wurde ein Raub der Flammen. Glück im Unglück – eigentlich hätte der Törn mit der ganzen Familie stattfinden sollen. Doch da eines der beiden Kinder krank war, blieben sie zu Hause.
Quelle:Tim Schwabedissen




Yacht vor Texel aufgelaufen
(29.06.15) Am Abend des 28.6. lief eine britische Segelyacht am südlichen Zipfel von Texel auf den Strand der Insel. Die Küstenwache alarmierte die KNRM, die mit zwei Booten aus Den Helder und Texel anrückte.
Nach Mitternacht lief das Wasser wieder hoch genug auf, dass die Seenotretter die auf der Seite liegende Yacht wieder abbringen konnten. Grund der Havarie war ein Navigationsfehler gewesen. Nun wurde das Boot von der KNRM nach Den Helder eskortiert.
Quelle:Tim Schwabedissen




Frachter saß vor Blankenese fest
(29.06.15) Am 27.6. gegen 22:15 Uhr lief vor Blankenese auf der Unterelbe am Falkensteiner Ufer das unter der Flagge Zyperns fahrende Containerschiff "Nordic Stani" 10318 BRZ (IMO-Nr.: 9483671), auf Grund. (Länge 142 m, Breite 24 m) auf der Unterelbe in Höhe des Falkensteiner Ufers auf Grund. Der 142 Meter lange und 24 Meter breite Frachter hatte kurz zuvor vom Burchard-Kai losgeworfen und war elbabwärts in Richtung Bremerhaven unterwegs.
Kurz vor der Tonne 126 kam es dann zu einem Ausfall der Maschinenanlage. Das Schiff konnte keine Kursänderungen mehr vornehmen und lief mit dem Bug auf ein Stack. Die Besatzung des Funkstreifenbootes „WS 22“ hörte die Havariemeldung des Schiffes an die Nautische Zentrale und lief zu dem Havaristen. Die Nautische Zentrale bestellte zwei Schlepper, die ihn gegen Mitternacht bei Flut wieder freischleppten.
Unter Schlepperbegleitung fuhr das Schiff zu einem ihm zugewiesenen Liegeplatz am Schuppen 77 im Ellerholzhafen. Dort wurde ein vorläufiges Auslaufverbot ausgesprochen. Das Auslaufverbot wurde am folgenden Morgen wieder aufgehoben. Die "Nordic Stani" lief daraufhin gegen 09:00 Uhr wieder nach Bremerhaven aus und machte um 19.30 Uhr am NTB Nordsee-Terminal fest.
Quelle:Tim Schwabedissen




Kollision vor Surabaya
(29.06.15) Der indonesische Tanker "Navigator Aries”, 18311 BRZ (IMO-Nr.: 9403762), kollidierte am Morgen des 29.6. mit dem unter Panama-Flagge laufenden Containerfrachter "Leo Perdana", 27104 BRZ (IMO-Nr.: 9363390), vor der Insel Karang Jamuang rund 20 Meilen nördlich von Surabaya. Der Tanker wurde an Backbordseite aufgerissen. Ein danach entstandenes Feuer konnte rasch gelöscht werden.
Die “Navigator Aries” war auf der Fahrt von Dermaga Gospier nach Pelabuhan Kalbut, der Frachter unterwegs nach Surabaya. Vier Schlepper zogen den Tanker auf die Ankerposition 06 59 S 112 42 O etwa 10 Meilen nördlich von Gresik. Die "Leo Perdana" erreichte Surabaya mit eigener Kraft.
Quelle:Tim Schwabedissen




Vierköpfige Crew sinkenden Kutters gerettet
(29.06.15) Vier Fischer aus Prince Edward Island wurden am Moirgen des 28.6. gerettet, nachdem ihr Kutter “Cadillac Style” aus Tignish vor der Küste von New Brunswicksank. Das MRCC fing gegen vier Uhr einen Notruf des Schiffes, das sich 150 Kilometer östlich von Shippagan befand, auf.
Ein Cormorant Helikopter und eine Hercules stiegen auf. Als sie den Kutter erreichten, war dieser bereits teilweise unter Wasser. Ein Rettungsschwimmer wurde abgesetzt und half den Schiffbrüchgen, die sich an den noch aufragenden Bug klammerten, in den Hubschrauber. Sie wurden vorsorglich ins Charlottetown Hospital gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen




Amadeo in Paso Kirke wieder auf ebenem Kiel
(29.06.15) Nach über 10 Monaten auf Grund vor Paso Kirke, 52 Kilometer nördlich von Puerto Natales, wurde die chilenische Fähre "Amadeo 1" am 26.6. aufgerichtet und kam mit einer leichten Schlagseite von drei Grad nach Steuerbord auf dem 10 Meter tiefen Grund zu liegen. Das Schiff war am 17.8.2014 auf der Fahrt von Puerto Natales nach Puerto Montt gesunken. Als nächstes galt es den Rumpf zu inspizieren.
Die Resolve Marine Group hatte am 8.4. mit der aufwändigen Bergung begonnen. Dabei kamen die Schlepper "Resolve Earl" und "Aguila III" sowie die Barge "Marmac 302“ und später die "Quetro" und "Resolve Commander mit den Bargen "RMG-280" und "RMG-302" zum Einsatz. 30 Ankerzüge wurden am Ufer fixiert, die jeweils 350 Tonnen halten konnten. Auf beiden Seiten des Wracks wurden die Bargen verankert.
Beim Aufrichten kam es erwartungsgemäß zum Auslaufen geringer Ölmengen, die eingeschlängelt und aufgenommen werden konnten. Die Arbeit hatte am 23.6. begonnen. 150 Mann waren im Einsatz, während 11 Kettenzüge das Schiff langsam in die Vertikale brachten. Dabei wurde es von den Bargen stabilisiert. Die weiteren Untersuchungen nach der erfolgreichen und in diesem Teil der Erde beispiellosen Bergung verzögerten sich allerdings, weil Winde von an die 100 km/h durch den Pass fegten. Von ihrem Ausgang hängt auch ab, ob das Schiff noch reparaturwürdig gesehen oder abgewrackt wird.
Quelle:Tim Schwabedissen




Massentauchgang zur Zenobia
(29.06.15) Rund 150 Menschen tauchten am 28.6. zum Wrack des RoRo-Frachters “Zenobia” vor Larnaca als Teil eines Massenevents im Rahmen der Zenobia Week, die noch bis zum 30.6. dauert. Die Aktion war von der Larnaca-Gemeinde und dem örtlichen Tourismus-Büro organisiert worden und begann am 23.6. Dutzende von Tauchern waren von weither angereist, um zu dem Schiff, das zu den Top 10 des Tauchens zählt, abzusteigen. Dabei wurde auch eine griechische Flagge an ihm festgemacht.
Während der Woche wurden außerdem Vorträge und Ausstellungen organisiert und ein Videowettbewerb veranstaltet. Am Ende soll eine Konferenz über künstliche Riffe stattfinden. Jährlich zieht die „Zenobia“ rund 45000 Taucher an. Sie sank im Juni 1980 auf ihrer Jungfernfahrt von Schweden nach Syrien und ist mit 174 Metern Länge und 28 Metern Breite das größte Wrack im Mittelmeer.
An Bord befanden sich Autos, Militärgerät, Telekommunikationssysteme, Klimaanlagen, Spielzeug und Nahrungsmittel, als das Schiff wegen Problemen mit dem Ballastsystem kenterte. Heute ist es Heimstatt tausender Fischarten, Korallen, Seeanemonen und anderer Unterwasservegetation. Es liegt in 42 Metern Tiefe 10 Fahrminuten vom Festland entfernt.
Quelle:Tim Schwabedissen




Verwirrung um Anzahl Schiffbrüchiger vor Harwich
(29.06.15) Das RNLI-Boot aus Harwich kam am 27.6. gegen 15 Uhr einen sinkenden Motorboot auf dem River Deben und dessen vierköpfiger Crew zu Hilfe. Als sie eintrafen, fanden sie nur drei Personen vor, wie sich herausstellte, war eine an Land geschwommen, um die Coastguard zu alarmieren.
Die übrigen wurden aus dem Wasser und von einer Sandbank gerettet und zum Felixstowe Ferry Pontoon gebracht. Danach kehrten die Seenotretter zurück und machten das Boot mit einer Lenzpumpe soweit schwimmfähig, dass es zurück zum Strand geschleppt werden konnte. Um 16.35 Uhr war der Einsatz beendet.
Quelle:Tim Schwabedissen




Tanker "STI Pimlico" wird mit Löschwasser gekühlt
(Bild: Coastalsafety)   Großbild klick!

Kreuzfahrtschiff rammt Tanker vor Gallipoli
(27.06.15) Zu einer schweren Kollision kam es am 27.6. um 1.25 Uhr an der nördlichen Zufahrt der Dardanellen vor dem Leuchtturm von Gallipoli. Der unter Marshall-Islands-Flagge laufende Tanker "STI Pimlico", 24162 BRZ (IMO-Nr.: 9686871) , lief dem maltesischen Kreuzfahrtschiff "Celestyal Crystal", 51222 BRZ (IMO-Nr.: 7827213), das die Straße in Nord-Süd-Richtung passieren wollte, vor den Bug.
Der Tanker war auf der Fahrt von Tuapse nach Malta, der Kreuzfahrer mit 853 Passagieren und einer 382-köpfigen Crew an Bord unterwegs von Mykonos nach Istanbul. Der Tanker war ihm wegen eines technischen Fehlers vor den Bug gelaufen, der oberhalb der Wasserlinie eingedrückt wurde.
Bugschaden an der „Celestyal Crystal“
(Bild: Coastalsafety)   Großbild klick!
Die „Celestyal Crystal“ war vor Gallipoli Anker, der Tanker im Sevketiye Lapseki-Distrikt. Durch einen großen Riss an Steuerbordseite war es zu Wassereinbruch und einer Schlagseite von 15 Grad gekommen. Sorgen bereiteten auch die explosiven Gase des hoch explosiven Naphta an Bord, das mit Wasser aus Löschmonitoren gekühlt wurde. Vor Ort im Einsatz waren die "Kurtarma-2", "Kurtarma-5", "Kurtarma-9" und "Söndüren 7" sowie die Rettungsboote "KEGM-2", "KEGM-9" und "Tahlisiye-II“. Die Ladung aus den beschädigten Tanks wurde unterdessen in unversehrte Bereiche umgepumpt und mit dem Gas-Inert-System die Explosionsgefahr gemindert.
Gegen 15 Uhr begann die Evakuierung der Passagiere des Kreuzfahrtschiffes, zunächst mit der "Conkbayiri", die eine Kapazität von 290 Personen hatte, die dann von dem Hydrofoil "Alinteri-9" abgelöst wurde. Das Gepäck wurde nach Gallipoli gebracht. Die Passagiere kamen nach Kepez, von wo aus es in 20 Bussen weiter nach Istanbul ging.
„Celestyal Crystal“ Archivbild
(Bild: Hevesli)   Großbild klick!
Die „Celestyal Crystal“ der Celestyal Cruises entstand 1991/1992 auf dem Rumpf der 1980 als „Viking Saga“ erbauten „Sally Albatross“. Sie war von Wärtsilä für die Viking Line für den Fährverkehr auf der Linie Helsinki-Stockholm konstruiert worden. . 1986 wurde das Schiff in „Sally Albatross“ umbenannt und für Kreuzfahrten auf der Ostsee eingesetzt. 1988 wurde sie auf der Werft Schichau-Seebeck in Bremerhaven umgebaut.
Ein Brand zerstörte das Schiff 1990 fast völlig. Der Rumpf wurde nach Mäntyluoto geschleppt, wo das Schiff teilweise verschrottet wurde. Auf den verbliebenen Teilen des Rumpfs mit der unbeschädigten Maschine wurde ein weitgehend neues Schiff aufgebaut, das wieder den Namen „Sally Albatross“ erhielt. Am 23.3.1992 wurde das Schiff abgeliefert und zunächst für Kreuzfahrten auf der Ostsee und nach Tallinn eingesetzt. Am 4.3. lief es bei Savins vor Porkkala mit 19 Knoten Fahrt auf Grund. Die Passagiere wurden auf die „Saint Patrick II“ evakuiert. Am 10.3. wurde begonnen, die Fähre abzudichten, doch erst am 16.4. gelang es dem Kran „Noble Lifter“ aus Kotka, sie zu heben. Am 19.4. warf sie vor Harmaja bei Helsinki Anker. Auf der Vuosaari-Werft wurden ab dem 20.4. die nötigsten Reparaturen durchgeführt wurden. Von 1994 bis 2000 war es an die Norwegian Cruise Line für Kreuzfahrten in der Karibik verchartert und trug den Namen „Leeward“.
Nachdem es von 2000 bis 2002 für Star Cruises in Malaysia unter dem Namen „Superstar Taurus“ gelaufen war, ging es 2002 an die Silja Line über, wo es den Namen „Silja Opera“ erhielt und wiederum für Ostsee-Kreuzfahrten sowie für verschiedene Liniendienste ab Helsinki und Stockholm eingesetzt wurde. Nachdem es ab 2006 in Tilbury aufgelegt war und unter dem Namen „Opera“ zweimal den Besitzer wechselte, wurde es seit 2007 von der griechischen Reederei Louis Cruises als „Cristal“ für Mittelmeer-Kreuzfahrten eingesetzt. Von 2011 bis 2014 hieß das Schiff „Louis Cristal“, im November 2014 wurde es im Rahmen der Umbenennung von Louis Cruises nach Celestyal Cruises umbenannt in „Celestyal Crystal“.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei Mann von sinkendem Kutter gerettet
(27.06.15) Der norwegische Kutter "Axel B" sank am 24.6. in Tromsøflaket 24.6. bei Tromsø. Nachdem die zweiköpfige Crew den Notsender aktiviert hatte, stieg ein Helikopter der (Bristows Hammerfest-Base um 11.10 Uhr auf, gefolgt von einem Sea King aus Banak um 11:30. Uhr.
Ein Orion-Suchflugzeug lokalisierte den Havaristen und blieb vor Ort, bis die Fischer gerettet waren. Die 10,62 Meter lange "Axel B" der West Atlantic sank. Der Rettungskreuzer „Sundt Flyer“ ortete das Wrack in einigen Metern Wassertiefe auf dem Grund.
Quelle:Tim Schwabedissen



11 Mann sinkenden Frachters gerettet
(27.06.15) Der chinesische Frachter „Hai Bang Da“, 3000 tdw, sank mit 2650 Tonnen Bauabfall an Bod am Abend des 25.6. in den Gewässern von Zhuhai nördlich von Macao. Die 11-köpfige ‚Crew wurde von einem passierenden Handelsschiff gerettet. Auf dem Frachter war in Wellen von zwei Metern Höhe die Ladung übergegangen
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Offshore-Schiff in Esbjerg
(27.06.15) Am 26.6. brach auf dem unter Malta-Flagge laufenden Offshore-Schiff "Bold Tern", 15328 BRZ (IMO-Nr: 9583794), am Australiakai in Esbjerg ein Feuer aus. Zeitweilig drohten unter Druck stehende Gasflaschen zu explodieren.
Fünf von ihnen wurden von den Flammen erfasst. Nachdem sie mit den Löschmonitoren eines Schleppers gekühlt waren, konnte die Feuerwehr die Lage unter Kontrolle bekommen. Die Crew des Schiffes wurde evakuiert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Anton wieder in Fahrt
(27.06.15) Das leckgeschlagene Binnenschiff „Anton“ setzte am 25.6. die Reise von der Weserschleuse zum Zielhafen Bremenfort, wo es um 16 Uhr im Industriehafen festmachte. Am 26.6. gegen 17 Uhr verholte es nach Löschen der Kiesladung nach Bremen-Hemelingen, von wo aus es nach Minden gehen sollte, um dort in der Werft repariert zu werden. Das Leck nicht so groß gewesen, wie ursprünglich gedacht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter auf Paraná-River auf Grund gelaufen
(27.06.15) Der unter Hongkong-Flagge laufende Bulkcarrier "Great Amity", 31260 BRZ (IMO-Nr.: 9291078), lief bei Flusskilometer 322 am 25.6. auf dem Paraná River vor Ramallo auf Grund. Er war flussabwärts von San Lorenzo nach Rio Grande unterwegs. Die Schlepper „Emma B“ und „Tumbador I“ waren vor Ort.
Quelle:Tim Schwabedissen



Thunfischfänger vor Gando auf Grund gelaufen
(27.06.15) Das spanische Bergungsschiff "Salvamar Nunki" rettete 37 Crewmitglieder des chinesischen Thunfischfängers "Feng Shun No.3", 468 BRZ, nachdem dieser am Morgen des 26.6. vor der Gando-Halbinsel auf Gran Canaria auf ein Riss gelaufen war. Auch die "Punta Salinas", "Luz de Mar", "Guardamar Talía" und der Helikopter Helimer 210 wurden nach dem Mayday-Ruf um 10.38 Uhr mobilisiert. 26 Chinesen, neun Philippinos und vier Indonesier wurden aus zwei Rettungsinsel aufgenommen. Der Kapitän und der Chief des 48 Meter langen Schiffes blieben zunächst noch an Bord, wurden später aber ebenfalls von dem Hubschrauber evakuiert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre versenkte Motoryacht
(27.06.15) Die norwegische Katamaranfähre "Sylvarnes", 100 BRZ (IMO-Nr.: 9219563), kollidierte am Nachmittag des 25.6. gegen 16 Uhr mit der Gastlieger in Florø. Dabei wurde eine dort vertäute Motoryacht so schwer beschädigt, dass sie binnen einer Minute übers Heck sank. Zwei weitere Sportboote wurden leicht beschädigt.
Menschen wurden nicht verletzt. An Bord der Fähre waren 12 Fahrgäste, zwei Autos und eine dreiköpfige Crew. Sie wurde mit Schrammen und Einbeulungen später von einem Schwesterschiff längsseits genommen und abgeschleppt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Grundberührung vor Chittagong
(27.06.15) Der unter Singapur-Flagge laufende Bulkcarrier „Singapore Bulker“, 32987 BRZ (IMO-Nr.: 9599901), erlitt am 25.6. in der Bucht von Bengalen Grundberührung. Er kollidierte mit einem nicht kartierten Objekt auf Position 21 34 N 091 45 O, rund 45 Meilen südlich von Chittagong.
Quelle:Tim Schwabedissen



Versorger verlor Anker
(27.06.15) Der maltesische Offshore-Versorger „Shunter“, 1524 BRZ (IMO-Nr.: 8201741), verlor am 24.6. vor Surat in Gujarat an der westindischen Küste einen Anker samt daran hängender Kette auf Position 21 03 N 072 38 O.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bulkcarrier auf Drift
(27.06.15) Der maltesische Bulkcarrier „Key Guardian“, 44366 BRZ (IMO-Nr.: 9433664), trieb seit dem 23. oder 24.6. in der Celebes Sea auf Position 03 20 N 120 00 O nördlich der Straße von Macassar. Er war unterwegs von China nach Taboneo in Süd-Kalimantan.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter "North Star" sitzt auf
(Bild: Coastalsafety)   Großbild klick!

Frachter vor Bozcaada aufgelaufen
(25.06.15) Am 24.6. lief der moldawische Frachter "North Star", 1707 BRZ (IMO-Nr.: 7811410),&xnbsp;vor der Südküste der Insel Bozcaada auf Grund. Er war am Vortag mit einer Ladung Marmor aus Saraylar auf der Insel Marmara nach Stavros ausgelaufen.
Nach der Havarie wurde das Rettungsboot "Kiyi Emniyeti 9" zur Strandungsstelle geschickt. Der Havarist bemühte sich noch, aus eigener Kraft wieder freizukommen.
Die “North Star” ist 73 Meter lang, 13,01 Meter breit, hat 5,07 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 3024 Tonnen. Der Frachter der North Star Shipping Company in Istanbul wurde 1979 bei der Bodewes Gruno Scheepswerf in Foxhol als “Capricorn” erbaut. 1985 wurde er zur „Arklow Vale“, 1988 zur „Inishfree“, 1994 zur „Lady Sylvia“, 1999 zur „El Vita“, 2007 zur „El Vita 1“, 2010 zur „Fotini“ und im selben Jahr zur „North Star“.
Quelle:Tim Schwabedissen




Binnenschiff „Anton“ leckt
(Bild: Polizei Nienburg)   Großbild klick!

Binnenschiff auf der Weser vor dem Untergang bewahrt
(25.06.15) Dem Schiffsführer des Bremer Binnenschiffes „Anton“, 1433 ts (EU-Nr.: 05106990) fiel nach dem Einlaufen in die Dörverdener Schleuse am 24.6. gegen sechs Uhr auf, dass sein Schiff leckgeschlagen war. Der 85 Meter lange Frachter war mit 1400 Tonnen Kies beladen und in Richtung Bremen unterwegs. Vor dem Entdecken des Lecks hatte das Schiff die Nacht an einem Liegeplatz in Dörverden verbracht, um dann morgens gleich die Schleuse zu durchfahren.
Der Schiffsführer brach nach der Entdeckung sofort den Schleusenvorgang ab, verließ die Schleuse wieder, machte an der Spundwand fest und rief um 6.15 Uhr die Feuerwehr zu Hilfe. Die Rettungsleitstelle alarmierte die Feuerwehren aus Dörverden, Stedorf, Verden und die Feuerwehrtechnische Zentrale sowie Einsatzkräfte des THW und DLRG und den Rettungsdienst.
Um das mit dem Vorschiff bereits tief im Wasser liegende Fahrzeug vor dem Sinken zu retten, wurden als erste Maßnahme drei Tauchpumpen eingesetzt. Glücklicherweise war kein Wasser in den Maschinenbereich eingelaufen, so dass eine Gefährdung des Gewässers durch Öl und Treibstoff nicht gegeben war und die mitgeführten Ölsperren nicht mehr zu Wasser gelassen werden mussten. Nach 2,5 Stunden waren 40 Tonnen Wasser ausgepumpt, und es konnte eine etwa faustgroße Leckage ausfindig gemacht werden.
Durch diese war Wasser in einen Hohlraum unterhalb des Kajüten- und Wohnbereichs eingedrungen. Nach Beseitigung der unmittelbaren Gefahren konnte ein Großteil der 90 alarmierten Einsatzkräfte nach drei Stunden die Einsatzstelle verlassen. Die Feuerwehr hatte die Leckage provisorisch mit Dichtkeilen abgedichtet.
Ob das Leck später geschweißt werden müsse oder andere Arbeiten erforderlich seien, mussten anschließend Experten entscheiden. Unklar war auch, ob das Schiff nach der Reparatur seinen Weg fortsetzen konnte oder der Kies umgeladen und auf anderem Weg weitertransportiert werden musste.
Experten befassten sich auch mit der Untersuchung, wie das Loch entstanden sein könnte. Ein Industrietaucher des Wasser- und Schifffahrtsamts Verden war ebenso vor Ort wie ein Havariekommissar, der das Schiff am Nachmittag untersuchte. Durch das Wasser wurde der Wohnbereich des Schiffes schwer beschädigt. Nach ersten Schätzungen belief sich der Schaden auf 50.000 Euro.
Quelle:Tim Schwabedissen




Abgewrackte Überreste der “Farley Mowat”
(Bild: Pault Willi)   Großbild klick!

Einstiges Flaggschiff militanter Tierschützer gesunken
(25.06.15) Die halb abgewrackten Überreste der “Farley Mowat”, 697 BRZ (IMO-Nr.: 5172602), die als “Sea Warrior” jahrelang das Flaggschiff der umstrittenenen Sea Shepherd Conservation Society war, sanken am Nachmittag des 24.6. an der Shelburne Wharf. Die Feuerwehr war alarmiert worden, nachdem das Heck des Schiffes unter Wasser wegsackte. Aus Sicherheitsgründen weigerten sich die Einsatzkräfte, das Schiff zu betreten. Wenig später wurde der Shelburne Marine Terminal evakuiert.
Das Schiff war im vergangenen Herbst dorthin geschleppt worden. Die Royal Canadian Marine Polica hatte es 2008 in der Cabot Strait vor Cape Breton aufgebracht. Zwei Crewmitglieder wurden unter der Anschuldigung der Behinderung der Seehundjagd und der Gefährdung von Menschenleben arrestiert.
Das in die Kette gelegte Schiff wurde später verkauft und kam 2010 nach Lunenburg, um zu einem Expeditionsschiff umgebaut zu werden.
Doch dieser Umbau realisierte sich nicht, und binnen eines Jahres stand es wieder zum Verkauf, um unbezahlte Liegeplatzgebühren eingetrieben zu bekommen. Danach wurde die „Farley Mowat“ teilweise abgewrackt und dann von der Waterfront Development Corporation in Lunenburg des Hafens verwiesen. Als sie zum endgültigen Abwracken nach Methegan abtransportiert wurde, erlitt einer der beiden Schlepper einen Maschinenschaden, und die Hulk landete in Shelburne, wo sie letztlich verblieb.
Auf Zelluloid wurde das Schiff bis dahin drei Mal verewigt - 2007 in dem Film “Sharkwater”, 2008 in der Dokumentation “At the Edge of the World”, in der die Operation Leviathan in der Antarktis 2007 begleitet wurde, sowie 2011 in “Eco-Pirate: The Story of Paul Watson, a Biopic on Paul Watson's Life as an Activist“. 1957 entstand die „Farley Mowat“ als Fischereischutzschiff „Johan Hjort“ bei Mjellem & Karlsen in Bergen für norwegische Auftraggeber. 1983 wurde es zum Forschungsschiff umgebaut und kam als „Skandi Ocean“ in Fahrt. 1990 wurde es zur „STM Ocean“, dann zur „Cam Vulcan“ und wurde 1991 zu einem Offshore-Schiff umgebaut.
1995 wurde es in „M Vulcan“ umbenannt“, um im selben Jahr wieder zur „Scandi Ocean“ zu werden, ehe es 1996 als „Sea Shepherd“ für die Sea Shepherd Conservation Society eingesetzt zu werden. 2000 wurde es zur „Ocean Warrior“ unter der Flagge der Cayman Islands, 2002 dann zur “Farley Mowat”. Die Länge beträgt 52,4 Meter, die Breite 9,3 Meter, die Tragfähigkeit 242 Tonnen.
Quelle:Tim Schwabedissen




Rettungsmission an kenterndem Zementfrachter unter schwierigsten Bedingungen erfolgreich abgeschlossen
(25.06.15) Ausbleibende Schlepperhilfe wegen stürmischen Wetters wurde dem indischen Frachter “Coastal Pride”, 1594 BRZ (IMO-Nr.: 9082051), zum Verhängnis. Seit dem 23.6. hatte der Eigner, die Navinya Shipping Services PVT in Mumbai, versucht, Hilfe für das Schiff zu bekommen, das am 22.6. in Schwierigkeiten geraten war und dann rund 15 Kilometer vor der Küste von Umargam, 150 Kilometer nördlich von Mumbai, nach einem kompletten Maschinenausfall Anker geworfen hatte.
In der hoch gehenden See war auf dem heftig rollenden Frachter dann die Ladung Zement übergegangen und hatte Steuerbordschlagseite verursacht. Am 24.6. um sieben Uhr kam dann das Mayday der 14-köpfigen Crew, dem eine dramatische Rettungsaktion durch Hubschrauber der indischen Marine und Coastguard folgte. Ein Chetak-Helikopter der Coast Guard Chetak hob von der Air Station Daman um 07:40 Uhr ab, gefolgt von einem Seaking Helikopter der Marine aus Mumbai. Nach dem Eintreffen am Schiff winschte der Chetak ein halbes Dutzend Schiffbrüchige an Bord und setzte sie am Strand von Umargam, der das am nächsten gelegene Land darstellte, ab.
Als der Hubschrauber nach dem zweiten Rettungsflug zurückkehrte, kenterte die „Coastal Pride“ um 8.45 Uhr und sank. Der Seaking und der Chetak holten dann sechs bzw. zwei Schiffbrüchige aus dem Wasser. Alle 14 Mann wurden unversehrt nach Umargam gebracht.
Der Frachter war bereits unter etlichen Namen und Flaggen gefahren, nachdem er 1971 bei der Baatservices Verft Arendal erbaut worden war. Bis 1983 lief er als „Breehelle“, bis 1988 als „Anthoula II“, bis 1990 als „Dahlkskjer“, bis 1992 als „Coast Pride“, bis 1996 als „Regina“, bis 1999 als „Noro“, bis 2004 als „Fribulk“, bis 2005 als „Rima Mar“ und bis 2010 als „Lady Bayan“. Sie war 85 Meter lang, 12 Meter breit und hatte eine Tragfähigkeit von 2,970 Tonnen.
Quelle:Tim Schwabedissen




Nur ein Fahrzeug überstand Feuer auf Sorrento
(25.06.15) Bei dem Feuer auf der italienischen Fähre “Sorrento“ 25984 BRZ (IMO-Nr.: 9264312),&xnbsp;am 28.4. wurden 149 der 150 geladenen Fahrzeuge vollständig zerstört. Nur ein Nissan Pathfinder überstand die Flammen wie durch ein Wunder weitgehend unbeschadet. Dieses Ergebnis der Untersuchungen zur Schadenssituation wurde am 24.6. vom Gericht in Palma de Mallorca bekannt gegeben.
An Bord des Schiffes befanden sich u.a. 98 leere und 25 beladene Lkw. Die Schadensberichte wurden jetzt den Autobesitzern übergeben, die ankündigte, gemeinschaftlich ihre versicherungsrechtlichen Interessen durchsetzen zu wollen. Das wohl schrottreif zerstörte Wrack der Fähre lag weiterhin zur Inspektion im Hafen von Sagunto.
Quelle:Tim Schwabedissen




12000 Tonnen kontaminiertes Wasser müssen aus Maersk Karachi gelenzt werden
(25.06.15) Am NTB Nordsee-Terminal in Bremerhavener Hafen haben Spezialkräfte damit angefangen, das kontaminierte Löschwasser aus dem Bauch des unter Hongkong-Flagge laufenden Containerfrachters "Maersk Karachi" 80942 BRZ (IMO-Nr.: 9162215) zu pumpen.
12.000 Tonnen Wasser standen im Laderaum, das vom Umweltressort nach einem Gutachten als Abfall eingestuft wurde. Im ersten Schritt galt es einen Film von Reinigungsmitteln abzupumpen. Diese 1.000 Tonnen gingen in drei Containern zur Entsorgung nach Hamburg.
Das restliche Löschwasser, das auch mit hochgiftigen Dioxinen belastet ist, soll auf ein Bunkerschiff umgepumpt und zu einem Entsorgungsbetrieb in Dänemark gebracht werden. Auf der Maersk Karachi lagerten derzeit noch 150 Container, nachdem am 20.6. mit den Löscharbeiten in den unbeschädigten Laderäumen begonnen worden war. Sie sollten geborgen werden, sobald das Löschwasser ungefähhr Mitte nächster Woche entfernt war.
Quelle:Tim Schwabedissen




Motoryacht in Oberwinterer Hafen gesunken
(25.06.15) Am Morgen des 24.6. sank eine Motoryacht im Oberwinterer Hafen im Kreis Ahrweiler. Insgesamt 25 Einsatzkräfte der Feuerwehr und die Wasserschutzpolizei waren bei im Einsatz. Das etwa acht Meter lange namenlose Boot lag bereits komplett unter Wasser, als sie vor Ort eintrafen. Mit Hilfe einer mit einem Kran ausgestatteten ehemaligen Fähre wurde das Wrack gehoben und an Land abgesetzt. Die Ermittlungen der Polizei zur Ursache des Untergangs dauerten an.
Quelle:Tim Schwabedissen




Rekord der RNLI bei Bergung der „Louise Thomsen“ nach 30 Jahren gebrochen
(25.06.15) Der havarierte, ehemals dänische Kutter “Louise Thomsen – SO 16”, 24 BRZ (MMSI-Nr. 219016623), wurde nach einer langen Rettungsmission in den Hafen von Sudnerland eingebracht. Nachdem die Seenotretter der RNLI aus Tyneside den Havaristen fast 95 Meilen vor der Küste nach sechs Stunden endlich entdeckt hatten, konnte unter Überwachung eines Helikopters der RAF eine Schleppleine übergeben werden.
Ein Seenotretter stieg an Bord des Kutters über, um dem Skipper zu helfen. Nach 12 Stunden war der Hafen erreicht – zu der Zeit befanden sich die Seenotretter 19 Stunden auf See, was einen neuen Rekord bei der Rettungsgesellschaft darstellt. Bisher war die weiteste Distanz 98 Meilen, dieser Rekord des Bootes aus Valencia hielt seit 1985.
Die Aktion hatte eigentlich routinemäßig begonnen. Nachdem der Skipper des Kutters am 23.6. gegen sechs Uhr Wassereinbruch erlitten hatte, schickte die Humber Coastguard einen Helikopter vom Humberside Airport, der eine Lenzpumpe absetzte, mit der der Wassereinbruch gestoppt werden konnte.
Nach einer Stunde, als die Situation unter Kontrolle war, flog der Hubschrauber zum Auftanken zum Newcastle Airport. Das Boot aus Tynemouth lief dann um 9.30 Uhr aus und steuerte mit 25 Knoten binnen 4,5 Stunden die mutmaßliche Position der “Louise Thomsen“ an. Doch der Schrecken war groß, als dort weit und breit kein Schiff zu sehen war. Zur Unterstützung der Suche stieg ein Sentry-Suchflugzeug der RAF auf.
Dann gelang es, wieder Funkkontakt herzustellen, und die Sentry konnte die AIS-Position 30 Meilen südlich des angenommenen Standorts und 83 Meilen vor der Küste einpeilen. Den tatsächlichen dann zu erreichen, kostete die Seenotretter eine weitere Stunde. Nachdem am glücklichen Ende der Aktion die „Louise Thomsen” am 24.6. um drei Uhr am Fischereikai in Sunderland vertäut war, mussten die fast leeren Tanks des Rettungsbootes erst wieder mit 4,500 Litern Diesel gefüllt werden, ehe das Boot um 4.30 Uhr zurück auf der Station Tynemouth klar meldete.
Die „Louise Thomsen“ hat eine Länge von 14,63 Metern, eine Breite von 4,88 Metern und wurde 1965 bei der Andersen & Ferdinandsen Skib- og Badebygge in Gilleleje erbaut und als „M.C. Nielsen - AA 54" von Sonderburg aus eingesetzt. Seit 1990 lief sie für Soren Thomsen in Sonderburg.
Quelle:Tim Schwabedissen




Yacht aus Flautenloch gerettet
(25.06.15) Das RNLI-Boot aus Eyemouth wurde am 24.6. gegen vier Uhr alarmiert, nachdem die 23 Fuß lange Yacht “Albannach” mit einer zweiköpfigen Crew, die am Vortag aus Port Edgar im Firth of Forth ausgelaufen war, Motorausfall erlitten hatte. Sie hielt danach Kontakt mit der Aberdeen Coastguard, während sie unter Segel weiter auf Südkurs in Richtung North Shields lief.
Doch dann brach der Wind zusammen, und das Boot dümpelte manövrierunfähig in der See sechs Meilen östlich von Eyemouth. Daraufhin wurde entschieden, um Hilfe zu bitten. Binnen 20 Minuten waren die Seenotretter aus Eyemouth vor Ort und nahmen das Boot in Schlepp. Gegen sechs Uhr war der Hafen von Eyemouth dank der Motorkraft erreicht.
Quelle:Tim Schwabedissen




Kutter am Grund verhakt
(25.06.15) Das RNLI-Boot aus Mumbles kam am Nachmittag des 24.6. einem Trawler im Bristol Channel zu Hilfe. Um 14.30 Uhr war er mit seinem Skipper auf dem Rückmarsch nach Swansea gewesen, als das Fanggeschirr sich sechs Meilen südlich von Mumbles Head am Grund verhakte.
Die „Roy Barker IV” rückte aus und war binnen 25 Minuten vor Ort. Bei den Versuchen, freizukommen, waren die Maschinen des Trawlers überhitzt, und nun war er vollständig manövrierunfähig. Ein Rettungsmann wurde an Bord abgesetzt und der Havarist dann freigezogen. Nachdem das Schleppnetz vom Grund gerissen war, konnte es der Skipper einholen und mit eigener Kraft nach Swansea einlaufen.
Quelle:Tim Schwabedissen




Strandung in unbekannten Gewässern
(25.06.15) Die Crew einer 26 Fuß langen Yacht, die erstmals den Hafen von Eastbourne anlaufen wollte, verfehlte den Zufahrtskanal nach Sovereign Harbour und lief am 15.6. gegen 17 Uhr bei Niedrigwasser auf Grund. Glücklicherweise hatte die Yacht einen Bilgenkiel, sodass sie auch bei Ebbe aufsitzen konnte, doch sie lag in der Brandung und am Wasser über, als die Wellen ins Cockpit brachen.
Deshalb bat die dreiköpfige Crew erst die Marina um Hilfe, doch diese konnte nichts ausrichten und leitete den Notruf an die Dover Coastguard weiter, die das RNLI-Boot aus Eastbourne anforderte. Dieses hatte den Funkverkehr verfolgt und war bereits auslaufklar. Binnen Minuten hatte es die Yacht erreicht.
Eine Schleppleine wurde übergeben und das Boot dann vorsichtig in tieferes Wasser gezogen. Nach einem Check konnte es dann unter Eskorte der Seenotretter die Schleusen zur Marina ansteuern
Quelle:Tim Schwabedissen




gekenterter Schlepper “Lac Manitoba”
(Bild: Institute of Environmental Sciences)   Großbild klick!

Öl läuft aus Schlepperwracks aus
(24.06.15) Die kanadische Coast Guard übernahm die Leitung der Ölbekämpfung auf dem St. Lawrence River, nachdem dort aus dem Wrack des gekenterten Schleppers “Lac Manitoba” Hyraulikflüssigkeit und Dieselöl auslief. Nur vier Stunden nach dem Unglück am 22.6. um 16 Uhr war auch der Schlepper “LCM 131” umgeschlagen, als er eine Trosse an der Barge festmachen wollte, mit der die “Lac Manitoba” unterwegs gewesen war.
Die „Lac Manitoba” hatte 9,700 Liter Diesel an Bord, die “LCM 131” 227 Liter. Ein dünner Ölfilm trieb flussabwärts. Mit den Reinigungsarbeiten auf dem Fluss wurde die Eastern Canada Response Corporation (ECRC) aus Ottawa beauftragt, die dazu von Transport Canada zertifiziert ist. Die Polizei von Cornwall sperrte das Ufer in Lamoureux Park für die Arbeiten.
Das Umweltministerium in Ontario schickte zwei Offiziere aus Cornwall zur Unterstützung der Coast Guard. Ölsperren wurden ausgelegt. Die Eigner der “Lac Manitoba”, die Nadro Marine Services Limited aus Port Dover, wurde zur Bergung aufgefordert. Das Wrack liegt in rund 4.5 Metern Wassertiefe im Fluss.
Quelle:Tim Schwabedissen




Galeasse „Dagny“
(Bild: THW Neustadt)   Großbild klick!

Galeasse wird im Rahmen eines Jugendprojekts repariert
(24.06.15) Die Galeasse „Dagny“ wurde neben dem Strandsalon auf der Wallhalbinsel aufgepallt, wo er im Rahmen eines Restaurationsprojekts durch junge Menschen mit psychologischen Problemen repariert werden soll. Das 118 Jahre alte Schiff war am 30.9. 2014 im Neustädter Hafen, gesunken. Nach der Bergung, an der Taucher, freiwillige Feuerwehr Neustadt, THW, DLRG, die Firma Possehl, das Ordnungsamt und die Polizei beteiligt waren und die mit zwei Mobilkränen am 11.11. bewerkstelligt wurde, schien die Zukunft des Schiffes lange Zeit zweifelhaft. Während der jährlichen Ölwehrübung im Neustädter Hafen kam es für die Feuerwehr Neustadt und den THW Neustadt am 26.4.2015 zu einem erneuten Einsatz an dem historischen Segler. Das Schiff war nach einer vorläufigen Reparatur wieder an den Kai an der Hafenwestseite gelegt worden und drohte erneut zu sinken.
Die an Bord befindlichen Pumpen waren ausgefallen, und das Schiff lief voll Wasser. Auf Anforderung der Feuerwehr Neustadt pumpte das THW das Wasser aus und installierte eine neue Pumpe. Doch Bernd Ahrens, Initiator des Projektes, ließ sie am 12.5. nach Lübeck schleppen und will im Rahmen der Wiederherstellung des Oldtimers Menschen zwischen 15 und 30 Jahren helfen.
Dort, wo auch die Kogge „Lisa von Lübeck“ erbaut wurde, soll es wieder seetauglich gemacht werden, Der benachbarte Schuppen 7 soll dabei als Handwerks- und Seminarraum dienen. Die 1897 erbaute „Dagny“ ist 14,63 Meter lang, 4,77 Meter breit und 48 Tonnen schwer.
Quelle:Tim Schwabedissen




Yacht „Missa“ aufgelaufen
(Bild: KNRM)   Großbild klick!

KNRM half aufgelaufener Yacht in Neeltje Jans
(24.06.15) Die KNRM kam am 23.6. der englischen Yacht „Missa“ zu Hilfe, die gegen 15.15 Uhr vor dem Hafen von Oud-Beijerland nach einem Motorschaden auf Grund gelaufen war. Neben der KNRM waren auch ein Boot von Rijkswaterstaat sowie die Polizei vor Ort. An Bord der Yacht war ein Ehepaar. Es gelang der KNRM rasch, ihr Boot wieder flottzumachen. S wurde dann in den Hafen zur Reparatur geschleppt.
Am Abend des 23.6. geriet eine Yacht im Binnenhafen von Neeltje Jans in Schwierigkeiten, nachdem sie am Ufer festgekommen war. Nachdem das alarmierte KNRM-Rettungsboot „Fred“ vor Ort eintraf, wurde ein Anker vom Boot ausgefahren, damit es bei steigendem Wasser vom Wind nicht weiter aufs Flache gedrückt werden konnte. Mehrere Stunden später hatte die Yacht mit auflaufender Flut wieder ausreichend Wasser unter dem Kiel, um ihre Reise fortzusetzen.
Quelle:Tim Schwabedissen




Baggerschiff aus Mumbai vor Kollam gesunken
(24.06.15) Das indische Baggerschiff „Hansita“, das drei Meilen vor Kollam ankerte, begann am 23.6. zu sinken. Die vierköpfige Crew wurde von einem Team der Neendakara Coastal Police gerettet und den Behörden des Kollam Port übergeben. Die Männer aus Uttarakhand und Jharkhand sagten aus, durch einen Riss im Rumpf sei Wasser eingedrungen, woraufhin sie die indische Coastugard informierten. Sie wurden nach der Befragung im Gebäude der Hafenverwaltung einquartiert. Am 26.3.2014 hatte die “Hansita” der Megha Dredging Private Limited aus Mumbai in Kollam festgemacht, nachdem sie auf der Fahrt nach Karwar Maschinenschaden erlitten hatte. Nach der Reparatur blieb der Eigner aber Liegeplatzgebühren schuldig, und das Schiff wurde in die Kette gelegt, bevor es auf seine letzte Position vor der Küste geschleppt wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen




Havarierter Frachter vor Mumbai abgeschleppt
(24.06.15) Der indische Frachter “Jindal Kamakshi”, 9,107 tdw, wurde am 23.6. von SMIT Salvage zu einer sicheren Position in Arnala vor Virar gezogen. Er wurde nördlich von Mumbai um 19.30 Uhr verankert und sollte nun weiter untersucht werden.
Quelle:Tim Schwabedissen




Containerverlust vor Mumbai
(24.06.15) Der indische Frachter "TCI Arjun", 7511 BRZ (IMO-Nr.: 9258234), geriet am 22.6. vor der indischen Küste in einen Sturm und verlor fünf Container nördlich von Mumbai. Er hatte am 18.6. vom Vallarpadam ICCT Container Terminal in Cochin losgeworfen und war auf der Fahrt nach Mundra. Die Container trieben auf die Küste zu. Der Frachter änderte nach der Havarie seinen Kurs und steuerte den Hafen von Mumbai an.
Quelle:Tim Schwabedissen




Schiffsuntergang nach Notankerung bei Mumbai
(24.06.15) Der indische Frachter „Coastal Pride“, 1594 BRZ (IMO-Nr.: 9082051), erlitt am 22.6. in stürmischer See mit einer Ladung Zement und einer 11-köpfigen Crew an Bord Maschinenschaden vor der indischen Küste. Das Schiff notankerte 15 Meilen vor Dahanu, nördlich von Mumbai.
Am 24.6. um sechs Uhr entwickelte es in dem Sturm Schlagseite und funkte Mayday. Daraufhin schickte die indische Marine zwei Chetak-Helikopter und die Coastguard einen Seaking. Als sie eintrafen, lag der Frachter bereits weitgehend unter Wasser, und die Crew trieb in Schwimmwesten in den Wellen.
Es gelang dem Seaking, acht Mann an Bord zu ziehen, die Marinehubschrauber retteten die übrigen. Sie wurden nach Umar Gaon geflogen. Ihr Schiff, das noch einige Zeit gekentert in der See getrieben war, sank um 8.45 Uhr.
Quelle:Tim Schwabedissen




Ladungsverlust vor indischer Küste
(24.06.15) Der unter Panama-Flagge laufende Containerfrachter “MOL Cosmos”, 88089 BRZ (IMO-Nr.: 9388340), verlor in dem Sturm, der am 22.6. vor der indischen Küste tobte, 20 Container in schwerer See. Er war unterwegs von Dammam nach Singapur. Etliche der Container trieben auf die Küste zu. Der Frachter selbst kämpfte außerdem mit einem Maschinenschaden. Am 23.6. war er mit reduzierter Geschwindigkeit auf Südkurs in Richtung indischer Küste auf halben Wege zwischen Mumbai und Mangalore.
Quelle:Tim Schwabedissen




Versorger verlor Schleppanhang vor Mumbai
(24.06.15) Der indonesische Offshore-Schlepper “Pacific Buccaneer”, 1974 BRZ (IMO-Nr.: 9149445), geriet am 22.6. in einen Sturm vor der indischen Küste und verlor ein von ihm gezogenes, unbemanntes Fahrzeug unweit von Veraval in Gujarat. Es trieb nördlich von Mumbai in demselben Seegebiet, in dem die Frachter „TCI Arjun“ und „MOL Cosmos“ Ladungsverlust erlitten hatten. Die „Pacific Buccaneer” war am 21.6. aus Shanghai ausgelaufen und hätte am 27.6. Abu Dhabi erreichen sollen.
Quelle:Tim Schwabedissen




Frachter vor Paranagua aufgelaufen
(24.06.15) Der liberianische Bulkcarrier “Sofia”, 32983 BRZ (IMO-Nr.: 9472086), lief am frühen Morgen des 23.6. nach dem Auslaufen aus dem Hafen von Paranagua in der Paranagua Bay nördlich von Pontal do Sul auf Grund. Das Schiff war nach Santos bestimmt. Die Havarie ereignete sich infolge eines Maschinenschadens. Zwei Stunden später wurde der Frachter wieder flottgemacht und ging auf der Außenreede von Paranagua zu Inspektionen vor Anker.
Quelle:Tim Schwabedissen




Briese-Frachter im Randers-Fjord auf Grund gelaufen
(24.06.15) Am 20.6. lief der unter Gibraltar-Flagge registrierte Frachter "Barbarossa", 2301 BRZ (IMO-Nr.: 9197765), im Randers-Fjord bei Uggelhuse auf Grund. Das Schiff war auf dem Weg aus dem Fjord und hatte eine für Bilbao bestimmte Eisenladung an Bord. Nachdem es wieder flott war, durfte es nach Udbyhøj verholen, wo es vor Anker ging und durch Taucher der Firma Seatek inspiziert wurde.
Diese fanden an Steuerbordseite einen Riss von drei Metern Länge im Rumpf, durch den der vordere Ballasttank geflutet war. Der Havarist erhielt eine Einlaufgenehmigung nach Grenaa für weitere Untersuchungen. Hier machte er am 22.6. gegen 19 Uhr fest. Im Hafen wurde auch die Ladung gelöscht und anderweitig weiter verschifft werden.
Am 24.6. um 1.45 Uhr verließ der Frachter den dänischen Hafen und nahm Kurs auf Klaipeda, wo er ab dem 26.6. repariert werden sollte. Der 2010 bei der Daewoo Mangalia Heavy Industries S.A. als „Flinthörn“ erbaute Frachter läuft für die Briese Schifffahrts GmbH & Co. KG in Leer. Er hat eine Länge von 82,5 Metern, eine Breite von 12,4 Metern, einen Tiefgang von 6,7 Metern und eine Tragfähigkeit von 3176 Tonnen.
Quelle:Tim Schwabedissen




Komplizierte Bergung von gestrandeter Yacht
(24.06.15) Die US Coast Guard rettete am 22.6. erst nach mehreren Anläufen eine 65-jährige Frau aus Richland, Michigan, nachdem die 35 Fuß lange Yacht “Noghthwk” nahe Round Island in der Straits of Mackinac auf Grund gelaufen war. Die Coast Guard Sault Ste. Marie wurde erstmals um 4:30 Uhr über VHF vom Skipper des Bootes alarmiert, nachdem es auf dem Weg nach Chicago zum Mackinac Solo Sailing Challenge auf Grund gelaufen war. Ein 25-Fuß-Rettungsboot der Coast Guard Station St. Ignace war gegen fünf Uhr vor Ort, konnte aber das in flachem Wasser in drei Fuß hoher Brandung liegende Fahrzeug nicht erreichen.
Eine örtliche Bergungscrew assistierte den Küstenwächtern. Nachdem mehrere Versuche, die Frau mit einer Rettungsinsel von Bord zu bekommen gescheitert waren, wurde ein Hubschrauber der Air Station Traverse City angefordert. Dieser war um 7:50 Uhr vor Ort, erlitt dann aber Motorprobleme und musste zum Mackinac County Airport abdrehen. Ein zweiter Helikopter stieg auf und war um 9:40 Uhr an der Strandungsstelle.
Wegen der hoch gehenden See und den vom Rigg ausgehenden Gefahren entschied der Pilot, die Frau nicht direkt mit einem Korb aufzwinschen, sondern setzte einen Rettungsschwimmer am Strand ab. Dieser arbeitete sich durch die Brandung zur 15 Yard vom Ufer entfernt liegenden Yacht vor und half der Frau an Land. Danach wurde sie aufgewinscht und zum Mackinac County Airport geflogen. Von dort ging es mit einem bereitstehenden Krankenwagen zur Untersuchung ins Mackinac County Straits Hospital.
Quelle:Tim Schwabedissen




Wracks in der Ostsee werden geplündert und beschädigt
(24.06.15) Gewissenlose Metalldiebe und Souvenirjäger zerstören auf ihrer Jagd in wachsendem Umfang historische Fundstellen vor der Küste Mecklenburg-Vorpommerns. Eine Überwachung der Wrackpositionen ist mangels Personal schwierig. Alte Wracks in der Ostsee werden deshalb zunehmend geplündert, beklagte jetzt die Gesellschaft für Schiffsarchäologie. Bronzeplatten, Antriebsschrauben, Ziegelsteine, nur wenig ist vor den Räubern sicher.
Jüngstes Beispiel war ein vor Rostock-Warnemünde gesunkener Schlepper. An dem mehr als 100 Jahre alten Schiff, von dem wiederholt bereits Teile gestohlen wurden, hatten es Raubtaucher auf den wertvollen Propeller abgesehen. Erst vor wenigen Tagen wurden neue Beschädigungen im Heckbereich durch Tauchlehrer Christian Harfmann festgestellt.
Die Schraube besteht aus Edelmetall und steckt zur Hälfte im Boden. Die Plünderer machen sich strafbar. In den Gewässern von Mecklenburg-Vorpommern gibt es ungefähr 1000 Schiffswracks. Allein um Rügen sind 300, vor Rostock ungefähr 100 Fundstellen bekannt.
Quelle:Tim Schwabedissen




Nr. 2 nach der Blücher vor Lillesand entdeckt
(24.06.15) Das Wrack des 122 Meter langen deutschen Frachters “Rio de Janeiro”, 5600 BRT, der am 8.4.1940 von dem polnischen U-Boot „Orzel“ mit drei Torpedos versenkt worden ist, wurde am 14.6. in 135 Metern Wassertiefe vor Lillesand entdeckt. Ein Team der Agder-Tech AS hatte gemeinsam mit den SeaBed Services und A-Dykk sechs Jahre nach ihm gesucht.
Zunächst waren nur kleinere Wrackstücke gefunden worden, was zu der Befürchtung führte, die Torpedos könnten den Frachter pulverisiert haben. Doch dann erschien das Wrack auf den Bildschirmen. Das Heck fehlte zwar, der Mittschiffsbereich war zerstört, doch der größte Teil des Rumpf lag aufrecht auf dem Grund. Anhang der geborgenen Steuerbord-Positionslaterne konnte es identifiziert werden, weil sich auf ihr eine Seriennummer befand. Als nächstes sollte nun auch die Schiffsglocke aufgespürt und nach Möglichkeit geborgen werden. Der Frachter war 1940 requiriert worden und hatte eine 50-köpfige Crew und deutsche Truppen an Bord, die an der „Weserübung“, der Invasion von Norwegen teilnehmen sollten. 200 Menschen kamen bei der Torpedierung ums Leben, 183 wurden von den Anwohnern von Riyadh und Lillesand gerettet.
Die 122,5 Meter lange und 16,8 Meter breite „Rio de Janeiro“ wurde 1914 als „Santa Ines“ beim Bremer Vulkan in Vegesack für die Hamburg-Südamerikanische Dampfschifffahrts-Gesellschaft (HSDG) erbaut und lief am 3.4.1914 vom Stapel. Am 16.5. ging sie auf Jungfernfahrt. Sie war das Typschiff der letzten Version der Santa-Klasse, von der die HSDG seit 1901 vierzehn Schiffe in verschiedenen Versionen bis zum Kriegsausbruch 1914 erhielt. Mit der ebenfalls vom Bremer Vulkan abgelieferten „Santa Isabel“ und der von der AG Weser erbauten „Santa Klara“ hatte sie zwei Schwesterschiffe.
Alle drei Schiffe befanden sich beim Kriegsausbruch in Südamerika. Die „Santa Ines“ wurde nach Kriegsbeginn im chilenischen Valparaíso aufgelegt. Die Besatzung zerstörte im Herbst 1918 die Maschine, als das Schiff von chilenischen Soldaten besetzt wurde.
Nach Kriegsende wurde es wie viele andere deutsche Schiffe nach Europa geschleppt, wobei es schwere Sturmschäden erlitt. Die Reparatur erfolgte bei Blohm & Voss in Hamburg. Am 14.10.1921 wurde es der britischen Kontrollkommission übergeben, verblieb aber in Hamburg. Der Hamburg Süd gelang es, den instandgesetzten Frachter am 15.11.1921 zurückzukaufen.
Das Schiff wurde als „Rio de Janeiro“ wieder in Dienst gestellt. Am 23.10.1934 geriet es in Victoria bei Buenos Aires in Brand und musste auf Grund gesetzt werden. Trotz schwerer Schäden wurde es geborgen und repariert. Auf der Rückreise von Argentinien befindliche Schiff lief es am 30.8.1939 Vigo an und verblieb dort bis zum 12.12.
Ihm gelang das Überwinden der britischen Blockade und es erreichte Narvik, wo es Erz übernahm und am 19.1.1940 Hamburg erreichte. Am 7.31940 wurde die „Rio de Janeiro“ als Transporter von der deutschen Kriegsmarine requiriert. Die Versenkung samt 290 Tonnen Ausrüstung, Pferden, Artillerie und Fahrzeugen beeinflusste den Verlauf der norwegischen Invasion maßgeblich. Damit gilt es in der Rangliste der historischen Wracks die Nr. 2 nach dem Kreuzer „Blücher“.
Quelle:Tim Schwabedissen




Feuer auf Ölplattform
(24.06.15) Am 22.6. bestätigte die Staatliche mexikanische Ölgesellschaft Pemex, dass es zu einem Unfall auf der Plattform “Akal H” im südlichen Golf von Mexiko gekommen ist. Es kam zu einem Öl- und Gasleck, und drei Arbeiter, die Routineinspektionen durchgeführt hatten, wurden evakuiert. Es kam dann zu einer Explosion und Feuer auf der Plattform im Akal-Feld.
Quelle:Tim Schwabedissen




Crew brennender Yacht im Pazifik gerettet
(24.06.15) Der liberianische Frachter "Cap Capricorn" rettete am Morgen des 24.6. rund 28 Kilometer südlich von Niue die dreiköpfige Crew der 17 Meter langen amerikanischen Yacht "Sunny Deck" (MMSI-Nr.: 367632940). Sie war mit einem mexikanischen Skipper und zwei Neuseeländern an Bord auf dem Weg von Rarotonga nach Tonga, als im Maschinenraum ein Feuer gegen Mitternacht ausbrach und sich rasch auf das ganze Schiff ausbreitete.
Der 36-jähirge Skipper, der auf Wache gewesen war, und die beiden Mitsegler im Alter von 67 und 70 Jahren aus Hamilton, die geschlafen hatten, fanden keine Zeit mehr, irgendwelche Ausrüstung zu ergreifen, bevor sie in eine Rettungsinsel springen mussten.
Es gelang lediglich noch, den Notsender zu erreichen, der in Deutschland registriert war und deshalb vom MRCC Bremen empfangen wurde. Dieses kontaktierte das MRCC in Neuseeland und gab die Details zum Eigner durch.
In der Nähe befindliche Schiffe wurden gesucht und die "Cap Capricorn" in nur 38 Kilometer Entfernung ausgemacht. Sie war gegen drei Uhr früh vor Ort. Schon aus einiger Entfernung war der Feuerschein in der Nacht sichtbar gewesen. Das Schiff gab Typhonsignal, um auf sich aufmerksam zu machen. Nach einer halbstündigen Suche wurde eine Notfackel gesichtet.
Nachdem die Rettungsinsel lokalisiert war, manövrierte sich der Frachter bei schwierigen Seebedingungen mit Wellenhöhen von 3,5 Metern und 45 km/h Windgeschwindigkeit längsseits, und über die Lotsenleiter kletterten die Schiffbrüchigen an Bord. Um 5.15 Uhr waren sie in Sicherheit. Sie hatten das Unglück unversehrt überstanden. Der Frachter, der aus Los Angeles kam, sollte am 27.6. nach Auckland einlaufen.
Quelle:Tim Schwabedissen




Leiche vermissten Yachtskippers gefunden
(24.06.15) Am 23.6. wurde von Suchkräften die Leiche eines Mannes an der Südostküste von Victoria im Wasser gefunden, bei der es sich um den vermissten Segler Alan Bullock aus Wodonga handeln dürfte, der am 20.6. mit seinem Boot aus Paynesville nach Eden in New South Wales ausgelaufen war.
Das Wrack war am Morgen des 22.6. zerschmettert auf Felsen nahe Mallacoota von einem Fischer entdeckt worden. Die Position des Wracks legte die Vermutung nahe, dass die Yacht motorlos einige Zeit getrieben war, bevor sie auf die Felsen geworfen wurde. Suchtrupps waren entlang eines 150 Kilometer langen Bereiches an der kaum zugänglichen Küste danach ausgeschwärmt.
Quelle:Tim Schwabedissen




Rekordeinsatz für RNLI-Boot
(24.06.15) Das RNLI-Boot aus Tynemouth war über 11 Stunden auf See, nachdem der Kutter “Louise Thomsen”, ein ausgedienter dänischer Trawler, am 23.6. rund 110 Meilen vor der Küste auf dem Weg von Dänemark nach Sunderland gegen sechs Uhr Wassereinbruch erlitten hatte. Die Humber Coastguard schickte einen Hubschrauber der Coastguard, der einen Rettungsschwimmer samt Lenzpumpe an Bord absetzte.
Die Maschine des Havaristen war ausgefallen, und er lag vor Anker. Um 9.30 Uhr lief das Rettungsboot mit sechs Mann an Bord aus und hatte 4,5 Stunden später auf seiner bislang weitesten Einsatzfahrt die Position, die von der „Louise Thomsen“ genommen worden war, erreicht. Doch dort befand sich kein Schiff. Daraufhin wurde der Hubschrauber wieder von Humber Coastguard in Marsch gesetzt.
Es gelang ihm, über Funk Kontakt aufzunehmen. Auch von der RAF Sentry stieg ein Flugzeug auf, das den automatischen Notsender einpeilen konnte. Mit einer neuen Position, die sich über 30 Meilen von der erwarteten entfernt befand, machte sich das Rettungsboot wieder auf den Weg und erreichte den Kutter gegen 16 Uhr.
Dessen Skipper hatte inzwischen zwar einige Fortschritte erreicht, hatte darüber aber die Humber Coastguard nicht informieren können, da das Funkgerät nicht störungsfrei arbeitete. Es wurde nun entschieden, die „Louise Thomsen” nach Sunderland abzuschleppen, wo sie gegen drei Uhr erwartet wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen




Ein Kutter gerettet, zwei weiter vermisst
(24.06.15) Der auf den Seychellen registrierte Kutter “Prosperity” funkte am Morgen des 22.6. Mayday, nachdem er nördlich von Mahé auf Fangfahrt Maschinenausfall erlitten hatte. Das Schiff und seine zweiköpfige Crew erhielten Assistenz von einem spanischen Thunfischfänger, der sich in der Nähe befand, und konnte schließlich die Netze einholen und auf Heimakkurs gehen.
Zwei andere Kutter wurden allerdings bereits seit Anfang des Monats vermisst, die “Marylaure“ und „Haifa Junior“. Die Seychelles Coast Guard suchte aus der Luft und mit Patroullienbooten seither erfolglos nach ihnen. Die “Marylaure” war am 3.6. mit einer dreiköpfigen Crew in See gestochen, die “Haifa Junior” lief am 6.6. mit zwei Mann an Bord aus Mahé aus.
Seit Anfang des Monats läuft die Monsunsaison, die das Fischen gefahrvoller macht. Im Juni 2014 verschwand die „Francois Meriton and Don Hoareau” mit zwei Mann an Bord. Von ihr fehlt seither jede Spur.
Quelle:Tim Schwabedissen




Flüssiggastanker "Bachir Chihani"
(Bild: Vernicos Salvage)   Großbild klick!

Schlepper nehmen havarierten Tanker vor Lesbos auf den Haken
(23.06.2015) Zwei Schlepper der Berger von Vernicos, die griechischen "Alexander 3" (IMO-Nr.: 8903181) und "Aegean Pelagos" (IMO-Nr.: 6518140) wurden aus Piräus gerufen, um dem havarierten algerischen Flüssiggastanker "Bachir Chihani", 80654 BRZ (IMO-Nr.: 7400675), zu assistieren, der Maschinenschaden im Mittelmeer erlitten hatte und östlich der Insel Lesbos trieb. Der 280 Meter lange Havarist sollte nach Marsaxlokk geschleppt werden, wo er am 28.6. erwartet wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht in Schleswig gesunken
(23.06.15) Im Schleswiger Stadthafen sank am Nachmittag 21.6. an Steg 2 eine etwas sieben Meter lange Segelyacht. Möglicherweise war durch ein defektes Ventil Wasser in das Boot eingedrungen. Das Boot sackte zunächst nur langsam tiefer. Als die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr um kurz nach 17 Uhr eintrafen, lagen der Heckspiegel und die Aufbauten noch über Wasser.
Gut zehn Minuten später aber war das Boot vollständig untergegangen. Die Feuerwehr hatte noch versucht, das Wasser zu lenzen, was wegen des Wellenschlags aber fehlschlug. Die Feuerwehrleute legten eine Ölsperre rund um den Liegeplatz aus. Das Wrack, von dem der Mast noch aus dem Wasser ragte, sollte im Laufe dieser Woche gehoben werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter "Jindal Kamakshi": Besatzung wird evakuiert
(Bild: Indian Coastguard)   Großbild klick!

Frachter nach dramatischer Rettungsaktion noch nicht gesunken
(23.06.15) Der 120 Meter lange indische Frachter "Jindal Kamakshi" lag am 22.6. weiter mit Backbordschlagseite vor Anker 40 Meilen nördlich von Mumbai 16 Meilen vor der Küste zwischen Nala Sopara und Palghar. Rund 20 über Bord gegangene Container trieben in der Nähe. Das Schiff war auf der Fahrt von Mundra nach Kachi 25 Meilen vor Vasai am Vortag in Seenot geraten, nachdem Ladung überging.
Rasch lag es 20 Grad über und rollte in der stürmischen See. Gegen 23 Uhr ging beim Maritime Rescue Coordination Centre (MRCC) in Mumbai ein Notruf von Kapitän Mahendra Pal Prabhakar ein, der an das Hauptquartier des Western Naval Command (WNC) weitergeleitet wurde.
Um 00.45 Uhr stieg ein Seaking 42 Charlie Helikopter auf, gegen zwei Uhr lief der Zerstörer INS "Mumbai" aus und war gegen vier Uhr zu einer ersten Inspektion vor Ort. Die Crew des Havaristen hatte sich auf der Brücke versammelt. Um 6.15 Uhr hatte sich das Wetter weiter verschlechtert, stürmischer Wind, starker Regen und hoher Seegang machten ein Abbergen auf dem Wasserweg unmöglich.
55 Minuten später stieg der Helikoper erneut auf, ebenso wie ein Chetak der Coast Guard Chetak in Daman. Um 7.45 Uhr begann die Rettung der Crew. Binnen Minuten waren 19 Mann abgeborgen und wurden nach INS Shikra, der Helikopterbase der Marine in Colaba, geflogen. Der Chetak holte den Kapitän von Bord.
Um 8.45 rettete ein Seaking Bravo aus Daman einen Marinetaucher, der assistiert hatte und auf dem Frachter zurückgeblieben war. Nach zwei Stunden waren alle in Sicherheit. Die Schiffbrüchigen wurden in Hotels in Andheri einquartiert. Die INS "Mumbai" und das Patroullienboot „Samrat" blieben bei dem Frachter.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei Schlepper auf St. Lawrence River gekentert
(23.06.15) Binnen weniger Stunden kenterten und sanken am 22.6. zwei Schlepper in starker Strömung auf dem St. Lawrence River in Cornwall. Als erstes erwischte es die 19 Meter lange "Lac Manitoba" (MMSI-Nr.: 316006651) gegen 16 Uhr. Sie waren mit einer Kranbarge für American Bridge unterwegs, die derzeit die Seaway International Bridge abbricht, und die im Fluss verankert lag.
Die fünf oder sechs Crewmitglieder der "Lac Manitoba" konnten sich von Bord retten. Gegen 21 Uhr dann schlug ein kleinerer Schlepper um. Ein Crewmitglied kam leicht verletzt ins Krankenhaus. Die beiden Schiffe befanden sich unterhalb der R.H. Saunders Generating Station, die „Lac Manitoba" westlich der Bootsrampe des Lamoureux Park.
Patroullienboote der RCMP sicherten die Unfallstellen. Trümmer und Hydrauliköl trieben auf dem Wasser. Auch die Polizei von Cornwall , EMS und Feuerwehr waren vor Ort.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler erlitt Ruderschaden vor Kristiansand
(23.06.15) Am Morgen des 23.6. erlitt der44 Meter lange, norwegische Trawler "Rypefjord", 699 BRZ (IMO-Nr.: 9200160), Ruderschaden vor der norwegischen Küste. Das Rettungsboot "Bendt R. Rasmussen" wurde zur Assistenz gerufen und eskortierte den Trawler nach Kristiansand.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter treibt vor Murmansk
(23.06.15) Der unter Hongkong-Flagge laufende Bulkcarrier "CMB Paullac", 50625 BRZ (IMO-Nr.: 9615183), erlitt am 21.6. Maschinenschaden und trieb 70 Meilen nördlich von Murmansk auf Position 70 26 N 033 26 O. Der Frachter kam von Immingham und sollte am 21.6. in Murmansk einlaufen. Vor Ort waren Windgeschwindigkeiten von 20 Knoten zunehmend.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yachten auf Stollergrund kollidiert
(23.06.15) Bei bis zu 27 Knoten Wind kam es in der Vorstartphase der ersten Wettfahrt des Kiel-Cup auf Stollergrund zu einer Kollision der „Hoppetosse“ unter Skipper Jörg Hiller/ des Schilkseer Yacht-Clubs mit der „Solconia“ unter Gerd Schneider vom Hamburger SC. Es gab keinen Personenschaden, doch die „Solconia“ musste in den Hafen zurückkehren. Viele Crews waren auf leichteren Wind eingestellt und hatten daraufhin Probleme mit ihrem Material.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wrack vor Swinemünde rund 170 Jahre alt
((23.06.15) Meeresforscher haben das vor 11 Jahren in Swinemünde entdeckte Schiffswrack vor der Mole untersucht. Das gesunkene Segelschiff soll rund 170 Jahre alt sein. Es liegt nahe der Hafenzufahrt in einer Tiefe von sechs bis sieben Metern. Unterwasser-Archäologen verbanden die Schiffsüberreste mit militärischen Aktivitäten des Königreichs Preußen, das 1721 in den Besitz von Swinemünde und umliegender Gebiete kam. Wahrscheinlich diente das Schiff damals als Schutzwall.
Quelle:Tim Schwabedissen



Oetker-Frachter saß auf Paraná-River fest
(23.06.15) Zwei Tage nach dem Verlassen des Hafens von San Lorenzo geriet der unter Liberia-Flagge registrierte Bulkcarrier "Belo Horizonte", 81681 BRZ (IMO-Nr.: 9605645), der Rudolf Oetker KG in Hamburg flussabwärts auf dem Paraná-River laufend an der Mündung des Emilio Mitre Channel am 22.6. auf Grund. Die Schifffahrt auf dem Emilio Mitre Channel wurde gesperrt, bis die "Belo Horizonte" von dem argentinischen Schlepper "Ona Don Lorenzo" (IMO-Nr.: 9328388) am 23.6. wieder flottgemacht und von der Unfallstelle fortgezogen wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Miner-Bergung beendet
(23.06.15) Am 22.6. wurde das letzte Wrackstück des gestrandeten Bulkcarriers "Miner" von den Felsen vor Scatarie Island geräumt. Geoff MacLellan, der Transportat- und Infrastruktur-Minister von Nova Scotia, danke für die geleistete Arbeit. Die 11,9 Millionen Doller teuere Bergung wurde durch die RJ MacIsaa aus Antigonish durchgeführt, die auch 32 Tonnen Asbest und 26 Tonnen Diesel entfernte. Nun galt es noch, den Schrott mit Bargen abzutransportieren und das Camp abzubauen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Hovercraft rettete Kutter
(23.06.15) Die indische Coast Guard kam mit einem Hovercraft in der Palk Strait am 21.6. der siebenköpfigen Crew des Kutters „Hema“ zu Hilfe, der drei Meilen vor Rameswaram Wassereinbruch erlitten und um 8.30 Uhr Mayday gefunkt hatte. Die Crew der „ACV H-195“ eilte zu Hilfe und fand in beiden Seiten des Rumpfes Risse vor, durch die der Maschinenraum geflutet war. Es gelang, die Risse abzudichten und so den Wassereinbruch zu stoppen. Der Havarist wurde dann nach Mandapam eingebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Maschine von US-Fähre zerlegt
(23.06.15) Die 140 Meter lange, amerikanische Fähre "Puyallup" (MMSI: 366759130) erlitt am Abend des 20.6. gegen 22 Uhr eine Maschinenraumexplosion. Nachdem ein Verbindungsstück gebrochen war, wurden die Türen herausgerissen, und der Maschinenblock brach. Die Fähre musste für die Nacht im Hafen bleiben.
Sie konnte aber am 21.6. mit den verbliebenen drei Maschinen den Dienst von Bainbridge und Seattle vorerst wieder aufnehmen, auf dem sie die in der Werft liegende "Tacoma" ersetzte. Wenn die Kosten der Reparatur der "Puyallup" mehr als 100,000 Dollar kosten würden, müsste eine Untersuchung zur Reparaturwürdigkeit durchgeführt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wrack von Weltkriegs-U-Boot vor Korsika entdeckt
(23.06.15) Vor Korsika wurde das vor 72 Jahren versenkte U-Boot HMS “Saracen – P 247” in 1385 Fuß Wassertiefe nach zweijähriger Suche entdeckt. Das Boot wurde von dem italienischen Ingenieur Guido Gay auf dem Grund des Mittelmeers auf Sonarbildern entdeckt. Die Bilder wurden an George Malcolmson, Archiv-Offizier des National Museum of the Royal Navy im Submarine Museum in Gosport, Hampshire, geschickt, die das Wrack identifizieren konnte.
HMS “Saracen” wurde am 14.8.1943 unweit von Bastia selbst versenkt, nachdem Wasserbomben der italienischen Korvetten „Minerva“ und „Euterpe“ es schwer beschädigt hatten. Ihr Kommandant, Lieutenant Michael Lumby, hatte noch einen Tag abgewartet, um dies nicht an einem Freitag, dem 13., tun zu müssen. Die gesamte Crew musste bis zwei Uhr am folgenden Morgen warten, bis der Chief angewiesen wurde, die Ventile zu öffnen. Zuvor hatte das Boot die deutsche “U-335” versenkt, von deren Crew nur ein Mann überlebte. Danach attackierte es italienische und deutsche Schiffe wie auch feindliche Häfen im Mittelmeer. Zuletzt hatte es drei Agenten des M 16 auf Korsika abgesetzt. Zwei Mann der Crew kamen bei der Versenkung ums Leben, weshalb das Boot als Kriegsgrab gilt. Die übrigen kamen in Kriegsgefangenschaft, bis Italien kapitulierte.
Lumby kam nach Deutschland in Gefangenschaft und wurde nach dem Krieg Kommandant von HMS “Belfast“, die heute als Museum in London liegt. Am Wrack der „Saracen“ sollte nun eine Bronzeplakette befestigt werden mit der Aufschrift: „In memory of HMS Saracen and her Crew who played a vital role in the Liberation of Corsica. Sank 14th August 1943”.
Am Starnd von Cupabia erinnert ein Granitmonument an das Boot und die Landung der Agenten. Zuletzt hatte das französische Forschungsschiff “André Malraux” nach dem Wrack mit Sidescan-Sonar gesucht, doch am Ende waren es die Italiener, die das Boot entdeckten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bargen werden vor Barnegat Light versenkt
(23.06.15) Die NJ Division of Fish and Wildlife will zwei 50 Fuß lange Bargen am 21.7. am Barnegat Light Reef versenken. Sie sollen 3,1 Meilen östlich des Barnegat Inlet als künstliche Riffe dienen. Sie waren dem Programm von Kevin Coleman gespendet und zuvor bei Bauarbeiten eingesetzt werden.
Die Wracks sollen dann der Fischindustrie für mindestens 70 Jahre dienen und Heimstatt von 150 Fischarten werden. Als Unterwasserattraktionen sollen sie den Tauchtourismus fördern und für Angelfahrten dienen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht in der Brandung
(Bild: Victoria Police)   Großbild klick!

Suchaktion nach vermisstem Skipper gestrandeter Yacht
(22.06.15) Am 21.6. um 9.45 Uhr wurde eine Yacht an der Küste von Mallacoota entdeckt und Alarm geschlagen. Die Polizei von Victoria suchte zu Wasser und aus der Luft nach dem 65-jährigen Skipper aus Wodonga, der am 20.6. aus Paynesville auf den Gippsland Lakes nach Eden in New South Wales ausgelaufen war, dort jedoch nie eintraf.
Sie ging nicht mehr davon aus, dass er sich noch an Bord des von der Brandung vollkommen überfluteten Wracks befand. An der Suche, die sich bis nach Rame Head erstreckte, beteiligten sich auch die Coast Guard, eine Air Ambulance und das SES. Am Abend wurde die Suche unterbrochen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter vor Porto Garibaldi gestrandet
(22.06.15) Am Abend des 19.6. lief der 13 Meter lange Kutter "Tex" vor Porto Garibaldi auf Grund, nachdem er zu dicht unters Ufer geraten war. Der 10-Tonner kam zwischen den beiden Wellenbrechern des Minerva-Bads fest und legte sich auf seine Backbordseite. Alle Versuche, den Trawler mit drei anderen Schiffen bis zum Abend flottzumachen, scheiterten. Gegen 23 Uhr traf ein Team von Feuerwehrtauchern vor Ort ein, doch eine Wetterverschlechterung verhinderte ihren Einsatz.
Am folgenden Morgen war das Schiff vollgelaufen, und es lag Dieselgeruch in der Luft, was auf ein Leck in den Öltanks hindeutete. Wenig später trieb auslaufendes Öl auf den Strand. Eine Ölsperre sollte das Schlimmste verhindern.
Quelle:Tim Schwabedissen




Bug des Autocarriers&xnbsp;"Baltic Ace"
(Bild: Jan Osterboer)   Großbild klick!

Bug der Baltic Ace traf in Rotterdam ein
(22.06.15) Die Bergung des unter Bahamas-Flagge laufenden Autocarriers&xnbsp;"Baltic Ace", 23498 BRZ (IMO-Nr.: 9386213),&xnbsp;ist nun in vollem Gang. Am 16.6. wurde der Bug des Wracks, der zuvor aus 35 Metern Wassertiefe von dem Schwimmkran "Taklift 4"&xnbsp;geborgen worden war, an Bord der "Smit Barge 2" (IMO-Nr.: 8505886) am Haken des holländischen Schleppers "Viking", 332 BRZ (IMO-Nr.: 9431903), in den Waalhafen von Rotterdam geschleppt, wo der weitere Abbruch in kleinere Teile zum Recyceln erfolgen solte.
Am 19.6. um sechs Uhr lief der Schlepper wieder zu der Wrackposition 65 Kilometer vor Goeree-Overflakkee aus, wo weitere Sektionen durch die Berger von Mamooet Salvage aus Schiedam und&xnbsp;Boskalis&xnbsp;aus Papendrecht aus dem vielbefahrenen Seeweg, über den jährlich 16000 Schiffe Rotterdam anlaufen, gehoben wurden. Das erste Wrackteil war am 7.6. gehoben worden. Spätestens am 31.12. sollte die Arbeit abgeschlossen werden. Die Bergung hatte am 4.4. begonnen. Der Rumpf wurde zunächst in acht Sektionen zerlegt. Die Teile mit den Fahrzeugdecks wurden durch die Kollision und den Untergang stark geschwächt. Durch das Zersägen haben sie sich zwischenzeitlich noch weiter verzogen.
Das Schiff war am 5.12.2012 mit dem Containerschiff „Corvus“ kollidiert. Von der 24-köpfigen Crew überlebten nur 11 den Untergang. Das Öl an Bord und die mehr als 1400 Autos auf den Decks stellten ein Risiko für die Umwelt dar, weswegen das Wrack komplett geräumt werden musste. Die „Baltic Ace“ war 148 Meter lang, 25 Meter breit und lief für die Baltic Highway Limited.
Quelle:Tim Schwabedissen




Zwei Schiffe auf Drift vor der Insel Alimia
(22.06.15) Der unter Panama-Flagge laufende Frachter “La Joie”, 4255 BRZ (IMO-Nr.: 7116793), trieb am21.6. rund sechs Meilen nördlich der Insel Alimia vor der Nordostküste von Rhodos im Mittelmeer.
Der algerische Flüssiggastanker „Bachir Chihani”, 80654 BRZ (IMO-Nr.: 7400675), geriet am selben Tag östlich der Insel Lesbos ins Treiben. Er war unterwegs von Eregli nach Arzew.
Quelle:Tim Schwabedissen




Retteungskräfte an Bord der “Dolly Kedge II”
(Bild: RNLI)   Großbild klick!

Yacht vor Porthcawl entmastet
(22.06.15) Am 20.6. gegen 14 Uhr wurde das RNLI-Boot “Rose of the Shires” aus Porthcawl alarmiert, nachdem die 30 Fuß lange Segelyacht “Dolly Kedge II” Mastbruch sieben Meilen südlich des Hafens erltitten hatte. Die Yacht driftete mit seiner zweiköpfigen Crew in der See, nachdem der Mast an seiner Basis komplett abgerissen war und im Wasser trieb.
Zwei Rettungsmänner wurden an Bord übergesetzt, um ihn in mühevoller Arbeit an Bord zu ziehen und dort zu sichern. Danach wurde die Yacht in Schlepp genommen und aus der Nähe der gefährlichen Nash Sands geschleppt. Als sich der Konvoi Barry annäherte, kam auch das dortige Rettungsboot zu Hilfe, um die “Dolly Kedge II” in den Hafen einzubringen.
Quelle:Tim Schwabedissen




Feuer auf Fähre in Göteborg
(22.06.15) Am 21.6. brach gegen zwei Uhr in einer Wand nahe des Salons der schwedischen Fähre "Älv Vira", 145 BRZ (IMO-Nr.: 8962929), ein Feuer aus. Es hatte über Nacht an der Lindholms Pier in Hisingen, Göteborg, gelegen. Die Feuerwehr löschte den Brand und verhinderte ein Übergreifen auf drei weitere dort vertäute Fähren. Das Feuer war durch einen Kurzschluss entstanden. Eine Ersatzfähre kompensierte den Ausfall der “Älv Vira” auf der Älv.
Quelle:Tim Schwabedissen




Maschinenschaden auf Phoenix Leader
(22.06.15) Der unter Panama-Flagge laufende Autocarrier “Phoenix Leader”, 6804 BRZ (IMO-Nr.: 9283875), erlitt am 19.6. auf Position 47 30 N 129 30 W Maschinenausfall und trieb 200 Meilen westlich der Mündung der Straße von Juan de Fuca im Meer. Der Autotransporter war auf der Fahrt von Japan nach Kanada.
Quelle:Tim Schwabedissen




Landungsboot auf Barito-Fluss gesunken
(22.06.15) Das Landungsboot “Alur Barito” sank am Morgen des 20.6. auf dem Barito-Fluss in Süd-Kalimantan im Gebiet von Banjarmasin. Das Schiff war mit 300 Tonnen Sprengstoff, darunter Aluminumnitrat, 2,1 Tonnen Dynamit und 7780 Zündern beladen, die für eine Bergbaufirma bestimmt waren.
Quelle:Tim Schwabedissen




Saint Laurent aus der Schleuse gezogen, Frachter wenig später auf St. Lawrence River aufgelaufen
(22.06.15) Nachdem Taucher eine Inspektion des Rumpfes des unter Bahamas-Flagge laufenden Kreuzfahrtschiffes "Saint Laurent" auf dem Betonbett der Eisenhower-Schleuse durchgeführt hatten, wurde festgestellt, dass das Schiff nach seiner Kollisin mit einer Betonmauer noch schwimmfähig war. Daraufhin wurde die Schleuse geflutet und es von dem Schlepper „Ocean Pierre Julien“ am 20.6. gegen 16 Uhr aus der gefluteten Schleuse gezogen. Danach konnte der betroffene Abschnitt des Saint Lawrence Seaway wieder für den Verkehr geöffnet werden. Der Havarist wurde mit einem großen Loch im Bug nach Quebec gebracht.
Der zyprische Bulkcarrier „Tundra“, 19814 BRZ (IMO-Nr.: 9415208), lief dann am 21.6. gegen ein Uhr auf dem St. Lawrence River vor Butternut Island, südöstlich von Süd-Lancaster, auf Grund. Die Havarie ereignete sich unweit der Eisenhower-Schleuse, die am 20.6. nach der Bergung der "Saint Laurent" gerade wieder für den Verkehr freigegeben worden war.
Die "Tundra" saß bei Hamilton Island östlich von Cornwall auf Schlammboden auf. Das Transportation Safety Board of Canada schickte ein Team zur Untersuchung der Lage. Nach einer zeitweiligen Sperrung des Fahrwassers wurde der Schiffsverkehr gegen 13.30 Uhr wieder freigegeben, da der Havarist jenseits davon aufsaß.
Quelle:Tim Schwabedissen




Havarierter Frachter auf Reede von Cherbourg geschleppt
(22.06.15) Der zyprische Frachter „Sea Prospect“, 6872 BRZ (IMO-Nr.: 9516143), erlitt am 20.6. einen Zylinderschaden und dadurch Maschinenausfall im Englischen Kanal. Das Schiff trieb nordwestlich von Cotentin in der Verkehrstrennungszone der Casquets nördlich der Insel Guernsey.
Nachdem es der Crew längere Zeit nicht gelang, den Schaden mit Bordmitteln zu beheben, wurde am 21.6. ein Bergungskontrakt unterzeichnet und der Havarist am Nachmittag von dem französischen Schlepper "Abeille Liberté" auf den Haken genommen.
Wegen starken Windes und ebensolcher Strömung ging es nur langsam in Richtung Cherbourg voran, wo das Schiff am Morgen des 22.6. Anker war. Die "Sea Prospect" war auf der Fahrt von Porto Empedocle nach Grenaa.
Quelle:Tim Schwabedissen




20 Mann von sinkendem Frachter abgeborgen
(22.06.15) Der indische Frachter „Jindal Kamakshi“, 7460 BRZ (IMO-Nr.: 9528419), funkte am 21.6. um 23.10 Uhr Mayday, nachdem die Ladung übergegangen war und er 20 Grad Schlagseite entwickelt hatte. Dadurch entstanden auch Risse im Rumpf, durch die es zu Wassereinbruch kam. Der Frachter trieb manövrierunfähig 40 Meilen nördlich von Mumbai auf Position 19 28 N 072 27 O etwa 15 Meilen vor der Küste von Vasai.
Die 20-köpfige Crew blieb zunächst an Bord und versuchte, die Schlagseite durch Gegenfluten von Ballasttanks unter Kontrolle zu bekommen. Ein Flugzeug wurde zur Überwachung der Lage geschickt. Um 2.45 Uhr des 22.6. ging der Zerstörer "Mumbai" am Havaristen auf Standby, um der Crew bei einer Verschlechterung der Lage beistehen zu können.
Diese traf auch in stürmischer See ein, und ein Seaking 42C der indischen Marine barg zunächst 19 Mann ab und flog sie zum INS Shikra in Mumbai. Der Kapitän harrte noch etwas länger an Bord aus, musste dann aber von einem anderen Hubschrauber ebenfalls abgeborgen werden, da sein Schiff jeden Augenblick zu sinken drohte.
Quelle:Tim Schwabedissen




Alkoholisierte Bootsfahrer hatten Glück nach Schiffbruch in Finnkona
(22.06.15) Ein Boot mit zwei Personen an Bord lief in Finnkona zwischen Leirfjord und der Insel Dønna auf einen Felsen und schlug leck. Der Fischer Trond Hundal befand sich unweit der Unglücksstelle und wurde Zeuge des Unglücks. Als er näher kam, ragte bereits nur noch der Bug des Bootes aus dem Wasser.
Es gelang ihm, die beiden Insassen unversehrt aus dem Wasser zu retten. Sie standen offenbar unter Alkoholeinfluss. Die Polizei bat ihn auch, zu versuchen, das Boot abzuschleppen, doch dies gelang nicht mehr – es sank wenig später auf 240 Metern Wassertiefe.
Quelle:Tim Schwabedissen




Fischer von Kutter gerettet
(22.06.15) Ein Fischer wurde von seinem Kutter gerettet, der am 22.6. um 8.10 Uhr eine Meile östlich von Portsoy in Aberdeenshire auf Felsen gelaufen war, nachdem sich eine Leine im Propeller verfangen hatte und sein Schiff manövrierunfähig geworden war. Die Aberdeen Coastguard alarmierte die beiden RNLI-Boote aus Macduff und Buckie sowie den Bond 1-Rettungshubschrauber. Das Boot aus Macduff rettete den Mann.
Quelle:Tim Schwabedissen




Havarierter Kutter nach Amble eingeschleppt
(22.06.15) Am 20.6. um 8.23 Uhr wurden die RNLI-Boote aus Amble und Newbiggin von der Coastguard alarmiert, nachdem der Kutter “Boy Mitchell” auf dem Weg vom River Tyne nach Amble Harbour manövrierunfähig geworden war und einen Notruf gefunkt hatte. Aus Newbiggin lief die “Richard Wake Burton” aus und konnte den Kutter des Coble-Typs rasch nahe meteorologischen Masts dicht bei Blyth an der Küste von Northumberland lokalisieren.
Wenig später war eine Schleppverbindung hergestellt, und es ging auf Nordkurs, um das Rettungsboot „The Four Boys“ aus Amble zu treffen. Dieses übernahm dann den Havaristen, und die „Richard Wake Burton“ kehrte nach Newbiggin zurüück, während der Kutter zur Reparatur nach Amble eingeschleppt wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen




Rettungsboot assistierte zwei gestrandeten Yachten binnen 12 Stunden
(22.06.15) Das RNLI-Boot aus Oban, die „Mora Edith MacDonald“ wurde am 19.6. gegen 23.50 Uhr von der Stornoway Coastguard alarmiert, nachdem eine Segelyacht aground im Sound of Mull auf Grund gelaufen war. Das Boot blieb auf Standby, bis das Boot mit steigendem Wasser wieder aufschwamm.
Um 12.47 Uhr des 20.6. musste das Boot den Einsatz bei einem Tag der offenen Tür in Oban abbrechen und erneut ausrücken, weil nun eine Yacht in der Zufahrt des Cuan Sound festgekommen war. Vor Ort wurde das Beiboot ausgesetzt, um die Lage zu sondieren. Die siebenköpfige Crew blieb dann vor Ort, bis die Flut auch dieses Boot wieder flottmachte. Nachdem klar war, dass kein Schaden an Ruder oder Rumpf entstanden war, lief die Yacht mit eigener Kraft nach Craobh Haven ein. Um 17.30 Uhr war das Rettungsboot wieder klar an seiner Station Oban.
Quelle:Tim Schwabedissen




Steiger nach dem Ramming
(Bild: Wasserschutzpolizei St. Goar)   Großbild klick!

Betrunkener Schiffsführer nach Kollision beurlaubt
(20.06.15) Mit einem neuen Schiffsführer ging das deutsche Fahrgastschiff „Asbach", 604 ts (EU-Nr.: 904033080), am 19.4. wieder in Fahrt, nachdem es tags zuvor auf dem Rhein bei Boppard großen Schaden angerichtet hatte. Er hatte zuerst einen Anleger und danach eine Ufermauer gerammt. Es war ein Schaden von mindestens 40.000 Euro entstanden.
Die „Asbach“ war von Rüdesheim rheinabwärts Richtung Koblenz unterwegs gewesen und wollte am Steiger in Boppard anlegen.
Doch zunächst verfehlte sie ihn, danach rammte das Schiff den Steiger mit dem Bug. Die Brücke riss am Ufer aus ihrer Verankerung. Der Schiffsführer nahm anschließend Kurs auf ein weiteres Ausflugsschiff, das talabwärts am nächsten Steiger lag. Um aber nicht noch auch dieses Schiff zu rammen, stellte er den Antrieb auf „Voll zurück“.
Bei diesem Manöver prallte die „Asbach“ aber mit dem Heck gegen eine Ufermauer, die ebenfalls Schaden nahm. Erst dann gelang es, festzumachen. Die 100 Fahrgäste kamen mit dem Schrecken davon und gingen von Bord. Das Schiff lief noch nach Koblenz weiter.
Die Wasserschutzpolizei-Station Koblenz wurde über den Unfall informiert und gebeten. die Fahrtüchtigkeit des Schiffsführers zu überprüfen und die Unfalldaten zu erheben. Ein Alkoholtest ergab einen Wert von 1,07 Promille.
Die „Asbach“ war am 19.6. wieder zwischen Koblenz und Rüdesheim unterwegs. Sie hatte lediglich Dellen und Lackschäden davongetragen. Gegen den von seiner Reederei beurlaubten Schiffsführer ermittelten nun die Behörden.
Der beschädigte Schiffsanleger in Boppard war erst am 17.6. wieder in Betrieb genommen worden. Vor einem Jahr hatte ein Binnenschiff ihn bereits einmal demoliert.
Quelle:Tim Schwabedissen




Die Verletzten werden abgeborgen
(Bild: USCG)   Großbild klick!

Schleuse nach Schiffskollision trockengelegt
(20.06.15) Die US Coast Guard setzte ihre Arbeit an dem Kreuzfahrtschiff "Saint Laurent", 4954 BRZ, fort, das am 18.6. bei der Kollision mit einer Betonwand der Eisenhower-Schleuse auf dem St. Lawrence Seaway in Massena, New York, leckgeschlagen war, fort. Am Abend wurden 30 Verletzte, darunter ein Crewmitglied, abgeborgen. Zwei kamen stationär ins Vermont Medical Center in Burlington, die übrigen 28 konnten nach einer Behandlung wieder an Bord zurückkehren.
Wegen der großen Anzahl Verletzter wurden 10 Ärzte und 52 weitere Bedienstete herbeigerufen. Außerdem wurden Übersetzer benötigt, weil viele Passagiere nur Französisch bzw. wenig Englisch sprachen. Dann wurden alle Fahrgäste samt ihres Gepäcks in Körben von dem in der trockengelegten Schleusenkammer liegenden Havaristen an Land gehoben. In Bussen wurden sie nach Montreal transportiert.
Personal der Saint Lawrence Seaway Development Corporation assistierten bei der Evakuierung. Die U. S. Customs and Border Protection war an Bord, um alle Zollformalitäten zu erledigen. Nach sechs Stunden war das Schiff geräumt. Insgesamt wurden 274 Personen, darunter die Crew, an Land gebracht. Bei einer Untersuchung des Schiffes wurde festgestellt, dass der Bug auf einer Länge von 10 Fuß eingedrückt worden war, wodurch es zu einem Wassereinbruch im Vorschiff gekommen war.
Nachdem die Schleuse teilweise geleert worden war, lief kein Wasser mehr nach. Der Schiffsverkehr auf dem betroffenen Abschnitt des Wasserwegs musste eingestellt werden, mindestens neun Schiffe waren von der Speerrung betroffen. Bis die „Saint Laurent“ abgedichtet war, blieb die Schleuse zu beiden Seiten geschlossen.
Die „Saint Laurent“ hat eine Tragfähigkeit von 200 Tonnen und vermag 226 Passagiere zu transportieren. Sie läuft für die Clipper Cruises in Miami. Das Schiff wurde 2001 erbaut, ist 91 Meter lang, 15 Meter breit und hat drei Meter Tiefgang.
Quelle:Tim Schwabedissen




Drei Einsätze für Seenotkreuzer Eugen
(20.06.15) Gleich drei Einsätze nacheinander hatten die Seenotretter der Station Greifswalder Oie der DGzRS vom frühen Morgen des 19.6. bis in die folgenden Mittagsstunden. Um zwei Uhr wurde der Seenotrettungskreuzer „Eugen“ alarmiert, nachdem auf dem Freesendorfer Haken, einer dem Peenemünder Festland vorgelagerten Sandbank an der Mündung der Peene, die Wolfsburger 22-Tonnen-Segelyacht „Hanan“ mit einem Mann an Bord festgekommen war.
Die 15 Meter lange Yacht hatte einen leichten Wassereinbruch erlitten und saß aufgrund der besonderen Kielform so fest auf Grund, dass die Seenotretter in der Nacht Verstärkung durch die Besatzung des Seenotrettungsbootes „Heinz Orth“ der Station Freest anforderten. Gemeinsam gelang es dann, die Yacht freizuschleppen. Die „Heinz Orth“ brachte das Schiff nach Kröslin, wo es sofort mit Hilfe eines Krans an Land gehoben wurde.
Kurz nachdem die „Eugen“ auf ihre Station zurückgekehrt war, meldete sich der Kapitän des deutschen Fahrgastschiffes "Mönchsgut", 270 BRZ (IMO-Nr.: 8013144). Im engen Fahrwasser des Peenestromes war das Schiff kurzzeitig vom Kurs ab- und daraufhin festgekommen. Durch den vorherrschenden Seitenwind kam das Schiff durch eigene Maschinenmanöver nicht mehr frei. Der Seenotrettungskreuzer konnte das Fahrgastschiff innerhalb kürzester Zeit freischleppen. Es kehrte zum Ausgangshafen Peenemünde zurück. An Bord befanden sich 16 Passagiere.
Noch auf dem Rückweg zur Station meldete sich eine weitere Segelyacht mit Heimathafen Stralsund, die kurze Zeit später ganz in der Nähe des vorigen Einsatzortes aufgelaufen war. Auch hier konnten die Seenotretter schnell helfen. Die vier Segler an Bord konnten ihren Törn fortsetzen.Erst gegen Mittag traf der Seenotrettungskreuzer wieder auf seiner Station ein.
Im Revier herrschten westliche Winde mit Stärken von fünf Beaufort.
Quelle:Tim Schwabedissen




Frachter in Kabel verfangen
(20.06.15) Am 18.6. verfing sich der Anker des moldawischen Frachters "Alize", 794 BRZ (IMO-Nr.: 8519954), der sich auf der Fahrt von Kherson nach Bandirma, im nördlichen Ausgang des Bosporus mit einem Seekabel, das er vom Grund mit hochzog. Das Schiff hinh vor Garipçe fest. Der Schlepper "Kurtarma 8" und das Rettungsboot "Kiyi Emniyeti 1" kamen zu Hilfe. Um 22.40 Uhr war der Frachter befreit und konnte vor Buyukdere Anker werfen.
Quelle:Tim Schwabedissen




Vier Mann von sinkendem Charterboot gerettet
(20.06.15) Die US Coast Guard rettete am 19.6. vier Personen von dem sinkenden, 31 Fuß langen Charterboot „Datbytes“ rund fünf Meilen vor Manitowoc. Um 23.45 Uhr war die Coast Guard Lake Michigan in Milwaukee durch einen Mayday-Ruf alarmiert worden, nachdem das Schiff starken Wassereinbruch erlitten hatte. Sofort wurde eine Rettungscrew der Coast Guard-Station Two Rivers, die in der Nähe traninierte, zum Boot geschickt. Die Retter waren binnen fünf Minuten vor Ort.
Vor Ort wurde als erstes die vierköpfige Crew abgeborgen. Dann gingen zwei Seenotretter an Bord des Havaristen, um mit einer Lenzpumpe gegen den Wassereinbruch anzugehen. Doch die Pumpe kam gegen das Wasser nicht an, das weiter im Schiffsinnern stieg, und rasch gingen die Männer wieder von Bord.
Nur Minuten, nachdem sie wieder auf ihrem 45-Fuß-Boot waren, stellte sich die“Datbytes“ aufs Heck und versank auf 90 Fuß Wassertiefe. Die Geretteten wurden unversehrt an der Manitowoc Marina abgesetzt. Inspektoren des Coast Guard Marine Safety Detachment Sturgeon Bay fanden keine Spuren einer Wasserverschmutzung an der Untergangsstelle.
Quelle:Tim Schwabedissen




RNLI rettete sechs Personen von leckgeschlagener Yacht
(20.06.15) Sechs Personen wurden von einer Yacht, die am 19.6. um 23.40 Uhr nahe Calve Island im Sound of Mull auf Grund gelaufen war und Wassereinbruch erlitten hatte, abgeborgen. Die Stornoway Coastguard kam dem Boot, auf dem sich zwei Erwachsene und vier Kinder befanden, zu Hilfe.
Aus der Luft und von See her steuerten sie das Boot südöstlich der Tobermory Bay an, im Einsatz waren das RNLI-Boot aus Oban und ein Rettungshubschrauber aus Inverness. Das Rettungsboot barg alle Personen ab, während der Helikopter das Szenario ausleuchtete. Am 20.6. konnte die Yacht bei Hochwasser wieder flottgemacht werden.
Quelle:Tim Schwabedissen




Feuer auf Stena-Fähre vor Killingholme
(20.06.15) Am 19.6. um 21.26 Uhr wurde das RNLI-Boot aus Humber, die "Pride of the Humber" von der Coastguard alarmiert, nachdem auf der holländischen Fähre "Stena Transit", 33690 BRZ (IMO-Nr.: 94693988), ein Maschinenraumbrand ausgebrochen war. An Bord waren 180 Personen, und der Havarist ankerte im Fahrwasser vor Grimsby. Vor Ort wurden Vorbereitungen getroffen, nötigenfalls das Schiff zu evakuieren. Die Passagiere wurden auf den Rettungsstationen gemustert.
Währenddessen war die Crew bereits gegen den Brand vorgegangen, und zwei Ingenieure kontrollierten, ob die Brandbekämpfung erfolgreich verlaufen war. Zwei Schlepper kamen aus Immingham, während die Coastguard kontinuierlich die Verbindung mit der Fähre aufrecht erhielt. Nachdem klar war, dass niemand zu Schaden gekommen und das Feuer gelöscht war, wurde der Maschinenraum belüftet.
Die Schlepper und das Rettungsboot blieben währenddessen auf Standby. Dann konnten der Maschinenraum wieder betreten und die Systeme hochgefahren werden . Nach eineinhalb Stunden verließ die „Pride of the Humber“ den Einsatzort. Die Fähre, die aus Rotterdam gekommen war, lief am 20.6. um 7.20 Uhr mit eigener Kraft nach Immingham ein.
Die „Stena Transit“ entstand 2011 bei den Samsung Heavy Industries, Geoje. Sie ist 212 Meter lang, 26,7 Meter breit, hat 6,3 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 8.423 Tonnen. Sie vermag bis zu 300 Fahrgäste aufzunehmen und hat 4.000 Spurmeter.
Die Stena Roro Ab Göteborg hatte sie zur Ablieferung im November 2011 in Auftrag gegeben. Am 19.9. wurde sie an die Stena North Sea Ltd, Clydebank, übergeben und kam unter holländische Flagge. Am 26.9. ging sie als „Nykcos“ in eine Charter für eine Fahrt von Longkou nach Bazoul. Am 1.11. traf sie erstmals im Heimathafen Hoek Van Holland und wurde bei Schiedam endausgerüstet.
Am 7.11. ging sie in den Hoek Van Holland - Killingholme. Auch auf dem Schwesterschiff „Stena Transporter“ war es in diesem Jahr bereits zu einem Feuer gekommen. Am 19.6.2015 entstand es kurz nach dem Auslaufen aus Killingholme ebenfalls im Maschinenraum, konnte aber ebenso rasch gelöscht werden.
Quelle:Tim Schwabedissen




Tanker vor Istanbul wieder frei
(20.06.15) Der auf der Fahrt von Kertsch nach Pascagoula am 18.6. bei Istanbul auf Grund gelaufene Tanker "SCF Khibiny" konnte am 20.6. um 5.30 Uhr aus eigener Kraft wieder abgebracht werden. Der Havarist hatte mit dem Vorschiff auf Sandboden aufgesessen. Nachdem Taucher der Alesta Dalgiçlik die Strandungsstelle im Ahirkapi Distrikt sowie den Rumpf untersucht hatten und keine erkennbarern Schäden vorgefunden hatten, wurde ein Teil der Ladung von 150.000 Tonnen Rohöl umgetrimmt.
Als 4.000 Tonnen von vorn nach achtern umgepumpt waren, löste sich der Tanker vom Grund. Die Bergungsarbeiten wurden vom Istanbul Agenten, der Transbosphor Shipping Agency, koordiniert. Nachdem der Tanker wieder flott war, wurde er, eskortiert von zwei Schleppern, auf der westlichen Reede von Bakirkoy vor Anker gelegt.
Quelle:Tim Schwabedissen




Nachbau einer Hansekogge bereits vor Untergang marode
(20.06.15) Nach dem Untergang des Koggennachbaus „Roland von Bremen“ am 28.1.2014 an der Schlachte in Bremen haben sich Pilze an Bord ausgebreitet und gefährden die Reparatur. Zum Untergangszeitpunkt gehörte das Schiff der Reederei „Hal över“, deren Geschäftsführer Dieter Stratmann es der gemeinnützigen Beschäftigungsgesellschaft „bras – arbeiten für bremen“ schenkte, die es mit Langzeitarbeitslosen sanieren wollte, um die „Roland von Bremen“ an der Schlachte als Museumsschiff zu nutzen.
Doch die Pläne sind nun in Gefahr, nachdem sich das ganze Ausmaß der Schäden gezeigt hat. Schon als das Schiff nach dem Vorbild der 1962 im Weserschlick bei Rablinghausen entdeckten Originalkogge erbaut wurde, waren offenbar gravierende Fehler gemacht worden. An den Nagelgängen, wo die Planken des 23,98 Meter langen und 7,18 Meter breiten Schiffes schindelartig übereinander genagelt wurden, hatten die Erbauer die aus Edelstahl handgeschmiedeten Nägel die Holzfasern beschädigt, weil deren Enden spitz statt flach waren. Auch hätten die Nägel nicht ganz versenkt werden dürfen, denn so konnte Wasser großflächig eindringen.
Mindestens die unteren fünf Nagelgänge sind morsch und müssten komplett neu gemacht werden. Weitere Mängel sind fehlende Wasserabläufe und eine mangelnde Neigung des Decks, von dem das Wasser nicht ablaufen konnte. Unter der Überdachung des Achterdecks wurden auch eigentlich ungefährdete Stellen von Pilz befallen. Das Schiff lag zudem jahrelang in Süßwasser, was seinen Verfall erheblich beschleunigte.
Derzeit laufen Gespräche mit Vertretern von Bauchemiefirmen, um den Rumpf mit Epoxidharzen zu plastinieren, was noch zehn Jahre an der Schlachte verschaffen könnte. Eine andere Option wäre, das Schiff mit einem guten Anstrich an Land aufzubocken.
Bereits in zwei von drei Gutachten wurde 2007 und 2012 der marode Zustand der Hansekogge zutreffend beschrieben. Die Kosten für eine Komplettsanierung dürften jetzt bei 400.000 bis 500.000 statt der ursprünglich veranschlagten 120.000 Euro liegen. Gesichert sind derzeit aber nur 40.000 Euro. Ob die Hansekogge, die auf dem Gelände von „Hal över“ im Neustädter Hohentorshafen liegt, jemals wieder Wasser unterm Kiel bekommt, scheint entsprechend fraglich.
Quelle:Tim Schwabedissen




Kutter "Flamborough Light" wird gelöscht
(Bild: Cecil Garson)   Großbild klick!

Feuer auf Kutter in Stromness
(19.06.15) Zwei Züge der Feuerwehr wurden am 18.6. um 7.30 Uhr zu dem 17 Meter langen Kutter "Flamborough Light" (MMSI-Nr.: 235085082) gerufen, der an der Südpier in Stromness lag und auf dem ein Feuer ausgebrochen war.
Als sie eintrafen, stand der Maschinenraum bereits in Flammen. Einsatzkräfte gingen unter Atemschutz gegen den Brand vor und hatten ihn um 8.04 Uhr unter Kontrolle gebracht. Dann wurde der Raum abgekühlt und mit Wärmebildkameras auf verbliebene Brandnester abgesucht.
Das Feuer hatte erheblichen Schaden angerichtet. Um 9.36 Uhr verließen die letzten Einheiten den Brandort. Die Crew des Kutters war zum Unglückszeitpunkt an Land gewesen. Die Polizei ging von einem Kurzschluss als Brandursache aus.
Quelle:Tim Schwabedissen




Schlepper "Freyoux" auf dem Strand
(Bild: Evelen Gouvea)   Großbild klick!

Schlepper im zweiten Anlauf vom Strand von Itaipu gezogen
(19.06.15) Der brasilianische Schlepper "Freyoux", 206 BRZ (IMO-Nr.: 8951683), lief am Morgen des 15.6. an der Praia de Itaipu in Niterói bei Rio de Janeiro auf Grund. Die Berger der Itaipu Maritime sowie die örtliche Feuerwehr wurden alarmiert, doch beim ersten Versuch, das Schiff aus der Brandung zu ziehen, brachen die Trossen.
Zwei Schlepper konnten den Havaristen erst im zweiten Anlauf wieder flottmachen. Zuvor waren die Trossen an den Bug umgesetzt worden. Aus Rio de Janeiro wurde ein Inspektionsteam in Marsch gesetzt, um die Havarie zu untersuchen.
1958 war unweit von hier der Frachter "Camboinhas" von Argentien kommend auf eine Sandbank gelaufen, nachdem die Trosse eines Assistenzschlepers gebrochen war und das Schiff auf den Strand trieb. Im Zuge der Bergungsarbeiten kamen noch zwei weitere Schlepper am Strand von Itaipu fest.
Mit fünf Schiffen gelang es, diese beiden wieder flottzumachen, doch die schwer beschädigte "Camboinhas" wurde vor Ort abgewrackt. Teile des Rumpfes finden sich aber weiterhin in der Brandungszone.
Quelle:Tim Schwabedissen




Tanker bei Istanbul auf Grund gelaufen
(19.06.15) Im Marmara-Meer kam am 18.6.um 10.09 Uhr auf der Fahrt von Kertsch nach Pascagoula der in Nord-Süd-Richtung laufende, liberianische Tanker "SCF Khibiny", 81085 BRZ (IMO-Nr.: 9224453), auf einer Untiefe im Ahirkapi-Distrikt fest. Die Verkehrszentrale Istanbul hatte noch versucht zu warnen, dass sich der vollbeladene Tanker zu flachen Gewässern näherte, konnte die Havarie aber nicht mehr abwenden.
Das "Kiyi Emniyeti sowie der Schlepper "Kurtarma 7" wurden zur Assistenz des voll beladenen, 275 Meter langen und 159,196 Tonnen tragenden Suezmax-Tankers der Sovcomflot geschickt. Er hatte 150,000 Tonnen Rohöl an Bord.
Quelle:Tim Schwabedissen




Frachter treibt im Pazifik
(19.06.15) Der griechische Bulkcarrier "Navios Kypros", 31169 BRZ (IMO-Nr.: 9254721), trieb seit dem 9.6. nach Maschinenausfall im Pacifik. Am 17.6. befand er sich auf Position 44 50 N 160 40 W, rund 560 Meilen südlich der Aleuten-Inseln. Der Frachter war auf der Fahrt von Tianjin nach Acajutla in El Salvador.
Quelle:Tim Schwabedissen




Autocarrier treibt im Mittelmeer
(19.06.15) Der italienische Autofrachter "Gran Bretagna", 51714 BRZ (IMO-Nr.: 9143702), erlitt am 18.6. im östlichen Mittelmeer Maschinenschaden und trieb rund 190 Meilen nordnordwestlich des Zielhafens Alexandria. Er war auf der Fahrt von Izmir in den ägyptischen Hafen gewesen, als er havarierte.
Quelle:Tim Schwabedissen




17 Verletzte bei Kollision von Kreuzfahrtschiff
(19.06.15) Das unter Bahamas-Flagge laufende Kreuzfahrtschiff "Saint Laurent", 4954 BRZ (IMO-Nr.: 9213129), kollidierte am 18.6. um 21.45 Uhr auf der Fahrt von Montreal nach Toronto mit einem Aufprallschutz am Westtor der Eisenhower-Schleuse auf dem Saint Lawrence Seaway in Massena, New York. Die Coast Guard Buffalo schickte ein 25-Fuß-Boot der Station Alexandria Bay, und Rettungseinheiten und Feuerwehr aus Massena bis hin zum Franklin County wurden alarmiert.
Das Schiff hatte erheblichen Schaden und Wassereinbruch im Bugbereich erlitten. Vorsorglich wurde das meiste Wasser aus der Schleuse abgelassen, sodass das Fahrgastschiff auf dem Betongrund aufsetzte. Währenddessen begannen die Retter mit dem Abbergen verletzter Passagiere. 17 der insgesamt 274 Personen an Bord hatten sich Verletzungen zugezogen und wurden in einem Rettungskorb an Land geholt.
Sie wurden im Massena Memorial Hospital behandelt. Auch 13 Angehörige wurden abgeborgen. Bei den Passagieren handelte es sich um Franzosen. Schulbusse der Massena Central School brachten alle 30 Personen am 19.5. um zwei Uhr zurück an Bord. Die "Saint Laurent" war auf dem Weg zum St. Lawrence River, wo sie in den Sommermonaten neun Mal Clayton anlaufen sollte.
Quelle:Tim Schwabedissen




Alkoholisierter Schiffsführer rammte Steiger auf Rhein
(19.06.15) Ein unter Alkoholeinfluss stehender Schiffsführer hat in Boppard am Nachmittag des 18.6. beim Anlegemanöver eines Fahrgastschiffes erheblichen Sachschaden verursacht. Er wollte an einem Anleger am Rheinufer festmachen, als er mit dem Bug den benachbarten Steiger rammte und aus seiner Befestigung riss.
Er konnte sein Schiff zwar vor der Kollision mit einem weiteren Fahrgastschiff bewahren, prallte dann jedoch mit dem Heck gegen die Uferböschung.
Nachdem es ihm schließlich gelungen war, das Schiff zum Anleger zu manövrieren, konnten die Passagiere wohlbehalten an Land gehen. Der Sachschaden belief sich auf rund 40.000 Euro. Erst in Koblenz wurde dem Mann die Weiterfahrt untersagt. Eine Atemkontrolle hatte 1,1 Promille Alkohol im Blut ergeben.
Quelle:Tim Schwabedissen




Feuer auf Kutter vor Magerøy
(19.06.15) Das norwegische Rettungsboot "Odin" kam am Morgen des 18.6. einem Kutter zu Hilfe, auf dem westlich von Magerøy in Finnmark ein Feuer ausgebrochen war. Die Fischer selbst konnten den Brand in der Startmaschine löschen, dabei kamen ihnen noch andere Schiffe, darunter eines der Marine, zu Hilfe. Die "Odin" schleppte den Havaristen dann nach Honningsvåg ein.
Quelle:Tim Schwabedissen




Crew gekenterten Tankers auf Yangtse weiter vermisst
(19.06.15) Nachdem der chinesische Chemikalientanker "Wan Dong Fang 298" am 17.6. auf dem Yangtse-Fluss bei Nanjing auf der Fahrt von Taizhou nach Hefei unweit des Chuantian Shipyard gekentert war, fehlte von der zweiköpfigen Crew, darunter dem 53-jährigen Eigner, weiter jede Spur. Es gab auch keine Lebenszeichen im Schiff. Die örtlichen Behörden leiteten eine SAR-Operation ein, während Umweltschutzbehörden mögliche Gefährdungen durch die 280 Tonnen Lauge an Bord untersuchten.
Die Ladetanks blieben beim Kentern unversehrt, doch etwas Dieselöl war ausgelaufen. Eine Bergungsaktion wurde durch die Marinebehörde in Nanjing eingeleitet und das Wrack ans Ufer gezogen. Zwei Bergungsschiffe der Jiangsu Jiaolong Harbor Engineering und der Nanjing Yangzi Salvage Engineering sowie zwei Schlepper aus Nanjing waren vor Ort im Einsatz. Sie schleppten das Wrack kieloben zu einer Werft in Nanjing.
Der Tanker ist 33 Meter lang, sechs Meter breit, hat einen Tiefgang von 1,5 Metern und eine Tragfähigkeit von 300 Tonnen. Er läuft für die Bengbu Dongfang Shipping.
Quelle:Tim Schwabedissen




Feuer auf Hummerkutter
(19.06.15) Der Hummerkutter "Wave Guide" geriet am Vormittag des 18.6. im Nordosthafen von Mount Desert in Maine in Brand. Der Eigner konnte sich unversehrt retten. Der Kutter "Crazy Water" zog den Havaristen zu einem anderen Anleger, wo die Brandbekämpfung leichter war.
Offenbar war eine Holzverschalung am Abgasrohr in Brand geraten. Nachdem alle sichtbaren Flammen abgelöscht waren, hörten die Feuerwehrkräfte unter Deck immer noch Geräusche, die auf einen andauernden Schwelbrand hindeuteten.
Quelle:Tim Schwabedissen




Kutter rutschte vom Slip und drohte zu sinken
(19.06.15) Am 18.6. um 10.28 Uhr wurde die RNLI Girvan alarmiert, nachdem der 30 Fuß lange Kutter "Dark Isle" auf einem Slip nahe der Coastguard Station umgekippt war und vollzulaufen drohte. Rasch war das Rettungsboot "Silvia Burrell" zu Wasser gebracht. Der Kutter wurde mit zum Land hin ausgebrachten Leinen gesichert und das eindringende Wasser ausgepumpt.
Dann zog das Rettungsboot die "Dark Isle" in eine aufrechte Position und ging dann längsseits. Nachdem der Kutter gesichert war, konnte er am Liegeplatz endgültig ausgepumpt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen




Kutter saß nach Ruderschaden fest
(19.06.15) Die RNLI Kessock wurde am Abend des 18.6. alarmiert, nachdem um 18.30 Uhr der Kutter "Marigold - A 52" aus Aberdeen eine Meile östlich der Kessock Bridge auf Grund gelaufen war. Die "Robert and Isobel Mowat" war rasch zu Wasser und machte sich auf den Weg zu der "Marigold", die vom Loch Ness durch den Caledonian Canal und das Muirton Basin gekommen war, dann die Schleuse Clachnaharry passiert hatte und durch den Beauly Firth weiter nach Arbroath wollte.
Doch zwei Stunden vor Niedrigwasser erlitt der 56 Fuß lange 55-Tonner Ruderausfall und kam eine Meile östlich der Kessock Bridge nahe der Meikle Mee-Tonne fest. Die zweiköpfige Crew blieb unversehrt, doch es war nicht mehr genug Wasser vorhanden, um den Kutter flottzumachen. Deshalb wurde er mit seinem Anker stabilisiert und dann auf die Flut gewartet.
Die Sorge war, dass Planken im Rumpf des auf die Seite gelegten Schiffes bersten könnten, deshalb waren die Lenzpumpen klar, als die "Marigold" um 22.45 Uhr wieder aufschwamm. Sie wurde dann längsseits genommen und nach Inverness geschleppt. Um 23.35 Uhr war der Einsatz beendet.
Quelle:Tim Schwabedissen




Abgebrannte Sportboot
(Bild: Kustbevakningen)   Großbild klick!

Sportboot vor Edö durch Feuer zerstört
(18.06.15) Am 16.6. wurde das schwedische Küstenwachboot "KBV 310" vom JRCC alarmiert, nachdem auf einem Sportboot vor Edö unweit von Ljusterö ein Feuer ausgebrochen war. Ein Crewmitglied kam ins Krankenhaus. Neben der Küstenwache waren noch weitere Rettungsdienste vor Ort im Einsatz, auch Privatboote waren zu Hilfe gekommen.
Die Crew der "KBV 310" löschte die letzten Brände auf dem völlig zerstörten Boot mit Schaum ab. Nach Rücksprache mit der Schärenstiftung wurde das Wrack zur Insel Edö geschleppt, wo die Versicherung die weiteren Bergungsarbeiten organisieren sollte. Eine Ölsperre wurde vorsorglich ausgelegt.
Quelle:Tim Schwabedissen




SAR-Schiff demolierte Yacht vor Alicante
(18.06.15) Das spanische SAR-Schiff "Clara Campoamor", 3646 BRZ (IMO-Nr.: 9338022), kollidierte am 17.6. gegen zwei Uhr mit einer 18,6 Meter langen Yacht rund 12 Meilen südöstlich von Alicante. Es war am 16.6. gegen 23 Uhr aus dem Hafen von Valencia ausgelaufen. Die Yacht wurde an Backbordseite schwer beschädigt und erlitt Wassereinbruch.
Ein Mitglied der fünfköpfigen Crew erlitt eine Schnittverletzung und wurde ins Krankenhaus der Marina Baixa gebracht. Zwei weitere wurden von der "Salvamar Polaris" (MMSI-Nr.: 224007110) abgeborgen, zwei blieben an Bord und unterstützten die Bergungsarbeiten, in deren Zuge von der "Clara Campoamor" eine zusätzliche Lenzpumpe an Bord gebracht wurde. Später schleppte das Rettungsboot aus Alicante die Yacht nach Villa Joiosa, wo sie gegen neun Uhr des 17.6. eintraf. Die "Clara Campoamor" lief um 13.35 Uhr nach Cartagena ein.
Quelle:Tim Schwabedissen




"Vida Lote II" wird in den Hafen geleitet
(Bild: RNLI)   Großbild klick!

Mit Mobilphon-App navigierte Yacht zwei Mal in einer Woche gerettet
(18.06.15) Am 15.6. gegen Mittag wurde das RNLI-Boot aus Poole alarmiert, nachdem die Segelyacht "Vida Lote II" vor dem Hafen auf Grund gelaufen war. Das 9,75 Meter lange Boot war auf dem Weg von Milford Haven nach Portsmouth, als es vor dem Royal Motor Yacht festkam. Ein Rettungsmann wurde an Bord übergesetzt und half, eine Schleppverbindung herzustellen. Nachdem das Boot wieder frei war, konnte der Motor gestartet werden, und die Yacht wurde in die Salterns Marina eskortiert.
Um 13.20 Uhr war der Einsatz beendet. Bei einer Inspektion stellte sich heraus, dass der Einhandsegler nur mit einer Mobilphon-App entlang der britischen Küste manövrierte. Alle 27 Notraketen waren überaltert, einige schon 13 Jahre über das Datum. Die Coastguard unterzog den Mann einem Sicherheitsbriefing.
Bereits eine Woche zuvor, am 8.6., hatte der glücklose Skipper von den beiden RNLI-Booten aus St Ives, Cornwall, eingeschleppt werden müssen. Damals war der Motor ausgefallen, und das Boot trieb dicht vor Felsen von Hor Point. Es konnte rechtzeitig gesichert werden. Der Skipper hatte die Yacht 2014 in Oban, Schottland, erworben und in Milford Haven überwintert.
Quelle:Tim Schwabedissen




Kanone der "La Juliana"
(Bild: Ministry for Arts, Heritage and the Gaeltacht)   Großbild klick!

Winterstürme legten Wrack der spanischen Armada vor Irland frei
(18.06.15) Schwere Winterstürme haben in den vergangenen zwei Jahren Relikte der spanischen Armada vor der irischen Küste freigelegt. Dadurch wurden nun in den Sänden vor Streedagh im County Sligo exzellent erhaltene Kanonen der "La Juliana", die 1588 sank, auf dem Meeresgrund gefunden. Archäologen inspizierten zwei der Geschütze, von denen eine das Bildnis der Heiligen St. Matronatrug, die in Katalonien und Barcelona verehrt wurde, außerdem das Datum 1570, in dem das Schiff erbaut wurde. Nun galt es die Fundstelle vor Plünderungen zu schützen. Seit April waren Plankenreste des Wracks auf die umliegenden Strände getrieben.
Über 1000 Soldaten und Crewmitglieder ertranken, als noch zwei andere Schiffe der Armada, die "La Lavia" und "Santa Maria de Vision", im September 1588 in einem schweren Sturm sanken. Ihre Wracks werden unter Sand vermutet, der sich nicht verlagert hat. Die "La Juliana" trieb zwischen Spanien und Italien Handel, bis König Philip II es zur 130 Schiffe starken Armada abkommandierte, mit der er nach England einfallen und den Thron von Queen Elizabeth I einnehmen wollte. Der 860-Tonner war mit 32 Geschützen bewaffnet und hatte 325 Soldaten sowie eine 79-köpfige Crew an Bord.
Quelle:Tim Schwabedissen




deutscher Marineattaché Jan Hackstein mit der Schraube
(Bild: BAE Systems)   Großbild klick!

Propeller von U 8 wird in Laboe ausgestellt
(18.06.15) Der Propeller des U-Boots "U 8" der kaiserlichen deutschen Marine wurde am 16.6. dem deutschen Marineattaché Jan Hackstein gemeinsam mit anderen Artefakten übergeben und soll im November auf dem Gelände des Marineehrenmals Laboe an der Kieler Förde ausgestellt werden. Die Gegenstände waren 2014 in Kent sichergestellt worden, nachdem sie illegal geborgen worden waren.
"U 8" lief am 14.3.1911 bei der Germaniawerft in Kiel vom Stapel und wurde am 18.6.1911 in Dienst gestellt. Die Kommandanten des U-Bootes waren Wilhelm-Friedrich Starke, Konrad Gansser und Alfred Stoss. In fünf Kriegseinsätzen versenkte es ebenso viele britische Handelsschiffe mit einer Gesamttonnage von 15.049 BRT. Am 4.3.1915 geriet "U 8" im Ärmelkanal westwärts fahrend in eine neugelegte britische Netzsperre.
Die erfolglosen Befreiungsversuche machten den Fischdampfer "Robur" auf das Boot aufmerksam, der eine britische Zerstörerjagdgruppe alarmierte. Die Jagdgruppe bestand aus der "Cossack", "Falcon", "Fawn", "Ghurka", "Kangaroo", "Leven", "Maori", "Mohawk", "Nubian", "Syren", "Ure" und "Viking". Die "Gurkha" ließ ein Sprengschleppgerät zu Wasser, das kurz nach 18 Uhr auf das Boot stieß und explodierte.
Dies hatte einen Wassereinbruch, Beleuchtungs- und Maschinenausfall sowie einen Brand im Inneren des U-Bootes zur Folge. Kapitänleutnant Stoss sah sich zum Auftauchen gezwungen. Er befahl der Besatzung, von Bord zu gehen. Die Zerstörer "Gurkha" und "Maori" nahmen das Boot unter Artilleriebeschuss. Es sank etwa auf der Position ?50° 41' N, 0° 6' O. Alfred Stoss und eine unbekannte Anzahl von Besatzungsmitgliedern wurden von den Briten gerettet.
"U 82 hatte eine Länge von 57,30 Metern, eine Breite von 5,60 Metern, einen Tiefgang von 3,55 Metern und eine Crew von vier Offizieren und 25 Mannschaften.
Quelle:Tim Schwabedissen




Kreuzfahrer der Holland America Line zum zweiten Mal im Einsatz für havarierte Baranof Winds
(18.06.15) Zu einem unerwarteten Lunch an Bord des holländischen Kreuzfahrtschiffs "Noordam" kamen 40 Fahrgäste des Ausflugsbootes "Baranof Wind" (MMSI-Nr.: 367365630) am Jaw Point in der Glacier Bay, nachdem ihr Schiff Maschinenschaden erlitten hatte. Die "Noordam" assistierte am 10.6. um 12.35 Uhr dem 79 Fuß langen Fahrzeug, das nahe des Johns Hopkins Glacier trieb.
Der Kreuzfahrer setzte einen seiner Tender aus, der die 40 Touristne und einen Ranger des Glacier Bay National Park an Bord nahm und sie auf die "Noordam" übersetzte. Nach der Mahlzeit wurden die Ausflügler zur Bartlett Cove gebracht, von wo aus sie um 17.30 Uhr in See gestochen waren. Danach setzte die "Noordam" ihre Reise nach Ketchikan fort, wo sie am 11.6. festmachte. Sie befand sich auf einer einwöchigen Rundreise durch Alaska, zu der sie am 6.6. in Vancouver aufgebrochen war.
Die "Baranof Wind" war bereits am 19.8.2012 in der Glacier Bay im National Park and Preserve havariert, als sie beim Versuch, das Schiff zur Beobachtung von Braunbären dicht unter die Küste zu bringen, auf einen Felsen gelaufen war. Dabei erlitt das Schiff Wassereinbruch. Zwei der 72 Fahrgäste, von denen einer verletzt worden war, wurden seinerzeit von einem Schiff des National Park Service abgeborgen.
Das ebenfalls von der Holland America Line betriebene Kreuzfahrtschiff "Volendam" hatte die anderen 70 Fahrgäste an Bord genommen. Sie wurden nach Bartlett Cove und von dort mit einem anderen Schiff der Allen Marine nach Juneau gebracht. Danach wurde der Havarist nach Sitka gebracht und auf der betriebseigenen Werft der Allen Marine Tours repariert. Bei dem Unglück waren auch ein Helikopter der Air Station Sitka und das Patroullienboot "Anacapa" im Einsatz.
Quelle:Tim Schwabedissen




Havarierter Containerfrachter trieb im Englischen Kanal
(18.06.15) Der dänische Containerfrachter "Maersk Brooklyn", 48788 BRZ (IMO-Nr.: 9313931), erlitt am Nachmittag des 16.6. Maschinenschaden im Englischen Kanal und trieb zeitweilig in der vielbefahrenen Wasserstraße. Nachdem sich abzeichnete, dass eine schnelle Reparatur nicht möglich war, wurde der Havarist auf einer sicheren Position im Fahrwasser verankert.
Er hatte eine Ladung von 4196 TEU, darunter auch Gefahrgut, an Bord. Die passierende Schifffahrt wurde nicht behindert, aber Dover Traffic warnte sie, aufmerksam zu sein. Am 17.6. um kurz nach Mitternacht schickten die Behörden den Schlepper "Lomax" (IMO-Nr.: 9657832) aus Fawley, der in der Nähe auf Standby ging. Die Reparaturen sollten ohne Fremdhilfe ausgeführt werden.
Der Frachter war am 16.6. gegen zwei Uhr vom SA Deurganck Terminal in Antwerpen ausgelaufen und nach Marsaxlokk auf Malta bestimmt.
Quelle:Tim Schwabedissen




Frachter lief vor Legazpi auf Grund
(18.06.15) Der vietnamesische Frachter "Ocean 03", 4532 BRZ (IMO-Nr.: 9561019), lief am 15.6. beim Ansteuern von Legazpi City im Albay Gulf auf Grund. Das Schiff mit einer 21-köpfigen vietnamesischen Crew an Bord kam 900 Yards vor der Hafeneinfahrt auf einem Korallenriff fest. Er hatte eine Ladung Reis für die National Food Authority in Albay an Bord.
Die Coast Guard Albay schickte ein Team mit Vertretern der Port State Control Division. Am 17.6. gegen 15 Uhr machten Schlepper den Frachter wieder flott. Er wurde vor Legazpi verankert und mit einem Fahrverbot belegt, bis der Schaden am Riff untersucht und eine Tauchinspektion des Rumpfes durchgeführt war.
Quelle:Tim Schwabedissen




Trimaran rammte bei Start des Volvo Ocean Race ein RIB
(18.06.15) Am 16.6. gegen Mittag kam es vor Lorient zu einer Kollision zwischen dem 40 Meter langen Trimaran "Spindrift 2" von Donna Bertarelli und einem Marshall-Schlauchboot der Veranstalter kurz vor dem Start zur neunten und letzten Etappe des Volvo Ocean Race. Das Unglück ereignete sich bei dem Zwischenstopp in Lorient unweit des Startbereichs. Eine Frau wurde mit schweren Beinverletzungen ins Krankenhaus von Lorient gebracht.
Die "Spindrift 2" hatte zunächst still gelegen, ehe es mit hoher Fahrt auf eine Gruppe von Booten der Veranstalter Kurs nahm. Die Crew des RIB sprang in Panik über Bord. Dann traf das aus dem Wasser ragende Ruder des Luvschwimmers des Trimarans das halbstarre Boot. Hätte der Skipper versucht, auszuweichen, hätte ihn die Yacht wohl untergepflügt.
Quelle:Tim Schwabedissen




32 Schiffbrüchige vor Spratly Islands gesunken
(18.06.15) 32 Fischer wurden gerettet, nachdem ihr Kutter am 17.6. gegen ein Uhr vor den Spratly Islands in einem Wirbelsturm sank. Ein lokales SAR-Center hatte Notrufe aufgefangen und einen anderen Kutter in das Seegebiet geschickt. Doch schlechtes Wetter beeinträchtigte die Suche, und erst nach sieben Stunden waren alle Schiffbrüchigen in Sicherheit. Ein Marineschiff versorgte die Männer, ehe sie von einem Kutter zurück an Land gebracht wurden.
Quelle:Tim Schwabedissen




Heiliger Gral der Großen Seen war nur ein Schlepperwrack
(18.06.15) Die "Griffin", die 1679 auf den Great Lakes sank, bleibt weiter verschollen. Bein einem im Lake Michigan entdeckten Wrack, das in 80 Fuß Tiefe nahe Frankfort lag, handelt es sich, anders als zunächst gehofft, definitive nicht um das Schiff des Entdeckers Rene-Robert Sieur de La Salle, der es im Auftrag von König Louis XIV hatte bauen lassen. Das Schiff samt seiner Crew wurde nach dem ersten Auslaufen aus der heutigen Green Bay, Wisconsin, nie wieder gesehen.
Die beiden Taucher Frederick Monroe und Kevin Dykstra aus Muskegon waren Ende 2014 mit Fotos an die Öffentlichkeit gegangen, die die "Griffin" zeigen sollten. Doch am 9.6. untersuchte Michigans Maritimer Archäologe Wayne R. Lusardi das Wrack und stellte fest, dass es mit 80 Fuß Länge doppelt so lang war wie die "Griffin". Es handele sich um einen Schlepper aus dem späten 19. oder frühen 20. Jahrhundert.
Ein Wrackteil, das wie eine Galionsfigur angemutet hatte, war nur ein von Quagga-Muscheln verkrustetes Band, das am Achtersteven angebracht war, um das Ruder zu unterstützen. Der hölzerne Rumpf, der bei Frankfort liegt, wies zudem Feuerspuren auf. Dies passt nicht zu den Erkenntnissen im Zusammenhang mit dem Verschwinden der "Griffin". Außerdem fanden sich ein Dampfkessel samt eines Stahlbetts unweit des Hecks. Nun sollte versucht werden, das Wrack mit den neuen Informationen zu identifizieren.
Quelle:Tim Schwabedissen




Drei Fischer aus Rettungsinsel geborgen
(18.06.15) Die U.S. Coast Guard rettete gemeinsam mit einem Kutter am 16.6. die dreiköpfige Crew des 95 Fuß langen Kutters "Windy 1", nachdem in dessen Maschinenraum 118 Meilen östlich von Brunswick ein Feuer ausgebrochen war. Die Coast Guard Charleston fing auf Kanal 16 einen Mayday-Ruf auf. Die Flammen hatten auf das ganze Schiff übergegriffen.
Der Kutter "Day Boat 1" reagierte auf den Mayday-Relay und setzte Kurs auf die angegebene Position ab. Als er dort eintraf, trieb die Crew der "Windy 1" bereits in einer Rettungsinsel. Er nahm sie rasch an Bord und verständigte die Coast Guard. Ein MH-65 Dolphin Helikopter der Air Station Savannah kam zu Hilfe und winschte die Männer an Bord.
Sie wurden dann zum Charleston Executive Airport nahe Johns Island geflogen. Die Fischer hatten den Schiffbruch unversehrt überstanden. Ihr Schiff wurde aber ein Totalverlust.
Quelle:Tim Schwabedissen




Schadensuntersuchung auf Courage in Bremerhaven hat begonnen
(18.06.15) Der amerikanische Autocarrier "Courage", 52.288 BRZ (IMO-Nr.: 8919922), machte am 17.6. bei der Lloyd-Werft in Bremerhaven zur Reparatur des am 2.6. vor der Küste von Kent erlittenen Brandschadens fest. Er erreichte gegen ein Uhr den Kaiserhafen, nachdem er am 16.6. um 5.50 Uhr Southampton verlassen hatte. In Bremerhaven begannen deutsche Behördenvertreter mit einer Inspektion des Schiffes, die zwischen 24 und 36 Stunden dauern sollte.
Danach und in Abhängigkeit von deren Ergebnissen, sollte mit dem Löschen der Ladung und einer Schadensaufnahme begonnen werden. Am 19.6. sollten Vertreter des amerikanischen Verteidigungsministeriums die Schäden an den Autos und Haushaltsgegenständen ihrer Behörde feststellen. Danach konnten die entsprechenden Truppenteile informiert werden.
An Bord waren 461 Privatfahrzeuge und 204 Haushaltstransporte. Von den Autos waren 419 in Bremerhaven mit Ziel U.S.A. an Bord gekommen, weitere 42 waren nach Southampton, England bestimmt. Von den Haushaltstransporten waren 160 von Antwerpen und Bremerhaven in die U.S.A, bestimmt, 44 nach Southampton.
Die "Courage" ist 199 Meter lang, 32,3 Meter breit, hat einen Tiefgang von 11,6 Metern und eine Tragfähigkeit von 29.213 Tonnen. Sie läuft im Management der American Roll-On Roll-Off Carrier LLC in Park Ridge und wurde 1991 bei den Hitachi Zosen Corporation Maizuru Works als "Aida" erbaut, als die sie bis 2005 lief.
Quelle:Tim Schwabedissen




Landungsboot sank bei NATO-Manöver
(18.06.15) Ein polnisches Landungsboot sank am 17.6. bei dem NATO-Manöver BALTOPS 2015 vor der nordpolnischen Küste. Das Landungsschiff hatte Truppen auf einem Strand bei Ustka abgesetzt. Als es zu einem Transporter zurückkehrte, geriet es in Schwierigkeiten und ging 150 Meter vom Ufer entfernt unter. Die beiden Crewmitglieder wurden gerettet. An dem Manöver nehmen 49 Schiffe aus 15 Nationen teil.
Quelle:Tim Schwabedissen




Wieder Schiff auf Yangtse gekentert
(18.06.15) Am Morgen des 18.6. sank ein chinesischer Frachter auf dem Yangtse-Fluss unweit der Stadt Nanjing in der Jiangsu-Provinz. Der 300-Tonner kenterte, und Rettungskräfte suchten auf dem Rumpf nach der zweiköpfigen Crew. Es gab bislang keine Lebenszeichen. Die Ladung, Natriumhydroxyd, lief bislang nicht aus.
Quelle:Tim Schwabedissen




Kutter sank vor Menemsha Harbor
(18.06.15) Der 33 Fuß lange Kutter "Robert C" aus Fairhaven sank am 15.6. um 12.08 Uhr rund 1,5 Meilen vor Menemsha Harbor auf 50 Fuß Tiefe bei Martha's Vineyard, nach der Kollision mit dem 40 Fuß langen Kutter "Pedlar" aus demselben Heimathafen. Der Skipper des Holzschiffes wurde von der "Shearwater" unversehrt gerettet.
Von der Coast Guard Station Menemsha lief ein 47-Fuß-Boot aus, bei dessen Eintreffen der Fischer aber schon in Sicherheit war. Ein 25-Fuß-Boot las danach Treibgut auf. Der Skipper plante keine Bergung der 1939 erbauten "Robert C", die auch kein Schifffahrtshindernis darstellte.
Quelle:Tim Schwabedissen




Whirlpool trieb nach Schiffbruch im Englischen Kanal
(18.06.15) Das RNLI-Boot aus Newhaven, die "Daniel L Gibson", wurde am 17.6. alarmiert, weil um 16.50 Uhr eines von zwei Hausbooten, die ein Schlepper transportierte, Wassereinbruch erlitten hatte. Das Rettungsboot ging auf Südkurs, wo der Schleppzug auf dem Weg in die Themse war. Als es um 17.12 Uhr auf der Position sieben Meilen vor Newhaven eintraf, war rasch klar, dass es nicht mehr viel zu retten gab.
Das 22 Meter lange Hausboot hatte sich sinkend bereits auf die Seite gelegt und verschwand um 17.36 Uhr unter der Wasseroberfläche. Danach machten sich die Seenotretter gemeinsam mit der Schleppercrew daran, Treibgut einzusammeln. Mit einer Leine und einer Boje wurde die Position markiert und die Coastguard informiert.
Als zu groß für eine Bergung durch die Seenotretter erwies sich ein Whirlpool, der sich vom sinkenden Hausboot gelöst hatte und nun im Englischen Kanal trieb. Die letzte bekannte Position wurde der Dover Coastguard übermittelt, ehe das Rettungsboot um 18.30 Uhr nach Newhaven zurückkehrte.
Quelle:Tim Schwabedissen




Taucher an der "Gribshunden"
(Bild: Soedertoerns Hoegskola)   Großbild klick!

Wracktaucher entdeckten grinsendes Monster auf dem Meeresgrund
(17.06.15) Unterwasserarchäologen, die das Wrack der vor 520 Jahren gesunkenen "Gribshunden" vor Blekinge untersuchten, machten am 15.6. eine Entdeckung, die sie als unwirklich beschreiben. Am Bug entdeckten die Taucher eine wolfsähnliche, grinsende Monstergestalt, bei der es sich um die Galionsfigur handelte. Mit diesem Monster wollte der dänische König Feinde einschüchtern, sagte Prof. Johan Rönnby, Professor für Unterwasserarchäologie an der Södertörns Högskola, der keine ähnlichen Funde einer Figur aus dieser Zeit kannte.
Es sei eine ganz andere Art von Kunst, brutaler und mittelalterlicher, verglichen mit der späteren Kunst wie bei der 1628 in Stockholm gesunkenen "Wasa" von König Gustav Adolf. Drei Tage lang untersuchten Taucher das Wrack der "Gribshunden". Die Hoffnung war, eine größere Studie im nächsten Sommer durchführen zu können, bei der mehr Sediment entfernt und so ein besserer Einblick ins Wrack gelingen soll.
Das 30 Meter lange und acht bis neun Meter breite Schiff wurde am Ende des 15. Jahrhunderts erbaut. Es verband die Schiffbau-Technologie des ausgehenden 14. und des beginnenden 15. Jahrhunderts und war 1495 auf dem Weg von Kopenhagen nach Kalmar, als beim Auslaufen aus dem Hafen von Ronneby ein Feuer an Bord ausbrach und es zerstörte. Die "Gribshunden" war im Auftrag des dänischen Königs Hans unterwegs, um zu versuchen, Schweden wieder in die Kalmarer Union zurück zu bringen.
Quelle:Tim Schwabedissen




Abtransport der Verletzten
(Bild: Tebben Willgrubs)   Großbild klick!

Sieben Verletzte bei Kollision der Frisia V
(17.06.15) Das deutsche Fährschiff "Frisia V", 1007 BRZ (IMO-Nr.: 8827181), kollidierte am 16.6. gegen 14 Uhr nach einem Schaden an der Steuerung der Ruderanlage von Norderney kommend beim Einlaufen in den Hafen von Norddeich mit dem Molenkopf. An Bord befanden sich insgesamt 187 Passagiere und zwölf Besatzungsmitglieder. Durch den Aufprall wurden fünf Passagiere leicht, zwei schwer verletzt. Sie wurden mit Krankenwagen ins Norder Krankenhaus transportiert.
Bei der Kollision wurde auch ein Dalben an der Molenspitze abgeknickt. Der Schaden am Schiff war ebenfalls beträchtlich.
An der Havarie war nach vorläufigen Erkenntnissen der Wasserschutzpolizei Wilhelmshaven ein technisches Versagen in der Ruderanlage verantwortlich. Nach dem Umschalten von Automatik- auf Handbetrieb funktionierte das Ruder nicht mehr. Der 59-jährige Kapitän versuchte noch vergeblich, den Zusammenstoß mit einem Maschinenmanöver zu verhindern. Die Wasserschutzpolizei hat gegen ihn ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung eingeleitet. Die Ermittlungen dauerten an.
Bereits am 21.4.2010 war die Fähre um dieselbe Zeit mit Dalben und Pollern im Hafen von Norddeich kollidiert, als sie bei acht Beaufort Wind einlief und vom Kurs abgebracht wurde. Damals wurden zwei Fahrgäste verletzt, eine Frau kam ins Norder Krankenhaus. Der Schaden, den die Fähre am Vorschiff erlitten hatte, wurde bei der Neptun-Werft in Emden beseitigt.
Quelle:Tim Schwabedissen




KNRM "Hoop op Zegen - UK 12"
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Christien schleppte zwei Mal Kutter ein
(17.06.15) Zwei Kutter havarierten binnen weniger Tage vor der Küste von Ijmuiden. Am 12.6. wurde die KNRM-Station Ijmuiden alarmiert, nachdem die holländische "Hoop op Zegen - UK 12", 48 BRZ (IMO-Nr.: 8432780), Maschinenprobleme erlitten hatte. Nachdem sie zunächst von der "Mercuri" abgeschleppt wurde, übernahm das Rettungsboot "Christien" das Einbringen in den Fischereihafen von Ijmuiden.
In der Nacht zum 17.6. erwischte es dann die ebenfalls holländische "Elisabeth - YE 139", 115 BRZ (IMO-Nr.: 8516938), rund drei Meilen vor dem Hafen. Nachdem er Maschinenausfall gemeldet hatte, rückte erneut die "Christien" aus. Nachdem zwei Rettungsmänner an Bord des Havaristen abgesetzt waren, halfen diese, eine Schleppverbindung herzustellen, und in den Morgenstunden konnte der Kutter dann nach Ijmuiden eingeschleppt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen




Kapitän der Hamburg in Belfast verurteilt
(17.06.15) Während das auf den Bahamas registrierte Kreuzfahrtschiff "Hamburg" weiter in Bremerhaven repariert wird und bis auf weiteres durch das einstige Traumschiff "Deutschland" ersetzt wurde, hat sich der Kapitän Joao Manuel Fernandes Simoes (58) am 16.6. vor dem Belfast Magistrates Court in zwei Fällen für schuldig am Unfallgeschehen erklärt.
Er habe gegen die SOLAS-Regularien verstoßen und die Havarie am 11.5. nicht rechtzeitig der Verkehrsüberwachung gemeldet. Er wurde deshalb zu jeweils 400 Pfund Strafe für beide Anschuldigungen verurteilt.
Das Schiff war am Unglückstag auf dem Weg nach Tobermory im Rahmen einer Reise von Dublin nach Hamburg gewesen. Doch es konnte nicht in die Bucht einlaufen, weil sich dort bereits zwei Kreuzfahrtschiffe befanden und blieb deshalb zunächst zwei Meilen nordöstlich des populären Hafens.
Gegen 13 Uhr erhielt die "Hamburg" Einlaufgenehmigung und nahm Kurs auf den Hafen. Dieser wurde abgesetzt dicht bei einer Fahrwassertonne an Steuerbordseite, doch die Zufahrt war nördlich der Tonne. Daraufhin geriet der Kreuzfahrer an Backbordseite auf Felsen, die auch den Propeller beschädigten und es daraufhin zu einem zeitweiligen Blackout kam.
Die Backbordmaschine war nach der Grundberührung nicht mehr funktionstüchtig, und nur mit der verbliebenen Hauptmaschine wurde die Tobermory Bay erreicht. Nach einer internen Inspektion erfolgte durch die Reederei die Anweisung, nach Belfast weiterzulaufen. Gegen 18 Uhr erfuhr die Mutter eines Crewmitglieds aber über Telefon, was geschehen war.
Als dann der Telefonkontakt abbrach, befürchtete sie das Schlimmste und alarmierte die irische Coastguard, die wiederum die englischen Kollegen verständigte, die Kontakt mit dem Schiff aufnahmen.
Der Richter K. Nixon war sich bewusst, dass auch andere Personen sich auf der Brücke befunden hatten, doch es sei am Kapitän, die Verantwortung inne zu haben. Der Surveyor in Charge of MCA Glasgow, Fraser Heasley sagte, dass der Vorfall auch schlimmer hätte ausgehen können. Durch mangelhaften Ausguck sei die Sicherheit von Passagieren und Crew gefährdet worden. Die Weiterfahrt nach Belfast erfolgte, ohne dass die Behörden verständigt worden seien und der Schiffsboden durch Taucher auf mögliche Schäden untersucht wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen




Frachter notankerte nach Maschinenausfall vor Delfzijl
(17.06.15) Am 16.6. gegen 18.30 Uhr erlitt der unter Antigua-Barbuda-Flagge laufende Frachter "Medum", 4115 BRZ (IMO-Nr.: 9155406), bei Probefahrten auf der Nordsee Maschinenausfall und musste vor Delfzijl notankern. Die Schlepper "Blexen", 218 BRZ (IMO-Nr.: 8711409), und "Finn", 213 BRZ (IMO-Nr.:7619290), wurden aus Emden zu Hilfe gerufen und nahmen den Havaristen auf den Haken. Er sollte bei den Nordseewerken Emden repariert werden und erreichte den Hafen gegen 22 Uhr.
Das Schiff hatte erst am 18.5. nach längerer Aufliegezeit den Hafen von Leer am Haken der Schlepper "Gruno III" und "Gruno IV" verlassen, um bei der Emder Werft und Dockbetriebe GmbH (EWD) überholt zu werden und wieder Klasse zu erhalten.
Quelle:Tim Schwabedissen




Propeller von "U 8" kehrt nach 100 Jahren heim
(17.06.15) Ein Propeller von "U 8", des ersten deutschen U-Boots, das im 1. Weltkrieg versenkt wurde, ist jetzt von der Maritime and Coastguard Agency an die Deutsche Marine übergeben worden. Die Zeremonie fand an Bord der Fregatte "Karlsruhe" statt, die in der Portsmouth Naval Base lag. Jan Hackstein, der deutsche Marineattaché, sagte, dies sei ein wunderbares Zeichen der Freundschaft.
Das Artefakt war im Rahmen einer Beschlagnahme illegal geborgener Gegenstände 2014 von der Polizei in Kent sichergestellt worden. Es wurde dem UK's Receiver of Wreck, Alison Kentuck, übergeben, ehe es nach 100 Jahren nun nach Deutschland zurückkehrt. "U 8" hatte im 1. Weltkrieg fünf britische Handelsschiffe versenkt, ehe es selbst im März 1915 verloren ging.
Quelle:Tim Schwabedissen




Bulker treibt im Indischen Ozean
(17.06.15) Der unter Panama-Flagge laufende Bulkcarrier "Filia Grace", 16041 BRZ (IMO-Nr.: 9125229), trieb am 15.6. manövrierunfähig auf Position 22 00 S 063 15 O im Indischen Ozean. Das Schiff war auf dem Weg nach Bata in Äquatorial Guinea und hatte vermutlich Reis geladen.
Quelle:Tim Schwabedissen




Suche nach überfälliger Yacht
(17.06.15) Das MRCC Papeete ist ohne Nachricht von der Yacht "Rua Mata", seit diese mit drei Personen im Alter um die 60 Jahren an Bord am 31.5. die Insel Raiatea verließ. Das Einrumpfboot vom Typ Beneteau Oceanis ist 13 Meter lang und hat einen weißen Rumpf. Es war nach Hiva Oa und Ua Pou auf den Marquesas-Inseln unterwegs. Die möglicherweise geplanten Zwischenstopps waren nicht bekannt.
Quelle:Tim Schwabedissen




Muschelkutter vor San Giorgio gehoben
(17.06.15) Am 16.6. wurde das Wrack des italienischen Muschelkutters "Sparviero" (MMSI-Nr.: 247100750) geborgen, der am 2.4. in einer Muschelfarm zwischen Civitanova und Porto Sant'Elpidio gesunken war. Während sich der Skipper Leonardo Chai und eines der Crewmitglieder, Aldo Leo, seinerzeit hatten retten können, kamen Michele Fini, Giorgio Toma Viorel, Maroga Costeli und Simion Vasile ums Leben.
Die Bergung wurde mit der Kranbarge "Fortunato" aus Chioggia durchgeführt und begann um sieben Uhr. Die Arbeit wurde koordiniert vom Hafenkapitän von San Benedetto gemeinsam mit Tauchern aus Ortona und dem Maritimen Distriktbüro in Porto San Giorgio. Um 15.30 Uhr war das Wrack an der Wasseroberfläche, wurde ausgepumpt und dann nach San Giorgio geschleppt. Hier wurde es um 18 Uhr auf dem Gelände einer Werft an Land abgesetzt.
Quelle:Tim Schwabedissen




Schlachtfeld der Skagerrakschlacht im Vorfeld der 100-jährigen Wiederkehr untersucht
(17.06.15) Beim Kartieren des Meeresgrunds im Skagerrak durch die britische HMS "Echo" wurde das Wrack eines nach einem Feuer in den 1980er Jahren gesunkenen Bohrinselversorgers gefunden. Ziel war eigentlich die Untersuchung der 1916 in der Skagerrakschlacht versenkten Kampfschiffe. Erstmals wurde dabei Technologie des 21. Jahrhunderts zum Scannen der Wracks durch das Forschungsschiff eingesetzt.
Dabei entstanden u.a. dreidimensionale Bilder von HMS "Invincible", die eines von 25 Schiffen war, die am 31.5.1916 vor der dänischen Küste sanken, darunter 14 britische. Über 8500 Menschen kamen in einer der größten Seeschlachten der Geschichte ums Leben, 6094 auf britischer und 2551 auf deutscher Seite.
Im Vorfeld der 100-jährigen Wiederkehr dieser für den Kriegsverlauf letztlich irrelevanten Schlacht hat die HMS "Echo" den Meeresgrund der Nordsee mit State-of-the-Art-Technologie untersucht, um zu helfen, das Bild des Schlachtfelds zu komplettieren. Der Zustand der Wracks war sehr unterschiedlich.
Einige haben enorm unter Bergungsarbeiten nach dem Krieg gelitten, andere wurden erstaunlich intakt vorgefunden. So wurde überliefert, der Kreuzer HMS "Defence" sei zu Atomen reduziert worden, doch tatsächlich lag das Schiff in einem Stück aufrecht auf Grund. Nur der Bug war vom Rumpf abgetrennt.
Die 40-köpfige Crew der "Echo" untersuchte insgesamt 21 Wrackpositionen. Am Ende der Mission wurde ein Kranz zum Gedenken der Gefallenen der See übergeben. Die gewonnenen Daten sollen von dem UK Hydrographic Office in Taunton zur Analyse übergeben werden.
Quelle:Tim Schwabedissen




Schiffsfriedhof vor Tobermory vermutet
(17.06.15) Mindestens 20 alte Wracks dürften in der Owen Sound Bay liegen, wo Unterwasserarchäologen gerade die Untersuchung dreier Überreste abgeschlossen haben. Dabei wurde die Umgebung eines Ausflussrohres des Klärwerks von Tobermory in Ontario inspiziert, wo im April ein gesunkenes Schiff entdeckt worden war. Am 15.6. wurde der Gemeinderat über die Ergebnisse informiert.
Das Wrack befand sich 200 Meter vor dem östlichen Ufer in Süd-Nord-Richtung in sechs Metern Wassertiefe. Die Maschine wurde vor dem Untergang ausgebaut. Bei der Hulk handelte sich um den einstigen Schoner "Dan Proctor" aus dem späten 19. Jahrhundert. Der Dreimaster war später zu einer Barge mit zwei 70-Fuß-Ladekränen umgebaut, um in den 1930er-Jahren Holz von Fitzwilliam Island zur Keenan-Mühle zu transportieren. Das Schiff wurde zwischen 1937 und 1939 versenkt, möglicherweise als Wellenbrecher.
Ein ROV fand außerdem zwei weitere Rümpfe, die mit Side-Scan-Sonar untersucht wurden. Sie lagen fast aufeinander südlich der Stadt. Es wurde wegen der vorgefundenen Rudertechnologie vermutet, dass sie aus der Zeit zwischen 1840 und 1880 stammten. Bug und Heck beider Schiffe fehlte. Die ausgeschlachteten Wracks waren in Ost-West-Richtung orientiert und lagen an den Dalben eines 1909 errichteten Liegeplatzes.
Diese Dalben waren bei dessen Bau durch den Rumpf eines der beiden Schiffe getrieben, weshalb dieses bereits vor der Konstruktion der Anlage dort gelegen haben muss und das Vorhandensein den Arbeitern nicht bewusst war. Die damaligen Arbeitsschiffe hatten eine Lebensspanne von 20 bis 40 Jahren und wurden dann üblicherweise versenkt, sodass nach und nach ein ganzer Schiffsfriedhof entstand. Mit Ausnahme der in trübem Wasser liegenden "Dan Proctor" könnten diese Wracks helfen, den Tauchtourismus in der Bucht voranzubringen.
Quelle:Tim Schwabedissen




Brennende vietnamesische Fischkutter
(Bild: The Pew Charitable Trusts)   Großbild klick!

Palau zerstört vier vietnamesische Kutter
(16.06.15) Eine kleine Flotte von vier vietnamesischen Holzkuttern ging am 11.5. rund 25 Meilen vor der Küste von Palau in Flammen auf. Sie waren in den vergangenen Wochen beim illegalen Fischfang aufgebracht worden. Durch das Verbrennen sollte eine Gefahr von Trümmern für die Korallenriffe vermieden werden. Die Kapitäne waren bei der Polizei von Palau in Gewahrsam genommen worden, die übrigen 77 Crewmitglieder wurden an Bord zweier ausreichend mit Nahrung und Treibstoff bestückter Kutter auf Heimreise geschickt.
Zeugen an Land hatten die Fischer beim Fang vor der Küste entdeckt. Sie hatten keine Fanggenehmigung, aber bereits 25 Tonnen Seegurken, Haiflossen und Rifffische für den asiatischen Schwarzmarkt an Bord. Seit 2014 waren zuvor bereits 15 vietnamesische Kutter aufgebracht worden.
Der Präsident von Palau hoffte, mit der Vernichtung der Boote ein weiteres Signal zu setzen, nicht in den Hoheitsgewässern auf illegalen Fang zu gehen nach dem Vorbild Indonesiens, wo in den vergangenen Jahren 41 Kutter zerstört wurden. Die Kutter standen auch im Verdacht des Menschen- und Drogenschmuggels. Das kleine Land in Mikronesien hat nur ein Patroullienboot. Das Hoheitsgebiet umfasst 230,000 Quadratmeilen.
Quelle:Tim Schwabedissen




Frachter "Courage"
(Bild: Andreas Spoerri)   Großbild klick!

Autofrachter nach Feuer auf dem Weg nach Bremerhaven
(16.06.15) Am 15.6. gaben die Inspektoren grünes Licht für die Überführung des beschädigten amerikanischen RoRo-Frachters "Courage", 52288 BRZ (IMO-Nr.: 8919922), zur Lloyd-Werft in Bremerhaven. Um 17.30 Uhr warf das vom Feuer an Bord gezeichnete Schiff vom 102 RoRo-Terminal in Southampton los, wo es seit dem 3.6. gelegen hatte, und nahm Kurs auf Bremerhaven, wo es am Morgen des 17.5. eintreffen sollte.
Bei der Lloyd-Werft galt es zunächst eine genaue Schadensaufnahme durchzuführen, gekoppelt mit einer Untersuchung, wie es zum Ausbruch des Brandes am 1.6. kommen konnte. Das Feuer hatte sich über insgesamt vier Decks ausgebreitet. Die Maritime and Coastguard Agency und die US Coastguard hatten in den vergangenen vier Tagen bereits vorbereitende Prüfungen durchgeführt.
Die "Courage" hatte eine Mischung aus neuen und Gebrauchtfahrzeugen sowie Ausrüstung des US-Militärs an Bord gehabt und war von Bremerhaven nach Southampton unterwegs, als es 40 Meilen vor Essex Feueralarm gab. Die 24-köpfige Crew konnte den Brand durch Fluten der Decks mit CO2 ersticken.
Am 7.6. waren erneut Feuerwehren aus Southampton zum Queen Mary 2 Cruiseterminal ausgerückt, nachdem Anrufe auf der "Courage" nicht beantwortet wurden. Nach dem Brand waren die Decks zwar 24 Stunden belüftet worden, doch danach war ein regelmäßiger Telefonkontakt mit der Feuerwehr vereinbart worden.
Als die Wehren von Hightown, St Mary's und Redbridge mit einem Dutzend Einsatzkräften um 21.45 Uhr eintrafen, stellte sich heraus, dass die Sorge vor einer möglichen Vergiftung überflüssig gewesen war - das zum Kontakt benutzte Mobiltelefon war lediglich zum Aufladen in einem anderen Raum gewesen als dem, in dem sich die Crew aufhielt und das Klingeln so nicht hörte.
Quelle:Tim Schwabedissen




Frachter vor Alverstraumen aufgelaufen und leckgeschlagen
(16.06.15) Auf der Fahrt von Slovag nach Etne lief der moldawische Frachter "Frydholm", 682 BRZ (IMO-Nr.:6518360), am Morgen des 16.6. zwischen Kongsøy und Alversund vor Alverstraumen auf Grund. Dabei schlugen zwei Ballastwassertanks leck, und es kam zu einem Wassereinbruch. Das Rettungsboot "Kristian Gerhard Jebsen" wurde zu dem mit Kies beladenen Frachter entsandt und erreichte ihn im Byfjord, nachdem er sich mit eigener Kraft bereits wieder befreit hatte. Es eskortierte ihn nach Laksevåg in Bergen, wo er gegen neun Uhr festmachte. Hier gingen Polizei und Behördenvertreter an Bord und führten einen Alkoholtest beim Kapitän durch, der aber kein Resultat ergab.
Quelle:Tim Schwabedissen




Rettungsmaßnahmen für aufgesessenes Motorboot
(Bild: BRK Kreisverband Main-Spessart)   Großbild klick!

Großeinsatz für gestrandete Motoryacht auf dem Main
(16.06.15) Am 15.6.gegen 13:40 Uhr wurde durch die Integrierte Leitstelle Würzburg ein Großaufgebot von BRK, DLRG, DRK und Feuerwehr zu einer auf dem Main auf Grund gelaufenen 12-Tonnen-Motoryacht mobilisiert. Die Integrierte Leitstelle Würzburg alarmierte nach der ersten Notmeldung den ADAC-Rettungshubschrauber Christoph 18, den BRK-Krankentransportwagen Marktheidenfeld, den DRK-Rettungswagen Wertheim, den BRK-Einsatzleiter Rettungsdienst Main-Spessart, die BRK-Wasserwachten Karlburg, Lohr und Marktheidenfeld sowie die DLRG Wertheim.
Außerdem wurden die Feuerwehren Bettingen, Lengfurt, Marktheidenfeld, Trennfeld und Wertheim alarmiert. Über 70 Einsatzkräfte waren unterwegs, da der Skipper seine genaue Position nicht kannte. Die Einsatzkräfte suchten von Triefenstein-Lengfurt bis Wertheim-Eichel den Main nach dem havarierten Boot ab. In Wertheim-Bettingen wurde es dann außerhalb der Fahrrinne am baden-württembergischen Mainufer von dem Hubschrauber entdeckt.
Zwei der drei Besatzungsmitglieder wurden daraufhin mit Rettungsbooten der Marktheidenfelder Feuerwehr abgeborgen und an Land gebracht. Der Skipper blieb an Bord. Die Yacht lag einen Kilometer unterhalb des Campingplatzes Bettingen auf Grund und hatte einen 30 Zentimeter langen Riss davongetragen, durch den Wasser eindrang.
Offenbar saß sie auf einer Steinbank auf. Taucher brachten zwei Hebekissen unter den Rumpf an und stabilisierten das Schiff so weit, dass es freigeschleppt werden konnte. Nachdem es wieder Wasser unterm Kiel hatte, wurde es zum Yachthafen Bettingen geschleppt, wo das Wasser abgepumpt und der Riss von einem Taucher geflickt wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen




Frachter sicherte sinkendes Motorboot
(16.06.15) Auf der Fahrt von Wismar nach Kvinesdal kam der unter Gibraltar-Flagge laufende Bulkcarrier "Norvind", 4185 BTZ (IMO-Nr.: 9247118), einem 54 Fuß langen Motorboot zu Hilfe, das am 15.5. gegen 16 Uhr in rauer See mit einer zweiköpfigen Crew an Bord rund 4-5 Meilen östlich des -Leuchtfeuers von Lindesnes Wassereinbruch erlitten hatte. Auch die Rettungsboote "Ægir" aus Farsund sowie die "Bill" und "Sundt" aus Mandal liefen zur Hilfeleistung aus.
Zu der Zeit war der Havarist längsseits der "Norvind" fest vertäut worden, sodass er nicht weiter absinken konnte. Der Motorraum war aber bereits vollgelaufen, und das Heck lag unter Wasser. Zwei Rettungsmänner gingen mit Lenzpumpen an Bord. Nachdem das Boot stabilisiert war, wurde es um 17.30 Uhr von der "Ægir" längsseits genommen und nach Høllen abgeschleppt, wobei die "Bill" den Konvoi eskortierte.
Quelle:Tim Schwabedissen




Frachter auf Morskoy-Kanal auf Grund gelaufen
(16.06.15) Der russische Frachter "Medon", 2481 BRZ (IMO-Nr.: 7008609), lief am 13.6. um 20.23 Uhr bei Tonne 37A auf dem Morskoy-Kanal auf Grund, nachdem er kurz zuvor den Hafen von St. Petersburg mit Kurs Nyköping verlassen hatte. Um 20.59 Uhr konnte ein Hafenschlepper den Havaristen wieder flottmachen. Danach wurde er auf Reede von St. Petersburg beordert, wo der Rumpf auf Schäden untersucht wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen




Frachter verlor Anker auf Bhavnagar-Reede
(16.06.15) Der unter Panama-Flagge laufende Frachter "Ever Glory", 11998 BRZ (IMO-Nr.: 7501338), verlor am 15.6. einen Anker samt Kette auf der Reede von Bhavnagar im Golf von Khambhat, Gujarat. Hier war das Schiff am Vortag eingetroffen. Es war nach Alang unterwegs, wo es abgebrochen werden soll.
Quelle:Tim Schwabedissen




Alle Bargen in Utica wieder eingefangen
(16.06.15) Die zwei Bargen, die am Nachmittag des 14.6. gegen die Schutzwälle des Starved Rock Dam in Utica, Illinois, getrieben waren, wurden geborgen. Eine Barge, die mit Mais beladen war, konnte noch am selben Abend, die zweite mit Sand an Bord am Morgen des 15.6. von dem 157 Fuß langen Schlepper "Joyce Hale" auf den Haken genommen werden. Er war mit insgesamt acht Bargen unterwegs, als zwei von ihnen gegen die Schutzzellen stießen. In der Folge brachen insgesamt vier Bargen los.
Die Coast Guard Lake Michigan in Milwaukee wurde um 13:15 Uhr verständigt. Die Crew der "Joyce Hale" konnte zwei der Ausreißer kurz nach der Havarie wieder einfangen, die beiden anderen aber trieben Davon. Ein Helikopter der Coast Guard und Inspektoren Marine Safety Unit Chicago wurden zur Untersuchung in Marsch gesetzt. Das Army Corps of Engineers sperrte zeitweilig die Schleuse. Am Damm und den Bargen entstand nur geirnger Schaden.
Quelle:Tim Schwabedissen




Holländisches Binnenschiff auf Rhein auf Grund gelaufen
(16.06.15) Am Abend des 15.6. um 22.20 Uhr lief das holländische Binnenschiff "Rehoboth", 3901 ts (EU-Nr.: 02331616), bei Au am Rhein bei Flusskilometer 350,800 auf Grund. Am 16.6. prüften Experten, wie sie das Schiff wieder flottmachen könnten. Das Schiff war mit 3.260 Tonnen Mais an Bord nach Köln unterwegs, als es auf der Talfahrt im Auer Grund festkam. Möglicherweise war ein technischer Defekt die Ursache.
Dem Havaristen wurde die Weiterfahrt ebenso wie der Versuch von selbstständigen Befreiungsmanövern untersagt. Ermittlungen zur Unfallursache wurden von der Wasserschutzpolizeistation Karlsruhe aufgenommen. Das Wasser- und Schifffahrtsamt verhängte in dem betroffenen Bereich ein Begegnungs- und Überholverbot.
Quelle:Tim Schwabedissen




Binnentanker auf Leie leckgeschlagen
(16.06.15) Am 15.6. gegen Mittag lief der holländische Binnentanker "Aloha", 2223 ts (EU-Nr.: 02326567), auf einen Stein auf dem Grund des kanalisierten Flusses Leie in Deinze. Dabei wurde der Rumpf aufgerissen, und es kam zu Wassereinbruch. Die "Aloha" die mit Seiseöl von Gent nach Rotterdam um 8.40 Uhr ausgelaufen war, wurde sofort am Kai der Ölfirma Van Damme beim Europalaan festgemacht.
Die Feuerwehr von Deinze rückte mit umfangreichem Gerät und 12 Mann an, um das eindringende Wasser zu lenzen und ausgelaufenes Öl zu neutralisieren. Die Feuerwehr von Gent steuerte drei zusätzliche Lenzpumpen bei. Es gelang, den Havaristen zu stabilisieren und das Leck provisorisch abzudichten, sodass die Reise fortgesetzt werden konnte.
Quelle:Tim Schwabedissen




Bergungsvorbereitungen an Amadeo in heißer Phase
(16.06.15) In den natürlichen Amphitheater Caleta Aguada, geschützt vor den häufig wehenden starken Winden und Stürmen, arbeiten derzeit 70 Einsatzkräfte daran, die gekenterte chilenische Fähre "Amadeo", 9737 BRZ(IMO-Nr.: 7427752), zwei Kilometer vor Paso Kirke zu bergen. In der zweiten Monatshälfte sollte die Bergung in die heiße Phase gehen. Um den 28.7. könnte das Aufrichten durchgeführt werden.
Der Fokus der Arbeit lag derzeit in der Installation von 30 Ankern, die jeweils 350 Tonnen halten können, sowie hydraulischen Kettenzügen und Stahltrossen am Ufer von Aguada, die mit den Bargen und Schleppern verbunden werden, die den Gegenpol bei der Aktion bilden. Das Aufrichten soll binnen fünf Tagen vonstatten gehen. Eine Verzögerung gab es durch einen landesweiten Streik beim Zoll, wegen dem sieben Container mit notwendiger Ausrüstung nicht abgefertigt wurden, bis die Marine vermittelte.
Berger der Resolve Marine Group waren seit dem 8.4. mit den Schleppern "Resolve Earl" und "Aguila III" sowie der Plattform "Marmac 302" vor Ort, Ende April kamen die Schlepper "Quetro" and "Resolve Commander" samt der Plattformen "RMG-280" und "RMG-302" hinzu. Die Bergungskosten dürften am Ende über 100 Millionen Dollar übersteigen.
Quelle:Tim Schwabedissen




Berger-Joint-Venture soll Öl vor Gran Canaria abpumpen
(16.06.15) Die Firma Ardent, ein jüngst erfolgter Zusammenschluss von Titan, Svitzer Salvage und der Ardentia Marine, wurde beauftragt, das Öl des gesunkenen russischen Trawlers "Oleg Naydenov", der vor Gran Canaria in 2,700 Metern Tiefe auf Grund sitzt, abzupumpen. Das Ardent-Ardentia-Joint Venture hat bereits begonnen, die notwendige Ausrüstung zusammenzuziehen.
Dazu gehören Öltanks, die abgesenkt und dann mit Öl befüllt werden, um dann gefüllt an die Wasseroberfläche gebracht zu warden, dazu Auffangtrichter, die über den Leckagen platziert werden und ROVs sowie schweres Hebegerät. Die Ardent-Ardentia wird dabei eng mit der La Sociedad de Salvamento y Seguridad Marítima (SASEMAR) zusammenarbeiten.
Quelle:Tim Schwabedissen




Kreuzfahrtschiff half Ausflugsboot in Alaska
(16.06.15) Das holländische Kreuzfahrtschiff "Noordam" kam am 15.6. einem 79 Fuß langen Ausflugsboot, der "Baramof Wind", zu Hilfe, auf der im Glacier Bay National Park ein Feuer im Maschinenraum ausgebrochen war. Die Crew konnte die Flammen in der Steuerbordmaschine selbst löschen und rief dann um Hilfe. Die "Noordam", die sich in der Nähe befand, schickte einen Tender, der die 40 Passagiere und einen Park Service-Ranger an Bord nahm, und brachte sie zur Barlett Cove.
Danach setzte das Kreuzfahrtschiff die Fahrt nach Ketchikan fort. Die "Baranof Wind" wurde nach Juneau abgeschleppt. Die "Noordam" befand sich auf einer einwöchigen Fahrt in Alaska, die in Vancouver, begann und weiter nach Juneau, Skagway und Ketchikan führte.
Quelle:Tim Schwabedissen




Rettungskräfte sn Bord des Trawlers "Trui Uan Hinte - FD 283"
(Bild: Gerrit de Boer)   Großbild klick!

Kutter mit Matratzen über Wasser gehalten
(15.06.15) Gründlich daneben ging die Premiere des holländischen Schwergutfrachter "Abis Esbjerg", 5465 BRZ (IMO-Nr.: 9671486), im Willemshaven von Harlingen, wo das Schiff am 19.6. nach der Ablieferung an die Abis Shipping am 19.6. getauft werden sollte, am 13.6. in die Backbordseite des britischen Trawlers "Trui Uan Hinte - FD 283", 474 BRZ (IMO-Nr.: 8816120), lief. Bei Windstärke 7 aus Westsüdwest hatte auch Schlepperhilfe den Unfall nicht vermeiden können.
Mehrere Rettungsdienste, darunter die KNRM, der BDS und die Feuerwehr waren bis zum 14.6. damit beschäftigt, den Kutter, dessen Fischluke an Steuerbord von dem Wulstbug des Frachters aufgerissen worden war, über Wasser zu halten. Durch ein Loch von 2x2 Metern und weitere Risse war der Laderaum vollgelaufen, und das Schiff drohte zu sinken.
Das Binnenschiff "Cybernetica" legte sich längsseits, und als erstes wurde ein Lecksegel ausgebracht. Dann wurde der Havarist mit mehreren Pumpen schwimmfähig gehalten, ehe Taucher sich daran machten, das Leck mit einer Stahlabdeckung und zwei Matratzen abzudichten. Währenddessen wurde vorsorglich auch der Kraftstoff ausgepumpt.
Die "Abis Esbjerg" kam mit Schrammen am Bug Davon. Der Frachter ist 112 Meter lang, 17 Meter breit und hatfünf Meter Tiefgang bei einer Tragfähigkeit von 4200 Tonnen. Die "Trui Uan Hinte" ist 40 Meter lang, neun Meter breit und hat 3,5 Meter Tiefgang. Sie sollte zur Reparatur wohl zur Shipdock gehen und würde rund acht Wochen ausfallen.
Quelle:Tim Schwabedissen




Betrunkener Skipper rammte Steganlage und Boot
(15.06.15) Einem 72 Jahre alten Bootsführer ist am 14.6. ein Anlegemanöver im Hafen Stahlbrode im Kreis Vorpommern-Rügen gründlich missglückt. Der Rentner rammte mit seiner 14 Meter langen Stahlyacht die Steganlagen und ein anderes am Steg vertäutes Schiff. Das zuständige Amt überprüfte anschließend den betroffenen und gesperrten Stegabschnitt. Der Skipper der mit einem 98 PS starken Antriebsmotor ausgerüsteten Yacht war zum Unfallzeitpunkt betrunken.
Eine erste Atemkontrolle ergab 1,61 Promille. Der Bootsführer erklärte, erst nach dem Unfall Alkohol getrunken zu haben. Es wurde wegen Verdacht des Nachtrunks eine 2-fache Blutprobenentnahme angeordnet. Zudem bestand der Verdacht, dass der Verantwortliche nicht im Besitz eines Sportbootführerschein-See war.
Quelle:Tim Schwabedissen




Bargen des US-Schleppers "Joyce Hale"
(Bild: USCG)   Großbild klick!

Schleppzug auf Illinois River brach auseinander
(15.06.15) Am Nachmittag des 14.6. rissen sich vier der insgesamt acht Bargen, die der 49 Meter lange US-Schlepper "Joyce Hale" (MMSI-Nr.: 366984919) auf dem Illinois River transportierte, los, nachdem zwei von ihnen gegen die Schutzmauern des Starved Rock Lock in Utica gestoßen waren. Die Coast Guard Lake Michigan und das Army Corps of Engineers wurden um 13.15 Uhr alarmiert. Die Crew der "Joyce Hale" konnte zwei der Bargen rasch wieder einfangen, doch die anderen, die mit Sand und Getreide beladen waren, trieben gegen die Schutzmauer. Die Coast Guard schickte einen Helikopter zu einer Inspektion, und die Marine Safety Unit Chicago leitete eine Untersuchung ein. Das Army Corps of Engineers schloss die Schleusen, bis klar war, dass sie keinen Schaden davon getragen hatten. Neben der Coastguard waren auch die American River Transportation Company und die LaSalle County Emergency Management Agency an der Bergung der Bargen beteiligt.
Quelle:Tim Schwabedissen




Sportboote in Eggers Wiek und Wismar havariert
(15.06.15) Am 12.06.15 gegen 12:00 Uhr meldete sich in der Wasserschutzpolizei Wismar ein Sportbootführer, der in der Eggers Wiek mit seinem Segelboot auf Grund gelaufen war. Wegen der Flaute hatte er seinen Kurs mit dem Außenbordmotor korrigieren wollen. Doch dieser fiel aus, und das Segelboot trieb auf eine Untiefe. Bis zum Eintreffen der Wasserschutzpolizei konnte er sich aber selbst wieder befreien.
Gegen 15.30 Uhr kam es im Bereich Fahrwasser Wismar auf Höhe der Tonne 24 zur Kollision zweier Segelschiffe. Dabei brach bei einem der Boote der Mast. Beide Schiffe konnten dennoch mit eigener Kraft in den Wismarer Hafen einlaufen. Eine Person wurde leicht verletzt, lehnte eine Versorgung vor Ort aber ab.
Die Ursache des Unfalles war noch unklar, beide Schiffsführer machten unterschiedliche Angaben zum Sachverhalt. Die Ermittlungen dauerten an.
Quelle:Tim Schwabedissen




Bark "Kruzenshtern" nach der Kollision mit der Coastguard
(Bild: Steve Benner)   Großbild klick!

Kruzenshtern nach Kollision wieder freigegeben
(15.06.15) Obwohl die Kollision der russischen Bark "Kruzenshtern" mit den isländischen Küstenwachfahrzeugen "Tyr" und "Thor" in Reykjavik während eines Schleppmanövers stattfand, bestanden die örtlichen Marinebehörden darauf, dass die russische Seite für den Schaden aufzukommen habe. Die Hafenschlepper hatten der Bark am 11.6. bei einem Drehmanöver assistiert, als sie aus dem Hafen auslaufen wollte. Doch nachdem eine Schlepptrosse brach, geriet sie außer Kontrolle und kollidierte mit den beiden Schiffen.
Während sie selbst nur geringen Schaden davontrug, war die "Thor" fahruntüchtig. Im Deck war ein beträchtliches Loch entstanden, auf der "Tyr" wurde der Signalmast beschädigt. Am 14.6. verließ die "Kruzenshtern" nach Klärung des Sachverhalts am Abend den Hafen von Reykjavik wieder und nahm Kurs auf die norwegische See.
Das russische Segelschulschiff ist eine Viermaststahlbark, die nach dem deutsch-baltischen Kapitän und russischen Admiral Adam Johann von Krusenstern benannt ist. Heimathafen des Windjammers ist Kaliningrad. Es handelt sich um den letzten Flying P-Liner der Flotte der Reederei F. Laeisz, der noch aktiv im Einsatz ist.
Das Schiff lief 1926 auf der Joh. C. Tecklenborg-Werft an der Geeste in Bremerhaven als "Padua" vom Stapel. Sie wurde nach der Ablieferung als Frachtsegler und Segelschulschiff eingesetzt. Unter anderem brachte sie Baumaterialien nach Südamerika, kehrte von dort mit Salpeter zurück und transportierte später auch Weizen aus Australien. Den Weg von Hamburg nach Port Lincoln in Süd-Australien legte sie 1933/1934 in der Rekordzeit von 67 Tagen zurück.
In den 1930er und 1940er Jahren wurde die "Padua" mehrfach als Filmkulisse genutzt, so für "Die Meuterei auf der Elsinore" im Jahr 1936, "Herz geht vor Anker" 1940 und "Große Freiheit Nr. 7" mit Hans Albers im bereits kriegszerstörten Hamburg 1944.
Das Schiff musste 1946 als Reparationsleistung an die Sowjetunion abgegeben werden und erhielt daraufhin seinen jetzigen Namen.
Heute nutzt das russische Ministerium für Fischwirtschaft die "Kruzenshtern" zur Ausbildung des Nachwuchses der Fischereiflotte; dabei nahm sie in der Vergangenheit an vielen internationalen Regatten teil. In Reykjavik lag sie zu den Feierlichkeiten des 70. Jahrestags des Endes des 2. Weltkriegs.
Die "Kruzenshtern" hat eine Länge von 114,50 Metern, eine Breite von 14,04 Metern, einen Tiefgang von 6,26 Metern und eine Tragfähigkeit von 5805 Tonnen. Sie hat eine 76-köpfige Stammbesatzung und fährt mit bis zu 160 Kadetten und Trainees.
Quelle:Tim Schwabedissen




Atom-U-Boot kommt nach Feuer auf den Schrott
(15.06.15) Das amerikanische Atom-U-Boot USS "Miami", das bei einem Feuer während Überholungsarbeiten im Mai 2012 schwer beschädigt wurde, verließ am 13.6. den Portsmouth Naval Shipyard mit Kurs zu Abwrackern an der Westküste. Zuvor wurde das Schiff ausgeschlachtet und dann von zwei Marinefahrzeugen abgeschleppt.
Ein Werftarbeiter hatte den Brand, bei dessen Bekämpfung sieben Feuerwehrleute verletzt wurden, seinerzeit vorsätzlich gelegt, um schneller Feierabend zu bekommen. Die Reparaturarbeiten hätten über 700 Millionen Dollar gekostet. Im März 2014 war das Boot offiziell außer Dienst gestellt worden.
Quelle:Tim Schwabedissen




Viermaster nach Strandung evakuiert
(15.06.15) Der koreanische Viermaster "Koreana", 82 BRZ (MMSI-Nr.: 440011280), lief am 14.6. gegen 11 Uhr in Jeolla unweit von Liushi City auf das Pratas-Riff rund 500 Meter vor der Küste. An Bord des Schiffes waren 34 Passagiere und eine vierköpfige Crew. Es hatte Risse im Rumpf erlitten und legte sich 35 Grad nach Backbord auf die Seite. Die koreanische Coastguard koordinierte eine Rettungsaktion, in deren Verlauf sie 20 Personen, Fischerboote weitere 18 Personen abbargen.
Es handelte sich bei den Fahrgästen um Englischlehrer, darunter 17 Amerikaner, fünf Kanadier, fünf Südafrikaner, drei Briten und drei Kasachstaner und Usbeken. Die "Koreana" war am 13.6. um neun Uhr aus Liushi Su Hudong ausgelaufen und befand sich auf der Rückfahrt in den Hafen, als sie auflief.
Quelle:Tim Schwabedissen




Autocarrier treibt in der Bucht von Bengalen
(15.06.15) Der unter Singapur-Flagge laufende Autofrachter "Polaris Leader", 51917 BRZ (IMO-Nr.: 9372810), erlitt um den 11.6. Maschinenschaden in der Bucht von Bengalen und trieb rund 550 Meilen westlich der Insel Phuket in der See. Er hatte am 1.6. den Containerterminal von Djibouti mit Kurs Laem Chabang verlassen, um dort eine Ladung Autos aufzunehmen. Das Fahrtziel wurde inzwischen auf Singapur verändert.
Quelle:Tim Schwabedissen




Frachter drohte vor Alexandria zu sinken
(15.06.15) Der bolivianische Frachter "Alex", 1167 BRZ (IMO-Nr.: 7803229), erlitt am 12.6. Wassereinbruch und drohte zu sinken, als er sich dem ägyptischen Hafen Alexandria vom Libanon kommend annäherte. Berger assistierten dem Havaristen vier Meilen vor der Außenmole und konnten ihn zu einem Ankerplatz bugsieren. Ursache des Wassereinbruchs war ein Riss im Rumpf.
Quelle:Tim Schwabedissen




Kutter in Chrome Bay abgeschleppt
(15.06.15) Die "Munro" der US Coast Guard assistierte am 13.6. der zweiköpfigen Crew des 33 Fuß langen Kutters "Sea Venture", der in der Chrome Bay nahe des Cook Inlet havariert war. Die Angehörigen hatten am 12.6. die Coast Guard Anchorage verständigt, nachdem die Crew des in Kenai beheimateten Schiffes sie über die Notlage informiert hatte. Es gab keinen Funkkontakt. Die "Munro" nahm Kurs auf das Cook Inlet und konnte am folgenden Morgen Funkkontakt herstellen.
Die "Sea Venture" war aber in zu geringer Wassertiefe, um eine Schleppverbindung herzustellen. Daraufhin wurde ein Boot mit einem Reparaturteam an Bord ausgesetzt. Doch es stellte sich heraus, dass der Motor nicht fahrtüchtig zu bekommen war. Der Kutter wurde von einem anderen Boot nach Homer gezogen, während die "Munro" den Schleppzug eskortierte.
Quelle:Tim Schwabedissen




Feuer auf Schulschiff in Delfzijl
(15.06.15) Auf der "Lingeborg" der Seefahrtschule von Delfzijl brach am 13.6. ein Maschinenraumbrand aus. Gegen Mittag stieg Rauch aus dem Schiffsinnern auf. Öl war in Brand geraten, das von der alarmierten Feuerwehr abgelöscht wurde. Es befand sich niemand an Bord des rund 100 Meter langen Binnenschiffes.
Quelle:Tim Schwabedissen




Segelyacht in Hard auf Grund gelaufen
(15.06.15) Am Nachmittag des 14.6. lief in Hard eine Segelyacht auf eine Sandbank rund 40 bis 50 Meter nördlich der Seezeichen 86 und 87 auf eine Sandbank.auf. Das Schiff wurde durch das Feuerwehrboot "Föhn" und die Wasserrettung Landsberg wieder flottgemacht. Keine der zehn an Bord befindlichen Personen kam bei der Havarie zu Schaden.
Es schien auch kein Sachschaden entstanden sein. Im Einsatz waren bei der Bergung auch die Seepolizei Hard, die Freiwillige Feuerwehren Bregenz und Hard und die Wasserrettung mit insgesamt 15 Mann sowie vier Booten.
Quelle:Tim Schwabedissen




Gestrandetes Motorboot löste Suchaktion aus
(15.06.15) Eine groß angelegte Suchaktion haben Unbekannte am 14.6. auf dem Bodensee bei Hard ausgelöst. Die Wasserrettung rückte aus, nachdem Fischer ein auf den Rheindamm aufgelaufenes Motorboot entdeckten. Von den Bottsinsassen fehlte trotz groß angelegter Suche jede Spur. Die Wasserrettung war mit 23 Rettungsschwimmern, Bootsbesatzungen, vier Landfahrzeugen und zwei Booten im Einsatz. Die Motoren waren kalt, als das Boot entdeckt wurde, daher dürfte der Unfall bereits Stunden zuvor passiert sein.
Quelle:Tim Schwabedissen




Branduntersuchung zwischen ausgeglühten Wracks auf Deck der "Norman Atlantic"
(15.06.15) Am 12.6. begannen Brandexperten, Techniker, Juristen und Regierungsvertreter erstmals mit Untersuchungen an Bord des Wracks der italienischen Fähre "Norman Atlantic" in Bari. Die Inspektion war Teil der laufenden Untersuchungen zu Brandursache und Entstehungsort des Feuers im Rahmen der Ermittlungen gegen 12 Personen, darunter den Kapitän, den Eigner und sieben Crewmitglieder.
Die Arbeit des Ermittlerteams dürfte rund ein halbes Jahr dauern. Parallel dazu sollte in den kommenden Tagen aber bereits damit begonnen werden, die ausgeglühten Wracks der Autos in den Ladedecks von Bord zu holen.
Quelle:Tim Schwabedissen




442 Menschen fielen Untergang der "Dong Fang Zhi Xing" zum Opfer
(15.06.15) Die Anzahl der Todesopfer beim Untergang des Flusskreuzfahrers "Dong Fang Zhi Xing" wurde nach Bergung der letzten Toten auf 442 korrigiert. Nur 12 Menschen haben das Unglück am 1.6. auf dem Yangtse-Fluss folglich überlebt. Zuvor war von 456 Personen und 14 Überlebenden die Rede gewesen.
Doch diese Zahl wurde nach Abschluss weiterer Checks korrigiert. Alle Toten wurden mit DNA-Tests unterdessen auch identifiziert. Bis zum Nachmittag des 14.6. waren 426 von ihnen bestattet worden.
Quelle:Tim Schwabedissen




Neun Menschen nach Schiffsbrand gerettet
(15.06.15) Am 14.6. gegen 20.30 Uhr ging ein Schiff mit neun Personen rund30 Meilen von St. Pierre entfernt in Flammen auf. Der Kutter "Setting Seas 2", der auf dem Weg nach Ramea war, kam zu Hilfe und barg die Schiffbrüchigen aus Rettungsinseln. Das Joint Rescue Coordination Centre in Halifax schickte die "Hudson" der Coast Guard und ein Flugzeug zur Unglücksstelle.
Quelle:Tim Schwabedissen




Losgerissene Barge von Fischern eingeschleppt
(15.06.15): Eine Gruppe von Fischern aus Fujian fand in der vergangenen Woche die menschenleere Barge "Aditama 6" in der Straße von Taiwan und schleppte sie binnen sechs Tagen mit drei Schiffen zurück nach Fuzhou. Das Fahrzeug gehörte zu einer von sechs Bargen, die bei den Nanjing Sandingli Boats für den indonesischen Eigner PT Join Aditama Samudra erbaut wurden.
Nach der Ablieferung wurde sie im Mai nach Indonesien verschleppt, riss sich aber am 21.5. im Sturm los und galt seither als vermisst. Zuvor hatte die "Aditama 1" im Jahr 2014 nach ihrer Fertigstellung nahe Guangdong dasselbe Schicksal erlitten. Sie wurde ebenfalls von Fischern geborgen, doch seither gab es Streit um den Bergungslohn, und inzwischen ist sie bereits in sehr schlechtem Zustand.
Quelle:Tim Schwabedissen




Havariekommando beendet Einsatz an "Purple Beach"
(15.06.15) Das Havariekommando in Cuxhaven hat am 12.6. seinen Einsatz an der "Purple Beach" nach rund drei Wochen für beendet erklärt. Die Messungen der Einsatzkräfte am Havaristen ergaben, dass das Schiff kalt war, und da zum jetzigen Zeitpunkt keine Gefahr mehr von ihm ausging, das Havariekommando die Gesamteinsatzleitung ab. Es handelte sich nun um Entladungs- und Entsorgungsarbeiten, die keiner weiteren Koordinierung durch das Havariekommando bedurften.
Insgesamt waren 255 Einsatzkräfte beteiligt gewesen. Die Reederei, Behörden, Unternehmen und das Havariekommando haben in den vergangenen Wochen ein Reinigungs-, Entsorgungs- und Entladungskonzept erarbeitet und in Teilen bereits umgesetzt. Die Reederei und die zuständigen Behörden wollten diese Konzepte an die jeweilige Situation auf dem Havaristen anpassen.
Quelle:Tim Schwabedissen




Kutter "Bigbi" sinkt
(Bild: USCG)   Großbild klick!

Kutter sank nach Rettung der Crew
(13.06.15) Die US Coast Guard wurde alarmiert, nachdem am 11.6. der 48 -Fuß lange Kutter "Bigbi" beim Little Creek in Seenot geraten war. Die vierköpfige Crew aktivierte den Notsender, legte Überlebensanzüge an und ging in ein 12 Fuß langes Beiboot, aus dem sie von einem anderen Schiff gerettet wurde.
Ein 45-Fuß-Boot der Coastguard-Station Little Creek brachte sie dann an Land. Das Boot trieb weiter auf See und sackte allmählich übers Heck weg. Es sank am 13.6. um 5.40 Uhr. Der Eigner arbeitete mit der Coast Guard Hampton Roads an einem Bergungsplan. Eine Firma wurde mit dem Beseitigen von Öl beauftragt.
Quelle:Tim Schwabedissen




Trawler "Nordørn"
(Bild: Kystvakta)   Großbild klick!

Trawler nach Maschinenausfall durch Sturm geschleppt
(13.06.15) Am Morgen des 12.6. erlitt der norwegische Trawler "Nordørn", 681 BRZ (IMO-Nr.: 9233129), Maschinenausfall 75 Meilen südlich von Bjørnøya. Die Coastguard schickte die "Barentshav", die sich fünf Fahrstunden entfernt befand und mit größtmöglicher Fahrt Kurs auf den Trawler nahm.
Um 17.15 Uhr stand eine Schleppverbindung, und am Morgen des 136. stand der Konvoi rund 135 Meilen vor der norwegischen Küste. Dann wurde in bis zu 2,5 Meter hohen Wellen die Fahrt herabgesetzt, um ein Tiefdruckgebiet durchziehen zu lassen und den Sturm auf offener See abzuwettern.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kogge rammte Fähre auf der Trave
(13.06.15) Am 12.6. gegen 13 Uhr kollidierte der Lübecker Koggennachbau "Lisa von Lübeck" (MMSI-Nr.: 211136000), auf der Trave mit der von Oulu kommend einlaufenden schwedischen Frachtfähre "Transpaper", 23128 BRZ (IMO-Nr.: 9334959). Die "Lisa von Lübeck" war mit knapp 80 Gästen an Bord in Richtung Ostsee unterwegs. Auf Höhe des "Herrendurchstich" kam der Kogge die Fähre entgegen.
Kurz darauf kollidierten die Schiffe, und dabei riss der Klüverbaum der Kogge ab. Auch die Frachtfähre wurde beschädigt. Beide Schiffe blieben aber manövrierfähig. Personen wurden nicht verletzt. Ersten Erkenntnissen nach wurde der Unfall durch einen Manöverfehler im engen Fahrwasser seitens der "Lisa von Lübeck" verursacht. Diese machte gegen 18 Uhr im Hansahafen fest, die "Transpaper" verließ den Hafen gegen Mitternacht wieder. Die Wasserschutzpolizei Travemünde hat Ermittlungen aufgenommen.
Quelle:Tim Schwabedissen




Patroullienboot auf Riff gelaufen
(13.06.15) Am 11.6. lief ein 65 Fuß langes Boot der Marine von Guatemala auf dem Glovers Reef, Belize, auf Grund. Es war von Mexiko gekommen und hatte Ruderschaden erlitten und war auf ein Riff getrieben. Die Coastguard von Belize schickte Patroullienboote.
Quelle:Tim Schwabedissen




Verpuffung auf Allgäu
(13.06.15) Vor der ersten Fahrt des Tages kam es am 11.6. im Maschinenraum des Fahrgastschiffes "Allgäu" am Bootshafen in Füssen zu einer Verpuffung und starker Rauchentwicklung. Das Schiff befand sich zu diesem Zeitpunkt noch im Bootshaus. Der Schiffsführer versuchte die Rauchentwicklung noch mit einem Feuerlöscher einzudämmen. Nachdem der Qualm nicht nachließ, fuhr er das Schiff aus dem Bootshaus heraus und informierte um kurz nach zehn Uhr die Integrierte Leitstelle Allgäu.
Diese alarmierte die Feuerwehr, Wasserwacht und die Polizei Füssen. Der Schiffsführer wurde durch Polizeibeamte und Feuerwehrkräfte auf ein Löschboot gebracht und dann dem Rettungsdienst übergeben. Wegen möglicher Rauchgasvergiftung wurde er dann ins Krankenhaus gebracht. Die Füssener Feuerwehr ging mit Atemschutz an Bord.
Quelle:Tim Schwabedissen




Fluchtschiff von Napoleon entdeckt
(13.06.15) Der Unterwasserforscher Ben Cropp glaubt, die "Swiftsure", das Schiff, mit dem Napoleon Bonaparte im 19. Jahrhundert aus dem Exil floh, am Great Barrier Reef entdeckt zu haben. Das Schiff sank 1829 in der England-Australien-Fahrt, nachdem es auf ein Korallenriff nördlich von Cape Sidmouth auf der Fahrt von Sydney nach Mauritius gelaufen war. 1830 wurde es ausgeschlachtet.
1991 barg die australische Marine den Anker bei Voaden Point, nördlich von Cape Sidmouth, doch die eigentliche Wrackposition blieb unbekannt. Cropp, der über 100 alte Wracks, darunter die HMAS "Pandora" 1977 vor Cape York entdeckte, suchte seit zwei Jahren nach der "Swiftsure " und fand sie nun versandet auf zwei Metern Wassertiefe. Töpferware und Ballaststeine fanden sich an der Unglücksposition.
Quelle:Tim Schwabedissen




Kutter in Harlingen gerammt
(13.06.15) Der holländische Frachter "Abis Esbjerg", 5465 BRZ (IMO-Nr.: 9671486) rammte am 13.6. um 19.30 Uhr den britischen Trawler "Trui Uan Hinte - FD 283", 474 BRZ (IMO-Nr.: 8816120), der in Harlingen am Kai lag. Der Frachter kam aus Swinemünde und lief gerade ein, als wohl eine Windbö ihn vom Kurs abbrachte.
Schlepper und Einsatzkräfte der KNRM wurden gerufen, den Trawler über Wasser zu halten, der leckgeschlagen war und mit dem Vorschiff wegsackte. Nachdem er stabilisiert war, wurde begonnen, den Kraftstoff abzupumpen. Zum Zeitpunkt der Kollision befand sich niemand an Bord.
Quelle:Tim Schwabedissen




Schaden an isländischen Patroullienbooten doch erheblich
(13.06.15) Der Schaden, den das russische Tallship "Kruzenshtern", 3141 BRZ (IMO-Nr.: 6822979), anrichtete, als er die beiden isländischen Patroullienboote "Þór", 4052 BRZ(IMO-Nr: 9426893), und "Týr", 1271 BRZ (IMO-Nr.: 7358420), in Reykjavik am 11.6. rammte, war größer als zunächst angenommen. Zwei Löcher wurden in die Seite der "Þór" gerissen, eines direkt über der Wasserlinie an Steuerbord.
Weitere Untersuchungen mussten erfolgen, um herauszufinden, ob der Rumpf darüber hinaus Schaden genommen hatte. Der Mast der "Týr" brach, und an Backbord fanden sich ebenfalls Löcher im Rumpf. Beide Schiffe waren nicht mehr seetüchtig und mussten repariert werden. Die "Týr" sollet im Rahmen eines nach einer Mittelmeermission ohnehin anstehenden Werftaufenthalts im Juni wiederhergestellt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Liegt schief: Longliner "Mataleñas Segundo"
(Bild: )   Großbild klick!
Murmeltiertag für Longliner in Burela
(12.06.15) Der spanische Longliner "Mataleñas Segundo", 229 BRZ (MMSI-Nr.: 1544820) erlebte am 11.6. auf dem Slip von Varaderos Vibu Yard in Burela seinen Murmeltiertag. Als das Schiff um 11 Uhr hinter dem spanischen Trawler "Mataleñas Segundo" auf den Slip gezogen wurde, legte es sich auf einmal heftig nach Steuerbord über. Es würde nur noch mit schweren Kränen aus seiner misslichen Lage wieder befreit werden können.
Bereits vor einem Jahr war der "Mataleñas Segundo" auf demselben Slip dasselbe passiert. Am 27.5. sollte er hier in die Werft gehen und legte sich ebenfalls auf die Seite. Erst am 14.6. gelang es drei Kränen, für die eigens eine temproräre Stellfläche aufgeschüttet werden musste, mit einer Hebekapazität von 1550 Tonnen das Schiff wieder zu befreien. Trotz sorgfältiger Vorbereitung kam es nun zur Duplizität der Ereignisse, nur war das Schiff diesmal noch nicht ganz so weit hochgezogen wie vor einem Jahr.
Quelle:Tim Schwabedissen




"Blackbird" halb gesunken
(Bild: RNLI)   Großbild klick!
RNLI-Boote im Einsatz für mehrere Yachten
(12.06.15) Die acht Meter lange Yacht "Blackbird" lief am Abend des 9.6. bei Trefusis Point auf Grund und schlug leck. Das RNLI-Boot aus Falmouth, die "Braemar" lief um 18.35 Uhr aus. Nachdem die Seenotretter um 18.45 Uhr eintrafen, wurde ein Rettungsmann mit einer Lenzpumpe übergesetzt.
Doch dann stellte sich heraus, dass der Riss, den die "Blackbird" im Rumpf erlitten hatte, zu groß war, als das Lenzversuche sinnvoll gewesen wären. Die Segler hatten vorher bereits versucht, das Leck abzudichten und ihr Boot abzubringen, doch es kam weiterhin zu viel Wasser herein. Daraufhin wurde die dreiköpfige Crew abgeborgen und die Yacht aufgegeben.
Am 10.6. wurde die "Braemar" erneut zu einer gestrandeten Yacht gerufen. Um 17.06 Uhr war die 10 Meter lange, französische "Vent de Noroise" mit vier Mann an Bord bei Turnaware Point aufgelaufen. Um 17.32 Uhr trafen die Seenotretter vor Ort ein. Sie halfen der Crew, einen Anker auszubringen, um das Boot zu stabilisieren, bis die Flut ausreichend wieder aufgelaufen war. Dann kehrte die "Braemar" zu ihrer Station zurück. Tatsächlich wurde die Yacht mit der Flut wieder flott und lief nach Falmouth ein.
Das RNLI-Boot aus Arklow assistierte am selben Tag um 20.30 Uhr einer Yacht, die eine Meile östlich des Hafens erst Segel- und dann Motorschaden erlitten hatte. Sie wurde von den Seenotrettern nach Arklow eingeschleppt.
Am 11.6. um 13.20 Uhr alarmierte die Valentia Coast Guard das RNLI-Boot aus Lough Derg, nachdem eine 15 Meter lange Yacht bei Castletown Harbour im County Clare auf Grund gelaufen war. 10 Minuten später lief das Rettungsboot aus, doch konnte dessen dreiköpfige Crew den Havaristen kein Schiff finden, auf dass die Beschreibung der Valentia Coast Guard passte, weder bei Castletown Harbour noch bei Dromane Harbour.
Das Boot wurde daraufhin angewiesen weiter südlich in der Church Bay zu suchen. Tatsächlich wurde die Motoryacht bei Parkers Point an der Küste von Tipperary ausgemacht. Ein Seenotretter stieg an Bord über. Tatsächlich war das Fahrzeug bei rund fünf Metern Wassertiefe nicht aufgelaufen, sondern hatte Maschinenschaden und Ruderverlust erlitten. Es wurde in Schlepp genommen und nach Garrykennedy eingebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Großsegler Kruzenshtern
(Bild: Magnus Sigurdsson)   Großbild klick!
Kruzenshtern rammte isländische Patroullienboote
(12.06.15) Bei einem misslungen Manöver im Hafen von Reykjavik rammte der russische Großsegler "Kruzenshtern", 3141 BRZ (IMO-Nr.: 6822979), am 11.6. die beiden dort am Kai vertäut liegenden Küstenwachboote "Þór", 4052 BRZ (IMO-Nr: 9426893), und "Týr", 1271 BRZ (IMO-Nr.: 7358420). Der Viermaster war zu den Feierlichkeiten zum 65. Jahrestag des Endes des 2. Weltkriegs im Hafen.
Er lief vierkant auf die im Päckchen liegenden Schiff zu und stieß mit dem Bug gegen deren Backbordseiten. Trotz des harten Aufpralls blieben die Schäden gering. Die "Kruzenshtern" war am 6.6. in Reykjavík eingetroffen und sollte noch bis zum 9.8. im Hafen bleiben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Maschinenschaden in der Straße von Kafirea
(12.06.15) Der moldawische Frachter "Ahti R", 1839 BRZ (IMO-Nr.: 7624348), erlitt am 11.6. Maschinenschaden im nördlichen Bereich der Straße von Kafirea auf der Fahrt von Istanbul nach Gavrion. Ein Schlepper wurde geordert, doch dann gelang es der Crew, den Schaden provisorisch zu reparieren, sodass die "Ahti R" die Reede in der Bucht von Kypri erreichte und dort vor Anker liegend wieder fahrtüchtig gemacht werden sollte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker treibt westlich von Gibraltar
(12.06.15) Der maltesische Produktentanker "Nordic Theresa", 5289 BRZ (IMO-Nr.: 9428437), wurde am 10.6. rund 390 Meilen westlich von Gibraltar manövrierunfähig und trieb in der See. Das Schiff war auf der Fahrt von Las Palmas nach Rotterdam.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bulkcarrier wird nach Tarragona geschleppt
(12.06.15) Der chinesische Bulkcarrier "He Hua Hai", 64654 BRZ (IMO-Nr.: 9620516), erlitt im westlichen Atlantik von Venice commend Maschinenschaden. Der holländische Schlepper "ALP Winger" nahm den Havaristen um den 28.5. herum auf den Haken und nahm Kurs auf Tarragona. Hier wurde der Schleppzug am 18.6. erwartet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Studenten auf Schulschiff hatte echten Seenoteinsatz
(12.06.15) Die "State of Maine", 12517 BRZ (IMO-Nr.: 8835217), das Schulschiff der Maine Maritime Academy, kam am Morgen des 11.6. auf dem Atlantik auf dem Weg nach Portland, Maine, der havarierten Yacht "Prodigal" aus Norfolk, Virginia, zu Hilfe. Kommandant Leslie Eadie wurde von dem U.S. Coast Guard Regional Coordination Center in Boston gebeten, der Yacht, die im Sturm Wassereinbruch erlitten hatte, zu assistieren.
Deren Skipper Michael Hurley hatte zuvor Mayday gefunkt. Die "State of Maine" stand etwa 520 Meilen südsüdöstlich von Halifax, Nova Scotia, und befand sich 29 Meilen von der Yacht entfernt. 1,5 Stunden nach dem Ersuchen gelang es, direkten Funkkontakt herzustellen. Es stellte sich heraus, dass die "Prodigal" strukturelle Schäden erlitten hatte, aber noch schwimmfähig war.
Während das Schulschiff auf sie zuhielt, bereiteten die Studenten alles für eine Rettungsaktion vor. Die Rettungsboote wurden klargemacht, ein Frachtnetz auf dem Oberdeck klargelegt und ein Fallreep klargemacht. Als die Yacht erreicht war, kam sie längsseits der "State of Maine", und es wurden zunächst mehrere Ladungen persönlicher Habe übergeben.
Dann kletterte der Skipper auf das über die Seite gehängte Frachtnetz und gelangte unversehrt an Bord. Mit dem Geretteten an Bord ging es dann in Richtung Portland. Hier wurde das Schulschiff am 13.6. erwartet. Die weitere Reise sollte dann nach Cobh, Irland, Norfolk, Virginia und Searsport, Maine, gehen und am 27.7. in Castine enden. Die "State of Maine" wurde 1976 als USNS "Tanner" erbaut und diente bis 1997 als Forschungsschiff.
Quelle:Tim Schwabedissen



RNLI-Boote assistiertem leckgeschlagenen Kutter und retteten Jet-Ski-Fahrer
(12.06.15) Das RNLI-Boot aus Tynemouth, die "Spirit of Northumberland", kam am Nachmittag des 11.6. dem acht Meter langen Angelkutter "Faith" zu Hilfe, der mit sechs Mann an Bord in der Nordsee leckgeschlagen war. Die Stationen Tynemouth und Cullercoats wurden um 15.30 Uhr alarmiert, und wenig später liefen die mit Freiwilligen besetzten Boote aus.
Das RNLI-Boot aus Tynemouth war als erstes vor Ort, barg die Sportangler ab und setzte drei Mann mit einer Lenzpumpe über. Da der Wasserstand gehalten werden konnte, wurde die "Faith" zunächst in die Nähe des Hafens von Tyne eskortiert, ehe das Rettungsboot sie längsseits nahm und nach North Shields schleppte. Dort gelang es dem Skipper des Kutters, gemeinsam mit den Seenotrettern das Leck abzudichten, sodass der Beschluss fiel, ihn an seine Moorings in der Friar's Goose Marina in Gateshead zu bringen.
Die Angler kehrten daraufhin wieder an Bord zurück, und das RNLI-Boot aus Cullercoats übernahm die Verschleppung flussaufwärts, während das Boot aus Tynemouth zum Bunkern ablief. Auf dem Rückweg zu seiner Station rettete es noch einen verunglückten Jet-Ski-Fahrer, der zum South Shields Slip gebracht wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Situation auf Purple Beach stabilisiert - Schiff ist kalt
(12.06.15) In den vergangen Tagen haben die Einsatzkräfte des Havariekommandos die Temperatur des Löschwassers in den Laderäumen der "Purple Beach" in Wilhelmshaven überwacht udn kamen zu dem Ergebnis, dass das Schiff kalt sei. Es konnten keine Temperaturunterschiede mehr zur Umgebung festgestellt werden. Die Gesamtsituation an Bord hatte sich weiter stabilisiert.
Das Havariekommando ging daher davon aus, dass es derzeit keine Reaktion des Düngers im Schiffsinneren mehr gab. Die von der Reederei beauftragten Unternehmen arbeiteten unterdessen weiter an den Entsorgungs- und Entladungskonzepten, die stetig an die aktuelle Situation auf dem Havaristen angepasst wurden.
Die Reinigung der Aufbauten begann am 11.6. Die Messergebnisse der letzten Tage hatten gezeigt, dass sich in einigen Bereichen des Schiffes Salzsäure abgesetzt hatte. Die Einsatzkräfte mussten diese nun fachgerecht entfernen. Wie lange die Reinigungsarbeiten andauern würden, war noch nicht bekannt. Die abschließenden Stoffanalysen des Lösch- und Ballastwassers standen noch aus. Sie wurden benötigt, um die spätere Entsorgung des Wassers festzulegen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter drohte vor Porvoo zu stranden
(12.06.15) Der unter Marshall Islands-Flagge laufende Bulkcarrier "Myrto", 43012 BRZ (IMO-Nr.: 9518086), kam am Nachmittag des 10.6. vom Kurs ab udn drohte südlich von Porvoo im Botnischen Meerbusen auf Grund zu laufen.
Die Verkehrskontrolle in Helsinki konnte die drohende Havarie im letzten Moment abwenden, indem sie das Schiff über Funk noch warnte. Der Frachter war direkt auf ein Flach zugelaufen und hätte in den folgenden 15 Minuten aufgesetzt. Die "Myrto" war unterwegs von St. Petersburg nach Amsterdam, wo sie am 15.6. erwartet wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter vor Strandung bewahrt
(12.06.15) Vor Tangstad geriet ein 28 Fuß langer Kutter im Steinfjord in Vestvågøy zu starnden, nachdem er Maschinenschaden erlitten hatte. Das Rettungsboot "Det Norske Veritas" aus Ballstad lief mit Höchstfahrt zum Havaristen, der sich bereits dicht unter Land befand. Der Skipper hatte eine Dregge ausgeworfen, um die Drift zu stoppen. Es gelang, den Kutter längsseits zu nehmen und nach Tangstad abzuschleppen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Vier vietnamesische Kutter vor Palau verbrannt
(12.06.15) In Palau wurden am Morgen des 12.6. vier beim illegalen Fischfang aufgebrachte vietnamesische Kutter in Brand gesetzt und zerstört. Die Kutter hatten mit 11 weiteren im Marine Law Enforcement Division Port in Koror gelegen, seit sie festgesetzt wurden.
An Bord waren Haie, Haiflossen, Hummer, Seegurken und andere Fische entdeckt worden. Mit anderen Kuttern sollten nach Entfernung des Fanggeschirrs die insgesamt 77 Crewmitglieder nach Vietnam zurückgebracht werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zerstörer nach Kollision vorzeitig außer Dienst gestellt
(12.06.15) Nach 41 Jahren wurde am 11.6. die HMCS "Algonquin" der Royal Canadian Navy in Esquimalt feierlich außer Dienst gestellt. Die Crew ging von Bord, und eine Band spielte "Sunset".
Das 1973 erbaute Schiff hatte eigentlich noch bis 2019 aktiv bleiben sollen, doch 2013 wurde es bei einem Manöver vor Vancouver Island bei einer Kollision mit dem Flottentanker HMCS "Protecteur" so schwer beschädigt, dass sich die drei Millionen Dollar teure Reparatur der Schäden am Backbord-Hangar nicht mehr lohnte. Auch die "Protecteur" ist nach einem Feuer inzwischen nicht mehr in den Diensten der Marine.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Baggerschiff in Berne
(12.06.15) Bei Schweißarbeiten an der Außenhaut des Vorschiffs des holländischen Baggerschiffes "Ibis III" (MMSI-Nr.: 244710070), brach am Morgen des 11.6. ein Brand im Inneren des Schiffes aus, das auf einem Slip der BBS-Werft in Berne lag. Das Feuer entstand gegen 8.25 Uhr. Gegen 8.40 Uhr erreichten Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Berne das Werftgelände und begannen mit den Löscharbeiten.
Wie sich herausstellte, hatte sich durch die Außenarbeiten am Bug eine Werkbank, die sich direkt hinter der Schiffswandung befunden hatte, entzündet. Die Schadenshöhe war noch unbekannt, Menschen wurden nicht verletzt. Die 1947 erbaute "Ibis III" ist 51 Meter lang und sieben Meter breit.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler "Doña Mariana" in Not
(Bild: MRCC Chile)   Großbild klick!
Schiffbruch vor Chile
(11.06.15) Der 38 Meter lange, chilenische Trawler "Doña Mariana", 244 tdw (IMO-Nr.: 8026555), sank am 10.6. gegen 13.30 Uhr im Golf von Corcovado, Puerto Montt. Die achtköpfige Crew wurde von der "Paton" unversehrt aus Rettungsinseln aufgenommen. Sie wurden nach Quellón gebracht und dort befragt.
Der Schiffbruch ereignete sich zwischen Quellón und Melinka. Der 1982 erbaute Lachskutter war auf Nordkurs nach Aysén, als er um 13.38 Uhr vier Meilen nordwestlich der Insel Queitao Wassereinbruch erlitt und Backbordschlagseite entwickelte.
Vier Schiffe, ein Boot der Marine, ein Patrouillenboot und ein Hubschrauber nahmen Kurs auf den Havaristen. Vor Ort waren Wellen von über drei Metern Höhe und Windgeschwindigkeiten von 50 bis 60 Kilometern pro Stunde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Mastbruch vor Lelystad
(Bild: KNRM)   Großbild klick!
Yacht mit Mastbruch vor Lelystad
(11.06.15) Am 10.6. rückte das Rettungsboot der KNRM-Station aus, nachdem eine Yacht vor dem Hafen Mastbruch erlitten hatte. Vier Crewmitglieder wurden auf das Boot übergesetzt, um zu helfen, Mast und Rigg wieder an Bord zu ziehen. Danach wurde es in den Bataviahafen eskortiert.
Quelle:Tim Schwabedissen




ehemalige Fregatte "Köln - F 220"
(Bild: Matthias Esmann)   Großbild klick!

Feuer auf Kieler Lindenau-Werft
(11.06.15) Die Feuerwehr Kiel wurde am 10.6. um 19.18 Uhr zu einem Schiffsbrand in die Kieler Lindenauwert gerufen. Auf der dort im Schwimmdock liegenden ehemaligen Fregatte "Köln - F 220", die sonst in Neustadt liegt und der Marine für Brand- und Leckübungen.... als Übungsschiff dient, war bei Reparaturarbeiten aus unbekannter Ursache ein Feuer ausgebrochen.
Der Direktionsdienst und die Einsatzleitung der Berufsfeuerwehr setzten während der Löscharbeiten sechs Trupps unter Atemschutz mit zwei Schaumrohren über das Oberdeck ein. Der Rauch zog gefahrlos über die Förde weg. Eine Gefahr für die Umwelt bestand entsprechend nicht.
45 Kräfte des Löschzuges der Hauptfeuerwache, der freiwilligen Feuerwehr Schilksee sowie Kräfte des Kieler Rettungsdienstes waren im Einsatz. Die Kripo Kiel übernahm die Ermittlungen.
Die "Köln" wurde am 21.12.1957 auf der Werft von H.C. Stülcken Sohn in Hamburg-Steinwerder auf Kiel gelegt, der Stapellauf fand am 6.12.1958 statt. Am 15.4.1961 wurde das Schiff von der Bundesmarine in Dienst gestellt und dem 2. Geleitgeschwader, später dem 2. Fregattengeschwader in Wilhelmshaven zugeteilt.
Nach 21 Jahren Einsatzzeit wurde die Fregatte am 17.12.1982 in Wilhelmshaven außer Dienst gestellt und dort zunächst als Ersatzteillager verwendet. Seit November 1989 wurde sie als Ausbildungshulk bei der Marinetechnikschule, Einsatzausbildungszentrum Schadensabwehr Marine (EAZS) in Neustadt verwendet. Dort werden Besatzungen der seegehenden Einheiten der Marine in der Brandbekämpfung und der Leckabwehr geschult.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre vor Indonesien gesunken
(11.06.15) Am Morgen des 9.5. sank die indonesische Fähre "Titian Muhibah" in der Straße von Makassar auf Position 01 07 N 118 43 O, rund 113 Meilen östlich von Balikpapan, Kalimantan. An Bord waren 65 Passagiere und 32 Crewmitglieder.
Das Schiff war auf der Fahrt von Bontang in Ost-Kalimantan nach Mamuju in West Sulawesi. Die USS "Rushmore" rettete 65 Schiffbrüchige, Fischer weitere fünf. Für die restlichen dauerte die Suchaktion an.
Quelle:Tim Schwabedissen



Crew der Kupreanof im letzten Moment gerettet
(11.06.15) Nachdem der 21 Meter lange, amerikanische Fischtender "Kupreanof" (IMO-Nr.: 7632149) am frühen Morgen des 10.6. vor Cape Fairweather sank, konnte ein Helikopter der Air Station Sitka die vierköpfige Crew nahe Lituya Bay aus einer Rettungsinsel aufnehmen. Die "Kupreanof" war auf der Fahrt von Petersburg zur Bristol Bay gewesen, wo sie Lachs an Bord nehmen sollte, als es um 3:45 Uhr rund 110 Meilen nordwestlich von Sitka zu Wassereinbruch kam.
Die "Gordon Jensen" und ein MH-60 Helikopter nahmen Kurs auf das in Seward beheimatete Schiff. Eine C 130 Hercules der Coast Guard stieg später ebenfalls auf. Vor Ort waren 25 Knoten Wind und 11 Fuß hohe Wellen. Als der Hubschrauber eintraf, flutete das Wasser schon über das Achterschiff. Die Fischer machten sich in Überlebensanzügen bereit, an Steuerbordseite von Bord zu gehen, und brachten achtern eine Rettungsinsel aus. Sie wurden angewiesen, von Bord zu gehen.
Einer konnte noch an Backbord direkt die Insel besteigen, die anderen mussten u ihr hinschwimmen. Ein Rettungsschwimmer half ihnen, in die Insel zu kommen. Binnen 20 Minuten wurden sie dann aufgewinscht. In dieser Zeit legte sich die "Kupreanof" immer mehr nach Backbord über und sackte übers Heck weg.
Als sie in der Tiefe verschwand, zog sie die Insel mit. Eine größere Menge Dieselöl lief aus dem Schiff aus. Nach dem Eintreffen in Sitka wurden die Fischer medizinisch untersucht. Das Coast Guard Marine Safety Detachment leitete eine Untersuchung ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kran stürzte auf Schiff
(11.06.15) Am Nachmittag des 9.6. kam es beim Beladen des unter Marshall Islands-Flagge laufenden Frachters "Oslo Wave", 12993 BRZ (IMO-Nr.: 9190092im schwedischen Hafen Bollsta zu einem Unfall. Als die Schnittholzbündel mit einem Vikkran-Mobilkran in die Ladeluken gehievt wurden, stürzte dieser samt einer Hieve auf das Schiff. Der Kranführer konnte sich unversehrt retten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Reinigung der Purple Beach Schritt für Schritt
(11.06.15) Der Landtagsausschuss Häfen und Schifffahrt zollte den über 250 Helfern die beim Brand auf der "Purple Beach" im Einsatz waren, am 9.6. parteienübergreifend Lob und Anerkennung. Alle hätten genau das gemacht, wofür sie trainiert seien, gab Hans-Werner Monsees, Leiter des Havarie-Kommandos, den Dank zurück. Mindestens 6000 Tonnen Gartendünger hatten sich auf der "Purple Beach" entzündet.
Der Laderaum wurde mit Kohlendioxid geflutet, ein im Prinzip ein richtiges Verhalten, aber im konkreten Fall völlig sinnlos. Die Außenhaut des Frachters hatte sich auf fast 50 Grad erhitzt, im Inneren herrschten 200 Grad, ermittelten die Fachleute. Dazu kam starke Rauchentwicklung, die weithin sichtbar war.
Es gab aber niemals eine Gefahr für Atemwege von Menschen, bestätigte das Umweltministerium und stützte sich auf die Werte von insgesamt 25 Messstationen an der gesamten Küste und im Landesinneren. Auch hinterher stellten die Umweltexperten keinerlei Auffälligkeiten fest. An Bord des verlassenen Schiffs herrschte aber eine explosive Atmosphäre.
Als Notliegplatz lag lange Brake vorn, aber wegen des langen Weges und der nahe Bebauung des Hafens in Brake wurde dann doch der Jade-Port festgelegt. Beim Abschleppen ab 1. Juni musste der Havarist auf halber Strecke gedreht und mit dem Heck vornan geschleppt werden. 30 Stunden wurden für 40 Seemeilen benötigt. Im Jade-Weser-Port wurden ab dem 5. Juni Luken vorsichtig geöffnet und Proben an 60 Stellen genommen. Eine Spezialfirma bereitete unterdessen die Reinigung vor. An Bord waren unproblematisches Ballastwasser und das Löschwasser, das teilweise zu Salzsäure geworden war. Es herrschte entsprechend absolutes Betretungsverbot, die Reinigung und Entsorgung mussten Schritt für Schritt erfolgen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Baggerschiff in Delfzijl
(11.06.15) Am Abend des 10.6. brach ein Feuer im Maschinenraum des holländischen Baggerschiffs "Airset" (MMSI-Nr.: 244690116) in Delfzijl aus. Bevor die Löscharbeiten auf dem 32-Meter langen Schiff beginnen konnten, musste es aber erst anlegen. Eine Viertelstunde darauf begann die Feuerwehr mit Löscharbeiten. Der Brand war durch einen Kurzschluss in einem Akku ausgelöst worden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fregatte half Motorboot
(11.06.15) Die kanadische Fregatte HMCS "Whitehorse" reagierte am Nachmittag des 10.6. auf den Mayday-Ruf des 75 Fuß langen Powerboots "Amora Mia" nahe der Telegraph Cove sechs Meilen östlich der Robson Bight.
Gegen 13 Uhr war im Maschinenraum ein Feuer ausgebrochen. Als die "Whitehorse" eintraf, war es zwar bereits gelöscht, aber das Motorboot driftete nun ohne Antrieb in der See. Die vierköpfige Crew wurde an Bord genommen, danach nahm die "Whitehorse" den Havaisten in Schlepp, bis er nahe des Hafens von McNeill an ein Rettungsboot übergeben werden konnte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter sank vor der Georges Bank
(11.06.15) Der kanadische Kutter "Bear Cove Point", 197 tdw (MMSI-Nr.: 316004890), sank am Morgen des 9.6. um 6.30 Uhr vor der Georges Bank. Das Transportation Safety Board of Canada schickte ein Untersuchungsteam nach Riverport. Die vierköpfige Crew war am 10.6. dorthin gebracht worden.
Der Schiffbruch ereignete sich rund 175 Kilometer von Yarmouth. Nachdem alle Versuche, den Havaristen mit Lenzpumpen schwimmfähig zu halten, scheiterten, sank er auf 20 Metern Wassertiefe. Der Kutter wurde 1987 erbaut und war 22.83 Meter lang. Der Wert betrug 700,000 Dollar.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter als künstliches Riff versenkt
(11.06.1) Der ausgediente Kutter "Barataria Bay" der Omega Protein wurde 20 Meilen vor der Mündung des Pascagoula River am 10.6. als künstliches Riff versenkt. Die genaue Position sollte für ein Jahr geheim gehalten werden, um einen ungestörten Besatz zu gewährleisten. Die Omega Protein arbeitete mit dem Mississippi Department of Marine Resources und der Mississippi Gulf Fishing Banks zusammen, um neue Habitate im Golf von Mexiko zu schaffen.
Die "Barataria Bay" wurde vor der Versenkung von allen umweltgefährdenden Stoffen befreit und ging eskortierte von Kuttern auf die letzte reise. Bereits im November 2009 hatte die Omega Protein die "Great Wicomico" vor der Küste von Mississippi versenkt, die "von Rosenberg" folgte im Mai 2000.
Die "Barataria Bay" entstand 1967 für eine Vorgängerfirma der Omega Protein und war dann über 40 Jahre im Einsatz. Die Crew stellte über drei Generationen die Familie Dameron
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter auf Bhola River gehoben
(11.06.15) Nach ihrer Bergung wurde die "Jabale Noor", die vor über einem Monat auf dem Bhola River sank, am 10.6. zum Sarankhola Range Office in Sundarbans Ost-Zone geschleppt. Fünf Tage zuvor war es aus dem Bhola River gehoben worden und wurde dann 11 Kilometer weit verschleppt. Vorher waren sieben Tonnen Pottasche geleichtert worden. Das Schiff war am 5.5. gesunken.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre sank auf Meghna-River
(11.06.15) Mindestens fünf Menschen kamen ums Leben, als am Morgen des 11.6. eine Fähre mit 60-70 Personen an Bord auf dem Meghna-River im Bhola-Distrikt in Bangladesh sank. Das Unglück ereignete 205 Kilometer von Dhaka entfernt gegen 11 Uhr. Ein Rettungsschiff wurde in Marsch gesetzt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Barge bei Kollision leckgeschlagen
(11.06.15) Auf dem Houston Ship Channel bei der Chevron-Fabrik kollidierten am 10.6. um 11.45 Uhr zwei Bargen. Auf einer wurde ein Ladetank an Steuerbord-Seite aufgerissen, und 500 der insgesamt 30000 Gallonen Naphta an Bord liefen aus. Der Kanal wurde stundenlang gesperrt und gegen 14 Uhr wieder freigegeben.
Ölsperren waren um die leckgeschlagene Barge ausgelegt worden, die US Coast Guard, das Texas General Land Office, die National Oceanic and Atmospheric Agency und andere Einsatzkräfte vor Ort. Das ausgelaufene Naphta verdunstete zum größten Teil.
Quelle:Tim Schwabedissen



Vale de Moura immer noch unter Wasser
(11.06.15) Auf dem Clyde River in der Batemans Bay haben Maritime NSW und einer Bergungsfirma den Zweimaster "Vale de Moura" am 6.6. gehoben, doch tags darauf sank das Schiff bereits wieder. Es war Mitte Februar dort gesunken, und am 5.6. begann nach tagelanger Vorarbeit die Hebung.
Doch das Schiff war in schlechterem Zustand als erwartet, im Deck waren große Löcher, durch die Wasser nachfloss. Die Strömung von sechs Knoten behinderte zudem die Taucher. Nun sollten größere Hebesäcke beschafft werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Netze brannten auf Kutterdeck
(11.06.15) Phil Parsonage, Skipper des Trawlers "Bon Accord - BM 367" (MMSI-Nr.: 235002029), kam mit seiner Crew am 10.6. bei einem Brand auf dem Achterdeck des Trawlers "Ocean Spirit - BM 493", 30 BRZ (MMSI-Nr.: 235001503), zu Hilfe, der in Plymouth am Ponton der Shepherd's Wharf lag. Sein Decksmann Sean Bradford alarmierte ihn, als er gerade das Hafengebiet verlassen wollte, per Telefon, nachdem er Rauch hatte aufsteigen sehen.
Sofort warfen sie den Motor ihres Schiffes an und gingen an Lee längsseits, sodass der Rauch von ihrem Schiff fort wehte. Mit ihrer Deckswaschanlage hielten sie eine Viertelstunde lang die Flammen auf der Netztrommel nieder, bis die Einsatzkräfte des Devon and Somerset Fire and Rescue Service, die um 15.10Uhr alarmiert worden waren, eintrafen.
Feuerwehren aus Greenbank, Crownhill, Camels Head und das Löschboot aus Plymstock eilten herbei und fanden die aufgetrommelten Nylon-Netze in Flammen stehend vor. Ein starker Wind fachte das Feuer auf dem Achterdeck an.
Offenbar hatte starke Sonneneinstrahlung zur Selbstentzündung geführt. Zwei Netze im Wert von mehreren tausend Pfund wurden beschädigt, doch dank des schnellen Eingreifens blieb der Schaden auf die Backbordseite begrenzt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Katamaran kam vom Kurs ab
(11.06.15) Der Fahrgastkatamaran "Starnberg" kollidierte am Nachmittag des5.6. zunächst mit einer Dalbengruppe und dann der Anlegebrücke in Ambach in der Gemeinde Münsing. Das Schiff der Bayerischen Seenschifffahrt erreichte danach mit eigener Kraft den Hafen. Das Umschalten von Innen- auf Außensteuerung hatte nicht funktioniert.
Als der Schiffsführer wieder ans Hauptruder ging, reagierte dieses auch nicht mehr, und das Schiff lief aus dem Ruder. Techniker der Firma Schottel machten sich auf die Suche nach der Ursache. Mitarbeiter der Lux-Werft aus Niederkassel behoben derweil die Rumpfschäden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Die letzte Reise der Erna
(11.06.15) Am 10.6. begann in Saarbrücken die letzte Reise der 60-Tonnen-Péniche "Erna". Stadt, Feuerwehr und THW bargen das zuletzt als Wohnschiff genutzte Fahrzeug und zogen es 75 Meter weit bis zum Osthafenkai. Das etwa 100 Jahre alte Schiff lag seit über 15 Jahren im Osthafen. 2006 brannte es an Bord, als ein überhitzter Ofen in der Kajüte ein Feuer entfachte. Danach überließ der Eigner das Schiff sich selbst.
2010 sank es, dabei trat auch Öl aus. Nach achtjährigem Prozessieren gegen den Eigner aus Freiburg war es soweit: Ein Dutzend Feuerwehrleute und Einsatzkräfte des THW begannen gegen neun Uhr, mit fünf Pumpen das Wasser zu lenzen. Im Schiffsinnern hatten sich zudem etwa 20 Tonnen Schlamm angesammelt.
Nach einer Stunde hob es sich vom 1,5 Meter tiefen Flussgrund. Ein Metallsteg zum Ufer hin brach dabei ab. Eine halbe Stunde späte machten zwei Boote des THW mit jeweils 70 PS am Schiff fest, und um 11 Uhr wurde es gedreht. Nach 18-minütiger Fahrt lag die "Erna" mit Backbordseite am Kai.
Am 17. Juni soll "Erna" mit drei Kränen endgültig aus der Saar gehoben werden. Bis dahin mussten zwei Pumpen ständig in Betrieb bleiben. Für Bergung und Verschrottung rechnete die Stadt mit Kosten von etwa 50?000 Euro.
Quelle:Tim Schwabedissen



Havarie auf dem Neckar
(11.06.15) Am 8.6. geriet auf dem Neckar bei Bad Friedrichshall unterhalb der Jagstfelder Eisenbahnbrücke ein Fahrgastschiff gegen 18.15 Uhr auf Talfahrt beim Passieren der Jagstfelder Eisenbahnbrücke mit dem Achterschiff zu weit ans rechte Neckarufer. Dort kam es am Neckarkilometer 101,750 zu einer Grundberührung, bei der der Steuerbord-Propeller und der Antrieb beschädigt wurden.
Dadurch trat Hydrauliköl aus. Weder die Grundberührung noch den Ölverlust meldete die Schiffsführung dem Wasser- und Schifffahrtsamt Heidelberg. Als der Vorfall bekannt wurde, veranlasste die Wasserschutzpolizei die Eigner dazu, am beschädigten Antrieb die Ölventile zu sperren, damit kein weiteres Öl austreten konnte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Betonskulpturen rutschen weg
(Bild: Ron Coddington)   Großbild klick!

Zerbrochenes Unterwasserkunstwerk soll durch weitere Skulpturen erweitert werden
(10.06.15) Nachdem am 7.6. der Versuch, vor Deerfield Beach ein 500,000 Dollar teures künstliches Riff, das auf dem Meeresgrund wie die berühmten Moai-Skulpturen auf den Osterinseln ähneln sollte, dramatisch fehlschlug, blicken die Initiatoren inzwischen wieder nach vorne. Statt dass die Figuren, wie geplant, auf dem Fundament einer versenkten Barge zu stehen kamen, war diese gekentert, und nun liegen das Wrack der Barge und die teilweise zerstörten Figuren in einem Durcheinander auf dem Meeresgrund.
Nun sollte das verhinderte Kunstwerk aber durch weitere Skulpturen ergänzt werden. Die Finanzierung weiterer Skulpturen sollte über Crowdfunding und Spenden gestemmt werden. Ron Coddington, ein Ingenieur, der als Freiwilliger an dem Projekt beteiligt war, zeigte sich optimistisch, dass am Ende des Sommers das Tauchziel wie Phönix aus der Asche aufgestiegen sein werde.
Entladung gerät außer Kontolle
(Bild: Ron Coddington)   Großbild klick!
Zur Versenkung der Barge, die mit 100000 Pfund Ballast beschwert worden war, waren acht Löcher von jeweils 12x12 Inches in den Rumpf geschnitten und dann provisorisch wieder abgedichtet worden, als sie zur Versenkungsposition geschleppt wurde. Dort stiegen acht Mann in den Rumpf ein und entfernten jeweils eine Verbolzung. Während dies bei sieben Löchern gut gelang, gab es bei dem achten Verzögerungen, sodass sich das Wasser nicht gleichmäßig im Innern verteilte.
Die Männer stiegen nach Abschluss ihrer Arbeit auf einen Schlepper über und mussten dann, wie die vielen Bootscrews ringsum, zusehen, wie sich die Barge auf die Seite legte und die Betonskulpturen dann wegrutschten. Margaret Blume, die das Projekt finanzierte, war sich des Risikos bewusst gewesen. Das Ziel der Aktion war einerseits die Schaffung von Unterwasserkunst und andererseits die Förderung von Meeresforschung gewesen. Im Broward County gibt es die Genehmigung des Department of Environmental Protection und des Army Corps of Engineers zur Schaffung entsprechender künstlicher Riffe.
In jedem Fall wird das demolierte Kunstwerk das Ziel erreichen, Fischbesatz und Korallenwachstum zu fördern. Mit der Kunst hapert es derzeit noch. Am 8.6. untersuchten Taucher der Dixie Divers die Versenkungsstelle erstmals und veröffentlichten Bilder. Die zerbrochene Unterwasserkunst ist nun ohne Einschränkungen freigegeben. Quelle:Tim Schwabedissen



Schleppsystem beschädigt
(Bild: JACC-Hydrospheric Solutions Inc)   Großbild klick!
Offshore-Schiff bei Suche nach Flug MH 370 im Sturm beschädigt
(10.06.15) Das bei der Suche nach dem Wrack des vermissten Flugs MH 370 eingesetze, unter Marshall-Islands-Flagge laufende Offshore-Schiff "Go Phoenix", 7534 BRZ (IMO-Nr.: 9495208), musste am 8.6. den Hafen von Fremantle zur Reparatur ansteuern. Zwei Riesenwellen, die über das Acherdeck gebrochen waren, hatten das Schleppsystem für die ROVs beschädigt und mussten im Hafen wieder einsatzfähig gemacht werden.
Bereits seit einigen Tagen hatten Wellen von bis zu 12 Metern Höhe den Suchschiffen das im südlichen Indischen Ozean das Leben schwer gemacht. Die Anzahl der Schiffe wurde deswegen bereits von vier auf drei reduziert. Am 10.6. kehrte die "Go Phoenix" wieder in das Suchgebiet zurück.
Der Malaysia-Airlines-Flug 370 war ein internationaler Linienflug von Kuala Lumpur nach Peking, bei dem eine Maschine der Malaysia Airlines am 8.3.2014 um 1.21 Uhr Ortszeit aus der Überwachung der Flugverkehrskontrolle des Subang Airports verschwand. Seither ist das Flugzeug verschollen und wird in verschiedenen Meeresgebieten gesucht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Flusskreuzfahrtschiff "Dong Fang Zhi Xing"
(Bild: Kim Kyung Hoon)   Großbild klick!
Wrack auf dem Yangtse-Fluss flussaufwärts verholt
(10.06.15) Am Morgen des 10.6. wurde das Wrack des Flusskreuzfahrtschiffes "Dong Fang Zhi Xing" 10 Kilometer flussaufwärts von der Unglücksstelle auf dem Yangtse-Fluss geschleppt. Gegen 10 Uhr zog es ein Schlepper in geschützteres Gebiet, weil befürchtet wurde, dass schwere Regenfälle und starker Wind, wie sie in der Regenzeit dort üblich sind, weitere Schäden anrichten könnten.
Außerdem wurde so die Navigation für andere Schiffe erleichtert. Zuvor hatten Rettungskräfte Löcher im Rumpf abgedichtet und 10 Tonnen Sand in Säcken an Steuerbordseite aufgestapelt, um eine weitere Schlagseite nach Backbord zu verhindern.
Bereits am 9.6. war das Wrack einige Dutzend Meter fortbewergt worden, um Tauchern den Zugang zu der Unglücksstelle zu ermöglichen, wo nach den weiter vermissten acht Personen gesucht werden sollte. Am 10.6. wurden Angehörige der Opfer eingeladen, Habseligkeiten der Toten im Rahmen einer Trauerveranstaltung im Jianli County in der zentralen Hubei-Provinz abzuholen. Die an Bord eingesetzten Rettungskräfte haben über 320 Stücke aus dem Wrack und dessen Umgebung eingesammelt. Weitere Opfer wurden in dem Schiff unterdessen nicht mehr vermutet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter auf Drift vor Cadiz
(10.06.15) Der holländische Frachter "Veelerdiep", 5057 BRZ (IMO-Nr.: 9277333), wurde am 10.6. gegen 4.30 Uhr auf Position 36 30 N 007 19 W im Golf von Cadiz rund 50 Meilen westlich von Cadiz manövrierunfähig. Das Schiff war auf dem Weg von Mostaganem nach Setubal, wo es planmäßig gegen 14 Uhr hätte eintreffen sollen.
Quelle:Tim Schwabedissen




Trimaran gestrandet, Skipper vermisst
(10.06.15) Am 9.6. um 10:15 Uhr meldete ein Kutter dem CROSS Etel, dass eine Segelyacht auf dem Strand zwischen Mimizan und Biscarosse auf Grund läge. Eine Patroullie der Gendarmerie und Feuerwehreinsatzkräfte wurden zu der angegebenen Position geschickt und identifizierten das Boot als den 12 Meter langen Trimaran "Thalamus II" (MMSI-Nr.: 227264990), der allein mit dem Eigner an Borda m 6.6. aus La Rochelle nach Irland ausgelaufen war.
Die Segel waren nach der Strandung noch gesetzt, das Schiff machte auch einen bis vor kurzem benutzten Eindruck. Ein Helikopter der Gendarmerie und ein Puma-Helikopter der Armee in Cazaux stiegen um 10.30 Uhr auf, das Rettungsboot "Gema - SNS 071" der SNSM -Station Lège Cap Ferret verließ um 11.14 Uhr den Hafen, und ein Atlantic 2-Patroullienflugzeug hob von dem Luftwaffenstützpunkt Lann-Bihoué ab.
Um 19.50 Uhr kehrte die Atlantic 2 nach Lorient zurück, ohne dass bis dahin eine Spur des Vermissten entdeckt worden wäre.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schiffbrüchige Fischer retteten sich auf Ölplattform
(10.06.15) Ein Helikopter der US Coast Guard rettete vier Freizeitfischer von einer Ölplattform nachdem deren Kutter am 9.6. rund 41 Meilen östlich von Venice gesunken war. Nachdem es ihnen gelungen war, Alarm zu schlagen, stiegen von der Air Station New Orleans zwei MH-65 Dolphin-Helikopter auf. Um 15.30 Uhr waren sie vor Ort und winschten die vier Männer unversehrt an Bord.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter saß auf der Wolga fest
(10.06.15) Am 6.6. lief dre russische Frachter "Volgo-Don 5068", 4000 BRZ (IMO-Nr.: 8952936), auf der Wolga im Uglich Reservoir nahe Peretryasovo auf Grund. Das Schiff war mit 5050 Tonnen Abfall beladen, als es auf der rechten Fahrwasserseite festkam. Eine Kranbarge und ein Frachter wurden zum Leichtern der Ladung gerufen, dann gelang es einem Schlepper, den Havaristen wieder flottzumachen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Große Rettungsaktion für kleines Boot bei Sotra
(10.06.15) Bei Sotra vor Bergen schlug am 9.6. gegen 11 Uhr ein Sportboot leck. Bei den ersten Meldungen hieß es, es sei mit vier Personen an Bord vor Kårtveit gekentert. Deshalb stiegen auch sofort ein Sea King-Helikopter in Florø und eine Luftambulanz in Bergen auf. Um 11.45 Uhr stellte sich dann heraus, dass die vier sich auf eine Schäre hatten retten können. Das NSSR-Boot "Kristian Gerhard Jebsen" nahm sie dort an Bord und brachte sie wohlbehalten nach Kårtveit.
Quelle:Tim Schwabedissen



Viele Tote nach Kentern von Fährbooten in Kamerun
(10.06.15) Nach dem Kentern zweier Fährboote mit 200 Passagieren und Fracht auf dem Bénoué River in Nordkamerun am 6.6. wurden bislang ein Dutend Menschen gerettet, viele galten noch vermisst. Nachdem am 9.6. zwei weitere Tote von Angehörigen der Marine in Lagdo aus dem Fluss gezogen wurden, belief sich die Anzahl bestätigter Todesopfer inzwischen auf 37.
Beide Boote waren wohl überladen gewesen, als sie bei Dame unweit des Lagdo Staudamms zwischen den Departments von Bénoué und Mayo Rey verunglückten. Sie hatten Händler eines Markes in Lagdo und Familien auf dem Weg zu einer muslimischen Hochzeit an Bord. Die Hoffnung auf weitere Überlebende schwand mit jedem Tag.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter sank vor Guangzhou
(10.06.15) Der 48 Meter lange chinesische Containerfeeder "Xin Hong 328" (MMSI-Nr.:413901476) sank am Morgen des 10.6. um 4.50 Uhr vor dem Hafen von Guangzhou. Er war unterwegs auf der Fahrt von Hong Kong zur Dongfa Pier in Nansha und befand sich unweit der Reede von Shajiao. Alle acht Crewmitglieder konnten um 5.30 Uhr unversehrt aus dem Wasser gerettet werden.
Mehrere der insgesamt 72 Container an Bord trieben nach dem Untergang im Wasser. Die Guangzhou MSA schickte vier Patroullienboote, um die Schifffahrt zu warnen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Brücke der "Dong Fang Zhi Xing"
(Bild: Chen Ming)   Großbild klick!
"Dong Fang Zhi Xing" wird abtransportiert
(09.06.15) Das Wrack der "Dong Fang Zhi Xing", das weiter in den Hebestropps dreier Schwimmkräne hing, sollte von der Untergangsstelle entfernt werden, sobald Wetter- und Wasserbedingungen dies zuließen. Dies sollte es Tauchern ermöglichen, direkt an der Wrackposition nochmals nach den acht Vermissten zu suchen. Außerdem wurde das Suchgebiet 1300 Kilometer weit auf dem Yangtse-Fluss ausgedehnt von Jianli in der Hubei-Provinz, wo das Schiff kenterte, bis zur Wusong-Mündung in Shanghai.
Bis zum 8.6. waren 434 Tote geborgen worden. Zu ihrer Identifizierung holten Forensiker persönliche Habseligkieten aus den Wohnungen der Opfer, um von ihnen DNA-Proben zu nehmen. 145 Mediziner in 21 Gruppen arbeiteten rund um die Uhr an der Sammlung der DNA. Von den 14 Überlebenden wurden zwei Mann, ein Tourguide und ein
Kratzspuren an den Wänden von Ertrinkenden
(Bild: Chen Ming)   Großbild klick!
Crewmitglied, am 8.6. aus dem Krankenhaus entlassen.
Derweil kam eine Diskussion auf, ob Umbauten an dem Schiff zu dem katastrophalen Ausgang des Unglücks beigetragen haben könnten. Es war 1997 von einer Fähre zu einem Kreuzfahrtschiff umgerüstet worden. Dabei wurden metallene Bettgestelle, die am Deck fixiert waren, durch hölzerne, ungesicherte Betten ersetzt, die ins Rutschen kamen, als das Schiff sich überlegte, und sowohl den Schwerpunkt veränderten, wie auch die Flucht aus den Kabinen erschwerten. Es gab eine Zeugenaussage eines der 14 Überlebenden, nach der seine Frau von dem verrutschten Bett an die Wand gepresst wurde.
Auch könnte das Enfernen von Kabinentüren ein Sicherheitsrisiko mit sich gebracht haben. Ursprünglich hatte jede Kabine zwei Türen, eine nach innen und eine nach außen, doch diese wurden beim Umbau entfernt, sodass es nur noch Zugang zum inneren Korridor gab. Durch einen neuen Bug, mit dem Treibstoff gespart werden sollte, war die Schiffslänge von 66 auf die aktuellen 76,5 Meter gewachsen.
Das Schiff war nicht mit dem Global Maritime Distress and Safety System (GMDSS) ausgerüstet, der für Flussschiffe in China auch nicht vorgeschrieben ist. Die Baumaßnahmen wurden durch den Chongqing Shipyard durchgeführt, der 2005 bankrott wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fischkutter "Einheit"
(Bild: DGzRS)   Großbild klick!
Schwelbrand auf Kutter vor Rügen
(09.06.15) Vor dem Peenemünder Haken kamen zwei Boote der DGzRS dem 18 Meter langen Fischkutter "Einheit" (MMSI-Nr.: 211314880) zu Hilfe, der einen Schwelbrand an Bord hatte und südöstlich der Insel Rügen trieb. Gegen 20.40 Uhr meldete sich der Fischkutter "Bergen" aus Ueckermünde über den internationalen Notruf- und Anruffunkkanal 16 bei den Seenotrettern. Die "Bergen" und die "Einheit" aus Karlshagen hatten zuvor Freest mit Ziel Bornholm verlassen. Querab der kleinen Insel Ruden, nördlich des Peenemünder Hakens, stellte die zweiköpfige Besatzung der "Einheit" einen Schwelbrand im Vorschiff fest. Mit einem CO2-Löscher versuchten die beiden Fischer, ihn zu bekämpfen. Um ein Ausbreiten zu verhindern, schlossen sie die Luke im Vorschiff.
Die Besatzung des Seenotrettungskreuzers "Eugen" der DGzRS-Station Greifswalder Oie fing den Notruf auf. Umgehend verließ sie ihre Station. Außerdem wurden das Seenotrettungsboot "Heinz Orth" der Station Freest und die Freiwillige Feuerwehr Freest alarmiert.
Während das Rettungsboot sechs Feuerwehrleute an Bord nahm, ging die "Bergen" bei der "Einheit" längsseits, um sie in Schlepp zu nehmen. Der havarierte Kutter hatte aus Sicherheitsgründen seine Maschine abgeschaltet und trieb nun manövrierunfähig auf der Ostsee. Vor dem Fischereihafen von Freest übergab die "Heinz Orth" die mit Atemschutzgeräten ausgerüsteten Feuerwehrleute auf den Havaristen.
Unterdessen war auch die "Eugen" eingetroffen. Beide Rettungsboote begleiteten den Schleppverband nach Freest. Im Fischereihafen übernahmen die Freiwillige Feuerwehr Freest und die Wasserschutzpolizei Wolgast die weiteren Maßnahmen. Die Feuerwehr hatte den Schwelbrand schnell unter Kontrolle.
Quelle:Tim Schwabedissen




Windpark-Versorger "Acta Orion"
(Bild: Lee Colman)   Großbild klick!
Kasko rammte Lotsenboot in Harlingen
(09.06.15) Das 23 Meter lange, holländische Lotsenboot "Reiger" wurde am Nachmittag 8.6. von dem Kasko des Windpark-Versorgers "Acta Orion" , 3999 BRZ (IMO-Nr.: 9750268), als dieser von dem dänischen Schlepper "Westsund", 366 BRZ (IMO-Nr.: 7822421), in den Hafen von Harlingen geschleppt wurde. Trotz der Assistenz der Schlepper "Anita", "Theo" und "Jenny" des Sleepdienst Tuinman erfasste eine Windbö das 108 Meter lange Schiff beim Anlegemanöver im Fischereihafen.
Es wurde daraufhin mit dem Bug gegen das an einer Pier liegende Lotsenboot gedrückt, das erheblichen Schaden davontrug. Die "Acta Orion" kam von der Stocznia-Werft in Stettin, um bei der CIG Shipbuilding endausgerüstet zu werden.
Quelle:Tim Schwabedissen







Wasser schuss mit hohem Druck aus Motor einer Yacht
(09.06.15) Am 7.6. wurde das KNRM-Boot "Francine Kroesen" um 17.15 Uhr alarmiert, nachdem die Segelyacht "Liberty" mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern an Bord vor der Küste von Huizen Wassereinbruch erlitten hatte. Das Rettungsboot war nach einer Übung noch gar nicht wieder im Schuppen und lag nur drei Minuten nach dem Notruf längsseits der neun Meter langen Yacht.
Wenig später traf auch die "Engelina" der KNRM-Station Blaricum ein. Nach der ersten Inspektion konnte der Wassereinbruch unter Kontrolle gebracht werden. Die Yacht wude längsseits genommen und in Richtung des Hafens von Naarden geschleppt. Nach dem Lenzen der Bilge wurde keine Leckage gefunden.
Als der Motor wieder gestartet wurde, konnte die Ursache des Wassereinbruchs festgestellt werden. Dessen Kühlsystem war undicht, sodass mit hohem Druck Wasser ins Boot lief. Deshalb musste der Motor umgehend wieder gestoppt werden. Nach einer Stunde wurde die "Liberty" in den Hafen eingeschleppt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Luke vier der Purple Beach vorübergehend geöffnet
(09.04.15) Nachdem abschließenden Stoffanalysen für die Aufbauten des Frachters "Purple Beach" lagen dem Havariekommando am 8.6. vorgelegt wurden, konnten die Richtlinien für den Arbeits- und Gesundheitsschutz in den Aufbauten festgelegt werden. Ab dem 9.6. sollte eine Reinigungsfirma am Liegeplatz im JadeWeserPort das entsprechende Gerät bereitstellen. Für die Einrichtung der Infrastruktur am Liegeplatz wurde der gesamte Tag veranschlagt. Wie lange die Reinigungsarbeiten andauern würden, wart noch nicht bekannt.
Unterdessen wurde der obere Deckel der Luke vier geöffnet. Die Einsatzkräfte konnten kein Wasser in diesem Laderaum feststellen. Der Lukendeckel wurde nicht mit dem bordeigenen System geöffnet, da diesem langsam der Dieselkraftstoff ausging. Deshalb hatte das Havariekommando eine Netzersatzanlage vor Ort aufgebaut. Diese sorgte dafür, dass das Schiff von außen mit Strom versorgt wurde.
Nach der visuellen Überprüfung des Laderaumes wurde der Lukendeckel wieder geschlossen. Die abschließenden Stoffanalysen des Lösch- und Ballastwassers standen noch aus. Sie wurden benötigt, um die spätere Entsorgung des Wassers festzulegen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht vor Long Island Sound abgeschleppt
(09.06.15) Die US Coast Guard und der liberianische Bulkcarrier "Odysseas L", 44180 BRZ (IMO-Nr.: 9597381), kamen am 8.6. der Yacht "Alien 1" rund 350 Meilen südöstlich des Long Island Sound, New York, zu Hilfe. Das Joint Rescue Coordination Centre Halifax hatte die Coast Guard am 7.6. gegen 17 Uhr verständigt, dass die 44 Fuß lange Yacht mit einer zweiköpfigen Crew an Bord havariert war.
Die "Odysseas L", die sich auf der Fahrt von Brake nach Baltimore befand, hatte das RCC Halifax über die Lage der "Alien 1" informiert und blieb auf Standby, bis weitere Hilfe eintraf. Diese erschien in Gestalt des Patroullienbootes "Spencer" aus Boston, die die Crew der Yacht mit einem Boot übernahm, um danach diese in Richtung der Küste abzuschleppen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motorboot im Schäengarten von Tjøme auf Grund gelaufen
(09.06.15) Ein 11 Meter langes langes Holzboot mit einer zweiköpfigen Crew an Bord lief nach einem Motorschaden am 6.6. auf einen Felsen in den Schären von Tjøme zwischen Burø und Mostein, nachdem ein Ankerversuch bei kräftigem Wind fehlgeschlagen war. Ein Boot des Roten Kreuzes wurde alarmiert und kam dem Havristen, auf dem sich ein Kind und ein Erwachsener befanden, zu Hilfe.
Die "RC Veritas"übernahm eine Schleppleine, und auch das NSSR-Rettungsboot "Eivind Eckbo" kam zu Hilfe. Gegen 20 Uhr wurde der Havarist in den Hafen von Mågerø geschleppt, wo er weiter auf Schäden untersucht wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler erlitt Wassereinbruch vor Sunderland
(09.06.15) Am8.6. gegen zwei Uhr erlitt der englische Trawler "Ocean Rover - SN 2" (MMSI-Nr.: 235053875) 10 Meilen östlich von Sunderland Wassereinbruch im Maschinenraum.
Die vierköpfige Crew alarmierte die Coastguard, die wiederum das RNLI-Boot aus Tynemouth sowie einen Helikopter aus Humberside in Marsch setzte. Dem Skipper des Trawlers gelang es unterdessen, das Leck abzudichten und zu beginnen, das eingedrungene Wasser zu lenzen.
Da sich noch erhebliche Wassermengen im Maschinenraum befanden, wurde eine zusätzliche Pumpe vom Rettungsboot an Bord gebracht und dieser damit trockengelegt.
Inzwischen war auch der Rettungshubschrauber eingetroffen, konnte aber angesichts der günstigen Lage wieder abdrehen. Da die Maschine der "Ocean Rover" noch funktionstüchtig war, konnte der Trawler Kurs auf den Fischereihafen von North Shields nehmen, wobei zwei Rettungsmänner vorsorglich an Bord blieben und das RNLI-Boot die Eskorte stellte.
Quelle:Tim Schwabedissen



RNLI schleppte drei Yachten in zwei Tagen ab
(09.06.15) Das RNLI-Boot "Kiwi" aus Moelfre assistierte am 8.6. einer 30 Fuß langen Yacht und deren dreiköpfiger Crew, die in der Dulas-Mündung auf Grund gelaufen war. Das Rettungsboot lief um 11:43 Uhr aus und war rasch vor Ort. Wegen des geringen Wasserstandes im Kielbereich wurde beschlossen, das Boot über den Bug in tieferes Wasser zu ziehen. Nachdem dies gelungen war, wurde die Schlepptrosse vom Bug auf das Heck umgelegt und die Yacht nach Moelfre abgeschleppt. Um 13.10 Uhr war der Einsatz beendet.
Das RNLI-Boot aus Padstow war bereits um sieben Uhr einer 35 Fuß langen Yacht zu Hilfe gekommen, die manövrierunfähig geworden war. Sie wurde samt ihrer dreiköpfigen Crew ins sieben Meilen entfernte Padstow geschleppt. Sie war von Kilmore Quay in Irland nach Padstow unterwegs gewesen und hatte am 7.6. gegen 22 Uhr über Funk gemeldet, dass sie wegen Motorschaden und Schwierigkeiten mit Segel und Rigg Hilfe benötigen würde. Da die Camel-Mündung bis zum Morgen wegen der Ebbe nicht befahrbar sein würde, lief die Yacht unter kleinem Segel weiter auf den Hafen zu, bis das Rettungsboot auslief.
Tags zuvor war das RNLI-Boot aus Portrush um 18.06 Uhr einer manövrierunfähigen Yacht vor Portstewart zu Hilfe gekommen. Sie wurde auf den Haken genommen und in den Hafen zurückgeschleppt. Dieser Einsatz war um 19.30 Uhr beendet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ölbarge nach vier Tagen wieder flottgemacht
(09.06.15) Die U.S. Coast Guard konnte die am 3.6. gestrandete Ölbarge "DBL 165-1" mit dem Nachmittagshochwasser des 7.6. wieder flottmachen. Zuvor waren rund 70000 Gallonen Öl von dem Fahrzeug geleichtert worden. Die von Crowley bereederte Barge wurde wieder von dem Schlepper "Nanchik" auf den Haken genommen und nach Bethel gezogen.
Hier traf sie in den Abendstunden ein. Die Barge hatte vor der Strandung bereits den größten Teil ihre Ladung gelöscht, als sie auf Grund trieb, und war auf dem Weg nach Kongiganak gewesen. Das Risiko eines Lecks war als gering eingeschätzt worden, da sie genau auf solch flachem Grund aufsaß, für den sie beim Anlanden zur Versorgung entlegener Siedlungen ohnehin konstruiert wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ölleckage legte Fähre lahm
(09.06.15) Im Lurøybassenget war nur noch ein Schiff unterwegs, nachdem die norwegische Fähre "Sigrid", 2490 BRZ (IMO-Nr.: 9030369), am Morgen des 8.6. ein Leck im Ölkühlsystem erlitt, sodass die Propeller und die Ruderanlage nicht mehr ordnungsgemäß funktionierten. Das Schiff wurde in Stokkvågen zur Reparatur an den Kai gelegt. Ein Fahrzeug mit Ersatzteilen wurde nach Mo i Rana in Marsch gesetzt.
Wie lange die Fähre ausfallen würde, war noch unklar. Eine Ersatzfähre wurde von Boreal Transport Nord zur Verfügung gestellt, die um 16.50 Uhr die erste Abfahrt von Lovund hatte. Am 10.6. sollte die "Lurøy" von ihrer Routineüberholung zurückkehren.
Quelle:Tim Schwabedissen



Osterinsel-Skulpturen auf der Barge
(Bild: Rapa Nui Reef Project)   Großbild klick!
Osterinsel-Skulpturen von Barge ins Meer gekippt
(08.06.15) Lange Gesichter gab es bei der 500,000 Dollar teuren Aktion, am 7.6. das künstliche Rapa Nui Riff vor Deerfield Beach zu schaffen. Eine 150 Fuß lange und 45 Fuß breite Barge mit einer 300 Tonnen schweren Kunstinstallation, die der Künstler Dennis Mac Donald binnen vier Monaten als Remineszenz an die Figuren auf den Osterinseln geschaffen hatte, war vor die Deerfield Beach International Fishing Pier geschleppt worden, an Bord die 15 "Moai"-Figuren aus Beton in einer Größe von sechs bis 22 Fuß.
Sie waren auf einem Betonsockel fixiert worden und sollten in 70 Fuß Tiefe vor der Küste Südfloridas als Unterwasserskulptur aufgestellt werden. Nachdem die "Sonny" das noch schwimmende Kunstwerk auf Position gebracht hatte, brachten Wellen die Barge aber ungeplant in Schräglage, und sie kenterte und sank auf 70 Fuß Tiefe, wobei die Skulpturen beim Übergehen erheblichen Schaden genommen haben, während die Barge unversehrt auf dem Grund landete.
Sie ist nun eines von über 75 künstlichen Riffen im Broward County. Taucher sollten aber versuchen, Teile von ihr abzuschneiden, unter denen die Skulpturen begraben wurden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht "ino"
(Bild: RNLI)   Großbild klick!
Siebenköpfige Crew von Rennyacht nach Kollision im Solent gerettet
(08.06.15) Sieben Menschen wurden aus dem Solent gerettet, nachdem die in Cowes beheimatete Corby-36-Yacht "ino" bei einer Kollision mit der Yacht "Valkyrie" nahe der Bramble Bank im Gebiet von Calshot am 6.6. gegen 13 Uhr gesunken war. Der Bug des Bootes war aufgerissen worden, und binnen Sekunden ragte nur noch eine Mastspitze aus dem Wasser.
Von beiden Seiten des Solent kamen Helfer der RNLI Cowes und Solent Coastguard sowie des Rettungsbootes aus Gosport und des Fareham Inshore Rescue Service (GAFIRS) herbei, um die fünf Männer und zwei Frauen zu retten. Als erstes war allerdings ein Festrumpf-Schlauchboot vor Ort, das sich in der Nähe befand. Die Segler, alle in den 20ern und 30ern, wurden dann auf das Rettungsboot aus Gosport übergesetzt, das als zweites vor Ort war.
Die Schiffbrüchigen wurden in Decken gehüllt zur Trinity Landing in Cowes gebracht und dort medizinisch gecheckt. Ein Krankenwagen des South Central Ambulance Service (SCAS) wurde aber nicht benötigt. Die Needles Coastguard nahm sich der Rennsegler anschließend an.
Quelle:Tim Schwabedissen



Binnenschiff "Leon"
(Bild: Alexander Geisler)   Großbild klick!
Binnenschiff auf Hunte quergeschlagen
(08.06.15) Das deutsche Binnenschiff "Leon", 1137 ts (EU-Nr.: 04001790), schlug auf der Fahrt nach Bremen am 6.6. bei Oldenburg auf der Hunte quer. Ein zufällig in der Nähe befindliches Ausflugsschiff kam zu Hilfe und konnte mit seiner 300 PS starken Maschine den Havaristen wieder auf den rechten Kurs bringen. Danach lief die "Leon" nach Bremen-Hemelingen, wo sie am Morgen des 7.6. festmachte.
Quelle:Tim Schwabedissen




Wrackteil der "Baltic Ace"
(Bild: Jan Osterboer)   Großbild klick!
Erstes Wrackteil der Baltic Ace in Rotterdam eingetroffen
(08.06.15) Die Bergung des unter Bahamas-Flagge laufenden Autocarriers "Baltic Ace", 23498 BRZ (IMO-Nr.: 9386213), ist angelaufen. Am 7.6. traf das erste rostige Wrackteil an Bord einer Wagenborg-Barge, das aus einer Wassertiefe von 35 Metern hochgeholt worden war, im Waalhafen von Rotterdam am Haken des holländischen Schleppers "Viking" (IMO-Nr.: 9431903) und der zyprischen "Smit Bronco" (IMO-Nr.: 9345491) ein.
Die von Mammoet und Boskalis durchgeführten Räumungsarbeiten finden 60 Kilometer vor der Küste von Goeree-Overflakkee statt. Das Schiff bildet ein Schifffahrtshindernis im Fahrwasser nach Rotterdam. Es war dort am 5.12.2012 nach einer Kollision mit dem Containerschiff "Corvus J" gesunken.
Quelle:Tim Schwabedissen



Binnenschiff in ferngesteuerter Schleuse eingeklemmt
(08.06.15) Am 4.6. um 9.30 Uhr wurde das holländische Binnenschiff "Confianza", 828 ts (EU-Nr.: 02104034) von den sich ferngesteuert vorzeitig schließenden Toren der Schleuse von Lelystad eingeklemmt. Es hatte die Schleusenkammer noch nicht ganz verlassen, als die Tore bereits wieder zufuhren.
Dabei geriet das Schanzkleid an Steuerbordseite unter eine Kante des Tores. Das dergestalt eingeklemmte Schiff steckte 1,5 Stunden, ehe Hilfe herbeigeholt war und das Tor manuell so bewegt wurde, dass es wieder freikam.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bulker manövrierunfähig im Golf von Aden
(08.06.15) Am 7.6. wurde der liberianische Bulkcarrier "Go Skar", 25885 BRZ (IMO-Nr.: 9071416),im Golf von Aden, rund 165 Meilen südöstlich von Salalah, manövrierunfähig. Das Schiff befand sich auf der Reise von Bandar Abbas nach Aqaba.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ein Toter bei Explosion ukrainischen Patroullienboots
(08.06.15) Im Asowschen Meer explodierte am 7.6. um 14.20 Uhr ein Patroullienboot der ukrainischen Küstenwache vor Mariupol. Das Boot sank übers Heck. Fünf der sieben Crewmitglieder an Bord wurden verletzt, eines getötet. Eine Person wurde noch vermisst und kam vermutlich ebenfalls ums Leben.
Die Suche nach dem Mann dauerte an, die Ursache der Explosion war bislang unklar. Die Crew hatte versucht, eine Treibmine aus dem Wasser zu holen, als dieser in die Luft flog. Mariupol ist ein Brennpunkt des Konflikts zwischen Regierungstruppen und prorussischen Separatisten in der Ostukraine.
Quelle:Tim Schwabedissen



18 Tote bei Kenterung vor Morondava
(08.06.15) Am 6.6. gegen 17 Uhr kamen vor Morondava 18 Menschen ums Leben, als die Fähre "Kintan'ny Maraina" direkt vor der Einfahrt der Hauptstadt der Menabe-Region ums Leben. 11 Personen wurden von der Polizei und der Küstenwache gerettet. Unter den 32 Personen an Bord waren zwei Crewmitglieder.
Quelle:Tim Schwabedissen



434 Opfer des Unglücks auf Yangtse-Fluss geborgen
(08.06.15) Bis zum Morgen des 8.6. wurden 434 Tote des Untergangs des chinesischen Flusskreuzfahrtschiffes "Dong Fahg Zhi Xing" geborgen. Acht Menschen wurden noch vermisst. Bislang wurden 97 der Toten mit DNA-Tests von forensischen Teams identifiziert.
An der Suchaktion waren 150 Schiffe, 3400 chinesische Soldaten und 59 Flugzeuge beteiligt. Das Suchgebiet wurde bis zu 600 Meilen flussabwärts ausgedehnt, um abgetriebene Leichen zu finden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Forschungssegler drohte zu stranden
(08.06.15) Am 6.6. wurde die RNLI von Kyle of Lochalsh um 16.43 Uhr von der Stornoway Coastguard alarmiert, nachdem der 54 Fuß lange Zweimaster "Silurian" der Whale & Dolphin Research Maschinenausfall bei Ratagan im Loch Duich erlitten hatte und das Schiff mit schleifendem Anker ins Treiben geraten war. Das Rettungsboot "Spirit of Fred.Olsen" lief fünf Minuten später aus und war um 17.10 Uhr vor Ort.
Die Ketsch drohte zu dieser Zeit bei Ratagan zu stranden. Ein Rettungsmann stieg an Bord über und half der dreiköpfigen Crew, eine Schleppverbindung herzustellen. Nachdem das Schiff auf tieferes Wasser gezogen worden war, wurde die Maschine untersucht und eine provisorische Reparatur durchgeführt, sodass sie wieder gestartet werden konnte und eine bei der stürmischen See komplizierte Verschleppung vermieden werden konnte.
Danach eskortierte das Rettungsboot den Segler zurück zu den Pontons in Kyle. Um 19.15 Uhr kehrte die "Spirit of Fred Olsen" zu ihrer Station zurück.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wrack gestrandeten Kutters geräumt
(08.06.15) Das Wrack des Kutters "Northern Pride", der an der Küste der Shelikof Strait am 7.5. im Katmai National Park angetrieben war, wurde am 5.6. geborgen. Das Schiff war am 21.4. nordöstlich von Marmot Island in Brand geraten und gekentert. Die dreiköpfige Crew war von einem MH 60-Jayhawk der US Coast Guard MH-60 aus einer Rettungsinsel geborgen worden.
Es wurde vermutet, dass der Kutter gesunken war, bis er kieloben auf den Strand trieb. Dort zerbrach der hölzerne Rumpf in der Brandung, und Katmais Chief of Resource Management ordnete die Räumung der Trümmer an. Binnen zwei Tagen beseitigte die in Kodiak ansässige Global Diving and Salvage die Wrackreste.
Quelle:Tim Schwabedissen



Chinesische Fahrgastschiffe im Sturm havariert
(08.06.15) Stürmisches Wetter und starker Wind führten am 5.6. in Haikou, Hainan Island, zu zwei Havarien von chinesischen Fahrgastschiffen. Die "Hai Kou Jiu Hao" (MMSI-Nr.: 413523430) lief auf Grund, die "Yin Zi Jing" (MMSI-Nr.: 412473640) kollidierte mit einer Signaleinrichtung.
Quelle:Tim Schwabedissen



19 Verletzte bei Explosion auf Fährboot
(08.06.15) Auf der indonesischen Schnellfähre "Wahana Empat" kam es am 5.6. um 13.30 Uhr zu einer Explosion kurz nach dem Auslaufen aus dem Hafen von Senggigi auf Lambok Island nach Bali. An Bord waren 129 Passaigere, überwiegend australische, norwegische und italienische Touristen. Alle wurden rasch evakuiert, 19 von ihnen mit Verletzungen wie Brüchen oder Verbrennungen ins Krankenhaus gebracht. Das Boot wurde zurück nach Senggigi geschleppt. Es ha teine Kapazität von 154 Fahrgästen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ölbarge bei Bethel gestrandet
(08.06.15) Auf dem Kongiganak River lief nahe Bethel am 5.6. die Ölbarge "DBL165-1" mit 50,000 Gallonen Kerosin, 17,000 Gallonen Diesel und 1,000 Gallonen unverbleitem Benzin auf Grund. Sie war von dem Schubschlepper "Nanchik" losgerissen und aufs Ufer getrieben. Versuche, sie bei Hochwasser freizuschleppen, schlugen fehl.
Der Rumpf blieb aber bei der Havarie unversehrt. Eine C 130 Hercules der US Coast Guard stieg von der Air Station Kodiak auf und überwachte das Gebiet. Die Coastguard Anchorage arbeitete mit dem Eigner an einem Bergungsplan.
Quelle:Tim Schwabedissen



Erste Luken auf Purple Beach geöffnet
(08.06.15) Am Nachmittag des 5.6. haben die Einsatzkräfte des Havariekommandos die oberen Deckel der Luke zwei und drei des in Wilhelmshaven liegenden Frachters "Purple Beach" geöffnet. Die Feuerwehr und ein Löschschlepper sicherten die Situation. Es trat aber keine Rauchgaswolke aus. Die Lukendeckel konnten mit dem bordeigenen System geöffnet werden.
Ein direkter Zugang zur Düngerladung war damit aber noch nicht hergestellt, da es sich um erst den oberen Lukendeckel handelte. Über dem Dünger waren noch Maschinenteile gelagert. Durch das Öffnen der Lukendeckel konnten die Einsatzkräfte Messproben des kontaminierten Löschwassers ziehen.
Die Luke zwei wurde geöffnet, da ein Teil des Löschwassers in diesen Laderaum eingedrungen war. Wenn die Belastung des Löschwassers in beiden Luken bekannt ist, sollte festgelegt wie es entsorgt werden kann. Parallel wurden Proben aus den Ballasttanks entnommen. Die Ergebnisse wurden nicht vor dem 8.6. erwartet.
Mit dem Entsorgen von Lösch- und Ballastwassers sollte der immer noch stark erhöhte Tiefgang des Vorschiffs reduziert werden. Bis alle Messergebnisse vorlagen, ruhten die Arbeiten an Bord wieder. Eine Sicherheitswache überwachte derweil den Schiffszustand.
Quelle:Tim Schwabedissen



Rauchentwicklung auf Hurtigruten-Fähre
(08.06.15) Auf dem Weg in den Hafen von Vardø kam es an Bord der norwegischen Hurtigruten-Fähre "Midnatsol", 16151 BRZ (IMO-Nr.: 9247728), am 5.6. um 4.30 Uhr zu einer Rauchentwicklung. Rettungsdienste im Ort wurden alarmiert, doch es war nicht zu einem offenen Feuer gekommen, und die Hitzeentwicklung konnte rasch gestoppt werden.
Offenbar war ein Kurzschluss in der Elektrik Schuld an der Rauchbildung. Eine Frau wurde zur Untersuchung ins Krankenhaus gebracht, konnte aber bald wieder an Bord zurückkehren. Bereits am Nachmittag lief die "Midnatsol" wieder aus Vardø aus und nahm Kurs auf Vadsø und Kirkenes.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bugschaden am Kutter
(Bild: Espen Pettersson)   Großbild klick!
Kutter auf Amokfahrt in Myre
(05.06.15) Im Hafen von Myre kam es am 4.6. zu einer Amokfahrt mit einem Kutter. Ein betrunkener Mann in den 20ern warf das Schiff los und krachte in mehrere andere. Um 16.30 Uhr wurde die Polizei verständigt, dass der Kutter wild im Hafen umherführe. Zwei Streifen wurden zum Hafen geschickt.
Inzwischen lag der Kutter bereits wieder am Kai. Offenbar war es zwei anderen Männern gelungen, an Bord zu kommen und ihn unter ihre Kontrolle zu bringen. Er hatte bis dahin aber erhebliche Schäden am Rumpf erlitten, und Scheiben des Ruderhauses waren zu Bruch gegangen.
Ein stark alkoholisierter Mann wurde von der Polizei in der Nähe des Tatorts verhaftet. Der genaue
Fenster demoliert
(Bild: Espen Pettersson)   Großbild klick!
Ablauf der Ereignisse wie auch die Schadenshöhe musste noch weiter ermittelt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen









"Dong Fang Zhi Xing" wird aufgerichtet
(Bild: Xu Chengguang)   Großbild klick!
Wrack auf Yangtse aufgerichtet, 97 Tote geborgen
(05.06.15) Das Wrack des chinesischen Flusskreuzfahrtschiffes "Dong Fang Zhi Xing" wurde am Morgen des 5.6. aufgerichtet. Das Wetter hatte sich inzwischen beruhigt, und die traurige Szenerie leuchtete in der Sonne. Am Vorabend hatten rund 50 Taucher mit den Vorbereitungen dazu begonnen und Hebestropps an dem Schiff angeschlagen.
Zwei Schwimmkräne drehten das Wrack dann in aufrechte Position. Während dieser Arbeiten wurden weitere Opfer gefunden, sodass die Anzahl geborgener Toter nun bei 97 lag.
Um das Wrack war ein Netz ausgespannt worden, ein weiteres befand sich flussabwärts im Wasser, um abtreibende Körper aufzufangen. Nachdem das Schiff wieder in aufrechte Lage gebracht worden war, wurden das blaue Dach und das stark zerstörte Deck IV sichtbar, das zum Teil eingedrückt oder verbogen war.
Nachdem das Schiff auf dem Flussgrund wieder abgesetzt war, warfen die Kräne vorerst wieder los. Nur das oberste Deck ragte aus dem Wasser. Während der Bergungsarbeiten war auch Öl ausgelaufen. Die Rettungskräfte waren derzeit damit beschäftigt, die verschmutzen Bereiche zu reinigen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Seebus vor Lonnan auf Grund gelaufen
(05.06.15) Eine Fähre ist am 4.6. gegen zwei Uhr vor der Insel Lonnan an der Küste von Helsinki bei Windgeschwindigkeiten von 10 Metern pro Sekunde auf Grund gelaufen. 40 Menschen, davon 37 Passagiere und drei Crewmitglieder, wurden evakuiert und nach Suomenlinna gebracht.
Das Schiff hatte sich auf dem Weg nach Lonnan befunden, als der Wind es vom Kurs abbrachte und auf Grund dürckte. Am späten Nachmittag konnte der Havarist von einem anderen Schiff der gleichen Reederei wieder flottmachen und Weg in den Hafen aus eigener Kraft antreten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Hotel und Golfplatz reden nach ein Wörtchen mit bei Kutterbergung
(05.06.15) Am 4.6. begann in der Half Moon Bay die Räumung des dort vor einer Woche auf Grund gelaufenen, 50 Fuß langen Kutters “Denise”. Der Kutter wurde seit der Havarie von der Strömung über die Felsbarre getrieben und saß inzwischen tief im Sank gegenüber des 18. Lochs des Half Moon Bay Golf Links’ Ocean Course.
Die U.S. Coast Guard hatte direkt nach der Strandung die Parker Diving Services aus Sausalito beauftragt, alle umweltgefährdenden Stoffe von Bord zu holen. 500 Gallonen Öl wurden bis zum 1.6. abgepumpt. Danach übernahm die National Oceanic and Atmospheric Administration den Fall und betraute die Parker Diving mit dem Abbruch und der Entsorgung des Wracks.
Zunächst sollte der Stahl zum Recyceln entfernt werden. Dafür kam ein kleiner Bagger zum Einsatz. Die Arbeiten durften aber nur in zeitlicher Abstimmung mit dem nahen Ritz-Hotel und dem Golfplatz stattfinden, entweder vor 11 oder am Abend. Der Abwrackplatz schließt allerdings bereits um 15.30 Uhr, sodass sich die Sache kompliziert darstellte.
Auch der ursprüngliche Plan, das Schiff abzudichten, schwimmfähig zu machen und freizuschleppen, war bereits an der langwierigen Kommunikation mit Landeigentümern und Behörden gescheitert. Nach dem 1.6. war das Schiff bereits zu versandet gewesen.
Der Eigner selbst, Sidney Woods, klagte, außer persönlichen Dingen und dem Fanggeschirr konnte er nichts mehr von dem 1946 erbauten Schiff selbst herunterholen. Er hätte wenigstens das Ruderrad gern geborgen. Sein Schiff war in Seenot geraten, als das Schleppnetz beim Einlaufen nach Pillar Point Harbor in den Propeller geraten war. Die Hafenpatroullie war zu beschäftigt gewesen, umi hm zu assistieren, und so trieb der Kutter sieben Meilen vom Hafen entfernt auf den Strand.
Quelle:Tim Schwabedissen



Warten auf Ergebnisse der Labortests in Bremerhaven
(05.06.15) Im Rahmen der Bergungsarbeiten an Bord des Containerfrachters "Maersk Karachi" in Bremerhaven haben die Hafenbehörden angeordnet, das Löschwasser in den Laderäumen im Labor zu testen, bevor es aus dem Schiffsbauch geholt wird. Die Ergebnisse der Analysen sollten am 3.6. vorliegen. Sobald die Behörden ihr Einverständnis erklären, sollte dann damit begonnen werden, das Wasser mit Bargen zu entsorgen. Diese Arbeit sollte vier bis fünf Tage dauern.
Quelle:Tim Schwabedissen



Rund 100 Fahrzeuge auf Courage vom Feuer beschädigt
(05..06.15) Rund 100 der insgesamt 600 Fahrzeuge auf den Decks des amerikanischen Autofrachters "Courage", 52288 BRZ, fielen wohl dem Feuer vor Harwich zum Opfer. Das Schiff hatte zivile und militärische US-Fahrzeuge geladen. Der Hampshire Fire Service öffnete die betroffene Abteilung am Abend des 4.6. gemeinsam mit der Schiffsführung.
Die Maritime and Coastguard Agency verhängte ein Auslaufverbot über den jetzt in Southampton liegenden, 1991 erbauten Frachter der in Woodcliff Lake ansässigen American Roll-On Roll-Off-Carriers, dessen Außenhaut deutliche Spuren des Brandes trug.
Quelle:Tim Schwabedissen



Autocarrier "Courage": Brandspuren am Rupmf
(Bild: MCGA)   Großbild klick!
Feuer auf Autofrachter vor Harwich
(04.06.15) Der amerikanische Autocarrier "Courage" 52288 BRZ (IMO-Nr.: 8919922), geriet am Abend des 2.6. rund 40 Meilen vor Harwich in Essex in Brand. Die 24-köpfige Crew meldete gegen 22 Uhr das Feuer der Coastguard in Dover. Das Maritime Rescue Coordination Centre machte einen Helikopter der RAF Wattisham bereit, doch musste er nicht eingreifen.
Der Crew war es mithilfe des CO2-Systems an Bord gelungen, den Brand zu löschen. Allerdings waren danach die Betriebsgänge und betroffenen Decksbereiche nicht mehr zugänglich. Der Autofrachter, der am 1.6. um 23.15 Uhr Bremerhaven verlassen hatte, wurde angewiesen, nach Southampton einzulaufen, wo er am 3.6. gegen 12 Uhr auf Reede ankerte.
Der Hampshire Fire & Rescue Service und die Maritime and Coastguard Agency schickten Brandexperten, um sich ein Bild der Lage zu machen, bevor das Schiff eine Einlaufgenehmigung nach Southampton erhielt. Fünf Offiziere wurden aus der Luft auf dem Havaristen abgesetzt. Dann wurde er von den Schleppern „Svitzer Sarah“ und „Lomax“ in den Hafen eskortiert, wo er um 22.40 Uhr an Liegeplatz 38/9 am Queen Mary 2 Cruise Terminal festmachte.
Mit Wärmebildkameras wurde anschließend die Temperatur gemesssen, die auf normale Werte gefallen war. Der Schaden, den das Feuer an Bord des Schiffes der American Roll-On Roll-Off Carriers angerichtet hatte, wurde aber als erheblich bezeichnet.
Die Rettungskräfte waren an diesem Tag mehrfach im Einsatz. Das RNLI-Boot aus Cowes wurde um 14.45 Uhr alarmiert, nachdem der Kutter “Sea Monkey” mit zwei Mann an Bord nahe der West Ryde Middle Tonne Maschinenschaden erlitten hatte. Er wurde zum Clarence Yard in Ost-Cowes geschleppt. Die beiden Fischer hatten beschlossen, die Fangfahrt abzubrechen, weil sich das Wetter verschlechterte. Als sie dann den Motor starteten, stellten sie fest, dass sie nicht vorankamen.
Das RNLI-Boot wurde um 17.30 Uhr ein zweites Mal gebraucht, nachdem die 33 Fuß lange Yacht “Kusima” auf der Bramble Bank nahe der Zufahrt nach Southampton auf Grund gelaufen war. Die Coastguard wollte die Yacht so schnell wie möglich auf dem Fahrwasser haben, weil die Courage” gerade herannahte. Mit dem steigenden Wasserstand konnte die Yacht samt ihrer zweiköpfigen Crew von der Bank gezogen werden und lief nach Ost-Cowes ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



„Grossherzogin Elisabeth“ (Archivbild)
(Bild: VollwertBIT)   Großbild klick!
Segelschulschiff „Grossherzogin Elisabeth“ bei Kollision beschädigt
(04.06.15) Das deutsche Segelschulschiff „Grossherzogin Elisabeth“, 463 BRZ (IMO-Nr.: 5309413), kollidierte am 31.5. beim Auslaufen von Büsum nach Elsfleth bei widrigen Wetterbedingungen gegen einen Dalben im Hafen. Dabei wurden der Klüverbaum des Dreimasters ebenso wie das Vorschiff beschädigt. Der Bugsprit knickte nach Steuerbord hin ab. Nachdem das Schiff zurück im Heimathafen war, ging es in die Elsflether Werft zur Reparatur, die binnen zwei Wochen vonstatten gehen sollte. Die in diesem Zeitraum geplanten Segeltörns mussten abgesagt werden.
Der Schulschiffverein „Grossherzogin Elisabeth“ fördert die Ausbildung des seemännischen Nachwuchses. Dem Verein gehören momentan mehr als 700 Mitglieder an, darunter 100 Aktive. Das von ihm betriebene Schiff lief 1909 als Dreimastschoner “San Antonio” für den holländischen Reeder Andreas Hammerstein vom Stapel. Es war das zweite Schiff dieses Namens für ihn, der erst 1907 erbaute Vorgängerbau sank nach einer Kollision mit dem Leichten Kreuzer “Emden” der deutschen kaiserlichen Marine. Mit Ausnahme des Smuts wurde die gesamte Besatzung seinerzeit gerettet.
Die Seegerichtsverhandlung in Kiel ergab, dass der Leichte Kreuzer Emden die Kollision verursacht hatte und die kaiserliche Marine dem Reeder einen Neubau bezahlen musste. Dieser lief am 19.8.1909 bei der Werft Jan Smit in Alblasserdam vom Stapel. Der Frachtsegler mit Diesel-Hilfsmotor erhielt klappbare Masten, damit er auch große Flüsse befahren konnte.
Das Schiff war auf der Fahrt nach Südamerika, in das Mittelmeer sowie in die Nord- und Ostsee eingesetzt. Am 25.1.1914 strandete die “San Antonio” an der marokkanischen Küste vor Rabat, kam jedoch mit Hilfe seines 160 PS-Dieselmotors wieder frei. Im Winter 1929 kenterte sie mit einer Ladung Holz in der Nähe von Kopenhagen. Da sie weiter schwamm, konnte sie geborgen und wieder flottgemacht werden.
Im Sommer 1936 wurde die “San Antonio” zu einem Küstenmotorschiff mit Hilfsbesegelung umgebaut. Die Stengen wurden um acht Meter verkürzt, so dass die Gesamthöhe des Schiffes nur noch 23m betrug. Auch der Klüverbaum wurde gekappt. Der bisherige Motor wurde durch einen 360 PS-Deutz-Dieselmotor ersetzt.
Nach Ausbruch des 2. Weltkriegs konnte Reeder Hammerstein mit seinem Schiff die Niederlande unmittelbar vor der Besetzung durch deutsche Truppen verlassen. Ein französisches Kriegsschiff zwang die “San Antonio”, einen britischen Hafen anzulaufen. Das Schiff wurde für Nachschubzwecke in Konvois eingesetzt.
1947 verkaufte Hammerstein die “San Antonio” an einen schwedischen Kapitän, der sie in “Budie” umtaufte. In den folgenden 25 Jahren wurde sie von insgesamt vier verschiedenen schwedischen Eignern überwiegend zur Versorgung kleinerer Häfen eingesetzt. Der letzte schwedische Eigner war die Reederei Sandberg in Kungshamn. Am 8.8.1973 erwarb der Hamburger Kapitän Hartmut Paschburg das verwahrloste Schiff für etwa 150.000 DM und ließ es zu einem Dreimastschoner für Kreuzfahrten im Mittelmeer umbauen. Auf der Werft van Kroosz in Wischhafen wurden sämtliche Aufbauten entfernt, bevor es in die Stader Schiffswerft ging.
Das Schiff erhält dort neue Aufbauten sowie 200 Tonnen Ballast aus Eisenbahnschienen und Beton. Die Inneneinrichtung wurde in der Werft Scheel und Goenk in Hamburg ausgeführt. Es erhielt drei Masten aus Stahl. Als “Ariadne” ging es am 5.5.1974, 65 Jahre nach der ersten Probefahrt von Amsterdam nach Rotterdam, auf eine Probefahrt nach Helgoland.
Die “Ariadne wurde nach deren erfolgreichem Verlauf anschließend bis Herbst 1981 auf Kreuzfahrten im Mittelmeer und in der Karibik eingesetzt. Am 14.10.1981 entdeckte der Elsflether Kapitän und Reeder Horst Werner Janssen das Schiff im Hafen von Piräus und charterte es, ehe es von Kapitän Uwe Oden und einer Crew aus Studenten der Fachoberschule Oldenburg, Fachbereich Seefahrt, unter schwierigen Bedingungen nach Elsfleth überführt wurde.
Am 12.1.1982 wurde der Schulschiffverein Grossherzogin Elisabeth e.V. gegründet. Am 14.3.1982 lief das Schiff erstmals in seinem neuen Heimathafen Elsfleth ein. Am 12.6.1982 wurde es von Herzogin Ameli von Oldenburg auf den Namen “Grossherzogin Elisabeth” getauft. Am 10.6.1983 erwarb der Landkreis Wesermarsch das Schiff von der Ariadne Windjammer S.A. zum Preis für 1,2 Millionen DM, wobei das Land Niedersachsen 450.000 DM und die Stadt Elsfleth 100.000 DM zur Verfügung stellten. In den folgenden Jahren ging es auf Ausbildungsreisen in Nord- und Ostsee. Auch wurden im Rahmen der STA- Veranstaltungen Regatten gesegelt.
Am 31.3.1993 brach während Reparatur- und Instandsetzungsarbeiten bei der Elsflether Werft bei Schweißarbeiten ein verheerender Brand aus. Die gesamte Inneneinrichtung vom Backschott bis zum Maschinenschott wurde zerstört. Ursache waren Schweissarbeiten. Experten untersuchten das Schiff und stellten fest, dass noch 60% Substanzwert erhalten geblieben waren, und man entschloss sich das Schiff zu reparieren.
Am 3.5.1993 beschloss der Landkreis Wesermarsch, die “Grossherzogin Elisabeth” samt der auszuzahlenden Kaskoversicherungssumme dem Schulschiffverein zu übereignen. Der Reparaturauftrag ging an die Elsflether Werft. Der Ausbau der gesamten Inneneinrichtung war am 30.9.1993 abgeschlossen. Das Schiff gleicht innen seither einem Neubau. Die gesamten Reparaturkosten betrugen 4,3 Millionen DM. Der Stamm-Liegeplatz ist die Stadtkaje in Elsfleth gegenüber dem Rathaus.
Die “Grossherzogin Elisabeth” hat eine Länge von 63,70 Metern, eine Breite von 8,23 Metern, einen Tiefgang von 2,7 Metern und eine Segelfläche von 1010 m². In 25 Kammern befinden sich 60 Kojen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Messungen im Maschinenraum der Purple Beach
(04.06.15) Am Abend des 3.6. gingen erneut Spezialisten an Bord der „Purple Beach,“, um im werden im Maschinenraum Messungen durchführen, die für die Festlegung Arbeitsschutzmaßnahmen für diesen Bereich notwendig waren. Eine Auswertung der Ergebnisse wurde für den 4.6. erwartet. Unterdessen leitete das Havariekommando Einsatzbesprechungen mit Reederei- und Behördenvertretern sowie weiteren Verantwortlichen, um das weitere Vorgehen auf dem Havaristen abzustimmen und festzulegen.
Diese Einsatzbesprechungen sollten auch in den nächsten Tagen fortgeführt werden. Bevor der Laderaum geöffnet werden kann, galt es noch weitere Messungen auf dem Schiff durchgeführt werden. Das Havariekommando ging davon aus, dass der Dünger darin sich zu einer breiigen Masse entwickelt hat. Die Ursache für die Rauchentwicklung an Bord war weiter unbekannt.
Quelle:Tim Schwabedissen




Blackout im Lukksund
(04.06.15) Am 3.6. erlitt der norwegische Fischtransporer "Seifjord",&xnbsp;98 BRZ (MMSI-Nr.: 257200800) einen Maschinenblackout im Lukksund. Die einstige Fähre musste Anker werfen, um nicht ins Treiben zu geraten. Das Rettungsboot "Bjarne Kyrkjebø" aus Bergen und die norwegische Coastguard wurden zu Hilfe gerufen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Öl von Bord gestrandeten Longliners geleichtert
(04.06.15) Alles Öl an Bord des taiwanesischen Longliners “Sea Hawk No.68”, 99 BRZ (CS: BJ4958)der am 22.5. in American Samoa im Pazifik auf ein Riff vor dem Flughafen von Pago Pago gelaufen war, konnte bis zum 3.6. entfernt werden. Damit hatte der Eigner Tri Marine International Taiwan die Houston Texas Mammoet Salvage Company beauftragt.
Das 2007 erbaute Schiff, das auf seiner Backbordseite in der Brandung lag, hatte auch 75 Tonnen Thunfisch an Bord gehabt. Ebenso wie das Fanggeschirr konnte sie auch an Land gebracht werden. Die 22-köpfige, überwiegend indonesische Crew hatte sich nach der Havarie schwimmend an Land retten können. Die Reederei gehört zur Tri Marine, einem Global Player im Thunfischfang, der erst unlängst eine renovierte Fischfabrik in Pago Pago eröffnete.
Die Tri Marine überwachte die Bergungsarbeiten und quartierte die Crew in provisorischen Unterkünften ein. Die Coast Guard Honolulu ermittelte nach dem Uglück, dass der Kapitän am Ruder eingeschlafen war. Als er erwachte, lag sein Schiff auf dem Riff.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schlepper trieb vor Chennai
(04.06.15) Ein Schlepper musste vor der Küste von Puducherry auf der Fahrt von Karaikal nach Chennai mit einer 12-köpfigen Crew an Bord nach einem Maschinenschaden notankern. Nach einer Reparatur sollte er in den kommenden Tagen nach Chennai einlaufen. Die indische Coastguard nahm eine Inspektion vor.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bislang 65 Tote auf gekentertem Flusskreuzfahrer gezogen
(04.06.15) Retter haben mehrere Öffnungen in den Rumpf des gekenterten Flusskreuzfahrtschiffes "Dong Fang Zhi Xing" auf dem Yangtse-Fluss geschnitten. Nachdem sie 39 Passagiere aus dem Rumpf geborgen hatten, mussten am Morgen des 4.6. die Arbeiten wegen eines neuerlichen Unwetters unterbrochen werden. Die Anzahl der gefundenen Toten stieg damit auf 65. 377 Personen wurden noch vermisst.
Bevor die Löcher nacheinander aufgeschweißt wurden, hatten die Einsatzkräfte Stahlseile am Kiel angeschlagen, um das Wrack mit Kränen zu stabilisieren. Immer wenn die Suche in einem Loch abgeschlossen war, wurde es wieder verschlossen Fünf Bergungsschiffe waren ebenso wie 4000 Helfer im Einsatz. 130 Schiffe beteiligten sich an der groß angelegten Suche nach Opfern, die 220 Kilometer weit flussabwärts ausgedehnt wurde.
Satellitendaten zeigten, dass die “"Dong Fang Zhi Xing" auf dem Yangtse flussaufwärts unterwegs war, als sie plötzlich für mindestens fünf Minuten abwärts zu fahren begann. Ob es dabei umgedreht war oder einfach vom Sturm abgetrieben war, konnte noch nicht ermittelt werden. Nach mehreren Minuten brach der Kontakt zum Satelliten dann ab.
Der Kapitän Zhang Shunwen befand sich weiter in Polizeigewahrsam. Veräargerte Angehörige der Passagiere durchbrachen unterdessen an der Unglücksstelle einen Polizeikordon, mit dem sie wie auch die Medien abgeschirmt wurden. Sie beklagten eine mangelhafte Informationspolitik.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter vor Puerto Natales gesunken
(04.06.15) Am 3.6. um 13:50 Uhr meldete der Kutter "Rosita II" aus Quellón, dass der Kutter "Makarena II" vor Punta Arenas unweit von Sena Union auf dem Weg in den Heimathafen gesunken sei und dessen vierköpfige Crew von dem Motorboot “Yanira” unversehrt aufgefischt worden sei. Der Schlepper "Escarpada II" aus Chonchi machte sich auf den Weg nach Sena Union, wo die “Makarena II” halb unter Wasser lag. Auch das Rettungsboot “LSR-4422” kam zu Hilfe. Der Kutter sollte von der “Yanira” nach Puerto Natales” geschleppt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Amadeo 1 soll am 28.7. aufgerichtet werden
(04.06.15) Nach mehr als neun Monaten ist die Installation der Kettenzüge zum Aufrichten der bei Paso Kirke gekenterten, chilenischen Fähre "Amadeo I" fast abgeschlossen. Die Berger bereiteten derzeit die hydraulischen Systeme auf ihren Einsatz vor, die das Schiff heben sollen. Wenn alles nach Plan geht, könnte am 28.7. mit dem Aufrichten begonnen werden. Während der ersten beiden Augustwochen könnte die Bergung dann mit dem Aufschwimmen des Schiffes abgeschlossen werden. Die Bergungskosten betragen über 100 Millionen Dollar.
Quelle:Tim Schwabedissen



"Lady M"
(Bild: Rick Patalavaca)   Großbild klick!
Havarierter Tanker blockierte Containerterminal
(03.06.15) Nachdem der manövrierunfähige liberianische Tanker "Lady M", 61991 BRZ (IMO-Nr.: 9256858), auf Anweisung des Hafenkapitäns von Las Palmas an den O.P.S.C.A. Containerterminal gelegt worden war, protestierte der Terminalbetreiber gegen das Blockieren des Liegeplatzes. Die Klage wurde erhört, und der Tanker wurde am 2.6. zu einem gegenüberliegenden Platz am Dique Reina Sofia verholt und dort gegen Mittag vertäut.
Dort sollte der am 14.5. entstandene Schaden binnen etwa drei Wochen repariert werden, den der mit 94000 Tonnen Öl beladene Tanker auf der Fahrt von Taman nach Houston rund 80 Meilen südwestlich von Gran Canaria im Maschinenraum erlitten hatte.
Der Schlepper "Tsavliris Hellas" war daraufhin von den Azoren zu Hilfe gekommen und unter Lloyds Open Form unter Vertrag genommen worden. Erst nach gründlichen Untersuchungen hatte der Schleppzug dann eine Einlaufgenehmigung erhalten und war am 31.5. in den Hafen gekommen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Trawler in Skagen
(03.06.15) Am Abend des 1.6. brach auf einem Trawler im Hafen von Skagen um 19.45 Uhr ein Feuer aus. Als die alarmierte Feuerwehr eintraf, hatte die Crew den Brand schon weitgehend niedergekämpft. Es war aber zu starker Rauchentwicklung im Maschinenraum gekommen. Der Schaden hielt sich in Grenzen.
Quelle:Tim Schwabedissen




Schubschlepper “Gisela” wird untersucht
(Bild: Polizei Regensburg)   Großbild klick!
Schubschlepper wird mit Zement abgedichtet
(03.06.15) Der 186 Tonnen-Schubschlepper “Gisela” wurde am 1.6. zwei bis drei Kilometer donauabwärts in Richtung Schwabelweiß gezogen, wo die Fließgeschwindigkeit der Donau geringer ist, damit Arbeitstaucher einfacher unter Wasser arbeiten konnten. Das Leck im Rumpf sollte dort mit Zement abgedichtet werden, damit der Schuber anschließend in eine Werft zur endgültigen Reparatur geschleppt werden kann.
Die “Gisela” war mit einer mit rund 200 Tonnen Kies beladenen Barge unterwegs, die im Unterwasser des Pfaffensteiner Wehrs vor Regensburg gelöscht werden sollten. Normalerweise fahren keine Schubverbände unter der Steinernen Brücke in Regensburg hindurch, sondern nutzen die Schleuse im etwas nördlicher gelegenen Europakanal.
Die “Gisela” hatte aber eine Sondergenehmigung dazu erhalten. Der Schaden, den das Schiff an der Brücke anrichtete, befand sich unter der Wasseroberfläche an einer Stelle, an der der Pfeiler komplett von einer Spundwand aus Stahl und Beton umschlossen war. Schäden an der Statik waren daher nicht zu befürchten. Ob die Spundwand beschädigt wurde, sollten Taucher in den kommenden Wochen klären.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fünftes Leck gesunkenen Trawlers vor Gran Canaria abgedichtet
(03.06.15) Obwohl von dem ROV der “Fugro Saltire” inzwischen das fünfte Leck des mit 1409 Tonnen Treibstoff etwa 15 Meilen südlich von Maspalomas vor Gran Canaria untergegangenen russischen Trawlers “Oleg Naydenov” abgedichtet werden konnte, liefen weiterhin bis zu 240 Liter Treibstoff täglich aus dessen Tanks aus.
Nun wurde die Firma Ardent damit beauftragt, das austretende Öl mithilfe von über dem Wrack verankerten Trichtern aufzufangen, aus denen es später abgesaugt werden sollte. Mit dem Anbringen der Trichter sollte in rund vier Wochen begonnen werden, und zwei Wochen später sollte kein Öl mehr in den Atlantik fließen. Bis zum November sollte das Wrack gänzlich frei von Öl sein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Container stürzten von MSC Daniela
(03.06.15) Ein Stapel von fünf leeren Containern stürzte am 1.6. um 10.40 Uhr von Deck des unter Panama-Flagge laufenden Containerfrachters "MSC Daniela", 151559 BRZ (IMO:9399002), der in Los Angeles an Liegeplatz 402 am APM Terminal lag, ins Wasser. Das Schiff war von Xiamen gekommen.
Das Los Angeles City Fire Department und die Hafenpolizei wurden alarmiert. Die Feuerwehr sicherte die im Fahrwasser treibenden Boxen am Kai, wo sie von einem Kran an Land geholt werden sollten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Drei Einsätze für Coast Guard Anchorage
(03.06.15) Am 29.5. erlitt der 38 Fuß lange Kutter “Molly B” Maschinenschaden in der Pigot Bay due und bat die Coast Guard Anchorage um Hilfe. Nachdem der Notruf weitergeleitet worden war, ging erst die “Sea Sport” am Havaristen auf Standby, bis die “High Velocity“ eintraf, deren Crew bei der Reparatur assistierten konnte und dann die „Molly B“ nach Whittier Harbor eskortierte.
Am Abend des 1.6. kontaktierte die “Noni B” die Coast Guard Anchorage, nachdem sie drei Meilen nördlich von Hinchinbrook Island manövrierunfähig auf Drift gegangen war. Ein 45-Fuß-Boot der Station Valdez sowie die “Lena Claire” kamen zu Hilfe. Diese nahm die „Noni B“ auf den Haken und brachte sie zu einem Ankerplatz in Sung Cove. Die dreiköpfige Crew wurde nach Valdez gebracht.
Am Abend desselben Tages ging der Kutter „Mariner“ auf Drift in der Shelikof Strait nahe Kodiak. Nachdem der Funkkontakt zur Coastguard Anchorage abbrach, wurde von der Air Station Kodiak ein MH-60 Jayhawk Helikopter entsandt, um den Havaristen zu lokalisieren. Nachdem wieder Kontakt hergestellt war, kam der Kutter „Vaerdal“ zu Hilfe und schleppte die „Mariner“ nach Kodiak City ab.
Quelle:Tim Schwabedissen



Hoffnung auf Überlebende im Innern der Dong Fang Zhi Xing schwindet
(03.06.15) Die chinesischen Behörden haben die Bemühungen, Überlebende unter den über 420 Menschen, die noch im Wrack der "Dong Fang Zhi Xing" vermutet wurden, nochmals verstärkt. Pekings Führung mobilisierte Tausende von Soldaten, Technikern, Feuerwehrleuten und eine Spezialeinheit von 183 Armeetauchern. Dennoch verdichteten sich die Anzeichen, dass deren Untergang zum schlimmsten Schiffsunglück in China seit über 70 Jahren werden könnte.
Bislang wurden 19 Tote aus dem Wrack geholt, nur 14 Menschen konnten bislang lebend gerettet werden. Mehrere Leichen wurden viele Kilometer stromabwärts aus dem Wasser geborgen. Insgesamt waren 456 Personen an Bord gewesen.
Am 2.6. war es 13 Marinetauchern noch gelungen, drei Überlebende aus dem Wrack zu holen. Am 3.6. waren mehr als 130 vor Ort, die auf dem Luftweg aus Wuhan und Guangzhou gekommen waren. Doch die Aussicht, dass sie noch weitere Menschen lebend würden bergen können, war gering. Sie machten sich an die schreckliche Aufgabe, nach und nach alle 150 Kabinen zu durchsuchen.
Bei der schlechten Sicht im schlammig-trüben Fluss konnten sie sich aber nur tastend fortbewegen. Im Innern treibendes Mobiliar und andere Hindernisse im über Kopf liegendne Wrack gefährdeten ihren Einsatz in den engen Gängen. Gleichzeitig wurde überlegt, den Rumpf an mehreren Stellen aufzuschneiden oder ihn mit den inzwischen vor Ort eingetroffenen zwei Kranbargen etwas anzuheben, um die Suche zu erleichtern.
Die wichtigste Maßnahme war zunächst die Schließung der Schleusen des flussaufwärts gelegenen Drei-Schluchten-Staudammes in drei Phasen, um die starke Strömung vor Ort zu reduzieren. Sie wurden von 17.200 Kubikmeter abgelassenem Wasser pro Sekunde auf 7.000 Kubikmeter heruntergefahren. Bis zu den Nachtstunden des 2.6. sollte sich dadurch der Rumpf des Schiffes um drei Meter über das Wasser heben. Als am 2.6. die Retter auf das nur noch mit einem Teil des Unterwasserschiffs aus dem Wasser ragenden Wracks kletterten und ihn mit Hämmern abklopften, hörten sie noch Geräusche aus dem Schiffsinneren. Sie nahmen Klopfzeichen von drei Stellen mittschiffs und am Heck wahr.
Unter den drei daraufhin aus dem Wrack lebend geretteten Personen war die 65-jährige Passagierin Zhu Hongmei. Sie hatte 15 Stunden in einer kleinen Kammer mit Luftblase ausgeharrt und konnte mithilfe einer Tauchausrüstung befreit werden. Taucher hatten ihr innerhalb weniger Minuten im Innern des Wracks den Umgang mit dem Sauerstoffgerät beigebracht. Sie habe einen sehr starken Willen gehabt und sehr schnell gelernt. Binnen 20 Minuten gelangte sie an die Wasseroberfläche.
Ein 21-Jähriger wurde auf ähnliche Weise aus seiner Kabine gerettet. Er sei dreimal vor und zurück getaucht, berichtete ein Taucher, der den Mann aufspürte. Er habe das Gefühl gehabt, dass da jemand war. Im Innern war es stockdunkel, und er saß in einer Luftblase von etwa 1,5 bis zwei Metern Durchmesser auf einem Rohr. Den Sturm mit 12 Beaufort Windstärken, der dem Flusskreuzfahrer zum Verhängnis wurde, überlebte auch der 43-jährige Tour-Guide Zhang Hui Der 43-jährige Mitarbeiter einer Shanghaier Reiseagentur überlebte, obwohl er nicht schwimmen konnte. Er berichtete nach seiner Rettung, wie gegen 21 Uhr heftiger Regen auf das Schiff einprasselte. Es habe so stark geregnet, dass die Kabinen auf der Steuerbordseite geflutet wurden und die Passagiere in den Hauptsaal flüchteten.
Zhang folgte ihnen und suchte seine Kabine an Backbord auf. Das Schiff bekam plötzlich an die 45 Grad Schlagseite, sodass er das Kabinenfenster auf einmal über sich sah. Er griff sich eine der in jeder Kabine hängenden Rettungswesten, kletterte aus dem Fenster und sprang in die Wellen. Als er vom Schiff sprang, nahm er noch mehr als ein Dutzend anderer Passagiere in Rettungswesten in den Wellen treibend wahr, die wie er um Hilfe schrien, ohne das andere Fahrzeuge dies aber wahrnahmen.
Nach einer halben Stunde sei dann alles ganz ruhig gewesen. Weitere zehn Stunden lang trieb ihn die starke Strömung fast 50 Kilometer weit bis zur Stadt Yueyang, wo er das Ufer erkannte. Mit letzter Kraft zog er sich über treibende Bäume an Land.
Die Geschwindigkeit des Schiffbruchs gab den überwiegend zwischen 60 und 80 Jahre alten Fahrgästen, aber auch der Crew, kaum Zeit zur Flucht. Alles dauerte nur ein oder zwei Minuten, sagten der Kapitän wie auch der 1. Ingenieur, als sie nach ihrer Rettung im Polizeigewahrsam verhört wurden. Die beiden überlebten selbst nur deshalb, weil sie zum Zeitpunkt des Unglücks an Deck waren.
Chinas schwerste Schiffsunglücke waren bislang der Untergang der Fähre “Dashun”, die vor der Ostküste der Shandong Provinz im November 1999 in Brand geriet und kenterte, wobei 280 Mehschen starben, und der Untergang der SS “Kiangya” vor Shanghai im Dezember 1948, bei dem zwischen 2750 und 4,000 Menschen ums Leben gekommen sein sollen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Weiteres Vorgehen auf Purple Beach kann nun in Ruhe geplant werden
(03.06.15) Die Arbeit auf See ist beendet, meldete Hans-Werner Monsees, Leiter Havariekommando, nach dem reibungslose Einbringen der “Purple Beach” am 1.6. in den Jade-Weser-Port. Das Havariekommando führte nun erste Arbeitsgespräche mit Reederei- und lokalen Behördenvertretern sowie weiteren Verantwortlichen. Dabei standen die Sicherheit der Einsatzkräfte und der Umweltschutz an erster Stelle. Das Havariekommando ging aber von keiner akuten Gefahr mehr aus.
Bevor der Laderaum geöffnet würde, sollten aber weitere Messungen auf dem Schiff durchgeführt werden. Das Havariekommando ging davon aus, dass der Dünger sich zu einer breiigen Masse entwickelt hat. Im Auftrag der Staatsanwaltschaft sollten Brandexperten und Fachleute von der Reederei und von Versicherungen an Bord gehen und das 192 Meter lange Schiff genau untersuchen. Außerdem sollte geklärt werden, wie der Dünger und die rund 6.000 Kubikmeter Nordsee-Löschwasser, die in den Laderaum gepumpt wurden, entladen und entsorgt werden können.
Bis zum Öffnen der Luke können auch noch mehrere Tage vergehen. Verschiedene Behörden - darunter Feuerwehr, Gewerbeaufsichtsamt und Wasser- und Schifffahrtsverwaltung - arbeiteten gemeinsam an einem Konzept für das weitere Vorgehen. Es gebe keinen Zeitdruck mehr, und die folgenden Schritte würden sorgfältig geplant. Vor dem Hintergrund eines durchziehenden Sturmtiefs sei es zunächst wichtig gewesen, das Schiff von See in einen Hafen zu bekommen.
Nachdem sich 30 Kilometer westlich von Helgoland rund 6000 Tonnen Dünger stark erhitzt hatten, waren in der Spitze Temperaturen von 210 Grad gemessen worden. Dies habe aber zu keinen strukturellen Schäden am Schiff geführt. Mit 6000 Tonnen Wasser wurde die Reaktion unter Kontrolle gebracht. Es war noch nicht klar, ob der Dünger selbst eine chemische Reaktion ausgelöst hatte oder ob es ein Feuer oder ein Funke war.
Quelle:Tim Schwabedissen



Havarie bei Ausweichmanöver auf dem Rhein
(03.06.15) Dort, wo bei Mainz-Kostheim der Main in den Rheinfließt, kam es am 2.6. gegen 19 Uhr zu einer Havarie, an der das holländische Binnenschiff "Sandra W", 3567 ts&xnbsp;(EU-Nr.: 02335125), sowie das ebenfalls niederländische Flusskreuzfahrtschiff "River Ambassador" (EU-Nr.: 2320666) beteiligt waren. Das Fahrgastschiff befand sich auf Talfahrt auf dem Rhein und drehte nach Passieren der Mainzer Eisenbahnbrücke über Steuerbord auf, um in den Main einzulaufen, ohne vorher eine entsprechende Funkabsprache mit der zeitgleich zu Berg in den Main einlaufenden “Sandra W” zu halten.
Im Bereich der Mainmündung trafen beide Schiffe dann aufeinander, und nur durch ein Notmanöver der “Sandra W” konnte eine drohende Kollision verhindert werden. Dabei berührte die „Sandra W“ aber die rote Fahrwassertonne bei Rhein-Kilometer 496,7, und es kam auch zu einer leichten Grundberührung. Beide Schiffe konnten aber ihre in den Main fortsetzen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schatzsuche vor Neu-England vor dem Start
(03.06.15) Die Endurance Exploration Group hat seit zwei Jahren das Wrack der 1860 gesunkenen S.S. “Connaught”, die auf ihrer zweiten Reise auf der letzten Etappe von Galway nach Boston, Massachusetts, vor Neu-England Wassereinbruch und ein Feuer an Bord erlitten und gesunken war, untersucht. Die 600 Passagiere hatten seinerzeit alle in einer spektakulären Aktion gerettet werden können.
Die luxuriös ausgestattete “Connaught” wurde später als “Titanic” ihrer Ära bezeichnet, und als solche hatten viele Passagiere Wertsachen mit sich geführt. Darüber hinaus war eine Ladung von Goldmünzen an Bord. Nach 154 Jahren soll der Schatz nun gehoben werden. Im Juli sollen die Arbeiten beginnen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Groß angelegte Suchaktion nach Strandung verlassener Yacht vor Eckernförde
(03.06.15) Die 12 Meter lange Yacht "Kia Ora" ist in der Nacht zum 2.6. mit halb gesetzten Segeln in Eckernförde vor dem Borbyer Ufer gestrandet. Das Hauptsegel hing schlaff am Mast, die Heizung war angestellt und es war offensichtlich auch an Bord gegessen und getrunken worden. Dies deutete zunächst auf einen normalen Gebrauch des Bootes hin. Allerdings fehlte von einer Besatzung jede Spur.
Da nicht auszuschließen war, dass diese über Bord gegangen war, startete nach der Entdeckung durch einen Spaziergänger gegen sechs Uhr eine groß angelegte Suchaktion. Feuerwehr, Technisches Hilfswerk, Wasserschutzpolizei, Seenotretter, Marine und DLRG waren im Einsatz. Rund zehn Boote, darunter der Rettungskreuzer „Berlin“, der zufällig anwesende finnische”Jenny Wihuri”, das Rettungsboot „Eckernförde“, das Wasserschutzpolizeiboot „Falshöft“ aus Kiel sowie ein Schlepper und ein V-Boot der Marine durchkämmten den Hafen und die Ostsee vor Eckernförde.
Ein Trupp der Feuerwehr suchte den Strand von der Hafenspitze bis zur WTD 71 ab. Insgesamt waren 50 Einsatzkräfte in die Suchaktion eingebunden, unterstützt vom Rettungshubschrauber „Christoph 42“ aus Rendsburg, der zwischen Langholz und Surendorf Suchschleifen zog, bis gegen 9.30 Uhr.
Parallel ermittelte die Wasserschutzpolizei und fand heraus, dass Unbefugte die vor dem Borbyer Strand im äußeren Bojenfeld des Yachtclubs Meteor nahe des Fahrwassers vermoorte Yacht offenbar benutzt hatten. Sie stellte Kontakt zur Kappelner Eignerin her, die zuletzt am Abend des 1.6. an Bord gewesen war.
Offensichtlich hatten sich Bootsdiebe danach an dem Boot zu schaffen gemacht und das Schott zur Kajüte aufgehebelt. Die Polizei fand Einbruchsspuren. Doch anscheinend besaßen die Täter schlechte Segelkenntnisse. Der Motor war nicht gestartet, das Großsegel zum Setzen falsch vorbereitet gewesen. Die an einer Boje vertäute Yacht driftete nach dem Lösen des Festmachers ab und wurde vom starken Wind dann an den Strand gedrückt.
Dort könnten die Unbekannten dann über den Uferbereich geflüchtet sein. Zum Glück hatte die Yacht auf ihrer Drift eine nahegelegene Steinmole verfehlt und mit dem Kiel auf Sand aufgesetzt. Das Boot wurde noch am selben Tag vom THW und dem Rettungsboot „Eckernförde“ wieder freigeschleppt. .
Quelle:Tim Schwabedissen



Flusskreuzfahrtschiff "Dong Fang Zhi Xing” gekentert
(Bild: Mikiya Itou)   Großbild klick!
China: Schiffskatastrophe fordert wohl hunderte Menschenleben
(02.06.15) In China sind bei dem wohl dort bislang schwersten Schiffsunglück wahrscheinlich mehrere hundert Menschen ums Leben gekommen. Das chinesische Flusskreuzfahrtschiff "Dong Fang Zhi Xing” (MMSI-Nr.: 413800469) kenterte und sank am 1.6. gegen 21.28 Uhr auf dem Yangtse, 190 Kilometer flussabwärts von Wuhan. Das Schiff wurde von einem Taifun mit 12 Beaufort erfasst und schlug binnen zwei Minuten um. Kieloben trieb es noch fast zwei Meilen flussabwärts, ehe es dicht vor dem Ufer auf einer Wassertiefe von rund 15 Metern liegen blieb. An Bord waren 405 Passagiere im Alter zwischen 50 und 80 Jahren, von denen rund 100 mit der
Im Rumpf sind Passagiere eingeschlossen
(Bild: Mikiya Itou)   Großbild klick!
Shanghai Xiehe Travel Agency aus Shanghai gekommen und mit einem Bus von Nanjing zum Abfahrthafen Chongqing gekommen waren, fünf Reiseagenten und eine 48-köpfige Crew.
Viele Fahrgäste wurden im Schlaf überrascht und wurden noch in ihren Kabinen vermutet. Es gab keine Vorwarnung, und das Unglück ereignete sich auch zu schnell, um einen Notruf abzusetzen. Sieben Personen erreichten schwimmend das Ufer und schlugen Alarm. Weitere fünf konnten aus dem Wasser gezogen werden. Einige waren leicht verletzt und kamen ins Krankenhaus. Unter den Überlebenden waren auch der Kapitän und der Chief, die beide zu Verhören in Polizeigewahrsam kamen.
Sofort lief eine groß angelegte Rettungsaktion an. 20 Taucher und rund 100 örtliche Fischerboote waren binnen kurzem vor Ort. Über 1000 Polizeiangehörige, Armee und Feuerwehr wurden mobilisiert. Retter erklommen den kieloben liegend aus dem Wasser ragenden Rumpf und versuchten, mit Klopfzeichen Überlebende zu kontaktieren. Da das Schiff nach dem Kentern noch so weit vertrieben war, bestand die Hoffnung, dass sich noch Menschen in Luftkammern hatten retten können.
Es wurde auch damit begonnen, Löcher in den Rumpf zu schweißen, um sie dadurch herausholen zu können. Bislang konnten drei weitere Überlebende auf diese Weise gerettet werden. Eine Kranbarge wurde in Marsch gesetzt. Es wurden auch fünf Tote geborgen.
Die letzten Angaben über lebend Gerettete beliefen sich auf 17 in den Mittagsstunden des 2.6. Aus Peking flogen Premierminister Li Keqiang und eine Regierungsdelegation ein.
Das 2.200-Tonnen-Schiff ist 76,5 Meter lang und elf Meter breit. Es war von Ostchinas Metropole Nanjing nach Chongqing in Südwestchina unterwegs. Der 1994 erbaute Flusskreuzfahrer bot Platz für 534 Menschen. Er läuft für die 1967 gegründete Chongqing Eastern Shipping Corporation aus Chongqing, die auf die Drei-Schluchten-Kreuzfahrten entlang des Jangtse spezialisiert ist und insgesamt fünf Schiffe hat, und galt als eines der besten seiner Art in China.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zweimaster “Zjawa IV”
(Bild: Sjoefartsverket)   Großbild klick!
Polnischer Zweimaster vor Gotland leckgeschlagen
(02.06.15) Am 1.6. geriet der 19 Meter lange polnische Zweimaster “Zjawa IV” (MMSI-Nr.: 261000350) aus Kaliningrad auf der Ostsee in Seenot. Das Schiff befand sich rund 75 Meilen südsüdöstlich von Gotland, als die schwedische Küstenwache durch einen Mayday-Ruf alarmiert wurde, nachdem er gegen 16 Uhr Wassereinbruch erlitten hatte. Ein Hubschrauber stieg mit Lenzpumpen an Bord in Visby auf und nahm Kurs auf den Havaristen. Auch die “KBV 503” und ein polnischer Rettungshubschrauber steuerte ihn an. Um 17.09 Uhr war der Helikopter Lifeguard 006 vor Ort. 12 Crewmitglieder der Yacht war von dem Rettungsschiff “Lotos” mit Schlauchbooten übernommen werden. Sie wurden nach W?adys?awowo gebracht. In der Nähe befanden sich auch die Handelsschiffe "Afrodyta" non Petrobaltico und die "Santa Barbara".
Drei Mann waren an Bord geblieben und übernahmen die Lenzpumpen mithilfe von Rettungskräften, die aufs Deck abgefiert worden waren. Danach nahm der Hubschrauber diese wieder an Bord und kehrte zu seiner Basis zurück. Auch “KBV 503” drehte gegen 18 Uhr wieder ab. Die „Zjawa IV“ war am 31.5. von Gdyingen nach #Schweden ausgelaufen und befand sich 60 Meilen nördlich des Hafens Wadysawowo, als sie leckschlug.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schubschlepper auf Donau leckgeschlagen
(02.06.15) Am 1.6. gegen 17.20 Uhr havarierte der österreichische Schubschlepper“ Gisela“, 27 ts (EU-Nr.: 30000003), mit einer Klappschute auf dem Donausüdarm in Regensburg. Der Schubverband war mit 200 Tonnen Kies zur Verklappung im Unterwasser des Pfaffensteiner Wehres beladen unterwegs. Beim Passieren der Steinernen Brücke kollidierte er mit einem Brückenpfeiler, wobei die „Gisela“ unterhalb der Wasserlinie auf 15 Zentimetern Länge aufgerissen wurde und Wassereinbruch erlitt.
Der Schubverband konnte, nachdem die Klappschute gelöscht und die Lenzpumpe aktiviert hatte, rückwärts rund zwei Kilometer donauabwärts laufen und an der Donaulände festmachen. Dort sicherte die Berufsfeuerwehr mittels Tauchpumpen das vom Sinken bedrohte Schiff. Im Inneren des Schiffes stand das Wasser zeitweise 30 Zentimeter hoch.
Ein Arbeitstaucher aus Österreich wurde alarmiert und begann noch in den Nachtstunden damit, das Leck zu schweißen. Bis vier Uhr morgens versuchte er das Leck abzudichten. Da es nicht möglich war, das Loch abzudichten, wurden Holzkeile in den Rumpf getrieben.
Nun schien kein Wasser mehr in das Schiff einzudringen Neben Kräften der Berufsfeuerwehr waren Kräfte von DLRG und Wasserwacht sowie des Wasser- und Schifffahrtsamtes Regensburg und der Wasserschutzpolizei Regensburg am Einsatzort. Die Feuerwehren setzten Ölsperren ein.
Der Schiffsverkehr auf der Donau wurde nicht beeinträchtigt. Am Morgen des 2.6. wurden nähere Untersuchungen am Brückenpfeiler und im Fahrwasser durch das Wasser- und Schifffahrtsamt Regensburg durchgeführt. Die Ermittlungen der Wasserschutzpolizei Regensburg zur genauen Ursache der Schiffshavarie dauerten an. Der Schiffsführer hatte aus logistischen Gründen offenbar auch die Genehmigung, zwischen den schmal zusammenstehenden Pfeilern unter der Steinernen Brücke hindurchzufahren.
Quelle:Tim Schwabedissen




Purple Beach nach Wilhelmshaven eingeschleppt
(02.06.15) Am 1.6. um 20.30 Uhr war es geschafft – der Frachter "Purple Beach" wurde deutlich erkennbar vorlastig in den Jade-Weser-Port Wilhelmshaven gezogen. Hinter der Fahrt der "Bugsier 10" und der "Wolf", denen wegen starker Strömungen im Minsener Oog, die den Schleppzug nordwärts gedrückt hatten, ab der Außenjade noch die "Stella" beigeordnet worden war, lag eine 13-stündige Fahrt, die mit zwei bis drei Knoten vonstatten ging.
Auch der Tonnenleger "Gustav Meyer", die "Mellum" und "Neuwerk".hatten den Konvoi über 40 Seemeilen von der Tiefwasserreede eskortiert. An Bord des Havaristen befanden sich während der Überführung vier Mitarbeiter von Bugsier. Im Hafen assistierten die “Bugsier 3”, “Bugsier 5” und “Florian” beim Festmachen. Um 21.30 Uhr lag das Schiff am Kai vertäut. Am Liegeplatz erwarteten Feuerwehreinheiten den 192 Meter langen Frachter. Für die Nacht wurde eine Sicherheitswache eingerichtet. Der um den Havaristen eingerichtete Sicherheitsbereich von zwei Seemeilen blieb während der gesamten Schleppreise bestehen und musste auch im Jade-Weser-Port eingehalten werden.
Nur Behördenschiffe und Schiffe des Bergungsunternehmens durften in der Sicherheitszone fahren. Auf dem Hafengelände wurde ein Sicherheitsbereich eingerichtet, um den Einsatzkräften mehr Handlungsspielraum zu geben. Das Havariekommando hatte weiterhin die Gesamteinsatzleitung. Ein Mitarbeiterstab war am 1.6. vor­übergehend im JWP-Infocenter aufgezogen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Deutsche Yacht vor Ameland in Schwierigkeiten
(02.06.15) Am Nachmittag des 31.5. meldete die dreiköpfige Crew der 13 Meter langen, deutschen Yacht „Wega“ um 16.37 Uhr Probleme mit der Takelage. Das KNRM-Boot „Anna Margaretha“ wurde von der Küstenwache zu Hilfe geschickt. Es lief um 16.48 Uhr aus und nahm Kontakt mit der Yacht auf, die sich von Borkum kommend im Westgat von Ameland befand. Um 17.15 trafen die Seenotretter bei der Yacht ein, deren Genua vom Vorstag losgerissen war, aber noch an der Mastspitze festhing, sodass die Blöcke im Wind wie Geschosse gefährlich hin und her schlugen.
Zwei Mann des Rettungsbootes stiegen auf das Boot über und versuchten, das Segel zu sichern, da auch der Propeller durch das Rigg gefährdet war. Auch die „Vigilant“ der Bergungsfirma Veltman war inzwischen vor Ort angekommen und bat ihre Unterstützung an. Dies war jedoch nicht notwendig. Nach Bergung der Genua und Rücksprache mit der Crew wurde beschlossen, mit eigener Kraft Kurs auf Ameland Nes zu nehmen.
Die beiden KNRM-Männer blieben währenddessen an Bord. Mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von acht Knoten wurde die Marina Leije Loch angesteuert, wo die „Wega“ um 19.20 Uhr eintraf. Nach der Reparatur lief die Yacht am nächsten Tag nach Stavoren aus.
Quelle:Tim Schwabedissen



Jina Qiang muss geleichtert werden
(02.06.15) Der am 26.5. im Golf von Mexiko auf Grund gelaufene Bulkcarrier "Jian Qiang" muss geleichtert werden, nachdem er vom Neches Industrial Park kommend bei Port Arthur auf Grund gelaufen war. Die Eigner wollten die geeigneten Schiffe anfordern, sobald das Wetter es zuließ, und dann mit dem Löschen der Schwefelladung beginnen. Danach sollte der Frachter wieder flottgemacht und der Rumpf untersucht werden. Das Schiff lag derzeit stabil zwischen den Tonnen 33 und 34 außerhalb des Fahrwassers vor Beaumont. Der Schlepper “Haylay Moran” war am Schiff fest.
Quelle:Tim Schwabedissen



Havarierter Trawler nach Murmansk eingeschleppt
(02.06.15) Der russische Trawler "Kapitan Varganov", 1136 BRZ (IMO-Nr.: 8714530) erreichte am 2.6. gegen ein Uhr den Hafen von Murmansk. Das Schiff hatte am 29.5. um 23.40 Uhr eine Ölleckage am Propellerschaft in der nordwestlichen Barents-See gemeldet und um Assistenz gebeten. Es hatte sich mit einer 23-köpfigen Crew und einer Ladung von 164 Tonnen Garnelen an Bord auf dem Weg nach Murmansk befunden. Der Bergungsschlepper "Atriya" (IMO-Nr.: 8724107) nahm den Havaristen am späten Abend des 30.5. auf den Haken.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter der Rickmers-Reederei versenkte Binnenschiff
(02.06.15) Am Morgen des 30.5. kollidierte der unter Marshall-Islands-Flagge laufende Frachter "Rickmers Hamburg", 23119 BRZ (IMO-Nr.: 9238818), mit dem Binnenschiff "Jiang Shun 1318" unweit von Tianjin in Bohai. Die "Rickmers Hamburg" war aus Tianjin nach Kobe ausgelaufen und hatte das Heck des Schiffes gerammt. Dieses sank daraufhin, und nur der Bug ragte noch aus dem Wasser.
Eines der beiden Crewmitglieder kam ums Leben, der zweite Mann wurde vermisst. Die 192 Meter lange und 29880 Tonnen tragende "Rickmers Hamburg", die von der Rickmers Reederei GmbH & Cie. in Hamburg bereedert wird, wurde angewiesen, auf der Reede von Tianjin vor Anker zu gehen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wieder Fahrgastschiff vor Pattaya havariert
(02.06.15) Am 1.6. um 13.30 Uhr brach vor Pattaya im Golf von Siam im Maschinenraum des Touristenbootes “Lung Orawan 2” ein Feuer aus. An Bord waren 102 chinesische Touristen auf dem Weg von Pattaya nach Larn Island. 10 Boote, darunter Einheiten der thailändischen Royal Navy und der Sea Rescue, bargen alle Fahrgäste unversehrt ab. Die Crew blieb an Bord und brachte den Brand unter Kontrolle.
Quelle:Tim Schwabedissen



Heckrampe der Norman Atlantic geöffnet
(02.06.15) Am 1.6. gelang es, mithilfe von Kettenzügen und zwei Mobilkränen im Hafen von Bari die Heckrampe der italienischen Fähre "Norman Atlantic", 26904 BRZ (IMO-Nr.: 9435466), nach rund einwöchiger Vorbereitungsarbeit zu öffnen. Nachdem die Rampe herabgelassen war, wurden dahinter die völlig ausgebrannten Wracks dreier Trucks und mehrerer Pkw sichtbar.
Als nächstes sollten Techniker in das Trümmerfeld vordringen und Proben ausgelaufener Substanzen nehmen, um das Vorhandensein giftiger Stoffe auszuschließen. Am 11.6. sollte, wenn alles nach Plan läuft, damit begonnen werden, die Autowracks von Bord zu holen. Danach kann sich die Staatsanwaltschaft daran machen, die Ursachen des Feuers, das am 28.12. auf der Fahrt nach Ancona ausbrach, weiter zu erforschen.
Bei dem Brand kamen 11 Menschen ums Leben, 18 galten noch als vermisst. Die Arbeiten sollten rund sechs Monate dauern. Mindestens bis dahin werden die Passagiere von Kreuzfahrtschiffen, die gegenüber festmachen, den gespenstischen Anblick des ausgebrannten Fährschiffes weiter vor Augen haben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motorboot blieb unter Brücke stecken
(02.06.15) Das 13 Meter lange Motorboot “Mustang” blieb am 1.6. gegen Mittag unter einer Eisenbahnbrücke über den River Yare in den Norfolk Broads stecken. Der Zugverkehr zwischen Norwich und Lowestoft sowie Great Yarmouth und Sheringham wurde zeitweilig unterbrochen. Die Crew des Flybridge-Bootes, die es von Alphacraft gechartert hatte, erhielt Hilfe durch die Broads Authority, während der Norfolk Fire and Rescue Service die “Mustang” aus ihrer misslichen Lage befreite.
Quelle:Tim Schwabedissen



Funde aus Sklavenschiff vor Südafrika öffnen Augen für globalen Sklavenhandel
(02.06.15) Das Smithsonian's National Museum of African American History and Culture wird ab kommendem Jahr Artefakte des portugiesischen Sklavenschiffes “São José-Paquete de Africa” ausstellen, das im Dezember 1794 im Sturm vor Kapstadt sank. Sie wurden in diesem Jahr geborgen. Als das Schiff vor 221 Jahren auf der Fahrt nach Maranhão in Brasilien an der Küste scheiterte, waren zwischen 400 und 500 versklavte Afrikaner aus Mozambique an Bord, die auf den Zuckerrohrplantagen arbeiten sollten.
Unter den Objekten, die geborgen wurden, befanden sich Eisenballast und Kupferverbindungsstücke und Armierungen, die erst seit dem 18. Jahrhundert verbaut wurden. Das Schiff steht für einen der ersten Versuche, Ostafrikaner in den transatlantischen Sklavenhandel zu bringen, und es war wohl das erste Schiff, das dabei verloren ging.
Nachdem es seinerzeit auf die Küste gedrückt worden war, zerbrach es auf einem Unterwasserriff binnen mehrerer Stunden. Es lag aber so dicht unter Land, das mit einem Kanonenschuss Hilfe geholt werden konnte. Die gesamte Crew unter Kapitän Manuel Joao Perreira konnte sich retten, doch 212 Sklaven, ungefähr die Hälfte der Menschen, die in Mozambique 24 Tage zuvor an Bord gebracht worden waren, ertranken trotz des Versuchs, sie mit einem Floß an Land zu bringen.
Es schaffte eine Tour mit Überlebenden, konnte aber wegen des Sturms kein zweites Mal das Wrack erreichen. Die überlebenden Sklaven wurden nach ihrer Rettung anderweitig in der Kapregion verkauft.
Historiker und Archäologen aus aller Welt haben seit 2010 in aller Stille Artefakte des Schiffes ans Tageslicht geholt, nachdem zuvor jahrelang versucht worden war, dessen Identität zu klären. Es war in den 1980ern entdeckt und zunächst fälschlicherweise für das holländische Handelsschiff “Schuleynburg”, das 1756 sank, gehalten worden. Die Kupferfunde hatten aufgezeigt, dass es sich aber um ein jüngeres Schiff handeln musste.
Den Schlüssel stellten dann die 1.500 Eisenblöcke dar, die Jaco Boshoff vom Iziko Museum 2012 entdeckte. Sie wurden als Ballast verwendet. 2008/09 kam die “São José-Paquete de Africa” ins Spiel. 2012 wurde auch das Schiffsmanifest ausfindig gemacht, in dem detailliert die Reise vom Auslaufen in Lissabon aus aufgezeichnet war. Im Rahmen des Slave Wrecks Project, einer Gemeinsschaft von Forschern der George Washington University, der Iziko Museums of South Africa, der South African Heritage Resource Agency, des US National Park Service und anderen wurden die Fundstücke nur 100 Meter vor der Küste geborgen. Dabei galt es, die Fundstelle vor Schatzsuchern geheim zu halten.
Die Brandung gestaltete die Arbeit kompliziert, und einige Objekte lagen sechs bis acht Fuß tief unter dem Sand. Manchmal wurden Artefakte entdeckt, dokumentiert und binnen Stunden wieder unter Sand begraben. In den kommenden Monaten sollen etliche davon weltweit in Museen gezeigt werden. Andere kommen dauerhaft ins Smithsonian's National Museum of African American History and Culture, das im Herbst 2016 in der National Mall eröffnet wird.
Die Iziko Museums veröffentlichten ein Statement, in dem es hieß, die Geschichte des Schiffes sei nicht nur eine afrikanische. Sie verbinde Zeit, Raum, Ort und Identität und sei eine globale Geschichte der Verbindungen der menschlichen Rasse, von Migration und unerzählten menschlichen Verfehlungen. Das Wrack trage zum Wissen über Sklaverei nicht nur am Kap, sondern auf globaler Ebene bei.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sandbagger "Ocean Line 208" muss geborgen werden
(02.06.15) Die Malaysian Maritime Enforcement Agency (MMEA) hat die Eigner des chinesischen Sandbaggers "Ocean Line 208", der immer noch gekentert vor Tanjung Punggai in Kota Tinggi liegt, aufgefordert, das Wrack unverzüglich zu Bergen, um das Fahrwasser zu räumen. Die Arbeiten sollten so schnell wie möglich beginnen, nachdem die MMEA und andere Einrichtungen die SAR-Operation vor Ort eingestellt hatten.
Das Schiff lag weiterhin kieloben rund 1,2 Meilen vor Tanjung Punggai, wohin es am 21.5. geschleppt wurde. Bei der Bergung sollte weiter nach den noch vermissten Crewmitgliedern Ausschau gehalten werden, die möglicherweise beim Kentern im Schiffsinnern eingeschlossen wurden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Langeooger Wrack
(Bild: Klaus Kremer)   Großbild klick!
Langeooger Wrack hat Sandaufspülung widerstanden
(01.06.15) Vor dem Pirolatal auf Langeoog ist jetzt das Wrack einer Tjalk wieder aus dem Sand aufgetaucht, die hier Anfang des 19. Jahrhunderts gestrandet war. Das gut erhaltene Holzskelett des Schiffes war bei der Strandaufspülung 2013 unter dem dazu aus der Accumer Ee gewonnen Sand verschüttet worden. Nachdem der Sand wieder weggespült war, zeige sich, dass es bei den Aufspülungsarbeiten von den schweren Kettenraupen offenbar nicht beschädigt worden ist.
Allerdings legte das Wiederauftauchen des Wrack Zeugnis davon ab, in diesem Bereich das Strandniveau wieder auf den Stand vor der Küstenschutzmaßnahme gesunken ist. Neben dem Wrack wurden auch die zu diesem Zweck bereits in den 70er-Jahren ebenfalls ausgebrachten schwarzen Sandschläuche in diesem Bereich wieder sichtbar
Kurz vor dem Beginn der Arbeit eines Saug- und Spülbaggers im Sommer 2013 hatte ein Team um die Archäologen Dr. Jana-Esther Fries und Michael Wesemann vom Referat Archäologie des Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege das Wrack untersucht. Mit Hilfe von Dendroproben konnte bestimmen werden, dass das Holz der Eichen, aus der der Rumpf gebaut war, aus der Zeit vor1798 stammte. Vom 18,80 Meter langen Wrack blieben der gerundete Vor- und Achterkst
even, Spanten, Längsplanken, Bodenwrangen und Nüstergatts erhalten, die mit Dübeln und geschmiedeten Nägeln miteinander verbunden sind. Ein weiteres Teil der Backbordseite des Rumpfes wurde wenige Tage nach der Untersuchung in Höhe des Dünenübergangs Katastrophenstraße gefunden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker nach Feuer nach Las Palmas eingeschleppt
(01.06.15) Der auf seinem Weg vom Persischen Golf in die USA durch einen Brand im Maschinenraum beschädigte Tanker “Lady M” wurde am 31.5. gegen 16 Uhr von vier Schleppern in den Hafen von Las Palmas auf Gran Canaria gezogen. Gegen 20 Uhr war das Schiff am Leon y Castillo-Kai fest. Es war während der Bergung durch die “Savliris Hellas”, die den Havaristen mit drei Knoten zum Hafen zog, von der "Punta Salinas" eskortiert worden.
Der 249 Meter lange liberianische Tanker hat 94.000 Tonnen Rohöl geladen. Nach dem Passieren der Straße von Gibraltar war südlich der Azoren ein Feuer ausgebrochen, das erhebliche Schäden an den Maschinen verursache. Der Kapitän hatte deshalb bei den Behörden auf Gran Canaria um die Erlaubnis gebeten, sich in den Hafen der Inselhauptstadt schleppen zu lassen.
Nachdem die erheblichen bürokratischen Hürden überwunden waren, verschafften sich auch noch mehrere Experten der Hafenverwaltung einen genauen Überblick über die Schäden an Bord, um jegliche Gefährdung auszuschließen. Die griechische Reederei, der die 12 Jahre alte “Lady M” gehört, hat eine Werft in Las Palmas beauftragt, die notwendigen Reparaturen durchzuführen, damit der Tanker in voraussichtlich etwa zwei Wochen die Reise fortsetzen kann.
Quelle:Tim Schwabedissen



Krabbentrawler "Kas Ken - HG 77" wird in den Hafen geschleppt
(Bild: Kystverket)   Großbild klick!
Kutter manövrierunfähig nach Sandefjord eingeschleppt
(01.06.15) Am 31.5. gegen 16 Uhr alarmierte der dänische Krabbentrawler "Kas Ken - HG 77", 265 BRZ (MMSI-Nr.: 219443000), Tjøme Radio, nachdem beim Aufholen des Netzes der Propeller blockiert worden war und das Schiff im Skagerrak in fünf Meter hohen Wellen rund 12 Meilen vor der Küste trieb.
Die norwegische Küstenwache schickte das Patroullienboot "Nornen" und das Rettungsboot "Stormbull", die den Kutter samt seiner vierköpfigen Crew nach Sandefjord einschleppten. Hier wurde er am Abend in Gonvika festgemacht, wo sich Taucher daran machten, das Netz aus dem Propeller zu schneiden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Purple Beach wird nach Wilhelmshaven geschleppt
(01.06.15) Am Morgen des 1.6. wurde begonnen, den Frachter „Purple Beach“ in den Jade-Weser-Port in Wilhelmshaven zu schleppen. Zuvor gingen vier Bergungsexperten und drei Mitglieder eine Brandbekämpfungseinheit an Bord, um eine Schleppverbindung zur „Bugsier 10“ und „Wolf“ herzustellen und den Anker zu lichten. Die vier Berger sollten während des Transits, der von der „Neuwerk“ und „Mellum“ eskortiert wurde, ab Bord bleiben. Die Ankunft im Hafen war von Wind und Wellengang abhängig.
Am frühen Nachmittag des 31.5. waren Einsatzkräfte zunächst ein weiteres Mal an Bord des Havaristen gegangen, um Wisch- und Luftproben zu entnehmen und den Zustand der Nitrophoska-Ladung zu ermitteln. Sie inspizierten Aufbauten, Maschinenraum und Deck Die Auswertung ergab, dass dem Einlaufen nun nichts mehr entgegen stand.
Quelle:Tim Schwabedissen




Versorger nach Feuer teilweise evakuiert
(01.06.15) Am 31.5. um 14.20 Uhr brach im Maschinenraum des indischen Offshore-Versorgers "Vestfonn", 3753 BRZ (IMO-Nr.: 8211849), rund 110 Meilen westlich von Mumbai ein Feuer aus. Nachdem sich die Flammen ausbreiteten, bat die Crew um eine Evakuierung. Die indische Coast Guard schickte als erstes ein Flugzeug aus Daman, um die Lage zu sondieren.
Die "BS Negi" und "Ocean Diamond", die sich in der Nähe befanden, boten Assistenz an. Der Versorger "Great Ahalya" barg von den 33 Crewmitgliedern schließlich 28 ab, fünf blieben an Bord. Das Küstenwachboot "Achook" sowie die mit Löscheinrichtungen ausgestatteten "Sankalp" und "Samudra Prahari" machten sich dann daran, den Brand niederzukämpfen. Um 19.30 Uhr war das Feuer unter Kontrolle, und die "Malviya 24" nahm den Havaristen gen Mumbai auf den Haken.
Quelle:Tim Schwabedissen



Containerfrachter trieb im Kurilen-Archipel
(01.06.15) Ein russisches Patroullienflugzeug entdeckte am 31.5. den unter Hongkong-Flagge laufenden Containerfrachter "COSCO Japan", 91051 BRZ (IMO-Nr.: 9448748), auf Postion 49 03 N 158 13 O rund 120 Meilen östlich der Kurilen-Insel Paramushir treibend. Das Containerschiff befand sich auf der Fahrt von Shanghai nach Prince Rupert. Später nahm es mit reduzierter Fahrt Kurs auf Japan und sollte dort am 7.6. eintreffen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Opfer des “Down North”-Untergangs erlag wohl einem Herzinfarkt
(01.06.15) Als der in Sassnitz stationierte Angelkutter "Palucca" (MMSI:211227530) der Adler-Reederei die Schiffbrüchigen des kanadischen Schoners “Down North” in einer Rettungsinsel treibend vor Swinemünde entdeckte, waren sie bereits stark unterkühlt und apathisch. Eine Stunde vor dem Eintreffen der Retter war Leszek Bohl, ein 53-jähriger aus Torun, offenbar einer Herzattacke erlegen. Ein Ertrinkungstod wurde ausgeschlossen. Wiederbelebungsmaßnahmen an Bord des polnischen Rettungskreuzers “Passat” waren erfolglos geblieben.
Der Rollstuhlfahrer war Korrespondent des Magazins "National Geographic" und war in der Vergangenheit offensiv für die Teilhabe Behinderter eingetreten. Er nahm im Rollstuhl auch an Marathons teil. Die polnische Staatsanwaltschaft ordnete eine Autopsie an.
Wahrscheinlich war eine plötzliche Bö der “Down North” zum Verhängnis geworden. Die Staatsanwaltschaft befragte bereits die 11 Überlebenden, die überwiegend erfahrene Segler waren. Der Skipper hatte bereits 2014 eine Reise nach Spitzbergen gemacht. Die Expedition hatte am 10.10. nach Polen zurückkehren und bis dahin 8410 Meilen zurücklegen sollen. Nun ragten nur noch die beiden Mastspitzen des Schoners aus dem Wasser.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre vor Pattaya gesunken
(01.06.15) Die thailändische Fähre “Petchthara 7” sank am 30.5. vor Pattaya. Alle 82 Touristen an Bord konnten zuvor in Sichrheit gebracht werden. Das Schiff war auf dem Rückweg vom populären Koh Larn – auch bekannt als Koh Lan – wo die Urlauber aus der Buriram-Provinz den Tag am Strand von Tawaen verbracht hatten. Gegen 15 Uhr stellte der Kapitän fest, dass sein Schiff zu sinken begonnen hatte, und rief andere Schiffe zu Hilfe. Diese konnten alle Fahrgäste unversehrt an Bord nehmen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feueralarm auf Fähre vor Wemyss Bay
(01.06.15) Feuerwehreinsatzkräfte wurden am Nachmittag des 31.5. zur Wemyss Bay Pier gerufen, nachdem eine Meldung über ein Feuer an Bord der britischen Fähre "Argyle", 2643 BRZ (IMO-Nr.: 9365178), aufgelaufen war. Das Schiff war auf dem Weg von Rothesay nach Wemyss Bay, als ein Knall ertönte und sich der Maschinenraum mit Rauch füllte. Drei Löschzuüge, Krankenwagen, die Coastguard und das RNLIU-Boot aus Largs wurden daraufhin alarmiert. Die Fähre konnte mit eigener Kraft anlegen, und die 55 Passagiere und 15 Fahrzeuge wurden an Land gebracht.
Wie sich dann herausstellte, gab es an Bord kein offenes Feuer, doch der Turbolader war explodiert. Eine später in den Hafen kommende Fähre musste nach Gourock” abdrehen. Die "Argyle" wurde später zum James Watt Dock, Greenock, zur Reparatur geschleppt, die “Bute” versah den Fährdienst vorerst allein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Havarierte Yacht vor Amble geborgen
(01.06.15) Am 30.5. um 16.45 Uhr wurden die RNLI-Boote “The Four Boys” und “Mildred Holcroft” aus Amble alarmiert, weil die Yacht “Imagine” Motorprobleme erlitten und in flachem Wasser auf Grund gelaufen war. Beide Boote liefen zu der drei Meilen nördlich der Station gelegenen Position in der Mündung des River Aln. An Bord der “Imagine” befand siche ine Person. Wegen des ablaufenden Wassers war es zunächst nicht möglich, die Yacht wieder flottzumachen.
Deshalb wurde sie vor Ort gesichert und, und die Seenotretter kehrten zur Station zurück, bis das Flutwasser auflief. Beide Rettungsboote kamen kurz nach Mitternacht wueder und konnten nun die “Imagine” auf den Haken nehmen und von der Untiefe ziehen. Sie wurde in den Hafen von Amble geschleppt, wo der Skipper sie reparieren wollte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Vestas Wind: Mission Nearly Impossible geglückt
(01.06.15) Am 29.5. wurde die “Mission nearly Impossible” zu einem glücklichen Ende gebracht – die Volvo-Ocean-Race-Yacht "Vestas Wind" wurde zum ersten Mal seit ihrer Strandung im Indischen Ozean am 29.11.2014 wieder zu Wasser gebracht. Nun sollten einige Testfahrten unternommen werden, ehe das Boot am 6.6. beim Lisbon In-Port Race an den Start geht und sich am folgenden Tag auf die 647 –Meilen weite 8. Etappe nach Lorient macht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Weblinks:
SOS-Seenotfälle, Archiv
Der mysteriöse Untergang der 'Beluga'
Chronik bedeutender Seeunfälle Antike bis 1499
Chronik bedeutender Seeunfälle 1500 bis 1899
Chronik bedeutender Seeunfälle 1900 bis 1949



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Schlagwörter: Archiv, Schifffahrt, Bilder, Fotos, in Seenot, SOS Alarm, Unfälle, Mayday, Versicherung Schiff, Segeln, Seenot, Unglück, Seenotfälle, Schiffsuntergang, Seenotarchiv, Archiv, Schiffsunglück, schiffsunfall, unfall, ertrinken, untergehen, untergegangen, sinken

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