EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM

Seenotfälle
Archiv Oktober 2014


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"Lobo del Mar" brennt und Nachbarschiff brennen
(Bild: USCG)   Großbild klick!
Zwei Motorboote bei Brand in Marina zerstört
(31.10.14) Auf dem in Houston registrierten Motorboot "Lobo del Mar" brach am 30.10. um 12.30 Uhr in der Kemah Boat Marina ein Feuer aus, als ein Mann an Bord arbeitete. Plötzlich gab es einen lauten Knall, möglicherweise hatten sich brennbare Gase entzündet. Rasch entwickelten sich Rauch und Feuer.
Der bei der Explosion verletzte Mann wurde ins UTMB-Krankenhaus in Galveston gebracht. Auch der Bordhund überstand das Unglück. Ein Nachbarlieger wurde aber ebenfalls von den Flammen erfasst. Die Feuerwehr war landseitig und mit einem Löschboot im Einsatz und ging mit Schaum gegen den Brand vor.
Sie konnte aber nicht verhindern, dass die beiden Boote zerstört wurden und noch ein drittes Schaden nahm. Eines der Motorboote sank. Das Kemah Fire Department wurde von der Seabrook and League City, Dickinson und der U.S. Coast Guard bei der Brandbekämpfung unterstützt.
Quelle:Tim Schwabedissen



"Kertu" im Hafen
(Bild: Kustbevakningen)   Großbild klick!
Kertu erreichte sicher den Hafen
(31.10.14) Am 30.10. um 12.40 Uhr erreichte der angeschlagene maltesische Frachter "Kertu", 2844 BRZ (IMO-Nr.: 9125683), rund 33 Stunden nach seiner Strandung vor Öja den Hafen von Oxelösund. Er war von dem unter Färöer-Flagge laufenden, 33 Meter langen Schlepper "Freja", 467 BRZ (IMO-Nr.: 9175262), der aus Norrköping zu Hilfe gekommen war, gezogen und von dem Patroullienboot "KBV 002", 3373 BRZ (IMO-Nr.: 9380453), der schwedischen Küstenwache, auf der finalen Etappe zum Hafen längsseits genommen worden.
Während der letzten Meilen hatte sich das Wetter beruhigt, es herrschten Windgeschwindigkeiten von nurmehr sieben bis acht Metern pro Sekunde. Die sieben Mann der Crew, die sicherheitshalber von Bord evakuiert worden waren, gingen von dem Küstenwachboot "KBV 031", 890 BRZ (IMO-Nr.: 9536571), auf dem sie zwischenzeitlich Zuflucht gefunden hatten, wieder auf ihr Schiff zurück, als es sich am Vormittag gegen 10 Uhr vor Hävringe, einer Leuchtturminsel mit Lotsenstation vor den Zufahrten von Nyköping, Norrköping und Oxelösund befand.
Als nächstes sollten Taucher den Rumpf des Havaristen am Kai in Oxelösund untersuchen. Die maltesischen Behörden leiteten eine Untersuchung ein. Ein Reparaturort war noch nicht benannt. Nach Angaben der schwedischen Küstenwache wäre der Frachter ohne ihre Intervention gesunken. Der Laderaum war beim Auflaufen so schwer beschädigt worden, dass er zeitweilig vollständig geflutet war.
Quelle:Tim Schwabedissen




Der Brand der Deepwater Horizon
(Bild: US Coast Guard)   Großbild klick!
Folgen des Untergangs der Deepwater Horizon untersucht
(31.10.14) Beim Untergang des Ölrigs "Deepwater Horizon" im Golf von Mexiko am 20.4.2010 wurden 3.200 Quadratkilometer Meeresboden verseucht, es muss mit negativen ökologischen Folgen gerechnet werden. Über Wochen hinweg traten in 1.500 Meter Tiefe Rohöl und Erdgas aus dem Bohrloch, ehe es verschlossen werden konnte. Wochenlang wurden nach der Explosion und dem Totalverlust zunächst Strände an der US-amerikanischen Küste verschmutzt, doch lagerte sich eine noch weit größere Menge Öls am Meeresboden ab.
318 Millionen Liter Öl bedecken heute noch den Grund des Golfs von Mexiko, stellten Forscher der University of California fest. Das Gesamtausmaß der Verschmutzung und die ökologischen Folgen seien waren indes nur schwer abzuschätzen, doch war klar, dass die vollständige Erholung noch viele Jahre dauern wird. Tiefseekorallen wiesen noch in einer Entfernung von 22 Kilometern zum Bohrloch starke Schäden auf.
Immerhin: Die am schlimmsten betroffene Küste im US-Bundesstaat Louisiana hat sich großflächig erholt - neu sprießende Triebe bewiesen, dass die Pflanzen die Verschmutzung überstanden haben und in einigen Bereichen bereits wieder vollständig zurückgekehrt sind.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wrack der Rothensee wird geleichtert
(31.10.14) Nach dem Untergang der "Rothensee" auf dem Mittellandkanal hat am 30.10. die Bergung begonnen. Zunächst galt es, die 817 Tonnen Eisen, die das Schiff nach Berlin bringen sollte, zu leichtern. Dazu ging ein Bagger am Wrack in Position. Die Arbeiten dauerten bis zum Abend an. In der kommenden Woche soll dann die eigentliche Bergung nach der Heranführung schweren Hebegeräts beginnen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuerwehr suchte brennendes Schiff in Münster
(31.10.14) Am 31.10. gegen 06:30 Uhr wurde die Münsteraner Feuerwehr zu einem Brand auf einem Binnenschiff, das am Dreieckshafen lag, gerufen. Sie rückte mit einem Großaufgebot an, denn zunächst war vermutet worden, dass drei Personen vermisst wurden. Im Einsatz waren mehrere Löschzüge, Boote und Taucher. Die Einsatzkräfte stellten aber beim Eintreffen am Hafen fest, dass das Binnenschiff sich nicht an dem gemeldeten Liegeplatz befand.
Erst nach einer langen und schwierigen Suche mit Hilfe eines Einsatzbootes fand die Feuerwehr das gesuchte Schiff ein paar hundert Meter flussabwärts am Anleger der Firma Agravis. Noch während sie damit beschäftigt war, hatte die Besatzung des Havaristen den Auslöser des Einsatzes, einen brennenden Fernseher in der Kombüse, mit einem Pulverlöscher selbst gelöscht.
Verletzt wurde niemand, gegen 8 Uhr war der Einsatz nach kurzer Besichtigung des Brandortes beendet. Die Polizei übernahm die weiteren Ermittlungen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gestrandete Motorbootfahrer aus der Luft gerettet
(31.10.14) Die Coast Guard Buffalo rettete am Nachmittag des 29.10. zwei Männer von einem Motorboot bei Conneaut, Ohio, auf dem Lake Erie. Gegen 17 Uhr hatte ein 23 Fuß langes Boot Wassereinbruch unweit der Außenmole von Conneaut Harbor erlitten.
Ein 45-Fuß-Boot der Coast Guard Station Erie, Pennsylvania, sowie ein 25-Fuß-Boot der Station Ashtabula, Ohio, kamen zu Hilfe. Landseitig war ein weiteres Team mit dem Conneaut Fire Department einsatzbereit, und ein Dolphin Helikopter der Coast Guard Air Station Detroit stieg auf, weil das Boot in ungünstiger Position auf Grund saß und zu sinken drohte.
Das flache Wasser wiederum hinderte die eingesetzten Rettungsboote daran, dicht genug an das Boot heranzukommen. Deshalb wurde vom Hubschrauber ein Rettungsschwimmer eingesetzt, der die Bootsfahrer in einen Korb assistierte, in dem sie aufgewinscht und zum Erie International Airport geflogen wurden. Das halb gesunkene Motorboot konnte nicht abgeschleppt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



13 Fischer vor Shengsi vermisst
(31.10.14) 13 Mann wurden vermisst, nachdem ein chinesischer Kutter vor der ostchinesischen Zhejiang Provinz vor der Küste von Shengsi unweit von Zhoushan City am 29.10. gegen Mitternacht von einem einlaufenden, größeren Schiff gerammt wurde. Er kenterte und sank, nur zwei Mann der Crew konnten unmittelbar danach gerettet werden. Eine SAR-Operation mit Patroullienbooten der Behörden von Shanghai und anderen Kuttern wurde eingeleitet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter "Avalon" am Haken
(Bild: USCG)   Großbild klick!
Kutter "Avalon gehoben"
(30.10.14) Der 65 Fuß lange ehemalige Kutter "Avalon" wurde am 28.10. binnen drei Stunden nahe Pleasant Harbor in Brinnon gehoben. Am 29.10. wurde er längsseits einer Barge zum Abwracken nach Port Townsend gebracht. Bei der Aktion waren die Coast Guard, das Washington State Department of Ecology, das Washington State Department of Natural Resources und die Global Diving and Salvage, Inc. gemeinsam im Einsatz.
Das 1929 erbaute Schiff war am 14.9. bei einer Verschleppung durch Wassereinbruch gesunken. Nachdem der Eigner bis zum 24.10. nicht tätig geworden war, wurde die Bergung nach den Maßgaben des Derelict Vessel Act von 2002 vollzogen. Das Schiff hatte bei der Havarie 500 Gallonen Diesel an Bord, die noch am Tag der Strandung abgepumpt worden waren. 70 Gallonen waren allerdings ausgelaufen. Die Bergungskosten beliefen sich auf 70,000 Dollar.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter "Kertu"
(Bild: Kustbevakningen)   Großbild klick!
Kertu auf dem Weg nach Oxelösund
(30.10.14) Am 30.10. befand sich der unter Malta-Flagge laufende Frachter "Kertu", 2844 BRZ (IMO-Nr.: 9125683), auf dem Weg nach Oxelösund. Er wurde mit zwei Knoten von dem Schlepper "Freja" (IMO: 9175262) bugsiert, assistiert von der "KBV 002" und "KBV 031" der schwedischen Küstenwache. Gegen Mittag sollte er im Hafen sein. In den Nachtstunden war es gelungen, die Höhe des im Laderaum stehenden Wassers von vier auf 1,5 Meter zu reduzieren.
Die Bergung war zunächst durch Wellenhöhen von drei bis vier Metern erschwert worden, und nachdem der Laderaum zwischen 50 und 75 Prozent geflutet war, war das Abschleppen zunächst zu riskant gewesen. Nachdem das Wettter sich etwas beruhigt hatte, konnten vier Lenzpumpen an Bord gebracht werden, die es schafften, den Wasserstand acht Zentimeter pro Stunde zu reduzieren.
Nachdem das Schiff sich am 29.10. gegen Mittag immer weiter nach Steuerbord übergelegt hatte, waren sieben Mann der Crew auf die "KBV 031" evakuiert worden, nur der Kapitän, der Chief und Personal der Küstenwache blieben an Bord. Der Hubschrauber Lifeguard 906 und das Lotsenboot "Pilot 111" wurden gegen 14.45 Uhr entlassen und kehrten nach Nörrtalje bzw. Landsort zurück, während die "KBV 311", "KBV 03", "KBV 480" und "KBV 002" vor Ort blieben.
Die "KBV 311" war nach der Havarie um 7.20 Uhr als erstes vor Ort gewesen. Um 8.45 Uhr hatte sich der Havarist vom Riff befreien können, doch um 11.20 Uhr Wassereinbruch im Laderaum gemeldet. Um 11.35 gingen zwei Mann der "KBV 480" an Bord und überprüften die Lage. 15 Minuten darauf wurde die Teilevakuierung angeordnet. Um 13.20 Uhr hatte die "Freja" die "Kertu" erreicht. Seit 14.45 Uhr begann sich die Lage zu stabilisieren, sodass aus der SAR-Operation eine reine Bergung wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen




Plattbodenschiff "Maryart" teilgesunken
(Bild: Schiffshiistorisches Archiv)   Großbild klick!
Plattbodenschiff auf Ochtum gesunken
(30.10.14) Auf der Ochtum, einem kleinen Nebenfluss der Weser, ist das über 100 Jahre alte Plattbodenschiff "Maryart" am 22.10. gesunken. Es riss sich bei stürmischem Wetter von der Verankerung, an der es im Fluss gelegen hatte, los, schlug quer und kam mit dem Bug auf den Sommerdeich fest. Das Heck geriet unter Wasser, und das Schiff lief voll.
Die "Maryart" ankerte auf der Ochtum, weil der Eigner Andreas Klisch zuvor seinen Liegeplatz verloren hatte. Bis zum 31.10. soll er nun die "Mariart" zu bergen, ansonsten wird der Bremische Deichverband , der für den Unterhalt der Ochtum zuständig ist, selbst per Ersatzvornahme tätig. Das 1909 in Groningen erbaute Plattbodenschiff wurde einst für den Gütertransport zwischen Oldenburg und Groningen eingesetzt, wo es u.a. Torf, Steine und Sand transportierte.
Es ging in den 90er Jahren in den Besitz des Vereins "Museumshafen Oldenburg" über. Das ziemlich heruntergekommene Plattbodenschiff sollte wieder flottgemacht und als gemeinnütziges Museumsschiff genutzt werden im Rahmen eines Arbeitsprojekts für Arbeitslosengeld-II-Empfänger ausgedacht.
Unter dem Motto "Jung lernt von Alt" überholten 20 jüngere und 20 ältere Arbeitslose das Schiff. Dazu wurde es Anfang September 2006 mit zwei Spezialkränen aus dem Wasser gehoben und per Tieflader auf eine Freifläche an der Wehdestraße gebracht, die die Agravis Raiffeisen AG zur Verfügung gestellt hatte. Anfang Oktober begannen die Arbeiten am Schiff. Es wurde vollständig entkernt, schadhafte Teile wurden ausgebaut und ersetzt. 2009 waren die Arbeiten, die allerdings mit einem kräftigen Verlust historischer Bausubstanz einhergingen, abgeschlossen worden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Binnenschiff "Rothensee" blockiert Mittellandkanal
(Bild: Matthias Strauss)   Großbild klick!
Sperrung des Mittellandkanals wird noch Tage andauern
(30.10.14) Nach dem Untergang des deutschen Binnenschiff "Rothensee", 772 ts (EU-Nr.: 04030590), am 28.10. in Oebisfelde, Sachsen-Anhalt, nach der Kollision mit dem polnischen Binnenschiff "Andromeda", 749 ts (EU-Nr.: 8348071), bleibt der Mittellandkanal bei Kilometer 269 zwischen den Liegestellen Rühen und Calvörde bis mindestens Ende der Woche gesperrt. Das Schiff lag quer im Fahrwasser, sodass andere Schiffe nicht mehr passieren konnten.
Die "Rothensee", die in Richtung Berlin unterwegs war, war bei einem Anlegeversuch an der Liegestelle Bergfriede quergeschlagen und dann von der "Andromeda" gerammt worden. Es liegt nun auf vier bis viereinhalb Metern Wassertiefe. Zunächst mussten nun Taucher den Zustand des Rumpfes, der möglicherweise auseinandergebrochen war, prüfen. Dann sollten Experten über das weitere Vorgehen entscheiden.
Zunächst müssen die 817 Tonnen Eisenbarren aus dem Laderaum geleichtert werden, ehe das Schiff selbst gehoben werden kann. Bereits am 29.10. wurden dazu bis spät in die Nacht die Luken des Schiffes entfernt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Historische Ketsch wird in Hadersleben repariert
(30.10.14) Die 1880 erbaute, dänische Ketsch "Skibet", die unlängst in Spodsbierg sank, traf am 28.10. zur Reparatur bei der Aarøsund Bådebyggeri & Bedding in Hadersleben ein. Dabei müssen 61 Meter Planken, sieben Spanten und weitere Teile des Rumpfes ausgebessert werden.
Die Reparatur kostet ungefähr 650000 Kronen, wovon die Versicherung ein Viertel trägt. Für den Rest muss Skipper Peer Bonne Mann Larsen Mittel auftreiben. Das Schiff war von Riesling gechartert worden, um Moselwein zur Kulturnacht in Kopenhagen zu bringen, als es auf der Ostsee in Seenot geriet und beim Einschleppen auf der Hafenmole leckschlug und sank. Der Wein wurde nach der Bergung auf der Straße nach Kopenhagen gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter beging Unfallflucht
(30.10.14) Die vietnamesischen Behörden untersuchen eine Kollision, die sich am 26.10. um 12.30 Uhr vor Da Nang ereignete. Ein Bulkcarrier hatte den Kutter "BÐ 95393 TS" aus Binh Dinh gerammt, der 60 Meilen vor der Küste geankert hatte. Fünf Minuten später sank er. Die 12-köpfige Crew wurde unversehrt von der "BD 96959" gerettet und dann der "SAR 412" der Küstenwache übergeben.
Der Unfallverursacher setzte hingegen seine Fahrt, ohne zu stoppen, fort. Die Fischer konnen aber noch den Namen "Infinity" und die IMO-Nummer 8115215 erkennen. Der liberianische Frachter war auf der Fahrt von Tieshang Xingang nach Singapur, wo er am 30.10. erwartet wurde. Der Kutter hatte einen Wert von 235.350 Dollar, der Fang von 10 Tonnen einen Wert von 14,120 Dollar.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter vor den Russen gerettet
(30.10.14) Der norwegische Krabbenkutter "Svebåen" (MMSI-Nr.: 259449000) erlitt in der Nacht zum 24.10. im Varanger-Fjord zwischen Kirkenes und Vardo Maschinenausfall und trieb bei hurrikanartigen Windstärken in der See. Deshalb kam auch das Rettungsboot "Reidar von Koss" nur langsam voran, während die "Svebåen" in russische Gewässer zu driften drohte.
Die Crew befürchtete, dann nach Murmansk gebracht zu werden. Doch das Rettungsboot erreichte den 19 Meter langen Kutter noch rechtzeitig und schleppte ihn binnen neun Stunden nach Berlevaag ab.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht bei Pouldu auf Felsen getrieben
(30.10.14) Die 10,5 Meter lange Yacht "Opaline" riss sich bei Saint Evette in Esquibien in der Nacht zum 27.10. von ihrer Mooring los und trieb auf den Strand von Pouldu. Auf den Felsen wurde sie schwer beschädigt, u.a. ging der Kiel zu Bruch. Ein Team von Stratimer barg die Yacht am frühen Nachmittag.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motorboot bei Wick gestrandet
(30.10.14) Das 30 Fuß lange Sportboot "The Lady Russell" verpasste von Inverness kommend am 29.10. die Hafeneinfahrt von Wick und strandete gegen fünf Uhr nördlich der Stadt bei Proudfoot. Der Skipper wurde von dem örtlichen RNLI-Boot gerettet, und nachdem die Flut gegen 11 Uhr hoch genug aufgelaufen war, konnte das Motorboot geborgen werden. In Wick hob es ein Kran zur Reparatur auf die Pier. Ein faustgroßes Loch war zuvor von den Seenotrettern bereits abgedichtet worden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sechs Vermisste vor Tanjung Gelang
(30.10.14) Der Schlepper "YTC M 5" sank am 30.10. gegen fünf Uhr nach Kollision mit einem Frachter rund 9,1 Meilen vor Tanjung Gelang. An Bord waren sechs Indonesier und ein weiterer Mann. Nur ein Indonesier konnte sich durch einen Sprung über Bord retten und wurde von Fischern aus dem Wasser gezogen. Die Suche nach den übrigen dauerte an.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf San Felipe wütet weiter
(30.10.14) Nach der Kollision mit der "Al Riffa" stand der Containerfrachter "San Felipe" vor Westport in Port Klang weiter in Brand. Das Feuer in den Containerstacks auf dem Vorschiff der "Al Riffa" war am 29.10. um 20.30 Uhr gelöscht worden. Der Hafen wurde inzwischen wieder für den Schiffsverkehr freigegeben.
Die "San Felipe" wurde derweil in sicheren Abstand vor den Hafen geschleppt, wo Löschboote versuchten, der sich ausbreitenden Flammen Herr zu werden. Probleme bereitete mögliches Gefahrgut in den brennenden Containern.
Quelle:Tim Schwabedissen



Historischer Schlepper soll geborgen werden
(30.10.14) Ein neuer Versuch, den seit Jahren auf dem Kalamazoo River vor der Douglas Marina festsitzenden, historischen Schlepper "Reiss" aus dem Sand zu ziehen, soll in Kürze starten. Der Besitzer der Tower Marine, R.J. Peterson, hat sich diese Mission vorgenommen.
Die Maschine des Schleppers stammt wohl von 1880, der Rumpf entstand in den 1920er-Jahren. Die "Reiss" kam vor 10 Jahren auf neun Fuß Wassertiefe fest, als sie auf dem Weg zu einem Museum in Minnesota war. Mangels Geld blieb sie dann auf dem Kalamazoo River liegen. Nun soll das Schiff binnen zwei Wochen zunächst gedreht und dann mit einem 200 Yard langen Schleppdraht in den Hafen gezogen werden. Peterson will dann selbst ein Museum aus dem Schiff machen.
Quelle:Tim Schwabedissen



"Kertu" und Rettungskräfte
(Bild: Kustbevakningen)   Großbild klick!
"Kertu" droht in Stockholmer Schären nach Strandung zu sinken
(29.10.14) Der unter Malta-Flagge laufende Frachter "Kertu", 2844 BRZ (IMO-Nr.: 9125683), lief in rauer See am 30.10. gegen vier Uhr vor Öja auf das Fudden-Riff rund einen Kilometer östlich von Landsort. An Bord war eine neunköpfige Crew. Der Havarist hatte rund 32 Tonnen Bunkeröl an Bord. Die "Kertu" war unterwegs von Södertälje nach Kokkola.
Sie kam fest, nachdem der Lotse von Bord gegangen war, nachdem die Crew entgegen den letzten Instruktionen aufgrund eines Missverständnisses oder Unkenntnis offenbar einen falschen Kurs eingeschlagen hatte.
Die schwedische Küstenwache konnte bei vier Meter hohen Wellen und Windgeschwindigkeiten von 20 Metern pro Sekunde nicht an Bord gehen, Brecher gingen über Deck. Ein Tank wurde beim Arbeiten des Frachters auf den Klippen aufgerissen, und eine unbekannte Menge Öl lief aus.
Die Küstenwache schickte daraufhin die "Triton - KBV 002", die "KBV 031" und "KBV 311" zur Unglücksstelle. Der unbeladene Frachter kam um 08.30 Uhr aus eigener Kraft wieder frei. Die Crew arbeitete daran, das Öl aus dem beschädigten in einen unversehrten Tank des Doppelbodenschiffes umzupumpen. Während das Schiff mit langsamer Fahrt Kurs auf einen Ankerplatz nahm, entwickelte es aber zusehends Steuerbordschlagseite, weil der Wassereinbruch nicht unter Kontrolle zu bringen war, und drohte zu sinken. Um 12.45 Uhr wurde deshalb der größere Teil der Crew abgeborgen. Lediglich der Kapitän, ein Ingenieur und Angehörige der Küstenwache blieben an Bord und versuchten weiterhin, das eindringende Wasser zu lenzen.
Die "Kertu" ist 89,77 Meter lang, 13,17 Meter breit, hat 7,15 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 4.224 Tonnen. Sie läuft für die Hansa Ship Management OU in Tallinn. Eigner ist die HS Kertu OU, Valletta, Malta. Der Kasko wurde 1996 bei der Santierul Naval Galati S.A. erbaut. Der Ausbau erfolgte bei den Damen Shipyards, Hoogezand. Das Schiff kam als "Saar Liverpool" in Fahrt, wurde dann zur "Ab Liverpool" und 2014 zur "Kertu".
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre "Eid" sitzt fest
(Bild: Geir Ramsli)   Großbild klick!
Norwegische Fähre bei Fure aufgelaufen
(29.10.14) Am 28.10. gegen 10 Uhr lief die norwegische Fähre "Eid", 838 BRZ (IMO-Nr.: 7700403), auf dem Weg von Askvoll nach Fure in Sogn/Fjordane in der Fjaler-Kommune wenige Meter vom Ziel entfernt auf Grund. An Bord waren 11 Passagiere, drei Lkw und vier Pkw sowie eine vierköpfige Crew.
Zwei Schiffe kamen zu Hilfe, um nötigenfalls die Fahrgäste anzubergen, doch blieben diese an Bord, bis ein Fischtransporter den Havaristen gegen 12 Uhr wieder flottmachte. Während dieser nun von Tauchern untersucht wurde, brachte die Fährgesellschaft als Ersatz die "Sunnfjord" in Fahrt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter "Marina 2" schon wieder gesunken
(Bild: )   Großbild klick!
Kutter zum dritten Mal gesunken
(29.10.14) Bei starkem Wind und hohen Wellen sank der 40 Fuß lange Kutter "Marina 2" am 28.10. im Fischereihafen von Moss. Das Ruderhaus und der Bug ragten noch aus dem aufgewühlten Wasser der Marina. Als der Hafenkapitän von Zeugen verständigt wurde, war es schon zu spät, das Schiff zu lenzen. Die Moorings waren zu fest gezurrt, um es abzuschleppen.
Binnen einer Stunde war der Kutter, der einem Eigner aus Oslo gehört, vollgelaufen. Erst vor wenigen Wochen, am 24.9. war der Kutter in Kadettangen in Bærum gesunken. Die Bergung hatte 50000 Kronen gekostet. Am 3.10. war es in die Kambo Marina in Moss überführt und dann in den Fischereihafen auf Jeloy verholt worden. Bereits 2013 sank es im Krogstad Fjord.
Quelle:Tim Schwabedissen



Mittellandkanal nach Kollision gesperrt
(29.10.14) Auf dem Mittellandkanal bei Oebisfelde in Sachsen-Anhalt ist am Abend des 28.10. das deutsche Binnenschiff "Rothensee", 772 ts (EU-Nr.: 04030590), das mit 800 Tonnen Eisen beladen war, nach einer Kollision mit dem tschechischen Binnenschiff "Andromeda", 749 ts (EU-Nr.: 8348071), gesunken.
Der Schiffsführer und der Maschinist wurden von der Feuerwehr vom Ruderhaus, das ebenso wie das Vorschiff über Wasser sichtbar blieben, gerettet und blieben unverletzt. Das Schiff war beim Anlegeversuch in Bergfriede quergeschlagen, woraufhin die "Andromeda" es rammte. Dieser wurde die Weiterfahrt untersagt. Der Mittellandkanal wurde an der Unglücksstelle gesperrt.
Die Bergung des Wracks und der Ladung dürfte mehrere Tage dauern. Dolmetscher mussten engagiert werden, um die Besatzungen zu dem Unglück zu befragen. Auf dem deutschen Schiff befand sich ein tschechischer Schiffsführer. Auf dem anderen Schiff fuhr eine polnische Besatzung.
Quelle:Tim Schwabedissen




Zwei Containerriesen nach Kollision in Port Klang in Brand geraten
(29.10.14) Zwei Containerfrachter sind dam Abend des 28.10. in Port Klang kollidiert und in Brand geraten. Es handelte sich um die auf den Marshall Islands registrierten 8714.TEU-Frachter "San Felipe", 90000 BRZ (IMO-Nr.: 9698628), die beim Anlegemanöver den unter Malta-Flagge laufenden 13.470-TEU-Frachter "Al Riffa", 141077 BRZ (IMO-Nr.: 9525912), rammte. Das Port Klang Fire and Rescue Services Department wurde gegen 19.30 Uhr alarmiert.
Auf den Vorschiffen beider Frachter waren Container in Flammen aufgegangen. Meterhohe Feuerlohen standen über den Decks. Die "San Felipe" wurde vom Westport fünf Meilen weit auf See hinaus geschleppt, um ein Übergreifen des Feuers auf die Kaianlagen abzuwenden. Mehrere Feuerlöschschlepper gingen gegen den Brand vor. Drei Löschzüge mit 21 Mann aus Port Klang, Kota Raja und Andalas waren landseitig im Einsatz.
Das Bernhard-Schulte-Management der "San Felipe" sagte inzwischen, dass ein Lotse an Bord war, als es zu dem Unglück kam. Das Feuer auf dem Schiff sei unter Kontrolle. Die "San Felipe" wurde 2014 bei der Daewoo Shipbuilding & Marine Engineering in Geoje als "St. Loire" erbaut. Eigner ist das Ship Finance Management in Oslo. Sie ist 300 Meter lang, 48 Meter breit, hat 13,5 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 113.000 Tonnen.
Die "Al Riffa" wurde 2012 bei der Samsung Shipbuilding '& Heavy Industries in Geoje erbaut. Sie hat eine Tragfähigkeit von 141.077 Tonnen, ist 366 Meter lang, 48 Meter breit und hat 15 Meter Tiefgang. Manager ist die United Arab Shipping Co. in Kuwait.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter auf Vytegra aufgelaufen
(29.10.14) Der russische Frachter "Brusno", 1522 BRZ (IMO-Nr.: 8031421), lief am 27.10. um 21.44 Uhr Moskauer Zeit auf der Vytegra außerhalb des Fahrwassers auf Grund. Das Schiff war mit 1914 Tonnen Kies beladen. Eine Bergung wurde eingeleitet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter vor Dalian evakuiert I
(29.10.14) Am 21.10. um 0:47 Uhr lief der 105 Meter lange chinesische Frachter "Wen Feng 8" (MMSI-Nr. 412352720) auf der Fahrt von Dongying nach Dalian an der Außenmole von Dalian auf Grund. Dabei wurde ein Dieseltank aufgerissen, ebenso drei Ballasttanks. Die 18-köpfige Crew wurde unversehrt abgeborgen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter vor Dalian evakuiert II
(29.10.14) Am 25.10. lief der 88 Meter lange chinesische Frachter "Jia Cheng 399" (MMSI-Nr. 413324470) unweit der Insel Changxing vor Dalian gegen 16:30 Uhr Ortszeit auf der Fahrt von Yingkou nach Yantai auf Grund. Eine Stunde nach der Havarie hatte er eine Schlagseite von drei Grad entwickelt, und die Rettungsbehörden von Liaoning schickten die "Bei Hai Jiu 116", zwei Schlepper und Lotsenboote. Um 21.30 Uhr wurde die 12-köpfige Crew evakuiert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf norwegischer Fähre
(29.10.14) Am 29.10. um 07.16 a.Uhr wurde die Polizei von Sogn/Fjordane alarmiert, nachdem auf der norwegischen Fähre "Øyglimt" (MMSI-Nr.:257035700), die gerade am Expressterminal in Måloy/Vågsøy angelegt hatte, ein Brand in der Elektrik des Ruderhauses entstanden war. Es befanden sich keine Passagiere an Bord.
Die dreiköpfige Crew konnte den Brand auf dem 21 Meter langen Schiff noch vor Eintreffen der Feuerwehr selbst löschen. Sie wurde in Hinblick auf mögliche Rauchgasvergiftung anschließend medizinisch betreut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wrack der Mar de Marin vor Vigo wird untersucht
(29.10.14) Nachdem örtliche Fischer wiederholt Ölspuren an der Untergangsstelle des spanischen Trawlers "Mar de Marin", 185 BRZ (IMO-Nr.: 8808721), der am 1.4. nach der Kollision mit dem unter Singapur-Flagge laufenden Autocarriers "Baltic Breeze" (IMO-Nr.: 8312590), vor Vigo zwischen Lanzada und den Inseln Ons und Cíesthe gesunken war, wurde am 28.10. das Bergungsschiff "Salvamar Mirach" nach Vigo geschickt, damit Taucher das Risiko einer größeren Ölverschmutzung untersuchen könnten.
Beim Untergang waren acht Tonnen an Bord gewesen, von denen der größere Teil bereits durch Risse im Rumpf nach der Kollision ausgelaufen war. Das Wrack liegt 57 Meter tief. Es war zuletzt im April von Tauchern der GEAS Salvage und des Zivilschutzes untersucht worden, als diese das Rigg und die Netze entfernten, die die Schifffahrt hätten gefährden können.
Quelle:Tim Schwabedissen



Steinfrachter in China gesunken
(29.10.14) Mindestens sechs Menschen wurden vermisst, nachdem der Frachter "Honghai 001" auf dem Yangtse Fluss in der zentralchinesischen Hubei Provinz bei Yichang City sank. Er war mit einer Ladung Steinen unterwegs. Zwei Mann der achtköpfigen Crew wurden gerettet, eine Suchaktion war im Gang.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kanone aus Blackbeard-Wrack geborgen
(29.10.14) Eine weitere Kanone wurde von dem Wrack der "Queen Anne's Revenge" des Piraten Blackbeard vor North Carolina am 27.10. geborgen. Taucher konnten die Kanone am Hebegeschirr festmachen, eine weitere wurde im Mittschiffsbereich entdeckt. Seit 17 Jahren werden nun Artefakte aus dem Schiff, das 1718 im Ocracoke Inlet bei Beaufort sank, geborgen, das 1996 entdeckt wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Drei Touristen bei Kenterung vor Goa ertrunken
(29.10.14) Drei russische Touristinnen kamen am 28.10. ums Leben, als ihr Boot bei Delfinbeobachtungen vor der indischen Westküste in rauer See kenterte. An Bord waren 10 Russen, die das Motorboot gechartert hatten und sich mit ihm eine halbe Meile vor dem Strand von Betul in Goa befanden. Eine große Welle schlug das Boot um und schloss einige Insassen unter Wasser ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fährboot bei Cebu aufgelaufen
(29.10.14) 71 Passagiere wurden von dem Fährboot "River Bus III", 19,3 BRZ, abgeborgen, nachdem es vor Lapu-Lapu City in der Cebu Provinz am 23.10. auf Grund gelaufen war. Es kam in den Gewässern vor Barangay Kalawisan fest. Die "River Bus III" war von der Pier 3 in Cebu City zur Muelle Pier in Lapu-Lapu City ausgelaufen und dann in schwere See geraten. Die philippinische Coast Guard brachte die Fahrgäste auf die "Segundo Uno". Die "River Bus III" läuft für die Metro Ferry Incorporated.
Quelle:Tim Schwabedissen



Segler bei Kenterung ertrunken
(29.10.14) Am 25.10. kenterte beim Eagle Island Race nahe des Budd Inlet nördlich von Olympia die Yacht "Gizmo". Das Unglück ereignete sich zwei Meilen vom Ziel entfernt. Dabei kam einer der vier Segler, die ins Wasser geschleudert wurden, ums Leben. Eine Bö hatte die "Gizmo" unerwartet umgeschlagen.
Skipper Thompson konnte unter der Yacht hervortauchen und einem zweiten Mann auf den Rumpf helfen. Ein weiterer konnte sich selbst retten, doch der vierte wurde erst 24 Stunden später tot entdeckt. Taucher sollten am 28.10. die "Gizmo" suchen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Leck auf der Backbordseite
(Bild: Polizei Bremen)   Großbild klick!
Autofrachter rammte Kai in Bremerhaven
(28.10.14) Am 26.10. gegen 20.30 Uhr kollidierte der finnische Autocarrier "Auto Baltic", 18979 BRZ (IMO-Nr.: 9121998), von St. Petersburg kommend, im Vorhafen der Nordschleuse mit der Kaimauer. Das Schiff wollte mit dem Heck voran in die Kammer der Nordschleuse einlaufen, als es mit der Backbordseite die Molenmauer streifte. Der 40 Jahre alte Kapitän gab an, die Wind- und Strömungsverhältnisse falsch eingeschätzt zu haben und vergeblich versucht zu haben, den Unfall zu verhindern.
Beim Aufprall kam es kam zu Beschädigungen an dem 139 Meter langen und 22 Meter breiten Autotransporter, ebenso an der Molenmauer. Die Außenhaut des Frachters wurde eingedrückt und im Innenbereich der betroffenen Stelle wurden einige Spanten verbogen. Das Schiff machte gegen 22 Uhr im Kaiserhafen 2 fest. Wegen der Beeinträchtigung der Schiffsicherheit verhängten die Beamten der Wasserschutzpolizeiinspektion Bremerhaven ein Auslaufverbot.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ausgebrannter Kutter
(Bild: Vibeke Saetre)   Großbild klick!
Kutter während Reparatur in Eivindvik von Feuer zerstört
(28.10.14) Am frühen Morgen des 15.10. wurde ein 73 Fuß langer Kutter durch ein Feuer am Slip von Eivindvik in Gulen total zerstört. Die zweiköpfige Crew konnte sich von Bord retten. Feuerwehr und Polizei wurden gegen ein Uhr alarmiert.
#Der Eigner informierte sie, dass sich Proprangas und pyrotechnische Artikel an Bord befanden. Außerdem hatte der Kutter 200 Liter Diesel an Bord. Die beiden Männer an Bord wurden wegen Rauchgasvergiftung in Knarvik betreut, gegen Morgen aber wieder aus dem Krankenhaus entlassen. Die Löscharbeiten dauerten mehrere Stunden.
Gegen vier Uhr verließ die Polizei den Einsatzort, doch noch um sieben Uhr stiegen Rauchwolken auf. Erst um 10.42 Uhr wurde endlich Feuer aus gemeldet. Der Kutter war vor rund einer Woche nach Eivindvik in gekommen. Er sollte nach Nordnorwegen überführt werden, als es zu Problemen mit der Bordelektrik kam. Die Crew wartete mehrere Tage auf Ersatzteile für den Generator, die am 14.10. eintrafen.
Tags darauf sollte die Reise weitergehen. Die Crew war gerade dabei, die Batterien zu laden, als es zu einem Knall und nachfolgend starker Rauchentwicklung kam. Schnell stand das Holzschiff in hellen Flammen.
Nachdem der Brand aus war, wurde klar, dass das Holzschiff nicht mehr zu retten war. Das Feuer hatte es verwüstet und das Aluminiumruderhaus zum Schmelzen gebracht. Eigner Strand hatte es vor vier Wochen erst gekauft und es nicht versichert. Den Schaden von über 100000 Kronen musste er aus eigener Tasche begleichen. Ursache des Feuers war offenbar eine Batterieexplosion gewesen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Flüssiggastanker in Dardanellen havariert
(28.10.14) Am 27.10. um 9:05 Uhr erlitt der unter algerischer Flagge laufende Flüssiggastanker "Ramdana Abane", 81265 BRZ (IMO-Nr.: 7411961), von Arzew zum Botas Terminal in Silivri laufend vor Kilitbahir Maschinenausfall, als er die Dardanellen in Nord-Süd-Richtung passierte. Um 10:10 Uhr war der Tanker, der eine 43-köpfige Crew und eine Ladung von 55353 Tonnen an Bord hatte, außerhalb des Verkehrstrennungsgebiets mit Schlepperassistenz vor Anker gelegt. Um 13.25 Uhr erreichte er einen Ankerplatz vor Marmara Eglesi.
Quelle:Tim Schwabedissen




Krabbenkutter am Eidersperrwerk gekentert
(28.10.14) Die Seenotretter der DGzRS-Station Eiderdamm am Eidersperrwerk haben am 25.10. zwei Freizeitfischer gerettet, nachdem deren 6,5 Meter langer Kutter "Nicole" auf der Binneneider gekentert war. Bereits kurz nach der Alarmierung war die Freiwilligen-Besatzung des Seenotrettungsbootes "Paul Neisse" vor Ort und konnte die stark unterkühlten Männer an Bord nehmen.
Gegen 8.45 Uhr hatte die Seenotleitung Bremen die Station Eiderdamm alarmiert, nachdem der Tönninger Kutter auf der Binneneider zwischen dem Heimathafen und dem Eidersperrwerk gekentert war. Möglicherweise hatte sich das Fanggeschirr am Grund verhakt, wodurch er auf die Seite gerissen wurde. Als die Seenotretter an der Unglücksstelle eintrafen, hatten sich die beiden Fischer auf eine Seite des Ruderhauses retten können.
Per Handy war es ihnen gelungen, von dort einen Notruf abzusetzen. Nachdem die Besatzung der "Paul Neisse" die bereits stark unterkühlten Männer an Bord genommen hatte, wurden sie von einem Rettungssanitäter versorgt. Einer der beiden hatte zudem Verbrennungen am Rücken erlitten. Möglicherweise war er beim Kentern auf den heißen Krabbenkessel gestürzt. Am Eidersperrwerk übergaben die Seenotretter die beiden Schiffbrüchigen dem Landrettungsdienst.
Die Unglückstelle markierte die Seenotretter mit einem Warnzeichen. Das Boot sollte in den nächsten Tagen geborgen werden. Die beiden Schiffbrüchigen sind 59 und 69 Jahre alt und kamen aus dem Kreis Dithmarschen. Zum Zeitpunkt des Unglücks herrschten südwestliche Winde der Stärke drei bis vier Beaufort.
Quelle:Tim Schwabedissen



Die nächste Havarie der Frank W
(28.10.14) Auf dem Weg von Kunda nach La Pallice geriet der unter Antigua-Flagge laufende Frachter "Frank W", 2528 BRZ (IMO-Nr.: 9374674), am Abend des 27.10. westgehend auf der Fahrt von Kunda nach La Pallice unweit der Fährstelle Fischerhütte in die Böschung des Nord-Ostsee-Kanals.
Das Schiff war gegen 14 Uhr in Kiel in den Kanal eingelaufen und hatte kurz nach 14 Uhr einen Stopp in Rendsburg gehabt. Um 17.40 Uhr ging die Reise weiter, wenn auch nur für einige Kilometer. Um 20.30 Uhr wurde der Schlepper "Wolf" aus Brunsbüttel herbeigerufen und begann damit, den Havaristen vom Kanalufer zu ziehen. Gegen 23 Uhr war der Havarist wieder flott und wurde am 28.10. um 1.30 Uhr an den Südkai in Brunsbüttel zur weiteren Untersuchung gelegt.
Zuletzt war der Frachter am 6.4. mit dem LNG-Tanker "Yara Embla" im Nord-Ostsee-Kanal kollidiert, der von Hamburg nach Fredericia unterwegs war. Auch damals war die "Frank W" zwischen Kunda und La Rochelle unterwegs. Am 11.11.2011 war die "Frank W" im Mariager Fjord auf Grund gelaufen. Am 27.7. desselben Jahres lief sie zwischen Malmö und Saltholm auf Grund. Am 26.6. war sie vor Skagen mit dem dänischen Kutter "Lilly" kollidiert, der daraufhin sank.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter Jorker Reeder wird in Stettin nach Havarie in Finnland repariert
(28.10.14) Am 23.10. gegen Mittag lief der unter Antigua-Barbuda-Flagge laufende Containerfrachter "Sylt", 9983 BRZ (IMO-Nr.: 9429273), den Hafen von Stettin an und ging dort ins Dock, wo die Bodenschäden repariert werden sollen, die am 11.10. bei einer Havarie in Rauma entstanden waren.
Um 2.15 Uhr jenes Tages war das Schiff aus dem Fahrwasser abgekommen und auf Grund gelaufen. Dabei wurde ein Ballasttank an Steuerbordseite aufgerissen, und der Frachter der Eckhoff Reederei Gmbh & Co. Kg in Jork entwickelte Schlagseite. Er wurde von dem Schlepper "Apollon" und dem finnischen Patroullienboot "Uisko" in den Hafen zurück eskortiert, nachdem er wieder flott war.
Auch ein Rettungshubschrauber in Turku war in Bereitschaft versetzt worden, um nötigenfalls der 13-köpfigen Crew und dem Lotsen zu Hilfe zu kommen. Bis zum 20.10. wurde dann in Rauma die Ladung gelöscht und eine provisorische Reparatur durchgeführt, sodass das Schiff die Reise nach Polen antreten konnte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schwedische Küstenwache untersucht Risikowracks
(28.10.14) Rund um die Küsten von Schweden liegen Tausende von Wracks. Die meisten sind ungefährlich für die Umwelt, aber einige stellen eine potenzielle Gefahr dar. Die Küstenwache hat mit anderen Behörden und Experten mit Fachstudien an einer Handvoll von gefährlichen Wracks begonnen, um Methoden und Maßnahmen, mögliche Umweltrisiken zu reduzieren, zu entwickeln.
Zunächst begann eine Probenahme und Messung der Rümpfe von vier ausgewählten Wracks. Im Oktober untersuchten sie das Wrack der "Villon". Der Frachter, der 1959 erbaut wurde und in mit einer Ladung von Zellstoff, Getreide und Schuhen während eines Wintersturm im Jahr 1986 vor Simrishamn sank, liegt in 37 Metern Wassertiefe. Neben Metallproben wurden auch Sedimentproben neben dem Wrack entnommen und mit Hilfe eines speziellen Instruments die Rumpfdicke ihrer Treibstofftanks gemessen.
Die Arbeiten wurden mithilfe des Küstenwachboots "KBV 003" das in Luv auf Position ging, um Tauchen von einer Tauchplattform der "KBV 499" zu ermöglichen, durchgeführt. Auch wurde das Wrack mit Multibeamsystemen dokumentiert und eine Film und Bild-Datenbank erstellt. Die Informationen aus den Überprüfungen werden dann verwendet, um eine Risikoanalyse durchzuführen und eine Priorisierung der zu treffenden Maßnahmen.
Neben der "Villon" sollen spezielle Studien an drei weiteren Wracks, der "Skytteren" vor Måseskär, der "Thetis" vor Kungshamn und der "Altnes" bei Falkenberg durchgeführt. Beteiligt an den den Arbeiten waren Sjöfartsverket, Chalmers, Küstenwache, Havs- och Vattenmyndigheten, FOI, das Statens Maritima Museer und Korrosionsexperten der Swerea KIMAB.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht landete auf Felsen von Pouldou
(28.10.14) In der Nacht zum 27.10. lief die 10,5 Meter lange Yacht "Opaline" unweit des Hafens von Saint Edwett, Esquibien, auf Felsen bei Pouldou. Der 4,5-Tonner hatte sich von seinen Moorings losgerissen. Der Rumpf der in Dünkirchen beheimateten Yacht wurde aufgerissen, Trümmer trieben rings um die Strandungsstelle.
Gegen Mittag konnte die Bergungsfirma Priol das Boot erreichen und freischleppen. Danach wurde es von der Firma Stratimer zu einer Werft gebracht, wo der Schaden genauer untersucht werden sollte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Barge könnte im Eis eingeschlossen werden
(28.10.14) Die 134 Fuß lange Barge, die nördlich der Prudhoe Bay trieb, seit sie sich von ihrem Schlepper losriss, könnte dort bis zum nächsten Sommer bleiben. Wahrscheinlich wird sie auf ihrer Norddrift vom Eis eingeschlossen. Erst im kommenden Juni hätte die Coast Guard eine Chance, sie von dort zu bergen. Zuvor sollen aber, wenn möglich, die 3,5 Tonnen Diesel abgepumpt werden.
Die 40 Meter lange Barge war auf dem Weg nach Tuktoyaktuk, nachdem sie an der kanadischen Küste Versorgungsgüter abgeliefert hatte, als sie sich am 20.10. selbstständig machte. Die Eigner, die Northern Transportation Company Ltd., konnte danach keinen Schlepper in der Nähe ausfindig machen. Ein Flugzeug der kanadischen Coast Guard sollte nun einen GPS-Tracker abwerfen, um den weiteren Weg der Barge verfolgen zu können.
Quelle:Tim Schwabedissen



Nach 102 Tagen wieder ein Opfer des Sewol-Untergangs geborgen
(28.10.14) Am 28.10. wurde nach über drei Monaten wieder ein Opfer des Untergangs der südkoreanischen Fähre "Sewol" geborgen. Es handelte sich wohl um eine Frau, die sich in einem Toilettenraum auf Deck 4 befunden hatte. Der stark verweste Körper wurde von Tauchern um 17.30 Uh geborgen. Just zwei Tage vorher hatte die Staatsanwaltschaft die Todesstrafe für den Kapitän der Unglücksfähre gefordert.
Währenddessen plädierte eine Mehrheit der Opferfamilien für eine Fortsetzung der Suche. Vier Familien wünschten eine Bergung des ganzen Wracks. Im November wird nur an rund 20 Tagen eine Suche möglich sein. Die Bergungsfirma 88 Underwater Environment informierte die Regierung über ihre Absicht, bereits Ende Oktober die Suche zu beenden und das Team abzuziehen. Bislang kostete die Suche das Leben zweier Taucher und fünf Feuerwehrmänner, die in einem Helikopter verunglückten.
Da der größte Teil des Rumpfes inzwischen kollabiert ist, können Taucher auch nicht mehr ins Schiffsinnere eindringen, und 102 Tage lang waren keine Fortschritte zu vermelden gewesen. Eine Bergung des Schiffes könnte frühestens im Frühjahr 2015 beginnen und zwischen 190 Millionen und 950 Millionen Dollar kosten. Diese Entscheidung muss letztlich auf der Basis von Expertenmeinungen unter Einbeziehung der Opferfamilien fallen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ehemaliges Lotsenboot verursachte Probleme
(28.10.14) Die RNLI-Boote aus Conwy und Llandudno kamen am Nachmittag des 24.10. einem 29 Fuß langen, ehemaligen Lotsenboot zu Hilfe, das im Conwy Channel Motorausfall erlitten hatte. Das in Conwy beheimatete Schiff hatte danach Anker geworfen, doch dieser vermochte den 10-Tonner nicht zu halten.
Daraufhin kam das Küstenboot der RNLI aus Conwy zu Hilfe. Bei starker Ebbströmung und stürmischen Wetterbedingungen hatte e saber Probleme, den Havaristen zu kontrollieren. Deshalb wurde um 15.15 Uhr das Seeboot der RNLI Llandudno gerufen, um dem kleineren Rettungsboot zu helfen. Es traf um 15.40 Uhr vor Ort ein, und nachdem die Situation mit der Holyhead Coastguard erörtert war, wurde entschieden, gegen 14 Uhr das Boot nach Conwy abzuschleppen. Gegen 16 Uhr wurde Kurs auf die Straits-Einfahrt genommen, zwei Stunden später lag das Boot an der Beaumaris Pier.
Quelle:Tim Schwabedissen



Beschädigte Container auf dem Vordeck (Bild: Kustwacht)   Großbild klick!
Sturm-Nachlese von der Nordsee
(27.10.14) Nachdem die beschädigten Container vom Vordeck geräumt und Reparaturen vor Ort durchgeführt worden waren, konnte der unter italianscher Flagge laufende Rorofrachter "Grande Francia", 56734 BRZ (IMO-Nr.: 9246592), am 24.10. gegen 19 Uhr wieder vom O’Swaldkai in Hamburg loswerfen und nahm Kurs auf Dakar, wo er am 31.10. eintreffen sollte.
Der in demselben Sturm havarierte, unter Antigua-Barbuda-Fllagge laufende Frachter "Ernst Hagendorn", 3826 BRZ (IMO-Nr.: 8806149), machte am 24.10. um 1.40 Uhr im Zielhafen Shoreham fest, allerdings um einen Teil der hölzernen Decksladung erleichtert.
Der holländische Schlepper "En Avant 20", 448 BRZ (IMO-Nr.: 9408645), erreichte am 23.10. den Hafen von Ijmuiden, wo die mit Steinen beladene Barge "Stema Mibau II" von dem Schlepper "Thetis" übernommen wurde. Die "En Avant 20" machte im Ymond Hafen fest.
Quelle:Tim Schwabedissen



"Cutty Sark" (Archivbild)
(Bild: Gordon Joly)   Großbild klick!
Feuer auf der Cutty Sark
(27.10.14) Auf dem englsichen Teeklipper "Cutty Sark" brach am 19.10. in Greenwich ein Feuer aus. Die Feuerwehr wurde um 7.30 Ujhr alarmiert und rückte mit vier Einsatzfahrzeugen und 21 Mann an. Sie konnten den Brand rasch unter Kontrolle bringen und den Schaden so begrenzen. Erst im April 2012 hatte die Queen das Schiff nach einem verheerenden Brand 2007 wieder eröffnet. Damals war das Feuer durch einen zwei Tage lang laufenden Staubsauger ausgelöst worden.
Quelle:Tim Schwabedissen





Binnenschiff beschädigte Neckar-Schleuse
(27.10.14) Beim Auslaufen aus der Schleuse in Guttenbach geriet am 26.10. gegen 15:15 Uhr das Heck eines Binnenschiffs aus unbekannten Gründen leicht nach Steuerbord, worauf das ausgebrachte Reibholz aus Kunststoff sich zwischen der Außenhaut des Schiffes und dem Schleusentor verkeilte. Dadurch wurden Elektrokabel der Torsteuerung abgetrennt, sodass diese nicht mehr funktionierte.
Eine weitere Schleusenkammer wurde momentan gerade repariert, weshalb keine weitere zur Verfügung stand und die Schifffahrt gesperrt werden musste. Die Beamten der Wasserschutzpolizei Heilbronn informierten einen Vertreter des Wasser- und Schifffahrtsamtes Heidelberg, der den Schaden inspizierte.
Erst gegen 19 Uhr konnte die Schifffahrt auf dem Neckar wieder freigegeben werden, nachdem ein vom Vertreter des Wasser- und Schifffahrtsamtes Heidelberg hinzugezogener Elektriker den Schaden notdürftig behoben hatte. Durch die Schifffahrtssperre waren 5 Schiffe gezwungen, ihre Fahrt bis zur Freigabe zu unterbrechen. An dem Binnenschiff entstand kein Schaden, sodass dieses seine Fahrt nach der Unfallaufnahme fortsetzen konnte.
Quelle:Tim Schwabedissen




Frachter lief auf Rio de La Plata auf
(27.10.14) Der unter Hongkong-Flagge laufende Bulkcarrier "Saga Falcon", 37499 BRZ (IMO-Nr.: 9613848), lief am 26.10. in der Mündung des Rio de La Plata rund fünf Meilen südlich von Conchillas außerhalb des Fahrwassers auf Grund. Das Schiff lag auf Position 34° 17.76' S 058° 1.88' W im Martín García Kanal fest. Das argentinische Patroullenboot "GC 73 - Cabo Corrientes" (MMSI-Nr.: 701507000) sowie der Schlepper "Tumbador 1" (MMSI-Nr.: 701006569) kamen zur Assistenz des 200 Meter langen Frachters.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei Vermisste beim Campbell River
(27.10.14) Die Fähre "Malaspina" des Alaska Highway System rettete am 18.10. eines von drei Besatzungsmitgliedern eines von drei Besatzungsmitgliedern eines 67 Fuß langen Landungsbootes, um 1:30 Uhr einen Notruf gefunkt hatte. Die Fähre war auf der Fahrt von Bellingham, Washington, nach Ketchikan, als das Fischereifahrzeug Wassereinbruch erlitt und eine halbe Meile vom Ufer entfernt kenterte.
Die Fähre setzte ein Rettungsboot aus, das einen der Männer barg, der drei Meilen nördlich des Campbell River bei Vancouver Island im Wasser trieb. Ein Boot der RCMP und drei der Canadian Coast Guard suchten den ganzen Tag über nach den beiden Vermissten. Ein Taucherteam der RCMP versuchte, das Wrack aufzuspüren. Die "Malaspina" nahm ihre Fahrt nach Ketchikan um 4:30 Uhr wieder auf.
Quelle:Tim Schwabedissen



Flusskreuzfahrer auf Donau leckgeschlagen
(27.10.14) Das deutsche Flussfahrgastschiff "Amadeus", 1556 ts (MMSI-Nr.:211555260), schlug am 25.10. auf der Donau bei Traismauer im Bezirk St. Pöltenleck und zog sich faustgroßes Loch im Bug zu. Es war in den Nachtstunden den Steinwurf am rechten Flussaufer auf Grund geraten. Passagiere befanden sich nicht an Bord.
Die Feuerwehr Traismauer wurde gegen 8.20 Uhr alarmiert. Das Leck abzudichten war wegen der starken Strömung, die einen Einsatz von Tauchern verhinderte, nicht möglich. Daraufhin wurden Pumpen eingesetzt, und die "Amadeus" machte sich mit Einsatzkräften der Feuerwehr an Bord auf den Weg zu einer Werft nach Linz.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bergung der Merlin abgeschlossen
(27.10.14) Seit dem 24.10. lag das Wrack des 52 Meter langen Schweizer Baggerschiffs "Merlin" im Hafenbecken 1 von Basel am Kai. Am Nachmittag des Vortags war es 12 Tage nach Beginn der Bergung abtransportiert worden.
Das Manöver hatte sich noch verzögert, weil die Bergungscrew verbliebene Fische aus dem Innern des Bugs gerettet hatte, die beim Abpumpen des Wasser sonst verendet wären. Das Schiffsinnere war stark verwüstet, das Ruderhaus abgerissen und seine Einrichtung deformiert.
Nun galt es, die genauen Schäden zu untersuchen und die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft zu Ursache und Ablauf des Unglücks am 4. August abzuschließen. Entscheidend für die Zukunft des Schiffes wird nun sein, ob sich eine Reparatur finanziell noch lohnt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Aufgegebener Frachter soll versenkt werden
(27.10.14) Mit fast 50 Tonnen Beton musste der Laderaum des bolivianischen Roro-Frachters "Cosette", 4057 BRZ (IMO-Nr.: 6617025), am Nachmittag des 24.10. abgedichtet werden. Das Schiff war vor vier Jahren im Hafen von Fort de France von seinen Eignern aufgegeben worden und hatte am Kai zu sinken gedroht. Am 21.10. war begonnen worden, Bilgenwasser auszupumpen und entstandene Löcher abzudichten.
Die Hafenverwaltung von Fort de France hat bereits 100,000 Euro zur Beseitigung von umweltschädigenden Stoffen ausgegeben. Da das Verbringen zu Abwrackern in Europa oder Amerika zu riskant erschien, wurde erwogen, den Seelenverkäufer nun 15 Meilen vor Martinique auf über 1000 Metern Wassertiefe zu versenken. Die Entscheidung darüber soll in den kommenden Tagen von der Regierung gefällt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schwedische Fähre verlor Azipod bei Grundberührung
(27.10.14) Am 19.10. gegen 21 Uhr lief die schwedische Doppelendfähre "Saturnus" (MMSI-Nr.: 265706350) zwischen Finnsbo und Skår im Gullmarsfjord vor Lysekil auf Grund. Das 100 Meter lange Schiff verlor dabei einen der beiden Azipod-Antriebe. Das schwedische Küstenwachboot "KBV 032" wurde in Marsch gesetzt, nachdem ein Ölverlust festgestellt wurde.
Es sollte so viel Öl von der Wasseroberfläche aufnehmen wie möglich, doch das meiste war inzwischen verdunstet. Am 23.10. wurde der verlorene Antrieb geborgen. Die Fähre war mit einem Schlepper derweil zur Fridhems Werft in Lysekil zur Reparatur gebracht worden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker vor Vlissingen aufgelaufen
(27.10.14) Der norwegische Tanker "Stavjord", 11935 BRZ (IMO-Nr.: 9401544), lief am 24.10. um 20.40 Uhr vor Vlissingen auf Grund. Er lag zwischen dem Boulevard Bankert und Boulevard De Ruyter. Das Schiff war mit einer Ladung Naphta vom Botlek in Rotterdam gekommen und unterwegs zur Dow Chemical in Terneuzen, als es im Sardijn-Fahrwasser festkam. Schlepper kamen zu Hilfe, doch ein erster Bergungsversuch scheiterte um 21.40 Uhr. Daraufhin wurde entschieden, auf das Hochwasser zu warten.
Als das Wasser stieg, kam der Tanker um 22.20 Uhr wieder frei und befand sich um 23.50 Uhr wieder auf tiefem Wasser. Er lief am folgenden Morgen nach Terneuzen und dann weiter nach Scheveningen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei Rettungsboote mussten vor Den Oever passen
(27.10.14) Nachdem der holländische Kutter "Elisabeth - WR 20", 113 BRZ (IMO-Nr.: 8509507), am 24.10. mit zwei Mann an Bord bei Den Oever auf eine Sandbank gelaufen war und um Hilfe gebeten hatte, musste das KNRM-Rettungsboot aus Callanstoog selbst den Einsatz abbrechen, nachdem es zu einem Schaden im Steuerbordmotor gekommen war. Das Rettungsboot von Den Helder befand sich aber in der Nähe und versuchte, dem Kutter zu assistieren. Doch das ausgebrachte Fanggeschirr verhinderte in rauer See den Einsatz. Mit steigendem Wasser kam die "Elisabeth" schließlich ohne Fremdhilfe wieder frei.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schlepper vor Point Judith gesunken
(27.10.14) Der amerikanische Schlepper "Karen Jean" (MMSI-Nr.:367639370) sank am 22.10. vor Point Judith, Rhode Island. Das 55 Fuß lange Schiff war mit einer Barge unterwegs, als es nach Wassereinbruch kenterte. Die 110 Fuß lange Barge war mit Kranteilen beladen gewesen. Die vierköpfige Crew wurde von dem Kutter "Merit", der sich in der Nähe befand, gerettet. Der Schlepper sank in acht Fuß hohen Wellen auf 88 Fuß Wassertiefe.
Vor Ort waren Windgeschwindigkeiten von bis zu 40 Knoten in Böen. Die Patroullienboote "Sanibel" aus Woods Hole, Massachusetts; "Tiger Shark" aus Newport, Rhode Island, "Sitkinak" aus Bayonne, New Jersey, sowie die Küstenwachstation Station Point Judith wurden verständigt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bunkerbarge in Long Beach gesunken
(27.10.14) Eine 110 Fuß lange Barge, die zum Bebunkern der Fähre "Catalina Express", die zwischen Long Beach und Santa Catalina Island verkehrt, sank an ihrem Liegeplatz in Long Beach am 22.10., nachdem sie gegen 23.30 Uhr Wassereinbruch erlitten hatte. Es gelang, die Dieselkraftstoffleitungen abzudichten, sodass kein Ölverlust erfolgte.
Ölsperren wurden ausgelegt. Taucher untersuchten die Barge und fanden eine Leckage im Vorschiffsbereich. Die Fahrten der "Catalina Express" wurden nicht beeinträchtigt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter von Unterwasserriff aufgerissen
(27.10.14) Der russische Frachter "Ivan Ryabov", 5370 BRZ (IMO:7942348), der 1483 Tonnen Ladung und eine Crew von 19 Mann an Bord hatte, kollidierte mit einem Unterwasserriff in der Zapadnaya Bucht am Shmidt Point in der Chukotka See, als er die Ankerplätze wechseln wollte und am Abend des 23.10. verdriftete. Dabei wurde ein Öltank unterhalb der Hauptmaschine aufgerissen, es kam zu Wassereinbruch und Maschinenausfall. Der Wassereinbruch konnte von der Crew am folgenden Morgen gestoppt werden.
Das Schiff wurde auf Position 68 55,92 N 179 37,80 W vor beide Anker gelegt und rollte mit einer Schlagseite von 20 Grad in der See. Der Bergungsschlepper "Lazurit" (IMO-Nr.: 8832590) lief von der Insel Vrangel aus und wurde am 25.10. vor Ort erwartet. Es herrschte stürmisches Wetter mit Schneefall.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter auf Don aufgelaufen
(27.10.14) Der unter Belize-Flagge laufende Frachter "Evgenia Z", 3994 BRZ (IMO-Nr.: 8955653), geriet am 23.10. um 14.30 Uhr vor Rostov-on-Don auf der Reede ins Treiben und lief auf Grund. Das Schiff blieb offenbar unbeschädigt. Am 25.10. lag es an der Unglücksstelle vor Anker.
Quelle:Tim Schwabedissen



Rettungsaktion für havarierte Yacht vor Oregon
(27.10.14) Die US Coast Guard sowie der im Automated Mutual Assistance Vessel Rescue-System registrierte Frachter "Hyundai Grace", 52581 BRZ (IMO-Nr.: 9330721), kamen am Abend des 26.10. der 32 Fuß langen Yacht "Hale's Revenge" zu Hilfe, die 780 Meilen westlich der Küste von Oregon trieb, nachdem sie in der See beschädigt worden war.
Die Küstenwache hatte um 18.50 Uhr ein Notsignal aufgefangen. Die Yacht war von Honolulu nach Everett, Washington, unterwegs.
Von der Air Station Sacramento startete eine HC-130 Hercules, die gegen 13 Uhr vor Ort sein sollte. Der 965 Fuß lange Containerfrachter sollte gegen fünf Uhr eintreffen. Vor Ort waren bis zu 15 Fuß hohe Wellen und 35 Meilen Wind.
Quelle:Tim Schwabedissen



Deutscher Containerfrachter in Busan repariert
(27.10.14) Der deutsche Containerfrachter "Colombo Express", 93750 BRZ (IMO-Nr.: 9295244), lief am 21.10. nach Busan ein, wo die Schäden am Backbordvorschiff, die bei der Kollision mit dem Containerfrachter "Maersk Tanjong" im Suez-Kanal entstanden waren, ausgebessert wurden. Der Frachter verließ den Busan New Port Harbour am 27.10. wieder gegen fünf Uhr und nahm Kurs auf Yangshan, wo er am 28.10. einlaufen sollte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ölrig trieb auf norwegische Küste zu
(27.10.14) Das unter Singapur-Flagge registrierte Ölrig "Safe Bristolia", 13876 BRZ (IMO-Nr.: 8755077), das von seinem Standort in der Nordsee nach Hanøytangen geschleppt werden sollte, gerietam 27.10. vor Bergen in stürmischer See außer Kontrolle der beiden norwegischen Offshore-Schlepper "BB Troll", 2528 BRZ (IMO-Nr.: 9203203), und "Odin Viking", 2725 BRZ (IMO-Nr.: 9270397). Der Kapitän ordnete vorsorglich die Evakuierung eines Teils der Crew an. Um 2:18 Uhr barg ein Sea King Helikopter 15 der insgesamt 53 Mann an Bord ab. Sie wurden in einem Hotel in Bergen einquartiert.
Die Plattform befand sich 28 Meilen vor der Küste, als durch Ausbringen eines Ankers die Drift auf 1-1,5 Knoten herabgesetzt werden konnte. Um 02.30 Uhr hatte die "Odin Viking" das Rig wieder unter Kontrolle, sodass die Evakuierung gestoppt werden konnte.
Bei Tageslicht wurde begonnen, eine neue, stabile Schleppverbindung aufzubauen. Wenn der 750 Meter lange Ankerdraht, mit dem das Rig verlangsamt worden war, wieder aufgeholt war, sollte die Verschleppung nach Hanøytangen weiter gehen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht nach Wismar eingeschleppt
(27.10.14) Mit einem Motorschaden musste am 26.10. eine Segelyacht nahe Wismar notankern und anschließend abgeschleppt werden. Nachdem auf dem 11,5 Meter langen Schiff der Motor ausgefallen war, trieb es manövrierunfähig in der Ostsee. Nachdem die Besatzung über Seefunk um Unterstützung gebeten hatte, kam ihnen ein Küstenstreifenboot der Wasserschutzpolizei zu Hilfe und brachte es in den Hafen von Wismar ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fährunglück forderte das Leben von 21 Kindern
(27.10.14) Bei einem Fährunglück in Sambia sind am 24.10. mindestens 26 Personen ums Leben gekommen. Bei den Opfern handelte es sich um 20 Kinder im Alter zwischen 6 und 15 Jahren, ein Baby sowie ein Elternpaar. Ein Schüler überlebte das Unglück. Die Fähre war bei dem Unglück offenbar überladen gewesen, es befanden sich 20 Personen mehr an Bord als erlaubt.
Das Schiff war auf dem Weg über den Lake Kariba, wo an einer Schule Feierlichkeiten zum 50. Jahrestag der Unabhängigkeit Sambias von Großbritannien stattfanden. Bis zum 25.10. waren noch nicht alle Leichen geborgen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Leichtern der Amadeo kommt gut voran
(27.10.14) Das Abpumpen des Öls der gesunkenen chilenischen Fähre "Amadeo", 9737 BRZ (IMO-Nr.: 7427752), vor Paso Kirke ging deutlich schneller voran als erwartet. Bis zum 23.10. war die Hälfe des Öls abgepumpt, und binnen der folgenden zwei Wochen sollte die Bergung der Fracht beginnen. Vor Ort im Einsatz waren der Schlepper "Beagle", die "Brecknock" der Marine sowie die Bargen "Melinka" und "Melina" mit einer Crew von 60 Mann. Durch Löcher wurde heißer Dampf in die Tanks eingedrückt und damit das Öl verflüssigt. Es handelte sich um 180 Tonnen IFO-180 sowie 89 Kubikmeters Diesel.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter in Prince Rupert repariert - Risko bleibt
(27.10.14) Der russische Containerfrachter "Simushir", 6540 BRZ (IMO-Nr.: 9179385), der vor der Küste British Columbia havariert war, könnte den Hafen von Prince Rupert in Kürze wieder verlassen. Eine schadhafte Pumpe zur Kühlung des Öls wurde dort in den vergangenen Tagen repariert. Ein russischer Eisbrecher ist bereit, den Frachter zu seinem Ziel in Russland zu eskortieren. Die 10-köpfige Crew war während der Reparaturarbeiten an Bord geblieben.
Der Kapitän indes lag weiter in einem Krankenhaus in Vancouver, nachdem er von einem Hubschrauber von dem treibenden Frachter abgeborgen worden war. Er hatte nach Eintritt des Seenotfalls einen Herzanfall erlitten. Ein Ersatzkapitän befand sich aber bereits an Bord. Der Frachter war am 18.10. vor dem Haida Gwaii Archipel manövrierunfähig geworden.
Die Schlepptrosse eines Schiffes der kanadischen Küstenwache war bei 100 Kilometern Windgeschwindigkeit drei Mal gebrochen, ehe es nach 72 Stunden dem Schlepper "Barbara Foss" gelungen war, den Havaristen auf den Haken zu nehmen. Dies hatte Diskussionen über die Fähigkeiten der SAR-Kräfte ausgelöst. Immerhin hatte der Frachter 400 Tonnen Bunkeröl an Bord gehabt.
Das am nächsten stehende Schiff der Coastguard, die "Gordon Reid", hatte 20 Fahrstunden entfernt in Prince Rupert gelegen. Sie war am Abend des 19.10. vor Ort gewesen und hatte die "Simushir" zunächst 45 Kilometer weit von der Küste weggezogen, bevor die Trossen brachen und der Havarist zurück dorthin trieb. Erst am Nachmittag des 20.10. konnte die "Barbara Foss" den Frachter sichern. Sie war zufällig in der Nähe und ist normalerweise in Washington stationiert. Am 21.10. erreichte der Schleppzug Prince Rupert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bagger vor Nigg leckgeschlagen
(27.10.14) Das britische Baggerschiff "WD Mersey", 1595 BRZ (IMO-Nr.: 8123195), schlug am Morgen des 25.10. bei Arbeiten nahe Nigg im Cromarty Firth leck, als es mit einem Unterwasserhindernis kollidierte. Die Aberdeen Coastguard fing einen Notruf auf und alarmierte das RNLI-Boot aus Invergordon, das gegen sieben Uhr auslief.
Es barg die zweiköpfige Crew ab und stoppte den Wassereinbruch mit einer Lenzpumpe. Der Bagger wurde mit Backbordschlagseite zurück zum Nigg Energy Park Dock eskortiert, wo Taucher den Rumpf untersuchten. Das Rettungsboot beendete den Einsatz um 11 Uhr.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ruderhausfenster im Sturm eingeschlagen
(27.10.14) Am Morgen des 24.10. geriet der Kutter "Sothern Skies" in schwerer See vor der Penobscot Bay nach Wassereinbruch in Seenot. Er befand sich 4,5 Meilen östlich von Matinicus, als er gegen 11 Uhr Notrufe funkte.
Vor Ort waren bis zu 12 Fuß hohe Seen und 40 Knoten Wind. Die 47 Fuß lange "Rockland" der Coastguard lief aus und war binnen 90 Minuten vor Ort. M 11.30 Uhr war bereits ein anderes Schiff am Havaristen eingetroffen, auf dem zwei Scheiben im Ruderhaus eingeschlagen waren, durch die Wasser eindrang. Der Kutter hatte aber noch Maschine und konnte am Nachmittag nach Criehaven einlaufen. Dabei wurde er von dem anderen Schiff eskortiert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Crew schwamm nach Kollision an Land
(27.10.14) Der Frachter "Sindhu" mit einer Ladung von 12500 Säcken TSP-Dünger kenterte am 25.10. in einem Zweig des Meghna River nahe des Dorfes Kaliganj in Mehendiganj nach Kollision mit zwei anderen Schiffen. Menschen kamen nicht zu Schaden, die Crew schwamm an Land. Das Schiff war in den Morgenstunden mit dem Fahrgastschiff " Tipu-7' sowie dem Tanker "Nurjahan" zusammengestoßen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Forschungsschiff vor Visakhapatnam gesunken
(27.10.14) Das Forschungsschiff "Sagar Paschmi" des National Institute of Ocean Technology (NIO) kenterte am 24.10. vor der Küste von Visakhapatnam unweit des Fischereihafens im Taifun Hudhud. Das 1996 erbaute Schiff gehörte der Shipping Corporation of India (SCI), und war von dem National Institute of Ocean Technology gechartert worden.
Es hatte sich von seinem Liegeplatz losgerissen und war auf Drift gegangen. Die 12-köpfige Crew konnte sich retten, nachdem es zu Rissen und Wassereinbruch gekommen war.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei Schiffe in Stingray City gestrandet
(27.10.14) Die Yacht "Aqua" sowie das Partyschiff "Happy Hour" haben sich am 24. bzw. 25.10. im Sturm von ihren Moorings in Stingray City losgerissen und trieben auf den Strand. Am Morgen des 26.10. fanden Anwohner sie an einer Mole liegend auf Grund vor. Die "Aqua" war 2010 auf die Cayman Islands gekommen und sollte als Restaurant Touristen anlocken. Wegen öffentlicer Proteste stockte das Projekt, und seit Januar lag das Vier-Deck-Schiff im Governor's Creek vor Anker.
Die "Happy Hour" strandete bereits am Abend des 24.10. Niemand war zu der Zeit an Bord. Es wurde unweit eines Burger King in George Town auf den Strand geworfen und konnte bereits am 25.10. wieder abgeschleppt werden. An der "Aqua" hatte sich am 26.10. noch nichts getan.
Quelle:Tim Schwabedissen



D-Day-Veteran in Liverpool gehoben
(27.10.14) Das Weltkriegs-Landungsboot "Landfall", das im Canning Dock, Liverpool als schwimmender Club gedient hatte, wurde jetzt von einem Schwimmkran gehoben. Das einstige "Landing Craft Tank 7074" war im Juni 1944 bei der Landung der Alliierten in der Normandie im Einsatz gewesen und hatte 32 Fahrten unternommen, ehe ein Bombentreffer es außer Gefecht setzte. Danach wurde es Hauptquartier des Master Mariners' Club in Liverpool. In den 1970ern zog ein Nachtclub auf dem 187 Fuß langen Schiff ein, das auch eine Rolle in dem Konofilm "Ein Brief an Breschnjew" spielte.
Doch dann kam es herunter und sank am Ende in einem Hafenbecken von Merseyside. In der vergangenen Woche initiierte die Royal Navy eine zweitägige Bergungsaktion. Taucher der Selvesen UK dichteten alle Lecks ab, dann wurden 45 Hebesäcke angebracht und das Wrack von einem Schwimmkran in Birkenhead an Land gesetzt. Es soll nun Royal Navy Museum in Portsmouth restauriert und dann im D-Day Museum in Southsea ausgestellt werden. Die "Landfall" ist einer der letzten Überlebenden der 4000 Einheiten umfassenden Invasionsflotte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motoryacht nach Wassereinbruch geborgen
(27.10.14) Die Yacht "Lady A", die am 24.10. vor Dungeness Spit leckgeschlagen war, konnte am folgenden Tag halb unter Wasser in die John Wayne Marina eingeschleppt werden. Die zweiköpfige Crew der 67 Fuß langen Motoryacht war aus der Luft abgeborgen worden. Die Berger von Vessel Assist nahmen das Wrack dann auf den Haken.
Nahe der Marina sollten die Ölleitungen abgedichtet und das Schiff dann weiter nach Port Angeles gebracht werden. Die Yacht gehört Judson "Jud" Linnabary, dem Besitzer der Platypus Marine Inc. in Port Angeles. Sein Rumpf war auf Höhe der Wasserlinie aufgerissen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Barge treibt weiter vor Kanada
(27.10.14) Die unbemannte Barge, die sich am 20.10. in der Beaufort Sea von einem kanadischen Schlepper losgerissen hatte, konnte noch nicht weider eingefangen werden. Ein Suchflugzeug der Coast Guard Air Station Kodiak sichete sie zuletzt am 24.10. 20 Meilen nördlich der Prudhoe Bay mit einer Drift von drei Knoten. Der Schlepper lief in einen Hafen im Nordwest-Territorum ein. Ob die Barge weiter treibt oder im Eis stecken bleibt, war noch ungewiss. Sie hat 950 Gallonen Öl an Bord.
Quelle:Tim Schwabedissen



Peilschiff “Spirit” wird geborgen
(Bild: Andre Wijkstra)   Großbild klick!
Millionenschweres Peilschiff sank in Harlingen
(24.10.14) Das 15 Meter lange, holländische Peilschiff “Spirit” ist in der Nacht zum 22.10. im Nordweststurm an der Nordwestpier im Nieuwe Willemshaven von Amsterdam gesunken. Es lag an einem Steiger und begann in den Nachtstunden, aus noch unbekannter Ursache vollzulaufen. Am Morgen ragte nur noch der Bug des 15-Tonners aus dem Wasser. Nachdem sich der Sturm gelegt hatte, begann die Bergung des Schiffes durch Berger von DS, KTF und des Schleppbetriebs Tuinman mit Hilfe eines Teleskopkrans. Es wurden währenddessen vorsorglich Ölsperren ausgelegt.
Nachdem das Boot gelenzt und aus dem Wasser gehoben war, wurde es auf einem Tieflader abgesetzt und abtransportiert. Es handelt sich bei der „Spirit“ um ein Forschungsschiff der Urker Firma Braveheart Shipping, das den Boden des Wattenmeeres kartiert. Die Spezialausrüstung wurde durch das Salzwasser zerstört und muss ersetzt werden. Der Schaden könnte sich auf mehr als eine Million Euro belaufen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Binnenschiff “T. Hartman”: Problem an der Brücke
(Bild: Ron Hoegson)   Großbild klick!
Brückenanfahrung II
(24.10.14) Das voll beladene Binnenschiff “T. Hartman”, 892 ts blieb am Abend des 23.10. unter der Swaenswijkbrücke in Alphen stecken. Das Schiff drohte den Bau zu rammen, konnte aber noch aufgestoppt werden, bevor das Ruderhaus des Frachters abrasiert wurde.
Wahrscheinlich hatte der Skipper angenommen, dass sich die Brücke rechtzeitig öffnen würde, und nicht rechtzeitig die Fahrt aus dem 67 Meter langen Schiff genommen. Es dauerte einige Zeit, bis das Schiff passieren konnte. Bis dahin mussten Fußgänger und Radfahrer nutzen die Alphensebrücke nutzen.
Quelle:Tim Schwabedissen



U-576
(Bild: NOAA)   Großbild klick!
Wrack deutschen Weltkriegs-U-Bootes vor Cape Hatteras entdeckt
(24.10.14) Vor südöstlichen Atlantikküste der USA haben Wissenschaftler der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) das Wrack des deutschen U-Bootes "U 576" entdeckt. Dies gab die NOAA am 22.10. bekannt.
Es wurde nur 220 Meter von dem Frachter „Bluefields“ entfernt entdeckt, jenem Schiff, das es zuletzt versenkt hatte. Beide Wracks liegen vor Cape Hatteras in North Carolina. „U-576“ hatte den unter der Flagge Nicaraguas laufenden Frachter am 15. Juli 1942 in einem Konvoi von insgesamt 19 Handelsschiffen angegriffen.
Zwei weitere Schiffe waren bei dem Angriff ebenfalls beschädigt worden. Ein US-Bomber versenkte kurz darauf U-Bootes. Alle 45 Besatzungsmitglieder des Bootes kamen ums Leben.
„U 576“ wurde am 26.6.1941 unter Kapitänleutnant Hans-Dieter Heinicke in Dienst gestellt, der es bis zu dessen Versenkung befehligte. Auf vier Feindfahrten versenkte es vier Handelsschiffe mit einer Tonnage von 15.450 BRT und beschädigte zwei weitere mit 19.457 BRT. Am 16. Juni 1942 lief das Boot zum letzten Mal von St. Nazaire aus in einem Rudel mit „U 132“, „U 158“, „U 202“, „U 332“, „U 404“, „U 576“ und „U 701“.
Das Risiko dieser Einsätze war beträchtlich gestiegen, da es außerhalb von begleiteten Konvois kaum noch Ziele gab. Am 13.7.1942 trat das bis dahin auf dieser Fahrt erfolglose U 576 nach einer Beschädigung die Heimfahrt an. Am 15.7. griff das Boot dann doch noch den Konvoi KS-520 an, der auf dem Weg von Norfolk nach Key West war.
Am gleichen Tag wurde es an der Wasseroberfläche durch Wasserbomben zweier US-Kingfisher-Bomber und Geschützfeuer des bewaffneten US-Handelsschiffs „Unicoi“ beschädigt und anschließend durch einen Rammstoß von ihr versenkt. Das Wrack liegt seither auf Position N 34° 30.6' W 75° 13.2'. Nachdem insgesamt drei U-Boote versenkt worden waren, erhielten die anderen vier Boote am 19.7. den Befehl zum Rückmarsch.
Quelle:Tim Schwabedissen




Barge riss sich in Beaufort-See los
(24.10.14) Die U.S. Coast Guard sowie die kanadische Coastguard und Transport Canada sowie Environment Canada überwachten eine 134 Fuß lange Barge, die sich in der Beaufort Sea am 20.10. in schwerem Sturm losgerissen hatte. Die U.S. Coast Guard wurde am 21.10. von dem herrenlosen Fahrzeug informiert, das von kanadischen Gewässern westwärts in Richtung der USA trieb. Die unbemannte Barge hatte 950 Gallonen Diesel an Bord. Der Eigner, die Northern Transportation Corporation Limited, arbeitete mit den Behörden an einem Bergungsplan. Ein Flugzeug der Air Station Kodiak stieg auf, um die weitere Drift im Auge zu behalten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Überlinger See
(24.10.14) Ein in Konstanz registriertes Sportboot brannte am 16.10. im Überlinger See rund 50 Meter vor der Seepromenade völlig aus. Im Motorraum des sieben Meter langen und rund 30 Jahre alten Motorbootes war es zu einer Explosion gekommen. Der Skipper und seine Frau retteten sich durch einen Sprung ins Wasser und wurden von der Besatzung eines anderen Sportbootes an Bord genommen.
Sie hatten gerade von einem Gastliegeplatz bei der Liebesinsel abgelegt und waren erst 50 Meter weit gekommen, als gegen 11.30 Uhr durch einen technischen Defekt im Motorraum ein explosives Benzin-Luft-Gemisch in die Luft flog. Aus dem nahen Mantelhafen erreichte das „Polizeiboot 23“ der Wasserschutzpolizei binnen kurzem die Unglücksstelle. Sie löschten die offenen Flammen, unterstützt von der Crew des Fahrgastschiffes „Gunzo“.
Anschließend schleppte sie das immer noch qualmende Sportboot an den Überlinger Anleger, wo die Feuerwehr es mit Schaum abdeckte. Sie legte vorsorglich auch eine Ölsperre um das Boot aus. Anschließend schleppte sie es in den Osthafen, wo es mit eiinem Kran aus dem Wasser gehoben wurde. Der Schaden betrug rund 10000 Euro.
Quelle:Tim Schwabedissen



Dönerboot durch Schnellfahrer beschädigt
(24.10.14) Durch starke Schwell wurde am 20.10. gegen 12.50 Uhr das oberhalb der Untermainbrücke in Frankfurt vertäute Döner-Boot „Istanbul“, ein zum schwimmenden Imbiss umgebautes Sportboot, beschädigt. Es lag an seinem Stammplatz, als das flussaufwärts fahrende Binnenschiff „Esmalijn“ es mit erhöhter Geschwindigkeit passierte.
Der Frachter löste einen starken Wellenschlag aus, der das Döner-Boot so zum Schaukeln brachte, dass dem 48 Jahre alten Betreiber in der Kombüse heißes Öl über die Füße schwappte. Er musste mit einem Rettungswagen in die Uni-Klinik gebracht werden, konnte das Krankenhaus aber nach ambulanter Behandlung wieder verlassen.
Durch den Wellenschlag wurde auch die Inneneinrichtung des Schwimmimbisses stark beschädigt. Der Schiffsführer der „Esmalijn“ musste sich wegen nicht angepasster Geschwindigkeit verantworten. Die Wasserschutzpolizei nahm Ermittlungen gegen ihn auf.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker kam vom rechten Weg ab
(24.10.14) Der norwegische Tanker "Sten Baltic", 11935 BRZ (IMO-Nr.: 9307671), erlitt am 23.10. am Nachmittag vor Varlaxudden Maschinenschaden und geriet auf Grund. Gegen 13 Uhr war es zu einem Ruderversager gekommen, durch den er aus dem Fahrwasser abkam und Kurs auf das Lars-Riff nahm. Er war kurz zuvor von Sköldvikhamnen nach Riga ausgelaufen. Nachdem das Schiff wieder frei war, ging es südlich von Emäsalo voir Anker.
Das finnische MRCC alarmierte Boote der Coastguard aus Porvoo und Helsinki. Das Wachschiff "Tursas" und ein Lotsenboot gingen auf Standby, während die Crew eine Notreparatur durchführte. Um 13.40 Uhr ging die "Sten Baltic" ankerauf und steuerte einen Ankerplatz bei Kalbådagrunds an, wo der Schaden weiter untersucht wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre wartet nach Havarie auf neuen Propeller
(24.10.14) Die Reparatur der norwegischen Fähre "Sjernarøy", 1656 BRZ (IMO-Nr.: 9192480), ist zwar fast abgeschlossen, doch das Schiff wird noch mehrere Wochen außer Betrieb bleiben, weil Betreiber Norled noch auf einen Propeller aus Finnland wartet, der montiert und erprobt werden muss.
Die "Sjernarøy" war am 12.10. bei Nord-Hidle in Sjernarøy mit 43 Passagieren auf Grund gelaufen und leckgeschlagen. Danach machte sie bei der GMC Werft in Buøy, Stavanger, zur Reparatur fest. Während der Schaden am Bug geringer war als erwartet und Anfang kommender Woche behoben sein soll, wird der Propeller frühestens in der zweiten Novemberwoche eintreffen. Bis dahin muss die Charterfähre "Rygerfjell” weiter aushelfen, die allerdings nur die Hälfte der Fahrzeugkapazität hat.
Quelle:Tim Schwabedissen



Vergebliche Suche nach verlorenen Containern der Grande Francia
(24.10.14) Am 23.10. hielt der deutsche Notschlepper "Nordic" auf der Nordsee vergebens Ausschau nach den 10 mit Altreifen beladenen Containern, die der italienische Container- und Autofrachter "Grande Francia", 56734 BRZ (IMO-Nr.: 9246592), im Sturm südwestlich vonf Borkum Riff verloren hatte.
Er war bei bis zu 12 Beaufort Wind am 21.10. ins Rollen geraten. Nachdem sich Verbolzungen auf dem Vorschiff gelöst hatten, stürzten Containerstapel um, und mehrere 40-Fuß-Boxen stürzten über die Backbordseite in die meterhohe See. Dabei wurden auch 15 Meter der Reling abgerissen. Nachdem das Schiff die Elbmündung erreicht hatte, gingen Beamte der Hamburger Wasserschutzpolizei an Bord und nahmen Ermittlungen auf.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bulkcarrier brannte in Amsterdam
(24.10.14) Am 23.10. brach im Westhafen von Amsterdam kurz nach 12 Uhr ein Feuer auf einem Fördergerät im Laderaum des mit Kohle beladenen, unter Panama-Flagge laufenden Bulkcarrier "New Katerina", 85590 BRZ (IMO-Nr: 9138953), aus. Die Crew konnte das Schiff unversehrt verlassen. Dichte Rauchwolken zogen über das Deck und den Hafen. Die Feuerwehr gab Großalarm. Gegen 14.15 Uhr war der Brand unter Kontrolle und die Rauchentwicklung geringer. Doch es dauerte mit Unterstützung von Löschbooten des Hafenservice noch bis 18.15 Uhr, bis endgültig Feuer aus gemeldet wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Brückenanfahrung I
(24.10.14) Nachdem es den Hafen von Hamburg-Kattwyk am 20.10. verlassen hatte, kollidierte das deutsche Binnenschiff "Taifun", 1115 ts (EU-Nr.: 04031280), mit der alten Elbbrücke in Hamburg-Harburg. Dabei wurde das Ruderhaus vollkommen zerstört. Ein Mann erlitt leichte Verletzungen und kam ins Krankenhaus.
Die Havarie wurde verursacht durch das ungewöhnlich starke Hochwasser, durch das die Durchfahrtshöhe zu gering wurde. Die Stahlkonstruktion der Brücke wurde an zwei Stellen eingebeult, doch die Stabilität des Bauwerks nicht beeinträchtigt. Das Binnenschiff konnte beim Eintreten des Niedrigwassers unter der Brücke herausgezogen werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



“Lady A” sinkt
(Bild: USCG)   Großbild klick!
Deutscher Containerfrachter kam sinkender Motoryacht zu Hilfe
(23.10.14) Die US Coast Guard rettete die zweiköpfige Crew der 67 Fuß langen Motoryacht “Lady A”, die am 17.10. nördlich von Dungeness Spit, Sequim, Wassereinbruch erlitten hatte. Ein 45 Fuß-Boot der Coast Guard Station Port Angeles brachte einen Mann und eine Frau an Land. Um 7.31 Uhr hatte die Coast Guard Puget Sound in Seattle einen Notruf aufgefangen, bevor die beiden in eine Rettungsinsel gingen.
Um 7.40 Uhr lief das Rettungsboot aus, wenig später hob ein MH-65 Dolphin Helikopter von der Air Station Port Angeles ab. Auch der deutsche Containerfrachter “Tokyo Express”, 54465 BRZ
Die Tokyo Express bei der Lady A
(Bild: USCG (Hubschrauber))   Großbild klick!
(IMO-Nr: 9193290), kam um 8.09 Uhr bei der Yacht an, stoppte und setzte ein Boot aus. Zu der Zeit war die Crew der “Lady A” noch an Bord. Die Schiffbrüchigen wurden dann zur Station Port Angeles gebracht, die “Lady A” sank auf 180 Fuß Wassertiefe. Sie hatte 700 Gallonen Diesel an Bord.
Quelle:Tim Schwabedissen




Brennende Yacht
(Bild: USCG)   Großbild klick!
Einhandsegler von brennender Yacht gerettet
(23.10.14) Die US Coast Guard assistierte am 20.10. bei der Rettung des Skippers eines 33 Fuß langen Segelbootes, das fünf Meilen westlich von Windmill Point in der Chesapeake Bay in Brand geraten war. Die Coast Guard Hampton Roads fing um 10:40 Uhr einen Notruf auf, und ein MH-60 Jayhawk Helikopter der Air Station Elizabeth City sowie ein 45-Fuß-Boot der Coast Guard Station Milford Haven wurden zu Hilfe geschickt.
Zuvor wurde der Skipper bereits von einem anderen Schiff abgeborgen. Um 11 Uhr war das Rettungsboot vor Ort und brachte ihn zurück zur Station Milford Haven. Auch Crews der Virginia Marine Resource Commission und Towboat US waren vor Ort. Das Boot wurde aber ein Raub der Flammen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter lief in Kanalböschung
(23.10.14) Am 17.10. erlitt der holländische Frachter“ „Rider", 3925 BRZ (IMO-Nr.: 9226774), westwärts fahrend im Nord-Ostsee-Kanal auf der Fahrt von Malmö nach Belfast kurz nach dem Verlassen der Weiche Fischerhütte einen schweren Maschinenschaden und lief kurz vor die Grünentaler Hochbrücke trotz Notankerung in die Kanalböschung.
Die hinter dem Havaristen fahrenden Containerschiffe „Borussia Dortmund“, „Fenja“ und „Reinbek“ konnten mit langsamer Fahrt noch an dem Schiff vorbei fahren. Von Brunsbüttel wurden die beiden Schlepper „Wal“ und „Wolf“ zum Havaristen beordert, um das Schiff wieder flottzumachen und nach Brunsbüttel zur Reparatur zu schleppen. Dort wurde es bis zum 22.10. repariert. Um 18.20 Uhr warf es wieder los und setzte die Reise nach Belfast fort.
Quelle:Tim Schwabedissen



Herbststurm schüttelte Schifffahrt durch
(23.10.14) Der erste Herbststurm über der Nordsee führte vom 21. auf den 22.10. zu einer Reihe von Havarien. Der holländische Schlepper "En Avant 20", 448 BRZ (IMO-Nr.: 9408645), verlor auf der Fahrt von Larvik nach Ijmuiden die unter Honduras-Flagge laufende Barge "Stema Barge II" der Splitt Chartering ApS am Abend des 21.10. rund 70 Kilometer nordwestlich von Den Helde. Die 135 Meter lange Barge trieb mit einer Ladung von 15,000 Tonnen Steinen in Richtung zweier Ölplattformen. Die holländische Küstenwache schickte den Schlepper "Ievoli Amaranth" zu der in Windstärken von acht bis neun Beaufort in Richtung Texel treibenden Barge.
Gegen Mitternacht war sie 20 Kilometer vor der Küste. Berger von Svitzer Salvage sollten mit einem Hubschrauber der Noordzee Helikopters Vlaanderen an Bord gehen. Dann gelang es der "Amaranth Ievoli, die Barge auf den Haken zu bekommen und nach Ijmuiden einzubringen, wo das Schleppgeschirr wieder instandgesetzt werden sollte Die Barge war 2008 auf der Rottumerplaat gestrandet.
Schlepper von Multraship in Terneuzen assistierten am 22.10. dem holländischen Binnenschiff "The-An 1", 762 ts (EU-Nr.: 02311446), auf der Westerschelde vor Terneuzen. Das tief abgeladene Schiff war mit offenen Luken von Hansweert kommend in Seenot geraten und trieb auf die Küste zu. Die "Multratug 19", "Multratug 22" und "Multratug 26" konnten sie nach Terneuzen abschleppen.
Am 22.10. um 7.40 Uhr meldete der italianische Auto- und Containercarrier "Grande Francia", 56734 BRZ (IMO-Nr.: 9246592), den Verlsut von vier 40-Fuß-Containern rund16 Kilometer nördlich von Terschelling. Das Schiff war auf der Fahrt von Tilbury nach Hamburg. Gegen 13 Uhr gingen weitere sechs Container in bis zu acht Meter hohehn Wellen über Bord.
Sie trieben dicht bei der holländisch-deutschen Seegrenze. Ein holländisches Flugzeug der Küstenwache stieg auf. Nur noch ein Container konnte auf See driftend entdeckt werden. Die übrigen waren wohl gesunken. Am 23.10. um 3.45 Uhr machte der Frachter, auf dessen Vordeck etliche weitere Container umgestürzt und beschädigt worden waren, am O'wald Kai in Hamburg fest. Am 22.10. um 03:20 Uhr verlor der unter Antigua-Barbuda Flagge laufende Frachter "Ernst Hagendorn", 3826 BRZ (IMO-Nr.: 8806149) 60 Bündel Schnittholz rund 65 Kilometer nördlich von Terschelling. Er war am 20.10. aus Göteborg nach Shoreham ausgelaufen. Die Küstenwache entdeckte das Treibgut 45 Kilometer vor Ameland. Zwei Schiffe der Bergungsfirma Bakker aus Terschelling sollten es sichern.
Der holländische Trawler "Arend-Jan - GO 26", 496 BRZ (IMO: 9242742), geriet am 22.10. in schwerer See in Schwierigkeiten und musste in den Hafen zurückkehren. Da der Heimathafen Ijmuiden zu weit entfernt war, lief er nach Scheveningen ein, wo er um 15.20 Uhr festmachte. Am 23.10. gegen drei Uhr lief er wieder aus.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kollision vor Fujairah
(23.10.14) Der unter Panama-Flagge laufende Flüssiggastanker "Royal Jade", 7082 BRZ (IMO-Nr.: 8919752), kollidierte am 17.10. mit dem Versorger "X-Press 207" auf der Reede von Fujairah. Der Versorger wurde schwer beschädigt und sank teilweise. Drei Mann der Crew wurden verletzt. Der Tanker setzte am 22.10. gegen 20 Uhr die Reise fort.
Quelle:Tim Schwabedissen



Merlin aufgerichtet
(23.10.14) Die schwierigste Etappe der Bergung des Baggerschiffs "Merlin" in Basel wurde am 22.10. endlich abgeschlossen. Es gelang den Bergern, das Wrack aufzurichten. Nun sollte es gelenzt und später abtransportiert werden. Doch zunächst galt es die "Merlin" vor Ort zu sichern, denn am Abend zog ein Sturm auf. Der Rumpf wies per Augenschein keine größere Beschädigung auf. Die "Merlin" sollte zunächst von der Basleer Staatsanwaltschaft am Rheinufer zberszcgt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Barge brach in zwei Teile
(23.10.14) Die Barge “ESP 117” brach am 13.10. auf der Neuen Maas durch und sank. Die Seehafenpolizei und der Hafendienst waren rasch vor Ort. Das Schiff ragte mit Bug und Heck noch aus dem Wasser. Am Abend rückten Schlepper der Firma Hebo sowie die “Hebocat 15” zur Bergung mithilfe eines Krans an.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker wegen Überholers beschädigt
(23.10.14) Am Mittag des 20.10.2014 geriet der auf dem Neckar unerfahrene Schiffsführer eines flussaufwärtsfahrenden Binnentankers in Probleme, als er versuchte, sein Fahrzeug in langsamer Fahrt durch den engen Schleusenbereich zu manövrieren. Der Schiffsführer eines nachfolgenden schnelleren Binnenschiffes wollte es steuerbordseitig überholen. Durch dieses Manöver geriet der Tanker zu weit nach rechts und drohte mit dem Überholer zu kollidieren.
Um dies zu verhindern, brach dieser das Überholmanöver ab. Die daraus resultierende Sogwirkung des Wassers schränkte aber die Manövrierfähigkeit des Tankmotorschiffs weiter ein, und es berührte mit seinem Heck einen Dalben im Unterwasser der Schleuse Cannstatt und wurde dabei leicht beschädigt. Der Überholer musste sich wegen eines Verstoßes gegen die Binnenschifffahrtsstraßenordnung verantworten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Börteboot drohte auf der Außenelbe zu sinken
(23.10.14) Mit ihren leistungsstarken Pumpen haben die Cuxhavener Seenotretter am Abend des 18.10. den Untergang des Börtebootes “Störtebeker” in der Außenelbe verhindert. An Bord waren fünf Männer auf Überführungsfahrt von Helgoland nach Cuxhaven. Die Besatzung des Seenotkreuzers “Hermann Helms” der Station Cuxhaven kam zu Hilfe, als gegen 18 Uhr das offene Börteboot Wassereinbruch und Motorausfall meldete.
Der in der Nähe fahrende Fischkutter „Delphin“ fing den nur schwach zu hörenden Funkspruch auf. Während sich der Seenotkreuzer unverzüglich auf den Weg zu dem etwa 14 entfernten Havaristen machte, nahm die „Delphin“ das manövrierunfähige Börteboot auf den Haken, um es zu sichern. Beim Eintreffen der Seenotretter stand das Wasser bereits etwa 30 Zentimeter hoch an Bord des Börtebootes.
Mit dem Tochterboot “Biene” gingen die Seenotretter bei süd-südwestlichen Winden um sechs Beaufort längsseits, um ihre Lenzpumpen zum Einsatz zu bringen. Unterdessen traf auch die „Bürgermeister Brauer“ der Hamburger Wasserschutzpolizei ein und bot ihre Hilfe an. Ihr Tochterboot übernahm den Schleppanhang, während die Seenotretter auf der gesamten Reise nach Cuxhaven das weiterhin eindringende Wasser abpumpten, um das Börteboot schwimmfähig zu halten. Gegen 22.30 Uhr erreichte der Schleppverband sicher Cuxhaven, wo der Havarist zur Untersuchung an Land gebracht wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Vier Fischer bei Cherbourg gerettet
(23.10.14) Am 18.10. um 13.50 wurde das Cross Jobourg alarmiert, nachdem der Kutter “La Brisette” auf der Insel Perlr gestrandet war. Der Kutter “La Sarcelle” meldete die Havarie, und ein Zodiac des Hafenkapitäns von Cherbourg lief aus. Wegen eines technischen Schadens musste es aber wieder umkehren. Daraufhin stieg ein EC225-Helikopter der Marine auf und barg die vierköpfige Crew der “La Brisette” auf. Sie wurde nach Cherbourg geflogen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Segler, Hund und Katze aus der Luft gerettet
(23.10.14) Ein Hubschrauber der US Coast Guard rettete am 22.10. drei Menschen, eine Katze und einen Hund von der 30 Fuß Yacht “Mary K” in der Chesapeake Bay nahe Cape Charles. Die Coast Guard Hampton Roads in Portsmouth hatte um 14 Uhr einen Notruf aufgefangen, nachdem das Boot in vier Fuß hohen Seen und 25 Knoten Wind 15 Meilen nördlich von Cape Charles hilflos trieb und die Crew seekrank war.
Ein 45-Fuß-Boot der Coast Guard Station Cape Charles und ein MH-60 Jayhawk Helikopter der Air Station Elizabeth City kamen zu Hilfe. Es wurde entschieden, die Segler nicht aufzuwinschen. Inzwischen herrschten vor Ort 45 Knoten Wind und neun Fuß hohe Seen. Stattdessen wurde ein Rettungsschwimmer abgesetzt, der zu der Yacht schwamm und allen Insassen in einen Rettungskorb half. Die Schiffbrüchigen wurden zur Air Station Elizabeth City geflogen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schiffe bei Baggerarbeiten gesunken
(23.10.14) Die US Coast Guard wurde von der Crew des Schleppers “Miss Sammy Lee” alarmiert, nachdem am 13.10. im Mobile Ship Channel nördlich von Gaillard Island der 52 Fuß lange Schlepper “Delta Amber” (MMSI-Nr.: 367015990) sowie das 26 Fuß lange Baggerschiff “Nicholas” um 22.46 Uhr gesunken waren. Die “Miss Sammy Lee” rettete die Crews beider Schiffe.
Von der Coast Guard Station Dauphin Island kam ein Rettungsboot herzu, dass die Geretteten zur Dog River Marina brachte. Ein 50 Yard breiter und eine Meile langer Ölfilm entstand an der Unglücksstelle. Die Schiffe hatten rund 2000 Gallonen Öl an Bord. Alle drei waren bei Baggerarbeiten eingesetzt von der Mike Hooks Inc. Die Oil Recovery Corp. legte Ölsperren aus.
Quelle:Tim Schwabedissen



Treibender Frachter bedrohte kanadische Küste
(23.10.14) Der russische Frachter “Simushir”, 6540 BRZ (IMO-Nr.: 9179385), sorgte am 17.10. vor der Küste von British Columbia für Alarm. Das 135 Meter lange Schiff erlitt Maschinenausfall und trieb im Sturm vor der Küste von Haida Gwaii. Es war auf der Fahrt von Washington nach Russland. Ein Cormorant-Helikopter barg den erkrankten Kapitän ab und brachte ihn nach Sandspit zur medizinischen Versorgung. Weitere Hubschrauber gingen auf Standby, um die verbliebene 10-köpfige Crew im Bedarfsfall zu retten.
Das Schiff hatte 400 Tonnen Bunkeröl und 50 Tonnen Diesel an Bord und transportierte Bergbauausrüstung und Chemikalien. Ein Schlepper lief aus Prince Rupert aus. Die US Coast Guard schickte von der Air Station Sitka einen Jayhawk Helikopter und am 18.10. von der Air Station Kodiak eine C-130 mit Schleppausrüstung zum Havaristen.
Auch der Tonnenleger “Spar” nahm Kurs auf das Schiff und blieb vor Ort, bis die “Barbara Foss” der Foss Maritime den Havaristen sicher am Haken hatte. Er traf am 18.10. um 17.30 Uhr ein und zog ihn von Haida Gwaii weg. Danach kehrten ein RCAF Cormorant Helikopter, ein Flugzeug der RCAF Buffalo sowie der Jayhawk, die auf dem Sandspit Airport auf Standby gegangen waren, ebenfalls zu ihren Basen zurück.
Der Konvoi war am 19.10. nördlich von Kiis Gwaii (Langara Island) mit sieben Knoten nach Prince Rupert unterwegs und steuerten den Dixon Entrance an. Sie wurden von der "Sir Wilfred Laurier" eskortiert. Die "Gordon Reid", die zuvor vergeblich versucht hatte, den Frachter abzuschleppen, wurde aus dem Einsatz entlassen. In der Brown Passage übernahmen zwei Hafenschlepper die letzte Etappe nach Prince Rupert, wo das Schiff am 20.10. gegen drei Uhr festmachte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter trieb vor Scapa Flow
(23.10.14) Der unter der Flagge der niederländischen Antillen laufende Frachter "Nicola", 2999 BRZ (IMO-Nr.:9195872) wurde nach einem Maschinenschaden am 19.10. nach Scapa Flow eingeschleppt. Die Havarie hatte sich am 18.10. um 22.25 Uhr fünf Meilen vor Dounreayin im Pentland Firth vor Strathy Point ereignet. Die Shetland Coastguard schickte den Schlepper "Herakles", der den Havaristen in die Bucht brachte und dann nach Kirkwall zturückkehrte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kiel Express verursachte Tohuwabohu in Sydney
(23.10.14) Am 14.10. kam es in Sydney zu einer Dreifachkollision. Beteiligt waren der 61407 Tonnen tragende, unter Singapur-Flagge laufende Containerfrachter “Safmarine Makutu”, 50686 BRZ (IMO-Nr.: 9318319), der 67637 Tonnen tragende Containerfrachter “OOCL Hong Kong”, 66046 BRZ (IMO-Nr.: 9108166), sowie der 294 Meter lange, 65815 Tonnen tragende, unter Bermuda-Flagge registrierte Containerfrachter “Kiel Express”, 53783 BRZ (IMO-Nr.: 8902539), im Port Botany.
In einem Sturm mit Windgeschwindigkeiten von 126 Kilometern riss sich zunächst um 21.30 Uhr die “Kiel Express” los, trieb von ihrem Liegeplatz ab und zerriss die Trossen der “OOCL Hong Kong “, die am Heck beschädigt wurde und sich ebenfalls selbstständig machte. Ihr Rumpf wurde von Pollern auf dem Kai aufgerissen. Die “Kiel Express” setzte ihre unplanmäßige Fahrt fort, schwang herum und stieß mit dem Heck dann gegen die “Safmarine Makutu”. Sechs Schlepper der PB Towage waren nötig, die Containerfrachter unter großem eigenen Risiko wieder unter Kontrolle zu bekommen.
Dabei havarierte einer von ihnen, weil die herabhängenden Trossen der “OOCL Hong Kong” ihren Propeller blockierten. Die “Safmarine Makutu” konnte auch nicht aus dem Hafen gezogen warden, weil deren Container noch nicht sicher gelascht waren, als der Sturm losbrach.
Quelle:Tim Schwabedissen




(23.10.14) Die norwegischer "Sundferja" 180 BRZ (IMO-Nr.: 8875504) schlug am 20.10. infolge eines technischen Fehlers, wegen dem die Crew die Maschine hatte stoppen müssen, vor Leroy auf Grund. Bei der Havarie nahe Hjellestad wurde ein Propeller beschädigt. Taucher untersuchten den Schaden, und eine Ersatzfähre wurde in Fahrt gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen




(23.10.14) Der holländische Frachter “Myrte”, 6046 BRZ (IMO-Nr.: 9364136), erlitt am Nachmittag des 21.10. vor den Shetlands bei der Fair Isle einen Maschinenraumbrand. Das Schiff befand sich 12 Meilen südöstlich von Fair Isle und wurde manövrierunfähig. Der Schlepper “Tystie” aus Sullom Voe nahm den Havaristen samt seiner neunköpfigen Crew am Morgen des 22.10. auf den Haken und brachte ihn nach Lerwick. Die “Myrte” war von Invergordon nach Lerwick mit einer Ladung Rohre für Bohrinseln unterwegs.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter trieb vor Sirevag
(23.10.14) Der unter Malta-Flagge laufende Frachter "Baltic Betina", 2647 BRZ (IMO-Nr.: 8215601), erlitt am 17.10. gegen 22 Uhr Maschinenausfall westlich von Sirevag. Das Rettungsboot "Peter Henry von Koss" lief aus Egersund zur Assistenz für das 90 Meter lange Schiff aus und hatte es gegen 23 Uhr auf dem Haken. Es kam von Tananger und lief am 20.10. in Hundested ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Rettungsbootabsturz forderte zwei Menschenleben
(23.10.14) Zwei Mann der Crew des liberianischen Ölrigs “Ensco-104”, 8877 BRZ (IMO-Nr.: 8765357), kamen am 18.10. ums Leben, als ein Rettungsboot, auf dem sie arbeiteten, gegen 23 Uhr plötzlich 150 Fuß tief ins Wasser abstürzte. Das Rig, das für SapuraKencana vor Malaysia tätig war, wurde bis zum Abschluss der Untersuchung stillgelegt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker lief auf Lena auf Grund
(23.10.14) Der russische Tanker Lenaneft-2013, 2003 BRZ (IMO-Nr.: 8988260), lief am Morgen des 129.10. bei Kilometer 2644 auf der Lena auf Grund. Er war in Ballast von Yakutsk nach Peledui unterwegs. Er erlitt einen Riss im Maschinenraumbereich.
Quelle:Tim Schwabedissen



Erzfrachter in China gesunken
(23.10.14) Der chinesische Erzcarrier “Truong Hai”, 499 BRZ (IMO-Nr.:9342437), sank am 21.10. auf dem Yangtse-Fluss in Yichang, in der zentralchinesischen Hubei Provinz. Die 10-köpfige Crew wurde gerettet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker auf Amazonas flottgemacht
(23.10.14) Der unter Seychellen-Flagge laufende Tanker “Seychelles Patriot” wurde neun Tage, nachdem er auf dem Amazonas auf Grund gelaufen war, wieder flottgemacht. Der Bergungsversuch gelang binnen drei Stunden. Zuvor waren zwei Anläufe fehlgeschlagen. Der in Charter der brasilianischen Petrobas laufende Tanker war am 8.10. mit einer Ladung Gasöl und einer 18-köpfigen Crew an Bord festgekommen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter saß auf Don fest
(23.10.14) Der unter kambodschanischer Flagge laufende Frachter “Welle", 3041 BRZ (IMO-Nr.: 8101410), lief am 15.10. um 9.15 Uhr auf dem Azov-Don Seekanal in der Taganrog Bucht auf Grund. Zuvor hatte er Ruderschaden erlitten. Um 15.50 Uhr konnte ein Schlepper den Havaristen wieder flottmachen und legte ihn auf Reede zur Reparatur vor Anker. Er war auf der Fahrt von Rostov-on-Don nach Icdas im Marmara-Meer mit einer Ladung von 2900 Tonnen Schrottmetall.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter auf der Wolga aufgelaufen
(23.10.14) Der russische Frachter "Gulf Rover", 3743 BRZ (IMO-Nr.: 7911492), lief auf der Fahrt nach Baku am 13.10. um 06.30 Uhr bei Kilometer 129.3 auf dem Kanal von der Wolga ins Kaspische Meer auf Grund. Offenbar war die Fahrwassertiefe geringer als angegeben. Der Frachter war mit 4427 Tonnen Stahl beladen. Am 14.10. um 6.20 Uhr wurde er von dem Schlepper "MB-1213 (IMO-Nr.: 8987022), wieder flottgemacht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker saß auf Don fest
(23.10.14) Der russische Tanker "Geroy Rossii Pyatnitskih", 4867 BRZ (IMO-Nr.: 9673214), lief am 14.10. um 14.30 Uhr auf dem Don bei Kilometer 3027.5 auf der Fahrt von Astrakhan nach Azov mit einer Ladung von 4500 Tonnen Gasöl auf Grund. Der Don wurde gesperrt, bis der Tanker um 17.25 Uhr von einem Flussschlepper wieder abgebracht war.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter vor Pulau Sebarok aufgelaufen
(23.10.14) Der unter Panama-Flagge laufende Containerfrachter “Hyundai Jakarta”, 74651 BRZ (IMO-Nr.: 9323522), lief am 14.10. vor Pulau Sebarok auf Grund. Das 80,108 Tonnen tragende Schiff war auf der Fahrt von Singapur nach Port Klang, Malaysia, als es im Jong Fairway nahe des Monggok Sebarok auf Position 01 12 N. 103 48 O um neun Uhr festkam. Rettungsschiffe kamen dem Frachter der Hyundai Corporation zu Hilfe und machten ihn gegen 15 Uhr wieder flott. Er wurde zur Inspektion zur Raffles Reserve Reede gebracht. Danach setzte er die Fahrt nach Port Klang fort.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bulkcarrier nach Brest geschleppt
(23.10.14) Der unter Panama-Flagge laufende Bulkcarrier "Leo Advance, 31236 BRZ (IMO-Nr.: 9442225), wurde am 17.10. nach einem Maschinenschaden nach Brest eingeschleppt. Er war am 13.10. von Teesport nach Eregli ausgelaufen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Vor Westküste Kanadas: Containerschiff treibt nach Maschinenschaden ab
(18.10.2014) Das russische Containerschiff Simushir treibt nach einem Maschinenausfall mit Hunderten Tonnen Treibstoff an Bord auf rauer See steuerlos vor British Columbia 17 Kilometer vor der Inselgruppe Haida Gwaii.
Es war auf dem Weg von der amerikanischen Stadt Everett nach Russland gewesen und hat 400 Tonnen Schweröl und 50 Tonnen Dieseltreibstoff an Bord, sagte MacDougall. Elf Crewmitgieder sind an Bord, darunter der verletzte Kapitän.
Die sofort alarmierte kanadische Küstenwache brachte ein Abschlepptau zu dem russischen Containerschiff aus. Nun ist der Schleppzug auf dem Weg vom Festland weg. Jetzt können Bergungsteams das Schiff sicher abschleppen und das Risiko einer Umweltkatastrophe sinkt.
1989 hatte der Seenotfall des Öltankers "Exxon Valdez" hier eine der schlimmsten Umweltkatastrophen in der Geschichte der Seefahrt ausgelöst.
Quelle:Peter Walter



Archivbild MS „Königin Katharina“
(Bild: böhringer friedrich)   Großbild klick!
Bodensee: MS „Königin Katharina“ kracht in Kaimauer
(16.10.2014) Aus bislang ungeklärter Ursachekollidierte die MS „Königin Katharina“ mit einer Kaimauer, welche bei dem Aufprall stark beschädigt wurde. Danach versuchte der Kapitän die „Königin Katharina“ mit kleiner Fahrt wieder frei zu bekommen. Zum Glück waren keine Fahrgäste an Bord. Die Besatzung blieb unverletzt.
Dr. Norbert Reuter, Geschäftsführer der Bodensee-Schiffsbetriebe (BSB): "Spezialisten werden der Ursache auf den Grund gehen. Das Schiff bleibt so lange im Hafen liegen."
Seit 1999 kommt die „Kathi“, wie das Schiff bei den Einheimischen genannt wird, überwiegend im Charter-, Kurs- und Rundfahrtenverkehr in Lindau zum Einsatz. Bis 1999 war es für 300 Fahrgäste zugelassen. Die maximale Fahrgastzahl wurde mittlerweile auf 500 Personen erhöht.
Quelle:Peter Walter



Seenotrettungsboot "Commandant Rivière" hat ein Problem
(Bild: SNSM)   Großbild klick!
Rettungsboot zwei Tage nach der Taufe schwer verunglückt
(14.10.14) Den schlechtestmöglichen Einstand hatte das brandneue Seenotrettungsboot „Commandant Rivière - SNS 213“ (MMSI-Nr.: 660005210) der SNSM La Réunion, als es am 13.10. gegen 10 Uhr, nur zwei Tage nach der feierlichen Indienststellung an seiner Station St. Pierre, beim Einlaufen in den Hafen von San Pedro einen Ausfall beider Maschinen erlitt.
Es hatte zuvor ein treibendes Boot vor St. Louis auf den Haken genommen. Dabei war schon ein Motor ausgefallen, die Rettungsaktion aber mit dem zweiten fortgesetzt worden. Das nach dessen Versagen ohne jeden Antrieb nun aber völlig hilflose 12-Meter-Boot wurde von den 2,5 Meter hohen Wellen daraufhin auf die Steine der Hafenmole geschlagen.
Drei Mann der siebenköpfigen Crew gingen über Bord und trieben in den meterhohen Brandungswellen. Zur Rettung der zu Schiffbrüchigen gewordenen Seenotretter wurde die „Commandant Peverelly - SNS 247“ eingesetzt, die allerdings in den Brechern an der Mole dasselbe Schicksal zu erleiden drohte.
Erst ein Zodiac konnte die drei im Wasser treibenden Seeleute bergen. Einer von ihnen wurde leicht verletzt ins Krankenhaus gebracht. Der Incana and Fountain Service hob das schwer beschädigte Rettungsboot nach mehreren Stunden, in denen es unablässig auf die Felsen geschmettert worden war, auf das Hafengelände. Der Rumpf war beim Ritt auf den Steinen schwer beschädigt worden. Der Neubau hatte nach 21 Jahren die "Commandant Peverelly" ersetzen sollen. Die Konstruktion hatte 700 000 Euro gekostet und war zu 50% von der SNSM Paris, zu 25% von der Région und zu 25% von der Station Saint-Pierre finanziert worden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Baggerschiff „Merlin“
(Bild: Felix Michel)   Großbild klick!
Merlin nicht am toten Punkt
(14.10.14) Bei weiterhin tiefem Wasserpegel auf dem Rhein in Basel wurden am Morgen des 14.10. die zur Drehung des Schweizer Baggerschiffes „Merlin“ wieder aufgenommen. Das Minimalziel, einen Drehwinkel von 90 Grad zu erreichen, wurde aber nicht erreicht. Die Berger kamen noch nicht über den toten Punkt hinaus, an dem der Rumpf sich selbstständig aufrichten sollte. Der Druck in den im Schiff verbliebenen Luftkammern war offenbar zu groß und führte dazu, dass der Kran das Schiff nicht weiter zu drehen vermochte. Taucher brannten ein Loch in den Rumpf, durch das die Kammern nun geflutet werden sollten. Bislang konnte das Wrack lediglich um rund 30 Zentimeter gedreht werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Keine Rettung für “French Kiss”, Crew geborgen
(Bild: USCG)   Großbild klick!
Segler von Felsen abgeborgen – Boot gesunken
(14.10.14) Die U.S. Coast Guard rettete vor den Galveston Molen die zweiköpfige Crew der Yacht “French Kiss”, die am 13.10. gegen sechs Uhr an der Südmole auf die Felsen getrieben war. Von der Station Galveston liefen zwei Rettungsboote aus und waenr 40 Minuten später vor Ort. Die Crew konnte die Segler auf den Felsen aber nicht erreichen.
Erst eine Stunde später, um 7.40 Uhr, konnte ein von der Air Station Houston geschickter MH-65 Dolphin Helikopter die beiden bei 30 Knoten Wind abbergen und brachte sie zum Scholes International Airport. Hier wurden sie medizinisch betreut. Die Segler waren aber leicht verletzt davon gekommen.
Keine Rettung gab es für ihr Boot: Es wurde über die Felsen geschlagen und begann bei sechs Fuß hohem Seegang rund 250 Yards von der Nordmole auf der anderen Seite zu sinken. Der Mast ragte nach dem Untergang gegen neun Uhr auf Position 29°20’37.4?N 94°40’54.4?W. noch aus dem 10 Fuß tiefen Wasser außerhalb des Fahrwassers.
Quelle:Tim Schwabedissen



Rettung acht Minuten vor Untergang
(14.10.14) Die gesamte 15-köpfige Crew des chinesischen Frachters "Run Wu 9" (MMSI-Nr.: 413352760) wurde am Morgen des 12.10. im Sturm vor der Zhejiang Provinz in China gerettet. Um 06.35 Uhr hatte der 97 Meter lange Frachter massiven Wassereinbruch rund fünf Meilen südlich der Insel Dachen gemeldet.
Um 07.40 Uhr war das Rettungsschiff "Dong Hai Jiu 111" des Donghai Rescue Bureau vor Ort und setzte ein Boot aus, um die Seeleute abzubergen. Um 8.30 Uhr waren alle Mann in Sicherheit, nur acht Minuten darauf versank ihr Schiff. Es hatte sich auf der Fahrt von Dongshan Dao nach Ningbo befunden.
Quelle:Tim Schwabedissen




Yacht auf Mallorca geborgen
(14.10.14) Taucher haben am 13.10. eine bei Sant Elm im Südwesten von Mallorca gestrandete, 12 Meter lange Yacht wieder flottgemacht. Sie sich am Vortag ohne Besatzung bei hohem Wellengang von der Mooring losgerissen. Der Rumpf war nicht beschädigt worden, so dass das Schiff problemlos aufschwimmen konnte. Einsatzkräfte mussten zuvor das irische Eignerpaar mit einem Schlauchboot retten, das erfolglos versucht hatte, zu seiner Yacht zu gelangen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer in Müllverbrennung der "Mein Schiff 1"
(14.10.14) Auf dem maltesischen Kreuzfahrtschiff „ Mein Schiff 1", 76998 BRZ (IMO-Nr.: 9106297), brach am Abend des 12.10. auf dem Weg von Barcelona nach Palma de Mallorca ein Feuer in der Müllverbrennungsanlage auf Deck 3 aus. Gegen 21 Uhr tönte es aus den Bordlautsprechern “Bravo, Bravo, Bravo, Fire in the Garbage”.
Diese Ansage war eigentlich wohl nur für die Crew gedacht, sorgte aber entsprechend für Unruhe unter den Passagieren. Deshalb meldete Kapitän Noack kurz darauf: “Ja, meine Damen und Herren, es hat ein kleines Problem gegeben, ein Feuer, aber es wurde professionell gelöscht.” 20 Crewmitglieder waren zuvor in Schutzanzügen und mit Sauerstoffgeräten im Einsatz gewesen, das Feuer zu löschen. Die Show im Theater wurde kurz unterbrochen. Die Fahrt konnte derweil normal fortgesetzt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sportboot “Avalon” muss gehoben werden
(14.10.14) Das 65 Fuß lange Sportboot “Avalon”, das am 14. September während der Verschleppung durch ein anderes Boot bei Pleasant Harbor sank und seitdem halb unter Wasser liegt, muss nun binnen 10 Tagen gehoben werden, sonst nimmt es das Department of Natural Resources am 24.10. in Besitz und heuert selbst einen Berger. Eigner Randy Schleich wollte mit der Coast Guard, den Natural Resources und anderen Behörden kooperieren.
Er hatte den 1929 erbauten Holzkutter vor einem Jahr gekauft. Die Ölbeseitigung nach dem Untergang hatte ihn bereits 70,000 Dollar gekostet. 70 Gallonen Öl waren ausgelaufen, nachdem die “Avalon” nach einer Grundberührung auf Tiefe ging. Die vierköpfige Crew konnte sich mit dem Beiboot ans Ufer des Pleasant Harbor State Park retten. Am selben Tag hatte die Coast Guard die Global Diving and Salvage mit der Ölbeseitigung beauftragt. Insgesamt 350 Gallonen Diesel wurden aus den Tanks gepumpt und diese abgesperrt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter “Creaghan Mhor” auf Felsen aufgelaufen
(14.10.14) Der Kutter “Creaghan Mhor” erlitt am 13.10. um 4.29 Uhr Maschinenausfall und lief mit einer dreiköpfigen Crew an Bord auf Felsen der Rigg Bay, Garlieston. Das RNLI-Boot aus Kirkcudbright, die “Sheila Stenhouse”, lief rasch aus, ein anderer Kutter hatte bereits eine Schleppverbindung hergestellt, und beide Schiffe warteten auf das Eintreffen der Seenotretter. Ein Fischer hatte eine leichte Verletzung erlitten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Angelkutter “Puffin” mit Maschinenausfall
(14.10.14) Der kleine Angelkutter “Puffin” kollidierte am 13.10. um 14.50 Uhr mit den Skerry Rocks und trieb vor Boddam Harbor. Das RNLI-Boot aus Peterhead, die “Misses Robertson” aus Kintail, wurde zu Hilfe gerufen und eskortierte den Havaristen mit seiner zweiköpfigen Crew nach Peterhead. Beim Ansteuern der Marina kam es zu einem Maschinenausfall, und das RNLI-Boot nahm den Kutter auf den Haken. Um 16.50 Uhr war die Rettungsaktion beendet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Lindenau-Tanker sitzt weiter auf Amazonas fest
(14.10.14) Der unter Seychellen-Flagge laufende Tanker "Seychelles Patriot", der am 8.10. auf dem Amazonas auf der Fahrt von Rio de Janeiro zum Löschhafen Manaus auf eine Sandbank in der Mitte des Flusses gelaufen war, saß weiter in der Mitte des Flusses fest. Das Schiff war im Rahmen der geplanten Fahrroute und mit zwei Lotsen an Bord festgekommen. Die regierungseigene Parastatal Company war ebenso wie der Charterer Petrobras, die Santarem Port Authority und die Seychelles Maritime Safety Authority (SMSA) sofort informiert worden.
Noch am selben Tag hatte der Tanker versucht, sich selbst zu befreien. Als dies fehlschlug, wurden Bergungsexperten aus den Niederlanden eingeflogen. Am Morgen des 13.10. war ein Bergungsplan formuliert und von der Santarem Port Authority sowie der Versicherung angenommen worden .Am selben Tag gegen 18 Uhr versuchten zwei Schlepper, die mittags eingetroffen waren, den mit Gasöl beladenen Tanker flottzumachen.
Doch der Versuch musste abgebrochen werden, weil sie zu klein waren und mechanische Schäden erlitten, die die Zugkraft verringerten. Später am Abend sollte mit einem weiteren, eingecharterten Schlepper nach dessen Eintreffen aus Santarem ein weiteres Mal versucht werden, den Tanker zu befreien.
Die “Seychelles Patriot” ist 189,02 Meter lang, 32,2 Meter breit, hat 11,81 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 45.680 Tonnen. Er läuft im Management der German Tanker Shipping GmbH in Bremen und wurde 2008 von der Kieler Lindenau GmbH Schiffswerft & Maschinenfabrik erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre "Sjernarøy" wird losgeschleppt
(Bild: Ole Andreas Boe)   Großbild klick!
Ein Verletzter bei Havarie norwegischer Fähre
(13.10.14) Die norwegische Fähre "Sjernarøy", 1656 BRZ (IMO-Nr.: 9192480), lief am 12.10. auf dem Weg von Nedstrand nach Halsnøy gegen 20.15 Uhr vor Nord-Hilde in Ryfylke um 20.15 Uhr auf Grund und wurde erheblich beschädigt. Gegenstände flogen beim Aufprall durch die Luft. Ein Crewmitglied zog sich beim Aufprall eine Kopfverletzung zu. Das Schiff hatte um 19.35 Uhr Nedstrand verlassen und konnte wohl wegen eines technischen Fehlers nicht mehr aufstoppen.
Es kam zu einem Wassereinbruch, der aber unter Kontrolle gebracht werden konnte. Rettungsdienste und Polizei von Rogaland wurden kurz darauf alarmiert und waren um 20.50 Uhr mit Ambulanzboot, Rettungsboot und Helikopter im Einsatz. 45 Personen, darunter 43 Passagiere, wurden abgeborgen und von der Fähre "Fjordkatt" weiter transportiert. Der Verletzte wurde medizinisch betreut.
Fünf Crewmitglieder sowie der Kapitän blieben an Bord, während der Havarist von dem Schlepper „Mega Mammut“ abgebracht und, unter Eskorte des Rettungsbootes „Peter Henry von Koss“ zunächst nach Judaberg gebracht wurde zur Entladung der Autos. Danach ging der Schlepp weiter nach Stavanger zur Reparatur. Hier traf der Havarist am 13.10. gegen neun Uhr ein. Die Fähre "Foldøy" musste den Dienst zwischen Fogn und Judaberg vorerst allein bestreiten.
Quelle:Tim Schwabedissen




Fähre „Ærøsund“ während des Versenkens
(Bild: Langelands Dykkerklub)   Großbild klick!
Enormes Interesse an versenkter Eisenbahnfähre
(13.10.14) Der kleine dänische Hafen Ballen südöstlich der Stadt Svendborg wird seit Tagen von Tauchern belagert, die das Wrack der Fähre „Ærøsund“, die am 5.10. versenkt wurde, zu besuchen. Bereits jetzt hat sich marines Leben auf dem Schiff angesiedelt. Es wurden große Krebsschulen, Seeanemonen, Krabben und Fische verschiedener Größe gesichtet. Auch ein Stuhl mit einer Tasse wartet auf die Unterwassergäste.
Allein am 12.10. waren 50 Taucher aus Fünen an dem in 22 Metern Wassertiefe liegenden Schiff. Sie waren mit mehreren kleinen Booten hinaus gefahren. Das Interesse an dem Wrack ist enorm. Jede Tour des Tauchanbieters Diving 2000 ist binnen Stunden ausgebucht. Sowohl Schnorcheln wie auch Flaschentauchen ist an dem Schiff möglich. Mit Sauerstoffflaschen beträgt die Tauchzeit 40 bis 50 Minuten. Gespannt wird jetzt auf die weitere Entwicklung des Lebens am noch jungfräulichen Wrack vor Ballen gewartet.
Quelle:Tim Schwabedissen



10 Verletzte bei Fährunfall in San Francisco
(13.10.14) Die amerikanische Katamaranfähre "Peralta", 294 BRZ (MMSI:366983830) kollidierte am Abend des 12.10. mit einem Dalben von Pier 41 in San Francisco. Das Schiff setzte um 17.45 Uhr von dem dortigen Liegeplatz zurück, als sich der Unfall ereignete. 10 Passagiere wurden leicht verletzt und im Krankenhaus untersucht. Die „Peralta“ wurde aus dem Betrieb genommen und durch die Coast Guard San Francisco untersucht. An ihr wie auch an Pier 41 entstand aber nur geringer Schaden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter bei Kollision in Bützfleth beschädigt
(13.10.14) Mit einer Ladung Kupferkonzentrat aus Moerdijk kommend kollidierte der unter der Flagge der Niederländischen Antillen registrierte Frachter "Anja", 5968 BRZ (IMO-Nr.: 9205706), am Morgen des 11.10. beim Einlaufen in den nördlichen Teil des Seehafens von Stade mit einer Anlegerbrücke und dann der Kaimauer. Der Anprall mit dem Heck war so heftig, dass der Rumpf auf einer Länge von zwei Meter über der Wasserlinie aufgerissen wurde. Es kam zu keinem Wassereinbruch. Betriebs- oder Schadstoffe traten auch nicht aus.
Der 52-jährige russische Kapitän hatte einen Elblotsen zur Beratung auf der Brücke. Darüber hinaus begleitete ein Schlepper das 128 Meter lange Schiff zur Assistenz für das Einlaufen und spätere Anlaufen des Liegeplatzes. Wegen der Schäden am Schiff erteilten Beamte der Wasserschutzpolizei Stade als vorläufige Maßnahme ein Auslaufverbot. Das Schiff machte in Bützfleth fest. Die Gesamtschadenshöhe wurde auf rund 500.000 Euro geschätzt. Als Unfallursache wird derzeit nautisches Fehlverhalten durch die Fehleinschätzung der örtlichen Strömungsverhältnisse angenommen. Die Ermittlungen der Wasserschutzpolizei Stade dauerten an.
Quelle:Tim Schwabedissen



18 Tote und 20 Vermisste vor Guinea
(13.10.14) Nach dem Untergang eines überladenen Holzbootes vor Guinea ist die Anzahl geborgener Toter auf 18 gestiegen, 20 weitere wurden noch vermisst. Das Schiff, das 61 Personen an Bord hatte, war am 10.10. vor Benty im Süden des Landes nach einer Kollision mit einem Erzfrachter nahe des Anlegers von Konta gesunken, als es von Farmoriah nach Benty unterwegs war. Nach dreitägiger Suche gab es keine realistische Hoffnung auf weitere Überlebende mehr. Der Kollisionsgegner läuft für die Forecariah Guinea Mining Company, ein Joint Venture der Australian Bellzone und des China International Fund (CIF) zur Erzgewinnung.
Quelle:Tim Schwabedissen



Überladenes Boot in Tansania gekentert
(13.10.14) Fünf Menschen kamen wohl ums Leben, als ein Boot mit über 70 Personen an Bord auf dem Lake Tanganyika am 11.10. kenterte. Etliche weitere wurden noch vermisst. Die meisten Schiffbrüchigen wurden von Fischern gerettet. An der Rettungsoperation waren auch die Polizei und die Tanzania People's Defense Forces beteiligt.
Das Fahrzeug kenterte zwischen den Dörfern Kalalangabo und Kigalye in der Region von Kigoma. Das überladene Boot schlug um, als es von großen Wellen getroffen wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Titanic der Antike von Wissenschaftlern vermessen
(13.10.14) Über 2000 Jahre nach dem Untergang eines römischen Schiffes vor Antikythera gilt das Wrack als “Titanic der Atnike”. Es war mit etlichen Artefakten beladen, darunter das, was als der älteste Computer der Welt bezeichnet wird. 1900 hatte der Kapitän Dimitrios Kontos, der ein Team von Schwammtauchern leitete, das Wrack gefunden. Statt Schwämmen hatte der Taucher Ilias Stadiatis den Arm einer Bronzestatue an die Oberfläche gebracht.
Seitdem wird das Wrack von Forschern untersucht. War es wegen der großen Wassertiefe lange Zeit nur schwer erreichbar, so hat sich dies inzwischen geändert. Mit Exosuits haben Wissenschaftler des griechischen Kulturministeriums in den vergangenen Wochen den Grund um das Wrack kartiert. Es wurde als “schwimmendes Museum” bezeichnet mit Gegenständen verschiedener Perioden an Bord, eine Bronzestatue datierte von 340 v.Chr., eine andere von 240 v.Chr., während der sogenannte Mechanismus von Antiythera erst später konstruiert wurde.
Die Trümmer und Gegenstände liegen über 300 Meter auf dem Meeresgrund verstreut. Es wurde angesichts der Größe der Anker und dem Ausmaß geborgener Rumpfplanken angenommen, dass das Schiff erheblich größer war als bislang angenommen, möglicherweise bis zu 50 Meter.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tod am Columbus Day
(13.10.14) Eine 29-jährige kam ums Leben, als die 27 Fuß lange Motoryacht “Mimsea” am 11.10. mit einer 68 Fuß langen Sea Ray vier Meilen vor Key Biscayne kollidierte. Sie wurde im Ryder Trauma Center in Miami für tot erkärt. Zwei weitere Personen kamen verletz ins Krankenhaus. Alle waren ins Wasser gestürzt und waren von der größeren Yacht an Bord gezogen worden. Die 21 Personen auf dieser blieben unversehrt. Das Unglück ereignete sich am Columbus Day.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutterkapitän nach Kollision vermisst
(13.10.14) Der Kapitän des vietnamesischen Kutters “QNg 94301 TS” aus der Zentralprovinz von Quang Ngai wurde vermisst, nachdem dieser mit der unter Malaysia-Flagge registrierten Barge “Newton 5” sowie dem Schlepper “Newton 3” am 11.10. um 20.30 Uhr kollidiert war. Der Schleppzug war von Vung Tau nach Singapur unterwegs, als er mit dem Kutter, der 12 Personen an Bord hatte, rund 17 Meilen vor der Küste von Vietnam zusammenstieß. Der Skipper fiel dabei ins Wasser.
Sieben Fischer konnten auf die “Newton 5” hinüber springen, vier weitere wurden von einem anderen Kutter gerettet. Ein SAR-Team der Vung Tau Maritime Authorities forderte die “Newton 5” zum Stoppen auf und untersuchte sie am 12.10. An Backbordseite des Kuttes waren ein Loch und Schrammen entstanden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bergung der Galeasse Dagny
(Bild: Stefanie Schlemmer)   Großbild klick!
Galeasse Dagny 12 Tage nach Untergang in Neustadt geborgen
(12.10.14) Mit Hilfe zweier Mobilkräne mit einer Tragkraft von je 200 Tonnen wurde am 11.10. der 12 Tage zuvor gesunkene, 14,6 Meter lange Traditionssegler „Dagny“ im Neustädter Hafen gehoben. Die Feuerwehr, das Schwerlastunternehmen Sönke Jordt Krane, die DLRG, die Wasserschutzpolizei, ein Taucherteam, die Polizei Neustadt, die Firma Lübeck Port Authority sowie die Stadt Neustadt waren gemeinsam vor Ort, um die gesamte Aktion zu bewerkstelligen.
Ab 6.30 Uhr mussten der Verkehr umgeleitet und die Straße Schiffbrücke gesperrt werden, um den Weg für die beiden großen Kräne freizumachen. Bereits am Abend des 10.10. hatten Taucher mit Hilfe eines Kleinkrans Hebstropps unter dem Schiff hindurch gezogen. Zunächst galt es, auf engstem Raum an der Kaikante die Kräne in die richtige Position zu manövrieren. Als die Traversen dann angeschlagen waren und die „Dagny“ gegen 10 Uhr an den Haken hing, wurden Pumpen an Bord gebracht und das Schiff gelenzt. Die Sorge war, dass der Holzrumpf auseinanderbrechen könnte. Vorsorglich war auch ein Ponton bereitgestellt worden, auf dem das Wrack hätte abgesetzt werden können. Doch es gelang, die Leckage abzudichten und das Schiff schwimmfähig zu machen, sodass es gegen Mittag von einem Boot der Feuerwehr zum gegenüberliegenden Kai gezogen werden konnte. Nun mussten die Kräne wieder demontiert wurden, um über die Autobahn um Neustadt herum dorthin zu gelangen, um die Bergung zu vollenden. Gegen 15 Uhr konnte die Schiffbrücke wieder für den Verkehr freigegeben werden.
Am neuen Liegeplatz der „Dagny“ wurde inzwischen eine Ölsperre ausgelegt und das mit Diesel verunreinigte Wasser mit einem Tankfahrzeug entsorgt. Als die Schwerlästkräne auf der anderen Hafenseite angekommen waren, mussten sie erneut positioniert werden, um die „Dagny“ dann auf einen speziell angefertigten Lagerbock aus Metall an Liegeplatz vor dem HaGe-Getreidespeicher zu heben. An dem nun geräumten Liegeplatz machte kurz darauf die „ Norcaat“ mit einer Schute, um den Hafen dort in Kürze auszubaggern.
Die Bergung kostete eine fünfstellige Summe, die dem Eigner in Rechnung gestellt wird. Es soll auch schon einen neuen Eigner oder zumindest einen Interessenten für das Schiff geben, dessen maroder Zustand für den Untergang verantwortlich gemacht wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter vor dem Untergang bewahrt
(12.10.14) Die US Coast Guard gemeinsam mit einem Kutter bewahrte am 11.10. den 34 Fuß langen Kutter „Lady Annette“ nahe Great Wass Island, Maine, vor dem Untergang. Der Skipper hatte Wassereinbruch gemeldet, woraufhin ein Rettungsboot von der Station Jonesport auslief.
Taucher stellten dann fest, dass Wasser an der Abdichtung zwischen Propeller und Maschine eindrang. Es gelang, den Wassereinbruch mit einer Lenzpumpe zu kontrollieren. Währenddessen nahm der Kutter „Ashley N“ den Havaristen auf den Haken und schleppte ihn nach Jonesport ein.
Quelle:Tim Schwabedissen




Outsourcing der Crew nach Untergang der „Ocean Researcher V“ in der Kritik
(12.10.14) Huang Yu-fa, der zunächst verhaftete Kapitän des gesunkenen taiwanesischen Forschungsschiffes "Ocean Researcher V", 2967 BRZ (IMO-Nr.: 9614098), wurde am 11.10. gegen eine Kaution von umgerechnet 3,288 US-Dollar wieder auf freien Fuß gesetzt. Er war von der Staatsanwaltschaft des Penghu County in Zusammenhang mit dem Tod zweier Forscher beim Untergang seines Schiffes am 10.10. verhört worden.
Der Wissenschaftsminister Simon Chang setzte unterdessen eine Taskforce zur Untersuchung ein. Er wollte nicht über die Ursache des Unglücks spekulieren, sagte aber, dass es eine starke Wetterverschlechterung am 10.10. gegeben habe, nachdem die Wetterbedingungen beim Auslaufen aus Tainan am 9.10. noch akzeptabel gewesen seien.
Bei den beiden Toten handelte es sich um Hsu Shih-chieh, einen Research Fellow der Academia Sinica, und Lin Yi-chun des Taiwan Ocean Research Institute. Sie ertranken während der Rettungsaktion des Militärs und der taiwanesischen Coastguard. 24 verletzte Forscher und Besatzungsmitglieder wurden in Krankenhäuser in Penghu und Chiayi gebracht. Sie befanden sich durchweg in stabilem Zustand. Überlebende sagten aus, dass die Crew sich gerade zum Essen versammelt habe, als der Kapitän gegen 17 Uhr über Bordlautsprecher durchsagte, dass es im Heck des Schiffes Wassereinbruch gäbe.
Er habe die Abteilung abschotten lassen, wies aber alle an, die Rettungswesten anzulegen. Wenig später ordnete er das Verlassen des Schiffes an. Das National Rescue Command Center alarmierte auf seine Notrufe hin die Rettungskräfte um 17:45 Uhr. Gegen 18 Uhr waren die Helikopter der Air Rescue Group von der Chiayi Air Base aufgestiegen. In der Dunkelheit mussten die Schiffbrüchigen im Scheinwerferlicht aus der aufgewühlten See gezogen werden. Acht Rettungshubschrauber, zwei C-130-Transporthubschrauber, vier Marinefregatten und fünf Patroullienboote waren dann stundenlang beschäftigt, während sich das Forschungsschiff auf die Seite legte und mit dem Bug hoch aufragend auf Tiefe ging.
Unterdessen wurde auch die Kompetenz der Crew hinterfragt, die alle drei Monate rotierte und deshalb möglicherweise zu wenig Erfahrung mit dem Schiff hatte. Die aktuelle Fahrcrew war erst am 9.10. an Bord gekommen. Der Minister of Science and Technology, Simon Chang, entgegnete der Kritik, dass dieses System den japanischen Ansatz abbilde, professionelle Crews zu heuern. Von fünf Reedereien, die sich um den Schiffsbetrieb beworben hatten, wurde für zwei Jahre die Yu Pin Shipping Co. ausgewählt. Der diensthabende Kapitän, der seit März an Bord war, sei zuvor seit 2003 bei der Evergreen Marine Corp. gefahren. Diese Behauptung musste er nach Widerspruch aber zurücknehmen. Sie war falsch.
Das Ministerium verteidigte die Praxis des Outsourcens, die notwendig geworden sei, weil die „Ocean Researcher“ anders als die Vorgängerschiffe eine Größe gehabt habe, die im Gegensatz zu den kleineren Fahrzeugen, die von den Universitäten gemanagt wurden, eine professionelle Crew brauchte. Sie sollte nun aber überprüft werden.
Die „Ocean Researcher V“, die bis zu 12 Knoten erreichte, war für mittelschweren Seegang tauglich. Den zum Unglückszeitpunkt herrschenden Wellenhöhen hätte sie widerstehen müssen. Da in dem 20 bis 30 Meter tiefen Seegebiet keine Riffe waren, fiel auch ein Auflaufen auf ein Korallenriff, wie zunächst gemutmaßt, als Unglücksursache aus. Auch hätte es mit einem System verschiedener Generatoren auch keinen totalen Maschinenausfall geben sollen.
Einige Zeugen meinten, vor dem Untergang Explosionen gehört zu haben. Einige der Verletzten hatten auch Rauchgasvergiftungen erlitten. Die „Ocean Researcher V“ meldete im ersten Notruf auch Maschinenausfall, dann einen Ausfall der Elektrik und am Ende einen vollständigen Blackout. Sogar der UHF-Funk versagte.
Das Schiff wurde im August 2012 in Dienst gestellt und hat seitdem 50 Forschungsreisen bis zu den Spratly Islands in der Südchinesischen See und den Diaoyutai Islands in der Ostchinesischen See unternommen. Es war 72.6 Meter lang und 15.4 Meter breit.
Quelle:Tim Schwabedissen



Maschinenschaden legte Fähre auf Lake Victoria lahm
(12.10.14) Auf der in Tansania registrierten Fähre „Victoria“ brach am 10.10. auf der Fahrt von Bukoba nach Mwanza auf dem Lake Victoria eine Maschine aus. Das Schiff war um 21 Uhr ausgelaufen. Nachdem es auf der Fähre dunkel wurde, wurden die Fahrgäste unruhig.
Die Crew lief Kemondo an und wartete auf Ersatzteile für eine Reparatur des Maschinenschadens. Öl lief aus, während auf das Eintreffen eines Elektrikers aus Mwanza gewartet wurde. 1995 war auf dem Lake Victoria die Fähre „Bukoba“ gesunken, wobei über 800 Menschen ums Leben kamen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Der Baggerarm taucht auf
(Bild: Schweizer Wasserbau AG)   Großbild klick!
Merlin 20 Zentimeter höher gelegt
(11.10.14) Bei schlechter Witterung wurde am 10.10. im Baseler Klybeckhafen das Wrack des Schweizer Baggerschiffs „Merlin“ am 10.10. erstmals ein Stück angehoben. Das Schiff wurde rund 20 Zentimeter weiter aus dem Wasser gezogen. Besser als zuvor war nun der von Unbekannten an dem inzwischen von Vogelkot weiß eingefärbten Rumpf angebrachte Aufschrift „Just Married“ zu lesen. Nachdem dieser Test vor zahlreichen Schaulustigen positiv verlaufen war, sollte nun am 13.10. die Bergung planmäßig weiter gehen. Die Berger wollen um acht Uhr loslegen. Beteiligt an der Aktion ist ein 100-Tonnen-Raupenkran, der zuvor auf einen Ponton verladen wurde.
Die Schweizer Wasserbau AG hatte sich entschlossen, die „Merlin“ auf eigene Kosten und Risiko wegen Unklarheiten mit dem zuständigen Versicherer zu heben. Bereits am Nachmittag zuvor war es gelungen, den Ausleger des Baggers und dessen Greifer aus dem Rhein zu holen.
Quelle:Tim Schwabedissen




Trawler “Marina Emiel” im Schlepp
(Bild: RNLI)   Großbild klick!
Trawler in stürmischer See nach Shoreham eingeschleppt
(11.10.14) Das RNLI-Boot aus Shoreham lief am 6.10. um 10.35 Uhr aus, nachdem der 49 Fuß lange Trawler “Marina Emiel” (MMSI-Nr.: 235090834), eineinhalb Meilen südwestlich des Hafens Maschinenausfall erlitten hatte. Der Havarist trieb mit vier Mann an Bord in rauer See mit Regenböen.
Es gelang den Seenotrettern aber, eine Schlepptrosse zu übergeben und das Schiff trotz der schwierigen Bedingungen gegen 11.15 Uhr sicher in den Hafen zurückzuziehen, den es am folgenden Morgen nach einer Reparatur wieder verließ.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schiff der German Tanker Shipping vor Brasilien auf Grund gelaufen
(11.10.14) Am 9.10.. lief der unter Seychellen-Flagge registrierte Tanker "Seychelles Patriot", 27007 BRZ ( IMO-Nr.: 9365635), unweit des brasilianischen Hafens Santarem auf Grund. Schlepper wurden entsandt, den Havaristen, der sich auf der Fahrt von Rio de Janeiro nach Manaus befunden hatte, wieder flottzumachen. Der 189 Meter lange und 32 Meter breite Tanker entstand 2008 auf der Kieler Lindenau-Werft für die German Tanker Shipping in Bremen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Boot kenterte im Sonnenuntergang – zwei Personen am folgenden Morgen gerettet
(11.10.14) Die Coast Guard San Francisco wurde am 10.10. gegen fünf Uhr von einem Sicherheitsmann der C&H Sugar Refinery alarmiert, dass ein Schiffbrüchiger bei dem Werk aus dem Wasser gekommen sei, nachdem sein Boot gekentert war. Der 25-jährige gab an, seine Mutter und ein Freund seien noch im Wasser. Das Boot war bei Sonnenuntergang am Vorabend bei Pinole Point gekentert.
Von der Coast Guard Station Vallejo wurde ein Rettungsboot, außerdem ein Helikopter der Coast Guard Air Station San Francisco alarmiert, ebenso das Contra Costa County Sheriff's Department. Gegen sieben Uhr entdeckte ein anderes Schiff die beiden im Wasser treibenden. Sie waren zwar unterkühlt, aber lebendig. Sie wurden an Bord des Bootes der Coast Guard Station Vallejo gebracht und medizinischer Versorgung zugeführt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Betrunkene Crew setzte Kutter auf Grund
(11.10.14) Ein 45-Fuß-Boot der Coast Guard Station Bellingham kam am Abend des 9.10. dem 50 Fuß Kutter „Arline“ aus Seattle zu Hilfe, der beim Cap Sante Marina in Anacortes auf Grund gelaufen war. Als ein Boarding-Team des Patroullienbootes „Adelie“, das sich auf einer Routinefahrt in der Nähe befand, aus Port Angeles auf den im Swinomish Channel festsitzenden Kutter überstieg, stellte es fest, dass der Skipper und sein Decksmann betrunken waren.
Sie wurden in Polizeigewahrsam genommen. Nachdem der Kutter wieder flottgemacht worden war, wurde ein leichter Ölfilm um das Schiff entdeckt. Er rührte von einem Riss am Propellerschaft her, durch den veröltes Wasser austrat. Eine Ölsperre wurde um den Kutter ausgelegt, und ein Team aus Seattle zur Bekämpfung der Verschmutzung angefordert. An Bord waren 150 Gallonen Diesel.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht bei Rossbådan gesunken
(11.10.14) Am 10.10. um 11:30 Uhr fing die schwedische Seenotrettung einen Funkverkehr zwischen Schiffen im Hafen von Fotö und dem JRCC auf, dass eine Segelyacht bei Rossbådan in Schwierigkeiten sei. Das Rettungsboot „Marianne Bratt“ lief aus und bot seine Hilfe an. Sie fand das Boot auf der Seite liegend vor.
Ein Segler ging wenig später über Bord und wurde gerettet. Danach ging auch der Skipper von Bord und wurde ebenfalls an Bord gezogen. Fünf Minuten später sank die Yacht bei Windgeschwindigkeiten von 12 Metern pro Sekunde und einem Meter Wellenhöhe.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fischtransporter bei Flatval aufgelaufen
(11.10.14) Am 10.10. gegen 18 Uhr lief der norwegische Fischtransporter "Frøystrand", 1226 BRZ (IMO-Nr.: 9443994), von Kristiansund kommend auf eine Schäre unweit des alten Fähranlegers von Flatval. Das Schiff hatte zuvor einen Ruderversager erlitten. Mehrere andere Schiffe assistierten. Spät in der Nacht kam der Havarist mit auflaufendem Wasser wieder frei und steuerte die Kverhusvik Werft in Dolmsundet an, wo er gegen Mitternacht festmachte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Altes Binnenschiff in Heilbronn ausgegraben
(11.10.14) Spezialisten für Kampfmittelbeseitigung untersuchen am 10.10. in Heilbronn ein Schiffswrack, das am Vortag bei Arbeiten auf dem künftighen Buga-Gelände gefunden wurde. Sie sollten prüfen, ob sich unter dem Wrack noch Blindgänger befanden. Das Schiff lag in etwa vier Metern Tiefe in einem nach dem Krieg zugeschütteten Hafenbecken, auf dessen Areal der neue Stadtteil Neckarbogen entstehen soll.
Es handelte sich um ein 35 Meter langes Binnenschiff aus Stahl. Die stark korrodierten Überreste sollten in den kommenden Wochen geborgen werden. Zeitzeugen hatten wiederholt berichtet, dass nach Ende des 2. Weltkriegs bei der Verfüllung von Teilen des alten - wohl auch ein dort gesunkenes Schiff begraben worden war.
In der Nähe der Fundstelle wurde auch Kleinmunition entdeckt. Es konnte nicht ausgeschlossen werden, sich auch unter dem Wrack noch explosives Material befand. Wenn alles untersucht ist, soll das Wrack vor Ort zerschnitten und abtransportiert werden. Zuvor waren bereits Gebrauchsgegenstände aus den 1940er Jahren gefunden worden, darunter Haushaltsgeräte, Töpfe und ein Fahrrad. Dies wird nun im Zuge der Bauarbeiten erst einmal gesammelt, später könnte dann daraus eine Ausstellung entstehen, in der auch Teile des jetzt gefundenen Schiffswracks gezeigt würden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Neun Tote und 30 Vermisste bei Kenterung in Guinea
(11.10.14) Ein überladenes Transportboot mit 69 Passagieren kenterte nach einer Kollision an der Südküste von Guinea in der Forecariah Provinz. Neun Personen wurden tot geborgen, 30 weitere noch vermisst. Das Boot war aus Farmoriah gekommen und verunglückte nur Minuten nach dem Auslaufen nahe Benty. 18 Insassen konnten sich retten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Größtes Forschungsschiff Taiwans gesunken – zwei Tote
(11.10.14) Das taiwanesische Forschungsschiff “Ocean Researcher V”, 2967 BRZ (IMO-Nr.: 9614098), lief am 10.10. gegen 17 Uhr auf ein Riff vor Lungmen bei Penghu, wo es Windschutz suchen wollte, nachdem es in stürmischer See Maschinenausfall gelitten hatte. Es wurde vermutet, dass das Schiff durch hohe Wellen und starke Strömungen, die der Taifun Vongfong verursacht hatte, vom Kurs abgekommen und gegen ein Korallenriff geprallt war.
Es wurde dabei aufgerissen, legte sich auf die Steuerbordseite und versank schließlich mit dem Heck voran um 20.11 Uhr in der tosenden See. An Bord waren zum Unglückszeitpunkt 18 Besatzungsmitglieder und 27 Wissenschaftler. Nach dem Notruf kamen vier Boote der Küstenwache, vier Fregatten der Marine, zwei S-70C Rettungshubschrauber sowie zwei EC225 Helikopter und zwei C-130 Hercules zu Hilfe.
43 Personen konnten in einer groß angelegten Rettungsaktion lebend geborgen werden, zwei weitere wurden leblos aus der aufgewühlten See gezogen und starben trotz aller Wiederbelebungsbemühungen. Etliche der Schiffbrüchigen flüchteten in Rettungsinseln, die allerdings häufig vom Sturm umgeschlagen wurden, andere trieben nur mit Rettungswesten in der Dunkelheit in den meterhohen Wellen, als sie die Suchscheinwerfer der Retter erfassten und sie über Rettungsnetze an Bord gezogen wurden. Mehrere erlitten Verletzungen, aber niemand weiteres befand sich in Lebensgefahr.
An Bord hatten sich Forscher der Academia Sinica, des Taiwan Typhoon and Flood Research Institute der National Applied Research Laboratories und graduierte Studenten der National Taiwan Ocean University, National Yang Ming University, Yunlin University of Science und Technology and National Chengkung University befunden. Das Schiff war am 9.10. aus Anping in Tainan ausgelaufen und hätte am 16.10. wieder zurückkehren sollen.
Das Schiff war 2012 für 47.98 Millionen Dollar für das Ministry of Science and Technology's National Applied Research Laboratories erbaut worden. Auf der aktuellen Fahrt sollten Schadstoffe in der Atmosphäre und deren Bewegung in der Luft untersucht werden. Es war mit ROVs ausgestattet, die bis in 3000 Metern Tiefe operieren konnten. Es war das größte wissenschaftliche Forschungsschiff in Taiwan.
Quelle:Tim Schwabedissen



Mehrere Verletzte in Stau nach Fährhavarie
(11.10.14) Am Abend des 6.10. liefen die beiden kenianischen Fähren “Kwale” und “Kilindini” gegen 18 Uhr beide vor Kilindini auf Grund. In einem durch den Fährausfall hervorgerufenen Gedränge wurden mehrere Menschen verletzt. Die Havarie wurde durch einen sich rasch verändernden Wasserstand verursacht. Über den Likoni Channel setzen täglich 300,000 Menschen und 5,000 Autos über.
Quelle:Tim Schwabedissen



ROV soll gekenterte Fähre anbohren
(11.10.14) Am 10.10. begann die Phase 2 der Bergungsarbeiten an der chilenischen Fähre "Amadeo 1", 9737 BRZ (IMO-Nr.: 7427752), in Paso Kirke. Dabei soll alles verbliebene Öl abgepumpt warden. Zuvor galt es, mit Tauchern den Rumpf zu untersuchen. Die Arbeiten wurden von dem Maritime Governor von Punta Arenas überwacht. Ab dem 14.10. sollten ROVs dann beginnen, Tanks anzubohren, um einen Zugang zu legen, an dem Ventile angebracht werden. Das geborgene Öl soll auf einer Plattform der Marine in Paso Kirke gelagert werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fahrgastschiff demolierte Polizeiboot
(11.10.14) Ein Schaden von etwa 5,000 Dollar entstand an einem 42 Fuß langen Boot der San Diego Police in der San Diego Bay, als am 10.10. das amerikanische Fahrgastschiff "Lord Hornblower" (MMSI-Nr.:366970120) es beim Verlassen des Hafens zwischen den Broadway und Midway Piers rammte. Dabei wurden Reling und Bug beschädigt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Noch 23 Vermisste vor Ost-Java
(11.10.14) 23 der 51 Passagiere der gesunkenen indonesischen Fähre “Jabal Nur” wurden am 10.10. gegen Mittag nch vermisst. Bis dahin waren acht Überlebende und 20 Tote vor Raas Island in Ost-Java geborgen worden. Die Fähre war am 6.10. von Raas Island nach Singaraja in Bali ausgelaufen und am Nachmittag vermisst gemeldet worden. Sie hatte eine 51-köpfige Hochzeitsgesellschaft an Bord gehabt.
Quelle:Tim Schwabedissen



April auf der Mole von Fairport
(Bild: USCG)   Großbild klick!
April endete auf der Mole von Fairport
(10.10.14) Die US Coast Guard rettete in am Abend des 8.10. den Skipper der Yacht “April”, die auf die Außenmole des Hafens von Fairport, Ohio, gelaufen war. Gegen 20 Uhr war die Coast Guard Station Fairport von einem Schiffsführer informiert worden, dass sich zwei Yachten auf dem Lake Erie nahe Headlands Beach in Seenot befanden.
Ein 45-Fuß-Boot, das auf Patroullie in dem Gebiet war, erreichte die Boote binnen weniger Minuten. Die Skipper beider Boote sagten, sie seien nicht in Seenot, doch wegen der hoch gehenden See wollten sie für die Nacht den Schutz der Küste aufsuchen. Das Boot der Coast Guard eskortierte sie nach Fairport Harbor. Dabei erfasste aber eine Sturmbö die “April” und drückte sie auf die Mole. Unmittelbar darauf begann sie auseinanderzubrechen und zu sinken.
Der Skipper konnte sich auf die Mole retten. Von dort nahm ihn das Rettungsboot an Bord. Er war durchnässt und hatte Anzeichen von Unterkühlung. Er wurde zur Küstenwachstation gebracht und dort medizinisch betreut. Der Skipper des zweiten Bootes kam ebenfalls dorthin und nahm den Mann anschließend an Bord.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tiertransporter "Ocean Drover" wird gelöscht
(Bild: John Meade)   Großbild klick!
Tiertransporter fällt nach Feuer mehrere Monate aus
(10.10.14) Das Feuer an Bord des unter Singpapur-Flagge laufenden Tiertransporter "Ocean Drover", 29770 BRZ (IMO-Nr.: 9232852), in Fremantle hat einen Millionenschaden angerichtet. Es war in den Crew-Unterkünften ausgebrochen und konnte erst nach über 12 Stunden gelöscht werden. Um 22.40 Uhr wurde Feuer aus gemeldet, nachdem über 100 Einsatzkräfte des Department of Fire and Emergency Services in den verwinkelten Räumen gegen den Brand, der zu einer extrem starken Hitzeentwicklung geführt hatte, die Flammen gelöscht hatten.
Mit zwei Wärmebildkameras wurden die ausgebrannten Räume kontinuierlich auf weitere verbliebene Hotspots überwacht. Am Morgen des 10.10. sollten dann Brandermittler an Bord gehen. Der Frachter hatte in der kommenden Woche 6000 Rinder an Bord nehmen sollen, bevor er nach weiterer Zuladung in Darwin Kurs auf Indonesien nehmen sollte. Dafür mussten die Wellard Rural Exports nun ein Ersatzschiff chartern. Die “Ocean Drover” wird für Monate ausfallen.
Ein Besatzungsmitglied blieb in kritischem, aber stabilen Zustand weiter im Krankenhaus. Ein weiterer Mann konnte ebenfalls noch nicht entlassen werden, während die übrigen in Hotels in Perth untergebracht wurden. Zwei von ihnen waren am Abend des 9. bzw. am Morgen des 10.10. aus dem Krankenhaus entlassen worden. 45 weitere waren vor Ort wegen möglicher Rauchgasvergiftungen medizinisch betreut worden.
Das Australian Transport Safety Bureau (ATSB) leitete eine Untersuchung ein. Der Hafenbetrieb konnte inzwischen wieder uneingeschränkt stattfinden, das Auslaufen zweier Schiffe hatte sich am 9.10. verzögert. Der Binnenhafen war gegen 16 Uhr wieder geöffnet worden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter "Parida" hatte Atommüll geladen
(Bild: MAIB)   Großbild klick!
Feuer auf Atommüllfrachter hat politisches Nachspiel
(10.10.14) Der dänische Frachter "Parida", 5801 BRZ (IMO-Nr.: 9159933), der mit Atommüll an Bord im Moray Firth in Brand geraten war, wurde am 9.10. durch die Schlepper “Erland” und “Einar” von dem Ankerplatz in der Mündung des Cromary Firth nach Invergordon verholt, wo er gegen 20 Uhr an der Saltburn Pier festmachte. Hier sollen die Reparaturarbeiten abgeschlossen werden.
Eine Gefährdung der Öffentlichkeit wurde durch die Polizei ausgeschlossen, angemessene Sicherheitsmaßnahmen wurden entsprechend getroffen. Das Schiff hatte in Scrabster Fässer mit atomarem Abfall aus Dounreay in Thurso geladen. Nach Abschluss der Reparatur und einer Inspektion soll es die Reise nach Antwerpen fortsetzen dürfen.
Derweil wurde auch die Beatrice-Ölplattform der Ithaca Energy 30 Meilen nördlich von Moray vor der Küste von Caithness durch die Wood Group PSN wieder bemannt, die vorsorglich am Abend des 7.10. gegen 21 Uhr geräumt worden war, als der Havarist auf sie zutrieb. Ein Kerntrupp sollte zunächst die Energieversorgung wieder anfahren.
Der schottische Umweltsekretär Richard Lochhead forderte die britische Regierung zu einer Untersuchung auf, ob ein Schiff mit solcher Ladung bei stürmischer See auslaufen sollte und wie es zu dem Maschinenausfall kam. Die Nuclear Decommissioning Agency plant die Verschiffung weiteren Atommülles aus Dounreay nach Sellafield über The Minch. Da es an der schottischen Westküste keine Notschlepper mehr gibt, wurde deren Stationierung wieder gefordert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fortuna S vor Sulina gesunken
(10.10.14) Der moldawische Frachter Fortuna S", 2135 BRZ (IMO-Nr.: 7016383), der beim Anlaufen von Sulina auf Felsen am Leuchtturm gelaufen war, ist auf Position 45 08 N 029 46 O gesunken. Das Wrack lag, bis zum Oberdeck überspült, mit Steuerbordschlagseite auf Grund.
Am Abend des 7.10. hatte der Kapitän um eine Einlaufgenehmigung gebeten, obwohl der Zufahrtskanal bei Nacht gesperrt ist. Nachdem ihm diese erteilt worden war, wurden zwei Lotsen an Bord abgesetzt. Doch bei widrigen Wetterbedingungen kam das Schiff auf der rechten Seite 30 Meter außerhalb der Ansteuerung fest und schlug leck.
Gegen 22 Uhr entwickelte es Schlagseite. Ein Lotsenboot war ebenso wenig wie drei Boote der Küstenwache und zwei weitere der Donau-Schifffahrtsverwaltung in der Lage, der Crew bei der hoch gehenden See zu Hilfe zu kommen. Deshalb wurde die Hilfe der Marine erbeten, doch der erste Versuch eines Helikopters, die Crew abzubergen, musste um drei Uhr früh wegen der herrschenden Dunkelheit abgebrochen werden. Erst bei Tagesanbruch gelang es, die 12 Personen auf dem Luftweg von Bord zu holen. Der Eigner hat ein Taucherteam beauftragt, das Wrack zu untersuchen. Der Frachter war mit einer Ladung Salz unterwegs von Istanbul nach Galati.
Das Schiff wurde 1970 für die Scheepvaart Maatschappij "Svea", Amsterdam, bei der N.V. Scheepswerf & Machinefabriek “De Biesbosch” als „Brage“ erbaut. Es ist 81,64 Meter lang, 14,28 Meter breit und hat 5,05 Meter Tiefgang. 1979 ging es an die A/B Sinbad in Göteborg, 1979 an die P/R Mercia und wurde in „Mercia“ umbenannt. 1981 ging es an die P/R Novia, Skärhamn und lief bis 1985 als „Novia“.
Dann erwarb es die Hedens Industri A/B, Hamborgersund, und setzte es bis 1986 als „Anja“ ein. Nachdem es an Bengt Rune Ingemar Bengtson, Skärhamn, verkauft wurde, lief es als „Samo“, „Novia“ und „Scot Venture“. 1991 erfolgte der Verkauf an die Kenworth Shipping Ltd., Bergen, die es als „Karin“ einsetzte, im selben Jahr ging es weiter an die Mohr & Giaever-Enger Ing. A/S, Bergen.
2003 veräußerte diese es an die FFW Shipping Inc., Panama, die es als „Alpina“ einsetzte, noch im selben Jahr wurde es an die FFW Balchart Estonia, Tallinn, weitergegeben und unter Belize-Flagge gebacht. 2006 erwarb es die Northampton Maritime Ltd., Constanza, ehe 2013 die Fortuna Ship & Trading Ltd. den Frachter als „Fortuna S“ in Fahrt brachte.
Quelle:Tim Schwabedissen




Praterbrücke in Wien gerammt
(10.10.14) In der Nacht zum 10.10. kollidierte ein Stelzenponton, der von dem 22 Meter langen, deutschen Schubschlepper "Domarin 12" (MMSI-Nr.: 704643168), über die Donau bugsiert wurde, mit der Praterbrücke in Wien bei Flusskilometer 1925,8. Das vordere Bein des Pontons wurde beim Aufprall verbogen, die Stabilität der Brücke wurde durch den Unfall nicht gefährdet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Altes Schlepperwrack vor Sydney entdeckt
(10.10.14) Ein altes Wrack wurde vor der Küste von Sydney entdeckt. Dabei kam Sonartechnologie des NSW Department of Public Works und der Royal Australian Navy zum Einsatz. Das Schiff lag in 73 Metern Tiefe 6,5 Kilometer östlich des Macquarie Lighthouse nahe der Watsons Bay.
Taucher stiegen daraufhin zu der Position ab und konnten es am 7.10. als die SS “Yamba” identifizieren, einem 28 Meter langen, in Balmain stationierten Schlepper von 104 Tonnen, der 1920 von der Altas Engineering für J. Fenwick and Co. erbaut wurde. Er war 1942 ausgeschlachtet und dann versenkt worden. Der Fund wurde dem NSW Office of Environment and Heritage und dem Australian Hydrographic Servicemitgeteilt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Beltnes versenkte Schürze
(10.10.14) Der unter Antigua-Barbuda-Flagge laufende Bulkcarrier "Beltnes", 20234 BRZ (IMO-Nr.: 9432206), kollidierte am 9.10. um 1.50 Uhr im Vorhafen der Großen Seeschleuse von Emden mit einem Dalben. Beim Einlaufen in den Vorhafen unterschätzte der 40-jährige philippinische Kapitän des 176 Meter langen und 25 Meter breiten Selbstlöschers die Windverhältnisse, sodass es zu einem Zusammenstoß mit dem ersten Steuerbordleitdalben und einer Beleuchtungstafel vor der Schleuse kam.
Eine dabei vom Leitdalben abgerissene Holzschürze versank anschließend im Hafenbecken. Der Frachter erlitt Farbabschürfungen und leichte Eindellungen. Die Beamten der Wasserschutzpolizei Emden haben die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen. Sie warfen dem verantwortlichen Schiffsführer ein Fehlverhalten gegen die schifffahrtverkehrsrechtlichen Grundregeln vor. Die “Beltnes” machte gegen drei Uhr am Südkai in Emden fest.
Quelle:Tim Schwabedissen



Flüssiggastanker rettete drei Fischer
(10.10.14) Der japanische Flüssiggastanker “Senshu Maru”, 120330 BRZ (IMO:8014473), der Mitsui O.S.K. Lines, Ltd. Hat am 6.10. drei Fischer vor Indonesien gerettet. Um 14.15 Uhr war das Schiff von Bontang nach Sakai-Senboku in Osaka, Japan, ausgelaufen. Um 15.04 Uhr wurden die Schiffbrüchigen im Meer entdeckt. Ihr Kutter war durch Wellenschlag gesunken. Am 7.10. um 12 Uhr wurden die Fischer dem Indonesian Rescue Coordination Center übergeben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fährboot in Noakhali gesunken
(10.10.14) Ein Schiff mit über 100 Passagieren an Bord ist nahe des Chairman Ghat-Gebiets im Hatia Upazila in Noakhali gesunken. Es kam von Nolchira Ghat und ging am 9.10, gegen 12 Uhr unter. Die meisten Schiffbrüchigen wurden gerettet, Ungewissheit herrschte indes über die Anzahl von Vermissten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tiertransporter "Ocean Drover" in Flammen
(Bild: David Cooper)   Großbild klick!
Flammendes Inferno auf Tierfrachter in Fremantle
(09.10.14) Am 9.10. gegen neun Uhr brach auf dem unter Singparu-Flagge laufenden Tiertransporter "Ocean Drover", 29770 BRZ (IMO-Nr.: 9232852), in Fremantle ein Feuer in den Aufbauten aus. Die Hafenarbeiter von Fremantle hörten sieben mal kurz und einmal lang vom Typhon des Schiffes und alarmierten die Rettungsdienste, die mit mehreren Löschzügen anrückten.
Ein Besatzungsmitglied des Frachters musste in kritischem Zustand wegen Rauchgasvergiftung ins Royal Perth Hospital gebracht werden. Drei weitere kamen mit leichteren Vergiftungserscheinungen ins Fremantle Hospital. Die Verletzen hatten gemeinsam mit anderen Crewmitgliedern die Brandbekämpfung eingeleitet, bis die Feuerwehr eintraf. Die übrigen 46 Besatzungsmitglieder wurden in Bussen von Transperth abtransportiert.
Sie waren vor Ort von Mitarbeitern der Fremantle- und Sir Charles Gairdner Hospitals untersucht worden und bedurften keiner weiteren Behandlung. Der Schiffsbetrieber Wellard kümmerte sich um die Unterbringung der Seeleute für eine unbestimmte Zeit.
Der Brand konnte zwar auf die oberen zwei Aufbautendecks und die Brücke begrenzt werden, war aber schwierig zu bekämpfen. Dichte Rauchwolken stiegen aus den Schiffsöffnungen auf, und im Innern herrschte eine große Hitze, sodass die Einsatztrupps in 10-Minuten-Schichten rotierten.
Von Drehleitern aus wurde das Feuer auch von außen bekämpft, zwei Löschschlepper waren wasserseitig im Einsatz. Insgesamt waren 70 Brandbekämpfer und weitere 20 unterstütztende Einsatzkräfte vor Ort. Es wurde erwartet, dass der Brand noch bis in die Nachtstunden andauern konnte. Im Innenhafen wurden die sonstigen Aktivitäten eingestellt, ebenso wie einige im Außenhafen, bis der Brand unter Kontrolle war. Anwohner wurden aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Der Frachter lag am Westende des Rous Head in Nord-Fremantle am Kai. Er war am 3.10. eingelaufen und sollte eine Ladung Kühe für Indonesien übernehmen.
Das Schiff hat eine Länge von 176,7 Metern, eine Breite von 31,1 Metern, einen Tiefgang von acht Metern und eine Tragfähigkeit von 13.462 Tonnen. Es läuft für die Wellard Ships Pte. Ltd. In Singapur und wurde 2002 bei der Uljanik Brodogradiliste D.D. in Pula erbaut. Sie lief zuvor als “Ocean Drvero” und “Becrux”.
Quelle:Tim Schwabedissen



Binnenschiff “Isala" wird gehoben
(Bild: Rijkswaterstaat)   Großbild klick!
Isala hat wieder Oberwasser
(09.10.14) Die Bergung des polnischen Binnenschiffes “Isala", 1121 ts (EU-Nr.: 02204465), das vor einer Woche auf dem Schelde-Rhein-Kanal von dem Schweizer Flussfahrgastschiff "Amelia" gerammt und versenkt worden war, konnte im Laufe des 8.10. abgeschlossen werden.
Um 16.30 Uhr war das Wrack in den Hebestopps dreier Schwimmkräne wieder über Wasser und gesichert. Nachdem es in den Vormittagsstunden kontinuierlich angehoben und gelenzt worden war, konnte es nach dem bestmöglichen Abdichten der Leckagen an Steuerbordseite in den Rikshafen beim Nieuw-Vossemeer verbracht werden. Es wurde längsseits eines Pontons vertäut und in den Kanalhafen gezogen.
Am 9.10. nach Tagesanbruch begann die Verschleppung nach Schiedam, wo es an den polnischen Eigner zurückgegeben werden sollte. Um 17 Uhr konnte der Kanal wieder vollständig für den Schiffsverkehr freigegeben werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Verwüstung im Küchenbereich
(Bild: Jimmy Hernandez)   Großbild klick!
Nichts aus Costa Concordia gelernt? Costa entlässt Whistleblower nach Sturmschäden auf Costa Fascinosa
(09.10.14) Costa Cruises scheinen noch nicht alle notwendigen Lektionen aus dem Unglück der “Costa Concordia” gelernt zu haben: Es war der Überbringer der schlechten Nachricht, der zum Opfer wurde, nachdem die "Costa Fascinosa", 113216 BRZ (IMO-Nr.: 9479864), am 22.9. auf der Fahrt von Venedig nach Bari in eine Wasserhose mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 90 Knoten geraten war und sich zeitweilig stark auf die Seite gelegt hatte.
Der philippinische Konditor Jimmy Hernandez filmte hinterher, was für eine Spur der Verwüstung der Sturm im Küchenbereich hinterlassen hatte, dessen Boden von zerbrochenem Geschirr und ausgekipptem Essen übersät war. Nachdem er die Filmaufnahmen veröffentlichte, hat ihn die Kreuzfahrtreederei nun entlassen – offenbar als Teil einer Kampagne, den Vorfall im Mittelmeer herunterzuspielen.
Denn für tausende von Passagiere waren die Eindrücke der Sturmfahrt auf dem Weg nach Bari und weiter nach Korfu, Mykonos, Santorini und Dubrovnik vor Marche durchaus alptraumhaft.
Der Sturm, der auch die Stadt Ancona traf und zwei andere Schiffe versenkte, verursachte auch auf dem Kreuzfahrtschiff ernsthafte Probleme. Um 22.45 Uhr fiel eine Maschine aus, und die “Costa Fascinosa” legte sich stark auf die Seite. Um 23.30 Uhr gab der Kapitän bekannt, die Passagiere sollten die Rettugswesten anlegen, und man habe die Kontrolle über das Schiff verloren.
Auf dem ganzen Schiff stürzten Gläser, Geschirr und andere Gegenstände zu Boden. Etliche Passagiere stürzten auf den geneigten Decks. Es kam zu panikartigen Szenen. Einige der Fahrgäste baten um ärztliche Hilfe. Es gab allerdings keine ernsthaften Verletzungen. Der Sturm tobte zwei Stunden lang über das Schiff.
Erst nachdem der Vorfall in italienischen Medien thematisiert wurde, reagierten Costa Cruises, spielten diesen aber herab. Statt dessen entließen sie den Konditor, der zurück auf die Philippinen geflogen wurde und nun arbeitslos ist. Die “Costa Fascinosa” hat eine Länge von 289,58 Metern, eine Breite von 42 Metern, einen Tiefgang von 8,3 Metern und eineTragfähigkeit von 10000 Tonnen. Sie ist für 3870 Passagiere zugelassen.
Das Schiff der Costa Crociere SPA in Genua wurde 2012 von der Fincantieri Cantieri Navali Italiani S.P.A. in Marghera abgeliefert. Die Kiellegung des Schiffes erfolgte am 3.9.2010, am 5. Mai 2012 folgte die Indienststellung. In den Jahren 2012 und 2013 führte das Schiff im Sommer Mittelmeerkreuzfahrten ab Venedig durch, im Winterhalbjahr Südamerikakreuzfahrten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Erste Teile der „Merlin“ geborgen
(09.10.14) Die Bergung des im August gekenterten Baggerschiffs "Merlin" auf dem Rhein bei Basel ist am 8.10. angelaufen. Als erstes wurden die Schaufel und der Ausleger des Schiffsbaggers gehoben, der unter dem kieloben liegenden Schiff unter Wasser lag. Nachdem der verbogene Kranarm um 17 Uhr gehoben war, wurden die Arbeiten für den Tag abgeschlossen.
Eine Viertelstunde zuvor war die Baggerschaufel gehoben gehoben worden, die Taucher zunächst mit einem Seil angeschlagen hatten. Von einem Pont
on aus waren zehn Arbeiter, darunter die Taucher, im Einsatz. Sie hatten die Wrackteile zunächst vom Bagger abgetrennt. Am 9.10. sollten die Taucher dann Stahldrähte am Schiff festmachen, mit deren Hilfe der Rumpf gedreht werden sollte Am 10.10. sollte das Wrack versuchsweise etwas angehoben werden. Dabei kommt ein 100-Tonnen-Raupenkrans, der auf einer schwimmenden Arbeitsplattform installiert wurde, zum Einsatz. Der Rumpf hat derzeit ein geschätztes Gesamtgewicht von etwa 200 Tonnen aufweisen. Nach dem Anhaben soll das Wasser ausgepumpt und das Schiff dann abgeschleppt werden. Die Arbeiten werden von der Baseler Firma ASN International geleitet, die den Auftrag vom Schiffseigner, der Schweizer Wasserbau AG, aus Birsfelden erhalten hatte.
Die 52 Meter lange "Merlin" war am 4. August bei Baggerarbeiten auf dem Fluss außer Kontrolle geraten und gekentert. Die vierköpfige Besatzung der "Merlin" wurde von anderen Schiffen gerettet. Seither lag das Wrack kieloben beim Dreiländereck an der Einfahrt des Basler Rheinhafens Kleinhüningen.
Verzögert wurde der Beginn Bergung zunächst durch die starke Strömung des Rheins, dann wegen offen gebliebener Fragen zu der Kostenerstattung der Schäden an einem Yachthafen bei der Unfallstelle. Nachdem diese geklärt und die Bedingungen auf dem Rhein mit optimalem Wasserstand und schwacher Strömung waren, konnte die Hebung beginnen. Die Gesamtdauer wurde auf zehn Tage geschätzt.
Anschließend wird Polizei das Baggerschiff untersuchen. Um die Ursache der Havarie herauszufinden. Erst nach der Bergung kann auch der geregelte Einbahnverkehr, der seit 5.8. im Bereich der Unfallstelle für Schiffe auf dem Rhein galt, wieder aufgehoben werden. Eine Gefahr für die Umwelt bestand nicht, weil die Tanks zwar noch eine Tonne Diesel enthielten, es aber gelungen war, deren Sicherheitsventile zu schließen.
Bergungsleiter Haltiner war bereit 2007 in Basel eingesetzt gewesen, als das Flussfahrgastschiff "Britannia" mit einem Pfeiler der Dreirosenbrücke kollidiert war. 1984 war das Binnenschiff "Corona" vor der Mittleren Brücke quergeschlagen und hatte über zwei Wochen lang die Passage blockiert.
Quelle:Tim Schwabedissen




Frachter vor Sulina auf Grund gelaufen und aufgegeben
(09.10.14) Am Morgen des 8.10. lief der moldawische Frachter "Fortuna S", 2135 BRZ (IMO-Nr.: 7016383), auf der Fahrt von Istanbul via Galati nach Giurgiulesti mit einer Ladung von 2,650 Tonnen für Syrien besimmten Salzes vor Sulina auf Grund. Es kam am neuen Leuchtturm auf der Südmole fest und erlitt schweren Wassereinbruch.
Sturm und hoher Seegang erschwerten die Rettung der 12 Personen an Bord, neun Syrer, einem Rumänen und den zwei Lotsen. Ein IAR 330 Puma Helikopter der türkischen Marinebasis in Tuzla hob um 6.45 Uhr ab und barg die Schiffbrüchigen. Sie wurden am Ufer unweit des Leuchtturms abgesetzt und vom Hafenkapitän Sulinas betreut.
Sie kamen in ein städtisches Krankenhaus zum medizinischen Check. Die Zufahrt zum Hafen wurde vom Havaristen nicht behindert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Nur eine Flasche der “Skibet”-Ladung ging zu Bruch – Disput um missglückte Bergungsaktion in Spodsbjerg
(09.10.14) Am Nachmittag des 8.10. hat ein Mobilkran das Wrack der "Skibet” in Spodsbjerg gehoben und auf der Hafenmole abgesetzt, wo es aufgepallt wurde. In der Steuerbordseite des Zweimasters klaffte ein großes Loch im Holzrumpf. Nach der Bergung gelang es Skipper Peer Bonne Mann, ein Fass mit Wein unversehrt aus dem Vorschiff zu holen.
Die 1880 erbaute Galeasse hatte eine Ladung von kostbaren Mosel-Riesling von Kiel nach Kopenhagen verschiffen sollen. Im Laufe des Tages wurden die weiteren Weinvorräte aus dem Rumpf geholt. Nur eine der 1200 Flaschen war kaputt gegangen bei der behutsam durchgeführten Bergung. Der Skibsbevaringsfonden sagte bereits, dass das historische Schiff repariert werden solle. Ein Reparaturplatz stand aber noch nicht fest.
Die “Skibet” hatte 6.10. gegen Mittag Nakskov mit den 900 für die Kulturnacht in Kopenhagen bestimmten Flaschen mit Kurs Fejø verlassen. Der Hafen sollte unter Motor angesteuert werden. Als die Besatzung jedoch die Maschine gestartet hatte und begann, die Segel zu bergen, bewegte sich einer der Masten.
Bei gleichzeitig zunehmendem Wind und überkommenden Seen fiel der Motor aus. Daraufhin wurde die Fock gesetzt und beigedreht. In einem Telefon-Gespräch mit der Versicherung wurde beschlossen, das Schiff bergen zu lassen. Weil das Rettungsboot aus Spodsbjerg dafür aber zu klein war, wurde das PatrouillenBoot “Freja” aus Ærø zu Hilfe gerufen. Es traf um Mitternacht ein und übergab eine Schleppleine.
Das letzte Stück Weges in den Hafen von Spodsbjerg auf Langeland sollte ein Schlauchboot den Havaristen ziehen. Der Wind hatte inzwischen weiter zugenommen und die Wellen gingen einen halben Meter hoch. Es sei abgesprochen gewesen, die “Skibet” in den Industriehafen zu schleppen, was dem Skipper bei der vorherrschenden Windrichtung angemessen erschienen.
Stattdessen steuerten die Retter aberden Fähranleger an, wo das Wasser unruhiger und die Windrichtung ungünstiger war. Auf dem Weg in den Hafen fiel zudem der Motor des Schlauchbootes aus und die “Skibet”, nun ohne Fahrt, war nicht mehr zu steuern. Auch das Schlauchboot geriet auf die Steinschüttung an der Pier. Ein Bauarbeiter an Land sprang daraufhin in sein Schlauchboot, um das Schiff aus dem Gefahrenbereich zu schieben. Dabei fuhr er über den Fuß eines der Rettungsmänner.
Nachdem die “Skibet” etwa 25 Minuten lang gegen die Steinschüttung geschlagen war, begann sie zu sinken. Daraufhin sprang die Besatzung an Land. Keine keine zehn Minuten lag die Galeasse auf Grund. Der Kommandant der “Freja” wies die Kritik zurück. Die Mannschaft sei für solche Aktionen geschult und darin auch geübt.
Es sei eine Seenotrettung gewesen, die Absprachen, wohin es gehen sollte, seien unklar gewesen – man selbst habe das Schiff nach Ærø bringen wollen und nur auf Wunsch der “Skibet”-Crew Spodsbjerg angesteuert, und es gäbe in solchem Fall dann auch keinen Wunschliegeplatz.
Quelle:Tim Schwabedissen



19 Tote und 22 Vermisste nach Ungück vor Java
(09.10.14) 19 Menschen, darunter drei Kinder, sind nach dem Untergang des Fährbootes “Jabal Nur”, dasa m Nachmittag des 6.10. vor Ost-Java auf der Fahrt von Raas auf der Insel Madura nach Bali nach Maschinenschaden sank, bis zum 9.10. tot geborgen worden. Es hatte 49 Menschen an Bord gehabt, darunter eine Hochzeitsgesellschaft mit Bräutigam auf dem Weg zur Braut im Dorf Pemuteran in Singaraja.
Am 8.10. hatte ein Fischer acht Schiffbrüchige drei Kilometer vor Pulau Raas am Ostende von Java im Meer treibend gerettet. 22 Menschen, alles Indonesier, wurden noch vermisst. Die Suchaktion wurde gegen 17 Uhr mit Einbruch der Dunkelheit und bei schlechter werdendem Wetter unterbrochen, sollte mit Tagesanbruch aber fortgesetzt werden.
Die “Jabal Nur” hatte sich in der Straße von Madura unweit von Raas befunden, als gegen 12 Uhr der Propellerschaft brach, woraufhin die Maschine ausfiel und damit auch die Pumpen, die den durch den Schaden verursachten Wassereinbruch nun nicht mehr zu stoppen vermochten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Seegang setzte Tiger Shark weiter zu
(09.10.14) Am 8.10. wurden die Bergungsarbeiten an dem Angelkutter “Tiger Shark” fortgesetzt, der am Vortag nahe Thunder Hole im Acadia National Park teilweise gesunken war. Die Coast Guard hatte gemeinsam mit demm Maine Department of Environmental Protection und dem National Park Service trotz bis zu acht Fuß hoher Seen und an die 20 Knoten Wind halb gesunken an die Küste bringen und auf Grund setzen können.
Hier wurden Batterien und Dieselkraftstoff von Bord geholt. Über Nacht nahm die “Tiger Shark” durch hohen Seegang erheblichen Schaden, sie lag bis zum Oberdeck unter Wasser, Teile der Aufbauten waren abgerissen worden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Parida wird in Cromarthy Firth repariert
(09.10.14) Der dänische Frachter "Parida", 5801 BRZ (IMO-Nr.: 9159933), lag nach dem Brand in einem Schornstein am 8.10. in Cromarty Firth in Easter Ross, wo Reparaturen durchgefürht wurden. Erst nach einer abschließenden Inspektion wird eine Entscheidung fallen, ob er die Reise von Scrabster nach Antwerpen fortsetzen darf.
Er war mit einer 15-köpfigen Crew und einer Ladung von sechs einzementierten 500-Liter-Fässern nuklearen Abfalls am Abend des 7.10. gegen 20 Uhr rund 20 Meilen südöstlich von Wick auf Drift und war zeitweilig im Moray Firth auf die Beatrice-Ölplattform der Ithaca Energy zugetrieben, die daraufhin heruntergefahren und die 52-köpfige Crew vorsorglich durch den Rettungshubschrauber 137 der RAF Lossiemouth und den Coastguard-Helikopter 102 aus Sumburgh evakuiert wurde. Sie sollte nun so schnell wie möglich wieder besetzt und in Betrieb genommen werden.
Die Shetland Coastguard hatte aus Orkney den Notfallschlepper “Herakles” mobilisiert, doch hatte noch vor dessen Eintreffen die “Pacific Champion” den Havaristen auf den Haken genommen. Die schwach radioaktive Fracht der “Parida” stammte aus Belgien und war in der Nuklearanlage von Dounreay weiter verarbeitet worden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Vier Tote und fünf Vermisste in Arakan
(09.10.14) Mindestens vier Menschen ertranken auf dem Lay Myo River in Arakan, als dort am 6.10. ein Motorboot kenterte. Fünf weitere Mitfahrer wurden noch vermisst. Das Boot konnte an die 50 Personen aufnehmen. Es war von dem Dorf Shaw Chaung gekommen, als das Ruder in unter Wasser liegende Fischernetze geriet, woaruahin es kenterte. Die Behörden suchten nach den Vermissten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trümmer von Luxusyacht nach Schiffbruch auf Paradise Beach
(09.10.14) Am 2.10. wurde die zweiköpfige Crew des 8 Fuß langen Katamarans “Sea Fury” aus einer Rettungsinsel geborgen, nachdem ihr Boot gegen 13 Uhr rund 13 Meilen südwestlich von Port MacDonnell auf der Fahrt nach Queensland Wassereinbruch erlitten hatte. Die SAPOL Water Operations Unit, die SA Sea Rescue und die Mount Gambier Police wurden alarmiert.
Um 14.10 Uhr fand der Hummerkutter “Aqua Jewel” aus Port MacDonnell die beiden Schiffbrüchigen und brachte sie unversehrt an Land. Die halb versunkene Luxusyacht “Sea Fury” wurde mit einem Anker 13,2 Meilen vor der Küste provisorisch gesichert. In der Nacht zum 7.10. trieben Teile des Bootes auf einen entlegenen Strand nahe Port MacDonnell. Die Kajüte wurde am Paradise Beach entdeckt, wobei unklar war, ob darunter das gesamte Boot im Sand la goder nur der Aufbau sich losgerissen hatte.
Am 9.10. wurde festgestellt, dass die zehntausende Doller werte Sonar- und Navigationseinrichtung abmontiert worden war. Ob es sich um eine Plündung handelte oder im Auftrag der westaustralischen Bootseigner durchgeführt worden war, war unklar. Der District Council von Grant ist für eine Bergung nicht zuständig.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter “Tiger Shark” halb gesunken
(Bild: USCG)   Großbild klick!
Kutter sinkend im Nationalpark gestrandet
(08.10.14) Der Kutter “Tiger Shark” geriet am Morgen des 7.10. nahe des Thunder Hole im Acadia National Park in Seenot und musste aufgegeben werden. Halb gesunken trieb es bei Niedrigwasser auf Felsen. Der 50 Fuß lange Kutter hatte um 8.52 Uhr zwischen Thunder Hole und Old Soaker Island Wassereinbruch erlitten. Der Skipper alarmierte die Coast Guard Station Southwest Harbor, die ein 47-Fuß-Boot schickte.
Ein in der Nähe befindlicher anderer Kutter, die “Reconnoiger”, barg ihn dann ab. Zu der Zeit trieb die “Tiger Shark”, die von Mount Desert Island aus auf Angelfahrten gegangen war, rund 300 Yards vor der Küste. Der Skipper wurde zum Southwest Harbor gebracht. Die Coast Guard schickte ein Umweltschutzteam, auch die Maine Department of Environmental Protection und der National Park Service überwachte die Strandungsstelle auf Verschmutzungen durch Öl aus dem Wrack.
Ein dünner Ölfilm war auf dem Wasser sichtbar. Vor Ort waren 15 Knoten Wind. Bei weiterer Wetterverschlechterung arbeitete der Kutter auf den Felsen und erlitt weitere Schäden am Rumpf. Die Treibstofftanks blieben aber offenbar bislang intakt.
Quelle:Tim Schwabedissen



"Neckar Highway" mit Heckschaden
(Bild: G. Gyssels)   Großbild klick!
Einer von zwei Autofrachtern nach Kollision in Zeebrügge wiederhergestellt
(08.10.14) Während der unter Zypern-Flagge laufende Autofrachter "Neckar Highway", 9233 BRZ (IMO-Nr.: 9179995), seit dem 3.10. in Vlissingen bei der Damen-Reparaturwerft liegt, konnte der in Singapur registrierte Autofrachter "Baltic Breeze", 28116 BRZ (IMO-Nr.: 8312590), am 7.10. den Nordhafen von Zeebrügge um 14.15 Uhr nach Abschluss der Reparaturarbeiten wieder verlassen und erreichte kurz vor Mitternacht Sheerness.
Die “Neckar Highway” hatte auf der Fahrt von Grimsby nach Malmö am 29.9. in der Pierre Vandamme-Schleuse in Zeebrügge nicht mehr rechtzeitig aufstoppen können und hatte die bereits darin liegende “Baltic Breeze” von achtern an Steuerbordseite gerammt. Dabei waren die Aufbauten und das Ruderhaus der "Neckar Highway" an Backbordseite erheblich beschädigt worden. Die “Baltic Breeze” ist 164 Meter lang, 28 Meter breit, hat 8,42 MeTragfähigkeit von 12.466 Tonnen. Sie läuft für die Wallenius Marine Singapore Pte. Ltd und wurde 1983 beim Shin Kurishima Dockyard in Tokio erbaut.
Die “Neckar Highway” ist 99 Meter lang, 19,5 Meter breit, hat 5,5 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 3.387 Tonnen. Sie läuft für die Stargate Shipmanagment GmbH in Bremen und wurde 1999 auf der Detlef Hegemann Rolandwerft in Berne erbaut. Bis 2005 lief sie als “Feederpilot”.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter mit Nuklearabfall trieb nach Feuer vor Schottland
(08.10.14) Auf dem dänischen Frachter "Parida", 5801 BRZ (IMO-Nr.: 9159933), brach in einem der Schornsteine am 7.10. gegen 20 Uhr im Moray Firth ein Feuer aus. Das Schiff war mit einer 15-köpfigen Crew und einer Ladung radioaktiven Abfalls unterwegs von Scrabster nach Antwerpen. Nach Entstehen des Brandes wurden die Maschinen abgeschaltet, und das Schiff trieb 20 Meilen südöstlich von Wick in südwestlicher Richtung in rauer See.
Mit einem Anker wurde versucht, die Drift zu stoppen. Vorsorglich wurden alle 52 Arbeiter der Beatrice Ölrigs mit Helikoptern in Sichereit gebracht und zur RAF Lossiemouth geflogen. Die Shetland Coastguard wurde alarmiert und schickte aus Orkney einen Notfallschlepper.
Doch noch vor dessen Eintreffen hatten die Betreiber der "Parida" den unter Singapur-Flagge laufenden Offshore-Schlepper "Pacific Champion", 4566 BRZ (IMO-Nr.: 9455129), unter Vertrag genommen, der um 03.30 Uhr des 8.10. den Havaristen auf den Haken nahm und mit einer Geschwindigkeit von 6,5 Knoten Inverness ansteuerte. Am Morgen fand ein Treffen der Scottish Government Resilience mit der Police Scotland und der Maritime Coastguard Agency statt, um die Bergung zu koordinieren. Die Minister wurden gebrieft, und Vetreter der schottischen Regierung nahmen Kontakt mit der Nuclear Decommissioning Authority, der britischen Regierung und anderen Stellen auf.
Das Schiff ist 101,26 Meter lang, 18,7 Meter breit, hat 6,93 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 5.850 Tonnen. Eigner ist das Harren & Partner Management in Haren-Ems. Der Frachter wurde 1999 bei der Pendik Shipyard & Heavy Industries Plant in Istanbul für die Harren & Partner Schiffahrts GmbH & Co. KG MS "PARIDA", erbaut und lief von 2004 bis 2011 als “Korsör” und bis Februar 2013 als “CFS Parida”.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter vor Oman gesunken
(08.10.14) Ein indischer Frachter sank auf der Fahrt von den Vereinigten Arabischen Emiraten nach Socotra im Jemen am 7.10. nahe Oman. Er war mit 600 Tonnen Nahrungsmitteln, Eisen und Autos beladen. Das Schiff war auf einen Unterwasserfelsen gelaufen und leckgeschlagne. Ein anderer Frachvter, der sich in der Nähe befand, konnte die Crew retten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter in Nieuwpoort ausgebrannt
(08.10.14) Am 6.10. gegen neun Uhr geriet der belgische Kutter "Jonas II - N 95", 18 BRZ (MMSI-Nr.: 205311000), im Hafen von Nieuwpoort in Brand. Der Leiter des Fischmarktes, an dem er lag, sah zunächst weißen Rauch aufsteigen und alarmierte den Skipper Ronny Beschuyt. Als dieser eintraf, schlugen bereits Flammen aus dem Schiff.
Die Feuerwehr war rasch vor Ort, doch loderte das Feuer nun schon so hoch wie die Dächer des Marktes. Es wurden zusätzliche Wehren aus Middelkerke und Oostduinkerke nachalarmiert. Schwarzer Rauch stieg weithin sichtbar auf.
Nach einer Stunde war der Brand zwar mit Schaum niedergekämpft, doch die Polyesterstrukturen des Kutters hatten ihm reichlich Nahrung geboten, sodass er zwar schwimmfähig blieb, aber dennoch weitgehend zerstört wurde. Das Wrack wurde zur Flämioschen Wassersportvereinigung geschleppt. Die “Jonas II” ging mit einer vierköpfigen Crew meist auf Seezungen- und Kabeljaufang.
Quelle:Tim Schwabedissen



Binnenschiff auf Schelde-Rhein-Kanal gehoben
(08.10.14) Am 8.10. um sechs Uhr begann die Bergung des polnischen Binnenschiffes Isala", 1121 ts (EU-Nr.: 02204465), das vor einer Woche von dem Schweizer Flussfahrgastschiff “Amelia” (MMSI-Nr.: 269057395) auf dem Schelde-Rhein-Kanal in die Steuerbordseite gerammt und gesunken war. Unter der Aufsicht von Rijkswaterstaat begannen drei Schwimmkräne, darunter die “Hebo Lift 5”, das Wrack vom Grund zu hieven, und am Vormittag befand sich der Rumpf bereits über Wasser.
Er hatte den Belastungen standgehalten und konnte in einem Stück gehoben werden. Andernfalls hätte er in zwei Teile geschnitten und auf einer Barge abtransportiert werden müssen. Nachdem zunächst das Achterschiff erfolgreich gelenzt wurde, galt es dem in den vorderen Schiffsteil nachfließenden Wassers Herr zu werden, ehe das Wrack nach Schiedam abtransportiert werden konnte. Der Kanal war für die Bergung voll gesperrt, sollte aber zur Nacht hin wieder vollsätndig freigegeben werden. Gegen Mittag bereits konnten Schiffe die Unfallstelle bereits wieder unter Eskorte passieren.
Die “Isala” wurde 1955 auf der Bayerischen Schiffswerft in Erlenbach erbaut und ist jetzt in Bydgoszcz beheimatet. Sie lief in der Vergangenheit unter den Namen “Maria Henny”, “Vagrant”, “Salvinia”, “Marvin” und “Cofelica”. Der Frachter hat eine Länge von 79,98 Metern, eine Breite von 8,19 Metern und einen Tiefgang von 2,53 Metern.
Quelle:Tim Schwabedissen



Nach Untergang der Skibet Kritik an dänischer Marine
(08.10.14) Am Morgen des 8.10. war ein Mobilkran in Stellung gegangen, um das Wrack der in Spodsbjerg gesunkenen Galeasse “Skibet” , 9 BRZ,zu haben. Sie war während des Versuchs, sie in den Hafen zu schleppen, gegen die Steine der Ringmole geschlagen und gesunken. Nachdem in der Nacht zum 7.10. auf der Ostsee bei Fejø vor der Insel Ærø ein Mast gebrochen und die Maschine nach Eindringen von Wasser in den Dieseltank ausgefallen war, hatte das dänische Patroullienboot "Freja" (MMSI-Nr.: 220432000), auf Ersuchen des Skippers Peer Bonne Mann Larsen den Havaristen auf den Haken genommen, nachdem der Versuch, den herrschenden Sturm auf See abzuwettern, zu riskant erschienen war.
Doch beim Einlaufen in den Hafen ging alles schief. Das Patroullienboot erlitt seinerseits Maschinenausfall, kollidierte mit den Kaianlagen und wurde beschädigt, udn die “Skibet” wurde leckgeschlagen und versank. Die sechsköpfige Crew konnte sich unversehrt retten. Der Skipper erhob hinterher Vorwürfe, dass das Manöver deshalb fehlgeschlagen sei, weil statt des geschützten Fischereihafens der offene Fährhafen angelaufen worden sei.
Der dänische Kommandeur Jesper Rasmussen wies die Kritik zurück. Die Crew sei für die Aufgaben geschult und wisse, was sie tue. Wie auch immer - mit dem Schiff versanken auch 900 im Bug verstaute Flaschen Mosel-Rieslings, die vom 2. bis zum 4.10. in Kiel an Bord genommen worden waren und bei den Kopenhagener Kulturtagen ab dem 10.10. ausgeschenkt werden sollten. Ein Bagger versuchte nach dem Untergang zunächst, das auf den Steinen in der Brandung arbeitende Wrack mit seiner Schaufel zu stabilisieren. Losgerissene Trümmer trieben derweil auf die Hafenmole.
Quelle:Tim Schwabedissen



Rechtsstreit verzögert Bergung der Merlin
(08.10.14) Am 8.10. sollte in Basel auf dem Rhein eigentlich die Bergung des Schweizer Baggerschiffes “Merlin” beginnen, dasa m 4.8. auf dem Fluss gekentert war, nachdem sich ein Stelzenbein offenbar am Grund verhakt hatte, und kieloben treibend dann von dem Flussfahrgastschiff “Olympia” gerammt worden war. Seither lag das Wrack vor den Basler Rheinhäfen. Mit einem Schwimmkran von 100 Tonnen Hebekapazität sollte der Rumpf zunächst gedreht und dann ausgepumpt werden.
Zuvor war bereits der Ausleger des Deckskrans, der sich in den Kiesgrund eingegraben hatte, unter Wasser abgeschweisst worden. Am 24.9. hatten vorbereitende Taucharbeiten begonnnen. Sie hatten aber am 25.9. wieder gestoppt werden müssen, weil das Baseler Zivilgericht eine vorläufige Verfügung auf Ersuchen des Anwalts der Besitzer und Betreiber des Regioport, einem privaten Yachthafen beim Dreiländereck, erließ. Dieser beklagte einen Schaden an der Spundwand des Yachthafens, den das Schiff eine Spundwand eingedrückt haben sollte.
Es sollte nun zunächst ein richterliches Gutachten über die Schadenhöhe an dieser Spundwand erstellt werden. Wegen der möglichen juristischen Auseinandersetzungen musste allerdings mit einer längeren Unterbrechung der Bergung gerechnet werden. Der Bergungsleiter hoffte, dass sich der Anwalt der Eigner der “Merlin” möglichst bald mit dem Besitzer des Yachthafens einigen kann. Die Bergung wird sich in jedem Fall nun weiter verzögern.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motorboot nach Untergang auf der Somme wieder zu Wasser gebracht
(08.10.14) Das Motorboot “April”, dasa m 29.6. auf der Somme in Abbeville sank, wurde am 6.10. von einem Kran der Firma Sommalev wieder ins Wasser gehoben. Zunächst war befürchtet worden, dass das Boot nur noch Schrottwert haben würde. Das Holzschiff war 1968 in Holland erbaut worden und ist in Digoin (Saône-et-Loire) beheimatet.
Nachdem es binnen zwei Stunden wieder in seinem Element war, wurde es auf Dichtigkeit überprüft. Nun galt es den Motor wieder zu reparieren. Die “April” war wegen eines undichten Ventils gesunken, bereits am Tag darauf wieder gehoben und auf dem Kai abgesetzt worden.
Im Juni schien es noch, als müsste das als Alterssitz gedachte Boot abgewrackt werden, nachdem die Reparaturkosten auf mindestens 130,000 Euro geschätzt wurden. Die Versicherung der “April” betrug nur 65,000 Euro. Doch der Eigner beschloss, den Differenzbetrag selbst aufzubringen. Wenn die Maschine in Gang zu bekommen ist, will Bernard Theobald sein Schiff selbst zu einer Werft in Saint-Valery-sur-Somme bringen, andernfalls muss es über die Somme nach Digoin geschleppt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Indonesisches Fährboot vermisst
(08.10.14) Ein Fährboot wurde in der Bali Strait auf der Fahrt von Raas Island in Madura nach Bali mit 49 Passagieren vermisst. Es war mit 17 Mänern, 21 Frauen und 11 Kindern an Borda m 6.10. um sieben Uhr aus dem Brakas Port auf Raas Island ausgelaufen. Nachdem die Maschine ausfiel, kontaktierten etliche Fahrgäste ihre Familien. Es hieß, eine Reparatur sei im Gange. Doch bislang traf das Schiff nicht in Bali ein. Die East Java Police, Hafenoffiziere von Sumenep und Bali sowie ein Search and Rescue Team leiteten eine Suchaktion ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Odyssee malaysischen Schnellbootes endete nach drei Tagen
(08.10.14) Am 8.10. um 12.50 Uhr wurde das havarierte Schnellboot “CB 204” in die Marinebasis von Sepanggar geschleppt. Es lag mit dem Bug tief im Wasser, nachdem es am 5.10. in Seenot geraten und danach hilflos in der See getrieben hatte. Die meisten der siebenköpfige Crew waren erschöpft, aber ansonsten wohlauf.
Zwei von ihnen aber von einem Super Lynx-Helikopter abgeborgen und zur Betreuung ins Krankenhaus gebracht. Dutzende von Marineangehörigen der Navy Region II sowie Angehörige begrüßten das Boot. Am 6.10. um 15 Uhr hatte erstmals wieder Kontakt zur “Ganas” hergestellt werden können. Am folgenden Abend wurde es nach über 30 Stunden in den Gewässern von Mengalum, Sabah, in 2,5 MEter hohen Wellen entdeckt. Um 22 Uhr wurde es von der “Ganas” und eskortiert von der “Lekiu” längsseits genommen und mit vier bis sechs Knoten abgeschleppt.
Als erstes war die “Paus” vor Ort eingetroffen, hatte aber ein Problem mit einem Treibstofftank gehabt und musste am Nachmittag zur Station 5, Pulau Layang-Layang, zurückkehren. An der Rettungsaktion hatten neben der malaysischen Marine die Royal Malaysian Air Force und doe Malaysian Maritime Enforcement Agency teilgenommen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Skipper zerstörten Trimarans erholt sich von Drama vor England
(08.10.14) Mick Royton, der Skipper des Trimarans, der am 6.10. nach 11 Stunden von der HMS “St. Albans” gerettet worden war, ist dankbar, noch am Leben zu sein. Nach seinem Mayday war am Abend des 6.10. eine große Suchaktion angelaufen. Derzeit erholt er sich im Dorset County Hospital. Der Einhandsegler war am 5.10. aus Lannion in Frankreich in Richtung Guernsey ausgelaufen.
Das Wetter hatte sich stetig verschlechtert. Plötzlich brach eine sehr große Welle und brach einen der Rümpfe entzwei, ein weiterer wurde schwer beschädigt. Das Boot drohte zu kentern und trieb bei bis zu sieben Beuafort in zwei Meter hohen Wellen. RNLI-Boote aus Bembridge und Yarmouth liefen am 6.10. um 18.45 Uhr zur Suche aus. Helikopters aus Portland und Lee-on-Solent unterstützten sie. Doch als sich das Wetter verschlechterte, wurde am frühen Morgen die Suche unterbrochen.
Es war dann eher Zufall, dass 37 Meilen südlich der Needles die Crew der nach Plymouth laufenden Fregatte „St. Albans“ das entmastete und zerbrochene Wrack am folgenden Morgen entdeckte. Es war in der Dunkelheit kaum zu erkennen. Doch auf den Anruf mit Lautsprechern erschien der Skipper auf Deck. Er hatte keinerlei Kontrolle über das rollende Boot. Bei den herrschenden Wetterbedingungen erschien es zu riskant, ein eigenes Boot auszusetzen.
Das RNLI-Boot aus Weymouth lief deshalb um 3.45 Uhr aus und steuerte die Position 18 Meilen südlich von Portland Bill an und nahm den Skipper um 5.10 Uhr an Bord. 12 Stunden nach Eintritt des Seenotfalls wurde der 52-jährige an Land gebracht. Bis auf eine Unterkühlung war er wohlauf.
Quelle:Tim Schwabedissen



Propeller von Schiffswrack aus dem Jahr 1878 gefunden
(08.10.14) Taucher haben bei Arbeiten an den Hafenanlagen nahe des Edgewater Fan einen Eisenpropeller entdeckt, der von dem Wrack der „Taranaki“ stammen könnte, die im November 1878 dort sank. Er war bereits vor einigen Jahren bei Baggerarbeiten an dem Liegeplatz für die einstige Devonport-Fähre „Kestrel“ gesichtet worden.
Damals wurde die Glencoe Marine Ltd., die ihn in einer Hopperbarge abgelegt hatte, gebeten, ihn wieder zu versenkten, um Korrosionsschäden zu vermeiden. Nun aber wurde er von einem Kran doch gehoben. Drei der vier Blätter waren noch vorhanden. Das einzige Schiff, das in der Gegend scheiterte und diese Größe hatte, war der Dampfer „Taranaki“.
Taucher hatten den Propeller nach der Strandung auf Karewa Island am 29.11.1878 bereits abmontiert, aber weil er nicht, wie erhofft, aus Bronze war, wieder versenkt. Das Schiff der Union Steam Ship Company war mit 75 Passagieren auf der Reise nach Timaru gewesen. Außerdem hatte es eine 34-köpfige Crew an Bord. Alle Schiffbrüchigen wurden an Land gebracht und von dem Dampfer „Staffa“ nach Tauranga gebracht. Der Propeller wurde nun zum Dargaville Boating Club gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Baggerschiff "Prins 4" teilgesunken
(Bild: Marine Nationale)   Großbild klick!
Stelzenschiff in Dielette umgekippt
(07.10.14) Am 5.10. um 22.45 Uhr wurde das Operation Center der Marine in Cherbourg über eine Ölverschmutzung im Hafen von Dielette informiert. Dort war das auf Stelzen an der Außenmole stehende holländische Baggerschiff "Prins 4", 366 BRZ (IMO-Nr.: 8651087) von der Tide umgerissen worden und war, auf der Backbordseite liegend, gesunken.
Dieselöl lief aus der Baggerbarge aus. Der maritime Präfekt schickte ein Team von der Marinebasis Cherbourg. Die Gendarmerie und Feuerwehr waren ebenfalls vor Ort, um die ausgelaufenen 200 m² Leichtöl mit Ölsperren zu binden. Die Barge hatte im Kanal von Flamanville gearbeitet und insgesamt 17 Tonnen Öl an Bord. DDTM, SDIS, Marine Nationale, die Hafenbehörde von Dielette, Vertreter der Kommune Les Pieux und die Marine bildeten einen gemeinsamen Krisenstab, um der Lage an dem 54 Meter langen und 10 Meter breiten Stelzenschiff Herr zu werden.
Die „Prins 4” wurde 1979 als “Jan De Boer - Rv40“ bei der Scheepswerf Graeve in Grave erbaut. Seit Februar 2005 war sie als „Prins 4“ für den Van Den Herik Aannemingsbedrijf in Sliedrecht tätig.
Quelle:Tim Schwabedissen



Containerfrachter “Yang Ming Utmost” mit extremer Rauchfahne
(Bild: Jochen Fischer)   Großbild klick!
Untersuchungen an Yang Ming Utmost beendet – Indizien deuten auf technischen Fehler hin
(07.10.14) Der unter liberianischer Flagge laufende Containerfrachter “Yang Ming Utmost”, 90389 BRZ (IMO-Nr.: 9302621), hat den ECT Terminal Rotterdam am 7.10. um 7.30 Uhr wieder verlassen und nahm Kurs auf Le Havre, wo er am Abend des 8.10. festmachen soll. Das Schiff war zwischenzeitlich arrestiert worden, um den holländischen Behörden auf das Rechtshilfeersuchen der deutschen Kollegen hin zu ermöglichen, einen Fragenkatalog vorzulegen und die notwendigen Untersuchungen an Bord nach der Rauchverschmutzung in Hamburg am 5.10. durchzuführen.
Ein Stoppen des Frachters auf der Elbe hätte keinen Sinn gehabt, denn als ein Polizeiboot nach der Alarmierung die Norderelbe erreichte, war der Containerfrachter bereits auf Höhe von Airbus, und die Schlepper hatten bereits von dem 335 Meter langen Schiff losgeworfen, das selbst Fahrt aufgenommen hatte. Es bestand zu der Zeit auch nicht die Notwendigkeit, es zu stoppen, da die starke Rauchentwicklung zu diesem Zeitpunkt schon verschwunden war.
Die Polizei entschied sich entsprechend dagegen, an Bord zu gehen und dort unter Zeitdruck zu ermitteln. Stattdessen wurde über das Bundeskriminalamt ein Rechtshilfeersuchen gestellt. Bei einer Inspektion des Schiffes in Rotterdam wurde mit der gebotenen Ruhe die Dokumentation über Maschinenlaufzeiten oder Treibstoffladungen durchgesehen. Die Rauchentwicklung mit der Ausflockung deutete auf nicht richtig verbrannten Treibstoff und damit auf einen technischen Defekt hin.
Die Beschaffenheit der Rußwolke sprach für ein Problem mit dem Motor. Die Polizei ging davon aus, dass es sich um unzureichend verbrannten Kraftstoff handelte. Die Wasserschutzpolizei hat von dem abgesetzten Ruß Wischproben genommen und ließ diese nun untersuchen. Rußgeschädigte könnten nun Schadenersatz fordern. Lehnt die Reederei diese ab, stünde ihnen der zivilrechtliche Klageweg offen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Seekranker Skipper und sechs Hunde vor Waabs gerettet
(07.10.14) Ein Skipper und seine sechs Hunde verdanken das glückliche Ende ihres Segeltörns den Seenotrettern der Station Damp. Die Freiwilligen-Besatzung des Seenotrettungsbootes „Karl van Well“ befreite das Boot am späten Abend des 5.10. aus der gefährlichen Brandung.
Der Havarist war in der steinigen Brandungszone vor Waabs am Ausgang der Eckernförder Bucht gestrandet. Gegen 23.15 Uhr meldete sich der etwa 50-jährige Mann via Mobiltelefon bei der Seenotleitung Bremen. Auf der Reise von Eckernförde zur Mündung der Schlei hatte sich eine Leine im Propeller seines Bootes verfangen. Zudem war das GPS-Gerät ausgefallen, so dass sich der Skipper mit seinem manövrierunfähigen Boot auch nicht mehr orientieren konnte.
Die Seenotrettungsboote „Karl van Well“ der DGzRS-Station Damp und „Eckernförde“ der Station Eckernförde machten sich auf die Suche nach dem Segler. Dessen etwa sieben Meter langes Boot drohte, bei Ostwinden von bis zu sechs Beaufort zu stranden. Vor Waabs setzte der auflandige Wind das Boot auf den steinigen Strand. Die rund zwei Meter hohe Brandung schleuderte das Boot ständig hin und her. Es drohte, in dem Wellengang leckzuschlagen.
Weder UKW-Funk noch Seenotsignalmittel befanden sich an Bord. Die Seenotretter forderten den Skipper deshalb auf, mit einer Taschenlampe Lichtsignale zu geben. Um kurz vor Mitternacht fand die „Karl van Well“ fand den Havaristen. Im flachen Wasser mussten die Seenotretter aber selbst vorsichtig manövrieren.
Um eine Schleppverbindung herzustellen, watete Vormann Thomas Schulze durch die Brandung zum Havaristen, da der Skipper selbst nicht in der Lage war mitzuhelfen. Der Mann stand unter Schock, und ihm war sehr übel. An Bord befanden sich außerdem noch sechs Hunde. Der Vormann stellte eine Leinenverbindung her. Seiner Besatzung gelang es, das Segelboot aus der gefährlichen Lage zu befreien und nach Damp zu schleppen.
Quelle:Tim Schwabedissen




Vermisstes Schnellboot nach 28 Stunden entdeckt
(07.10.14) Das malaysische Schnellboot “CB 204” wurde am 6.10. von der “Ganas” entdeckt. Es hatte Maschinen- und Ruderschaden und trieb in der stürmischen See in 3,5 Meter hohen Wellen, die der Taifun Peneng aufgebaut hatte. Am 6.10. gegen 15 Uhr hatte die “Ganas” einen Notruf 129 Meilen nordwestlich von Kota Kinabalu aufgefangen.
Um 19.12 Uhr erreichte die “Ganas” den Havaristen und versorgte die Crew mit Nahrungsmitteln. Sie hatten nur Biscuit an Bord gehabt. Das Boot samt seiner siebenköpfigen Crew sollte am 7.10. gegen Mitternacht von der “Lekiu” nach Kota Kinabalu eingeschleppt werden.
Die “CB 204” war am 5.10. gegen fünf Uhr aus der Kota Kinabalu Naval Base ausgelaufen. Um 11.15 Uhr war der Funkkontakt zu der sie eskortierenden “Paus” abgebrochen, als die Schiff nach Terumbu Layang-Layang, Sabah, unterwegs waren. Die “Paus” war wegen des schlechten Wetters umgedreht. Drei Maschinen der Luftwaffe und sechs Schiffe hatten 28 Stunden nach dem vermissten Boot gesucht.
Die 14 Jahre alte “CB 204” war 2000 in Schweden erbaut worden und gehört zur CB 90-Klasse.
Quelle:Tim Schwabedissen



Historische Galeasse auf der Fahrt von Kiel nach Århus gesunken
(07.10.14) Die älteste Ketsch von Dänemark, die 1880 erbaute “Skibet”, sank am Morgen des 7.10. im Hafen von Spodsbierg. Es hatte um zwei Uhr vor Ærø Notrufe gefunkt, nachdem es zu einem Wassereinbruch in den Maschinenraum gekommen war. Nachdem Wasser in den Dieseltank eindrang, fiel die Maschine aus. Ein Schiff der dänischen Marine schleppte es zwar zurück nach Spodsbierg auf Langeland, doch beim Einlaufen sackte es weg, und nur noch die Mastspitzen samt dem Danebrog im Topp ragten wenig später noch aus dem Wasser.
Die “Skibet” war am Abend des 2.10. von Århus kommend in Kiel eingelaufen, um dort Fracht aufzunehmen vor 100 Jahren. Starker Wind, Flaute, Nebel, Regen, schwere See hatten der siebenköpfigen Crew auf ihrem einwöchigen Törn bereits einiges abgefordert. Am Abend machte das 15 Meter lange und 3,5 Meter breite Frachtschiff im Germaniahafen fest.
Dort wurden etliche Kisten Moselwein traditionsgemäß mit altem Flaschenzug und Muskelkraft an Bord genommen. Der Riesling war für ein Kulturfestival in Kopenhagen bestimmt, das am 10.10. stattfindet. Am Nachmittag des 3.10. stach die dänische Crew wieder in See. Doch der Wein sollte sein Ziel nicht erreichen.
Die Galeasse „Skibet“ wurde in Dyrehaugen erbaut und hatte ihren Stammliegeplatz im Århus Træskibshavn.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bulkcarrier auf Westerschelde auf Grund getrieben
(07.10.14) Am frühen Morgen des 7.10. riss sich der unter Marshall Islands-Flagge laufende Bulkcarrier "AM Hamburg", 43987 BRZ (IMO-Nr.: 9624093), nachdem er aus Dünkirchen auf der Westerschelde beim Put Terneuzen für Ladeaktivitäten vor Anker gegangen war, los und lief auf Grund. Eine Reihe von Schleppern, darunter die "Multratug 19", "Multratug 20", "Multratug 22", "Barracuda", "Brugge", "Evergem" und "Braakman", waren rasch vor Ort.
Sie machten am Havaristen fest und konnten den 230 Meter langen und 32 Meter breiten Frachter gegen acht Uhr wieder flottmachen. Er wurde unweit von De Griete vor der Küste wieder verankert und weiter von der “Braakman” gesichert. Das Schiff wurde 2013 erbaut und läuft für die Arcelormittal Shipping Ltd. in London.
Quelle:Tim Schwabedissen



Hebo wird gesunkenes Binnenschiff heben
(07.10.14) Das polnische Binnenschiff "Isala", 1121 ts (EU-Nr.: 02204465), dasa m 2.10. nach der Kollision mit dem Schweizer Flussfahrgastschiff "Amelia" (EU-Nr.: 07001948) auf dem Schelde-Rhein-Kanal sank, soll von dem Hebo Maritime Service bei Nieuw Vossemeer geborgen werden.
Am 6.10. hatten sich die Berger bereits daran gemacht, die Ladung von über 1000 Tonnen Salz aus dem vollständig unter Wasser liegenden Wrack zu leichtern. Am 7.10. wurden Hebestropps angeschlagen, an denen am 8.10. die Schwimmkräne "Hebolift 5" und "Hebolift 8" gemeinsam mit einem 200-Tonnen-Kran auf einem Offshore-Ponton das Wrack heben sollen. Eigentlich hatte der polnische Eigner die Bergung selbst arrangieren wollen, doch Rijkswaterstaat hatte die Leitung dann übernommen.
Wahrscheinlich wird die "Isala" wegen zu hoher Reparaturkosten anschließend verschrottet werden müssen. Die "Amelia" hatte ihre Fahrt nach Antwerpen am 3.10. fortgesetzt und lief von dort weiter nach Hansweert, Nijmegen und Amsterdam.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wrack vor Haiti nicht die Santa Maria
(07.10.14) Bei dem vor Haiti untersuchten Wrack, von dem vermutet wurde, es könnte sich um die “Santa Maria” von Christoph Kolumbus handeln, stellte die UNESCO fest, dass es sich um ein Schiff jüngeren Datums handelt. Dies ergab ein in Paris vorgestellter Expertenbericht, der auf Bitten der Regierung von Haiti erstellt worden war.
Bei den von der Organisation im September vorgenommenen Unterwasser-Untersuchungen wurden Befestigungen am Schiff entdeckt, die auf eine Technik aus dem Ende des 17. oder des 18. Jahrhunderts zurückgehen. Außerdem lag das Wrack zu weit von der Küste entfernt. Die Experten empfahlen aber weitere Untersuchungen, um das tatsächliche Wrack der "Santa Maria" zu finden. Außerdem sollte eine Auflistung aller wichtigen Wracks in dem Gebiet vorgenommen werden.
Der amerikanische Unterwasserarchäologe Barry Clifford hatte Mitte Mai verkündet, alle geografischen, archäologischen und topografischen Analysen deuteten darauf hin, dass es sich bei dem Wrack vor Haiti um die "Santa Maria" handele. Dies war, wie man nun weiß, voreilig gewesen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motoryacht auf Mosel gesunken
(07.10.14) Auf der Untermosel schlug am Abend des 4.10. eine Motoryacht leck, nachdem sie gegen das Ufer gelaufen war. Durch den entstandenen Wassereinbruch sank das Boot, nur noch der Bug ragte etwa einen Meter weit aus dem Wasser. Die Motoryacht kann erst geborgen werden, nachdem ein Gutachter sie untersucht hat. Bis dahin wurde an der Unfallstelle auf der Mosel bei Kobern-Gondorf ein Begegnungsverbot für andere Schiffe verhängt. Der Schaden betrug rund 100000 Euro.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuerwehr stundenlang im Einsatz an brennender Motoryacht
(07.10.14) Nur noch der Bug einer 10 Meter langen und vier Meter breiten Motoryacht ragte aus dem Wasser, nachdem die Fahrt eines 64-jähriger Skippers aus Sachsen auf dem Sacrow-Paretzer-Kanal in Richtung Brandenburg an der Havel am 5.10. um 13.15 Uhr in einem flammenden Inferno endete.
Erst war auf Höhe des Fahrländer Gitters plötzlich die Maschine ausgefallen. Als der Skipper im Motorraum nach dem Rechten sah, bemerkte er eine starke Rauchentwicklung, die sehr schnell stärker wurde. Daraufhin verließ er sofort den Motorraum. Ein Sportboot aus Braunschweig, das zum Jungfernsee unterwegs war, ging längsseits und nahm die beiden Personen des brennenden Bootes an Bord. Dann machte die Crew ein Seil am Heck fest, um das Kajütboot aus dem Fahrwasser des Kanals und in Ufernähe zu bekommen.
Beim Eintreffen der alarmierten Einsatzkräfte der Feuerwehr Potsdam brannte das Boot bereits lichterloh. Wegen der unzugänglichen Lage wurde der Havarist durch ein Boot der Feuerwehr anschließend zu einer Position geschleppt, an der der Löscheinsatz leichter war.
Um eine Wasserverschmutzung zu vermeiden, musste vorrangig der im Tank verbliebene Kraftstoff abgepumpt werden. Das Boot sackte am Ufer übers Heck weg, jedoch schlugen unverändert Flammen meterhoch aus dem vollkommend mit Löschschaum bedeckten Wrack. Die Feuerwehr war über mehrere Stunden damit beschäftigt, den Brand zu löschen, der sich immer wieder neu entfachte. Auch konnte eine Wasserverschmutzung nicht vollständig verhindert werden. Durch die Löscharbeiten und brandbedingte Leckagen gelangten Kraftstoff und Löschschaum in die Wasserstraße.
Die Feuerwehr legte eine Ölsperre um das völlig zerstörte Wrack aus. Im Einsatz waren 13 Fahrzeuge und sechs Boote der Berufsfeuerwehr, der Freiwilligen Feuerwehr Potsdam sowie der Wasserwacht mit insgesamt 57 Einsatzkräften. Der Sachschaden wurde auf 160.000 Euro geschätzt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ocean’s Eleven nach Ijmuiden eingebracht
(07.10.14) Am Abend des 5.10. stellte der Tanker “Nautilus” fest, dass die auf der Reede von Ijmuiden verankerte Yacht “Ocean’s Eleven” sich wieder selbstständig gemacht hatte und auf Drift gegangen war. Daraufhin lief das KNRM-Rettungsboot “De Koos van Messel” rückte erneut zu dem Boot aus, das dann mit eigener Kraft den Hafen ansteuern konnte.
Wie sich herausstellte, war, anders als angenommen, der Kiel doch nicht gebrochen, sondern war das Umschlagen des Bootes darauf zurückzuführen gewesen, dass sich der stürmische Wind in den Resten des Spinnakers verfangen und es dann auf die Seite gelegt hatte, sodass das Abschleppmanöver hatte abgebrochen werden müssen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Segler nach 11 Stunden aus Seenot gerettet
(07.10.14) Am Nachmittag des 6.10. um 16.50 Uhr fing der maltesische Tanker "JS Alular", 5036 BRZ (IMO-Nr.: 9578012), von Fawley kommend beim Transit der Verkehrstrennungszone der Caskets einen Mayday-Ruf auf und alarmierte das CROSS Jobourg. Der Notruf kam von einem Trimaran, der 37 Meilen südlich der Needles vor der Isle of Wight zu kentern drohte.
Danach riss der Funkkontakt ab. Da die Position des Notrufs im englischen Küstengebiet lag, kontaktierte das CROSS Joburg sofort das Coastguard Maritime Rescue Center in Solent, das die folgende Suchaktion koordinierte. Das CROSS Joburg schickte aber ebenfalls einen EC 225 Helikopter der Marine in Maupertus, der um 21:15 Uhr vor Ort war.
Das Maritime Coastguard Rescue Center (MRCC) Solent entsandte zwei Helikopter der englischen Coastguard aus Solent und Portland, zwei Rettungsboote und den Bordhubschrauber der britischen Fregatte HMS "St Alban”. Gegen 23 Uhr wurde die Suche aus der Luft unterbrochen.
Am 7.10. um 7.15 Uhr fand die HMS "St. Alban" 18 Meilen südlich der Isle of Portland einen Trimaran, der mit Mastbruch in der See trieb. Der Skipper wurde 11 Stunden nach seinem Mayday-Ruf vom Rettungsboot aus Weymouth an Bord genommen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf französischem Kutter
(07.10.14) Am 5.10. kam es zu einem Brand in der Bordelektrik des 15 Meter langen, in Dieppe beheimateten Kutters "Mélodie de la Mer" (MMSI-Nr.: 228330000) vor der französischen Mittelmeerküste. Der zuständige maritime Präfekt entsandte einen Dragon 76-Helikopter mit zwei Brandbekämpfern an Bord zu dem Havaristen. Es gelang der Crew aber, das Feuer selbst zu löschen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Rennyacht vor Ile de Croix entmastet
(07.10.14) Die Yacht “Express-Trépia” von Pierre-Yves Lautrou wurde einen Monat vor dem Start der Route du Rhum.Regatta sieben Meilen östlich der Ile de Croix am 5.10. gegen 13 Uhr entmastet. Grund war ein plötzlich aufziehendes Schlechtwettergebiet.
Das Boot war erst am 2.4. in Pogos vom Stapel gelaufen. Menschen kamen nicht zu Schaden, doch nun galt es mit aller Kraft daran zu arbeiten, das Boot rechtzeitig zum Start wieder klar zu haben. Bereits 2010 konnte der Skipper nicht am Start teilnehmen, weil er auf dem Weg nach Corsaire mit einem Trawler kollidiert war.
Quelle:Tim Schwabedissen



Mehrere Yachten in Sturm in Tauranga havariert
(07.10.14).Eine Ferrozement-Yacht mit 400 Litern Dieselöl sank am 6.10. in der Pilot Bay von Tauranga in stürmischer See. Nur noch der Mast des 15-Tonners „Nikita“ ragte aus dem Wasser. Zwei weitere Yachten wurden auf den Strand getrieben. Es handelte sich um die neun Meter lange „Eagle“ sowie die 11 Meter lange „Te Hani“, die sich von ihren Moorings losgerissen hatten. Ein weiteres Holzboot, die betagte „Sea Gypsy“, riss sich in der Waikareao Estuary und strandete bei der Chapel St. Die gestrandeten Boote sollten am 7.10. mit der 19-Uhr-Flut wieder flottgemacht werden. In Tauranga wurden Windgeschwindigkeiten von 61 Knoten gemessen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter bei Penarth auf Felsen getrieben
(07.10.14) Das RNLI-Boot aus Penarth wurde am 6.10. um vier Uhr alarmiert, nachdem ein Kutter eine halbe Meile nordöstlich des Penarth Head in Seenot greaten war. Der 27 Fuß lange Kutter hatte bei sieben Beaufort Wind und stürmischer See Maschinenschaden erlitten und wurde nahe des Queen Alexandra Dock samt seiner zweiköpfigen Crew auf Felsen getrieben. Die beiden Fischer konnten sich an Land retten, wo sie von der Penarth Coastguard empfangen wurden. Der Kutter sank auf den Felsen, das Wetter war für eine Bergung zu schlecht. Beide Rettungsboote kehrten zu ihrer Station zurück.
Quelle:Tim Schwabedissen



Qualmwolke der “Yang Ming Utmost”
(Bild: Korhammer)   Großbild klick!
Feuerarlarm durch Abgasschwaden eines Containerfrachters ausgelöst
(06.10.14) Das unter liberianischer Flagge laufende Containerschiff “Yang Ming Utmost”, 90389 BRZ (IMO-Nr.: 9302621), verursachte beim Auslaufen aus dem Hamburger Hafen am Abend des 4.10. eine erhebliche Luftverschmutzung. Zahlreiche Anrufer meldeten sich in der Polizeieinsatzzentrale, nachdem es zu einer ungewöhnlichen Geruchs- und Qualmbelästigung durch das 335 Meter lange, 43 Meter breite und 11,5 Meter Tiefgang aufweisende Schiff gekommen war.
Da es bereits Fahrt aufgenommen hatte, war eine Verfolgung durch Boote der Wasserschutzpolizei nicht mehr erfolgversprechend,. Der 52-jährige Kapitän des Schiffes wurde über Funk angesprochen und teilte mit, dass er keine technischen Probleme habe. Er ginge davon aus, dass sich die Rauchentwicklung legen würde. Doch die über den Hafen nach Hamburg treibende Rauchfahne hatte weitreichende Folgen:
In der Asklepios-Klinik Altona und im Pflegeheim Bugenhagen lösten die Feuermelderbrandanlagen aus, und routinemäßig wurden Rettungsdienste in Marsch gesetzt. Ein Restaurantbetreiber in Altona meldete der Polizei erhebliche Mengen Ruß auf dem Mobiliar und den Speisen sowie in Getränken seiner Gäste.
Von der Polizei wurden Proben zur Untersuchung sichergestellt und im Rahmen eines Rechtshilfeersuchen über das BKA die Mithilfe der Ermittlungsbehörden der Niederlande erbeten, wohin das Schiff unterwegs war. Kurz vor Mitternacht machte der Frachter in Rotterdam am ECT Euro Container Terminal fest. Die Untersuchungen wurden nun in Zusammenarbeit mit internationalen Ermittlern weitergeführt.
Es wurde vermutet, dass der Frachter bereits im Hafen unerlaubt auf Schweröl-Treibstoff umgestellt hatte. Im Hafen müssen die Motoren eigentlich auf einen Dieselkraftstoff umgestellt werden, der maximal 0,1 Prozent Schwefelanteil hat und bei der Verbrennung entsprechend weniger Schwefeldioxid, Stickoxid oder Rußpartikel ausstößt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Die letzte Reise der Aeroesund
(Bild: Rico Hansen)   Großbild klick!
Bilderbuchuntergang- Hunderte von Schiffen wohnten der Versenkungsfeier für älteste dänische Eisenbahnfähre bei – Fünen soll nun zum Tauchermekka werden
(06.10.14) Es war sozusagen ein Bilderbuchuntergang, mit dem sich am Nachmittag des 5.10. die dänische Eisenbahnfähre “Ærøsund II”, 873 BRZ (IMO-Nr.: 7034713), vor Ballen von der Wasseroberfläche verabschiedete. Nachdem die Bodenventile geöffnet worden waren, hatte sich das Schiff zunächst einige Grad nach Backbord geneigt, ehe es sich wieder aufrichtete, als durch die in den Rumpf geschnittenen Öffnungen sowie das Loch, an dem sich die Bugklappe befunden hatte, Wasser aufs Ladedeck strömte.
Binnen weniger Augenblicke sackte das Schiff über den Bug weg, und aus dem Schornstein stieg ein Geysir empor. Dann war das Schiff in einem Wasser- und Luftstrudel verschwunden. Zum ersten Mal überhaupt in Dänemark war ein großes Schiff als künstliches Riff versenkt worden.
Spektakel: Der Untergang
(Bild: Sonnny Carlsen)   Großbild klick!
Begeisterter Applaus kam von der Armada von Sportbooten, die bei bestem Wetter die Versenkungsstelle in Sichtweite der Küste umringt hatten, als die “Ærøsund” die letzte Reise vom Liegeplatz in Frederiksø in Svendborg zum 19 Meter tiefen Meeresgrund auf einer Position 10 Kilometer südwestlich von Svendborg antrat. Neben hunderten Sportbooten hatten sich auch Schiffe der Marine sowie Traditionssegler vor Ort eingefunden. Politiker, Wissenschaftler und ehemalige Besatzungsmitglieder nahmen an der Versenkungsfeier für die älteste dänische Eisenbahnfähre teil.
Bei ruhigem Wetter war sie am 4.10. bei Sonnenaufgang längsseits des dänischen Stelzenschiffs “Marcos”, 391 BRZ”, sowie assistiert durch den Schlepper “Naja”, 22 BRZ (MMSI-Nr.: 219001252), durch den Svendborg-Sund auf die Position vor Ballen bugsiert worden. Rosen und Kerzen hatten Unbekannte zuvor am Liegeplatz abgestellt. Auf dem Autodeck hatte ein Svendborger Künstler in der Nacht noch unbefugt ein fröhliches Wandbild angebracht – woraufhin es zu prüfen galt, ob die Farbe aus Umweltschutzgründen wieder entfernt werden müsste. Angesichts der geringen Menge im Vergleich zu der zuvor entfernten Farbe gab es aber grünes Licht.
Eine letzte Fontäne schießt aus dem Schornstein
(Bild: Andreas Christiansen)   Großbild klick!
Um 7.57 Uhr wurden die Trossen losgeworfen und wenige Minuten später die Brücke von Svendborg passiert. Die letzte Reise hatte früh genug begonnen, um dem im Tagesverlauf einsetzenden, regen Schiffsverkehr in der engen Fahrrinne zu entgehen. Vor Rantzausminde traf der Konvoi auf die Nachfolgefähre “Ærøskøping”, 1.617 BRZ (IMO-Nr.: 9199086), und die Passagiere riefen und winkten vom Sonnendeck. Gegen Mittag war die alte Lady dann mit vier Ankern auf Position vor Balle vermoort. Sie war zuvor mit 300 Tonnen Quarzsand aus Lundeborg stabilisiert worden, der sorgfältig im ehemaligen Maschinenraum und dem Autodeck verteilt worden war.
Am folgenden Tag um 14 Uhr verließ der letzte Besitzer der Fähre, Tonny Madsen, als letzter Mensch das noch schwimmende Schiff, nachdem die Bodenventile geöffnet worden waren. Die Polizei hatte nun alle Hände voll zu tun, Bootsfahrer aus dem 300 Meter breiten Sperrkreis fernzuhalten. Auch der Strand von Ballen war schwarz von Menschen, die dem Ereignis beiwohnten und es bei bester Sicht genossen.
Einen Zentimeter pro Minute sank der Rumpf nach Beginn des Flutens zunächst weg, bis eine Stunde später das Wasser die großen Öffnungen erreichte und zum Untergang binnen eineinhalb Minuten führte. Ein Konzert von Schiffshörnern begleitete diesen letzten Akt. Noch am selben Nachmittag stiegen Taucher zu dem neuen Wrack ab und dokumentierten es in aufrechter Position in grünlichem Licht auf Grund sitzend.
Die “Ærøsund” hatte 40 Jahre lang Ærøskøping und Svendborg verbunden von ihrer Ablieferung durch die Husumer Schiffswerft am 28.5.1960 bis zum 15.8.1999. Dann wurde sie von der „Ærøskøping“ ersetzt und an die Künstleragentur Danartist APS verkauft. Das Schiff wurde von 2001 bis 2005 für kulturelle Veranstaltungen an einem Liegeplatz in Odense verwendet. Die Fähre, zu ihrer Zeit Dänemarks größte privat betriebene Eisenbahnfähre, wurde im Jahr 2000 in die Liste der erhaltenswerten Schiffe aufgenommen.
Von 2005 bis 2009 befand sie sich im Besitz von Svendborg Shipping Management ApS und lag zu dieser Zeit noch gut gepflegt fast im Originalzustand in Svendborg. Das Unternehmen Naturturisme I/S entwickelte 2012 Pläne, die Fähre vor Fünen zu versenken, um sie in ein künstliches Riff zu verwandeln, nachdem ein Erhalt im Hafen zu kostspielig geworden war.
Naturturisme I/S arbeitete in der Folge daran, ein Mekka für Wassersportenthusiasten zu schaffen und wollte das Schiff dazu im Ringsgårdsbassinet südwestlich von Ballen etwa einen halben Kilometer vor der Küste so versenken, dass die obersten Teile 12 Meter unter Wasser aufragten. Am 21.8.2012 wurde der Antrag auf Versenkung offiziell an das Küstendirektorat gestellt.
Der Küstenminister wie auch der Transportminister sprachen sich allerdings 2013 dagegen aus, das Schiff in der Ostsee zu versenken. Nach zwei Jahren Auseinandersetzung drohte der Verkauf an einen Abwracker. Während die letztendliche Entscheidung noch ausstand, riss sich die Fähre am Morgen des 6.12.2013 im Sturm Xaver von ihrem Liegeplatz bei Frederiksøen im Hafen von Svendborg los. Sie trieb mit sechs bis sieben Knoten durch den Hafen und krachte schließlich gegen das Schwimmdock der Werft Petersen & Sørensen, wo es sich mit dem Ruderhaus verkeilte. Der dänische Schlepper „Egesund“, 136 BRZ (IMO-Nr.: 9059248), sicherte die Fähre längsseits des Docks, bis der Wind nachgelassen hatte.
Eine Reihe von Informationen zur Umweltverträglichkeit führte unterdessen zu einem Umdenken zunächst der Umweltministerin Kirsten Brosbøl, die zwar ohnehin mit der Idee sympathisierte, aber nicht gegen ihre eigenen Minister streiten wollte, und dann der übrigen relevanten Behörden. Erst als es Naturturisme I/S gelang, zu verdeutlichen, dass das Wrack zu keiner Meeresverschmutzung beitragen würde, sondern im Gegenteil als künstliches Riff die Entwicklung von Flora und Fauna fördern würde, gab Umweltministerin Kirsten Brosbøl im Juli 2013 endgültig grünes Licht für die Aktion.
Das Schiff hatte eine Länge von 55,75 Metern, eine Breite von 9,88 Metern und einen Tiefgang von 3,29 Metern bei einer Tragfähigkeit von 165 Tonnen.
Mit seiner Versenkung steht jetzt in der Region das größte künstliche Riff für Taucher und Meeresforscher zur Verfügung. Das Wrack wird dem Tourismus neue Impulse geben, war Flemming Madsen von der Kommune Fünen überzeug. Wer bislang nach Fünen oder Langeland fuhr, suchte Natururlaub im Zelt oder im Ferienhaus. Auch viele Angler kommen dorthin. Nun aber soll die Insel Fünen auch zum Mekka für Tauchsportler werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bergung der „Isala“ in dieser Woche
(06.10.14) Das polnische Binnenschiff “Isala”, das am 4.10. auf dem Schelde-Rhein-Kanal sank, wird in dieser Woche gehoben. Mit wenigen Ausnahmen konnten aber seit dem 3.10. die meisten Schiffe unter Eskorte der „RWS 84“ von Rijkswaterstaat das im 35 Meter breiten Kanal vollständig unter Wasser liegende Wrack passieren. Die Vorbereitungen zur Bergung wurden am Wochenende abgeschlossen.
Quelle:Tim Schwabedissen




Dagny wird in dieser Woche gehoben
(06.10.14) Am 8.10. soll das Wrack der “Dagny” in Neustadt gehoben werden. Zwei Autokräne werden die Galeasse heben, nachdem Taucher Hebegurte um den Schiffsrumpf gelegt haben. Anschließend soll der Segler gelenzt und auf einem Ponton zur anderen Hafenseite gebracht werden, wo er auf der Betriebsfläche der Stadtwerke abgesetzt wird.
Ob der Eigner der „Dagny“, ein 52-jähriger Lübecker, gegen den Schaden versichert war, konnte noch nicht abschließend geklärt werden. Möglicherweise muss die Stadt in Vorkasse gehen und dem Eigner anschließend die Rechnung präsentieren. Die Wasserschutzpolizei untersuchte derweil, ob der Eigner der „Dagny“ fahrlässig gehandelt hat und sein Schiff besser hätte sichern müssen und ob er dafür haften muss, dass Öl und Dieselkraftstoff ausgetreten waren.
Ein Dieselfilm hatte sich nach dem Untergang bis ins Binnenwasser ausgebreitet. Vermutlich hatte die Strömung im Hafenbecken dafür gesorgt, dass Kraftstoff außerhalb der Ölsperre an die Wasseroberfläche gelangte. Die Ölsperre um das Wrack wurde daraufhin noch einmal erweitert und eine zweite Sperre vor der Brücke gelegt worden. Die Ursache des Untergangs war vermutlich der schlechte Zustand des Zweimasters.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kappen – jetzt ! Abschleppmanöver wurde zur dramatischen Rettungsaktion
(06.10.14) Am Nachmittag des 4.10. wurde die Crew der KNRM-Station Egmond alarmiert, nachdem die Yacht „Ocean 's Eleven“ 17 Meilen nordwestlich des Hafens in Seenot geraten war. Zunächst war die Position des Bootes unbekannt, doch der Sandsauger „Shoalway“ hatte in einer Entfernung von fünf Meilen ein Echo auf dem Radarschirm, das sich schließlich als die Yacht entpuppte. Auch das Rettungsboot „Koos van Messel“ aus IJmuiden war zunächst alarmiert worden, kehrte daraufhin aber zu seiner Station zurück.
Das Rettungsboot „Adriaan Hendrik“ erreichte inzwischen den Havaristen und setzte zwei seiner Besatzungsmitglieder an Bord ab. Sie halfen, eine Schleppverbindung herzustellen, und das Boot wurde in Richtung IJmuiden abgeschleppt. Bei 5 bis 6 Beaufort Wind ging es zunächst mit sieben Knoten Fahrt gut voran, und man erwartete, gegen halb neun im Hafen zu sein, doch auf der Höhe von Castricum verschlechterte sich plötzlich das Wetter.
Heftige Regenfälle gingen mit viel Wind von nun bis zu 8 bis 9 Beaufort einher, die das Meer aufpeitschten. Innerhalb von fünfzehn Minuten gingen die Wellen etwa zweieinhalb Meter hoch. Das Focksegel verhedderte sich in der Takelage, und über Funk hörten die Seenotretter plötzlich eine Menge Lärm. Die Yacht legte sich auf die Seite, und man hörte: "Kappen, die Leine – jetzt!“
Zwei Mann sprangen aufs Achterdeck, um die Leine durchzuschneiden. Das Manöver gelang, und die Yacht richtete sich vorerst wieder auf. Doch sie blieb instabil, wahrscheinlich war der Kiel gebrochen. Der Skipper des Rettungsbootes alarmierte nun die niederländische Küstenwache,
die das KNRM-Boot „Koos van Messel“ aus Ijmuiden zusätzlich zu Hilfe schickte. Sie ging bei der Yacht längsseits und barg in mehreren Anläufen die zweiköpfige Crew, die Rettungsmänner sowie die beiden Bordhunde ab. Danach wurde die Yacht nördlich von Ijmuiden verankert, und die Rettungsboote liefen in den Hafen von IJmuiden ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Russland war zur Rettung nicht in der Lage – chinesische Frachtercrew half sich selbst
(06.10.14) Der unter Panama-Flagge laufende Frachter “Na Na 2” wurde im Golf von Sakhalin (Sakhalinksiy Zaliv), am Nordende der Insel Sakhalin, am Morgen des 5.10. auf der Fahrt von Busan nach Moskalvo mit einer Ladung von 1680 Tonnen Bohrgestänge sieben Meilen westlich des Leuchtfeuers von Moskalvo manövrierunfähig und begann, in stürmischer See auf die Küste zuzutreiben. Die Rohre gingen über und verursachten starke Steuerbordschlagseite.
Der Kapitän funkte Mayday, und der Kutter “Mys Urumpet” (IMO-Nr.: 9042908), der Offshore-Versorger “Irbis” (IMO-Nr.: 8422175) sowie ein Helikopter kamen zu Hilfe. Die am nächsten stehende “Mys Urumpet” war allerdings noch 70 Meilen entfernt. Die 15-köpfige chinesische Crew bat darum, abgeborgen zu werden, doch der russische Seenotdienst war dazu nicht in der Lage, denn der Hubschrauber nicht für Rettungsaktionen ausgelegt, sondern gehörte einer Offshore-Firma.
Einige Zeit später gelang es der Crew, aus der Not eine Tugend zu machen und die Lage unter Kontrolle zu bringen. Sie konnte die Maschine wieder starten und das Schiff vor Anker legen. Die “Na Na 2”, 5000 tdw (IMO-Nr.: 9552771), wurde 2009 erbaut und hat als Manager die Shanghai Marukichi Shipmanagement Co. Ltd.
Quelle:Tim Schwabedissen



Malysisches Kanonenboot vermisst
(06.10.14) Das malaysische Kanonenboot “CB 204” wurde seit dem 5.10. rund 20 Meilen östlich von Mengalum Island im Sabah Staat vermisst. Es war mit einer siebenköpfigen Crew in einen Sturm geraten und verlor den Kontakt zu einem Eskortschiff, der “Paus” um 11.15 Uhr. Mehrere Schiffe der Marine Malaysias, darunter die “Ganas”, “Lelio”, “Pari”, Serang”, Mabul” und “Berani” sowie eine AW 139 und ein Super Lynx starteten eine Suchaktion um Pulau Gaya, die allerdings durch das stürmische Wetter behindert wurde.
Die “CB 204” und die “Paus” waren gegen fünf Uhr früh aus der Marinebasis in Kota Kinabalu ausgelaufen. Um 10.30 Uhr erhielt der Marine Region Headquarters Operations Room eine Mitteilung der “Paus”, das beide Schiffe wegen des schlechten Wetters umgedreht seien. Der Versuch, um 11.15 Uhr mit der “CB 204” zu kommunizieren, schlug fehl. Das ERB West Oil Rig, das neun Meilen nlrdöstlich von Pulau Mengalum stand, berichtete, ein treibendes Boot gesichtet zu haben. Daraufhin wurde die “Lekiu” zur Untersuchung der Sichtung zu der angegebenen Position geschickt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fregatte manövrierunfähig nach Reunion abgeschleppt
(06.10.14) Nach dem Maschinenraumbrand auf der französischen Fregatte “Nivose – F 372” in der Nacht zum 1.10. wurde das manövrierunfähige Schiff in Richtung der Marinebasis Port De La Galets, Reunion, abgeschleppt. Hier traf es am 3.10. ein. Das Feuer war auf Position 17 14 S 057 03 O etwa 177 Meilen nördlich von Port Louis um Mitternacht ausgebrochen. Die Crew konnte den Brand auf dem Schiff der Floreal-Klasse unter Kontrolle bringen, doch war es danach nicht mehr fahrtüchtig. Am 29.9. war es aus Port Louis ausgelaufen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bootsbrände in und um Berlin
(06.10.14) Ein zehn Meter langes Kajütboot aus Sachsen ist am 5.10. auf dem Sacrow-Paretzer-Kanal ausgebrannt. Der Brand war Motorraum der Yacht entstanden. Der Skipper und seine Begleiterin wurden von anderen Wassersportlern abgeborgen und das brennende Boot aus der Fahrrinne gezogen. Die Feuerwehr war stundenlang im Einsatz, um das Feuer unter Kontrolle zu bekommen. Weil Löschwasser und Kraftstoff in den Kanal flossen, legten die Einsatzkräfte eine Ölsperre um das Schiffswrack. Der Sachschaden wurde auf 160.000 Euro geschätzt.
Bereits am selben Morgen war ein anderes Boot auf der Spree in Treptow in Flammen aufgegangen und trieb auf dem Fluss, als es Passanten gegen vier Uhr in der Nähe der Stubenrauchbrücke entdeckten und die Wasserschutzpolizei alarmieren. Ein Polizeiboot nahm das weiter in Flammen stehende Boot auf den Haken und schleppte es zu einem Grundstück in der Schnellerstraße, wo es durch die alarmierte Feuerwehr abgelöscht wurde. Das völlig zerstörte Boot wurde anschließend an Land gehoben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sturm brachte arbeitsreiches Wochenende für norwegische Seenotretter
(06.10.14) Bei Gråholmen südlich vonf Grimstad mussten am Nachmittag des 3.10. zwei Erwachsene und drei Kinder von einem 26 Fuß langen Motorboot gerettet werden, das auf den Felsen der Insel gestrandet war. Das Draco-Boot hatte zuvor einen Propellerschaden erlitten. Die fünf Bootsfahrer, eine Familie aus Sømslandet, konnten sich mit einem Sprung an Land retten, ehe ihr Gefährt bei einer Windgeschwindigkeit von bis zu 10 Metern pro Sekunde mit großer Wucht festkam. Die norwegische Coastguard schickte die "Nornen" und das Rettungsboot "Inge Steensland". Während die Schiffbrüchigen von der “Nornen” an Bord genommen wurden, sicherte die Crew des Rettungsbootes von Land her bestmöglich das vollgelaufene Wrack des Motorbootes, das aber zusehends von der Brandung zerschlagen wurde.
Bei Karmøy kam das Rettungsboot "Bergen Kreds” in stürmischer See am selben Nachmittag einem Hummerfischer zu Hilfe, dessen Kutter durch eine Leine im Propeller manövrierunfähig geworden war. Er befand sich nur einen Meter vor dem Ufer, als die Seenotretter eintrafen. Zwar hatte der Skipper einen Anker ausgebracht, doch schlug das Boot auf Grund, bevor dieser greifen konnte.
Bei Tvedestrand lief in der Nacht zum 4.10. eine Yacht auf einen Felsen bei Borøya vor Tvedestrand. Der Skipper konnte sich in ein Beiboot retten, und die "Inge Steensland" half, das halb unter Wasser liegende Boot, in das ein großes Loch gerissen worden war, zu sichern. Am Morgen des 5.10. wurden das Rettungsboot "Bendt R. Rasmussen," die Polizei und die Feuerwehr alarmiert, nachdem ein Boot auf Felsen gelaufen war. Bei ihrem Eintreffen fanden sie den Skipper betrunken vor.
Am selben Tag wurde bei Bergen ein 400 Tonnen großer Zementfrachter durch einen Maschinenblackout manövrierunfähig. Das Rettungsboot "Kristian Gerhard Jebsen" wurde zu dem Schiff gerufen, das auf die Küste des Raunefjord zutrieb. Es gelang der Crew, eine Maschine wieder anzufahren, während die Seenotretter auf Standby waren. br> Quelle:Tim Schwabedissen



Verlassener Kutter lief auf Strand von Hanna Park
(06.10.14) Ein 28 Fuß langer Kutter lief am Nachmittag des 5.10, mit laufendem Motor, aber ohne Skipper auf den Strand vor Hanna Park und löste eine Suchaktion der Coast Guard und des Jacksonville Sheriff's Office aus. Nachdem es vor zahlreichen Augenzeugen auf den Strand gelaufen war, kletterte ein Mann an Bord und stellte die Maschine aus.
Er fand zwar eine Tasche und Mobiltelefone an Bord, aber keinen Schiffsführer, und alarmierte um 17.40 Uhr die Polizei. Anhand der Bootsregistrierung konnte der Skipper als Peter Rodrigues aus Atlantic Beach identifiziert werden. Er hatte um 10.30 Uhr sein Heim verlassen und sich zuletzt gegen 13 Uhr bei der Familie gemeldet.
Die Coast Guard schickte einen MH-60 Jayhawk Helikopter aus Clearwater, ein 45-Fuß-Boot sowie das 87 Fuß lange Patroullienboot “Diamondback” aus Mayport zur Suche nach dem Vermissten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Über 100jähriger Kutter gesunken
(06.10.14) Ein über 100 Jahre alter, 51 Fuß langer Kutter sank am Abend des 3.10. in der Everett Marina und verlor sieben Gallonen Dieselöl. Der Eigner beauftragte einen Berger damit, ihn in den kommenden Tagen wieder zu heben und die Ölverschmutzung zu beseitigen. Der Kutter war 1912 erbaut worden und sollte zu einem Sportboot umgebaut werden, als er sank.
Quelle:Tim Schwabedissen



Granite City zerstörte herrenlos treibendes Boot
(06.10.14) Am 5.10. kollidierte der Kutter “Granite City” aus Illinous bei Meile 17 auf dem Osage Arm um 5.45 Uhr mit der herrenlos treibenden “Four Winns”. Sie hatte sich von einer örtlichen Marine losgerissen und wurde zerstört. Der Schaden an der “Granite City” blieb überschaubar.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wrack auf Paraguay River geborgen
(06.10.14) Am 3.10. gelang es, das Wrack des Ausflugsbootes “Sueño del Pantanal” auf dem Paraguay River ans Ufer zu ziehen und zu heben. Doch der Kapitän blieb wetierhin vermisst. Wahrscheinlich befand er sich im hölzernen Ruderhaus, das sich vom Wrack löste, als dieses von einem Kran hochgezogen wurde.
Auch das aus Holz konstruierte Deckshaus wurde komplett zerstört. Das Schiff war am 24.9. auf einer 10-tägigen Ausflugs- und Angelfahrt im Sturm gesunken. 12 Menschen, darunter fünf brasilianische Touristen sowie sieben Crewmitglieder wurden gerettet, 11 weitere Brasilianer und zwei Paraguayaner tot geborgen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zweiter Wassereinbruch bei Whitbread Race wurde Optimistic zum Verhängnis
(06.10.14) Die 28 Fuß lange Yacht “Optimistic”, die am 21. Whitbread Race teilnahm, sank am 4.10. vor der Küste von Shelter Island in rauer See. Die vierköpfige Crew samt Skipper Bill Archer wurde von anderen Yachten unversehrt gerettet.
Die “Optimistic” hatte unweit der MOA-Tonne vor Ram’s Head in Gardiner’s Bay um 11.15 Uhr Wassereinbruch erlitten und einen Notruf gefunkt, der von einem Mitarbeiter der Douglass Marine aufgefangen wurde. Weitere Versuche, Kontakt herzustellen, schlugen danach fehl, und die Douglass Marine kontaktierte die U.S. Coast Guard, die keinen Notruf empfangen hatte, aber daraufhin ein 47-Fuß-Boot sowie das Patroullienboot „Ridley“ in das Seegebiet schickte.
Zur selben Zeit war Mahlon Russell mit seiner Yacht “Sea Breeze” dabei, Shelter Island zu runden. In einer Distanz von 1,000 Yards sah er die sinkende “Optimistic”. Die Crew hatte sich auf den Bug des übers Heck wegsackenden Bootes geflüchtet. Sofort ging die „Sea Breeze” aus dem Wind und drehte, um den Seglern zu helfen. Sie warfen Rettungsringe über Bord und zogen drei der vier nun bereits im Wasser treibenden Schiffbrüchigen auf ihr Boot.
Auch die „Tidelines” von Skipper Bob McIlvain stoppte und zog Bill Archer aus dem Wasser. Die Rennleitung erfuhr erst aus zweiter Hand von dem Zwischenfall, weil das Notsignal zu schwach gewesen war, um s zu empfangen. Als die Schiffe der Coast Guard Montauk eintrafen, war die “Optimistic” bereits unter der Wasseroberfläche verschwunden.
Der Untergang hatte sich binnen weniger Minuten vollzogen, nachdem eine über den Bug gekommene Welle das Cockpit flutete. Die Geretteten an Bord der „Sea Breeze” wurden nach Greenport gebracht, die “Tidelines“ steuerte New Suffolk an, wo die Regatta um 8.45 Uhr mit 92 Booten gestartet worden war. Der Kurs führte an Shelter Island vorbei und dann nach Cutchogue Harbor.
Bislang war noch nie ein Schiff bei dem Race gesunken. Die „Optimistic” allerdings hatte bereits 2013 beim Whitebread Race unweit von Greenport Wassereinbruch erlitten und hatte aus dem Rennen gehen und zurück in den Hafen steuern müssen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sloop in Camden geborgen
(06.10.14) Am 1.10. wurde die “Loose Cannon” vom Grund des Camden Harbor gehoben. Dazu waren 10 Hebesäcke an dem Wrack befestigt warden, die die 24 Fuß lange, aus Fiberglas gefertigte Sloop wieder an die Wasseroberfläche brachten, sodass sie zum Kran in Wayfarer gezogen und dort aus dem Wasser gehoben werden konnte. Das 20 Jahre alte Boot war in der Nacht zum 30.9. untergegangen, nur noch der Mast hatte auf halbem Wege zwischen dem Steamboat Landing und Curtis Island aus dem Wasser geragt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht mit Mastbruch nach Gibraltar eingeschleppt
(06.10.14) Die Barkasse “General Eliott II” kam am Nachmittag des 3.10. der zweiköpfigen Crew der britischen Yacht “Moody Goose” zu Hilfe, die am Nachmittag südlich von Europa Point Mastbruch erlitten hatte. Sie hatte nach der Havarie, die sich beim Ansteuern von Gibraltar in rauer See ereignet hatte, um Assistenz gebeten.
Das Boot der Hafenbehörde war binnen Minuten auf dem Weg. Auch der in der Nähe befindliche Bunkertanker „Vemaoil XIV“, der auf der Fahrt von Gibraltar nach Tanger Me war, wurde durch den Gibraltar VTS kontaktiert und gebeten, Kurs auf die Yacht zu nehmen. Deren Crew hatte eine Notrakete abgeschossen.
Sie hatte keinen AIS-Transponder, was die Ortung erschwerte. Doch das Hafenradar und Überwachungskameras auf dem Windmill Hill erfassten sie, sodas die Barkasse zu ihr hingelotst warden konnte. Es gelang, eine Schleppverbindung herzustellen und die Yacht zurück nach Gibraltar zu ziehen, wo sie gegen 18 Uhr in der Marina Bay festgemacht wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Containerfrachter "MSC Ilona" mit Schleppern
(Bild: Marjolein Sinke)   Großbild klick!
Deutscher Frachter drohte auf Schelde aufzulaufen
(04.10.14) Der deutsche Containerfrachter "MSC Ilona", 75590 BRZ (IMO-Nr.: 9225641), erlitt am 2.10. einen Maschinenblackout auf der Schelde vor Waarde, als er den Hafen von Antwerpen in Richtung Bremerhaven verlassen hatte, nachdem er gegen 18 Uhr die Berendrecht-Schleuse passiert hatte.
Die Schlepper "Braakman", "Union 5" und "Union 6" wurden zu Hilfe geschickt, um das manövrierunfähige Schiff davor zu bewahren, auf Grund zu laufen. Am Nachmittag gelang es, die Maschinen wieder zu starten und die Fahrt nach Rotterdam fortzusetzen, wo der Frachter um 00.50 Uhr am ECT Euro Container Terminal festmachte und gegen Abend in den Europahafen verholte.
Die „MSC Ilona“ hat eine Länge von 299,98 Metern, eine Breite von 40 Metern, einen Tiefgang von 14,5 Metern und eine Tragfähigkeit von 85.890 Metern. Sie läuft für die NSB Niederelbe Schifffahrts Gmbh & Co KG in Buxtehude und wurde 2001 bei der Daewoo Shpbuilding & Marine Engineering Co. Ltd . in Geoje erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bergung des Holzkutters
(Bild: Jesper Boegh)   Großbild klick!
Kutter nach neun Monaten in Korsör gehoben
(04.10.14) Ein Kutter, der am 24.12.2013 in der Marina von Korsör sank, wurde in der vergangenen Woche gehoben und anschließen abgewrackt. Das Holzschiff war wegen einer schadhaften Lenzpumpe vollgelaufen und wurde am Weihnachtsmorgen mit den Aufbauten noch aus dem Wasser ragend entdeckt. Die Bergungskosten beliefen sich auf 100.000 dänische Kronen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Baker-Gasplattform brennt
(Bild: Nikisi Fire Department)   Großbild klick!
Feuer auf Gasplattform vor Alaska
(04.10.14) Auf der Baker-Gasplattform brach im Cook Inlet am 2.10. um 7.30 Uhr ein Feuer in den Mannschaftsunterkünften aus. Die um 8.30 Uhr alarmierte US Coast Guard schickte eine Hercules HC-130 und einen MH-60 Jayhawk Helikopter sowie die Patroullienboote “Mustang” aus Seward und “Spar” zu der Plattform bei Nikiski. Eine Sicherheitszone wurde zu Wasser und auch in der Luft um diese eingerichtet und die vierköpfige Crew gegen acht Uhr durch einen Hilcorp-Helikopter evakuiert.
Fünf Schiffe steuerten derweil die durch starke Rauchentwicklung weithin sichtbare Brandstelle 45 Meilen südwestlich von Anchorage an. Als erstes war das Offshore-Schiff "Discovery", 883 BRZ (IMO-Nr.: 9202302), der Ocean Marine Services vor Ort und begann mit ihren Monitoren, die minütlich 4000 Gallonen Wasser in die Flammen schleuderten, die Löscharbeiten, gefolgt von der "Endeavor". Es gelang, den Brand auf der von der Hilcorp betriebenen Naturgasplattform gegen Mittag unter Kontrolle zu bringen.
Die Förderung wurde automatisch eingestellt, und eine Pipeline, durch die das Gas nach Nikiski kam, wurde ebenfalls geschlossen. Hilcorp, die Coast Guard und Alaskas Department of Environmental Conservation richteten ein Krisenzentrum in Nikisiki ein und überwachten die Plattform in der Nacht. Sie hatte 10000 Gallonen Diesel, 8000 Gallonen Bohrschlamm und 1000 Gallonen Hydrauliköl sowie 20000 Gallonen Gas in Lagertanks an Bord.
Einsatzkräfte des Nikiski Fire Department, der Cook Inlet Spill Prevention & Response Inc. und der Ocean Marine Services Inc. konnten den Brand am Nordende der Plattform bis um 12.30 Uhr eindämmen. Der Wohnbereich aber brannte komplett aus.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter sank am Ende der Fangfahrt
(04.10.14) Der 40 Fuß lange Kutter „Sakomet Lobster“ sank am Morgen des 2.10. vor Rhode Island, als er nach dreitägigem Hummerfang in den Heimathafen zurückkehren wollte. Er hatte 40 Meilen südlich von Block Island bei sechs Fuß hohen Seen und 30 Knoten Wassereinbruch in einer Ladeluke erlitten.
Die Coast Guard Southeastern New England fing um 4:15 Uhr ein Mayday der vierköpfigen Crew auf. Ein MH-60T Jayhawk Helikopter startete von der Air Station Cape Cod, und das 110 Fuß lange Patroullienboot „Chinook“ nahm Kurs auf die „Sakonnet Lobster“, deren Crew ihr Schiff um 6.40 Uhr aufgeben musste.
Der Hubschrauber winschte sie gegen sieben Uhr unversehrt auf und flog sie zur medizinischen Betreuung an der Air Station Cape Cod. Die „Sakonett Lobster“ sank auf 250 Fuß Wassertiefe. Die „Chinook“ markierte die letzte bekannte Position.
Quelle:Tim Schwabedissen




Tanker lief vor Durban auf Grund
(04.10.14) Der liberianische Tanker "Pacific Quartz", 28778 BRZ (IMO-Nr.: 9573696), lief am 3.10. um 3.15 Uhr vor Durban auf Grund. Das Schiff hatte zwei Lotsen an Bord, die die Hafenkontrolle informierten. Es hatte Schaden an einem Ballasttank an Steuerbordseite erlitten und nahm Ballastwasser auf, um es auf ebenem Kiel und stabil zu halten.
Das Schiff befand sich zum Unglückszeitpunkt vor Island View bei Wellenhöhen von fünf bis sechs Metern und bis zu 10 Knoten Wind. Die Ladetanks des Doppelhüllentankers blieben intakt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Austern versanken vor Mississippi
(04.10.04) Die „The Conservationist“, ein 65 Fuß langes Schiff des Mississippi Department of Marine Resources, kenterte am Nachmittag des 2.10. gegen 15 Uhr im Mississippi Sound. Es war mit Austern auf dem Weg von Pascagoula nach Biloxi, als es drei Meilen südlich des Graveline Bayou umschlug.
Die zweiköpfige Crew wurde von der Marine Patrol und der Coast Guard gerettet. Am Morgen des 3.10. legte die J.E. Borries aus Jackson County Ölsperren aus und bereitete die Bergung vor.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gesunkenes Binnenschiff blockierte Schelde-Rhein-Kanal
(04.10.14) Das 80 Meter lange polnische Binnenschiff „Isala", 1121 ts (EU-Nr.: 02204465), das mit einer Ladung von 1050 Tonnen Salz aus Brüssel kam, erlitt am 2.10. um 22.10 Uhr auf dem Schelde-Rhein-Kanal Ruderschaden und schlug auf dem Wasserweg quer. Von Antwerpen näherte sich in diesem Moment das Schweizer Flusskreuzfahrtschiff "Amelia" (EU-Nr.: 07001948) und rammte den Havaristen mittschiffs.
Binnen 10 Minuten sank dieser, die zweiköpfige Crew wurde von der Besatzung der „Amelia“ unversehrt gerettet. Taucher inspizierten wenig später das Wrack, das den Kanal auf Höhe der Nieuw Vossesee stundenlang vollständig blockierte. Diesel lief aus, und Ölsperren wurden auf dem Kanal ausgebracht. Der Schiffsverkehrt wurde über die Krammerschleuse und Wemeldinge/Hansweert umgeleitet. Rijkswaterstaat beauftragte die Berger von BST Dintelsas und Hebo Maritime mit der Bergung.
Zunächst galt es, die Luken zu öffnen und das Salz zu leichtern. Die vollständige Bergung sollte mehrere Tage dauern. Im Laufe des Tages konnte der Wasserweg wieder geöffnet werden, die Schifffahrt wurde an der Untergangsstelle vorbei geleitet. Die 135 Meter lange „Amelia“ erlitt Schäden am Bug und kehrte nach Antwerpen zurück.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wrack nach 154 Jahren entdeckt
(04.10.14) Der Luxusliner S.S. “Connaught”, der 1860 nach einem Brand auf der Fahrt nach Boston sank, wurde nach 154 Jahren auf dem Meeresgrund von der Endurance Exploration Group entdeckt. Sie hatte im Sommer 2013 die Suche mit einem Sonarscan gestartet und über 700 Quadratmeilen abgesucht. Anfang Oktober gab es ein vielversprechendes Signal, das mit einem ROV untersucht wurde.
Die Rumpfform, die Schaufelräder und Artefakte im Trümmerfeld erlaubten die positive Identifizierung. Nun soll das Wrack dokumentiert warden, und es gilt, historische Artefakte und die wertvolle Fracht zu Bergen. An Bord könnten 10,000 Pfund Goldmünzen lagern.
Die “Connaught” war eines der größten und luxuriösesten Schiffe ihrer Zeit. Am 25.9.1860 verließ sie Galway mit 50 Erste-Klasse-Passagieren und 417 Zwischendecks-Fahrgästen und einer Crew von 125 Mann. Doch in einem Sturm kurz vor Ende der Reise schlug sie leck. Es gelang zwar, den Wassereinbruch unter Kontrolle zu bekommen, doch dann brach unter Deck ein Feuer aus und zwang die Reisenden an Deck. Die Rettungsboote wurden klargemacht, diese wurden aber im Sturm zerschlagen.
Ein kleines Handelsschiff kam zu Hilfe in höchster Not. Eine Leine wurde an Deck geschossen, über die es gelang, alle Personen abzubergen, die jeden Winkel des rettenden Schiffes füllten. Einige gingen sogar in die Takelage. Als letzter ging der Kapitän von Bord. Nach Abschluss der Rettung konnten die Schiffbrüchigen zusehen, wie das Schiff, das so heiß war, dass die Wellen verdampften, wenn sie es trafen, versank. Am nächsten Tag gingen sie an Bostons India Wharf unversehrt an Land.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter lief nach Blackout in Hamburg auf Grund
(04.10.14) Am 2.10. um 9:25 Uhr erlitt der unter Antigua Barbuda-Flagge laufende Frachter "Bomar Moon", 2010 BRZ (IMO-Nr.: 9390393), einen Maschinenausfall, als er in Hamburg von der Ölmühle im Neuhofer Kanal mit Ziel Immingham ablegte. Das Schiff, das eine Länge von 77,25 Metern, eine Breite von 13,38 Metern und einen Tiefgang von 4,65 Metern hat, erlitt daraufhin eine leichte Grundberührung.
Nach dem Blackout ließ der Kapitän den Anker im Köhlbrand fallen, um die Fahrt aus dem Schiff zu nehmen, konnte aber das Auflaufen nicht mehr verhindern. In der Nähe befand sich der Schlepper "Wilhelmine”, dessen Besatzung sofort eine Schleppverbindung zum Havaristen herstellte und sie wieder freischleppte.
Der Frachter wurde mit Schlepperassistenz und unter Begleitung der Funkstreifenboote “WS 2” und der “WS 25” zum Liegeplatz Steinwerder 1 gebracht, wo ein vorläufiges Auslaufverbot ausgesprochen wurde und Taucher den Rumpf auf mögliche Beschädigungen untersuchten. Am 3.10. um 19.40 Uhr verließ das Schiff erneut den Hafen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker brannte auf der Ostsee
(04.10.14) Am 2.10. brach im Maschinenraum des zyprischen Tankers "Stoc Marcia", 3219 BRZ (IMO-Nr.: 9390305), der von Göteborg kam, nördlich von Bornholm bzw. 35 Meilen südlich von Ronneby ein Maschinenraumbrand aus. Als erstes war das schwedische Rettungsboot "Gad Rausing" der Station Skillinge vor Ort, das wenige Minuten nach dem Notruf ausgelaufen war. Es war der Tankercrew gelungen, den Maschinenraum abzuschotten und das automatische Löschsystem zu aktivieren.
Kurz nach dem Rettungsboot war auch der Helikopter Lifeguard 002 mit Feuerwehrkräften der speziell auf Schiffsbrände trainierten Maritime Incident Response Group vor Ort und wurde auf Deck abgesetzt. Gegen 22 Uhr war klar, dass der Brand aus war, und die Einsatzkräfte wurden von der "Gad Rausingzurück nach Skillinge gebracht.
Die schwedische Küstenwache schickte die Patroullienboote "KBV 034", "KBV 048" und "KBV 003", die in den Abendstunden eintrafen und auf Standby gingen, bis am Morgen des 3.10. ein Schlepper die “Stoc Marcia” nach Landskrona zog. Die 12-köpfige Crew war unversehrt geblieben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker nach Maschinenausfall nach Brest eingeschleppt
(04.10.14) Der unter Malta-Flagge laufende Tanker "Aksaz C", 3606 BRZ (IMO-Nr.: 9418509), erlitt am 1.10. gegen 16 Uhr rund 120 Meilen vor Brest Maschinenausfall. Das Schiff kam aus Las Palmas und war mit 3000 Tonnen Pflanzenöl unterwegs nach Pembroke. Der Eigner akzeptierte eine Bergung durch den Schlepper "Abeille Bourbon", der den Havaristen am 2.10. gegen 13 Uhr nach Brest brachte, von wo aus er die Reise am 3.10. um 18.15 Uhr fortsetzen konnte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Maschinenausfall vor Kea
(04.10.14) Am frühen Morgen des 1.10. erlitt der unter Malta-Flagge laufende Frachter "Marine Legend JR", 4619 BRZ (IMO-Nr.: 9381952), nördlich von Keas Maschinenausfall. Die Patroullienboote "OS-EL.Akt" und "Aigaias - NP 12032" kamen zu Hilfe und blieben auf Standby, während Reparaturen durchgeführt wurden. Danach konnte der Frachter die Reise von Pozzallo nach Reni in der Ukraine fortsetzen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gemälde von John William Carmichael
(Bild: John William Carmichael)   Großbild klick!
Wrack in der Arktis als HMS Erebus identifiziert
(02.10.14) Bei dem Wrack des in 11 Metern Wassertiefe des Queen Maud Gulf gefundenen Schiffes handelt es sich um die "HMS Erebus", teilte der kanadische Premierminister Stephen Harper am 1.10. dem Parlament mit. Es war das Schiff, auf dem Sir John Franklin selbst auf der Suche nach der Nordwest-Passage 1845 unterwegs war und bei der alle 129 Expeditionsteilnehmer ums Leben kamen.
HMS “Erebus” ist gut erhalten und ragt zwischen fünf Metern am Bug und vier Metern am Heck vom Grund auf. Weiterhin unbekannt ist die Position des zweiten Schiffes, HMS „Terror“. Vier Schiffe, die „Sir Wilfrid Laurier” der kanadischen Coast Guard, HMCS “Kingston” der Royal Canadian Navy sowie Fahrzeuge der Arctic Research Foundation und die „Akademik Sergey Vavilov“ der One Ocean Expeditions aus British Columbia waren an der Suche in diesem Sommer beteiligt.
Wrack der Erebus
(Bild: Parks Canada)   Großbild klick!
Das Wrack der "HMS Erebus" wurde am 7.9. in der Meerenge Victoria Strait vor der King-William-Insel entdeckt, nachdem jahrzehntelang alle Suche nach den beiden Schiffen der Franklin-Expedition vergeblich geblieben war. In den vergangenen Jahren unternahm Kanada verstärkte Anstrengungen, die Überreste der Expedition aufzuspüren. Seit 2008 gab es sechs großangelegte Suchkampagnen, für die Schiffe der kanadischen Küstenwache eingesetzt wurden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tschechisches Binnenschiff drohte in Hamburg zu sinken
(02.10.14) Im Hamburg-Wilhelmsburger Hafen ist am Morgen des 1.10. das tschechische Binnenschiff „MN 7304“, 645 ts (EU-Nr.: 9551063), leckgeschlagen und drohte im Reiherstieg zu sinken. Aus bislang unbekannter Ursache drang über die Achterpiek Wasser über einen Ballasttank in den Maschinenraum ein.
Die Nautische Zentrale informierte die Wasserschutzpolizei über die Havarie des Binnenschiffes im Südlichen Reiherstieg. Das Funkstreifenboot „WS 22“ wurde in Marsch gesetzt, und vor Ort stellten die Beamten fest, dass das Gangbord im Bereich des Hecks bereits unter Wasser stand.
Das Binnenschiff war mit rund 500 Tonnen Getreide sowie zwei schweren Maschinenteilen beladen. Die Feuerwehr setzte sechs Pumpen zum Lenzen ein. Teile der Ladung wurden zeitgleich gelöscht. Am Nachmittag befanden sich noch etwa 150 Tonnen Getreide an Bord. Durch das Lenzen war es auch zu einer Gewässerverunreinigung im Südlichen Reiherstieg gekommen.
Eine Spezialfirma kümmere sich um die Entsorgung des Wasser-Öl-Gemisches. Rund um das Schiff wurden Ölsperren ausgelegt. Es war am Nachmittag noch unklar, ob das Schiff mit Heimathafen Decin in eine Werft geschleppt werden sollte. Es lag derzeit stabil an der Kaimauer des Wallmann-Terminals im Pollhornweg. Das Leck wurde aber noch nicht gefunden. Die „MN 7304“ hat eine Länge von 69,40 Metern, eine Breite von 8,85 Metern und einen Tiefgang von 1,80 Metern.
Quelle:Tim Schwabedissen




Maschinenschaden vor Kea
(02.10.14) Am frühen Morgen des 1.10. erlitt der unter Malta-Flagge laufende Frachter&xnbsp;"Marine Legend JR", 4619 BRZ (IMO-Nr.: 9381952),&xnbsp;nördlich von Kea Maschinenschiaden. Die Lavrio Port Authority entsandte die Patroullienboote "OS-EL.AKT" und "Aigaias - NP 12032", die auf Standby gingen, während an Bord des Frachters Reparaturen ausgeführt wurden. Danach konnte er die Reise von Pozzallo nach Reni in der Ukraine fortsetzen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Fähre in Oslo
(02.10.14) An Bord einer Fähre, die am Osloer Rathaus lag, brach am Morgen des 1.10. ein Feuer aus. Die Rettungsdienste wurden um 11.07 Uhr alarmiert. Es handelte sich um einen kleineren Brand auf einer der Nesodden Fähren. Alle Personen wurden unversehrt evakuiert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Angehörige vermisster Touristen drohten mit Flussblockade
(02.10.14) Die Familien der drei Vermissten des Untergangs des Touristenbootes “Sueño del Pantanal” zeigten sich am 1.10. unzufrieden mit der Arbeit der Behörden und drohten, den Paraguay River zu blockieren. Ein Kran sollte das Wrack ans Ufer bringen, doch der Versuch schlug fehl, weil die Hebestropps nicht stark genug waren. Nun sollten stärkere Trossen herangeschafft werden. Die Taucher der Marine Paraguays haben derweil ihre Suche wegen der starken Strömung eingestellt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Baggerschiff blockierte Wasserweg
(02.10.14) Das 47 Meter lange Baggerschiff "Texas Barge" (MMSI-Nr.: 367436830) kollidierte am Morgen des 1.10. mit einer Barge, nachdem starke Strömung es von seiner Mooring losgerissen und eine Meile weit in Intracoastal Waterway getrieben hatte. Der zweiköpfigen Crew gelang es, die Drift durch Absenken eines Pfahls zu stoppen, der dabei allerdings verbog.
Der Bagger sollte am Anleger der Bolivar-Fähre arbeiten. Der Verkehr auf dem Gulf Intracoastal Waterway wurde mehrere Stunden zwischen den Tonnen 13 und 28 eingestellt, 13 Schlepper stauten sich an der Bolivar Peninsula. Der Houston Ship Channel und der Galveston Ship Channel blieben offen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei Fischer von sinkendem Kutter gerettet
(02.10.14) Am 2.10. gegen 13 Uhr Ortszeit erlitt der Kutter “Sea Fury” 13 Meilen südwestlich von Port MacDonnell auf dem Weg nach Queensland Wassereinbruch. Die zweiköpfige Crew ging in eine Rettungsinsel und wurde von der “Aqua Jewel” gegen 14.10 Uhr gerettet. Die Water Operations Unit der SAPOL, die SA Sea Rescue und Mount Gambier Police sowie örtliche Fischer wurden alarmiert. Der halb unter Wasser liegende Kutter wurde mit einem Anker gesichert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Abgestürzter Container in 140 Metern Tiefe gesichert
(02.10.14) Die Arbeiten auf der “Brent Alpha”-Plattform der Royal Dutch Shell sollten wieder aufgenomen werden, nachdem die Arbeiten an einem Container, der am Abend des 28.9. in die See gestürzt war, vorläufig beendet werden konnten. Am 29.9. war alles nicht für den Betrieb notwendige Personal von dem Ölrig evakuiert und der Druck auf diesem wie auch der “Brent Bravo” heruntergefahren worden.
30 Arbeiter blieben auf der Plattform, während der Container am Morgen des 30.9. in 140 Metern Tiefe auf dem Meeresgrund gesichert werden konnte. Diese Arbeiten wurden unterstützt durch ein Taucherschiff des Normand Subsea Dive Support, das gegen ein Uhr vor Ort eingetroffen war. Der Container, der von einem Kran abgestürzt war, der einen technischen Schaden erlitten hatte, sollte später geborgen werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter sank auf Surma River
(02.10.14) Der mit 7500 Sack Zement für die Shah Cement Company beladene Frachter “Holly Motherland” sank am 1.10. auf dem Surma River in Sadar nach der Kollision mit einem anderen Frachter, der “Al Kawsar 2”. Er war von Dhaka nach Chhatak unterwegs, als er um 10:30 Uhr mit dem mit Steinen beladenen anderen Schiff zusammenstieß. Sechs Mann wurdn verletzt. Die “Al-Kawsar” erlitt einen Riss im Rumpf.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bulkcarrier "Southern Explorer" mit Kran "Smit Cyclone"
(Bild: Piet Sinke)   Großbild klick!
Bergungsarbeiten an Bulkcarrier vor Singapur dauern an
(01.10.14) Am 29.9. lag der unter Panama-Flagge laufende Bulkcarrier "Southern Explorer", 88552 BRZ (IMO-Nr.: 9248459), auf der Ost-Reede von Singapur mit dem Schwimmkran "Smit Cyclone" und dem Schlepper "Maju 510" längsseits.
Das 289 Meter lange und 42 Meter breite Schiff lag weiterhin tief im Wasser, nachdem es am 12.9. bei der Kollision mit dem Bulkcarrier "Best Unity", 69034 BRZ (IMO-Nr.: 9167368), in der Straße von Singapur leckgeschlagen war und Wassereinbruch erlitten hatte. Beide Schiffe waren nach dem Zusammenstoß unweit der Unglücksstelle vor Anker gegangen. Die "Best Unity" lief später in Singapur ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



“Rena” im Schlepp
(Bild: Ministerie van Defensie)   Großbild klick!
Holländische Fregatte leistete Amtshilfe in der Karibik
(01.10.14) Die holländische Fregatte “Zr. Ms. Holland” kam am 29.9. der “Rena” der Marine von Granada zu Hilfe. Das Schiff hatte in der Karibik mit fünf Personen an Bord Maschinenschaden erlitten und hatte einen Notruf gefunkt. Am Morgen kamen Spezialisten der “Holland” und der Küstenwache mit einem Boarding-Team zu Hilfe.
Allerdings erwies sich der Schaden als zu groß für eine Reparatur auf See. Daher nahm die "Holland” die “Rena” auf den Haken und zog sie in Richtung der der Antillen-Insel St. Kitts.
Quelle:Tim Schwabedissen



Galeasse „Dagny“ sinkt im Hafen
(Bild: Kreisfeuerwehr Ostholstein)   Großbild klick!
Galeasse in Neustadt gesunken
(01.10.14) Am Nachmittag des 30.9. gegen 15.30 Uhr wurde die Feuerwehr Neustadt in Holstein alarmiert, weil die Galeasse „Dagny“ an ihrem Liegeplatz im Stadthafen Steuerbord-Schlagseite entwickelte. Die ersten eintreffenden Kräfte versuchten zunächst, das Wasser aus dem Schiff abzupumpen.
Doch noch bevor der Lenzeinsatz erfolgreich begonnen werden konnte, legte sich das Schiff ganz auf die Seite und sank innerhalb weniger Minuten. Danach lief eine größere Menge Dieselkraftstoff in das mehrere Meter tiefe Hafenbecken. Die Feuerwehr legte mit Hilfe ihres Arbeitsbootes "Grisu" eine Ölsperre um den Havaristen, dessen Masten noch aus dem Wasser ragten. Das THW Neustadt wurde zusätzlich angefordert, um mit weiteren Ölsperren ein Abtreiben des Kraftstoffes in das Binnenwasser zu verhindern. Anschließend sicherte die Feuerwehr den Havaristen mit Seilen.
Bei dem Schiff handelt es sich um einen Traditionssegler, der 1897 bei R. Petersen in Nyköpring auf Falster als „Familiens Haab“ als Spitzgatter vom Stapel lief. Das Schiff wurde als Frachtsegler in der Getreidefahrt und als Steinfischer eingesetzt. 1915 erhielt er die erste Maschine, 1960 wurde die jetzige Maschine, ein 90 PS-Scania-Diesel, eingebaut.
1972 wurde der Zweimaster als Ketsch geriggt und für Gästefahrten eingesetzt. Die Galeasse hat eine Länge von 14,63 Metern, eine Breite von 4,77 Metern und einen Tiefgang von 1,63 Metern und eine Segelfläche von 130 Quadratmetern.
Quelle:Tim Schwabedissen




Containerfrachter sitzt seit über zwei Wochen fest
(01.10.14) Seit dem 16.9. sitzt der unter Singapur-Flagge laufende Containerfrachter "Santa Rosa", 21053 BRZ (IMO-Nr.: 9006514), der auf dem Weg nach Karachi auf Grund lieg, auf einer Position, die vom Iran als eigenes Territorium angesehen wird, fest. Das Schiff hat keine sichtbaren Schäden. Versuche, mit eigener Kraft freizukommen, sind gescheitert, und nun wurden die Berger der Mubarak Overseas (LLC) der Vereinigten Arabischen Emirate mit der Bergung beauftragt. Es soll dann zu einem sicheren Platz in der Gegen von Dubai oder einen Hafen außerhalb iranischer Gewässer verbracht werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker bei Kollision aufgerissen
(01.10.14) Der russische Tanker "SCF Yenisei", 29844 BRZ (IMO-Nr.: 9333412), kollidierte mit einer Ladung von 27680 Tonnen Rohöl an Bord am 26.9. um 12.30 Uhr mit einem unbekannten Unterwasserobjekt in der Obskaya Guba Bucht auf dem Ob. Dabei wurde die Vorpiek aufgerissen, es kam zu Wassereinbruch in einen Ballasttank an Backbordseite. Am 27.9. verholte der Tanker nach Sabietta, wo eine provisorische Reparatur der Risse durch Taucher stattfand. Am 28.9. verließ der Havarist Sabietta mit Kurs Murmansk.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf französischer Fregatte
(01.10.14) In der Nacht zum 30.9. brach auf der französischen Fregatte „Nivôse“, die im Patroullien-Einsatz vor La Réunion war, ein Feuer im Maschinenraum aus. Dank des sofortigen Eingreifens der Crew konnte der Brand unter Kontrolle gebracht werden. Die Fregatte „Floreal“ kam dem Schiff zu Hilfe. Am Morgen des 30.9. war das Feuer gelöscht. Menschen kamen nicht zu Schaden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Containerfrachter nach Kollision im Suez-Kanal in Jeddah eingetroffen
(01.10.14) Die Kollision des deutschen Containerfrachters 93750 BRZ (IMO-Nr.: 9295244), mit dem unter Singapur-Flagge laufenden Containerfrachter "Maersk Tanjong", 94193 BRZ (IMO-Nr.: 9332511), am 29.9. vor Port Said wurde offenbar durch einen Schaden an der Ruderhydraulik verursacht.
Als das kleinere Schiff den etwas größeren Vorausfahrer überholen wollte, drehte sich das Ruder durch ein Fehlfunktion der Mechanik auf einmal hart nach Backbord, woraufhin die "Colombo Express" nach links vom Kurs abkam und der "Maersk Tanjong" in die Seite lief. Beide Schiffe waren auf Südkurs nach Jeddah unterwegs. Zwei der bei dem Zusammenstoß verlorenen Container wurden bislang geborgen.
Noch am selben Abend durfte die "Colombo Express" ihre Reise nach Jeddah fortsetzen, dicht gefolgt von der "Maersk Tanjong". Beide Schiffe trafen am Vormittag des 1.10. vor dem Hafen ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter sank nach Feuer vor der Gironde
(01.10.14) Am 30.9. um 10:15 geriet der 11,10 Meter lange und 3,5 Meter breite französische Kutter “Les Mousquetaires II - BX.689393” (MMSI-Nr.: 227318930), aus Bordeaux südwestlich von Cordouan in der Mündung der Gironde in Brand. Die beiden Besatzungsmitglieder funkten Mayday und gingen dann in eine Rettungsinsel, aus der sie von einem SNSM-Boot aus Port Médoc geborgen und in den Hafen gebracht wurden. Das CROSS Corsen schickte auch einen Guepard-Yankee-Hubschrauber zu der Position des in hellen Flammen stehenden Trawlers.
Um 11 Uhr wurde die “Láperouse”, ein Vermessungsschiff der Marine, damit beauftragt, den Brand zu löschen, und traf um 11:35 Uhr vor Ort ein. Tatsächlich hatte sie das Feuer um 13:05 Uhr unter Kontrolle. Doch der Trawler, der von dem Brand zu etwa 40% zerstört worden war, sank schließlich um 13:20 Uhr. Das Schiff war 1986 in Irland erbaut worden und war zuvor als “Xenos” von Auray aus eingesetzt worden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei Kutter vor Norwegen abgeschleppt
(01.10.14) Der norwegische Kutter “M-3-AV” aus Kvernesfjorden erlitt am Nachmittag des 30.9. Ruder- und Propellerschaden. Das Rettungsboot "Erik Bye" aus Kristiansund wurde alarmiert, nachdem sich das Ruder gelöst hatte und in den Propeller geraten war. Es schleppte den Havaristen nach Eide ein.
Bereits am Morgen hatte das Rettungsboot "Sundt Flyer" einem Kutter, der in der Einfahrt des Osthafens von Svolvær auf Grund gelaufen war, assistiert. Der alte Kutter wollte auf Heringfang gehen, als es zu einem Maschinenschaden kam und das Schiff auf eine Schäre geriet. Es wurde von den Felsen gezogen und in den Hafen gebracht, wo die Seenotretter das Unterwasserschiff inspizierten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Suchaktion nach neun vermissten Chinesen
(01.10.14) Neun chinesische Besatzungsmitglieder des chinesischen Kutters “Lurongyu 2859”, 238 BRZ, wurden vermisst, nachdem das Schiff 390 Meilen vor der Küste der südjapanischen Shimane Präfektur am 30.9. gegen acht Uhr gesunken war. Fünf Mann des Schiffes konnten gerettet werden. Die japanische Coast Guard war am Abend von den chinesischen Kollegen um Hilfe gebeten worden und hatte ein Patroullienboot geschickt.
Am 1.10. gegen Mittag traf auch die „Daisen“ der japanischen Coastguard mit einem Hubschrauber an Bord im Suchgebiet nördlich der Oki-Inseln ein. Zwei nordkoreanische Schiffe waren ebenfalls auf dem Weg ins Suchgebiet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Nächtliche Bergungsaktion in L´gué
(01.10.14) Am 28.9. gegen zwei Uhr endete in Légué die Bergung eines Trawlers in Légué. Am 27.9. um 18.15 Uhr war entdeckt worden, dass das Schiff am Surcouf-Kai durch ein Leck am Propellerschaft Wassereinbruch erlitten und sich auf die Backbordseite gelegt hatte. Ein Dutzend Feuerwehrleute war rasch vor Ort und begann, das Schiff auszupumpen. Große Hebesäcke sollten es zusätzlich stabilisieren. Eine Ölsperre wurde ausgebracht.
Dann galt es, einen Kran zu finden, der den auf der Seite liegenden Trawler wieder stabilisieren konnte. Gegen 23 Uhr war ein 100-Tonnen-Kran der Firma Le Roux eskortiert von der Polizei eingetroffen. Hebestropps wurden am Havaristen angebracht, und gegen ein Uhr des folgenden Morgens begann er sich wieder auf ebenen Kiel zu drehen.
Die Pumpen liefen weiter, die Hebesäcke konnten entfernt werden. Nach Abschluss der Bergungsarbeiten wurde der Trawler nach Briochin zur Reparatur gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Taucher suchen bis zur Erschöpfung nach Vermissten
(01.10.14) Nach dem Untergang des Fahrgastschiffes “Sueño del Pantanal” in Carmelo Peralta ist es wegen schlechten Wetters nicht gelungen, das Wrack zum Ufer zu ziehen. Drei Menschen wurden weiterhin vermisst, nachdem das Schiff am Abend des 24.9. sank. Starke Winde und Strömungen erschwerten die Arbeit der Taucher der Marine von Paraguay.
Die brasilianische Marine stellte die Arbeit wegen der hohen Gefahren ein, doch die Angehörigen der Vermissten konnten die verbliebenen Taucher dazu bringen, trotz großer Erschöpfung weiter zu machen. Das Wrack des Schiffes liegt kieloben auf Grund, was ein Eindringen in die Kabine zusätzlich erschwert. Auch an der Wasseroberfläche wurde weiter Ausschau gehalten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei Leichter liegen vor Mongla auf Grund
(01.10.14) Das Bergungssschiff “Panna” versuchte, im Pashur Channel in Mongla das Wrack des Leichters “Nayansri 3” der Elephant Cement Factory aufzuspüren, der am 30.9. nach einer Kollision leckgeschlagen und gegen neun Uhr gesunken war. Er war mit mindestens 650 Tonnen Klinkern auf dem Weg zur Fabrik nahe Mongla gewesen.
Bereits am 12.9. war der Leichter “Hajera-1” mit 600 Tonnen Klinker im Pashur Channel bei der Harbaria-Tonne 2 gesunken. Acht Stunden später konnte er geortet werden, doch die Mongla Port Authority hat noch keine Bergung eingeleitet.
Quelle:Tim Schwabedissen



15 Fischer von brennendem Kutter gerettet
(01.10.14) 15 Besatzungsmitglieder eines taiwanesischen Kutters konnten am Morgen des 1.10. rund 670 Kilometer westlich von Carnarvon vor der westaustralischen Küste gerettet werden. Sie hatten in der Nacht zuvor um 23.30 Uhr das EPIRB aktiviert, und die Australian Maritime Safety Authority (AMSA) hatte eine Dornier aus Perth in Marsch gesetzt.
Nachdem sie gegen starken Wind ankämpfend um 8.30 Uhr die Position erreicht hatte, fand sie das Schiff in Flammen stehend vor, die Crew war auf dem Bug zusammengedrängt. Die Crew des Flugzeug warf eine Rettungsinsel ab, in die sich ein Teil der Schiffbrüchigen flüchten konnte und dann von einem anderen Kutter aufgenommen wurde. Andere wurden direkt vom Havaristen übernommen.
Auch ein britischer Tanker und ein griechischer Containerfrachter hatten sich auf den Weg zu der Unglücksposition gemacht. Die Dornier drehte wieder ab, als der Treibstoff knapp wurde. Der Tanker traf gegen 10 Uhr vor Ort ein und setzte ein Rettungsboot aus, der Frachter konnte noch vor dem Erreichen der Position aus dem Einsatz entlassen werden. Die Geretteten sollten nun nach Indonesien gebracht werden. Die AMSA dankte allen an der Aktion Beteiligten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Vacance-Schiffbruch das völlige Gegenteil zum Sewol-Desaster
(01.10.14) Völlig gegensätzlich zu dem Untergang der “Sewol” handelte am 30.9. die Crew des 37 Meter langen Ausflugsschiffes „Vacance“, 171 BRZ, als dieses beim Passieren von Hong Island vor der Süd-Jeolla-Provinz auf ein Riff lief und durch einen ein Meter langen Riss im Vorschiff vollzulaufen begann.
Binnen 20 Minuten waren alle 105 Fahrgäste von Bord evakuiert. Dabei waren sie zunächst durch den harten Aufprall durcheinander geschleudert worden, Rauch stieg aus dem Maschinenraum auf, und rasch begann das Schiff über den Bug wegzusacken. Doch die Crew behielt die Nerven, ließ die 105 Fahrgäste Rettungswesten anlegen und hielt sie über Bordlautsprecher und mit direkter Ansprache informiert. Dadurch beruhigte sich die Lage auf dem 27 Jahre alten Schiff schnell, während Kutter und Schiffe der Coastguard dieses bereits ansteuerten.
Die Coast Guard mobilisierte insgesamt fünf Hubschrauber und drei Patroullienboote. 10 Minuten nach dem ersten Notruf war ein anderes Fahrgastschiff vor Ort und übernahm 80 Passagiere der “Vacance”. Die übrigen wurden von Fischern gerettet. Rund ein Dutzend Menscnen wurden mit leichten Verletzungen im Krankenhaus von Mokpo behandelt. Die fünfköpfige Crew blieb an Bord, bis der Havarist in einen nahen Hafen geschleppt wurde. Die Coast Guard führte die Havarie auf eine Kursabweichung bei einer Wellenhöhe von 1,5 Metern zurück. In dem Seegebiet gibt es viele Riffe.
Die “Vacance” wurde im Juli 1987 von einer Werft in Japan abgeliefert. Sie ist 37,44 Meter lang, 7,6 Meter breit, hat 3,2 Meter Tiefgang und eine Fahrgastkapazität von 355 Personen. Die gerade wieder erneuerte Lizenz ist bis 2023 gültig. Als die „Vacance” den Ausflugsbetrieb aufnahm, hatten Bewohner von Hongdo eine Petition an die Coast Guard initiiert, das Schiff aus Sicherheitsgründen nicht fahren zu lassen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wrack eines vor 40 Jahren in Tasmanien gesunkenen Frachters dokumentiert
(01.10.14) Wissenschaftler haben das Wrack des 135 Meter langen Bulkcarriers „Lake Illawara“ kartiert, der 1975 mit mehreren Pfeilern der Tasman Bridge auf dem River Derwent in Hobart kollidierte, sie zum Teil zerstörte und selbst sank. Ein großer Teil der Brücke war über dem Schiff kollabiert, als dieses mehrere der Brückenpylonen rammte. 20 Menschen, darunter sieben Crewmitglieder und fünf Personen in vier Autos sitzend 45 Meter in die Tiefe stürzten, kamen damals ums Leben.
Das Wrack des Frachters lag seither in 34 Metern Wasseritefe, es reicht bis zu 14 Meter unter die Wasseroberfläche, der Bug liegt in Richtung von Rose Bay. Die jetzt erstellten Bilder wurden mit hoch auflösender Multibeam-Sonartechnologie an Bord der „Morena“ des Institute for Marine and Antarctic Studies (IMAS) aufgenommen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Flugzeugträger rettete zwei Fischer von brennendem Kutter
(01.10.14) Die Crew des Flugzeugträgers USS “Theodore Roosevelt” rettete am Morgen des 29.9. zwei Fischer von ihrem Kutter “Captain Star”, der 90 Meilen vor der Ostküste von Florida in Flammen aufgegangen war. Diese hatten um 4.30 Uhr eine Notrakete entzündet, die vom Ausguck gesichtet wurde.
Eine Stunde zuvor hatte die „Roosevelt“ die Fischer bereits einmal kontaktiert und sie aufgefordert, den Kurs und die Geschwindigkeit zu ändern, weil sie sich im Operationsgebiet des Flugzeugträgers aufhielten. Wenig später kam es durch einen Kurzschluss in der Bordelektrik zu einem Feuer an Bord des Kutters. Nachdem sich die Flammen rasch ausbreiteten, gingen die beiden Fischer in eine Rettungsinsel.
Der Flugzeugträger koordinierte die Rettungsaktion mit einem Schiff des Naval Air Warfare Center, das sich in der Nähe befand, und das die beiden Schiffbrüchigen 20 Minuten, nachdem sie den Kutter hatten aufgeben müssen, an Bord nahm, ehe sie zur medizinischen Betreuung auf den Flugzeugträger gebracht wurden.
Von dort aus flog ein HH-60H Seahawk Helikopter die beiden zur Naval Air Station Jacksonville, Florida. Keine Rettung gab es für die “Captain Star” – sie endete auf dem Grund des Atlantiks.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gebete statt Panik – glückliche und professionelle Rettung einer Familie
(01.10.14) Die Crew des Hovercraft “Siyay” der kanadischen Coast Guard rettete Scott Brown und Ursula Stephens sowie ihre fünf Kinder im Alter von drei bis 16 Jahren aus dem Pazifik, als ihr 10 Meter langer Kutter “The Mindset” drei Kilometer vor Galiano Island zu sinken begonnen hatte. Als die Familie in totaler Dunkelheit im Meer trieb, beschwor die Mutter sie, zu beten und keine Panik zu bekommen. Nur ein kleiner Teil des Kutters ragte da noch aus dem Wasser.
Die Rettung traf um 20.25 Uhr in Gestalt von Captain Tom Moxey und seiner sechsköpfigen Crew an Bord des 28,5 Meter langen Hovercraft ein. Alle Schiffbrüchigen wurden gerettet und zur Coastguard Station Sea Island in Richmond, British Columbia, gebracht, wo sie medizinisch betreut wurden.
Die Familie wollte mit dem Kutter von Delta, südlich von Vancouver, ein Stück die Küste hochziehen und hatte alle ihre Habe an Bord des gerade erworbenen, 10 Meter langen Kutters gebracht. Doch gegen 20 Uhr kam es nahe der Einfahrt zum Porlier Pass zwischen Valdes und den Galiano Islands in der Georgia Strait zu Wassereinbruch. Nach dem Mayday-Ruf lief sofort die CCGS “Siyay”, die 50 Knoten erreichen kann, von der Sea Island Station aus.
Auch zwei weitere Schiffe der Coastguard, ein Helikopter der U.S. Coast Guard und ein Rettungsboot aus Ganges auf Salt Spring Island wurden alarmiert. Zwei Fähren änderten ebenfalls ihren Kurs, doch als erstes war die „Siyay“ vor Ort und fand den fast vollständig gesunkenen Kutter. Die drei- und neunjährigen Kinder wurden vom Vater auf dem noch aus dem Wasser ragenden Teil des Kutters gehalten.
Von den übrigen hatte nur ein Teil der Familie Rettungswesten anlegen können, als das Schiff kenterte und rasch aller Zugang zu Rettungsmitteln verwehrt war. Das Licht des Mobiltelefons des Vaters wies den Rettern aber so schnell wie möglich den Weg. Binnen zwei Minuten hatten die Männer der Coastguard alle Verunglückten an Bord geholt, wo sie mit Decken und trockener Kleidung versorgt und untersucht wurden.
Sie waren zwar geschockt, doch dank der perfekten Rettung ansonsten unversehrt. Dank der raschen Hilfe wurden im Richmond Hospital nur leichte Unterkühlungen bei ihnen festgestellt. Das Wrack des Kutters wurde nach Galiano Island geschleppt. Als Unglücksursache wurden starke Strömungen vermutet, die ihn zum Umschlagen brachten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Weblinks:
SOS-Seenotfälle, Archiv
Der mysteriöse Untergang der 'Beluga'
Chronik bedeutender Seeunfälle Antike bis 1499
Chronik bedeutender Seeunfälle 1500 bis 1899
Chronik bedeutender Seeunfälle 1900 bis 1949



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